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travel. one

das Magazin für Reiseprofis

Ausgabe zehn 17. Mai 2013

Specials in

dieser Ausgabe:

Airlines/Airports

Spanien

E-RECHTSo gehen Sie auf Nummer sicher.

Ab Seite 10

Interview

Vtours-Inhaber

Achim Schneider

Warum sich X-Veranstalter

breiter aufstellen müssen. Seite 8


ubrik.thema

„Beauty has an address“-

Sommer in Oman

Eine romantische Bergwelt, einsame Wüsten, eine mehr als

1.700 km lange Küste, die berühmte Weihrauchstraße, fruchtbare

Oasen mit Palmen, alte Städte und Forts, märchenhafte Paläste

und Basare, in denen omanische Handwerkskunst und tausend

andere Wunder des Orients zu bestaunen sind.

Das Sultanat an der Ostspitze der

arabischen Halbinsel überrascht mit

seiner Vielseitigkeit.

Lukrative Reiseangebote in das Land des

Weihrauchs sind bereits ab EUR 999,00 über

die unten genannten Reiseveranstalter buchbar.

Attraktive Angebote nach Salalah

mit Oman Air ab Anfang September 2013.

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2


ausgabe zehn.editorial

»Da kann ich gar

nichts für Sie tun«

Manchmal sorgen eher zufällige Einblicke in andere Branchen dafür,

dass man das Serviceniveau in der Touristik trotz gelegentlicher Zweifel

wieder zu schätzen weiß. So förderte eine Serie von rund 20 Telefonaten

mit einem Mobilfunkanbieter, dessen Ex-Chef auch in der Reisebranche

kein Unbekannter mehr ist, die Erkenntnis zutage, dass man

sich dort richtig anstrengen muss, um Kunde zu bleiben.

Im konkreten Fall ging es um die Verlängerung eines zuvor gekündigten

Vertrages auf der Basis eines neuen Angebots. Weil der Anruf im

Servicecenter des Anbieters erst wenige Tage vor dem Auslaufen des

alten Vertrages erfolgte, verkündete der Mitarbeiter auf die freundlich

vorgetragene Mitteilung, man wolle das Angebot des Unternehmens

annehmen: »Da kann ich gar nichts für Sie tun. Mein Kollege, der Idiot,

hat das Angebot mit ‚ ›abgelehnt‹ markiert, und jetzt sind Sie gesperrt.«

Nach kurzem Hin und Her und als Reaktion auf die verblüffte Entgegnung,

dass man doch entgegen der Einschätzung seines Kollegen

weiterhin Kunde bleiben wolle, legte der Mitarbeiter auf. Warum die

Leidensbereitschaft nicht schon an diesem Punkt ihre Grenze erreichte,

bleibt vermutlich auch mir selbst ein ewiges Rätsel. Weitere Telefonate

mit anderen Mitarbeitern des Unternehmens waren zwar im Tonfall

weniger rustikal; sie ergaben aber, dass aufgrund besagter Sperre, die

offenbar keine Macht dieser Welt aufheben konnte, ein neuer Vertrag

geschlossen werden müsse. Und selbstverständlich bestand auch keine

Möglichkeit, dies unmittelbar in Angriff zu nehmen oder mit der dafür

zuständigen anderen Abteilung verbunden zu werden.

Christian Schmicke

Chefredakteur

Zum Glück gibt es auch in der Telekommunikationsbranche einen

»stationären Vertrieb« mit Kooperationspartnern und Franchisenehmern.

Von deren Besuch hatten die Callcenter-Mitarbeiter übrigens

überwiegend abgeraten. Der Shop-Mitarbeiter erwies sich allerdings als

kompetent und konnte Dinge bewirken, an denen ein Callcenter-Kunde

trotz intensiven Bemühens scheitert. Und wenn an dieser Stelle die Reisebürovertreter

unter Ihnen feixen: »Siehste, Du Depp!« – dann bleibt

mir nichts übrig als festzustellen: Sie haben Recht.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

travel.one 17.5.2013 3


ausgabe zehn.2013

Inhalt

titelthema

10 E-Recht.

Wie Reisebüros Rechtsfallen im Internet

umgehen und welche Tipps ein Rechtsexperte

für den Umgang mit Social Media parat hat.

Titelbild: Evlakhov Valeriy/Shutterstock

16

26

Foto: TVG Foto: Cathay Pacific

puls

6 Indaba. Südafrika verzeichnet Besucherzuwächse.

7 Carnival Cruise Lines. Keine Schiffe mehr in Europa.

8 Interview. Warum sich Vtours-Inhaber Achim Schneider als

X-Veranstalter breiter aufstellen muss.

produkt

16 Airlines. Die Premium-Economy soll Passagieren einen

besseren Service an Bord garantieren. Travel One zeigt,

welche Airline was bietet. 20 Airlines/Airports. SAS

beendet Joint Venture mit Lufthansa +++ LAN und TAM mit

gemeinsamen Schaltern +++ Düsseldorf Airport verbessert

Bodenprozesse.

22 Kreuzfahrt. Luxus leger – die Europa 2 ist so ganz anders

als ihre Namensvetterin.

sales

26 TVG. Auf ihrer Jahrestagung zeigt sich die Reisebürokette

besonders innovativ und stellt eine eigene Modelinie vor.

29 Rewe-Reisen-Shop. Die Testphase soll weitergehen.

destination

30 Spanien. Auf den Kanaren kämpfen die Veranstalter

um die besten Angebote für den nächsten Winter.

34 Mallorca. Verwirrung um geplante Mietwagensteuer.

30

Foto: Werner Brock/Eco Casa La Palma S.L.

exit

46 Peps. Schnäppchen für Touristiker.

47 TV-Tipps.

48 Leute. Karlheinz Kögel übernimmt HLX-Anteile

von L'Tur.

49 Leserbriefe.

49 Impressum.

50 Persönlich. Volker Greiner von Emirates.

4

17.5.2013 travel.one


thema.rubrik

ERSTENS GUT.

ZWEITENS GÜNSTIG.

DRITTENS GTI.Seit

20

Jahren

TÜRKEI

ÄGYPTEN

SPANIEN

BULGARIEN

GRIECHENLAND

ZYPERN

travel.one 17.5.2013 5


ubrik.thema

puls

Südafrika im Aufwind

n Südafrikas Touristiker sind

guter Dinge. Das Land hat im

vergangenen Jahr die Zahl der

Einreisen ausländischer Gäste

um gut zehn Prozent auf 9,2

Millionen gesteigert. Auch für

die Deutschland-Chefin von

South African Tourism, Theresa

Bay-Müller lief 2012 prima. Mit

rund 270.000 deutschen Gästen

verzeichnete sie ein Plus

von rund 13 Prozent und zudem

die höchste Zahl Touristen

aus Deutschland überhaupt.

»Südafrika hat sich in

Deutschland fest unter den

Top-Fernreisezielen etabliert«,

sagte Bay-Müller während der

Reisemesse Indaba, die am

zweiten Mai-Wochenende in

Durban stattfand. Um weiter

auf der Erfolgsspur zu bleiben,

werde unverändert in den

deutschen Markt investiert.

Der Etat, der ihr für dieses Jahr

zur Verfügung stehe, sei gegenüber

2012 unverändert.

Die aktuelle Geschäftsentwicklung

in Deutschland beurteilt

Bay-Müller für ihr Land

»vorsichtig optimistisch«. Positiv

werde sich bemerkbar

machen, dass die Veranstalter

attraktive Eckpreise für die

Hauptsaison in den europäischen

Wintermonaten in den

Markt bringen. Die Preise für

eine Woche inklusive Fly-&-

Drive-Paket sollen schon unter

800 Euro starten. CS

Südafrikas Tierwelt, wie die

Pinguine von Boulder, macht

den Reiz des Landes aus

Foto: SAT

Vertriebspartner für Mein Fernbus

n Mein Fernbus hat mit TUI Leisure Travel einen ersten Kooperationspartner

im stationären Vertrieb gefunden. Die Fahrkarten für die

20 Linien, mit denen etwa 80 Städte verbunden werden, sind damit

in den rund 1.000 Reisebüros der Marken TUI Reise Center, Hapag-

Lloyd- und First Reisebüros erhältlich.

Mein-Fernbus-Geschäftsführer Torben Greve hatte zum Start des

Linienbetriebs zum Jahresanfang angekündigt, dass sein Unternehmen

an Vertriebskooperationen interessiert sei und nicht nur Einzelbüros

als Partner suche. Nun biete Mein Fernbus »allen Deutschen

von der Nordsee bis zum Bodensee eine persönliche Reiseberatung

vor Ort«. Zu den Provisionsregelungen macht er aber keine Angaben,

sie seien »marktüblich«.

Diskussionsthema

Veranstalterstrategien

n »Stationär und/oder online«, »Katalog

und/oder virtuell«, diese Strategiefragen

für Veranstalter wollen Vertreter verschiedener

touristischer Unternehmen

auf einer Podiumsdiskussion während des

Travel Industry Day beantworten.

Die Veranstaltung des Travel Industry

Clubs (TIC) findet am 27. Mai in Dreieichenhain

bei Frankfurt statt, Medienpartner

ist Travel One. Abonnenten von Travel

One erhalten Eintrittskarten zum selben

Preis wie Mitglieder des TIC.

www.travelindustryclub.de/

go/travel-industry-day

6

17.5.2013 travel.one


Anzeige

Abschied

von Europa

n Carnival Cruise Lines zieht sich

aus Europa zurück. Laut Medienberichten

schickt sie nächstes Jahr

keines ihrer 24 Kreuzfahrtschiffe

vor die Küsten der Alten Welt. Als

Grund werden die abschreckenden

Preise für ein Flugticket von

den USA nach Europa genannt –

die meisten Kunden der Reederei

stammen aus Nordamerika. Die

Carnival-Gruppe ist jedoch weiterhin

mit mehreren Töchtern im Mittelmeer

sowie in Nord- und Ostsee.

Glückliche

Gewinnerin

n Zuzana Polzin heißt die Siegerin

des Gewinnspiels der Viva Hotels

und Travel One. Die Reiseexpertin

darf nun gemeinsam mit maximal

zehn Kollegen aus ihrem Team der

Best RMG Reisen Management AG

für drei Nächte unter dem Motto

»All-inclusive-Entschleunigung« ins

Vier-Sterne-Resort Viva Can Picafort

nach Mallorca reisen.

Birger Bahr

Reisemarkt Henning, Esslingen

BEST-RMG-Mitglied seit 1990

ICH BIN EIN

BEST-

SELLER

…weil mich seit über 20 Jahren

das Marketing unserer

BEST-RMG immer wieder

überrascht – und meine

Kunden lieben es!

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Reisebüros gehört.

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Frühere Infos über

Hotel-Baustellen

n TUI informiert Reisebüros nun

früher über Baustellen in und um

Hotels. Die Hinweise seien ab sofort

bereits vor Abschluss der jeweiligen

Buchung auf Content.plus abrufbar,

so das Unternehmen.

Wenn innerhalb einer Saison

Beeinträchtigungen zu erwarten

sind, soll in den Produktinformationen

der Reiter »Bautätigkeiten«

erscheinen. Über diesen gibt es zusätzliche

Infos zum Bauzeitraum

und betroffenen Hotelbereichen,

heißt es. Die Zwangsinformationen

zur Baustelle werden weiterhin

beim Abschluss eingeblendet. Damit

will TUI sicherstellen, dass Expedienten

sie auch dann erhalten,

wenn sie Content.plus nicht nutzen.

Neue Rubrik bei

Travel One Online

n »Counter unterwegs« heißt

eine neue Kategorie auf der Website

von Travel One. Dort zeigen wir

künftig, wo, wie und mit wem Reisebüromitarbeiter

ihr Produkt- und

Destinationswissen weltweit aufpolieren.

Veranstalter, Fremdenverkehrsämter

und Expedienten können

ihre Fotos und eine kurze Erläuterung

der Reise per E-Mail an

Martina Zang unter m.zang@travel-one.net

schicken. Einen Vorgeschmack

gibt es bereits auf

www.travel-one.net/bilder

galerie/counter-unterwegs

Foto: istock

travel.one 17.5.2013 7


interview.puls

Wie kompensieren Sie das Ende der Arbeit

für DER Touristik, Herr Schneider?

Das Interview führte Christian Schmicke.

Achim Schneider (rechts) ist Gründer und Inhaber von Vtours.

Der Vorreiter in der dynamischen Produktion hat seinen Firmensitz

in Aschaffenburg und beschäftigt rund 110 Mitarbeiter.

Ihre Zusammenarbeit mit der Kölner

DER Touristik, deren X-Produktion Sie

seit 2008 abwickeln, endet zum Ende

des Geschäftsjahres. Wie hart trifft

das Ihr Unternehmen?

Schneider: Natürlich werden wir im

kommenden Geschäftsjahr eine Ertragsdelle

haben, die aber nicht kritisch

für das Unternehmen ist. Außerdem

sind wir zuversichtlich, dass wir

diese Entwicklung grundsätzlich gut

Das Interview

auffangen können.

führte

Die Tatsache, dass

xxxxxxxxxxxxxx xxxxxx.

DER Touristik die dynamische Produktion

nun ins eigene Haus holt, kommt

ja nicht überraschend.

Wie wollen Sie die fehlenden

Einnahmen kompensieren?

In erster Linie über das Wachstum unserer

eigenen Produktion, deren Umsatz

derzeit um 20 Prozent über dem

Vorjahr liegt. Außerdem haben wir mit

Lowcostholidays einen neuen Kunden,

für den wir ab Ende Mai als Dienstleister

agieren. Und wir investieren sowohl in

das Produkt als auch in den Vertrieb.

Als Sie vor neun Jahren mit Vtours an

den Start gingen, waren Sie ein Vorreiter

in der dynamischen Produktion.

Mittlerweile sind alle großen Veranstalter

in diesem Segment aktiv. Außerdem

stellen die Airlines nicht mehr

so sorglos Überkapazitäten in den

Markt, die dem X-Geschäft zu seinem

schnellen Wachstum verholfen haben.

Wie gehen Sie mit den veränderten

Marktbedingungen um?

Das sind in der Tat Schlüsselthemen

für uns. Es genügt längst nicht mehr,

Flüge und Hotels aus den Datenbanken

abzurufen, sie mit Hilfe der Technik zu

bündeln und sich darauf zu verlassen,

dass der Preis schon stimmen wird. Deshalb

betreiben wir für unsere wichtigs-

8

17.5.2013 travel.one


interview.puls

interview.puls

thema.rubrik

ten Destinationen einen sehr aktiven

Flug- und Hoteleinkauf, mit dem wir

uns größere Kontingente und attraktive

Preise sichern und dafür auch ins

Risiko gehen. Am deutlichsten drückt

sich dieses Engagement in unseren

Vfamily-Clubs aus. In diesem Sommer

gehen wir mit drei Anlagen in Side, auf

Kreta und auf Mallorca an den Start,

in denen wir über große Kontingente

verfügen, als Veranstaltermarke richtig

Flagge zeigen und einen eigenen

Kinderclub betreiben.

Das klingt, als würden sich die

Geschäftsmodelle klassischer und

dynamisch paketierender

Veranstalter einander immer mehr

annähern. Ist das so?

Ja, durchaus. In dem Maße, wie die

klassischen Veranstalter dynamisch

werden, müssen wir Elemente der

klassischen Geschäftsmodelle aufgreifen.

Auch, um mögliche Schwankungen

im X-Geschäft auszugleichen.

Allerdings geschieht dies in einer anderen

Gewichtung als bei den klassischen

Anbietern.

Was tun Sie, um die Risiken, die sich

daraus ergeben, überschaubar zu

halten?

Zum einen begrenzen wir ihren Umfang.

Der Anteil der Umsätze, für die

wir ins Risiko gehen, sollte 20 Prozent

unseres Gesamtvolumens nicht übersteigen.

Und zum anderen haben wir

im vergangenen Jahr mit Vfly einen

eigenen Flugveranstalter aufgebaut,

über den wir Restplätze von Vtourseigenen

Kontingenten vermarkten.

Dasselbe werden wir im Hotelbereich

und bei den Urlaubstransfers tun, um

auch hier flexibler in der Vermarktung

zu werden.

Welchen Stellenwert hat der

Reisebürovertrieb für Vtours?

Fakten im

Überblick

Vtours hat im vergangenen

Geschäftsjahr mit 273.000 Gästen

einen Umsatz von 111 Millionen

Euro erzielt – 18 Prozent

mehr als im Jahr davor.

