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E_1933_Zeitung_Nr.050

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Venedig und bis und mit

Venedig und bis und mit dem Gardasee reichend. Während vielen Jahren wurde es als eine bedeutende Lücke empfunden, dass vom gesamten Alpengebiet, also von Wien bis ans Mittelländische Meer, nicht eine einheitliche kartographische Darstellung für automobilistische Zwecke vorhanden war. Doch ist diese Lücke durch den Verlag Hallwag ausgefüllt worden, indem er schon im letzten Jahr die Alpina-Karte herausgab, die in drei Blättern im Massstab 1 :500,000 erschienen ist. Diese Karte kann denn auch ruhig als ein Standard-Werk bezeichnet werden, dem in seiner Art nichts Ebenbürtiges zur Seite gestellt werden kann. Schon Ton den Saanenmösern aus bemerkt man auf der Fahrt vom Simmental ins Saanenland den imposanten Kirchturm des Dorfes Saanen am Fuss des stolzen Rüblihorns. Die Alpen sind und bleiben ein Hauptausflugsgebiet der Automobilisten, und ein Befahren der Bergstrassen und vor allem ein Zusammenstellen von Reiseprogrammen kreuz und quer durch die Alpen, wird an Hand der Alpinakartenblätter noch ganz wesentlich erleichtert. Aufbauend auf den Erfahrungen die bei der Herstellung von Automobilkarten der Schweiz und ihrer Nachbargebiete gemacht worden sind, ist der Verlag Hallwag in Bern auch an die Aufgabe herangetreten, einheitliches Autompbilkarten-Material für ganz Europa zu schaffen. So existieren heute .Automobilkarten von ganz Europa im Massstab 1 :1,5 Mill. in einer Serie von 14 Landesausgaben. Ob einer nach dem hohen Norden, nach Konstantinopel oder Athen, nach Sizilien oder Gibraltar oder an die Westküste von Frankreich fahren will, für überallhin stehen ihm Automobilkarten in genau 'gleichem Massstab und in genau gleicher Darstellungsart zur Verfügung. Länderweise sind, diese Kartenblätter zusammengefasst, so dass jedes Blatt ein in sich abgeschlossenes Tourengebiet umfasst. Format und Falzung sind ausserordentlich praktisch. Das Hauptwerk, das aber aus der kartographischen Abteilung des Verlages Hallwag hervorgegangen ist, ist die Kartensammlung von Europa 1 :1 Mill in 60 Blättern Die Übersicht auf Seite 26 zeigt die Blatteinteilung und Reichweite dieses grosszügig angelegten Kartenwerkes, das sowohl in einzelnen Blättern, als auch in Form eines Atlanten bezogen werden kann. Im Vorstehenden war bis jetzt nur die Rede ; Von Automobilkarte. Es sei aber auch noch mit ein paar Worten der reichhaltigen Sammlung von Automobilführern gedacht, die ebenfalls aus dem Verlag Hallwag in Bern stammen. Da sind in erster Linie einmal der grosse und kleine CH-Touring zu erwähnen, die schon seit mehr als 25 Jahren erscheinen, und die für alle, andern Automobilführer als Vorbild gedient haben. In weit über 100,000 Exemplaren sind diese beiden Führer verbreitet und es erübrigt sich, näher auf sie einzutreten, da sie ruhig als Allgemeingut der schweizerischen Automobilisten betrachtet werden können. Da der Automobilist heute seine Reiseprogramme nicht nur auf seine engere Heimat beschränkt, sondern darüber hinaus ganz Europa kreuz und quer befährt, stellte sich auch im Laufe der Jahre das Bedürfnis ein, eine • sowohl textliche wie kartographische Zusammenstellung für ganz Europa für den Automobiltouristen zu. schaffen. Vor 6 Jahren ist dann auch erstmals der Automobilführer Europa Touring erschienen, der ebenfalls als erster seiner Art in ganz Europa grössten Anklang fand. In den '6 Jahren seines Bestehens wurde der Führer immer und immer wieder verbessert, und erweitert. Eine Unsumme von Tatsachenmaterial ist von Hunderten von Auto- mobilisten aus allen Ländern Europas zusammengetragen worden, so dass heute Europa Touring derjenige Führer ist, der der beste Wegweiser und Berater bei Touren durch ganz Europa darstellt. Parallel mit der grossen Entwicklung des Autotourismus