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travel. one

das Magazin für Reiseprofis

Ausgabe achtzehn 27. September 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Ketten/Kooperationen

USA/Kanada

Spanien

Hotel

check

Wie

CRS und Veranstalter

an die Informationen für

Bewertungen gelangen.

Ab Seite 10

Interview

RCI-Chef

Adam Goldstein

Über Folgen des Costa-Unglücks

und neue Quellmärkte. Seite 8


ubrik.thema

soliDER

Wäre es nicht schön, sich in Zeiten von Fußnoten, Kleingedrucktem

und Klauseln einfach auf das Wort eines Unternehmens verlassen zu

können? Wir sagen: Ja. Deshalb setzen wir in all unseren Aktivitäten

auf Transparenz, Verlässlichkeit und Klarheit. Und damit auf eine

Unternehmensführung, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht.

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2


ausgabe achtzehn.editorial MS EUROPA 2

DIE GROSSE FREIHEIT.

Gebt Ägypten die

nächste Chance

Christian Schmicke

Chefredakteur

Ganz ehrlich: Ich persönlich spüre

bei Reisen in Länder, deren

Führung wenig von Menschenrechten

und Freiheit halten, ein

gewisses Unbehagen. Aber das

ist meine persönliche Messlatte

und keine, die ich zum Maßstab

erheben würde. Jedenfalls – wer

mit Reisen nach Ägypten warten

will, bis das Land zur lupenreinen

Demokratie geworden ist,

muss sich wohl auf eine ziemlich

lange Wartezeit einrichten.

Und auch eine Überwindung der tiefen politischen, gesellschaftlichen

und religiösen Gräben ist dort kurz- und mittelfristig

nicht in Sicht.

Dennoch: Angesichts der Berichte, die wir aus den touristischen

Regionen Ägyptens hören, erscheint es unter

Sicherheitsaspekten vertretbar und dringend an der Zeit,

das Geschäft wieder anlaufen zu lassen. Das gilt nicht nur für

die touristische Parallelwelt auf ägyptischem Territorium am

Roten Meer, sondern mindestens ebenso sehr für die Region

am Nil zwischen Luxor und Assuan. Gerade dort leben vom

Tourismus nicht nur Hotelangestellte und Touristiker im

engeren Sinne, sondern auch zahllose Café- und Ladenbesitzer,

Souvenirhändler, Kaleschenfahrer, Arbeiter und Bauern.

Denen geht es jetzt dreckig und nicht den Militärs, die nach

wie vor einen großen Teil der Wirtschaft kontrollieren.

Natürlich ist nicht mit völliger Sicherheit auszuschließen,

dass Terrorgruppen auf die Idee kommen, touristische Ziele

anzugreifen. Aber das ist in Paris, London, Rom und Berlin

auch nicht anders.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

Mein erster Eindruck an Bord der EUROPA 2 war

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Mein Lieblingsort an Bord der EUROPA 2 ist

die Yacht Club-Terrasse.

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travel.one 27.9.2013 3


ausgabe achtzehn.2013

Inhalt

20

puls

titelthema

10 Hotelbewertungen.

Holidaycheck & Co. haben das Kundenverhalten

verändert – mit weitreichenden Folgen für die

Beratung in den Reisebüros.

Titelbild: Shutterstock

© Travel One

6 Ägypten. Tourismusminister appelliert an Deutschland.

8 Interview. RCI-CEO Adam Goldstein über das Costa-Unglück,

die Euro-Krise und neue Quellmärkte.

16 Preisverleihung. Travel One kürt die Gewinner

des Kompasses und des Nachhaltigkeitspreises.

34

produkt

20 Oldtimer-Rallye. 47 Teams gehen bei der siebten

Dertour & Travel One Classic Tour an den Start.

22 Hurtigruten. Vorsichtige Variation des Fahrplans.

40

© Travel One

24 Airlines/Airports. Frankfurt ist auf dem Weg zum

dritten Terminal +++ Oneworld-Allianz wächst weiter.

sales

26 Ketten & Kooperationen. Die Vernetzung unter den

Mitgliedern gewinnt als Erfolgsfaktor an Bedeutung.

30 AER. Mitglieder erhalten Bonus für Mehraufwand.

destination

34 USA/Kanada. Von Geisterstädten und Gespenstern:

Verlassene Orte erinnern in Nevada an den Goldrausch.

38 Oregon. Touren mit Elektroautos.

40 Spanien. Kultur, Natur und Genuss: Katalonien besticht

durch eine breitgefächerte Vielfalt.

44 Rekord. Spanien empfängt mehr Besucher denn je.

© Vladitto/Shutterstock

exit

46 TV-Tipps.

47 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

48 Leute. Stefan Gössling ist neues

Vorstandsmitglied von Futouris.

49 Leserbriefe. Impressum.

50 Persönlich. Andreas Adrian von Odiego.

Dieser Ausgabe liegt eine Broschüre zum Jubiläum von Travel One bei.

4


thema.rubrik

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ubrik.thema

puls

Hoffnung auf den Neustart

Minister Zaazou hofft,

dass der Tourismus nun

wieder anläuft

Aktuelle Infos

über die Entwicklung

in Ägypten auf

www.travel-one.net

© Messe Berlin

n Nachdem das Auswärtige

Amt in seinen Reisehinweisen

nicht mehr generell von Reisen

nach Ägypten abrät, haben alle

großen Veranstalter das Land

wieder ins Programm genommen.

Auch TUI und Alltours, die

ursprünglich bis zum 15. Oktober

ihre Reisen gestrichen hatten,

fliegen nun wieder Kunden

ans Rote Meer. TUI prüft zurzeit

außerdem, ob neben den Badeorten

auch wieder Reisen nach

Kairo und Luxor sowie Nilkreuzfahrten

angeboten werden

könnten, hieß es zu Redaktionsschluss.

Das Auswärtige Amt rät gegenwärtig

noch von Reisen in

das Niltal südlich von Kairo und

nördlich von Luxor ab. Am Roten

Meer sollten Reisende die

Küstenorte nicht verlassen.

Von Ausflügen ins Hinterland,

auch zum Katharinenkloster,

sowie von Ausflügen auf

dem Landweg nach Luxor und

Assuan wird weiterhin abgeraten,

ebenso von Reisen ins Nildelta,

allerdings mit Ausnahme

von Kairo und Alexandria. Zudem

warnt die Behörde noch vor

Reisen in den Norden der Sinai-

Halbinsel und das ägyptisch-israelische

Grenzgebiet. Von Besuchen

in Assuan und Luxor rät

das Amt nicht mehr ausdrücklich

ab, was Hoffnungen auf eine

baldige Wiederaufnahme der

Nilkreuzfahrten keimen lässt.

Bereits in den vergangenen

Wochen war darüber spekuliert

worden, dass die Behörde ihre

Reisehinweise zu Ägypten nach

den Bundestagswahlen rasch

modifizieren würde. Ägyptens

Tourismusminister Hisham

Zaazou hatte bei einem Besuch

in Deutschland eindringlich dafür

geworben, sein Land wieder

in den Kanon der Reiseziele

aufzunehmen. Ungeachtet der

internen Konflikte sei Ägypten

für Urlauber absolut sicher,

unterstrich der oberste Tourismuswerber

des Landes.

Sein Ministerium werde die

touristische Renaissance Ägyptens

auch weiterhin mit finanziellen

Anreizen für Airlines, die

das Land anfliegen, mit Steuererleichterungen

für die wirtschaftlich

angespannte Hotellerie

sowie mit Events und

Werbeaktionen unterstützen,

kündigte Zaazou zudem an.


CS

Proteste in Kambodscha

n In Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh sind am 23. September

die beiden bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Metropole, der

Königspalast und die Silberpagode, auf unbestimmte Zeit geschlossen

worden. Der König steht unter Hausarrest. Mit diesem radikalen

Schritt reagiert die amtierende Volkspartei auf einen Boykott der Oppositionspartei

CRNP, die der ersten Sitzung des neu gewählten Parlaments

ferngeblieben war.

Die CRNP wirft der Regierung Wahlbetrug vor und hat zu landesweiten

Protesten aufgerufen. Für Urlauber besteht nach Berichten

aus Kambodscha derzeit keine akute Gefahr, wenn auch die erhöhte

Militärpräsenz in Phnom Penh spürbar ist. Das Auswärtige Amt rät,

stark frequentierte Straßen und Plätze sowie Märkte zu meiden.

Derzeit für Besucher gesperrt: der

Königspalast in Phnom Penh

© Travel One

6

27.9.2013 travel.one


TUI steht weiter in der Kritik

Wünscht sich von TUI eine Neuausrichtung

des Vertriebs: Reisebüroinhaberin

Stefanie Deiters-Galiläa

n Das TUI-Provisionsmodell sorgt

nach wie vor für Unmut im Vertrieb.

Stefanie Deiters-Galiläa, Initiatorin der

Facebook-Petition »Nicht mit uns« und

Inhaberin des Reisebüros Urlaubsoase

in Aichach, kritisiert, dass die Top-

Angebote aus dem TUI-Sortiment weiterhin

bei zehn Prozent gedeckelt bleiben

sollen. »Das ist nicht fair«, sagt sie.

Schließlich bleibe die Arbeit die gleiche

– egal, ob Kunden Top-, Value- oder reguläre

Produkte buchten. Und dass die

angekündigten Verbesserungen nun

erst kommenden Februar greifen sollen,

sei »ein Affront«. Schließlich sei zu

diesem Zeitpunkt der Löwenanteil der

Jahresbuchungen bereits eingetütet,

erläutert die Reisebüroinhaberin.

Deiters-Galiläa weiß viele Kollegen

hinter sich. Rund 3.000 Reisebüromitarbeiter

haben nach ihren Angaben die

Facebook-Petition unterzeichnet, in der

sie TUI auffordert, »die vertrieblichen

Maßnahmen umgehend zu überdenken

und ihre Vorgehensweise hinsichtlich

des Reisebürovertriebs neu auszurichten«.

Der Veranstalter hat sein Provisionsmodell

inzwischen zwar modifiziert.

Doch die Nachbesserungen gehen vielen

Reisebüros nicht weit genug. TUI

kündigte etwa an, dass sämtliche exklusiven

Objekte von Airtours nun in den

Value-Umsatz fließen sollen. Zudem

soll es im nächsten Geschäftsjahr keine

Top-Angebote mehr für Produkte aus

dem TUI-Value-Umsatz geben.

Reisegutschein

für Ziel nach Wahl

n Über einen Reisegutschein

von L’Tur im Wert von 1.000 Euro

darf sich Judith Schreier von der

Reiseinsel Uttenreuth im fränkischen

Uttenreuth freuen.

Sie ist eine von 1.200 Reiseprofis,

die sich an der diesjährigen

Online-Abstimmung im Rahmen

des Travel One Kompass

(Seite 16) beteiligt haben. Und

nun hatte sie bei der Verlosung

des Gutscheins Glück. Schreier

kann sich für ein Urlaubsziel ihrer

Wahl aus dem Angebotsspektrum

von L’Tur entscheiden.

L’Tur und Travel

One gratulieren

ihr ganz

herzlich und

wünschen einen

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travel.one 27.9.2013 7


interview.puls

Warum liebäugeln Sie mit China,

Herr Goldstein?

Das Interview führte Petra Hirschel.

Das klingt, als habe die Costa-Havarie

zumindest einen positiven Effekt gehabt.

Ja, die Kreuzfahrtindustrie merkte, dass sie nicht dieselbe

bleiben konnte. Es entstand eine Kommunikation zwischen

den Führungsspitzen der Reedereien. Das Unglück erforderte

eine Antwort mit Konsequenzen. Wir müssen garantieren und

vermitteln, dass die Kreuzfahrt eine sichere Reiseform ist.

Welche Folgen hatte die Havarie für Royal Caribbean?

Wir haben in den Wochen nach dem Unglück sehr gelitten.

Und den Rest des Jahres versuchten wir, das Geschäft wieder

anzukurbeln. Doch das ist schwierig, wenn Menschen zu Schaden

gekommen sind. Die europäische Finanzkrise machte das

Ganze zudem nicht leichter. Trotzdem schlossen wir das Jahr

mit einem Umsatzplus ab.

Adam Goldstein lenkt als Präsident und

CEO von Royal Caribbean International

(RCI) eine Kreuzfahrtreederei mit 21 Hochseeschiffen.

Bei dem Unternehmen stehen

die Zeichen weiter auf Wachstum. Vier

Neubauten sollen in den nächsten vier

Jahren die Flotte vergrößern.

Die Bergung der Costa Concordia hat begonnen. Die Aktion

erinnert die Menschen wieder an das Unglück vor der

italienischen Insel Giglio im Januar 2012. Was geht in Ihnen

vor, wenn Sie die Bilder sehen?

Goldstein: Mir geht es schlecht. Doch es ist gut, zu wissen, dass

die Kreuzfahrtindustrie in der Lage war, schnell zu reagieren

– obwohl sie nicht auf ein derartiges Ereignis vorbereitet gewesen

war. Wir haben gemeinsam an einem Strang gezogen,

um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Solch einen globalen Dialog

hatte es bis dahin nicht gegeben. Die neun bis dato bestehenden

Kreuzfahrtverbände leisteten alle eine gute Arbeit.

Doch durch das Unglück wurde uns klar, dass wir mit einer

Stimme sprechen müssen. Daher gründeten wir die Cruise

Lines International Association als Dachverband.

Sie verlagern einen Teil Ihrer Flotte nach Asien und

Australien. Nimmt infolge der europäischen Finanzkrise

die Bedeutung von Europa als Quellmarkt ab?

Wir sind in Europa dieses Jahr mit einer geringeren Kapazität

als im vergangenen Jahr vertreten und nächstes Jahr werden

wir die Kapazität nochmals reduzieren. Doch Europa ist und

bleibt für uns strategisch sehr wichtig. Die Menschen sind verhältnismäßig

reich, sie haben viel Urlaub und verreisen gerne.

Wir müssen daher dafür sorgen, dass der europäische

Markt bei uns gut funktioniert. Gleichzeitig zählen China und

Australien zu den Wachstumsmärkten. Daher haben wir zwei

Schiffe nach China und drei nach Australien geschickt.

Sie wollen in China und Australien wachsen. Zielen Sie mit

den Reisen dort ausschließlich auf die dortigen Märkte?

Vor Australien sind viele Australier an Bord, vor China viele

Chinesen – dies liegt an der kurzen Anreise. Bei den derzeitigen

Kreuzfahrten vor China handelt es sich zudem um kurze

Reisen, für die kein Europäer oder Amerikaner extra dorthin

fliegt. Doch ich kann sie mir gut als Teil eines längeren Asien-

Urlaubs vorstellen. Wir sind eine internationale Reederei und

wollen auch dort ein internationales Publikum ansprechen.

Gilt das auch für Ihre Reisen ab Deutschland?

Oder wird die Legend of the Seas deutscher,

wenn sie nächsten Sommer nach Hamburg kommt?

Das Schiff bleibt ein internationales Schiff, das die Markenwerte

in Bezug auf Service und Einrichtungen auszeichnet. In

Balance mit der globalen Marke modifizieren wir das kulinarische

Angebot und das Entertainment.

