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Bahnsport 11/2017

Liebe BSA-Leser, ich begrüße Sie herzlich zu unserer November- Ausgabe. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Leitartikels ist es hier gerade Montagmorgen kurz vor Druckdatenabgabe, das heißt somit auch leicht stressig. Lässt sich aber nicht ver- meiden, denn die Ereignisse vom Wochenende wollen es ja auch noch in die aktuelle Ausgabe schaffen...

Liebe BSA-Leser,
ich begrüße Sie herzlich zu unserer November-
Ausgabe. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses
Leitartikels ist es hier gerade Montagmorgen
kurz vor Druckdatenabgabe, das heißt somit
auch leicht stressig. Lässt sich aber nicht ver-
meiden, denn die Ereignisse vom Wochenende
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NR. 11/17

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Goodbye,

Tobi!


47. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 9/17

ABO-TIPP

SPEEDWAY • SANDBAHN GRASBAHN • EISSPEEDWAY

James Shanes

Europameister

und Sieger in Eenrum

Stephan Katt

Deutscher Meister

JUBILÄUM:

40 Jahre Großewächter

15

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Sie zu!

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Deutschland ist Langbahn-Team-Weltmeister (v.l. Michael Härtel, Martin Smolinski, Lukas Fienhage,

Stephan Katt und Teamchef Josef Hukelmann) • Foto: Daniel

6

Sievers

LANGBAHN

Team-WM Roden/NL 6

SPEEDWAY

WM - GP 10 Stockholm/S 8

WM - GP 11 Torun/PL 10 + 46

WM - Junioren - Finale 3

+ Goldhelmrennen Pardubice/CZ 12

EM - Finale 4 Lublin/PL 14

EM - Finale Paare Lonigo/I 15

DM - Finale Olching 16

DM - Bundesliga Finale 1 Brokstedt 18

DM - Bundesliga Finale 2 Landshut 20

DM - Team Cup Haunstetten 22

DM - Team Cup Güstrow + dmsj 23

DM - Team Cup Neuenknick 26

DM - Team Cup Herxheim 28

Nordliga + Talents Trophy Brokstedt 30

Frieden + Freundschaft Wittstock 31

Race of the Night Wittstock 32

Germany - Rest of the World Dohren 34

POSTER

Bundesligameister AC Landshut 24

LEGENDEN

Karl Maier 36

SONSTIGES

People & Facts 4

International 38

Termine/Letzte Meldungen/

Impressum 47

16

Kevin Wölbert ist Deutscher Speedwaymeister

• Foto: Niklas Breu

INHALT & EDITORIAL

Vorübergehend

Ende Gelände

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

ich begrüße Sie herzlich zu unserer November-

Ausgabe. Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses

Leitartikels ist es hier gerade Montagmorgen

kurz vor Druckdatenabgabe, das heißt somit

auch leicht stressig. Lässt sich aber nicht vermeiden,

denn die Ereignisse vom Wochenende

wollen es ja auch noch in die aktuelle Ausgabe

schaffen.

Womit wir auch schon direkt beim Thema wären.

Vielen von Ihnen wird es vielleicht ähnlich

gehen wir mir und Sie sind auch noch voll im

Dohren-Modus. Das bedeutete in diesem Jahr

nicht nur den traditionellen Saisonausklang

auf dem Dohrener Eichenring, sondern gleichsam

die Verabschiedung von Tobi Kroner aus

dem aktiven Leistungssport. Und das muss

man jetzt erst mal alles sacken lassen, das

Event an sich, die tolle Atmosphäre, die Freundlichkeit

und die ganzen Emotionen verbunden

mit diesem Abend. Nicht ganz leicht auf der einen

Seite, aber total bewegend und beeindruckend

auf der anderen Seite. Weil – ich kann’s

nur immer wieder sagen – Bahnsport so viel

mehr als Sport ist! Und das konnte man an diesem

Abend wahrhaft live erleben. Danke an dieser

Stelle noch mal an Tobi Kroner für alles, was

du für diesen Sport bedeutest und (auch weiterhin)

leistest!

Worüber wir uns auch total gefreut haben, ist

natürlich der Titel für Team Germany bei der

Langbahn-WM. Das geht echt runter wie Öl – wir

gratulieren euch an dieser Stelle recht herzlich!

Genauso wie dem Speedway-Bundesliga-Rekordmeister

Landshut, der nach Rückstand

dennoch ganz souverän den Deutschen Meistertitel

erneut erkämpft und den Pokal wieder

nach Bayern geholt hat. Nicht zu vergessen Kevin

Wölbert, der den Speedway-Titel holte.

Es war also viel los … sowohl im Norden als auch

im Süden volle Action, bevor es jetzt erst mal ruhig

wird, zumindest auf der Rennbahn. Währenddessen

erwarten wir gespannt, wer z.B. die

Speedway-GP-Wildcards für das nächste Jahr

erhält, genauso wie die neuen – offiziellen –

Termine für die nächste Saison, sodass wir unseren

großen „Jahresplaner“-Kalender gleich

direkt wieder füllen können.

Aber bis dahin heißt es jetzt draußen erst mal

Schicht im Schacht, abwarten … Und dann

geht’s als nächstes sowieso erst mal aufs Eis.

Wir wünschen also allen Sommerfahrern eine

verdiente Pause und allen Winterfahrern eine

erfolgreiche Vorbereitung. Und wir wünschen

Celina Liebmann sowie allen anderen Verletzten

gute Besserung und eine schnelle Genesung.

Denn die Gesundheit bleibt bei allem

doch immer noch das Wichtigste!

Passen auch Sie gut auf sich auf, kommen jetzt

auch etwas in den „Mal-durchschnaufen-Modus“

im November und dann lesen wir uns auch

schon in unserer Weihnachtsausgabe wieder.

Bis dahin eine gute Zeit!

MfG

Nadine P.

Titel: Tobias Kroner • Foto: Klaus Goffelmeyer

Poster: AC Landshut mit (v.l. Erik Riss, Valentin

Grobauer, Martin Smolinski, Leon Madsen,

(vorne) Dominik Möser und Sandro Wassermann)

• Foto: Klaus Goffelmeyer

Oktober '17 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

Martin zurück

in Birmingham

Der erfolgreiche Promoter Tony

Mole sagte nun endgültig Tschüss.

Einunddreißig Jahre war der

82-jährige Geschäftsmann aus

Kidderminster als Veranstalter tätig

(u.a. auch in Belle Vue). Neue

Eigentümer der Birmingham

Brummies sind Peter Mason und

sein Sohn David.

Das große Abschiedsrennen für

Mole in Parry Barr wurde zu einem

emotionalen Abend. Ein illustres

Fahrerfeld war am Start. Mit dabei

auch „unser“ Martin Smolinski,

der 2013 an dieser Stelle ein sehr

erfolgreicher Brummie war. Der Münchener hat auf der Insel noch immer

sehr viele Fans. Smoli bleibt mit seinem damals sehr spektakulären Fahrstil

unvergessen. Und Martin fuhr an diesem Mittwoch wieder äußerst erfolgreich

und teils spektakulär. Nur im letzten und auch entscheidenden

Lauf musste er sich Paul Starke geschlagen geben.

• Text: Andreas Fahldiek; Foto: Niklas Breu

Ergebnis: Birmingham, 46 Punkte (Ben Barker 11, Paul Starke 10, Taylor Hampshire 7, Adam Skornicki

6, Jack Parkinson-Blackburn 6, Simon Lambert 3, Layne Cupitt 3); Coventry, 44 (Martin Smolinski

3-3-3-3-2=14, David Wallinger 7, James Sarjeant 5, Ashley Morris 5, Mitchell Davey 5, Broc Nicol

4, Dan Greenwood 3).

Nicki Pedersen aktiv

Beim GP in Torun musste Nicki Pedersen etliche Interviews geben. Und

nicht wenige Journalisten wollten möglichst viel aus seinem Privatleben

herauskitzeln, denn wie bekannt wurde, haben sich Nicki Pedersen und

Partnerin Helene Hüttmann getrennt. Die sportliche Helene soll mittlerweile

nach Dubai gezogen sein, wo sie als Personal Trainer arbeitet. Nicki

selbst wird Monaco verlassen und wieder nach Dänemark, in sein bald bezugsfertiges

Haus, ziehen. In den

dänischen Medien konnte man lesen,

dass der dreifache Weltmeister

wohl schon wieder eine neue

Liebe gefunden hat. Es soll sich

um den Reality-TV-Star Christina

Odorico handeln. Die 30-Jährige

hat erfolgreich in der Fernsehshow

„Too Good for Laws“, einer TV-

Show für Singles auf Partnersuche,

mitgewirkt. Die Mutter zweier

Kinder hat sich kürzlich von ihrem

Freund Thomas Villadsen, einem

Fußballspieler (beim mittlerweile

bankrotten Verein FC Vestsjælland

in der ersten Division), getrennt.

• Andreas Fahldiek; Foto: Jarek Pabijan

Celina Liebmann verletzt

Bei der dmsj-Meisterschaft in Güstrow am 14. Oktober stürzte Celina

Liebmann schwer und brach sich dabei den 6. und 10. Brustwirbel. Sie

wurde im Krankenhaus in Rostock sofort am 6. Wirbel operiert. Auf Nachfrage

teilte uns Vater Jürgen Liebmann mit: „Die ersten zwei Tage ging es

Celina noch ziemlich schlecht, wobei sie am Montag sogar schon das

erste Mal ein paar Sekunden stand. Sie muss

nun jeden Tag Physio machen, um sich wieder

vollständig bewegen zu können. Bereits am

Dienstag nach dem Unfall ist sie die ersten

Schritte gegangen. Von da an ging es ihr jeden

Tag ein klein wenig besser und sie lernt jeden

Tag dazu.

Am 20. Oktober durfte sie wieder nach Hause.

Celina geht es soweit gut, hat aber natürlich

noch Schmerzen. Jetzt heißt es viel Physiotherapie

machen, um wieder fit zu werden.“ Wir

drücken Celina die Daumen für eine schnelle

Genesung. • Foto: Klaus Goffelmeyer

Ivan-Mauger-

Auktion

Mit 73 Jahren zog sich der Speedway-Superstar

aus Neuseeland

2012 aus gesundheitlichen Gründen

aus dem öffentlichen Leben

zurück. Ohne jeglichen Medienrummel

wollte er seine nächsten

Jahre in seinem Haus im australischen

Runaway Bay, eine Viertelstunde

nördlich von Gold Coast,

verbringen. Wenig später wurde

bekannt, dass Mauger an Morbus

Alzheimer erkrankt ist. Im Oktober

sind seine drei Kinder Debbie,

Julie und Kym nach England geflogen. Die Familie ließ über 300 Einzelstücke

der Speedwaylegende vom internationalen Auktionshaus Bonhams

im Staffordshire County Showground (100 Kilometer südlich von

Manchester) versteigern. Es soll sich um die weitaus größte Speedwaysammlung

gehandelt haben, die jemals unter den Hammer gekommen

ist. Ivan selbst ist zu krank, um zu reisen. Der 78-Jährige lebt seit einiger

Zeit in einem Pflegeheim in Gold Coast.

Mauger (von der Queen zweimal geadelt zum Member of the Most Excellent

Order of the British Empire, MBE, 1976, und Officer of the Most Excellent

Order of the British Empire, OBE, 1989) kam 1957 erstmals nach

England. Der 17-Jährige war damals bereits verheiratet mit seiner 16-jährigen

Frau Raye. Er beendete seine einzigartige Karriere 1984.

„Ich glaube nicht, dass die Leute eine Vorstellung davon haben, wie groß

Vaters Sammlung ist, die er uns überlassen hat. Wir könnten unser eigenes

privates Museum eröffnen!“, sagte Tochter Julie. „Aber wir können

die vielen Einzelstücke einfach nicht zu Hause lagern. Wir haben einfach

nicht den Platz dafür. Und die Sammlung einfach irgendwo einzulagern,

das wäre nicht in Vaters Sinne. Die Familie hat sich eingehend mit Mutter

beraten und wir halten unseren Entschluss für das Beste“, fügte Schwester

Debbie hinzu. „Dies alles geschieht auch nicht aus finanziellen Gründen!“

Die Familie hat lediglich einige ihrer Lieblingsgegenstände, einschließlich

derjenigen mit persönlicher Bedeutung, aufbewahrt. Außerdem

behält die Familie all seine FIM-Goldmedaillen und Weltfinal-Zertifikate

und andere sehr persönliche Gegenstände.

Die Auktion fand am 15. Oktober statt. Im Mittelpunkt standen zehn seiner

Motorräder, darunter vier Langbahnmotorräder, die teils beachtliche

Summen einbrachten. Unter anderem zahlte ein Bieter 20.500,00 Euro

für die 1969er Maschine (Jawa Modell 890), mit der Ivan in Wembley

Weltmeister wurde. Seine Vierventil-Jawa DOHC, mit der er 1977 in Göteborg

gewann, brachte 19.200,- Euro. Für die Siegermaschine von 1972 in

Wembley (Jawa Typ 890) wurden über 18.100,- Euro geboten. Die Finalmaschine,

die Mauger 1966 (Göteborg) und 1967 (Wembley) fuhr, kam

für 11.500,- Euro unter den Hammer. Eine weitere Speedwaymaschine,

eine ESO, war ein Geschenk der Newcastle Diamonds und wechselte für

5800,- Euro den Besitzer. Eine Hagon-Godden von 1985 brachte 7700,-

Euro. Eine weitere Langbahnmaschine, eine Jawa SOHC-Valve von 1990,

erhielt bei 6150,- Euro den Zuschlag. Eine 750er Triumph T140V Bonneville

„Strongbow“ Flattrack-Racing-Maschine wurde für 12.800,- Euro verkauft.

Einer seiner karierten Bell-Sturzhelme mit Tasche brachte 1320,-

Euro, eine Rennkombi 390,- Euro. Selbst ein farbiges, gerahmtes Action-

Bild von Mauger in Belle-Vue-Rennweste brachte über 220,- Euro.

• Text: Andreas Fahldiek

Front Cover des

Auktionskatalogs

• Foto: Bonhams

Ivan Mauger beim Interview nach seinem

ersten Weltmeistertitelgewinn 1968

• Foto: John Somerville Collection

Ivan Maugers Weltmeisterschfts-

Siegermaschine von 1968

• Foto: Bonhams

4 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Sepp Angermüller

40. Todestag

Sepp Angermüller war der „Speedway-Beatle“. Ein Mädchenschwarm mit

langer, blonder Mähne und einer der besten Sandbahnfahrer Deutschlands.

1977 starb der Motorsportler aus dem kleinen Osseltshausen bei

Wolnzach bei einem WM-Lauf in Italien. Da sich sein tragischer Tod heuer

zum vierzigsten Mal jährt, trafen sich Verwandte, Freunde und Fans des

Bahnsports in seinem Heimatort.

„Der Sepp war in den Siebzigern die bayerische Gallionsfigur des Bahnsports.

Er hat mich inspiriert, deshalb war es mir ein besonderes Anliegen,

dass wir heute zusammengekommen sind.“ Mit diesen Worten begann

Karl Maier seine launige Rede im Gasthaus Siebler. Mit dem vierfachen

Langbahnweltmeister waren zuvor, am frühen Samstagabend, über

20 Weggefährten an das Grab ihres Idols, Konkurrenten oder auch Freundes

gekommen. Hier legte Adolf Demmel, Vorsitzender des MSC Wolnzach,

im Gedenken an den einstigen Clubfahrer eine imposante Blumenschale

nieder. „Unvergesslich bleibst Du“, war auf einem in Deutschland-

Farben gehaltenen Band zu lesen. Nach der stillen Andacht begaben sich

die Beteiligten in das benachbarte Rudertshausen, wo für Sepp Angermüller

eine Messe gelesen wurde.

Beim gemeinsamen Abendessen in besagter Osseltshausener Gaststätte

wurde letztlich über die „gute alte Zeit“ geplaudert. Der Sepp war schon

als kleiner Bub ein „Wuida Hund“, erinnerte sich beispielsweise Gastwirt

Josef Siebler: „Der war schon beim Radlfahrn im Gelände immer der

schnellste und verrückteste. Angst war für den ein Fremdwort.“ Auch Albert

Strasser, in den Siebzigern Sepps Konkurrent, erzählte ausführlich

von früher: „Unsere ersten Rad-an-Rad-Duelle trugen wir nicht auf der

Sandpiste, sondern nach der Berufsschule auf öffentlichen Straßen aus.

Irgendwann hat uns die Polizei dann eingebremst.“ Karl Maier wiederum

bedauerte, dass er nie gegen Sepp Angermüller antreten durfte: „Genau

in dem Jahr, in dem ich meine internationale Karriere als Rennfahrer begann,

verunglückte er zu Beginn der Saison.“ In einem waren sich aber

Hilde Werner, die das Treffen organisiert hatte, und alle anwesenden Gäste

einig: „Der Sepp ist und bleibt eine Legende – einen wie ihn wird es

wohl nie mehr geben.“

• Text und Fotos: Erhard Wallenäffer

Ehemalige Weggefährten haben sich am Grab von Sepp Angermüller anlässlich

seines 40. Todestages in Osseltshausen getroffen

Unvergesslich für alle, die ihn kannten, auch für Albert Strasser und Karl Maier

Albert

Seitz

verstorben

Im Alter von 83 Jahren

verstarb nach langer

Krankheit in Landshut

der Ehrensportleiter

des ADAC Südbayern,

Albert Seitz. Der

Automobilclub trauert

um eine außergewöhnliche

Persönlichkeit,

die den Motorsport

über Jahrzehnte

geprägt und

gestaltet hat. Albert

Seitz widmete sich mit ganzem Herzen seinen Aufgaben. Für sein

ehrenamtliches Engagement waren ihm keine Mühen und kein

persönlicher Einsatz zu groß.

Der in Edelshausen bei Schrobenhausen geborene Seitz war in

den späten 50er-Jahren bis Mitte der 60er-Jahre des vorigen Jahrhunderts

einer der profiliertesten Motorrad-Geländefahrer

Deutschlands und Werksfahrer bei DKW, Zündapp und Sachs-

Herkules. Neben dem deutschen Meistertitel 1958 errang er

sechs Goldmedaillen bei Internationalen Sechs-Tage-Fahrten,

den damaligen Weltmeisterschaften. 1966 beendete er seine motorsportliche

Karriere und engagierte sich nach einem beruflichen

Wechsel von Ingolstadt nach Landshut von 1967 bis 1972 als

Sport- und Rennleiter des dortigen Automobilclubs mit Schwerpunkt

im Motorrad-Bahnsport. Unter seiner Ägide wurden die

Sandbahnrennen im Hammerbachstadion wieder aufgenommen

und der Bau des Speedwaystadions in Ellermühle durchgeführt.

Daneben war der Diplom-Ingenieur als internationaler Schiedsrichter,

als Mitglied der Sportkommission und Vorsitzender der

Technischen Kommission des nationalen Motorrad-Dachverbandes

OMK und DMSB sowie als Mitglied der Technischen Kommission

des Motorrad-Weltverbandes FIM tätig.

1974 übernahm Seitz als Motorradreferent die Verantwortung für

den Zweiradsport im ADAC Südbayern und wurde 1988 zum

Sport- und Tourenleiter mit der Gesamtverantwortung für den Automobil-

und Motorradsport in Südbayern gewählt. Höhepunkte

seiner Arbeit waren die Ausrichtung des Speedwayweltfinales im

Münchner Olympiastadion, die Organisation der Super-Touren-

Wagen-Rennen am Salzburgring und die Erlangung des Europameisterschaftsprädikats

für die Internationale ADAC 3-Städte-

Rallye mit Start und Ziel im niederbayerischen Straubing. Eine

Herzensangelegenheit war ihm stets die Förderung des Jugendsports.

So wurde in seiner Amtszeit der Jugend-Kartsport ins Leben

gerufen, die heute nach wie vor bedeutendste Jugendaktivität

der im ADAC organisierten Ortsclubs.

Er forcierte den Aufbau von Juniorteams in den verschiedensten

Motorsportarten ebenso wie den Betrieb der Kartbahn in Garching

bei München und des Clubsport-Motocross in ganz Südbayern.

1990 stellte er sich an die Spitze der erfolgreichen Aktion

„Pro Motorsport“, die binnen weniger Wochen 75.000 Unterschriften

gegen die Einführung restriktiver Genehmigungsrichtlinien

für Motorsportveranstaltungen in Bayern sammelte.

Sein Einsatz für die Belange des Motorsports und die Verbesserung

der Verkehrssicherheit wurde mit der Goldenen Sportmedaille

der Stadt Ingolstadt, dem Silberhelm der Stadt Landshut

sowie der Ehrenmitgliedschaft des Motorrad-Weltverbandes FIM

gewürdigt. Außerdem erhielt der Träger des Ehrenzeichens des

Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt

tätigen Frauen und Männern 2001 das Bundesverdienstkreuz

am Bande. Darüber hinaus erfuhr Seitz alle hohen ADAC-

Auszeichnungen für Erfolge im Motorsport sowie für ehrenamtlich

tätige Funktionäre. Nachdem er 2003 sein Mandat als Sportund

Tourenleiter in jüngere Hände gegeben hatte, wurde er von

der Mitgliederversammlung des ADAC Südbayern zum Ehrensportleiter

ernannt. • Text u. Foto: ADAC Südbayern e.V.

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 5


LANGBAHN-TEAM-WM Roden/NL

Großer Erfolg für das deutsche Langbahn-Team: Michael Härtel,

Martin Smolinski, Lukas Fienhage und Stephan Katt holten im

niederländischen Roden zum achten Mal Gold für Deutschland

bei einer Weltmeisterschaft. Zweiter wurde Frankreich vor Gastgeber

Niederlande.

„Wir haben heute gezeigt, dass wir die Schnellsten der Welt sind“, jubelte

Martin Smolinski am Ende bei der Siegerehrung zur Langbahn-Team-WM.

Der 32-jährige Olchinger hatte zusammen mit seinen jungen Kollegen Michael

Härtel (19) und Lukas Fienhage (18) sowie Stephan Katt (38), der

diesmal nicht zum Einsatz kam, die im Vorfeld hoch gehandelte Konkurrenz

aus Frankreich und den Niederlanden hinter sich gelassen.

Einundsechzig Punkte hatte das von Josef Hukelmann betreute Siegerteam

bei der Endabrechnung auf dem Zettel. Die starken Franzosen mit

Einzelweltmeister Mathieu Trésarrieu kamen nur auf 54, die Niederländer

auf deren 49 Zähler. Vierter wurde Tschechien mit einem bärenstarken Josef

Franc, punktgleich mit Schweden (je 43). Die Briten mit Europameister

James Shanes enttäuschten mit nur 36 Zählern und die Finnen als Letzte

(28) hatten nur mit den Brüdern Jesse und Aki-Pekka Mustonen einigermaßen

konkurrenzfähige Fahrer zu bieten.

Die „Stichting Motorsport Roden“ hatte mit der Aufbringung eines neuen

Bahnbelags für beste Voraussetzungen zur Durchführung einer würdigen

Team-WM gesorgt. Bei spätsommerlichen Witterungsbedingungen sahen

knapp 2000 Zuschauer durchaus spannende Rennen und eine deutsche

Mannschaft, deren Titelgewinn schon vor dem abschließenden Lauf feststand.

Vier Laufsiege und zwei 2. Plätze fuhr Smolinski ein, das machte schon

mal 28 Punkte in Richtung Weltmeisterschaft. Dabei hätte der Olchinger

die WM beinahe verpasst. Noch am Vorabend war „Smoli“ beim Speedway-GP

in Stockholm im Einsatz gewesen und sein Flugzeug konnte am

Sonntagmorgen in Schweden wegen Nebels nicht pünktlich abheben.

Aber es klappte dann doch noch. Hukelmanns Tochter Linda holte den Verspäteten

vom Flughafen in Amsterdam ab, brauste mit ihm gen Roden und

nach dem kurzen Pflichttraining war klar, Smolinski fährt. Und wie! Seine

nicht immer optimalen Starts bügelte er mit optimalem Kampfgeist und

kluger Linienführung aus. „Es hat Spaß gemacht auf dieser wunderbaren

Bahn“, sagte der Punktbeste des deutschen Teams an diesem Tag bei der

Siegerehrung, „und wir haben als Team sehr gut harmoniert.“

Ein würdiger Kapitän der deutschen Mannschaft war Michael Härtel. Der

gerade mal 19 Jahre alte Dingolfinger kam bei zwei Laufsiegen auf insgesamt

22 Punkte. Mit seinen Superstarts ließ er sogar zweimal seinen

Teamkollegen Smolinski hinter sich. „Nach zweimal Vize bin ich jetzt

Teamweltmeister“, schwärmte Härtel später, „wir haben einen perfekten

Zusammenhalt im Team und können mit dieser jungen Mannschaft die

nächsten Jahre noch einiges reißen.“

Lukas Fienhage war die Überraschung in der deutschen Mannschaft. Der

erst kürzlich 18 Jahre alt gewordene Klein-Brockdorfer aus dem niedersächsischen

Lohne belohnte das Vertrauen, das Teamchef Hukelmann in

ihn gesetzt hatte, mit 11 Punkten. Dabei ging es für den Youngster gar

nicht gut los. In seinem ersten Heat gegen die Briten hatte er einen Hochstart,

aber durch den Sturz des schwachen Richard Hall kam es zum Restart.

Dabei fuhr Fienhage auf Platz 2 hinter Smolinski und vor Härtel.

Zwei Nuller gegen die hoch motivierten Gastgeber aus den Niederlanden

und im letzten Lauf gegen Schweden, als der deutsche Titelgewinn bereits

feststand, schmälerten nicht Fienhages starke Leistungen in den

weiteren Läufen. Vor allem Heat 15 war atemberaubend. Smolinski und

Härtel lagen vorne, aber dahinter entbrannte ein toller Kampf zwischen

dem Finnen Jesse Mustonen und Fienhage, den der Deutsche in der letzten

Kurve für sich entschied. „Ich kann es noch gar nicht glauben, dass wir

Weltmeister geworden sind“, freute sich Fienhage bei der Siegerehrung,

„es ist unbeschreiblich für mich, dass ich dieses Vertrauen bekommen

habe, hier mitfahren zu dürfen.“

Stephan Katt kam gar nicht zum Einsatz. Der Deutsche Langbahnmeister

zeigte sich aber als Team-Player und half im Hintergrund mit. Ein Angebot

Hukelmanns, im letzten Heat gegen Schweden zu fahren, als die Entscheidung

über den Titelgewinn schon feststand, lehnte der Neuwittenbeker

ab. „Die Jungs hatten das bis dahin perfekt gemacht, zum Schluss sollte

ich fahren, aber das wäre blöd gewesen. Im Endeffekt zählt der Erfolg des

Teams.“

Im Rahmenprogramm wurde ein Ländervergleich der B-Solisten zwischen

den Niederlanden, Deutschland und Großbritannien ausgefahren. Das

von Werner Rinkenburger betreute deutsche Team gewann klar mit

55 Punkten. Überragender Fahrer war der Werlter Fabian Wachs mit fünf

Laufsiegen. Zusammen mit Fabien Neid (Mulmshorn) und Marcel Sebastian

(Bielefeld) fuhr die Mannschaft 55 Punkte ein. Zweite wurden die Niederländer

(45) vor Großbritannien (29). • Text und Fotos: Rudi Hagen

Deutschlan

Das deutsche Weltmeistertrio mit (v.l.) Martin Smolinski, Michael Härtel und Lukas Fienhage

,

6 BAHNSPORT AKTUELL November '17


d wieder Weltmeister

Länderkampf B-Lizenz Roden - 24.09.2017

Ergebnis:

1. Deutschland, 55 Punkte (Fabian Wachs 30, Fabien Neid

14, Marcel Sebastian 11); 2. Niederlande, 45 (Mika Meijer

28, Jarno de Vries 9, William Kruit 8); 3. Großbritannien,

29 (Andrew Whitaker 26, John Cox 3, Arran Butcher 0).

LANGBAHN-TEAM-WM - Finale - Roden/NL - 24.9.2017

Pl./Team Fahrer 1 2 3 4 5 6 EP GP

1. Deutschland Michael Härtel 3 5 4 4 5 1 22 61

Martin Smolinski 5 4 5 5 4 5 28

Lukas Fienhage 4 0 2 3 2 0 11

Stephan Katt N N N N N N 0

2. Frankreich Stéphane Trésarrieu 5 4 1 1 4 0 15 54

Mathieu Trésarrieu 4 3 4 D 2 5 18

Dimitri Bergé 3 5 3 3 5 2 21

Gaetan Stella N N N N N N 0

3. Niederlande Theo Pijper 3 1 4 3 5 2 18 49

Dirk Fabriek 2 2 1 A 3 3 11

Romano Hummel 4 3 5 D 4 4 20

Dave Meijerink N N N N N N 0

4. Tschechien Josef Franc 5 5 5 5 3 5 28 43

Hynek Stichauer 1 0 2 A 1 3 7

Martin Malek 0 2 0 4 0 2 8

Michal Dudek N N N N N N 0

5. Schweden Sebastian Alden 0 N 2 5 5 4 16 43

Anders Mellgren 1 4 3 N 2 2 12

Robin Aspegren 2 3 N 2 3 3 13

Andreas Bergström N 1 0 1 N N 2

6. England Richard Hall D A N A N 1 1 36

James Shanes 2 5 3 4 4 5 23

Andrew Appleton 1 N 2 1 1 N 5

Edward Kennett N 3 1 N 3 0 7

7. Finnland Jesse Mustonen 2 4 3 2 2 4 17 28

Aki-Pekka Mustonen 1 2 4 1 1 1 10

Aarni Heikkilä 0 1 0 0 0 0 1

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 10 - Stockholm/S

Matej Zagar vor Jason Doyle

Zmarzlik, Zagar und Doyle (v.l.)

Matej Zagars Triumph bei der deutschen GP-

Runde in Teterow war eine große Überraschung.

Man dachte jedoch, sein Sieg wäre eine einmalige

Konstellation günstiger Umstände. Darum

zählte der 34-Jährige vor dem Rennen in Solna,

einer Gemeinde nördlich der schwedischen

Hauptstadt, nicht zum Favoritenkreis und auch

der Rennanfang schien dies zu bestätigen. Zagar

tat sich in den Vorläufen schwer. Nach drei

Durchgängen hatte er 4 Punkte auf dem Konto.

Als er in Heat 15 als Erster ins Ziel kam, hätte

man denken können, dass der Südeuropäer die

Qualifikation relativ einfach überstehen würde.

Doch im nächsten Durchgang komplizierte sich

seine Situation dramatisch. In Rennen 18 ging

Zagar leer aus und schloss die Vorläufe mit nur

7 Zählern ab. Doch er hatte viel Glück und zog

gerade noch als Achter ins Semifinale ein. Er

war mit Maciej Janowski punktgleich, schlug jedoch

den Polen im direkten Duell. In der Finalrunde

konnte sich der Slowene dann doch steigern.

Der zweite Semifinallauf musste zweimal

neu gestartet werden. Zuerst stürzte Emil Saifutdinow

in der zweiten Kurve und Referee Jesper

Steentoft schickte ihn ins Fahrerlager zurück.

Man muss jedoch sagen, Zagar war daran

nicht ganz unschuldig, er drängte den Russen

kurveneingangs etwas ab. Im Re-run kämpften

Peter Kildemand und Chris Holder um die Führung.

In der zweiten Runde holte der Australier

seinen Widersacher vom Motorrad und wurde

disqualifiziert. Im nächsten Anlauf ließ Zagar

Zagar zum Zweiten

Matej Zagar holte in Schweden seinen zweiten GP-Sieg in Folge.

Jason Doyle wurde in der Friends Arena Dritter und hat seinen ersten WM-Titel unmittelbar vor Augen.

dem Dänen keine Chance und beide Piloten kamen

ins Finale. Vor dem Endlauf konnte der Slowene

die Technik optimal abstimmen und sein

Motorrad war sehr schnell. Nach einem guten

Start übernahm Zagar in der zweiten Kurve die

Führung und siegte zum zweiten Mal in Folge

souverän. „Das ist für mich ein besonderer Augenblick,

denn ich habe bisher noch nie zwei

GP-Rennen nacheinander gewonnen. Ich fühle

mich momentan sehr stark. Es ist aber ein wenig

schade, dass die gute Form erst am Saisonende

kam. Mit meiner WM-Platzierung bin ich

nicht zufrieden. Ich muss immer noch hart um

den GP-Verbleib kämpfen. Auf eine Wildcard

will ich nicht hoffen“, sagte der glückliche Sieger.

Zagar erzielte in Stockholm 13 Punkte und

war derzeit WM-Achter.

