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E_1933_Zeitung_Nr.050

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iF AUTOMDBIL-REVUC

iF AUTOMDBIL-REVUC 1933 - N° 50 Not Mehr Licht! Ausser dem grossen Lichtltionument, gleichzeitig Wegweiser an derweit dies die Fahrbahnen betrifft. Zugegeben liche Beleuchtung erheben, wenigstens so- Strassengabelung vor dem Landesmuseum muss allerdings werden, dass in den letzten und-der Walchebrücke, ist nur noch die neue Jahren viel guter Wille gezeigt wurde, um Beleuchtungsanlage mit Ständerlampen am eine befriedigende Lösung zu finden. Es gibt Alpenquai als Rest der grosszügigen Zürcher Lichtwoche (1.—9. Oktober. 1932) aber noch immer ganze Quartiere, zwar et- geblieben. Die vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich erstellte Musterstrasse (Bellaria-Albisstrasfce), die wohl erstmals sämtliche in Gebrauch befindlichen und projektierten Beleuchtxingsmöglichkeiten vereinigte, bot den Strassenbenützern Gelegenheit, sich zum Problem der Strassenbeleuchtung zu äussern. Eine überaus verdankenswerte..Jbehprclliche Absicht, die viel zu wenig .beachtet, von den Automobilisten leider sehr spärlich 1 gewürdigt wurde. In Abschnitte geteilt," rriit Buchstaben kenntlich gemacht;,-war Jihit ihr eine Enquete der Strassenbehiiizer verbunden, die zu den verschiedenen angewandten Beleuchtunasmethoden ihre Stimmen erheben sollten. Wenn wir nun nochmals (es geschah bereits in Nr. 83 der «A.-R.» von 1932) zu diesem uns selten gebotenen Plebiszit Stellung nehmen, so erfolgt dies aus der Erwägung, dass man dem E. W. Z. für seine dankenswerten Bemühungen die Anerkennung nicht versagen sollte. Eine gewisse Distanz trennt uns von der Erstellung der Musterstrasse, viel Schnee, viel Nebel und Regen sind seither über den Asphalt jenes Strassenzuges dahingegangen, so dass eine objektivere Beurteilung möglich geworden ist. Ihre ganze Anlage, wenigstens soweit sie die zwischen Gärten und Baumreihen führende, zum Teil sogar ziemlich enge Bellariastrasse betrifft, war nicht durchwegs glücklich zu nennen. Die Seitenlampen schienen uns daher an dieser Strecke ihren Zweck nicht zu erfüllen, der vielleicht auf einer günstigeren Strasse besser zum Ausdruck gekommen wäre. Im allgemeinen wird, doch eine wechselseitige Beleuchtung durch gute Freistrahler an Seitenlampen den noch immer vorherrschenden Ueberspannlampen mit allzu grosser Lampenhöhe und Distanz vorzuziehen sein. Eine Bestückung mit den neuen schweizer. Modellen der BAG oder auch den etwas kostspieligen Zeiss- Oval-Spiegellampen erreicht wohl das Maximum an Blendungsfreiheit und Sicht aller gezeigten Beleuchtungsarten,-die selbst bei Nässe und Nebel noch das Erkennen von Hindernissen auf nützliche Distanz ermöglichen. Zürich, mit seinem dichten Verkehr und den vielen ungünstigen Strassenzügen, kann keineswegs den Anspruch auf vorbild- was an der Peripherie liegend, aber vielleicht gerade darum in den Abend- und Nachtstunden von den dort wohnenden Automobilisten frequentiert, die das Stiefkind des E.W.Z, zu sein scheinen. Z. B. sind die kurvenreichen Strassen in Oberstrass und im Rigiviertel — nur um ein Beispiel hinauszugreifen — sehr mangelhaft und für die Verkehrssicherheit vollständig ungenügend beleuchtet. Dass spät nachts zudem noch ein Teil der Beleuchtung ausgeschaltet wird, gehört