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titelthema.hotelbewertungen

Die Sterne kommen

von den Kunden

10

27.9.2013 travel.one


hotelbewertungen.titelthema

Ohne Hotelbewertungen läuft am Counter nur noch wenig.

Veranstalter und Technikanbieter stellen sich darauf ein.

© Dusit/Shutterstock

Die Beschwerden und Litaneien von

Urlaubern nach ihrer Rückkehr

über das schlechte Hotel oder die

versprochenen, aber nicht vorhandenen

Services und Einrichtungen gehören für

viele Reiseverkäufer zu den negativen Begleiterscheinungen

ihres Jobs. Lange spielten

Bewertungen nur eine untergeordnete

Rolle, denn die Reisenden kannten sie nur

dann, wenn zufälligerweise jemand aus

dem Bekanntenkreis bereits einmal in dieser

Unterkunft gewesen war und seine Erfahrungen

weiter gegeben hatte.

Mit dem Auftauchen von Holidaycheck

in der Internetlandschaft erhielten Hotelbewertungen

eine ganz andere Bedeutung.

Nun hatten alle Zugriff auf die Meinungen

anderer Reisender, heute verfügt Holidaycheck

nach eigenen Angaben über 3,6 Millionen

Hotelbewertungen.

Für Reisebüros bringt der Aufstieg des

Hotelbewertungsportals vor allem zwei Effekte

mit sich. Erstens: Viele Kunden sind

schon vor ihrem Besuch beim Expedienten

gut informiert. Und zweitens: Die Bewertungsplattform

ist gleichzeitig Werkzeug

für die tägliche Arbeit und Konkurrenz.

Denn Holidaycheck betreibt seit 2004 ein

eigenes Online-Reisebüro.

Wissensvorsprung der Kunden.

Der starken Position von Holidaycheck

bei den Endkunden versuchen die CRS

und touristischen Buchungssysteme mittlerweile

immer umfangreichere, eigene

Bewertungsplattformen entgegenzusetzen,

die sie in ihre Buchungsmasken für

den Reisebürovertrieb integrieren. »Wir

sind überzeugt, dass Hotelbewertungen

am Counter in immer größerem Umfang

genutzt werden«, sagt Helge Moser, Head

of Department Marketing & Content bei

Traveltainment. Deshalb investiere das

Unternehmen kräftig in den Ausbau einer

entsprechenden Plattform. »Die Urteile der

Endkunden sind im Vertrieb ein breit diskutiertes

Thema«, ist der Traveltainment-

Mann überzeugt.

Dabei stammen die Daten für die Hotelbewertungen

aus eigenen Erhebungen von

Traveltainment. Sämtliche Endkunden, deren

Reise über eine technische Anbindung

von Traveltainment gebucht wurde, erhalten

einen Bewertungsbogen, der erst nach

der Rückkehr ausgefüllt werden kann. Bei

der Amadeus-Tochter sollen auf diese Weise

gefälschte Bewertungen, die beispielsweise

von den Hoteliers selbst vorgenommen

werden, verhindert werden. Die Daten

stellt Traveltainment den Reisebüros dann

über Bistro zur Verfügung, Online-Portale

haben über die Internetbuchungsmaschinen

Zugriff. Derzeit umfasst die Datenbank

mehr als eine Million Einträge, heißt es

von Seiten Traveltainments. Zu rund 95

Prozent der Hotelbuchungen aus dem vergangenen

Jahr gebe es damit mindestens

eine Bewertung.

Die wachsende Bedeutung der Kundenurteile

im täglichen Verkaufsgespräch hat

die Produktentwickler von Traveltainment

zu einem weiteren Schritt bewegt. Mit Hilfe

der Hotelbewertungen können Hotels nun

nach allgemeinen Attributen oder gezielt

gesucht werden, beispielsweise nach dem

Kriterium »kinderfreundlich«. »Wir wollen

eine differenziertere Aufschlüsselung der

Kriterien bei der Suche und Beratung erleichtern«,

sagt Ralf Jade, Produktmanager

für das Bistro-Portal. »Viele Kunden buchen

heute nicht mehr ohne Hotelbewertungen.

Es ist Standard, den Kunden bei der Ange-

travel.one 27.9.2013 11


titelthema.hotelbewertungen

Nicht jede Bewertung ist

hilfreich, aber aus ihrer

Gesamtheit ergibt sich

ein schlüssiges Bild

botspräsentation die Einstufungen zu zeigen«,

ergänzt Moser. Die neuen Funktionen

sollen den Reisebüros auch zu einer höheren

Abschlussrate verhelfen.

»Viele Kunden

buchen heute nicht

mehr ohne Hotelbewertungen.«

Helge Moser, Head of Department

Marketing & Content, Traveltainment

© higyou/Shutterstock

Wege zu besseren Daten.

Auch bei Traffics werden Hotelbewertungen

aus den im eigenen Haus eingehenden

Buchungen an die Reisebüros durch

Traffics Cosmos sowie durch die Internetbuchungsmaschinen

an die Portale weitergegeben.

Seit diesem Sommer hat sich das

Berliner Softwarehaus aber dafür entschieden,

Bewertungen auch von außen einzubeziehen

und eine entsprechende Kooperation

mit Holidaycheck gestartet. Die Daten

werden von dort eingekauft und dann ins

eigene System eingespielt. »Wir sammeln

selbst seit Jahren Hotelbewertungen, doch

die Kunden wollen auch alternative Bewertungen.

Nun können wir ihnen alles bieten.

Holidaycheck hat sich nach außen geöffnet,

der Kunde und der Expedient haben die

Wahl, welche Einschätzungen sie einsehen

wollen«, erklärt Frank Petersen, Head of

Product and Key Account bei Traffics.

Im nächsten Schritt will Traffics der reinen

Datenübernahme auch eine Suchfunktion

folgen lassen. Zusätzlich unterstützt

werden soll das Verkaufsgespräch durch

die Funktion Heli View, bei der die Nutzer

der Buchungsplattform die Umgebung des

Hotels mit Hilfe von Bildern und Filmen,

die aus dem Hubschrauber geschossen

wurden, erkunden können.

Auch Sabre hat sich für die Nutzung externer

Datenquellen entschieden. Reisebüros

haben nun über die Trust You Sabre Red

App Zugriff auf Hotelbewertungen, die die

Meta-Suchmaschine Trust You von mehr

als 250 Websites sammelt. Dazu gehört unter

anderem die Plattform Tripadvisor, die

sich vor allem bei jüngeren Reisenden und

auf dem internationalen Parkett großer Beliebtheit

erfreut. Derzeit bietet die App Daten

von rund 400.000 Hotels weltweit.

Travelport erhält die im Buchungsportal

Rooms and More einsehbaren Einstufungen

ebenfalls von externen Webseiten,

auch hier gehört Tripadvisor dazu. Sabre,

Travelport und auch Traffics versichern,

dass die Bewertungen, auf die sie zugreifen,

ausschließlich nach einer festen Buchung

vorgenommen werden können. Dies schließe

Fälschungen weitgehend aus.

Eine Frage der Objektivität.

Durchaus unterschiedlich eingestuft wird

die Bedeutung der Hotelbewertungen in

der Riege der Veranstalter. TUI verlässt sich

auf die Urteile der eigenen Kunden. »Auch

wenn die Portale an Bedeutung gewinnen,

12

27.9.2013 travel.one


hotelbewertungen.titelthema

für uns sind die eigenen Erhebungen

zum Thema Kundenzufriedenheit weiterhin

das Maß aller Dinge«, sagt Stefanie

Schulze zur Wiesch, Leiterin Marketing

und Konzepthotels. »Die Angaben

auf den Portalen werden immer wieder

geprüft, von außen eingekauft werden

aber keine.«

Dabei betont TUI, dass die Bewertungen

ausschließlich von Kunden vorgenommen

werden, die auch tatsächlich

ihren Urlaub in dem jeweiligen

Hotel verbracht haben. Neben dem gedruckten

Fragebogen können die Gäste

sich auch einer Online-Version bedienen.

Um diese auszufüllen, muss zuvor

ein Zugangscode eingegeben werden.

»Die Tabellen geben Orientierung,

helfen den Kollegen am Counter zusätzlich

bei der Beratung und beeinflussen

ganz klar die Buchungsentscheidung

der Kunden«, lobt Schulze zur Wiesch

die Erhebungsmethodik der TUI.

Zu einem anderen Resultat gelangte

FTI. In den Katalogen für die kommende

Wintersaison sind keine Bewertungen

der angebotenen Hotels mehr zu finden.

Im Zuge der Markenpositionierung

und Neugestaltung der Kataloge sowie

»Die Tabellen

geben Orientierung,

helfen den Kollegen

am Counter.«

Stefanie Schulze zur Wiesch, Leiterin

Marketing und Konzepthotels, TUI

einer Befragung von Partnerbüros und

FTI-Kunden seien die Hotelbewertungen

abgeschafft worden, erklärt der

Veranstalter. »Wir haben bewusst darauf

verzichtet. Reisende wollen selbst

auf die Portale gehen und sich ein Bild

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travel.one 27.9.2013 13


titelthema.hotelbewertungen

Daher kommen die Daten

Traffics: Daten stammen aus eigener Erhebung, der

Großteil wird seit diesem Sommer von Holidaycheck geliefert.

Zugriff über Traffics Cosmo und die IBEs.

Travelport: Zugriff erhalten die Reisebüros über die Buchungsplattform

Rooms and More. Geliefert werden sie von

diversen Bewertungsportalen, unter anderem Tripadvisor.

Traveltainment: Die Bewertungen in »TT Reviews« stammen

aus den Traveltainment-IBE und Bistro. Sie werden per

Online-Fragebogen nach fester Buchung und der Rückkehr

von der Reise erhoben. Derzeit sind in der Datenbank laut

Traveltainment mehr als eine Million Einträge zu finden.

Sabre: Kooperation mit Trust You, Zugriff durch die

Trust You Sabre Red App. Gesammelt werden die Bewertungen

von rund 250 Webseiten weltweit, zu finden sind

Benotungen, abgestuft von null bis 100, von rund 400.000

Hotels. Dazu gehören internationale Marken, eigenständige

Hotels und kleine Boutique-Ketten.

schen Veranstalterlandschaft da. Auch

Thomas Cook nutzt in den Katalogen

weiterhin Hotelbewertungen. Allerdings

beschränkt sich die Bewertung

auf eine Punkteskala von eins bis sechs.

Zu jedem Hotel wird das jeweilige Gesamturteil

abgebildet. Grundlage sind

die Informationen von Traveltainment.

Auch die Reisebüros werden in der Buchungsmaske

mit den Bewertungen

aus der Traveltainment-Community

versorgt. Seit dem Frühjahr dieses Jahres

können zudem auch Expedienten

Stimmen von ihren Kunden einsam-

»Reisende wollen

sich selbst auf den

Portalen ein Bild

verschaffen.«

Ralph Schiller,

CCO der FTI Group

verschaffen. Sie empfinden Angaben

von Seiten des Reiseveranstalters als

nicht ausreichend objektiv und neutral«,

erklärt Ralph Schiller, CCO der

FTI Group. Zudem habe man stets mit

dem Problem der Datenaktualität zu

kämpfen. Reisebüros, die FTI buchen,

können dagegen weiterhin mit Bewertungen

arbeiten. Das System greift auf

die Daten von Traveltainment zu.

Mit der Meinung, die Kundenurteile

in den Katalogen würden nicht als

objektiv genug empfunden, stehen die

Münchener relativ alleine in der deutmeln

und sie dem Veranstalter zur

Verfügung stellen. Als Zugang genügen

Vorgangsnummer und Reisedaten.

Auch Reklamationen zählen.

In die gleiche Kerbe wie TUI und Thomas

Cook schlagen auch die Veranstaltermarken

der DER Touristik in Köln.

Grundlage des »ITS-Kundenbarometers«

und der Weiterempfehlungsrate

in den Katalogen von Jahn Reisen sind

Kundenbewertungen aus den vergangenen

zwölf Monaten.

Die Urteile spielen nicht nur für die

Kunden bei der Wahl ihres Urlaubsziels

und für die Reisebüros bei der Beratung

eine Rolle. Auch der Veranstalter

selbst setzt sie nach eigenen Angaben

im Rahmen der Verbesserung des Produktportfolios

ein. Hoteliers, deren Bewertungen

zu wünschen übrig lassen,

werden damit konfrontiert.

Die Daten stammen aus drei Quellen.

Sie werden bei selbst durchgeführten

Kundenbefragungen erhoben, von

externen Bewertungsportalen generiert

und vom eigenen Beschwerdemanagement

zur Verfügung gestellt.

Das Beschwerdemanagement, genauer

gesagt die Reklamationsquote,

ist die Basis, auf der Schauinsland-Chef

Gerald Kassner seit dem Winter 2011/12

14

27.9.2013 travel.one


hotelbewertungen.titelthema

seine Wertungen aufbaut. Er präsentiert

den Kunden in den Katalogen

nicht die Einschätzungen der anderen

Reisenden, sondern den prozentualen

Anteil der Buchungen an sämtlichen

Buchungen für das Hotel, für die schriftliche

Reklamationen beim Veranstalter

eingegangen sind.

»Durch den Bezug der Reklamationsanzahl

auf die tatsächlichen Saisonbuchungszahlen

erhalten unsere

Kunden eine ehrliche und unverfälschte

Angabe«, ist Kassner überzeugt. Für

Hotels ohne Button liegen wegen zu

geringer Buchungen keine repräsentativen

Zahlen vor.

Bei den Reisebüros kam die ungeschminkte

Veröffentlichung der Reklamationsquote

gut an. Schauinsland

Reisen wurde damit 2012 mit dem Innovationspreis

des touristischen Vertriebs,

dem Travel One Kompass ausgezeichnet.

Wenngleich es sich in der Branche herumgesprochen

hat, dass ohne Angaben

zur Kundenzufriedenheit mittlerweile

nichts mehr läuft – von einem einheitlichen

Standard ist die Touristik in dieser

Hinsicht weit entfernt.

»Die Reklamationsrate

eines Hotels

offen zu legen,

ist ein ehrlicher

Ansatz.«

Gerald Kassner, Geschäftsführer

Schauinsland Reisen

Ob ein solcher Standard überhaupt

wünschenswert wäre, ist eine andere

Frage. Denn wo ein System

zur Referenz erklärt wird, ist ein

Monopol nicht weit.


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puls.travel one kompass 2013

Glückliche Sieger

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Fotos: Holger Ullmann

Das Spielfeld ist verwaist an diesem

Abend, auch die Zuschauertribünen

sind leer. Und dennoch

ist in der Frankfurter Commerzbank-

Arena ordentlich was los. Rund 200

Touristiker haben sich eingefunden,

um bei der Verleihung des Travel One

Kompass sowie des Travel One Nachhaltigkeitspreises

dabei zu sein.