Bartosz Zmarzlik begrub in Teterow seine Chancen

auf eine Medaille, als er mit 2 Pünktchen

Fünfzehnter wurde. Vor dem Turnier in Skandinavien

setzte er sich ein neues Ziel. Er will im GP

bleiben und machte in der Friends Arena einen

wichtigen Schritt in dieser Richtung. In der Qualifikation

verzeichnete der 22-Jährige nur einen

Sieg und schloss diese Rennphase mit 8 Zählern

ab, aber völlig überraschend reichte diese

bescheidene Ausbeute für Rang 4. In Heat 21

setzte sich der Pole nach einem kurzen Fight gegen

Antonio Lindbäck durch, meldete sich hinter

Doyle als Zweiter im Ziel und erreichte zum

vierten Mal in dieser Saison den Endlauf. Im Fi-

nale konnte Zmarzlik nicht mit Zagar mithalten,

kreuzte aber wieder als Zweiter den Zielstrich.

„Ich habe heute am Anfang zu viele Änderungen

am Set-up vorgenommen. Darüber hinaus hatte

ich ungünstige Startbahnen. Zweimal fuhr ich

vom dritten Startplatz, den ich hasse. Ich freue

mich, dass ich heil und ohne Verletzung nach

Hause fahre“, spielte Zmarzlik auf schlechte

Bahnverhältnisse an. Er kam auf der 272 Meter

langen Strecke auf 12 Punkte und lag nach

Stockholm in der WM-Wertung an 7. Position.

Jason Doyle kam als WM-Leader mit einem Vorsprung

von 10 Zählern nach Schweden. Da seine

größten Konkurrenten, Patryk Dudek und Janowski,

in Stockholm das Semifinale verpasst

hatten, war der Australier nach dem Rennen in

der Friends Arena schon fast Weltmeister. Der

31-Jährige düpierte schon in den Vorläufen die

Konkurrenz. Doyle holte in dieser Rennphase

14 Punkte und beugte sich völlig überraschend

seinem Landsmann Fricke. Im Semifinale erzielte

das „Känguru“ seinen fünften Heatsieg

und zog zum neunten Mal in dieser Saison ins

Finale ein, wo er letztendlich Dritter wurde.

Doyle schrieb insgesamt 18 Zähler, setzte sich

im WM-Klassement deutlich ab und hätte sich

schon in Torun vorzeitig die Goldmedaille sichern

können. Er hatte 22 Punkte mehr als der

zweitplatzierte Dudek. „Ich fühle mich noch

nicht als Weltmeister. Ich kann mich noch sehr

gut erinnern, wie es im vergangenen Jahr aus-

8 BAHNSPORT AKTUELL November '17


gegangen ist. Ich muss sagen, das heutige Rennen

war eine meiner besten GP-Runden. Ich habe

nicht mal davon geträumt, dass ich 18 Punkte

erkämpfen könnte“, erzählte Doyle nach dem

GP. Peter Kildemand fuhr in Stockholm für den

verletzten Greg Hancock und bot eine gute Leistung.

Der Däne erzielte in der Qualifikation

8 Punkte und kam ins Semifinale, wo er jedoch

von Holder gefoult wurde und stürzte. „Spider“

erreichte den Endlauf, griff jedoch nicht ins Geschehen

ein und belegte am Ende den unbeliebten

4. Platz. „Es ist mir schon klar, dass ich

in der Gesamtwertung nicht mehr viel erreichen

kann. Ich will einfach einen guten Eindruck hinterlassen.

Die Chance, eine Wildcard zu bekommen,

ist recht gering. Da haben Iversen oder Pedersen

deutlich bessere Karten als ich. Diese

Saison ist schwierig für mich, darum freue ich

mich sehr über den Einzig ins Finale“, so der

28-jährige Pilot.

In den Vorläufen war Emil Saifutdinow mit drei

Siegen und 12 Punkten zweitbester Fahrer.

Doch dann stürzte der Russe und schied im Semifinale

bereits zum siebten Mal in dieser Saison

aus. Der 28-Jährige war nach Stockholm

WM-Fünfter und hatte noch reale Chancen, eine

Medaille zu holen. Er hatte lediglich 8 Punkte

weniger als Dudek. Chris Holder hatte nach drei

Durchgängen nur 3 Punkte, danach aber konnte

sich der Exweltmeister steigern. „Crispy“ erzielte

zwei Siege und schaffte den Sprung in die

nächste Runde, wo er jedoch nach einer Disqualifikation

ausgeschieden war. „Selbstverständlich

bin ich mit der Entscheidung des Schiedsrichters

nicht einverstanden. Er musste jemanden

ausschließen und es traf mich. Ich habe Peter

nicht absichtlich zu Fall gebracht“, klagte

der Australier über den Ausschluss.

Fredrik Lindgren und Antonio Lindbäck standen

bei der GP-Runde in Malilla auf dem Podium.

Darum waren sie in Stockholm sehr enttäuscht,

dass sie an diesen Erfolg nicht anknüpfen konnten.

Beide begannen verheißungsvoll. Nach

zwei Durchgängen hatten sie jeweils 5 Punkte

vorzuweisen, ließen danach aber etwas nach.

Beide Schweden schlossen die Qualifikation

mit 8 Zählern ab, wobei Lindbäck in Rennen 12

am Start von Martin Smolinski provoziert wurde

und das Band riss. Im ersten Semifinallauf fuhren

beide Skandinavier gegen Doyle und

Zmarzlik, schieden jedoch solidarisch aus.

Lindgren erzielte insgesamt 9 Punkte und hat

noch eine gute Chance, aufs WM-Podest zu

kommen. Der 32-Jährige liegt zurzeit an 4. Position

und hat nur einen Punkt weniger als der

drittplatzierte Maciej Janowski. Der Pole ist im

Vergleich zum Saisonanfang nur noch ein

Schatten seiner selbst. In Stockholm erzielte

„Magic“ 7 Punkte und schied nach der Qualifikation

denkbar knapp aus. „Ich bin nicht zufrieden,

weil das Semifinale zum Greifen nah war.

Schade vor allem um den letzten Lauf. Ich war

ganz nah an Doyle dran, aber es fehlte nicht viel

und ich wäre über sein Hinterrad geflogen. Kildemand

nutzte das sofort aus und ich wurde

Dritter. Man könnte zwar sagen, 2 Punkte hätten

mir gereicht, aber wir kämpfen im GP um jeden

Punkt und kalkulieren dabei nicht“, sagte

der Pole. Er war nach Stockholm noch WM-Dritter

und hat 2 Punkte weniger als sein Landsmann

Dudek. Piotr Pawlicki hatte nach zwei

Durchgängen noch keine Punkte, konnte sich

aber danach etwas steigern. Das reichte jedoch

nicht, um das Semifinale zu erreichen. Der Pole

wurde mit 6 Zählern Zehnter. Ganz anders verlief

der Rennabend für Max Fricke. Der noch amtierende

Juniorenweltmeister fuhr in der

Friends Arena für Nicki Pedersen und hatte nach

drei Durchgängen 6 Punkte. Dabei brachte er

unter anderem Doyle die einzige Niederlage

bei. Doch danach ging der junge Australier

zweimal leer aus und landete am Ende auf Platz

11. Patryk Dudek fuhr in Schweden unter den Erwartungen

und erzielte insgesamt nur 6 Punkte.

In Heat 13 stürzte der 25-Jährige in der Startkurve

und wurde disqualifiziert. Dudek war danach

WM-Zweiter, aber er wird in Melbourne

noch hart kämpfen müssen, um eine WM-Medaille

zu gewinnen.

Tai Woffinden möchte den Abend in Stockholm

sicherlich schnellstens vergessen. Der Engländer

schied eigentlich auf eigenen Wunsch aus.

Er riss in der Anfangsphase des Turniers zweimal

das Startband und wurde logischerweise

disqualifiziert. In den restlichen Läufen wurde

er dreimal Zweiter und das reichte nun mal

nicht um weiterzukommen. Am meisten

schmerzte ihn wohl die Niederlage gegen den

Reservisten Jacob Thorssell, der in Lauf 12 für

Lindbäck startete. Hätte „Woffy“ den Lauf gewonnen,

hätte er sich für das Semifinale qualifiziert.

Der 27-Jährige lag in der WM-Wertung an

6. Stelle und vom 3. Gesamtrang trennten ihn

8 Zähler. Martin Vaculik konnte seinen Erfolg

von Teterow nicht wiederholen und wurde in

Skandinavien mit 5 Punkten nur Vierzehnter.

„Heute war nicht mein Tag. Die Bahn war sehr

schlecht, aber das ist keine Ausrede. Sehr wichtig

waren gute Starts. Und die hatte ich nicht“,

so der Slowake, der im Klassement von Zagar

überholt wurde und Neunter war. Jacob Thorssell

kam in der Friends Arena zweimal zum Einsatz

und erkämpfte respektable 4 Punkte. Der

24-Jährige konnte unter anderem Vaculik, Woffinden

oder Lindgren hinter sich lassen.

Martin Smolinski bestritt sein viertes GP-Rennen

in diesem Jahr. Er ersetzte in Schweden

Niels-Kristian Iversen. Der Olchinger erzielte

4 Punkte und belegte am Ende Rang 16, wobei

seine Leistung besser war als die Platzierung.

„Der GP in der Friends Arena in Stockholm zeigte

deutlich, dass ich noch nicht wieder hundertprozentig

fit bin. Auf einer technisch anspruchsvollen

Bahn braucht man Kraftreserven.

Leider war die Woche Genesung zu wenig

für meinen Körper. Lauf 1 fing vielversprechend

an, mit einem guten 2. Platz hinter Jason Doyle,

den ich mehrfach attackieren konnte. Doch im

Laufe des Rennens verlor ich stark an Kraft und

Ausdauer. Die eingefallene Lunge, der harte

Schlag auf den Rücken schmerzten bei solcher

Extrembelastung noch zu stark, um in der Weltspitze

mithalten zu können. Die Konkurrenz war

einfach besser als ich, mein Team hat gut gearbeitet,

aber mein Körper ist keine Maschine“,

ließ der 32-Jährige wissen. In Heat 12 rutschte

der Deutsche in der Zielkurve aus, konnte jedoch

das Ziel erreichen.

Wie schon im Vorjahr sahen sich relativ wenige

Zuschauer das Rennen an. Laut Organisatoren

verirrten sich insgesamt 14.748 Fans ins Stadion

in Solna. Da man in der Friends Arena 34.000

Plätze vorbereitet hatte, sah es darin ziemlich

leer aus.

Die Bahn ließ viel zu wünschen übrig und die

meisten Fahrer klagten über sie. Es gab viele

Löcher und Rillen, was einen großen Einfluss

auf die Sicherheit der Teilnehmer hatte. Es führte

natürlich auch zu Verzerrungen der Resultate

in den einzelnen Läufen. Ein Grund für die

schlechten Bahnverhältnisse könnte die Witterung

sein. Es war ziemlich kalt und das Baumaterial

konnte sich nicht gut verbinden.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Peter Kildemand vor Martin

Smolinski und Max Fricke

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 11 - Torun/PL

Patryk Dudek gewann in der

MotoArena. Die WM-Krönung

von Jason Doyle wurde vertagt.

Tai Woffinden mischte sich in

den Kampf um Bronze ein.

Titelvergabe vertagt

Jason Doyle hatte vor der vorletzten GP-Runde

22 Punkte Vorsprung auf Patryk Dudek und man

hatte damit gerechnet, dass der Australier sich

schon in Polen das WM-Gold vorzeitig sichern

würde. Aber Doyle, der am Vortag des Rennens

32 wurde, schien noch gut in Erinnerung zu haben,

wo er im vergangenen Jahr den Titel verloren

hatte. Der WM-Leader brachte in Torun eine

gute Leistung, kämpfte aber nicht so entschlossen

und verbissen um jeden Punkt wie sonst.

Doyle war sehr konzentriert, man konnte jedoch

erkennen, dass er unter großem Druck

steht. Er holte in seinem ersten Lauf einen Sieg,

hatte jedoch nach drei Durchgängen nur 4 Zähler

auf dem Konto. Das „Känguru“ schloss die

Qualifikation mit 9 Punkten ab, zog ins Semifinale

ein, aber das war an diesem Abend alles,

was Doyle imstande war zu erreichen. In Heat

21 kam der Australier nicht über den 3. Rang

hinaus, schied aus und belegte mit 10 Zählern

Tagesplatz 7.

Patryk Dudek war in der MotoArena derjenige,

der Doyle die Show stahl. Der Pole fing mit einem

3. Platz etwas bescheiden an, war aber danach

auf der 325 Meter langen Strecke eine

Klasse für sich. In den Vorläufen erkämpfte der

25-Jährige drei Siege und war mit 12 Zählern

bester Pilot dieser Rennphase. Auch in der Finalrunde

war Doyles Verfolger seinen Gegnern

überlegen. Im ersten Semifinallauf holte Dudek

einen Start-Ziel-Sieg und auch im Endlauf ließ

er nach einem guten Start von der Innenbahn

den Rivalen keine Chance. „Es ist immer ein tolles

Gefühl zu gewinnen. Ich freue mich unheimlich.

Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben

soll. Man wird mich nicht mehr fragen, wann ich

meine erste GP-Runde gewinnen werde. Diese

Last bin ich endlich los! Obendrein passierte

das in Polen. Aus diesem Grund bin ich sehr

glücklich“, erzählte der Triumphator nach dem

Turnier. Dudek erkämpfte vor 18.000 Zuschauern

18 Punkte und sein Rückstand auf den WM-

Führenden wurde um 8 Zähler kleiner. Vor dem

abschließenden Rennen in Melbourne hat

Doyle jedoch immer noch einen komfortablen

Vorsprung von 14 Punkten.

Tai Woffinden lag vor dem polnischen GP in der

WM-Wertung an 6. Stelle. Sein GP-Verbleib war

zwar bereits gesichert, aber seine Medaillenchancen

waren auch recht klein. Doch das

Formtief von Maciej Janowski und die verletzungsbedingte

Abwesenheit in Torun von Fredrik

Lindgren führten dazu, dass der zweifache

Weltmeister in Torun seine Chance witterte.

Und tatsächlich. „Woffy“ zeigte in der MotoArena

eine sehr starke Performance. In den Vorläufen

verzeichnete der Engländer zwei Siege und

kam mit 10 Zählern in die nächste Runde. In

Rennen 22 fand der 27-Jährige außen eine

schnelle Linie und setzte sich gegen die Konkurrenz

durch. Im Finale konnte Woffinden gegen

Dudek zwar nichts ausrichten, kam jedoch

als Zweiter ins Ziel. Er schrieb insgesamt

15 Punkte und verbesserte sich in der Gesamtwertung

um 3 Plätze. „Ein Podestplatz ist immer

ein Erfolg. Vor dem Rennen in Torun setzte

ich mir einen Rang unter den Topdrei als Ziel.

Ich freue mich umso mehr, dass ich dieses Ziel

erreichen konnte, weil ich krank bin. Ich bin

10 BAHNSPORT AKTUELL November '17


1. Patrick Dudek (Mitte + rot)

2. Tai Woffinden (links + blau)

3. Bartosz Zmarzlik (rechts)

stark erkältet und fühle mich seit einigen Tagen nicht

gut. Während des Rennens versuchte ich, nicht daran zu

denken und konzentrierte mich nur aufs Speedwayfahren.

Ich habe 2 Punkte Vorsprung auf Maciej Janowski.

Ich will diesen Vorsprung halten und in Melbourne eine

Medaille gewinnen“, sagte der Engländer. Da Woffinden

27 Zähler weniger als Doyle hat, kann er Gold nicht mehr

holen. Auch sein Rückstand auf Dudek ist groß und beträgt

13 Punkte.

Bartosz Zmarzlik wurde in Stockholm Zweiter und stand

in Polen wieder auf dem Podest. In der Qualifikation verzeichnete

der 22-Jährige einen Dreier und erkämpfte in

dieser Rennphase 11 Punkte, doch im Semifinale musste

der Pole alle Register seines Könnens ziehen, um sich

zuerst gegen Milik und dann gegen Przedpelski durchzusetzen.

Seinen Landmann konnte Zmarzlik erst in der

dritten Runde innen überholen und sich letztendlich als

Zweiter im Ziel melden. Im Endlauf rang der Pole Zagar

nieder und bestieg die unterste Podiumsstufe. „Ich

freue mich über den Podestplatz. Ich verschwende noch

keine Gedanken an die nächste GP-Saison. Ich will zuerst

die letzte Runde absolvieren und danach werden wir

sehen, wo wir stehen und was zu tun ist“, sagte Zmarzlik.

Er ist momentan WM-Sechster, aber sein Rückstand

auf Woffinden beträgt lediglich 7 Zähler. Matej Zagar

kam nach seinen Triumphen in Teterow und Stockholm

sehr zuversichtlich nach Polen, aber diesmal verpasste

er das Podium ganz knapp. In den Vorläufen erzielte der

Slowene einen Sieg und zog mit 9 Punkten als Siebtbester

ins Semifinale ein. In Heat 21 startete der 34-Jährige

gut von der Außenbahn, setzte sich an die 2. Stelle und

kam wieder ins Finale. Im Endlauf zuckte Zagar am Startband

und wurde durch Krister Gardell verwarnt. Im Rerun

wollte der Pilot nichts riskieren, kam nicht gut aus

den Bändern und unterlag letztendlich nach einem harten

Kampf Zmarzlik.

Fredrik Lindgren stürzte am 29. September in England

und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo man eine Rückenverletzung

diagnostizierte. Die Mediziner schlossen

weitere Starts des Schweden in dieser Saison aus,

sodass der Skandinavier seine Medaillenträume kampflos

aufgeben musste. Seinen Platz in der MotoArena

nahm Vaclav Milik ein und der Tscheche bewies einmal

mehr, dass er zur Speedwayelite gehört. Der 24-Jährige

kreuzte in den Vorläufen zweimal als Erster die Ziellinie

und qualifizierte sich mit 11 Zählern als zweitbester Pilot

für die nächste Runde. In Rennen 22 fiel Milik an letzter

Position liegend aus und belegte am Ende Rang 5. Trotz

des guten Abschneidens macht sich der Tscheche bezüglich

einer permanenten GP-Wildcard für die nächste

Saison keine Illusionen. „Ich wollte in Torun einen guten

Eindruck hinterlassen. Ich rechne nicht damit, dass ich

eine Wildcard bekomme, aber ich wäre sehr froh, wenn

ich mich geirrt hätte“, so der Pilot. Piotr Pawlicki konnte

sich im Vergleich zu den Rennen in Teterow und Stockholm

steigern. Er erzielte 10 Punkte, erreichte das Semifinale

und wurde am Ende Sechster. Der Pole ist zurzeit

WM-Elfter und hat keine Chance mehr, im kommenden

Jahr wieder dabei zu sein. Für eine Überraschung sorgte

Pawel Przedpelski. Der Fahrer des heimischen Clubs

fuhr in der MotoArena mit der Wildcard, erzielte in der

Quali 9 Punkte und zog ins Semifinale ein, wo er Dritter

wurde. Er belegte am Ende Tagesrang 8.

Peter Kildemand konnte an seinen Erfolg von Stockholm,

wo er Vierter wurde, nicht anknüpfen. Der Däne erkämpfte

in Polen 8 Zähler und schied in den Vorläufen

als Neunter knapp aus. Emil Saifutdinow hatte nach drei

Durchgängen bereits 7 Punkte auf dem Konto und es

schien, als ob der Russe die nächste Runde locker erreichen

würde. Doch dann kam der 27-Jährige zweimal

nicht über die letzten Plätze hinaus und konnte schon

nach 20 Heats seine Technik packen. Saifutdinow belegte

Tagesrang 10, hat aber immer noch eine kleine Chance,

die Bronzemedaille zu gewinnen. Er hat 6 Zähler weniger

als Woffinden. Punktgleich mit dem Russen war

Chris Holder in Torun. Der Australier ist im WM-Klassement

Zehnter und hofft auf eine permanente Wildcard.

In einer ähnlichen Situation befindet sich auch Martin

Vaculik. Im Auftaktlauf stürzte der Slowake in der zweiten

Kurve und wurde disqualifiziert. Er erzielte insgesamt

5 Zähler, was für Platz 13 reichte. Der 27-Jährige

liegt in der WM-Wertung an 9. Position. Sein Rückstand

auf den achtplatzierten Zagar beträgt 7 Zähler.

Seit der GP-Runde in Gorzow ist es Maciej Janowski nicht

mehr gelungen, die Vorläufe zu überstehen. Auch in der

MotoArena schaffte es der 26-Jährige nicht, das Semifinale

zu erreichen. „Magic“ schrieb insgesamt 5 Punkte,

wurde Zwölfter und rutschte in der WM-Wertung um einen

Rang tiefer. Der Pole ist zurzeit WM-Vierter und hat

nur 2 Zähler weniger als Woffinden, aber seine jetzige

Form und technische Probleme nehmen ihm wohl die

Chance, um die Bronzemedaille zu kämpfen. Max Fricke

bestritt als Standby-Fahrer sein drittes GP-Rennen, das

der junge Australier aber sicherlich schnellstens vergessen

möchte. Nach drei Durchgängen hatte der 21-Jährige

schon 4 Zähler auf dem Konto, aber in Heat 15 flog er eingangs

der zweiten Kurve über das Hinterrad von Vaculik

und stürzte spektakulär. Er wurde disqualifiziert und bekam

danach vom Rennarzt keine Freigabe für weitere

Starts. Max ließ sich am 9. Oktober genau untersuchen

und sagte danach seine Teilnahme am australischen GP

in Melbourne ab. Er klagte wieder über Rückenschmerzen.

Man vermutet, dass sie etwas mit der alten Verletzung

des fünften und sechsten Halswirbels zu tun haben.

Im letzten Durchgang startete Bartosz Smektala für

Fricke, ging aber leer aus. Antonio Lindbäck fuhr wieder

deutlich unter den Erwartungen. Der Schwede konnte

nur ein Pünktchen erzielen und wurde Sechzehnter. Der

32-Jährige ist momentan WM-Zwölfter und wir werden

ihn in der nächsten GP-Saison höchstwahrscheinlich

nicht sehen.

Martin Smolinski wurde in Torun unter Wert geschlagen.

Im ersten Lauf legte der Olchinger einen guten Start hin,

übernahm die Führung, wurde jedoch nach einigen Fehlern

durchgereicht und konnte keine Punkte schreiben.

„Ab dem Zeitpunkt haben wir von Lauf zu Lauf an den

Bikes gearbeitet und brachten auch das zweite Bike zum

Einsatz, aber es lief nichts. Vor dem letzten Lauf fanden

wir einen Riss im Ansauggummi, der uns Probleme verursacht

hat“, ließ der 32-Jährige Deutsche wissen.

„Smoli“ schrieb insgesamt 2 Zähler und belegte Rang

15. „Ein Tag zum Abhaken“, fasste der Fahrer seinen Auftritt

zusammen.

Das Rennen in der MotoArena sah sich auch Nicki Pedersen

an. Der dreifache Weltmeister kam nach Torun, um

mit den WM-Verantwortlichen über seine GP-Zukunft zu

reden. Man geht fest davon aus, dass mindestens ein

dänischer Fahrer eine permanente Wildcard bekommen

wird. Neben Pedersen werden auch Niels-Kristian Iversen,

Peter Kildemand, Michael Jepsen Jensen und Leon

Madsen als potenzielle GP-Teilnehmer gehandelt.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Am Rande + WM-Tabelle siehe Seite 46

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-WM

Junioren - 3. + letztes Finale - Pardubice/CZ

Maksym Drabik

Weltmeister

Goldenes Band - Pardubice/CZ

Krcmar siegt,

Härtel wird Zweiter

Am zweiten Tag des Pardubice-Wochenendes

standen 24 Junioren aus zehn Nationen Europas

am am Startband. Nun ging es um die Trophäe

„Goldenes Band“. Diesen Preis galt es

zum 43. Mal zu erobern. Am Nachmittag des

30. Septembers fanden sich über 6000 Zuschauer

im Speedway-Oval ein. Wieder ging es

spannend zur Sache. Die äußeren Umstände

passten, die Sonne trug ihren Teil dazu bei.

Richard Geyer, Lucas Baumann und Michael

Härtel vertraten die deutschen Farben bei diesem

Klassiker. Der Güstrower Baumann kam in

seiner Vorlaufgruppe über Rang 4 nicht hinaus

und musste nach drei gefahrenen Läufen einpacken.

Geyer und Härtel qualifizierten sich für

die Semifinals. Hier war auch für den Sachsen

Geyer Schluss. Härtel ging als Sieger aus seiner

Semifinalgruppe hervor und stand im alles entscheidenden

Tagesfinale. In diesem Endlauf

stockte vor allem den deutschen Fans der Atem.

Nach einem Bombenstart übernahm der frischgebackene

Langbahn-Teamweltmeister die

Führung und gab sie bis zum Zieleinlauf „fast“

nicht mehr ab. Runde um Runde peitschte sich

der Tscheche Eduard Krcmar an Härtel heran.

Auf der Ziellinie musste ein Foto-Finish über

den Sieg entscheiden und das ging an den jungen

Mann aus Tschechien. Bis die Entscheidung

gefallen war, vergingen ein paar Minuten. Zu-

Zu Recht heißt die führende Speedwaynation Polen. Alle internationalen Prädikate,

abgesehen vom noch nicht beendeten GP, haben die jungen Burschen aus unserem

Nachbarland in diesem Jahr gewonnen.

Maksym Drabik kam als Führender am 29. September

ins Böhmerland und wurde seiner Favoritenrolle

absolut gerecht. Er gewann das abschließende

dritte Finale und stand auch als

neuer U21-Champion auf dem obersten Podest.

Vizeweltmeister wurde sein Landsmann Bartosz

Smektala, Platz 3 erkämpfte sich Max Fricke.

Der junge Australier machte einen etwas

enttäuschten Eindruck bei der Siegerehrung.

Sein Ausfall in Lauf 20 kostete ihn wertvolle

Punkte und den Vize-WM-Titel. Seinen Titel aus

dem Vorjahr konnte er somit nicht verteidigen!

Wenn deutsche Fans das Pardubicer Stadion

„belagern“, ist Stimmung vorprogrammiert.

Mehr noch, wenn Fahrer aus ihrem Lande dabei

sind. Lukas Fienhage qualifizierte sich als einziger

DMSB-Starter für diese Junioren-WM-Runde

und enttäuschte seine Anhänger nicht. Gleich

in seinem ersten Heat schrieb er 3 Punkte und

die Zuschauer auf den Rängen waren begeistert.

Auch bei seinem zweiten Auftritt sah Fienhage

als Erster die Zielflagge, wieder jubelten

nicht nur seine Fans. Danach folgten zwei Nullrunden

und bei seinen letzten vier Runden kam

Lukas als Dritter durchs Ziel. „Das Halbfinale

wäre heute drin gewesen, es fehlten nur ein

oder 2 Punkte“, so der hoffnungsvolle Nachwuchsmann.

Als einer der Jüngsten im Fahrerfeld

zeigte sich Fienhage kämpferisch und enttäuschte

keinesfalls. Enttäuschte Gesichter

gab es aber beim Briten Robert Lambert und

seinem Team. Lediglich 3 Punkte konnte das Talent

von der Insel an diesem Freitagabend verbuchen.

Lambert wurde in mehreren Läufen

nach guten Starts förmlich „durchgereicht“.

Auch als Nichtkenner der Speedwayszene

konnte man seine Fahrfehler erkennen.

Ein Spätsommerabend, der es in sich hatte: eine

gut organisierte Veranstaltung, ein zügiger

Ablauf, unfallfreie und spannende Rennen, ein

würdiger Champion, zufriedene Besucher und

Lust auf mehr an den darauffolgenden zwei

Bahnsporttagen in Pardubice…

• Texte: Peter Stanislawski; Fotos: Daniel Sievers

AM RANDE

Auch die Exweltmeister Sam Ermolenko/USA

sowie der Däne Hans Nielsen verfolgten das

Rennen aus der Fahrerlagerperspektive.

Die Dauerstartnummern der Aktiven auf den

Umhängen waren schlecht zu erkennen. Warum

bleibt man nicht bei Altbewährtem? Nummer

1 bis 16 in großen Buchstaben schwarz auf

weiß und der Zuschauer ist zufriedener!

Wer die Fahrkünste der U21-Piloten studiert, ist

fest davon überzeugt, dass sich hier zukünftige

Grand-Prix-Starter etablieren. Einige dieser

„Draufgänger“ werden uns sicher in den

nächsten Jahren viel Freude bereiten …

Speedway-Junioren-WM - 3. + letztes Finale - Pardubice/CZ

29.9.2017

Ergebnis (nach 2 Semifinals + Finale):

1. Maksym Drabik, PL, 18 Punkte; 2. Kacper Woryna, PL, 17;

3. Max Fricke, AUS, 13; 4. Bartosz Smektala, PL, 12; 5. Jack Holder,

AUS, 11; 6. Dimitri Bergé, F, 11; 7. Eduard Krcmar, CZ, 9;

8. Jevgenijs Kostigovs, LV, 9; 9. Patrick Hansen, DK, 8; 10. Brady

Kurtz, AUS, 8; 11. Lukas Fienhage, D, 7; 12. Andreas Lyager,

DK, 6; 13. Alexander Woentin, S, 4; 14. Robert Lambert, GB, 3;

15. Dominik Kubera, PL, 2; 16. Patrik Mikel, CZ, 0.

Endstand (nach 3 Finals): 1. Drabik, 49 Punkte; 2. Smektala,

42; 3. Fricke, 41; 4. Woryna, 33; 5. Kurtz, 32; 6. Holder, 27;

7. Lambert, 27; 8. Bergé, 25; 9. Kostigovs, 25; 10. Lyager, 25;

11. Krcmar, 20; 12. Kubera, 19; 13. Hansen, 15; 14. Woentin, 12;

15. Fienhage, 11.

12 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Goldhelm - Pardubice/CZ

schauer verließen schon das Stadion in der Annahme,

dass Michael Härtel der Sieger sei.

Aber auf den Parkplätzen hörten sie dann überrascht

die tschechische Nationalhymne. Platz

3 ging an Krcmars Landsmann Zdenek Holub.

Im Rahmenprogramm um den 250-ccm-Jawa-

Cup dominierte das deutsche Paar Ben Ernst/

Celina Liebmann. In vier von fünf Läufen hatten

sie die Nase vorn und zeigten Paarfahren par

excellence, der Jubel und Applaus auf den Tribünen

war nicht zu überhören. Im Vorjahr verschenkte

das Deutschland-Paar den Sieg, als

Ben Ernst im Finale aufgrund eines geschlossenen

Kraftstoffhahns in der ersten Runde stehenblieb.

„Dieses Mal haben wir genauer hingeschaut,

ob alles okay ist. So was passiert uns

nicht wieder“, so Vater Martin nach der Siegerehrung.

• Text: Peter Stanislawski; Fotos: D.Sievers

„Goldenes Band“ Pardubice/CZ - 30.9.2017

Ergebnisse:

1. Viertelfinale: 1. Zdenek Holub, CZ, 10 Punkte; 2. Patrick Hansen,

DK, 9; 3. Richard Geyer, D, 7.

Ausgeschieden: 4. Lucas Baumann, D, 5; 5. Jaroslaw Krzywosz,

PL, 4; 6. Jan Mihalik, SK, 1.

2. Viertelfinale: 1. Alexander Woentin, S, 10 Punkte; 2. Patrik

Mikel, CZ, 8; 3. Robert Chmiel, PL, 8.

Ausgeschieden: 4. Niklas Sayrio, FIN, 5; 5. Mike Jacopetti, A, 5;

6. Jakub Valkovic, SK, 2.

3. Viertelfinale: 1. Eduard Krcmar, CZ, 10; 2. Mateusz Tonder,

PL, 8; 3. Nick Skorja, SLO, 7.

Ausgeschieden: 4. Mattia Lenarduzzi, I, 6; 5. Jakob Hojmark,

DK, 3; 6. Josef Novak, CZ, 3.

4. Viertelfinale: 1. Michael Härtel, D, 9; 2./3. Filip Hajek, CZ, 8:

2./3. Michal Skurla, CZ, 8.

Ausgeschieden: 4. Dimitro Mostovik, UA, 6; 5. Kenneth Jörgensen,

DK, 3; 6. Sindy Weber, D, 2.

1. Halbfinale: 1./2. Holub, 9 Punkte; 1./2. Härtel, 9; 3. Tonder, 6.

Ausgeschieden: 4. Mikel, 6; 5. Skurla, 5; 6. Geyer, 5.

2. Halbfinale: 1./2. Hansen, 9; 1./2. Krcmar, 9; 3. Woentin, 6.

Ausgeschieden: 4. Skorja, 6; 5. Chmiel, 5; 6. Hajek, 4.

Finale: 1. Krcmar; 2. Härtel; 3. Holub; 4. Hansen; 5. Woentin;

6. Tonder.

Jawa-Cup 250 ccm: 1. Deutschland, 34 Punkte (Ben Ernst 19,

Celina Liebmann 15); 2. Großbritannien, 17 (Jordan Palin 14,

Kean Dicken 3); 3. Dänemark, 26 (Mathias Rex 18, Mikkel Roth

8); 4. Polen, 15 (Kacper Klosok 3, Filip Nizgorski 12); 5. Lettland,

15 (Gusts 6, Sprogis 9); 6. Tschechien, 13 (Daniel Silhan

7, Milan Dobias 6).

