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E_1949_Zeitung_Nr.010

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' ' , . . . . • - . . . . 16 AUTOMOBIL REVUE •riTTWOCH, 9. HARZ 1949 - Nr. 10 nehm, und der Schalthebel liegt gut placiert an der linken Seite der Säule. Einige Angewöhnung verlangen die Pedale, da sie wegen den auf gleicher Höhe liegenden Radkasten etwas nach, innen verschoben sind; bei Rechtslenkung, wie sie der Prüfwagen hatte, setzt sich der Fahrer deshalb leicht schräg in die Ecke und hält die Beine etwas nach links. Nach wenigen Kilometern findet man diese Stellung angenehm. Die Sicht für Fahrer und übrige Insassen lässt dank der breiten, gebogenen Windschutzscheibe und den nicht nur im.Katalog dünnen Pfeilern der Ganzstahlkarösserie nach den Seiten und nach vorn nichts zu wünschen übrig; die hintere Scheibe könnte noch etwas breiter sein. Wenn die Innenausstattung nicht mehr den clubzimmermässifen Eindruck der früheren teuren Engländer macht (Nussbaumholzfournier an Türeinfassungen und am Armaturenbrett haben zugunsten nüchternen Blechverkleidungen abgedankt) , so ist dies auf die folgerichtige Durchführung der « Magerkur» des Wagens zurückzuführen; man kann keinen geräumigen 4—5-Sitzer von weniger als 1000 kg Leergewicht bauen und dazu noch all die vielen, zugegebenermassen geschätzten, aber stets Mehrgewicht mit sich führenden Details beibehalten. Dennoch Ist die Innenausstattung des Javelin geschmackvoll und reichlich; allerdings könnte man sich ein noch hübscheres Armaturenbrett vorstellen, wie auch ein Oelmanometer und ein Anperemeter sowie eine besser ablesbare Zeituhr willkommen wären. Auf dem Weg zum Aschenbecher an der vorderen Türkante wird man die Asche meist schon vorher verloren haben; ferner fehlt, der neuesten Mode entsprechend, ein Vorhang für das Heckfenster. Wenn diese Details erwähnt werden, so deshalb, weil man sie bei einem Wagen dieser Preisklasse eben beachtet Als geradezu beispielhaft ist die Zugänglichkeit des Motors zu nennen, wo der Konstrukteur von den Möglichkeiten des Boxermotors weisen Gebrauch machte. Das Kühlerelement liegt hinter dem Motorblock; und beim Aufklappen des Frontgitters liegen alle für den Unterhalt wichtigen Stellen zugänglich an der Vorderfläche des Motorblocks. Eine hübsche technische Finesse sind die Ansaugrohre der beiden Vergaser, die die Ansaugluft aus der Motorhaube herunterführen, was die Geräuschbildung etwas vermindert haben sollte. Da beide Sitzreihen zwischen den Achsen liegen, sind die Vorder- und Hinterkanten aller vier Türen bis unten gerade; der Zugang zu den Hintersitzen erfährt dadurch eine wesentliche Erleichterung. Das Werkzeug ist im voluminösen Gepäckraum unter einem separaten Deckel angebracht; das Reserverad liegt darunter in einem eigenen Fach und wird durch Einsetzen des Radschlüssels auf eine Mutter im Werkzeugraum und Drehen desselben nach unten gesenkt, wonach es nach hinten herausgezogen werden kann. Dank des Hypoidantriebs der Hinterachse lft die Flache des Wa(enboden3 vollständig glatt Die eingebaute Heizung arbeitet bei nicht allzu grimmiger Kälte befriedigend, doch dürfte die «entfrostete» Fläche der Windschutzscheibe etwas grösser sein. Im ganzen genommen Ist der Javelin zweifellos ein geglückter neuer Wagen, der zeigt, dass auch eine kleinere Firma wohltuende und vorbildliche Neuerungen einführen kann. Er bedtzt eine grosie Zahl Interessanter Punkt«; und sein« Wendigkeit und Lebheftigkeit büdan zusammen mit dem gromügigen Innenraum, den guten Fahr e4 gen schatten und dem niedrigen Verbrauch eine Kombination von Eigenschaften, die man nicht oft Während im Betrieb eines Personenwagens die finanzielle Seite nur eine zusätzliche und unerwünschte Begleiterscheinung darstellt, so steht und fällt die Verwendung eines