nicht ins Kapitel der «Lichtpunkte» zürcherischer Strassenbeleuchtung. Viele Asphaltstrassen, die bei nassem Wetter .allzuviel Licht schlucken, veranlassen vielleicht undisziplinierte Fahrer, sich der Scheinwerfer zu bedienen. Dass dann, z. B< in der Limmatstrasse, die Bäume das Licht der Ueberspännlampen nicht bis an den Rand der Fahrbahn gelangen lassen, gehört in jenen Fragenkomplex der stadtzürcherischen Beleuchtung, der wohl am grünen Tisch gelöst erscheint, aber niemals in der Praxis erprobt wurde. Gewiss sind heute schon die grossen Hauptstrassen mit blendungfreiem, für gutes Tempo ausreichendem Licht ausgerüstet worden; wenn dann noch die Bezeichnung der «Hauptstrasse» durchgeführt ist, wird der Verkehr noch bedeutend erleichtert werden. Ob Verkehrszeichen, wie z. B. dasjenige an der Bahnhofbrücke, das sie vom Central her als Einbahnstrasse bezeichnet, für auswärtige Automobilisten genügend ist, scheint nach dem sich täglich mehrmals ereignenden «Ueberfahren» mehr als fragwürdig. Das Labyrinth am Bahnhofplatz selbst, das nun geschaffen wurde, lässt viele Fragen offen und gibt dem Platzunkundigeri unlösbare Rätsel auf. Warum wird auf kleinen, weniger befahrenen Plätzen der Kreiselverkehr strikte durchgeführt, während er auf verkehrsreichen Plätzen der Stadt nicht gehahdhabt wird? Ob tags oder nachts, unumgänglich wird,es sein, Verkehrszeichen an den unübersichtlichen Kreuzungen — und deren gibt es sehr viele! — aufzustellen, deren Beleuchtung in warnender und doch blendungsfreier Form erfolgen muss. Zürich ist A Vollständige Verbrennung Keine Rauchbelästigung mehr Verlangen Sie Referenzen und Atteste, sowie die BrosohOre: «Der neue Saurer-Fahrzeug-Dlesel-Wlotor». -^ zumindest im Verkehr — eine Grossstadt geworden, die dringend nach « mehr Licht! > verlangt. T. Ein toter Chauffeur wird begnadigt. Ueber eine beinahe tragikomisch anmutende Begnadigungsdebatte des bernischen Grossen Rates, die speziell für Lastwagenbesitzer Interesse bieten dürfte, schreibt uns unser parlamentarischer Mitarbeiter: Vor etwa einem Jahr verurteilte der Gerichtspräsident von Buren a. A. einen Chauffeur, der mit einem Lastenzug von über 19 000 kg Gesamtgewicht auf der Strasse in Pieterlen fuhr, zu 280 Fr. Busse. Der Mann bezahlte nicht, teils weil er nicht konnte, teils weil er es vorzog, dieses irdische Jammertal überhaupt zu verlassen. Nun sollte man meinen, damit sei der Fall erledigt. Weit gefehlt. Der Tod sühnt zwar vieles, aber offenbar keine Verkehrssünde. Kann der Fiskus von den Toten nichts erlangen, hält er sich an die Erben. Die arme Witwe des Chauffeurs war aber ausserstande, eine so grosse Busse zu zahlen und reichte an den bernischen Grossen Rat ein Begnadigungsgesuch ein, das die Regierung vernünftigerweise auch zur Berücksichtigung empfahl. Justizkommission und Plenum waren mit dem Bussenerlass einverstanden, und so wäre über den Fall weiter kein Wort verloren worden, hätte nicht ein Sozialist die Forderung aufgestellt, es seien die Gerichte anzuweisen, in solchen Fällen nicht den Chauffeur, sondern den Patron in Strafe zu nehmen, denn der trage die Verantwortung. Der bernische Polizeidirektor machte den Herrn darauf aufmerksam, dass auch für den Staat Bern das Prinzip der Gewaltentrennung gilt, und eine politische Behörde den Gerichten keine Strafvorschriften ausserhalb des