Anmerkung: Die Punkte aus dem Finale wurden nicht mitgewertet.

Es zählte der Zieleinlauf. Deutschland gewann mit den

Plätzen 1 und 2 vor Großbritannien (3 und 6) und Dänemark

(4 und 5).

Zu den Fotos: Siegerehrung Goldenes Band (v.l. Michael

Härtel, Eduard Krcmar und Zdenek Holub) • Michael

Härtel vor Eduard Krcmar • Ben Ernst und Celina

Liebmann in Action und bei der Siegerehrung

Tschechischer Sieg nach 21 Jahren:

Vaclav Milik und

seine Fans im Rausch

Der Höhepunkt des Drei-Tage-Spektakels in

Pardubice war die 69. Auflage des internationalen

Speedwayrennens um den Goldenen Helm.

Über 15.000 Zuschauer kamen ins Stadion, um

die anstehenden 32 Rennen zu verfolgen.

Der Weg war wie immer kein kurzer, um sich bis

ins Finale durchzukämpfen. Die Deutschen

Christian Hefenbrock und Kevin Wölbert begannen

in den Achtelfinal-Gruppen ihre Rennen.

„Hefe“ kam über den letzten Platz nicht hinaus

und packte seine Sachen nach drei Einsätzen

zusammen. Wölbert begann mit einem Laufsieg,

es folgte ein 4. Platz und eine Disqualifikation

wegen Startbandberührung. Aber der

Mecklenburger hatte verdammtes Glück. Seine

7 Punkte reichten gerade so aus, um eine Runde

weiterzukommen.

Zu den Gesetzten in den Viertelfinals gehörte

der Olchinger Martin Smolinski. Auf sein Abschneiden

waren die deutschen Fans besonders

gespannt. Würde der Bayer seine Erfolge

aus den beiden Vorjahren wiederholen oder sogar

noch toppen können? Zwei 3. Plätze waren

die Ausbeute in den Jahren 2015 und 2016. Wölbert

und Smolinski wurden in die gleiche Gruppe

gelost und beide scheiterten leider am Weiterkommen!

Wölbert wurde Vierter hinter Max

Fricke (Australien), dem Russen Emil Saifutdinow

und Antonio Lindbäck aus Schweden.

Smolinski kam überhaupt nicht zum Zuge und

beendete seinen Pardubice-Einsatz mit dem

letzten Platz in seiner Gruppe.

Nach den Halbfinalläufen standen die Finalteilnehmer

fest. Am Startband standen der Pole

Maciej Janowski, Max Fricke, Vaclav Milik, Rune

Holta und Matej Zagar. Lokalmatador Milik erwischte

den besten Start und gab seine Führung

bis ins Ziel nicht mehr ab. Holta, der immer

sehr gut auf der Pardubicer Bahn zurechtkommt,

versuchte mit Kampfgeist den Spieß

noch umzudrehen. Aber er musste sich geschlagen

geben. Platz 3 belegte Fricke.

Die Sensation war perfekt: Nach 21 (!) Jahren

gewann wieder ein Tscheche den begehrten

Goldhelm. 1996 gelang dies letztmalig Tomas

Topinka. Nach dem Sieg ihres Idols Vaclav Milik

gab es für die Fans kein Halten mehr. Zu Hunderten

stürmten sie in den Innenring, um ihren

Sieger zu feiern.

• Texte und Siegerfoto: Peter Stanislawski

Foto oben: Finale mit

Vaclav Milik vor

Maciej Janowski (weiß),

Max Fricke (rot)

und Rune Holta (blau)

• Foto: Daniel Sievers

AM RANDE

Der Sieg im „Kleinen Finale“ durch Andreas

Jonsson (Schweden) ging förmlich unter. Nur

noch ein Name war in aller Munde: Vaclav Milik!

Ein Fernsehinterview mit dem Vater des Siegers,

Vaclav Milik sen., musste abgebrochen

werden. Die Fans umlagerten das Kamera-Team

zu sehr!

Die Fotografen konnten kein „vernünftiges“ Podiumfoto

schießen. Vor und hinter dem Siegerpodest

wurde ausgelassen gefeiert. Eine

Absperrung suchte man vergebens.

Goldhelmrennen Pardubice/CZ - 1.10. 2017

Ergebnisse:

Großes Finale um den Goldhelm: 1. Vaclav Milik, CZ; 2. Rune Holta, PL;

3. Max Fricke, AUS; 4. Gleb Tschugunow, RUS; 5. Matej Zagar, SLO;

6. Maciej Janowski, PL.

Kleines Finale um die Plätze 7-12: 1. Andreas Jonsson, S;

2. Emil Saifutdinow, RUS; 3. Antonio Lindbäck, S; 4. Eduard Krcmar, CZ;

5. Krystian Pieszczek, PL; 6. Jurica Pavlic, KRO.

Halbfinale 1: 1. Fricke, 9 Punkte; 2. Maciej Janowski, PL, 9;3. Tschugunow, 9.

Ausgeschieden: 4. Krcmar, 6; 5. Jonsson, 6; 6. Lindbäck, 3.

Halbfinale 2: 1. Milik, 9; 2. Holta, 8; 3. Zagar, 7.

Ausgeschieden: 4. Pieszczek, 7; 5. Saifutdinow, 5; 6. Pavlic, 2.

Viertelfinale 1: 1. Fricke, 10; 2. Saifutdinow, 8; 3. Lindbäck, 7.

Ausgeschieden: 4. Kevin Wölbert, D, 6; 5. Nicolas Covatti, I, 5;

6. Martin Smolinski, D, 3.

Viertelfinale 2: 1. Milik, 10; 2. Tschugunow, 9; 3. Pavlic, 7.

Ausgeschieden: 4. David Bellego, F, 5; 5. Kenneth Bjerre, DK, 5;

6. Peter Ljung, S, 3.

Viertelfinale 3: 1. Krcmar, 9; 2. Holta, 9; 3. Zagar, 8.

Ausgeschieden: 4. Artem Laguta, RUS, 7; 5. Ondrej Smetana, CZ, 3;

6. Daniel Gappmaier, A, 0.

Viertelfinale 4: 1. Janowski, 10; 2. Pieszczek, 8; 3. Jonsson, 8.

Ausgeschieden: 4. Hans N. Andersen, DK, 6; 5. Dimitri Bergé, F, 4;

6. Josef Franc, CZ, 2.

Vorrunde 1: 1. Fricke, 10; 2. Bellego, 9. 3. Smetana, 6.

Ausgeschieden: 4. Matej Kus, CZ, 6; 5. Matic Ivacic, SLO, 4;

6. Christian Hefenbrock, D, 3.

Vorrunde 2: 1. Pieszczek, 10; 2. Covatti, 9; 3. Tschugunow, 7.

Ausgeschieden: 4. Hynek Stichauer, CZ, 7; 5. Nick Skorja, SLO, 3;

6. Norbert Magosi, H, 2.

Vorrunde 3: 1. Gappmaier, 9; 2. Franc, 8; 3. Wölbert, 7.

Ausgeschieden: 4. Zdenek Holub, CZ, 7; 5. Alexander Woentin, S, 6;

6. Patrik Mikel, CZ, 2.

Vorrunde 4: 1. Ljung, 10; 2. Krcmar, 9; 3. Bergé, 8.

Ausgeschieden: 4. Patrik Hougaard, DK, 5; 5. Andrij Kobrin, UA, 4;

6. Alessandro Milanese, I, 0.

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY-EM

Finale 4 - Lublin/PL

Andzejs Lebedevs ist neuer

Europameister. Der junge

Lette ging mit einem Vorsprung

von 4 Zählern auf

Milik ins abschließende

EM-Rennen, beugte sich jedoch

im ersten Lauf seinem

größten Kontrahenten und

wurde nur Dritter.

Andzejs Lebedevs Europameister

Doch danach lief es für den 22-Jährigen wesentlich

besser. In den drei weiteren Rennen erzielte

er 8 Punkte und brauchte in Heat 20 nur noch

einen Zähler, um für die Konkurrenz uneinholbar

zu werden und den Titelgewinn feiern zu

können. Lebedevs holte einen weiteren Dreier,

qualifizierte sich direkt fürs Finale und stand

als neuer Europameister fest. Im Endlauf startete

der Lette schlecht, lag zunächst an letzter Position,

rang jedoch Pawlicki und Laguta nieder

und wurde vor über 3000 hartgesottenen Zuschauern

Tageszweiter. „Ich bin über den Sieg

unheimlich glücklich, weil der letzte Monat

nicht einfach für mich war. Ich könnte vor Glück

heulen. Das ist ein großer Erfolg für das lettische

Speedway. Vor dem Rennen beschloss ich

anzugreifen und nicht nur die Führung verteidigen

zu wollen. Ich wollte zeigen, was ich drauf

habe. Im ersten Lauf war ich noch etwas im

Stress, aber das ging schnell vorbei“, sagte Lebedevs,

der in vier Finalrunden insgesamt

52 Punkte erzielte.

Vaclav Milik hatte in Lublin nach vier Durchgängen

9 Punkte, kämpfte immer noch um den Titel,

kam aber in Lauf 18 nicht über den 3. Rang

hinaus und hatte danach keine Chance mehr

aufs Gold. Schlimmer noch, der Tscheche wurde

in der Gesamtwertung durch Artem Laguta

eingeholt. Der Russe zog nach 20 Heats direkt

in den Endlauf ein, während Milik zuerst im

Last-Chance-Heat an den Start musste. In der

Startkurve kollidierte der 24-Jährige mit Pawlicki

und beide Fahrer stürzten. Susanne Hüttinger

disqualifizierte den Tschechen, aber die

Entscheidung war sehr umstritten. Kasprzak

drängte nämlich Pawlicki nach außen ab und

der 26-Jährige stand dann plötzlich quer. Milik

fuhr dahinter und hatte keine Möglichkeit

mehr, Pawlicki auszuweichen. Richtiger wäre

gewesen, den Lauf mit allen Fahrern wiederholen

zu lassen. Durch die Entscheidung der

Schiedsrichterin verlor Milik die Silbermedaille

und wurde letztendlich EM-Dritter. „Ich bin mit

der Medaille zufrieden. Im Last-Chance-Heat

hätte ich nicht disqualifiziert werden sollen. Ich

wählte die Außenlinie und dort wurde Przemek

von Kasprzak abgedrängt. Wie sollte ich bremsen?

Ich hätte mit Laguta noch um Silber kämpfen

können, aber es ist auch nicht schlecht, die

Bronzemedaille zu haben. Im kommenden Jahr

werde ich um Gold fighten“, gab Milik zu Protokoll.

Dank seines 3. Platzes im Finale holte Artem

Laguta den Vizemeistertitel. Der Russe kam

auf insgesamt 45 Zähler und hatte am Ende nur

einen Punkt mehr als der Tscheche. „Es war

heute schwierig, die Technik optimal abzustimmen.

Zuerst war mein Motor zu stark und in der

Endphase wieder zu schwach. Ich freue mich

sehr, dass ich in Lublin Dritter geworden bin

und die Silbermedaille gewonnen habe“, sagte

Laguta.

Tagessieger auf der 388 Meter langen Bahn in

Lublin wurde Krzysztof Kasprzak. Der Pole hatte

vor dem Rennen keine Chance mehr auf den Titel,

aber er kam unter die Topfünf und sicherte

sich damit als Gesamtvierter die EM-Teilnahme

fürs kommende Jahr. In Heat 13 stürzte „KK“

spektakulär, als er Michael Jepsen Jensen attackierte,

aber glücklicherweise zog sich der 33-

Jährige keine Verletzung zu. „Ich freue mich

über den Sieg, aber ich wusste vor dem heutigen

Rennen, dass ich schon in Hallstavik die

Medaillenchancen verloren hatte. Ich fuhr dort

kurz nach meiner Handverletzung und erkämpfte

viel zu wenige Punkte (Kasprzak hatte in

Schweden 6 Zähler – Anm. der Red.). Nach dem

Sturz ist alles okay. Ich erlitt ein paar Prellungen,

aber ich muss sagen, ich hatte viel Glück“,

sagte der Pole. Auch Andreas Jonsson wird in

der nächsten Saison wieder dabei sein. Der

Schwede erkämpfte in Lublin 7 Zähler und wurde

zwar nur Tageszehnter, aber in der Gesamtwertung

belegte der 37-Jährige Rang 5.

Großes Foto: Der neue Europameister Andzejs

Lebedevs vor Vaclav Milik und Artem Laguta

Kleines Foto (v.l.): Laguta, Lebedevs und Milik

Martin Smolinski zeigte in Ostpolen eine gute

Leistung. Der Olchinger verzeichnete einen

Sieg und wurde mit 8 Zählern Siebter. Seine

Punkteausbeute hätte etwas größer sein können,

wäre der 32-Jährige in seinem ersten Lauf

an 3. Stelle liegend nicht ausgefallen. Im EM-

Klassement landete „Smoli“ auf Platz 11.

In Heat 11 schnellte das Startband ungleichmäßig

hoch. Jonsson stellte daraufhin seine Maschine

ins Innenfeld, aber die restlichen Teilnehmer

absolvierten vier Runden und kamen

ins Ziel. Die Unparteiische sah sich auf Video

die Situation nochmals genau an und ordnete

an, nach Reparatur der Startmaschine den Lauf

zu wiederholen.

Erst beim dritten Anlauf ist es den Organisatoren

gelungen, das Rennen durchzuführen. Am

16. September machte ihnen Regen einen

Strich durch die Rechnung. Aus dem gleichen

Grund musste das Turnier auch zwei Tage später

abgesagt werden. Am 14. Oktober hatte man

mehr Glück, obwohl die Veranstaltung auch

diesmal vom Regen nicht ganz verschont geblieben

war.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Speedway-EM - Finale 4 - Lublin/PL - 18.9.2017

Ergebnis:

1. Krzysztof Kasprzak, PL, 13 Vorlaufpunkte; 2. Andzejs Lebedevs,

LV, 14; 3. Artem Laguta, RUS, 13; 4. Przemyslaw Pawlicki,

PL, 11; 5. Kenneth Bjerre, DK, 11; 6. Vaclav Milik, CZ, 10; 7. Martin

Smolinski, D, 8; 8. Leon Madsen, DK, 7; 9. Daniel Jeleniewski,

PL, 7; 10. Andreas Jonsson, S, 7; 11. Andrej Kudrjaschow,

RUS, 7; 12. Michael Jepsen Jensen, DK, 7; 13. Mateusz

Szczepaniak, PL, 5; 14. Mikkel Bech, 4; 15. Jurica Pavlic, KRO,

1; 16. Kacper Gomolski, PL, 1.

Endstand: 1. Lebedevs, 52 Punkte; 2. Laguta, 45; 3. Milik, 44;

4. Kasprzak, 39; 5. Jonsson, 39; 6. Pawlicki, 34; 7. Szczepaniak,

29; 8. Bjerre, 28; 9. Kudrjaschow, 26; 10. Jepsen Jensen,

24.

Ferner: 11. Smolinski, 20; 16. Kai Huckenbeck, D, 12.

14 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Paar - Finale - Lonigo/I

Favoritensieg

Das polnische Team galt vor dem Finalrennen als Favorit und

wurde im italienischen Lonigo seiner Rolle gerecht, aber der

Rennanfang der „Weiß-Roten“ war alles andere als optimal.

Im ersten Lauf holten die Polen gegen die Gastgeber nur ein Unentschieden.

Nicolas Covatti überholte in der zweiten Runde Tobiasz Musielak und

kreuzte als Erster die Ziellinie. Einen weiteren Punkt verloren sie in Heat 6

gegen die Engländer. Grzegorz Zengota beging in der Startkurve einen

groben Fahrfehler und konnte danach nur noch Ellis Perks hinter sich lassen.

Erst im weiteren Rennverlauf zeigte die Mannschaft von Manager Rafal

Dobrucki ihre Überlegenheit. Sie erzielte zwei Doppelsiege und traf in

Rennen 18 auf die Russen. Dieses Duell entschied über die Goldmedaille.

Musielak und Zengota kamen besser aus den Bändern, setzten sich an die

Spitze, erkämpften einen 5:1-Sieg und feierten vor zirka 2500 Zuschauern

den Titelgewinn. Die Polen kamen insgesamt auf 27 Zähler. „Es ist niemals

einfach zu siegen und Speedway ist ein harter Sport. Wir gaben heute

unser Bestes“, sagte Tobiasz Musielak, der mit 17 Punkten bester Fahrer

des Finals war. Grzegorz Zengota steuerte wichtige 10 Zähler bei.

Das russische Team trat auf der 330 Meter langen Bahn mit Artem Laguta

an und holte am Ende die Silbermedaille, aber der 26-Jährige bestritt in

Lonigo nur vier Läufe. Hätte man ihn öfter ans Startband geschickt, hätten

die Russen vielleicht die Triumphatoren stärker unter Druck setzen können.

Die Franzosen schrieben in Italien Geschichte. David Bellego und Dimitri

Bergé schlossen das Rennen mit 20 Zählern ab und hatten am Ende nur einen

Punkt weniger als Russland. Frankreich belegte Gesamtrang 3 und

holte die erste Medaille im europäischen Paarwettbewerb. Mit dabei war

auch Mathieu Trésarrieu, aber der neue Langbahnweltmeister kam nicht

zum Einsatz. Die Gastgeber, die im vergangenen Jahr in Riga sensationell

den EM-Titel gewonnen hatten, mussten sich diesmal mit dem unbeliebten

4. Platz begnügen. Nicolas Covatti erkämpfte 12 Punkte, erhielt jedoch

von seinen Teamkollegen kaum Unterstützung. Dänemark erzielte in

Lonigo ebenfalls 15 Zähler, landete jedoch aufgrund der Majorität der

besseren Plätze auf Rang 5.

Speedway-Paar-EM - Finale - Lonigo/I - 30.9.2017

Ergebnis:

1. Polen, 27 Punkte (Tobiasz Musielak 17, Grzegorz Zengota 10, Mateusz Szczepaniak N); 2. Russland,

21 (Andrej Kudrjaschow 7, Wiktor Kulakow 4, Artem Laguta 10); 3. Frankreich, 20 (David Bellego

13, Dimitri Bergé 7, Mathieu Trésarrieu N); 4. Italien, 15 (Michele Paco Castagna 1, Nicolas

Covatti 12, Guglielmo Franchetti 2); 5. Dänemark, 15 (Mikkel B. Andersen 11, Rasmus Jensen 4);

6. Großbritannien, 14 (Steve Worrall 12, Ellis Perks 2); 7. Lettland, 13 (Olegs Mihailovs 9, Jevgenijs

Kostigovs 4).

Polen (mit v.l. Mateusz Szczepaniak, Tobiasz Musielak und Grzegorz Zengota) holte

sich auch noch den Paar-Europameistertitel; Vize-Europameister wurde Russland

(mit Andrej Kudrjaschow, Artem Laguta und Wiktor Kulakow) vor Frankreich (mit Dimitri

Bergé, Mathieu Trésarrieu u. David Bellego) • Foto: FIM Europe/Roberto Tomba

Die Letten schickten junge Fahrer nach Lonigo. Sie schlugen sich in der

Rennanfangsphase sehr tapfer. Nach zwei Läufen hatten sie 7 Punkte auf

dem Konto, aber in Rennen 10 stürzte Jevgenijs Kostigovs. Der 21-Jährige

verletzte sich am Handgelenk und absolvierte keine Läufe mehr. Olegs

Mihailovs fuhr danach allein, aber auch der 18-Jährige stürzte in Heat 19

spektakulär. Lettland erzielte letztendlich nur einen Punkt weniger als die

Engländer und belegte den letzten Platz. • Georg Dobes

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SPEEDWAY-DM

Olching

Titel für

Kevin

Wölbert

nach Regenabbruch

Der neue Deutsche Speedwaymeister Kevin Wölbert vor Vize Kai Huckenbeck, Lukas Fienhage und dem DM-Dritten Tobias Busch

Foto rechts unten: Erik Bachhuber siegt in der Juniorenklasse vor Julian Kuny und Alexandra Schauer

+

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16 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Das Wetter spielte nicht ganz mit – nach witterungsbedingtem

Rennabbruch holte sich der

28-jährige Speedway-Profi Kevin Wölbert aus

Heidhof (Mecklenburg-Vorpommern) am 17.

September in Olching nach 2008 und 2011 zum

dritten Mal den Titel des Deutschen Meisters.

Herbstlich kühl und bewölkt begann in Olching das Finale

zur Deutschen Speedwaymeisterschaft – und dann erhielten

die Fans auch noch die Nachricht, dass der Olchinger

Lokalmatador Martin Smolinski auf seiner Heimbahn

nicht antreten konnte: Nur zwei Tage zuvor war er beim

Rennen in Cloppenburg gestürzt und hatte sich eine

schwere Gehirnerschütterung zugezogen. Mit dem erhofften

sechsten DM-Titel wurde es für „Smoli“ somit nichts.

Pünktlich zum Rennbeginn kam dann doch noch die Sonne

heraus und schon in den ersten Läufen ging es heiß

her. Sowohl Kevin Wölbert als auch Kai Huckenbeck und

Tobias Busch legten in den ersten beiden Durchgängen je

zwei Laufsiege hin. Der erste dieser drei Topfavoriten, der

dann Federn lassen musste, war der spätere Gesamtsieger

Kevin Wölbert: Erik Riss war in Lauf 10 einfach schneller.

Huckenbeck und Busch gewannen ihre Läufe auch im dritten

Durchgang. Die beiden trafen dann im vierten Durchgang

aufeinander – die Nase hatte dann allerdings Wölbert

vorne, der ebenfalls in diesem Lauf startete. Er setzte

sich nach einem erbitterten Kampf mit Huckenbeck

schließlich durch. Für Busch endete der Lauf als Nullrunde.

Und klar war in dem Moment auch, dass es an diesem

Tag keinen Maximumsieger mehr geben konnte.

Mit dem letzten Durchgang kam dann schließlich der Regen

– und noch mal jeweils ein weiterer Laufsieg für Huckenbeck

und Wölbert, bevor das Driften auf der völlig

durchnässten Bahn immer schwieriger wurde und das

Rennen unterbrochen werden musste.

Nach dem Regenschauer kam zwar die Sonne wieder zum

Vorschein und die Funktionäre des MSC Olching hatten

nun alle Hände voll zu tun, um das Wasser von der Bahn zu

bekommen. Doch der letzte Durchgang konnte dann leider

doch nicht mehr fortgesetzt werden. Die Bahn war

trotz intensiver Bemühungen nicht mehr befahrbar.

Gewertet wurde nach dem vierten – und somit letzten vollständig

gefahrenen Durchgang. Den Titel des Deutschen

Meisters holte sich Kevin Wölbert vor Kai Huckenbeck und

Tobias Busch.

Im Beiprogramm siegte in der Juniorenklasse B Stefan

Bachhuber vor Julian Kuny und Alexandra Schauer.

Die Juniorenklasse C entschied Jonas Wilke für sich. Zweiter

wurde hier Maximilian Troidl, Dritter Tim Wunderer.

• Text: Tanja Schön; Fotos: Niklas Breu

ADAC-Speedwayrennen Olching - 17.9.2017

Ergebnisse:

Junioren B: 1. Erik Bachhuber, 16 Punkte; 2. Julian Kuny, 13; 3. Alexandra

Schauer, 13; 4. Sebastian Adorjan, 9; 5. Sarah Fischer, 8; 6. Patrick Erhardt, 7;

7. Laura Linner, 7; 8. Luca Kastner, 7; 9. Cyril Hoffmann, 6; 10. Leonie Weinhold,

4; 11. Manuel Thalmann, 4; 12. Eric Puffer, 4; 13. Toni Eichhorn, 2;

14. Maximilian Gammel, 0.

Junioren B: 1. Jonas Wilke, 12 Punkte; 2. Maximilian Troidl, 7; 3. Tim Wunderer,

3; 4. Maximilian Pongratz, 0.

SPEEDWAY-DM SOLO

Pl./Name 1 2 3 4 Ges.

1. Kevin Wölbert 3 3 2 3 11

2. Kai Huckenbeck 3 3 3 2 11

3. Tobias Busch 3 3 3 0 9

4. Max Dilger 2 1 3 3 9

5. Erik Riss 3 2 3 A 8

6. Mark Riss 2 1 2 3 8

7. Michael Härtel 2 2 1 3 8

8. Tobias Kroner 1 3 1 2 7

9. Valentin Grobauer 0 2 2 2 6

10. Lukas Fienhage 2 2 0 1 5

11. René Deddens 1 1 0 2 4

12. Dominik Möser 1 0 2 1 4

13. Mathias Bartz 0 1 1 1 3

14. Ethan Spiller 1 0 0 1 2

15. Daniel Spiller 0 0 1 0 1

16. Geert Bruinsma 0 A A N 0

17. Sandro Wassermann N N N 0 0

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 17


SPEEDWAY-DM

Finale 1 - Brokstedt - Landshut

Tobi Kroner (rot) und Stephan Katt (blau) gegen

Dominik Möser und Valentin Grobauer

Wikinger legten nach starke

Brokstedt siegt mit (v.l.) Stephan Katt,

Hannes Gast, Tobias Kroner, Lukas

Fienhage, Kai Huckenbeck und Rune

Holta gegen Landshut mit (v.l.)

Dominik Möser, Valentin Grobauer,

Martin Smolinski und Sandro

Wassermann (es fehlen Erik

und Mark Riss)

18 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Leistung vor

MSC Brokstedt gewann

1. Bundesliga-Finale

gegen Landshut.

Erleichterung und Freude bei den Verantwortlichen

des MSC Brokstedt e.V. im ADAC. Mit einem

45:39-Heimsieg gegen den AC Landshut

hatte sich die Mannschaft der „Wikinger“ eine

glänzende Ausgangslage für das zweite und

letztlich entscheidende Finale um die deutsche

Mannschaftsmeisterschaft in der Speedway-

Bundesliga am 3. Oktober in Landshut verschafft.

Dabei stand vor dem Rennen auf dem Holsteinring

ein großes Fragezeichen. „Wir haben uns

die Entscheidung, ob das Rennen überhaupt

stattfinden kann, nicht leichtgemacht“, so

Brokstedts Pressesprecher Michael Schubert.

In der Tat ließen die Wetterprognosen im Vorfeld

einen sportlichen Wettbewerb eher unwahrscheinlich

erscheinen. Da sich die beiden

Teams aus Brokstedt und Landshut allerdings

nicht auf einen Ausweichtermin einigen konnten,

wurde das Risiko einer kurzfristigen Absage

in Kauf genommen. „Wir haben alles auf die

berühmte Karte gesetzt, obwohl eine Rennabsage

ein hohes finanzielles Risiko bedeutet

hätte.“ Am Ende ging die Rechnung des MSC in

mehrfacher Hinsicht auf. Nachdem auf das Rahmenprogramm

nahezu komplett verzichtet wurde

und viele helfende Hände mobilisiert wurden,

die fieberhaft an einem rennfähigen Zustand

der Bahn arbeiteten, konnte das erste

Bundesliga-Finale letztlich wie geplant gestartet

werden.

Was die rund 1000 Fans – leider schienen sich

doch viele Zuschauer durch die Wettervorhersage

abschrecken lassen – dann zu sehen bekamen,

war Motorsport auf höchstem Niveau.

Beide Mannschaften präsentierten jeweils engagierte

Leistungen, wobei die Hausherren eindeutig

den besseren Start erwischten und die

ersten beiden Läufe für sich entscheiden konnten.

Was folgte war ein offener Schlagabtausch

auf Augenhöhe. Beim Stand von 27:27 nach

dem neunten Lauf spitzte sich das spannende

Duell der beiden Finalisten zu, wobei Brokstedt

die entscheidenden Akzente setzen und letztlich

mit 45:39 gewinnen konnte.

Mit diesem Heimsieg im Gepäck durfte die

Mannschaft von Teammanagerin Sabrina

Harms nun mit breiter Brust nach Landshut reisen.

Harms: „Dieser Vorsprung ist zwar dünn,

verschafft uns allerdings die Ausgangslage, auf

die wir gehofft haben.“

Für den MSC Brokstedt hätte nun eine knappe

Niederlage beim amtierenden deutschen Meister

zum Titelgewinn reichen können, werden

doch am Ende die Punkte aus beiden Finalrennen

addiert. Für den MSC wäre es nach 1997

und 2014 der dritte Meisterschaftsgewinn in

der Vereinsgeschichte gewesen, doch sollte am

Ende dieser Vorsprung für die Mannschaft des

MSC nicht für den Titelgewinn reichen.

Für MSC-Kapitän Tobias Kroner, der 17 Jahre in

Diensten der „Wikinger“ stand, war das erste

Finale gleichzeitig das letzte Rennen auf dem

Holsteinring. Bereits vor einigen Wochen hatte

Kroner angekündigt, seine sportliche Karriere

nach dieser Saison zu beenden. Mit bewegenden

Worten von Stadionsprecher Michael Schubert

wurde Kroner im Rahmen der Siegerehrung

verabschiedet, was bei vielen Fans für feuchte

Augen sorgte.

• Text: Sam Schneider; Fotos: Wolfgang Radszuweit

Bundesliga - Finale 1 - Brokstedt - 30.9.2017

Ergebnis:

1. MSC Brokstedt Wikinger, 45 Punkte (Rune Holta 14, Kai Huckenbeck

12, Lukas Fienhage 5, Tobias Kroner 9, Hannes Gast 1,

Stephan Katt 4); 2. AC Landshut Devils, 39 Punkte (Martin Smolinski

16, Erik Riss 6, Mark Riss 2, Valentin Grobauer 6, Sandro

Wassermann 1, Dominik Möser 8).

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 19


SPEEDWAY-DM

Finale 2

Landshut - Brokstedt

ACL ist Deutscher M

Tollhaus OneSolar-Arena: ACL ringt Brokstedt vor 2600 Zuschauern mit

49:35 nieder • Devils drehen das Finale in der 1. Speedway Bundesliga

und holen den 18. Meistertitel

Devil Martin Smolinski gegen

Wikinger Tobias Kroner

20 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Die AC Landshut Devils besiegen

die Wikinger aus Brokstedt

eister

Erik Riss gegen Kai Huckenbeck

Der neue Deutsche Speedwaymeister ist der alte

– mit einer fulminanten Aufholjagd erkämpften

sich die AC Landshut Devils am Tag der

Deutschen Einheit vor heimischem Publikum

ihren 18. Meistertitel. 2600 begeisterte Zuschauer

erlebten in der OneSolar-Arena von Anfang

an eine packende Partie und waren am Ende

angesichts eines 49:35-Triumphs schier aus

dem Häuschen.

Ebenso natürlich auch die ACL-Verantwortlichen:

„Hammer, einfach der Hammer. Großes

Kompliment an meine Jungs, was die heute auf

die Bahn gezaubert haben, war phänomenal“,

so ACL-Coach Jan Hertel. Und auch ACL-Kapitän

Martin Smolinski genoss den Glücksmoment:

„Yeah, wir haben es wieder geschafft. Ich möchte

mich aber zunächst beim Club, dem Bahndienst

und den Funktionären bedanken, die mit

dem Abdecken der Bahn Unglaubliches geleistet

haben, sonst hätte es gar kein Rennen gegeben,“

so Smolinski. „Dann haben uns auch

noch die Fans nach vorne gepeitscht und das

ganze Stadion stand hinter uns. Das hat uns allen

noch einmal einen richtigen Schub gegeben

und wir haben den 18. Titel geholt“, so der freudestrahlende

Kapitän.

Die Nerven der 2600 Speedwayfans wurden jedoch

auf eine harte Probe gestellt. Nach einer

39:45-Niederlage am Samstag zuvor in Brokstedt

änderte der Rekordmeister für die alles

entscheidende Heimpartie noch einmal seine

Aufstellung und so kam Leon Madsen an den

Start. Der dänische Superstar gehörte die ganze

Saison über dem Kader an und konnte stets

überzeugen. Nun sollte also die Aufholjagd

starten und dem in Führung liegenden Wikingerschiff

möglichst rasch Schlagseite beigebracht

werden. Doch es begann zäh. Zwar siegte

Madsen erwartungsgemäß im Auftaktrennen

vor Rune Holta, doch da sich Valentin Grobauer

nicht gegen Lukas Fienhage durchsetzen konnte,

hieß es nur 3:3. In Heat 2 dann erkämpften

Martin Smolinski und Dominik Möser ein 4:2

gegen Kai Huckenbeck und Hannes Gast. Tragisch

endete das Rennen für Gast, der ausgangs

der Zielkurve auf Position 4 liegend die

Kontrolle verlor und über die Bande katapultiert

wurde. Er zog sich einen Oberschenkelund

Handgelenksbruch zu. Durch dieses Ergebnis

lagen die Devils zwar in der Tageswertung

schon vorne, in der Gesamtwertung aber immer

noch 4 Punkte hinten. Heat 3 brachte mit einem

Sieg von Wikinger-Kapitän Tobias Kroner gegen

Erik Riss und Sandro Wassermann wieder ein

3:3, und auch nach dem ersten Bahndienst

konnten die Devils nicht weiter verkürzen, da

der Sieg von Smolinski durch die Plätze 2 und 3

für Stephan Katt und Tobias Kroner quasi „egalisiert“

wurde. Heat 4 brachte ein 4:2 für die Devils,

doch die 2 aufgeholten Punkte schmolzen

durch das anschließende 2:4 der Brokstedter

sogleich wieder dahin.

