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E_1928_Zeitung_Nr.097

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22 AUTOMOBIL-REVUE

22 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N° lßicht noch nicht vorauszusehen war. Heute ist es aber entschieden Zeit, wenn die Hefte diesbezüglich revidiert werden. Die angestrebte Vereinheitlichung der Verkehrsregeln ist aber auch deshalb nur eine scheinbare Vereinfachung, als im Gebiet der Stadtgrenze die Sache umso verworrener wird. Der Stadtratsbeschluss stellt genau fest, dass die Konkordatsvorschrift auf Stadtgebiet keine Geltung habe. Ausserhalb dagegen wird für gerichtliche Beurteilung - von Verkehrsfällen das Konkordat massgebend sein, da der Kanton Zürich dem Konkordat angehört und nur die Stadt eine Ausnahmebestimmung kennt Nun bestehen Strass-:nbahnlinien, welche das Stadtgebiet fiberschreiten sodass an der nämlichen Linie zweierlei Vorschriften betr. Vorfahren Geltung haben ! Ueber die verkehrstechnische Unzulänglichkeit der Bestimmung, die Strassenbahn sei links zu überholen, ist man sich vielerorts einig. Wo die Abänderung der veralteten städtischen Verkehrsordnuugen zur Diskussion steht wird immer, und glücklicherweise mit Erfolg, gegen die Vorschrift Sturm gelaufen. Bekanntlich steht Bern z. B. vor der Genehmigung einer neuen Verkehrsordnung, die ein Konglomerat von Verordnungen und Verooten aller Art, welche bis ins Jahr 1879 zurückreichen, ersetzen soll. Im Entwurf ist bezüglich des Ueberholens festgelegt, die Strassenbahn sei rechts zu überholen und nur wenn nicht genügend Zwischenraum vorhan den ist, darf links überholt werden, sofern dei entgegenkommende Verkehr dies gestattet. Wir glauben, dass auch die zürcheriscnen Polizeibehörden einer gleichen Regelung des-. Vorf ahrens sympathisch gegenüberstehen, denn sie birgt zweifelsohne das Moment der Gefahrenvermmderung und die Möglichkeit einer flüssigeren Verkehrsabwicklung in sich. Es ist deshalb doppelt wünschenswert,.wenn auch in Zürich diese Frage möglichst bald gründlich abgeklärt wird- B. ÄV IT Luftflottenpolitik. Wie es die Menschheit von gestern und heute wohl nicht erwartet, hat sich in kürzester Zeit das Flugzeug zum Beherrscher der Luft gemacht. Es beginnt, mit der Eisenbahn, aber auch mit dem Auto in Konkurrenz zu treten. Es verbindet nicht nur Länder, sondern Erdteile und bezwingt die Gefährnisse des Ozeans. Einem zukünftigen Kriege hat es ein ganz neues, furchtbares Antlitz verliehen. Vielleicht sogar, dass es den Krieg illusorisch macht. Sicher aber, dass es nicht nur die gegnerische Wehrmacht, sondern die Vernichtung des feindlichen Volkes sich zum Ziele setzt. So ist es gekommen, dass, während man auf dem Lande von Abrüstung spricht, in der Luft ein starkes Wettrüsten eingesetzt hat. Wie weit dieses Wettrüsten geht, hängt natürlich mit der betreffenden Regierungsmentalität, mit den wirtschaftlichen Bestrebungen und den Machtgelüsten zusammen. Nehmen wir Frankreich vorweg. Es besitzt ca. 40 Flugzeug-Firmen und ein Dutzend Motorenbau- Firmen, die monatlich 30—40 Flugzeuge, im Kriegsfalle aber gewiss bis 300 Flugzeuge erstellen können. Der Todessturz des Handelsministers Bokanowsky hat zur Errichtung eines eigenen Luftfahrt-Ministeriums geführt. Frankreich besitzt heute rund 2550 Flugzeuge und ist damit zweifellos die stärkste Kriegsluftmacht der Welt. Auch für England stellte sich die Frage des Wettrüstens klar und eindeutig. Das Flugzeug hat der Splendid Isolation des Meerumgebenen Mutterlandes ein Ende bereitet. Der britischen Luftflotte fallen demnach zwei Aufgaben zu: 1. der Heimatschutz und 2. die Verbindung mit den Dominions und den Kolonien. Seit 1917 liegt die Leitung