08.06.2015 Aufrufe

Besser für Klein- und Mittelbetriebe

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

wirtschaft aktuell<br />

pro gastronomie<br />

ZEITSCHRIFT VON FPÖ PRO MITTELSTAND | N O . 01 – NOVEMBER/DEZEMBER 2014<br />

<strong>Besser</strong> <strong>für</strong> <strong>Klein</strong>-<br />

<strong>und</strong> <strong>Mittelbetriebe</strong><br />

Foto: FPÖ<br />

Foto: psdesign1/fotolia.com<br />

Foto: coloures-pic/fotolia.com<br />

Foto: Thomas Ledl/Wikimedia (CC BY-SA 3.0 AT)<br />

PRO<br />

MITTELSTAND<br />

www.fpoe-promittelstand.at<br />

www.facebook.com/FPOEpromittelstand<br />

WK-Wahl.<br />

Gastro Spezial.<br />

pro KMU.<br />

Richtungsweisend: 2015 wird<br />

<strong>für</strong> die Wiener <strong>Klein</strong>- <strong>und</strong><br />

<strong>Mittelbetriebe</strong> das Jahr der<br />

Entscheidung. Seite 4<br />

Es ist fünf vor zwölf – vor<br />

allem <strong>für</strong> die traditionellen<br />

Gastronomiebetriebe in<br />

Wien. Seite 12<br />

Die Freiheitlichen setzen<br />

zahlreiche Initiativen – im<br />

Wirtschaftsparlament <strong>und</strong><br />

im Nationalrat. Seite 20


WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL 24.–26. FEBRUAR 2015<br />

wirtschaft aktuell<br />

❚ Editorial<br />

MIT VOLLEM EINSATZ FÜR UNSERE<br />

KLEIN- UND MITTELBETRIEBE!<br />

Foto: Robert Lizar<br />

B<strong>und</strong>esrat Mag. Reinhard Pisec Präsident von FPÖ pro Mittelstand<br />

Liebe Berufskollegin, lieber<br />

Berufs kollege!<br />

Wir <strong>Klein</strong>- <strong>und</strong> <strong>Mittelbetriebe</strong><br />

bilden das Rückgrat der Wiener<br />

Wirtschaft. Als Unternehmer<br />

aus allen Branchen sind wir weit<br />

mehr als 40 Wochenst<strong>und</strong>en mit<br />

tatkräftiger Unterstützung von<br />

Familienmitgliedern <strong>und</strong> Mitarbeitern<br />

im Einsatz <strong>für</strong> unsere<br />

K<strong>und</strong>en.<br />

Es kann nicht sein, dass wir<br />

<strong>für</strong> diese Leistung tagtäglich mit<br />

viel zu hohen Steuern, viel zu<br />

hohen Abgaben <strong>und</strong> einer ausufernden<br />

Bürokratie belastet werden.<br />

Das muss sich ändern! Wir<br />

wollen als KMU gerecht behandelt<br />

werden <strong>und</strong> benötigen wirtschaftsfre<strong>und</strong>liche<br />

Rahmenbedingungen,<br />

die es derzeit aber<br />

nicht gibt.<br />

Eine sofortige Senkung um<br />

60 Prozent der viel zu hohen<br />

Zwangsbeiträge in der Wirtschaftskammer<br />

ist dringend notwendig.<br />

Dazu müssen Steuern<br />

<strong>und</strong> Abgaben drastisch verringert<br />

werden. Gleichzeitig muss<br />

durch eine Zusammenlegung<br />

der 22 Sozialversicherungsträger,<br />

den Abbau der Bürokratie <strong>und</strong><br />

die Senkung der Verzugszinsen<br />

bei der Wiener Gebietskrankenkasse<br />

eine Entlastungsoffensive<br />

gestartet werden. Die Wirtschaftskammer<br />

muss endlich<br />

wieder die Interessen der Unternehmer<br />

vertreten <strong>und</strong> nicht zusätzliche<br />

Belastungen erfinden.<br />

Mit FPÖ pro Mittelstand<br />

gibt es erstmals eine tatsächliche<br />

Alternative zu Schwarz<br />

(Wirtschaftsb<strong>und</strong>) <strong>und</strong> Rot<br />

(SWV) sowie gegen die Wirtschafts-Zwangskammer.<br />

Ich bitte<br />

Sie daher um Ihre Unterstützung<br />

bei der Wirtschaftskammerwahl<br />

am 24. bis 26.Februar 2015. <br />

Mit besten Grüßen<br />

Reinhard Pisec<br />

Inhalt<br />

Richtungsweisend.<br />

Wirtschaftskammerwahl 2015 – St<strong>und</strong>e<br />

der Entscheidung <strong>für</strong> Wiens KMU. Seite 4<br />

<strong>Besser</strong> <strong>für</strong> KMU.<br />

Reinhard Pisec, Präsident von FPÖ pro<br />

Mittelstand, im Gespräch. Seite 9<br />

Entlastung.<br />

Runter mit den Steuern – das FPÖ-Steuerkonzept<br />

<strong>für</strong> die Unternehmer. Seite 10<br />

pro Gastronomie.<br />

Vor allem <strong>für</strong> die Gastronomie in Wien ist<br />

es fünf vor zwölf. Seite 12<br />

Herz & Hausverstand.<br />

FPÖ pro Mittelstand hilft vielen Unternehmern<br />

bei Behördenproblemen. Seite 16<br />

Am Puls der Wirtschaft.<br />

FPÖ pro Mittelstand bringt Unternehmer<br />

zusammen. Seite 18<br />

Wir packen es an.<br />

FPÖ pro Mittelstand setzt in der Kammer<br />

<strong>und</strong> im Nationalrat Initiativen. Seite 20<br />

Foto: Andreas Ruttinger Foto: psdesign1/fotolia.com<br />

Foto: Christoph Allwissner<br />

Mikau<br />

SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl <strong>und</strong> seine<br />

grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou<br />

reiten die Wirtschaft zu Tode – solange bis<br />

die Steuereinnahmen nicht mehr sprudeln.<br />

Impressum:<br />

Verleger, Hersteller <strong>und</strong> Herausgeber: FPÖ pro Mittelstand, 1010 Wien, Bartensteingasse 14/10<br />

Für den Inhalt verantwortlich: Thomas Schmidt • Verlags- <strong>und</strong> Herstellungsort: Wien • GZ 14Z040144M P.b.b.<br />

Reformbedarf.<br />

Das Wahlsystem der Wirtschaftskammer<br />

treibt seltsame Blüten. Seite 22<br />

Foto: pics5/fotolia.com<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL<br />

| 3


wirtschaft aktuell<br />

WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL 24.–26. FEBRUAR 2015<br />

Foto: psdesign1/fotolia.com<br />

❚ Wirtschaftskammerwahl 2015:<br />

ENTSCHEIDUNG FÜR<br />

WIENS UNTERNEHMEN<br />

2015 wird <strong>für</strong> die Wiener Unternehmer das Jahr der Entscheidung. Geht es weiter wie bisher,<br />

heißt das noch mehr Steuern <strong>und</strong> Abgaben, noch mehr Bürokratie – <strong>und</strong> eine Interessenvertretung,<br />

die dabei zuschaut, wie die Wirtschaft den Bach hinuntergeht, <strong>und</strong> da<strong>für</strong> fleißig<br />

Zwangsbeiträge kassiert. Oder aber die Unternehmer kämpfen gemeinsam mit FPÖ pro<br />

Mittelstand – <strong>für</strong> ihre Zukunft, <strong>für</strong> Gerechtigkeit <strong>und</strong> <strong>für</strong> Freiheit statt der Zwangskammer.<br />

Das ist die Entscheidung, vor der die Wiener Unternehmer bei den Wirtschaftskammerwahlen<br />

vom 24. bis 26. Februar 2015 stehen.<br />

4 | WIRTSCHAFT AKTUELL


WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL 24.–26. FEBRUAR 2015<br />

wirtschaft aktuell<br />

Während sich SPÖ-Bürgermeister<br />

Häupl darüber<br />

freut, dass Wien<br />

laut einer Studie <strong>für</strong> ausländische<br />

Top-Manager mit Spitzengehältern(!)<br />

die lebenswertesten<br />

Stadt der Welt ist, ignoriert er geflissentlich<br />

jene Zahlen, die tatsächlich<br />

Auskunft über den wirtschaftlichen<br />

Zustand der Stadt<br />

geben: Arbeitslosigkeit, Kaufkraftverlust,<br />

Gebührenlawine,<br />

Schulden, Firmen-Insolvenzen.<br />

Ende Oktober waren in Wien<br />

fast 103.000 Menschen als arbeitslos<br />

vorgemerkt, zusätzlich<br />

fast 31.687 in Schulungen. Die<br />

Zahl der arbeitslosen Wiener<br />

ist gegenüber Oktober 2013 um<br />

mehr als 15 Prozent gestiegen –<br />

mehr als in jedem anderen B<strong>und</strong>esland.<br />

Dazu kommt: Durch<br />

Lohn- <strong>und</strong> Pensionskürzungen<br />

haben auch all jene, die Arbeit<br />

haben oder bereits den verdienten<br />

Ruhestand genießen, nichts<br />

mehr im Geldbörsel. Inflation<br />

<strong>und</strong> Sparguthabenentwertung<br />

nehmen den Wienerinnen <strong>und</strong><br />

Wienern das Potenzial zum Konsumieren<br />

<strong>und</strong> Investieren.<br />

» Steuern, Abgaben,<br />

Gebühren – <strong>und</strong> den<br />

Wiener KMU brechen<br />

die K<strong>und</strong>en weg<br />

Mega-Gebühren<br />

Auf der anderen Seite lässt<br />

SPÖ-Bürgermeister Häupl die<br />

Abgaben <strong>und</strong> Gebühren massiv<br />

anheben <strong>und</strong> beschleunigt auch<br />

damit die Inflationsentwicklung.<br />

2014 sind bei den Gebühren Einnahmen<br />

in Höhe von 448,32<br />

Millionen Euro vorgesehen. Das<br />

sind um 77,51 Millionen Euro<br />

oder knapp 21 Prozent mehr als<br />

zu Beginn der Legislaturperiode<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL<br />

| 5


wirtschaft aktuell<br />

WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL 24.–26. FEBRUAR 2015<br />

Foto: Silar / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)<br />

Mariahilfer Straße: Seit der <strong>und</strong>emokratischen Durchsetzung der<br />