Zum wiederholten Male verleiht

das Magazin für Reiseprofis die beiden

Preise. Und die Spannung ist groß, als

Chefredakteur Christian Schmicke die

Gewinner dieses Jahres verrät. Er überreicht

den Kompass in der Kategorie

»Bade-, Pauschalurlaub, Städtereisen«

an Stefanie Berk und Claudia Löhr von

Neckermann Reisen. Der Veranstalter

überzeugte die Travel One Leser, die

online über die eingereichten innovativen

Ideen abgestimmt hatten, mit dem

Hotelkonzept Smartline (Details in Travel

One 17/2013). In der Kategorie »Studien-,

Rund- und Aktivreisen« freuen

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travel one kompass 2013.puls

Travel One zeichnet innovative und nachhaltige Ideen der Touristik aus.

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01 Travel-One-Geschäftsführer Richard Redling (links) und

Travel One Chefredakteur Christian Schmicke (Mitte) mit

den Kompass-Preisträgern Sabine Gerhard und Annette

Zietzschmann von Dertour, Stefanie Berk und Claudia Löhr

von Neckermann Reisen sowie Stefanie Hegener und Tom

Fecke von Azamara Club Cruises 02 Den Nachhaltigkeitspreis

erhält die Huaorani-Lodge 03 Travel One Anzeigenverkaufsleiterin

Michaela Lettow mit Mara Kaselitz, Nadja Zulauf und

Tanja Hartmann vom FVA Dubai 04 Zehn Jahre Travel One

05 Anregende Gespräche 06 Petra Cruz-Deyerling, FVA

Dominikanische Republik, und Kevin Keogh, DER Touristik

07 Matthias Lemcke, FVA Namibia, Ulrike Dziolloß, Österreich

Werbung, Frank Müllauer und Tobias Bandara, beide FVA Abu

Dhabi 08 Sonia Rutha, Stephanie Möller und Tina Kirfel von

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten 09 Tom Fecke, DRV-Präsident

Jürgen Büchy und Professor Adrian von Dörnberg von der

Fachhochschule Worms; (jeweils von links)

Wir danken den Sponsoren des

Travel One Kompass 2013

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travel.one 27.9.2013 17


puls.travel one kompass 2013

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10 Tolle Atmosphäre: Die Commerzbank-Arena in Frankfurt ist Treffpunkt der Touristiker 11 Andre Horn, Birgit Clauß, beide

Condor, Torge Petersen, Vtours, Travel One Anzeigenverkaufsleiterin Ute-Marie Weis und Uwe Klenovsky, Condor 12 Jeanette

Buller von JT Touristik und Mario Krug von LMX Touristik 13 Christof Hückelheim von South African Airways und Ameropa-Chef Kai

de Graaff 14 Christiane Bartoschek vom Mannheimer Reisebüro Wunsch und Gerhard Jahn vom Reisebüro am Bergener Rathaus in

Frankfurt 15 –17 Raffinierte Speisen locken die Gäste ans Buffet 18 Travel One Chefredakteur Christian Schmicke und Roma

Singh von India Tourism; (jeweils von links)

18

sich Sabine Gerhard und Annette

Zietzschmann von Dertour

über den Pokal. Ihre Studienreise

»Schottland und die geheimnisvolle

Inselwelt der Hebriden«

machte das Rennen. Für strahlende

Gesichter sorgt das Votum

der Travel One Leser auch bei

Stefanie Hegener und Tom Fecke

von Azamara Club Cruises. Die

Reederei siegte in der Kategorie

»Kreuzfahrten« mit ihren exklusiven

Abendevents an Land.

Die Sieger des Nachhaltigkeitspreises

kann Chefredakteur

Schmicke nicht auf die

Bühne bitten. Die lange Anreise

aus Ecuador hinderte den Veranstalter

Tropic Journey in Nature

und Vertreter der Huaorani

verständlicherweise daran, den

Pokal abzuholen. Sie bedanken

sich mit einer Videobotschaft für

die Auszeichnung der gemeinsam

betriebenen Ecolodge.

Die Gäste feiern an diesem

Abend nicht nur die Preisträger.

Sie stoßen mit Travel One auch

auf den zehnten Geburtstag des

Magazins an.

PEH

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JUBILÄUMSAUSGABE 2013

Jahre Das Magazin für Reiseprofis.

Wir feiern

Geburtstag

© Shutterstock

10 Jahre Travel One. Was seit 2003 in unserem Verlag

und in der Touristik passiert ist und wie das Magazin

für Reiseprofis entsteht, lesen Sie in dieser Beilage.

to_jubiläumsausgabe_2013_FINAL.indd 1 05.09.2013 18:46:25


produkt.event

01

Fotos: Travel One

Standhafte Fans

Bei der 7. Dertour & Travel One Classic Tour lassen sich die Teilnehmer

von den Kapriolen des Wetters nicht den Spaß verderben.

Wenn sich die Oldtimer-

Freunde der Touristik in

der Frankfurter DER-Touristik-Zentrale

zur Dertour & Travel

One Classic Tour treffen, ist eines

gewiss: Am Morgen regnet es in Strömen.

Der 7. September war in dieser

Hinsicht keine Ausnahme. Zwar

hatte zuvor wochenlang die Sonne

geschienen, doch an diesem Tag öffnete

Petrus alle Schleusen. Aber wer

ein echter Fan automobiler Klassiker

ist, lässt sich von ein bisschen Regen

nicht die Laune verderben. Selbst

Cabrio-Lenker fehlten unter den

47 Teams am Start nicht. Wenn das

Fahrzeug kein Verdeck hatte, sorgten

Regenschirme dafür, dass der Renner

nicht schon vor dem Beginn der Tour

unter Wasser stand. Am späten Vormittag

wurde die Standhaftigkeit der

Piloten belohnt. Der Regen ließ nach

und zwischendurch zeigte sich sogar

die Sonne.

Während der Mietwagenpartner

Enterprise unterstützten Tour von

Frankfurt via Büdingen zur Ronneburg

waren zahlreiche Aufgaben

zu lösen, die Geschicklichkeit und

wachen Verstand erforderten. Am

Ziel, der toll erhaltenen Ronneburg

aus dem 13. Jahrhundert, angelangt,

wartete auf die Teilnehmer neben

der Siegerehrung ein leckeres, rustikales

Buffet. Und so wurde noch

lange über die Freuden artgerechter

Oldtimer-Haltung und die richtige

Pflege von Karosserie und Maschine

gefachsimpelt.

CS

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01 So sehen Sieger aus: Uwe Schwitanski und Andrea Schwitanski (Mitte), Hartmut

Puschmann und Andrea Bayer (links), Birgit Heberlein und Joachim Denfeld

02 Regenschirm statt Verdeck 03 Technik der 50er – ein Opel Olympia 04 Roter

Sportler: Porsche 356 05 Britische Roadster-Nostalgie: der MGB 06 In historischen

Volvos wollen Johan und Sylvia van Rijswijck, Initiatoren der South Americar Classics

2014, über 12.500 Kilometer von Cartagena in Kolumbien nach Rio de Janeiro reisen

07 Oldie-Parade zu Füßen der Ronneburg 08 Vor dem Start in der Frankfurter

DER-Touristik-Zentrale 09 Startschild zur 7. Dertour & Travel One Classic Tour

10 Organisator: Christian Scholz, Mietwagenexperte bei Dertour

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produkt.kreuzfahrten

Neues Ziel im Herbst: Jeden Tag liegt

ein nach Norden fahrendes Schiff

um 11.30 Uhr im Hjørundfjord und

fährt dann nach Ålesund weiter

Vorsichtiges

Ausscheren

Hurtigruten variiert im Herbst die Route vor der norwegischen

Küste. Ein kleiner aber ungewöhnlicher Schritt.

© Simen Fangel/Hurtigruten

Sie steuern 34 Häfen an. Tag für Tag

und immer zur gleichen Uhrzeit.

Die Schiffe von Hurtigruten folgen

vor der norwegischen Küste seit vielen

Jahren derselben Route. Abweichungen

wünscht sich der Auftraggeber

nicht. Und doch: Diesen Herbst taucht

ein neuer Name in der Liste der Stopps

auf. Die Reederei macht erstmals im

Hjørundfjord Halt. »Es gibt die Idee, für

jede Jahreszeit einen eigenen Fahrplan

zu entwerfen«, verrät Kaspar Berens,

der in der deutschen Hurtigruten-Niederlassung

das operative touristische

Geschäft verantwortet.

Die Schiffe werfen im September

und Oktober diesen und nächsten Jahres

den Anker im Hjørundfjord – am

zweiten Tag ihrer Reise von Bergen

nach Kirkenes. Das neue, eher unbekannte

Ziel ersetzt die Fahrt durch den

nahen, viel besuchten Geirangerfjord.

Großes diplomatisches Geschick

sei nötig gewesen, um die Genehmigung

für das Alternativprogramm zu

erhalten, so Berens. Denn die Hurtigruten-Schiffe

verbinden im Auftrag des

norwegischen Staates die Küstenorte

miteinander. Sie versorgen die abgelegenen

Regionen des Landes mit Waren

und fungieren als Fähren. »Das macht

das Besondere der Reisen aus und sorgt

für ein anderes Flair als auf einem

Kreuzfahrtschiff«, betont der Manager.

Doch die Reederei ist ohne Wenn und

Aber an die Route und den vorgegebenen

zeitlichen Ablauf gebunden.

Eine kleine, den Fahrplan nicht tangierende

Variante nicht nur im Herbst

einzubauen – das sind vorerst allerdings

nur Gedankenspiele. Momentan

gibt Hurtigruten den Jahreszeiten

durch thematische Schwerpunkte eine

andere Note. Im Winter widmet sich

das Bordprogramm dem Polarlicht, im

Frühling geht es um die Vogelwelt der

Arktis und im Sommer wird die lange

Helligkeit ausgenutzt.

Neue Grönlandreise.

Für die Fram gilt der strenge Fahrplan

nicht. Das Expeditionsschiff verkehrt

im Gegensatz zu den elf anderen Flottenmitgliedern

nicht im Liniendienst

vor der norwegischen Küste. Es ist im

Winter in der Antarktis und im Sommer

in der Arktis anzutreffen.

Nächstes Jahr fährt die Fram im

Westen Grönlands eine neue Route.

Zusätzlich zu der im Katalog ausgeschriebenen

neuntägigen Kreuzfahrt

wirbt Hurtigruten nun für eine elf- sowie

eine 13-tägige Tour. Die Nachfrage

nach längeren Reisen habe die Reederei

dazu animiert, so Berens. Das Schiff

steuert drei weitere Ziele an und bringt

seine Passagiere erstmals nach Upernavik,

Qasigiannguit und Illorsuit.


Petra Hirschel

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mix.produkt

Erfolg in Sicht!

thema.produkt

Aldiana umgarnt

junge Urlauber

Wir machen es möglich mit unseren ...

n Aldiana Young heißt eine Aktion, mit der die Clubkette

nächsten Sommer junge Urlauber gewinnen will. Kunden, die

zwischen 18 und 25 Jahre alt sind, sollen bei einem Clubaufenthalt

ab sieben Nächten 18 Prozent Preisnachlass erhalten.

»Wir möchten wieder näher an diese Altersgruppe herankommen«,

sagt Geschäftsführer Peter Wennel. Ziel sei es, junge

Menschen, die nicht mehr mit den Eltern reisen möchten, aber

sich einen eigenen Urlaub oftmals noch nicht leisten können,

als Gäste zu halten oder neu zu gewinnen. Der Rabatt werde bei

Buchung und Angabe des Alters automatisch vom System erkannt

und abgezogen.

Neue Bahn-Abenteuer

n Ameropa bietet im Katalog für 2014 neue Bahn-

Erlebnisreisen an. Dabei handelt es sich zum einen

um Touren durch Ecuador mit Linienzügen oder

dem Tren Crucero. Auf Kuba nimmt die DB-Tochter

im nächsten Jahr ein »karibisches Bahnabenteuer«

ins Programm, im Burgund wartet der Veranstalter

mit Reisen in Nostalgie- und Linienzügen auf. Auch

das Angebot in der Schweiz wurde ergänzt.

Auch bei Ameropa können Urlauber nun Privatreisen

buchen. Jede Buchung, egal ob mit zwei oder

acht Personen, habe auf diesen Touren ihren eigenen

Reiseleiter, kündigt Produkt-Chefin Susanne

Schlung an.

© WavebreakMediaMicro - Fotolia.com

… Seminaren für Touristiker

■ fachspezifisches Knowhow ■ Karrierechancen

■ frische Impulse ■ Motivation

… touristischen Fachbüchern

■ innovative Denkanstöße ■ wichtige Kennziffern

■ Insiderwissen

Mit Ikarus auf der Spur

von Geisterbären

n Im neuen Katalog Expeditionskreuzfahrten bündelt Ikarus

Tours auf 100 Seiten 45 Schiffsreisen und Segelkreuzfahrten.

Schwerpunkt sind dabei Touren in die Arktis und Antarktis, daneben

finden sich aber auch Reisen in der Karibik, in Mittel- und

Nordamerika sowie in Fernost.

Zehn Touren sind erstmals mit dabei, darunter auch drei

Segelexpeditionen. Dazu zählen beispielsweise eine Fahrt vor

Spitzbergen sowie ein Törn vor Westkanada, der sich auf die

Suche nach Geisterbären begibt. Dabei handelt es sich um

Schwarzbären, die durch eine Genabweichung weißes Fell haben.

Den Ureinwohnern an der kanadischen Pazifikküste sind

diese Tiere heilig.

Erfahren Sie mehr über uns,

unsere Produkte und Leistungen.

www.drv-service.de

travel.one 27.9.2013 23


airlines.airports

Im neuen Terminal des Frankfurter Flughafens sollen jährlich 25 Millionen Passagiere abgefertigt werden können

© Fraport AG

Terminal 3 ist auf dem Weg

2015 soll der Bau des neuen Gebäudes auf dem südlichen Airportgelände beginnen.

n Fraport hat den Bauantrag

für das neue Terminal 3 eingereicht

und damit den nächsten

Schritt zum Ausbau des Frankfurter

Flughafens vollzogen. In

der ersten Bauphase wird auf

dem südlichen Gelände des

Flughafens ein zentrales Terminalgebäude

mit zwei Flugsteigen

und einer Kapazität von 14

Millionen Passagieren pro Jahr

gebaut. Die Ergänzung um zwei

weitere Flugsteige und eine Gesamtkapazität

von jährlich bis

zu 25 Millionen Passagieren ist

für einen späteren Zeitpunkt

bereits geplant. Baubeginn soll

2015 sein.

»Alle Prognosen bestätigen

unsere Erwartung eines

nachhaltigen Wachstums in

Frankfurt. Mit dem neuen Terminal

3 schaffen wir die Infrastruktur

und Abfertigungseinrichtungen

für den Bedarf des

kommenden Jahrzehnts«, sagt

Fraport-Chef Dr. Stefan Schulte.

Die notwendige Vernetzung

des neuen Terminals mit

den Terminals 1 und 2 und den

Bahnhöfen soll durch die Erweiterung

der Gepäckförderanlage

und die Verlängerung

der »Skyline«-Bahn sichergestellt

werden. Zudem erhält das

neue Abfertigungsgebäude einen

zusätzlichen Autobahnanschluss

und ein eigenes Parkgelände

mit mehr als 2.500

Stellplätzen.

