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travel. one

das Magazin für Reiseprofis

Ausgabe eins 10. Januar 2014

Specials in

dieser Ausgabe:

Nordische Länder

Kroatien

Ein Herz für

Kataloge

Branchenweit sinken

die Auflagen. Ein

Auslaufmodell sind die

Kataloge aber noch

lange nicht. Ab Seite 10

Interview

Myra Sekgororoane,

CEO Botswana Tourism

Über Tourismus, Naturschutz

und Spannungsfelder. Seite 8


ubrik.thema

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2


ausgabe eins.editorial

Das Glas ist

halb voll

So viel Optimismus war schon lange nicht mehr. Nahezu alle

Wirtschaftsverbände sind optimistisch, das Konsumklima

bewegt sich nach allgemeiner Einschätzung auf Kaufrausch-

Niveau. Und weil die Zinsen vorerst äußerst niedrig bleiben

und an den Börsen Unsicherheit herrscht, ob die jüngsten

Kursanstiege vieler Papiere nicht vielleicht schon zu viel

des Guten waren, ist auch nicht damit zu rechnen, dass die

Deutschen ihr Geld 2014 massenhaft auf die hohe Kante

legen, statt es zu verprassen. Und vielleicht wirken sich 2014

(außer in der Touristik und im Mediensektor) auch ein paar

Lohnabschlüsse, die mal über der Inflationsrate liegen,

positiv auf die Gesamtnachfrage aus.

Christian Schmicke

Chefredakteur

Natürlich geböte es die journalistische Sorgfaltspflicht, an

dieser Stelle mahnend auf die drohende Gewerbesteuer für

Hotelkapazitäten und diverse Brüsseler Spitzen hinzuweisen,

die die Branche in diesem Jahr heimsuchen können. Und

weil dieses ein Fußball-WM-Jahr ist, wird früher oder später

ein banger Blick auf all jene fallen, die sich von Mitte Juni

bis Mitte Juli lieber vor dem Fernseher und auf heimischen

Partymeilen herumtreiben als an Stränden, die nicht gerade

Copacabana heißen. Aber lassen wir das. Um den trüben

Januartagen stimmungsmäßig zu trotzen, kann es nicht

schaden, sich vorerst auf die positiven Signale zu

konzentrieren.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

travel.one 10.1.2014 3


ausgabe eins.2014

Inhalt

18

titelthema

10 Kataloge in der Krise.

Ist der klassische Reisekatalog ein Auslaufmodell?

Travel One hat bei Reisebüros,

Veranstaltern und Endkunden nachgefragt.

Titelbild: AGorohov/Shutterstock

puls

6 Türkei-Veranstalter. Vural Öger und Tunc Özler sind zurück.

32

© Christian Weiß © Renatour

11 Interview. Botswanas Tourismuschefin Myra Sekgororoane

erklärt, warum Naturschutz eine zentrale Rolle spielen muss.

produkt

18 Artenschutz. Touristiker engagieren sich in einem Projekt

der Bundesregierung zum Thema Biodiversität.

22 Airlines/Airports. TAP fliegt öfter nach MUC und BER +++

Wöhrl will Cityjet kaufen und Strecken ausbauen +++ British

Airways investiert hohe Summen in die Flotte.

sales

26 Dertour Academy. 580 Reiseprofis vertiefen bei Eiseskälte

im kanadischen Alberta ihr Wissen.

28 FTI. Der Veranstalter lädt Top-Partner nach Abu Dhabi ein.

destination

42

32 Kroatien. Zagreb entführt Besucher mit einer

»Zeitmaschine« in die k.u.k.-Epoche.

36 Nachfrage. Immer mehr Deutsche wollen nach Kroatien.

42 Nordische Länder. Fjordnorwegen zählt zu den

beliebtesten Tourismusdestinationen in Norwegen.

© Finn Loftesnes/Aurland og Lærdal Reiselivslag

exit

46 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

47 TV-Tipps.

48 Leute. Wybcke Meier leitet nun Windrose und OFT.

49 Leserbriefe. Impressum.

50 Persönlich. Jörgen Bongartz von DER Touristik.

4


thema.rubrik

travel.one 10.1.2014 5


ubrik.thema

puls

© Öger Tours

Comeback: Vural Öger (links) will wieder richtig mitmischen. Tunc Özler (rechts) will nach der Pleite seines Arbeitgebers GTI auf eigenen Füßen stehen

Gründerzeit

Vural Öger und Tunc Özler wollen neue Marken im Veranstaltergeschäft etablieren.

Bis auf ihre türkischen Wurzeln und

die Tatsache, dass ihre Nachnamen

mit »ö« beginnen und auf »er« enden,

haben die beiden Männer nicht furchtbar

viele Gemeinsamkeiten. Nun haben

sie allerdings eine weitere: Vural Öger

und Tunc Özler gehen erneut mit eigenen

Unternehmen an den Start und

gründeten jeweils einen neuen Veranstalter.

V. Ö. Tours heißt das neue Baby des

Pioniers im deutschen Türkei-Tourismus,

der seinen Veranstalter Öger Tours

vor drei Jahren an Thomas Cook verkauft

hat. Noch in diesem Monat soll

ein Katalog erscheinen, der sich auf Angebote

an der Türkischen Riviera und

der Ägäis konzentriert. Später könnten

auch weitere Ziele hinzukommen, deutet

Öger an. Touristikchef des zunächst

14-köpfigen Unternehmens ist Ali Dogan,

Öger selbst will sich nach der Startphase

eher aus dem Tagesgeschäft heraushalten

und die strategischen Fäden

ziehen. Bei der Anreise und im Zielgebiet

sorgt Ögers Incoming-Agentur Holiday

Plan für das Handling, der hauseigene

Fluganbieter Öger Türk Tur steuert

die Flüge bei. Dass Ögers Hotelkette

Majesty ebenso ein wichtiger Angebotsbestandteil

wird, liegt auf der Hand.

Ohne Katalog, dafür aber mit einer

breiteren Zielgebietspalette, will sich

Özlers Marke For You Travel in der Veranstalterlandschaft

etablieren. Der frühere

Vertriebschef von GTI Travel betreibt

seinen sechs Mitarbeiter starken

Veranstalter von Büroräumen in der

Düsseldorfer Fußball-Arena aus. 29 Ziele

habe er bereits im Programm, berichtet

Özler, darunter Spanien, Portugal,

die Türkei, Bulgarien und Ägypten.

Beide Anbieter planen, mit Reisebüros

zusammenzuarbeiten – Öger, der

sich bei einer Tagung in Istanbul im vergangenen

Jahr skeptisch zur Zukunft der

Reisebüros geäußert hatte, legte einem

Schreiben an den Vertrieb gleich einen

Agenturvertrag bei, in dem er Provisionssätze

zwischen neun und 13,5 Prozent

anbietet. Özler sagt, er habe bereits

mit einigen Reisebüroorganisationen

Rahmenvereinbarungen getroffen.

Im Marketing setzt Öger auf seine eigene

Popularität. Der Reisebranche fehle

es an »persönlich geführten Unternehmen,

die auf konkrete Vorstellungen

und Wünsche der Kunden vertrauensvoll

eingehen«, meint er. Diese Lücke

wolle er mit einer Mischung aus »Erfahrung

und Neugier, Tradition und Innovation«

schließen. Persönliche Ansprache

wird auch bei Özler ein wichtiges Instrument.

Jedenfalls wirbt er auf seiner

Website mit dem Slogan: »So persönlich

war pauschal noch nie.«

So unterschiedlich die Voraussetzungen

der beiden Firmengründer auch

sind – eine gemeinsame Herausforderung

verbindet sie. Denn – gute Beziehungen

hin, Individualitätsanspruch her

– eine Marktlücke zu besetzen, kann ein

Anbieter im Warmwassersegment schon

seit Ewigkeiten nicht mehr für sich reklamieren.

Welche Qualitäten ihnen eine

Existenzberechtigung verschaffen, werden

sie dem Vertrieb und ihren Kunden

überzeugend erklären müssen. CS

© Stelling

6

10.1.2014 travel.one


thema.rubrik

© MSC Kreuzfahrten

Erstmals nach Australien

n Der australische

Markt wird

für die Kreuzfahrtreedereien

immer wichtiger.

Nun zieht offenbar

auch MSC

Crociere Konsequenzen

daraus

und nimmt

im Februar 2015

erstmals Kurs auf

Australien.

Start der Reise

der MSC Orchestra

soll am 21. Februar nächsten Jahres in Dubai sein. Als Stationen

auf der Route zum Fünften Kontinent sind unter anderem Mumbai und

Cochin in Indien, Colombo auf Sri Lanka, das malaysische Langkawi und

Singapur, hier bleibt das Schiff über Nacht, vorgesehen. In Australien

soll die Orchestra in Cairns, Brisbane, Sydney, Melbourne und Adelaide

stoppen, bevor nach 33 Tagen dann der Zielort Fremantle bei Perth erreicht

wird. Im Rahmen der »Grand Voyage« sind drei Pakete zu Ausflügen,

Getränken und Spa im Reisepreis enthalten.

© Anja Upmeier

Auch Dresden erhebt von Februar an eine

Gebühr für Touristen und Geschäftsleute

Großstädte

kassieren

n Die Bettensteuer wird in diesem Jahr

viele Städteurlaube in Deutschland verteuern.

Seit dem 1. Januar bitten etwa Berlin,

Freiburg und Hamburg ihre Gäste zur Kasse.

Besucher müssen in Berlin und Freiburg

eine Steuer von fünf Prozent des Nettoübernachtungspreises

zahlen, in Hamburg

kommen ein Euro bei einem Übernachtungspreis

von 50 Euro hinzu. In Dresden

werden vom 1. Februar an 1,30 Euro pro

Übernachtung fällig – auch für Geschäftsreisende,

die in Berlin, Freiburg und Hamburg

dagegen von der Steuer befreit sind.

Eine aktuelle Übersicht zum Thema gibt

es auf www.dehoga-bundesverband.de/

branchenthemen/bettensteuer/

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travel.one 10.1.2014 7


interview.puls

Verträgt Botswana mehr Besucher,

Frau Sekgororoane?

Das Interview führte Petra Hirschel.

Botswana organisierte jetzt erstmals im eigenen Land eine

Informationsveranstaltung für europäische Reiseveranstalter,

um mehr Besucher zu gewinnen. Wie lässt sich das mit

Ihrer Tourismus-Strategie vereinbaren? Bislang stand das

Land für einen hochwertigen Tourismus für wenige Gäste.

Sekgororoane: Wir werden die Kapazitäten in den bekannten

touristischen Zielen auf keinen Fall erhöhen. Wenn jemand

kommt und sagt, er möchte ein 100-Betten-Hotel im Okavango-Delta

bauen, denke ich nicht einmal über diese Idee nach.

Meine Antwort lautet sofort »Nein«. Und auch am Chobe wollen

wir kein Wachstum. Wenn dort im Nationalpark plötzlich

nicht mehr ein, sondern fünf Fahrzeuge neben einem Löwen

stehen, ist das kein exklusives Naturerlebnis mehr, sondern

Massentourismus. In anderen Landesteilen aber würde ich

eine Investition sehr begrüßen. Unser Ziel ist die Erweiterung

des bestehenden touristischen Produkts.

© Travel One

Was verstehen Sie darunter?

Wir wollen im Tourismus durch neue Ziele und neue Produkte

für Wachstum sorgen. In den Städten, in der Nähe von kulturellen

Sehenswürdigkeiten oder auch in der Kalahari. Vor ein

paar Jahren konnte man in der Kalahari nur zelten, heute gibt

es dort Luxuslodges. Ein anderes Beispiel ist ein Projekt in der

Moremi-Schlucht (Anmerkung der Redaktion: Bei Palapya im

Südosten wurden ein Wanderweg in eine heilige Schlucht erschlossen,

Campingplätze und Ferienwohnungen gebaut).

Dort geht es nicht um die Tierwelt, sondern um unser kulturelles

Erbe. Wir können also durchaus die Besucherzahlen erhöhen.

Deshalb wollen wir ja internationale Direktflüge. Es

dauert momentan einfach zu lange, bis man etwa von Europa

in Botswana ist. Es sind zu viele Stopps.

Wie realistisch ist es, dass irgendwann eine Airline

Botswana auf der Fernstrecke bedient?

Johannesburg wird im südlichen Afrika immer ein wichtiges

Drehkreuz bleiben. Doch man braucht auch Alternativen. Wir

wünschen uns sehr ein paar Direktflüge. Und wenn ich wählen

dürfte: aus Europa, den USA und vielleicht aus Asien.

Was unternehmen Sie, damit sich dieser Wunsch erfüllt?

Botswana hat vor einem Jahr angekündigt, den Luftraum für

internationale Fluggesellschaften zu öffnen. Botswana Tourism

diskutiert mit der Regierung seit rund vier Jahren über

dieses Thema. Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten.

Air Botswana hat nun kein Monopol mehr. Doch muss die Luftfahrtbehörde

Interessenten, die nach Botswana fliegen wollen,

erst eine Lizenz erteilen.

Gibt es überhaupt Interessenten?

Während des gesamten Prozesses haben wir parallel mit Ländern

gesprochen, die für uns strategisch wichtig sind. Ich

freue mich, dass wir bilaterale Abkommen mit Qatar Airways,

Emirates, Ethiopian Airlines und Air Mauritius schließen

Myra Sekgororoane leitet als CEO Botswana Tourism. Die Managerin setzt sich von ihrem Büro

in Botswanas Haupstadt Gaborone aus für einen nachhaltigen Tourismus ein. Das Ziel des Staates

Das Interview im südlichen führte Afrika ist, die artenreiche Natur zu erhalten.

xxxxxxxxxxxxxx xxxxxx.

8

10.1.2014 travel.one


»Wir wollen

im Tourismus

durch neue Ziele

und neue Produkte

für Wachstum

sorgen.«

konnten. Das heißt nicht unbedingt, dass sie tatsächlich

nach Botswana fliegen werden. Aber die Türen wurden geöffnet.

Uns ist klar, dass die Fluggesellschaften vor allem

Profit machen wollen. Botswana hat nur zwei Millionen

Einwohner. Und selbst wenn man die Besucher hinzurechnet,

ist die Zahl der Passagiere recht gering. Für einige Carrier,

die wir hier gerne sehen würden, ist Botswana deshalb

nicht interessant. Die Direktflüge benötigen wir übrigens

auch wegen der Diamanten (Anmerkung der Redaktion:

Botswana zählt zu den größten Produzenten von Naturdiamanten

der Welt). Die Diamond Trading Company ist

Ende vergangenen Jahres von London nach Gaborone gezogen,

sodass hier nun Auktionen stattfinden, zu denen

Händler aus der ganzen Welt kommen. Diese Leute wollen

mehr Fünf-Sterne-Hotels in Gaborone, einen Limousinenservice

und gute

Restaurants. Und

ganz oben auf ihrer

Wunschliste

stehen Direktflüge,

aus den USA,

Europa und Indien.

Ein anderes Projekt

ist die Kavango-Zambezi

Transfrontier

Conservation Area (Kaza). Botswana plant gemeinsam

mit Angola, Namibia, Sambia und Simbabwe ein

riesiges, grenzüberschreitendes Schutzgebiet für Wildtiere.

Wie weit sind Sie mit diesem Vorhaben?

Das ist ein sehr sehr komplexes Thema. Die fünf Länder haben

eine Vereinbarung unterschrieben. Doch bis es zur Unterzeichnung

eines bindenden Vertrages kommt, werden

noch Jahre vergehen. Monat für Monat gibt es Treffen.

Was macht die Sache so schwierig?

Sehen wir uns doch nur mal Botswana und Namibia am

Grenzfluss Chobe an. Wir schließen den Chobe Nationalpark

um 18 Uhr, auf der anderen Seite brennen danach

noch Lichter. Wir erlauben auf dem Chobe keine Hausboote,

Namibia aber sehr wohl. Wir fischen nicht im Chobe,

doch die Namibier schon – und drei Minuten später

(lacht) kommen sie herüber und verkaufen uns den Fisch.

Ich spreche nur von zwei Ländern. Und nun kommen drei

weitere mit all ihren Ministerien und Gesetzen hinzu.

Manchmal habe ich Bedenken, ob sich Kaza realisieren

lässt. Stimmen wir mit unseren Ansichten überhaupt

überein? Ist der Tourismus überall nachhaltig? Wir alle

werden vieles überdenken müssen. Wie gesagt, das Thema

ist sehr komplex.

Travel & Tourism Expo:

Positive Bilanz

Zufriedene Gesichter bei allen Parteien: Zum ersten Mal

lud Botswana im Dezember Reiseveranstalter zu einem

Destinationsworkshop ein. Sowohl die Organisatoren

vom Fremdenverkehrsamt des Landes als auch die beteiligten

70 heimischen Reiseunternehmen sowie die

aus Europa angereisten 80 Reiseprofis zogen eine positive

Bilanz der Travel & Tourism Expo 2013. »Äußerst effektiv,

ich konnte viele neue Kontakte knüpfen«, meint

Brett McDonald, Chef der Incoming-Agentur Flame of

Africa. »Sehr informativ und umfassend«, sagt Stefanie

Behacker, bei Studiosus als Einkäuferin für das südliche

Afrika zuständig.

Sämtliche Teilnehmer trafen sich für zweieinhalb Tage

in Kasane, einem Ort am Chobe im Norden Botswanas.

In Vorträgen vermittelten ihnen Wissenschaftler, Reiseleiter

und Touristiker Know-how über die wichtigsten

Reiseziele des Landes und ihre Besonderheiten. Um das

touristische Produkt ging es bei einer Messe, bei der

sich Leistungsträger und Veranstalter austauschten. Vor

und nach der Veranstaltung in Kasane reisten die Gäste

in Gruppen aufgeteilt mehrere Tage durch das Land.

Die gute Resonanz lässt Myra Sekgororoane, CEO von

Botswana Tourism, über eine Wiederholung der Travel

& Tourism Expo nachdenken. Sie will die Veranstaltung

als feste Größe etablieren. Möglicherweise sollen nächsten

November erneut Veranstalter in Botswana geschult

werden. »Vielleicht laden wir dann auch Partner aus den

USA und Großbritannien ein«, so Sekgororoane. Bei der

Premiere hatte sich das Fremdenverkehrsamt auf Kontinentaleuropa,

dem wichtigsten Überseemarkt Botswanas,

beschränkt. Die Mehrheit der Teilnehmer kam aus

Deutschland.

Botswana ist in erster Linie als Ziel für Safari-Urlauber

bekannt (rund 270.000 Besucher im Jahr). Rund 40 Prozent

des Landes stehen unter Naturschutz. Seit Beginn

dieses Jahres ist die Jagd in staatlichen Gebieten verboten.