Wir erwirtschaften derzeit 43 Prozent

unserer Umsätze mit klassischen Reisebüros

und wollen den Anteil auf

etwa die Hälfte steigern. Dafür haben

wir unter anderem zum Jahresbeginn

unser Agentur-Service-Team auf acht

fest angestellte Mitarbeiter verstärkt,

die unseren Vertriebspartnern telefonisch,

aber auch für persönliche Gespräche

zur Verfügung stehen. Wir

wollen am Counter als echte, zuverlässige

Alternative wahrgenommen werden,

und ich habe den Eindruck, dass

uns das mittlerweile gelingt.

Es fällt auf, dass der Kreuzfahrtbereich

bislang von der dynamischen

Paketierung noch nicht erfasst ist.

Wird das so bleiben?

Kreuzfahrten sind ein enorm spannendes,

aber nicht ganz leicht abzubildendes

Thema. Das beginnt schon bei

den Flügen, denn hier kann sich die

Suche nicht einfach auf den Preis konzentrieren,

sondern sie muss gezielt

auf die Flugverbindungen ausgerichtet

sein, mit denen das Schiff auch erreicht

wird. Außerdem gilt es, die verschiedenen

Kabinentypen richtig abzubilden.

Aber angesichts der

enormen Kapazitäten, die bereits im

Markt sind und noch hinzukommen,

bin ich sicher, dass ein Bedarf an zusätzlichen

Vermarktungsplattformen

besteht.

DIE SCHÖNSTEN

SEITEN DES SOMMERS

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

Zahlen & Fakten

Die Schmetterling-Kooperation

hat im Geschäftsjahr

2010/11 den Umsatz um 13

Prozent auf ??? gesteigert. In

die Berechnung fließen das

Sortiment des Kooperationsbündnisses

QTA und die zu

Schmetterling gehörenden

Veranstalter Schmetterling Reisen,

Demed und 2,3 Butterfly

ein. Die Mitgliederzahl erhöhte

sich laut Schmetterling-Chef

Müller in den ersten drei Monaten

des Jahres 2012 um 58 auf

rund 2.600.

APRIL – OKTOBER 2013

APRIL – OKTOBER 2013

APRIL – OKTOBER 2013

»Wir greifen Elemente klassischer Geschäftsmodelle

auf, um Schwankungen im X-Geschäft auszugleichen.«

Türkei

Türkei

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

Türkei

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

Side • Alanya • Antalya • Belek • Kemer

Marmaris • Bodrum • Kusadasi

travel.one 17.5.2013 9


titelthema.e-recht

Rechtsfallen

im Internet

© dedMazay/Shutterstock

10

17.5.2013 travel.one


e-recht.titelthema

Die meisten Reisebüros nutzen das Internet als Marketinginstrument.

Was sie dabei beachten müssen, um nicht mit dem Recht in Konflikt zu kommen.

Die 535 Reisebüros trauten ihren

Augen nicht, als ihnen die Abmahnung

ins Haus flatterte. Rund 8.000

Euro sollte jedes angeschriebene Onlineweg.de-Mitglied

zahlen. Der Vorwurf: Die

Unternehmen würden auf ihren Websites

Fotos von Hotels nutzen, für die sie keine

Rechte besitzen, so der Absender.

Fast anderthalb Jahre zog sich der »Bilderstreit«

zwischen den Büros der Internet-Kooperation

und der Schweizer Agentur

Bild und Film hin. Die Abmahnenden

unterlagen schließlich nach mehreren Verfahren

im März 2012 vor dem Oberlandesgericht

in Köln – zuletzt hatte ihre Forderung

bei rund vier Millionen Euro gelegen.

Die Richter betrachteten die Veröffentlichung

von Fotos, die wie in diesem Fall als

Teil eines Online-Katalogs eines Reiseveranstalters

abgerufen werden können, nicht

als Verletzung des Urheberrechts. Bei den

Bildern habe es sich um fremde, als solche

deklarierte, Inhalte gehandelt.

Marketing bleibt Marketing.

Auch wenn die Sache für die Onlineweg.de-

Reisebüros glimpflich ausging, zeigt der in

der Touristik viel diskutierte »Bilderstreit«

eines: Wer sich im World Wide Web bewegt,

kann schnell über rechtliche Fallstricke

stolpern. Dabei ist es unerheblich, ob ein

Unternehmen eine eigene Internetseite betreibt

oder in Facebook & Co. Beiträge postet.

Die Regeln sind die gleichen. Und sie

unterscheiden sich kaum von den Anforderungen

an das klassische Marketing. Reisebüros,

die im Internet aktiv sind, müssen

sich mit dem Urheberrecht auseinandersetzen,

den Marken- und Datenschutz beachten

und sich mit dem Thema unlauterer

Wettbewerb beschäftigen – wie bei der

Erstellung von gedruckten Broschüren.

Die Schnelllebigkeit der virtuellen Welt,

inbesondere der sozialen Netzwerke, wird

Internetnutzern allerdings häufig zum Verhängnis.

»Es bleibt selten Zeit, den Hausjuristen

oder Kollegen zu fragen, bevor ein

Facebook-Posting abgesetzt wird«, weiß

Rechtsanwalt Thomas Schwenke, der sich

auf juristische Fragen im Internet, das sogenannte

E-Recht, spezialisiert hat.

Know-how ist A und O.

Um die Online-Aktivitäten eines Unternehmens

sollten sich daher nur diejenigen

kümmern, die Wissen über rechtliche Stolperfallen

angesammelt haben oder zumindest

sensibel mit dem Thema umgehen.

»Viele Fehler liegen darin, dass zuständige

Mitarbeiter nicht genug instruiert und geschult

werden«, meint Schwenke. Das Problem:

So mancher, der privat zum Beispiel

via Facebook oder Twitter kommuniziert,

vergisst, dass er bei der Kundenansprache

auf viel mehr Dinge achten muss als beim

Plaudern mit Freunden. »Das führt dazu,

dass sich zahlreiche Mitarbeiter so sorglos

verhalten wie im privaten Umgang und

Urheber- und Wettbewerbsrechte nicht beachten«,

sagt der Rechtsanwalt. Dabei ist

jede virtuelle Kommunikation mit einem

Kunden öffentlich.

Was müssen Reisebüros – und natürlich

auch alle anderen touristischen Unternehmen

– wissen, wenn sie das Internet

aktiv als Marketinginstrument nutzen?

Rechtsanwalt Schwenke beantwortet auf

den nächsten Seiten zehn wichtige Fragen

zum E-Recht.

Petra Hirschel

Seminar

zu E-Recht

Ein Tipp für Mitarbeiter von

Reisebüros und touristischen

Anbietern, die sich in Sachen

E-Recht schlau machen wollen:

Die Social Media Akademie

für Reise und Touristik veranstaltet

am Montag, 27. Mai,

in Frankfurt ein Seminar zu

diesem Thema. Rechtsanwalt

Thomas Schwenke vermittelt

den Teilnehmern von 10 bis

17.30 Uhr, worauf sie beim Bau

einer eigenen Website, eines

Newsletters oder einer Fanpage

bei Facebook achten

müssen. Travel One-Leser

erhalten einen Rabatt von 20

Euro, wenn sie bei der Buchung

den Code »Travel One« eingeben.

Die vergünstigte Teilnahme

(inklusive Mahlzeiten und

Tagungsgetränken) kostet

379 Euro plus Mehrwertsteuer.

Weitere Informationen und

Anmeldung unter

www.e-recht.smart

-workshops.de

Berufliche Nutzer sozialer Netzwerke

verhalten sich häufig zu sorglos

travel.one 17.5.2013 11


titelthema.e-recht

1

Thomas Schwenke ist in der Online-Welt

zu Hause. Der Rechtsanwalt aus Berlin berät Agenturen

sowie Unternehmen in Rechtsfragen zum Social-Media-Marketing

und hält Vorträge sowie Workshops

zu diesem Thema. Er hat sich zudem auf das

Vertragsrecht und den Schutz geistiger Rechte spezialisiert

und steht seinen Klienten als zertifizierter

Datenschutzbeauftragter zur Verfügung.

Der Jurist hat in Deutschland und Neuseeland

studiert. Zu Beginn seiner Laufbahn war er als Regierungsrat

in der Finanzverwaltung tätig und leitete

dann eine Agentur für Onlinemarketing sowie Webdesign.

Heute hat er eine eigene Kanzlei.

Ergänzende Links:

Impressumspflicht:

rechtsanwalt-schwenke.de/blog/impressumspflicht

Bilderrechte:

rechtsanwalt-schwenke.de/blog/bilderrechte

Google Analytics:

rechtsanwalt-schwenke.de/google-analytics

-rechtssicher-nutzen-anleitung-fuer-webmaster

DPMA-Recherche:

register.dpma.de/DPMAregister/marke/uebersicht

Welche Fotografien sind

urheberrechtlich geschützt?

Schwenke: Jede Fotografie – ob Schnappschuss

oder professionelles Bild – ist urheberrechtlich geschützt

und darf nur mit Einwilligung des Fotografen

verwendet werden. Das gilt auch, wenn ein Reisebüro

das Foto nur in einem kleinen Format und

in Ausschnitten nutzt. Zwischen Schnappschuss

und professionellem Bild besteht jedoch beim

Schadensersatz ein Unterschied: Seine Höhe richtet

sich nach dem Betrag, den der Fotograf für die

Nutzung des Bildes üblicherweise hätte verlangen

können.

2

Gilt das Urheberrecht auch

für Videos, Musik und Texte?

Im Fall von Musik sind schon kurze Tonfolgen geschützt.

Für Videos gilt praktisch dasselbe wie für

Fotografien, da jedes bewegte Bild geschützt ist. Bei

Texten muss dagegen eine gewisse »Schöpfungshöhe«

erreicht werden. Das heißt, der Text muss individuell-persönlich

und nicht rein sachlich verfasst sein.

Diese Schwelle wird jedoch schnell erreicht und so

sind Zeitungsartikel oder Katalogtexte grundsätzlich

geschützt. Nicht geschützt werden dagegen die

Inhalte von Texten wie Fakten oder Ideen.

12

17.5.2013 travel.one


e-recht.titelthema

Hat ein Reisebüro seine Pflicht erfüllt,

wenn es den Namen des Urhebers nennt,

diesen aber nicht kontaktiert?

Die Nennung des Namens des Urhebers ersetzt nicht dessen

Einwilligung. Auch handelt es sich dann nicht um ein zulässiges

Zitat. Dieses liegt nur vor, wenn das Zitat notwendig ist, um

die eigene geistige Auseinandersetzung mit dem zitierten Werk

zu untermauern. Jedoch erspart man sich mit der Nennung des

Namens einen Schadensersatzzuschlag von bis zu 100 Prozent

3wegen Verletzung der Namensrechte des Urhebers.

Wann muss ein Unternehmen

Schadensersatz zahlen?

Wird man wegen einer unerlaubten Bildernutzung abgemahnt,

muss man in jedem Fall die Abmahnungsgebühren von circa

400 Euro zahlen. Das liegt daran, dass der gute Glaube, keinen

Rechtsverstoß begangen zu haben, im Urheberrecht nicht gilt.

Der Schadensersatz (je nach Fall circa 800 bis 1.500 Euro) ist

zusätzlich zu zahlen, wenn man schuldhaft gehandelt hat. Nur

wenn man sich aktiv um die Klärung der Rechte gekümmert

und falsche Informationen erhalten hat, wird kein Verschulden

vorliegen. Dieser Fall kommt jedoch nur selten vor.

6

Die Impressumspflicht besteht für alle geschäftsmäßigen

Internetpräsenzen. Das bedeutet, dass jede Internetpräsenz,

die irgendwie mittelbar einem Unternehmen dient

– etwa der Blog des Chefs – oder monetarisiert wird – beispielsweise

Werbeanzeigen in einem Blog – ein Impressum

haben muss. Die Impressumspflicht gilt nicht nur für Websites

oder Blogs, sondern auch für sämtliche Präsenzen in

sozialen Netzwerken.

4Wann besteht Impressumspflicht?

5

Haftet ein Büro, wenn

ein Nutzer seines Blogs

ein Foto hochlädt?

Wenn der Nutzer das Foto selbst

hochgeladen hat, gilt das Haftungsprivileg

zugunsten des

Blogbetreibers. Das bedeutet,

dass der Blogbetreiber erst ab

einer nachgewiesenen Kenntnis

der Rechtswidrigkeit haftet. Dazu

ist die Meldung der Rechteinhaber

notwendig. Allerdings entfällt

das Haftungsprivileg, wenn

der Blogbetreiber sich das Foto

»zu Eigen macht«. Das ist der Fall,

wenn er es selbst auswählt und

hochlädt, mit eigenen Logos versieht

oder sich wirtschaftliche

Nutzungsrechte an dem Bild in

den AGB einräumt.

Wann muss ein Reisebüro sich

an das Presserecht halten?

Es ist immer noch nicht definiert, ab wann zum

Beispiel ein Blog zur Presse zu zählen ist. Doch

hat diese Frage in fast allen Fällen keine Auswirkung,

da Grundsätze wie die Impressumspflicht

und das Verbot, Unwahrheiten zu behaupten und

Beleidigungen auszusprechen, für jedermann gelten.

Umgekehrt können sich Blogger auf die Mei-

7nungsfreiheit berufen, wenn sie Kritik üben.

travel.one 17.5.2013 13


titelthema.e-recht

Verletzung des Urheberrechts – ein Beispiel

Rechtsanwalt Schwenke rät Reisebüros,

die Fotos auf ihren Websites

und Blogbeiträgen sorgfältig zu prüfen.

Denn es kann teuer werden, wenn

dort unerlaubt genutzte Bilder stehen.

Vor allem, wenn sie sich schon lange

dort befinden.

Ein Fall aus seiner Kanzlei: Die

Betreiber eines Hotels verwendeten

in einem Blog fünf stimmungsvolle

Landschaftsbilder, um für ihr Haus

zu werben. Sie hatten die Fotos einem

Bildarchiv entnommen, dabei jedoch

ignoriert, dass sie Bildquelle und Urheber

nennen müssen. Eine Nachlässigkeit

mit Folgen: Die Lizenz zur Nutzung

der Bilder wurde ungültig, folglich

verstießen die Hotelbetreiber

gegen das Urheberrecht.

Drei Jahre lang passierte nichts.

Doch dann kam die böse Überraschung.

Die Hotelbetreiber erhielten

eine Abmahnung. Kosten von rund

5.000 Euro sollten auf sie zukommen.

Allein als Schadensersatz wurden

4.000 Euro veranschlagt – für die

Höhe des Schadensersatzes ist die

Dauer der unerlaubten Nutzung der

Bilder maßgeblich.

Die Hotelbetreiber mussten der

Forderung letztendlich zwar nicht

komplett nachkommen. Die Hälfte des

Betrags aber mussten sie zahlen.

8

Welche

Kann ein Reisebüro mit dem

Markenschutz in Konflikt kommen?

Das passiert vor allem, wenn man den Namen etwa eines

Blogs oder Twitteraccounts nicht recherchiert. Jeder

Namenswahl sollte eine Recherche beim Deutschen

Patent- und Markenamt sowie eine Onlinesuche vorgehen.

Denn nicht nur registrierte Marken, sondern auch

Werktitel sind geschützt. Darunter versteht man Titel

von Zeitschriften, Magazinen, Websites und Blogs im

Bezug auf einen bestimmten Inhalt. So darf niemand

unter dem Namen Travel One einen Twitteraccount

betreiben.

10

9

Welche Bedeutung

hat der Datenschutz?

Der Datenschutz spielt eine immer größere

Rolle. Nicht nur weil die Aufsichtsbehörden

immer aktiver werden und zum Beispiel prüfen,

ob Google Analytics rechtskonform eingesetzt

wird. Da der Datenschutz auch für

die Nutzer immer bedeutender ist, wird er

zu einem Marketingfaktor. Ein Datenschutzverstoß

kann schnell zu einem Imageverlust

führen, der letztendlich teurer werden kann

als ein behördliches Bußgeld. Daher muss

jedes Unternehmen über eine ausreichende

Datenschutzbelehrung verfügen und sollte

beim Umgang mit Kundendaten die Datenschutzvorschriften

beachten.

Gedanken muss sich

ein Reisebüro über unlauteren

Wettbewerb machen?

Vor allem bei der Werbung gegenüber Verbrauchern

müssen Preisangabevorschriften

und umfangreiche Informationspflichten beachtet

werden. Werbeaussagen, die abstrakte

Vergleiche mit Konkurrenten (»wir sind die

Größten«) oder sogar konkrete Vergleiche beinhalten

(»wir sind besser als Mitbewerber X«),

sollten nur nach vorheriger rechtlicher Prüfung

getroffen werden. Eine weitere Quelle

von Abmahnungen sind unerwünschte Werbenachrichten,

die ohne ausdrückliche Einwilligung

der Empfänger verschickt werden.