Neue Schulungsrunde für Expedienten

n Bei einer neuen Schulungsrunde von British Airways können Reisebüromitarbeiter

ihr Wissen über die Fluggesellschaft vertiefen. Das E-Learning

läuft bis 31. Oktober im Speedbird-Club, dem Agenten-Extranet der Airline.

Sieben Trainingsmodule vermitteln Wissen unter anderem zu den Gepäckbestimmungen,

den Reiseklassen und zum Vielfliegerprogramm.

Wer alle Module erfolgreich abschließt, erhält den »Gold Status« und

nimmt an einer Verlosung teil. Als Hauptpreis winkt ein Business-Class-Flug

nach London für zwei Personen inklusive zwei Übernachtungen und Freitickets

für das neue Londoner Wahrzeichen »The Shard«. Bei sechs erfolgreich

abgeschlossenen Modulen gibt es »Silber Status« und die Gewinnchance auf

einen London-Flug für zwei Personen plus Freitickets für »The Shard«. Bei

fünf Modulen und dem damit verbundenen »Bronze Status« erhalten die Gewinner

unter anderem eine Flasche Champagner.

Leichter über

Amadeus buchbar

n Als erster Lowcost-Carrier

nutzt Easyjet das neue »Light

Ticketing«-Tool von Amadeus. Für

die Reisebüros sollen die Preisberechnung

und Buchung von Easyjet-Flügen

dadurch genauso ablaufen

wie bei traditionellen Airlines.

Zum Beispiel können die

Agenturen in den neutralen Verfügbarkeits-

und Flugplananzeigen

zusammen mit allen anderen

Airlines auch auf die Echtzeittarife

und das Zusatzangebot von

Easyjet zugreifen. In Deutschland

wird die Anwendung voraussichtlich

im November eingeführt.

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Oneworld-Allianz

wächst weiter

n Am 30. Oktober tritt Qatar Airways

offiziell der Oneworld-Allianz

bei. Die Airline bietet den Passagieren

dann alle Oneworld-Leistungen

an. So haben die Fluggäste

Zutritt zu den Lounges der Allianzpartner

und können auf deren Flügen

Bonusmeilen sammeln und

einlösen.

Der Beitritt zu Oneworld erfolgt

unmittelbar vor dem Umzug

von Qatar Airways auf den neuen

Heimatflughafen Hamad International

Airport. Dieser soll Dohas

Rolle als Drehkreuz stärken und

über eine Kapazität von 50 Millionen

Passagieren verfügen.

Direktverbindung

nach Sotschi

n Lufthansa bietet während der

Olympischen und Paralympischen

Winterspiele 2014 eine Direktverbindung

von Frankfurt nach Sotschi

an. Der erste Flug startet am

24. Januar um 9.40 Uhr in Frankfurt

und erreicht die Olympia-Stadt gegen

16.15 Uhr. Der Rückflug mit

der Flugnummer LH 1475 hebt um

17.15 Uhr in Russland ab und landet

um 18.35 Uhr in Frankfurt.

Lufthansa ist seit 2006 Kooperationspartner

des Deutschen

Olympischen Sportbundes.

© Lufthansa

Touristischer Vertrieb neu strukturiert

Detlef Altmann: »Wir

wissen um die Bedeutung

der Veranstalter und

unserer Vertriebspartner«

updates

Bei Cathay Pacific können Passagiere

der Premium Economy, Business

und First Class ab sofort zusätzlich

15 Kilo Golfgepäck kostenlos

mitnehmen. Das Golfgepäck kann

bis spätestens fünf Tage vor Abflug

dazu gebucht werden.

Am 21. Dezember nimmt Estonian

Air die saisonale Verbindung zwischen

München und Tallin wieder

auf. Der Flug hebt jeden Samstag um

10.20 Uhr in München ab. Die Route

wird bis 29. März betrieben.

LOT streicht im Winterflugplan

die Verbindungen von Düsseldorf

n Mit einer neuen Struktur im touristischen

Vertrieb unter der Führung

von Senior Vice President Detlef Altmann

will sich Air Berlin stärker auf

die Bedürfnisse der Veranstalter und

Vertriebspartner einstellen. In der für

das Veranstaltergeschäft zuständigen

Abteilung – sie wird von Nicola Gregor

geleitet – gibt es nun vier Key Account

Manager als Ansprechpartner für die

Veranstalterkunden.

Die Abteilung »Touristic Sales« ist

unter der Leitung von Beate Kassner

für das touristische Reisebürogeschäft,

Kooperationen, dynamische Paketierer,

Consolidator sowie das Gruppengeschäft

verantwortlich. Großkunden

betreut das Team »Key Account Management

& Agency Administration«,

um die Partner direkt vor Ort kümmert

sich der Außendienst. Das Team »Sales

Promotion« ist für das Vertriebsmarketing

verantwortlich. Die Gruppenabteilung

wird in Teams nach Ländern und

Großkunden sowie ein Spezial-Team

für das Mice-Segment aufgeteilt.

und Stuttgart nach Warschau. Auch

wird es keine Flüge mehr von Frankfurt

nach Krakau sowie von München

nach Posen und Kattowitz geben.

Vom 29. November an fliegt Germania

zweimal pro Woche von Erfurt

nach London. Die Maschine hebt

jeden Montag und Freitag in Richtung

London-Gatwick ab.

Ende Oktober erweitert Vietnam

Airlines das Flugangebot nach Singapur

um zehn wöchentliche Flüge.

Die Airline bietet dann pro Woche

14 Flüge ab Hanoi sowie 21 Flüge ab

Ho-Chi-Minh-Stadt an.

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ubrik.thema

sales.ketten & kooperationen

© Jozsef Bagota/Shutterstock

Wenn Partner ihre Informationen teilen, profitieren alle davon

Gemeinsam

mehr wissen

Die Vernetzung unter den Mitgliedern gewinnt als Erfolgsfaktor

für Ketten und Kooperationen weiter an Bedeutung.

Das Netzwerk ihrer Mitglieder

auszubauen – dieser Auftrag ist

Reisebüroorganisationen sozusagen

in die Wiege gelegt. Schließlich

basiert ihre Existenz auf der Annahme,

dass Agenturen gemeinsam mehr erreichen

können als allein.

Neben der Interessenvertretung nach

außen, also gegenüber Veranstaltern

und Leistungsträgern, zählt die interne

Vernetzung zu den wichtigsten Hebeln,

mit denen die Mitglieder von Ketten

und Kooperationen ihren Geschäftserfolg

steigern können. Zumindest theoretisch

– denn nach wie vor sind unter

den Reisebüros viele Einzelkämpfer,

die vor allem besorgt sind, zu viel vom

eigenen Know-how preis zu geben. An

die Chancen, die sich aus der sinnvollen

Verknüpfung von Wissen und Kenntnissen

ergeben, denken sie weniger.

Ganz oben auf der Agenda.

Gleichwohl betonen sämtliche Ketten

und Kooperationen, die Travel One befragte,

dass die Vernetzung unter ihren

Mitgliedern hohe Priorität genießt. »Die

Aufgabe unserer Kooperationszentrale

ist es, neue Netzwerkverbindungen zu

initiieren, bestehende Netzwerke aktiv

zu unterstützen und Plattformen für

den weiteren Ausbau anzubieten«, sagt

RTK-Chef Thomas Bösl. Dabei seien so-

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27.9.2013 travel.one


ketten & kooperationen.sales

thema.rubrik

wohl »echte« persönliche Kontakte als auch

digitale Plattformen für den Wissenstransfer

von Bedeutung.

TSS-Chef Manuel Molina fördert den

Austausch unter den Mitgliedern neben

der obligatorischen Jahrestagung bei Kamingesprächen

mit Reisebüroinhabern auf

regionaler Ebene. Aus solchen Treffen seien

schon einige regionale Marketinggruppen

entstanden, versichert er.

Ähnliche Veranstaltungen zählen bei

den meisten Ketten und Kooperationen

zum Standardrepertoire. Innerhalb der

RTK werde der Netzwerkgedanke besonders

von den Büros der Marke »Mein Reisespezialist«

gelebt, sagt Bösl. Die Agenturen

pflegten nicht nur einen intensiven

Wissensaustausch, sondern sie stellten ihr

Know-how auch anderen Partnern bei der

Kundenberatung telefonisch zur Verfügung

und legten selbst Reisen auf, die, in

Themenreisen-Katalogen gebündelt, ausschließlich

von anderen Büros des Netzwerks

gebucht werden könnten.

Eine Herausforderung ist es, aus den

Treffen konkrete Handlungsmöglichkeiten

abzuleiten und diese zu verfolgen – darin

sind sich die Vertreter der Verbünde einig.

Wichtig sei es, bei den Treffen bestimmte

Projekte in Angriff zu nehmen, rät Hart-

mut Höhn, Chef der Reisebürokooperation

AER. Sonst laufe man Gefahr,

dass sich die Teilnehmer zu lange

mit branchenpolitischen Themen beschäftigten

und die Veranstaltung zur

»Schwatzbude« gerate.

Technische Plattformen.

Die Schmetterling-Kooperation setzt

beim Thema Vernetzung in hohem

Maße auf Technik. Geschäftsführerin

Anya Müller-Eckert ist überzeugt,

dass »der Vertrieb eine durchgehende

Technologie- und Logistikplattform

braucht«. Die aktuelle Plattform der

Kooperation, Argus 3, ermögliche den

Mitgliedern Kommunikation und den

»Es ist unsere Aufgabe,

Netzwerkverbindungen

zu initiieren und aktiv

zu unterstützen.«

Thomas Bösl, RTK

Austausch von Expertenwissen auch

auf überregionaler Ebene.

Auf technische Plattformen setzt

auch der Eigenvertrieb der DER Touristik.

»Wir haben die Kenntnisse

unserer Mitarbeiter über Zielgebiete

und Reisearten strukturiert in Wissensdatenbanken

hinterlegt«, sagt

Alexander Breitkreuz, Bereichsleiter

für IT und Prozesse. Dies solle es Reisebüromitarbeitern

unter anderem

ermöglichen, »während der Eingaben

in der Beratung individuell erstelltes

Fachwissen aller Reiseexperten«

zu nutzen. Auszüge aus der Wissensdatenbank

sollen auf den Vertriebs-

Websites auch den Endkunden zur

Liebes Reisebüro

Sie haben den Mehraufwand

Wir zahlen die Entschädigung

0,1 % Mehraufwand-Bonus*

* auf die Reisebüro-Umsätze ausgewählter Veranstalter und

Leistungsträger ab dem Touristikjahr 2013/14.

AER Reisebüro Kooperation / Amtsstr. 22 - 33739 Bielefeld

Tel.: 05206 / 9150-70 / Fax.: -80 / info@aer.coop / www.aer.coop

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ubrik.thema

sales.ketten & kooperationen

Verfügung gestellt werden. Bei Derpart

veröffentlichen die Mitarbeiter als »Reiseexperten«

ebenfalls ihr Know-how

auf der Internetseite. Dieses werde

nicht nur von den Kunden genutzt, sondern

auch von Kollegen, ist Geschäftsführer

Aquilin Schömig überzeugt. Das

System solle weiter ausgebaut werden,

denn: »Je mehr Reiseberichte eingegeben

werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit,

auch Informationen zu

individuellen Zielgebieten und Antworten

auf spezielle Fragen zu finden«, so

der Derpart-Chef.

Die Kooperation Best-RMG pflegt auf

der Website Best-Reiseforum.de ebenfalls

eine Plattform mit Expertentipps,

die auch Endverbrauchern zugänglich

sind. Allerdings ist die Frequenz, in der

dort neue Beiträge eingestellt werden,

noch ausbaubar. Ein Problem, von dem

Hans Simon, Geschäftsführer der TSS-

Online-Tochter Onlineweg.de, ein Lied

singen kann. Simon stellt seinen Reisebüros

schon seit Jahren die Plattform

Wowarstdu.de zur Verfügung. Und alle

Jahre wieder ermahnt er die Agenturen

mit Nachdruck, das Potenzial der

Plattform für das Marketing und den

Wissenstransfer unter den Mitgliedern

endlich konsequenter auszuschöpfen.

Offen oder geschlossen?

Nicht alle Reisebüros sind davon begeistert,

ihr Know-how auf öffentlichen

Plattformen anderen mitzuteilen. Wie

verbreitet der Verdacht unter den Reiseprofis

ist, die Informationen könnten

am Ende verwendet werden, um Bu-

»Bei Treffen unter den

Mitgliedern müssen ganz

konkrete Projekte

besprochen werden.«

Hartmut Höhn, AER

chungen ohne ihre Hilfe zu generieren,

musste TUI nach der Lancierung von

Tui.com im vergangenen Jahr erleben.

Im Vertrieb wurde die sogenannte Reiseexperten-Community,

in der Touristiker

Tipps und Reiseberichte veröffentlichen

können, mit äußerster Skepsis zur

Kenntnis genommen. »Wem nutzen diese

Infos?« lautete die bange Frage. Bis

heute konnte TUI die Bedenken nicht

ganz ausräumen. Intensiv genutzt wird

die Community derzeit überwiegend

von den mobilen Verkäufern des TUI-

Labels Take off und Büros aus dem TUI-

Eigenvertrieb.

Als Alternative bieten sich geschlossene

Plattformen an, auf die ausschließlich

Mitglieder der jeweiligen Kooperation

oder Kette Zugriff haben. Innerhalb

geschlossener Nutzerkreise spielen Bedenken,

sein Wissen mitzuteilen, keine

größere Rolle. Die Verbünde stellen dafür

ihre Intranets zur Verfügung – hinzu

kommen geschlossene Gruppe auf

Social-Media-Plattformen wie Facebook

oder Xing.

Weltweit vernetzt.

Von einer weiteren Dimension machen

die Lufthansa City Center in der

Vernetzung Gebrauch. Denn ihr Netz

von 350 internationalen Büros bietet

die Möglichkeit, von den Partnerbüros

aus erster Hand Informationen zu den

Zielgebieten zu erhalten. Obwohl ursprünglich

im Geschäftsreise-Kontext

ausgebaut, diene das weltweite Netzwerk

den Franchise-Nehmern auch

bei touristischen Belangen, berichtet

Geschäftsführer Klaus Henschel. Konsequent

genutzt biete der Verbund die

Möglichkeit, etwa Ausflüge, Rundreisen

oder Restauranttipps unabhängig

von Veranstaltern zu organisieren,

sagt Henschel. Diese Möglichkeiten

hätten rein touristische Organisationen

in der Regel nicht.

Persönlicher Draht entscheidet.

Ob weltweit oder im kleineren Kontext:

Damit die Zusammenarbeit über Wissensdatenbanken

und andere technische

Plattformen funktioniert, muss

die Chemie unter den Mitgliedern

stimmen. »Die persönliche Vernetzung

der Reisebüroinhaber ist der Grundstein

einer gemeinsamen Datenbank«,

sagt Best-RMG-Chef Cornelius Meyer.

Alle Reisebüros aktiv in den Prozess zu

integrieren, gelingt freilich selbst im

Idealfall nicht. »Das will nicht jeder Unternehmer«,

sagt AER-Mann Höhn. Sein

Ziel sei es, 50 Prozent der AER-Agenturen

für die aktive Mitarbeit bei der Vernetzung

zu gewinnen.


