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travel. one

das Magazin für Reiseprofis

Wie positionieren sich die Parteien vor der Bundestagswahl

zu tourismuspolitischen Fragen? Ein Überblick. Seite 14

Ausgabe sechs 22. März 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Familienurlaub

USA/Kanada

Frankreich

Botschaften an

die Branche

Interview

QTA-Chef Thomas Bösl

Über den mühsamen Weg

der neuen Datenformate

an den Counter. Seite 12


2

rubrik.thema


ausgabe sechs 2013.editorial

Kein Kommentar

Nein, ich werde jetzt nicht auch noch meinen Senf dazu

abgeben, ob Hartmut Mehdorn Flughafen kann oder nur

Bahnhof versteht. Und wie er mit seiner eigenen Klage

gegen den neuen Arbeitgeber umgehen will, das sollen sich

andere überlegen. Zu den jüngsten Umbauplänen bei den

Konzernen bleibe ich diesmal ebenfalls wortlos. Ebenso wie

zur Streikserie des Sicherheitspersonals an Flughäfen, zum

endlos langen Winter und dem neuen Papst. Und was den

neuen chinesischen Präsidenten und den neuen Ministerpräsidenten

des Riesenreichs betrifft: Was soll man da schon

sagen? Ohne Worte bleiben die neuen Gepäckgebühren von

Air Berlin, der Sparkurs bei Lufthansa und der Google

Hotelfinder.

Christian Schmicke

Chefredakteur

Nicht einmal die wirklich wichtigen Dinge des Lebens kommen

auf den Tisch. Denn zum Ausscheiden von Schalke 04

aus der Champions League fehlen mir immer noch die Worte.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

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„Ich verkaufe MDT-Reiseversicherungen,

weil meine Kunden vor und auf der Reise bestens

abgesichert sind und mein Unternehmen von den

attraktiven Konditionen profitiert.“

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travel.one 22.3.2013 www.mdt24.de

3


inhalt.ausgabe sechs 2013

Inhalt

08

titelthema

10 Botschaften an die Branche.

Wie stehen die Parteien kurz vor der Bundestagswahl

zu tourismuspolitischen Themen?

Travel One zeigt die Positionen auf.

Titelbild: Shutterstock/Travel One

puls

20

36

Foto: TUI AG Foto: Volkmar Otto

Foto: Berno Nix

6 Google Hotelfinder. Die neue Suchmaschine.

8 Travel One Lounge. 200 Gäste trafen sich beim Get-together.

12 Interview. QTA-Chef Thomas Bösl über den mühsamen Weg

der neuen Datenformate an den Counter.

produkt

20 Familienurlaub. Wie und wohin reisen Familien? Die

wichtigsten Trends. 24 Ferien auf dem Bauernhof. Urlaub

mit Tieren steht bei Kindern besonders hoch im Kurs.

26 Unterwegs mit Oma und Opa. Immer mehr Veranstalter

schnüren Angebote für mehrere Generationen.

34 Airlines/Airports. TAM verlässt Star Alliance +++ Condor fliegt

ab München +++ SIA baut Kooperation mit Virgin USA aus.

destination

36 USA. Canyonlands, Utahs größter Nationalpark, sind kaum

erschlossen. Besucher erwartet eine raue Wildnis.

40 Kanada. Warum Vancouver auch ohne spektakuläre

Sehenswürdigkeiten bei Besuchern punkten kann.

48 Frankreich. Die Insel La Réunion entdeckt man am besten

zu Fuß oder aus der Luft.

exit

54 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

55 TV-Tipps.

56 Leute. Wechsel im Futouris-Vorstand

bahnt sich an.

57 Leserbriefe. Impressum.

58 Persönlich. Ralf Hieke, Reisebüro-Chef und

DRV-Vorstand.

Dieser Ausgabe liegt ein Supplement von Thomas Cook bei.

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thema.rubrik

Neue, lokale Produkte machen die

Regenbogennation Südafrika mit dem Herzen erlebbar.

Die über 300 Gäste aus der

Tourismusindustrie feierten im

BeachBerlin nicht nur das Land

Südafrika sondern konnten sich über

zahlreiche neue Produkte live vor Ort informieren.

So gibt es eine Vielzahl an innovativen

Produkten die den Fokus auf

Begegnungen mit den Südafrikanern

selbst legen.

In Johannesburg können internationale

Besucher und Einheimische die

Stadt ganz neu vom Deck eines der roten

Hop-on/Hop-off Busse erkunden.

Die Busse halten an zehn Stationen,

an denen die Passagiere beliebig

ein- und aussteigen können. Die

Busse verkehren im 30 Minuten Takt.

www.joburg.org.za

Ma Betty Jantjies in Oudtshoorn in der

Karoo bringt ihren Besuchern die Xhosa-

Kultur näher. Ma Betty leitet die Community

im Bongolethu Township. Ihre Gäste

erleben traditionelle Tänze und Gesänge

- und kosten typische Gerichte, die in riesigen

Töpfen über dem Holzfeuer garen.

Höhepunkt sind die Geschichten, die von

einem Sangoma, einem traditionellen

Heiler, erzählt werden.

www.heritagecollection.co.za

Trotz des Einflusses der modernen Welt,

lebt die Ndebele-Community in Mapoch

noch in einer traditionellen dörflichen

Art und praktiziert ihre alten Bräuche

und Traditionen. Besuchern werden

Perlen-Handarbeitsunterricht, Fahrradtouren

durch die Community, Tanzdarbietungen

und ein Sangoma-Besuch angeboten.

Das Ndebele Cultural Village in

Mapoch liegt etwa 40 Kilometer von Pretoria

entfernt.

www.heritagecollection.co.za

Unsere drei glücklichen Gewinnerinnen Katja Zimmermann (2. v. l. o. ), Claudia Dorn-Stein (4. v. l. o. ) und Ingrid Breu (2. v. l. u) mit Motsi

Mabuse ( 5. v. l. u. ) die durch einen bunten, südafrikanischen Abend führte. Theresa Bay-Müller, Country Manager South African Tourism

Deutschland ( 6. v. l. o. ) und Stefan Eberle, Specialist Trade Relations South African Tourism ( 1. v. l. u. ).

travel.one 22.3.2013 5


ubrik.thema

puls

Google legt richtig los

Der Hotelfinder ist jetzt Bestandteil der normalen Suchmaschine

n Nun macht Google ernst: Der Hotelfinder

ist in die normale Suche integriert

und nicht mehr zu umgehen. Sobald bei

der Suchmaschine neben einem Ortsnamen

– das System erkennt praktisch alle

Orte – der Begriff »Hotel« eingegeben

wird, erscheint auch der Hotelfinder. Das

Buchungsfeld steht zwischen den bezahlten

Anzeigen der Buchungsplattformen

und den Ergebnissen der Suchmaschine.

Die Suche kann anschließend nach Datum

und weiteren Kriterien spezifiziert werden.

Zusätzlich zu der Liste der möglichen Unterkünfte

ist deren Lage gleich in der Spalte

nebenan mit Hilfe von Google Maps zu

sehen. Die Karte kann dann weiter eingegrenzt

werden. Bei den Hotels findet sich

auch ein Link zu deren Webseiten. Dabei

verlangt Google von den Hotels aber keine

Provision für die Buchung, sondern es

fallen für das Klicken auf die Website des

jeweiligen Hotels oder die Weiterleitung

zu anderen Buchungsportalen Gebühren

an. Das Hotel muss in jedem Fall Geld an

Google abführen – egal, ob die Buchung

erfolgt ist oder nicht.

Für kleinere Hotels könnte der Hotelfinder

eine Chance bieten. Denn da sie

dort zu finden und buchbar sind, müssen

sie sich nicht einem großen Hotelbuchungsportal

oder einem Online-Reisebüro

anschließen. Bei »Google+ Local« müssen

sie aber eingetragen sein. MX

Fit werden im E-Recht

n Beim Bau einer eigenen Firmenwebsite, eines Newsletters oder einer Facebook-Fanseite

muss auf vieles geachtet werden. Doch nicht jeder weiß, worauf. Welche Regeln gelten überhaupt

in Social-Media-Plattformen und wie sehen die rechtlichen Folgen bei Verstößen aus?

Auf diese und noch weitere Fragen liefert das Seminar »E-Recht« Antworten. Im Rahmen einer

neuen Schulungsrunde der Social Media Akademie für Reise und Touristik in Kooperation

mit Travel One können Reiseprofis an den Ganztagesseminaren unter Anleitung eines Rechtsanwaltes

zwischen dem 27. und 29. Mai in Nürnberg, München und Frankfurt teilnehmen.

Ebenfalls neue Workshops bieten die Social Media Akademie für Reise und Touristik und Travel One zum Thema »Social

Media im Tourismus« an. Die Seminare informieren über Marketingmöglichkeiten mit Facebook, Twitter, Pinterest & Co. Als

Veranstaltungsorte stehen zwischen dem 15. und 17. April Frankfurt, Bremen und Köln auf dem Plan. Der besondere Bonus

für Travel One Leser: Wer bei der Buchung den Code »Travel One« eingibt, erhält 20 Euro Ermäßigung. Diese gilt auch

in Kombination mit dem 50-Euro-Frühbuchererrabatt. Anmeldung und Infos unter www.socialmediafruehlingstour.de;

www.smart-workshops.de/termine

6

22.3.2013 travel.one


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Incoming

neu sortiert

n Die Rewe Touristik erhält Ägypten,

Dubai, Norditalien und Bulgarien,

die MTS-OTS Group Spanien, Türkei

und Griechenland. So gestaltet

sich, vereinfacht ausgedrückt, die

neue Aufteilung im Incoming-Geschäft

zwischen der Rewe Touristik

und der MTS-OTS Group.

Bisher war es so, dass beide Unternehmen

gemeinsam eine Incomingagentur

betrieben. Zum 1. November

aber geben die Kölner ihre

Anteile (49 Prozent) an die MTS-OTS

Group ab und gründen eine eigene

Incoming-Holding – diese übernimmt

die Geschäfte von MTS in

den vier Ländern. Die Rewe will mit

der MTS-OTS Group in Spanien, Portugal,

auf den Kapverdischen Inseln,

in Griechenland und der Türkei weiterhin

zusammenarbeiten, heißt es.

GTI bald mit neuer

Incomingagentur

n Der Türkeiveranstalter GTI

sucht sich offenbar derzeit eine

neue Incomingagentur. Der Hintergrund:

Die bislang für den Veranstalter

tätige Agentur Kayitur mit

Sitz in Antalya, die ebenfalls wie der

Veranstalter GTI zum Mutterkonzern

Kayi Group gehört, soll dem Vernehmen

nach künftig andere Dienstleistungen

anbieten. Mutmaßungen,

die Agentur sei verschuldet und

bald insolvent, werden zurückgewiesen

und nicht bestätigt.

Als neue Incomingagentur für

GTI ist offenbar die von Rembert

Euling geleitete Incomingagentur

MTS im Gespräch, die in der Türkei

auch für die Rewe Touristik tätig ist.

Unbestätigten Informationen zufolge

wird der Agenturwechsel von GTI

bereits für den 1. April angepeilt.

Alfons Kissel

Aktiv Reisebüro Alfons Kissel, Dahn/Hauenstein

BEST-RMG-Mitglied seit 2013

ICH GEBE DIE

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NOTE

…für die Philosophie unserer

BEST-RMG: Für Reisebüros –

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Kurs auf

Wachstum

n Ehrgeizige Ziele verfolgt derzeit

der Kieler Hafen. Er lässt Liegeplatz

eins ausbauen, sodass dort

vom kommenden Sommer an große

Kreuzfahrtschiffe anlegen können.

Als erster Ozeanliner soll die

Eurodam von Holland America

Line am 9. Juni festmachen.

Ein Passagierwechsel findet

zu diesem Zeitpunkt an dem ausgebauten

Liegeplatz allerdings

noch nicht statt. Das soll erst im

Sommer 2014 möglich sein. Drei

Ozeanliner mit bis zu 4.000 Gästen

an Bord sollen in Zukunft gleichzeitig

Kiel als Ein- und Ausstiegshafen

nutzen können. Zudem

sollen die Kreuzfahrer die Möglichkeit

haben, ihren Pkw für die

Dauer ihrer Reise am Terminalgebäude

zu parken.

Travel One

Trendmesser

Veranstalter berichten von

Zuwächsen für Griechenland.

Können Sie dies bestätigen?

Die Mehrheit (60,7 Prozent) der

Teilnehmer unserer Online-

Umfrage können diesen Trend

nicht bestätigen. 39,3 Prozent

dagegen schließen sich der

Aussage an.


travel.one 22.3.2013 7


puls.itb

01

Fotos: Volkmar Otto

Trotz der Krisen in einigen Reiseländern war die Stimmung in Berlin prächtig. Beim

Get-together in der Travel One Lounge stimmten sich 200 Besucher auf die Messe ein.

Treffpunkt ITB

01 Großer Andrang

beim Get-together

in der Travel One

Lounge mitten in

der Medienhalle

n Als »ziemlich entspannt« bezeichneten viele

Fachbesucher die weltweit größte Reisemesse in

diesem Jahr. Und so präsentierten sich die rund

200 Gäste beim traditionellen ITB-Get-together

in der Travel One Lounge bereits zum Auftakt

der fünftägigen Veranstaltung in allerbester

Stimmung. Vertreter von Reisebüros, Veranstaltern,

Reedereien, Hotelketten und Airlines

nutzten die Gelegenheit, um sich mit ihren Kollegen

in entspannter Atmosphäre und bei

Snacks und Getränken auszutauschen.

Die Messe selbst verzeichnete in diesem März

jedoch etwas weniger Fachbesucher als im Vorjahr.

An den Fachbesuchertagen kamen rund

110.000 Gäste, circa 43 Prozent von ihnen aus

dem Ausland. Im vergangenen Jahr waren es

noch 113.000. Der Wert spiegelt wohl auch die

aktuelle wirtschaftliche Situation in vielen Heimatländern

wider, die die Unternehmen zum

Sparen zwingt. So schrumpfte auch die Zahl der

Aussteller – sie verringerte sich 2012 bereits um

500 – auch in diesem Jahr um noch einmal etwa

8

22.3.2013 travel.one


itb.puls

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09

02 Aquilin Schömig, Derpart, mit Svenja Bielinski, Vertriebschefin der Rewe Touristik 03 Gäste freuten sich über leckere Snacks und

Getränke 04 Travel One-Chefredakteur Christian Schmicke und Heinz Joachim Schöttes, Germanwings 05 Marita Lavid und Gerhard

Lorkowski von Kaera 06 Thorsten Lettnin, United, und Travel One-Redakteurin Kendra Mietke 07 Oliver Weinel mit Manja Schönherr, beide

Sixt 08 Travel One-Redakteur Wolfram Marx und Klaus Klöppel vom Polnischen Fremdenverkehrsamt 09 Karen Wissing von Tourism

Tasmania, Sabrina Lütcke von Noble Kommunikation und Susanne Stellberg von Tourism Victoria (jeweils von links)

560. Insgesamt präsentierten sich 10.086 Aussteller

aus 188 Ländern in den Hallen der Messe

Berlin. Allerdings registrierte die ITB in einigen

Bereichen auch »leichte Besucherzuwächse«,

etwa bei Einkäufern aus den USA, dem Nahen

Osten und Afrika.

Eine »sensationelle Nachfrage« verzeichnete

laut Messe Berlin der ITB-Kongress. Bei den

Themen Mobile und Social Media lagen die Teilnehmerzahlen

um bis zu 50 Prozent über dem

Vorjahr. Insgesamt besuchten 21.000 Teilnehmer

Couchtalk: Ralf Huber

(Ikarus), Thomas Müller

(SKR), Johannes

Reißland (Forum Anders

Reisen) und Harald

Zeiss (TUI) mussten sich

von Moderator Christian

Schmicke (v.l., hier im

Bild mit Organisatorin

Felicitas Helmis, BZ

Comm) fragen lassen,

wie nachhaltig

Veranstalter sind

travel.one 22.3.2013 9


puls.itb

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06 08

09

die 200 Vorträge, Diskussionen und Workshops des

ITB-Kongresses, rund 25 Prozent mehr als 2012.

Bei den Privatbesuchern profitierte die ITB vom

schlechten Wetter am Wochenende. Ihre Zahl lag

mit gut 60.000 ein wenig höher als im Vorjahr. Damals

informierten sich 59.126 Verbraucher auf dem

Messegelände unter dem Funkturm. Kendra Mietke

01 Alexander Piwonski von der Union Reiseversicherung, Peter

Hamburger und Joachim Lettow, beide TAS, im Gespräch mit

Schauinsland-Reisen-Chef Gerald Kassner 02 Aquilin Schömig von

Derpart und Werner Sülberg von der Rewe Group 03 Andreas

Neumann, Explorer Fernreisen, und Wybcke Meier von Windrose

04 Jeanette Buller von JT 05 Couchtalk zum Thema Nachhaltigkeit

mit Johannes Reißland vom Forum Anders Reisen, Harald Zeiss,

10

22.3.2013 travel.one


itb.puls

04 05

10

11

12

13

TUI, und Chefredakteur Christian Schmicke 06 Erfrischungen

durften natürlich nicht fehlen 07 Eine spannende Lektüre bildete die

aktuelle Ausgabe von Travel One für die drei Managerinnen von

Vtours 08 Das Condor-Trio: Uwe Klenovsky, Magdalena Hauser und

Johannes Winter 09 Alexander Schulten, GF Reiseservice Schulten,

im Gespräch mit ETI-Geschäftsführer Nils Jenssen und Mike Büttner

von der Union Reiseversicherung 10 Ex-Ameropa-Chef Martin Katz

mit seinen Nachfolgern Karsten Eschmann und Kai de Graaf

11 T&M Media GmbH Geschäftsführer Richard Redling im

Gespräch mit Volker Schwartz, Geschäftsführer der Hartl Resorts

12 Marina Noble, Noble Kommunikation, und Inga Schwer von

Dertour 13 Ulf Schönberg, Wilde & Partner, mit Andreas Sernetz

von Fairplane, Ambros Gasser, Alpinschule Innsbruck, und Katja

Rösener von Wilde & Partner (jeweils von links)

travel.one 22.3.2013 11


puls.interview

Geraten die Reisebüros

technisch ins Abseits, Herr Bösl?

Das Interview führte Christian Schmicke.

Thomas Bösl (44) ist in der

Geschäftsführung der RT Reisen

GmbH Burghausen verantwortlich

für die Reisebürokooperation RTK.

Außerdem ist er Sprecher des

Kooperationsverbundes QTA.

Das Interview führte

xxxxxxxxxxxxxx xxxxxx.

Die ersten Veranstalter stellen

ihre Angebote auf den eigenen

Websites in den neuen Datenfor -

maten dar. Bei den GDS lassen die

Möglichkeiten der neuen Technik

noch auf sich warten. Droht den

Reisebüros ein technischer Rück -

stand?

Bösl: Das ist in der Tat ein wichtiges

Thema, das wir sehr aufmerksam

verfolgen, denn es geht dabei

um die Wettbewerbsfähigkeit des

Vertriebs.

Wie dramatisch ist der Rückstand?

Bislang müssen wir zwar noch

nicht von einem Erdrutsch reden.

Wir verstehen auch, dass IT-Anbieter

wie zum Beispiel Traveltainment

nicht über Nacht eine Lösung

herbeizaubern können. Aber das

Thema ist einer der ganz großen

Punkte auf unserer Agenda.

Was muss geschehen?

Unsere wichtigste Forderung besteht

darin, Chancengleichheit beizubehalten

respektive zu schaffen.