Gesetzes machen könne. Der Präsident der Justizkommission bestätigte das und fügte bei, dass im vorliegenden Fall einzig die menschliche Rücksichtnahme auf die Witwe zur Begnadigung geführt habe. Der Sozialist beharrte demgegenüber auf seiner Ansicht mit der klassischen Begründung: «Was nützen dem Staat die Bussen, wenn er. sie nicht kriegt? Man halte sich an den Arbeitgeber, der muss unter allen Umständen bezahlen!» — Die Vertreter der vorberatenden Behörden würdigten den Kritiker keiner weiteren Antwort, und was den toten Chauffeur angeht, so wird er sich wezen dieser Diskussion keine grauen Haare mehr wachsen lassen. G. AUSLAND Die Beratungen der Internationalen Verkehrs- und Zollkommission in Rom bezogen sich, wie wir bereits meldeten, auch auf die französischen Bürgschaftsquittungen. Bekanntlich sieht das französische Zollgesetz keine Triptyks bzw. Passierscheinhefte vor, sondern verlangt entweder Bezahlung des Zollbetrages, bzw. Barkaution oder Bürgschaft. Ueber den Gebrauch des Triptyks, das nur geduldet ist, bestehen einige Regeln. Die A. I. A. C. R. beschäftigt sich bereits seit vier Jahren mit dem Begehren. Frankreich zum Verzicht auf die Bürgschaftsquittungen zu bewegen. Nur die « lOOprozentigen Touristen » erhalten gegenwärtig in Frankreich das Triptyk. Hingegen wird ein Arzt, ein Advokat, ein Geschäftsvertreter, ein Industrieller, kurz jede Person, die in Frankreich Geschäfte machen möchte, sich vergeblich um ein Triptyk bemühen. Ein Autotourist, der mit einem Triptyk nach Frankreich einfuhr und von dem die französische Zollverwaltung erfahren konnte, dass er Geschäfte getätigt hatte, wird unverzüglich für die gesamte Zollgebühr belastet mit dem Vorbehalt, dazu noch eventuelle Strafen für « Zollschmuggel » entrichten zu müssen. In Rom gaben die Vertreter Frankreichs ift. der A.I.A.C.R. ihren Kollegen die Zusicherung ab, dass die französische Generalzollverwaltung nunmehr ein Triptyk einführen werde, das dem üblichen Triptyk ähnlich sei und « Triptyk B » benannt werden soll. Es sei speziell für Automobilisten bestimmt, die in Frankreich Geschäfte tätigen. Frankreich würde mit der Herausgabe eines derartigen Triptyks ohne Zweifel bei allen Autotouristen, die zugleich Geschäftskunden Frankreichs waren und es auch in Zukunft sein wollen, besonderen Beifall erzielen. Wir können übrigens Frankreich nur empfehlen, das Triptyk B noch während der Fahrsaison 1933 herauszugeben. Fachleute berechnen, Frankreich würde in der Saison 1933 auf 50 Prozent der Autotouristen verzichten müssen, wenn es das bisherige Zollregime beibehalten würde, bei dem das Triptyk nur geduldet wird, sofern der Autotourist in Frankreich keine Geschäfte abschliesst. lt. I I IBfc B? B^Lfc Lastwagen2-6T. — Omnibusse ^J Kt|f Neueste Verbesserung an Diesel-Motoren: Cars-Alpins mit 4- und 6-Zylinder Benzin- und DIESEL-MOTOREN AKTIENGESELLSCHAFT ADOLPH SAURER ARBON — BASEL — MORGES - ZÜRICH Fabrikation von Auto-Kühlern nach dem * Pat. 98.005 Bienen wabensy stein, grösste Kühlmrknng. Reparaturen aller Systeme. 