FWS-OZ-1-2017

rfwdaten

Ausgabe 1/2017, WirtschaftAktiv

... gemeinsam stark


Thema

Gefordert: Gewährleistungspflicht

für Wahlversprechen

Eine persönliche Haftung der Kandidaten soll die unermessliche

Flut an nicht umsetzbaren „Wahlzuckerln“ einschränken!

02| WirtschaftAktiv

Es vergeht eigentlich kein

Tag ohne neue Wahlversprechen

und Ankündigungen.

Die Parteien sind

im Wahlkampfmodus

und überschlagen sich

mit „Wahlzuckerln“. Diesen

„großmundigen“ Ankündigungen

folgt dann

aber nach der Wahl meist

die ernüchternde Nullumsetzung.

Genau diesem unwürdigen

Treiben bei jeder

Wahl, ob auf Gemeinde-,

Landes-, oder Bundesebene,

muss nun endlich

ein Ende gesetzt werden

und daher verlangt die

Freiheitliche Wirtschaft

als Zeichen dagegen eine

persönliche Haftung für

Wahlversprechen!

Was in der Wirtschaft

eigentlich schon längst

zum täglichen Geschäft

gehört, nämlich eine

verpflichtende Gewährleistungspflicht,

soll und

muss vor allem auch in

der Politik gelten. Die

Unternehmer in der Privatwirtschaft

haften persönlich

für alle Fehlentscheidungen

und müssen

für ihre Fehlleistungen

geradestehen - finanziell

bzw. sie machen

sich auch straf-und haftbar.

Die Politiker verabschieden

sich hingegen nach

der Wahl von ihrer Verantwortung.

Das betrifft

sowohl tatsächliche Umsetzungen

und oft den

Schaden, den sie damit

angerichtet haben. Man

denke da nur an die Steuer-

und Sparpakete von

den fehlenden, oft gepredigten

Reformen fehlt

jede Spur. Im Gegenteil,

man wurstelt weiter und

das zum Nachteil der Leistungsträger.

Die Wirtschaft hat das

Vertrauen in die Politik

längst verloren. Sie ist es

leid, den „Ankündigungskaisern

und Umsetzungszwergen“

noch

länger zu zuhören. Die

Unternehmer wollen

Entscheidungen und eine

rasche Umsetzung von

Reformen. Dazu braucht

es auch das Instrument

der persönlichen Haftung

bzw. eines Gewährleistungsanspruches,

um zu

garantieren, dass auch in

der Politik Untätigkeit

und Hinauszögerungen

nicht straffrei sind. Wer

Regierungsverantwortung

übernimmt, muss –

so wie die Unternehmer -

für seine Wahlversprechen

persönlich und mit

seinem Privatvermögen

haften. Das ist der einzige

Weg zu mehr Ehrlichkeit

in der Politik!


Starke Ansage für unseren

Salzburger Mittelstand

Die Freiheitliche Wirtschaft Salzburg stellt auf der Kandidatenliste

für die NR-Wahl etliche Unternehmerpersönlichkeiten!

Die Salzburger FPÖ hat

sich für die kommende

NR-Wahl optimal vorbereitet

und neben dem

Kernteam um Landesobfrau

Marlene Svazek,

Andreas Schöppl und

Christian Pewny insgesamt

eine ansprechende

Liste bestehend aus

jung und alt, erfolgreichen

Frauen und

Männern, Arbeitnehmern

und Unternehmern,

Landwirten, Akademikern

und Senioren

aufgestellt.

Die Freiheitliche Wirtschaft

ist auf der Landesliste

neben Landesobmann

Ing. Christian

Pewny auch weiters mit

Steuerberater Mag. Dieter

Hofer, dem Hotelier

und Gastronom Vzbgm.

Andreas Teufl und dem

Bau– und Zimmermeister

Ing. Anton Zuckerstätter

bestens vertreten.

Auch werden zahlreiche

Unternehmer auf

den Wahlkreislisten zu

finden sein!

Wirtschaften möglich

machen

Unternehmer wissen

sehr genau was sie wollen,

wo sie investieren

und welcher selbständigen

Tätigkeit sie nachgehen

wollen. Daher

muss es die Aufgabe

einer Regierung sein,

diese Tätigkeiten und

Schaffenskräfte mit

schlanken und einfachen

Strukturen zu

ermöglichen und zuzulassen.