stellte sich auch die Nachfr^je nach autoraobilistischen Landesführern ein. Wohl bestanden schon lange Reiseführer von allen Gebieten Europas, aber sie waren zugeschnitten auf den Eisenbahn-Reiseverkehr. Was ihnen vor allem fehlte, war das automobilistische Kartenmaterial und die besondern Hinweise auf die Bedürfnisse des Autotouristen. Für die Hauptreiseländer Europas ist nun in den letzten zwei Jahren auch dieser Mangel behoben worden, indem der rührige Verlag Hallwag eine Reihe von Landesführern herausgegeben hat. So gibt es einen Automobilführer von Italien, von Spanien, von Frankreich und von Deutschland. Allen diesen Führern ist ein ausgezeichnetes Kartenmaterial im Massstab 1:1 Mill. beigegeben. Dazu kommen reichhaltige Textteile, die jeweils nach der Individualität des Landes bearbeitet sind. So spielen z.B. die Beschreibungen der Städte im Führer von Spanien die Hauptrolle, während es in Frankreich vornehmlich die verschiedenen Touristikgebiete sind, auf die in.der Bearbeitung das Hauptgewicht gelegt wurde. Detailliert ausgearbeitete Tourenprogramme mit Hinweise auf gastronomische Spezialitäten, reichhaltige Ortsverzeichnisse und Stadtpläne und ein sorgfältig auserwähltes Bildermaterial, lassen diese Führer zu den zuverlässigsten Begleitern werden, die man sich beim Bereisen der genannten Länder denken kann. Zum Schlüsse sei noch des allerneuesten Verlagswerkes der Hallwag Erwähnung getan, das allen bisherigen Erscheinungen die Krone aufsetzt. Es ist dies der Alpenführer der das ganze Gebiet der Alpen zwischen Wien und Marseille behandelt. 48 Karten im Massstab 1:500,000 bringen in vorbildlichster Art das gesamte Alpengebiet zur Darstellung. Sämtliche Alpenpässe finden im Textteil eine detaillierte Beschreibung. Jedem Alpengebiet, sei es in Oesterreich, in Italien, der Schweiz oder in Frankreich ist ein eingehendes Kapitel gewidmet, das auf die Besonderheiten des Landes hinweist und in einer Un-. menge von Tourenvorschlägen wird dem Automobilisten das Zusammenstellen eines" JREISEBLATT DER AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 50 Reiseprogrammes durch das Alpengebiet zur einfachsten Sache der Welt gemacht. In einem Ortsverzeichnis findet man alles Wis- Ein Stück Brünig- und Grimselstrasse: Im Dorf Brienz im Berner Oberland. senswerte über die wichtigsten Städte und Dörfer, und gegen 200 Bilder lassen vor einem das ganze Alpenstrassennetz und seiner Umgebung entstehen. Der Alpenführer ist sicherlich die wertvollste Publikation autotouristischer Art dieses Jahres. Lr. Pro Memoria Einige Hinweise auf Verkehrsregeln in der Schweiz. Mit dem neuen, anfangs 1933 in Kraft getretenen Verkehrsgesetz sind in der Schweiz moderne und grosszügige Verkehrsvorschriften eingeführt. Geschwindigkeitsmaxima für Personenautomobile und Motorräder fallen dahin, der Gesetzgeber überlässt dem Fahrer die eigene Verantwortung für das Fährtempo, welches er ständig beherrschen muss und das stets den Verhältnissen und Strassen anzupassen ist. Die Mässigung des Tempos, namentlich in Ortschaften, bei Bahnübergängen, unübersichtlichen Stellen und überall da, wo das zu rasche Tempo von vornherein eine Gefährdung des Verkehrs bildet, ist ausdrücklich vorgeschrieben.' Haben Sie für Ihre DFAHRTEN die richtigen Auto-Karten ? Die nachstehende Tabelle ist Ihnen bei der Anschaffung des geeigneten Karten- und Führermaterials sehr nützlich. Ihre Fahrt Dazu brauchen Sie zum Preis /;;"/ von in die Alpen . . . die Hallwag-Alpenkarte Nr. I Fr. 5.— „ „ Ostschweiz die Hallwag-Bodensee- Dreiländerkarte „ 3.20 an den Genfersee . die Hallwag-Genferscekarte „ 3.20 in den Schwarzwald die Hallwag-Schwarzwaldkarte „ 3.20 „ die Vogesen . . die Hallwag-Vogesenkarte „ 3.20 „ „ Dolomiten . die Hallwag-Dolomitenkarte m.Führer5.« naeh Deutsehland . den Hallwag-Deutschlandführer Fr. ß.— „ Frankreich . den Hallwag-Frankreichführer „ 6.