Grund ist der drastisch abnehmende Tierbestand.

Lediglich die Elefantenpopulation, die größte Afrikas,

wächst weiter.

© Travel One

travel.one 10.1.2014 9


produkt.thema

Klassiker

in der Krise?

Die Katalogauflagen der großen Veranstalter sinken. Sind die

Druckerzeugnisse ein Auslaufmodell? Travel One hat Veranstalter,

Reisebüros und Kunden nach ihrer Einschätzung gefragt.

10

10.1.2014 travel.one


kataloge.titelthema

Die Meinung der Veranstalter

Die Gesamtmenge der gedruckten

Kataloge wird bei uns innerhalb

von drei Jahren um 40 Prozent sinken«,

kündigte TUI-Deutschland-Chef

Christian Clemens im Oktober an.

Ein ehrgeiziges Projekt. Denn ein Abschmelzen

des Katalogbergs in dieser

Größenordnung ginge weit über das

hinaus, was durch eine verringerte

Zahl an Vertriebsstellen und veränderte

Kundenbedürfnisse sozusagen

als »organischer« Schrumpfungsprozess

bezeichnet werden könnte.

Beim Marktführer ist man offenbar

überzeugt, dass sich mit einer zunehmenden

Bedeutung elektronischer

Informationskanäle der Bedarf an

gedrucktem Material verringert.

Wie hoch die aktuelle Katalogauflage

und die damit verbundenen Kosten

sind, dazu hüllt sich der Marktführer,

wie andere Anbieter auch, in

Schweigen. Zuverlässige Daten sind

zu diesem Thema nicht zu erhalten.

Im vergangenen Jahr sorgte TUI

mit einem neuen Katalogkonzept

für Furore, das sich in den Beschreibungen

auf sogenannte Bullet Points

konzentrierte und so den Informationsgehalt

der gedruckten Kataloge

reduzierte. Nach deutlicher Kritik aus

den Reisebüros ruderte der Konzern

ein Stück zurück. Gegenüber den Katalogen

für den vergangenen Sommer

bieten die aktuellen Druckwerke

nun wieder genauere Infos zu Hotels,

ihrer Lage und den Zimmertypen.

Weniger kann mehr sein.

Der gedruckte Katalog sei bei TUI

keineswegs ein Auslaufmodell, versichert

Stefanie Schulze zur Wiesch,

Leiterin Marketing, Konzepthotels

und Qualitätsmanagement. Aber sie

macht auch deutlich, dass die Bedeutung

der Kataloge als Beratungsinstrument

in dem Maße abnimmt, in

dem die Attraktivität anderer Informationsmedien

steigt. »80 Prozent

unserer Kunden informieren sich im

Internet«, sagt sie. Der Katalog sei vor

allem als Übersichtsmedium im Zusammenspiel

mit weiteren Angeboten

wie dem TUI-eigenen Buchungsund

Beratungssystem Iris plus von

Bedeutung. Überhaupt greife die

Frage nach der Katalogstrategie zu

kurz, so Schulze zur Wiesch: »Es geht

um die Content-Strategie in ihrer Gesamtheit.«

Dafür habe sich TUI ehrgeizige

Ziele gesteckt. Mit Bildern,

Videos und 360-Grad-Rundgängen

will der Marktführer vor allem für die

Präsentation der wichtigen »differen-

Julia Klomann, 28, Bensheim

© Shutterstock/Smit

Julia Klomann bucht in erster Linie Städtetrips im Reisebüro. Die einschlägigen

Kataloge empfindet sie als klar strukturiert. Auch die Angaben zu den Hotels gefallen

ihr. Sie vermittelten einen ausreichenden Eindruck. »Besonders gut finde ich,

dass direkt neben den Bildern von den Hotels auch die Sonderpreise und Aktionen

stehen. Da spart man sich das lange Suchen in den Preisteilen«, sagt die 28-Jährige.

travel.one 10.1.2014 11


titelthema.kataloge

P. Braun*, 40, Wiesbaden

Braun aus Wiesbaden

P. geht nur gelegentlich ins

Reisebüro. Erst seit sie zwei

Kinder hat, nimmt sie den

Service häufiger in Anspruch.

»Vor allem, wenn wir ein Land

nicht kennen und es nicht

einschätzen können, holen

wir uns die Informationen aus

dem Reisebüro«, sagt sie. Und

wenn aus der vorausgegangenen

Internetrecherche hervorgehe,

dass ein bestimmtes

Hotel nur über einen Reiseveranstalter

buchbar sei.

Kataloge zieht die 40-Jährige

bei ihrer Suche nach dem idealen

Urlaubsziel nur ungern

zu Rate. Wenig aussagekräftig

und zu kompliziert was die

Preisfindung angeht,

bemängelt sie die Produktinfos

der Veranstalter. »Bis

auf die Kataloge der Studienreiseveranstalter

sehen alle

gleich aus.« Wenn Braun einen

Katalog in der Hand hält,

blättert sie nur schnell durch,

um sich einen Überblick zu

verschaffen. »Finde ich ein

Hotel, das mir gefällt, lese ich

eventuell nach, ob es dort

Familienzimmer gibt. Dann

gehe ich meistens ins Internet,

um mehr Informationen

zu erhalten«, beschreibt sie

ihr Suchsystem.

*Name ist der Redaktion bekannt

Die Meinung der Veranstalter

zierten Produkte« das gesamte Spektrum

der technischen Möglichkeiten nutzen.

Mit weniger Katalogen mehr Reisen

verkaufen, lautet das Ziel von Thomas

Cook. Im Sommer hatte Vertriebschef Georg

Welbers ein Projekt vorgestellt, das

Reisebüropartner für sparsamen Katalogeinsatz

belohnen soll. Er rechnete vor,

dass eine Agentur im Schnitt 13 Kataloge

pro Buchung benötige. In den schlimmsten

Fällen liege die Zahl bei 20 und in den

besten bei acht. Selbst acht Kataloge pro

Buchung seien erschreckend viel, erklärte

Welbers. Ein sorgsamerer Umgang mit

dem Infomaterial könnte den Ressourcen-

und Geldverbrauch für den Veranstalter

verringern; am Erfolg sollten die

Reisebüros über ein Incentive beteiligt

werden. Ein entsprechendes Pilotprojekt

mit Reisebüropartnern läuft.

Vollständige Infos sind Pflicht.

Weniger Kataloge als früher werden heute

auch bei Studiosus gedruckt. Innerhalb

von zehn Jahren sei das Volumen um rund

20 Prozent geschrumpft, sagt Vertriebschef

Guido Wiegand. Der Studienreisespezialist

vollzieht damit eine ähnliche

Entwicklung wie andere Veranstalter – allerdings

mit gebremstem Tempo.

»Mindestens bis zum Ende des Jahrzehnts

werden gedruckte Kataloge noch

eine wichtige Rolle spielen«, ist Wiegand

überzeugt. Bei Studienreisen gebe es eine

Menge zu lesen – über die Reiseziele ebenso

wie über Reiserouten und Inhalte. »Dafür

ist Papier nach wie vor das geeignete

Medium«, unterstreicht er. Gleichwohl

gebe es mittlerweile durchaus Kunden, die

sich ausschließlich online informierten.

Auch für Studiosus wachse die Bedeutung

12

10.1.2014 travel.one


kataloge.titelthema

© iStock

multimedialer Informationsvermittlung.

Der Katalog müsse vollständige und verbindliche

Basisinformationen liefern. Aktualisierungen,

Bilder und Filme könnten

dagegen besser über elektronische Medien

transportiert werden.

Für die Menge bedruckten Papieres

gebe es durchaus weitere Einsparungspotenziale,

so der Studiosus-Vertriebschef.

Denn auch diejenigen Kunden, die bedrucktem

Papier weiterhin den Vorzug geben,

benötigten keineswegs immer einen

kompletten Katalog. Studiosus sei heute

in der Lage, Kunden einen genau auf ihre

Wünsche abgestimmten Katalog zusammenzustellen

– unter Einbindung der Reisebüros,

wie er betont. Dass die Reisebüros

ihrerseits künftig in großem Stil »Kataloge

on demand« produzieren, glaubt Wiegand

dagegen nicht. Dies sei schließlich

mit einigem technischen und finanziellen

Aufwand verbunden – und gerade in Zeiten

der Diskussion um die Vergütung von

Mehraufwand ein sensibles Thema.

In der Summe werde die Zahl gedruckter

Kataloge weiter abnehmen, glaubt

auch Kevin Keogh, Vertriebs- und Marketingchef

DER Touristik. Diese Entwicklung

werde von der Optimierung einzelner Auflagen,

einer Zunahme von Ganzjahreskatalogen

und der zunehmenden Digitalisierung

von Informationen vorangetrieben.

FTI-Vertriebschef Ralph Schiller sieht

neben einer weiter voranschreitenden

Auflagenreduzierung einen Trend zur

stärkeren Orientierung des Titelportfolios

an den Urlaubsmotiven und Anforderungen

der Kunden. So könnte die Bedeutung

der Kataloge in einzelnen Marktsegmenten

sogar wachsen, vermutet Keogh.

Denn bei Rund- und Studienreisen

sowie besonders hochwertigen Arrangements

steht neben der Information die

emotionale Ansprache der Kundschaft im

Mittelpunkt. Wenn man die erreichen will,

darf man nicht knausern – darin sind sich

die Veranstalter einig. Der Rotstift wird

daher vor allem bei 08/15-Angeboten angesetzt.

Denn bei denen reicht es notfalls

auch, wenn sie ausschließlich in den Systemen

verfügbar sind.


Christian Schmicke

Katrin Bischl, 49, Schwetzingen

Katrin Bischl unterscheidet klar: »Gruppenreisen, wie zum

Beispiel eine Wanderreise, buche ich im Internet, den

Rest im Reisebüro.« Mit den Katalogen steht sie auf Kriegsfuß.

Mühsam sei es, sich durch die Preisteile zu wurschteln.

»Sie sind furchtbar unübersichtlich. Wie man den richtigen

Preis für den passenden Zeitraum finden soll, ist kaum

nachvollziehbar«, sagt die 49-Jährige. Auch die Katalogsprache

bereitet ihr manches Mal Kopfzerbrechen: »Hotelbeschreibungen

sind oft schwer einzuschätzen«, meint Bischl.

Trotz der Einwände darf der Katalog bei der Urlaubsvorbereitung

nicht fehlen. »Ein paar brauchbare Informationen

findet man immer.« Weniger nützlich seien die Zielgebietsinfos.

»Da würde ich mir mehr wünschen«, sagt sie. Andererseits,

gibt Bischl zu Bedenken, sei es verständlich, dass

die Veranstalter in erster Linie ihre Hotels bewerben. Au-

ßerdem seien Kataloge wichtig für die Kundenbindung. Die

Idee, Katalog und Internet miteinander zu verknüpfen, findet

sie gut. Gerne würde sie weiterführende und zielgerichtete

Informationen via Link aus dem Internet erhalten. »Das

ist besser als einen Katalog über das gesamte Winterprogramm

in die Hand gedrückt zu bekommen, wenn ich im

Grunde nur Infos über die Kanaren brauche«, so Bischl.

Für Bischl hat die Katalogproblematik noch eine andere Dimension.

Die Rolle der Reisebüros sei in diesem Zusammenhang

schwierig. Zu oft sei es ihr passiert, dass sie nach einem

Besuch im Reisebüro zwar mit einem Haufen Kataloge

aber ohne passendes Angebot nach Hause gegangen sei.

»Das ist für mich keine Dienstleistung. Wenn ich sage, ich

möchte gerne nach La Gomera in den Urlaub fahren, dann

möchte ich nicht den Katalog in die Hand gedrückt bekommen,

damit ich mir selbst etwas aussuchen kann. Ich möchte

einen Vorschlag hören. Aus diesem Grund gehe ich in ein

Geschäft. Weil ich beraten werden möchte.«

travel.one 10.1.2014 13


titelthema.kataloge

Die Meinung der Reisebüros

Von Jahr zu Jahr dünner werdende

Kataloge mit reduziertem Hotelportfolio,

kaum Fotos und eine wenig

ansprechende Optik: Eine Entwicklung,

die Reisebüros äußerst kritisch

betrachten. Auch wenn die Papierprogramme

bei der Beratung für Reiseprofis

zunehmend weniger wichtig

werden und bei vielen in der Agentur

optisch weniger präsent sind: Viele

Kunden schätzen sie als unterstützendes

Medium, so die Erfahrung der

Expedienten. »Sie brauchen etwas zum

Blättern«, sagt Ute Marx, Inhaberin des

Reisebüros Knauss-Reisen in Schorndorf,

rund 20 Kilometer von Stuttgart.

»Viele Kunden wollen stöbern und gucken«,

ergänzt Susanne Güntner vom

TUI Travelstar Reisebüro Kubutsch in

Hamm.

Auch wenn die Kunden immer

technikaffiner werden, ist es für viele

wichtig, zur Ideenfindung zuhause

und im Nachgang der Beratung im

Katalog ihr Hotel betrachten zu können.

»Sozusagen als Untermalung«,

erläutert Claudia Biesen-Hüser, Teamleiterin

bei Artz-Reisen in Kamp-Lintfort.

»Unerlässlich«, findet Güntner

deshalb gerade auch mit Blick auf

ältere Kunden die Papierprogramme.

Für viele sei das eine Erinnerungshilfe.

Und auch die »Ritualkatalogleser«

seien zwar eine immer kleiner werdende,

aber eben doch noch relevante

Gruppe. »Ich finde nicht, dass Kataloge

überflüssig sind, auch wenn wir

mittlerweile notgedrungen viel aus

dem System ausdrucken«, sagt Britta

Meloth, Inhaberin des TUI Reisecenters

in Oppenheim.

Wunsch nach guten Katalogen.

Alle Agenturen legen mit Blick auf den

Verbraucher Wert auf gut gemachte Kataloge.

Und genau darin liegt die Crux.

Gerade bei der Ideenfindung seien

ansprechende, informative Kataloge

wichtig, findet Klaus Frank vom Reisebüro

Frank und Mettendorf in Zweibrücken.

Emotionale Ansprache sei

gefragt, die Kataloge sollten Lust auf

Urlaub wecken, sagt der Inhaber von

fünf Reisebüros in der Saarland-Pfalz-

Region. Viele ausgedünnte Programme

aber seien das Ergebnis von Kostensenkungsmaßnahmen,

Innovation

bleibe da auf der Strecke. Da sparten

viele am falschen Ende, so sein Urteil.

Der 53-Jährige wünscht sich deshalb

»kluge Köpfe« bei Veranstaltern, die

sich Gedanken machen, wie sich aus

marketingtechnischen Gründen die

Programme besser gestalten lassen.

Gerade weil Kataloge von Kunden als

Entscheidungshilfe für die Buchung

verwendet werden, ärgern sich Reisebüros,

wenn nicht alle Hotels, und diese

auch noch lückenhaft, beschrieben

werden. Besonders in der Kritik stehen

die großen Anbieter. An vorderster

Front: TUI und die Schwester 1-2-Fly.

© TUI

Marion Schirmer bucht regelmäßig im Reisebüro. In den Katalogen der

Reiseveranstalter blättert sie gerne. Sie zieht das Druckwerk dem Netz

vor. »Im Internet verliert man zu viel Zeit«, sagt die 71-Jährige. »Im Reisebüro

übernehmen die Mitarbeiter die Suche und zeigen einem die Hotels.«

Bis auf wenige Ausnahmen könne man sich dann im Katalog auch ein gutes

Bild von der Lage und dem Angebot des Hotels machen. »Manchmal

könnten mehr Fotos abgebildet sein«, regt Schirmer an. Nach der Buchung

zusätzliche Informationen über die Unterkunft und das Ziel zu erhalten,

findet sie gut. »Aber es darf nicht zu lang sein. Vor allem die Informationen

zum Reiseziel. Da packe ich lieber einen Reiseführer ein.«

Marion Schirmer, 71,

Wiesbaden

14

10.1.2014 travel.one


kataloge.titelthema

Apollonia und Bernward Hölting,

79 und 83, Mainz

»Das sind keine Kataloge mehr«, sagt

Reisebürofrau Marx. Regelrecht geschockt

seien die Kunden anfangs gewesen,

mittlerweile habe ein Gewöhnungsprozess

eingesetzt. Auch TUI-Fan

Meloth klagt über die »abgespeckten«

Kataloge. »Da hat TUI nicht die besten

Karten«, seufzt sie, »das macht die Sache

für uns nicht gerade einfacher.« Ihr

Urteil in Sachen 1-2-Fly ist eindeutig:

»Die braucht kein Mensch.« Und auch

Reisebürochefin Marx ist überzeugt:

»1-2-Fly wird bei uns sicher schlechter

verkauft, weil der Katalog qualitativ so

minderwertig daherkommt.«

Not macht erfinderisch: »Manchmal

gebe ich sogar andere Kataloge mit,

wenn der Kunde Informationen über

das gewünschte Hotel mit nach Hause

nehmen will, auch wenn ich natürlich

immer versuche, im Verkauf auf TUI

zu steuern«, sagt Meloth. Dass es auch

bei den Generalisten anders geht, beweisen

Schauinsland Reisen und FTI,

die bei den Agenturen durch die Bank

Lob einheimsen. Auch die Präsentati-

Wer Apollonia Hölting und ihren

Mann Bernward in der Kundenkartei

stehen hat, darf sich freuen. Beide

sind treue Reisebürokunden und fahren

mindestens sechs Mal im Jahr in den Urlaub.

Einen Katalog von ihrem Urlaubsziel

wollen sie immer haben. Zwar nicht, um

nach passenden Angeboten zu suchen –

das erledigt das Reisebüro – jedoch um

zusätzliche Informationen zu erhalten.

»Wenn ich eine Flussreise buche, erfahre

ich im Katalog mehr über das Schiff und

die Städte«, begründet Apollonia Hölting

ihre Motivation und nennt ein weiteres

Beispiel. »Wir fahren seit Jahren in

Aldiana-Clubs. Trotzdem schauen wir uns

immer den neuen Katalog an. Es gibt ja

immer wieder neue Ausflüge und Anregungen.«

Sie findet die Broschüren aussagekräftig.

Auch seien sie gut lesbar und

ausreichend bestückt. »Wenn ich noch

eine Frage habe, wende ich mich an mein

Reisebüro«, sagt die 79-Jährige. Zusätzliche

Informationen über einen Link oder

eine E-Mail aus dem Netz zu erhalten,

ist für sie keine Option – auch wenn das

Ehepaar Hölting über einen Internetanschluss

verfügt. »Ich sehe das nicht ein.

