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das Magazin für Reiseprofis

Ausgabe elf 31. Mai 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Südliches Afrika

Portugal

Zahlung

abgeschlossen

Wie sich Touristikunternehmen vor Hackern und dem

Diebstahl von Kreditkartendaten schützen können. Ab Seite 10

Interview

DER-Vertriebschef

Kevin Keogh

Was sich für den Counter durch

die neue Dachmarke ändert. Seite 8


ubrik.thema

ERSTENS GUT.

ZWEITENS GÜNSTIG.

DRITTENS GTI.Seit

20

Jahren

TÜRKEI

ÄGYPTEN

SPANIEN

BULGARIEN

GRIECHENLAND

ZYPERN

2


ausgabe elf.editorial

Die nächste Runde

wird spannend

In den nächsten Wochen wird sich das Provisionskarussell

wieder drehen. Während der Vertrieb noch rechnet, wie er das

neue Modell von Aida Cruises und Costa Kreuzfahrten für die

Zeit ab dem übernächsten Geschäftsjahr bewerten soll

(Seite 26), kündigen sich die nächsten Verschiebungen schon

an. Kevin Keogh, Vertriebschef DER Touristik, hält sich im

Interview (Seite 8) noch bedeckt. Doch Äußerungen der

Geschäftsführer Michael Frese und Sören Hartmann deuten

an, dass am Ende ein gemeinsames Vergütungsmodell stehen

wird. Die Frage ist nur, ob dieses in einem großen oder in

mehreren kleineren Schritten auf die Reisebüros zukommt.

Daran wird offenbar noch gefeilt. Denn weil DER Touristik auf

den Buchungs- und nicht auf den Abreisetag bezogen zahlt,

können sich die Filialen in Frankfurt und Köln mit der Endversion

noch ein wenig Zeit lassen.

Christian Schmicke

Chefredakteur

TUI, so ist von verschiedenen Seiten zu hören, hat eine Agentur

mit der Überarbeitung der Provisionssystematik beauftragt.

Dass sich der Vertrieb auf Veränderungen einstellen

muss, ist ohnehin klar – spätestens seit TUI-Deutschland-Chef

Christian Clemens zur ITB ankündigte, man werde mit Reisebüros,

die »alles verlangen«, aber nur einen geringen Beitrag

zum TUI-Umsatz beitragen, reden müssen. Und da bei TUI

sowohl in der Deutschland-Zentrale als auch in der AG von

der Hotellerie bis hin zur Flusskreuzfahrt offenbar ohnehin

so ziemlich alles auf dem Prüfstand steht, wäre es die größte

aller möglichen Überraschungen, wenn im Vertrieb alles so

bliebe, wie es ist.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

travel.one 31.5.2013 3


2013.ausgabe elf

Inhalt

18

titelthema

10 Datensicherheit.

Wie sich touristische Unternehmen gegen Hacker

und Datenklau bei Kreditkartenzahlungen

wappnen können.

Titelbild: Chad McDermott/Shutterstock

puls

30

38

Foto: Travel One Foto: HAL

6 Vorauszahlungen. Airlines protestieren gegen Abmahnung.

8 Interview. DER-Touristik-Vertriebschef Kevin Keogh über

seine Erwartungen an die neue Dachmarke.

produkt

18 Holland America Line. Kulturinteressierte Deutsche

gesucht.

20 Deilmann. Deutschland geht auf Weltreise.

21 Sea Cloud Cruises. Absage an Schnäppchenpreise.

24 Airlines/Airports. Germanwings übernimmt weitere LH-Strecken

+++ Tag der Luftfahrt +++ Norwegian greift an.

sales

26 Aida/Costa. Das gemeinsame Provisionsmodell soll fast

ausschließlich Gewinner hinterlassen.

28 Travel Industry Day. Klartext zu Zukunftsthemen.

destination

30 Südafrika. Auf Entdeckungstour in Johannesburg.

34 Waterberg. Tierbeobachtung auf dem Pferderücken.

38 Portugal. Neue Hotels an der Algarve.

42 Sydney. Stadtführung im Oldtimer.

Foto: Olimar

exit

46 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

47 TV-Tipps.

48 Leute. Pojer führt Hapag-Lloyd Kreuzfahrten.

49 Leserbriefe. Impressum.

50 Persönlich. Niels Battenfeld, Vertriebsdirektor

Arosa Resorts & Hideaways.

4

31.5.2013 travel.one


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thema.rubrik

Madrid ist nicht nur die spanische Hauptstadt,

sondern auch eine der wichtigsten Kunst- und

Kulturmetropolen der Welt. Nirgendwo sonst gibt es

so viele Meisterwerke auf so engem Raum wie in den

Museen entlang der Kunstmeile „Paseo del Arte“. So

beherbergt der Prado eine der bedeutendsten Kunstsammlungen

der Welt mit Werken von Velázquez, Goya,

Bosch, Tizian, Rubens oder El Greco. Von der Malerei

des 13. Jahrhunderts bis zu den wichtigsten künstlerischen

Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts reicht

Madrid, Stadt

der KünSte

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die Bandbreite der Exponate des Thyssen-Bornemisza

Museums. Einen Schwerpunkt bilden Impressionismus,

Avantgarde und Pop Art der 1960er Jahre mit Werke

von Künstlern wie Monet, van Gogh, Cezanne, Klee und

Kandinsky. Als Spiegel der innovativsten künstlerischen

Trends gilt das Nationale Kunstmuseum Reina Sofia, zu

dessen Schätzen Pablo Picassos weltbekanntes Bild

„Guernica“, aber auch Werke von Dalí, Tàpies, Juan Gris

und Chillida zählen. Der Entwurf des kürzlich errichteten

Erweiterungsbaus stammt von dem berühmten Architekten

Jean Nouvel. Ganz in der Nähe befindet sich

das CaixaForum, auf dem Gelände des ehemaligen

Elektrizitätswerks. Durch sein futuristisches Design und

einen spektakulär vertikal an der Hauswand gepflanzten

Garten hat sich das Kulturzentrum zu einem Besuchermagneten

entwickelt. Neben den großen Museen locken

weitere Galerien wie das Museum der Romantik, das

Cerralbo Museum, das Lázaro Galdiano Museum oder

das Sorolla Museum Besucher an. Und wer ein Auge

auf die kreativsten und avantgardistischsten Kreationen

zeitgenössischer Künstler werfen will, hat dazu im

Kulturzentrum Matadero Madrid auf dem Gelände des

ehemaligen Schlachthofs Gelegenheit.

© Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí, VEGAP, Madrid 2012

akTueLLe aussTeLLungen:

»dalí«, Reina Sofía Museum, bis 2. September.

»helga de alvear collection«, CentroCentro, bis 3. November.

»versteckte schönheit«, Prado Museum, bis 10. November.

»hyperrealismus«,Thyssen-Bornemisza Museum, bis 9. Juni.

»paul klee, Meister des Bauhaus-kunst«,

Fundacion Juan March, bis 30. Juni.

»Mesopotamien«, CaixaForum, bis 30. Juni.

travel.one 31.5.2013 5


ubrik.thema

puls

Die angekündigte Klage der Verbraucherzentrale könnte für die

Airline-Branche weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.

Streit um Vorauszahlungen

Klage ankommen lassen

wollen, wundert kaum. Für

Lufthansa etwa entspricht

das Prinzip der Vorkasse der

»geltenden Rechtslage und

wird auch einer gerichtlichen

Überprüfung standhalten«.

Außerdem sei die son

Leere Flugzeuge, verteuerte

Flugtickets und drohende

Insolvenzen befürchten Fluggesellschaften

und Experten,

sollten Airlines bald gerichtlich

dazu gezwungen werden,

die bislang gängige Praxis

der Anzahlungsforderungen

aufgeben zu müssen.

Denn diese steht derzeit

auf dem Prüfstand. Von der

Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

abgemahnt

hatten sechs Airlines – Lufthansa,

Air Berlin, Condor, Tuifly,

Germanwings und Germania

– bis Ende Mai Zeit, die

Klauseln aus ihren Vertragsbestimmungen,

die »überhöhte

Anzahlungsforderungen«

beinhalten und Kunden

auffordern, »sofort bei der

Buchung und damit oft monatelang

im Voraus die Bezahlung

des vollen Flugpreises zu

entrichten«, zu entfernen. Anderenfalls

droht die Verbraucherzentrale

mit einer Klage.

und Liquiditätsschwäche ist

für viele Airlines ein früher

Cash-Inflow für gebuchte

Tickets vor allem im ersten

Quartal überlebensnotwendig«,

erklärt er. Bei einem

Verbot von langfristigen Vorauszahlungen

auf gebuchte

Tickets drohe spätestens im

darauffolgenden Frühjahr

bei einer nicht geringen Anzahl

von Carriern die Insolvenz,

vermutet der Airline-

Experte.

Dass die abgemahnten

Airlines es deshalb auf eine

Bei Verbot droht Pleite.

Für Experten ist das ein

durchaus bedrohliches Szenario.

»Der Wegfall von Vorauszahlungen

würde zu einer

signifikanten Konsolidierung

in der Luftfahrt führen«,

weiß Gerd Pontius, Executive

Director der Beratungsfirma

Prologis. »Aufgrund

ihrer chronischen Kapital-

Foto: Shutterstock

6

31.5.2013 travel.one


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genannte Vorleistungspflicht

auch als »Gegenleistung für

die frühe Buchungssicherheit«

zu sehen, argumentiert

der Carrier. Sollten es Kunden

vorziehen, später zu zahlen,

stehe es ihnen offen, einen

späteren Buchungszeitpunkt

zu wählen, heißt es bei Condor.

Und die ebenfalls abgemahnte

Tuifly wirft der

Verbraucherzentrale »Messen

mit zweierlei Maß« vor.

Schließlich habe es nur Abmahnungen

gegen deutsche

Airlines gegeben. Hinzu komme,

dass das Thema »kein reines

Airline-Thema, sondern

in verschiedenen Bereichen

wie etwa bei der Deutschen

Bahn, bei Tickethändlern, Hotelportalen

etc. gängige Praxis«

sei.

Nachteile für Kunden.

Rückendeckung erhalten die

Airlines vom Bundesverband

der Deutschen Luftverkehrswirtschaft

(BDL). »Eine Vorauszahlung

bei Flugreisen bedeutet

für die Fluggesellschaften

eine Planungssicherheit, die

vor allem den Passagieren

selbst zugute kommt. Denn

sie ermöglicht es, Frühbucherrabatte

und günstige Preise

anzubieten«, sagt Hauptgeschäftsführer

Matthias von

Randow. Ein Buchungsverfahren

mit einer schrittweisen

Reservierung und Bezahlung

würde nicht nur in der Praxis

sehr komplex sein, auch könnten

am Ende mehr Plätze im

Flugzeug leer bleiben. Und das

verschlechtere nicht nur die

Ökobilanz, sondern mache Fliegen

auch teurer, prognostiziert

der BDL-Chef. KM

Steven Mathes

Lingenfelder Reiselounge, Lingenfeld

BEST-RMG-Mitglied seit 2012

ICH BIN EINE

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DRV tagt in

Abu Dhabi

n Vom 19. bis 21. November

2014 findet die Jahrestagung

des DRV in Abu Dhabi auf der

Insel Saadiyat statt. Gastgeber

sind die nationale Airline Etihad

Airways und die Abu Dhabi

Tourism & Culture Authority.

Außerdem wird die Veranstaltung

von der Etihad-Beteiligung

Air Berlin unterstützt.

Die Tagung werde das aufstrebende

Emirat »noch mehr ins

Blickfeld deutscher Reisender

rücken«, meint DRV-Hauptgeschäftsführer

Hans-Gustav

Koch. Im vergangenen Jahr war

Deutschland mit knapp 97.700

Hotelgästen in Abu Dhabi der

drittgrößte Übersee-Quellmarkt.

Antalya als

Wanderziel

n Die Region Antalya soll

künftig nicht mehr ausschließlich

als All-inclusive-Badeziel

auf der touristischen Landkarte

stehen. Gemeinsam mit

der Provinz Antalya und Sun

Express will der DAV Summit

Club das Taurus-Gebirge

als Wanderregion erschließen.

Ziel sei es, einen »modernen,

umweltverträglichen und

nachhaltigen Wandertourismus

als bergsportlich attraktiven

Gegenpol zum überbordenden

Badetourismus« zu

etablieren, teilen die Initiatoren

mit. Unterstützt wird das

Projekt vom Studienkreis für

Tourismus und Entwicklung.

travel.one 31.5.2013 7


interview.puls

Was bringt die neue Dachmarke

dem Vertrieb, Herr Keogh?

Das Interview führte Christian Schmicke.

Kevin Keogh (46) leitet

den Vertrieb für die

Veranstaltermarken

der DER Touristik.

Der gebürtige Ire arbeitet

bereits seit 1998 in der

DER-Zentrale in Frankfurt.

Das Interview führte

xxxxxxxxxxxxxx xxxxxx.

Foto:

Welche Effekte hat die neue

Dachmarke DER Touristik für

Ihren Veranstaltervertrieb?

Keogh: Unser Ziel ist es, noch stärker als

Leitveranstalter und als starker Partner

wahrgenommen zu werden als bisher.

Dazu leistet die Dachmarke einen wichtigen

Beitrag. In den ersten Wochen

haben wir aus dem Vertrieb eine sehr

starke und positive Resonanz erhalten.

Müsste diese Strategie nicht auch

auf ein einheitliches Provisionsmodell

hinauslaufen?

Der Anpassungsprozess bei den Vertriebskonditionen

in Frankfurt und

Köln läuft ja bereits seit Jahren. Und mit

dem Kombi-on-top-Bonus haben wir ein

wirksames Instrument entwickelt, das

gute Umsätze sowohl mit den Bausteinals

auch mit den Pauschalreisemarken

belohnt. Die Details für die Provisionen

2013/14 befinden sich im Moment in der

Feinabstimmung, weshalb wir leider zu

diesem Zeitpunkt noch nichts weiter

hierzu sagen können.

Wird denn der Außendienst künftig

gemeinsam für alle Marken auftreten?

Im Außendienst herrscht heute schon

auf lokaler Ebene ein regelmäßiger Austausch,

und der wird in Zukunft noch

weiter intensiviert. Außerdem werden

unsere Expedientenplattform Making

Experts und das Infonet bis zum Jahreswechsel

zusammengelegt und auf alle

Marken ausgeweitet. Insgesamt ist die

Angebotsbandbreite und Systemlandschaft

unserer sechs Veranstaltermarken

im Moment sehr komplex, deshalb

werden wir den Kollegen im Außendienst

bessere Techniklösungen für die

Beratung der Reisebüros anbieten.

Wie werden sich die Vertriebskonditionen

für die Reisebüros mittel- und

langfristig entwickeln?

Für die Touristik in Deutschland generell

ist die heutige Provisionsstruktur

für bestimmte Produktbereiche ein

Auslaufmodell. Ich bin überzeugt, dass

sich zwar nicht sofort, aber bis 2015

oder 2016 eine stärkere Differenzierung

einstellen wird. Bei Produkten wie Ferienwohnungen,

Mietwagen oder reinen

Hotelbuchungen werden Modelle und

Mischmodelle mit einer Basisvergütung

und optionalen, vom Reisebüro individuell

kalkulierten Aufschlägen, an Bedeutung

gewinnen.

Das heißt, die Vergütung

der Reisebüros sinkt?

Nicht zwangsläufig. In Segmenten mit

hohem Wettbewerbsdruck unter den

Vertriebskanälen und geringen Margen

müssen die Veranstalter gemeinsam

mit den Reisebüros einen Weg finden,

um konkurrenzfähige Preise zu bieten.

Das würden wir als Veranstalter übrigens

nicht gern tun, weil uns durch

Netto- und Mischmodelle die Preishoheit

verloren geht. In anderen Segmenten

mit höheren Margen, wie etwa im

Deluxe-Bereich, bei Kreuzfahrten, Gruppenreisen

und Studienreisen, arbeiten

wir dagegen heute schon mit erhöhten

beziehungsweise garantierten Provisionssätzen,

und zwar ohne Mindestumsatz.

Diese Differenzierung wird sich

verstärken und wir werden sie künftig

deutlicher hervorheben.

Wie richten Sie Ihre Vertriebsstrukturen

auf die zunehmende Bedeutung

sozialer Netzwerke wie Facebook aus?

Für die Reisebüros wird es immer wichtiger,

Wissens- und Beratungsnetzwerke

zu entwickeln, über die sie ihr

Beratungs-Know-how optimieren können.

Die konkrete Technik, auf der diese

Netzwerke basieren, ist dabei zweitrangig,

denn Facebook und andere sind ja

nicht nur oder nur bedingt am Nutzen

8

31.5.2013 travel.one


APRIL – OKTOBER 2013

interview.puls

interview.puls

thema.rubrik

ihrer User interessiert. Die Reisebüros

brauchen Plattformen, über die sie sich

mit anderen Reisebüros austauschen

und vor allem vernetzen können. Die

unterstützende Rolle, die wir als Veranstalter

spielen können, wollen wir im

Dialog mit unseren Partnern besprechen

und nicht vorgeben. Das Informationszeitalter

im Netz liegt hinter uns,

jetzt ist das Empfehlungszeitalter dran,

davon können wir gemeinsam mit den

richtigen Strategien profitieren.

Die meisten dieser Expertenplattformen

arbeiten bislang mit recht

mäßigem Erfolg.

Ich denke, der Anfang ist bei vielen Reisebüroorganisationen

gemacht worden

– und der Erfolg mit den richtigen

Konzepten wird noch kommen. Wenn

das Netzwerk der Reisebüros und der

Erfolg ein Umdenken fordert, müssen

eventuell zum Teil schon erfolgreich

praktizierte »Sharing-Modelle« stark

ausgebaut werden. Damit meine ich,

wenn ein Reisebüro beispielsweise von

einem Kunden eine sehr spezielle Anfrage

erhält, es diese an ein anderes

Büro weiterleitet, das darauf spezialisiert

ist, und beide teilen sich die Provision,

dann profitiert jeder davon.

Sie sagten gerade, Facebook und

andere Plattformen seien nicht nur

am Nutzen ihrer User interessiert.

Betrachten Sie diese Akteure als

Bedrohung für die Touristik?