Angebote, Verfügbarkeit und Preise

müssen für Reisebüros und Online-Portale

mindestens ebenso

vollständig, schnell und zuverlässig

dargestellt werden wie auf den

Plattformen der Veranstalter. Momentan

sind IT-Dienstleister dazu

aber noch nicht beziehungsweise

nur teilweise in der Lage. Wir fordern

sie dringend auf, den technischen

Schritt, den die ersten Veranstalter

bereits gegangen sind,

mitzugehen. Preis- und Produktgleichheit

ist unverzichtbar

für den Vertrieb.

Sind Sie sauer auf die Veranstalter,

die auf ihren eigenen Websites

eine bessere Datenqualität liefern

als für den stationären Vertrieb?

Grundsätzlich nein. Aus der Sicht

des Veranstalters ist das Bestreben,

sein komplettes Produkt darzustellen,

völlig legitim. Aber nicht nur

Content und Verfügbarkeit spielen

eine Rolle, leider sortiert die Branche

zu oft nur nach dem Preis. Das

günstigste Angebot steht bei Bistro

und Co. ganz oben und wird häufig

gebucht – diese Logik zieht Vertrieb,

Veranstalter und Produzenten

gleichermaßen nach unten.

Die Forderung, statt nach Preis

nach Leistungen zu sortieren, ist

nicht neu von mir.

Wie beurteilen Sie die

Situation im Flugbereich?

Unsere Forderung ist ganz einfach:

voller Zugriff auf alle Tarife und

Verfügbarkeiten. Daran sollten

auch die Airlines ein Interesse haben.

Schließlich kann es nicht in

ihrem Sinne sein, wenn der Vertrieb

mangels vollen Contents zu

alternativen Angeboten greift.

Ein aktuelles Gerichtsurteil

sieht vor, Reiseveranstalter

künftig zur Veröffentlichung

fester Flugzeiten zu verpflichten.

Wie stehen Sie dazu?

Bei diesem Thema besteht auf jeden

Fall Handlungsbedarf. Das Gerichtsurteil

ist meiner Meinung

nach auch eine Reaktion auf eine

Fehlentwicklung und war so oder

so ähnlich zu erwarten. Grundsätzlich

verstehen wir ja, dass es Situationen

gibt, in denen eine Flugzeiten-

oder Flugroutenänderung

nötig ist. Aber der Umfang, in dem

solche Verschiebungen in letzter

Zeit erfolgen, ist aus unserer Sicht

12

22.3.2013 travel.one


interview.puls

interview.puls

thema.rubrik

QTA im Überblick

Die QTA (Quality Travel Allliance) besteht aus den Reisebüro-Kooperationen

Neckermann Reisen Partner/Team, RTK, Schmetterling und

TUI Travel Star. Der Verbund vereinigt deutschlandweit rund 7.000 Reisebüros

und steht für ein Umsatzvolumen von 4,3 Milliarden Euro.

nicht mehr akzeptabel. Schließlich

sind es die Reisebüros, die den

nachvollziehbaren Unmut der Kunden

ausbaden müssen. Das Gerichtsurteil

ist eine Reaktion auf

eine Fehlentwicklung und war so

oder ähnlich zu erwarten.

Ihr QTA-Partner Willi Müller

setzt in der Frage von Ent -

schädi gungen bei Flugausfällen

auf die Zusammenarbeit mit

einem externen Partner, der

mögliche Ansprüche von Kunden

systematisch überprüft. Könnte

das ein Modell für die gesamte

QTA sein?

Momentan gibt es keine entsprechenden

Pläne. In der Touristik ist

dieses Problem auch nicht ganz so

groß wie im Geschäftsreiseverkehr.

Aber auch hier sollten die Airlines

ihr Vorgehen überdenken. Wenn

sich Kunden beschweren und darauf

keine Antwort erhalten, läuft

etwas schief. Und auch da muss allzu

oft das Reisebüro als Blitzableiter

herhalten.

Die QTA ist der Nachhaltigkeitsinitiative

Futouris beigetreten.

Was versprechen Sie sich davon?

Wir wollen das Thema viel stärker

in den Köpfen der Reisebüros verankern.

Dazu ist der Beitritt zu

Futouris ein erster Schritt.

Bislang scheint das Bedürfnis der

Kunden, zu diesem Thema

beraten zu werden, eher gering

zu sein.

Ich bin überzeugt, dass unsere

Branche das Thema von innen besetzen

muss. Wir dürfen nicht warten,

bis die Kunden zu uns kommen

und entsprechende Kenntnisse

ausdrücklich einfordern, sondern

wir müssen überlegen, wie wir unsere

Kunden für den Nachhaltigkeits-

und Umweltgedanken gewinnen

können. Die Touristik muss

sich hier überzeugend profilieren,

wenn sie vermeiden will, dass ihr

die Politik irgendwann Vorschriften

macht, die uns das Arbeiten erschweren.

Wie wollen Sie das erreichen?

Wir werden jetzt in den Dialog mit

unseren Mitgliedern treten und

im Hinblick auf Futouris darüber

diskutieren, mit welchen Projekten

wir uns engagieren wollen.

Das Projekt kann nur erfolgreich

sein, wenn nicht nur der QTA-

Geschäftsführungsausschuss, sondern

die Büros davon überzeugt

sind. Außerdem werden wir unsere

Erfahrungen vom Counter in

die Organisation einbringen. Mit

Albin Loidl haben wir einen sehr

kompetenten Vertreter der QTA

bei Futouris.

»Bei der Darstellung von Angeboten, Preisen und

Verfügbarkeit muss Chancengleichheit herrschen.«

Zahlen & Fakten

Die Schmetterling-Kooperation

hat im Geschäftsjahr

2010/11 den Umsatz um 13

Prozent auf ??? gesteigert. In

die Berechnung fließen das

Sortiment des Kooperationsbündnisses

QTA und die zu

Schmetterling gehörenden

Veranstalter Schmetterling Reisen,

Demed und 2,3 Butterfly

ein. Die Mitgliederzahl erhöhte

sich laut Schmetterling-Chef

Müller in den ersten drei Monaten

des Jahres 2012 um 58 auf

rund 2.600.

TOLLE FERIEN

AM MEER!

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

Türkei

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APRIL – OKTOBER 2013

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APRIL – OKTOBER 2013

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titelthema.politik

© Kirsten Hinte/Shutterstock

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22.3.2013 travel.one


politik.titelthema

Wie stehen die Parteien zu den wichtigsten tourismuspolitischen Fragen? Im Vorfeld

des Bundestagswahlkampfes beleuchtet Travel One Haltungen und Positionen.

Auf der Suche

nach der klaren Linie

Der Anruf kam nach zwei Tagen und

erfolgte persönlich. Je tiefer sie sich

in den Fragenkatalog von Travel

One zu den wichtigsten tourismuspolitischen

Themen eingearbeitet habe, desto

klarer sei ihr geworden, dass nur zu den

wenigsten Punkten eine einheitliche und

abschließende Beschlusslage zwischen

ihrer CSU und der Schwesterpartei CDU

existiere, sagte Marlene Mortler. Die fränkische

Politikerin, von Haus aus Landwirtin,

steckt als tourismuspolitische Sprecherin

der CDU/CSU in einem Dilemma. Zum einen

hat ihre Partei, seit 2005 in Regierungsverantwortung,

die tourismuspolitischen Leitlinien,

zu denen sie sich nun äußern sollte,

selbst vorgegeben. Und zum anderen sind

fundamentale Entscheidungen, wie etwa

die Einführung der Flugsteuer Anfang

2011, parteiintern keineswegs unumstritten.

So distanziert sich Bundesverkehrsminister

Peter Ramsauer (CSU) regelmäßig

von dieser Regierungsentscheidung und

verweist darauf, dass diese in die Kompetenz

des Finanzministeriums falle.

Spätestens seit der Flugsteuer-Einführung

ist das Verhältnis zwischen Teilen der

Tourismuswirtschaft und der Bundesregierung

angespannt. Am meisten gewurmt

hat Vertreter der Airline-Industrie wohl,

dass die Luftverkehrsabgabe ausgerechnet

von der Koalition aus CDU/CSU und FDP

eingeführt wurde, die traditionell als wirtschafts-

und industrienah gilt.

Ein Jahr zuvor hatte dieselbe Koalition

zu ihrem Amtsantritt den reduzierten

Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen

durchgesetzt und war dafür in

Parteien-Check

Mit einem ausführlichen

Fragenkatalog konfrontierte

Travel One die tourismuspolitischen

Sprecher der politischen Parteien

im Bundestag. Thematisiert wurden

Flugsteuer, Emissionsrechtehandel,

Flughafenpolitik, Reiseversicherungsverkauf

im Reisebüro, Mehrwertsteuerregelungen

für Hotellerie

und Flussschifffahrt, Arbeitsbedingungen

für deutsche Reiseleiter im

europäischen Ausland, Visaregelungen

und Insolvenz absicherung für

Airline-Kunden.

Eine Übersicht der Positionen

finden Sie als PDF unter

www.travel-one.net

»Die Abgabe kann nur so lange gelten,

bis die Branche 2012 in den europäischen

Emissionshandel einbezogen wird.« 2010

Peter Ramsauer, CSU

»Die Luftverkehrsabgabe müsste

eigentlich weg. Aber das wird im

Verbund entschieden.« 2012

travel.one 22.3.2013 15


titelthema.politik

»Die ermäßigte Mehrwertsteuer

auf Übernachtungsleistungen

der Hotellerie war und ist noch

immer sinnvoll und notwendig.«

Horst meierhofer, FDP

der Öffentlichkeit nahezu flächendeckend

abgewatscht worden. Es handele

sich um eine durchsichtige Form von

Klientelpolitik durch die FDP, lautete

der Vorwurf. Trotzdem bekennen sich

die Liberalen nach wie vor zu dieser

Steuersenkung. Sie sei für die Wettbewerbsgleichheit

mit den europäischen

Nachbarländern notwendig, sagt Horst

Meierhofer, der tourismuspolitische

Sprecher der Partei. Den ermäßigten

Mehrwertsteuersatz für Flusskreuzfahrten,

der seit dem Jahresbeginn

nicht mehr gilt, hält Meierhofer dagegen

für »reine Klientelpolitik«. Schließlich

betreibe die SPD, die sich in der rotgrünen

Regierung in Rheinland-Pfalz

für den Erhalt des reduzierten Steuersatzes

einsetzte, mit der Princess Daphne

selbst ein Schiff.

Während sich der Koalitionspartner

CDU/CSU bei der Mehrwertsteuerfrage

in puncto Hotellerie nicht festlegen

will, ist ausgerechnet die Linke eine

Verfechterin des reduzierten Steuersatzes.

Allerdings verweist der tourismuspolitische

Sprecher der Linksfraktion,

Ilja Seifert, darauf, dass man 2009 nicht

nur den ermäßigten Steuersatz für die

Hotellerie, sondern auch für die Gas tronomie

gefordert habe. Deshalb lehne

seine Partei die heutige Regelung ab.

Der SPD-Politiker Hans-Joachim Hacker

ist ebenso wie sein grüner Kollege

Markus Tressel gegen den ermäßigten

Steuersatz für Übernachtungsleistungen.

Beide wollen Ausnahmeregelungen

auf den Prüfstand stellen. Tressel

plädiert dafür, »steuerpolitische Branchensubventionen«

grundsätzlich abzuschaffen.

Flugsteuer bleibt.

Mit Blick auf die Luftverkehrsabgabe

sieht es nicht so aus, als wolle sich irgendeine

Partei wirklich für deren Abschaffung

stark machen. Bei der CDU/

CSU befasst sich nach Aussage Mortlers

der neu gegründete »Initiativkreis Luftverkehr«

mit dem Thema. Am ehesten

bezieht noch die SPD gegen die Luftverkehrsabgabe

Position. Diese habe

sich zu einem Wettbewerbsnachteil für

deutsche Flughäfen und Airlines entwi-

»Wir begrüßen grundsätzlich,

dass der bisher privilegierte

Luftverkehr steuerlich ähnlich

wie andere Verkehrsträger

behandelt wird.«

mARKUS tRESSEL, bÜNDNIS 90/dIE gRÜNEN

16

22.3.2013 travel.one


politik.titelthema

ckelt, unterstreicht Hacker. Zudem sei eine

»ökologische Lenkungswirkung nicht erkennbar«.

Grünen-Politiker Tressel begrüßt

grundsätzlich, »dass der bisher privilegierte

Luftverkehr steuerlich ähnlich wie andere

Verkehrsträger behandelt wird«. Allerdings

hält er »die jetzigen gesetzlichen

Regelungen für verbesserungswürdig«.

Die EU

müsse für eine internationale

Regelung zur Regulierung

der Märkte eintreten,

um »Wettbewerbsverzerrungen

im internationalen

Maßstab« zu vermeiden.

Dass seine Skepsis im Falle

eines Wahlsieges von Rot-

Grün ausreicht, um eine

vorhandene Einnahmequelle

zu streichen, ist eher

unwahrscheinlich.

Die Linke befürwortet

die Flugsteuer als »ersten

Schritt zur Abschaffung klimaschädlicher

Subventionen

im Luftverkehr«. Und

auch FDP-Politiker Meierhofer

betrachtet sie als geeignetes

Instrument, »um

Anreize für umweltgerechteres

Verhalten zu schaffen

und den Luftverkehr mit in

die Mobilitätsbesteuerung

einzubeziehen«.

Für die Einbeziehung

des Luftverkehrs in den

Emissionsrechtehandel

sprechen sich im Prinzip

alle Parteien aus. Die Linke

plädiert zudem für die Einführung

einer unmittelbaren

Kerosinsteuer und,

ähnlich wie die Grünen,

für strengere Emissionsobergrenzen.

Nationaler

Flughafenplan.

Die Frage, wie viele Flughäfen

Deutschland benötigt,

ist weniger unter

den Parteien, als zwischen

Bundes-, Landes- und Lokalpolitikern

umstritten. SPD und CDU/CSU verweisen

auf ein 2009 veröffentlichtes Konzept

zur nationalen Flughafenpolitik,

das es umzusetzen gelte. Grünen-

Politiker Tressel fordert, »endlich ein

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und zu entwickeln«. Zwar

seien leistungsfähige Flughäfen »von

eminenter Bedeutung«. Allerdings

sei die Entstehung »zahlreicher neuer

Flughäfen mit zum Teil hohem

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travel.one 22.3.2013 17


titelthema.politik

»Die Luftverkehrsabgabe hat

sich zu einem Nachteil für die

Wettbewerbsfähigkeit der deutschen

Flughäfen und Luftverkehrsunternehmen

entwickelt.«

Hans-Joachim Hacker, SPD

Subventionsbedarf fragwürdig«. Auch

Linken-Vertreter Seifert kritisiert den

»derzeitigen Wildwuchs an wirtschaftlich

nicht überlebensfähigen Regionalflughäfen«.

Der Luftverkehr solle sich

auf »deutlich weniger Standorte als

bisher konzentrieren«. Tressel betont

zudem, dass der Flughafenplan »nicht

allein wirtschaftliche und föderale

Interessen« verfolgen dürfe, sondern

auch »die Gesundheit der Menschen

schützen und ökologische Rahmenbedingungen

erfüllen« müsse.

Eiertanz um Bettensteuer.

Während Vertreter touristischer Verbände

und der Hotellerie kommunale

Bettensteuern oder »Kulturabgaben«

einmütig als »moderne Wegelagerei«

brandmarken, vollführen die Parteien

um dieses Thema einen wahren Eiertanz.

Kein Wunder – schließlich sind

kommunale Vertreter jeglicher Couleur

dem Reiz dieser Einnahmequelle

erlegen. SPD-Mann Hacker spricht von

einer »Reaktion auf die Steuerausfälle

in Verbindung mit der Entlastung der

Hotellerie«. Die Abgabe solle jedoch

»nur vor Ort im Einvernehmen mit

der Tourismusbranche« erhoben und

»zielgerichtet für die Finanzierung

von Tourismus- und Kulturangeboten

eingesetzt« werden. Der Grüne Tressel

könnte sich vorstellen, »dort, wo

Tourismus boomt, also vor allem in

Großstädten wie Berlin oder Hamburg,

Touristen in geringem Maße an der

Instandhaltung der entsprechenden

Infrastruktur zu beteiligen«. In ländlichen

Regionen sei dies keine Option.

Generell sei eine Abgabe einer Steuer

vorzuziehen, meint Tressel. Denn diese

könne anders als die Steuer zweckgebunden

eingesetzt werden.

Eine Absage erteilt die FDP der

Bettensteuer – obwohl sie die Kommunen

nach Meinung ihrer Gegner mit

ihrer Mehrwertsteuersenkung für die

Hotellerie erst dazu verleitet hat. Die

Bettensteuer laufe Bemühungen, den

Tourismus zu fördern, »vollkommen

zuwider«, findet Meierhofer.

Offenere Grenzen?

Auf Verbesserungen darf die Touristik

in der Visapolitik hoffen. Die meisten

Parteien denken über eine Lockerung

»Der Initiativkreis Luftverkehr

der CDU/CSU-Fraktion befasst

sich mit Airline-Themen.

Er hatte am 22. Februar seine

erste Sitzung.«

Marlene Mortler, CSU

18

22.3.2013 travel.one


politik.titelthema

der recht restriktiven Einreisepolitik

für Bürger von Ländern

außerhalb der EU nach. Die Linke

im Bundestag beantragte im

März 2012, das Reisebüroverfahren,

also die Abwicklung der

Visaerteilung über touristische

Unternehmen, auszuweiten und

die Visa-Liberalisierung voranzutreiben.

Die Grünen brachten

Mitte 2012 ebenfalls einen Antrag

zur Liberalisierung der Visapolitik

ein. Und auch die FDP will

»eingehend prüfen, in welchen

Ländern wir wirklich noch eine

Visumspflicht benötigen«. Da

kann die Branche nur hoffen,

dass die aktuelle Debatte um die

Einwanderung von Bürgern aus

Ländern wie Bulgarien und Rumänien

diese Bemühungen nicht

konterkariert. Christian Schmicke

»Die Linke hat

sich verschiedentlich

für eine

völlige Befreiung

von der

Visumspflicht

ausgesprochen

und dazu einen

Antrag in den

Bundestag

eingebracht.«

Ilja Seifert, die linke

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travel.one 22.3.2013 19


produkt.thema

produkt.familienurlaub

Familien

setzen weiter

auf Klassiker

Urlaubswünsche, Reiseformen, Zielgebiete – Travel One fasst

die wichtigsten Trends beim Familienurlaub zusammen.

Trotz oder wegen geringerer Kinderzahlen

behalten Familien für

die Reiseindustrie hohe Bedeutung«,

sagt Marktforscher Martin Lohmann.

Der Geschäftsführer des Instituts

für Tourismus- und Bäderforschung in

Nordeuropa und wissenschaftliche Berater

der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft

Urlaub und Reisen (FUR)

bringt damit die ambivalente Rolle auf

den Punkt, die der demografische Wandel

für die Entwicklung des Familienurlaubs

spielt.

Unmittelbar führt die niedrige Geburtenrate

der vergangenen Jahre dazu,

dass die Zahl der Urlaubsreisen mit Kindern

und ihr Anteil am Gesamtmarkt

zurückgeht. Er sank von 1996 bis 2012

von 22 auf 19 Prozent, so die Reiseanalyse.

Allerdings hat sowohl die absolute

Zahl der Reisen von Eltern mit ihren

Kindern als auch der Marktanteil des

Familienurlaubs 2012 gegenüber dem

Vorjahr wieder zugelegt.

Bei 57 Prozent der Urlaubsreisen

ist nach Angaben der Reiseanalyse ein

einziges Kind mit von der Partie. Der

Anteil reisender Familien mit mehreren

Kindern nimmt immer weiter ab. Die

reisende Ein-Kind-Familie ist damit sozusagen

zum touristischen »Normalfall«

geworden.

