tassilo - das neue Regionalmagazin rund um Weilheim und die Seen

tassilo2
  • Keine Tags gefunden...

Der Inhalt von Ausgabe 2: Der Eglfinger Natur-Erlebnis-Spielplatz - noch diesen Herbst Nichtraucher werden - Die Nachbarn von Seeshaupt - Schönegger Käsealm: Bergsicht, Spielplatz und Milchgeheimnisse - Besuch auf "Gut Achberg" - die freie Waldorfschule in Huglfing - tassilo-Spezial zur ORLA - 1. Weilheimer Wiesn mit Festbier vom Dachsbräu - Der Osterseen-Rundweg - Ausbildung im Fokus - Heimaträtsel: Segeltörns zu gewinnen - Der Hospizverein Polling - jede Menge Termine im Veranstaltungskalender .... und vieles mehr!

Ausgabe 2

September / Oktober 2015

Eine Produktion von

Titelbild: Mauritius Images

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Start ins Berufsleben

Tipps zur Ausbildung 2016

Mit Sonderteil zur

20. Oberland-

Ausstellung

1.- 5. Oktober

Auf der Roten Couch

„Nachbarin“ Sigrid von Schroetter


OFZ Orthopädisches Fachzentrum

Leben in Bewegung

Bewegung bedeutet Leben. Lebensqualität

entsteht jedoch erst, wenn

eine ungehinderte und schmerzfreie

Bewegung möglich ist. Die Spezialisten

des OFZ haben sich ein Ziel gesetzt:

Diese Lebensqualität zu sichern oder

wiederherzustellen.

für Konsultationen bereit, so dass

stets eine wohnortnahe Betreuung der

Patienten möglich ist.

Diagnostik, konservative

und operative Therapie sowie

Nachsorge aus einer Hand

Betreuung bis hin zur Einbindung von

Physiotherapie und Orthopädietechnik.

Alle ambulant möglichen Operationen

erfolgen durch die Fachärzte im eigenen

ambulanten OP.

OFZ Orthopädisches Fachzentrum

Weilheim – Garmisch – Starnberg –

Penzberg

Basis jeder erfolgreichen Behandlung

ist die richtige Diagnose. Die langjährige

Erfahrung und die ausgewiesene

Spezialisierung der einzelnen Fachärzte

sowie umfassende Diagnoseeinrichtungen

machen das OFZ zum Ansprechpartner

Nr. 1 bei allen orthopädischen

Beschwerden.

Unsere Spezialisten:

Dr. med. Klaus Bachfischer

Dr. med. Wolfgang Vogt

Dr. med. Alexander Waizenhöfer

Dr. med. Axel Schroth

Dr. med. Johann Wasmaier

Dr. med. Martin Festerling

Dr. med. Karl Heizer

Dr. med. Wolfried Hawe

Dr. med. Karen Rüttinger

Spezialisten für Orthopädie

vor Ort und in der Nähe

Der Weg zum Spezialisten ist nicht

weit: An vier Standorten bietet das

OFZ ein Komplettpaket orthopädischer

Versorgung: in Weilheim,

Garmisch, Starnberg und Penzberg

arbeiten 9 Fachärzte für Orthopädie

und Unfallchirurgie, jeder mit einer

besonderen zusätzlichen Spezialisierung.

Sie sorgen für eine ganzheitliche

optimale Versorgung der Patienten

bei Hüft-, Knie-, Fuß-, Schulter-,

Ellenbogen-, Hand- und Wirbelsäulenbeschwerden

und -verletzungen. Die

Fachärzte stehen an allen Standorten

Für den optimalen Heilungserfolg steht

immer der Patient im Fokus der individuellen,

gesamtheitlichen Behandlung:

Alle notwendigen Therapieschritte

können im OFZ durchgeführt werden.

Durch diese ganzheitliche Versorgung

aus einer Hand ist eine optimale Genesung

und Rehabilitation gewährleistet:

von der ambulanten oder stationären

Stationär notwendige Operationen

werden in den umliegenden speziell

dafür ausgerüsteten Krankenhäusern

durchgeführt.

Wenn etwa Knie, Hüfte oder Schulter

Schwierigkeiten bereiten: Zum

Leistungsspektrum des OFZ gehören in

erster Linie moderne gelenkerhaltende

Maßnahmen. Zusätzlich verfügt das

OFZ über eine besondere Expertise

im Bereich des Gelenkersatzes (Endoprothetik)

der großen Gelenke. Die

Operationsverfahren basieren auf den

neuesten medizinischen Erkenntnissen

und erfolgen nach Möglichkeit immer

minimalinvasiv. Das OFZ findet für

jeden Patienten die passende Lösung.

Geben Sie Ihre Gelenke in die

Hände von Spezialisten.

Kontakt:

OFZ Weilheim

Tel.: 0881 / 939 30

OFZ Garmisch

Tel.: 08821 / 96 78 40

OFZ Starnberg

Tel.: 08151 / 444 98 88

OFZ Penzberg

Tel.: 08856 / 25 90

info@ofz-online.de

www.ofz-online.de


Zum zweiten Mal lassen

wir mit unserem Magazin

tassilo“ silo

den Blick schweifen

über

unsere so vielfälti-

ge Heimat. Das

zeigt schon

unser Titel-Foto: to: Der Blick

über

Bernried macht erfassbar,

in welch herrli-

cher

Region wir unsere

Themen en zusammentra-

gen dürfen. So präsentiert

auch

die

zweite Ausgabe unseres

neuen en

Regionalmagazins ag

azin

ins rund

um Weilheim im und die

Seen“ en

Abwechslung pur.

Einer so bunten und informativen wie traditionsreichen

Veranstaltung, der Oberland-Ausstellung Anfang

Oktober, räumen wir besonderen Raum ein: Im Mittelteil

finden Sie auf 20 Seiten viel Wissenswertes über

die 20. Regionalmesse auf dem Weilheimer Festplatz:

Wir haben in der Geschichte der ORLA geblättert und

lassen die Organisatoren von einst und heute zu Wort

kommen. Technikbegeisterten wollen wir Appetit machen

auf Elektromobilität, wenn die „eRUDA“, eine

stromgetriebene Sternfahrt um den Ammersee und

aus Miesbach zu Gast ist. Wander-, Natur-, Tier- und

Gartenfreunde finden auf der Messe wie überhaupt

im „tassilo“ einen üppigen Themen-Strauß. Zudem ist

die Präsenz der Ehrenamtlichen, von den Landfrauen

über Selbsthilfegruppen bis zum Bayerischen Roten

Kreuz auf der ORLA bemerkenswert. Dies übrigens

auch auf der „Roten Couch“, wohin wir Sigrid von

Schroetter, die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe

Seeshaupt diesmal zum Interview eingeladen haben.

Damit nicht genug: Zehn „tassílo“-Lesern winkt eine

Frei-Maß des neu gebrauten Weilheimer Festbiers.

Abwechslung

Wer kein Glück hat, darf es auf der „1. Weilheimer

Wiesn“ probieren. Eine Übersicht zeigt zuletzt das

komplette Programm des Kreisjugendrings in der

„Halle der Jugend“ und auf einer Show-Bühne. Aber

am besten, Sie lesen selbst.

Ein zweites Schwerpunktthema wendet sich an junge

Leser: Wir informieren, ebenfalls ausführlich, welche

spezialisierten Ausbildungsmöglichkeiten im „Tassiloland“

bietet. „tassilo“ hat Verantwortliche in führenden

Industriebetrieben befragt, sie stellen ihre Angebote

vor. Denn bereits im Herbst 2015 beginnt das

Rennen um die zukunftsträchtigen Ausbildungsplätze.

Weil wir hoffen, dass der fantastische Sommer nach

Erscheinen dieser Ausgabe noch ein paar sonnigwarme

Tage dranhängt, die ins Freie locken, haben

wir mit wachem Auge die Natur durchstreift: auf dem

Osterseen-Rundweg und einem Barfußpfad. Nicht zu

vergessen der Natur-Erlebnis-Spielplatz „Moosbrunnen“

in Eglfing: Seit einem Jahrzehnt ist er ein grandioses

Ausflugsziel für Familien mit Kindern – bei freiem

Eintritt. An ein etwas anderes Publikum richten sich

die neuen drei Pilgerwanderschleifen, die der Tourismusverband

Pfaffenwinkel initiiert hat und über die

wiederum mehr zu lesen ist im „ORLA-Spezial“.

Erst in den Tagen kurz vor Drucklegung, wenn sich

Artikel, Berichte und Reportagen auf den Heftseiten

„verdichten“ – diesmal sind es beachtliche 84 – wird

uns im „tassilo“-Team richtig bewusst, welche Fülle

an Themen wieder zusammengekommen ist. Wenn

Lesevergnügen, Informationen, auch über unsere

Werbepartner, und die vielen Veranstaltungstipps im

„Tassiloland“ zu einem unterhaltsamen Service für Jedermann

verschmelzen, dann ist „tassilo“ gelungen.

Was meinen Sie?

Tobias Schumacher

Wir schließen!

TOTAL

ALLES MUSS RAUS!

umungsverkauf ab 3.Sept.2015





> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Ein Jahrzehnt Eglfinger

Natur-Erlebnis-Spielplatz

„Moosbrunnen“

Seite 6

Noch in diesem Herbst

Nichtraucher werden

mit Peter-Phillip Koss

Seite 9

Nehmen Sie bitte Platz,

Frau von Schroetter:

Nachbarn in Seeshaupt

Seite 16

Mit allen Sinnen

auf dem Barfußpfad

in Penzberg wandeln

Seite 19

Die Käsealm in Schönegg:

Bergsicht, Spielplatz

und Milchgeheimnisse

Seite 22

Besuch auf „Gut Achberg“:

Naturschützer im Stillen

und Jungjägerausbildung

Seite 26

Freie Waldorfschule Huglfing:

Start ins neue Schuljahr mit

drei Klassen und acht Lehrern

KONDITOREI & KAFFEEHAUS

MURNAU

Obermarkt 8

Telefon 08841-1272

DIE SCHOKOLADENMANUFAKTUR

OBERAMMERGAU

Dorfstraße 17a

Telefon 08822-9493653

www.kroenner.net

Seite 33

tassilo“-Spezial zur ORLA:

20 Jahre Oberlandausstellung

und was 2015 alles passiert

Seite 48

„1. Weilheimer Wiesn“ mit

Festbier vom „Dachsbräu“ —

ORLA-Tickets & Freibier

Seite 55

Osterseen-Rundweg:

Naturwunder im

Wandel der Landschaft

Seite 59

Ausbildung im Fokus:

Pflichten und Rechte,

Betriebe und Möglichkeiten

Seite 69

Mit dem Zweimast-Segler über

den Ammersee — Segeltörns im

Heimaträtsel zu gewinnen!

Seite 70

Begleitet auf der letzten Reise:

Der Hospizverein Polling

und seine Vorsitzende

Seite 75

Jede Menge Termine:

Der Veranstaltungskalender

für September und Oktober

Unsere Kuchen und

Pralinen machen

glücklich!

september / oktober 2015 | 3


Ein Jahrzehnt austoben, spielen, träumen und phantasieren — auf 4 000 Quadratmetern

Der Natur-Erlebnis-Spielplatz in Eglfing

Eglfing | Ein Jahrzehnt Kinder-

Abenteuer: Es ist an der Zeit,

wieder einmal daran zu erinnern,

welch wunderbaren Dienst an

der Allgemeinheit und im Besonderen

an den Kindern die vielen

ehrenamtlichen Helfer geleistet

haben, die 2004/05 in Eglfing den

Natur-Erlebnis-Spielplatz „Moosbrunnen“

aufgebaut und gestaltet

haben. Erstaunlich auch, dass ein

so kleiner Ort mit gerade einmal

1 000 Einwohnern für seine jungen

Bewohner und Gäste ein

derart zukunftsweisendes Angebot

vorhält – eine Gemeinde mit

Weitblick.

Damals durften die Kinder des

Dorfes, unterstützt von ihren erwachsenen

„Handlangern“, auf

einem 3800 Quadratmeter großen

Gelände am Ortsrand nach ihren

Vorstellungen eine Spieloase

errichten. Das ist sie heute noch

mehr, im wahrsten Sinne des

Wortes: die Büsche sind dichter

und höher, die Blumenwiesen

und -hügel üppiger,

vor allem im Frühjahr. Wie

die wuchernde Vegetation

den Charakter

der Spiellandschaft in einem

Jahrzehnt noch einmal gänzlich

verändert hat, zeigt ein Blick auf

Fotos von einst.

Mittlerweile ist eine neue Generation

herangewachsen, dietassilo

ebenso auf die kostenfreie

Freizeitmöglichkeit im östlichen

Pfaffenwinkel aufmerksam machen

möchte wie junge Eltern, die

sich zur Entstehungszeit des 4000

Quadratmeter großen Spielplatzes

vielleicht noch gar keine Gedanken

gemacht haben dergestalt:

„Was machen wir mit unseren

Kindern am kommenden Wochenende?“

Eglfing ist ein heißer Tipp,

im herrlichen Sommer 2015 sowieso,

auch in der Hoffnung, dass

im September die Sonne weiterhin

so strahlend vom weiß-blauen

Himmel lacht.

Von Huglfing kommend ist

der Natur-Erlebnis-Spielplatz

leicht zu finden: Am

Ortseingang, wo links die

Straße nach Obereglfing

abzweigt, ist wenige

Meter später ein

Schotterweg zu

sehen, es geht links bergan in den

Wald. Leider ist der Abzweig dort

nicht beschildert. Wer der Piste

folgt, steht nach einigen Metern

an einem der Eingänge zum Spielplatz.

Weitere gibt es von Osten

her, doch gestaltet sich die Parksituation

für Autos dort schwierig,

eine Neubausiedlung reicht bis an

das Spielgelände.

Baumhaus-Trapperhütte

und Weidentunnel

Empfangen werden die Besucher

zunächst von zwei praktischen

Utensilien: einem Dixi-Klo, das Eltern

und Kindern im Notfall gute

Dienste leistet, und der Spendendose.

Sie gibt darüber Auskunft,

dass der Natur-Erlebnis-Spielplatz

einer der größten in Deutschland

ist und zugleich ehrenamtlich

verwaltet wird. „Ein Beitrag zur

Pflege und Erhaltung“ sollte für

Besucher eine Selbstverständlichkeit

sein.

Umso mehr für alle, die das

Spielparadies für Kinder ab etwa

drei Jahren betreten. Sie werden

empfangen von einem riesigen

hölzernen Kletterhaus zwischen

dichten Bäumen, das wahlweise

an eine amerikanische Trapperhütte

auf Stelzen, eine mittelalterliche

Holzburg mit Schießscharten

oder ein aufgedocktes

Piratenschiff erinnert. Phantasieanregend

ist das Gerüst allemal

für athletische kleine Kletterer,

die sich auf Balken oder

an Seilen weiterhangeln können.

Direkt dahinter liegt ein

kleines Fußballfeld.

Schauplatz

für

Wasser, Steine, Sand, Lehm, Kies, verwilderte Natur und frische Luft:

All das gibt es in Eglfing – Kinderherz, was willst Du mehr?

ein Eltern und Nerven schonendes

Nachmittagsprogramm beim

Kindergeburtstag. Der könnte nebenan

ausklingen beim Grillen im

riesigen steinernen Rondell um

die Feuerstelle, für die sich Gäste

bei der Gemeinde allerdings unbedingt

anmelden müssen.

Ein bunt bemaltes, riesiges Holzhuhn

mag ein Stück weiter des

Weges bestiegen werden. Sein

Schnabel weist, wie auch ein hölzernes

Fingerbrett, zum Barfußpfad.

Der erstreckt sich über einen

mehrere Dutzend Meter langen

Wall, die Untergründe wechseln

zwischen kleinen Kieseln, größeren

Steinen, Splitt, Hackschnitzel

oder Gras. Am anderen Ende wird

es geheimnisvoll für kleine Abenteurer:

Ein „zweispuriger“ Weidentunnel

lädt ein, düstere Waldgeschichten

zu erfinden und zu

spielen oder im flotten Rundlauf

einander hinterher zu haschen.

Auf den Spuren von

Niki de Saint-Phalle

Von der immensen Mühe, die sich

seinerzeit die freiwilligen kleinen

und großen Spielplatzbauer gemacht

haben, kündet bis heute

der steinerne Mosaik-Fisch, der

mit vielen bunten Fliesenbröckeln

beklebt ist und aus dessen Maul

ein Brünnlein rinnt; ebenso die

bunt-freundlich grinsende Fliesen-

Schnecke und eine gleichermaßen

gestaltete Schlange, unter deren

Kopf – oder wahlweise Schwanz –

sich ein dunkler Röhrentunnel zum

Durchkrabbeln auftut, der in der

Mitte einen kleinen Raum beher-

4 | tassilo


ergt. Von etwas weiter weg mutet

die Szenerie an, als wolle die

Schlange die Schnecke verschlingen

– oder bewacht letztere eine

Schatzhöhle? Die für ihren bunten

Skulpturenpark, den „Garten des

Tarot“ in der Toskana weltweit berühmte

Bildhauerin Niki de Saint-

Phalle hätte ihren Spaß gehabt in

Eglfing.

Überall wuchern Weiden, Ranken,

Büsche und animieren so förmlich

wie stumm zum Versteckspiel.

Zur gebogenen Rutschbahn gelangen

kleine Kletterer entweder

mühevoll über eine aufgetürmte

Wand aus großen Steinblöcken,

oder sie schließen sich ihren meist

bequemeren Eltern an und trappeln

eine Bohlentreppe hinauf.

Geschicklichkeitsspiele kann sich

ausdenken, wer am fest vernagelten

und verschraubten, schräg an

einem Hügel liegenden Astgerüst

ankommt – bergauf und bergab

Balancieren, Krabbeln auf allen

Vieren, oder einfach: „Wer ist zuerst

oben?“ Ähnliches lässt sich

veranstalten am zweiten Klettergerüst

aus senkrechten und waagerecht

arrangierten Holzstämmen

– „Klettermikado“ genannt. Wenn

nicht die Bretterplattform im Spiel

zu den Planken einer fernöstlichen

Dschunke mutiert. Zwischen Sand,

Kies, Blumen, Sträuchern, Steinen

und Phantasie.

Für Phantasie und Weitblick stehen

damals wie heute auch die Verantwortlichen

in Politik und Verwaltung

des kleinen Dorfes. Zwar gebe

Ein lustig-bunter Krake öffnet seinen Schlund: Eingang zum Krabbeltunnel,

in dem ein Sitzgewölbe für geheime Besprechungen wartet.

es Menschen, „die bis heute nicht

verstehen, was hier Besonderes

entstanden ist, auch im Vergleich

zu Angeboten für Kinder in deutlich

größeren Gemeinden, die oft alles

andere als bereichernd sind“, sagt

Christian Mack vom „Spielplatzforum

Eglfing“, dessen Freiwillige

nach dem Gelände schauen. Doch

berge Eglfing für Einheimische

wie „auch als Urlaubsort für Familien

ein tolles Angebot – das ist

eine Ressource, die hier noch sehr

schlummert.“

Reinhard Witt, „naturnaher Grünplaner“

aus Ottenhofen, hat vor

zehn Jahren das Bürgerprojekt angeleitet.

Bis heute schwärmt er auf

seiner Internetseite (www.naturgartenplaner.de)

von der Leistung,

die die Eglfinger damals erbracht

haben: „Die Wirklichkeit überwältigt

die Traumwelt.

In Schönheit, Harmonie,

Kreativität und Kunst. So viele Menschen

aus Eglfing, den Nachbarorten,

ganz Deutschland und der

Schweiz haben in nur einer Projektwoche

mitgeholfen, diese Wirklichkeit

mit Inhalt zu füllen, dass es

wohl im Verhältnis zu den Kosten

deutschlandweit nirgendwo so

einen vielfältigen Natur-Erlebnis-

Spielplatz gibt. Dank all den Vielen,

die mitwirkten!“ schreibt Witt.

Bemerkens- wie nachahmenswert,

weil die Gestaltung eines Quadratmeters

Spielplatz rechnerisch nur

10 Euro kostete. Noch erstaunlicher

wird das für jeden, der einer

Empfehlung des Grünplaners folgt:

„Es ist unmöglich, von einem Punkt

einen Überblick zu bekommen. Um

alles zu sehen, müssen Sie wohl

oder übel selber hinfahren.“ ts

Besuche uns auf

Facebook!

info@physio-wm.de

www.therapiezentrum-weilheim.de

Wir bieten

Reha-Sport

auf Rezept!

Fragen Sie Ihren Arzt

> > > ZUM THEMA

Zweimal im Jahr bittet die Gemeinde Eglfing alle

„Moosbrunnen“-Freunde, beim Erhalt mitzuhelfen –

aus der Gemeinde, vor allem aber Auswärtige, die

den Spielplatz nutzen. Nächster „Pflegetag“ ist am

10. Oktober von 9 bis 14 Uhr. Wer helfen möchte, bringt

Arbeitsgeräte zum Jäten und Schneiden, Handschuhe

und Eimer mit. Selbst kleinste Helfer finden

Aufgaben. Ansprechpartner ist Christian Mack,

Tel. 08847 / 315 oder (E-Mail: cm@freskenhof.de).

Die Grillerlaubnis auf dem Spielplatz kann erfragt

werden bei der Gemeinde Eglfing, Tel. 08847 / 6201

oder via E-Mail (gemeinde@eglfing.de).

ts

september / oktober 2015 | 5

Pütrichstrasse 30-32

82362 Weilheim (im GZW)

Mo. - Fr.: 7:00 - 20:00 Uhr

Vereinbaren Sie gleich Ihren Termin unter

Tel.: 0881 - 92 77 88 70


Mit Deutschlands bekanntestem Nichtraucher-Coach:

Noch in diesem Herbst

Nichtraucher werden

Weilheim / Starnberg | „In nur drei

Stunden dauerhaft zum Nichtraucher“,

das verspricht Deutschlands

bekanntester Hypno-Mentalcoach

Peter-Phillip Koss. Nun hat er sich

bereit erklärt, sein äußerst erfolgreiches

Seminar in Zusammenarbeit

mit unserem Magazin am

Samstag, 17. Oktober in Starnberg

und und gut eine Woche später am

Mittwoch, den 28. Oktober in Weilheim

anzubieten.

Manchem stinkt es und manchem

schmeckt es … Rauchen ist erwiesenermaßen

die größte Einzelursache

für Erkrankungen und vorzeitige

Todesfälle in Deutschland

und auch in Bayern. Neben den

gesundheitlichen Risiken verraucht

ein durchschnittlicher Raucher, der

täglich eine Schachtel „vernichtet“

auch täglich 5,40 Euro, also gut

2 000 Euro im Jahr. Dazu kommen

jeden Tag etwa 2 Stunden Freizeit,

die man fürs Rauchen vergeudet. In

der Tat ist es so, dass ein Großteil

aller Raucher gerne mit der ungeliebten

Gewohnheit aufhören würde,

wenn es eine Methode gibt, die

nicht nur schnell und unkompliziert

funktioniert, sondern möglichst

auch ohne Entzugserscheinungen.

Ungewöhnlich,

aber effektiv!

Die Lunge eines gesunden Menschen (links) und zum Vergleich die

eines Rauchers. Teerablagerungen rufen typische Symptome wie z.B.

chronischen Husten, gehäufte Infekte und Atemnot hervor.

Solch ein ungewöhnliches, aber

effektives Verfahren wendet Peter-

Phillip Koss an. Selbst über 15 Jahre

lang Raucher hat er als Hypno-Trainer

eine Methode entwickelt, mit

dem er bereits weit über 25 000

Menschen europaweit zu Nichtrauchern

gemacht hat, und zwar

ohne Pflaster, Kaugummis oder

Tabletten, und vor allem auch ohne

großartige Gewichtszunahme. „Das

Geheimnis ist die Hypno-Active-

Tiefenentspannung“, erklärt uns

Peter-Philip Koss im persönlichen

Gespräch, „das ist keine Hypnose,

sondern eine spezielle Form der

Tiefenentspannung, bei der das

Unterbewusstsein in effektiver Art

und Weise aktiviert wird, um die

gewünschten Ergebnisse sicher

zu erzielen.“ Aus dieser Aussage

kann man auch schon die einzige

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche

Teilnahme am Seminar

herauslesen: der Raucher muss es

selbst wollen und nicht von anderen

überredet werden, dann wird

es auch funktionieren. Koss ist von

seiner Arbeit überzeugt, und gibt

auf sein Nichtraucherseminar sogar

eine Garantie: „Wer nach dem Seminar

nicht vollständiger Nichtraucher

ist oder binnen 12 Monaten

wieder anfängt, darf das Seminar

bis zum Erfolg kostenlos wiederholen.“

Wir beim Magazin „tassilo

waren der Meinung, ein solches

6 | tassilo


VERANSTALTUNGS-TIPP

Nichtraucher-Seminare in Starnberg und Weilheim

Zu den Seminaren „Nichtraucher in nur 3 Stunden“ am 17.10.2015

im Hotel Vierjahreszeiten in Starnberg sowie am 28.10.2015 im

Pfarrheim „Miteinander“ in Weilheim können Sie sich unter unter

Telefon 08841 / 6082599 oder online unter www.hypno-active.com

näher informieren oder anmelden.

Seminar sollte auch in unserer Region

stattfinden, deshalb konnten

wir Peter-Phillip Koss überzeugen,

noch diesen Herbst Termine für

unsere Leser in der Region anzubieten.

Wie läuft das Seminar ab?

Zunächst werden die Teilnehmer

von Koss über die Vor- und Nachteile

des Rauchens und des Aufhörens

aufgeklärt, er spricht mit

ihnen über die Bedeutung und

Veranlassung immer wieder zu

Rauchen. „Ich versuche den Menschen

zu zeigen, dass das Rauchen

nur sehr minderwertig ist

gegenüber dem, was man davon

hat, wenn man aufhört.“ Nach der

Einführung findet die „innerliche

Verabschiedung“ statt, dies geschieht

in Form eines Rituals, dem

Rauchen der letzten Zigarette.

Danach beginnt die hochwirksame,

spezielle Hypno-Active Übung

für die Teilnehmer. Irgendeiner

Vorbereitung für die Teilnehmer

bedarf es nicht, der Coach empfiehlt,

die Sache ganz entspannt

anzugehen. Es darf bis direkt vor

dem Seminar ganz normal weiter

geraucht werden.

80 bis 90 Prozent sind

heute Nichtraucher

Befragt nach der Erfolgsquote ote seines

Verfahrens, ist Peter-Phillip

Phil

lip

Koss ganz ehrlich: „Normalerweise

gelingt es den meisten, en

mit Hypno-

Active dem Rauchen zu entsagen,

e es gibt aber auch Ausnahmesitua-

situ

a-

tionen, in denen ein Rückfall unter

Umständen möglich wäre

— also

extremste Stresssituationen, ione

n, wenn

etwa der Partner plötzlich lich

schwer

erkrankt, oder man beispielswei-

ie

i-

se seinen Arbeitsplatz tz

verliert.

e Durch Hilfe zur Selbsthilfe will Peter-Phillip Koss seine Kunden zum

Rauchstopp bewegen. Zahlreiche Seminare mit einer beachtlichen

chen

Erfolgsquote sprechen hierbei eine eigene Sprache.

Allerdings sorgt die mitgelieferte

CD, welche im Seminar-Preis

bereits inbegriffen ist dafür, dass

man auch in solchen Situationen

dann stark bleibt. Unsere Erfolgsquote

liegt heute zwischen 80

und 90 Prozent aller Teilnehmer.“

ehme

Dabei unterscheidet ei

t

Koss

nicht

zwischen der

Hausfrau oder

dem

Unternehmer, ehme

r, oder zwischen dem

Genussraucher uche

und

dem Kettenraucher,

er,

lediglich ic

Menschen

e

mit

psychischen schen

Beschwerden

erde

oder die

in psychologischer

sche

her

Behandlung ng sind, können nen an

dem Seminar nicht teilneh-

men,

„da

jegliche Entspannnungstechnik

ngst

für

Menschen

mit Depressionen, e sionen, Psychosen

sen

oder

Schizophrenie hren

ie auch

Risiken birgt.“ Die Kosten für

das

dreistündige dige

Seminar

belaufen en sich auf 198 Euro

pro Teilnehmer, er, inklusive

ive

aller ler Materialien al

ien

sowie

der

hochwirksamen

Therapie-CD — ein

Be-

trag

den

ein

Raucher

innerhalb

nerh

weniger

Wochen bereits eits

wie-

der eingespart espa

hat.

> > > ZUR PERSON

Peter-Phillip Koss und sein Verfahren

Peter-Phillip Koss beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit

autogener Tiefenentspannung für die unterschiedlichsten

Einsatzgebiete. Er ist neben seinen Seminaren zur

Rauchentwöhnung, Gewichtsreduktion und gegen Stress

insbesondere auch als Mentaltrainer und persönlicher

Berater für Sportler, Prominente und andere Leistungsträger

tätig. Er ist geprüfter Psychologischer Berater/Psychotherapeut

nach dem HPG und hat etliche Spezialausbildungen

im Bereich der therapeutischen Hypnose und

Tiefentspannungsverfahren. Beim von ihm zusammen mit

Ärzten und Wissenschaftlern entwickelten Hypno-Active-

Verfahren handelt es sich im Gegensatz

zur Hypnose um ein speziell zur Rauchentwöhnung

entwickeltes hochwirksames

Mentaltraining, bei dem der Teilnehmer

immer bei vollem Bewusstsein ist und die

Kontrolle über sich behält. Es ist vergleich-

eiches

im

Spitzensport praktiziert wird. Weitere Informationen

unter www.hypno-active.com.

Dort kann man sich jetzt zum Seminar auch

bar mit einem Mentalcoaching, wie anmelden.

september / oktober 2015 | 7


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Leserpost an „tassilo

Ein perfektes Paar

ProNatura Schlafsysteme

im Zirbenholzbett



Das sagen die unabhängigen Therapeuten

und Rückenexperten des IGR

über das biologische Schlafsystem von

ProNatura:

Das biologische Schlafsystem von

ProNatura


den Rücken










Tel. 08861-2695

www.pronatura-voelk.de



Tassiloland | Die gesamte Mannschaft,

die hinter „tassilo“ steht,

war gespannt wie ein Flitzebogen,

welches Echo wir auf unser neues

Regionalmagazin bekommen

von den Lesern rund um Weilheim

und um die Seen. Auf positive

Rückmeldungen waren wir gefasst,

nach all der Arbeit, die die

Mitarbeiter beim Anzeigenverkauf,

in der Grafik und Redaktion, hinter

der Kamera und im Vertrieb seit

Jahresbeginn geleistet haben. Wir

waren stolz auf die erste Ausgabe.

Trotzdem haben uns die Leserreaktionen

schlichtweg überwältigt!

In ihrer Anzahl, im positiven

Tenor, in den Ermutigungen, sogar

in der individuellen Gestaltung,

wie die Postkarte zeigt, die Sie unten

rechts abgedruckt sehen.

Eine Auswahl Ihrer Zuschriften

veröffentlichen wir daher gerne.

Ob es weiterhin eine „Leserpost“-

Seite geben wird, hängt natürlich

von Ihnen ab, liebe Leserin, lieber

Leser. Wir wollen Sie ausdrücklich

dazu ermutigen, weiterhin

mit Meinungsbeiträgen mit uns in

Kontakt zu treten.

Herzlichst, Ihr Team „tassilo

Vielen Dank für das Magazin. Ich

kannte bisher nur den „altlandkreis"

von meinen Schwiegereltern in Peiting

und finde den „tassilo“ eine e

echte Bereicherung – weiter so! Ein

kleiner Wunsch noch?! – Vielleicht

könnten Sie an ganz junge Unternehmen

(Existenzgründer/Jungunternehmer)

denken? Tolle Sommertage

und viele Grüße.

Michaela Buder, 82380 Peißenberg

Liebe Redaktion, vom ersten Heft

bin ich begeistert. Das ist der Beweis,

dass Brauchtum nicht altbacken

sein muss und sich Kulturelles

spannend liest. Danke.

Doris Kratzer, 82386 Huglfing

8 | tassilo

Da ist Euch ein guter Wurf gelungen.

Ich freue mich schon auf die

nächsten Ausgaben. Würde es Euch

nicht geben, müsste man das Magazin

erfinden. Als älterer Leser

sehe ich darin auch eine „unauffällige,

weil interessante Nachhilfe“

für unsere Jugend.

Franz Knossalla,

82395 Obersöchering

„Mit Begeisterung habe ich Ihr

neues Magazin „tassilo“ gelesen.

Sie wollten wissen, was mir am

besten gefällt: Es ist die informative

Mischung von Artikeln über Politik

(Interview mit Weilheims Bürgermeister

Markus Loth), Freizeit und

Tourismus. Auch die Anzeigen Ihrer

Werbepartner dienen mir als Anregung,

die eine oder andere Dienstleistung

in Anspruch zu nehmen

oder ein Restaurant zu besuchen.

Ich bin schon sehr gespannt und

freue mich auf die nächste Ausgabe

von „tassilo“! Weiter so!

Katrin Czerny, 82362 Weilheim

Die erste Ausgabe von „tassilo“ ist

super.

Heribert rt Frühholz,

82405 Wessobrunn

> > > ZUM THEMA

Ein Dankeschön für die tolle Resonanz

Unter allen Lesern, die uns Rückmeldungen geschickt haben auf

Ausgabe 1 unseres neuen Regionalmagazins rund um Weilheim

und die Seen hat „tassilo“ drei Einkaufsgutscheine verlost für den

„Weinladen Instinsky“ am Herzog-Albrecht-Platz in Weilheim. Die

Gewinner, über die das Los entschieden hat, Eva-Maria Muche und

Ingrid Hartmann-Kugelmann Weilheim sowie Franz Knossalla aus

Obersöchering, haben ihre Gutscheine bereits per Post erhalten.

Allen Teilnehmern ganz herzlichen Dank für Ihre Zuschriften. ts

Ihre erste Ausgabe hat uns sehr gut

gefallen! Insbesondere die Bereiche

„Bio“ und „Kultur“. Für weitere

Ausgaben würden wir uns noch

sehr über weitere Themen freuen,

die für junge Familien relevant sind.

Unsere Heimat ist zwar sehr schön,

aber wer kann sich diese überhaupt

irgendwann noch leisten – dies ist

eine Entscheidung, vor der wir stehen.

Alles Gute für weitere Ausgaben

Ihres Magazins!

Familie Meffert, 82319 Starnberg

tassilo – keine Kaffeemaschine. Einfach

genial!

Eva-Maria Muche, 82362 Weilheim

Bei meiner Mama daheim im Altlandkreis

Schongau habe ich immer

mit großer Freude im „altlandkreis“

gelesen und mich an den lokalen

Informationen erfreut. Nun gibt es

das Heimatliche endlich auch für

den Weilheimer Raum. Vielen Dank.

Ingrid Hartmann, 82362 Weilheim

Ich habe gerade Ihr Magazin gelesen.

Es gefällt mir hervorragend!

Endlich einmal ein sehr gut aufgemachtes

und ansprechendes Heft.

Machen Sie weiter so!!! Viele Grüße.

Bernd Michael Eckstein,

82377 Penzberg


Auf der roten Couch

Die Nachbarn

sind die Stars

Sigrid von Schroetter, Vorsitzende

der Nachbarschaftshilfe Seeshaupt,

im „Zimmer der Erinnerung“ der

Tagespflege-Einrichtung mit Möbeln

und Gegenständen, die Demenz-

Patienten noch erkennen.

.

Foto: Johann Jilka

september / oktober 2015 | 9


von Ärzten

und Physiotherapeuten

empfohlen

Das Rückgrat

für Ihr Bett!®

„Im Zusammenspiel von Unterstützung,

Druckentlastung und

Dynamik vermittelt dieses neue

Lattoflex-System das wunderbare

Gefühl des Schwebens.

Das sind Goldene Zeiten für

den Rücken”

Der Vorstandsvorsitzende des

Forum Gesunder Rücken – besser leben e.V.

Prof. Dr. med. Erich Schmitt demonstriert

die vier Federungsebenen des Lattofl ex 300.

Deutschlands großer

Schlaf-Spezialist

TRAUMLAND

GEWERBEGEBIET

TRIFTHOF

Holzhofstraße 19

82362 Weilheim

08 81/ 6 97 82

Öffnungszeiten:

Mo. – Fr. 10 – 18 Uhr

Sa. 10 – 14 Uhr

Seeshaupt | Nachbarschaftshilfe –

gemeinhin verbindet man damit

Rasenmähen, Besorgungen für

Senioren oder deren Begleitung

bei Behördengängen, vielleicht

noch Babysitten oder Hausaufgabenbetreuung.

In Seeshaupt am

Starnberger See ist das anders.

Der dortige Nachbarschaftshilfeverein

hält Angebote bereit (www.

nbh-seeshaupt.de), die mit einer

Krabbelgruppe beginnen und bei

Yoga für Senioren längst nicht enden

und dies über mehrere Generationen

hinweg. Im kommenden

Jahr besteht der Verein seit 40

Jahren. Ein Viertel dieser Zeitspanne

hat Sigrid von Schroetter als

Vereinsvorstand gestaltet. Wobei

sie 2010 ein ziemliches „Wagnis“

einging: Die vom Verein getragene

Tagespflege, in der sich examinierte

Pflegekräfte als hauptamtliche

Mitarbeiter an fünf Tagen pro

Woche um Senioren kümmern.

Das Abenteuer geriet zur Erfolgsgeschichte.

Im Mai 2015 bezog die

Einrichtung einen großzügigen

Neubau, der sich an modernsten

Erfordernissen der Altenpflege

orientiert. Im „tassilo“-Interview

auf der Roten Couch gibt die Vorsitzende

Einblicke ins Innenleben

eines Vereins, dessen Engagement

im Oberland beispielhaft ist.

Sigrid von Schroetter, was macht

den Nachbarschaftshilfe-Verein in

Seeshaupt so besonders?

Wir haben inzwischen über 500

Mitglieder, was schon erstaunlich

ist für einen Verein, der sich

soziales Engagement auf die Fahne

geschrieben hat. Umso mehr

auch, wenn ich die Zahl der Mitglieder

in Relation setze zur Einwohnerzahl.

Unser Dorf hat gerade

einmal etwas mehr als 3 000

Bürger.

Wie bringen sich die Mitglieder

ein?

Das ist sehr, sehr vielfältig. Es gibt

beispielsweise eine Dame bei uns,

die schon seit 40 Jahren Gymnastik

anbietet. Immer wieder kommen

auch neue Ideen. So bilden

wir inzwischen unsere Babysitter

selber aus. Sie erhalten zum Abschluss

ein Zertifikat in Zusammenarbeit

mit dem Roten Kreuz,

dass sie etwa darin geschult wurden,

wie sie in einem Notfall reagieren

müssen. Mit der Initiative

dazu war eine Mutter auf mich

zugekommen. Die ausgebildeten

Babysitter können wir nun allen

Seeshauptern zur Verfügung stellen,

die Bedarf haben. Dieser Kurs

ist, wie jeder andere auch, ehrenamtlich

organisiert. Das gilt vom

Kinderturnen bis zum Yoga-Kurs

für die ältere Generation.

Wie hat sich die Nachbarschaftshilfe

im Laufe der Jahre entwickelt –

abgesehen davon, dass sich immer

mehr Menschen einbringen?

Früher gab’s jedes Jahr ein riesiges

Kinderfest mit Wurfspielen,

Geschicklichkeitswettbewerben,

Tombola, Malen, ein herrlich buntes

Treiben. Wenn wir so etwas

heute noch veranstalten würden,

säßen wir fast alleine da. Die Jugend

wünscht das nicht mehr.

Heute wollen sie Zumba machen,

tanzen, sich bewegen oder vor

Weihnachten miteinander Geschenke

basteln. Und die Kinder

sind nur ein Bereich, der zeigt, wo

und wie wir immer wieder nachjustieren

müssen und wie sich

unsere Angebote über die Jahre

verändern können.

Gibt es auch Konstanten?

Ja! Der Flohmarkt in der Seeshaupter

Mehrzweckhalle zweimal

im Jahr, das nächste Mal am 10.

Oktober, ist ein absoluter Dauerbrenner.

Den gibt es schon seit

vielen, vielen Jahren. Mein Sohn

hat dort schon mitgemacht, als

er noch klein war, heute ist er

Anfang 20. Die Eltern verkaufen

Kinderbekleidung, die Kinder bieten

Sachen aus ihrem Fundus an,

Spielsachen, die sie nicht mehr

brauchen. Für viele der Kleinen

ist es das erste Mal, dass sie selbst

Geld verdienen. Es ist herrlich zu

beobachten, wie sie untereinander

feilschen und handeln, die

ganze Halle ist voll. Außerdem

wird an diesem Tag Kuchen zugunsten

der Nachbarschaftshilfe

verkauft. Dann kommen auch Leute

ohne Kinder aus der ganzen Region,

sie kaufen ihren Kuchen und

unterstützen uns auf diese Weise.

Der Flohmarkt ist jedes Mal ein

großes Treffen von Jung und Alt.

Auch diese Beziehung ist etwas,

was wir fördern wollen. Überhaupt

heißt es, Seeshaupt sei ein

Dorf, in dem es ganz leicht ist, in

Kontakt zu kommen; in dem neue

Familien, die zuziehen, schnell

Anschluss finden. Sicher auch

dank der Nachbarschaftshilfe. Es

gibt zwei, drei Schnittstellen im

Ort, wo Kinder, Väter, Mütter sich

kennenlernen – und schon gehört

man dazu.

Wie sind denn die Geschlechter unter

den Helfern verteilt?

Diese Frage musste ich ja noch

nie beantworten…! Es sind sicher

mehr Frauen, die sich einbringen,

man kann es aber nicht pauschalisieren.

In der Tagespflege haben

wir beispielsweise zehn ehrenamtliche

Fahrer, die unsere Gäste

von zu Hause abholen und auch

wieder heimbringen. Neun davon

sind Männer. Wie überhaupt sehr

viele Herren Fahrdienste versehen.

Geschätzt würde ich sagen, dass

ein Viertel der Mitglieder Männer

und Dreiviertel Frauen sind. Und

zu jeder Frau gibt es ja außerdem

auch noch einen Ehemann …

… mitgefangen, mitgehangen?

Nein (lacht)! Sie sind vielleicht

nicht Mitglieder, helfen aber meistens

mit, wenn sie Zeit haben und

wir einmal mehr helfende Hände

brauchen. Jüngstes Beispiel war

der Auf- und Abbau beim Seeshaupter

Künstlermarkt Ende Juli.

Dort haben wir seit 26 Jahren

einen Stand, um die Nachbarschaftshilfe

auch über die Grenzen

unserer Gemeinde hinaus bekannt

zu machen. Genauso lief es beim

Umzug mit unserer Tagespflege

Anfang des Jahres. Innerhalb von

acht Stunden waren alle Möbel

und alle Einrichtungsgegenstände

vom bisherigen ins neue Gebäude

getragen und alle Schränke wieder

eingeräumt. Das war sensationell!

Heben wir uns die Tagespflege

noch ein wenig auf. Denn ganz am

Anfang steht doch überhaupt das

Seeshaupter Seniorenzentrum, das

für sich genommen schon bemerkenswert

ist für einen Ort dieser

Größe.

Absolut, und das alles hat eine

lange Vorgeschichte, dazu muss

ich weiter ausholen: Das Grundstück,

auf dem das Seeshaupter

Seniorenzentrum am Tiefental

steht, in dem auch die Nachbarschaftshilfe

und das Rote Kreuz

ein Zuhause gefunden haben,

wurde vor 15 Jahren von Elisabeth

Oswald an die Gemeinde gestiftet.

Ihre Auflage war, dass etwas für

Senioren geschieht. Die Gemeinde

hat dort ein Haus gebaut mit Ein-

Zimmer-Appartements für 16 Senioren,

wo sie eigenständig und

selbstverantwortlich leben. Bei

Bedarf können sie Angebote der

Nachbarschaftshilfe nutzen, etwa

den Besuchsdienst, weil wir ja im

Haus sind, oder die examinierte

Krankenschwester, seit wir vor gut

fünf Jahren mit der Tagespflege

begonnen haben. Abgesehen davon

gehen zwei ambulante Pflegedienste

ein und aus, das können

die Senioren alles frei wählen, die

Zusammenarbeit läuft völlig problemlos.

Die Angebote werden angenommen?

Für die Wohnungen, die die Gemeinde

an die Senioren vermietet,

gibt es eine lange Warteliste. Altbürgermeister

Hans Hirsch hatte

damals für das Seniorenzentrum

das Motto ausgegeben: „Von Seeshauptern

für Seeshaupter.“ So ist

10 | tassilo


Sigrid von Schroetter mit „tassilo"-

Redakteur Tobias Schumacher beim

Interview im Bootshafen von Seeshaupt.