Der Einstieg branchenfremder Unternehmen

wird für die Touristik eine

der drei größten Herausforderungen

der nächsten Jahre sein. Firmen wie

Google, Facebook et cetera sind Marketingfirmen,

die über ihre Dienste Daten

und Kundendaten sammeln, um dann

entweder mit den Informationen selbst

oder mit dem Wissen Umsatz zu generieren.

Dass der Dienstleister von heute

der Mitbewerber von morgen sein

könnte, ist nicht unwahrscheinlich.

Welches sind die anderen beiden

großen Herausforderungen der

nächsten Jahre?

Für die Touristik in Deutschland generell

liegt eine der Herausforderungen

in der stetig wachsenden Bedeutung

von Quellmärkten wie Russland, Indien

und China etc. Alleine in Indien gehören

300 Millionen Menschen zur Mittelschicht,

die durchaus auch das Geld

haben zu verreisen. Die Auswirkungen

hiervon werden uns in den nächsten

Jahren verstärkt begleiten. Mittlerweile

ein altes Thema wird der Kampf sein,

qualifizierte Mitarbeiter in die Touristik-Branche

zu locken und danach auch

darin zu halten.

Fürchten Sie, dass Länder wie

China und Indien die deutsche

Touristik an den Rand drängen?

Zumindest verändert die Reiselust der

Menschen in den großen Schwellenländern

die Spielregeln in wichtigen

Märkten erheblich – sowohl bei Preisen

und Kapazitäten als auch im Hinblick

auf die Ausrichtung ihres Angebots.

Diese Veränderungen betreffen die gesamte

Branche. Deshalb sollte die deutsche

Touristik sich damit beschäftigen.

Und wie wollen Sie das Personalproblem

in den Griff bekommen?

Das ist ein sehr komplexes Thema. Die

Touristik hat im Wettbewerb mit anderen

Branchen an Attraktivität verloren

– unter anderem deshalb, weil viele

Vorteile wie zum Beispiel Info- beziehungsweise

Bildungsreisen, die man

den Mitarbeitern früher bieten konnte,

heute von den Finanzämtern als geldwerter

Vorteil eingestuft werden. Auch

das ist kein Unternehmens-, sondern

ein Branchenthema. Doch auch beim

Thema Personal wird sich die Dachmarke

DER Touristik auszahlen. Durch

sie wird unsere Präsenz, Vielfalt und

Stärke am Markt sichtbar. Das macht

uns als Arbeitgeber attraktiv.

TRAUMHAFTE STRÄNDE

UND SONNE ÜBER DAS

GANZE JAHR...

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

Zahlen & Fakten

Die Schmetterling-Kooperation

hat im Geschäftsjahr

2010/11 den Umsatz um 13

Prozent auf ??? gesteigert. In

die Berechnung fließen das

Sortiment des Kooperationsbündnisses

QTA und die zu

Schmetterling gehörenden

Veranstalter Schmetterling Reisen,

Demed und 2,3 Butterfly

ein. Die Mitgliederzahl erhöhte

sich laut Schmetterling-Chef

Müller in den ersten drei Monaten

des Jahres 2012 um 58 auf

rund 2.600.

APRIL – OKTOBER 2013

APRIL – OKTOBER 2013

»Die heutige Provisionsstruktur

ist ein Auslaufmodell.«

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

Türkei

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

Türkei

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

travel.one 31.5.2013 9


titelthema.datensicherheit

Karten brauchen Schutz

Der Umgang mit Kreditkarten ist

eines der sensibelsten Themen

in Bezug auf Datensicherheit

und Datenschutz. Dies wurde im April

auch der Touristik deutlich vor Augen

geführt: Hackern gelang es, Zugriff auf

die Server von Traveltainment zu bekommen.

Sie konnten dort Daten von

Kreditkarten wie deren Nummern oder

den Typ, aber auch Kontonummern abgreifen.

Betroffen waren Kunden von

Online-Portalen und Veranstaltern.

Nach Aussage von Traveltainment soll

es sich nur um »partielle Kreditkartendaten

einer relativ kleinen Zahl von

Kunden« gehandelt haben. Doch es

hat sich gezeigt, dass einer der für den

Datendiebstahl am stärksten gefährdeten

Wirtschaftsbereiche der elektronische

Einsatz der Kreditkarten und die

daraus folgende Datenübertragung

ist. Die Gefahr betrifft alle Wertschöpfungsstufen,

von den Reisebüros über

die Technikanbieter mit den Buchungssystemen

bis hin zu Unternehmen,

welche die Datenbanken zur Verwaltung

der Kundendaten betreiben.

Viele Verbraucher in Deutschland

sind sich dessen bewusst: 45 Prozent

zahlen daher am liebsten per Rechnung,

die Kreditkarte bevorzugen 20

Prozent. 21 Prozent halten die Karten

für das nutzerfreundlichste Bezahlverfahren,

berichtet die Studie »Erfolgsfaktor

Payment« von Ibis Research der

Uni Regensburg. Die Deutschen nutzen

Kreditkarten trotzdem seltener als andere

Nationen und hinken im Umgang

mit ihnen hinterher, ist Patrick Goetz,

Director Sales and Marketing bei Ypsilon.net,

einem Anbieter von Buchungsplattformen,

überzeugt. »Wir haben

hierzulande eine Verbreitung der

Kreditkarten von rund 25 Prozent, in

Großbritannien ist sie wesentlich höher.

Und in Skandinavien hat praktisch

jeder zwei Karten.« Allerdings stelle er

in Deutschland einen Generationenumbruch

in Bezug auf das Kundenverhalten

fest. »Die Jüngeren setzen die

Kreditkarten wesentlich stärker ein.«

Vorbehalte haben allerdings viele

Nutzer beim Thema Sicherheit. Nur

acht Prozent schätzen die Kartenzah-

10

31.5.2013 travel.one


datensicherheit.titelthema

Foto: alphaspirit/Shutterstock

Die Bezahlung mit Kreditkarten sowie die Aufbewahrung und der

Schutz der Daten ist ein komplexer Prozess mit vielen Facetten.

lung als sicherstes Verfahren ein. Den

besten Datenschutz bescheinigen ihr sogar

nur sechs Prozent, so die Zahlen der

Forscher von Ibis Research.

Viele Anforderungen.

Dabei ist der Aufwand enorm, den die

Kreditkartenfirmen und alle an diesem

Bezahlvorgang beteiligten Unternehmen

in puncto Sicherheit betreiben.

Zertifikate und Normen, mit denen der

Stand der Hard- und Software, die Ausstattung

und Lage der Rechenzentren

sowie die Ausbildung der Mitarbeiter

abgeprüft werden, dokumentieren, wie

wichtig dieses Thema ist. Die Überprüfung

erfolgt entweder mit Hilfe von

Fragebögen oder durch Checks der Vor-

Ort-Einrichtungen anhand einer langen

Liste von Kriterien.

Das bekannteste und wichtigste

der Zertifikate ist der Payment Card

Industry Data Security Standard (PCI

DSS), der von den Kreditkartenfirmen

selbst erstellt wurde. Dieser muss von

allen Unternehmen erfüllt werden,

die Daten von Kreditkartenbesitzern

speichern, verarbeiten oder übertragen.

Die Anforderungen gelten für Arbeiten

mit der Primary Account Number

»Das Zertifikat ist für

die Sicherheit unserer

Kunden notwendig.«

Patrick Coulomb, VP Sales & Marketing

Ypsilon.net

travel.one 31.5.2013 11


titelthema.datensicherheit

Der PCI DSS kompakt

Der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) ist der Standard, den die

Kreditkartenunternehmen für alle an diesem Prozess beteiligten Unternehmen entwickelt

haben. In der Touristik sind alle CRS und Ypsilon.net mit ihren Rechenzentren und allen

Anwendungen anhand eines Onsite-Audits zertifiziert.

Tipps für Reisebüros:

Die internen Prozesse sollten überprüft werden, sodass die Daten nicht dort

gespeichert werden, wo sie nicht von den in das System integrierten Mechanismen

geschützt werden.

Reisebüros sollten eine Auswahl der für den Zugriff auf die Kreditkartendaten

berechtigten Mitarbeiter vornehmen.

Es sollen interne Standards für den sicheren Umgang mit Kreditkartendaten

entwickelt werden, inner- und außerhalb der Rechensysteme.

Die Reisebüros sind für die internen Prozesse und Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich,

um die PCI DSS-Standards zu erfüllen. (Quelle: Sabre)

Dazu gibt es weitere Zertifikate für die zertifizierte Software (Payment Applications)

und die zertifizierten Kreditkartenterminals (POS).

(PAN) – das ist die Zahlungskartennummer

–, mit der

der Kartenaussteller und das

Karteninhaberkonto identifiziert

werden können, sowie

die Daten, die mit der PAN

gespeichert werden. Dies

sind der Name des Karteninhabers,

der Servicecode und

das Ablaufdatum der Karte.

Authentisierungsdaten wie

die Daten der Magnetstreifen,

die PINs und die Kartenprüfwerte

(Card Validation Code

Version 2, kurz CVC2) dürfen

nach der Authentisierung

nicht in den Händlersystemen

gespeichert werden. Die

insgesamt 283 Richtlinien

des PCI DSS umfassen Server,

Anwendungen oder Komponenten

eines Netzwerks wie

beispielsweise Firewall oder

Router. Aufgelistet werden

dabei insgesamt zwölf übergeordnete

Anforderungen in

sechs Bereichen.

Händler oder

Dienstleister.

Der PCI DSS unterscheidet

zwischen Dienstleistern

und Händlern. Unter Händler

fallen in der Touristik

beispielsweise Airlines, zu

den Dienstleistern gehören

» Acht Prozent der Deutschen sehen die

Kreditkarte als sicherstes Bezahlverfahren.«

Rechenzentren wie die CRS

oder andere Technikanbieter.

Bei den Händlern gibt

es eine weitere Abstufung

in die Level eins bis vier. Bei

den Dienstleistern sind es

zwei Level, die Einteilung

erfolgt nach der Zahl der

Kreditkartentransaktionen.

»Die Händler der Level drei

und vier müssen einmal

jährlich einen Fragebogen

ausfüllen sowie gegebenenfalls

vierteljährliche PCI DSS

Security Scans der externen

IT-Systeme von einem Approved

Scanning Vendor

durchführen lassen, um das

Zertifikat zu erhalten«, erklärt

Andreas Duchmann,

ein Mitarbeiter der USD AG –

eines der Unternehmen, die

als akkreditierter Auditor

die Überpüfung der Unternehmen

durchführen. Das

Gleiche gelte auch für die

Dienstleister der Stufe zwei.

Für Händler des Levels

eins und zwei sowie Dienstleister

des Levels eins ist ein

Onsite-Audit erforderlich. Das

heißt, es erfolgt eine Vor-Ort-

Überprüfung. Sie umfasse die

Überprüfung der technischen

Sicherheit von Server-, Netzwerk-

und Firewall-Systemen

und Applikationen sowie die

Prüfung relevanter Dokumente

und Sicherheitsprozesse

durch einen Qualified

Security Assessor, so Duchmann

weiter.

12

31.5.2013 travel.one


datensicherheit.titelthema

»Die PCI-Zertifizierung ist für

uns ein erheblicher Aufwand.

Das Zertifikat muss jedes Jahr

erneuert werden, wir benötigen

mehr Personal«, sagt

Patrick Coulomb, Vice President

Sales and Marketing

der Ypsilon.net AG. »Für alle

Mitarbeiter ist ein polizeiliches

Führungszeugnis erforderlich,

jeder Mitarbeiter

hat einen Chip, der ihm den

Zugang in bestimmte Räume

ermöglicht, keiner darf

alle Räume betreten.«

Weil das Zertifikat so

bedeutend ist, hat Ypsilon.

net den Prüfprozess und

alle damit verbundenen

Herausforderungen auch

nie in Frage gestellt. »Dieser

Standard und das Zertifikat

sind für die Sicherheit unserer

Kunden notwendig«,

stellt Coulomb klar. Deshalb

hat das Technologieunternehmen

auch seine Software

zertifizieren lassen.

So werden beispielsweise

alle Kreditkartendaten der

Hanse Merkur Versicherung

über Ypsilon.net abgewickelt.

»Wir haben deshalb

Ypsilon Payment Solutions

gegründet und die passende

Software gebaut«, erklärt

Patrick Goetz.

Folgen des Verlustes.

Die Bedeutung des PCI DSS

für die Touristik will auch

der DRV seinen Mitgliedern

aufzeigen. Dafür hat der

Verband zusammen mit

der USD eine Broschüre mit

dem Titel »So schützen Sie

die Daten Ihrer Kunden vor

Hackern und Kriminellen«

aufgelegt. »Wir sollten uns

in unserer Branche bewusst

sein, dass der sichere Umgang

mit den Kreditkartendaten

im Interesse aller liegen

muss, die mit diesen sensiblen

Daten umgehen«, betont DRV-

Präsident Jürgen Büchy. Die

Kette der Unternehmen, die

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Ein Diebstahl von Kreditkartendaten

könne zu hohen

Schadensersatzforderungen

der Kreditkartenorganisationen

führen, weiß der DRV.

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travel.one 31.5.2013 13


titelthema.datensicherheit

Die Bezahlung mit Kreditkarte

ist nutzerfreundlich, hat

aber auch einige Tücken

»Der sichere Umgang

mit den Daten muss im

Interesse aller liegen.«

Jürgen Büchy, DRV-Präsident

Die notwendigen Untersuchungen könnten

auch zeitweise Betriebsstilllegungen

und Vertrauensverlust bei den Kunden zur

Folge haben, warnt der Verband. Dies untermauert

USD-Vertriebsmann Duchmann

mit Zahlen. »Ein Kartenverlust kann zu einem

Schaden von 60 bis 90 US-Dollar pro

Karte zuzüglich möglicher Strafzahlungen

führen. Sicherheitsvorfälle werden häufig

im Rahmen einer forensischen Analyse

untersucht, in deren Folge die technischen

Systeme nicht genutzt werden können.

Der daraus resultierende betriebliche Ausfall

kann zu einem Schaden mit erheblichen

Kosten führen«, warnt Duchmann.

Tipps und Hinweise für die richtige Vorgehensweise

bietet hierzu das Weißbuch

»What to do in case of compromise« von

Visa Europe.

Sicherheit im Reisebüro.

Datenverlust kann aber nicht nur bei den

großen Technikanbietern auftreten, auch

Reisebüros können geschädigt werden. Sie

setzen bei Bezahlvorgängen außerhalb des

Online-Geschäfts meist POS-Terminals ein.

Auch für diese gelten bestimmte Standards

bezüglich der Hardware, insgesamt 32,

festgelegt im PCI PTS. Durch sie wird beispielsweise

die mögliche Sicherheitslücke

der Datenaufbewahrung geschlossen. PINs

sollen beispielsweise nur verschlüsselt

übertragen werden. Die Verschlüsselungen

müssen mit einem Zufallsgenerator entwickelt

werden, die Übertragung darf nur

von autorisiertem Personal und unter ständiger

Aufsicht vorgenommen werden. Unbedingt

verhindert werden soll eine Aufbewahrung

der Daten auf Papier, fordern

14

31.5.2013 travel.one


datensicherheit.titelthema

Foto: Carsten Reisinger/Shutterstock

die Entwickler des PCI Security Standards

Council (PCI SSC). Auch Patrick Goetz von

Ypsilon.net weist auf diese Gefahrenquelle

hin: »Schlechte Systeme werden oft in der

Hotellerie eingesetzt. In vielen Fällen liegt

eine Liste mit den Kreditkartendaten an

der Rezeption des jeweiligen Hotels aus.

Der Zugriff auf die Daten ist so besonders

einfach.« Eine größere Sensibilisierung in

den Unternehmen sei notwendig.

Die Wahl der Software.

Für Unternehmen, die noch weiter gehen

und eine Software für Kreditkartenzahlungen

einsetzen wollen, ist der PCI Payment

Application Data Security Standard (PA-

DSS) maßgeblich. Der Einsatz einer solchen

zertifizierten Software ist seit Juli 2012

Pflicht, reicht aber alleine nicht aus, um PCI

DSS-zertifiziert zu werden. Dafür müssen

alle anderen DSS-Vorgaben erfüllt sein. Um

dies zu erreichen, dürfen die Daten aus den

Magnetstreifen nicht nach ihrer Freigabe

im Netzwerk aufbewahrt werden. Bei den

Zahlungsanwendungen darf es sich nicht

um Beta-Versionen handeln. Der PCI SSC

stellt auf seiner Homepage eine Liste

mit Softwareunternehmen bereit, die

den Vorgaben der PA DSS nachkommen.

Nur der Einsatz dieser Software

links

DRV: Broschüre (für DRV-Mitglieder):

www.drv.de/fachthemen/datenschutz.html

und die Erfüllung aller anderer Vorgaben

ermöglichen einen sicheren Bezahlvorgang

mit der Kreditkarte.


Wolfram Marx

Visa Europe: White Book »What to do if compromised«:

www.visaeurope.com/en/businesses__retailers/payment_

security/downloads__resources.aspx

PCI PA-DSS zertifizierte Software:

www.pcisecuritystandards.org/approved_companies_

providers/validated_payment_applications.php?agree=true

PCI PTS zertifizierte Hardware:

www.pcisecuritystandards.org/approved_companies_

providers/approved_pin_transaction_security.php

PCI DSS Handbuch:

www.pcisecuritystandards.org/documents/

PCI SSC Quick Reference Guide.pdf

Tipps des PCI SSC: www.pcisecuritystandards.org/documents/PCI%20Data%20Storage%20Dos%20and%20Donts.pdf

travel.one 31.5.2013 15


06 JUNE TO 07 SEPTEMBER

Den Sommer erleben

DANK EINER NEUEN KAMPAGNE KÖNNEN URLAUBER DIE

FASZINIERENDE WÜSTENMETROPOLE DUBAI NEU ENTDECKEN.

Im Sommer Ski fahren? Und danach noch

den höchsten Turm der Welt besteigen?

Das alles ist nur in Dubai möglich. Denn

das Wüstenemirat ist auch in den Sommermonaten

ein lohnenswertes Reiseziel.

Um genau das Besuchern näher zu bringen,

hat das Emirat eine neue Kampagne

aus der Taufe gehoben. „Summer is Dubai“

bündelt zahlreiche attraktive Events

und Freizeitangebote, an die sich die beiden

wichtigsten religiösen Feste des Landes

anschließen: Ramadan und Eid.