Weniger Kinder und weniger Familienreisen

bedeuten in der Gesamtstatistik

auf Dauer Einbußen. Auf der anderen

Seite führt eine geringere Zahl von

Kindern dazu, dass die einzelnen Familien

tendenziell einen geringeren Teil

ihres Einkommens für den Nachwuchs

aufwenden müssen und damit mehr

Geld in den Konsum fließen lassen können.

Hinzu kommt: Die Bedeutung des

»Faktors Kind« für die Urlaubsplanung

wächst angesichts dieser Entwicklung

eher, als dass sie abnimmt. »Je weniger

Kinder wir haben, desto höher werden

sie wertgeschätzt«, beschreibt Lohmann

dieses Phänomen.

Die starke Rolle der Kids drückt sich

auch in ihrem Einfluss auf die Urlaubsentscheidung

aus. Eine Umfrage der

Gesellschaft für Konsumforschung (GfK)

ermittelte im Auftrag der Rewe Touristik,

dass bei 54 Prozent der Familien

die Kinder das Urlaubsziel bestimmen.

Auch bei der Wahl der Unterkunft ist

der Nachwuchs aktiv. In 46 Prozent der

Familien treffen auch diesbezüglich die

Töchter oder Söhne die Entscheidung

– unabhängig von Einflussgrößen wie

20

22.3.2013 travel.one


familienurlaub.produkt

thema.produkt

© Image Source/Corbis

Einkommen, Schulbildung oder dem Beruf

der Eltern, wie die GfK betont.

Dabei ist das Ausmaß des Einflusses

der Kinder vom Alter abhängig. So entscheiden

nach Erkenntnissen der »Kids

Verbraucheranalyse« des Egmont Ehapa

Verlages nur rund 34 Prozent der Sechsbis

Neunjährigen bei der Wahl des Urlaubsortes

mit, während bereits 51 Prozent

der Zehn- bis 13-Jährigen darauf

einwirken.

Klassiker bleiben beliebt.

Mit Blick auf die Wahl der Urlaubsform

und des Reiseziels ergaben sich in jüngerer

Zeit keine großen Veränderungen.

So belegt der »Reise-Monitor« des ADAC,

dass fast 80 Prozent der Familien, die

in diesem Jahr verreisen wollen, einen

Bade-/Sonnen-/Ausruhurlaub planen.

Unter den Urlaubern, die ohne Kinder

reisen, wollen nur 53 Prozent diese Urlaubsform

wählen.

Neben dem Badeurlaub spielen

aber auch andere Arten, den Urlaub zu

verbringen, bei Familien eine Rolle. So

planen laut Reise-Monitor knapp 14

Prozent der Familien eine Rundreise

oder eine Kombination aus Rundreise

und längerem Aufenthalt. Acht Prozent

wollen Wanderurlaub machen und vier

Prozent eine Städtereise. Wellnessoder

Gesundheitsurlaub mit Kindern

können sich dagegen nur gut zwei

Prozent der Familien vorstellen. Zum

Vergleich: Von den kinderlos Reisenden

kann diese Urlaubsform etwa zehn Prozent

für sich gewinnen.

Bei den Erwartungen an den Urlaub

sind ebenfalls keine spektakulären Verschiebungen

zu erkennen. So nennt die

GfK-Umfrage für die Rewe Touristik

den Wunsch, möglichst viel gemeinsame

Zeit mit den anderen Familienmitgliedern

zu verbringen, an erster Stelle.

88 Prozent der Befragten legen darauf

Wert. Zu einem ähnlichen Ergebnis gelangt

die Reiseanalyse der FUR. Auch

sie sieht unter den Urlaubsmotiven der

Es muss nicht immer Buffet sein: Natur

und Ursprünglichkeit stehen hoch im Kurs

Familien den Faktor »Zeit füreinander

haben« unangefochten an der Spitze.

Für 74 Prozent der Nachwuchsurlauber

steht der Wunsch, möglichst

viel zu erleben, im Vordergrund. 70

Prozent der Kinder freuen sich auf einen

Strand zum Toben und Spielen,

53 Prozent wünschen sich viel Platz

in der Urlaubsunterkunft und hoffen

auf andere Kinder als Spielkameraden.

Knapp die Hälfte, 48 Prozent, bereiten

sich auf Urlaubs-Action mit Wasserrutschen

und Wasserparks vor. Und

für 43 Prozent der Kids stehen ständig

verfügbare Snacks und Getränke ganz

oben auf der Wunschliste.

Deutschland + Spanien = 50%.

Beständig ist auch die Rangfolge der

beliebtesten Familienreiseziele. Beim

ADAC Reise-Monitor rangiert Deutschland

weiterhin ganz vorn. 38 Prozent

wollen hier ihren Haupturlaub verbrin-

Foto: TUI AG

travel.one 22.3.2013 21


Interkulturelle Begegnung: Ein Massai zeigt Kindern, wie man ein Feuer entfacht

Foto: Dertour

gen. Nach Angaben der »Tourismusanalyse«

der Stiftung für Zukunftsfragen

kann die Ostseeküste Mecklenburg-

Vorpommerns davon mit 7,6 Prozent

den größten Anteil einheimsen. Dahinter

folgen Bayern mit 5,4, die Nordseeküste

Schleswig-Holsteins mit fünf und

Baden-Württemberg mit 4,2 Prozent.

Hinter Deutschland folgt mit großem

Abstand Spanien. Gut 13 Prozent der

Familien planen dieses Jahr eine Reise

auf die Balearen, die Iberische Halbinsel

oder die Kanaren. Knapp dahinter rangiert

laut ADAC Italien (zwölf Prozent).

Auf Platz vier landen die Türkei und

Österreich (jeweils sieben Prozent), vor

Frankreich (sechs Prozent) und Kroatien

(5,5 Prozent).

Ein gewisser Nachholbedarf in puncto

Familienfreundlichkeit zeigt sich in einigen

Destinationen auf der Nah- und

Mittelstrecke, von denen man dies gar

nicht erwarten würde. So werden laut

ADAC-Statistik beliebte Reiseziele wie

die Schweiz, Portugal und Ägypten von

Familien erheblich seltener angesteuert

als von Erwachsenen ohne Kinder

im Schlepptau.

In Zahlen

Anteil der Urlaubsreisen mit Kindern an der Gesamtzahl

der Urlaubsreisen im Jahr 2012: 19 Prozent

Quelle: Reiseanalyse 2013

Zahl der Urlaubsreisen mit Kindern ab fünf Tagen Dauer

im Jahr 2012: 13,1 Millionen

Quelle: Reiseanalyse 2013

Anteil der Urlauber mit Kindern, die lieber mehrere Kurzreisen

und dafür keine längere Urlaubsreise unternehmen: 1,8 Prozent

Quelle: ADAC Reise-Monitor 2013

Anteil der Urlauber mit Kindern, die 2013 zwei und mehr

Urlaubsreisen planen: 58 Prozent

Quelle: ADAC Reise-Monitor 2013

Fernreise bleibt Nischenmarkt.

Während fast 20 Prozent der Reisenden

ohne Kinder eine Reise ins außereuropäische

Ausland planen, trauen sich nur

knapp neun Prozent der Familien mit

ihrem Nachwuchs einen solchen Trip

zu. Geht es nach Touristikern wie Matthias

Rotter, Chef von Meier , s Weltreisen,

oder TUI-Deutschland-Chef Christian

Clemens dann sollte sich das bald

ändern. Rotter wirbt schon seit Längerem

engagiert für familienfreundliche

Fernreiseziele wie Thailand. Und auch

Clemens sinnierte jüngst darüber, dass

man das Fernreisegeschäft des Branchenprimus

mit einem größeren Angebot

an maßgeschneiderten Reisen für

Familien künftig zusätzlich stimulieren

könnte.

22

22.3.2013 travel.one


familienurlaub.produkt

thema.produkt

Wenn Urlauber heute mit Kindern in

die Ferne reisen, dann landen sie am

häufigsten in den Vereinigten Staaten

oder Kanada. Zusammen erreichen beide

Länder einen Anteil von rund vier

Prozent. Recht beliebt sind außerdem

die Badeziele in Südostasien (1,2 Prozent)

und der Karibik (0,9 Prozent).

»Je weniger Kinder wir haben,

desto höher werden sie wertgeschätzt«

Martin Lohmann, FUR

Kreuzfahrt mit Perspektiven.

Nicht zu unterschätzen ist die gewachsene

Bedeutung der Hochseekreuzfahrten

für Familien. Nach Erkenntnissen

der jüngsten DRV-Studie zum

Kreuzfahrtmarkt waren 2012 knapp

sechs Prozent der deutschen Gäste

auf Hochseeschiffen, und damit rund

91.000 Passagiere, bis zu 14 Jahre alt.

Genaue Zahlen zum Anteil der Familien

mit Kindern auf Hochseeschiffen

gibt es nicht. Doch inklusive der

jugendlichen Gäste ab 15 Jahren und

ihrer erwachsenen Begleiter dürfte

sich ein Familienanteil am Kreuzfahrtgeschäft

von rund 20 Prozent ergeben.

Das wären mehr als 300.000 Urlauber.

2012 erhielt der Aufwärtstrend der

Kreuzfahrt bei Familien einen leichten

Dämpfer. Der Anteil der bis zu 14-Jährigen

sank im Vergleich zu 2011 um 0,9

Prozentpunkte.

Individuelle Bedürfnisse.

Ähnlich wie das Reiseverhalten der

Bundesbürger insgesamt verändern

sich auch die Urlaubsgewohnheiten und

-wünsche der Familien nur langsam.

Allerdings wachsen ihre Ansprüche,

und sie werden, ebenso wie die der Gesamtbevölkerung,

immer individueller.

Genügte vor einigen Jahren noch eine

familienfreundliche Unterkunft mit Familienzimmern,

Pommes und Pizza am

Buffet und Kids Club zur Befriedigung

der Kundenbedürfnisse, so sind heute

komplette Erlebnispakete gefragt.

Neben dem nach wie vor dominanten

Bade- und Ausruhurlaub in

den Sonnenzielen öffnen sich lukrative

Marktnischen für Spezialisten. Zum

Beispiel familienfreundliche Studienreisen,

Safari-, Sport- und Aktivreisen.

Nur die Flusskreuzfahrt hat die

Familien noch nicht entdeckt. Dabei

wären auch Flussreisen durchaus familientauglich,

wenn man sie dem Nachwuchs

als coolen Städtetrip verkaufen

könnte.

Christian Schmicke

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travel.one 22.3.2013 23


produkt.thema

produkt.familienurlaub

Eierlotto und

Zirkushasen

Foto: Nicole Mütschele

Für Familien mit Kindern steht bei Ferien auf dem Bauernhof der Kontakt mit Tieren und

der Natur im Vordergrund. Ein Plus: Aktivitätsangebote für die jungen Gäste.

Foto: Ferienhof Alter Speicher

Eierlotto mit Bauer Albert: Ein wichtiger

Tagestermin. Zumindest für die

jungen Feriengäste des Biobauernhofs

Alter Speicher auf der Insel Fehmarn.

»Um sechs Uhr abends mussten wir immer

von Ausflügen zurück sein«, erinnert sich

Nicole Mütschele. Darauf bestanden Lina

und Theo, damals sieben und vier Jahre

alt. Erst durften alle kleinen Bauernhofgäste

ihr Wunschtier in den Stall führen.

Und dann stand besagtes Eierlotto auf dem

Programm. Jedes Kind schätzt, wie viel Eier

die Hühner wohl an diesem Tag gelegt haben

– und wählt die Baumscheibe mit der

passenden Zahl. Dann startet die Eiersuche.

Am Schluss wird gezählt. Und wer richtig

getippt hat, bekommt von Bauer Albert

als Tagessieger ein frisches Hühnerei. »Das

Auf Du und Du mit Pony: Bauer Albert

steht bei den jungen Gästen hoch im Kurs

www.ferienhof-alterspeicher.de

24

22.3.2013 travel.one


familienurlaub.produkt

thema.produkt

war toll«, schwärmt Lina, heute elf Jahre

alt. Toll ist überhaupt alles, was Kinder in

Aktivitäten einbindet. Vor allem, wenn

Tiere mit im Spiel sind. »Anfasskleintiere«,

sagt Mütschele. Theo hat deshalb die

Ferien auf dem Ingenhof in Bad Malente-

Malkwitz in Schleswig-Holstein noch vor

Augen. »Da gab es Kaninchen, da durften

wir uns mit in den Stall reinsetzen.« Und

auch Lina erinnert sich an die »vielen

süße Hasen«. Zirkus hätten sie gespielt,

so Theo. »Ein Kaninchen hat Männchen

gemacht, wenn ich die Karotte hochgehalten

habe«, erinnert sich der Achtjährige

voller Begeisterung an diesen Urlaub.

»Dabei hatten wir dort das schlechteste

Wetter«, sagt die Mama und lacht. Sechsmal

hat die Familie schon ihre Ferien auf

verschiedenen Bauernhöfen verbracht.

Ideale Urlaubsform für Kinder.

»Für uns ist das die ideale Urlaubsform«,

sagt die 40-Jährige. Die Kinder finden

schnell Anschluss, weil andere Familien

ebenfalls dort Urlaub machen. »Die maximale

Entspannung für Eltern ist es,

wenn die Kinder beschäftigt sind«, nennt

sie ihre Beweggründe. Darauf haben sich

die Bauernhöfe eingestellt, die häufig alleine

von der Landwirtschaft nicht mehr

leben können oder wollen. Sie richten

sich bei Angebot und Infrastruktur auf

Familien ein. So ist Armin Mütschele der

Moierhof am Chiemsee in guter Erinnerung.

»Wir haben auf Bänken vor dem

Haus in der Sonne gesessen und gelesen,

während die Kinder sich im Garten mit

Trampolin, Sandkasten und auf der Bobbycar-Rennstrecke

ausgetobt haben«,

sagt der Vater von Theo und Lina.

Auch Familie Albert aus Fehmarn

setzt schon seit zehn Jahren auf Feriengäste.

Die Felder sind an einen Biobauern

verpachtet. Kinderfreundlich

mit Fokus auf Natur und Umwelt, lautet

die Maxime: »Wir wollen unseren ganzheitlichen

Ansatz mit den Feriengästen

leben«, erzählt Christine Albert. Mittlerweile

ist die nächste Generation eingebunden.

Tochter Marlene bietet Yoga

und Wellness auf dem Hof an.

Meist vermarkten sich die Bauernhöfe

direkt oder über Verbände. Viele

sind aber durchaus für die Zusammenarbeit

mit Reisebüros aufgeschlossen, so

der Tenor auf Nachfrage. Bei Veranstaltern

finden sich eher vereinzelt Angebote

zu Bauernhofferien, wie etwa der

Kohlerhof in den Ammergauer Alpen

bei ITS, der Gasthof Raufner in Kärnten

bei Neckermann oder Familiengut Hotel

Burgstaller in Kärnten bei TUI. Diese

Häuser sind meist größer – und teurer.

Sicher aber ist: Die »neue Landlust« beflügelt

den Trend zum Bauernhofurlaub.

Vielleicht ja auch Eierlotto. Tanja Franke

Foto: Nicole Mütschele

Foto: Ingenhof

Verschwenderisches Grün: Auf dem

Moierhof am Chiemsee pflegt die

Familie liebevoll den Gemüsegarten

www.moierhof.de

»Das schöne Haus« ist Lina vom Ingenhof

besonders in Erinnerung geblieben

www.ingenhof.de

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Mallorca · Menorca 25


produkt.thema

produkt.familienurlaub

Immer häufiger verbringen mehrere Generationen gemeinsam ihre Ferien. Die Veranstalter

stellen ihr Angebot auf die Zielgruppe ein und bieten Passendes für Groß und Klein.

Oma und Opa

fahren mit

Strandurlaub für alle: Wenn die gesamte Familie reist,

muss das Angebot für alle Generationen stimmen

Foto: Monkey Business Images/Shutterstock

Vater, Mutter, Kind war gestern – wer

heute als Familie in den Urlaub

fährt, hat immer häufiger auch Oma

und Opa im Gepäck. Eine Entwicklung, die

Andreas Rüttgers, Leiter Flugreisen bei

Schauinsland Reisen, aufmerksam verfolgt.

Bei dem Veranstalter, verrät er, sei dieser

Trend schon vor rund zweieinhalb Jahren

angekommen. Aber auch Großeltern, die

mit ihren Enkeln verreisen, während die

Eltern sich eine Auszeit gönnten, würden

häufiger im Verkauf registriert.

Auf die Klientel hat sich Schauinsland

Reisen längst mit verschiedenen Offerten

eingestellt. Das beginnt bei der passenden

Zimmerkategorie für sämtliche Mitreisenden

und reicht bis zur Freizeitgestaltung

für Groß und Klein. »Unsere Kunden buchen

ganz unterschiedliche Unterkünfte«,

sagt Rüttgers. Die einen suchten nach

nebeneinanderliegenden Zimmern, wenn

möglich mit Verbindungstür. Andere entschieden

sich bewusst für eine größere

räumliche Distanz und buchten sich in einem

anderen Flügel ein. Eine dritte Kundengruppe

– meist mit einem größeren

Reisebudget – sei auf der Suche nach sehr

geräumigen Unterkünften, etwa Villen oder

Bungalows. Ein Angebot, das eher im High-

Class-Segment angesiedelt sei, so Rüttgers.

Doch nicht nur die Schlafstätte muss

stimmen. »Es geht darum, dass man innerhalb

einer Hotelanlage Dinge findet,

die allen Spaß machen«, beschreibt er die

Wünsche einer Großfamilie. Als Beispiele

nennt er das Hotel Fanabe Lagos Beach auf

Teneriffa, das Paradise Side Beach in der

Türkei oder die Blau-Hotels im mallorquinischen

Sa Coma. Sie alle bieten Annehmlichkeiten,

die die Mitreisenden aller Altersklassen

zu schätzen wissen. Diese reichen

vom Langschläfer-Frühstück für Eltern,

die ausschlafen dürfen, weil sich die Verwandtschaft

um den Nachwuchs kümmert,

bis zur Rückzugsmöglichkeit im separaten

Bereich der Anlage nur für Erwachsene. In

Sa Coma beispielsweise könnten sich Eltern

und Kleinkind im Baby Blau Mediterraneo

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22.3.2013 travel.one


Garden einquartiern, während sich

die Großeltern im benachbarten Blau

Mediterraneo Garden ein Zimmer buchen.

Ein Haus, das nur Erwachsenen

vorbehalten ist.

Foto: Schauinsland Reisen

Das Hotel Baby Blau Mediterraneo Garden

auf Mallorca bietet Passendes für Kleinkinder

Von innovativ bis günstig.

Dass nicht mehr ausschließlich Eltern

und Kinder gemeinsam verreisen, registriert

man auch bei TUI. »Den Großteil

der Buchungen machen nach wie

vor Eltern mit einem oder zwei Kindern

aus. Der Anteil an alternativen

Kombinationen wie Singles mit Kindern,

Patchwork-Familien, Großfamilien

oder auch Mehrgenerationenurlaub

hat jedoch spürbar zugenommen«,

sagt Andreas Pospiech, Leiter Category

Management Konzepthotels. Dementsprechend

wolle der Veranstalter das

Segment ausbauen.

Als Beispiel für einen gelungenen

Urlaub für Großeltern und Kinder

nennt Kollege Frank Stoll die familiengerechten

Städtetouren. »TUI-Marktforschungen

haben ergeben, dass insbesondere

Kinder im Alter von zehn

bis 15 Jahren Städtereisen als interessante

Urlaubsalternative entdecken«,

analysiert Stoll. Das Angebot habe TUI

auf 82 europäische Städte ausgebaut.

