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E_1931_Zeitung_Nr.054

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¥ierwaldstätter - See

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Die Gruppe der drei Freunde bleibt stehen, um die beiden durchzulassen. Auf der andern Strassenseite geht eine Frau. Sie ist von hohem und schönem Wuchs, und ihr blondes Haar leuchtet im Schein der Strassenlampe. Es mag ein Serviermädchen sein, das so spät noch allein nach Hause muss. Die drei gehen weiter. Sie haben alle etwas getrunken, und l angespeicherte Kraft versteht sich jetzt nur schwer dazu, abenteuerlos und ohne Auswirkung einfach heim und ins Bett zu steigen. Da locken ausragende Anschriften, wie «Durchgang verboten », « Achtung », « Coiffeur », als ob sie heruntergerissen oder verbogen werden müssten. Aber die drei gehen weiter. Ein Paar geht vorüber. Ein junger, etwas miekriger Mann mit einer grossen, üppigen Frau. 'Der Junge 'schaut mit scheuem Seitenblick auf die Drei, während die Frau starr und zielbewusst weitersteuert. Ein leiser Regen tröpfelt. Soll man wohl noch zu einem Freund « auf die Bude » gehen und den Abend so beschliessen? Aber keiner ist mit diesem Vorschlag ganz einverstanden. Die Nacht lockt und die Strasse, die verschlafene, schweigende Stadt. Ueber einsame Plätze bummeln die drei und durch finstere Gässchen. Und sie treffen plötzlich wieder das sonderbare Paar von vorhin, das wartend vor einem Hause steht. Ob sie wohl vergeblich Einlass begehren, so spät noch ? Müde vom Bummeln lehnen die drei an einer Mauer. Es wird auch für sie Zeit, sich heimzumachen. Ein Gefühl der Leere bemächtigt sich ihrer. Da erscheint oben am Rande der Gasse eine sonderbare Gestalt. Ein grosses, haarumflattertes Haupt auf einem schmächtigen Körper, der von einem langen, weiten Mantel umhüllt ist. Der Mann kommt näher. Neugierig wird er von den dreien gemustert. Nun können sie schon sein Gesicht erkennen. Eine harte Stirn, stechende und bekümmerte Augen hinter einer hörnenen Brille. Und die Augen werfen böse und hasserfüllte Blicke. Leise Belustigung der drei: Ein Dichterling? Oder ein «Künstler >, der seinen Schmerz in die einsame Nacht trägt? Gibt es das noch ? ben passen sicher besser zu uns als die Bunt- Oder können sie sich (wie im Berliner Da kommt er ja schon wieder. Und wie-heitder streift sein Blick herausfordernd die Tageblatt ein Einsender treffend sagt) einen Gruppe. knallroten Mann, einen quittengelben Herrn, Kichernd spricht ihn einer an. Eine Stimme hinter zusammengebissenen Zähnen antgrünen Familienvater vorstellen? einen rosaroten Jüngling oder gar einen graswortet. Aber bald ist das kleine Duell zu Also: Mit der Männermodereform nur Ende. Der im weiten Mantel blickt herausfordernd zurück und tritt in einen finstern sachte, sachte. Der weiche Kragen und das bequeme Sporthemd sind ja da, wer's verträgt, kann den Hut ruhig zu Hause lassen, Torbogen, wo er wartet. Sucht er eine Rauferei? Nichts kann den dreien angenehmer der Rock wird niemand aufgezwungen (wie sein. Sie folgen, einer voran, zwei als Nachhut. viele Herren gehen über die warmen Tage Aber es wurde dann nichts aus dem Raufen. Der Mann begann plötzlich zu sprechen. Er redete von seiner Arbeit — er war rissenen Sätzen, aus welchen das Leben sprach. Endlich gingen sie langsam heim. Der im weiten Mantel nahm seine Wanderung wieder auf. Irgendwo schlug es 3 Uhr. ae. Warum ein Notschrei ? Unser « Notschrei > in Nummer 50 des « Autler-Feierabend » wegen der im Sommer höchst ^ unangenehmen Herrenkleidung ist nicht ungehört verhallt. Von modern orientierter, fachmännischer Seite gehen uns zu dem Thema, das wir hier gerne zur Diskussion stellen, folgende Ausführungen zu: Im «Feierabend» vom 16. Juni wettert ein Einsender gegen die Herrenmode im allgemeinen und gegen die «dummen» Männer im speziellen. Rock, Hose, Kragen, sogar die Weste (sie liegt ja in den