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travel. one

das Magazin für Reiseprofis

Ausgabe einundzwanzig 8. November 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

xxxx

xxxx

xxx

Kreuzfahrten

Studienreisen

Asien

www.

Kampf um

die Besten

Wie

kommt die Touristik an

gute Nachwuchskräfte? Travel One

analysiert die Situation und schildert

spannende Initiativen. Ab Seite 10

Interview

Miguel Ángel Santos

und Carlos Alonso

Warum Teneriffa seinen Erfolg

nicht Ägypten verdankt. Seite 8


ubrik.thema

Teeplantagen in Munar. Um mehr zu erfahren, loggen Sie sich bitte ein unter www. incredibleindia.org

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2


ausgabe einundzwanzig.editorial

Online-Sucher stellen Reisebüros

vor Herausforderungen

Die Neuauflage der berühmten Ropo-Studie*, die TUI und

Google bei der GfK in Auftrag gegeben haben, zeigt vor

allem eins: Kunden, die sich online informieren, sind für das

Reisebüro noch lange nicht verloren. So suchen bei Pauschalreisen

65 Prozent der Kunden im Netz, buchen dann

aber im Reisebüro. Insgesamt wird nach 47 Prozent aller

Reiseleistungen online recherchiert, ohne dass sie im Netz

abgeschlossen werden. Gegenüber 2008 hat sich der Anteil

der Ropo-Kunden verdoppelt, weil der Anteil der Online-Recherchierer

entsprechend zugenommen hat. Die Konsequenz

aus dieser Erkenntnis ist, dass das Netz keineswegs zum

Totengräber des stationären Vertriebs werden muss, wenn es

diesem gelingt, sein Know-how der gewachsenen Kompetenz

der Kunden im Reisebüro anzupassen. Das ist eine Frage von

Wissen, Erfahrung und Geschicklichkeit, aber auch des richtigen

Einsatzes technischer Hilfsmittel. Und dafür wiederum

braucht die Branche clevere Leute. Wie es darum bestellt ist,

schildert unsere Titelgeschichte ab Seite 10.

Christian Schmicke

Chefredakteur

*Ropo leitet sich vom englischen »research online, purchase offline« ab

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

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travel.one 8.11.2013 3


ausgabe einundzwanzig.2013

Inhalt

18

titelthema

10 Zukunftsaussichten

Nachwuchskräfte sind Mangelware. Wer sich für

eine touristische Ausbildung entscheidet, muss

vor allem eins sein: motiviert.

Titelbild: Shutterstock/ollyy

52

58

SCOUT

© Bertrand Rieger/Hemis.fr © Asia Select © Shutterstock/halflemon

puls

6 Aldiana. Jürgen Marbach übernimmt die Kette komplett.

11 Interview. Teneriffas Präsident Alonso und Tourismus-Chef

Santos über neue Projekte und Wettbewerbsfähigkeit.

produkt

18 Kreuzfahrten. Viele Reedereien investieren intensiv

in saubere Technik.

32 Studienreisen. Renaissance – Kolumbien und Guatemala

sind zurück auf der touristischen Landkarte.

44 Airlines/Airports. Condor mit neuer Kabine +++ Etihad

fliegt häufiger nach Sri Lanka +++ Qatar Airways ist

Mitglied bei One World.

sales

46 Business-Kunden. Die »Lufthansa City Center Global Travel«

organisieren das globale Geschäftsreise-Management für

Unternehmen.

destination

52 Asien. Kambodschas Hauptstadt Phnom-Penh

ist ein spannendes Reiseziel.

58 Ägypten. Gehen Sie als Travel One Scout auf Nilkreuzfahrt.

exit

62 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

63 TV-Tipps.

64 Leute. Weiter Stühlerücken bei FTI.

65 Leserbriefe. Impressum.

66 Persönlich. Bentour-Swiss-Chef Kadir Ugur.

Dieser Ausgabe liegt das Supplement »Queensland entdecken!« bei.

4


thema.rubrik

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travel.one 8.11.2013 5


ubrik.thema

Klare Verhältnisse bei Aldiana

Jürgen Marbach übernimmt sämtliche Anteile

der Clubmarke von der Grupo Santana Cazorla.

n Nachdem er Aldiana komplett übernommen

hatte, wandte sich Jürgen

Marbach erst einmal einer Herzensangelegenheit

zu. Die Clubmarke fungiert

nun als Sponsor für den Fußball-

Drittliga-Verein MSV Duisburg. Nicht als

Hauptsponsor – der heißt Schauinsland

Reisen – aber immerhin als Partner für

Bandenwerbung. »Für mich ist es eine

Freude, nicht nur mit persönlichem Engagement,

sondern auch mit meinem

Unternehmen dem MSV helfen zu können«,

wird Marbach auf der Facebook-

Seite des Vereins zitiert. Er ist seit Juni

Aufsichtsratsvorsitzender des MSV Duisburg,

der mit Finanzproblemen zu kämpfen

hat.

Marbach, der bereits mit 26 Prozent an

Aldiana beteiligt war, hat die übrigen Anteile

von der Grupo Santana Cazorla übernommen.

Die Zusammenarbeit mit Thomas

Cook im Vertrieb will er fortsetzen.

»Die Kundenzufriedenheit ist extrem

hoch, die Mitarbeitermotivation sucht ihresgleichen,

das Gesamtprodukt ist sehr

präzise an den aktuellen und künftigen

Premium-Erfordernissen ausgerichtet«,

lobt er sein Unternehmen. Geschäftsführer

Peter Wennel erklärt, das neue Geschäftsjahr

sei gut angelaufen. Die Gästezahl

liege für den Winter um sechs und für

den nächsten Sommer um vier Prozent

über dem Vorjahr.

Aldiana hat in zurückliegenden Geschäftsjahren

Verluste erwirtschaftet. Für

das Geschäftsjahr 2011/12 weist die Bilanz

einen Fehlbetrag von 5,3 Millionen

Euro aus, nach 2,7 Millionen Euro im Jahr

davor. Verantwortlich für die roten Zahlen

2012 seien vor allem die Clubs Alcaidesa

auf dem spanischen Festland sowie

Salzkammergut mit zu geringer Auslastung

und zu niedrigen Durchschnittsraten,

heißt es zur Begründung.

Marbach ist vom Konzept

seiner Clubmarke überzeugt

© TVG

Bücher und Reisen

unter einem Dach

n Die TVG hat mit der Buchhandelskette Thalia einen neuen

Partner für ein Shop-in-Shop-Konzept der Sonnenklar

Reisebüros gefunden. Das erste von Inhaber Timo Brassat,

der von den beiden TVG-Expansionsmanagerinnen Claudia

Christman (l.) und Gaby Schippers in die Franchisekette

aufgenommen wurde, eröffnete Anfang November in Saarbrücken

in einem Buchladen. Ein weiteres folgt im südhessischen

Weiterstadt. Die Vertriebsstellen sind im Design der

Sonnenklar-Reisebüros gestaltet und zwischen 25 und 45

Quadratmeter groß. Bei entsprechender Kundenakzeptanz

plant TVG-Geschäftsführerin Birgit Aust, die davon überzeugt

ist, dass die Themen Reisen und Lesen »gut miteinander

harmonieren«, eine Ausweitung der Kooperation.

6

8.11.2013 travel.one


puls

Die Bildung im Fokus

DER Touristik unterstützt mit einer Initiative zehn Schulprojekte weltweit.

n »DER Welt verpflichtet«

heißt eine neue Initiative

von DER Touristik. Das Unternehmen

will sich für Bildung

engagieren und zehn Schulprojekte

in Kenia, Indonesien,

Indien, Sri Lanka, Kuba,

Peru, Brasilien und der Dominikanischen

Republik unterstützen.

Partner ist die Stiftung

»Help & Fly« des ehemaligen

Chefs von Berge &

Meer, Reiner Meutsch.

»Nachhaltiger Tourismus

liegt uns am Herzen«,

sagt Sören Hartmann, Sprecher

der Geschäftsführung

von DER Touristik Köln. Ein

gutes Bildungsniveau in den

Urlaubsländern sei Grundlage

dafür, auch langfristig

Urlaubsreisen rund um den

Globus anbieten zu können.

Das Geld für die Projekte

soll von dem Unternehmen

kommen. DER Touristik

hofft aber auch, dass Hoteliers

und Reisebüros die Initiative

unterstützen. Kunden

können künftig bei der Buchung

freiwillig einen Beitrag

leisten.

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Sören Hartmann: Gutes

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travel.one 8.11.2013 7


interview.puls

Verleitet der Erfolg Teneriffas

Tourismussektor zur Bequemlichkeit?

Das Interview führte Christian Schmicke.

Das touristische Geschäft aus Deutschland

boomt auf Teneriffa, nicht zuletzt

wegen der Krise in Ägypten. Was

passiert, wenn sich die nordafrikanischen

Ziele wieder erholen?

Alonso: Für unsere Besucherzahlen

spielt die Krise in Ägypten nur eine geringe

Rolle. Das touristische Angebot

auf Teneriffa basiert nicht auf All-inclusive-Anlagen,

baden und tauchen, sondern

es ist breiter auf Sport, Aktivität,

Naturerlebnis und Kultur ausgelegt.

Auch das Preisniveau ist ein anderes als

in Ägypten. Wir haben in den vergangenen

Jahren hart an der Produktqualität

gearbeitet und setzen diesen Weg

fort. Gäste, die kommen und zufrieden

sind, werden auch dann weiterhin zu

uns kommen, wenn sich die Bedingungen

in anderen Ländern ändern.

Das Interview

Verführen die

führte

guten Gästezahlen nicht

xxxxxxxxxxxxxx xxxxxx.

dazu, sich zufrieden zurückzulehnen

statt in die Verbesserung

des Angebots zu investieren?

Santos: Nein. Sowohl im Süden als auch

im Norden der Insel herrscht ein starker

Konsens darüber, dass wir weiter in unser

Produkt investieren müssen. Viele

Hotels wurden und werden renoviert.

Und auch der öffentliche Sektor arbeitet

intensiv an einer Verbesserung der

Infrastruktur.

Wie wird die touristische Bilanz

am Ende dieses Jahres aussehen?

Santos: Wir rechnen mit einer Wiederholung

des Ergebnisses von 2012. Die

Zahl ausländischer Gäste nimmt weiter

zu, während sich die Zahl spanischer

Gäste, die nach Großbritannien

unser zweitwichtigster Markt

sind, allmählich stabilisiert. Allerdings

ist der Zustrom spanischer Gäste

wegen der Krise erheblich geringer als

früher.

Hemmt die Krise die Möglichkeiten des

öffentlichen Sektors, zu investieren?

Alonso: Einige Projekte haben sich in

der Tat verzögert. Aber sowohl die Regierung

in Madrid als auch die Regierung

der Kanaren haben erkannt, wie

wichtig es ist, den Tourismus als einen

Wirtschaftszweig, der weiterhin ausgezeichnet

funktioniert, zu fördern.

Investitionen in den Tourismus genießen

hohe Priorität.

Zählt dazu auch ein weiterer

Ausbau der Bettenkapazität?

Santos: Neue Betten dürfen ausschließlich

in der Fünf-Sterne-Hotellerie entstehen.

Dort sehen wir noch starkes Potenzial.

Dabei handelt es sich aber nicht

um einen massiven Kapazitätsausbau,

sondern ausschließlich um kleine, luxuriöse

Anlagen. Wir wollen Klasse

statt Masse und gehen deshalb sehr selektiv

vor.

8

8.11.2013 travel.one


Zum Winter bauen Airlines und

Veranstalter das Flugangebot aus

Deutschland aus. Vertreter des

Tourismussektors von Teneriffa

haben lange für mehr Flüge

geworben. Sind Sie nun mit dem

Angebot zufrieden?

Santos: In der Tat wächst die Kapazität

zur Wintersaison gegenüber dem

Vorjahr um rund 15 Prozent. Aber Teneriffa

könnte dennoch deutlich

mehr Flüge vertragen – vor allem in

den Sommermonaten. Wir sind zu

diesem Thema weiter in intensiven

Gesprächen mit deutschen Airlines.

Was ist dran an Meldungen, nach

denen geplant ist, auf Teneriffa die

Magnetschwebebahn Transrapid für

eine Nord-Süd-Verbindung zum

Einsatz zu bringen?

Alonso: Es besteht ein starkes Interesse

der deutschen Wirtschaft, den

Transrapid bei uns einzusetzen. Und

auch wir sind an einer neuen, schnellen

Nord-Süd-Verbindung interessiert,

die die Inselteile und unsere

beiden Flughäfen enger zusammenrücken

lässt. Die Magnetbahn bietet

in technischer Hinsicht einige Vorzüge,

unter anderem, weil sie größere

Steigungen überwinden kann als

eine klassische Eisenbahn. Wir führen

daher ernsthafte Gespräche mit

den Partnern in Deutschland und der

Europäischen Union, aber noch ist

nichts entschieden.

Neue Hotels

im Überblick

Mit 125 Luxussuiten im

minimalistisch-gradlinigweißen

Design warten die

Baobab Suites an der

Costa Adeje auf. Die Suiten

sind bis zu 220 Quadratmeter

groß und verfügen zum Teil

über eigene Pools und Jacuzzis.

Für das kulinarische Angebot

sorgen die Poolbar »BB«

mit Loungestühlen im Wasser,

das À-la-carte Restaurant

»Sucas« und die Bodega

»Xispa«. Außerdem ist ein

Feinkostladen im Hotel.

Das Hotel Suite Villa Maria,

ebenfalls an der Costa Adeje,

besteht aus 78 Villen im

kanarischen Baustil und ist in

die Landschaft des Golfplatzes

von Costa Adeje integriert.

Die Villen sind für bis zu sechs

Gäste geeignet, für die Verpflegung

sorgen das Restaurant

»La Torre« und zwei Bars.

Zwei weitere Fünf-Sterne-

Häuser sind weiter nördlich an

der Küste bei Guia de Isora

geplant.

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Carlos Alonso (43, links) ist seit September Präsident

der Inselregierung von Teneriffa. Seit 2011 war er Vizepräsident

und Minister für Wirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit,

Mobilität und Tourismus.

Miguel Àngel Santos (61) ist seit 2011 Geschäftsführer

von Turismo de Tenerife. Zuvor war er lange Tourismusabgeordneter

der Gemeinde Adeje.

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travel.one 8.11.2013 wo’s langgeht 9


titelthema.ausbildung

© Shutterstock/baranq

10

8.11.2013 travel.one


ausbildung.titelthema

Azubis werden Mangelware. Dabei hängt von ihnen die Zukunft ab. Im Wettbewerb

mit anderen Branchen muss die Touristik zulegen, um attraktiv zu bleiben.

Unternehmen

Zukunft

Ich habe eine Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann

gemacht«, erzählt

der Taxifahrer. Daher kenne er Travel

One. »Die hat mir meine Chefin immer in

der Mittagspause hingelegt.« Die Ausbildung

hat er abgeschlossen, nun pendelt er

als Angestellter eines Taxiunternehmens

meist zwischen dem Frankfurter Flughafen

und Darmstadt. Eine spätere Rückkehr

in die Touristik kann sich der 28-Jährige

durchaus vorstellen. »Eigentlich eine coole

Branche«, findet er. »Vielleicht später einmal.«

Aber zurück ins Reisebüro? »Nein,

das auf keinen Fall. Da ist Taxifahren viel

interessanter.«

Ein Einzelfall? Vielleicht. Aber einer,

der zeigt: Vom Glanz früherer Tage ist bei

der touristischen Ausbildung nicht viel

übrig geblieben. Längst vorbei sind die Zeiten,

in denen jungen Leute in großer Zahl

in die Branche drängten, die nach eigenem

Selbstverständnis die schönste der Welt ist.

Der Lack ist ab.

Das spiegelt sich auch in den Zahlen

wider. Befanden sich nach Angaben des

Deutschen Industrie- und Handelskammertages

(DIHK) 2001 noch mehr als 10.000

junge Menschen in der Ausbildung zu Reiseverkehrskaufleuten,

so waren es 2012

noch 5.200 Nachwuchstouristiker, die sich

zu Reiseverkehrs- oder Tourismuskaufleuten

ausbilden ließen. Immerhin. Die absolute

Talsohle aus dem Jahr 2011, als sich

weniger als 5.000 junge Leute in der touristischen

Ausbildung befanden, ist damit

durchschritten. Allerdings ging die Zahl

neuer Ausbildungsverträge 2012 gegenüber

dem Vorjahr wieder um 5,3 Prozent

auf etwas mehr als 2.000 zurück.

Von einer Trendwende kann also keine

Rede sein. Da tröstet es kaum, dass

der Ausbildungsrückgang in Reisebüros

einem Trend folgt, der auch in benachbarten

Wirtschaftszweigen und in der

Gesamtwirtschaft festzustellen ist. So war

2012 bei Hotel- und Restaurantfachleuten

ebenso ein Rückgang zu verzeichnen wie

bei Fachkräften im Gastgewerbe und in

der Systemgastronomie. Lediglich Hotelund

Veranstaltungskaufleute konnten sich

mit leichten Zuwächsen vom allgemeinen

Trend absetzen.

Eine aktuelle DHK-Befragung von rund

15.000 Unternehmen aller Branchen stellt

fest: »Die demografische Entwicklung ist

in den Unternehmen angekommen. Die

Schwierigkeiten, offene Ausbildungsstellen

zu besetzen, haben sich weiter verstärkt.

2012 blieben im IHK-Bereich 70.000 Ausbildungsplätze

unbesetzt.«

Dabei sind die Besetzungsschwierigkeiten

keineswegs von einem wachsenden

Angebot an Ausbildungsplätzen verursacht.

Laut DIHK wollten 2013 zwar 17

Prozent der Betriebe mehr Ausbildungsplätze

anbieten als im Vorjahr, 21 Prozent

wollten jedoch ihr Angebot reduzieren. Das

Das macht

der DRV

Der Branchenverband startete

seine Ausbildungsoffensive

bereits 2008. Im Fokus des

DRV-Ausschuss für Berufsbildung

stehen sowohl Schülerinnen

und Schüler, die sich über

eine Ausbildung zu Tourismuskaufleuten

informieren wollen

als auch Reisebüros, die bereits

junge Menschen ausbilden

oder ein Ausbildungsbetrieb

werden möchten. Darüber hinaus

bietet der DRV im Internet

die sogenannte Bildungsdatenbank

an.

Auf den Jahrestagungen gibt

es seit 2012 ein Nachwuchskräfteprogramm,

bei dem

junge Touristiker Tipps und

Anregungen von erfahrenen

Führungskräften erhalten.

www.tourismus-azubi.de

www.zukunft-buchen.de

www.drv-ausbildung.de

Die Zahl der angehenden Tourismuskaufleute

hat sich seit 2001 nahezu halbiert

travel.one 8.11.2013 11


ubrik.thema

Freies Sprechen, Körpersprache und

Präsentation stehen im Mittelpunkt

Bühne frei!

DER Touristik geht in der Ausbildung neue Wege und organisiert

für zehn Azubis einen einwöchigen Theater-Workshop in Darmstadt.

s gefällt mir wahnsinnig gut!« Sven Herjans strahlt über das ganze

E Gesicht. Der vierte Tag des Workshops mit dem Staatstheater Darmstadt

hat gerade begonnen. Nach einer kurzen Aufwärmübung probt der Auszubildende

aus Frankfurt gemeinsam mit Kollegen unter der Leitung von Theaterpädagogin

Monika Espe die nächste Sequenz. Von Scheu keine Spur – aus

zehn jungen Frauen und Männern verschiedener DER-Reisebüros ist innerhalb

kürzester Zeit eine homogene Truppe geworden. Hawaii ist das Motto der

Szenen-Collage: Ein Marketing-Team präsentiert auf der Insel die neue DER-

Strategie, ein Mann erfüllt sich dort seinen Lebenstraum vom eigenen Restaurant,

eine Animateurin besucht ihren Lover und die Kräuterhexe möchte

einfach einmal dorthin.

»Die Teilnehmer haben sich alles selbst ausgedacht«, erzählt die Theaterpädagogin.

Jetzt studiert sie mit ihren Zöglingen das Theaterstück ein. Das

Programm garniert sie mit Übungen: Freies Sprechen, Präsentation, Selbstreflexion

und Selbstbewusstsein. »Sie sollen ihre eigene Persönlichkeit kennenlernen,

sich hinterfragen und ein klares Aufreten üben«, sagt Espe. Gerade

im täglichen Umgang mit Kunden seien dies hilfreiche Eigenschaften. Die

Resonanz der Azubis gibt ihr recht. Melanie Matuszek aus Kornwestheim

fühlt sich jetzt besser gewappnet für die Herausforderungen des Alltags:

»Ich denke, ich bin nun offener und nicht mehr so schnell eingeschüchtert.

Das ist wichtig am Counter«, sagt sie.

DER Touristik geht mit dem Pilotprojekt neue Wege. Neben den Proben für

die große Vertriebstagung in Wien, bei der das Stück aufgeführt werden soll,

dreht sich in Darmstadt alles um die Bretter, die die Welt bedeuten. Die Gruppe

blickt hinter die Kulissen des Staatstheaters Darmstadt, besucht gemeinsam

eine Vorstellung und erkundet die kulturellen Sehenswürdigkeiten der

hessischen Stadt. Rolf Geppert, bei DER Touristik für die Personalentwicklung

verantwortlich und selbst jahrelang passionierter Hobbyschauspieler, hofft

auf eine Fortsetzung: »Ich würde das gerne wiederholen.« Yannick Fiedler

Auftritt: Das Ergebnis ihrer einwöchigen

Arbeit präsentieren die Azubis in Wien

anlässlich der DER-Vertriebstagung

© DER (1,5) © Travel One (2–4)

12

8.11.2013 travel.one


ausbildung.titelthema

entspricht per Saldo einem

Rückgang um vier Prozent.

Die Firmen begegneten den

Besetzungsschwierigkeiten

und Bewerberrückgängen mit

einem »entsprechend konsolidierten

Angebot«, stellt die

Studie fest.

Dennoch sinkt die Nachfrage

nach Ausbildungsplätzen

weiterhin schneller als

das Angebot. Insgesamt ist

die Zahl der Bewerber für einen

Ausbildungsplatz nach

Angaben der Bundesagentur

für Arbeit seit 2007 um 24

Prozent zurückgegangen.

Doppelter Druck.

Die Touristik wird also gleich

von zwei Seiten in die Zange

genommen. Zum einen

sorgt der demografische

Wandel ohnehin für eine geringere

Zahl von Aspiranten.

Und zum anderen muss sie

sich um ihre Wettbewerbsfähigkeit

im Kampf um die

besten Köpfe sorgen. Denn

das Ringen um gute Nachwuchskräfte

ist längst zu einem

Verdrängungswettbewerb

zwischen den Branchen

und zwischen den Betrieben

geworden. Nicht wenige Führungskräfte

in der Branche

haben diese Herausforderung

erkannt. So bezeichnet

zum Beispiel Kevin Keogh,

Vertriebschef DER Touristik,

die Nachwuchskräftefrage als

den entscheidenden Faktor

für die Zukunft des touristischen

Vertriebs. >>

04

»Ich möchte im Reisebüro bleiben«

Auszubildende Sabrina Haas über ihre Erfahrungen in der Agentur und der Schule.

Sie sind im zweiten Lehrjahr zur Tourismuskauffrau. Warum

haben Sie sich für die Arbeit im Reisebüro entschieden?

Ich habe erst eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation

begonnen. Das war aber alles viel zu trocken, daher

habe ich die Ausbildung nach einem Jahr abgebrochen. Dann

habe ich ein Praktikum in unserem Reisebüro gemacht.

Gleich danach hat mir meine Chefin einen Ausbildungsplatz

angeboten und ich habe ja gesagt. Schon in der Probezeit

merkte ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Die Arbeit ist vielseitig und abwechslungsreich.

Hat Sie die schlechte Bezahlung nicht abgeschreckt?

Nein, überhaupt nicht! Darüber habe ich mir keine Gedanken

gemacht. Ich wohne aber auch noch zu Hause. Außerdem sind

mir nach meiner Erfahrung während meiner ersten Ausbildung

andere Dinge wichtiger, als 100 Euro mehr im Monat

auf dem Konto zu haben.

Welche zum Beispiel?

Ich gehe jeden Tag gerne zur Arbeit. Meine Chefin und die Kollegen

stehen immer hinter mir. Sie sind immer für mich da

und unterstützen mich, wo sie können. Meine Chefin investiert

auch viel in meine Ausbildung. Es ist schön, wenn man weiß,

dass jemand Geld für einen ausgibt und Vertrauen in meine

Fähigkeiten hat.

An der Ausbildung wurde vor zwei Jahren etwas verändert.

Wie gefällt Ihnen die Lehre?

Im Reisebüro macht es richtig

Spaß. In der Schule kommen

meiner Meinung nach

die Zielgebietskenntnisse

zu kurz und die Prioritäten

werden oft falsch gesetzt.

Wie meinen Sie das?

Im ersten Jahr haben wir

beispielsweise Mexiko und

Yucatán durchgenommen.

Mit diesen Zielgebieten hat

man im ersten Lehrjahr im

Büro nicht viel zu tun. Da

wären Kenntnisse über die

Balearen oder die Türkei sicher besser. Ein anderes Beispiel ist

der Unterricht. Wir haben ein dreiviertel Jahr lang über allgemeine

Dinge gesprochen 13und erst ganz am Ende darüber, wie

man Kunden richtig begrüßt.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ich möchte auf jeden Fall im Reisebüro bleiben. Mein Wunsch

wäre es, in unserem Büro den Bereich Gruppenreisen zu übernehmen.

