Bahnsport 07/2018

mce71

Liebe BSA-Leser, herzlich willkommen zur aktuellen Ausgabe. Wir sind derweil im Juli und somit mitten in der Sommersaison angekommen. Und während man anderswo vom Sommerloch spricht, geht’s bei uns erst so richtig rund. Oder auch heiß her. Und zwar in jeder Beziehung. Aber der Reihe nach! Zunächst wollen wir Team Russland zum Mannschaftsweltmeister gratulieren! Beim Speedway of Nations im polnischen Breslau holten die Russen vor England und der Gastgebermannschaft Polen die begehrte Goldmedaille, sie haben damit eindrucksvoll gezeigt, dass längst nicht nur auf Eis, sondern auch auf Sand mit ihnen zu rechnen ist.

48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 7/18

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Keine Challenge-Wildcard

für Kai Huckenbeck!

SPEEDWAY-WM: Fredrik Lindgren setzt sich an die Spitze

QUALIFIKATION: Nur Kevin Wölbert kann sich durchsetzen

SPEEDWAY OF NATIONS: Russland holt sich den 1. Titel


JULI-HIGHLIGHT:

EM-Finale der Gespanne

in der Hümmlingring-Arena

Stephan Katt und Romano Hummel

sorgen im Rahmenprogramm für Action

Am Samstag, 21. Juli 2018, ist es wieder soweit: Heiße Rennen, spannende

Kämpfe und atemberaubende Motorengeräusche warten auf

jeden motorsportbegeisterten Fan.

In diesem Jahr dürfen sich vor allem wieder die Fans der Gespannklasse

freuen. Nach dem Finale der Deutschen Meisterschaft im letzten

Jahr, haben es die Werlter in diesem Jahr geschafft, sich die Europameisterschaft

der Gespanne zu angeln. Eines sei bei diesem Prädikat

versprochen: Keines der jeweiligen Teams wird dabei auch nur einen

Meter auf der 541 Meter langen und anspruchsvollen Sandbahn

verschenken. Rad-an-Rad-Kämpfe sind dabei vorprogrammiert, denn

am Ende des Tages möchte jedes der zwölf Teams der Europameister

2018 sein. Fest gesetzt für das Finale sind die deutschen Teams um

Markus Venus und Markus Brandhofer. Auch das niederländische

Team um William Matthijssen sowie das englische Team um Mitch

Godden wurden bereits von ihren Föderationen fest für das Finale gesetzt.

Eine Woche vor dem Finale am 15. Juli 2018 qualifizieren sich

die letzten Fahrer für das Finale beim befreundeten niederländischen

Club in Roden.

Für spektakuläre Rennen im Rahmenprogramm werden auch die nationalen

und internationalen Solisten sorgen. Hier konnte der MSC

Werlte in der internationalen Soloklasse die Lokalmatadoren und

Clubfahrer Bernd Diener und Jörg Tebbe verpflichten. Ebenso lassen

es sich Youngster Lukas Fienhage, Stephan Katt, Christian „Hülse“

Markus Venus und Markus Heiß

sind heiß auf den EM-Titel

Und auch Markus Brandhofer/Tim Scheunemann

wollen kräftig mitmischen • Fotos: Ubbo Bandy

Hülshorst, die Engländer James Shanes

und Andrew Appleton sowie die niederländischen

Bahnsportakteure Henry van

der Steen, Romano Hummel und Nachwuchstalent

Dave Meijerink nicht nehmen,

um den Sieg zu fighten. Weitere Verhandlungen

laufen mit Max Dilger und Josef

Franc.

Die B-Lizenz Solo wird wie gewohnt auch

nicht zu kurz kommen. Werlte-Clubfahrer

und Nachwuchstalent Fabian Wachs sowie

Kevin Teager werden ihrer Konkurrenz den

Kampf ansagen und vor ihrer Heimkulisse

ihr Bestes geben, um am Ende des Renntages

auf dem Treppchen stehen zu können.

Traditionell wird das Deka-Handicap-

Solo-Finale, bei dem die ersten drei Fahrer

der B-Lizenz Solo über fünf Runden gegen

die ersten drei Fahrer der I-Lizenz Solo antreten

werden, den krönenden Abschluss

liefern. Wer dann noch Lust hat, mit den

Siegern zu feiern, kann sich auf die After-

Race-Party im Festzelt freuen! Also Fans

des Bahnsports, macht euch auf nach

Werlte und lasst euch das Event nicht entgehen!

Denn: Euch erwartet ein Rennen

der Superlative. Wir freuen uns schon

jetzt auf euch!

Trainingsbeginn ab 13:00 Uhr; Fahrervorstellung

18:00 Uhr; Rennbeginn 18:30 Uhr;

Eintrittspreis 18,- Euro für Erwachsene.

Termin: 21. Juli 2018 - Int. 48. ADAC-

Flutlicht-Sandbahnrennen Werlte


INHALT & EDITORIAL

Sommerloch?

Nicht bei uns!

Historischer Sieg: Die Russen (mit v.l. Emil Saifutdinow, Gleb Tschugunow und Artem Laguta) 16

holten sich den ersten „Speedway of Nations“-WM-Titel • Foto: Jarek Pabijan

SPEEDWAY

WM: GP 2 - Prag/CZ 6

WM: Qualirunden 1 - 3 Zarnovica/SK,

Slangerup/DK, Lonigo/I 11

WM: Qualirunde 4 Abensberg/D 12

WM: SoN Race-off 1 Teterow/D 14

WM: SoN Race-off 2 Manchester/GB 15

WM: SoN Finale 1 + 2 Wroclaw/PL 16

WM: Junioren - Qualirunde 1 - 3

Liberec/CZ, Vetlanda/S, Rawicz/PL 20

EM: Junioren - Semi 1 Rivne/UKR

Jugend-Europa-Cup 250 Randers/DK 21

DM: Paarcup Wittstock 24

Bundesliga Stralsund

Team Cup Landshut 25

Güstrow + Teterow 26

Norden + Mulmshorn 28

German Open Olching 30

22

LANGBAHN

WM - Finale 2 - Marienbad/CZ 22

SANDBAHN

Altrip 32

GRASBAHN/POKAL SWG.

Teterow + Osnabrück (Pokal Swg.) 34

SONSTIGES

Vorschau Werlte 2

People & Facts 4

International 36

Bazar 39

Vorschauen 44

Termine/Impressum/

Letzte Meldungen 46

Vorschau Landshut 47

Bernd Diener qualifizierte sich für den Langbahn-WM-Challenge in Bielefeld

• Foto: Jesper Veldhuizen

Zum Titelbild: Kai Huckenbeck vor Kjastas Puodzuks beim „Speedway of Nations“ • Foto: Klaus Goffelmeyer

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

herzlich willkommen zur aktuellen Ausgabe.

Wir sind derweil im Juli und somit mitten in der

Sommersaison angekommen. Und während

man anderswo vom Sommerloch spricht, geht’s

bei uns erst so richtig rund. Oder auch heiß her.

Und zwar in jeder Beziehung. Aber der Reihe

nach! Zunächst wollen wir Team Russland zum

Mannschaftsweltmeister gratulieren! Beim

Speedway of Nations im polnischen Breslau

holten die Russen vor England und der Gastgebermannschaft

Polen die begehrte Goldmedaille,

sie haben damit eindrucksvoll gezeigt, dass

längst nicht nur auf Eis, sondern auch auf Sand

mit ihnen zu rechnen ist. Team Deutschland

ging währenddessen mit Kai Huckenbeck und

Martin Smolinski und U21-Fahrer Michi Härtel

an den Start, konnte aber nach einer zunächst

sehr guten Qualifikation – eine Woche zuvor in

Teterow – in Breslau leider nicht an diesen Achtungserfolg

anknüpfen. So viel dazu. Aber Blick

nach vorn. Denn großartige Events stehen auch

im Juli vor der Tür! So zum Beispiel wird heuer

schon Ende Juli die Entscheidung über den direkten

Einzug in die Speedway-Königsklasse

2019 fallen. Denn nach neuem Reglement und

dem Wegfallen der Semis führt der Weg direkt

über die vier Qualirunden in den Challenge und

von da aus weiter – und auch unter Berücksichtigung

der Wildcards, über die/se aktuell (und

ja eigentlich immer) so heiß diskutiert wird.

Und so langsam erschließt sich mir auch, wie

die wilde Karte denn einmal zu ihrem Namen

gekommen sein muss. Fakt ist, um dieses Privileg

(!) wird es immer wilde und gegensätzliche

Ansichten geben. Und des einen Freud’, ist des

andern Leid, egal wie die FIM (und weshalb) das

in letzter Konsequenz entscheidet. Am besten

steht da in dem Fall jedenfalls aktuell der Lonigo-Drittplatzierte

Kevin Wölbert da, Chance aus

eigener Kraft genutzt und fertig! Alles schön

und gut und leichter gesagt, als getan. Denn

(auch) diese Chance hatte ein Kai Huckenbeck

halt nie. So was sollte in Zukunft vermieden

werden. Wie auch immer, für dieses Jahr ist es

jetzt so, wie es ist ... und deshalb werden wir

natürlich Kevin Wölbert und Martin Smolinski

auch ganz fest die Daumen für ein Weiterkommen

in Landshut drücken. Denn unterm Strich

steht hier keiner unverdient am Start! So viel ist

auch mal klar. In diesem Sinne „Make good

things happen“, heißt so viel wie (im Fußball)

„nach vorne, Jungs!“

Leider erreichte uns parallel zum Redaktionsschluss

die Information über den Sturz bei der

Langbahn-WM in La Réole von Martin Smolinski

und Michi Härtel. Genaueres wissen wir an der

Stelle noch nicht, wünschen aber beiden ganz

herzlich gute Besserung! Und falls Sie, liebe Leser,

Ihre wohlverdienten Sommerferien noch

vor sich haben, so wünschen wir Ihnen einen

schönen Urlaub und vielleicht nehmen Sie uns

im besten Fall als Lektüre ja sogar mit. Also, viel

Spaß beim Lesen und natürlich beim Live-

Dabeisein auf den Rennplätzen!

MfG

Nadine P.

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

Veranstalter-Wildcard für Martin Smolinski (links) ... Kai

Huckenbeck geht leider leer aus • Foto: Daniel Sievers

Jeden

Cent wert

daytona ® ist der Inbegriff für hochwertige Motorradstiefel.

38 Modelle für die Straße und den Rennsport.

Handarbeit aus über 100 hochwertigen Einzelteilen.

Unser Stiefel des Monats:

Trans Open GTX¨

Enduro- und Tourenstiefel

mit dickem Leder.

Bequem und leicht bei

maximalem Schutz.

Made in Germany

Ihren Händler finden Sie unter www.daytona.de.

Keine Wildcard für Huckenbeck

Vor dieser Saison bekam der DMSB drei Startplätze für die Speedway-

WM-Qualifikationen. Darüber hinaus sollte der GP-Challenge in Landshut

stattfinden und in der Regel bekommt ein Vertreter des nationalen Verbandes

auch einen Platz. Da der DMSB fristgerecht Kai Huckenbeck als

deutschen Wildcardfahrer für den GP-Challenge nominiert hatte, ging

man fest davon aus, dass der Weltverband dem Vorschlag folgen würde.

Aus diesem Grund wurde der Fahrer aus Werlte bei der Fahrereinteilung

für die WM-Qualifikationen übergangen.

Alles schien bis zum 29. Mai in Ordnung zu sein. An diesem Tag teilte CCP-

Präsident Armando Castagna dem deutschen Verband mit, dass nicht Kai

Huckenbeck, sondern Martin Smolinski in Ellermühle als Wildcardfahrer

starten wird. Der Olchinger schied in der WM-Quali in Abensberg als

Sechster knapp aus und konnte sich um eine der drei sich im Pool des

Weltverbandes befindenden Wildcards bewerben. Das tat der 33-Jährige

auch. Die FIM aber beschloss, dem Fahrer nicht eine der drei eigenen,

sondern die „nationale“ Wildcard zu geben. Dadurch wurde Kai Huckenbeck

aus dem Challenge ausgebootet und muss noch mindestens ein Jahr

länger auf seine GP-Chance warten.

Der 25-Jährige befindet sich in dieser Saison in sehr guter Form und hätte

in Landshut eine gute Chance gehabt, sich für die GP-Serie zu qualifizieren.

Aufgrund „der Sünde der Mutmaßung“ des deutschen Verbandes

wurde „Hucke“ um diese Chance gebracht. Tatsache ist nämlich, dass die

FIM den Vorschlag, Huckenbeck in Landshut fahren zu lassen, niemals bestätigt

hatte. Verständlicherweise war der Fahrer sprachlos und schockiert,

als Christian Froschauer, Chef des DMSB-Fachausschusses Bahnsport,

ihm diese Nachricht überbrachte. • Georg Dobes

Auf Nachfrage bei der FIM erhielten wir folgende Stellungnahme: Das

FIM-CCP-Büro hat die Wildcard aus sportlichen Gründen an Martin Smolinski

vergeben. Da er sich in der Qualifikationsrunde in Abensberg nicht

für den GP qualifizieren konnte, verdient er eine weitere Chance.

(Original in Englisch: The FIM CCP Bureau decided to give the Wild Card

place to Martin Smolinski for sporting reasons, he just missed the qualifying

spot in the Qualifying Round in Abensberg and the Bureau think that

he deserves another chance.)

Auf Nachfrage beim DMSB erhielten wir keine Stellungnahme!

PS: Die 3 FIM-Wildcards gingen an Vaclav Milik (CZ), Piotr Pawlicki (PL) und

Robert Lambert (GB).


Nachruf Heinz Gilb

Die Motorsportvereinigung Herx- heim trauert um ihren Ehrenvorsitzenden

Heinz Gilb. Mit großer Bestürzung haben wir bei den Aufbauarbeiten

zum Sandbahnrennen an Christi Himmelfahrt 2018 die Nachricht seines

Todes im Alter von 81 Jahren vernommen.

Sein Tod, gerade zwei Tage vor dem großen Rennen an Himmelfahrt, hätte

nicht bezeichnender sein können. Denn die Herxheimer Motorradrennen

waren sein Leben. 62 Jahre lang hat er diese aktiv und ohne Unterbrechung

mitgestaltet!

Mit 19 Jahren hat er 1956 als Kartenverkäufer begonnen – mit einer sogenannten

„Fliegenden Kasse“, wie man damals sagte. Es war das 29. Sandbahnrennen.

Wenige Tage vor dem nunmehr 120. Herxheimer Sandbahnrennen

hat er sich – bereits im Krankenbett – noch um einige organisatorische

Probleme zu diesem Rennen gekümmert. Man kann mit Fug und Recht

sagen, dass er bis zu seinem letzten Atemzug um die MSVH besorgt war.

Bereits 1962 wurde er als Geschäftsführer in die Vorstandschaft der

MSVH aufgenommen. Weitere Stationen folgten, u. a. als ZBV von Arnold

Frey, bis hin zum Posten des Stellvertretenden Schatzmeisters, den er

dann bis 1978 innehatte. 1978 wurde er dann zum 2. Vorsitzenden gewählt,

eine Funktion, die er 28 Jahre ausübte. Diese 28 Jahre waren durch

große Ereignisse geprägt. Neben den jährlichen Traditionsrennen an

Christi Himmelfahrt stand eine Vielzahl von Welt- und Deutschen Meisterschaften

auf der Agenda. Bei all diesen Veranstaltungen, wenn ich richtig

gezählt habe, waren es rund 60 Rennen, hat Heinz Gilb nicht nur seine Arbeitskraft,

sondern auch sein Herzblut eingebracht – und es sind auch

durch seinen Einsatz durchweg Erfolge für den Club geworden.

Hervorzuheben ist aber vor allem sein ausgleichendes und herzliches Wesen,

das ihn zur „guten Seele“ des Clubs werden ließ. Dies und seine soziale

Kompetenz brachten es automatisch mit sich, dass er auch für die

gesellschaftlichen Veranstaltungen zuständig war. In der Organisation

von Festen, Vereinsausflügen und Ähnlichem war er unschlagbar.

Humor war stets dabei – so kann man auch die ernsten und manchmal unangenehmen

Dinge des Lebens besser ertragen. Bei seinem Ausscheiden

aus dem Amt des 2. Vorsitzenden wurde er 2008 zum Ehrenvorsitzenden

ernannt. Aber auch danach war er weiter im Clubleben aktiv. Die Organisation

der Vereinsausfahrten, der

jährlichen Motorsportparty, das Versicherungswesen

und diverse andere

Aufgaben wurden von Heinz auch

weiterhin mit Bravour und Leidenschaft

erledigt. Auch wenn seine Gesundheit

in den letzten Jahres vieles

nicht mehr möglich machte, so ist

doch eines bis zuletzt geblieben: Seine

Tombola, für die er monatelang arbeitete,

war der Höhepunkt bei der

alljährlichen Motorsportparty.

Heinz war mit Leib und Seele dem

Herxheimer Motorsport verbunden.

Auf ihn war stets Verlass. Wenn er sage:

„Ich mach das!“ Dann war es gemacht!

Die MSVH verliert einen Motorsportler

von Schrot und Korn, dem

man zu großem Dank verpflichtet ist.

Sein Zuspruch und seine Begeisterung

für die Herxheimer Motorradrennen werden fehlen.

Edelbert Müller, 1. Vorsitzender MSV Herxheim

Ari Koponen verstorben

Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tode Ari Koponens

vernommen. Ari wurde nur 58 Jahre alt. Der am 20. Juli 1959 in Lahti/Finnland

geborene Koponen verstarb am 28. April 2018.

Zu Aris Erfolgen zählen zwei Teilnahmen am Finale der U21-WM 1979 und

1980. Außerdem wurde er 1983 finnischer Meister. Von 1978 bis 1985 war

er in der englischen Liga für verschiedene Clubs am Start und dort als konstanter

Punktesammler bekannt.

Kurz vor Redaktionsschluss ...

Michi Härtel und Martin

Smolinski: Crash in La Réole

Schock beim Langbahn-WM-Lauf in La Réole: Vizeweltmeister

Michi Härtel und Martin Smolinski stürzten in Lauf 13 schwer.

Beim Angriff Smolis auf den zweitplatzierten Härtel, verlor Smoli

die Kontrolle über sein Bike, das sich selbstständig machte und

in Härtels Fahrlinie flog. Härtel konnte nicht mehr ausweichen

und landete kopfüber auf der Bahn. Glück im Unglück: Die Untersuchungen

im Krankenhaus ergaben eine Fraktur des rechten Unterarms.

Härtel trat die Heimreise an, um zu Hause in Dingolfing

abklären zu lassen, ob er operiert werden muss.

Über Martin Smolinskis Gesundheitszustand war zu Redaktionsschluss

nur zu erfahren, dass er wahrscheinlich keine ernsthafteren

Verletzungen davongetragen hat.

+

Auch Sie können mit einer kleinen Spende

auf nachfolgend genanntes Konto helfen.

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ Raiffeisenbank Rodenbach IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 5


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 2 - Prag/CZ

Top-3 in Prag (v.l.): Patryk Dudek,

Fredrik Lindgren und Emil Saifutdinow

Fredrik Lindgren befindet sich seit dem Saisonanfang

in glänzender Form. Der Schwede fährt

in der polnischen Ekstraliga sehr stark und gab

auch beim GP-Auftakt eine Galavorstellung, obwohl

er dort am Ende nur Dritter wurde. Nach

Prag kam der 32-Jährige als WM-Führender,

aber der Rennanfang war für ihn nicht ganz optimal.

Lindgren sammelte fleißig Punkte, aber

auf den ersten Sieg musste er bis zum letzten

Durchgang warten, als der Skandinavier in Heat

17 vor Emil Saifutdinow, Jason Doyle und Artem

Laguta als Erster den Zielstrich kreuzte. Der erste

Semifinallauf musste wiederholt werden.

Eingangs der zweiten Kurve griff Lindgren den

an 2. Stelle liegenden Nicki Pedersen innen an

und der Däne stürzte. Da es zwischen den beiden

Piloten zu keinem Kontakt kam, schloss

Krister Gardell aus Schweden den dreifachen

Weltmeister vom Re-run aus. In der Wiederholung

ließ der Schwede seinen Gegnern keine

Chance und siegte souverän, obwohl er nach

dem Start Letzter war. Im Finale legte Lindgren

von der Innenbahn einen eher mäßigen Start

hin und lag zunächst an 2. Position. Auf der Gerade

ließ er Tai Woffinden am Zaun keinen Platz,

wodurch der Engländer keine Rolle mehr spielte.

Danach jagte der WM-Leader vehement den

führenden Patryk Dudek, musste sich jedoch

auch gegen Attacken von Saifutdinow erwehren.

In der Zielkurve startete der Schwede außen

einen phänomenalen Angriff und hatte im

Ziel einen Meter Vorsprung. Es war eine Augenweide!

Bei der Siegerehrung stand Lindgren

zum dritten Mal ganz oben auf einem GP-Podest

in seiner sportlichen Laufbahn. „Ich konnte

heute lange keinen Lauf gewinnen und war

etwas verzweifelt. Doch danach lief es wie geschmiert.

Im Finale in der Zielkurve setzte ich

alles auf eine Karte und es hat wunderbar geklappt.

Ich spürte, dass ich sehr schnell war. So

ein Erfolg hat einen ganz besonderen Geschmack,

weil Patryk sich in der Endphase glänzend

präsentierte“, sagte Lindgren, der auf der

353 Meter langen Strecke insgesamt 16 Punkte

erzielte und in der WM-Wertung weiterhin an

der Spitze liegt.

Patryk Dudek schied in Warschau im Semifinale

aus, aber im Marketa-Stadion sah es zunächst

so aus, als ob der Pole nicht mal diese Rennphase

erreichen könnte. Nach drei Durchgängen

hatte der Vizeweltmeister nämlich nur

3 Punkte. Doch dann holte Dudek zwei Siege

und qualifizierte sich als fünftbester Fahrer der

Vorläufe für die nächste Runde. In Heat 22 lag

der 25-Jährige in Front, aber Janowski stürzte

und das Rennen wurde abgebrochen. Im Re-run

meldete sich Dudek als Erster im Ziel und im

Endlauf unterlag er vor über 10.000 Zuschauern

Lindgren. „Ich freue mich, dass ich den Endlauf

erreicht habe, denn nach drei Läufen war ich

fast am Verzweifeln. Schade, dass ich im Finale

die Chance nicht genutzt habe. Fredrik hat mich

müde gemacht und konnte mich dann auf den

letzten Metern täuschen. Auf jeden Fall war ich

in diesem Moment langsamer als er“, so der Pilot.

Dudek schrieb im Marketa-Stadion insgesamt

14 Punkte und liegt im WM-Klassement an

3. Position, doch sein Rückstand auf Lindgren

beträgt schon 8 Zähler.

Emil Saifutdinow verpasste in Warschau das

Semifinale und war nach der GP-Auftaktrunde

logischerweise enttäuscht. Teils lag es an einer

sinnlosen Aktion von Kasprzak, teils aber fuhr

der Russe in Polen doch etwas unter seinen Erwartungen

und Möglichkeiten. Im Marketa-Stadion

präsentierte sich der 28-Jährige deutlich

besser. Er verzeichnete in den Vorläufen zwei

Siege und schloss diese Rennphase mit 12 Zählern

als zweitbester Pilot ab. In Lauf 22 kollidierte

der innen fahrende Saifutdinow ausgangs

der zweiten Kurve mit Maciej Janowski

und der Pole stürzte. Der Unparteiische disqualifizierte

„Magic“ und ließ den Russen zur Wiederholung

zu. Es war zwar eine umstrittene,

aber vertretbare Entscheidung von Gardell. Im

Re-run kam der russische Tatar hinter Dudek als

Zweiter ins Ziel. Im Endlauf kämpfte der ehemalige

zweifache Juniorenweltmeister zunächst

mit Lindgren um die 2. Position, zog jedoch den

Kürzeren und wurde letztendlich Dritter. Er holte

in Prag insgesamt 15 Punkte und ist momentan

WM-Fünfter. „Die Befeuchtung der Strecke

spielte heute eine große Rolle, denn die Bahn

war stellenweise sehr glatt. Einen gewissen

Einfluss darauf hatte sicherlich die Wärme. Ich

freue mich über mein Abschneiden. Im GP geht

es darum, viele Punkte zu holen, und das ist mir

heute ganz gut gelungen“, sagte Saifutdinow.