letzten Zügen) müssen herhalten! Nun, ganz so schlimm ist es mit der Herrenmode nicht bestellt. Wer hindert denn eigentlich die Männer, die sich im weichen Sporthemd, leichten Hosen, leichten Röcken, ohne Gilet, ohne Hut noch nicht wohl genug fühlen, alles abzulegen, was ihnen überflüssig erscheint? Oder wer hätte etwas dagegen, wenn der Einsender und alle überzeugten «gescheiteren» Männer in kurzen Rohseidenhosen und -hemdchen mit kurzen Aermeln herumliefen? (Oh... wie schön ist es: rot, blau, gelb, grün!) Gewiss niemand! Aber, es gibt eben verschiedene aber!... Die Reform der Herrenkleidung kann nicht lanciert werden. Sie muss, wie jede Neuerung, die Bestand haben soll, aus sich selbst herauswachsen. Es hat sich ja bis heute gezeigt, dass Schillerhemd, kurze Hosen (wohlverstanden mit dünnen Seidenstrümpfen zu tragen) usw. keinen oder nur vorübergehenden Anklang gefunden haben. Maurice de Waleffe, Paris, ein eifriger Kämpfer für die Reform, hat es Sogar gewagt, seine neue Mode auf den Pariser Rennplätzen vorzuführen, wo... (das hätten sie von den gescheiten Frauen sicher nicht erwartet) die reformierten Mode-Männer durch die Polizei vor den Tätlichkeiten der Mode-Damen in Schutz genommen werden mussten (1927)! Und jetzt noch etwas Wichtiges: Eine schöne Frau wird sich kleiden können wie sie will, ihr Anblick wird immer angenehm bleiben. Die Frau aber, die nicht vollkommen gewachsen ist, wird es als ihre grösste Kunst auffassen, sich so zu kleiden, dass die Schönheitsfehler nicht zum Vorschein kommen! Und wir Männer sind nun doch gewiss auch nur die wenigsten so gewachsen, dass wir in kurzen Hosen, mit ärmelfreien Hemden, ganz ohne Kragen überhaupt noch passabel aussehen! (Wo sollten wir denn unsere vielen Sachen, wie Portemonnaie, Portefeuille, Messer, Nastuch etc. tragen? Etwa in einem gestickten «Ridikül»?) Auch die diskreten Far- bereits ohne), die Hosen sind leicht, wenn auch lang (denken sie an die schönen Beine!). Lassen wir den Damen, was zu ihnen passt: die Farbenfreudigkeit, Phantasie, Modewech- Schlosser — und er redete von seinen Kindern, die er von seiner ersten Frau hatte, Behalten wir Herren, was zu uns passt: sel, Torheiten..... und endlich von seiner jungen zweiten Frau, männliche Kleidung, diskrete Farben, die die heute abend nicht nach Hause gekommen war. menen Glieder in eine wenigstens noch an- Möglichkeit, unsere nicht immer vollkom- Er konnte sich vieles erklären, und auch sehnliche Hülle zu stecken! den dreien konnte er vieles erklären —aber Es ist sicher nicht so schlimm bestellt mit sich helfen konnte er nicht, wenn die Frau der Herrenmode. Ganz sicher nicht! mit dem Leben bei einem einfachen Arbeiter nicht zufrieden war. Was konnte er tun? Er vg konnte nur hier herumgehen und waTten. Knappe Diät. Der Arzt macht ein ernstes Wut konnte er haben, eine ingrimmige — Gesicht und sagt: < Bei ihrem Husten, Herr, aber vielleicht traute er sich nicht, sie sei-solltener jungen und schönen Frau zu zeigen... nicht mehr rauchen, nicht mehr tanzen...» Sie keinen Alkohol mehr trinken, Er redete nicht viel und nicht gut, der< Also bloss noch husten, Herr Doktor ? » Mann, aber die drei lauschten seinen abge- fragt der Patient betrübt. (ÜBERLINGEN am Bodensee BRAUEREI zum RABEN wer einkehrt, kommt wieder. Herrlicher, schattiger Garten. Bekannt vorzügl. Küche u. Keller. Saal (800 Personen). Zivile Preise. Tel. 412. Farn. HALDER-JUNGINGER. ÜBERLINGEN am Bodensee HOTEL KRONE (gegenüber dem Münster) Modern eingerichtetes Haus. 40 Betten. Fl. Wasser. Zentralheizung. Vorzügliche Küche und Keller. Zivile Preise. Garage. Tel. 413. Bes. PH. EISELE. „Kleider machen Leute" Rntnanchnrn (a. Bodonsoo». 