Da braucht man

dann keine Bettelbriefe

um Förderungen, keine

Hilferufe und keine

Patronanz zum Ausfüllen

von Formularen. Es

darf nicht sein, dass der

Staat die Bürger und

Unternehmer wie eine

Zitrone auspresst und

hintenherum wieder via

Förderungen, Boni und

Prämien an Einzelne

zurückgibt. Durch diese

Umverteilung geht enorm

viel Geld verloren

und es entstehen Doppel-

und Dreifachstrukturen,

die viel kosten

und dazu wenig sinnvoll

sind. Es wird vorher

nicht auf deren Wirksamkeit

und Zielerreichung

geachtet.

Wirtschaft neu denken!

Nur mit einer freiheitlichen

Regierungsbeteiligung

werden wir in

eine sichere und erfolgreiche

Zukunft starten.

Wir haben die Antworten

und Lösungen auf

alle wichtigen Zukunftsfragen

und wissen, wie

die moderne Arbeitswelt

funktioniert. Als

Unternehmer können

wir kaufmännisch sorgfältig

budgetieren und

nicht mehr ausgeben

als einnehmen. Auch

der Leistungsgedanke

ist uns nicht fremd.

Grundsicherung und

Mindestlohn sind die

völlig falschen Ansätze,

wie auch Vermögensoder

Erbschaftssteuern.

Die heimischen Leistungsträger

sind die

Säule des Wohlstandes

und diese gilt es zu

schützen. Hier unterscheiden

wir uns von

den anderen politischen

Mitbewerbern, denn wir

wollen ein freies, unbürokratisches

Österreich,

wo Neidgesellschaft

keinen Platz hat und

Leistungsbereitschaft

geschätzt wird. Das

alles ist in der letzten

Legislaturperiode sträflich

vernachlässigt worden

und darum muss

sich etwas ändern!

Als Anwalt der Kleinund

Mittelbetriebe gilt

der Einsatz den berechtigten

Anliegen der

Wirtschaft, denn zulange

wurden wir Unternehmer

mit Versprechen

ruhiggestellt. Die

Zeit des Nichthandelns

ist vorbei und der Belastungstsunami

muss

ein Ende haben.

FPÖ-LO Marlene Svazek

FW-LO Ing. Christian Pewny

Vzbgm. Andreas Teufl

BM Ing. Anton Zuckerstätter

WirtschaftAktiv | 03


Sommertour

Tour durch unser

SCHLUSS mit unnötigen

UNTERNEHMERSCHIKA-

NEN - unter diesem Motto

tourte die Freiheitliche

Wirtschaft (FW) gemeinsam

mit der FPÖ durch

das ganze Land.

Wir Freiheitlichen gehen

direkt in die Betriebe und

haben ein offenes Ohr für

die Probleme der Unternehmer!

Unter diesem

Motto fand im Juni unsere

erste Sommertour in

alle Bezirke gemeinsam

mit Landesparteiobfrau

Marlene Svazek und den

Bezirksparteiobmännern

statt.

Bei zahlreichen Betriebsbesuchen

konnten sich

alle Beteiligten ein klares

Bild über die Probleme

und Nöte der Salzburger

Betriebe machen. Die

Bürokratie, das überbordende

Maß an Vorschriften,

Kontrollen und Normen

für unsere Kleinund

Mittelunternehmen

(KMU) nehmen ein unerträgliches

Maß an. Praxisuntaugliche

Gesetze wie

z.B. die Registrierkassenpflicht,

Belegerteilungspflicht

aber auch der

Facharbeitermangel

zwingen viele Unternehmer

zur Aufgabe. Behördliche

Schikanen,

Strafen, und die fehlende

Hilfe der Wirtschaftskammer

geben dann noch

ihren Rest dazu!

Viel ist bis dato nicht passiert!

Außer dass sich der

ehemalige Wirtschaftsminister

Mitterlehner

vom „Intrigantenstadl der

ÖVP“ entfesselt hat. Auf

gleiches in der Wirtschaft

warten wir aber vergeblich.

Für die Freiheitliche

Wirtschaft und die FPÖ

sind die Erfahrungen und

Probleme der Unternehmer

eine wichtige Basis

für die politische Arbeit.