Bemerkenswert in diesem Heat Sandro Wassermann,

der mit der Landshuter Bahn deutlich

besser zurechtkam als noch vor ein paar Tagen

mit der Bahn in Brokstedt, sich an Lukas Fienhage

vorbei von 3 auf 2 vorkämpfte und sogar

ein paar Attacken auf den führenden Holta startete.

Erik Riss fiel mit technischem Defekt aus.

Nervenaufreibend ging es weiter, die Heats

7 und 8 sahen wiederum jeweils ein 3:3 – so

langsam wurde es Zeit für die Devils, den verbliebenen

Rückstand aufzuarbeiten. Heranrücken

konnten sie wieder durch ein 4:2 von Madsen

und Grobauer gegen Kroner und Katt. Den

entscheidenden Durchbruch brachte dann Heat

10, als sich das Landshuter Spitzenduo Madsen/Smolinski

durch Paarfahren ein sicheres

5:1 gegen Holta/Huckenbeck sicherte.

Somit lagen die Devils plötzlich ganze 8 Punkte

in der Tageswertung vorne und hatten erstmals

auch die Brokstedter in der Gesamtwertung

überholt. Doch die Wikinger holten sogleich

zum Gegenschlag aus und fuhren in Heat 11 alle

Geschütze auf: Kroner wurde als Joker eingesetzt,

Holta statt Fienhage als taktische Reserve.

Doch die Teufel konnten in Person von Erik

Riss und Valentin Grobauer den Joker abwehren

und mit erstklassigem Paarfahren Kroner hinten

halten, während Holta den Sieg holte. So

gingen die Isarstädter mit einem knappen

2-Punkte-Vorsprung in der Gesamtwertung in

den letzten Heat vor den beiden Finalläufen. Mit

einem überragenden Doppelsieg von Sandro

Wassermann und Dominik Möser legten die Devils

so letztlich den Grundstein für den Erfolg,

konnte doch der Vorsprung auf 12 Punkte in der

Tages- und 6 Punkte in der Gesamtwertung ausgebaut

werden.

In den beiden Finalläufen ließen sich die Niederbayern

die Butter nicht mehr vom Brot nehmen

und so stand es am Ende 49:35 für die Devils

in der Tages- und 88:80 in der Gesamtabrechnung,

der AC Landshut durfte sich somit

neuer-alter Deutscher Meister nennen.

„Das war eine ganz enge Kiste heute und wahrlich

nichts für schwache Nerven“, so Sportleiter

Stefan Hofmeister nach dem Rennen erschöpft,

aber glücklich. Martin Smolinski schwärmte

von der tollen Teamleistung am heutigen Tage,

und Leon Madsen erklärte, er sei „stolz gewesen,

als Gerald (Simbeck) angerufen hat und

mich um Hilfe bat, den Titel wieder nach Landshut

zu holen.“ So darf also in der Dreihelmenstadt

ein weiterer Titel gefeiert werden. „Die

Veranstaltung heute war der Wahnsinn“, so

ACL-Vize Gerald Simbeck nach seiner fast schon

obligatorischen Weißbierdusche bei der Siegerehrung.

„Packende Läufe und Spannung bis

zu den letzten Heats. Schon der Renntag in

Brokstedt war ein prima Aushängeschild für

den Speedwaysport in Deutschland und die

heutige Veranstaltung hat noch mal eine Schippe

draufgelegt. Gratulation an die Brokstedter,

die sich wiederum als fairer Gegner und würdiger

Vizemeister gezeigt haben. An dieser Stelle

auch ein Dank an die Brokstedter Fans, die heute

ebenfalls einen Beitrag zur guten Stimmung

in der OneSolar-Arena geleistet haben. Und

selbstverständlich die besten Genesungswünsche

an Hannes Gast.“ • Claudia Patzak-Krüger

Bundesliga - Finale 2 - Landshut - 3.10.2017

Ergebnis:

1. AC Landshut Devils, 49 Punkte (Leon Madsen 15, Martin Smolinski

14, Valentin Grobauer 4, Erik Riss 5, Dominik Möser 3,

Sandro Wassermann 8); 2. MSC Brokstedt Wikinger, 35 (Rune

Holta 12, Kai Huckenbeck 10, Lukas Fienhage 3, Tobias Kroner 7,

Hannes Gast 0, Stephan Katt 3).

Endstand: 1. Landshut, 88 Punkte; 2. Brokstedt, 80.

Abschiedsgeschenk

für Tobias Kroner;

Martin Smolinski

(rechts) und

Kai Huckenbeck

sagen „Danke“

• Fotos:

Klaus Goffelmeyer

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 21


Gespannsieger

Markus Venus/

Markus Heiß

1. Black Forest Eagles

2. Meißen Hornets (links)

3. Diedenbergen Rockets

Team Cup Haunstetten

Black Forest

Eagles

gewinnen

Im bayerischen Haunstetten traten am 24. September

die einheimischen Arrows sowie die

Diedenbergen Rockets zu ihrem letzten Rennen

im STC 2017 an.

Gewinnen konnten dieses Aufeinandertreffen

die Black Forest Eagles aus Berghaupten, die

genauso wie Herxheim noch zwei Rennen bestreiten

müssen, vor den Meißen Hornets. Sehr

eng war der Kampf um diesen 2. Platz, denn das

bisher ungeschlagene Team aus Sachsen belegte

diesen Rang mit lediglich einem Punkt

Vorsprung auf die hessischen Raketen. • SVG

Speedway Team Cup - Haunstetten - 24.9.2017

Ergebnis:

1. Black Forest Eagles, 41 Punkte (Max Dilger 11, Daniel Spiller 9,

Ethan Spiller 12, Maximilian Pongratz 9); 2. Meißen Hornets,

35 (Kevin Wölbert 13, Ronny Weis 6, Richard Geyer 6, Celina

Liebmann 10); 3. Diedenbergen Rockets, 34 (Mathias Bartz 11,

Valentin Grobauer 13, Maximilian Pott 5, Leon Maier 5);

4. Haunstetten Arrows, 4 (Dennis Helfer 0, Danny Maaßen 4, David

Pfeffer 0, Julian Bielmeier 0).

Bayerncup Haunstetten

Young Devils

holen

Bayerncup

Großer Jubel im Lager des AC Landshut: Die

Nachwuchsmannschaft des deutschen Speedway-Rekordmeisters

gewann am Samstag nicht

nur das letzte Rennen der ADAC-Bayerncup-Serie

in Haunstetten, sondern machte in der Tabelle

einen 5-Punkte-Rückstand wett und holte

sich so den Gesamtsieg vor Olching. Mit drei

Topscorern in ihren Reihen legte der Devils-

Nachwuchs gleich im ersten Durchgang kräftig

vor und zeigte über das gesamte Rennen hinweg

eine konstante Leistung.

Maximilian Pongratz bei den Junioren C beendete

den Tag mit 15 Punkten; einer Ausbeute,

der Ethan Spiller mit 14 Punkten und Julian Kuny

mit 11 Punkten in nichts nachstanden. Komplettiert

wurde ihre Punkteausbeute von den Teamkameraden

Eric Puffer (4) und Cyrill Hofmann

(5). Und so hieß es in der Endabrechnung dann

49 Punkte für die jungen Teufel aus Landshut,

45 Punkte für den MSC Abensberg, 33 Punkte

für den MSC Olching und 23 Punkte für den

gastgebenden AMC Haunstetten.

„Die Jungs können heute wirklich stolz auf sich

sein“, so ein zufriedener Teamchef Johannes

Gradl. „Sie haben über die Saison hinweg konstant

gute Leistungen gezeigt und hatten mit

zwei 2. Plätzen in den Läufen in Neustadt an der

Donau und in Landshut sowie mit zwei Siegen

in Olching und Abensberg noch alle Chancen

auf den Gesamtsieg, die sie auch super genutzt

haben.“

Eine Leistung, auf die sich aufbauen lässt, die

aber auch zeigt, dass sich die nachhaltige

Nachwuchsarbeit in Landshut auszahlt. Wer

weiß – vielleicht liest man den Namen des ein

oder anderen erfolgreichen Bayerncup-Teammitglieds

in ein paar Jahren auch in der Starterliste

der Bundesligamannschaft.

• Text: SVG; Fotos: Niklas Breu

ADAC-Bayerncup - Haunstetten - 23.9.2017

Ergebnis:

Daniel

Spiller

1. AC Landshut, 49 Punkte (Eric Puffer 4, Julian Kuny 11, Cyrill

Hofmannn 5, Maximilian Pongratz 15, Ethan Spiller 14); 2. MSC

Abensberg, 45 (Alexandra Schauer 12, Sarah Fischer 9, Maximilian

Troidl 12, Leon Maier 10, Marcel Bicher 2); 3. MSC Olching,

33 (Erik Bachhuber 15, Patrik Hyjek 3, Laura Linner 9, Julian Bielmeier

3, Mario Niedermeier 3); 4. AMC Haunstetten, 23 (Patricia

Erhart 6, Leonie Weinhold 4, Leon Krusch 2, David Pfeffer 11).

Endstand (nach 5 Veranstaltungen): 1. AC Landshut, 260 Punkte;

2. MSC Olching, 248; 3. MSC Abensberg, 218; 4. AMC Haunstetten,

132.

Junior B: 1. Erik Bachhuber, 15 Punkte; 2. Alexandra Schauer,

12; 3. Maximilian Troidl, 12; 4. Julian Kuny, 11; 5. Laura Linner, 9;

6. Sarah Fischer, 9; 7. Patricia Erhart, 6; 8. Cyrill Hofmann, 5;

9. Leonie Weinhold, 4; 10. Eric Puffer, 4; 11. Patrik Hyjek, 3;

12. Sebastian Adorjan, 0.

Junior C: 1. Maximilian Pongratz, 15 Punkte; 2. Leon Maier, 10;

3. Julian Bielmeier, 3; 4. Leon Krusch, 2.

Junior J/B: 1. Ethan Spiller, 14 Punkte; 2. David Pfeffer, 11; 3. Mario

Niedermeier, 3; 4. Marcel Bicher, 2.

ADAC-Sandbahnrennen - 23.9.2017

HAUNSTETTEN

Ergebnisse:

I-Seitenwagen (nach Last Chance + Finale): 1. Markus Venus/

Markus Heiß, 9 Vorlaufpunkte; 2. Markus Brandhofer/Tim

Scheunemann, 9; 3. Karl Keil/David Kersten, 6; 4. Imanuel

Schramm/Hermann Bacher, 6; 5. Raphael San Millan/Benedikt

Zapf, 5; 6. Joel Sudnikevits/Johan Paabstel, EST, 5; 7. Guillaume

Comblon/Chloé Agez, F, 4; 8. Manuel Meier/Melanie Schremp,

3; 9. Marco Hundsrucker/Corinna Günthör, 3; 10. David Chaminade/Thierry

Chaminade, F, 3; 11. Stinus Lund/Denis Smit, DK,

0; 12. Sebastian Kehrer/Michael Zapf, 0.

Junior B: 1. Erik Bachhuber, 20 Punkte; 2. Alexandra Schauer,

16; 3. Laura Linner, 12; 4. Leonie Weinhold, 7; 5. Patricia Erhardt,

5; 6. Sarah Fischer, 0.

Team Cup Güstrow

Herxheim

Drifters siegen

überlegen

Am 23. September empfingen die Güstrow Torros

bei ihrem Heimrennen im Speedway Team

Cup die Mannschaften aus Neuenknick,

Herxheim und Landshut.

Kurz vor 18:00 Uhr füllte sich das Stadion an der

Plauer Chaussee zusehends und vor der erfreulichen

Kulisse von 1000 Zuschauern traten die

Teams in der vorher gemeldeten Aufstellung ge-

Tobias Busch (Güstrow) vor Lukas Fienhage

(Herxheim) und Christian Hefenbrock (Neuenknick)

• Foto: Bernd Quaschning

22 BAHNSPORT AKTUELL November '17


geneinander an. Lediglich bei Herxheim musste

Erik Riss von Mads Hansen ersetzt werden,

was aber, wie sich zeigen sollte, keine Schwächung

bedeutete. Auch wenn Klaus Dudenhöffer,

Teamchef der Herxheim Drifters, die Favoritenrolle

im Vorfeld nicht annehmen wollte, wurde

schnell klar, dass der Titelverteidiger an diesem

Abend wohl nicht zu schlagen sein würde.

Allerdings gab es einen Dämpfer in der Teamstimmung,

als Juniorin Celina Liebmann stürzte

und anschließend zur Untersuchung ins Krankenhaus

gefahren werden musste. Zur Siegesfeier

des Teams war sie aber bereits wieder im

Stadion und sagte, dass es ihr gut gehe und sie

am Sonntag bereits wieder im bayerischen

Haunstetten fahren werde.

„Von der Teamleistung bin ich heute vor allem

beeindruckt“, bekannte Klaus Dudenhöffer,

nachdem er bei der Siegerehrung von seinen

Fahrern kräftig mit Sekt abgeduscht worden

war. „Zum Glück ist Celina nichts Ernsthaftes

passiert, aber auch sie hat genauso wie die anderen

eine tolle Entwicklung vollzogen.“

Hinter den überlegenen Driftern aus der Pfalz –

sie gewannen 12 der 19 ausgetragenen Läufe

und Mads Hansen blieb sogar ungeschlagen –

entwickelte sich ein spannender Kampf um die

Positionen. Die Güstrow Torros starteten nicht

gut ins Rennen. „Wir haben dann etwas umgestellt

und dann ging es im Team wirklich besser“,

sagte Youngster Ben Ernst rückblickend

bei der Siegerehrung. Und tatsächlich holten

die Torros in den folgenden Durchgängen mehr

Punkte und konnten den Renntag dann doch

noch mit dem angestrebten 2. Platz in der Tageswertung

abschließen. Auf den 3. Rang

kämpften sich die Neuenknick Hexen. Noch vor

dem Finaldurchgang betrug der Abstand zwischen

dem zweit- und viertplatzierten Team nur

4 Zähler und dies zeigt, dass alle Teams Chancen

aufs Podest hatten.

Mit diesem Rennen haben die Landshut Young

Devils und die Güstrow Torros ihre diesjährige

STC-Saison abgeschlossen. • SVG

Speedway Team Cup - Güstrow - 23.9.2017

Ergebnis:

1. Herxheim Drifters, 43 Punkte (Mark Riss 12, Lukas Fienhage

13, Mads Hansen 15, Celina Liebmann 3); 2. Güstrow Torros,

27 (Tobias Busch 12, Hannes Gast 2, Lukas Baumann 3, Ben

Ernst 10); 3. Neuenknick Hexen, 22 (Christian Hefenbrock 8, Sascha

Stumpe 2, Steven Mauer 7, Maximilian Firniß 5); 4. Landshut

Young Devils, 20 (Stephan Katt 3, Dominik Möser 9, Sandro

Wassermann 4, Jonas Wilke 4)

dmsj Meister Junior A: Max

Streller • Foto: Ubbo Bandy

dmsj-Meisterschaft - Güstrow

Mammut-

Programm

Deutsche Jugendmeister ermittelt

dmsj Meister Junior B:

Erik Bachhuber • Foto: Niklas Breu

Es war ein Mammut-Programm, das der MC Güstrow

am Wochenende 14./15. Oktober über die

Bühne bringen musste. Insgesamt waren 70 Aktive

für die dmsj-Meisterschaft und den ADAC

Bundesendlauf gemeldet. Da zu den für die

Vielzahl der Teilnehmer notwendigen Rennen

auch ein vorher durchzuführendes Training gehörte,

war es tatsächlich eine Zwei-Tages-Veranstaltung.

Zum Abschluss wurden am Sonntag die Meister

der Bahnsport-Jugend in den jeweiligen Finals

ermittelt. Für die Wertung waren allerdings

auch alle anderen an diesem Tag erkämpften

Punkte bedeutsam. In der Klasse Junior A (50

ccm) siegte Max Streller vor Julian Ploog und

Carl Wynant. In der Klasse Junior B (125 ccm)

war mit Maximum Erik Bachhuber erfolgreich,

gefolgt von Maximilian Troidl und Tom Finger.

Die Klasse Junior C (250 ccm) gewann Lukas

Wegner vor Ben Ernst und Jonas Wilke.

Am Sonnabend wurde auch der Bundesendlauf

des ADAC durchgeführt. Die Wertung in den einzelnen

Klassen erfolgte jeweils nach dem dritten

Durchgang. Überschattet wurde die Veranstaltung

durch einen schweren Sturz von Celina

Liebmann. Ihr Vater meldete sich via facebook

aus der Klinik und konnte zumindest vermelden,

dass die junge Sportlerin nach erfolgter

Operation schon die ersten Schritte unternimmt.

dmsj Meister Junior C: Lukas Wegner

• Foto: Klaus Goffelmeyer

In der Klasse Junior A gewann Max Streller alle

seine Läufe und stand so mit 9 Punkten vor Julian

Ploog und Freyja Redlich (beide 7 Zähler) im

Ergebnisprotokoll. In der Klasse Junior B erzielten

Erik Bachhuber und Michelle Koehler jeweils

9 Punkte und landeten so vor Patrik Hyjek

und Maximilian Troidl (jeweils 8 Punkte). In der

Klasse Junior C kamen sowohl Lukas Wegner als

auch Ben Ernst und Leon Maier auf je 8 Punkte.

In der Lizenzklasse U18 waren Ethan Spiller und

Lukas Baumann mit je 8 Zählern vor Fabian

Wachs und Niels Oliver Wessel (beide 6 Punkte)

erfolgreich.

Begleitet wurde das Rennen am Sonntag durch

einen Live-Stream, bei dem Tobias Kroner als

Kommentator zu hören war. • SVG

dmsj Deutsche Jugend-Bahnsport-Meisterschaft - Güstrow

14./15.10.2017

Ergebnisse:

Junior A (gesamt nach Finale): 1. Max Streller, 19+5=24 Punkte;

2. Julian Ploog, 20+2=22; 3. Carl Wynant, 16+4=20; 4. Freyja

Redlich, 15+1=16; 5. Alina Sassenhagen, 11+3=14; 6. Magnus

Rau, 10+0=10.

Weitere Platzierungen: 7. Paul Aurelius Weisheit, 9; 8. Frieda

Thomas, 9; 9. Max Weidenbach, 5; 10. Thies Schweer, 4; 11. Mika

Fynn Janssen, 1; 12. Len-Joris Rixen, 1; 13. Tajo-Nicolas Groh,

0; 14. Michelle Rau, 0.

Junior B (gesamt nach Finale): 1. Erik Bachhuber, 12+3=15 Punkte;

2. Maximilian Troidl, 9+2=11; 3. Tom Finger, 8+1=9; 4. Julian

Kuny, 8+0=8.

Weitere Platzierungen: 5. Jonny Wynant, 8; 6. Marlon Hegener,

8; 7. Nick Colin Haltermann, 6; 8. Nikodem Czarnecki, 5; 9. Bruno

Thomas, 4; 10. Calvin Richter, 2; 11. Alexandra Schauer, 1;

12. Hanna Marie Jasper, 1; 13. Manuel Thalmann, 0; 14. Jon

Ruhnke, 0.

Junior C (gesamt nach Finale): 1. Lukas Wegner, 11+3=14 Punkte;

2. Ben Ernst, 10+2=12; 3. Jonas Wilke, 10+1=11; 4. Leon Maier,

9+0=9.

Weitere Platzierungen: 5. Timo Wachs, 9; 6. Kevin Lück, 8; 7. Birger

Jähn, 5; 8. Marvin Wiegert, 4; 9. Dominik Otto, 3; 10. Jana-

Maria Muschiol, 2; 11. Tomek Matten Dau, 0.

Erik Bachhuber

• Foto: Niklas Breu

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 23


Bundesliga-Meister 2017

Foto: Klaus

Goffelmeyer AC Landshut Devils


SPEEDWAY

Team Cup Neuenknick

Emsland Speedwayteam triumphiert

Die knapp 1000 Motorsportfans, die zum letzten Vorlauf des Speedway Team Cups

nach Neuenknick kamen, erlebten einen spannenden Renntag bei Sonnenschein und

frühlingshaften Temperaturen. „Dabei war bis in die frühen Morgenstunden nicht klar,

ob hier überhaupt etwas stattfinden könnte“, sagte SC-Chef Mario Hauke bei der Fahrervorstellung.

„Wir haben nach den gestrigen starken Regenfällen bis um Mitternacht

und dann wieder frühmorgens bis kurz vor Trainingsbeginn rund 70.000 Liter Wasser

von der Bahn abgepumpt.“

Die Rennen der Junior-B-Klasse wurden bereits

am Vormittag ausgefahren. Insgesamt kämpften

in dieser Klasse zehn Fahrer um Punkte für

die Norddeutsche Bahnmeisterschaft. Die ersten

vier Plätze wurden infolge von Punktegleichständen

durch Stechen ermittelt. Der

Konkurrenz und seinem ärgsten Konkurrenten,

SC-Fahrer Calvin Richter, aber fuhr der erst

13-jährige Schüler Tom Finger vom MSC Moorwinkelsdamm

davon.

Sehenswert waren wie immer die Läufe der

Speedkarts, die bis zu 100 Ps entwickeln. Vor

allem der Schaumburger Julian Fischer und Max

Lawrentz aus Minden lieferten sich sehenswerte

Kämpfe. Und zwar in Lauf 5 so hartnäckig,

dass eine Kollision beide Kampfhähne aus dem

Rennen riss. Dennoch reichte es für Julian Fischer

zum Tagessieg in dieser Klasse.

Die letzen Vorläufe der Speedway-Team-Cup-

Rennserie 2017 auf der Rennstrecke des SC

Neuenknick vor dem Finale im pfälzischen

Herxheim am 8. Oktober brachten dann alles an

Dramatik und Aktion mit, was den Speedwaysport

für Motorsportfreunde so attraktiv macht.

Auf der 360 Meter langen Rennstrecke standen

sich die Speedwayteams „Hexen“ vom SC Neuenknick

sowie die „Drifters“ von der MSV

Herxheim, die „Black Forest Eagles“ vom MSC

Berghaupten und das „Emsland Speedwayteam“

vom MSC Dohren gegenüber.

Im ersten Lauf, den die 250er Team-Cup-Piloten

bestritten, schlug Maximilian Pongratz infolge

eines „Cowboystart“ rücklings auf die Bahn auf

und musste nach einer leichten Schulterprellung

kurz von den Ärzten behandelt werden.

Berghauptens Maximilian Pongratz hätte mehr

Punkte für seinen Verein herausfahren können.

Er wirkte überehrgeizig und nervös. Und so endete

auch Lauf 9 für ihn mit einem Überschlag

seiner Maschine schon an der Startlinie. In dieser

Juniorenklasse beeindruckte besonders die

Mühldorferin Celina Liebmann (Bayernmeisterin/Deutsche

Jugend-Bahnsportmeisterin). Die

erst 15-Jährige trug mit zwei Laufsiegen und

9 couragiert erkämpften Laufpunkten zur guten

Platzierung ihrer „Herxheim Drifters“ bei.

Mit dem Bayern Michael Härtel, einem Grand-

Prix-erfahrenen U21-Piloten, Vize-Langbahnund

Teamweltmeister 2017, hatte der SC eines

der stärksten inzwischen auch international erfahrenen

Talente des deutschen Speedwaysports

nachnominiert. Härtel trat souverän und

überzeugend auf. Er zeigte sich in all seinen

Läufen in Bestform und ging vor allem in den

entscheidenden Läufen ein hohes Risiko, wenn

sich ihm im dahin jagenden Pulk der Mitkonkurrenten

auch nur ein schmales Türchen zur Spitze

hin öffnete.

Besonders Härtels Duelle mit Max Dilger waren

absolut sehenswert. Musste Härtel in Lauf 4

noch hinter Dilger zurückstecken, so war ihm

danach nur noch Kai Huckenbeck gewachsen.

Spannungsgeladen war Lauf 8, als sich Härtel,

in den letzten Sekunden des Rennens mit hohem

Speed hautnah ganz außen nah der Bande

entlang manövrierend, wenige Meter vor dem

Zielstrich doch noch vor den führenden Dilger

setzte. Auch das A-Finale war hochspannend.

Beim Rad-an-Rad-Duell mit Max Dilger aus dem

Start heraus bis auf die Gerade wich Härtel um

keinen Deut zurück. Dilger musste schließlich

aus dem Sattel, als er Mitte der Gerade zu dicht

an die Airfences geriet. Dilger wurde zwar zum

Neustart wieder zugelassen, aber Härtel gewann

den letzten Lauf des Tages mit deutlichem

Vorsprung.

Eine Extraklasse war auch der bärenstarke

Werlter Kai Huckenbeck vom Emsland Speedway-Team,

der, wie Härtel, insgesamt 13 Laufpunkte

für sein Team einfuhr. Der zweifache

Deutsche Speedwayeinzelmeister, dessen Erfolgsrezept

vor allem in seinen blitzartigen

Starts, der perfekten Abstimmung seiner Maschine

und seinem perfekt-rasanten Fahrstil

lag, schloss alle seine Läufe mit Höchstpunktzahl

ab und musste sich nur im furiosen Finallauf

A seinen beiden härtesten Konkurrenten

Michael Härtel und Max Dilger geschlagen geben.

Stark trumpfte auch Tobias Kroner auf, der

anfangs schlecht ins Rennen startete, dann

aber dank seiner Blitzstarts und seiner couragierten

Fahrweise noch drei Laufsiege für sein

Team beisteuern konnte. Sein spannendster

Lauf war das B-Finale. Kroner legte mit einem

Superstart los. Ausgangs der Zielkurve musste

er allerdings vom Gas, sodass Mads Hansen an

ihm vorbeiziehen konnte. Nach einem sehenswerten

Zweikampf konnte sich Kroner aber wieder

unter dem Beifall der vielen Fans auf der Tribüne

an die Spitze kämpfen.

Der erfahrene Herxheim-Drifters-Kapitän René

Deddens zeigte sich am Ende des Rennens zerknirscht.

Auf die Frage, woran es gelegen hat,

dass er heute mit der Bahn nicht zurechtkam

und nicht einen Laufsieg für sich verbuchen

konnte, meinte er: „Es ist mir ein Rätsel, ich

kann weder meiner Maschine noch meinen Mechanikern

eine Schuld zuschieben, ich werde

das Problem heute bei mir suchen müssen.“

Enttäuschung und Hochgefühl lagen an diesem

Renntag in Neuenknick wie so oft beim Motorsport

dicht beieinander. Das scheidende Deutsche

Speedwayass Tobias Kroner (ehemaliger

Deutscher Meister, mehrfacher Deutscher

Mannschaftsmeister, Vize-Paar-Europameister)

nahm für sein Gewinnerteam Dohren den

Pokal entgegen und bedankte sich beim SC

Neuenknick unter dem Jubel seiner begeisterten

Fans für die jahrelange Unterstützung durch

den Club.

• Text: André Lindhorst; Fotos: Klaus Goffelmeyer

Dohrens Topscorer Kai

Huckenbeck wird gefeiert

Speedway Team Cup/ADAC-Speedwayrennen Neuenknick - 1.10.2017

Ergebnisse:

Speedway Team Cup: 1. Emsland Speedway-Team Dohren, 33 Punkte

(Tobias Kroner 11, Kai Huckenbeck 13, Fabian Wachs 3, Timo Wachs 6);

2. Black Forest Eagles Berghaupten, 30 (Max Dilger 11, Daniel Spiller

7, Ethan Spiller 7, Maximilian Pongratz 5); 3. Herxheim Drifters, 29

(René Deddens 5, Lukas Fienhage 8, Mads Hansen 7, Celina Liebmann

9). 4. Neuenknicker Hexen, 22 (Michael Härtel 13, Sascha Stumpe 1,

Steven Mauer 4, Maximilian Firniß 4, Fabien Neid 0, Jan Meyer 0).

Junior B - 125 ccm: 1. Tom Finger, 12 Punkte; 2. Calvin Richter, 12;

3. Marlon Hegener, 9; 4. Nick Haltermann, 9; 5. Marvin Kleinert, 6;

6. Nikodem Czarnecki, 5; 7. Jon Ruhnke, 4; 8. Manuel Rau, 3; 9. Louis

Ruhnke, 2; 10. Mascha Schwend, 0.

Speedkarts: 1. Julian Fischer, 9 Punkte; 2. Ralf Rempe, 8; 3. Max Lawrentz,

7; 4. Markus Hag, 6; 5. Maurice Meier, 4; 6. Marco Dahms, 1.

26 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Tobias Kroner (Emsland, innen) gegen Max Dilger (Eagles, außen)

und Michael Härtel (Hexen); dahinter René Deddens (Drifters)

Dohren (Mitte) siegt vor Berghaupten (links) und Herxheim (rechts)

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 27


SPEEDWAY

Team Cup Herxheim

Speedway-Team-Cupsieger 2017: Die Black Forest Eagles aus

Berghaupten mit (v.l.) Ethan Spiller, Maximilian Pongratz, David

Pfeffer, Leon Maier, Daniel Spiller, Teammanager Reiner Armbruster,

(vorne) Max Dilger und Teammanager Sönke Petersen

Berghaupten sichert sich den Titel

Drifters gewinnen dramatischen Renntag

Was für eine Dramatik zum Abschluss der Saison im Speedway Team Cup! Die Herxheim Drifters gewannen ihr Heimrennen

vor 750 Zuschauern souverän, doch um den Meistertitel wurde es dramatisch!

Sturzverursacher Michael Härtel kostet Olching den Titel

28 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Ben Ernst gegen Mathias Rex

und Leon Maier

Tagessieger:

1. Herxheim

2. Berghaupten

3. Meißen

Mark Riss vor Max Dilger,

Kevin Wölbert und

Michael Härtel

Mit einer geschlossenen Teamleistung sicherten sich die Herxheim Drifters

um Mark Riss den Sieg bei ihrem Heimrennen. Die Drifters unterstrichen

so nochmals, dass die Herxheimer zu den stärksten Teams der Liga

gehören, auch wenn der Titel aufgrund des Saisonverlaufs rechnerisch

nicht mehr zu holen war. Neben Riss zeigte vor allem Neuzugang Mads

Hansen eine gute Leistung und punktete zweistellig.

Hinter dem Herxheimer Team, das bereits ab den ersten Läufen die Führung

übernommen hatte, entbrannte der erwartete Dreikampf um den Titel

zwischen Berghaupten, Olching und Meißen.

Das Berghauptener Team musste bereits vor dem Rennen kurzfristig Emanuel

Pongratz ersetzen, der sich im Training verletzt hatte. Dies gelang

mit Leon Maier, der 4 Punkte im Rennen schreiben sollte. Härter noch traf

es den MSC Olching. Valentin Grobauer verletzte sich am Abend zuvor und

konnte mit gebrochenem Schlüsselbein nur zusehen. Die Vorläufe von

Grobauer teilten sich Michael Härtel und René Deddens auf, die somit jeweils

auf sechs Läufe in den Vorläufen kamen und lediglich im Finaldurchgang

blieb der Startplatz von Grobauer leer.

Bei Meißen überzeugten vor allem Kevin Wölbert und 250-ccm-Pilot Mathias

Rex. Das Duo Wölbert/Rex hielt die Meißener in ihrer ersten vollen Saison

bis zur Entscheidung im letzten Lauf im Titelrennen. Nach insgesamt

zehn ausgetragenen Rennen, war es der allerletzte Rennlauf in der Speedway-Team-Cup-Saison,

der über den Meistertitel entscheiden sollte.

Berghaupten und Olching waren punktgleich und Meißen hatte sogar

noch eine Minimalchance auf den Titel. Bei einem Zweikampf zwischen

dem für Berghaupten fahrenden Max Dilger und Michael Härtel, der für Olching

fuhr, ging Härtel zu Boden. Der Schiedsrichter schloss zuerst den

Berghauptener Dilger aus, revidierte jedoch dann seine Entscheidung,

nachdem ihm ein Video der Szene vorgelegt wurde und schloss den Olchinger

Härtel aus. Somit hatte Dilger leichtes Spiel und holte den nötigen

Punkt zum Titel für Berghaupten.

Im Rahmenprogramm des Rennens um den Speedway Team Cup starteten

die Juniorklasse B und die B-Lizenz. In der B-Lizenz siegte Mario Niedermaier

vor den beiden Herxheimern Dustin Schultz, der zwei Laufsiege feiern

durfte, und Rudolf „Rudi“ Eichenlaub, der 5 Punkte holte.

In der Klasse Junior B, in der mit 125-ccm-Motorrädern gefahren wird,

siegte Erik Bachhuber vor Julian Kuny und Alexandra Schauer. Zwischen

den Läufen zeigte auch Tajo Groh, Nachwuchsfahrer der 50-ccm-Klasse

sein Können. Leider konnte Tajo kein Rennen bestreiten, da sich nicht genügend

Fahrer für seine Klasse angemeldet hatten.