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AUTOMOBIL-REVUE Bunte Chronik aas aller Welt Wiederkehr der Bartmode in Frankreich ? Die Frage nach der Wiederkehr der Bartttiode in Frankreich bekam eine plötzliche Aktualität im Zusammenhang mit der Wahl des neuen Präsidenten Paul Doumer, der im Gegensatz zu seinem bartlosen Vorgänger einen weissen Bart trägt. Diese Frage wird nicht nur in den Modesalons von Paris debattiert, auch die englischen Snobs, die von jeher bei französischen Friseuren sich rasieren und das Haar schneiden lassen, sind jetzt um die Zukunft ihrer bartlosen Gesichter besorgt. Eine führende englische Modezeitschrift veranstaltete sogar eine Rundfrage in bezug auf den zu erwartenden Triumph des Bartes. Die Pariser Korrespondenten der englischen Modeblätter machen darauf aufmerksam, dass das neue französische Staatsoberhaupt auch in seinem Gefolge Männer bevorzugt, die wie er mit Barten ausgestattet sind. (?) So trägt z. B. General Braconier, der neue Chef des Militärkabinetts des Präsidenten, einen wallenden Bart. Es wird allgemein vermutet, dass dieser Geschmack des neuen Präsidenten den Einflnss auf die Männerwelt Frankreichs nicht verfehlen wird. Die Anhänger der glattrasierten Männergesichter, die nur im äussersten Fall von einem ä la Chaplin gestutzten Schnurrbart geschmückt werden, befürchten, dass ihre Zeit vorbei ist. Eine in London sehr verbreitete illustrierte Zeitung bringt die Mitteilung ihres Sonderberichterstatters, dass die Kampagne für die Wiedereinführung des Bartes in Paris bereits begonnen hat. An ihrer Spitze sollen die Studenten stehen. Viele Studenten lassen sich Barte wachsen, wobei als letzter Schrei der Mode der Bart ä la Krüger gilt, d. h. die Bartmode, die die Stelle zwischen der Nase und der Unterlippe offen lässt. Im Quartier latin sowie auch in den französischen Städten der Provinz kann man bereits vielen Studenten mit «Krügerbärten» begegnen. Singende Schnecken und Fische. Auf den Sandwich-Inseln existiert eine Schneckenart, der die Fähigkeit zu eigen ist, musikalische Töne von sich geben. Diese Schneckenlaute sollen ähnlich klingen wie die Töne einer Aeolsharfe. Aber nicht nur Schnecken, sondern auch Fische geben Laute von sich; die Redensart von den «stummen Fischen» hat also keine Existenzberechtigung. So bringen die amerikanischen Schmelzschuppen Töne hervor,, die an Qlokkengeläut erinnern, eine Makrelenart stösst Laute aus, die an das Grunzen eines Schweines erinnern, und der Schleimfisch wieder, der im Golf von Mexiko zu finden ist, lässt einen brummenden Laut hören. Die Mode wandert nach Afrika. Eine bedeutende Weiberei in Manchester hat einen grossangelegten Werbefeldziug unter den Schönen von Afrika organisiert. Eine Autokarawane mit Kleidermodellen aus den modernsten Geweben wird Afrika von Kairo bis Kapstadt durchqueren, unterwegs unter den Eingeborenen « Mannequins » anstellen und den Eingeborenenfrauen die neuesten Moden vorführen. Die Weberei verspricht sich von dieser afrikanischen Modeparade eine Belebung ihres Geschäftes. Frauen als « schwere Jungens ». Die Londoner Polizei hat in der letzten Zeit eine grosse Anzahl von Einbrüchen im Westen festgestellt, die zweifellos von Frauen ausgeführt wurden. Schon die Auswahl der mitgenommenen Gegenstände lässt auf einen weiblichen Geschmack schliessen. Dass das zarte Geschlecht sich nun auch in der Rolle der «schweren Jungens > erfolgreich betätigt, ist immerhin eine Neuheit. «Die moderne Frau, die sich dem Verbrechen widmet, tut das mit offenen Augen », sagte dar- len überreichen, einem Brauch, dem der Fischer bereits seit 2 Jahrzehnten nachkommt. In den ersten Jahren nahm der englische König diese Aufmerksamkeit stets immer nur mit Worten des wärmsten « Sie hat Ver-Dankes entgegen. Später aber, als er von über ein Kriminalfachmann. stand und weiss ihn zu benutzen. Sie könnte auch auf ehrliche Weise ihr Brot verdienen, aber sie bevorzugt den Weg des Verbrechens, weil er ihr mehr Sensationen verschafft. Die neueste Epidemie in Einbrüchen kommt sicherlich zu einem beträchtlichen St. Engelgasse 9 1. Stock Teil auf Rechnung der Weiblichkeit. Viele Frauen arbeiten