Christian Schmicke

»Büros können bei der

Beratung das Wissen aller

Reiseexperten nutzen.«

Alexander Breitkreuz, DER Reisebüro

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ubrik.thema

sales.ketten & kooperationen

0,1 Prozent für

Mehraufwand

AER-Chef Hartmut Höhn kündigt einen pauschalen Bonus

für die gestiegenen Belastungen in den Reisebüros an.

© Shutterstock

n Bei der Tagung der Kooperation vom 20. bis 22.

September in Rostock-Warnemünde präsentierte

AER-Chef Hartmut Höhn seinen Mitgliedern

den »Einstieg in ein pauschaliertes Vergütungssystem«

für geleisteten Mehraufwand in der Zusammenarbeit

mit Veranstaltern. Schauinsland

und FTI zahlen AER-Büros mit Beginn des neuen

Geschäftsjahres 0,1 Prozent Provision bezogen

auf den Umsatz als »Mehraufwandsbonus«. Mit

weiteren Veranstaltern und Leistungsträgern

werde noch verhandelt.

Die Vereinbarung sei vor allem wegen ihrer

Signalwirkung wichtig, erklärt Höhn. Denn sie

bedeute eine Anerkennung der Tatsache, dass

der Arbeits- und Kostenaufwand der Agenturen

im Zusammenhang mit Veranstalterbuchungen

gewachsen sei. Reisebüros erlebten »einen deutlich

zunehmenden Mehraufwand durch verstärkte

Flugzeitenänderungen oder Annullierungen,

aufgrund technischer Probleme bei den

Beratungs- und Reservierungssystemen sowie

beim Ausdruck von Reiseunterlagen«.

Für die Vorarbeit zu dieser Regelung bedankte

sich Höhn ausdrücklich bei seinem Kollegen

von der Reisebürokooperation TSS, Manuel

Molina. Mit der TSS ist der AER innerhalb

der Dachkooperation TMCV verbunden. Die TSS

habe den Mehraufwand erstmals dokumentiert

und bewertet, lobte der AER-Chef. Molina hatte

seine Mitglieder aufgefordert, sämtliche Fälle zu

dokumentieren und an die Zentrale zu schicken.

Über einen Fond von rund 250.000 Euro sollen

die Büros dafür von TSS entschädigt werden.

Während Molina sein System der Einzelfalldokumentation

vorerst beibehalten will – allein

im ersten Halbjahr seien rund 13.300 derartige

Die AER-Jahrestagung fand in der

Yachthafenresidenz Hohe Düne statt

Vorgänge registriert worden –, setzt Höhn auf die

pauschale Variante. Diese sei leichter handhabbar,

weil sie keinen zusätzlichen Mehraufwand

für die Dokumentation erzeuge. Erledigt sei das

Thema damit noch nicht. Im DRV-Vertriebsgutachten,

das Travel One im Februar (Ausgabe

4/2013) bereits dokumentierte, sei deutlich geworden,

»dass die Reisebüros nicht nur Probleme

mit dem zusätzlichen Beratungsaufwand

haben, sondern auch in anderen Bereichen wie

Stornoprovision, Folgeprovision, Preisgleichheit

oder Direktvermarktung«. Der AER wolle den

Autor des Gutachtens gemeinsam mit anderen

veranstalterunabhängigen Vertriebsorganisationen

beauftragen, »sich dezidiert mit bestimmten

Veranstalter-Einzelagenturbestimmungen

auseinanderzusetzen und konkrete Rechtspositionen

zu erarbeiten«. Christian Schmicke

© Yachthafenresidenz Hohe Düne

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ketten & kooperationen.sales

thema.rubrik

Vernachlässigtes Thema

n Dass das Thema Vertriebssysteme

in Berufsschulen

als Stoff im Unterricht bis vor

Kurzem nicht vorgesehen war,

musste nun Cornelius Meyer

zu seiner Überraschung feststellen.

»Reisebürokooperationen,

Franchise-Systeme und

Ketten kamen im Lehrplan bislang

nicht vor«, sagt der Best-

RMG-Vorstand, der an der

Kaufmännischen Schule 1 in

Stuttgart einen Tag lang Lehrkräfte

über die verschiedenen

Modelle informierte.

Die Berufsschullehrer sollen

nun das neue Wissen an

ihre Schüler weitergeben.

Denn laut Meyer fordert der

neue Lehrplan, dass auch die

Vertriebslandschaft im Unterricht

behandelt wird. Für den

Best-RMG-Chef ist das eine

dringende Notwendigkeit.

Denn selbst Mitarbeiter von

Reisebüros, die einer Kooperation

oder einem Franchise-

Unternehmen angeschlossen

seien, wüssten nur wenig über

diese. Vielen sei nicht bewusst,

was es bedeute, zu einem System

zu gehören. Denn in der

Regel kommunizierten vor allem

die Inhaber mit den Ver-

triebspartnern. Weshalb die

Berufsschulen das Defizit in

der Vergangenheit nicht minimierten,

kann sich Meyer nur

so erklären: »Offenbar pflegen

sie eher die betriebswirtschaftliche

und weniger die

praxisorientierte Vertriebssicht«,

meint er. Auszubildende

sollten die Beschäftigung

mit dem Thema vielleicht stärker

einfordern, so Meyer.

Cornelius Meyer: Azubis über

Kooperationen unterrichten

travel.one 27.9.2013 31


ubrik.thema

sales.ketten & kooperationen

Weiter mit drei Marken

TUI Leisure Travel will an First und Hapag-Lloyd festhalten.

TUI-Vertriebschef Horter: First- und Hapag-Lloyd-Büros bleiben,

was sie sind. Aber sie sollen mehr TUI verkaufen

n Seit Friedrich Joussen, Chef der TUI AG, vor einigen Monaten

öffentlich über zu viele Marken im Konzern und reine

Markenshops im TUI-Vertrieb raisonnierte, herrscht Unruhe

im Eigenvertrieb des Konzerns. Dabei hat Vertriebschef

Ralf Horter wiederholt versichert, dass neben TUI Reisecenter

auch die Marken First und Hapag-Lloyd weiter Bestand

haben sollen. Dies begründet er zum einen mit deren guter

Verankerung im Markt und zum anderen damit, dass an manchen

Standorten ein Reisecenter, ein First- und ein Hapag-

Lloyd-Büro nahe beieinander liegen. Allerdings drängt Horter

auf eine Erhöhung des TUI-Anteils im Eigenvertrieb, der

derzeit bei 60 Prozent liegt. Zudem hält TUI an der Strategie

fest, mit dem Eigen- und Franchisevertrieb zu expandieren.

Die Spekulationen um eine Reduzierung des Markenportfolios

könnten damit zusammenhängen, dass der Filialvertrieb

von TUI Leisure Travel (TLT) defizitär arbeitet. Im Geschäftsjahr

2011/12 fiel in den 407 Büros bei Umsatzerlösen

in Höhe von 128 Milionen Euro ein Verlust von 5,3 Millionen

Euro an. Auch für die nächsten Jahre rechnet TLT mit negativen

Ergebnissen. Dies ergebe sich unter anderem aus Kosten,

die im Zuge der Expansion anfallen, heißt es.

DTS gleicht Internetseite an

n Derpart Travel Service (DTS)

tritt im Internet in neuem Gewand

auf. Die Website der Geschäftsreisesparte

von Derpart

wurde überarbeitet und umgestaltet,

sodass sie nun eine Einheit

mit dem touristischen Online-Auftritt

der Reisebürokette

sowie dem internen Infonet bildet,

heißt es.

Die Seite sei nun sehr übersichtlich,

so DTS. Sie soll vor allem

neue Kunden auf DTS-Büros aufmerksam

machen. Diese können

die virtuellen Inhalte auch für den

eigenen Auftritt im Web nutzen.

www.dts24.de

Relaunch: Die überarbeitete

Startseite der neuen Website

QR-Code im

Schaufenster

n Die Entscheidung, verstärkt

mit QR-Codes zu arbeiten, hat

sich für Alltours nach eigenen

Angaben als richtig erwiesen.

Seit Anfang des Jahres versorgt

die Unternehmensgruppe ihre

Reisecenter mit Angebotsblättern,

auf denen auch codierte

Daten für Smartphones zu finden

sind. Inwieweit dieser Zusatz

zum Umsatz der Reisebüros

beitrage, sei schwierig zu ermitteln,

heißt es aus Duisburg. Doch

könnten die Agenturen auf diese

Weise on- und offline gut miteinander

verknüpfen. Wer die QR-

Codes scanne, gelange virtuell zu

dem Reisebüro, bei dem das Angebot

im Schaufenster hängt.

32

27.9.2013 travel.one


ketten & kooperationen.sales

thema.rubrik

Von First zu LCC

n Hasso von Düring, Geschäftsführer

von Lufthansa City Center (LCC), hat

seinem früheren Arbeitgeber einen

umsatzstarken Franchise-Nehmer abspenstig

gemacht. Die Reisebüros der

Unternehmensgruppe Lückertz aus

Münster wechseln zu Beginn nächsten

Jahres vom TUI-Franchise First zu LCC.

Die Inhaber, Matthias und Christoph

Lückertz, betreiben in und um

Münster sechs Reisebüros – fünf

touristische und eines, das auf Geschäftsreisen

ausgerichtet ist. Aufhorchen

lässt der Wechsel, weil die Familie

Lückertz zu den Mitbegründern

von First gehört. Christoph Lückertz

saß zudem bis zum vergangenen Jahr

im Beirat der TUI-Franchise-Kette.

LCC erklärt zu der Akquise, die

Kette unterstreiche damit »erneut ihren

Anspruch, den Kunden ein qualitativ

hochwertiges Netzwerk zu bieten,

indem sie engagierten Reisebürounternehmern

ein gemeinsames

starkes veranstalterunabhängiges

Dach zur Verfügung stellt«. Das dürfte

als Seitenhieb auf den Mitbewerber

zu verstehen sein. Seit TUI versucht,

die Vertriebsorganisation immer stärker

auf die Produkte der eigenen Veranstalter

zu lenken, ist dort von Veranstalterunabhängigkeit

nicht mehr

die Rede.

Christoph und

Matthias Lückertz

wechseln mit ihren

sechs Büros das

Franchise-System

Hotels, in denen jeder Tag ein Erlebnis ist!

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travel.one 27.9.2013 33


ubrik.thema

destination.usa/kanada

© D. Walsh

Gold, Silber, Sterne

und Gespenster

Der Westen Nevadas an der Grenze zum Death Valley bietet eine

Zeitreise zurück um 100 Jahre in die Geschichte rund um den Goldrausch.

Nevada bietet Kontraste, wie sie

in anderen Bundesstaaten in

den USA in dieser Schärfe nur

selten zu finden sind. Auf der einen

Seite steht Las Vegas als lebhafte und

pulsierende Metropole. Nur wenige

Stunden Autofahrt von der Spieler- und

Unterhaltungsstadt entfernt sind in der

Wüste Geisterstädte und Ortschaften zu

finden, die heute nur noch dreistellige

Einwohnerzahlen aufweisen, Anfang des

20. Jahrhunderts die Menschen aber in

Scharen anlockten. Grund für die Anziehungskraft

vor rund 120 Jahren war der

Fund von Gold und Silber, der zum Bau

von Minen und eben der Minenstädte

führte. Innerhalb weniger Jahre wuchsen

sie quasi aus dem Nichts des kargen Bodens,

verknüpft durch Bahnlinien.

Diese prosperierende Vergangenheit

ist beim Besuch einiger dieser Orte

heutzutage kaum noch vorstellbar –

auch wenn die Bewohner vieles tun, um

die Geschichte anschaulich zu machen

und am Leben zu erhalten. Fast überall

finden sich kleine Museen zur regionalen

und lokalen Geschichte.

In Tonopah, nordwestlich von Las

Vegas auf halbem Weg nach Reno gelegen,

vermittelt der Tonopah Historic

Mining Park einen besonders guten

und anschaulichen Einblick in die Zeit

der Minen. Diese hielt an bis in die 20er

Jahre des vergangenen Jahrhunderts,

dann ging die Zeit des Booms langsam

zu Ende. Die Struktur des Ortes änderte

sich während des Zweiten Weltkriegs

erheblich. In dieser Zeit wurde Tonopah

zu einer wichtigen Militärbasis; zeitweise

waren hier bis zu 10.000 Soldaten stationiert.

Die Silberminen wurden dann

noch bis 1948 betrieben.

Minen und Sterne.

Tonopahs Geschichte macht neben dem

Freiluftmuseum des Mining Parks das

Mizpah Hotel erlebbar. Es war in den

Boomjahren eines von zweien in der

Stadt, dümpelte dann aber lange Zeit

verlassen und leer vor sich hin. Vor rund

anderthalb Jahren wurde es wieder eröffnet

und bietet einen interessanten Mix

aus einem Einblick in die Vergangenheit

und modernem Leben.

Die Bar in der Hotellobby ist ein

Treffpunkt der Stadt, Gäste bekommen

schnell Kontakt zu den Einwohnern Tonopahs.

Daneben können sich Besucher

den früher im Nebenraum eingerichteten

Tresor ansehen – heute befindet

sich hier der Zeitungs- und Andenkenladen.

»Wir sind dabei, die alten Hotels

wieder zu beleben«, berichtet James Eason.

Der umtriebige Ortsvorsteher, der

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27.9.2013 travel.one


usa/kanada.destination

thema.rubrik

© G. Hostom

© G. Hostom © Joe Grant

in der fünften Generation in Nevada lebt, ist

auch die treibende Kraft beim Auf- und Ausbau

des Mining Parks. »Wir arbeiten mit den

Besitzern zusammen, um ihre Grundstücke

für unsere Besucher zugänglich zu machen«,

erklärt er, »wir haben hier rund 500 Meilen

an Schächten der früheren Minen.«

Finanziert wird das Projekt des Parks aber

nicht von den Landbesitzern. Vielmehr gehen

zehn Prozent der Hotelübernachtungspreise

an die Stadt und davon wiederum fließen drei

Achtel an den Park, der Rest verbleibt in den

öffentlichen Kassen. Für Gäste ist der Besuch

des Parks kostenlos, im Besucherzentrum

erhalten sie Informationen für eine selbstgeführte

Tour über das Gelände. Dabei hat der

Park neben dem Einblick in die Vergangenheit

noch einen weiteren Höhepunkt zu bieten.

Bei Dunkelheit ist der Berg oberhalb des

Besucherzentrums ein beliebter Punkt für

die Sternenbeobachtung. Wegen der wenigen

Lichtquellen im Ort gilt er als einer der besten

dafür in ganz Nevada. So ist es keine Ausnahme,

dass durch die Teleskope beispielsweise

der Saturn inklusive der ihn umgebenden

Ringe deutlich zu erkennen ist. >>

© Travel One © City of Tonopah

In Tonopah sind im Mining Park und im Museum noch Minen,

Minen- und Baufahrzeuge sowie Häuser und Ausrüstungen der

Arbeiter und Silbersucher zu sehen

travel.one 27.9.2013 35


ubrik.thema

destination.usa/kanada

© Curtis Gregory Perry

© Travel One

© Travel One

Von der Metropole

zur Geisterstadt.

