Aufrufe
vor 3 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.050

E_1933_Zeitung_Nr.050

16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 50 zugehört, dann erwiderte er: «Stammt nun auch nicht der Gedanke zu dieäem Wagen von Euch, so ist doch die Kunst, diesen Gedanken in die Tat umgesetzt zu haben, Euer Werk. Nun sagt mir noch: Wird der Wunderwagen auch wirklich fahren? » « In aller Stille haben wir auf dem Hofe und im Garten Probefahrten ausgeführt. Und nächsten Sonntag soll nun Öffentlich die erste Fahrt stattfinden. Drei meiner kräftigsten Gesellen werden im Getriebekasten die Kurbeln drehen, ich selbst werde lenken.» « Und Ihr wäret auch bereit, dem Kronprinzen den Wagen zu zeigen? » «Aber gern! Ich werde ihn. auf der Burg im Schlosshofe vorführen. » Der nächste Sonntag war für die guten Nürnberger ein wahrer Festtag., Angesichts, einer vieltausendköpfigen Menschenmenge und vieler hoher und vornehmer Persönlichkeiten, zu denen natürlich auch der Burghauptmann Joachim von Spengler gehörte, fand die erste öffentliche Fahrt auf den Strassen der reichsfreien Stadt Nürnberg statt, wobei eine Geschwindigkeit von 3000 Schritt in der Stunde erreicht Wurde. Die Fahrt gelang • vollständig, obwohl sie bergauf und bergab führte, und unter masslosem Jubel wurde der Gildemeister nach beendeter Fahrt zum Rathaus geleitet, wo er vom Bürgermeister Lazarus Hesse und vom Ratsspfecher .Aufsess hochgeehrt wurde und ihm sogar ein Ehrengeschenk der Stadt überreicht würde. Draussen umdrängte unterdessen das viel, Schoss sehr selten sogar. Ich spionierte unter der Maske des Jägers. Das machte mir übrigens Spass.» Er lächelte. :«Als Mann hat man ja immer, noch einbiss-, chen von dem Jungen in sich, der sich seinerzeit am Lederstrumpf und dem Letzten Mohikaner, an Robinson und Störtebecker begeisterte. Das müssen Sie doch auch bei Ihrem Beruf manchmal empfinden!» «Sicher, sicher, da haben Sie ganz recht. Ein bisschen bleiben wir immer Jungs. Aber •— was ich sagen wollte. — und mit der. Ricke "machten Sie 'ne. Ausnahme?» «So ist es, ich wollte mal Rehrücken essen — mit Johannisbeergelee ist das mein Leibgericht — ausserdem glaubte ich in deni Halbdunkel, es sei ein kapitaler Grenzbock, den ich öfters da bestätigt hatte und den ich meinem- Nachbar nicht gönnte;» •„ • «Dvorak glaubte ja nun'das? mit der Ricke nicht. Aber,» fuhr Sievers fort, während er aufstand und seine Storchbeine, die ihm in der waagrechten Lage steif geworflen waren, zweimal einzeln vorschnellte, «solche Leute wie der Dvorak glauben ja bei Jeder Gelegenheit ihren Rebbes machen zu können. Da bildet er sich nun ein, hier stecke ein Volk den Wunderwagen, der allerdings für die Bürger auch recht interessant war. Ein grosser, feingeschnitzter Drache war vorn angebracht und' bleckte im furchtbaren Bachen schreckliche Zähne, und an beiden Seiten des Wagenkastens waren Engelsfiguren angebracht, die Posaunen in den Händen hielten, und sie konnten die Trompeten an den Mund heben und blasen. Wenn nun dem Wagen Menschen oder Getier zu nahe kamen, Hessen die Engel zunächst auf den Posaunen einen Dreiklang als Warnungssignal ertönen. Wurde trotz des Posaunenrufes nicht die Strasse frei gemacht für die Fahrt, so begann der Drache vorn am Wagen, grässlich die Augen zu verdrehen und schliesslich Wasser aus dem Bachen zu spritzen! Als wenig später der