Die Kampagne geht einher mit der Vision

des Herrschers von Dubai und des

Vizepräsidenten der Vereinigten Arabischen

Emirate, Scheich Mohammed Bin

Rashid Al Maktoum, die Stadt als einmaliges

ganzjähriges Familienreiseziel zu

positionieren.

Der neue Dubai-Sommer bietet Reisenden

in der Zeit vom 6. Juni bis 7. September

besonders tolle Events und Angebote

von Hotels, Freizeitparks, Indoorspielplätzen

und Shopping Malls. Zum Beispiel

übernachten bis zu zwei Kinder unter

zwölf Jahren im Sommer in ausgewählten

Hotels kostenlos, wenn die Eltern mindestens

drei Nächte dort bleiben. Freien


Anzeige

Eintritt hat der Nachwuchs zudem auch

zu verschiedenen Attraktionen des Wüstenemirats.

Dazu zählen zum Beispiel das Dubai

Aquarium & Underwater Zoo, der Wild

Wadi Wasserpark und das Aquaventure, in

dem kleine und große Gäste unter anderem

über eine der steilsten Wasserrutschen der

Welt in ein Haifi sch becken sausen können.

Den Auftakt von „Summer is Dubai“ bilden

die Dubai Summer Surprises, ein Shoppingund

Erlebnisevent vom 14. Juni bis zum 14.

Juli. Es lockt mit tollen Sonderaktionen für

Shoppingfreunde ebenso wie mit einem

bunten Rahmenprogramm für Familien.

Einen lohnenswerten Ausfl ug während des

Festes verspricht aber auch ein Besuch in

„Modhesh World“, der Welt des niedlichen

gelben Maskottchens der Dubai Summer

Surprises. Modhesh zeigt kleinen Besuchern

auf 37.000 Quadratmetern seine

Welt, die aus 36 thematischen Zonen besteht

und darauf wartet, erkundet zu werden.

Zusätzlich zu den Spielzonen bietet

der Freizeitpark aber auch internationale

Cartoon- und Bühnenshows, etwa über

die Kinderhelden Ben 10 oder Hello Kitty.

Die „Modhesh World“ hat im Sommer vom

20. Juni bis zum 28. August geöffnet.

Ein besonders intensives kulturelles Erlebnis

für Urlauber, die den Sommer in Dubai

verbringen, verspricht die Zeit des Ramadan.

Sie schließt sich an die Dubai Summer

Surprises an und bietet Gästen die

einmalige Möglichkeit, diesen wichtigen

Monat des Islam mitzuerleben und auch an

Veranstaltungen teilzunehmen, in denen die

besonderen Werte und Traditionen der Religion

vermittelt werden. Zum Beispiel das

Ramadan Majlis, zu dem sich Freunde und

Familien im World Trade Center in Dubai

zusammenfi nden oder den Ramadan Night

Market, der mit traditionellem Handwerk

und lokalen Produkten für sich wirbt.

Alle Aktionen, Events und Specials, die der

Dubai-Sommer bereit hält, fi nden Urlauber

auf der Website www.summerisdubai.com.

Dort gibt es zudem viele Tipps und Infos

für die Planung der Reise nach Dubai. Und

Reisefreudige, die auf der Facebookseite

www.facebook.com/summerisdubai erzählen,

was der Sommer für sie bedeutet, können

mit etwas Glück eine Reise in die faszinierende

Wüstenmetropole gewinnen.

summerisdubai.com

STAY | DINE | SHOP | PLAY


produkt.kreuzfahrt

Amis mit Europa-Flair

Im 141. Jahr der

Firmengeschichte will

Holland America Line

in Deutschland in die

Offensive gehen.

Foto: Travel One

»15.000 bis 20.000 Gäste im

Jahr aus Deutschland sind

ein realistisches Ziel.«

Stein Kruse, CEO Holland America Line

Holland America Line ist nicht

nur eine Kreuzfahrtgesellschaft

mit einer beachtlichen Tradition,

sondern auch eine von beachtlicher

Größe. So betreibt die Carnival-Tochter,

die im April ihren 140. Geburtstag als

Passagier- und Frachtschiffgesellschaft

feierte, derzeit 15 Hochseeschiffe. Das

ist immerhin eines mehr, als die italienische

Schwester Costa Crociere hat.

Die Passagierkapazität bewegt sich

mit 23.492 in der Mitte zwischen der

des deutschen Marktführers Aida Cruises

(16.442) und der von Costa Crociere

(31.714). Denn während bei der Carnival-Tochter

aus Genua die Schiffe mit

jeder neuen Generation größer werden,

konzentriert sich Holland America Line

ausdrücklich auf mittelgroße Kreuzer

mit Platz für 835 (Prinsendam) bis 2.106

Passagiere (Nieuw Amsterdam).

International.

Dass er der Chef eines gestandenen

Unternehmens ist, merkt man Stein

Kruse an. Freundlich, höflich und zugleich

sehr selbstbewusst tritt der CEO

von Holland America Line, in dessen

Zuständigkeit zudem die sechs Schiffe

der Luxusreederei Seabourn fallen, auf.

»Wir sind die Premiummarke für weltoffene,

kulturinteressierte Gäste, die an

Bord internationales Flair suchen«, sagt

er. Und betont, dass Holland America

Line – die Reederei wurde 1873 in Rotterdam

gegründet – sich der europäischen

Wurzeln bewusst sei. Dies drücke

sich auch im Produkt aus. »Obwohl das

Unternehmen mit Sitz in Seattle von

den Vereinigten Staaten aus gemanagt

wird, ist das Flair an Bord der Schiffe

eher europäisch«, betont Kruse. Dies

zeige sich im Interieur, im Design, aber

auch in den Kunstwerken an Bord.

Die wichtigste Kundengruppe der

Reederei sind nach wie vor Amerikaner,

gefolgt von australischen Urlaubern.

In Europa fällt das Bild heterogen

aus. Während Holland America Line aus

Großbritannien und den Niederlanden

bereits je 30.000 Passagiere pro Jahr an

Bord der Flotte holt, fristet die Marke in

Deutschland eher ein Schattendasein.

Auf rund 6.000 pro Jahr schätzt Kruse

die Zahl deutscher Gäste.

Doch der erfahrene Manager, der

seit 1999 in Diensten des Kreuzfahrtunternehmens

steht, ist überzeugt, dass

sich das ändern lässt. »Im deutschen

Markt liegt für uns noch eine Menge Potenzial«,

sagt er. 15.000 bis 20.000 Gäste

aus Deutschland pro Jahr seien ein realistisches

Ziel. Um den Vertrieb hierzulande

anzukurbeln, bearbeiten mit

Francisco Sánchez und Peter Fuhr als

Business Development Manager zwei

Außendienstler die deutschprachigen

Länder. Geleitet wird der Vertrieb für

die »nordeuropäischen Quellmärkte«,

zu denen das Unternehmen auch die

Bundesrepublik zählt, von Nico Bleichrodt,

der sein Büro in Rotterdam hat.

Entscheidend für den Erfolg der

Marke sei, dass sie richtig positioniert

werde, betont Kruse. Holland America

Line sei ein Premiumprodukt, das

sich deutlich von den Angeboten der

Schwestern Aida Cruises und Costa Crociere,

aber auch von TUI Cruises oder

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten unterschei-

18

31.5.2013 travel.one


thema.produkt

Foto: HAL

Die Amsterdam vor der Kulisse des Firmensitzes Seattle

de. »Wer mit uns reist, bewegt sich in

einer vornehmlich englischsprachigen

Umgebung«, stellt Kruse klar. Zwar biete

man deutschen Gästen Hilfestellung

in ihrer eigenen Sprache an. Gleichwohl

seien Kunden, die mit der englischen

Sprache gar nichts am Hut hätten, bei

anderen Reedereien wohl besser aufgehoben.

»Wir können und wollen nicht

alles für jeden bieten.«

Dennoch bietet Holland America

Line deutschen Gästen bei einer Reihe

von Kreuzfahrten in Europa und Südamerika

neuerdings auch Landausflüge

in deutscher Sprache an. Die

Voraussetzung dafür ist, dass mindestens

30 deutschsprachige Passagiere an

Bord sind. Dann seien die Ausflüge auf

Deutsch »nicht einfach nur Übersetzungen

des englischsprachigen Angebots,

sondern auf die Bedürfnisse der deutschen

Gäste zugeschnitten«, verspricht

Richard Meadows, Executive Vice President

für Marketing und Vertrieb.

Die wichtigste Zielgruppe für die 15

Schiffe der Reederei mit ihrem weltumspannenden

Streckennetz seien auch

in Deutschland Fernreisende, erklärt

Sales Manager Bleichrodt. Allerdings

rechnet er sich auch für Törns auf Nordund

Ostsee sowie im Mittelmeer Chancen

aus. Deutsche Passagiere, die keine

weite Anreise in Kauf nehmen wollen,

könnten zum Beispiel in Rotterdam

zusteigen. Der niederländische Hafen

sei von zahlreichen Regionen Deutschlands

aus leichter zu erreichen als etwa

Hamburg, Kiel oder Rostock.

Vertrieb auf eigene Faust.

Während die Schwesterunternehmen

Costa Crociere und Aida Cruises ihren

Vertrieb in Deutschland gerade zusammengelegt

haben (Seite 26), will Holland

America Line die Vermarktung gemeinsam

mit der Seabourn-Flotte weiterhin

in Eigenregie betreiben. Es sei eine

Stärke der Carnival-Gruppe, dass sie

ihren Töchtern in dieser Hinsicht freie

Hand lasse, betont Kruse. Man sei sich

darin einig, dass eine Zusammenlegung

der Vertriebsaktivitäten in Deutschland

nicht sinnvoll sei. In anderen Regionen

der Welt, zum Beispiel in Asien, arbeite

man dagegen im Vertrieb mit Costa Crociere

zusammen.

Im Jahr 2016 soll die Flotte von Holland

America Line einen Neuzugang

erhalten. Dieser werde ein wenig, aber

nicht viel, größer ausfallen als die vorhandenen

Schiffe, kündigt Kruse an.

Mehr will er zu dem Projekt noch nicht

verraten. Eines sei allerdings klar: Der

Name werde wie bei allen Passagierschiffen

der Reederei auf der Silbe

»-dam« enden. Christian Schmicke

Fakten

Die 1873 als Passagierund

Frachtschifffahrtsgesellschaft

gegründete Reederei

brachte 1973 mit der

Prinsendam ihr erstes reines

Kreuzfahrtschiff auf den

Markt. Heute sind 15 Schiffe

für sie unterwegs.

Das wichtigste Ziel von

Holland America Line ist

Alaska. Dort betreibt das

Unternehmen die Westmark-Hotels

mit neun

Häusern in Alaska und Yukon.

Allein 2014 fahren sieben

Schiffe über 130 Alaska-Touren.

Zum Portfolio

gehören zudem zwei Buslinien

– die Gray Line in Seattle

und die Gray Line in

Alaska. Außerdem besitzt

das Unternehmen die

Insel Half Moon Cay in den

Bahamas, die offiziell Little

San Salvador Island heißt.

Sie ist ein regelmäßiger Anlaufpunkt

der Karibikkreuzfahrten

der Reederei.

www.hollandamerica.com

travel.one 31.5.2013 19


produkt.kreuzfahrt

In 134 Tagen um die Welt

Deilmann schickt die Deutschland nächstes Jahr auf große Tour.

Symbol für

die klassische

Kreuzfahrt:

Die Deutschland

(hier vor

Amsterdam)

Foto: Travel One

Nach vierjähriger Pause bricht die Deutschland

2014 wieder zu einer Weltreise auf.

Sie soll in 134 Tagen den Globus umrunden

und dabei 20 Häfen erstmals anlaufen. Allein

in Australien feiert das Kreuzfahrtschiff der Reederei

Peter Deilmann dann sechsmal Premiere. Es

fährt an der Südküste des Roten Kontinents entlang

– laut Geschäftsführer Konstantin Bissias ein

Bonbon der Reise, da die dortigen Städte nicht zu

den typischen Kreuzfahrtzielen zählten. Der Welttrip

beginnt am 18. Dezember 2014 in Lissabon

und endet am 1. Mai 2015 in Venedig.

Ein Novum im Katalog für 2014/15 ist zudem

das Weiße Meer. Das im Norden des europäischen

Teils Russlands gelegene Meer ist Bestandteil einer

Reise ab/bis Hamburg. Zu etlichen Kreuzfahrten

bietet Deilmann erneut Vor- und Nachreisen

mit Windrose an. Die Reederei arbeitet seit dem

vergangenen Jahr mit dem Veranstalter zusammen

und baut für 2014, so Bissias, die Kooperation

weiter aus. Ein größeres Gewicht erhalten auch

die sogenannten exklusiven Momente. Mit den

ausgefallenen, teuren Ausflügen will Deilmann

Kunden bedienen, die ein Stück mehr Individualität

suchen. Eine Broschüre zu den verschiedenen

Touren soll demnächst erscheinen.

Mit dem Programm hofft Bissias Urlauber

zu überzeugen, die die klassische, traditionelle

Kreuzfahrt schätzen. Im ersten Quartal dieses

Jahres war die Deutschland, das einzige Schiff

der Reederei, im Schnitt zu 70 Prozent ausgelastet

– im Vorjahr lag der Wert bei nur 50 Prozent,

als Grund werden die Umroutungen infolge des

Fukushima-Unglücks genannt. Bissias wertet die

wieder steigende Nachfrage als gutes Zeichen.

»Wir können nach vorne sehen«, meint er. PEH

Unsere Themen

Ausgabe 14 vom 19. Juli 2013

Anzeigenschluss 3. Juli 2013

Kreuzfahrten

Golfstaaten


thema.produkt

Luxus zum

Festpreis

Sea Cloud Cruises will Kreuzfahrten nicht

billiger verkaufen als im Katalog veröffentlicht.

Foto: Sea Cloud Cruises

Preisaktionen wären unser Tod«,

sagt Petra Quasdorf. Die Managerin

von Sea Cloud Cruises – sie

ist für das Produkt sowie das Marketing

zuständig – will keinesfalls, dass

der Anbieter von Luxuskreuzfahrten in

dasselbe Fahrwasser wie viele andere

Reedereien gerät und mit drastischen

Rabatten um Kunden wirbt. »Wir hätten

dann nicht mehr die Glaubwürdigkeit,

die wir für unser Produkt benötigen«,

unterstreicht sie.

So soll denn auch an den Preisen, die

im nun erschienenen Katalog für 2014

stehen und sich gegenüber diesem Jahr

kaum verändert haben, nicht gerüttelt

werden. Sea Cloud Cruises räumt Kunden

nur einen Frühbucherrabatt und

Vorteilspreise ein. Zudem verkauft das

Unternehmen bei allen Kreuzfahrten

mit den beiden Großseglern und dem

Flussschiff River Cloud II ein limitiertes

Kontingent an Kabinen zum sogenannten

Garantiepreis. Bislang bot es diese

Wahlmöglichkeit ausschließlich für Reisen

in den Wintermonaten an.

Kurzreisen für Neukunden.

Der frisch gedruckte Katalog enthält

mehr Kurzreisen als sein Vorgänger. Sea

Cloud Cruises hofft, mit diesen Kreuzfahrten

neue Kunden zu gewinnen.

Sie sollen ausprobieren können, ob sie

Spaß etwa an Segelkreuzfahrten haben.

»Schließlich befürchten viele, seekrank

zu werden«, weiß Quasdorf.

Erstmals zum Programm gehört

eine Reise zu den Sporaden. Die Sea

Cloud segelt im Juli 2014 zu diesen griechischen

Inseln. Für die Sea Cloud II

ist das spanische Roses neues Ziel. Sea

Cloud Cruises nimmt den 110. Geburtstag

von Salvador Dalí zum Anlass, eine

Reise vor der Küste Spaniens aufzulegen

und Gästen zu ermöglichen, in Roses

ein Museum mit Werken des Künstlers

zu besuchen. Unter einem Thema

steht auch eine Kreuzfahrt mit der River

Cloud II: Kunden lernen Städte an Main

und Rhein aus der Sicht von Filmemachern

kennen. In Bamberg zum Beispiel

wurden »Die drei Musketiere« gedreht.

Die Reederei hat mit der River Cloud

II ähnliche Probleme wie die gesamte

Flusstouristik. Als »nicht ganz so erfreulich«

bezeichnet Quasdorf die Auslastung

im vergangenen Jahr. Sea Cloud

Cruises beendete die Flusssaison 2012

sogar früher als geplant. Stark nachgefragt,

so Quasdorf, waren dagegen die

Segler. Auf den beiden Windjammern

können Heiratswillige übrigens von

nun an auch rechtsgültig heiraten. PEH

Wir freuen uns

auf Ihren Anruf.

Kerstin Grimm

k.grimm@travel-one.net

+49 (0)6151/3 90 79 27

Michaela Lettow

m.lettow@travel-one.net

+49 (0)6151/3 90 79 31

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u.weis@travel-one.net

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Highlights

Winterkataloge


produkt.mix

Gebeco zum Anfassen

Ziel Lübeck: Thomas Mann und Marzipan

stehen im Mittelpunkt des Besuchs

Foto: LTM/Patrick de Jourdan

n Die Reise ist ein Versuch, etwas

Neues auszuprobieren. Dass sie ein

Verkaufsschlager wird, glaubt Ury

Steinweg aber nicht. 35 Jahre nachdem

der Geschäftsführer von Gebeco

den Veranstalter gründete, lädt

er zu einer nachhaltigen Tour durch

Schleswig-Holstein ein. Eine Station

ist der Unternehmenssitz Kiel, wo

die Teilnehmer Mitarbeiter des Veranstalters

treffen. »Gebeco zum Anfassen«,

sagt Steinweg und ergänzt:

»Für Kunden, die schon häufig mit

uns unterwegs waren.«

Rund 58.000 Urlauber, darunter

etliche Wiederholer, verreisten im

vergangenen Jahr mit dem Unternehmen,

das inzwischen drei Marken

unter seinem Dach vereint. Die

Mehrheit zieht es in die Ferne. China

ist für Gebeco seit Langem die

wichtigste Destination – gefolgt von

Indien und Vietnam. Europäische

Länder stehen auf Platz vier (Italien)

und fünf (Türkei). Deutschland

spielt eine eher untergeordnete Rolle.