Ich ärgere mich, wenn ich auf einen solchen

Verweis stoße.«

travel.one 10.1.2014 15


titelthema.kataloge

Die Meinung der Reisebüros

© istock

on der aufs gehobene Segment spezialisierten

Anbieter findet Zuspruch:

»Was wir immer gerne in die Hand

nehmen, ist ein Airtours- oder ein

Dertour-Deluxe-Katalog«, sagt Marx.

Den Frankfurtern stellt sie generell

ein gutes Zeugnis aus. »Die Programme

sind zwar klein geschrieben, aber

alles Notwendige ist vorhanden.« An

den Katalogen der Spezialisten gibt es

ohnehin keine Kritik. Als gelungene

Beispiele werden Olimar, Attika Reisen

und Oscar Reisen genannt.

Nun könnte der Verweis auf die Bedeutung

der Kataloge nahelegen, Reisebüros

nutzten ihre technischen Möglichkeiten

nicht ausreichend. Das Gegenteil ist der

Fall: Weil es den Reiseprofis so wichtig ist,

im Beratungsgespräch ihr eigenes Zielgebietswissen

und ihre Kompetenz einzubringen,

nutzen sie in der Regel ausschließlich

die ihnen via Rechner zur Verfügung

stehenden Recherchemöglichkeiten. »Wir

wollen Kunden schließlich nicht mit einem

Katalog abspeisen, sondern sie sollen da

bleiben und unsere Beratung in Anspruch

nehmen«, sagt Melanie Schad vom DER Reisebüro

in Neu-Isenburg. Und Technik pfiffig

zu verwenden, beeindruckt die Kunden: »Es

ist einfach klasse, wie wir Kunden in Bistro

und LM Plus die Hotels zeigen können«,

sagt etwa Reisebürofrau Güntner.

»Ich berate zu 90 Prozent ohne Kataloge«,

sagt auch Biesen-Hüser, die sich

selbst als technikbegeistert beschreibt. Die

46-Jährige greift in der Beratung gerne auf

die Möglichkeiten von Heliview zu und

fliegt mit ihren Kunden am Counter schon

mal virtuell über den Urlaubsort und das

Hotel. Und auch Asja Traumüller vom TUI

Reisecenter Oppenheim ist von den technischen

Möglichkeiten angetan. Die 42-Jährige

schwärmt von der von Pax Connect

angebotenen Travelers Lounge, mit deren

Hilfe auf Kunden zugeschnittene Angebote

erstellt und diesen per Mail zugesandt

werden können – in der Kopfzeile Reisebüro

und Beraterin. »Das ist wie ein personalisierter

Katalog für die Kunden«, sagt sie,

»einfach toll.«

Und trotzdem sind Papierkataloge nach

wie vor ein wichtiges Medium. Dabei ist es

Typsache – sowohl bei Kunden als auch bei

Reisebüros – wie wichtig für sie persönlich

Kataloge sind. Das liegt häufig auch am Alter,

aber eben nicht nur. »Ich finde gut gemachte

Kataloge einfach schön«, befindet

etwa Reisebürofrau Schad. »Ich bin in meiner

Familie mit Katalogen aufgewachsen

und fand es schon als Kind toll, darin zu

blättern«, sagt sie.

Tanja Franke

16

10.1.2014 travel.one


Unsere Themen/Our Topics 2014

Die Themen von Januar bis Mai. Mehr unter www.travel-one.net

Themenplan. Schedule of topics.

Themenplan. Schedule of topics.

Monat

month

Januar

January

Februar

February

März

March

April

April

Mai

May

Ausgabe

issue

Juni

June

Juli

July

August

August

ET

PD

Anzeigenschluss

copy deadline

1 10.01. 20.12.2013

2 24.01. 08.01.2014

3 07.02. 22.01.2014

4 21.02. 05.02.2014

5

ITB

Wir freuen uns

auf Ihren Anruf.

Kerstin Grimm

k.grimm@travel-one.net

+49 (0)6151/3 90 79 27

Michaela Lettow

m.lettow@travel-one.net

+49 (0)6151/3 90 79 31

September

September

Ute-Marie Weis

u.weis@travel-one.net

+49 (0)6151/3 90 79 25

Oktober

October

November

November

Dezember

December

05.03. 14.02.2014

6 21.03. 05.03.2014

7 04.04. 19.03.2014

8 18.04. 02.04.2014

9 02.05. 16.04.2014

10 16.05. 30.04.2014

11 30.05. 14.05.2014

12 13.06. 28.05.2014

13 27.06. 11.06.2014

14 18.07. 02.07.2014

15 08.08. 23.07.2014

16 29.08. 13.08.2014

17

Kompass

12.09. 27.08.2014

18 26.09. 10.09.2014

19 10.10. 24.09.2014

20 24.10. 08.10.2014

21

DRV

07.11. 22.10.2014

22 28.11. 12.11.2014

23 12.12. 26.11.2014

Third special topic on request

Sonderthemen / Special topics Drittes Thema auf Anfrage

Nordische Länder I Kroatien

Nordic Countries I Croatia

Flusskreuzfahrten I Karibik

River Cruises I Caribbean

Airlines/Airports I Großbritannien/Irland

Airlines/Airports I Great Britain/Ireland

Studien-/Erlebnisreisen I Türkei

Study Tours I Turkey

Kreuzfahrten I Fähren I Spanien/Kanaren I Destinationsreport

Cruises I Ferries I Spain/Canary Islands I Destination Report

Familienurlaub I Asien

Family Holidays I Asia

Versicherungen I Tunesien/Marokko

Insurance I Tunisia/Morocco

Bahnreisen/Erdgebundenes Reisen I Portugal

Tourism by Train/Earthbound Trips I Portugal

Airlines/Airports I USA/Kanada

Airlines/Airports I USA/Canada

Ketten/Kooperationen I Osteuropa

Chains/Co-operations I Eastern Europe

Autovermieter I Golfstaaten

Rental Cars I Gulf States

Cluburlaub/Hotels I Südliches Afrika

Club Holidays/Hotels I Southern Africa

Golfreisen I Asien

Golf Tours I Asia

Highlights Winterkataloge I Kreuzfahrten I Karibik

Highlights Winter Catalogues I Cruises I Caribbean

Sport- /Aktivreisen I Mittelmeer

Sports- & Activity Holidays I Mediterranean Sea

Städtereisen I Australien/Neuseeland

City Trips I Australia/New Zealand

Ketten/Kooperationen I Türkei

Chains/Co-operations I Turkey

Wellness I USA/Kanada

Wellness I USA/Canada

Airlines/Airports I Ägypten

Airlines/Airports I Egypt

Versicherungen I Südliches Afrika

Insurance I Southern Africa

Nachhaltiges Reisen I Kreuzfahrten I Fähren I Golfstaaten

Sustainable Travelling I Cruises I Ferries I Gulf States

Highlights Sommerkataloge I Studien-/Erlebnisreisen I Tauchziele

Highlights Summer Catalogues I Study Tours I Diving Destinations

Messen I Asien

Trade Fairs I Asia

travel ọne

das Magazin für Reiseprofis

HOTEL

CHECK

Ausgabe achtzehn 27. September 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Ketten/Kooperationen

USA/Kanada

Spanien

Wie CRS und Veranstalter

an die Informationen für

Bewertungen gelangen.

Ab Seite 10

travel ọne

das Magazin für Reiseprofis

Immer mehr Airlines nehmen immer mehr

Leistungen aus ihren Basistarifen heraus.

Worauf Reisebüros und Kunden achten müssen.

Ab Seite 10

Tarifkonzepte

Interview

RCI-Chef

Adam Goldstein

Über Folgen des Costa-Unglücks

und neue Quellmärkte. Seite 8

Interview

Menschenrechtsexpertin

Antje Monshausen

Wie ein touristischer

Roundtable das Thema

voranbringen soll. Seite 8

TO1813_01bis19.indd 1 23.09.2013 19:36:10

Ausgabe neunzehn 11. Oktober 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Airlines/Airports

Australien

Südsee

TO19 13_titel_213x280.indd 1 07.10.2013 18:03: 4

travel ọne

das Magazin für Reiseprofis

BASTELSTUNDE

Kofferanhänger ausschneiden, Papierberge drucken und dann

alles schön verpacken – was Reisebüros und Veranstalter über

das Thema Mehraufwand denken. Seite 10

Ausgabe zwanzig 25. Oktober 2013

Interview

DRV-Präsident

Jürgen Büchy

Specials in

dieser Ausgabe:

Versicherungen

Ägypten

Über seine Pläne für

eine neue Amtszeit. Seite 8

TO2013_01bis15.indd 1 21.10.2013 17:09:31


produkt.thema

Vielfalt im

Eine Gruppe von Touristikern

will den Artenschutz in der

Reisebranche fest verankern. Sie

engagieren sich in einem Projekt

der Bundesregierung, das jetzt

in die zweite Phase geht.

Zusammenhänge spielerisch erklären: Der Veranstalter Renatour

versucht bei Kindern, Interesse für die Natur zu wecken

© Renatour

Bio-, was? Dass das merkwürdige Wort

mit der eigenen Arbeit zu tun haben

könnte – zu Beginn der Schulung

glaubte das niemand in der Runde. Am

Ende aber waren die Hoteleinkäufer komplett

anderer Meinung, erinnert sich Antje

Becker. »Man muss die Thematik Stück für

Stück auf das touristische Geschäft übertragen«,

sagt sie. »Der Begriff Biodiversität

klingt ansonsten viel zu kryptisch.«

Wie kann die Touristik dazu beitragen,

dass die Vielfalt der Arten nicht weiter abnimmt,

nicht noch mehr Tiere und Pflanzen

unwiederbringlich verschwinden? Seit zwei

Jahren beschäftigt eine kleine Gruppe von

Touristikern diese Frage. Das Bundesamt

für Naturschutz (BfN) und seine Partner

holten Antje Becker, die in der Nachhaltigkeitsabteilung

von DER Touristik arbeitet,

sowie Vertreter von fünf weiteren Unternehmen

und Verbänden an einen Tisch. Im

Dezember ging das Projekt »Biodiversität

all-inclusive« nun in die zweite Phase. Mit

mehr Teilnehmern und dem Ziel, das Thema

noch stärker in der Reisebranche zu

verankern.

WWF und NIT im Boot.

Wie in der ersten Runde sollen die Touristiker

auch dieses Mal zum Schluss konkrete

Ergebnisse vorlegen. So wie DER-

Managerin Becker, die vor rund einem Jahr

eine Schulung für Hoteleinkäufer aus dem

Segment Autoreisen organisierte, um ihre

Kollegen für die Auswirkungen des Artenschwunds

auf den Tourismus zu sensibili-

18

10.1.2014 travel.one


nachhaltigkeit.produkt

Sinn

sieren. Und erneut sollen neben den Initiatoren

BfN und Bundesumweltministerium

die Umweltorganisation WWF und das Institut

für Tourismus- und Bäderforschung

in Nordeuropa (NIT) den Teilnehmern das

fachliche Hintergrundwissen liefern und

ihnen beratend zur Seite stehen.

Wirtschaft einbinden.

Vor rund sechs Jahren schrieb sich die damalige

Bundesregierung den Schutz der

biologischen Vielfalt auf die Fahnen. Seither

versuchen Bundesumweltministerium

und BfN Unternehmen zum Mitmachen zu

animieren. »Wenn wir in der Masse etwas

erreichen wollen, müssen wir die Wirtschaft

einbinden«, weiß Barbara Engels,

wissenschaftliche Mitarbeiterin beim BfN.

Ende 2011 fiel der Startschuss für das

erste nationale, rein touristische Projekt.

Die Teilnehmer: Deutschlands zweitgrößter

Reiseveranstalter, die DER Touristik, der

sieben Mitarbeiter zählende Familienreiseveranstalter

Renatour, der kleine regionale

Ausflugsanbieter Spreescouts, der Hotelkonzern

Accor sowie Aventerra – der Verein

organisiert Freizeiten und Klassenfahrten

– und der Dachverband der Nationalen

Naturlandschaften, Europarc Deutschland.

»Wir haben gezielt unterschiedliche Kandidaten

angesprochen«, sagt Martina Kohl,

die als Tourismusexpertin des WWF den

Dialog gemeinsam mit dem NIT im Auftrag

des BfN leitet.

Die bunte Truppe traf sich regelmäßig.

»Ich habe den Austausch sehr geschätzt«,

betont Roland Streicher, Inhaber von Renatour.

»Es war interessant zu sehen, wie die

Großen arbeiten«, ergänzt Jana Eitner, bei

Spreescouts für die Geschäftsbereiche Business

und Tourismus zuständig. Schließlich

haben diese eine andere Marktmacht und

dadurch andere Handlungsspielräume, wie

DER-Managerin Becker unterstreicht.

Individuelle Lösungen.

So unterschiedlich wie die Teilnehmer waren

dann auch deren Ideen. Die Initiatoren

machten ihnen keine konkreten Vorgaben,

sondern setzten auf deren Kreativität. »Wir

achteten aber darauf, dass kein Greenwashing

entsteht und alle Ergebnisse transparent

nachvollziehbar sind«, so WWF-Expertin

Kohl. Jedes Unternehmen sollte seinen

© Brian J. Skerry/National Geographic Stock WWF

Bewusst einkaufen: Die Hotelkette

Accor streicht bedrohte Fischarten

von der Speisekarte

Stichwort Biodiversität

Biodiversität oder ökologische Vielfalt bezeichnet das

gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Sie umfasst

laut Bundesamt für Naturschutz drei Ebenen: die Vielfalt

der Ökosysteme (dazu gehören Lebensgemeinschaften,

Lebensräume und Landschaften), die Artenvielfalt (Tiere,

Pflanzen, Mikroorganismen und Pilze) und die genetische

Vielfalt innerhalb der Arten.

Die Zerstörung von Lebensräumen führt seit einigen Jahrzehnten

zu einem dramatischen Artenschwund. Auf der

UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de

Janeiro 1992 wurde daher ein Übereinkommen über die

biologische Vielfalt unterzeichnet – auch aus der Erkenntnis

heraus, dass Wirtschaft und Gesellschaft auf die Nutzung

von Natur und Landschaft angewiesen sind. Das

deutsche Bundeskabinett beschloss im November 2007

eine nationale Strategie zur biologischen Vielfalt.

Die Ergebnisse der ersten Phase des Projekts »Biodiversität

all-inclusive« sind in der Broschüre »Reisen in die Vielfalt«

zusammengefasst. Sie führt in die Thematik ein und

erklärt die Praxisbeispiele der Touristik. Download:

www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/themen/sport

undtourismus/WWF_Tourismus_fuer_barrierefrei.pdf

travel.one 10.1.2014 19


produkt.nachhaltigkeit

eigenen Weg gehen. »Auch weil einige

weiter sind als andere«, erklärt BfN-

Mitarbeiterin Engels.

Renatour zum Beispiel ist Gründungsmitglied

des Forums Anders

Reisen. »Unsere Kunden erwarten,

dass unsere Reisen nachhaltig sind«,

sagt Inhaber Streicher. Sein Team

veränderte daher nicht das Produkt,

sondern entwarf für Kinder Forscherblätter.

Mit den Reiseunterlagen erhalten

Familien nun Beschreibungen

der Tier- und Pflanzenwelt von Korfu

und vier Zielen in Deutschland.

Ausflüge in die Natur.

Auch der Anbieter Spreescouts ist Mitglied

des Forums Anders Reisen und

hat sich dem ökologischen Tourismus

verschrieben. Sein Beitrag: Er ergänzte

seine Touren im Biosphärenreservat

Spreewald und in der Lausitz um

eine Exkursion sowie ein fünftägiges

Camp für Schüler zum Thema Artenvielfalt.

Zudem bringen die Scouts

nun Gäste mit einem Geländewagen

in die Lieberoser Heide, einem Naturschutzgebiet,

das einst Truppenübungsplatz

war und in dem heute

Wölfe leben. »Das finden unsere Kunden

spannend«, sagt Spreescouts-

Managerin Eitner. Ein Wort nehmen

die Scouts bei ihren Erklärungen der

biologischen Zusammenhänge jedoch

nie in den Mund: Biodiversität. »Für

einen Aha-Effekt reicht es, zum Beispiel

von der Biene als Nutztier Nummer

eins zu sprechen«, weiß Eitner.

Dass man mit dem komplizierten

Begriff eher für Stirnrunzeln sorgt,

erfuhr auch DER-Nachhaltigkeitsexpertin

Becker. Die Hoteleinkäufer

stutzten erst, nachdem sie und ihre

Projektpartner ihnen erläuterten,

Mit dem Geländewagen in die Lieberoser Heide: Der Anbieter Spreescouts

zeigt den Wandel des einstigen Truppenübungsplatzes zum Biotop

»Für einen Aha-Effekt reicht es, von der Biene

als Nutztier Nummer eins zu sprechen.«

Spreescouts-Managerin Jana Eitner

© Spreescouts/Florian Bröcker

dass mit der Zerstörung von Landschaften

oder dem Aussterben von Tieren dem

Tourismus sein Fundament entzogen

wird. Bewusst hatte sich Becker im ersten

Schritt nicht an die Kunden der sechs DER-

Veranstalter gewandt, sondern innerhalb

des eigenen Unternehmens angesetzt. »Wir

möchten kein ökologisches Nischenprodukt

anbieten, sondern grundlegende Strukturen

verändern«, meint sie. Ein Stück ist sie

ihrem Ziel bereits näher gekommen: Die

Schulung führte dazu, dass die Einkäufer

bei der Auswahl von Hotels nun auch den

Naturschutz im Blick haben wollen.

Speisekarte ohne bedrohten Fisch.

Nachhaltig einzukaufen – nach diesem Credo

handelt verstärkt auch Accor. Der Hotelkonzern

will weltweit bis 2015 bedrohte

Fischarten von den Speisekarten seiner

Res taurants streichen. 83 Prozent der Häuser

verbannten gefährdete Meerestiere

schon 2012 von den Tellern.

Die Initiative ist Teil eines umfassenden

Nachhaltigkeitsprogramms. Wie es damit

weitergeht, erfahren die Teilnehmer von

»Biodiversität all-inclusive« künftig nicht

bei ihren Treffen. Accor ist bei der zweiten

Runde nicht mehr dabei – keinesfalls wegen

mangelnden Interesses, sondern auf

Grund personeller Umstrukturierungen innerhalb

des Unternehmens, heißt es.

Doch das Projekt hat zwei neue Mitstreiter:

Vamos Eltern-Kind-Reisen und Wikinger

Reisen. »Unsere Gäste interessieren sich

zunehmend für das Thema Artenvielfalt«,

sagt Christian Schröder, Nachhaltigkeitsbeauftragter

des Spezialisten für Wanderreisen.