Tai Woffinden gewann zwar in Warschau, kam

aber als WM-Zweiter mit einem Punkt Rückstand

auf Lindgren nach Tschechien. Der Engländer,

der in Prag bereits dreimal gewonnen

hatte (2012, 2013 und 2014) zeigte sich in einer

brillanten Verfassung und dominierte die Qualifikation

klar. In dieser Rennphase schrieb „Woffy“

respektable 14 Punkte. Er beugte sich nur in

Heat 15 Laguta. Der 27-Jährige lag in diesem

Rennen zunächst an letzter Stelle, konnte aber

Janowski und Pawlicki niederringen. Die zweite

Niederlage brachte ihm im Semifinale Lindgren,

der in der Endphase des Turniers unheimlich

schnell war, bei. Im Finale startete der

27-Jährige gut und war auf der Gerade sehr

schnell, aber der innen fahrende Lindgren ließ

dem Engländer an der Bande keinen Platz. Woffinden

konnte sich zwar vor einem Sturz retten,

verlor jedoch den Anschluss und hatte keine

Chance mehr, ins Geschehen einzugreifen. Die

harte, an ein Foul grenzende Aktion des Schweden

gefiel dem zweifachen Weltmeister überhaupt

nicht. Er fuhr ostentativ weiter und ließ

sich überrunden. Nach der Siegerehrung, als

Lindgren ins Fahrerlager kam, näherte sich Woffinden

dem Tagessieger und flüsterte ihm etwas

ins Ohr. Es waren wohl keine Glückwünsche,

denn das Gesicht des Skandinaviers wur-

6 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


Fast Freddie

Fredrik Lindgren entriss in der tschechischen Hauptstadt Patryk Dudek

den Sieg kurz vor dem Ziel und führt die WM weiterhin an.

Tai Woffinden wurde im Finale Vierter.

Prag-Sieger und WM-Leader Fredrik Lindgren, hier gegen Przemyslaw Pawlicki

de immer ernster und nervöser. Zum Glück gingen

mehrere Außenstehende dazwischen und

trennten die Fahrer. Woffinden übte danach

harte Kritik am Unparteiischen. „Mir fehlen die

Worte, um die Entscheidungen des Referees zu

beschreiben. Wer war heute Schiedsrichter?

Ein Schwede. Mit wem bin ich kollidiert? Mit einem

Schweden! Sollte ein Schwede einen anderen

Schweden disqualifizieren?“, fragte der

sichtlich aufgebrachte Engländer rhetorisch.

„Ich war wohl zur falschen Zeit am falschen Ort.

Das war übrigens nicht die einzige fragwürdige

Entscheidung von Gardell. Mit dem Sturz von

Maciej Janowski war es ähnlich“, fügte er hinzu.

Woffinden erkämpfte im Marketa-Stadion

16 Punkte und liegt in der WM-Wertung hinter

Lindgren, hat jedoch nur einen Zähler weniger.

Maciej Janowski war nach drei Durchgängen

noch ungeschlagen, aber in Rennen 15 blieb er

überraschend ohne Punkte. In den Vorläufen erzielte

der Pole dann 11 Punkte und zog als Drittbester

ins Semifinale ein, wo er jedoch stürzte

und disqualifiziert wurde. „Magic“ wurde Tagesfünfter

und ist zurzeit WM-Vierter. „Ich bin

etwas enttäuscht, weil ich mit dem Einzug ins

Finale gerechnet habe. Die Kollision mit Saifutdinow

will ich nicht kommentieren. Wir kämpfen

beide um Medaillen und es kann immer wieder

zu solchen Situationen kommen. Das Turnier

war eine Lotterie. Die Bahnverhältnisse änderten

sich ständig. Man musste sehr achtsam

sein und immer wieder schnell reagieren können.

In der Endphase hatte ich keine guten

Starts“, fasste Janowski den Rennverlauf zusammen.

Nach einem völlig missglückten GP-

Start in Warschau wollte Jason Doyle in Tschechien

ein deutlich besseres Ergebnis erzielen.

Zunächst sah es jedoch so aus, als ob der Weltmeister

wieder Probleme haben könnte, die

Qualifikation zu überstehen. Nach drei Durchgängen

hatte er nur 4 Punkte vorzuweisen, in

Heat 16 aber kreuzte der Australier endlich als

Sieger die Ziellinie. Mit 8 Zählern qualifizierte

sich der 32-Jährige fürs Semifinale, wo er hinter

Lindgren und Woffinden Dritter wurde und ausschied.

Die Performance von Nicki Pedersen

kann man nur mit einem Wort beschreiben: Rollercoaster.

Der dreifache Weltmeister fing mit

einem Sieg an, doch dann folgten zwei Nullfahrten.

Es schien, als ob der Däne wieder vorzeitig

ausscheiden würde, doch der 41-Jährige konnte

sich danach deutlich steigern. Er holte in den

restlichen Rennen 5 Zähler und kam in die

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 7


SPEEDWAY-WM

Tai Woffinden siegt im Auftaktheat

vor Fredrik Lindgren, Niels-Kristian Iversen

und Vaclav Milik

nächste Runde. In Lauf 21 stürzte der Däne und

wurde ausgeschlossen. Er landete auf Tagesrang

7. Artem Laguta belegte in Warschau einen

hervorragenden 4. Rang und bewies in Prag,

dass das keine Eintagsfliege war. Der Russe

konnte zwar nicht ganz an seine Leistung in Polen

anknüpfen, holte jedoch in den Vorläufen

einen Sieg und zog mit 7 Zählern gerade noch

als Achter ins Semifinale ein, wo für ihn jedoch

Endstation war. Der Fahrer liegt im WM-Klassement

an 6. Stelle und hat 11 Punkte weniger als

Lindgren.

Matej Zagar fuhr zwei Wochen zuvor im Semifinale,

aber in Prag konnte er sein Resultat nicht

wiederholen. Der Slowene war nach 20 Rennen

mit Laguta punktgleich und hatte auch einen

Dreier vorzuweisen, aber in den restlichen Läufen

kam er nicht über den 3. Platz hinaus. Der

35-Jährige wurde letztendlich Neunter. Auch

Greg Hancock konnte – wie schon in der polnischen

Hauptstadt – seine Motorräder nach den

Vorläufen packen. Der 47-Jährige errang im

Marketa-Stadion keinen einzigen Sieg und landete

auf Rang 10. „Ich weiß nicht so richtig, was

heute passiert ist. Ich muss einige Änderungen

an meiner Technik vornehmen, wenn ich um

vordere Plätze kämpfen will. Auf jeden Fall fehlt

noch sehr viel, bevor ich sagen könnte, dass alles

ideal läuft“, analysierte der US-Amerikaner

seinen Auftritt. Im Vorjahr stand Vaclav Milik in

Prag auf dem Podium, aber diesmal lief es für

den Tschechen nicht mehr so rund. Der 25-Jährige

hatte einen Dreier zu verzeichnen, belegte

jedoch mit 6 Zählern nur Rang 11. „Meine Erwartungen

waren heute größer. Ich wollte zumindest

ins Semifinale kommen. Das war mein

Plan. Das Rennen war sehr ausgeglichen. Mir

fehlte nur ein Punkt, um das gesetzte Ziel zu erreichen.

Die Bahnverhältnisse waren heute etwas

anders als sonst. Irgendwie konnte ich

mich nicht daran anpassen“, gab der Fahrer zu

Protokoll.

Heiß begehrt: Woffy-Autogrammkarten

Niels-Kristian Iversen ersetzte erneut den am

Fuß verletzten Martin Vaculik, konnte jedoch

wieder nicht richtig überzeugen. Man muss jedoch

erwähnen, dass der Däne immer noch Probleme

mit seiner im vergangenen Jahr verletzten

Schulter hat. In Tschechien erzielte „PUK“

5 Punkte, was für Tagesplatz 12 reichte. Einige

Tage nach dem GP-Rennen hatte Iversen vor,

sich einer Operation zu unterziehen. „Es ist mir

klar, dass ich weder in Warschau noch in Prag

eine gute Performance zeigte. Ein Nerv in der

rechten Schulter funktioniert nicht recht. Das

stört mich sehr. Ich hoffe sehr, dass der chirurgische

Eingriff eine deutliche Besserung bringen

wird“, so der skandinavische Fahrer. Die

weiteren Ränge in Prag belegten Przemyslaw

Pawlicki und Chris Holder. Im Vergleich zu der

polnischen GP-Runde zeigte vor allem der Australier

im Marketa-Stadion eine enttäuschende

Leistung. Deutlich unter den Erwartungen fuhr

auch Bartosz Zmarzlik. Der 27-Jährige erkämpfte

lediglich 4 Zähler und schloss das Turnier als

Fünfzehnter ab. Craig Cook tut sich im GP noch

sehr schwer. Auch im Marketa-Stadion holte

der Engländer lediglich 2 Zähler. Man muss je-

8 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


AM RANDE

Das Rennen im Marketa-Stadion fand am

gleichen Tag wie das Finale der Champions

League in Kiew statt. Die Organisatoren der

tschechischen GP-Runde befürchteten, dass

viele Tschechen vielleicht lieber zu Hause

bleiben würden, um sich das Duell Real Madrid

gegen FC Liverpool anzuschauen. Man

hatte sich sogar mit der Bitte an BSI gewandt,

das Rennen zwei bis drei Stunden früher beginnen

zu lassen, aber der GP-Rechteinhaber

ließ sich nicht überreden. Und er hatte Recht.

Das Stadion füllte sich am Sonnabend bis auf

den letzten Platz. „Die Stadt liebt den Speedway-GP.

Das Stadion war heute voll. Das ist

ein großer Erfolg, wenn man bedenkt, dass

wir keinen vollberechtigten GP-Fahrer haben.

Ich hoffe, das wird sich eines Tages ändern“,

sagte Petr Moravec, der Vorsitzende der

tschechischen Bahnsportkommission.

Start vor vollem Haus: (v.l.) Patryk Dudek, Artem Laguta, Vaclav Milik und Chris Holder

doch sagen, dass er in Heat 7 kein Glück hatte.

Cook kam am besten aus den Bändern und ging

in Führung, doch in der Startkurve stürzte

Doyle. Der Lauf wurde abgebrochen und der

31-Jährige ging im Re-run leer aus. Cook war in

Prag der einzige Pilot, der die türkischen Anlas-

Reifen verwendete. Diese Firma ist einer der GP-

Partner. • Texte: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Der zweitplatzierte Patryk Dudek gegen den drittplatzierten

Emil Saifutdinow .... der Dudek-Clan (rechts) ist begeistert

SPEEDWAY-WM

(nach 2 von 10 Grand Prix)

Pl./Name

Nat. GP1 GP2 Ges.

1. Fredrik Lindgren S 16 16 32

2. Tai Woffinden GB 15 16 31

3. Patryk Dudek PL 10 14 24

4. Maciej Janowski PL 13 11 24

5. Emil Saifutdinow RUS 8 15 23

6. Artem Laguta RUS 13 8 21

7. Matej Zagar SLO 9 7 16

8. Chris Holder AUS 10 5 15

9. Greg Hancock USA 8 7 15

10. Jason Doyle AUS 5 9 14

11. Bartosz Zmarzlik PL 9 4 13

12. Nicki Pedersen DK 2 8 10

13. Niels-Kristian Iversen DK 4 5 9

14. Przemyslaw Pawlicki PL 3 5 8

15. Krzysztof Kasprzak* PL 7 7

16. Vaclav Milik* CZ 6 6

17. Craig Cook GB 2 2 4

18. Maksym Drabik** PL 2 2

19. Bartosz Smektala** PL 2 1

GP2 - Prag/CZ - SF1: Lindgren, Woffinden, Doyle, Pedersen

D; SF2: Dudek, Saifutdinow, Laguta, Janowski

D; Finale: Lindgren, Dudek, Saifutdinow, Woffinden.

*) Wildcard; **) Reserve

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 9


SPEEDWAY-WM

Qualifikationsrunde 1 - Zarnovica/SK

Harte Fights

Nur jeweils die drei besten Fahrer jeder WM-

Qualifikationsrunde konnten den GP-Challenge

in Landshut erreichen, weswegen man am dritten

Mai-Wochenende harte Fights austrug. In

Zarnovica war ein GP-Teilnehmer am Start und

er wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Matej

Zagar erzielte auf der einzigen slowakischen

Speedwaybahn insgesamt 14 Punkte. Die einzige

Niederlage brachte Antonio Lindbäck dem

Slowenen bei. Der Schwede schloss das Qualirennen

ebenfalls mit 14 Zählern ab, da er sich

Janusz Kolodziej in Lauf 10 beugen musste. Zagar

und Lindbäck qualifizierten sich logischerweise

für die nächste WM-Runde, mussten aber

noch ein Stechen um den Tagessieg bestreiten.

Nach einem spannenden Fight meldete sich der

Slowene vor zirka 5000 Zuschauern als Sieger

im Ziel. „Ich will auf Nummer sicher gehen und

im GP bleiben, darum habe ich mich entschlossen,

an der Qualifikation teilzunehmen. Es handelt

sich dabei um nur zwei Rennen in dieser

Saison. Das wirkt sich kaum auf meinen Rennkalender

aus. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Heute habe ich den ersten Schritt gemacht und

ich freue mich schon auf Landshut“, sagte der

35-Jährige nach dem Rennen.

Auch Lindbäck war mit seinem Resultat zufrieden.

„Ich bin immer noch auf der Suche nach

meiner Form von 2016. Ich konnte mich nicht für

die SEC qualifizieren, darum setzte ich mir nun

das Ziel, in den GP zurückzukehren. Vor dem

Rennen war ich etwas nervös, weil drei Qualifikationsplätze

alles andere als viel sind, aber es

hat am Ende alles geklappt. Ich freue mich darüber“,

so der Skandinavier. Die letzte Fahrkarte

nach Bayern sicherte sich Janusz Kolodziej. Der

Pole verzeichnete auf der 400 Meter langen

Strecke vier Siege und kam nur in Heat 16 hinter

Matej Zagar und Jaroslaw Hampel als Dritter ins

Ziel. Enorm wichtig für den 33-Jährigen war sein

Sieg gegen Lindbäck. Der Schwede lag zunächst

in Führung, aber es gelang Kolodziej, in

der letzten Runde an ihm vorbeizuziehen.

Jaroslaw Hampel und Michael Jepsen Jensen gehörten

vor dem Turnier zum Favoritenkreis,

schieden jedoch aus. Der Pole erzielte lediglich

zwei Siege und wurde mit 12 Zählern Gesamtvierter.

Noch schlechter erging es dem 26-jährigen

Skandinavier. Jepsen Jensen holte nur einen

Dreier und belegte am Ende Rang 6.

Martin Vaculik hätte wahrscheinlich an der

Qualifikation auch teilgenommen, wenn er sich

am Saisonanfang keine Verletzung zugezogen

hätte. Der Slowake stürzte Mitte April in England

bei einem Ligarennen und erlitt dabei einen

ziemlich komplizierten Knöchelbruch. Seine

Landsleute spielten auf der heimischen

Strecke keine Rolle. Bester von ihnen war Vaculiks

Neffe David Pacalaj, der lediglich ein Pünktchen

ergattern konnte. • Georg Dobes

Speedway-WM - Qualifikationsrunde 1 - Zarnovica/SK

19.5.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für GP-Challenge in Landshut/D am 28.7.: 1. Matej

Zagar, SLO, 14+3 Punkte; 2. Antonio Lindbäck, S, 14+2;

3. Janusz Kolodziej, PL, 13.

Ausgeschieden: 4. Jaroslaw Hampel, PL, 12; 5. Eduard

Krcmar, CZ, 10; 6. Michael Jepsen Jensen, DK, 10; 7. Gleb

Tschugunow, RUS, 8; 8. Andzejs Lebedevs, LV, 7; 9. Jurica

Pavlic, CRO, 7; 10. Josef Franc, CZ, 7; 11. Matic Ivacic, SLO, 5;

12. Andrej Kudrjaschow, RUS, 5; 13. Ricky Wells, USA, 5;

14. Norbert Magosi, HUN, 2; 15. David Pacalaj, SK, 1; 16. Jan

Mihalik, SK, 0.

Qualifikationsrunde 2 - Slangerup/DK

Wetterkapriolen

Es fehlte nicht viel und das Rennen in Slangerup

hätte wegen Unwetter verlegt werden müssen.

„Um 10:00 Uhr fand das Training statt. Es

war sonnig und heiß, zirka 26 Grad, man konnte

jedoch ein Gewitter nahen hören. Kurz nach

14:00 Uhr kam es dann mit voller Wucht. Durch

das Gewitter standen das Fahrerlager und die

Hälfte der Bahn unter Wasser. Man konnte das

Fahrerlager nicht verlassen, weil es heftig gehagelt

hatte. Danach warteten wir stundenlang

in den Autos, bis man die Strecke wieder befahrbar

gemacht hatte“, schilderte Krzysztof

Kasprzak die Ereignisse des Tages. Mit einer

fünfstündigen Verspätung konnte das Rennen

um 19:30 Uhr endlich beginnen.

Die Bahnverhältnisse waren nach dem Regen

schwierig, aber die Qualifikationsrunde konnte

ohne größere Probleme durchgeführt werden.

Kasprzak kam am besten mit dem anspruchsvollen

Oval zurecht und gewann mit

insgesamt 13 Punkten das Rennen. Der Pole erkämpfte

vor rund 1500 Zuschauern vier Siege

und musste sich nur in Lauf 5 den Schweden

Jacob Thorssell und Kim Nilsson geschlagen

geben. „Ende gut, alles gut. Ich freue mich,

dass ich hier gewonnen und mich für den Challenge

qualifiziert habe. Ich hatte etwas Angst,

dass man das Rennen verlegen würde, aber

der Bahndienst hat einen sehr guten Job gemacht“,

sagte der 33-Jährige. Etwas überraschend

wurde Jack Holder auf der 340 Meter

langen Strecke mit 12 Zählern Gesamtzweiter.

Der junge Australier war nach zwei Durchgängen

noch ungeschlagen und holte danach drei

2. Plätze.

Niels-Kristian Iversen galt vor dem Rennen als

einer der Favoriten, aber der Däne tat sich mit

den Bahnverhältnissen schwer. Nach vier

Durchgängen hatte „PUK“ 8 Punkte auf dem

Konto. In Heat 17 kreuzte er zwar als Erster die

Ziellinie, war aber noch nicht sicher qualifiziert.

Da seine Rivalen jedoch im letzten Durchgang

wichtige Punkte verloren, durfte Iversen

letztendlich die niedrigste Podiumsstufe besteigen

und das Challenge-Rennen in Landshut

in seinen Terminkalender eintragen.

Robert Lambert hatte nach drei Durchgängen

respektable 8 Zähler auf dem Konto, kam jedoch

in Lauf 16 nicht über den letzten Rang hinaus.

Hätte der junge Engländer in seinem

letzten Heat gesiegt, wäre er mit Iversen

punktgleich gewesen, aber er unterlag in Rennen

19 völlig überraschend seinem Landsmann

Daniel Bewley und belegte am Ende Tagesplatz

4. Der 20-Jährige war darüber nicht besonders

enttäuscht. Einige Tage vor dem Rennen in Dänemark

gab Lambert für ein englisches Internetportal

ein Interview und sagte unter ande-

rem: „Ich habe nicht vor, mich für den GP zu

qualifizieren, denn ich habe dafür keine entsprechende

finanzielle Unterstützung und bin

auch mental noch nicht dazu bereit. Der GP

kann noch etwas warten.“ Timo Lahti hatte vor

dem letzten Durchgang 9 Punkte, doch der Finne

kam in Lauf 20 hinter Kasprzak und Holder

nur als Dritter ins Ziel. Der 25-Jährige wurde

letztendlich Sechster. Von großem Pech kann

Jacob Thorssell reden. Der Schwede lag in Heat

19 in Führung, verlor jedoch in der Zielkurve

die Kontrolle über seine Maschine und stürzte.

Der 24-Jährige musste sich im Endeffekt mit einem

enttäuschenden 7. Rang zufriedengeben.

• Georg Dobes

Speedway-WM - Qualifikationsrunde 2 - Slangerup/DK

19.5.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für GP-Challenge in Landshut/D am 28.7.:

1. Krzysztof Kasprzak, PL, 13 Punkte; 2. Jack Holder, AUS, 12;

3. Niels-Kristian Iversen, DK, 11.

Ausgeschieden: 4. Robert Lambert, GB, 10; 5. Brady Kurtz,

AUS, 10; 6. Timo Lahti, FIN, 10; 7. Jacob Thorssell, S, 8;

8. Mikkel Michelsen, DK, 8; 9. Kim Nilsson, S, 7; 10. Lasse

Frederiksen, N, 7; 11. Daniel Bewley, GB, 6; 12. Anders Thomsen,

DK, 4; 13. Jevgenijs Kostigovs, LV, 4; 14. Jesse Mustonen,

FIN, 4; 15. Andreas Lyager, DK, 3; 16. Glenn Moi, N, 2;

17. Bradley Wilson-Dean, NZ, 1; 18. Witali Lysak, UKR, 0

10 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18

Antonio Lindbäck will in den GP zurück ... der Challenge in Landshut verspricht Spannung pur!

• Foto: Klaus Goffelmeyer


Qualifikationsrunde 3 - Lonigo/I

Kevin Wölbert

im Challenge

Mit einem großen Erfolg von Kevin Wölbert endete

die Qualifikationsrunde in Lonigo. In der

italienischen Speedway-Hochburg erkämpfte

der 28-jährige Fahrer zwei Siege und schloss

das Rennen mit beachtlichen 12 Punkten ab.

Da Chris Harris und David Bellego mit dem

Deutschen punktgleich waren, mussten sie ein

Stechen um Gesamtrang 2 absolvieren. Der Zusatzlauf

war enorm wichtig, weil nur die ersten

drei sich für die nächste WM-Runde im Südosten

Bayerns qualifizieren konnten. Bellego

kam am besten aus den Bändern, setzte sich

an die Spitze und gewann souverän. Die Performance

des Franzosen war sicherlich die

größte Überraschung des Turniers. Der 24-Jährige

schrieb 12 Zähler und konnte u.a. Andreas

Jonsson, Vaclav Milik, Chris Harris oder Linus

Sundström bezwingen. Wölbert lag an 2. Position,

hatte jedoch in der dritten Runde einen

Aufsteiger. Glücklicherweise konnte der Heid-

hofer das Bike wieder unter Kontrolle bringen

und seine Position halten. „Geschafft! Platz 3,

ich stehe auf dem Podium. Ich bin weiter und

nehme am GP-Challenge teil. Ich bin total happy!

Zwar musste ich ein Stechen fahren, aber

auch die anderen Fahrer waren nicht ohne. Ich

bin einfach nur happy“, teilte Wölbert nach

dem Rennen mit.

Chris Harris schied in Italien denkbar knapp

aus und war logischerweise sehr enttäuscht.

„Ich möchte wieder im GP fahren und arbeite

sehr hart, um das zu erreichen. Ich hoffe, dass

ich für den Challenge eine Wildcard bekomme.

Es fehlte heute sehr, sehr wenig und das tut

weh“, so der 35-Jährige.

Sieger des Rennens vor ungefähr 2000 Zuschauern

wurde Kenneth Bjerre. Der Däne erzielte

auf der 334 Meter langen Bahn drei Siege

und kam auf insgesamt 13 Zähler. „Solange

ich Speedway fahre, werde ich alles tun, um in

die GP-Serie zurückkehren zu können. Der

Qualifikationsmodus ist momentan so, dass

man sich keine Fehler erlauben kann. Unter

solchen Umständen den GP zu erreichen, muss

man als einen sehr großen Erfolg betrachten“,

sagte der 33-Jährige.

Kevin Wölbert hat’s als Einziger sportlich

in den Challenge nach Landshut geschafft

Große Verlierer des Turniers in Lonigo waren

Andreas Jonsson und Vaclav Milik. Beide Piloten

gehörten zu den Favoriten, schieden jedoch

mit jeweils 10 Punkten aus. „Ich will mich

für den GP qualifizieren, aber in Lonigo fuhr ich

deutlich unter den Erwartungen. Ich hoffe,

dass ich für die Serie eine Wildcard bekommen

werde. Das könnte in meinem Land wieder Interesse

an Speedway wecken und junge Leute

für diese Sportart begeistern“, sagte der

Tscheche.

• Text: Georg Dobes; Archiv-Fotos: Niklas Breu

Speedway-WM - Qualifikationsrunde 3 - Lonigo/I

19.5.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für GP-Challenge in Landshut/D am 28.7.:

1. Kenneth Bjerre, DK, 13 Punkte; 2. David Bellego, F, 12+3;

3. Kevin Wölbert, D, 12+2.

Ausgeschieden: 4. Chris Harris, GB, 12+1; 5. Vaclav Milik,

CZ, 10; 6. Andreas Jonsson, S, 10; 7. Linus Sundström, S, 10;

8. Bartosz Smektala, PL, 9; 9. Rohan Tungate, AUS, 8; 10. Nicolas

Covatti, I, 7; 11. Daniele Tessari, I, 5; 12. Tero Aarnio,

FIN, 5; 13. Davis Kurmis, LV, 3; 14. Denis Stojs, SLO, 2;

15. Mathieu Trésarrieu, F, 2; 16. Roland Benkö, HUN, 0;

17. Alessandro Milanese, I, 0.

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-WM

Qualifikationsrunde 4 - Abensberg/D

Im Challenge in Landshut: Craig Cook (3)

und Hans Andersen (2) haben’s geschafft;

dahinter Mike Jacopetti (1)

und Matej Kus (4)

Am Pfingstmontag war es mal wieder soweit.