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Die Urner Sonntagstaxe ungesetzlich. Wie seinerzeit gemeldet wurde* erfolgte durch Bundesratsbeschluss eine Aenderung des Transportreglementes, derzufolge die Automobile beim Bahntransport gleich behandelt werden wie das übrige Reisegepäck. Damit fiel die von der Gemeinde Göschenen bisher notwendige Sonderbewilligung, die gegen die sattsam bekannt gewordene Taxe von 10 Fr. erteilt wurde, dahin. Darob grosse Entrüstung in der betroffenen Gemeinde. Auch der Kanton Uri beeilte sich, sich mit Göschenen zu solidarisieren. Es wurde in Bern Beschwerde erhoben und damit gedroht, man werde zum Kadi laufen. Mittlerweile haben auch die Juristen der Bundesbahnen die rechtlichen Voraussetzungen dieser Neuerung genau geprüft und dabei machte ein besonders findiger Kopf die überraschende Feststellung, dass im urnerischen Gesetz betreffend die Heiligung der Sonn- und Feiertage ein Artikel besteht, wonach für die Regelung des Eisenbahnverkehrs die einschlägigen eidgenössischen Vorschriften, also das Transportreglement, massgebend seien. Die Urner Behörden werden nun selbst die bittere Feststellung machen müssen, dass sie mit eigenen Waffen geschlagen (Wurden. Mit der Kenntnis der kantonalen Gesetze scheinen die dortigen Landesväter nicht allzusehr beschwert zu sein, sonst hätten sie wohl selbst bemerkt, dass die Aera Üer so einträglichen Sonntagstaxen nunmehr endgültig vorbei ist und diese Aenderung nicht nur auf Bundesratsbeschluss beruht, sondern sich sogar auf ihre eigene Gesetz- Bebung berufen kann. Das Gesetz stammt freilich schon aus dem Jahre 1902 und sohliesslicih hat man auch im Lande Uri noch andere Sorgen! Die Hauptsache für uns aber ist, dass damit die Diskussion wohl endgültig als geschlossen betrachtet werden kann nnd auch dieser unschöne Zopf, der dem Automobilverkehr noch anhaftete, verschwunden Ist 50 - 1933 AlrTOMOBTL-REVUE 13 n Kanton* Unzulässige kantonale Geschwindigkeitslimiten. Man hätte annehmen sollen, dass mit dem Inkrafttreten des Eidz. Automobilund Fahrradgesetzes all die verschiedenen, die Geschwindigkeit ausserorts einschränkenden kantonalen Vorschriften beseitigt werden. Dem ist nun aber nicht so, wie der Fall der Hurdener Dammstrasse nachdrücklich zeigt. Es sind nämlich an deren Endpunkten in Rapperswil einerseits und bei der Strassenabzweigung bei Pfäffikon anderseits Signaltafeln aufgestellt, die für Lastwagen eine Maximalbelastune von 9 Tonnen und für alle Motorfahrzeug© eine Maximallgeschwindigkeit von 15 Kilometer vorschreiben. Und zwar wohlverstanden nicht etwa nur für die eigentliche kurze Dammbrücke ausgangs Rapperswil, wo sich vielleicht im Hinblick auf den jetzigen Fahrbahnzustand eine angemessene Geschwindigkeitsbeschränkung eventuell rechtfertigen Hesse, sondern die 15 km sind 1 für den ganzen Abschnitt von RapperswH über die Dammbrücke an Hürden vorbei bis zur Einmündung der Dammstrasse in die Strasse Richterswfl-Lachen vorgeschrieben und durch Signaltafeln kenntlich gemacht. Eine Anfrage bei den beteiligten Kantonen St. Gallen und Schwyiz hat ergeben, dass es sich hiebei um kantonale Verfügungen aus dem Jahre 1929 handelt. Es ist nun wohl rechtlich gegeben, dass diese Verfügungen heute nicht mehr Gültigkeit haben und dass, wenn für die Hurdener-Dammstrasse auf Grund von Art. 3 des Eidg. Automobilgesetzes einschränkende Bestimmungen erlassen werden möchten, dies seit dem 1. Januar 1933 hätte neu geschehen müssen. Dies um so mehr, aus die 1929er-Verfügung, wie von behördlicher Seite zugegeben, auf Drängen der Schweiz. Südostbahn erlassen worden ist, so dass denselben ein besonderer « Hintergrund » zukommt. Es ist nun wohl anzunehmen, dass auf Grund der neu aufgestellten Signaltafeln betr. 15-km-Maximalgeschwindigkeit Uebertretungen geahndet werden. Es kann daher den betroffenen Fahrern nur empfohlen werden, von solchen Ahndungen ihrem Olubsekretariat Kenntnis zu geben, damit hiegegen sofort Einspruch erhoben werden kann. Den beteiligten Kantonen darf aber ans Herz gelegt werden, die beanstandeten und zu Unrecht aufgestellten Signaltafeln zu beseitigen und, wenn sie es für angezeigt erachten, für die Hurdener-Dammstrasse Geschwindigkeitsbeschränkungen aufzustellen, dies durch eine neue Verfügung zu tun, damit die Verkehrsinteressentenverbände dnzu Stellung nehmen können. V Die schwyzerische Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeugverkehr wurde vom Regierungsrat in zweiter Lesung genehmigt. Sie trat am 26. Mai in Kraft. Der Kantonsrat hatte seinerzeit dem Regierungsrat zum Erlass der Verordnung besondere Vollmachten erteilt. Die Verordnung umfasst neben den allgemei- ß nen Vorschriften über die Benützung der dem öffentlichen Verkehr dienenden Strassen, über die Kontrolle und Aufsicht des Motorfahrzeug- und Fahrradverkehrs noch Bestimmungen über Ausweise, die Haftpflichtversicherung, die Steuer- und Gebührenordnung, die Fahrräder, die Strassensignalisation und die Polizei-, Straf- und Uebergangsbestimmungen, alles in allem eine straffe Zusammenfassung der den Strassenverkehr betreffenden kantonalen Bestimmungen. Die Bestimmungen der regierungsrätlichen Vollziehungsverordnung sind im allgemeinen weit gehalten, was auf die Entwicklung des Motorfahrzeugverkehrs im Kanton Scbwyz einen günstigen Einfluss haben dürfte. . Die Steuer- und Gebührenordnung weist die neuen, durch Kantonsratsbeschluss vom 30. November 1932 um 15% erhöhten Ansätze auf. Wir haben darüber bereits früher berichtet. Die in der Verordnung des Bundesrates über die Strassensignalisation vorgeschriebenen Signale sind bis spätestens 1. Juli 1934 aufzustellen, ansonst werde das Baudepartement die Signaltafeln aufstellen und die Säumigen belangen. Auf den gleichen Zeitpunkt sind auch Plakate und Reklametafeln zu entfernen, die die Sicherheit des Strassenverkehrs gefährden. Die Strafbestimmungen der Verordnung stützen sich auf Art. 58 bis 68 des Bundesgesetzes sowie auf eine Verordnung aus dem Jahre 1857 und ein KantonsratsbeschJuss aus dem Jahre 1881. Es wäre unseres Erachtens ratsam gewesen, die Strafbestimmungen im Rahmen dieser Verkehrs-Verordnung zu modernisieren, was weit im Lande herum Klarheit geschaffen hätte. hl. Die Vollziehungsverordnung zum glarnerlschen Automobilgesetz, die am 1. Juli in Kraft treten wird, wurde in der Detailberatung durch den Landrat gutgeheissen. Im Gegensatz zu andern Kantonen bezeichnete der Kanton Glarus die kantonale Votlziehungsverordnung zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeugverkehr als jrfarnerisches Automobilgesetz. Die Landsgemeinde vom 7. Mai befürwortete dieses Gesetz, worauf der Regierungsrat dem Landrat noch die dazugehörige « Vodlziehungsfverordnung » vorlegte, die mit wenig Aenderungen Annahme fand. Wir werden auf die Verordnung zurückkommen, «j. A. C. S. SEKTION BERN. Alpenrosenfahrt und Alpchilbi auf dem Grossen Schweinsberg, 18. Juni. Mit den angenehmsten Witterungsaussicbten für den kommenden Samstag und Sonntag, steuert