Er denkt daher über eine Schulung der

Reiseleiter in Sachen Biodiversität nach.

Welche Maßnahmen die Teilnehmer in

den nächsten Monaten ergreifen, steht im

Detail noch nicht fest. Im April, beim nächsten

Treffen, soll die Entscheidung fallen.

Vielleicht ist die Gruppe bis dahin sogar

größer. Denn wer mitmachen will, kann

noch hinzustoßen.

Petra Hirschel

20

10.1.2014 travel.one


mix.produkt

Das Aus für

Flusskreuzfahrten

Luxor wird von Mai an dienstags direkt angeflogen, die Nilkreuzfahrten sind darauf abgestimmt

Mehr Flüge nach Ägypten

n Für den neuen Katalog

»Kultur & Baden« haben

die Verantwortlichen bei

Oft Reisen das Flugangebot

nach Ägypten deutlich

erweitert. Wieder im Programm

sind in diesem Jahr

Direktflüge mit Sunexpress

nach Luxor (dienstags) und

Scharm El-Scheich (samstags),

jeweils ab acht deutschen

Flughäfen. Die Abfahrten

des Nilkreuzfahrtschiffs

Royal La Terrasse

updates

Bei Snow Trex können nun Reisen

für die Wintersaison 2014/15

online gebucht werden. Der Veranstalter

will täglich neue Ziele freigeben.

www.snowtrex.de

Vtours bietet von Juni an im

Sporthotel Kogler im österreichischen

Mittersill und im Hotel

Palia Sa Coma Playa auf Mallorca

Vfamily Clubs mit Kinderbetreuung

ab zwei Jahren an.

Explorer Fernreisen hat den

Katalog »Romantic Holidays« um

und die Segelkreuzfahrten,

ab Mai, starten in Luxor jeweils

dienstags.

Aufgestockt hat Oft-

Reisen-Chefin Ursula Reinert

auch die Auswahl an

Hotels in Ägypten. In Kairo

sind das Golden Tulip Flamenco

und das Le Meridien

Pyramids neu dabei, in

Soma Bay das Shams Safag

und südlich von Marsa

Alam in Hamata das Zabargad

Berenice Resort.

In Israel sind nun auch von

Tel Aviv aus bei einem siebentägigen

Aufenthalt Tagesausflüge

buchbar. Sie

führen unter anderem

nach Caesarea und Akko.

Für die Zielgruppe

»55plus« gibt es über die

gesamte Saison hinweg in

70 Prozent der Hotels eine

Ermäßigung von 20 Prozent.

Im Preisteil des Katalogs

sind 55plus-Zimmercodes

angegeben.

die Bahamas und die Kreuzfahrten

von Star Clippers erweitert.

Der Fernbusanbieter City2city

hat alle Busse mit einem GPS-Trackingsystem

ausgestattet. So können

Kunden per SMS oder E-Mail

über Verspätungen informiert werden.

www.city2city.de

Landal Green Parks verfügt

über drei neue Anlagen in Friesland,

der niederländischen Provinz

Utrecht und Lenzerheide in der

Schweiz.

© Oft Reisen

n Sea Cloud Cruises steigt nach

dem Ende der Saison 2014 aus

dem Flusskreuzfahrtengeschäft

aus. Das Flussschiff River Cloud II

ist bereits verkauft, die geplanten

Fahrten für 2014 finden aber statt.

Als Grund für das Aus führt die

Reederei den zunehmenden Wettbewerb

bei Flusskreuzfahrten und

die daraus resultierenden Probleme

bei der Vermarktung der River

Cloud II an. Nun wolle man sich

mit der Sea Cloud I und II auf das

Hochseegeschäft konzentrieren.

Von Wolkenkratzer

zu Wolkenkratzer

n Eine neu konzipierte Weltumrundung

hat Tischler Reisen ins

Programm genommen. Die Tour

»Metropolen mit besten Aussichten«

hat eine Länge von 31 Tagen

und macht Station in London, Chicago,

Las Vegas, Auckland, Tokio,

Schanghai und Dubai.

Besuche der weltweit höchsten

Gebäude stehen auf dem Reiseplan.

Den Abschluss bildet das

Burj Khalifa, das mit 828 Metern

höchste Gebäude der Welt. Die

Reise wird in zwei ausgearbeiteten

Routen angeboten, kann aber

auch individuell erstellt werden.

Vom Stratosphere Tower erleben

die Reisenden Las Vegas von oben

© Tischler Reisen

travel.one 10.1.2014 21


airlines.airports

Dauerthema

Flugzeiten

Neue Urteile zu Flugzeiten änderungen

bei Pauschalreisen setzen die Veranstalter

unter Zugzwang.

Clemens: Kunden müssen

bei geringerer Flexibilität

mit steigenden Kosten

rechnen

Zwei aktuelle Gerichtsurteile zum

Thema Flugzeitenänderungen werden

die deutsche Touristik im neuen

Jahr intensiv beschäftigen. Das Thema ist

keineswegs neu, aber in vielerlei Hinsicht

brisant: Müssen Reiseveranstalter bei der

Buchung einer Reise Flugzeiten angeben?

Und wie eng ist der Anbieter letztlich an

die Einhaltung der angegebenen Flugzeit

gebunden?

Nicht nur zwischen Verbraucherschützern

und Touristikern, sondern auch innerhalb

der Branche prallen die Meinungen

dazu aufeinander. Die Verbraucherschützer

argumentieren, der Kunde habe ein

Anrecht darauf, seine Flugzeit bei der Buchung

verbindlich zu erfahren. Schließlich

könne die Frage, ob ein Flug morgens oder

abends stattfindet, durchaus ausschlaggebend

für die Kaufentscheidung sein.

Die Veranstalter führen dagegen an,

dass Flexibilität bei der Planung von Charterflügen

notwendig sei, um günstige Preise

anbieten zu können. Wären sie zu einer

frühzeitigen Nennung fixer Flugzeiten

verpflichtet und müssten ihren Kunden

bei Flugzeitenänderungen Entschädigung

zahlen, würde dies zu einer erheblichen

Kostensteigerung führen.

In den Reisebüros herrscht zwar überwiegend

Verständnis für die wirtschaftlichen

Zwänge des Veranstaltergeschäfts.

Doch jeder Reiseprofi kennt auch Fälle,

in denen aus einem morgendlichen Hinflug

und einem abendlichen Rückflug ein

abendlicher Hinflug und ein morgendlicher

Rückflug geworden sind. Das Ergebnis:

Zwei Tage weniger Urlaub, jede Menge Erklärungsbedarf,

viel Arbeit und unzufriedene

Kunden. Daher stehen viele im Vertrieb

auf dem Standpunkt, der Gesetzgeber

müsse zumindest den Auswüchsen bei

Flugzeitenänderungen Einhalt gebieten.

Keine vagen Angaben.

Das Urteil des Bundesgerichtshofes zu

dieser Frage und eine zuvor getroffene

Entscheidung des Düsseldorfer Oberlandesgerichts

weisen in unterschiedliche

Richtungen, ohne einander ausdrücklich zu

22

10.1.2014 travel.one


© Fraport AG/Andreas Meinhardt

widersprechen. Der Bundesgerichtshof

(BGH) hat entschieden, dass eine Klausel

in den allgemeinen Reisebedingungen

von TUI rechtswidrig ist, nach der

die »endgültige Festlegung der Flugzeiten

dem Veranstalter obliegt« (Az. X ZR

24/13). Die Informationen über Flugzeiten

durch Reisebüros seien unverbindlich,

heißt es in der vom BGH kassierten

Klausel zudem.

In einer ersten Erläuterung des Urteils

stellt der BGH fest, dass »voraussichtliche

Flugzeiten zwar nicht unter

allen Umständen exakt einzuhalten«

seien. Die Kunden dürften aber »berechtigterweise

erwarten, dass die Reisezeiten

nicht ohne sachlichen Grund

geändert werden und dass der aus

den vorläufigen Angaben ersichtliche

Zeitrahmen nicht vollständig aufgegeben

wird«. Dass ein Veranstalter sich

das Recht einräume, »Flugzeiten beliebig

und unabhängig davon zu ändern,

ob ein sachlicher Grund dafür vorliegt«,

sei dem Reisenden, der »berechtigterweise

Sicherheit in der zeitlichen Planung

erwartet, auch bei Beachtung der

berechtigten Interessen des Reiseveranstalters,

..., nicht zuzumuten«.

Das Urteil ist nun rechtskräftig. Es

betrifft ausschließlich Flugpauschalreisen.

Nicht nur die entsprechenden

Klauseln von TUI sind davon betroffen,

sondern alle gleichen oder ähnlichen

AGB-Klauseln von Reiseveranstaltern.

Das Urteil des Oberlandesgerichts

Düsseldorf (Az. I-7 U 271/12) in einem

Verfahren, das der Bundesverband der

Verbraucherzentralen gegen Schauinsland

Reisen angestrengt hat, gewährt

dem Veranstalter dagegen das Recht,

Verträge ohne die Angabe von Flugzeiten

abzuschließen, wenn diese noch

nicht feststehen.

Sofern der Reisende vor seiner Buchung

wisse, dass zwar der Reisetag,

nicht aber die Tageszeit feststehe, sei

dagegen nichts einzuwenden. In diesem

Fall gelte die Regelung in §8 Abs.

1 Nr. 1 BGB-InfoV, nach der der Veranstalter

seine Kunden »rechtzeitig vor

Beginn der Reise über Abfahrt und Ankunftszeiten

zu unterrichten« habe.

Bringt man die beiden voneinander

unabhängigen Urteile auf einen Nenner,

lässt sich daraus ableiten: Wenn

Flugzeiten für eine Reise bekannt sind,

müssen sie angegeben werden und

sind verbindlich. Dass dies den Veranstaltern

nicht schmeckt, liegt auf der

Hand. TUI-Deutschland-Chef Christian

Clemens etwa rechnet mit »negativen

Folgen für die gesamte Reisebranche«,

da die Flexibilität bei der Planung von

Charterflügen drastisch sinke. »Wir

können aufgrund der zu erwartenden

Kostensteigerungen künftig nur noch

sehr eingeschränkt auf kurzfristige

Nachfrageschwankungen reagieren

– zum Beispiel in Krisensituationen«,

sagt er. Den Reiseveranstaltern werde

nun »vermutlich keine andere Wahl

bleiben, als die steigenden Kosten zumindest

in Teilen an die Verbraucher

weiterzugeben«. Christian Schmicke

travel.one 10.1.2014 23


produkt.thema

airlines.airports

Mehr Flüge nach MUC und BER

TAP Portugal erhöht die Frequenzen von Lissabon nach Deutschland.

© Werner Hennies/Flughafen München GmbH

n TAP Portugal fliegt von Juli an häufiger

zwischen Lissabon und Berlin sowie

München. Die Zahl der Flüge von

Berlin-Schönefeld erhöht sich von derzeit

sieben auf zwölf pro Woche, von

München aus startet die Airline dann 19

statt wie bisher 14 Mal. Außerdem verstärkt

TAP Portugal die Frequenzen zwischen

Lissabon und Kopenhagen, London-Gatwick,

Luxemburg, Manchester,

Oslo, Rom, Venedig und Wien.

Zum Jahreswechsel hat die portugiesische

Fluggesellschaft außerdem

die Grenzen für Freigepäck auf den

Strecken zwischen Europa und Afrika

vereinheitlicht. Auch nach Luanda, Maputo,

auf die Kapverden und nach São

Tomé können Executive-Class-Passagiere

nun zwei Gepäckstücke à 32 Kilo

München steht von Juli an

häufiger im Flugplan von TAP Portugal

mitnehmen; bislang waren es 40 Kilo.

Economy-Class-Passagiere dürfen zwei,

jeweils bis zu 23 Kilo schwere Gepäckstücke

ohne Aufpreis befördern lassen,

zuvor waren maximal 30 Kilo im Ticketpreis

enthalten.

Für Verbindungen innerhalb Portugals

und Europas gilt nach wie vor die

Regelung, dass Passagiere der Executive

Class zwei Gepäckstücke mit jeweils

maximal 32 Kilogramm Gewicht ohne

Aufpreis befördern lassen können. In

der Economy Class ist es ein Gepäckstück,

das bis zu 23 Kilo wiegen darf.

Übergepäck wird je nach Gewicht und

Route separat in Rechnung gestellt.

Details zu den Freigepäckregelungen

von TAP Portugal finden Reiseprofis

unter www.flytap.com

updates

RAK Airways aus Ras Al

Khaimah hat den Flugbetrieb

eingestellt. Die Airline

flog zuletzt von Ras

Al Khaimah nach Doha,

Peschawar, Islamabad, Lahore,

Jeddah, Riyadh, Calicut

und Kathmandu.

Lufthansa will das Vielfliegerprogramm

Miles &

More künftig in einer eigenständigen

Gesellschaft

führen. So soll die Zahl der

Geschäftspartner außerhalb

des Fluggeschäfts erhöht

und Umsatz und Gewinn

gesteigert werden,

heißt es. Ein Verkauf des

Vielfliegerprogramms sei

nicht geplant.

Sun Express fliegt für

FTI ab Mitte Januar nur

noch von Frankfurt und

Leipzig/Halle auf die Kanareninseln

Lanzarote und La

Palma. Die geplanten Verbindungen

von Düsseldorf,

München und Stuttgart

entfallen. Die Flüge von

Köln/Bonn wurden bereits

eingestellt.

Tiara Air aus Aruba hat

Gläubigerschutz beantragt.

Hauptgrund für die finanzielle

Schieflage seien ausstehende

Zahlungen aus

Venezuela, heißt es.

Im Rahmen eines

Codeshare-Abkommens

mit Garuda Indonesia können

Passagiere von All

Nippon Airways (ANA)

künftig von Jakarta aus bis

zu zehn Strecken innerhalb

Indonesiens unter ANA-

Flugnummer buchen.

Wizz Air fliegt von April

an zweimal wöchentlich,

am Montag und Freitag,

von Köln nach Skopje.

Germanwings fliegt

vom 30. März an zwischen

Karlsruhe/Baden-Baden

und Hamburg.

24

10.1.2014 travel.one


thema.produkt

Wöhrl will regionale Strecken ausweiten

n »Regionalverbindungen für Geschäftsleute abseits der großen Wirtschaftszentren

in Europa« will der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl nach der

Übernahme der Air France/KLM-Tochter Cityjet und ihrer Verschmelzung

mit seiner Linie Intersky auf die Beine stellen. Wöhrl stand bei Redaktionsschluss

nach eigener Aussage unmittelbar vor dem Abschluss des Kaufs. Der

Zusammenschluss solle groß genug sein, um nicht von den Großen wie Lufthansa

verdrängt zu werden, erklärt Wöhrl. Cityjet hat eine Flotte von 32 Flugzeugen,

unter der Marke Intersky sind fünf Maschinen unterwegs.

Air France/KLM plant, auch nach dem Abschluss des Kaufs weiter mit

Cityjet zu kooperieren. Mit dem Beginn des Sommerflugplans Ende März

streicht Cityjet die Verbindungen von London-City nach Münster-Osnabrück,

Paderborn-Lippstadt und Nürnberg. Die drei Strecken waren erst 2013 ins Liniennetz

aufgenommen worden.

Neue Langstrecken

ab Frankfurt

n Condor fliegt im nächsten Sommer

von Frankfurt nach Minneapolis

im US-Bundesstaat Minnesota.

Die Flüge starten vom 26. Juni bis

11. September montags und donnerstags,

zum Einsatz kommt eine

Boeing 767-300 mit Economy, Premium

Economy und Comfort Class.

Neben Minneapolis bedient Condor

in Nordamerika Baltimore/Washington,

Fort Lauderdale, Las Vegas, Seattle,

Anchorage, Calgary, Fairbanks,

Halifax, Toronto, Vancouver und

Whitehorse. Bereits eröffnet wurde

eine neue Verbindung von Frankfurt

nach Bangkok.

Air Europa fliegt

nach Santiago

n Die spanische Fluggesellschaft

Air Europa fliegt ab Ende März

dreimal wöchentlich von Madrid

via Salvador in Brasilien nach Santiago

de Chile. Zudem werden die

Frequenzen nach Salvador von

vier auf fünf erhöht, ursprünglich

waren tägliche Flüge geplant. Air

Europa startet Ende März zwei tägliche

Flüge von Frankfurt nach Madrid,

Anfang Mai kommen Verbindungen

ab München hinzu.

Der A380 fliegt bald für BA nach Johannesburg

British Airways investiert kräftig

© British Airways

© Air Europa

n British Airways will in den nächsten

Jahren rund sechs Milliarden Euro in die

Flottenerneuerung investieren. Kernpunkt

des Programms ist der Ausbau der Langstreckenflotte,

vor allem mit Boeing 787

und Airbus A380. Auf einigen Fernstrecken

kommen neue Flottenzugänge beider Flugzeugtypen

bereits in diesem Jahr zum Einsatz.

So fliegt Boeings Dreamliner ab Ende

März von London nach Hyderabad in Pakistan

und vom 1. Mai an nach Chengdu

in China. Im Juni startet die 787 nach Philadelphia

und von Juli an nach Calgary. Der

A-380 fliegt von Februar an auch zwischen

London und Johannesburg sowie von September

an in die US-Hauptstadt Washington.

Zudem baut BA die Frequenzen nach

Tokio-Haneda und Mexiko City aus.

Ab Mai kommt auf der Strecke von Düsseldorf

zum London City Airport eine 98-sitzige

Embraer E-190 zum Einsatz. Sie ersetzt

die 50-sitzigen Saab S-2000.

travel.one 10.1.2014 25


sales.schulung

»Akademiker« in

den Rockies

Bei Eisestemperaturen lernten die Reiseprofis

das Dertour-Programm und Alberta kennen.

01

Fotos © Travel One (01, 02, 04-07); Dertour/Jürgen Termer (03, 08, 09)

Die tief verschneiten Rockies, knackig kalte Temperaturen

und ein kurzweiliges Programm der kanadischen

Gastgeber von Travel Alberta und den lokalen Partnern

bildeten für rund 580 Expedienten den Rahmen der Dertour

Academy 2013 Anfang Dezember im Wintersportort Banff. Zu

Beginn der zwei Umläufe von jeweils fünf Tagen Länge stand

nach den Vorreisen innerhalb Albertas und durch andere

Provinzen Kanadas ein Besuch der Calgary Stampede an. Auf

dem Gelände der weltgrößten Rodeoveranstaltung erhielten

die Teilnehmer mit einer Extra-Vorstellung im Bullenreiten

einen Einblick in die Traditionen im Westen Kanadas.