Da die MSV Herxheim in diesem Herbst kein Abschlusstraining veranstaltet,

wird nun die Winterpause eingeläutet, der nächste Renntermin ist am

10. Mai 2018 an Christi Himmelfahrt mit dem traditionellen Sandbahnrennen.

• Texte: Manuel Wüst; Fotos: Klaus Goffelmeyer + Niklas Breu (rechts unten)

AM RANDE

Unterstützung aus Olching zum Ersten: Der MSC Olching war mit einem

Reisebus zum Finale des STC gekommen und unterstützte so seine Mannschaft.

Unterstützung aus Olching, die Zweite: Die verletzten Fahrer Valentin

Grobauer, Philipp Schmuttermayr und Tim Wunderer waren im Stadion

vor Ort und unterstützten das auf drei Fahrer reduzierte Team.

Speedway Team Cup/ADAC-Speedwayrennen Herxheim 8.10.2017

Ergebnisse:

Speedway Team Cup: 1. Herxheim Drifters, 38 Punkte (Mark Riss 13, Lukas Fienhage 8, Mads Hansen

12, Celina Liebmann 5); 2. Black Forest Eagles, 26 (Max Dilger 9, Daniel Spiller 5, Ethan Spiller

5, David Pfeffer 3, Leon Maier 4); 3. MC Meißen Hornets, 25+3 (Kevin Wölbert 13+3, Ronny Weis 2,

Richard Geyer 1, Mathias Rex 9); 4. MSC Olching, 25+2 (Valentin Grobauer N, René Deddens 10, Michael

Härtel 9, Ben Ernst 6).

Endstand: 1. Black Forest Eagles, 10 Matchpunkte/123 Laufpunkte; 2. MC Meißen Hornets, 9/144;

3. Herxheim Drifters, 9/141; 4. MSC Olching, 8/151; 5. Emsland Speedway Team, 8/127; 6. MC Güstrow

Torros, 5/99; 7. Diedenbergen Rockets, 4/108; 8. AC Landshut Young Devils, 3/96; 9. SC

Neuenknick, 3/95; 10. AMC Haunstetten, 1/47.

B-Solo: 1. Mario Neidermaier, 8 Punkte; 2. Dustin Schultz, 6; 3. Rudi Eichenlaub, 5; 4. Rafael Buchholz,

3.

Junior B: 1. Erik Bachhuber, 12 Punkte; 2. Julian Kuny, 10; 3. Alexandra Schauer, 7; 4. Laura Linner,

5; 5. Luca Kastner, 5; 6. Sarah Fischer, 5; 7. Manuel Thalmann, 5; 8. Patricia Ehrhard, 4; 9. Leonie

Weinhold, 3; 10. Cyrill Hofmann, 2; 11. Sebastian Adorjan, 1.

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 29


SPEEDWAY

Talents Team Trophy

125 ccm

+ Speedway-Liga Nord

Brokstedt

Speedway-Nachwuchs

bestimmt das Geschehen

Der MSC Moorwinkelsdamm

sicherte sich in Brokstedt

den Sieg in der „Speedway-

Liga Nord“ vor dem Team

aus Ludwigslust und den

Gastgebern des MSC

• Foto: Sam Schneider

Der Holsteinring in Brokstedt stand unmittelbar

vor dem Bundesliga-Finale ganz im Zeichen

der Nachwuchsförderung. Mit der Ausrichtung

des Finales der „Talents Team Trophy“ sowie

dem letzten Lauf in der „Speedway-Liga-Nord“

präsentierte der MSC Brokstedt e.V. im ADAC

einen kompletten Renntag mit spannenden

Läufen der jüngsten „Stahlschuhartisten“ aus

ganz Deutschland. „Wir haben uns vor einigen

Jahren dazu entschieden, jungen Talenten eine

Chance zu geben, sich zu präsentieren und wir

denken, mit dieser Entscheidung den richtigen

Weg eingeschlagen zu haben.“ Für Michael

Schubert, Pressesprecher in Brokstedt, sei die

Entscheidung, einen Renntag für den Nachwuchs

auszurichten, genau richtig gewesen.

Zwar war die Zuschauerresonanz mit rund 250

Besuchern auf dem Holsteinring noch ausbaufähig,

doch seien Veranstaltungen dieser Art

durchaus noch ausbaufähig.

Die Mulmshorn „Crazy Rabbits“ siegen in der Talents Team

Trophy vorm MSC Cloppenburg, den „Nordseekrabben“ aus

Nordhastedt und den „Tigers“ aus Brokstedt • Foto: M.Lehmann

Die Fans, die den Weg nach Brokstedt gefunden

hatten, sahen indes sportlich anspruchsvolle

und spannende Rennen. Im Vormittagsprogramm

standen die letzten Wertungsläufe

in der sogenannten „Talents Team Trophy“ (125

ccm) auf dem Programm. Am Ende setzte sich

die Auswahl des MSC Mulmshorn gegen die

Konkurrenz des MSC Cloppenburg, des MSC

Nordhastedt, der Renngemeinschaft aus

Scheeßel und Olching sowie des Gastgebers

MSC Brokstedt durch.

Mit dem dritten und letzten Lauf fand die neu

formierte „Speedway-Liga Nord“ in Brokstedt

ihren Abschluss. Hendrik Jähn, ehemaliger

Sportleiter und nun Schriftführer beim MSC,

hatte das Reglement dieses Wettbewerbs mit

drei teilnehmenden Mannschaften vor der Saison

entworfen und sah sich am Ende der kleinen,

aber feinen Rennserie bestätigt. „Wir haben

ein Forum abseits von erster und zweiter

Liga gefunden, in dem sich junge Speedway-

Talente erste Sporen verdienen können.“ In

der Tat boten die teilnehmenden Teams Sport

auf hohem Niveau und unterstrichen einmal

mehr das Potenzial, das im deutschen Bahnsport

schlummert. Nach einem spannenden

Renntag sicherte sich der MSC Moorwinkelsdamm

(Niedersachsen) mit 114 eingefahrenen

Punkten den Gesamtsieg vor dem MC Ludwigslust

(112 Punkte) und dem gastgebenden MSC

Brokstedt, der letztlich 59 Zähler einfahren

konnte.

Der sportliche Wert der beiden Nachwuchsrennen

gibt den Verantwortlichen Recht in dem

Bestreben, den Motorsport im Jugendbereich

weiter zu stärken. Schubert: „Wir werden auch

in der kommenden Saison weiter an unserem

Konzept festhalten.“ • Sam Schneider

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - Talents Team Trophy

125 ccm + Speedwayliga Nord - 17.9.2017

Ergebnisse:

Talents Team Trophy - Matchrace 1: 1. MSC Nordhastedt „Nordseekrabben“,

32 Punkte (Jon Ruhnke 12, Louis Ruhnke 8, Marvin

Kleinert 5, Manuel Rau 7); 2. MSC Cloppenburg, 22 (Michelle

Köhler 8, Tom Meyer 0, Jonas Landwehr 4, Julian Schlüter 10).

Matchrace 2: 1. MSC Mulmshorn „Crazy Rabbits“, 37 Punkte

(Tom Finger 10, Bruno Thomas 9, Nick Haltermann 7, Ben Iken

11); 2. MSC Brokstedt „Brokstedt Tigers“, 17 (Calvin Richter 10,

Hanna-Marie Jasper 0, Nikodem Czarnecki 5, Finn Ruhnau 2).

Matchrace 3: 1. MSC Mulmshorn „Crazy Rabbits“, 25 Punkte

(Finger 7, Thomas 8, Haltermann 4, Iken 6); 2. MSC Cloppenburg,

11 (Köhler 5, Meyer 0, Landwehr 2, Ruhnau 4).

Matchrace 4: 1. MSC Brokstedt „Brokstedt Tigers“, 22 Punkte

(Richter 7, Jasper 2, Czarnecki 5, Schlüter 8); 2. MSC Nordhastedt

„Nordseekrabben“, 14 (J.Ruhnke 7, L.Ruhnke 5, Kleinert 2,

Manuel Rau 0).

Endstand: 1. MSC Mulmshorn „Crazy Rabbits“, 10 Matchpunkte/172

Laufpunkte; 2. MSC Cloppenburg, 8/205; 3. MSC Nordhastedt

„Nordseekrabben“, 8/160; 4. MSC Scheeßel + MSC Olching

„Speedfighter“, 6/136; 5. MSC Brokstedt „Brokstedt Tigers“,

4/133.

Speedway-Liga Nord: 1. MSC Moorwinkelsdamm, 48 Punkte

(Steven Mauer 17, Hannes Gast 6, Darrel de Vries 15, Finn Loheider

6, Kevin Lück 4); 2. MC Ludwigslust, 41 (Danny Maaßen 9,

Niels Oliver Wessel 3, Leon Arnheim 7, Celina Liebmann 10, Ben

Ernst 12); 3. Young Vikings Brokstedt, 18 (Maximilian Pott 6, Fabian

Wachs 1, Lukas Baumann 7, Timo Wachs 3, Birger Jähn 1).

Endstand: 1. MSC Moorwinkelsdamm, 8 Matchpunkte/114

Laufpunkte; 2. MC Ludwigslust, 7/112; 3. MSC Brokstedt, 3/59.

30 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Der Pokal für Frieden und Freundschaft ging in

diesem Jahr an das Team aus Dänemark. Die Dänen

gewannen ganz knapp mit nur 3 Punkten

Vorsprung vor dem Team aus Polen. Dritter wurde

die Mannschaft des MSC Wittstock vor den

weit abgeschlagenen Tschechen, die nur ganze

6 Punkte holten.

Im Vorfeld bauten die Bahnmeister des MSC

Wittstock eine super zu befahrende Rennbahn,

sodass die Bahn überall gleich zu befahren war

und von jedem Startplatz aus Laufsiege eingefahren

wurden.

Am besten kam aber Kevin Wölbert zurecht. Der

neue Deutsche Meister 2017 zeigte in all seinen

Läufen, wer hier Chef im Hause ist. Mit super

Starts und sehenswerten Überholmanövern

ließ er der Konkurrenz nicht den Hauch einer

Chance, holte für sein Team die maximale

Punktzahl von 15 und war somit bester Fahrer

des Abends. Die Zuschauer hielt es bei seinen

Läufen kaum auf ihren Sitzplätzen.

Auch die Vorstellungen der anderen Teilnehmer

löste beim Publikum viel Begeisterung aus, so

gab es viele spannende Zweikämpfe zu sehen

und die Akteure zeigten den Fans Speedway

vom Feinsten. Das Rennen und das ganze Drumherum

hätte aber mehr wie die nur knappen

500 Zuschauer verdient und für den Veranstalter

wäre das sicher ein besserer Lohn gewesen.

Einen ganz schlechten Abend hatten die Fahrer

aus Tschechien. Mit nur 6 Punkten aus 20 Läufen

beendeten sie das Rennen. Matej Kus, der

in Wittstock schon tolle Rennen abgeliefert hatte,

erfuhr nur einen Punkt. Auch Zdenek Holub,

sonst eine sichere Bank, erkämpfte sich die

Hälfte der Gesamtpunktezahl des gesamten

Teams.

Dafür aber war es an der Spitze spannend bis

zum letzten Lauf und die ersten drei Teams

schenkten sich nichts. Vor den letzten vier Läufen

waren die Mannschaften mit nur einem

Punkt Unterschied fast gleichauf.

Wittstock - Pokal für

Frieden und Freundschaft

Team Dänemark holt den Pokal

Die Dänen mit (v.l.) Mikkel B. Andersen, Frederik Jakobsen,

(vorne) Mikkel B. Jensen und Mads Hansen

holten sich den Pokal für Frieden und Freundschaft

Dieses Resultat spricht für die Ausgeglichenheit

der antretenden Teams. Aus deutscher

Sicht lief es bei den Wölfen für Steven Mauer an

diesem Abend überhaupt nicht, nur 2 Punkte

kamen auf sein Konto. Michi Härtel zeigte sich

an diesem Abend sehr kämpferisch und kam

auf 8 Zähler, Tobias Busch kam auf 9 und den

Löwenanteil steuerte, wie schon erwähnt, Wölbert

bei.

Auch bei den Gewinnern kam der sonst so siegesgewohnte

Mads Hansen nicht richtig in

Fahrt und hatte über den gesamten Rennverlauf

Probleme, die richtige Abstimmung zu finden.

Frederick Jakobsen, in diesem Jahr sehr erfolgreich

in den besten Speedwayligen unterwegs,

war mit 12 Punkten bester Fahrer der Dänen.

Das polnische Team zeigte ebenfalls eine sehr

geschlossene Mannschaftsleistung. Von Ostseepokalgewinner

2017 Sebastian Ulamek hatte

sich der eine oder andere Fan sicher mehr erhofft.

Am Ende waren es 7 Punkte und Adrian

Gala, der das erste Rennen der Saison auf dem

Heidering gewann, zeigte mit zwei Laufsiegen

und zwei 3. Plätzen ein gute Leistung.

Und so erlebten die Besucher des diesjährigen

Pokals für Frieden und Freundschaft eine sehr

gelungene Veranstaltung, die auf jeden Fall

mehr Zuschauer verdient gehabt hätte.

• Text u. Fotos: Thomas Klemm

Int. ADMV-Speedwayrennen Wittstock - Pokal für Frieden und

Freundschaft - 22.9.2017

Ergebnis:

1. Dänemark, 41 Punkte (Mikkel B. Jensen 11, Frederik Jakobsen

12, Mikkel B. Andersen 11, Mads Hansen 7); 2. Polen, 38 (Adrian

Gala 8, Adrian Cyfer 10, Adam Skornicki 11, Sebastian Ulamek

9); 3. Deutschland, 34 (Tobias Busch 9, Steven Mauer 2, Michael

Härtel 8, Kevin Wölbert 15); 4. Tschechien, 6 (Matej Kus 1,

Patrik Mikkel 1, Michael Skurla 1, Zdenek Holub 3).

Kevin Wölbert fuhr Maximum ...

trotzdem reichte es für

Deutschland nur zu Platz 3

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 31


SPEEDWAY

„Race of the Night“ Wittstock

Nightfighter Vaculik

Das letzte Rennen der Saison in Wittstock war wieder ein richtiger

Knaller, der weitaus mehr als die gut 1500 Zuschauer verdient

hatte. Der Club hatte wieder keine Kosten gescheut, um ein

sehr attraktives Fahrerfeld zusammenzustellen. Dazu gab

es erstmals auch ein Langbahnrennen mit einem guten

Fahrerfeld, das sich ebenfalls sehen lassen konnte.

GP-Fahrer Martin Vaculik holte sich

den Sieg beim „Race of the Night“

zum Saisonabschluss in Wittstock

Die Bahn war in einem Topzustand und gleich

im ersten Heat waren die Fans begeistert vom

Kampf zwischen Emil Saifutdinow und Patryk

Dudek. Emil konnte auch seinen zweiten Lauf

gewinnen, musste aber doch seine ganzen

Fahrkünste aufbieten, um am besser gestarteten

Adam Skornicki vorbeizukommen. Skornicki

fuhr hier tatsächlich den speziellen Motor,

mit dem Konstrukteur Manfred Gatzka mit Tobi

Kroner zusammen einen DM-Titel in Teterow geholt

hatte. Saifutdinow und auch Martin Vaculik

hatten nach zwei Läufen 10 Punkte. Patryk Dudek

gewann seinen zweiten Lauf und kam auf

9 Zähler, während Matej Zagar mit zwei 3. Plätzen

nur Sechster wurde. Heat 7 ging dann wieder

sicher an Saifutdinow vor Troy Batchelor. Im

folgenden Heat tobte ein toller Kampf zwischen

Vaculik, Zagar und Dudek, die auch in dieser

Reihenfolge ins Ziel kamen. In Rennen 10 kam

es zum Aufeinandertreffen der beiden bisher

mit Maximum gefahrenen Martin Vaculik und

Emil Saifutdinow. Vaculik gewann den Start und

Emil musste sich aller Angriffe von Patryk Dudek

erwehren. Der Slowake gewann und übernahm

die Führung vor Saifutdinow und Dudek.

Im nächsten Heat jagte Tobias Busch als bester

Deutscher Matej Zagar, der nun auch 15 Punkte

auf seinem Konto hatte. Tobi kam mit 7 Zählern

ins Semifinale.

Das erste Semifinale gewann Troy Batchelor, er

kam so mit 16 Punkten ins Finale. Der Australier

schlug Vaculik, der sich mit 24 Punkten einen

guten Startplatz im Finale suchen konnte. Saifutdinow

machte es ihm nach und gewann gegen

Dudek und Mathias Thörnblom. Saifutdinow

hatte damit ebenfalls 24 Zähler und das

sollte das Finale spannend machen. Im Finale

am Start natürlich auch Dudek mit 19 Punkten,

Zagar mit 18 sowie Batchelor und Thörnblom

mit je 16 Punkten.

Das spannende Finale gewann Dudek. Vaculik

konnte alle Angriffe von Saifutdinow abwehren

und war mit 28 Punkten Tagessieger. Saifutdinow

landete mit 27 Zählern auf Platz 2 vor Dudek

mit 24. Vierter wurde Matej Zagar mit

17 Punkten vor Troy Batchelor und Sechster der

Schwede Thörnblom.

Tobias Busch, der bald noch einmal operiert

wird, konnte mit 7 Punkten nicht ganz mithalten.

Das gleiche galt auch für Steven Mauer.

Aber auch bekanntere Fahrer schieden vor dem

Finale aus. Thomas H. Jonasson stürzte im ersten

Halbfinale, der Australier Rohan Tungate

landete nach gutem Anfang nur auf Platz 9 und

Zdenek Holub auf Rang 10. Sogar der junge Däne

Mads Hansen schnitt mit 14 Punkten besser

ab. Schlecht lief es für Fritz Wallner. Nach seiner

Armverletzung in England im März hatte er wieder

solche Schmerzen, dass er aufgeben musste.

Wenn eine letzte Therapie nicht anschlägt,

will der Österreicher aufhören. Auch Ostseepokalsieger

Sebastian Ulamek hatte Probleme

und holte nur einen Punkt.

Als weiterer Höhepunkt fand erstmals ein Sandbahnrennen

mit zwölf internationalen Fahrern

in Wittstock statt. Die Langbahnmaschinen waren

mit Speedway-Hinterreifen ausgerüstet,

was der Action auf der Bahn aber keinen Abbruch

tat. Nach drei Vorläufen, die jeder Fahrer

zu bestreiten hatte, lag Europameister James

Shanes mit 14 Punkten in Führung. Er gab nur

einen Punkt an den schnellen Max Dilger ab.

Max stand mit 13 Punkten dann, genau wie Michael

Härtel, im Semifinale. Außerdem dabei

Stephan Katt und Danny Maaßen mit je 10 Zählern.

Im ersten Semifinale schlug Dilger den Briten

Shanes zum zweiten Mal, auf Platz 3 folgte Katt

vor Lars Zandvliet. Das zweite Halbfinale gewann

Michael Härtel vor Henry van der Steen

und Danny Maaßen. Richtige Spannung

herrschte vor dem Finale, denn Dilger, Härtel

und Shanes hatten je 18 Punkte auf dem Konto.

Dazu gesellten sich Henry van der Steen, Maaßen

und Katt mit je 13 Punkten. Dilger gewann

den Start, ließ sich auch vom ständig angreifenden

Härtel nicht aus der Ruhe bringen und gewann.

Diese Sandbahneinlage war eine gelungene

Abwechslung. Michael Härtel bedankte

sich dafür beim Veranstalter und schlug eine

Wiederholung vor. Abgeschlagen auf den Plätzen

landeten Marcel Sebastian, Jens Bennecker,

„Oldie“ Ulrich Büschke, Sjoerd Rozenberg

und Jarno de Vries.

• Texte und Fotos: Wolfgang Radszuweit

Int. ADMV-Speedwayrennen „Race of the Night“ Wittstock

14.10.2017

Ergebnisse:

Speedway: 1. Martin Vaculik, SK, 28 Punkte; 2. Emil Saifutdinow,

RUS, 27; 3. Patryk Dudek, PL, 24; 4. Matej Zagar, SLO, 20;

5. Troy Batchelor, AUS, 17; 6. Mathias Thörnblom, S, 16; 7. Mads

Hansen, DK, 14; 8. Thomas H. Jonasson, S, 13; 9. Rohan Tungate,

AUS, 13; 10. Zdenek Holub, CZ, 10; 11. Tobias Busch, D, 8;

12. Adam Skornicki, PL, 7; 13. Tero Aarnio, FIN, 6; 14. Adam Ellis,

GB, 5; 15. Steven Mauer, D, 5; 16. Renat Gafurow, RUS, 4; 17. Fritz

Wallner, A, 3; 18. Sebastian Ulamek, PL, 1; 19. Mirko Wolter, D, 1;

20. Mathias Bartz, D, 0.

Langbahn: 1. Max Dilger, D, 23 Punkte; 2. Michael Härtel, D, 22;

3. James Shanes, GB, 21; 4. Henry van der Steen, NL, 16; 5. Stephan

Katt, D, 14; 6. Danny Maaßen, D, 12; 7. Lars Zandvliet, NL,

10; 8. Sjoerd Rozenberg, NL, 7; 9. Marcel Sebastian, D, 5; 10. Jarno

de Vries, NL, 2; 11. Ullrich Büschke, D, 2; 12. Jens Benneker,

D, 1.

32 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Die Langbahnfahrer waren begeistert

von der Veranstaltung: Michael Härtel

gegen Europameister James Shanes

Die Top-3 im Speedway,

allesamt GP-Starter:

1. Martin Vaculik

2. Emil Saifutdinow

3. Patryk Dudek

AM RANDE

Weil es zu wenig Boxen für zwei komplette Fahrerfelder

gab, hatten die Mauers extra ein Luftzelt

für die Langbahnfahrer aufgebaut. Das

wurde dann für je zwei Maschinen doch etwas

eng und Michael Härtel flüchtete gleich in die

letzte feste Box im Fahrerlager.

Andi Feldmann, der ideenreiche Bruder von

„Werner“-Zeichner Röttger, machte in Wittstock

ordentlich Werbung für das zweite „Werner“-Rennen

in Hartenholm, nördlich von

Hamburg. Ein großes Transparent wurde aufgehängt

und Sprecher Michael Schubert

machte ordentlich Werbung in Interviews mit

Andi, der auch ordentlich Bölkstoff dabei hatte.

Das große Spektakel findet am ersten September-Wochenende

im nächsten Jahr statt. Als Reaktion

darauf verschob man das Motorrevival

in Hamburg vom Traditionstermin auf Mitte August.

Das Speedway-Hallenrennen in Hamburg

am 8. Dezember findet definitiv nicht statt.

In Wittstock arbeitet man immer weiter an Verbesserungen.

Nun ist auch die Auffahrt vom

Parkplatz zum Fahrerlager geteert.

Die Top-3 in der Langbahn-Konkurrenz:

1. Max Dilger

2. Michael Härtel

3. James Shanes

Steven Mauer will auch aufs Eis

Vorgestellt wurde Steven Mauer als dritter Fahrer

der Eisspeedway-Union-Berlin, die schon

Werbung für ihre Veranstaltung am ersten

März-Wochenende machte. Steven will mit Tobi

Busch zum Trainieren nach Russland fahren.

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 33


SPEEDWAY

Flutlichtrennen Dohren

Beim Abschied flossen

bei Tobias Kroner die Tränen

Das war mal ein Abschied: Tobias Kroner, von klein auf Mitglied beim MSC Dohren,

direkt neben dem Eichenring im Elternhaus aufgewachsen, fuhr sein letztes Rennen

auf seiner Heimbahn. Und die Fans strömten wie jedes Jahr zum Saisonausklang in das kleine Dörfchen im Emsland.

Es wurde ein schöner und auch ein langer

Speedway-Abend. MSC-Vorsitzender Josef Kroner

und seine beiden Söhne Tobias und Christof

hatten ein starkes internationales Fahrerfeld

nach Dohren verpflichtet, unter ihnen mit dem

Schweden Antonio Lindbäck, dem Dänen Peter

Kildemand und dem nachgerückten Olchinger

Martin Smolinski gleich drei aktuelle Grand-

Prix-Teilnehmer am Start.

Das Motto hieß diesmal etwas hochtrabend

„Deutschland gegen den Rest der Welt“. Das

deutsche Team mit Smolinski, Kroner, Kevin

Wölbert, René Deddens und Lukas Fienhage

schlug sich wacker, musste am Ende aber eine

knappe 42:48-Niederlage hinnehmen. Dabei

kam es auf dem urig runden und sehr kurzen Eichenring

zu zum Teil sehr spannenden Duellen.

Der beste Punktesammler des Abends war der

Brite Robert Lambert, aber auch der Deutsche

Speedwaymeister Kevin Wölbert beeindruckte

durch sehr couragierte Fahrten. Mit 12 Punkten

war der 31-jährige Crivitzer bester Deutscher

vor Tobias Kroner und Kai Huckenbeck mit je

8 Zählern. Smolinski traf nach einer Sponsorenverpflichtung

in Leipzig erst Minuten vor Beginn

des Flutlichtrennens im Emsland ein und

erzielte anschließend 7 Punkte.

Der zuletzt schon mal wegen seiner laschen

Vorstellungen bei den offenen Rennen in Moorwinkelsdamm

und Cloppenburg gescholtene

Schwede Antonio Lindbäck zeigte sich in Dohren

von einer anderen Seite. Ihm gefiel der Kurs

offensichtlich und so drehte er ordentlich am

Gashahn, wurde aber gleich zu Beginn einmal

wegen Befahrens des Innenraumes disqualifiziert.

Tobias Kroner konnte und wollte wohl auch

nicht unbedingt sein ganzes Leistungsvermögen

in die Waagschale werfen. Warum auch? Er

begeisterte seine Fans, obwohl er nur einen

Laufsieg einfuhr. Nach jedem seiner Läufe ging

es erst mal auf eine vielbejubelte Ehrenrunde.

Die B-Gruppe der internationalen Lizenz zeigte

ebenfalls sehr ausgeglichene Leistungen. Hier

präsentierte sich Danny Maaßen erstaunlich

stark. Der Neuhastedter lag am Ende mit dem

Dänen Mikkel B. Andersen nach Punkten

gleichauf, aber im Finale musste er sich Andersen

ganz knapp geschlagen geben. Damit stand

die Reihenfolge fest. Auf den 3. Podestplatz

kletterte Mads Hansen (DK), Stephan Katt wurde

Fünfter.

Es wurden natürlich auch viele Abschiedstränen

geweint an diesem Abend, sogar vom Emsland-Himmel

vor dem letzten Lauf. Schon bevor

es richtig losging, musste Tobi Kroner bei einer

Video-Präsentation seiner Karriere des Öfteren

zum Taschentuch greifen und auch das ein oder

andere Interview im Laufe des Abends und die

Respektsbekundungen seiner Fahrerkollegen

taten hier ihr Übriges.

Am Ende aber stand eine große Sause mit Tobias

Kroner im Mittelpunkt, Tränen hin oder her.

Es wurde gefeiert bis fast zum Umfallen, typisch

Emsländer-Style eben.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

34 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Zu den Fotos:

Links:

Robert Lambert

war punktbester

Einzelfahrer des

Abends und

Sieger im Einzelfinale,

hier vor

Tobias Kroner

Rechts:

Tobi bei der

Fahrervorstellung

Unten:

Kevin Wölbert

(innen) war der

Topscorer im

Team Deutschland,

hier in Führung

mit Partner

Martin Smolinski

ADAC-Speedway-Flutlichtrennen Dohren

„Germany vs. Rest of the World“ - 21.10.2017

Ergebnisse:

Team Rest of the World, 48 Punkte (Robert Lambert/GB 13, Antonio

Lindbäck/S 11, Peter Kildemand/DK 10, Bjarne Pedersen/

DK 7, Timo Lahti/FIN 6, Theo Pijper/NL 1); Team Deutschland, 42

(Kevin Wölbert/D 12, Tobias Kroner/D 8, Kai Huckenbeck/D 8,

Martin Smolinski/D 7, René Deddens/D 4, Lukas Fienhage/D 3).

Solo-Finale: 1. Lambert; 2. Wölbert; 3. Deddens; 4. Lindbäck.

Gruppe B: 1. Mikkel B. Andersen, DK, 12 Punkte; 2. Danny Maaßen,

D, 12; 3. Mads Hansen, DK, 11; 4. Henry van der Steen, NL,

7; 5. Stephan Katt, D, 7; 6. Niels Oliver Wessel, D, 1; 7. Fabian

Wachs, D, 1; 8. Dominik Möser, D, 0; 9. Geert Bruinsma, NL, 0.

Junior C: 1. Lukas Wegner, 8 Punkte; 2. Ben Ernst, 8; 3. Maximilian

Troidl, 7; 4. Marvin Wiegert, 4; 5. Finn Loheider, 4; 6. Timo

Wachs, 2; 7. Jason Sobolewitsch, 2; 8. Kevin Lück, 2; 9. Birger

Jähn und Ann-Kathrin Gerdes, je 2; 11. Domenik Otto, 1; 12. Jana

Maria Muschiol, 0; 13. Mitchell de Vries, 0.

Junior A: 1. Max Streller, 16 Punkte; 2. Carl Wynant, 13; 3. Paul

Weisheit, 10; 4. Julian Ploog, 8; 5. Alina Sassenhagen, 8;

6. Thies Schweer, 5; 7. Freyja Redlich, 5; 8. Mika-Fynn Janssen,

3; 9. Len-Joris Rixen, 2; 10. Felix Klütemeyer, 0.

PW 50: 1. Tyler Haupt, 16 Punkte; 2. Carlos Gennerich, 12; 3. Nils

Fangmeyer, 7; 4. Mike Jarczewski, 5.

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BAHNSPORT-LEGENDEN

„Der Bua is richtig guad – des konn vielleicht oaner

wern!“ Gesagt hat das Anfang der 1970er-Jahre

Ludwig Held, Grasbahnfahrer aus Ismaning. Zu

ihm passte der Nachname perfekt, denn tatsächlich

galt er zur damaligen Zeit in Karls Gegend als

„Localhero“. „Der Lugge war mein erster Entdecker“,

stellt der viermalige Weltmeister heute klar

und ergänzt: „Mit dem Bahnsport-Virus hab’ ich

mich beim Besuch eines Grasbahnrennens in Eichenried

infiziert. Ich habe dort mit dem Vater zugesehen

und war total fasziniert.“ Beim Zuschauen

blieb es wiederum nicht lange, denn schon bald

drehte der Karl seine ersten Runden: „Mit ein paar

Freunden hab ich eine NSU Fox (125 ccm) vom Speicher

abgeseilt“, erinnert er sich. „Mein Vater half

mir, die zum Laufen zu bringen – da war ich gerade

elf Jahre alt.“ Eine Steigerung war die NSU Max

(250 ccm), die er bis zum Alter von 16 Jahren fuhr,

bevor das erste eigene Speedwaymotorrad gebaut

wurde. „Vom MSC Eichenried und dem Florian

Betzl bekam ich dabei Unterstützung.“ Gedriftet

ist er damals auch auf der Wiese vom Opa, wie Karl

erzählt: „Unter Tags liefen darauf Stiere herum,

die abends in den Stall mussten – dann hab ich

das Gas aufgedreht.“ Der Held „Lugge“ indes hatte

in einer nahe gelegenen Kiesgrube ein Trainingsoval

schieben lassen. Hier erlernte der spätere

Seriensieger also das „Rennfahrer-Einmaleins.“

„Des erste Rennen, des is wia dein eigener Geburtstag

– des vergisst du ned!“ Tatsächlich erinnert

sich Karl gern an sein Debüt als Rennfahrer – kein

Wunder, denn er siegte auf Anhieb! „Der 10. Oktober

1975 war das“, kommt es von ihm wie aus der

Pistole geschossen. Schauplatz: die Grasbahn von

Eichenried, direkt vor Maiers Haustüre sozusagen.

Mit seiner gerade von Otto Lantenhammer erworbenen

Maschine (den Kontakt stellte Ludwig Held

her), konnte er alle Läufe gewinnen. „Die 6500

Mark für das Bike mit dem Weslake-Motor hab ich

mir von meinem Lehrlingsgehalt zusammengespart“,

betont er und ergänzt: Auch den Lanti sehe

ich als meinen Entdecker – er hat mir viel geholfen.“

Der erste Gratulant auf dem Podium sollte indes

erwähnt werden: Es war ein „gewisser“ Egon

Müller, der das Hauptrennen gewann.

„Wia i da nüber gfunden hab – des woass i bis heid

no ned!“ „Nüber gfunden“ – nach Manchester, hat

er aber, der Karl. Exweltmeister Peter Collins war

übrigens derjenige, der dem bayerischen Shootingstar

1980 ein Engagement bei den „Belle Vue

Aces“ vermittelte. Für zirka 10 Rennen pendelte er

zwischen Neufinsing und dem jeweiligen Rennort

auf der britischen Insel. 1500 Kilometer – einfache

Strecke, auf Deutschlands, Belgiens und Englands

Straßen, galt es zu bewältigen. Zum Transport der

Rennmaschine diente dabei ein von Opa und Vater

gebauter Ständer, der am Heck seines BMW montiert

wurde. „Auf den dortigen engen Bahnen habe

ich viel in Sachen Speedway gelernt“, resümiert

Karl Maier heute. Später war er noch einmal in

„Good old England“ aktiv – und zwar für die

„Brummies“ aus Birmingham.