die tatenlustige Sektion Bern ihrer diesjährigen Alpchilbi auf dem Grossen Schweinsberg entgegen. Vielgestaltig und auserlesen sind die Freuden, die den Teilnehmern harren: Flobert - Schiessen für Damen und Herren, Sackgumpen für € Führerscheinfreie » und angehende Lernfahrer, Wurstschnappen, Seilziehen und andere kurzweilige ITnterhaltungs-Spiele sorgen für einen richtiggehenden Chilbibetrieb. Das alles in einer der schönsten freiburgischen Alpenlandschaft, an der aussichtsreichen und sonnigen Halde des Grossen Schweinsbergs, eine gute Fahrstunde von Bern entfernt Wohl muss der Bert der hochgeschraubten Hoffnungen mitsamt seiner überwältigenden Rundsicht durch einen einstündigen Fussmarsch erkauft .werden, doch das gibt der Alpenrosenfahrt just ihren besonderen Reiz. Das Interesse der Mitglieder für die Alpenrosenfahrt ist weiterhin sehr erfreulich, sowohl für den eintägigen als für den anderthalbtägigen Ausflug sind schon verschiedene Anmeldungen eingegangen, und wenn das Wetter mit den Erwartungen Schritt hält, so wird wohl das Chalet «Blümlisalp > am Schweinsbert das sorgenfreie Stand fuhren die 150 Teilnehmer von Zürich am rechten Seeufer hinauf, um dann bei Männedorf nach Richterswil hinberzuwechseln. Hier hatten sich weitere Teilnehmer per Auto eingefunden, um nun im Hotel «Drei Königen» einem frohgestimmten Tanzvergnügen beizuwohnen. Bald herrschte beste Stimmung, und nur zu rasch musste gegen Mitternacht zum Aufbruch gemahnt werden. Inzwischen war der Mond hinter dem Etzel heraufgezogen, und eine herrliche Mondfahrt auf dem nächtlichen See mit seinen von unzähligen Lichtern belebten Ufern beschloss die vergnügt verlaufene Veranstaltung. S. T. C. S. DER STRASSENHILFSDIENST DES T.C.S. AUF DER FURKA- UND GRIMSELSTRASSE. An Pfingsten wurden in Brig zwischen dem Generalsekretär des T. C. S. und Herrn E. Seiler die letzten Abmachungen für die Organisation des Strassenhilfedienstes auf der Furkä- und Grimselroute besprochen. Der Ausgangspunkt dieses Strassenhilfsdienstes befindet sich in Gletsch, im Hotel du Glacier-du Rhone und funktioniert vom Zeitpunkt der Oeffnung der beiden Strassen an. Während der ganzen Saison wird ständig ein Mechaniker in Gletsch zur Verfügung stehen, der über einen Abschleppwagen, einen Tourenwaten und einen Seitenwagen verfügt. Automobilisten, welche auf den genannten Strassen eine Panne haben, können einfach nach Gletsch (Münster 84) telephonieren, sei es vom Hotel Belvedere an der Furkastrasse, oder vom Restaurant Carlen auf der Grimsel aus. Ebenso besteht selbstverständlich die Möglichkeit, durch vorbeifahrende Automobilisten entweder nach Gletsch telephonieren zu lassen, oder den Mechaniker dort direkt zu avisieren, dass ein Wagen auf der Strasse eine Panne habe. Ebenso können die Telephonstationen des SOS- Dienstes des A.C.S. benützt werden Dieser Hilfsdienst ist für Mitglieder des T.C.S. vollständig gratis bei Vorweis ihrer Mitgliedskarte, oder auch für solche Automobilisten, die Zolldokumente vorweisen, die den Vermerk tragen: «geliefert durch den T.C.S.