Foto: J. Jilka

das erste Gebäude entstanden,

auch dank der vielen Spenden.

Neben den Wohnungen gibt es

eine Kapelle, in der einmal im

Monat ein Gottesdienst gefeiert

wird, katholisch und evangelisch.

Im Erdgeschoss stehen Fitness-Geräte,

die gespendet oder von den

Bewohnern mitgebracht wurden.

Die Nachbarschaftshilfe hat hier

ihren großen Gemeinschaftsraum,

wo mit Eltern-Kind-Turnen, Gymnastik,

Malkursen und was weiß

ich noch allem eigentlich jeden

Tag von früh bis spät etwas los ist.

Im Innenhof feiern wir gemeinsame

Grillfeste.

Nun hat die Gemeinde das Seniorenzentrum

erweitert mit einem

zweiten Neubau, der überregional

Anerkennung gefunden und Bewunderung

ausgelöst hat.

Ja. Ein Bürgermeister aus dem

Landkreis hat uns unlängst besucht

und mich scherzhaft gefragt,

ob wir nicht umziehen wollen …

… weil sich Ihr ehrenamtlich organisierter

Verein intensiv und

umfassend auch in der Tagespflege

engagiert. Das ist einzigartig

im ganzen Landkreis Weilheim-

Schongau. Und auch, dass er die

15 Fachkräfte dafür fest anstellen

kann. Woher der Mut?

In der Tat war es ein Wagnis.

Wir konnten den Mitarbeitern

vor sechs Jahren nur Zeitverträge

über ein Jahr anbieten. Trotzdem

sind sie zu uns gekommen. Ein

Glücksfall war dann, dass Elisabeth

Oswald, die inzwischen leider

verstorben ist, vor ihrem Tod noch

den zweiten Teil ihres Grundstücks

zur Verfügung gestellt hat, den

Garten. Mitten im Ortszentrum

von Seeshaupt konnten wir uns

im Neubau vergrößern, den wiederum

die Gemeinde realisiert

hat. Im Erdgeschoss fand die neue

Tagespflegestätte viel Platz, im

ersten Stock fünf weitere Zwei-

Zimmer-Wohnungen für Senioren

aus Seeshaupt.

Die Tagespflege steht auch „Auswärtigen“

offen?

Das bedingt schon unser Vereinsname:

Nachbarschaftshilfe. Die

umliegenden Gemeinden sind

unsere Nachbarn. Unser Nachbar

ist unser Nächster – ganz egal, ob

er aus Iffeldorf kommt oder Bernried,

und ganz unabhängig von

einer Mitgliedschaft in unserem

Verein. Außerdem haben uns alle

Nachbargemeinden finanziell unterstützt,

damit auch ihre Bürger

bei uns jederzeit eine offene Tür

finden.

Um welche Menschen kümmern Sie

sich?

Unser Schwerpunkt liegt in der

Betreuung von Alzheimer-Patienten

und demenzkranken Menschen,

manche sind auch Schlaganfall-Patienten,

wir haben zurzeit

auch eine blinde Frau dabei. Und

es kommen einsame Menschen,

die bei uns einfach einen schönen

Tag verleben. Wer Hilfe braucht,

bekommt Hilfe von uns, unbürokratisch

und schnell. Wer kann das

schon von sich behaupten? Das

gilt übrigens für alle Bereiche der

Seeshaupter Nachbarschaftshilfe.

Wie bieten Sie die Tagesbetreuung

an?

Unsere Gäste können wählen von

einem Tag bis zu fünf Tagen in der

Woche, von morgens 8 bis nachmittags

16 Uhr. Obwohl wir mit

dem Neubau fünf Plätze hinzugewonnen

haben, gibt es schon wieder

eine Warteliste. Es liegt allerdings

in der Natur der Sache,

september / oktober 2015 | 11


dass sich die Situation jeden Tag

ändern kann. Wer sich für einen

Platz bei uns interessiert, kann

gerne anrufen und einen Termin

vereinbaren, um dieumlichkeiten

besichtigen. Denn wer weiß,

ob nicht schon morgen ein Platz

frei geworden ist …

Wie ist die Nachbarschaftshilfe

Seeshaupt entstanden?

In die Anfänge war ich nicht involviert,

ich war damals gerade mal

14 Jahre alt! Der Verein ist der Verdienst

von vielen mutigen Frauen.

Wieso mutig?

Damals gab es so etwas wie Nachbarschaftshilfe

nicht. Es war eine

neue Idee, ein Novum, es gab

nichts Ähnliches. Mit Hildegard

Kaestner, der Initiatorin anno 1976,

konnte ich noch sprechen. Sie hat

erzählt, dass es damals im Ort erhebliche

Widerstände gab nach

dem Motto „so einen Preußenverein

brauchen wir nicht“. Denn unter

den 23 Gründungsmitgliedern

und jenen, die später mitgemacht

haben, waren viele Zugezogene.

Alles fing ganz klein an, man traf

sich bei den Kirchen oder im Keller

des Familienhauses der Gründerin,

bis heute bekannt als die

„Kaestner-Katakomben“. Brigitte

Arns hat danach die Arbeit als

Vorsitzende fortgeführt – wie alle

anderen in der langen Reihe in

über 40 Jahren. Jede einzelne Vorsitzende

hat den Verein geprägt,

aber die Nachbarschaftshilfe ist

keine One-Man-Show.

Bei einem „heißen“ Sommer-Interview darf ruhig auch ein wenig Abkühlung

dabei sein: Sigrid von Schroetter und Tobias Schumacher nehmen

ein Fußbad im Starnberger See.

Die Vorbehalte in der Dorfgemeinschaft

sind inzwischen überwunden?

Längst und Gott sei Dank! Heute

sind die Seeshaupter durch die

Bank froh, dass die Damen damals

den Weg bereitet haben.

Die Nachbarschaftshilfe ist im Ort

fest verankert, nicht nur mit aktiven

Mitgliedern sondern auch

durch Menschen, die sich passiv

einbringen, etwa mit ihrer Weihnachtsspende.

Eine Dame hat mir

mal gesagt: „Lieber spende ich

an Euch, da kann ich wenigstens

anlangen, was mit meinem Geld

gemacht wird.“

Wie verstehen Sie Ihre Rolle als

Vorsitzende?

Als Netzwerkerin kommt mir sicher

zugute, dass ich in Seeshaupt

aufgewachsen bin. Ich kenne 90

Prozent der Bevölkerung, und die

restlichen zehn Prozent kennen

mich. Wenn ich etwas brauche,

weiß ich, wen ich anrufen kann.

Ich bin mit der Nachbarschaftshilfe

groß geworden, habe die Feste

mitgefeiert, mein Sohn war in der

Krabbelgruppe, beim Turnen.

Hat Sie das 2006 auch bewogen,

den Vorsitz zu übernehmen?

Nicht nur. Vor allem, dass meine

Vorgängerin nach sechs Jahren die

Vorstandschaft abgeben wollte.

Damals wurden 30 bis 40 Personen

für eine Nachfolge angesprochen,

ohne Erfolg. Weiter mitmachen

wollte jeder, aber sich vorne

hinstellen nicht. Über Dritte ist

man dann an mich herangetreten.

War viel Überredungskunst nötig?

Meine Sicht war: Jede Vereinsarbeit

ist gut, aber einen Verein, der

so viele Aspekte der Bürger abdeckt,

den kann man nicht sterben

lassen. Ich habe mich lange mit

meinem Mann und unserem Sohn

besprochen, bis ich meine Bereitschaft

erklärt habe. Dabei war mir

außerdem klar, dass ich mit meinen

Mitstreitern im Vorstand und

allen unseren Helfern nicht nur

vorgetretene Wege weiter verfolgen

kann, sondern die Nachbarschaftshilfe

ins 21. Jahrhundert

führen muss.

12 | tassilo


Was waren Ihre ersten Schritte?

Ich wusste, dass es klug ist, eine

Einrichtung, die gut funktioniert,

erst einmal zwei Jahre einfach nur

anzuschauen und zu beobachten:

Wie funktionieren die Mechanismen,

wie ticken die Leute? Erst

dann habe ich begonnen, neue

Aspekte einzubringen, etwa zu fragen:

Wo ist eine Notlage, die wir

noch nicht berücksichtigt haben?

War das die Geburtsstunde der Tagespflege?

Noch nicht ganz. Aber auf einer

Autofahrt hörte ich irgendwann

mal im Radio, dass es eine Tagespflege

in Rosenheim gibt, die

auch von einer Nachbarschaftshilfe

organisiert wird. Ich habe umgehend

eine Freundin und gelernte

Krankenschwester angerufen, Kristine

Helfenbein, ob sie mitkommt,

damit wir uns das Ganze einmal

anschauen. Heute ist sie stellvertretende

Pflegedienstleitung.

Was brachten Sie aus Rosenheim

mit nach Hause?

Die Tagespflege dort hat uns total

begeistert – tolle Einrichtung!

Schon auf der Rückfahrt haben wir

gesagt: „Das muss auch bei uns

möglich sein.“ Die Rosenheimer

haben uns überall herumgeführt,

uns alles gezeigt und erklärt. Und

sie hatten überhaupt kein Problem

mit unseren Plänen, weil sich die

Einzugsgebiete nicht berühren.

Wie ging es weiter?

Wir haben drei Jahre lang überlegt

und geplant. War eine Hürde

übersprungen, war die nächste

noch höher. Wobei ich betonen

muss, dass wir von Anfang an eine

sehr, sehr große Unterstützung

seitens der politischen Gemeinde

bekamen. Hier im Seniorenheim

war damals noch eine andere karitative

Einrichtung beheimatet,

aber die wollte raus. So konnten

wir zum 1. Januar 2010 mit der

Tagespflege anfangen. Das Haus

gehört der Gemeinde, für dieume

zahlt die Nachbarschaftshilfe

keine Miete, nur die Nebenkosten.

Die Tagespflege dagegen sehr

wohl, sie ist vom ehrenamtlichen

Bereich abgekoppelt, da für die

Betreuung der Gäste professionelles

Fachpersonal unabdingbar ist.

Das ist beim Verein angestellt, seit

fünf Jahren läuft der Betrieb mit

großem Erfolg.

Mit dem Neubau für die Tagespflege

hat die Nachbarschaftshilfe

auch architektonische Maßstäbe

gesetzt. Welche Ideen konnten Sie

umsetzen?

Wir konnten dank Architekt Manfred

Bögl aus Weilheim eigentlich

alle unsere Wünsche umsetzen.

Nur ein Beispiel: Königin Silvia

von Schweden hat eine Studie zur

Demenzforschung initiiert. Dort

fanden wir viele wichtige Anregungen,

etwa zur Farbgebung.

Die Führung der Laufwege im

Haus, etwa zu den Toiletten oder

den Ruhebereichen, wird begleitet

von einem roten Streifen an

den Wänden. Rot ist die Farbe,

die demente Menschen bis zuletzt

wahrnehmen. Der Ruheraum ist

gelb, mit dieser Farbe assoziieren

unsere Gäste Ruhe, Geborgenheit

und Wärme, denken Sie an die

Sonne. Die Wege im Garten verlaufen

geschwungen gleich einer

liegenden Acht. So kommen die

Demenz-Patienten immer wieder

zum Ausgangspunkt zurück.

Wäre irgendwo ein Ende, stünden

sie etwa vor einer Tür, an einem

Eck, in einer Sackgasse, fänden sie

nicht mehr zurück. Deshalb ist der

Aufenthaltsbereich im Gebäude

auch ohne Wände gehalten, nur

mit Brüstungen unterteilt. Gäste

und Pflegepersonal haben immer

alles im Blick.

Sind Sie nun wunschlos glücklich,

oder gibt es weitere Pläne?

Die Gemeinde hat uns hier eine

wunderbare Küche eingerichtet.

Ab Oktober 2015 wollen wir mit

einem eigenen Koch den Bewohnern

der Seniorenwohnungen

und den Gästen in der Tagespflege

täglich ein Essen anbieten.

Und wir wollen versuchen, die

gemeindlichen Einrichtungen mit

Essen zu beliefern: Kindergarten,

Kinderkrippe, Kindernest, Schule,

usw. Für die Zukunft planen wir

außerdem „Essen auf Rädern“.

Beruflich sind Sie selbst in einem

ganz anderen Bereich tätig…

Ja, ich bin gelernte Bankkauffrau,

dazu ehrenamtliche Geschäftsführerin

der Tagespflege, und ich

arbeite noch in Teilzeit in einer

Seeshaupter Firma. Im Nachbarschaftshilfeverein

bin ich Vorsitzende

von hervorragenden, gut

strukturierten Vorstandskollegen

und habe eine sensationelle

Schatzmeisterin. Ich muss betonen:

Ohne all unsere motivierten

Helfer, die sich tagtäglich für das

Gute und für ihre Nächsten einbringen,

stünde ich auf verlorenem

Posten. Wenn ich mich schon

als Kopf der ganzen Geschichte

bezeichne, dann sind der Vorstand

und die Pflegedienstleitung das

Herz! Solche Einrichtungen stehen

und fallen mit den Leuten, die die

ganze Arbeit machen.

Können die Helfer weiter auf Sie

zählen?

Im kommenden Januar sind Neuwahlen

im Verein und ich stelle

mich wieder zur Wahl. Zugleich

ist es für mich eine große Ehre,

einen Verein führen zu dürfen, der

sich ein so großes Renommee aufgebaut

hat. Ich fühle mich schon

privilegiert, so etwas machen zu

dürfen. Die Tagespflege funktioniert

beispielsweise nur wegen

unserem hervorragenden Team.

Ich habe ein Bild, das sehr gut

verdeutlicht, was ich meine: Eine

Lokomotive, die wie verrückt hin

und her fährt, ohne Passagiere

mitzunehmen, ist völlig sinnlos.

Allerdings bedingt sich: Ohne Lokomotive

kommt der Rest auch

nicht weiter.

ts

september / oktober 2015 | 13

Glamorous Duo

Die neue Herbst-Winterkollektion

ist eingetroffen

Benetton Store Weilheim

Inh. Ana-Maria Cirujeda-Martinez

Admiral-Hipper-Straße 12

82362 Weilheim

Telefon 0881 1377

Besuchen Sie uns in Weilheim !

Bei einem Einkauf im Wert

von über 50 Euro, erhalten

Sie bei Vorlage

der Anzeige

10% Rabatt.


„Papierschöpfungen“ — Ausstellung bis 4. Oktober im Stadtmuseum Weilheim

Arbeiten mit Papier in flüssiger Form

Weilheim | Welch immenses Spektrum

an Verarbeitungsmöglichkeiten

der Werkstoff Papier bietet,

zeigt die Ausstellung „Papierschöpfungen“,

die vom 29. August

bis zum 4. Oktober im Weilheimer

Stadtmuseum zu sehen ist. Vier

Künstler, die sich seit 2011 einmal

im Jahr bei John Gerard in Rheinbach

bei Bonn zu einer gemeinsamen

künstlerischen Arbeitswoche

treffen, geben Einblicke in ihre

buchstäblich schöpferische Schaffenskraft.

Verfolgen die Vier zwar

die unterschiedlichsten Richtungen,

vereint sie alle das Arbeiten

mit Papier in zunächst flüssiger

Form.

Vier Künstler sollt‘ ihr

sein — ein Überblick

John Gerard schöpft seit über 30

Jahren Papier und unterhält eine

von nur noch wenigen handwerklichen

Papierwerkstätten in

Deutschland. Seine Werkräume

in Rheinbach dienen den Künstlerinnen

Renate Fischer, Ingrid Golz

und Karin Karrenbauer-Müller

einmal im Jahr

als

kreative Stätte.

te.

erworbenen Fähigkeiten

verbindet sie

nun mit Papier, indem

sie Netze und

Gespinste aus Draht

oder Fäden mitverarbeitet,

sie in eine

Bütte mit Alpakaund

Baumwoll-

Papierfasern taucht.

Dabei entstehen

hauchdünne Häute,

die durch Lichteinfall

umliche Tiefe

erzeugen (Foto unten

rechts).

Bizarre Formen sind

die Handschrift von

Ingrid Golz (Foto

links), sie schöpft

Flachspapiere, die sie mit einem

Gerüst aus Peddigrohr ergänzt.

Während des Trocknungsvorgangs

schrumpft dieses Papier, es dreht

und verformt sich. Golz schafft daraus

Installationen, die frei in der

Luft zu schweben scheinen.

Gerard selbst bringt durch das

breite Spektrum seiner Kunst, unter

anderem Collagen oder Kunstbücher

(Foto unten) aus von ihm

hergestelltem Papier, einen großen

Erfahrungsschatz mit in die

Gruppe. Seine Professionalität ist

gefragt; Karrenbauer-Müller ist

von ihm in die Kunst des Papierschöpfens

eingeführt worden.

Eigentlich aus

der

Heimat des

Textilhandwerks stammt mt Künst-

lerin Renate Fischer. Die dort

Doppelrolle Künstlerin

und Organisatorin

Karin Karrenbauer-Müller r-M

belegt

dabei eine

Doppelrolle. pe

ol Nicht nur,

dass

sie selbst im

Weilheimer Stadtmuseum

ihre „Papierschöpfungen“

ausstellen s wird.

Sie

ist auch die

Organisatorin

der Schau. Zur

künstlerischen

Arbeit mit Papier

wurde sie

beim Besuch

eines Mittelaltermarktes

inspiriert. Neben Bildender Kunst

hat sich die Weilheimerin auch

dem Bereich Textilkunst verschrieben;

im Werkstoff Papier hat sie

die spannende Möglichkeit gefunden,

alle drei Bereiche zu kombinieren.

Handwerklich schöpft

Karrenbauer-Müller größere Bogen

traditionell aus

Bütte und überlagert

sie mit verschiedenen

Schichten farbiger

Fasern. Farbe um

Farbe wird dabei so

aufgeschichtet, dass

sich leicht transparente

Ebenen ergeben,

die aber immer

auch Hinweise auf

das Darunterliegende

geben (Foto oben).

Zu sehen sind die

„Papierschöpfungen“

bis Sonntag, 4. Oktober,

im Stadtmuseum

jeweils Dienstag bis

Samstag, 10 bis 17

Uhr und sonntags von

14 bis 17 Uhr; Montag

geschlossen. rp

september / oktober 2015 | 15


Selbstversuch auf dem Penzberger Barfußpfad

Barfuß ins Reich

der Sinne spazieren

Penzberg | Wenn es nach Dr. Lorenz

Kerscher ginge, könnten Schuhgeschäfte

demnächst zumachen.

Zwar hat der passionierte Barfußläufer

nichts gegen Schuhe an

sich. Wohl aber gegen deren Auswirkungen

auf die Gesundheit. Da

immer aufwendiger gepolsterte

Schuhe den Aufbau von Fußmuskulatur

verhindern, unterbinden

sie auch die Bildung einer gesunden

Körperhaltung. Um möglichst

vielen Menschen Freude an seiner

Passion zu vermitteln, hat der ehemalige

Diagnostica-Entwickler am

Penzberger Standort des Pharma-

Konzers „Roche“ bereits ab 1999

einen Barfußpfad initiiert.

Mit Hilfe der lokalen „Agenda 21“,

einem Budget von 2 000 Mark und

viel ehrenamtlicher Arbeit wurde

der Barfußpfad schließlich realisiert.

Er führt auf knapp zwei Kilometern

Länge bei Gut Hub durch

einen sehr malerischen Teil der

Penzberger Umgebung. Dank liebevoller

Pflege können übrigens

auch Bienengiftallergiker den Barfußpfad

bedenkenlos beschreiten:

Er wird regelmäßig gemäht, so

„Zeigt her Eure Füße ...“ bekommt auf dem Barfußpfad wirklichen Sinn.

dass Löwenzahn oder Klee auf dem

Weg keine Chance haben. Und es

ist erstaunlich, wie gut sich Barfußgehen

anfühlt. Schon nach einmaliger

Umrundung des erholsamen

Areals vor imposanter Alpenkulisse

stellt sich Suchtgefahr ein.

Farbige Fußabdrücke

weisen den Weg

Farbige Fußabdrücke auf eingelassenen

Platten in der Wiese weisen

den Weg entlang eines Feldes in

Richtung einer Landwirtschaftsstraße.

Die ersten Schritte durchs

dunkelgrüne Gras fühlen sich

kühl und weich an; jedoch lohnt

es sich, den Blick auf dem Boden

zu behalten. Kleine Zweige und

Rindenstücke erinnern die Fußsohlen

schmerzvoll daran, dass sie

in den vergangenen Jahrzehnten

von vielen Schuhsohlen verwöhnt

wurden.

Im Wortsinn noch eindrucksvoller

wird diese Tatsache auf der gekiesten

Straße, die vielleicht für die

16 | tassilo


Reifen der Bulldogs und Anhänger

eine kommode Sache sein mag.

Für gute Laune sorgt allerdings

die Erkenntnis, wie viele seltsame

Positionen ein menschlicher Körper

einzunehmen vermag, um das

Gleichgewicht auf unangenehmem

Untergrund nicht zu verlieren. Und

Lachen ist schließlich mindestens

so gesund wie Barfußgehen ...

Nach den Comic-haften Anfällen

der untrainierten Barfußwandersleut'

wirkt der Wegesteil auf einem

Waldweg regelrecht wohltuend

unter den Sohlen. Die Fichtennadeln

sehen zwar spitz aus, sind

aber weich genug, um den Fuß

nicht zu verletzen. Dazu kommt

federnder Untergrund im Schatten

hoher Fichten bei langsam ansteigendem

Pfad – und eine Station,

bei der es darum geht, den Unterschied

zwischen dem warmen

Waldboden und steinkalten Flusskieseln

wahrzunehmen. Wenig

später muss man von Holzblock

zu Holzpflock balancieren – eine

durchaus schwierige Übung für

Untrainierte.

> > > INFOS

Der Penzberger Barfußpfad

beginnt und endet vor dem

„Café Extra“ bei Gut Hub an

einer Fußdusche. Er hat 14

Stationen und ist 1,8 Kilometer

lang.

Information im Internet unter

www.barfusspark.info oder

bei Dr. Lorenz Kerscher (Foto)

unter Tel. 08856 / 8921. uc

Dass der Barfußpfad nicht nur mit

Reizen für die Füße, sondern auch

für die Augen aufwartet, zeigt sich

auf dem Kamm eines Hügels, auf

dem pittoresk eine barocke Kapelle

thront, die den Vordergrund zu

einer Kulisse weich geschwungener

Hügel bis hinein ins Gebirge

bildet. Die nächsten Stationen sind

einfach – auf etwa hundert Metern

Wiesenweg ergibt sich für die Barfuß-Novizen

eine Art Erweckungserlebnis:

Jeder hat einen Weg

gefunden, mit der ungewohnten

Belastung umzugehen. Irgendwie

kommen alle geschmeidiger daher

als auf den ersten paar Metern.

Außerdem entfaltet sich ein seltsames

Gefühl von Freiheit.

Der Waldboden als

Lieblingsuntergrund

So fällt auch ungleich leichter, die

nächsten Stationen zu meistern:

Über einen Baumstamm balancieren

wir mit lässiger Selbstverständlichkeit,

beim „Astgreifen“

mit den Zehen stellen wir uns nur

ein bisschen an, und überhaupt

entwickelt sich der Waldboden zu

unserem Lieblingsuntergrund. Gerade

schwören wir uns, demnächst

regelmäßig Barfußwaldspaziergänge

zu unternehmen, als der

„Barfußpfad“-Wegweiser in Richtung

eines Weihers deutet.

Es könnte gut sein, dass diese „Station“

gar keine ist, aber vielleicht

die beste Erfahrung bietet: Da der

Boden von den Regenfällen der

vergangenen Wochen durchtränkt

ist, ist in Schilfnähe eine riesige

Matschpfütze entstanden. Da müssen

wir durch. Rechts das Schilf,

links Gestrüpp – es bleibt nur die

Flucht nach vorn. Schon unsere

Vorgänger haben den Boden ordentlich

aufgewühlt, und so sinken

wir bis zu den Knien ein. Das

Gefühl, als sich der „Baaz“ durch

die Zehen drückt und der Wadel

mumpfend feststeckt, lässt Kindheitserinnerungen

wach werden.

Widererwarten fällt keiner hin

und besudelt sich von oben bis

unten – die „Woodstock“-Station

bleibt uns trotzdem noch lange


Verschiedene Untergründe regen die Sinne der Barfußgeher an.

in Erinnerung. Nämlich, weil die

Wegstrecke genau lang genug ist,

um den Schlamm an unseren Füßen

trocknen zu lassen. Wir sehen

aus wie eine Bande Hobbits, die

gerade durchs Auenland wandert.

Derart schlammverkrustet an den

Beinen erklimmen wir die letzten

Meter zum Parkplatz hinauf, wo die

Fußdusche willkommene Dienste

leistet. Wir sind uns einig: den gesundheitlichen

Aspekt muss man

nicht bemühen, um diesem Weg zu

empfehlen – der Spaßfaktor allein

reicht. Dass die Füße gut durchblutet

vor sich hinglühen, ist ein

weiterer, angenehmer Effekt des

Barfußwanderns.

uc













september / oktober 2015 | 17


Früherer DSV-Physiotherapeut arbeitet in Weilheim

Elektroantriebe

Garagentore

Rollladen-Kästen

Rollladen

Jalousetten

Lichtschachtabdeckungen

Markisen

Insektenschutz

Winterrabatt

auf Markisen!

Klaus Löw Meisterbetrieb

Moosstraße 37 • 82362 Weilheim

Telefon 0881/3532

www.Rolladenbau-loew.de

Gartengeräte-nur bei Endress!

Für jeden Einsatzbereich das richtige Motorgerät

Rasenmäher

HRX 426C PD

Schnittbreite 42 cm



TOP

ANGEBOT

statt 609,-

515,-

Angebote solange Vorrat reicht. Alle Preise in Euro inkl. MwSt.

Beratung · Service · Verkauf

Holzhofstraße 1 · 82362 Weilheim

Telefon 08 81/98 99 20

www.endress-shop.de

Rasenmäher

HRG 536C VK

Schnittbreite 53 cm,

mit Antrieb

TOP

ANGEBOT

statt 899,-

749,-

Der Motorgeräte-Fachmarkt in Ihrer Nähe










Felix & Fritz in der Hand

Roman Klapper (r.) bei der Arbeit mit Ergotherapeut Detlef Grzenia.

Weilheim | Vier Jahre war Roman

Klapper ganz nah dran an Felix

Neureuther und Fritz Dopfer. Als

Physiotherapeut begleitete er die

beiden Ski-Asse beim Aufstieg in

die absolute Weltspitze. Das war,

als er zur Nationalmannschaft des

Deutschen Skiverbandes (DSV)

stieß, nicht absehbar „Wir waren

froh, wenn sich beim Weltcup in

Sölden jemand für die besten 30

qualifizierte“, erinnert sich der

33-Jährige. Seit April 2014 ist er

therapeutischer Leiter im „Physio-

Ergotherapie-Zentrum Weilheim“.

Mit Neureuther und Dopfer war er

weltweit unterwegs mit dem Höhepunkt

der Olympischen Winterspiele

in Sotschi 2014. Wenngleich der

Rückblick ausfällt: Klapper gehörte

zu den ersten, die Neureuther nach

seinem Unfall auf dem Weg zum

Flughafen traf. „Dort war ich eingebunden,

mit den Ärzten zu klären,

ob Felix überhaupt nach Sotschi

kann.“ Er flog, und in den folgenden

Tagen hatte der Sporttherapeut

zusammen mit einem Osteopathen

„Neureuther mehrfach in den Händen“,

damit er starten konnte. Ein

therapeutischer Erfolg, dem sportliche

Enttäuschung folgte: Felix galt

als Medaillenhoffnung, im Slalom

schied er aus, im Riesenslalom

wurde er Achter. Umso bitterer,

weil Dopfer um fünf Hundertstelsekunden

an Bronze vorbeifuhr.

Heute profitieren von Klappers

Erfahrungen im Spitzensport die

Patienten im Tassiloland: „Irgendwann

stand die Entscheidung an,

weiter zu reisen oder sesshaft zu

werden“, sagt der Oberfranke aus

Rehau. Er lebt nun in Oberhausen,

das habe, fügt er schmunzelnd hinzu,

„im Gegensatz zum Ski-Weltcup

den Vorteil, dass ich mit dem Fahrrad

in die Arbeit fahren kann“. Die

Ausbildung zum Physiotherapeuten

absolvierte er in Regensburg,

sattelte die Zusatzausbildung zum

Sporttherapeuten beim Deutschen

Olympischen Sportbund drauf und

arbeitet nun im Oberland. Hin und

wieder springt er noch bei den

DSV-Ski-Damen ein. Für den Alltag

habe ihm die Zusammenarbeit

mit Athleten, Ergotherapeuten und

Ärzten der Nationalteams viel Nützliches

gebracht, er könne „leichter

rausschauen über den Tellerrand“.

Zwar sei der Umgang mit Leistungssportlern

intensiver und er

habe sich auch mit psychologischen

Aspekten befassen müssen,

die hinter einer Verletzung steckten:

„Es geht immer darum, wie

schnell ein Sportler seine Karriere

fortsetzen kann“. Die Erfordernisse

seien jedoch nun auf seine Patienten

übertragbar: „Hier ist die Frage,

wie schnell sie wieder in ihren Beruf,

den Alltag einsteigen können.

Deutliche Parallelen zum Sport.

Im „Physio-Ergotherapie-Zentrum

Weilheim“ behandelt Klapper „die

komplette orthopädische Litanei

von Kopf bis Fuß". Vor allem Rückenschmerzen

verbreiteten sich

immer mehr durch die Arbeitsbelastungen.

Auch Schlaganfallpatienten

und Querschnittgelähmte

kommen zu ihm und elf Kollegen.

Aktuell sucht er zwei weitere Physiotherapeuten:

„Der Therapiebedarf

in der Region ist Wahnsinn,

auch bei Weilheimer Kollegen sind

die Pläne voll“, weiß Klapper.

Bei aller Belastung freut ihn, „dass

Ärzte vermehrt klassische Therapien

verordnen, bevor sie das Messer

zücken“, den Kontakt zu ihnen suche

er ständig, „um für die Patienten

das Beste rauszuholen“. Zumal

unter seinen Therapeuten jeder auf

einzelne Leidensbilder spezialisiert

ist und sein Steckenpferd hat. Zwei

Ergotherapeuten im Team arbeiteten

„mehr und mehr mit Kindern“.

Noch ein Austausch ist möglich,

seit sich das Zentrum vor einem

Jahr in Räume an der Pütrichstraße

vergrößert hat. Hier residiert auch

das Fitness-Studio „FitLife“: „So

können wir mit den Trainern Programme

bei einer medizinischen

Trainingstherapie weiterführen“,

sagt Klapper. Am Ganz-nah-dran-

Sein hat sich nichts geändert. ts

18 | tassilo


Bergsicht, Spielplatz & Milchgeheimnisse ts

Die „Schönegger Käsealm“ — ein Ausflugsziel samt unternehmerischer Erfolgsgeschichte

Weilheim / Schönegg | Heumilch,

Joghurt und jede Menge Schnitt-,

Hart- und Weichkäse, jede einzelne

Sorte garantiert ohne Gentechnik

aus tagesfrischer Heumilch hergestellt:

Das gibt es in Weilheim an

der Herzog-Christoph-Straße in der

„Schönegger Käsealm“, einer von

23 Verkaufsstellen in ganz Bayern.

Hinter der Alm und ihrem Namen

steckt allerdings viel mehr als nur

Käse: Milch und althergebrachtes

Wissen um deren traditionelle Verarbeitung

und eine erfolgreiche

Molkereigeschichte.

Sie begann vor 27 Jahren auf dem

Bergbauernhof von Sepp Krönauer

und seiner Familie in Schönegg bei

Rottenbuch, oberhalb der Echelsbacher

Brücke, der tatsächlichen

„Schönegger Käsealm“; einem lohnenden

Ausflugsziel für Familien,

die einen erholsamen und genussreichen

Tag verbringen möchten

bei wunderschöner Aussicht, auf

einem neuen Spielplatz mit Rutschen,

Schaukeln, Klettergerüsten;

zwischen Kleintiergehegen, die

Lebensraum und viele Rückzugsmöglichkeiten

bieten für Zwergziegen,

Häschen und Schafe. Besucher

dürfen sie streicheln und beobachten.

Im kleinen Garten vor dem Hof

wachsen an die 50 Küchen- und

Heilkräuter.

Hier oben wuchs Sepp Krönauer

auf. Nach der Lehre als Molkereifachmann

in der

damals

Die Schaukel auf dem Spielplatz

noch existierenden Käserei Hindelang

in Steingaden absolvierte er

1986 die Prüfung zum Käsermeister

und startete 1988 in die Selbstständigkeit,

indem er den elterlichen

Bergbauernhof auf Heumilchverarbeitung

umstellte. Den Hof führt er

bis heute: Einmal als „Ursprung“

seines Käseverkaufs, aber auch,

um Besucher über die besondere

Arbeitsweise der Heumilchbauern

zu informieren.

Heute liefern über 300 Vertragsbauern

die wertvolle Heumilch an

die „Schönegger Käsealm“ – im

Jahresdurchschnitt über 30 Millionen

Kilogramm, überschlägt Krönauer.

Das Einzugsgebiet reicht von

Oberbayern über das Allgäu und

Tirol bis an den Bodensee, in den

Bregenzerwald und hinein ins Große

Walsertal in Vorarlberg. Neben

den Produktionsstätten in Steingaden

und Prem gibt es deshalb noch

eine dritte im Westallgäu.

Aktuell beschäftigt Krönauer rund

140 Mitarbeiter. „Ich verstehe mich

nicht nur als Arbeitgeber, sondern

fühle mich ebenso verantwortlich

für unsere 300 Bauernfamilien –

als Bindeglied zwischen den Heumilchbauern

und den Kunden“,

betont der Molkereichef. Er schätzt,

dass aktuell in Bayern „noch über

1000 Landwirte die aufwändigere

Wirtschaftsweise“ in Kauf nehmen,

Franz Multerer beim Schaukäsen

Die „Keimzelle“ der Käsealm, der Laden in Schönegg.

um Heumilch zu produzieren. Weil

mit dem hochwertigen Produkt ein

besserer Preis zu erzielen ist, stellen

nach den Worten Krönauers aktuell

Landwirte ihre Milchviehwirtschaft

wieder auf die traditionelle Heumilcherzeugung

um. Wie Käse daraus

früher traditionell hergestellt

wurde, zeigt Franz Multerer

bis Oktober jeden Donnerstag

in Schönegg beim Schaukäsen ab

11 Uhr. Mit dem Käsermeister im

Ruhestand konnte Krönauer seinen

einstigen Lehrmeister gewinnen,

der sein Handwerk vor 50 Jahren

erlernte – als es noch auf Gefühl

und Intuition ankam und Käse

ohne „Hightech“ hergestellt wurde.

Sein Wissen gibt Multerer nun

an Interessierte weiter.

Zuvorderst, dass auch 2015 vor allem

Eines nötig ist: Zeit. Der Käsermeister

erklärt, warum er das Lab

im Kupferkessel unter die frische

Heumilch rührt. Dann heißt es

warten, bis das Gemisch gerinnt.

Währenddessen können Besucher

Käse probieren und Fragen stellen,

Kinder dürfen malen und ein

Quiz lösen. Ist die Milch schnittfest,

durchschneidet Multerer mit einer

Käseharfe die Gallerte, und wenn

genügend Molke ausgetreten ist,

presst er den Bruch in eine große

runde Form. Kinder dürfen probieren.

Die spätere Reifung kann

er nur noch theoretisch erklären.

Schließlich läuft der Prozess über

mehrere Monate, beim Bergkäse

bis zu mehrere Jahre.

Wer dann noch mehr über Käse,

Milch und die Landwirtschaft erfahren

möchte, ist auf dem „Pfaffenwinkler

Milchweg“ richtig. Entstanden

ist der 4,2 Kilometer lange

Erlebnisweg auf Initiative der Landfrauen

des Bayerischen Bauernverbandes.

Die Runde ist auch für

Kinderwagen und Rollstuhlfahrer

geeignet. Zehn Erlebnisstationen

sind ein großer und kostenfreier

Spaß für Kinder samt vielen interessanten

Informationen auch für

Erwachsene. Los geht das Käseerlebnis

am großen Parkplatz direkt

an der „Schönegger Käsealm“, bis

16. September jeden Mittwoch um

9.30 Uhr auch bei Führungen. Eine

Anmeldung ist nicht nötig. Außerterminliche

Gruppenführungen

organisiert die Tourist-Info Rottenbuch

(Tel. 08867 / 9110-18; E-Mail:

tourist-info@rottenbuch.de). ts

september / oktober 2015 | 19


Gestütsschau und „AlpenCup“ in Schwaiganger

Zucht- und Sportparade

Tassiloland | Mit einem bunten

und abwechslungsreichen Programm

bestreitet das „Haupt- und

Landgestüt Schwaiganger“ am 13.

September seine Gestütsschau.

Bereits am Wochenende zuvor, 5.

und 6. September, steigt das „Fest

der bayerischen Pferde und Traditionen“

mit Kaltblut- und Haflingerpferden,

das der „Landesverband

Bayerischer Pferdezüchter“

ausrichtet. Viele Höhepunkte sollen

Teilnehmern und Besuchern Einzigartiges

im süddeutschen Raum

bieten: Bei Schauprogramm und

in sportlichen Wettkämpfen wie

Hindernisfahren, Holzrücke-Parcours

und Geschicklichkeitsfahren

demonstrieren die beiden Rassen

ihre Einsatzmöglichkeiten als Reit-,

Kutsch- und Arbeitspferde. Eine

Pferde-Verkaufsschau, ein Bauernmarkt

und eine Ausstellung

seltener Nutztierrassen runden das

Wochenende ab.

Bei der Gestütschau am Sonntag

eine Woche später zeigt das Gestüt

rund 130 Pferde unter dem Sattel,

im Geschirr und im Freilaufen —

20 | tassilo

Hengste und Stuten mit ihren Fohlen

der Traditionsrassen Haflinger,

Süddeutsche Kaltblutpferde, Bayerische

Warmblüter, sowie Ponys.

Bayerische Meister

und Olympiateilnehmer

Die Schau ist das Finale vom „AlpenCup

Schwaiganger“, einem

internationalen Vielseitigkeitsturnier,

das die „Turniergemeinschaft

Schwaiganger e. V.“ vom 11. bis

13. September ausrichtet. Hier

messen sich Reiter aus Deutschland,

Österreich, Italien und der

Schweiz in Dressur, Springen und

auf einem so anspruchsvollen wie

fairen Geländekurs. Die etwa 3 000

Meter lange Strecke führt über 25

bis 30 fest gebaute Hindernisse

und durch zwei Wasserpassagen.

Neben ehemaligen Bayerischen

Meistern und den ausländischen

Vielseitigkeitsreitern haben auch

Olympia-Teilnehmer ihren Start

avisiert. Der „AlpenCup“ beginnt

am Freitag gegen 13 Uhr mit den

ersten Durchgängen in Dressur

und Springen, die zweiten sind für

Samstag, 10 und 15 Uhr angesetzt.

Am Sonntag reiten die Pferdesportler

von 9 bis 10.30 Uhr erstmals

und von 12.30 bis 14 Uhr noch

einmal durchs Gelände. Tribünenkarten

können im Internet bestellt

werden.

Auch die Gestütschau ist ein reichhaltiger

Tag für Pferdefreunde. Das

zweiteilige Programm läuft von 11

bis 12 sowie von 14.30 bis 16 Uhr.

Vormittags absolvieren auf dem

Paradeplatz die drei Traditionsrassen

verschiedene Disziplinen, dazu

ist die Hengstquadrille zu sehen.

Die Stallungen stehen für Besucher

offen, historische Führungen

um 9, 12.30 und 16 Uhr informieren

über die Geschichte Schwaigangers,

die Gebäude und Pferde. In

der Schmiede werden Hufeisen im

Feuer geformt und Pferde beschlagen.

Essen und Trinken gibt es in

der Gaststätte und an diversen

Ständen. Weitere Auskünfte unter

Tel. 08841 / 6136-0 oder auf E-Mail-

Anfrage (lvfz-schwaiganger@lfl.

bayern.de).

ts


Tutzinger Brahmstage vom 11. bis 25. Oktober

Kammermusikwoche

strahlt überregional

Tutzing | Den Sommer 1873 verbrachte

Johannes Brahms in Tutzing,

und der Ort und seine Umgebung

sollen ihn derart inspiriert

haben, dass einige seiner bedeutenden

Werke hier entstanden sind.

Die Verbindung des Komponisten

mit dem Ort nahm der „Freundeskreis

Tutzinger Brahmstage“, der

sich 1997 gründete, zum Anlass,

das musikalische Vermächtnis des

Ausnahmekomponisten mit einem

Konzertzyklus lebendig zu halten –

100 Jahre nach dessen Tod. Mit Erfolg:

Ausgewählte Interpreten und

ein anspruchsvolles Programm

locken nunmehr seit 18 Jahren

Brahms-Liebhaber an den Starnberger

See. Längst haben sich die

Brahmstage zu einer Kammermusikwoche

mit überregionaler Ausstrahlung

entwickelt.

Klassisch bis jazzig —

ein Überblick

Eröffnet wird das Festival am 11.

Oktober mit einer Soirée in der

Evangelischen Akademie. Ab 18

Uhr geben Helena Dearing (Sopran),

Iwona Sakowic (Mezzosopran),

Andras Lebeda (Bass), Eduard

Kutrowatz (Klavier) und Clemens

Kerschbaumer (Tenor) an diesem

Sonntag den Werken Brahms ein

musikalisches Gesicht. „Brahms

meets Jazz“ heißt es am 16. Oktober

um 20 Uhr, wenn die Aula des

Tutzinger Gymnasiums ihre Pforten

für das „Jazz Quartett Max Grosch“

und das „Diogenes Quartett“ mit

Andreas Kirpal am Klavier öffnet.

Das gleiche Instrument steht im

Das Henschel Quartett musiziert mit Mezzosopranistin Susanne Kelling

zum Abschluss der Tutzinger Brahmstage bei einem Kammerkonzert in

der Evangelischen Akademie Tutzing.

Mittelpunkt des Klavierabends, den

Florian Uhlig in der Evangelischen

Akademie am 18. Oktober ab 18

Uhr bestreiten wird. Paulina Tuklainen

(Klavier) und Tobias Berndt

(Bariton) laden am 20. Oktober in

die Galerie Benzenberg zum Konzert,

Beginn ist um 20 Uhr.

Auf zum Spaziergang

mit Johannes Brahms

Einen „Spaziergang mit Brahms“

unternehmen Dr. Gerd Holzheimer,

Elisabeth Carr und Sprecher Christian

Jungwirth am Sonntagmorgen

des 25. Oktobers ab 11 Uhr in der

Evangelischen Akademie. Hier bildet

auch ein Kammerkonzert den

krönenden Abschluss der Brahmstage,

welches das Schaffen des

Komponisten noch einmal durch

den Genuss der Darbietung von

Mezzosopranistin Susanne Kelling

unter Mitwirkung des „Henschel

Quartetts“ belegt. Beginn ist um

18 Uhr.

Ein überraschendes und ehrenhaftes

Nachspiel zog der Aufenthalt

des Komponisten Brahms am

Starnberger See 1873 übrigens

mit sich. Zu Weihnachten desselben

Jahres wurde ihm von König

Ludwig II. der Maximilianorden

für Kunst und Wissenschaft überreicht.

Die Ironie wollte es, dass

auch sein großer Antipode Richard

Wagner mit diesem Zeichen der

Würde belohnt wurde.

Der Vorverkauf für die Tutzinger

Brahmstage läuft bereits, Karten

gibt es bei der Buchhandlung Held

sowie in der Galerie „KunstRäume“

am See (Tel. 08151 / 559721;

E-Mail: kontakt@kunstraeumeam-see.de).

rp

september / oktober 2015 | 21


Zu Besuch bei Florian Pfütze auf „Gut Achberg“

Naturschützer im Stillen

Wir vermitteln Ihnen dafür Betreuungskräfte und Haushaltshilfen

für eine fachgerechte, zuverlässige, liebevolle und gleichzeitig

kostengünstige 24-Stunden-Pflege daheim.

Ihre Vorteile:

www.tassilo.de

Ihr pflegebedürftiger Angehöriger kann weiterhin in der

vertrauten Umgebung leben und dadurch ein weitgehend

individuell selbst gestaltetes Leben führen.

Ein teurer Heimaufenthalt kann verhindert werden.

Auch eine Zeit der Verhinderungspflege kann abgedeckt

werden.

