Nordische Länder Karibik - Travel ONE

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Nordische Länder Karibik - Travel ONE

travel. one

das Magazin für Reiseprofis

Innerdeutsche Fernbuslinien nehmen Fahrt auf.

Das Wichtigste über Wettbewerb, Produkte,

Strecken, Preise und den Umgang mit Reisebüros.

Seite 10

Ausgabe zwei 25. Januar 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Nordische Länder

Karibik

Neue Wege

Interview

Martin Katz und

Kai de Graaff

Ameropa vor dem

Wachwechsel. Seite 8


ubrik.thema

Große

Reisegruppen?

Kleine Gruppen.

Kleine Preise.

Marco Polo.

Mini-Gruppen

mit maximal

12 Mitreisenden!

JETZT

NEU!

2


ausgabe zwei.editorial

Gegen die Neidspirale

Da haben wir den Salat. Bis auf ein paar Verweigerer

lungert die gesamte Branche auf Facebook herum, und

nun erklärt uns eine Studie der Humboldt-Universität

Berlin und der Technischen Universität Darmstadt, dass

dabei ein beachtlicher Teil der Nutzer keineswegs froh,

sondern neidisch und depressiv wird. Die Gründe liegen

auf der Hand: Wer die Nachrichten und Bilder seiner

lieben Facebook-Freunde betrachtet, wird ständig mit

den schönsten Facetten aus deren Leben konfrontiert.

Willi auf dem Kilimandscharo, Schorsch vorm Taj Mahal,

Kurt in der Business Class nach Australien, Karla beim

Sundowner am Strand...

Christian Schmicke

Chefredakteur

Kein Wunder, dass die Forscher festgestellt haben,

dass vor allem Passiv-Nutzer dem Frustrationspotenzial

des schönen Lebens ihrer »Freunde« erliegen. Und

auch nicht weiter erstaunlich, dass dadurch der Drang

verstärkt wird, selbst mal richtig aufzuschneiden, was

den Teufelskreis aus Enttäuschung und Missgunst, die

»Neidspirale«, weiter verstärkt. Wehret den Anfängen!

Wir brauchen endlich mehr Elends- und Unglücksbekundungen.

Keine Mitleids-, sondern eine authentische

Verliererkampagne. Eine Selbsthilfegruppe, in der nur

– absichtlich – peinliche oder unangenehme Fotos und

Situationen dargestellt werden dürfen. Oder wir schauen

einfach mal öfter bei den diversen Reisebürogruppen

auf Facebook vorbei. In denen wird die schwere Last des

Touristikerlebens so eindrucksvoll dargestellt, dass sie

jeden Neid am Leben anderer vergessen machen.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

travel.one 25.1.2013 3


ausgabe zwei.2013

titelthema

10 Neue Wege.

Nach der Freigabe von Inlandsrouten für

Fernbusse macht sich bei Newcomern und

Platzhirschen Goldgräberstimmung breit.

Inhalt

10

Foto: Shutterstock

puls

6 ARD-Markencheck. TUI wehrt sich gegen die Bewertung.

7 Top-Favourite. So kommen Sie zum Thomas Cook Workshop

in der Türkei.

8 Interview. Martin Katz und Kai de Graaff – der alte und der

neue Ameropa-Chef über die Perspektiven des Veranstalters.

produkt

16 Ehrgeizige Vorhaben. Warum das Online-Portal Get your

Guide nun auch das Interesse von Veranstaltern weckt.

18 Einer für alle. Thomas Cook überträgt das Türkei-Geschäft

für alle Veranstaltermarken an Öger Tours.

19 Enchanting Travels. Der Veranstalter setzt

konsequent auf individuelle Reisen.

23 Airlines/Airports. LOT: 787 sorgt für Frust +++ Airlines

polieren Image auf +++ Air France testet Handgepäck-Tarif

sales

30

Foto: Andreas Nilsson

26 Best Practice. Reisebüro bietet Service für Adoptiveltern.

destination

30 Nordische Länder. Umeå in Schweden bereitet sich

auf die Rolle als Kulturhauptstadt 2014 vor.

36 Karibik. Die Dominikanische Republik investiert

in Betten und Kreuzfahrt-Terminals.

42 Stubaital. Die Region setzt auf Superlative.

exit

46 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

47 TV-Tipps.

48 Leute. Clasen verlässt Arosa.

49 Leserbriefe. Impressum.

36

Foto: istock

50 Persönlich. Intrepid-Chefin

Barbara Glanz.

Diese Ausgabe enthält die Beilage »Sandals Royal Plantation«.

4

25.1.2013 travel.one


thema.rubrik

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travel.one 25.1.2013 5


ubrik.thema

puls

Stimmen

vom Counter

Der Bericht war nur in wenigen

kleinen Teilen richtig recherchiert.

Der Rest war einfach eine

Frechheit, unsachgemäß, gezielt

verfälscht.

Hans Joachim Menz, TUI-Travel-Star-

Reisebüro Sun & Fun, Großen-Buseck

TUI wehrt sich gegen

ARD-Vorwürfe

Man hätte die aufreibende Recherche

des ungleichen Vergleichs

gern auch mal an ein Reisebüro geben

können. Da müsste man nicht

so lange sitzen und sich überfordert

fühlen.

Silke Linß, S&S-Reisen,

Neuhaus-Schierschnitz

Schuld ist doch der Kunde, die

Geiz-ist-geil-Mentalität. Guter Urlaub

hat einfach seinen Preis, und

bei TUI fühlt man sich sicher, als

Reisebüro und als Kunde.

Maria Scherer,

Engeler-Reisen, Treuchtlingen

Für stationäre Reisebüros wird

es wieder mal noch schwieriger

und wir werden uns einiges anhören

müssen. Denn die Kunden verstehen

nicht, dass die Flüge an

einem Tag so viel kosten und am

anderen so viel.

Anette Bade,

Reisebüro Döhren, Hannover

Man hatte den Eindruck, dass

die Macher der Sendung krampfhaft

etwas Negatives gesucht haben!

Beim Qualitätscheck ein Hotel rauszusuchen,

das im Begriff ist, renoviert

zu werden, weist darauf hin.

Ingrid Breu, Ingrid‘s Reiseservice,

München

Angekratztes Image: Die ARD gibt Branchenprimus TUI schlechte Noten

n Qualität ordentlich, Service durchwachsen,

Preise höher als bei anderen, Fairness

unzureichend – mit diesem Urteil watscht

die ARD die TUI ab. Der Sender ging in seinem

jüngsten »Markencheck« der Frage

nach, ob die Nummer eins der Reiseindustrie

ihre Versprechen einlöst, und gab

dem Branchenprimus dabei recht schlechte

Noten – und löste damit sowohl in Hannover

als auch in etlichen Reisebüros einen

Aufschrei der Empörung aus.

TUI sieht sich zu Unrecht an den Pranger

gestellt. Der Fernsehbeitrag sei »durch

und durch tendenziös«. Er werfe »in weiten

Teilen ein völlig falsches Bild« auf den

Konzern. »Wir sind schockiert über die Art

und Weise, wie dieser Beitrag gestaltet

wurde«, erklärt Pressechef Mario Köpers.

Die von der ARD losgeschickten Tester

hatten unter anderem in einem Riu-Hotel

auf Gran Canaria abgewohnte Zimmer

moniert. TUI kritisiert nun, dass für den

Qualitätscheck bewusst ein »Hotel älteren

Datums« gewählt worden sei, dessen

Komplettrenovierung bereits in diesen

Monaten anstehe.

Auch die Bewertung des Reisebüro-Services

durch die ARD will TUI so nicht stehen

lassen. Dass die Tester in sieben von zehn

TUI-Agenturen nicht auf die benachbarte

Baustelle ihres Wunschhotels hingewiesen

worden seien, hänge womöglich damit zusammen,

dass deren Buchungen »nicht bis

zum Ende durchgeführt« wurden.

TUI weist zudem die Behauptung zurück,

dass die Preise des Branchenprimus

höher als bei den Mitbewerbern seien.

»Die Leistungen, die hinter dem Reisepreis

stehen, sind nicht komplett vergleichbar«,

betont das Unternehmen, »selbst bei auf

den ersten Blick identischen Reisen.«

Klären will TUI die Vorwürfe in Sachen

Fairness. Die Kritik der ARD: Der Umgang

mit den eigenen Mitarbeitern im Zielgebiet

Türkei sei unzureichend, die Arbeitsbedingungen

seien hart, die Bezahlung

sei schlecht und im nachfrageschwachen

Winter würde Mitarbeitern zuweilen sogar

unter Druck die vorübergehende Kündigung

nahe gelegt. Sollte all dies stimmen,

will sich TUI von den betroffenen Partnern

distanzieren.

Foto: TUI

6

25.1.2013 travel.one


thema.rubrik

So kommen Sie zum Top-Favourite

Workshop von Thomas Cook

n Bis zum 8. Februar haben Reiseprofis noch Gelegenheit, sich für den

Top-Favourite-Workshop von Thomas Cook und Travel One in der Türkei

zu qualifizieren. 30 Reisebüro-Experten fliegen vom 14. bis 18. März in die

Region Antalya. Dort werden sie mit viel Spaß und bei besonderen Erlebnissen

zu Experten für die neuen Top-Favourite- und Favourite-Hotels von

Thomas Cook und Neckermann Reisen.

Die Workshop-Teilnehmer erfahren mehr darüber, warum sich Top-Favourite-

und Favourite-Hotelempfehlungen für den Buchungserfolg lohnen.

Sie entdecken die Thomas Cook Erlebniswelten sowie die Hotelkonzepte

Sentido und Smartline. Und sie erleben die türkische Kultur und gehen

auf Erkundungsreise entlang der türkischen Riviera.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir außerdem zehn Thomas-Cook-

Werbemittelgutscheine im Wert von je 50 Euro.

Was Sie dafür tun müssen? Sie lesen die Story über das Top-Favourite-

und Favourite-Konzept in Travel One Ausgabe 01/2013 genau durch,

werfen einen Blick in die Kataloge von Thomas Cook und beantworten

einige Fragen auf der Travel One Website. Haben Sie alle Fragen richtig

beantwortet, dann gehören Sie mit etwas Glück zu unseren Gewinnern.

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JETZT

SOMMER 2013

BUCHEN!

Reise nach Australien

n Regula Manser beschäftigt sich schon seit fast zwölf Jahren mit Australien. Die

Reise-Expertin arbeitet bei Explorer Fernreisen in Frankfurt am Main und hat den

roten Kontinent oft besucht. Ihren nächsten Besuch allerdings, den wird die Touristikerin

besonders genießen können. Denn sie ist die Gewinnerin des Travel One

Webscouts, eines gemeinsamen Online-Gewinnspiels von New South Wales, Tourism

Queensland, Singapore Airlines, dem Camper-Unternehmen THL und Travel One. Als

Siegerin darf Manser nun 14 Tage lang mit einem Wohnmobil auf eigene Faust die

australische Ostküste erkunden und von Sydney bis nach Cairns fahren.

Die Sponsoren (von links):

Peter Tomasch, Pressesprecher

Singapore Airlines;

Dai Hao Yu, Deutschland-

Direktor Singapore Airlines;

Kai Ostermann, International

Director Europe Tourism

and Events Queensland;

Norbert Hofmann, Market

Development Manager

Singapore Airlines

SIDE • ALANYA • ANTALYA

BELEK • KEMER • MARMARIS

BODRUM • KUSADASI

travel.one 25.1.2013 7


puls.interview

Was setzen Sie dem Anbieter-Boom

in Ihren Segment entgegen?

Das Interview führte Christian Schmicke.

Martin Katz (57, links im

Bild) gibt seinen Job als

Ameropa-Chef nach 18

Jahren in Diensten der

Deutschen Bahn, davon

zwölf bei Ameropa, an

Kai de Graaff (40) ab.

Das Interview führte

xxxxxxxxxxxxxx Der Nachfolger xxxxxx. betreute

seit 2008 bei DB Vertrieb

als Abteilungsleiter die

touristischen Kooperationen,

unter anderem

Festpreistickets für

Bahnanreisen (RIT), Rail

& Fly und Fahrtziel Natur.

Zuvor war er im Produktund

Kapazitätsmanagement

der TUI tätig.

Herr de Graaff, Sie übernehmen am

1. Februar die Geschäftsführung

von Ameropa. Was reizt Sie an

Ihrem neuen Job?

de Graaff: Vor allem die Möglichkeit,

zu gestalten. Ameropa agiert aus einer

erfolgreichen, starken Position

und besitzt von der Deutschen Bahn

als Gesellschafter den notwendigen

Rückhalt. Außerdem ist das Veranstaltergeschäft

sozusagen meine berufliche

Heimat. Da liegen die Reize

dieser neuen Aufgabe doch auf der

Hand. Als mir das konkrete Angebot,

die Geschäftsführung von Ameropa

zu übernehmen, zugetragen wurde,

musste ich jedenfalls keinen Moment

darüber nachdenken, ob ich das machen

will. Ein tolles Unternehmen

und das Vertrauen des Aufsichtsrates,

einschließlich Birgit Bohle, sprechen

für sich.

Bei der Bahn haben Sie dafür gesorgt,

dass die Bahnanreise mit

Foto: Travel One

Festpreisen bei den Veranstaltern

größere Verbreitung fand. Ärgern

Sie sich nun als Chef der Bahntochter

Ameropa, dass Sie in diesem Bereich

kein Alleinstellungsmerkmal

vorweisen können?

de Graaff: Nein, nicht wirklich. Ich

bin überzeugt, dass die größere Verbreitung

der Bahnanreise im Veranstaltergeschäft

nicht nur für die

Bahn, sondern auch für Ameropa Vorteile

hat. Wir als Spezialisten für den

Urlaub mit Bahnanreise profitieren

von der gewachsenen Aufmerksamkeit

für dieses Thema im Gesamtmarkt.

Katz: Trotz der gewachsenen Konkurrenz

ist der Anteil der Buchungen mit

Bahnanreise bei Ameropa weiter gestiegen.

Er liegt mittlerweile bei 77

Prozent. Wir wären schlechte Touristiker,

wenn wir den Greenhorns in

unserem Segment nicht Paroli bieten

können.

Sie haben zum Herbst einige

Kataloge und deren Laufzeiten neu

sortiert. Wie hat der Markt das

angenommen?

Katz: Wir fühlen uns durch die Buchungseingänge

bestätigt. Besonders

die Auslegung der beiden Hauptkataloge

für Städte- und Deutschland-Reisen

hat den Vorteil, dass das Sommerangebot

bereits den ganzen Winter

über buchbar ist. Das ist wichtig, weil

immer mehr Kunden entweder sehr

lang- oder sehr kurzfristig buchen.

In Ihrem Kernsegment Städtereisen

sind Hotelportale wie HRS in den

vergangenen Jahren stark

gewachsen. Kann ein klassischer

Veranstalter dem noch etwas

entgegensetzen?

8

25.1.2013 travel.one


interview.puls

Katz: Ja, natürlich. Gerade im Städteund

Last-Minute-Bereich haben wir

im zweiten Halbjahr 2012 einen kräftigen

Schub erlebt. Die Portale werden

auch weiterhin wachsen. Unsere

Aufgabe ist es, dem reinen Hotelangebot

durch die intelligente Verzahnung

mit anderen Leistungen etwas

entgegenzusetzen.

Nehmen Ihnen die Portale nicht

durch ihre Bestpreisklauseln bei den

Hoteliers die Butter vom Brot?

Katz: Die jüngsten Entwicklungen

auf diesem Feld nützen uns eher. Gerade

die Diskussionen um Bestpreisklauseln

und die jüngsten Provisionserhöhungen

haben vielen Hoteliers

bewusst gemacht, wie wichtig langjährige,

zuverlässige Partnerschaften

sind. Mein Eindruck ist, dass die Euphorie,

in den Hotelportalen einen

billigen Vertriebskanal gefunden zu

haben, einer nüchterneren Betrachtung

gewichen ist.

Herr de Graaff, was werden Sie

als Ameropa-Chef anders machen

als Ihr Vorgänger?

de Graaff: Das ist jetzt kein Thema.

Ich bin ja nicht einmal offiziell im

Amt. Aber ich konnte mich bereits

überzeugen, dass Ameropa personell

und inhaltlich hervorragend aufgestellt

ist. Das ist eine gute und angenehme

Basis für meinen Start.

Herr Katz, die Frage, die Sie in den

vergangenen Monaten am häufigsten

gehört haben, bleibt Ihnen auch

jetzt nicht erspart. Wie sind Ihre Zukunftspläne?

Katz: Darüber habe ich tatsächlich

noch keine abschließende Entscheidung

gefällt. Es war immer meine Absicht,

erst meine Aufgaben bei Ameropa

abzuschließen und dann in die

konkrete Planung meiner weiteren

beruflichen Aktivitäten einzusteigen.

Glücklicherweise kann ich es mir erlauben,

das auch so zu tun.

Zahlen & Fakten

Ameropa hat im Kalenderjahr 2012 die

Gästezahl um drei Prozent auf rund

500.000 und den Umsatz um sieben

Prozent auf 106,4 Millionen Euro gesteigert.

Wichtigstes Reiseland des Veranstalters

ist mit einem Anteil von rund

75 Prozent und mit einer Umsatzsteigerung

von rund zehn Prozent weiterhin

Deutschland, gefolgt von Österreich,

der Schweiz und Frankreich.

77 Prozent der Kunden wählen nach

Angaben des Veranstalters die Anreise

mit der Deutschen Bahn, die übrigen

23 Prozent nutzen das Auto.

Der Anteil von Reisebüros und

Buchungsstellen am Bahnhof am

Ameropa-Umsatz liegt ebenfalls bei

77 Prozent. 23 Prozent werden online

generiert. Der Umsatz über den stationären

Vertrieb stieg 2012 um sechs

Prozent, der Online-Umsatz nahm um

neun Prozent zu.

Advertorial

ITB BERLIN DIREKTOR DR. MARTIN BUCK SPRICHT ÜBER DIE NEUHEITEN DER ITB BERLIN 2013

INSPIRIEREND INNOVATIV

ITB BERLIN – THE WORLD´S

LEADING TRAVEL

TRADE SHOW ®

»Unsere Gegner heißen nicht FTI, Alltours oder

INDONESIEN IST PARTNER-

Schauinsland, sondern hrs.de und booking.com.«

187 Länder aus allen

5 Kontinenten

10.644 Aussteller

113.006 Fachbesucher

davon 40% aus dem Ausland

6 Mrd. Euro Umsatz

DER ITB BUYERS CIRCLE

GEHT 2013 IN DIE ZWEITE

RUNDE. HALTEN SIE AN DEM

KONZEPT FEST?

Auf jeden Fall. Denn mit dem ITB

Buyers Circle bieten wir den Top-

Einkäufern der internationalen

Reiseindustrie eine maßgeschneiderte

Plattform. Auch 2013

werden wir den Einkäufern

wieder freien Eintritt und Zugang

zur Messe bereits eine Stunde vor

Messebeginn gewähren. In der

ITB Buyers Circle Lounge mit

kostenlosem W-LAN-Zugang

können die Einkäufer sich in

ruhiger Atmosphäre mit ihren

Geschäftspartnern treffen.

LAND 2013. WAS STEHT IM

FOKUS?

Als Partnerland kann Indonesien

seine Bekanntheit als eine der

wichtigsten Urlaubsdestinationen

in Südostasien im deutschen und

internationalen Markt nachhaltig

stärken. Neben der Präsentation

des gesamten touristischen Angebots

steht das Partnerland im Fokus

des medialen Interesses. Zudem

wird Indonesien zentral in die

Kommunikation der Messe eingebunden

sowie die Eröffnungsfeier

am Vorabend der Messe

ausrichten.

WIE KÖNNEN AUSTELLER

IHREN MESSEAUFTRITT

OPTIMIEREN?