Axel Hübner, Produktmanager Familienurlaub

bei Thomas Cook und Neckermann

Reisen, sieht den Vorteil der

Oma-Enkel-Konstellation auch in den

Sparmöglickeiten. So gewährt Neckermann

Reisen Gästen ab 55 Jahren in

vielen Hotels einen Nachlass. »Durch

die Kombination von Rabatten können

Großeltern mit ihren Enkeln einen

günstigen Urlaub verbringen, auch in

den Schulferien.«


Yannick Fiedler

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produkt.thema

produkt.familienurlaub

Der Reiz ist die Internationalität

Bei Kindern kommt die Sprachenvielfalt der neuen Familienreisen von Intrepid gut an.

Foto: Intrepid

Die deutschen Kinder freuen sich auf das

Kennenlernen und Treffen mit Gleichaltrigen aus

anderen Kulturkreisen

n »Abenteuerreisen für Familien«,

das ist die neue Produktlinie,

die Intrepid für

diesen Sommer erstmals in

Katalogform auf den Markt

gebracht hat. Und Barbara

Glanz, Geschäftsführerin des

australischen Veranstalters in

Deutschland, zieht sechs Wochen

nach dem Erscheinen des

Katalogs sehr zufrieden ein

erstes Fazit.

»Groß ist das Interesse an

Reisen nach Indien, aber auch

Nordamerika wird gut nachgefragt«,

sagt sie. Noch sei es

aber zu früh, um eine Aussage

zur Weiterentwicklung des Produktes

zu treffen, meint Glanz.

Ausschlaggebend für den

guten Start sei der internationale

Charakter des Konzepts.

Es zeige sich, dass es speziell

für Kinder einen besonderen

Reiz darstelle, mit einer internationalen

Gruppe auf Reise

zu gehen. »Die Toursprache

ist Englisch, doch durch unsere

einheimischen Reiseleiter

kommen die Teilnehmer

oft noch mit einer ganz anderen

Sprache in Kontakt. Auch

dies hat eine besondere Faszination

für die Kinder, wenn sie

nach dem Urlaub ein paar Worte

Thai oder Arabisch können«,

weiß Glanz.

Gut angenommen werden

bislang auch die »Real life experiences«,

bei denen die Gäste

mit einem regulären Bus

oder einem Tuktuk unterwegs

sind und damit in Kontakt zur

Bevölkerung kommen. MX

Mehr Familienpakete

n In diesem Sommer können Familien bei Aldiana erstmals die kostenlosen

Pakete für Kleinkinder und Babys bereits vor Beginn ihrer

Reise buchen. Sie beinhalten für kleine Kinder zum Beispiel Babyfon,

Lätzchen, Kinderhocker, Nachtlicht und ein Kindermalbuch. Das Angebot

gilt für alle elf Anlagen der Clubmarke.

Darüber hinaus bietet die Clubkette an ausgewählten Terminen

im März, April, Mai, Juni und Oktober ein besonderes Arrangement für

Familien an. Eltern, deren Nachwuchs zwischen zwei und fünf Jahre alt

ist, zahlen für einen Urlaub in einer der Strandanlagen für ihre Kinder

nur den Flug. Die Übernachtung im Zustellbett und die Verpflegung

der kleinen Gäste im Aldiana ist kostenlos.

Ähnliches gilt für die beiden österreichischen Bergclubs Salzkammergut

und Hochkönig. Dort nächtigen Kinder bis 14 Jahre im Zustellbett

oder Festbett im Zimmer der Eltern ebenfalls kostenlos.

Elektronische

Schatzsuche

n Ein Erlebnis für die ganze Familie verspricht

die neue elektronische Schatzsuche

der Viverde-Hotels, die von dieser

Sommersaison an fester Bestandteil der

TUI-Hotelmarke ist. Beim sogenannten

Geocaching werden kleine, mit Koordinaten

markierte Behälter, die Caches, versteckt

und müssen mit Hilfe von GPS-Geräten

wiedergefunden werden. Der Finder

darf sich anschließend in ein Logbuch, das

zum Cache gehört, eintragen. Viverde-Gäste

können zwischen Familien- und Abenteuerrouten

wählen. Das neue »inkludierte

Naturerlebnis«, wie TUI es nennt, gibt es

in vier Anlagen: in der Türkei, in Italien, auf

Gran Canaria und in Deutschland.

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22.3.2013 travel.one


familienurlaub.produkt

thema.produkt

Drei Touren für

jeden Geschmack

Nach der Restaurierung wieder offen: das Karussel Eden Palladium

Durch den Märchenwald

n Im Europa-Park können sich Kinder mit ihren Eltern im

Märchenwald auf die Spuren von sechs weiteren Grimmschen

Märchen begeben. Anlässlich des 200. Jahrestages

der Erstausgabe der Geschichten ist dieser Teil des Parks

noch einmal ausgebaut worden. Im Foyer des neu errichteten

Confertainment-Center befindet sich das restaurierte

historische Salon-Karussell »Eden Palladium« mit Pferdchen

und Kutschen. Ebenfalls modernisiert präsentiert sich in der

Sommersaison das Magic Cinema 4D mit einem neuen Design

und neuen Sitzen.

In der Mercedes-Benz Hall steht alles unter der Überschrift

»Speed«. In einer Ausstellung sind ein Showcar aus

der Formel 1 und ein Rennwagen aus der DTM zu sehen, dazu

kommen Szenen auf Video aus den beiden Rennserien. Informiert

werden junge Besucher in der Wissens-Community Genius

auch über das Thema Elektromobilität.

Foto: Europa-Park

n Drei, fünf oder sieben Tage, so lange dauern die

von Schweiz Tourismus vorgestellten drei Touren in

der Broschüre »Familien on Tour«. Sie führen in die

Berge, an die Schweizer Seen oder in den Süden der

Eidgenossenschaft, die Beschreibungen sind ergänzt

um Empfehlungen für familienfreundliche Unterkünfte

und Infos zu Familienorten.

Für Urlauber, die sich ihre Reise selbst zusammenstellen,

kreierte die touristische Vertretung den

»Family-Trip-Finder«. Per Internet oder Smartphone

können 1.500 Familienerlebnisse abgefragt werden.

Zusätzliche Zimmerkategorie

n Mit dem Golden Forest Club gibt es von April an in Disney’s

Sequoia Lodge in Disneyland Paris eine neue Zimmerkategorie.

Zu ihr gehören 14 Suiten und 110 Standardzimmer, die

Lodge wurde komplett renoviert.

Eine weitere Änderung betrifft die Abendshow »Disney

Dreams«. Sie erhält nun auch Szenen der Filme »Merida – Legende

der Highlands« und »König der Löwen«. Besucher der

Veranstaltung erhalten zudem vom Sommer an eine »interaktive«

Version der Mickey-Ohren – die Ohren wechseln mit der

Musik der Show ihre Farbe.

Ihr Spezialist für Ägyptenreisen

www.eti.de

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Die Kategorisierung des beworbenen Hotels erfolgt gemäß der Einstufung durch die Egyptian Hotel

travel.one 22.3.2013 Association. Limitiertes Angebot. Zwischenverkauf, Preisänderungen und Druckfehler vorbehalten. 29


produkt.thema

produkt.familienurlaub

Der junge Veranstalter For Family Reisen setzt auf Nachhaltigkeit und auf den stationären Vertrieb

Familienreisen mit Lerneffekt

Urlaub mit unvergesslichen Erlebnissen:

Das versprechen die speziell für Familien

konzipierten Fernreisen, zum Beispiel auf

die Galapagosinseln

Foto: For Family Reisen

n Begegnungen mit Einheimischen,

Tierbeobachtungen, der Besuch von

Naturschutzprojekten, aber auch einsame

Traumstrände mit der Familie

genießen. So beschreibt Rainer Stoll,

Geschäftsführer von Travel to Nature,

das Programm seines kürzlich

an den Start gegangenen Familienreiseveranstalters

For Family Reisen.

»Da alle Altersgruppen spezielle Anforderungen

haben, bieten wir Reisen

für vier verschiedene Altersstufen

an«, erklärt er. Eltern finden im Katalog

unter »Young Family« das Passende

für zwei- bis fünfjährige Kinder,

unter »For Family« alles für Fünf- bis

14-Jährige. Die Rubrik »Teens and Family«

bündelt Angebote für 14- bis

21-Jährige und »Teens on Tour« soll

18- bis 26-Jährige ansprechen.

Die Reisen, die Stoll übrigens alle

mit seiner Familie getestet hat, führen

nach Europa, aber auch in die Ferne,

etwa nach Südafrika, Costa Rica

und Brasilien und werden von speziell

ausgebildeten Reiseleitern begleitet.

Zudem setzt sich For Family Reisen

für ökologische und soziale Projekte

ein und fördert beispielsweise

Schulbauten in Mittelamerika und

leistet Entwicklungshilfe in Nepal und

Indien.

Um sein Produkt auch in den stationären

Vertrieb zu tragen, hat sich

Stoll China Tours als strategischen

Partner an die Seite geholt. Dieser

ist für das Vertriebssystem des neuen

Familienproduktes zuständig. Reisebüros

zahlt der Veranstalter daher

eine Staffelprovision beginnend mit

acht Prozent. In Zukunft soll der Kontakt

zum stationären Vertrieb darüber

hinaus noch vertieft werden. So sind

Roadshows und Schulungen zu For

Family Reisen geplant.

Reisebüros können den neuen Katalog

unter info@familien-reisen.com

anfordern.

KM

updates

Mondial Reisen hat in den Katalog »Sommer in Österreich«

die Reise »Berge voller Überraschungen« eingebaut.

Sie beinhaltet sieben Nächte im Stubaierhof, Kinderreiten

auf Haflingerpferden, wöchentlich geführte Wanderungen

und wahlweise eine Hüttenübernachtung.

www.mondial-reisen.com

Im neu gestalteten Club Abami des Abama Golf & Spa

Resort auf Teneriffa haben Kinder von August an die Wahl

aus acht thematischen Spielbereichen wie Umweltschutz,

Astronomie oder Schauspielerei. Die Einrichtung für Vierbis

Zwölfjährige ist täglich von 10 bis 24 Uhr geöffnet, zwischen

10 und 18 Uhr ist die Nutzung kostenlos.

Die Dorint Hotels haben nun einen »Familienmanager«.

Er ist im Service-Center zu erreichen und informiert über

die Hotels und ihre Freizeitangebote. Kinder unter elf Jahren

wohnen bei Dorint auch in den Schulferien kostenfrei.

Im Katalog »Family & Parks« von Neckermann Reisen

sind in diesem Jahr 14 Hotels in der neuen Sparte »Familie-

Aktiv« zu finden. Zu den Programmen gehören eine Familienfahrradsafari

im Trixi-Park in Sachsen oder eine Fackelwanderung

im Familienhotel Lagant in Vorarlberg.

Der Adventurepark am Katschberg in Kärnten hat vom

17. Mai an einen 3D-Bogenschießpark im Programm.

30

22.3.2013 travel.one


familienurlaub.produkt

thema.produkt

Elternurlaub ohne Kind

n Vamos Eltern-Kind-Reisen will in Zukunft auch Paare bedienen, die ohne

Kinder Urlaub machen. Kunden, deren Nachwuchs flügge geworden ist, hätten

sich an den Familienreiseveranstalter gewandt, sagt der künftige Geschäftsführer

Jens Kubicki. »Bislang können wir jedoch nichts Maßgeschneidertes anbieten.«

Das soll eine neue Produktlinie ändern.

Kubicki, derzeit noch Vertriebschef von Vamos, und Stephan Krug, bisher Viabono-Geschäftsführer,

stehen von Mai an gemeinsam an der Unternehmensspitze.

Uli Mühlberger und Roger Schulze ziehen sich altersbedingt aus der operativen

Leitung zurück. Das neue Führungsduo hat mehrere Projekte auf der Agenda.

So sollen zum Vamos-Programm bald auch Städte- und Bahnreisen für Familien

gehören. Geplant ist ferner ein Relaunch der Website. »Sie soll Kunden einen höheren

Komfort hinsichtlich Navigation und Aktualität bieten«, so Kubicki.

Neues Führungsduo:

Jens Kubicki (links) und

Stephan Krug

Auf Jamaika heißt es für die Kinder: Urlaub gemeinsam

mit den Helden aus der Sesamstraße

Foto: Beaches Resorts

Sesamstraße

in der Karibik

n In den drei Beaches Resorts auf Jamaika und den

Turks & Caicos gibt es in diesem Jahr neue Abenteuerspiele

mit einigen Figuren aus der Sesamstraße. Supergrobi

geht mit den Kindern auf die Suche nach

im Sand verborgenen Schätzen mit besonderen Muscheln

oder Schmuckstücken. Elmo und seine Freunde

veranstalten eine Rock , n , Roll-Party, bei der die Kinder

auch selbst Musik machen dürfen. Insgesamt bieten

elf Bewohner der Sesamstraße Freizeitaktivitäten an.

Zwischen 3. September und 31. Oktober entfällt in

den zur Sandals-Gruppe gehörenden Hotels für alleinreisende

Eltern mit Kind der Einzelzimmerzuschlag.

Das Angebot gilt bei einem Mindestaufenthalt von

drei Nächten.

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travel.one 22.3.2013 31


produkt.mix

Hamburg als Umsatztreiber

n Dass es irgendwann Nachahmer gibt – Anja Tabarelli kann

sich das durchaus vorstellen. »Mal sehen, wie lange noch Cunard

als einzige Reederei Weltreisen ab Hamburg anbietet«, sagt die

Deutschland-Chefin der Carnival-Tochter. Ihr zumindest bescherte

die Idee, eine Kreuzfahrt um den Globus an der Elbe starten

zu lassen, mehr Kunden denn je. 170 Deutsche buchten die komplette

111-tägige Reise, die im vergangenen Jahr erstmals in der

Hansestadt startete. »Weltreisen ab Hamburg haben ein großes

Potenzial«, meint Tabarelli.

Doch nicht nur diese: Die Managerin führt das steigende Interesse

der Bundesbürger an Cunard darauf zurück, dass die

Elb-Metropole immer häufiger Ein- und Ausstieghafen der drei

Schiffe der Reederei ist. Die Deutschland-Niederlassung von Cunard

schloss 2012 mit einem Umsatzplus von 39 Prozent ab. Die

Zahl der deutschen Passagiere stieg um 40 Prozent auf 24.600.

Ein noch besseres Ergebnis wäre denkbar gewesen, so Tabarelli –

wenn das Costa-Concordia-Unglück Anfang des vergangenen Jahres

nicht dazwischen gekommen wäre. »Alle Reedereien mussten

über den Preis verkaufen.«

PEH

Foto: Cunard

Der Abschied als Event: Wenn die Queen Mary 2 in

Hamburg ablegt, hat sie jedes Mal viele Zuschauer

updates

Die Fram umrundet nächstes Jahr Island. Die Reise ist

laut Hurtigruten der Höhepunkt des Grönland-Island-

Programms für 2014. Eine Beschreibung finden Reisebüromitarbeiter

im jetzt erschienenen Katalog 2014/15.

www.hurtigruten.de

Meliá plant, 2015 ein Innside-Hotel in Yogyakarta auf

der indonesischen Insel Java zu eröffnen. Es ist dann das

erste Haus dieser Marke außerhalb Euro pas.

Car del Mar ist nun auch in Montenegro vertreten. Der

Mietwagenbroker vermittelt Fahrzeuge an zwei Stationen

in der Hauptstadt Podgorica und am Flughafen in Tivat.

Mietwagenpartner ist Hertz.

www.cardelmar.de

FTI will in der nächsten Wintersaison mehr Charterflüge

nach Ägypten anbieten. Sechs Maschinen von Sun Express

sollen wöchentlich dienstags Luxor und Taba bedienen.

Zudem ist donnerstags eine weitere Flugverbindung

nach Hurghada geplant.

Grimm Touristik organisiert in der zweiten Jahreshälfte

viertägige Reisen zum neuen Papst Franziskus nach Rom.

Neben Besichtigungen stehen die Teilnahme an einer Papstaudienz

oder des Angelus-Segens auf dem Programm.

www.grimm-touristik.de

Das erste Hotel von Waldorf Astoria in Doha, der

Hauptstadt von Katar, soll auf einer Landspitze im Herzen

des Business- und Diplomatenviertels entstehen. Die Eröffnung

ist für 2016 anvisiert.

JT Touristik will nun auch in Asien aktiv werden. Als erstes

Ziel nimmt der X-Veranstalter Thailand ins Programm.

Ob noch weitere asiatische Destinationen in das Sortiment

von JT Touristik aufgenommen werden, stehe noch nicht

fest, sagt Anne Schiel aus dem Produktmanagement.

32

22.3.2013 travel.one


mix.produkt

Der Orient-Express fährt nach Rom

n Für das kommende Jahr hat Lernidee Erlebnisreisen eine neue Sonderfahrt

mit dem Orient-Express aufgelegt. Der Nostalgiezug, der für

den Veranstalter in der zweiten Oktoberhälfte 2014 als Exklusiv-Charter

unterwegs sein soll, fährt dieses Mal von München und Zürich nach Rom.

Die fünftägige Reise führt am Vierwaldstätter See und am Zürichsee vorbei

sowie durch die norditalienische Tiefebene. Je nach Abfahrtsort wohnen

die Gäste eine Nacht im Hotel Bayerischer Hof in München oder im

Schweizer Hof in Zürich, in Rom haben sie die Wahl zwischen dem Waldorf

Astoria Rome Cavalieri und dem Hotel Victoria Roma.

Reise in die Vergangenheit: Der Orient-Express

fährt 2014 durch die Schweiz nach Rom

Foto: Venice Simplon-Orient-Express

Nonstop in

die Karibik

n TUI stockt das Karibik-Angebot ab

Hamburg kräftig auf. Der Veranstalter

fliegt nächsten Winter nonstop von der

Elbe in die Dominikanische Republik sowie

nach Barbados und Mexiko. Er arbeitet

dabei mit Tuifly zusammen – die

Airline nutzt für den Vollcharter jedoch

keine eigenen Maschinen, sondern Langstreckenflugzeuge

der niederländischen

Schwester Arkefly.

Die Flüge gehen zweimal pro Woche

nach Punta Cana und Cancun, jeweils alle

zwei Wochen nach La Romana und Barbados.

Mit der zusätzlichen Kapazität

von 35.000 Flugsitzen will TUI den Marktanteil

bei Fernreisen erhöhen.

Vollcharter nach Punta Cana: TUI fliegt von

Hamburg in die Dominikanische Republik

Foto: stockxchng

Charterflüge?

Nach rechts

Charterpassagiere sind Schuld. So lautet das Fazit einer repräsentativen

Studie von Kirschenbaum Consulting, einer Beratungsfirma

in Sicherheitsfragen im Flugsektor. Die per Charter

Reisenden produzieren einen Großteil der Zusatzkosten, bis

zu 35 Prozent, für längere Sicherheitskontrollen. Denn 33 bis 50

Prozent der Charterpassagiere tragen verbotene Gegenstände

mit sich, bei den Fluggästen von Linienflügen sind es nur zehn

bis 15 Prozent. Ein Drittel der per Charter Reisenden be nötigt

eine zweite Sicherheitskontrolle. Und während ein »normaler«

Reisender rund 30 Sekunden für einen Sicherheits-Check

braucht, müssen für einen Charterpassagier bis zu zwei Minuten

veranschlagt werden.

Bemerkenswerte Zahlen. Was können Flughäfen und Veranstalter

da tun? Flughäfen könnten beispielsweise für Charterpassagiere

eigene Kontrollen einrichten. Frei nach »Das Leben

des Brian«: »Zu den Charterflügen nach rechts! Aber jeder

nur eine Kontrolle!« Für Business-Passagiere gibt es heutzutage

eine schnellere Abfertigung, weil sie mehr zahlen. Also warum

nicht umgekehrt. Nur geht es dann nicht nach dem Geld, sondern

nach der Kausalität.