Oder ich wäre gern für die Organisation und Durchführung

der von uns ausgerichteten Golfturniere und Events

verantwortlich. Da hätte ich mehr Verantwortung. Das würde

mir mehr Spaß machen, als mich ausschließlich um die Kunden

zu kümmern.

YAF

Sabrina Haas ist 20 Jahre alt und arbeitet im TUI Reisecenter MÄX im fränkischen Forchheim

travel.one 8.11.2013 13


ubrik.thema

Starkes Engagement für Azubis: Das Team der Flugbörse Salzgitter

Azubis führen eigenes Büro

Bei Young Ticket Event tragen Auszubildende unternehmerische Verantwortung.

Das Wort Begeisterung benutzt Barbara

von Zitzewitz oft und gern. Denn

das ist es, was den Unterschied zwischen

einem mittelmäßigen und einem guten

Verkäufer ausmacht, ist die Inhaberin der

Flugbörse Salzgitter überzeugt. Rechnen

und touristisches Wissen könne man sich

aneignen. Begeisterungsfähigkeit müsse

man dagegen mitbringen. Drei der insgesamt

zwölf Mitarbeiter ihres Unternehmens

sind derzeit Azubis. Sie lernen ihr

Handwerk nicht allein im Flugbörse-Büro,

sondern betreiben nebenbei in Eigenregie

»Young Ticket Event« (YTE) – das »Juniorreisebüro«

des Unternehmens. YTE

verkauft Produkte, die nicht zum Kerngeschäft

ihrer Flugbörse gehören. Zum

Beispiel Tickets für Musicals und Konzerte,

aber auch Jugendreisen und Klassenfahrten.

Daneben organisieren die Nachwuchstouristiker

über YTE eigene Events.

In diesem Jahr veranstalten sie beispielsweise

ein Rock & Roll-Weihnachtskonzert

in der Vorweihnachtszeit – als Marketingaktion

statt des üblichen Kundenmailings.

YTE ist nicht die einzige Besonderheit, die

den Nachwuchstouristikern des Unternehmens

spielerisch soziale Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein

und Verkaufs-

Know-how vermitteln soll. Jeden Tag wird

in der Flugbörse Salzgitter für alle Mitarbeiter

gekocht. Die Zutaten bezahlt die

Chefin, das Einkaufen und Kochen übernehmen

die Mitarbeiter. Anschließend

wird gemeinsam gegessen. Kochen schule

organisatorische Fähigkeiten und lehre

die jungen Touristiker, nicht nur für sich,

sondern auch für die Kollegen mitzudenken,

sagt von Zitzewitz. Und bei den gemeinsamen

Mahlzeiten werde über Gott

und die Welt diskutiert – auch dies stärke

das Wir-Gefühl. Ebenso wie die regelmäßigen

gemeinsamen Spielerunden, die

darüber hinaus noch einen weiteren Lerneffekt

haben. Denn es wird nicht Skat gekloppt,

sondern eine selbst entwickelte

touristische Variante von »Stadt, Land,

Fluss« gespielt. Es geht um Länder, Inseln,

Gewässer, Drei-Letter-Codes, Sehenswürdigkeiten

und vieles mehr.

Überhaupt steht Teamgeist ganz oben

auf ihrer Prioritätenliste. Wird der Umsatz

des Vorjahresmonats für das Büro

erreicht oder übertroffen, erhält zum Beispiel

jeder Mitarbeiter – auch die Azubis –

100 Euro extra. Statt interner Konkurrenz

stellt von Zitzewitz das gemeinsame Ziel

aller Mitarbeiter in den Vordergrund.

Wer in der Flugbörse Salzgitter seine Ausbildung

beginnt, hat zuvor ein Praktikum

absolviert. Dessen Länge kann zwischen

drei Wochen und einem halben Jahr liegen.

»Auf diese Weise merkt man, ob die

Chemie stimmt«, sagt von Zitzewitz. Denn

die Azubis sind ihr Kapital für die Zukunft,

weiß die resolute Reisebürochefin.

Wenn möglich, fördert sie deren Karriere

auch nach der Ausbildung. So können

Mitarbeiter, die ein Studium beginnen, in

den Semesterferien und an Wochenenden

weiterhin bei ihr arbeiten. »Eine echte

Win-Win-Situation«, sagt sie. »Die übrigen

Mitarbeiter werden entlastet, vor allem

samstags. Und die Studierenden können

sich ein nettes Zubrot verdienen.« CS

Allerdings gestaltet sich die

Suche nach passenden Talenten

nicht nur aus quantitativen,

sondern auch unter

qualitativen Aspekten bisweilen

schwierig. Angehende

Fachkräfte hätten heute

zwar hohe Erwartungen,

könnten aber mit Blick auf

ihre schulische Bildung

nicht viel vorweisen und

hätten zudem mit Defiziten

in puncto Umgangsformen

und sozialer Kompetenz zu

kämpfen, klagt so mancher

alteingesessene Reisebüroinhaber.

Vor diesem Problem

steht die Touristik nicht

allein. Laut DIHK-Statistik

beklagen drei Viertel aller

Unternehmen, die Hemmnisse

für ihre betriebliche

Ausbildung verzeichnen, die

mangelnde Ausbildungsreife

des Nachwuchses. 53 Prozent

kritisieren zudem, viele

Schulabgänger hätten unklare

Berufsvorstellungen. Unzulängliche

Leistungsbereitschaft

bemängelt jeder

zweite Betrieb, fast ebenso

viele ärgern sich über zu

14

8.11.2013 travel.one


ausbildung.titelthema

1.700 Euro«, sagt Jacqueline.

»Damit wirst Du zwar kein

Millionär, aber ich würde

keinen Job lieber machen.«

Keine Frage: Jungtalente,

die aus diesem Holz gewenig

Disziplin und geringe

Belastbarkeit. Einen Lichtblick

gibt es allerdings. Die Kritik an

fehlenden Deutsch- und Mathematikkenntnissen

hat abgenommen.

Will die Touristik nicht als

Resterampe für weniger begabte

Mitarbeiter enden, muss

sie dringend an ihrer Beliebtheit

bei jungen Leuten feilen.

Keine leichte Übung für einen

chronisch margenschwachen

Wirtschaftssektor. Mit üppigen

Gehältern kann die Branche

nicht punkten. Vor dem Hintergrund,

dass es Arbeitgebern

und Arbeitnehmern in

der DRV-Tarifgemeinschaft bis

heute nicht einmal gelungen

ist, sich auf eine Nachfolgeregelung

für den 2010 ausgelaufenen

Tarifvertrag zu einigen,

wird sich daran wohl auch in

Zukunft wenig ändern.

Damit bleiben im Grunde

nur die inhaltlichen Vorzüge

der Arbeit in der Touristik,

um Jugendliche für eine Ausbildung

zu begeistern. Auf

www.tourismus-azubi.de wirbt

der DRV für die Vorzüge des

Jobs: »Du befasst dich mit den

schönen Seiten des Lebens«,

»Du machst Träume wahr«

und »Du steigst in die boomende

Tourismusbranche

ein«, heißt es da.

Zudem seien Berufe in der

Touristik abwechslungsreich

und anspruchsvoll: »Die Ausbildung

im Tourismus macht

Dich zum Allrounder. In der

Ausbildung lernst Du fürs Leben.«

Und nicht zu vergessen:

»Mit Deiner Ausbildung im

Tourismus steht Dir die Welt

offen.«

In einem Youtube-Video

werben Kristina, Jacqueline

und John ebenfalls mit Vorzügen

der touristischen Be-

© AGA International S.A., Deutschland

Jörg und Walter Hebbel, Hebbel GmbH

rufswelt wie Abwechslungsreichtum

und dem Duft der

großen, weiten Welt: »Wir

machen Träume wahr«,

heißt der Imagefilm. Stimmt

– allerdings die Träume anderer,

wie auch die Protagonisten

wissen. Und dennoch

beschreiben sie ihren Job

in der Touristik als Traumberuf.

»Nach Deiner Ausbildung

verdienst Du so um die

GUTES

GEFÜHL

wenn Vertrauen

über Jahrzehnte

wächst.

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einem global vernetzten Team

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Know-how, auf dem vertrauensvolle

Partnerschaften aufbauen. Unsere

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travel.one 8.11.2013 15


titelthema.ausbildung

Keogh: Für die Zukunft des

touristischen Vertriebs ist die

Nachwuchsfrage existenziell

schnitzt sind, wünscht sich die Branche.

Allerdings sieht sich so mancher hoch

motivierte Nachwuchstouristiker, der

den Sprung in die Branche wagt, schnell

mit einer Alltagsrealität konfrontiert, die

wenig mit dem glitzernden Wunschbild

der Branche zu tun hat.

Das betrifft immer häufiger auch den

eigentlichen Kerninhalt des Berufes, das

Reisen. Infotouren? Obwohl jeder Touristiker

weiß, dass persönliche Zielgebietskenntnisse

Motivation und Verkaufs-

Know-how fördern, wird damit in vielen

Reisebüros gegeizt. Die dünne Personaldecke

macht es schwierig, Mitarbeiter auf

die Reise zu schicken. Viele Expedienten

müssen dafür Urlaub nehmen – und die

Touren dann eigentlich auch noch als

geldwerten Vorteil versteuern, wenn dieser

den jährlichen Freibetrag von 1.080

Euro übersteigt. Und nicht zuletzt gilt für

Infotouren und Famtrips, dass Azubis unerwünscht

sind.

Auch die Preise für private Reisen,

zum Beispiel bei Peps, sind nicht immer

echte Schnäppchen. Manche Offerten sind

kaum günstiger, als es die Normalpreise

wären. Dabei war es ja der ursprüngliche

Sinn der Pep-Angebote, über günstige

Preise die Reiseprofis als Multiplikatoren

für das eigene Produkt zu begeistern.

Geschickt für sich werben.

Und dennoch: Chancenlos ist die Touristik

keineswegs, wenn es um die Sicherung

guter Nachwuchskräfte geht. Allerdings

sind den Möglichkeiten von

Verbänden wie dem DRV, die Dinge zu

beeinflussen, Grenzen gesetzt. Sie beschränken

sich im Wesentlichen auf

Imagewerbung und sinnvolle, aber

eher punktuell wirksame Aktionen

wie etwa das 2012 eingeführte Nachwuchskräfteprogramm

bei den DRV-

Jahrestagungen.

Im Kern bleibt es den Unternehmen

überlassen, sich als attraktive

Arbeitgeber zu präsentieren und so

talentierte junge Leute von sich zu

überzeugen. Große, bekannte Marken

haben es dabei naturgemäß leichter

als ein weitgehend unbekanntes,

kleines Einzelreisebüro. Doch auch

für kleinere Betriebe haben die Möglichkeiten,

sich zu profilieren, zugenommen.

Neben dem klassischen

Weg über die Arbeitsagenturen oder

Anzeigen in lokalen Printmedien

Ausbildung in Zahlen

bieten dazu Online-Plattformen wie

www.touristikcareer.de Gelegenheit.

Nach der Devise, dass man Nachwuchskräfte

am besten dort sucht,

wo sie ohnehin unterwegs sind,

wächst zudem die Bedeutung sozialer

Netzwerke wie Facebook für die

Nachwuchsrekrutierung. Knapp ein

Viertel aller Firmen, die das Internet

zur Bewerbergewinnung nutzen, bedient

sich ihrer bereits. Reisebüros,

die schnell auf den Social-Media-

Zug aufspringen, haben gute Karten.

Denn mit ihrer Präsenz signalisieren

sie, dass sie gegenüber »jüngeren«

Formen der Kommunikation aufgeschlossen

sind und verschaffen sich so

Sympathiepunkte. Da für den Einstieg

in die touristische Ausbildung statt

sonniger Einkommensaussichten eher

Sympathie, Begeisterung und Identifikation

zählen, ist das kein schlechter

Ansatzpunkt. Christian Schmicke

Neu abgeschlossene Azubi-Verträge

Ausbildung zu Reiseverkehrs-/Tourismuskaufleuten:

2001: 4.138 2004: 2.761 2012: 1.988

Gesamtzahl der Azubis:

2001: 10.173 2004: 7.076 2012: 4.560

Gehalt: Tourismuskaufleute:

1. Lehrjahr: 560 € 3. Lehrjahr: 820 €, dann: 1.800 €

Hotelkaufleute:

1. Lehrjahr: 417 € 3. Lehrjahr: 697 €, dann: 2.000 €

Friseur:

1. Lehrjahr: 210 € 3. Lehrjahr: 550 €, dann: 1.300 €

Bankkaufleute:

1. Lehrjahr: 750 € 3. Lehrjahr: 890 €, dann: 2.300 €

Versicherungskaufleute:

1. Lehrjahr: 780 € 3. Lehrjahr: 920 €, dann: 2.300 €

Dachdecker:

1. Lehrjahr: 450 € 3. Lehrjahr: 925 €, dann: 2.000 €

16

8.11.2013 travel.one


Wer das Glück hat, in Madrid zu leben,

weiß, dass die spanische Hauptstadt

eine der aufregendsten Städte Europas

ist. Madrid ist ein kulturelles Zentrum

mit einigen der besten Kunstgalerien

der Welt, zum Beispiel dem Prado,

dem Thyssen oder dem Reina Sofia

Museum. Kunst, Unterhaltung oder

Sport – in allen Bereichen hat die Metropole eine Menge zu bieten.

Und als eines der führenden gastronomischen Zentren Europas

bietet sie Restaurants, die die Bandbreite der spanischen Küche

ebenso widerspiegeln wie die besten Küchen der ganzen Welt.

Der Retiro Park, die Plaza Mayor, das Bernabéu-Stadion, die magische

Atmosphäre der Stadtviertel wie Las Letras, Malasaña, Chueca

und La Latina – die Liste der Gründe, um Madrid kennen und

lieben zu lernen ist lang. Aber es gibt auch ganz besondere Gründe

dafür, in die spanische Hauptstadt zu kommen, um hier Spanisch

zu lernen. Einer davon ist, dass Madrid seine spanische Identität

Fotos © Madrid Destino Cultura Turismo y Negocio

Anzeige

thema.rubrik

Madrid, der Perfekte Ort,

uM SPaniSch zu lernen

Die spanische hauptstaDt bietet sprachurlaubern viele Möglichkeiten,

tief in ihre kultur- unD gastronoMieszene einzutauchen.

trotz seiner Rolle als Metropole und seiner Beliebtheit bei Besuchern

aus aller Welt uneingeschränkt erhalten hat. Zudem ist die

Stadt eine Art Mikrokosmos, in dem sich ganz Spanien wiederfindet.

So entdecken Liebhaber spanischer Kultur hier nicht nur lokale

Spezialitäten wie den berühmten traditionellen Kichererbseneintopf

Cocido Madrileño, sondern ebenso Flamenco-Aufführungen, die

sich mit denen in Andalusien mühelos messen können, asturische

Sidra-Bars oder galizische Meeresfrüchterestaurants.

SpaniSch lernen mit

metropolen-Flair – im Book-

Shop ocho Y medio (1), an

der puerta del Sol (2) oder

im caFé am opernplatz (3)

Wer nach Madrid kommt, um Spanisch zu lernen und die Kultur

des Landes zu entdecken, wird die Stadt als idealen Ausgangspunkt

für vielfältige Streifzüge erleben. Bei Tagestrips nach Toledo,

Segovia oder Avila, in den Bergen der Sierra de Guadarrama oder

der Sierra de Gredos. Selbst eine Skistation gibt es, in Navacerrada

rund 50 Kilometer nördlich von Madrid. Und dank der Hochgeschwindigkeitsbahn

sind Barcelona nur drei, Sevilla nur zweieinhalb

und Valencia nur eineinhalb Reisestunden entfernt.

Zu den wichtigsten Kriterien für einen Sprachurlaub gehört natürlich

die Qualität der Sprachschulen. Hier hat Madrid ein breites und

hochwertiges Angebot. Zum Beispiel mit Fedele Madrid, einem

Zusammenschluss von 13 Spanischschulen, die alle die strenge

Qualitätsprüfung durch das Instituto Cervantes durchlaufen haben.

Mit kleineren und größeren Klassen, unterschiedlichen thematischen

Schwerpunkten und Angeboten für Anfänger ebenso wie für

Studenten, die einen qualifizierten Abschluss benötigen, bedient

Fedele Madrid ein breites Leistungsspektrum. Diese Kombination

aus hochwertigem Unterricht und einer vibrierenden Metropole

sorgt dafür, dass ein Sprachurlaub in der spanischen Hauptstadt

zum unvergesslichen Erlebnis wird.

www.esmadrid.com

travel.one 8.11.2013 17


produkt.thema

produkt.kreuzfahrten

Problem

Schwefel

Strengere Umweltauflagen zwingen Hochseereedereien zum

Handeln. Bis 2015 müssen sie eine Lösung parat haben.

Das Datum rückt näher: Von Januar 2015 an

gelten strengere Umweltauflagen für den

Verkehr in der Nord- und Ostsee sowie vor

der nordamerikanischen Küste. Schiffe dürfen

dann nur noch mit einem Treibstoff fahren, der

höchstens 0,1 Prozent Schwefel enthält. Das Ziel:

die Reduzierung gesundheitsschädlicher Abgase.

Sämtliche Hochseereedereien und damit auch

die Kreuzfahrtindustrie beschäftigen sich daher intensiv

mit der Frage, wie sie dem Gesetz nachkommen

können. »Das ist ein sehr schwieriges Thema«,

sagt Adam Goldstein, CEO von Royal Caribbean International

(RCI). Denn es geht keineswegs nur um

den Austausch eines Brennstoffs. Die Herausforderungen

sind komplexer, haben mit Technik, Investitionen

und Wettbewerbsfähigkeit zu tun.

Die einfachste Lösung wäre, zumindest in den

Sonderzonen die Schiffe nicht mehr mit Schweröl

zu betanken. Doch nur wenige Reedereien wollen

komplett von dem schwefelhaltigen und auch

sonst hoch belasteten Brennstoff Abstand nehmen.

Das Argument: Die sauberere Alternative –

Marinedieselöl – sei doppelt so teuer. Für den Verzicht

haben sich deshalb fast nur Unternehmen

entschieden, die nur hin und wieder in den betroffenen

Regionen unterwegs sind. So sollen etwa die

Deutschland der Reederei Peter Deilmann, die FTI

Berlin von FTI Cruises, die Astor von Transocean

und die Schiffe von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

dort mit schwefelarmem Treibstoff fahren.

Die Großen der Branche denken über technische

Alternativen nach. Selbst Investitionen in Millionenhöhe

gelten offenbar als günstiger als das

Tanken von Marinedieselöl – auch weil für 2020

global strengere Grenzwerte anvisiert sind. Doch

welche Technik eignet sich auf See? Die Antworten

fallen unterschiedlich aus. »Ein Patentrezept gibt

es nicht«, weiß Lucienne Damm, Umweltmanagerin

von TUI Cruises. Handelt es sich um ein älteres

Schiff oder um einen Neubau? Geht es nur um

Schwefel oder auch um andere Schadstoffe?

Reinigungsanlage.

Das Wort »Scrubber« geistert derzeit durch die

Branche. Dahinter verbirgt sich eine Anlage, die

– vereinfacht ausgedrückt – mit Hilfe von Wasser

Schwefel aus den Abgasen wäscht. Die Technik ist

nicht neu. Müllverbrennungsanlagen an Land benutzen

sie seit Langem.

Norwegian Cruise Line (NCL) ließ vergangenen

März vier Scrubber in die Pride of America einbauen

– das Schiff kreuzt ganzjährig vor Hawaii. Zudem

plant die Reederei, zwei ihrer Neubauten mit

Waschanlagen des skandinavischen Herstellers

Green Tech Marine (GTM) zu bestücken (was mit

den übrigen 13 Flottenmitgliedern passiert, dazu

äußert sich NCL nicht).

Den Einsatz von Scrubbern erwägt auch RCI.

Das Unternehmen testete die Technik auf der

Liberty of the Seas. Über das Ergebnis des Pilotprojekts

aber haben die Amerikaner und GTM ein

Geheimhaltungsabkommen geschlossen, heißt es

aus Miami. Die Reederei lotet derzeit verschiedene

Möglichkeiten aus. Eine der Überlegungen ist,

künftig nur noch bestimmte Schiffe – Radianceund

Millenniumklasse – in die Sondergebiete zu

Austausch des Brennstoffs

oder Einbau von Scrubbern?

18

8.11.2013 travel.one


kreuzfahrt.produkt

thema.produkt

Umweltbelastend und

gesundheitsschädlich:

Die Abgase von Schiffen

enthalten Schwefel

Abgase

Die Internationale Maritime

Organisation verpflichtet die

Schifffahrt dazu, bis 2020 nur

noch Treibstoffe zu verwenden,

deren Schwefelgehalt unter 0,5

Prozent liegt. Für die Nord- und

Ostsee sowie die nordamerikanischen

Küstenzonen gelten strengere

Regeln: Der Wert muss derzeit

unter einem Prozent liegen,

ab 2015 bei 0,1 Prozent.

Schweröl ist ein Abfallprodukt

der Erdölverarbeitung –

schwefelhaltig (eins bis 3,5 Prozent)

und voller Schadstoffe. Die

meisten Kreuzfahrtschiffe nutzen

Schweröl als Treibstoff. Das

teurere Marinedieselöl (0,1 Prozent

Schwefelgehalt) setzen die

meisten Reedereien nur in Ausnahmefällen

ein (Arktis, Antarktis,

europäische und nordamerikanische

Häfen). Und das nicht

schwefelhaltige verflüssigte

Erdgas (Abkürzung LNG für Liquefied

Natural Gas) ist derzeit

für den Fahrtbetrieb keine Alternative.

Seit 2011 müssen Reedereien

bei Neubauten für eine Senkung

der Stickoxide um 15 bis

22 Prozent sorgen. Ab 2016 um

80 Prozent. Die Europa 2 hat einen

Katalysator, der den Ausstoß

laut Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

um fast 95 Prozent senkt.

© Shutterstock/halflemon

travel.one 8.11.2013

19


produkt.thema

produkt.kreuzfahrten

schicken. Sie erzeugen Energie mit Gasturbinen,

die verschiedene Brennstoffe

nutzen können.

Bei TUI Cruises, dem Joint Venture

von Royal Caribbean und TUI, sowie der

Carnival-Gruppe ist die Entscheidung

bereits gefallen. Sie setzen auf Schwefel-

Waschanlagen und gehen gleichzeitig einen

Schritt weiter.

Kombiniertes System.

Carnival will umfassend die Abgase von 32

Schiffen und Neubauten reduzieren – mit

einer Kombination von Scrubbern (Schwefel),

Filtern (Ruß und Feinstaub) und Katalysatoren

(Stickoxide). Der Konzern, der

mit 102 Kreuzern auf den Meeren vertreten

ist und 2012 knapp 2,4 Milliarden US-

Dollar für Treibstoff ausgab, rechnet mit

Kosten von 180 Millionen US-Dollar. Das

Geld soll vor allem in Schiffe fließen, die

häufig vor Nordamerika unterwegs sind.

Als Kandidaten nennt Carnival beispielsweise

die Ozeanliner der Tochter Cunard.

Auf der Liste stehen auch zwei Costa-

Kreuzer – sie sollen bis Ende des Jahres

mit der kombinierten Anlage nachgerüstet

werden – sowie die Aida-Flotte. Die

deutsche Marke plant, alle zwölf Schiffe

mit dem neuen System auszustatten.

Den Anfang machte die Aida Cara. Das

Treibstoff sparen als Devise

Versprechen: Eine Reduzierung der

Emissionen von 90 bis 99 Prozent, so Aida-Umweltdirektorin

Monika Griefahn.

Eine wohl ähnliche Technik will TUI

Cruises bei den beiden Neubauten einsetzen.

Die Mein Schiff 3 und 4 sollen ein

System erhalten, das Entschwefelungsanlage

und Katalysatoren kombiniert.

Ihre Schornsteine blasen laut einer Berechnung

des Unternehmens dann 99

Prozent weniger Schwefelabgase, 60 Prozent

weniger Feinstaub und Ruß sowie

75 Prozent weniger Stickoxide in die Luft.

Die Anlagen eignen sich jedoch nicht

zum Nachrüsten, so Umweltmanagerin

Damm. Für die zwei älteren Schiffe des

Joint Ventures sucht sie noch nach einer

Lösung – und verfolgt deshalb interessiert

das Carnival-Projekt.

Um Abgase und Kosten zu minimieren, setzen die Reedereien auch

beim Treibstoffverbrauch den Hebel an. So versuchen sie, den Widerstand

der Schiffe im Wasser zu verringern. Die Europa 2 etwa verbraucht

wegen ihres neuartigen Rumpfes 18 Prozent weniger Brennstoff, so Henning

Brauer, Neubau-Leiter bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten. Den außergewöhnlichsten

Vorstoß macht Aida Cruises: Die Neubauten bekommen einen

vertikalen Bug. Zudem sollen sie mit Hilfe einer neuen Technik auf

einem Luftblasenteppich gleiten. Der Effekt sei wie der von Wachs beim

Ski fahren, so Neubau-Chef Christian Schönrock.

Die Reedereien drosseln zudem bewusst das Tempo der Schiffe und

planen die Routen entsprechend. Der Verbrauch sei bei einer Geschwindigkeit

von 20 Knoten doppelt so hoch wie bei 15 Knoten, so Schönrock.