> Da die Kosten für den Unterhalt dieses Strassen-Hilfsdienstes selbstverständlich recht bedeutende sind, so ist der kostenfreien Hilfe eine gewisse Grenze gesetzt, und zwar in der Weise, dass die eigentlichen Reparaturen dem Automobilisten belastet werden. Dagegen sind die Fahrten des Mechanikers und auch die kleinen Notreparaturen, nach denen der Automobilist wieder weiterfahren kann, um die nächste Reparatur-Werkstätte ru erreichen, vollständig kostenfrei. Autosektion Aargau Ausfahrt nach Gottschalkenberg. Hiemit möchten wir unseren verehrten Club - Mitgliedern mitteilen, dase die zweite diesjährige Ausfahrt nach Pfäffikon-Schwyz, von dort nach dem Sihlseegebiet nach Einsiedeln, dann zum Pickniekplatz auf dem Gottschalkenberg bei günstiger Witterung am Sonntag, den 18. Juni 1933, ausgeführt wird. Wir bitten Sie höflich, die Mitteilungen in der «Automobil-Revue» zu beachten. Der Vorstand: Zk. d«»«* V« d«e> SCHWEIZER. UNTEROFFIZIERSVERBAND. Wettbewerb fOr Angehörige der Motorwagentruppe. Vom 14. bi« 17. Juü finden in Genf die schweizerischen Unteroffizierstage statt. Teilnahmeberechtigt an den Wettbewerben sind alle Unteroffiziere und Soldaten, die einer Sektion des Verbandes der Unteroffiziere angehören. Jeder Teilnehmer kann in einer der drei Kategorien: Lastwagen, Personenwagen, bzw. Motorräder, konkurrieren. Fahrzeuge und Betriebsstoffe werden durch den Motorwagendienst geliefert. Je zwei Teilnehmer bilden eine Arbeitsgruppe. Die Wettbewerbe umfassen: 1. Pannenübung: In jeder Kategorie ist eine Panne zu beheben. 2. Geschicklichkeitsübung: In den Kategorien Lastwagen und Personenwagen werden je drei und in der Kategorie Motorräder vier Uebungen durchgeführt. 3. Patrouillenübung: a) Pannenübung unterwegs; b) Kartenieseübung; c) Aufsuchen eines versteckten Kommandopostens (auf 20 bzw. 30 km Distanz). Die Leistungen werden nach einem Reglement bewertet, das vom Kampfgericht aufgestellt wurde: Maßgebend sind: bei der Pannenübung der Zeitaufwand, bei den GesohickUchkeitsübungen Zeitaufwand, Genauigkeit der Ausführung und Anordnung der Arbeits>durchführung, bei der Patrouillenübung Zeitaufwand, soldatisches Auftreten und Beurteilung der Distanz, die der Fahrer zurücklegen musste. In jeder Kategorie erfolgt eine getrennte Festlegung der Ränge. Auskünfte über den Wettbewerb erteilt Oberlt. P. Weber, «Au Molard», Genf. lt. Aus de U (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Verkehrshemmende Sonntagsvorschriften. Der Verkehrsverein Altdorf-Klausen-Linthal-Glarus bemüht sich stetsfort, den Klausenpass, diese romantische Route, bekannt zu machen und den Passanten in jeder Beziehung entgegenzukommen. Die Gewerbetreibenden beider Kantone (Uri und Glarus), hauptsächlich die Garagen und Hoteliers, unterstützen den Verein ebenfalls im Interesse wirtschaftlichen Erfolges. Der Automobilist und der Motorradfahrer wissen es zu schätzen, wenn sie bei ihren Fahrten gut und billig bewirtet werden, und sind auch sehr dankbar, wenn ihnen bei Pannen und Reparaturen auf der Strecke durch Garagen geholfen werden kann. Der A. C.S. und T. C. S. haben zu letzterem Zwecke eigene Hilfsdienst-Stationen eingerichtet. Den Stadtpräsidenten von Altdorf scheinen jedoch diese Anstrengungen kalt zu lassen, und er benutzt eine veraltete, den heutigen Verhältnissen in keiner Weise mehr entsprechende Verordnung des h. Regierunsrates des Kantons Uri (Sonntagsgesetz vom 6. Mai 1900), Art. 1, um angeblich der Gemeinde Altdorf finanziell « auf die Beine zu helfen ». Zur Behebung einer Reparatur irgendwelcher Art, wobei man gezwungen ist, eine Garage aufzusuchen, muss nun immer eine