„Der Lanti wollt schaun: Wos hod der drauf?“ Der

„Lanti“ – das war natürlich Otto Lantenhammer,

einer der erfolgreichsten Motoren-Tuner der „goldenen“

Bahnsportjahre. Er hatte im Sommer 1980

ein „Höllen-Aggregat“ gezaubert und musste entscheiden,

welcher Drifter es in Scheeßel beim

Langbahnweltfinale benutzen sollte. Nun, die

Wahl fiel auf den amtierenden Deutschen Meister

aus Neufinsing und der „Lanti“ sollte nicht enttäuscht

werden: „Ohne Druck zu haben, hab’ ich

mich von Lauf zu Lauf gesteigert und zum Schluss

war ich Weltmeister“, erinnert sich Karl. Typisch

Maier sind seine ergänzenden Worte: „Des war für

mi, wia wennst mit der Raketn aufn Mond

gschossn wirst!“ Zwei weitere WM-Titel mit Lantenhammer-Motoren

folgten Jahre später: 1987 in

Mühldorf vor Heimpublikum – „unvergesslich“, so

36 BAHNSPORT AKTUELL November '17

Karl Maier

Erhard Wallenäffers

Bahnsport-Legenden

vergangener Jahre

„Wo beginnen und wo aufhören?“ Wenn man eine

Story über Karl Maiers Bahnsportkarriere schreiben

will, dann beschäftigt einem unweigerlich

diese Frage. Würde man alles beleuchten, was

dem viermaligen Langbahnweltmeister während

seiner Karriere widerfahren ist, so hätte man Stoff

für ein dickes Buch. In diesem Heft ist der Platz allerdings

begrenzt – so beschränke ich mich auf einige

markige (bayerische) Sprüche und versuche

die jeweiligen Zusammenhänge zu erklären.

Karl – und 1988 wiederum in Scheeßel, wo er sogar

mit maximaler Punkteausbeute siegte.

„Des wär ja no schener: Wenn mir 3500 Kilometer

fahrn und dann ned ins Finale kommen!“ Mit „Finale“

meinte der Karl im Sommer 1984 den Endlauf

um die Speedway-Einzel-WM in Göteborg. Der

Weg wiederum nach Schweden war beschwerlich,

denn die FIM hatte das Kontinentalfinale in die

Sowjetunion, nach Rowno vergeben. Derartige

Fahrten in die damaligen Ostblockstaaten waren

vergleichbar einer Weltreise, wie der Neufinsinger

sich erinnert: „Unglaubliche Schikanen an den

Grenzen hat es da gegeben – mehrfach ließ man

uns das Fahrzeug komplett ausräumen. Von den

Straßenverhältnissen will ich gar nicht reden.“

Letztlich hat sich die Tortur aber gelohnt: Als Zweiter,

punktgleich mit Egon Müller, zog Maier sicher

ins Weltfinale ein. Um die Hürde fern der Heimat zu

nehmen, hatte er schon vor der Abreise einen immensen

Aufwand betrieben, wie Karl zurückblickt:

„Zu der Zeit tauchten in der Szene diese unglaublich

guten Carlisle-Reifen aus den USA auf. So flog

ich nach Manchester, wo mir Ivan Mauger am Flughafen

einige solcher Carlisle übergab. Mit diesen

in die Händen, bin ich sofort wieder zurückgeflogen

– schon ein bissl verrückt, oder?“ Auch später

in Göteborg schlug er sich wacker: Sieben Punkte

reichten immerhin zu Platz 9 unter den weltbesten

Kurvendriftern.

„Bis um Zehne ham mir gschraubt – dann hamma

no a Steak mit Kartoffeln kriagt!“ Karl erinnert sich

noch genau an den Vorabend jenes Tages, an dem

er seinen zweiten WM-Titel eroberte. Schauplatz

war die 1000-Meter-Bahn im dänischen Korskro,

auf der sich nach dem Samstagstraining herausstellte,

dass nichts „zusammenpasste“. „Ich und

mein Mechaniker Gerhard Ertl – dem ich sehr viel

zu verdanken habe – haben dann die Zierk-Godden

aus drei Fahrgestellen durchgewechselt.“ Eine

Arbeit, die sich offensichtlich ausgezahlt hat.

Ab 1992 übrigens fuhr der vierfache Weltmeister

die Motoren von Hans Zierk bis zum Karriereende.

„Der Auge is a echtes Talent!“ Richtig gelesen:

Karl Maier urteilte im Sommer 1989 über die Begabung

von Klaus Augenthaler, seines Zeichens

langjähriger Kapitän des FC Bayern und später

Fußballweltmeister. Karl lobte dabei nicht „Auges“

Fähigkeiten am Ball, sondern jene als Speedwayfahrer!

Zufällig trafen sich die beiden Meister

ihres Fachs im Münchener Olympiastadion, wo

Karl einen Lärmtest für das anstehende Speedwayweltfinale

durchführen sollte. „Spontan setzte

sich Auge auf Karlis heißen Ofen und fegte einmal

ums Stadion-Oval“, war in der Bild-Zeitung

tags darauf zu erfahren.

„Do muass i dabei sei – des is Pflicht!“ Karls

Spruch bezog sich auf ebenjenes WM-Finale unter

dem weltberühmten Zeltdach. Leichter gesagt, als

getan – so könnte man die Geschehnisse der Saison

1989 zusammenfassen. Besonders das Kontinentalfinale

im ungarischen Debrecen geriet zur

Nervenschlacht: Sage und schreibe sieben Fahrer

hatten in fünf Durchgängen je 10 Punkte gesammelt

und mussten so um die verbleibenden vier Final-Tickets

stechen. Letztlich schafften mit Karl

Maier und Gerd Riss beide deutsche Vertreter diesen

„Cut“. „Da bin ich schon a bissl nervös gewesen“,

erinnert sich Karl – aber warum war denn die

Qualifikation Pflicht? Nun, zum einen handelte es

sich um das „Finale dahoam“, denn nur 20 Kilometer

trennen Neufinsing und den Olympiapark. Zum

anderen war Karl von Anfang an in die Vorbereitungen

des Spektakels involviert, wie der vierfache

Weltmeister erläutert: „Wir haben unheimlich viel

in Sachen Bahnbelag experimentiert. In meiner

Umgebung wurde beispielsweise das Material

ausgelegt, um Starts zu testen, denn temporäre

Bahnen gab es damals ja kaum.“ Maier beendete

übrigens sein letztes Speedwayweltfinale mit

5 Punkten auf Platz 11.

„Des Wichtigste is, dass du auf d’Nacht no dei

Schnitzel essen konnst!“ Karl sprach diese Worte

einmal während einer Rennpause in das Mikrofon

des Stadionsprechers. Möglichst kein schlimmer

Sturz sollte passieren, war damit gemeint und tatsächlich

blieb er Zeit seiner Karriere von körperlichen

Schäden verschont. „Das ist das Allerwichtigste“,

betont er heute. So blickt er auch auf die

Jahre nach 1988, in denen er scheinbar das Pech

gepachtet hatte, keinesfalls verärgert zurück. Ein

Kettenriss, ein Motorschaden oder auch ein Platter

verhinderten jeweils um Haaresbreite seinen

fünften WM-Titel. Auf ein spezielles Rennen im

Herbst seiner Karriere erinnert sich der heute

60-Jährige aber gern: „Der Egon (Müller) ist mir ja

schon bei meinem ersten Rennen begegnet und

hat mir zum Sieg gratuliert. Sein Abschiedsrennen

1997 in Jübek wiederum habe ich ebenso gewonnen

– auch hier beglückwünschte er mich also. Irgendwie

hat sich damit der Kreis geschlossen.“

Karl Maier gewann zwischen 1975 und 1998

unzählige Pokale – wer sie bewundern möchte,

dem sei ein Besuch seiner BMW-Motorrad

Niederlassung in Neufinsing empfohlen.

Hier die größten Erfolge:

SPEEDWAY - Weltfinals: 1983 (9.), 1984 (9.),

1985 (16.), 1986 (13.), 1989 (11.)

Team-WM: 1981 und 1982, jeweils Platz 3

Deutscher Vizemeister: 1981 und 1983

LANGBAHN - Weltmeister: 1980, 1982, 1987,

1988

Deutscher Meister: 1979, 1980, 1983, 1987,

1989, 1990, 1992, 1993

ADAC-Goldhelmgewinner: 1985, 1988, 1991

ADAC-Motorsportler des Jahres: 1987

Viele Jahre war er in der Speedway-Bundesliga

aktiv, und zwar für folgende Clubs: MSC Ruhpolding,

AC Landshut und MSC Olching

Action-Fotos: John Somerville; Mauern: Rennfoto Hauser;

Rest: privat + Archiv Bahnsport aktuell


Ein Tag, den man

nicht vergisst: Karli

feiert am 10. Oktober

1975 in Eichenried

seinen ersten Sieg

im ersten Rennen

Speedwayweltfinale 1984 in Göteborg (von innen): Karl Maier, Erik Gundersen, Vaclav Verner und Bo Petersen

Jung, dynamisch und sehr erfolgreich: mit

Egon Müller beim Grasbahnrennen in Mauern

Mehrfache Weltmeister unter sich: Karl Maier (links) mit Ivan Mauger

Treffen zweier Weltmeister: 1989 mit Klaus Augenthaler (auf

dem Bike) und Albert Seitz im Münchener Olympiastadion

Mit Highspeed auf der Geraden: beim Langbahnweltfinale 1990 in Herxheim

Karli auf der

Insel beim

„Ace of Aces“

Karl mit seinen unzähligen

Trophäen

xxx

Sogar in der Bravo konnten die Fans ihren Karl bewundern

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 37


INTERNATIONAL

ENGLAND

Fredrik Lindgren • Archiv-Foto: Jarek Pabijan

SGB Premiership Riders Individual -

Manchester

Titel verteidigt

Nach 2010 und 2016 sicherte sich Wolverhamptons

Nummer 1 Fredrik Lindgren

den dritten Titel dieses Prestigerennens.

Er ist damit der einzige Fahrer

in den letzten 20 Jahren, der diesen Titel

verteidigen konnte. Im Endlauf hatte

Fast Freddie den besten Start und

konnte das Heimduo Fricke/Cook clever

– und nach hartem Kampf – auf Distanz

halten. Hans Andersen wollte der

erste dänische Gewinner seit zehn Jahren

werden. Im Hoffnungslauf wurde er

aber nach hartem Kampf mit Fricke innen

von Thorssell überholt. 2015-Gewinner

Jason Doyle fand erst sehr spät

ins Rennen. Trotz abschließender zweier

Laufsiege verpasste er das Race-off.

Ergebnisse - Vorläufe: 1. Craig Cook, Belle Vue, 13 Punkte; 2. Fredrik Lindgren, Wolves, 11; 3. Hans

Andersen, Poole, 10; 4. Max Fricke, Belle Vue, 9; 5. Josh Grajczonek, Somerset, 9; 6. Jacob Thorssell,

Wolves, 8; 7. Chris Harris, Rye House, 8; 8. Scott Nicholls, Rye House, 8; 9. Josh Auty, King’s

Lynn, 8; 10. Nick Morris, Swindon, 8; 11. Jason Doyle, Swindon, 7; 12. Brady Kurtz, Poole, 7; 13. Richard

Lawson, Somerset, 5; 14. Kim Nilsson, Leicester, 5; 15. Thomas Jörgensen, King’s Lynn, 2;

16. Daniel King, Leicester, 2; 17. Rob Shuttleworth (Res.), Belle Vue, 0.

Race-off: 1. Thorssell; 2. Fricke; 3. Andersen; 4. Grajczonek.

Finale: 1. Lindgren; 2. Fricke; 3. Cook; 4. Thorssell.

SGB Premiership Riders Individual - Glasgow

Happy End für Nick Morris

Nick Morris hatte im Halbfinale sehr

viel Mühe, Stuart Robson zu überholen.

Aber im Endlauf lief es besser für

ihn. Schon nach der ersten Kurve lag er

in Front. Ende der ersten Runde konnte

Chris Harris am Maximumfahrer der

Vorläufe, Richie Worrall, vorbeiziehen

und sich sogar an Morris heranfahren.

Es reichte nicht mehr für Harris. Aber

es reichte für Morris’ Happy End. Es ist

der erste große Einzelerfolg für den

Australier.

Nick Morris • Archiv-Foto: Ron MacNeill

Halbfinale: 1. Lawson; 2. Morris; 3. Robson; 4. Wells.

Finale: 1. Morris; 2. Harris; 3. R.Worrall; 4. Lawson.

Dan Bewley • Archiv-Foto: Klaus Goffelmeyer

Ergebnisse - Vorläufe: 1. Richie Worrall, Glasgow,

15 Punkte; 2. Chris Harris, Peterborough, 12; 3. Stuart

Robson, Newcastle, 12; 4. Richard Lawson, Glasgow,

11; 5. Nick Morris, Berwick, 10; 6. Ricky Wells,

Edinburgh, 9; 7. Paul Starke, Peterborough, 9;

8. Steve Worrall, Newcastle, 8; 9. Jack Holder, Peterborough,

8; 10. Aaron Summers, Glasgow, 7; 11. Daniel

King, Ipswich, 6; 12. Josh Auty, Scunthorpe, 4;

13. Michael Palm Toft, Scunthorpe, 4; 14. Sam Masters,

Edinburgh, 3; 15. Jan Graversen, Sheffield, 2;

16. Kevin Whelan (Res.), Sheffield, 0; 17. Ryan

MacDonald, Lakeside, 0.

National League Riders

Championship - Leicester

Mit Maximum

Die Startnummer 13 brachte Belle Vues

großer Hoffnung Daniel Bewley Glück.

Der 18-Jährige brillierte mit einem

15-Punkte-Maximum und gewann

deutlich dieses Rennen.

Ergebnis: 1. Dan Bewley, Belle Vue/Glasgow, 15;

2. Matt Williamson, Workington/Buxton, 13; 3. Liam

Carr, Birmingham, 12; 4. Tom Bacon, Peterborough/

Birmingham, 11; 5. Ben Morley, Rye House/Lakeside,

11; 6. Jordan Jenkins, Mildenhall, 10; 7. Alfie

Bowtel, Newcastle/Lakeside, 9; 8. Jon Armstrong,

Mildenhall, 8; 9. Josh Bailey, Scunthorpe/Eastbourne,

8; 10. Luke Bowen, Kent, 7; 11. Adam Roynon,

Plymouth, 4; 12. Ryan Terry-Daley, Stoke, 3; 13.

Tom Woolley, Buxton, 3; 14. Luke Harris, Cradley, 3;

15. Chris Widman, Isle Of Wight, 2; 16. Connor Dwyer

(Res.), Cradley, 1; 17. James Cockle, Isle Of Wight, 0.

SGB Championship Pairs - Sheffield

Heimsieg

Beide Gruppen überraschten in diesem zu den sieben Major Events zählenden

Rennen mit ihren Siegern. Die 361-Meter-High-Speed-Bahn erlaubte

einmal mehr etliche sehr spannende Läufe. Das dramatische erste

Semi konnte erst im dritten Versuch beginnen. Sheffields Kyle Howarth

passierte Louis Kerr gleich auf der Gegengeraden. Wenig später konnte

auch Bjerre an Kerr vorbeiziehen. Josh Auty wurde bereits vorab im ersten

Re-run als Sturzverursacher disqualifiziert. Im zweiten Halbfinale überraschte

Redcar erneut. Glasgows Lawson kam am besten aus den Bändern,

wurde aber noch in der ersten Runde von Wright überholt. Ben Barker

hatte große Mühe, seinen entscheidenden 3. Platz gegen Aaron Summers

zu halten. In einem dramatischen Endlauf gewann zwar Redcars Barker,

aber bei der Punkteverteilung von 4-3-2-0 reichten Bjerre/Howarth

Platz 2 und 4. Wright war Ende der dritten Runde zu schnell und stürzte.

Für die Gastgeber war es nach 2010 der zweite Titel.

Ergebnisse - Gruppe A: 1. Scunthorpe, 23 Punkte (Lewis Kerr 12, Josh Auty 11); 2. Glasgow,

21 (Richard Lawson 14, Aaron Summers 7); 3. Peterborough, 21 (Ulrich Östergaard 13, Chris Harris

8); 4. Ipswich, 16 (Daniel King 12, Rory Schlein 4); 5. Workington, 9 (Tyron Proctor 6, Mason Campton

3).

Gruppe B: 1. Redcar, 25 Punkte (Charles Wright 13, Ben Barker 12); 2. Sheffield, 21 (Kyle Howarth

11, Lasse Bjerre 10); 3. Edinburgh, 20 (Sam Masters 12, Ricky Wells 8); 4. Newcastle, 13 (Stuart Robson

8, Ludvig Lindgren 5); 5. Berwick, 11 (David Howe 7, Kevin Doolan 4).

1. Halbfinale: 1. Bjerre; 2. Howarth; 3. Kerr; 4. Auty. Sheffield gewinnt 7:2.

2. Halbfinale: 1. Wright; 2. Lawson; 3. Barker; 4. Summers. Redcar gewinnt 6:3.

Grand Final: 1. Barker; 2. Bjerre; 3. Howarth; 4. Wright. Sheffield gewinnt 5:4.

Best-Pairs-Titel für Sheffield: Lasse Bjerre (gelb) und Kyle Howarth (weiß) gegen Ricky

Wells (blau) und Sam Masters (rot), hier im B-Gruppen-Rennen • Foto: Ron MacNeill

SGB Premiership Play-offs - Grand Final

Im letzten Moment

Der Meister von 2012 wurde auf eigener Bahn kalt erwischt. Die Gäste

konnten ihren Vorsprung sogar bis auf unglaubliche 12 Punkte ausbauen!

Und das ohne ihre verletzten Topstars Jacob Thorssell und Fredrik Lindgren.

Als Gast wurde Routinier Chris Harris verpflichtet. Eine Woche später

kam es in Monmore Green zum großen Showdown. Harris ersetzte wieder

Freddie Lindgren, der verletzungsbedingt immer noch nicht starten

konnte. Swindon verkaufte sich gut, konnte in Heat 11 sogar mit einem

Punkt in Führung gehen. Zu diesem Zeitpunkt sahen die Wölfe eigentlich

schon wie die Meister aus. Dann gelang Doyle und Morris ein vorentscheidendes

5:1 gegen Masters und Harris. In der Gesamtaddition führte Swindon

nun mit einem Punkt Vorsprung. Nach einem Remis in Heat 14 kam es

zum großen Showdown im letzten Lauf ebenfalls mit Doyle und Morris für

die Gäste. Im Re-run bog Masters als Erster in die Kurve ein, aber Morris

konterte innen auf der Gegengeraden. Masters ließ nicht locker und nutzte

zu Beginn der zweiten Runde eine Lücke zwischen Doyle und Morris.

Aber Masters’ Sieg hatte keinen Wert, weil Harris Letzter wurde. Swindon

machte das Unmögliche möglich und sicherte sich nach 1967 und 2012

seine dritte Meisterschaft.

Ergebnisse: Swindon, 43 Punkte (Jason Doyle 11, Nick Morris 9, David Bellego 7, Tobiasz Musielak

6, Bradley Wilson-Dean 4, Liam Carr (Gast) 4, Adam Ellis 2); Wolverhampton, 47 (Sam Masters 12,

Rory Schlein 11, Chris Harris (Gast) 9, Kyle Howarth 7, Mark Riss 5, Nathan Greaves 3).

Wolverhampton, 42 Punkte (Sam Masters 12, Rory Schlein 10, Kyle Howarth 8, Nathan Greaves 7,

Chris Harris (Gast) 4, Mark Riss 1); Swindon, 47 (Jason Doyle 13, Nick Morris 11, Tobiasz Musielak

8, Adam Ellis 6, Bradley Wilson-Dean 5, David Bellego 4, Liam Carr (Gast) 0).

Swindon gewinnt 90:89.

38 BAHNSPORT AKTUELL November '17


SGB Premiership Play-offs - Halbfinale 1

Dramatisches Ende

In einem Match mit einigen Stürzen baute Wolverhampton seinen Vorsprung

kontinuierlich aus. Belle Vues Star Craig Cook ging zweimal zu Boden.

Robert Tungate gleich dreimal. In Heat 14 stürzte er mit Thorssell auf

der Gegengeraden. Der Schwede konnte das Rennen nicht beenden. Ohne

Max Fricke mussten die Aces beim Rückkampf auskommen. Der Aussie

fuhr die U21-WM in Pardubice. Die Wolves mussten auf den verletzten

Thorssell verzichten. Belle Vue baute besonders im letzten Drittel enormen

Druck auf. Ein folgenschwerer Crash in Heat 13 sollte dieses Halbfinale

zumindest vorentscheiden. Nach der dritten Kurve in der zweiten Runde

kam es zu einem üblen Sturz mit Bjerre und Lindgren. Der Däne wurde

trotz Protest von Referee Griffin disqualifiziert.

Ergebnisse: Wolverhampton, 51 Punkte (Fredrik Lindgren 14, Rory Schlein 12, Mark Riss 7, Kyle

Howarth 6, Jacob Thorssell 5, Sam Masters 5, Nathan Greaves 2); Belle Vue, 38 (Max Fricke 10,

Steve Worrall 9, Kenneth Bjerre 6, Dan Bewley 7, Craig Cook 4, Rohan Tungate 1, Rob Shuttleworth

(Gast) 1).

Belle Vue, 51 Punkte (Craig Cook 15, Kenneth Bjerre 10, Dan Bewley 8, Rohan Tungate 8, Steve Worrall

7, Jack Smith 3); Wolverhampton, 39 (Fredrik Lindgren 12, Sam Masters 10, Rory Schlein 9,

Mark Riss 4, Kyle Howarth 3, Nathan Greaves 1).

Wolverhampton gewinnt 90:89.

SGB Premiership Play-offs - Halbfinale 2

Dienst nach Vorschrift

Poole stand nach seiner 2-Punkte-Heimniederlage stark unter Druck. Und

auch in Swindon konnten die Blauen nicht mithalten. Von Lauf zu Lauf vergrößerte

sich der Vorsprung der Gastgeber.

Ergebnisse: Swindon, 51 Punkte (Bradley Wilson-Dean 14, Nick Morris 10, Tobiasz Musielak 9, Jason

Doyle 8, David Bellego 7, Adam Ellis 2, Liam Carr (Gast) 1); Poole, 38 (Hans Andersen 11, Brady

Kurtz 8, Paul Starke 5, Jack Holder 5, Edward Kennett 3, Timo Lahti 3, James Shanes 3).

Swindon gewinnt 97:82.

SGB Premiership (Meisterschaft)

Ergebnis: King’s Lynn (Kai Huckenbeck 0-0-A-N=0) - Rye House, 44:46 Punkte.

SGB Premiership Knockout-Cup

Halbfinals

Ergebnisse: Swindon - Belle Vue 50:39 Punkte; Belle Vue - Swindon 52:38.

Belle Vue gewinnt 91:88.

Wolverhampton - Somerset 59:31 Punkte; Somerset - Wolverhampton 53:37.

Wolverhampton gewinnt 96:84.

SGB Premiership Knockout-Cup - Finale

... und wieder Belle Vue

Auch ohne die immer noch verletzten Freddie Lindgren (dafür mit Scott Nicholls)

und Jacob Thorssell konnten die Wölfe ihren ehemaligen Play-off-

Halbfinalgegner aus Manchester immerhin mit 10 Punkten Vorsprung in

Schach halten. Aber ob das diesmal reichen würde? Belle Vue musste auf

den ebenso verletzten Max Fricke verzichten.

Ergebnis: Wolverhampton, 50 Punkte (Ricky Wells 13, Nick Morris 10, Scott Nicholls (Gast) 8, Mark

Riss 7, Sam Masters 7, Nathan Greaves 5); Belle Vue, 40 (Kenneth Bjerre 11, Craig Cook 10, Steve

Worrall 6, Dan Bewley 6, Rohan Tungate 5, Jack Smith 2).

SGB Relegation Race-off

Um Auf- und Abstieg

Ohne ihre nach Stürzen noch nicht fitten Stars Josh Grajczonek und Mannschaftskapitän

Kyle Howarth hatten die Tigers keine Chance gegen den

Letzten der SGB Premiership. Nach einer herben 26-Punkte-Niederlage

muss SGB-Championship-Gewinner Sheffield wohl die Hoffnungen auf

den Aufstieg in die Premiership begraben. Leicester wird sich beim noch

anstehenden Rückkampf die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Erik

Riss fuhr ein 0-3-0-1-1. Für Sheffield war dies die erste Heimniederlage

der Saison!

Ergebnis: Sheffield, 32 Punkte (Lasse Bjerre 12, Todd Kurtz 6, Jan Graversen 5, Scott Nicholls (Gast)

5, Josh Bates 4, Georgie Wood 0); Leicester, 58 (Daniel King 13, Kyle Newman 13, Kim Nilsson 13,

Cameron Heeps (Gast) 11, Erik Riss 5, Lewis Kerr (Gast) 3).

East Midlands Bowl

Ergebnis: Leicester - Coventry 50:43 Punkte.

SGB Championship - Play-offs - Grand Final

Stahlhart

Sheffield ist seiner dritten Meisterschaft einen großen Schritt nähergekommen.

Auch ohne Josh Grajczonek, der verletzungsbedingt nach seinem

zweiten Lauf aufgab, fuhren die Tigers ein furioses Rennen und einen

hohen 16-Punkte-Vorsprung heraus, obwohl bei Ipswich wieder Cameron

Heeps an Bord war. Heeps war im Rückkampf bester Fahrer seines Teams.

Dennoch waren die Witches nie stark genug, um Sheffield Paroli zu bieten.

Im letzten Matchdrittel konnten die Gäste noch mal kontern und einen

Auswärtssieg herausfahren.

Ergebnisse: Sheffield, 53 Punkte (Kyle Howarth 13, Josh Bates 13, Lasse Bjerre 7, Jan Graversen 7,

Todd Kurtz 7, Josh Grajczonek 3, Georgie Wood 3); Ipswich, 37 (Daniel King 9, Nathan Greaves 9,

Rory Schlein 8, Cameron Heeps 6, Kyle Newman 4, Tom Bacon (Gast) 1).

Ipswich, 44 Punkte (Cameron Heeps 13, Daniel King 9, Kyle Newman 7, Rory Schlein 7, Nathan

Greaves 5, Alfie Bowtell (Gast) 3); Sheffield, 46 (Scott Nicholls (Gast), 12, Josh Bates 9, Kyle

Howarth 9, Jan Graversen 7, Lasse Bjerre 6, Todd Kurtz 3, Georgie Wood 0).

Sheffield gewinnt 99:81.

SGB Championship - Play-offs - Halbfinale 1

Ipswich - Edinburgh 50:40

Der letzte Meisterschaftsgewinn der Witches liegt 19 Jahre zurück. Diese

Saison läuft es besser denn je. Auch ohne den immer noch verletzten Cameron

Heeps konnte Ipswich gegen die erfahrenen Schotten einen komfortablen

Vorsprung herausfahren. Gastfahrer Campton überzeugte mit

10 Punkten. Edinburgh – ohne Mark Riss – konnte den Rückstand über

weite Strecken auf 5 Punkte halten. Im Rückkampf – nur einen Tag später

– konnten sich die Monarchs punktemäßig nicht absetzen. Im Gegenteil!

Im zweiten Drittel des Matches lag Ipswich sogar vorn.

Ergebnisse: Ipswich, 50 Punkte (Rory Schlein 11, Daniel King 11, Mason Campton (Gast) 10, Kyle

Newman 9, Nathan Greaves 7, Connor Mountain 2); Edinburgh, 40 (Sam Masters 14, Erik Riss 8,

Josh Pickering 5, Ricky Wells 5, Max Clegg 4, Mitchell Davey 4).

Edinburgh, 48 Punkte (Erik Riss 12, Sam Masters 11, Ricky Wells 10, Mark Riss 7, Max Clegg 5, Josh

Pickering 3, Mitchell Davey 0); Ipswich, 41 (Rory Schlein 13, Kyle Newman 8, Connor Mountain 6,

Nathan Greaves 5, Mason Campton (Gast) 5, Daniel King 4).

Ipswich gewinnt 91:88.

SGB Championship - Play-offs - Halbfinale 2

Sheffield - Glasgow 59:31

Sheffield steht nach dem ersten Match mit einem Bein im Finale. Gleich

sechsmal fuhr das Team 5:1-Siege heraus. Der Rückkampf in Schottland

zog sich hin und musste nach nur elf Läufen wegen Überschreiten der

22:00-Uhr-Sperrstunde abgebrochen werden. Glasgow konnte keinen

Boden gutmachen. • Texte: Andreas Fahldiek

Ergebnisse: Sheffield, 59 Punkte (Jan Graversen 12, Josh Grajczonek 11, Lasse Bjerre 10, Josh Bates

10, Kyle Howarth 8, Todd Kurtz 6, Georgie Wood 2); Glasgow, 31 (Richard Lawson 11, James Sarjeant

(Gast) 10, Richie Worrall 4, Aaron Summers 4, Dan Bewley 2, Alfie Bowtell (Gast) 0).

Glasgow, 34 Punkte (Aaron Summers 10, Richie Worrall 8, Richard Lawson 7, James Sarjeant (Gast)

6, Mason Campton (Gast) 2, Alfie Bowtell (Gast) 1); Sheffield 31 (Kyle Howarth 10, Jan Graversen 6,

Lasse Bjerre 6, Todd Kurtz 4, Georgie Wood 4, Josh Grajczonek 1, Josh Bates 0). Abbruch nach Lauf

11.

Sheffield gewinnt 90:65.

SGB PREMIERSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Swindon (1) 28 19 1 8 66

2. Wolverh’ton (2) 28 18 0 10 63

3. Belle Vue (3) 28 17 1 10 58

4. Poole (4) 28 13 3 12 50

5. Rye House (5) 28 15 0 13 48

6. Somerset (6) 28 10 1 17 32

7. King’s Lynn (7) 28 9 0 19 29

8. Leicester (8) 28 7 2 19 27

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 39


INTERNATIONAL

Workington - Edinburgh: Erik Riss (weiß) holt 14 Punkte, innen Partner

Mitchell Davey, dahinter Ty Proctor (rot) und Paul Bowen (blau) • Fotos: Ron MacNeill

SGB Championship

(Meisterschaft)

Ergebnisse: Glasgow - Ipswich (Mark Riss (Gast) 2-3-3-2-F-D=10) 41:52 Punkte; Sheffield - Edinburgh

(Mark Riss 0-1-2-1=4, Erik Riss 2-1-1-0=4) 58:34; Sheffield - Ipswich (Mark Riss (Gast)

2-1-1-3-0=7) 52:38; Edinburgh (Erik Riss 3-3-2-1-0=9, Mark Riss 0-3-1-A=4) - Glasgow 46:43; Berwick

- Sheffield 50:40; Glasgow - Redcar 56:36; Workington - Edinburgh (Erik Riss 3-3-3-3-2=14,

Mark Riss 1-1-1-3=6) 38:54; Glasgow - Peterborough 40:50; Scunthorpe - Workington 39:21 (Abbruch

nach Lauf 10); Workington - Glasgow 47:43; Peterborough - Scunthorpe 51:39; Peterborough

- Workington 50:43; Workington - Newcastle 46:44; Peterborough - Edinburgh (Erik Riss 11,

Mark Riss 5) 54:38.

Workington - Edinburgh: Mark Riss

fängt Matt Williamson vor der Ziellinie

ab und holt einen entscheidenden Punkt

Championship - Knockout Cup

Halbfinale

Ergebnisse: Sheffield - Ipswich 51:39 Punkte; Ipswich - Sheffield 55:35.

Ipswich gewinnt 94:86.

Teesside Silver Helmet Redcar

Ergebnisse - Vorläufe: 1. Richard Lawson, 12 Punkte; 2. Charles Wright, 11; 3. Paul Starke, 11; 3. Tyron

Proctor, 10; 4. Aaron Summers, 10; 6. Ryan Douglas, 9; 7. Ellis Perks, 9; 8. Scott Nicholls, 9;

9. Jacob Bukhave, 9; 10. Ben Barker, 8; 11. Ludvig Lindgren, 6; 12. Coty Garcia, 5; 13. Ben Morley,

4; 14. Ashley Morris, 3; 15. Kevin Doolan, 2; 16. Joe Jacobs, 2; 17. David Wallinger (Res), 0.

Hoffnungslauf: 1. Summers; 2. Douglas; 3. Starke; 4. Proctor D.

Grand Final: 1. Wright; 2. Summers; 3. Lawson; 4. Douglas.

National League Play-off

Halbfinale

Ergebnisse: Lakeside - Belle Vue 53:37 Punkte; Belle Vue - Lakeside 69:21.