Bevor in Banff dann der Schulungsteil losgehen konnte,

erkundeten die Reiseprofis in den Rockies bei eisigen Temperaturen

von unter minus 20 Grad Celsius den Banff National

Park, fuhren Ski in Lake Louise, wanderten in Schneeschuhen

oder glitten im Pferdeschlitten durch die winterliche Landschaft.

Bei einer Fahrt durch den Nationalpark bot sich im

Johnston Canyon mit den vereisten Wasserfällen ein besonderes

Naturschauspiel.

Produktinfos in spielerischer Form.

Schauplatz für die zwölf Themen-Workshops und 30 Round-

Table-Talks mit Partnern von Flug-, Hotel- und Bahnunternehmen

sowie von Fremdenverkehrsämtern, war an den

Tagen drei und vier der Academy das vom Panorama der Rockies

umgebene schlossähnliche Banff Springs Hotel. In Form

von Quiz-, Memory- oder Brettspielen erhielten die in Teams

aufgeteilten Reiseprofis Infos zum neuen Dertour-Programm

sowie den Neuigkeiten der Veranstaltungspartner. Dabei

konnten sie Punkte für die vier Einzel- und vier Teampreise

sammeln. Die Mannschaftssieger reisen dann in diesem Jahr

auf Einladung der Canadian Tourism Commission im Rahmen

der Fachstudienreise »Erlebnis Eisbären« nach Toronto und

durch die Provinz Manitoba.

26

10.1.2014 travel.one


schulung.sales

02

03

Buchungsschub für die Destination.

Mit der Resonanz der Teilnehmer und der Partner sehr

zufrieden zeigt sich Kevin Keogh, Senior Vice President

Sales & Marketing der DER Touristik. »Das 2010 neu gestartete

Konzept mit Workshops und Round-Table-Talks

wird von den Reiseprofis gut angenommen. Es gelingt

uns damit, den Austausch zwischen den Reisebüros und

den Produktmanagern zu fördern«, sagt er. Das Dertour-

Produktteam hat das Angebot für die kanadische Provinz

deutlich ausgebaut. Per Illian, Leiter Nordamerika

bei Dertour, ist sicher, dass auf die Dertour Academy in

diesem Jahr ein positiver Nachfrageeffekt folgt. Denn

die meisten der Teilnehmer hatten diesen Teil Kanadas

zuvor noch nie besucht.

»Die jeweilige Destination wird bereits vor der Academy

gut verkauft, und wir können anschließend ein

Wachstum über drei Jahre feststellen, das in einigen Jahren

eine Rate von bis zu 70 Prozent aufgewiesen hat«,

ergänzt Keogh und hofft natürlich auf einen ähnlichen

Effekt für Alberta.

Ein Thema, das für Keogh in diesem Jahr neben der

Produktschulung ganz oben auf der Liste stand, war die

kürzlich von DER Touristik gestartete Stiftung »Der Welt

verpflichtet«, mit dem das Unternehmen Schulprojekte

rund um die Welt unterstützt und aufbaut. »Unser Ziel

ist es, nachhaltig zu helfen. Wir wollen auch Reisebüros

dafür gewinnen. Mit Spenden von Kunden können wir

über die zehn Projekte der DER Touristik hinaus zusätzliche

Projekte unterstützen.« Bislang gebe es eine extrem

gute Resonanz. »Werden Sie Teil dieser Stiftung«,

lautet daher sein Appell an die Vertriebspartner.

In diesem Jahr findet die Dertour Academy wieder in

Europa statt. 2014 geht es nach Fjord- und Nordnorwegen.


Wolfram Marx

Weitere Fotos finden Sie in unserer Online-Galerie

unter www.travel-one.net/bildergalerie

08

04

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05

06

09

01 Zu Beginn wurden die Teilnehmer als Calgarians vereidigt 02

Kevin Keogh, Nadine Lehmann, Leiterin Verkaufsförderung und

Schulung, und Norbert Fiebig, CEO DER Touristik, fühlen sich in

Alberta zuhause 03 Bullenreiten: Einblick in das Leben im Westen

Kanadas 04–06 Workshops und Round-Table-Talks bildeten das

Schulungsprogramm 07 Das Banff Springs Hotel war der

Austragungsort der Academy 2013 08–09 Die Winterwelt der

Rockies als passendes Ambiente

travel.one 10.1.2014 27


sales.schulung

Belohnung

auf Arabisch

Anlässlich des 30-jährigen Firmenjubiläums

belohnte FTI die besten Vertriebspartner mit

einem Kurztrip nach Abu Dhabi.

Fotos © FTI (01, 02, 05); Travel One (03, 04)

01 Luden nach Abu Dhabi ein: FTI-Firmengründer Dietmar Gunz, Detlef

Haner, Country Manager Deutschland der Abu Dhabi Tourism Authority, FTI-

Vertriebschef Richard Reindl und Ralph Schiller, Geschäftsführer von FTI (v.l.)

01

Eine Fahrt in der schnellsten

Achterbahn der Welt, Übernachtungen

in einem verglasten

Turm, ein Ausflug in den

größten Wasserpark der Vereinigten

Arabischen Emirate, Mittagessen

an der Formel-1-Rennstrecke

und ein Besuch der weltweit

drittgrößten Moschee: So sah in

Kurzform das straff gebündelte

Programm der Incentive-Reise

»Meine Belohnung der Extraklasse«

von FTI aus.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens

lud der Münchner Veranstalter

150 seiner Top-Partner aus

Deutschland, Österreich und der

Schweiz nach Abu Dhabi ein. In

der Wüstenmetropole sollten die

Reiseprofis nicht nur die Vorzüge

des Emirates kennenlernen, sondern

auch neues Wissen mitnehmen.

Zum Beispiel aus den verschiedenen

Workshops, in denen

neben FTI auch wichtige Partner

des Veranstalters – etwa Etihad

Airways, Rixos, Bahia Principe

und Orascom – über Angebotsvielfalt

und Neuheiten des Reisesommers

2014 informierten. Mit

28

10.1.2014 travel.one


schulung.sales

03

02

dieser »schönen Mischung aus

Information, Land, Leuten und

Networking«, wie FTI-Geschäftsführer

Ralph Schiller es nannte,

wollte der Veranstalter in erster

Linie ein Dankeschön in Richtung

Vertrieb senden. Schließlich

sei FTI im Veranstaltergeschäft

allein im vergangenen Jahr um

14 Prozent gewachsen – das sei

ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit

mit dem Vertrieb,

schlussfolgert Schiller.

Damit das auch in Zukunft

so bleibt, verspricht sein Kollege

Richard Reindl, Direktor Verkauf

und Marketing, auch im nächsten

Geschäftsjahr ein »faires, transparentes

und planungssicheres

Gruppen-Modell« für die stationären

Vertriebspartner beizubehalten.

Wachstum für Abu Dhabi.

Dass sich FTI für Abu Dhabi als

Gastgeberland entschieden hat,

liegt für Firmengründer Dietmar

Gunz nahe: »Wir können für

das abgelaufene Geschäftsjahr

bei den Emirate-Buchungen ein

zweistelliges Wachstum verzeichnen«,

verrät er. Und auch

für die Zukunft hat Gunz mit

den Ländern auf der Arabischen

Halbinsel, in denen er nach wie

vor großes Potenzial sieht, viele

Pläne. »Wir werden hier die

nächsten Jahre weiter zweistellig

wachsen und auch unser

Nonstop-Flugangebot stärker optimieren«,

erläutert der Firmenchef.

Dazu sollen den FTI-Kunden

die Emirate künftig als ganzjährige

Alternative, etwa zur Türkei,

in allen Preisklassen schmackhaft

gemacht werden.

Ein Plan, der vor allem Detlef

Haner, der als Country Manager

bei der Abu Dhabi Tourism

Authority für Deutschland, Österreich

und die Schweiz verantwortlich

ist, gefallen dürfte.

Immerhin reisten im vergangenen

Geschäftsjahr rund 95.000

Gäste aus Deutschland nach Abu

Dhabi, erzählt er während der

Reise. Bis Anfang 2014 rechnet

der Landeswerber deshalb mit

insgesamt 25 Prozent mehr Gästen

als im Vorjahr. Kendra Mietke

04

05

02 Romantische Kulisse beim Gala-Dinner auf der Terrasse

des Emirates Palace 03 Blick auf die Skyline von Abu Dhabi

04 Hatten Spaß während der Präsentation der Highlights

des Reisesommers 2014: Richard Reindl, Ralph Schiller

und Dietmar Gunz 05 Mittagspause im Yas Viceroy an der

Formel-1-Rennstrecke von Abu Dhabi

travel.one 10.1.2014 29


sales.mix

© Bundeskartellamt

Bestpreisklausel untersagt

Kartellamtspräsident

Mundt

will eine

Beeinträchtigung

des

Wettbewerbs

verhindern

Tagesoptionen

auf Flex-Preise

n Costa Kreuzfahrten bietet künftig

bei Angeboten zu tagesaktuellen,

sogenannten Flex-Preisen eine Tagesoption

an. Kunden, die ihre Kreuzfahrt

zu diesem Tarif buchen wollen,

können die Reise für einen Tag reservieren.

Die Option läuft bis zum

Abend, dann wird aus der unverbindlichen

Anfrage automatisch eine feste

Buchung. Auf den regulären Katalogpreis

bietet Costa weiterhin Drei-

Tages-Optionen an.

n Das Bundeskartellamt

hat die Bestpreisklausel

von HRS als Verstoß gegen

das Kartellrecht eingestuft

und den weiteren Einsatz

untersagt. Das Hotelportal

muss die Klausel nun bis

zum 1. März aus den Verträgen

mit Hotels und den

AGB entfernen.

Durch diesen Vertragsbestandteil

sind die Hotels

verpflichtet, den jeweils

niedrigsten Zimmerpreis

sowie die günstigsten Buchungs-

und Stornobedingungen

über HRS anzubieten.

Seit 2012 sieht die Klausel

vor, dass die Hotels selbst

bei Buchungen direkt an der

Rezeption keine besseren

Konditionen bieten dürfen.

»Letztlich verhindern die

Klauseln, dass an anderer

Stelle niedrigere Hotelpreise

angeboten werden können.

Damit beeinträchtigen

Bestpreisklauseln den Wettbewerb

zwischen bestehenden

Portalen«, begründet

Kartellamtspräsident Andre

as Mundt den Schritt. Da

ihre Verträge ähnliche Klauseln

enthalten, laufen nun

auch Verfahren gegen Expedia

und Booking.

© Costa Crociere

updates

Amadeus hat den Hotel-IT-Anbieter

Newmarket International

übernommen. Das Unternehmen

entwickelt cloudbasierte Gruppenund

Event-IT-Lösungen.

Nach im Voraus bezahltem Gepäck

sind bei Finnair nun auch im

Voraus bezahlte Sitzplätze über

Sabre buchbar. Sie sind im Sitzplan

entsprechend gekennzeichnet.

Die Agenturen der TVG erzielten

im abgelaufenen Geschäftsjahr

ein Umsatzplus von elf Prozent. Die

Sonnenklar-Büros lagen 20 Prozent

über dem Vorjahr. Die Zahl der Büros

nahm um 65 zu.

Travel-IT hat ins Preisvergleichssystem

LM Plus Bilder, Videos und

Panoramen von Vianido integriert.

Das Modul kostet einen Aufpreis

von fünf Euro. Weitere Infos unter

Tel.: 0208/30 99 66 20.

Go East Reisen hat den neuen

Internetauftritt mit einer Buchungsmaschine

für Endkunden

und Reisebüros freigeschaltet.

Luftbilder

durch Heliview

n Sonnenklar TV greift nun auf den

Service Heliview von Traffics zurück.

Das Buchungstool der Berliner Softwarefirma

zeigt anhand von Hubschrauberaufnahmen

aktuelle Bilder

aus den jeweiligen Urlaubsregionen.

Für den Reiseshopping-Sender stelle

dies eine »optimale Ergänzung zu den

selbstproduzierten Hotelfilmen dar«,

wie Geschäftsführer Andreas Eickelkamp

sagt. So erhalte der Kunde ein

Maximum an Informationen. Heliview

ermöglicht bislang virtuelle Rundflüge

über Spanien, Portugal und die Türkei.

Auch Bilder von Korfu sind seit Kurzem

aus der Luftperspektive zu sehen.

30

10.1.2014 travel.one


HEUTE SCHON WISSEN,

WAS SIE MORGEN

WISSEN MÜSSEN.

5. – 8. März 2014 · itb-kongress.de

thema.sales

Sechs Reisebüros können am ITB-Stand von JT verkaufen

© JT Touristik

Messeverkauf am JT-Stand

n JT Touristik räumt sechs

Reisebüros eine Verkaufsmöglichkeit

auf der diesjährigen

ITB ein. Jeweils drei Agenturen

können an den beiden Publikumstagen

8. und 9. März am

Stand des Veranstalters Reisen

von JT Touristik verkaufen. Die

Umsätze werden der Agenturnummer

gutgeschrieben, JT-

Chefin Jasmin Taylor verspricht

volle Provision. Die Reiseprofis

erhalten zehn Tagestickets für

die Weitergabe an Kunden.

Voraussetzung für die Teilnahme

sind ein Agenturvertrag

mit JT und ein Mindestumsatz

von 15.000 Euro im

vergangenen Geschäftsjahr.

Bewerbungen sind bis zum 31.

Januar unter agentur@jt.de

möglich.

Start für Hub 2.0

n Peakwork hat die Player-Hub-Technologie mit

dem Hub 2.0 ausgestattet. Zu den neuen Systemelementen

gehört nun eine Anpassung an die Abfragelogik

des DRV, die die Anforderungen diverser

Veranstalter und Marktteilnehmer berücksichtigt.

Die Betreiber des Hubs haben nun die Wahl zwischen

dem Webservice des DRV oder von Peakwork,

können aber auch beide parallel einsetzen.

Bei den Global Types wurden die Reisearten um

Kriterien wie Strandurlaub, Städte, Designhotels

oder auch Party & Event erweitert. Sie sollen damit

eine gezieltere Suche für ausgewählte Zielgruppen

ermöglichen.

ITB Berlin Kongress

Der weltweit größte Fachkongress der Reiseindustrie hat sich

als Ihre zentrale Wissensplattform etabliert. Freuen Sie sich auf

hochkarätige Vorträge zu globalen Tourismustrends, die Ihnen

einen wertvollen Wissensvorsprung verschaffen.

Denn Sie erfahren das Wichtigste als Erster.

travel.one 10.1.2014 31


destination.kroatien

Wie anno dazumal

Zagreb lässt historische

Figuren auferstehen. Eine

Journalistin, Kohleverkäufer

und k.u.k.-Offiziere zeigen

Besuchern ihre Stadt – mit

dem Ziel, der Metropole

mehr Gäste zu bescheren.

01

© Christian Weiß

Mit Schwung schiebt der Soldat

den schweren Säbel zurück

in sein Futteral. Es ist

Wachwechsel. 20 junge Männer in den

Uniformen der früheren kroatischen

Garde sind auf dem Markusplatz in

der Zagreber Altstadt angetreten. Jeder

von ihnen trägt das berühmte

rote Halstuch, das später als Krawatte

bekannt wurde. Sie paradieren im

Rhythmus der Trommeln. Unruhig

trippeln die Pferde auf dem Kopfsteinpflaster,

während der Offizier die Parade

abnimmt: Vor dem kroatischen

Parlament, wo tagsüber Abgeordnete

in dunklen Anzügen ein- und ausgehen,

wird zumindest am Wochenende

die österreichisch-ungarische Geschichte

des Landes wieder lebendig.

Nicht weit davon entfernt schmettert

in Seide und Brokat gekleidet

Barbara Suttodolčan eine Opernarie.

Die 19-jährige Studentin der Zagreber

Hochschule für Musik – deren größter

Traum es wäre, in der Metropolitan

Opera in New York zu singen – ist in

die Rolle einer Opernsängerin des

Kroatischen Nationaltheaters aus

dem 19. Jahrhundert geschlüpft.

»Wir wollen bekannte und unbekannte

Zagreber Personen wieder

auferstehen lassen«, erklärt Marlisa

Fasaić vom Touristenbüro der Haupt-

32

10.1.2014 travel.one


kroatien.destination

stadt Kroatiens den Hintergrund dieser

»Zagreber Zeitmaschine«. Schwerpunkt

sind dabei die Jahre, in denen die Stadt Teil

der österreichisch-ungarischen Monarchie

war. 15 verschiedene Charaktere vom Kohlenverkäufer

bis zum k.u.k.-Offizier treten

am Wochenende abends auf und lassen die

Besucher an der Geschichte zwischen 1867

und 1918 teilhaben. Personen aus der Nachkriegszeit

kommen noch nicht zu Wort.

»Das ist noch zu jung«, sagt Fasaić.

Lange hatte Zagreb im Gegensatz zu

den bei Touristen beliebten Orten und

Stränden an der Adriaküste eher ein Schattendasein

geführt. Doch inzwischen ist die

Hauptstadt im Hinterland selbstbewusster

geworden und wirbt mit verschiedenen

Konzepten um Besucher – im Sommer mit

der Zeitmaschine, im Winter mit dem Programm

»Zagreb im Advent«, bei dem auf

mehreren Bühnen über die Stadt verteilt

Bands auftreten und an vielen verschiedenen

Weihnachtsmärkten innerhalb der

Altstadt kroatische Winterspezialitäten angeboten

werden. Die Aktionen zahlen sich

aus: Allein im Oktober kamen 79.320 Besucher

– 15 Prozent mehr als noch 2012.

Historie und urbanes Leben.

Auf dem Markusplatz hat inzwischen Sanja

Pandurić ihre Tageskleidung – Jeans

und T-Shirt – gegen ein mit Rüschen und

Bordüren verziertes langes Kleid aus dem

19. Jahrhundert getauscht. So angezogen

berichtet sie Gästen von der berühmten

Zagreber Journalistin und Feministin Marija

Jurić Zagorka. Sie wird dabei begleitet

von einem ebenfalls historisch gekleideten

Zeitungsjungen, der lautstark die neuesten

Nachrichten anpreist. »Zagorka war Anfang

des 20. Jahrhunderts die erste Journalistin

in Zagreb und kämpfte gegen die gesellschaftliche

Unterdrückung der Frauen

und für ihre Rechte«, erzählt Pandurić. Sie

kennt die Rolle der Journalistin gut. Denn

tagsüber arbeitet die Kroatin bei einem Radiosender

selbst in diesem Beruf.