— „ Italien ... den Haliwag-Italienführer „ 6.— Hallwag-Führer und Hallwag-Karten sind in allen guten Buchhandlungen erhältlich, sonst wende man sich an uns. Verlag Hallwag Bern. Aber eines, lieber Schweizer, merke Dir: Man fährt in der Schweiz rechts, das will heissen, dass man auch tatsächlich aui der rechten Seite der Strasse fährt und nicht in. der Mitte der Strasse, wie es leider so viele Schweizer zur Gewohnheit haben und was leider die Fahrdisziplin in unserem Lande etwas in Verruf gebracht hat. Also nochmals, bitte: rechts fahren, ganz rechts sogar, rechts ausweichen und links überholen. An Strassenkreuzungen, Bahnübergängen und unübersichtlichen Stellen, besonders Strassenbiegungen, darf nicht überholt werden. Sind bestimmte Strassen als Hauptstrassen gekennzeichnet, so hat das auf der Hauptstrasse verkehrende Fahrzeug Vortritt. Es existieren für Personenfahrzeuge seit 1933 in der Schweiz weder Nachtfahrverbote noch Sonntagsfahrverbote, ebensowenig einschränkende Bestimmungen irgendwelcher Art auf Durchgangs- oder Hauptstrassen des Landes. Verbotene Strassen gibt es nur noch im Lokälverkehr oder auf Strassen untergeordneter Bedeutung. Alle Strassentaxen sind aufgehoben. Etwas Besonderes sind in unserem Lande die Bergstrassen. Das längs der Seen und Gebirge führende Strassennetz, ebenso die vielen Strassen durch kilometerlange Täler, Schluchten- und Fluss-Einschnitte, ermöglichen dem Strassenbauer vielfach nur eine enge, mit zahlreichen Kurven versehene Bauart. Dabei ist auf den grossen Automobilverkehr in der Schweiz, besonders zur Sommerzeit, Bedacht zu nehmen, der nur unter Anwendung entsprechender Rücksicht seitens aller Fahrer, einen gefahrlosen und sichern Verkehr ermöglicht. Die Schweizer Alpenpässe zählen nicht nur zu den schönsten, sondern auch zu den bestangelegten und bestunterhaltenen Strassen. Nichtsdestoweniger Die « Porte de France » in Pruntrut, am Nordausgang des Städtchens. ist äusserste Vorsicht am Platze, besonders dort, wo Kunststrassen kilometerlang steilen Bergwänden entlang führen, in pittoreske Felsgalerien eingehauen sind und dank einer hervorragenden Strassenbau-Technik durch tiefe Schluchten und über jähe Abgründe hinwegführen. Der Fahrer halte sich ferner vor Augen, dass die Schweizerische Alpenpost und zahlreiche einheimische und ausländische Verkehrsgesellschaften Hunderte von Gesellschafts-Autos während der touristischen Hochsaison durch die schönsten Gebiete und über die Pässe hinwegführen. Die Lenker dieser Fahrzeuge lassen es an der nötigen Vorsicht nicht fehlen, allein nur dann kann sich der Verkehr mit, Sicherheit abwickeln, wenn jeder einzelne Fahrer das grösste Mass. von Vorsicht zur Anwendung bringt und insbesondere sein Tempo der Schwierigkeit dieser Gebiete anpasst. Auf einigen durch Tafeln gekennzeichneten Bergstrassen weichen die eidgenössischen Postautomobile (gelb) bergwärts aus. Es ist dies heute nur noch der Fall auf der Grimselstrasse zwischen 'Gletsch und dem Hospiz, der Furkastrasse zwischen Realp und Gletsch und der Lukmanierstrasse zwischen Disentis und Olivone. Dazu kommen einige kleine Strässchen im Wallis, im Tessin, in Graubünden und im Kt. Bern. Fahrplanmässig geregelt ist der Verkehr zu gewissen Zeiten im obersten Teil der Grossen St. Bernhard-Strasse, worüber der CH Töuring-Führer detaillierte Auskunft gibt. Die Strassen von Lourtier nach Fionnay, von Champex nach Les Valettes und von Glarus ins Klöntal dürfen nur in einer Richtung befahren werden. Bei dieser Gelegenheit sei auch noch auf die verschiedenen Automobil-Fähren, die heute im Betrieb sind, erinnert. So an diejenige, die Beckenried mit Gersau verbindet, dann die neue Fähre von Horgen nach Meilen, ferner diejenigen von Romanshorn nach Friedrichshafen und dann die von Konstanz-Staad nach Meersburg. Alles Nähere über Gebühren und Fahrplan findet man ausführlich im grossen und kleinen CH Touring. —er.