14

17.5.2013 travel.one


thema.rubrik

Nordic titelthema Cruising:

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travel.one 17.5.2013 15


produkt.thema

produkt.airlines/airports

Näher an der Business

Immer mehr Airlines wollen den Kunden mit

einer Premium-Economy mehr Service zu

erschwinglichen Preisen bieten.

Es ist ein interessantes Phänomen.

Immer wieder sind Reisende auf

der Suche nach den günstigsten

Flugtarifen, erwarten aber einen Bordservice,

der auf diesem Preisniveau nicht

realisierbar ist. Die Beschwerden über

das schlechte Essen, die engen Sitze oder

das langweilige Bordprogramm sind ein

fester Bestandteil vieler Reiseberichte.

Da die Business-Class aber für

die Mehrzahl der Passagiere nicht erschwinglich

ist, die Fluggesellschaften

andererseits es sich nicht leisten können,

von ihren Kunden schlecht benotet

zu werden, haben in den vergangenen

Jahren einige Airlines angefangen,

eine Zwischenklasse zwischen Business

und Economy einzurichten. Der zweite

Grund für den Start war die Tatsache,

dass in der Zeit der Finanzkrise viele

Unternehmen Reisen in der Business-

Class strichen und die Mitarbeiter in die

Economy setzten. Nun waren die Airlines

im Gegenzug wegen der sinkenden

Einnahmen gefordert, ein Produkt mit

einem höheren Servicelevel als in der

Eco, aber einem Preisniveau unter der

Business anzubieten.

werden zu können. Meist haben sie einen

Neigungswinkel zwischen 110 und

130 Grad, am weitesten in Richtung

Flachbett lässt sich ein Sitz bei Vietnam

Airlines drehen. Den Sitzkomfort erhöhen

soll auch ein bewegliches Kopfteil,

bei Cathay Pacific ist dieses in drei verschiedene

Positionen einstellbar.

Die meisten Airlines vergrößerten den

Sitzabstand um rund zehn Zentimeter.

Im Schnitt hat ein Fluggast 96 bis 97

Zentimeter Beinfreiheit, den größten

Sitzabstand bietet Turkish Airlines mit

116 Zentimetern. Diverse Fluglinien

montierten auch Bein- und Fußstützen

an, bei einigen lassen sich die Fußstützen

auch in unterschiedlichen Stufen

einstellen.

Die Anstrengungen, die für einen

höheren Sitzkomfort unternommen

wurden, sind dabei durchaus unterschiedlich.

Während JAL in die Maschinen

Schalensitze einbaute, deren

Rückwand beim Zurückklappen in der

Mehr Platz, besseres Essen.

Geboren war die Premium-Economy mit

Annehmlichkeiten wie einem bevorzugten

Check-in, besserem Essen an Bord

und komfortableren Sitzreihen. Die Flüge

sind für die Passagiere wesentlich

bequemer, doch eine Business-Class ist

es eben doch nicht. Die Sitze sind weit

davon entfernt, in Betten umgewandelt

Foto: Air Canada

Ein individuell wählbares Unterhaltungsprogramm, wie hier bei Air Canada,

bieten fast alle Fluggesellschaften in der Premium-Economy an

16

17.5.2013 travel.one


Fotos: Condor, Icelandair

Schale bleibt und somit den Hintermann

nicht in Bedrängnis bringt, sind bei anderen

auch unverändert die Eco-Sitze vorhanden.

Hier haben die Fluggäste aber den Vorteil,

dass der Mittelsitz frei bleibt, ein ebenfalls

nicht zu verachtender Pluspunkt. Als Vorteil

wird von einigen Anbietern eine breitere

Armlehne aufgelistet. Ebenfalls bei JAL kann

in Kopfhöhe eine kleine Zwischenwand herausgeklappt

werden, die für eine bessere Privatsphäre

sorgen soll.

Nur wenig Unterschiede finden sich

heute bei der Mehrzahl der Airlines in Bezug

auf die Unterhaltungsangebote an Bord

zwischen den einzelnen Klassen. Zwar sind

Bildschirme an der Rückseite des Vordersitzes

und ein darin einstellbares individuelles

Film-, Musik- oder Spieleprogramm noch kein

Standard, doch die Zahl der Anbieter damit

wächst stetig. Unterschiede weisen meist nur

die Zahl der Filme, Musik- und TV-Programme

oder die Bildschirmgrößen auf. Fester

Bestandteil in der Premium-Economy ist bei

allen heutzutage aber ein Stromanschluss für

den eigenen Laptop und ein USB-Anschluss,

an den iPod oder iPad angeschlossen werden

können. Die mobilen Geräte können so mit

Strom versorgt werden und die auf ihnen

gespeicherten Programme durch diese Verbindung

auf den Flugzeug-Bildschirmen angeschaut

werden. Wlan ist bislang nur bei

einigen wenigen Airlines zu finden. Ein Service,

der dann aber für die gesamte Maschine

angeboten wird. Bei KLM und Cathay sind Telefone

am Sitzplatz eingebaut.

Check-in und Boarding schneller.

Die Annehmlichkeiten fangen meist schon

beim Check-in an, denn dieser kann oft an

einem separaten Schalter vorgenommen

werden. Der Service lässt den Abstand zur

Business-Class weniger groß erscheinen. Dafür

sorgt auch der freie Eintritt in die Lounge,

die Passagiere der Premium-Economy bislang

aber nur selten nutzen dürfen. Als eine

der wenigen Airlines gestattet Icelandair

Kunden den Zutritt – sowohl in Keflavik als

auch in Nordamerika zu den Lounges der

Partner-Airlines.

Eine bevorzugte Behandlung beim Boarding

und einen schnelleren Ausstieg nach

der Landung, da sich die Premium-Sitzreihen

immer im vorderen Bereich befinden,

ist aber bei der Mehrzahl der Anbieter zu finden.

Kein eigener Check-in wird bei United

angeboten, hier dreht sich der Vorteil einzig

und allein um den Sitzabstand, der rund 13

Zentimeter größer ist als in der Eco. Der Aufschlag

richtet sich nach der Länge der Strecke

und ob der Kunde sich für einen Gang-,

Mittel- oder Fensterplatz entscheidet. Diese

sind nur online oder direkt beim Check-in

buchbar, für Vielflieger sind die Reservierungen,

abhängig von ihrem Status, kostenlos.

Nicht als eigene Klasse buchbar ist die

Premium-Economy nicht nur bei United, KLM

nennt die Spezialsitze »Economy Comfort

Zone«, die nur gegen Aufpreis – er ist abhängig

von der Flugdauer – hinzugebucht werden

können. Ähnlich verhält es sich bei Air Transat.

Hier kann im Rahmen der »Option Plus«

Condor wirbt mit mehr

Beinfreiheit, bei Icelandair

bleibt der Mittelsitz frei

Die Airline der Azoren

Auch 2013 die besten

Verkaufsargumente:

> Ab Frankfurt nonstop mittwochs,

sowie ganzjährig sonntags.

> Ab München dienstags und

samstags nach Ponta Delgada

mit Zwischenstopp in Porto

> Ideal für Gruppenreisen

> Tolle Tarife mit dem

Azoren-Airpass

SATA Internacional

Leonhardstraße 22

61169 Friedberg

Tel. 06031-737640

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17


produkt.thema

produkt.airlines/airports

Die Premium-Economy im Überblick

Airline (Klasse) Sitzabstand in cm Konfiguration Gepäck Loungezugang

Air Canada

(Premium-Economy)

96,5 (Eco: 82) 2-4-2 2 Koffer à 23 kg Nein

Air France

(Premium-Economy)

American Airlines

(Main-Cabin-Extra)

97 (Eco: 82) 2-3-2, 2-4-2 2 Koffer à 23 kg

99 (Eco: 89–94) 2-3-2, 3-4-3, 3-3 1 Koffer à 23 kg

Gegen Gebühr an

ausgewählten Flugh.

Nur gegen die

generelle Gebühr

ANA

(Premium-Economy)

97 (Eco: 86) 2-4-2

1 Koffer à 23 kg

(wie Economy)

Zugang an ausgew.

Flughäfen in Japan

British Airways

(World-Traveller-Plus)

96 (Eco: 78) 2-4-2, 2-3-2 2 Koffer à 23 kg

Nur Mitglieder im

Vielfliegerprogramm

Cathay Pacific

(Premium-Economy)

96,5 (Eco: 81,2) 2-3-2, 2-4-2 25 kg Nein

Condor

(Premium-Economy)

91; 76 (Kurz- und

Mittelstrecke);

(Eco: 78)

2-3-2

(Mittelsitz frei)

1 Koffer à 20 kg,

2 Koffer à 23 kg

(Nordamerika)


Delta

(Economy-Comfort)

94 (Eco: 81–84) 2-4-2

1 Koffer à 23 kg

(wie Economy)

Nein

Icelandair

(Economy-Comfort)

84 (Eco: 81)

3-3

(Mittelsitz frei)

2 Koffer à 23 kg Freier Zugang

JAL

(Premium-Economy)

106 (Eco: 96) 2-4-2 2 Koffer à 23 kg

Zugang an ausgew.

Flughäfen

KLM

(Economy-Comfort)

LOT

(Premium-Economy)

97 (Eco: 79–82) Abh. vom Flugz. 1 Koffer à 23 kg Nein

96 (Eco: 81) 2-3-2 2 Koffer à 23 kg Nein

Qantas

(Internat. Premium-Economy)

96–106

(Eco: 78–85)

2-3, 2-3-2

insg. 40 kg, ein

Koffer max. 30 kg

Für Qantas-Club-

Mitglieder u. höher

SAS

(Economy-Extra)

96 (Eco: 78–82) 2-3-2 2 Koffer à 23 kg

Nur gegen die

generelle Gebühr

Tuifly

(Premium-Economy)

74 (wie Eco)

3-3

(Mittelsitz frei)

1 Koffer à 20 kg

(wie Economy)


Turkish Airlines

(Comfort-Class)

116 (B777-300)

(Eco: 78)

2-3-2 20 kg

Lounge in Istanbul

mit Vielfliegerkarte

United

(Economy-Plus)

86–89 (Eco: 76) Abh. vom Flugz.

1 Koffer à 23 kg

(wie Eco)

Nein

Vietnam Airlines

(Deluxe-Economy-Class)

97 (Eco: 82) 3-3-3 40 kg

Sky-Team-Lounges

mit Vielfliegerkarte

18

17.5.2013 travel.one


airlines/airports.produkt

thema.produkt

ein Sitzplatz in der Eco reserviert werden,

es gibt bevorzugtes Check-in und Boarding

sowie mehr Freigepäck. Die Sitze sind aber

die gleichen wie in der Eco.

Lufthansa startet 2014.

Auf den Service einer Premium-Economy

verzichten durchgängig die Fluggesellschaften

aus der Golfregion. So beantwortet

Thierry Antinori, Passage-Vertriebschef

von Emirates, die Einstellung seiner Airline

zu der Frage eindeutig: »Wir beabsichtigen

nicht, eine Premium-Economy einzuführen,

denn unsere Economy ist Premium.«

Nicht zu finden auf der Liste der Anbieter

ist auch Lufthansa. Bislang vermieden die

Verantwortlichen den Einbau einer Zwischenklasse,

da sie fürchteten, dass Passagiere

aus der Business-Class in die weniger

ertragreiche Premium-Economy abwandern

könnten. Nun aber scheint sich auch

Lufthansa dem Trend und der wachsenden

Nachfrage nicht mehr entziehen zu können

und kündigt für nächstes Jahr den Start an.

Foto: ANA

»Im Frühjahr 2014 werden wir den neuen

Sitz vorstellen und dann auch mit der

Umrüstung der Flotte beginnen«, sagte

Lufthansa-Chef Christoph Franz kürzlich.

»Künftig können unsere Kunden entscheiden,

ob sie allein auf den Preis achten wollen

oder auch auf den Komfort.«


Wolfram Marx

ANA gestattet Passagieren der

Premium-Economy, einige Lounges

an japanischen Flughäfen zu

nutzen

Beliebt. Beliebter. Condor.

Die Airline des Jahres überzeugt mit bestem Service.

Von Fluggästen

zur Nr. 1 gewählt.

Wir lieben Fliegen.

Von der Comfort Class und der Premium Economy Class über Online Check-in sowie

Vorabend Check-in bis hin zur großen Menüauswahl – Condor bietet Ihren Kunden

vielfältige Serviceleistungen. Mehr Infos erhalten Sie unter agent.condor.com.

Sie finden uns in allen bekannten Reservierungssystemen.

travel.one 17.5.2013 19


produkt.thema

produkt.airlines/airports

Von Leipzig

nach Paris

SAS fliegt auch weiterhin im Codeshare mit Star-Alliance-Partner Lufthansa

Joint Venture mit Lufthansa beendet

n Zum 1. Juni verabschiedet sich SAS

aus dem 1995 gegründeten Joint Venture

mit Lufthansa für die Strecken zwischen

Deutschland und Skandinavien. Die Airline

begründet den Schritt mit der Verlagerung

des Europaverkehrs von Lufthansa

auf Germanwings und damit weg von

den Drehkreuzen Frankfurt und München.

Das Joint Venture entspreche unter diesen

Voraussetzungen nicht mehr den wirtschaftlichen

Interessen der beiden Parteien,

heißt es bei SAS. Die umfangreichen

Codeshare-Vereinbarungen mit Lufthansa

sollen jedoch in Kraft bleiben. Auch sollen

die Passagiere weiterhin Zugang zu den

Lounges des Star-Alliance-Partners haben

und Vielfliegermeilen sammeln können.

Außerdem trennt sich SAS von ihrer

Tochter Widerøe. 80 Prozent der Anteile

wurden für rund 235 Millionen Euro an

eine Investorengruppe verkauft. 2016 will

sich SAS auch von den restlichen Anteilen

trennen. Die Einnahmen will die Airline

zum Schuldenabbau nutzen.

Foto: SAS

n Die Schweizer Regionallinie Darwin

Airline nimmt zum 2. September

Verbindungen von Leipzig

nach Paris und Amsterdam auf.

Die Flüge nach Paris starten jeden

Montag bis Freitag um 6 Uhr und

14.25 Uhr. Samstags hebt die Saab

2000 mit 50 Sitzplätzen ebenfalls

um 6 Uhr und sonntags um 13 Uhr

ab. Richtung Amsterdam geht es

montags bis freitags um 10.40 Uhr

und 18.45 Uhr. Samstags ist um

10.40 Uhr und sonntags um 17.35

Uhr Abflug in Leipzig.

Foto: Darwin Airline

Neue Website

für Reisebüros

n Mit einer neuen Website speziell

für Reisebüros will Air Transat

dem Vertrieb wichtige Infos für

Beratung und Verkauf zur Verfügung

stellen. Neben dem frischen

Erscheinungsbild soll die Rubrik

»Air Transat A – Z« das schnelle

Auffinden der gewünschten Informationen

gewährleisten. Ebenfalls

neu ist die Rubrik »Sales Tools«.

Hier finden die Expedienten eine

Bibliothek, in der die digitale

Broschüre der Airline, verschiedene

Flyer sowie Fotos und Logos

heruntergeladen werden können.

www.airtransat-agent.de

updates

Vom 1. Juni an will ANA den Dreamliner

wieder im internationalen Verkehr

einsetzen. Der Jet soll dann auf

der Verbindung Frankfurt – Tokio-Haneda

die Boeing 777 ersetzen.

Arkia Israeli Airlines hat Discover

The World Marketing zur Repräsentanz

ernannt. Die Firma ist für die

Märkte Deutschland, Finnland, Norwegen

und Spanien zuständig.

Beim »Bom Dia Lisboa«-Programm

übernimmt TAP Portugal für alle

Langstrecken-Passagiere, deren Flugplan

eine Übernachtung in Lissabon

erfordert, die Kosten für das Hotel inklusive

Frühstück und Transfer.

Air Berlin legt zwei Zusatzflüge

zum Champions League Finale zwischen

Borussia Dortmund und Bayern

München in London auf. Die Flüge

starten am 24. und 25. Mai in Düsseldorf

Richtung London-Stansted.

Der Flughafen Hamburg hat seine

Airport Lounge erweitert. Statt

170 können dort nun 300 Gäste die

Zeit bis zum Abflug verbringen.

20

17.5.2013 travel.one


airlines/airports.produkt

thema.produkt

Gemeinsame Schalter in Frankfurt

n LAN Airlines und TAM Airlines sind

am Flughafen Frankfurt künftig an gemeinsamen

Check-in-Schaltern zu finden.

Die neuen Schalternummern für die Gepäckaufgabe

in Terminal 1, Abflughalle C,

lauten 759 bis 768. Zu den Einrichtungen

von LAN und TAM in Frankfurt zählen jetzt

insgesamt zehn Check-in-Schalter, an denen

Passagiere für Flüge nach Südamerika

ihre Bordkarte erhalten und ihr Gepäck

abgeben können.