Nutzfahrzeugs, also eines Lastwagens, eines Lieferwagens oder ähnlicher Fahrzeugtypen mit seiner ökonomischen Eignung für einen bestimmten Zweck. Oft ist ja der Lastwagen ein eigentliches Erwerbsinstrument, weshalb sein Betrieb in erster Linie von wirtschaftlichen Gesichtspunkten aus betrachtet wird. Vor allem hängt nun die Eignung davon ab, dass die technischen Daten eines Fahrzeugs möglichst genau mit den entsprechenden Betriebsbedingungen abgestimmt werden. Diese Aufgabe Hess sich bisher nicht leicht lösen, da sowohl über die Höhe der Betriebskosten eines Nutzfahweuges wie auch die technischen Daten der auf dem schweizerischen Markt vertretenen Typen keine leicht zugänglichen Unterlagen vorhanden waren. Die soeben erschienene Ausgabe der ^ Illustrierten Automobil Revue » *) hat sich zum Ziel gesetzt, dieie Lücke nach Möglichkeit zu schliessen. Anknüpfend an die Tradition der c Katalognummern » der «Illustrierten AR », einer jährlich ein- bis mehrmals erscheinenden Schwesterausgabe dieses Blattes, enthält sie die dazu notwendigen grundsätzlichen Angaben. Pie Betriebskosten der Nutzfahrteuce. Bekanntlich stehen der zahlenmässigen Erfassung der Betriebskosten eines bestimmten Nutzfahrzeugtyps noch grössere Schwierigkeiten entgegen als denjenigen eines Personenwagens. Nicht nur ist die Spanne der Grössenunterschiede wesentlich weiter gehalten, sondern auch die Betriebsbedingungen können innerhalb grösserer Grenzen variieren, Das Betriebswis- *) « Nutzfahrzeuge 1949 », Sondernummer der < Illustrierten Automobil Revue >, Verlaß HaUwag Bern, 132 S., Fr. 3.40 + Wust beim gleichen Wagen antrifft Zudem entspricht er sowohl den Anforderungen det geietzten Automobilisten, der vor allem eine leichte Bedienung und wenig Umtrieb wünscht, wie auch denjenigen des sportlichen Fahrers, der selbst in seinem Familienwagen gute Fahreigenschaften und ein lebhaftes Temperament sucht, ohne deswegen hohe Betriebskosten in Kauf nehmen zu müssen. Dasi man lieh verschiedene Kleinigkeiten auch etwas anders gelöst vorstellen könnte, teilt er mit allen seinen Konkurrenten. Nach Konstruktion, Eigenschaften und Ausrüstung wie auch nach seinem Preis gehört er zweifellos in die Kategorie der «besonderen > Wagen, • Tester» Technik und Betrieb des Nutzfahrzeugs Die Nutzffihrzeug.Katalognummer der «Illustrierten Automobil Revue»' senschaftliche Inititut an der ETH, dal In einer detaillierten Untersuchung diese Kosten prinzipiell untersucht und für zahlreiche Fälle festhält, war deshalb genötigt, die tatsächlichen Betriebskosten einer grösseren Anzahl von Nutzfahrzeugen zu studieren, bevor der Schritt zur Verallgemeinerung gewagt werden konnte, der übrigens nur unter bestimmten Vorbehalten ZU" lässig ist. Immerhin lassen sich an Hand dieser Untersuchung für zahlreiche Fälle Unterlagen ableiten, die die Eignung von Fahrzeugen bestimmter Grosse und bestimmten technischen Merkmalen abklären hilft. Wenn auch die grundsätzliche Struktur der Betriebskosten immer dieselbe bleibt, so zeigen sich bei genauerer Betrachtung doch zeitliche, durch die Kostenänderungen der'Nachkriegszeit verursachte Verschiebungen, denen dieser Aufsatz nach Möglichkeit Rechnung trägt. Die Spezifikation der Nntzfabraeuge. In grundsätzlich ähnlicher Form wie in den seit 1947 in erweiterter Fassung veröffentlichten < Katalognummern • der Personenwagentypen enthält die Nummer • Nutzfahrzeuge • die technischen Daten der auf dem schweizerischen Markt vertretenen Nutzfahrzeuge in folgendem Umfang; Markt» Lieferwagen \? Lastwagen 33 Autobusse 13 Strassentraktoren 12 Elektromobil« 4 Anhänger 11 Med.ll» 32 123 18 3« 10 34 Somit sind Insgesamt 233 verschiedene Modelle vertreten. Dieser Katalogteil ist so angelegt, dass er zwei verschiedenen Zwecken dient. Einmal bildet er, zusammen mit einem