Da die FPÖ gemeinsam

mit der Freiheitlichen

Wirtschaft im August ihr

umfangreiches Wirtschaftsprogramm

präsentieren

wird, wollen

auch wir uns in Salzburg

vor allem sachpolitisch

mit den Anliegen und

Problemen der Unternehmer

auseinandersetzen

und vor Ort evaluieren,

damit wir zukünftig

mit Nachdruck Verbesserungen

fordern oder bei

eventueller Regierungsbeteiligung

auch tatsächlich

in Angriff nehmen

und umsetzen können!


schönes Salzburg

Leistung muss sich wieder

lohnen

Wir wollen mehr Netto

vom Brutto! Daher ist

eine nachhaltige Lohnund

Einkommensteuersenkung

unumgänglich.

Dazu gehört auch

die Beseitigung der

„kalten Progression“. Ein

wichtiges Anliegen ist

die Senkung der Lohnnebenkosten.

Das ist

ein wesentlicher Bestandteil

für eine globale

bzw. europäische

Standort- und Wettbewerbsfähigkeit.

Bürokratieabbau

Durch Verwaltungsvereinfachungen

kann

die Wettbewerbsfähigkeit

gesteigert werden.

Das Bürokratiemonster

muss deshalb beseitig

werden! Klare Strukturen

mit entsprechender

Zuständigkeit und Befähigung

sowie der dazugehörenden

Verantwortung

sind zukunftsweisend.

Wir brauchen

eine Vereinfachung und

Modernisierung der Gewerbeordnung,

deutliche

Erleichterungen

bei Betriebsübergaben,

mehr Anzeige-, statt

Bewilligungsverfahren.

KMU und regionale Anbieter

sollten bei öffentlichen

Ausschreibungen

Vorrang haben. Wir sind

für den Vorsteuerabzug

beibetrieblich genutzten

Fahrzeugen und

wollen auch die Wirtschaftskammer

zukunftsfit

gestalten - weg

von der Zwangsmitgliedschaft

und Einführung

eines demokratischen

Wahl-rechts.

Wir sagen Nein zu

„Golden Plating“ und

vorauseilendem EU-

Gehorsam. Wir brauchen

den Abbau von

statistischen Auflagen

und Vorschriften, dafür

aber einen kostenlosen

Normenzugang, eine

effiziente Bekämpfung

der Schwarzarbeit, Stärkung

der betrieblichen

Lehrausbildung und im

Bereich der Sozialversicherung

muss gelten:

Eine Versicherung - ein

Beitrag!

Das ist nur ein Teil unseres

engagierten Programms

„Wirtschaft neu

denken“. Die Wirtschaft

braucht eine starke

Stimme - und die sind

wir bereit, für alle heimischen

Unternehmer

zu sein.


Wirtschaftsparlament

Wirtschaft durch Regierung

Österreicher werden am Wahltag kluge Entscheidungen

„Leistung sollte an und für sich

belohnt werden. Die Leistung

der Bundesregierung war eher

bescheiden und nicht wirklich

im Sinne der Unternehmer.

Daher hoffe ich sehr, dass

durch die Neuwahl ein Wandel

erfolgt. Ein Wandel in der

Arbeitsweise, in der Zielrichtung

und in der Zusammensetzung

der zukünftigen Bundesregierung,

denn mit rotschwarz

ist kein Staat mehr zu

machen!“

Ing. Christian Pewny

Landesobmann Salzburg

Fraktionsobmann

06| WirtschaftAktiv

Im Oktober werden rotschwarz

die Rechnung

dafür erhalten, dass sie in

den letzten vier Jahren

die Wirtschaft nur geknebelt

und gefesselt, schikaniert

und drangsaliert

haben. Wichtige Reformen

wurden verschleppt

und auf die wichtigsten

Forderungen der Wirtschaft

ist man gar nicht

eingegangen.

Unsere wirtschaftliche

Entwicklung zeigt nur

deshalb nach oben, weil

wir ausgezeichnete Unternehmen

und tolle Mitarbeiter

haben. Die rotschwarzen

Parteienvertreter

in allen Institutionen

der Republik haben

den Unternehmern in

den letzten Jahren jedenfalls

wenig Freude

bereitet.