TUI Cruises gibt daher 13 Knoten als Richtgeschwindigkeit vor und belohnt

Kapitäne, die Sprit sparen. MSC Crociere arbeitet mit einer Software,

die Geschwindigkeit und Verbrauch kontinuierlich dokumentiert.

Einbau der Abgasnachbehandlungsanlage in die Mein Schiff 3: In die

Luft sollen weniger Schwefel, Feinstaub, Ruß und Stickoxide gelangen

Vom Schweröl will sich TUI Cruises derzeit

nicht verabschieden. Doch das Ziel ist,

vorwiegend Schweröl mit einem geringeren

Schwefelgehalt zu bunkern. Höchstens

ein Prozent, lautet die Vorgabe für die

Neubauten. »Das werden wir nicht immer

durchhalten können«, sagt Damm. Der

Treibstoff sei momentan in etlichen Regionen,

etwa im Orient, nicht verfügbar.

Genau darin sieht auch MSC Crociere

das Problem. Die Italiener wissen noch

nicht, wie sie das Schwefelproblem meistern.

Sie befinden sich nach eigenen Angaben

im Gespräch mit Herstellern. Auch

bei Plantours ist noch offen, wie mit der

künftigen Regel umgegangen wird.

Vision verflüssigtes Gas.

Die sauberste Lösung wäre verflüssigtes

Erdgas (LNG). Doch die Kreuzfahrt tastet

sich nur vorsichtig an das Thema heran.

Aida Cruises wagt 2015 eine Annäherung.

Der Neubau Aida Prima erhält einen Dual-Fuel-Motor.

Dieser erzeugt Energie sowohl

mit konventionellem Treibstoff als

auch mit LNG. Das Gas soll allerdings nur

während der Liegezeiten in den Häfen

den Motor speisen.

Anders bei Fähren. Schiffe von Viking

Line und Fjord Line fahren mit LNG.

Und Color Line kommt nächstes Jahr als

drittes nordeuropäisches Unternehmen

hinzu. In der Kreuzfahrt scheiterten die

Gedankenspiele bislang an der relativen

Größe der Tanks, der Notwendigkeit, sie

auf dem Oberdeck zu platzieren, und den

nicht immer vorhandenen Tankstellen

in den Häfen. Doch Christian Schönrock,

Chef der Neubauabteilung von Aida Cruises,

ist sich sicher: »LNG ist der Brennstoff

der Zukunft.«

Petra Hirschel

© Aida Cruises

20

8.11.2013 travel.one


Verantwortung zeigen

Sicherheit hat für Costa Kreuzfahrten

oberste Priorität

produkt.Kreuzfahrten/Fähren

Liebe Reisebüro-Partner,

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wofür steht Costa? Mit der Anzeige „Verantwortung zeigen“ geht Costa auf diese Frage ein und möchte sich und seine Unternehmenswerte

der Öffentlichkeit in Deutschland vorstellen. In ausgewählten Magazinen und Tageszeitungen informiert das Kreuzfahrtunternehmen in den

nächsten Wochen und Monaten über wichtige Themen und Entwicklungen und zeigt, wofür es mit seinen Mitarbeitern und Produkten steht.

Auf diese Weise möchten wir Sie in Ihrer täglichen Arbeit unterstützen, um Ihren Kunden und unseren Gästen zu zeigen, dass Costa ein

engagiertes und verlässliches Unternehmen ist.

Ihr Felix Eichhorn

Aufrichten der Costa Concordia: Präzisionsarbeit eines internationalen Teams

Mit dem erfolgreichen „Parbuckling“ der Costa Concordia im September dieses Jahres

wurde ein Meilenstein erreicht: Ein internationales Expertenteam aus weltweit führenden

Ingenieuren sowie rund 500 Werftarbeitern richteten in Millimeterarbeit das auf der

Seite liegende Schiff wieder auf – eine technische Meisterleistung in der Geschichte der

Schifffahrt. Für Costa Kreuzfahrten ist dies ein weiterer wichtiger Schritt, das Vertrauen

in das Unternehmen sukzessive wieder aufzubauen. „Wir sind uns unserer Verantwortung

bewusst und werden mit vereinten Kräften weiterhin daran arbeiten, Kreuzfahrten noch

sicherer zu gestalten“, so Michael Thamm, CEO Costa Crociere S.p.A.

Einführung und Implementierung neuer Sicherheitsvorkehrungen

Mit dem Branchenverband CLIA (Cruise Lines International Association) und weiteren

Kreuzfahrtunternehmen wurden erweiterte Vorgaben und Sicherheitsrichtlinien entwickelt.

Einige der wichtigsten Maßnahmen sind:

• Noch vor dem Auslaufen des Kreuzfahrtschiffes aus dem Hafen erhalten alle Gäste in

Anwesenheit der Schiffsoffiziere ausführliche Informationen zu den Notfallabläufen

• Alle Costa Schiffe und deren Routen werden kontinuierlich von einer modernen

Leitzentrale in Echtzeit überwacht und stehen im ständigen Austausch mit dem

Costa Headquarter

• Die Verantwortung auf der Brücke liegt in den Händen des Kapitäns, der durch

den aktiven Austausch mit seinen Kollegen unterstützt wird – teamorientierte

Entscheidungsprozesse sind Pflicht

Verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt

„Die Bewohner von Giglio werden ihre Insel ohne jegliche Spuren des Unfalls wieder

zurück erhalten“, versichert Thamm. Während des gesamten Bergungsprojekts garantieren

umfangreiche Messungen und Kontrollen, u.a. unter wissenschaftlicher Leitung der

Università La Sapienza di Roma durchgeführt, dass die Wasserqualität sowie die Fauna und

Flora auf dem Meeresboden erhalten werden. Dieses Engagement wird für weitere fünf

Jahre nach der Wrackbergung von Costa fortgeführt.

Darüber hinaus setzt das Unternehmen den Ausbau einer umweltfreundlichen Costa-

Flotte weiter fort. Noch in diesem Jahr wird Costa Kreuzfahrten als eines der ersten

Kreuzfahrtunternehmen in innovative Abgasreinigungsanlagen auf seinen Schiffen

investieren.

Vier Fragen an Costa-Chef

Michael Thamm:

Was bedeutet die

erfolgreiche Aufrichtung

der Costa Concordia für

das Unternehmen Costa?

„Das aufrechte Schiff

steht symbolisch für unser

Unternehmen und ist auch

ein wichtiges Zeichen für

unsere Gäste und Mitarbeiter. Das erfolgreiche „Parbuckling“-

Projekt ist ein entscheidender Schritt zur sicheren und

umweltfreundlichen Bergung des Schiffes vor der Insel Giglio.

Man sagt: Stark ist nicht unbedingt derjenige, der nie gefallen

ist, sondern der, der sich nach einem Sturz wieder aufrichtet

und mit Enthusiasmus weitermacht. Der aus seinen Fehlern

lernt und sich laufend weiterentwickelt. Aus diesem Holz sind

das Unternehmen Costa und seine Menschen, und darauf bin

ich sehr stolz.“

Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Kapitäne gut ausgebildet

sind und umfassend auf ihre Eignung geprüft wurden?

„Alle unsere Kapitäne durchlaufen eine strenge, sehr gute

Ausbildung und werden kontinuierlich weitergebildet. Zudem

haben wir ein spezielles Überprüfungsverfahren eingeführt,

welches insbesondere die charakterliche Eignung evaluiert.“

Was hat Costa aus dem Unglück gelernt?

„Unsere Verpflichtung für Sicherheit ist absolut. Die Sicherheit

hat für uns höchste Priorität. Wir haben zusammen mit dem

Branchenverband CLIA und anderen Kreuzfahrtunternehmen

neue Standards definiert, die über die aktuellen

internationalen Sicherheitsvorschriften hinausgehen und die

Regeln der Kreuzfahrtindustrie völlig neu definieren.“

Können Sie ausschließen, dass sich bei Costa so etwas

wiederholen wird?

„Ich persönlich stehe dafür, dass wir alles Menschenmögliche

tun werden, um so ein Unglück und so viel Leid zu verhindern.

Wir haben seitdem viele Dinge verbessert und werden

weiterhin hart an uns arbeiten.“

Michael Thamm ist seit Juli 2012 CEO von Costa Crociere S.p.A.

und verantwortet die drei Marken der Costa Gruppe: Costa

Kreuzfahrten, AIDA Cruises und Iberocruceros. Thamm ist

Vorstandsmitglied des europäischen Branchenverbands CLIA und

war vorher acht Jahre lang Präsident bei AIDA Cruises in Rostock.

Seit 65 Jahren bietet die Reederei Costa Kreuzfahrten mit weltweit 15 Schiffen eine

große Routenvielfalt und deutschsprachigen Service bei einer Kundenzufriedenheit

von 98 Prozent.

www.costakreuzfahrten.de


produkt.thema

produkt.kreuzfahrten

Aber nicht nur Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

hat die Zielgruppe der Väter und

Mütter für sich entdeckt. »Familien buchen

immer häufiger eine Kreuzfahrt«,

weiß zum Beispiel Kati Keifel, Supervisor

Kids & Teens von Aida Entertainment.

Dass die Tendenz steigt, sagen so gut wie

alle Hochseereedereien. Und so wird das

Spiel- und Betreuungsprogramm an Bord

der meisten Schiffe ausgebaut. In vielen

Fällen richtet es sich jedoch ausschließlich

an ältere Kinder sowie Teenies. Zwar

gibt es zunehmend auch Angebote für

Babys und Kleinkinder, diese sind aber

ausbaufähig.

Baby an Bord

Die Hochseereedereien stellen sich immer mehr auch

auf Kunden mit Säuglingen und Kleinkindern ein.

Das Baby-Welcome-Paket von Hapag-Lloyd

Kreuzfahrten besteht

aus Windeln, Wundcreme und

Waschlotion. Dazu gibt es ein Lätzchen,

Babynahrung und Einweg-Wickelauflagen

für unterwegs. Bei Bedarf versorgt

die Reederei ihre Kunden zudem

mit Babyfon, Babybett, Toilettenaufsatz

und einem Windeleimer mit Vakuumverschluss.

Eine Krippe für die Kleinen: Auf

Disney-Schiffen kümmern sich

Betreuer um Kinder ab drei Monaten

© Disney

Eltern mit Kleinkindern dürften dieses

kostenlose Angebot auf der Europa

und der Europa 2 dankend in Anspruch

nehmen, erspart es ihnen doch jede

Menge Stress beim Kofferpacken. Mit

den vorläufigen Reiseunterlagen erhalten

Mütter und Väter ein Bestellformular,

in dem sie ihre Wünsche bequem

ankreuzen können. Den Rest erledigt

die TUI-Tochter für sie.

Unterschiedliches Angebot.

Ganz grundsätzlich ist der Service der

Reedereien höchst unterschiedlich. Das

beginnt bei der wichtigsten aller Fragen:

Ab wann dürfen Babys auf die Schiffe?

TUI Cruises zum Beispiel gibt lediglich

eine Empfehlung ab, wonach Kinder

nicht jünger als zwölf Monate sein sollten.

Bei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten ändern

sich die Regeln zum Jahreswechsel.

Ab dem Zeitpunkt der Weihnachtsreisen

2013/2014 wird die Mitreise innerhalb

Europas aus Sicherheitsgründen nur

noch ab einem Alter von acht Monaten

möglich sein, weltweit erst ab zwei Jahren.

Bei Aida Cruises und Royal Caribbean

International liegt die Grenze bei

sechs Monaten. Aber: Besteht die Route

aus drei oder mehr aufeinanderfolgenden

Seetagen, dürfen Kinder erst an

Bord, wenn sie bereits ihren ersten Geburtstag

gefeiert haben.

Auch bei der Ausstattung gibt es Unterschiede:

Manche Reedereien bieten

das volle Programm und stellen Windeln,

Nachtlichter und sogar ein Babyfon mit

Bildübertragung zur Verfügung, das über

das bordeigene WLAN läuft, zum Beispiel

bei Aida. Andere konzentrieren sich auf

das Nötigste wie Babybetten.

Auf den meisten Schiffen können Kinder

bis zu einem gewissen Alter kostenlos

mitfahren, wenn sie in der Kabine der

Eltern schlafen, also auf der Bettcouch

oder einem Zustellbett. Bei Hapag-Lloyd

Kreuzfahrten gilt das generell für Kinder

bis zu elf Jahren. Auf der Deutschland der

22

8.11.2013 travel.one


kreuzfahrt.produkt

thema.produkt

Reederei Peter Deilmann sogar für Kinder

bis 17 Jahre. Bei Aida Cruises hingegen fahren

Kinder nur bis zu einem Alter von zwei

Jahren kostenlos mit. Für ältere Geschwister

zwischen zwei und 15 Jahren gelten

diese Angebote dann nur noch zu bestimmten

Zeiten. Allerdings bedeutet die kostenlose

Unterbringung in der Eltern-Kabine

keineswegs, dass der Reisepreis für den

Nachwuchs null Euro beträgt. Bei vielen

Reedereien können noch Kosten für Flüge,

Transfer und Versicherungen anfallen.

Spielkreise und Disco.

Auf welches Schiff soll ich also gehen? Für

Eltern spielt bei dieser Entscheidung nicht

nur der Preis, sondern auch die Qualität

der Kinderbetreuung eine Rolle. So gut wie

alle Reedereien haben Kinderparadiese mit

Kinderpool, Bastelräumen und Piratenzimmern

geschaffen, die von geschultem Personal

meist kostenlos betreut werden. Häufig

sind die Öffnungszeiten elternfreundlich

gestaltet, bei MSC Kreuzfahrten zum Beispiel

von neun bis 23 Uhr, bei TUI Cruises

© Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

in der Ferienzeit von zehn bis 21 Uhr. Norwegian

Cruise Line bietet sogar eine Abendbetreuung

von 22.30 bis 1.30 Uhr. Allerdings

gelten die Angebote in den meisten Fällen

nur für Kinder ab drei Jahren, für die Jüngeren

gibt es weitaus weniger Möglichkeiten.

TUI Cruises organisiert je nach Länge der

Reise Babyspielkreise. MSC hat für Kinder

zwischen zehn Monaten und drei Jahren

Aktivitäten wie eine Baby-Disco und Spiele

mit Holzklötzen im Programm, allerdings

Knopf-Club auf der Europa 2:

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten lädt

Kinder ab zwei Jahren zum Kuscheln

mit Plüschtieren

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travel.one 8.11.2013 23


produkt.thema

produkt.kreuzfahrten

Wer bietet was

Reederei

Altersbegrenzung

Kostenlose Unterbringung

in Elternkabine

Betreutes Programm

Aida Cruises

Ab sechs Monaten

Bis zwei Jahre. Für Kinder von

zwei bis 15 Jahren nur kostenlos

in der S- und A-Saison

Kids Club für Kinder ab drei Jahren, u. a. Kinderpool,

Piratenraum mit Holzschiff, Bordsafari,

Piratenparty, Hexenbesen-Führerschein

Costa

Crociere

Ab sechs Monaten

Kinder bis 18 Jahre

Mini-Club für Kinder ab drei Jahren,

u. a. Basteln, Malen, Maskenfest

Deilmann Ab 0 Jahren Kinder bis 17 Jahre

Spielbereich und Kinderpool ohne

Altersbegrenzung; Kasperletheater,

Schiffsrallye, Märchenquiz

Disney

Cruise Line

Ab zwölf Wochen

Kinder zahlen den

regulären Preis

Komplettes Spieldeck

für Kinder ab drei Jahren

Hapag-

Lloyd

Ab acht Monaten

Kinder bis elf Jahre

Kids Club für Kinder ab vier Jahren,

u. a. Kinderbibliothek,

Forschungslabor, Kletterwand

MSC

Ab sechs Monaten

empfohlen

Kinder bis 17 Jahre an

ausgewählten Terminen

Mini-Club für Kinder ab drei Jahren, u. a. Kinderessen,

Schatzsuche, Kindershows im Theater

Norwegian

Cruise Line

Ab sechs Monaten

Kinder unter zwei Jahren

zahlen Hafengebühren,

danach Kinderfestpreise

Splash Academy für Kinder ab drei Jahren, u. a.

Bastelecke, Zirkusschule, Schnitzeljagd

Royal

Caribbean

Ab sechs Monaten

Kinderfestpreis je nach

Route und Datum

Adventure-Ocean-Programm für Kinder

ab drei Jahren, u. a. Töpfer- und Malkurse,

Theater- und Märchenstunde

nur für zwei Stunden am Tag, von neun

bis zehn Uhr sowie von 17 bis 18 Uhr.

Und Aida öffnet seinen Kids Club auch

für Krabbelkinder. Bei den ganz Jungen

Nannys spielen mit den Kindern

und singen sie sogar in den Schlaf

bestehen aber fast alle Unternehmen

darauf, dass mindestens ein Elternteil

anwesend ist. Erst auf der neuen Aida

Prima soll es den Mini-Club geben, eine

Betreuung für Kleinkinder ab sechs Monaten.

Disney Cruise Line ist da schon

einen Schritt weiter. Die Amerikaner

warten mit einem kompletten Krippen-

Service für Kinder ab zwölf Wochen auf.

Auch Royal Caribbean bietet Spielgruppen

mit professioneller Betreuung für

Kinder ab sechs Monaten an. Zwar müssen

auch hier die Eltern dabei sein, im

Gegensatz zu vielen anderen Reedereien

gilt das Angebot aber grundsätzlich

und nicht nur zu bestimmten Zeiten.

Auch auf der Europa 2 werden Kinder

schon ab zwei Jahren im sogenannten

Knopf-Club mit Kuschellounge und Babybetten

betreut. Der Service kostet

allerdings, da sich eine Nanny um eine

Gruppe von höchstens drei Kindern

kümmert und zwischen 18.30 und 22 Uhr

sogar einen Einschlafservice bietet.

Noch beliebter als der Einschlafservice

dürfte das Langschläferangebot sein.

»Das kommt bei vielen Eltern gut an«,

weiß Julian Pfitzner, Produktmanager

der Europa 2. An Seetagen werden Kinder

ab zwei Jahren morgens abgeholt. Sie

frühstücken dann gemeinsam, während

die Eltern sich im Bett noch einmal umdrehen

dürfen.

Oliver Keppler

24

8.11.2013 travel.one


kreuzfahrt.produkt

thema.produkt

Speziell für Kleinkinder Auswahl an Babyzubehör Babysitter

Krabbelkinder können in Begleitung der Eltern den Kids Club

nutzen, neu auf der Aida Prima (2015): Mini Club

für Kinder ab sechs Monaten

Mini-Club-Nutzung für Kinder unter drei Jahren

in Begleitung der Eltern

Große Auswahl, u. a. Babybett, Babywanne,

Babyfon, Nachtlicht, Babykostwärmer

Auswahl u. a. an Wiegen, Babybetten,

Kinderstühlen

Nein

Nein

Betreuung generell für Kinder ab sechs Monaten

»It’s a small world nursery« – Krippe für Kinder von drei

Monaten bis drei Jahren; Nephew’s Splash Zone – Wasserlandschaft

für Kinder unter drei Jahren (Disney Magic)

Knopf-Club für Kinder ab zwei Jahren (nur auf der Europa 2),

u. a. Kuschellounge, Babybetten, Sinnes- und Tastwand,

Kosten: 65 Euro/Tag

Zweimal täglich eine Stunde Aktivitäten und Spiele für Kinder

von zehn bis 36 Monaten, in Begleitung der Eltern

Auswahl u. a. an Kinderbetten,

Roomservice erwärmt Fläschchen

Große Auswahl, u. a. Babybetten;

kostenpflichtig: Windeln, Babynahrung,

Nachtlichter

Große Auswahl, u. a. Babybetten, Windeln,

Babynahrung, Babyfon, Windeleimer

Nur begrenzte Auswahl an Babybetten

und Kinderstühlen

Ja

Ja

Ja

Nein

Interaktive und sensorische Aktivitäten

für Babys ab sechs Monaten in Begleitung der Eltern

Spielgruppen (Royal Babies & Tots) für Kinder

von sechs Monaten bis drei Jahren, in Begleitung der Eltern,

Gebühr: 8 US-Dollar pro Stunde

Auswahl u. a. an Babybetten, Kinderstühlen;

kostenpflichtig: Windeln und Pflegetücher

Große Auswahl, u. a. Babybetten;

kostenpflichtig: Windeln, Babynahrung,

Feuchttücher und Cremes

Nein

Ja

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* Angebotsbedingungern

travel.one 8.11.2013

siehe Extranet

25


produkt.thema

produkt.kreuzfahrten

© RCI

Reederei Cola Cappuccino Weißwein Bier Gin Tonic

Aida Cruises 2,10 € (0,25 l) 2,50 € 4,60 € (0,2 l) 2,90 € (0,3 l) 6,10 €

Azamara Club Cruises inklusive inklusive inklusive inklusive inklusive

Costa Crociere 1 3,10 € (0,33 l) 2,30 € 4,83 € (0,2 l) 4,87 € (0,33 l) 8,85 €

Crystal Cruises inklusive inklusive inklusive inklusive inklusive

Cunard 1, 2 2,38 € (0,2 l) 1,65 € 6,81 € (0,25 l) 2,55 € (0,33 l) 5,92 €

Deilmann 2,50 € (0,33 l) 2,50 € 8,00 € (0,25 l) 2,50 € (0,3 l) 6,30 €

FTI Cruises 2,30 € (0,33 l) 2,40 € 2,50 € (0,25 l) 3,00 € (0,3 l) 5,15 €

Hapag-Lloyd (Europa 2) 2,40 € (0,25 l) inklusive 3,10 € (0,1 l) 1,60 € (0,2 l) 5,30 €

Hurtigruten 3 4,20 € (0,4 l) 4,20 € 10,20 € (0,2 l) 8,40 € (0,5 l) 13,20 €

MSC Crociere 1 3,10 € (0,33 l) 2,30 € 5,17 € (0,2 l) 3,33 € (0,2 l) 7,19 €

Norwegian Cruise Line 1,78 € (0,33 l) 2,12 € 6,39 € (0,2 l) 4,31 € (0,33 l) 4,89 €

Phoenix (Artania, 2,10 € (0,33 l) 1,90 € 4,70 € (0,2 l) 2,00 € (0,3 l) 3,90 €

Plantours 1,90 € (0,3 l) 2,40 € 3,00 € (0,25 l) 2,30 € (0,3 l) 4,50 €

Royal Caribbean 1,2 2,12 € (0,33 l) 2,77 € 7,87 € (0,2 l) 4,68 € (0,33 l) 5,92 €

Silversea Cruises inklusive inklusive inklusive inklusive inklusive

Transocean 2,40 € (0,33 l) 2,30 € 3,50 € (0,25 l) 2,10 € (0,2 l) 4,80 €

TUI Cruises inklusive inklusive inklusive inklusive inklusive

Bei den Preisen handelt es sich um den günstigsten Preis für das jeweilige Getränk. 1 Einige Reedereien verlangen ein obligatorisches Trinkgeld von

15 Prozent. Travel One hat dieses zum Barpreis addiert. 2 Dem Preis zugrunde liegt der Dollarkurs vom 3. November, ein US-Dollar sind 0,74 Euro.

3

Hurtigruten rechnete die Preise von der Bordwährung Norwegische Krone in Euro um.

26

8.11.2013 travel.one


kreuzfahrt.produkt

thema.produkt

Zum Wohl!

Was kosten Getränke an

Bord eines Hochseeschiffes?

Ein Blick in die Barkarte

von 17 Reedereien.

Schnell läppert sich ein hoher Betrag

zusammen. Denn jede Cola,

jeder Wein kostet extra. Wer eine

Kreuzfahrt bucht, muss in sein Budget

auch Nebenkosten einrechnen. Die

Mehrzahl der Reedereien inkludiert die

meisten Getränke nicht in den Reisepreis.

Travel One hat daher einen Blick

in die Getränkekarten von 17 Reedereien

geworfen. Die große Resonanz unserer

Leser im vergangenen Jahr war Anlass,

erneut eine Tabelle mit Beispielen

zu veröffentlichen.

Auf den meisten Schiffen ist Vollpension

üblich. Das heißt: Neben den

Mahlzeiten gibt es in der Regel lediglich

Leitungswasser, Kaffee und Tee

ohne zusätzliche Rechnung. Aida Cruises

macht jedoch in den Buffetrestaurants

eine Ausnahme und schenkt auch

Wein, Bier und Softdrinks kostenlos

aus. Und Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

notiert nichts, wenn sich Passagiere

der Europa und der Europa 2 aus der

Minibar ein Bier oder Sprudelgetränk

nehmen. Doch an der Bar müssen auch

sie das Portemonnaie öffnen.

Selten All-inclusive.

Die Zahl der Unternehmen, die sich für

ein All-inclusive-Konzept entschieden

haben, ist überschaubar. Neu hinzugekommen

ist dieses Jahr Azamara Club

Cruises. Die Reederei weitete die Inklusivleistung

auf zahlreiche Getränke an

der Bar aus – zuvor waren sie lediglich

bei Tisch inbegriffen.

Viele Unternehmen bieten ihren

Kunden Getränkepakete an. Dabei handelt

es sich um einen Pauschalpreis für

Softdrinks oder Wein, Bier und Spirituosen.

Häufig können die Passagiere

zwischen mehreren Varianten wählen.