© Christian Weiß

02

01 Sanja Pandurić schlüpft regelmäßig

in die Rolle der Journalis tin

Marija Jurić Zagorka

02 Die Kneipenstraße Tkalčićeva

ist sowohl tagsüber als auch abends

ein beliebter Treffpunkt

Während die Touristen mit der Zeitmaschine

in die vergangenen Jahrhunderte

zurückversetzt werden, pulsiert in der Innenstadt

das Leben. In den Cafés und Bars

der Zagreber Kneipenstraße Tkalčićeva

trifft man sich tagsüber wie abends auf

einen Kaffee oder einen Drink. Diese Kaffeepause

gehört in Kroatien zum täglichen

Leben. Hier werden Freundschaften gepflegt,

aber auch mit Geschäftsfreunden

der nächste Vertrag besprochen. Zagreb

hat sich das gewisse Etwas der ehemaligen

k.u.k.-Monarchie bewahrt, in der die Uhren

etwas langsamer, gemütlicher gingen.

Große Teile der Altstadt sind in der Zuckerbäcker-Architektur

der österreichischungarischen

Monarchie – zu ihr gehörte

Kroatien bis Ende des Ersten Weltkrieges

– erhalten. In den vergangenen Jahren liebevoll

restauriert, geben die Gebäude aus

der Gründer- und Jugendstilzeit heute der

Stadt an der Save ein einzigartiges Flair,

das an vielen Stellen an die große Schwesterstadt

Wien erinnert.

Restaurant-

Tipps

Fischrestaurant »Korčula«,

eines der besten Fischrestaurants

der Stadt,

Teslina 17,

Tel. 00385-1-4 87 21 59

Spezialitätenrestaurant

»Ivica i Marica«

(Deutsch: Hänsel und Gretel),

serviert auch vegetarische

Gerichte,

Tkalčićeva 70,

Tel. 00385-1-4 82 89 99

Brauerei »Medvedgrad«,

kleines Restaurant mit selbstgebrautem

Bier und typisch

regionalen Gerichten,

Tkalčićeva 36,

Tel. 00385-1-4 92 96 13

travel.one 10.1.2014 33


destination.kroatien

Museen

in Zagreb

Museum für

kroatische Geschichte,

Matoševa 9,

www.hismus.hr

1846 eröffnet, bewahrt und präsentiert

das Museum das geschichtliche

Erbe Kroatiens.

Galerie-Zentrum

Museum Mimara,

Rooseveltov trg 5,

www.mimara.hr

Den Fundus des Museums

machen rund 3.750 Kunstwerke

unterschiedlicher

Kunstrichtungen, Materialien

und Kulturkreise aus.

Museum der zerbrochenen

Beziehungen,

Ćirilometodska 2,

www.brokenships.com

Das Museum zeigt, was nach

beendeten Beziehungen von

diesen noch übriggeblieben ist

– vom Hochzeitskleid bis hin

zum Sexspielzeug.

Sanja Pandurić hat sich erneut umgezogen.

In einem grauen Seidenkleid moderiert sie

nun im Park Zrinjevac ein Promenadenkonzert.

Wie ein grünes »U« ziehen sich

die Parkanlagen, zu denen der Zrinjevac

gehört, rund um die Altstadt. Hier befinden

sich die meisten repräsentativen Gebäude

aus dem 19. Jahrhundert, wie das Nationaltheater

oder der Kunstpavillon. In diesen

Parks treffen sich junge Pärchen zum

Stelldichein, aber auch Bekannte, die in der

Mittagspause Neuigkeiten austauschen,

oder Musikliebhaber, um im alten Pavillon

Konzerten zu lauschen.

Radtour durch Neu-Zagreb.

Heute moderiert Pandurić im alten Musikpavillon

ein Folklorekonzert des Zrinjevac.

Unter die Zuschauer haben sich wieder

Schauspieler der Zagreber Zeitmaschine

in Kostümen aus dem 19. Jahrhundert gemischt.

Offiziere in Uniformen der kaiserlichen

Armee flanieren durch die Parkanlagen,

während am Rande des Platzes ein

Zagreber Fotograf sein Stativ aufgebaut

hat. Wer möchte, kann sich von ihm als

Souvenir in historischer Kleidung fotografieren

lassen. Gleich daneben bietet ein alter

Kutscher mit seinem Fiaker Rundfahrten

um den Park an.

Der Park Zrinjevac ist auch eine der

Stationen, die die 44-jährige Alina Mezić

bei ihren Fahrradtouren anfährt. Seit drei

Jahren bietet sie mit ihrem Partner unter

dem Namen Bluebike geführte Radtouren

durch Zagreb an: »Es ist dumm, zu laufen,

wenn man doch mit dem Fahrrad fahren

kann«, sagt die Designerin und lächelt, »ich

habe dies zum ersten Mal in Buenos Aires

gesehen.« Und ihr Entschluss stand damals

schnell fest: Mit dem Fahrrad lässt sich die

kroatische Hauptstadt am besten und am

schnellsten erkunden.

In ihrem Programm führt sie jedoch

nicht nur Touren durch das historische

Zagreb, sondern auch in den modernen

Stadtteil Novi Zagreb auf der anderen Seite

der Save. »Viele haben so eine Architektur

noch nie gesehen«, weiß Mezić. Hier sind in

den vergangenen Jahrzehnten Wohnsiedlungen

mit realsozialistischer Architektur

in Fertigteilbauweise entstanden. Dazu

gehört das Messezentrum genauso wie die

Trabantenstadt rund um den Park Bundek.

Der Charme ist spröde – Betonbauten reihen

sich aneinander, mit Cafés und Läden

in den Erdgeschossen.

Doch die meisten Bewohner hängen an

ihrer modernen Umgebung, weiß Mezić.

Denn jeder dieser Häuserblocks ist eine

Stadt im Kleinen, die im Laufe der Jahre

ihre ganz eigene Atmosphäre entwickelt

hat. Und die Bewohner stehen trotz der Anonymität

der Großstadt zusammen, helfen

einander oder grillen gemeinsam am Wochenende

die berühmten Ćevapčići oder zu

besonderen Gelegenheiten auch mal ein

Spanferkel.

34

10.1.2014 travel.one


kroatien.destination

Wenn man nicht stattdessen gemeinsam

abends in die Innenstadt geht, um in den

Cafés und Bars der Tkalčićeva Freunde zu

treffen oder durch die Straßen zu promenieren

und den Musikern zuzuhören. Denn

das Nachtleben spielt sich meist auf der

© xbrchx/Shutterstock.com

Der zentrale Platz der

kroatischen Hauptstadt:

Ban-Jelačić

Straße ab. Hier wird auch dann noch weitergefeiert,

wenn der alte Lampenanzünder

in der historischen Altstadt längst wieder

seine Gaslaternen gelöscht hat. Und Zagreb

macht sich bereit, für einen neuen Tag mit

der Zagreber Zeitmaschine. Christian Weiß

Führungen

durch Zagreb

Tourist Info Zagreb

informiert über Termine und

Treffpunkte der »Zeitmaschine«.

Die kostenlosen Führungen

finden von Mitte April an

immer samstags statt.

Trg bana J. Jelacica 11

www.zagreb-touristinfo.hr

info@zagreb-touristinfo.hr

Tel. 00385-1-4 81 40 51

Bluebike Zagreb

bietet Fahrradtouren

durch die Stadt an.

Ban Josip Jelacic Trg 15

www.zagrebbybike.com

info@zagrebbybike.com

Tel. 00385-98-1 88 33 44

travel.one 10.1.2014 35


destination.kroatien

Liebling

an der Adria

Veranstalter reagieren auf die steigende Nachfrage nach Kroatien-Urlaub.

Malerische Fischerdörfchen,

zahlreiche

Strände, eine von

der EU bescheinigte hervorragende

Badequalität,

gastfreundliche Bewohner,

eine vielerorts unberührte

Inselwelt: Die Liste der Argumente,

warum Urlauber

die schönste Zeit im Jahr in

Kroatien verbringen sollten,

ist lang. Dabei sind nicht nur

die Tourismuswerber bemüht,

ihrem Land, das seit

Sommer 2013 auch Mitglied

der Europäischen Union ist,

das richtige Image zu verpassen.

Auch Reiseveranstalter

wollen die Vorzüge

Kroatiens in Szene setzen,

schließlich ist das Land der

Mittelmeerverkaufsschlager

der vergangenen zwei Jahre

gewesen. Ein Trend, der

sich auch durch dieses Jahr

ziehen kann. Nach zwei aufeinanderfolgenden

»Rekordjahren«,

wie es in der Kroatischen

Zentrale für Tourismus

mit Sitz in Frankfurt heißt,

sind die Aussichten gut, dass

die Einreisezahl von zwei

Millionen deutschen Gästen

im vergangenen Jahr in 2014

übertroffen wird.

Angebote ausgebaut.

Das Gros der Veranstalter

reagiert auf die steigende

Nachfrage nach Kroatien-

Urlaub und stockt das Portfolio

immer mehr auf. Mit

den Programmen wachsen

auch die Erwartungen für

die neue Saison. Kroatien-

© Croatian National Tourist Board

Spezialist Riva Tours beispielsweise

rechnet nach

einem guten Buchungsstart

für den Sommer mit erneuten

Zuwächsen. »Wir haben

das Angebot noch einmal

überarbeitet und selektiert«,

Kleine Paradiese finden Urlauber an der

Kvarner Bucht, etwa in Lubenice

36

10.1.2014 travel.one


kroatien.destination

I.D. RIVA Tours

2014

Villen, Ferienhäuser und

-wohnungen, Pensionen, Kreuzfahrten

auf Motorseglern und

-yachten, Hotels, Ferienanlagen,

Mobilheime, Themenreisen,

u.v.m.

KROATIEN

KREUZFAHRTEN ZWISCHEN TAUSEND INSELN 2014

BLAUE REISE

kroatien

Ferienhäuser | Villen | Ferienwohnungen | Pensionen

2014

Die Unescogeschützte

Altstadt

von Dubrovnik ist ein

starker Besuchermagnet

BADEN

RADFAHREN

WANDERN

CHARTER

KROATIEN2014

KROATIEN

MOBILHEIME AUF CAMPINGPLÄTZEN

2014

erklärt Geschäftsführer Selimir

Ognjenovic. Er wolle künftig

stärker die Qualität in den

Fokus rücken und »auf Klasse

statt Masse« setzen. Auch bei

FTI hat sich Kroatien in der

vergangenen Sommersaison

© Croatian National Tourist Board

als »eine der beliebtesten

Reisedestinationen« etabliert,

berichtet Luca Picone,

der bei den Münchnern für

Kroatien verantwortlich ist.

Mit einem, wie er sagt, hohen

zweistelligen Gäste- und

Umsatzplus im Rücken stehe

einem kontinuierlichen Ausbau

des Programms nichts

im Wege. »Wir planen eine

Weiterentwicklung. Der

Schwerpunkt wird dabei auf

hochwertigen Drei- und Vier-

Sterne-Hotels liegen«, verrät

Picone. Bereits zum Sommer

2014 ist die Auswahl bei FTI

um 14 Prozent gewachsen,

neu für Kroatien buchbar

sind nun zum Beispiel auch

die markeneigenen Produkte

Sportiv, Wellness, 2sam und

Urlaub mit Charme.

Gleiches gilt für Konkurrent

Neckermann Reisen. Der

Veranstalter expandiert mit

seinen Konzepthotelmarken

Sentido, Smartline und Sunconnect

nach Kroatien und

erweitert damit die Zahl der

Exklusivunterkünfte. Damit

und durch neue Konzepte –

Sunconnect etwa geht dieses

Jahr an den Start – rechnet

Produktmanagerin Daniela

Köhler 2014 ebenfalls mit einem

Buchungsplus.

Ameropa mischt mit.

Mit Ameropa wird zudem ein

neuer Kroatien-Anbieter in

das Geschäft einsteigen und

2014 ebenfalls Urlauber an

die Adria schicken. »Kroatien

ist für uns ein gut erreichbares

Reiseziel mit einer idealen

Kombination aus Kultur

und Natur«, erklärt Susanne

Schlung, Bereichsleiterin

Touristik und Marketing bei

Ameropa. Die eingetroffenen

Buchungen für die kommende

Saison seien bereits »vielversprechend«,

sagt sie und

blickt nach der »gut gestarteten

Saison« optimistisch

in die Zukunft. Als Kroatien-

Neuling will sich die Bahn-

Tochter zunächst auf die

Lieblingsregionen der Deut-

10% Provision ab der

ersten Buchung

persönliche Ansprechpartner

in der Zentrale in München

über 70 Mitarbeiter

direkt vor Ort

Kompetenz und

Erfahrung seit 1994

Buchbar über:

START, MERLIN, BistroPortal, Traffics

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travel.one 10.1.2014 37

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I.D. RIVA Tours GmbH

Neuhauser Str. 27

80331 München

Tel.: 089 / 23 11 000


destination.kroatien

schen konzentrieren. Dazu zählen Istrien,

Dalmatien und die Kvarner Bucht.

Istrien allerdings gilt dabei nach wie

vor als Urlaubers Liebling, wie die Anbieter

wissen. Auf der Halbinsel an der

nördlichen Adria steche die Nachfrage

deutlich hervor, sagt FTI-Mann Picone.

Von Istrien als »eindeutigem Spitzenreiter«

des Landes, spricht auch Arlett

Walleck, zuständig für das Zielgebiet

bei der Luxusmarke Thomas Cook Selection.

Dort sei das Hotelangebot am

hochwertigsten, unterstreicht die Touristikerin.

Kritik an Hotellerie.

Ginge es nach den Veranstaltern, müsste

die Zahl der Unterkünfte im Land

aber noch weiter wachsen. Besonders

in der Hochsaison gebe es Engpässe.

Und auch die Zusammenarbeit mit einigen

Hoteliers sei verbesserungswürdig,

findet Riva-Tours-Chef Ognjenovic.

Er wünscht sich »mehr Fairplay«, wie er

sagt. Viele Hotelpartner begriffen nicht,

dass es der Veranstalter sei, der über einen

Großteil der Saison die Häuser gut

fülle, und nicht der Hotelier. Zudem sei

es völlig überzogen, für ein renoviertes

und von drei auf vier Sterne aufgewertetes

Hotel einen um 60 Prozent höheren

Preis zu verlangen. »Eine deutliche

Verbesserung der Qualität sollte mit einer

moderaten Preiserhöhung vereinbar

sein«, fordert deshalb der Kroatien-

Experte.

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Landeswerber

müssten stärker am touristischen

Image des Landes feilen, erklären

Veranstalter. Oftmals wüssten

Kunden nicht um die Vielseitigkeit der

Destination. »Wir hören von Gästen vor

Ort häufig die Aussage, dass sie positiv

überrascht seien. Das führt mich zu der

Frage: Was haben Sie erwartet?«, führt

Riva-Tours-Chef Ognjenovic an. Zwar

habe Kroatien in der Vergangenheit

viel in Infrastruktur, Service und Hotellerie

investiert, und auch die Zusammenarbeit

mit der Fremdenverkehrszentrale

funktioniere sehr gut. Aber

in der öffentlichen Wahrnehmung, so

meint FTI-Manager Picone, werde das

Land noch immer nicht als Ziel für

»junge und aktive Urlauber gesehen,

das auch außerhalb der Hochsaison

viel zu bieten hat«. In Sachen Image

und Bekanntheitsgrad gebe es deshalb

noch viel Luft nach oben.


Kendra Mietke

© Croatian National Tourist Board

Die Insel Hvar ist

ein beliebtes Ziel

vor der Dalmatischen

Küste

38

10.1.2014 travel.one


kroatien.destination

Positive Bilanz für 2013 – der kroatische Nationalcarrier muss aber weiter kräftig sparen

© Croatia Airlines

Jetzt Sommerurlaub 2014

buchen!

Rückflug in die

schwarzen Zahlen

Mit guten Ergebnissen verabschiedete sich Croatia Airlines

aus dem Jahr 2013, dennoch hat die Airline weiter zu kämpfen.

n Es ist noch gar nicht lange her, da

brodelte es in der Gerüchteküche um

Croatia Airlines gewaltig: Der kroatische

Nationalcarrier stehe kurz vor

der Insolvenz, hieß es im Mai. Immer

wieder rote Zahlen, dazu vier bestellte,

aber angeblich nicht mehr bezahlbare

Airbus befeuerten die Diskussion weiter.

Das Personal begann zu streiken.

Kroatischen Medien zufolge soll die

Regierung zu diesem Zeitpunkt bereits

überlegt haben, die Fluggesellschaft in

die Insolvenz laufen zu lassen und anschließend

schuldenfrei erneut aus der

Taufe zu heben.

Doch nun scheint es für die krisengebeutelte

Airline wieder ein wenig

bergauf zu gehen. Denn der wirtschaftlich

schwierigen Lage zum Trotz

konnte Croatia Airlines mit einem

gezielten Maßnahmenpaket im abgelaufenen

Geschäftsjahr aus den roten

Zahlen fliegen und einen Nettogewinn

von 20,3 Millionen Kuna, das sind rund

2,6 Millionen Euro, verzeichnen. Der

operative Gewinn stieg auf 28,8 Millionen

Kuna (3,7 Millionen Euro). Damit

hätten sich die Bemühungen um eine

Kostensenkung, etwa durch die Umstrukturierung

der Flugzeiten, Streckenstreichungen,

eine Anpassung der

Arbeitsprozesse und neue Werbeaktionen,

rentiert, so die Airline. Nun solle

die Kostensenkung eine »fortdauernde

Aufgabe« innerhalb des Unternehmens

werden, heißt es.

Ungeachtet dessen hält die kroatische

Regierung weiterhin an ihren Plänen

fest, die Fluggesellschaft teilweise

zu privatisieren. Bis Ende November

2013 standen 49 Prozent der Anteile

von Croatia Airlines bereits zum Verkauf,

allerdings hat sich bis zum Ablauf

der Frist kein Käufer gefunden. Nun

hofft die Regierung, in einer zweiten

Verkaufsrunde und mit Blick auf die

positiven Bilanzzahlen, einen Investor

zu finden.

KM

© travelpeter/Fotolia.com

Europa ganz nah.

Der neue Ameropa-Reisen Katalog mit

traumhaften Reisezielen für Ihre Kunden.