N° 50 - 1933 flEISEBLATT DER AUTOMOBIL-REVUE 25 Ueber sämtliche Schweizer Alpenpässe Eine 2000-km-Fahrt. -Wer 14 freie Tage zur Verfügung hat und fn dieser Zeit eine besonders abwechslungsreiche und interessante Fahrt unternehmen möchte, der folge einmal dem Vorschlag, die Schweizer Alpenpässe, alle, ohne Ausnahme, nacheinander zu befahren. Empfehlenswert dürfte es dabei sein, einen Gutschein für gutes Wetter, gültig für 14 Tage, mit sich zu nehmen. Ueber 23 Alpenpässe der Schweiz führt die Route, die wir vorschlagen. Dazu kommen noch zwei Pässe in Frankreich, nämlich der Col des Montets und der Kleine St. Bernhard, so dass bei dieser Tour in 14 Tagen summa summarum 25 Alpenpässe zu befahren wären. Um das Programm möglichst reibungslos abwickeln zu können, und um so wenig wie möglich eine Strecke zweimal befahren zu müssen, lässt es sich nicht vermeiden, dass man bei der Fahrt auch einige Male ins Ausland kommt, wobei nur Italien und Frankreich in Frage kommen. Deshalb versehe man sich für Frankreich mit Pass, Triptyk, internationalem Zulassungsschein, internationalem Führerschein und dem CH-Schild und erste Alpenpass in Angriff genommen. Man fährt durchs Schächental hinauf auf die Klausenpasshöhe und auf der berühmten Rennstrecke des Klausens hinunter nach Linthal. Durchs Glarnerland hinaus führt die VIRLAG HALLWAG BfRN Strasse über Glarus und den Kerenzerberg nach Sargans (Schlossbesichtigung empfoh- /••••••••••»»•«•••••••••••••»»•••••••••••••••••»•••••••••••••••••••? len), nach dem weltbekannten Ragaz. Kurz nach Ragaz geht es über die Tardisbrücke ins Land der grauen Puren nach Landquart. Durch die Klus, wo links oben an der Felswand die Ruine Fragstein klebt, kommt man ins Prättigau und über Klosters nach Davos. Ueber den Flüela erreicht man Süs und damit das Unterengadin. Zernez ist die nächste Station und damit sind wir schon ganz nahe beim Nationalpark, den man-nun auf der Ofenstrasse auch durchfährt, dann hinunter ins Münstertal nach Sta. Maria gelangt, und weiter über den Umbrailpass bei der Quarta Cantoniera auf die Stilfserjochstrasse stösst. Ueber Bormio, dem ehemaligen Worms, fährt man hinunter nach Tirano, verlässt hier wieder das italienische Gebiet, um ins Puschlav zu gelangen und über den Berninapass, mit prachtvollem loja geht's hinunter ins Bergeil (ein Abstecher nach Soglio wird empfohlen). Bei Castasegna überschreitet man die Grenze, erreicht Ghiavenna und steigt dann wieder durchs Val San Giacomo hinauf zum Splügenpass, landet damit wieder in der Schweiz, fährt nach Splügen und Hinterrhein und über den San Bernardinopass hinunter ins Misox und hinaus ins Tessintal und- erreichen talaufwärts Biasca. Anschliessend folgt das Bleniotal mit Acquarossa und Olivone, dann überquert man den Lukmanier und besucht unten in Disentis das Kloster. Ueber die Oberalp kommen wir mitten in die Zentralschweiz nach Andermatt und in einer kurzen Fahrt über den Gotthard ist man schon wieder im sonnigen Süden, in Airolo, und gelangt leventinaabwärts wieder nach Biasca. Die nächsten Stationen sind Bellinzona, nertkirchen und die Grimselpasshöhe sind wir wieder im Bereich des Rhonegletschers und durch das schon einmal befahrene Goms und Brig haben wir nun im Wallis die ebene, gute, prachtvolle Landstrasse, die über Sierre, Sion nach Martigny führt. Durch Val d'Entremont steigt die St. Bernhardstrasse hinauf zur Grossen St. Berahard- Pass'höhe, dann hinunter nach Aosta und weiter dem Flusslauf der Dora Baltea aufwärts folgend nach Pre St. Didier. Mit dem Kleinen St. Bernhard erreichen wir französisches Gebiet und über Bourg, St. Maurice, Moutier, Albertville, Chamonix, dann den Col des Montets und den Col de La Forclaz sind wir wieder in Martigny. Nun bleiben aber immer noch vier Pässe, die nun auf folgender Route befahren werden: St. Maurice, Aigle, Ormont, Col dePil- Die Schweiz. passe Zürich Les cols des Alpes suisses. Alpen / \ lirano Alpenpasse Cols alpestret Die Kirche von Sta. Maria und der Turm Spaniola bei Pontresina mit der Palügruppe im Hintergrund. mache sich gefasst, pro Tag in Frankreich ifranz. Fr. 10.— an Gebühren abladen zu dürfen, wozu noch eine einmalige Einschreibegebühr von franz. Fr. 4.— kommt Für Italien ist nur der Reisepass und das CH-Schild obligatorisch, wozu noch eine an der Grenze erhältliche Fünftagekarte kommt, die 20 Lire kostet und, wie der Name sagt, fünf Tage gültig ist und an Stelle des Triptyk oder des Grenzpassiersoheinheftes tritt. Löblicherweise gilt in Italien auch der schweizerische Fahrausweis. Als Ausgangspunkt für unsere Pässefahrt Sei einmal Luzern angenommen. Von hier gondelt man immer dem See entlang über Küssnacht, Weggis (Strandbad-Besichtigung nicht vergessen), Vitznau, Gersau, nach Brunnen, fährt dann über die Axenstrasse, «wobei man auch einen Blick hinüberwirft zum Schillerstein und Rütli, stattet der Tells- Kapelle einen Besuch ab und besichtigt in Ältdorf das Tell-DenkmaL Dann wird der Etwas unterhalb des Dorfes steht die mächtige Burgruine Misox auf einer Anhöhe links der Strasse, wenn man talwärts fährt. Blick auf die Berninagruppe, nach Pontresina und St Moritz zu fahren. volle Centovalli, dann Domodossola, Iselle, Locarno, es folgt das landschaftlich pracht- Von hier wende man seinen Wagen wieder und durch die Gondoschlucht gelangen wir ins innabwärts bis P,onte, steigt dann von dort Wallis über den Simplon nach Brig. Durchs auf zum Albulapass und hinunter über Bergün und Filisur nach Tiefencastel. Anschlies- wir wieder Andermatt, fahren durch die Goms, Gletsch und über die Furka erreichen send folgt das Oberhalbstein mit Savognin Schöllenen (Russen-Denkmal) und das Reusstal abwärts, und nochmals über die Axen- und Bivjo, und über den Julierpass erreichen wir wieder das Oberengadin und St. Moritz, strasse steuert man Gersau zu. Hier setzt wo wir diesmal das Segantini und Engadiner man mit der Fähre über nach Beckenried, Museum besuchen. Vorbei an den Oberengadiner Seen und über die Passhöhe des Ma-passhöhe zu gelangen. Ueber Meiringen, um über Stans, Kerns, Samen zur Brünig- In- ^•••••»••••••••••••••••••»•••••••••••»•••••»••••••••••»•»••»»•••••g Das schönste ist der neue Aulomobilführer durch die HJpen 50 Karten in 6 Farben 150 herrliche Alpenbilder 300 Pass-Besdireibunqen Tourenbuch Ein Ziel ist in den Reiseplänen der Autler immer wieder in den Vordergrund