Zudem unterscheiden die Reedereien

bei Preis und Inhalt der Pakete zwischen

Erwachsenen und Kindern. PEH

NORWEGIANS REISEN AUF

PREISGEKRÖNTEN SCHIFFEN.

US $ 200

BIS ZU

BORDGUTHABEN PRO KABINE

4.11. – 18.11.2013

Vielen Dank, dass Sie uns bei den World Travel Awards 2013 bereits zum 6. Mal in Folge zu

„Europe’s Leading Cruise Line“ und nun auch zu „Caribbean’s Leading Cruise Line“ gewählt

haben. Das möchten wir mit Ihren und unseren Kunden feiern – empfehlen Sie eine Europaoder

Karibikkreuzfahrt mit Abfahrt bis April 2015 und bei Buchung vom 4. – 18. November 2013

erhalten Ihre Kunden ein Bordguthaben von bis zu US $ 200 pro Kabine!

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NCL (Bahamas) Ltd., Niederlassung Wiesbaden I Kreuzberger Ring 68 I D-65205 Wiesbaden

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travel.one 8.11.2013 Internet: ncl.de I ncl.at I ncl.ch

27


produkt.thema

produkt.kreuzfahrten

Last-Minute auf Wachstumskurs

L’Tur freut sich über ein steigendes Angebot an kurzfristig zu vermarktenden Kabinen.

n Im höheren vierstelligen

Bereich bewege sich die Zahl

der Buchungen ein Jahr nach

dem Start des Last-Minute-

Kreuzfahrtangebotes bei

L’Tur, berichtet Produktvorstand

Sven Schikarsky. Und

im neuen Geschäftsjahr werde

ganz sicher eine fünfstellige

Gästezahl, also mehr als

10.000, erreicht. Das Angebot

von L’Tur konzentriere

sich auf günstige, kurzfristig

buchbare Kreuzfahrten inklusive

Flug- oder Bahnanreise

und häufig in Kombination

mit einem Hotelaufenthalt,

erläutert Schikarsky.

L’Tur bietet dabei nicht konkrete

Kabinen an, sondern

differenziert lediglich nach

Außen-, Innen- und Balkonkabinen.

»Unsere Kunden sind weniger

die erfahrenen Kreuzfahrer

als Gäste, die sich

kurzfristig entscheiden, mal

eine Kreuzfahrt auszuprobieren«,

sagt Schikarsky. Die

meisten Buchungen erfolgten

eine bis zwei Wochen

vor der Abreise, und L’Tur

generiere für die Reedereien

überwiegend Erstkunden.

Auch längerfristige Buchungen

sind in den L’Tur-

Shops, TLT-Büros und über

die Website übrigens möglich.

Die Inhalte stammen

dann vom Schiffsreiseportal

Ehoi, mit dem L’Tur schon

seit 2006 kooperiert.

Obwohl das Kurzfrist-

Kreuzfahrtgeschäft derzeit

wegen der bisweilen erforderlichen

manuellen Auswahl

der passenden Anreiseverbindung

noch recht arbeitsintensiv

ist, bescheinigt er

dem Segment gute Perspektiven.

Grund dafür sind die

weiterhin wachsenden Kapazitäten.

Allein die deutschen

Reedereien bringen bis 2016

vier neue Schiffe mit 11.500

zusätzlichen Betten in den

Markt. »Wir sind sicher, dass

die Bedeutung einer kurzfristigen

Vermarktung wächst«,

stellt er fest.

CS

L’Tur-Vorstand Schikarsky

freut sich über den anhaltenden

Kapazitätsausbau

im Kreuzfahrtbereich

Slow Cruise

Aktiv durch Flusstäler

n Croisi Europe und Generalagent Anton Götten Reisen

animieren ihre Kunden verstärkt dazu, Flusslandschaften

aktiv zu erleben. Für 2014 haben sie das Angebot an Kreuzfahrten

ausgebaut, bei denen die Passagiere wandern können.

Neu hinzugekommen sind Radtouren.

Wanderungen sind Bestandteil des Ausflugsprogramms

von Kreuzfahrten durch die Normandie und das Rhônetal.

In Deutschland sind Gäste bei einer Reise auf Rhein, Mosel

und Saar zu Fuß unterwegs. In der Region sowie an der Donau

bietet die Reederei erstmals geführte Touren mit dem

Fahrrad und dem E-Bike an.

© Anton Götten

n Costa Kreuzfahrten versucht sich nächstes

Jahr an einem neuen Konzept. Die Reederei führt

die sogenannte »Slow Cruise« ein. Das heißt: Die

Neoromantica und die Neoriviera sollen länger in

den Häfen liegen und oftmals auch über Nacht in

dem angelaufenen Ziel bleiben. Zudem will Costa

das Abendessen »dem entspannten Tempo anpassen«,

heißt es. Es gibt weder feste Essenszeiten

noch eine feste Tischordnung.

Beide Schiffe gehören zu den kleineren Einheiten

der Flotte. Die Neoromantica hat 789 Kabinen,

die Neoriviera – es handelt sich um die ehemalige

Grand Mistral der Costa-Tochter Ibero Cruceros

– 624 Kabinen. Sie sollen laut Costa »abseits

der vielbefahrenen Strecken« unterwegs sein. Premiere

feiert das Konzept bei einer Reise der Neoriviera,

die am 9. Februar in Dubai startet.

28

8.11.2013 travel.one


produkt.Kreuzfahrten/Fähren


Panamakanal im Trend

Norwegian Cruise Line steuert optimistisch in das nächste Jahr.

Will NCL in Deutschland

bekannter machen:

Vertriebsdirektor Jürgen Stille

n Das Interesse an Kreuzfahrten durch den

Panamakanal nimmt offenbar zu. »Die Reisen

sind extrem nachgefragt«, erzählt Jürgen

Stille, der als Vertriebsdirektor von Norwegian

Cruise Line (NCL) für Kontinentaleuropa verantwortlich

ist. Die Zahl der Buchungen für

2014 sei in seinem Zuständigkeitsbereich derzeit

dreimal so hoch wie im vergangenen Jahr.

Er führt diese Entwicklung auf das Jubiläum

der Wasserstraße zurück – der Panamakanal

feiert 2014 den 100. Geburtstag.

Einer steigenden Resonanz erfreuen sich

laut Stille auch die Reisen nach Alaska. Doch

trotz des Plus in Amerika: Kreuzfahrten vor

Europas Küsten blieben für die NCL-Niederlassung

in Wiesbaden »das Brot-und-Buttergeschäft«,

wie er sagt. Der Manager blickt momentan

zufrieden auf die Buchungen für den

nächsten Sommer. Trotzdem hat er sich zum

Ziel gesetzt, die Marke hierzulande – Deutschland

ist für sein Büro der wichtigste Markt –

noch bekannter zu machen. In Wiesbaden

wird derzeit an Ideen gebastelt, Details sollen

jetzt aber noch nicht preisgegeben werden.

Reisebüros erwartet bereits Ende des Monats

eine Änderung. In die Agent Booking Engine

der Reederei hält die deutsche Sprache

Einzug, bisher war das Buchen nur auf Englisch

möglich. Zudem wollen Stille und sein

Team den Counter virtuell mit Vorlagen und

Textbausteinen versorgen. »Damit sich die

Reisebüromitarbeiter mit wenigen Handgriffen

einen eigenen Flyer erstellen können«,

sagt der Vertriebsdirektor.

PEH

updates

Star Clippers lässt die

Star Flyer nächsten Sommer

von Palma de Mallorca

nach Formentera, Ibiza

und zum spanischen Festland

segeln. Die neue einwöchige

Reise soll sechsmal

stattfinden.

Holland America Line

streicht die für 2014 geplanten

Kreuzfahrten der

Noordam ins östliche Mittelmeer

mit Stopp in Ägypten.

Als Grund nennt die

Reederei die weiterhin unruhige

Lage in dem nordafrikanischen

Land. Kunden

können umbuchen oder

erhalten den vollen Reisepreis

zurück.

Ikarus Tours bringt im

Februar 2015 Kunden auf

dem Luftweg in die Antarktis.

Die Teilnehmer der

Expeditionskreuzfahrt mit

der Ocean Nova fliegen zu

der Südshettlandinsel King

George und gehen dort an

Bord des Schiffes. Sie ersparen

sich so die zweitägige,

stürmische Seereise

durch die Drakepassage.

Princess Cruises schickt

seinen Nachwuchs früher

auf die erste Reise als geplant.

Statt am 2. Juni 2014

heißt es bereits am 20. Mai

Leinen los für die Regal

Princess in Venedig.

Nicko Tours kooperiert

nun mit Hanse Merkur.

Der Reiseversicherer

bietet Kunden des Flusskreuzfahrtveranstalters

unter

anderem ein Paket an,

das zusätzlich eine Reisegepäck-

sowie eine Notfallund

Haftpflichtversicherung

enthält.

H&H Touristik plant, in

das Segment Kreuzfahrten

einzusteigen. Das Unternehmen

will dabei mit verschiedenen

Reedereien zusammenarbeiten.

30

8.11.2013 travel.one


Kommentar

Grün als

Vorteil

kreuzfahrt.produkt

Flusskreuzfahrten

kreuzfahrt.produkt

thema.produkt

mit dem französischen Mehr an Flair

Bitte

Katalog 2014

über die Infox

anfordern

Der neue

Katalog

ist da!

Ihre Schiffe wurden als Dreckschleudern beschimpft, sie selbst

angeprangert, auf Kosten von Umwelt und Mensch Geld zu

verdienen. Umweltverbände haben in den vergangenen Jahren

die Kreuzfahrtindustrie oft heftig kritisiert. Doch nun tut sich

was. Etliche Reedereien wollen die Abgase der Ozeanliner reduzieren.

Ein Stück weit, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt.

Schließlich werden die Umweltauflagen strenger. Aber wohl

auch aus der Einsicht heraus, dass sich die Gesellschaft verändert

und das Engagement für eine saubere Kreuzfahrt früher

oder später einen Wettbewerbsvorteil darstellt.

Fair, grün, nachhaltig – das sind, so prognostiziert das Zukunftsinstitut,

die entscheidenden Qualitätskriterien von morgen.

Unternehmen, die sich darauf nicht einstellen und oberflächlich

Greenwashing betreiben, blieben künftig auf der Strecke,

betonen die Forscher in ihrer neuen Studie. Und damit auch

Reedereien, die nur zögerlich umdenken.

Petra Hirschel, Redakteurin

p.hirschel@travel-one.net

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Hamburg

im Paket

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Gironde

n Reisebüros können ihren Kunden

die Hamburg-Abfahrten der Legend of

the Seas zusammen mit einem Städteprogramm

anbieten. Royal Caribbean

International vermarktet gemeinsam

mit Hamburg Tourismus drei Pakete für

Passagiere, die die Kreuzfahrten mit einem

Besuch der Elbmetropole verbinden

wollen. Eine Variante zum Beispiel

enthält eine Hotelübernachtung, ein

Musicalticket und die Hamburg Card.

Die Legend of the Seas fährt nächsten

Sommer von Hamburg aus viermal

nach Norwegen. Zudem ist die Hansestadt

Startpunkt einer Kreuzfahrt nach

New York.

Stippvisite in Hamburg: Für Passagiere der

Legend gibt es Vor- und Nachprogramme

© www.mediaserver.hamburg.de/S.Schwarze

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travel.one 8.11.2013 info@croisieurope.de · www.croisieurope.de 31


produkt.thema

produkt.studienreisen

Zurück auf der Landkarte

Urlaub in Guatemala

und Kolumbien: Wegen

Sicherheitsbedenken nahmen

viele Kunden davon

Abstand. Doch langsam

setzt ein Umdenken ein.

Drogen, Kriminalität, Entführungen:

Wahrlich keine anregenden

Urlaubsassoziationen. Leider

aber in den vergangenen Jahren häufig

die Schlagworte, die Menschen spontan

in den Sinn kamen, wenn sie nach Guatemala

oder Kolumbien gefragt wurden.

Mit diesem Image haben die Ziele

nach wie vor zu kämpfen. Doch dass die

zwei lateinamerikanischen Destinationen

nun bei Studiosus ihr Comeback

feiern, könnte Signalwirkung haben.

Grund genug, Entwicklung, aktuelle

Lage und touristische Attraktionen der

sehr unterschiedlichen Länder genauer

unter die Lupe zu nehmen. Denn neben

ihrem schwierigen Image eint sie noch

eines: »Guatemala und Kolumbien sind

klassische Studienreisedestinationen«,

sagt Peter Strub, Mitglied der Studiosus-

Geschäftsleitung. Seit Mitte der 1980er

Jahre boten die Münchener deshalb

dorthin Reisen an. Bis vor 13 Jahren für

Kolumbien, und dann vor fünf Jahren

für Guatemala das Aus kam.

Lufthansa: Täglich nach Bogotá.

Zuerst der Blick nach Kolumbien: Die

Sicherheitslage habe sich seit 2002 kontinuierlich

verbessert, heißt es heute

selbst vom für seine kritischen Töne

bekannten Auswärtigen Amt. In den

vergangenen fünf Jahren seien »enorme

logistische und personalintensive

Anstrengungen unternommen worden,

um die Sicherheit der Straßenverbindungen

zwischen den wichtigsten

Städten des Landes zu gewährleisten«,

zollt die Behörde den Anstrengungen

der politischen Führung Respekt. Diese

Bemühungen haben sich ausgezahlt.

Mittlerweile gibt es über 80 Veranstalter,

die Kolumbien anbieten, sagt

Jewgeni Patrouchev, der als Tourismusberater

bei der Außenwirtschaftsstelle

der kolumbianischen Regierung Proexport

in Frankfurt arbeitet. Das spiegelt

sich in den Besucherzahlen wider: So

verzeichnete Kolumbien 2011 durch die

Aufnahme des Lufthansa-Direktflugs

von Frankfurt nach Bogotá einen Gästezuwachs

von 39 Prozent im Vergleich

zum Vorjahr, und auch dieses Jahr gibt

es durch die im Oktober 2012 eingeleitete

Frequenzerhöhung des LH-Flugs

auf sieben wöchentliche Verbindungen

voraussichtlich einen weiteren Anstieg

um fünf Prozent auf rund 45.000 deutsche

Touristen. In der Vermarktung

© Hasselkus PR

Lokalkolorit in Cartagena: »Mit Abstand

die vitalste, anmutigste und authentischste

Kolonialstadt am Meer«, findet Andreas Gross

32

8.11.2013 travel.one


studienreisen.produkt

thema.produkt

©Embratur

Karibische Idylle und Natur pur: Ein Ausflug in den im Norden von Kolumbien an der Karibikküste gelegenen Tayrona Nationalpark östlich

der Stadt Santa Marta lädt zu ausgedehnten Wanderungen im tropischen Urwald ein – mit Erfrischungsstopps an weißen Stränden

rücken die Kolumbienwerber den Sicherheitsaspekt

nicht mehr in den Fokus.

Griffen sie diese Bedenken zuvor

noch mit dem Slogan auf: »Kolumbien,

das einzige Risiko ist, dass Du bleiben

willst«, heißt es seit diesem Sommer:

»Kolumbien ist wahre Magie« – in Anspielung

auf die künstlerische Strömung

»realismo mágico«, bei der die

Grenzen zwischen Realität und Fantasie

fließend sind. »Es gibt eine solidere

Gesellschaftsstruktur als zuvor, eine

bessere Infrastruktur und eine erkennbare

Mittelklasse, die weiter wächst«, so

Eine der 500 Riesenstatuen im kolumbianischen San Agustín

beschreibt Andreas Gross, Präsident der

Arbeitsgemeinschaft Lateinamerika

(Arge), die aktuelle Situation. In flächendeckenden

Teilen des Landes herrsche

eine »friedliche und prosperierende Situation«

– und es gebe nur noch »wenige,

kleine entzündete Stellen«, so Gross.

»Man muss keine Sorge mehr haben,

dorthin zu reisen«, betont Georg Rubin,

Chef von Kontour Exklusiv Reisen,

der in Kolumbien auch eine Incoming-

Agentur betreibt. Auch bei der Bevölkerung

sei keine Angst oder das Gefühl

von Bedrohung zu spüren, sagt Verena

© Colombia Travel

Hattinger von Miller Reisen, die gerade

erst durchs Land reiste. Sie habe sich zu

keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Im

Gegenteil: »Die Menschen dort sind sehr

hilfsbereit und aufgeschlossen.«

Den Ausschlag für Studiosus, Kolumbien

wieder anzubieten, gab die

Modifizierung des Reisehinweises des

Auswärtigen Amts, der nun nicht mehr

kategorisch von der Besichtigung des

archäologischen Parks in San Agustín

abrät. Denn: »Ein Besuch von Kolumbien

ohne San Agustín ist wie eine Reise

nach Kambodscha ohne Angkor Wat«,

findet Studiosus-Manager Strub.

Nirgendwo werde die Kraft schamanischer

Präsenz, eingebettet in eine

üppige, tropische Landschaft, so magisch

präsentiert wie dort, schwärmt

Gross. Trotz dieser »wichtigsten präkolumbianischen

Visitenkarte« fehle dem

südamerikanischen Land zwar eine

»Einzel-Ikone« – so wie etwa die Ruinenstadt

Machu Picchu in Peru. Es komme

daher insgesamt »unauffälliger« daher.

Aber Kolumbien überzeugt als Komplettpaket:

durch seine landschaftliche

Vielfalt, seine aufgeschlossene Bevölkerung.

»Alles, was das tropische Amerika

ausmacht, vereint sich dort«, so sagt

Gross. »Das Land ist einfach so vielseitig«,

betont auch Rulf Treidel, Prokurist

bei Gebeco und Dr. Tigges. Der als Area

travel.one 8.11.2013 33


produkt.thema

produkt.studienreisen

Peter Strub: Ursprüngliches Guatemala,

besonders vielseitiges Kolumbien

Annette Zietschmann: Ihr Lieblingsort

in Guatemala ist das koloniale Antigua

Andreas Gross: Sicheres, angenehmes

und doch exotisches Reisen in Kolumbien

Kulturimpressionen: Tempel

in der riesigen Maya-Anlage Tikal

– und indigenes Alltagsleben auf

dem Markt in Chichicastenango

Manager unter anderem für Lateinamerika

zuständige Studienreiseexperte zeigt sich

dabei besonders vom spanisch-kolonialen

Erbe fasziniert. Neben Villa de Leyva »mit

seinem Charme des 17. Jahrhunderts« führt

er als Highlight Cartagena an. Die am karibischen

Meer gelegene Kolonialstadt ist

neben San Agustín auch der persönliche

Favorit von Gross, »ein absolutes Juwel«.

Neben dem kolonial-karibischen Flair

der Stadt, das auch Expeditionsmanager

Frank Fischer von Ikarus Tours begeistert,

verweist dieser auf ein einmaliges Erlebnis:

eine Trekkingtour in die im Dschungel

versteckte »Ciudad Perdida«, die verlorene

Stadt. Kein Tipp für luxusorientierte Touristen,

schlafen die Teilnehmer während

der sechstägigen Tour doch in Hängematten

in einfachen, offenen Hütten. Wohl

aber ein Erlebnis für Abenteurernaturen.

© DER Touristik

34

8.11.2013 travel.one


»Mystischer als Machu Picchu, etwas ganz

Besonderes, definitiv das Reisehighlight

meines Lebens«, so das Urteil des 51-jährigen

Ikarus-Managers. Ähnlich begeistert

äußert sich Stephan Daniels, stellvertretender

Geschäftsführer bei Aventoura, über

den Besuch der Pazifikküste und verweist

auf Nuquí und Bahía Solano – insbesondere

Walbeobachtungen in der Bucht.

Lebendige, indigene Tradition.

Ortswechsel. Ähnlich wie Kolumbien

kämpfte auch das mittelamerikanische Guatemala

lange mit Sicherheitsfragen. »Das

Maß an Alltagskriminalität von Jugendbanden

nahm derart zu, dass wir das Land

schließlich aus dem Katalog nahmen«, erläutert

Studiosus-Manager Strub. Schon

seit zehn Jahren gab es keine eigenständige

Studiosus-Reise mehr dorthin, sondern

nur Kombipakete mit anderen Destinationen,

eine Art »Rumpf-Guatemala«, so Strub.

Das soll sich nun ändern. Nächstes

Jahr ist das Land bei Studiosus mit zwei

Reisen vertreten, einmal in Kombination

mit Mexiko und in Form einer 14-tägigen

Guatemala-Reise. Denn die Situation hat

sich geändert. Zwar ist das Ziel immer noch

travel.one 8.11.2013

© Gabridelca

stärker von Kriminalität geprägt als

andere Länder. »Aber die Lage hat sich

so verbessert, dass Urlauber guten Gewissens

dorthin reisen können«, betont

Arge-Präsident Gross. Die Aktivitäten

der Jugendbanden, der sogenannten

Mara, seien eingeschränkt und die Sicherheitslage

sehr viel besser geworden,

unterstreicht auch Strub.

»Ins Manhattan der Maya«.

Ob Marktbesuch in Chichicastenango

oder Teilnahme an der alkohol- und

nikotinlastigen Zeremonie um den Maya-Halbgott

Maximón am Atitlán-See:

Das Land ist authentisch, ursprünglich

– und verfügt über eine lebendige Tradition

der indigenen Bevölkerung, die

so nirgendwo sonst in Mittelamerika

zu finden ist. Daneben lockt die Hochkultur.

Ein Besuch der Maya-Pyramiden

in Tikal zählt zu den unvergleichlichen

Erlebnissen. Die mystische

Stimmung, idealerweise bei Sonnenaufgang,

herumflitzende Nasenbären

– und vor allem die Urwaldgeräusche

mit Grillen, Fröschen und Brüllaffen.

»Turmhohe Pyramiden inmitten eines

wimmelnden Urwalds, ein wahres

Hollywood-Set«, schwärmt Gross. Tikal

sei der Gipfel aller Ausgrabungsstätten

in Lateinamerika, »das Manhattan

der Maya«. Dort könnten sich Besucher

noch ein bisschen als Entdecker fühlen,

findet Annette Zietschmann, die

bei Dertour für Studienreisen verantwortlich

ist. »Die Maya-Stätten sind

nicht so überlaufen wie in Mexiko«,

erläutert Dr.-Tigges-Mann Treidel, der

auch einen Besuch von Yaxha empfiehlt,

»einer mitten im Dschungel auftauchenden

Maya-Stadt«.

Noch sind sowohl Kolumbien als

auch Guatemala Nischenprodukte.

Aber: Die Aufmerksamkeit für die beiden

Ziele wächst. So betrachtet beispielsweise

Zietschmann die Entwicklung

der im Dertour-Länderkatalog

angebotenen Kolumbien-Reisen mit

Spannung: Es gebe Überlegungen, das

im Studienreisekatalog derzeit nicht

vertretene Land dort ebenfalls anzubieten,

verrät sie.

Tanja Franke

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produkt.thema

produkt.studienreisen

Auf den Spuren der Philosophen

24 neue Reisen und ein

weiteres Themenjahr stehen bei

Dr. Tigges 2014 im Programm.

In Indien folgen Gäste von Dr. Tigges den Spuren von Mahatma Ghandi

© Gebeco

n »Philosophie und Lebenswelten«, so heißt das Thema,

unter das Dr. Tigges das Jahr 2014 gestellt hat. Insgesamt

neun dazu passende Studienreisen haben die Produktmanager

der Marke aus dem Hause Gebeco dazu

entwickelt und in einer eigenen Broschüre zusammengefasst.

Eine der fünf Fernreisen führt nach Südafrika, dort

folgen die Gäste den Spuren von Nelson Mandela. Stationen

sind das Apartheid-Museum, die Gefängnisinsel Robben

Island und der District Six in Kapstadt, ein Stadtviertel,

in dem Sklaven und Immigranten wohnten. In Indien

ist Mahatma Ghandi das Thema, in Italien geht es um

Franz und Franziskus und in Usbekistan stehen die zentralasiatischen

Lebenswelten im Mittelpunkt.

Insgesamt sind in der Broschüre sowie den zwei

Hauptkatalogen zu Europa und Ferne Länder 24 neue

Reisen zu finden. Neun davon gehören zur 2012 gestarteten

Produktschiene »Studienreisen zu Festen, Feiern

und Events«. Dazu gehören unter anderem die Highland

Games in Schottland oder die Johannisnacht im Baltikum.

»Authentische Einblicke in das Leben der Bevölkerung

– das geht bei traditionellen Festen besonders gut«,

beschreibt Geschäftsführer Ury Steinweg die Zielsetzung.

Fortgesetzt werden auch die Studienreisen mit »Genuss

und Muße«. Vier neue Touren führen nach China, zwei in

die USA und in Russland geht es von Moskau über Kasan

nach Nischnyi Nowgorod.

Starke Nachfrage nach Iran-Reisen

n »Der Iran könnte 2014 eine Erfolgsgeschichte schreiben«, glaubt

Studiosus-Geschäftsführer Peter-Mario Kubsch. Er erwartet im nächsten

Jahr eine weitere Steigerung der Gästezahlen für das Land. Bereits

in diesem Jahr verzeichnet Studiosus für den Iran einen Zuwachs im

zweistelligen Prozentbereich. Deshalb hat der Studienreisespezialist

für 2014 zwei neue Reisen nach Persien ins Programm genommen; die

zehntägige Reise »Iran – Höhepunkte« und die 15-tägige Tour »Iran –

die historische Route«. Nach Einschätzung von Area Manager Manfred

Schreiber basiert die steigende Nachfrage nach Iran-Reisen auf der Wahl

des neuen iranischen Präsidenten, der offensichtlich für Entspannung in

den Beziehungen zu den westlichen Nationen sorgen will. Zudem räume

die neue Regierung dem Tourismus hohe Priorität ein.