Die 24-Stunden-Pflege daheim ist in praktisch allen Fällen

die ideale Lösung.

Wir arbeiten nach dem:

- Entsendemodell

- Arbeitgebermodell

24 Stunden Betreuungen

Rufen Sie an:

Telefon: +49 88 61/90 81 23 5

Handy : +49 160 /96 80 96 03

Wir sind seit 2007 Ihr Ansprechpartner und Begleiter für

die gesamte Pflege- sowie Betreuungsdauer.

www.pflegevermittlung-baden-wuerttemberg-bayern.de

Oberhausen | Seit diesem Jahr ist

Florian Pfütze Vorsitzender des

„Kreisjagdverbandes Weilheim

e.V.“ (KJV). Vor allem mit Aufklärungsarbeit

und einer guten

Ausbildung will er das Bild der

Jäger in der Öffentlichkeit wandeln

– zum Positiven: „Leider wird ein

Jäger nach wie vor als jemand dargestellt,

der nur tot schießt“, sagt

Pfütze. Er selbst versteht sich und

seine Kollegen indes als aktiven

Naturschützer: Auf den 180 Hektar

seines land- und forstwirtschaftlichen

Betriebes „Gut Achberg“ hat

er Biotope und Tümpel angelegt,

Lebensraum für Gelbbauchunken,

Bergsalamander, Libellen, Ringelnattern

oder Frösche. „Das ist

Florian Pfütze mit seinem Jagdhund,

einem Deutsch-Kurzhaar.

Naturschutz im Stillen, denn die

Jagd hat mit allen Tieren zu tun“,

sagt Pfütze. Ebenso mit Pflanzen:

40 Apfelbäume hat der Forstwirtschaftsmeister

gepflanzt, das

Spätobst fressen Rehe, Dachse,

Füchse, Hasen, Marder und Vögel.

Dazu Hecken als Wildruhezonen,

wo Kitze Unterschlupf finden oder

die Tiere äsen: „Dann habe ich im

Wald an den Jungbäumen weniger

Verbiss.“ Mit diesem Hintergedanken

und als Nahrungsangebot für

Bienen, Hummeln und Fliegen

pflanzte er die Rosensorte „Multiflora“:

„Obwohl sie von Rehen

gerne verbissen wird, stehen die

28 Rosenstöcke bis heute.“

Land- und Forstwirtschaft

im Dreieck mit der Jagd

Diese „vielen kleinen Möglichkeiten„

hält er Waldbesitzern oder

Landwirten entgegen, die mehr

Abschüsse fordern. Pfütze sieht

Jagd, Land- und Forstwirtschaft

in einer Dreiecksbeziehung. Man

müsse miteinder reden, Probleme

gemeinsam lösen, sich vor Ort in

Wald und Flur austauschen. Seine

Aufgabe sei klar definiert: „Aus

Brauchtum und Verpflichtung das

Wild hegen und pflegen.“

Wichtigster Aspekt sei die Fütterung:

„Wenn ein Reh einen vollen

Bauch hat, geht es nicht an die

ume“. Die „Notzeit“ beginne

mit dem letzten Grasschnitt auf

den Wiesen. Dann fährt Pfütze alle

zwei Tage Alleinfutter für Schalenwild

an drei bis fünf Stellen im

Wald, dazu Kartoffeln, gelbe und

rote Rüben, „bis im Frühjahr das

Wild nicht mehr kommt“. Seine

früheren Jagdnachbarn hätten mit

ähnlich „viel Liebe die Tiere gefüttert

– wenn sie mit dem Suzuki

hinaus fuhren und hupten, standen

die Rehe schon an der Futterstelle“.

Wenn Jäger ihre Aufgaben

ernst nähmen, könnten sie den

Eigentümern zu einem ertragreichen

Wirtschaftswald verhelfen,

ist Pfütze überzeugt. Auf „Gut Achberg“

habe er gelernt: „Wald mit

Wild geht. Ich muss mit meinen

Pflanzungen den Tieren fünf Jahre

trotzen, etwa, indem ich Triebe mit

Teer bestreiche, dann bin ich fertig

mit einer Fläche.“

Der neu gewählte KJV-Vorsitzende

geht mit Elan ans Werk, draußen

im Wald, im Gespräch mit Grundeigentümern:

„Wenn sie mich sehen,

wissen sie, dass ich mich um

den Wald kümmere. Beide Seiten

müssen schauen, wo es Probleme

gibt.“ Wie beim Schwarzwild,

wo selbst Jäger noch viel lernen

müssten, weil „das Wildschwein

hochintelligent ist". Er ziehe „den

Hut davor, wie liebevoll eine Bache

mit ihren Frischlingen umgeht, ich

habe als Jäger nicht das Recht, ein

Muttertier zu töten, die Frischlinge

sind dann führungslos“. Kritik übt

er an Jägern, die auf Tiere anlegten

nach dem Motto: „Ui, a Sau.“

Den Wildschweinen Herr zu werden,

gelinge nur mit den Landwirten,

etwa, wenn sie Maisäcker

mit Bejagungsschneisen anlegen.

Pfütze lädt Landwirte ein, mit auf

die Pirsch zu gehen: „Ein, zwei,

drei Nächte hintereinander, damit

sie sehen, wieviel Arbeit die Wildschweinjagd

macht.“ Für Geduld

gebe es eine Faustformel: „Pro

Pfund a Stund‘.“ Ein ausgewachsener

Keiler kann 150 Kilogramm

und mehr wiegen. Von einer Aufrüstung,

etwa mit Nachtsichtgeräten,

hält er nichts. Neue Technik

22 | tassilo


www.wolfratshausen.de

www.wolfratshausen.de

Praxisnah im Wald werden künftig die Jungjäger auf „Gut Achberg“ ausgebildet.

verspreche höchstens kurzfristige

Erfolge: „Wenn sie 24 Stunden am

Tag beschossen wird, sagt sich die

Sau: Dann gehe ich halt nicht mehr

aus dem Wald.“ Nehme man den

Tieren „die Sicherheit der Nacht“,

hätten die Wildschweine spätestens

ab der dritten nächsten Generation

gelernt, sich entsprechend

zu verhalten und im Dickicht zu

bleiben. Ähnlich sei das beim Rotwild,

das in der Vergangenheit bei

Treibern und Hunden gejagt wurde.

„Das Wild ist lernfähig, bleibt

jetzt einfach stehen, die Hunde

laufen kläffend drum herum, der

Jäger kann nicht schießen. Wir

sollten nicht glauben, nur mit

Schießerei kommen wir weiter.“

Viel wichtiger ist Pfütze der Genuss,

diesem Hobby nachzugehen,

die Natur zu erleben, andere mit

auf die Jagd zu nehmen. Wir Menschen

gehören zu diesem Zahnradwerk

genauso, wie der Hirsch

und die Sau. Für mich ist jedes Tier

ein Lebewesen. Wenn ich ein Tier

erlege, tue ich es, um mich zu ernähren.“

Seine Jagd bestehe „nur

zu zwei Prozent aus dem Schießen“,

und sie werde für jeden

zur Leidenschaft, der Antworten

auf Fragen suche: „Wie ernähre

ich meine Familie ohne Massentierhaltung

und den Stress dort?

Woher bekomme ich mehr Wissen

über die Natur?“

Ein Drei-Wochen-Kurs

gibt keine Antworten

Weil Antworten nicht mit einem

„Drei-Wochen-Jagdkurs in Mecklenburg-Vorpommern“

zu bekommen

seien, betreibt der KJV seit

25 Jahren seine Jagdschule. Deren

hervorragenden Ruf in ganz Bayern

möchte Pfütze weiter ausbauen.

Ein Schritt ist der Umzug der

Jägerausbildung von Weilheim

nach „Gut Achberg“. In einem früheren

Stall hat er einen modernen

Schulungsraum gebaut für den

theoretischen Unterricht. Der läuft

ab Oktober zweimal wöchentlich

von 19 bis 22 Uhr. Ein Jagdschüler

muss mindestens 16 Jahre alt sein.

Wichtig ist ihm besonders die „praxisnahe

Ausbildung im Eigenjagdrevier“

samt Schießausbildung

und in anderen Lehrrevieren des

KJV wie dem von Christian Schroll

in Huglfing, Pfützes Reviernachbar

und Kursleiter der Jagdschule. Hier

wird an den Wochenenden in der

Natur unterrichtet. Dazu hat „Gut

Achberg“ ein eigenes Zerwirk-, das

heißt Schlachthaus, wo die Anwärter

lernen, fachgerecht zu arbeiten,

vom „Aufbrechen“ eines toten Tieres

bis zur Kühlung des Fleisches.

Der Nahbeobachtung dient ein

Rotwildgehege.

Die Jagdausbildung kostet 1400

Euro und endet mit der Prüfung

Ende Mai, Anfang Juni 2016. Informationen

gibt es beim Kreisjagdverband

Weilheim e.V., Huosiring

17 b, 82362 Weilheim, Tel.

0881 / 9248980 oder per E-Mail

(info@jagd-weilheim.de). Unter

www.jagd-weilheim.de/de/jungjaegerausbildung.html

ist im Internet

das Anmeldeformular zum

Jungjägerkurs zu finden. Der KJV

stellt außerdem Kontakt zwischen

seinen Mitgliedern und Naturfreunden

her, die mit einem Jäger

einmal ins Revier wollen.

Zum Bayerischen Jagdverband gehören

knapp 49 000 Jäger. Noch

seien sie „eine kleine Gruppierung,

auch historisch bedingt,

weil sich früher kaum jemand eine

Jagd finanziell leisten konnte“,

sagt Florian Pfütze. Ein moderner

Jäger sei dagegen alles andere als

elitär: „Die Jagd ist etwas wunderschönes,

wie Golf oder Tennis, für

die ganze Breite der Bevölkerung“,

schwärmt Pfütze. Das Interesse

wachse, auch und vor allem bei

Frauen, die neuen Ausbildungsmöglichkeiten

im idyllischen „Gut

Achberg“ tragen diesem Trend

Rechnung.

ts

TheaterPUR

Programm 2015/16 in der Loisachhalle

Programm 2015/16 in der Loisachhalle

Do, 08.10.15

20 Uhr

Schuld und Schein.

Ein Geldstück

von Ulf Schmidt

Fr, 13.11.15

20 Uhr

Mischpoke – neuer

Besuch bei Mr. Green

Komödie von Jeff Baron

Junges Schauspielensemble München

So, 06.12.15

16 Uhr

Hänsel und Gretel

für Erwachsene und

Kinder, Märchenoper

in 3 Bildern

Veranstaltungsreihen der Stadt Wolfratshausen

Fr, 29.01.16

20 Uhr

Chiemgauer

Volkstheater

Nordlicht über Bollerbach

Komödie in 3 Akten

Sa, 13.02.16

20 Uhr

Des Teufels General

EURO-STUDIO Landgraf

Schauspiel von

Carl Zuckmayer

Fr, 08.04.16

Preise*: 28,00 / 24,00 / 21,00 EUR – Erm.: 14,00 EUR Preise zzgl. Gebühren

Abo: 129,00 / 109,00 / 89,00 EUR – Erm.: 59,00 EUR Preise zzgl. Gebühren

Kartenverkauf/Info: www.muenchenticket.de, Tel. 0180 / 54 81 81 81*

Bürgerbüro/Touristinfo, Marienplatz 1, 82515 Wolfratshausen,

Tel. 08171 2140, geöffnet: Mo-Mi/Fr 8.00-12.30 Uhr,

Do 8-18 Uhr, Sa 10-12 Uhr, info@wolfratshausen.de

Happy Holiday Reisen, Tel. 08171 481544

Rundschau Kartenservice, Tel. 08041 78910

Reisebüro Hecher GmbH, Tel. 08171 98120, und an

der Abendkasse

Veranstaltungen der Stadt Wolfratshausen über

München Ticket an der Abendkasse zzgl. € 4,00

(*€ 0,14 aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Preise

aus dem Mobilfunk – Preisänderungen vorbehalten)

ab 11.05.

Aboverkauf

ab 29.05.

Kartenvorverkauf

(auch für einzelne

Veranstaltungen)

gefördert durch:

20 Uhr

Verzauberter April

Romantische Komödie

in 2 Akten

Kultur.Tourismus.Wolfratshausen

#wirsindwor

Irrtum und Änderungen vorbehalten · Gestaltung: www.hahn-littlefair.de

september / oktober 2015 | 23


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Zu Wasser, in der Halle,

auf dem Hof, im Theater

Aktionstag des Alpenvereins für Kletterer und alle,

die Mitglied werden wollen

Peißenberg | Zum runden zwanzigsten Geburtstag

ihrer Kletterhalle plant die Alpenvereinssektion

Peißenberg am 20. September einen Aktionstag,

an dem sich die einzelnen „Sparten“ mit Plakaten

und Aktionen präsentieren. Der neue Vereinsbus

wird mit einer Messe geweiht, die Kindergruppe

plant einen Malwettbewerb, Kunstmaler Otto Josef

Lentner stiftet der Sektion ein Aquarell, die Kletterer

veranstalten ein Demo- und Schnupperklettern,

die Mountainbiker bieten einen Basic-Kurs

und Schaufahren an. Zudem informiert die Sektion

über Mitgliedschaften und die vereinseigene

Hörnlehütte. Auf ihr können Mitglieder einen

Aufenthalt mieten. Zur Unterhaltung musizieren

der Bergsteigerchor des Alpenvereins und die

Musikgruppe „Ja Mei“. Es wird gegrillt, gibt kalte

Getränke und Kaffee und Kuchen.

Die Ortsgruppe Peißenberg der Sektion Weilheim-

Murnau des „Deutsch-Österreichischen Alpenvereins“

wurde 1920 gegründet, als selbständige Sektion

im DAV existiert sie seit 1948. Schwerpunkte

sind heute Berg- und

Skibergsteigen, die

Förderung von Jugend

und Familien, der

Kletter- und Skisport.

Die Mitglieder setzen

sich ein für den Naturschutz

in der näheren

Heimat und, die

Bergwelt in ihrer Ursprünglichkeit

zu erhalten.

Gesellschaftliche

Veranstaltungen

runden das Spektrum ab. Die Sektion ist Mitglied

im „Verein zum Schutz der Bergwelt“, im „Bayerischen

Landes-Sportverband“, dem „Bayerischen

Skiverband“ und im „Fachverband für Sport- und

Wettkampfklettern im DAV“. Mit etwa 3 900 Mitgliedern

zählt die Peißenberger Sektion

zu den größten Vereinen im Landkreis

Weilheim-Schongau.

ts

50 Jahre Meisterbetrieb

Ihr kompetenter Ansprechpartner

für farbige Gestaltung im Haus und an der

Fassade, Wärmedämmung und Sanierung

Holzgeheimnisse: Ein Bewanderter kommt zum Vortrag nach Raisting

Raisting | Erwin Thoma, bedeutender Pionier des

handwerklichen Massivholzbauens in Europa,

kommt zu einem Vortrag nach Raisting. Mit im

Gepäck hat er sein im vergangenen en Jahr nenes, so informatives wie lesenswertes

Buch „Die sanfte Medizin der

ume“, das wir im ersten „tassilo

verlost haben. Darin hat er viel althergebrachtes,

teils vergessenes Wissen

um Kraft und Wirkung des Werkstoffes

Holz zusammengetragen. Der

erschie-

Vortrag im „Gasthof zur Post“ beginnt

um 19 Uhr, auch eine Hausbesichtigung ist geplant.

Der Österreicher kommt auf Einladung von Stefan

Klein, Geschäftsführer der Johann Buchner GmbH,

dem Vertriebspartner der Thoma100-

Massivholzhäuser im Oberland.

Die Wildsteiger wiederum präsen-

tieren ihre Fähigkeiten in Sachen

Holz in „Halle D“ am Stand 400-

407 auf der Oberland-Ausstellung

in Weilheim

vom 1. bis zum 5.

Oktober.

ts

24 | tassilo


Spiellandschaft-Spende fürs Kinderhaus Polling

Dießener Holzboot-Regatta „Ammersee Classics“

Polling | Die Kinder der Sonnenblumengruppe im Kinderhaus Polling haben

mit großer Begeisterung ihre neue Hochebene entdeckt, die vielfältige Rückzugs-

und Spielmöglichkeiten bietet. Sie wurde nach den Wünschen des pädagogischen

Personals entworfen und berücksichtigt die Bedürfnisse der Kinder.

Die Detailplanung und Umsetzung erfolgte durch die

Schreinerei Erhard aus Polling. Entstanden ist eine

helle freundliche Spiellandschaft, die zum Entdecken

einlädt. Die Eltern der Sonnenblumenkinder haben

die Hochebene in der Schreinerei noch eingelassen, so

dass sie unempfindlich gegen Schmutz wird. Der ehemalige

Kinderarzt Dr. Christoph Wittermann hat das

Projekt mit unterstützt, das über den „Verein

Kinderhilfe im Landkreis Weilheim-Schon-hongau

e.V.“ finanziert wurde.

ts

Dießen | Am Wochenende des 12. und 13. Septembers

richtet der „Dießener Segelclub“ die

Holzboot-Regatta „Ammersee Classics“ am

Clubgelände entlang des Ammersees aus. Das

Besondere an der Veranstaltung verrät schon

der Name: Teilnehmen dürfen nur Boote und

Yachten, die vor 1970 und aus Holz gebaut wurden

und sowohl den Original-Konstruktionen

als auch den Original-Rissen der ursprünglichen

Klasse entsprechen. Für Zuschauer ergibt

sich ein prächtiger Querschnitt durch die Bootund

Yachttypen dieser Zeit. Schon ab Freitag,

11. September, können die Wasserfahrzeuge

ab 18 Uhr im Rahmen einer „Steg-Party“ mit

Bootspräsentation

bewundert werden.

Die Regatta

selbst startet

am Samstag ab

11 Uhr. Ein Festabend

mit Musik

und Holzboot-Bar

beschließt den

ersten Tag. Insgesamt sind maximal drei fahrten vorgesehen, nach Beendigung endigung der

Wettletzten

Fahrt findet die Preisverleihung

statt. Weitere Infos im Internet

(www.diessner-segel-club.de). rp

Bonhoeffers „Brautbriefe“ als Einakter

Lesen bringt Gewinn und macht fit

Tutzing | Der Briefwechsel des evangelischen Theologen

Dietrich Bonhoeffer mit Maria von Wedemeyer

gehört zu den bewegendsten Dokumenten des

deutschen Widerstandes gegen das Nazi-Regime.

Gerade einmal wenige Wochen verlobt, sollte sich

das Paar nach der Verhaftung Bonhoeffers am 5.

April 1943 durch die Gestapo niemals wiedersehen.

Der Briefwechsel zwischen beiden war ein Versuch,

die erzwungene Trennung zu überstehen – und

wurde für beide zu einer Art Lebensader. Das Theaterstück

„Brautbriefe – Dietrich Bonhoeffer und

Maria von Wedemeyer“ beruht auf diesem Briefwechsel,

ist ergänzt

durch persönliche

Schilderungen von

Marias Schwester,

Ruth Alice von Bismarck. Mirjana Angelina, ausgebildet

in Schauspiel und Musical, bringt die Briefe

in einem Einakter am 30. Oktober auf die Bühne

des Roncallihauses in Tutzing. Beginn ist um 19.30

Uhr, Karten gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf

im Pfarrbüro St. Joseph, im Tourismusbüro

sowie bei der Buchhandrlung

Held.

Tassiloland | Unsere Leser lieben auch Bücher. Das zeigt die große

Resonanz auf unsere Verlosungen. Über das Buch „Kontraste im

Pfaffenwinkel“ von Christoph Ulrich freuen sich Wolfgang Weinbuch

(Polling), Claudia Hanke (Weilheim), Peter Albrecht (Raisting), Heidi

Schönach (Peißenberg) und Katrin Bittscheidt (Leonberg). Im Buch

„Die sanfte Medizin der Bäume“ von Erwin Thoma schmökern Doris

Hagemann, Daniela Legros (Weilheim) und Ute Greif (Dießen).

Details zu „25 Jahre BR-Radltour“ lesen Editz Pinsberger, Walter

Deutschenbauer (Weilheim) und Veronika Schweiger (Peißenberg).

Die Gewinner bekamen die Bücher per Post. Nicht mit dem Buch auf

die Couch, sondern auf zum Fitness-Tag ins „FitLife“ Weilheim heißt

es für Renate Fuhrmann (Tutzing), Claudia Himml (Hohenpeißenberg),

Michael Kirchner (Weilheim), Simone wener (Schongau) und Dominik Kölbl (Huglfing).

Hats

Geistliches Konzert auf historischen Instrumenten

Tutzing | Die Pfarrkirche St. Joseph in Tutzing bildet

den Rahmen für die rekonstruierte Fassung einer

konzertanten Vesper des frühen 17. Jahrhunderts,

das am 13. September um 19 Uhr zu hören sein wird.

In doppelchöriger Vokalbesetzung kommen an diesem

Sonntagabend geistliche Werke von Alessandro

Grandi, Claudio Monteverdi und Michael Praetorius

zur Aufführung. Der liturgische Ablauf wird außerdem

durch mehrchörige Instrumentalcanzonen von

Giovanni Gabrieli und Francesco Cavalli angereichert:

Die musikalische Textausdeutung

der Psalmen wird

durch die Komponisten des

Frühbarocks auf eindrucksvolle

Art und Weise lautmalerisch

umgesetzt. Das Konzert wird also nicht nur

Klangeindrücke hinterlassen, sondern für manchen

Zuhörer auch Gebet sein.

Initiatoren des Konzertes sind Pirmin Frisch und Albert

Frey. Neben acht Vokalsolisten und dem „Krummen

Zink“ wird auf Barockgeigen, Barockposaunen,

Dulzian, Gamben, Chitarrone und Truhenorgel musiziert.

Die Musiker stammen aus der Region um

den Starnberger See und dem Raum München. Karten

im Vorverkauf halten das Pfarramt St. Joseph,

die Buchhandlung Held und

das Tutzinger Tourismusbüro

bereit, karten an der

Rest-

Abendkasse. rp

„Biomichl“ feiert Hoffest in Peißenberg

Peißenberg | Karin und Michael Sendl, die in Weilheim den „Biomichl“

betreiben, laden 2015 wieder zum Hoffest ein auf ihren

„Dornerhof“ in Peißenberg. Am 20. September erwartet Besucher

von 11 bis 18 Uhr an der Ludwigstraße 33 Unterhaltung, Musik, Infos

und Kinderprogramm. Die Knappschaftskapelle spielt auf, Reiter

der „Ungarischen Post“ zeigen ihr Können, für Kinder gibt es Strohhüpfburg,

Streichelzoo, Schminken, Kasperltheater und Ponyreiten.

Mit Führungen und bei den Rindern auf der Weide informiert die

Familie über ihren Hof. Unter dem Logo „Heimat zum Anbeißen“

hat der „Biomichl“ eine Initiative zur Regionalvermarktung arktung etabliert,

viele Lieferanten stellen sich und ihre Produkte beim

Fest vor, dazu gibt es Bio-Schmankerl. Bei Regen steigt

das Fest in Stall und Tenne.

ts

september / oktober 2015 | 25


Freie Waldorfschule in Huglfing startet ins zweite Jahr

Drei Klassen, acht Lehrer

Tel.: 0881 - 92 48 980

zur Jägerin/zum Jäger

Huglfing | Die freudige Nachricht 2017/18 muss etwas

bekam Schulleiter Dr. Dietmar geschehen“, erläutert

Müller kurz vor den Sommerferien:

Am 21. Juli wurde die Waldorfschule

in Huglfing in den „Bund

der Freien Waldorfschulen“ in

Deutschland aufgenommen und

Schulleiter Müller. Denn

die Kinderzahl wächst

rasch. Am 15. September

startet die neue 1. Klasse

mit 17 Kindern und dank

darf diesen Namen nun offiziell acht Zugängen von

führen. Die junge Schule hat eben Regelschulen kommt

ihr erstes Schuljahr hinter sich mit

einer 1. Klasse und acht Schülern

eine 3. Klasse neu hinzu.

Neu ist dann auch die

bei Klassenlehrerin Maria Lochner. Mittagsbetreuung bis

Die haben einen langen Schulweg

– von Tutzing, Seeshaupt, Murnau

16 Uhr. Auf Sicht werden

dieumlichkeiten

und Peißenberg. Ab Herbst knapp, die Genossen-

Dietmar Müller in einem der Klassenzimmer

kommen auch Kinder aus Starnberg,

schaft erwägt einen Um-

Dießen und Garmisch- zug. Die Stadt Weilheim habe dorf-Pädagoge. Denn ab Septemschaft

Partenkirchen. Ein Vorteil beim signalisiert, Flächen bereitzustellen.

ber gibt er Ethik: „Mir ist dabei

großen Einzugsgebiet ist, dass der

„Entweder erweitern wir wichtig: Die Waldorfschule ist

Huglfinger Bahnhof nur wenige in Huglfing oder stemmen in der keine Weltanschauungsschule.“

Gehminuten entfernt liegt.

Die Schule, in der seit 16. September

2014 unterrichtet wird,

Stadt einen ersten Bauabschnitt“,

sagt Müller – unter dem Vorbehalt

der Finanzierbarkeit.

In Eurythmie bei Annegret Liebig-

Reeh lernen die Kinder zum

Beispiel, Musik, Rhythmus und

ist das Resultat langjähriger Schon die Erstklässler lernen Sprache künstlerisch auszudrücken.

Bemühungen von Eltern. Träger zwei Sprachen. Hanni Selbherr Schon im Ruhestand, war Müller

ist eine Genossenschaft mit aktuell gibt Englisch, Müller unterrichtet 2013 nach Dießen gezogen. Die

62 Mitgliedern – Eltern, Lehrern Spanisch. „Ich bin froh um die Gründungsinitiative aus Weilheim

und Förderern. Räumlichkeiten herzliche Erfahrung zum Ende überredete ihn ein halbes Jahr

fanden sie in Huglfing in einem meiner Laufbahn“, sagt der später, Schulleiter in Huglfing

ehemaligen Lagerhaus, das Eltern 71-Jährige über „seine“ Kleinen. zu werden: „Für nächstes Jahr

und Lehrer liebevoll hergerichtet In Nordrheinwestfalen hatte er 33 habe ich auch zugesagt und kann

haben. Viele Umbaukosten übernahmen

der Hausbesitzer und

Sponsoren.

„Wir hätten Platz für fünf Klassen,

Jahre lang Oberstufenschüler in mir noch ein zweites vorstellen.“

Deutsch, Geschichte, Politik und Erfahrungen im Aufbau zweier

Philosophie. „Es wird spannend, Schulen sammelte er seit 2011

das thematisch auf die Kleinen bei vier Einsätzen in Argentinien.

aber bis zum Schuljahr herunterzubrechen“, sagt der Wal-

Wie seine vier Kollegen fing er

2014 in Huglfing neu an, 2015

wächst das Kollegium auf acht

Lehrkräfte. Über deren Einstellung

entschied das Kollegium „in freier

Selbstverwaltung“. Wie auch alle

anderen Entscheidungen gemeinsam

getroffen werden in Absprache

mit dem Genossenschaftsvorstand

und mit Unterstützung von Sigrid

Das Schulgebäude im Norden von Huglfing Wörle, der Geschäftsführerin, die

aus der freien Wirtschaft kommt. ts

26 | tassilo


Brunch am See mit Musik im Bernrieder Hotel „Marina“

Mit Kulturgenuss speisen

Bernried | Kulinarik mit Kultur zu

vereinen, ist das Konzept einer

außergewöhnlichen Veranstaltungsreihe,

die seit Anfang 2014

erfolgreich im Tassiloland läuft: Jeden

letzten Sonntag im Monat lädt

das Vier-Sterne-Hotel „Marina“

in Bernried in sein Seerestaurant

oder bei schönem Wetter auf die

Seeterrasse ein. Dort musizieren

handverlesene Künstler aus der

Region und aus ganz Deutschland

zum sonntäglichen Brunch.

Hotel- und Restaurantleitung decken

beim Programm sämtliche

musikalische Stilrichtungen ab:

Flamenco, Reggae, Electro, Klassik,

Jazz, Pop, Folk, Country oder

Volksmusik. Qualität und Authentizität

der Musiker sind oberstes

Gebot. Nur ein Beispiel ist der

bayerische Brunch, der dieses Jahr

wieder in der Wiesn-Zeit und im

Winter ansteht. Zu Weißwurst und

Leberkäs' gab es bisher die Volksmusik-Formationen

„Rennmadln“

und die „Reiwa Buam“ aus Waakirchen

und Reichersbeuern. Zu

hören war echte bayerische Volksmusik

ganz abseits von Stadel-

Gedudel auf Fernsehgarten-Mitklatsch-Niveau.

Selbiges galt beim

spanischen Tapas-Brunch: Zur

andalusischen Salmorejo, einer

kalten Vorspeisen-Suppe, spielte

Flamenco-Meistergitarrist Peter

Wirth, der seine Virtuosität schon

vor Jahrzehnten direkt am Sacromonte

in Granada erlernt und seither

perfektioniert hat.

Beim Frühlingsbrunch spielte

außerdem die in Kiew geborene

und in München lebende Pianistin

Katharina Khodos leichte, aber

gehaltvolle Klassik, sie musizierte

schon im Bayerischen und Slowenischen

Rundfunk oder im ORF

und bekam diverse Auszeichnungen.

Die Barock-Harfenistin Caroline

Schmidt-Polex aus Eggenfelden,

Reggae-DJ Christian Botsch

mit Tour-Erfahrung durch ganz

Europa, die in Fuchstal lebende

Sängerin und Komponistin Blanca

Pohl oder das Trio „Ny Batteri“,

international besetzt mit den studierten

Jazzern Joscha Arnold, Severin

Rauch und Sebastian Gieck,

zählten zu den Künstlern. Zuletzt

begleitete der Singer-Songwriter

Christoph Ulrich aus Weilheim die

Kulinarik mit Folk.

Nach bisher achtzehn Mal „Brunch

am See mit Musik“ und rundum

zufriedenen Gästen zieht Hoteldirektor

Javier Martin-Luis ein

begeistertes Fazit, wie sich die

monatliche Veranstaltungsreihe

entwickelt hat. Denn das Team

um Seerestaurant-Chef Andreas

Bärenklau hat einen regionalen

Pflichttermin etabliert, der im

weiten Umkreis einzigartig ist.

Den Sonntagsbrunch gibt es jede

Woche im Hotel „Marina“, er wird

den Gästen des Vier-Sterne-Hauses

ebenso offeriert wie Tagesbesuchern.

Jeden letzten Sonntag im

Monat setzen Künstler das kulinarische

Motto des Brunchs musikalisch

um.

Bei aller Vielfalt gibt es zwei Konstanten:

Die Speisen am Buffet

kommen aus regionaler Erzeugung

und werden im Hotel zubereitet

von Bärenklau und seinem

Küchen-Team – seien es bayerische

Schmankerl, Spargel, Barbecue

oder „Pancakes“. Zweiter Fixpunkt

ist die Lage des Restaurants

und der großen Terrasse direkt am

Starnberger See. Atmosphäre für

die Brunch-Gäste schaffen nicht

nur die Musiker, sondern — wie

in diesem Sommer — die laue

Luft, die warme Sonne und der

leise Wind vom Wasser her, der

die Masten der Segelboote tanzen

lässt. Im Winter gucken der

See und die umgebende Natur

durch die großzügigen Fenster in

den Gastraum des Restaurants,

hinein zu musikalischen und kulinarischen

Genüssen auf höchstem

Niveau. Programm-Infos, Preise

und Reservierungen unter Tel.

08158 / 9320, Kinder bis 6 Jahre

speisen frei mit.

ts

..Echt.

Bayerisch.

Einzigartig. ..

Tel.: 08821/733 - 0

info@vr-werdenfels.de

www.vr-werdenfels.de

Die „Reiwa Buam“

september / oktober 2015 | 27

VR-Bank

Werdenfels eG


Orthopäden praktizieren jetzt auch in Penzberg

Neue Ärzte, vierte Praxis

ENERGIEBERATUNG DER

VERBRAUCHERZENTRALE

Unabhängig, kompetent und nah.

Beratungen zu: Strom-, Heizkosten- und Energieeinsparpotenziale,

Haus- und Heiztechnik, Warmwasserbereitung,

Feuchtigkeit und Schimmelbildung, Einsatz erneuerbarer

Energien, baulicher Wärmeschutz und Fördermöglichkeiten.

Wo wir beraten:

barung in unseren Beratungseinrichtungen oder bei Ihnen zu

Hause im Rahmen eines Energie-Checks statt. Für einkommensschwache

Haushalte mit entsprechenden Nachweis ist

das Beratungsangebot kostenfrei.


ried, Miesbach, Peiting, Penzberg, Starnberg und Weilheim.

Mehr Informationen und Terminvereinbarung unter

0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder auf

www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Gefördert durch das BMWi.

Penzberg / Weilheim | Das Spezialistenteam

im „Orthopädischen

Fachzentrum Oberland (OFZ)“

ist seit Jahresbeginn um zwei

Fachärzte gewachsen. Zum 1. Juli

schloss sich Dr. Ruprecht Freiherr

von Welser dem OFZ an. Bereits

seit Anfang des Jahres ist Dr.

Martin Festerling dabei. Er wird

hauptsächlich in Penzberg tätig

sein. In der Stadt hat das OFZ im

Frühjahr einen vierten Standort in

Form einer Praxisgemeinschaft mit

Dr. Markus Eissele eröffnet. Das

OFZ baut seine Präsenz im Oberland

somit weiter aus, neben den

Standorten Weilheim, Garmisch-

Partenkirchen und Starnberg.

Von Welser arbeitete zuletzt als

Chefarzt der Klinik für Orthopädie

und Unfallchirurgie in Weilheim

und Schongau und als ärztlicher

Direktor im Krankenhaus in Schongau.

Im OFZ stößt er zu Dr. Klaus

Bachfischer (siehe Interview auf

Seite 29) und Dr. Martin Festerling,

um die Kompetenzen in deren

Team weiter auszubauen. Vor

allem im Bereich des künstlichen

Gelenkersatzes hat sich der Facharzt

für Orthopädie und Unfallchirurgie

einen Namen gemacht, weit

über die Grenzen des Landkreises

Weilheim-Schongau hinaus.

Sprechstunden bietet er vornehmlich

in Weilheim an, aber auch in

den anderen drei OFZ-Standorten.

Festerling war zehn Jahre in der

Orthopädischen Klinik der Asklepios

Stadtklinik in Bad Tölz tätig, dort

zuletzt als kommissarischer Chefarzt

der Abteilung Allgemeine Orthopädie

– Endoprothetikzentrum.

Er ist spezialisiert auf die Behandlung

von Knie- und Hüftgelenken,

insbesondere künstlichen Gelenkersatz.

Weitere Schwerpunkte

sind Kinderorthopädie und Handchirurgie.

In Praxisgemeinschaft

mit Dr. Markus Eissele praktiziert

Festerling seit Anfang des Jahres

vorwiegend am neuen Standort

in Penzberg im Thal 5 in direkter

Nähe zum Krankenhaus. Die anderen

Fachärzte sind an allen OFZ-

Standorten – so auch in Penzberg

für die Patienten verfügbar.

Mit neun Fachärzten bietet das

OFZ eine ganzheitliche orthopädische

Rundum-Versorgung für

Patienten von Hüft-, Knie-, Fuß-,

Schulter-, Ellenbogen-, Hand- und

Wirbelsäulenbeschwerden und

-verletzungen. Sind Operationen

nötig, führen die Spezialisten sie

ambulant in den OFZ-Räumen in

Weilheim durch. Verlangt ein Eingriff

einen stationären Aufenthalt,

operieren sie in den umliegenden

Krankenhäusern.

Im Bereich des sogenannten „personalisierten

Gelenkersatzes“ hat

das OFZ eine Vorreiterrolle übernommen.

Als erster Arzt in Europa

arbeitet Dr. Wolfgang Vogt seit

2013 mit der Technik des „Biomet-

Signature-Systems“. Sie ermöglicht

die exakte Implantation einer

Schulterprothese mit maßgefertigten

Führungsinstrumenten.

Die Operation und deren Planung

werden individuell und exakt auf

die körperlichen Gegebenheiten

der Patienten abgestimmt. Außergewöhnlich

im OFZ ist, dass

für alle orthopädischen Bereiche

Spezialisten zur Verfügung stehen,

selbst für alternative konservative

Therapieformen wie Akupunktur

durch Dr. Karen Rüttinger und Dr.

Karl Heizer.

ts

Malermeister & Bodenleger

● Parkett-, Vinyl- und

Teppichbodenverlegung

umweltschonende und

lösungsmittelfreie Anstriche

Birnbaumstraße 16 • 82362 Weilheim

Tel. 0881/637583 • Handy 0177/6375830

E-Mail:info@team-nechansky.de

28 | tassilo


„Der Spezialist kommt zum Patienten“

Tassiloland | Dr. Klaus Bachfischer

nennt sich selbst einen „Reisenden

zwischen den Standorten“ des

OFZ. Der Facharzt für Orthopädie,

Chirotherapie und spezielle orthopädische

Chirurgie ist spezialisiert

auf die Behandlung von Hüft- und

Kniegelenken sowie Experte beim

Gelenkersatz, im Fachjargon Endoprothetik

genannt. Im „tassilo“-Interview

erklärt er die Schwerpunkte

und das medizinische Konzept von

sich und seinen Kollegen im OFZ.

Dr. Klaus Bachfi scher, was habe ich

als Patient davon, mich von einem

Arzt des OFZ behandeln zu lassen?

Das Motto des OFZ ist: „Der Spezialist

kommt zum Patienten“. Für die

Menschen hier in einer ländlichen

Region bieten wir eine orthopädische

Spezialversorgung an. Durch

die Verteilung unserer Standorte im

gesamten Oberland ist der Weg für

die Patienten zum spezialisierten

Facharzt nicht weit – denn alle Ärzte

stehen an allen Standorten zur

Verfügung. Alle mit einer sich ergänzenden

Spezialisierung. Von einer

herkömmlichen, niedergelassenen

Praxis unterscheidet uns, dass

dort nur ein Arzt an einem Standort

praktiziert. Das OFZ dagegen bündelt

das entwickelte Spezialistentum

an seinen vier Standorten in

Weilheim, Garmisch-Partenkirchen,

Starnberg und Penzberg.

Sonst finden Patienten das Spektrum

unserer Spezialisierung nur

in Großstädten und müssten zur

Behandlung weit reisen, zum Beispiel

nach München oder nach

Augsburg. Die Ärzte vom OFZ sind

genau auf dem entgegengesetzten

Weg unterwegs.

Können Sie das genauer erklären?

Wir sind vor Ort, dort wo die Menschen

ihren Lebensmittelpunkt haben.

Das ist uns wichtig, weil es sich

positiv auswirkt, von der Diagnose

über die Behandlung bis zum Heilungsprozess.

In der Medizin ist der

Arzt-Patient-Kontakt, die persönliche

Beziehung enorm wichtig. Wir

sind vor der Haustür und haben

deshalb die Möglichkeit, Vertrauen

aufzubauen, auch mit dem Gesamtbild

unserer Kompetenz. Wenn das

alles zusammenpasst, dann funktioniert

eine Therapie am besten.

Das habe ich schon als junger Arzt

gelernt.

Was bedeutet das für Ihren Umgang

mit den Patienten?

Mein orthopädischer Lehrmeister,

Prof. Michael Karpf in Landshut,

hat mich am Tag vor einer Operation

immer wieder zum Patienten

geschickt, um mit ihm noch einmal

eingehend die Therapie zu besprechen.

Ich habe das von der Pike

auf gelernt, intensiv die Patienten

mit einzubeziehen. Dies führe ich

gemeinsam mit meinen Kollegen

genau so im OFZ fort.

Was heißt das im Detail?

Bis ich ein künstliches Kniegelenk

einsetzen kann, spielen viele Faktoren

zusammen. Ich muss auf den

Patienten eingehen, etwas über

sein Leben wissen, die Begleitumstände

einschätzen, meist auch öfters

mit ihm in Kontakt sein. Wenn

ich eine Diagnose gestellt habe,

die medizinische Indikation also

klar ist, muss trotzdem der Patient

entscheiden, wann der richtige

Zeitpunkt ist für eine Operation. Ich

kann ihm dabei nur helfen. Es ist

durchaus möglich, dass er erst drei,

vier, fünf Jahre später kommt und

sagt: „Jetzt machen wir’s“. Auch

wenn ich es aus ärztlicher Sicht

schon länger erwartet habe, weiß

ich erst dann: Seine Lebensqualität

ist so eingeschränkt, dass er für

meinen Eingriff bereit ist. Wenn der

Kopf des Patienten dabei ist und er

vorher verstanden hat, was auf ihn

zukommt, dann geht’s ihm hinterher

gut.

Wie geht es dann weiter?

Wir achten im OFZ darauf, dass der

gesamte medizinische Prozess, von

Diagnose, Indikation, Operation

und Nachbehandlung immer in der

gleichen Hand bleibt. In unserem

medizinischen System in Deutschland

geht vielfach das Wissen aus

einer Operation verloren. Wenn

ich beispielsweise eine Prothese

einsetze, weiß ich, welche Besonderheiten

während der Operation

auftraten. Für die Rehabilitation ist

das wichtig: Muss der Patient eher

Bewegungen vermeiden oder besonders

trainieren. Solche dezidierten

Informationen können wir an

die Krankengymnasten dann direkt

weitergeben und in den Heilungsverlauf

einfließen lassen. Dr. Vogt

hat übrigens auch schon spezielle

Fortbildungen für Physiotherapeuten

dazu angeboten. Ich selbst habe

vor deren Beruf große Hochachtung,

ich weiß, wie wichtig Krankengymnasten

für Erfolge vor und

nach unseren Operationen sind.

Die ja, wie sie sagten, ein breites

Spektrum umfassen. Was genau?

Dazu muss man in der Geschichte

des OFZ blättern, das ja schon

1992 gegründet wurde, zunächst

vor allem mit sportmedizinischem

Schwerpunkt. Nachdem Dr. Vogt

2007 und ich 2001 eingestiegen

sind, haben sich nach und nach

Kompetenzteams herausgebildet,

die auf bestimmte Körperregionen

spezialisiert sind.

Welchen Hintergrund hat das?

Die Orthopädie ist heute so komplex,

dass sich ein Arzt auch innerhalb

des Fachgebietes spezialisieren

sollte. Es gibt zum

Beispiel Riesenunterschiede zwischen

Kinderorthopädie und der

Orthopädie für ältere Menschen.

Und vor allem immer mehr fortschreitende

Forschungserkenntnisse

und Weiterentwicklungen

in den Operationsverfahren an

jedem einzelnen Gelenk. Hier sind

einige von uns ganz vorne mit dabei:

Dr. Axel Schroth im Fußbereich,

Dr. Wolfgang Vogt und Dr. Johann

Wasmaier bei Schulter und Ellenbogen

und ich selbst und unser

neuer Kollege Dr. Martin Festerling

an Knie- und Hüftgelenk. Dr. Ruprecht

von Welser, der seit neuestem

mit im OFZ dabei ist, gehört ohnehin

zu den führenden Spezialisten

im Bereich des Gelenkersatzes.

Gibt es ein Forschungsbeispiel, um zu

veranschaulichen, was Sie meinen?

Ja. Vor Jahren wurden künstliche,

mit Teflon beschichtete Gelenke

entwickelt. Doch der menschliche

Organismus hat darauf negativ reagiert.

In der Medizin gibt es immer

wieder Entwicklungen, bei denen

zunächst nicht abschätzbar ist, wie

sie sich im biologischen System des

Körpers auswirken. Wir sind am

OFZ mit unserer Ausbildung und

unserem Wissen so intensiv dabei,

dass wir Innovationen einschätzen

können und wollen, um sie zum

richtigen Zeitpunkt anzuwenden.

Manchmal warten wir auch ab.

Wir wollen an- und verwenden,

was als beste Möglichkeit etabliert

ist. Ein Arzt, der nirgends speziell

dabei ist, kann das kaum leisten. ts

september / oktober 2015 | 29


4. Musiknacht Dießen steigt am 10. Oktober mit großer akustischer Vielfalt

„Der See, der Ort, und Ihr“:

Festival mit vier neuen Lokalen

Dießen am Ammersee | Aller guten

Dinge sind manchmal mehr

als drei: Am Samstag, 10. Oktober,

steigt die „Musiknacht Dießen“ zum

vierten Mal. Wieder wird ein breites

Spektrum an Musikrichtungen

in einer vielfältigen Gastronomie-

Szene im Ort für einen kurzweiligen

Abend sorgen. Das Konzept des

Veranstalter-Teams um Johannes

Dornhofer und Claus Lehmann ist

aufgegangen. Das beweist die stetig

steigende Zahl der teilnehmenden

Lokalitäten. Dieses Jahr waren

mit dem Jugendtreff, der „Trattoria

al Lago“ und dem „Munich Coffee

Company“ bis Redaktionsschluss

dieser Ausgabe drei neue „Locations“

hinzugekommen und mit

dem „Maurerhansl“ gar ein früherer

Teilnehmer zurückgekehrt.