Reisende, die mit TAM von Frankfurt

nach Rio de Janeiro fliegen wollen, müssen

künftig allerdings einen Umweg in

Kauf nehmen. Am 11. August stellt die Airline

die Nonstop-Verbindung nach Rio ein.

Das gleiche gilt für die Rio-Flüge ab Paris.

Betroffene Passagiere werden auf die Verbindungen

über São Paulo oder auf Flüge

mit anderen Airlines umbuchen. Fluggästen,

die ein Ticket für die betroffenen

Verbindungen mit Reisedatum ab dem

11. August gebucht haben, wird die Umbuchung

oder die Rückerstattung des Ticketpreises

angeboten.

Vom 20. August an kommen dann auf

der Verbindung zwischen Paris und São

Paulo, wie bisher auf der Strecke Frankfurt

– São Paulo, Flugzeuge vom Typ

Boeing 777 zum Einsatz. Sie ersetzen den

Airbus A330. Die Sitzplatzkapazität steigt

dadurch um 140 auf 363 Plätze.

Mehr Effizienz bei der Abfertigung

n Am Düsseldorf Airport ist ein neues

Verfahren zur besseren Koordination der

Bodenprozesse, das Airport Collaborative

Decision Making (Airport CDM), in den

Regelbetrieb gegangen. Das neue System

soll die Abfertigung effizienter gestalten

und letztlich die Wartezeiten der

Flugzeuge an der Startbahn minimieren.

Sämtliche Entscheidungen im Zusammenhang

mit der Abfertigung eines Flugzeuges

können durch eine permanente

Datenvernetzung zwischen Flughafen,

Flugsicherung, Airline, Bodenabfertigung

und Eurocontrol besser abgestimmt werden.

Die Abfertigung der Flugzeuge wird

dabei in Einzelschritte gegliedert und mit

individuellen Zielzeiten hinterlegt, sodass

jeder der beteiligten Partner seine Arbeitsschritte

besser planen kann.

Düsseldorf ist nach München, Frankfurt,

Brüssel, Paris und Helsinki der

sechste europäische Flughafen, der das

von Eurocontrol entwickelte Verfahren

einführt.

Foto: Andreas Wiese, Flughafen Düsseldorf

Abgestimmte

Arbeitsprozesse

sollen die Wartezeit

der Flugzeuge

verkürzen

travel.one 17.5.2013 21


produkt.kreuzfahrt

Luxus neu definiert

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten will mit der Europa 2

hochwertigen Seereisen eine legere Note geben.

Rindertatar als Vorspeise, Chateaubriand

mit Sauce Bernaise

und Pommes Pont-Neuf als

Hauptgang, Clafoutis mit Sauerampfereis

zum Abschluss. Und Rahmspinat

mit Trüffel und Ei zwischendurch.

Wolfgang Flägel ist von jedem einzelnen

Gericht so begeistert, dass er sich

an diesem Abend das gleiche Menü

wie am Tag zuvor zusammenstellt. Er

schwärmt von der Küche des französischen

Restaurants und ist überhaupt

guter Dinge. Die ständigen Fahrten zur

Werft in Saint Nazaire gehören der Vergangenheit

an, die Europa 2 ist fertig.

Nach knapp 20 Monaten Bauzeit

pflügt der neue Luxusliner von Hapag-

Lloyd Kreuzfahrten durch das Wasser.

Und Flägel, Geschäftsführer der Reederei,

versucht seinen Gästen, bei dieser

Reise vorwiegend Touristiker, zu vermitteln,

für was das jüngste Projekt des

Unternehmens steht. »Luxus entspannt

genießen«, lautet der Werbeslogan.

Flägel hat seine Krawatten zuhause

gelassen. Er sitzt mit offenem Jackett

am Tisch des »Tarragon«. »Auf diesem

Schiff trage ich nur bei der Taufe eine

Krawatte«, sagt der Hamburger.

Freie Wahl.

Smoking und Abendkleid – Usus auf der

Europa, dem Fünfeinhalb-Sterne- und

bisherigem Flaggschiff der TUI-Tochter.

Auf der jüngeren Namensvetterin aber

müssen sich die Passagiere nicht in Schale

werfen. Die Reederei definiert hier Luxus

anders als bisher. So manche Regel,

die Hapag-Lloyd-Kunden von der Europa

kennen, gilt auf dem Neubau nicht.

Die Atmosphäre ist lässiger, und in

Bezug auf die Restaurants keineswegs

nur in puncto Kleidung. »Die Gäste entscheiden,

wo, wann und mit wem sie

essen«, betont Flägel. Hapag-Lloyd griff

die Idee von Norwegian Cruise Line auf,

feste Tischzeiten sowie fixe Sitzordnungen

abzuschaffen und übertrug sie auf

ein Luxusprodukt. Die Europa 2 hat kein

Hauptrestaurant im eigentlichen Sinne.

Die Gäste können, müssen jedoch nicht,

im »Weltmeere«, dem größten Restaurant

an Bord, speisen. Sie können aber

genauso gut im Buffet- oder in den vier

Spezialitätenrestaurants Platz nehmen.

»Unsere Köche heißen Genusshandwer-

Europa 2

Foto: Travel One

Foto: Travel One

Foto: Hapag-Lloyd

Das Schiff hat ausschließlich

Suiten. Sie sind 28 (Foto) bis 99

Quadratmeter groß, haben alle

einen mindestens sieben Quadratmeter

großen Balkon und

sind mit Dusche und Badewanne

ausgestattet. Die 251 Suiten sind

in acht Kategorien unterteilt.

Die Passagiere wählen zwischen

sechs Restaurants (ohne

Aufpreis, Reservierung der Spezialitätenrestaurants

bis zu zwei

Tage davor). Zudem können sie

in einem Raum Weine verkosten

und ein Speisezimmer (für 16

Personen, 1.500 Euro) buchen.

Das Unterhaltungsangebot

zielt auf ein internationales Publikum.

Die Shows (zwei pro Woche)

im Theater (Foto) werden

exklusiv für Hapag-Lloyd produziert.

Im Jazzclub und in der

Lounge »Belvedere« spielen Musiker.

Zudem gibt es ein 3D-Kino.

22

17.5.2013 travel.one


kreuzfahrt.produkt

produkt.DS Europa 2

PH

In der Anmutung eines Grandhotels:

Im großzügig gestalteten Foyer

befinden sich Sitzecken, eine Bar

und die Rezeption

Foto: Hapag-Lloyd

Foto: Travel One

Foto: Hapag-Lloyd

Foto: Hapag-Lloyd

Auf der Europa 2 gibt es weder

Kletterwand noch Aquapark.

Stattdessen stehen auf dem

Oberdeck viele Liegen. Das Pooldeck

(Foto) verfügt über ein gläsernes

Schiebedach. Dort sollen

auch bei kühler Witterung Poolpartys

stattfinden.

Zu dem 800 Quadratmeter

großen Spa (Foto) gehören vier

Saunen und mehrere Räume

für Anwendungen. Direkt daneben

befindet sich ein 200 Quadratmeter

großer Fitnessbereich

sowie ein Raum mit zwei Golfsimulatoren.

Hapag-Lloyd bietet in einem

Kinderclub (Foto) Betreuung ab

zwei Jahren in drei Altersstufen

an. Zudem gibt es Ausflüge speziell

für Kinder und Jugendliche.

Kinder bis elf Jahre reisen kostenlos.

An Bord befinden sich sieben

Familien-Apartments.

travel.one 17.5.2013 23


produkt.kreuzfahrt

516 Passagiere, 370 Besatzungsmitglieder: Die Europa 2, der erste Hapag-Lloyd-Neubau seit 14 Jahren, ist nun das größte Schiff der Flotte

Foto: Hapag-Lloyd

Kein Pomp, keine Schnörkel: Die

Einrichtung ist schlicht und edel

ker«, unterstreicht Flägel, während er

das Tatar probiert. Der Hapag-Lloyd-

Chef will für die Europa 2 keine Sterneköche

engagieren, um den neuen

Luxusliner auch in diesem Punkt klar

von der Europa abzugrenzen.

»Die Europa 2 ist mit keinem anderen

Schiff vergleichbar«, sagt Anja

Dörfler, Leiterin des Euro-Lloyd-Reisebüros

in Sindelfingen. »Sehr elegant«,

meint Doris Schröder, Inhaberin des

TUI-Reisecenters in Leonberg. Sie steht

mit ihrer Kollegin auf dem Oberdeck

und lässt ihren Blick zu den Holzliegen

mit den blauen Polstern schweifen und

ergänzt: »Farblich stimmig.«

Bei der Gestaltung ihres nun größten

Kreuzfahrtschiffes – die Europa 2

ist mit einer Kapazität für 516 Passagiere

dennoch vergleichsweise klein

– beschränkte sich Hapag-Lloyd auf

wenige Farben. Hier etwas Rot, dort

ein bisschen Grün – ansonsten bestimmen

Grau, Beige sowie Braun in etlichen

Nuancen das Bild. Überhaupt ist

die gesamte Einrichtung schlicht; kein

Pomp, keine Schnörkel. Aber sie ist

edel: Echtes Eicheparkett, Kronleuchter

aus Murano-Glas, mit Blattsilber

beschlagene Säulen. Und eines gibt es

zuhauf: Licht. Die Europa 2 hat ungewöhnlich

viele und hohe Fenster. »Wir

wollten sie nach außen öffnen«, erklärt

Henning Brauer, Leiter Neubau. In der

Mitte des Schiffs erstreckt sich rechts

und links eine Fensterfront über vier

Decks – wer im Foyer steht oder hier

die Treppen benutzt (sie sind nicht im

Bauch versteckt, sondern an die verglasten

Außenwände gerückt), sieht

das Meer. Und auch in den Spezialitätenrestaurants

auf Deck vier blicken

die Passagiere stets auf das Wasser.

Nicht nur die Fenster sind hier für ein

Schiff recht hoch, sondern auch die Decken

mit einer Höhe von 3,50 Meter.

»Unser Ziel war, die Europa 2 geräumig

zu machen«, sagt Brauer und

spricht von Platz als Synonym für Luxus.

Kein Schiff, so behauptet Hapag-

Lloyd, bietet seinen Gästen pro Passagier

mehr Raum. Die Kabinen, die auf

der Europa 2 alle Suiten heißen, sind

mindestens 28 Quadratmeter groß,

die öffentlichen Bereiche weitläufig.

Das schlägt sich natürlich auf den

Preis nieder. 600 Euro am Tag kosten

die Kreuzfahrten im Schnitt, also 50

Euro mehr als Reisen mit der Europa.

Leisten sollen sich diese nicht nur Besserverdiener

aus deutschsprachigen

Ländern. Hapag-Lloyd wendet sich

erstmals auch einem internationalen

Publikum zu und führte Englisch als

zweite Bordsprache ein. Nordamerikaner,

Briten und Australier sowie Urlauber

aus den Benelux-Staaten sollen

dafür sorgen, dass sich der Ozeanliner

rechnet – um seine Baukosten wird genauso

ein Geheimnis gemacht wie um

den Namen des Investors; Hapag-Lloyd

ist lediglich Charterer.

Die Jungfernfahrt von Hamburg

nach Lissabon war schnell verkauft.

Neugierige Stammgäste der Reederei

buchten die Reise. »Ich könnte mir

vorstellen, dass künftig Kunden von

Sieben-Sterne-Hotels, die eine Internationalität

schätzen und keine Klunker

ausführen wollen, an Bord gehen«,

meint Reisebüro-Inhaberin Schröder.

Hapag-Lloyd-Chef Flägel, der im »Tarragon«

beim Dessert angelangt ist,

dürfte das gerne hören: Er spekuliert

auf eine gut betuchte Klientel, die bislang

keine Kreuzfahrt unternahm.


Petra Hirschel

24

17.5.2013 travel.one


mix.produkt

updates

Ägypten-Spezialist ETI hat das

Savita Resort & Spa in Scharm El-

Scheich neu im Programm. Die Anlage

gehört nun zu der Gruppe der Red

Sea Hotels, besitzt einen Privatstrand

und befindet sich nördlich des ägyptischen

Badeorts an der Shark Bay.

Im Sommerprogramm von FTI sind

die türkischen Ferienorte Didim an

der Westküste sowie Datca auf der

Resadiye-Halbinsel im Süden der

Ägäisküste neu zu finden.

Die Hotelmarke JW Marriott Hotels

& Resorts plant, eine Anlage mit

380 Zimmern auf den Turks- und Caicosinseln

in der Karibik zu eröffnen.

Das JW Marriott Hotel and Casino soll

2016 an den Start gehen und an der

Grace Bay an der Nordküste der Insel

Providenciales liegen.

Ameropa bündelt im neuen Katalog

»Kunst- und Kulturreisen zum Genießen«

Angebote für den Zeitraum

Juni bis September 2013.

Ameropa integriert in Reisen

kulturelle Veranstaltungen wie die

Bregenzer Festspiele

Foto: Travel One

In Jordanien ist das Kempinski Ishtar buchbar

Foto: JT Touristik

Strategische Allianz

n TUI Wolters und die Reederei Color Line kooperieren

künftig miteinander. Ziel der strategischen Zusammenarbeit

ist die gemeinsame Vermarktung von Winterprodukten in

Norwegen, um Kunden mehr Vielfalt zu bieten. Deshalb soll

der Katalog »TUI Nordeuropa Winter erleben 2013/14« erstmals

auch spezielle Color-Line-Produkte enthalten. Die Reederei

will damit die Entwicklung vom Fähr- und Kreuzfahrtanbieter

hin zu einem Touristikunternehmen forcieren, das

»mehr und mehr Pauschalreisen anbietet«, heißt es.

Jordanien und Malediven neu

n JT Touristik hat das Sortiment weiter ausgebaut. Neu im

Portfolio des Veranstalters sind nun Jordanien und die Malediven

zu finden. In Jordanien können Kunden aus 15 Hotels

wählen, die in den Städten Amman sowie Petra und am Toten

Meer liegen. Und auch Reisen nach Aqaba am Roten Meer

sind künftig bei JT buchbar. Flugpartner für Jordanien ist Royal

Jordanian ab Frankfurt, Berlin-Tegel und München.

Auf den Malediven bieten die Berliner 38 Hotels im Vier-,

Fünf- und Sechs-Sterne-Segment an. Zu allen Reisen gehören

Flüge ab/bis Deutschland. Flugpartner sind Condor, Emirates,

Etihad Airways, Qatar Airways, Oman Air, Sri Lankan

und Turkish Airlines.

Geschäftsführerin Jasmin Taylor plant, weitere Destinationen

ins Programm zu nehmen. So soll das Portfolio in diesem

Jahr um Indonesien, Malaysia und Sri Lanka wachsen.

Zuwachs für

Fjord Line

n Fjord Line stellt zwei neue Kreuzfahrt-Fähren in

Dienst. Es sind die weltweit ersten, die ausschließlich

mit CO 2

-neutralem Flüssiggas statt mit Schweröl

angetrieben werden. Zunächst sticht am 21. Juni

die Stavangerfjord in Bergen zur Jungfernfahrt über

Stavanger nach Hirtshals in Dänemark in See. Das

Schwesterschiff Bergensfjord wird derzeit noch in der

Werft in Rissa fertiggestellt. Künftig bedienen beide

Schiffe die Routen von Hirtshals nach Bergen, Stavanger

und Langesund. An Bord gibt es 306 Kabinen,

mehrere Restaurants, Bars sowie Konferenzräume.

travel.one 17.5.2013 25


Ganz en vogue

Mit der Entwicklung einer

eigenen Modelinie für

Sonnenklar-Mitarbeiter

unterstreicht die TVG ihren

Anspruch, innovativ zu sein.

Die FTI-Vertriebsgesellschaft TVG

feilt weiter am Erscheinungsbild

ihrer Franchisebüros – und nun

auch an dem ihrer Mitarbeiter. Jüngster

Schritt in diese Richtung war die Vorstellung

einer eigenen Modekollektion

auf der TVG-Jahrestagung Anfang Mai in

Starnberg. Mit dem neuen Outfit können

die Reisebüros der TVG-Marke Sonnenklar

ihre Mitarbeiter künftig ausrüsten.

Die Kollektion ist das Ergebnis einer

Ausschreibung bei der Schule für Modedesign

in München; den Zuschlag erhielten

die Entwürfe der Jungdesignerinnen

Lisa Schmallhofer und Laura Streller.

»Wir wollten keine Uniformen für

unsere Mitarbeiter, sondern modische

Kleidung, in der sie sich wohlfühlen«,

betont TVG-Chefin Birgit Aust. Außerdem

solle die Kleidung in das Konzept der

Sonnenklar-Büros passen. Die Partnerbüros

könnten so »auch äußerlich als kompetente

Markenbotschafter auftreten«.