gerückt: Die Alpen. Von Wien, der schönen Donaustadt, bis hinunter zur blauenden Azurküste spinnt sich kreuz und quer, durch und über den AJpenwall ein Gewebe von Strassen, die an Landschaftsbildern das Erhabenste und Schönste vermitteln, das unser Kontinent, vielleicht sogar die Welt zu zeigen hat. Diese Gebiete zu erschliessen, dem Fahrer ein Wegweiser und Berater zu sein, ist der Zweck dieses Führers; Hunderte von Alpenfahrten fanden in diesem Buch ihren Niederschlag, keine Pass-, keine Tal- oder Hochstrasse, die nicht der Herausgeber und dessen Mitarbeiter in jüngster Zeit befahren und in Wort und Bild festgehalten hätten. Dem Führer ist vom gesamten Alpengebiet eine treffliche Karte (50 zusammenhängende Ausschnitte) im Maßstab 1:500,000 beigefügt; etwa 150 herrliche Photos veranschaulichen die Landschaft, die meisten Aufnahmen sind von der Strasse aufgenommen, zeigen also genau das Bild, wie es der Automobilist sieht. Erklärungen am Bildrand geben eine vorzügliche Orientierung. Ab 20. Juni 1933 lieferbar. Preis Fr. 8.—. Ion, Gstaad, Zweisimmen, Reidenbach, Jaunpass, Broc Gruyeres, Montbovon, Les Moulins, Col des Mosses, Aigle, Monthey, Morgins, Pas de Morgins, und damit sind wir wieder auf französischem Gebiet und erreichen über Abondance, Thonon das Endziel unserer Fahrt, Genf. Also in 14 Tagen rund 2000 km (genau gemessen sind es 1988 km) und 25 Alpenpässe. Selbstverständlich lässt sich das Programm auch in kürzerer Zeit, z. B. in acht Tagen, abwickeln, wovor wir aber abgeraten haben möchten, denn genussreich kann die Fahrt nur werden, wenn man sich Zeit lässt. Sollt« es ganz Glückliche geben, die drei Ferienwochen zur Verfügung haben, so sollen sie diese ganze Zeit für die 25-Pässe-Fahrt verwenden, th. Vorschläge für einige schöne Autotouren. Schöne 2- bis 3-Tagestouren. Wir wählen den Ausgangspunkt für die verschiedenen Vorschläge beliebig, weil es ja jedermann freisteht, die Tour an irgend einem Punkt der Route zu beginnen und zu beenden. 1. Genf - Lausanne - Vevey - Montreux - Aigle - Martigny - Sion - Visp (Abstecher per Bahn nach Zermatt) - Brig - Gletsch - Grimsel - Meiringen - Interlaken - Brienz - Brünig - Luzern - Langnau- Bern - Kerzers - Neuchätel - Yverdon - Lausanne- Rolle-Genf, 775 km. Ueber der Strasse, die dem rechten Ufer des Aegerisees entlang führt, liegt, zwischen Haselmatt und Sattel,, das Denkmal zur Erinnerung an die erste Freiheitsschlacht der Eidgenossen (Morgarten 1315). 2. Bern - Murten - Payerne - Lausanne - Vevey - Montreux - Aigle - Col du Pillon - Gstaad - 2weisimmen - Wimmis - Spiez - Interlaken - Brienz - Brünig - Samen - Stans - Beckenried (Fähre) - Gersau - Brunnen - Schwyz - Arth - Luzern - Langnau - Bern, 463 km. 3. Bern - Thun - Interlaken - Brienz - Grimsel - Gletsch - Furka - Andermatt - Göschenen - Altdorf- Klausenpass - Linthal - Glarus - Näfels - Uznach - Rapperswil - Zürich - Affoltern - Cham - Luzern - Langnau - Bern, 476 km. 4. Luzern -Samen - Brünigpass - Meiringen- Grimselpass - Gletsch - Furkapass - Hospenthal - Gotthard - Airolo - Biasca - Lukmanier - Disentis - Ilanz - Flims - Reichenau - Chur - Ragaz - Sargana u Wallenstadt - Möllis - Glarus - Linthal -