Wolfram Marx, Redakteur

w.marx@travel-one.net

travel.one 22.3.2013 33


produkt.thema

airlines.airports

TAM verlässt die Star Alliance

Fliegender Wechsel in Lateinamerika

Künftig fliegt die gesamte

Latam-Gruppe unter dem Dach

der Oneworld-Allianz

n Eine echte Überraschung ist es wohl nicht:

Die brasilianische TAM wechselt von der Star

Alliance zu Oneworld. Der Wechsel, der sich

bereits nach der Fusion von LAN und TAM abgezeichnet

hatte, wird voraussichtlich während

des zweiten Quartals 2014 vollzogen.

Die TAM-Tochtergesellschaft in Paraguay wird

Foto: Oneworld-Allianz

sich ebenfalls Oneworld anschließen. Bereits

im kommenden Herbst wird auch LAN Colombia,

die jüngste Tochter von LAN Airlines, dem

Verbund beitreten. Durch die Erweiterung fliegen

dann alle Tochtergesellschaften der Latam

Airlines Group unter dem Dach der Oneworld-Allianz.

»Wir haben alle Optionen eingehend geprüft

und eine Allianz gewählt, die unseren

Fluggästen die meisten Vorteile, die besten

Verbindungen und Produkte sowie die größten

Synergien für die Latam Airlines Group

bietet«, sagt Latam-CEO Enrique Cueto. Man

werde gemeinsam mit der Star Alliance und

Oneworld an einem reibungslosen Übergang

für die Fluggäste arbeiten. So sollen zum Beispiel

die zehn Millionen Mitglieder des TAM-

Vielfliegerprogramms Fidelidade beim Wechsel

zu Oneworld sowohl ihre Statusstufe als

auch sämtliche gesammelten Punkte behalten.

LAN Airlines ist bereits seit Juni 2000 Mitglied

der Oneworld-Allianz.

Sparen in der First Class

n Lufthansa bietet Flüge in der First-

Class künftig zu einem Tarif an, bei dem

die Passagiere im Schnitt 40 Prozent

sparen können. Der neue Tarif, der für

mehr als 30 Langstreckenziele aufgelegt

wird, soll primär Privatreisende ansprechen,

die einen hohen Anspruch an

Service und Qualität haben.

Der First-Saver-Plus-Tarif muss mindestens

60 Tage vor dem Abflug gebucht

werden und ist nicht umbuchbar.

Der Mindestaufenthalt am Reiseziel beträgt

an der US-amerikanischen Ostküste

sechs Tage und bei allen anderen

Des tinationen zehn Tage.

Qualität zum Sparpreis soll der

First-Saver-Plus-Tarif bieten

Foto: Rolf Bewersdorf/Gregor Schlaeger

Rostock-Carrier

startet im Sommer

n Die neue Rostock Airways will

im August den Betrieb aufnehmen.

Bis Mai sollen potenzielle Strecken

analysiert und das Vertriebssystem

entwickelt werden. Aktuell

sind innerdeutsche Verbindungen

zu den Drehkreuzen Frankfurt und

München sowie Flüge nach Kopenhagen

geplant.

»Das Grundprinzip von Rostock

Airways ist es, Nachhaltigkeit

zu garantieren und gleichzeitig

das Risiko aller Beteiligten auf

ein Minimum zu reduzieren«, sagt

Airline-Chef Andreas Blass, der unter

anderem an der Gründung von

HLX.com und BQB Lineas Aereas in

Uruguay beteiligt war.

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22.3.2013 travel.one


thema.produkt

Condor stationiert zwei Boeing 767-300ER in München

München als Basis für Fernflüge

Foto: Condor

n Condor nimmt im Winter 2013/14

erstmals seit sechs Jahren wieder

Langstreckenflüge ab München in

den Flugplan und stationiert zwei

Boe ing 767-300ER auf dem Franz-

Josef-Strauß-Flughafen. Als neues

Condor-Ziel ist Santa Clara auf Kuba

dabei. Außerdem werden einmal pro

Woche Flüge nach Cancun, Mauritius,

Mombasa, Montego Bay, Puerto Plata

und Varadero ab München angeboten.

Nach Punta Cana geht es dreimal wöchentlich.

Zusätzlich erhält die bayerische

Landeshauptstadt eine Verbindung

nach Goa, die komplett von

Frankfurt nach München verlegt wird.

Im Gegenzug richtet Condor zwei

wöchentliche Flüge von Frankfurt

nach Bangkok neu ein. Die thailändische

Hauptstadt wird montags und

donnerstags angeflogen. Mit Partner

Bangkok Airways bietet Condor den

Kunden Anschlussflüge nach Südostasien.

Rangun in Myanmar und Siem

Reap in Kambodscha können fünfmal

wöchentlich erreicht werden. Für

die Ziele Vientian in Laos und Phnom

Penh in Kambodscha sowie für die

thailändischen Ziele Lampang, Pattaya,

Sukhothai, Chiang Mai, Koh Samui

und Koh Chang wurden die Flugzeiten

ebenfalls abgestimmt.

Zusätzlich profitieren Langstrecken-Passagiere

künftig von einer

neuen Kooperation mit Westjet. Die

kanadische Airline bindet bereits ab

diesem Sommer 17 Destinationen in

Kanada an das Condor-Netz an.

Mehr Privilegien

für Top-Vielflieger

n Air Canada hat eine neues Programm

für Top-Vielflieger eingeführt. »Altitude«

bietet den Premium-Kunden der

Airline zusätzliche Vergünstigungen sowie

zwei weitere Status-Level.

Unter anderem profitieren die Vielflieger

von erweiterten Privilegien bei

der Sitzwahl und beim Check-in. Bei Upgrades

werden sie ebenfalls bevorzugt

behandelt. Wer die drei höchsten der

jetzt fünf Status-Level erreicht, wird außerdem

mit freien Hotelaufenthalten

oder Geschenken belohnt.

https://altitude.aircanada.com

Kooperation mit

Virgin USA erweitert

n Singapore Airlines (SIA) und Virgin

USA weiten ihre Zusammenarbeit

auf die Vielfliegerprogramme aus. Künftig

können Passagiere, die mit SIA in die

USA reisen, auf allen Flügen von Virgin

Bonus-Meilen sammeln und abfliegen.

Die neue Kooperation ergänzt das

Codeshare-Abkommen vom Dezember.

Gemeinsame Flüge gibt es unter anderem

nach Chicago, Las Vegas, Portland,

San Diego und Seattle.

Im Quartett über den Atlantik

n Finnair will in der zweiten Jahreshälfte dem Transatlantik-Joint-Venture

von American Airlines, British Airways und

Iberia beitreten. Die Finnen verwenden dann ihren Airline-

Code auf Flügen der Oneworld-Partner zwischen Nordamerika

und Europa. Im Gegenzug vermarkten die drei Airlines

die Finnair-Flüge zwischen New York und Helsinki unter ihrer

jeweils eigenen Flugnummer.

Insgesamt umfasst die Kooperation täglich bis zu 102

Hin- und Rückflüge. Auf beiden Seiten des Atlantiks werden

42 Destinationen angeflogen. Zudem können die Passagiere

163 weiterführende Verbindungen in Nordamerika

und 126 in Europa nutzen.

Foto: Finnair

travel.one 22.3.2013 35


destination.mix

destination.usa/kanada

Felsiges

Panorama

Utahs größter Nationalpark

ist kaum erschlossen.

Besucher der Canyonlands

erleben eine

abgelegene Wildnis.

Der Wecker klingelt von Tag zu

Tag früher. Beim ersten Mal

kurz vor sechs, dann um 5.30

Uhr und schließlich schon um fünf.

Man lernt ja: Den besten Platz bekommt

der, der morgens als erster

vor dem Mesa Arch steht, schnell das

Stativ aufbaut und sich in der nächsten

Stunde nicht mehr von der Stelle

bewegt. Schon für Nummer zwei und

drei sinken die Chancen, den Felsbogen

und das dahinter liegende Niemandsland

aus der idealen Perspektive

zu fotografieren. Und wer erst

kurz vor Sonnenaufgang eintrifft, hat

sowieso verloren.

Scharen strömen im Sommer allmorgendlich

zum Mesa Arch. Der von

Wind und Wetter geschaffene Bogen

ist das bekannteste Fotomotiv des

Nationalparks Canyonlands. Hobbyfotografen

und Profis, bestens vorbereitet

dank Internetblogs, rücken

mit wuchtiger Ausrüstung an, andere

versuchen mit Kompaktkameras und

Handys ihr Glück. Für einen kurzen

Moment streifen Sonnenstrahlen die

Unterseite des Mesa Arch: Die schroffe,

unendliche Landschaft erhält einen

orangefarbenen Rahmen.

Berühmter Nachbar Arches.

In wenigen Minuten ist das Schauspiel

vorbei. Die Menge verstreut sich

in alle Himmelsrichtungen, es kehrt

Ruhe ein. Menschenansammlungen

gibt es hier nur selten. Die Canyonlands

sind zwar der größte Nationalpark

Utahs, doch sie stehen im Schatten

eines berühmten Nachbarn. Mehr

als eine Million Besucher zog der

Arches Nationalpark im vergangenen

Jahr an, in die Canyonlands kam

nicht einmal die Hälfte, sprich knapp

453.000 Urlauber. Dabei ist die Natur

in diesem Teil des Colorado-Plateaus

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22.3.2013 travel.one


usa/kanada.destination

mix.destination

Morgenstimmung am

Mesa Arch: Der Felsbogen ist

ein begehrtes Fotomotiv

Fotos: Berno Nix

keineswegs weniger spektakulär. Die

rotbraune Felslandschaft gleicht dem

Grand Canyon, ist dann aber doch

wieder ganz anders. Sie steht vor allem

deshalb nicht auf der Route vieler

Touristen, weil sie kein schnelles

Durchhuschen erlaubt, zudem kaum

erschlossen ist und im Park bislang

kein Hotel, kein Restaurant und kein

Laden errichtet wurde.

Reisende durch den US-amerikanischen

Westen – ob als Teilnehmer

einer Busrundreise oder als Selbstfahrer

– besuchen meist das weiter

südlich gelegene Monument Valley

oder die Felsbehausung Mesa Verde

in Colorado, bevor sie den Südosten

Utahs ansteuern. Oder sie fahren nach

einem Aufenthalt im Bryce Canyon

nach Moab. Das Städtchen ist sozusagen

das Tor sowohl in den Arches

Nationalpark als auch in die Canyonlands.

Ersterer befindet sich lediglich

acht Kilometer nördlich. Bis zum großen

Nachbarn dagegen sind es mindestens

51 Kilometer.

Es gibt weder einen Haupteingang

noch eine Rundstraße. Stattdessen

führen eine Handvoll weit voneinander

entfernter Stichstraßen in

das Land der unzähligen Schluchten,

Klippen, Plateaus, Bögen und Felsnadeln.

Der Colorado und der Green River

haben sich tief in das ockerfarbene

Gestein der Halbwüste gefressen.

Sie fließen hier zusammen, formen

so ein Y und teilen den Park in drei

Gebiete: Island in the Sky im Norden,

Needles im Südosten und Maze im

Südwesten.

Wüstenklima.

Am beliebtesten ist die »Insel im

Himmel«. Rund 70 Prozent der Canyonlands-Gäste

entscheiden sich für

das 1.800 Meter hohe Plateau – weil

die Fahrt dorthin am kürzesten und

die Straße befestigt ist. Ohne Geländewagen

erreichen Motorisierte sonst

nur noch den Felsnadeldistrikt (er gewinnt

immerhin rund 26 Prozent der

Besucher für sich). Nach Maze windet

sich ausschließlich eine Schotterpiste.

Das »Labyrinth« gilt nicht umsonst

als eine der abgelegensten und unzugänglichsten

Regionen der USA.

Wanderer, die sich in den Sandstein-

Dschungel wagen, stellt er vor eine

extrem große Herausforderung – zu

heiß, zu trocken, zu unübersichtlich.

Gegen die Tücken des Wüstenklimas

kämpfen Wanderer auch auf

der Island in the Sky. Doch zumindest

schlängeln sich ausgeschilderte

Trampelpfade durch Canyons und um

Der Colorado und der Green River

teilen den Park in drei Gebiete

travel.one 22.3.2013337


destination.mix

destination.usa/kanada

Ein Gefühl für die Dimension der

zerfressenen Felslandschaft erhält

nur, wer durch den Park wandert

Krater. Die Mehrheit der Besucher geht allerdings

nur ein kurzes Stück zu Fuß. Autos und Busse

parken bei den verschiedenen Aussichtspunkten

am Rande der Hochebene. Ihre Insassen staunen

dann zwar über die unwirkliche Erscheinung zu

ihren Füßen – der Blick reicht hunderte Kilometer

weit und tief hinab in eine von Erosion zerfurchte

Mondlandschaft. Doch ein Gefühl für die kaum erfassbare

Dimension und die Schönheit der rauen

Wildnis erhält nur, wer länger bleibt und mindestens

einen Tag wandert oder Mountainbike fährt.

Das Tor in die Canyonlands: das Städtchen Moab

Wasser ist rar.

Mehrtägige Touren bringen Wanderer bis an die

Ufer des Colorado und Green Rivers. Mountainbiker

radeln auf dem Plateau oberhalb der Flüsse.

Die Aktivurlauber zelten in der Wildnis, an ausgewiesenen

Punkten und nach Erhalt einer Genehmigung.

Im Sommer jedoch sind längere Expeditionen

tabu. Die Temperaturen klettern auf mehr

als 40 Grad Celsius, die Luft ist staubtrocken. Und

Trinkwasser sprudelt in den gesamten Canyonlands

nur an drei Stellen. Wanderer müssen ihren

kompletten Vorrat selbst schleppen. Für Radfahrer

transportieren Geländewagen Flaschen – sofern

sie eine geführte Tour gebucht haben.

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usa/kanada.destination

mix.destination

In Kürze

Der Canyonlands Nationalpark (1.366 Quadratkilometer)

in Utah wurde 1964 gegründet. Das Gebiet Island

in the Sky ist 51 Kilometer von der östlich liegenden

Stadt Moab entfernt, nach Needles sind es von dort 121

Kilometer. Maze nähert man sich von Westen her.

www.nps.gov/cany

Einige Veranstalter steuern den Nationalpark im

Rahmen ihrer Bus- und Selbstfahrerrundreisen an, zum

Beispiel Canusa, Dertour, FTI, Meier , s und Thomas Cook.

Doch sie planen für den Besuch nur wenige Stunden ein.

Canusa bietet zudem hinzubuchbare Ausflüge ab Moab.

ASI, DAV Summit Club, Wikinger Reisen und Hauser Exkursionen

integrieren halbtägige Wanderungen in ihre

Trips durch den Westen. Hauser Exkursionen legt zudem

ein Programm für Montainbiker auf.

Das Wasserproblem lernen auch die Nutzer des

Campingplatzes der »Insel im Himmel« kennen.

Die sanitären Anlagen bestehen schlicht aus einem

Plumpsklo. Der nächste Wasserhahn befindet

sich am rund 20 Kilometer entfernten Besucherzentrum.

Die zwölf Plätze sind dennoch sehr

begehrt. In der Hochsaison füllen sie sich bereits

in der Mittagszeit mit Wohnmobilen und Zelten.

Auch der angrenzende Staatspark Dead Horse

Point bietet sich dann nicht als Alternative an.

Der Campingplatz – er hat 21 Plätze und Wasseranschluss

– ist oft lange im Voraus ausgebucht.

Denn der Blick aus einer anderen Perspektive

lockt. Der Colorado macht hier eine Schleife.

Die meisten Besucher der Region suchen sich

in Moab ein Quartier. Hotels, Motels und Campingplätze

reihen sich an der Hauptstraße aneinander.

Einige haben Erbarmen mit denjenigen,

die auf den staatlichen Campingplätzen außerhalb

des Städtchens nächtigen: Für drei bis acht

Dollar dürfen diese bei ihnen duschen.

Doch sogar auf Katzenwäsche verzichten die

Frühaufsteher, die auf der Island in the Sky um

fünf Uhr aus dem Zelt schlüpfen. Schnell zum

Mesa Arch – bevor die vielen Fotomotivjäger aus

Moab kommen.

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destination.usa/kanada

Sie hat keine Sehenswürdigkeiten im eigentlichen Sinn. Doch die kanadische

Metropole Vancouver betört – durch ihre Internationalität und ihre Lage.

Jugendlich und

unbekümmert

Auf dem Wasserweg in die Innenstadt: Passagierboote

überqueren den False Creek

Fotos: Karl Teuschl

Trupps von Fahrradfahrern kurven die

Seawall-Promenade um den Stanley

Park entlang. Über den Burrard-Fjord

ziehen weiße Segel, und unter der mächtigen

irisch-grünen Lions Gate Bridge läuft

ein Frachter aus China ein. Im Mill Marine

Bistro an der Coal Harbour Promenade werden

mit Blick auf Wasser und Berge frische

Muscheln zum Mittagessen serviert. Nach

Süden hin ragen die Glastürme der City auf,

und im Norden reichen über dem dunklen

Fjord die Coast Mountains hinauf bis zur

Schneegrenze.

Es ist leicht, sich an einem sonnigen

Frühlingstag in Vancouver zu verlieben.

Nicht umsonst gilt die Metropole am Pazifik

als Kanadas schönste Stadt: Die grandiose

Lage zwischen Fjorden und Bergen, das

bunte junge Völkergewirr in den Straßen

und die goldenen Strände an der Englisch

Bay fügen sich zu einem einzigartigen

Stadtbild zusammen.

Die Olympischen Spiele von 2010 haben

der weltweiten Bekanntheit – und den Immobilienpreisen

– Vancouvers einen kräftigen

Schub gegeben. Nun ist wieder Normalität

eingekehrt. Aber nicht ganz: Die Stadt

hat jetzt einen »grünen« Bürgermeister. Einen,

der es ernst meint, der mit dem Fahrrad

ins Büro fährt, der früher eine Biosäfte-

Firma betrieb und der nun verordnet hat,

Vancouver solle bis 2020 die grünste Stadt

des Planeten werden. Hohe Ansprüche, aber

immerhin wurde einst Greenpeace hier gegründet.

Die Stadt kann etwas bewegen.

Und wer gesehen hat, wie viele neue Radwege,

Community-Gärten und grüne Initiativen

in der letzten Zeit in Vancouver sprießen,

möchte gern daran glauben.

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usa/kanada.destination

mix.destination

Sehenswürdigkeiten?

Fehlanzeige… Keine Kirchen, keine

Ruinen, kaum Museen – Vancouver ist

zu jung, um die klassischen europäischen

Kategorien vom Sightseeing zu

erfüllen. Sicher, das Anthropologie-

Museum an der Universität hat eine

wirklich exzellente Sammlung von Totempfählen

und indianischen Masken.

Und an Regentagen (oh ja, die gibt es)

kann man in der Vancouver Art Gallery

am Robson Square zuerst gute

Westcoast-Kunst und anschließend im

stylischen Café der Gallery noch eine

Stunde Leute gucken.

Alle anderen Attraktionen der

Stadt sind eher »Erlebniswelten«: Im

Aquarium des Stanley-Park dürfen Erwachsene

und Kinder die Belugawale

trainieren und füttern. Gleich nebenan

bauen die Indianer im Sommer das

Klahowya Village auf, wo sie Tänze

zeigen, Schnitzereien verkaufen und

mit den Besuchern plaudern. An der

Capilano Suspension Bridge gibt es mit

Cliffwalk und Treetops Adventure neue

Perspektiven, den Regenwald an der

Nordküste Vancouvers kennenzulernen.