Seit Jahren veranstaltet die ITB

Academy unterjährig Workshops

und Webinare zum optimalen

Messeauftritt. Dabei erhalten

sowohl Messeneulinge als auch

erfahrene Aussteller Expertenwissen

rund um den perfekten

Messeauftritt und zu aktuellen

Touristikthemen.

2013 FEIERT DER ITB BERLIN

KONGRESS 10-JÄHRIGES.

WAS GIBT ES NEUES?

Anlässlich des Jubiläums stehen

neben den bewährten Strukturen

des ITB Berlin Kongresses mit den

Schwerpunkttagen vom ITB Future

Day bis zum CSR Day Interaktion

mit dem Publikum und der stärkere

Einsatz innovativer Technologien

im Vordergrund. Außerdem

werden zehn internationale

Top-Speaker aus zehn verschiedenen

Tourismussegmenten auf dem

weltgrößten Tourismuskongress

Rede und Antwort stehen.

6.—10. MÄRZ 2013

ITB-BERLIN.DE

travel.one 25.1.2013 9


Die Fernbusse

nehmen Fahrt auf

Zum Jahresanfang trat die Liberalisierung des deutschen Fernbusmarktes in Kraft.

Viele Unternehmen wollen einsteigen und die Kunden erwartet ein breites Netz.

10

25.1.2013 travel.one


verkehr.titelthema

Die Fernbusanbieter wollen Reisenden ein

neues Verbindungsnetz spannen

Bild: brux/Shutterstock

In den Vereinigten Staaten und weit

darüber hinaus sind sie eine Legende.

Die Fahrt mit dem Greyhound

von New York nach Chigaco oder Los

Angeles oder auf anderen Strecken

quer durch die USA und nach Kanada

ist besonders bei jüngeren Reisenden

eine beliebte Art der Fortbewegung. In

Deutschland stellt sich das Bild anders

dar. Fernbusreisen im Inland waren

bislang nur auf wenigen Strecken zugelassen.

Und lange Busreisen auf innereuropäischen

Strecken werden heute

überwiegend im sogenannten ethnischen

Verkehr, also von Migranten, die

mit viel Gepäck in die frühere Heimat

reisen, unternommen.

Nun aber hat der Bundestag der

Liberalisierung des deutschen Fernbusmarktes

zugestimmt. Seit dem Jahreswechsel

stehen alle Strecken hierzulande

im Prinzip allen Anbietern offen.

Grund für die bisherige Einschränkung

des Marktes war ein Gesetz aus den

1930er Jahren, durch das die Deutsche

Bahn geschützt werden sollte. Deshalb

waren keine Linien zugelassen, die parallel

zu bestehenden Bahnverbindungen

verlaufen. Zwar war es auch in der

Vergangenheit möglich, Fernbuslinien

anzubieten, doch war dies ein langwieriger

Genehmigungsprozess.

Seit der Gesetzesänderung macht

sich auf dem bislang kaum beackerten

Feld eine Art Goldgräberstimmung

breit. Der Bundesverband Deutscher

Omnibusunternehmen erwartet, dass

mehr als 100 Anbieter auf den nationalen

Fernbusmarkt drängen werden.

Erste Strecken offen.

Die ersten Verbindungen sind bereits

in Betrieb, die Eröffnung diverser neuer

Verbindungen ist angekündigt. Einer

der Marktneulinge, die ihre Chance wittern,

ist Mein Fernbus, ein junges, 2011

gegründetes Unternehmen mit Sitz in

Berlin. Es hat bereits im vergangenen

Jahr mit Strecken von Freiburg nach

München und von München nach Zürich

die ersten Schritte gemacht, mittlerweile

umfasst das Netz acht Linien.

Nun soll das Geschäft rasch ausgebaut

werden, der Schwerpunkt liegt auf dem

innerdeutschen Verkehr. »Ab Ostern

2013 wird Mein Fernbus auch in Norddeutschland

aktiv. Zusätzlich werden

wir zahlreiche Verbindungen von Berlin

in das Ruhrgebiet und nach Süddeutschland

aufnehmen«, kündigt Geschäftsführer

Torben Greve an.

Er setzt gemeinsam mit seinem Geschäftsführerkollegen

Panya Putsathit

auf eine Kooperation mit mittelständischen

Busunternehmen. Mein Fernbus

übernimmt die Planung, Preisentwicklung,

Buchung und den Vertrieb. Das

travel.one 25.1.2013 11


titelthema.verkehr

Foto: Deutsche Touring

» Wir haben das Know-how.« Frank Zehle, Deutsche Touring

rollende Material und die

operativen Leistungen kommen

von den regionalen

Partnern.

Nach dem gleichen

System arbeitet auch Flix

Bus, ein ebenfalls junges

Unternehmen, das André

Schwämmlein, Daniel Krauß

und Jochen Engert während

ihres Studiums gegründet

haben. Sie wollen den Linienverkehr

Anfang Februar

aufnehmen. Unter den ersten

Abfahrtsorten soll Nürnberg

sein. Gut sehe es auch

bei den Planungen für Kassel

und das Ruhrgebiet aus, sagt

Geschäftsführer Engert. Bis

Ende des Jahres soll es ein

flächendeckendes Netz mit

rund 40 bis 50 Städten geben.

»Dazu werden auch einige

kleinere Städte gehören.«

Ein großer und etablierter

Mitspieler auf dem neuen

Markt ist die Deutsche Touring.

Sie kann auf eine langjährige

Expertise im Fernbusgeschäft

zurückblicken,

der Einstieg ins internationale

Liniengeschäft erfolgte

in den 1960er Jahren. Dieses

internationale Netz haben

die Frankfurter nun für den

deutschen Markt geöffnet

und direkt an Neujahr sechs

Strecken freigegeben.

Allerdings mussten sie

diese gleich wieder schließen.

Für den innerdeutschen

Verkehr ist nach

aktueller Rechtsprechung

eine separate Genehmigung

erforderlich, auch wenn die

Deutsche Touring diese nur

als Teilstrecken in ihrem

internationalen Streckennetz

verstanden wissen will.

Diese hat das Unternehmen

beantragt und wartet auf einen

positiven Bescheid.

Geplant ist im ersten

Quartal ein Netz von 35 Strecken

zwischen 45 deutschen

Städten. Auch die Deutsche

Touring wickelt den Großteil

des Verkehrs mit Subunter-

Produkt

Fast alle Anbieter setzen Fahrzeuge von Buspartnern

ein, die Qualitätsvorgaben erfüllen müssen.

Die Deutsche Touring mit ihrem Tochterunternehmen

Eurolines verfügt darüber hinaus noch über

rund 25 eigene Busse.

Standard sind bei allen Anbietern Rauchverbot,

WLAN (bei den meisten kostenlos), Getränke und

Snacks an Bord, Toiletten und Klimaanlage. Zum

Sitzabstand macht nur Mein Fernbus genaue Angaben

(70 Zentimeter).

Beim Gepäck ist grundsätzlich ein Koffer erlaubt,

der im Kofferraum transportiert wird, an Bord darf

ein Handgepäckstück mitgenommen werden. Bei

BLB fällt pro Stück ein Euro Gepäckgebühr an. Sperriges

Gepäck wie beispielsweise Fahrräder, Ski oder

Surfbretter, Rollstühle, Kinderwagen (beide bei einigen

kostenfrei) oder ähnliches sowie ein zweiter

Koffer wird im Gepäckraum transportiert, wenn

Platz vorhanden ist. Muss aber zuvor angemeldet

werden. Diese Gepäckstücke kosten zwischen neun

und 15 Euro, bei Mein Fernbus werden Fahrräder

kostenfrei mitgenommen.

12

25.1.2013 travel.one


verkehr.titelthema

nehmen ab. Sie verfügt aber

darüber hinaus auch über 25

eigene Busse.

Positionsbestimmung.

Frank Zehle, Geschäftsführer

der Deutschen Touring, will

nun erst einmal die weitere

Entwicklung abwarten. »Wir

haben einige Projekte in der

Schublade, doch wir wollen

erst sehen, welche neuen

Konkurrenten in den ersten

Wochen und Monaten auf den

Markt drängen«, sagt er.

Unter anderem sei von der

Deutschen Bahn ein stärkeres

Engagement zu erwarten.

»Ein Beispiel für eine solche

Entwicklung ist Frankreich.

Dort hat die SNCF ihre Möglichkeiten

genutzt und innerhalb

kurzer Zeit 35 Busse auf

Inlands- und internationalen

Strecken in Dienst gestellt.«

Die Bahn ist ohnehin mit

ihrem Tochterunternehmen

Berlin Linien Bus (BLB) der

größte Anbieter auf dem deutschen

Markt. Das Netz umfasst

300 Zielorte in Deutschland und

Europa. Wegen der schlechten

Bahnverbindungen während

des Kalten Krieges durfte die

Bahn Berlin in dieser Zeit mit

dem Bundesgebiet per Bus verbinden.

So ist der Hauptstadt-

Verkehr auch heute noch das

Rückgrat des Fahrplans. Die

Deutsche Bahn plane aber keinen

Ausbau in diesem Segment,

das Hauptgeschäft bleibe die

Schiene, sagt Bahnvorstandschef

Rüdiger Grube in einem

Interview mit der Frankfurter

Allgemeinen Zeitung.

Auf einen weiteren großen

Konkurrenten müssen

sich aber alle Anbieter bereits

jetzt einstellen. Für Anfang

2014 haben die Deutsche Post

und der ADAC ihren Einstieg

ins Fernbusgeschäft angekündigt.

Momentan laufen

die Verhandlungen. Eine Entscheidung

der jeweiligen Aufsichtsgremien

könne Anfang

des zweiten Quartals fallen,

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Katalog Städte erleben 2013/14 buchbar.

heißt es von Seiten der Beteiligten.

Konkrete Pläne zu

Strecken, Taktung und Fahrpreisen

sind für Mitte des

Jahres zu erwarten. Darüber,

ob der Vertrieb ausschließlich

über die Filialen und

Geschäftsstellen der beiden

Unternehmen laufen soll,

oder ob auch Reisebüros eingebunden

werden, sei noch

nicht gesprochen worden.

travel.one 25.1.2013 13


titelthema.verkehr

Deutsche Touring-Chef Frank

Zehle will zum Start die internationalen

Linien im Inland ergänzen

Rundheraus abgelehnt werden die Pläne

vom Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer

(BDO). Der Mittelstand gerate

dadurch unter Druck und zwei Bundesbeteiligungen,

Post und Bahn, machten sich

gegenseitig Konkurrenz. »Gerade unter

dem Aspekt, dass Verkehrsminister Ramsauer

regelmäßig die Chancen für den

deutschen Mittelstand in dem neu entstehenden

Markt besonders hervorgehoben

hat, erscheint die aktuelle Entwicklung

diskussionswürdig«, sagt BDO-Mitglied

Karsten Schulze, geschäftsführender Gesellschafter

von Haru Reisen.

Preis und Provision

Tarife:

Berlin – Frankfurt/Main

Berlin Linien Bus: 45 Euro (Normaltarif), Deutsche Bahn: 120 Euro

Leipzig – Frankfurt:

Mein Fernbus: 35 Euro, Deutsche Bahn: 77 Euro

Frankfurt – München:

Flix Bus: 29 Euro (Höchstpreis), Dein Bus: 40 Euro (Normalpreis)

Deutsche Bahn: 98 Euro

Alle Anbieter bieten aber Sonder- oder Aktionspreise, zum Teil abhängig

vom Buchungszeitpunkt oder dem Buchungsweg (Online,

Agentur, Fahrer)

Provision:

Die Provisionsregelungen sind unterschiedlich, einige Anbieter machen

daraus ein Geheimnis.

Berlin Linien Bus: Fünf Prozent

Deutsche Touring: Fünf Prozent

Mein Fernbus: Keine genauen Angaben – »höher als bei der Bahn«

Flix Bus: Keine genauen Angaben – Provision ist nach Umsatzvolumen

gestaffelt

Buchung:

Berlin Linien Bus: Online-Buchungssystem, Agenturmodul

Tel. 030/86 19 331

Deutsche Touring: Webbasiertes Buchungsportal

agenturzulassung@dertour.de

Mein Fernbus: Online-Buchungssystem agentur@meinfernbus.de

Flix Bus: Online-Buchungssystem partner@flixbus.de

Touring-Chef Zehle ist vor der möglichen

Konkurrenz nicht angst und bange: »Post

und ADAC haben zwar wesentlich bessere

Voraussetzungen auf der finanziellen Seite.

Doch wir haben das Know-how, immerhin

besitzen wir mehr als 60 Jahre Erfahrung.«

Eine Einstellung, die auch die anderen

Anbieter teilen. Die Initiatoren von Mein

Fernbus vermuten, dass das laufende Jahr

bereits eine Vorentscheidung über die Verteilung

von Marktanteilen bringt. Es würden

bereits viele Claims abgesteckt.

Flix Bus-Chef Engert gibt zudem zu bedenken,

dass sich Konzerne in Ländern wie

Schweden oder Großbritannien durchaus

schwer getan hätten. Skeptisch betrachtet

er das Vorhaben von National Express.

Der britische Anbieter kündigte fünf Linien

in Deutschland. »Es bleibt abzuwarten,

wie das funktioniert«, meint Engert. Denn

der britische und der deutsche Markt sind

durchaus unterschiedlich strukturiert.

Die Anlaufschwierigkeiten, die größere

Unternehmen haben können, zeigen sich

unter anderem bei Veolia. Der britische

Bahnkonzern will ebenfalls in den hiesigen

Markt einsteigen, doch zu möglichen

14

25.1.2013 travel.one


verkehr.titelthema

Jochen Engert von Flix Bus plant

ein Netz von 40 bis 50 Städten

Service an Bord erstreckt sich von WLAN bis zu Bewirtung an Bord

Fotos: Mein Fernbus

Strecken oder einem Datum gibt es bislang

praktisch keine Informationen. Das Unternehmen

erklärt lediglich, mögliche Strecken

würden geprüft.

Hoffen auf Imagewandel.

Touring-Chef Zehle sieht in dem wachsenden

Wettbewerb durchaus positive Aspekte.

»Er wird die öffentliche Aufmerksamkeit für

unser Segment nach oben treiben. Das Thema

Fernbus muss in die Köpfe.« Dies sieht

auch Engert von Flix Bus so, denn es gehe

auch darum, neue Zielgruppen zu erschließen:

»Wir müssen den Kunden erklären,

dass der Fernbus eine Alternative ist. Aber

es benötigt Zeit, um den Bus zu etablieren.«

Dies verdeutlicht eine Umfrage der

FOM Hochschule in Nürnberg unter ihren

Studenten. Ein Fünftel denke über eine

Fernbusfahrt nach, heißt es. Wirklich genutzt

werde diese Variante aber nur von

vier Prozent. Das Argument des Preises,

das viele Anbieter für sich ins Feld führen,

ist laut Umfrage nur für zehn Prozent der

möglichen Nutzer ausschlaggebend. Für

die Bahn seien kaum negative Auswirkungen

durch die Busanbieter zu erwarten. Die

neue Konkurrenz werde wohl am ehesten

die Mitfahrzentralen treffen. Dass dies so

ist, hofft auch Bahnchef Grube. Er erwartet,

dass nur ein sehr geringer Anteil der Bahnkunden

umsteigen werde.

Für die Fernbusanbieter wird es nicht

zuletzt darauf ankommen, dass sie ihr

Image aufpolieren. »Bei Busfahrten denken

wir immer noch an unsere Schulfahrten in

unkomfortablen, alten Fahrzeugen oder an

das Gedränge in Linienbussen«, so Professor

Orhan Kocagöz von der FOM Hochschule.

Die Busunternehmen arbeiten allerdings

mit Hochdruck daran, dieses Bild

zu ändern. Auf den Fahrten einiger Anbieter

wie Mein Fernbus oder Flix Bus

haben die Passagiere etwa kostenlosen

Zugriff auf WLAN, es gibt Snacks und Getränke

an Bord. Bei Mein Fernbus können

die Fahrgäste auch Fahrräder mitnehmen.

»Durch einen klaren Fokus auf Qualität

und Kundenservice ermöglichen wir vielen

Menschen neue Mobilität«, meint Mein

Fernbus-Chef Greve. Er ist überzeugt: Der

Fernreisebus werde sich als »sehr ökologisches

und wirtschaftliches Verkehrsmittel«

etablieren.

Wolfram Marx

Torben Greve, Geschäftsführer

von Mein Fernbus, setzt auf ein

schnelles Wachstum 2013

travel.one 25.1.2013 15


produkt.veranstalter

Das Online-Portal Get Your Guide vermittelt weltweit erfolgreich Ausflüge und Führungen.

Der rasante Aufstieg weckt auch das Interesse von Veranstaltern und Reisebürokooperationen.

Ehrgeiziges Vorhaben

flügen, Führungen und Events – etwa

500.000 Produkte – zu digitalisieren und

in die touristischen Vertriebswege zu

bringen. Der Vorteil: »Wir haben nicht

das traditionelle Denken eines Reiseveranstalters.

Und unendlich viele Seiten

mit viel Platz«, betont Reck. Auf diese

Art könne Get Your Guide ungefähr 34

Mal so viele Ausflüge und Touren anbieten

wie beispielsweise eine TUI, rechnet

der Jungunternehmer vor.

Große Auswahl: Bevor die 17.000 Touren, Ausflüge und Attraktionen den Weg in das

Portal fanden, wurden sie eingehend auf Lizenzen und Autorisierungen hin geprüft

Das war ein richtiger Ritterschlag

für uns«, erzählt Johannes Reck

stolz. Der 27-jährige Mitgründer

und Geschäftsführer des Online-Portals

Get Your Guide erhielt vor Kurzem

von zwei amerikanischen Venture-

Kapitalgesellschaften eine kräftige Finanzspritze

für sein noch recht junges

Unternehmen mit Sitz in der Schweiz.

Das Besondere: Einer der beiden Investoren,

Spark Capital, zählt zu den

Entdeckern und Unterstützern des

Kommunikationsdienstes Twitter sowie

des Netzwerks Foursquare – beide

Unternehmen sollen mittlerweile acht

Milliarden beziehungsweise 760 Millionen

US-Dollar wert sein. Spark Capital

sieht auch für Get Your Guide ein

»enormes Marktpotenzial«, wie Alex

Finkelstein, General Partner von Spark

Capital betont. Denn das Portal ist nach

eigenen Angaben die weltweit größte

Buchungsplattform für Ausflüge und

bündelt auf der Website derzeit mehr

als 17.000 Angebote in 1.670 Zielen.

Mit den US-Investoren im Rücken

kann Jungunternehmer Reck nun mit

seinem Team die ehrgeizigen Pläne von

Get Your Guide weiterverfolgen. »Wir

haben festgestellt, dass es im Markt bislang

keinen ‚Global Player‘ für unsere

Produkte gibt. Diese Lücke wollen wir

schließen«, erklärt er. Sein Ziel ist es,

das gesamte weltweite Angebot an Aus-

Vorteile für Partner.

Der rasante Aufstieg des Schweizer

Start-up-Unternehmens ist nicht nur

im Ausland, sondern auch hierzulande

bereits auf Interesse gestoßen. »Veranstalter

kommen auf uns zu und wollen

mit uns kooperieren«, erzählt Reck. In

den Systemen von STA Travel sind die

Angebote des Portals schon zu finden.

Auch Thomas Cook sieht Get Your Guide

als interessanten Partner und schließt

eine Zusammenarbeit in der Zukunft

nicht aus«, wie Heidrun Steidle, Senior

Produktmanagerin Städtereisen sagt.

Bei FTI prüfe man ebenfalls gerade »zukünftige

Engagements in dieser Richtung«,

berichtet FTI-Geschäftsleiter Richard

Reindl.