Schließlich verfolgt Steinweg seit

der Gründung von Gebeco ein Ziel:

Er will seinen Kunden andere Kulturen

erschließen. Für einen organisierten

Trip durch die Bundesrepublik

interessierten sich diese erst,

wenn ein Thema behandelt werde.

Bei der nachhaltigen Reise von

Lübeck nach St. Peter-Ording ging

es laut Steinweg darum, einen Bezug

zu Gebeco zu schaffen. Seit

2011 ist der Veranstalter mit dem

Nachhaltigkeitssiegel von Tourcert

zertifiziert. Die Teilnehmer der Reise

übernachten etwa in nachhaltig arbeitenden

Hotels.

PEH

updates

Peter Maffay spielt vom 6. bis

10. November an Bord der Queen

Mary 2 und eröffnet damit die Veranstaltungsreihe

»Stars at Sea«.

www.cunard.de/starsatsea

Fjord Line muss den Start der

neuen »Kreuzfahrt-Fähre« Stavangerfjord

erneut verschieben. Statt

am 21. Juni soll das Schiff jetzt

am 14. Juli in See stechen. Grund

für die Verzögerung sind weitere

Tests des neuartigen Flüssiggasantriebs.

Kempinski Hotels übernimmt

das Management des Gran Meliá

Hotels in Schanghai. Das Haus, das

die spanische Kette Meliá Hotels

International seit seiner Eröffnung

im Februar 2010 betrieben hat, öffnet

nun unter dem Namen Grand

Kempinski Hotel Shanghai.

Im neuen Verzeichnis der Unterkünfte

der Relais du Silence ist

erstmals ein Umweltgütesiegel zu

finden. Es weist Mitgliedshäuser

aus, die ökologisch verträglich handeln.

Zu bestellen bei Bettina Tegeder,

b.tegeder@seh-hotels.com

Suntrips legt eine neue Premium-Produktlinie

für die Türkei auf.

Der Katalog »Türkei Premium« bündelt

41 Luxushotels in Istanbul, an

der Ägäisküste, in Bodrum, Marmaris,

Antalya und Zentralanatolien.

Bettenbank

gründet Veranstalter

n Unter dem Kürzel »XLOW« hat

Low-Cost-Beds erstmals Hotels mit

Flügen paketiert. Die dynamisch geschnürten

Angebote werden in Kürze

unter der neuen Veranstaltermarke

Low-Cost-Holidays erscheinen.

Man habe sich zu diesem Schritt

entschlossen, weil in den deutschsprachigen

Märkten der Reisevertrieb

deutlich mehr paketierte Angebote

verkaufe als beispielsweise

in Skandinavien oder Großbritannien,

heißt es. Die Low-Cost-Holidays-

Pakete sind über alle gängigen Reservierungssysteme

buchbar. Ab der

ersten Buchung gibt es zehn Prozent

Provision, ein Mindestumsatz

ist nicht erforderlich. Bei der technischen

Umsetzung arbeitet der Veranstalter

mit Vtours zusammen.

22

31.5.2013 travel.one


mix.produkt

Warnemünde

als Abfahrtshafen

n Im kommenden Jahr positioniert MSC Kreuzfahrten erstmals

ein Schiff in Warnemünde. Kunden der Reederei können

damit künftig neben Hamburg und Kiel einen weiteren Abfahrtshafen

in Deutschland nutzen. Von Mitte Mai bis Mitte

September sticht die MSC Poesia von Warnemünde aus zu Sieben-Nächte-Reisen

auf zwei unterschiedlichen Routen in See.

Route eins führt das Schiff in Norwegens Fjorde und nach Kopenhagen.

Bei der zweiten Route geht es nach Stockholm, Tallin,

St. Petersburg und Kopenhagen.

www.msc-kreuzfahrten.de

Die MSC Poesia fährt von Warnemünde aus in den Norden

Foto: MSC Kreuzfahrten

Auf den Spuren

Gatsbys

n Zeitgleich zum Start des Kinofilms

»Der große Gatsby« nach dem Roman

von F. Scott Fitzgerald hat Airtours

das The Plaza New York filmgerecht

in Szene gesetzt. So können Gäste der

Luxusmarke dort den Gatsby-Champagner

genießen, in der Hotel-Boutique

aktuelle Filmkostüme sehen,

den »Brunch like Gatsby« probieren

und im Spa das »Caudalie Grape Gatsby

Treatment« buchen. Die Fitzgerald-

Suite, die vollständig in den Stil der

1920er Jahre zurückversetzt wurde, ist

auf Anfrage buchbar.

Versicherung nicht

mehr im Reisepreis

n Studiosus integriert die Reiserücktrittsversicherung

von nächstem Jahr

an nicht mehr in den Reisepreis. Die

Versicherung könne in Zukunft separat

abgeschlossen werden, teilt der Veranstalter

mit.

Für einige Fernreisen, etwa in den

Oman oder nach Vietnam, mit Abreisetermin

ab 2014, senkt der Studienreisespezialist

aufgrund der günstigen

Wechselkurse die Preise.

Mehdorn, Klappe,

die 1.268.

Eines muss man Hartmut Mehdorn lassen. Sich und seine Unternehmen

ins Gespräch bringen, das kann er vortrefflich. Den

Flughafen BER will er nun in Etappen eröffnen. Eine Idee, mit

der er erst Anfang Mai beim Aufsichtsrat auf Ablehnung gestoßen

war. Doch das stört ihn nicht, er ist der Macher, egal, welche

Bedingungen draußen herrschen und ob die Ideen umsetzbar

und finanzierbar sind.

Wenn es zur Teileröffnung kommt, die Mehdorn Easyjet im

Herbst ermöglichen will, hat die Flughafengesellschaft den Betrieb

an drei Flughäfen zu bezahlen. Dann muss der Betrieb am

Nordpier in BER ebenso wie die ständig anfallenden Erweiterungsmaßnahmen

in Tegel finanziert werden. Nur wie, wer

weiß das schon und wen kümmert's? Dazu passt dann auch,

dass Mehdorn den Flughafenbahnhof bereits im Juni eröffnen

will, damit die Bahnen dann knapp drei Monate ohne Sinn und

Zweck – es sei denn, es geht um die Baustellentouristen – von

der Innenstadt an den Flughafen fahren. Die Liste der, neben

den Finanzen, offenen Fragen ist lang und wie diese bis zum

Herbst beantwortet werden sollen, verrät Mehdorn nicht. Aber

darum geht's ja auch nicht. Entscheidend ist, er zeigt, wie Selbstmarketing

geht, ob mit oder ohne Inhalt.

Wolfram Marx, Redakteur

w.marx@travel-one.net

travel.one 31.5.2013 23


produkt.thema

airlines.airports

Germanwings nimmt zehn neue Verbindungen ab Berlin auf

Weitere Lufthansa-Strecken im Winter

Die Lufthansa-Kunden

werden automatisch auf die neue

Germanwings umgebucht

Foto: Lufthansa

n Mit Beginn des Winterflugplans

wird Germanwings

weitere Strecken im Deutschland-

und Europaverkehr von

Lufthansa übernehmen. Von

Berlin-Tegel aus fliegt die Airline

vom 27. Oktober an für

Lufthansa nach Birmingham,

Bologna und Genf.

Ab 13. November startet

Germanwings von der Hauptstadt

aus auch nach Nürnberg

und Rom. Einen Tag

später wird die rumänische

Hauptstadt Bukarest erstmals

im regulären Flugplan

ab Berlin-Tegel angesteuert.

Zum 27. November übernimmt

die Airline dann auch

die Lufthansa-Verbindungen

von der Spree nach Helsinki,

Mailand und Wien.

In Hamburg nimmt Germanwings

im Winter nur eine

Verbindung von der Konzernmutter

in den Flugplan auf:

Vom 27. Oktober an pendelt

die Airline zwischen Hamburg

und dem Flughafen Moskau-

Vnukovo.

Kunden, die auf den betroffenen

Strecken Flüge der

Lufthansa gebucht haben,

werden automatisch auf den

entsprechenden Germanwings-Flug

umgebucht. Passagiere

in der Business Class

werden auf allen Verbindungen,

auf denen der Best-Tarif

von Germanwings verfügbar

ist, in die voll flexible Klasse

umgebucht.

Der Best-Tarif enthält

unter anderem in den ersten

drei Reihen einen freien

Mittelsitz, Zugang zu den

Lufthansa-Lounges, Priority

Check-In und Nutzung der

Fastlane bei der Sicherheitskontrolle

sowie eine erhöhte

Meilengutschrift.

Foto: Fraport AG

Am Frankfurter

Flughafen

können sich

die Besucher

als Fluglotsen

versuchen

Faszination Fliegen beim »Tag der Luftfahrt«

n Zum ersten Mal in der Geschichte der

Luftfahrt laden mehr als 20 Flughäfen

und insgesamt rund 30 Unternehmen zu

einem gemeinsamen »Tag der Luftfahrt«

ein. Am 8. und 9. Juni öffnen die Flughäfen,

Airlines und Luftfahrtstandorte in

Deutschland ihre Tore für interessierte

Besucher. Mit zahlreichen Aktivitäten und

Unterhaltungsprogrammen wollen sie

den Gästen Wissenswertes rund um das

Fliegen vermitteln.

Um den Besuchern die Vielfalt der

Luftfahrt zu zeigen, gibt es an den teilnehmenden

Flughäfen Programme unter

anderem mit Rundfahrten, Technik-

Ausstellungen und Kinderbelustigung. In

Frankfurt, zum Beispiel, können die Besucher

einen Airbus A380 besichtigen und

sich als Fluglotse versuchen. Düsseldorf

lockt unter anderem mit Aktionen im Terminal

und Rundflügen mit historischen

Flugzeugtypen wie der Ju 52. In Stuttgart

können die Gäste ein Kleinflugzeug selbst

bemalen. Und München legt einen besonderen

Schwerpunkt auf die Themen Nachhaltigkeit

und Umweltschutz.

www.tagderluftfahrt.de

24

31.5.2013 travel.one


thema.produkt

Norwegian will auch außerhalb der nördlichen Region wachsen

und verstärkt das Engagement auf dem deutschen Markt

Lowcost nach Spanien

n Der norwegische Lowcost-Carrier

Norwegian Air Shuttle baut im

Herbst sein Flugangebot ab Deutschland

aus. Von Ende Oktober an verbindet

die Airline Hamburg, Köln und

München mit Spanien. Am 27. Oktober

starten in Hamburg die ersten Flüge

nach Gran Canaria und Teneriffa. Die

beiden Kanaren-Inseln werden zweimal

pro Woche angesteuert. Vom

1. November an geht es zusätzlich jeweils

dreimal wöchentlich von Hamburg

nach Málaga und Alicante.

In Köln startet Norwegian erstmals

am 28. Oktober in Richtung Spanien.

Málaga erhält drei wöchentliche

Verbindungen. Jeweils zweimal pro

Woche gibt es Flüge nach Alicante,

Gran Canaria und Teneriffa. München

verbindet die Airline je zweimal pro

Woche mit Málaga, Alicante und Teneriffa.

Gran Canaria wird von Süddeutschland

aus nicht angesteuert.

»Die Expansion auf dem deutschen

Markt ist Teil unserer Strategie,

unsere Präsenz außerhalb der

nördlichen Region zu erweitern«, sagt

Norwegian-CEO Bjørn Kjos. Der Airline-Chef

ist davon überzeugt, dass

es einen großen Bedarf für günstige

Flüge zwischen Deutschland und Spanien

gibt. Michael Eggenschwiler, Vorsitzender

der Geschäftsführung des

Flughafens Hamburg, sieht das genauso.

»Wir freuen uns, dass Norwegian

diesen Schritt macht. Das kommt

den Menschen in Norddeutschland

ebenso zugute wie dem gesamten

Wirtschafts- und Tourismussektor in

der Metropolregion Hamburg.«

Foto: Hans Olav Nygaard

Lounge im

Terminal B eröffnet

n Der Flughafen Leipzig/Halle hat

im Abflugbereich des Terminals B eine

Airport-Lounge eröffnet. Die Passagiere

erwartet dort unter anderem ein reichhaltiges

Getränke- und Snackangebot,

kostenloser Wlan-Anschluss und Lademöglichkeiten

für Mobiltelefone und

Notebooks. Außerdem steht ein breites

Sortiment an internationalen Zeitungen

und Magazinen zur Verfügung.

Die Lounge kann ab 18 Euro pro Person

unter mail@4-service.de oder am

Check-in-Schalter gebucht werden. Für

Familien gibt es spezielle Angebote.

Mehr Kapazität in

den Herbstferien

n Tuifly reagiert auf die steigende

Nachfrage zu den Herbstferien hin und

verstärkt das Flugangebot im Oktober

um insgesamt 7.000 zusätzliche Flugplätze.

Mit 5.000 weiteren Sitzen kommt

der Großteil der zusätzlichen Kapazität

der türkischen Riviera mit dem Zielflughafen

Antalya zugute. Die restlichen

2.000 Flugplätze stehen im Oktober für

Flüge auf die Kanaren zur Verfügung.

Hier profitieren Fuerteventura und Gran

Canaria von der Zusatzkapazität.

updates

Am Flughafen Köln/Bonn fertigt Germanwings die

Passagiere für Inlandsflüge jetzt im Terminal 1C ab. Dort

befinden sich auch die Schalter von Lufthansa. Die Checkin-Schalter

für internationale Flüge bleiben wie bisher im

Terminal 1 A/B.

Das Service Desk von Hahn Air hat seine Öffnugsgzeiten

verlängert und ist jetzt montags bis freitags rund um

die Uhr unter 0 61 03/5 01 32 00 telefonisch erreichbar. Am

Wochenende ist das Team per Mail unter service@hahnair.

com zu erreichen.

Zum 27. Oktober nimmt TAP Portugal Tanger und Boa

Vista ins Streckennetz auf. Die Stadt in Marokko wird täglich

außer montags und die Kapverden-Insel jeden Montag

und Samstag von Lissabon aus angeflogen.

travel.one 31.5.2013 25


sales.thema

Fotos: Aida Cruises

Aus zwei mach eins

Aida Cruises und Costa Kreuzfahrten arbeiten von November 2014 an mit einem

gemeinsamen Provisionsmodell. Die Umsätze beider Reedereien kommen in einen Topf.

Uwe Mohr steht vor einem Flipchart,

schreibt Zahlen auf das

Papier, addiert sie und kreist

die Summe ein. »Für die meisten Agenturen

bedeutet das neue Modell eine

Verbesserung«, betont er, »es gibt nur

ganz wenige Verlierer.«

Wochenlang haben er und sein

Kollege Felix Eichhorn darüber nachgedacht,

wie sie die Provisionsregelungen

von Aida Cruises und Costa

Kreuzfahrten unter einen Hut bringen

können. Seit die Entscheidung gefallen

war, dass die beiden Ableger der

zu Carnival gehörenden Costa-Gruppe

in Deutschland einen gemeinsamen

Vertrieb aufbauen sollen, war klar, dass

auch die Vergütung der Vertriebspartner

künftig nicht mehr getrennt geschieht.

Mohr, nun zuständig für den

Reisebürovertrieb beider Reedereien,

und Eichhorn, jetzt Vertriebschef der

zwei Unternehmen, nahmen, wie sie

sagen, fast jeden Agenturvertrag unter

die Lupe. Ihr Ziel: Ein faires und transparentes

Modell zu schaffen.

»Jedes Reisebüro hat in Zukunft

eine hohe Chance, eine Schnittprovision

von mindestens zehn Prozent zu

schaffen«, meint Eichhorn während

der ersten Vorstellung des Zahlenwerks

an Bord der Costa Mediterranea. Das

neue Kapitel in der Aida- und Costa-

Geschichte beginnt mit dem Geschäftsjahr

2014/15. Für alle Buchungen von

Kreuzfahrten, die am 1. November

nächsten Jahres und später starten, gilt

die gemeinsame Vergütung. Das heißt:

Die Umsätze beider Reedereien kommen

dann in einen Topf.

Los geht es mit acht Prozent.

Als Basis der Neuregelung diente das Aida-Modell

des Geschäftsjahrs 2013/14.

Wie bei diesem beträgt bei Einzelplatzbuchungen

die Einstiegsprovision acht

Prozent bei einem Umsatz unter 50.000

Euro und die höchste Grundprovision

zwölf Prozent bei einem Umsatz über

einer Million Euro. Es unterscheidet

sich damit vom Costa-Modell: Die Carnival-Tochter

vergütet im nächsten

Geschäftsjahr Reisebüros nur dann mit

lediglich acht Prozent Provision, wenn

der Umsatz unter 14.000 Euro liegt.

Und die höchste Grundprovision von

13 Prozent zahlt sie bereits ab einem

Umsatz von 120.000 Euro.

Die zwei Macher des künftigen

Modells sind dennoch überzeugt, dass

selbst starke Costa-Agenturen nicht

den Kürzeren ziehen. Ihr Argument: Ihr

System bringe auch für diese Vorteile

mit sich. »Wir haben die Provision für

An- und Abreise-Pakete von fünf auf

acht Prozent erhöht«, erklärt Eichhorn

und zählt die in seinen Augen als Plus

zu deutenden Punkte auf: Die Wachstumsprovision

greift bereits ab der

26

31.5.2013 travel.one


provision.sales

Rund 10.000 Reisebüros betrifft die

Neuregelung für Einzelplatzbuchungen

ersten Buchung nach Erreichen des Vorjahresumsatzes

– bei Costa ist dies bislang

nicht der Fall. Weltreisen fallen erstmals

in die Staffel. Und es gibt keine Rückforderung

mehr, wenn der erreichte Umsatz

unter dem Vorjahr liegt. Inklusive On-top-

Provision, so Eichhorn, sei eine Spitzenprovision

von 17 Prozent erreichbar.

Wenn das gemeinsame Modell für eine

Agentur aber doch mehr Nach- als Vorteile

mit sich bringt? »Dann setzen wir uns

mit den Inhabern zusammen«, verspricht

Mohr. Die Änderung betrifft rund 10.000

deutsche Reisebüros (sie werden nach dem

zusammengezählten Umsatz von 2013/14

eingruppiert). 95 Prozent verkaufen sowohl

Reisen mit Aida- als auch mit Costa-

Schiffen – wobei die Rostocker die Nase

vorne haben: Die durchschnittliche Agentur

erziele mit Aida meist einen dreimal so

hohen Umsatz wie mit Costa, so Eichhorn.