Und auf der Südseite der City tuckert

man mit den kleinen Fähren des

Aquabus durch den Jachthafen nach

Granville Island, bummelt durch den

duftenden, lärmenden Stadtmarkt, besucht

witzige Kunsthandwerksgalerien,

schlürft Latte Macchiato und schaut

den Möwen zu. So muss man Vancouver

erleben.

Urbaner Lebensgenuss.

Jugendlich unbekümmert ist Vancouver.

Die Stadt ist kaum 130 Jahre alt,

wurde erst mit dem Bau der transkontinentalen

Eisenbahn 1886 gegründet.

Schon damals kamen die ersten

Chinesen als Bahnarbeiter – und der

Strom der Einwanderer aus Asien und

Am Würstchen-Stand Japadog gibt es Hot

Dogs mit asiatischen Gewürzen und Beilagen

Europa flutet bis heute. Man ist offen

für Neues, probiert und genießt auch

das, was die Nachbarn aus ihrer Kultur

mitbringen. Nirgendwo in Nordamerika,

vielleicht sogar weltweit, sieht man

mehr gemischte Paare als in Vancouver

– kein Wunder, dass sich dies auch

in der Küche niederschlägt.

CANADA

Ein faszinierendes Land …

… mit uns täglich erreichbar.

Mehrmals täglich nonstop nach Kanada und mit optimalen

Anschlussverbindungen in die USA.

Kanadische Gastfreundschaft und günstige Preise inklusive.

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Beste Internationale

Airline in Nordamerika

travel.one 22.3.2013341


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destination.usa/kanada

Islands. Von dort stammen auch die tellergroßen

Dungeness Crabs, eine echte Spezialität

Westkanadas. Und auch hier gibt man

sich ökobewusst: Viele Seafood-Restaurants

haben sich der vom Vancouver Aquarium

gegründeten Bewegung »Oceanwise« angeschlossen

und verwenden nur Fisch aus

nachhaltigem Fang.

Strände vor der Haustür: die English Bay im Westend von Vancouver

Tipps

Ganz neu: Vom 16. Mai an

fliegt Lufthansa von München

nonstop nach Vancouver – gut

geeignet auch für Umsteiger

etwa aus Berlin. Im Verbund mit

Star-Alliance-Partner Air Canada

bietet Lufthansa dazu nach wie

vor den Nonstop-Flug von Frankfurt

nach Vancouver.

Infos im Internet:

www.britishcolumbia.travel

Eine sehr ausführliche, deutschsprachige

Internetseite der Provinz

www.tourismvancouver.com

Offizielle Seite der Stadt, mit

Restaurant- und Hotel-Listen

www.straight.com

Vancouvers Stadtmagazin mit

Blogs, Event- und Nightlife-Tipps

www.vancouverisland.travel

Tipps und Reiseideen für

Vancouver Island

www.whistler.com

Sport, Food, Events, alles über

Whistler

Chinesisch, japanisch, italienisch, ukrainisch

und alles dazwischen ist in Food-

Vierteln wie Yaletown oder an der Denman

Street zu finden. Der Mix geht so weit, dass

es in der Innenstadt einen mittlerweile berühmten

Würstchenstand gibt mit Namen

»Japadog«. Verkauft werden Hot Dogs mit

japanischen Soßen, Daikon-Rettichgarnitur

oder Kimchi-Kraut. Asia meets America.

Dass Vancouver vor allem beim Fisch

punktet, liegt auf der Hand. Der Pazifiklachs

– fünf Arten – kommt frisch aus

den Fjorden nördlich der Stadt oder kurz

schockgefroren von den Queen Charlotte

Wohin im Umland?

Gerade mal zwei Stunden Fahrt sind es

bis Whistler – zwei Stunden Fahrt mit

wunderbaren Fjord- und Bergblicken. Das

olympisch bekannte Wintersportstädtchen

selbst lockt im Sommer mit Golfplätzen,

Mountainbike- und Wander-Trails.

Mehr Zeit, etwa drei bis fünf Tage,

braucht es für einen Ausflug nach Vancouver

Island. Tofino und der Pacific Rim National

Park an der wilden Westküste sind hier

die beliebtesten Ziele: zum Regenwaldwandern,

Kajakfahren und vielleicht für einen

Surfkurs – das geht hier verblüffend gut.

Victoria, die Provinzhauptstadt von British

Columbia, liegt ganz im Süden von Vancouver

Island (das wird gerne mit Vancouver

verwechselt, aber Vancouver liegt auf dem

Festland!). Die Stadt gibt sich eher lieblich

mit prächtigen Gärten und britischer Kolonialatmosphäre.

Aber von hier aus lassen

sich gut Touren mit Zodiakbooten zu den

Orcawalen unternehmen, die den ganzen

Sommer vor der Küste leben. Karl Teuschl

Flanieren auf der Granville Island: In der Railspur Alley gibt es Cafés und Kunsthandwerk-Läden

42

22.3.2013 travel.one


Hoch fliegen.

Nordamerika lieben.

usa/kanada.destination

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Nonstop mit Condor Nordamerika entdecken:

z. B. Anchorage, Fairbanks, Whitehorse und Seattle.

Wir lieben Fliegen.

Condor fliegt als einzige Europa-Airline 4x wöchentlich nonstop nach Anchorage.

Unser Angebot ergänzen die zahlreichen Anschlussflüge unserer Partner-Airlines

Horizon Air, Alaska Airlines und WestJet. Mehr Infos erhalten Sie unter

agent.condor.com. Sie finden uns in allen bekannten Reservierungssystemen.

travel.one 22.3.2013343


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destination.usa/kanada

Fotos: Dertour

Lernen in den Rockies

Die kanadische Provinz Alberta ist in diesem Jahr Gastgeber der Dertour Academy.

Claude Morin (Air Canada, links) und Royce

Chwin (Travel Alberta) freuen sich auf die

Academy; Banff, hier das Banff Springs, ist

eine der Stationen der Academy

n Zum dritten Mal nach 2001 in

Vancouver und 2008 in Toronto

veranstaltet Dertour die Academy

in diesem Jahrtausend

in Kanada. Vor zwei Jahren haben

sich die Verantwortlichen

von Travel Alberta an das Team

um Dertour-Vetriebschef Kevin

Keogh gewandt, die konkreten

Planungen begannen dann vor

zehn Monaten. »Es ist eine Riesenchance

für uns. Wir können

unsere Provinz den Expedienten

präsentieren und erreichen

dadurch einen großen Multiplikatoreffekt«,

sagt Royce Chwin,

Vice President Global Marketing

von Travel Alberta.

Dertour lädt zu der Schulungsveranstaltung

rund 600

Reisebüromitarbeiter ein. 90

Prozent der Teilnehmer reisen

im November und Dezember

erstmals nach Alberta.

Chwin sieht die Chance

für einen Umsatzzuwachs zwischen

20 und 40 Prozent. Mit

einem Plus und einem positiven

Effekt für die Zukunft rechnet

auch Claude Morin, Vice

President für Global Sales bei

Air Canada: »Keine andere Vertriebsveranstaltung

erreicht

die gleiche Größe. Wir wollten

sie unbedingt wieder nach Kanada

zurückholen.«

Der Zeitpunkt der Academy

zum Winteranfang bilde

eine Möglichkeit, die Rockies

als ein Ganzjahresziel zu präsentieren,

ist Chwin überzeugt.

»Kanada ist überwiegend als

Sommerdestination bekannt,

nun zeigen wir, dass wir weit

mehr als das sind.« Die Vorund

Nachtouren führen auch

in andere Provinzen wie Ontario,

British Columbia und Manitoba.

Die eigentliche Academy

macht dann in Calgary,

Banff und Lake Louise Station.

www.travelalberta.com

Erst Keflavik,

dann Anchorage

n Icelandair hat das Streckennetz in Nordamerika

für diesen Sommer um ein weiteres Ziel auf

zehn aufgestockt. Erstmals ist von Frankfurt aus

nun auch Anchorage in Alaska erreichbar. Die

Airline bietet die Verbindung zweimal pro Woche

an, mittwochs und sonntags, jeweils mit

Umsteigen in Keflavik. Die Umsteigezeit beträgt

zwischen 60 und 90 Minuten, die gesamte Flugzeit

inklusive Umstieg zwölf Stunden und 20 Minuten.

Die Isländer fliegen in der Sommersaison

insgesamt zehnmal von Frankfurt in die Hauptstadt

der Insel im Nordatlantik. Dort ist auch ein

Stopover-Aufenthalt bis zu sieben Tagen ohne

Aufpreis möglich, auf einer Strecke oder auch

aufgeteilt auf Hin- und Rückflug.

www.icelandair.de/travel-agents/

Kanada setzt auf die Jugend

n Die Canadian Tourism Commission (CTC) will ihr Land verstärkt

auch jüngeren Reisenden schmackhaft machen. »In dieser

Zielgruppe liegt ein großes Potenzial, wir werden auch neue Produkte

entwickeln«, sagt Michelle McKenzie, Präsident und CEO der

CTC. »In Kanada kann man viel – beispielsweise über die Natur –

lernen. Wir bieten den Gästen als Zielgebiet einen lebenslangen

Erfahrungs- und Erlebniswert, den sie an andere Urlauber weitergeben.«

Eine wichtige Rolle für die Vermittlung des Charakters des

Landes spielen weiterhin die besonderen Reisen der »Signature

Experiences«. Mittlerweile gibt es in allen Provinzen 163 dieser

Touren – und das Angebot werde weiter ausgebaut, so McKenzie.

»Auch unsere deutschen Kunden sind den Experiences gegenüber

sehr positiv eingestellt, Dertour beispielsweise hat einige in sein

Programm eingebaut.«

44

22.3.2013 travel.one


usa/kanada.destination

mix.destination

Abseits von Manhattan

n NYC & Company, die Marketingorganisation der Stadt

am Hudson River, will neben Manhattan die Vielfalt der anderen

vier Stadtteile New Yorks stärker in den Fokus rücken.

Mit einem neuen Handbuch, dem »Brooklyn, Downtown and

Nearby Neighborhoods Toolkit«, sollen die Viertel mit ihren

Kultur- und Hotelangeboten präsentiert werden.

www.nycgo.com/traveltrade

Foto: Julienne Schaer/NYC & Company

Mehr Anschlüsse nach Chicago

n In Chicago gehen die Verantwortlichen

mit Optimismus in die Sommersaison.

Grund für die gute Stimmung sind die neuen

Flugverbindungen mit Air Berlin von

Berlin aus und mit American Airlines ab

dem 12. April an von Düsseldorf aus. Damit

endet eine in doppelter Hinsicht mehrjährige

Pause: American Airlines ist längere Zeit

nicht aus Deutschland direkt nach Chicago

geflogen – und der Flughafen Düsseldorf

hat wieder direkten Anschluss mit einer Liniengesellschaft

an die Stadt am Michigan

See. Bislang gab es nur einen Flug viermal

pro Woche mit einer Business-Class-Maschine.

Die Zahl der wöchentlichen Chicago-

Flüge aus den deutschsprachigen Ländern

steigt damit auf 70. Die Zahl der Hotelzimmer

in der Stadt soll bis Ende 2014 von derzeit

rund 35.000 um weitere 3.000 wachsen.

Dazu gehören ein Haus der Marke Langham,

das im Sommer öffnet, und ein in einem

Art-Deco-Gebäude eingerichtetes Virgin

Hotel, das erste der Marke in den USA.

www.choosechicago.com

Abenteuerlich aktiv.

NatürlichUSA.de

travel.one 22.3.2013345

E m b a s sy of the Unit e d S t a t e s


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destination.usa/kanada

Auf den Bahnreisen durch die Rockies sprechen 2014 einige Zugbegleiter Deutsch

Foto: Rocky Mountaineer

Rocky Mountaineer mit deutschem Bordservice

n Rocky Mountaineer bietet ab 2014 auf

ausgewählten Fahrten einen deutschsprachigen

Bordservice. Zweisprachige

Zugbegleiter sind dann an bestimmten

Terminen auf den Strecken »First Passage

to the West« von Vancouver nach Calgary

und »Journey through the Clouds« von

Vancouver nach Jasper an Bord. Der neue

Service ist für zwölf Fahrten geplant.

Auch die Reisedokumente sollen in deutscher

Sprache ausgestellt werden. Dies

muss allerdings bei der Buchung angefordert

werden. »Wir haben immer wieder

Anfragen nach deutschen Zugbegleitern

bekommen. Deutschland ist für uns

ein sehr wichtiger Markt«, sagt Leslie Peden,

Director Sales für Europa, den Nahen

Osten und Afrika. Bei der Entwicklung

der Nachfrage aus Deutschland sei Rocky

Mountaineer jetzt in der Position wie die

Kreuzfahrtreedereien vor zehn Jahren.

Neu gestartet hat der kanadische

Zug reisenanbieter sein Online-Trainingsprogramm

»Tracks« mit interaktiven Lerneinheiten

von je 50 Minuten Länge.

agent.rockymountaineer.com/

login.html

updates

Im Sommer soll in Toronto das neue Ripley , s Aquarium of

Canada eröffnen. Die Anlage, die derzeit am Fuße des CN Towers

gebaut wird, wird über ein tropisches Riffbecken, eine

Ausstellung zu den Großen Seen sowie Tiere aus dem Atlantik

und Pazifik, insgesamt 450 Arten, verfügen.

www.ripleyaquariums.com/canada

North Carolina gibt dieses Jahr den Startschuss für den

African-American Heritage Music Trail. Der Weg startet in

Kinston, führt durch acht Landkreise des Staates und soll

Musiker aus Jazz, Gospel und Blues wie John Coltrane, Thelonious

Monk, Reverend Gary Davis, Blind Boy Fuller und

Elizabeth Cotton vorstellen. Zum Trail gehören Audio Kiosks

und interaktive Videos.

Eine Camping-Rundreise »Von den Rockies bis Alaska, Go

Wild« ist neu im Sommerprogramm von Ruby Range Aventure.

Die Tour des deutsch-kanadischen Veranstalters führt

von Calgary nach Whitehorse oder retour, Stationen sind

unter anderem der Yoho Nationalpark, der Kluane Nationalpark

und die Tombstone Mountains.

www.rubyrange.com

In der neuen Broschüre »South Carolina. Für Ferien gemacht«

werden die Regionen, Inseln, State Parks, Events

und weitere Attraktionen vorgestellt. Sie kann kostenlos

unter southcarolina@es-tm.com bestellt werden.

Die Bundesstaaten an der US-Westküste haben einen

neuen Western Wine Trail eingerichtet. Die zwölftägige Tour

führt von San Francisco über Weingüter in Nordkalifornien

und Oregon bis nach Seattle. Neben den diversen Weingütern

gehören unter anderem auch eine Rafting-Tour durch

den Hellgate Canyon und ein Besuch des Willamette Valley

mit Begleitung eines Naturforschers dazu.

reservations@ca.newworldtravel.com

46

22.3.2013 travel.one


mix.destination

Destination.USA/Kanada

ICELANDAIR

ISLAND, USA, KANADA

STOPOVER IN ISLAND OHNE FLUGAUFPREIS

■ Ganzjährige Nonstop-Flüge nach Island ab Frankfurt (FRA) und München (MUC),

im Sommer auch ab Hamburg (HAM) und Zürich (ZRH)

■ Anschlussflüge in die USA und nach Kanada mit kurzer Umsteigezeit von 60–90 Min

■ 2 Piece Concept: 2 x 23 kg Freigepäck nach Nordamerika

■ Stopover in Island bis zu 7 Tage ohne Flugaufpreis möglich

■ Moderne Kabinenausstattung mit großzügigem Sitzabstand und

kostenlosem Entertainmentsystem mit eigenem Touchscreen-Monitor

Buchbar in allen gängigen CRS!

+ www.icelandair.de

www.icelandair.de/travel-agents

travel.one 22.3.2013347


destination.mix

destination.frankreich

Buntes Inselparadies:

Der Cirque de Mafate

(links) ist nur zu Fuß oder mit

dem Helikopter erreichbar,

zum Vulkan Piton de la

Fournaise (oben rechts)

können Urlauber mit dem

Mountainbike radeln, am

Strand von Grande Anse

(unten rechts) die Seele

baumeln lassen

Foto: IRT/Emmanuel Virin

Foto: IRT/Studio Lumiere Juin

Foto: IRT/Emmanuel Virin

Foto: IRT/Emmanuel Virin

Einsame Spitze

1.000 Kilometer Wanderwege, größtenteils in den Bergen. Die französische Insel

La Réunion entdeckt man am besten zu Fuß oder aus der Luft.

48

22.3.2013 travel.one


frankreich.destination

mix.destination

Das T-Shirt, klatschnass, klebt am

Körper. Doch plötzlich ist alle Anstrengung

wie weggeweht. Überwältigt

steht der Wanderer vor einem riesigen

Tal. Vor ihm liegt der Cirque de Mafate.

Ein Blick in die Tiefe macht deutlich, was

es mit den Cirques von La Réunion auf sich

hat: Gewaltige Krater blieben zurück, als

nach vulkanischer Inselgeburt die Kuppen

in sich zusammenbrachen und gigantische

Trennwände hinterließen.

Nach Mafate führen keine Straßen,

hierhin muss man entweder wandern oder

fliegen. Der Helikopter ist der wichtigste

Draht zur Außenwelt, er bringt Reis, Stühle,

Dachgiebel und alles, was die Menschen

dort brauchen. La Nouvelle ist die »Hauptstadt«

von Mafate, ein Dorf mit bunten

Holzhütten, roten Dächern, blauen Fensterläden

und weißen Verzierungen an den

Giebeln. In dem Tante-Emma-Laden gibt es

Bier und süßen Ananassaft, einsortiert zwischen

Sahne, Socken und Seife. Hinter dem

Gebäude erstrecken sich Gärten mit leuchtender

Blumenpracht: Fuchsien, Hibiskus,

Bambus. Abends in der Pension Oreo servieren

Einheimische das Nationalessen,

Cari Poulet, Hühnchen gewürzt mit Ingwer,

Knoblauch, Zwiebeln und Kurkuma. Dazu

einen Vanille-Rum.

Heli-Fliegen oder Wandern.

La Réunion, zwischen Mauritius und Madagaskar

gelegen, ist ein grünes Paradies,

so groß wie das Saarland, ungefähr 900.000

Menschen leben hier. Um die Insel herum

führt eine gut ausgebaute Autobahn, man

braucht, je nach Verkehr, ungefähr fünf

Stunden. Es lohnt sich, einen Mietwagen zu

nehmen – es gibt auch ein gut ausgebautes

Busnetz, aber in manche Dörfer fahren die

Busse nicht allzu oft.

Wer sich etwas Besonderes gönnen

möchte, sollte einen Helikopterflug buchen.

Von oben zeigt sich die Insel tropisch-dicht,

irisch-herb oder auch provenzalisch-verträumt.

Einfach atemberaubend: gigantische

Wasserfälle, fruchtbare Ebenen,

riesige Wälder, zahlreiche Flüsse und die

unendliche Weite des Ozeans mit seinen

Lagunen und Stränden, an denen man

wunderbar baden kann. Aus der Luft

auch gut zu sehen ist die Mondlandschaft

des Vulkans Piton de la Fournaise,

die sich gut auf Wanderungen

entdecken lässt. Überhaupt macht es

Spaß, zu Fuß unterwegs zu sein. Ein

Geheimtipp ist die Strecke von Sainte

Rose nach L , Anse des Cascades, an

kantigen Klippen an der steinigen

Ostküste entlang. Die scharf geschnittenen

und durch den Ozean glatt gespülten

Basaltsteine schimmern im

Sonnenlicht. Vom kleinen Fischerort

Saint Rose mit seiner sagenumwobenen,

von einem Lavastrom verschonten

Kirche kann man wunderbar zur

Schön schlafen & gut esen

Bucht von L , Anse des Cascades Coas

laufen, entlang luftiger Palmenhaine

und ausladender Seemandelbäume

bis zum abgelegenen Hafen, in dem

bunt angestrichene Fischerboote

liegen. Ab und zu sieht man wettergebräunte

Männer hinaus aufs Meer

fahren und mit Dorade oder Schwertfisch

zurückkommen.