NEU: Kroatien und Polen

Ferienhotels und ‐wohnungen in Österreich,

der Schweiz, Italien, Frankreich inklusive

Korsika, Niederlande, Belgien, Tschechien

Attraktive Sparangebote und Frühbuchervorteile

Tipp: Kroatien

• Istrien, Kvarner Bucht, Mittel- und

Süddalmatien

• 40 Hotels (2 bis 5 Sterne) in 25 Zielorten

• 2 Motorsegler Rundreisen:

z. B. 1 Woche „Malediven-Feeling“ mit

Halbpension ab 629 €

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Aktuelles unter www.ameropa-infonet.de

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travel.one 10.1.2014 39


destination.kroatien

Dubrovnik zählt zu den Zielen im Kroatien-Programm von Ameropa

Ameropa nimmt Kroatien auf

n Kroatien ist in diesem Jahr ein neues

Reiseziel im Portfolio von Ameropa. Der

Veranstalter bietet Kunden im Katalog

»Europa ganz nah« 40 Hotels im Zweiund

Fünf-Sterne-Bereich auf der Halbinsel

Istrien sowie rund um die Kvarner

Bucht und Dalmatien an. Hinzu kommen

die zwei Motorsegler-Rundreisen »Die

schönsten Inseln Süddalmatiens« und

»Erlebnis Norddalmatien«.

Um Counterkräften die neuen Angebote

näher zu bringen, veranstaltet

Ameropa auch eine 45-minütige Online-

Schulung für maximal 24 Teilnehmer. In

dem virtuellen Training erläutert Produktmanager

Mehdi Langanke nützliche Infos

und Verkaufstipps rund um das neue

Ameropa-Ziel. In diesem Monat können

Expedienten noch jeden Dienstag und

Donnerstag von 8:15 Uhr bis 9 Uhr an der

Schulung teilnehmen.

Anmeldungen erfolgen auf:

www.ameropa-infonet.de/info/

online-schulung-kroatien2

© Ameropa

Neue Schiffe,

neue Routen

n Im Kreuzfahrten-Katalog 2014

von ID Riva Tours finden Reisebüros

neben den drei mit 18 Kabinen

bestückten Neuzugängen Vita,

Princess Aloha (beide ab Zadar und

Dubrovnik) und Atlantic (ab Rijeka)

auch fünf neue Routen. Die »Perlen

Dalmatiens« von Zadar nach Dubrovnik

und eine Route ab Trogir

durch Mittel- und Süddalmatien ergänzen

nun das Programm. Außerdem

bietet Riva Tours nun kostenlose

Stadtführungen an. Kataloge

können über info@idriva.de bestellt

werden.

© Riva Tours

updates

Vom 24. Juni bis zum 30.

August fliegt Easyjet während

des Sommers zweimal

pro Woche von Hamburg aus

nach Split, bis zum 18. Oktober

wird die Strecke noch

einmal pro Woche bedient.

Interchalet hat das Angebot

für Kroatien weiter ausgebaut.

Neue Unterkünfte

sind in Istrien und Dalmatien

und an der Kvarner Bucht zu

finden.

In Dubrovnik wollen die

Hotelgruppen Jadranski

Luksuzni Hoteli und Riviera

Adria rund 60 Millionen Euro

in die dort bestehenden Anlagen

investieren.

ITS hat Kroatien als neues

Ziel in den Katalog für Familienreisen

aufgenommen.

Für Kinder gibt es im Katalog

auch einen aufklappbaren

Teil mit einer kleinen Knotenkunde

zum Thema Segeln.

Alltours bietet im Sommer

erstmals Flüge nach Rijeka

und Zadar an. Zudem

hat der Veranstalter das Angebot

an Unterkünften in

der Kvarner Bucht und in

Norddalmatien ausgebaut.

Im neuen Katalog von

Misir Sonnenlandreisen

sind nun auch Mobilheime

buchbar. Fünf verschiedene

Camps im Drei- bis Vier-Sterne-Segment

hat der Veranstalter

in Istrien, Dalmatien,

Dubrovnik und der Kvarner

Bucht aufgenommen. Der

Katalog ist online abrufbar:

www.kroatien-misir.de/

katalog-2014

Mitte Mai eröffnet der Dalmacija

Aquapark. Rund 20

Minuten von Split entfernt in

Süd-Dugopolje wartet er auf

120.000 Quadratmetern mit

mehreren Pools und einem

See auf.

40

10.1.2014 travel.one


kroatien.destination

Mehr Sterne

n Die kroatische Hotelkette Valamar

Hotels & Resorts hat für 2014 in die

Aufwertung einiger Anlagen investiert.

So wurde etwa das Argosy Hotel in Dubrovnik

mit einem neuen Outdoorpool

und einem Wellnessbereich ausgestattet,

nun wirbt es mit vier statt

drei Sternen. Auch das Zagreb Hotel

in Poreč bietet mittlerweile Vier-Sterne-Komfort

sowie behindertengerechte

Zimmer und neue Spielplätze. Als

Prestigeobjekt der Hotelgruppe wird

zudem im Juni das Fünf-Sterne-Haus

Valamar Dubrovnik President mit 113

neuen Zimmern wieder eröffnet.

© Valamar Hotels & Resorts

Moderne Einrichtung

und neuer Poolbereich

im Argosy Hotel

NEU ab Sommer 2014 – SunConnect Resorts

Urlaubshotels für die ganze Familie, um in Verbindung zu bleiben und neue Kontakte zu knüpfen

be connected – im Resort

ConnectWLAN

Familienfreundliche Zimmer

ConnectBar am Pool mit Docking Stationen

ConnectTeen Lounge mit Chill-out-Bereich

Egal, ob im familienfreundlichen Zimmer, in der Lobby, beim Sonnenbaden am Pool oder in der

ConnectTeen Lounge mit Chill-out-Bereich – jedes unserer SunConnect Resorts bietet kostenloses

ConnectWLAN, damit alle Gäste mit Ihren Freunden in Verbindung bleiben.

be connected – mit neuen Freunden

ConnectTables im Restaurant (8er-Tische)

Kids Club und ConnectFun, Action für Groß & Klein (z. B. Geocaching und Xbox Kinect)

Ein Abendessen an ConnectTables im Restaurant genießen (8er-Tische), an Aktivitäten für Groß

und Klein teilnehmen oder einfach an der ConnectBar chillen – überall bieten wir Ihren Kunden

die Möglichkeit, Gleichgesinnte kennenzulernen.

be connected – mit uns

ConnectScout als Ansprechpartner

Die SunConnect Resorts sind der Zukunft einen Schritt voraus: Viele Tipps und Hinweise finden

Ihre Kunden auf unserer Website – so können sie ihre Aktivitäten schon vor ihrer Abreise planen.

Vor Ort erhalten alle Gäste von unserem ConnectScout weitere wertvolle Infos über die digitalen

Möglichkeiten.

4 x in der Türkei, 3 x in Spanien, 1 x in Kroatien, 1 x in Tunesien, 1 x auf Zypern

Mehr Infos

finden Sie unter

www.tc-infonet.de

travel.one 10.1.2014 41


destination.nordische länder

© Frithjof Fure

Landschaft pur

Nicht umsonst gilt Fjordnorwegen als beliebtestes Urlaubsziel des Landes.

Die Natur zeigt sich in der Region von ihrer schönsten Seite.

Wie aus dem Bilderbuch: Der

Aurlandsfjord (oben)ist ein

Seitenarm des Sognefjords

Als hätten sie es gewusst, sind sie an

diesem Abend nicht im Tal geblieben,

sondern auf den Gipfel gekommen.

Nun liegen die Schafe wiederkäuend

in der Sonne und es scheint, als würden

auch sie das Naturschauspiel verfolgen:

Unter ihnen wabern Wolken. Sie ziehen

von Nord nach Süd, über Bergrücken hinweg

und verschmelzen über dem Meer mit

einer dicken Wolkenschicht.

Das Vestkapp gilt als Wetterscheide.

Wer sich auf den westlichsten Festlandspunkt

Norwegens begibt, erlebt Petrus'

Launen und steht mal im dicken Nebel,

mal in der Sonne. An diesem Tag haben

Mensch und Tier von ihrem Logenplatz

aus freie Sicht auf die bekannteste Region

des Landes. Der nördliche Teil Fjordnorwegens

– das Jugendstilstädtchen ålesund

und der berühmte Geirangerfjord – versteckt

sich jedoch unter Wolken, nur ein

paar Bergspitzen lugen aus dem Weiß

heraus. Der etwas südlicher gelegene Gletscher

Jostedalsbreen dagegen glitzert in

der Sonne. Und in der Ferne sind die Berge

zu sehen, die den imposanten Sognefjord

einrahmen.

Fjordnorwegen ist die größte und

beliebteste Tourismusdestination des

skandinavischen Staates. Sowohl Norweger

als auch Ausländer verbringen gerne

ihren Urlaub zwischen der Ölmetropole

Stavanger und dem Hafenstädtchen Kristiansund.

Allein ein Drittel der Übernach-

42

10.1.2014 travel.one


nordische länder.destination

tungen internationaler Gäste fällt auf die

Region. Kein Wunder: Fjordnorwegen wartet

mit einer Landschaft auf, die in Europa

ihresgleichen sucht. Unzählige Meeresarme

winden sich ins Landesinnere, Berge

steigen steil aus dem Wasser empor. Hinzu

kommen Gletscher, Wasserfälle, Seen. Das

begeistert nicht nur Naturliebhaber, die in

der rauen Einsamkeit wandern oder in den

Fjorden paddeln. Viele Besucher kommen

schlichtweg zum Schauen – ob als Teilnehmer

einer Busrundreise, Passagier eines

Kreuzfahrtschiffes oder Selbstfahrer.

Enge Fjorde.

In Kaupanger, etliche Kilometer südöstlich

vom Vestkapp, fahren neben mehreren

Autos zwei Busse auf die Fähre. Japanische

und spanische Touristen steigen aus und

drängen sich in den nächsten zwei Stunden

an der Reeling. Denn die Passage nach Gudvangen

ist keineswegs nur eine schnelle

und bequeme Alternative zur Straße.

Das Schiff überquert den Sognefjord

und biegt dann in einen schmalen Seitenarm

ab. Im Aurlandsfjord sowie in dem

später abzweigenden Nærøfjord rücken die

Felswände rechts und links immer näher.

Kameras lichten schroffe Klippen ab, Finger

deuten auf hoch gelegene, schwer zugängliche

Bauernhöfe.

Der Sognefjord ist der längste Fjord

der Welt. 204 Kilometer schlängelt er sich

von der Nordsee bis in die Jotunheimen,

dem höchsten Gebirge Skandinaviens und

beliebten Wandergebiet. Touristen zieht

meist die zweite Hälfte des Meeresarmes

an. Er ist hier an einem Punkt 1.380 Meter

tief, die Berge ragen zum Teil 1.000 Meter

aus dem Wasser.

Doch den landschaftlich größten Reiz

haben die Nebenarme. Zum Beispiel der

Aurlandsfjord, an dessen Ende Flåm liegt

– in dem Touristenörtchen startet die

Flåmsbahn, die sich auf einer Strecke von

20 Kilometern vom Meeresspiegel auf 865

Meter hochschraubt und ihre Fahrgäste

an den Rand des Hochplateaus Hardangervidda

bringt. Oder der Nærøfjord, der

an einer Stelle nur 250 Meter breit ist und

als schmalster Fjord der Welt bezeichnet

wird. Er zählt neben dem Geirangerfjord

seit knapp neun Jahren zum Unesco-Weltnaturerbe.

Der Geirangerfjord kann sich ohne

Wenn und Aber als der bekannteste Fjord

Norwegens bezeichnen. Fotos des gewaltigen

Meeresarmes schmücken zahlreiche

Norwegen-Broschüren und -Kataloge. Er

befindet sich nördlich des Sognefjords. Wer

von dort mit dem Auto oder Wohnmobil

anreist, muss den riesigen Plateaugletscher

Jostedalsbreen umfahren. Schiffspassagiere

gelangen von ålesund aus über den Storfjord

und den Sunnylvsfjord in das rund 15

Kilometer lange Naturerbe. Jede Reederei,

die Kreuzfahrten vor Norwegens Küste anbietet,

schippert durch den Fjord und steuert

Geiranger an. Gäste der Postschiffe von

Hurtigruten gehen in dem Ort nicht unbedingt

wieder an Bord. Sie fahren stattdessen

mit dem Bus gen Norden nach Molde

und schiffen erst dort wieder ein – um den

Trollstigen kennenzulernen. Die eindrucksvolle

Serpentinenstraße schlängelt sich in

elf Kehren in eine Schlucht hinunter.

© Sverre Hjørnevik/Fjord Norge AS/Fjord Norway

In Kürze

Fjordnorwegen zählte

2012 rund 7,6 Millionen

Übernachtungen. Knapp

2,5 Millionen fielen auf Gäste

aus dem Ausland. Die

Zahl der deutschen Übernachtungen

betrug rund

545.200.

In Fjordnorwegen gibt es

zahlreiche Unterkünfte –

Hotels, Pensionen, Ferienhäuser,

Hütten und Campingplätze

(sie verfügen

meist über Hütten). Jeder

Veranstalter mit Norwegen-

Programm bietet eine große

Auswahl an.

Infos unter

www.fjordnorway.com

Ein Paradies für Wanderer: Gut

markierte Wege durchziehen die

Region im Westen Norwegens

travel.one 10.1.2014 43


destination.nordische länder

Eindrucksvolle Perspektive:

Eine Plattform schwebt über der

Serpentinenstraße Trollstigen

Landschaftsrouten bringen

Besucher zu besonderen Orten

© www.flatearth.no © Per Kollstadt

Die »Leiter der Trolle« ist Bestandteil einer

sogenannten Landschaftsroute. Norwegen

kreiert seit ein paar Jahren Strecken zu besonderen

Plätzen und errichtet dort architektonisch

ungewöhnliche Aussichtspunkte,

Toilettengebäude und Parkplätze. Allein

zehn der 18 Routen liegen in Fjordnorwegen.

Das jüngste Projekt ist »Geiranger-

Trollstigen«. Die Aussichtsplattformen dort

schweben über der Zick-Zack-Straße.

Blütenmeer.

Eine andere Route erschließt Besuchern

die Gegend um den Hardangerfjord, mit

180 Kilometern der zweitlängste des Landes.

Der Meeresarm östlich der Hansestadt

Bergen und seine Nebenfjorde Eid und Sør

sind lieblicher als etwa der Sognefjord. Tausende

Obstbäume blühen im Frühling und

Frühsommer an den Hängen. Und im Sommer

und Herbst locken überall kleine Stände

mit Kirschen und Äpfeln.

Von den Ufern des Eid- sowie des Sørfjords

ist es nicht weit in das weitgehend

menschenleere Wanderparadies Hardangervidda.

Auch eine der meistbesuchten

Natursehenswürdigkeiten Norwegens

befindet sich in der Nähe: Der Låtefoss.

Unzählige Autos, Busse und Motorräder

drängen sich vor dem Wasserfall, der unter

Naturschutz steht. Er ist ein beliebtes Fotomotiv,

weil er sich in zwei Läufe teilt.

Wenige Touristen verirren sich dagegen

an das Vestkapp. Der 497 Meter hohe Berg

auf der Halbinsel Stadlandet liegt abseits

der üblichen Routen. So genießen an dem

sonnigen Abend lediglich eine Handvoll

Besucher und ein paar Schafe den Panoramablick

auf Fjordnorwegen. Petra Hirschel

Auf dem Wasser aktiv:

Paddeln auf dem Eidfjord

44

10.1.2014 travel.one


nordische länder.destination

updates

Rucksack Reisen organisiert im

Februar und März 13-tägige Reisen

für Langläufer. Die Teilnehmer lernen

in Idre in Schweden die Skate-Technik.

Das Paket enthält neben

dem Skikurs die Busanreise ab

Hamburg und die Übernachtung

im Ferienhaus oder Doppelzimmer.

www.rucksack-reisen.de

Vom 15. bis 31. August geben in

Helsinki Künstler den Ton an. In

den Straßen und auf den Plätzen

der finnischen Hauptstadt sind

während der Festwochen klassische

Musik und Pop zu hören. Zudem

stehen Theater- und Tanzaufführungen

auf dem Programm.

In die Landschaft integriert: Der

geplante Museumskomplex

Malmö Aviation verbindet vom

18. April bis 11. Mai Berlin mit

Umeå in Schweden. Der Flug dauert

zweieinhalb Stunden und soll

jeden Freitag und Sonntag angeboten

werden. Umeå ist dieses Jahr

europäische Kulturhauptstadt. Daher

finden dort in den nächsten

Monaten zahlreiche kulturelle Veranstaltungen

statt.

www.malmoaviation.se

Novasol geht mit einem erweiterten

Angebot an Ferienhäusern

in das neue Jahr. An der dänischen

Westküste um Nymindegab und

Bjerregaard sind 100 Unterkünfte

hinzugekommen. Das Unternehmen

hat in Dänemark rund 6.200

Häuser im Programm.

www.novasol.de

Dancenter stellt im Dänemark-

Katalog für 2014 rund 5.000 Ferienhäuser

vor. Zum Angebot des Unternehmens

zählen zudem rund

2.000 Ferienwohnungen in 27 Danland-Ferienparks.

www.dancenter.de

© Visit Denmark

Neues Museum

in Süddänemark

n An der süddänischen Nordseeküste

entsteht ein neues Museum.

Es ist als Erweiterung des Museums

im Tirpitz-Bunker in Blavand

geplant und soll voraussichtlich

Ende 2016 eröffnen.

Die Ausstellung im Tirpitz-

Bunker widmet sich der Geschichte

des Atlantikwalls während des

Zweiten Weltkriegs. Im neuen

Komplex soll es um Westjütland

gehen. Die Räume sollen im Gegensatz

zum geschlossenen Betonbunker

lichtdurchflutet sein

und über unterirdische Gänge mit

diesem verbunden werden.

Übers Meer in die

Stadt mit Color Line

n Städtereisen nach Oslo, das ist ein

immer stabileres Standbein für Color

Line, berichtet Geschäftsführer Dr.

Jörg Rudolph (Foto). Im vergangenen

Jahr reisten 65.000 Gäste aus Deutschland

mit der Reederei auf einer Mini-

Kreuzfahrt in die norwegische Hauptstadt.

»Das ist eine sehr gute Entwicklung.

Wir wollen darauf aufbauen und

hoffen auf ein Plus von 15 Prozent«,

lautet Rudolphs Zielsetzung.

Dabei setzt er auf den weiteren

Ausbau des Hotelprogramms, das

mittlerweile 40 Hotels in und um Oslo

umfasst. »Wir haben sie auf unterschiedliche

Stadtviertel verteilt, zwei

befinden sich beispielsweise am Holmenkollen.«

Ein zweiter Ansatzpunkt

ist der weitere Ausbau der Themenreisen.

»Die ersten zum Oslo Marathon

und mit dem Thema Jazz haben

sich sehr gut etabliert. Nun wollen

wir diese Produktschiene durch mehr

Vielfalt weiter aufwerten.« Darüber

hinaus will Rudolph die Reederei weiter

als Anbieter auch für das gesamte

Land Norwegen etablieren, wichtig

sind ihm aber auch der Verkauf der

Fährüberfahrten von Hirtshals aus.