Noch nie hatten wir so

hohe Lohnnebenkosten

und eine Einkommensbesteuerung

mit bis zu

55 Prozent. Auch noch

nie hatten wir so viele

bürokratische Regulierungen

und so geringe

Investitionstätigkeit, dermaßen

viel Umverteilung,

so hohe Staatsverschuldung

trotz der höchsten

Steuereinnahmen. Da

werden Sparpakete erfunden

und auf der anderen

Seite mit vollen Händen

Steuergelder verschwendet.

Von der jährlichen

Neuverschuldung

reden wir jetzt gar nicht

mehr! Sogar Finanzminister

Schelling hat es auf

den Punkt gebracht, dass

wir kein Einnahmenproblem,

sondern ein Ausgabenproblem

haben.

Aber derselbe Finanzminister

und seine Ministerkollegen

waren aber seit

Jahren nicht in der Lage,

dieses Problem zu lösen!

Für diese falsche Entwicklung

sind die Altparteien

SPÖ und ÖVP mit

all ihren Funktionären

verantwortlich. Auch die

Grünen haben die Bundesregierung

oft für 2/3-

Mehrheiten unterstützt

und somit bürokratische

und komplizierte Gesetze

mitbeschlossen. Man

denke dabei nur an die

Stichworte Energieeffizienzgesetz

oder UVP-

Verfahren.

Die Versprechen und

Ankündigungen, Pläne A,

B oder XYZ der Bundesregierung

waren jedesmal

eher Schall und

Rauch als Inhalt und

Umsetzungswille. Da gibt

es die bunten Wahlbroschüren

der beiden Regierungsparteien

mit ihren

Schlagworten: Einkommenssteuer-

und

Lohnnebenkostensenkungen

wurden versprochen,

um so die Konjunktur

anzukurbeln.

Standort stärken, Arbeit

schaffen wurde skandiert!

Oder 111 Projekte

für Österreich wurden

ausgerufen.

Die Vergleichswerte von

unabhängigen europäischen

Rankings zeigen

aber, dass das genaue

Gegenteil eingetreten ist.

Die Arbeitslosenrate ist

hoch, auch wenn sie verfälscht

durch Saisonspitzen

oder AMS-Schulungsprogramme

kurzfristig

ein wenig rückläufig

ist. Die ausufernde Bürokratie

boomt. Fast schon

wöchentlich gibt es neue

Verordnungen oder Gesetze.

Gerade bei der

Gewerbeordnungsnovelle

ist das am besten

erkennbar.

Die Standortattraktivität

hat am meisten gelitten

und viele Chancen wurden

nicht genutzt! Es ist

aber wenig verwunderlich,

wenn man sich die

Maßnahmen der rotschwarzen

Bundesregierung

vor Augen hält, die

in Kraft getreten sind:

Steuererhöhungen bei

der Umsatz-, Kapitalertragssteuer-

und Immobilienertrags-

sowie der

Grunderwerbssteuer.


nur am Arbeiten gehindert

treffen und rot-schwarze Regierung abwählen!

Hinzugekommen sind

weitere Belastungen direkt

für die Unternehmer:

Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge,

Streichung des Bildungsfreibetrages

nur für Unternehmer,

Streichung

von Sonderregelungen

und neu kommt auch

noch die Registrierkassen-

und Belegerteilungspflicht

dazu.

Auch im Bereich der

Arbeitszeitflexibilisierung

sollten vor allem die

Arbeitnehmervertreter

ihre Scheuklappen ablegen

und nicht nur ideologisch

agieren. Mit der

derzeitigen Haltung wird

man jedenfalls nicht weit

kommen. Was wir fordern,

ist keine Rationierung,

sondern eine Flexibilisierung

der Arbeitszeit,

mehr direkte Entlastung

der Betriebe und

weniger Umverteilung,

weniger gönnerhafte Abhängigkeit

von Fördertöpfen,

dafür aber mehr

nachhaltige Leistungsprinzipien

und weniger

sozialistische Planwirtschaft

und dafür mehr

standorttaugliche Marktwirtschaft

mit sozialer

Verantwortung.

Die verantwortlichen Politiker

müssen endlich

erkennen, dass sich die

Arbeitswelt und mit ihr

die Formen der Erwerbstätigkeit

geändert

haben und noch deutlicher

ändern werden.