Für Partner, die Gruppenreisen auflegen,

sollen die Konditionen in den kommenden

Wochen festgezurrt werden. Fest

steht, dass die Gruppenumsätze in den

Gesamtumsatz einfließen. Auch über Einzelverträge

müssen Eichhorn und Mohr

mit den Agenturen noch verhandeln. Und

dann gibt es das Projekt Ibero Cruceros.

Die Costa-Gruppe vermarktet ihre spanische

Tochter künftig auch in Deutschland.

Details will das Unternehmen in rund vier

Wochen verraten. Sicher ist bereits, dass

der Ibero-Umsatz zu dem von Aida und

Costa addiert werden soll – Mohr muss somit

künftig bei seinen Beispielrechnungen

auf dem Flipchart eine dritte Reederei berücksichtigen.


Petra Hirschel

Eichhorn: »Eine einfache

Provisionslogik«

Mohr: »Wir gehen mit den

Agenturen die Details durch«

Grundprovision 2014/2015

Gültig für Einzelplatzbuchungen ab/bis Hafen mit Abreise zwischen dem 1. November 2014 und dem 31. Oktober 2015

Geschäftsjahr

2014/2015 Grundprovision* On-top-Provision 2014/2015***

Deck

Gesamtumsatz

Aida und Costa

Kreuzfahrt

An- und

Abreisepaket**

Wachstumsprovision

Premium-Provision

8 ab 1.000.000 Euro 12 Prozent

7 ab 650.000 Euro 11,5 Prozent

6 ab 325.000 Euro 11 Prozent

5 ab 190.000 Euro 10,5 Prozent

4 ab 95.000 Euro 10 Prozent

3 ab 75.000 Euro 9,5 Prozent

2 ab 50.000 Euro 9 Prozent

8 Prozent

+

5 Prozent

(Deck 6 bis 8)

3 Prozent

(Deck 1 bis 5)

+

150 Euro

für jede fünfte

Aida-Premium-

Kabine

und für jede fünfte

Costa-Premium-

Kabine

1 unter 50.000 Euro 8 Prozent

* Die Grundprovision gilt für Agenturen mit gültigem Agenturvertrag von Aida Cruises und/oder Costa Kreuzfahrten.

** Der Kerosinzuschlag und der Kostenbeitrag zur Luftverkehrssteuer werden mit dem Provisionssatz von An- und Abreisepaketen vergütet.

Treibstoffzuschläge, Sitzplatzreservierungen und Bahnumsätze können hingegen nicht verprovisioniert werden.

*** Die On-top-Provision wird hinzugezählt. Quelle: Aida Cruises/Costa Kreuzfahrten

travel.one 31.5.2013 27


»Ich sehe in Zukunft

eine wahnsinnige

Überkapazität im Hotelmarkt.«

Tobias Ragge,

CEO HRS-Hotel Reservation Service

»Wir schimpfen einerseits

auf die Vermittler, aber schaffen es

nicht, unser Geschäft selbst

vernünftig zu positionieren.«

Mario Pick, Geschäftsführer Welcome Hotels

»Ich habe bislang noch kein

erfolgreiches ›Low-Cost-

Langstrecke‹-Modell gesehen. Aber wir

schließen das für uns trotzdem nicht aus.«

Julio Rodriguez, CCO Vueling Airlines

Klartext

Premiere für den Travel

Industry Day: Bei der Veranstaltung,

die der Travel Industry

Club (TIC) mit Travel

One als Medienpartner in der

Event-Location The Aircraft at

Burghof im hessischen Dreieichenhain

ausrichtete, trafen

sich rund 150 Touristiker, um

mit Vertretern von Hotellerie,

Airlines, Business Travel Management,

Reisebüros und Reiseveranstaltern

über Chancen,

Risiken und Perspektiven der

Branche zu diskutieren.

Zu Beginn reflektierte

Hans-Ulrich Jörges, Mitglied

der Chefredaktion des Magazins

Stern und häufiger Talkshow-Gast,

die politischen und

wirtschaftlichen Perspektiven

des Wahljahres 2013. Anschließend

wurden in Impulsreferaten

und Podiumsdiskussionen

Zukunftsszenarien für Hotellerie,

Fluggesellschaften,

Airports, Geschäftsreisen, Veranstalter,

Reisebüros und Technik-Dienstleister

beleuchtet.

Veranstaltungen wie den

Travel Industry Day, der unter

dem Motto »Top-Manager reden

Klartext« stand, soll es in

Zukunft öfter geben, kündigte

TIC-Präsident Dirk Bremer

an. Der Wirtschaftsclub werde

»künftig noch stärker als in der

Vergangenheit aktuelle Themen

aufgreifen«, betonte er.


CS/KM

Foto: Travel Industry Club

Zu hohe Stornopauschalen unzulässig

n Das Landgericht Hamburg hat in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil

Stornopauschalen in Höhe von 40 Prozent in der Eingangsstufe für unzulässig

erklärt. Im konkreten Fall hatte ein Veranstalter in den AGB festgelegt,

dass bei Rücktritt des Verbrauchers bis zum 30. Tag vor Reisebeginn 40 Prozent

des Reisepreises als Stornogebühren anfallen. Gegen diesen Passus in

den Geschäftsbedingungen hatte die Wettbewerbszentrale geklagt.

Ebenfalls für unzulässig erklärte das Gericht einen Stornosatz in Höhe

von 100 Prozent bei einem Rücktritt des Reisenden ab dem zweiten Tag vor

Anreise oder bei Nichterscheinen. Beide Pauschalen sieht das Gericht als

überhöht an. Der Veranstalter kann nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch eine

Pauschale verlangen, diese muss jedoch die gewöhnlich ersparten Aufwendungen

sowie den durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen gewöhnlich

möglichen Ertrag berücksichtigen. Wird dies nicht erfüllt, ist die

Stornopauschale überhöht und unwirksam. Die Entscheidung ist zwar noch

nicht rechtskräftig, liegt aber auf einer Linie mit weiteren Urteilen zu Stornopauschalen

in dieser Höhe, die in der jüngeren Vergangenheit gefällt wurden.

Dabei ging es auch um Dynamic-Packaging-Reisen.

Foto: Misfitmind

28

31.5.2013 travel.one


»Der Reisende rückt immer mehr in den Fokus.

Unternehmen müssen sich auf neue Parameter

einstellen und überlegen, ob Geschäftsreisen

nicht wieder teurer werden dürfen.«

Martina Eggler, Vice President Global

Strategic Accounts Carlson Wagonlit Travel

mix.sales

»Es kommen immer mehr Player,

die »Es immer kommen mehr immer können, mehr Player, von außen die immer in die

mehr Touristik, können, zum von Beispiel außen Bettenbanken. in die Touristik, zum Das

Beispiel wird unsere Bettenbanken. Branche Das in zehn wird Jahren in zehn konsolidieren«

der Branche

Jahren

zu einer Konsolidierung führen.«

Sören

Sören

Hartmann,

Hartmann,

Sprecher

Sprecher

der

der

Geschäftsführung

Geschäftsführung

DER

DER

Touristik

Touristik

»Die Schere zwischen dem Umsatz,

den wir beeinflussen können und dem,

was wir nicht beeinflussen können,

wird immer größer.«

Dirk Gerdom, Präsident VDR

»75 bis 80 Prozent der Reisenden vertrauen

auf Empfehlungen von Freunden. Facebook

ist dabei nur eine Facette.«

Andreas Nau, Managing Director Germany, Expedia

»FTI ist eine Handelsmarke,

eine B2B-Marke. So wickeln wir

80 Prozent unserer Umsätze ab.«

Boris Raoul,

Geschäftsführer FTI Touristik

»Eine Beschneidung des Angebots

am Point-of-Sale wäre eine

Harakiri-Strategie.«

Georg Welbers,

Geschäftsführer Thomas Cook Vertrieb

»Die Diskussion, wo der Kunde bucht

und welchen Mehrwert er findet, ist obsolet.

Die Frage muss lauten: Wo ist der Kunde

und wie kann ich den Mehrwert

transparent machen?«

Thomas Bösl, Geschäftsführer RT-Reisen

»Wir stellen gerade ein erhöhtes Wachstum

im Bereich Nur-Flug-Buchungen fest und

fragen uns, welche Zukunft da die

Pauschalreise noch hat. Müssen sich

Veranstalter neu positionieren?«

Salim Sahi, CEO Traffics Softwaresysteme

updates

Sabre hat mit United eine Vereinbarung

abgeschlossen, nach

der alle Tarife und Zusatzleistungen

der Airline nun im Sabre Travel

Marketplace buchbar sind. Für

Expedienten sind sie mit zusätzlichen

Beschreibungen im Sabre Red

Workspace abgebildet.

In den Amadeus Ancillary Services

haben Reisebüros jetzt Zugriff

auf Zusatzleistungen von Iberia

und Royal Air Maroc. Für diese

können ebenso wie für die Gepäckbeförderung

bei Aegean und Air

Europa »Electronic Miscellaneous

Documents« eingesetzt werden.

Meinpep von TUI4U setzt einen

neuen Hotel-Cache ein, mit dem

die Ergebnisse der Hotelabfragen

der vergangenen fünf Tage angezeigt

werden.

JT Touristik lässt die Provisionsregelung

bis zum 31. Oktober 2015

unverändert. Die Grundprovision

beträgt zehn Prozent ohne Mindestumsatz,

maximal werden zwölf

Prozent ausgezahlt.

Aerticket verstärkt

Auslandsgeschäft

n Aerticket hat 85 Prozent des niederländischen

Consolidators Airtrade

Holland BV, einem Unternehmen,

das zu BCD-Holdings gehört, übernommen.

Gemeinsam mit BCD wolle

man eine Basis für die Bündelung

des Europa-Geschäfts schaffen, sagt

Aerticket-Vorstandschef Rainer Klee.

Gleichzeitig biete dieses Joint Venture

eine »solide Grundlage zum Aufund

Ausbau eines globalen Consolidators«.

Die Anteile des im Ausland

erwirtschafteten Umsatzes steigen

damit für Aerticket im laufenden Geschäftsjahr

auf rund 40 Prozent.

www.airticket.de

travel.one 31.5.2013 29


destination.thema

destination.südliches afrika

Fassadenschmuck in Maboneng (links), Jungunternehmer Bheki Dube

(rechts), Firmensitz von Mainstreetwalks (unten)

Jozi legt

sich ins Zeug

Südafrikas Metropole Johannesburg will für Bewohner

und Besucher mehr Lebensqualität bieten.

Fotos: Travel One

Bheki Dubes Firmensitz ist ein

Container, der auf einem Bürgersteig

am östlichen Rand der

Innenstadt von Johannesburg steht.

Wer will, kann mit seinem Cappuccino

aus dem benachbarten Café auf

das Dach des Metallbehälters mit der

Aufschrift »China Shipping« klettern

und von dort aus das Treiben auf der

Straße beobachten, um die Wartezeit

zu verkürzen, bis es los geht.

Bhekis Unternehmen heißt Mainstreetwalks

und bietet geführte Touren

durch verschiedene Gegenden in

Johannesburg an. Dass sein Bürocontainer-ausgerechnet

im Stadtteil Maboneng

steht, ist kein Zufall. Das Viertel,

dessen Name in der Sotho-Sprache

»Ort des Lichts« bedeutet, zählt derzeit

zu den angesagtesten der südafrikanischen

Metropole. Und es ist zugleich

ein Sinnbild für die Hoffnung, dass aus

dem Drei-Millionen-Moloch mit seinen

krassen sozialen Gegensätzen und der

hohen Kriminalität eine lebens- und

besuchenswerte Stadt wird.

Der Aufstieg Mabonengs begann

damit, dass der Bauunternehmer Jonathan

Lieberman dort die einstige

Zentrale des Bauunternehmens DF

Corlett Construction mit Büro- und

Lagerkomplexen aufkaufte, um sie zu

einer lebendigen urbanen Umgebung

umzugestalten. Von 2009 an zog neues

Leben in den Backsteinkomplex ein.

Und mittlerweile beherbergt Maboneng

ein buntes Sammelsurium von

Studentenunterkünften, Galerien,

Buchhandlungen, Restaurants, Cafés

und nicht zuletzt mit dem 12 Decades

Hotel das erste Kunsthotel in der

Innenstadt von Johannesburg. Der

geschäftstüchtige Bheki will das Areal

um eine weitere touristische Facette

erweitern. Er plant im November die

Eröffnung eines Backpacker-Hostels

mit 60 Betten, das den schönen Namen

Curiocity tragen soll.

Kontraste auf engem Raum.

Nur wenige Schritte von der Kunst-,

Gastronomie- und Geschäftsszene

30

31.5.2013 travel.one


südliches afrika.destination

thema.destination

Mabonengs entfernt begleitet Bheki

eine Besuchergruppe auf den Kwa

Mai-Mai Traditional Healers Market.

Der Weg dorthin führt durch

eine Straße, in der die Sammler von

Plastikabfällen ihre »Ware« lagern.

Damit lasse sich gutes Geld verdienen,

erläutert Bheki. Dem ärmlichen

Erscheinungsbild der Sammler

merkt man dies freilich nicht an. Der

Markt selbst ist ein für Europäer kurios

anmutender Umschlagplatz für

traditionelle Heilmittel der Zulus.

Getrocknete Tierhäute, die gegen

Krankheiten helfen sollen, hängen

außen vor den kleinen Läden

der Backsteinbauten, in denen die

Markthändler nach Auskunft von

Bheki nicht nur arbeiten, sondern

auch leben.

Daneben gibt es auch andere

Dinge zu kaufen, zum Beispiel traditionelle

Schmuckgegenstände

Eine Familie sitzt vor ihrem Shop

auf dem Kwa Mai-Mai Traditional

Healers Market







Status

travel.one 31.5.2013 31


destination.thema

destination.südliches afrika

Constance (links) und Asanda wollen

nach ihrer Ausbildung Touren durch ihr

Township Alexandra anbieten

oder Kleidungsstücke. Und um die Ecke

werden Särge hergestellt, in einer offenen

Werkstatt, in deren Mitte eine Art

Schrein mit zwei Fotos des Staatspräsidenten

Jakob Zuma und einem Marienbild

steht.

Um solche Gegensätze zu entdecken,

muss man in Johannesburg oft

nur um die nächste Straßenecke blicken.

Ein weiterer Kontrast und fester

Bestandteil der Maboneng-Spaziergänge

ist der Besuch der »Collector , s

Treasury«, laut Bheki der größte Second-Hand-Buchladen

der südlichen

Hemisphäre. In dem unvorstellbaren

Chaos aus Büchern und alten Schallplatten

auf mehreren Stockwerken

könnte man sich ohne Mühe für einen

halben Tag oder mehr verlieren, wenn

es nicht noch so viel anderes zu entdecken

gäbe.

Ehrgeizige Pläne.

Zwei junge dunkelhäutige Frauen begleiten

Bheki und die Gruppe. Constance

und Asanda absolvieren gerade

eine Ausbildung als Tourguides. Ambitioniert

sind die Pläne der beiden

für die Zeit nach ihrer Ausbildung: Sie

wollen ein eigenes Unternehmen gründen

und mit Besuchern zu Fuß durch

das Township Alexandra spazieren, aus

dem sie stammen. Bislang führen fast

alle »Township Tours«, also Besuche jener

Stadtteile, in denen die Schwarzen

während der Apartheid wohnen durften,

nach Soweto. Doch Constance und

Asanda sind überzeugt, dass es sich

lohnt, ausländischen Touristen »ihr«

Alexandra näher zu bringen.

Vielerorts ist in »Jozi« der Wille zu

spüren, die Stadt der Goldminen und

die eigenen Lebensverhältnisse zu

verbessern. Anfang Mai stellte Bürgermeister

Mpho Parks Tau ein Infrastrukturprogramm

für die nächsten

zehn Jahre vor, das Investitionen in

Höhe von rund zehn Milliarden Euro

vorsieht. Der Kern des Masterplans, der

auch eine intensive Verbesserung des

öffentlichen Nahverkehrs umfasst, soll

es sein, »die Siedlungsstrukturen aus

der Apartheid durch lebendige Mittelklasse-Stadtviertel«

zu ersetzen, »in denen

sich jeder sicher fühlen kann«.

Das ist leichter gesagt als getan.

Aber das Engagement, um die Stadt für

Einwohner wie Besucher zugänglicher

zu machen, ist erkennbar. Ein Zeichen

dafür ist auch die Eröffnung der ersten

»Hop-on-hop-off«-Busroute im Februar.

Seither können Gäste in einem doppelstöckigen

Bus zwischen zwölf Stationen

hin- und herfahren und dabei

nach Belieben ein- und aussteigen.

Noch verlässt der größte Teil der

Urlauber, die über den O. R. Tambo

International Airport nach Südafrika

einreisen, Johannesburg auf dem

schnellsten Weg, um in den Krüger

Nationalpark, in die Kap-Region oder

zu anderen klassischen touristischen

Höhepunkten Südafrikas zu gelangen.

Vor allem Erstbesucher konzentrieren

sich angesichts einer durchschnittlichen

Reisezeit von zwei Wochen auf

die positiv besetzten Safari-, Kapstadtoder

Garden-Route-Erlebnisse. Doch

nach und nach könnte sich das ändern.

Jedenfalls ist Theresa Bay-Müller,

Deutschland-Chefin von South African

Tourism, überzeugt: »Joburg gehört zu

einer Südafrika-Reise – und sei es nur

für zwei Nächte.« Christian Schmicke

Skurrile Attraktion: Der Second-Hand-Buchladen »Collector , s Treasury«

www.mabonengprecinct.com

www.mainstreetwalks.co.za

www.12decades.co.za

www.citysightseeing.co.za/joburg.php

32

31.5.2013 travel.one


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Den Tieren ganz nah

Das Northern Tuli Game Reserve in Botswanas Osten punktet durch eine artenreiche

Fauna und landschaftliche Vielfalt.

Kaum ein Land Afrikas bietet solch eine

unberührte Natur wie Botswana. 38

Prozent des Binnenstaates stehen unter

Schutz – Dank des Engagements der

Regierung und privater Initiativen. Ein

Beispiel: Das Northern Tuli Game Reserve.