Wer von Tonopah auf dem Highway 95

nach Süden fährt, erreicht mit Goldfield

eine weitere der einst blühenden Städte

des Bundesstaates. Zwischen 1903 und

1940 schürften die Goldsucher Edelmetall

im Wert von rund 86 Millionen US-Dollar.

Der heute nur noch aus wenigen Häusern

und dem historischen Goldfield Hotel,

dessen Fenster mit Holzbrettern zugenagelt

sind, bestehende Ort, war von 1906

bis 1910 die größte Stadt Nevadas. Damals

lebten hier rund 20.000 Menschen,

heute sind es 280.

Der nächste Stopp auf dem Weg nach

Süden ist Beatty, ebenfalls eine alte Minenstadt,

Anfang des 20. Jahrhunderts

Knotenpunkt von drei verschiedenen

Bahnlinien. Hier sind wesentlich mehr

Besucher anzutreffen, die Zahl der Hotels

ist mit fünf ebenfalls ein wenig höher.

Das liegt auch daran, dass der Ort auf

dem Weg von Süden Richtung Reno der

letzte außer Goldfield vor der Fahrt durch

rund 150 Kilometer Wüste ist. Der nächste

Ort ist dann Tonopah. Beatty ist zudem

Ausgangspunkt für Fahrten mit Allradfahrzeugen

und Wanderungen durch die

Wüste oder zu Vogelbeobachtungen. Im

Ort informiert das Beatty Museum über

die Geschichte von Stadt und Land, in

einer Freiluftausstellung sind Bergbaugeräte

zu sehen. Von hier geht es auch ins

Tal des Todes, daher trägt Beatty auch

den Beinamen »Gate to the Death Valley«.

Viele Touristen machen vor ihrer Fahrt

dorthin noch einen Stopp, sodass sich die

Bewohner des Ortes über gute Besucherzahlen

freuen können.

Startpunkt für

Autotestfahrten.

Eine besondere Bedeutung hat Beatty

heute auch für Automobilhersteller. Einige

Unternehmen bringen ihre neuen

Fahrzeuge hierher und nutzen die Wüstenstadt

als Ausgangspunkt für Testfahrten

unter den extremen Klimabedingungen

des Death Valley. Andenken daran

finden sich in den Kneipen und Saloons.

An den Wänden und Decken sind unzählige

Dollarnoten festgetackert, auf denen

Testfahrer aus aller Herren Länder ihre

Namen und den einen oder anderen

Spruch hinterlassen haben.

Nur wenige Kilometer außerhalb

von Beatty auf dem Weg ins Death Valley

liegt Rhyolite. Die nur noch wenigen

Ruinen – unter anderem eine Bank, ein

Gefängnis und eine Schule – machen

Rhyolite zu einem Paradebeispiel für

eine Geisterstadt. Nur der alte Bahnhof

ist noch komplett erhalten. Um 1904

stand hier eine Boomtown, das Wachstum

beruhte wie auch andernorts auf

einer Mine. Zu dieser Zeit gab es im

»Chicago des Westens« eine Börse, ein

Rotlichtviertel, mehrere Hotels und Geschäfte

und ein Krankenhaus.

Eine besondere Note und eine architektonische

Spezialität verleiht dem Ort

das Bottle House, das aus rund 50.000

Bier- und Schnapsflaschen errichtet

worden ist. Verlassen und dem Verfall

preisgegeben wurde Rhyolite 1919 nach

dem Absturz des Goldpreises. Heute ist

die Geisterstadt ein Freilichtmuseum,

und zudem mit dem Goldwell Open Air

Museum ein Ausstellungsort für moderne

Kunst.

Wolfram Marx

36

27.9.2013 travel.one


usa/kanada.destination

thema.rubrik

In Goldfield erinnert das

verlassene Goldfield Hotel

(links) an die Blütezeit des

Ortes. In Rhyolite verdeutlicht

das Goldwell Open

Air Museum mit moderner

Kunst den Begriff Geisterstadt,

die Ruine der Bank

ist das Überbleibsel des

ehemals größten Gebäudes

der Stadt. Von Rhyolite ist

es nicht weit nach Beatty,

ein kleiner, aber umso lebendigerer

und sehr farbenfroher

Ort

Ski Kanada USA

© Ron Foxx

Infos und Adressen

Die Wüstenregion östlich des Death Valleys liegt am

Highway 95 auf der Strecke von Las Vegas nach Reno.

Auf dem Weg von Las Vegas nach Beatty passieren

Autofahrer nach dem früheren Atomtestgelände auch

die Nellis Air Force Base, ein Test- und Startgelände

für Drohnen. Beatty liegt rund 190 Kilometer nordwestlich

von Las Vegas. Von dort sind es weitere 150

Kilometer nach Tonopah.

Beatty:

www.beattynevada.org

www.beattymuseum.org

Rhyolite: www.rhyolitesite.com

www.goldwellmuseum.org

Goldfield: www.goldfieldnevada.org

www.goldfieldhistoricalsociety.com

Tonopah: www.tonopahnevada.com

www.tonopahhistoricminingpark.com

www.tonopahstartrails.com

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travel.one 27.9.2013 37


ubrik.thema

destination.usa/kanada

Nachhaltig durch Oregon

Der US-Bundesstaat animiert Besucher zu Rundreisen mit Elektroautos.

Der Highway 101 im oberen Küstenabschnitt Oregons

ist Teil der Tour »Oregon Coast Loop«

© Christian Heeb

n Oregon hat unter den US-Bundesstaaten

seit Längerem den

Ruf, verstärkten Wert auf Nachhaltigkeit

zu legen. Nun können

auch Besucher ihren Beitrag

dazu leisten und ihre Rundreisen

durch den Westküstenstaat

mit E-Autos durchführen.

Dafür sind auf der Website

von Travel Oregon nun Vorschläge

für fünf Touren zu finden,

die auf die Erfordernisse

für Fahrten mit elektrischen Autos

zugeschnitten sind. Bei allen

Routen gibt es neben Tipps zu

Restaurants oder Ausflugszielen

auch Hinweise, wo die Fahrzeuge

wieder mit Strom aufgeladen

werden können. Elektrofahrzeuge

bietet in Portland etwa der

Autovermieter Enterprise an seinen

Stationen in der Innenstadt

und am Flughafen an.

Neben den Touren mit E-Autos

kann der Staat aber auch auf

Wanderungen, Radtouren oder

per Zug erkundet werden. Außerdem

liefert die Website Infos

zu nachhaltigen Hotels. Per

E-Auto von Portland aus erreichbar

ist auch das wiedereröffnete

»End of Oregon Trail Interpretive

Center« im nahegelegenen

Oregon City. Es zeigt Ausstellungen

über die Geschichte des

Westküstenstaates.

www.traveloregon.com/

trip-ideas/itineraries

updates

In Saskatchewan ist der neue

Great Blue Heron Provincial Park

eröffnet worden. Auf dem Gebiet

des Parks, der sich nördlich von

Prince Albert befindet, liegen die

Seen Anglin Lake und Emma Lake.

www.saskparks.net

Auf Stand-Up-Paddleboards können

sich Besucher von Key West

jetzt auch in der Dunkelheit fortbewegen.

Geführte Touren starten

bei Sonnenuntergang und dauern

zweieinhalb Stunden.

www.ibisbayresort.com

Beim 60-jährigen Jubiläum des

Winterkarnevals in Québec City

vom 31. Januar bis 16. Februar 2014

feiert die 3D-Mapping Videoprojektion

Lumocite mit ihren besonderen

Lichtspielen Premiere.

www.carnaval.qc.ca

Im nächsten Jahr erhält Scottsdale

in Arizona eine neue und permanente

Freiluft-Kunstausstellung.

Sie ist über die Innenstadt verteilt

und beschäftigt sich, ebenso wie

das neue Scottsdale Museum of the

West, überwiegend mit Kunst aus

dem Westen der USA.

www.scottsdalepublicart.org

The Broadway Collection vertreibt

vom 6. Oktober an auch Karten

für »Big Fish« und vom 10. Oktober

an für »A Night with Janis Joplin«.

2014 kommt »Woody Allen’s

Bullets over Broadway« dazu.

Minenarbeiter

und ein Wal

n Alaska ist zwar erst seit 1959 Bundesstaat

der USA, doch schon in den

Jahrzehnten zuvor war die Geschichte

eng mit der USA verknüpft. Einen Einblick

in die Zeit der 1930er Jahre erhalten

Besucher nun in Kennicott im

Wrangell-St. Elias National Park and

Preserve. In der Stadt wurde bis 1938

Kupfer abgebaut, heute ist sie völlig

verlassen. Bei Touren der St. Elias Alpine

Guides sehen Besucher die Gebäude

der Kupfermine und die Ausrüstung

der Arbeiter.

In einem anderen Nationalpark,

dem Glacier Bay National Park and

Preserve, ist von 2014 an das fast 14

Meter lange Skelett eines Buckelwals

zu sehen. Er starb 2001 am Ufer, in der

Zwischenzeit wurde das Gerippe wieder

zusammengesetzt, und nun wird

eine Ausstellungshalle errichtet.

38

27.9.2013 travel.one


usa/kanada.destination

thema.rubrik

Mehr Bahnund

Zugkombis

n Gäste des Rocky Mountaineer haben

nächstes Jahr mehr Auswahl unter

den Kreuzfahrten im Rahmen des Rail-

&-Cruise-Angebots. 2014 ist neben Vancouver

auch Seattle als Startpunkt für

eine Alaska-Kreuzfahrt möglich. Denn

das kanadische Bahnunternehmen kooperiert

nicht nur mit Holland America

Line, sondern auch mit Norwegian

Cruise Line. Urlauber können somit

vor oder nach der Zugreise an Bord der

Schiffe Norwegian Jewel, Norwegian

Pearl und Norwegian Sun gehen.

Das Unternehmen hat zudem die

Buchungskategorie »Silver Leaf Service«

für 2014 auf die Reisen »Journey

through the Clouds« und »Coastal Passage«,

auf denen dann auch deutscher

Bordservice angeboten wird, ausgeweitet.

Bislang gab es sie nur auf der »First

Passage to the West«.

© Volcano House

Das Volcano House Hotel liegt unweit des aktiven Kīlauea Vulkans

Urlaub neben dem Vulkan

n Das Volcano House Hotel, das älteste

Hotel auf Hawaii, hat nach einer umfassenden

Renovierung wieder seine Türen

geöffnet. Das im viktorianischen Stil erbaute

Haus liegt im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark

am Fuße des Kīlauea.

Neben dem neuen Design bietet das

Hotel auch ein neues Freizeitprogramm

für seine Gäste. Diese können nun an einstündigen

Touren durch die Kraterlandschaft

teilnehmen und dabei auch einen

Ausflug in die Geschichte des Hotels machen,

das erstmals 1846 erwähnt wird. Zu

der Unterkunft gehören 33 Hotelzimmer

und zehn kleine Hütten.

www.hawaiivolcanohouse.com

travel.one 27.9.2013 39


ubrik.thema

destination.spanien

Der Nordosten Spaniens hat in Sachen

Kunst, Kultur, Architektur, Strand, Natur

und Genuss eine Menge zu bieten.

Katalanische

Vielfalt

Wenn es nach vielen Katalanen ginge,

wären sie sich selbst genug – als

eigener Staat. Ob das eine gute Idee

ist, steht hier nicht zur Debatte. Genügend

Attraktionen, um als eigenständiges Ziel für

einen ganzen Urlaub durchzugehen, hat die

Region im Nordosten Spaniens jedenfalls allemal.

Wilde Küsten, schöne Buchten, lange

Strände, ein abwechslungsreiches Hinterland,

hochalpines Gebirge, hübsche Dörfer, spannende

Städte und natürlich eine echte Metropole.

Barcelona ist für Touristen wie Geschäftsleute

der zentrale Anziehungspunkt der Region.

Neben unzähligen Sehenswürdigkeiten

– von der berühmten Sagrada Familia über

Kunstmuseen zu Picasso, Miró und vielen

anderen, der Architektur von Antonio Gaudí

und Lluís Domènech i Montaner bis hin zum

größten Fußballstadion Europas, Camp Nou,

mit angeschlossenem Museum – trägt auch

die Gastronomie zum guten touristischen

Ruf der Stadt bei. Von der Tapas-Bar für das

schnelle Gläschen Cava bis zur Edelgastronomie

ist alles da. Mittlerweile nähert sich die

Spitzengastronomie nach Jahren molekularkulinarischer

Experimente – der »Erfinder«

der Molekularküche Ferran Adrià ist Katalane

– wieder stärker der Tradition an. Dazu zählt

auch die Verbindung von »mar i muntanya«

(Meer und Gebirge), also Fisch und Fleisch in

einem Gericht – einer Komposition, die die

Lage der Stadt zwischen Bergen und Meer widerspiegelt.

© Vladitto /Shutterstock

Wilde Küste, verrückter Künstler.

Nördlich von Barcelona, zwischen Blanes und

den Pyrenäen, erstreckt sich die »wilde Küste«,

die Costa Brava. Während in ihren flacheren

Abschnitten mit Lloret de Mar als Hochburg

eher das Partyleben wild ist, reiht sich

weiter nördlich ein Kap an das andere, dazwischen

kleine Buchten, umrahmt von Pinien.

Künstlerischen Kultstatus hat das ehemalige

Fischerdorf Cadaques am östlichsten Zipfel

Spaniens auf der Halbinsel Cap de Creus.

Salvador Dalí lebte bis zu seinem Tod 1989

mehrere Monate im Jahr in dem hübschen Ort

Die Architektur von Antonio Gaudí – hier

der Blick auf das Pförtnerhaus im Park Guell –

prägt Kataloniens Metropole Barcelona

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27.9.2013 travel.one


spanien.destination

thema.rubrik

mit seinen weiß getünchten Häusern und

bildete das wild-romantische Kap in zahlreichen

Werken ab. Rund 20 Kilometer weiter

westlich, in Figueres, erschuf sich der exzentrische

Künstler sein eigenes Museum.

Das Teatre-Museu Dalí entstand ab 1970 aus

einem zerstörten Theater. Das schräge Gesamtkunstwerk

mit monumentalen Eiern

auf dem Dach zählt zu den meistbesuchten

Museen Spaniens.

Römische Relikte, gute Weine.

Ein gutes Stück südwestlich von Barcelona

liegt die Provinz Tarragona mit den langen,

goldgelben Sandstränden der Costa

Daurada und Badeorten wie Cambrils und

Salou. Als gemütlicheres Gegenstück zur

vibrierenden katalanischen Hauptstadt ist

Tarragona einen Besuch wert. Prägend für

das Erscheinungsbild der Stadt mit rund

133.000 Einwohnern sind zahlreiche römische

Monumente, etwa das Amphitheater,

der Circus, das Forum Romanum, das

Grabmonument Torre dels Escipions, der

Triumphbogen Arc de Berà, das Mausoleum

von Centcelles oder die Aquäduktbrücke

Aqüeducte de les Ferreres. Seit dem Jahr

2000 ist das archäologische Ensemble von

Tarraco ein Unesco-Welterbe. Während Barcelona

einen zentralen Stadtstrand besitzt,

erstrecken sich die Strandabschnitte Tarragonas

im Nordosten der Stadt. Die Plat-

Kurzinfos

Katalonien hat rund 580 Kilometer Küste. Sie umfasst die Costa Brava und

die Costa del Maresme nördlich sowie die Costa del Garraf und die Costa

Daurada südlich der Metropole.