Hier lautet sein Wunsch, wie auch bei

den Themen- und Städtereisen: Ein

starker Verkauf durch den stationären

Vertrieb.

© Color Line

travel.one 10.1.2014 45


ubrik.thema

peps

Weitere Angebote unter www.travel-one.net/peps

fernweh

SATA-Tickets kostenlos

© SATA Internacional

SATA Internacional macht Expedienten zum Jahresstart ein attraktives Angebot:

Sie können kostenlose Flugtickets erwerben und müssen lediglich die

gesetzlichen Steuern und Gebühren zahlen. Der Pep gilt für Flüge bis zum 30.

März von Frankfurt nach Ponta Delgada auf den Azoren sowie von München

nach Porto und Ponta Delgada. E-Mail: info@flysata.de, www.flysata.de

0 Euro zuzüglich Steuern und Gebühren (rund 150 Euro)

Kreta zum Frühbucherpreis

Das TUI-Portal Meinpep.de hat eine Vielzahl von Frühbucher-Peps für 2014

zur Buchung freigegeben. Auch für Ferienzeiten und Brückentage ist die Auswahl

groß und ein Rabatt bis zu 60 Prozent möglich. Zum Angebot gehört

unter anderem eine Woche in der Vier-Sterne-plus-Anlage Sensimar Minos

Palace auf Kreta. Das Hotel liegt direkt am Strand. www.meinpep.de

ab 159 Euro im Doppelzimmer inklusive Halbpension

© Sensimar

Eine Woche Barbados genießen

© Elite Island Resorts

Der Club Barbados Resort & Spa bietet Reisebüromitarbeitern einen einwöchigen

Aufenthalt zum ermäßigten Preis. Die Vier-Sterne-Anlage befindet sich

an der Westküste der zu den Kleinen Antillen gehörenden Insel. Übernachtet

wird in einem Garden-View-Zimmer. Der Pep-Tarif ist gültig bis 2. Januar 2015.

Verlängerungsnächte kosten jeweils 97 Euro. www.sunpromotions.com

ab 692 Euro pro Person, all-inclusive

Fjorde und Polarlicht-Zauber

Am 16. März startet Ambiente Kreuzfahrten eine Reise zum Polarlicht. Die

Fahrt mit dem Schiff Azores dauert zwei Wochen, Abfahrt ist in Bremerhaven.

Die Route führt über Bergen, Åndalsnes, Narvik, Alta (overnight), TromsØ, Ålesund

und Flam. Der Preis beinhaltet Trinkgelder und eine Auswahl nicht-alkoholischer

Getränke an Bord. Buchung über vas@vacationatsea.de

ab 1.069 Euro pro Person

© Ambiente Kreuzfahrten

46

10.1.2014 travel.one


im fernsehen

SA 11.1. l Dschungel am Fuß der Anden, 12:25

Uhr, Hessen l Venedig im Winter, 12:45 Uhr, NDR l

Im Herzen Venezuelas, 16:00 Uhr, ARD l La Réunion,

16:15 Uhr, 3sat.

So 12.1. l Australiens Nationalparks. Thementag

»Naturparadiese« auf ZDFinfo, 13:30 Uhr,

ZDFinfo l Pilgerpfad zum Nordkap, 16:00 Uhr,

3sat l Iran, 16:15 Uhr, ARD l Der Pakt von Andermatt.

Vom Alpendorf zum Luxusresort, 21:45 Uhr,

3sat.

Mo 13.1. l Das andere Ende der Welt – Winterreise

durch Neuseeland, 9:00 Uhr, ZDFinfo l Der Große

Himalaya Trail – weitweitweg, 14:00 Uhr, 3sat l Dänemark,

14:45 Uhr, SWR l Mit Huskies über den

Arc tic Trail – weitweitweg, 14:45 Uhr, 3sat l WISO.

WISO-Tipp: Frühbuchen – für wen lohnt es sich?,

19:25 Uhr, ZDF.

Di 14.1. l Reisen bildet. In Ägypten, Simbabwe

und Sansibar, 13:20 Uhr, 3sat l Highway durch die

Prärie, 15:15 Uhr, Hessen l La Palma, 18:50 Uhr,

Hessen.

mi 15.1. l Luftige Höhen – Wien von oben, 12:25

Uhr, 3sat l Im Herzen Niederbayerns, 14:15 Uhr,

NDR l betrifft: Risiko Billigflieger, 20:15 Uhr, SWR l

Zu Gast bei unseren Nachbarn: Tschechien, 21:45

Uhr, Hessen.

Do 16.1. l Schottland – Kampf, Clan und Königin,

13:05, Arte l Aachen – Eupen – Maastricht,

14:45 Uhr, SWR l Chinas Schätze, 17:00 Uhr, 3sat.

Fr 17.1. l Schloss Linderhof 14:15 Uhr, NDR l

Nordseeinsel Föhr, 14:45 Uhr, SWR l Meine Traumreise

auf den Kilimandscharo, 15:00 Uhr, 3sat l

mareTV. Die Karibikinsel St. Lucia, 15:15 Uhr, NDR l

Mauritius, 15:30 Uhr, 3sat.

SA 18.1. l Winterreise durch Lappland, 12:00 Uhr,

MDR l Reisewege Frankreich. Cortina d’Ampezzo,

12:45 Uhr, NDR l Traumziel USA. Die Route 66,

14:30 Uhr, 3sat l Iran, 16:45 Uhr, BR alpha.

So 19.1. l Feuer & Eis: Islands Südwesten im

Winter, 12:15 Uhr, Hessen l Generation Erde –

Grenzenlos unterwegs, 16:05 Uhr, N24 l Balkan mit

und ohne Schluchten, 16:15 Uhr, BR l Die Andamanen

– unentdecktes Paradies, 16:30 Uhr, MDR l Meine

Traumreise nach Indien, 16:45 Uhr, SWR.

Mo 20.1. l Usedom und Wollin, 14:15 Uhr, NDR l

Schlesische Bäderreise, 17:45 Uhr, 3sat l Mit dem

Zug durch ... Brasiliens Süden, 18:25 Uhr, Arte l

Australiens Nationalparks, 19:30 Uhr, Arte.

Di 21.1. l Wintertraum Norwegen, 11:00 Uhr, BR

alpha l Der Harz, 13:15 Uhr, 3sat l Die Ostsee –

Sanftes Meer im Norden, 14:00 Uhr, 3sat l Borkum,

14:15 Uhr, NDR l Unterwegs an Schwedens Westküs

te, 15:15 Uhr, NDR l Neufundland, 18:50 Uhr,

Hessen l Die Australischen Alpen, 19:30 Uhr, Arte.

mi 22.1. l Landträume. Lombardei, 12:00 Uhr,

Arte l Eine Reise durch Europas Kleinstaaten: Andorra,

Vatikan, San Marino, Liechtenstein und Monaco,

14:00 Uhr, 3sat l Serengeti – Kein Platz für

Menschen?, 15:15 Uhr, Hessen l Wandern in Patagonien,

15:15 Uhr, NDR l betrifft: Im Dschungel der

Warentester – Reiseportale, 20:15 Uhr, SWR.

Do 23.1. l Landträume. Rhône-Alpes, 12:00 Uhr,

Arte l Wildes Polen. Tatra, Ostsee und Masuren,

15:15 Uhr, Hessen.

Fr 24.1. l Dänemark – Kopenhagen, 14:15 Uhr,

NDR l Der Arlberg. Das verborgene Paradies, 15:15

Uhr, Hessen l Neuseeland, 15:20 Uhr, 3sat l Mit

dem Zug von Berlin nach Bagdad, 20:15 Uhr, 3sat.

travel.one 10.1.2014

47


ubrik.thema

leute

Wibke geht,

Wybcke kommt

OFT-Chefin Wibke Bachor (l.) verlässt die

Touristik, Wybcke Meier leitet in Personalunion

Windrose und OFT

n Wibke Bachor verlässt zum 1. Februar die Geschäftsführung

der Otto Freizeit und Touristik-Gruppe (OFT). Sie werde

dem Unternehmen aber als Mitglied des Beirates verbunden

bleiben, heißt es. Ihre Nachfolge tritt Wybcke Meier an. Die

Geschäftsführerin von Windrose Travel soll dann beide Unternehmen

in Personalunion führen. OFT mit Sitz in Hamburg und

der Veranstalter Windrose mit Sitz in Berlin gehören beide zur

VR Meine Raiffeisenbank eG in Altötting, deren Chef Wolfgang

Altmüller große Stücke auf Meier hält. Auf Dauer sei es wahrscheinlich

keine Option, die Positionen parallel auszuüben,

glaubt Meier. Aber für eine Übergangszeit von einigen Monaten

»ist das überhaupt kein Thema«.

Bachor, die bei OFT für die 370 Reiseland-Filialen, den gesamten

stationären Vertrieb und die Online-Portale verantwortlich

war, wird laut OFT künftig einen Job außerhalb der

Touristik ausüben.

01 02 03 04

01 Stefan Berg leitet bei

Traveltainment als Teamleiter

Sales & Account Management

TT-Bistro Portal

das Vertriebsteam des Buchungsportals.

Er war zuvor

als Head of Sales bei

Holiday Autos tätig.

Silke Brehl ist zur Sales

Managerin bei Lux Resorts

aufgestiegen.

02 Hilka Schneider übernimmt

vom 1. März an

den Posten des General

Counsel innerhalb der TUI

AG. Hilke folgt auf Andreas

Göhmann und leitet

künftig die Bereiche

Konzern-Recht, Governance

und Risk & Compliance.

Sie ist damit auch

Mitglied des TUI Management

Boards.

03 Nikki Hellyer verantwortet

bei Rocky Mountaineer

als Director of Global

Marketing nun die strategischen

Marketingmaßnahmen

in Nordamerika und

weltweit.

Philipp Vossen ist bei hotel.de

Director Human Resources,

Dr. Thomas Kloubert

neuer Marketingchef.

04 Götz Ahmelmann, europaweit

zuständig für Sales

& Services bei der Lufthansa,

übernimmt im Sommer

den Posten als Chief

Commercial Officer (CCO)

bei Air Berlin.

Kevin Hiatt ist zum Senior

Vice President Safety and

Flight Operations bei IATA

ernannt worden.

48

10.1.2014 travel.one


Name baErcil

ilissit landio od et

vel eu feuissequate

ver se doloreet

Heering startet

bei Aerticket

n Innerhalb der Aerticket AG werden nun alle Aktivitäten im

Consolidator-Bereich von Hartmut Heering gesteuert. Der

ehemalige Chef von TUI 4U ist Geschäftsführer der neu gegründeten

Consolidator Holding GmbH.

Kretzschmar verlässt Comvel

n Alexander Kretzschmar hat auf eigenen Wunsch die Geschäftsführung

der Comvel AG – dazu zählen unter anderem

die Portale trip.me und fly24.de – abgegeben. Seine Aufgaben

übernimmt übergangsweise Norbert Rom.

Piwonski leitet

URV-Vertrieb

n Alexander Piwonski ist neuer

Leiter Vertrieb bei der URV

in Kiel. Er ist damit Nachfolger

von Ulrich Schwanbeck, der

zum Jahreswechsel in den Ruhestand

gegangen ist. Schwanbeck

hatte diesen Posten seit

der URV-Gründung 2001 inne.

Piwonski ist seit 2010 bei der

Versicherung und hat dort

bislang die Abteilung »Vertriebsintensivierung«

geleitet.

www.travel-one.net

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Wolfram Marx, Kendra Mietke

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Ayse Dönmez, Vanessa Schütz

leserbriefe redaktion@travel-one.net

»Wer will das kontrollieren«

Travel One Morning News, 10. Dezember

2013, »EU: Handys dürfen im ›Flugmodus‹ an

bleiben«

Wie kann man denn kontrollieren, ob

jemand im Sendemodus ist oder nicht? Man

kann ja nicht jeden ansprechen, der sein Handy

in der Hand hat ... Das wird noch Probleme

nach sich ziehen!

Birgit Schweizer, Reisebüro Schweizer, Waldenbuch

»Rechtsprechung macht es sich leicht«

Travel One Online, 10. Dezember 2013, »BGH:

Veranstalter müssen verbindliche Flugzeiten

angeben«

Gerichtliche Reglementierungen gestalten

sich immer absurder: Schon das Urteil

gegen die Bahn, die auch bei höherer Gewalt

(Schnee, Unwetter) zur Kasse gebeten werden

soll, ist ein Hohn. Änderungen von Flugzeiten

sind seit Langem schon gang und gäbe, allein

schon durch Überlastungen der Slots – und

können nicht wirklich den Airlines allein angelastet

werden. Hier wären Airports mit

ihrer Gier nach Gewinnmaximierung gefordert:

Wer viel fliegt, weiß das längst – kaum

ein Flug ist überhaupt in time. Die Rechtsprechung

macht es sich sehr einfach, indem sie

Veranstalter für etwas haftbar macht, das

nur bedingt in ihrer Macht steht. Ich sehe nur

die Möglichkeit, die An- und Abreise zum

Zielort aus dem Reisepaket wieder herauszunehmen

und gesondert in Rechnung zu

stellen.

Bernd Havenstein, Zeitreisen, Frankfurt

»Arme Internetbucher«

Travel One Morning News, 4. Dezember 2013,

»DER Touristik und Cook erlauben 20 Kilo bei

Tuifly«

Mich würde interessieren, warum die beiden

Veranstalter nun zurückrudern. Ich für

meinen Teil versuche, seit Bekanntgabe der

15-Kilo-Regelung, nur noch Veranstalter und

Airlines mit mindestens 20 Kilo zu verkaufen.

Dies wird auch trotz eventueller Mehrkosten

bei den Kunden sehr begrüßt. Vielleicht haben

ja DER und Thomas Cook bereits an den aktuellen

Buchungen einen Einbruch des Tuifly-

Verkaufs bemerkt. Sollte es etwa möglich sein,

trotz »riesigem« Onlinemarkt, dass die Buchungen

der stationären Büros doch stark ins

Gewicht fallen? ... Mir tun nur die armen Internetbucher

leid, die im Sommer mit vollgepacktem

20-Kilo-Koffer am Flughafen stehen

und dort erst von den 15 Kilo erfahren.


Christina Umland, ROK Touristik, Rockenhausen

VERTRIEB

Telefon: 06151/39 07-941

Fax: 06151/39 07-949

E-Mail: vertrieb@travel-one.net

Leserservice

Beatrix Kwetkus

Grafik

Uta Seubert (verantw.),

Silke Oray, Ulrike Schreiner

Geschäftsführer

Richard Redling

Martin Weber

Druck

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

DruckMedien, 47608 Geldern

Travel One erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 47

gültig ab Januar 2014

Abonnementpreis Inland 23,36 Euro

pro Jahr inkl. Porto, zzgl. 7% MwSt.

Einzelheft 2 Euro

Abonnementpreis Ausland

48 Euro pro Jahr inkl. Porto

(innerhalb der EU zzgl. MwSt. bei

fehlender UID/VAT-Nr.)

Die Mitglieder des AJT e.V.

erhalten die Zeitschrift im Rahmen

ihrer Mitgliedschaft.

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung des Verlages.

Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos wird keine

Gewähr übernommen.

Travel One ist eine Aktivität der

DVV Media Group GmbH, Hamburg

travel.one 10.1.2014 49


ubrik.thema

leute.persönlich

DER-Touristik-Manager

Jörgen Bongartz

Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Mein Ex-Chef.

Ihr Traumberuf als Kind?

Hoteltester.

Jörgen Bongartz, 52, Sternzeichen

Wassermann, leitet den

Flugeinkauf bei DER Touristik

Köln. Der leidenschaftliche FC-

Köln-Fan ist verheiratet. Gemeinsam

mit seiner Frau Gabi

hat er zwei Söhne, Tobias (19)

und Benedikt (16).

Bongartz beginnt seine berufliche

Karriere 1979 mit einer

Ausbildung zum Bürokaufmann

bei der Kaufhof AG. Fliegen

und Reisen sind schon immer

sein Steckenpferd – sogar

der ITS-Ferienflieger »Bongi1«

wurde nach ihm benannt. Und

so nutzt der sportinteressierte

Kaufmann nach Ende der Ausbildung

die Chance und wechselt

zur Kaufhof-Tochter ITS

Reisen. Bongartz landet in der

Flugbeförderung und bleibt

dort in verschiedenen Positionen

bis 1993. Seit 1994 hat der

Manager die Leitung der Abteilung

Flugbeförderung inne und

ist für den Flugeinkauf sowie

die Abwicklung zuständig. Die

Verantwortung für die Flüge

sämtlicher Kölner DER-Marken

kommt 2001 hinzu. In seiner

Freizeit spielt Bongartz gerne

Golf, wenn auch nicht so gut,

wie er verrät. »Ich bin aber

auch gerne mal als Couch- oder

Gartenstuhl-Potato aktiv.«

Ihr liebstes Möbelstück?

Ein Köln-Bild im Wohnzimmer. Ein Geschenk

von Freunden zum 50. Geburtstag.

Wo haben Sie Ihren vergangenen Urlaub verbracht?

Ibiza.

Welches Souvenir haben Sie sich mitgebracht?

Ohrenschmerzen.

Wofür geben Sie garantiert kein Geld aus?

Für einen Tanzkurs.

Was würden Sie gerne können?

Tanzen.

Was sammeln Sie?

Flugzeugmodelle.

Ihre Lieblingsseite auf Facebook?

Ich glaube nicht, dass Facebook sich durchsetzen wird.

Ihre heimliche Leidenschaft?

FC, FC, FC, FC ...

Ihre Lieblingsfernsehsendung?

Pastewka.

Ihr Lieblingsessen?

Pfefferkornsteak.

Was würden Sie nicht noch einmal tun?

In Düsseldorf auf eine Karnevalssitzung gehen.

Was wollten Sie immer schon einmal tun, haben es sich aber nie getraut?

Meinen Putter ins Wasserhindernis werfen.

Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Den richtigen Zeitpunkt, nach Hause zu gehen.

50

10.1.2014 travel.one


thema.rubrik

Jobs mit Fernweh

www.touristikcareer.de


ubrik.thema

1.364

Reiseprofis haben abgestimmt. Wir sagen

DANKE

dafür, dass Sie uns auf einen hervorragenden

2. Platz in der diesjährigen Travel One Barometer

Umfrage gewählt haben! Unser Telefonservice

der Reservierung und Agenturbetreuung hinsichtlich

Erreichbarkeit, Kompetenz und Reaktionsgeschwindigkeit

hat Sie überzeugt und Ihre Wahl

ist unser Ansporn, uns noch weiter zu verbessern.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!

Ihr Team von Schauinsland-Reisen

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