Bei der Jahrestagung zeigten sich rund

30 der insgesamt 115 Sonnenklar-Büros

daran interessiert, ihre Mitarbeiter neu

einzukleiden. Nun sollen auf dieser Basis

erst einmal die Preise ermittelt werden,

um den Partnern anschließend ein konkretes

Angebot zu unterbreiten.

Umgebaute Büros legen zu.

Beim Einrichtungskonzept, das den Partnern

im vergangenen Jahr vorgestellt

wurde und das sich an modernem Design

mit klaren Linien, TV-Bildschirmen und

dem Verzicht auf Katalogwände orientiert,

kommt Aust je nach Zugehörigkeit

der TVG-Büros unterschiedlich schnell

voran. Von den 115 Sonnenklar-Büros

sollen im Juni bereits 50 nach dem neuen

Konzept ausgestattet sein. Langsamer

läuft der Umbau bei den Flugbörse-

Agenturen. Sechs Büros seien derzeit

umgerüstet, berichtet Aust. Zwei weitere

befinden sich im gerade Umbau. Dies

26

17.5.2013 travel.one


kooperationen.sales

entspreche ihren Erwartungen, erklärt

sie. Aber es sei noch zu wenig, um die

Wachstumspotenziale des »Reisebüros

der Zukunft«, wie das Konzept hausintern

heißt, voll zu nutzen. Unermüdlich

wirbt sie unter ihren Franchisenehmern

für die Investitionen in die neue

Einrichtung – am liebsten mit Fakten

und Zahlen. Ein langjährig etabliertes

Flugbörse-Büro in Offenburg, das sich

dem Konzept angeschlossen habe, weise

in diesem Jahr ein Umsatzplus von

48 Prozent auf, sagt sie. Die übrigen

umgebauten Büros entwickelten sich

ebenfalls deutlich besser als der Durchschnitt.

Und auch der Umsatz der Büros

der Flugbörse und der Kooperationspartner,

die das Shop-in-Shop-Konzept

mit den Flatscreen-Monitoren von Sonnenklar

nutzten, sei überproportional

gestiegen.

»Die Umsatzzuwächse in den neu gestalteten

Ladenlokalen sind erheblich größer

als bei den übrigen TVG-Büros.« Birgit Aust

Weil die Hardware allein den Erfolg nicht

ausmacht, engagiert sich der Franchisegeber

intensiv in der Aus- und Weiterbildung.

Obwohl oder gerade weil sie um

die Personalknappheit in vielen Büros

wisse, würde sie sich eine höhere Beteiligung

an Qualifizierungsmaßnahmen

wünschen, sagt Aust. Denn diese dienten

neben der unmittelbaren Verbesserung

des Geschäftserfolgs auch dazu, sich

den eigenen Mitarbeitern als attraktiver

Arbeitgeber zu präsentieren: »Nur so ist

es möglich, langfristig als Reisebüro in-

teressant und attraktiv zu bleiben –

sowohl für buchende Gäste als auch

für bestehende und potenzielle neue

Mitarbeiter.«

Hohe Erwartungen.

Bei der Jahrestagung konnte sich die

TVG-Chefin nicht über mangelndes

Interesse beklagen. Mit 160 Büros der

Marken Sonnenklar, Flugbörse und

5vorFlug erreichte sie eine Rekordbeteiligung.

FTI-Geschäftsführer Ralph

Schiller und RTK-Chef Thomas Bösl,

dessen Unternehmen seit November

2012 mit 50 Prozent an der TVG beteiligt

ist, lobten auf dem Podium den

Innovationsgeist und den Zusammenhalt

innerhalb des Verbundes.

Schiller machte allerdings auch

deutlich, dass FTI hohe Erwartungen

in die Vertriebsorganisation setzt.

Dies hängt nicht zuletzt mit dem Wandel

des Geschäftsmodells beim Veranstalter

zusammen: Um in wichtigen

Zielen das angestrebte Volumen zu

halten, müsse FTI verstärkt auf eigene

Kapazitäten zurückgreifen und damit

ins Risiko gehen, erklärt Schiller.

Zur Absicherung dieser Risikoplätze

sei ein starker solidarischer Vertrieb

wichtig. Dass FTI darin investiere, zeige

nicht zuletzt die Zusammenlegung

der Provisionsmodelle von Big Xtra,

FTI und 5vorFlug zum laufenden Geschäftsjahr.

Denn von der Bündelung

der Umsätze hätten die TVG-Büros in

besonderem Maße profitiert.


Christian Schmicke

Fotos: TVG

Die TVG-Büros werden weiter aufgepeppt: neue

Modekollektion (linke Seite) und modernes

Einrichtungskonzept; Ralph Schiller, Thomas

Bösl und Birgit Aust (v. l.) freuen sich über

eine gute Entwicklung der TVG-Büros

travel.one 17.5.2013 27


sales.mix

Angebote individualisieren

Airlines und Hotels können Buchungen mit Custom Offers von Sabre auf Kunden zuschneiden

Die Custom Offers sind im

Red Workspace grün markiert

n Sabre hat die Buchungsplattform Sabre

Red um Funktionen für Hotels und Fluggesellschaften

erweitert. Mit den »Custom

Offers« können die Leistungsträger den

Kunden anhand von Daten – beispielsweise

spezielle Tarife, Zimmer-Upgrades,

Premium-Hotel-Services oder kostenlose

Mahlzeiten bei Hotels sowie Zusatzleistungen

für Sitzplätze oder Gepäck bei Airlines

– individualisierte Angebote erstellen.

Dafür werden die jeweiligen Buchungsdaten

mit den Vorlieben des jeweiligen

Kunden abgestimmt. Die auf diese

Weise individuell zugeschnittenen Pakete

können während des Buchungsprozesses

geschnürt und mit Hilfe von täglich

abrufbaren Online-Protokollen angepasst

werden. Die Angebote sind in die Buchungsprozesse

integriert. Die Reisebüros

können die Offerten aber nicht selbst einrichten

oder inhaltlich verändern. Erster

Hotelpartner des neuen Service ist Starwood

Hotels & Resorts.

»Sowohl bei den Reiseanbietern als

auch bei den Käufern wächst der Bedarf

an personalisierten Angeboten, die exakt

dem Geschmack und den Ansprüchen

der Kunden entsprechen. Mit den Custom

Offers versetzen wir Reiseanbieter in die

Lage, ihre Produkte über den Sabre Travel

Marketplace auf neue Art abzusetzen«, erläutert

Frank Bachér, Vice President Online

und Central Europe bei Sabre Travel Network,

die Produkterweiterung.

www.de.eu.sabretravelnetwork.com

Reisesuche online,

Beratung telefonisch

n Lufthansa City Center (LCC) bietet

Franchisenehmern eine neue Software-Lösung

mit dem Namen »Travelers Lounge

2.0« an. Kunden können so online von zu

Hause aus auf Vakanz geprüfte Angebote

einsehen und sich dabei telefonisch von

einem Reisebüromitarbeiter beraten lassen.

Jedem Angebot ist eine feste Beratungsnummer

zugeordnet, sie kann mit

Notizen und Tipps versehen werden. LCC-

Mitarbeiter können Buchungsanfragen per

Klick direkt ins Bistro-Portal übertragen.

Travelport erweitert

Rooms and More

n Die Hotelbuchungsplattform Travelport Rooms and More ist von

dem CRS mit neuen Funktionen und neuem Inhalt ausgestattet worden.

Buchbar sind nun rund 450.000 Hotels, neuer Content kommt von

lowcostbeds.com, quickbeds.com und erstmals auch von Destinations

of the World, einem Portal aus den Vereinigten Arabischen Emiraten,

das rund 30.000 zusätzliche Hotels beisteuert.

Zu den eingebauten Funktionen gehören neue Suchfilter und -kriterien.

So können sich die Nutzer in einer Übersicht alle Anbieter mit

der Höhe der von ihnen gezahlten Provision anzeigen lassen. Aus dieser

Übersicht wiederum können die Reisebüros dann die Portale, über

die sie buchen möchten, aussuchen und voreinstellen. Mit den neuen

Funktionen und einem neuen Layout sollen die Buchungen mit weniger

Klicks abgeschlossen werden können, verspricht Jürgen Witte,

Regional Managing Director für Deutschland und die Schweiz. Vereinfacht

und schneller sollen nun auch die Prozesse bei der Provisionsabrechnung

ablaufen. www.travelportroomsandmore.com

28

17.5.2013 travel.one


mix.sales

Rewe-Reisen-Shop

zieht um

n Knapp ein halbes Jahr nach

dem Start des Rewe-Reisen-

Shops in einem Rewe-Supermarkt

in Bad Nauheim soll

das Shop-in-Shop-Konzept

nun in anderen Geschäften

fortgesetzt werden. Die Testphase

in Bad Nauheim wird

laut DER beendet, da aus

Sicht der Stadt die baulichen

Bedingungen dort nicht gegeben

seien. Sie soll in anderen

Märkten fortgesetzt werden.

Die neuen Standorte seien

bereits in Planung und werden

zur jeweiligen Eröffnung

bekannt gegeben, heißt es.

Zum Angebotsspektrum

des in Form eines Koffers gestalteten

mobilen Ladens,

der im Vorkassenbereich eingerichtet

wird, gehören aktuelle

Exklusivangebote von

Rewe Reisen, die Produkte

der sechs DER-Veranstaltermarken,

Eintrittskarten für

Events und Sportveranstaltungen

sowie das klassische

Clevertours-Sortiment.

Andreas Heimann, Geschäftsführer

der DER Reisebüros,

ist mit der ersten

Testphase zufrieden. Es sei

gelungen mit dem Shop-in-

Shop-Konzept Kunden anzusprechen,

die sich bislang im

Supermarkt höchstens mit

Flyer oder Printanzeigen über

Reisen informierten. »Wir setzen

darauf, mit dem Konzept

neue Kunden zu gewinnen.

Wie wir dies dank der hohen

Kundenfrequenz in den Rewe-

Märkten umsetzen können,

das testen wir in den nächsten

Monaten noch intensiver.«

Das Shop-in-Shop-Konzept soll nun in anderen

Rewe-Supermärkten weiter getestet werden

Foto: Travel One

updates

Aida Cruises bietet auf der Website

Myaida nun die Möglichkeiten,

Flugzeiten, Kofferservice sowie Informationen

rund um An- und Abreise

abzufragen. Reisebüromitarbeiter

können zudem eine Elterninformationsbroschüre

herunterladen, den

Versandstatus der Reiseunterlagen

einsehen, Ausflüge und Wellnessanwendungen

buchen und Restaurants

reservieren. www.aida.de/myaida

Bei der ASR-Fachtagung am 15.

Juni in Wolfsburg erläutert die IATA

ihren neuen NDC-Standard im Ticket-

Vertrieb. Als Vertreter des Verbands

spricht Europachef David Rutnam.

www.asr-mittelstandstagung.de

Disneyland Paris hat eine neue

Version des E-Learning-Angebots

»Disney Stars« gestartet. Neu konzipiert

wurden der Verkaufsleitfaden,

die Informationen und Tipps sowie

das virtuelle Verkaufsspiel.

www.disneytravelagents.de

Fischer Reisen und Porta Holidays

haben sich für den OTDS-Player und

das Veranstaltersystem Da Vinci von

Bewotec entschieden. Fischer Reisen

nutzt darüber hinaus noch die Internet-Buchungsmaschine

und ein CMS-

System. www.bewotec.de

Das Deutsche Seminar für Tourismus

in Berlin veranstaltet am 27. und

28. Juni einen Foto-Workshop für Touristiker.

Die Kosten betragen 339 Euro

inklusive Unterlagen. Infos und Anmeldung

unter www.dsft-berlin.de

Amadeus und Thai haben eine

mehrjährige Full-Content-Vereinbarung

abgeschlossen.

travel.one 17.5.2013 29


destination.thema

destination.spanien

TUI geht, FTI kommt:

La Palma bleibt auch im

Winter 13/14 gut erreichbar

Foto: Peter Habereder/pixelio.de

Deine Insel, meine Insel

Die Veranstalter rangeln auf den Kanaren um die

besten Plätze für den nächsten Winter. Vor allem

im Flugbereich herrscht einige Bewegung.

Es sah nach einem Denkzettel

aus: Mitte April kündigte TUI per

Pressemitteilung an, die Insel La

Palma werde vom Sommer 2014 nicht

mehr beim Marktführer buchbar sein.

Die Strategie, die eigenen zielgruppengerechten

Hotelkonzepte zu implementieren

und exklusiv zu vermarkten,

lasse sich auf La Palma nicht umsetzen,

begründet Nicole Sohnrey, die das Produktmanagement

für die Kanaren leitet,

den Schritt. Daher wolle man sich

auf die Vermarktung der großen, volumenstarken

Kanareninseln konzentrieren.

Nun ist es keinesfalls ungewöhnlich,

dass ein Veranstalter ein Zielgebiet

aus dem Programm nimmt – aktiv und

noch dazu mit großem Vorlauf angekündigt

werden solche Schritte aber fast nie.

Daher ließ die Meldung aufhorchen.

Es dauerte nicht lange, bis sich ein

Anbieter fand, der die Lücke schließen

will. FTI-Chef Dietmar Gunz, der gerne

in Destinationen das große Rad dreht,

denen andere den Rücken zuwenden,

fliegt zur nächsten Wintersaison im

Vollcharter mit Sun Express von sechs

deutschen Städten jeweils freitags eine

Dreiecksverbindung nach La Palma

und Lanzarote. Anders als TUI braucht

Gunz keine Exklusivität, um zufrieden

zu sein. Für ihn sind die neuen La-Palma-Flüge

Teil einer Strategie, mit der

er die Marktstellung der FTI Group auf

den Kanaren massiv stärken will. Denn

auch Fuerteventura, Teneriffa und Gran

Canaria will FTI im Winter 2013/14 mit

sechs Sun-Express-Vollcharterflügen

pro Woche bedienen. Insgesamt sind

23 wöchentliche Verbindungen geplant.

Bereits von Juli an bietet FTI vier

Vollcharterverbindungen nach Gran

Canaria sowie drei nach Fuerteventura

an. Zudem schließt der Veranstalter

strategische Partnerschaften mit Hotels

wie dem Golden Beach auf Fuerte-

30

17.5.2013 travel.one


spanien.destination

thema.destination

ventura, der Drei-Sterne-Bungalowanlage

Parque Paraiso auf Gran Canaria oder der

Hotelkette Princess.

Teneriffa überholt Gran Canaria.

Für alle großen Veranstalter bleiben die Kanaren

vor allem im Winter eine Schlüsseldestination

– erst recht, so lange mit Ägypten

das andere große Winterziel auf der

Mittelstrecke schwächelt. Zum wichtigsten

Ziel entwickelt sich Teneriffa, das im vergangenen

Jahr gemessen an der Zahl der

Fluggäste mit rund 791.000 die Nachbarinsel

Gran Canaria, die es auf knapp 780.000

Einreisen brachte, erstmals überflügelte.

»Auf Teneriffa machen diejenigen Veranstalter

das Rennen, die sich die Betten

in guten Hotels sichern«, sagt Schauinsland-Produktchef

Andreas Rüttgers. Damit

meint er vor allem die komfortable bis

luxuriöse Hotellerie jüngeren Datums an

der Costa Adeje im Süden. Aber auch in der

Region um Puerto de la Cruz im Norden

Teneriffas wolle sich Schauinsland zum

nächsten Winter stärker engagieren, sagt

Rüttgers. Auch Exklusivverträge mit Hoteliers

würden gerade unter Dach und Fach

gebracht.

Obwohl Gran Canaria 2012 gegenüber

dem Vorjahr fast 36.000 Gäste aus Deutschland

verloren hat, bescheinigt Alltours-

Hoteleinkäufer Thomas Esser der Insel eine

Alltours-Hoteleinkäufer Thomas Esser sieht

Renovierungserfolge auf Gran Canaria

Thomas-Cook-Mann Markus Leutner weist

auf Nachholbedarf in der Hotellerie hin

FTI-Chef Dietmar Gunz

legt Vollcharter auf

Schauinsland-Flugreisen-Leiter Andreas

Rüttgers will im Norden Teneriffas punkten

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destination.spanien

DER Touristik Kölns Flugreisen-Chef

Rolf-Dieter Maltzahn sieht wenig

Bewegung im Hotelportfolio

Teneriffa zählt zu den Gewinnern des vergangenen Jahres

DER Touristik Frankfurts Bereichsleiter

Dietmar Malcherek wünscht sich mehr

kleinere Hotels

Foto: Promotur Turismo Canarias, S.A

positive Entwicklung. Lobend erwähnt er

die Strandpromenade von San Agustin bis

nach Playa del Inglés und die Tatsache, dass

gerade viele in die Jahre gekommene Hotels,

besonders im Zentrum von Playa del

Inglés, renoviert und modernisiert werden.