Wer genug gewandert, geritten

oder entlang der gut befestigten Wege

geradelt ist, sollte über die Märkte von

Saint-Paul und Saint-Pierre bummeln

oder in der Lagune von L , Hermitage

baden oder schnorcheln gehen.

Birgit Weidt

Schön schlafen: Saint Alexis: Eine schöne Anlage mit dem besten

Restaurant der Insel. Das Hotel wird von einem Swimmingpool umschlossen,

von manchen Zimmern kann man direkt hineinspringen.

www.hotelsaintalexis.com +++ Hotel Nautile: Luftiges, farbenreiches

Hotel im kreolischen Stil an der Lagune von L’Hermitage.

www.hotel-nautile.com +++ Gandalf Safari Camp: Von einem deutschen

Ehepaar im Süden der Insel geleitete Pension in Manapanyles-Bains,

es werden auch Exkursionen und Wanderungen angeboten.

www.gandalfsafaricamp.de +++ Weitere Berghütten über Maison de

la Montagne www.reunion-nature.com

Gut essen: Bestes Baguette gibt es in der Bäckerei »Chez Loulou«

an der Hauptstraße in Saint-Gilles-les-Bains +++ Direkt am Strand

L , Hermitage in Saint-Gilles-les-Bains liegt das Restaurant Coco Beach

mit Bar und offenem Grill.

Counterinfo

Mega Mascurun heißt der internationale Famtrip für Counterkräfte

auf die Insel La Réunion. Aus Deutschland können 24 Agenten vom

9. bis 15. Juni in das französische Übersee-Departement reisen. »Ziel ist

es, Expedienten am Naturspektakel der Insel teilhaben zu lassen«, sagt

Nicole Anthony vom Verkehrsbüro La Réunion.

Es gibt ein neues Verkaufshandbuch sowie druckfrisches Kartenund

Infomaterial. Es ist kostenlos beim Verkehrsbüro oder als Download

auf www.reunion.fr/de/broschueren-download.html erhältlich.

travel.one 22.3.2013349


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destination.frankreich

Die Deutschen entdecken weniger bekannte Regionen Frankreichs

Auf ins Unbekannte

n Paris, Provence und Côte d’Azur – nach

wie vor sind das für Besucher aus aller Welt

die Top-Sehenswürdigkeiten Frankreichs.

»Doch wir haben festgestellt, dass immer

mehr Deutsche sich für die eher unbekannten

Regionen des Landes interessieren«,

sagt Christian Walgenwitz, Direktor des

französischen Verkehrsbüros Atout France

in Frankfurt. Als Beispiel nennt er die Bourgogne

oder das Massif Central. Aber auch

die Städte Metz und Lens, sagt Dirk Ortlinghaus,

Abteilungsleiter Verkaufsförderung,

haben sich als Ziel für deutsche Urlauber

positioniert. Grund seien die Dependancen

der Museen Centre Pompidou und

Louvre. »Ein echter Newcomer ist Nantes«,

fügt er hinzu. Die Stadt sei mit Air France

und Air Berlin gut an Deutschland angebunden

und biete Touristen ein abwechslungsreiches

kulturelles Angebot.

Für Direktor Walgenwitz wird die Kultur

des Landes in der Werbung für Deutschland

auch dieses Jahr eine Hauptrolle spielen.

»Wir wollen das Thema weiter vorantreiben«,

sagt er. Als Beispiel nennt er das

Tal der Loire. Den Fluss säumen die bekanntesten

Schlösser Frankreichs, darun-

Frankreich-Werber Walgenwitz

will an Frankreichs Image arbeiten

ter Chenonceau und Cheverny. Die touristischen

Anbieter haben ihre Produkte in den

vergangenen Jahren aufgepeppt – das gilt

auch für die Schlossführungen – und sie

präsentieren sich nun als lebhafte und abwechslungsreiche

Destinationen.

Neben den kulturellen Aspekten rückt Walgenwitz

Monetäres in den Vordergrund. »Es

ist ein Klischee, dass Frankreich teuer ist.

Wir müssen daran arbeiten, das in Deutschland

sichtbar zu machen«, sagt er. So gebe

es beispielsweise verschiedene Restaurants

mit renommierten Küchenchefs, die

ein sehr gutes Essen zu einem vernünftigen

Preis anböten. »An diesem Hebel werden

wir ansetzen«, so Walgenwitz.

Verkaufschef Ortlinghaus kümmert

sich indes um die Reisebüros. Atout France

setzt die Online-Schulung fort und hat dabei

die Übersee-Gebiete im Blick. Geplant

seien zudem verschiedene Veranstaltungen

für Agenten, heißt es. Eine davon widmet

sich den Küstenorten am Atlantik und

am Mittelmeer (17. und 18. April in Berlin

und Hamburg), eine andere informiert

über Paris, die Ile de France und die Normandie

(11. bis 13. Juni in Berlin, Frankfurt

und Köln). Zudem arbeiten die Frankreich-

Werber an den Inhalten ihrer neuen Website

bontour-online.de. Diese soll die Branche

mit allen verkaufsrelevanten Informationen

versorgen und auch sämtliche

Veranstaltungen auflisten. Yannick Fiedler

updates

Martinique dient MSC Kreuzfahrten in der kommenden

Wintersaison als Basishafen für achttägige Kreuzfahrten zu

verschiedenen karibischen Destinationen. Die MSC Musia

läuft dort 16-mal aus. www.msc-kreuzfahrten.de

Im Katalog »Winter-Silvester 2013/14« bietet Touren

Service Schweda Reisen in das Cabaret Royal Palace im

Elsass an. Buchbar sind auch Pakete für eine Silvester-

Reise im Schlosshotel Val-Vignes sowie ein Trip zum

Jahreswechsel nach Straßburg.

www.touren-service.de

Mit Service Reisen Giessen können Urlauber erstmals

mit dem TGV nach Marseille reisen und die diesjährige Kulturhauptstadt

erkunden. Ebenfalls neu ist eine Kurzreise in

das elsässische Dorf Mutzig, um dort an einem Bierfest teilzunehmen.

Wer lieber gut essen möchte, schließt sich einer

Gourmetreise an. www.servicereisen.de

Air France verlegt die Flüge in die Übersee-Départements

nach Pointe-à-Pitre und Fort-de-France, die bisher

von Paris-Charles de Gaulle aus gestartet sind, nach Paris-

Orly. Starttermin ist der 13. Mai.

50

22.3.2013 travel.one


frankreich.destination

mix.destination

Übernachtung mit Panda

n Anfang 2013 ist Baubeginn für ein neues Hotel auf dem

Areal des Zooparcs de Beauval in St. Aignan. Der Zoo ist

seit einem Jahr das Zuhause der Pandabären Huan Huan

und Yuan Zi und zählt mit seinen 4.600 Bewohnern zu

den größten Tierparks Frankreichs. Rund 500 Meter vom

Zoo entfernt steht bereits das Drei-Sterne-Hotel Les Jardins

de Beauval. Dort soll in zwei Jahren auch das neue

Haus im balinesischen Stil eröffnen. Geplant sind 120 Zimmer,

der durchschnittliche Zimmerpreis werde zwischen

100 und 140 Euro liegen, sagt Verkaufschefin Stéphanie

Neuer. Reisebüros erhalten zehn Prozent Provision. YAF

www.lesjardinsdebeuval.com

stephanie.neuer@zoobeauval.com

Foto: ZooParc de Beauval

Guadeloupe für Reisebüros

n Philippe Boucard, Deutschlandchef

von Guadeloupe in Stuttgart, kann sich

über die Resonanz aus Deutschland

freuen: »Im vergangenen Jahr sind 40

Prozent mehr Deutsche nach Guadeloupe

gereist«, sagt er. Das habe in erster

Linie mit einer Fülle an Marketingaktivitäten

für die karibische Inselgruppe

zu tun, verrät er. Auch für dieses Jahr

plant Boucard, die Werbetrommel kräftig

zu rühren. Das französische Übersee-

Département ist Teil der Online-Schulung

von Atout France. Am Workshop der

Überseegebiete im April nimmt Guadeloupe

ebenfalls teil. Weitere Veranstaltungen

folgen im Herbst. So will Boucard

auf der Roadshow der Arge Karibik Präsenz

zeigen. Einen noch größeren Effekt

verspricht er sich allerdings von einem

Famtrip, der in der zweiten Jahreshälfte

mit Dertour stattfindet. Dann sollen 20

Counterkräfte die Inseln entdecken. YAF

FVA-Chef Boucard hofft

auf Multiplikatoren aus

dem Reisebüro

Der Mont Saint Michel ist nicht in der Bretagne?

Es gibt auch in Nordfrankreich ein Louvre?

Wo kann ich am besten in Frankreich Rad fahren und welche gastronomischen

Köstlichkeiten sind für die Bretagne berühmt?

Fragen über Fragen und beim Verkaufsgespräch keine Antworten zur Hand?

Das muss nicht sein. Folge der „Marianne“ durch die neue Online-Schulung von

ATOUT FRANCE und werde Frankreich-Experte.

Frühjahrsputz in der Online-Schulung Frankreich

Alle Inhalte wurden auf den neusten Stand gebracht und der Schulung wurde ein neues Design

verpasst: mehr Funktionalität und Userfreundlichkeit, Videos und weiterführende Links.

Und es gibt wieder eine neue Gewinnspiel-Runde. Alle Teilnehmer, die die Reisebüro-Schulung bis

Ende 2013 abschließen, nehmen an der großen Verlosung der Preise teil, die von den Partnern Air France,

Alleo GmbH, Ameropa Reisen, Dertour, Inter Chalet, Novasol, Rail Europe, TravelTrex und Wikinger Reisen

zur Verfügung gestellt wurden.

Neugierig geworden?

Dann besucht doch gleich die Schulung unter www.frankreich-schulung.de

travel.one 22.3.2013351


destination.mix

Die Deutschen halten dem Land am Kap die Treue

Südafrika in Feierlaune

Feierlaune auf der

ITB: Das Verkehrsbüro

South African Tourism

lud seine Partner zur

Beachparty ein

Fotos: South African Tourism

n Thulani Nzima (kleines Foto),

Chief Executive Officer von

South African Tourism, kann

mit der Arbeit seines deutschen

Teams mit Theresa Bay-Müller

an der Spitze zufrieden sein. Bis

November vergangenen Jahres

reisten über zwölf Prozent mehr

Gäste (239.000) aus Deutschland

nach Südafrika. Sie belegen damit

Platz drei bei den Einreisen in

das Land am Kap nach Großbritannien

und den USA.

Und auch 2013 will der SAT-

Chef wieder mehr Bundesbürger

in seinem Land begrüßen.

Ein Plus von vier Prozent, so lautet

sein Wunschziel. »Nein, zwei

Prozent sind realistisch«, so der

SAT-Chef. Er sieht die Deutschen

als ideale Zielgruppe für künftige

Projekte. »Deutsche wollen

abseits der gängigen Touristenpfade

reisen«, weiß er. Und: »Sie

suchen das echte Afrika. Sie wollen

beispielsweise sehen, wo Nelson

Mandela geboren wurde, wo

er gewirkt hat und wo er im Gefängnis

saß.« Da trifft es sich gut,

dass das kulturelle Erbe der Regenbogennation

auch hierzulande

noch stärker in den Vordergrund

gerückt werden soll. Die

Begegnungen mit Einheimischen

seien wichtig und von Seiten der

Urlauber gewünscht. Genauso

gern wollten diese einen Blick in

die Lebenswirklichkeit der Südafrikaner

in den Townships werfen.

Nzima will außergewöhnliche

Erlebnisse bewerben. Darunter

zum Beispiel eine Jazz-Safari-

Tour durch Kapstadt, einen Bungee-Jump

oder einen Ausflug zu

einem Golfplatz in der Provinz

Limpopo. »Dort fliegt man mit

dem Helikopter zum 19. Loch,

das auf einer Höhe von 400 Metern

liegt«, schwärmt der Südafrika-Werber.

Yannick Fiedler

updates

»Find what you seek«, also »Finde, was Du suchst«, verspricht

Indien Besuchern in einer neuen Kampagne. Das

Land wirbt damit, dass Gäste dort ein maßgeschneidertes,

auf ihre Wünsche zugeschnittenes Angebot finden.

Tunesien hat sich ein hohes Ziel gesetzt. Das nordafrikanische

Land will bis 2016 jährlich zehn Millionen internationale

Touristen empfangen und damit drei Millionen mehr

als vor dem Arabischen Frühling. Gelingen soll dies auch

durch eine Belebung des Kulturtourismus.

»Tierisches Victoria« heißt ein neuer Kasten des australischen

Bundesstaats, der auf der deutschsprachigen

Website seiner Hauptstadt Melbourne zu finden ist. Er

zeigt Besuchern mittels einer interaktiven Karte beispielsweise

mit Koalas, wo sie die Tiere beobachten können.

www.visitmelbourne.com/de

Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung widmet

China ein neues Sympathie-Magazin. Die Autoren berichten

aus einem Land voller Hoffnungen und Widersprüche.

In der Reihe »Eine Stadt in Biographien« sind vier weitere

literarische Reisebücher erschienen. Merian stellt nun

auch Hamburg, San Francisco, St. Petersburg und Stockholm

anhand ihrer berühmten Bewohner vor.

52

22.3.2013 travel.one


mix.destination

Botswana vergrößert Produktpalette

n Die Tierwelt soll künftig nicht der alleinige Grund sein, warum Urlauber

nach Botswana reisen. »Wir wollen Besuchern auch unsere Kultur zugänglich

machen«, sagt Myra Sekgororoane, Chefin der Botswana Tourism

Organisation. Auf ihrer Agenda stehen daher sieben Projekte, die das Safari-Angebot

ergänzen sollen. Zwei Beispiele: In Kasane eröffnet in drei

Monaten ein Kulturzentrum. Auf dem Areal am Chobe sollen Gäste des

nach dem Fluss benannten Nationalparks erfahren, wie die Menschen der

Region leben. Ein anderes Projekt betrifft Tsodilo. Das Wüstengebiet ist

bekannt für seine Felszeichnungen, erstmals sollen dort Unterkünfte entstehen.

Die Vorbereitungen laufen, derzeit werden Brunnen gebohrt. PEH

Myra Sekgororoane will Besuchern die

Kultur des Landes näher bringen

Foto: Travel One

Die Skyline von Manama, der »Hauptstadt des Arabischen Tourismus 2013«

Foto: Ministry of Culture Kingdom of Bahrain

Ausbau der

Infrastruktur

n Sri Lankas Besucher profitieren derzeit

noch nicht vom neuen internationalen

Flughafen bei Hambantota. Vorerst

dient der Mattala Rajapaksa International

Airport im Süden der Insel nur für Flüge

nach Saudi-Arabien, China und auf die Malediven.

Dennoch ist der für den Tourismus

wichtige Landesteil schon jetzt schneller

erreichbar als noch vor eineinhalb Jahren.

Durch den Bau einer Autobahn hat sich die

Fahrtzeit von Colombo nach Galle von dreieinhalb

auf eine Stunde verkürzt.

Investitionen in den Tourismus

n In diesem Jahr will die Regierung von Bahrain verstärkt Geld in die touristische

Entwicklung des arabischen Landes fließen lassen. Im Fokus stehen dabei

Investitionen in die vier historischen Monumente Riffa Fort, Bab Al Bahrain, The

Postam Museum sowie Bu Maher Fort Visitor Center. Gleichzeitig sollen auch mehr

lokale Reiseführer ausgebildet werden. Ein besonderes Augenmerk gilt 2013 allerdings

der Hauptstadt des Landes, Manama. Denn sie schmückt sich derzeit mit

dem Titel »Hauptstadt des Arabischen Tourismus« und soll in dieser Funktion den

»kulturellen Austausch in der Region fördern«, wie Kulturministerin Shaika Mai Al

Khalifa erklärt. Den Auftakt dabei bildet der sogenannte Spring of Culture. Er läuft

von März bis Ende April und bündelt Events, beispielsweise zu Themen wie Musik,

Ballett, Theater, Lesungen und Workshops. Neben dem Kulturtourismus wird sich

Manama zudem verstärkt dem Sport- und Umwelttourismus widmen.

www.springofculture.org

Ägypten bewirbt

historische Hotels

n Keines ist wie das andere, doch eine Sache

eint die zehn Hotels: Sie haben eine

lange Geschichte. Diesen Fakt will Ägypten

nun stärker in das Bewusstsein seiner Besucher

rücken und gründete die Dachmarke

»Historic Hotels of Egypt«.

Unter den Häusern befinden sich bekannte

Adressen wie das Mena House in

Kairo und das Sofitel Legend Old Cataract

in Assuan. Alle Gebäude gehören dem

ägyptischen Staat, lediglich die Betreiber

stammen aus der Privatwirtschaft.

travel.one 22.3.2013353


ubrik.thema

peps

Weitere Angebote unter www.travel-one.net/peps

fernweh

Pfingsten auf der Kairós

Foto: Sailing Classics

Reisebüromitarbeiter können Pfingsten auf dem Mittelmeer und Atlantik verbringen,

auf der Kairós von Sailing Classics. Vom 18. bis 25. Mai sowie vom

25. Mai bis 1. Juni sticht die Segeljacht mit der Themenreise »Wale und Delfine

in der Straße von Gibraltar« in See. An Bord ist Platz für maximal 18 Passagiere.

Alles Weitere unter www.sailing-classics.com oder Tel. 07 11/6 74 96 00.

Pep-Raten auf Anfrage

Sportlich unterwegs

Für sportliche Reiseprofis prädestiniert ist der Club La Santa auf Lanzarote.

Die Apartment-Anlage hat unter anderem ein Leichtathletik-Stadion, Tennis-,

Squash- und Badmintonplätze sowie einen olympischen Pool. Ein ermäßigter

einwöchiger Aufenthalt ist beispielsweise möglich vom 21. Mai bis 30. Juni.

Buchung unter www.clublasanta.de, mit Info »Expedientenangebot«.

ab 399 Euro pro Person inklusive Halbpension

Foto: Club La Santa

Flussreise durch Portugal

Foto: Nicko Tours

Mit der Douro Queen von Nicko Tours können Touristiker vergünstigt auf dem

Douro schippern. Die einwöchige Reise führt von Porto nach Regua, Pinhao,

Verga Terron, Barca d , Alva sowie Entre os Rios und wieder zurück nach Porto.

Termine: 3., 10., 17. und 24. April sowie 1. Mai. Alle weiteren Informationen unter

www.vas.travel

ab 435 Euro pro Person in der Außenkabine

Baden gehen auf Kos

Wingtips hält für Expedienten sieben Übernachtungen auf Kos zum Sonderpreis

parat. Vom Fünf-Sterne-Diamond-Deluxe-Hotel genießt man

den Blick auf das Ägäische Meer und den Lambi Beach. Im Angebot ist

das Boutiquehotel zwischen dem 3. April und dem 15. November. Buchungen

unter www.wingtips.de

ab 434 Euro pro Person im Superior Room mit Halbpension

Foto: Diamond Deluxe Hotel

54

22.3.2013 travel.one


im fernsehen

SA 23.3. l Die Bernsteinstraße – Von der Donau

zur Adria, 9:35 Uhr, 3sat l In den Smaragdbergen

von Bahia, 9:50 Uhr, Arte l Hongkongs grüne Inseln,

10:30 Uhr, Phoenix l Brandenburg – Floßtour

wie bei Huckleberry Finn, 12:00 Uhr, WDR l Der

Fjord in den Bergen – Ein Jahr am Vilsalpsee, 12:45

Uhr, MDR l Alaska – Auf der Wasserstraße der Goldgräber,

14:00 Uhr, RBB l Die verdrängte Geschichte

der Deutschen Lufthansa, 15:50 Uhr, Arte.