Ikarus bietet

mehr Aktivreisen an

n Ein Jahr nach dem Start des Programms

mit Aktivreisen erweitert Ikarus

Tours das Angebot um 20 neue Touren.

Viele der Aktiv-Studienreisen führen in

»selten besuchte Regionen und folgen

unbekannten Pfaden«, sagt Chef Nicolas

Kitzki. So finden sich im Katalog Wandertouren

durch die Gebirgsregion der Alpujarras

im Südosten Spaniens und die

Bergwelt der Karpaten. Im Iran bietet

Kitzki eine Besteigung des 5.700 Meter

hohen Damavand an, im Oman eine Tour

durch Wüste und Wadis. Auf Hawaii können

Wanderer die Vulkanlandschaft der

Inselgruppe kennenlernen.

36

8.11.2013 travel.one


Einen guten Start konstatiert Dertour für

das neu gestartete Studienreiseprogramm.

Neuer Mitspieler

mit guten Zahlen

n Vor rund drei Monaten hat

Dertour beim Erscheinen der

Winterkataloge den Einstieg

ins Studienreisegeschäft bekannt

gegeben. Bei einer ersten

Zwischenbilanz zeigt sich

Bereichsleiterin Sabine Gerhard

mit dem neuen Produkt

sehr zufrieden. »Obwohl der

neue Katalog drei Wochen

später erschienen ist als der

frühere Studienreisen-Katalog

von Meier’s Weltreisen,

liegen wir bei den Buchungen

leicht im Plus. Unsere Themenschwerpunkte

wie Schätze,

also preiswertere Reisen,

Traumreisen oder Hautnah-

Wanderstudienreisen werden

sehr gut angenommen.«

Bei den Fernzielen verzeichnet

Dertour einen

»Boom« für Myanmar, daneben

laufe das Geschäft in

Zielen wie Uganda und Mexiko

sehr gut. Besonders populär

sei Äthiopien mit einer

Verdreifachung der Buchungszahlen,

berichtet

Gerhard. »Sehr positiv überrascht

sind wir von den Buchungen

für unsere Europa-

Studienreisen, obwohl die

Hauptbuchungszeit für diese

Länder erst zwischen Dezember

und März ist.« Hier stehen

Großbritannien, Italien,

Portugal, Island und Litauen

an der Spitze der Popularitätsskala«,

sagt Gerhard.

Die Zahl der Termine, bei

denen die Durchführung der

Reisen unabhängig von der

Teilnehmerzahl garantiert

wird, hat Dertour um 30 auf

jetzt 160 aufgestockt. Positiv

habe auch der Vertrieb auf

die Ergänzung des Dertour-

Programms reagiert. Seitens

der Reisebüros sei eine starke

Nachfrage nach Werbematerial

für das neue Programm

festzustellen, so die

Bereichsleiterin. MX

Sabine Gerhard freut sich

schon vor dem Beginn der

Hauptbuchungszeit über

eine gute Nachfrage bei

Studienreisen in Europa

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travel.one 8.11.2013 37


produkt.veranstalter

Digital

im Urlaub

Neckermann führt unter der Marke Sunconnect ein »digitales

Hotelkonzept«. Das Urlaubsangebot für Internetfreaks mit

Teenager-Nachwuchs wird zunächst in zehn Anlagen eingeführt.

In Facebook Fotos einstellen, über

What’s App Nachrichten an die Daheimgebliebenen

schicken oder einfach

lesen, was in der Welt so los ist: Immer

mehr Urlauber wollen auch in den

Ferien nicht aufs Internet verzichten. »Für

die Gäste zählt WLAN inzwischen zu den

wichtigsten Ausstattungen und Serviceleistungen

einer Urlaubsunterkunft«, sagt

Thomas-Cook-Geschäftsführer Michael

Tenzer. Immerhin sei es für 65 Prozent der

Reisenden bei der Wahl einer Unterkunft

ausschlaggebend, ob es im jeweiligen Hotel

WLAN gebe.

Grund genug für die Oberurseler, diesem

Bedürfnis Rechnung zu tragen. Mittlerweile

gibt es in 83 Prozent aller Hotels

auf der Nah- und Mittelstrecke WLAN

mindestens in der Lobby, auf der Fernstrecke

sind es 51 Prozent aller Häuser, unterstreicht

Tenzer.

Noch einen Schritt weiter geht der Veranstalter

mit der neuen Hotelmarke Sunconnect,

die im nächsten Sommer an den

Start geht. Das digitale Hotelkonzept habe

dabei »moderne Eltern« mit Nachwuchs im

Kinder- und Teenager-Alter im Blick, erläutert

Stefanie Berk, die mit ihrem Team als

Leiterin Hotel Competence Center die neue

Marke auf der Basis einer Thomas-Cook-

Studie unter 18.000 Europäern entwickelte.

Diese internetbegeisterten Familien sind

demnach zu 57 Prozent 35 bis 54 Jahre alt

und 64 Prozent haben Kinder im Alter zwischen

sechs und 16 Jahren.

Und so sieht das Produkt aus: In den

zehn Drei- bis Vier-Sterne-Hotels in der

Türkei, auf Zypern, Gran Canaria, Mallorca,

in Tunesien und Kroatien ist WLAN

in der kompletten Anlage verfügbar. Die

Gäste können ihre Geräte an der Connect

Bar am Pool aufladen, während sie selbst

in der Sonne entspannen. Sie haben Zugriff

auf eine Online-Plattform des Hotels

und können sich darüber mit anderen

Gästen vernetzen. Die sogenannten Connect-Scouts,

»freundliche Nerds«, wie Berk

sie bezeichnet, beraten die Familien in

puncto Online-Aktivitäten und animieren

beispielsweise zum Geocaching.

620 exklusive Hotels.

Die neue Hotelmarke eingerechnet bietet

Thomas Cook im nächsten Sommer 144

Hotels eigener Marken in 13 Ländern an.

620 Häuser haben die Oberurseler laut

Tenzer exklusiv im Programm, darunter

alleine 105 Häuser der Linien Smartline

und Sentido. Und Thomas Cook hat die

Zahl der Konzepthotels zum Sommer 2014

weiter ausgebaut. Es gibt 14 neue Sentidos

und damit dann 51 Resorts sowie zwei

Nilkreuzfahrtschiffe unter dieser Marke.

Erstmals ist auch ein Sentido Hotel in

Deutschland im Angebot, und zwar das

Sentido Zugspitze Berghotel Hammersbach.

Es befindet sich in Grainau bei Garmisch-Partenkirchen.

Die im vergangenen Sommer eingeführte

Budgetmarke Smartline ist im

Sommer 2014 mit 52 Hotels vetreten. Damit

hat sich die Zahl der bunt-peppig aufgemachten

Häuser gegenüber der Startsaison

verdoppelt.

38

8.11.2013 travel.one


veranstalter.produkt

Neu ist ein Qualitätssiegel für die sogenannten

Top-Favourite- und Konzepthotels, das

den Gästen beispielsweise durch Qualitätsklauseln

in den Hotelverträgen und die regelmäßige

Auswertung des Feedbacks von

Kunden den Gästen »Sicherheit, Vertrauen

und Zuverlässigkeit« vermitteln soll, wie Tenzer

betont.

Insgesamt ist das Hotelangebot für Neckermann

und Thomas Cook um rund 20 Prozent

erweitert worden, rund 19.000 Häuser

sind mittlerweile buchbar. Allerdings werden

davon nur rund 40 Prozent in den Katalogen

beschrieben. Der Rest ist ausschließlich über

die Reservierungssysteme verfügbar.

Ausgebaut wird auch das Thomas-Cook-

Luxusprodukt Selection. Für den nächsten

Sommer erscheint erstmals ein dritter Katalog,

der auf 172 Seiten Luxushäuser in der

City-Hotellerie bündelt.


Tanja Ronge

Tenzer: WLAN als wichtiges Auswahlkriterium

für ein Ferienhotel

© Thomas Cook AG

Ausgewählte Programmneuheiten

Überblick: 17 Kataloge, alle im neuen Design, komplett überarbeitet und mit neuem

Logo »Sunny Heart«; Hotelportfolio rund 19.000 Anlagen, davon rund 40 Prozent

in den Katalogen ausgeschrieben, der Rest nur im System sichtbar;

144 Hotels eigener Marken in 13 Ländern.

Sunconnect: Digitales Hotelkonzept im Badeurlaubssegment; Zielgruppe: »moderne

Eltern« mit Kindern im Teenager-Alter; zehn Resorts in der Türkei, auf Zypern,

Gran Canaria, Mallorca, in Tunesien und in Kroatien; kostenfreies WLAN im

ganzen Resort; Connect-Scouts betreuen die Gäste und unterhalten sie mit digitalen

Aktivitäten; über die Online-Plattform »My Sun Connect« können sich die Gäste

im Hotel vernetzen.

Ausbau der eigenen Hotelmarken: Smartline wird auf 52 Hotels erweitert; Sentido

wächst um 14 Häuser auf 51 Resorts und zwei Nilkreuzfahrtschiffe, erstmals ein

Sentido in Deutschland in Grainau bei Garmisch-Partenkirchen.

Selection: Erstmals Katalog »Städtehighlights«; 153 Hotels in 46 Städten.

Flüge: Mehr Kapazitäten, neue Zusammenarbeit mit Norwegian Airshuttle nach

Gran Canaria und Teneriffa, mit Aegean Air nach Kreta und Rhodos sowie mit

Corendon Airlines in die Türkei; zudem Ausbau des Angebots etwa in Düsseldorf,

Köln, Berlin-Tegel, Nürnberg, Dresden und Hannover.

© Thomas Cook Group

Fernreise: Neu: Bermuda, Privatjettouren (USA), 272 neue Hotels in Südafrika.

Ärztlich begleitete Rundreisen: Rundreisen neu auf den Malediven, in Russland,

Malaysia, Iran, USA, Chile, Argentinien, Italien und Spanien.

travel.one 8.11.2013 39


produkt.veranstalter

Unter

Erfolgszwang

TUI erlebt ein gutes Jahr – Eigenmarken und wichtige Ziele

laufen ausgezeichnet. Doch die Ziele von Konzernleitung

und Gesellschaftern setzen das Unternehmen unter Druck.

Kos, Korfu und Rhodos mehr Flüge mit

der Konzern-Airline Tuifly erhalten –

vorausgesetzt, sie verfügen über TUI-

Konzepthotels und exklusiv über den

Marktführer vertriebene Häuser.

TUI-Deutschland-Chef Clemens:

Exklusive Produkte sind »echte

Verkaufsschlager«

CEO Dörschuck: Rückenwind

durch gute Auslastung und

hohe Gästezufriedenheit

Der Marktführer der deutschen

Touristik zeigt in diesen Tagen

viele Gesichter. Eines davon ist

das des Erfolges. Die Zielgruppenhotels,

im Unternehmensjargon als Diff-

Produkte bezeichnet, sind nach Aussage

von TUI-Deutschland-Chef Christian

Clemens »ein echter Verkaufsschlager«.

Häuser der Eigenmarken wie Puravida

und Sensimar hätten »eine exzellente

Auslastung und überdurchschnittlich

hohe Weiterempfehlungsraten«, unterstreicht

Clemens. Und auch CEO Oliver

Dörschuck spürt angesichts des starken

Geschäfts im zurückliegenden Sommer

und der Beliebtheit der in den Vorjahren

lancierten Hotelmarken und Reisewelten

»kräftigen Rückenwind«.

Mittlerweile übernachteten 65 Prozent

der Kunden der Hauptmarke TUI in

Hotels, die in Deutschland ausschließlich

von TUI vertrieben würden, berichtet

Dörschuck. Deren Anzahl steigt

zur Sommersaison 2014 erneut – um

100 auf insgesamt 1.050. Bei den sogenannten

Konzepthotels kommen 2014

acht Häuser der im Sommer bereits angekündigten

neuen Marke Suneo Clubs,

die ausschließlich über 1-2-Fly vertrieben

wird, ein Sensimar Hotel auf Korfu,

ein Club Magic Life in der Türkei sowie

vier Best-Family-Anlagen in der Türkei,

Tunesien und Spanien hinzu.

Gleichzeitig sollen aus Deutschland

noch nicht so stark frequentierte Ziele

wie Dalaman, Izmir, Iniza, Menorca,

Ehrgeizige Ziele.

Allerdings sorgt die gute Buchungslage

im Konzern keineswegs für Entspannung.

Denn als wirkliche Messlatte für

den Erfolg gelten vor allem zwei Zahlen:

fünf und 25. Fünf, das ist die Umsatzrendite

in Prozent, auf die es TUI

Deutschland bringen soll. Und 25, das

ist, ebenfalls in Prozent ausgedrückt,

der Marktanteil, den das Unternehmen

hierzulande erreichen will.

In beiden Fällen muss also der – hier

nur geschätzte – heutige Wert um rund

ein Drittel verbessert werden. Dazu

soll neben einer Steigerung des sogenannten

Diff-Anteils auf 80 Prozent der

Online-Vertrieb angekurbelt und der

TUI-Sortimentsanteil in den eigenen Filialen,

der derzeit immerhin schon bei

60 Prozent liegt, weiter ausgebaut werden.

Die derzeit sechs Gesellschaften

unter dem Dach von TUI Deutschland

werden, wie bereits im Februar angekündigt,

zu zweien gebündelt.

Für die stärkste Verunsicherung

sorgt unterdessen die Ankündigung

von Clemens, man werde »unwirtschaftliche

Bereiche und Geschäftsmodelle

auf den Prüfstand stellen«. Damit

werde auch ein Abbau von Arbeitsplätzen

einhergehen, fügt er hinzu.

Dass sich dieser ȟber mehrere Jahre

hinziehen und grundsätzlich auf Basis

freiwilliger Vereinbarungen vollzogen

werden« soll, dürfte die Gemüter kaum

beruhigen. Die Frage lautet: Welche Bereiche

und wen trifft es?

40

8.11.2013 travel.one


thema.produkt

© TUI AG

Neuzugang: Das Sensimar Grand Mediterraneo Resort & Spa in Ermones auf Korfu – All-inclusive-Verpflegung

kann in dem Haus, das Erwachsenen vorbehalten ist, hinzugebucht werden

Aus der Nachbarschaft gießt der Chef

der TUI AG, Friedrich Joussen, zusätzlich

Öl in Feuer, indem er über die Rheinische

Post mitteilen lässt, die Hälfte aller

TUI-Marken sei überflüssig. Obwohl

Clemens erklärt, in Deutschland stünden

derzeit keine Marken zur Disposition,

wird deutlich: Mittelfristig wird TUI

sich trennen – von Marken, Mitarbeitern

und auch von Reisebüropartnern.

Nagelprobe für den Vertrieb.

Eine Richtungsentscheidung hat der

Branchenprimus mit seinem neuen

Vergütungsmodell gefällt, das den Anteil

der Diff-Produkte am Umsatz zu

einem ganz entscheidenden Kriterium

für die Provisionshöhe macht. Dass

seine Nachbesserungen am Modell von

einem Teil der Branchenöffentlichkeit

als Reaktion auf eine Reisebüropetition

dargestellt wurden, wurmt den TUI-Vertriebschef

Ralf Horter erkennbar. Die

Korrekturen seien das Ergebnis von Gesprächen

mit wichtigen Reisebüropartnern,

Ketten und Kooperationen – »und

keine Reaktion auf diese Initiative von

Frau Deiters«, betont er.

Das aktualisierte Modell sei bereits fertig

gewesen, als die Petition, an der sich laut

Horter auch Reisebüros beteiligten, die gar

keine TUI-Agentur haben, für Wirbel sorgte.

»Mit allen wichtigen Reisebüroorganisationen

sind wir im Reinen«, sagt Horter. Und

dass manche Reisebüros den eingeschlagenen

Weg nicht mitgehen wollten, sei ganz

normal. Es bleibt also spannend für den

Marktführer und seine Partner. Das gilt

auch für die Reisebüros, die erst im Laufe

des neuen Geschäftsjahres wissen werden,

wie gut oder schlecht sie mit der neuen

TUI-Strategie fahren. Christian Schmicke

Programmneuheiten im Überblick

Hotelmarken: Suneo, neue Drei-Sterne-All-inclusive-Marke

startet mit acht Clubs in Spanien, Griechenland, der

Türkei und Tunesien; Vertrieb über 1-2-Fly. Neue Sensimar-

Anlage Grand Mediterraneo auf Korfu. Neue Best Family

Hotels in der Türkei, Tunesien und Spanien, Dorfhotels

Boltenhagen, Fleesensee und Sylt nun unter Best Family.

Neuer Magic Life Jacaranda Imperial in der Türkei.

Fernreisen: Flug-Bus-Rundreisen im Westen der USA und

durch die Nationalparks; um zehn Prozent ausgebautes

Hotelangebot. Angebotserweiterung um rund 30 Prozent

in Australien und Neuseeland.

Städtereisen: Acht Städte, Istanbul, Lissabon, London,

Paris, Rom, Stockholm, Verona und Wien nun als Flug-

Pauschalreisen. Neue City-Guide-App.

Flug: Mehr Tuifly-Verbindungen nach Griechenland,

Menorca, Jerez de la Frontera und Izmir. Vollcharter nach

Brindisi, Italien, von Düsseldorf und Stuttgart.

travel.one 8.11.2013 41


produkt.mix

Urlaubsmenü für Familien

Schauinsland Reisen rückt in drei »Tasty-Clubs« das Thema Essen explizit in den Vordergrund.

Nach Chillout und Romantik fokussiert sich Schauinsland Reisen in den

neuen Katalogen mit Tasty-Clubs auf alles rund ums Thema Essen

© Photocase

n Wer einen Blick in Fernsehprogramme

und Zeitschriften

wirft, sieht: Essen ist ein wichtiges

Thema, das in der Öffentlichkeit

immer mehr Raum

einnimmt. Grund genug für

Schauinsland, dieses Interesse

auch im Urlaub mit passenden

Angeboten aufzugreifen.

Und so starten die Duisburger

mit drei sogenannten

Tasty-Clubs in den nächsten

Sommer. Zwei der Anlagen

befinden sich auf Mallorca

und eine im ägyptischen Safaga.

»Dabei spielt Essen in den

unterschiedlichsten Facetten

eine Rolle«, erläutert Flugreisenchef

Andreas Rüttgers. Das

Motto: Kochkunst mit Strandurlaub

und Spaß verbinden.

Es geht also keineswegs nur

um Spitzengastronomie. So

können Kinder etwa im Tasty

Playa de Muro Suites im mallorquinischen

Alcudia unter

Anleitung Sterne-Snacks zubereiten,

Stockbrot und Marshmallows

am Lagerfeuer grillen

oder eine Pfannkuchenparty

besuchen. Die Erwachsenen

lernen, Sangria zuzubereiten

oder bummeln über den Markt.

Nicht nur in den Tasty-

Clubs finden Urlauber solche

Angebote. In mehreren

Anlagen soll das Thema Genuss

eine größere Rolle spielen,

»mal mehr, mal weniger,

aber es zieht sich wie ein roter

Faden durch alle Bereiche«,

so Rüttgers. Ob Cocktailkurse,

Food-Carving – also

das Schnitzen von Obst und

Gemüse – oder ein Barbecue

am Strand: Das neue Konzept

soll »in die Genusswelt der Geschmäcker

und Sinne« entfüh-

updates

Intrepid Travel hat das Angebot

an Myanmar-Reisen für 2014 mit

einem einfacheren und zwei Komforttrips

auf fünf aufgestockt.

JT Touristik hat in Ägypten erstmals

Hotels der Kette Sunrise im

Angebot. Neu sind auch drei Häuser

von Festival und zwei von Sentido.

Sandals Resorts International

eröffnet Anfang November auf Barbados

das ehemalige Couples Resort

in St. Lawrence als Sandals-Anlage.

Der zweite Neuzugang ist das

ehemalige Almond Beach Resort in

St. Peter. Hier ist der Eröffnungstermin

noch offen.

City Night Line verlängert von

Mitte Dezember an die Nachtzüge

von Hamburg übers Ruhrgebiet

nach Zürich bis nach Chur. Die Hinfahrt

erfolgt freitags, die Rückfahrt

samstags.

Bei Kolibri Reisen ist die zweiwöchige

Individualreise »Trinidad –

Ein karibisches Juwel« neu im Programm.

Im Tangotakt und

mit Wanderschuhen

n Der Süden Brasiliens und der Norden

Argentiniens sind die Ziele einer neuen

20-tägigen Aktivreise aus dem Hause

Wikinger Reisen. Angesteuert werden

Buenos Aires, Rio und die Iguazú-Wasserfälle,

dazu gehören neun Wanderungen

und eine Radtour nach Uruguay.

Brasilien ist neben Panama und Uganda

eines von drei neuen Zielen in Lateinamerika.

Insgesamt hat der Wanderreisespezialist

19 neue Reisen in den Fernreisekatalog

aufgenommen. Dazu gehören

ein Gorilla-Trekking in Uganda und Ruanda

sowie eine Tour entlang der Seidenstraße

in China.

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8.11.2013 travel.one


thema.produkt

Ganz neu – und näher dran

an den Wünschen Ihrer Kunden.

Karawane Reisen startet Bahnreisen

n Im Katalog »Nah & Fern« für 2014 bietet Karawane Reisen nun auch

Zugreisen an. Die Tour »Atlantic Stars« beginnt in New York und führt im

Amtrak-Zug entlang der US-Ostküste über Washington und Charleston bis

nach Miami. Im April und Oktober steht eine Sonderzugreise entlang der

Seidenstraße durch Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan im Fahrplan.

Von Indien aus geht es nach Bhutan und in die Ausläufer des Himalaya.

Das Angebot für Alleinreisende hat der Veranstalter ebenfalls erweitert. Es

umfasst nun auch Reisen nach Indien, Irland, Usbekistan und Namibia. Bei

den Wanderreisen stehen sieben neue Touren im Katalog, vier davon finden

in Europa statt.

Kommentar

Bloß nicht aus

der Rolle fallen

Ein gutes Hotel, ein Pool und den Strand vor der Tür – das einst gängige

Urlaubsideal ist längst passé. Die Erfüllung diffuser Urlaubswünsche

ist nicht mehr Programm. Familie 08/15 muss sich festlegen

und in eine Schublade passen: Und so bucht Familie Tecky bei

Thomas Cook die neue Hotel-Linie Sunconnect. Mit dem umfassenden

digitalen Angebot fördert die neue Sparte die digitale Kommunikationsfähigkeit

aller Familienmitglieder – im Notfall auch untereinander

mit Hilfe eines ausgebildeten Spiele-Guides.

Schauinsland hingegen nimmt Familie Schleckermaul ins Visier.

»Tasty-Clubs« nennt sich deren jüngster Vorstoß, der Kinder dazu

bringen soll, die Disco gegen eine Pfannkuchenparty einzutauschen

und erste Erfahrungen in der Küche zu sammeln, während die Eltern

mit einem Sangria-Kurs beglückt werden.

Wer das verkaufen muss, dem raucht bestimmt bald der Kopf. Zwar

haben die Veranstalter auch in der Vergangenheit Zielgruppenmarketing

betrieben. Ganz so detailliert wie bei TUI, die es auf genormte

Urlaubertypen abgesehen hat, waren die Vorstöße jedoch nicht.

Es wird nicht leichter, in der Beratung noch die passende Schublade

zur Familie und zum Veranstalter zu finden.

Yannick Fiedler, Redakteurin

y.fiedler@travel-one.net

© pico/Fotolia.com

Die neuen Ameropa-Reisen

Kataloge 2014 – jetzt in Ihrem

Reisebüro.

Europa ganz nah: Die schönsten Ferienregionen

in Frankreich, Italien, Benelux,

Österreich, Schweiz und Tschechien

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Wein und Genuss: Urlaub rund um Reben

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travel.one 8.11.2013 43


produkt.thema

airlines.airports

Die neue Condor-Kabine ist in der Luft

Die Umrüstung der Langstreckenflotte von Condor hat begonnen. Die erste Boeing ist am Start.

n Condor hat die erste Boeing

767-300 mit erneuerter Kabine

in Betrieb genommen. Nach

einem mehrere Wochen dauernden

Umbau verfügt die Maschine

jetzt über 18 Plätze in der

Business Class, 35 in der Premium

Economy Class und 206 Plätze

in der Economy Class.

Als »besonderes Highlight«

betrachtet Condor die neue

Business Class. Die Liegesitze

mit einer Neigung von 170 Grad

sind elektrisch verstellbar und

sollen den Passagieren verschiedenste

Möglichkeiten zum Entspannen

bieten. Das Entertainment-System

on demand kann

auf 15,4-Zoll-Monitoren in den

Rückseiten der Sitze via Touch

Screen bedient werden.

Die Sitze der Premium Economy

sind mit höhen- und seitenverstellbaren

Kopfstützen sowie

mit Fußstützen ausgestattet.

Eine verstärkte Rückenlehne mit

großem Neigungswinkel soll zusätzlich

für Komfort sorgen. Der

Abstand zwischen den Sitzreihen

beträgt weiterhin 15 Zentimeter

mehr als in der Economy.

In der Premium Economy

haben die Passagiere kostenfreien

Zugang auf alle Inhalte

des Unterhaltungsprogramms.