Belle Vue gewinnt 106:74.

Kent - Eastbourne 46:44; Eastbourne - Kent 63:27.

Eastbourne gewinnt 107:73.

National League Play-off

Finale

Ergebnis: Eastbourne - Belle Vue 45:33 Punkte (Abbruch nach Lauf 13 wegen Nebels).

Championship - Knockout Cup

Viertelfinals

Ergebnisse: Scunthorpe - Peterborough 50:40 Punkte.

Peterborough gewinnt 94:86.

Glasgow - Newcastle 46:44; Newcastle - Glasgow 44:46.

Glasgow gewinnt 92:88.

SGB CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Sheffield (1) 35 25 0 10 83

2. Ipswich (2) 36 23 0 13 77

3. Edinburgh (3) 36 21 2 13 71

4. Glasgow (4) 35 18 2 15 68

5. Peterb’gh (7) 36 18 2 16 60

6. Redcar (5) 34 17 2 15 59

7. Newcastle (6) 34 15 3 16 51

8. Workington (8) 34 13 2 19 44

9. Scunthorpe (9) 36 11 0 25 34

10. Berwick (10) 36 9 1 26 30

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Belle Vue (1) 20 14 1 5 47

2. Kent (3) 20 14 0 6 47

3. Eastbourne (2) 19 13 1 5 46

4. Lakeside (4) 20 11 0 9 36

5. Birmingham (5) 20 9 2 9 33

6. Mildenhall (7) 18 9 2 7 31

7. Cradley (6) 19 9 1 9 31

8. Plymouth (8) 19 7 1 11 22

9. Buxton (11) 19 5 1 13 17

10. Isle Wight (10) 18 5 0 13 15

11. Stoke (9) 18 4 1 13 14

National League Meisterschaft

Ergebnisse: Kent - Plymouth 50:40 Punkte; Plymouth - Birmingham 34:25 (Abbruch nach Lauf 10);

Eastbourne - Kent 40:49; Eastbourne - Mildenhall 57:33; Buxton - Lakeside 53:37; Buxton - Kent

47:43; Isle of Wight - Cradley 61:29; Belle Vue - Eastbourne 57:33; Stoke - Kent 43:47; Stoke - Mildenhall

30:30 (Abbruch nach Lauf 10).

National League Knockout Cup

Ergebnis - Halbfinale: Plymouth - Eastbourne 50:39 Punkte.

National Trophy

Ergebnisse - Finale: Plymouth - Mildenhall 54:36 Punkte; Mildenhall - Plymouth 54:36.

Gesamt: 90:90.

Revenge Challenge

Ergebnis: Kent - Birmingham 49:41 Punkte.

The Laurels - Kent

Ergebnis - Vorläufe: 1. Luke Bowen, 11 Punkte; 2. Paul Hurry, 10; 3. Ben Morley, 10; 4. Simon Lambert,

8; 5. Steve Boxall, 7; 6. Jack Thomas, 7; 7. George Hunter, 6; 8. Tom Bacon, 5; 9. Dan Greenwood,

4; 10. Anders Rowe, 2; 11. Bradley Andrews, 1; 12. Taylor Hampshire, 0;

13. James Laker (Res.), 0.

1. Halbfinale: 1. Bowen; 2. Morley; 3. Bacon; 4. Thomas.

2. Halbfinale: 1. Lambert; 2. Hurry; 3. Hunter (A); 4. Greenwood D.

Finale: 1. Bowen; 2. Lambert; 3. Morley; 4. Hurry.

40 BAHNSPORT AKTUELL November '17


ÖSTERREICH

Speedwayrennen - 12. Int. Josef-„Bubi“-Bössner-Memorial

Mureck - 15.10.2017

Guter Abschluss

Mit dem nunmehr zum zwölften Mal ausgetragenen Bössner-Memorial

ging die österreichische Speedwaysaison zu Ende. Bei Temperaturen

über 20 Grad Celsius und wolkenlosem Himmel konnten die Zuschauer

den Kehraus beruhigt verfolgen.

Zusätzlich gab es an diesem Tag auch den Lauf um den österreichischen

Flattrack-Pokal, der für zusätzliche Stimmung sorgte, fuhr doch dort auch

Daniel Gappmaier mit, der damit ein Mammutprogramm vor sich hatte.

Bei der Fahrerbesprechung legte Referee Oliver Özelt die Linie fest („kein

Hin- und Herrollen, starten tue ich“) und somit hatte auch Rennleiter Michael

Karall weniger, aber dennoch genug zu tun. Lief doch der Tag seit

den frühen Vormittagsstunden mit den diversen Vorläufen der Flattracker.

Heinrich Schatzer, der in der Manier von Bubi Bössner den Spritzenwagen

fuhr, hatte ein gutes Feld aus sieben Nationen zusammengestellt, in dem

als einziger nördlicher Fahrer der Däne Jakub Bukhave herausstach, der

zum ersten Mal in Österreich startete. Insgesamt gingen vier heimische

Fahrer an den Start, von denen einzig Gappmaier vorne mitmischen konnte.

Er war es auch, der das Meeting mit einem Laufsieg eröffnete, dem Siege

von Artjom Trofimov (UKR), Wojciech Lisiecki (PL) und Nick Skorja (SLO)

folgten. Damit deuteten diese Fahrer auch an, dass der Tagessieg für sie

nicht außer Griffweite liegen würde.

Auf der hervorragend präparierten Strecke wurden mit Fortschreiten der

Läufe diese zusehends spannender. Nach drei Durchgängen waren noch

Nick Skorja und Artjom Trofimov ungeschlagen. Der Ukrainer schien sich

mit dem vierten Laufsieg Richtung Erfolg zu bewegen, während Skorja gegen

den Polen Lisiecki unterlag und beide mit einem Punkt hinter Trofimov

rangierten. Im 19. Lauf holte Skorja zum Gegenschlag aus. Es ging gegen

Trofimov, der von der gelben Position startete. Überraschend setzten

sich sowohl der Slowene als auch der Ukrainer Stanislav Melnychuk

durch. Damit waren Skorja (14 Punkte) und – trotzdem – Trofimov (13) direkt

im Finale. Um die restlichen zwei Startplätze mussten nun Gappmaier,

Marcel Kajzer, Melnychuk und Lisiecki antreten, die zu diesem Zeitpunkt

in dieser Reihenfolge auf den Plätzen 3 bis 6 lagen. Gappmaier,

dem man gute Chancen auf einen Podestplatz zurechnete, dürfte jedoch

seine Kräfte im vorangegangenen Flattrack-Lauf überstrapaziert haben

und schaffte die Qualifikation ebenso nicht wie Melnychuk.

Nach einem Sturz von Kajzer – er stürzte auch im 17. Lauf, als er sich an

Gappmaier anzulehnen versuchte, der aber mit seinen Englischkenntnissen

aus Berwick konterte – musste das Finale neu gestartet werden. Auch

in der Wiederholung gewann Trofimov den Start und blieb vier Runden vor

Skorja, Kajzer und Lisiecki.

Wenngleich Gappmaier den Sprung aufs Stockerl verpasste, konnte er

zwei Pluspunkte verzeichnen. Erstens sicherte er sich den österreichischen

Speedway-Pokal (meisterschaftsähnlicher Bewerb) und zweitens

konnte er auch den Flattrack-Sieg an seine Fahnen heften. Yvonne

Poppenreiter, mit reichlich Supermoto- und Flattrack-Erfahrung ausgestattet,

leistete sieben Runden lang Widerstand und musste erst kurz vor

dem Ziel den Salzburger knapp vorlassen. • Text u. Fotos: Alfred Domes

Ergebnis - Finale: 1. Artjom Trofimov, UA; 2. Nick Skorja, SLO; 3. Marcel Kajzer, PL; 4. Wojciech

Lisiecki, PL.

Ferner: 5. Stanislav Melnychuk, UA, 11 Punkte; 6. Daniel Gappmaier, A, 13; 7. Ondrej Smetana, CZ,

8; 8. Jakob Bukhave, DK, 8; 9. Denis Stojs, SLO, 7; 10. Marcin Rempala, PL, 6; 11. Matic Ivacic, SLO,

5; 12. Zdenek Simota, CZ, 4; 13. Norbert Magosi, H, 3; 14. Christian Pellikan, A, 3; 15. Mike Jacopetti,

A, 3; 16. Alexander Schaaf, A, 0.

Mureck-Sieger (v.l.): Nick Skorja, Artjom Trofimov und Marcel Kajzer

Daniel Gappmaier vor Stanislav Melnychuk, Jacob Bukhave und Matic Ivacic

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 41


INTERNATIONAL

POLEN

Alfred-Smoczyk-Memorial - Leszno - 1.10.2017

Kolodziej dominiert

Janusz Kolodziej gewann die 67.

Ausgabe des Memorials. Der

33-Jährige erkämpfte vor zirka

3000 Zuschauern insgesamt

14 Punkte. Etwas überraschend

brachte Rohan Tungate ihm die

einzige Niederlage bei. Der Australier

zeigte nämlich sonst eine

eher durchwachsene Leistung und

belegte schließlich Rang 11. „Es ist

nett, die Saison mit einem Sieg zu

beenden. Ich habe heute meinen

besten Motor verwendet, der im

Ligafinale zum Einsatz kam. Nicht

alle meinen Starts waren gut, aber

ich konnte relativ schnell griffige

Fahrlinien finden und dann viele

Punkte holen“, sagte der Sieger.

Es ist bereits der dritte Triumph

von Kolodziej. Er gewann 2011 und

2013 die Memorialrennen. Mikkel

Michelsen belegte mit 12 Zählern den 2. Platz. Der Däne sollte ursprünglich

gar nicht in Leszno starten, aber er kam für Piotr Pawlicki zum Einsatz.

Den letzten Rang auf dem Podium sicherte sich Bartosz Smektala. Der Junioren-Vizeweltmeister

erkämpfte insgesamt 11 Punkte, ging aber einmal

leer aus. „Während des ganzen Rennens habe ich keine Änderungen an

meiner Technik vorgenommen. In meinem zweiten Lauf hatte ich irgendwie

keine gute Idee, wie ich meine Gegner überholen könnte, obwohl ich

eigentlich schnell genug war“, sagte der 19-Jährige.

Peter Kildemand gehörte vor dem Rennen zum Favoritenkreis, aber der

Skandinavier konnte in Leszno keinen einzigen Sieg erzielen und wurde

mit 8 Zählern am Ende Neunter.

Ergebnis: 1. Janusz Kolodziej, 14 Punkte; 2. Mikkel Michelsen, DK, 12; 3. Bartosz Smektala, 11;

4. Tobiasz Musielak, 9; 5. Damian Balinski, 8; 6. Wadim Tarasenko, RUS, 8; 7. Kacper Woryna, 8;

8. Grzegorz Zengota, 8; 9. Peter Kildemand, DK, 8; 10. Brady Kurtz, AUS, 7; 11. Rohan Tungate, AUS,

7; 12. Artur Czaja, 6; 13. Sebastian Ulamek, 5; 14. Dominik Kubera, 4; 15. Frederik Jakobsen, DK, 3;

16. Marcin Nowak, 2; 17. Szymon Szlauderbach, 0.

Int. Speedwayrennen um den Pokal des Präsidenten von Czestochowa

29.9.2017

Starker Zagar

Matej Zagar bot in Czestochowa eine starke Leistung und gewann vor fast

4000 Zuschauern das Pokalrennen. Der Slowene erkämpfte in der Qualifikation

14 Punkte und musste sich nur Andreas Jonsson beugen. Im Finallauf

konnte sich Zagar am Schweden revanchieren und kam als Erster ins

Ziel. „AJ“ wurde Tageszweiter, gefolgt von Leon Madsen. Peter Kildemand

stürzte im Endlauf, wurde disqualifiziert und belegte den unbeliebten

4. Platz.

Ergebnis: 1. Matej Zagar, SLO, 14 Vorlaufpunkte; 2. Andreas Jonsson, S, 14; 3. Leon Madsen, DK,

14; 4. Peter Kildemand, DK, 12; 5. Mikkel Michelsen, DK, 9; 6. Artur Czaja, 9; 7. Jakub Jamrog, 9;

8. Sebastian Ulamek, 9; 9. Andrej Kudrjaschow, RUS, 8; 10. Tobiasz Musielak, 8; 11. Krystian

Pieszczek, 7; 12. Mateusz Szczepaniak, 6; 13. Grzegorz Zengota, 5; 14. Troy Batchelor, AUS, 5;

15. Kacper Gomolski, 5; 16. Edward Mazur, 4; 17. Hubert Legowik, 4; 18. Patrick Hougaard, DK, 3;

19. Rune Holta, 3; 20. Michal Gruchalski, 1; 21. Bartosz Swiacik, 0; 22. Oskar Polis, 0.

Junioren-Teammeisterschaft - Finale - 26.9.2017

Torun

Ergebnis: 1. Wlokniarz Czestochowa, 23 Punkte (Polis 12, Gruchalski 9, Swiacik 2, Swidnicki N);

2. Betard Sparta Wroclaw, 22 (Drozdz 10, Skupien 6, Bober 6, Liszka 0); 3. KS Torun, 21 (Kaczmarek

10, Kopec-Sobczynski 5, Krakowiak 2, Koscielski 4); 4. Unia Leszno, 19 (Smektala 6, Kubera 10, Trofimov

2, Szlauderbach 1); 5. Wybrzeze Gdansk, 17 (Turowski 0, Bielinski 5, Zupinski 7, Kossakowski

5); 6. Stal Gorzow, 16 (Karczmarz 8, Szczotka 4, Czerniawski 4, Nowacki N); 7. GKM Grudziadz,

7 (Wieczorek 3, Trzensiok 3, Wawrzyniak 0, Lotarski 1).

Junioren-Paarmeisterschaft - Finale - 4.10.2017

Rybnik

Ergebnis: 1. Unia Leszno, 29 Punkte (Bartosz Smektala 17, Dominik Kubera 12); 2. ROW Rybnik,

26 (Robert Chmiel 10, Kacper Woryna 16); 3. KS Torun, 19 (Igor Kopec-Sobczynski 5, Daniel Kaczmarek

14); 4. Betard Sparta Wroclaw, 17 (Damian Drozdz 6, Oskar Bober 11); 5. Orzel Lodz, 13 (Jakub

Miskowiak 12, Michal Piosicki 1, Mateusz Blazykowski 0); 6. Wybrzeze Gdansk, 11 (Dominik Kossakowski

11, Aureliusz Bielinski 0); 7. Wlokniarz Czestochowa, 11 (Michal Gruchalski 8, Bartosz Swiacik

3).

Ekstraliga

Play-off-Runde: Unia Leszno wurde zum 15. Mal polnischer Teammeister.

Im ersten Match holte die Mannschaft aus Leszno einen 49:41-Sieg und

war vor der Revanche sehr zuversichtlich. Doch das Team von Sparta

hängte die Latte für die Gäste sehr hoch. Nach zwölf Läufen führten die

Gastgeber mit 41:31, aber die Mannschaft von Unia legte im Anschluss einen

Wahnsinnsendspurt hin. Sie holte ein 4:2 sowie zwei Doppelsiege

und das Match endete letztendlich unentschieden.

Im Duell um Bronze setzte sich Stal Gorzow zweimal gegen das Team aus

Zielona Gora durch. Gleich nach dem zweiten Rennen kündigte Jaroslaw

Hampel an, dass er die Mannschaft von Falubaz in der Winterpause verlassen

wird.

Ergebnisse - Finals - Hinrunde - 17.9. - um die Goldmedaille: Unia Leszno, 49 Punkte (Saifutdinow

7, Kildemand 0, Pi.Pawlicki 10, Zengota 9, Kolodziej 9, Smektala 10, Kubera 4); Betard Sparta

Wroclaw, 41 (Woffinden 10, Wozniak 6, Janowski 7, Lebedevs 1, Milik 15, Drozdz 2, Skupien 0).

Um die Bronzemedaille: Stal Gorzow, 52 Punkte (Zmarzlik 13, Sundström 6, Vaculik 13, Pr.Pawlicki

3, Kasprzak 10, Karczmarz 4, Czerniawski 3); Falubaz Zielona Gora, 38 (Hampel 9, Thorssell 1, Dudek

10, Protasiewicz 2, Doyle 13, Zgardzinski 2, Tonder 1).

Finals - Rückrunde - 24.9. - um die Goldmedaille: Betard Sparta Wroclaw, 45 Punkte (Woffinden 9,

Sz.Wozniak 6, Janowski 7, Lebedevs 4, Milik 3, Drabik 12, Drozdz 4); Unia Leszno, 45 (Saifutdinow

12, Kildemand 1, Pi.Pawlicki 14, Zengota 4, Kolodziej 11, Kubera 1, Smektala 2).

Leszno siegte mit insgesamt 94:86 und ist polnischer Teammeister. Wroclaw holte die Silbermedaille.

Um die Bronzemedaille - 1.10.: Falubaz Zielona Gora, 44 Punkte (Hampel 7, Karpow 2, Doyle 6,

Dudek 14, Protasiewicz 11, Tonder 0, Zgardzinski 4); Stal Gorzow, 46 (Vaculik 6, Pr.Pawlicki 9,

Kasprzak 9, Sundström 4, Zmarzlik 9, Karczmarz 8, Czerniawski 1).

Gorzow siegte insgesamt mit 98:82 und holte die Bronzemedaille.

1. Liga

Play-off-Runde - 2. Finale - 24.9. - Ergebnis: Unia Tarnow, 50 Punkte (Ljung 6, Jamrog 11, Czaja 9,

Mroczka 10, K.Bjerre 10, Konieczny 0, Rolnicki 4); Wybrzeze Gdansk, 40 (Batchelor 5, Bech 4, Legowik

1, Thomsen 15, K.Gomolski 11, Kossakowski 3, Turowski 1).

Tarnow siegte mit insgesamt 82:80 und steigt in die Ekstraliga auf.

Gdansk wird zwei Relegationsrennen gegen die vorletzte Mannschaft der

Ekstraliga (KS Torun) bestreiten.

Relegationsrennen

Um den Aufstieg in die Ekstraliga

Als KS Torun das erste Rennen mit 47:43 nur knapp gewann, ging man fest

davon aus, dass der Herausforderer aus Gdansk den Rückstand wettmachen

und in die Ekstraliga aufsteigen würde. Doch die Mannschaft von

Wybrzeze bekam im eigenen Stadion vor 9000 Fans eine kalte Dusche verpasst.

Die Gäste gewannen den zweiten Heat doppelt, übernahmen die

Führung und hatten nach neun Rennen bereits 14 Punkte Vorsprung

(34:20). Das Team aus Gdansk konnte in der Endphase den Rückstand etwas

verringern, unterlag aber mit 40:50 deutlich.

1. Rennen - 1.10.: KS Torun, 47 Punkte (Przedpelski 7, J.Holder 4, M.J.Jensen 8, Walasek 12, C.Holder

10, Kopec-Sobczynski 2, Kaczmarek 4); Wybrzeze Gdansk, 43 (Batchelor 13, Legowik 0, Bech 6,

Thomsen 7, K.Gomolski 12, Kossakowski 5, Bielinski 0).

2. Rennen - 8.10.: Wybrzeze Gdansk, 40 Punkte (Batchelor 7, Legowik 0, Bech 14, Thomsen 6,

K.Gomolski 10, Bielinski 0, Kossakowski 3); KS Torun, 50 (Przedpelski 6, J.Holder 6, M.J.Jensen 12,

Walasek 11, C.Holder 8, Kaczmarek 5, Kopec-Sobczynski 2).

Torun siegte mit insgesamt 97:83 und bleibt in der Ekstraliga. Gdansk

startet in der 1. Liga.

Um den Aufstieg in die 1. Liga

1. Rennen - 1.10.: Stal Rzeszow, 38 Punkte (N.Morris 10, M.Szymko 0, Porsing 11, E.Riss 0 (A-D-D),

D.Lampart 8, Kielbasa 0, W.Lampart 9); Motor Lublin, 52 (B.Pedersen 9, Burza 4, Jeleniewski 12,

Miesiac 8, R.Lambert 9, Bober 6, Trofimov 4).

2. Rennen - 8.10.: Motor Lublin, 47 Punkte (B.Pedersen 4, Burza 10, Jeleniewski 7, Miesiac 7, R.Lambert

12, Trofimov 3, Bober 4); Stal Rzeszow, 25 (D.Lampart 12, M.Szymko 0, Porsing 2, Rzasa 0,

N.Morris 5, W.Lampart 5, Kielbasa 1). Wegen Regen nach 12 Läufen abgebrochen.

Lublin siegte mit insgesamt 99:63 und steigt in die 1. Liga auf. Rzeszow

steigt in die 2. Liga ab.

Und wieder

eine Korruptionsaffäre

Nach dem zweiten Relegationsmatch in Gdansk gab Tadeusz Zdunek, der

Clubvorsitzende von Wybrzeze, bekannt, dass der Verein aus Torun seine

Fahrer bestechen wollte. Der Funktionär bekam von Kacper Gomolski eine

Aufnahme. Daraus ging hervor, dass ein Sponsor von KS Torun an den

Fahrer herangetreten ist. Er bot dem Sportler 100.000 Zloties (umgerechnet

23.500 Euro) und einen Vertrag als Gegenleistung für sein schwaches

Abschneiden beim Rennen in Gdansk. Der Sponsor wurde verhaftet, aber

bald gegen Kaution in Höhe von 100.000 Zloties entlassen. Der Club aus

Torun bestreitet die Vorwürfe. Er hätte von der Initiative des Geldgebers

nichts gewusst. • Texte: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

42 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Einzelmeisterschaft - Finale 2 - Rivne - 8.10.2017

Titel für Melnychuk

Mit dem zweiten Finale der

Einzelmeisterschaft ließ man

in Rivne die ukrainische

Speedwaysaison ausklingen.

Die Teilnehmer kämpften in

der Speedwayhochburg aber

auch noch um zwei weitere

Trophäen. Zuerst fand ein internationales

Rennen um den

Pokal des Saisonabschlusses

statt. Sieger des Turniers wurde

Jakub Jamrog. Der Pole erzielte

insgesamt 14 Punkte

und musste sich nur in Lauf 17

seinem Landsmann Marcel

Kajzer geschlagen geben.

Zweiter wurde Jevgenijs Kostigovs.

Der 21-jährige Lette war

nach 20 Heats und 13 Zählern

mit Kajzer punktgleich, konnte

aber den Polen im direkten

Duell bezwingen. Platz 4 belegte Stanislav Melnychuk. Der 22-Jährige erkämpfte

11 Punkte und gewann am Ende den ukrainischen Meistertitel.

Melnychuk schrieb im Prädikat insgesamt 22 Zähler; 11 in Tscherwonograd

und 11 in Rivne. Die Silbermedaille holte Dmytro Mostowyk, der in

Rivne mit 8 Zählern Achter wurde. Den letzten Podestrang im Championat

sicherte sich Andrij Kobrin, der nur einen Punkt weniger als Mostowyk hatte.

Aleksandr Loktaev, der in Tscherwonograd mit Punktemaximum siegte,

ging in Rivne nicht an den Start und belegte am Ende Gesamtplatz 4.

Die vier besten Piloten des Pokalrennens bestritten danach einen Lauf um

den Pokal des Speedwayclubs Raduga Rivne. Auch hier triumphierte Jakub

Jamrog, der vor Kostigovs, Kajzer und Melnychuk ins Ziel kam.

• Text: Georg Dobes; Foto: Daniel Sievers

UKRAINE

Ergebnisse - Pokal des Saisonabschlusses: 1. Jakub Jamrog, PL, 14 Punkte; 2. Jevgenijs Kostigovs,

LV, 13; 3. Marcel Kajzer, PL, 13; 4. Stanislav Melnychuk, 11; 5. Artjom Trofimov, LV, 9; 6. Andrij Kobrin,

8; 7. Marcin Rempala, PL, 8; 8. Dmytro Mostowyk, 8; 9. Wojciech Lisiecki, PL, 8; 10. Witali Lysak,

7; 11. Marko Lewischyn, 6; 12. Facundo Albin, ARG, 6; 13. Ernests Matjusonoks, LV, 4; 14. Andrij

Rosaluk, 4; 15. Witali Kowal, 1; 16. Nasar Fedortschuk, 0.

Lauf um den Pokal des Speedwayclubs Raduga (Regenbogen) Rivne: Jamrog, Kostigovs, Kajzer,

Melnychuk.

Endstand Meisterschaft: 1. Melnychuk, 11+11=22 Punkte; 2. Mostowyk, 10+8=18; 3. Kobrin,

9+8=17; 4. Aleksandr Loktaev, 15+N=15; 5. Lewischyn, 8+6=14; 6. Rosaluk, 4+4=8; 7. Viktor Trofimov,

8+N=8; 8. Lysak, N+7=7.

FRANKREICH

Meisterschaft

Wetterkapriolen

Aufgrund von Regenfällen, wie überall in Europa, mussten auch in Frankreich

Wertungsläufe zur Meisterschaft abgesagt werden. Bei den Seitenwagen

konnten drei von fünf Veranstaltungen gefahren werden. Neue

Meister sind Christophe Grenier/Vincent Bertonèche. Der Vizetitel geht

an Guillaume Comblon/Chloé Agez.

In der Gruppe Elite konnte nur ein Rennen von drei Wertungsläufen gefahren

werden. Hier wurde Langbahnweltmeister Mathieu Trésarrieu Landesmeister.

• Daniel Becker

Meisterschafts-Endstände - Elite: 1. Mathieu Trésarrieu; 2. Stéphane Trésarrieu; 3. Jerôme Lespinasse;

4. Gaetan Stella; 5. Theo Di Palma; 6. Alexandre Dubrana; 7. Jordan Dubernard; 8. Julien

Cayre; 9. Richard Di Biasi; 10. Gabriel Dubernard.

National: 1. John Bernard; 2. Anthony Chauffour; 3. Kevin Hahn; 4. Kevin Elliau; 5. Boris Pizzinato;

6. Hermes Maeron; 6. Baptiste Comblon; 8. Jeremy Dupuy; 8. Jeremy Coste Lescoul; 10. Enzo Dubernard.

250 ccm: 1. Steven Labouyrie; 2. Benjamin Cambe; 3. Audrey Dupuy.

Seitenwagen: 1. Christophe Grenier/Vincent Bertonèche; 2. Guillaume Comblon/Chloé Agez;

3. David Chaminade/Stephanie Vedelago; 4. Guillaume Albucher/Paolo Borges; 5. Eric Betous/

Bernard Betous; 6. Richard Bertrand/Thierry Chaminade; 7. Anthony Sarrailh/Katja Sarrailh.

Int. Speedwayrennen um den Pokal der Stadt Zarnovica - 8.10.2017

Sieg für Smetana

Am 8. Oktober fand auf der einzigen slowakischen Speedwaystrecke ein

Saisonabschlussrennen statt. Außer den Vertretern des heimischen Vereins

kämpften auch Fahrer aus drei anderen Nationen um den Pokal der

Stadt. Sieger des Turniers wurde Ondrej Smetana. Der Tscheche erzielte

insgesamt 14 Zähler. Die einzige Niederlage musste der 22-Jährige in Lauf

14 hinnehmen, als er sich Patrik Buri beugen musste. Der Slowake musste

sich hingegen mit einem enttäuschenden 7. Rang begnügen, weil er zweimal

stürzte.

Da drei Fahrer das Rennen mit jeweils 11 Zählern abschlossen, musste ein

Stechen um Platz 2 ausgetragen werden. Aus dem Dreikampf ging der

Tscheche Patrik Mikel als Sieger hervor. Eine Überraschung war das Abschneiden

von David Pacalaj. Der Neffe von Martin Vaculik, der am Vortag

des Rennens Sechzehnter wurde, kam im Stechen als Zweiter ins Ziel und

bestieg die niedrigste Podiumsstufe. Der erst 15-jährige Petr Chlupac aus

Prag stürzte im Zusatzlauf und belegte den unbeliebten 4. Platz.

Martin Vaculik, die slowakische Speedwayikone, fuhr am Vortag bei der

polnischen GP-Runde in Torun und war in Zarnovica nicht am Start.

• Georg Dobes

LETTLAND

Offene Einzelmeisterschaft - 24.9.2017

Bogdanovs Meister

Maksims Bogdanovs ist neuer lettischer

Meister. Im Finale, das am

24. September durchgeführt wurde,

erzielte der 28-Jährige ein

Punktemaximum. Es ist Bogdanovs

zweiter Landestitel. Bereits

vor fünf Jahren konnte er sich

schon einmal das Championat sichern.

Die Silbermedaille holte

Kjastas Puodzuks, der das Rennen

mit 14 Zählern abschloss. Beide Titelaspiranten

trafen in Lauf 11 aufeinander.

Bogdanovs legte einen

besseren Start hin und kam als

Sieger ins Ziel. Den letzten Podestrang

sicherte sich Olegs Mihailovs.

Der 18-Jährige kam auf

12 Punkte und wurde Juniorenmeister.

Das Starterfeld war diesmal deutlich

schwächer als sonst besetzt.

Am Start waren unter anderem keine Fahrer aus Polen. Stattdessen luden

die Organisatoren Aktive aus der Ukraine und Estland ein. Bester ausländischer

Fahrer war Stanislav Melnychuk, der mit 11 Punkten Fünfter wurde.

Nicht weniger als elf Junioren waren am Start, wobei acht von ihnen

Letten waren. So gesehen, muss sich Trainer Nikolajs Kokins keine Sorgen

um den Nachwuchs machen.

Andzejs Lebedevs war nicht dabei. Er fuhr am gleichen Tag in der polnischen

Ekstraliga. • Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

Ergebnis: 1. Maksims Bogdanovs, 15 Punkte; 2. Kjastas Puodzuks, 14; 3. Olegs Mihailovs, 12;

4. Jevgenijs Kostigovs, 11; 5. Stanislav Melnychuk, UA, 11; 6. Davis Kurmis, 11; 7. Artjoms Trofimov,

10; 8. Witali Lysak, UA, 7; 9. Rudolfs Sprogis, 6; 10. Ricards Ansviesulis, 6; 11. Markus Maximius

Lill, EST, 5; 12. Ernests Matjusonoks, 4; 13. Dmytro Mostowyk, UA, 3; 14. Nasar Fedortschuk, UA, 2;

15. Allan Angelstok, EST, 2; 16. Maksims Vlasovs, 0; 17. Elvis Avgucevics, 0.

Junioren: 1. Mihailovs; 2. Kostigovs; 3. Kurmis; 4. Trofimov; 5. Sprogis; 6. Ansviesulis.

SLOWAKEI

Ergebnis: 1. Ondrej Smetana, CZ, 14 Punkte; 2. Patrik Mikel, CZ, 11+3; 3. David Pacalaj, 11+2;

4. Petr Chlupac, CZ, 11+S; 5. Filip Hajek, CZ, 10; 6. Jan Mihalik, 10; 7. Patrik Buri, 9; 8. Jakub Valkovic,

9; 9. Martin Gavenda, CZ, 7; 10. Mateusz Pacek, PL, 7; 11. Piotr Podyma, PL, 6; 12. Andrei Popa,

RO, 3; 13. Josef Novak, CZ, 1; 14. Kamil Tomaszowski, PL, 0.

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 43


INTERNATIONAL

Pardubices Topscorer Vaclav Milik vor Matej Kus

Teammeisterschaft - Extraliga - Runde 7 - Pardubice - 14.9.2017

Präzise Wetterlage

Der Wetterbericht stimmte haargenau – ab 16:00 Uhr setzte der Regen

ein. Also ließ man das Training sausen und begann eine halbe Stunde früher

mit dem Rennen, um zu retten, was zu retten war. Doch nach zwölf

Läufen fiel der Vorhang.

Zu diesem Zeitpunkt lag die Heimmannschaft mit 29 Punkten vorne und

holte sich den Tagessieg vor Prag, Slany und Zarnovica. Für die Prager, die

mit Matej Kus, Josef Franc, Zdenek Holub und Sebastian Ulamek antraten,

ist der Titel in der Tasche, das abschließende Prager Meeting wird nur

Kosmetik sein.

Während die Pardubicer Gastgeber die kompakteste Aufstellung boten

(Hynek Stychauer 7, Patrik Mikel 5,Tomasz Jedrzejak 8, Vaclav Milik 9) und

zum Abbruch 6 Punkte Vorsprung auf ihren Verfolger hatten, gestaltete

sich der Kampf um den 2. Tagesrang zwischen Prag und Slany recht spannend.

Überraschend zurückliegend, rettete Matej Kus mit dem Joker und

6 Punkten Zuwachs den Anschluss in Heat 7. Doch erst im Finish sicherten

Sebastian Ulamek und Zdenek Holub den knappen Erfolg. Bester im mit

einem Zähler unterlegenen Team aus Slany blieb Jakub Jamrog mit 8 Punkten.

Hoffnungslos abgeschlagen, mit zwar fünf Fahrern, aber nur einem

einzigen Punkt, landete Zarnovica auf dem letzten Platz.