Es dehnt sich über eine Fläche von

71.000 Hektar aus und zählt damit zu

den größten privaten Wildschutzgebieten

des südlichen Afrikas.

www.botswanatourism.de

Das Reservat liegt im Osten Botswanas,

direkt an der Grenze zu Simbabwe und

Südafrika. Es entstand aus dem Zusammenschluss

der privaten Konzessionsgebiete

Mashatu, Tuli sowie Nitani und

und ist Teil des grenzübergreifenden

Projekts Greater Mapungubwe Transfrontier

Conservation Area.

Als Trumpf der Region gilt ihre landschaftliche

Vielfältigkeit. Sie ist von

den Flüssen Limpopo, Shashe und Motloutse

geprägt. Wälder, Buschland und

Marschen wechseln einander ab. Und

schroffe Klippen, Basaltformationen

und Sandsteinfelsen setzen immer wieder

Akzente. So ist es kein Wunder, dass

das Gebiet Lebensraum von allein 350

Vogelarten und 48 Spezies von Säugetieren

ist – darunter Leoparden, Löwen,

Hyänen und Elefanten.

Besucher erleben die Tiere nicht nur

bei Pirschfahrten und Wanderungen.

Sie können das Northern Tuli Game Reserve

in Begleitung eines Rangers auch

mit dem Mountainbike oder auf dem

Rücken von Pferden erkunden. Die Betreiber

der dortigen Lodges und Camps

organisieren verschiedene Ausflüge.


destination.thema

destination.südliches afrika

Safari auf

dem Pferderücken

In der Region Waterberg können Urlauber hoch zu Ross

durch den Busch streifen und Wildtiere beobachten.

Die meisten Besucher

Südafrikas haben die

Region Waterberg

nördlich von Johannesburg

nicht auf der Liste ihrer Ziele.

Dabei bietet die rund 150

Kilometer lange Bergkette,

die sich in der Limpopo-

Provinz von Thabazimbi

im Südwesten bis zum Lapalala-Fluss

im Nordosten

erstreckt, einige Vorzüge.

Dazu zählt neben der guten

Erreichbarkeit – von Johannesburg

aus sind es mit dem

Auto rund zweieinhalb Stunden

– und der Abwesenheit

von Malaria eine wilde, authentisch

afrikanische Landschaft,

geprägt von weiten

Savannen mit Akazien, Aloen

und schroff aufragenden

Bergzügen.

Zahlreiche private Wildreservate

offerieren Gästen

Unterkünfte und Gelegenheit

zur Beobachtung der

heimischen Fauna. Eines

von ihnen besteht aus den

Lodges Ant , s Nest und Ant , s

Hill, die übrigens nicht nach

Ameisen – so die wörtliche

Übersetzung des englischen

Wortes »ant« –, sondern nach

ihrem Besitzer Ant Baber

benannt sind, der das Reservat

mit seiner Frau Tessa

betreibt. Umgeben von rund

7.000 Hektar Buschland fügen

sich die reetgedeckten

Gebäude nahtlos in die Umgebung

ein. Wer hier das

Safari-Erlebnis sucht, reist

nicht billig, dafür aber exklusiv.

Maximal 16 Gäste finden

in Ant , s Hill ein Bett, in

Ant , s Nest sind es zwölf.

Urlauber, die sich der

Tierwelt nähern möchten,

können dies auf die klassische

Art im offenen Geländefahrzeug

tun. Näher an der

Natur und bei den Gästen

beliebt sind aber die Touren

mit Pferden. Rund 30 Rösser

stehen den Gästen für Ausritte

zur Verfügung. Ein wenig

Einfühlungsvermögen

in die Welt der Vierbeiner ist

erwünscht, Vorkenntnisse

im Reiten seien aber nicht

erforderlich, versichert Tessa.

Auch Kinder sind bei den

Tierbeobachtungen hoch zu

Ross willkommen.

Löwen und Elefanten

gibt es bei den Babers nicht,

dafür durchstreifen Breit-

34

31.5.2013 travel.one


südliches afrika.destination

thema.destination

Ant , s Nest, Tierbegegnung zu Pferd,

Breitmaulnashörner im Anmarsch

Fotos: Ant , s Nest (l.), Travel One (m., r.)

maulnashörner, Giraffen,

Zebras, Gnus und zahlreiche

Antilopenarten den Busch,

etwa Impalas, Nyalas und

Oryx. »Unsere Gäste können

rund 40 Wild- und mehr als

300 Vogelarten beobachten«,

sagt Tessa. Zu Pferd kommt

man ihnen erstaunlich nah.

Selbst die Nashörner blicken

nur kurz auf, schnauben und

grasen in aller Ruhe weiter.

Kampf gegen Wilderer.

Den Nashörnern, von denen

sechs auf dem Territorium

leben, gilt hier, wie in der gesamten

Region, die besondere

Sorge der Besitzer. Denn weil

ein Kilo des Horns der Tiere,

dem in Asien krebsheilende

Wirkung nachgesagt wird,

auf dem Schwarzmarkt bis

zu 80.000 US-Dollar bringt,

scheuen Wilderer keine Risiken,

um an den teuren Stoff

zu gelangen. Drei Nashörner

fielen ihnen auf dem Gelände

der Babers bereits zum Opfer.

Seither haben Ant und Tessa

gemeinsam mit anderen

Lodge-Besitzern aus der Umgebung

nicht nur die Sicherheitsmaßnahmen

und Wachen

verstärkt. Sie injizieren

den Tieren außerdem eine

Substanz, die das Horn für den

menschlichen Gebrauch wertlos

macht und weisen auf großen

Tafeln entlang der Grundstückszäune

darauf hin.

Außerdem führen sie für

ihre Gäste Informationsabende

durch und laden Schulklassen

aus der Umgebung ein, an

einer Safari teilzunehmen.

Viele der Menschen in der Region

hätten noch nie an einer

Tierbeobachtung teilgenommen,

sagt Tessa. Sie ist überzeugt:

Wer die imposanten

Urzeitgeschöpfe einmal aus

der Nähe erlebt hat, tut sich

nicht mehr so leicht, sie umzubringen.

Christian Schmicke

www.waterberg.net

www.ridingsouthafrica.com

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35


destination.thema

destination.südliches afrika

Unterwegs auf dem Wüstenschiff

Kamele sollen im Tsabong Camel Park künftig für Safaris mit Touristen genutzt werden.

Kamele sollen Besucher in der Region Tsabong

bei Wüstensafaris befördern

Foto: Botswana Tourism

n Im Südwesten Botswanas,

in der Kgalagadi, rund zehn

Kilometer vom Städtchen Tsabong

und 500 Kilometer von

der Hauptstadt Gaborone entfernt,

sollen Wüstensafaris auf

dem Rücken von Kamelen Besucher

anziehen und so für

Einkünfte aus dem Tourismus

sorgen. Die Botswana Tourism

Organisation fördert das Projekt

und hat dafür auf einer

Fläche von rund 3.200 Hektar

den Tsabong Camel Park errichtet.

Für die Unterbringung

der Gäste sind sechs luxuriös

ausgestattete Zelte und ein

Campingplatz vorgesehen.

Neben den rund 220 Kamelen

sollen auch andere Tiere,

wie zum Beispiel Giraffen

und Antilopen, angesiedelt

werden. Außerdem sieht das

Projekt die Vermarktung von

Kamelprodukten vor, wie Milch,

Joghurt, Käse und Fleisch.

Der Einsatz von Kamelen

hat in Botswana eine Tradition,

die bis ins Jahr 1921 zurückreicht.

Allerdings wurden die

Tiere nicht zu Vergnügungszwecken,

sondern für Transporte

und Patrouillen der Polizei

genutzt. In den 90er Jahren

des vergangenen Jahrhunderts

wurden sie durch Allradfahrzeuge

ersetzt. Seither denken

die Behörden des Landes darüber

nach, wie sich die Kamele

für zivile touristische Zwecke

einsetzen lassen.

www.botswanatourism.o.

bw/communityProjectstsabong.php

updates

Kapstadt ist 2014 »World Design

Capital«. Das Projekt solle

nicht nur zeitgenössisches Design

präsentieren, sondern auch Aspekte

der Stadtplanung und der Alltagswelt

berücksichtigen, erklären

die Macher.

www.wdccapetown2014.com

Die Provinz Free State in Südafrika

hat fünf neue touristische

Routen ausgearbeitet, auf denen

sowohl die landwirtschaftlichen

Regionen als auch die Gold- und Diamantenminen

der Region im zentralen

Flachland thematisiert werden.

www.ilovefreestate.co.za

African Luxury Hideaways hat

im Chobe Nationalpark in Botswana

die Elephant Safari Eye Hwange

Lodge mit acht Zelt-Chalets für maximal

16 Gäste eröffnet. Sämtliche

Chalets haben einen direkten Ausblick

auf ein Wasserloch, verspricht

das Unternehmen. Im August soll

die Victoria Falls Cliff Top Lodge,

ebenfalls im Chobe Nationalpark,

an den Start gehen. www.african

luxuryhideaways.com

Stilvoll entlang

Südafrikas Weinroute

n Einen genussvollen Einblick in die

Welt südafrikanischer Weine verspricht

die elftägige Privatreise »Weinsichten

Südafrika« von Karawane Reisen. Im

Pkw besuchen Kunden des Veranstalters

die Winzerhochburgen rund um

Kapstadt. Auf den Weingütern werden

dann »stilvoll Kostproben edler Weine

zelebriert«, verspricht Karawane-Chef

Uli Albrecht. Die Übernachtungen erfolgen

in Land- und Herrenhäusern im

kapholländischen Stil. Dort wird auch

gespeist – mal raffinierte Gourmet-Küche,

mal traditionelle südafrikanische

Landesküche.

36

31.5.2013 travel.one


südliches afrika.destination

thema.destination

Preise steigen

zum Winter

Durch bilaterale Abkommen erweitert South African Airways das Streckennetz

SAA baut Partnerschaften aus

n Der südafrikanische

Staatscarrier South African

Airways (SAA) hat seine

Partnerschaften um

Codeshare-Abkommen mit

Etihad Airways und Air

Seychelles erweitert. Flüge

der südafrikanischen

Airline von Johannesburg

nach Kapstadt, Durban,

East London und Port Elizabeth

sowie nach Livingston,

Lusaka, Ndola, Harare

und Victoria Falls sowie

ins brasilianische São Paulo

werden damit zusätzlich

unter einer Etihad-

Flugnummer vermarktet.

Im Gegenzug sollen zwölf

Etihad-Verbindungen von

Abu Dhabi den SAA-Code

tragen. Nonstop-Flüge von

Air Seychelles zwischen

Johannesburg und den

Seychellen werden künftig

auch unter SAA-Flugnummern

verkauft. Vorbehaltlich

der behördlichen

Zustimmung soll die

Codeshare-Vereinbarung

zudem auf Flüge zwischen

den beiden größten Inseln

der Seychellen, Mahé und

Praslin, ausgeweitet werden.

Später sollen Nonstop-Flüge

von South African

Airways zwischen

Johannesburg und Destinationen

innerhalb Südafrikas

zusätzlich unter dem

Air-Seychelles-Code durchgeführt

werden. Die Vereinbarungen

mit beiden

Partnern sollen schrittweise

ausgebaut werden. Außerdem

ist die gegenseitige

Anerkennung der Vielfliegerprogramme

geplant.

Foto: SAA

n Einen Preisanstieg in Höhe der

Inflationsrate von gut sieben

Prozent erwartet Petra Fraatz, Produktleiterin

Fernreisen bei Dertour,

für Südfafrika zur nächsten

Saison. Preiserhöhungen in dieser

Größenordnung ließen sich für die

Hotellerie nicht vermeiden, meint

auch Matthias Rotter, Bereichsleiter

Meier , s Weltreisen. Schließlich

stiegen die Kosten für die Hoteliers

im selben Ausmaß. Mit der aktuellen

Nachfrage für das Land

am Kap sind die DER-Touristik-

Vertreter zufrieden. Fraatz plant

für den Winter eine »behutsame

Programm erweiterung«.

Dertour-Managerin Petra Fraatz:

Inflation erfordert Preisanpassungen

Panafrikanische Plattform

n Nach den Plänen des südafrikanischen Tourismusministers

Marthinus van Schalkwyk soll die jährlich im südafrikanischen

Durban stattfindende Tourismusmesse Indaba

modernisiert werden und expandieren. »Wir werden

die Beteiligung anderer afrikanischer Staaten von 2014 an

schrittweise ausbauen«, kündigt van Schalkwyk an. Die Indaba

solle eine Plattform für Aussteller und Einkäufer »für

den gesamten afrikanischen Kontinent« werden.

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travel.one 31.5.2013 37


Foto: Olimar

Allroundtalent

Urlauber entdecken das Hinterland der

Küstenregion immer stärker als Wanderrevier

Foto: Red Karpet

Kunden mit diffusen Urlaubswünschen

sind im Reisebüroalltag keine

Seltenheit. Hauptsache weg, lautet

die Devise. Doch ganz so einfach läuft

es meistens nicht: Ein hübsches Hotel in

Strandnähe sollte es schon sein, der Ort keine

Touristenhochburg, aber dennoch sollte

er über eine angemessene Infrastruktur

verfügen – und das abwechslungsreiche

Freizeitangebot in der Region darf natürlich

nicht fehlen.

Eine unlösbare Aufgabe ist das sicher

nicht, doch wohin es dann letztlich geht,

gestaltet sich oft langwierig. Als gutes Ziel

für einen abwechslungsreichen Urlaub

bietet sich die Algarve an. Der portugiesische

Landstrich im Süden des Landes ist

ein echtes Allround-Talent und verzaubert

durch Vielseitigkeit. Wer glaubt, die Algarve,

die im vergangenen Jahr mit dem World

Travel Award als »Europas bestes Badeziel«

ausgezeichnet wurde, sei lediglich ein gutes

Strandziel, irrt sich. Golfer haben die

Region schon längst für sich entdeckt und

auch Wanderfreunde finden mehr und

mehr Gefallen am Hinterland mit der Serra

de Caldeirao oder der Serra de Monchique.

Die Südküste mit den Ferienorten Tavira,

Albufeira, Lagos und Sagres sowie den

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31.5.2013 travel.one


portugal.destination

thema.rubrik

Noch fast ein Geheimtipp: Perfekte Urlaubsverhältnisse für kleine und große

Sonnenanbeter, Aktivurlauber und Luxussuchende an der portugiesischen Algarve.

spektakulären Felsformationen bildet

das touristische Zentrum der Algarve

und lässt vor allem Urlauberherzen

höher schlagen, die den Sommertrubel

lieben. Dennoch gibt es auch hier ruhige

kleine Örtchen, wie etwa Salema, das

etwas abseits des touristischen Geschehens

liegt.

Im Westen der Algarve herrscht eine

ganz andere Atmosphäre. Nördlich des

wilden westlichsten Punkts Europas,

dem Kap São Vicente, säumen Traumstrände

die Küste bis hinauf nach Odeceixe,

einem gemütlichen Ferienort an

der Grenze zur Nachbarregion Alentejo.

Das Leben verläuft hier um einiges ruhiger

– vor allem am Strand. Auf dem Wasser

schaukeln Surfer auf ihren Brettern

und erwarten die perfekte Welle, und an

Land verkaufen wortkarge Portugiesen

in einfachen kleinen Restaurants gegrillte

Sardinen und Tintenfische.

Gute Hotellerie, zu wenig Flüge.

Markus Zahn, Geschäftsführer des

Portugal-Spezialisten Olimar, lobt die

Hotellerie der Region. Facettenreich sei

diese. »Es ist für jeden etwas dabei, vom

edlen Boutique-Hotel über die Ferienanlage

für Familien bis zum Golfhotel

ist alles da«, sagt er. Jüngste Neueröffnung,

auch bei Olimar buchbar, ist das

Fünf-Sterne-Hotel Epic Sana mit 162

Zimmern, 24 Suiten und 43 Apartments

am Falesia-Strand in Albufeira. Vor einem

halben Jahr öffnete das The Conrad

Algarve in Vilamoura seine Pforten. Ein

Haus mit fünf Sternen, 154 Zimmern, einem

300 Quadratmeter großen Ballsaal,

einem Spa und einem Sternekoch.

Dass die Algarve bei den Deutschen

gut ankommt, bestätigt nicht nur Spezialist

Zahn, auch die Allrounder erfreuen

sich trotz fehlender Flugkapazitäten

guter Nachfrage.

Hendrik Meyer,

verantwortlicher

Produktmanager

bei Neckermann

Reisen, begründet

diese Entwicklung

mit einer verbesserten

Infrastruktur:

»Sehr viele

Hotels sind in den

vergangenen Monaten

und Jahren

renoviert oder

neu gebaut worden.« Jens Reinhardt,

Produktleiter bei Dertour, macht bei sich

im Haus ein zunehmendes Interesse an

All-inclusive-Anlagen aus. Jedoch werde

das Angebot der Nachfrage in puncto

Qualität und Quantität noch nicht gerecht.

Er bemängelt außerdem die fehlende

Auswahl an guten Drei- und Vier-

Sterne-Unterkünften. »Das Angebot an

Fünf-Sterne-Häusern ist mittlerweile zu

groß«, moniert der Dertour-Manager.

Veranstalter wollen ausbauen.

Das Interesse an der Algarve ist da,

wenn auch »noch mehr Musik auf dem

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Algarve – Fisch verliebt!

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travel.one 31.5.2013 39


destination.thema

destination.portugal

Katalognews

Eine Auswahl

Dertour: Rocamar Beach

Hotel, Club Praia de Oura,

Hotel Porto Bay Falésia.

FTI: Achttägige Rundreise

»Paläste, Festungen und

Seefahrer« mit drei Übernachtungen

in Pousadas, mehr

All-inclusive-Angebote.

Geotoura: Individuelle

Mietwagenrundreisen, Gruppenreisen,

Algarve-Angebot im Aufbau

(Veranstalter zahlt acht bis

zehn Prozent Provision, Kontakt

für Reisebüros: Nina Wacker).

www.geotoura.com

Neckermann: Achttägige

Mietwagenrundreise »Kulturelle

Schätze Portugals«, dafür Busrundreise

gestrichen; sechs

neue Hotels.