Einen Schritt weiter ist Dertour. Der

Veranstalter nutzt bereits seit der vergangenen

Sommersaison die Produkte

der Buchungsplattform. »Für uns fungiert

Get Your Guide als Produktlieferant,

dessen Leistungen wir einkaufen«,

erklärt Frank Götze, Bereichsleiter Kurzreisen

bei Dertour, der von seinem Partner

überzeugt ist. »Das Unternehmen

hat es richtig gemacht. Sie sind reisebüro-

und veranstalterfreundlich, und davon

können wir alle profitieren«, findet

er. Zum Beispiel baue Dertour dadurch

16

25.1.2013 travel.one


veranstalter.produkt

das Produktportfolio weiter aus und könne

Zusatzleistungen anbieten, die so vorher

nicht im Programm waren. »Zum Beispiel

eine Führung auf den Eiffelturm, ohne sich

vorher in einer langen Warteschlange anstellen

zu müssen«, sagt er.

Als Konkurrenz sieht Götze Online-Portale

wie Get Your Guide nicht an. Schließlich

sei die Produktpalette heutzutage so

vielfältig, dass Spezialisten für bestimmte

Segmente auch für Veranstalter interessant

sein können. »Uns hilft grundsätzlich jeder

Anbieter, der uns spezielle Produkte näher

bringt«, weiß Götze. Auch FTI-Geschäftsleiter

Reindl teilt diese Ansicht. »Buchungslösungen

für alle touristischen Leistungen

werden vom Kunden immer stärker nachgefragt.

Partnerschaften in dem Bereich

ergeben deshalb durchaus Sinn«, meint er.

Hinzu komme, dass Partner wie Get Your

Guide den Leistungsträger darüber aufklärten,

wie man sich aufstellen müsse und

verschiedene Kanäle nutzen könne. »Das

erleichtert unsere Arbeit«, so der Dertour-

Manager.

Ob Paris oder Rom: Besichtigungstouren

werden bei Urlaubern immer beliebter

Fotos: Get Your Guide

Zu starre Strukturen.

Aufklärungsarbeit ist in vielen Fällen auch

nötig. Die digitale Bündelung der Angebote

sei für Unternehmen häufig ein nicht zu

unterschätzender Kostenaufwand. Zudem

hätten Anbieter oft auch Schwierigkeiten

bei der Darstellungsform ihrer digitalen

Buchungslösungen, weiß Portalbetreiber

Reck. »Das große Problem in der Reisebranche

ist, dass Veranstalter oft noch zu

stark an der Katalogwelt orientiert sind«,

erklärt er. Es fehlten häufig überschaubare

Darstellungen, eine vernünftige Kategorisierung

und gute Filter. Vieles sei sehr

»grob geschnitzt«, dabei lägen die Vorzüge

im Online-Geschäft vor allem in einer »detaillierten

Darstellung«, sagt der Get-Your-

Guide-Chef.

FTI-Mann Reindl kennt die »sehr starren

Strukturen innerhalb der Leistungsträger«,

wie er sagt. Doch er ist überzeugt,

dass sich Veranstalter stärker an der gesamten

Online-Welt orientieren müssen.

Auch wenn der Schwerpunkt weiterhin auf

der Katalogwelt liegt. So wie beispielsweise

bei Dertour. Doch auch dort ist man sich der

Vorzüge einer digitalen Form der Zusatzleistungen

bewusst. Schließlich könnten

Produkte so ganz anders und ausführlicher

beschrieben werden, meint Dertour-Manager

Götze. Denn: »In einem Katalog ist nicht

ausreichend Platz, um eine große Auswahl

an Touren und Ausflügen abzubilden.«

Besserer Zugang für Reisebüros.

In Zukunft will Get Your Guide nicht nur enger

mit Veranstaltern zusammenarbeiten.

Zurzeit befindet sich Geschäftsführer Reck

auch in Verhandlungen mit Reisebüroketten,

um die Inhalte seines Portals besser

an die Software des stationären Vertriebs

anzubinden. »Wir verfolgen eine Multi-

Channel-Strategie und wollen unser Angebot

über alle möglichen Kanäle buchbar

machen. Das muss aber kein Nachteil für

Reisebüros sein«, versichert Reck. Heutzutage

müssten sich auch Counterkräfte mit

mobilen Anwendungen auseinandersetzen

und ihren Kunden etwas »an die Hand geben«,

findet er. Zum Beispiel in Form einer

App. An deren Einführung bastelt Reck übrigens

auch gerade.

Kendra Mietke

Get Your Guide

Gründete sich 2008 aus einem

studentischen Projekt der Eidgenössischen

Technischen Hochschule

Zürich heraus.

Die Plattform bietet derzeit

rund 17.000 Ausflüge, Touren

und Attraktionen in fast 1.700

Zielgebieten an.

www.getyourguide.de

Hauptsitz ist Zürich mit

Niederlassungen in Berlin und

Las Vegas.

Reisebüros erhalten eine

Staffelprovision zwischen

sechs und zehn Prozent.

partner.getyourguide.com

Get Your Guide ist Mitglied des

VIR sowie der European Tour Operators

Association (ETOA). Das Portal

kooperiert unter anderem mit

Dertour und STA Travel.

Von links: Tao Tao (VP Product),

Pascal Mathis (CFO), Johannes

Reck (CEO), Tobias Rein (CTO)

und Martin Sieber (VP Platform)

leiten die Geschicke des Unternehmens,

das derzeit mehr als 75

Mitarbeiter beschäftigt.

travel.one 25.1.2013 17


produkt.veranstalter

Eine Küche für alle

Thomas Cook überträgt das Türkei-Geschäft von drei Veranstaltern an Öger Tours.

November Geschäftsführer des Veranstalters.

Dennoch serviere Hamburg künftig

keinen Einheitsbrei. Das Angebot in den

Katalogen der drei Marken soll sich auch

weiterhin unterscheiden, abgesehen von

einigen Überschneidungen.

»Effizienzsteigerung«: Michael Tenzer (links), Geschäftsführer der Thomas Cook Touristik,

und der neue Öger-Chef Björn Walther

Öger Tours

Der Türkei-Spezialist aus

Hamburg gehört seit Oktober

2010 zu Thomas Cook.

Seit der Übernahme (Geschäftsjahr

2009/10) hat sich

das Ergebnis um 258 Prozent

verbessert. Die Ursache ist vor

allem in Synergien zu suchen.

Derzeit hat Öger Tours rund

60 Mitarbeiter.

Hamburg soll als Standort

erhalten bleiben. Der

Veranstalter ist im Dezember

innerhalb Hamburgs umgezogen,

der Mietvertrag läuft

zehn Jahre.

Hamburg bereitete Börek zu, Oberursel

backte Fladenbrot. So funktionierte,

bleibt man beim Bild von

Michael Tenzer, bislang die Aufgabenverteilung

bei Thomas Cook. Nun aber wird

nur noch an der Elbe türkisch gekocht. In

Hessen entstehen unterdessen sämtliche

anderen internationalen Gerichte. Die Parole

für jedes Land: »Eine Küche, mehrere

Restaurants«, sagt der touristische Geschäftsführer

des Konzerns.

Zu Beginn des Jahres übertrug Thomas

Cook das Türkei-Geschäft komplett

an Öger Tours. Das heißt: Die Hamburger

Tochter erstellt das Programm für das

Mittelmeerland jetzt nicht nur für sich

selbst. Sie beliefert auch die in Oberursel

ansässigen Schwestern Neckermann

und Thomas Cook. »Öger Tours hat nun

markenübergreifend die Produkthoheit

für die Türkei«, sagt Björn Walther, seit

Foto: Öger Tours

»Kompetenzzentrum«.

Die Politik, Aufgaben in einer Abteilung

zu bündeln, ist im Hause Cook nicht neu.

2010 begann der Konzern, das Produktmanagement

von Neckermann und Thomas

Cook zusammenzulegen – mit dem

Ziel, die Prozesse wirtschaftlicher zu machen

und eine Kannibalisierung zwischen

den Einheiten zu vermeiden. Der gleiche

Gedanke liegt nun der Überlegung zugrunde,

den vor rund zwei Jahren gekauften

Türkei-Spezialisten als »Kompetenzzentrum

Türkei« fungieren zu lassen und

gleichzeitig die Produktion des Orient-

Programms von Öger Tours nach Oberursel

zu verlagern. »Ich erwarte eine erhebliche

Effizienzsteigerung«, betont Tenzer.

Der einzige Nachteil der neuen Struktur:

Auf der Top-Management-Ebene sei eine

stärkere Abstimmung nötig.

Die Türkei ist für Thomas Cook nach

Spanien die wichtigste Destination auf

dem deutschen Markt. Betreut wird sie

jetzt von Produktmanagern, die sich im

Schnitt seit acht Jahren mit dem Land

beschäftigen. Die Öger-Mitarbeiter hätten

gute Kontakte zu den Leistungsträgern

dort, so Walther. »70 Prozent sprechen

Türkisch«, sagt er.

Für die Arbeit der Reisebüros hat die

Zusammenlegung keine Konsequenzen.

Trotz der Schaffung von Synergien – Öger

Tours behält das eigene Provisionsmodell.

Auch sucht der Veranstalter selbst den

Kontakt zum Counter. Im März will Walther

einen Reisebürobeirat gründen, um

dann regelmäßig mit neun Inhabern zu

diskutieren.

Petra Hirschel

18

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thema.produkt

Die besten Reiseziele für

die USA und Kanada

Foto: Enchanting Travels

Auch Tigersafaris

in Indien hat

Enchanting Travels

im Angebot

Enchanting Travels bietet Maßgeschneidertes

Immer einen Tick mehr

Je spezieller die Wünsche unserer

Kunden und je schwieriger das Reiseland,

desto besser werden wir.

Wir sind dort erfolgreich, wo andere

Veranstalter aussteigen«, beschreibt

Alexander Metzler das Alleinstellungsmerkmal

seines Unternehmens Enchanting

Travels selbstbewusst.

Der Veranstalter für maßgeschneiderte

Reisen nach Asien, Afrika und

Südamerika unterhält Büros in München,

Delhi, London, Bangalore, Buenos

Aires und Nairobi. »Dadurch können

wir in unseren Zielgebieten einen sehr

guten Service anbieten. Unsere Mitarbeiter

kennen sich dort extrem gut aus

und haben sehr gute Kontakte«, sagt

Metzler. »Und das rund um die Uhr.«

Durch die Dépendancen habe er zudem

die Möglichkeit, die Qualität und

die Abläufe der individuellen Reisen

ständig im Auge zu behalten und könne

gegebenermaßen schnell auf Kritik

reagieren. »Wir haben bei 5.000 Gästen

im vergangenen Jahr eine Gästezufriedenheit

von 99 Prozent erreicht«, lobt

er die Arbeit seiner Büros.

Seine Klientel unterteilt Metzler in

drei Gruppen: Studienreisende über

50 Jahre, die einerseits über ein hohes

Qualitäts- und Sicherheitsbewusstsein

verfügen, aber nicht in der Gruppe reisen

möchten; erholungsbedürftige Luxusreisende

mit dem Wunsch nach einem

individuellen Ausflugsprogramm

sowie die in die Jahre gekommenen,

aber nicht weniger solventen, Backpacker

mit wenig Zeit. Sie wollen nicht

auf ihr individuelles Urlaubserlebnis

verzichten und geben beispielsweise

der lokalen Hotellerie den Vorzug gegenüber

dem Standardprogramm.

Attraktiv für Reiseprofis.

Preislich ist der Veranstalter eher höher

angesiedelt. »Wir können auch mit Dertour

mithalten, aber ein Budget-Anbieter

sind wir sicher nicht«, sagt Metzler.

Es lohne sich für Reisebüromitarbeiter

durchaus, einen Blick in das Angebot

des Veranstalters zu werfen. Einen Katalog

gibt es nicht, dafür aber ein großes

Online-Angebot. Auf der Homepage

finden Reiseprofis eine Art Fragebogen,

den sie als Unterstützung im Verkaufsgespräch

heranziehen können. »Wir

können dem Reisebüro dann innerhalb

von 24 Stunden ein passendes Angebot

liefern«, sagt der Enchanting-Chef. Den

Kontakt zum Vertrieb möchte Metzler

gerne vertiefen – auch durch persönliche

Besuche oder die Teilnahme an

Kundenabenden. Yannick Fiedler

www.enchanting-travels.de

alex@enchanting-travels.de

Auf nach Kalifornien!

Der „Golden State“ bietet eine traumhafte

Erlebnis-Vielfalt mit schönen Stränden, majestätischen

Bergwelten, bizarren Wüsten, pulsierenden

Metropolen u. v. m. Genauso vielfältig

ist auch das Angebot von DERTOUR:

von Hotels über Ausflüge, Camper und Busreisen

bis zu Themen-Mietwagenreisen.

NEU: Mietwagenreise California Dreamin’

Die 21-tägige Traumreise bietet das entspannte

kalifornische Lebensgefühl. Von Los Angeles

aus geht es über San Diego in die Nationalparks

Death Valley und Yosemite und weiter entlang

der Pazifikküste nach Norden zu uralten

Regenwäldern, faszinierenden Vulkanlandschaften

und gemütlichen Fischer dörfchen.

Über San Francisco führt der Weg auf dem

Highway 1 zurück in die Stadt der Engel.

Weitere Informationen im Katalog „DERTOUR

USA · Kanada“ Sommer 2013 auf Seite 212.

Besuchen Sie uns auch unter www.makingexperts.de

DERTOUR GmbH & Co. KG, Emil-von-Behring-Str. 6, 60424 Frankfurt

travel.one 25.1.2013 19


produkt.mix

Die Clubmarke will eine Anlage in Kalabrien eröffnen

Aldiana geht nach Italien

Guter Start ins Jahr: Aldiana-Chef

Peter Wennel räumt das Portfolio auf

n Der Clubanbieter Aldiana erhält

in diesem Jahr Zuwachs. Grund dafür

sei die »zufriedenstellende Buchungslage«,

wie Geschäftsführer Peter

Wennel sagt. So verzeichne Aldiana

für die kommende Sommersaison

bereits ein Gästeplus von rund drei

Prozent.

Um die Zahlen weiter nach oben

zu schrauben, soll Ostern 2014 der

erste Club in Italien an den Start gehen.

Der Aldiana Kalabrien liegt an

der Ostküste Süditaliens, etwa 25

Kilometer vom Flughafen Crotone

und 80 Kilometer vom Airport Lamezia

Terme entfernt. Ein Optionsvertrag

für die Anlage sei bereits unterschrieben,

erklärt Wennel. Und

auch die Eröffnung des Neuzugangs

auf Kreta, im östlich gelegenen Dorf

Mochlos liege exakt im Zeitplan, betont

er. Die Anlage soll am 1. Mai die

ersten Gäste empfangen.

Nicht mehr im Programm zu finden

ist dagegen der Aldiana Makadi

Bay in Ägypten. Der Veranstalter

reagiere damit auf die »anhaltende

Buchungszurückhaltung der Gäste«

und habe den Club vorübergehend

aus dem Portfolio genommen.

Er wird zum 31. Januar geschlossen.

Ob der Vertrag mit der Anlage am

Roten Meer generell weiter bestehen

bleibe, stehe noch nicht fest. Gleiches

gilt für das ebenfalls von Aldiana

gemanagte Hotel Paradise Makadi

Beach. Die Solidarität zum Land

Ägypten und zu den Partnern vor Ort

gelte aber weiterhin, unterstreicht

der Aldiana-Chef.

KM

Neuer Veranstalter für Familienreisen

n For Family Reisen heißt ein neuer Veranstalter,

den Mittelamerika-Spezialist Travel to Nature gemeinsam

mit China Tours entwickelt hat. Die Geschäftsleitung

hat Rainer Stoll, Chef von Travel to Nature. Christoph

Albrecht, Geschäftsführer von China Tours, fungiert

als »strategischer Partner«, der für das Marketing

sorgt und die Produkte ins Reisebüro bringt. Der Anbieter

mit Sitz im baden-württembergischen Ballrechten

bündelt Familienreisen in ferne Länder und hat

sich Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. So

sollen kleine Gäste zum Beispiel etwas über die Natur

lernen und durch Regenwälder, auf Vulkane, in kleine

Dörfer und riesige Metropolen reisen. Die Touren führen

unter anderem nach Südafrika, Mittelamerika, Indien

und China und sind in fünf Rubriken unterteilt:

»Reisen mit Kindern«, »Reisen mit Jugendlichen«, »Familienreisen

individuell«, »Bestseller Familienreisen«

und »Günstige Reisen mit Kindern«.

www.familien-reisen.com

For Family Reisen staffelt die Provision für Reisebüros ab acht Prozent

Foto: For Family Reisen

20

25.1.2013 travel.one


mix.produkt

Die Natur steht im Mittelpunkt der Reise »Rayamana«

Jubiläumsreise nach Indonesien

n Einen »besonderen Höhepunkt« des neuen Kataloges »Natur

& Kultur« von Windrose stellt nach Angaben des Veranstalters

die 16-tägige Indonesien-Reise »Rayamana« dar. Die

Tour durch das größte Inselreich der Erde wurde 1973 zum

ersten Mal angeboten und ist nun anlässlich des 40-jährigen

Jubiläums des Veranstalters neu aufgelegt worden. Der Reise-Klassiker

startet am 7. und endet am 28. Oktober 2013. Infos

zum Programm liefert Windrose auf Anfrage.

Darüber hinaus finden Reisebüros im neuen Katalog Fotoexkursionen

in Zusammenarbeit mit dem Kamerahersteller

Olympus und dem Fotografen Nicolas van Ryk. Insgesamt

bündelt der Katalog 56 Reisen.

Foto: Windrose

Neue Gay- und Live-Kataloge

n Dertour hat die Kataloge »Gay Travel« und »Live« neu aufgelegt.

Neu im Katalog für Schwule und Lesben sind beispielsweise

im amerikanischen Neuengland Provincetown in

Massachusetts und Ogunquit in Maine sowie in Europa Skala

Eressos auf Lesbos. Im Live-Katalog mit Sport-Ereignissen

sind etwa der 30. Wien Jubiläums-Marathon, die Leichtathletik-WM

in Moskau und das 24-Stunden-Rennen von Le

Mans zu finden. Außerdem ist voraussichtlich im Februar Verkaufsstart

für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sochi.

Angebote für Zielgruppen

n Im neuen Gruppenreisen-Katalog der Rewe Touristik Hotels

und Investments GmbH (RTH) finden Reisebüros 19

Club Calimera, LTI-Hotels und Primasol-Hotels in Ägypten, Tunesien,

Griechenland, in der Türkei, Portugal, Bulgarien sowie

auf Mallorca und Ibiza. Die Hotels sind verschiedenen Zielgruppen

zugeordnet, etwa Best Agern, Singles, Wanderern,

Wassersportlern, Tennis- und Fußballspielern oder Firmenveranstaltungen.

Extras wie Tennisstunden, Koch- oder Kitekurse

können von Gruppen als Paket dazu gebucht werden. Nachbestellungen

des Kataloges sind im Infonet der Rewe Touristik

möglich. Dort steht auch eine PDF-Version zum Download.

www.rewe-touristik.com

Radfahren

auf Sardinien

n Im Radreisen-Katalog des DAV Summit Club

finden Reisebüros neben einer Rennradtour vom

Chiemsee über den Großglockner, die sich vor allem

für Neulinge eignet, auch den Hotelstandort Bari

Sardo auf Sardinien neu im Programm. Von dort

aus können Radfahrer mit einem Shuttle zu verschiedenen

Ausgangspunkten im Ogliastra-Gebirge

gelangen und die Region erkunden. In Peru bietet

der Veranstalter ebenfalls eine neue Mountainbiketour

von Arequípa über den Titicacasee und Cusco

bis nach Machu Picchu an. Für Trekkingradfahrer ist

eine neue Route von Kranjksa Gora nach Triest hinzugekommen.

www.dav-summit-club.de/rubrik/

reisen/Bike-Reisen

Karriere?