Kronprinz Karl Gustav von Schweden nach Nürnberg kam, war er von dem ihm vorgeführten Wunderwagen so begeistert, dass er ihn dem.Erfinder kurzerhand für bargezahlte 500 Reichstäler abkaufte, eine Summe, für die man in jener Zeit gut und gern hätte einkleineg Dorf kaufen können. Der Wun» derwägen wurde nach Schweden gebracht und bef der späteren Thronbesteigung; Karl Gustavs im Festzug zur Krönungsfeier mitgeführt. Unter den fürstlichen Gästen befand sich auch der König von Dänemark, dem der Wunder wagen so imponierte, dass er sofort einen Sonderkurier nach Nürnberg sandte, der bei Johann Hautsch einen gleichen Wagen be-, stellte. Dieser wurde auch nach einem halben Jahre geliefert und übertraf den zuerst gebauten' Wagen noch dadurch, Geheimnis hinter, und er hat die feste Absicht, das, was Sie hineingeworfen haben, demnächst herauszufischen;» Georg merkte, dass er die Farbe wechselte, und ärgerte sich über Sievers, der ihn bei den letzten Worten wieder, beinahe neugierig, angesehen hatte. Aber Georg hatte jetzt schon gelernt, bei diesen Angelegenhei-. ten sein Mienenspiel zu beherrschen, er lachte sogleich. «Das soll er nur machen! Da wird er keine reine Freude dran haben an dem Kadaver! Uebrigens wird das nicht so leicht,; sein. Es ist, glaube ich, die tiefste Stelle im dass er in einer Stunde auf ebener Strasse bei drei «Manneskräften» 5000 Schritte zurücklegen konnte. Dieser zweitgebaute Wunderwagen ist heute noch in der Schlosshalle vom Kopenhagener Sommerschloss zu sehen. Auf einer kleinen Tafel steht in dänischer Sprache geschrieben: «Wunderwagen von Nürnberg, erbaut vom Gildemeister Johann Hautsch. > Die grösste astronomische Uhr der Welt. In den kommenden Wochen wird in der Kathedrale von Messina eine riesenhafte astronomische Uhr Aufstellung finden, die als ein phantastisches Wunderwerk der modernen Technik und Mechanik gelten kann. In dem 30 Meter hohen Werk sind 50 Automaten eingebaut, von denen jeder einzelne einen komplizierten und in seiner Art neuartigen Mechanismus enthält. Diese Automaten leisten eine wunderbare, aufs feinste abgestimmte Arbeit. Im Vorderteil der Uhr ist der ewige Kalender eingebaut, der immer genau den Tag anzeigt. Aber nicht- nur Tag, Monat und Jahr werden bis zum Jahre 9999 angezeigt, auch alle Kirchenfeste — auch bewegliche — zeigt das Wunderwerk an. Ueber dieser Uhr ist ein Planetarium eingesetzt, das die neun Sonnenplaneten enthält. Eine Mondkugel, die auf der einen Seite vergoldet ist, macht dem Besucher die einzelnen Mondphasen klar. An der Hauptfassade laufen die beweglichen', in fünf Etagen angeordneten Figuren. Die erste Etage enthält die sieben Gottheiten der Alten, die die Wochentage Seeiv c ,;; nach meiner Stu/be hinüberzuwechseln. Und «Deswegen trug er auch dem jungen Stei- sidas war sehr wojilgetan,. denn kaum .war nitz auf, er solle in Berlin ihm gelegentlitfe; Steinitz fort, als ich auch ein,leises Schlei- ein paar grosse schwere Doppelhacken; besorgen, die wollte er dann je an eine lange/ Leine binden und so den Seegrund -dort abr a harken.» , ] «Na, meinetwegen, den Jagdschein wird's" la nicht gleich kosten,» sagte -Georg vn h gleichgültigem Ton. «Uebrigens wird es hier Eile mit Weile ^ heissen,» bemerkte Sievers sachlich. «Dvo-! fak sagte: .Vorläufig, "natürlich lassen wir die Finger davon, sonst heissfs, wir Der Tagesfilm ten noch Nollet.' — Aber,» fuhr