Allein die Digitalisierung

wird uns alle noch vor

große Herausforderungen

stellen.

Mit der Arbeitswelt eng

verknüpft sind die Bildungsagenden.

Laut der

letzten Studie der OECD

haben wir eine der höchsten

Summe an Bildungsausgaben,

aber im

Vergleich dazu ein eher

schlechtes Ergebnis.

Auch der systematische

Ausbau von staatlichen

Lehrwerkstätten ist für

uns eher der falsche

Weg! Die betriebliche

Lehrlingsausbildung wird

von der Bundesregierung

bedauerlicherweise seit

Jahren unzureichend unterstützt

und sogar boykottiert.

Dabei ist gerade

diese eine langfristige

Jobgarantie, wie uns die

Statistiken zeigen. Bei

den gut ausgebildeten

und innovativen Fachkräften

liegt unsere wirtschaftliche

Zukunft, diese

Erkenntnis muss bis ganz

nach oben durchdringen!

Auch im Bereich der

Wirtschaftskammer brauchen

wir echte Reformen

und eine Demokratisierung

des Wirtschaftskammerwahlrechtes.

Den ersten Schritt mit der

Senkung der Pflichtbeiträge

und kleineren

strukturellen Änderungen

(Mehrfachmitgliedschaft)

haben wir abgearbeitet.

Wir müssen ein Klima, bei

dem Leistung wieder

etwas zählt und belohnt

wird schaffen. Dazu muss

aber auch wieder die

unternehmerische

Freiheit, Selbständigkeit

und Selbstbestimmung

gefördert werden, bei der

Differenzierung und Vielfalt

möglich ist. Wenn die

Unternehmerschaft wieder

Vertrauen in den

Staat hat, wird sich die

Risikobereitschaft und

damit die Investitionstätigkeit

auch erhöhen.

WirtschaftAktiv| 07


Branchenberichte

WKG-neu ist nur der Beginn

notwendiger Reformen

Einführung direkter Wahlen und Ausbau zu einer modernen

Interessensvertretung ohne Zwangsmitgliedschaft

„Die Änderungen im Wirtschaftskammergesetz

können

mit dem Motto 'Mühsam nährt

sich das Eichhörnchen' beschrieben

werden. Auf einen

Schritt nach vorne folgen alsbald

zwei Schritte zurück"

Ing. Christian Pewny

Landesobmann

Der jahrelange Stillstand

manifestiert sich besonders

in der äußerst zähen

Demokratisierung des

Wirtschaftskammerwahlrechts,

welches nur so

von Bürokratie strotzt. Bis

November soll es zu

Änderungen kommen,

weil beim derzeitigen

System die größeren zu

Gunsten der kleineren

Fraktionen enorm profitieren.

Eine überdimensionale

Vertretung im

Bundeswirtschaftsparlament

ist daher die logische

Folge.

Direktwahl

Auf den Punkt gebracht

wollen wir endlich ein

gerechtes System, welches

eine Direktwahl der

Wirtschaftsparlamente

ermöglicht. Dies würde

alle Kräfte in der Wirtschaftskammer

fair widerspiegeln.

Was wir aber

nicht brauchen, ist eine

Zettelwirtschaft sondergleichen.

14.000 zu besetzende

Positionen in

1.300 gesetzlich geregelten

Organisationseinheiten

sind einfach viel zu

viel. Davon haben die

Unternehmer bei ihrer

täglichen Arbeit rein gar

nichts!

Abschaffung Zwangsmitgliedschaft

Auch das Mitgliedssystem

gehört überdacht.

Durch den Ausbau der

Wirtschaftskammer zu

einer serviceorientierten

und modernen Interessensvertretung

würde

man eine Zwangsmitgliedschaft

gar nicht benötigen.

Das permanent

sinkende Interesse der

Mitglieder, ausgedrückt

durch die Wahlbeteiligung,

zeigt hingegen,

dass man nicht wirklich

zufrieden mit der Standesvertretung

ist. Inzwischen

nähern wir uns der

Situation, dass zwei Drittel

der Mitglieder nicht

wählen gehen, weil sie

sich nicht ausreichend

vertreten fühlen! Es wäre

somit allerhöchste Zeit,

dass sich die Wirtschaftskammer

moderner und

offener aufstellt.