Endlich durchblicken!

BESUCHEN SIE DIE JOBMESSEN FÜR DIE

HOTELLERIE, GASTRONOMIE UND TOURISTIK.

Wir helfen Ihrer Karriere auf die Sprünge. Personalverantwortliche

renommierter Unternehmen präsentieren zahlreiche Stellenangebote im In- und

Ausland, informieren über Karrieremöglichkeiten undführen Vorstellungsgespräche.

KARRIEREMESSEN IN IHRER STADT (TÄGL. 10 – 15:30 UHR)

Do., 07.02.2013 Hamburg Handwerkskammer Hamburg

Mi., 20.03.2013 Berlin Ellington Hotel Berlin

Do., 11.04.2013 München Sofitel Munich Bayerpost

Mo., 15.04.2013 Frankfurt Radisson Blu Hotel, Frankfurt

Mi., 17.04.2013 Köln MARITIM Hotel Köln

RECRUITING

DAYS

FRÜHJAHR 2013

Kostenfreier Eintritt.

Keine Anmeldung erforderlich.

Details und Informationen unter:

WWW.RECRUITINGDAYS.DE

travel.one 25.1.2013 21


produkt.mix

Unsinniger

Vergleich

Ätsch, wir sind die Besseren. Das sagt, mal ganz platt zusammengefasst,

der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. Er

behauptet nämlich, dass ein Flugpassagier auf 100 Kilometer weniger

Sprit verbraucht als ein Autofahrer und verbreitet auf riesigen

Plakaten die Botschaft vom Vier-Liter-Flieger (Seite 25).

Keine Frage: Autos, Lkw & Co. sind unter den Verkehrsträgern der

Klimakiller Nummer eins. Weil es die Menge macht. Auf die einzelne

Person heruntergerechnet ergibt sich jedoch ein anderes Bild:

Laut Klimaschutzorganisation Atmosfair fallen bei einem einfachen

Flug von Frankfurt nach New York pro Passagier rund 2.000

Kilogramm CO 2

an. Also genauso viel, wie der Fahrer eines Mittelklassewagens

auf 12.000 Kilometern erzeugt. Dies zeigt, wie unsinnig

es ist, vorzurechnen, wer nun der bessere Luftverschmutzer ist.

Wie wäre es denn mal mit einer gemeinsamen Kampagne der Autound

Luftfahrtindustrie? Um Verbraucher zur sinnvollen Nutzung

von Autos und Flugzeugen aufzufordern – und auch zum Verzicht.

Petra Hirschel, Redakteurin

p.hirschel@travel-one.net

Erster Katalog

für Deutschland

n Zur Kreuzfahrtsaison 2013/14

legt Azamara Club Cruises erstmals

einen Katalog für Deutschland

und Österreich auf. Er bündelt

auf rund 40 Seiten 64 Routen,

darunter auch die Premierenfahrt

der Azamara Quest. Sie läuft

am 24. Juli in Hamburg ein, dem

Zielhafen der elftägigen Reise

»Golfreise & British Open Finale«

ab Dublin. Zudem führt Azamara

weitere Inklusivleistungen ein,

etwa ausgewählte Spirituosen,

Weine und Biere an den Bars und

in den Lounges.

Neue Lodge

in Namibia

n Im Sommer eröffnet Wilderness

Safaris ein neues Camp in

Namibia. Das Hoanib Skeleton

Coast Camp mit acht Zimmern,

darunter ist auch ein Familienzelt,

wird 90 Kilometer südwestlich des

früheren Skeleton Coast Camps

am Hoanib River gebaut.

www.wilderness-safaris.com

updates

Norwegian Cruise Line ändert in

der Wintersaison 2013/2014 die Europa-Routen

für die Norwegian Spirit

und die Norwegian Jade. Vom 26. Oktober

2013 bis 15. April 2014 sind diese

im Mittelmeer und zu den Kanarischen

Inseln unterwegs. Die Änderung erfolge

auf Wunsch der Kunden, teilt die

Reederei mit.

Vom Oktober an könnte das Phantom

der Oper zurück nach Hamburg

kommen. Medienberichten zufolge gilt

das Muscial als heißester Anwärter für

die Nachfolge von Tarzan. Die Musikshow

wechselt im Herbst nach Stuttgart.

Der Vorverkauf für die Tarzan-

Aufführungen im Stage Apollo Theater

Stuttgart läuft bereits.

Der Verband der Fährschifffahrt und

Fährtouristik (VFF) hat die Broschüre

»Fähren, Routen, Reedereien« mit mehr

als 200 Fährlinien von 27 Reedereien in

Europa neu aufgelegt. Bestellung unter

info@faehrverband.org

Von Hamburg nach Stuttgart:

Tarzan soll künftig im Stage Apollo

Theater Zuschauer begeistern

© Stage Entertainment

22

25.1.2013 travel.one


airlines.airports

Mit dem ersten Dreamliner (Boeing 787) einer europäischen Airline will LOT Flotte

und Streckennetz neu strukturieren. Die Pläne bleiben, nur der Zeitpunkt ist offen.

Schwerer Start ins neue Leben

Einfach ist die derzeitige Situation

für die LOT nicht. Die wirtschaftlichen

Zahlen sind für die polnische

Airline nicht die besten, im Dezember

wurde der CEO entlassen, er war der dritte

in drei Jahren. Gleichzeitig wurde eine

Staatshilfe beantragt, doch fordert die

EU ein »tragfähiges Sanierungskonzept«,

bevor die Regierung sie zahlen kann.

»Wir stehen unter Druck, aber wir führen

unser Geschäft weiter«, sagt Vertriebsdirektor

Tomasz Dakowski.

Ein Grund für seinen gedämpften

Optimismus ist die Tatsache, dass LOT

als erste europäische Fluggesellschaft

im November 2012 den Dreamliner

von Boeing in die Flotte aufnahm. Doch

auch hier gab es nun einen Rückschlag,

denn nach den technischen Problemen,

von denen diverse 787, nicht aber die

der LOT, in den vergangenen Wochen

betroffen waren, kann die polnische

Airline die Maschinen auf unbestimmte

Zeit nicht einsetzen. Die Flüge werden

wie bisher mit Boeing 767 durchgeführt.

Man kooperiere mit dem Flugzeugbauer,

um die Problemkinder

schnellstmöglich wieder einsetzen zu

können, heißt es aus Warschau. Geprüft

werde aber auch eine Schadensersatzforderung.

Mit der Boeing 787 will LOT

in eine solide Zukunft fliegen

Die 787 sind der wichtigste Bestandteil

beim Umbau der Flotte, sie sollen die

drei Boeing 767, die alle außer Dienst

gestellt werden, ersetzen. Drei Boeing

737 für die Kurz- und Mittelstrecken

werden zudem gegen Embraer 175 und

195 ausgetauscht.

Bis März sollen unverändert fünf

Maschinen auf den Langstrecken nach

Chicago, Peking und New York zum Einsatz

kommen. Insgesamt hat LOT acht

Dreamliner bestellt, einer soll 2014 folgen,

zwei weitere 2015. Ob dies klappt,

ist aber noch offen und abhängig von

der weiteren wirtschaftlichen Entwick-

© LOT

© LOT

lung – mit einer Prognose hält man sich

bedeckt. Der LOT-Dreamliner ist mit einer

Drei-Klassen-Konfiguration ausgestattet.

Die Business Class verfügt über 18 Flachbett-Sitze.

In der Premium Economy Class

befinden sich 21 Sitze mit größerem Sitzabstand

als in der Eco und einem der Business

Class ähnlichen Bordservice. In der

Economy Class sind es 213 Sitze, die Beinfreiheit

ist gegenüber früher vergrößert,

der Neigewinkel ist flacher. Alle Plätze sind

mit eigenen USB-Anschlüssen versehen.

Dirk Steffens, Verkaufsdirektor für den

deutschsprachigen Markt, zeigt sich mit

der Entwicklung aus Deutschland zufrieden.

Die im Herbst 2012 in den Flugplan

aufgenommenen Flüge von Hannover und

Stuttgart seien gut angelaufen. Aus Hannover

gebe es in Warschau einen direkten

Anschluss nach Peking mit einer Reisezeit

von unter elf Stunden. »Wir bieten diese

Verbindung sechsmal pro Woche an. Wir

wollen Warschau stärker als Drehkreuz

für Osteuropa etablieren.« Hilfreich seien

auch das Codeshare mit Lufthansa und

die volle Mitgliedschaft im Miles-&-More-

Programm des Star Alliance-Partners.


Wolfram Marx

Die Premium Economy bietet mehr Beinfreiheit und einen verbesserten Bordservice

travel.one 25.1.2013 23


produkt.thema

airlines.airports

Der Flughafenverband ADV erwartet kaum Passagierzuwachs

Keine guten Aussichten für 2013

Der Verband der Flughäfen ADV

sieht die Euro-Krise als Grund für

die schwache Nachfrage

Foto: Düsseldorf International

n Die deutschen Flughäfen

blicken sorgenvoll ins neue

Jahr. Der Flughafenverband

ADV rechnet nur noch mit 0,4

Prozent Passagierzuwachs.

Das wäre der schlechteste

Wert seit 2009, als die Finanzund

Wirtschaftskrise für einen

Einbruch sorgte. Die ADV-

Auswertungen zeigen, dass

für die aktuelle Flugplanperiode

in Deutschland mit 6,2

Prozent weniger Flügen zu

rechnen ist.

»Der intensive Wettbewerb

im globalen und preissensiblen

Luftverkehrsmarkt

führt zu breiten Streichungen

von Flugzielen und einer

deutlichen Frequenzreduzierung«,

sagt Ralph Beisel,

Hauptgeschäftsführer des

Flughafenverbandes. Betroffen

sind hauptsächlich der

innerdeutsche und der europäische

Verkehr. Der ADV

geht davon aus, dass dieses

Jahr vor allem Flughäfen mit

hohem Lowcost-Anteil einen

Einbruch erleben. Zusätzlich

zögen sich Airlines im Linien-

und Charterverkehr verstärkt

aus der Fläche zurück

und konzentrierten sich auf

die mittelgroßen Flughäfen

und Drehkreuze. Mit einem

Ausgleich durch neue Carrier

ist laut ADV nicht zu rechnen.

Nach aktuellen ADV-Analysen

werden 2013 lediglich fünf

der 22 internationalen Flughäfen

in Deutschland ein positives

Nettoergebnis erzielen.

Die Hauptursache für den

Einbruch der Verkehrsentwicklung

sieht der Verband

in der Euro-Krise und in der

schwachen Konjunktur in

zahlreichen EU-Ländern. Ein

Problem seien zudem die anhaltend

hohen Kerosinpreise.

Hinzu kämen »hausgemachte

Probleme«, so der ADV. Viele

Fluggesellschaften mieden

aufgrund der »mäßigen

Rahmenbedingungen« den

Standort Deutschland.

Bessere Orientierung

im Terminal

n Mit rund 90 neuen Infokiosken will der Flughafen

Frankfurt Passagieren, Abholern und

Besuchern den Zugang zu aktuellen Informationen

und die Orientierung erleichtern. Die

Geräte in den beiden Terminals sind mit dem

zentralen Informationssystem des Flughafens

verbunden und liefern zum Beispiel den aktuellen

Status eines Fluges sowie eventuelle Änderungen

der Abflugzeiten oder Gates.

Der Flughafen hat die Infokioske mit

Barcode-Scannern ausgestattet. Wenn Passagiere

ihre Bordkarte vor das Lesegerät halten,

wird auf einem Terminalplan der schnellste

Weg zum Gate angezeigt. Große Touchscreens

sollen eine einfache Bedienung der Geräte

gewährleisten.

www.frankfurt-airport.de

Foto: Fraport AG

Provision für

Stopover-Buchung

n Singapore Airlines will den

Reisebüros einen Verkaufsanreiz

bieten und vergütet Buchungen

aus dem Stopover-Programm

künftig mit einer Provision. IATA-

Agenturen bekommen zehn Prozent

auf alle Buchungen, die zwischen

dem 1. April 2013 und dem

31. März 2014 abgeflogen werden.

Voraussetzung ist, dass die Buchungen

per CRS erfolgen.

Je nach Reiseverlauf kann

zwischen den Programmen »Basic

Singapore Stopover Holiday«,

(BCAG), »Singapore Stopover Holiday«

(SCAG) und »Basic Singapore

Stopover« (TRAN/HCAG) gewählt

werden. Die BCAG- und SCAG-

Tarife gelten wegen des Formel-

1-Rennens nicht zwischen dem 19.

und dem 22. September.

24

25.1.2013 travel.one


thema.produkt

updates

Sun Express nimmt zum Sommer

wieder Flüge zwischen Bremen und

Izmir auf. Der Flugtag ist Mittwoch.

Geplant sei, die Strecke künftig als

Ganzjahresverbindung zu fliegen, erklärt

die Airline.

Mit 900 Plakaten wollen die

Airlines auf ihre Erfolge beim

Kerosinverbrauch hinweisen

Luftfahrt zieht positive Energiebilanz

n Mit einer groß angelegten Kampagne

wollen die deutschen Airlines und Flughäfen

ihr Umwelt-Image aufbessern. Im Zentrum

steht der Slogan »Vier bringen Sie weiter«,

der den geringen Kerosinverbrauch bei

Flugreisen verdeutlichen soll. »Auf 100 Kilometer

verbraucht die deutsche Luftfahrt

durchschnittlich weniger als vier Liter Treibstoff

pro Passagier«, sagte Klaus-Peter Siegloch,

Präsident des Bundesverbands der

Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).

Nach einer repräsentativen Umfrage der

Forschungsgruppe Wahlen schätze jedoch

fast die Hälfte der Bevölkerung den durchschnittlichen

Verbrauch um ein Zehnfaches

höher ein.

Durch die neue Kampagne soll sich das

jetzt ändern. Mit 900 Plakaten an den deutschen

Airports, darunter viele Sonderformate,

die zum Teil ganze Hauswände bedecken,

Videospots an den Flughäfen und

im Bordprogramm der Airlines sowie mit

600.000 Flyern, die in den Terminals ausgelegt

werden, sollen die Passagiere auf

die Vier-Liter-Bilanz aufmerksam gemacht

werden. Dazu kommen Anzeigen in Publikationen

der Flughäfen und Airlines sowie

Online-Banner auf den Websites der Kampagnenpartner.

Seit 1990 ist der durchschnittliche Kerosinverbrauch

der Airlines um 37 Prozent gesunken.

Damit ist das Ende der Fahnenstange

aber noch nicht erreicht. »Die deutschen

Fluggesellschaften wollen ihre Energieeffizienz

weiter verbessern«, so der BDL-Präsident.

Schließlich verursache der Treibstoff

heute auch ein Drittel ihrer Betriebskosten.

www.die-vier-liter-flieger.de

Vom 8. April an bietet Luxair wochentags

eine fünfte tägliche Verbindung

von Luxemburg zum Flughafen

London-City. Abflug ist um 17.40 Uhr.

Bis 25. Februar erhöht Iberia das

Angebot zwischen Madrid und Santiago

de Chile um zwei wöchentliche

Flüge. Die Maschinen heben montags

und freitags um 12 Uhr in Madrid ab.

Vom 24. April an fliegt Ryanair

mittwochs und samstags von Memmingen

nach Marrakesch. Vom 26.

April an wird die Stadt in Marokko

auch freitags und montags von Karlsruhe/Baden-Baden

aus angesteuert.

Vom 4. Mai an gibt es jeden Samstag

Flüge von Memmingen nach Gran

Canaria und Fuerteventura. Gechartert

wird die Boeing 737 von der Firma

Aviation Service Erfurt (ASE),

die die Sitze an Reiseveranstalter weitervermarktet.

Handgepäck-Tarife für die

Kurz- und Mittelstrecke

n Air France hat Billigtarife für 58 Destinationen auf der

Kurz- und Mittelstrecke eingeführt. Die Passagiere können zwischen

dem »Classic«-Produkt und dem »Mini«-Tarif wählen.

Beim Classic-Produkt sind Oneway-Tickets ab 69 Euro inklusive

Steuern und einem aufzugebenden Gepäckstück buchbar.

Das Mini-Ticket ist oneway ab 49 Euro zu haben. Es richtet sich

an Passagiere, die nur mit Handgepäck reisen. Bei beiden Produkten

können die Passagiere ein Handgepäckstück à zwölf

Kilo kostenlos mit an Bord nehmen. In Deutschland gelten die

neuen Tarife für die Air France-Verbindungen von Hamburg

nach Toulouse sowie von Berlin nach Marseille und Toulouse.

Bom dia Lisboa?

Kostenlose Hotelübernachtung

bei Langstreckenflügen mit

flugplanbedingtem

Aufenthalt in Lissabon

tap-trade.de

travel.one 25.1.2013 25


sales.best practice

Höhenflug Reisen in Osnabrück arbeitet mit der Vermittlungsstelle für

Auslandsadoptionen »Help a child« zusammen und organisiert die Reisen.

Service für Adoptiveltern

»Ein sehr komplexes Feld«:

André Bruns stellt seit zehn

Jahren Reisen für adoptionswillige

Paare zusammen

Andrea Willig* ist voller Vorfreude.

Bald soll ihre kleine Familie Zuwachs

bekommen. Wie jede werdende

Mutter ist sie aufgeregt. Und doch ist

alles anders. Die 45-Jährige und ihr Mann

werden ein zweites Kind adoptieren. Ein

Geschwisterchen für die fünf Jahre alte

Tochter Mercy* aus Namibia. Das sehnsüchtig

erwartete Familienmitglied wird aus

dem karibischen Inselstaat Haiti kommen,

der sich als Nachbar mit der Dominikanischen

Republik die Insel Hispaniola teilt.

Alle Formulare sind eingereicht. Nun

wartet die Familie auf den Kindervorschlag

der staatlich anerkannten Auslandsvermittlungsstelle

für internationale Adoptionen

»Help a child« in Kaltenengers bei

Koblenz. Dann muss schnellstmöglich die

Organisation für die sogenannte Besuchsreise

anlaufen, bei der Andrea, ihr Mann

Michael* und Mercy das neue Familienmitglied

in dessen Heimat kennenlernen.

»Help a child«: Die Organisation vermittelt Kinder an Adoptiveltern

Fotos: Help a child

An diesem Punkt kommt das Büro Höhenflug

Reisen in Osnabrück ins Spiel. Schließlich

ist die Reise – insbesondere mit Kind

– in ein infrastrukturell angeschlagenes

Land wie Haiti ein völlig anderes Unterfangen

wie die Organisation eines privaten

Urlaubs. Zumal die Afrika-begeisterten Williges

zwar weitgereist sind, aber noch nie

in Haiti waren – und sich deshalb nicht zutrauen,

die Umstände dort einzuschätzen.

Gefragt ist ein Profi wie André Bruns.

Bevorzugter Partner.

Der 46-Jährige betreibt gemeinsam mit seinem

Geschäftspartner Joachim Rosendahl

Höhenflug Reisen und hat sich unter anderem

auf die Organisation von Auslandsreisen

für »werdende« Adoptiveltern spezialisiert.

Sein Büro ist die von »Help a child« als

bevorzugter Partner vorgeschlagene Agentur.

Eine Zusammenarbeit, die eher zufällig

entstand, weil ein Kunde mit Gleichgesinnten

den Verein gründete und das Unternehmen

als Organisationspartner um Hilfe bat.

Die Komplexität dieser besonderen Trips

sei meist der Knackpunkt, sagt Bruns. Denn

wer weiß schon, mit welchen Fluggesellschaften

sich zum Beispiel Haiti erreichen

lässt? Oder wie ein Inlandsflug gebucht

werden kann, der weder über das Internet

noch über das System in Deutschland buchbar

ist? Oder wie das eine oder andere Stopover-Land

die Einreise von Adoptiveltern

und deren Schützlingen regelt?