Dennoch bleibt die Bausubstanz zentraler

Kritikpunkt. Auf allen Kanareninseln

habe sich das Hotelportfolio in den vergangenen

Jahren kaum verändert, findet etwa

Rolf-Dieter Maltzahn, Leiter Flugreisen bei

der Kölner DER Touristik. Grund dafür sind

unter anderem Baustopps, die zum Teil erst

verhängt, dann wieder aufgehoben und

schließlich wieder verhängt wurden. Maltzahn

rechnet damit, dass sich die Aktivitäten

im Hotelsektor auch in den nächsten

Jahren auf die Renovierung und Optimierung

bestehender Häuser konzentrieren.

In Sachen Modernisierung bescheinigt

auch Thomas-Cook-Manager Markus Leutner

vor allem Gran Canaria und Lanzarote

einigen Nachholbedarf. Auf beiden Inseln

sieht er dazu aber durchaus erfolgversprechende

Ansätze. Viele der älteren Bungalowanlagen

würden auf Lanzarote modernisiert,

unterstreicht auch Alltours-Mann

Esser. Ein Problem sei allerdings, dass

die Hoteliers wegen der Bankenkrise nur

schwer an Kredite für notwendige Investitionen

kämen, räumt Leutner ein.

Mit einem Gästerückgang von fast

sieben Prozent hatte Fuerteventura im

vergangenen Jahr zu kämpfen. Und auch

für die ersten drei Monate des laufenden

Jahres steht ein dickes Minus von zwölf

Prozent in der offiziellen Statistik der Kanarenregierung.

Dabei sei das Preis-Leistungs-Verhältnis

im Vier-Sterne-All-inclusive-Bereich

auf der Insel »unschlagbar«,

betont Esser. Schauinsland-Manager Rüttgers

verweist darauf, dass Fuerteventura

eine geringe Wiederholerrate habe. Deshalb

liefen nur Top-Anlagen gut, während

Me-too-Produkte in der Vermarktung Probleme

hätten.

In eine eher andere Richtung bewegen

sich die Gedanken von Dertour-Bereichsleiter

Mittelmeer, Dietmar Malcherek. Er

wünscht sich auf den Kanaren »ein paar

mehr kleinere Hotels in Strandnähe mit

Charme und Flair«. Christian Schmicke

32

17.5.2013 travel.one


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destination.spanien

Fahrspaß auf Mallorca: Wie teuer

dieser künftig für Sommerurlauber

aufgrund der geplanten Mietwagensteuer

ausfallen wird, ist allerdings

derzeit immer noch unklar

Verwirrspiel um

die Mietwagensteuer

Seit rund einem halben Jahr

wird auf den Balearen intensiv

über die Öko-Abgabe diskutiert.

Ursprünglich für April geplant,

ist aber noch immer alles offen.

Foto: Audi

Kommt sie oder kommt sie

nicht – und in welcher Form

und welcher Höhe soll sie

erhoben werden? Die von der balearischen

Regierung geplante

Mietwagensteuer, die ursprünglich

schon seit April gezahlt werden

soll, beschäftigt nun seit rund

einem halben Jahr intensiv die Gemüter.

Nahezu im Wochentakt gibt

es neue, manchmal widersprüchliche

und häufig unausgegorene

Informationen, die nicht nur die

Mietwagenanbieter auf Mallorca

und den übrigen Baleareninseln

beschäftigen, sondern auch ihre

deutschen Partner.

Eins ist klar: Nichts ist klar.

Nun geht das Verwirrspiel um die

als Öko-Abgabe deklarierte Mietwagensteuer

in eine neue Runde.

Nach Informationen der Mallorca-

Zeitung hat die balearische Landesregierung

sie nun nämlich erst

mal auf Eis gelegt. Hintergrund:

Der bisherige Finanzminister Josep

Ignasi Aguiló musste bei der

Regierungsbildung vergangene

Woche seinen Posten räumen –

dem Vernehmen nach offenbar

auch, weil er sich in Sachen Mietwagensteuer

so uneinsichtig gezeigt

habe. Fakt ist: Die Sitzung der

Kommission, die vergangene Woche

das Steuerpaket beschließen

sollte – neben Mietwagen sollen

auch Getränkeverpackungen besteuert

werden –, fiel aus.

Nun ist also mal wieder alles

offen. Ein Lichtblick: Der neue Finanzminister

José Vicente Marí

kündigte zumindest an, mit den

Wirtschaftsvertretern erneut in

Dialog zu treten. Konkretere Informationen

gibt es bislang allerdings

nicht. »Wir wissen nichts

– und unsere Partner würden uns

binnen zehn Minuten über neue

Entwicklungen informieren«, sagt

Thorsten Lehmann, Geschäftsführer

von Sunny Cars.

»Wir hoffen, dass die Regierungsvertreter

in der nächsten

Zeit mit uns das Gespräch suchen

werden«, wünscht sich deshalb Deborah

Martorell, Geschäftsführerin

von Hiper Rentacar. Angesichts

der unpräzisen Informationen der

vergangenen Monate, bei denen

eigentlich nichts klar war, außer,

dass die Steuer kommen soll, zeigt

34

17.5.2013 travel.one


spanien.destination

thema.destination

sie sich allerdings wenig optimistisch,

dass der neue Finanzminister von der

Abgabe ablassen werde. »Die Regierung

will mit der Branche reden, aber

mit keinem Wort klang durch, dass die

Steuer nicht erhoben werden soll«, so

ihre Einschätzung.

Immer noch ist gar nicht klar, wie

hoch die Abgabe ausfallen soll. Diskutiert

wird über den Betrag von 3,50 Euro

pro eingetragenem Fahrer und pro

Miettag, eine Abrechnung nach Kilometerleistung,

die möglicherweise sogar

vorher geschätzt werden soll – oder

die Besteuerung nach Fahrzeuggröße.

Angestrebt werde aber eine »maximale

Übereinkunft«, zitiert die Mallorca-Zeitung

die Fraktionssprecherin der regierenden

Volkspartei Partido Popular.

Am meisten ärgert sich Martorell

bei der Diskussion um die Öko-Abgabe

darüber, dass es sich ihrer Meinung

nach dabei um einen Betrug am Kunden

handelt. »Das wird als ökologische

Abgabe getarnt, dabei ist der einzige

Sinn und Zweck, der Regierung zu neuen

Einnahmen zu verhelfen«, schimpft

sie. »Wir sind total gegen diese Steuer.«

Auch, weil den Mietwagenanbietern

dabei die wenig dankbare Aufgabe

zufallen würde, für den Staat

das Geld bei Urlaubern einzuziehen,

erläutert sie. »Das ist für uns eine sehr

unglückliche Situation.« Dabei geht

sie davon aus, dass die Mehrheit der

Kunden die Steuer sogar akzeptieren

würde. Allerdings verweist die Hiper-

Rentacar-Chefin auf die negativen

Auswirkungen auf den gesamten Tourismussektor.

»Ich glaube, dass dieser

Aspekt von den Akteuren völlig unterschätzt

wird«, ist sie überzeugt. »Wir

sind sehr besorgt.« Die Botschaft, die

Urlauber spüren sollten, sei: »Gracias

por venir«, »Danke, dass sie auf Mallorca

Urlaub machen.« Stattdessen sollen

nun den Touristen zusätzliche Kosten

aufgehalst werden.

Schnelle Umsetzung.

Ein Problem ist auch der knappe Zeitplan.

Ist die Steuer erst mal beschlossen,

soll es nämlich schnell gehen.

»Meinen Informationen zufolge soll die

neue Abgabe zwei Wochen nach Genehmigung

bereits eingetrieben werden«,

so Sunny-Cars-Chef Lehmann. Deshalb

haben sich die Mietwagenanbieter alle

zumindest juristisch schon mal abgesichert

und die eventuell zu erwartende

Steuer in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen

aufgenommen. Tanja Franke

Deborah Martorell fürchtet

durch die Mietwagensteuer

negative Auswirkungen aufs

Image der gesamten Touristikbranche

auf den Balearen

ein neuer luxus-star

auf Mallorca

Iberostar son antem *****

Mallorca

NEu

Als erstes 5-Sterne-Haus der IBEROSTAR Hotels & Resorts auf Mallorca beeindruckt

das IBEROSTAR Son Antem ***** durch exquisite Gastronomie, hervorragende

Zimmerausstattung, erstklassigen Service und einen SPA-Bereich mit

Sauna und Fitnessraum. Insbesondere Golffreunde werden begeistert sein:

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destination.thema

destination.spanien

Von Kulturgütern und Provinzpossen

Das RIU Palace Oasis darf nicht abgerissen werden – und ist nun ein All-inclusive-Haus

Streitobjekt: Das RIU Palace Oasis in Maspalomas

auf Gran Canaria eröffnete Anfang Mai wieder

Foto: RIU Hotels & Resorts

n So hatte sich das die Hotelgruppe

RIU nicht vorgestellt.

Anstatt das in die Jahre gekommene

RIU Grand Palace

Oasis im Süden Gran Canarias

abzureißen und mit einer

Investitionssumme von 50 Millionen

Euro an gleicher Stelle

wieder aufzubauen, bleibt

das Haus nun erst mal stehen.

Und wurde am 8. Mai wiedereröffnet

als All-inclusive-Anlage

– nun allerdings ohne den Zusatz

»Grand« und mit nur noch

vier statt wie vorher fünf Sternen.

Aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit

habe sich die

Hotelkette zu diesem Schritt

entschieden, so RIU.

Der Hintergrund liest sich

wie eine Provinzposse: Die Lopesan-Gruppe

hatte mehrfach

gegen den Abriss des RIU-Hauses

Einspruch eingelegt. Schon

seit Monaten torpediert sie die

Abrisspläne von RIU mit immer

wieder neuen Anträgen.

Der jüngste gipfelte in der Begründung,

dass das Ende der

1960er Jahre errichtete Haus

unter Denkmalschutz zu stellen

sei. Dieses Ansinnen verwarf

der Stadtrat der Kanaren

zwar, stufte aber den Grund

und Boden, auf dem das Hotel

errichtet ist, nun als »historisches

Schutzgut« ein. Die zuvor

bereits erteilte Abrisslizenz

wurde damit hinfällig.

RIU hätte nun einen neuen

Antrag stellen und darin

die für ein solches Schutzgebiet

nötigen Anforderungen

berücksichtigen müssen. Doch

sei überhaupt nicht klar, welche

das genau seien, so RIU.

Bislang habe ein derartiges

Schutzgut nicht existiert. TAF

Puravida auf Teneriffa

n Am Jardin Tropical auf der Kanaren-Insel Teneriffa weht nun die

Puravida-Flagge. TUI hat das Viereinhalb-Sterne-Resort teilweise renoviert

und führt es jetzt als Hotel der 2011 eingeführten Lifestyle-Marke.

Damit gibt es in Spanien diesen Sommer zwei Puravida-Anlagen, das

zweite Haus befindet sich auf Mallorca.

Das Jardin Tropical liegt an der Costa Adeje – direkt am Meer, Gäste

des Resorts sehen von dort aus die Insel La Gomera. Die Zimmer, die

Lobby und die Restau rants wurden umgestaltet. TUI spricht von einem

mo dernen Design, das nun dem Puravida-Konzept entspricht. Zu der

Anlage gehören ein Beach-Club mit Meerwasserpool und einem abgetrennten

Bereich, der für Erwachsene reserviert ist. Das Jardin Tropical

verfügt zudem über einen weiteren Pool und eine große Gartenanlage.

www.puravida-resorts.de

Innside feiert

Premiere in Spanien

n Wer in Madrid ein Innside-Hotel bucht,

übernachtet in einem neoklassizistischen

Gebäude. Die Meliá-Marke suchte sich für

ihre Premiere in Spanien zwei historische

Häuser im Stadtviertel Chamberí aus. Die

Fassaden der beiden Vier-Sterne-Hotels

seien aufwendig renoviert worden, so das

Unternehmen.

Das Innside Madrid Génova hat 65

Zimmer und Suiten, das in der Nähe liegende

Innside Madrid Luchana 44 Zimmer

und Suiten. Die Marke führt erstmals

außerhalb Deutschland Hotels. Die Melía-

Gruppe übernahm Innside 2007 und

plant die Expansion.

38

17.5.2013 travel.one


spanien.destination

thema.destination

Eine Adresse für Ballspieler, Schwimmer & Co.: Das Vier-Sterne-Hotel Las Playitas

Fuerteventura sportlich

n Zum Ziel für Aktivurlauber

mausert sich laut

Alltours immer mehr Fuerteventura.

Der Veranstalter

bestückte daher sein

Sommerprogramm für die

Kanareninsel mit weiteren

Hotels, in denen Urlauber

Sport treiben können.

Erstmals bei den Duisburgern

buchbar ist beispielsweise

das Sport- und

Aktivhotel Las Playitas in

der Nähe des gleichnamigen

Fischerdorfs. Das Vier-

Sterne-Haus verfügt über

ein 700 Quadratmeter großes

Fitnesscenter, einen

Fitnesspark im Freien, Tennisplätze

sowie eine Halle

und einen Platz für weitere

Ballsportarten. Gäste können

zudem ein 50-Meter-

Schwimmbecken nutzen

und sich Rennräder sowie

Mountainbikes ausleihen.

Foto: Alltours

Auch gibt es ein Wassersportcenter

und einen

18-Loch-Golfplatz. Und für

Läufer wurden Strecken

von vier bis 21 Kilometern

Länge markiert.

Neu im Alltours-Angebot

ist auch das Jandia

Princess Resort am Strand

von Esquinzo. Dort liegt

der Fokus auf ganzheitlichem

Körpertraining wie

Pilates und Yoga.

Mehr Flüge

nach Mallorca

n Thomas Cook stockt die Zahl der

Flüge nach Mallorca auf. Das Unternehmen

ergänzt das Programm seiner Veranstalter

Neckermann Reisen, Thomas

Cook, Bucher Last Minute und Air Marin

um 17 zusätzliche Vollcharter. Partner

ist Hamburg Airways. Als Grund nennt

Thomas Cook die hohe Nachfrage nach

Pauschalreisen auf die Baleareninsel.

Neu ist der Flug am 19. Juni ab

Hamburg. Für Reisende, die in Berlin-

Tegel starten, gibt es zusätzliche Flüge

am 20. und 27. Juni, am 4., 11., 18.

und 25. Juli sowie am 5., 12., 19. und 26.

September. In Stuttgart hebt Hamburg

Airways zusätzlich am 1., 8., 15., 22. und

29. August ab. In Hannover wurde das

Angebot um einen Flug am 3. Oktober

erweitert.


Bei Norwegian weiß ich genau,

dass sie hinter ihren Vertriebspartnern stehen.„

Martina Stude

Reiseland Frölich Reisen

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travel.one 17.5.2013 39

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destination.thema

destination.spanien

Aus Marriott-Haus

wird ein Iberostar

Mallorca will keine Flaschenpartys

n Betrunkene Menschen

und Party bis in die Nacht:

Die Promenade an der Playa

de Palma ist vor allem

in den Sommermonaten ein

beliebter Platz für nächtliche

Trinkgelage. Diese »botellones«,

was übersetzt

soviel wie Flaschenparty

heißt, will die Stadtverwaltung

von Palma de Mallorca

nun verhindern – oder

zumindest eingrenzen. Deshalb

bereitet sie nach Informationen

der spanischen

Tageszeitung Ultima Hora

ein Verbot dieser Partyaktivität

mit mitgebrachten Alkoholika,

die vor allem bei

jüngeren Feiernden beliebt

ist, vor. Das Verbot soll vom

28. Juni bis 1. September für

den Abschnitt der Strandpromenade

zwischen den

Straßen Trovards und Misión

de San Diego gelten. Das

Areal liegt nahe des sogenannten

Megaparks – einer

Art Freiluft-Gaststätte mit

Disko auf Höhe des Ballermann

Nummer fünf. Die örtliche

Polizei gehe zwischen

22 Uhr und ein Uhr nachts

in Begleitung eines Übersetzers

auf Streife und informiere

Urlauber über das

Verbot. Im Gegensatz zum

Paseo Marítimo sollen an

der vor allem von Touristen

frequentierten Playa de Palma

vorerst keine Geldstrafen

verhängt werden.

Foto: Diba

n Die spanische Kette Iberostar

ist erstmals mit einem Fünf-Sterne-Hotel

auf Mallorca vertreten.