• Text u. Foto: Alfred Domes

TSCHECHIEN

Ergebnis: 1. Pardubice, 29 Punkte (Hynek Stychauer 7, Patrik Mikel 5, Tomasz Jedrzejak 8, Vaclav

Milik 9); 2. Prag, 23 (Matej Kus 9, Josef Franc 6, Zdenek Holub 4, Sebastian Ulamek 4); 3. Slany,

22 (Eduard Krcmar 6, Martin Malek 3, Zdenek Simota 5, Jakub Jamrog 8); 4. Zarnovica, 1 (Martin

Gavenda 0, David Pacalaj 0, Adrian Gala 1, Jan Mihalik 0, Filip Hajek 0).

Teammeisterschaft - Extraliga - Runde 8 - Prag - 19.9.2017

Prag Meister

Vor dem letzten Rennen der Extraliga, das im Marketa-Stadion durchgeführt

wurde, waren alle Entscheidungen bereits gefallen. Rein theoretisch

wäre die Titelverteidigung von Zlata Prilba zwar noch möglich gewesen,

aber dann hätten die Gastgeber Letzte werden und Pardubice das Rennen

gewinnen müssen. Dieses Szenario trat jedoch nicht ein. Die Mannschaft

von Marketa bewies wieder einmal mehr, dass sie in dieser Saison am

stärksten war und holte mit 46 Zählern ihren fünften Sieg. Zlata Prilba

Pardubice hatte am Ende 4 Punkte weniger vorzuweisen, belegte den

2. Tagesrang und gewann die Silbermedaille. Die Mannschaft von AK Slany

setzte sich wieder gegen Zarnovica mühelos durch und wurde Gesamtdritte.

Die Slowaken traten in der tschechischen Hauptstadt ohne Martin

Vaculik an und standen von Anfang an auf verlorenem Posten. Sie kamen

auf nur 12 Punkte, wovon der Pole

Stanislaw Burza im Alleingang

EXTRALIGA ENDSTAND 11 erzielte.

Pl./Club R P Ges.

1. Prag 8 29 301

2. Pardubice 8 25 289

3. Slany 8 15 212

4. Zarnovica 8 11 134

Ergebnis: 1. Marketa Prag, 46 Punkte (Smetana

11, Skurla 6, Kus 13, Franc 10, Z.Holub 6);

2. Zlata Prilba Pardubice, 42 (Mikel 6, Jedrzejak

13, Stichauer 11, Milik 12); 3. AK 3ton Slany,

21 (Simota 4, Malek 6, M.Dudek 1, Krcmar

10); 4. SC Zarnovica/SK, 14 (Burza 11, Hajek 0,

Pacalaj 0, Valkovic 2, Mihalik 1).

Einzelmeisterschaft - Pardubice - 14.9.2017

Überraschende Wende

Als Vaclav Milik im zweiten Finalrennen, das in Divisov ausgetragen wurde,

erneut mit einem makellosen Punktemaximum triumphierte, schien

es, als ob der 24-Jährige seinen Titel nahezu mühelos verteidigen könnte.

Doch drei Tage vor dem Abschlussrennen in Brezolupy komplizierte sich

die Situation des besten tschechischen Fahrers. Nachdem Fredrik Lindgren

verletzungsbedingt beim polnischen GP in Torun nicht starten konnte,

wurde Milik für das Rennen nachnominiert. Da das Rennen in Brezolupy

am gleichen Tag stattfinden sollte, musste Milik kampflos auf den Landestitel

verzichten. „Da können wir nicht viel machen. Die nationalen Verbände

stehen in der Hierarchie unter dem Weltverband, darum hat das

GP-Rennen Vorrang. Hätten wir die Nominierung abgelehnt, hätte man

Milik für das Wochenende sperren können“, sagte Petr Moravec, Vorsitzender

der tschechischen Bahnsportkommission.

Josef Franc nutzte die Abwesenheit von Milik in Brezolupy aus, erzielte

14 Punkte und gewann am Ende seinen ersten Landestitel. Der 38-Jährige

aus Marketa musste sich im Osten der Republik nur Eduard Krcmar beugen.

Der 21-jährige Fahrer aus Slany kam auf 13 Punkte und holte letztendlich

auch die Silbermedaille. In der Gesamtwertung hatte er nur 2 Zähler

weniger als Franc. Obwohl Zdenek Simota in Brezolupy nur Sechster wurde,

kam der 32-Jährige aus Pilsen als Gesamtdritter ebenfalls aufs Podium.

Ergebnisse - Divisov - 23.9.: 1. Vaclav Milik,

15 Punkte; 2. Eduard Krcmar, 13; 3. Matej Kus,

12+3; 4. Josef Franc, 12+2; 5. Zdenek Simota,

12+1; 6. Patrik Mikel, 9; 7. Ondrej Smetana, 8;

8. Michal Skurla, 7; 9. Zdenek Holub, 7; 10. Hynek

Stichauer, 6; 11. Filip Hajek, 6; 12. Martin

Mejtsky, 4; 13. Jaroslav Petrak, 4; 14. Petr

Chlupac, 3; 15. Josef Novak, 1; 16. Vaclav

Kvech, 0.

Brezolupy - 7.10.: 1. Franc, 14 Punkte;

2. Krcmar, 13; 3. Kus, 12; 4. Skurla, 12; 5. Z.Holub,

11; 6. Simota, 11; 7. Mikel, 10; 8. Stichauer,

9; 9. Smetana, 7; 10. Martin Gavenda, 4;

11. Martin Malek, 4; 12. Petrak, 4; 13. David Pacalaj,

SK, 3; 14. Hajek, 3; 15. Chlupac, 2;

16. Novak, 1.

Endstand (nach 3 Rennen): 1. Franc, 39 Punkte;

2. Krcmar, 37; 3. Simota, 32; 4. Milik, 30;

5. Stichauer, 27; 6. Mikel, 26; 7. Kus, 24;

8. Smetana, 24; 9. Skurla, 19; 10. Z.Holub, 18.

Offene Langbahnmeisterschaft

Koprivnice - 8.10.2017

Langbahn

mal anders

Nicht in Marienbad, sondern auf der Speedwaybahn in Koprivnice wurde

die tschechische Langbahnmeisterschaft ausgetragen. Nur zehn Fahrer

gingen an den Start und diese fuhren in jedem Lauf zu viert. In den Vorläufen

blieb Hynek Stichauer ungeschlagen, aber im Finale musste sich der

30-Jährige dem WM-Bronzemedaillengewinner Josef Franc beugen. Den

3. Rang sicherte sich Martin Malek, während Michal Skurla Vierter wurde.

Josef Franc wurde Tschechischer Speedwayund

Langbahnmeister • Foto: Klaus Goffelmeyer

Der einzige DMSB-Fahrer im Feld Danny Maaßen erkämpfte in der Qualifikation

5 Punkte und landete auf Platz 7.

Ergebnis: 1. Josef Franc, 17 Vorlaufpunkte; 2. Hynek Stichauer, 18; 3. Martin Malek, 13; 4. Michal

Skurla, 12; 5. Sjoerd Rozenberg, NL, 9; 6. Michal Dudek, 9; 7. Danny Maaßen, D, 5; 8. Jarno de Vries,

NL, 5; 9. Anne Spaan, NL, 1; 10. Roman Tomany, 0.

Junioren-Teammeisterschaft

Ergebnis - 16.9.: 1. AK Marketa Prag - Team A, 30 Punkte (Zdenek Holub 16, Michal Skurla 14);

2. AMK ZP Pardubice - Team A, 26 (Patrik Mikel 11, Robert Chmiel 15); 3. AK Marketa Prag - Team B,

22 (Filip Hajek 14, Petr Chlupac 8); 4. SC Zarnovica, SK, 17 (Jan Mihalik 8, Jakub Valkovic 9); 5. AMK

ZP Pardubice - Team B, 12 (Josef Novak 9, Jan Kvech 3); 6. AK Divisov, 11 (Pavel Cermak 9, Frantisek

Klier 2); 7. PD Liberec, 7 (Daniel Silhan 0, Sindy Weber 7).

Landespokal

Ergebnisse - Runde 7 - Slany - 16.9.: 1. Zdenek Holub, 15 Punkte; 2. Ondrej Smetana, 13+3; 3. Michal

Skurla, 13+2; 4. Zdenek Simota, 13+N; 5. Martin Malek, 12; 6. Petr Chlupac, 10; 7. Filip Hajek,

10; 8. Martin Mejtsky, 9; 9. Michal Dudek, 8; 10. Josef Novak, 7; 11. Jakub Valkovic, SK, 6; 12. Jan Mihalik,

SK, 5; 13. Vaclav Kvech, 5; 14. Radek Podhadsky, 4; 15. Sindy Weber, D, 3; 16. Daniel Silhan,

3; 17. Frantisek Klier, 1; 18. Martin Svestka, 1.

Runde 8 - Svitavy - 28.9.: 1. Malek, 16+3 Punkte; 2. Skurla, 16+2; 3. Simota, 16+A; 4. Mejtsky, 12;

5. Chlupac, 8; 6. Jaroslav Petrak, 8; 7. Martin Gavenda, 7; 8. Podhadsky, 5; 9. Novak, 2; 10. Weber,

0.

Endstand (nach 8 Rennen): 1. Z.Holub, 142 Punkte; 2. Simota, 120; 3. Smetana, 116; 4. Hajek, 90;

5. Mejtsky, 82; 6. Malek, 81; 7. Chlupac, 73; 8. Petrak, 68; 9. Skurla, 64; 10. Novak, 61.

Ferner: 13. Weber, 36.

44 BAHNSPORT AKTUELL November '17


Top-3 in Prag:

1. Max Fricke (Mitte)

2. Peter Kildemand (links)

3. Jurica Pavlic (rechts)

Sieger Max Fricke vor Krystian

Pieszczek und Josef Franc

Lubos-Tomicek-Memorial - Prag - 2.10.2017

Abbruch

Die 49. Ausgabe des tschechischen Speedwayklassikers musste wegen

Regens schon nach 16 Heats abgebrochen und gewertet werden. Zu diesem

Zeitpunkt war Max Fricke noch ungeschlagen und der junge Australier

wurde zum Sieger gekürt. Peter Kildemand erzielte 11 Punkte und belegte

Rang 2. Der Däne beugte sich in Heat 11 überraschend dem Polen Sebastian

Ulamek. Jurica Pavlic und Eduard Krcmar hatten jeweils 9 Zähler

zu verzeichnen. Da der Kroate einen Sieg mehr auf dem Konto hatte (3:2),

bestieg er die niedrigste Stufe des Podestes.

Michael Härtel erkämpfte in Prag 5 Punkte, was für Platz 10 reichte. Vaclav

Milik, der am Vortag in Pardubice den Goldhelm gewonnen hatte, fiel auf

der 353 Meter langen Strecke zweimal aus und wurde mit 3 Zählern nur

Dreizehnter. • Texte: Georg Dobes; Fotos oben: Daniel Sievers

Ergebnis: 1. Max Fricke, AUS, 12 Punkte; 2. Peter Kildemand, DK, 11; 3. Jurica Pavlic, KRO, 9; 4. Eduard

Krcmar, CZ, 9; 5. Krystian Pieszczek, PL, 8; 6. Nicolas Covatti, I, 7; 7. Matej Kus, CZ, 6; 8. Peter

Ljung, S, 6; 9. Sebastian Ulamek, PL, 5; 10. Gleb Tschugunow, RUS, 5; Michael Härtel, D, 5; 12. Vaclav

Milik, CZ, 3; 13. Josef Franc, CZ, 3; 14. Daniel Gappmaier, A, 3; 15. Zdenek Holub, CZ, 2; 16. Andreas

Jonsson, S, 1; 17. Ondrej Smetana, CZ, 1; 18. Kenneth B. Jörgensen, DK, 0.

RUSSLAND

Teammeisterschaft (Speedwayliga) - Play-offs

Togliatti Meister

In der Play-off-Runde der russischen Teammeisterschaft gab es am Ende

keine Überraschungen. Erwartungsgemäß holte die Mannschaft von Mega-Lada

Togliatti im Duell um den Titel zwei Siege gegen Turbina Balakowo.

Die Weichen für den Erfolg wurden bereits beim ersten Match in Balakowo

gestellt. Die Gäste gewannen dort mit 53:39 deutlich und die Revanche

im Anatoli-Stepanow-Stadion wurde zur Formalität. Das Team von Manager

Oleg Kurguskin gab sich zu Hause keine Blöße und bezwang die

Gäste mit 49:43. Der neue Teammeister erlitt in der Saison keine Niederlage

und war den Gegnern hoch überlegen.

Deutlich spannender ging es im Kampf um die Bronzemedaille zu. Obwohl

die Mannschaft aus Wladiwostok deutlich schwächer als noch im Vorjahr

war, gab es vor dem ersten Match in Oktjabrskij sehr wenige Fans, die bereit

gewesen wären, ihr Geld auf das Gastgeberteam zu setzen. Und doch

hatte die Mannschaft von STK auf der eigenen Bahn am Ende die Nase vorne

und siegte mit 48:42. Auch bei der Revanche im fernen Osten war die

Spannung kaum zu überbieten. Nach drei Läufen führte Wostok mit 11:7

und es schien, als ob der Rückstand vom ersten Match bald wettgemacht

werden würde. Aber die Gäste waren fest entschlossen, um Bronze zu

kämpfen und übernahmen dank unter anderem einer sehr starken Leistung

von Denis Gizatullin nach neun Rennen die Führung (27:26). Die Situation

der Gastgeber wurde schwierig, aber sie hatten Sergej Logatschew

in ihren Reihen. Der 22-Jährige holte mit Tarasenko zwei Doppelsiege

und das Team von Wostok triumphierte letztendlich mit 50:39. Insgesamt

hatte Wladiwostok 5 Zähler mehr auf dem Konto als Oktjabrskij

und gewann die Bronzemedaille.

Ergebnisse - um die Goldmedaille - 1. Rennen - 14.9.: SK Turbina Balakowo, 39 Punkte (Bogma 1,

Borodulin 10, Sosnow 0, Tschalow 11, Morozow 8, Kulakow 9); Mega-Lada Togliatti, 53 (Gafurow 5,

Kudrjaschow 13, Lachbaum 8, Tschugunow 10, A.Laguta 17).

2. Rennen - 21.9.: Mega-Lada Togliatti, 49 Punkte (Gafurow 8, Monachow 0, Darkin 1, Lachbaum 5,

Kudrjaschow 12, Tschugunow 11, A.Laguta 12); SK Turbina Balakowo, 43 (Sosnow 1, Tschalow 9,

Bogma 0, Kulakow 14, Morozow 5, Borodulin 14).

Togliatti siegte mit insgesamt 102:82 und ist russischer Teammeister.

Balakowo holte die Silbermedaille.

Um die Bronzemedaille - 1. Rennen - 14.9.: STK Oktjabrskij, 48 Punkte (Wlasow 10, Zubarew 4, Gatijatow

11, Fajzulin 7, Gizatullin 16); Wostok Wladiwostok, 42 (Karion 8, Hvan 5, Logatschew 11,

P.Laguta 10, Kotlar 8).

2. Rennen - 10.10.: Wostok Wladiwostok, 50 Punkte (Tarasenko 11, Hvan 1, Logatschew 17, Karion

3, P.Laguta 4, Kotlar 14); STK Oktjabrskij, 39 (Wlasow 7, Bolschakow 4, Gatijatow 9, Zubarew 0,

Fajzulin 3, Gizatullin 16).

Wladiwostok siegte mit insgesamt 92:87 und holte die Bronzemedaille.

Paarmeisterschaft - 4. Runde - Wladiwostok - 13.10.2017

Togliatti triumphiert

Das Team von Mega-Lada triumphierte in der vierten Runde des Paarwettbewerbes

und holte den Titel. Andrej Kurdjaschow, Renat Gafurow und

Gleb Tschugunow holten in Wladiwostok insgesamt 23 Punkte. Gesamtrang

2 ging an Turbina, obwohl die Mannschaft aus Balakowo im fernen

Osten nur Vierter wurde. Etwas überraschend holte STK Oktjabrskij die

Bronzemedaille. Da Wostok und das zweite Team aus Togliatti am Ende

punktgleich waren, wurde ein Stechen um Gesamtplatz 5 ausgetragen.

Der 17-jährige Pawel Laguta aus Wladiwostok setzte sich im Zusatzlauf gegen

den 19-jährigen Roman Lachbaum durch. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Mega-Lada Togliatti, 23 Punkte (Kudrjaschow 9, Gafurow 11, Tschugunow 3); 2. Wostok

Wladiwostok, 21 (P.Laguta 14, Hvan 1, Logatschew 6); 3. STK Oktjabrskij, 20 (Gizatullin 15, Gatijatow

5); 4. SK Turbina Balakowo, 19 (Kulakow 8, Tschalow 6, Borodulin 5); 5. Wostok Wladiwostok

- Team B, 17 (Kotlar 15, Karion 2); 6. Mega-Lada Togliatti - Team B, 13 (Lachbaum 8, Bolschakow

5, Monachow 0); 7. SK Turbina Balakowo - Team B, 13 (Morozow 8, Bogma 5).

Endstand (nach 4 Rennen): 1. Togliatti, 30 Punkte; 2. Balakowo, 23; 3. Oktjabrskij, 19; 4. Balakowo

B, 12; 5. Wladiwostok, 11+3; 6. Togliatti B, 11+2; 7. Wladiwostok B, 10.

Junioren-Teammeisterschaft - 3. Runde - 12.9.2017

Togliatti

Ergebnis: 1. Wostok Wladiwostok, 46 Punkte (Karion 11, Hwan 4, Kotlar 7, Fajzulin 12, P.Laguta 12);

2. Mega-Lada Togliatti, 40 (Tschugunow 13, Litwinow 8, Lachbaum 9, Monachow 10); 3. SK Turbina

Balakowo, 29 (Bogma 9, Sosnow 7, Petrakow 3, Morozow 10); 4. Togliatti Jugend Team, 5 (Zujew 1,

Stepanow 0, Sokolow 2, Belajew 0, J.Saidullin 2).

Endstand (nach 3 Rennen): 1. Wladiwostok, 123 Punkte; 2. Togliatti, 114; 3. Balakowo, 95; 4. Jugend

Togliatti, 25.

Alexander-Baskakow-Memorial - 30.9.2017

Salawat

Ergebnis: 1. Kyrill Zukanow, 9 Vorlaufpunkte; 2. Pawel Nagibin, 7; 3. Ilja Kusnetzow, 7; 4. Dimitri

Petrakow, 6; 5. Daniil Zelenskij, 5; 6. Alexander Kaibuschew, 6; 7. Alexej Simikow, 5; 8. Iwan Simikow,

4; 9. Artur Scharafetdinow, 3; 10. Ruslan Achtjamow, 2; 11. Artjom Sinatullin, 0.

November '17 BAHNSPORT AKTUELL 45


SPEEDWAY-WM

- Fortsetzung von Seite 11 (Torun) -

AM RANDE ...

STIMMEN UND EINDRÜCKE

Leider vermieste das Wetter ein großartiges

Speedway-Wochenende.

In diesem Jahr sah man auffällig viele britische

Supporters in der schönen Stadt an der Weichsel.

Travel Plus, Englands größter und erfahrenster

Veranstalter für weltweite Bahnsportreisen,

gab bekannt, dass die Firma aus Ipswich

350 Fans nach Torun geflogen hatte!

Verkaufshit in Torun (wo es die besten Pfefferkuchen

Polens geben soll, die schon Frédéric

Chopin sehr gemocht hatte) waren Lebkuchen

in einer limitierten Metalldose mit farbigem

Speedwayaction-Relief für 10,60 Euro.

Nicola Sands, BSIs ehemalige Marketing

& Communications Chef-Managerin und Vorgängerin

von Julia Rankin, war nach zweijähriger

Pause diesmal als Gast im Fahrerlager zu

sehen. Sie kam mit ihrem Vater, der aus Glasgow

anreiste.

Patryk Dudek ist erfolgreichster Debütant seit

Bestehen der Grand-Prix-Serie 1995! „Ich bin so

happy, meinen ersten GP in meinem ersten Jahr

gewonnen zu haben. Und dazu noch in Polen!

Das ist aber nur ein Rennen. Ich denke nicht zu

weit in die Zukunft. Wir werden sehen, was das

nächste Rennen und das nächste Jahr bringen“,

meinte the „Green Machine“ nach dem GP.

Dudek machte Speedway-England und besonders

Craig Cook sehr froh. Durch seinen Verbleib

in den Topacht verhalf er dem Vierten aus

dem GP Challenge in Togliatti zu einer kompletten

Grand-Prix-Saison.

Bartosz Zmarzlik sagte: „Ich bin sehr froh, weil

ich fünf Endläufe in diesem Jahr erreicht habe.

Ich freue mich sehr auf Melbourne. Letztes Jahr

wurde ich dort Dritter und auch Dritter im Gesamtklassement.“

Tschechiens Vaclav Milik kommentierte sein

Rennen so: „Ich hatte einen sehr guten Start in

meinem Halbfinale. Aber meine Maschine hatte

einfach nicht genug Speed. Ich bin dieses Jahr

drei GP gefahren und stand zweimal in einem

Halbfinale. Über eine Wildcard für nächstes Jahr

würde ich mich sehr freuen.“

Tai Woffinden: „Ich bin sehr froh über meinen

2. Platz. Ich fühlte mich zuvor überhaupt nicht

wohl und lag bis zum Abflug nach Torun noch

krank im Bett. Auch jetzt bin ich noch schlapp

und muss pausieren. Ich liebe die Bahn in Torun.

Das hat man sicherlich heute gesehen. In

Melbourne kann ich zwar nicht mehr Weltmeister

werden, aber ein 3. Platz oder besser ist drin.

Ich will mein Bestes geben und danach noch eine

schöne Zeit dort haben.“

• Text und Fotos: Andreas Fahldiek/Klaus Majitzki

Zum Schluss noch ein Lob auf das ausnahmslos

gute Presseteam (v.l.): Marcin,

Monika und Pressechefin Iga Laputa

Nicki Pedersen war auch vor Ort in der MotoArena.

Er unterhielt sich lange im Restaurant mit

Tuner-Ass Marcel Gerhard und dessen Tochter

Agostina. Nicki wirkte sehr entspannt, sah gut

erholt aus und wirkte sehr fit. Nur mit seiner

großen schwarzen (Nerd-)Lesebrille durfte man

ihn nicht fotografieren. Er will unbedingt eine

Wildcard für die nächste GP-Kampagne. Offiziell

wird eine „SGP-Kommission“ erst am

Sonntag nach dem GP in Melbourne die vier

Fahrer benennen, die eine Wildcard für 2018 erhalten

werden. Würde Nicki eine Wildcard erhalten,

hätte er zudem eine weitaus bessere

Verhandlungsposition, was sein Engagement

in der polnischen Ekstraliga 2018 betrifft. „Eigentlich

wollte ich die letzten beiden GP in Torun

und Melbourne noch fahren, aber das Risiko

war mir dann doch zu hoch. Ich hoffe auf ein

gutes nächstes Jahr“, kommentierte der dreifache

Weltmeister. Kritiker sind jedoch der Meinung,

der 40-jährige Däne sollte lieber jüngeren

Fahrern eine Chance auf eine Wildcard lassen.

Martin Smolinski wollte vor dem Rennen partout

nicht preisgeben, welche(n) Motor(en) er

beim GP einsetzen will. Na dann eben nicht. Der

Bayer soll seit fünf Wochen GM-Motoren von

Joachim Kugelmann, dem 46-jährigen Tuner

aus Rettenbach, fahren, die er dann auch in Torun

einsetzte. Kugelmann und auch Marcel Gerhard

(GTR) werden Smoli zum GP nach Melbourne

begleiten.

Toptuner: Joachim Kugelmann und Marcel Gerhard

SPEEDWAY-WM

(nach 11 von 12 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 GP3 GP4 GP5 GP6 GP7 GP8 GP9 GP10 GP11 Ges.

1. Jason Doyle AUS 12 15 10 13 15 13 5 14 17 18 10 142

2. Patryk Dudek PL 13 9 16 13 14 10 5 13 11 6 18 128

3. Tai Woffinden GB 8 13 9 7 11 9 14 18 5 6 15 115

4. Maciej Janowski PL 6 16 13 6 17 17 13 6 7 7 5 113

5. Emil Saifutdinow RUS 12 6 13 2 14 11 10 11 11 12 7 109

6. Bartosz Zmarzlik PL 6 12 6 8 7 16 15 10 2 12 14 108

7. Fredrik Lindgren S 16 16 5 6 8 7 18 11 11 9 107

8. Matej Zagar SLO 10 1 10 4 11 12 3 7 15 13 11 97

9. Martin Vaculik CZ 16 10 8 10 1 4 10 7 14 5 5 90

10. Chris Holder AUS 6 6 4 11 7 10 6 2 14 9 7 82

11. Piotr Pawlicki PL 7 7 18 7 4 1 6 9 4 6 10 79

12. Antonio Lindbäck S 2 6 4 9 8 7 19 5 4 8 1 73

13. Peter Kildemand DK 1 8 3 10 4 10 10 8 54

14. Greg Hancock USA 11 4 5 18 7 0 45

15. Niels-Kristian Iversen DK 9 9 7 3 3 7 6 44

16. Vaclav Milik* CZ 13 7 11 31

17. Martin Smolinski D 1 4 8 4 2 19

18. Max Fricke AUS 1 6 4 11

19. Pawel Przedpelski** PL 10 10

20. Maksims Bogdanovs* LV 8 8

Michael Jepsen Jensen DK 8 8

22. Nicki Pedersen DK 3 5 8

23. Kenneth Bjerre* DK 7 7

24. Krzysztof Kasprzak* 6 6

25. Jacob Thorssell** DK 4 4

Kai Huckenbeck* D 4 4

27. Przemyslaw Pawlicki* PL 3 3

28. Kim Nilson* DK 2 2

Linus Sundström* S 2 2

Josh Bates** GB 2 2

Craig Cook* GB 2 2

32. Nick Skorja* SLO 1 1

GP10 - Stockholm/S - SF1: Doyle, Zmarzlik, Lindgren, Lindbäck; SF2: Zagar, Kildemand, Holder D, Saifutdinow

D; Finale: Zagar, Zmarzlik, Doyle, Kildemand.

GP11 - Torun/PL - SF1: Dudek, Zagar, Doyle, Pi.Pawlicki; SF2: Woffinden, Zmarzlik, Przedpelski, Milik;

Finale: Dudek, Woffinden, Zmarzlik, Zagar.

*) Wildcard; **) Reserve

46 BAHNSPORT AKTUELL November '17


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IMPRESSUM

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Telefon: 06184 9233-30

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E-Mail:

redaktion@ziegler-verlag.de

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Homepage:

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Herausgeber:

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Redaktionsleiterin:

Brigitte Geyer-Bernhardt

Redaktionsassistentin:

Gaby Gasche

Layout:

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Mitarbeiter Inland:

Ubbo Bandy, Georg Dobes,

Andreas Fahldiek, Rudi Hagen,

Volker Linke, Wolfgang Radszuweit,

Susi Weber

Fotografen: Ubbo Bandy,

Georg Dobes, Ralf Dreier,

Klaus Goffelmeyer, Rudi Hagen,

Volker Linke, Wolfgang Radszuweit,

Daniel Sievers, Susi Weber

Ausland:

Alfred Domes/A, Jarek Pabijan/CZ,

Mike Patrick, Ron MacNeill,

Steve Dixon/GB

Geschäftsführer: Stefan Ziegler

Gesamtanzeigenleitung:

Dieter Ziegler

Anzeigenverkaufsleitung:

Ralf Ziegler

Akquisition:

Nadine Pfeiffer

Druck und Verarbeitung:

Brühlsche Universitätsdruckerei

GmbH & Co KG, Gießen

Anzeigenpreisliste Nr. 47/17

Bei Anzeigenaufträgen aus dem

Ausland Vorkasse

Gerichtsstand Hanau

Einzelheft € 4,50 inkl. MwSt.

Österreich: € 5,00

Schweiz: Sfr 8,50

Abonnement jährlich € 49,-

Auslandsabonnement

jährlich € 63,- inkl. Porto

Kündigung nur unter Einhaltung

der Kündigungsfrist von 3 Monaten

vor Ablauf des Bezugsjahres

per Einschreiben oder per E-Mail

(PDF mit Unterschrift).

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u. Fotos. Leserbriefe können

aus redaktionellen Gründen gekürzt

werden. Die Zeitschrift und alle Beiträge

sind urheberrechtlich geschützt.

Veröffentlichungen, auch

auszugsweise, nur mit Genehmigung

der Redaktion. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben

nicht unbedingt die Meinung der

Redaktion wieder.

NOVEMBER

18.11. SBM-Tagung und -Ehrung

Hasselroth, Beginn: 18 Uhr

MSC Neuenhasslau e.V.

Thomas Schiffner

Egerlandstraße 7

63486 Bruchköbel

info@msc-neuenhasslau.de

www.msc-neuenhasslau.de

Veranstaltungsort:

Friedrich-Hofacker-Halle

Taunusstraße 2

63594 Hasselroth

18.11. NBM-Tagung und -Ehrung

Scheeßel

MSC Eichenring e.V.

Eckhard Koslowski

Postfach 1248

27383 Scheeßel

msc-eichenring @gmx.de

www.msc-eichenring.de

Veranstaltungsort:

Landgut Stemmen

Große Straße 12

27389 Stemmen

Korrekturen

In BSA 10/17 ist uns beim Bericht

Vechta auf den Seiten 32/33 ein

Fehler unterlaufen. Das Siegerehrungsfoto

der Hufeisen-Gewinner

stammt von Ubbo Bandy und nicht

wie fälschlicherweise angegeben

von Rudi Hagen.

In BSA 9/17 auf Seite 22/23 beim

Bericht Melsungen fehlt die Fotografennennung

komplett: Aus

Melsungen versorgte uns unser

langjähriger Mitarbeiter Ubbo

Bandy mit Fotos.

Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.

• Die Redaktion

Eisspeedway-

Termine 2018

Leider konnten wir trotz intensiver

Bemühungen bis Redaktionsschluss,

Montag, 23.10.2017,

14:00 Uhr, keine offiziellen Eisspeedway-WM-Termine

der FIM in

Erfahrung bringen. Aber die traditionellen

WM-Veranstalter Berlin,

Inzell und Heerenveen haben auf

ihren Internetseiten bereits ihre

Veranstaltungstermine veröffentlicht:

Berlin, 1.-4. März 2018*

Inzell, 17./18. März 2018*

Heerenveen, 6.-8. April 2018*

Bitte beachten Sie, dass diese Termine

noch keine offiziellen FIM-

Termine sind und noch der Bestätigung

des Weltverbandes bedürfen.

• Die Redaktion

* Termine ohne Gewähr

Bahnsport aktuell

12/2017 erscheint am

27. November 2017

SONDERSERVICE

Weihnachts- und Neujahrsgruß-Anzeigen

für Fans, Fahrer und Veranstalter

(zu stark ermäßigten Preisen)

Bedanken Sie sich zum Jahreswechsel bei Ihren

Sponsoren, Freunden und Besuchern. Grüßen Sie

Ihre Bekannten, Freunde, Fahrerkollegen oder Betreuer

zum Weihnachtsfest mit einer Weihnachts- oder einer

Neujahrsgruß-Anzeige in der Dezember-2017-Ausgabe*

von Bahnsport aktuell

(*nur in dieser Ausgabe möglich)

Für Fans, Fahrer und Veranstalter gelten

folgende Größen und Preise:

1/8 Seite (88 x 60 mm) € 139,-

1/4 Seite (180 x 60 mm) € 258,-

1/3 Seite (180 x 87 mm) € 289,-

1/2 Seite (180 x 130 mm) € 407,-

1/1 Seite (180 x 265 mm) € 757,-

Alle Preise zzgl. MwSt.

Teilen Sie uns Größe und Text mit oder senden Sie uns

Druckunterlagen zusammen mit dem Bestellcoupon

per Post, Fax oder E-Mail an:

Ziegler Verlags GmbH

Bahnsport aktuell, Stichwort „Grüße“

Birkenweiherstr. 14, D-63505 Langenselbold

Tel. 06184 923330, Fax 06184 923355

E-Mail: redaktion@ziegler-verlag.de*

(*bitte bei Auftrag per E-Mail sämtliche Daten aus Bestellcoupon übermitteln)

Wir veröffentlichen dann Ihre Weihnachts- oder Neujahrsgruß-Anzeige

(Einsendeschluss 13. November) rechtzeitig

in der Dezember-Ausgabe von Bahnsport aktuell

Gruß-Anzeigen-Bestellcoupon 11/17:

Anzeigen-Text bitte auf gesondertem Formular einsenden

Hiermit bitte ich um Veröffentlichung einer Gruß-Anzeige:

☐ 1/8 Seite (€ 139,-)

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6,2–3,9 [6,0–4,1] l/100 km, kombiniert: 7,4–4,1 [6,9–2,1] l/100 km;

CO2-Emissionen kombiniert: 169–109 [158–49] g/km. Werte in [ ] gelten

für Fahrzeuge mit Automatikgetriebe. Fahrzeugdarstellung

zeigt Sonderausstattung

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