Ohne ihren Erfahrungsschatz und ihre

Kontakte vor Ort kämen Bruns und sein

Team nicht weit. Mittlerweile kümmern

sie sich seit rund zehn Jahren um Reisen

in Länder, die nicht auf der touristischen

Landkarte der meisten Menschen zu finden

sind: Vietnam, Burkina Faso, Mali, Togo

und Kenia. Dabei wechseln die Länder, aus

denen die meisten Adoptionen stammen –

26

25.1.2013 travel.one


thema.rubrik

blaut ut quiderem untore nob itate lata comnihi llaborr ovitibu blaut

nobitatete lata comnihi llaborr ovitibu blaut nobitate lata comnihi llaborr

90 Prozent der vermittelten Kinder

stammen heute aus Waisenhäusern in Haiti

und damit die Ziele der künftigen Adoptiveltern.

Adoptionen aus Vietnam etwa wurden

komplett eingestellt. Heute kämen 90

Prozent der Kinder aus Haiti, weiß Bruns.

Seine Ansprechpartner vor Ort helfen,

wenn mal nicht alles so klappt wie geplant.

Die Reisen sind häufig auch eine Herausforderung,

weil Airlines auf solche Sonderfälle,

bei denen mehr Passagiere gemeinsam

zurück als hin ins Land reisen wollen, in

der Regel nicht eingestellt sind. »Ein sehr

komplexes Feld, das viel Arbeit macht«, sagt

Bruns. Auch in Bezug auf die Buchung eine

kniffelige Angelegenheit. Wichtig seien flexible

Tarife, so der Höhenflug-Reisen-Chef.

Denn nicht selten gebe es Verzögerungen,

weil doch nicht alle geforderten Papiere

vorhanden seien oder andere Bürokratismen

die Ausreise der Familie verzögerten.

Wichtiges Standbein.

Die Logistik der Reisen für Auslandsadoptionen

ist für den Betriebswirt ein wichtiges

Standbein für sein Geschäft geworden,

verrät der Unternehmer. 1,8 Millionen Euro

erwirtschaftet sein Büro nach eigenen Angaben

im Nur-Flug-Segment; rund zehn

Prozent davon entfallen auf die Adoptionsreisen.

»Das ist für uns fast genauso

bedeutsam wie unsere Spezialisierung auf

Afrika.« Dabei wirbt der sozial engagierte

Unternehmer, der sich für Hilfsprojekte in

Südamerika und Afrika einsetzt, nicht für

diesen Geschäftszweig. »Das ist ein zu sensibles

Terrain«, weiß er. Die Eltern reichen

sich in Foren den Kontakt weiter und bekommen

sein Büro auf Anfrage auch von

der Vermittlungsstelle genannt. »Sie sollen

erst zu mir kommen, wenn sie in Sachen

Adoption alles unter Dach und Fach haben

und Hilfe bei der Reiseorganisation suchen«,

betont er, »bei allem anderen würden

wir uns eine Kompetenz anmaßen, die

wir nicht haben.«

Und doch verbindet ihn mit vielen

Adoptiveltern durch die häufig intensiven

Kontakte ein besonderes Band. Viele schicken

ihm Fotos vom Familiennachwuchs.

Manche kommen sogar mit dem neuen

Familienmitglied im Büro vorbei. »Das

Schönste daran sind immer die glücklichen

Gesichter der Eltern – und natürlich

der Kinder«, sagt Bruns. Ob ihn wohl bald

auch ein Foto der Familie Willig erreicht?

Andrea Willig jedenfalls ist zuversichtlich.

Und hofft auf die erste Reise nach Haiti

noch diesen Sommer.


Tanja Franke

Höhenflug

Reisen

Die GmbH wurde 1994 gegründet.

Gründungsgesellschafter:

André Bruns, Geschäftsführer

und Gesellschafter: André Bruns

und Joachim Rosendahl. Der

Umsatz lag 2012 bei rund 6,5

Millionen Euro.

Das Unternehmen hat 16 Mitarbeiter

(davon 4 Teilzeitkräfte,

inklusive Firmenreisedienst).

Hauptsitz ist Osnabrück, in einer

Stadtvilla in zentraler Lage.

Spezialgebiete sind Afrika und

Südamerika. Das Reisebüro betreut

Auslandsadoptionen. Zudem

gehört ein Firmenreisedienst

zu dem Unternehmen.

www.hoehenflug.de

www.afrika-spezialist.de

*Die Namen wurden geändert

und sind der Redaktion bekannt.

travel.one 25.1.2013 27


sales.mix

Reisebüroprofile online

TUI ermöglicht in

der Experten-Community

nun auch

das Anlegen von

Reisebüroprofilen

n Reisebüros können sich ab sofort mit ihrem Unternehmensprofil kostenlos in der

Experten-Community auf TUI.com präsentieren. Sind mehrere Experten aus einer

Agentur in der Community vertreten, werden diese mit ihren Tipps automatisch im

Firmenprofil zusammengefasst. In der Startphase können die Profile nur bearbeitet

werden. Nach einem Test werden sie dann im zweiten Schritt online freigeschaltet.

Über den Zeitpunkt der Freischaltung sollen die Agenturen noch informiert werden.

Ebenfalls neu ist ein geschützter Analyse-Bereich, in dem die Experten erfahren,

wie oft ihre Tipps angeklickt wurden und wie zufrieden die Kunden mit ihrer Beratung

sind. Dafür erhalten die Kunden einen Bewertungsbogen mit vier Fragen, um

die »Kundenzufriedenheit darzustellen«. Die Antworten können nur die Experten in

ihrem personalisierten Account einsehen. Sie sind tagesaktuell oder nach individuell

eingestellten Zeitfenstern abrufbar.

www.tui.com/reise-experten, community-support@tui.com

Start in

die Touristik

n Das E-Commerce-Portal kwizzme.

com steigt mit dem Reisebüro Maxworld

als Kooperationspartner in die Touristik

ein. Der Online-Anbieter arbeitet nach

dem Prinzip, dass die Nachfrage das

Angebot schafft. Dies funktioniert nach

Aussage von CEO Torsten Ostmeier so:

Der Kunde stellt seinen Reisewunsch

zusammen und die Veranstalter geben

dann ihr Angebot ab. Den Vergleich

der Angebote übernimmt Maxworld, ein

Büro von Travianet.

Lernen

und gewinnen

n Tracks nennt sich das E-Learning-Programm

des kanadischen Zugreiseveranstalters

Rocky Mountaineer. Zwei Module

sind bereits online, vier weitere folgen

in den kommenden Monaten. Jede

Schulungseinheit schließt mit einem

kurzen Wissenstest ab. Reisebüromitarbeiter,

die sich bis zum 15. März anmelden,

können einen iPad-Mini gewinnen.

www.agent.rockymountaineer.com

updates

Die Willy Scharnow-Stiftung bietet zusammen mit

dem Spanischen Kulturinstitut Instituto Cervantes Frankfurt

einen Spanisch-Kurs an. Die Termine sind 12. bis 14.

und 19. bis 21. April, die Kosten betragen 180 Euro plus

Lernmaterial. www.willyscharnowstiftung.de

Thomas Cook bietet in seinem Trainingscenter wieder

Schulungen, Webinare und Seminare zu Zielgebieten und

CRS. Weitere Infos und Termine unter www.tc-infonet.de

Der DRV stellt seinen Mitgliedern vergünstigte Eintrittskarten

für die ITB zur Verfügung. Sie kosten für die gesamten

fünf Messetage 48 Euro. Die Bestellung erfolgt online,

die Bezahlung per Kreditkarte oder Rechnung bis zum 15.

Februar. http://tickets.drv.de/

Die Büros von First Business Travel haben nun Zugriff

auf das Bahnportal »FBT Corporate Rail«. Kunden können

sich über die Website im Bereich Corporate Rail anmelden

und ihre Fahrkarte buchen, ausdrucken oder am Automat

abholen. Die Büros haben vollen Zugriff auf die Buchungen.

www.first-business-travel.de

Das Deutsche Seminar für Tourismus veranstaltet

vom 28. Februar bis 1. März in Berlin ein Seminar »Aktuelle

Reiserechtsfragen«. www.dsft-berlin.de

28

25.1.2013 travel.one


mix.sales

Der ASR wird Partner von Travelife

n Der ASR will den Nachhaltigkeitsstandard

Travelife,

der in der Hotellerie bereits

intensiv genutzt wird, in der

deutschen Touristik etablieren.

Das Projekt drehe sich

nicht nur um »grünen Tourismus«,

sondern auch um

wirtschaftliche Aspekte wie

Kosteneinsparungen, Abgrenzung

gegenüber Mitbewerbern

oder die Neugewinnung

von Kunden, erklärt ASR-Präsident

Norbert Pfefferlein.

Zu den Instrumenten, die

Travelife touristischen Unternehmen

anbietet, gehören

ein Trainings- und Managementsystem,

Handbücher,

ein Zertifizierungssystem

und Nachhaltigkeitsberichte.

Ein kostenloses Paket

für ASR-Mitglieder beinhaltet

erste Informationen und

Beratung sowie eine Online-

Schulung für einen Koordinator

im Unternehmen. Die Kooperation

wende sich nicht

gegen andere Zertifizierer

wie Tourcert, betont der ASR.

Foto: Travel One

ASR-Präsident Pfefferlein will

das Engagement für nachhaltigen

Tourismus ausweiten

Wolfram Marx, Redakteur

w.marx@travel-one.net

Chance nutzen

Die Zahlen, die der DIHK im Rahmen der Befragung für seinen

Branchenreport des Jahres 2012 herausgegeben hat, sind durchaus

erfreulich. Der Anteil der Reisebüros, die per Saldo einen

gestiegenen Umsatz melden, liegt bei rund 30 Prozent, bei den

Veranstaltern beträgt der Wert 17,5 Prozent. Damit schätzen die

Reisebüros ihre Umsatzentwicklung erstmals seit dem Sommer

2004 besser ein, als es die Reiseveranstalter mit ihrer tun. Auffallend

ist auch, dass sich die Umsätze bei Urlaubsreisen deutlich

besser entwickelten als bei Geschäftsreisen. Für »normale«

Reisebüros sind und bleiben Urlaubsreisen das Kerngeschäft.

Diese Chance kann aber nur genutzt werden, wenn die Büros

sich noch stärker profilieren und als die Spezialisten in der Touristik

präsentieren. Diese Betrachtung scheint bei vielen aber

erst gar nicht angekommen zu sein oder sie lassen sie verstreichen.

Denn die Absicht von 52 Prozent der Büros, in diesem Jahr

weniger oder gar nicht in ihr Geschäft zu investieren, ist frappierend.

Immerhin melden 91 Prozent eine gute oder befriedigende

Geschäftslage, die Hälfte rechnet mit steigenden Preisen

und 63 Prozent mit einer noch besseren Entwicklung in den

nächsten sechs Monaten. Dieser weitere Weg nach oben setzt

sich 2013 aber nur fort, wenn jetzt die Hände nicht in den Schoß

gelegt werden.

Travel Charme und

LCC kooperieren

n Die Lufthansa City Center (LCC) sind

neuer Vertriebspartner der Travel

Charme Hotels. Geplant ist unter anderem

ein Katalog mit Ausflügen, Transfers

oder speziellen Wochenendpaketen für

die zwölf Häuser der Hotelgruppe. Die

Travel Charme Hotels sollen in das Angebot

»Pure Luxury« der LCC integriert

werden. Dies soll der Start des für 2013

von den LCC geplanten Ausbaus der Kooperation

mit Hotelgruppen und Destinationen

sein.

Schiffsvisite

auf der Delphin

n Passat Kreuzfahrten bietet zwischen

dem 24. Mai und dem 20. September

an sieben Terminen Schiffsbesichtigungen

auf der Delphin an. Die Rundgänge

finden fünfmal in Bremerhaven und

zweimal in Kiel statt, jeweils zwischen elf

und 14 Uhr. Die Besucher erhalten nach

einem Einführungsvortrag Deckspläne,

die Besichtigungen finden dann individuell

oder in Gruppen statt. Im Anschluss

ist ein Mittagessen vorgesehen, für Expedienten

ist dieses kostenlos.

info@passatkreuzfahrten.de

travel.one 25.1.2013 29


destination.nordische länder

Foto: Andreas Nilsson

Noch mehr Kultur

in der Stadt der Birken

Das nordschwedische

Umeå will nächstes Jahr

als europäische Kulturhauptstadt

punkten.

Wie wichtig Kultur ist – Umeå

betont das immer wieder. Sie

wirke sich positiv auf das soziale

Klima aus, heißt es aus dem Rathaus.

Kunst, Musik & Co. genießen bei der Städteplanung

daher seit Jahrzehnten einen

hohen Stellenwert. Ein Grundgedanke,

der nun noch stärker vorangetrieben werden

soll. Die nordschwedische Stadt will

die Rolle von Kultur als eine treibende

Kraft für eine nachhaltige Entwicklung

der Gesellschaft stärken. Der Anlass: das

Projekt »Europäische Kulturhauptstadt«.

Umeå trägt den Titel nächstes Jahr

neben Lettlands Hauptstadt Riga. Doch

auch wenn 2014 die beiden Gekürten in

einem Atemzug genannt werden: Im Gegensatz

zu Riga ist Nordschwedens größte

Stadt den wenigsten Europäern ein

Begriff. Umeå will das ändern und bastelt

an einem Kulturprogramm, das nicht

nur die Region bereichern, sondern auch

für mehr internationale Aufmerksamkeit

sorgen soll.

Die »Stadt der Birken« – so nennt sich

Umeå wegen ihrer rund 3.000 Birken –

teilt 2014 das Jahr in acht statt in vier

Jahreszeiten ein. Sie orientiert sich damit

am Kalender der Samen. Denn auch die

Kultur der nordeuropäischen Volksgruppe

soll im Rampenlicht stehen.

Etliche Festivals.

Das Jahr als Kulturhauptstadt beginnt in

Umeå mit dem tiefen Winter, der »Jahreszeit

der Fürsorge«, und endet mit dem

frühen Winter, der »Jahreszeit einer Reise«.

Für alle acht Zeitabschnitte plant die

Stadt jeweils 20 Projekte. Bis Ende Januar

soll das Programm seinen letzten Schliff

30

25.1.2013 travel.one


nordische länder.destination

Fakten

zu Umeå

Rock und Pop aus der ganzen Welt: Das alljährliche Umeå Open soll nächstes Jahr, während der

»Jahreszeit des Wachsens«, größer ausfallen als sonst

erhalten. Fest steht bereits, dass mehrere

Festivals stattfinden sollen. Umeå lädt

dazu berühmte Chöre, Musiker und bildende

Künstler ein – und, was eher ungewöhnlich

ist, Schauspieltruppen aus ganz Europa,

die sich dem Thema Horror widmen.

Die Organisatoren wollen zudem während

der langen Sommernächte mit ihren Gästen

eine nicht endende Party feiern und

die eigene Bevölkerung dazu animieren,

einen riesigen Chor zu bilden.

Ein weiteres Projekt: das Gitarrenmuseum.

Verläuft alles nach Plan, eröffnet es im

Januar 2014 im Gebäude der ehemaligen

Schule Vasaskolan und zeigt die Sammlung

der Brüder Samuel und Michael Åhdén –

sie besteht aus rund 500 E-Gitarren, Bass-

Einblick in das einstige Leben in Västerbotten: das Freilichtmuseum Gammlia

gitarren und anderen Gegenständen. Die

Kommune hier erwartet mindestens 20.000

Besucher.

Zu einer Attraktion soll sich auch die

»Kulturelle Welle« entwickeln. Das Bauwerk

entsteht am Ufer des Flusses Ume und soll

2014 als Kulturzentrum die Bühne für verschiedene

Veranstaltungen sein. Es wurde

von Snøhetta entworfen, dem norwegischen

Architektenbüro, das die Bibliothek

in Alexandria sowie die neue Oper in Oslo

gestaltete. Hinter dem Projekt steckt neben

der Kommune die Immobiliengesellschaft

Balticgruppen. Das Unternehmen ließ in

die Welle ein Hotel integrieren.

In Umeå gibt es derzeit 18 Hotels mit

rund 1.500 Zimmern. Die Zahl soll bis

Foto: Per Lundberg Foto: Andreas Nilsson

Foto: Per Lundberg

Grünes Feuer: Eine Glasskulptur

des Designers Vicke Lindstrand

Umeå ist die Hauptstadt von

Västerbotten und hat rund

113.000 Einwohner. Die Universität

und ihre 35.000 Studenten prägen

das städtische Leben.

Zu den Sehenswürdigkeiten

zählen das Bildmuseum (nationale

und internationale zeitgenössische

Kunst), das Västerbottens Museum

(Geschichte der Region, Kultur

der Samen) und das benachbarte

Freilichtmuseum Gammlia (rund

40 Gebäude) sowie der Skulpturenpark

im Stadtteil Umedalen.

www.visitumea.se

»Umeå 2014« startet am

31. Januar nächsten Jahres.

www.umea2014.se

travel.one 25.1.2013 31


destination.nordische länder

Umeå

nächstes Jahr steigen. In der Nähe des

Flughafens, zum Beispiel, soll ein neues

Haus errichtet werden.

Am Ume entsteht ein

Kulturzentrum mit Hotel

Foto: Snøhetta

Stockholm

Verhaltenes Interesse.

Doch was bedeutet das für Umeå als touristisches

Ziel? Momentan fristet die Stadt in

den Katalogen deutscher Veranstalter eher

ein Schattendasein. Zwei Beispiele: Neckermann

bietet diesen Sommer einen Charterflug

von Hamburg sowie Berlin an und

nutzt die Stadt als Startpunkt einer Bus- sowie

einer Mietwagenrundreise durch Lappland.

Zudem lässt die Thomas-Cook-Marke

Kunden Umeå ansteuern, wenn sie die

»große Schwedenrundreise« mit dem Pkw

buchen. Und Dertour baut Umeå bei einer

individuellen Tour durch Mittelschweden

in das Programm ein – die Stadt sei ein optimaler

Ausgangspunkt für den Besuch der

»Hohen Küste« – und beginnt eine Aktivreise

im nah gelegenen Dorf Granö.

Auch bei den Reedereien zählt Umeå

nicht zu den häufigen Zielen. Lediglich

Deilmann bringt im Sommer Gäste der

Deutschland während einer Ostsee-Kreuzfahrt

in die in Küstennähe liegende Stadt.

Einen Tag liegt das Schiff dort vor Anker.

Und 2014? Dertour will Umeå künftig

mehr Aufmerksamkeit schenken. Bei Neckermann

dagegen weiß man noch nicht,

ob und wie das Kulturhauptstadtjahr ins

Programm eingebunden wird. Petra Hirschel

Kulturhauptstädte 2014

Die Europäische Kommission forderte Städte aus Schweden und

Lettland auf, sich als Europäische Kulturhauptstadt 2014 zu bewerben.

Aus Schweden kamen Bewerbungen von Gävle, Lund, Umeå und

Uppsala, aus Lettland von Riga, Cesis, Jurmala und Liepaja.

Während sich unter den schwedischen Kandidaten Umeå durchsetzte,

überzeugte von den lettischen Städten Riga die Jury.

Riga plant für 2014 rund 200 Veranstaltungen. Ein Blick in das

Programm: Geplant sind mehrere Ausstellungen, darunter eine Ausstellung

zum Thema »500 Jahre Buchdruck« sowie eine Ausstellung,

die an den 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs erinnert.