Bewilligung für die Reparatur beim Gemeinde- oder Stadtpräsidenten nachtesucht werden, und hat man diesen Herrn dann erreicht, so kann man nach Entgegennahme einiger «wohlgemeinter» Ratschläge und gegen Entrichtung einer entsprechenden Kanzleigebühr und einigen Telephontaxen die Reparatur ausführen lassen. Automobilisten, merkt Euch das Vorgehen solcher Behörden! Sind wir nicht schon genug mit Steuern und Taxen belastet? Sind den Verkehrsvereinen und Clubs diese Mißstände bekannt? Findet sich niemand, der gegen dieses überlebte Verbot Sturm läuft? J. J. in A. Aufom «>b Iwi Nachlassvcrträge. P. Ferrarl-Visea, Carrosserie- Fabrik, Giubiasco. Stundungsbewilligung vom 29. Mai, Eingabefrist bis 23. Juni. Gläubigerversammlung am 14. Juli. Aktenauflage ab 4. Juli. Firmenlöschung. Fratelll Bernasconi Garage in Lugano. Dies* Kollektivgesellschaft wird von Amtes wegen infolg* Konkurses gelöscht. Gerber - Eichenberger, Garage zum KIBsterll, Bern. Die Firma wird infolge Konkurseröffnung von Amtes wegen gelöscht. Widerruf des Konkurses. Xaver Furrer, Auto-Elektroteile, Zürich. Der am 9. Januar eröffnete Konkurs ist zufolge sämtlicher Konkurseingaben durch Verfügung vom 24. Mai widerrufen und der Gemeinschuldner wieder in die Verfügung über sein Vermögen eingesetzt worden. Konkurseröffnung. Autoersatzteile A.-G. (Auto-Pieces S. A.), Zürich. Konkurseröffnung vom 2. Mai. Gläubigerversammlung am 12. Juni. Eingabefrist bis 30. Juni Francis Gillabert, Garage, Genf. Konkurseröffnung vom 9. Mai: Gläubigerversammlung am 9. Juni. Eingabefrist bis 3. Juli. Schluss des Konkursverfahrens. Arnold Schönholzer, Autogarage Zürich. Der Konkurs über diese Firma wurde mit Verfügung vom 18. April als geschlossen erklärt. Amtliche Mitteilungen Einführung des Verkehrs In Zweierkolonne Ober stark frequentierte Plätze in Zürich. Hierzu teilt das Polizei-Inspektorat mit: Es ist schon wiederholt auf die Nachteile hingewiesen worden, die durch die Ueberquerung eines stark befahrenen Platzes in Einerkolonne entstehen Ḋas Polizei-Inspektorat hat dieser Angelegenheit seit langem grosse Aufmerksamkeit geschenkt. Nicht alle Plätze oder Strassenkreuzungen eignen sich jedoch für einen Zweikolonnenverkehr. Vorläufig glauben wir, dass versuchsweise folgende Oertlichkeiten in Betracht kommen dürften: Leonhardsplatz-Limmatquai, Uraniabrücke-Limmatquai-Mühlegasse, Bahnhofplatz-Bahnhofquai, Bahnhofstrasse-Uraniastrasse, Paradeplatz, Bürkliplatz. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass Ueberquerungen in zwei bzw. drei Richtungen — nach rechts, geradeaus und nach links — sich viel reibungsloser und schneller abzuwickeln vermögen. Strassensperrung M&ieres-Carouge. Die Kantonsstrasse No. 636 zwischen Mezieres und Carouge ist an denjenigen Tagen, an denen im Theater du Jora «La Terre et l'Eau» gegeben wird, von 13 bis 18 Uhr für alle Fahrzeuge gesperrt Während der Abendvorstellungen vom 24. Juni und 1. Juli ist die Strasse zwischen 20 und 24 Uhr gesperrt. Der Lokalverkehr (Erntefahrzeuge) ist nicht unterbunden. Verantwortliche Redaktion Dr. A. Bucht. W. Mathys — H. Labhart Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwas). Ausserbalb der Geschäftszeit: 23.295. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. A. Büchi. Sprechstunden nach Vereinbarung mit der GeachäfUsteUe Zürich (Löwenstr. 51. Tel. 39.743).