Die Musiknacht lebt auch in Dießen

von der Idee, an nur einem Abend

die musikalische Bandbreite eines

Festivals erfahren zu können. Mit

dem Erwerb eines Ticketbändchens

stehen dem Besucher alle Türen

der teilnehmenden Lokalitäten mitsamt

allen Live-Acts offen.

Einlass ist ab 19 Uhr, die Live-Musik

startet ab 20.15 Uhr, gespielt wird

in jeweils vier Sequenzen à 45 Minuten

– in allen Lokalen gleichzeitig.

Drei 15-minütige Pausen wird

es ebenfalls geben. So können

Musiknachtwandler bequem den

Ort des Geschehens wechseln. Die

Musiknacht endet seitens der Veranstalter

gegen Mitternacht. Wer

weiterfeiern möchte, hat ab 24 Uhr

bei der After-Hour-Party im „Schützengarten“

Gelegenheit – die eine

oder andere spätere Sperrstunde

wird es sicher auch bei den teilnehmenden

Lokalitäten geben.

Der Musiknacht-Shuttle vom Busunternehmen

Schnappinger sorgt

in jeder Spielpause für bequeme

Erreichbarkeit der einzelnen Anlaufstellen,

dieses Jahr sogar mit

zwei Bussen, um Wartezeiten zu

vermeiden. Die Fahrt kostet 1 Euro

bei Vorzeigen der Ticketbändchen,

die in allen teilnehmenden

Gaststätten und Einrichtungen

ab Anfang September zum Vorverkaufspreis

von 10 Euro, an der

Abendkasse am Veranstaltungstag

für 12 Euro zu bekommen sind. Kinder

bis 14 Jahre haben in Begleitung

eines Erziehungsberechtigten

freien Eintritt.

Die „Munich Coffee Company“

präsentiert Rock und Pop mit „Mr.

Jones“, der mit seiner rauen, satten

Stimme wie eine ganze Band

klingt. Musik ohne Grenzen zwischen

Latin, Soul und Funk gibt es

mit „Fretless“ in „Franco’s Crazy

Bar“. „Hundling“, der Gewinner

des zweiten „Heimatsound“-

Wett-bewerbs des Bayerischen

Rundfunks gibt ein Stelldichein im

„Michi²“. Funk und Soul präsentieren

„Jam as United“ im Autohaus

Schürer. Die „Trattoria al Lago“

gibt die Bühne frei für „Bourbon

Street“ – und damit für Swing, Jazz

und Pop, während das „Gasthaus

Unterbräu“ echte „Legenden“ des

Rock’n’Roll zu Gast haben wird:

die „Rootbootleg Band“.

Zurück in Flower-Power-Zeiten

führt „The Hippie Hippie Shake

Tribute Band“, zu hören in der

„Cine Bar“. Wer es rockiger mag,

ist mit „Lunatic“ und ihrem abwechslungsreichen

Rock-Cover-

Programm gut bedient, sie sind

im „Gasthaus Craft Bräu“ zu Gast.

Die „Munich Soul Company“

spielt Funk und Soul im Jugendtreff,

der heuer das erste Mal an

der Musiknacht teilnimmt. Wer

einen Besuch bei „Susantha’s“

in der Riederau machen möchte,

kann bequem mit dem

Shuttlebus dorthin gelangen. Frische

Popmusik präsentieren „Toddy

& Iris“ im „Das kleine Café“,

HipHop mit „Mighty B & Datwon“

gibt es im „Restaurant Sarajevo“,

beide Lokale sind am Marktplatz

1. Wer im „Eiscafé Venezia“ spielen

wird, steht noch nicht fest. Im

Gasthaus Schützengarten sorgen

bis in die Nacht hinein „Gruba“

mit Ska, Rock, Reggae und Pop

für Unterhaltung. Das Programm

wird bis zur Musiknacht noch üppiger,

aktuelle Infos im Internet

(www.musiknacht-diessen.de). rp

30 | tassilo


Stichwort „Scheinselbständigkeit“

Der Rechtstipp

Tassiloland | Selbständig ist, wer

im Wesentlichen frei seine Tätigkeit

gestalten und Arbeitszeit bestimmen

kann. Für die Abgrenzung zu

Nichtselbständigen sind nicht vertragliche

Regelungen, sondern die

tatsächliche Durchführung maßgeblich.

Hier ist eine Gesamtabwägung

vorzunehmen: Überwiegen

dabei Kriterien für eine abhängige

Beschäftigung, besteht die Gefahr

der „Scheinselbständigkeit“.

Kriterien für Selbständigkeit sind

etwa Unternehmerinitiative und

-risiko, die Möglichkeit, sich bei

Aufträgen Dritter zu bedienen,

das Vorhandensein mehrerer Auftraggeber,

der Einsatz eigener Arbeitsmittel

und von Kapital. Für

eine abhängige Beschäftigung

sprechen fachliche, zeitliche und

örtliche Weisungsgebundenheit,

die Eingliederung in einen Betrieb

und den betrieblichen Ablauf sowie

fehlendes unternehmerisches

Risiko. Weitere Kriterien sind, dass

der Auftragnehmer verpflichtet ist,

den Auftrag persönlich auszuführen

und ihm Arbeitsgeräte gestellt

werden. Für ein Arbeitsverhältnis

sprechen auch feste Zeiteinheiten

und -vorgaben, Reisekostenerstattungen

oder eine laufende

Vergütung auch bei Urlaub oder

Krankheit. Auf ein abhängiges

Beschäftigungsverhältnis deutet

ferner eine sogenannte wirtschaftliche

Abhängigkeit von im Wesentlichen

nur einem Auftraggeber hin,

was der Fall ist, wenn mit diesem

fünf Sechstel der Betriebseinnahmen

erzielt werden. Ergeben sich

bei der Abwägung der Kriterien

rechtliche Unsicherheiten, sollte

ein „Statusfeststellungsverfahren“

durchgeführt werden. Das können

Auftragnehmer wie Auftraggeber

Beate Becker, Rechtsanwältin in

Weilheim, erklärt die Abgrenzung

zwischen selbständiger und nichtselbständiger

Tätigkeit.

einleiten (§ 7a SGB IV). Das Verfahren

wird bei der „Deutschen Rentenversicherung

Bund“ geführt,

die im Internet Antragsformulare

bereithält.

Wer in Zweifelsfällen kein Statusfeststellungsverfahren

einleitet,

geht das Risiko ein, im Falle der

nachträglichen Feststellung eines

abhängigen Beschäftigungsverhältnisses,

etwa im Rahmen einer

Sozialversicherungsprüfung Sozialversicherungsbeiträge

nachzahlen

zu müssen. Die Beiträge können

vom Auftraggeber bis zu 30 Jahre

zurück nachverlangt werden, wenn

die Beteiligten vorsätzlich oder

grob fahrlässig gehandelt haben,

ansonsten vier Jahre seit der Fälligkeit.

Der Auftraggeber haftet auch

für die Arbeitnehmer-Beiträge.

Dies kann für ihn existenzgefährdend

werden. Fazit: Bei der Beurteilung

ist eine Gesamtabwägung

der tatsächlichen Verhältnisse

nötig. Rechtssicherheit bringt nur

das Statusfeststellungsverfahren.

Bei Abgrenzungsproblemen ist ein

Gang zum Experten ratsam. ts

september / oktober 2015 | 31


Showensemble „Vaganti“ präsentiert das artistische Theaterspektakel „Hinterhofhelden“

Eine bewegte und bewegende Show

Weilheim | Die Wartezeit hat ein

Ende, das Showensemble „Vaganti“

bringt ein neu inszeniertes

Artistik-Kunstwerk auf die Bühne

des Weilheimer Stadttheaters. Gemeinsam

mit befreundeten Künstlern,

Schauspielern und Musikern

präsentiert die Truppe an den ersten

beiden Novemberwochenenden

die bewegte und bewegende

Show „Hinterhofhelden“.

Erzählt wird darin die außergewöhnliche

Geschichte von NiNo,

einem liebenswürdigen und

arglosen Einzelgänger, der vom

Ernst des Lebens überrumpelt als

Teppichträger nach seinem Platz

in der Gesellschaft sucht. Trotz

aller Mühen verliert er bald den

Teppich unter den Füßen und

stolpert geradewegs hinein in die

wundersame Welt eines scheinbar

vergessenen Hinterhofs: An einen

Ort, den nur entdecken kann, wer

es wagt, einen Blick hinter die Fassade

zu werfen; einen Ort, an dem

sich in einem Gesamterlebnis Tanzen

und Weinen berühren.

Die Mitglieder von „Vaganti“

versprechen den Besuchern im

Stadttheater bei insgesamt neun

Aufführungen, an den Samstagen

und Sonntagen auch nachmittags

um 15 Uhr, „eine kecke, leichtfüßige

Inszenierung, in der ein Rad

geschlagen wird zwischen artistischer

Körperkunst, Live-Musik und

frecher Situationskomik.

Schon seit 15 Jahren begeistert das

Show-Team „Vaganti“ sein Publikum

mit emotionalen Choreografien,

einem unvergleichlichen

Ideenreichtum und sportlicher

Eleganz. Sylvia und Heidi Kluthe

begannen damals mit einigen Jugendlichen

ihre Vision von poetischen

Ideen und Geschichten in

artistischen Bildern auf der Theaterbühne

umsetzten. Als dritter

Leiter gesellte sich Benjamin Stahl

zum Ensemble, das das kulturelle

und sportliche Leben in Weilheim

seither um viele Facetten bereichert.

Sogar international haben

sich die jungen Artisten und Lebenskünstler

mit ihren Darbietungen

einen Namen gemacht

und blicken mit Leidenschaft und

Begeisterungsfähigkeit auf viele

besondere Momente zurück.

Spieltermine sind am 6., 12. und 13.

November, jeweils 20 Uhr sowie am

7., 8. und 14. November, 15 und 20

Uhr. Kartenvorverkauf: Familie Kluthe,

Tel. 0881 / 1410 bzw. Medienhaus

Weilheim, Tel. 0881 / 1896. ts

Am Boden und in der Luft: „Vaganti“

präsentiert sich vielfältig

und besticht mit Eleganz und Ideenreichtum.

Spencer-Davis-Group-Drummer kommt in die Schlossberghalle — Karten zu gewinnen

Pete York jazzt mit seinem Septett

Starnberg | Berühmt wurde der

britische Schlagzeuger Pete York

1965 mit der Spencer Davis Group

und dem Nummer-Eins-Hit „Keep

On Running“. Danach gab es für

ihn keine Genregrenzen mehr: Er

ist im Rock'n'Roll ebenso unterwegs

wie mit New Orleans Funk,

Big Band Swing, sinfonischen

Orchestern, er gibt den Takt an zu

Bebob, Mainstream, Dixieland,

Blues und allen Arten ethnischer

Musik. In der Reihe „All that Jazz

Starnberg“ gastiert er am 16.

Oktober in der Schlossberghalle

mit seinem Septett: Christoph

Steinbach (Piano), Stefan Holstein

(Saxofon) der Sängerin

Nina Michelle und den drei Vokalistinnen

„The Kittens“.

Nach der Trennung der Spencer

Davis Group tourte Pete York mit

Erfolg im Duo mit Eddie Hardin,

spielte mit Chris Barber, Klaus Doldinger,

Brian Auger und anderen

Großen des internationalen Jazz.

Blues spielte er mit Dr. John, Long

John Baldry; Rock mit zwei Erics

— Clapton und Burdon — sowie

Jon Lord von Deep Purple. Er begleitete

Liedermacher Konstantin

Wecker und verschiedene Kammerorchester.

Aktuell existieren

mehr als 50 Alben, die von oder

mit Pete York eingespielt wurden.

Mindestens so gut wie als Schlagzeuger

ist er auch als Entertainer

mit britischem Humor. Es ist ein

Erlebnis, bei den Live-Auftritten

immer wieder neuen Geschichten

zu lauschen, die er seinen Zuhörern

zwischen den Musikstücken

> > > KARTENVERLOSUNG

erzählt. Die Konzertreihe „All that

Jazz Starnberg“ startete in diesem

Jahr neu. Nach vier Konzerten

2015 sind für nächstes Jahr sechs

Konzerte in der Schlossberghalle

geplant, 2017 dann schon acht. ts

Für das Konzert am 16. Oktober um 20 Uhr in der Starnberger

Schlossberghalle verlost „tassilo“ dreimal zwei Eintrittskarten. Wer

einen unvergesslichen Jazz-Abend erleben möchte, schickt mit dem

Stichwort „All that Jazz Starnberg“ eine Postkarte an „tassilo“, Birkland

40, 86971 Peiting, oder eine E-Mail (info@tassilo.de). Einsendeschluss

ist der 15. September, der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

das Los entscheidet, die Gewinner erhalten ihre Tickets per Post. ts

32 | tassilo


Die Geschichte der Oberland-Ausstellungen in Weilheim

Menschen, Familien und Höhepunkte

Weilheim | Die Geschichte der

Oberland-Ausstellung in Weilheim

ist eng mit dem Namen Rainer

Sauer verbunden. Von 1977 bis

2003 organisierte er insgesamt 14

Regionalmessen in Weilheim. Als

„göttliche Fügung“ bezeichnet der

Ruheständler seine Beziehung zur

Kreisstadt. Für die „Ausstellungs

GmbH Augsburg“ war er auf der

Suche nach lukrativen Messestandorten,

da das Unternehmen im

Oberland expandieren wollte. Nach

ersten Gesprächen mit den Verantwortlichen

in Weilheim, unter anderem

mit dem damaligen Bürgermeister

Johann Bauer, war „schnell

klar, dass sich die Vorstellungen

decken“, erinnert sich Sauer.

Die erste Oberland-Ausstellung

fand 1977 statt, für die Messe wurde

ein Fußballfeld „zweckendfremdet“.

Mit vier Hallen war die

Ausstellung noch deutlich kleiner

als jetzt, bei der 19. Orla 2013 waren

es elf Hallen. Die Anzahl der

Aussteller hat sich seit der Premiere

ebenfalls deutlich erhöht, sie

ist von 174 im Jahr 1977 auf 320 vor

zwei Jahren gestiegen.

Ohne exakte Erfahrungswerte habe

niemand so genau gewusst, wie

die Bürger aus Weilheim und dem

Oberland die Regionalmesse annehmen

würden. „Mir war klar,

dass Ausstellungen im Kommen

sind. Mit einem solchen Andrang

hatte ich allerdings nicht gerechnet“,

erzählt Rainer Sauer mit Blick

auf die rund 34 000 Besucher, die

über die vier Tage hinweg bei der

ersten Auflage den Weg auf das

Messegelände fanden. Allein am

Sonntag waren es 16 000 Menschen.

Ausgehängtes Tor,

absaufender Fußballplatz

Problematisch war der Ansturm besonders

am ersten Tag: Bereits eine

halbe Stunde vor Messebeginn versammelte

sich eine enorme Menschenmenge

vor dem Eingang — es

gab damals nur einen. Die Situation

wurde dramatisch, als fünfzehn

Minuten später die Hereindrängenden

das Eingangstor aushängten.

Und auch das Wetter bereitete

den Organisatoren Kopfzerbrechen.

Ein gewaltiger Föhnsturm zog über

das Oberland. „Wir hatten Angst,

dass uns die Dächer wegwehen“,

sind Sauer die Sorgen von damals

bis heute gegenwärtig: „Das THW

musste anrücken.“ Es blieb nicht

der einzige Einsatz des Technischen

Hilfswerkes: Zwei Jahre später

rückte es wegen anhaltendem

Starkregen aus, die Ausstellung

drohte auf der Wiese des Fußballplatzes

zu „versinken“.

Derlei Sorgen entledigte sich die

Stadt Weilheim im Jahr 1981, die

dritte Orla konnte erstmals auf

dem neu angelegten Festplatz

durchgeführt werden. Ein wichtiger

Aspekt war auch der zweite

Eingang, durch den die Orla weiter

wachsen konnte. Acht Jahre später,

1989, verzeichneten die Initiatoren

einen neuen Besucherrekord.

41 000 Leute tummelten sich auf

dem Gelände. Der Ausstellerrekord

datiert aus dem Jahr 1999 mit

insgesamt 350 Ständen, verteilt auf

13 Hallen.

Für Rainer Sauer bedeutet das Jahr

1991 ein einschneidendes Lebensereignis:

Die „Ausstellungs GmbH

Augsburg“ wollte nur noch Messen

in der Fuggerstadt veranstalten

und auf die externen

verzichten. „Mein Herzblut

lag zu sehr im Oberland“,

kommentiert Sauer seine

Entscheidung, sich mit der „Sauer-

Messe GmbH“ selbstständig zu

machen. Neben der Orla in Weilheim

zeichnete er mit seinem Unternehmen

über die Jahre hinweg

unter anderem für die Unterallgäu-Ausstellung

in Mindelheim,

die Werdenfels-Herbstausstellung

in Garmisch-Partenkirchen sowie

den Tölzer und den Penzberger

Frühling verantwortlich.

Ein familiäres

Unternehmen

Aus Altersgründen zog sich Sauer

nach der 14. Oberlandausstellung

2003 zurück. Ein Anliegen

war ihm jedoch,

die Verantwortung

„nicht an

Profis, die

keinen kennen,

sondern

an

ein familiäres Unternehmen“ zu

übergeben, auch mit Blick auf

das hervorragende Verhältnis zur

Stadt, Polizei und Feuerwehr: „Wir

saßen immer an einem Tisch und

haben an einem Strang gezogen“.

Fündig wurde er schließlich mit

der „Josef Werner Schmid GmbH

Messe- und Ausbildungsorganisation“

— kurz JWS. Vor allem, dass

beide Söhne in das Familienunternehmen

aus Finningen-Mörslingen

integriert sind, imponierte

ihm. Das versprach Kontinuität für

die Zukunft. Nachdem Sauer die

JWS ins Gespräch gebracht hatte,

bekam die Firma im März 2004

in einer nichtöffentlichen Sitzung

des Stadtrates den Zuschlag für

tassilo-spezial


ORLA-Chef Josef Albert Schmid

die Organisation der Orla. 2005

stand Rainer Sauer beratend noch

zur Seite. Die neuen Organisatoren

statteten 13 Hallen mit neuen Fußböden

und Thermofassaden aus.

Die JWS ist ein traditionsreicher Familienbetrieb,

der seit 1976 regionale

Messen in ganz Süddeutschland

organisiert. Das Unternehmen

aus dem Landkreis Dillingen zielt

ab auf „zufriedene Aussteller und

begeisterte Besucher“. Um eine

optimale Präsentation der ausstellenden

Unternehmen zu garantieren,

kümmert sich die Firma

um Technik, Material, Infrastruktur

sowie Werbung und PR.

Ein Feuerwerk der

Sonderschauen

Im Oktober erwartet Josef Albert

Schmid, einer der JWS-Söhne

und heute Leiter der ORLA, ein

„wahres Feuerwerk an Sonderschauen“.

In der Stadthalle präsentieren

Handarbeiterinnen und

Kreative bei „Mit Liebe gemacht“

ihre Schöpfungen. Radio Oberland

sendet täglich live vom Festplatz,

„Radio zum Anfassen“ verspricht

Schmid. Die Sonderschau „Tier

und Natur“ wird nicht nur für

Liebhaber, sondern auch für Mutige

ein Erlebnis: Am „Flying Fox“,

einer Rutschseilbahn geht es aus

sieben Metern in die Tiefe. Schmid

ist gespannt, „wer sich beim

Rundgang mit den Prominenten

trauen wird“.

Die Oberland-Ausstellung

öffnet erst um 10 Uhr

Ein besonderes Lob heimsten die

Landfrauen um Kreisbäuerin Silvia

Schlögel ein: „Was die Landfrauen

leisten ist einzigartig“, sagt Landrätin

Andrea Jochner-Weiß; nicht

nur wegen der 400 Torten, mit denen

die Besucher verköstigt werden.

Auch wegen des Fotowettbewerbs,

bei dem im Internet die

schönste Kuh gesucht wird, und

dem „Verdauungstheater“, bei

dem Kinder spielerisch mehr über

gesunde Ernährung erfahren. Eine

Neuerung bei der Oberland-Ausstellung

ist außerdem, dass die

Tore eine Stunde später öffnen,

also um 10 Uhr. Laut Schmid für

die Aussteller „Gold wert“, Kreisbäuerin

Schlögel freute sich, „dass

ich zwischen Stall, Duschen und

Orla eine Stunde mehr Zeit habe“.

Messen haben eine lange Tradition

in der Unternehmenskommunikation.

„Sie gehören zu den effektivsten

Marketinginstrumenten, die

der Wirtschaft zur Verfügung stehen“,

sagt Schmid: „Auf Messen

können die Aussteller unmittelbar

beobachten, wie ein Produkt beim

Kunden ankommt, weil der Markt

sich ständig verändert“. Während

früher Bulldogs oder Mähdrescher

Ausstellungsrenner waren

und später Photovoltaik, seien es

heute „gedämmte Superhäuser“

oder neue Technologien wie Elektrofahrzeuge.

Schmid freut sich

deshalb, dass die „eRuda“ in Weilheim

Station macht (übernächste

Seite). Mit derlei Veranstaltungen

will JWS „Scheuklappendenken

aufbrechen“ und den Besuchern

ein „Update verschaffen, was es

alles vor Ort gibt.“ Was sich getan

hat, will übrigens auch Rainer

Sauer sehen, der ORLA-Chef von

1976 bis 2003 hat sein Kommen

zugesagt.

tis

Jetzt auch bei Ihnen vor Ort

in Weilheim:

Erleben Sie die Molkerei Weihenstephan.

Alle Infos zur Tour

finden Sie unter:

www.weißblauimherzn.de

Nostalgische Ansichten: Die drei

Fotos auf dieser Seite schlummerten

im Archiv von Rainer Sauer,

dem Grandseigneur der ORLA.

ORLA Oberland-Ausstellung 2015

01. − 05. Oktober 2015, 10:00 − 18:00 Uhr,

Volksfestplatz, Wessobrunner Straße in Weilheim

Standnummer: B 38 + B 39

oberland-ausstellung 2015


Kreisjugendring mit eigener „Halle der Jugend“

Wechseln Sie zu uns!

Gute Preise, guter Service

Ansprechpartner vor Ort!

JETZT NOCH

GÜNSTIGER!

+ WECHSEL-

BONUS

www.oberland-strom.de

Stadtwerke Weilheim i.OB Energie GmbH

Krumpperstraße 21, 82362 Weilheim i.OB

Musik, Mode & Marketa

Weilheim | Auch 2015 beteiligen

sich der Kreisjugendring Weilheim-Schongau

(KJR) und seine

Organisationen an der Oberland-

Ausstellung. In der „Halle der Jugendarbeit“

stellen die Aktiven ein

unterhaltsames und informatives

Programm auf die Beine, das Kindern

und Erwachsenen einen Einblick

in die Jugendarbeit im Landkreis

gibt. Neben Aktionsständen

und Mitmachaktionen in der „Halle

K“ bietet der KJR den Besuchern im

Ausstellungsrestaurant der „Halle

W“ ein buntes Bühnenprogramm.

Das sieht wie folgt aus: Nach der

Eröffnungsfeier am 1. Oktober um

10 Uhr tritt dort erstmals die Countrysängerin

Marketa Bednarova

auf. Die tschechische Musikerin

lässt an allen fünf Ausstellungstagen

— teilweise sogar mehrmals —

Country, Rock, Pop und Blues auf

ihre ganz spezielle Art verschmelzen.

Mehrere Jugendmusikkapellen

präsentieren an den darauffolgenden

Tagen zusätzlich den Stand

ihres Könnens und sorgen so für

Unterhaltung.

Der TSV Weilheim ist mit gleich

zwei Abteilungen vertreten: Die

„Aikido“-Abteilung zeigt Schaukämpfe,

mit denen Besuchern die

moderne japanische Kampfkunst

vorgestellt wird, die seit Anfang des

20. Jahrhunderts entwickelt wurde.

Die Turnabteilung des TSV präsentiert

sich zweimal mit der Showtanz-

und Artistikgruppe „Vaganti“,

die im November auch mit dem

Stück „Hinterhofhelden“ im Weilheimer

Stadttheater auftritt. Das Jugendrotkreuz

gibt mit realistischen

Unfalldarstellungen an jedem Orla-

Tag Tipps zum Verhalten mit und

Erster Hilfe an Verunglückten.

Für modische Farbtupfer sorgt

am Nachmittag des 2. Oktober

eine Modenschau unter dem

Motto „Fashion Tolerance“, sie

wird organisiert von der Boutique

„schonschön“ in Weilheim. Eine

Trachtenmodenschau der Trachtenjugend

folgt einen Tag später.

Die Nachwuchstrachtler beteiligen

sich außerdem zusätzlich mit weiteren

sieben, etwa halbstündigen

Auftritten, mit einem Schulprojekt

und einem Heimatnachmittag

am 4. Oktober am Jugendprogramm

der Regionalmesse. Auch

ein Höhepunkt am Vormittag

des gleichen Tages verspricht der

Sonntags-Frühschoppen von Radio

Oberland zu werden, den Alfred

Sperer aus Wallgau moderiert.

Musikalisch umrahmt wird der

Vormittag von drei Jugendkapellen

aus dem Oberland.

tis

OberlandGas von uns!

Umweltfreundlich, sicher, günstig

www.oberland-gas.de

Stadtwerke Weilheim i.OB Energie GmbH

Krumpperstraße 21, 82362 Weilheim i.OB

tassilo-spezial


Mit Strom um den Ammersee und nach Weilheim zur Oberland-Ausstellung

Aktionstag der Elektromobilität

Weilheim | Für Freunde und Interessierte

der Elektromobilität im

Pfaffenwinkel wird der 3. Oktober

ein rundum interessanter Samstag.

Er ist der Haupttag der „eRUDA“,

einer dreitägigen Tour „Rund um

den Ammersee“ mit elektromobilen

Fahrzeugen. Und während

die Teilnehmer der Veranstaltung

an diesem Tag den Hauptteil

der Strecke von 112 Kilometern

zurücklegen, steigen zeitgleich

viele Veranstaltungen rund um

Elektromobilität und ein buntes

Familienprogramm. Besonders erwähnenswert

ist die flankierende

Sternfahrt von Miesbach über

Penzberg zur Etappe in Weilheim,

ebenfalls mit Elektro-Fahrzeugen.

Für die Fahrer der „eRUDA“ beginnt

der Tag schon um 7.30 Uhr

mit der Abnahme ihrer Fahrzeuge

am Hauptveranstaltungsort in

Fürstenfeldbruck. Der erste Startschuss

zum Rallye-Tag fällt um 10

Uhr am Kloster Fürstenfeld. Von

dort fahren die „eRUDA“-Mobilisten

nach Inning, Weilheim und

weiter nach Starnberg, bevor ihre

Route sie zurück zum Ausgangspunkt

in Fürstenfeldbruck führt.

Eine solche Parade der Elektromobilität ist auch in Weilheim zu sehen.

Gegen etwa 11.30 Uhr erreichen

die Fahrer Weilheim, wo die „eRU-

DA“ von 10 bis 14.30 Uhr parallel

zur Oberlandausstellung am Rande

des Messe-Geländes Station

macht. „Wir haben uns bewusst für

einen Standort neben der Messe

entschieden“, sagt „eRUDA“-Organisator

Werner Hillebrand-Hansen,

„weil wir auch für Besucher ohne

Messe-Eintrittskarte erreichbar sein

möchten“.

An der Messe in Weilheim, wie

überhaupt an den Stationen der

Rundfahrt, gibt es für Interessierte

viele Informationen zu Elektromobilität,

zu e-Fahrzeugen und deren

Nutzbarkeit im Alltag. Die Fahrer,

Helfer und Organisatoren stehen

für Gespräche bereit, und auch

Probefahrten sind möglich. Ab

etwa 12.30 Uhr kommt in Weilheim

zusätzlich Bewegung auf: Dann

treffen die Fahrzeuge der flankierenden

elektromobilen Sternfahrt

aus Miesbach ein.

Dieser „Konvoi der unmittelbaren

Zukunft“, wie sich der Ableger

selbst nennt, möchte die „eRUDA“

unterstützen. „Wir verfolgen das

gleiche Ziel — die Alltagstauglichkeit

von Elektromobilität im Oberland

erfahrbar machen“, erklärt

Josef Kellner, Mitorganisator und

Mitglied im Vorstand der „Energiewende

Oberland“. Wie die „eRUDA“

bietet auch der Elektro-Trip aus

dem südöstlicheren Oberbayern

aktiven Mitfahrern und passiven

Zaungästen ein vielseitiges Rahmenprogramm

entlang der Strecke.

Die Sternfahrt startet um 10 Uhr

in Miesbach, umrahmt von einem

Mobilitätstag mit vielen Informationen

von 9 bis 11 Uhr. Gegen 10.45

Uhr treffen die Sternfahrer in Penzberg

am Stadtplatz ein, und auch

hier steigt ein Mobilitätstag von

10 bis 13 Uhr. Am Mittag brechen

die Elektromobilisten erneut auf,

um sich gegen 12.30 Uhr in Weilheim

bei der Oberland-Ausstellung

mit den wohl über 150 gemeldeten

Teilnehmern der „eRUDA“ zu

treffen. Die Organisatoren beider

Veranstaltungen rechnen mit einem

bunten Konvoi aus Pedelecs,

eMobilen und eLKW. „Das gesamte

Spektrum nimmt teil“, freut sich

„eRUDA“-Organisator Werner Hillebrand-Hansen.

Nicht umsonst bezeichnet er seine

Veranstaltung als „größte eMobilfahrt

Deutschlands“. Seit dem

ersten Startschuss im Jahr 2013 findet

die Veranstaltung mittlerweile

jährlich im Oktober oder September

statt und zieht regelmäßig weit

über 100 Teilnehmer sowie viele

Fachinteressierte und Schaulustige

an. Für das aktuelle Treffen vom 2.

bis 4. Oktober 2015 haben sich bisher

130 Fahrer gemeldet. Gemäß

dem Motto „Raus aus den Showrooms,

hin zu den Bürgern“ möchte

die „eRUDA“ Elektromobilität für

alle erlebbar machen und deren

Chancen in der Praxis aufzeigen. fl

oberland-ausstellung 2015


tassilo“ verlost für Orla-Besucher Kochbücher

Bayerisch kochen für

Familie und Freunde

IMMER

energiegeladen.

Ihr Partner für...

Beratung & Planung

Service & Wartung

Elektrodienstleistung

Photovoltaik & Speicher

Energie & Bau

Intelligente Energie

Sanierung von PV-Anlagen

actensys GmbH • info@actensys.de

Zur Schönhalde 10 • 89352 Ellzee

Tel. 08283/99998-0

Holzhofstraße 19 • 82362 Weilheim

Tel. 0881/600 950 - 0

www.actensys.de

Weilheim | Gibt es etwas Schöneres,

als sich mit der Familie oder

seinen Freunden zu einem gemeinsamen

Essen zu treffen? „Die Hauswirtschafterei"

hat für solche Anlässe

das Buch „Bayerisch kochen

für Freunde" mit tollen Anregungen

zusammengestellt: Von feinen Gaumenkitzlern

wie Räucherfischtratzerl

oder Romadur-Tatar geht es

über zu raffinierten Hauptgerichten:

ten:

Allgäuer Cordon Bleu oder Weißwurst-Kartoffelgratin

machen

Lust zum Nachkochen.

Die krönenden Abschlüsse

der Menüs sind im Kapitel

„Was Siaß‘s" zu finden — mit

einer mürben Apfelrolle oder

fränkischen Pfannkuchen.

Unter „Mitbringsel“ finden n

sich außerdem kleine Bienen-

n-

sticherl oder Brezen-Muffins,

en

ns,

alles les Hingucker-Rezepte e für die

nächste Einladung.

tassilo-spezial

tassilo“ verlost drei Exemplare von

„Bayerisch kochen für Freunde".

Wer eins der Bücher gewinnen

will, sendet eine Postkarte an „tassilo“,

Birkland 40, 86971 Peiting,

oder eine E-Mail (info@tassilo.de)

mit dem Stichwort „Kochbuch“.

Bitte die Postanschrift nicht vergessen.

Einsendeschluss ist der

15. September. embe

Der

Rechtsweg eg ist

ausgeschlossen, ssen

en, die Gewinner

MARINADE

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

500 ml Rotwein

125 ml Rotweinessig

5 Wacholderbeeren

Salz, Pfeffer

1,2 kg Rinderbraten

2 EL Rapsöl

2 EL Mehl

Böfflamott

Knödel aus dem Ofen

ZUTATEN

Beide Semmelsorten in Scheiben schneiden. Die Milch mit

3 Semmeln vom Vortag

der Butter erwärmen. Über die Semmeln geben und 20 Min.

ziehen lassen.

3 Laugensemmeln

Eier, Gewürze und Majoran zufügen und verkneten. Aus der

vom Vortag

Masse eine Rolle formen. Diese in mit Öl bestrichene Alufolie

200 ml Milch

wickeln und backen.

1 EL Butter

Backzeit: 45 Min. bei 180 °C (160 °C)

3 Eier

Den Knödel in Scheiben schneiden und in der heißen Butter

Salz, Den Pfeffer

Rettich schälen, evtl. längs von halbieren, beiden Seiten und in goldbraun Scheiben braten.

ZUTATEN

Majoran

hobeln. Salzen, 10 Min. ziehen lassen und abgießen.

1 Rettich

Öl für Die die Äpfel Alufolie

waschen, halbieren und entkernen. In Scheiben

Salz

schneiden und sofort mit dem

Butter zum Braten

von Zitronensaft S. 14 daraus beträufeln. zubereiten.

2 rote Äpfel

Die Forellenfilets in Streifen schneiden. Löwenzahnblätter

(Rucola) waschen, putzen und trocken schleudern.

1 EL Zitronensaft

Rettich- und Apfelscheiben fächerartig auf vier Tellern anrichten.

Die Forellenfilets und den Löwenzahn (Rucola) darüber Forellenfilet

125 g geräuchertes

verteilen.

30 g Löwenzahnblätter

Die Zutaten für das Dressing miteinander verrühren und über oder Rucola

das Carpaccio geben. Mit Schnittlauch und Löwenzahnblättern

(Rucola) anrichten.

DRESSING

3 EL Weißweinessig

4 EL Rapsöl

1 EL Kräutersenf

Salz, Pfeffer, Zucker

38 WAS DEFTIG'S

Zwiebel und Knoblauch schälen und vierteln. Mit Rotwein,

Essig, Wacholderbeeren, Salz und Pfeffer verrühren und einmal

aufkochen. Abkühlen lassen.

Das Fleisch in die Marinade legen und zugedeckt an einem

kühlen Ort 1 bis 2 Tage ziehen lassen.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen und gut trocken tupfen.

Im heißen Öl von allen Seiten anbraten. Mit Marinade aufgießen

und zugedeckt ca. 2 Std. schmoren lassen. Bei Bedarf Marinade

nachgießen.

Das Fleisch entnehmen. Das Mehl mit etwas kaltem Wasser

anrühren und die Soße damit binden. Einmal aufkochen und

eventuell nachwürzen. Den Braten in Scheiben schneiden und in

der Soße servieren.

Dazu passen grüne Bohnen und Knödel aus dem Ofen.




-


Tipp: Sollte ein Resterl übrig bleiben, unseren Knödelsalat

ENTENBRUST

auf Niedrigtemperatur

ZUTATEN

Die Entenbrüste in einer ofenfesten Pfanne im heißen Öl rundum

kräftig anbraten. Würzen, aus der Pfanne nehmen und den

Bratensatz mit etwas Wasser lösen. Den Fond in einen extra

2 Entenbrüste

2 EL Rapsöl

Topf gießen, die Entenbrüste wieder in die Pfanne legen und im

Salz, Pfeffer

Backofen garen.

Thymian

Backzeit: 90 bis 120 Min. bei 80 °C Ober-/Unterhitze

1 EL Mehl

Den Rettich schälen Die und Garzeit längs in ist 10 von bis der 12 Größe dünne der Scheiben Entenbrüste abhängig, ZUTATEN

sie

hobeln. Salzen, 10 Min. sollten ziehen innen und noch danach leicht gut rosa abtropfen

sein.

1 Rettich

lassen.

Den Bratensatz aufkochen. Das Mehl mit etwas kaltem Salz

Wasser

Frühlingszwiebeln und anrühren Paprikaschote und die Soße waschen, damit putzen binden. und

Aufkochen und würzen.

beides sehr fein schneiden. Die Essiggurken fein würfeln. Mit

Die Entenbrüste in Scheiben schneiden und mit der Soße servieren.

dem Frischkäse vermischen und pikant würzen.

FÜLLUNG

Die Rettichscheiben damit bestreichen und aufrollen.

4 Frühlingszwiebeln

Die Salatblätter waschen, putzen und trocken schleudern.

1 kleine rote Paprikaschote

Die Rettichröllchen darauf anrichten und nach Belieben

2 Essiggurken

garnieren.

die Entenbrüste zunächst in einer Pfanne anbraten und dann

in einer Auflaufform garen. Diese sollte jedoch vorgewärmt 200 g Frischkäse

werden, um zu vermeiden, dass das Fleisch nach dem Kräutersalz, Anbraten Pfeffer

einen Temperaturschock bekommt.

ZUM ANRICHTEN

Salatblätter

ZUTATEN

600 g mehligkochende

Kartoffeln

Salz, Pfeffer,

geriebene Muskatnuss

Majoran

1 Ei

Rapsöl zum Braten

aus de

m Ofen

Rettich-Carpaccio


Rettich-

Tipp: Hat man keine ofenfeste Pfanne zur Hand, kann man


(Deutsches Sprichwort)

A MAGENTRATZERL 23





Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in Salzwasser

weich kochen. Etwas abkühlen lassen und noch warm

durch eine Kartoffelpresse drücken. Abkühlen lassen.

Gewürze, Majoran und Ei unterkneten. Mit befeuchteten

Händen kleine Pflanzerl formen und diese in heißem Rapsöl

von beiden Seiten goldbraun braten.

werden schriftlich benachrichtigt

und können ihr Buch auf der

Oberland-Ausstellung vom 1. bis 5.

Oktober am Stand von „Die Hauswirtschafterei“

abholen. Wer deren

Anzeige hier im „tassilo“ findet und

am Stand in Weilheim abgibt, bekommt

das Buch zum Sonderpreis

von 9,50 Euro.

ts

FTIG'S


70 Jahre Bayerischer Bauernverband — Präsentation in Weilheim

Grund zum Feiern —

aber nicht zum Ausruhen

Weilheim | Diesen Sommer thematisierte

die Nachrichtenagentur

„dpa“ eines der großen Probleme,

denen sich heimische Landwirte

und Lebensmittel-Erzeuger stellen

müssen: „Noch nie hat es im deutschen

Lebensmittelhandel so viele

Sonderangebote gegeben wie im

ersten Halbjahr 2015.“ Die Sorge

betrifft eine Interessensvertretung,

die 2015 eigentlich Grund zum Feiern

hätte: Der „Bayerische Bauernverband“

(BBV) wird 70 Jahre alt.

Am 7. September 1945 gegründet,

setzt sich der BBV von Anfang an für

die Interessen der Landwirtschaft

ein: für die bayerischen Land- und

Forstwirte, Grundeigentümer und

den ländlichen Raum. Von rund

154000 Mitgliedern sind über

100000 aktive Bauern. Vor dem

Hintergrund, dass es aktuell etwa

111000 landwirtschaftliche Betriebe

in Bayern gibt, zeigen die Zahlen,

dass es dem BBV gelingt, seiner

Gründungsproklamation treu zu

bleiben: „Einig und geschlossen

wollen wir im Landvolk an die Arbeit

gehen“, hieß es damals. Und

gilt bis heute — trotz sich ändernder

> > > ZUM THEMA

Festschrift beim Tag der offenen Tür

Am 5. und 6. September laden die Geschäftsstellen des Bayerischen

Bauernverbandes zum „Tag der offenen Tür“ ein. Dabei wird

die Festschrift „70 Jahre BBV“ präsentiert – in Weilheim am 6. September

von 10 bis 14 Uhr in der BBV-Geschäftsstelle Weilheim,

Fischerried 33, samt Frühschoppen mit Weißwürsten und Musik.

Die Landfrauen bieten Kaffee und Kuchen an.

fl

Die Arbeitslizenz der Militärregierung für den Bayerischen Bauernverband überreichte am 21. Dezember

1945 US-General Lucian K. Truscott (l.) dem damaligen Generalsekretär des BBV, Dr. Alois Schlögl (r.).

und oft herausfordernder Rahmenbedingungen.

Denn der oben erwähnte

Preisdruck auf die Lebensmittel-Erzeuger

ist nur ein Aspekt,

der Bauern und BBV vor besondere

Aufgaben stellt. „Gesellschaft und

Politik dü rfen nicht zulassen, dass

den Bauernfamilien die Luft zum

Atmen genommen und aus Profitgier

die regionale Lebensmittelerzeugung

aufs Spiel gesetzt wird“,

sagt der aktuelle BBV-Präsident

Walter Heidl.

Auch der „Landfraß“, die schwindenden

unverbauten Flächen, mindert

die Lust zum Feiern. Immer

mehr Land wird im Freistaat verbaut,

für Wohnraum, Gewerbegebiete

und Straßen. Bayern gehört

zu den Spitzenreitern in Deutschland

mit täglich über 16 Hektar, der

Fläche von 22 Fußballfeldern, viel

Grund war landwirtschaftlich genutztes

Land.

Dem stehen allerdings auch ermutigende

Zahlen gegenüber. Sie

zeigen, wie leistungsstark sich die

Landwirtschaft in den 70 Jahren

entwickelt hat: Konnte früher ein

Landwirt mit seiner Arbeit zehn

Menschen ernähren, so versorgt

er heute 144. Nach wie vor bestimmen

Familienbetriebe das Bild, die

mit ausgeklügelten Maschinen,

moderner Technik und Computern

ihre Arbeit bewältigen. Für

ihr Tagwerk nutzen sie aktuellste

Informationen zu Forschung und

Tierwohl, Buchhaltung und Unternehmensführung.

Das geschieht auch dank des BBV:

Er informiert und berät seine Mitglieder

in vielen Fragen des betrieblichen

und familiären Alltags.

Gruppierungen wie die Landfrauen,

gegründet 1947, oder die Landjugendgruppe,

1946 ins Leben gerufen,

ermöglichen es, gezielt auf

die Belange einzugehen. Daneben

gibt es Angebote wie das „Sorgentelefon“,

wo landwirtschaftliche

Familien in Not beratende Hilfe

finden.

Einstehen für die Mitglieder und

Präsenz in der Öffentlichkeit sind

Ziele, die der BBV in den sieben

Jahrzehnten verfolgt hat. Mit 44

Geschäftsstellen, gut 6500 Ortsverbänden,

über 400 Mitarbeitern und

rund 28 000 Ehrenamtlichen hat

er ein solides Netzwerk für seine

Mitglieder geknüpft. Der BBV unterstützt

direkt, mit Lobby-Arbeit,

politischem Auftreten und gezielter

Öffentlichkeitsarbeit — wie mit

dem Messestand auf der Oberland-

Ausstellung in Weilheim, wo vom

1. bis zum 5. Oktober Mitarbeiter,

Landwirte und die Landfrauen über

ihre Arbeit informieren und eine

Milchbar betreiben.

fl

oberland-ausstellung 2015


Alzheimer Gesellschaft

Pfaffenwinkel-Werdenfels e.V.

seit 2002

sind wir Ihr

professioneller Partner bei

DEMENZ & ALZHEIMER

Beratung - Betreuung - Begleitung

WIR KOMMEN ZU IHNEN ! Fragen Sie UNS !

www.alzheimer-pfaffenwinkel.de

0 8 8 1 - 9 2 7 6 0 9 1

www.alzheimer-werdenfels.de

0 8 8 21 - 9 6 9 9 5 8 4

Wertvolle Tipps für Betroffene und Angehörige

Helfer stellen sich vor

Weilheim | Das Thema „Gesundheit

und Wellness“ beherrscht während

der Oberland-Ausstellung die

„Halle G“. Neben dem Bayerischen

Roten Kreuz, dem „AugenVersorgungszentrum

Weilheimund

dem VdK Weilheim wird vor allem

das Selbsthilfebüro des Gesundheitsamtes

mit seinen Infoständen

seine umfangreichen Angebote

vorstellen: Im Laufe der gesamten

Orla präsentieren sich dort täglich

wechselnde Selbsthilfegruppen.