Die Speedway-Qualifikationsrunde 4 fand im schönen Abensberg

statt. Das ist längst Tradition und sollte auch heuer so sein.

Außerdem befindet sich der MSC in seinem 90. Jubiläumsjahr.

Und so stand der beliebte Speedwayklassiker in

jeder Hinsicht unter einem guten Stern!

Happy Birthday, MSC Abensberg

Es ging schon gut los. Und zwar bei sonnigem

Rennwetter, einer „90-Jahre-MSC-Abensberg-

Jubiläumsausstellung“ mit Blaskapelle und

Schweinsbraten sowie zahlreichen namhaften

Gästen, wie z.B. Rallye-Legende Walter Röhrl

und Multiweltmeister Hans Nielsen. Danach

durfte der Nachwuchs das Rennen einläuten.

Dass dies mehr als spannend werden würde,

war schon von vornherein klar. Mit dem Wegfallen

der WM-Semis und somit nur einem direkten

Weiterkommen der ersten drei und

dann noch einem derart starken Fahrerfeld war

Spannung pur vorprogrammiert.

Bei gutem Zuschauerzuspruch und gutem

Bahnzustand startete schließlich pünktlich

Heat 1, den der Däne Hans Andersen vor Craig

Cook aus Großbritannien für sich entscheiden

konnte, nachfolgend Matej Kus und Youngster

Mike Jacopetti. Im zweiten Lauf kam es in der

ersten Kurve leider auch schon zum ersten

Sturz. Langbahn-WM-Star Dimitri Bergé kam

hier zu Fall und konnte nachfolgend auch nicht

mehr starten. Im nächsten Lauf (3) kam Martin

Smolinski das erste Mal auf die Bahn und erfuhr

sich nach Mitfavorit Piotr Pawlicki seine

ersten souveränen 2 Punkte. Mit Max Fricke mit

3 Punkten in Heat 4 vor Peter Ljung, Zdenek Simota

und Vorjahressieger Peter Kildemand auf

dem letzten Rang endete der erste Durchgang.

Schon mit Lauf 5 und 6 begann deutlich zu werden,

über wen das Rennen hier heute gehen

würde. Sowohl der junge Australier Fricke als

auch Andersen fuhren jeweils einen weiteren

Dreier für sich ein. Danach folgte erst mal eine

Extrabewässerung, um das Staubaufkommen

in Schach zu halten und vielleicht auch etwas

zur „Abkühlung“ in Hinblick auf den spannenden

Lauf 7. Diesen konnte schließlich Craig

Cook vor Kildemand und Smolinski für sich entscheiden.

Und auch der starke Pawlicki sammelte

nachfolgend weitere 3 Zähler auf seinem

Punktekonto.

Was folgte in Rennen 9 war aus deutscher Sicht

eine wahre Freude, und zwar mit Smoli und

Max Dilger, und beide waren so richtig gut

drauf. Die Entscheidung über den Laufsieg fiel

hier wirklich erst auf den letzten Metern und

war mehr als knapp. Unterm Strich ging der

Sieg nach Bayern und Platz 2 in den Schwarzwald.

Aber richtig gut von beiden! Da blieb Simota

und Jacopetti nur noch das Nachsehen.

DREI GEWINNT

Stellenweise sah’s richtig gut aus

für unsere Jungs: Max Dilger (rot)

vor Martin Smolinski (gelb),

Zdenek Simota (blau) und

Mike Jacopetti (weiß)

12 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18

Glücklos:

Peter Kildemand, Matej Kus, Paco Castagna und Max Dilger (v.l.)


3 für Landshut (v.l.). Max Fricke, Craig Cook und Hans Andersen

Überrundung? ... das Duell zwischen Walter Röhrl

und Martin Smolinski

Herzblut für den Motorsport

King of Queens: Franky Zorn mit Spargel- und Dirndlköniginnen

Speedway-WM - Qualifikationsrunde 4 - Abensberg/D - 21.5.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für GP-Challenge in Landshut/D am 28.7.: 1. Craig Cook,

GB, 14 Punkte; 2. Hans Andersen, DK, 13; 3. Max Fricke, AUS, 12.

Ausgeschieden: 4. Piotr Pawlicki, PL, 11; 5. Krzysztof Buczkowski,

PL, 11; 6. Martin Smolinski, D, 10; 7. Peter Ljung, S, 8; 8. Max Dilger,

D, 7; 9. Wadim Tarasenko, RUS, 6; 10. Peter Kildemand, DK, 6; 11. Kyle

Howarth, GB, 6; 12. Mark Riss, D, 4; 13. Matej Kus, CZ, 4; 14. Paco

Castagna, I, 3; 15. Valentin Grobauer, D, 2; 16. Zdenek Simota, CZ, 2;

17. Mike Jacopetti, A, 1; 18. Dimitri Bergé, F, 0.

Mit Heat 10 war sozusagen Halbzeit und Pawlicki

erneut vorn auf. Auch nicht weiter verwunderlich,

dafür vielmehr der inzwischen zweite

Nuller von Kildemand. Ausgerechnet von dem

Dänen, der hier im Vorjahr alles in Grund und

Boden fuhr. Aber that’s racing! Und von alledem

unbeirrt und wohlwissend, um was es hier

ging, setzten Craig Cook und Max Fricke ihr

souveränes Punktesammeln fort. Erstmals als

Reserve für Bergé auf der Bahn in Heat 12 Mark

Riss mit einem Punkt Ausbeute.

Danach kam schließlich als zweite Reserve mit

Valentin Grobauer (auch für Bergé) ein weiterer

Bayer ins Spiel und konnte sich ebenso einen

Punkt erfahren, während der Laufsieg an den

Schweden Peter Ljung ging.

Dann ein erneuter Lauf, der es wieder besonders

in sich hatte, mit Andersen, Fricke, Wadim

Tarasenko und Smolinski am Start. Unterm

Strich 2 weitere wichtige Zähler für Smoli hinter

Andersen und vor Fricke. Tarasenko war indessen

ausgefallen.

Das Rennen lief währenddessen wie am

Schnürchen, genau wie das fleißige Punktesammeln

von Geburtstagskind Cook. Als Max

Dilger schließlich seinen ersten Dreier klar und

sich unter anderem auch gegen Kildemand

durchsetzen konnte, war die Freude auf heimischer

Seite erneut groß und unterstrich einmal

mehr sein allgemein starkes Leistungsvermögen

schon während der ganzen Saison.

Der letzte Durchgang wurde mit einem Sieg

von Mark Riss (diesmal als Reserve für Tarasenko)

eingeläutet und auch hier hatte unter

anderem Kildemand das Nachsehen. Sein

Landsmann Andersen hingegen durfte sich in

dessen letzten Lauf über weitere so wichtige

3 Punkte freuen. Nachfolgend kam es für den

souveränen Pawlicki zu einer sehr bitteren

Wende, als er mit seinem Helm sehr unglücklich

am Startband hängenblieb, der Lauf abgebrochen

werden musste und er als Abbruchverursacher

disqualifiziert wurde. Was zwar richtig

war, aber dadurch, dass es für ihn unterm

Strich das Aus für ein direktes Weiterkommen

bedeuten sollte, konnte er einem emotional direkt

leid tun und machte mehr als deutlich,

dass das neue Quali-Reglement keinerlei Platz

für Patzer jeglicher Art lässt.

Mit dem Laufsieg des Polen Krzysztof

Buczkowski vor Smolinski, Kus und Ljung endete

schließlich die überaus stark besetzte

Qualifikationsrunde 4 an diesem Pfingstmontag.

Und die glorreichen drei auf dem Siegertreppchen

hießen in der Reihenfolge Craig

Cook (GB), Hans Andersen (DK) und Max Fricke

(AUS). Die schönsten Geschenke macht man

sich manchmal selbst. Das hatte sich wohl

auch Cook so gedacht und nichts anbrennen

lassen. Umso schöner an seinem Geburtstag!

Das Jubiläumsevent wurde anschließend noch

von einem Show-Duell zwischen Martin Smolinski

auf seiner Speedwaymaschine und Rallye-Legende

Walter Röhrl in dessen Porsche

Heigo komplettiert. Ausgang: Ganz klarer Sieger

hier und heute allgemein der Motorsport!

Aber auch eine Top-Veranstaltung muss leider

irgendwann mal zu Ende gehen. So wie der

Speedway-Pfingstmontag in Abensberg mit all

seinen Facetten. Auf der einen Seite Smoli und

Dilger am heutigen Tag raus, aber eben auch

ein schöner Geburtstag. Nicht nur für Sieger

Craig Cook, sondern vor allem auch für den

MSC Abensberg.

In diesem Sinne, alles Gute zum 90.!

• Text: Nadine Pfeiffer; Fotos: Klaus Goffelmeyer;

Niklas Breu (Siegerehrung)

Bayerncup

In Abensberg fand am Pfingstsamstag der

zweite von insgesamt fünf Läufen zum

ADAC Bayerncup des Speedway-Nachwuchses

statt. Und die Gastgeber des MSC

Abensberg, im vergangenen Jahr Gesamtdritter,

erwischten einen ganz starken Tag.

Ein paar Wochen zuvor wurden sie in Neustadt

noch Dritter hinter Olching und

Landshut. Dieses Mal konnten sie bei ihrem

Heimrennen den AC Landshut und den

AMC Haunstetten hinter sich lassen und

wurden hinter dem MSC Olching Zweiter.

Großen Anteil an dem tollen Erfolg hatte

mit Alexandra Schauer die Lokalmatadorin

aus Abensberg. Die Junioren-B-Fahrerin

ging mit einem Maximum von 15 Punkten

aus fünf Starts aus dem Wettbewerb heraus.

Dabei konnte sie in Lauf 11 und Lauf

24 auch zweimal ihren ärgsten Konkurrenten

Luca Kastner aus Olching bezwingen.

Der gab nur die beiden Punkte gegen Alexandra

Schauer ab.

Am Ende des Tages standen für die Abensberger

42 Punkte auf dem Zettel. Damit lag

man zwar deutlich hinter Olching (58),

konnte die Konkurrenz aus Landshut (32)

und Haunstetten (29) aber auch klar distanzieren

und sorgte so für den wohl bisher

größten Erfolg in der noch jungen Geschichte

des Teams. Dass das vor heimischem

Publikum gelang, freute Teammanager

Stefan Ertl umso mehr.

Mit Mario Niedermeier aus Langquaid startete

in der B-Lizenzklasse auf den 500-

ccm-Maschinen ein weiterer Lokalmatador

aus der unmittelbaren Nähe von Abensberg

für den AC Landshut. Nach einem

2. Platz folgten für ihn ein Ausfall direkt

am Start und ein 3. Rang. Erst in seinem

letzten Auftritt zeigte er noch einmal, was

er kann und wurde erneut Zweiter. Schlagen

konnte ihn hier nur der zweite Maximum-Fahrer

des Tages. Für den AMC

Haunstetten ging nämlich der Däne Kenneth

Jürgensen an den Start. Der hatte die

Konkurrenz gut im Griff und holte 12 von

12 möglichen Punkten aus seinen vier Läufen,

dennoch konnte auch er den letzten

Platz seines Teams nicht verhindern.

• Text u. Foto: Alexander Reichmann

Alexandra Schauer (rot)

holte sagenhafte 15 Punkte

ADAC-Bayerncup - Abensberg - 19.5.2018

Ergebnis:

1. MSC Olching, 58 Punkte (Luca Kastner 13, Patrick Hyjek

12, Patricia Erhardt 8, Celina Liebmann 11, Julian Bielmeier

8, Tim Wunderer 6); 2. MSC Abensberg, 42 (Alexandra

Schauer 15, Sarah Fischer 6, Eric Puffer 3, Maximilian

Troidl 7, Leon Maier 8, Dustin Schultz 3); 3. AC Landshut,

32 (Manuel Thalmann 9, Cyrill Hofmann 9, Maximilian

Gammel 3, Mario Niedermeier 5, Niels Oliver Wessel

6); 4. AMC Haunstetten, 29 (Toni Eichhorn 4, Mario Häusl

0, Julian Ploog 8, Ann-Kathrin Gerdes 5, Sebastian Trapp

0, Kenneth Jürgensen 12).

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY OF NATIONS

Race-off 1 - Teterow/D

D-Team mit (v.l.) Michael Härtel, Martin Smolinski,

Teammanager Herbert Rudolph und Kai Huckenbeck

Deutsche Sensation

Beim Race-off 1 zur

diesjährigen Team-WM

(Speedway of Nations)

im mecklenburgischen

Teterow wurde Russland

seiner Favoritenrolle

gerecht und verwies

Deutschland und

Dänemark auf die

Plätze 2 und 3.

Kai Huckenbeck

und Martin Smolinski

fuhren sich ins Finale

Am Mittag des 2. Juni trainierten die Teams

ausgiebig und testeten die Bahnverhältnisse

der Bergring-Arena. Der Blick ging immer wieder

Richtung Himmel, denn die Sonne machte

sich rar und Regenwolken zogen auf. Ex-Speedwayfahrer

Tobias Kroner, Mitglied im Orga-

Team beim SoN, gab dem Bahndienst Anweisungen,

schaute immer wieder auf seine Regen-App,

aber über dem Speedwaystadion

blieb es trocken. Jedenfalls von oben. Der Wasserwagen

musste oftmals ran und versetzte

die Bahn in einen Topzustand. Kein Staub,

nicht zu nass – das Team um Bahndienstchef

Kai Krämer leistete hervorragende Arbeit. Und

das gefiel auch den Aktiven. Alle kamen gut zurecht,

es gab viele Positionskämpfe. Als gegen

16:30 Uhr die ersten Zuschauer aus 15 Kilometer

nordöstlicher Entfernung eintrafen, trauten

sie ihren Augen kaum. „Das gibt es doch nicht.

Bei uns in Prebberede war noch vor 30 Minuten

’Land unter’ – starke Regengüsse und Gewitter

waren an der Tagesordnung!“, so ein Besucher.

Die Bergringstadt blieb zum Glück verschont.

Vielleicht zum Nachteil der Kleingärtner,

aber ganz bestimmt zum Vorteil der

Speedwayveranstaltung. Ein paar Tropfen fielen

kurz vor 19:00 Uhr vom Himmel, dann zogen

die Wolken weiter und ohne Probleme

konnte es losgehen ...

Auf die Minute genau um 18:45 Uhr begaben

sich die Aktiven zur Präsentation zu Start und

Ziel. Stadionsprecher Michael „Schubi“ Schubert

stellte die Teams vor und kurz nach 19:00

Uhr drückte Schiedsrichterin Christina Turnbull

aus England den grünen Knopf zum ersten

Start. Zirka 2500 Zuschauer fieberten mit dem

deutschen Team. Sollte es Kai Huckenbeck und

Martin Smolinski gelingen, einen der Plätze

1 bis 3 zu erreichen? Von „Speedwaykennern“

wurde Platz 3 getippt, aber es musste dann alles

zusammenpassen an diesem Abend. Und

das tat es auch! Beide Speedwayprofis boten

dem Publikum mit ihren Leistungen einen fantastischen

Abend und wurden sogar mit dem

2. Platz hinter Russland belohnt. U21-Pilot Michael

Härtel kam nicht zum Einsatz, freute sich

aber zusammen mit seinen Teamkollegen,

Teamchef, Mechanikern und Betreuern. Alle lagen

sich nach ihrem letzten Lauf in den Armen

und feierten die Finalteilnahme. Auch den dänischen

Betreuern und Schmiermaxen ging es

ähnlich, als ihr Team die letzte Chance gegen

Slowenien nutzte und als drittplatziertes Team

nach Wroclaw/Polen reisen durfte.

Publikumsliebling an diesem Abend war wieder

einmal Greg Hancock aus den USA, der einen

Tag später seinen 48. (!) Geburtstag feierte.

Seine 16 Punkte reichten leider nicht für ein

Weiterkommen, denn sein Landsmann Gino

Manzares steuerte nur einen Punkt bei. Der

junge US-Boy war bei seinem letzen Lauf in einen

Sturz verwickelt und wurde vorsorglich ins

Krankenhaus gebracht. Am späten Abend dann

die Entwarnung: Alles okay bei ihm (außer ein

paar leichte Prellungen).

Deutschland zählt 2018 zu den sieben stärksten

Speedwaynationen. Das ist doch mal was!

• Text: Peter Stanislawski; Fotos: Klaus Goffelmeyer

Speedway of Nations - Race-off 1 - Teterow/D - 2.6.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Russland, 25 Punkte (Artem Laguta

16, Emil Saifutdinow 9, Gleb Tschugunow N); 2. Deutschland,

20 (Kai Huckenbeck 11, Martin Smolinski 9, Michael

Härtel N); 3. Dänemark, 18 (Michael Jepsen Jensen 10, Kenneth

Bjerre 8, Frederik Jakobsen N).

Ausgeschieden: 4. Slowenien, 17 (Matej Zagar 14, Matic Ivacic

2, Nick Skorja 1); 5. USA, 17 (Greg Hancock 16, Gino Manzares

1); 6. Ukraine, 15 (Andrej Karpov 7, Aleksandr Loktaev

8); 7. Lettland, 14 (Andzejs Lebedevs 8, Kjastas Puodzuks 6,

Olegs Mihailovs N).

14 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


In Teterow startete

die Jagd auf den

ersten „Speedway

of Nations“-Pokal

Speedway of Nations - Race-off 2 - Manchester/GB

5.6.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Schweden, 26 Punkte (Fredrik

Lindgren 15, Antonio Lindbäck 11); 2. Großbritannien,

23 (Tai Woffinden 14, Robert Lambert 8, Craig Cook 1);

3. Australien, 21 (Jason Doyle 14, Max Fricke 7).

Ausgeschieden: 4. Tschechische Republik, 20 (Vaclav

Milik 13, Josef Franc 7); 5. Frankreich, 14 (David Bellego

10, Dimitri Bergé 4); 6. Finnland, 14 (Timo Lahti 7, Tero

Aarnio 7); 7. Italien, 8 (Nicolas Covatti, 6; Paco Castagna,

2).

1. Run-off: 1. Milik; 2. Bellego; 3. Franc; 4. Bergé.

2. Run-off: 1. Milik; 2. Fricke; 3. Doyle; 4. Franc.

Schweden

Race-off 2

und England

Manchester/

GB

Die zwei besten Teams konnten sich direkt fürs Finale qualifizieren.

Um das dritte Ticket mussten zwei K.o.-Läufe entscheiden.

Gar keinen Zweifel ließen die Schweden aufkommen. Vier ihrer sechs Läufe

konnten sie mit maximalen 5 Punkten gewinnen. Nur in Heat 20 mussten sie

gegen die Gastgeber ihre einzige Niederlage einstecken: Robert Lambert lag

auf der Gegengerade klar in Führung. Tai Woffinden war Dritter hinter Freddie

Lindgren. Dann zog der Exweltmeister sensationell und mit unglaublichem

Schub außen an beiden vorbei und fuhr als Erster in die dritte Kurve. Lindgren

und Lambert boten den Zuschauern einen unglaublichen Kampf um Platz 2,

den Lindgren für sich entscheiden konnte. Tai Woffindens Rückkehr in das Nationalteam

war ein voller Erfolg. Er fuhr hier 2016 das letzte Mal. Tai bewies

einmal mehr, in welch fantastischer Form er zurzeit fährt. Australien konnte

nicht so recht überzeugen. Manchester-Ass Max Fricke, der hier jeden Zentimeter

auf der Bahn kennt, kam nur auf 7 Punkte. Im alles entscheidenden Stechen

fuhr Vaclav Milik auch auf der Gegengerade genauso atemberaubend wie

Woffinden drei Läufe zuvor. Leider hatte Franc keine Chance gegen Jason

Doyle. Ähnlich erging es den Aussies bereits in Lauf 19, als Tero Aarnio den

Lauf seines Lebens gegen Fricke und Doyle fuhr.

Die Tschechen mussten zuvor noch einen ersten Run-off gegen die Franzosen

fahren. Milik war wieder einmal enteilt, aber David Bellego und Dimitri Bergé

fuhren sicher auf Platz 2 und 4, was das Aus für die Tschechen bedeutet hätte.

Unglücklicherweise hatte Bergé anfangs der dritten Runde Probleme mit der

Zündung und musste aufgeben. Alun Rossiter, der Teammanager der Briten,

war nach dem Rennen erleichtert. Sein Plan mit Lambert ist aufgegangen,

denn „Rosco“ war schon immer ein sehr guter Taktiker. „Es war eine harte Entscheidung

für mich. Craig (Cook) schien mir etwas zu nervös. Er zuckte bei seinem

Start. Die Innenbahn war zwar nicht die beste Startbahn, aber ich entschied

mich dann doch für Robert (Lambert), der seine Sache dann auch sehr

gut machte. Obwohl ich ihn nicht mehr eingesetzt habe, tat Craig noch viel für

den Teamgeist und schmollte nicht. Wer von den beiden in Breslau fahren

wird, weiß ich noch nicht. Ich werde das erst nach dem Training entscheiden.

Auf einer kontinentalen Bahn ist alles möglich“, so Rossiter. Für den erst

20-jährigen Robert Lambert war es bereits die vierte Team- bzw. Paar-Weltmeisterschaft.

Er war überrascht, dass er schon nach dem ersten Outing den

britischen Champion ersetzen sollte. Der Liebling in King’s Lynn ist derzeit

auch bester Fahrer in der SGB Premiership mit einem kalkulierten Punktedurchschnitt

von 10,13!

Erstmals bei ganz großen Rennen im National Speedway Stadium war die

Haupttribüne nicht ausverkauft. Es wird aber nicht daran gelegen haben, dass

zur gleichen Zeit die Rolling Stones nur acht Kilometer entfernt im Old Trafford

Stadion ein Konzert gegeben haben ... • Text: Andreas Fahldiek

Die siegreichen Schweden Fredrik Lindgren (vorne)

und Antonio Lindbäck (außen) gegen Robert Lambert

• Foto: Jarek Pabijan

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY OF NATIONS

Finale

Historischer

Sieg für

Russland

Russland triumphierte in der ersten Ausgabe

des Speedway of Nations. Das deutsche

Team belegte in Polen den 7. Rang.

Weltmeister Russland mit (v.l.) Teammanager Robert Sawin,

Emil Saifutdinow, Artem Laguta und Gleb Tschugunow

16 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18

Vizeweltmeister


Artem Laguta (rot) und

Emil Saifutdinow (blau)

holen sich im alles entscheidenden

Finale den

„Speedway of Nations“-Titel

vor Tai Woffinden (weiß)

und Robert Lambert (gelb)

Mit großer Spannung erwarteten FIM- und BSI-Funktionäre das

erste Finale des neuen Teamwettbewerbes. Er wurde im Best-

Pairs-Format durchgeführt, es gab allerdings einige Änderungen

im Vergleich zu den Regeln, die beim letzten Paar-WM-Finale

1993 galten. Allem voran, heißt der Wettbewerb jetzt Speedway

of Nations. Vor dem Semifinale in Manchester sagte BSI-Geschäftsführer

Torben Olsen, dass es sich um die eine WM handele.

Da muss man die Frage stellen, warum in aller Welt nennt man

es nicht Paar-WM, sondern wählt einen nichtssagenden Namen?

Es gibt natürlich das Motocross of Nations, aber man kann und

soll auch nicht alles gleich auf Speedway übertragen wollen. Darüber

hinaus entschied man sich für ein Zwei-Tage-Rennen, so

wie es bei der Eisspeedway-WM seit fast 40 Jahren der Fall ist.

Als Novum gibt es nach 42 Läufen noch ein Semifinale und ein Finale,

wo nur die Zieleinläufe zählen. Damit ist das Finale vielleicht

spannender, aber bestimmt nicht gerechter. Bei einem

3:3-Unentschieden siegt das Duo, das die Plätze 2 und 3 innehat.

Im Klartext heißt das, dass die Mannschaft des Fahrers, der

Vierter wurde, immer verliert. Und – last but not least – Reservist

darf nur ein U21-Fahrer sein. Warum? Die Junioren haben

schließlich ihre eigene WM, darum sollten „erwachsene“ Mannschaften

immer ihre drei besten Piloten – ohne Alterseinschränkung

– einsetzen dürfen.

Am 8. Juni war es dann soweit. Die sieben besten Teams der Welt

kämpften im neuen Olympiastadion in Wroclaw um Medaillen.