Fußgängerzone kämpfen die Unternehmen mit einem durchschnittlich<br />

30-prozentigen Umsatzrückgang.<br />

Auch die Dauerdemonstrationen schädigen die Kaufleute in Wien. Die<br />

2010. Der rot-grüne Gebührenwucher<br />

belastet jeden Haushalt<br />

mit 548 Euro zusätzlich pro Jahr,<br />

Familien sogar mit 1.787 Euro.<br />

Ergebnis: Den Wiener KMU brechen<br />

die einheimischen K<strong>und</strong>en<br />

weg. Man sieht das ja auch an<br />

der aktuellen Insolvenzstatistik:<br />

Österreichweit gingen statistisch<br />

zwölf von 1.000 Unternehmen<br />

pleite. In Wien ist dieser Wert<br />

mit 15 Insolvenzen pro 1.000 Firmen<br />

am höchsten.<br />

Neue Gebührenlawine<br />

Wien hat bereits jetzt 4,635 Milliarden<br />

Euro Schulden, Tendenz<br />

» Es droht eine<br />

weitere Gebührenlawine<br />

– <strong>und</strong> die trifft<br />

die Unternehmer in<br />

Wien doppelt<br />

stark steigend. Laut Rechnungsabschluss<br />

betrug die Nettoneuverschuldung<br />

2013 16 Prozent.<br />

Ab 2016 ist eine Neuverschuldung<br />

allerdings nicht mehr zulässig.<br />

Sollte Wien dann bei den<br />

Einnahmen <strong>und</strong> Ausgaben keine<br />

schwarze Null schreiben, müssen<br />

entweder Leistungen gekürzt<br />

oder Einnahmen erhöht werden.<br />

Fazit: Nach der Wien-Wahl droht<br />

eine neue Gebührenlawine. Und<br />

die trifft die Unternehmer wieder<br />

doppelt – zum einen, weil sie<br />

selbst „Zahlmeister“ sind, zum<br />

anderen, weil ihren potenziellen<br />

K<strong>und</strong>en dann noch weniger<br />

bleibt als jetzt.<br />

Wer kann, der geht<br />

Bereits jetzt beschädigt die<br />

rot-grüne Hochtarifpolitik den<br />

Standort Wien massiv <strong>und</strong> nachhaltig.<br />

Mitbewerber im europäischen<br />

<strong>und</strong> internationalen Wettbewerb<br />

wie etwa Pressburg mit<br />

400.000 Einwohnern haben uns<br />

längst überholt. Immer mehr<br />

Gewerbe- <strong>und</strong> Industriebetriebe<br />

wandern ab. Nach dem Schwedenbomben-Hersteller<br />

Niemetz<br />

überlegt jetzt sogar der Häupl-Fre<strong>und</strong><br />

<strong>und</strong> Marmeladenhersteller<br />

Staud‘s die Abwanderung<br />

nach Niederösterreich.<br />

» 25 Millionen Euro<br />

<strong>für</strong> r<strong>und</strong> 400 FUZO-<br />

Meter auf der MaHü –<br />

wenn’s überhaupt reichen<br />

wird<br />

Einkaufsmeile zerstört<br />

Während also Traditionsunternehmen<br />

öffentlich ankündigen<br />

Wien verlassen zu wollen,<br />

schwadroniert man im Wiener<br />

Rathaus von „Flaniermeilen“.<br />

Realitätsferner geht es wirklich<br />

nicht mehr – oder gefährlicher<br />

<strong>für</strong> die Unternehmen. Die<br />

Mariahilfer Straße ist das beste<br />

Beispiel. Das autoritär durchgeboxte<br />

grüne Prestige-Projekt<br />

– bei dem die Kaufleute nicht<br />

mitabstimmen durften – ist ein<br />

einziges Debakel. Seit der <strong>und</strong>emokratischen<br />

Durchsetzung<br />

der Fußgängerzone kämpfen die<br />

Unternehmen mit einem durchschnittlich<br />

30-prozentigen Umsatzrückgang.<br />

Bis zum Ende des<br />

Umbaus werden sie bis zu 100<br />

Millionen Euro verloren haben.<br />

Gleichzeitig verprassen Häupl&-<br />

Vassilakou zig Millionen: 25 Millionen<br />

Euro <strong>für</strong> knapp über 400<br />

FUZO-Meter sind ein Schlag ins<br />

Gesicht der Wiener Steuerzahler,<br />

eine Kosten-Explosion auf 35 bis<br />

40 Millionen Euro ist zu erwarten.<br />

Helfen wollen die Machthaber<br />

im Rathaus <strong>und</strong> die Bezirksvertretungen<br />

den betroffenen<br />

Kaufleuten nicht. Ein FPÖ-An-<br />

6 | WIRTSCHAFT AKTUELL


WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL 24.–26. FEBRUAR 2015<br />

wirtschaft aktuell<br />

❚ Interview mit<br />

HC Strache,<br />

FPÖ-B<strong>und</strong>esobmann,<br />

Ehrenpräsident von<br />

FPÖ pro Mittelstand<br />

Foto: FPÖ<br />

Mariahilfer Straße beispielsweise ist an r<strong>und</strong> 30 Tagen pro Jahr gesperrt.<br />

trag <strong>für</strong> die Einrichtung eines<br />

27-Millionen-Euro-Ausgleichsfonds<br />

wurde von Rot <strong>und</strong> Grün<br />

schubladisiert.<br />

Dauerdemos<br />

Auch die Dauerdemonstrationen<br />

schädigen die Kaufleute in Wien:<br />

Die FPÖ bleibt im Gegensatz zu<br />

Bürgermeister Häupl <strong>und</strong> seiner<br />

Hü-Hott-Politik bei ihrer Forderung,<br />

dass Hauptverkehrsadern<br />

<strong>und</strong> Einkaufsstraßen nicht mehr<br />

als Spielwiese <strong>für</strong> Berufsdemonstranten<br />

missbraucht werden dürfen.<br />

Linke Dauer-Demos haben<br />

bei der Wiener Wirtschaft in den<br />

vergangenen fünf Jahren einen<br />

in die großen EKZ im Wiener<br />

Umland abgeflossenen Umsatzentgang<br />

von etwa 65 Millionen<br />

Euro verursacht. Die Mariahilfer<br />

Straße beispielsweise ist an r<strong>und</strong><br />

30 Tagen pro Jahr gesperrt. In<br />

Summe verursachten die Dauer-Demos<br />

den Unternehmern<br />

» Dauerdemos kosteten<br />

die Unternehmer<br />

2011 bis 2014 bereits<br />

85 Millionen Euro<br />

seit 2011 einen Schaden von 85<br />

Millionen Euro.<br />

Bettelverbot<br />

Das Versagen der rot-grünen<br />

Stadtregierung hat den Wiener<br />

Kaufleuten <strong>und</strong> Gastronomen<br />

eine weitere Plage beschert: Eine<br />

Flut an Bettlern aus dem Osten,<br />

die von ihren Bandenbossen<br />

nach Österreich gekarrt werden,<br />

um hier einfach zu Geld zu kommen.<br />

Bettler belästigen mittlerweile<br />

Konsumenten, Kaufleute<br />

<strong>und</strong> Gastronomen in der gesamten<br />

Stadt. Da die Bettelmafia<br />

immer kreativer wird, muss<br />

endlich über ein generelles Bet-<br />

Foto: Bwag/Commons / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)<br />

»<br />

„ANWALT DER KLEINEN UND<br />

MITTLEREN UNTERNEHMEN“<br />

Warum ist die Wirtschaftkammerwahl<br />

so entscheidend?<br />

Bei den Wiener Wirtschaftskammerwahlen<br />

vom 24. bis<br />

26. Februar 2015 geht es<br />

um eine f<strong>und</strong>amentale Zukunftsentscheidung:<br />

Unterwirft<br />

man sich weiterhin<br />

dem Rot-Grünen Diktat von<br />

Bürgermeister Michael Häupl<br />

<strong>und</strong> Vizebürgermeisterin<br />

Maria Vassilakou oder steht<br />

man auf <strong>und</strong> leistet Widerstand<br />

– Widerstand nicht nur<br />

gegen die Belastungspolitik<br />

dieser Stadtregierung, sondern<br />

auch gegen das moderne<br />

Raubrittertum von ÖVP&<br />

Wirtschaftsb<strong>und</strong> in der Wirtschaftskammer<br />

<strong>und</strong> in der<br />

B<strong>und</strong>esregierung. Das ist<br />

die Entscheidung, vor der die<br />

Wiener Unternehmer stehen.<br />

Wie steht es um den Standort<br />

Wien?<br />

Die Herausforderung, vor der<br />

die Wiener Wirtschaft <strong>und</strong><br />

ihre neu zu wählende Interessensvertretung<br />

stehen, sind<br />

existentiell. Wien droht bei<br />

der Kaufkraft Schlusslicht zu<br />

werden, am Arbeitsmarkt ist<br />

es die Stadt schon. Falsch<br />

gestellte Weichen der rot-grünen<br />

Stadtregierung, Steuern<br />

<strong>und</strong> Abgaben, bürokratische<br />

Auflagen nehmen den Unternehmern<br />

die Luft zum Atmen.<br />

SPÖ <strong>und</strong> Grüne haben mit<br />

tatkräftiger Hilfe der ÖVP die<br />

Wiener Wirtschaft, vor allem<br />

die <strong>Klein</strong>- <strong>und</strong> <strong>Mittelbetriebe</strong>,<br />

schwer geschädigt. Und<br />

der Wirtschaftsb<strong>und</strong> hat dem<br />

Treiben tatenlos zugesehen.<br />

Damit muss Schluss sein.<br />

Warum soll ein Unternehmer<br />

FPÖ pro Mittelstand wählen?<br />

Die FPÖ <strong>und</strong> FPÖ pro Mittelstand<br />

sind der Anwalt der<br />

kleinen <strong>und</strong> mittleren Unternehmen.<br />

Reinhard Pisec<br />

<strong>und</strong> sein Team sind die einzig<br />

echten Interessenvertreter<br />

der Wiener Wirtschaft.<br />

Sie holen die Wiener Wirtschaftspolitik<br />

aus dem Dämmerschlaf!<br />

Rot, Grün <strong>und</strong><br />

Schwarz sind demgegenüber<br />

die Totengräber unserer kleinen<br />

<strong>und</strong> mittleren Betriebe.<br />

Deshalb bei der Wiener Wirtschaftskammerwahl:<br />

FPÖ pro<br />

Mittelstand unterstützen! <br />

WIRTSCHAFT AKTUELL<br />

| 7


wirtschaft aktuell<br />

WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL 24.–26. FEBRUAR 2015<br />

Der rot-grüne Gebührenwucher belastet jeden Haushalt mit 548 Euro zusätzlich pro Jahr.<br />

Foto: StudioLaMagica - Fotolia.com<br />

Foto: pfatter / flickr (CC BY 2.0)<br />

»<br />

telverbot nachgedacht werden.<br />

Die geltenden Gesetze gegen<br />

aggressives Betteln sind längst<br />

nicht ausreichend, wie man tagtäglich<br />

sieht.<br />

Neben den Bettlern ist die<br />

organisierte Bandenkriminalität<br />

„mit „Migrationshintergr<strong>und</strong>“ in<br />

Sachen Raubüberfälle <strong>und</strong> Einbruchsdiebstahl<br />

im gesamten<br />

Stadtgebiet hochaktiv. Dabei gehen<br />

die Kriminellen immer brutaler<br />

vor <strong>und</strong> schrecken auch vor<br />

massiver Gewalt gegen wehrlose<br />

Unternehmer <strong>und</strong> deren Angestellte<br />

längst nicht mehr zurück.<br />

Die Antwort der Stadt- <strong>und</strong> B<strong>und</strong>esregierung<br />

ist wieder einmal<br />

» Gegen die Flut<br />

an Bettlern aus<br />

dem Osten hilft<br />

nur ein generelles<br />

Bettelverbot<br />

die falsche: Sie schließen Polizeiposten<br />

<strong>und</strong> dünnen die Kriminalitätsbekämpfung<br />

systematisch<br />

aus.<br />

Faire Spielregeln<br />

Es bedarf fairer Spielregeln, damit<br />

wir zu mehr Kaufkraft, zu<br />

mehr Beschäftigung <strong>und</strong> damit<br />

zu einer prosperierenden Wirtschaft<br />

<strong>für</strong> alle Wiener KMU<br />

kommen können. FPÖ pro Mittelstand<br />

ist eine echte Interessenvertretung,<br />

die sich um Verbesserungen<br />

kümmert, die Interessen<br />

der KMU seriös nach außen vertritt,<br />

die die Unternehmenslandschaft<br />

auch wahrnimmt <strong>und</strong><br />

die, wenn es einmal nicht funktioniert,<br />

dies auch beim Namen<br />

nennt <strong>und</strong> nicht ÖVP-Parteipolitik<br />

in einem Kammerverband<br />

verankert. FPÖ pro Mittelstand<br />

tritt <strong>für</strong> eine straffe Kammer<br />

ein - das heißt <strong>für</strong> ein Ende der<br />

Zwangsmitgliedschaft, <strong>für</strong> eine<br />

massive Senkung der Kammerbeiträge<br />

<strong>und</strong> Transparenz. KMU<br />

müssen steuerlich entlastet <strong>und</strong><br />

die SVA-Beiträge gesenkt werden.<br />

Der Standort Wien muss <strong>für</strong><br />

die Unternehmen bessere Rahmenbedingungen<br />

bieten, durch<br />

mehr Sicherheit, weniger Gebühren<br />

<strong>und</strong> weniger Bürokratie. <br />

Österreichweit gingen 2013 statistisch zwölf von 1.000<br />

Unternehmern pleite. In Wien ist dieser Wert mit 15 Insolvenzen<br />

pro 1.000 Firmen am höchsten.<br />

Foto: Kreuznacher Zeitung / pixelio.d<br />

8 | WIRTSCHAFT AKTUELL


WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL 24.–26. FEBRUAR 2015<br />

wirtschaft aktuell<br />

❚ Interview mit B<strong>und</strong>esrat Mag. Reinhard Pisec, Präsident FPÖ pro Mittelstand<br />