Standortpartnerschaft

Auch die Notwendigkeit

einer verstärkten Zusammenarbeit

mit den Arbeiterkammern,

zum Wohle

der heimischen Wirtschaft,

ist hervorzuheben.

Wir müssen den

Weg von der Sozialpartnerschaft

zu einer echten

Standortpartnerschaft

gehen. Unsere Betriebe

mit ihren hervorragenden

Mitarbeitern finden derzeit

äußerst erschwerte

Rahmenbedingungen

vor. Gemeinsam müssen

wir den Standort Österreich

wieder verbessern!


Neue Gewerbeordnung

bringt mehr an Bürokratie!

Das Ergebnis nach einem Jahr verhandeln und feilschen ist ein

mageres - mehr Bürokratie und Rechtsunsicherheiten denn je!

Eine einheitliche freie

Gewerbeberechtigung

wird nicht kommen, dafür

aber weitere Stolpersteine

und statt

weniger, wieder mehr

Bürokratie!

Tatsache ist, dass man

Bürokratie abbauen hätte

können und zwar auf

Seiten der Behörden

durch Zeit- und Kosteneinsparungen

und wir

Unter-ehmer bei den

zeitraubenden Genehmigungsverfahren.

Die

vorgesehene kostenlose

Gewerbeanmeldung ersetzt

den Zeit- und

Verwaltungsaufwand

nicht wirklich. Die Behörde

hat genau den

gleichen Zeitaufwand wie

vorher und dazu keine

Kostendenkung für ihre

Leistungen. Schlaue und

effiziente Regulierungen

sehen da aber ganz

anders aus!

Nebenrechte

Bei den erweiterten Nebenrechten

sieht es auch

nicht besser aus. Die Regierungsparteien

schaffen

hier ein Fass ohne

Boden und ganz viel

Rechtsunsicherheit! Da

nützen auch Sonntagsreden

und Werbebroschüren

nichts, denn die

Nebenrechte sollen in

ihrem Umfang deutlich

ausgeweitet und dazu am

Jahres- bzw. am jeweiligen

Einzelumsatz (nach

Gewerbeart) bemessen

werden. Die „Eigenart des

Betriebes“ und die „wirtschaftliche

Ergänzung“

muss dabei erhalten bleiben.

Rechtsunsicherheit

Mit der Verankerung der

Bemessung am Jahresumsatz

bei den freien

Gewerben entsteht eine

Rechtsunsicherheit, denn

der Umsatz ist im Vorhinein

nicht bekannt.

Wenn der Unternehmer

dann am Jahresende erkennt,

dass die Grenzen

überschritten wurden, so

begeht er eigentlich eine

illegale Gewerbeausübung

mit allen rechtlichen

und haftungsbestimmenden

Konsequenzen.

Daher ist diese

Regelung in der Theorie

brauchbar, aber in der

Umsetzung stümperhaft.

Kollektivvertrag

Die Unsicherheit besteht

auch bei der Norm der

kollektiven Rechtsgestaltung

(=Kollektivverträge)

bei den Nebenrechten.

Damit wird gesetzlich

verankert, dass

bei der Ausübung dieser

der jeweilige Kollektivvertrag

anzuwenden ist.

Im Arbeitsverfassungsgesetz

steht genau das

Gegenteil drin, nämlich,

dass jener Kollektivvertrag

anzuwenden ist, der

die maßgebliche wirtschaftliche

Bedeutung im

Unternehmen hat. Lohnverrechner

müsste man

da schon sein!

„Unser Ansatz ist komplett

ein anderer! Die Gewerbeordnung

ist von Grund

auf neu zu schreiben und

der heutigen Zeit anzupassen.

Das Betriebsanlagenrecht

muss herausgelöst

und in einem transparenten,

standortsichernden, einfachen

und effizienten Betriebsanlagengesetz

geregelt

werden! Die Fülle an

neuen bürokratischen Hürden

und Regulierungen ist

auf ein Minimum herunterzufahren

und darf den

Unternehmer nicht bei seiner

eigentlichen Tätigkeit

hemmen!“

Gabriele Staufner

Sparte Handel

WirtschaftAktiv | 09


Branchenberichte

Der Aushilfsscheck: einfach,

unbürokratisch & flexibel

Mit dieser langjährigen freiheitlichen Forderung könnte man

Auftragsspitzen mit Aushilfen schnell und effizient abdecken.