Darunter war auch das DMSB-Team, das im Semifinale in Teterow

Rang 2 belegte und das Finale mühelos erreichte. Die Polen wurden

in den letzten zwei Jahren Teamweltmeister und galten als

Favoriten. Beim Freitagstraining sagte Patryk Dudek, dass für sie

nur „Alles oder Nichts“ zähle und man um Gold kämpfe. Damit

setzte sich die Mannschaft selbst unter Druck und Nervosität

machte sich vor dem Rennen breit. Wie sich später herausstellte,

verspielten die Weiß-Roten die Goldmedaille schon in ihrem ersten

Lauf. Im Duell gegen Australien fuhren Maciej Janowski und

Patryk Dudek ins Band. Da Letzterer das Band als Erster berührt

hatte, wurde er disqualifiziert, während „Magic“ eine Verwarnung

einkassierte. Das Malheur zog sich wie ein roter Faden

durch den ganzen ersten Renntag. Die Fahrer hatten keine guten

Starts, weil sie um jeden Preis verhindern wollten, ausgeschlossen

zu werden. Wenn man noch dazu sagt, dass die Gastgeber

auch auf der Distanz nicht besonders schnell waren, ist es nicht

verwunderlich, dass Polen nach dem Freitagsrennen mit 15 Punkten

auf einem sehr enttäuschenden 6. Platz lag.

Für Furore sorgten hingegen die Engländer. Tai Woffinden fährt

seit 2012 in der Ekstraliga für den heimischen Club und kennt die

Strecke auswendig. Er war auf der 352 Meter langen Bahn eine

Klasse für sich und blieb ungeschlagen. Eine sehr starke Leistung

brachte auch Robert Lambert. Der 20-Jährige bestritt fünf

Läufe und schrieb 7 Zähler. Teammanager Alun Rossiter ließ

auch Craig Cook einmal fahren, aber der GP-Teilnehmer ging im

Duell gegen Dänemark leer aus und bekamen keine zweite Chance.

Nach 21 Heats hatte Großbritannien 25 Punkte.

WM-Dritter Polen mit (v.l.) Maksym Drabik, Patryk Dudek,

Maciej Janowski und Teammanager Marek Cieslak

England mit (v.l.) Craig Cook, Robert Lambert, Tai Woffinden und Teammanager Alun Rossiter

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 17


SPEEDWAY OF NATIONS

Spätestens nach dem Sieg in Teterow stieg das

russische Team zu den Favoriten auf und es

wurde in Wroclaw seiner Rolle gerecht. Etwas

überraschend war jedoch nicht Emil Saifutdinow,

sondern Artem Laguta Leistungsträger

der Russen. Der 27-Jährige beugte sich nur

„Woffy“ und erkämpfte 17 Punkte, während

Saifutdinow bei fünf Einsätzen 6 Zähler beisteuerte.

Teammanager Andrej Sawin ließ auch

Gleb Tschugunow in Heat 14 ans Startband rollen,

aber der hochtalentierte 18-Jährige konnte

gegen die Dänen nichts ausrichten. Die Russen

hatten nach dem Freitagsrennen nur 2 Zähler

weniger als die Engländer und alles war noch

offen.

Das dänische Team tat sich in Teterow enorm

schwer und konnte sich erst nach einem 3:3

gegen Slowenien für das Finalrennen in Polen

qualifizieren. Der überschwängliche Jubel der

Skandinavier, nachdem sie Nick Skorja hinter

sich lassen konnten, war schon etwas beschämend.

Doch im Olympia-Stadion präsentierten

sich die Dänen deutlich besser. Vor allem

wusste Michael Jepsen Jensen zu gefallen,

aber auch Kenneth Bjerre sammelte fleißig

Punkte. Mit 20 Zählern lag die Mannschaft von

Hans Nielsen an 3. Position. Weiter folgten die

Schweden und die Australier, aber die Teams

waren zu unausgeglichen, um im Kampf um

vorderste Plätze mitzumischen. Jason Doyle

und Fredrik Lindgren hatten in ihren Partnern

keine tatkräftige Unterstützung.

Schon der erste Lauf wurde für das deutsche

Team zum Verhängnis. Im Duell gegen Dänemark

kämpfte Kai Huckenbeck mit Jepsen Jensen

um die Führung, während Martin Smolinski

versuchte, Bjerre zu überholen. In der vorletzten

Kurve erwischte der Olchinger innen eine

griffige Stelle, das Vorderrad stieg auf und

seine Maschine wurde zu einem Geschoss.

„Smoli“ kollidierte mit Huckenbeck und Bjerre,

alle drei Fahrer gingen zu Boden. Christian Froschauer

brach den Lauf ab und disqualifizierte

den Bayer, während sein Teamkollege ins

Krankenhaus gefahren wurde. Aus welchem

Grund der Referee eine Wiederholung des Rennens

anordnete, bleibt wohl sein Geheimnis.

Da es in der letzten Runde zu dem Vorfall kam,

hätte man den Heat nach der Reihenfolge vor

Das deutsche Team schlug sich

besser, als das Ergebnis aussagt:

... hier Martin Smolinski gegen

den bei dieser WM extrem

starken Russen Artem Laguta

dem Abbruch werten können. Im Re-run ersetzte

Michael Härtel den abwesenden Huckenbeck

und konnte gegen die Skandinavier

nichts ausrichten. In den weiteren Läufen zeigte

Smolinski eine starke Performance. Der

33-Jährige konnte unter anderm Dudek, Lindgren

oder Saifutdinow bezwingen. Am Ende

des Renntages lag die deutsche Mannschaft

mit 12 Zählern jedoch an letzter Stelle. Noch

am Freitag wurde mitgeteilt, dass sich Huckenbeck

keine Brüche zugezogen hatte. Obwohl

der 25-Jährige schmerzhafte Prellungen erlitten

hatte, beschloss er, am Sonnabend kurz

vor dem Rennen doch an den Start zu gehen. In

seinem ersten Heat holte das Duo Huckenbeck/

Smolinski ein Unentschieden gegen die Dänen,

aber danach lief es für die Deutschen

nicht mehr so rund. Nach seinen vier Läufen

hatte das Team 7 Punkte auf dem Konto und

Manager Pepi Rudolph entschied, in den restlichen

Heats Härtel fahren zu lassen. Am Sonnabend

erkämpfte die DMSB-Truppe insgesamt

11 Punkte, wovon Huckenbeck 9 beisteuerte.

Smolinski schrieb 2 Zähler und Härtel konnte

keinen Gegner bezwingen. Obwohl der 20-Jährige

in Wroclaw noch ein wenig überfordert

war, denke ich, dass seine Teilnahme am SoN-

Finale für ihn eine gute Investition für die Zukunft

war. Das Team von Pepi Rudolph belegte

in Niederschlesien den letzten Rang, aber seine

Mitglieder zeigten deutlich bessere Leistungen,

als es die Punkteausbeute und die Platzierung

widerspiegeln. Die Fahrer waren für

die Konkurrenz ebenbürtige Gegner.

Der Kampf um die Medaillen begann am Sonnabend

mit einem Unentschieden, als Doyle die

Russen auf die Plätze verwies. Nach dem ersten

Renntag rief eine Aussage von Piotr Szymanski

ein müdes Lächeln hervor. Der Vorsitzende

der polnischen Hauptkommission des

Speedwaysports sagte nämlich: „Ich ändere

meine Meinung nicht. Wir kämpfen weiterhin

um Gold.“ Nach dem sehr schwachen Abschneiden

der Polen am Vortag hätte man denken

können, dass der Funktionär einen unverwüstlichen

Humor hätte, doch laut des Regelwerkes

hätte der Fall doch eintreten und die

Polen den Titel noch holen können. Die Gastgeber

hätten nach 42 Läufen nur unter die Top-

Drei kommen müssen. Danach wäre noch alles

möglich gewesen. Die Aufgabe

wäre nicht unmöglich gewesen,

denn die drittplatzierten Dänen

hatten nur 5 Zähler mehr auf

dem Konto. Die Weiß-Roten

machten in Heat 2 den ersten

Schritt in diese Richtung. Der

Lauf gegen Schweden musste

zweimal neu gestartet werden.

Zuerst stürzte Dudek in der

Startkurve, nachdem er kurz zuvor

mit Lindgren kollidierte. Erst

Videoaufzeichnungen von mehreren

Kameras bewiesen, dass

sich das linke Hosenbein des

Schweden um die Fußraste von

Dudek wickelte und den Fahrer

zu Fall brachte. Im Re-run schoss

Lindgren eingangs der zweiten

Kurve Janowski regelrecht ab

und wurde korrekterweise ausgeschlossen.

Danach bezwangen

die Polen Lindbäck mit einem

5:1. In Rennen 4 erlitten die

Engländer einen Rückschlag, als

sie den Australiern mit einem

2:4 unterlagen. Wie sich später

herausstellte, brachte Doyle in

diesem Lauf Woffinden die einzige

Niederlage an beiden Renntagen bei. Im darauffolgenden

Heat trennten sich die Russen

und die Polen unentschieden, aber in Lauf 7

konnten sich Woffinden und Lambert mit einem

4:2 gegen Dänemark durchsetzen und

hatten wieder 2 Zähler Vorsprung auf Russland.

Die Dänen lagen noch an 3. Position, hatten

jedoch nur 2 Punkte mehr als die Gastgeber.

In Rennen 8 holten Janowski und Dudek einen

weiteren Sieg, aber Doyle konnte das Duo trennen.

Im anschließenden Lauf kamen die Russen

nicht über ein Remis gegen Schweden. In

Heat 10 bezwang Großbritannien das deutsche

Team mit einem 4:2. Es fehlte allerdings nicht

viel und Huckenbeck hätte Woffinden den Dreier

entreißen können. In Lauf 13 trafen die

Teams von Dänemark und Polen aufeinander

und das Duell endete mit einem 3:3. Nach

35 Rennen hatte Großbritannien immer noch

2 Punkte mehr als Russland (39:37). Die Dänen

waren noch Dritte, aber ihr Vorsprung betrug

nur noch einen Zähler (31:30). Nach dem Sturz

am Freitag war Bjerre nur noch ein Schatten

seiner selbst und er konnte keine Punkte

schreiben, darum schickte Hans Nielsen Reservist

Fredrik Jakobsen ins Rennen, was jedoch

keine Besserung brachte. Jepsen Jensen musste

ohne Unterstützung gegen die Konkurrenz

kämpfen. In Rennen 16 unterlagen die Skandinavier

Russland doppelt und ihre Situation

wurde schwierig, denn die Polen verloren im

nächsten Lauf mit einem 2:4 zwar gegen die

Engländer, zogen aber mit Dänemark gleich.

Als Janowski und Dudek in Heat 20 gegen das

deutsche Paar einen 4:2-Sieg holten, hätte die

Dänen im letzten Rennen lediglich ein Doppelsieg

retten können. Lindgren und Lindbäck ließen

Jakobsen jedoch keine Chance und das

Duell ging unentschieden aus. Die Polen kamen

damit unter die Top-Drei und sicherten

sich bereits eine Medaille. In Lauf 19 duellierten

sich Großbritannien und Russland. Da Woffinden

als Erster ins Ziel kam, endete das Rennen

mit einem Remis. Die Engländer hatten

nach der Qualifikation insgesamt 46 Punkte

und zogen dadurch direkt ins Finale ein, während

Laguta und Saifutdinow mit 45 Zählern im

einzigen Semifinallauf gegen die Polen antreten

mussten.

18 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


Die polnischen Fans warteten gespannt aufs

Semifinale und hofften, dass ihre Fahrer imstande

sind, Russland aus dem Rennen zu werfen.

Ihre Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht.

Dudek zuckte vor dem Start und wurde disqualifiziert,

weil er am Vortag ebenfalls wegen Berührung

des Startbandes ausgeschlossen worden

war. Der 25-Jährige war danach sehr verwundert

und sagte nur: „Wir wussten nichts

von der Regelung, dass Verwarnungen und Disqualifikationen

am Start am nächsten Renntag

nicht gelöscht werden.“ Die Erklärung klingt

zwar etwas merkwürdig, aber vielleicht wusste

es der Fahrer tatsächlich nicht. Doch eine der

wichtigsten Aufgaben des Teammanagers ist,

das Regelwerk auswendig zu kennen. Tut er es

nicht, dann ist er fehl am Platz. Auf jeden Fall

hat sich Marek Cieslak im Olympia-Stadion

nicht mit Ruhm bekleckert. Beim zweiten Anlauf

bewegte sich auch Janowski vor dem Start,

aber Christian Froschauer ließ diesmal Gnade

vor Recht walten. Der Pole ging in Führung und

die Russen fuhren gemütlich hinterher. Sie riskierten

nichts, weil ein Unentschieden und der

letzte Platz von Dudek ihnen den Einzug in den

Endlauf garantierten. Die Gastgeber schieden

aus, kamen aber mit einem blauen Auge davon

und holten letztendlich die Bronzemedaille.

Nach dem Desaster vom Vortag muss dieses

Resultat als Erfolg betrachtet werden.

Im Finale legte Laguta den besten Start hin und

ging in Front. Saifutdinow startete schlecht,

setzte sich aber nach einem bravourösen Angriff

in der Startkurve an die 2. Stelle. Woffinden

konnte auf der Geraden den ehemaligen

WM-Bronzemedaillengewinner außen überholen

und fing an, Laguta zu jagen. In der dritten

Runde gelang es dem Engländer, in Führung zu

gehen und auch Lambert griff in der Endphase

Saifutdinow an. Der Russe konnte jedoch die

Attacke abwehren, meldete sich als Dritter im

Ziel und konnte gleich danach mit seinem

Team den Titelgewinn feiern. Die WM-Goldmedaille

ist der größte Erfolg im russischen

Speedway. Artem Laguta war mit insgesamt

35 Punkten zweitbester Pilot des Turniers, aber

auch die 16 Zähler von Emil Saifutdinow waren

enorm wichtig. „Das Rennen war sehr schwierig

für mich. Die ganze Zeit über suchten wir

die optimalen Abstimmungen. Im Finale spürte

ich, dass ich nicht schnell genug bin, darum

wollte ich unbedingt wenigstens die 3. Position

halten. Ich hoffe, wir werden nach dem Sieg

endlich Sponsoren in unserem Land finden.

Beim Speedway of Nations fuhren wir ohne

jegliche Unterstützung unseres Verbandes“,

sagte der 28-Jährige.

Großbritannien holte in Polen Silber. Tai Woffinden

war mit Abstand bester Fahrer des SoN-

Finals. Der 27-Jährige bestritt insgesamt 13

Läufe und kreuzte nicht weniger als zwölfmal

als Erster die Ziellinie. Robert Lambert zeigte

sich in sehr guter Form und erkämpfte 11 Punkte.

„Ich habe im Finale gewonnen, aber das bedeutet

nichts, denn Robert wurde Vierter. Hätte

er Saifutdinow überholt, hätten wir Gold geholt.

Die Tatsache, dass er so nah an Emil dran

war, ist sehr positiv. Ich bin stolz auf Robert. Er

hat eine große Zukunft vor sich“, lobte „Woffy“

seinen Teamkameraden. „Zwei Tage Speedway

auf höchstem Niveau zu fahren, ist sehr hart.

Am Freitag war ich noch frisch, heute aber war

ich schon etwas müde. Wir haben die Silbermedaille

und nur das zählt“, fügte er hinzu. Die

Mannschaften aus Dänemark und Australien

waren nach 42 Heats punktgleich. Da die Skandinavier

jedoch direkte Duelle mit 7:5 gewannen,

belegten sie am Ende Gesamtrang 4. Die

Schweden fuhren in Wroclaw unter den Erwartungen

und wurden am Ende Sechste.

Starke Leistung von Kai Huckenbeck (rot) am zweiten

Tag, hier gegen Patryk Dudek (gelb), dahinter Partner

Michael Härtel (blau)

An beiden Tagen waren die Rennen sehr interessant.

In fast jedem Lauf kämpfte man verbissen

um jede Platzierung und es gab sehr

viele Überholvorgänge. Darum ist es verwunderlich,

dass die moderne Sportstätte weder

am Freitag noch am Sonnabend ausverkauft

war. Am ersten Renntag verirrten sich nur 4500

Fans ins Stadion. Am Sonnabend sahen sich

zirka 8700 Zuschauer das Rennen an. Wenn

man bedenkt, dass das Fassungsvermögen des

Olympia-Stadions 12.000 Plätze beträgt, sind

die Besucherzahlen eher bescheiden. Die polnischen

Fans wollten wohl damit dem Weltverband

(vor allem aber Armando Castagna) und

dem SoN-Rechteinhaber die rote Karte zeigen.

Sie beschuldigen die Funktionäre, dass sie absichtlich

den Austragungsmodus des Teamwettbewerbs

geändert hätten, um ihren Fahrern

auf diese Art und Weise den WM-Titel streitig

zu machen. Wenn es tatsächlich so wäre,

dürfte der CCP-Chef mit dem neuen Wettbewerb

sehr zufrieden sein.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Speedway of Nations - gesamt (nach Finale 1 + 2)

Wroclaw/PL - 8./9.6.2018

Ergebnis:

1. Russland, 23+22=45 Punkte + 1. im Finale (Artem Laguta

17+14=31, Emil Saifutdinow 6+8=14, Gleb Tschugunow

0+0=0); 2. Großbritannien, 25+21=46 + 2. im Finale (Tai

Woffinden 18+17=35, Robert Lambert 7+4=11, Craig Cook

0+0=0); 3. Polen, 15+21=36 + 2. im Race-off (Maciej Janowski

9+13=22, Patryk Dudek 3+8=11, Maksym Drabik

3+0=3); 4. Australien, 15+20=35 (Jason Doyle 13+16=29,

Max Fricke 2+4=6, Jaimon Lidsey N); 5. Dänemark,

20+15=35 (Michael Jepsen Jensen 12+15=27, Kenneth Bjerre

8+0=8, Fredrik Jakobsen 0+0=0); 6. Schweden, 16+16=32

(Fredrik Lindgren 13+9=22, Antonio Lindbäck 3+7=10, Joel

Kling N); 7. Deutschland 12+11=23 (Martin Smolinski

11+2=13, Kai Huckenbeck 0+9=9, Michael Härtel 1+0=1).

Heat 22 - Race-off: Russland-Polen 3:3 (1. Janowski, 2. Laguta,

3. Saifutdinow, 4. Dudek D).

Heat 23 - Finale: Russland-Großbritannien 3:3 (1. Woffinden,

2. Laguta, 3. Saifutdinow, 4. Lambert).

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 19


SPEEDWAY-WM/EM

WM - Junioren - Qualifikationsrunde 1

Liberec/CZ

Hansen siegt

Patrick Hansen triumphierte bei der Junioren-

WM-Qualifikationsrunde, die im tschechischen

Liberec stattfand. Der 19-jährige Däne erzielte

auf der 285 Meter langen Bahn insgesamt

14 Punkte. Die restlichen Podiumsplätze belegten

junge Fahrer aus Polen, die das Rennen mit

jeweils 12 Zählern abschlossen. Im Stechen um

Gesamtrang 2 drehten die beiden Piloten Ehrenrunden

und kreuzten gleichzeitig die Ziellinie.

Erst nach mehreren Wiedergaben der Videoaufzeichnung

gab Referee Artur Kusmierz

bekannt, dass sich Daniel Kaczmarek gegen

den amtierenden Juniorenweltmeister Maksym

Drabik durchsetzen konnte. Der Titelträger verzeichnete

in Tschechien vier Siege, wurde jedoch

in Heat 14 wegen Startbandberührung

disqualifiziert. Auch um den letzten Qualifikationsrang

musste gestochen werden, weil drei

Fahrer auf jeweils 10 Punkte gekommen waren.

Der Slowene Nick Skorja meldete sich als Erster

im Ziel und erreichte damit die Finalserie, während

Filip Hajek und Zach Wajtknecht knapp

ausschieden. Emil Millberg war in Liberec der

Einzige, der dem späteren Sieger Hansen eine

Niederlage beibringen konnte. Der junge

Schwede hatte nach drei Durchgängen schon

6 Punkte, schied danach jedoch mit technischen

Problemen aus und wurde im letzten

Durchgang disqualifiziert.

Sandro Wassermann war in Tschechien der einzige

deutsche Pilot am Start. Der 19-Jährige erzielte

insgesamt 7 Punkte und belegte letztendlich

Rang 10. In Lauf 15 lag der Memminger über

drei Runden lang in Führung, musste jedoch in

der Endphase Wajtknecht ziehen lassen.

• Georg Dobes

Speedway-Junioren-WM - Qualifikationsrunde 1

Liberec/CZ - 15.6.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Patrick Hansen, DK, 14 Punkte;

2. Daniel Kaczmarek, PL, 12+3; 3. Maksym Drabik, PL, 12+2;

4. Nick Skorja, SLO, 10+3.

Ausgeschieden: 5. Filip Hajek, CZ, 10+2; 6. Zach Wajtknecht,

GB, 10+1; 7. Mattia Lenarduzzi, I, 9; 8. Patrik Mikel, CZ, 8;

9. David Pacalaj, SK, 8; 10. Sandro Wassermann, D, 7;

11. Emil Millberg, S, 6; 12. Niklas Säyriö, FIN, 4; 13. Lucas Torresi,

ARG, 3; 14. Steven Labouyrie, F, 3; 15. Gaetan Stella, F,

2; 16. Pavel Cermak, CZ, 1; 17. Frantisek Klier, CZ, 0.

WM - Junioren - Qualifikationsrunde 2

Vetlanda/S

Ausgeglichen

Die Qualifikationsrunde in Schweden war sehr

ausgeglichen. Vor dem letzten Durchgang hatten

noch sechs Piloten Chancen, sich für die Finalrunde

zu qualifizieren. Da Daniel Bewley,

Gleb Tschugunow und Dominik Kubera ihre letzten

Rennen gewannen, schloss das Trio die Veranstaltung

mit jeweils 13 Zählern ab und Referee

Pavel Vana aus Tschechien ordnete ein Stechen

um den Tagessieg an. Der Russe setzte

sich an die Spitze und gewann den Zusatzlauf

souverän. Kubera lag zunächst an 2. Position,

musste aber nach einem Fahrfehler dem Engländer

den Vortritt lassen. Frederik Jakobsen

holte in seinem letzten Heat einen Dreier und

zog als Gesamtvierter in die Finals ein. Filip

Hjelmland und Joel Kling hatten nach 16 Heats

jeweils 9 Punkte vorzuweisen, die Schweden

beugten sich jedoch im fünften Durchgang

Tschugunow bzw. Jakobsen und verpassten so

knapp die Qualifikation. Unter den Erwartun-

gen fuhr Lasse Fredriksen. Der talentierte Norweger

erzielte auf dem 355 Meter langen Oval

5 Zähler, was lediglich für Platz 12 reichte. Etwas

mehr hätte man auch vom Engländer Nathan

Greaves erwartet. Er wurde mit 6 Zählern

Zehnter.

DMSB-Vertreter Dominik Möser fing mit einer

Nullfahrt an, doch dann holte er einen Sieg. Der

im dänischen Fredericia wohnhafte 20-Jährige

erkämpfte in Vetlanda zusammen 6 Punkte und

belegte am Ende Gesamtrang 9.

• Georg Dobes

Speedway-Junioren-WM - Qualifikationsrunde 2

Vetlanda/S - 16.6.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Gleb Tschugunow, RUS, 13+3 Punkte;

2. Daniel Bewley, GB, 13+2; 3. Dominik Kubera, PL, 13+1;

4. Frederik Jakobsen, DK, 12.

Ausgeschieden: 5. Filip Hjelmland, S, 11; 6. Joel Kling, S, 11;

7. Luke Becker, USA, 7; 8. Jonas Jeppesen, DK, 7; 9. Dominik

Möser, D, 6; 10. Nathan Greaves, GB, 6; 11. Anton Karlsson,

S, 5; 12. Lasse Fredriksen, N, 5; 13. Davis Kurmis, LV, 4;

14. Kye Thompson, AUS, 4; 15. Christoffer Selvin, S, 2;

16. Henri Ahlbom, FIN, 1; 17. Elvis Avgucevics, LV, 0.

WM - Junioren - Qualifikationsrunde 3

Rawicz/PL

Lambert stark

Robert Lambert zeigte in Rawicz große Klasse

und bestieg am Ende die höchste Podeststufe.

Der 20-Jährige erkämpfte insgesamt 14 Zähler.

Nach vier Durchgängen war der Engländer im

Florian-Kapala-Stadion noch ungeschlagen,

doch in Heat 17 vermasselte er den Start und

kam hinter Reservefahrer Wiktor Lampart als

Zweiter ins Ziel. Da Bartosz Smektala nach

20 Läufen mit Lambert punktgleich war, duellierten

sich beide Fahrer um den Tagessieg.

Ausgangs der Startkurve ging der Pole in Führung,

machte jedoch in der nächsten Kurve einen

groben Fahrfehler. Smektala fabrizierte einen

Dreher und stürzte. Lambert konnte dem

amtierenden Junioren-Vizeweltmeister zum

Glück ausweichen. Der unparteiische Oleksandr

Latosinski aus der Ukraine brach den

Lauf ab, disqualifizierte Smektala und sprach

dem Engländer den Gesamtsieg zu. Den letzten

Podestrang sicherte sich Andreas Lyager. Der

Däne erzielte auf der 333 Meter langen Bahn

13 Zähler. Nur einen Punkt weniger hatte der Pole

Robert Chmiel auf dem Konto. Der 19-Jährige

qualifizierte sich ebenfalls für die Junioren-

WM-Serie.