So 24.3. l Ostfriesland – Sieben Inseln und ein

Meer, 16:00 Uhr, SWR l Queensland, 16:15 Uhr, BR l

Meine Traumreise nach Italien – Fünf Monate in Neapel,

16:45 Uhr, SWR l Der Himmel über Afrika –

Mit dem Flugzeug über den Sambesi, 22:30 Uhr,

Phoenix.

Mo 25.3. l Donaudelta, Rumänien – Wildnis zwischen

Steppe und Meer, 12:45 Uhr, 3sat l Rund um

den Ammersee, 14:15 Uhr, NDR.

Di 26.3. l Neuschwanstein und die Bergwelt des

Märchenkönigs, 14:15 Uhr, NDR l Neufundland,

15:15 Uhr, Hessen l Südschweden, 15:15 Uhr, RBB l

Schottland, 18:50 Uhr, Hessen.

mi 27.3. l Historische Seilbahnen der Schweizer

Alpen, 15:25 Uhr, 3sat l Mit dem Zug durch... Norwegen,

16:50 Uhr, Arte l Urlaubsland Bayern – Von

Badegästen und Sommerfrischlern, 22:00 Uhr, BR.

Do 28.3. l Die Zugspitze, 14:00 Uhr, Hessen l

Nordseeinsel Sylt, 14:15 Uhr, NDR l Durch Australien

in legendären Zügen – Ghan und Overland,

15:15 Uhr, NDR l Australiens Nationalparks – Die

Insel der Teufel, 20:15 Uhr, NDR l Frankreichs

schönste Küsten, 20:15 Uhr, Phoenix.

Fr 29.3. l Alpenflug – Das große Abenteuer,

12:15 Uhr, 3sat l Berlins Mitte, 18:10 Uhr, RBB.

SA 30.3. l Tropenparadies Kuba, 13:15 Uhr, 3sat l

Im Tiefflug zum Nordpol, 13:30 Uhr, MDR l Mallorcas

schönste Seiten, 13:50 Uhr, WDR l Dumitor Nationalpark,

Montenegro, 16:45 Uhr, SWR.

So 31.3. l Ostern im Kaukasus – Eine Frühlingsreise

nach Georgien, 8:30 Uhr, NDR l Der Petersdom,

10:45 Uhr, 3sat l Kolumbien, 11:50 Uhr, BR l

Karnische Alpen – Ein Gebirge voller Kostbarkeiten,

14:30 Uhr, SWR l Slowenien, 16:15 Uhr, BR l Burgenland

Polen, 16:55 Uhr, WDR l San Francisco –

Die tolerante Schöne, 19:15 Uhr, ZDF.

Mo 1.4. l Verrückt nach Venedig, 9:00 Uhr, 3sat l

Die schönsten Inseln Norddeutschlands, 13:45

Uhr, NDR l Istanbul, 19:15 Uhr, ARD l Die Krim –

Schöne Halbinsel im Schwarzen Meer, 23:15 Uhr,

Phoenix.

Di 2.4. l Schloss Linderhof und die königliche

Bergromantik, 14:15 Uhr, NDR l Mexiko – Totenfest

mit Pappmaché und Zuckerguss, 14:30 Uhr, 3sat l

Mit Sisi unterwegs – Im Luxuszug nach Budapest,

17:15 Uhr, Phoenix.

mi 3.4. l Das Ende der Billigflüge? Vom Niedergang

des Flughafens Hahn, 20:15 Uhr, SWR l Route

66 (1/3): Auf der Hauptstraße Amerikas – Von Chicago,

Illinois nach Tulsa, Oklahoma, 20:15 Uhr, Phoenix

l Urlaubsland Bayern, 22:00 Uhr, BR.

Do 4.4. l Dänemark – Bornholm, 14:15 Uhr, NDR l

Mit dem Zug durch die Highlands, 14:30 Uhr, Hessen

l Die Südküste Englands – Miss Marple Riviera,

21:00 Uhr, NDR.

Fr 5.4. l Mit dem Zug durch Wales, 14:30 Uhr,

Hessen l Zürich, da will ich hin, 15:00 Uhr, 3sat l

Cornwall – Englands Sonnenküste, 15:15 Uhr, NDR l

Florida, 15:30 Uhr, 3sat.

travel.one 22.3.2013

55


ubrik.thema

leute

Bei Futouris bahnt

sich ein Wechsel an

Kooperation in Afrika: Victor Siamudaala (links) und

Jens Hulvershorn nach der Vertragsunterzeichnung

n Es war vermutlich nicht seine letzte Amtshandlung als Futouris-Vorstand.

Aber wohl eine der letzten: Jens Hulvershorn

und der Vertreter der Kavango Zambesi Transfrontier Conservation

Area (Kaza), Victor Siamudaala, unterschrieben auf der

ITB in Berlin eine Kooperationsvereinbarung. Die touristische

Nachhaltigkeitsinitiative Futouris und das Sekretariat des

grenzübergreifenden Schutzgebiets im südlichen Afrika wollen

sich gemeinsam für die nachhaltige Bewirtschaftung von Lodges

stark machen. In der ersten Phase sollen Standards entwickelt

werden. Phase zwei soll sich der Ausbildung von Multiplikatoren

widmen.

Start des Projektes ist im kommenden Herbst. Hulvershorn

ist dann nicht mehr in Amt und Würden. Der Gebeco-Manager

will seinen Posten als stellvertretender Vorsitzender bei

der nächsten Strategietagung abgeben. Auch Andreas Koch,

Vorsitzender von Futouris, hat seinen Rücktritt angekündigt. Er

plant, sich im Januar 2014 zu verabschieden. Die von ihm gegründete

Initiative laufe gut, daher übergebe er nach fünf Jahre

Ehrenamt das Ruder gerne an eine andere Person.

01 02 03 04

01 Christophe Renard ist

Vice President für das weltweite

Beratungsgeschäft

der CWT Solutions Group.

Er folgt auf Nick Vournakis,

den neuen Senior Vice President

Global Marketing.

Helal Saeed Almarri leitet

nun das Department

of Tourism and Commerce

Marketing in Dubai.

02 Birgit Neugebauer

ist jetzt in der Zentrale der

Lufthansa City Center für

die Akquise neuer Franchisepartner

zuständig.

Dazu gehören die Durchführung

von Standort- und

Potenzialanalysen, die Weiterentwicklung

von Betreuungsmodulen

und die Betreuung

der akquirierten

Reisebüros.

03 Axel Weber verantwortet

nun als Director

of Operations Europe die

Qualität der acht Azimut

Hotels in Deutschland und

Österreich.

Carsten K. Rath ist vom

Herbst 2013 an wieder als

Dozent an der University

of Applied Sciences in Bad

Honnef tätig.

04 Tobias Bandara kümmert

sich als Neuzugang

im Team der Abu Dhabi

Tourism & Culture Authority

um die Belange von Reisebüros

und Veranstaltern.

Er war zuvor bei FTI, Aviareps

und dem Fremdenverkehrsamt

von Sri Lanka in

Frankfurt tätig.

56

22.3.2013 travel.one


SIA feiert gute Noten

Name baErcil

ilissit landio od et

vel eu feuissequate

ver se doloreet

n Ganz begeistert war das Frankfurter Vertriebs-Serviceteam

von Singapore Airlines angesichts des guten Abschneidens bei

der großen Leserumfrage von Travel One zum Telefonservice

der Airlines. Die deutsche Vertretung des asiatischen Carriers,

die ihr Servicecenter selbst betreibt, wurde beim Service-Check

von den 840 teilnehmenden Reiseprofis an die Spitze eines Feldes

von 32 Fluggesellschaften gesetzt. Das Team der Abteilung

»Distribution Services« traf sich mit Gaby Andres, Manager Distribution

Services (vorne links), und HaoYu Dai, General Manager

Germany (vorne Mitte), zum Mannschaftsfoto.

Foto: SIA

Landesleiter für

die Schweiz

n Jörg Peter Krebs leitet

von April an das Deutschland-

Büro von Schweiz Tourismus.

Der Nachfolger von Christina

Marzluff kümmert sich neben

Deutschland auch um die nordischen

Länder sowie um Österreich,

Ungarn, Tschechien,

Polen und Russland. Krebs ist

bereits seit 1988 bei Schweiz

Tourismus tätig, zuletzt leitete

er das Büro in Dubai.

www.travel-one.net

T&M Media GmbH & Co. KG

Postfach 10 07 51, 64207 Darmstadt

Hilpertstraße 3, 64295 Darmstadt

Telefon: 06151/39 07-0

Fax: 06151/39 07-939

Redaktion

Telefon: 06151/39 07-930

Fax: 06151/39 07-939

E-Mail: redaktion@travel-one.net

Chefredakteur

Christian Schmicke

Redaktion

Yannick Fiedler, Tanja Franke,

Klaus Göddert, Petra Hirschel,

Wolfram Marx, Kendra Mietke

Redaktionsassistenz

Martina Zang

Anzeigen

Telefon: 06151/39 07-920

Fax: 06151/39 07-929

E-Mail: anzeigen@travel-one.net

Geschäftsführer

Richard Redling

Anzeigenverkaufsleitung

Ute-Marie Weis

Michaela Lettow

Marketingassistenz

Kerstin Grimm

Anzeigenservice

Ayse Dönmez, Vanessa Schütz

leserbriefe redaktion@travel-one.net

»Tolle Idee«

Travel One fünf, 6. März 2013,

»Ferien auf Spiekeroog«

Eine wirklich tolle Idee, der Artikel gefällt

mir gut. Es sollte zur Tourismusgeschichte öfter

was erscheinen. Tourismusgeschichte darf

nicht in Vergessenheit geraten.

Stefan Seid, Arbeitskreis Tourismusgeschichte Bayern

»Auf den Tourismus angewiesen«

Travel One Morning News, 14. März 2013,

»Tunesien: Flughäfen sollen bestreikt

werden«

(...) Die Osterferien sind die beste Möglichkeit

für Touristen, dieses schöne Land zu bereisen.

Wenn aber genau in dieser Ferienzeit

sämtliche Flughäfen bestreikt werden, schaden

sich die Mitarbeiter (Streikenden) nur

selbst. Denn wenn in Tunesien kein Tourismus

mehr herrscht, verlieren gerade diese Mitarbeiter

ihren Arbeitsplatz!

Darin liegt auch der Hauptunterschied zu

Flughafenstreiks in europäischen Ländern inklusive

Deutschland. Ein Streik hierzulande

in der Hauptgeschäftsreise- oder Ferienzeit

trifft die Verantwortlichen empfindlich und

kann somit natürlich eine Beschleunigung

der Forderungen zur Folge haben. Ein Streik

in Tunesien jedoch trifft weniger die Verantwortlichen

empfindlich, sondern die gesamte

Bevölkerung, die aktuell ohnehin schon in einer

schwierigen Situation ist. Insofern sollte

sich die Gewerkschaft UGTT genau überlegen,

ob derartige Streikmaßnahmen sinnvoll sind.

Franz-Joseph Koblitz, Reisebüro Weber, Bad Münder

»Gehalt bald Diskussionspunkt«

Travel One fünf, 6. März 2013,

Kommentar »Unnötige Schlacht«

Sie haben das Thema gut und nett auf den

Punkt gebracht. Ich möchte zur Rabatt-

Schlacht noch einen kurzen ironischen Kommentar

bringen: »Gut, dass wir Spezialisten

aus dem Einzelhandel in die Touristik geholt

haben, jetzt können wir endlich Reisen und

ganz besonders Kreuzfahrten wie ein Pfund

Kaffee verkaufen. Jeden Tag ein anderer

Preis.« Herzlichen Glückwunsch zu dem Mut,

über das Thema der Rabatte zu schreiben. Bei

den niedrigen Preisen wird sicherlich als

nächstes das sowieso schon geringe Gehalt in

der Branche ein Diskussionspunkt sein, denn

wer kann bei diesen Preisen seine Mitarbeiter

anständig bezahlen.

Erich Lorenz, Master Cruises & Tours, Harpstedt

VERTRIEB

Telefon: 06151/39 07-941

Fax: 06151/39 07-949

E-Mail: vertrieb@travel-one.net

Leserservice

Beatrix Kwetkus

Grafik

Uta Seubert (verantw.),

Silke Oray, Ulrike Schreiner

Geschäftsführender

Gesellschafter

Dr. Dieter Flechsenberger

Geschäftsführung

Richard Redling

Druck

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

DruckMedien, 47608 Geldern

Travel One erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46

gültig ab Januar 2013

Abonnementpreis Inland 23,36 Euro

pro Jahr inkl. Porto, zzgl. 7% MwSt.

Einzelheft 2 Euro

Abonnementpreis Ausland

48 Euro pro Jahr inkl. Porto

(innerhalb der EU zzgl. Mwst. bei

fehlender UID/VAT-Nr.)

Die Mitglieder des AJT e.V.

erhalten die Zeitschrift im Rahmen

ihrer Mitgliedschaft.

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung des Verlages.

Für unverlangt eingesandte

Manuskripte und Fotos wird keine

Gewähr übernommen.

Travel One ist eine Aktivität der

DVV Media Group GmbH, Hamburg

57


ubrik.thema

leute.persönlich

Reisebüro-Chef und DRV-Vorstand

Ralf Hieke

Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Offensichtlich Vorbestimmung und final ein Praktikum bei Phoenix Reisen.

Ihr Traumberuf als Kind?

Ganz sicher nie ins Reisebüro.

Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Ab nach Neuseeland.

Ralf Hieke, 37, ist Geschäftsführer

zweier Agenturen in Ibbenbüren.

Nicht nur in seiner

Berufswahl, auch mit seinem

ehrenamtlichen Engagement

tritt er in die Fußstapfen seiner

Mutter Magdalene: Der junge

Mann mit einer musikalischen

Schwäche für Indie und Alternative

engagiert sich im DRV

für die Belange der mittelständischen

Reisemittler.

Hieke ist verheiratet und

hat eine vier- und eine sechsjährige

Tochter. Seine Freizeit

verbringt er am liebsten mit

seiner Familie. Gerne, »aber untalentiert«,

kümmere er sich

um Haus und Garten. »Dabei

gehen auch schon mal Zierpflanzen

als vermeintliches

Unkraut drauf«, bedauert er.

Nach der Schule studiert

Hieke Geografie und Soziologie

in Bochum. Von dort aus zieht

es ihn 1999 nach Bonn – in die

Abteilung Orient zu Phoenix

Reisen. Fünf Jahre später wechselt

er zum Nordamerika-Spezialist

CRD International nach

Hamburg. 2007 kehrt der Hobby-Kicker

zurück nach Ibbenbüren

und übernimmt als Geschäftsführer

das IVR Reisebüro

LCC und das Reisebüro Strier.

Wo möchten Sie gerne leben?

Irgendwann am Meer.

Wo haben Sie Ihren vergangenen Urlaub verbracht?

Formentera.

Was würden Sie gerne können?

Ich hätte gerne so eine Art Hausmeistergeschick.

Ihr Lieblingsessen?

Ist frisch und wenn möglich Bio.

Ihre Lieblingsseite auf Facebook?

StreetArt in Germany.

Wie heißt die peinlichste CD, die Sie haben?

Mit Abstand »As long as you love me« von den Backstreet Boys

(geschenkt bekommen!!!).

Was wollten Sie immer schon einmal tun, haben es sich aber nie getraut?

Fallschirmspringen.

Rückblick: Was würden Sie nicht noch einmal tun?

Vor dem Bahnhof von Bulawayo für einen »super« Wechselkurs 100 D-Mark

gegen ein Bündel Zeitungspapier tauschen.

Was finden wir alles in Ihrer Garage?

Aufsitzmäher, Motorsense und Kettensäge.

Was lesen Sie gerade?

»Die Grundgedanken des Buddhismus« von Verena Reichle.

Was sollten Ihre Kinder genauso machen wie Sie?

Raus in die Welt. Der Rest kommt von alleine.

58

22.3.2013 travel.one


thema.rubrik


ubrik.thema

DIE

Frühbucher

Extra Wochen!

Sparen Sie pro Person bis zu € 350! Nur noch bis 31.03.2013!

MITTELMEER

STÄDTE DER SONNE

7 Tage westliches Mittelmeer ab/bis Savona oder

ab/bis Barcelona mit der Costa Favolosa 1 1 1 1 1 +

TOMA SCHIFFS-CODE: FA

03| 10| 17| 24| JUNI 2013 01| 08| 15| 22| 29| JULI 2013

05| 12| 19| 26| AUGUST 2013 02| 09| 16| 23| 30| SEPTEMBER 2013

07| 14| 21| 28| OKTOBER 2013 04| 11| 18| NOVEMBER 2013

ZURÜCK INS HEILIGE LAND

11 Tage östliches Mittelmeer ab/bis Savona oder

ab/bis Rom/Civitaveccia mit der Costa Pacifica 1 1 1 1 1 +

TOMA SCHIFFS-CODE: PA

28| SEPTEMBER 2013 09| 20°| 31| OKTOBER 2013

11| 22| NOVEMBER 2013

°Abweichung im Routenverlauf. Nähere Informationen siehe Costa Katalog 2013

VIELSEITIGES MITTELMEER

18 Tage Mittelmeer und Schwarzes Meer ab/bis

Barcelona mit der Costa Mediterranea 1 1 1 1 1

TOMA SCHIFFS-CODE: MD

01| JUNI 2013

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Frühbucher

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p.P. € 350!**

p.P. ab €1.79

9

zzgl. Serviceentgelt*

* zzgl. Serviceentgelt in Höhe von € 7,- p.P. /ohne Servicebeanstandung an Bord verbrachter Nacht. Für Kinder zwischen 4 und 14 Jahren wird 50% des Serviceentgelts erhoben. Für Kinder unter 4 Jahren wird diese Gebühr

nicht berechnet. „Kids & Teens gratis“ ist für bis zu 2 Kinder bis einschl. 18 Jahre in einer Kabine mit 2 Erwachsenen, die zum Katalog- oder Frühbucherpreis gebucht haben, gültig. Weitere Informationen im Costa Katalog 2013.

** Limitiertes Kontingent. Nicht gültig für Oberbetten. Kombinierbar mit dem 5% Frequent-Guest-Rabatt. Preise p.P. in € bei Doppelbelegung in der Innenkabine, zzgl. Serviceentgelt*.

Reisebedingungen sowie Informationen zu den Reisedokumenten siehe Costa Katalog 2013. Stand bei Drucklegung (15.03.2013). Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen und Druckfehler vorbehalten.

Weitere Informationen fi nden Sie auf www.costa-inside.de

KIDS & TEENS GRATIS

bis 18 Jahre

mit Ausnahme Serviceentgelt*

Die Preise aller Abfahrten und Kabinenkategorien finden Sie im

Costa Katalog 2013.

An-/Abreise: FlexFlug ab € 199,- p.P. Weitere Informationen im

Costa Katalog 2013.

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Buchungshotline: 040 - 570 12 12 12 Mo.-Fr.: 09:00 bis 18:00 Uhr / Sa.: 10:00 bis 12:00 Uhr

Onlinebuchung: www.costaclick.de TOMA Veranstaltercode: CST

Costa Kreuzfahrten, Niederlassung der Costa Crociere S.p.A. (Genua) • Am Sandtorkai 39 • 20457 Hamburg

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