Am 2. Oktober stellt das Selbsthilfebüro

die etwa 90 Gruppen und

angeleiteten Gesprächskreise zunächst

im Überblick vor. Menschen

mit Suchterkrankungen, psychischen

Problemen, chronischen

Beschwerden und Behinderungen

oder in Lebenskrisen im Landkreis

Weilheim-Schongau haben mit

dem Angebot die Möglichkeit, sich

mit ebenfalls Betroffenen offen

auszutauschen.

Detailliert über ihre Arbeit berichten

an diesem Freitag schon die

„Al Anon“-Familiengruppen, die

Angehörigen von alkoholkranken

Menschen zur Seite stehen. Die

Selbsthilfegruppe für Menschen mit

Angststörungen, Depressionen, Panikattacken

und Zwangsstörungen

präsentiert ebenfalls einen Überblick

über ihre Aktivitäten.

Am 3. Oktober informiert die

„Rheuma- und Fibromyalgie-

Selbsthilfegruppe“ über ihre Arbeit

und stellt nützliche Hilfsmittel für

Leidtragende vor. Am 4. Oktober

zwischen 10 und 13.15 Uhr bietet

die „Diabetes Selbsthilfegruppe

Weilheim“ am Stand Blutzuckertests

an und erklärt Wissenswertes

zu Prävention und Erkrankung.

Ab 14.15 Uhr erklären die Trauerselbsthilfegruppen

„AGUS — für

Suizidtrauernde“, „Verwaiste Eltern

Weilheimund „Primi Passi — erste

Schritte Trauerbegleitung“, wie sie

Betroffenen beistehen. Der „Rolliwelten

e.V.“ informiert schließlich

am 5. Oktober über seine Gruppenaktivitäten,

zu Inklusion und

Barrierefreiheit. Das Selbsthilfebüro

im Gesundheitsamt unterstützt

die genannten und weitere Gruppen

in ihrer Arbeit und informiert

während der Oberland-Ausstellung

über das Spektrum.

tis

> > > IMPRESSUM

tassilo“-Sonderveröffentlichung

tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26, Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im August 2015.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 51000 Exemplare

(zusätzlich 5000 Exemplare als Sonderveröffentlichung zur Oberlandausstellung)

Druck: Kriechbaumer Druck GmbH & Co. KG, Ehrenbreitsteiner Straße 28,

80993 München

Herausgeber: Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Redaktion: Tobias Schumacher, Tim Schmid, Friederike Lerbs

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,

Irmgard Gruber, Christian Lechner, Tim Schmid

Fotos: Tobias Schumacher, Rainer Sauer, www.eRUDA.de, Silvia

Schlögel, Bayerischer Bauernverband, Kreisfachberatung für Gartenkultur

und Landespflege Landratsamt Weilheim-Schongau c/o Heike

Grosser, Tourismusverband Pfaffenwinkel c/o Andreas Klausmann

und Thomas Ehn, Serviceplan Public Relations, fotolia.

tassilo-spezial


Schlüsselfertiger Massivbau

oder teilschlüsselfertig

Beratung, Planung und Ausführung aus einer Hand:

ein Ansprechpartner

kostenlose und kompetente Beratung

für Ihr Ziegelmassiveffizienzhaus

Ausbauhandwerker aus dem Landkreis WM/SOG

jedes Haus eine unikate Planung nach Ihren Wünschen

Willkommen im „Café tassilo

Marktplatz für Kontakte

Wir bieten Bauarbeiten aller Art






Weilheim | Mit „tassilo“ hat nun

auch Weilheim und die Region

bis Starnberg ein ansprechendes

Regionalmagazin, das in zweimonatigem

Rhythmus erscheint und

neben Spannendem aus der Region

auch über Menschen, Veranstaltungen

und Unternehmen berichtet.

Mit 50 000 Haushalten, an die das

Magazin verteilt wird, werden so

ca. 125 000 Leserinnen und Leser

erreicht, die gerade aufgrund des

aufwändig recherchierten Veranstaltungskalenders

ein Medium

erhalten, an dem sie lange Freude

haben können. Die Themen tun

ihr Übriges, um die Leser gut zu

unterhalten. Damit man auch die

Macher des Magazins, das Team

der Agentur Ostenrieder aus Birkland,

kennenlernen kann, kommt

man bei der Orla am besten direkt

in die Stadthalle. Dort wird der

Messestand von „tassilound „Ostenrieder“

ergänzt um das „Café

tassilo“, in dem man sich die ORLA

nochmals durch den Kopf gehen

lassen, sich mit Freunden verabreden

oder eben einen Ratsch mit

den Machern von „tassilo“ führen

kann. Das Redaktions-, Anzeigenund

Designteam freut sich auf viele

Besucherinnen und Besucher.

Und ein praktisches Andenken, das

die Besucher mitnehmen können,

wurde auch schon vorbereitet. op

oberland-ausstellung 2015


Ihr Lageplan zur Oberl

Insgesamt über

300 Aussteller!

Freigelände

www.alzheimer-pfaffenwinkel.de

0 8 8 1 - 9 2 7 6 0 9 1

www.alzheimer-werdenfels.de

0 8 8 21 - 9 6 9 9 5 8 4

Halle G

Halle E

Halle E

Halle A

Halle G

Halle E

Halle B

Halle D

tassilo-spezial


nd-Ausstellung 2015

Halle A

Halle C





Halle A

Halle D

Halle G

Gaumenschmaus

vom Land

www.diehauswirtschafterei.de

Halle H

Freigelände

Halle D

Halle A

oberland-ausstellung 2015


Suche nach alten Obstsorten für die Vereins-Lehrgärten





Trachtenstoffe

für Schalk und Mieder – auch für Vereine –

Dirndlstoffe

in aktuellen Designs, in Baumwolle, Halbseide,

Wolle und Seide

Zutaten

wie Futterstoffe, Fäden, Spitzen und Knöpfe

Großegelsee 9a • 83623 Dietramszell

Telefon 08027/ 1263 • www.disl-trachtenstoffe.de













Äpfel-Birnen-Vergleich

Weilheim-Schongau | Eine essbare

Eberesche, 14 Apfel- und zwei

Birnensorten, einen Pfirsich-, drei

Zwetschgen- und Mirabellenbäume

sowie einen Mispelbusch umfasst

die Sortenliste der „Pflanzaktion

Streuobstbäume“ im Landkreis. Sie

wurde wegen der großen Resonanz

bis zum letzten Tag der Oberland-

Ausstellung (ORLA) in Weilheim

am 5. Oktober verlängert. Dort

und über die örtlichen Gartenbauvereine

können Interessierte die

Obstbäume immer noch bestellen.

Am Stand des „Kreisverbandes für

Gartenkultur und Landespflege“ auf

der ORLA sind, soweit verfügbar,

auch die Früchte zu begutachten.

Parallel dazu startete im Sommer

ein Projekt zu Erfassung und Erhalt

alter Obstsorten in Oberbayern. Von

rund 1 000 Bäumen in den Landkreisen

Weilheim-Schongau, Bad

Tölz, Miesbach, Rosenheim, Traunstein

und Berchtesgadener Land

werden die Sorten bestimmt. In

der anstehenden Erntezeit besucht

Georg Loferer aus dem Chiemgau

Obstgärten, die die Kreisfachberater

gemeldet haben. Mit seiner

Sortenkenntnis und Angaben der

Eigentümer will er besonders alte

und seltene Apfel- und Birnbäume

kartieren und Früchte einsammeln.

Die Äpfel und Birnen kommen ins

„Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee“

in Bavendorf. Dort hoffen

Experten, sogenannte Pomologen,

Kartierer Georg Loferer mit einer „Bunten Julibirne“ in der Hand am

Stamm einer alten „Bayerischen Weinbirne“, gepflanzt im Jahr 1872.

Dieser alte Birnbaumstamm steht vor der Kirche St. Anna in Burggen.

in Vergessenheit geratene Sorten

zu finden. Ziel ist, die seltenen Sorten

zu erhalten, zu vermehren und

wieder zu nutzen. Obstbäume, die

Loferer dieses Jahr nicht schafft,

besucht er 2016. Unterstützt wird

der Kartierer von den Kreisfachberatern

und Sortenkennern der Gartenbauvereine.

Deren Lehrgärten

sollen mit der einen oder anderen

Sorte bereichert werden — so die

Hoffnung. Nach einem Aufruf im

April 2015 meldeten sich im Landkreis

weit über 100 Gartenbesitzer

— vor allem aus den früheren Bergwerksorten

Peißenberg, Hohenpeißenberg

und Peiting. Viele ihrer

Obstbäume wachsen seit 80 Jahren

oder noch länger. In der Peitinger

Schloßberghalle ist für den Oktober

2016 deshalb eine große Obstausstellung

geplant.

Die Kartierung zum Erhalt der

Sorten führt die Höhere Naturschutzbehörde

der Regierung von

Oberbayern in Kooperation mit den

Landkreisen durch, die Mittel dazu

stammen aus dem „Bayerischen

Biodiversitätsprogramm 2030“. ts

tassilo-spezial


Tourismusverband eröffnet die „Heilige Landschaft Pfaffenwinkel“

Drei neue Pilgerwege

durch die „Qualitätswanderregion“

Tassiloland | Der Hohe Peißenberg

ist seit dem 24. Juli Startpunkt

von drei großen neuen Pilgerwegeschleifen.

Sie wurden ausgewiesen

im Zuge des Projekts

„Heilige Landschaft Pfaffenwinkel“,

das der Tourismusverband

Pfaffenwinkel auf der Oberland-

Ausstellung in Weilheim der Öffentlichkeit

vorstellt. Die ruhigen

Routen verbinden über mehrere

einzeln oder am Stück zu erwandernde

Tagesetappen Kraftorte in

der Natur, Kirchen und Klöster in

den schönsten Ecken des Tassilolandes.

Die Idee zur „Heiligen Landschaft

Pfaffenwinkel“ stammt von Peter

Frank aus Weilheim. In die

Planungen eingebunden waren

Touristiker, Künstler, Vertreter der

Kirchen und Pilgerbegleiter. Die

Wege sind gedacht für Tages- und

Mehrtageswanderer, für Pilgergruppen,

denen ab 2016 Führungen

angeboten werden, und für

einzelne Pilger, die auf der Suche

sind nach Entschleunigung und

sinnstiftenden Erfahrungen.

Erkennungszeichen entlang der

Wege ist eine Themenbank, die

Martin Härtle aus Peißenberg

handwerklich realisiert hat nach

einem Entwurf von Frank. Sie

greift das Logo der „Heiligen

Landschaft“ auf: Rund um eine

dreieckige Mittelstele aus heimischer

Eiche liegen drei Sitzbänke

aus Esskastanienholz auf Tuffsteinquadern.

Die Bänke bieten an

besonderen Plätzen in Weilheim,

Peißenberg, Penzberg, Bernried,

auf dem Hohen Peißenberg, an

der Jakobskapelle bei Polling und

in Pähl Sitzgelegenheit für bis zu

15 Personen.

Insgesamt sind 70 Stationen geplant

oder bereits vollendet als

geistliche Impulsorte und Rastplätze.

Auf Tafeln finden Pilger Informationen

zum Ort, anregende

Texte wie Gedichte, Psalme, Gebete

oder Sagen, die am Ort oder für

das nächste Wegstück geistliche

Impulse geben. Wanderer sollen

so das Heilige in der Landschaft

entdecken und in Einklang mit

sich selbst und der Natur kommen.

In Nantesbuch etwa hängt

ein kleines Kästchen mit Liedzetteln

an der Kirche, Impuls ist hier:

„Wandern und singen“.

Die drei Routen der

Pilgerwanderwege

Das Thema der Nordschleife lautet

„sprudelnde Quellen“. Auf einer

Länge von 96 Kilometern verbinden

die sieben Tagesetappen

den Hohen Peißenberg mit den

Klöstern in Wessobrunn, Andechs

und Polling. Der Weg führt unter

anderem durch den Paterzeller

Eibenwald und die einzigartige

Hardtlandschaft nördlich von

Weilheim, vorbei an vielen Quellen,

wo Wasser lebensspendend

und erfrischend aus der Erde

sprudelt.

Thema der Ostschleife sind „spiegelnde

Wasser“, acht Tagesetappen

mit einer Gesamtlänge von

139 Kilometern führen zu den

tassilo-spezial


Klosterorten Polling, Bernried und

Benediktbeuern. Landschaftlich

geprägt ist die Route vom Starnberger

See, den Osterseen bei Iffeldorf

und vielen weiteren Seen

und Weihern am Weg. Auf ihren

Eine Gruppe von Wallfahrern am Starnberger See vor der Kulisse Bernrieds

Wassern können die Pilger sich

und ihr Leben spiegeln.

Ammer und Lech liefern das Motto

für die Westschleife — „wilde Flüsse“.

Sie streift die bedeutendsten

Kirchen im Pfaffenwinkel. Die kürzeren,

hügeligen und anspruchsvollen

sechs Tagesetappen über

76 Kilometer verlaufen durch die

Ammerschlucht, über den Brettlesweg

im Wiesfilz, beinhalten

die Besteigung des Auerbergs

und verbinden die Klosterorte

Rottenbuch, Steingaden

und Schongau.

Das Projekt „Heilige Landschaft

Pfaffenwinkel“ ist Teil

des Gesamtkonzeptes „Qualitäts-Wanderregion

Pfaffenwinkel“

und wurde im

Rahmen mehrerer „Leader“-

Projekte geplant und umgesetzt.

Das Bayerische Staatsministerium

für Ernährung,

Landwirtschaft und Forsten

sowie der „Europäische

Landwirtschaftsfonds für die

Entwicklung des ländlichen

Raumes“ fördern die Vorhaben

mit 50 Prozent der Nettokosten.

ts

Eine Sternwallfahrt führte am 24. Juli von mehreren Orten hinauf auf

den Hohen Peißenberg, wo Axel Piper vom Dekanat Weilheim (r.) und

Weihbischof Florian Wörner von der Diözese Augsburg mit einem ökumenischen

Gottesdienst die Eröffnung der Pilgerwanderwege krönten.


Für die 20. Oberland-Ausstellung werden 5 000 Liter eigenes Festbier gebraut

Auf zur ersten Weilheimer Wiesn

Weilheim | Zur Oberland-Ausstellung

bekommt die Kreisstadt ihre

eigene Wiesn. Während die Ausstellungshallen

täglich um 18 Uhr

schließen, öffnet das „Festzelt“

in Halle W am 2. und 3. Oktober

von 19 bis 23 Uhr zur ersten „Weilheimer

Wiesn“ seine Tore. „Das

ist etwas ganz Besonderes“, freut

sich Angelika Flock, Weilheims

dritte Bürgermeisterin, auf zwei

stimmungsvolle Abende. Landrätin

Andrea Jochner-Weiß erinnert

daran, dass die erste „Weilheimer

Wiesn“ parallel läuft zum letzten

Wochenende des Münchner Oktoberfests:

„Die Menschen aus

unserer Region müssen also nicht

mehr in die Landeshauptstadt fahren,

wenn sie rund um den Tag

der Deutschen Einheit Lust auf ein

Festzelt haben. Das gibt es jetzt

auch in Weilheim.“ Überhaupt

unterstreicht die Landrätin die

regionale Strahlkraft der Orla und

die vielfältigen Kompetenzen, Produkte,

Innovationen und Dienstleistungen,

die die voraussichtlich

300 Aussteller aus der Region in

Weilheim präsentieren.

Ein regionales Festbier

aus der Kult-Brauerei

Ein ganz besonderes regionales

Schmankerl zum 20. Geburtstag

der Orla haben sich Günter Klose,

Braumeister und Geschäftsführer

beim „Dachsbräu“ in Weilheim,

und Messeleiter Josef Albert

Schmid einfallen lassen: Klose

braut erstmals ein eigenes helles

Festbier, das mit 13,5 Prozent

Stammwürze und 6,5 Volumenprozent

Alkohol etwas stärker ist

als herkömmliche Sorten. „Ein eigenes

Bier aus unserer regionalen

Kult-Brauerei: Das strahlt auf den

ganzen Landkreis aus“, zollt Jochner-Weiß

den Initiatoren ihren Respekt

für die „gelungene Werbung

für die Stadt Weilheim“.

Im „Dachsbräu“ reifen aktuell

rund 5 000 Liter des neuen Festbieres,

das während der gesamten

Regionalmesse ausgeschenkt

wird, auch beim Frühschoppen

von Radio Oberland am 4. Oktober.

Ein Geheimnis bleibt bis

Ende September allerdings, wie

viel eine Maß Weilheimer Festbier

kosten wird. Die Initiatoren Klose

und Schmid versprachen sich, bis

zuletzt dicht halten zu wollen. Der

Braumeister verriet nur, dass die

Maß „in jedem Fall günstiger sein

wird als auf dem Münchner Oktoberfest“,

den Preis vom Dachauer

Volksfest könne er allerdings nicht

unterbieten.

Einen „Startschuss“ zur ersten

Weilheimer Wiesn“ wird es am

> > > VERLOSUNG

Freitagabend im wahrsten Sinne

geben: Die Pfaffenwinkler Böllerschützen

schießen auf dem Festplatz

das zweitägige Treiben an.

Anschließend spielt die Formation

Zur ersten „Weilheimer Wiesn“ verlost „tassilo“, das neue Regionalmagazin

rund um Weilheim und die Seen, zusammem mit Günter

Klose vom „Dachsbräu“ und Orla-Chef Josef Albert Schmid zehn

Orla-Eintrittskarten und dazu je einen Gutschein für eine Maß Freibier.

Gewinnen kann, wer den exakten Preis einer Maß des neuen

Festbieres tippt und eine Postkarte schickt an „tassilo“, Birkland 40,

86971 Peiting, oder seinen Tipp per E-Mail abgibt (info@tassilo.de),

Stichwort „Dachsbräu“. Einsendeschluss ist der 15. September. Die

Gewinner werden am 23. September beim letzten Pressegespräch vor

der Orla gezogen und bekommen ihre Eintrittskarte per Post zugeschickt,

deshalb bitte die Absender-Adresse nicht vergessen. Ihren

Festbier-Gutschein können sie in der Stadthalle dann im „Café tassilo

abholen.

Am Gewinnspiel nicht teilnehmen dürfen drei Prominente, die bei

der Pressekonferenz das Orla-Programm Mitte August vorgestellt

„Blechpfiff“ im Zelt zur Unterhaltung

auf, 13 junge Musikanten aus

dem Oberland, den Samstagabend

umrahmt die Wielenbacher Blasmusik.

Das Festzelt wird abends

tassilo“ verlost Freibier und zehn ORLA-Karten

über einen eigenen Eingang zu

erreichen sein, der Eintritt ist an

beiden Abenden frei, eine Eintrittskarte

von der Orla ist nicht

erforderlich.

ts

hatten. Doch auch ihnen verrieten Klose und Schmid nichs über ihre

Festbier-Preisplanungen. „tassilo“ bat sie also um ihren persönlichen

Tipp, was eine Maß Weilheimer Festbier kosten wird.

ts

Landrätin Andrea

Jochner-Weiß tippt

8,60 Euro

Kreisbäuerin

Silvia Schlögel tippt

7,90 Euro

Josef Albert Schmid,

Silvia Schlögel,

Andrea Jochner-

Weiß, Angelika

Flock und Günter

Klose (v.l.) gaben

im Weilheimer

„Dachsbräu“ den

Hopfen fürs Festbier

gemeinsam in den

Sudkessel.

Angelika Flock, Weilheims

3. Bürgermeisterin,

tippt 9,20 Euro

tassilo-spezial


verteilen.

D

h

lassen.

garnieren.

ZUTATEN

1 Re tich

Salz

2 rote Äpfel

Fore lenfilet

oder Rucola

DRESSING

4 EL Rapsöl

ZUTATEN

1 Re tich

Salz

FÜLLUNG

2 Essiggurken

Salatblä ter

A MAGENTRATZERL 23

Rettich-Carpaccio


Den Rettich schälen, evtl. längs halbieren, und in Scheiben

hobeln. Salzen, 10 Min. ziehen lassen und abgießen.

Die Äpfel waschen, halbieren und entkernen. In Scheiben

schneiden und sofort mit dem Zitronensaft beträufeln.

Die Fore lenfilets in Streifen schneiden. Löwenzahnblätter

(Rucola) waschen, putzen und trocken schleudern.

Rettich- und Apfelscheiben fächerartig auf vier Te lern anrichten.

Die Fore lenfilets und den Löwenzahn (Rucola) darüber

Die Zutaten für das Dressing miteinander ve rühren und über

das Carpaccio geben. Mit Schnittlauch und Löwenzahnblättern

(Rucola) anrichten.

Rettich-

Den Rettich schälen und längs in 10 bis 12 dünne Scheiben

hobeln. Salzen, 10 Min. ziehen und danach gut abtropfen

Frühlingszwiebeln und Paprikaschote waschen, putzen und

beides sehr fein schneiden. Die Essiggurken fein würfeln. Mit

dem Frischkäse vermischen und pikant würzen.

Die Rettichscheiben damit bestreichen und aufrollen.

Die Salatblätter waschen, putzen und trocken schleudern.

Die Rettichrölchen darauf anrichten und nach Belieben


(Deutsches Sprichwort)

1 EL Zitronensaft

125 g geräuchertes

30 g Löwenzahnblä ter

3 EL Weißweinessig

1 EL Kräutersenf

Salz, Pfe fer, Zucker

h

Gaumenschmaus

vom Land

www.diehauswirtschafterei.de

4 Frühlingszwiebeln

1 kleine rote Paprikaschote

200 g Frischkäse

Kräutersalz, Pfe fer

ZUM ANRICHTEN

BAYERISCH KOCHEN

für Freunde

Bayerische Küche mit regionalen

Produkten gehören zusammen wie

der Deckel auf den Topf. „Die Hauswirtschafterei“

verrät im neuen

Kochbuch ihre liebsten Rezepte.

GUTSCHEIN

Anzeige ausschneiden. Auf der

Oberlandausstellung/Halle H am

Stand der Hauswirtschafterei abgeben.

Sie erhalten das neue Kochbuch

zum Messepreis von 9,50 €!

www.tassilo.de






Rotes Kreuz stellt seine vielfältigen Einsatzgebiete vor

Ehrenamt für die Bürger

Weilheim-Schongau | Das Bayerische

Rote Kreuz (BRK) leistet landauf,

landab einen unschätzbaren

Beitrag zum Gemeinwohl der

Bevölkerung. Allein das ist schon

Grund genug, am Infostand des

Kreisverbandes Weilheim-Schongau

vorbei zu schauen oder die Aktionen

des BRK während der Oberland-Ausstellung

zu verfolgen.

Sechs Bereitschaften des BRK sind

im Kreisverband integriert und

sorgen für die Aus- und Fortbildung,

damit die rund 270 aktiven,

ehrenamtlichen Mitglieder ihre

Tätigkeiten fachgerecht ausüben

können. Denn das Aufgabenspektrum

ist weitreichend: Zu

den ursprünglichsten Aufgaben

der BRK-Bereitschaften zählt der

Sanitätsdienst. Viele hunderte

Helfer sind Tag für Tag bei Sportveranstaltungen,

Konzerten oder

im Theater im Einsatz, um für eine

Erstversorgung bereit zu stehen.

Pro Jahr werden im Landkreis circa

600 Sanitätsabsicherungen mit

über 19 000 Stunden ehrenamtlich

betreut und versorgt.

Mehr als 400 Mal mussten 2014

die Helfer vor Ort (HvO) erste

Hilfe leisten. Diese organisierte

Einheit leistet bis zum Eintreffen

des Rettungsdienstes qualifizierte

Hilfe. Deshalb nimmt auch die

Ausbildung der Bevölkerung einen

hohen Stellenwert in der Arbeit

des BRK ein. Lebensrettende

Sofortmaßnahmen am Unfallort,

Frühdefibrillation oder Sanitätsausbildung

das Angebot ist umfassend.

Einblicke in diese verschiedenen

Aktivitäten gewährt das BRK Interessierten

in Weilheim. Am 3. und

4. Oktober wird die Rettungshundestaffel

auf dem Messegelände

Vorführungen zeigen. Aufgabe

der vierbeinigen Retter und ihrer

Hundeführer ist unter anderem,

bei der Suche nach Vermissten in

oft unzugänglichen Waldgebieten

zu helfen oder eine Spur mit dem

Individualgeruch des Gesuchten

aufzunehmen und zu verfolgen.

Zusätzlich bietet der Blutspendedienst

am BRK-Stand am Sonntag

Blutgruppenbestimmungen an.

Jährlich finden im ganzen Landkreis

knapp 60 Termine statt, an

denen über 5300 Blutspender als

Gegenleistung eine Brotzeit und

kleine Präsente erhalten. Dieser

wichtige Bestandteil des Gesundheitssystems

in Deutschland

würde ohne das Engagement der

vielen ehrenamtlichen Helfer zusammenbrechen.

Am „Blaulichttag“,

dem 4. Oktober, stellt der

Kreisverband auch zwei Fahrzeuge

vor: Einen neuen „Gerätewagen

Sanitätsdienst“ sowie einen

Rettungs-Wagen.

Zur Erhöhung der Sicherheit auf,

an und in Gewässern trägt die BRK-

Wasserwacht bei. Wie das vonstatten

geht, können Besucher der

Oberland-Ausstellung täglich um

17 Uhr an der nahe des Festplatzes

gelegen Ammer bei simulierten

Rettungsaktionen verfolgen. tis

tassilo-spezial


Helikopterflug und City-Bike zu gewinnen

Wie weißblau

ist Weilheim?

Weilheim | Mit ihrer fast 1 000-jährigen

Erfahrung in der Milchverarbeitung

gehört die Molkerei

Weihenstephan zu den traditionsreichsten

Unternehmen in Bayern.

Das sich nun zum dritten Mal aufmacht

zur „Weißblau im Herz’n

Tour“ durch den Freistaat und heuer

in 30 Städten oder Gemeinden

stoppt, die bisher nicht in den Genuss

kamen, die Weihenstephan-

Welt hautnah kennen zu lernen.

Nun auch Weilheim, im Rahmen

der Oberland-Ausstellung, wo das

Unternehmen aus Freising vom

1. bis 5. Oktober Station macht.

Inmitten der bayerischen Voralpen-Musterlandschaft

stellen die

Milchverarbeiter den Besuchern

die Frage, warum sie weißblau im

Herz’n sind und Bayern eine solche

Einzigartigkeit ausstrahlt. Jeder

Messegast kann während der

Oberland-Ausstellung sein Bekenntnis

zur bayerischen Heimat

abgeben. An der Weihenstephan-

Erlebniswelt werden weißblaue

Fotostationen aufgebaut, in denen

sich die Besucher verewigen

können. Wenn die Abgelichteten

zustimmen, werden diese Bilder

im Internet veröffentlicht (www.

weißblauimherzn.de) und von einer

unabhängigen Jury bewertet.

Wer einverstanden ist und Glück

hat, dem winkt ein Helikopterflug

inklusive weißblauem Weihenstephan-Picknick.

Und noch ein Spannungspaket

haben die Milchmänner im Gepäck:

Besucher können schätzen,

wie viele Milchdeckel sich

in einem großen Glasgefäß befinden.

Wer mit seiner Zahl dem

tatsächlichen Bestand am nächsten

kommt, kann sich über ein

City-Bike freuen. Neben den Gewinnspielen

gibt es Wissenswertes

rund um die Themen Milch,

Joghurt und deren Herkunft, eine

große Auswahl an Produkten zum

Probieren und eine Kreativstation

für Kinder.

tis

oberland-ausstellung 2015


Gospelchor or dankt Freunden und Fans mit Gratis-Konzert

25 Jahre „Happy Voices“

Weilheim | Traditionelle e„A

„ACapella“-

la

Spirituals, Arrangements en

mit

Klavier,

Modern Gospel mit Bandbegleitung

und „Bairisch isch

Gospel“

die Stilvielfalt ist eines e der

Markenzeichen

der „Happy Voices“.

Dieses Jahr feiert der

Weilheimer

e Gospelchor sein 25-jähriges Bestehen

mit einem em

Jubiläumskonzert

in der Stadthalle am 16.

Oktober um 20 Uhr. Freunde mitreißender

Chorgesänge erwarten

rten

neue Arrangements, nts,

Klassiker und

Songs zum Mitsingen. n. Als

Gäste

wirken Jürgen Weishaupt, Profi-

Schlagzeuger und Percussionist,

st,

und die Akrobaten von „Vaganti“

anti

mit.

Inspiriert von der ersten „Gospel-

Night“ in der Stadtpfarrkirche

trommelten Gabi und Michael

Ahn 1990 stimmfeste Freunde und

Bekannte zur ersten Chorprobe

zusammen. Die „Happy Voices“

starteten mit acht Sängerinnen

und Sängern und kleinem Programm.

Die Besetzung wechselte

und wuchs stetig, experimentierte

mit neuen Stilrichtungen, als

vierköpfige Begleitband kam die

„Sixteenische Kapelle“ dazu: Peter

Rügemer (Piano), Alex Schafferhans

(Schlagzeug) Beppo Brem

(Gitarre) und Johannes Rügemer

(Bass-Gitarre).

Seit 2003 leitet Uschi Rügemer

die 25 Sängerinnen, Sänger und

Musiker, das Repertoire umfasst

inzwischen über 100 Songs. Damit

gestalten die „Happy Voices“

Gottesdienste, umrahmen Weihnachts-

und Familienfeiern, geben

Konzerte und begleiten Hochzeitspaare

auf ihrem Weg ins

gemeinsame Leben, die Solisten

setzen mit beeindruckenden Stimmen

Glanzpunkte. Großen Ein-

Die 25 „Happy Voices“ sind happy: Ihre erste CD ist eingespielt.

fluss auf das Repertoire re hatte te das

den Mittwoch von

19.30 bis

21.30

„GoGospel-Festival“, bei dem Größen

aus den USA regelmäßig ihr

Können an bis zu 1300 Gospelfans

Uhr im Pfarrsaal St. Pölten, neue

stimmsichere Tenor- und Bass-

Sänger wären willkommen.

vermittelten, was im „Mass Coir Das Jubiläumskonzert in der Stadthalle

Concert“ aller Teilnehmern einen

Höhepunkt fand.

Dass Gospels nicht unbedingt

Englisch gesungen werden müssen,

beweist Chorgründer Michael

ist ein Dank des Chors an

seine Fans, die Weilheimer Pfarreiengemeinschaft

und alle Hochzeitspaare

und Familien, die sie in

den letzten 25 Jahren musikalisch

Ahn und übersetzt Stücke ins begleiten durften. Wie immer bei

Bayerische – „Bairisch Gospel“. „Happy Voices“-Konzerten wird es

Mit Schlagzeuger Weishaupt realisierte

der Chor 2014 die lange

geplante CD-Aufnahme "Welcome

viel Gelegenheit zum Mitsingen

geben. Der Eintritt ist frei, Spenden

für soziale Projekten vor Ort

Precious Jesus". Geprobt wird je-

sind willkommen.

ts

> > > KARTENVERLOSUNG

Für alle Gospelfans verlost „tassilo“ fünf CDs, die die „Happy Voices“

2014 aufgenommen haben. Wer „Welcome Precious Jesus“ gewinnen

möchte, schickt eine Postkarte an „tassilo“, Birkland 40,

86971 Peiting oder eine E-Mail (info@altlandkreis.de) — Stichwort

„Gospel“ und die Absenderadresse bitte nicht vergessen. Einsendeschluss

ist der 15. September, der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die

Gewinner bekommen die CD mit der Post. Wer leer ausgeht, kann

den Tonträger beim Konzert am 16. Oktober in der Weilheimer Stadthalle

erwerben. Weitere Infos im Internet (www.happyvoices.de). ts


Jeden Sonntag im Marina Seerestaurant


september / oktober 2015 | 53


Sachverständigenbüro

Dr. Skowronek

● Altlasten ● Schimmelpilze

● Schadstoffe in Gebaüden

Seit 18 Jahren

der Partner für

öffentliche und

private Auftraggeber.

Von „A“

wie Altlasten

oder Asbest,

„B“ wie Bauschadstoffe,

„R“ wie Radon bis

hin zu „S“ wie Schimmelpilze

gehören die Prüfung, Bewertung,

Sanierungsplanung und

deren Ü̈berwachung zu unserem

täglichen Geschäft.

Mehr erfahren?

www.svb-skowronek.de

Oder Sie rufen Sie mich einfach

an: 0 81 94/99 88 93

Dr. Jens Skowronek

öffentlich bestellter u. vereidigter

Sachverständiger für kontaminierte

Bausubstanz und -abfälle

Sachverständiger nach

§ 18 Bundesbodenschutzgesetz

Radon-Fachperson

Sachverständigenbüro

Dr. Skowronek

Griesacker 3,

86934 Ludenhausen

0 81 94/99 88-93,

svb-skowronek@email.de

www.svb-skowronek.de und

www.radon-fachperson-bayern.de

Aktion bis zum 31.10.2015

für Leser des Magazins

tassilo“:

Statt 40 € nur 35 € für jede

Radonmessung bei Nennung

des Stichwortes „Tassilo“.

Ein Schadstoffexperte auf der Suche nach den bösen Überraschungen

Zwischen Schimmel, Müll & Radon

Tassiloland | Bodenverunreinigung

durch ein Leck in der Tankstelle,

eine Hausmülldeponie im Wasserschutzgebiet,

Schadstoffuntersuchungen

n vor dem Kauf

älterer Immobilien,

das Edelgas Radon: Mit

diesen en Problemen en

beschäftigt sich

Dr. Jens

Skowronek onek

in seinem em Sachverständigenbüro

enbü

ro in Ludenhausen.

n.

Und mit Schimmelpilzen lzen

im Wohnraum,

einem weiteren eren

en Einsatzgebiet,

dessen en

Ursachen der Experte

e

nachgeht, ht, kennt er sich auch

aus.

Dr. Jens Skowronek

54 | tassilo

Schadstoffe im Untergrund und

über dem Boden in Gebäuden

bilden die zwei Schwerpunkte im

Arbeitsalltag des früheren Hamburgers.

Der Diplom-Chemiker

hat eigentlich in der Grundlagenforschung

promoviert, ist seit 1991

aber als Schadstoff-Gutachter tätig:

„Das Handwerkszeug für diese

Tätigkeit habe ich im Studium gelernt“,

stellt Skowronek fest. Gerade

als er sich in Hamburg ein gut

laufendes Sachverständigen-Büro

aufgebaut hatte, zog ihn die Liebe

2003 nach Bayern. So verlagerte er

Zug um Zug sein Einsatzgebiet.

Zimperlich darf der Schadstoffexperte

nicht sein. Er wird immer

dann gerufen, wenn es stinkt,

schimmelt oder verdreckt ist. Von

Behörden und Kommunen im weiten

Umkreis wird er mit der Begutachtung

von ehemaligen Hausmülldeponien

beauftragt. Sein

Einsatz ist auch gefragt, wenn bei

einem Agrarhandel die Tankstelle

ein Leck hatte und Teile eines Firmengeländes

elän

verunreinigte. Oder

wenn

ganze Industrieareale zu

sanieren en

sind. Dann nimmt Skowronek

Proben, führt Messungen

mit Spezialgeräten erä durch und erstellt

lt Gutachten. „Zur Entsorgung

solcher Altlasten te kommen schnell

Summen zusammen“, weiß er aus

Erfahrung, wenn etwa Produktionsreste,

Batterien, Fässer oder

ganze Autos abgelagert wurden.

Auch

um die

Schattenseiten von

Immobilien mo

kümmert sich sein

Sachverständigenbüro, und die-

se gibt es reichlich. Zwischen den

1960er- und 1980er-Jahren wurden

oft Baumaterialien at

verwendet, die

Asbest st enthalten, es finden sich

Schadstoffe in

Holzbauteilen oder

krebserzeugende rzeu

Substanzen in

Farben, Klebern, ern Dichtungen und

Fußböden. „Ganz wichtig ist, vor

dem Kauf einer Immobilie einen

Gutachter zu bestellen und nicht

erst nachher“, rät Skowronek allen

Kaufinteressenten einer älteren

Immobilie.

Teerhaltige Kleber

und Tierurin

Besonders, wenn Kinder dort wohnen

sollen: Manchmal enthält der

wunderschöne alte Parkettboden

einen teerhaltigen Kleber, Schimmelpilze

wurden einfach übertüncht

oder tief im Fußboden steckt noch

Tierurin. Vor allem durch Schimmelbefall

entstehen viele Streitigkeiten

zwischen Vermieter und

Mieter. „Hier geht es meistens

um die Frage, wer ist schuld am

Schimmel“, erzählt der Ludenhausener,

der diese Schuldfrage

oftmals für Gerichte klären muss.

Durch eine spezielle Messtechnik

kann Skowronek simulieren, wie

sich der Schimmelpilz entwickelt

und so beurteilen, ob der Befall

einen „nutzerbedingten“ oder

„baubedingten“ Ursprung hat. Mit

einer eigens entwickelten Routine

zur Auswertung berechnet er, bei

welchen Lüftungs- und Heizungsbedingungen

der Schimmelpilz

wächst und bei welchen nicht. So

kann er Mieter und Hauseigentümer

auch gezielt beraten, wie Pilzbefall

zu vermeiden oder wie er zu

sanieren ist.

Der Radon-Grenzwert

wird ab 2018 Gesetz

Schon seit Anbeginn der Menschheit

dringt das radioaktive Edelgas

Radon aus dem Erdreich in Behausungen

ein. Seitdem Häuser aber

immer luftdichter gebaut werden

und die Menschen sich immer

länger im Innenraum aufhalten,

kann das zum Problem werden.

Werden Radon und seine radioaktiven

Zerfallsprodukte eingeatmet,

können sie im schlimmsten Fall

Lungenkrebs verursachen. Deshalb

wurde vor zwei Jahren in der Europäischen

Union ein Referenzwert

von 300 Becquerel Radon pro Kubikmeter

Raumluft festgelegt. Bis

2018 muss er in deutsches Recht

umgesetzt sein.

Aufgrund geologischer Gegebenheiten

ist Süddeutschland vom

Radon-Austritt wesentlich stärker

betroffen als Norddeutschland.

„Genauso, wie es für Immobilien

einen Energiepass gibt, wird in einigen

Jahren ein Radonpass kommen“,

vermutet Skowronek. Er ist

einer der ersten Radon-Experten in

Bayern, die an einer entsprechenden

Fortbildung teilgenommen

haben. Nach seinen Worten sollte

die Radonbelastung möglichst mit

Langzeitmessungen geprüft werden,

da das Gas je nach Wetter und

Jahreszeit unterschiedlich stark

auftritt. In Gebäuden installiert

der Ludenhausener Experte kleine

Messdosen über einen Zeitraum

von mindestens drei Monaten, um

einen Mittelwert zu erhalten. Was

unter Umständen eine aufwendige

Sanierung zur Folge hat, weil Bodenluft

künftig unter der Bodenplatte

abgesaugt werden muss. Bei

Neubauten lautet sein Rat, „den

Keller gut abdichten“.

Bei so vielen möglichen Schadstoffquellen

in Haus und Untergrund

wird es Jens Skowronek nie

langweilig. Sein Einsatzgebiet ist

zwar überwiegend lokal in sämtlichen

umliegenden Landkreisen,

reicht aber inzwischen auch weit

über die Grenzen hinaus. Von Österreich

über Berlin bis in den hohen

Norden nach Husum war er

schon im Einsatz. Eine Rückkehr zu

seinen Wurzeln.

rg


Unterwegs zwischen den Naturwundern an den Osterseen bei Iffeldorf

Wandern im Landschaftswandel

Iffeldorf | In den 1970er- und

-80er-Jahren waren die Osterseen

die „Superstars“ unter den

Seen südlich von München. Heerscharen

beluden ihre Käfer, Enten

oder Kadetts mit Bade- und Grill-

Utensilien und fuhren aus der hitzigen

Stadt nach Iffeldorf, um am

Wasser zu entspannen. Bei einer

Wanderung um den Großen Ostersee

wird die damalige Begeisterung

nachvollziehbar. Wobei die

Seengruppe, umgeben von wilder,

unberührter Natur, ihre Ursprünglichkeit

heute wiedererlangt hat.

Offenbar sind die mehr als 20 Einzelgewässer

wieder ein wenig in

Vergessenheit geraten.

Denn ihre Schönheit wäre ihnen

beinahe zum Verhängnis geworden!

An Wochenenden belagerten

vor 20, 30 Jahren bis zu 10 000

Mann, Frau, Kind und Aufblastier

starke Kohorten die Ufer und zerstörten

in ihrer schieren Masse die

wertvolle Natur. Baden war damals

überall erlaubt und es scherte

auch niemanden, wenn jemand

sein Zelt aufschlug. Da ein so uraltes

wie ursprüngliches Ökosystem

aber eine hochkomplexe Angelegenheit

ist, drohte das Gleichgewicht

zu kippen. 1981 wurden die

Osterseen als Naturschutzgebiet

ausgewiesen. Seither ist Baden

nur noch an ausgewiesenen Stellen

erlaubt und es gilt ein strenges

Wegegebot. Schritte, die

die Besucherströme

maßgeblich

eindämmten.

Mit dem Ausbleiben des massenhaft

auftretenden „homo

urlaubensis“ kehrten die angestammten

Bewohner der eiszeitlich

geprägten Landschaft zurück.

Eisvögel, Rohrdommeln und Uferschwalben

kamen an die klaren

Wasser. Im dichten Gesträuch winden

sich wieder Kreuzottern, Bergund

Zauneidechsen. Auch jede

Menge Insekten weiden sich an

den so arten- wie blütenreichen

Wiesen. Selbst ohne botanische

Kenntnisse erkennen Wanderer,

wie viele Pflanzen- und Tierarten

ihre Heimat haben in der eiszeitlichen

Landschaft, die einst vom

Isar-Loisach-Gletscher geschaffen

wurde. Auf dem Großen-Ostersee-

Rundweg durchquert man verschiedenste

Landschaftsformen auf

ein paar hundert Metern.

Von der Iffeldorfer Kirche

zu den „Seemadames“

Ausgangspunkt des Seenrundwegs

ist in Iffeldorf der Wanderparkplatz

in Sichtweite der Kirche. Der Weg

führt am liebevoll-kunterbunt und

ökologisch bewusst geführten

Kiosk der „Seemadames“ vorbei,

wo es nicht nur kühle Getränke,

sondern auch Mieträder gibt. Von

dort geht es in Richtung Nordosten

entlang von Sengsee und

West ufer des Fohnsees. Beide

Gewässer verstecken sich hinter

Busch- und Baumgruppen,

doch die Bergkulisse im Süden

bietet spektakulärere

Aussichten. Mitten durch die

typische Kulturlandschaft des Pfaffenwinkels,

vorbei an Weiden und

Feldern, gelangen Spaziergänger

hinein in eine der urzeitlichsten

„Eiszerfallslandschaften“, die das

Alpenvorland zu bieten hat. Die

moorige Gegend legt nahe, das

Wegegebot zu respektieren.

Dem sumpfigen Untergrund ist

übrigens geschuldet, dass das

Gebiet um die Osterseen in seiner

ursprünglichen Form erhalten

blieb und nicht landwirtschaftlich

genutzt wird. Toteislöcher, die die

eiszeitlichen Gletscher zurückließen,

haben sie geprägt; in den

tiefen Mulden stieg nach dem

Abtauen der gigantischen Eisblöcke

das Grundwasser und speiste

die Seen. Auf Kiesbänken, die

die Gletscher in rauen Mengen

von den Bergen ins Tal schleiften,

siedelten sich unterschiedlichste

Baumarten an. Dazwischen gedeiht

Magerrasen, der bis heute

unter anderem dem seltenen

Sonnentau, dem ebenfalls fleischfressenden

Fettkraut sowie verschiedenen

Orchideenarten und

Silberdisteln Lebensraum bietet.

Schon im ersten Drittel des Rundwegs

finden sich diese drei Landschaftsformen.

Dann weicht das

Röhricht stattlichen Eichen, die

entlang eines Bachs ihre Kronen in

den Himmel erheben. Dazwischen

der bunt getupfte Magerrasen,

bevor sich der Wald zu Fichtenwald

wandelt. Noch bevor ein

september / oktober 2015 | 55


Schild auf die so genannte „Blaue

Gumpe“ aufmerksam macht, verzückt

die eigentlich für mediterrane

Regionen typische Mischung

zweier Düfte die Nase: Einerseits

das harzige Aroma von Kiefern,

andererseits die klare Seeluft. Der

Wald teilt sich und gibt den Blick

frei auf das fast karibisch blaugrün

schimmernde Wasser des

Großen Ostersees. Hier, am bis

zu 30 Meter tiefen und größten

Gewässer der mit Kanälen verbundenen,

zerfransten Seenplatte,

ist einer der wenigen Plätze, wo

Baden erlaubt ist. Der Strand ist

eines Naturschutzgebietes würdig:

keine planierte Fläche, keine gemähte

Wiese, dafür das wurzelige

Auf und Ab des Waldbodens und

schön schattige Flecken zwischen

hoch aufragenden Bäumen. Ein

Festplatz für naturverbundene Badegäste.