Amtssprachen sind Spanisch und Katalanisch sowie Aranesisch, das im

Val d'Aran im Nordwesten an der Grenze zu Frankreich gesprochen wird.

Natur: Im Nordwesten in den Pyrenäen liegt der Nationalpark

Aigüestortes i Estany de Sant Maurici, im Nordosten in den Vorpyrenäen

der Naturschutzpark der Vulkanregion Garrotxa, im Süden der Naturpark

im Delta des Ebro. Der Naturpark Cap de Creus liegt im Norden Kataloniens

am östlichsten Punkt der Iberischen Halbinsel.

Zwei landschaftliche Zonen: La Rana, eine rund 8.000 Hektar große Ebene

im Südosten des Parks; Sierras: Teil der Berge von Toledo mit Höhen von

650 bis 1.448 Metern (Rocigalgo).

Infrastruktur: Drei Besucherzentren, geführte Allradtouren, Wanderund

Mountainbikewege. http://reddeparquesnacionales.mma.es

ja Rabassada, die Platja Savinosa und die

große Platja Llarga bieten stadtnahe Bademöglichkeiten.

Eine touristisch kaum frequentierte

Seite Kataloniens können Besucher rund

20 Kilometer nordwestlich von Tarragona

erleben. Zu Füßen des Montsant-Gebirgszuges

liegt das Priorat, eine der aufstrebenden

Weinbauregionen des Landes. Die

Region, benannt nach dem 1163 gegrün-

Cadaques: Nicht nur Salvador Dalí liebte das hübsche Örtchen, auch bei Besuchern ist es populär

© Visit Cadaques

travel.one 27.9.2013 41


ubrik.thema

destination.spanien

Das Priorat erstreckt sich zu Füßen des Montsant; neben dem Wein bestimmen kleine Ortschaften wie Torroja das Bild

© Travel One

Drang zur Unabhängigkeit

Die Katalanen machen gerade einmal mehr von sich reden. Mitte September

demonstrierten Hunderttausende mit einer 400 Kilometer langen Menschenkette

für die Abspaltung ihrer autonomen Region von Spanien. Die Regionalregierung

will dazu im nächsten Jahr eine Volksabstimmung durchführen, und

wenn man Umfragen glauben darf, ist gut die Hälfte der Bevölkerung Kataloniens

dafür, sich vom Mutterland Spanien zu lösen.

Auch als Reisender wird man mit der demonstrativen Eigenständigkeit der Region

häufig konfrontiert. Von vielen Balkons in den Städten und Dörfern hängt

die gelb-rote katalanische Flagge. Und in den Städten wie Barcelona oder

Tarragona künden ebenso Graffitis vom Unabhängigkeitswillen wie auf Brückenpfeilern

und Felswänden entlang der Landstraßen und Autobahnen.

Die aktuelle Wirtschaftskrise in Spanien verstärkt den Separatismus der Katalanen.

Viele Bewohner der wohlhabenden Region klagen über hohe Transferzahlungen

an die Madrider Zentralregierung und glauben an bessere Lebensbedingungen

in einem eigenständigen Staat, ohne die Habenichtse aus dem

Süden. Doch damit, dass Madrid Katalonien widerstandslos in die Unabhängigkeit

entlässt, ist nicht zu rechnen. Schließlich steht die Region allein für rund

ein Viertel des spanischen Inlandsproduktes und ist auch der größte Besuchermagnet

des Landes. 8,8 Millionen Ankünfte aus dem Ausland registrierte

die Region von Januar bis Juli 2013. Das sind etwa 26 Prozent des spanischen

Besucheraufkommens, und damit mehr, als die Balearen (6,3 Millionen), Andalusien

(4,4 Millionen) und die Kanarischen Inseln (5,8 Millionen) erreichen.

deten Priorat de la Cartoixa d’Escaladei,

dem »Priorat des Kartäuserklosters der

Gottesleiter«, dessen Ruinen noch erhalten

und besuchbar sind, lag bis in

die 1990er Jahre im Dornröschenschlaf,

bevor Winzer wie Álvaro Palacios und

René Barbier das Potenzial ihrer Rebstöcke

erkannten, deren Trauben damals

zu sehr rustikalen Bauernweinen ausgebaut

wurden.

Bei Tagesausflügen von der Küste aus

oder Aufenthalten in einer der wenigen

touristischen Unterkünfte in Ortschaften

wie Falset, Gratallops oder Torroja kommen

vor allem Wanderer, Natur- und

Weinliebhaber auf ihre Kosten. In vielen

der Bodegas entlang der kurvenreichen

Gebirgsstraßen des Priorat können Gäste

die konzentrierten Rotweine kosten,

von denen einige seit der Entdeckung

durch den amerikanischen »Weinpapst«

Robert Parker Kultstatus erlangt haben.

Übrigens haben Weinfreunde in

Katalonien ohnehin breite Auswahl.

Mit dem Penedés, Montsant, Tarragona,

Emporda, Ampurdán, Costers del Segre,

Conca de Barberá, Alella und Pla de Bages

buhlen neun weitere Weinanbaugebitet

um die Gunst der Kunden.


Christian Schmicke

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27.9.2013 travel.one


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GENIESSERREGION

COSTA BARCELONA

Von der katalanischen Metropole aus schnell erreichbar, laden

zwei fantastische Weinregionen Besucher der Costa Barcelona

zum Genießen und Entdecken ein. Penedès, Kataloniens bekanntestes

Weinanbaugebiet, erstreckt sich südwestlich von Barcelona

in drei Zonen zwischen dem Meeresniveau und 850 Metern Höhe.

Zahlreiche Bodegas, darunter einige mit spektakulärer Architektur

oder in besonders pittoresker Lage, laden Besucher zu Besichtigungen

und Weinproben ein. Die Region produziert Weiß-, Roséund

Rotweine von hervorragender Qualität. In den Höhenlagen

des Penedès wachsen die Trauben für den berühmten spanischen

Schaumwein, den Cava.

Das Anbaugebiet Alella, rund 15 Kilometer nordöstlich von

Barcelona, ist eines der kleinsten und ältesten auf der spanischen

Halbinsel. Von seinen acht Weingütern, deren Produktion geringe

Mengen in außergewöhnlicher Qualität hervorbringt, haben sich die

meisten auf biologischen Anbau spezialisiert. Wegen der Nähe zu

Barcelona und weil alle nahe beieinander liegen, können Besucher

sämtliche Bodegas, das Städtchen Alella und die zauberhafte

Landschaft der Region in einem Tag erkunden.

In beiden Weinanbaugebieten locken besonders im Herbst nach

erfolgreicher Lese zahlreiche Feste Besucher an. So findet in Alella

Ende September eine Weinwoche mit geführten Touren durch die

Weinkeller, Verkostungen, Segway Touren durch den Weinberg,

Theater und Fotoausstellungen statt. Wissbegierige Gäste können

im „Vinseum“ in Vilafranca del Penedès und im „Interpretationszentrum

des Cava“ in Sant Sadurni d’Anoia ihr Weinwissen aufpeppen.

Tipp: Einen Überblick über Festivals, Unterkünfte,

Gastronomie, Kultur bietet diese Website:

www.barcelonaismuchmore.com


ubrik.thema

destination.spanien

Auf Rekordniveau

Die Zahl ausländischer Besucher in Spanien war von Januar bis Juli so hoch wie nie.

Spanien lockte in den ersten sieben Monaten

des Jahres 34 Millionen ausländische Gäste an

© Osborne

n Touristisch bleibt Spanien auf

dem Wachstumspfad – jedenfalls,

wenn man die Reisen ausländischer

Besucher zum Maßstab

nimmt. In den ersten sieben

Monaten dieses Jahres sorgten

34 Millionen Einreisen für einen

Zuwachs um knapp vier Prozent

gegenüber dem Vorjahreszeitraum

und damit für einen Rekord.

Aus Deutschland reisten

von Januar bis Juli 5,46 Millionen

Gäste nach Spanien, das sind 2,5

Prozent mehr als im Vorjahr.

Für den Hauptsaison-Monat

Juli weist die offizielle Statistik

ein minimales Besucherplus

von 0,1 Prozent aus. Dabei haben

die Balearen und Andalusien im

Quellmarkt Deutschland zugelegt,

während die Kanaren einen

Rückgang verzeichnen.

Die Deutschen ließen 5,1

Milliarden Euro auf der Iberischen

Halbinsel und den dazugehörigen

Inseln, 2,1 Prozent

mehr als 2012. Die durchschnittlichen

Ausgaben pro Gast sanken

damit sogar leicht um 0,3

Prozent, die durchschnittlichen

Ausgaben pro Aufenthaltstag

legten dagegen um 3,6 Prozent

auf 99 Euro zu.

Während Deutschland seine

Position als zweitstärkster Quellmarkt

hinter Großbritannien bestätigte,

sank die Gästezahl aus

Italien um gut 13 Prozent auf

1,75 Millionen. Die größten prozentualen

Zuwächse weist mit

mehr als 30 Prozent weiterhin

der russische Quellmarkt auf.

Einen kräftigen Nachfrageaufschwung

verzeichnen die nordischen

Länder mit 18 Prozent

mehr Einreisen. Aber auch in den

Niederlanden haben spanische

Ziele mit einem Gästewachstum

von 14 Prozent auf 1,53 Millionen

kräftig zugelegt.

Goya verwandelt sich in Amàrac

n Die Hotelkette Allsun geht in der nächsten Sommersaison

auf Mallorca mit einer weiteren Anlage an den Start.

Die Alltours-Tochter übernimmt das Hotel Goya in Cala

Millor. Das derzeitige Zwei-Sterne-Haus soll diesen Winter

komplett saniert werden und im Mai unter neuem Namen

als Viereinhalb-Sterne-Unterkunft seine Pforten öffnen.

»Das Amàrac wird unser kleinstes und gleichzeitig

feinstes Hotel auf der Insel«, sagt Alltours-Geschäftsführer

Willi Verhuven. Es verfügt über rund 60 Zimmer, von

denen die meisten nach Unternehmensangaben Meerblick

haben. Eine Promenade trennt das Haus vom Strand.

Mit dem Neuerwerb gehören nun elf Hotels auf Mallorca

zu Allsun. Die Baleareninsel ist damit die wichtigste

Destination des Unternehmens. Die Alltours-Tochter betreibt

ansonsten noch fünf Häuser auf den Kanaren und

eines in der Türkei.

Neues Boutiquehotel auf Mallorca: Allsun saniert eine bestehende Anlage

© Alltours

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27.9.2013 travel.one


spanien.destination

thema.rubrik

Mallorca macht

Rückzieher

Neu eröffnet: Die Hotels am Port Vell (oben) und an der Plaça Urquinanona

Expansion in Barcelona

n H10 ist nun mit neun Hotels in Barcelona vertreten. Die Gruppe eröffnete in der

Hauptstadt Kataloniens zwei neue Häuser. Sie betreibt nun am Port Vell ein Vier-

Sterne-Plus-Hotel mit 58 Zimmern sowie an der Plaça Urquinanona ein Vier-Sterne-Hotel

mit 80 Zimmern.

Beide Unterkünfte befinden sich in Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Sie

wurden so renoviert, dass historische Elemente erhalten blieben und dennoch die

Moderne Einzug hielt, heißt es. So behielt das H10 Port Vell seine Fassade, das Innere

der Hauses aber wurde komplett umgestaltet. Und im H10 Plaça Urquinanona

wurden nach Unternehmensangaben die kunsthandwerklich gefertigten Decken

mit einem modernen Interieur kombiniert.

© H10

n Nach langem Hin und Her landet

die Idee nun endgültig im Papierkorb.

Mallorca führt keine Ökosteuer

auf Mietwagen ein. Ministerpräsident

José Ramón Bauzá sagte in einem Gespräch

mit dem Wirtschaftsmagazin

Cinco Días, dass er den Gesetzentwurf

zurückziehen werde. Höhere Steuereinnahmen

und eine flexiblere Defizitvorgabe

für die Region erlaube ihm, auf

die geplante Abgabe zu verzichten. Ihre

Einführung war zuvor bereits mehrfach

verschoben worden.

Mallorca-Urlauber können sich freuen:

Sie hätten zwischen drei bis 7,50

Euro pro Tag zusätzlich für ihren Mietwagen

bezahlen müssen. Die Ökosteuer

sollte zudem auch auf Einwegverpackungen

wie Plastik- und Glasflaschen

sowie Getränkedosen erhoben werden.

Allein damit sollten jährlich 37,5 Millionen

Euro in die Kassen gespült werden.

Die Mietwagensteuer sollte weitere 15

Millionen Euro einbringen. Allerdings

war bis zuletzt nicht klar, wie die fragliche

Zusatzsteuer bei Mietwagen überhaupt

erhoben werden sollte.

Neuer Flug

nach Madrid

n Vom 13. Januar an steht eine

neue Verbindung im Flugplan von

Air Berlin. Der Carrier hebt künftig

täglich in Düsseldorf ab, um

vom Rhein aus nonstop nach Madrid

zu fliegen. Die Maschine soll um

7.50 Uhr starten, geplante Ankunft

in der spanischen Hauptstadt ist

um 10.15 Uhr. Zurück geht es um

11.10 Uhr, die Landung in Deutschland

soll um 13.40 Uhr erfolgen.

Das Unternehmen verbindet

vom 13. Januar an zudem Wien mit

Madrid. Die Air-Berlin-Tochter Niki

übernimmt den Flug.

updates

Ibero Tours hat in der kommenden

Wintersaison auf den Kanaren

einige Unterkünfte neu im Programm.

Dazu zählen beispielsweise

die Apartmentanlage Casa Roja in

El Paso auf La Palma und das Hotel

La Aldea Suites in La Aldea de San

Nicolás auf Gran Canaria.

Vueling organisiert am 8. und 9.

November in Barcelona einen sogenannten

Hackathon. Die Teilnehmer

des Wettbewerbs sollen für

die Airline eine App entwickeln, die

Passagieren kurzweilig die Wartezeit

am Flughafen verkürzt.

Air Europa fliegt vom 30. März

an zweimal täglich von Frankfurt

nach Madrid. Zudem verbindet der

Carrier künftig auch München zweimal

am Tag mit der spanischen

Hauptstadt. Start ist am 5. Mai.

Gran Canaria lädt vom 5. bis 12.

Oktober zu einem Wanderfestival.

Die verschiedenen Touren führen

durch das Inselinnere.

travel.one 27.9.2013 45


im fernsehen

SA 28.9. l Lichters Reise nach Schottland, 10:45

Uhr, ZDF l Lofoten – Inseln des Lichts, 12:15 Uhr,

NDR l Reisewege England. Cornwall – Land des

Meeres und der Mythen, 14:30 Uhr, 3sat l Irinas

Traum – Little Odessa in New York, 16:00 Uhr, ARD.