„Der Aushilfsscheck nach

unserem Modell hilft den

Unternehmern die Arbeit in

Spitzenzeiten unbürokratisch

und einfach mit Aushilfskräften

abzudecken. Es braucht dazu

lediglich einen Wertgutschein

und alles geht legal von statten.“

Vzbgm. Andreas Teufl

Sparte Tourismus und

Freizeitwirtschaft

Das Modell ist einfach

und praktikabel. Man

kauft einfach einen Aushilfsscheck,

der endbesteuert

zu erwerben ist.

Diesen gibt man als Entlohnung

der Aushilfe.

Und damit wäre auch

schon die ganze Abwicklung

geregelt. So einfach

und unbürokratisch

könnte man bei Auftragsspitzen

schnell auf Aushilfen

zurückgreifen und

dennoch ordnungsgemäß

Abgaben und Steuern

zahlen.

Vor allem im Bereich der

Gastronomie kann man

mit diesem Modell Aushilfen

für ein paar Stunden

legal beschäftigen

und entlohnen. Es fallen

dabei weder für die

Arbeitnehmer noch für

den Arbeitgeber zusätzliche

Kosten an. Und die

Arbeitnehmer haben den

Vorteil, sich legal etwas

dazuverdienen zu können.

Natürlich muss man

dabei auch ein paar Vorschriften

bzw. Einschränkungen

bedenken: Gültig

ist der Scheck nur für

betriebsfremde Personen,

die einer vollversicherten

Tätigkeit nachgehen.

Die derzeitig gültige

Regelung für Aushilfskräfte

ist zwar gut im

Ansatz, aber leider sehr

komplex in der Umsetzung.

Es ist nämlich so, dass die

Aushilfen angemeldet

werden müssen. Die Aushilfe

darf dabei nicht

mehr als 18 Tage pro

Kalenderjahr als Aushilfe

tätig sein und der Betrieb

darf sie auch an nicht

mehr als 18 Tagen

beschäftigen. Und wie

schnell übers Jahr verteilt

18 Tage zusammen sind,

braucht man nicht extra

zu erwähnen! Da sind

sehr viele Bedingungen

zu beachten, die im laufenden

Tagesgeschäft

sehr schwer zu eruieren

sind. Alleine die Verifizierung

der 18-Tage-Regelung

auf Arbeitnehmer

wie auf Arbeitgeberseite

ist nicht einfach.

Die Freiheitliche Wirtschaft

fordert daher eine

einfache Regelung. Der

Unternehmer kauft Aushilfsschecks,

z.B. im Wert

von 100 Euro und zahlt

dann dafür 120 Euro. Mit

den 20 Euro wären somit

Versicherung, Steuern

und andere Nebenkosten

abgedeckt, die an die

öffentliche Hand gehen.

Der Beschäftigte bekommt

als Bezahlung z.B.

den 100 Euro Scheck und

kann dann diesen bei der

Bank einlösen.

10| WirtschaftsInfo


Digitalisierung 4.0 versus Arbeitszeitflexibilisierung

0.0

Wer löst den gordischen Knoten zwischen diesen beiden nicht

gegensätzlicher scheinenden Begriffen der aktuellen Arbeitswelt?

Die klassenkämpferischen

Töne aus der AK

und Gewerkschaft in Sachen

flexible Arbeitszeiten

machen deutlich,

dass man im sozialistischen

Elfenbeinturm den

Ernst der Lage nicht

erkannt hat. Völlig abgehoben

und nur mit persönlichen

Untergriffen

will man dort die eigene

Existenzberechtigung nur

untermauern, ohne zu

wissen, wie es in den Betrieben

wirklich zugeht.

Faktum ist nämlich, dass

die einzige echte Sozialpartnerschaft

nur auf Betriebsebene

stattfindet

und nicht auf der Funktionärsebene,

denn dort

hat man den letzten Funken

an Glaubwürdigkeit

längst verloren!