sämtlicher Luftverbände in den Händen des Luftministeriums. Die königlichen Luftstreitkräfte, die Royal Air Force, werden von der Regierung geleitet. Armee und Marine besitzen eigene Fliegergeschwader. Irak, Aegypten, Palästina, Transjordanien und Indien haben ihre besonderen Formationen. Die Dominions verfügen über eigene Luft-Organisationen, denen nur örtliche Bedeutung zukommt. Die königlichen Luftstreitkräfte verfügen gegenwärtig über 750 Flugzeuge erster Linie, zu denen eine 50prozentige Kriegsreserve zu rechnen ist. Da auch die Verkehrsluftfahrt (Imperial Airways) sich zu höherer Bedeutung aufgeschwungen hat, kann füglich behauptet werden, dass England eine der gegenwärtigen Lage angepasste zielbewusste Luftpolitik treibt. Es ist selbstverständlich, dass Italien mit seinen langen Grenzposten ganz besonders auf die Luftstreitkräfte angewiesen ist. Das ihm hiezu geschaffene Luftministerium hat den Bestand von 350 Flugzeugen im Jahre 1923 auf 1000 Flugzeuge im Jahre 1927 erhöht; bis zum Jahre 1930 soll das 2000. Flugzeug in die erste Linie eingereiht werden können. Armee, Marine und Kolonien besitzen eigene Fliegerformationen. Wir finden im Lande eine hochentwickelte Luftindustrie; der Motorenbau nimmt eine überragende Stellung ein. Da die italienische Politik Konfliktstoff genug in sich birgt, ist es klar, dass Italien alle Anstrengungen macht, um Frankreich und England in dieser Beziehung ebenbürtig zu werden. Aber auch die Tschechoslovakei und Polen arbeiten an einer Vergrösserung ihrer Luftstreitkräfte. Nach dem Kriege erhielt die Tschechoslovakei eine ganze ZaL veralteter, lebensgefährlicher französischer Maschinen. Eine grosse Zahl tschechoslovakischer Piloten mussten dieses Geschenk mit dem Tode büssen. Das führte dazu, dass heute die Tschechoslovakei über eine hochentwickelte Flugzeugindustrie verfügt und ihm Jahre 1927 bereits 700 Militärflugzeuge, die aus eigenen, Konstruktionswerkstätten kamen, besass. Anders liegen die Verhältnisse in Polen, dessen Armee ebenfalls über ca. 500 Flugzeuge verfügt, dagegen keine nennenswerte Flugzeugindustrie sein Eigen nennen kann. Hauptlieferant ist Frankreich. In Russland ist die Luftwaffe ebenfalls ein selbständiger Wehrmachtsteü unter Leitung des Chefs der Luftstreitkräfte, der zugleich auch die Leitung der zuvilen Luftfahrt in seiner Hand vereinigt. Ueber den Bestand an Flugzeugen ist man nicht genau im Klaren. Wohl wurde im Jahre 1927 von seiten Stalins behauptet, dass Russland über 1521 Kriegsflugzeuge besitze. Ob diese Zahl zutrifft, weiss man nicht. Eines ist.jedenfalls sicher, dass auch Sowjetrussland sich bemüht, eine leistungsfähige Luitindustrie ins Leben zu rufen; es wird dabei unterstützt durch den allrussischen Luftflottenverein, der zwei Millionen Mitglieder besitzt und in der Oeffentlich« keit aufklärend und fördernd wirkt. Trotzdem Deutschland keine Militärflug«* zeuge besitzt, steht heute die Verkehrsluftfahrt an führender Stelle. Von der schweizerischen Luftflotte wollen wir nicht weiter sprechen. Die Zustände sind vor nicht gar langer Zeit eingehend erörtert worden. Es bleibt uns die Hoffnung, dass unser Militärdepartement alles daran »etzen wird um der schweizerischen Armee eine tüchtige Luftwaffe zu sichern. K. BELEUCHTUNG MIT ABBLENDUNG UNÜBERTROFFEN Zu verkaufen Gesellschaftswagen 18plälz.. Marke LANCIA, Mod. 1922,"rass. Motor, Tragkraft 2 Tonnen, gut geeignet zur Umänderung auf Lastwagen Wagen in ßehr gutem Zustand, Preis Fr. 1200. — Anfragen gefl. an Seb. Haseneder, Miihlebachstr. 22, Zürich. 37938 Prest-O-Lite GENERAL-AGENT: Auto-Pieces S. A. 6, rue Buanderie Die beste amerikanische Auto-Batterie. E. 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