Eine gute Leistung zeigte Daniel Spiller. Der

20-Jährige konnte in Polen zwar keinen Sieg erkämpfen,

schrieb jedoch respektable 9 Zähler

und hat gute Chancen, eine Wildcard zu bekommen.

Sein Landsmann Lukas Fienhage fing verheißungsvoll

mit einem Sieg an, aber danach

lief es für den 18-Jährigen nicht mehr so rund.

Der Fahrer kam auf insgesamt 8 Zähler und wurde

Neunter.

Eine schwache Leistung zeigte Alexander

Woentin. Der junge Schwede fuhr im Vorjahr in

den Finals, belegte in Rawicz aber nur einen

enttäuschenden 13. Rang. Jaimon Lidsey war

beim SoN-Finale in Wroclaw Reservist der australischen

Mannschaft, doch in der Qualifikationsrunde

gelang es ihm nicht, die Finals zu erreichen.

In Heat 7 fuhr der Fahrer sehr gefährlich

und hätte fast Spiller und Dmytro Mostowyk

zu Fall gebracht. Nach dem Zieleinlauf

machte der Deutsche ihm berechtigte Vorwürfe.

In Rawicz gab es viele Stürze. In Heat 8 stürzte

z.B. Dennis Fazekas. Der Ungar konnte zwar die

Bahn danach auf eigenen Beinen verlassen, be-

Foto oben: Junioren-WM-Qualifikationsrunde im polnischen

Rawicz: Daniel Spiller (weiß) zeigte eine gute

Leistung, schied aber leider aus und hofft nun auf eine

Wildcard; hier gegen Jaimon Lidsey (blau), Dmytro

Mostowyk (rot) und Broc Nicol (gelb)

Unten: Siegerehrung für Robert Lambert (Mitte), Bartosz

Smektala (links) und Andreas Lyager (rechts)

stritt jedoch keine weiteren Rennen. Im nächsten

Lauf brachte Woentin in der Startkurve

Christian Thaysen und Mostowyk zu Fall. Der

Ukrainer fuhr in die Bande und blieb zunächst

liegen. Auch er verzichtete auf weitere Starts.

• Text u. Fotos: Georg Dobes

Speedway-Junioren-WM - Qualifikationsrunde 3

Rawicz - 16.6.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finals: 1. Robert Lambert, GB, 14+3 Punkte;

2. Bartosz Smektala, PL, 14+S/D; 3. Andreas Lyager, DK, 13;

4. Robert Chmiel, PL, 12.

Ausgeschieden: 5. Wiktor Lampart, PL, 11; 6. Daniel Spiller,

D, 9; 7. Jaimon Lidsey, AUS, 8; 8. Szymon Szlauderbach, PL,

8; 9. Lukas Fienhage, D, 8; 10. Christian Thaysen, DK, 6;

11. Roman Lachbaum, RUS, 5; 12. Jan Kvech, CZ, 4; 13. Alexander

Woentin, S, 3; 14. Josef Novak, CZ, 3; 15. Dmytro Mostowyk,

UKR, 1; 16. Dennis Fazekas, H, 1; 17. Thomas Valladon,

F, 0; 18. Broc Nicol, USA, 0.

20 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


EM - Junioren - Semifinale 1 - Rivne/UKR

Polen-Dominanz

Die polnischen Fahrer gaben in der Ukraine den

Ton an. Drei von ihnen qualifizierten sich fürs Finale

in Stralsund. Sieger des Semifinals wurde

Igor Kopec-Sobczynski. Der 18-Jährige schrieb

zusammen 14 Punkte und beugte sich nur im

letzten Durchgang seinem Landsmann Patryk

Wojdylo, der am Ende mit 11 Zählern Gesamtvierter

wurde. Wiktor Lampart erzielte 12 Punkte

und kam auf den niedrigsten Podiumsplatz.

Der 16-Jährige musste aber vorher ein Stechen

bestreiten. Er unterlag Jan Kvech, der sich über

Tagesrang 2 freuen konnte. Der junge Tscheche

zeigte in Rivne eine starke Leistung und sicherte

sich schon praktisch vor dem letzten Durchgang

das Weiterkommen. Die letzte Fahrkarte

nach Stralsund löste Olegs Mihailovs. Der Lette

erkämpfte in der Ukraine 11 Punkte.

Mit dabei waren auch zwei deutsche Fahrer.

Sandro Wassermann verzeichnete drei 2. Ränge

und das reichte nur für Platz 11. Richard Gey-

Jugend-Europacup 250 ccm - Finale - Randers/DK

Birkemose siegt

Marcus Birkemose gewann mit einem lupenreinen

Punktemaximum den Europacup in der

250-ccm-Klasse. Ben Ernst belegte in Dänemark

den 5. Rang.

Zweiunddreißig Nachwuchsfahrer aus 13 Nationen,

darunter auch fünf Deutsche, gingen im

dänischen Randers an den Start des Europacups.

Am 8. Juni wurden zwei Semifinals auf der

330 Meter langen Bahn ausgetragen und sie endeten

für die DMSB-Teilnehmer sehr erfolgreich.

Im ersten Turnier triumphierte Marcus

Birkemose. Der junge Däne erzielte insgesamt

14 Punkte und Ben Ernst war derjenige, der den

Sieger schlagen konnte. Der Güstrower schloss

das Semifinale mit 12 Punkten ab und kam im

Stechen um Gesamtrang 2 als Erster ins Ziel.

Der Mecklenburger bezwang Noel Wahlqvist

aus Schweden. Der zweite deutsche Pilot, Jonny

Wynant, hatte die Qualifikation nicht überstanden.

Mit 6 Zählern wurde er Elfter und schied

aus. Im zweiten Semifinale waren drei Deutsche

am Start und alle erreichten das Finale.

Erik Bachhuber war vor dem letzten Durchgang

noch ungeschlagen, hatte aber in Heat 18 starke

Gegner und konnte keine Punkte schreiben.

Der Bayer belegte Rang 4. Lukas Wegner kam

insgesamt auf 9 Zähler und wurde Fünfter. Der

Fahrer hatte jedoch in der letzten Serie einen

technischen Ausfall zu beklagen. Maximilian

Troidl war nach 20 Läufen mit seinem Landsmann

punktgleich und belegte Platz 6.

Das Finale sollte am nächsten Tag stattfinden,

aber das Wetter machte den Organisatoren und

Aktiven einen Strich durch die Rechnung. Wegen

Regens musste das Rennen auf den 10. Juni

verlegt werden. Und hier triumphierte Marcus

Birkemose. Der Däne fand an diesem Tag keinen

Bezwinger und schlug schon in seinem ersten

Lauf seinen Mitfavoriten Philip Hellström-

Bängs. Der Schwede, der im Vorjahr den Europacup

gewonnen hatte, kam auf insgesamt

14 Punkte und musste sich diesmal mit dem

2. Rang begnügen. Die niedrigste Podiumsstufe

bestieg Esben Hjerrild. Der Skandinavier holte

im Fladbro-Stadion 13 Zähler. Bester des

deutschen Quartetts war Ben Ernst. Der 15-Jährige

erzielte zwei Siege und wurde mit 8 Punkten

Fünfter. Der Nachwuchsfahrer war mit seinem

Ergebnis nicht besonders zufrieden, aber

er hatte in Rivne einen Sturz zu beklagen und

wurde mit 5 Zählern Zwölfter. Von den Gastgebern

hinterließ Marko Lewischyn den besten

Eindruck. Der Fahrer hatte einen Dreier vorzuweisen,

schied jedoch als Achter aus. Jack

Smith, Sohn des ehemaligen GP-Fahrers Andy

Smith, konnte wegen Problemen mit Einreisedokumenten

am Semifinale nicht teilnehmen

und wurde durch Witali Kowal ersetzt.

Das Rennen in der ukrainischen Speedway-

Hochburg sahen sich sage und schreibe rund

6500 Zuschauer an. • Georg Dobes

Speedway-Junioren-EM - Semifinale 1

Rivne/UKR - 19.5.2018

Ergebnis:

Qualifiziert für Finale in Stralsund/D am 15.9.: 1. Igor Kopec-

Sobczynski, PL, 14 Punkte; 2. Jan Kvech, CZ, 12+3; 3. Wiktor

Lampart, PL, 12+2; 4. Patryk Wojdylo, PL, 11; 5. Olegs Mihailovs,

LV, 11; Reserve 6. Nick Skorja, SLO, 9.

Ausgeschieden: 7. Artjoms Trofimovs, LV, 8; 8. Marko Lewischyn,

UKR, 7; 9. Daniils Kolodinskis, LV, 7; 10. Witali Kowal,

UKR, 6; 11. Sandro Wassermann, D, 6; 12. Richard Geyer, D,

5; 13. Mark Barany, H, 3; 14. Dmytro Mostowyk, UKR, 3;

15. Andrij Rosaljuk, UKR, 3; 16. Norbert Krakowiak, PL, 1.

Marcus Birkemose, der sich im Vorjahr den 85-

ccm-Europacupsieg holte, wurde in diesem Jahr

250-ccm-Europacupsieger • Foto: M. L. PICS

vor allem nicht mit der Leistung des italienischen

Schiedsrichters Giuseppe Grandi. „Das

Rennen hat super mit 3 Punkten gestartet. Im

zweiten Lauf hatte ich einen sehr guten Start, er

wurde aber abgebrochen. Im Wiederholungslauf

war ich wieder Erster in der Ecke, wieder

Abbruch und ich wurde für zwei korrekte Starts

disqualifiziert. Jeder, der da war, hat gesagt,

dass die Starts korrekt waren! Aber gegen den

Schiri kommt man nicht an und dann waren

3 Punkte weg! Danach war ich wohl zwischenzeitlich

zu vorsichtig, aber das Rennen endete

mit 3 Punkten und ich kann sagen, dass ich als

Einziger dem neuen Europameister das Zwei-

Tage-Maximum abgenommen habe und zugleich

mit ihm die schnellste Zeit hatte“, erzählte

Ben nach dem Rennen. Lukas Wegner hatte

nach zwei Durchgängen noch keine Punkte vorzuweisen,

wurde jedoch danach dreimal Zweiter

und das reichte für Platz 10. Maximilian

Troidl hatte hingegen nach zwei Rennen schon

3 Zähler, doch danach konnte der 14-Jährige

keine Punkte mehr schreiben und wurde am Ende

Dreizehnter. Erik Bachhuber erwischte am

Montag einen schlechten Tag. Zwei 3. Plätze

waren die ganze Ausbeute des Deutschen. Er

belegte in Randers Rang 17. • Georg Dobes

Speedway-Jugend-Europa-Cup 250 ccm - Randers/DK

9. + 11.6.2018

Ergebnisse:

Finale - 11.6.: 1. Marcus Birkemose, DK, 15 Punkte; 2. Philip

Hellström-Bängs, S, 14; 3. Esben Hjerrild, DK, 13; 4. Noel

Wahlqvist, S, 11; 5. Ben Ernst, D, 8; 6. Rasmus Pedersen, DK,

8; 7. Espen Sola, N, 7; 8. Sebastian Kössler, A, 7; 9. Leon

Flint, GB, 7; 10. Lukas Wegner, D, 6; 11. Andreas Christensen,

DK, 6; 12. Nathan Ablitt, GB, 5; 13. Maximilian Troidl, D,

3; 14. Viljam Lappi, FIN, 3; 15. Jordan Palin, GB, 3; 16. Casper

Henriksson, S, 2; 17. Erik Bachhuber, D, 2.

Semifinale 1 - 9.6. - qualifiziert für Finale: 1. Birkemose,

14 Punkte; 2. Ernst, 12+3; 3. Wahlqvist, 12+2; 4. Palin, 11;

5. Christensen, 10; 6. Hjerrild, 9; 7. Flint, 9; 8. Kössler, 8; Reserve

9. Henriksson, 6+3. Ausgeschieden: 10. Ricards Ansviesulis,

LV, 6+2; 11. Jonny Wynant, D, 6+1; 12. Piotr Swiercz,

PL, 5; 13. Filip Sifalda, CZ, 4; 14. Francis Gusts, LV, 2; 15. Andreas

Smedegard, DK, 2; 16. Thorstein Pettersen, N, 1;

17. Milan Dobias, CZ, 1.

Semifinale 2 - 9.6. - qualifiziert für Finale: 1. Hellström-

Bängs, 15 Punkte; 2. Ablitt, 13; 3. Pedersen, 12+3; 4. Bachhuber,

12+2; 5. Wegner, 9; 6. Troidl, 9; 7. Sola, 8+3; 8. Lappi,

8+2; Reserve 9. Rudolfs Sprogis, LV, 8+1. Ausgeschieden:

10. Kyrill Leiman, RUS, 7; 11. Karol Nizgorski, PL, 5;

12. Dan Silhan, CZ, 5; 13. Markus Maximus Lill, EST, 4;

14. Jeffrey Sijbesma, NL, 3; 15. Mikkel Roth, DK, 2; 16. Pavel

Kuchar, CZ, 0.

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 21


LANGBAHN-WM

Qualifikationsrunde - Marienbad/CZ

Tebbe besiegt Diener

im Stechen um Platz 1

Bei der Langbahn-WM-Qualifikation im tschechischen Marienbad

haben sich aus deutscher Sicht Jörg Tebbe, Bernd Diener und Max

Dilger für den Challenge am 24. Juni in Bielefeld qualifiziert. Der

Gesamtsieger konnte erst nach einem Stechen ermittelt werden.

Tebbe gewann den Lauf vor Diener (großes Foto), beide hatten

vor dieser Entscheidung je 18 Punkte auf ihrem Konto. Dritter

wurde Localhero Hynek Stichauer.

22 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


RENNSPORT-

WOCHENENDE

MELSUNGEN

Hinter Stichauer, der 17 Punkte einfuhr, platzierten

sich der Brite Andrew Appleton (16),

Henri Ahlbom aus Finnland und Paul Cooper

(GB), die beide auf je 15 Zähler kamen. Der

aufgrund seiner letzten Top-Leistungen favorisierte

Tscheche Josef Franc wurde mit

14 Zählern Siebter, hatte aber im Laufe des

Nachmittags mehrfach mit technischen Problemen

an seinem Motorrad zu kämpfen.

Max Dilger aus Lahr kam hinter dem Tschechen

Martin Malek (14) und Romano Hummel

aus den Niederlanden (13) mit 12 Punkten auf

Platz 10. Ebenfalls für Bielefeld qualifiziert

haben sich auch Henry van der Steen (NL) und

der Finne Jesse Mustonen mit jeweils 11 Zählern.

Ganze 26 Fahrer waren auf der 1000-Meter-

Sandbahn im tschechischen Marienbad angetreten,

um zwölf Plätze für den Challenge in

Bielefeld zur Langbahn-WM 2019 zu ergattern.

Von den gemeldeten vier deutschen Fahrern

waren nur drei dabei, denn Stephan Katt

musste die Qualifikation nach seinem heftigen

Sturz in Altrip absagen. Eine tiefe Fleischwunde

am rechten Arm und Prellungen am

ganzen Körper ließen einen Einsatz des Neuwittenbekers

nicht zu.

Der Renntag in Marienbad wurde von zwei

schweren Stürzen überschattet. In Lauf 10 erwischte

es den Australier Alex Davies in der

Startkurve derart, dass er mit dem Helikopter

abtransportiert werden musste. In Lauf 19

kam es für den Briten Edward Kennett und den

Franzosen Gaétan Stella knüppeldick. Beide

stürzten ebenfalls in der ersten Kurve schwer

und mussten zur Untersuchung ins Krankenhaus

gebracht werden.

• Text: Rudi Hagen; Fotos: Jesper Veldhuizen

56,00 €

98,00 €

Lieferung per Vorauszahlung: VR-Bank Schwalm-Eder

IBAN: DE 27 5206 2601 0002 018497; BIC: GENODEF1HRV

Langbahn-WM-Qualifikation Marienbad/CZ - 2.6.2018

Ergebnisse:

Qualifiziert für Challenge in Bielefeld am 24.6.: 1. Jörg Tebbe, D, 18+4 Punkte; 2. Bernd Diener, D,

18+3; 3. Hynek Stichauer, CZ, 17; 4. Andrew Appleton, GB, 16; 5. Henri Ahlbom, FIN, 15;

6. Paul Cooper, GB, 15; 7. Josef Franc, CZ, 14; 8. Martin Malek, CZ, 14; 9. Romano Hummel, NL, 13;

10. Max Dilger, D, 12; 11. Henry van der Steen, NL, 11; 12. Jesse Mustonen, FIN, 11.

Ausgeschieden: 13. Gaétan Stella, F, 10; 14. Dave Meijerink, NL, 9; 15. Gabriel Dubernard, F, 8;

16. Alessandro Milanese, I, 7; 17. Edward Kennett, GB, 6; 18. Anders Mellgren, S, 6; 19. Jérome Lespinasse,

F, 5; 20. Michal Dudek, CZ, 5; 21. Tommy Thu, N, 4; 22. Michal Skurla, CZ, 4;

23. John Bernard, F, 3; 24. Niklas Klingberg, S, 3; 25. Alex Davies, AUS, 2; 26. Soren Vedsted, DK, 2.

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 23


SPEEDWAY-DM

Paar-Cup Wittstock

Gewitter entscheidet Meisterschaft:

MSC Cloppenburg gewinnt

nach 14 gewerteten Läufen

den Speedway Paar-Cup 2018

Die Wetterprognose für das Finale zum Deutschen

Speedway Paar-Cup am Freitag, den 1. Juni

2018, auf dem Heidering Wittstock sah erst

gar nicht so schlecht aus, denn ein erhöhtes Regenrisiko

war erst für zirka 22:00 Uhr vorgesehen

und zu dieser Zeit sollte der neue Paarmeister

schon längst gekürt sein, leider kam es dann

anders als vorhergesagt und das Wetter machte

allen Beteiligten einen gewaltigen Strich durch

die Rechnung.

So fing es in Lauf 14 langsam zu regnen an und

gefährlich aussehende Gewitterwolken breiteten

sich zügig über dem Stadion aus. Man hätte

sicherlich noch einen Lauf fahren können, aber

der Regen war dann doch zu stark und das Rennen

wurde vom Schiedsrichter aus Sicherheitsgründen

abgebrochen, an ein Weiterfahren war

nicht mehr zu denken. Viele von den zirka

500 Zuschauern verließen bei dem stark einsetzenden

Regen fluchtartig die Rennbahn und die

Siegerehrung wurde in den Boxen im Fahrerlager

durchgeführt.

Nach den gewerteten 14 Läufen stand der MSC

Cloppenburg mit Martin Smolinski, Lukas Fienhage

und René Deddens mit 25 Punkten als Sieger

fest, dicht dahinter auf dem 2. Platz kamen

die Wittstocker Wölfe mit Kevin Wölbert, Mathias

Schultz und Steven Mauer mit 23 Punkten.

Ebenfalls 23 Zähler hatten die DMV White Tigers

mit Kai Huckenbeck, Dominik Möser und Marius

Hillebrand auf ihrem Konto. Die DMV Tigers unterlagen

aber den Wölfen im direkten Vergleich

in Heat 12 und kamen somit auf Rang 3.

Der Titelverteidiger MSV Herxheim landete mit

20 Punkten enttäuschend auf dem 4. Platz. Man

kann davon ausgehen, dass das Rennen in den

letzten Läufen noch richtig spannend geworden

wäre, denn die Favoritenteams lagen zu diesem

Zeitpunkt punktemäßig alle dicht zusammen

und mit Sicherheit wären es noch richtig tolle

Rennen gewesen, aber die Zuschauer sahen

auch bis zum Abbruch hervorragende und

spannende Läufe mit vielen Überholmanövern

teils über die gesamte Distanz von vier Runden.

Einen erheblichen Anteil hatte natürlich der

Bahndienst daran und er leistete wieder eine

hervorragende Arbeit und stellte den Aktiven

eine sehr schnelle und griffige Strecke zur Verfügung.

• Thomas Klemm

Speedway Paar-Cup - Wittstock

2.6.2018

Ergebnis

(nach 14 Rennläufen):

Paar-Cup: 1. MSC Cloppenburg

„Fighters“, 25 Punkte (René Deddens

3, Lukas Fienhage 12, Martin

Smolinski 10); 2. MSC „Wölfe“

Wittstock, 23 (Kevin Wölbert 15,

Mathias Schultz N, Steven Mauer

8); 3. DMV White Tigers, 23 (Kai

Huckenbeck 15, Dominik Möser 8,

Marius Hillebrand N); 4. MSV

Herxheim, 20 (Erik Riss 6, Mark

Riss 7, Max Dilger 7); 5. MSC Diedenbergen,

14 (Valentin Grobauer

4, Michael Härtel 10); 6. MSC Berghaupten,

13 (Daniel Spiller 8, Ethan

Spiller 5); 7. ADAC Südbayern,

8 (Mario Niedermeier A, Jonas Wilke

8, Celina Liebmann 0).

Zu den Fotos - oben:

Paar-Cup-Sieger Cloppenburg

mit (v.l.) Lukas Fienhage,

René Deddens, (vorn) Martin

Smolinski und Teammanager

Mario Trupkovic

• Foto: Thomas Klemm

Unten:

Martin Smolinski (rot) und

Lukas Fienhage (weiß) gegen

Kevin Wölbert (blau) von den

Wölfen aus Wittstock

• Foto: Klaus Goffelmeyer

24 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


Stralsund - Brokstedt

Auswärtssieg

für Brokstedt

Der MSC Brokstedt e.V. im ADAC bleibt in der Speedway-Bundesliga

weiter auf Finalkurs. Mit einem

51:34-Auswärtssieg beim MC „Nordstern“ Stralsund

sicherte sich das Team aus dem Kreis Steinburg eine

gute Ausgangsposition für das letzte Rennen der Vorrunde

am 1. Juli vor heimischem Publikum gegen den

MSC „Wölfe“ Wittstock.

Trotz des am Ende durchaus deutlichen Sieges beim

Club vom Strelasund war der Ausflug an die Ostsee für

die Mannschaft von Teammanagerin Sabrina Harms alles

andere als ein Spaziergang. „Wir hatten gerade zu

Beginn der Begegnung unsere Schwierigkeiten und

fanden erst im zweiten Abschnitt des Rennens unseren

Rhythmus“, so Harms, die auf den etatmäßigen Mannschaftskapitän

Kai Huckenbeck verzichten musste.

Harms: „Kai durfte die deutschen Farben beim Speedway

of Nations in Breslau vertreten. Glücklicherweise

konnten wir sein Fehlen sehr gut kompensieren.“ In

der Tat präsentierte der MSC eine geschlossene Mannschaftsleistung,

in der vor allen Dingen Routinier Rune

Holta (Norwegen) und erneut Brokstedts Neuzugang

Max Dilger mit jeweils 12 eingefahrenen Punkten zu

überzeugen wussten. Besonders effektiv agierten zudem

Danny Maaßen (8 Punkte) und Darrell de Vries (5)

auf den sogenannten C-Positionen.

Nachdem die Gastgeber nach drei Läufen zunächst mit

10:8 in Führung gegangen waren, entwickelte sich in

der Folge ein Duell auf Augenhöhe. Ein 5:1 (Dilger und

de Vries) der Gäste im vierten Durchgang sollte dann

allerdings die Wende im Nordderby bringen. Obwohl

sich Brokstedt danach noch nicht deutlich absetzen

konnte, sollte die knappe Führung bis nach dem neunten

Lauf Bestand haben (29:25). Erst im letzten Abschnitt

des spannenden Bundesliga-Duells setzten

sich die „Wikinger“ deutlich durch und sicherten sich

am Ende den deutlichen 51:34-Erfolg.

Am 1. Juli kommt es auf dem Holsteinring in Brokstedt

nun zur absoluten Spitzenpartie der Bundesliga, wenn

der MSC den Ligakonkurrenten aus Wittstock empfängt.

„Wir gehen diesmal als Außenseiter ins Rennen.

Wittstock wird alles daran setzen, letztlich in die beiden

Finalläufe einzuziehen. Die Fans dürfen sich also

auf ein echtes Endspiel freuen.“ Michael Schubert,

Pressesprecher in Brokstedt, erwartet ein absolut offenes

Duell in dem alles möglich scheint. Sicher ist indes,

dass die Mannschaft, die dieses Rennen für sich

entscheidet, definitiv im Finale um den deutschen

Meistertitel steht.

Speedway-Bundesliga - Stralsund - 9.6.2018

Ergebnis:

1. MSC Brokstedt Wikinger, 54 Punkte (Rune Holta 12, Andreas Lyager 5,

Lukas Fienhage 9, Max Dilger 12, Danny Maaßen 8, Darrel de Vries 5);

2. MC Nordstern Stralsund, 34 (David Bellego 17, Lasse Fredriksen 6, Tobias

Busch 5, Dominik Möser 4, Geert Bruinsma 0, Steven Mauer 2).