Olimar: Nonstop-Flüge

nach Faro mit Lufthansa ab

Berlin; achttägige Wander reise

»Küsten- und Bergwandern an

der Algarve«; drei neue Pousadas:

das Convento de Graca in

Tavira, der Palacio de Estói im

gleich namigen Ort sowie die

Pousada Infante in Sagres;

mehrere Hotels, etwa das Epic

Sana Hotel.

Thomas Cook »Country &

Style«: Algarve neu seit 2013, 28

Hotels, darunter das Quinta do

Mar da Luz, Presa de Moura und

das Longevity Wellness Resort

Monchique; Thomas Cook

»Selection«: Hotel Vivenda

Miranda, Memmo Baleira, Conrad

Algarve und Quinta do Lago.

TUI: Beach Resort Pestana

Dom Jao II in Alvor.

Jüngster Neuzugang in vielen Katalogen: Das neue Fünf-Sterne-Hotel Epic Sana in Albufeira

deutschen Markt drin ist«, meint Olimar-

Lenker Zahn. Der Veranstalter sieht sich

für die Zukunft gut aufgestellt und nimmt

immer wieder neue Produkte in den Katalog

auf. Und auch in Oberursel stehen

die Zeichen auf Ausbau: So hat etwa Thomas

Cook den Country-&-Style-Katalog

in Zusammenarbeit mit Ibero Tours erst

Anfang des Jahres um die Region erweitert.

Grund dafür waren häufige Nachfragen

nach Landhäusern und Fincas, heißt

es aus Oberursel. »Es ist geplant, das Angebot

weiter zu ergänzen«, sagt Caroline

Steimle von Thomas Cook. TUI will das

Portfolio ebenfalls vergrößern. »Das Algarve-Angebot

wird mit neuen qualitativ

hochwertigen Zielgruppenhotels ausgebaut«,

verrät Sven Görrissen. Der Trend für

die Algarve und Portugal generell gehe hin

zu exklusiven und qualitativ hochwertigen

Hotelkonzepten, die sich an den Bedürfnissen

und Lebensstilen verschiedener

Zielgruppen orientierten, so Görrissen.

FTI feilt ebenfalls am Portfolio. So will die

Produktverantwortliche Sabine Wittmann

das gesamte Angebot kontinuierlich weiter

ausbauen: »Entsprechend neuer Trends

legen wir einen Schwerpunkt auf Resorts

mit All-inclusive sowie auf landestypische

Unterkünfte für Individualisten.« Schauinsland

Reisen fokussiert sich erst einmal

auf die Nebensaison und plant, im Winter

Produkte für spezielle Zielgruppen, beispielsweise

das »All-you-can-Golf«-Angebot

weiterzuentwickeln. Ebenfalls auf der

Wunschliste stehen die Pousadas. Dertour

hingegen wünscht sich in erster Linie

gute Drei-Sterne-Hotels mit »exzellentem«

Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bei allem guten Willen bleiben jedoch

die fehlenden Flugkapazitäten der Knackpunkt

– und das seit Jahren. Weil es nicht

genug Direktverbindungen nach Faro gebe,

» Zeitaufwendige Drehkreuzflüge via Mallorca und

Lissabon sind und bleiben keine Alternative.«

sei das Wachstum nicht so enorm, sagen

die Veranstalter unisono. »Zeitaufwendige

Drehkreuzflüge via Mallorca und Lissabon

sind und bleiben aus Kundensicht keine

Alternative«, moniert Patrick Roeder von

Schauinsland. Nun ist allerdings anscheinend

etwas Bewegung in die Verhandlungen

gekommen. »Wir sind in Gesprächen«,

verrät Zahn. Bis dahin, so sein Vorschlag,

lohne es sich für Touristen, nach Lissabon

zu fliegen, dort ein Auto zu mieten und gemütlich

in Richtung Süden zu fahren. »Die

Fahrt an die Algarve dauert nur zweieinhalb

Stunden. Und wer möchte, kann unterwegs

noch eine Übernachtung in einer

Pousada einlegen«, schlägt der Portugal-

Kenner vor.

Yannick Fiedler

Foto: Sana Hotels

40

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Zwei Tage halten

sich die Wanderer

auf Flores auf

Foto: Turismo Açores

Wandern auf den Azoren

n Olimar will Kunden dazu ermuntern,

die Wanderschuhe zu schnüren und die

Azoren zu Fuß zu erkunden. Der Veranstalter

hat in dieser Sommersaison verschiedene

Reisen im Angebot, bei denen

täglich Wanderungen auf dem Programm

stehen. Neu ist dabei eine Aktivreise, die

sowohl nach São Miguel als auch nach

São Jorge und Flores führt. Die Urlauber

ziehen dabei alleine los. Olimar stellt ihnen

Karten sowie Begleitmaterial und

bucht die Hotels und die Transfers. Auch

kümmert sich der Veranstalter um die Verpflegung

unterwegs.

Die Reise dauert zehn Tage und richtet

sich an Wanderer mit etwas Erfahrung.

Der Schwierigkeitsgrad der Touren sei

leicht bis mittel, so Olimar. Ihre Länge beträgt

zwischen 1,6 und 14 Kilometer. Der

Veranstalter organisiert die Wanderreise

ab sechs Teilnehmern.

Hilton: Double Tree

in Lissabon

Bald ein Hilton: Das Hotel

Fontana Park in Lissabon

Ziel eines Ausflugs: Der Markt in

Madeiras Hauptstadt Funchal

Foto: SKR Foto: Hilton

n Hilton Worldwide ist in Kürze auch mit der Marke Double

Tree by Hilton in Portugal vertreten. Aus dem bereits

2008 eröffneten Hotel Fontana Park in Lissabon soll noch

diesen Sommer ein Double Tree werden. Das Haus verfügt

über 139 Zimmer, sieben Meetingräume, zwei Restaurants

und eine Bar. Das Hotel liegt an der Rua Engenheiro Vieira

da Silva nördlich des Stadtzentrums und wurde bereits

mit dem europäischen Hotel Design Award in der Kategorie

»Beste Inneneinrichtung« ausgezeichnet.

Zusatztermin für

Reise nach Madeira

n SKR Reisen nimmt das hohe Interesse an Madeira zum

Anlass, die Gruppenreise »Kultur und Landschaft« an einem

weiteren Termin aufzulegen. Kunden des Veranstalters

können sich nun auch zwischen dem 19. und 26. September

in einem Vier-Sterne-Hotel an der Südküste einquartieren

und von dort aus die Insel erkunden.

Auf dem Programm der mindestens vier und maximal

16 Teilnehmer stehen zwei ganz- und zwei halbtägige Ausflüge.

Sie besuchen zum Beispiel die Hauptstadt Funchal

und den Fischerort Câmara do Lobos.

Die Airline der Azoren

Auch 2013 die besten

Verkaufsargumente:

> Ab Frankfurt nonstop mittwochs,

sowie ganzjährig sonntags.

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41


destination.australien

Stadttour im Oldtimer

Richard Graham chauffiert in seinem Holden Urlauber

durch Sydney und zeigt ihnen seine Lieblingsecken.

Das Motto: »Become a Sydney local in a day«.

Fotos: Travel One

Richard Graham mit dem Holden – lediglich

2.000 Wagen in dieser Farbe wurden

produziert – und seiner Frau Bérangère

Wenn Richard Graham mit

seinem türkisfarbenen Oldtimer

durch Sydney fährt,

zieht er die Blicke auf sich. Auch an

diesem Tag. Kaum stoppt er mit seinem

EH Holden Premier aus dem Jahr

1964 vor dem Hotel in der Innenstadt,

um seinen heutigen Tourgast einzusammeln,

ist er von Neugierigen umringt.

»Darf ich mich mal reinsetzen?«,

fragt der Hotelpage – und hält diesen

Moment dann mit einem beseelten Lächeln

per Smartphone fest.

Autonarr Richard ist solches Verhalten

gewöhnt. »Dieses Auto ist nicht

einfach nur ein Auto, sondern ein

Symbol für Australien«, erläutert er,

»so wie die Harbour Bridge.« So ungewöhnlich

wie sein Gefährt ist auch

die Tour, mit der er Besuchern »seine«

Stadt näherbringen will. So geht es

zuerst nach Redfern, einem rund drei

Kilometer südlich der Innenstadt gelegenen

Viertel, dem der Ruf vorauseilt,

ein Drogen umschlagplatz mit hoher

Kriminalitätsrate zu sein. »Zu Unrecht,

das war einmal«, sagt Richard, der dort

mit seiner Frau Bérangère lebt.

Er schwärmt von der kreativen

Energie, dem netten Miteinander der

Einwohner – und stoppt an seinem

Haus. Wie zum Beweis spricht ihn eine

Frau aus der Nachbarschaft an und

plaudert mit ihm über seine erst zwei

Monate zurückliegende Hochzeitsfeier.

»Das ist es, was ich hier so mag«, sagt

er. Bérangère, die mittlerweile die Tür

geöffnet hat, nickt. Und die beiden

pflegen dieses Lebensgefühl. Ihr alter

Pick-up ist nie abgeschlossen, der

Schlüssel liegt unter der Matte im Auto.

»Wer von unseren Bekannten den Wagen

braucht, kann ihn benutzen« sagt

Richard. Und klar darf der Besitzer des

unweit gelegenen Cafés Ella sein Auto

am Haus abstellen. Im Café serviert

Richard übrigens sonntags das Frühstück.

»Ich war früher, als ich noch solo

war und keine Küche hatte, sowieso

immer dort. Da dachte ich irgendwann,

ich könnte auch dort arbeiten – und

sonntags mache ich das immer noch.«

Ein- und Ausblicke auf Sydney.

Solche Geschichten sind es, die eine

Fahrt mit Richard so anders machen

als eine »normale« Stadtbesichtigung.

Das ist auch sein Anspruch: Seine Gäste

sollen ins Leben der Sydneysider

– so heißen die Einheimischen – hineinschnuppern.

Richard erzählt mit

Begeisterung von befreundeten Künstlern,

zeigt einige Werke von ihnen im

Untergeschoss seines Hauses, das zu

einer kleinen Galerie umfunktioniert

ist, und weist in Redfern, das als Herz

der Aborigine-Gemeinde in Sydney

gilt, auf die Malereien von Aborigine-

Künstlern an Mauern und Häusern hin.

Richard führt Besucher zu seinen

Lieblingsplätzen in diversen Vierteln,

stoppt und genießt mit den Gästen an

völlig untouristischen Aussichtspunkten

den Blick. Jedes Viertel sei wie eine

kleine Stadt, sagt er. »Und jeder Strand

hat seine eigene, kleine Persönlichkeit.«

Er erzählt mit einer solchen Begeisterung

so viele charmante Insider-

Details, dass seine Gäste mit Sicherheit

spätestens, wenn der Holden wieder

am Hotel stoppt, auch am liebsten in

Sydney leben wollen. Tanja Franke

www.mysydneydetour.com

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31.5.2013 travel.one


Oben links: Die einst gefährlichste

Straße in Redfern, die Caroline Street,

besticht durch ihre kolonialen Fassaden;

oben rechts: das von Ed Lippmann

entworfene »The Butterfly House« im

Viertel Dover Heights ist rundum verglast

und geschwungen; darunter: der

Bronte-Beach im gleichnamigen Viertel,

rund acht Kilometer östlich von der

Innenstadt, wo, wie in allen östlichen

Vororten, die teuersten Häuser Sydneys

zu finden sind; ganz unten: Friedhof

mit Aussicht – der Waverley Cemetery

in Clovelly, an ihm vorbei führt ein von

Joggern und Spaziergängern frequentierter

»Coastal Walk«, auf dem sich die

ganze Küste Sydneys ablaufen lässt –

von Bondi Beach bis Coogee

travel.one 31.5.2013 43


destination.mix

In Swinemünde nimmt der neue

Ostseepark Mole langsam Gestalt an.

Erste Gäste ab 2015

Blick in die Zukunft: So soll die Promenade

des neuen Tourismusprojektes Ostseepark

Mole in zwei Jahren aussehen

Bild: Polnisches Fremdenverkehrsamt

n Rund sechs Millionen Euro, die aus

europäischen Fonds stammen, sollen

den Ostseepark Mole in Swinemünde

auf Usedom in der ersten Bauphase unterstützen.

Damit soll der neue Tourismuskomplex

wie geplant bis Ende 2015

fertiggestellt werden. Der Park wird

zwei Fünf-Sterne-Hotels mit 352 und

174 Zimmern und Suiten bekommen,

zudem noch mehrere Apartmenthäuser,

ein eigenes Konferenzzentrum, einen

Aquapark, einen Sportkomplex sowie

Geschäfte und Restaurants.

Der neue Ostseepark ist für den

Tourismus des polnischen Teils der Insel

von großer Bedeutung. Schließlich

seien die großen polnischen Seebäder

auch von deutscher Seite immer stärker

nachgefragt, heißt es aus dem Polnischen

Fremdenverkehrsamt.

Die Tourismuswerber erhoffen sich

durch die Entwicklung von Swinemünde

einen Gästezuwachs, vor allem von

deutschen Gästen, die auf Usedom ihren

Urlaub verbringen möchten. Daher

wird beim Bau des Ostseeparks auf eine

gute Anbindung zu den Kaiserbädern

auf der deutschen Seite geachtet. Sie

sollen künftig mit einer gemeinsamen

Promenade, durchgehenden Bussen

und der Usedomer Bäder-Bahn verbunden

werden. www.swinoujscie.pl/de

updates

Vom 8. bis 30. Juni findet in Istanbul

ein Shopping Festival statt. Viele

Geschäfte locken Kunden mit Rabatten

bis zu 50 Prozent und bieten erweiterte

Öffnungszeiten.

www.istshopfest.com

Auf Shakes Island im Hafen von

Wrangell in Alaskas Inside Passage

hat das Chief Shakes Tribal House

der Tlingit wieder eröffnet. Unter

anderem wurden die traditionellen

Schnitzereien der Tlingit aufbereitet.

www.shakesisland.com

Im Prince Albert National Park in

Saskatchewan werden im Beaver

Glen Campground bis Mitte Juni zehn

neue »Otentiks« errichtet. Die Mischungen

aus Zelt und Hütte verfügen

über drei Schlafstätten. Vorab-

Reservierungen sind erforderlich.

www.pc.gc.ca/eng/index.aspx

Eine neue Homepage zeigt die

schönsten »kulinarischen Landschaftsrouten

und Aussichtspunkte«

in Norwegen. Neben Routen mit

außergewöhnlicher Architektur sind

auch Unterkünfte mit besonderer

Kulinarik zu finden. www.matlangs

nasjonaleturistveger.no

Am 22. Juni können Besucher auf

Jersey während des »Itex Walks« die

Insel umrunden. www.itexwalk.je

EU bewertet

Wasserqualität

n Zypern und Luxemburg heißen

die Sieger des diesjährigen Badegewässerberichts

der EU. Der Bericht

bescheinigt beiden Ländern

eine »hervorragende Wasserqualität

an allen Badeorten«. Insgesamt

erfüllten in diesem Jahr 94 Prozent

aller geprüften Gewässer die Mindeststandards

für die Wasserqualität,

das seien zwei Prozent mehr

als im Vorjahr, heißt es. Acht weitere

Länder schneiden ebenfalls über

dem EU-Durchschnitt ab, dazu

zählen unter anderem Malta (97

%), Kroatien (95 %), Griechenland

(93 %) und Deutschland (88 %).

www.eea.europa.eu/de/

publications/qualitaet-der-euro

paeischen-badegewaesser-2012

44

31.5.2013 travel.one


mix.destination

Sharjah setzt auf Nachhaltigkeit

n Sir Bu Nuair heißt ein neues Tourismusprojekt in Sharjah. Der

Name gehört zu einer 13 Quadratkilometer großen, natürlichen Insel,

etwa 40 Minuten von Sharjah entfernt. Dort sollen bis Anfang

2017 Hotels, Villen und Apartments sowie ein Hafen, ein Airport,

ein Amphitheater, ein Souk und eine kleine Anlage mit Zelten entstehen.

»Wir wollen den Fokus auf eine nachhaltige Entwicklung legen,

deshalb wird auch nur ein kleiner Teil der Insel erschlossen«,

erklärt Scheich Bodour bint Sultan al Qasimi, CEO von Sharjahs nationaler

Entwicklungsfirma Shurooq. Man unternehme alles, um sicherzustellen,

dass die Umwelt nicht geschädigt werde. Die Insel

solle sowohl für Wochenend- und Kurztrips als auch für zehntägige

Aufenthalte geeignet sein, so der Shurooq-Chef.

Natur schonen: Die touristisch noch unerschlossene Insel

Sir Bu Nuair soll nachhaltig entwickelt werden

Foto: Sir Bu Nuair

Große Kunst

in Madrid

n Im Nationalmuseum von Madrid,

dem Centro de Arte Reina Sofia, können

Urlauber noch bis zum 2. September die

Werke von Salvador DalÍ bewundern.

Die 200 Ausstellungsstücke stammen

von privaten Sammlungen, öffentlichen

Institutionen und den drei Hauptverwaltern

von DalÍs Werken. Neben Gemälden,

Zeichnungen und Fotografien

zeigt die Ausstellung auch Manuskripte,

Zeitschriften und Filme, die das Leben

des Künstlers beleuchten.

Informationen zu Öffnungszeiten

und Ticketpreisen gibt es online auf

www.museoreinasofia.es/en/visit

Die Werke DalÍs sind derzeit im Museum

Reina Sofia in Madrid zu sehen

Foto: Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí, Madrid, 2012

Wir sind

Liebling!

Glückwunsch, Deutschland! Laut einer Umfrage des britischen

Senders BBC ist unsere Heimat das beliebteste Land der Welt.

Zumindest gaben das die 26.000 befragten Menschen aus 25 verschiedenen

Ländern an. Sie bescheinigen uns einen »positiven

Einfluss auf die Welt«.

Dann hat es sich am Ende wohl doch gelohnt, zur Fußballweltmeisterschaft

vor sieben Jahren die Heimatverbundenheit

in aller Öffentlichkeit auszuleben, dabei tagelang mit Dauergrinsen

und Deutschland-Trikot herumzulaufen und sich letztlich als

wirklich großzügiger Gastgeber gegenüber Italien zu erweisen.

Denn der Verzicht auf den Weltmeistertitel hat uns bestimmt so

einige Sympathiepunkte aus immerhin einem der wichtigsten

Urlaubsländer der Welt eingebracht.