Sievers mit einem ungeduldigen Zurückwerfen, des Kopfes fort, «wir sind ja von der Hauptsache ganz abgekommen. Also: ich war dabei stehengeblieben, wie der junge Steinitz aufbrach und man verabredete, dass. er übermorgen nacht, das ist also jetzt morgen nacht, wiederkommen und unter anderem den Brillantring abholen sollte.» Georg nickte. «Die beiden Alten begleiteten Ihn noch vor die Haustür — natürlich, alles im Dunkeln. Ich war so vorsichtig, jetzt schnell chen auf dem Boden hörte. Ich schnarchte leise, ohne Uebertreibutig. Eine Weile horchte pvorak,. der es jedenfalls war, an der Tür, ] dann schlich er wieder hinunter. Ich hörte, dass die beiden Alten in ihre Schlafstube zurückgingen, und schleunigst war ich wieder in der Vorratskammer und hatte das Ohr am Dielenloch.» «Ich hörte zuerst die Stitnme der AHen: .Denn wollen wir morgen, man gleich alles rausholen aus der Bibel und auf dem, Feld verstecken/» darstellen. In der zweiten Etage laufen vier Figuren, die die Viertelstunden anzeigen. Wie auch bei anderen Uhren dieser Art wird die stärkste Bewegung des komplizierten Mechanismus um die Mittagsstunde ausgelöst. Ein zweieinhalb Meter hoher Hahn kräht dreimal. Ein sechs Meter hoher Löwe schwenkt eine Standarte und stösst dabei ein weithin hallendes Gebrüll aus. Die oberen Reihen enthalten die Bühne für ein Mysterienspiel und die Laufbahn für eine Prozession. ert. 72.000 Küsse. Das öffentliche Amt für Statistik in Frankreich hat vor kurzem eine Untersuchung darüber angestellt, wie oft eine Frau durchschnittlich jährlich ihre verschiedenen hauswirtschaftlichen Funktionen ausübt (Welche Sorgen dieses Amt haben muss!) Man nahm sich eine sog. Musterehe vor. Die betreffende Frau ist seit zwanzig Jahren verheiratet, hat sechs Kinder und lebt mit ihrem Mann in glücklichster Ehe. Auf Befragen gab sie selbst zu, nicht genau sagen zu können, mit wieviel Küssen sie ihren Mann und ihre Kinder beglückt habe. Schätzungsweise seien es acht bis zehn Küsse täglich, in ihrer zwanzigjährigen Ehe also rund 72 000 Küsse gewesen. Strümpfe habe sie durchschnittlich vier Paar im Tag gestopft. Seit sie verheiratet ist, ergibt das die beträchtliche Zahl von 28 800 Strümpfen. Wie oft die brave Ehefrau die Betten gemacht habe, konnte sie eigentlich am bestimmtesten angeben. Ungefähr 29 OOOmal in ihrer langjährigen Ehe... «Aus der Bibel?» fragte Georg erstaunt. Der Detektiv nickte. «Ich werde es Ihnen später erklären!» , «,Ganz recht,' meinte .Dvorak. .Raus aus dem Haus, das ist die Hauptsache.' .Besser schon im Garten,' meinte die Alte. ,Nidi in die Hand,' erwiderte er. .Neulich bei dem Mord in Lehnin haben sie den ganzen Garten utngebuddelt. Nee, so dumm! Ick habe mein altes Plätzchen am Priebenower Grenzgraben.' Sie kamen dann auf was anderes zu sprechen.» fuhr Sievers fort, «und schliefen nach einer Weile ein.» «Und was ist denn nun mit der Bibel?» «Die Frau Dvorak,» erwiderte Sievers in höherer Stimmlage, «ist eine sehr fromme- Frau, wie Sie wissen werden.» JTeu in Zurieft ca. 250 m vom H bahnhof (Fortsetzung folgt) Einheitspreise 50 Talanh In iSmtl 7lmma»n ^k^iV^^ er-Ausf iugsziele aus derMuielschweiz Institut Lemania, Lausanne Moderne Sprach- n. Handeisiachschule mit abschliessendem Diplom. Gründliche Erlernung de» FRANZÖSISCHEN. Rationelle Vorbereitung auf Universitär (MaturitSt) und Polytechnikum. Internat und