Im Juni gehört Riga den Chören, rund 20.000 Sänger aus 90 Ländern

sollen in der lettischen Hauptstadt auftreten. Als weiteren Höhepunkt

kündigen die Organisatoren das Lichtfestival Mitte November

an. Internationale Lichtkünstler sollen eine Woche lang für eine

besondere Atmosphäre sorgen.

www.riga2014.org

32

25.1.2013 travel.one


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www.costa-inside.de

nordische länder.destination

Costa, in Wirklichkeit noch schöner

Wer sich jetzt für eine Nordland- oder Baltikum-Kreuzfahrt mit Costa entscheidet, profitiert doppelt.

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TOMA Veranstaltercode:

CST

travel.one 25.1.2013 33

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen und Druckfehler vorbehalten. Costa Kreuzfahrten, Niederlassung der Costa Crociere S.p.A. (Genua) • Am Sandtorkai 39 • 20457 Hamburg


destination.nordische länder

Drei Kataloge für drei Länder

n Reiseprofis, die bei Dancenter

nach einem Ferienhaus in Skandinavien

suchen, greifen dieses Jahr erstmals

zu Länderkatalogen. Der Anbieter

hat sein Portfolio sortiert und

stellt die Unterkünfte in Dänemark,

Schweden und Norwegen nun in getrennten

Druckwerken vor.

Dänemark ist das wichtigste Ziel

des Unternehmens. Der Katalog für

das Land enthält rund 2.500 Ferienwohnungen

in 28 Danland-Ferienparks

sowie 5.000 Ferienhäuser zwischen

Nord- und Ostsee.

Dünner fällt dagegen das Angebot

für die beiden anderen skandinavischen

Länder aus. Im Schweden-

Katalog wirbt Dancenter für rund

1.000 Häuser, im Norwegen-Katalog

für 900 Objekte. Unter letzteren sind

sowohl landestypische Blockhäuser

als auch sogenannte Premiumhäuser

mit Whirlpool zu finden. Und in

Schweden vermarktet das Unterneh-

men zum Beispiel Ferienhäuser für bis

zu 16 Personen mit Swimmingpool

und Sauna.

Über beides verfügen auch zahlreiche

Ferienhäuser in Dänemark. 450

Objekte im Programm haben einen eigenen

Pool. Und in 2.000 Ferienhäusern

gehören ein Whirlpool sowie eine

Sauna zur Ausstattung. Unterkünfte

mit einem Wellness-Angebot liegen

laut Dancenter im Trend.

In Dänemark wartet der Spezialist

zudem mit sogenannten Aktivhäusern

auf. Wer sich dort einquartiert,

kann zum Beispiel Billard, Airhockey

und Tischtennis spielen. Die Häuser

sind für Gruppen mit bis zu 24 Personen

gedacht.

Ferien in der Jammerbucht: Dancenter vermarktet in Dänemark 5.000 Häuser

Foto: Dancenter

Im Wochentakt gen Norden

Spektakuläre Kulisse: Der Geirangerfjord

in Norwegen steht bei Costa und den

Mitbewerbern im Routenplan

Foto: Costa Crociere

n Am 1. Mai läutet die italienische

Reederei Costa

Crociere ihre diesjährige

Nordland-Saison ein. Sie

ist in der Sommersaison

mit drei Schiffen vor den

Küsten Nordeuropas anzutreffen.

Für die Pacifica

und die Fortuna sind dabei

deutsche Häfen Ausgangs-

und Endpunkt der

Kreuzfahrten. Die Neoromantica

hat Amsterdam

als Basishafen.

Die Pacifica fährt von

Hamburg aus nach Norwegen,

in Kiel beginnen

ihre Reisen durch die Ostsee.

Für die Nord- und

Ostseereisen der Fortuna

wählte Costa Warnemünde,

um die Gäste ein- und

auszuschiffen.

Eine noch wichtigere

Rolle spielt der Norden

bei der deutschen Tochter

von Costa. Mit sechs

Schiffen ist Aida Cruises

im Sommer dort vertreten.

Das Unternehmen

nutzt wie die Mutter Hamburg,

Kiel und Warnemünde

als Start und Ziel

der verschiedenen Reisen

nach Norwegen und Island

sowie zu den Ostsee-

Metropolen. Ihr jüngstes

Flottenmitglied, die Stella,

setzt sie für Kreuzfahrten

ein, die Norwegen mit

Westeuropa kombinieren.

Ein weiterer Mitspieler

ist MSC. Die Italiener

lassen im Sommer zwei

Schiffe, die Poesia sowie

die Musica, regelmäßig

Kiel anlaufen und machen

die Magnifica in Hamburg

zum häufigen Gast. Alle

drei reisen nach Norwegen

und durch die Ostsee.

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25.1.2013 travel.one


nordische länder.destination

Kinderprogramm auf See

Kunst im Hotel: The Thief kooperiert mit einem Museum

Diebisches Hotel in Oslo

n Norwegens Hotellerie hat ungewöhnlichen Zuwachs bekommen.

In Oslo eröffnete mit The Thief ein Haus, das sich

der modernen Kunst verschrieben hat. Es arbeitet mit dem

Astrup Fearnley Museum zusammen und beschäftigt einen

eigenen Kunstkurator. Sie sorgten dafür, dass die 119 Zimmer

und öffentlichen Bereiche mit Werken zeitgenössischer

Künstler bestückt wurden.

The Thief liegt wie das von Stararchitekt Renzo Piano

entworfene Astrup Fearnley Museum auf Tjuvholmen. Im

18. Jahrhundert wurden auf der Halbinsel Diebe, norwegisch

Tjuv, hingerichtet. Später entstanden dort Docks. Derzeit verwandelt

sich das einstige Hafenviertel in einen modernen

Stadtteil. Das Hotel gehört der Kooperation Design Hotels an.

www.designhotels.com

Foto: Design Hotels

n Die Reederei Peter Deilmann will Familienkreuzfahrten

durch die Nord- sowie die Ostsee schmackhaft

machen. Sie organisiert im Sommer bei fünf

Nordlandreisen für Kunden mit Kindern ein spezielles

Programm. Die Kleinen erwartet an Bord der Deutschland

mehr Animation als sonst. Und auch Ausflüge

sind auf die Mädchen und Jungen zugeschnitten. So

besuchen sie in Stockholm Pippi Langstrumpf.

In Bezug auf den Preis gilt: Buchen zwei Erwachsene

eine Außenkabine, nächtigen die Kinder (bis 17

Jahre) kostenlos in einer Innenkabine. Alleinreisende

können den Nachwuchs ohne Aufpreis in der eigenen

Kabine mitnehmen. Deilmann stellt die Kreuzfahrten

in dem erstmals aufgelegten Familien-Katalog vor.

SAS verbindet zwei Hauptstädte

n Der Flug zwischen Berlin und Oslo steht künftig ganzjährig

im Streckenplan von SAS. Die Airline verbindet vom 31. März

an dreimal wöchentlich Deutschland mit der norwegischen

Hauptstadt, und zwar jeden Montag, Freitag und Sonntag.

Die Skandinavier bauen zudem ihr Streckennetz in Finnland

um zwei Flüge nach Kittilä aus. Vom 2. Februar bis zum 6.

April steuert SAS den Ort in Lappland von Turku aus an, zwischen

dem 23. Februar und 6. April zudem ab Tampere.

updates

Finnlines fährt nun zweimal wöchentlich

direkt von Rostock nach

Helsinki sowie in umgekehrter Richtung.

Der bisherige Stopp im polnischen

Gdynia entfällt.

Service Reisen Giessen legt für

Bus- und Gruppenreiseveranstalter

eine viertägige Reise zum Eurovision

Song Contest in Malmö auf. Das Finale

des Wettbewerbs steigt am 18. Mai

in der schwedischen Stadt.

www.servicereisen.de

Aida Cruises bietet Teilnehmern

der Ostseekreuzfahrten mit der Aida

Mar nun an, von Düsseldorf nach Rostock-Laage

zu fliegen. Das An- und

Abreisepaket enthält auch den Transfer

zum Hafen von Warnemünde.

Stena Line verbindet dieses Jahr

Rostock und Trelleborg dreimal täglich

miteinander. Zudem steuert die

Reederei die Stadt mehrmals am Tag

von Sassnitz aus an. Stena Line übernahm

die Routen von Scandlines.

Am 18. Mai im Mittelpunkt europäischen

Interesses: Malmö richtet das Finale

des Eurovision Song Contests aus

Foto: Justin Brown/imagebank.sweden.se

travel.one 25.1.2013 35


destination.karibik

Große Pläne

Ehrgeizig sind die Ziele, die der seit

August 2012 amtierende Präsident

der Dominikanischen Republik,

Danilo Medina, für den Tourismus in

seinem Land formuliert hat. Zehn Millionen

ausländische Touristen sollen den

Karibik-Staat im Jahr 2022 besuchen. Das

entspräche im Vergleich zu 2012 mehr als

einer Verdoppelung der Besucherzahl.

Im vergangenen Jahr reisten rund

4,6 Millionen ausländische Gäste ein, immerhin

6,6 Prozent mehr als 2011. Damit

ist die Dominikanische Republik nach

Auskunft des Tourismusministeriums

im zweiten Jahr in Folge die wachstumsstärkste

Destination der Karibik. Doch

um die angestrebten zehn Millionen Passagiere

zu erreichen, reicht das derzeitige

Wachstumstempo nicht aus.

Boutique-Hotel: Mit nur 34 Suiten setzt das Eden Roc Punta Cana auf Intimität

Foto: Solaya Hotels & Resorts

Betten ohne Burgen.

Auf der Angebotsseite stehen neue Hotels,

eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur

und der Ausbau des Angebots für

Kreuzfahrtschiffe im Mittelpunkt. Laut

Tourismusminister Francisco Javier García

soll die Zimmerkapazität im Land bis

2016 von derzeit etwa 70.000 auf 80.000

steigen. Bis 2022 ist sogar eine Kapazitätserweiterung

auf 100.000 Zimmer geplant.

Dabei konzentriert sich der Ausbau

nicht mehr ausschließlich auf große,

weitläufige Anlagen mit hoher Kapazität.

So wurde in Punta Cana kürzlich das

Eden Roc Hotel der Kette Solaya Hotels

& Resorts eröffnet, das zwar nur über 34

Suiten, dafür aber über sechs À-la-carte-

Restaurants unterschiedlicher Ausrichtung

verfügt.

Zum Ferienkomplex Blue Jack Tar, mit

dessen Bau vor einigen Wochen begonnen

wurde und das ein Hotel gleichen

Namens aus dem Jahr 1979 ersetzt, soll

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25.1.2013 travel.one


karibik.destination

Mit dem Ausbau der Hotelkapazität und neuen Kreuzfahrtterminals will die

Dominikanische Republik die Besucherzahl in den nächsten Jahren verdoppeln.

Bis zu 4.000 Passagiere sollen am geplanten Kreuzfahrtterminal bei Puerto Plata abgefertigt werden können

© Atkins/ Carnival Cruises

neben 120 Apartments ebenfalls ein Boutique-Hotel

mit 70 Zimmern gehören.

Aber natürlich prägen weiter die großen

internationalen Ketten die Expansion.

So entsteht in Punta Cana derzeit ein

Westin-Resort mit fünf Sternen und 204

Zimmern.

Neuer Kreuzfahrthafen.

Wichtigstes Projekt im Kreuzfahrtsegment

ist ein neues Kreuzfahrtterminal

in der Bucht von Maimon in der Nähe

von Puerto Plata. Für knapp 50 Millionen

Euro will der Kreuzfahrtgigant Carnival

zusammen mit dem lokalen Unternehmen

Baez & Rannik ein Terminal errichten,

an dem gleichzeitig zwei Schiffe mit

zusammen 4.000 Passagieren abgefertigt

werden können. Die Pläne der Investoren

sehen vor, dass nach der für 2014 vorgesehenen

Eröffnung bereits im ersten

Jahr Schiffe mit 250.000 Kreuzfahrtpassagieren

den neuen Hafen anlaufen. Im

zweiten Jahr sind sogar 650.000 Ankünfte

geplant. Dies deutet darauf hin, dass ein

großer Teil der Schiffe von Carnival-Töchtern

wie Aida, Costa, Cunard, Holland-

America, Princess Cruises oder Seabourn

auf ihren Karibik-Routen in Puerto Plata

Halt machen. Carnival betreibt bereits einige

Häfen, unter anderem auf Cozumel

in Mexiko, auf der Insel Grand Turk auf

den Bahamas und in der Mahngany Bay

auf der Insel Roatan in Honduras.

Ein weiteres Projekt ist der Bau eines

Kreuzfahrtterminals auf der Halbinsel

Samaná. Hier werfen die Kreuzfahrtschiffe

bislang noch in der Bucht den Anker,

und die Gäste werden mit Booten an

Land gebracht. Das Investitionsvolumen

ist bei diesem Projekt allerdings erheblich

bescheidener. Geplant sind gut sechs

Millionen Euro.

Bislang befinden sich die wichtigsten

Kreuzfahrthäfen des Landes bei der

Hauptstadt Santo Domingo und in La

Romana an der Südküste. Die Verbesserung

der Infrastruktur in Puerto Plata,

wo dem Vernehmen nach seit 30 Jahren

kein Kreuzfahrtschiff mehr angelegt hat,

und auf der Halbinsel Samaná würde vor

allem die Erschließung von Zielen an der

Nordküste für die Kreuzfahrtgäste erleichtern.


Christian Schmicke

travel.one 25.1.2013 37


destination.karibik

Arge Karibik arbeitet

an Trade-Website

Foto: shutterstock

n Die Arbeitsgemeinschaft Karibik plant in diesem Jahr

verschiedene Aktionen für den Counter. Dazu zählen

zwei Roadshows im Mai und Oktober sowie die sogenannten

Live-Seminare. Diese planen die Karibik-Werber

für die Monate Juni und November. Außerdem entsteht

eine neue Website. Unter www.karibik.org sollen Reiseprofis

künftig mit eigenem Log-in verkaufsrelevante Informationen

gebündelt aus den karibischen Zielgebieten

erhalten. Bis dahin gibt es bei der Arge kostenlos das neue

Karibik-Magazin. info@karibik.org

Die karibischen Ziele werden das ganze Jahr

über mit Aktionen für den Counter beworben

Webtipp. Kein Urlaub in Sicht – wie wäre es dann mit

einem Blick in Arubas Kochtöpfe? Eine spezielle Website des

Verkehrsamts zeigt unter Anleitung des Frankfurter Kochs

Mirko Reeh wie es geht. www.aruba.de/cook-it

Mehr Karibik-Verbindungen ab München

n Condor erweitert nach Informationen

von Travel One zum Winterflugplan

2013/14 das Angebot ab München zu verschiedenen

karibischen Zielen, darunter

Puerto Plata und Punta Cana in der Dominikanischen

Republik, Varadero auf Kuba

und Cancun in Mexiko. Die Airline will offenbar

zwei Flugzeuge am Münchener

Flughafen stationieren. Eine Maschine soll

von der Frankfurter Basis kommen, eine

weitere des Typs Boeing 767 wird neu angeschafft.

Genauere Informationen über

die Verkehrstage im nächsten Winter gibt

es noch nicht.

Fest stehen jedoch schon jetzt die Ziele,

die Condor von Deutschland aus anfliegen

will: Antigua, Barbados, Cancun, Havanna,

Holguin, Montego Bay, Puerto Plata,

Punta Cana, Santo Domingo, San José, San

Juan, Tobago, St. Lucia und Varadero.

In diesem Sommer fliegt der Ferienflieger

montags und freitags nonstop in

die kubanische Hauptstadt Havanna, mittwochs

und sonntags nach Holguin und

dienstags, donnerstags und samstags nonstop

nach Varadero. Montego Bay auf Jamaika

steht mittwochs und sonntags ab

Frankfurt im Flugplan. Das mexikanische

Cancun steuert Condor immer montags,

dienstags, donnerstags, samstags und

sonntags ab Frankfurt an.

Condor fliegt im nächsten Winter ab München mit zwei Boeing 767 in die Karibik

Foto: Condor

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25.1.2013 travel.one


karibik.destination

updates

Foto: © 2012 Michel Verdure

Unterwegs auf der Reflection

Neuzugang:

Die Reflection lief

im Herbst 2012

vom Stapel

n Der jüngste Flottenzugang von Celebrity Cruises, die im Herbst in Dienst gestellte

Celebrity Reflection, kreuzt im November und Dezember sowie in den Wintermonaten

2014 bis in den Frühling hinein in der östlichen Karibik. Die Passagiere

stechen in Miami in See. Auf ihrer Route liegen Puerto Rico, St. Thomas und

St. Maarten. Die Reise dauert acht Tage, drei davon verbringen die Kreuzfahrer

auf See. 15 Tage sind Urlauber unterwegs, die sich auf der Celebrity Eclipse einbuchen.

Sie reisen durch die südliche Karibik. Los geht es im US-amerikanischen

Fort Lauderdale. Weitere Stationen sind Grand Cayman, Cartagena in Kolumbien,

Colón in Panama, Puerto Limon in Costa Rica, Belize-City in Belize sowie das mexikanische

Cozumel.

www.celebritycruises.de/agentinfo

Das Verkehrsbüro von Puerto Rico

hat nun auch eine deutschsprachige

Broschüre. Das 20 Seiten starke Heft ist

kostenlos erhältlich für Reiseprofis und

deren Kunden.

puertorico@discover-fra.com

Die mallorquinische Hotelkette Riu

plant das fünfte Haus auf Jamaika. Das

Riu Palace Jamaica für volljährige Gäste

soll im Dezember an der Mahoe-Bucht

eröffnen. Geplant sind 238 Zimmer.

www.riu.com

Aventoura lanciert die neue Gruppenrundreise

»Mexiko – Geheimnisvolles

Yucatan«. Teilnehmer erfahren während

der 14-tägigen Reise Wissenswertes

rund um die Kultur der Mayas. Im

Anschluss an die Rundreise können sie

sich am Strand von Tulum ausruhen.

www.aventoura.de

Kuba auch mit dem Rad

n Mit Miller Reisen können Urlauber nun Kuba auch mit dem

Drahtesel erkunden. Zur Auswahl stehen siebentägige Trips

durch den Osten und Westen des Landes. Die Tour »Cuba auf

zwei Rädern« führt durch die Sierra Maestra, das höchste Gebirge

der Insel. Sportlich anspruchsvoller ist die Mountainbiketour

durch das Tal von Viñales im Westen Kubas. Beide Reisen werden

von einem deutsch sprechenden Fahrrad-Guide begleitet.

Das Gepäck wird in einem Begleitbus transportiert.

Neu ist auch die zweiwöchige Mietwagenrundreise »Cuba

Drive & Relax« mit Badestopps an verschiedenen Stränden.

www.miller-reisen.de

Cook schult im Sommer

n Bei Thomas Cook dreht sich im Sommer alles um die karibischen

Ziele des Veranstalters. Stationen der Seminare sind

Dortmund (25.6.), Kassel (26.6.), Frankfurt (27.6.), Düsseldorf

(9.7.), Hannover (10.7.), Berlin (11.7.), München (16.7.) und Freiburg

(17.7.). Die Schulungen sollen Reiseprofis nicht nur eine

geografische Orientierung vermitteln, Cook-Mitarbeiter stellen

auch die Höhepunkte der Rundreisen vor, nehmen eine Differenzierung

der wichtigsten Urlaubsorte vor und geben Tipps

zur Beratungsqualität und -sicherheit. www.tc-infonet.de

Karibik – Traumstrände und Lebensfreude pur!

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destination.karibik

Neue Sandals-Häuser für Familien und Luxusreisende

Luxuriös: Aus dem La Source auf Grenada

wird das Sandals La Source Grenada Resort & Spa

Foto: Sandals Resorts Int.

n Die jamaikanische Hotelgruppe

Sandals Resorts International mit

den Marken Sandals Resorts, Beaches

Resorts und Grand Pineapple Beach

Resorts ist weiter auf Expansionskurs.