Experten sehen das übrigens ähnlich. Zumindest bestätigen

sie, dass vor allem auch der Inlands-Tourismus zum verbesserten

Deutschland-Bild beigetragen habe. Da bleibt nur zu hoffen, dass

wir selbst als Touristen auch von dieser neuen Deutschland-Liebe

profitieren. Schließlich sollten wir unseren berühmten Ruf als

neurotische Liegen-Vorreservierer, besockte Sandalenträger und

Zum-Frühstück-nur-Rührei-und-Speck-Esser doch langsam mal

abgelegt haben.

Kendra Mietke, Redakteurin

k.mietke@travel-one.net

travel.one 31.5.2013 45


ubrik.thema

peps

Weitere Angebote unter www.travel-one.net/peps

fernweh

Schottland-Kreuzfahrt

Foto: Ikarus

Ikarus Tours will Reisebüromitarbeiter zu einer Schottland-Kreuzfahrt durch

den Kaledonischen Kanal und die Inneren Hebriden animieren. Die Reise mit

der Lord of the Glens findet vom 22. bis 31. Juli statt. Im Preis inbegriffen

sind unter anderem Flüge ab/bis Frankfurt, Transfers und zwei Hotelübernachtungen

in Edinburgh. kreuzfahrten@ikarus.com

ab 1.845 Euro pro Person inklusive Vollpension

Mit Blau Hotels auf Kuba

Über Sunpromotions sind ab sofort drei Häuser der Gruppe Blau Hotels auf

Kuba buchbar. Beispielsweise das Blau Marina Varadero Hotel. Das Resort

liegt direkt am Strand von Varadero. Expedienten übernachten – bei Buchung

bis 15. Juli – bis zum 31. Oktober eine Woche kostenlos, Begleitpersonen zahlen

ab 62 Euro pro Nacht. Weitere Hotels unter www.sunpromotions.de

ab 0 Euro pro Person all-inclusive

Foto: Blau Hotels Kuba

Jubiläumspep der Explora-Hotels

Foto: Crystal Communications

Zum 20-jährigen Jubiläum hat die Hotelgruppe Explora in Chile Pep-Raten

aufgelegt. Der Preis enthält Transfers, ein tägliches Ausflugsprogramm sowie

Eintrittskarten für Nationalparks und Naturschutzgebiete. Die Raten gelten

ab einem Mindestaufenthalt von vier Nächten und noch bis 15. Oktober. Infos

auf www.explora.com, Buchungen über xzamora@explora.com

rund 185 Euro pro Nacht mit Vollpension und Getränken

Ab auf die Azoren

Drei Übernachtungen im Hotel Marina Atlantico auf der Azoreninsel Sao

Miguel gibt es für Touristiker zwischen dem 15. Juni und dem 30. September

zum Sonderpreis. Das Vier-Sterne-Haus befindet sich im Herzen der größten

Stadt der Azoren, Ponta Delgada. Im Reisepreis enthalten ist der Flug mit SATA.

Weitere Informationen und Buchung unter www.wingtips.de

ab 569 Euro pro Person inklusive Frühstück

Foto: Hotel Marina Atlantico

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31.5.2013 travel.one


im fernsehen

SA 1.6. l Quer durch Kuba, 12:15 Uhr, NDR l Die

Welt der Vulkane – USA/Italien/Russland/Ecuador/

Neuseeland, 20:15 Uhr, 3sat l Rund um die Karibik

– Niederländische Antillen/Venezuela/Kuba/Panama,

21:45 Uhr, 3sat.

So 2.6. l Kalifornien – Der goldene Westen,

11:30 Uhr, Hessen l Spitzbergen, 16:15 Uhr, BR l

Kolumbien – Eldorado am Pazifik, 17:15 Uhr, SWR l

Natur und Genuss am Bodensee, 20:15 Uhr, WDR l

Die Toskanischen Inseln, 20:15 Uhr, SWR.

Mo 3.6. l Toronto – Vancouver, einfache Fahrt

bitte! – Mit dem Zug quer durch Kanada, 9:15 Uhr,

3sat l Hallig Hooge – Heimat im Meer, 13:45 Uhr,

3sat l Am Bodensee – Der Bodanrück im Spiel der

Jahreszeiten, 14:15 Uhr, NDR.

Di 4.6. l Unterwegs mit der Irish Coast Guard,

12:50 Uhr, Arte l Kaiserstuhl, 14:15 Uhr, NDR l Das

Gold des Himalaja – Nomadenleben in Ladakh,

14:30 Uhr, Hessen l Im Herzen der Bretagne – Eine

Reise entlang des Nantes-Brest-Kanals, 15:15 Uhr,

NDR l Graz und die Steiermark, 18:50 Uhr, Hessen l

Die Uckermark, 20:15 Uhr, RBB.

mi 5.6. l Badeparadiese: Hamam – In den Badehäusern

von Istanbul, 14:05 Uhr, 3sat l Der nördliche

Schwarzwald, 14:15 Uhr, NDR l Reisewege:

Südtirol: Im Garten der Dolomiten – Durch die

Hochtäler von Süd- und Osttirol, 15:15 Uhr, RBB.

Do 6.6. l Neufundland, 6:45 Uhr, Phoenix l Santorin

– Die Schöne auf dem Pulverfass, 20:15 Uhr,

NDR l Kreta – Berge im Meer, 21:00 Uhr, NDR.

Fr 7.6. l Spreewald, da will ich hin!, 14:50 Uhr,

3sat l Norwegen – Leben am Hardangerfjord, 15:15

Uhr, RBB l Zu Gast in Frankreich – Unterwegs in der

Bretagne, 20:15 Uhr, Hessen.

SA 8.6. l China – Guizhou, 12:15 Uhr, NDR l Paradies

der Schweine – In der spanischen Extremadura,

12:20 Uhr, Hessen l Im Reich zwischen Himmel

und Meer – Hansestädte an der Ostsee, 14:30 Uhr,

3sat l Rio zwischen Himmel und Hölle, 16:00 Uhr,

ARD.

So 9.6. l Grönland, 16:15 Uhr, BR l Bremerhaven,

da will ich hin!, 16:45 Uhr, SWR l Die Pontinischen

Inseln, 17:15 Uhr, SWR l Die Algarve – Portugals

sonniger Süden, 20:15 Uhr, WDR.

Mo 10.6. l Die Narzisseninsel vor Cornwall,

12:45 Uhr, Arte l Das schwäbische Allgäu, 14:15

Uhr, NDR l Sansibar, 14:30 Uhr, Hessen l Gefälscht,

geschmuggelt und getrickst! Der Zoll am Frankfurter

Flughafen, 18:00 Uhr, Phoenix.

Di 11.6. l Pfaffenwinkel, 14:15 Uhr, NDR l Mauritius,

14:30 Uhr, Hessen l Mit dem Zug durch Costa

Rica, 15:15 Uhr, NDR l Georgien – Gottes umkämpfter

Garten, 15:15 Uhr, RBB l Bordeaux, Frankreich

– Es lebe die Bürgerschaft, 21:45 Uhr, 3sat.

mi 12.6. l Südseeinseln aus Götterhand, 14:00

Uhr, 3sat l Im Isarwinkel, 14:15 Uhr, NDR l Eisenbahnromantik:

Mit dem Zug durch Indiens Blaue

Berge, 15:15 Uhr, NDR l Böhmen – Land der hundert

Teiche, 15:15 Uhr, Hessen l Galicien – Über

den Jakobsweg zum Atlantik, 17:45 Uhr, 3sat.

Do 13.6. l Cuxhaven, 14:15 Uhr, NDR l Mit dem

Zug durchs Nildelta, 15:15 Uhr, NDR l Der Boubandjida-Park

in Kamerun, 15:15 Uhr, 3sat l Leben

im Südtiroler Schnalstal, 21:00 Uhr, NDR.

Fr 14.6. l Die Krabbenfischer von Feuerland,

13:00 Uhr, Arte l Kapverden, 14:30 Uhr, Hessen l

Sommer unter der Zugspitze – Garmisch-Partenkirchen,

15:15 Uhr, NDR.

travel.one 31.5.2013

47


ubrik.thema

leute

Soll die Luxusreederei in die Gewinnzone bringen:

Karl J. Pojer als neuer Vorsitzender der Geschäftsführung

Foto: TUI/Wyrwa

Pojer wechselt

vom Land auf die See

n Er hat keine leichte Aufgabe vor sich: Karl J. Pojer, der langjährige

Chef von TUI Hotels & Resorts, ist neuer Geschäftsführer

von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten. Als zweiter Mann an der

Führungsspitze der TUI-Tochter soll der Hotelexperte die Reederei

in rentable Gewässer lenken. Die beschert dem Konzern

derzeit nämlich mehr Kopfzerbrechen als Freude. In den ersten

sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahrs fiel die Auslastung

der Flotte auf 70 Prozent – im Vorjahr lag sie bei 75 Prozent.

Und das neue Flaggschiff des Unternehmens, die Europa

2, erfreut sich noch nicht der erhofften Nachfrage.

Mit Pojer besetzt TUI einen Posten neu, der 2012 durch

den Weggang von Sebastian Ahrens frei wurde. Sein Kollege

aus der Geschäftsführung, Wolfgang Flägel, übernahm damals

dessen Aufgaben. Pojer kümmert sich nun unter anderem

um Geschäftsentwicklung, Operations und Vertrieb. Flägel ist

unverändert für Finanzen, Personal und IT verantwortlich.

01 02 03 04

01 Alexander Hedenus

wechselt von Travelport

zu Sabre und arbeitet dort

ab sofort im Verkaufsteam

des CRS für Deutschland

mit Sitz in Hamburg.

Ulrich Göz übernimmt

am 1. Juli die Aufgaben

des Head of Sales bei MSC

Kreuzfahrten in München.

Er kommt von Costa.

02 Heike Birwe ist bei

Passat Kreuzfahrten als

freiberufliche Mitarbeiterin

für die Verkaufsgebiete

Bayern und Baden-Württemberg

verantwortlich.

Johan Kvist verantwortet

in der Position eines Vice

President die strategische

Ausrichtung der Scandic

Hotels.

03 Jürgen Bula wurde für

weitere fünf Jahre zum Geschäftsführer

des Flughafens

Bremen bestellt.

Christian Nern ist neuer

Managing Director und

Vice President für die

deutschsprachigen Länder

bei Concur, einem Anbieter

von Lösungen für

Reisemanagement.

04 Valérie Bach leitet bei

Club Med Deutschland als

Nachfolgerin von Detlev

Geiser das Vertriebsteam.

Sie wechselt von Qatar Airways,

wo sie als Business

Performance Manager Central

Europe tätig war, zum

Clubveranstalter.

48

31.5.2013 travel.one


Neuer Mann für Costa

Name baErcil

ilissit landio od et

vel eu feuissequate

ver se doloreet

n Fredrik Nilsson kümmert sich nun um Vermarktung von

Costa Kreuzfahrten in Hamburg. Als Direktor ist der gebürtige

Schwede hierzulande für das Marketing der italienischen Reederei

zuständig. Zudem zählt zu seinen Aufgaben, die Marke in

Deutschland zu positionieren und weiterzuentwickeln.

Der 46-Jährige hat bereits für Europcar und Accor Dorint gearbeitet.

Zuletzt war er als freier Berater auf dem Gebiet Hospitality

und Tourismus tätig. Nilsson berichtet direkt an Costa-

Marketing-Präsident Frederik Pénot, der in der Unternehmenszentrale

in Genua seinen Schreibtisch hat.

Kommentare aus Facebook

Wolfshohl

verlässt Vtours

n Tobias Wolfshohl gibt seinen

Posten als Prokurist beim Veranstalter

Vtours auf und verlässt

das Unternehmen zum

15. Juni. Er wolle sich künftig

vorwiegend um seine Familie

und private Angelegenheiten

kümmern, heißt es von Seiten

Vtours. Wolfshohl gründete

den Veranstalter 2004 gemeinsam

mit Achim Schneider und

Gerhard Ackermans.

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Hilpertstraße 3, 64295 Darmstadt

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Klaus Göddert, Petra Hirschel,

Wolfram Marx, Kendra Mietke

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Leserservice

Beatrix Kwetkus

»DRV: Germanwings verursacht

Mehraufwand«

Heinrich Schöttner: Nicht nur die

Geschäftsreisebüros haben einen

Mehraufwand! Mich nervt es ungemein,

dass man sich jetzt bei jedem Tarif die

genauen Gepäckbestimmungen irgendwo in

der Galaxie besorgen muss. Liegen diese dann

endlich vor, gibt es weitere, zeitraubende Diskussionen

mit den Kunden.

Nicht nur bei Germanwings, auch KLM und Air

Berlin sowie inneramerikanische Flüge bieten

diesbezüglich »Überraschungen«. Ein »No-Go«,

was die sich da erlauben!

»Aida und Costa präsentieren gemeinsames

Provisionsmodell«

Hubert Fella: Wir haben einen großen

Aida- und einen kleinen Costa-

Anteil. Darum ist es für uns besser.

Ich freue mich und hoffe, dass Costa auch noch

Direktinkasso macht.

»Verbraucherzentrale

mahnt Fluggesellschaften ab«

Harald Kother: Es ist nicht ganz

unwahrscheinlich, dass die Sache

von höchsten Gerichten entschieden

wird – möglicherweise vom EuGH. Und

das wäre auch gut so. Denn dann gibt es eine

EU-weite Regelung.

Klaas Engelking: Auch wenn ich

die Abmahnung begrüße, glaube

ich, dass es für den Verbraucher

nicht besser wird. Wir werden bei den Airlines

das finden, was wir von den Mietwagenverleihern

schon kennen: einen günstigen Prepaidtarif

und einen deutlich teureren Postpaidtarif.

Das in Kombination mit Basic, Comfort, Flex

mit und ohne Gepäcktarifen macht sicher keinen

Spaß.

Michael Schröder: Air Berlin benötigt

die Vorauszahlungen dringend,

um damit ihre Finanzlöcher zu

stopfen. Ob das lange gut geht?

Grafik

Uta Seubert (verantw.),

Silke Oray, Ulrike Schreiner

Geschäftsführender

Gesellschafter

Dr. Dieter Flechsenberger

Geschäftsführung

Richard Redling

Druck

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

DruckMedien, 47608 Geldern

Travel One erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46

gültig ab Januar 2013

Abonnementpreis Inland 23,36 Euro

pro Jahr inkl. Porto, zzgl. 7% MwSt.

Einzelheft 2 Euro

Abonnementpreis Ausland

48 Euro pro Jahr inkl. Porto

(innerhalb der EU zzgl. Mwst. bei

fehlender UID/VAT-Nr.)

Die Mitglieder des AJT e.V.

erhalten die Zeitschrift im Rahmen

ihrer Mitgliedschaft.

www.facebook.com/TravelOne.dasMagazinfuerReiseprofis

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung des Verlages.

Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos wird keine

Gewähr übernommen.

Travel One ist eine Aktivität der

DVV Media Group GmbH, Hamburg

travel.one 31.5.2013

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ubrik.thema

leute.persönlich

Vertriebsdirektor Arosa Resorts & Hideaways

Niels Battenfeld

Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Als Kosmopolit reizt der Hauch von großer, weiter Welt.

Ihr Traumberuf als Kind?

Pilot.

Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Auszeit in Brasilien. Kitesurfen und die Freizeit genießen.

Niels Battenfeld, 37, Sternzeichen

Fische, geschieden, ist

Vertriebsdirektor der Arosa Resorts

& Hideaways. Nach seinem

Abitur 1997 beginnt Battenfeld

eine Ausbildung zum

Hotelfachmann im Hamburg

Marriott Hotel, die er im Jahr

2000 abschließt. Bis 2002

durchläuft er dort im Haus diverse

Positionen in der Sales-

Abteilung. Daran schließt sich

eine sechsjährige Weiterbildung

im Bereich Finance-Fachwirt

bei der Uniqua AG/Mannheimer

Versicherungen an.

2008 wechselt der begeisterte

Kitesurfer – dafür fährt er

am liebsten nach St. Peter-Ording,

ins spanische Tarifa oder

nach Brasilien – dann nach

Wien und übernimmt dort die

Aufgaben des Directors of International

Sales für drei Häuser

der Marriott und Renaissance

Hotels. Von dort zieht es

den Vater von zwei Söhnen

(acht und sechs Jahre) nach Zürich.

Für die nächsten zwei Jahre

wird Battenfeld Area Director

of Sales & Marketing für

fünf Hotels der SV Group Division

Hotel. Der Musikfan, der

gerne Pop rock und die Charts

hört, leitet nun als Vertriebsdirektor

die Aktivitäten der vier

Arosa Resorts.

Was ist Ihre größte Macke?

Ständig und überall in Gedanken Businesspläne zu »analysieren« und Prozesse

zur Optimierung durchzugehen, zum Beispiel eines Restaurants oder

Hotels, in dem ich meine Freizeit verbringe.

Was hat man Ihnen zuletzt geschenkt?

Einen Fallschirmsprung.

Was wollten Sie immer schon einmal tun, haben es sich aber nie getraut?

Ein Jahr Auszeit.

Was sammeln Sie?

Strafzettel.

Wie heißt die peinlichste CD, die Sie haben?

Das ist zu peinlich... :) – und ich möchte damit niemanden beleidigen.

Welche Filmrolle hätten Sie gerne mal gespielt?

Tom Cruise in »Top Gun«.

Ihre heimliche Leidenschaft?

Innendesign, Architektur, Immobilien.

Ihr Lieblingsessen?

Sushi.

Ihr liebstes Möbelstück?

Strandkorb.

Wofür geben Sie garantiert kein Geld aus?

Statussymbole.

Der Held Ihrer Kindheit?

Colt Sievers.

Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Leona Lewis – weil sie für mich die weltbeste Sängerin ist.

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31.5.2013 travel.one


thema.rubrik

Jobs mit Fernweh

www.touristikcareer.de


ubrik.thema

zukunfts

weisenDER

Die Zukunft geht uns alle an. Deshalb sollte Verantwortung für

Nachhaltigkeit in den Reisedestinationen nicht nur ein Marketingversprechen

sein, sondern fester Unternehmensgrundsatz.

Wir haben es uns zu Herzen genommen. Und integrieren bereits

jetzt eigene, zertifizierte Produktlinien in unser Touristikangebot.

www.dertouristik.com

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