Externat. Sport. Knaben - Erziehungsheim „Alpina" Walliser Alpen Champery 1070 Di Ü.M. für Knaben und Jünglinge von 8 Jahren an. HSheniuft- und Sonnenkur. — Unterricht ant slmtl. Sehulstufen. - Grüudl. Erlernung des Französischen. Gymnastik und Sport, Schwimmbad. Sommerferienkurse Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T.C. S. Rickenbach Hotel zur Blume Gutbürgerliches Haus. Schöne Zimmer. —• Bekannt für gute Küche u. Keller. Stets lebende Forellen. Heimeliger Saal für Anlässe. — Schattiger Garten. Pensionspreis Fr. 5.— bis 7.—. Grosse Garage. Tel. 2.15. Farn. Heimqartner. Schinzncufo Aargaus schönster Aussichtsort. — Altbekanntes Haus für auserlesene Schweizerweine nebst prima Küche. Vereinen, Schulen, Hochzeiten, sowie lür sonstige Anlässe bestens empfohlen. Telephon Brugg 892. J. Daetwyler-Helnkel. Rendez-vous der Automobilisten. Bestgepflegte Butterküche. Fisch- Spezialitäten, la, Weine. Garage. Tel. Nr. 3. R. Schürmänn. Bes. Althistorischer Gasthof v. anno 1536. Selbstgeführte ButterkOche. Gesellschaftszimmer. Parkplatz. Garage. Landessender Beromünster. Tel. Nr. 1. F. Wüest-HQbscher, Besitzer. A.C.S. Gasthaus Vierlinden, Bözberg T.C.S. SENPACH TCS. HOTELKRONETCS. MUNSTER «-LUZERM Ä.C.S. HOTEL HIRSCHEN T.C.S. Restaurant FROHSINN empfiehlt «ich bestens. Keeile »e tränke. Fei dsch össcaenbier. Gute bürgert. Kücue. Bescheid. Preise. Uuter Parkplatz. Tel. 4431. Farn. Gnursrhl-Jordl. Restaurant Schmiedstube empfiehlt seine gute Küche, sowie prima' Weine. . Hedy Lehmann, vo HL "Kutter B« h Tafelwasser mit Fruchtsirup löscht Ihren Durst und erhält Sie frisch und gesund Mineralquelle Riedbad b. Schwarzenburg RIEDQUELL & RIEDSTERN A.-G., BERN

N°50 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 17 ÜDEDP Auf weissen Stufen stehen lauter weisse Schuhe im Schaufenster, eine geradezu erlauchte Gesellschaft. Bräutlich gesellen sich grosse Liliensträusse dazu. Und doch handelt es sich nicht mm Brautschuhe, vielmehr sind all die zierlichen Fussbekleidungen für die Strasse und gesellschaftliche Zwecke bestimmt. Weiss im Schuh fängt schon am Vormittag seine*Herrschaft an. Als Kombination mit Schwarz oder Braun, mit Weiss zieht es sich als reizvolles Karo durch manche, sonst gedeckt gehaltenen Flechtsandalen, die es, seien sie blau, toastbraun oder schwarz, aufheitert und sie noch leichter erscheinen lässt, als sie schon sind. Aber dem leichten, schon haäb nachmittäglich aussehenden Trotteur, dem ganz sommerlichen Nachmittagsschuh, ist das Weiss wie die Kunst der Schuhflechterei vorbehalten. Unsere Schweizer Modeschuhindustrie bringt Modelle heraus, die ganz entzückend aussehen. Und die Passanten bleiben gebannt davor stehen. Bereits, wenn nur ein paar Tage schönes Wetter bleibt, mehren sich die ko- Obwohl in den letzten Jahren der Ruhm ketten Trägerinnen weisser Schuhe, tragen der Tizianroten gebührend wuchs, wurde das sie im Verein mit langen, über den Aermel Problem, was die Besitzerinnen solcher gezogenen, weissen Lederhandschuhen, fügen Lingeriegarnituren zum Kleid und tragen löst. Die Frage ist nun, was sie wirklich tra- Pracht tragen können, in keiner Weise ge- sogar weisse Handtaschen. Auch der Hutgen können. Während den Blonden und Brünetten die ganze Farbenskala zur Verfügung bekommt seine «Weissheit» weg, sei es, dass er selber aus weissem Panama, Phantasiestroh oder aus weissem Filz besteht tiert, dass nur zwei oder drei Farben für sie steht, hat die Erfahrung den Rothaarigen dik- oder weissen Bändern, weissen Blumen Lebensrecht gibt. Die weissen Schuhe sind als gen lockenden Farbtöne hiess es immer wie- in Frage kommen und angesichts all der übri- Tress6s wohl am schönsten; sie sind bald der: Wag' es nur, dann wirst du ja sehen, ans parallelen Riemchen, die mit Knüpfung wie du aussehen wirst. leicht gehalten sind, bald bringen sie richtige Flechtmuster mit Durchbrüchen, bilden Natürlich ist diese Einstellung dumm und ungerecht. Es gibt rothaarige Frauen, die Spitzen, Makrame", häkelähnliche Dessins und schlingen gelegentlich nicht nur des sich geradezu in Sehnsucht verzehren, einmal Frühlings blaues Band, diesmal in Leder, eine andere Farbe zu tragen, die es aber auch nicht dasselbe Kleid wie für eine Abend- und die Dame von Geschmack leicht hindurch, sondern lassen auch grünen, nicht wagen, die engen Grenzen der Kon-unterhaltung, achtet stets darauf, dass Kleid und Frisur gelben und roten Lederstreifchen Lebensrecht. miteinander in vollendeter Harmonie stehen. Sie geben dem Qhillie, mit der offenen Die Mode, die für Auto-Ausflüge, für das Schnürung, regen Anteil, wie er sich denn Wochenend und der damit verbundenen auch gerne mit leichten Perforationen überzieht Dieser Qhillie ist das Lieblingskind der Mode. Schon morgens beginnt seine Wirksamkeit, wenn er als kräftiger Halbsportschuh daherkommt, mit Rohgummisohle oder andern Spielarten der Gummibesohlungen wie mit einem Gleitschutz versehen. Es wird als Trotteur etwas leichter, auf alle Fälle bringt er offene Schnürung, die den hell gewordenen Strumpf sehen lässt. Er nimmt auch meistens Sandalenform an, wobei von ihm die Ristschniürung allein übrig bleibt. Aber nachmittags, da tänzelt er in Braun und Schwarz mit zierlichem Eidechsenschnürteil durch die Salons oder wenn es schönes Wetter ist, auch in Perlgrau ond Ficelletönen herum. Um sich endlich ganz in Weiss oder mit Schwarz kombiniert zu sonnen und schliesstich alle Finessen von Loch- und namentlich Tressemodellen mitzumachen. Er liebt dünne Kordeln mit Troddeln dran, doch lässt er sich auch einmal ein dünnes Seidenband gefallen! • HDaot scairc Weisse Schuhmode yC&ID Abends freilich muss er zu Hause bleiben, denn die ganz ausgeschnittene farbige oder schwarze Abendsandale aus Crepe, sie verzichtet wohl einmal auf Fersen-, ja sogar auf Zehenschutz, aber sie hält an der leichten Bride fest oder es kleidet sich die Frau gerne in einen seitlich weit herabgeschnittenen Decollete, den Carlton, denn letzter, sportlicher Rest verwischt sich am Abend ganz aus der Mode und so ist für den Ghillie hier kein Raum. Aber er flüchtet sich an den Strand, nicht in Weiss, wohl aber in weitausgeschnittenen offenen Formen, wobei er originelle Schnürung wohl anzubringen weiss. Farbe begleitet ihn, farbige Streifen, Mombreeffekte sind dort zu Hause. Immerhin muss er seine Bedeutung kürzen; Spangenschuhe und Sandalen aus verschlungenen Stoffblenden reden hier eine kräiftige Sprache. -ss. Trost für Rothaarige vention zu überschreiten. Man muss nicht glauben, dass tatsächlich nur Grün und Blau, und zwar nur ganz gewisse Nuancen dieser Farben, gestattet und kleidsam sind. Das Farbenschema des heurigen, wie auch schon der letzten Jahre hat sich so kühn und gründlich gewandelt, so unzählige Farben gehen plötzlich zusammen, die noch vor ein paar Jahren absolut verboten war zu- in Ordnung zu bringen ist. Was ist unangenehmer, als wenn der Wind die Haare zaust, sammenzustellen, Wenn man nun die ver-sschiedenen Töne der roten Haare als eine der fliegen, die Augen verdecken und so die Fah- dass sie in wilden Strähnen um den Kopf modernen Farben ansieht, ergibt sich mit einmal die Lizenz einer ungeheuren neuen Skala Die Dauerwellen geben den Haaren eine rerin der Sicht 'berauben?! unzähliger Farben. gewisse Festigkeit, trotzen dem Regen, Wind Wer wollte es beispielsweise leugnen, dass und Wetter und sind für. alle, die gut frisiert verschiedene Schattierungen von Beige oder Grau glänzend mit -Tizianrot harmonieren würden? Und wer hat den Mut, jene ins Gelbliche hinüberspielenden rosa Töne (zum Unterschied von den ins Blaue changierenden, die allerdings zu Rostrot nicht passen) abzulehnen? Hellblau wurde, wenn auch etwas schüchtern, seit jeher akzeptiert. Heute gehört es zu den Standardfarben; Pastellblau passt fabelhaft zu dunkler getöntem Rotbraun, ohne sentimental zu wirken. Im Grunde kleidet es die Rothaarigen weitaus besser als die Wasserstoffsuperoxyd-Blondinen, an denen es geradezu kitschig suss wirkt Von Weiss hiess es immer: Aber woher denn, das ist ausgeschlossen — besonders bei meinen Sommerprossen! (Die sind übrigens auch längst rehabilitiert, heute sind sie nicht mehr hässlich, sondern einfach menschlich.) Welch bedauerlicher Irrtum. Grauweiss, Schmutzigweiss, alle Schattierungen von Rohleinen, die heuer ganz besonders modern sind, sehen im Verein mit fast allen Tönen von Rostbraun schön und vollkommen elegant aus. Dasselbe gilt für Sandgrau. Gerade alle diese lichten und sympathischen Töne sollten die Rothaarigen bevorzugen, die Anspruch darauf erheben, distinguiert auszusehen. Das traditionelle Giftgrün und Königsblau, die einst von den Tizianroten vornehmlich am Abend getragen wurden, gelten heute nur noch als geschmacklos. Eine'andere, heute gestattete Farbe ist ein in der Nuance mit den» Haar übereinstimmendes oder etwas lichteres oder dunkleres Rostrot. Ein sandfarbener Tweedmantel mit rostbrauner Leinenbluse ist der Höhepunkt der Eleganz für die Rotblondine von 1933, fürs Frühjahr wie für den Sommer. Schmutziggrün kann immer wieder getragen werden, es gehört heuer zu den Farben, die immer in Reserve bleiben. Aber warum nicht zu den Farben von heute greifen und dieses Grün wirklich in Reserve lassen? Wovor sich die Rothaarigen zu hüten haben? Jedenfalls vor dem ins Rote spielenden Violett Niemals und in keinem Falle aber ist Rot in irgendeiner seiner Varianten gestattet. Das ist geradezu geschmacklos. Schwarz ist difficile. Genau so unselig ist es, für Rothaarige Stahlgrau zu wählen. Sehr effektvoll und empfehlenswert sind die heuer so beliebten Schottenmuster und — Zitronengelb. p. Frisur und Autosport Ja, wird man sich fragen, was haben denn diese beiden Dinge miteinander zu tun? Nun, Sie. tragen für die sportlichen Ausübungen sportlichen Betätigung das Sportkleid vorsieht, weist den Damen die entsprechende Frisur zu, die möglichst einfach und leicht sein wollen, schon längst unentbehrlich geworden. Eine einfache und doch äusserst kleidsame Frisur in Dauerwellen, halb schräg übers Ohr nach rückwärts gewellt, gibt der Trägerin die sportliche Note, die stilrein mit der Kleidung und mit dem Autofahren übereinstimmt. Was bei dieser Frisur noch besonders hervorzuheben ist: Ein forscher Kammstrich nach rückwärts bringt die Haare ohne langes Dressieren wieder vollkommen in Ordnung, selbst wenn sie vorher nach allen Windrichtungen geweht haben. Jedes Gesicht hat seine eigene Prägung, Die Strandbad-Mode Eleganter Strandanzug 1933: blaue Hose, buntgestreifte Seitennaht und längsgestreiftes Oberteil. die durch die Haartracht hervorgehoben oder gemildert werden kann, je nachdem dies für den Gesamteindruck wünschenswert erscheint. Am Tag, und speziell am Abend, soll die Frisur der weiblichen Eigenart wieder mehr Rechnung tragen. Der gute Friseur mit geschultem Blick wird bestimmt die Haartracht herausfinden, die jeder Individualität entspricht und das Gefühl vollkommener Uebereinstimmung von Gesicht und Frisur gibt bg. Was Frauen interessiert: Raffinierte Handschuhe. Die schönen Römerinnen, die eleganten Amerikanerinnen, die launischen Pariserinnen und die sportlich-smarten Engländerinnen, die an der italienischen Riviera den Vorsommer gemessen, zelebrieren, mit ihren Erscheinungen schon die neue Modesilhouette. Mit einem Hauch von Verspieltheit bewundert man die abwechslungsreichen und raffinierten Handschuhe. Zum einfachen Jackenkleid aus Jersey gibt es eine flotte, recht bunt karierte Bluse. Die Handschuhe sind aus dieser Blusenkretonne gearbeitet und geben mit ihrer Farbigkeit den neuen Eindruck, den jede Saison verlangt. Zum schlichten Jackenkleid aus haarigem Wollstoff, das mit einer Kapuze herb und schmucklos den Hals um- ALLES für die HAARPFLEGE der modernen DAME TAGES-, SPORT- und GESELLSCHAFTS- FRISUREN Ausgeführt von ersten Kräften zu zeitgemässen Preisen im SALON „CECIL" G. DINGER - ZUERICH DAS IDEALE EXKURSIONSZENTRUM FÜR DAS OBERWALLIS. ETAPPENSTATION AM KREUZ- PUNKT DER RHONETAL-, GRIMSEL-, FURKA- UND SIMPLONSTRASSE. RHONETALSTRASSE DAS GANZE JAHR FAHRBAR; SIMPLON AN- FANGS MAI; GRIMSEL UND FURKA MITTE JUNI. MODERN AUSGEBAUTE KANTONSSTRAS- SE. GARAGES. REPARATURWERKSTÄTTEN. EMPFOHLENE HOTELS: KRONE u. POST, VIK- TORIA, MÜLLER, LONDRES, VOLKSHAUS, TOURISTES, DU PONT, SIMPLON, BAHNHOF- BÜFFET. Prospekte Linlhescherrass« 3 - Telephon 39.467 OBERWALLIS direkt durch die Hotels oder den Verkehrsverein. DIE GROSSE NEUHEIT DER BADESAISON 1933 A.-G. Das entzuckende Strandkleid Neueste aparte Modelle in Strand-Pyjamas und Badeanzügen, in bester Schweizerwolle. Massige Preise. Badkleider von 6.50 an. Massanfertigunq. Gautschy-Kuhn Fabrik feiner Strick- und Wirkwaren ZÜRICH, Seidengasse 12 Auto-Polsterungen reinigt und färbt OHNE STOFFABTRENNUNG konkurrenzlos und in kürzester Zeit nach pat. Verfahren „FÄRBEKUNST" Refar A.-G., Tel. 35.177 Desgleichen Lederauffärbungen: Sitze, Autojacken, Mäntel, Sämischlederll! Koffern. Werkstätte: ZÜRICH 5, Limmatstr. 48. Automäntel Chauffeurmäntel Staubmäntel weiss, mit und ohne abnehmbarem Kragen von Fr. 13.— an bis Fr. 28.—, braun und beige, 1- u. 2 reih ige Fasson (gefl. Brustumfang angeben). F. OEHRLI, Berufskleider-Spezialhaui, Weinmarkt 15, LUZERN RESTAURANT BURGLI NEU ERÖFFNUNG ZÜRICH-Wollishofen KILCHBERGSTR. 15 - TEL. 50.460 GUTE KOCHE UND FEINE WEINE GROSSER, SCHATTIGER GARTEN MIT AUSSICHT AUF DEN SEE Z. r. Heimelire Lokalitäten für Sitzungen, Hochzeiten etc. Es empfiehlt sich Ohs.Eichenberger- Riedi GÜNSTIGE PARKIE- RUNG b. der KIRCHE