Waschfrauen und

Limnologen

Ein Abstecher zur Blauen Gumpe

lohnt: In dem gut sichtbaren und

bekanntesten der vielen Quelltöpfe,

die die Osterseen unterirdisch mit

Wasser speisen, tritt kaltes, kalkhaltiges

Wasser aus dem Boden.

Es mischt sich gut sichtbar mit dem

klaren grünen Wasser, das für die

Osterseen typisch ist. Bevor die gut

zehn Kilometer lange Wanderung,

Im Naturschutzgebiet gelten klare Regeln, um das Öko-System an den Osterseen zu schützen und für künftige

Generationen zu erhalten. Die Wanderwege sind beschildert, Badebereiche eigens ausgewiesen.

auf der Karte gegen den Uhrzeigersinn,

auf abwechslungsreichen

Waldwegen in Richtung Lauterbach

weiterführt, sei ein Blick

aufs Wasser empfohlen, um das

sich Limnologen kümmern. Die

Binnengewässer-Wissenschaftler

forschen am Großen Ostersee,

Forchsee, Frechensee, Waschsee –

in dem früher tatsächlich Wäsche

gewaschen wurde –, Schilfhüttensee,

Sengsee, Fischkaltersee, Herrensee,

Bräuhaussee, Eishaussee,

Breitenauersee, Ameissee, Gröbensee,

Lustsee, Gartensee oder

Fohnsee.

Wegen der großen hydrologischen

und chemischen Vielfalt der Gewässer

richtete die Technische Universität

München 1986 eine limnologische

Station in Iffeldorf ein. Auf

einer großen Schautafel berichten

die Wissenschaftler von ihren aktuellen

Studien und Erkenntnissen

über die Seenkette. Mit Ausblicken

auf die Marieninsel, den Ameissee,

den Breitenauer See und zuletzt

auf die Lauterbacher Mühle, heute

eine Privatklinik, führt der Prälatenweg

zurück nach Iffeldorf. uc

> > > INFORMATIONEN

Zu den Osterseen gelangen Auto- oder Radfahrer

von Weilheim aus über die Seeshaupter Straße

durch Deutenhausen und Marnbach der Beschilderung

nach Iffeldorf folgend. Dort geht es von der

Hofmarkstraße rechts weg in Richtung Osterseen.

Baden ist im Naturschutzgebiet grundsätzlich

verboten, an folgenden Stellen aber erlaubt: Am

Ostufer des Großen Ostersees, am östlichen Breienauer

er See, am Süd- und Ost-Ufer des

Fohnsees.

Gastronomische Tipps sind der Kiosk der „Seemadames“

mit Röstbrot mit Frischkäse oder Thaisuppe

an kühlen Tagen, alles je nach Saison, und die Terrasse

vom gutbürgerlichen „Landgasthaus Osterseen“

mit Blick auf die namengebenden Gewässer.

Informationen im Internet:

www.pfaffen-winkel.de/de/suedlicher-starnberger-see-osterseen;

www.landgasthof-osterseen.de;

s. www.dieseemadames.de

w.di

eema

dames.

s.de

uc

Die „Blaue Gumpe“ ist nur einer der unterirdischen Quelltöpfe, die die

Seen mit glasklarem Wasser speisen, das sogar Studienobjekt ist.

56 | tassilo


Aus der Geschäftswelt

Zwei Jahrzehnte Elektro Achleitner in Peißenberg

VERANTWORTUNG FÜR MITARBEITER UND FAMILIEN, BREITES LEISTUNGSSPEKTRUM

Peißenberg | Manfred Achleitner war gerade einmal

25 Jahre alt, hatte eben geheiratet und erst im Vorjahr

erfolgreich seine Meisterprüfung absolviert, als

er zum 1. Januar 1995 den Betrieb seines Lehrherrn

Leo Weißenbach samt der damaligen Belegschaft

übernahm: Monteure, zwei Lehrlinge, eine „Bürodame“.

Damit einher ging mächtig Verantwortung

für die Mitarbeiter und die eigene Familie, zu der

heute zwei fast erwachsene Kinder gehören.

Doch der Wagemut vor zwei Jahrzehnten hat sich

ausgezahlt. Inzwischen beschäftigen Achleitner und

seine Frau Maria acht Monteure, eine Fachkraft im

Büro und aktuell zwei Lehrlinge. Die Peißenberger

nehmen bis heute ihre gesellschaftliche Verantwortung

wahr als Ausbildungsbetrieb. In den 20 Jahren

haben ein Dutzend Lehrlinge erfolgreich ihre

Berufsausbildung abgeschlossen und die „Elektro

Achleitner GmbH“ deckt mit qualifizierten Mitarbeitern

ein breites Leistungsspektrum ab: „Normale

Elektro-Installationen für Häuslebauer und Mehrfamilienhäuser,

Altbausanierungen, Blitz-, Überspannungsschutz-

oder Satelliten-Anlagen, den Verleih

von Baustromkästen oder Materialverkauf aus einem

gut sortierten Lager“, listet das Handwerkerehepaar

auf. Stolz sind die beiden auf größere Baustellen,

Boneberger unter Bayerns Best 50

HOHE AUSZEICHNUNG FÜR HEIMISCHEN METZGER

Tassiloland | Eine ganz besondere Prämierung konnte

Michael Walk, Metzgermeister und Firmenchef der

Metzgerei Boneberger, kürzlich in Empfang

nehmen. Der Handwerksbetrieb

mit seinen 20 Verkaufsstellen wurde

von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner als

eines der besten 50 mittelständischen

Unternehmen Bayerns ausgezeichnet.

„Wir arbeiten nur mit Bauern aus dem

bayerischen Oberland zusammen und

überzeugen uns regelmäßig persönlich

davon, wie gut und gesund die Tiere

aufwachsen“, weist Michael Walk auf

die hohe Wertschätzung gegenüber den

den „Biomichl“ in Weilheim oder in Peißenberg das

Fitness-Studio „FitLife“ und die „Gastro-Betriebe

Thomas Spirkl GmbH“, um nur einige Beispiele zu

nennen, die Achleitner und seine Mitarbeiter in jüngerer

Vergangenheit komplett „verkabelt“ haben.

Überhaupt wird die Firma von regionalen Handwerks-

und auch Industriebetrieben immer wieder

als Dienstleister engagiert. Denn zum modern ausgestatteten

Fuhrpark gehören auch zwei Hubarbeitsbühnen,

die zum Einsatz kommen beim Freileitungsbau,

bei Baumfällarbeiten sowie bei Fassaden- oder

Dacharbeiten aller Art. Die Hebebühnen kann sich

jeder ausleihen, der einen Führersein Klasse 3 besitzt

oder von Achleitner einen Mitarbeiter mit bucht,

der die Maschinen bedient.

ts

Tieren und den Produkten gleichermaßen hin. Und

das zahlt sich in der Qualität von Wurst und Fleisch

bei Boneberger auch aus. Auf die Produktion

nach alten Traditionen und

Familienrezepten wird bei Boneberger

bereits seit 1966 sehr großer Wert gelegt.

Wichtig ist dem Firmenchef auch

der Hinweis, dass ein solcher Erfolg

nur durch eine gute Mannschaft im

ganzen Unternehmen erreicht werden

kann. Die Auszeichnung gilt also

insbesondere auch den Mitarbeitern –

von der Schlachterei bis zur Verkäuferin

vor Ort.

september / oktober 2015 | 57


Setzen Sie Zeichen.

Für ein besseres Leben.

Starten Sie durch.

Mit einer Ausbildung bei Roche.

Ein Unternehmen. Tausend Möglichkeiten.

Naturwissenschaft und Produktion

Biologielaborant/in

Chemikant/in

Chemielaborant/in

Technik

Elektroniker/in für Automatisierungstechnik

Elektroniker/in für Betriebstechnik

Industriemechaniker/in

Wirtschaft und Informatik

Kaufl eute für Büromanagement

Studiengang mit Bachelor Abschluss an der

Dualen Hochschule BW

Wirtschaftsinformatik

Tag der offenen Tür

Wann: Samstag, 10. Oktober 2015

von 9.30 bis 13.30 Uhr

Wo: Nonnenwald 2, Penzberg, Geb. 441/536

Wer: für Schüler/innen ab 13 Jahren,

Eltern, Lehrer/innen, Interessenten

Der Erfolg von Roche beruht auf Innovationskraft, Neugier und Vielfalt – und das

mit über 88.500 Experten in 150 Ländern. Indem wir konven tionelles Denken hinterfragen

und uns neuen Herausforderungen stellen, sind wir eines der weltweit

führen den forschungsorien tierten Healthcare-Unternehmen geworden – und der

ideale Platz, um eine erfolgreiche Karriere zu starten.

Zusammenarbeit, offene Diskussionen und gegen seitiger Respekt treiben uns zu

neuen Höchstleistungen an, dies zeigen auch die bahnbrechenden wissenschaftlichen

Erfolge der Vergangenheit. Um weiter innovative Healthcare-Lösungen zu

entwickeln, haben wir ambitionierte Pläne, kontinuierlich zu lernen und zu wachsen

und suchen Menschen, die sich die gleichen Ziele gesetzt haben.

Roche Diagnostics gehört mit seinen deutschen Standorten Mannheim und

Penzberg zu den bedeu tendsten Länder organi sationen innerhalb des Konzerns.

Als Nummer eins im globalen In-vitro-Diagnostikmarkt bieten wir Wissenschaftlern,

klinischen Laboren, Ärzten und Patienten ein breit gefächertes Angebot an

Produkten und Dienstleistungen. Es reicht von Werkzeugen für die Forschung

über integrierte Laborkonzepte bis hin zu benutzerfreundlichen Hightech-Geräten

für den Endverbraucher. Mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen zu

verbessern, gehen wir mit über 15.000 Mitarbeitenden in Deutschland neue Wege

und schaffen umfassende Lösungen für die Gesundheit.

Um mehr über Ihre Karrieremöglichkeiten bei Roche zu erfahren, besuchen Sie uns

unter: www.roche.de/ausbildung oder unter: 08856/60-2261.

Join Roche Careers@Social Media:

58 | tassilo


Rechte und Pflichten von Auszubildenden

Von A wie Arbeitszeit bis Z

wie Zeugnis ist alles geregelt

Tassiloland | Für viele junge Menschen

beginnt nach den Sommerferien

ein neuer Lebensabschnitt.

Jahrelang haben sie die Schulbank

gedrückt – jetzt starten sie ins Berufsleben.

Mit der Berufsausbildung

verbunden sind viele Regeln

und Richtlinien, die es zu beachten

gibt. Dazu gehört nicht nur, dass

der Auszubildende jeden Morgen

pünktlich zur Arbeit erscheint, die

Betriebsordnung einhält, seine

Ausbildungsnachweise ordentlich

führt und im Krankheitsfall eine

ärztliche Bescheinigung vorlegt.

Auch die tägliche Arbeitszeit, Pausen,

Urlaubstage und Grundsätze

der Vergütung sind gesetzlich

festgelegt. Das Magazin „tassilo

hat einen Experten in der Region

zu den wichtigsten Rechten und

Pflichten von Auszubildenden befragt

und auch in Ausbildungsbetriebe

„geschnuppert“.

„Zunächst einmal gibt es die

Ausbildungspflicht und die Lernpflicht“,

sagt Gerhard Eder, Bildungsberater

der Industrie- und

Handelskammer (IHK) für München

und Oberbayern in der Geschäftsstelle

Weilheim. Diese verpflichten

auf der einen Seite den Ausbilder,

dem Lehrling die Fertigkeiten zu

vermitteln, die zum Erreichen des

Ausbildungsziels erforderlich sind.

Auf der anderen Seite hat sich der

Auszubildende zu bemühen, diese

Fertigkeiten zu erwerben und die

Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

„Das bedeutet auch, dass er

den entsprechenden Einsatz bringen

muss, um in einem schwächeren

Bereich stärker zu werden“,

sagt Eder. Gleiches gelte für den

Berufsschulunterricht, für den der

Auszubildende vom Betrieb freizustellen

ist und für den eine Teilnahmepflicht

besteht.

Während der Berufsausbildung

sind Auszubildende laut Eder zudem

weisungsgebunden. Das

heißt, dass sie die

Aufgaben, die ihnen n

aufgetragen werden

und die dem Ausbildungszweck

dienen,

n,

zu erledigen haben.

Gerhard Eder,

Diese Pflicht gelte allerdings

Bildungsberater der IHK in Weilheim

nicht unein-

geschränkt: „Niemand muss etwas

tun, was seine körperlichen Kräfte

überfordert. Wenn ein Auszubildender

unsicher ist, ob er die ihm

aufgetragene Arbeit bewältigen

kann, empfehlen wir, dass er das

ner Arbeitszeit von mehr als sechs

Stunden ist eine einstündige Pause

einzuhalten.

Außerdem dürfen minderjährige

Auszubildende nur an fünf Tagen

pro Woche und nur zwischen 6 und

dem Ausbilder gegenüber offen 20 Uhr beschäftigt sein. „Hier gibt

anspricht.“

es allerdings Ausnahmen für bestimmte

Berufe, in denen andere

Angemessene Vergütung Arbeitszeiten üblich sind“, sagt

Eder. Ein Bäckerlehrling ab 16 Jahre

etwa darf auch schon um 5 Uhr

und Urlaubsanspruch

Eines der wichtigsten Rechte aus

Sicht der Auszubildenden ist, dass

sie eine angemessene Vergütung

bekommen. Diese muss laut Gesetz

jährlich aufsteigend sein, betont

Eder. Zudem haben Lehrlinge

seinen Arbeitstag beginnen. Und

in einem mehrschichtigen Betrieb

wie zum Beispiel in einem Hotel

oder Restaurant dürfen Lehrlinge

ab 16 Jahren bis 23 Uhr arbeiten.

Zwischen zwei Arbeitseinsätzen

Anspruch auf kostenlose Ausbildungsmittel

müssen allerdings mindestens

und ein Zeugnis, das

ihnen am Ende ihrer Ausbildung

ausgestellt wird. Der Urlaubsanspruch

ist nach Alter gestaffelt.

Da Azubis zu Beginn ihrer Ausbildung

zwölf Stunden Freizeit liegen. Für

eine im Ausnahmefall mögliche

Arbeitszeit am Wochenende und

an Feiertagen muss ein Ausgleich

stattfinden. Überstunden sind in

in der Regel noch nicht voll-

der Ausbildungszeit eigentlich

jährig sind, gibt es für sie bei der nicht vorgesehen.

Arbeitszeit strengere Vorschriften So stellen die gesetzlich festgelegten

als für erwachsene Arbeitnehmer.

So dürfen Jugendliche bis zur Vollendung

Rechte und Pflichten Betriebe

in manchen Ausbildungsberufen

des 18. Lebensjahres am vor große Herausforderungen:

Tag maximal acht Stunden und in

der Woche maximal 40 Stunden

beschäftigt werden. Dabei dürfen

sie nicht länger als 4,5 Stunden

ohne Ruhepause arbeiten. Bei ei-

„Wir müssen uns in der Gastronomie

nach den Gästen richten —

und das heißt, sieben Tage in der

Woche und natürlich auch abends

zu arbeiten“, sagt etwa Hans

september / oktober 2015 | 59


Bei den Ausbildungsmessen „jobfit!“ der IHK für München und Oberbayern

in München, Rosenheim und Ingolstadt können sich Jugendliche

regelmäßig über Rechte und Pflichten in der Ausbildung informieren.

Studium?

soziales Jahr?

Bewerben Sie sich jetzt bei:

Wir bilden aus –

kommen Sie in unser Team!

Gruber vom Landhotel „Moosbeck-Alm“

in Rottenbuch. „Die

Auszubildenden haben zwei Tage

frei, zwei Tage Schule — damit sind

sie schon mal vier Tage pro Woche

nicht da, das macht es schwierig.“

20 Jahre lang hat der Hotelier

Lehrlinge ausgebildet — mit Freude,

wie er sagt: „Es macht Spaß,

mit jungen Leuten zu arbeiten.

Aber inzwischen findet man kaum

noch jemanden, der am Wochenende

arbeiten will.“

Wenn es spannend wird,

ist der Lehrling nicht da

Ähnlich wie in der Gastronomie

sind auch in der Landwirtschaft

Bauer Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG

Paradeisstraße 56

D-82362 Weilheim

Tel. +49 881 627-0

Mail: bewerbung@bauer-gruppe-weilheim.de

Web: www.bauer-gruppe-weilheim.de

Der Countdown läuft:

Juli 2016 – Schule aus und dann?

AuPair?

Urlaub?

Folgende Ausbildungsberufe werden 2016 in unserer Unternehmensgruppe angeboten:

andere Arbeitszeiten üblich als es

das Jugendarbeitsschutzgesetz zulässt.

„Dieses Gesetz ist trotzdem

einzuhalten — fertig, aus. Sonst

hat man vom ersten Tag an Ärger

mit dem Lehrling“, sagt Manfred

Geißler, der auf seinem landwirtschaftlichen

Betrieb in Polling

bereits 15 junge Landwirte ausgebildet

hat. Für den Hof stellen die

gesetzlichen Vorgaben kein Problem

dar. „Der Betrieb muss auch

ohne Lehrling laufen. Der soll ja

keine Arbeitskraft ersetzen. Auf

das gesamte Jahr gerechnet ist er

durch die Schule, seine freien Tage

und den Urlaub ohnehin nur 20

Prozent der Zeit da.“

Für die Auszubildenden selbst

bedauert Geißler allerdings, dass

sie als angehende Landwirte viele

spannenden Dinge, die auf einem

Bauernhof passieren, schlicht

nicht mitbekommen. „Komplizierte

Kalbungen sind meistens in der

Nacht – da ist der Lehrling nicht

da“, bedauert der Pollinger.

Neben der Möglichkeit, eine Ausbildung

zu verkürzen oder zu

verlängern, haben Auszubildende

und Ausbilder tatsächlich auch das

Recht auf eine Kündigung: „Während

der Probezeit ist eine Kündigung

ohne Angabe von Gründen

jederzeit möglich“, sagt Gerhard

Eder. Nach der Probezeit, deren

Länge vertraglich geregelt ist und

zwischen einem Monat und vier

Monaten dauert, können Auszubildende

mit einer Frist von vier

Wochen selbst kündigen, wenn

sie die angefangene Ausbildung

aufgeben oder sich in einem anderen

Beruf ausbilden lassen wollen.

Aus „wichtigem“ Grund ist der

Ausbildungsvertrag auch jederzeit

fristlos kündbar.

Unter „Ausbildung von A bis Z“ informiert

die IHK für München und

Oberbayern auf ihrer Internetseite

über die wichtigsten Grundlagen

zum Thema Ausbildung (www.

muenchen.ihk.de/de/bildung/

Ausbildungsberatung).

be

• Feinwerkmechaniker/-in, Fachrichtung Maschinenbau

• Elektroniker/-in, Fachrichtung Betriebstechnik

• Kaufmann/-frau für Büromanagement

• Verbundstudium, Maschinenbau und Mechatronik

• Kfz-Mechatroniker/-in, Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik

Die nächste „IHK jobfit!“ findet d t am 31. Oktober in München statt tt und ist

für alle jungen Menschen einen Besuch wert, die aktuell eine Ausbildung

begonnen haben oder im kommenden Jahr anstreben.

60 | tassilo


Azubi-Akademie: Wissen, Austausch, Unterstützung

Wie tickt mein Chef?

Tassiloland | Im Oktober startet

die „Azubi-Akademie Weilheim-

Schongau“ in eine neue Runde.

Was der Nachwuchs hier lernt,

wird ihn sein Leben lang begleiten

– beruflich wie privat. Denn

der Lehrplan umfasst betriebliche

wie alltagsrelevante Themen. Dazu

gehören „unternehmerisches Denken“,

„exzellenter Kundenservice“

oder die Frage: „Wie tickt mein

Chef?“ Aber auch Zeitmanagement,

gesunde Ernährung oder Informationen

über die Folgen des Rauchens.

Zwischen zwölf und 15 Workshops

umfasst die Azubi-Akademie jedes

Jahr. Sie findet alle zwei Wochen

statt und dauert jeweils zwei bis

vier Stunden. Hinter dem Bildungsangebot

stehen der „Bund der

Selbstständigen – Gewerbeverband

Bayern (BDS)“, der Landkreis Weilheim-Schongau

und die jeweiligen

Wirtschaftsvertreter vor Ort, allen

voran natürlich die Betriebe, die

ihre Lehrlinge zur Weiterbildung an

die Azubi-Akademie entsenden.

> > > ZUM THEMA

Es gilt der „Grundsatz des Gebens

und Nehmens“, erläutert der aktuelle

Info-Flyer. Das Prinzip: „Jedes

Unternehmen, das seine Auszubildenden

zur BDS-Azubi-Akademie

schickt, erklärt sich gleichzeitig

bereit, Unterrichtsinhalte zu übernehmen.“

Im Lehrjahr 2014/15

ging zum Beispiel die Weilheimer

Firma Bremicker Verkehrstechnik

auf „Konfliktmanagement“ ein,

wogegen die „Bauer Unternehmensgruppe“,

ebenfalls in der

Kreisstadt, dem Nachwuchs „Projektmanagement“

und „Präsentationstechniken“

näher brachte.

Wissen erwerben über

die Berufsschule hinaus

So erhalten die Azubis wertvolles

Wissen, das nicht zum klassischen

Stoff der Berufsschulen gehört. Zugleich

profitieren auch die teilnehmenden

Firmen. Wie, das erläutert

Marco Altinger, Präsident des BDS

Bayern: „Gerade kleine und mittlere

Betriebe stehen vor der Herausforderung,

mit

Großbetrieben

um Auszubildende

konkurrieren

zu müssen.“

Während

die Großen oft

betriebsinterne

Schulungen

und Weiterbildung

im Programm

haben, stelle das die anderen

vor Herausforderungen.

Mit der „BDS-Azubi-Akademie“

jedoch können „auch kleinere

Betriebe ein vergleichbares

Bildungsangebot bieten“, weiß

Altinger. 53 Absolventen aus 13

Unternehmen haben im Lehrjahr

2014/15 die Azubi-Akademie Weilheim-Schongau

absolviert und im

Juni ihre Zertifikate erhalten. Die

nächste Runde steht in den Startlöchern:

Etwa 50 junge Menschen

werden ab Oktober die beiden

Klassen – eine gewerbliche, eine

kaufmännische – des neuen Jahrgangs

besuchen.

fl

Die „Azubi-Akademie Landkreis Weilheim-Schongau“

ist eine Initiative der Wirtschaftsförderung

des Landkreises, der BDS Verbände Weilheim

und Peiting, der Firma K&L Ruppert und des BDS

Oberbayern West unter der Schirmherrschaft von

Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Die Lehrinhalte für Azubis und Anmeldeformulare

für Unternehmen sind im Internet zu finden

(www.bds-azubiakademie.de).

Justina Eibl, Leiterin der Wirtschaftsförderung

im Landkreis, nimmt Firmenmeldungen postalisch

entgegen: Pütrichstraße 8, 82362 Weilheim;

auch per Fax (0881 / 681-2322) oder E-Mail

(j.eibl@lra-wm.de). Eibl koordiniert die Anund

Abmeldungen und stellt Akademie-Zertifikate

aus.

Die Schulung der Auszubildenden, Teilnehmerdaten

sowie Abwesenheits- und Krankmeldungen

koordiniert Sabine Salvamoser, Leiterin Personal

bei der „K&L Ruppert Stiftung & Co. Handels-KG“,

Paradeisstraße 67, 82362 Weilheim, telefonisch erreichbar

unter 0881 / 180-158 oder via E-Mail (sabine.salvamoser@kl-ruppert.de).

Weiterer Kontakt: Bund der Selbständigen — Gewerbeverband

Bayern e.V., Bezirksverband Oberbayern

West, Geschäftsführer Uwe Jennerwein,

Tel. 08041/7919498; E-Mail: uwe.jennerwein@

bds-bayern.de, www.bds-bayern.de.

ts

Die Stadtwerke Weilheim i.OB Kommunalunternehmen versorgen

die Stadt mit Trinkwasser, entsorgen und klären die Abwässer, betreiben

den Betriebshof und die Tiefgarage Altstadtcenter. Die Tochtergesellschaft

Stadtwerke Weilheim i.OB Energie GmbH - SWE expandiert

in die Sparten Strom, Gas und Wärme. Wir suchen zum

01.09.2016

eine(n) Auszubildende(n) zur/zum

Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement.

Wir bieten: Eine Ausbildung in einem wachsenden Unternehmen, in

der Sie die einzelnen Abteilungen durchlaufen und so das gesamte

Unternehmen kennen lernen. In der Berufsschule Schongau werden

Ihnen das nötige kaufmännische Wissen und spezifische Fachkenntnisse

vermittelt.

Ihr Profil: Sie stehen nach der Mittleren Reife vor dem ersten Schritt

ins Berufsleben. Sie wollen im kaufmännischen Bereich der Stadtwerke

durchstarten und bringen dafür neben guten Noten in

Rechnungs wesen Eigeninitiative und Engagement mit.

Für Fragen steht Ihnen Ihre zukünftige Ausbilderin, Frau Barbara

Reindl, unter Tel. 0881 9420-27 gerne zur Verfügung.

Ihre aussagekräftige Bewerbung senden Sie bitte, gerne auch per

E-Mail (post@stawm.de) an

Stadtwerke Weilheim i.OB, Kommunalunternehmen

Krumpperstraße 21 · 82362 Weilheim i.OB

Telefon 0881 94 20 - 0 · Telefax 0881 94 20 - 49

E-Mail post@stawm.de · Internet www.stawm.de

september / oktober 2015 | 61


Bauer Unternehmensgruppe:

Ein Familienunternehmen mit hohen Ansprüchen

Wir suchen, Du findest!

Ausbildung bei ZARGES.

Wir sind Europas größter Hersteller von Steigtechnikprodukten

und zählen mit unseren Geschäftsbereichen Logistikgeräte,

WIND und AIR zu einem der führenden Unternehmen der Aluminiumverarbeitung.

Zum Ausbildungsbeginn 01.09.16 suchen wir Nachwuchs in den

Ausbildungsberufen

Industriekaufmann/-frau

Industriemechaniker/-in

Dich erwartet:

• Umfassende Ausbildung in einem international

ausgerichteten Unternehmen

• Einführungswoche und individuelle Betreuung

• Beste Vorbereitung für deine zukünftigen Aufgaben

• Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung ist vorgesehen

• Förderung im fachlichen Bereich sowie der

persönlichen Weiterentwicklung

• Berufliche Weiterentwicklung durch gezielte

Fortbildungsmaßnahmen nach der Ausbildung

• Umfangreiche tarifliche Leistungen der bayerischen

Metallindustrie sowie Sozialleistungen eines modernen

Industriebetriebes

Interessiert? Dann sende uns Deine Bewerbung bis 15.09.2015

an unsere Personalabteilung.

Mehr Infos auch auf www.zarges.de/ausbildung

ZARGES GmbH, Zargesstraße 7, 82362 Weilheim,

Herr Markus Dippold, Tel. 0881 687-235, personal@zarges.de

> > > INFORMATION

Bauer Unternehmensgruppe

Weilheim | In der dritten Generation

führt Klaus Bauer das Unternehmen,

das sein Großvater 1950

in Weilheim gegründet hat. Einst

ein Teilelieferant für den Maschinen-

und Anlagenbau, hat sich die

Firma Bauer zum Hersteller und

Lieferanten kompletter Maschinen

und Systeme gemausert. Dennoch

ist sie weiter ein Familienbetrieb

mit familiären Werten und Zielen.

Dazu gehört damals wie heute die

Verantwortung für die Region, die

Umwelt und die Menschen, die

hier leben und arbeiten.

Die Teilnahme am „Umweltpakt

Bayern“, der Umweltpreis der Stadt

Weilheim und die Auszeichnung als

Ökoprofit-Betrieb zeigen nur eine

Seite dieses Engagements. Eine

andere betonen die vielen Preise,

die Bauer-Azubis und -Ausbilder

einheimsen: Im Juli 2015 beendete

beispielsweise Benedikt Tafertshofer

seine Ausbildung zum Kfz-

Mechatroniker in der Fachrichtung

Nutzfahrzeugtechnik mit dem Notendurchschnitt

„sehr gut“ — und

bekam damit einen Staatspreis.

Einige Monate zuvor erhielt auch

Ausbildungsleiter Markus Bauer

eine besondere Auszeichnung:

die Ehrenurkunde im „Leistungswettbewerb

des Deutschen Handwerks“.

In der Laudatio hieß es:

„Ihr Engagement beschränkt sich

nicht auf die Vermittlung von technischem

Know-How auf hohem Niveau“,

Ausbilder Bauer sei zugleich

„Bezugs- und Vertrauensperson“,

biete Orientierung und justiere außerdem

die soziale Kompetenz der

jungen Menschen.

Drei Unternehmensbereiche gehören

zur Bauergruppe — was sie

auch zu einem vielseitigen Ausbilder

macht: Es gibt „Motoren

Standort: Weilheim

Mitarbeiterzahl: 220

Lehrstellen: etwa elf pro Jahr mit dem Ziel, die Azubis zu

übernehmen

Berufe: Feinwerkmechaniker/in Fachrichtung Maschinenbau,

Kfz-Mechatroniker/in Fachrichtung Nutzfahrzeugtechnik,

Elektroniker/in fü r Betriebstechnik, Kaufmann/

-frau fü r Bü romanagement

Infos und freie Stellen: http://gruppe.bauergruppe-weilheim.de/

ausbildung/

62 | tassilo

Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik warten

und reparieren bei Bauer Lkw, Omnibusse, Bau- oder Stadtreinigungsfahrzeuge

aller Art.

Bauer“, „Bauer Maschinen und

Technologie“ sowie „BTS — Bauer

Turbo Service“. Zum Beginn des

Lehrjahres 2016 schreibt das Familienunternehmen

elf Stellen für

den Nachwuchs aus, vom Büromanagement

bis zur Betriebstechnik.

Die Ausbildung erfolgt unter

anderem in der 2014 erneuerten

und damit hochmodernen Lehrwerkstatt.

„Ich denke, das alles

zeigt sehr gut, wie sehr uns die

Ausbildung am Herzen liegt“, sagt

Ausbildungsleiter Bauer.

fl

Bedienung und Programmierung

einer CNC-Drehmaschine, einer

computergesteuerten Werkzeugmaschine

bei Bauer.


WTW: Der Wasserqualität verschrieben

Weilheim | Die Kriegswirren haben

ihn 1945 ins Oberland verschlagen:

Schon kurz nach seiner Ankunft

gründete der Wissenschaftler und

Unternehmer Karl E. Slevogt ein

„Ingenieurbüro für Elektrophysik

und Aufbereitung“ und begann

mit der Entwicklung von Radiound

Messgeräten. Sein erstes

Messinstrument, ein so genanntes

Dekameter, öffnete der Firma einen

großen Markt — und brachte

die Notwendigkeit eines neuen,

griffigen Namens mit sich. So firmiert

das auch heute noch wachsende

Weilheimer Unternehmen

seit 1948 als WTW, als Wissenschaftlich-Technische

Werkstätten.

Über die Jahrzehnte spezialisierte

sich die Firma in der Wasseranalyse:

Oberflächen- wie Grundwasser,

Pharmazeutische Wässer und

Wasser in der Getränke-Industrie,

Weiher zur Fischzucht wie Kläranlagen

— in diesen und vielen anderen

Bereichen kommen WTW-Geräte

und -Verfahren zum Einsatz.

Nicht umsonst schreibt sich die Firma

ein hehres Ziel auf die Fahnen:

„Wir wollen einen wichtigen Beitrag

zur Sicherung der Wasserqualität

für die nächsten Generationen

leisten“, heißt es auf der Internetseite

des Unternehmens.

Eine Lehre bei WTW bedeutet für

junge Menschen also einerseits

eine fachlich solide Ausbildung.

Und andererseits die besondere

ideelle Motivation, „sich für die

Lösung der weltweiten Wasserproblematik

einzusetzen“, wie Geschäftsführer

Ulrich Schwab sagt.

Und was lockt den Nachwuchs außerdem?

Für Azubi Julia Speer sind

es zum Beispiel „die Zusammenarbeit

mit den Mitarbeitern, das gute

Arbeitsklima und die abwechslungsreiche

Arbeit“. Und Marcel

Kunert schwärmt, „dass WTW ein

Unternehmen ist, das genau meinen

Vorstellungen und Wünschen

entspricht“.

fl

Präsentation zum Abschluss: Beim Azubi-Projekt 2014 entwickelten

und produzierten die Lehrlinge einen Multifunktions-Flaschenöffner.

Sabrina Kohberg durchläuft die Ausbildung zur Elektronikerin. Hier

wird sie angeleitet beim Löten elektronischer Bauteile im Sensorbau.

> > > INFORMATION

WTW Wissenschaftlich-Technische Werkstätten GmbH

Standort: Weilheim

Mitarbeiterzahl: 336

Ausbildungsplätze: etwa vier pro Jahr mit der Garantie, die Azubis

fürs erste Berufsjahr sicher zu übernehmen

Berufe: Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation,

Industriekaufmann/-frau, Elektroniker/in für Geräte und Systeme,

Feinwerkmechaniker/in

september / oktober 2015 | 63


Weckerle: Es geht um mehr als reines Fachwissen

Weilheim | Arbeiten bei Weckerle

bedeutet, die Welt kennen zu

lernen. Vor allem die der Kosmetik-

Industrie. Seit über 40 Jahren führt

das Weilheimer Unternehmen

den internationalen Markt bei

der Herstellung von Kosmetik-

Maschinen und -Produkten an, die

meisten aller Lippenstifte weltweit

werden auf Weckerle-Anlagen

hergestellt. Firmen wie L'Oréal,

Dior und Estée Lauder gehören

zum festen Kundenstamm, und so

zählen für Weckerle-Mitarbeiter

Reisen in ferne Länder ebenso

zum Alltag wie die Besuche von

anspruchsvollen Geschäftspartnern

aus aller Welt.

„Wir haben rund 95 Prozent ausländische

Kunden“, sagt Personalleiter

Dominik Schütz und unterstreicht

den hohen Stellenwert

der interkulturellen Kompetenz im

Haus. „Manche Lehrlinge kommen

Die Ausbildungsleiter und aktuellen Auszubildenden beim Kosmetik-

Spezialisten in Weilheim.

extra deswegen zu uns.“ Schütz

weiß: „Sie wollen reisen und fremde

Kulturen kennen lernen.“ Das

können die jungen Menschen bei

Weckerle schon während der Ausbildung:

mit Auslandsaufenthalten

und Montagereisen. Auch danach

sind die Möglichkeiten vielfältig.

Doch niemand wird ins kalte Wasser

geworfen: „Erfahrene Monteure

und Fachkräfte führen unseren

Nachwuchs an die internationale

Tätigkeit heran“, erklärt Schütz. So

liege der Ausbildungsschwerpunkt

nicht nur auf der Vermittlung von

fachlichem Wissen. Auch soziale

und zwischenmenschliche Aspekte

spielen eine Schlüsselrolle. Und

natürlich die englische Sprache:

Um die Lehrlinge neben der Berufsschule

zusätzlich zu unterstützen,

wurde eigens eine Lehrerin

engagiert.

Hinzu kommt laut Schütz, dass „unsere

Mitarbeiter auch ein gewisses

Auftreten brauchen“. Zum Beispiel

hören die Aufgaben der Mechatroniker

beim Montieren und Programmieren

noch lange nicht auf.

„Die Kunden wollen die Maschinen

gezeigt und erklärt bekommen. Da

ist der richtige Umgang wichtig.“

Einerseits eine Herausforderung,

andererseits ein besonderes Arbeiten,

das Lust macht auf mehr:

„Die meisten Mitarbeiter bleiben

über Jahrzehnte hier. Viele Lehrlinge

satteln nach der Ausbildung

noch ein Studium oder die Technikerschule

drauf, um sich besser

einbringen zu können.“

fl

> > > INFORMATION

Weckerle GmbH

Standort: Weilheim

Mitarbeiterzahl: 280

Lehrstellen: sieben bis zehn

pro Jahr mit dem Ziel, die

Azubis zu übernehmen

Berufe: Mechatroniker/in,

Zerspanungsmechaniker/in,

Industriekaufleute,

technische/r Produktdesigner/in.

Bremicker: Wenn Experten Zeichen setzen

Weilheim | Um die 20 Millionen

Verkehrsschilder gibt es bei uns

in Deutschland. Ihre Herstellung

unterliegt strengen Regeln, denn

möglichst jeder sollte die Zeichen

lesen und verstehen können.

Vorschriften und Normen definieren

Form, Material und Aussehen der

Schilder, ausschließlich Behörden

entscheiden über ihren Einsatz.

Die Produktion liegt deshalb in

der Hand von Experten – zum

Beispiel bei der „Firma Bremicker

Verkehrstechnik“ in Weilheim.

Als das Unternehmen 1932 gegründet

wurde, war das Gesetz,

was das Aufstellen von Schildern

zur öffentlichen Aufgabe erklärte,

noch keine zehn Jahre alt. Die

Geschichte der Verkehrsschilder

hatte gerade begonnen: Während

seinerzeit noch die zehn Finger

ausreichten, um die verschiedenen

Zeichen aufzuzählen, beläuft sich

ihre Vielfalt heute auf 648 an

der Zahl. Allein das zeigt, welch

enormen Wandel das Unternehmen

Bremicker mitvollzogen hat, um

am Markt zu bestehen.

Wer hier eine Ausbildung absolviert,

lernt nicht nur in einem

Traditionsunternehmen, sondern

bei einem „Top Innovator 2015“

– einem der 100 innovativsten

Mittelständler Deutschlands, ausgezeichnet

beim „Deutschen

Mittelstands-Summit“. Zwischen

drei bis sechs Lehrlinge sucht

Bremicker jedes Jahr. „Nur so viel,

wie wir später auch übernehmen

können“, sagt der kaufmännische

Leiter, Stephan Spiess.

Die Ausbildung erfolgt in gewerblichen

und technischen Bereichen,

ein besonderer Schwerpunkt liegt

aber im Kaufmännischen. „Hier

sind wir am spezifischsten“, erläutert

Spiess. „Wir wollen keine

allgemeine, bürolastige Ausbildung;

unsere Auszubildenden

durchlaufen 13 Abteilungen vom

Lager bis zur Projektleitung.“

Dadurch, aber auch durch zusätzliche

Angebote wie Business

English und Präsentationstraining,

stelle die Firma sicher, dass der

Nachwuchs die Betriebsabläufe

Im bundesweiten Vergleich von mittelständischen Unternehmen erhielt Bremicker Verkehrstechnik 2015 das

Gütesiegel „Top 100“. Die Weilheimer gehören zu den 100 innovativsten deutschen Firmen. Ranga Yogeshwar,

TV-Moderator und Wirtschaftsjournalist, überreichte Geschäftsführer Felix Schaumberg (l.) die Auszeichnung.

umfassend versteht und sich ein

umfassendes Wissen rund um die

Verkehrstechnik aufbaut.

fl

> > > INFORMATION

Bremicker Verkehrstechnik

GmbH & Co. KG

Standort: Weilheim

Mitarbeiterzahl: 180

Lehrstellen: drei bis sechs

pro Jahr mit dem Ziel, die

Azubis zu übernehmen

Berufe: Industriemechaniker/in,

Medientechnologe/

in Siebdruck, technische/r

Produktdesigner/in, Elektroniker/in

für Geräte und

Systeme, Industrieelektriker/

in, Industriekaufleute

64 | tassilo


september / oktober 2015 | 65


Aktionstag der Wirtschaftsjunioren

Hilfe für Schüler

mit Problemen

Zarges: Mit Aluminium James Bond beschützen

und den Alltag mit Leitern erleichtern

Weilheim | Flugzeuge, Schnellzüge,

James-Bond-Filme: Produkte

aus Aluminium sind an vielen, oft

auch unvermuteten Stellen zu finden.

Sie sind leicht, widerstandsfähig

und vielseitig. Die Firma Zarges

in Weilheim hat in den über

80 Jahren ihres Bestehens eine

> > > INFORMATION

Zarges GmbH

Standort: Weilheim

Mitarbeiterzahl: 380

Lehrstellen: etwa sechs pro

Jahr mit dem Ziel, die Azubis

zu übernehmen

Berufe: Industriekaufleute,

Industriemechaniker/

in sowie nach Bedarf, u.a.

Werkzeugmechaniker/in und

Elektroniker/in für Betriebstechnik

solche Kompetenz im Umgang mit

Aluminium entwickelt, dass das

Leichtmetall in ihren Produkten

seine Stärken voll entfaltet.

Davon erzählen nicht nur James-

Bond-Filme wie „Casino Royale“,

wo Zarges-Boxen vor der Kamera

als fotogene Geldkoffer und hinter

der Kamera als stabiler Schutz

fürs Equipment genutzt werden.

Vielmehr kommen die Weilheimer

Produkte vor allem in drei

großen Bereichen zum Einsatz:

Zum ersten bietet das Unternehmen

rund 500 verschiedene Varianten

an Leitern, von der einfachen

Steighilfe bis zu komplexen

Aluminium-Plattformen. Daneben

steht ein breites Programm an

Boxen, Kisten und anderen Verpackungs-

und Transportmöglichkeiten.

Der dritte Bereich sind Speziallösungen:

komplexe Konstruktionen,

die explizit für den jeweiligen

Auftraggeber entwickelt werden,

zum Beispiel für Turm-Innenausbauten,

Richtfunkantennen oder

auch für die Restaurierung von

Seilbahnkabinen. Hier ist Leichtigkeit

gefragt – Aluminium ist leicht.

Mit der Entwicklung und Beratung,

Verarbeitung und Installation,

Wartung, Schulungen und anderem

mehr hat sich Zarges rund

um den Rohstoff Aluminium breit

aufgestellt. Das entsprechende

Fachwissen und Selbstverständnis

gibt das Unternehmen schon während

der Ausbildung an seinen

Nachwuchs weiter. Vor allem an

Industriemechaniker und Industriekaufleute:

Das sind die beiden

Hauptberufe, in denen Zarges ausbildet.

Und zwar erfolgreich: „Die

meisten bleiben über viele Jahre

bei uns“, erzählt Markus Dippold

von der Personalabteilung.

„Ehemalige Auszubildende sind

zum Beispiel als Abteilungsleiter,

Meister-Techniker und natürlich in

ihrem erlernten Beruf tätig.“ fl

Tassiloland | Sozialpädagogische

Fachkräfte und Unternehmen in

der Region sind eingeladen, das

Projekt „Ein Tag Azubi“ am 30.

September 2015 zu unterstützen.

Organisiert wird es von den „Wirtschaftjunioren

Deutschland e.V.“

Ziel ist, Jugendliche mit Schwierigkeiten

beim Übergang von

der Schule in den Beruf für eine

Ausbildung zu begeistern. Sie

werden in Betriebe eingeladen und

erleben Ausbildung vor Ort. Zudem

sollen Firmen, die Plätze nicht

besetzen können, Gelegenheit zum

Kontakt mit potentiellen Bewerbern

bekommen.

Über www.eintagazubi.de können

sich sozialpädagogische Fachkräfte

melden, die benachteiligte junge

Menschen beim Übergang von der

Schule in den Beruf unterstützen.

Die Wirtschaftsjunioren stellen den

Kontakt zu regionalen Firmen her.

Auch Betriebe, die Jugendliche

einladen wollen, melden sich über

die Website an, sie müssen nicht

dem Netzwerk der Wirtschaftsjunioren

angehören.

> > > INFOS UND ANMELDUNG

Die Jugendlichen sind Gäste der

Unternehmen, schnuppern einen

Tag lang in ein Berufsfeld hinein,

erleben Ausbildung hautnah und

sprechen über Berufsperspektiven.

Jeder Teilnehmer wird von einem

Azubi betreut und hat so einen

Ansprechpartner auf Augenhöhe.

Motto ist: „Ein Tag, der Dir gehört“.

Wie genau der Tag gestaltet wird,

stimmen die Partner individuell mit

den Unternehmen ab.