Sie übernahm das Son Antem Golf

Resort & Spa (Foto), das bislang zu

Marriott gehörte.

Der Neuzugang liegt im Inselsüden,

in Llucmajor. Seine 143

Zimmer und acht Suiten verteilen

sich auf zwei Stockwerke. Zu

der Anlage gehören zudem zwei

Restaurants und ein Spa. An das

Grundstück grenzen zwei 18-Loch-

Golfplätze an.

Foto: Iberostar

updates

Spanien nimmt nächstes Jahr

den 400. Todestag von El Greco

zum Anlass, sich intensiv dem Werk

des Malers zu widmen. Ein Festival

und Sonderausstellungen beschäftigen

sich mit dem aus Kreta stammenden

Künstler.

www.elgreco2014.com

Die Sierra de Guadarrama ist

nun Nationalpark. In dem Gebirgszug

nördlich von Madrid leben seltene

Tiere wie Schwarzgeier, iberische

Kaiseradler und Bergziegen.

www.parquedeguadarrama.es

Vom 6. bis 16. Juni steigt in

Avilés in Asturien, erneut das »Famous

Wine Festival«. Besucher können

Weine probieren, die entweder

besonders ausgearbeitet wurden

oder von Weingütern stammen,

die Prominenten gehören. Vergangenes

Jahr stellte zum Beispiel das

Schauspielerpaar Brad Pitt und Angelina

Jolie seine Tropfen vor.

Bilbaos Guggenheim-Museum

zeigt bis 8. September rund 500

Werke von Künstlern, die gegen

den Zweiten Weltkrieg anmalten.

WLAN überall

und für alle

n Surfen im Internet? Auf El

Hierro kein Problem. Die abgelegene

Kanareninsel hat als erstes

Eiland des Archipels ein flächendeckendes

WLAN-Netzwerk eingerichtet.

Bewohner und Besucher

können es kostenlos nutzen.

Sie haben an 26 Punkten

drahtlos Zugang ins Web. Diese

verteilen sich auf die Gemeinden

El Pinar, La Frontera und Valverde

und befinden sich nach Angaben

des spanischen Fremdenverkehrsamts

an touristisch attraktiven Orten.

Sie sind ausgeschildert – auch

auf Deutsch.

40

17.5.2013 travel.one


allsun – unsere Vorstellung

von einem perfekten Urlaub.

allsun Hotel Esquinzo Beach

In unseren eigenen Hotels wollen wir Ihren Kunden einen ganz besonderen Urlaub bieten. Hier finden sie eine Atmosphäre,

in der man so richtig entspannen und das Leben frei vom Alltag genießen kann. Alle allsun Hotels sind besonders großzügig

ausgestattet und bieten ein Höchstmaß an Komfort, gutem Essen und freundlichem Service. Wir wollen, dass sich Ihre

Kunden rundum wohlfühlen. allsun Hotels sind exklusiv bei alltours buchbar.

allsun Hotels. Eine Marke von alltours.


destination.australien

Foto: Tourism Australia

Urlauber als Botschafter

Trotz der hohen Preise ziehen die Besucherzahlen aus

Deutschland leicht an. Tourism Australia setzt auf

Schwerpunktthemen wie Wandern und bastelt an

digitalen Aktionen zur Imagepflege – etwa Blogs.

Petra Fraatz und Peter Just:

»Dieses Jahr sind Camper gefragt,

2013/14 dominieren Bustouren«

Eine Pizza für umgerechnet rund 20

Euro, ein Glas Wein für sieben Euro,

drei Stunden im Parkhaus für bis

zu 50 Euro: Beim Besuch in Sydney hilft

europäischen Besuchern ein gut gefülltes

Portemonnaie. Und nicht nur in der Metropole.

Das Preisniveau in ganz Australien

ist durch die florierende Wirtschaft und

den starken australischen Dollar für Europäer

derzeit kein Zuckerschlecken.

Das treibt auch den Veranstaltern die

eine oder andere Sorgenfalte ins Gesicht.

Dabei können die meisten ihren Umsatz

stabil halten, den sie allerdings mit weniger

Kunden erwirtschaften. Denn die Nebenkosten

drücken die Reiselust.

»Die preisliche Situation ist eine Herausforderung«,

so formuliert das Peter Just

von Dertour. Es zeige sich, dass Kunden

sich momentan eher für günstigere Produkte

entscheiden – sowohl bei Campern

als auch bei der Wahl der Hotelunterkünfte.

Das bestätigt Andrea Baumann, Produktmanagerin

bei Pacific Travel House in

München. Noch häufiger als bisher werden

bei dem Spezialisten Camper gebucht.

»Vor allem die Australier selbst leiden

unter den in die Höhe geschnellten

Preisen«, sagt Dieter P. Schulz, der bei FTI

das Australien-Produkt verantwortet. Besonders

in Westaustralien sind die Preise

durch die florierende Bergbauindustrie

in teilweise astronomische Höhen gestiegen.

Und selbst wenn die von der Labour-

Partei geführte Regierung abtreten müsse,

werde sich an den Rahmenbedingungen

wohl erst mal nichts ändern – etwa die

durch die neue Gesetzgebung bedingten

hohen Personalkosten für Sonn- und Feiertagsarbeit,

so seine Einschätzung. »Wir

müssen wohl noch eine Durststrecke über-

42

17.5.2013 travel.one


australien.destination

Wandern auf dem Great Ocean Walk: Sonnenuntergang am Johanna Strand in Victoria

brücken«, sagt auch Bernd Koss, der mit

seinem Veranstalter Australian Connection

seit 17 Jahren maßgeschneiderte Australien-Touren

verkauft. Angesichts der Preise

sei für viele seiner Kunden eine Schmerzgrenze

überschritten, erzählt er. Bei Explorer

Fernreisen zieht der Umsatz nach

Aussage von Andreas Neumann wieder an.

»Wir sind eigentlich ganz zufrieden«, sagt

der Geschäftsführer. Es gebe viele Kunden,

die abgewartet hätten – und nun eben doch

buchen, so seine Einschätzung.

Fokus auf Qualität und Mehrwert.

Weg vom Preis, hin zu mehr Qualität und

Mehrwert: »Wir können uns ohnehin nicht

über den Preis verkaufen«, betont Eva Seller,

die als Regional General Manager bei

Tourism Australia (TA) für Kontinentaleuropa

und damit auch für den deutschen

Markt verantwortlich ist. »Wir müssen uns

mit den richtigen Themen positionieren.«

In Deutschland fokussiert sich TA auf Luxuslodges

und Angebote, bei denen Kunden

die Kultur der Ureinwohner kennenlernen.

Außerdem habe sich Australien bislang

nicht als Wanderdestination vermarktet.

Das soll sich nun ändern. Noch im Mai veröffentlicht

TA die 16-seitige Broschüre über

die »Great Walks of Australia«, die mit dem

Mitgliedermagazin des Deutschen Alpenvereins

versandt wird. Außerdem denken

die Australien-Werber darüber nach, wie

sie die Erfahrungen der Gäste für positive

Multiplikationseffekte nutzen können

– möglicherweise über Blogs und Informationen

in sozialen Netzwerken. Untersuchungen

hätten ergeben, dass deutsche

Urlauber ihren Australien-Aufenthalt nach

den Amerikanern unter allen Nationen

am zufriedenstellendsten beurteilen: »Das

müssen wir ausnutzen«, so Seller.

Außerdem gebe es erste Anzeichen,

dass sich die Zahlen aus Europa wieder verbessern,

ergänzt Andrew McEvoy, General

Managing Director bei TA. Nach den

schlechten Zahlen des Jahres 2011 besuchten

im vergangenen Jahr mit rund 150.000

Urlaubern immerhin knapp ein Prozent

mehr Deutsche Down Under. Und in den

ersten drei Monaten dieses Jahres registriert

TA eine Steigerung der Gästezahlen

um drei Prozent im Vergleich zum gleichen

Zeitraum des Vorjahres. »Wir sehen die Entwicklung

ganz positiv«, sagt deshalb Australienwerber

McEvoy.

Tanja Franke

Eva Seller: »Wir müssen

Geschichten über Australien

erzählen und diese visualisieren«

Andreas Neumann:

»Wir verzeichnen wieder

steigende Umsätze«

Tourism Australia: China ist wichtigster Markt

In der Liste der wichtigsten Quellmärkte ist Deutschland von Indien überholt

worden und steht nun auf Platz zehn. Wichtigster Quellmarkt für Australien ist China,

gefolgt von Großbritannien, den USA, Neuseeland, Japan, Singapur, Südkorea

und Malaysia. Das von Tourism Australia (TA) für Deutschland veranschlagte Budget

beträgt 1,8 Millionen Euro, weitere 900.000 Euro können nach Angaben von

TA-Managerin Eva Seller durch das Engagement von Partnern eingeplant werden.

»Bislang hat uns die aktuelle Entwicklung keine Nachteile beschert«, so Seller. Das

Budget sei seit drei Jahren stabil. Die Australier seien sich bewusst, dass Asiaten

und Europäer über sehr unterschiedliche Besucherprofile verfügen. Deutsche fokussieren

ihre Reiseabsichten nicht vorwiegend auf große Städte wie viele Asiaten.

Dadurch sind deutsche Gäste für viele Regionen nach wie vor eine wichtige Größe.

Auch, weil sie im Schnitt mit rund 21 Nächten (die Zahlen der Work-and-Travel-

Reisenden sind dabei nicht mitgerechnet) vergleichsweise lange im Land bleiben.

Andrea Baumann: »Wegen der

teuren Unterkünfte entscheiden

sich viele Kunden für Camper«

travel.one 17.5.2013 43


destination.golfstaaten

Der Arabian Travel Market feiert dieses Jahr 20-jähriges Bestehen –

von dem Erfolg der Messe profitiert vor allem das Gastgeberland Dubai.

Erfolg in der Wüste

Es waren nur 300 Unternehmen,

die sich und ihre Produkte in

den Messehallen des World Trade

Centers in Dubai auf knapp bemessenen

2.000 Quadratmetern präsentierten

– damals, 1994, als der erste Arabian

Travel Market (ATM) seine Pforten öffnete.

Heute gilt der ATM als wichtigste

und größte Touristikfachmesse der arabischen

Welt. Und so wundert es kaum,

dass inzwischen das Messegeschehen

auf mehr als 22.000 Quadratmetern im

Dubai International Convention & Exhibition

Centre Platz findet, dass aus den

300 Ausstellern von damals mittlerweile

3.000 geworden und dass statt der

etwa 7.000 Besucher von 1994 die Messe

heute an vier Tagen im Mai mehr als

20.000 Gäste empfängt.

»Diese Zahlen zeigen, dass wir richtig

handelten und die Notwendigkeit

eines solchen Events für eine der weltweit

am schnellsten wachsenden Tourismusregionen

erkannt hatten«, weiß

Mark Walsh, der mit seinem Unternehmen

Reed Travel Exhibition die erste

Reisefachmesse in Dubai vor zwei Jahrzehnten

auf die Beine stellte.

»Der ATM sollte 1994 die führende

Reisemesse des Mittleren Ostens werden«,

erinnert sich Walsh. Ein Ziel, dass

die Organisatoren erreicht haben. Sogar

in Krisenzeiten, wie Walsh betont,

sei der ATM erfolgreich gewesen, etwa

während wirtschaftlicher Einbrüche

und regionalen politischen Problemen.

Foto: Department of Tourism and Commerce Marketing

44

17.5.2013 travel.one


golfstaaten.destination

Foto: Travel One

Dubais Vision 2020.

Von dem stetigen Erfolg der Messe kann

dabei vor allem das Gastgeberland Dubai

profitieren, wie Helal Saeed Almarri,

Direktor des Department of Tourism and

Commerce Marketing (DTCM), erklärt. »Als

1994 der erste Arabian Travel Market seine

Pforten für Besucher öffnete, da war Dubai

nicht mehr als eine kleine Stadt mitten in

der Wüste«, erinnert sich der DTCM-Chef.

Es gab kein Luxushotel Burj al Arab, der

Fernsehturm von Toronto galt als höchstes

Gebäude der Welt, Nationalcarrier Emirates

verwaltete eine Flotte von zehn Maschinen

und auf den Gedanken, eine künstliche Insel

mit Hotels und Apartments zu bauen,

wäre niemand gekommen, erzählt Almarri.

Heute, nur zwei Jahrzehnte später, zieht

das Land am Persischen Golf jährlich etwa

zehn Millionen Besucher an. Eine Zahl, die

weiter wachsen wird, wie Almarri auf dem

ATM verkündet. Denn der Chef der Tourismusorganisation

hat noch große Pläne mit

dem Wüstenemirat. In nicht einmal acht

Jahren sollen die Gästezahlen auf 20 Millionen

Besucher verdoppelt werden, so das

ehrgeizige Ziel, das Almarri »Vision 2020«

tauft. Um die angestrebte Zahl zu erreichen,

sollen in erster Linie neue Märkte erschlossen,

aber auch das Angebot verbreitert werden,

etwa durch zusätzliche Flugverbindungen

und einer noch größeren Auswahl

an Events und Attraktionen.

Das breitere Angebot wird beispielsweise

durch eine noch recht junge Kooperation

zwischen dem DTCM und der Dubai Events

and Promotion Establishment (Depe) vorangetrieben.

Mit dem sogenannten Dubai

Calendar werden künftig Events gebündelt

und Gäste an 52 Wochen im Jahr unterhalten,

verspricht DTCM-Chef Almarri. »Wir

möchten erreichen, dass Urlauber länger in

Dubai bleiben und auch mehr Geld während

ihres Aufenthalts ausgeben«, erklärt er. Nur

so könne Dubai in Zukunft die »führende

Tourismusdestination in der Welt« werden,

unterstreicht der Dubai-Werber. Sorgen,

dass die derzeit etwa 600 Unterkünfte mit

rund 77.000 Zimmern für die angestrebte

20-Millionen-Marke nicht ausreichen könnten,

hat er dabei nicht. »Es werden aktuell

noch 50.000 Zimmer gebaut, und auch

Apartments für Familien sind geplant«, so

Almarri. Die Regierung werde aber darauf

achten, dass mit dem angestrebten Wachstum

keine höheren Preise für Unterkünfte

einhergehen, betont er.

Einen zusätzlichen Besucherboom erhofft

sich Almarris übrigens auch von der

Bewerbung Dubais als Gastgeberland der

Expo 2020. Eine Entscheidung darüber fällt

allerdings erst im November. Kendra Mietke

Das Wahrzeichen von Dubai

Burj al Arab lockt immer

noch jedes Jahr zahlreiche

Besucher an, ebenso wie

der höchste Turm der Welt,

der Burj Khalifa

DTCM-Chef Saeed Almarri

will jährlich 20 Millionen

Besucher in Dubai empfangen

travel.one 17.5.2013 45


ubrik.thema

peps

Weitere Angebote unter www.travel-one.net/peps

fernweh

Sansibar, Kapverden und Italien

Foto: alpitourworldhotels.com

Ab sofort sind zehn Alpitour World Hotels auf Sansibar, den Kapverden und

in Italien zu Pep-Raten buchbar. Beispielsweise eine Woche in der Vier-Sterne-

Anlage AW Sighientu Life Hotel & Spa auf Sardinien. Die Verlängerungsnacht

wird mit 45 Euro berechnet. Alle Hotels und Verfügbarkeiten finden Reisebüromitarbeiter

unter www.sunpromotions.de

ab 325 Euro im Doppelzimmer inklusive Halbpension

Irland romantisch

»Irland – wild, rau & romantisch« lautet der Titel einer achttägigen Rundreise

auf der Grünen Insel, die Expedienten zum Sondertarif buchen können.

Die Tour führt von Dublin über Lisdoonvarna, Connemara, Ennis, Limerick und

Dingle. Im Preis inbegriffen sind sieben Übernachtungen, Halbpension und

Flug. Es gibt mehrere Termine bis zum 16. Oktober. www.wingtips.de

ab 879 Euro pro Person inklusive Halbpension

Foto: Fáilte Ireland

Mit Condor nach Antigua

Foto: Fraser360

Noch bis 31. Oktober gilt der Antigua-Pep von Lawson International. Zum ermäßigten

Preis fliegen Touristiker ab Frankfurt mit Condor nach Antigua. Dort

wartet das Drei-Sterne-plus-Hotel Jolly Beach Resort & Spa mit All-inclusive-

Verpflegung. Die Verlängerungsnacht kostet ab 63 Euro. Andere Abflugorte

auf Anfrage. www.lawson-international.de

ab 852 Euro pro Person bei zwei gemeinsam Reisenden

Kreuzfahrt zu den Perlen der Adria

Passat Kreuzfahrten hat für Reisebüromitarbeiter eine Kreuzfahrt entlang der

Adriaküste im Angebot. Die Reise mit der Delphin startet am 22. Oktober in

Venedig. Die Route mit vielen Landausflügen verläuft über Zadar, Dubrovnik,

Korfu, Kotor, Korcula und Split zurück nach Venedig. Alle Informationen und

Buchung unter www.vacationatsea.de oder vas@vacationatsea.de

ab 480 Euro pro Person

Foto: Passat Kreuzfahrten

46

17.5.2013 travel.one


im fernsehen

SA 18.5. l Mit dem Boot durchs Elsass – Die Wasserwege

nach Colmar, 10:15 Uhr, SWR l Korsika,

wilde Schönheit (2/5): Zwischen Meer und Wind,

13:15 Uhr, Arte l Mit dem Zug auf Südhollands Inseln,

14:00 Uhr, RBB l Kuren wie die Könige: Die

Böhmischen Bäder Karlsbad, Marienbad und Franzensbad,

14:30 Uhr, 3sat l Spaniens wilde Extremadura,

19:00 Uhr, BR.