Die „böse Wirtschaft", die

von den Gewerkschaftsbossen

so bekämpft wird,

sind nämlich alle jene, die

aus verschiedenen Gründen

flexibel arbeiten wollen

und das sind in Wahrheit

wir alle. Die Ein-Personen-Unternehmen,

die

Klein- und Mittelbetriebe

mit ihren engagierten

Mitarbeitern, die Industrie,

das Hotel nebenan,

die Gäste, die Konsumenten,

ja die ganze Gesellschaft

fordert mehr Spielraum

und die Möglichkeit,

Arbeit dann zu verrichten,

wenn es Bedarf

gibt.

In der Realwirtschaft, versteht

kein Mensch, dass

das nicht möglich ist, einmal

einen Zwölf-Stunden-Tag

einzubauen, um

etwa Minusstunden auszugleichen

oder in einem

anderen Fall eine dringende

Arbeit fertig zu

machen. Hier fehlt den

handelnden Personen die

Bodenhaftung und vor

allem der betriebswirtschaftliche

Weitblick, um

am Standort erfolgreich

zu sein!

Diese unerträgliche Gängelung

durch die Arbeitnehmervertreter

muss,

wenn nicht anders möglich,

vom Gesetzgeber

beendet werden. Als Unternehmer

muss man

sich weiter die Frage stellen,

wenn man sich nicht

einmal auf eine Reform

der Arbeitszeit einigen

kann, wie bitte will man

dann die Digitalisierung

schaffen?

„Wir haben Aufträge, alle wollen

arbeiten - nur wir dürfen

nicht! Nach dem Versagen in

Sachen flexiblen Arbeitszeiten

können wir auf diese Zukunftsfragen

von unseren Sozialpartnern

keine Antworten erwarten.

Wer auf Arbeitszeitflexibilisierung

0.0 besteht, kann die

Digitalisierung 4.0 nicht positiv

bewältigen!

Baumeister KommR

Erasmus Brandstätter

Sparte Gewerbe und Handwerk

Wie wollen wir die Beschäftigten

– egal ob

jung oder alt - fit für den

Umgang mit digitalen

Technologien und künstlicher

Intelligenz am

Arbeitsplatz machen?

Schaffen wir es mit der

Umstellung auf die Automatisierung

trotzdem,

neue, hochwertige Arbeitsplätze

für Menschen

zu ermöglichen?

WirtschaftAktiv | 11


www.fw-netzwerk.at

ANMELDEN - VERNETZEN - PROFITIEREN

Das neue Business-Netzwerk der Freiheitlichen Wirtschaft ist

ein Online-Verzeichnis, in dem sich freiheitliche Unternehmer

mit ihren Standorten und ihrer Branche kostenlos ein

tragen können. Das Branchenbuch bietet Nutzern die Möglichkeit,

online Informationen über das Angebot der Unternehmer

einzusehen. Eintragen und Nutzen können diese

Plattform nur registrierte User!

Impressum: Medieninhaber, Herausgeber, Verleger: Freiheitliche Wirtschaft

(FW) Salzburg, 5020 Salzburg, Ginzkeyplatz 10/1/1/3, zugl. Anschrift Redaktion,

Verwaltung, Anzeigen., Tel: 01/4082520-16, www.fw.at/sbg, salzburg@fw.at

Offenlegung gem. § 25 Mediengesetz: Medieninhaber ist die Freiheitliche Wirtschaft

(FW) Salzburg. Vereinszweck (gem. § 2 der Satzungen): Die FW vereinigt

Selbständige oder in leitender Stellung Erwerbstätige in der gewerblichen Wirtschaft

und in den freien Berufen zum Zweck der Durchführung wirtschaftspolitischer

Aufgaben und zur gegenseitigen Unterstützung und Förderung. Richtung:

Information über Politik und Wirtschaft aus freiheitlicher Sicht im Sinne

der Satzungen der FW, Chefredaktion: Ernst Lengauer, Layout und Produktion:

Anita Reinsperger, Fotocredits: FW und dreamstime.

Präsidium: Landesobmann: Ing. Christian Pewny, Stellvertreter: Anreas Teufl,

Markus Breitfuß, Gabriele Staufner, Schrfitführer: LGF Ernst Lengauer

Die Freiheitliche

Wirtschaft Salzburg

wünscht schöne &

erholsame Sommertage!

Unser Büro ist in der Zeit von 24. Juli

bis 15. August 2017 nicht besetzt!

Journaldienst: salzburg@fw.at

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