Verzeichnis der nach Tragkraft unterteilten Nutzfahrzeuge, ein Hilfsmittel für den Käufer, ferner stellt er auch ein Nachschlagewerk über die technischen Daten der heutigen Fahrzeugpro* duktion dar, das pro F*f»rzeugtyp nicht weniger als rund 100 verschiedene Angaben umfasst Diese setzen sich etwa wie folgt zusammen: Motor 30 Kupplung und Getrieb« 10 Aentantricb 8 Fahrgestell 12 Karosserie und Ausrüstung 12 Abmessungen 18 Gewichte 5 Fahrliiitvngidato» i und sind durch Preisangaben und Vertreteradressen ergänzt Die Beschaffung dieser mehr als 30 000 verschiedenen Daten, die, wie der Aufbau der gesamten Nutzfahrzeugnummer, durch den Stab der «Automobil Revue > erfolgte, dauerte mehr als ein halbes Jahr und war teilweise mit Schwierigkeiten verbunden. Ein Erscheinen kurz vor der Katalognummer «Personenwagen > und einige Wochen vor dem Genfer Salon wäre ohne die Mitarbeit von Industrie, Handel sowie die Unterstützung der Abteilung Heeresmotorisierung des EMD nicht möglich gewesen. Der übrige Inhalt der Nummer umfasst illustrierte Beiträge über technische Probleme und Nutzfahrzeugkarosserien. Wie die Wochenausgabe der « AR >, so steht auch ihre illustrierte Schwesterpublikation in engem Gedankenaustausch mit ihren Lesern. Die Katalognummer « Nutzfahrzeuge » kann nur gewinnen, wenn sich ihre Benutzer über die damit gemachten Erfahrungen äussern; Anregungen über Inhalt und Darstellungen werden kommende Ausgaben wenn immer möglich Rechnung tragen. «AR»-Sondernummern während des Genfer Automobil-Salons Während den kommenden zwei Wochen wird die • Automobil Revue > infolge des Genfer Automobilsalons eine Anzahl von Sondernummern herausgeben und dieses wichtigste Ereignis im automobilistischen Leben der Schweiz in Wort und Bild ausführlich behandeln. Die Sondernummern werden neben zahlreichen anderen Artikeln in erster Linie den folgenden Themen gewidmet sein: 1. Jolonnummtr, Mittwoch, U. Mem Vorschau auf den Salon. Beschreibungen einiger vollständig neuer Modelle. Technische Neuheiten am Salon. 2. Salonnummtr, Fraitag, 18. Märai Salon-Erfttfnung. Amerlkaniiche Personenwagen. Die Motoren des Jahres 19*9. 3. Salonnummer, Montag« zl.Mam Bericht Obsr dl* internationale Schneeiternfohrr. Englisch« Personenwagen. NuWahrzeuae- Kraftübertragungen. 4. Salonnummtr, Mittwoch, 23. Märzi Franroslsehe Personenwagen. Sportwagen. Fahrgestell«. 5. Salonnummer, Freltaf, 25. Man: Personenwagen aus Italien, Deutichland, Tichechotlowa» kei, Obrigs Personenwagen, Die Karosserlen. Zubehör t. Salennvmmtr, Mittwoch, 30, Mäm Bildberichte. Kurz-Teil». Zubehör. .„ Ausserordenthch sparsam — günstig im Preis I Nur nBch Pf 7a5Q_ + WUST VffillJMUli» Neu* Federn vorn und hintan SAR ES S.A., Lauiann« Case Villa 1393 • Tal. (021) 29700 Hudson und Terraplane gut« Occasionvn 13-21 PS. Limousinen und Cabriolets, finden Sie stets zu vorteilhaften Preisen bei A. Linder, Garage, Niederwangen (Bern) Telephpn 7 66 07 Ersatzteillgger V. TOGNAZZO Automobile tettandteil» Abbruch Zürich-Höngg Am Gi.tien 49-33 Telephon (051) 56 77 66 FORD CABRIOLET Mod. 1938, V8. 18 PS, preiswert zu verkaufen. Tourlng Motor AG., Solothurn. Telephon (065) 2 22 22. Wanderer Limousine 6 Zyl., 10 PS, Mod. 1033 gepflegter Wagen, günstig zu verkaufen. 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Nr. 10 - MITTWOCH, 9. MARZ 1949 AUTOMOBIL REVUE 17 Eine neue Stossdämpferkonstruktion Die Aufgabe der Stossdämpfer, richtiger eigentlich Schwingungsdämpfer benannt, besteht darin, die Schwingungen des gefederten Fahrzeugaufbaues, die durch Unebenheiten der Fahrbahn oder andere Ursachen ausgelöst werden, so rasch wie möglich zu dämpfen, ohne dass aus den. Schwingungen eigentliche Stösse werden. Je nach Auffassung des Konstrukteurs ist die Dämpfung stark, erweckt somit den Eindruck einer harten Federung, oder schwach, was der Federung einen weichen Charakter verleiht. Die letztere Lösung wird im- allgemeinen von den amerikanischen Konstrukteuren gewählt, während europäische'Fahrzeuge sowohl eine härtere Federcharakteristik wie auch eine stärkere Schwingungsdämpfung besitzen. Wie im gesamten Gebiet der Federung, so sind auch im Stöss-' dämpferbau noch viele Aufgaben zu lösen; nicht nur lassen sich die unterschiedlichen Betriebsbedingungen, denen die Aufhängung unterworfen ist, schwer rechnerisch genau umschreiben, sondern es stehen einer Präzisionskonstruktion von Stossdämpfern die starken Beanspruchungen sowie preisliche Ueberlegungen entgegen. Es hat sich im Verlaufe der letzten Jahre zwei- bis dreimal gezeigt, dass manche der heute gebauten Stossdämpfer noch nicht die nötige Dauerhaftigkeit besitzen und oft nach nicht sehr hohen Kilometerleistungen ersetzt werden müssen. Nicht immer kann der Einbau einer anderen Stossdämpferkonstruktion Mängel beseitigen, da sich beispielsweise europäische Stossdämpfer nur bedingt für amerikanische Fahrzeuge eignen und umgekehrt. Tatsächlich muss die notwendige Abstufung noch viel feiner erfolgen. Heute suchen die Konstrukteure der Federung vor allem eine Eigenschaft zu verleihen, nämlich diejenige der progressiven Arbeitsweise oder der variablen Flexibilität; mit andern Worten soll die Federung bei allen Belastungszuständen gleich arbeiten, also bei höherer Belastung härter werden und zudem auch starke und schwache Stösse in ähnlichem Mass absorbieren. Diese Aufgabe ist praktisch nur mit mehr oder weniger grosser Annäherung lösbar; in letzter Zeit sind erfreulicherweise Fortschritte in diesen Belangen zu verzeichnen, die sich auf die Fahreigenschaften günstig auswirken. Der Reibungsstossdämpfer G. M. S. mit variabler Dämpfung. Eine schweizerische Neukonstruktion auf diesem Gebiet wird am kommenden Genfer Automobilsalon ausgestellt sein. Es handelt sich um einen in beiden Schwingungsrichtungen arbeitenden Reibungsstossdämpfer der westschweizerischen Firma V. Meylan & Sohn (Renens), dessen Hauptmerkmal in einer variablen Dämpfung liegt. Diese hängt von der Stellung des Aufbaues bezüglich der Räder ab. In unmittelbarer Nähe der Normalstellung ist die Dämpfung nur gering, so dass vor allem die Federn zur Absorbtion der Stösse herangezogen werden und die Aufhängung eher weichen Charakter besitzt. Mit zunehmender Schwingungsamplitude, steigt die Dampfung jedoch an, so dass die Federung zunehmend härter wird. Die Amplituden der Schwingungen sowie ihre Zahl bis zur völligen Dämpfung werden auf diese Weise reduziert Von einer bestimmten Amplitude jedoch verringert sich die Dämpfung wieder, um zu verhüten, dass der Stossdämpfer in seiner äussersten Stellung blockiert, was bei der Verwendung von sehr Der Reibungssfossdömpfer G. M. S. mit variabler Dämpfung. weichen Federn und Schwingungsdämpfer mit hartem Charakter schon vorgekommen ist. Den Aufbau des Stossdämpfers G. M. S. zeigen die beiden Illustrationen. Grundsätzlich handelt es sich um eine kleine Zweibacken-Trommelbremse; die Schwingungen des mit der Trommel verbundenen Stossdämpferhebels, der mit seinem äusseren Ende mit dem Fahrgestell verbunden ist, werden durch den Anpressdruck der Innenansieht des Dämpfungsmeehanismus. 