„WIR VERTRETEN DIE WIENER<br />

WIRTSCHAFT OHNE WENN UND ABER“<br />

Was brauchen die Wiener<br />

KMU?<br />

Wien braucht eine Wirtschafts<strong>und</strong><br />

Wettbewerbsoffensive um<br />

den kleinen <strong>und</strong> mittleren Unternehmen<br />

wieder<br />

» KMU müssen<br />

steuerlich<br />

entlastet <strong>und</strong><br />

die SVA-Beiträge<br />

gesenkt werden<br />

volle Auftragsbücher<br />

<strong>und</strong> damit<br />

eine Zukunft zu<br />

geben. Die Wirtschaftsförderung<br />

ist gekürzt worden<br />

<strong>und</strong> Gebühren<br />

erhöht. Größere<br />

Unternehmen wandern ab,<br />

<strong>Klein</strong>- <strong>und</strong> <strong>Mittelbetriebe</strong> gehen<br />

immer häufiger in Insolvenz. Dadurch<br />

gibt es immer weniger Arbeitsplätze,<br />

die Arbeitslosenzahlen<br />

steigen, die Kaufkraft sinkt.<br />

Was hat der Wirtschaftsb<strong>und</strong><br />

dagegen unternommen?<br />

Der Wiener ÖVP-Wirtschaftsb<strong>und</strong><br />

hat tatenlos dabei zugesehen!<br />

Die schwarzen Wirtschaftskammer-Präsidenten<br />

Brigitte<br />

Jank <strong>und</strong> ihr Nachfolger Walter<br />

Ruck „champagnisieren“ lieber<br />

mit der Stadtführung als sich<br />

<strong>für</strong> die Wiener KMU einzusetzen.<br />

Deshalb braucht die Wiener<br />

Wirtschaft eine starke unabhängige<br />

Interessenvertretung, die<br />

dieses Wirtschafts- <strong>und</strong> Machtkartell<br />

kontrolliert <strong>und</strong> endlich<br />

wieder Rahmenbedingungen<br />

durchsetzt, die den Unternehmern<br />

Luft zum wirtschaftlichen<br />

Atmen lässt. Wir, das Team von<br />

FPÖ pro Mittelstand, vertreten<br />

die kleinen <strong>und</strong> mittleren Unternehmen<br />

in Wien ohne Wenn<br />

<strong>und</strong> Aber!<br />

Was wollen Sie ändern?<br />

Es muss endlich ein faires Vergabewesen<br />

der städtischen Unternehmen<br />

gegenüber den Wiener<br />

kleinen <strong>und</strong> mittleren Unternehmen<br />

geben. Gleichzeitig muss<br />

das Wiener Förder- <strong>und</strong> Subventions-Unwesen,<br />

das bevorzugt<br />

Parteifre<strong>und</strong>e <strong>und</strong> ideologische<br />

Experimentierprojekte<br />

fördert, ganz neu aufgestellt werden.<br />

Ansetzen muss<br />

man auch bei den<br />

Lohnnebenkosten.<br />

Die sind viel zu<br />

hoch. Die aktuelle<br />

Abgabenquote beträgt<br />

aktuell knapp<br />

50 Prozent. Im<br />

OECD-Durchschnitt<br />

liegt sie bei 35 Prozent. Die Abgaben<br />

sind gerade in Wien in<br />

den letzten Jahren massiv <strong>und</strong><br />

ohne sinnhaften Hintergr<strong>und</strong><br />

um bis zu 1.000 Prozent erhöht<br />

worden. Das hat Folgen!<br />

» Der Standort Wien<br />

muss <strong>für</strong> die Unternehmen<br />

endlich<br />

bessere Rahmenbedingungen<br />

bieten<br />

Welche Folgen hat das?<br />

Durch diese hohe Abgabenquote<br />

blüht die Schattenwirtschaft.<br />

Die schlechten Rahmenbedingungen<br />

führen dazu, dass heimische<br />

Handwerksbetriebe gegenüber<br />

der Billigkonkurrenz<br />

aus dem Osten im absoluten<br />

Nachteil sind. So kostet bei uns<br />

eine Handwerkerst<strong>und</strong>e r<strong>und</strong><br />

100 Euro, während sie etwa in<br />

Pressburg/Slowakei bereits um<br />

30 Euro zu haben ist. Aber nicht<br />

nur die Steuern <strong>und</strong> Abgaben<br />

durch B<strong>und</strong> <strong>und</strong> Stadt Wien belasten<br />

die Wiener Unternehmer.<br />

Die eigene Wirtschaftskammer<br />

benimmt sich wie ein moderner<br />

„Raubritter“.<br />

Inwiefern?<br />

Die vom ÖVP-Wirtschaftsb<strong>und</strong><br />

dominierte Wirtschaftskammer<br />

nimmt den KMU das Geld durch<br />

Zwangskammerbeiträge ab. Aber<br />

auch in der Wiener Wirtschaftskammer<br />

selbst gibt es Ungerechtigkeiten<br />

von ÖVP Wirtschaftsb<strong>und</strong>-Gnade.<br />

So ist die<br />

Gr<strong>und</strong>umlage in den einzelnen<br />

Fachgruppen höher als in anderen<br />

B<strong>und</strong>esländern. Und das oft<br />

bis zum Dreifachen. In der Sparte<br />

Außenhandel liegt die Gr<strong>und</strong>umlage<br />

in Wien bei 180 Euro jährlich<br />

<strong>und</strong> in Tirol bei 60 Euro, in der<br />

Sparte Bau in Wien bei 350 Euro<br />

<strong>und</strong> in Tirol bei 250 Euro <strong>und</strong> in<br />

der Sparte Lebensmittelhandel in<br />

Wien bei 268,74 Euro, in Tirol bei<br />

41 Euro. Anträge dies zu ändern,<br />

hat der Wirtschaftsb<strong>und</strong> bisher<br />

immer niedergestimmt. Damit<br />

lässt er zu, dass den Zwangsmitgliedern<br />

massiv in die Tasche gegriffen<br />

wird.<br />

Sie haben auch die Sozialversicherung<br />

kritisiert – weswegen?<br />

Die von den Beiträgen der österreichischen<br />

Unternehmer finanzierte<br />

Sozialversicherung der<br />

gewerblichen Wirtschaft (SVA)<br />

leistete sich unter dem Titel „Soziales<br />

Netz <strong>für</strong> Unternehmer <strong>und</strong><br />

Selbstständige – Wer versichert<br />

die Wiener Wirtschaft?“ eine eigene<br />

Inseratenkampagne. Diese<br />

bezahlten Anzeigen im Gesamtwert<br />

von 35.400 Euro nahmen<br />

in etwa eine halbe Seite in den<br />

entsprechenden Medien ein <strong>und</strong><br />

erklärten nicht mehr <strong>und</strong> nicht<br />

weniger als dass Unternehmer in<br />

der SVA versichert sind. Welch<br />

Erkenntnis! Und dass diese „Inseratenkampagne“<br />

gänzlich an<br />

der Zielgruppe vorbeiging, zeigt<br />

die „Gesamtstreuung“ der Inseraten-Mittel.<br />

In Österreich gibt<br />

es genügend Kammerzeitungen,<br />

die finanziert durch die Zwangskammermitgliedsbeiträge,<br />

genügend<br />

Platz <strong>für</strong> dieses Thema<br />

hätten. Und ganz generell ist zu<br />

sagen: Die SVA ist zu einem Elefantenfuß<br />

<strong>für</strong> Unternehmer geworden.<br />

Die Krankenkassenbeiträge<br />

haben eine immense<br />

Höhe angenommen. Unternehmer<br />

sind weniger krank als Versicherte<br />

der Gebietskrankenkassen,<br />

zahlen aber mehr ein.<br />

In drei kurzen Sätzen: Wo<strong>für</strong><br />

tritt FPÖ pro Mittelstand ein?<br />

Für eine straffe Kammer – das<br />

heißt <strong>für</strong> ein Ende der Zwangsmitgliedschaft,<br />

<strong>für</strong> eine massive<br />

Senkung der Kammerbeiträge<br />

<strong>und</strong> eine moderne Finanzgebarung<br />

sowie <strong>für</strong> ein transparentes<br />

<strong>und</strong> faires Wahlsystem. Leistung<br />

muss belohnt werden – KMU<br />

müssen steuerlich entlastet <strong>und</strong><br />

die SVA-Beiträge gesenkt werden.<br />

Der Standort Wien muss <strong>für</strong><br />

die Unternehmen bessere Rahmenbedingungen<br />

bieten, durch<br />

mehr Sicherheit, weniger Gebühren<br />

<strong>und</strong> eine effiziente <strong>und</strong><br />

schlanke Verwaltung. <br />

» Schluss mit der<br />

Zwangs mitgliedschaft<br />

Foto: FPÖ<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL<br />

| 9


wirtschaft aktuell<br />

STEUERN<br />

❚ Freiheitliches Entlastungsmodell <strong>für</strong> Unternehmer:<br />

RUNTER MIT DEN STEUERN<br />

SPÖ <strong>und</strong> ÖVP machen Klientelpolitik <strong>für</strong> Großkonzerne & Großbanken.<br />

Wir Freiheitliche unterstützen die kleinen <strong>und</strong> mittleren Betriebe.<br />