Der jüngste Zukauf, das All-inclusive-

Resort La Source, liegt auf Grenada,

wird in den kommenden Monaten umgebaut

und soll dann als Sandals La

Source Grenada Resort & Spa wiedereröffnen.

Die 100-Zimmer-Anlage liegt

am Pink-Gin-Strand und ist auf drei

Seiten vom Meer umgeben. Geplant ist

eine Erweiterung um 100 Zimmer, darunter

auch die rund gebauten Rondoval-Suiten.

Hinzu kommen Villen und

Bungalows mit Concierge- oder Butler.

Geplant sind auch neue Restaurants

und größere Poolbereiche sowie

ein Fitness- und Wellness-Areal. Ende

vergangenen Jahres erweiterte die Hotelgruppe

das Portfolio bereits um das

The Veranda Resorts & Residence auf

den Turks & Caicos-Inseln. Es ist jetzt

als Key West Luxury Village buchbar.

Um deutschen Reiseprofis die Sandals-

Häuser näher zu bringen, arbeitet das

Unternehmen an einer deutschsprachigen

Version des Online-Trainings »Sandals,

Beaches & Grand Pineapple Travel

Agent Online Training«. Nach erfolgreichem

Abschluss erhalten die Teilnehmer

ein Zertifikat von Sandals.

www.sandals.de

Mehr Rundreisen

n FTI bietet im Sommerprogramm

eine neue Busrundreise durch die

Dominikanische Republik an. Die

dreitägige Tour durch den Süden

beginnt und endet in Santo Domingo.

Ebenfalls zum ersten Mal wird

die Kurzreise »Zigarren, Schokolade

& Kultur« im Norden der Insel durchgeführt.

Teilnehmer besichtigen auf

der zweitägigen Tour mit Übernachtungen

in Jarabacoa im Landesinnern

und Playa Dorada unter anderem

die Aurora Zigarrenfabrik in Santiago

und eine Kakaoplantage. Neu

auf Kuba ist die Mietwagen-Rundreise

»Havanna selbst entdecken«

mit Start- und Endpunkt in Varadero.

Hinzu kommen neue Hotels auf

Kuba, Jamaika, CuraÇao, Martinique

und Guadeloupe.

Während der Rundreisen lernen die

Teilnehmer Land und Leute kennen

Foto: FTI

updates

Chamäleon Reisen bietet neu eine zweiwöchige Rundreise

durch Kuba an. Die Reise wird ab vier Teilnehmern

durchgeführt, Höchstgrenze sind zwölf Urlauber. Gäste reisen

im Minibus über die Insel, steigen aber auch in russische

Trucks oder in eine Dampflokomotive um.

www.chamaeleon-reisen.de

Im High-Class-Katalog von Schauinsland sind auch die

Dominikanische Republik und Kuba mit luxuriösen Unterkünften

vertreten. Darunter das Paradisus Princesa del Mar

sowie das Paradisus Rio de Oro Resort & Spa auf Kuba.

www.slr-info.de

ITS hat das Hotelportfolio in der Dominikanischen Republik

aufgestockt. Unter den Neuzugängen ist etwa das

Resort Bahia Principe San Juan, das Be Live Canoa in Bayahibe

sowie die Hotels Punta Cana Princess All Suites Resort

& Spa und Caribe Club Princess Beach Resort & Spa in

Punta Cana.

Thomas Cook bietet im Sommer erstmals die Busrundreise

»Cuba – intensiv« an, die in Varadero oder Havanna startet.

Ebenfalls neu im Karibik-Portfolio des Veranstalters ist

der aus dem James-Bond-Streifen »Casino Royal« bekannte

One & Only Ocean Club auf den Bahamas.

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25.1.2013 travel.one


karibik.destination

Mit Meier’s in die Karibik

Foto: Meier‘s Weltreisen

n Ob Hochzeit oder Flitterwochen, Nobelvilla oder landestypisches

Gästehaus, Ausflüge mit dem Rad auf Kuba

oder ein Segeltörn vor den Bahamas – Meier’s Weltreisen

bündelt im Sommer die neuen Arrangements in einem eigenen

Katalog und lädt auch in diesem Jahr Reiseverkäufer

dazu ein, die neuen Produkte aus dem Hause Meier’s Weltreisen

ganz persönlich kennenzulernen.

Geplant seien kleinere Seminarreisen à zwölf Personen,

voraussichtlich nach Kuba, Mexiko und in die Dominikanische

Republik, verrät Produktleiterin Martina Beeken.

Ebenfalls in der Planung befinde sich der alljährlich

stattfindende Megafam »Bienvenido«. Wohin es geht, kann

Beeken noch nicht verraten. Über die diesjährige Destination

werde aber noch diesen Monat entschieden.

»Trau Dich« in der Karibik – gebündelte Infos gibt es im Katalog

Karisma mit erstem Haus auf Jamaika

n Das ehemalige Beaches Sandy Bay Resort

bei Negril an der Westküste Jamaikas

hat nun unter dem Namen Seashore Bay

Resort wiedereröffnet. Damit hat die mexikanische

Hotelgruppe Karisma Hotels

& Resorts die erste Anlage auf Jamaika in

Betrieb genommen. Das All-inclusive-Resort

verfügt über 128 Zimmer und Suiten

in insgesamt neun Kategorien. Außerdem

gibt es zwei Swimmingpools, vier Restaurants,

einen Spa-Bereich und einen Kids

Club. Weitere Renovierungsarbeiten folgen

in den nächsten Monaten. Nach Angaben

der offiziellen Repräsentanz Premier

World Marketing wird das neue Haus in

das Portfolio der Azul Hotels einfließen,

einer Marke des mexikanischen Hotelunternehmens.

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Besondere suchen

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Flair an Bord zu schätzen wissen

· Weinkennern und kulinarischen Genießern,

die sich über die Vielfalt von bis zu zwölf

Restaurants freuen

· Erholungssuchenden, die gerne die Vorzüge der

Wellness-Kabinenkategorie AquaClass® genießen

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modernste Kabinen und Suiten verzichten

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ab € 699* pro Person in der Innenkabine * Verfügbarkeit vorbehalten.

travel.one 25.1.2013 www.CelebrityCruises.de/extranet 41


destination.nordische länder

Foto: Tourismusverband Stubai Tirol

Gourmet-Gipfel

Auf warmen Schafsfellen können

Gäste auf der Terrasse des Schaufelspitz

die Wintersonne genießen

Im Stubaital erwartet Gäste neben neuen Pisten und Liftanlagen eine interessante

Gastronomie. Zu den Besonderheiten zählt das höchst gelegene Haubenrestaurant Europas.

D

avid Kostner hat einen ziemlich ungewöhnlichen

Arbeitsplatz. Er ist

Küchenchef des Restaurants Schaufelspitz

am Stubaier Gletscher. Dabei ist

weder die Tatsache wirklich ungewöhnlich,

dass es sich beim Schaufelspitz um

ein Gourmet-Restaurant handelt, noch der

Umstand, dass das Lokal in 2.900 Metern

Höhe liegt. Es ist die Kombination beider

Faktoren, die Kostners Wirkungsstätte zu

etwas Besonderem macht. Denn das Schaufelspitz

ist »Europas höchstgelegenes Haubenrestaurant«.

Der Koch erhielt vom Restaurantführer

Gault Millau für dieses Jahr 14 Punkte und

eine Haube – das sind die symbolischen

Kochmützen für besonders gute Gastronomie.

In dem gradlinig, aber mit viel Holz

gestalteten Gastraum seines Lokals serviert

Kostner mit seinem Team aus einer offenen

Küche fantasievolle Gerichte. Meist sind es

modern interpretierte Variationen der Tiroler

Küche, bei denen der Chef Wert auf

hochwertige heimische Produkte legt, möglichst

von Bauern und Kleinproduzenten

aus dem Stubaital.

2.900 Meter über dem Meeresspiegel

serviert David Kostner

modern interpretierte Tiroler

Gerichte

Foto: Travel One

Im Überblick

Das Stubaital erstreckt sich rund

15 Kilometer von der Tiroler Landeshauptstadt

Innsbruck entfernt über

35 Kilometer. Die Hauptorte sind Neustift,

Fulpmes, Telfes, Mieders und

Schönberg.

Das größte Skigebiet liegt auf dem

Stubaier Gletscher mit rund 110 Pistenkilometern

und 26 Liften. Beschaulicher

geht es im Skigebiet Schlick 2000 bei

Fulpmes zu. Anfänger können im Familienskigebiet

Serlesbahnen bei Mieders

und bei der Elferbergbahn in Neustift

trainieren.

Große Veranstalter wie TUI, Neckermann,

Dertour oder ITS haben im Stubaital

ein überschaubares Hotelangebot.

Umfangreicher ist die Palette bei Spezialisten

wie Snowtrex und Ferienhausanbietern.

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25.1.2013 travel.one


österreich.destination

Ungewöhnlich für ein Gourmet-Restaurant

sind auch die Öffnungszeiten – wenn

gegen 16 Uhr die letzte Gondel zu Tal fährt,

ist Feierabend. Und so könnte das Schaufelspitz

auch das einzige Haubenrestaurant

Europas sein, das ausschließlich Mittagessen

serviert.

Schwarze Piste und Varianten.

Für das Stubaital ist die Haubenverleihung

an das Restaurant, das wie die gesamte

Gastronomie am Gletscher der Stubaier

Bergbahnen KG gehört, ein Glücksfall. Allerdings

bot das Skigebiet schon vorher

den einen oder anderen Superlativ. So ist

es mit 110 Pistenkilometern laut Eigenwerbung

das größte Gletscherskigebiet Österreichs.

Und auch die Saisonzeiten sind

Foto: Travel One

Über den Wolken – das Skigebiet am Stubaier Gletscher reicht bis in 3.200 Meter Höhe

Im Keller des Hotels Jagdhof lagern

rund 20.000 Weinraritäten

Foto: Hotel Jagdhof

rekordverdächtig – der Skibetrieb beginnt

im September und läuft bis Mitte Juni.

Überwiegend bietet die Gletscherregion

leichte bis mittelschwere Abfahrten.

Zum laufenden Winter ist eine interessante

Variante für ambitioniertere Sportler

hinzugekommen. Die neue Vierer-Sesselbahn

Daunjoch führt bis auf 3.000 Meter

Höhe. Und die dazugehörige neue Abfahrt

namens Daunhill ist zu recht als schwarze,

also schwierige, Piste ausgewiesen. Zudem

führen einige neue Freeride-Routen abseits

der präparierten Pisten talwärts.

Für Tiefschnee-Fans hat zudem das

neu geschaffene »Powder-Department«

eine Reihe unterschiedlich schwerer

Routen abseits der Pisten definiert – von

kurzen Trips direkt neben der Piste bis zu

anspruchsvollen Touren inklusive Gletscherquerung

und Abseilen.

Zwei Hauben im Tal.

Wie in vielen Skiregionen Österreichs

müssen Gäste auch im Stubaital vom

nächstgelegenen Ort Neustift aus 20 Kilometer

mit dem Auto oder Skibus zurücklegen,

um zur Talstation der Gletscherbahn

zu gelangen. Dieses Handicap gleicht das

Tal dadurch aus, dass es auch jenseits des

Alpinskilaufs einiges bietet; etwa elf

Rodelstrecken und 130 Kilometer gespurte

Langlaufloipen.

Alpinskiläufer, die nicht bis zum

Gletscher hinauf wollen, können zudem

das Skigebiet Schlick 2000 bei

Fulpmes nutzen, das in Höhen zwischen

1.000 und 2.240 Metern bis Anfang

April ein abwechslungsreiches

Angebot an leichteren und mittelschweren

Pisten bereit hält.

Außerdem muss man nicht bis

in 2.900 Meter Höhe vordringen, um

ein anspruchsvolles gastronomisches

Angebot zu finden. Im À-la-carte-

Restaurant des Fünf-Sterne-Hotels

Jagdhof, das gleich mit zwei Gault-

Millau-Hauben ausgezeichnet wurde,

serviert Küchenchef Thomas Strasser

hochwertige regionale Küche. Das Wild

stammt aus der Jagd des Hotelchefs

Armin Pfurtscheller, das Fleisch für

Lammgerichte steuert Senior-Chef Leo

Pfurtscheller von seinem benachbarten

Hof aus eigener Zucht bei. Auch für

Weinliebhaber ist der Jagdhof ein Tipp.

Denn der Hausherr lagert in seinem

Weinkeller rund 20.000 Flaschen mit

vielen Raritäten. Christian Schmicke

travel.one 25.1.2013 43


destination.mix

Das Partnerland der ITB will in Berlin mit kultureller Vielfalt punkten

Abwechslungsreiches Indonesien

n Indonesien, das Partnerland der ITB in diesem

Jahr, ist schon jetzt ein beliebtes Ziel von deutschen

Urlaubern. Vergangenes Jahr bereisten rund

156.000 Deutsche das asiatische Land, Tourismusministerin

Mari Elka Pangestu will es in diesem

Jahr auf 180.000 Gäste aus Deutschland bringen.

Ein Grund für ihren Optimismus sind die zahlreichen

Verbesserungen der touristischen Infrastruktur,

sowohl in den Städten als auch in den

weniger bekannten Regionen des Landes. So habe

das ausländische Investitionsvolumen in Hotellerie

und Gastronomie nun mit rund 729 Millionen

US-Dollar ein Rekordniveau erreicht. In den nächsten

Jahren will Pangestu vor allem die bisher weniger

touristisch erschlossenen Regionen stärken,

darunter etwa Tauchdestinationen wie Wakatobi,

den Orang-Utan Nationalpark in Kalimantan oder

Toraja in Süd-Sulawesi.

Die vielseitige Kultur Indonesiens soll sich auch

am Messestand in Berlin widerspiegeln. Besucher

erwartet dort nicht nur ein Holzschiff (Foto), das

in seiner Heimat touristisch genutzt wird. Eine Delegation

aus 120 Touristikern soll Veranstalter und

Besucher in der deutschen Hauptstadt die unterschiedlichen

Urlaubsmöglichkeiten schmackhaft

machen. Außerdem können sich Fachbesucher

an allen Messetagen kostenlos massieren lassen.

Vindex Tengker, Chefkoch eines Fünf-Sterne-Hotels,

verwöhnt Standbesucher mit einheimischer

Küche. Reisebüros, die sich über Indonesien schlau

machen wollen, können sich Informationen und

Broschüren unter www.indonesia.travel herunterladen.

Der Pinisi-Schoner, ein

traditionelles Holzschiff,

wird auch in der Messehalle

aufgebaut

Foto: FVA Indonesien

Auch Gäste des neuen Design-Hotels

Steigenberger in Meran müssen vom

nächsten Jahr an den Gästebeitrag zahlen

Foto: Südtirol Marketing

Gästebeitrag in Südtirol

n Die Landesregierung von Südtirol hat die Einführung eines »Gästebeitrags«

vom Januar 2014 an beschlossen. Er wird von den Besuchern

erhoben und errechnet sich pro Übernachtung. Bei einem Aufenthalt

bei Privatvermietern, Urlaub-am-Bauernhof-Betrieben sowie

Ein- und Zwei-Sterne-Hotels liegt er bei 70 Eurocent pro Übernachtung.

In Drei-Sterne-Hotels wird ein Euro berechnet, bei Vier- und

Fünf-Sterne-Betrieben beläuft sich der Gästebeitrag auf 1,30 Euro.

Die Gemeinden haben die Möglichkeit, die Abgabe auf bis zu zwei

Euro anzuheben. Grundlage dafür ist ein Gutachten der zuständigen

Tourismusorganisation. Von der Zahlungspflicht befreit sind Kinder

unter 14 Jahren, Schülergruppen sowie die Gäste von Schutzhütten.

Bezahlt wird der Beitrag beim Gastwirt. 80 Prozent der Einnahmen

gehen an den lokalen Tourismusverein, die restlichen 20 Prozent

erhält der Tourismusverband.

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25.1.2013 travel.one


mix.destination

Queensland startet

Werbe-Offensive

n »Tourism and Events Queensland« will in den nächsten Wochen in zehn deutschen

Städten verstärkt für Australiens Sunshine State werben. Aktuell hängen

bereits knapp 700 Großplakate in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg

und Bayern, die Reiseangebote bewerben. Ziel sei es, Kunden ins Reisebüro

zu lotsen und Australien-Reisen zu verkaufen, sagt Queensland-Werber

Kai Ostermann. Im Februar geht die Kampagne in die nächste Runde. Zusammen

mit New South Wales, Tourism Tropical North Queensland und Tourism

Australia wird auf rund 300 Plakaten und auf 20 Bussen in München, Stuttgart,

Hamburg und Frankfurt die Ostküste Australiens zwischen Sydney und Cairns

vorgestellt. Veranstalterpartner sind FTI Touristik und Dertour.

Québec erhält neuen Nationalpark

n Naturfreunde können bald in der kanadischen

Provinz Québec einen neuen Nationalpark

erkunden. An der Ostküste der

Hudson Bay in der Region Nunavik wird

der neue Nationalpark Tursujuq eingerichtet.

Er ist ein Gemeinschaftsprojekt

der Regierung von Québec, der Regionalregierung

Kativik und mehrerer Gemeinden

von Ureinwohnern und erstreckt sich

über eine Fläche von 26.000 Quadratkilometern.

Damit ist er der größte der 28 National-

und Provinzparks Québecs.

Zum Gebiet des Parks wird der Nastopoka

Fluss ebenso gehören wie der Lac

Guillaume-Delisle, eine Bucht an der Ostküste

der Hudson Bay, die im Sommer von

Seehunden und Beluga-Walen bevölkert

wird. Die zwei Teilseen des im Osten gelegenen

Lac à l’Eau-Claire sind das Resultat

eines doppelten Meteoriten-Einschlags.

© Harriet Tubman Underground Railroad Byway

In Cambridge, Maryland, informiert das Harriet

Tubman Museum über die Freiheitskämpferin

Die Geschichte der

Underground Railroad

n Im US-Bundesstaat Maryland wird in

diesem Jahr auf diversen Veranstaltungen

des 100. Todestages von Harriet Tubman

gedacht. Sie war eine der wichtigsten

Fluchthelferinnen für geflohene Sklaven

entlang der »Underground Railroad«. So

wurde das Netz an geheimen Routen und

Unterkünften für die Flüchtlinge genannt.

Am Gedenkwochenende vom 8. bis

10. März findet im Museum of Rural Life in

Denton eine Sonderausstellung über Tubman

statt. Die Straße Harriet Tubman Underground

Railroad Byway verfügt jetzt

über Infotafeln und Markierungspunkte,

daneben gibt es einen Audio-Guide.

Die am Ufer des Lac Guillaume-Delisle liegenden Hudsonian Cuestas

sind Berge aus Sedimentgestein

© TQ/J.-F.Bergeron/envirofo

Space Shuttle aus

nächster Nähe

n Der Kennedy Space Center Visitor

Complex in Florida erhält im Juli eine

neue Ausstellungshalle für das Space

Shuttle Atlantis. In dem 8.100 Quadratmeter

großen Gebäude können Besucher

den Raumtransporter aus nächster Nähe

betrachten und sich in einer interaktiven

Ausstellung über das Space-Shuttle-Programm

inklusive des Hubble-Space-Teleskops

und die Internationale Raumstation

ISS informieren.

www.kennedyspacecenter.com

travel.one 25.1.2013 45


ubrik.thema

peps

Weitere Angebote unter www.travel-one.net/peps

fernweh

Rundreise durch Sri Lanka

Foto: Travel One

Eine zwölftägige Sri-Lanka-Reise können Expedienten und Angehörige mit

Vip Tours zum Pep-Tarif unternehmen. Im Preis inbegriffen sind unter anderem

der Flug mit Sri Lankan Airlines, alle Transfers, Besichtigungstouren und

Eintrittsgebühren sowie die Hotels. Termine: 24. April bis 5. Mai und 19. bis 30.