mit Männern zusammen, aber wir haben Grund zu der Annahme, dass auch sehr häufig eine Frau oder zwei gemeinsam die Einbrüche verübt haben. Unter diesen weiblichen « schweren Jungens » darf man sich nicht etwa verwahrloste Vagabundinnen vorstellen, wie sie so oft bei der Polizei eingeliefert werden, sondern es sind elegante und gebildete junge Damen, denen man keine verbrecherischen Neigungen zutrauen würde, wenn man ihnen begegnet. Deshalb ist es auch so schwer, ihnen auf die Spur zu kommen.» Von anderer Seite wird für dieses Verbrechertum der Frauenwelt das Erziehungssystem verantwortlich gemacht, das heute vielen Mädchen eine höhere Bildung ermöglicht, so dass sie sich für zu gut halten, um niedrigere Arbeiten auszuführen. Auch die Arbeitslosigkeit trägt dazu bei, in den Mädchen in den laugen Mussestunden den Gedanken an Verbrechen zu erwecken, ebenso die Kinos und die Lektüre von Kriminalund Abenteuergeschichten. « Unter Die leichte den Dächern Operette von Paris hat also > » auf 30 der » ganzen Linie gesjegt ! Diese Zusammenstellung beweist jedenfalls wieder die noch völlig falsche Einstellung weiter Kreise zum Film, die vom Kino nur seichte Kost, aber keine künstlerische Haltung erwarten. Kaffee mit Würstchen. ", ' Der Schöpfer des Futurismus, der Italiener Marinetti, hat bekanntlich vor kurzer Zeit seine künstlerischen Reformbestrebungen auch auf die Küche ausgedehnt und zur Pflege dieser futuristischen Kochkunst in Mailand ein Restaurant ins Leben gerufen, das den stolzen Namen «Santo Palato», das heisst «der heilige Gaumen» führt. Er rühmt sich in einer neuen Kundgebung der erstaunlichen Fortschritte seines kulinarischen Programms und betont besonders, dass er mit den veralteten Vorurteilen, nach denen manche Gerichte nicht zueinander passen, aufgeräumt habe. Unter den neuen genialen Zusammenstellungen hebt er ein Gericht «Kaffee mit Würstchen» hervor, verrät uns aber leider nicht, ob man bei diesem Gang zur Erhöhung des Wohlgeschmacks die Würstchen in den Kaffee eintauchen soll... Eine lohnende kleine Aufmerksamkeit. Ein unbemittelter Fischer aus Irland lässt dem König von England alljährlich 3—5 prächtige, handgefangene Bachforel- Fi80hstube zum WEISSEN KREUZ Toggenburger Stil Butterküche Spezialität: Lebende Bachforellen,Hechte Fischfilet und Blaufelchen. Thomas Mey«r-Funk. St. Gallen Rest.-Pension „Nest" Wer einkehrt, kommt wieder! Herrliche Aussicht auf Säntis. 773 Met. üb. Meer. Tel. 10. Neuer Bes. JOS. DOLDER. im Leichte Ware im Film beliebt. Eines der grössten deutschen Fachblätter der Filmbranche hat, wie in jedem Jahre, wieder einmal eine Umfrage gehalten, welche Filme beim Publikum am beliebtesten waren, und zwar wurden diesmal die Tonfilmkinos befragt. In Deutschland gibt es 5500 Lichtspieltheater, von denen etwa 3000 Tonfilme spielen können. 1070 Kinos beteiligten sich an der Umfrage. Das Ergebnis ist wiederum ein schlagender Beweis dafür, dass die Besucher der Lichtspieltheater gar kein Interesse an schwerer Kunst haben, sondern dass sie leichte, nett gemachte Unterhaltungsware lieber geniessen. Die hoffnungslose Bilanz sieht folgendermassen aus : «Die Drei von der Tankstelle » mit 530 Stimmen c Drei Tage Mittelarrest» » 346 » « Flötenkonzert von Sanssouci > » 288 > t Das Land des Lächelns» » 237 » « Affäre Dreyfus » » 199 » c Westfront 1918» » 134 » «Der Greifer» » 86 > der Armut des Fischers erfahren, Hess er diesem jeweils einen Betrag von 10 Pfund auszahlen. Und so ist es heute noch. Dem Fischer bringt also diese Aufmerksamkeit erheblich mehr ein, als er sonst durch seinen Beruf verdienen könnte. Gr. ^7Vil (St. Gallen^ Hotel Schwanen Bekannt vorzugliche Küche - Keller. FAMILIE AMSTUTZ-BOLT. Telephon 15. Garage. St. Gallen HOTEL HECHT Eröffnet Mai 1930. Erstes Haus am Platze. Gediegenes Cafe"-Restaurant. OHene Terrasse. Garage. Tel. 12.02. H. Bossl, Dir. 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