Die Wirtschaftsjunioren sind mit

mehr als 10000 Mitgliedern der

größte Verband der jungen Wirtschaft

in Deutschland. Sie verantworten

rund 300000 Arbeits- und

35 000 Ausbildungsplätze, engagieren

sich aber nicht nur im Beruf,

sondern wollen auch mit zahlreichen

Bildungsprojekten etwas

bewegen, die jährlich rund 200000

Jugendliche erreichen. Mit der

Initiative „Jugend stärken: 1000

Chancen“ unterstützen die Wirtschaftsjunioren

außerdem gezielt

benachteiligte junge Menschen

bei ihrem Eintritt in die Arbeitswelt.

ts

Alle Informationen zum Aktionstag sowie Arbeitsmaterialien und

das Anmeldeformular finden Unternehmen und sozialpädagogische

Fachkräfte im Internet (www.eintagazubi.de). Interessierte Jugendliche

können sich außerdem auf Facebook informieren (www.facebook.de/eintagazubi).

Direkter Ansprechpartner für Interessierte im

Tassiloland ist Jörg Engelmann, Leiter Referat Berufsbildungspolitik-

und recht, Landesgeschäftsstelle der Wirtschaftsjunioren Bayern

e.V. in der IHK für München und Oberbayern, Tel. 089 / 6675116-1775;

E-Mail: wj-bayern@muenchen.ihk.de.

ts

66 | tassilo


Häufigste Ausbildungsberufe 2014

Der Einzelhandel

ist erste Wahl

.

Tassiloland | Im vergangenen

Jahr haben bundesweit 518 391

Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag

abgeschlossen, 1,4

Prozent weniger als 2013. Diese

Zahlen gab das Statistische Bundesamt

(Destatis) Ende Juli in

Wiesbaden bekannt. Der Beruf

„Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel“

belegte mit 31080 neu

abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

2014 erneut den Spitzenplatz.

Auf den nächsten Plätzen der Rangliste

folgen „Kaufmann/Kauffrau für

Büromanagement“, „Verkäufer oder

Verkäuferin“, „Kraftfahrzeugmechatroniker/-in“

sowie „Industriekaufmann/-kauffrau“.

Mehr als ein Fünftel der neu abgeschlossenen

Verträge konzentrierte

sich 2014 auf diese fünf

häufigsten Ausbildungsberufe.

Die Daten der aufgehobenen Ausbildungsberufe

„Bürokaufmann/

-kauffrau“, „Kaufmann/Kauffrau für

Bürokommunikation“ und „Fachangestellter/Fachangestellte

für

Bürokommunikation“ wurden einem

neuen Berufsfeld zugeordnet,

das nun unter „Kaufmann/Kauffrau

für Büromanagement“ firmiert.

Deutliche Unterschiede in der Berufswahl

gibt es bei männlichen und

weiblichen Jugendlichen. So lag

der Anteil bei den Neuabschlüssen

von weiblichen Jugendlichen 2014

der Beruf „Kauffrau für Büromanagement“

mit 10,3 Prozent auf

Platz eins. Männliche Jugendliche

wählten am häufigsten den Beruf

Kraftfahrzeugmechatroniker (6,1

Prozent).

Die Berufswahl beeinflusst ausserdem

auch die schulische Vorbildung.

Bei Jugendlichen mit Hochschulzugangsberechtigung

waren

die Kauffrauen beziehungsweise

Kaufmänner in Industriekaufmann,

Büromanagement sowie im Bankensektor

die häufigsten Ausbildungsberufe.

Bei Jugendlichen

ohne einen Hauptschulabschluss

rangierten die Verkäuferinnen

und Verkäufern auf Platz eins,

gefolgt von einer kaufmännischen

Ausbildung im Einzelhandel sowie

im Büromanagement. Der Anteil

Jugendlicher mit neu abgeschlossenem

Ausbildungsvertrag ohne

Hauptschulabschluss beträgt

dabei allerdings nur 2,9 Prozent

gegenüber einem Anteil

von 26 Prozent mit

Hochschulzugangsberechtigung.

ts

Fachrichtung:

Anmeldung:

Dauer:

Voraussetzung:

Wir bieten an:

werbebags.de

staatl.

by ostenrieder.com

technikerschule

mindelheim

Maschinenbautechnik

Für das Schuljahr 2016/2017 möglich!

Vollzeit über zwei Jahre

Berufsausbildung in der Metall- oder Fahrzeugtechnik

sowie eine einschlägige Berufstätigkeit von einem Jahr.

Vorbereitungskurse - nähere Infos unter www.bsmn.de

Individuelle

Taschen und

Rucksäcke ...

schulgeldfrei!

Förderung nach BAföG bzw.

Meister-BAföG + 1.000,- Euro

Meisterprämie möglich!

Staatliche Technikerschule

an der Berufsschule Mindelheim

Westernacher Str. 5

87719 Mindelheim

Wir bieten ein modernes Unterrichtskonzept

mit enger Verknüpfung von Theorie

und Praxis sowie technisch hochwertig

ausgestattete Unterrichs- und Fachräume.

Tel. 08261 / 7620 - 0

Fax. 08261 / 7620 - 99

www.bsmn.de

verwaltung@bsmn.de

september / oktober 2015 | 67


Frisch

gerösteter

Kaffee

u Hegetusch (Asch), Karl Heinz Kappel

(Hechenwang), Yeun Hi Kim

(Asch), Marlen Labus (Landsberg),

Angelika Littwin-Pieper

(Dornum), Eva Lüps (Utting), Agnese

Martori (Dießen), Gabi

Meyer-Brühl

er-

(Dießen),

r. Anh Duc Nguyen (Hamburg/Dießen),

Angela

Preis (Dorfen), Cornelia

Rapp (Denklingen),

Hausgemachte

Kuchen

Dießener Kunstherbst kehrt mit Bernd Zimmer zurück

Kleines Format, große

bildnerische Qualität

Di. - Do. 14.00 - 17.00 / Fr. 10.00 - 18.00 / Sa. 10.00 - 16.00 Uhr

Am Mösl 4 82418 Murnau Telefon: 0 88 41 / 4 89 50 33

Wasser

68 | tassilo

Erde

Heizen mit Wärmepumpe –

Ihr Partner seit 1979

WÄRMESYSTEME

Luft

Nebenkosten sparen & bis zu 9.000 Euro

staatlichen Förderungen sichern.

Wir finden Ihre individuelle Lösung.

Wielenbachstr. 13 Tel.: 08861/4187

86956 Schongau info@wechner.de www.wechner.de

Dießen am Ammersee | „Mit neuem

Schwung zurück“, versprechen

die Veranstalter für die Neuauflage

des „Dießener Kulturherbstes“,

der nach einem Jahr Pause vom 17.

Oktober bis einschließlich 7. November,

jeweils freitags, samstags

und sonntags von 14 bis 18 Uhr im

Kulturforum „Blaues Haus“ in der

Prinz-Ludwig-Straße stattfinden

wird. Im Rahmen des Kulturherbstes

geben regionale und überregionale

Künstler Einblick in ihre

Schaffenskraft, zeigen sich in den

unterschiedlichsten Darstellungsweisen

und Techniken.

Als absoluter Höhepunkt ist die

Teilnahme von Bernd Zimmer zu

werten, einem der bedeutendsten

Gegenwartskünstler in Deutschland.

„Alles fließt“ heißt sein Arbeitstitel,

in dessen Ausarbeitung

er das Thema Wasser in den Fokus

seiner Malerei stellt. Eröffnet

wird der „Dießener Kulturherbst“

am 16. Oktober bei der Vernissage

durch Bürgermeister Herbert

Kirsch. Gastredner ist Sepp Dürr,

kulturpolitischer Sprecher Bündnis

90/Die Grünen im Bayerischen

Landtag. Die Einführung übernimmt

Künstlerin Annunciata Foresti.

Die

Vernissage beginnt um

20 Uhr, Einlass s ist ab 19 Uhr.

Parallel dazu läuft am gleichen

Abend zwischen 19

und 20 Uhr eine eigens für

den Kulturherbst konzipierte

Performance mit dem

Titel „Vom Beobachter zum

Beobachteten“. Sie wird

aufgeführt von der „Moreth

Company“, einem freien,

professionellen Theaterensemble

um den Regisseur

und Schauspieler Konstantin

Moreth (www.morethcompany.de).

Im Kulturforum „Blaues Haus“ präsentiert

sich eine große Aussteller-

Riege unter dem Motto „Kleines

Format“. Die Exponate der Künstler

spiegeln zusammen für den Besucher

eine Vielfalt an Ausdruck

wider, die eine Stärke des Kunstherbstes

ist — getreu dem Motto:

„Kleines Format, große bildnerische

Qualität“. Neben „Stargast“

Bernd Zimmer aus Polling stellen

folgende Künstler aus: Hans

Dumler (Utting), Hajo Düchting

(Dießen), Angela Eberhard (München),

Annunciata Foresti (Dießen),

Valerie Freyn (Dießen), Christian

Glöckler (Fischen, Ammersee), Susanne

Hauenstein (Andechs), Rolf

Lena Ritthaler (Hamburg), Katharina

Schellenberger (Landsberg),

Ursula Singer (München), Johannes

Simon (Landsberg), Angela Smets

(München), Harry Sternberg (Utting),

Ingried Stuckenberger (München),

Nicola von Thun (München),

Doris Trummer (Schondorf), Dieter

Ziegenfeuter (Dortmund).

Wer Hilfe oder Anregung in der

Interpretation des einen oder anderen

Werkes sucht, findet sie bei

Führungen durch die Ausstellung

„Kleines Format“. Kulturjournalistin

und Künstlerin Nue Ammann

begleitet Interessierte durch das

Schaffenswerk der Künstler und

gibt Denkanstöße — am 18. und 25.

Oktober jeweils um 15 Uhr.

Begleitend zur Ausstellung „Kleines

Format“ ist in den Räumen des

„Craft Bräu“ eine Sonderausstellung

zu sehen: „Warten auf Bier“,

so der sinnige Titel der Präsentation

von Holzbildhauer Johannes

Rössle, der im Dießener „Gewerkhaus“

sein Atelier betreibt. Infos zu

ihm gibt es im Internet (www.bildhaueratelier-pfaffenwinkel.de).

rp


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

A

Mit Kirchtürmen

über den Ammersee

B

Tassiloland | Bei unserem Heimaträtsel

ist dieses Mal Ortskenntnis

gefragt – oder besser „Dorfkenntnis“.

Was wir verraten können:

Wir waren in den Landkreisen

Weilheim-Schongau, Garmisch-

Partenkirchen und Starnberg unterwegs,

auf dem Streifzug über

die Dörfer begrüßten uns pittoreske

Kirchtürme, manche zum Verwechseln

ähnlich. Fünf haben wir

ausgewählt und wollen von den

tassilo“-Lesern wissen: Welcher

Kirchturm steht in welchem Dorf?

Lösung ist die richtige Zuordnung

der Dorf-Nummer zum Kirchturm-

Buchstaben. Vorschläge schicken

Sie mit dem Stichwort „Heimaträtsel“

per Postkarte an „tassilo“,

Birkland 40, 86971 Birkland, oder

per E-Mail (info@tassilo.de). Einsendeschluss

ist der 15. September,

das Los entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen.

Die Gewinner werden umgehend

benachrichtigt. Auf sie wartet wieder

ein Segeltörn über den Ammersee

auf der „Sir Shakleton“

beim „After-Work-Sail“, sie buchen

ihren Wunschtermine im Internet

mit dem Stichwort „tassilo“, der

Skipper meldet sich bei ihnen.

Aber auch, wer nicht gewinnt,

kann einen Segel-Abend ohne entsprechende

Kenntnisse auf dem

traditionellen Zweimastsegler genießen

– bis Ende Oktober an vielen

Donnerstagen von 17 bis 21 Uhr.

Termine, Infos und Anmeldung

unter www.segelevent-ammersee.

de oder unter Tel. 08807 / 946946.

Beim „After-Work-Sail“ können

Familien, Freunde oder Kollegen

ihren Tag auf dem Ammersee ausklingen

lassen. Nach Begehung

und Sicherheitseinweisung sticht

das Schiff in See, wo Zeit ist für

Gespräche, Naturgenuss und eine

kleine bayerische Brotzeit. Pro Törn

haben für zehn Teilnehmer Platz,

dreimal zwei „tassilo“-Leser sind

diesen Herbst gratis mit dabei.

Klaus Gattinger, Personaltrainer,

Betreiber und Co-Eigner der „Seminarschiff

Ammersee“, hält auf

der „Sir Shackleton“ auch Firmenseminare

und Coachings ab.

Darüber informiert er am 15. und

22. September beim „Open Ship“:

Firmen oder Gruppen können sich

ein Bild von Schiff, Trainer und Ablauf

machen und beim vierstündigen

Törn die Arbeitsweise bei einer

Teamübung kennenlernen. Da es

pro Termin nur zehn Plätze gibt,

wird um Anmeldung per E-Mail

gebeten (klaus.gattinger@seminarschiff-ammersee.de).

Bei unserem Heimaträtsel im ersten

tassilo“ haben zwei Weilheimer,

Norbert Vidal und Helmut

Muche, sowie Andrea Herde aus

Rott einen „After-Work-Sail“ gewonnen.

Glückwunsch!

ts

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wie viele richtige Einsendungen

wir zum Heimaträtsel im ersten

tassilo“ bekommen haben, hat

uns doch überrascht. Ist doch aber

auch schön, dass so viele Leser

1 Feldafing

2 Haunshofen

3 Diemendorf

4 Bauerbach

5 Pöcking

wissen — auf dem Brunnen am

Kirchplatz raufen die Weilheimer,

der reiche Bub aus der Unterstadt,

erkennbar am Schuh, mit dem armen,

barfüßigen Oberstadtler. ts

C

D

E

> > > IMPRESSUM

tassilo

tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im August 2015.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 51000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer

Webseite www.tassilo.de.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Tobias Schumacher

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Tim Schmid, Birgit Ellinger,

Rosi Geiger, Friederike Lerbs, Regine Pätz, Christoph Ulrich,

Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Anzeigenverkauf: Tim Schmid, Wolfgang Stuhler, Marén Arnótfalvy

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder,

Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Christian Lechner, Tim Schmid,

Jonas Desche

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe

November / Dezember 2015: Freitag, 30. Oktober 2015

(Anzeigenschluss 9. Oktober 2015)

Fotos: Johann Jilka, Peter Ostenrieder, Tobias Schumacher, Rosi Geiger, Regine Pätz, Christoph Ulrich,

Christian Mack c/o Spielplatzforum Eglfing, Peter-Phillip Koss, Karin Müller-Karrenbauer, Renate Fischer,

John Gerard, Ingrid Golz, Christoph Ulrich, Schönegger Käsealm, Artwork Claudia Becker, Henschel Quartett,

DAV-Sektion Peißenberg, Servus Verlag, Kinderhilfe Oberland, www.diessener-segel-club.de, Pfarrei St. Joseph Tutzing,

Reiwa Buam, Eisenblätter Kommunikation, Rootbootleg, Phil Höcketstaller, Kanzlei Wiesmaier und Kollegen,

Heiner Welchert, tba, Michael Ahn c/o Happy Voices, Elektro Achleitner, Andreas Gebert für die IHK München

und Oberbayern, Bauer Unternehmensgruppe, WTW Wissenschaftlich-Technische Werkstätten GmbH,

Weckerle GmbH, KD Busch/compamedia, Zarges GmbH, Marlen Labus und Angela Eberhard c/o Dießener Kulturherbst,

Segelevent Ammersee, Fotolia.

Druck: Kriechbaumer Druck GmbH & Co. KG, Ehrenbreitsteiner Straße 28, 80993 München

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Robert-Koch-Straße 1, 82377 Penzberg

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte rund um Weilheim und die Seen

Auslegestellen in Murnau und Penzberg.

september / oktober 2015 | 69


Der Hospizverein im Pfaffenwinkel e.V. – ein „tassilo“-Gespräch mit Renate Dodell

Gut begleitet auf der letzten Reise

Polling | Einen Moment der Ruhe

nützt Renate Dodell, die Vorsitzende

des Hospizvereins im Pfaffenwinkel,

um sich über das prächtige

Blumenbeet inmitten des Pollinger

Klostergartens zu beugen. Seit

Sommer 2014 gehört die rund 300

Quadratmeter große blühende

Oase samt ihren Sitzgelegenheiten

zum „Hospiz Pfaffenwinkel“ und

kann von Gästen und Pflegemitarbeitern

gleichermaßen genutzt

werden. Gäste – so werden die

Patienten, die im im Kloster Polling

ihren letzten Lebensabschnitt

verbringen, liebevoll genannt. Und

wie Gäste werden sie behandelt.

Selbstbestimmung

und Würde bis zuletzt

Der Verein kümmert sich um die

Belange der Patienten, sorgt für die

– wenn schon endliche, dann so gut

wie sorgenfreie – Unterbringung

in einem der zehn Betten, die das

Hospiz bereithält. Er ist Ansprechpartner

für Angehörige wie für die

Krankenkassen. Menschen bis zu

ihrem letzten Augenblick zu begleiten,

gilt das Hauptaugenmerk.

Einhergehend mit größtmöglicher

Erhaltung der Würde und Selbstbestimmung,

der Lebensqualität

und Beschwerdefreiheit. Renate

Dodell ist Vorsitzende seit Januar

2011; gemeinsam mit ihrem Stellvertreter

Elmar Schneiderling ist

sie die Schnittstelle zwischen den

derzeit rund 870 Mitgliedern, 140

ehrenamtlichen Hospizbegleitern

und mehr als 30 hauptamtlichen

Fachmitarbeitern.

Gegründet wurde der Hospizverein

Pfaffenwinkel e.V. 1992. Zehn Jahre

später kam das Hospiz in den Räumen

des Klosters Polling als aktiver

Bereich hinzu, nach Umbaumaßnahmen

konnte im April dieses

Jahres um zwei Betten erweitert

werden. Mit Sanierungen wurde

die Einrichtung außerdem für die

Zukunft gerüstet.

Ein Versorgungsauftrag der Krankenkassen

regelt die stationäre

Aufnahme von Patienten aus den

Landkreisen Weilheim-Schongau,

Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen,

Landsberg

am Lech und Starnberg. Mit den

zehn Hospizbetten in Polling kann

der gesamte südwestliche Bereich

Oberbayerns abgedeckt werden.

Aufnahme finden – im medizinischen

Sinne – Menschen mit lebensbedrohlichen

Erkrankungen,

die nicht heilbar sind und für die

eine begrenzte Lebenserwartung

angenommen wird. Für die Aufnahme

und Betreuung entstehen

dem Gast keinerlei Kosten. Der

Verein finanziert sich, neben den

Zuschüssen der Krankenkassen,

ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen

und Spenden. Willkommen

ist jeder Patient, unabhängig von

Alter, Religions- oder Staatsangehörigkeit

und persönlicher Weltanschauung.

Primäre Aufgabe ist

die Begleitung zuhause

Der Grundsatz des Vereines lautet:

„ambulant vor stationär“. Den

schwer erkrankten Menschen einen

Aufenthalt im eigenen Heim

bis zuletzt zu ermöglichen, ist die

primäre Aufgabe des Helferstabes.

„Wir wollen den Tod nicht outsourcen“,

fasst Dodell die Maxime des

Vereins zusammen: „Unsere erste

Prämisse ist das Sterben zuhause.“

Um das zu gewährleisten, finden

Betroffene und deren Angehörige

eine Anlaufstelle im Ambulanten

Hospizdienst mit palliativpflegerischer

Beratung mit Sitz in

Bernried. Fünf sogenannte Koordinatorinnen

und viele ehrenamtliche

Hospizbegleiter stehen hier

schwerkranken und sterbenden

Menschen zur Seite, helfen und

unterstützen, um einen Aufenthalt

zuhause zu gewährleisten. Auch

unterstützen sie die Menschen bei

der Unterbringung und Betreuung

durch Klinik und Pflegeheim.

eh

Allein 2014 wurden rund 11000

ehrenamtliche Stunden am privaten

oder klinischen Krankenbett

nbet

t

geleistet, erklärt Dodell. Eine Zahl,

die der Vorsitzenden sichtlich Respekt

abringt ob der Leistung und

des Einsatzes „ihrer“ Mitarbeiter.

ter.

Der Ambulante Hospizdienst st ist 24

Stunden erreichbar, auch

an

den

Wochenenden. Im vergangenen

gene

n

Jahr wurden 430 Begleitungen

eitu

en

geleistet und 767 hospizbezogene

zog

Anfragen bearbeitet.

t.

Spiritualität im Umgang

mit dem Ende

Wenn die Betreuung zuhause

nicht mehr zu bewerkstelli-

el

lien

den Patienten

gen ist, stehen ten

die Türen des Hospizes in Polling

offen. Ist der Aufenthalt dort davon

geprägt, die letzte Station im Leben

des Gastes zu sein, so sollen die

hellen, freundlichen Einzelzimmer

dennoch ein Zuhause bieten – und

das individuell auf den Bewohner

zugeschnitten. Das ist sogar ausdrücklich

erwünscht. „Wir ermuntern

dazu, persönliche Gegenstände

oder Bilder mitzubringen“, sagt

Renate Dodell, „auch kochen wir

frisch und nach den Wünschen unserer

r Gäste.“

Dahinter steht, was der Verein un-

ter dem Begriff Würde versteht:

Dem Patienten ten wird

ein

selbstbestimmtes st

best

stim

mtes

Le-

ben

ermöglicht,

ganz

im Rahmen

dessen, en, was er noch

zu leisten en vermag.

Das geht

so weit,

dass

sich auch

ein

Raucherzimmer

mer

auf der Etage des Hospi-

zes befindet. et. „Wie

können

nen

wir uns anmaßen, n,

über

den Bedürfnissen en unse-

rer Gäste zu stehen?“

fragt die Vorsitzende.

e.

In

Handy kaputt? Wir reparieren in 30 Minuten!

(Bei vielen Geräten)

82362 Weilheim - Pöltnerstraße 2

0881 / 399 89 010

www.smartphone-werkstatt24.de

70 | tassilo


Renate Dodell, l,

die

Vorsitzende vom Hospizverein Pfaffenwinkel (l.), und

Schwester Angela Kirchensteiner, eine

die Ansprechpartnerin beim Ambulanten

Hospizdienst, st, erfreuen euen

en sich an

der

Blumenpracht im Pollinger Hospizgarten.

einem anderen n Fall

wurde einem

em

Patienten ten der Wunsch erfüllt, lt, noch

einmal den

Geschmack ck von Bier zu

erleben. Weil ihm das Schlucken

nicht mehr möglich war, wurde die

Zahnbürste mit

Bier getränkt – ein

seliger Moment für

den

Gast, t ein

minimaler male

Aufwand für das Pflegepersonal.

Die Aufgabe Renate Dodells ls ist in

erster Linie, ie, für einen reibungslo-

sen Ablauf auf

geschäftlicher

cher

Seite zu

sorgen. Auch

das gehört

zum

Alltag eines

Hospizes. Auf der anderen

Seite hat sie im

Blick, wie

die

Anforderungen

der

Gäste an das

Pflegepersonal

ers

umgesetzt

werden en können. nen.

n. In diesem Bereich

hat Spiritualität, itua

die sich

in den

umen des Hospizes

nicht nur

erahnen, sondern

richtiggehend hen

end erkennen lässt,

einen n breiten en Raum.

Der Umgang mit todkranken Menschen

fordert; er beschenkt diejenigen,

die involviert sind, aber

auch mit großen Momenten. Der

Hospizgarten in Polling ist so ein

Ort der Spiritualität, der auch den

Mitarbeitern als Kraftquelle dient.

Erhabene Momente in

auswegloser Situation

Bemerkenswert findet Dodell zuletzt

den Umgang der Gäste mit ihrer

eigenen, eigentlich ausweglosen

Situation. Sie erkenne oft eine

schlagartige Ruhe bei den Patienten,

die im Hospiz „angekommen“

sind, im wahrsten Sinne des Wortes.

Fast schon erhabene Momente

seien dies. „Für manche Gäste ist

es ein elementares Bedürfnis, alles

in Ordnung zu wissen, was ihr zurückliegendes

Leben betrifft“, beschreibt

die Vorsitzende. Das helfe

nicht nur den Hinterbliebenen,

sondern auch dem Pflegepersonal.

Ihnen und allen, die mit dem

Sterben zu tun haben „den

Rücken frei zu halten“, ist für

Dodell ein weiteres Ziel bei

ihrer Arbeit.

Renate Dodell, die lange Jahre

ein öffentlich-politisches

Leben führte, hat als Vorsitzende

des Hospizvereins ihre

Lebensaufgabe gefunden.

Dabei muss sie auch wirtschaftlich

handeln und schauen,

dass der Betrieb, der das

Hospiz auch ist, läuft. Sie ist

verantwortlich für den Erhalt

der Arbeitsstellen von über

30 festen Mitarbeitern und für

die Qualität, die das Hospiz

auszeichnet. 1,4 Pflegekräfte

pro Bett, zu 100 Prozent von

Fachpersonal abgedeckt: der

Versorgungsauftrag wird ideal

erfüllt. Nicht umsonst ist die

Einrichtung bei den Krankenkassen

anerkannt, was sich

auch im seit 2011 um rund 25

Prozent gestiegenen Pflegesatz

widerspiegelt.

2009 wurde eigens eine Stiftung

für den Hospizverein ins Leben

gerufen mit dem Ziel, die Arbeit im

ambulanten wie stationären Bereich

finanziell zu unterstützen. Die

Erträge sind unverzichtbar, um die

Einrichtung verlässlich fortzusetzen.

„Hätten wir auf einen Schlag

1000 Mitglieder mehr im Verein,

würde das vieles sehr erleichtern“,

erklärt Dodell. Rund 250000 Euro

muss der Verein jedes Jahr an

Spenden und Beiträgen einnehmen,

um zurechtzukommen. „Das

ist eine große Herausforderung für

uns“, gesteht die Vorsitzende. Was

ihr Mut macht, sind auch die vielen

kleinen Spenden, die den Verein

erreichen; es sei nicht zu unterschätzen,

wie viele Menschen mit

dünnerem Geldbeutel ihren Teil

dazu beisteuern, dass die Arbeit

des Hospizvereins Pfaffenwinkel

fortgeführt werden kann. Weitere

Infos, auch zu Spendenmöglichkeiten,

gibt es im Internet (www.

hospiz-pfaffenwinkel.de).

rp

Abendkurse

Blockkurse

Fernkurse

Ausbildungsleiter

Martin Kästl

Telefon: 0 88 61 / 55 61 · www.jagdschule-schongau.de

www.tassilo.de

Ihr Erfolg ist unser Ziel

Unsere Sozietät steht für eine unternehmerische, interdisziplinäre

Beratungsarbeit im Sinne unserer Mandanten, denn Ihr Erfolg ist unser

Ziel. Bei uns arbeiten kompetente Spezialisten für Wirtschaftsprüfung,

Steuer- und Rechtsberatung Hand in Hand zusammen, bieten Ihnen feste

Ansprechpartner und bilden hochqualifizierte Teams, um unser erklärtes

Ziel zu erreichen, Ihren wirtschaftlichen Nutzen zu optimieren.

Besuchen Sie auch unsere Kanzlei-Internetseite www.wiesmaierkollegen.de

und erfahren Sie mehr über unseren Nutzen für Sie.

Tel +49(0)881–9360-0

Fax +49(0)881–9360-90

september / oktober 2015 | 71


Eine Weilheimer Metalband erobert die regionale Musikszene

Die „BastardBabes“ und die

Sache mit dem Drumstick

Weilheim | Das Video zum Song

„Hollywood Holidays“ steht seit

Anfang des Jahres online auf Youtube.

Der Clip kratzt aktuell an

der 1500-Klick-Marke. Die Weilheimer

Band „BastardBabes“ hat

mit der Nummer augenscheinlich

alles richtig gemacht: Der Song ist

durchaus radiotauglich und der

Sound, den die Musiker selbst als

„BastardPunk‘n‘Roll“ bezeichnen,

gewollt in Richtung kommerziell

getrimmt.

Rund 1400 sogenannte „Likes“ auf

der Internetplattform mögen – in

Zeiten von Millionenklicks allein

bei Katzenvideos – auf den ersten

Blick nicht viel sein. Doch sind sie

allemal ein Anfang, vielleicht sogar

schon ein Erfolg. Denn das Video

muss in der schier unermesslichen

Fülle an Möglichkeiten erst einmal

gefunden werden. Außerdem ist

die Musikrichtung der „Bastard-

Babes“ dann doch so speziell, dass

Internet-Nutzer gezielt im härteren

Genre suchen müssen. Das haben

offensichtlich einige getan. Nicht

nur Mundpropaganda führte zur

Klick-Marke, sondern augenscheinlich

auch die Qualität des Songs.

Der Weilheimer Formation und

ihren vier Mitgliedern kommt sicher

der „Lokalruhm“ zu Gute.

Alle haben weit zurückreichende

musikalische Wurzeln. Gitarrist Oliver

formte seinen Sound in seiner

zeit bei der Band „B.M.W.“, die es

durchaus zu spruchreifer Beachtung

brachte. Außerdem spielte

der Huglfinger für „Camorristas/

Camoz“, wo er mit Drummer Martin

und Sänger Flo musizierte.

Bassist Claus wiederum spielte mit

Oliver schon bei „B.M.W.“. Außerdem

waren Martin, Flo und Claus

noch in eigenen Projekten unterwegs

– Verknüpfungen gab es immer.

Als „BastardBabes“ fand sich

das Quartett 2013 zusammen. Und

der Sound der Band ist „runderneuert“

von allen vorhergehenden

Entwicklungen.

Metal versus

Hüpfburg

Alle Vier wissen, was es heißt, vor

Publikum zu spielen, Bühnenerfahrungen

bringt jeder mit. Die

sind so wechselhaft wie spannend:

Gigs in Füssen und München stehen

demnächst an. Zuletzt spielten

die „BastardBabes“ Mitte Juni beim

Tutzinger Straßenfest. Doch wie ist

es, vor einem Publikum zu spielen,

das nicht zwingend wegen einer

bestimmten Band kommt, sondern

weil die Musik Teil eines Veranstaltungsprogramms

ist?

„Die Vorstellung, in München

zu spielen, beeindruckt mich

weniger“, sagt Flo, der Sänger.

„Mehr Aufregung verspüre ich

im Vorfeld von Auftritten wie in

Tutzing. Du spielst dann leicht

einmal gegen die Hüpfburg an.“

Als Erfolg wertet die Band bei

solchen Auftritten schon die Tatsache,

wenn sich Zuschauer bewusst

dem Geschehen auf

der Bühne zuwenden.

Wenn Applaus hörbar

ist. Wenn sich

Schultern und Köpfe

im Takt bewegen. Gerade

bei Auftritten in kleinen Häusern

könne man das besonders gut

beobachten: „Selbst vor nur fünf

Leuten zu spielen um des Spielens

willen, macht uns Spaß“, bestätigt

Gitarrist Oliver. Schnappen sie am

Ende eines Konzerts Stimmungen

der Zuhörer auf, es sei „ein geiler

Gig“ gewesen, mache das schon

Laune. „Und wenn sich die Damen

vom Tresen lösen und in Richtung

Bühne wenden, hast du als Band

gewonnen“, ergänzt Bassist Claus

und schmunzelt. Ein breites Publikum

ist durchaus erwünscht.

Auch wenn die Musikrichtung eher

„männlich“ geprägt ist.

So zaghaft aber stetig sich der Erfolg

der „BastardBabes“ derzeit

entwickelt, wäre Ende 2013 beinahe

alles schon wieder vorbei gewesen.

Zu dieser Zeit, damals noch

in Fünfer-Besetzung, standen die

Aufnahmen neuer Songs ins Haus.

Die „Früchte ihrer Arbeit“ und damit

der Erfolg einer gewissenhaften,

stringenten gemeinsamen Entwicklung

wären hörbar geworden.

Dann stieg überraschend der Leadgitarrist

aus. Für eine Metalband

eine Katastrophe. Ersatz musste

her, was nicht so einfach ist: „Du

kannst nicht einfach

jemanden

72 | tassilo


Claus kommen aus Oberhausen.

Claus ist Lehrer an der Privaten

Oberlandschule in Weilheim und

lehrt dort Datenverarbeitung. Sein

Klientel sind Jugendliche – da

könnte Fan-Nachwuchs entstehen.

Wie über die Neuen Medien, deren

Stärke die Omnipräsenz ist; was einer

gut findet, verbreitet sich. Als

unter den Schülern publik wurde,

dass Claus in einer Metal-Band

spielt, sorgte das natürlich erst einmal

für Irritation und Erheiterung

– aber auch für Bewunderung. Etliche

Klicks bei Youtube verdanken

die „BastardBabes“ den Schülern.

15

JAHRE

Werk

Schongau

25

JAHRE

Zerspanung

Ortstermin: Das „tassilo“-Magazin war zur Probe im Trifthof geladen

schnell ersetzen“, erklärt Drummer

Martin. Bandmitglieder haben

unterschiedlichste Charaktere, die

sich auch auf die Musik übertragen.

Dafür muss sich Verständnis

entwickeln. Wenn es nicht gar erst

einmal gefunden werden muss.

Die Aufnahmetermine wurden abgesagt,

der Frust saß tief. „Das ist

in etwa so – du restaurierst deinen

Oldtimer, um ihn im Anschluss

dann zu verschrotten“, sind sich

die Vier einig. Doch aus der Krise

erwuchs etwas Gutes. Im Falle

der „BastardBabes“ eine erneute

Weiterentwicklung. Die vier Musiker

strukturierten die Songs noch

einmal anders, Anfang 2014 kamen

erste eigene Songs in dieser Formation

dazu. „Die letzten zwei, drei

Songs sind richtig gut geworden“,

freut sich Oliver. Auch Drummer

Martin sieht das so: „Der Sound

ist eingängiger geworden“, so sein

Fazit. „Und tanzbar!“ ergänzt Claus.

Wer zahlt,

darf spielen

Herausragend wäre natürlich, einen

der Songs im Radio zu hören.

Doch der Weg dorthin ist steinig.

Sehr steinig. Und er beginnt schon

viel früher, bei der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten

– Gigs. Am 16.

September geht es für die „BastardBabes“

nach München, sie

bespielen die „Titty Twister Bar“ im

Kunstpark Ost. Der Gig im „Bairisch

Pub“ in Füssen am 25. September

kam über Beziehungen in der Szene

zustande. Überhaupt geht viel

über Mundpropaganda, über Facebook

etwa oder Kontakte zu anderen

Bands und Veranstaltern.

So romantisch, wie sich mancher

das Konzertleben vorstellt, ist es in

der Realität nicht. Auftritte müssen

regelrecht akquiriert werden; von

Promotion, die von selbst läuft, ist

ein Großteil der Musikszene ausgeschlossen.

„Mittlerweile läuft das

Business so, dass große Bands die

kleineren Vorgruppen für Auftritte

bezahlen lassen“, sagt Gitarrist Oliver.

„Du kannst in München jederzeit

spielen, wenn du zahlst.“

Nichtsdestotrotz bringt das Spielen

vor Publikum dem Quartett „heiliges

Manna“. Davor hat der Gott des

Erfolges den Fleiß gesetzt. Sänger

Flo kommt aus Weilheim, hat es

zur wöchentlichen Bandprobe im

örtlichen Industriegebiet Trifthof

nicht weit; Oliver ist in Huglfing

zuhause, Familienvater und voll

berufstätig. Da ist Freizeit kostbar

und dennoch für die „Bastard-

Babes“ vorhanden. Leidenschaft

eben. Drummer Martin und Bassist

Habitus

Rockstar

Dass sich ein Lehrer in einen coolen

Rock‘n‘Roller verwandeln kann,

unterstreicht eine Anekdote, die

die Vier vom Tutzinger Straßenfest

mitbrachten: Die „BastardBabes“

hatten einen bemerkenswerten

Bühnenauftritt, den Zuschauern

gefiel die ungewohnte Musik, die

so gar nichts mit der sonst auf Festen

oder in Bierzelten gespielten

„Happy-Deppi-Musik“ zu tun hatte.

Nach dem Auftritt setzten sich

die Bandmitglieder zwischen die

Besucher an einen der Tische und

genossen das Gefühl, einen guten

Gig gespielt zu haben. Zwei Halbwüchsige

kamen am Tisch vorbei,

einer trug ein Shirt, „BastardBabes“

stand gut lesbar darauf, sie

unterhielten sich angeregt. Gitarrist

Oliver bekam Wortfetzen mit:

„Wow, cool – die BastardBabes waren

hier“, rief der Shirt-Träger mit

begeisterter Stimme. Der Andere

schwenkte einen abgerissenen

Drumstick. Er hatte kein Shirt, aber

immerhin eine „Hammer-Trophäe“

von Martin ergattert. Sie waren so

fokussiert darauf, einer „voll coolen

Metalband“ nahe gekommen

zu sein, dass sie die leibhaftigen

Musiker direkt vor ihrer Nase nicht

erkannten. Der Habitus Rockstar

funktioniert derzeit nur auf der

Bühne. Ein Erfolg ist das allemal. rp

september / oktober 2015 | 73

TAG DER

OFFENEN TÜR

WERK SCHONGAU

am Samstag,

12. September 2015

von 10:00 bis 16:00 Uhr

Wir laden Sie herzlich ein zum Tag der offenen

Tür! Feiern Sie mit uns unser Doppel-Jubiläum

„25 Jahre Zerspanung” und „15 Jahre Werk

Schongau”. Freuen Sie sich auf:

interessante Einblicke beim

Rundgang durch unsere Fertigung,

Kulinarisches in unserer

neuen Fertigungshalle,

Spiel und Spaß im Kinderland

für unsere kleinen Gäste und

Musik von der UPM-Werkskapelle

(10:00 bis 12:00 Uhr)

und von der Hirschvogel-Musikkapelle

(13:00 bis 16:00 Uhr).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Hirschvogel Komponenten GmbH,

Dr.-Manfred-Hirschvogel-Straße 3, 86956 Schongau

www.hirschvogel.com


74 | tassilo

R


Veranstaltungskalender

1. September bis 31. Oktober 2015

WEILHEIM

DI 01.09.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

10.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellung „Papierschöpfungen“

im Stadtmuseum. Öffnungszeiten:

Di-Sa 10-17 Uhr, So 14-17 Uhr.

Ausstellungsdauer: 29.08. — 4.10.

Infos auf Seite 15

PENZBERG

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

Berghalde. Infos unter

www.fahrenschon-festzelte.de

WEILHEIM

MI 02.09.

17.30 bis 21.00 Uhr

Schafkopfrunde im Geisenhofer-

Treff, Münchener Straße 45.

Anmeldung unter 0881 / 909590-10

PENZBERG

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

Berghalde

MURNAU

8.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

20.00 bis 21.00 Uhr

Sommerkonzert des Jugend- und

Blasorchesters in der Fußgängerzone.

Eintritt frei

POLLING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Benefiziatenhaus

WEILHEIM

DO 03.09.

19.00 Uhr

Italienische Woche auf dem

Kirchplatz. Konzert „Die Klassiker“

mit Rocco Sferruzza, Andreas

Dänel und Genny Vitale. Eröffnung

der Verkaufsstände auf der Piazza

um 18 Uhr

PEISSENBERG

Vormittags

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

PENZBERG

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

Berghalde

15.00 bis 17.00 Uhr

Café Miteinander — Spielenachmittag

im Pfarrzentrum Christkönig

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der

„Sir Shackelton“. Infos unter

www.segelevent-ammersee.de

SEEHAUSEN

14.00 bis 17.00 Uhr

Sonderausstellung „...auch

sie malten am Staffelsee“ im

Heimatmuseum. Bis 18.10. jeweils

Donnerstag, Samstag und Sonntag

WEILHEIM

FR 04.09.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

11.00 Uhr

Italienische Woche auf dem

Kirchplatz. 18 Uhr: Eröffnung durch

Schirmherr Markus Loth. 18.30 Uhr:

Live-Musik mit „Popa Raff Band“

PENZBERG

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

Berghalde

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der „Sir

Shackelton“. Infos unter www.

segelevent-ammersee.de

WEILHEIM

SA 05.09.

7.00 bis 16.00 Uhr

Herbstflohmarkt auf dem Festplatz

10.00 Uhr

Italienische Woche auf dem

Kirchplatz. 12 Uhr: Porträts auf der

Piazza. 18-19 Uhr: Happy Hour für

weibliche Gäste mit ermäßigten

Getränkepreisen. 18 Uhr: Live-Konzert

mit „Musica Ribelle“ und Band

PENZBERG

11.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

Berghalde

PÄHL

10.00 Uhr

Hofführung auf Gut Kerschlach.

Kosten: 5€ pro Person ab 16

Jahren. Treffpunkt auf dem großen

Parkplatz bei den Reitplätzen am

Schaukasten. Dauer ca. 1,5 Stunden

EBERFING

21.00 Uhr

Nachtführung in der Sternwarte

mit dem Thema „Kugelhaufen,

Begleiter unserer Galaxie und

eine der ältesten Objekte“. Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8389. Escherstraße 12

SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Stadelfete des Eishockey-Clubs im

Kurmoastadl

PÖCKING

11.00 Uhr

Hoffest bei der Fischerei

Gebhardt, Landesteg 16

OHLSTADT

10.00 Uhr

Kaltblut und Haflinger Festival

auf dem Haupt- und Landgestüt

Schwaiganger. Infos auf Seite 20

RIEDERAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Südsee-Segeln auf der „Sir

Shackelton“. Infos unter www.

segelevent-ammersee.de

WEILHEIM

SO 06.09.

10.00 Uhr

Pfaffenwinkler Erlebnisfahrten:

Weilheim und Umgebung — sakrisch

schee!“. Abfahrt am Bahnhof.

Anmeldung bis spätestens Fr, 12

Uhr vor Reisetag bei Elisabeth

Welz unter 08861 / 7138792 oder

elisabeth.welz@pfaffenwinklerkulturfuehrer.de

10.00 bis 14.00 Uhr

Tag der offenen Tür des Bayerischen

Bauernverbandes in der

Geschäftsstelle, Fischerried 33.

Weiter Infos auf Seite 39

11.00 Uhr

Italienische Woche auf dem

Kirchplatz., Ab 15 Uhr: Sommerfeeling

auf der Piazza mit „DJ Father

& Son“

STARNBERG

15.00 Uhr

Familienführung im Museum

Starnberger See. Eintritt: Erwachsene

6€, Kinder ab 6 Jahren 3 €,

unter 6 Jahren frei

PENZBERG

11.00 Uhr

Letzter Tag des Volksfests auf dem

Festplatz Berghalde

MURNAU

13.00 bis 17.00 Uhr

Volksmusikereignis „Aufgspuit

im Murnauer Moos“. Volksmusikgruppen

treten im Wechsel

an den drei Spielplätzen beim

„Drachenstich“, an der „Sankt

Georg Kapelle“ und beim „Gasthaus

Ähndl“ auf. Schlechtwetteral-

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZ

Di, 15.09. 17.00 bis 20.30 Uhr Diessen, Mehrzweckhalle

Do, 15.10. 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, Rotkreuzhaus

Fr, 16.10. 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, Rotkreuzhaus

Mo, 26.10. 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- und

Tagungszentrum

september / oktober 2015 | 75


ternative wird kurzfristig bekannt

gegeben. Eintritt: 5 €

BERNRIED

11.00 bis 15.00 Uhr

Brunch am See im Seerestaurant

Marina. Bedienen Sie sich so oft

sie wollen. Preis: 30 €. Weitere

Infos siehe S. 27

RAISTING

20.00 Uhr

Spanisches Weinfest des Burschenvereins

im Beckadisistadl

WEILHEIM

MI 09.09.

15.00 Uhr

Marionetten-Theater „Das Apfelmännchen“

in der Stadtbücherei.

Eintritt: 3,50 €. Ab 4 Jahren

PENZBERG

17.00 bis 21.00 Uhr

Tanz für Junggebliebene im Glück-

Auf-Stüberl

MURNAU

WEILHEIM

FR 11.09.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

DIESSEN

18.00 Uhr

Holzboot-Regatta „Ammersee

Classics“ am Clubgelände. Steg-

Party mit Bootspräsentation.

Weitere Infos auf Seite 25

STARNBERG

11.00 bis 20.00 Uhr

Ufermarkt Kunst & Fantasie an

der Uferpromenade. Eintritt frei

13.00 Uhr

20th Anniversary der „Midnight

Swinger“ in der Schlossberghalle.

Badge ab 13.30 Uhr 8 € / ab 15.00

Uhr 7 €. Zuschauer und Kinder bis

14 Jahren frei

PÄHL

9.00 Uhr

Pferdeflohmarkt des Leonhardivereins

auf dem Sportgelände

WEILHEIM

SO 13.09.