Juni 2013. Programm und Reservierung unter viptours@t-online.de

1.250 Euro pro Person inklusive Halbpension und Flug

Übernachten im Waldorf Astoria Berlin

Tischler Reisen bietet Reisebüromitarbeitern einen exklusiven Hotelaufenthalt

zum Sonderpreis im neuen Fünf-Sterne-Haus Waldorf Astoria in Berlin, nur

wenige Schritte vom Ku’damm entfernt. Das Angebot gilt bis zum 7. April 2013

(Ausnahmen: 6. und 7. Februar sowie 4. bis 9. März). Weitere Informationen unter

Telefon 0 88 21/93 17 20 oder pep@tischler-reisen.de

155 Euro pro Zimmer (Deluxe) inklusive Frühstück

Foto: Tischler Reisen

Frühling auf Kreta

Foto: Aldiana

Drei Übernachtungen im Aldiana Kreta können vergünstigt über Wingtips gebucht

werden. Die frisch modernisierte Clubanlage liegt im Nordosten der Insel

an einer geschützten Bucht. Den Preis erhalten Reisebüros und Veranstalter

vom 1. Mai bis 5. Juli 2013. Für alle weiteren Touristikergruppen wird ein Zuschlag

von 20 Euro pro Person und Nacht erhoben. www.wingtips.de

ab 195 Euro pro Person im Doppelzimmer, all-inclusive

Fleming’s Hotels für Expedienten

Frankfurt, München, Bremen, Wuppertal oder Wien: Wer dieses Jahr in einer

dieser Städte absteigen möchte, für den halten die Fleming’s Hotels spezielle

Sonderangebote bereit. Zum Beispiel zwei Nächte in dem in Schwabings

Künstlerviertel gelegenen Vier-Sterne-Hotel München-Schwabing.

www.flemings-agent.com

ab 74 Euro pro Person im Doppelzimmer inkl. Frühstück

Foto: Fleming’s Hotel

46

25.1.2013 travel.one


im fernsehen

SA 26.1. l Jütland, 12:00 Uhr, MDR l Iran: Vom

Elburs-Gebirge zum Kaspischen Meer, 12:15 Uhr,

NDR l Senegal Blues – Von Saint Louis nach Dakar,

12:15 Uhr, Hessen l Der Wüstensonne entgegen –

Eine Winterreise durch Arizona, 12:15 Uhr, Phoenix l

La Rochelle – Herz der Atlantikküste, 14:30 Uhr,

Arte l Von Salzburg zum Königssee, 15:30 Uhr, BR l

Die Halligen, 16:00 Uhr, SWR l Vom Berner Oberland

ins Aostatal, 17:35 Uhr, 3sat.

So 27.1. l Auf den Spuren der Titanic, 9:05 Uhr,

Hessen l Mongolei – Eine Entdeckungsreise durch

das Land von Dschingis Khan, 16:15 Uhr, BR l Nordseereport:

Inselträume im Winter, 18:00 Uhr, NDR.

Mo 28.1. l Im Luxuszug von Bangkok nach Laos,

15:15 Uhr, NDR l Vietnam, 15:15 Uhr, Hessen l Sansibar,

19:30 Uhr, Arte.

Di 29.1. l Litauen – Grünes Land am Ostseestrand,

11:30 Uhr, NDR l Kanada – Wildnis, Weite,

Metropolen, 15:00 Uhr, MDR l Kwazulu-Natal – Der

Mythos vom wilden Land, 17:00 Uhr, 3sat l Mauritius,

19:30 Uhr, Arte.

mi 30.1. l Südtirol und das Trentino, 14:00 Uhr,

Hessen l Der nördliche Schwarzwald, 14:15 Uhr,

NDR l Puerto Rico – Sonne, Sand und Salsa, 14:30

Uhr, Hessen l Madagaskar, 19:30 Uhr, Arte l Der

große Bahn-Check, 21:45 Uhr, Hessen.

Do 31.1. l Borkum, 14:15 Uhr, NDR l Jenseits von

Bali – Segelreise durch Indonesiens Osten, 15:15

Uhr, NDR l Hawaii – Inselreich im Pazifik, 15:15 Uhr,

Hessen l Im Wohnmobil durch West-Australien –

Von Perth in die Kimberleys, 20:15 Uhr, NDR.

Fr 1.2. l Lüneburg, 14:15 Uhr, NDR l Kanaren –

Urlaubsziel im Winter, 15:00 Uhr, MDR l Der Oslofjord,

15:15 Uhr, 3sat l Kapverden, 19:30 Uhr, Arte.

SA 2.2. l Sardinien – Stolz und Ehre hoch zu Ross,

9:40 Uhr, Arte l Salzburg, 10:10 Uhr, 3sat l Captain

Cook auf Kreuzfahrt, 10:30 Uhr, Phoenix l Schottlands

Inseln – Die Hebriden, 14:00 Uhr, RBB l Der

Tafelberg – Wächter des Südens, 14:45 Uhr, RBB.

So 3.2. l Die Straße von Messina – Zwischen Sizilien

und Kalabrien, 10:30 Uhr, Hessen l Sri Lanka,

16:15 Uhr, BR l Eisbrecher vor Finnland, 20:15 Uhr,

Phoenix.

Mo 4.2. l Highway durch die Rocky Mountains

– Herbst, 11:30 Uhr, NDR l Die Oste – Zwischen

Moor und Marsch, 13:15 Uhr, 3sat l Berlin Köpenick,

14:45 Uhr, 3sat l Long Island – USA, 15:15

Uhr, NDR l Inselwelt Belize – Ein karibischer Traum,

15:15 Uhr, Hessen l Von Potsdam zum Polarkreis –

Expedition in die Antarktis, 22:15 Uhr, RBB.

Di 5.2. l Highway durch die Rocky Mountains –

Frühling, 11:30 Uhr, NDR l Pfaffenwinkel, 14:15

Uhr, NDR l Hua Hin – Thailand, 15:15 Uhr, NDR l

Baltikum, 15:15 Uhr, Hessen l Finnlands blaue

Seen, 16:15 Uhr, 3sat.

mi 6.2. l Die Eisenbahn vom Baikal zum Amur,

13:00 Uhr, Arte l Ontario – Land des schönen Wassers,

14:30 Uhr, Hessen l Westkap – Südafrika,

15:15 Uhr, NDR l Clever buchen – besser reisen,

18:50 Uhr, Hessen.

Do 7.2. l Dänemark zwischen Flensburg und Hadersleben,

14:15 Uhr, NDR l Brasilien – Zwischen

Rio und Regenwald, 15:00 Uhr, MDR l Biarritz –

Frankreich, 15:15 Uhr, NDR.

Fr 8.2. l Von Warnemünde bis Rerik, 14:15 Uhr,

NDR l Bodensee, da will ich hin!, 15:00 Uhr, 3sat l

Das Pizolgebirge – Eine Reise durch die Schweiz,

15:30 Uhr, 3sat.

travel.one 25.1.2013

47


ubrik.thema

leute

Lars Clasen gibt

Chefposten ab

Noch Gesellschafter, aber nicht länger

Geschäftsführer in Rostock: Lars Clasen

will das Unternehmen nicht mehr leiten

n Lars Clasen hatte von der Zukunft von Arosa Flussschiff

offenbar eine genaue Vorstellung: Das Unternehmen sollte

sein Tätigkeitsfeld erweitern. Da seine Idee aber nicht auf offene

Ohren stieß, zieht er für sich Konsequenzen: Clasen legt

sein Amt als Geschäftsführer nieder. Er bleibt allerdings Gesellschafter

des Anbieters von Flusskreuzfahrten.

In Rostock wurde hinter verschlossener Tür anscheinend

darüber diskutiert, ob Arosa Flussschiff in die Hochseekreuzfahrt

einsteigt und sich somit auf die Anfänge zurückbesinnt.

Das Unternehmen – es gehörte damals zur Deutschen Seereederei

– war 2002 mit zwei Flussschiffen und einem Hochseeschiff

an den Start gegangen. Die Hochsee-Pläne seien ad acta

gelegt worden, heißt es nun. Der Anbieter wolle sich auf sein

Kerngeschäft, die Flusskreuzfahrt, konzentrieren.

Daniela Sandmann, bisher für die Finanzen zuständig, tritt

als Interims-Geschäftsführerin in die Fußstapfen von Clasen.

01 02 03 04

01 Gordon Kosa sitzt

künftig auf dem Chefsessel

der Unister-Tochtermarke

Urlaubstours.

Frank Hofmann leitet

nun den Hoteleinkauf bei

Unister. Der 45-Jährige war

zuvor als Leiter Sales &

Contracting bei der Rewe

Touristik tätig.

03 Jochen-Jan Sleiffer

übernimmt den Posten als

Area Vice President bei Hilton

Worldwide und folgt

damit auf Olivier Harnisch.

Stefan Wesseler ist neuer

Leiter Vertriebsnetzmanagement

bei TUI Deutschland.

Er folgt auf Uwe

Mohr, der den Veranstalter

im November verließ.

03 Andreas Hey ist nur

noch bis Ende Januar Geschäftsführer

von Passat

Kreuzfahrten. Nach Angaben

des Kreuzfahrtanbieters

wird das Unternehmen

neu organisiert.

Peter-Gerhard Müller

startet als Geschäftsführer

bei FTI Cruises Hellas, dem

Betreiber der FTI Berlin.

04 Isa Weber, bislang

Head of Sales bei STA Travel,

wird im Zuge einer

Umstrukturierung Vertriebsdirektorin

für den

deutschen Markt.

Friedrich-Joachim Sack

verantwortet bei der Travel

Consulting Group jetzt

den Bereich Mergers & Acquisitions.

48

25.1.2013 travel.one


Burgmann verlässt L’Tur

Name baErcil

ilissit landio od et

vel eu feuissequate

ver se doloreet

n Carsten Burgmann, bisher Vorstand für den stationären Vertrieb

bei L’Tur, verlässt das Unternehmen. Die Trennung erfolge

»im gegenseitigen besten freundschaftlichen Einvernehmen

mit dem Aufsichtsrat und der Geschäftsleitung«, teilt L’Tur mit.

Das Unternehmen besetzt den Posten nicht neu, Burgmanns

Aufgaben werden aufgeteilt. L’Tur-Chef Markus Orth

übernimmt die Verantwortung für den stationären Vertrieb. Finanzvorstand

Kai Klitzke ist zusätzlich für die personellen und

administrativen Themen rund um die L’Tur-Shops zuständig.

Produktvorstand Sven Schikarsky steuert jetzt die gesamte Prozesskette

von der Produktion bis zum Verkauf am Counter.

Mehr Aufgaben

für Berk

n Stefanie Berk leitet die neu

gegründete Organisationseinheit

»Hotel Competence Center«

bei Thomas Cook – zusätzlich

zu ihrer Aufgabe als

Geschäftsführerin von Sentido

Hotels & Resorts. Das Hotel

Competence Center betreut die

eigenen Linien des Konzerns,

also Sentido und Neckermann

Smartline-Hotels sowie die Hotel-Erlebniswelten.

www.travel-one.net

T&M Media GmbH & Co. KG

Postfach 10 07 51, 64207 Darmstadt

Hilpertstraße 3, 64295 Darmstadt

Telefon: 06151/39 07-0

Fax: 06151/39 07-939

Redaktion

Telefon: 06151/39 07-930

Fax: 06151/39 07-939

E-Mail: redaktion@travel-one.net

Chefredakteur

Christian Schmicke

Redaktion

Yannick Fiedler, Tanja Franke,

Klaus Göddert, Petra Hirschel,

Wolfram Marx, Kendra Mietke

Redaktionsassistenz

Martina Zang

Anzeigen

Telefon: 06151/39 07-920

Fax: 06151/39 07-929

E-Mail: anzeigen@travel-one.net

Geschäftsführer

Richard Redling

Anzeigenverkaufsleitung

Ute-Marie Weis

Michaela Lettow

Marketingassistenz

Kerstin Grimm

Anzeigenservice

Ayse Dönmez, Vanessa Schütz

Malcherek wird Bereichsleiter

n Dietmar Malcherek übernimmt bei Dertour die Leitung

des neu geschaffenen Bereichs Mittelmeer. Er war bislang Produktleiter

der Region, die zum von Sabine Gerhard geführten

Bereich Europa gehörte. Nun fungiert das Mittelmeer neben

Europa-, Kurz-, Fern- und Spezialreisen als fünfter Bereich.

Malcherek ist bereits seit 1993 bei Dertour, war Mitarbeiter

im Bereich Europa und übernahm dort 2004 die Entwicklung

des Produkts in den Mittelmeerländern.

VERTRIEB

Telefon: 06151/39 07-941

Fax: 06151/39 07-949

E-Mail: vertrieb@travel-one.net

Leserservice

Beatrix Kwetkus

Grafik

Uta Seubert (verantw.),

Silke Oray, Ulrike Schreiner

Geschäftsführender

Gesellschafter

Dr. Dieter Flechsenberger

Geschäftsführung

Richard Redling

Druck

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

DruckMedien, 47608 Geldern

leserbriefe redaktion@travel-one.net

»Unfairer geht‘s bald nicht mehr«

Travel One Online, 11. Dezember 2012,

»ITB erlaubt Reiseverkauf an

Privatbesucher«

Dem DRV gebe ich mit seiner Äußerung

recht. Bedürfnisse des Marktes abzubilden, ist

immer eine Frage des Betrachtungswinkels.

Die großen Veranstalter umschiffen Reisebüros

immer häufiger durch Verkauf »Shop im

Shop« wie Rewe, Angebote bei Discountern etc.

An jeder Ecke werden Reisen durch Gewerke

angeboten, die mit dieser Schiene eigentlich

nichts zu schaffen haben (siehe Banken), die

noch frech Rabatte geben. Logisch, dass Veranstalter

mit diesen Möglichkeiten versuchen,

die Gewinne für sich einzustreichen. Den Reisebüros

setzt man die Daumenschrauben an

durch Raufsetzen der Umsatzzahlen, unfairer

geht`s bald nicht mehr.


Kneiphoff, Theater & Reisen, Berlin

»Total unterschätzt«

Travel One Morning News, 17. Januar 2013,

»Jetzt auf Sepa-Umstellung vorbereiten«

Sepa wird total unterschätzt. Es sind zig

Dinge bei der Umstellung zu beachten. Einen

günstigen Überblick erhält man mit dem E-

Book ‚Sepa Kompakt‘. Dort sind die Informationen

verständlich aufbereitet.


Peter Krausel

Travel One erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46

gültig ab Januar 2013

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro

Jahr inklusive Porto und MwSt.,

Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro

pro Jahr inklusive Porto, ohne

Luftpostzuschlag

Die Mitglieder des AJT e.V.

erhalten die Zeitschrift im Rahmen

ihrer Mitgliedschaft.

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung des Verlages.

Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos wird keine

Gewähr übernommen.

Travel One ist eine Aktivität der

DVV Media Group GmbH, Hamburg

travel.one 25.1.2013 49


ubrik.thema

leute.persönlich

Geschäftsführerin bei Intrepid Travel

Barbara Glanz

Wo haben Sie Ihren vergangenen Urlaub verbracht?

Im Nordwesten Thailands.

Welches Souvenir haben Sie sich mitgebracht?

Ein handgefertigtes Armband – von meinem Mann zum Geburtstag.

Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

In einem der von der Intrepid Foundation unterstützten

Hilfsprojekte in Afrika arbeiten.

Was sammeln Sie?

Erinnerungen an meine Vorfahren in Form von Fotos, Briefen, Dokumenten.

Barbara Glanz, 49, Waage, verheiratet,

kümmert sich bei Intrepid

Travel als Geschäftsführerin

um Zentraleuropa. Sie ist Touristikerin

durch und durch. Als

Kind träumt sie noch davon,

Lehrerin zu werden. Als Abiturientin

aber entscheidet sie sich

für BWL und peilt eine Bankkarriere

an. Doch auch davon

nimmt sie Abstand. Schuld ist

ihre Reiselust: Glanz unternimmt

nach dem Studium 1988

eine Van-Tour mit Suntrek durch

den Westen der USA. Sie ist begeistert,

wirft ihre Pläne um und

steigt in die Touristik ein.

Die Bayerin arbeitet zunächst

drei Jahre als Reiseleiterin,

1992 eröffnet sie dann in

München für Suntrek ein Verkaufsbüro.

Als der Amerika-Spezialist

2008 vom australischen

Veranstalter Intrepid Travel gekauft

wird, übernimmt sie ihren

heutigen Posten.

Glanz lebt mit Mann und

Tochter (17 Jahre) in Oberbayern.

Die Familie zieht es häufig

in die Berge – im Winter zum

Ski fahren, im Sommer zum Radeln

mit dem Mountainbike. Die

Managerin engagiert sich für

den Katholischen Frauenbund

in Holzkirchen, pflegt dessen

Homepage und organisiert Kleiderbasare.

Was ist Ihre größte Macke?

Hm, wahrscheinlich mein Ordnungswahn.

Was hat man Ihnen zuletzt geschenkt?

Ich bekam von lieben Freundinnen eine wunderschöne Amaryllis.

Was lesen Sie gerade?

»Wideacre II« von Philippa Gregory.

Welche Filmrolle hätten Sie gerne mal gespielt?

Bitte nicht lachen! Baby Frances Houseman in »Dirty Dancing«.

Ich fand Patrick Swayze immer so toll.

Ihr Lieblingsessen?

Egal, solange es vegetarisch ist.

Was finden wir alles in Ihrer Garage oder Ihrem Keller?

Alle meine Schulhefte, von denen ich mich nicht trennen kann.

Ihr liebstes Möbelstück?

Ein Ohrensessel, in dem ich es mir gern abends

am Kaminfeuer gemütlich mache.

Was würden Sie nicht noch einmal tun?

Ich habe nach der Geburt meiner Tochter keine Elternzeit

genommen, das würde ich definitiv nicht mehr machen.

Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Das Idol meiner Kindheit: den österreichischen Ski-Star Franz Klammer.

Ihre erste Entscheidung, wenn Sie Bundeskanzlerin wären?

Einführung einer Autobahn-Vignette.

Was sollte Ihre Tochter genauso machen wie Sie?

Nicht nur nehmen, sondern auch geben.

50

25.1.2013 travel.one


thema.rubrik

destinationsreport 2013

FOTO: IMAGE TEAM/SHUTTERSTOCK

Zahlen, Fakten & Kontakte

Erstmalig als Magazin im Magazin: Die exklusive Travel One Bilanz der Länder mit den Zahlen und

Prognosen der wichtigsten Destinationen, als Beilage in der ITB-Ausgabe Nr. 5 vom 6. März 2013.

Sie möchten mit dabei sein? Dann wenden Sie sich bitte an unsere Anzeigenabteilung.

Kerstin Grimm, 06151/39 07-927, k.grimm@travel-one.net

Michaela Lettow, 06151/39 07-931, m.lettow@travel-one.net

Ute-Marie Weis, 06151/39 07-925, u.weis@travel-one.net

Sonderbeilage

DESTINATIONS

REPORT 2013

Anzeigenschluss

01.02. 2013

www.travel-one.net


ubrik.thema

NIEMAND FLIEGT

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IVALO SKELLEFTEÅ LYCKSELE ÖRNSKOLDSVIK

TRONDHEIM VISBY AALBORG LONGYEARBYEN

RONNEBY NORRKÖPING TROMSØ TAMPERE

ÖSTERSUND ÖREBRO KARLSTAD JÖNKÖPING

Mit SAS nach Skandinavien

Ab acht deutschen Flughäfen

Die meisten Verbindungen innerhalb Skandinaviens

Eine der pünktlichsten Fluggesellschaften weltweit*

sassalesinfo.com

* Quelle: Flightstats.com

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