1 Bremstrommel; 2 Dämpfungsbacken, Druckseite; 3 Spreiznocke; 4 Zwischenhebel; 5 Kugellager; 6 Sehwingnocke; 7 Welle des Stossdämpferarms; 8 Sehraube zur Grundeinstellung; 9 Drehpunkte der Dämpfungsbacken, ovale Einstellschlitze; 10 Verstellung der Dämpfung. beiden Backen an die Innenfläche der Trommel gebremst. Der Stossdämpferarm verursacht nicht nur die alternative Rotationsbewegung der Trommel, sondern spreizt über eine Uebersetzung gleichzeitig auch die beiden Dämpf ungs- CITROEN-CABRIOLET Auch auf Wagen mit selbsttragendem Fahrgestell, wo dies technisch nicht immer leicht zu lösen ist, werden von unseren Automobilisten Cabriolet-Karosserien verlangt. Auf dem grossen Sechszylinder-Citroen hat die Carrosserie Worblaufen (Fritz Ramseier & Co.) dieser Nachfrage entsprechend ein Cabriolet entwickelt, das weitgehend die Grundelemente der Citroen-Karosse verwendet, aber durch verschiedene zusätzliche Elemente eine der Limousine ebenbürtige Torstonsund Biegefestigkeit erhielt. Das zweitürige, 4—5sitzige Cabriolet mit 4 Fenstern, dessen Frontgestaltung die Citroen-Li^'en beibehielt, kostet rund 20 000 Franken. backen, die so an die Trommel gepresst werden. Das Ausmass der Spreizung ist jedoch nicht konstant, sondern ändert sich mit dem Schwingungswinkel, wodurch eben die obenerwähnte variable Dämpfung erzielt wird. Der Stossdämpferarm ist starr mit einer zentralen Kreisnocke verbunden, die über ein Hebelwerk die Exzenternocke, die die beiden Backen spreizt, um einen verschieden grossen Winkel dreht. Die Nockenform ist aus der Zeichnung ersichtlich. Ueber ein kleines Kugellager wird die alternierende Rotation der Nocke auf ein kurzes Zwischenstück und über einen Uebersetzungshebel auf die rechteckige Exzenternocke übertragen, die den Spreizdruck ausübt. Wie aus der Nokkenform hervorgeht, nimmt die Spreizung anfänglich mit zunehmender Schwingung zu, um sich dann wieder zu reduzieren. Durch eine Aenderung der Distanz zwischen den beiden unteren festen Drehpunkten der Dämpfungsbacken, die durch einfache Drehung einer am Gehäuse angebrachten Mutter erfolgt, kann die Härte der Dämpfung in ziemlich weitem Rahmen verschieden eingestellt werden. Nach den Angaben des Konstrukteurs hat sich dieser Stossdämpfer während längeren Versuchen bewährt und eignet sich sowohl für amerikanische und europäische Personenwagen wie auch für Sport- und Rennfahrzeuge. Weitere vom Hersteller geltend gemachte Vorteile sind das Fehlen jeglichen Unterhaltes oder einer Schmierung sowie das. Verhüten der Wagenneigung bei starkem Bremsen. KLEINE UMSCHAU Die Boeint-Kleinturbine. Von der amerikanischen Klein-Gasturbine der Boeing-Werke vernimmt man, dass sie bei einem Gewicht von rund 500 kg 200 PS abgebe und durch ein einstufiges Radialgebläse aufgeladen wird. Die Verbrennungsenergie wird durch zwei Turbinenräder ausgenützt, von denen das erste bei einer Drehzahl von 36 000/min die Hilfsaggregate antreibt, während das zweite mit einer Drehzahl von 24 000/min zur Leistungsentnahme dient; die Abtriebswelle ist auf 2500 T/min untersetzt. Diese Verwirklichung eines Doppelturbinenaggregates und seine Möglichkeiten für den Fahrzeugantrieb wurden in der « AR » Nr. 43/1948 behandelt. Chrysler 1949. Die neuen Modelle der Chrysler-Corporatiofi werden erstmals am Genfer Salon ausgestellt werden. Die hauptsächlichsten Aenderungen bestehen in vollständig neuen Karosserieformen, zahlreichen Detailmodifikationen sowie Varianten mit kürzeren Radständen bei Plymouth sowie den kleineren Modellen von De Soto und Dodge. Die letztere Marke baut zudem ein neues Zweisitzercabriolet. Die kommenden Modelle besitzen vergrösserten Innenraum bei jedoch reduzierter Gesamtbreite. Eine Beschreibung dieser Typen erscheint in der 1. Salon-Nummer der « AR ». Anlasslich des kommenden Automobilsalons in Genf zeigen wir Ihnen am Stand Nr. 861: die vollautomatische Ventilschleifmaschine • Hohe Schleifgeschwindigkeit • Äusserst kurzes Einspannen der Ventilkegel • Staubgeschützte Getriebe- und Schlittenführungen Preis mit Normalzubehör Fr. 1030.— 0K0 Die einzige Ventilschleifmaschine mit vollautomatischer Schleifvorrichtung, daher ein absolut präziser und sauberer Hochglanzschliff Über hundert dieser Maschinen bewahren sich seif Jahren in der Schweiz GROSSENBACHER & CO. 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