7.30 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

10.30 bis 17.00 Uhr

Stadtmeisterschaft im Boule des

1. PC Goggolori Weilheim im

Bouledrome am Ammerdamm,

Kanalstraße 4. Anmeldung ab

9.30 bis 10 Uhr. Voranmeldung

unter boule@boule-weilheim oder

0881 / 3425 erwünscht

TUTZING

14.00 Uhr

Schlossführung. Eintritt frei

OHLSTADT

10.00 Uhr

Kaltblut- und Haflinger-Festival

auf dem Haupt- und Landgestüt

Schwaiganger. Weitere Infos auf

Seite 20

WEILHEIM

MO 07.09.

16.00 Uhr

Leseratten „Wir lesen Kindern vor“

in der Stadtbücherei. Eintritt frei

PEISSENBERG

19.30 bis 21.00 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

PENZBERG

DI 08.09.

14.00 bis 17.00 Uhr

Altennachmittag des Katholischen

Frauenbundes im Pfarrzentrum

Christkönig. „Wir feiern Oktoberfest“

mit Hans Killermann

8.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

20.00 Uhr

Abschlusskonzert des Jugendund

Blasorchesters im Kultur- und

Tagungszentrum

FELDAFING

19.00 Uhr

Vortrag „Franziskus — der Papst

vom anderen Ende der Welt“ im

Pfarrsaal der Kirche Heilig Kreuz

PEISSENBERG

DO 10.09.

Vormittags

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag — Erntemonat

farbenfroher Herbstbeginn im

Pfarrheim St. Barbara

PENZBERG

15.00 bis 17.00 Uhr

Café Miteinander „Rundgsangl“

im Pfarrzentrum Christkönig

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der

„Sir Shackelton“. Infos unter

www.segelevent-ammersee.de

11.00 bis 20.00 Uhr

Ufermarkt Kunst & Fantasie an

der Uferpromenade. Eintritt frei

OHLSTADT

13.00 Uhr

AlpenCup auf dem Haupt- und

Landgestüt Schwaiganger. Siehe

Seite 20

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der

„Sir Shackelton“. Infos unter

www.segelevent-ammersee.de

DIESSEN

SA 12.09.

11.00 Uhr

Holzboot-Regatta „Ammersee

Classics“ am Clubgelände entlang

des Ammersees. Anschließend

Festabend mit Musik und

Holzboot-Bar. Siehe Seite 25

STARNBERG

11.00 bis 17.00 Uhr

Aktionstag „Essen & Trinken

wie anno dazumal“ auf dem

Museumsgelände. Bäcker, Fischer,

Köche, Imker, Bierbrauer, Saftkelterer

und Kräuterfrauen geben

Einblicke in die traditionelle

Herstellung von Lebensmitteln

EBERFING

21.00 Uhr

Nachtführung in der Sternwarte

mit dem Thema „Andromeda-

Nebel — unsere Nachbar-Galaxie“.

Infos unter www.sternwarteeberfing.de

OHLSTADT

13.00 Uhr

AlpenCup auf dem Haupt- und

Landgestüt Schwaiganger. Siehe

Seite 20

PEITING

8.30 Uhr

Geschäftsjubiläum bei Trachten

„Hans Stöger“ in der Bergwerkstraße

6. Start mit Weißwurstessen

und Jubiläumsangeboten.

Jubiläumsangebote bis 19.09. siehe

Anzeige Seite 30

SCHONGAU

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür der Hirschvogel

Automotive Group im

Werk in Schongau. Interessante

Einblicke beim Rundgang durch

die Fertigung, Kulinarisches in der

neuen Fertigungshalle, Spiel und

Spaß im Kinderland. Mit Musik von

der UPM-Werkskapelle (10-12 Uhr)

und der Hirschvogel-Musikkapelle

(13-16 Uhr). Siehe Anzeige Seite 73

DIESSEN

11.00 Uhr

Holzboot-Regatta „Ammersee

Classics“ am Clubgelände entlang

des Ammersees. Weitere Infos auf

Seite 25

STARNBERG

11.00 bis 20.00 Uhr

Ufermarkt Kunst & Fantasie an

der Uferpromenade. Eintritt frei

MURNAU

15.00 bis 16.30 Uhr

Führung durch die Technikbereiche

der BG Unfallklinik.

Anmeldung unter 08841 / 482669

erforderlich. Eintritt frei

BERNRIED

11.00 bis 15.00 Uhr

Brunch am See im Seerestaurant

Marina. Bedienen Sie sich so oft

sie wollen. Preis: 30 €, siehe S. 27

IFFELDORF

19.00 Uhr

Festgottesdienst mit anschließender

Lichterprozession zur

Heuwinkelkapelle

R

TUTZING

14.00 bis 17.00 Uhr

Oldies im Schlosspark der evangelischen

Akademie. Die Band

76 | tassilo


„smile“ spielt Oldies aus den

60ern und 70ern. Eintritt frei

19.00 Uhr

Ensemble „Sed Formosa“ — Konzertante

Vesper nach Alessandro

Grandi in der Pfarrkirche St.

Joseph. Eintritt: 15 € / 10 € ermäßigt.

Weitere Infos auf Seite 25

OHLSTADT

9.00 Uhr

Große Gestütsschau im Hauptund

Landgestüt Schwaiganger.

Weitere Infos auf Seite 20

BURGGEN

10.00 Uhr

Rosstag, 10 Uhr: Festgottesdienst

in der Pfarrkirche. 13.30 Uhr Festzug,

20 Uhr Fuhrmannstreffen in

der Reithalle. Weitere Infos unter

www.rosstag-burggen.de

MURNAU

MO 14.09.

19.30 Uhr

Bildershow „Naturparadies

Murnauer Moos“ von Naturfotograf

Martin Doll im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt: 4 €

WEILHEIM

DI 15.09.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

DIESSEN

17.00 bis 20.30 Uhr

Blutspenden in der Mehrzweckhalle

RIEDERAU

14.00 bis 18.00 Uhr

Open Ship auf der „Sir Shackelton“.

Warum Seminare auf

einem Segelschiff mehr bewirken.

Anmeldung unter klaus.gattinger@

seminarschiff-ammersee.de

MURNAU

MI 16.09.

8.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

PEISSENBERG

DO 17.09.

Vormittags

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

PENZBERG

15.00 bis 17.00 Uhr

Café Miteinander „Lauschen mit

Vergnügen“ im Pfarrzentrum

Christkönig

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der

„Sir Shackelton“. Infos unter

www.segelevent-ammersee.de

WEILHEIM

FR 18.09.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

18.00 bis 23.00 Uhr

2. Zauber- und Einkaufsnacht in

der ganzen Innenstadt

19.00 bis 22.00 Uhr

Herbst- und Winterbasar des

Mütter- und Familienzentrum

Weilheim e.V. in der Stadthalle.

Verkauf von Kinderbekleidung,

Spielsachen, Kinderwagen und

-betten, Sportartikel etc.

ANTDORF

21.00 Uhr

Schlagerparty des ASV im Höck

Stadl

HABACH

16.00 bis 19.00 Uhr

Kleidersammlung „Aktion Hoffnung“

im Pfarrhof

POLLING

18.30 Uhr

Freies Stockschützenturnier des

Sportvereins an der Stockschützenanlage

SEEHAUSEN

20.00 Uhr

Heimatabend mit der Blaskapelle,

Musikgruppen und der Trachtengruppe

im Gasthof Stern. Durch’s

Programm führt Michael Guglhör

WEILHEIM

SA 19.09.

9.00 bis 12.00 Uhr

Herbst- und Winterbasar des

Mütter- und Familienzentrum

Weilheim e.V. Siehe 18.09.

20.00 Uhr

Live-Konzert „A Basso Voce“ im

Bistro Hänsel's, Herrnfeldstraße

30. Eintritt frei

PEISSENBERG

17.30 Uhr

Linedance- und Countryabend in

der Tiefstollenhalle. Ab 17.30 Uhr:

Line-Dance-Workshop. 20 Uhr:

Livemusik mit der Country-Band

„R.E.A.C.H.“ Kosten: 4€. Infos unter

newburningboots@gmail.com

DIESSEN

20.00 Uhr

Saitenschinder Hoagart des

Heimat- und Trachtenverein im

Gasthof „Unterbräu“

MURNAU

8.00 bis 12.00 Uhr

Herbst- und Winterbazar für

Kindersachen im Kultur- und

Tagungszentrum

september / oktober 2015 | 77


SPATZENHAUSEN

14.00 Uhr

Bunte Republik Westtor — Open

Air Festival beim Truppenübungsplatz.

Kosten: 19,95 €. Infos unter

www.westtor.de

POLLING

13.30 Uhr

Kindertag der Gemeinde am

Parkplatz Grundschule, im Kindergarten

und im Rathaus

FELDAFING

12.00 bis 17.00 Uhr

Feldafinger Wies'n der Nachbarschaftshilfe

im Schluchtweg 9b

WEILHEIM

SO 20.09.

19.30 Uhr

Bläserkonzert des Posaunenchor

der Apostelkirche mit Werken aus

vier Jahrhunderten unter der Leitung

von Gundula Kretschmar in

der evangelischen Apostelkirche

PEISSENBERG

10.00 bis 18.00 Uhr

Aktionstag des Alpenvereins am

Vereinsgelände, Alpspitzstraße 13.

Weitere Infos auf Seite 24

11.00 bis 18.00 Uhr

Hoffest beim „Biomichl“ im Dornerhof.

Weitere Infos auf Seite 25

DIESSEN

11.00 bis 17.00 Uhr

Marktsonntag in der Mühlstraße

PENZBERG

10.00 Uhr

Pfaffenwinkler Erlebnisfahrten:

„Penzberg und Umgebung — Dem

Himmel so nah“. Abfahrt am

Bahnhof. Anmeldung bis Fr, 12 Uhr

vor Reisetag bei Maria Sporer unter

08868 / 641 oder maria.sporer@

pfaffenwinkler-kulturfuehrer.de

BERNRIED

11.00 bis 15.00 Uhr

Brunch am See im Seerestaurant

Marina. Bedienen Sie sich so oft

sie wollen. Preis: 30 €. Siehe S. 27

19.00 Uhr

Konzert im Barocksaal des

Klosters. Die Pianistinnen Anna

Buchberger und Henriette Zahn

spielen Werke von Mozart, Schubert,

Debussy, Dvorak und Liszt.

Karten an der Abendkasse

SEESHAUPT

11.00 bis 15.00 Uhr

Jazz-Frühschoppen des OGVS im

Schaugarten. Bahnhofstraße 40

TUTZING

11.30 Uhr

Vernissage „Liebe überwindet

Grenzen“ mit Bildern von Erika

Niebele im Roncallihaus. Bis 15.11.

WEILHEIM

MO 21.09.

16.00 Uhr

Leseratten „Wir lesen Kindern

vor“ in der Stadtbücherei. Eintritt

frei

MURNAU

DI 22.09.

9.00 bis 12.00 Uhr

Klimawandel Spaziergang anlässlich

des europäischen autofreien

Tages mit Stefanie Conzelmann

vom LBV. Anmeldung unter touristinformation@murnau.de

oder

conzelmann.s@t-online.de

RIEDERAU

14.00 bis 18.00 Uhr

Open Ship auf der „Sir Shackelton“.

Warum Seminare auf

einem Segelschiff mehr bewirken.

Anmeldung unter klaus.gattinger@

seminarschiff-ammersee.de

STARNBERG

MI 23.09.

19.00 Uhr

Seerenade CordAria in der Kapelle.

Eintritt frei

PENZBERG

19.30 bis 21.30 Uhr

„Finde zu dir, tanze!“ Traditionelle

Tänze der Völker meditativ

erleben und das Leben in Bewegung

bringen im Pfarrzentrum

Christkönig. Mit Anselma Probst.

Anmeldung ist nicht erforderlich

MURNAU

8.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

POLLING

19.30 Uhr

Vereins- und Gästeabend im

Weinkeller des Rathaus

PEISSENBERG

DO 24.09.

Vormittags

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

PENZBERG

15.00 bis 17.00 Uhr

Lesecafé Miteinander „Cafe

Handarbeiten“ im Pfarrzentrum

Christkönig. Material und Anleitungen

oder bereits angefangene

Handarbeiten sollte jeder selbst

mitbringen

FELDAFING

20.00 Uhr

Lesung mit Kurt Drawert in der

Villa Waldberta. Eintritt: 8 € / 6 €

für Mitglieder

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der

„Sir Shackelton“. Infos unter

www.segelevent-ammersee.de

WEILHEIM

FR 25.09.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

20.00 Uhr

Improtheater mit den „Improsanten“

im Bistro Hänsel's. Eintritt:

8 €

WEILHEIM

SA 26.09.

8.00 bis 16.00 Uhr

Schafbockkörung und -versteigerung

in der Kleinen Hochlandhalle

PEISSENBERG

19.00 Uhr

5. Peißenberger Vorwies'n der

Fußballer mit der Knappschaftskapelle

in der Tiefstollenhalle.

MURNAU

19.30 Uhr

Bauerntheater „Der Traumurlaub

— Lustspiel in drei Akten“ im

Griesbräu. VVK unter 08841 / 1422

SEESHAUPT

14.00 Uhr

Kindersachenbasar und Flohmarkt

in der Mehrzweckhalle

20.00 Uhr

Herbst-Hoagart des Trachtenvereins

im Trachtenheim

IFFELDORF

12.00 Uhr

Offenes Oktoberfestturnier im

St. Eurach Land- und Golfclub.

Chapman Vierer, Kanonenstart

um 12 Uhr. Anmeldung unter

www.eurach.de

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Kinderwarenflohmarkt in der

Tiefenbachhalle

STARNBERG

SO 27.09.

19.00 Uhr

Kabarett „Von Staufenberg zu

Guttenberg“ mit Sebastian Schnoy

im Gemeindehaus

MURNAU

9.00 Uhr

Michaelimarkt in der Bahnhofsstraße

und Fußgängerzone. Ab 12

Uhr verkaufsoffener Sonntag

BERNRIED

11.00 bis 15.00 Uhr

Themen-Brunch mit Live-Musik

von Pianist Herbert Kienzle im

Seerestaurant Marina. Bedienen

Sie sich so oft sie wollen. Preis:

35 €. Weitere Infos auf Seite 27

POLLING

8.30 Uhr

10. Hapfelmeier Lauf. Start und

Ziel beim Maibaum. Infos und Anmeldung

unter www.hapfelmeier.de

WEILHEIM

DI 29.09.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

19.00 bis 21.00 Uhr

Vorleser-Treff der „LeseRatten

R

Pfaffenwinkel e.V“ im Mehrgenerationenhaus.

Infos: unter

0881 / 9270992 oder info@leseratten-pfaffenwinkel.de.

Eintritt frei

78 | tassilo


HABACH

20.00 Uhr

CSU-Bürger-Stammtisch im

Eichbichl-Stüberl

TUTZING

19.30 Uhr

Vortrag „Die Menschenrechte

in den Weltreligionen“ von Dr.

Dr. Bernhard Ude, Träger des

Bundesverdienstkreuzes, im

Roncallihaus

MI 30.09.

WEILHEIM

FR 02.10.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

10.00 bis 18.00 Uhr

20. Oberland-Ausstellung auf

dem Volksfesplatz. Nähere Infos

auf Seite 33-52

19.00 Uhr

1. Weilheimer Wies'n im Festzelt

auf der Oberland-Ausstellung.

Infos im Orla-Sonderteil

PENZBERG

10.00 bis 13.00 Uhr

E-Mobilitätstag auf dem Stadtplatz.

Zwischenstopp der Energiewende

Oberland-Sternfahrt von

Miesbach nach Weilheim. Infos im

Orla-Sonderteil (Seite 33-52)

MURNAU

11.00 bis 14.00

Bayerische Musik mit dem

Jugend- und Blasorchester unter

der Leitung von Harald Schmidt

direkt am Staffelsee beim Biergarten

Platzl am See

Anmeldung bis spätestens Fr, 12

Uhr vor Reisetag bei Elisabeth

Welz unter 08861 / 7138792 oder

elisabeth.welz@pfaffenwinklerkulturfuehrer.de

10.00 bis 18.00 Uhr

20. Oberland-Ausstellung auf

dem Volksfesplatz. Nähere Infos

auf Seite 33-52

14.00 bis 17.00 Uhr

Letzter Tag der Ausstellung „Papierschöpfungen“

im Stadtmuseum.

Infos auf Seite 15

DIESSEN

Schwangau

MURNAU

8.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

WEILHEIM

DO 01.10.

10.00 bis 18.00 Uhr

20. Oberland-Ausstellung auf

dem Volksfesplatz. Nähere Infos

auf Seite 33-52

PEISSENBERG

Vormittags

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

PENZBERG

15.00 bis 17.00 Uhr

Café Miteinander „Spielenachmittag“

im Pfarrzentrum Christkönig

WESSOBRUNN

15.30 Uhr

Kinderkino „Ein Fall für Borger“

in der Grundschule

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der

„Sir Shackelton“. Infos unter

www.segelevent-ammersee.de

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Monatstreff des VdK im „Il Camino“,

Hauptstraße 31

MURNAU

17.00 Uhr

Murnauer KunstNacht in der

Fußgängerzone und Umgebung

sowie den Galerien

PÄHL

20.00 Uhr

Südtiroler Abend der Freiwilligen

Feuerwehr im Pfarr- und

Gemeindezentrum

HUGLFING

19.00 Uhr

Gaujugendsingen des Trachtengau

im Trachtenheim

SA 03.10.

Tag der deutschen Einheit

WEILHEIM

10.00 bis 18.00 Uhr

20. Oberland-Ausstellung auf

dem Volksfestplatz. Nähere Infos

auf Seite 33-52

19.00 Uhr

1. Weilheimer Wies'n im Festzelt

auf der Oberland-Ausstellung.

Infos auf Seite 48

PÄHL

10.00 Uhr

Vereinsmeisterschaft der Stockschützen

am Sportgelände

RAISTING

15.00 Uhr

10 Jahre Phoenix Linedancers

im Gasthof zur Post. Ab 15 Uhr

Workshop, ab 19.30 Party, ab 21

Uhr Show

SEESHAUPT

10.00 bis 16.00 Uhr

Fahrzeugweihe der Freiwilligen

Feuerwehr. 10.00 Kirchenzug,

10.15 Gottesdienst, 11.30 Uhr Festzug

von der Kirche zum Feuerwehrhaus,

dort Segnung, anschl.

Bewirtung und Präsentation der

neuen Drehleiter

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Ein Fall für Borger“

im Rathaus

WEILHEIM

SO 04.10.

10.00 Uhr

Pfaffenwinkler Erlebnisfahrten:

Weilheim und Umgebung — sakrisch

schee!“. Abfahrt am Bahnhof.

9.30 bis 13.00 Uhr

eRUDA — elektrisch rund um den

Ammersee in der Bahnhofstraße

vor der Markthalle. Unter dem

Motto „Dießen-eMobil“ treffen ab

10.15 Uhr Fahrzeuge von eRUDA

ein. Infos im Orla-Sonderteil (Seite

33-52)

STARNBERG

11.00 bis 17.00 Uhr

Musikantentag im Museum Starnberger

See. Eintritt frei, Spenden

erlaubt

PENZBERG

17.00 bis 19.00 Uhr

Konzert mit dem evangelischen

„Rockpfarrer“ Clemens Bittlinger

in der Martin-Luther-Kirche

BERNRIED

11.00 bis 15.00 Uhr

Brunch am See im Seerestaurant

Marina. Bedienen Sie sich so oft

sie wollen. Preis: 30 €. siehe S. 27

TUTZING

19.00 Uhr

Tutzinger Oktoberfest mit der

Traubinger Blaskapelle, der Heimatbühne

und dem Liederkranz

im Roncallihaus

september / oktober 2015 | 79

Bräustüberl und Biergarten mit

Blick auf die Königsschlösser

Brauerei l Saal l Die Brandmeisterei

Kinderspielbereich l SKY-Sportsbar

SchlossGolf l Micro-Bowlingbahn

Gipsmühlweg 5

87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de


WEILHEIM

MO 05.10.

16.00 Uhr

Leseratten „Wir lesen Kindern

vor“ in der Stadtbücherei. Eintritt

frei

10.00 bis 18.00 Uhr

20. Oberland-Ausstellung auf

dem Volksfesplatz. Nähere Infos

auf Seite 33-52

PEISSENBERG

19.30 bis 21.00 Uhr

Tauschabend der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung e.V. in

der Bücherei

PENZBERG

18.00 Uhr

Basis-Information für alle Ehrenamtlichen

in den Helferkreisen für

die Asylbewerber im Rathaussaal

WEILHEIM

DI 06.10.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

WEILHEIM

MI 07.10.

16.00 Uhr

Märchenzeit in der Stadtbücherei.

Für Kinder ab 4 Jahren. Eintritt frei

17.30 bis 21.00 Uhr

Schafkopfrunde im Geisenhofer-

Treff, Münchener Straße 45.

Anmeldung unter 0881 / 909590-10

MURNAU

8.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

SEESHAUPT

14.30 Uhr

Seniorenkaffee der Nachbarschaftshilfe

im NBH-Vereinsheim

POLLING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Benefiziatenhaus

WESSOBRUNN

20.00 Uhr

Vortrag über Vorsorgevollmacht,

Betreuungs- und Patientenverfügung

von Frau von Heydebrand

(Richterin am Amtsgericht Weilheim)

in der Grundschule

TUTZING

17.30 bis 19.30 Uhr

Bridge-Anfängerkurs. Jeden

Mittwoch. Infos. Anmeldung und

Spielstätte unter www.bridge-clubtutzing.de

oder 08158 / 8970 bzw.

08158 / 9077523

PEISSENBERG

DO 08.10.

Vormittags

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag — „Reise

nach Rom“ mit Pfarrer Georg

Fetsch im Pfarrheim St. Barbara

PENZBERG

15.00 bis 17.00 Uhr

Café Miteinander „Rundgsangl“

im Pfarrzentrum Christkönig

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Theater Pur in der Loisachhalle.

Schuld und Schein — ein Geldstück

von Ulf Schmidt. Tickets

unter www.muenchentickets.de

oder 0180 / 54818181. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 23

WEILHEIM

FR 09.10.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

MURNAU

20.00 Uhr

Benefizkonzert von Gira Impuhwe

im Kultur- und Tagungszentrum

ETTING

20.00 Uhr

Weinfest des Gartenbauvereins in

der alten Schule, Bergstraße 4

TUTZING

19.00 Uhr

6. Tutzinger Orgelherbst in der

Kirche St. Joseph. Orgelkonzert

mit Prof. Karl Maureen. Werke

aus England und den USA.

Eintritt frei

WEILHEIM

SA 10.10.

8.00 bis 14.00 Uhr

Hallenflohmarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

PEISSENBERG

9.00 bis 12.00 Uhr

Kinderwarenbasar in der Tiefstollenhalle

20.00 Uhr

Konzert bei Kerzenschein in der

Maria Aich Kirche. Das Kirchenorchester

der Pfarreigemeinschaft

spielt Werke von Bach, Suk,

Britten und Rutter

DIESSEN

20.00 Uhr

4. Musiknacht in 16 Lokalitäten.

Mit Musiknacht-Shuttle. Tickets:

VVK 10€, AK 12€ in allen teilnehmende

Gaststätten und im Schalterraum

der Raiba Lech-Ammersee

e.G (AK ab 18 Uhr). Einlass ab 19

Uhr. Weitere Infos auf Seite 30

PENZBERG

9.30 bis 13.30 Uhr

Tag der offenen Tür bei Roche

im Nonnenwald 2. Für Schüler/

innen ab 13 Jahren, Lehrer/innen,

Interessenten. Weitere Infos siehe

Anzeige Seite 58

10.00 bis 13.00 Uhr

Fairer Markt auf dem Stadtplatz

oder in der Rathauspassage (bei

schlechtem Wetter)

EBERFING

20.00 Uhr

Nachtführung in der Sternwarte

mit dem Thema „Sternentstehungs-Gebiete,

am Beispiel von

Gasnebeln“. Infos unter www.

sternwarte-eberfing.de oder

08802 / 8389. Escherstraße 12

EGLFING

9.00 bis 14.00 Uhr

Pflegetag am Natur-Erlebnis-

Spielplatz „Moosbrunnen“. Infos

auf Seite 4-5

IFFELDORF

10.00 bis 13.00 Uhr

Skibasar des Skiclubs im Sportheim

an der Maffeistraße

19.30 Uhr

Konzert „Schöpfungs-Oratorium

der Heuwinkelband Pfarrei St.

Vitus. Uraufführung in der Mehrzweckhalle

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Kirchplatz

HOHENPEISSENBERG

8.00 Uhr

„Hohenpeißenberg räumt auf“.

Flohmarkt für jedermann an der

Primus-Koch-Schule. Infos unter

www.stiftungnamibia.de

WEILHEIM

SO 11.10.

7.30 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

9.00 bis 17.30 Uhr

Gallimarkt in der Oberen Stadt

und auf dem Rathausplatz. Ab 11

Uhr verkaufsoffener Sonntag

11.00 bis 17.00 Uhr

Bauernmarkt mit regionalen

Produkten der Selbstvermarkter

auf dem Marienplatz

MURNAU

15.00 bis 16.30 Uhr

Führung durch die Technikbereiche

der BG Unfallklinik.

Anmeldung unter 08841 / 482669

erforderlich. Eintritt frei

BERNRIED

11.00 bis 15.00 Uhr

Brunch am See im Seerestaurant

Marina. Bedienen Sie sich so oft

sie wollen. Preis: 30 €, Siehe S. 27

IFFELDORF

13.00 Uhr

Leonhardiritt der Pfarrei St. Vitus.

Aufstellung am St.-Vitus-Platz und

in der Jägergasse

TUTZING

11.30 Uhr

„Gastmahl der Nationen“ —

Begegnung der verschiedenen

Nationen, die in Tutzing leben, im

Brunnenhof und Roncallihaus

18.00 Uhr

Tutzinger Brahmstage in der

evang. Akademie. Musikalische

Soireé um Franz Schubert Rund

Johannes Brahms. Siehe Seite 21

80 | tassilo


WEILHEIM

DI 13.10.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PÄHL

10.00 Uhr

Hofführung auf Gut Kerschlach.

Kosten: 5 € pro Person ab 16

Jahren. Treffpunkt auf dem großen

Parkplatz am Schaukasten.

PEITING

18.30 Uhr

Seminar „Nichtraucher in 3 Stunden!“

mit Peter-Phillip Koss im

Sparkassensaal. Infos und Tickets

unter www.hypno-active.com oder

08841 / 6082599. Siehe Seite 6-7

PENZBERG

MI 14.10.

17.00 bis 21.00 Uhr

Tanz für Junggebliebene im Glück-

Auf-Stüberl

MURNAU

8.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

19.30 bis 21.00 Uhr

Vortrag „der Murnauer Salzstadel

im System der oberbayerischen

Salzrouten des 18. Jahrhunderts“

von Karl Wolf im Kultur- und

Tagungszentrum

PEITING

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter-Phillip Koss

im Sparkassensaal. Infos und

Tickets unter www.hypno-active.

com oder 08841 / 6082599. Siehe

Seite 6-7

WEILHEIM

DO 15.10.

20.00 Uhr

Benefizkonzert mit dem Polizeiorchester

Bayern zu Gunsten

des Caritasverbandes unter der

Leitung von Franz Seitz-Götz in

der Stadthalle, Einlass ab 19 Uhr

Eintritt 12,50 €, VVK im Medienhaus

und beim Caritasverband

PEISSENBERG

Vormittags

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

19.00 Uhr

Veteranen- und Reservisten-

Stammtisch im Gasthof „Zur Post“

PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Rotkreuzhaus

TUTZING

20.00 Uhr

Vortrag „Wer oder was regiert

uns eigentlich — Die Macht und

Machbarkeit von Megatrends in

Medien und Gesellschaft“ von

Heinz Mertel, Chefredakteur und

Politischer Publizist, im Roncallihaus

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der „Sir

Shackelton“. Infos unter www.

segelevent-ammersee.de

WEILHEIM

FR 16.10.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

20.00 Uhr

25-jähriges Jubiläumskonzert der

„Happy Voices“ in der Stadthalle.

Gospels und Spirituals zum

Zuhören und Mitsingen. Einlass ab

19.30 Uhr, Eintritt frei. Infos siehe

Seite 53

DIESSEN

20.00 Uhr

Vernissage der 7. Produzentenausstellung

das kleine Format“ im

Kulturforum. Infos unter www.daskleine-format.de.

Einlass ab 19 Uhr

STARNBERG

20.00 Uhr

Konzert von „Pete York Septett,

Drum Boogie feat. The Kittens &

Nina Michelle“ in der Schlossberghalle.

Eintritt: 25 € / 20 €, Siehe

Seite 32

PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Rotkreuzhaus

20.00 bis 22.30 Uhr

Aktion „kleinKUNST“ mit Zitha

Mäna und Frank Schimann im

Gut Hub-Stall. Eintritt: 16€. Infos

unter www.kleinkunst-penzberg.

de. Karten bei der Buchhandlung

Rolles (08856 / 4344)

MURNAU

20.00 Uhr

Weltmusikfestival grenzenlos im

Kultur- und Tagungszentrum. Julia

Stemberger & Birds of Vienna

und Roland Neuwirth & Extraschrammeln.

Eintritt: 26€ / 20€

ermäßigt. Tickets im VVK in Murnau

bei der Buchandlung Gattner,

DER-Reisebüro, KTM. In Garmisch

und Weilheim beim Kreisboten. In

Penzberg beim Rundschauverlag

und bei München-Ticket

IFFELDORF

14.00 Uhr

Pflanzentausch des Verschönerungsverein

im Gemeindestadl in

der Jägerstraße

TUTZING

20.00 Uhr

Tutzinger Brahmstage in der Aula

des Gymnasiums. Brahms meets

Jazz. Infos auf Seite 21

PÄHL

11.00 bis 13.00 Uhr

Weißwurstessen für Senioren im

Pfarr- und Gemeindezentrum

WEILHEIM

SA 17.10.

12.00 bis 18.00 Uhr

Großer Verkaufsmarkt mit

aussterbendem Handwerk,

Tracht und Kunsthandwerk in der

Stadthalle

20.00 bis 22.30 Uhr

Gespenster — Ein (Familien-)

Drama von Henrik Ibsen im

Stadttheater. Karten zwischen

25,50€ und 15€ im Veranstaltungsbüro

(weilheiminfo@weilheim.

de oder 0881 / 682532533) oder im

Medienhaus

DIESSEN

14.00 bis 18.00 Uhr

7. Produzentenausstellung „das

kleine Format“ im Kulturforum.

Jeweils Fr, Sa und So 14-18 Uhr. Bis

1. November 2015. Siehe Seite 68

STARNBERG

15.00 bis 19.00 Uhr

Seminar „Nichtraucher in 3

Stunden!“ mit Peter-Phillip Koss

im Hotel Vierjahreszeiten. Infos

unter www.hypno-active.com oder

08841 / 6082599. Siehe Seite 6-7

MURNAU

20.00 Uhr

Weltmusikfestival grenzenlos im

Kultur- und Tagungszentrum.

Stefan Bollani Trio — „Joy In Spite

Of Everything“. Eintritt: 36 € / 26 €

ermäßigt. VVK siehe 16.10.

ANTDORF

20.00 Uhr

Sänger- und Musikantenhoagart

des Trachtenverein „Waxnstoana“

im Schützenheim

EBERFING

20.00 Uhr

Nachftührung in der Sternwarte

mit dem Thema „Der Tod der

Sterne“. Infos unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8389.

Escherstraße 12

IFFELDORF

11.00 Uhr

Offenes Martinsgansturnier im

St. Eurach Land- und Golfclub.

Vierer-Auswahldrive, Kanonenstart

um 11 Uhr. Anmeldung unter

www.eurach.de

19.00 Uhr

Meisterkonzert „Concerto Köln“

in der Mehrzweckhalle. Infos und

Tickets unter www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de

oder 08856 / 3695

WESSOBRUNN

20.00 Uhr

Weinfest des Sportvereins in der

Mehrzweckhalle

PÖCKING

10.00 bis 16.00 Uhr

Schreibseminar im Literaturcafe

Waschhäusl. Tipps und Anleitung

zum Schreiben eigener Biografien

und sonstiger biografischer Texte

unter der Leitung von Dagmar

Wagner. Infos unter 08157 / 6336

oder a.stimmer@yahoo.de.

10.00 bis 17.00 Uhr

18. Pöckinger Kunstmarkt im

evangelischen Gemeindehaus

TUTZING

20.00 Uhr

Akkordeonkonzert mit Brunhilde

Kiehn im Roncallihaus. Eintritt:

12 € / 10 € ermäßigt

september / oktober 2015 | 81


WEILHEIM

SO 18.10.

12.00 bis 18.00 Uhr

Großer Verkaufsmarkt mit

aussterbendem Handwerk,

Tracht und Kunsthandwerk in der

Stadthalle

18.00 Uhr

Oratorienkonzert unter der Leitung

von Gundula Kretschmar in

der evangelischen Apostelkirche

18.00 bis 20.30 Uhr

Gespenster — Ein (Familien-)

Drama von Henrik Ibsen im

Stadttheater. Karten zwischen 15 €

und 25,50 € im Veranstaltungsbüro

(weilheiminfo@weilheim.de

oder 0881 / 682532533) oder im

Medienhaus

08868 / 641 oder maria.sporer@

pfaffenwinkler-kulturfuehrer.de

10.00 bis 18.00 Uhr

Kunsthandwerk & Kirchweihmarkt

auf dem Stadtplatz. Mit

verkaufsoffenem Sonntag (13-17

Uhr) und traditionellem Fierantenmarkt

(10-18 Uhr)

MURNAU

10.00 Uhr

Kirchweihfrühschoppen mit Tanz

im Griesbräu

20.00 Uhr

Weltmusikfestival grenzenlos im

Kultur- und Tagungszentrum. Rabih

Abou-Khalil Quartet. Eintritt:

36 € / 26 € ermäßigt. Tickets im VVK

siehe 16.10.

BERNRIED

TUTZING

20.00 Uhr

Tutzinger Brahmstage in der

Galerie Benzenberg, Kirchenstraße

7. Galeriekonzert mit jungen

Künstlern. Infos auf Seite 21

MURNAU

MI 21.10.

8.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

PEISSENBERG

DO 22.10.

Vormittags

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

STARNBERG

15.00 Uhr

Jubiläumsfeier 20 Jahre Starnberger

Sozialwerk e.V. in der

Schlossberghalle

PENZBERG

19.00 bis 20.30 Uhr

Vortrag „Die Huosi in den schriftlichen

Zeugnissen des frühen

Mittelalters — eine Spurensuche“

von Prof. Dr. Wolfgang Jahn im

Rot-Kreuz-Haus. Kosten: 2€

MURNAU

20.00 Uhr

Premiere des Musical „Ahoi“

im Kultur- und Tagungszentrum.

VVK bei Parfümerie Rebholz oder

unter info@verein-m3.de. Weitere

Termine: 23.-25.10 und 29.-31.10.

18.00 bis 24.00 Uhr

Gospelnight mit mehreren

Gospelchören aus Weilheim und

der Region in der evangelischen

Apostelkirche

19.00 Uhr

Jahreskonzert „Armonico“ des

Akkoredeon-Orchesters mit musikalischen

Gästen im Stadttheater

20.30 Uhr

Live-Konzert „Best Cellar R@z“

im Bistro Hänsel's, Herrnfeldstraße

30. Eintritt frei

PEISSENBERG

21.00 Uhr

90er Party „we love the 90s“ in

der Tiefstollenhalle. Infos unter

www.kulturverein-peissenberg.de

PENZBERG

DIESSEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Diessener Kirta des Heimat- und

Trachtenverein d'Ammertaler

Diessen-St. Georgen am Vogelherd.

Mit Musik, Kirtanudeln,

Wein und Brotzeiten

15.00 Uhr

7. Produzentenausstellung „das

kleine Format“ im Kulturforum.

Führung durch die Ausstellung

mit Kulturredakteurin und Künstlerin

Nue Ammann

STARNBERG

14.30 bis 19.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht“ mit Peter-Phillip Koss

im Hotel Vierjahreszeiten. Infos

unter www.hypno-active.com oder

08841 / 6082599. Siehe Seite 6-7

PENZBERG

10.00 Uhr

Pfaffenwinkler Erlebnisfahrten:

„Penzberg und Umgebung — dem

Himmel so nah“. Abfahrt am

Bahnhof. Anmeldung bis spät.

Fr, 12 Uhr bei Maria Sporer unter

11.00 bis 15.00 Uhr

Brunch am See im Seerestaurant

Marina. Bedienen Sie sich so oft

sie wollen. Preis: 30 €, Siehe S. 27

PÖCKING

10.00 bis 17.00 Uhr

18. Pöckinger Kunstmarkt im

evangelischen Gemeindehaus

TUTZING

18.00 Uhr

Tutzinger Brahmstage in der

evangelischen Akademie. Klavierabend

mit Florian Uhlig. Siehe

Seite 21

PEISSENBERG

MO 19.10.

9.00 bis 17.00 Uhr

Kirchweihmarkt in der Ludwigstr.

WEILHEIM

DI 20.10.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

WESSOBRUNN

15.30 Uhr

Kinderkino „Der Mondmann“ in

der Grundschule

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der „Sir

Shackelton“. Infos unter www.

segelevent-ammersee.de

WEILHEIM

FR 23.10.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

20.00 bis 22.30 Uhr

Gespenster — Ein (Familien-)

Drama von Henrik Ibsen im Stadttheater.

Karten zwischen 15 € und

25,50 € im Veranstaltungsbüro

(weilheiminfo@weilheim.de

oder 0881 / 682532533) oder im

Medienhaus

RAISTING

19.00 Uhr

Vortrag von Erwin Thoma, dem

Erfinder des Holz100-Haus im

Gasthof zur Post

TUTZING

21.00 Uhr

6. Tutzinger Orgelherbst in der

Pfarrkirche St. Joseph. „Herz,

jauchze Du mit!“ mit Mechthild

Kiendl (Sopran), Walter Heldweid

(Bariton) und Helene von Rechenberg

(Orgel)

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der „Sir

Shackelton“. Infos unter www.

segelevent-ammersee.de

WEILHEIM

SA 24.10.

12.00 bis 15.00 Uhr

Pfaffenwinkelcup der Tanzsportabteilung

des TSV in der

Stadthalle

ab 19.00 Uhr

2. Penzberger KultUHRnacht im

Stadtgebiet. Infos unter www.

penzberger-kultuhrnacht.de

RAISTING

15.00 Uhr

Pflanzenmarkt des Gartenbauverein

am Bauhof

IFFELDORF

9.00 bis 12.00 Uhr

Kindersachen-Basar im Pfarrzentrum

20.00 Uhr

Herbstball des Rotary-Club Penzberg

mit der „Munich Swing Set“

in der Mehrzweckhalle. Einlass

ab 19 Uhr

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Der Mondmann“ im

Rathaus

R

HOHENPEISSENBERG

11.00 Uhr

Afrika erleben — fühlen, riechen,

schmecken für Groß & Klein im

82 | tassilo


Haus der Vereine. Infos unter

www.stiftungnamibia.de

WEILHEIM

SO 25.10.

16.00 Uhr

Benefizkonzert mit Stefan Niebler

(Orgel) und dem Deutenhauser

Viergesang in der Kirche St.

Johann, Deutenhausen. Sprecher:

Klaus Gast, Kreisheimatpfleger.

Eintritt frei

18.00 Uhr

Klassisches Konzert „Dixit

Dominus“ mit szenischer Lesung

aus dem III. Teil der Weilheimer

Passion in der Heilig-Geist Spitalkirche.

Benefizveranstaltung für die

Spitalkirche

18.00 bis 20.30 Uhr

Gespenster — Ein (Familien-)

Drama von Henrik Ibsen im

Stadttheater. Karten zwischen 15 €

und 25,50 € im Veranstaltungsbüro

(weilheiminfo@weilheim.de

oder 0881 / 682532533) oder im

Medienhaus

PEISSENBERG

9.00 Uhr

Leonhardifahrt durch den Ort.

Aufstellung um 9 Uhr an der

Bach-/Ludwigstraße. Abmarsch

um 9.30 Uhr. Pferdebenediktion

um 11 Uhr an der Maria Aich

Kirche. Anschließend Rückmarsch

zum Gasthof Post. Die Wägen

werden am Normaparkplatz

aufgereiht. Am Nachmittag spielt

im Gasthof zur Post eine Musikkapelle

DIESSEN

15.00 Uhr

7. Produzentenausstellung „das

kleine Format“ im Kulturforum.

Führung durch die Ausstellung

mit Kulturredakteurin und Künstlerin

Nue Ammann

BERNRIED

11.00 bis 15.00 Uhr

Brunch am See im Seerestaurant

Marina. Bedienen Sie sich so oft

sie wollen. Preis: 30 €, Siehe S. 27

TUTZING

11.00 Uhr

Tutziger Brahmstage. Brahms-

Spaziergang. Treffpunkt am Portal

der evangelischen Akademie, Siehe

Seite 21

18.00 Uhr

Tutzinger Brahmstage in der

evangelischen Akademie. Kammerkonzert.

Infos auf Seite 21

MURNAU

MO 26.10.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

WEILHEIM

DI 27.10.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

19.00 bis 21.00 Uhr

Vorleser-Treff der „LeseRatten

Pfaffenwinkel e.V“ im Mehrgenerationenhaus.

Infos bei Beate

Maier unter 0881 /9270992 oder

info@leseratten-pfaffenwinkel.de.

Entritt frei

TUTZING

20.00 Uhr

Vortrag „Geschwisterkonstellation

— Geschwisterbeziehung“

von Prof. Dr. Dr. Hartmut Kasten,

Entwicklungspsychologe, Frühpädagoge

und Familienforscher, im

Roncallihaus

WEILHEIM

MI 28.10.

18.30 bis 22.00 Uhr

Seminar „Nichtraucher in 3

Stunden!“ mit Peter-Phillip Koss

im Pfarrheim „Miteinander“. Infos

und Tickets unter www.hypnoactive.com

oder 08841 / 6082599.

Siehe Seite 6-7

PENZBERG

19.30 bis 21.30 Uhr

„Finde zu dir, tanze!“ Traditionelle

Tänze der Völker meditativ

erleben und das Leben in Bewegung

bringen im Pfarrzentrum

Christkönig. Mit Anselma Probst.

Anmeldung ist nicht erforderlich

MURNAU

8.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

PEISSENBERG

DO 29.10.

Vormittags

Wochenmarkt auf dem Glückauf-

Platz

PÖCKING

19.30 bis 21.00 Uhr

Herbstliche Mundartlesung mit

Ludwig Erhard und Ludwig Gansneder

im Literaturcafé Waschhäusl.

Infos unter 08157 / 6336 oder

a.stimmer@yahoo.de

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der

„Sir Shackelton“. Infos unter

www.segelevent-ammersee.de

WEILHEIM

FR 30.10.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt auf dem Marienplatz

20.00 Uhr

Poetry Slam in der Stadtbücherei

20.00 bis 22.30 Uhr

Gespenster — Ein (Familien-)

Drama von Henrik Ibsen im

Stadttheater. Karten zwischen 15 €

und 25,50 € im Veranstaltungsbüro

(weilheiminfo@weilheim.de

oder 0881 / 682532533) oder im

Medienhaus

PEISSENBERG

16.00 bis 18.00 Uhr

Kürbisfest auf der Resch-Wiese,

Hans-Böckler-Straße

TUTZING

19.30 Uhr

Theaterstück „Brautbriefe — Dietrich

Bonhoeffer und Maria von

Wedemeyer“ von und mit Mirjana

Angelina im Roncallihaus. Eintritt:

12 €, 8 € für Jugendliche bis 15

Jahre. Weitere Infos auf S. 25

RIEDERAU

17.00 bis 21.00 Uhr

After Work-Segeln auf der „Sir

Shackelton“. Infos unter

www.segelevent-ammersee.de

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

tassilo

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

DIESSEN

SA 31.10.

15.00 Uhr

7. Produzentenausstellung „das

kleine Format“ im Kulturforum.

Führung durch die Ausstellung

mit Kulturredakteurin und Künstlerin

Nue Ammann

20.00 bis 22.30 Uhr

Gespenster — Ein (Familien-)

Drama von Henrik Ibsen im

Stadttheater. Karten zwischen 15 €

und 25,50 € im Veranstaltungsbüro

(weilheiminfo@weilheim.de

oder 0881 / 682532533) oder im

Medienhaus

STARNBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Kunstpreis 2015 der Stadt Starnberg

in der Schlossberghalle.

Präsentation der Bewerbungsarbeiten

für den 14. Kunstpreis

E-Mail

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 69.

Klein-„Tassilo“

geboren am 18.07.2015

Änderungen und Fehler vorbehalten

september / oktober 2015 | 83


84 | tassilo

R

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine