Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.050

E_1933_Zeitung_Nr.050

26 REISEBLATT DER

26 REISEBLATT DER AUTOMOBIL-REVUE 1933 50 •• Hunderttausend Automobilisten kennen dieses Meisterwerk automobilistischer Orientierung. —- Ob Sie Deutschland, Frankreich, Ita-, lien, Spanien, Schweden odj den Balkan bereisen, stets wird Sie Europa Touring sicher u. zuverlässig beraten.' Zahlreiche Kenner aller Länder helfen alljährlich mit, dem Werk seine Vorzüge zu sichern. Alles Wertvolle, das nach einem sorgfältigen Plan hunderte autotouristischer Mitarbeiter in Karten und Text übersichtlich und sorgfältig feststellen, umschliesst dieser Band; er ist zum autotouristischen Standardwerk geworden, gleich beliebt bei Deutschen, Franzosen, Italienern, Schweizern und andern Nationen. Die Automobilisten zahlreicher Länder sind begeistert von diesem Europa- Führer, der als bester und zuverlässigster autotouristischer Wegweiser uneingeschränktes Lob erntet empfehlen wir Ihnen entweder den bekannten EUROPA TOURING-FÜHRER TOURING AUTOMOBILFUHRER VON EUROPA EUROPA TOURING enthält: Alliance Internationale de Tourfsme, der grösste und älteste Spitzen-Verband der Automobil- und Touring- Clubs mit ca. 1^ Millionen Mitgliedern steht mit seinem Patronat offiziell hinter Europa Touring. Welche Bedeutung die automobilistischen Verbände Europa Touring beimessen, geht aus der Tätsache hervor, dass die amerikanische Automobile Association für ihre Mitglieder, welche Europa im eigenen Automobil bereisen, alljährlich eine Sonderausgabe bestellt; die englische Auto-, mobile Association, der bedeutendste Automobil-Club Europas, hält in seinem Londoner Zentralsitz, dem grössten Touristikgebäude d. Welt, ebenfalls eine eigene Europa-Touring-Ausgabe für ihre Mitglieder zur Verfügung. Text deutsch, französisch und englisch. LÄNDERKARTEN MIT FÜHRERN Wenn Sie Irgend ein Land Im Automobil bereiten und nicht den Gesamtband mitfahren wollen, so bestellen Sie die Sie Interesslerende Landerkarte. Jede Karte enthält die' Durchgangs- und Hauptstrassen nebst allen Informationen, die der Fahrer wissen muss.' Die offene Karte gibt das vollständige Gesamtbild eines Landes, zusammengefaltet haben Sie unterwegs stets dasjenige Gebiet gebrauchsfertig vor sich, welches Sie durchfahren. Je nach Grosse und Bedeutung Ist der Maßstab gehalten, aber durchwegs nach einheitlicher tOOOfach bewahrter Methode bearbeitet. Preis jeder Karte mit Führer Fr. 4.—. Oesterreich-Tschechoslowakei-Ungam Belgien-Niederlande-Luxemburg Schweiz Deutschland Dänemark- Norwegen - Seh weden Spanien-Portugal Estland-Lettländ-Litauen Frankreich Grossbritanhfen- Irland Italien Polen Rumänien Finnland . Jugoslawien-Bulgarlen-Griechenland-Türkei 40 Hauptkarten 73 Sonderkarten 27 .Länderkarten 103 Stadtpläne 300 Seiten Gebiets- und Ortsbeschreibung 1 Europa-Uebersichtskarte Preis Fr. 12.— Achten Sie genau auf den Titel „Europa Touring 1 * den prächtigen, rotgebundenen Band, oder ROPA TOURINGoder die Teilkarten der Serie Europa in 60 Blättern von Gibraltar bis zum Nordkap, soweit es fOrs Automobil fahrbare Strassen gibt, sind 60 Blatter in vortrefflicher Ausführung erschienen, eines gleich gut und gleich einheitlich wie das andere gearbeitet, nach obenstehender Einteilung. Grösste Zuverlässigkeit, vorzügliche Darstellung, praktischer Gebrauch unterwegs sind die Kennzeichen dieser Blätter. 25jährige Automobilerfahrung verleihen diesem Kartenwerk seinen hohen Wert. Preis jedes Blattes Fr. 1.25. IN JEDER GUTEN BUCHHANDLUNG ERHÄLTLICH VERLAG HALLWAG BERN Klausenpass - Altdorf - Brunnen - Weggis - Luzern, 491 km. 5. Luzern - Weggis - Brunnen - Altdorf - Andermatt - Oberalp - Disentis - Ilanz - Tbusis - Tiefenkastei - Julier - St. Moritz - Zernez - Süs - Flüelapass - Davos - Klosters - Landquart - Ragaz*- Wallenstadt - Näfels - Pfäffikon - Biberbrücke- Arth - Küssnacht - Luzern, 504 km. 6. Zürich - Rapperswil - Ziegelbrücke - Näfels - Wallenstadt - Ragaz - Landquart - Klosters - Davos - Flüela - Süs - Zernez - St. Moritz - Julier - Tiefenkastei - Thusis - Splügen - San Bernardino - Bellinzona (Abstecher nach dem Gebiet von Lugano und Locarno) - Biasca - Airolo - Gotthard - Hospenthal - Andennatt - Göschenen - Altdorf - Brunnen - Schwyz - Arth - Zug - Baar - Züri.ch, 592 km. 7. Zürich - Baar - Zug - Arth - Schwy« - Brunnen - Altdorf - Göschenen - Andermatt - Furkapass- Gletsch - Brig - Sitten - Martigny - Bex - Aigle- Montreux - Vevey - Bulle • Jaunpass - Boltigen - Spiez - Interlaken - Brienz - Brünig - Samen - Luzern - Cham - Zürich, 566 km. 8. Zürich - Rapperswil - Ricken -• Wattwil - Nesslau - Wildhaus - Buchs - Sargans - Ragaz- Landquart - Chur - Flims - Ilanz - Disentis - Oberalp — Andermatt - Furka - Gletsch - Grirnsel - Meiringen - Interlaken - Spiez - Thun - Bern - Ölten - Baden - Zürich, 523 km. 9. Zürich - Baden - Rheinfelden - Basel - Delsberg - Moutier - Sonceboz - La Chaux-de-Fonds - Vue des Alpes - Neuchätel - Grandson - Yyerdon - Payerne - Murten - Bern - Langnau - Luzern - Cham - Zürich, 470 km. 10. Zürich - Eglisau - Schaffhausen (Rheinfall) - Stein a. Rh. - Konstanz - Romanshorn - Rorschach - Heiden - St. Gallen - Teufen - Gais - Appenzell - Wattwil - Nesslau - Wildhaus - Buchs - Sargans - Wallenstadt - Mollis - Glarus - Linthal - Klausen - Altdorf - Brunnen - Weggis - Luzern - Cham, Zürich, 485 km. Die schönsten Gebiete und Bergpässe der Schweiz für Touren von 6—10 Tagen. Wer längere Zeit für Reisen in der Schweiz zur Verfügung hat, für den sind die nachfolgenden Vorschläge zusammengestellt, die jeweils eine Reise durch die schönsten Gebite der Schweiz umfassen. 1. Basel - Liestal - Baisthal - Solothurn - Biel - Neuenburg - Yverdon - Orbe - Vallorbe - Le Pont- Le Brassus - Marchairuz - Rolle - Genf - Rolle - Lausanne - Vevey - Montreux - Aigle - Gol du Pillon - Gstaad - Zweisimmen - Boltigen - Spiez - Interlaken - Thun - Bern - Langnau - Luzern - Sarnen - Brünig - Meiringen - Grimsel - Gletsch - Furka - Hospenthal - Gotthard - Airolo - Biasca - Bellinzona (Abstecher ins Gebiet von Lugano und Locarno) - San Bernardino - Splügen .- Thusis - Tiefenkastei.- Julier - Silvaplana - St. Moritz - Zernez - Süs - Flüela - Davos - Klosters - Landquart - Chur - Flims - Ilanz - Disentis - Oberalp - Andermatt - Altdorf - Klausen - Linthal - Glarus - Näfels- Rapperswil - Zürich - Winterthur - Schaffhausen - Eglisau - Zurzach - Rheinfelden - Basel, 1564 km. 2. Zürich - Rapperswil - Ricken - Wattwil - Nesslau - Wildhaus - Buchs - Sargans - Ragaz- Landquart - Klosters - Davos - Flüela - Süs - Zernez - St. Moritz - Julierpass - Tiefenkastei - Thusis - Splügen - San Bernardino - Bellinzona (Abstecher ins Gebiet von Lugano und Locarno) - Biasca - Airolo *. Gotthard - Andermatt - Goschenen- Altdorf - Klausenpass - Linthal - Glarus - Näfels - Pfäffikon - Biberbrücke - Arth - Luzern - Samen- Brünig - Meiringen - Grimsel - Gletsch - Brig- Visp (Abstecher per Bahn nach Zermatt) - Sitten- Martigny - Aigle - Villeneuve - Montreux - Vevey- Lausänne - Rolle - Genf, zurück nach Lausanne - Vevey - Bulle - Jaunpass - Boltigen - Spiez - Interlaken (Abstecher nach dem Jungfraugebiet) - Thun - Bern - Neuenburg - La Chaux-de-Fonds - Sonceboz - Biel - Solothurn - Balsthal - Waidenburg - Liestal - Basel - Rheinfelden - Baden - Zürich, 1507 km. 3. Genf - Rolle - Lausanne - Vevey - Montreux - Aigle - Martigny - Sitten - Visp (Abstecher nach Zermatt) - Brig - Simplon - Domodossola - Centövalli - Locarno - Bellinzona (Abstecher ins Gebiet von Lugano und Locarno) - San Bernardino - Splügen - Thusis - Tiefenkastei - Julier - Silvaplana - St. Moritz - Ponte - Albula - Tiefenkastei - Davos - Klosters - Landquart - Chur - Flims - Ilanz - Pis«ntis - Oberalp - Andermatt - Göschenen - Altdorf - Klausenpass - Linthal - Glarus - Näfels- Uznach - Rapperswil - Zürich - Baar - Zug - Arth- Schwyz - Brunnen - Gersau - Weggis - Luzern - Samen - Brünig - Meiringen - Briena - Interlaken- Spiez.- Thun - Bern - Biel - Neuenburg - Yverdon - Orbe - Vallorbe - Le Pont - Le Brassus - Marchaiz- Rolle -Genf, 1381 km. Automobil und Berge Es ist anders geworden in den Bergen, ja. Aber ist es deshalb weniger schön geworden, weil durch die Entwicklung der Technik Tausende und Abertausende von Menschen, denen vordem der Weg zum Hochgebirge versperrt war, nun in die stolzen, früher unnahbaren Höhen fahren und die Wunder der Berge aus der Nähe sehen können? Ist es wirklich so viel hässlicher geworden, wie man oft von einseitigem Standpunkt her jammern und predigen hört? Mich dünkt's nicht — im Gegenteil, fast dünkt's mich, es sei noch schöner geworden. Die Landschaft ist vielseitig und unausschöpfbar, die Berge ändern sich nicht, wenn der Mensch seine Maschinen in ihre Höhen emporjagt. Die Berge sind ja so reich — irgendwo mündet an die Strasse ein stilles, wildes Hochtal. Wir können den Wagen stehen lassen, können in vollster Einsamkeit emporwandern, einem Gletscher zu, der wie eine blaue Riesentraube vom Talschluss niederhängt, einem See zu, der grünschillernd inmitten dunkler Felsen liegt. Wir haben einen Menschen mitgenommen, der noch niemals hier oben war. Niemals — so oft er auch sehnend emporgeschaut hat. Ein verkrüppelter Fuss hat ihn gehindert, den weiten Weg zu wändern. Nun aber ist die neue Strasse gebaut worden, nun ist der arme Freund im Wagen verstaut, donnernd arbeitet sich der Motor empor, das Tal sinkt, die letzten Fichten krallen sich an die Hänge, die Welt wird weit und frei. Und dann kommt jene Wegkurve, wo der Eingang zu dem stillen Seitengraben ist. Ein halbes Stündlein aufwärts auf schmalem Hirtenpfad — das vermag der Freund noch, humpelnd am Stock und stellenweise liebevoll geführt. Da ist eine Matte, südseitig gelegen" grün und weich, bunt von Blumen. Etwas weiter unten glitzert das Bergseelein, rechts drüben starrt'des Gletschers eisige Ruhe. In die Matte stösst von oben her eine Fluh und da schimmert's weiss, wollig und weich. Die Wunderblume der Berge — das Edelweiss. Auf der sonnigen Terrasse der Kirche von Morcote. Da wars, da hab ich's gesehen: der arme, verkrüppelte Freund ist vor der ersten Bergblume, zu der ich ihn führte, niedergekniet, hat mit seinen mageren Händen darüber gestreichelt und gesagt: «Ein Edelweiss! So hab' ich's doch noch erlebt. Der liebe Gott ist gut.» Ja, das ist gar keine erfundene, rührselige Geschichte, sondern ich habe sie selbst erlebt mit einem Mann, den ich in meinem Wagen zur Höhe führte, wo die Blumen wachsen, welche er niemals in seinem Leben hoffte so zu sehen, wie ihnen Gott ihren stolzen, menschenfernen Wohnsitz geschenkt hat. Ein Beispiel ist das, ich könnte deren noch viele aufzählen. Von dem berühmten alten Musiker, der in seiner Jugend ein Hohelied der Berge gesungen hat, der dann siech wurde, ein Bein verlor. Den wir im Auto hinaufführten zur Höhe der Grimsel, der Furka, damit er wieder, zum letzten Mal vielleicht, in den Bergen weile, deren Herrlichkeit in seiner längst vergangenen Jugend Feuerfunken der Kunst aus seiner Seele geschlagen hatte. Oder ich könnte erzählen von erwachenden Kinderaugeh beim Anblick der Berge, im Wagen erreicht, da die kleinen Füsslein zu schwach gewesen wären, den weiten Weg zu trippeln. Der Bub sah das alles, sah eine fremde Welt, eine ungeheuerliche, gigantische Welt und — beschloss, Bergsteiger zu werden, wenn er einmal gross sein werde. Er wird es ganz gewiss werden. Gepriesen sei das geheimnisvolle Geschöpf Motor, das die Sehnsüchtigen und Bedürftigen hinaufträgt in die reine Welt der Höhen. Es ist nichts Hässliches zwischen Gletschern Schloss Kyburg bei Winterthur, eine der schönsten Burgen unseres Landes, die auf verschiedenen Strässchen vom Töss- und Kemptal aus erreichbar ist. und Flühen, wenn so ein Wagen seinen Anstieg nimmt. Es ist ein brausendes Wechsellied zwischen Menschengeist und Natur, wenn der Motorwiderhall dumpf und ehern von den Wänden donnert. Manchmal mache ich an irgendeiner Stelle, von der aus man eine Bergstrasse gut übersehen kann, Halt, stelle den Wagen abseits und setze mich nun auf einen Felsblock, überschaue Strasse und Berge. Es ist ein ästhetischer Genuss, wie etwa beim Sehen oder Hören eines Kunst-

N°50 - 1933 REISEBLATT DER AUTOMOBIL-REVUE 27 Er gibt Ihnen gerne auf jede autotouristisch Frage erschöpfende Auskunft. Er kennt Europa wie seine Hosentasche und ist erfreut über jeden guten Rat, den er erteilen darf. Sie brauchen nur zu schreiben oder zu telephonieren an das Touristikbureau der Automobil-Revue Bern, Telephon 28.222. Alle Auskünfte sind kostenfrei. Werkes, die Maschinen langsam und sicher, unter tiefem orgelndem Brummen und Brausen zur Höhe ziehen zu sehen. Die Berge bleiben deshalb doch wie sie sind, und auch der Bergsteiger ändert sich nicht. Wer nicht zum Alpinisten geboren ist, der wird niemals einer — das muss von innen heraus kommen und muss ein tiefer, rätselhafter Drang sein. Dem echten Bergsteiger tut das Auto in den Bergen nichts, sondern nützt ihm nur. Ich empfinde es immer so dankbar, wenn mich eine gute Strasse nahe an meine geliebten Höhen heranführt. Den langen öden Anmarsch durch Staub und Hitze schätzen die allerwenigsten — oder sie gestehens nur nicht zu, dass sie das Strassenschinden verfluchen, sondern tun äusserlich, als wären sie solche Mordskerle, dass ihnen sogar das Landstrassentippeln gefällt. Geschmackssache! Wenn mich eine brave Strasse und mein treuer Wagen rasch in die Berge emportragen, dann freue ich mich, dass ich mit frischen Kräften und hellen Sinnen dort beginnen kann, wo ich sonst nach stundenlangem, ödem Dahinzockeln gelandet wäre. Dort oben, wo die Welt erst schön wird, wo die Matten und Weiden, die heimeligen Alphütten sind, wo der Blick frei wird und man sich schon des scharfen Eisatems der Berge freuen kann. Unsere alpinen Klassiker haben viel geleistet, wenn sie in tagelangen Anmärschen sich den Gipfeln nahten. Gewiss, alle Hochachtung vor den Purtschellers, Kugys, Zygmondis, Fellenbergs und wie sie hiessen! Aber haben wir Jungen von heute, die für jene Strecken den Kraftwagen benützen, etwa weniger innerliche Freude, weniger tiefes Erleben? Das darf man uns gewiss nicht absprechen, nur weil wir vorher, ehe wir die Hand an die Felsen legen, das Lenkrad ein paar Stunden lang umklammert haben. Berge und Automobil sind nicht allein keineswegs feindliche Gegensätze, sondern einen sich zu einer schönen, kraftvollen Gesamtwirkung. «Sind Freunde beid', steh'n gern sich bei», wie es in den «Meistersingern» heisst Dr. Gustav Renker. Jurafahrten DAS IST DER TOUREN-ONKEL Wenn im Sommer die Bergpässe und Hochstrassen der Alpen für den Verkehr offenstehen, ergiesst sich ein Strom von Automobilisten in dieses Gebiet. Es ist ja auch begreiflich, dass jeder einmal über unsere prachtvoll angelegten Bergstrassen fahren möchte, bis hinauf zu den Gletschern und zu den höchsten Höhen. Dabei sollte aber der kleinere und bescheidenere Kollege der Alpen, der Jura, nicht vergessen werden. Er reicht freilich nicht bis in 2000 m Höhe und er hat keine Gletscher aufzuweisen. Dafür aber hat er andere Reize und eine Menge intimer Schönheiten, die zu sehen sich immer lohnen wird. Jeder Automobilist sollte jährliqh wenigstens eine Juratour auf sein Programm nehmen. Je mehr man im Jura gewesen ist, um so mehr zieht es einem immer wieder dorthin. Eintönig ist er auf alle Fälle nicht Und vom Waadtländer, Neuenburger, Bernerbis zum Solothurner und Basler Jura findet man eine Menge des Abwechslungsreichen, und jedes dieser Gebiete hat wieder seine eigenen Schönheiten. Von Lausanne oder Yverdon aus ist leicht erreichbar das Vallee du Joux mit dem berühmten Lac de Joux, dessen Besuch sich verbinden lässt mit einer Fahrt über den Col du Marchairuz und den Col du Mollandruz, beides sehr reizvolle Jurapässe. Eine andere lohnende Fahrt führt von Yverdon hinauf nach Ste-Croix und Les Rasses, dann über die Chasseron-Kette ins Val de Travers und damit ins Gebiet des Neuenburger Juras. Im Val de Travers sei besonders auf das Ausflugsziel Champ du Moulin aufmerksam gemacht. Prächtige Jurastrassen führen von Le Verrieres und Fleurier über die Höhennach La Brevine und von dort nach Le Locle und La Chaux-de-Fonds. Bekannt sind die Aus sichtsstrassen Vue des Alpes und La Tourne, die von hier hinüber und hinunter an den Neuenburgersee führen. Einzig in ihrer Schönheit sind die Frei berge mit ihren Weiden und Wäldern, und eine prächtige Aussicht geniesst man von Les Rangiers, mit dem eindrucksvollen Sol datendenkmal, bis weit hinaus in die Ajoie Besuchenswert sind auch die alten Stadt St. Ursanne und Pruntrut. Man fahre auch einmal die Strasse von Bie' durch all die Klüsen über Sonceboz, Tavannes, Moutier, Delsberg, Laufen nach Base Besonders im Frühsommer und Herbst z& hört diese Strecke zum landschaftlich Schön sten, was man sich denken kann. Mächtig Burgen und Ruinen kennzeichnen besonder das Gebiet des Solothurner und Basler Jura Nur einige wenige seien genannt: die Bech bürg bei Oensingenj Alt- und Neufalkenstein bei der Klus, dann Tierstein bei Büsserach, die Ruinen von Ramstein etc. Sie alle liegen auf prächtigen Aussichtspunkten und zugleic Die trutzige Burg Alt Falkenstein am Gingang der Klus bei Balsthal, auf der Strasse Solothurn-Laneenbruck-Basel. dort, wo die alten Handelsstrassen durch den Jura sich an den engsten Stellen zwischen Felswänden durchzwängen mussten, und wo es für die mehr oder weniger edlen Herren ein leichtes war, die Züge der Kaufleute um einiges zu erleichtern und sich selbst die leeren Taschen zu füllen. So tritt einem ein Stück Raubritter-Romantik in diesem Gebiet auf Schritt und Tritt entgegen. Setzen Sie also nooh auf Ihr diesjähriges Fahrprogramm eine Tour durch den Jura. u. Ins benachbarte Ausland Man ist heute mehr denn je bestrebt, wenn immer möglich seine Ferienaufenthalte im eigenen Lande zu verbringen. Das ist auch ganz recht in einer Zeit, wo alle diejenigen Wirtschaftszweige, die mit dem Fremdenverkehr zusammenhängen, schwer um ihre Existenz kämpfen müssen. Es ist auch mehr oder weniger Sache jedes einzelnen, dass er sich mit der Frage: Gehe ich ins Ausland, oder bleibe ich in meiner engern Heimat? näher auseinandersetzt. Wir Schweizer aber dürfen auf keinen Fall engherzig sein. Mit den Schweizergästen allein kann unser Fremdenverkehr nicht gehoben werden. Wir sind auf die Zehntausende von Fremden angewiesen, die jährlich aus dem benachbarten und weiteren Ausland zu uns in die Schweiz hineinkommen, und wir machen die grössten Anstrengungen, um diesen Zustrom immer mehr zu vergrössern. Da dürfen wir selber uns nicht nur auf den Standpunkt stellen, dass wir allein nur unser Land besuchen wollen. Der Zug in die Fremde ist ja auch bei dem Schweizer ganz besonders ausgeprägt. Er muss fremde Länder, fremde Siten kennen lernen, er muss Beziehungen auch m Auslande anknüpfen, denn letzten Endes liegt die Wertschätzung der Schweiz im gesamten Ausland doch darin begründet, dass wir nie engherzig waren, sondern uns gerade durch unsere Auslandserfahrungen den Blick für das Grosse gewahrt haben. Deshalb werden wir auch in Zukunft immer wieder über unsere Grenzpfähle hinausfahren. Fahrten ins Ausland sind für uns auch beonders lohnend deshalb, weil wir in allernächster Nachbarschaft Reisegebiete haben, die zu befahren immer ein Genuss sein wird. In Deutschland ist es vor allem der Schwarzwald, der immer wieder seine Anziehungskraft auf uns ausübt und in welchem wir uns eigentlich nie in der Fremde fühlen, well er in Land und Leuten, in Sprache, Sitten und Gebräuchen soviel Anklänge an schweizerisches Wesen zeigt. Wie mancher freut sich, einmal durch die Schwarzwaldtäler und Schwarzwaldhöhen zu fahren, bis hinauf zur LANDESFUHBER Die seit einiger Zeit in unserem Verlag erscheinenden Taschenbände zeichnen sich durch weitgehende Konzentration der Bearbeitung aus. Jeder überflüssige Ballast ist beiseite gelassen, um so präziser und übersichtlicher sind die den fremden Besucher interessierenden Landschaften. Städte und Strassen dargestellt. AirimoMIBkfv Schweiz sorgfältig bearbeitete Karten im Maßstab i : 350 000. Alle Alpenstrassen sowie die schönsten Tal- und Seestrassen sind knapp beschrieben ; vollständiges Ortaregister, zahlreiche Stadtpläne,' hervorragend schöner Bildschmuck zeichnen diesen Führer aus. Bisherige Verbreitung über 100000 Ex. Es erscheint eine deutsche und französische Ausgabe. a) Taschenausgabe, mit Karten 1:350000 . . . < • • Fr. 6.—. b) Grosse Ausgabe, mit Karten 1:250000 , . . . • • Fr. 10.—. dem klassischen Land des Autotourismus ist dieser 1 Führer gewidmet, seine malerische Landschaft, I UIIHI WIUII Beine nerri }chen Städte, alte und neue Kultur sind glänzend geschildert, dazu ein zuverlässiges Kartenmaterial von ganz Frankreich im Maßstab 1:1 Million, mit Sonderkarten der bevorzugten Ausflugsgebiete, Ortsbeschreibungen mit Stadtplänen und ein selten schöner Bildschmuck vervollständigen den wertvollen Band. Die gastronomischen Hinweise am Schluss jeder Provinz sind kleine Kabinettstücke kulinarischer Beratung, welche die praktische Erprobung geradezu herausfordern. Es erscheint eine deutsche und französisch« Ausgabe. In M 1..LU-J einem flott geschriebenen Text der wichtig- IIPIllxnniHnil sten Landschaften und Städte ist das Reich auto- UUUIWUIIIUIIU touri s ti gc h dargestellt Gut gearbeitete Karten von ganz Deutschland im Maßstab t: 1 Million, mit Sonderkarten bevorzugter Touristikgebiete, ein knappes, aber erschöpfend gehaltenes Ortsregister mit Stadtplänen, viele Bilder der schönsten Städte und Landesteile machen diesen Deutschland-Führer zum wertvollen Berater des Automobilisten. Von den Alpen bis Sizilien unschliesst dieser Führer das vielgestaltige und schönste Reiseziel Tausender Automobilisten, die ihre Sehnsucht südwärts treibt. Mit hervorragender Sachkenntnis sind sowohl die touristischen als auch die kulturellen Wünsche des Automobilfahrers berücksichtigt; in knapper, glänzender Schilderung sind die verschiedenen Touristikgebiete Italiens behandelt. Das Reisen mit diesem Führer wird dem Fahrer zum Erlebnis, einerlei ob er den Schönheiten der Landschaft oder den Spuren vergangener Kulturepochen nachgeht. und Portugal sind je länger je mehr das Ausflugsziel internationaler Fahrer, all diesen geben wir einen vorp Hill Uli t re ffii c hen Reisebegleiter in die Hand. Gründliche Kenner der spanischen Landschaft, Kultur und Geschichte haben an dem Werk mitgearbeitet, vortreffliches Kartenmaterial im Maßstab 1 :1 Million der ganzen iberischen Halbinsel. Zahlreiche Zeichnungen der schönsten landschaftlichen und baulichen Sehenswürdigkeiten schmücken diesen Führer. Preis jedes Bandes: Fr. 6.—, Diese Karten sind nicht nur äusserst sorgfältig gearbeitet, sondern unterwegs während der Fahrt sehr praktisch benutzbar, weil sowohl die Vorder- als auch Rückseite durch einfache Handdrehung ohne umständliches Auseinanderbreiten gelesen werden kann. Die Karten sind in 5 Farben mit Gebirgsterrain gedruckt, zähes wetterhartes Papier ist ein weiterer Vorzug derselben. Beispiel einer Karte: Vorderseite Frankreich Italien Deutschland Oesterreich-Ungarn- Tschechoslowakei Bisher erschienen folgende Binde: en VERLAG HALLWAG BERN Länderkarten auf Doppelblättern Jedem dieser Länder ist ein weitgehendes Grenzgebiet angefügt, so dass die EinundAusf ahrten zum Hauptland deutlich erkenbar sind. Maßstab 1 :1,000,000 Preis jeder Karte Fr. 3.20 VERLAG HALLWAG BERN