Stand: 1. MSC Wölfe Wittstock, 4 Matchpunkte/110 Laufpunkte/2 Rennen;

2. MSC Brokstedt Wikinger, 4/137/3; 3. AC Landshut Devils, 4/92/

2; 4. DMV White Tigers, 0/75/2; 5. MC Nordstern Stralsund, 0/91/3.

Brokstedts Rune Holta (weiß) und Andreas Lyager (gelb)

gegen Stralsunds Daivd Bellego (rot) und Lasse Fredriksen

(blau) • Foto: Bernd Quaschning

Landshut

Black Forest

Eagles souverän

Der Start in die neue Saison vor knapp 660 Zuschauern im heimischen Stadion an der Ellermühle

hätte etwas besser verlaufen können. Doch kurz vor dem Rennen schlug das Verletzungspech

wieder zu – „Catman“ Stephan Katt, der als Routinier in den Kreisen der im wahrsten Sinne des

Wortes Young Devils auf Punktejagd gehen sollte, fiel nach seiner Verletzung beim Langbahnrennen

in Altrip am Fronleichnamstag aus, sodass Ersatzmann Mario Niedermeier seine Teamkameraden

Sandro Wassermann, Jonas Wilke und Maximilian Troidl unterstützen musste.

Die Black Forest Eagles

mit (v.l.) Ethan Spiller,

Daniel Spiller, Tom Finger,

David Pfeffer, Maximilian

Pongratz, Max Dilger und

die Teammanager Reiner

Armbruster und Sönke

Petersen (vorne)

• Foto: Niklas Breu

Kein leichtes Unterfangen für die Youngstertruppe

des Gastgebers, treten doch einige der

Konkurrenten in der 2. Bundesliga durchaus

mit Mannschaften von Bundesliga-Kaliber an.

Doch nicht nur die Gastgeber traf es – sowohl

die Torros vom MC Güstrow als auch die Hornets

aus Meißen sahen sich ebenfalls mit Ausfällen

in letzter Minute konfrontiert. Erstere mussten

auf Tobias Busch verzichten, der sich an der

Hand verletzt hatte und durch Steven Mauer ersetzt

wurde; Letztere auf Martin Smolinski, der

sich sicherlich als wertvoller Punktelieferant erwiesen

hätte, jedoch aufgrund der Qualifikation

für das Finale des Speedway of Nations am

Vorabend aufgrund des FIM-Reglements nicht

starten durfte und durch Tim Wunderer ersetzt

wurde.

Es begann zunächst durchaus hoffnungsvoll,

als Maximilian Troidl beim Auftaktrennen einen

guten Start erwischte und das Feld der

250-ccm-Konkurrenten anführte. Dann jedoch

machte er in der letzten Kurve der letzten Runde

auf und erlaubte damit sowohl Maximilian Pongratz

vom MSC Berghaupten als auch Lukas

Wegner von den Meißen Hornets durchzuschlüpfen.

Sandro Wassermann, beim ersten

Start von Lauf 3 sehr gut gestartet, wurde zunächst

durch den Sturz von Hannes Gast ausgebremst

und musste sich im Re-run dann Daniel

Spiller geschlagen geben. In den nachfolgenden

Läufen gingen die Punkte ebenfalls größtenteils

an die Gäste. Insbesondere die Black

Forest Eagles schafften es zunächst, sich einen

Vorsprung zu verschaffen, immer dicht gefolgt

von den Hornets aus Meißen. Nach Heat 11

mussten die Gastgeber schließlich noch den

Ausfall von Jonas Wilke kompensieren, der mit

Ethan Spiller – langsam aufgrund eines Plattfußes

am Hinterreifen – kollidiert und sich verletzt

hatte. Spiller holte sich den Sieg im Rerun,

sodass die Adler aus dem Schwarzwald

von da an langsam, aber sicher davonzogen.

Aufgebessert wurde die Punktebilanz der

Landshuter schließlich noch von Sandro Wassermann,

der in Heat 16 einen sehr guten Start

erwischte und die 3 Siegpunkte ins Ziel bringen

konnte. Doch in der Endabrechnung standen

letztlich nur 11 Punkte für die Young Devils zu

Buche. Der Tagessieg ging an die Black Forest

Eagles mit 40 Punkten, die neben Top-Scorer

Max Dilger mit der insgesamt ausgeglichensten

Teamleistung aufwarten konnten. Ihnen folgten

die Meißen Hornets mit 32 und die Güstrow Torros

mit 30 Punkten.

Speedway Team Cup - 3.6.2018

Ergebnis:

1. Black Forest Eagles Berghaupten, 40 Punkte (Max Dilger 14,

Daniel Spiller 10, Ethan Spiller 10, Maximilian Pongratz 6);

2. Meißen Hornets, 32 (Tim Wunderer 3, Ronny Weis 11, Richard

Geyer 10, Lukas Wegner 8); 3. Güstrow Torros, 30 (Steven

Mauer 7, Hannes Gast 5, Lukas Baumann 8, Ben Ernst 8,

Leon Arnheim 2); 4. Landshut Young Devils, 11 (Mario Niedermeier

0, Sandro Wassermann 8, Jonas Wilke 1, Maximilian

Troidl 2).

Stand: 1. MSC Cloppenburg Fighters, 2 Rennen/76 Laufpunkte/5

Matchpunkte; 2. Black Forest Eagles Berghaupten, 2/72/

5; 3. Emsland Speedway Team, 1/41/3; 4. MC Meißen Hornets,

1/32/2; 5. MC Güstrow Torros, 2/46/1; 6. MSC Olching,

1/26/1; 7. SC Neuenknick Hexen, 1/20/1; 8. MSC Diedenbergen

Rockets, 1/14/0; 9. AC Landshut Young Devils, 1/11/0.

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 25


Pfingstchallenge

Güstrow

SPEEDWAY

Trofimov im dritten Anlauf

Es wurde die erwartet intensive Auseinandersetzung der jungen Wilden bei der diesjährigen

Pfingstchallenge im Güstrower Speedwaystadion. Das Finale bot dann so viel Dramatik, dass

der Sieger erst im dritten Anlauf ermittelt werden konnte. (v.l. M.Hansen, V.Trofimov und R.Lachbaum)

Beim ersten Start zum entscheidenden Endlauf

verhakten sich Michael Härtel und der Ukrainer

Viktor Trofimov, die beide nahezu geradeaus in

der Startkurve in den Airfence fuhren. Nach kurzer

Erholungspause konnten beide zum Wiederholungsstart

antreten. Im zweiten Anlauf

musste Michael Härtel als Abbruchverursacher

disqualifiziert werden, als er den Russen Roman

Lachbaum eingangs der zweiten Runde

überholen wollte und diesen dabei zu Sturz

brachte. Dem auf dem Boden Liegenden konnte

Mads Hansen (Dänemark) nicht mehr ausweichen.

Auch diesmal konnten beide unter dem

aufmunternden Beifall der 1500 Besucher allein

ins Fahrerlager gehen und den nächsten Versuch

in Angriff nehmen. Beim dritten Start zum

Finale standen somit nur noch drei Fahrer am

Band, alle von den Sturzfolgen stark gehandicapt

und sicher froh, dass es diesmal über vier

Runden keine Probleme gab. Der Sieger hieß

Viktor Trofimov und damit verbesserte sich der

junge Ukrainer vom 3. Platz im Vorjahr auf die

oberste Podeststufe. Den 2. Rang erkämpfte

wie im letzten Jahr Mads Hansen und als Dritter

kam Roman Lachbaum ins Ziel. Der Russe hatte

noch Mitte der Woche ein Ligarennen in Balakowo,

etwa 3000 Kilometer von Güstrow entfernt,

bestritten und kam nur mühsam ins Rennen.

Nach null Punkten zum Auftakt sammelte er mit

1, 2 und zweimal 3 Punkten noch genug Zähler

für das Halbfinale. Dort gelang es ihm, den Norweger

Lasse Fredriksen, der in der Vorrunde ungeschlagen

blieb, hinter sich zu halten und diesem

den Finaleinzug zu verwehren.

Die Bilanz der deutschen Starter fällt durchaus

unterschiedlich aus. Während Michael Härtel

durch den Sturz im Finale gestoppt wurde und

aufs Podest hätte fahren können, kamen Lukas

Fienhage, der in den Vorläufen mit soliden

10 Punkten aufwartete, und der deutsche

U21-Meister Daniel Spiller nicht über das Semifinale

hinaus. Aus Güstrower Sicht war insbesondere

der Auftritt der eigenen Junioren, der

vom fachkundigen Publikum entsprechend honoriert

wurde, erfolgreich. Leon Arnheim zeigte

eine stabile Leistung und kam auf für ihn erfreuliche

4 Punkte und Lukas Baumann fightete toll

mit der Konkurrenz und seine 8 Punkte langten

nur aufgrund der Majorität der besseren Platzierungen

nicht für den Einzug ins Halbfinale.

„Das sind genau die Rennen, in denen unsere

Junioren an der Gegnerschaft wachsen können“,

bilanzierte Hannes Heider, Teamchef der

Güstrow Torros. „Ich bin froh, dass wir unseren

Fahrern so eine tolle Veranstaltung bieten können

und dass diese vom Publikum immer mehr

angenommen wird. Das bestärkt uns klar in unserem

Engagement“, setzte Heider, der bei den

Pfingstveranstaltungen als Rennleiter Verantwortung

übernommen hat, fort. „Nach dem Auftakt

im STC in Cloppenburg zeigten sich heute

beide Junioren in verbesserter Form. Es sind immer

kleine Schritte und sie brauchen noch viele

Rennen, um mehr Erfahrung zu gewinnen. Mit

dieser Leistung im Rücken freue ich mich jetzt

auf unsere Reise nach Landshut, wo die Torros

das nächste Mal im Einsatz sind.“

Schon vor dem Start zur Pfingstchallenge richtete

der MC Güstrow ein Rennen in der Klasse

Junior B II aus. Diese Konkurrenz dominierte

der einheimische Norick Blödorn, er ließ seinen

Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Enorm

beeindruckend waren seine Starts und sein

Verhalten in der ersten Kurve. Er blockte die Aktionen

der anderen Fahrer so geschickt ab, dass

er sich immer seine Linie suchen und seinen

Speed auf die Bahn bringen konnte. „Sicher

hatte er heute Heimvorteil, aber wie er seine

Gegner beherrschte, ringt mir einfach nur Respekt

ab. Die Konkurrenz war keineswegs so

leicht, wie es aussah“, freute sich auch Hannes

Heider über diese Leistung. • Foto: Daniel Sievers

Int. ADAC-Speedwayrennen Güstrow - „Pfingstchallenge“

18.5.2018

Ergebnisse:

I-Solo (nach Finale und Halbfinale): 1. Viktor Trofimov, UKR,

14 Vorlaufpunkte; 2. Mads Hansen, DK, 11; 3. Roman Lachbaum,

RUS, 9; 4. Michael Härtel, 13. Weitere Platzierungen:

5. Lasse Fredriksen, N, 15; 6. Lukas Fienhage, 10; 7. Daniel Spiller,

9; 8. Martin Steen Hansen, 9; 9. Lukas Baumann, 8;

10. Emil Breum, DK, 5; 11. Ethan Spiller, 5; 12. Niklas Säyriö,

FIN, 5; 13. Leon Arnheim, 4; 14. Jannik B. Sörensen, DK, 3;

15. Jed List, AUS, 1; 16. Brayden McGuinness, AUS, 0; 17. Damian

Stalkowski, PL, 0.

Junior B II: 1. Norick Blödorn, 12 Punkte; 2. Sebastian Thomsen,

DK, 8; 3. Jakob Johansen, DK, 7; 4. Bastian Pedersen, DK,

5; 5. Oskar Hende, DK, 5; 6. Noah Moos, DK, 4; 7. Fynn Ole

Schmietendorf, 4; 8. Viktor Sundböl, DK, 2.

Pfingstpokal Güstrow

Weltmeister

Doyle begeistert

9000 Besucher feierten beeindruckendes

Speedwayfest in Güstrow.

Natürlich stand Jason Doyle, amtierender Speedwayweltmeister,

im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und

war klarer Favorit auf den begehrten Pfingstpokal in Güstrow.

Vielleicht nicht von jedem in dieser Form erwartet,

wurde er seiner Rolle in allen Belangen gerecht und

holte mit Maximum die traditionsreiche Trophäe.

Bevor er begeistert empfangen wurde, stand ein anderes

Ereignis im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Nach

vier Jahren Planungs- und Bauzeit konnte der neue

Start-Ziel-Bereich mit der imposanten Tribüne eingeweiht

werden. „Es war schon eine enorme Anstrengung,

die wir ohne die finanzielle Unterstützung nicht hätten

bewältigen können. Insgesamt sind 780.000 Euro in

dieses Bauwerk geflossen, das ist für unseren Verein eine

unvorstellbare Summe“, berichtete der 2. Vorsitzende

Thomas Koch, ohne dessen Engagement es nicht dazu

gekommen wäre. Symbolisch wurde ein Band von

den Vertretern der beteiligten Institutionen zerschnitten.

Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Lorenz Caffier ließ es sich genauso wenig

nehmen wie der Landrat des Landkreises Rostock Sebastian

Constien, der Vorstand des ADAC Hansa Ingo

Meyer und Torsten Sternberg, der mit seinen Baumaschinen

maßgebliche Unterstützung beim Bau leistete,

an diesem Tag anwesend zu sein. In ihren Grußworten

dankten die beteiligten Amtsträger insbesondere dem

Engagement der Helfer aus dem Verein, ohne deren Initiative

es nicht möglich gewesen wäre. Der Vorstand des

Vereins hatte sich dazu auch eine besondere Aktion

ausgedacht. Während einer Rennpause erschienen auf

der Leinwand die Namen aller beteiligten Personen und

so erhielten sie den gebührenden Dank, weil ihre Arbeit

stets abseits der Öffentlichkeit stattfindet.

Unbemerkt vom Publikum hatten sich die Aktiven während

der feierlichen Einweihung hinter der Tribüne versammelt

und erschienen nun zur Überraschung der Besucher

auf dem Mittelgang. Als letzter ging der Weltmeister

die Treppe herunter und genoss sichtlich die

Nähe zu den Fans.

Gleich von Beginn an machte er klar, dass der Sieg an

diesem Abend nur über ihn gehen würde. Mit der besten

Beschleunigung bog er stets als Erster in die Kurve ein

und ließ den Gegnern dann keine Chance mehr. Wie er

auf der für ihn unbekannten Bahn seine Linie suchte,

war beeindruckend. Er probierte verschiedene Varianten

aus und entschied sich dann für die effektivste. Lediglich

im letzten Punktlauf war sein Start nicht optimal

und er jagte dreieinhalb Runden hinter Rune Holta und

Brady Kurtz hinterher, ohne eine Lücke zum Überholen

26 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


zu finden. Doch in der letzten Kurve nutzte er gekonnt eine

Güstrower Eigenheit. Während sich die Gegner auf

der Außenbahn miteinander duellierten, stach er auf

dem kürzeren inneren Weg durch und konnte so auch

noch diesen Lauf gewinnen. Rune Holta konnte es nicht

fassen: „Ich war doch so weit vorn, das geht doch gar

nicht, wo kam er her?“ fragte der Norweger, um sich

dann erklären zu lassen, dass solche Manöver durch die

besondere Lage der Ziellinie möglich sind.

Die drei deutschen Vertreter hatten es schwer in diesem

Fahrerfeld. Tobias Busch konnte zwar einen Laufsieg erringen,

aber am Ende landete er mit seinen Kollegen Michael

Härtel und Lukas Fienhage mit 6, 5 bzw. 4 Punkten

auf den Plätzen 11, 12 und 13. Viel besser machte es an

diesem Abend der Däne Nicolai Klindt, der mit der Güstrower

Bahn meist gut zurechtkommt und dies auch

wieder unter Beweis stellen konnte. Zwar hatte auch er

keine Chance, den Weltmeister zu schlagen, aber er sicherte

sich mit 12 Punkten den 2. Platz vor dem Australier

Brady Kurtz, der auch immer in Güstrow stark unterwegs

ist. Dies konnte der Landsmann von Jason Doyle

dann auch noch im zusätzlichen Lauf um den Fritz-Suhrbier-Pokal

unter Beweis stellen. Hier holte er sich den

Sieg und stand damit anschließend allein ganz oben auf

dem Podest. Vorher wurden noch die Teilnehmer des

Rahmenprogramms geehrt. Dies wurde eine sichere

Beute für das Güstrower Talent Ben Ernst, der die Konkurrenz

der 250er-Klasse mit Maximum vor dem Dänen

Andreas Christensen und Lukas Wegner gewann.

Die abschließende Ehrung galt dem Pfingstpokalsieger.

Schon während der Veranstaltung äußerte Jason Doyle

in den vielen Interviews, die er sowohl den anwesenden

Medien als auch im Stadion gab, seine Überraschung

und Freude über diesen Abend: „Als ich hier zugesagt

habe, hätte ich nicht geglaubt, dass mich so eine Begeisterung

erwartet. Es macht so viel Spaß hier zu fahren,

die Bahn ist schnell und ich komme gut zurecht.“

Das war bei seinen Fahrten auch zu sehen und entsprechend

begeistert wurde er für den Erfolg gefeiert. Später

verbreitete er noch in den sozialen Netzwerken ein

persönliches Resümee: „Ein großartiger Abend in Güstrow

– ein unglaubliches Publikum – volles Stadion –

die wissen, wie man eine Show aufzieht!“ Und genau

das war der Pfingstpokal 2018 wieder, ein großes

Speedwayfest, das 9000 Besucher gemeinsam mit den

Aktiven in Güstrow feierten. • Text und Foto: SVG

Int. ADAC-Speedwayrennen Güstrow - „Pfingstpokal“ - 20.5.2018

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Jason Doyle, AUS, 15 Punkte; 2. Nicolai Klindt, DK, 12; 3. Brady

Kurtz, AUS, 11; 4. Rune Holta, N, 10; 5. David Bellego, F, 10; 6. Kacper Gomolski,

PL, 10; 7. Thomas H. Jonasson, S, 9; 8. Bjarne Pedersen, DK, 8;

9. Rohan Tungate, AUS, 8; 10. Josef Franc, CZ, 7; 11. Tobias Busch, 6;

12. Michael Härtel, 5; 13. Lukas Fienhage, 4; 14. Roman Lachbaum, RUS,

2; 15. Fernando Garcia, ARG, 2; 16. Daniel Kaczmarek, PL, 1.

Sieger Fritz-Suhrbier-Pokal: Brady Kurtz, AUS.

Junior C: 1. Ben Ernst, 24 Punkte; 2. Andreas Christensen, DK, 19; 3. Lukas

Wegner, 16; 4. Jordan Palin, GB, 15; 5. Erik Bachhuber, 12; 6. Jonny Wynant,

8; 7. Kean-Lee Dicken, GB, 2; 8. Maximilian Firniß, 0.

Jason Doyle holt sich den Pfingstpokal vor Nicolai Klindt

(links) und Brady Kurtz (rechts)

Auerhahnpokal Teterow

Gomolski

siegt

Bereits in den Vorläufen zeigte sich, dass ein

ziemlich ausgeglichenes Fahrerfeld am Start

war. Gleich fünf Fahrer hatten 10 Punkte auf ihrem

Konto. Das waren die Polen Miroslaw Jablonski

und Kacper Gomolski, aus deutscher

Sicht Kai Huckenbeck und Max Dilger, alle mit

zwei Vorlaufsiegen, sowie der Norweger Rune

Holta mit einem Sieg.

Führend nach der Vorrunde war aber ein anderer,

nämlich Adrian Gala. Mit drei Laufsiegen

und zwei 2. Plätzen demonstrierte der Pole seine

Ambitionen auf den Gesamtsieg. Einen starken

Eindruck hinterließ auch der Russe Vadim

Tarasenko, der Gala eine Niederlage beibrachte

und mit 11 Vorlaufpunkten sicher ins Halbfinale

einzog.

Das erste Halbfinale endete, wie anzunehmen

nach dem bisherigen Rennverlauf, mit einem

Sieg von Adrian Gala. Ihm folgten auf den Plätzen

Kacper Gomolski und aus deutscher Sicht

erfreulich Michael Härtel. Vorbei war hingegen

der Rennabend für Miroslaw Jablonski und Kai

Huckenbeck, die auf den Plätzen 4 und 5 landeten

– Huckenbeck aufgrund eines Ausfalls.

Im zweiten Halbfinale siegte der Russe Wadim

Tarasenko, gefolgt von Rune Holta und einem

an diesem Abend stark fahrenden Max Dilger.

Auf Rang 4 landete hier Kjastas Puodzuks, Martin

Smolinski auf Rang 5.

Der 17. Auerhahnpokal

eröffnete dieses Jahr erstmals das Pfingst-

Wochenende auf dem Teterower Bergring.

Insgesamt 16 Fahrer aus 9 Nationen wollten

den Auerhahn mit nach Hause nehmen.

Das Finale sorgte gleich in der ersten Runde für

eine Überraschung, denn der führende Adrian

Gala fiel wegen Maschinenschadens aus. Nun

begann aber ein toller Kampf zwischen Gomolski,

Holta und Tarasenko um den Tagessieg, den

Gomolski am Ende für sich entscheiden konnte.

Er nahm somit den Auerhahnpokal nach 2012

zum zweiten Mal mit nach Hause. Max Dilger sowie

Michael Härtel kamen im Finale nicht so gut

aus den Bändern und landeten am Ende auf den

Rängen 4 und 5.

Im Rahmenprogramm fuhren acht Piloten der

250-ccm-Klasse. Ben Ernst vom MC Güstrow

holte in seinen vier Läufen vier Siege.

• Text: Daniel Becker; Fotos: Daniel Sievers

Int. 16. Auerhahnpokal-Flutlicht-Speedwayrennen Teterow

19.5.2018

Ergebnisse:

Finale: 1. Kacper Gomolski, PL; 2. Rune Holta, N; 3. Wadim Tarasenko,

RUS; 4. Max Dilger; 5. Michael Härtel; 6. Adrian Gala, PL.

Halbfinale 1: 1. Gala; 2. Gomolski; 3. Härtel; 4. Miroslav

Jablonski, PL; 5. Kai Huckenbeck, A.

Halbfinale 2: 1. Tarasenko; 2. Holta; 3. Dilger; 4. Kjastas Puodzuks,

LV; 5. Martin Smolinski, D.

Vorrunde: 11. Dimitri Bergé, F; 12. Matej Kus, CZ; 13. Roman

Lachbaum, RUS; 14. Zdenek Holub, CZ; 15. Mathias Thörnblom,

S; 16. Fernando Garcia, ARG.

250 ccm: 1. Ben Ernst, D, 12 Punkte; 2. Andreas Christensen,

DK, 10; 3. Lukas Wegner, D, 8; 4. Jordan Palin, GB, 7; 5. Erik

Bachhuber, D, 6; 7. Kean-Lee Dicken, GB, 1; 8. Maximilian Firniß,

D,0.

Top-5: Michael Härtel, Rune Holta,

Kacper Gomolski, Wadim Tarasenko

und Max Dilger (v.l.)

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 27


SPEEDWAY/SANDBAHN

Störtebeker Superpokal Norden

Top-Event

3500 begeisterte Zuschauer bei „Störtebeker-Superpokal-

Speedway-Event“ im Halbemonder Motodrom.

Für diejenigen Motorsportfans, die an diesem Pfingstsonntag 2018 den

Weg ins Motodrom Halbemond gefunden hatten, und das waren mindestens

geschätzte 3500 Zuschauer, hatte sich der Tag in jeder Beziehung gelohnt.

Es gab auf der vom MC Norden und dem Team um Meik Lüders einmal

mehr hervorragend präparierten Rennbahn bei strahlendem Sonnenschein

nicht nur Speedway vom Allerfeinsten, sondern auch das Motodrom

selbst präsentierte sich im Bestzustand.

Zeigten am Sonntagvormittag schon die Nachwuchsfahrer der Juniorenklassen

A (50 ccm), B (125 ccm) und C (250 ccm) mit viel Ehrgeiz, was in ihnen

steckt, boten am Nachmittag die Stollenartisten und Anwärter auf

den Störtebeker-Superpokal aktionsreiche, spektakuläre und teils dra-

Sandbahnrennen Mulmshorn

Am 17. Juni trug der MSC Mulmshorn

sein Sandbahnrennen auf der Natursandbahn

aus. Am Start waren

die internationalen und

nationalen Solisten und

Gespanne. Auch die EVLS

Zwei- und Vierventiler

demonstrierten

ihr Können.

Norden-Sieger Jesse Mustonen vor dem

Gesamt-Zweitplatzierten Marcel Kajzer

und dem Gesamt-Drittplatzierten

Paco Castagna

I-Solo-Sieger Andrew Appleton vor Mark Beishuizen, Christian Hülshorst, Mika Meijer

matische Fights auf ihren 500-ccm-Maschinen. Insbesondere Lokalmatador

René Deddens hatte sich an diesem Tag viel vorgenommen, schaffte

auch unter dem Beifall der Fans den Sprung ins Finale. Doch leider war

ihm an diesem Tag das Glück nicht hold. Deddens musste in der zweiten

Runde seine Hoffnungen auf einen Sieg vor heimischem Publikum aufgrund

Motorschadens begraben. Sieger des Störtebeker-Superpokals

2018 wurde Jesse Mustonen aus Finnland vor Marcel Kajzer (Polen) und

Paco Castagna (Italien).

Als zusätzliches „Bonbon“ machten sechs der internationalen Speedwayfahrer

Jagd auf den Bahnrekord. Schnellster war 2018 Valentin Grobauer

aus Olching, aber auch er konnte den Bahnrekord von Marcin Nowak aus

dem Vorjahr nicht überbieten.

Meik Lüders Fazit der diesjährigen Veranstaltung fiel dann auch entsprechend

positiv aus: „Das war allerbeste Werbung für den Speedwaysport,

ich bin rundum zufrieden.“ Damit sprach er den begeisterten Zuschauern

aus der Seele. • Text: Walter Vienna; Fotos: Ubbo Bandy

EVLS 4-Ventiler: Arne Andersen (4) vor Uwe Wick (26),

dahinter (v.l.) Mick Norton (15), Jimmy Sorensen (17)

und Reiner Arndt (9)

Ubbo Bandy, Jan Janssen und Gerd Dyhr (v.l.) wurden

für langjährige Zugehörigkeit beim MC Norden

geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ubbo Bandy

gehört dem MC Norden seit 1975 an, Janssen seit

1974 und Dyhr seit 50 Jahren. Der 1. Vorsitzende

Eberhard Evers (rechts) nahm die Ehrung vor

28 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18

Int. ADAC-Speedwayrennen Motodrom

Halbemond Norden - 20.5.2018

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Jesse Mustonen, FIN, 16 Punkte;

2. Marcel Kajzer, PL, 14; 3. Paco Castagna,

I, 10; 4. Ondrej Smetana, CZ, 9; 5. René

Deddens, 8; 6. Valentin Grobauer, 7;

7. Martin Steen Hansen, DK, 5; 8. Jakob

Bukhave, DK, 4; 9. Marcin Koscielski, PL,

3; 10. Steven Mauer, D, 3; 11. Vitali Lysak,

UKR, 2; 12. Nazar Fedorchuk, UKR, 0.

Speedway B: 1. Niels Oliver Wessel,

11 Punkte; 2. Sascha Stumpe, 7; 3. Mika

Mejer, NL, 6; 4. Geert Bruinsma, NL, 0.

Junioren A: 1. Thies Schweer, 17 Punkte;

2. Carl Wynant, 17; 3. Freyja Redlich, 13;

4. Max Streller, 9; 5. Len Joris Rixen, 2;

6. Felix Klutemeyer, 2.

Junioren B: 1. Marlon Hegener, 16 Punkte;

2. Calvin Richter, 12; 3. Nick Haltermann,

7; 4. Ben Iken, 3; 5. Nikodem Czarnecki, 2.

Junioren C: 1. Jason Sobolewitsch, 13

Punkte; 2. Tom Finger, 10; 3. Kevin Lück,

6; 4. Jelto Schäfer, 5; 5. Sem Ensing, NL, 2.

Die Sieger bei den EVLS 4-Ventilern (v.l.): Henk Snijder, Martin Cazemier

und Graeme Brown

Die Sieger der I-Solo-Klasse (v.l.): Martin Malek, Andrew Appleton

und Mark Beishuizen


(16) und Jens Benneker (34)

Buntes

Programm

Nach dem vormittägigen Training aller Klassen

trugen die EVLS-Klassen ihre ersten zwölf Vorläufe

aus. Im Anschluss an die Mittags- und

Bahndienstpause konnten „die Spiele beginnen“.

Aufgrund des hohen Staubaufkommens

waren immer die Fahrer klar im Vorteil, die einen

guten Start hinlegten. Wer dies nicht

schaffte, konnte wegen der Sichtbehinderung

wenig ausrichten. Trotzdem gab es etliche

Überholvorgänge und Zweikämpfe.

Bei den Rennen um den Bürgermeisterpokal

waren die internationalen Solisten gefordert.

Der Brite Andrew Appleton (28 Punkte) wurde

nur in einem Lauf von Martin Malek bezwungen.

Er siegte schließlich vor Malek (24), der

zwei Läufe gewann. Stark präsentierten sich

auch die beiden jungen Aufsteiger aus den Niederlanden

Mark Beishuizen (23) und Mika Meijer

(17), die auf den Plätzen folgten. Letzterer

war erst wenige Wochen zuvor 18 Jahre alt geworden.

Christian Hülshorst hatte Probleme

mit seinem Material. Nachdem er bei der Veranstaltung

in Osnabrück seine Motoren zerlegen

musste, liefen diese noch nicht so richtig. Immerhin

kam er mit einem 2. Rang und viermal

Rang 4 auf insgesamt 14 Zähler und wurde Fünfter.

Überhaupt nicht zurecht kam Neuling Marcel

Sebastian, der drei Ausfälle verzeichnete.

In der B-Lizenz-Soloklasse konnten sich Jens

Buchberger und Fabian Wachs in Szene setzen.

Nach dem Finale hatten beide 18 Punkte auf

dem Konto. Da aber Wachs das Finale gewann,

kam er vor Buchberger und Sascha Stumpe

aufs Treppchen. Fabien Neid wurde mit 12 Zählern

Vierter vor Dirk Oellrich (11).

In der B-Gespannklasse füllten die I-Lizenz-

Teams Mike Frederiksen/Steven Grandt (DK)

und Dave Carvill/Dennis Smit (GB) das Feld

auf. Frederiksen/Grandt (16) gewannen

schließlich auch vor Carvill/Smit (14) und Oliver

Möller/Dana Frohbös (14). Nicole Standke/

Kim Kempa belegten Rang 4 vor Jan Kempa/

Dennis Pollrich und André Schönig/Linda Frohbös.

Die Oldies der EVLS-Klassen zeigten, was sie

noch können. Die Zweiventiler-Klasse dominierte

mit vier Laufsiegen Wolfgang Barth. Problemlos

konnte er seine Gegner auf Distanz

halten. Auch nach schlechten Starts zog er im

Laufe des Rennens an die Spitze. Auf den Plätzen

folgten Johann Last und Kevin Teager.

Bei den Vierventilern hieß der Sieger Martin

Cazemier (NL), der im Finale an Henk Snijder

vorbeiziehen konnte, weil dessen Motor nicht

mehr richtig zog. Dritter wurde Graeme Brown.

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

44. ADAC-Sandbahnrennen Wümmering Mulmshorn

17.6.2018

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Andrew Appleton, GB, 28 Punkte; 2. Martin Malek,

CZ, 24; 3. Mark Beishuizen, NL, 23; 4. Mika Meijer, NL, 17;

5. Christian Hülshorst, 14; 6. Jens Benneker, 8; 7. David Pfeffer,

6; 8. Marcel Sebastian, 0.

I/B-Seitenwagen: 1. Mike Frederiksen/Steven Grandt, DK,

16; 2. Dave Carvill/Dennis Smit, GB/NL, 14; 3. Oliver Möller/

Dana Frohbös, 14; 4. Nicole Standke/Kim Kempa, 8; 5. André

Schöning/Linda Frohbös, 4; 6. Jan Kempa/Dennis Pollrich,

3.

B-Solo: 1. Fabian Wachs, 18 Punkte; 2. Jens Buchberger, 18;

3. Sascha Stumpe, 15; 4. Fabien Neid, 12; 5. Dirk Oellrich, 11;

6. Stefan Repschläger, 10; 7. Finn Loheider, 7; 8. Till

Schlimm, 5; 9. Sven Klein, 4; 10. Andreas Kielkämper, 3; 11.

Lando Michaelis, 0; 12. Maik Brinkkötter, 0.

EVLS - 2-Ventiler: 1. Wolfgang Barth; 2. Johan Last, NL; 3. Kevin

Teager; 4. Kenny Blain, GB; 5. Peer Bakke, N; 6. Bernd

Köster; 7. Peter Reitzel; 8. Franz Greisel; 9. Manfred Giertz;

10. Keith Snelling, GB; 11. Thomas Flemming; 12. Pierre

Schröder; 13. Alfons Pflügl.

EVLS - 4-Ventiler: 1. Martin Cazemier, NL; 2. Henk Snijder,

NL; 3. Graeme Brown, GB; 4. Soren Vedsted, DK; 5. John

Hartley, GB; 6. Bart Uil, NL; 7. Arne Andersen, DK; 8. Uwe

Wick; 9. Rainer Arndt; 10. Paul Morley, GB; 11. Jimmy Sorensen,

DK; 12. Mick Norton, GB; 13. Steen Larsen, DK.

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 29


SPEEDWAY

German Open Olching

Smolinski war nicht ganz der „Herr im Haus“ ...

Robert Lambert

glänzte mit

Maximum

Gerade einmal 20 Jahre alt ist der junge Mann

aus dem englischen County Norfolk. In Olching

war er schon mehrfach zu Gast gewesen. Seine

Leistung steigerte er mit jedem Rennen, das er

in den Vorjahren bestritt – bis er dann bei dieser

16. „German Open“ diesmal auf dem Treppchen

ganz oben stand. Lambert dominierte in

allen fünf Rennläufen. Bereits im dritten Durchgang

musste Martin Smolinski nach einem verpatzten

Start gegen den Briten Federn lassen.

Seine Klasse bewies Lambert vor allem in

seinem letzten Lauf, als er gegen Mark Riss, Nicolas

Covatti und Sam Masters erst einmal das

Schlusslicht bildete. Seine Aufholjagd war

atemberaubend – er degradierte in diesem

Rennlauf einen Gegner nach dem anderen. Robert

Lambert gilt als größte britische Nachwuchshoffnung

der kommenden Jahre.

Sportleiter Stephan Wunderer hatte bei der Zusammenstellung

des Fahrerfeldes ein äußerst

glückliches Händchen bewiesen. So begeisterten

beispielsweise auch der Australier Sam

Masters sowie der mit italienischer Lizenz startende

Argentinier und spätere Gesamtvierte Nicolas

Covatti mit ihren spektakulären Aufholjagden

und Überholmanövern.

Äußerst spannend wurde es für die Fans auch

im letzten Lauf – hier lag „Smoli“ zuerst in Führung,

in der letzten Runde überholte der Däne

Bjarne Pedersen. Der Zieleinlauf war knapp. Die

beiden Rivalen waren nun mit 13 Zählern punktgleich

auf Rang 2 und mussten somit gleich

noch einmal in einem Stechen um den höheren

Treppchenplatz gegeneinander antreten. Hier

hatte dann Martin Smolinski klar die Nase vorn

und wurde Gesamtzweiter. Zweitbester deutscher

Teilnehmer war Kevin Wölbert auf Rang 6.

Im Beiprogramm siegte in der Juniorenklasse B

Alexandra Schauer vor Luca Kastner und Patrick

Hyjek. Bei den Junioren C standen mit der Erstplatzierten

Celina Liebmann, dem Zweiten Erik

Bachhuber und auf Rang 3 Tim Wunderer gleich

drei Olchinger Nachwuchstalente auf dem Siegerpodest.

In der U21-B-Lizenz siegte Leon Maier vom MSC

Abensberg vor Julian Bielmeier (MSC Olching)

und Mario Niedermeier (AC Landshut ).

Robert Lambert (rot) schlägt Martin Smolinski (blau),

Viktor Trofimov (weiß) und Valentin Grobauer (gelb)

• Foto: Niklas Breu

Eine etwas sonderbare Showeinlage erlebten

die Fans dann während der Siegerehrung –

während aus den Lautsprechern für Robert

Lambert die britische Nationalhymne tönte, liefen

zwei aus Polen angereiste Flitzer fast eine

komplette Runde splitternackt und nur mit

Schuhen bekleidet über die Olchinger Rennpiste.

• Tanja Schön

Int. ADAC-Speedwayrennen Olching „German Open“

31.5.2018

Ergebnisse:

German Open: 1. Robert Lambert, GB, 15 Punkte; 2. Martin

Smolinski, 13+3; 3. Bjarne Pedersen, DK, 13+2; 4. Nicolas Covatti,

I, 12; 5. Sam Masters, AUS, 11; 6. Kevin Wölbert, 8; 7. Rafal

Okoniewski, PL, 7; 8. Daniel Gappmaier, A, 7; 9. Valentin

Grobauer, 6; 10. Viktor Trofimov, UKR, 6; 11. Paco Castagna, I,

5; 12. Mads Hansen, DK, 5; 13. René Deddens, 4; 14. Zdenek Simota,

CZ, 4; 15. Oskar Bober, PL, 2; 16. Mark Riss, 2.

U21: 1. Leon Maier, 10 Punkte; 2. Julian Bielmeier, 10; 3. Mario

Niedermeier, 2; 4. Dustin Schulz, 2.

Junior B: 1. Alexander Schauer, 18 Punkte; 2. Luca Kastner, 18;

3. Patrick Hyjek, 17; 4. Julian Kuny, 13; 5. Bruno Thomas, 12;

6. Sarah Fischer, 8; 7. Patricia Erhardt, 5; 8. Sebastian Adorjan,

5; 9. Manuel Thalmann, 3; 10. Mario Häusl, 2; 11. Cyril Hofmann,

2; 12. Toni Eichhorn, 1.

Junior C: 1. Celina Liebmann, 10 Punkte; 2. Erik Bachhuber, 10;

3. Tim Wunderer, 7; 4. Maximilian Troidl, 7; 5. Leon Krusch, 1;

6. Maximilian Pongratz, 1.

30 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


Robert Lambert siegt vor Martin Smolinski (links) und Bjarne Pedersen

(rechts); vorne die Offiziellen mit (v.l.) Joachim Neumaier

(Rennleiter), Stefan Ehrnböck (1. Vorsitzender), Manuel Auer

(Sponsor/Sparkasse Olching), Frau Maier (Sponsor/Gastro Maier)

und Andreas Magg (1. Bürgermeister Olching) • Foto: Niklas Breu

Auf seiner Olchinger Heimbahn gilt Speedway-Lokalmatador

Martin Smolinski als nahezu

unschlagbar. Insgesamt viermal hatte

er die „German Open“ schon für sich entscheiden

können – doch in die „Hall of

Fame“ wird für 2018 ein anderer aufgenommen.

Mit einem Maximum von 15 möglichen

Punkten holte sich der Brite Robert Lambert

an Fronleichnam (31. Mai) vor 2800 begeisterten

Speedwayfans bei sommerlichem

Wetter den überragenden Tagessieg.

Junior C:

Siegerin Celina Liebmann (blau)

vor Maximilian Pongratz (gelb)

und Tim Wunderer (rot)

• Foto: Helmut Richter

Starke Performances auch von Nicolas Covatti (blau),

Bjarne Pedersen (gelb) und Valentin Grobauer (rot)

• Foto: Niklas Breu

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 31


SANDBAHN

Altrip

Michael Härtel in Führung, dahinter stürzt Stephan Katt, innen Jesse Mustonen (95),

Mitte Mathieu Trésarrieu (1), dahinter Jarno de Vries (66) und Martin Malek (11)

Heiße Tage in Altrip mit 5000 Zuschauern. Bereits während des Aufbaus der Airfences

am Mittwoch wurden etliche Liter Wasser auf die Sandbahn gebracht. Durch den Regen

in der Nacht standen dann am nächsten Tag sogar noch Pfützen auf der Startgerade.

Das Training begann mit einigen Minuten Verspätung

und schon hier hatte der amtierende

Langbahnweltmeister Mathieu Trésarrieu Probleme

mit seinem Motorrad und musste es ins

Fahrerlager schieben.

In der internationalen Soloklasse waren zehn

aktuelle und ehemalige GP-Teilnehmer am

Start. Als das Startband zum ersten Lauf hochschnellte,

legte Trésarrieu einen Blitzstart hin,

fiel aber in der letzten Runde aus. Da auch Hynek

Stichauer ausfiel, konnte sich Trésarrieu

den letzten Punkt noch erschieben. Trésarrieus

bester Motor hatte den Geist aufgegeben und

mit dem Reservemotor lief es nicht so gut. Max

Dilger gewann den Lauf vor Martin Malek,

Bernd Diener, Jörg Tebbe und Trésarrieu. Im

nächsten Heat war es Josef Franc, der als Erster

die Zielflagge sah. Michael Härtel und Jesse

Mustonen hatten keine Chance, an Franc vorbeizukommen.

Stephan Katt, Andrew Appleton

und Jarno de Vries, der Christian Hülshorst ersetzte,

folgten auf den Plätzen. Der erst 17-jährige

Niederländer hatte zwar in dem erlesenen

Feld keine Chance, fuhr aber gut mit. Heat 3 begann

gleich in der Startkurve mit einen Sturz

von Katt, der auf Härtels Hinterrad aufgefahren

war. Katt konnte danach nicht mehr antreten.

Im Re-run sorgten Härtel, Trésarrieu und Mustonen

bis ins Ziel für Spannung. Der Einlauf lautete:

Härtel vor Trésarrieu, Mustonen, Malek

und de Vries. Im vierten Lauf fuhr Josef Franc mit

107,61 km/h Tagesbestzeit und sorgte mit seinem

spektakulären Fahrstil für Furore. Dilger,

Stichauer, Appleton, Tebbe und Diener folgten

auf den Plätzen. Seinen dritten Lauf entschied

der Finne Mustonen für sich und er ließ Appleton,

Franc, Dilger und Trésarrieu hinter sich.

Härtel scherte in Lauf 6 in der Zielkurve plötzlich

nach rechts aus und schoss auf den Airfence

zu, Malek konnte nicht mehr ausweichen

und beide landeten im Airfence. Härtel wurde

vom Re-run, den Tebbe vor Appleton, Stichauer,

Diener und de Vries gewinnen konnte, ausgeschlossen.

Malek trat nicht mehr an. Im siebten

Lauf standen Mustonen, de Vries, Dilger und

Stichauer am Band. Der Finne ging in Führung,

stürzte aber in der Zielkurve. Den Re-run bestritten

nur noch Dilger und de Vries. Dilger

siegte. Den letzten Vorlauf gewann erneut Franc

vor Härtel, Trésarrieu, Appleton, Tebbe und Diener.

Für den im Anschluss anstehenden Lauf um den

Goldenen Römer hatte sich auch Mustonen

qualifiziert, verzichtete aber auf den Start, sodass

Appleton für den Finnen startete. Franc

führte das Feld an, zu Beginn der dritten Runde

fiel er aber auf der Gegengerade aus und der

Weg war frei für Dilger, der damit den Goldenen

Römer zum zweiten Mal gewann. Härtel wurde

Zweiter vor Trésarrieu, Appleton und Tebbe.

Bei den internationalen Seitenwagen siegten

die Deutschen Meister Markus Venus/Markus

Heiß mit Maximum. Karl Keil/David Kersten versuchten

zwar mitzuhalten, aber die Meister ließen

ihnen keine Chance. Manuel Meier/Melanie

Schrempp wurden Dritte.

Das Rennen der B-Lizenz Solo wurde von Dennis

Helfer und Fabien Neid dominiert. Letzterer

gewann zwei Läufe, Helfer einen. Sieger wurde

damit Neid vor Helfer und Jamie Isherwood.

Auch die B-Seitenwagen trugen drei Läufe aus.

Mit 14 Punkten gewannen Patrick Zwetsch/

Victor Caric. Udo Poppe/Martin Weick wurden

beim Start zum dritten Lauf behindert. Eines

der neben ihnen startenden Gespanne stellte

sich quer. Poppe/Weick kamen als Letzte aus

dem Band, konnten sich aber noch auf den

4. Platz vorarbeiten. Sebastian Kehrer/Patrick

Lepnik belegten den letzten Podestplatz.

• Texte u. Fotos: Ubbo Bandy

Max Dilger

gewinnt

Goldenen

Römer

32 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


HOT

RACE

Siegerehrung B-Solo (v.l.):

Dennis Helfer, Fabien Neid

und Jamie Isherwood

Siegerehrung I-Solo (v.l.): Max Dilger, Josef Franc und Michael Härtel; vorne der

Altrip-Vorstand mit Christian Karl, Steffen Schneider und Karl-Martin Gensinger

I-Seitenwagen-Sieger Markus Venus/Markus Heiß

AM RANDE

Da sich ein Dieb an einem Traktor zu schaffen

gemacht und einen Hydraulikzylinder abmontiert

hatte, musste die Polizei erscheinen. Besucher

hatten das Geschehen beobachtet und das

Kfz-Kennzeichen notiert. Die Polizei schnappte

den Verdächtigen, durchsuchte sein Fahrzeug

und fand den Hydraulikzylinder im Kofferraum.

Der Dieb selbst hatte noch ölverschmierte Hände.

65. Int. ADAC-Sandbahnrennen Altrip - 31.5.2018

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Josef Franc, CZ, 18 Punkte; 2. Max Dilger, 16; 3. Michael

Härtel, 13; 4. Jesse Mustonen, FIN, 11; 5. Jörg Tebbe, 9;

6. Mathieu Trésarrieu, F, 9; 7. Andrew Appleton, GB, 9; 8. Hynek

Stichauer, CZ, 7; 9. Jarno de Vries, NL, 7; 10. Martin Malek,

CZ, 6; 11. Bernd Diener, 6; 12. Stephan Katt, 2.

Goldener Römer: 1. Dilger; 2. Härtel; 3. Trésarrieu; 4. Appleton;

5. Tebbe; Franc A.

B-Solo: 1. Fabien Neid, 14 Punkte; 2. Dennis Helfer, 13; 3. Jamie

Isherwood, 8; 4. Finn Loheider, 6; 5. Wolfgang Barth, 4; 6. Sebastian

Trapp, 0.

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, 15 Punkte;

2. Karl Keil/David Kersten, 9; 3. Manuel Meier/Melanie

Schrempp, 7; 4. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 6; 5. Martin

Brandl/Hermann Brandl, 5; 6. Achim San Millan/Michael

Zapf, 3.

B-Seitenwagen: 1. Patrick Zwetsch/Victor Caric, 14 Punkte;

2. Udo Poppe/Martin Weick, 11; 3. Sebastian Kehrer/Patrick

Lepnik, 9; 4. Michael Kolb/Theresia Hölper, 8; 5. Uwe Schreiner/Bernd

Schreiner, 3; 6. Sebastian Rösler/Thomas Malnochowski,

0.

Jesse Mustonen vor Max Dilger, Mathieu Trésarrieu und Josef Franc

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 33


GRASBAHN

Bergringrennen

Teterow

Cooper-Festspiele

Endlich hatte der Bergringclub Glück mit dem Wetter. Strahlend blauer Himmel und

kein Tropfen Regen. Optimale Bedingungen auf der Bahn und das Wichtigste: Kein

Pilot verletzte sich bzw. kam zu Sturz. Der Toppilot, wie auch schon im letzten Jahr,

war der Engländer Paul Cooper. Bis auf den Bergringpokal, den sein Landsmann

Mitch Godden gewann, war „Cooperman“ nicht zu bezwingen.

Bei der 98. Auflage, die nur am Pfingstsonntag

stattfand, waren leider nur zwölf Piloten bei den

500-ccm-Maschinen am Start. Trotz allem gab es

sehr spannende Läufe. Bereits im Lauf der Nationen

zeigte Paul Cooper seine ganze Klasse. Mit

einem großen Vorsprung gewann er diesen ersten

Finallauf in der 500-ccm-Klasse. Schnellstarter

Stephan Katt konnte knapp seinen 2. Rang

vor Christian Hülshorst ins Ziel retten. Trainingsschnellster

Manfred Knappe fiel wegen Maschinenproblemen

in diesem Lauf aus.

Im Rennen um das Grüne Band des MC Bergring

Teterow war wiederum kein Kraut gegen Paul

Cooper gewachsen. Trotz Blitzstart von Stephan

Katt war der Brite bereits in der Nordkurve

wieder vorne. Aber dahinter entwickelte sich

ein spannender Dreikampf zwischen Katt, Hülshorst

und Knappe, den Letzterer für sich entscheiden

konnte. Pechvögel gab es aber leider

auch in diesem Lauf. Jens Benneker lag nach gutem

Start noch auf Rang 5, wurde aber bis auf

den letzten Rang durchgereicht. Der Grund – er

verlor seinen Stahlschuh. Auch Dave Mears fiel

aus, so wie bei seinem Bike die Kette ab.