In der Economy Class gibt es ein

Grundangebot, vergleichbar mit

dem bisherigen Programm. Wer

mehr will, kann für sieben Euro

einen Freischaltcode kaufen.

Als nächstes wird eine Boeing

mit 30 Business-Class-Sitzen

umgerüstet. Sie soll auf Strecken

mit erhöhter Business-Class-

Nachfrage eingesetzt werden.

So sieht das neue

Condor-Design der in

der Economy Class der

Boeing 767 aus

© Condor

Flugangebot nach

Sri Lanka verdoppelt

n Etihad Airways fliegt im nächsten Jahr häufiger vom Drehkreuz

Abu Dhabi nach Colombo. Vom 16. Februar an wird die Strecke zweimal

täglich bedient. Derzeit werden sieben Flüge pro Woche angeboten.

»Colombo ist eine schnell wachsende Stadt und eine wichtige Drehscheibe

für Industrie und Handel«, sagt Etihad-Manager Kevin Knight.

Auf der neuen Verbindung setzt Etihad einen Airbus A320 ein, der

mit 16 Sitzen in der Business Class ausgestattet ist. In der Economy

Class finden 120 Fluggäste Platz. Durch die neuen Flüge sind auf der

Strecke Abu Dhabi - Colombo pro Woche künftig rund 1.900 zusätzliche

Plätze pro Woche verfügbar. Zusammen mit Partner Sri Lankan Airlines

wird die Verbindung dann dreimal täglich bedient.

Mehr Spanien-Flüge

ab Deutschland

n Norwegian erhöht die Zahl der Flüge

von Hamburg nach Spanien. Von Februar

an wird Malaga vier- statt wie bisher dreimal

wöchentlich angeflogen. Teneriffa

erhält einen dritten Flug pro Woche von

der Hansestadt aus.

Auf der Kanareninsel richtet die norwegische

Airline am Flughafen Tenerife

Süd ihre vierte Basis in Spanien nach

Alicante, Málaga und Gran Canaria ein.

Anfang Februar gibt es dann zwei neue

Strecken von Berlin-Schönefeld nach

Gran Canaria und Teneriffa. Aufgestockt

wird auch die Zahl der Flüge von München

und Köln nach Málaga.

44

8.11.2013 travel.one


thema.produkt

updates

Hamburg Airways fliegt im

nächsten Sommer für Thomas

Cook von Saarbrücken nach Antalya.

Von Mitte Mai bis Mitte November

hebt die Maschine jeden

Mittwoch und Sonntag Richtung

Türkische Riviera ab.

Vom 7. November an verbindet

Air China Chiang Mai in Nordthailand

dreimal wöchentlich mit Peking.

Die Flüge starten jeden Montag,

Donnerstag und Samstag.

Germanwings nimmt am 30.

März Flüge von Hamburg nach

Rom auf. Die Strecke wird dreimal

pro Woche geflogen. Ebenfalls

neu sind Flüge von Hamburg nach

Thessaloniki, Rijeka und Prag.

ANA serviert Gästen der Economy

und Premium Economy Class

auf internationalen Flügen ab Dezember

neue Menüs. In der Premium

Economy gibt es zum Beispiel

Nachspeisen, die sonst nur in der

Business Class angeboten werden.

Air Astana hat ein Stopover-

Programm für Astana und Almaty

mit Hotelaufenthalt, Flughafen-

Transfer sowie einer halbtägigen

City-Tour gegen Gebühr aufgelegt.

Die polnische Eurolot ist jetzt in

den GDS von Travelport verfügbar.

Reisebüros können über Galileo

und Worldspan Verfügbarkeiten

abfragen und buchen.

Icelandair fliegt bereits ab 5.

März von Keflavik nach Edmonton.

Damit startet die neue Verbindung

nach Kanada drei Wochen

früher als ursprünglich angekündigt.

Flugtage sind Montag, Mittwoch,

Freitag und Samstag.

© Qatar Airways

Oneworld-Vielflieger profitieren jetzt

auch bei Flügen von Qatar Airways

Zuwachs für die

Oneworld-Allianz

n Qatar Airways ist neues Mitglied

der Oneworld-Allianz. Die

Fluggesellschaft bietet jetzt alle

Services des Airline-Verbunds an.

Zum Beispiel kommen die Mitglieder

des Treueprogramms »Privilege

Club« in den Genuss aller

Oneworld-Vielfliegervorteile, wenn

sie mit einer Allianz-Airline fliegen.

Im Gegenzug können die Vielflieger

der Oneworld-Partner auf

Flügen von Qatar Airways Meilen

sammeln und einlösen. Durch den

Beitritt werden rund 20 neue Flugziele

in das Oneworld-Streckennetz

eingefügt.

© Fraport

Service für Sonnen-Urlauber am Flughafen

Reisende geben

ihre Wintermäntel

bei der

Gepäckaufbewahrung

ab

n Am Flughafen Frankfurt können Passagiere,

die in die Sonne fliegen, ihre

Wintermäntel am Flughafen deponieren.

Abgegeben werden können die Kleidungsstücke

an den Gepäckaufbewahrungen

im Terminal 1 in Ankunft B, Ebene

1, und Abflug B/C, Ebene 2, sowie in

Terminal 2 in Ankunft D, Ebene 2. Die Aufbewahrung

kostet 0,50 Euro pro Tag und

gilt auch für längere Auslandsaufenthalte.

Angeboten wird der Service bis

zum 27. April.

Mehr Service

versprochen

n Als Reaktion auf eine Kundenbefragung

will Ryanair den Service

verbessern. Zum Beispiel dürfen

die Passagiere vom 1. Dezember

an ein zweites Handgepäckstück

mit an Bord nehmen. Es darf jedoch

nicht größer als 35 mal 20

mal 20 Zentimeter sein.

Zum 5. Januar senkt die Lowcost-Airline

die Gebühr für die Gepäckaufgabe

am Flughafen von 60

auf 30 Euro. Am Gate zahlen die

Passagiere dann 50 statt 60 Euro.

travel.one 8.11.2013 45


Premiumlinie für

Business-Kunden

»Lufthansa City Center Global Travel« organisieren größeren Unternehmen das

globale Geschäftsreise-Management. Verkauft werden auch Beratungsleistungen.

Der neuen Marke gehören jetzt 27 Agenturen rund um den Globus an.

Mitglied im Global-Travel-Verbund:

Reiseagentur Hamburg Süd

© Lufthansa City Center Hamburg Süd Reiseagentur

Es geht nicht um 50 Geschäftsreisen.

Sondern um viele Tausend – und das

immer öfter: Multinationale Konzerne

entscheiden in der Zentrale, mit wem

die Reise geht. Früher bestimmten in Großunternehmen

die Geschäftsreisestellen in

den einzelnen Ländern, wer bucht. Heute

wird meist international ausgeschrieben

und dann der Auftrag an ein Geschäftsreisebüro

erteilt – global. »Damit unsere

Reisebüro-Partner mit dieser Entwicklung

Schritt halten können, haben wir Lufthansa

City Center Global Travel gegründet«,

sagt LCC-Manager Michael Marx.

Vor fünf Monaten gegründet, gehören

der neuen Marke inzwischen 27 sehr leistungsstarke

Geschäftsreisebüros auf allen

Kontinenten an. Kunden der Global-Travel-

Agenturen sind beispielsweise Sportartikelhersteller

Nike, Teva (gehört zu den

größten Pharmakonzernen weltweit; unter

anderem Ratiopharm) oder der in mehr als

140 Ländern tätige Abfüllanlagen-Hersteller

Bühler mit Sitz in der Schweiz. Selbst

einige Bundesministerien in Berlin lassen

ihre Reisen bei der deutschen Marke mit

globalem Auftritt buchen. Mit dem neuen

Franchise-Verbund kann LCC nun Wettbewerbern

wie Amex, BCD oder Carlson Wagonlit

ordentlich einheizen.

Global Travel bündelt den Einkauf von

Flugtickets oder Hotels und kann so bessere

Konditionen verhandeln. Die neue Marke

stellt ihren Franchisenehmern die Techno-

46

8.11.2013 travel.one


vertrieb.sales

© Lufthansa City Center Hamburg Süd Reiseagentur

Hat ein Netz von Franchisenehmern

geknüpft, die global agierenden

Unternehmen Geschäftsreisen

organisieren: Michael Marx

logie zur Verfügung. »LCC hat als erste

Reisebürokette Zugriff auch auf Billigplätze,

die sonst nur im Internet-Content

zu finden sind«, behauptet Marx. »Wir

können heute den Stecker von Germanwings

nehmen und in unsere Systeme

einspeisen und morgen den von Sixt«,

formuliert der Head of Corporate Travel

der LCC im Gespräch mit Travel One.

Höhere Kosten,

höhere Einnahmen.

Unter den 27 Franchisenehmern, die jetzt

als LCC Global Travel auftreten, sind einige

aus der Geschäftsreisesparte Business

Plus übergetreten. Andere sind ganz neu

dabei. US-Partner sind TS24 und Gama

Business Travel. TS24 gehört zu den zehn

größten Reisedienstleistern im Travel

Management in Nordamerika.

Wer als Business-Reisebüro zu der

neuen Marke gehören will, müsse schon

eine gewisse Größe und Expertise haben,

sagt Marx. »Wir erwarten von unseren

Agentur-Partnern sehr gute betriebswirtschaftliche

Kenntnisse, beispielsweise im

Reporting.« Um sich an internationalen

Ausschreibungen beteiligen zu können,

»wird der Vertrieb über die Zentrale verstärkt

koordiniert; wir unterstützen auch

noch mehr, als sonst bei uns üblich«, sagt

der LCC-Mann. Er hat in Frankfurt dafür

eigens ein internationales Team aufgebaut,

das sich auch um das Marketing

kümmert und auf internationalen Messen

und Veranstaltungen Präsenz und

Stärke demonstriert.

Für derlei Unterstützung müssen die

Büros höhere Franchisegebühren nach

Frankfurt überweisen als die anderen

LCC-Büros. Aber das soll sich der guten

Unterstützung wegen für die Agenturinhaber

finanziell lohnen. Schon jetzt liege

der Umsatz bei den Agenturen um fünf

Prozent über den Erwartungen. Die Zentrale

schreibe seit Jahren »eine schwarze

Null«, formuliert der Manager. Die Großkunden

suchten verstärkt Beratungsleistungen

und seien dafür auch bereit, an

die Agenturen zu bezahlen.

»Für fundierte Analysen und Bewertungen

können die Franchisenehmer

gutes Geld verlangen«, berichtet Marx.

Zunehmend offerierten die Mitarbeiter

von Global Travel Beratungsleistungen,

die von den Firmenkunden gerne in Anspruch

genommen würden.

Spaß macht dem LCC-Manager das

Geschäft mit den Auxiliary Fees – Zusatzgebühren

der Airlines für Sitzplatz-

Reservierungen, mehr Gepäck, höheren

Sitzkomfort oder Speisen und

Getränken. An diesen Gebühren verdienten

die LCC-Partner gut, und dies

in einigen Ländern sogar steuerfrei.

Den Zusatzkomfort im Flieger gönnten

sich Geschäftsreisende oft und gerne.


Thomas Grether

LCC

kompakt

Die Lufthansa City Center (LCC)

mit den angeschlossenen 650

Büros in gut 80 Ländern sind

nach eigener Darstellung das

weltweit größte unabhängige

Franchisesystem im Markt für

Reisebüros.

Der Gesamtumsatz dieser Kette

mittelständischer, inhabergeführter

Agenturen belief sich

im Jahr 2012 auf 5,53 Milliarden

Euro. In Deutschland zählen

80 von insgesamt 300 LCC-Büros

zur Geschäftsreise-Sparte

Business Plus. Letztere betreuen

vor allem kleine und mittelständische

Unternehmen. Um

auch größere Unternehmen

und deren Reiseetats zu gewinnen,

wurde im Mai 2013 mit

Global Travel eine neue Marke

gegründet.

Bei LCC kümmern sich 220 inhabergeführte

Agenturen ausschließlich

um das touristische

Geschäft. In Deutschland, dem

Land mit den meisten LCC-Büros,

sind rund 2.500 Mitarbeiter

beschäftigt. 80 davon arbeiten

in der Zentrale in Frankfurt.

travel.one 8.11.2013 47


sales.zahlungsverkehr

© ulifunke.com/bitcoin.de

Bitcoins werden populärer –

in Kanada steht der erste Geldautomat

für die Internetwährung

Zur Kasse, bitte

Touristikunternehmen fürchten die Volatilität der digitalen

Währung Bitcoin. Nutzer schätzen Kosteneinsparungen.

Das Potenzial ist gigantisch. Alle

Touristikunternehmen leiden

erheblich unter den hohen Kosten

für die internationalen Zahlungsströme.«

Stephan Uhrenbacher, CEO der

Upspring Holding und Betreiber des

Vermittlungsportals für Ferienwohnungen

9 Flats, erlaubt seinen Partnern seit

mehr als einem halben Jahr, Zahlungen

mit Hilfe der digitalen Währung Bitcoin

zu tätigen. »Als Anbieter von kurzfristig

vermieteten Ferienwohnungen müssen

wir internationale Zahlungsströme mit

vielen einzelnen Anbietern abwickeln.«

Anerkanntes Zahlungsmittel.

Bei den Bitcoins handelt es sich um

eine digitale Währung. Während sie in

einigen Ländern verboten ist, erkannte

das Bundesfinanzministerium im

August die Internetwährung als »Rechnungseinheit«

an.

Bitcoins gibt es nicht als Bargeld.

Die Geldeinheiten werden dezentral

in einem Computernetz geschöpft und

verwaltet. Wer damit bezahlt oder handelt,

muss ein virtuelles Portemonnaie,

ein sogenanntes Wallet, haben. Gefüllt

wird dies ebenfalls elektronisch: In

Internetbörsen können Käufer Euro

gegen Coins erstehen. Eine Bitcoin entspricht

derzeit rund 163 Euro. Diese

können beliebig von Person zu Person

oder in physischen Ladengeschäften

über einen QR-Quode übertragen werden.

Ihr Besitz wird durch den Besitz

kryptographischer Schlüssel nachgewiesen.

Der Vorteil der Internetwährung:

Da keine Banken oder andere

Verrechnungsstellen zwischengeschaltet

sind, können Transaktionskosten

gespart werden. Außerdem könne man

Bitcoins gegen andere Währungen eintauschen.

Allerdings, so wird auf der

Website des Bitcoin-Hauptentwicklers

Bitcoin.org gewarnt, birgt das Verfahren

einige Gefahren: Neben hohen

Kursschwankungen, können Zahlungen

mit Bitcoin nicht rückgängig gemacht

werden. Zudem seien sämtliche

Transaktionen öffentlich.

Uhrenbacher will mit dem Zahlungsmittel

vor allem eins: Transaktionskosten

einsparen. Außerdem habe

9 Flats des Öfteren Schwierigkeiten

mit internationalen Überweisungen.

»Schließlich bieten wir Wohnungen in

159 Ländern an«, sagt er. Spannender

sei es aber vor allem für Anbieter, die

schneller ihr Geld erhielten als mit vielen

anderen Zahlungsmitteln.

Keine Alternative.

Touristikunternehmen wie Thomas

Cook, DER Touristik Frankfurt und TUI

sehen im Internet-Geld keine Alternative.

Wenn, dann nutzten auch in Zukunft

eher Nischenanbieter Bitcoins, meint

Alexander Heil, Hauptabteilungsleiter

Finanz- und Rechnungswesen der DER

Touristik Frankfurt: »Dies liegt daran,

dass die Marktdurchdringung bei deutschen

Kunden, die sowieso schon bei

Kreditkartenzahlungen viel zurückhaltender

als internationale Kunden

agieren, nicht hoch genug sein wird.

Reiseveranstalter müssten mit hohem

Aufwand ein nicht weit verbreitetes

Zahlungsmittel in ihre Buchungssysteme

integrieren.« Yannick Fiedler

48

8.11.2013 travel.one


mix.sales

Kommentar

Freshcells-CEO Tom Hülser ermöglicht den

Contentimport aus diversen Datenquellen

Webseiten

flexibel gestalten

n Mehr Flexibilität bei der Gestaltung

von Webseiten, das verspricht Freshcells

jetzt auch touristischen Unternehmen

mithilfe der neuen Software Mighty

C. Mit ihr werden Datenquellen verschiedener

Anbieter und Systeme importiert

und vereinheitlicht. Damit soll die freie

Anpassung des Contents in einem Backend

möglich werden. Verschiedene Texte

und Bilder können kombiniert, Inhalte

ergänzt oder deaktiviert werden, wobei

keine Daten gelöscht werden müssen.

Der Bestand an Content könne flexibel

in unterschiedliche Frontends eingebaut

werden, heißt es von der Düsseldorfer

Agentur.

Die Einbindung des Contents in touristische

Websites und seine Buchbarkeit

wird durch eine Verknüpfung mit der

Player-Hub-Technologie von Peakwork

erreicht.

Arbeit an Umsatz

und Liquidität

Die Erlössituation und die Wirtschaftlichkeit der Reisebüros haben

sich weiter verbessert, sagt der Buchhaltungsdienstleister

TAA. Diese gute Nachricht beruht allerdings fast ausschließlich

auf der Tatsache, dass es den Büros gelungen ist, an der Kostenschraube

zu drehen, und, dass die Serviceentgelte nach Jahren

des Rückgangs in den vergangenen drei Jahren stabil gehalten

werden konnten. Doch die konjunkturelle Erholung ist praktisch

komplett an der Vertriebsseite vorbeigegangen, denn die

Umsätze stagnieren. Eine fatale Situation, denn irgendwann ist

der Spielraum bei der Kostensenkung aufgebraucht.

Doch dies ist nicht die einzige Herausforderung für den Vertrieb.

Ein wesentlicher Punkt ist die Liquidität, um die es wegen

des Direktinkassos, das viele Veranstalter anwenden, bei zahlreichen

Büros schon jetzt nicht zum besten gestellt ist. Sie kann

sich noch weiter verschlechtern, wenn 2014 das SEPA-Verfahren

kommt. Durch den dann drohenden verstärkten Kreditkarteneinsatz

nimmt die Liquidität weiter ab. Für viele, vor allem kleine

Büros, ein existenzielles Problem.

Wolfram Marx, Redakteur

w.marx@travel-one.net

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und wollen sich lieber auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren?

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49


sales.mix

Die Rendite hat zugelegt

Adrian (l.) und Günther Brehm attestieren

Büros bessere Wirtschaftlichkeit

n Die Umsatzentwicklung verharrt auf dem

Niveau des Vorjahres, die Erlössituation der

Reisebüros verbessert sich aber. So lautet

die Bilanz für das Ende Oktober zu Ende

gegangene Geschäftsjahr nach den Zahlen

des Dienstleisters für Buchhaltung und Betriebswirtschaft

TAA, dessen Zahlenmaterial

auf einem Umsatz von rund 4,5 Milliarden

Euro basiert.

Trotz der gleichbleibenden Umsätze,

die in den ersten sechs Monaten noch gestiegen

waren, hat die Rendite der Reisebüros

um 2,3 Prozent zugelegt. Aufgrund gesunkener

Kosten liegt die durchschnittliche

Wirtschaftlichkeit (der Quotient aus Ertrag

und Kosten) in diesem Jahr bei einem Wert

von 1,15. Damit verdient ein Reisebüro im

Durchschnitt an einer Reise im Wert von

1.000 Euro zwischen zwölf und 15 Euro. Dieser

Wert ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

»Aus unserer Sicht arbeiten Reisebürounternehmer

sehr ertragsorientiert

und sparsam. Angesichts im Verhältnis zu

anderen Branchen relativ niedriger Personalkosten,

Stabilität in den Serviceentgelten

und Einsparungen bei Mieten und

EDV-Kosten können die Gewinne gehalten

und sogar etwas gesteigert werden«, erläutert

Geschäftsführer und TAA-Mitbegründer

Günther Brehm.

Die Umsätze in den einzelnen Geschäftsbereichen

haben sich unterschiedlich

entwickelt. Ein Plus von neun Prozent ist

im Bahnsektor zu verzeichnen. Bei den Pauschalreisen

sind die Umsätze um 2,75 Prozent

rückläufig, die Kreuzfahrtumsätze haben

dagegen um vier Prozent zugelegt. Das

BSP-Geschäft ist um zwei Prozent zurückgegangen,

das Nicht-BSP-Geschäft, inklusive

der Lufthansa-Flüge, die nun von Germanwings

geleistet werden, ist um 48 Prozent

stärker als im Vorjahr.

Obwohl Brehm mit einer Prognose der

Umsatzzahlen noch bis zum Jahresende

warten will, stellt er fest: »Eine Aussage lässt

sich bereits festigen: An Onlineportale verlieren

die stationären Reisebüros immer weniger

Geschäft. Im Gegenteil – das Internet

hat sich inzwischen fest als ein nützliches

Arbeitswerkzeug etabliert, und die Reisebüros

erzielen durch Optimierung ihrer Midoffice-Systeme

stetig Zuwächse.« MX

Bonusprovision

für CSR-Zertifikat

n Neue Wege befindet sich derzeit

im Prozess, um im April 2014

eine zweite CSR-Rezertifizierung

zu erreichen. Um eine CSR-Zertifizierung

weiterer Reisebüros zu

erreichen, bietet der Veranstalter

den Agenturen eine »CSR-Bonus-

Provision« in Höhe von einem Prozent

zusätzlich zum regulären Provisionssatz

an.

Neu mit dem Zertifikat von

Tourcert wurde jetzt Meso Reisen

ausgezeichnet, rezertifiziert wurde

nach 2011 erstmals auch SKR.

Der nächste Workshop von Tourcert

für Reisebüros findet am 15.

November in Stuttgart statt.

updates

Peakwork hat den Vertrieb für den

Content-Anbieter Vianido übernommen.

Das Aachener Unternehmen

bietet Fotos, Videos und Texte zu Urlaubsregionen.

Peakwork bietet den

Content auf Basis der Player-Hub-

Technologie oder unabhängig von

der Software an.

Traffics hat das PCI-DSS-Zertifikat,

das den höchsten Sicherheitsstandard

im Kreditkartengeschäft garantiert,

erhalten.

Travelport hat Full-Content-Verträge

mit den Fluggesellschaften

UTair Aviation, Jet Airways und Jazeera

Airways abgeschlossen. Die Airline

Boliviana ist erstmals über ein CRS

buchbar.

Die mobilen Reiseberater von Solamento

haben bei ihrem Midoffice

von Merlin auf Midoco umgestellt.

Dies soll zu einer Automatisierung

der Prozesse führen und den Zugang

zu einem eigenen CRM ermöglichen.

Im Beratungs- und Preisvergleichssystem

Vanessa von Schmetterling

sind die TUI-Konzept-Hotels jetzt

farblich gekennzeichnet. Damit sollen

Reisebüros die Value-Produkte

schneller erkennen können.

50

8.11.2013 travel.one


Anzeige

mix.sales

Wenn man auf die Fidschi-Inseln fliegt, möchte man natürlich so

viel von dem Südsee-Staat sehen wie möglich. Die beste Gelegenheit

hierfür bietet Blue lagoon Cruises. Die drei, vier

oder sieben Tage dauernden Kreuzfahrten führen dabei zu den schönsten

Trauminseln und Sandstränden mit ihrem kristallklaren Wasser:

island-Hopping vom Feinsten!

Wie wäre es mit einem ,Sprung ins warme Nass‘ in der „Blauen Lagune“,

dem Ort, wo der weltberühmte Film gedreht wurde? Die „Blaue Lagune“

ist ein Erlebnis – sie wird exklusiv von Blue Lagoon Cruises angesteuert.

Ein besonderes Highlight bietet der Stopp an einem Privat-Strand von

Blue Lagoon Cruises, an dem man jede erdenkliche Wassersportart von

Tauchen, Schnorcheln, Fischen über Kajaken bis Schwimmen ausüben

kann und abends mit einem traditionellen Lovo-Dinner (hier werden die

Speisen in einem Erdofen gegart) direkt am Strand verwöhnt wird.

Auf der Kreuzfahrt kommt aber auch der kulturelle Aspekt mit dem Besuch

der typischen Inseldörfer nicht zu kurz. So kann man von den Einheimischen

das Weben von Körben aus Palmblättern erlernen oder auch bei

der traditionellen Essenszubereitung zusehen und mithelfen. Spannend ist

zudem der Besuch der berühmten Sawa i Lau Höhlen, die einem den

Atem verschlagen.

Nach der Tour mit Blue Lagoon Cruises haben Urlauber die Möglichkeit,

weitere Inseln auf individuelle Art zu erkunden – unter anderem mit

diesen drei Produkten …

Mitmachen

& Gewinnen

7-tägige Fidschi-Kreuzfahrt

für zwei – inkl. Flug*

bluelagooncruises.com/

competition-de

Awesome Adventures

Das perfekte Fidschi-Paket schnürt Awesome Adventures. Hier kann man

aus verschiedenen landestypischen Unterkünften und Insel Resorts die

passende Kategorie auswählen und mit einem individuell zusammengestellten

Ausflugspaket kombinieren. Oder man bucht gleich den „Bula

Pass“, der eine kostengünstige Möglichkeit zum Insel-Hopping bietet.

www.awesomefiji.com

South Sea Cruises

South Sea Cruises bietet nicht nur hervorragende Fährverbindungen zwischen

den einzelnen Inseln bis ganz hinauf in den Norden der Yasawa-

Inseln, sondern führt auch verschiedene Tagesausflüge ab Port Denerau

(Hafen auf der Hauptinsel, nahe Nadi gelegen) zu den Mamanucas im Süden

durch. Die Transferschiffe sind mit bequemen Sitzen (unter anderem

gibt es auch ein Sonnendeck) ausgestattet. Ein speziell buchbares Paket

erlaubt es sogar, in der Captains Lounge Platz zu nehmen und dort bei

einem kostenlosen Sekt oder Bier die Fahrt zu genießen. Da macht der

Ausblick auf die schönsten Inseln der Südsee gleich noch viel mehr Spaß!

www.ssc.com.fj

Vinaka Fiji

Die Fidschis bieten endlose Sandstrände in Hülle und Fülle und herrlich

türkisblaues Wasser, das zum Schnorcheln, Tauchen, Kajaken und Sonnenbaden

einlädt. Falls man jedoch mehr erleben will als nur Sonne, Meer

und Strand, dann kann man einfach den Traumurlaub in der Südsee mit

einer einwöchigen bis dreimonatigen Teilnahme an einem Freiwilligen-

Projekt von Vinaka Fiji verbinden. Zum Beispiel kann man die Lehrer an

einer örtlichen Schule unterstützen und dabei die Lebensfreude der Inselkinder

kennenlernen oder Marine-Experten helfen, die die Unterwasserwelt

mit ihren faszinierenden Lebewesen schützen, oder Teil eines Teams

werden, das Hand in Hand mit den Einheimischen zusammenarbeitet und

beim Bau von Wassertanks hilft.

www.facebook.com/vinakafiji

*Die Reise muss

*Die

bis spätestens

Reise muss

30.

bis

Juni

spätestens

angetreten

30. Juni

werden.

2014 angetreten werden.

Mehr Infos unter www.bluelagooncruises.com

travel.one 8.11.2013 51


destination.ägypten

destination.asien

Großstadt mit Gefühl

Sie kann nicht mit

imposanten Tempelanlagen

aufwarten.

Dennoch hat Kambodschas

Hauptstadt

Phnom Penh viel zu

bieten – und hilft,

die tragische Vergagenheit

des Landes

zu verstehen.

Sarith Heng legt eine Hand an die kalte

Backsteinmauer. Seine Stimme ist leise,

aber deutlich als er sagt: »20.000 Häftlinge

waren hier zwischen 1975 und 1979 inhaftiert.

Nur sieben haben überlebt.«

Seinen beiden Zuhörerinnen, zwei jungen

Frauen aus Deutschland, läuft es bei

diesen Worten kalt den Rücken hinunter. Sie

stehen vor einer der vielen Gefängniszellen

im Toul Sleng Museum für Völkermord in

Phnom Penh. Einem Ort, an dem sich unvorstellbare

Gräueltaten abgespielt haben in jener

Zeit, als die nationalistische Guerillabewegung

Rote Khmer das Land regiert – und

dabei fast eine gesamte Generation Kambodschaner

auslöscht.

Vergangenheit aufarbeiten.

Wer die Hauptstadt Kambodschas besucht,

kommt um eine Auseinandersetzung mit

der grausamen Geschichte des Landes nicht

herum. Schließlich liegt das Ende der Zeit

der Roten Khmer gerade einmal 15 Jahre

zurück. Und obwohl sich Phnom Penh von

seiner erschütternden Vergangenheit all-

mählich löst, Geschehenes aufarbeitet und

mit Hilfe ausländischer Gelder sowie staatlicher

Bauprojekte wieder aufblüht, wirkt

das Gewesene bis in die Gegenwart. Denn

noch heute sitzen in den wichtigsten Gremien

ehemalige Mitglieder und Anhänger

der Roten Khmer. Die amtierende Regierung,

eine Nachfolgepartei des früheren

Regimes, wirbt mit großflächigen Werbeplakaten

in den Städten und auf dem Land

für ihre Ziele.

Rückblick: Als die Roten Khmer 1975

die Macht in der Stadt am Ufer des Tonle

Sap, einem Nebenfluss des Mekong, übernehmen,

deportieren sie fast die gesamte

Stadtbevölkerung hinaus aufs Land. Ihr

Ziel ist es, einen kommunistischen Bauernstaat

zu gründen. In den Folgejahren fallen

rund zwei Millionen Kambodschaner diesem

Ziel zum Opfer. Sie werden in einem

der 96 Foltergefängnissen des Landes zu

Tode malträtiert, verhungern in Lagern außerhalb

der Stadt oder werden einfach auf

den Feldern erschlagen. So wie der Vater

von Tourguide Heng.

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8.11.2013 travel.one


ägypten.destination

asien.destination

Der Kambodschaner ist bei der Machtübernahme

neun Jahre alt. Gemeinsam mit seiner

Familie wird auch er in ein Lager aufs

Land gebracht. Eines Tages holen Soldaten

seinen Vater ab. Heng sieht ihn nie wieder.

Auch seine fünf älteren Geschwister sterben

durch die Hände des Regimes. Er selbst

überlebt nur, weil er mit gleichaltrigen

Jungs und Mädchen in einem speziellen Lager

zum Kindersoldaten ausgebildet wird.

Koloniale Überbleibsel.

Erzählungen wie die des einheimischen

Tourguides geben Besuchern einen Einblick

in die Hauptstadt und die Geschichte

ihrer Bewohner. Trotz der tragischen

Vergangenheit ist Phnom Penh heute eine

pulsierende und sehr lebendige Metropole.

Die Straßen sind teilweise noch voller

Schlaglöcher, denen die lautstark knatternden

Tuk-Tuks geschickt ausweichen. Auf

den Gehwegen stehen fröhlich plaudernd

Stadtbewohner und vor den Restaurants

preisen Gastwirte ihre Mahlzeiten an. In

vielen der prächtigen Gebäuden, die noch

© Asia Select

aus der Zeit der französischen Kolonialherrschaft

(1863–1953) stammen, haben

sich inzwischen Hotels eingenistet. Auch

das Französisch selbst hat die Kolonialzeit

überstanden und hilft oft besser weiter als

die englische Sprache.

Phnom Penh macht es seinen Gästen

sehr einfach, sich wohl zu fühlen. Die Einwohner

sind gastfreundlich, hilfsbereit und

stets neugierig auf Touristen, die sie mit ihren

paar Brocken Englisch gerne fragen, wo

sie herkommen. Ist dann Deutschland die

Antwort, wird ihr Lächeln im Gesicht noch

breiter. Deutsche sind hier gern gesehen. Viele

deutsche Organisationen etwa beteiligen

sich an Hilfsprojekten im ganzen Land. >>

In den Straßen der

kambodschanischen

Hauptstadt geht es mitunter

charmant chaotisch zu

Hauptstadt mit Skyline:

Phnom Penh liegt am Ufer

des Tonle Sap Flusses

© Travel One

travel.one 8.11.2013 53


destination.ägypten

destination.asien

Gewusel am Marktplatz: Die Kambodschaner stört es nicht,

sie bleiben in jeder Situation freundlich und aufgeschlossen

© Travel One

modernen Luxushotel eine reichhaltige Palette

anzubieten«, sagt er.

So hat zum Beispiel Tischler Reisen in

diesem Jahr neue Programmbausteine für

Phnom Penh aufgenommen. Kunden könnten

nun auch Hotels anfragen, die nicht im

Katalog stünden, sagt Produktmanagerin

Kerstin Streich, die mit der Nachfrage für

Kambodscha derzeit sehr zufrieden ist.

Auch bei TUI gebe es Buchungszuwächse

im zweistelligen Prozentbereich, erzählt

Asien-Produktchefin Susanne Fraedrich

und betont: »Das Potenzial für Kambodscha

ist noch lange nicht ausgeschöpft.«

Fakten

1,5 Millionen Menschen leben

in Phnom Penh, in fünf

Jahren soll diese Zahl auf

vier Millionen ansteigen. 95

Prozent der Bevölkerung

sind Khmer und Anhänger

des Buddhismus.

Das Documentation

Center of Cambodia ist

eine von der UNO eingesetzte

Organisation, die

anhand von Originaldokumenten

die Ära der Roten

Khmer beleuchtet und nach

der Wahrheit forscht.

www.dccam.org (Englisch)

Reiseziel mit Potenzial.

In den Katalogen der Veranstalter ist

Phnom Penh noch wenig und wenn, meist

nur als Station einer Südostasien-Rundreise

zu finden. Dabei spricht das Gros der

Veranstalter der Hauptstadt des Landes

durchaus Potenzial zu. Schließlich sei die

touristische Infrastruktur mittlerweile

recht gut, es gebe viele Restaurants, Bars

und verschiedene Verkehrsmittel, um von

A nach B zu kommen, weiß Ralf Thoma,

Produktmanager bei Asia Select Reisen.

Zudem werde kontinuierlich weiter gebaut.

Vor allem in der Hotellerie, die sich in den

vergangenen Jahren stark verbessert habe.

»Heute sind wir in der Lage, von gemütlichen

Boutique-Hotels im Kolonialstil über

hippe Fashion-Unterkünfte bis hin zum

Flussromantik trifft Tourismus.

Einen authentischen Eindruck von der Stadt

und ihren Bewohnern vermittelt ein Bummel

entlang der rund zwei Kilometer langen,

grünen Uferpromenade des Tonle Sap Flusses.

Vor allem asiatische Urlauber tummeln

sich hier, aber auch Einheimische sitzen

am späten Abend gern auf der Betonmauer

am Flussufer, angeln oder spielen auf dem

schmalen Grünstreifen nebenan Ball.

Zu Fuß kommen Besucher vom Tonle

Sap aus leicht zu den beiden Hauptsehenswürdigkeiten

der Stadt, dem Königspalast

und der Silberpagode. Und auch das etwas

weiter nördlich des Palastes gelegene

Nationalmuseum – es ist in einem wunderschönen

Gebäude aus rotem Sandstein

beheimatet, ist nicht weit. Das Museum

Veranstalter

Eine Auswahl

Asia Select, Dertour,

Eberhardt Travel, Gebeco,

Lernidee Erlebnisreisen,

Lotus Travel Service, Meier’s

Weltreisen, SKR Reisen,

Studiosus, Sun Trips, Tischler

Reisen, Thomas Cook,

Transorient, TUI.

© Travel One

Zeitreise: Die Post von Phnom Penh ist in einem Gebäude aus der Kolonialzeit untergebracht

54

8.11.2013 travel.one


ägypten.destination

asien.destination

Die Gefängniszelle eines Überlebenden

im Tuol Sleng Museum

© Travel One

zeigt Skulpturen, Reliquien und Kunstgegenstände

aus verschiedenen Epochen der

Khmer-Zeit, einige der Originale datieren

aus dem 4. Jahrhundert.

Im Schatten von Angkor Wat.

Mit ein paar touristischen Mankos hat

Phnom Penh allerdings noch zu kämpfen.

Die Haupstadt liegt nach wie vor im

Schatten des viel bekannteren Siem Reap

mit der Tempelanlage Angkor Wat. »Der

Tourismus in Kambodscha wird dominiert

von Angkor Wat. Andere Regionen haben

so weniger Chancen, Beachtung zu finden«,

sagt Beate Helmes, Produktleiterin Asien

bei Meier’s Weltreisen. Daher beschränkten

viele Besucher des Landes ihren Aufenthalt

auf zwei bis drei Tage in Siem Reap, ergänzt

Tischler-Managerin Streich.

Und auch, dass das Verkehrsaufkommen

in Phnom Penh immer größer werde,

sei problematisch, findet Dertour-Frau Ott.

Es gibt so gut wie keine Verkehrsregeln.

Mittlerweile gelten Verkehrsunfälle sogar

Das Kambodschanische Nationalmuseum

beherbergt die größte Sammlung Khmer-Statuen

als häufigste Todessursache, bestätigen die

Einheimischen.

Doch eines der größten Probleme aus

Sicht der Veranstalter ist ein anderes: »Der

Tourismus in Kambodscha lebt derzeit von

der Mund-zu-Mund-Propaganda zufriedener

Gäste«, erklärt Thoma. Es fehle immer noch

an Mitteln, um mit Hilfe von Marketing und

einer eigenen Vertretung in Deutschland das

Land bekannter zu machen. Kendra Mietke

© Travel One

FREMDENVERKEHRSBÜRO MACAU

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travel.one 8.11.2013 55


destination.ägypten

destination.asien

Trinkgelder

inkludiert

2014 neu: Lernidee fliegt Gäste im Exklusiv-Charter zu den Höhepunkten Asiens

Kreuzflug durch Asien

n Lernidee Erlebnisreisen nimmt im

kommenden Jahr erstmals Kreuzflüge

ins Programm. Gäste können an Bord einer

Chartermaschine vom Typ A319 an 16

Tagen die Höhepunkte Asiens von Dubai

aus über Indien, Myanmar, Laos, Kambodscha,

Taiwan und Japan kennenlernen.

Ein zweiter Kreuzflug führt 20 Tage lang

durch sechs afrikanische Länder. Die Anund

Abreise auf den Langstrecken legen

Kunden in der Business Class zurück.

© Travel One

Tipp:

Die Restaurantkette

»Friends« bildet Straßenkinder

in Kambodscha zu

Köchen und Kellnern aus.

Das Essen ist sehr lecker

und günstig, das Publikum

bunt gemischt und die angehenden Servicekräfte sehr

freundlich und engagiert. Reisende finden das »Friends«

in Siem Reap und in Phnom Penh.

www.friends-international.org

Ebenfalls neu ist ein eigener Katalog für

die Rubrik »Erlebnisreisen«. Darin bündelt

der Veranstalter 77 Reisen auf fünf

Kontinenten. 30 der Arrangements sind

neu hinzugekommen, zum Beispiel Reisen

in den Oman oder auf die Philippinen.

Ein spezielles Symbol kennzeichnet

zudem Angebote, die individuell auf den

Urlauber angepasst werden können, zum

Beispiel mit einem Wunschtermin.

www.lernidee.de/de/erlebnisreisen

n Badeurlaub auf der Insel Hainan,

den Norden Chinas intensiv erleben

und eine Flussreise auf dem Jangtse

– für 2014 hat China Tours weiter an

der Produktvielfalt gebastelt.

Neben den drei neuen Reisen gibt

es aber noch eine weitere Neuerung.

In Zukunft sind bei dem Veranstalter

die Trinkgelder für Busfahrer auf

Gruppenreisen im Reisepreis enthalten.

Damit reagiere man auf einen immer

wieder angesprochenen Kundenwunsch,

heißt es. Die Trinkgelder für

Reiseleiter seien davon jedoch ausgenommen,

hier solle weiterhin nach

eigenem Ermessen gezahlt werden.

Bis Ende Januar offeriert der Anbieter

drei Prozent Frühbucherrabatt für

Reisen bis April 2014, die Ermäßigung

gilt auch für Buchungen im Reisebüro.

www.china-tours.de

Versace

will nach Asien

n Die Hotelmarke Palazzo Versace des

Modeschöpfers Gianni Versace zieht

es nach Macau. Dort plant die mittlerweile

von Donatella Versace geführte

Hotelkette, eine Fünf-Sterne-Anlage

auf Cotai, zwischen den Inseln Taipa

und Coloane, zu errichten. Für Versace

wäre der Neuzugang in der ehemaligen

portugiesischen Kolonie das dritte

Haus im Portfolio. Bislang gibt es

die Hotels des Designers nur an der

Gold Coast in Australien und in Dubai.

© Palazzo Versace

56

8.11.2013 travel.one


ägypten.destination

asien.destination

updates

»Thailand außergewöhnlich« heißt

eine dreitägige Reise, die Anbieter

Thailand Tours neu im Programm

hat. Sie führt von Bangkok aus über

mehrere ursprüngliche, kleine Dörfer

bis nach Hua Hin.

www.thailand-tours.net

Urlauber können die Insel Langkawi

im nördlichen Teil Malaysias nun auch

mit der Fähre ansteuern. Der Langkawi-Ro-Ro-Fährdienst

verbindet seit

September den Kuala Perlis Ferry Terminal

mit dem Bootssteg von Tanjung

Lembong. Zunächst soll es eine Überfahrt

pro Tag geben, das Angebot könne

aber jederzeit der Nachfrage angepasst

werden, versichert die Fährreederei.

www.langkawiroro.com

Im Nordosten Chinas hat das The

Ritz-Carlton Tianjin eröffnet. Das Luxushotel

liegt in der gleichnamigen

Stadt im Geschäftsviertel nahe des

Haihe Rivers. Es bietet 277 Zimmer

und 53 Suiten.

www.ritzcarlton.com/en/

properties/tianjin/default.htm

Im Zuge des neuen Luftverkehrsabkommens

zwischen Sri Lanka und

den Seychellen hat Mihin Lanka, die

Schwesterfluggesellschaft von Sri

Lankan Airlines, nun zwei wöchentliche

Nonstop-Flüge von Colombo nach

Mahé aufgelegt. Das Abkommen der

beiden Urlaubsziele dient dazu, den

Tourismus in beiden Nationen stärker

voranzutreiben, heißt es.

© Legoland

Das Legoland in Malaysia besitzt

nun auch einen Wasserpark

Malaysia setzt

auf kleine Steine

n Im Legoland in Malaysia hat der Legoland

Waterpark im Bundesstaat Johor

nahe der Grenze zu Singapur geöffnet. Er

soll mit 20 Rutschen und 70 Lego-Modellen

vor allem Kinder von zwei bis zwölf Jahren

ansprechen. Kleine Gäste können unter

anderem ihr eigenes Floß aus Legosteinen

bauen und einander mit Wasserpistolen bespritzen.

Der neue Wasserpark ist auch unabhängig

vom Legoland zugänglich. 2014

soll das erste Legoland-Hotel eröffnen.

www.legoland.com.my

© Travel One

Nur Hongkong

bleibt

als Drehkreuz

für Reisen

in andere

asiatische

Länder im

neuen Katalog

erhalten

FASZINATION

ASIEN

China nicht mehr im Programm

n Asia Select hat für die Saison 2014/2015 alle China-Angebote

bis auf Hongkong aus dem Programm genommen. »China

ist ein hart umkämpfter Markt und Reisen werden vielfach

über den Preis verkauft. Asia Select bietet in erster Linie privat

geführte Rundreisen mit deutschsprachigem Reiseleiter an,

die aber in China relativ teuer sind«, erklärt Produktmanager

Ralf Thoma. So wäre man im Vergleich zu Gruppenreiseveranstaltern

wenig konkurrenzfähig. Nun konzentriert sich der

Anbieter stattdessen stärker auf Myanmar und Südostasien.

So sind zum Beispiel die viertägige Reise »Mit dem Zug durch

den Shan Staat« in Myanmar, der sechstägige Trip »Abenteuer

Südkambodscha und die achttägige Tour »Unbekannter Nordosten

von Laos« neu im Sortiment. Reisebüros erhalten zehn

Prozent Provision. www.asia-select.de

MEIER’S WELTREISEN bietet Ihren Kunden:

• Die größte Auswahl an Destinationen und ein großes Hotelangebot

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• Ein vielseitiges Angebot an erstklassigen Rundreisen

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travel.one 8.11.2013 ZNL der DER Touristik Frankfurt GmbH & CO. KG, 60424 Frankfurt 57


destination.ägypten

Unterwegs

auf dem Nil

Travel One und das Ägyptische Fremdenverkehrsamt

schicken zehn Scouts auf eine Flusskreuzfahrt.

Luxor

In Luxor starten und enden

die meisten Nilkreuzfahrten. Der

Trumpf des einstigen Theben

und seiner Umgebung sind die

zahlreichen historischen Denkmäler

aus der Pharaonenzeit.

Östlich des Nils gehört der

Luxor-Tempel zum Pflichtprogramm.

Die Anlage in der Nähe

des Nils stammt aus dem 14.

Jahrhundert vor Christus. Sehenswert

ist zudem das Museum

für altägyptische Kunst.

Eine 2,5 Kilometer lange Allee

soll wie in der Antike bald

wieder den Luxor-Tempel mit

dem Karnak-Tempel verbinden.

Nördlich von Luxor liegt der

größte Tempelbezirk Ägyptens.

Im Tal der Könige, auf der

Westseite des Nils, ließen die

Pharaonen bunt bemalte Felsengräber

bauen. 64 Stück sind

heute bekannt. Besuchermagnet

ist das Tutanchamun-Grab.

© Travel One

Die Zeit reicht erneut nicht. Statt

einer wären zwei oder gar drei

Stunden nötig, um die in Sandstein

gemeißelten Reliefs in Ruhe auf

sich wirken zu lassen. Ob hier in Kom

Ombo, zuvor in Edfu oder Luxor: Wer die

Tempel aus der Pharaonenzeit betritt,

erliegt schnell deren Schönheit und will

länger bleiben als geplant. Denn selbst

beim Besuch des dritten Heiligtums

verlieren die Darstellungen geflügelter

Löwen, falkenköpfiger Götter und kämpfender

Könige nicht an Faszination.

Das historische Erbe Ägyptens zieht

die Menschen seit Langem in seinen

Bann. Derzeit aber tauchen nur wenige

Ausländer in die Geschichte des Landes

ein und besuchen die Tempel am Nil.

Seit Beginn des Arabischen Frühlings

vor knapp drei Jahren und den Ereignissen

danach steckt der Tourismus in

Ägypten in der Krise.

Besonders hart getroffen hat es die

Dörfer und Städte am längsten Strom der

Welt. Nur noch wenige Reisende wählten

die Region als Urlaubsziel. Der Tiefpunkt

war in den Wochen nach der Absetzung

von Präsident Mohammed Mursi durch

das Militär Anfang Juli erreicht. Die Hotels

hatten lediglich eine Handvoll Gäste,

die Kreuzfahrtschiffe lagen bis auf wenige

Ausnahme fest vertaut am Ufer. Erst

jetzt nehmen Schiffseigner und Veranstalter

die Flussreisen langsam wieder

auf (Travel One 20/2013).

Wie läuft eine Nilkreuzfahrt ab? Können

sich Urlauber sicher fühlen? Was

erwartet sie im veränderten Ägypten?

Reisebüromitarbeiter, die Antworten auf

diese Fragen erhalten wollen, haben im

Februar Gelegenheit, sich im Land umzusehen.

Das Ägyptische Fremdenverkehrsamt

und Travel One organisieren eine

Reise für zehn Counterkräfte, die sich ein

eigenes Bild von der aktuellen Situation

am Nil machen wollen. Als Scouts sind sie

mit der Club Vision – das Schiff fährt unter

der Flagge von Phoenix Reisen – zwischen

Luxor und Assuan unterwegs (Details zur

Bewerbung auf Seite 61). Sie besuchen die

pharaonischen Tempel und sollen in einem

Blog ihre Erfahrungen schildern.

Bestandteil aller Programme.

Vor den politischen Umwälzungen in Nordafrika

war die Zahl der Nilreisenden stetig

gewachsen. Der DRV nennt für 2010 rund

97.000 Passagiere allein aus Deutschland.

Doch die Kreuzfahrtstudie des Verbandes

58

8.11.2013 travel.one


ägypten.destination

Orientalisches Flair: Zwei Fischer auf dem Nil

erfasst längst nicht alle Anbieter. Denn die

Flusstrips finden sich keineswegs nur in

den Katalogen von Kreuzfahrtveranstaltern

wieder. Fast jedes in Ägypten aktive

Unternehmen hat sie in sein Programm

integriert. Die Touren auf dem Nil gelten

nicht als typische Flussreise – auch wenn

sich das Produkt im Prinzip nicht von

Kreuzfahrten auf der Donau unterscheidet.

In der Wahrnehmung von Touristen

zählen sie zu den »normalen« Ferienreisen,

sodass selbst diejenigen, die in anderen

Destinationen beim Thema Kreuzfahrt

abwinken, eine Kabine beziehen.

Reisen auf dem Nil werden als die

ideale Urlaubsform für diejenigen eingestuft,

die die Kultur des Landes kennenlernen

wollen. Die historischen Bauten

aus der Pharaonenzeit reihen sich rechts

und links des Flusses aneinander. Dieser

Umstand macht den Nil zu einem perfekten

Verkehrsweg für Urlauber – und das seit

mehr als einem Jahrhundert.

Lange Tradition.

Lange bevor sich der Badeurlaub am Roten

Meer etablierte, entwickelte sich der Tourismus

an der Lebensader Ägyptens. Bereits

Ende des 19. Jahrhunderts fuhren hier die

ersten Kreuzfahrtschiffe. Als Pionier gilt

Thomas Cook. Der Brite veranstaltete 1869

erstmals eine Gruppenreise auf dem Nil.

Eine betuchte Klientel nutzte die damals

neue Reiseform, um bequem von Kairo bis

in den Süden des Landes zu gelangen.

Zu Weltruhm verhalf der Region und

den Kreuzfahrten schließlich Agatha Christie.

1937 veröffentlichte sie den Krimi »Tod

auf dem Nil«. Sie schrieb die Geschichte um

Liebe und Mord im Old Cataract, einem no-

© Berno Nix

Esna

Die Stadt liegt rund 55

Kilometer südlich von Luxor.

Ihre bekannteste Sehenswürdigkeit,

der Chnum-

Tempel, erreichen Besucher

zu Fuß. Er befindet sich in

der Nähe des Nilufers, im

Zentrum Esnas, circa neun

Meter unterhalb des heutigen

Straßenniveaus. 24

rund 13 Meter hohe Säulen

stützen das Dach der Halle.