Großkonzerne <strong>und</strong> Großbanken<br />

bekommen staatliche<br />

Milliardenhilfen bei<br />

Pleitegefahr oder Managementfehlern.<br />

Sie haben ungerechte<br />

Steuervorteile <strong>und</strong> zahlen gemessen<br />

am Gewinn nur geringe<br />

Steuern. Die kleinen <strong>und</strong> mittleren<br />

Betriebe sind die Stiefkinder<br />

der rot-schwarzen Regierung.<br />

„Wir unterstützen die kleinen<br />

<strong>und</strong> mittleren Betriebe, die unter<br />

Bürokratie, Lohnnebenkosten<br />

<strong>und</strong> Kreditklemme stöhnen.<br />

Diese sichern als Rückgrat der<br />

heimischen Wirtschaft die österreichischen<br />

Arbeitsplätze, während<br />

die großen multinationalen<br />

Konzerne weiterziehen, wenn sie<br />

anderswo billiger produzieren<br />

können“, setzt der freiheitliche<br />

Steuerexperte <strong>und</strong> Finanzsprecher<br />

NAbg. DDr. Hubert Fuchs<br />

klare Prioritäten.<br />

Entlastungsmodell<br />

Die FPÖ fordert eine deutliche<br />

Senkung des Eingangssteuersatzes<br />

<strong>und</strong> eine Reform des Einkommensteuer-Tarifs,<br />

was auch den<br />

Unternehmern zugutekommt.<br />

Durch die Neugestaltung des Einkommensteuer-Tarifs<br />

wird das<br />

Existenzminimum steuerfrei bleiben<br />

<strong>und</strong> als Sofortmaßnahme der<br />

Eingangssteuersatz auf 25 Prozent<br />

gesenkt. Insgesamt wird die Steuerfreigrenze<br />

auf 18.000 Euro pro<br />

Jahr angehoben, von 18.000 bis<br />

25.000 Euro pro Jahr kommt ein<br />

Steuersatz von 25 Prozent zum<br />

Tragen <strong>und</strong> von 25.000 bis 50.000<br />

» Die kleinen <strong>und</strong><br />

mittleren Betriebe<br />

sind die Stiefkinder<br />

der rot-schwarzen<br />

Regierung<br />

Euro ein Satz von 37,5 Prozent.<br />

Von 50.000 bis 80.000 Euro sollen<br />

43,75 Prozent Steuern fällig werden<br />

<strong>und</strong> von 80.000 bis 120.000<br />

Euro der aktuelle Spitzensteuersatz<br />

von 50 Prozent. Ab einem<br />

Einkommen von 120.000 Euro<br />

im Jahr soll es befristet zu einem<br />

Steuersatz von 55 Prozent kommen<br />

können. „Die Neugestaltung<br />

des Einkommensteuer-Tarifs<br />

wird auch unmittelbare Auswir-<br />

„Wir unterstützen die kleinen<br />

<strong>und</strong> mittleren Betriebe, die<br />

unter Bürokratie, Lohnnebenkosten<br />

<strong>und</strong> Kreditklemme<br />

stöhnen. Diese sichern als<br />

Rückgrat der heimischen Wirtschaft<br />

die österreichischen<br />

Arbeitsplätze.“<br />

NAbg. DDr. Hubert Fuchs, FPÖ-<br />

Finanzsprecher <strong>und</strong> Steuerexperte<br />

kungen auf die Kaufkraft der Österreicher<br />

haben <strong>und</strong> eine Erhöhung<br />

der Inlandsnachfrage mit<br />

Foto: Parlamentsdirektion/Photo Simonis Foto: Andreas Ruttinger<br />

10 | WIRTSCHAFT AKTUELL


STEUERN<br />

wirtschaft aktuell<br />

» Die Neugestaltung<br />

des Einkommensteuer-Tarifs<br />

wird<br />

auch den Unternehmen<br />

zugutekommen<br />

sich bringen. Durch diese vermehrten<br />

Ausgaben – die ja wiederum<br />

Umsatzsteuer auslösen<br />

– kann bereits ein Teil der Tarifreform<br />

finanziert werden“, erklärt<br />

Fuchs.<br />

Rechtsformneutral<br />

Speziell <strong>für</strong> die Unternehmen<br />

fordert die FPÖ unter anderem,<br />

dass die subventionierten<br />

Banken zu leistbaren<br />

Krediten <strong>für</strong> heimische Unternehmen<br />

verpflichtet werden<br />

<strong>und</strong> dass Möglichkeiten <strong>für</strong> alternative<br />

Finanzierungsformen<br />

wie Crowdf<strong>und</strong>ing geschaffen<br />

werden. Weiters muss es<br />

eine Totalreform des Gruppenbesteuerungsprivilegs<br />

<strong>für</strong> internationale<br />

Großkonzerne <strong>und</strong><br />

Banken geben. Neben dem Abbau<br />

der Bürokratie <strong>und</strong> von<br />

Sinnlos-Vorschriften soll es eine<br />

Erleichterung von Betriebsübergaben<br />

wie auch eine Befreiung<br />

von Zwangsbeiträgen geben. Die<br />

Unternehmen würden – etwa<br />

durch die Reform des Einkommensteuer-Tarifs,<br />

eine rechts-<br />

Eckdaten der freiheitlichen Entlastungsoffensive <strong>für</strong> Unternehmen<br />

☛ Steuerliche Erleichterungen<br />

<strong>für</strong> <strong>Klein</strong>- <strong>und</strong> <strong>Mittelbetriebe</strong>.<br />

☛ Senkung des Eingangssteuersatzes<br />

auf 25 Prozent <strong>und</strong><br />

Reform des Einkommensteuer-Tarifs<br />

(da die Lohnsteuer<br />

ident ist mit der Einkommensteuer,<br />

reduziert sich die Einkommensteuer<br />

wie bei der<br />

Lohnsteuer dargestellt).<br />

☛ Stopp der kalten Progression<br />

durch regelmäßige Anpassung<br />

der Tarifstufen an die<br />

Inflation.<br />

☛ Verpflichtung der subventionierten<br />

Banken zu leistbaren<br />

formneutrale Besteuerung bzw.<br />

eine begünstigte Besteuerung<br />

nicht entnommener Gewinne –<br />

vom freiheitlichen Modell profitieren.<br />

Für Familien soll es die Möglichkeit<br />

geben, das gesamte Familieneinkommen<br />

zu ermitteln<br />

<strong>und</strong> auf alle Familienmitglieder<br />

Krediten <strong>für</strong> heimische Unternehmen.<br />

☛ Ermöglichung alternativer<br />

Finanzierungsformen (z. B.<br />

Crowdf<strong>und</strong>ing).<br />

☛ Sicherung des Wirtschaftsstandorts<br />

durch eine Facharbeiteroffensive<br />

gemeinsam<br />

mit den Betrieben.<br />

☛ Totalreform des Gruppenbesteuerungsprivilegs<br />

<strong>für</strong> internationale<br />

Großkonzerne <strong>und</strong><br />

Banken.<br />

☛ Abbau der Bürokratie <strong>und</strong><br />

Abbau von Sinnlos-Vorschriften.<br />

aufzuteilen. Durch dieses „Splitting“<br />

kann dann die Einkommensteuer<br />

von den jeweils kleineren<br />

Einkommen pro Person<br />

berechnet werden. Auch <strong>für</strong> dieses<br />

Modell können sich die Unternehmer<br />

entscheiden. <br />

☛ Erleichterung von Betriebsübergaben.<br />

☛ Befreiung von Zwangsbeiträgen.<br />

☛ Vereinfachung der Personalverrechnung<br />

(Harmonisierung<br />

der Lohnsteuer-Bemessungsgr<strong>und</strong>lage<br />

<strong>und</strong> der<br />

ASVG-Beitragsgr<strong>und</strong>lage;<br />

Wegfall des Großteils der<br />

mehr als 360 Beitragsgruppen<br />

etc.). Dadurch werden<br />

die Unternehmer <strong>und</strong> die<br />

Verwaltung entlastet.<br />

☛ Rechtsformneutrale Besteuerung.<br />

❚ Freiheitliches Wirtschaftsprogramm:<br />

WIRTSCHAFTSSTANDORT WIEN STÄRKEN<br />

Rot-Grün fährt die Wirtschaft mit Vollgas gegen die Wand, die<br />

Freiheitlichen halten mit Konzepten dagegen.<br />

Durch die unternehmerfeindliche<br />

Politik gehen laut KSV<br />

täglich mindestens 16 Unternehmen<br />

in Wien in Konkurs. Während<br />

Jahr <strong>für</strong> Jahr mehr eingenommen<br />

wurde, ist der Schuldenstand<br />

Wiens inklusive der ausgegliederten<br />

Unternehmen auf unfassbare<br />

acht Milliarden Euro explodiert.<br />

Statt mit den satten Mehreinnahmen<br />

der Stadt Beschäftigungsimpulse<br />

zu setzen <strong>und</strong> unsere Wirtschaft<br />

anzukurbeln, wurden die<br />

Fördermittel 2013 um zehn Millionen<br />

Euro gekürzt.<br />

Standortpaket<br />

Um Wien als Wirtschaftsstandort<br />

wieder attraktiver zu machen,<br />

die Kaufkraft zu stärken <strong>und</strong> die<br />

Arbeitslosigkeit zu senken, gibt<br />

es einige Punkte, die dringend<br />

zu realisieren wären. Mag. Johann<br />

Gudenus, Klubobmann im<br />

Wiener Rathaus <strong>und</strong> FPÖ-Stadtrat<br />

Dr.Dr. Eduard Schock verlangen<br />

ein Standortpaket <strong>für</strong> Wien<br />

(siehe Kasten). Zusätzlich fordern<br />

die Freiheitlichen ein Sonder-Investitionsprogramm<br />

der<br />

Stadt Wien. Nicht zuletzt muss es<br />

auch zu einer deutlichen Entlastung<br />

der Steuerzahler kommen:<br />

„Dazu zählen etwa eine Strompreissenkung<br />

um zehn Prozent,<br />

Wasser-, Kanal- <strong>und</strong> Müllgebührenreduktionen<br />

um 15 Prozent,<br />

eine Gaspreissenkung um 20 Prozent<br />

sowie die Wiedereinführung<br />

des Heizkostenzuschusses in der<br />

Höhe von 300 Euro. Zur Finanzierung<br />

all dieser Maßnahmen<br />

hat die FPÖ in den vergangenen<br />

Jahren im Gemeinderat immer<br />

wieder Anträge gestellt, die von<br />

Rot-Grün jedoch regelmäßig abgelehnt<br />

wurden. <br />

<br />

„Statt Beschäftigungsimpulse<br />

zu setzen <strong>und</strong> unsere Wirtschaft<br />

anzukurbeln, wurden<br />

die Fördermittel gekürzt.“<br />

LAbg. Mag. Johann Gudenus, FPÖ-<br />

Klubobmann<br />

Eckdaten der Standortoffensive<br />

1.Haftungspaket der Wirtschaftsagentur Wien <strong>für</strong> <strong>Klein</strong>- <strong>und</strong> <strong>Mittelbetriebe</strong>.<br />

In Abstimmung mit der Austria Wirtschaftsservice soll ein Garantieprogramm<br />

<strong>für</strong> Betriebsmittelkredite aufgelegt werden.<br />

2. Schaffung eines Mittelstandsfonds in der Wirtschaftsagentur, um<br />

Eigenkapital <strong>für</strong> Wiener <strong>Klein</strong>- <strong>und</strong> <strong>Mittelbetriebe</strong> zur Verfügung zu stellen.<br />

3. Die Förderungsmittel <strong>für</strong> die Wiener <strong>Klein</strong>- <strong>und</strong> <strong>Mittelbetriebe</strong> sind<br />

auf 80 Mio. Euro in den Budgets 2014 <strong>und</strong> 2015 zu verdoppeln.<br />

Foto: FPÖ<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL<br />

| 11


pro gastronomie<br />

❚ Gastronomie:<br />

ES IST FÜNF MINUTEN VOR ZWÖLF!<br />

In den letzten Jahren mussten in Wien viele traditionelle Gastronomiebetriebe<br />

<strong>für</strong> immer ihre Pforten schließen. So kann es nicht weitergehen.<br />

Foto: Coloures-pic/ fotolia.com<br />

Bürokratie, steigender Steuer-<br />

<strong>und</strong> Abgabendruck sowie<br />

die Konkurrenz durch<br />

die sogenannte Parallel-Gastronomie<br />

haben vielen den Garaus<br />

gemacht. Dazu kommen<br />

jetzt Schikanen der Politik – wie<br />

der „Häkel“ beim Nichtraucherschutz<br />

oder die sogenannte Lebensmittelinformationsverordnung.<br />

Das Gastronomie-Team<br />

von FPÖ pro Mittelstand möchte<br />

hier ansetzen <strong>und</strong> <strong>für</strong> die Wiener<br />

Gastronomen wieder Rahmenbedingungen<br />

erkämpfen,<br />

die eine gesicherte Existenz <strong>und</strong><br />

damit vor allem auch <strong>für</strong> die vielen<br />

kleinen <strong>und</strong> mittleren Familienunternehmen<br />

eine gute<br />

wirtschaftliche Zukunft gewährleisten.<br />

» Förderprogramme <strong>für</strong><br />

die Wiener Wirtshaus-<br />

& Cafe-Tradition<br />

Existenz bedroht<br />

Seit der letzten Wirtschaftskammerwahl<br />

sind in Summe<br />

einige h<strong>und</strong>ert traditionelle<br />

Wirtshäuser <strong>und</strong> Cafes in Wien<br />

verschw<strong>und</strong>en. Auch die guten<br />

alten Würstelstände werden immer<br />

weniger. Demgegenüber<br />

gibt es immer mehr Multi-Kulti-<br />

Gastronomie – Kebab <strong>und</strong> Co. –,<br />

die mit der Wirtshaus- & Cafe -<br />

-Tradition nichts zu tun hat. Sie<br />

kann auch den Tourismusstandort<br />

Wien gegenüber dem internationalen<br />

Gast nicht entsprechend<br />

repräsentieren. FPÖ pro<br />

Mittelstand fordert, dass die<br />

Wiener Wirtshaus & Cafe-Tradition<br />

erhalten bleibt <strong>und</strong> mit einem<br />

maßgeschneiderten Förderungsprogramm<br />

jene Betriebe<br />

eine Unterstützung erhalten, die<br />

diese althergebrachte Gastronomie-Kultur<br />

hochhalten.<br />

Millionengrab Rauchverbot<br />

Rot <strong>und</strong> Schwarz haben kein<br />

Herz <strong>für</strong> die Gastronomen: Gab<br />

es seit 2010 massive Verschärfungen<br />

dahingehend, dass mindestens<br />

die Hälfte des Raumes<br />

» Absolutes<br />

Rauchverbot wird<br />

Millionengrab <strong>für</strong><br />

die Gastronomie<br />

von Lokalen rauchfrei sein muss<br />

– sofern das Lokal größer als 50<br />

Quadratmeter ist –, sollen laut<br />

SPÖ-Ges<strong>und</strong>heitsministerin Sabine<br />

Oberhauser innerhalb von<br />

zwei Jahren alle Lokale rauchfrei<br />

werden. Das vernichtet österreichweit<br />

mit einem Federstrich<br />

Umbaukosten von 100 Millionen<br />

Euro.<br />

Wahlfreiheit<br />

Bisher haben vor allem auch<br />

Wiener Gastronomen viele Millionen<br />

Euro in den Umbau ihrer<br />

Gastlokale im Sinne des Nichtraucherschutzes<br />

investiert. Bereits<br />

2013 wurden durch ein<br />

überfallsartiges Verwaltungsgerichtsurteil<br />

diese Investitionen<br />

massiv in Frage gestellt. Wenn<br />

die rote Ges<strong>und</strong>heitsministerin<br />

mit Duldung der roten <strong>und</strong><br />

schwarzen Kammerfunktionäre<br />

den „österreichischen Kompromiss“<br />

eines Nebeneinanders von<br />

Rauchern <strong>und</strong> Nichtrauchern<br />

kippt, dann ist dies eine kalte<br />

Enteignung <strong>und</strong> Vermögensvernichtung.<br />

FPÖ pro Mittelstand<br />

fordert Wahlfreiheit <strong>für</strong> die Wiener<br />

Gastronomen <strong>und</strong> Konsumenten.<br />

Ein absolutes Rauchverbot<br />

darf nicht kommen. Es muss<br />

einen Vertrauens- <strong>und</strong> Investitionsschutz<br />

<strong>für</strong> die Wiener Wirte<br />

geben. <br />

<br />

Walter Bachofner,<br />

Spartensprecher Tourismus<br />

<strong>und</strong> Freizeitwirtschaft, FPÖ pro<br />

Mittelstand<br />

Foto: FPÖ – Pro Mittelstand<br />

12 | WIRTSCHAFT AKTUELL


pro gastronomie<br />

❚ Bürokratie:<br />

MEHR AUFWAND, NOCH MEHR KOSTEN<br />

Die Lebensmittel-Auskunftspflicht produziert unnötige Bürokratie <strong>für</strong> die Gastronomen.<br />

Diese bürokratische Schikane muss man aussetzen.<br />

Ab 13. Dezember 2014 gilt<br />

die berühmt-berüchtigte<br />

Lebensmittelinformationsverordnung<br />

in Österreich. Die<br />

Gastrononomiebetriebe – vom<br />

Wirtshaus über das Cafe bis hin<br />

zum Würstelstand – müssen ihre<br />

Gäste über Allergene in ihren Gerichten<br />

informieren – entweder<br />

steht das alles in der Speisekarte<br />

oder es muss immer jemand da<br />

sein, der darauf geschult ist. Man<br />

macht damit die Gastronomen<br />

zum Handlanger einer nebulosen<br />

Ges<strong>und</strong>heitspolitik, die ohne Maß<br />

<strong>und</strong> Ziel ist. Die Kosten <strong>für</strong> Information<br />

<strong>und</strong> Schulung des Personals<br />

hängt man den natürlich den<br />

Unternehmern um.<br />

„Ich weiß es nicht!“<br />

Den Vogel schoss aber SPÖ-Ges<strong>und</strong>heitsministerin<br />

Oberhauser<br />

ab. FPÖ-Nationalratsabgeordnte<br />

fragten sie, wie sich Unternehmer<br />

bei Fragen zu den Allergenen<br />

verhalten sollen, wenn sie<br />

nicht gestraft werden möchten.<br />

Sie riet, zu sagen: „Ich weiß es<br />

nicht!“ Ein sehr „interessanter“<br />

Ratschlag, wenn man bedenkt,<br />

dass dank dieser EU-Verordnung<br />

Gastronomen ständig mit<br />

» Blöd stellen – das<br />

soll die Lösung sein?<br />

der Unsicherheit leben müssen<br />

bei einem Fehler halb im „Kriminal“<br />

zu stehen. Erst nach einem<br />

Jahr sollten laut Oberhauser<br />

die Ges<strong>und</strong>heitsbehörden<br />

dann „streng prüfen“, ob entsprechende<br />

Auskünfte über Allergen-Stoffe<br />

durch die Gastronomen<br />

gegeben werden. FPÖ<br />

pro Mittelstand fordert eine<br />

Aussetzung dieser bürokratischen<br />

Schikane, die nichts mit<br />

Ges<strong>und</strong>heitsschutz zu tun hat,<br />

sondern lediglich dazu dient,<br />

dass die industrielle Lebensmittelindustrie<br />

die heimischen Produkte<br />

verdrängt. <br />

<br />

Foto: Bernd Kasper / pixelio.de<br />

❚ Schwarz-Rot:<br />

KRATZT KEINER DEM ANDEREN EIN AUGE AUS<br />

Der ÖVP&SPÖ-Funktionärsclan singt gern das hohe Lied auf die Gastronomie.<br />

Taten folgen nicht. Stattdessen wird großkoalitionär „gepackelt“.<br />

» Da wird koalitionär<br />

„gepackelt“, dass<br />

die Tür nicht zugeht<br />

Schwarze <strong>und</strong> rote Kammerfunktionäre<br />

haben immer<br />

schön brav auf B<strong>und</strong>es- <strong>und</strong><br />

Landesebene Bürokratie-Schikanen<br />

wie den Nichtraucherschutz<br />

oder die Lebensmittelinformationsverordnung<br />

mitbeschlossen.<br />

Und auch bei<br />

der Erhöhung<br />

von Steuern <strong>und</strong><br />

Abgaben sind sie einander verb<strong>und</strong>en:<br />

Alkoholsteuer, Biersteuer,<br />

Sektsteuer, Wucherzinsen<br />

bei der Wiener Gebietskrankenkasse,<br />

all das wurde schön brav<br />

mitgetragen. Es w<strong>und</strong>ert nicht,<br />

denn auch die aktuellen „Spitzenfunktionäre“<br />

Willy Turecek<br />

(SWV) <strong>und</strong> Bernd Querfeld<br />

(Wirtschaftsb<strong>und</strong>) sind „Systemgünstlinge“.<br />

Der ÖVP-ler Querfeld<br />

besitzt zum Beispiel einen<br />

lukrativen Gastronomiestandort<br />

auf dem Gelände<br />

von Schloss<br />

Schönbrunn <strong>und</strong><br />

der Sozialist Turecek<br />

betrieb<br />

jahrelang die Gastronomie im<br />

stadteigenen Gänsehäufel <strong>und</strong> in<br />

den Arcaden der staatseigenen<br />

Universität Wien.<br />

Der Fall Gloriette<br />

Während Rot, Schwarz <strong>und</strong> Grün<br />

außer staatlichem „Raubrittertum“<br />

nichts <strong>für</strong> die Gastronomen<br />

übrig haben, können es sich Parteifre<strong>und</strong>e<br />

richten. Bestes Beispiel:<br />

die Gastronomie auf dem<br />

Gelände des im B<strong>und</strong>eseigentum<br />

befindlichen Schloss Schönbrunn.<br />

So wurde unter einem<br />

ÖVP-Wirtschaftsminister Mitte<br />

der 90iger Jahre der SPÖ über<br />

ein Firmenkonstrukt einfach ein<br />

Pachtvertrag <strong>für</strong> den lukrativen<br />

Standort Gloriette zugeschanzt.<br />

Die Pachtkonditionen hält das<br />

Wirtschaftsministerium geheim.<br />

Damit nicht genug sorgen<br />

SPÖ-Minister, wie etwa Kulturminister<br />

Josef Ostermayer, mit<br />

„Für ‚normale‘ Gastronomen<br />

gibt’s ‚Raubrittertum‘, rote<br />

<strong>und</strong> schwarze Parteifre<strong>und</strong>e<br />

können es sich richten.“<br />

Walter Bachofner, Spartensprecher<br />

Tourismus <strong>und</strong> Freizeitwirtschaft,<br />

FPÖ pro Mittelstand<br />

Empfängen <strong>für</strong> die Bediensteten<br />

des Burgtheaters auch noch <strong>für</strong><br />

die Auslastung – auf Kosten der<br />

Steuerzahler.<br />

<br />

Foto: FPÖ – Pro Mittelstand<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL | 13


pro gastronomie<br />

❚ Belastungen:<br />

STEUERN UND ABGABEN STEIGEN STÄNDIG<br />

Schanigarten-Genehmigungen sind teuer <strong>und</strong> Gastro-feindlich.<br />

Der Steuer- <strong>und</strong> Abgabendruck belastet Wirte <strong>und</strong> Cafetiers immens.<br />

S<br />

eit Anfang 2013 schwingt<br />

die rot-grüne Stadtregierung<br />

kräftig die Gebührenkeule<br />

gegen die Wiener Gastronomen.<br />

Bezahlte bis zu diesem<br />

Zeitpunkt ein Wirtshaus oder<br />

Cafe <strong>für</strong> 60 Quadratmeter Schanigarten<br />

151,73 Euro pro Jahr,<br />

sind seitdem 4.050,– Euro fällig.<br />

In besseren Lagen zahlen die<br />

Gastronomen 27 Mal so viel wie<br />

bisher.<br />

1.700 Prozent mehr<br />

Konkret schnalzte die rote Wirtschaftsstadträtin<br />

Renate Brauner<br />

in der Gebührenzone 1 die<br />

jährliche Abgabe von 3,60 Euro<br />

pro Quadratmeter auf 7,50 Euro<br />

monatlich hinauf. Das ist eine<br />

» Schanigärten: ganzjährige<br />

Genehmigung<br />

<strong>und</strong> weniger Gebühren<br />

Steigerung von 1.700 Prozent.<br />

Gleichzeitig ist aber auch die<br />

Bewilligung bürokratisch. Während<br />

es in anderen Weltstädten<br />

ganzjährige Bewilligungen<br />

gibt, schränkt die Stadt Wien<br />

die Schanigarten-Saison unabhängig<br />

von Wind <strong>und</strong> Wetter auf<br />

den Zeitraum 1. März bis 15. November<br />

ein. FPÖ pro Mittelstand<br />

fordert eine ganzjährige Schanigartengenehmigung<br />

<strong>und</strong> eine<br />

Senkung der Schanigarten-Gebühren<br />

auf das alte Niveau.<br />

Steuer- <strong>und</strong> Abgabendruck<br />

Aber nicht nur bei den Schanigärten<br />

zockt Rot-Grün die Wiener<br />

Wirte <strong>und</strong> Cafetiers ab. Die Wiener<br />

Gebietskrankenkasse kassiert<br />

„Verzugszinsen“ von acht Prozent<br />

von den heimischen Gastronomen.<br />

Die Wiener U-Bahn-Steuer,<br />

ein Unikum, das es nur in der<br />

B<strong>und</strong>eshauptstadt gibt, wurde um<br />

178 Prozent erhöht. Dazu wurden<br />

von der rotschwarzen<br />

B<strong>und</strong>esregierung<br />

eine Erhöhung<br />

der Alkoholsteuer<br />

<strong>und</strong> die<br />

Schaumweinsteuer<br />

eingeführt. Bereits<br />

» Gebührenlawine<br />

stoppen – Verbrauchssteuern<br />

senken<br />

vor der Erhöhung nahm der Finanzminister<br />

den Gastronomen<br />

222 Millionen Euro jährlich über<br />

die Bier- <strong>und</strong> Alkoholsteuer ab,<br />

mit der Schaumweinsteuer kommen<br />

nun 35 Millionen Euro dazu,<br />

mit der Erhöhung der Alkoholsteuer<br />

kommen 15 (2014) bzw. 25<br />

(2015) Millionen Euro an Mehrbelastungen<br />

dazu.<br />

FPÖ pro Mittelstand<br />

fordert eine<br />

Rücknahme der<br />

Wiener Gebührenlawine<br />

sowie eine<br />

Abschaffung der<br />

konsumenten- <strong>und</strong> wirtschaftsfeindlichen<br />

Verbrauchssteuern,<br />

wie Bier-, Alkohol- oder Schaumweinsteuer.<br />

<br />

<br />

Foto: Marco2811/fotolia.com<br />

❚ Wirtshauskultur:<br />

WÜRSTELSTAND STATT KEBAB-LAND<br />

Die Wiener Wirtshauskultur ist Teil unserer Identität – das muss erhalten werden.<br />

» Mehr Unterstützung<br />

<strong>für</strong> unsere Wiener<br />

Wirtsfamilien<br />

Während die echten Wiener<br />

Wirte <strong>und</strong> Cafetiers von der<br />

rot-grünen Stadt regierung mit<br />

Gebühren, Abgaben <strong>und</strong> Bürokratie-Schikanen<br />

regelrecht verfolgt<br />

werden, blüht die „Parallel-Gastronomie<br />

mit Migrationshintergr<strong>und</strong>“.<br />

Viele alte Wiener Wirtshäuser<br />

oder Cafes werden von<br />

privaten Ausländer-Clublokalen,<br />

Spielhöhlen oder türkischen Lokalen<br />

verdrängt. Der traditionelle<br />

Wiener Würstelstand muss irgendwelchen<br />

Multi-Kulti-Ständen<br />

weichen. Damit verliert Wien als<br />

Tourismusstandort seine Identität.<br />

Die Wirtshauskultur ist traditionell<br />

identitätsstiftend <strong>für</strong> die<br />

österreichische Gesellschaft <strong>und</strong><br />

auch ein zentrales Element <strong>für</strong><br />

das Tourismusland Österreich.<br />

FPÖ pro Mittelstand<br />

fordert eine<br />

Beschränkung der<br />

Multi-Kulti-Gastronomie<br />

auf ein<br />

vertretbares Maß. Es soll wieder<br />

das echte Wiener Wirtshaus, Kaffeehaus<br />

<strong>und</strong> der Wiener Würstelstand<br />

gefördert werden. Wir<br />

wollen unsere kulinarischen <strong>und</strong><br />

kulturellen Besonderheiten <strong>für</strong><br />

unsere Gäste, aber auch <strong>für</strong> kommende<br />

Generationen<br />

erhalten.<br />

» Die Wirtshauskultur<br />

ist identitätsstiftend<br />

Dazu gehört<br />

auch die Unterstützung<br />

<strong>für</strong><br />

unsere Wirtsfamilien <strong>und</strong> deren<br />

Mitarbeiter, die dem Gast einen<br />

unvergesslichen Eindruck unserer<br />

schönen Wiener Stadt auch<br />

kulinarisch vermitteln! <br />

14 | WIRTSCHAFT AKTUELL


pro gastronomie<br />

Foto: apops/fotolia.com<br />

❚ Das Wiener Team von FPÖ pro Mittelstand <strong>für</strong> die Tourismus- <strong>und</strong> Freizeitwirtschaft<br />

WIR PACKEN ES AN!<br />

FPÖ pro Mittelstand – die zentralen<br />

Forderungen <strong>für</strong> die Wiener Wirte<br />

<strong>und</strong> Cafetiers<br />

Komm, sei dabei:<br />

Fachlicher Gedankenaustausch<br />

im Kollegenkreis<br />

☛ Die Wiener Wirtshaus & Cafe-<br />

Tradition erhalten <strong>und</strong> fördern<br />

☛ Wiederbelebung der Würstelstandkultur<br />

statt Kebab-Land-<br />

Multi-Kulti-Gastro<br />

☛ Wahlfreiheit <strong>für</strong> Gastronomen<br />

<strong>und</strong> Gäste statt absolutem<br />

Rauchverbot<br />

☛ Runter mit der Schanigartengebühr<br />

<strong>und</strong> her mit ganzjährigen<br />

Schanigarten-Genehmigungen<br />

☛ Weg mit der Lebensmittelinformationsverordnung<br />

☛ Generelle Senkung der Steuern<br />

<strong>und</strong> Abgaben in der Gastronomie<br />

☛ Abschaffung von Bier-, Wein<strong>und</strong><br />

Sektsteuer<br />

☛ Weg mit Verwaltungsschikanen<br />

bei Betriebsanlagengenehmigungen<br />

<strong>und</strong> Arbeitsrecht<br />

„FPÖ pro Mittelstand ist eine<br />

Interessenvertretung mit Herz<br />

<strong>und</strong> Sachverstand!“<br />

Walter Bachofner, Spartensprecher<br />

Tourismus <strong>und</strong> Freizeitwirtschaft,<br />

FPÖ pro Mittelstand<br />

Foto: FPÖ – Pro Mittelstand<br />

Neue Ideen <strong>für</strong> die Zukunft<br />

des Berufsstandes erarbeiten<br />

Im Wirtschaftsleben gemeinsame<br />

Projekte betreuen<br />

Gemeinsam die Interessen<br />

des Berufsstandes vertreten<br />

Standes- statt Funktionärsinteressen<br />

repräsentieren<br />

❚ Würgegriff<br />

ES REICHT!<br />

Die Wiener Tourismus- <strong>und</strong> Freizeitwirtschaft im Würgegriff von Rot-Grün-Schwarz.<br />

Nicht nur Kaffehäuser <strong>und</strong><br />

Gastronomie, auch die anderen<br />

Sparten der Wiener Tourismus-<br />

<strong>und</strong> Freizeitwirtschaft<br />

befinden sich im Würgegriff<br />

von rot-grüner Stadtregierung,<br />

ÖVP-dominierter Wirtschaftskammer<br />

<strong>und</strong> der rot-schwarzen<br />

B<strong>und</strong>esregierung. Steuern, Gebühren,<br />

Abgaben <strong>und</strong> Bürokratie<br />

belasten insbesondere auch die<br />

Hotellerie, die Reisebüros, Freizeit-<br />

<strong>und</strong> Sportbetriebe, Kino-,<br />

Kultur- <strong>und</strong> Vergnügungsbetriebe<br />

sowie Ges<strong>und</strong>heitsbetriebe.<br />

» ÖVP, SPÖ <strong>und</strong> Grüne<br />

fesseln die Wirtschaft<br />

Machtausübung<br />

Dazu kommen unfaire Wettbewerbsbedingungen<br />

von internationalen<br />

Reiseportalen, die der<br />

heimischen klein- <strong>und</strong> mittelständischen<br />

Hotellerie <strong>und</strong> den<br />

Reisebüros mit immensen Provisionsvorschreibungen<br />

<strong>und</strong> unfairen<br />

Wettbewerbsbedingungen<br />

die wirtschaftliche Existenz rauben.<br />

Die Wiener Freizeit- <strong>und</strong><br />

Sportbetriebe, Kino-Kultur- <strong>und</strong><br />

Vergnügungsbetriebe sowie die<br />

Ges<strong>und</strong>heitsbetriebe wiederum<br />

leiden unter der rot-grünen<br />

Machtausübung in Sachen Betriebsanlagengenehmigungen,<br />

städtischen Miet- <strong>und</strong> Pachtvertragsverhältnissen<br />

<strong>und</strong> einer<br />

einseitigen ideologischen Förderungs-<br />

<strong>und</strong> Subventionspolitik.<br />

<br />

<br />

Foto: Markus Wegner / pixelio.de<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL | 15


wirtschaft aktuell<br />

HILFE FÜR BETRIEBE<br />

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de<br />

❚ FPÖ pro Mittelstand:<br />

WIR KONNTEN HELFEN –<br />

MIT HERZ UND HAUSVERSTAND<br />

Zahlreiche Unternehmer wenden sich an FPÖ pro Mittelstand mit ihren Sorgen <strong>und</strong> Nöten.<br />

Immer geht es dabei um Probleme mit den Behörden.<br />

Der Amtsschimmel wiehert laut<br />

in Wien. Und der Behördendschungel<br />

ist nahezu <strong>und</strong>urchdringbar.<br />

Besonders, wenn man sich als<br />

Unternehmer eigentlich um sein<br />

Kerngeschäft <strong>und</strong> seine K<strong>und</strong>en<br />

kümmern muss. Etliche Selbstständige<br />

haben sich hilfesuchend<br />

an uns gewandt. Wir von FPÖ pro<br />

Mittelstand nehmen unseren Auftrag<br />

als Servicebüro ernst. In vielen<br />

Fällen konnte das Team von FPÖ<br />

pro Mittelstand den Betroffenen<br />

den richtigen Weg durch den Bürokratie-Irrgarten<br />

weisen. Hier ein<br />

kleiner Auszug. <br />

Foto:Peter Smola / pixelio.de<br />

Wir konnten helfen – bei einer<br />

Betriebsanlage <strong>für</strong> ein Kaffeehaus<br />

<strong>und</strong> der Rettung eines<br />

Kaffeehauses<br />

16 | WIRTSCHAFT AKTUELL


HILFE FÜR BETRIEBE<br />

wirtschaft aktuell<br />

Foto:Dieter Schütz / pixelio.de<br />

Wir konnten helfen – bei einer Linienbusgenehmigung<br />

Foto:Dieter Schütz / pixelio.de<br />

Wir konnten helfen – bei einem Standplatz <strong>für</strong> einen Marktfahrer<br />

Foto:Dieter Schütz / pixelio.de<br />

Foto: Straße Wilhelmine Wulff / pixelio.de<br />

Wir konnten helfen – bei der Verkehrsanbindung eines neuen<br />

Betriebsstandortes<br />

Wir konnten helfen – beim Gewerberecht <strong>für</strong> eine Änderungsschneiderei<br />

Foto: Harald Wanetschka / pixelio.de<br />

Foto: Schanigarten Peter Smola / pixelio.de<br />

Wir konnten helfen – bei einer Schanigartengenehmigung<br />

Wir konnten helfen – bei der Rettung eines kleinen Reisebüros<br />

Foto: Juergen Jotzo / pixelio.de<br />

Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de<br />

Wir konnten helfen – bei der Bewilligung eines Konzertlokals<br />

Wir konnten helfen – beim Erhalt eines Fiakerstandplatzes<br />

Foto: Norbert Svojtka / pixelio.de<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL<br />

| 17


wirtschaft aktuell<br />

AM PULS DER WIRTSCHAFT<br />

FPÖ-B<strong>und</strong>esobmann HC Strache im Palais Eschenbach bei der von FPÖ pro<br />

Mittelstand organisierten Veranstaltung „Raue Zeiten <strong>für</strong> den Mittelstand: Was<br />

erwartet die Wirtschaft – Was bietet die Politik?“<br />

„Raue Zeiten <strong>für</strong> den Mittelstand“ –die Diskutanten Wolfgang<br />

Bachmayer, Geschäftsführer des OGM-Instituts, der Generalsekretär<br />

der Österreichischen Hoteliervereinigung, Markus Gratzer, Clemens<br />

Wallner, Vizepräsident von EcoAustria, Reinhard Pisec, HC<br />

Strache, Richard Lugner <strong>und</strong> Moderatorin Lisa Ullmann.<br />

Reinhard Pisec diskutiert mit Richard Lugner <strong>und</strong> Markus Gratzer.<br />

Fünf Jahre FPÖ pro Mittelstand: Christian Unger, HC Strache,<br />

Reinhard Pisec <strong>und</strong> FPÖ pro Mittelstand-Geschäftsführer Thomas<br />

Schmidt hatten Gr<strong>und</strong> zu feiern.<br />

❚ FPÖ pro Mittelstand:<br />

IMMER AM PULS<br />

DER WIENER WIRTSCHAFT<br />

Wir haben das Ohr am Puls der Wirtschaft mit unseren Veranstaltungen,<br />

Informationsabenden <strong>und</strong> unseren Betriebsbesuchen.<br />

FPÖ pro Mittelstand organisiert<br />

zahlreiche Veranstaltungen<br />

<strong>für</strong> Unternehmer<br />

im Jahr. Die Bandbreite reicht<br />

von Informationsabenden zu<br />

speziellen Themen – wie etwa<br />

dem Bereich Sicherheitsvorkehrungen<br />

<strong>für</strong> Unternehmer <strong>und</strong><br />

Verhalten bei Betriebsprüfungen<br />

– über Enqueten <strong>und</strong> Podiumsdiskussionen<br />

mit Top-Experten<br />

bis hin zu geselligen<br />

Unternehmerabenden. Im November<br />

etwa lud FPÖ pro Mittelstand<br />

unter dem Motto „Raue<br />

Zeiten <strong>für</strong> den Mittelstand: Was<br />

erwartet die Wirtschaft - Was<br />

bietet die Politik?“ zu einer<br />

hochkarätig besetzten Diskussionsr<strong>und</strong>e<br />

ins Wiener Palais<br />

Eschenbach.<br />

Einer der Höhenpunkte 2013:<br />

Vor r<strong>und</strong> einem Jahr feierte FPÖ<br />

pro Mittelstand ein sehr erfolgreiches<br />

Fünf-Jahres Jubiläum gemeinsam<br />

mit zahlreichen Unterstützern,<br />

Mitgliedern <strong>und</strong><br />

Funktionären in der Wolke 19 im<br />

Ares Tower in Wien. Ein kleiner<br />

Streifzug durch die Unternehmer-Veranstaltungen<br />

von FPÖ<br />

pro Mittelstand.<br />

Fotos diese Doppelseite: Christoph Allwissner, FPÖ pro Mittelstand<br />

18 | WIRTSCHAFT AKTUELL


AM PULS DER WIRTSCHAFT<br />

wirtschaft aktuell<br />

Volles Haus bei der Feier „Fünf Jahre FPÖ pro Mittelstand“.<br />

Reinhard Pisec mit den beiden Referenten des Wirtschaftsabends.<br />

Diskussion mit Unternehmern des 12. Bezirks über das Thema<br />

Wirtschaftsförderung<br />

Reinhard Pisec mit Walter Zizelsberger mit charmanter Begleitung<br />

im Palais Epstein.<br />

„Tischgespräche“ im Villon: Christian Unger, Reinhard Pisec,<br />

Thomas Schmidt, Harald Vilimksy, Johann Gudenus <strong>und</strong> Andreas<br />

Guggenberger (v.l.n.r.)<br />

Im Sommer verlegt man die Infoabende in einen gemütlichen Heurigen im 19. Bezirk<br />

Mit FPÖ pro Mittelstand kann die Wirtschaft abheben<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL<br />

| 19


wirtschaft aktuell<br />

INITIATIVEN<br />

Foto: Gina Sanders /Fotolia.com<br />

❚ FPÖ pro Mittelstands-Erfolg:<br />

WIR PACKEN ES AN –<br />

FÜR DIE WIENER WIRTSCHAFT<br />

FPÖ pro Mittelstand setzt im Wirtschaftsparlament <strong>und</strong> im österreichischen Parlament<br />

zahlreiche Initiativen im Sinne der Wiener Unternehmer.<br />

Mit seinen Initiativen beweist<br />

FPÖ pro Mittelstand<br />

immer wieder,<br />

dass die Freiheitlichen die erneuernde<br />

<strong>und</strong> progressive Kraft<br />

im Interesse der österreichischen<br />

<strong>und</strong> der Wiener Unternehmen<br />

sind.<br />

Auch im österreichischen Nationalrat<br />

<strong>und</strong> im B<strong>und</strong>esrat hat<br />

FPÖ pro Mittelstand-Präsident<br />

Reinhard Pisec starke Akzente<br />

gesetzt – als B<strong>und</strong>esrat beispielsweise<br />

mit einer Initiative zur Absenkung<br />

der SVA-Beiträge durch<br />

Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger.<br />

Der Hintergr<strong>und</strong>:<br />

Die Krankenbeiträge<br />

an die Gebietskrankenkasse<br />

bzw. die Sozialversicherungsanstalt<br />

sind <strong>für</strong> Dienstnehmer <strong>und</strong><br />

Selbstständige mit 7,65 Prozent<br />

gleich hoch, obwohl es bei der<br />

SVA einen 20prozentigen Selbstbehalt<br />

gibt.<br />

Weniger krank<br />

Hinzu kommt, dass Selbstständige<br />

im Schnitt 25 Prozent weniger<br />

Krankenstandstage haben<br />

als Durchschnittsversicherte bei<br />

der GKK. Zusammen betragen<br />

» Pflichtbeiträge an<br />

die SVA höher als die<br />

Einkommensteuer<br />

die Kosten <strong>für</strong> Selbstständige damit<br />

45 Prozent mehr als bei der<br />

Gebietskrankenkasse. Bei geringfügigen<br />

Einkommen ist der<br />

Unterschied noch wesentlicher:<br />

Bei einem Einkommen von 395<br />

Euro fallen <strong>für</strong> Krankenversicherung<br />

<strong>und</strong> Pension als Pflichtbeitrag<br />

bei der SVA knapp 200 Euro<br />

an <strong>und</strong> damit die Hälfte des Einkommens<br />

– bei der GKK gibt es<br />

keinen Pflichtbeitrag. Noch eklatanter<br />

fällt der Unterschied bei<br />

Mindestkörperschaftspflichtigen<br />

an, also wenn man nichts oder<br />

fast nichts verdient. Hier stehen<br />

500 Euro Mindest-KöSt über<br />

2.200 Euro SVA-Pflichtbeitrag<br />

gegenüber.<br />

» Krankenversicherungsbeiträge<br />

<strong>für</strong><br />

Selbständige um 45<br />

Prozent absenken<br />

Gr<strong>und</strong>sätzlich sind die Pflichtbeiträge<br />

an die SVA höher als die<br />

Einkommensteuer <strong>und</strong> dazu<br />

kommt noch der Selbstbehalt.<br />

Pisec: „Um hier im Sinne eines<br />

einheitlichen Sozialversicherungssystems<br />

<strong>für</strong> Unternehmen<br />

Gerechtigkeit zu schaffen, sollte<br />

man die Sozialversicherungsträger<br />

zusammenlegen <strong>und</strong> auf der<br />

Gr<strong>und</strong>lage der Verwaltungseinsparungen<br />

gleichzeitig die laufen-<br />

20 | WIRTSCHAFT AKTUELL


INITIATIVEN<br />

wirtschaft aktuell<br />

den Krankenversicherungsbeiträge<br />

<strong>für</strong> Selbständige, insbesondere<br />

EPU, um 45 Prozent absenken.“<br />

Verzugszinsen senken<br />

Auf die Initiative von Reinhard<br />

Pisec geht auch ein Antrag zurück,<br />

den die Freiheitlichen im<br />

Nationalrat im Zusammenhang<br />

mit der Senkung der Verzugszinsen<br />

in der Sozialversicherung<br />

gestellt haben. In der Periode<br />

2003 bis 2013 haben die<br />

Gebietskrankenkassen allein<br />

aus dem Titel der Verzugszinsen<br />

» Zahlungswillig, aber<br />

nicht immer unmittelbar<br />

zahlungsfähig<br />

r<strong>und</strong> 700 Millionen Euro eingenommen.<br />

Diese 700 Millionen<br />

gingen zu Lasten der österreichischen<br />

Wirtschaft.<br />

Engpässe<br />

Die kleinen <strong>und</strong> mittleren Unternehmen<br />

leiden unter den hohen<br />

SV-Kosten, da sie sehr oft<br />

zwar gr<strong>und</strong>sätzlich zahlungswillig,<br />

aber nicht immer unmittelbar<br />

zahlungsfähig sind, da der<br />

hohe Steuer- <strong>und</strong> Abgabendruck<br />

gepaart mit einer Kreditklemme<br />

zu fortgesetzten Liquiditätsengpässen<br />

führt.<br />

Scheinfirmen<br />

Gleichzeitig betrügen Scheinfirmen,<br />

die oft in der Hand ausländischer<br />

Strohmänner sind, vor<br />

allem im Bau- <strong>und</strong> Baunebengewerbe<br />

die österreichischen<br />

Sozialversicherungsträger. Hier<br />

agieren Sozialministerium, Finanzministerium<br />

<strong>und</strong> Wirtschaftsministerium<br />

sehr oft halbherzig,<br />

da sie nicht einmal bereit<br />

sind, gegenüber dem Parlament<br />

offenzulegen, in welchem Ausmaß<br />

diese Schattenwirtschaft<br />

die österreichischen Sozialversicherungsträger<br />

abgabenmäßig<br />

betrügt.<br />

Anträge von FPÖ pro Mittelstand im Wiener Wirtschaftsparlament: 2010 bis 2014<br />

2010:<br />

☛ Für steuerliche Entlastung von nicht entnommenen<br />

Gewinnen<br />

☛ Gegen Verschärfung des Tabakgesetzes<br />

☛ Für Senkung der Umsatz- <strong>und</strong> Mineralölsteuer<br />

☛ Betreffend Datenschutz-Gesetzesnovelle 2010<br />

☛ Für Senkung der Lohn- <strong>und</strong> Einkommensteuer<br />

2011<br />

☛ Für Steuerfreiheit <strong>für</strong> Teil des Bruttolohns bzw. Bruttogehalts<br />

☛ Für Befreiung von Lohnnebenkosten <strong>für</strong> Start-Up-Unternehmen<br />

2012<br />

Wirtschaftsparlament<br />

☛ Für jährliche Inflationsanpassung des Gr<strong>und</strong>freibetrages<br />

<strong>und</strong> der Einkommensteuersätze – Kalte Progression<br />

☛ Betreffend Beweis der Zweckmäßigkeit von Gebührenerhöhungen<br />

☛ Für Senkung der Einkommensteuer<br />

☛ Gegen Auflösungsabgabe<br />

Foto: Jorma Bork / pixelio.de Foto: GG-Berlin / pixelio.de<br />

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de<br />

Foto: Thorben Wengert / pixelio.de<br />

2013<br />

☛ Für Entlastung von EPU bei Anstellung des ersten Arbeitnehmers<br />

☛ Für Transparenz bei monatlichen Gehaltsüberweisungen<br />

☛ Für Beschleunigung des U-Bahnbaus in Wien<br />

☛ Für Urbefragung über die Interessen der Mitglieder der<br />

Wirtschaftskammer Wien<br />

☛ Für Transparentes Beteiligungsmanagement der Stadt<br />

Wien<br />

☛ Für Evaluierung der Beteiligungen der Stadt Wien<br />

☛ Für Übernahme der haushaltsrechtlichen Bestimmungen<br />

des B<strong>und</strong>es durch die Stadt Wien<br />

☛ Für Spekulationsverbot <strong>für</strong> Gebietskörperschaften <strong>und</strong><br />

angeschlossene Unternehmen<br />

☛ Betreffend Sonntagsöffnung im 1. Bezirk<br />

☛ Für Gleichstellung in der Unternehmensbesteuerung mit<br />

Kapitalgesellschaften<br />

2014<br />

☛ Für Abschaffung des 20%igen Selbstbehaltes, Senkung<br />

des SVA Beitrages <strong>und</strong> Abschaffung der Pflichtbeiträge<br />

bei geringfügigen Einkommen<br />

☛ Für Vereinheitlichung der Höhe der Gr<strong>und</strong>umlage in allen<br />

B<strong>und</strong>esländern<br />

☛ Für Wiedereinführung eines Festumzuges der Wiener<br />

Wirtschaft<br />

☛ Für Verringerung der Überbürokratisierung in Wien<br />

☛ Für Öffnung der Busspuren <strong>für</strong> den Wirtschaftsverkehr<br />

☛ Für eine eigene Fachgruppe der E-Dampf-Groß- <strong>und</strong> Einzelhändler<br />

Foto: eccolo / Fotolia.com<br />

Foto: eccolo / Fotolia.com<br />

Foto: Gina Sanders/ fotolia.com<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL<br />

| 21


wirtschaft aktuell<br />

WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL 24.–26. FEBRUAR 2015<br />

❚ Wirtschaftskammer:<br />

FÜR EIN GERECHTES WAHLSYSTEM<br />

Das Wahlsystem der Wirtschaftskammer birgt einige Skurrilitäten. Der<br />

Reformbedarf des derzeitigen Systems zeigt sich auf drei Ebenen.<br />

Seltsame Blüten treibt das<br />

Wahlsystem in der Wirtschaftskammer<br />

– etwa<br />

jene, dass die Fachgruppe der<br />

Seilbahnen aus einem einzigen<br />

Mitglied besteht, das sich selbst<br />

wählt <strong>und</strong> so ein fixes Mandat erhält.<br />

„Mit einer Seilbahn gelangt<br />

man also problemlos direkt in<br />

die Wiener Wirtschaftskammer“,<br />

erklärt Reinhard Pisec, Präsident<br />

von FPÖ pro Mittelstand.<br />

Foto: FPÖ – Pro Mittelstand<br />

Reform nötig<br />

Eine Reform des Wahlsystems<br />

ist aber nicht nur alleine deshalb<br />

dringend notwendig. Es geht um<br />

drei Ebenen. Zum einen hat gemäß<br />

WKO-Wahlsystem ein Unternehmer<br />

nur die Möglichkeit,<br />

<strong>für</strong> seine Fachgruppe (FG), die<br />

übergeordnete Landeskammer<br />

<strong>und</strong> die wiederum übergeordnete<br />

B<strong>und</strong>eskammer eine Stimme<br />

abzugeben. Gewählt wird aber<br />

nur in der FG. Eine eigene Stimme<br />

<strong>für</strong> die Landes- <strong>und</strong> B<strong>und</strong>eskammer<br />

kann nicht abgegeben<br />

werden – diese wird hochgerechnet.<br />

Pisec: „Dies wäre etwa<br />

so, als ob die Mandate <strong>für</strong> Nationalrat,<br />

Gemeinderat <strong>und</strong> Bezirk<br />

„Eine Totalreform des Wahlsystems<br />

ist unbedingt notwendig.<br />

Alles andere ist lediglich<br />

eine Farce.“<br />

B<strong>und</strong>esrat Mag. Reinhard Pisec,<br />

Präsident FPÖ pro Mittelstand<br />

» Alle fünf Jahre wiederholt<br />

sich ein „Jahrmarkt<br />

der Gewerbescheine“<br />

mit einer Stimme pro Wähler im<br />

Bezirk entschieden werden“, kritisiert<br />

Pisec.<br />

Ungleichgewicht<br />

Ein weiterer Kritikpunkt: die<br />

vorgegebene Einteilung der FG,<br />

Mandate <strong>und</strong> damit die Stimmengewichtung,<br />

wie etwa die<br />

oben angesprochenen Seilbahnen.<br />

Die FG der Schienenbahnen<br />

mit gerade 33 Mitgliedern,<br />

erhält sechs zugeteilte Mandate.<br />

Hingegen hat die FG des Lebensmittelhandels<br />

mehr als 2.700<br />

Mitglieder <strong>und</strong> die FG des Außenhandels<br />

mehr als 2.300 Mitglieder<br />

mit nur 24 bzw. 20 zu<br />

vergebenden Mandaten. Wenn<br />

man die Mandate mit der Anzahl<br />

der Mitglieder in diesen FG vergleicht,<br />

bedeutet dies, dass die<br />

Stimme aus der FG der Seilbahnen<br />

120-mal mehr wert ist, als<br />

eine Stimme eines Mitglieds im<br />

Außenhandel. „Auch eine Stimme<br />

im Lebensmittelhandel ist<br />

um 115-mal weniger wert als bei<br />

den Seilbahnen“, zeigte Pisec auf.<br />

„Jahrmarkt“<br />

Der dritte Bereich betrifft die<br />

Definition eines Unternehmers.<br />

Für die WKO ist jeder Unternehmer<br />

<strong>und</strong> damit wahlberechtigt,<br />

welcher im Besitz eines Gewerbescheines<br />

(unabhängig ob aktiv<br />

oder ruhend) ist. Die Wahlordnung<br />

– das zeigt die gängige<br />

Praxis – zwingt zum „Run“ einiger<br />

Fraktionen auf die Gewerbescheine.<br />

Alle fünf Jahre wiederholt<br />

sich dieser „Jahrmarkt der<br />

Gewerbescheine“ <strong>und</strong> lässt deren<br />

Anzahl signifikant ansteigen,<br />

so Pisec.<br />

» Mit einer Seilbahn<br />

kommt man direkt<br />

in die Wiener<br />

Wirtschaftskammer<br />

» Die Stimmen sind<br />

nicht gleich viel wert.<br />

Totalreform<br />

Eine Totalreform des Wahlsystems<br />

ist unbedingt notwendig.<br />

Pisec: „FPÖ pro Mittelstand fordert<br />

eine getrennte, gerechte <strong>und</strong><br />

somit dreifache Stimmabgabe<br />

<strong>für</strong> Fachgruppe, Landeskammer<br />

<strong>und</strong> B<strong>und</strong>eskammer. Weiters<br />

müssen die Fachgruppen wesentlich<br />

gerechter im Sinne der<br />

Mitgliederanzahl gewichtet <strong>und</strong><br />

gestaltet werden <strong>und</strong> auch der<br />

Begriff des Unternehmers muss<br />

dem Unternehmergesetzbuch<br />

(UGB) entsprechen – also §1<br />

(2) „selbständige wirtschaftliche<br />

Tätigkeit“. Alles andere ist lediglich<br />

eine Farce, wie bereits 2010<br />

zu sehen war, als die Wahl vom<br />

Verfassungsgerichtshof zum Teil<br />

wegen „Irritationen“ aufgehoben<br />

werden musste! Reinhard Pisec<br />

hat einen entsprechenden Antrag<br />

auf Änderung dieses Wahlsystems<br />

eingebracht.<br />

Foto: pics5/fotolia.com<br />

22 | WIRTSCHAFT AKTUELL


wirtschaft aktuell<br />

WIR VERTRETEN DIE WIENER WIRTSCHAFT –<br />

FPÖ PRO MITTELSTAND<br />

Banken <strong>und</strong> Versicherungen:<br />

Spartensprecher Dkfm Walter Zizelsberger<br />

Gewerbe <strong>und</strong> Handwerk:<br />

Spartensprecher Dkfm Hans Hubmayr<br />

Handel:<br />

Spartensprecher Ing. Martin Seethaler<br />

Industrie:<br />

Spartensprecher Mag. Reinhard Pisec<br />

Information <strong>und</strong> Consulting:<br />

Spartensprecher Klaus Handler<br />

Wie sind wir erreichbar?<br />

Tourismus <strong>und</strong> Freizeitwirtschaft:<br />

Spartensprecher Walter Bachofner<br />

Fotos diese Seite: FPÖ <strong>und</strong> www.fotoschuster.at – Pro Mittelstand<br />

Transport <strong>und</strong> Verkehr:<br />

Spartensprecher Karl Baron<br />

Betriebsbesuche, Sprechst<strong>und</strong>en, Rechtsberatung!<br />

Rufen Sie einfach zu Bürozeiten Montag bis Freitag, zwischen<br />

10 <strong>und</strong> 14 Uhr an <strong>und</strong> vereinbaren Sie einen Termin! Wir freuen<br />

uns auf das Gespräch mit Ihnen! Wir kommen gerne zu ihnen.<br />

FPÖ pro Mittelstand<br />

Bartensteingasse 14/10<br />

1010 Wien<br />

Tel.: +43 – 1 – 402 53 55<br />

Fax: +43 – 1 – 402 53 55 49<br />

E-Mail: office@fpoe-promittelstand.at<br />

www.fpoe-promittelstand.at<br />

www.facebook.com/FPOEpromittelstand<br />

PRO<br />

MITTELSTAND<br />

WIRTSCHAFT AKTUELL<br />

| 23


PRO<br />

MITTELSTAND

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!