So 19.5. l Grenzenlos – Am Bodensee, 8:00 Uhr,

SWR l Laos, 16:15 Uhr, BR l Kilimandscharo – Im

Schatten des weißen Berges, 16:35 Uhr, 3sat l Engadin,

18:45 Uhr, Hessen l Auf den Spuren des Flamenco

– Eine Reise von Madrid nach Granada,

21:45 Uhr, Phoenix.

Mo 20.5. l Petra – Wunder in der Wüste, 11:10

Uhr, 3sat l Buenos Aires – Gesichter einer Stadt,

12:55 Uhr, 3sat l Die schönsten Städte Deutschlands,

13:15 Uhr, RBB l Berlin am Wasser – Ein

Streifzug auf Havel und Spree, 14:45 Uhr, RBB.

Di 21.5. l Bregenz und das Dreiländereck am Bodensee,

14:15 Uhr, NDR l Madrid – Kunst und Kult,

15:15 Uhr, RBB l Die Straße am Mekong, 17:15 Uhr,

3sat l Zillertal, 18:50 Uhr, Hessen.

mi 22.5. l Der absolute Hummer – Neuschottlands

wilde Küste, 13:35 Uhr, 3sat l Bamberg,

14:15 Uhr, NDR l Madagaskar – Du Schöne, 16:30

Uhr, 3sat.

Do 23.5. l Luxus auf dem Meer – Die Geschichte

der Kreuzfahrt (2/2), 6:45 Uhr, Phoenix l Dalmatien

– zwischen Küste und Karst, 14:30 Uhr, Hessen.

Fr 24.5. l Die Kreuzfahrt – Reise meines Lebens,

12:00 Uhr, 3sat l Ahrenshoop zwischen Fischland

und Darß, 14:15 Uhr, NDR l Marseille, da will ich

hin!, 15:00 Uhr, 3sat.

SA 25.5. l Finnlands blaue Seen, 12:15 Uhr, NDR l

Provence: Der Pinienzapfenzug, 12:45 Uhr, NDR l

Frankreich – Mit dem Taxi durch die Provence,

13:30 Uhr, WDR.

So 26.5. l Insel im Bayerischen Meer – Eine Frühlingsreise

am Chiemsee, 10:45 Uhr, ZDF l Von Berggeistern,

Bauern und Bürgerkrieg – Die Pyrenäen

Kataloniens, 11:35 Uhr, Hessen l Die spannendsten

Seen Norddeutschlands, 13:05 Uhr, Hessen l Amazonien

– Flusssafari durch eines der letzten großen

Regenwaldgebiete der Erde, 16:15 Uhr, BR l

Mississippi, 17:15 Uhr, SWR.

Mo 27.5. l Hegau, 14:15 Uhr, NDR l Mit dem Zug

durch Sardinien, 14:30 Uhr, Hessen l Das Herz der

Sahara: Anatomie einer Wüste, 15:30 Uhr, 3sat.

Di 28.5. l Verwunschenes Naturparadies – Die

Feldberger Seenlandschaft, 13:20 Uhr, 3sat l Mit

dem Zug durch die Toskana, 14:30 Uhr, Hessen l

Heimathafen: Hongkong, 18:15 Uhr, Arte l Fehmarn,

18:50 Uhr, Hessen l Mythos Everest – Gipfelsturm

auf dem Dach der Welt, 20:15 Uhr, ZDF l Der

Spreewald, 20:15 Uhr, RBB.

mi 29.5. l Wo Könige Ferien machen – Öland,

15:15 Uhr, NDR l Am anderen Ende der Welt: Auf

Schienen durch Neuseeland (1/2), 16:15 Uhr, 3sat.

Do 30.5. l Idjwi – Afrikas vergessene Insel, 13:10

Uhr, Arte l Helgoland, 14:15 Uhr, NDR l Wo Könige

Ferien machen – Mallorca, 15:15 Uhr, NDR l Soca

– Der smaragdene Fluss, 15:45 Uhr, 3sat.

Fr 31.5. l Unter Strom – Mit dem ICE-Team auf

Fahrt, 7:15 Uhr, 3sat l Duderstadt, 14:15 Uhr, NDR

l Mit dem Zug durch Spaniens Norden, 14:30 Uhr,

Hessen l Abenteuer Panamericana (5/5): Von Peru

bis Feuerland, 15:15 Uhr, NDR.

travel.one 17.5.2013

47


ubrik.thema

leute

Kögel übernimmt die

Mehrheit an HLX

Kögel will HLX stärker international

ausrichten und zur führenden

Preisvergleichsplattform machen

n Karlheinz Kögel ist nach dem Kauf von weiteren 49 Prozent

der Mehrheitsanteilseigner des Internetportals HLX. Der Anteil,

den er nun übernommen hat, gehörte bislang L'Tur, der Veranstalter,

den Kögel selbst Ende der 1980er Jahre gegründet hatte

und dessen Vorstandschef er bis Ende 2008 gewesen war.

Mitgesellschafter an HLX bleibt Ralf Usbeck, der mit seiner Firma

Vilauma hinter der Technik von HLX steht. Usbeck hält Anteile

im »einstelligen Prozentbereich« an HLX, Kögel nun komplett

die restlichen Anteile am Portal.

Mit diesem Schritt will Kögel erreichen, dass HLX veranstalterunabhängig

operieren kann. »Nur so können wir unseren

Anspruch auf Transparenz und Neutralität bei unserem einzigartigen

Preisvergleich auch glaubhaft dem Kunden vermitteln«,

sagt er. Weiteres Ziel ist eine internationalere Ausrichtung,

um HLX auch in anderen Ländern »als die führende Preisvergleichsplattform

zu launchen«.

01 02 03 04

01 Volker Heisig ist bei

Ameropa neuer Leiter für

den stationären Vertrieb.

Zuletzt leitete Heisig den

Franchisebereich der Reisebürokette

Reiseland.

Peter Brünner betreut

künftig als Regionalverkaufsleiter

Südwest die Reisebüros

bei JT Touristik.

02 Frank Emmerich ist

bei Alltours España in der

neu geschaffenen Position

des Vertriebs- und Marketingdirektors

für die Vermarktung

der 15 Allsun-Hotels

verantwortlich.

Alexander Esslinger

gibt seine Tätigkeit als

Geschäftsführer der

E-hoi AG auf.

03 Jürgen Bula lenkt auch

in Zukunft die Geschicke

des Flughafens Bremen.

Gesellschafter und Aufsichtsrat

übertrugen dem

Manager für weitere fünf

Jahre den Posten des Geschäftsführers.

Bula steht

seit 2009 an der Spitze der

GmbH.

04 Mina Piccinini kümmert

sich bei Costa Crociere als

Senior Vice President unter

anderem um das Thema

Nachhaltigkeit.

Heike Fölster verantwortet

als neues Mitglied der dreiköpfigen

Geschäftsführung

des Flughafens Berlin Brandenburg

in dem Gremium

den Sektor Finanzen.

48

17.5.2013 travel.one


Name baErcil

ilissit landio od et

vel eu feuissequate

ver se doloreet

Krämer folgt auf Feld-Türkis

n Stefan Krämer ist neuer Leiter von Airtours. Er tritt die Nachfolge

von Kirsten Feld-Türkis an, die sich auf eigenen Wunsch

von der Luxusreisenmarke der TUI verabschiedete. Krämer ist

seit 2012 für die Zielgruppenprogramme im Luxus-Segment

bei TUI Deutschland tätig. Zuvor vermarktete er die Bereiche

Spezialtouristik und Zielgruppenmanagement. Für die Leitung

von Airtours sei vor allem Krämers Know-how in Sachen Reisebürovertrieb

und Vermarktung aufgrund der engen Bindung

von Airtours an den stationären Reisebürovertrieb »besonders

wertvoll«, so Christian Zeller, Leiter Spezialtouristik und Luxury.

Krämer begann seine Karriere 1999 als Büroleiter im Hapag-

Lloyd Reisebüro in Hannover. Erste Vertriebserfahrungen sammelte

der Betriebswirt von 2001 bis 2006 als Regionalleiter der

TUI Leisure Travel GmbH für den Raum Hannover, bevor er in

den Bereich Marketing zur TUI Deutschland GmbH wechselte.

leserbriefe redaktion@travel-one.net

Vertriebschef

bei Arosa

n Niels Battenfeld arbeitet

nun als Vertriebsdirektor für

Arosa Hotel und Resort. Er leitet

das Sales-Team und ist für

die Entwicklung der Bereiche

MICE und Leisure der vier Arosa-Resorts

und der Partnerhotels

des Unternehmens verantwortlich.

Er kommt von der SV

Group Division Hotel, wo er als

Area Director of Sales & Marketing

für fünf Häuser des Marriott-Franchisenehmers

zuständig

war. In seiner neuen Position

berichtet er an Rebecca Vey,

Geschäftsführerin für Marketing

und Vertrieb bei Arosa.

www.travel-one.net

T&M Media GmbH & Co. KG

Postfach 10 07 51, 64207 Darmstadt

Hilpertstraße 3, 64295 Darmstadt

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Chefredakteur

Christian Schmicke

Redaktion

Yannick Fiedler, Tanja Franke,

Klaus Göddert, Petra Hirschel,

Wolfram Marx, Kendra Mietke

Redaktionsassistenz

Martina Zang

Anzeigen

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Geschäftsführer

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Anzeigenverkaufsleitung

Ute-Marie Weis

Michaela Lettow

Marketingassistenz

Kerstin Grimm

Anzeigenservice

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VERTRIEB

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Leserservice

Beatrix Kwetkus

Grafik

Uta Seubert (verantw.),

Silke Oray, Ulrike Schreiner

Geschäftsführender

Gesellschafter

Dr. Dieter Flechsenberger

»Hotels beeinträchtigt«

Travel One Morning News, 7. Mai 2013,

»TUI informiert früher über Hotel-Baustellen«

»Keine Billigheimer«

Travel One neun, 3. Mai 2013,

»Aus für Viking-Flusskreuzfahrten«

Geschäftsführung

Richard Redling

Druck

L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

DruckMedien, 47608 Geldern

Es ist ja schön, dass TUI einen Button

»Bautätigkeiten« eingeführt hat im Content.

plus, jedoch sollten da auch Bautätigkeiten

drin stehen. Was ist mit dem Lopesan Villa

del Conde und dem RIU Palace Maspalomas?

Beide Hotels sind beeinträchtigt durch den

massiven Umbau des RIU Club Hotel Gran

Canaria. Hier werden mit Presslufthammern

Beton-Balkon-Verschalungen weggestemmt.

Das habe ich selbst gesehen und TUI davon

auch wegen einer Buchung für das Club-Hotel

Ende Oktober/Anfang November mit Fotos

informiert.

Ansonsten halte ich den Bericht über TUI

in der ARD extrem überzogen und ungerecht.

In Deutschland haben wir keinen besseren

Veranstalter.

Erika Morvay, DER Deutsches Reisebüro, Karlsruhe

Ist es nun Arroganz oder Dummheit,

wenn Alfonso Escobar den Rückzug damit begründet,

dass deutsche Reisegäste scheinbar

für die entsprechende Qualität kein zahlungsbereites

Publikum darstellen?

Ja, es gibt sicherlich auch die deutschen

Gäste, die das Klischee des Billigheimers bedienen

und als Jäger und Sammler nur billigbillig

wollen. Allerdings sind gerade die

Flussreisenden eher in den Bereich der »ordentlichen

Haushalter« mit Vernunft einzugliedern,

die für entsprechendes Geld die

passende Leistung erwarten (dürfen) …

Niemand würde hingehen, und die Reisenden

aus den Anglo-Märkten als blindprotzige

und snobistische Allesbucher hinstellen


Ronald Krispin, Logo!-Projekt und Reisen, Nenndorf

Travel One erscheint 14-tägig freitags

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 46

gültig ab Januar 2013

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fehlender UID/VAT-Nr.)

Die Mitglieder des AJT e.V.

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Travel One ist eine Aktivität der

DVV Media Group GmbH, Hamburg

travel.one 17.5.2013

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ubrik.thema

leute.persönlich

Vice President Nord- und Zentraleurope von Emirates

Volker Greiner

Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Die Lust, andere Länder zu entdecken und die Faszination des Fliegens.

Ihr Traumberuf als Kind?

Fußballprofi.

Drei Monate Zeit, was würden Sie machen?

Eine Weltreise.

Volker Greiner, 50, verheiratet,

Sternzeichen Widder, ist als Vice

President bei Emirates für Nordund

Zentraleuropa zuständig.

Sein Einstieg in die Berufswelt

erfolgt mit einer kaufmännischen

Ausbildung, an diese

schließen sich dann das Abitur

und ein BWL-Studium an. 1989

zieht es Greiner in die Airline-

Welt, erster Arbeitgeber ist American

Airlines, tätig ist er im

Deutschland-Büro in Frankfurt.

Dort übernimmt der Fußball-

Fan, der nach eigener Aussage

selbst fast Fußballprofi geworden

wäre, 1998 die Aufgaben des

Vertriebsleiters Firmenkunden

für Deutschland und Österreich.

2000 wechselt Greiner als Vertriebsleiter

Deutschland zu Emirates.

Seit Juli 2010 ist der Vater

zweier Söhne (sie sind 20 und 16

Jahre alt) Vice President North &

Central Europe.

Seine Freizeit verbringt er

außer mit Stadionbesuchen am

liebsten mit seinen Söhnen auf

Reisen, aber auch im heimischen

Garten. So betrachtet er sich

selbst als einen sehr heimatverbundenen

Menschen, der das Leben

auf dem Land genießt.

Wo möchten Sie gerne leben?

Genau dort, wo ich aktuell lebe – in der »rheinhessischen Schweiz«.

Welche Filmrolle hätten Sie gerne einmal gespielt?

Die Hauptrolle in »In 80 Tagen um die Welt«.

Was lesen Sie gerade?

Von Rebecca Gablé »Der König der purpurnen Stadt«.

Was ist Ihre größte Macke?

Ungeduld.

Wo haben Sie Ihren vergangenen Urlaub verbracht?

In Spanien.

Ihr Lieblingsessen?

Spanische Tapas.

Was würden Sie gerne können?

Besser Golf spielen.

Ihre heimliche Leidenschaft?

Dunkle Schokolade.

Wie schalten Sie ab?

Mit meinen Söhnen auf dem Fußballplatz.

Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Gutes Essen und Wein aus Rheinhessen.

Der Held oder die Heldin Ihrer Kindheit?

Der Ex-Beatle George Harrison.

Worüber können Sie lachen?

Situationskomik.

Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Jules Verne wegen seiner Reisegeschichten.

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17.5.2013 travel.one


thema.rubrik

Unsere Themen

in Ausgabe 12 und 13/2013

Nr. 12 I Lateinamerika I Wellness

Erscheinungstermin: 14. Juni 2013 I Anzeigenschluss 29. Mai 2013

Nr. 13 I USA/Kanada I Luxusreisen

Erscheinungstermin: 28. Juni 2013 I Anzeigenschluss 12. Juni 2013

Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Kerstin Grimm

k.grimm@travel-one.net, +49-(0)6151/3 90 79 27

Michaela Lettow

m.lettow@travel-one.net, +49-(0)6151/3 90 79 31

Ute Weis

u.weis@travel-one.net, +49-(0)6151/3 90 79 25


ubrik.thema

BEEINDRUCK

ENDER

Mit dem besten Jahresergebnis unserer Unternehmensgeschichte

festigen wir unsere starke Marktstellung und sehen gleichzeitig

unsere erfolgreiche Partnerschaft mit Ihnen bestätigt. Gemeinsam

werden wir auch in der Zukunft die gesetzten Ziele erreichen und

Erfolgsgeschichte schreiben. Und das nachhaltig und langfristig.

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www.dertouristik.com

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