Edfu

40 Kilometer weiter südlich

legen die Schiffe wegen

des Horus-Tempels an. Kutscher

buhlen um die Gunst

der Gäste, um sie zu dem

am besten erhaltenen Tempel

Ägyptens zu bringen.

Der Tempel wurde zwischen

237 bis 57 vor Christi erbaut.

Besucher gehen durch

ein großes Portal und gelangen

über einen Vorhof

in das aus mehreren Hallen

bestehende Heiligtum.

© K.Bieber/fotodesign-and-more.de © Karelj

travel.one 8.11.2013 59


destination.ägypten

Kom Ombo

Die Stadt befindet sich

rund 50 Kilometer nördlich

von Assuan. Es ist nur ein

kurzer Fußweg vom Nilufer

zur Hauptattraktion von

Kom Ombo.

In dem Doppeltempel wurde

zwei Gottheiten verehrt.

Viele Teile sind heute zerstört.

Doch es blieben zahlreiche

Reliefe erhalten.

© Phoenix Reisen

© Ägyptisches FVA/ Ch. Munds

blen Hotel in Assuan. Auf der Terrasse des

berühmten Hauses werden auch die zehn

Travel One Scouts Tee trinken. Sie befinden

sich dann am südlichsten Punkt jeder Nilkreuzfahrt.

Das Weiterfahren verhindert

eine 111 Meter hohe Staumauer. Die Schiffe,

die in Assuan anlegen, kommen in der

Regel aus Luxor und kehren meist auch

dorthin wieder zurück. Die beiden Städte

trennen rund 240 Kilometer. Die Mehrheit

der rund 300 Schiffe befährt ausschließlich

diesen Flussabschnitt – auch wenn der

ägyptische Staat seit dem Sommer 2012

nach vielen Jahren Unterbrechung wieder

Kreuzfahrten zwischen Luxor und dem circa

700 Kilometer entfernten Kairo erlaubt.

Mehrere Varianten.

Das Gros der Reisenden schifft in Luxor

ein, dem Mekka für Geschichtsinteressierte

schlechthin. Sie verbringen dann vier

bis acht Nächte an Bord, fahren auf dem

Wasserweg nach Assuan und häufig auch

wieder zurück. Es gibt mehrere Varianten.

Stopps in Edfu und Kom Ombo gehören

immer zum Programm, Esna dagegen nur

bei längeren Reisen. In Assuan bleiben

die Schiffe häufig zwei Nächte – damit

genügend Zeit für Besichtigungen und

Museumsbesuche in der Stadt oder einen

Ausflug nach Abu Simbel am Nassersee ist.

Auch die Schiffe unterscheiden sich. Die

Auswahl reicht von einfachen Vertretern

bis zu Luxusdampfern. Mal nehmen sie bis

zu 150 Passagiere mit, mal haben sie nur

für 40 Gäste Platz. Zur Ausstattung gehören

neben einem Restaurant, einer Bar und

dem Sonnendeck mit Pool manchmal auch

ein Fitnessraum sowie eine Sauna.

Neben den großen Schiffen verkehren

auf dem Nil Segelboote, die zu Passagierschiffen

umgebaut oder bereits als solche

geplant wurden. Ihre wenigen Gäste – lediglich

sechs bis 18 – erwartet ein exklusives

Erlebnis. Während die Kreuzfahrtschiffe

mit Tempo durch das Wasser pflügen,

gleiten die Dahabeyas in fünf Tagen von

Esna nach Assuan. Sie halten unterwegs

nicht nur bei den Hotspots, sondern laufen

auch kleine Dörfer an. Die Urlauber tauchen

dadurch intensiv in das Land ein.

Doch ob als Passagier einer Dahabeya

oder eines Kreuzfahrtschiffes: Es sind keinesfalls

ausschließlich die Tempel, die begeistern.

Auch die Landschaft übt ihren

Reiz aus. Der bläuliche Fluss, auf dem Fischer

in Holzkähnen rudern, der schmale

Streifen üppigen Grüns, wo Bauern mit Sicheln

Zuckerrohr schneiden, und die ockerfarbene

Wüste dahinter. Petra Hirschel

Assuan

Die Großstadt ist Endpunkt

der Nilkreuzfahrten.

Südlich von ihr verwandelt

ein Staudamm den Nil in

den Nassersee.

60

Per Boot gelangen Besucher

auf die Nilinsel Agilika.

Die dortigen Tempel

stammen von der Insel Philae,

die nach dem Bau des

Hochdamms versank. Weitere

Sehenswürdigkeiten: ein

koptisches Kloster, Felsengräber,

nubische Dörfer.

© DDB Travel & Tourism

Die meisten

Kreuzfahrtschiffe

fahren

ausschließlich

zwischen Luxor

und Assuan

8.11.2013 travel.one


ANzEIgE

ErlEbEn SiE ÄgyptEn.

WErdEn SiE unSEr Scout!

SCOUT

Ein reiches kulturelles Erbe, gastfreundliche

Menschen und eine beeindruckende

Landschaft: Das ist Ägypten. Wollen Sie

die beliebte Urlaubsdestination erleben

und sich ein eigenes Bild von der aktuellen

Situation machen? Dann bewerben Sie sich

für eine Reise auf dem Nil.

Das Ägyptische Fremdenverkehrsamt und

Travel One laden zehn Reisebüromitarbeiter

zu einer Flusskreuzfahrt ein. Die

sechstägige Reise, die von Phoenix Reisen

unterstützt wird, beginnt am 11. Februar

2014 in Luxor, führt nach Assuan und

wieder zurück.

Bewerben Sie sich jetzt unter

www.travel-one.net/aegyptenscout

und vielleicht berichten Sie schon bald im

Blog auf der Travel One Website von Ihren

Erlebnissen.


ubrik.thema

peps

Weitere Angebote unter www.travel-one.net/peps

fernweh

Zum Pep-Tarif nach Griechenland

© Aegean Airlines

Aegean Airlines bietet allen vollbeschäftigten Reisebüromitarbeitern ab

sofort Flüge zum Pep-Tarif, beispielsweise von Düsseldorf nach Athen oder

Thessaloniki. Die Preise gelten – ausgenommen vom 20. Dezember bis 12. Januar

– bis 29. März 2014 (letzter Rückflug). Eine Buchung ist bis maximal sieben

Tage vor Abflug möglich per E-Mail an: interline.offer@aegeanair.com

ab 20 Euro

Mediterranes Klima auf Malta genießen

Wer dem ungemütlichen Wetter in der Heimat entfliehen will, kann den aktuellen

Malta-Pep nutzen, den die Malta Tourism Authority mit Air Malta und

maltesischen Hotelpartnern aufgelegt hat. Die Spezialrate für Flüge ab vielen

deutschen Großflughäfen gilt ab sofort bis 31. März. Alle Infos und attraktive

Hotelangebote, auch für Gozo, unter www.mta.com.mt/pepoffers

ab 50 Euro für Hin- und Rückflug plus Steuern/Gebühren

© viewingmalta.com

Von Barcelona nach Buenos Aires

© Passat Kreuzfahrten

In 21 Tagen fährt die Delphin von Barcelona nach Buenos Aires. Die Kreuzfahrt

beginnt am 17. Dezember. Stationen sind Funchal/Madeira, Santa Cruz de Tenerife,

Mindelo (Sao Vicente)/Kap Verde, Natal/Brasilien, Recife/Brasilien, Salvador

de Bahia/Brasilien, Rio de Janeiro overnight und Montevideo/Uruguay.

Alle Infos unter www.vas.travel oder vas@vacationatsea.de

ab 1.200 Euro pro Person

Umsonst übernachten auf Zypern

Während des Winterhalbjahres können Expedienten in diversen Hotels auf

Zypern einwöchige Freiaufenthalte buchen. Das Angebot schließt eine

Begleitperson ein und gilt bis 20. Dezember sowie vom 7. Januar bis 31. März

2014. Nähere Informationen und Buchungsformulare gibt es bei der Fremdenverkehrszentrale

Zypern unter info@cto-fra.de oder Tel. 069/25 19 19

ab 0 Euro inklusive Frühstück

© FVA Zypern

62

8.11.2013 travel.one


im fernsehen

SA 9.11. l Daumen raus und los. Per Anhalter ins

slowakische Paradies, 12:15 Uhr, NDR l Feuerlands

Fjorde, 16:00 Uhr, ARD l Von Dichtern und Druiden

– Englands Nordwesten, 16:15 Uhr, 3sat.

So 10.11. l Dolomiten – Geschichten rund ums

Sellamassiv, 10:33 Uhr, ZDF l Kanada von Ost nach

West, 12:30 Uhr, Hessen l Korsika, 16:00 Uhr, 3sat l

Victoria. Traumstraße durch die australischen Alpen,

16:15 Uhr, BR l Im Grazer Bergland, 19:00 Uhr,

BR l Das obere Rheintal genießen, 20:15 Uhr, SWR.

Mo 11.11. l Karneval ist überall. Narren weltweit

von Rio bis Kapstadt, 14:00 Uhr, 3sat l Marokko

– Der Zauber der Wüste, 16:50 Uhr, Arte.

Di 12.11. l Wandertouren in Italien, 13:00 Uhr,

3sat l Norwegen auf der Hurtigrute, 15:15 Uhr,

Hessen l Künstlergärten in der Toskana, 16:00 Uhr,

3sat l In der Lagune von Venedig, 17:00 Uhr, 3sat l

Prag, 18:50 Uhr, Hessen.

mi 13.11. l Unterwegs am Mekong, 13:15 Uhr,

3sat l Die Donau – Reise in ein unbekanntes Europa,

13:25 Uhr, 3sat (im Anschluss sind die weiteren

fünf Teile der sechsteiligen Reihe zu sehen) l Die

Mittelmosel, 14:45 Uhr, SWR l Zypern, 15:15 Uhr,

Hessen l Estlands Inselwelt, 17:45 Uhr, 3sat.

Do 14.11. l El Tren a la Tica – Bahnabenteuer in

Costa Rica, 14:15 Uhr, SWR l Entlang der Saar,

14:45 Uhr, SWR l Von den Karawanken nach Graz,

21:00 Uhr, NDR.

Fr 15.11. l Streifzug durch Istrien: Pula, 12:45

Uhr, 3sat l Sylt, da will ich hin, 14:50 Uhr, 3sat l

Kreta, 15:15 Uhr, Hessen l Brasilien. Karneval,

Strände und Favelas, 15:20 Uhr, 3sat l Die Reportage.

SOS auf dem Traumschiff: Wie sicher sind Luxusliner?,

15:15 Uhr, NDR.

SA 16.11. l Venedig im Winter, 14:30 Uhr, 3sat l

Die Andamanen – unentdecktes Paradies, 16:00

Uhr, ARD l Zwischenstopp in Singapur, 19:15 Uhr,

Phoenix.

So 17.11. l Die schönsten Schlösser und Paläste

Europas, 9:00 Uhr, Hessen l Gipfelsturm auf Schienen.

Eiger, Mönch und Jungfrau, 10:45 Uhr, ZDF l

Zu Gast in Thailand, 12:15 Uhr, Hessen l Myanmars

Reise in die Zukunft, 13:30 Uhr, 3sat l Patagonien,

16:15 Uhr, BR l Copacabana – Die Suche nach dem

Glück, 17:15 Uhr, SWR.

Mo 18.11. l Fichtelberg – Rund um Sachsens

höchsten Gipfel, 14:15 Uhr, NDR l Auf dem Ob durch

die Taiga (1). Eine Sommerreise durch Sibirien,

15:15 Uhr, NDR l Die neuen Paradiese. Costa Rica

– Natur pur, 15:25 Uhr, Arte.

Di 19.11. l Reisen für Genießer. Saragossa, 12:00

Uhr, Arte l Korsika – Mit dem Zug von Calvi nach

Ajaccio, 15:15 Uhr, RBB l Service: reisen. Genussvoll

unterwegs, 18:50 Uhr, Hessen.

mi 20.11. l Reisen für Genießer. Madrid, 12:00

Uhr, Arte l Dresden, 14:15 Uhr, NDR l Zu Gast in

Oberitalien – Lago Maggiore, Comer See, Iseo See,

14:15 Uhr, BR l Sardinien, 15:15 Uhr, Hessen l fern-

Ost – Von Berlin nach Tokio (3/10). Von Usbekistan

bis in den Westen Chinas, 18:25 Uhr, Arte.

Do 21.11. l Oberschwaben, 14:45 Uhr, SWR l

Mallorca, 15:15 Uhr, Hessen l Der Hohgant. Eine

Reise durch die Schweiz, 17:00 Uhr, 3sat l Wunderland:

Das Val de Travers, 17:45 Uhr, 3sat.

Fr 22.11. l Reisen für Genießer. Ecuador, 11:55

Uhr, Arte l Capri, da will ich hin, 14:50 Uhr, 3sat l

Costa Rica, 15:20 Uhr, 3sat l Der Santa-Fé-Trail,

22:30 Uhr, Phoenix.

travel.one 8.11.2013

63


ubrik.thema

leute

FTI strukturiert die

Führungsebene um

Verkleinertes Führungsteam: Ralph

Schiller (o.), Karlheinz Jungbeck (u.)

und Dietmar Gunz

n Bei FTI gibt es nun nur noch drei Geschäftsführer: Dietmar Gunz,

Ralph Schiller und Karlheinz Jungbeck. Anne Rösener, seit 2012 für

die internationalen Quellmärkte, den FTI Ticketshop sowie Personalfragen

verantwortlich, verlässt das Unternehmen zum Jahresende. Zwei

Wochen zuvor hatte bereits der bisherige Chief Operating Officer Boris

Raoul mitgeteilt, dass er den Veranstalter Ende Dezember verlässt.

Die meisten Aufgaben der scheidenden Geschäftsführer übernehmen

Gunz, Schiller und Jungbeck. Gunz führt die Produktbereiche, LAL

Sprachreisen, IT, Youtravel sowie Human Resources. Bei Ralph Schiller

liegt die Verantwortung für die ausländischen Quellmärkte, die Marken

FTI und Ticketshop sowie den E-Commerce. Karlheinz Jungbeck verantwortet

unverändert die Geschäftsfelder Finanzen und Controlling. Die

bisherige FTI-Geschäftsleiterin Heike Niederberghaus wird Personalchefin,

FTI-Direktor Richard Reindl übernimmt im Bereich Sales & Marketing

zusätzliche Aufgaben von Schiller.

Bei der 50-Prozent-Beteiligung TVG wird Heiko Pieczka kaufmännischer

Geschäftsführer, Birgit Aust bleibt für die Strategie zuständig.

01 02 03 04

01 Juliane Gramlich

ist als Corporate Sales

Manager neu im Team der

Nestor Hotels & Acomhotels.

Peter Ashworth

ist bei Carlson Wagonlit

Travel zum neuen Senior

Vice President Central and

Eastern Europe ernannt

worden.

02 Sabrina Heese

verantwortet bei Aviareps

als Senior Sales Managerin

den Vertrieb der Atahotels

und der Outlet-Kette Chic

Outlet Shopping.

Brett Kidd wird bei

Travelport neuer Vice

President & General

Manager, Airline IT

Solutions.

03 Norbert Draskovits

übernimmt bei Air Berlin

als Nachfolger von Otto

Gergye die Aufgaben des

Senior Vice Presidents Vertrieb

für den Linienverkehr

der Fluggesellschaft.

Alja Lessmann betreut

bei Sunny Cars nun die

Reisebüros in der Region

Norddeutschland.

04 Kate Fenton kümmert

sich bei Tourism New

Zealand in einer neu geschaffenen

Position um

das Luxusgeschäft aus europäischen

Quellmärkten.

Afra Nonfon soll bei

Traffics als Chefin für Marketing

und Kommunikation

die Kontakte nach außen

stärken.

64

8.11.2013 travel.one


Bissias bei Sartori & Berger

Name baErcil

ilissit landio od et

vel eu feuissequate

ver se doloreet

n Konstantin Bissias, von Oktober 2010 bis Ende dieses Jahres

Geschäftsführer von Peter Deilmann, tritt am 1. Januar

2014 in die Geschäftsführung von Sartori & Berger ein.

In der im Februar geschaffenen Kreuzfahrtabteilung

des Schifffahrtsdienstleisters ist er dann für die Bereiche

Marketing und Vertrieb verantwortlich. Im Mittelpunkt sollen

der Ausbau der Kerngeschäftsfelder Agenturservice, Hafenumschlag,

Consulting und touristische Dienstleistungen

stehen. Der Bereich Kreuzfahrt ist in Hamburg angesiedelt.

Von dort aus sollen künftig auch die Kreuzfahrtschiffe betreut

werden.

Neuer Leiter

fürs Marketing

n Bert Bröske hat bei Sabre die Leitung

des Marketings für die deutschsprachigen

und nordeuropäischen

Länder übernommen. Er war in den

vergangenen vier Jahren bei Xing tätig,

ebenfalls als Marketing Manager.

Beim CRS ist er nun für den strategischen

Markenauftritt, die Kampagnen-Aktivitäten

und die Event-Präsenz

verantwortlich.

www.travel-one.net

T&M Media GmbH & Co. KG

Postfach 10 07 51, 64207 Darmstadt

Hilpertstraße 3, 64295 Darmstadt

Telefon: 06151/39 07-0

Fax: 06151/39 07-939

Redaktion

Telefon: 06151/39 07-930

Fax: 06151/39 07-939

E-Mail: redaktion@travel-one.net

Chefredakteur

Christian Schmicke

Redaktion

Yannick Fiedler, Tanja Franke,

Klaus Göddert, Petra Hirschel,

Wolfram Marx, Kendra Mietke

Redaktionsassistenz

Martina Zang

Anzeigen

Telefon: 06151/39 07-920

Fax: 06151/39 07-929

E-Mail: anzeigen@travel-one.net

Anzeigenverkaufsleitung

Ute-Marie Weis

Michaela Lettow

Marketingassistenz

Kerstin Grimm

Anzeigenservice

Ayse Dönmez, Vanessa Schütz

leserbriefe redaktion@travel-one.net

»Warum kein einheitliches System?«

Travel One Ausgabe 20, 25. Oktober 2013,

»Zettelwirtschaft und Bastelbude«

Wir haben viele E-Docs und grundsätzlich

kein Problem, sofern sich die Veranstalter

an ein paar einfach umzusetzende Dinge halten

würden: Die Neckermann- und Thomas-

Cook-Unterlagen waren früher so konzipiert,

dass man sie problemlos auf dem perforierten

Amadeus-Papier, das es für Start-AMA Agenturen

kostenlos gibt, ausdrucken und »teilen«

konnte, sodass sie den »alten« Tickets sehr

ähnlich waren. Mit kostenlosen Kofferanhängern

und ebenfalls kostenlosen Tickettaschen

aus dem Infonet alles kein Problem. Leider

wurden die Reiseunterlagen »runderneuert«,

warum auch immer, und passen nun nicht

mehr auf dieses Papier. Ich habe Neckermann

mittlerweile mehrmals angeschrieben, mit

der Bitte um Stellungnahme dazu, bisher

ohne Erfolg. Bei 5 vor Flug klappt das übrigens

alles prima, Unterlagen auf AMA-Papier,

trennen, zusammentackern, in die passenden

Tickethüllen, Kofferanhänger dazu, fertig

– und es sieht nach etwas aus! Es kann doch

nicht so schwer sein, hier ein einheitliches

System einzuführen.

Christine Fauss, Reisebüro Glantal Touristik,

Glan-Münchweiler

Soeben habe ich eine Neckermann-

Bestätigung über sechs Seiten ausdrucken

müssen. Avis und TUI Cruises fragen, ob wir

demnächst E-Rechnungen haben möchten

(wenigstens werden wir noch gefragt).

Habe gerade versucht, für Kunden eine

Golftasche bei Condor zu buchen. Nachdem

ich schon bis »Zahlung« vorgedrungen war,

bekam ich die Nachricht, dass die Übertragung

nicht geht und ich es nochmals versuchen

sollte oder im Service-Center anrufen.

Falls es klappt, kassiert die Fluggesellschaft

100 Euro und mehr, wieso bekommen wir für

diese Leistung nichts? Diese Masche, Reiseleistungen

»umsonst« ins Reisebüro zu verlagern,

ist unerträglich geworden. Dafür brauchen

wir dringend Lösungen.


Hans Ruijter, City Reisebüro, Dietzenbach

»Kein Platz für Direktwerbung«

Travel One Morning News, 29. Oktober 2013,

»Thomas Cook signalisiert praktikable

Lösung«

Hat denn niemand von Neckermann die

Seite Korrektur gelesen? Sowas darf nicht

sein. Der Katalog ist aus unserer Katalogwand

verschwunden.

Ramona Huber, Tui Travel Star Reisewelt, Illertissen

VERTRIEB

Telefon: 06151/39 07-941

Fax: 06151/39 07-949

E-Mail: vertrieb@travel-one.net

Leserservice

Beatrix Kwetkus

Grafik

Uta Seubert (verantw.),

Silke Oray, Ulrike Schreiner

Geschäftsführer

Richard Redling

Martin Weber

Druck

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

DruckMedien, 47608 Geldern

Travel One erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46

gültig ab Januar 2013

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Travel One ist eine Aktivität der

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travel.one 8.11.2013 65


ubrik.thema

leute.persönlich

Geschäftsführer von Bentour Swiss

Kadir Ugur

Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Das Schicksal.

Ihr Traumberuf als Kind?

Agraringenieur.

Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Die Welt umsegeln.

Kadir Ugur, 66, Löwe, verheiratet,

Vater eines Sohnes Deniz

(35), ist seit 2004 Geschäftsführer

von Bentour Swiss. Der gebürtige

Istanbuler wächst zunächst in

Anatolien auf, dann besucht er

eine österreichische Realschule

und später ein Jungengymnasium

in Istanbul.

Nach dem Schulabschluss

wechselt er an die wirtschaftswissenschaftliche

Fakultät und

gründet bereits nach einem Jahr

mit Freunden zwei Tourismusbüros

in Alanya und Istanbul. Über

Kontakte aus einem Praktikumsaufenthalt

in Deutschland ruft er

schließlich die Firma IMBAT ins

Leben.

Sie übernimmt die Vertretung

für den deutschen Türkei-

Reiseanbieter Orion. 1983 entsteht

unter Ugurs Leitung der

Reiseveranstalter ATT, ein von

Türken gegründetes Touristikunternehmen.

1991 verkauft er die

Firma an Rewe und versucht sich

an weiteren Projekten, bevor er

2004 zusammen mit MNG-Chef

Mehmet Nazif Günal einen

Schweizer Ableger von Bentour

gründet, den er später komplett

übernimmt.

Der Türkei-Experte verbringt

seine Freizeit am liebsten mit

seinem Enkelkind oder beim

Golfen. Zudem liest Ugur gerne

und mag klassische Musik.

Wo haben Sie Ihren vergangenen Urlaub verbracht?

Auf der Donau bei einer Flusskreuzfahrt.

Welche Filmrolle hätten Sie gerne einmal gespielt?

Ich bin kein Schauspieler.

Was wollten Sie immer schon einmal tun, haben es sich aber nie getraut?

Ich habe mich alles getraut.

Was sammeln Sie?

Hotelzimmerkarten.

Ihre Lieblingsfernsehsendung?

Die Nachrichten.

Der Held oder die Heldin Ihrer Kindheit?

Meine Mutter.

Ihr Lieblingsessen?

»Dem Sultan hat’s geschmeckt«

(Übersetzung des türkischen Gerichts »Hünkar Begendi«, Anm. d. Red.)

Ihr liebstes Möbelstück?

Mein Bürostuhl.

Rückblick: Was würden Sie nicht noch einmal tun?

Die Firma verkaufen.

Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Für arme Leute.

Wofür geben Sie garantiert kein Geld aus?

Für teures »Schickimicki-Zeug«.

Ihre erste Entscheidung, wenn Sie Bundeskanzler wären?

Den Tourismus stärker zu fördern.

66

8.11.2013 travel.one


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Unsere Themen/Our Topics 2014

Die Themen von Januar bis Mai. Mehr unter www.travel-one.net

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21

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HOTEL

CHECK

Ausgabe achtzehn 27. September 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Ketten/Kooperationen

USA/Kanada

Spanien

Wie CRS und Veranstalter

an die Informationen für

Bewertungen gelangen.

Ab Seite 10

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das Magazin für Reiseprofis

Immer mehr Airlines nehmen immer mehr

Leistungen aus ihren Basistarifen heraus.

Worauf Reisebüros und Kunden achten müssen.

Ab Seite 10

Tarifkonzepte

Interview

RCI-Chef

Adam Goldstein

Über Folgen des Costa-Unglücks

und neue Quellmärkte. Seite 8

Interview

Menschenrechtsexpertin

Antje Monshausen

Wie ein touristischer

Roundtable das Thema

voranbringen soll. Seite 8

TO1813_01bis19.indd 1 23.09.2013 19:36:10

Ausgabe neunzehn 11. Oktober 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Airlines/Airports

Australien

Südsee

TO19113_titel_213x280.indd 1 07.10.2013 18:03: 4

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das Magazin für Reiseprofis

BASTELSTUNDE

Kofferanhänger ausschneiden, Papierberge drucken und dann

alles schön verpacken – was Reisebüros und Veranstalter über

das Thema Mehraufwand denken. Seite 10

Ausgabe zwanzig 25. Oktober 2013

Interview

DRV-Präsident

Jürgen Büchy

Specials in

dieser Ausgabe:

Versicherungen

Ägypten

Über seine Pläne für

eine neue Amtszeit. Seite 8

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