So 29.9. l Wunderschön! Ferien an der Nordsee,

11:30 Uhr, NDR l Genussreisen: Zu Gast an Ahr, Mosel

und Nahe, 12:15 Uhr, Hessen l Grüne Insel im

Taifun – Taiwan, 13:15 Uhr, 3sat l Madeira – Smaragd

im Atlantik, 14:00 Uhr, 3sat l Tasmanien – Insel

am Ende der Welt, 14:45 Uhr, 3sat l Marquesas-

Inseln, 16:15 Uhr, BR.

Mo 30.9. l Von Odessa nach Odessa, 14:30 Uhr,

Hessen l Schwedens Westküste, 15:15 Uhr, NDR l

Induswelten (1/2). Vom Delta nach Lahore, 17:00

Uhr, 3sat l Erlebnis Erde. Wilder Rhein – Von der

Nordsee zur Lorelei, 20:15 Uhr, ARD.

Di 1.10. l Reisen für Genießer. Neapel – Italien,

12:00 Uhr, Arte l Bilderbuch Deutschland. Das Dreiländereck

an der Mosel, 14:15 Uhr, NDR l Paradies

am Polarkreis. Im Urwald von Nordschweden,

15:15 Uhr, NDR l Krakau, 18:50 Uhr, Hessen.

mi 2.10. l Die Ostsee zwischen Litauen und Dänemark,

11:30 Uhr, NDR l Mit dem Fahrrad von Hamburg

nach Dresden, 18:15 Uhr, NDR l Die Berge der

Deutschen. Von Höhenrausch und Hüttenzauber,

20:15 Uhr, Phoenix.

Do 3.10. l Kanalinsel Jersey, 9:30 Uhr, WDR l

Traumurlaub auf Mallorca. Felsen, Fincas und feine

Küche, 11:30 Uhr, NDR l Reisen für Genießer. Venedig

– Italien, 12:00 Uhr, Arte.

Fr 4.10. l Islands unbekannter Osten, 11:15 Uhr,

3sat l Gotland – Schwedens Außenposten in der

Ostsee, 15:15 Uhr, NDR.

SA 5.10. l 2.000 Meilen bis Oregon. Quer durch

Amerikas Wilden Westen, 12:15 Uhr, NDR l Reisewege

Pyrenäen. Im Land der Dreitausender, 14:30

Uhr, 3sat l Die legendäre »Ruta 40«. Durch Argentinien

bis ans Ende der Welt, 16:15 Uhr, 3sat.

So 6.10. l Wunderschön! Der Elberadweg – Von

der Sächsischen Schweiz nach Dresden, 11:30 Uhr,

NDR l Die schönsten Inseln Norddeutschlands,

14:00 Uhr, NDR l Portugal, 16:15 Uhr, BR l Cornwall,

da will ich hin, 16:45 Uhr, SWR l Im Hochland

der Holländer – unterwegs in der Vulkaneifel,

18:45 Uhr, SWR.

Mo 7.10. l Bornholm – Dänemarks Sonneninsel,

15:15 Uhr, Hessen l WISO-Duell: Kreuzfahrt gegen

Cluburlaub, 17:15 Uhr, ZDFinfo.

Di 8.10. l Moskau, Jalta, Kiew – Eine Zugreise,

14:30 Uhr, Hessen l Gefahr im Paradies. Eine Reise

durch Zentralafrika, 15:15 Uhr, NDR l Reise ins Paradies.

Brasiliens Hochseeinsel Fernando de Noronha,

15:45 Uhr, 3sat l Rio zwischen Himmel und

Hölle, 18:00 Uhr, 3sat.

mi 9.10. l Herbstliche Städtetrips, 11:30 Uhr,

Hessen l Reisen für Genießer. Marrakesch, 12:00

Uhr, 3sat l Melilla – Europas Vorposten in Afrika,

15:15 Uhr, NDR.

Do 10.10. l Nächste Ausfahrt: Großglockner.

Eine Traumstraße durch die Alpen, 8:30 Uhr, ZDF

neo l Kur Royal (1/5). Bad Ischl – Die Erfindung der

Sommerfrische, 14:50 Uhr, 3sat l 8.000 Meilen bis

Alaska. Von Montana zum Eismeer, 21:00 Uhr, NDR.

Fr 11.10. l Reisen für Genießer. Patagonien,

12:00 Uhr, Arte l Reiseziel Pannonien, 16:00 Uhr,

3sat l Paris: Geschichte einer Mega-Metropole,

19:05 Uhr, n-tv.

46

27.9.2013 travel.one


peps

Weitere Angebote unter www.travel-one.net/peps

fernweh

Quer durchs Gelobte Land

© Dana Friedlander/Go Israel

Für eine siebentägige Mietwagenreise durch Israel bietet Superstar Holidays

eine Sonderrate. Im Preis enthalten sind der Flug von Frankfurt, München oder

Berlin nach Tel Aviv sowie ein Mietwagen der Kategorie A von Hertz. Der Reisezeitraum

liegt zwischen dem 6. Oktober und dem 31. Dezember. Beratung und

Buchung bei Superstar Holidays unter info@superstar.de

ab 334 Euro pro Person

Von Piräus nach Dubai

14 Tage dauert die Reise der Azamara Journey von Piräus auf dem griechischen

Festland nach Dubai. Start der Kreuzfahrt mit den Stationen Rhodos, Limassol,

Suez-Kanal, Muscat und Dubai ist am 26. Oktober. Zum Programm der

Reise von Azamara Club Cruises gehört auch eine exklusive Abendveranstaltung

an Land. Informationen und Buchung unter www.vas.travel

ab 1.069 Euro pro Person (Innenkabine)

© Azamara Cruises

EINLADUNG

Sommer auf reiSen 2014

SOMMER AUF REISEN 2014

16. november 2013

messe frankfurt am main

Zur anmeldung einfach reinklicken unter

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travel.one 27.9.2013

47


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Uta Seubert (verantw.),

Silke Oray, Ulrike Schreiner

Geschäftsführer

Richard Redling

Martin Weber

leute

Stefan Gössling (links) übernimmt

von Jens Hulvershorn den Posten des

stellvertretenden Vorsitzenden

Neues Gesicht im

Futouris-Vorstand

n Ein Klimaforscher gehört nun zum Vorstand von Futouris.

Dr. Stefan Gössling, Professor an der schwedischen Universität

Lund, vertritt den Verein als stellvertretender Vorsitzender.

Die Mitglieder wählten ihn auf ihrer Strategietagung in der

Lüneburger Heide zum Nachfolger von Jens Hulvershorn. Der

Gebeco-Manager hatte bereits im Frühjahr angekündigt, nach

fünf Jahren im Amt nicht nochmals kandidieren zu wollen.

Gössling übernimmt den Posten jedoch vorerst nur kommissarisch.

Das letzte Wort hat die Hauptversammlung nächsten

März. Denn Futouris denkt über eine strukturelle Veränderung

in Zusammenhang mit dem geplanten Aufbau eines Innovationszentrums

für Nachhaltigkeit nach.

Der Professor ist bei dem Verein kein Unbekannter. Er engagiert

sich seit 2010 als wissenschaftlicher Beirat für die touristische

Nachhaltigkeitsinitiative und arbeitet bei dem Branchenprojekt

»Klimainsel Juist« mit.

Druck

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

DruckMedien, 47608 Geldern

Travel One erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46

gültig ab Januar 2013

Abonnementpreis Inland 23,36 Euro

pro Jahr inkl. Porto, zzgl. 7% MwSt.

Einzelheft 2 Euro

Abonnementpreis Ausland

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fehlender UID/VAT-Nr.)

Die Mitglieder des AJT e.V.

erhalten die Zeitschrift im Rahmen

ihrer Mitgliedschaft.

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung des Verlages.

Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos wird keine

Gewähr übernommen.

Travel One ist eine Aktivität der

DVV Media Group GmbH, Hamburg

01 02 03

01 Olaf Melsbach gibt seine

Tätigkeit als Geschäftsführer

bei SKR Reisen auf

und verlässt das Unternehmen,

um sich »neuen Herausforderungen

zu widmen«.

Uschi Neuss ist neue Geschäftsführerin

von Stage

Entertainment, Vorgänger Johannes

Mock-O’Hara ist zurückgetreten.

02 Judith Hild soll als neue

Sales- und Marketing-Managerin

die Verkaufsaktivitäten

der Sun Resorts vorantreiben.

Sie ist unter anderem für

Süddeutschland zuständig.

Kirsten Buhrmester ist bei

Opodo als neue Business Development

Managerin Germany

für das Kooperationsmanagement

verantwortlich.

03 Walter Ruggli, General

Manager Switzerland

von Carlson Wagonlit Travel,

übernimmt beim Geschäftsreisedienstleister

übergangsweise

das Amt als Senior Vice

President für Zentraleuropa.

Peter Schmidtchen kümmert

sich nun bei Schweiz

Tourismus als Marketing-Manager

um Deutschland.

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27.9.2013 travel.one


Suntrips bald

ohne Reinke

Wer kommt nach Franz?

n Christoph Franz verlässt Lufthansa. Den Vorstandsvorsitzenden

zieht es in die Schweiz, wo seine Familie lebt. Dort übernimmt

er im nächsten Jahr die Leitung des Verwaltungsrates

des Pharma-Konzerns Roche. Wer bei Lufthansa sein Nachfolger

wird, ist derzeit noch offen. Als aussichtsreichster Kandidat

gilt Carsten Spohr, bislang Vorsitzender des Lufthansa-Passagevorstandes.

Chancen werden auch Cargo-Vorstand Karl-Ulrich

Garnadt sowie Harry Hohmeister eingeräumt, der für die

Lufthansa-Tochter Swiss zuständig ist. Aufsichtsratschef Wolfgang

Mayrhuber hat in den vergangenen Tagen mehrfach erklärt,

dass bei der Suche nach dem Nachfolger von Franz kein

Grund zur Eile bestehe, da dessen Vertrag noch bis Mai nächsten

Jahres laufe. Zudem werde sich Lufthansa auch nach externen

Kandidaten für den Vorstandsvorsitz umsehen.

n Nach rund sieben Jahren bei

Suntrips gibt Boris Reinke seine

Tätigkeit als Sales- und Marketing-Manager

zum 15. Oktober

aus privaten Gründen

auf. Er will dem Asien-Spezialisten

aber noch bis zum nächsten

Februar beratend zur Seite

stehen, um einen »möglichst

reibungslosen Übergang zu ermöglichen«.

Reinke sieht seine

berufliche Zukunft weiter

in der Touristik. Er wolle sich

»nach einer kurzen Auszeit einer

neuen beruflichen Herausforderung

in der Branche widmen«,

erklärt er.

leserbriefe redaktion@travel-one.net

»Pickerl umgehen«

Travel One Morning News, 23. September 2013,

»Österreich: Wieder mit Vignette bis Kufstein-Süd«

Man kann das mit dem Pickerl auch ganz einfach umgehen,

oder besser gesagt: umfahren. Neun Kilometer Umweg,

dafür Pickerl-frei: A 8 München-Salzburg bis Bernau am

Chiemsee, weiter über Grassau, Marquartstein, Schleching,

Kössen und Schwendt nach St. Johann und weiter nach Kitzbühel,

Paß Thurn, Mittersill ... usw. usf. Ergebnis: Pickerl gespart,

rund 20 Minuten länger gefahren und natürlich die

Ortsdurchfahrt Kufstein als »Hemmschuh« zwischendurch.

Auf unseren Fahrten nach Mittersill und Neukirchen am

Großvenediger ist dies dann die erheblich preisgünstigere

Variante. Ich habe noch nie ein A-Pickerl bezahlt!


Rolf Kullmann, Wuppertal

Diese Vignette wird in Österreich niemals »Pickerl« genannt,

da das österreichische Pendant zur TÜV-Plakette so

bezeichnet wird. Das Pickerl am Auto zeigt die Kfz-Überprüfung

nach § 57a KFG und erlaubt noch keine Autobahnbenutzung.

Unabhängig davon wird eine Vignette aber sehr

wohl gepickt (geklebt).


Vincent Fischer

travel.one 27.9.2013


ubrik.thema

leute.persönlich

Odiego-Deutschland-Chef

Andreas Adrian

Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Über Umwege ein Kindheitstraum.

Ihr Traumberuf als Kind?

Pilot oder Hoteldirektor.

Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Eine Atlantiküberquerung unter Segeln.

Andreas Adrian 32, Sternzeichen

Löwe, leitet seit Juni

das Deutschland-Geschäft der

Odiego Group mit den Marken

Opodo, Edreams und Govolo. Er

hat einen anderthalbjährigen

Sohn und verbringt viel Zeit

auf dem Spielplatz. Ein Buch

hat Adrian immer parat. Denn

wenn ihm Zeit bleibt, schmökert

er für sein Leben gern.

Der Manager studiert zunächst

Volkswirtschaftslehre in

Großbritannien. Er macht seinen

Bachelor an der University

of Essex und den Master an der

University of Cambridge. 2005

fängt Adrian bei KPMG in London

im Bereich Transfer Pricing

and Valuation Services an.

Vier Jahre später wechselt er innerhalb

des Unternehmens

nach Frankfurt.

2012 lernt er eine neue

Branche kennen: Tourismus.

Der 32-Jährige arbeitet nun bei

Odiego im Revenue Management,

avanciert schnell zum

Head of Product Management.

Seit drei Monaten ist er Country

Director Germany. Dass sein

Arbeitgeber in Hamburg sitzt,

dürfte ihm entgegenkommen.

Denn er verbringt seine Freizeit

gerne auf dem Wasser – mit

einer Jolle auf der Außenalster

oder auch beim Hochseesegeln

im Mittelmeer und Atlantik.

Was hat man Ihnen zuletzt geschenkt?

Eine mit Glitzersteinen beklebte Herzdose aus Pappe.

Wo haben Sie Ihren vergangenen Urlaub verbracht?

Im Kleinwalsertal zum Skifahren.

Welches Souvenir haben Sie sich mitgebracht?

Herzhaften Bergkäse.

Was sammeln Sie?

Als Kind Briefmarken, heute nur noch Erinnerungen.

Wo möchten Sie gerne leben?

Nah am Meer ... Hamburg ist daher schon recht gut.

Welche Filmrolle hätten Sie gerne mal gespielt?

Roger O. Thornbill in Alfred Hitchcocks »Der unsichtbare Dritte«.

Was lesen Sie gerade?

»Naked Statistics« von Charles Wheelan.

Ihr Lieblingsessen?

Rheinischer Sauerbraten mit allem, was dazu gehört.

Rückblick: Was würden Sie nicht noch einmal tun?

Alt-Griechisch statt Französisch in der Schule wählen.

Was würden Sie gerne können?

Mehr Sprachen sprechen und dann eine Weltreise machen.

Der Held oder die Heldin Ihrer Kindheit?

Der Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher.

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27.9.2013 travel.one


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Jobs mit Fernweh

www.touristikcareer.de

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