Das Finale des 98. Teterower Bergringrennens

war dann der Bergringpokal. In drei Startreihen

ging es über fünf Runden auf den 1877 Meter

langen Kurs. Bereits nach der ersten Runde

übernahm der aus der zweiten Reihe gestartete

Brite Mitch Godden die Führung. Kurzzeitig gab

es dann sogar ein Trio britischer Fahrer in Front,

und zwar Godden, Mears und Cooper. Allerdings

gab kein Fahrer in diesem Finale auf. Es

wurde überholt und gekämpft. Gerade in der

letzten Runde. Der Vorsprung von Godden wurde

immer kleiner, Cooper kam näher und näher.

Nebeneinander ging es durch die Südkurve, bis

Paul Cooper innen Mitch Godden angriff und

vorbeiging. Godden allerdings konterte, zog

wiederum vorbei und gewann den Bergringpokal,

genau 54 Jahre nach seinem Vater Don Godden.

Erstmals wurde ein Zeitfahren um den „Pokal

der Großen Bergring-Acht“ veranstaltet, um

den Rundenrekord des großen Simon Wigg zu

brechen, der bei 121,795 km/h liegt. Es gelang

nicht. Paul Cooper gewann den Pokal mit beachtlichen

118,08 km/h.

Spannend ging es auch in der Quadklasse zu.

Viele Zwei-, Drei- und sogar Vierkämpfe gab es

zu sehen. Im ersten Punktlauf konnte Vorjahressieger

Stephan Bischoff einen Start-Ziel-

Sieg einfahren. Im zweiten Punktlauf allerdings

gab es eine große Überraschung. Der erstmals

in Teterow startende Österreicher Klaus Fleckinger

verteidigte eisern über die vier Runden

gegen den Vorjahressieger seine Führung. Somit

musste der dritte Punktlauf die Entscheidung

bringen. Wie im vorherigen Lauf setzte

sich der Österreicher an die Spitze. Nun spielte

Bischoff allerdings seine ganze Erfahrung aus.

Nach mehreren Angriffen sowohl von außen als

auch von innen übernahm Bischoff die Führung.

Fleckinger versuchte zwar zu kontern, vergab

allerdings, bedingt durch einen Fahrfehler, diese

Chance, wodurch es in diesem Lauf nur zu

Rang 2 reichte. Somit gewann Bischoff auch im

Jahr 2018 die Quadklasse vor Klaus Fleckinger

und dem Garzer Karsten Fiebing, der sich meist

nach nicht so guten Starts durchs Feld kämpfte.

Pechvögel hier waren unter anderen Hansi

Brunner und Niclas Staufenberg, die wegen Maschinenschäden

bereits nach dem ersten Lauf

aufgeben mussten.

Erstmals waren die Youngster auf ihren 125-ccm-

Maschinen am Start. Sie fuhren ihre Punktläufe

zusammen mit den Amazonen. In allen drei

Punktläufen, sowohl links- als auch rechtsherum,

gab es einen tollen Zweikampf um die Spitze

mit Amazone Jessica Elsinga gegen Youngster

Dino Skoppek, der am Ende 2:1 für die Amazone

ausging. Sten von Rahden gewann die Lucky-Loser-Wertung,

gefolgt vom Neuling aus England

Andrew Whittaker, der sonst auf der Langbahnmaschine

unterwegs ist.

Das Finale um den Teterower Hechtjungenpokal

gewann der Deutsche Meister Björn Feldt, gefolgt

vom schnellen Holländer Erwin Mulder und

dem „Alten Hasen“ Jens Hinrichs aus Rehna.

Einer der spannendsten Läufe beim diesjährigen

Bergringrennen war der Speed-Cross-Pokal von

Mecklenburg-Vorpommern. Als Handicaplauf

aus drei Reihen gestartet, war dies wie jedes Jahr

aufs Neue ein tolles Spektakel. Wie schon im Vorjahr

gewann der Holländer Daniel de Vries. Aus

der letzten Startreihe kämpfte er sich von Runde

zu Runde durchs Fahrerfeld und konnte am Ende

sogar den mit bereits großem Vorsprung fahrenden

Neuling aus Luckau, Ronny Borch, noch einholen

und auf Rang 2 verdrängen. Auf dem

3. Platz landete der auch schon seit vielen Jahren

in Teterow startende Holländer Bert Dijkstra. Interessant

anzusehen war in diesem Jahr bei den

Speed-Crossern, dass ein Generationswechsel

stattgefunden hat. Zwar konnten sich die älteren,

erfahrenen Piloten, wie Wouter Bron, Guido

Skoppek oder Frank Dallmann, um nur einige zu

nennen, für die Finalläufe qualifizieren, aber

ganz vorne fuhren die „jungen Wilden“ wie Björn

Feldt, Daniel de Vries oder auch Erwin Mulder.

Außerdem gab es zwei neue Rundenrekorde bei

den Speed-Crossern. Linksherum ist Erwin Mulder

neuer Rekordhalter mit 114,12 km/h, rechtsherum

Björn Feldt mit 115,11 km/h.

• Text: Daniel Becker; Foto: Daniel Sievers

Int. 98. ADAC-Pfingstbergring-Grasbahnrennen Teterow

19./20.5.2018

Ergebnisse:

Zeitfahren „Pokal der Großen Bergring-Acht“: 1. Cooper,

118,08 km/h; 2. Knappe, 117,54; 3. Hülshorst, 116,0; 4. Katt,

112,50; 5. Godden, 111,99; 6. Bromberg, 111,32; 7. Koch,

107,92; 8. Stüdemann, 106,51.

Lauf der Nationen: 1. Paul Cooper, GB; 2. Stephan Katt;

3. Christian Hülshorst; 4. Mitch Godden, GB; 5. Jens Benneker;

6. Ronny Stüdemann; 7. Peter Koch; 8. Stefan Bromberg;

9. Dave Mears, GB; 10. Stefan Repschläger; 11. Christian

Pusch; Manfred Knappe A.

12. Grünes Band: 1. Paul Cooper, GB; 2. Manfred Knappe;

3. Christian Hülshorst; 4. Stephan Katt; 5. Mitch Godden, GB;

6. Ronny Stüdemann; 7. Peter Koch; 8. Stefan Bromberg;

9. Stefan Repschläger; 10. Christian Pusch; 11. Jens Benneker;

Dave Mears, GB, A.

61. Bergringpokal: 1. Mitch Godden, GB; 2. Paul Cooper, GB;

3. Manfred Knappe; 4. Christian Hülshorst; 5. Stephan Katt;

6. Peter Koch; 7. Ronny Stüdemann; 8. Dave Mears, GB;

9. Jens Benneker; 10. Christian Pusch; 11. Stefan Bromberg;

12. Stefan Repschläger.

Amazonen-Cup bis 650 ccm: 1. Jessica Elsinga, NL, 44 Punkte;

2. Iris Meindertsma, NL, 39; 3. Jessica Blaschke, 36; 4. Lyonne

van der Veen, NL, 33; 5. Anett Zimmer, 29.

Youngster-Cup 125 ccm: 1. Dino Skoppek, 43 Punkte; 2. Jessica

Dijkstra, NL 10.

Quads bis 750 ccm: 1. Stephan Bischoff, 44 Punkte; 2. Klaus

Fleckinger, A, 43; 3. Karsten Fiebing, 37; 4. Matthias Hahnke,

32, 5. André Bohm, 31; 6. Gerold Gortmann, 28; 7. Michael

Schröder, 27; 8. Christian Bonkowski, 22; 9. Dietmar Ziegler,

18; 10. Marcus Rux, 13; 11. Reiko Menning, 12; 12. Niclas Staufenberg,

5; 13. Hansi Brunner, 0.

Teterower Hechtjungenpokal: 1. Björn Feldt; 2. Erwin Mulder,

NL; 3. Jens Hinrichs; 4. Wouter Bron, NL; 5. Daniel de Vries,

NL; 6. John Nyström, S; 7. Bert Dijkstra, NL; 8. Jan de Jong, NL;

9. Guido Skoppek; 10. Frank Dallmann; 11. Daniel Rath;

12. Ronny Borch; 13. Hans Veenstra, NL; 14. Olav den Engelsman,

NL; 15. Mathias Wagner.

Speed-Cross-Pokal von M/V: 1. Daniel de Vries, NL; 2. Ronny

Borch; 3. Bert Dijkstra, NL; 4. Erwin Mulder, NL; 5. Hans Veenstra,

NL; 6. Björn Feldt; 7. Jan de Jong, NL; 8. Frank Dallmann;

9. Guido Skoppek; 10. Wouter Bron, NL; 11. John Nyström, S;

12. Daniel Rath; 13. Olav den Engelsman, NL.

34 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


Osnabrück

Bahnpokal für Andreas Horn/Sonja End

Das Hauptaugenmerk lag auf den B-Lizenz-Seitenwagen, die um den Deutschen Bahnpokal fuhren.

Die AMG Osnabrück hatte den Zuschlag für dieses Prädikat bekommen.

Bei herrlichstem Rennwetter starteten zehn Gespanne

zu ihren Läufen, jeder musste vier Vorläufe

bestreiten. Am Ende waren es Andreas

Horn/Sonja End (19 Punkte), die sich feiern lassen

konnten. Mit insgesamt vier Laufsiegen

und einem 2. Platz im Finale standen sie als Pokalsieger

fest. Nur einen Punkt weniger hatten

Patrick Zwetsch/Victor Caric (18), die Horn/End

im Finale bezwingen konnten. Um den 3. Platz

musste ein Stechen ausgetragen werden, da

drei Teams punktgleich waren. Das Stechen erreichten

Sebastian Kehrer/Patrick Lepnik (10),

Oliver Möller/Dana Frohbös (10) und Maximilian

Klaas/Myron McNeil (10). Kehrer/Lepnik gewannen

den Start souverän vor Möller/Frohbös.

In der dritten Runde kamen Klaas/McNeil

immer näher. Ausgangs der Zielkurve fuhren

sie auf Möller auf, beide verhakten sich und es

schien, als könnten sie sich nicht mehr voneinander

lösen. Der Referee brach den Lauf ab

und schloss Klaas/McNeil aus. Den Wiederholungslauf

gewannen schließlich Kehrer/Lepnik

vor Möller/Frohbös.

Da die Bahn im Start-Ziel-Bereich recht griffig

war, gab es einige Aufsteiger und Behinderungen.

So wurden Mike Kolb/Theresia Hölper und

Jan Kempa/Dennis Pollrich jeweils von den Läufen

ausgeschlossen. • Text u. Fotos: Ubbo Bandy

LANGBAHNPOKAL SEITENWAGEN

Osnabrück - 27.5.2018

Pl./Name 1 2 3 4 Finale Ges.

1. Andreas Horn/Sonja End 4 4 4 4 3 19

2. Patrick Zwetsch/Victor Caric 4 2 4 4 4 18

3. Sebastian Kehrer/Patrick Lepnik 3 3 D 3 1 10

4. Oliver Möller/Dana Frohbös 1 2 3 2 2 10

5. Maximilian Klaas/Myron McNeil 3 3 1 3 0 10

6. Michael Kolb/Theresa Hölper 2 4 D 1 7

7. André Schöning/Linda Frohbös 0 1 3 0 4

8. Nicole Standke/Sonja Dreier 2 0 D 2 4

9. Jan Kempa/Dennis Pollrich 1 D 2 1 4

10. Frank Zeiler/Bernd Thomas 0 1 N N 1

Andreas Horn/Sonja End holten sich den Bahnpokal 2018 vor Patrick Zwetsch/

Victor Caric (links) und Sebastian Kehrer/Patrick Lepnik (rechts)

62. ADAC-Grasbahnrennen Osnabrück - 27.5.2018

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Romano Hummel, NL, 23 Punkte; 2. James Shanes, GB, 21; 3. Andrew Appleton, GB, 19;

4. Dave Meijerink, NL, 15; 5. Richard Hall, GB, 14; 6. Mark Beishuizen, NL, 9; 7. David Pfeffer, 8;

8. Stephan Katt, 7; 9. Martin Malek, CZ, 7; 10. Jens Benneker 6; 11. Marcel Sebastian, 3; 12. Christian

Hülshorst, 3.

B-Solo: 1. Fabien Neid, 13 Punkte; 2. Fabian Wachs, 8; 3. Jens Buchberger, 8; 4. Gramie Brown, 5;

5. Finn Loheider, 5; 6. Dennis Helfer, 4; 7. Dirk Oellrich (Res.), 2.

Junior C: 1. Timo Wachs, 8 Punkte; 2. Chad Wirtzfeld, GB, 8; 3. Sam Ensing, NL, 7; 4. Jonny Wynant,

6; 5. Kevin Lück, 1.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 20 Punkte; 2. Mitch Godden/Paul

Smith, GB, 13; 3. Sven Holstein/Bonita van Dijk, NL, 11; 4. Shaun Harvey/Danny Hogg, GB, 9;

5. Manuel Meier/Melanie Schrempp, 4; 6. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, 3.

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 35


INTERNATIONAL

Britisches U19-Finale - Ipswich

Eindrucksvoll

Zur Zeit ist der 19-jährige Daniel Bewley aus Cumbria mit Belle Vue und

Workington sehr gut unterwegs. Er ist drittbester Fahrer im Team der Aces

mit einem Average von 8,07 Punkten! Natürlich war Dan für dieses Finale

auch der Vorausfavorit. Überraschend gut in Form war Tom Brennan vom

National League Club Eastbourne. Er gab in Lauf 11 den entscheidenden

Punkt an Dan Bewley ab. Im Stechen um Platz 3 hatte Jack Thomas gleich

zu Beginn des Laufes einen Kettenriss. Man darf gespannt sein, wie

Bewley im British Final auf seiner Hausbahn in Manchester zurechtkommt.

Ergebnis: 1. Daniel Bewley, 15 Punkte; 2. Tom Brennan, 14; 3. Leon Flint, 11; 4. Jack Thomas, 11;

5. Joe Lawlor, 10; 6. Drew Kemp, 10; 7. Kyle Bickley, 9; 8. Taylor Hampshire, 9; 9. Jamie Halder, 7;

10. Anders Rowe, 5; 11. Matt Marson, 4; 12. Alex Spooner, 5; 13. Jason Edwards, 4; 14. Charlie

Brooks, 3; 15. William O’Keefe, 1; 16. Ben Woodhull, 1; Joe Alcock (Res.), 0.

Dan Bewley

Robert

Lambert

ENGLAND

Britisches Finale - Manchester

Spektakuläres Finale

In einem denkwürdigen 57. British Final überzeugte Robert Lambert mit

einer makellosen Vorstellung! Der 20-Jährige ist der zweitjüngste britische

Meister. Nur Michael Lee war 1977 ein dreiviertel Jahr jünger. Der

King’s-Lynn-Liebling bekommt nun auch die Wildcard für den Grand Prix

in Cardiff. „Es ist fantastisch. Man konnte nur davon träumen! Ich bin so

stolz und glücklich, das in meinem Alter erreicht zu haben“, so „ruthless“

Lambert nach seinem Sieg. Die 347 Meter lange Bahn war viel besser präpariert

als sechs Tage zuvor beim SoN-Race-off. Sie ließ rasante, teils unglaubliche

Überholmanöver zu.

Es war der Abend der erfolgreichen Youngster. Neben Lambert sorgte der

erst 19-jährige Dan Bewley auf seiner Hausbahn für sehr eindrucksvolle

Furore. Er riss die vielen Zuschauer aufgrund seiner spektakulären Überholmanöver

förmlich von den Sitzen. Nicht nur in einem beinhart gefahrenen

Halbfinale rollte Bewley das Fahrerfeld von hinten auf. Im Grand Final

ging der U19-Champion in Führung. Ende der Gegengeraden wurde er von

„Lambo“ überholt. Eingangs der zweiten Runde konnte Bewley noch einmal

kontern. Lambert spielte dann wieder Ende der Gegengeraden seine

ganze Routine aus, überholte und gewann! Erstmals nach seinem Beinbruch

war Belle-Vue-Ass Steve Worrall wieder mit dabei. Aber die Kraft

reichte nur für drei Läufe.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Robert Lambert, 15 Punkte; 2. Craig Cook, 11; 3. Dan Bewley, 10; 4. Jason Garrity,

10; 5. Scott Nicholls, 10; 6. Kyle Howarth, 10; 7. Rory Schlein, 9; 8. Daniel King, 8; 9. Chris Harris,

7; 10. Josh Auty, 7; 11. Richard Lawson, 6; 12. Lewis Kerr, 5; 13. Adam Ellis, 3; 14. Steve Worrall,

3; 15. Richie Worrall, 3; 16. Ashley Morris, 3; 17. Jack Smith (Res.), 0; 18. Kyle Bickley (Res.), 0

Halbfinale: 1. Bewley; 2. Garrity; 3. Nicholls; 4. Howarth.

Grand Final: 1. Lambert; 2. Bewley; 3. Cook; 4. Garrity.

Craig

Cook

Britisches Halbfinale 2

Leicester

Ergebnis - qualifiziert für Finale: 1. Richard Lawson, 13 Punkte; 2. Chris Harris, 13; 3. Scott Nicholls,

12; 4. Lewis Kerr, 12; 5. Richie Worrall, 11; 6. Daniel King, 9; 7. Ben Barker, 8; 8. Adam Ellis, 8.

Ausgeschieden: 9. Ashley Morris, 6; 10. David Howe, 6; 11. James Sarjeant, 5; 12. Kyle Newman, 5;

13. Ben Morley, 4; 14. Simon Lambert, 3; 15. James Shanes, 3; 16. Matt Williamson, 1; 17. Tom Woolley

(Res.), 1.

SGB Premiership

Wölfe verteidigen Poleposition

Belle Vue versucht den Anschluss an Wolverhampton und Swindon zu halten.

Das Fehlen des verletzten Steve Worrall macht sich doch sehr bemerkbar.

Das deutsche Ass aus Edinburgh, Erik Riss, ersetzte Belle Vues

Craig Cook in beiden Rennen gegen Leicester. Für Poole sieht es derzeit

düster aus. Teammanager Neil Middleditch wird nun endgültig auf Chris

Holder verzichten. Der Exweltmeister kann weiterhin wegen Visaproblemen

nicht in Großbritannien starten. Das ehemalige Erfolgsteam von der

Südküste muss unbedingt

umgestellt werden. Derzeit ist

Brady Kurtz Topscorer mit einem

Punkteschnitt von „nur“

7,45 Punkten.

Ergebnisse: Poole - Rye House 47:43

Punkte; Somerset - Swindon 50:40;

Swindon - Wolverhampton 51:39; Belle

Vue - King’s Lynn 43:47; Leicester - Wolverhampton

47:43; Poole - Wolverhampton

45:45; Somerset - Belle Vue 47:43;

Belle Vue (Erik Riss, Gast 3-3-3-3-1=13) -

Leicester 62:28; Leicester - Belle Vue

(Erik Riss, Gast 2-0-3-S-0=5) 47:43; Rye

House - King’s Lynn 58:32; Swindon -

Somerset 58:32; Wolverhampton - Poole

46:44; King’s Lynn - Somerset 44:46.

SGB PREMIERSHIP TOP-10

SGB PREMIERSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Wolverhampton 9 5 1 3 19

2. Swindon (2) 9 6 0 3 19

3. Belle Vue (3) 10 5 0 5 17

4. Somerset (7) 9 4 0 5 14

5. Leicester (5) 7 4 0 3 13

6. Rye House (4) 8 4 0 4 13

7. King’s Lynn (6) 7 3 0 4 10

8. Poole (8) 9 2 1 6 10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Robert Lambert GB King’s Lynn 8 10,13

2. Troy Batchelor AUS Swindon 13 9,66

3. Rory Schlein AUS Wolverhampton 9 9,51

4. Hans Andersen DK Leicester 7 8,59

5. Jacob Thorsell S Wolverhampton 9 8,56

6. Max Fricke AUS Belle Vue 12 8,55

7. Jason Doyle AUS Somerset 10 8,52

8. Craig Cook GB Belle Vue 10 8,48

9. Scott Nicholls GB Rye House 10 8,47

10. Nick Morris AUS Swindon 13 8,41

SGB CHAMPIONSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Ricky Wells USA Edinburgh 8 10,15

2. Charles Wright GB Sheffield 12 9,72

3. Adam Ellis GB Lakeside 10 9,65

4. Rory Schlein AUS Ipswich 8 9,60

5. Nick Morris AUS Lakeside 11 9,57

6. Richard Lawson GB Lakeside 10 9,42

7. Josh Auty GB Scunthorpe 9 9,36

8. Erik Riss D Edinburgh 8 8,95

9. Richie Worrall GB Glasgow 12 8,86

10. Jason Garrity GB Scunthorpe 9 8,82

Ferner:

Mark Riss D Edinburgh 9 6,46

Tobias Busch D Redcar 10 5,80

Michael Härtel D Ipswich 6 4,77

36 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


Premiership Knockout Cup

Viertelfinals

Ergebnisse: King’s Lynn - Leicester 59:31

Punkte. King’s Lynn gewinnt 101:79.

Swindon - Rye House 59:31 Punkte; Rye House

- Swindon 51:39. Swindon gewinnt 98:82.

SGB

Championship

Ergebnisse: Redcar (Tobias Busch 1-1-1=3) -

Glasgow 48:42 Punkte; Glasgow - Redcar (Tobias

Busch A-A-N-A=0) 54:36; Scunthorpe -

Workington 54:36; Berwick - Sheffield 53:37;

Lakeside - Edinburgh (Erik Riss 3-2-2-2-0-3=

12, Mark Riss 0-1-0-0=1) 54:36; Peterborough

- Newcastle 49:41; Redcar (Tobias Busch

S-1-2=3) - Lakeside 37:53; Sheffield - Workington

48:42; Glasgow - Scunthorpe 54:36;

Lakeside - Workington 56:32; Berwick - Newcastle

57:32; Newcastle - Berwick 47:43; Ipswich

- Sheffield 50:40; Redcar - Berwick

50:40; Glasgow - Peterborough 47:43; Scunthorpe

- Newcastle 50:40; Berwick - Redcar

51:38; Peterborough - Glasgow 49:41.

Championship Knockout Cup

Runde 1

Schottenduell

mit den

Riss-Brüdern

Gleich in der ersten Pokalrunde

trafen beide schottischen Rivalen

aufeinander. Beide Rennen wurden

durch Auswärtssiege entschieden.

Die Entscheidung in dieser

Begegnung fiel im zweiten

Match in Glasgow erst im allerletzten

Lauf. Bis dahin lagen die Gäste

mit (insgesamt) einem Punkt vorn.

Claus Vissing und Routinier Chris

Harris benötigten unbedingt ein

4:2 zum Weiterkommen. Aber Ricky

Wells und Erik Riss spielten

nicht mit und fuhren ein großartiges

5:1 heraus!

Ergebnisse: Edinburgh (Erik Riss 2-3-3-2-1=

11, Mark Riss 3-1-3-3=10) - Glasgow 46:44.

Glasgow - Edinburgh (Erik Riss 2-2-3-3-2=12,

Mark Riss 2-0-2-3=7) 43:46. Edinburgh gewinnt

92:87.

Sheffield - Redcar 44:28 (Abbruch nach Lauf

12); Redcar - Sheffield 40:50. Sheffield gewinnt

94:68.

Championship Shield

Glasgow noch

abgefangen

Workington legte einen starken

Endspurt in seiner Gruppe hin. Mit

dem Sieg in Edinburgh wurden die

Comets Gruppensieger und nehmen

sicher an den Play-offs teil.

Ergebnisse: Workington - Glasgow 45:45

Punkte; Edinburgh (Erik Riss 2-3-3-3-2=13,

Mark Riss 3-1-2-1=7) - Workington 44:46.

National

League

Ergebnisse: Coventry - Isle of Wight 59:31

Punkte; Birmingham - Isle of Wight 53:37;

Belle Vue - Eastbourne 46:44; Plymouth -

Belle Vue 46:44; Buxton - Belle Vue 43:46; Coventry

- Kent 52:38; Birmingham - Eastbourne

54:36; Stoke - Mildenhall 36:53.

National

League

Knockout Cup

Ergebnisse: Coventry - Eastbourne 46:44

Punkte; Eastbourne - Coventry 54:36. Eastbourne

gewinnt 98:82.

NATIONAL LEAGUE TOP-10

Tyne/

Tweed Trophy

Ergebnisse: Newcastle - Berwick 53:37.

Newcastle gewinnt 102:78.

National Trophy

Ergebnisse: Kent - Plymouth 46:43 Punkte;

Birmingham - Stoke 57:33; Stoke - Buxton

56:34; Buxton - Stoke 41:48; Mildenhall -

Eastbourne 59:31; Cradley - Coventry 40:49;

Kent - Mildenhall 44:45; Isle of Wight - Kent

32:56; Kent - Isle of Wight 57:33; Birmingham

- Coventry 53:37; Mildenhall - Isle of Wight

66:24; Cradley - Buxton 68:22; Plymouth -

Isle of Wight 54:36; Eastbourne - Plymouth

49:41; Coventry - Cradley 40:49.

Weitere

Ergebnisse

VINCE MAPLEY MEMORIAL TROPHY - Isle of

Wight - Ergebnis - Vorläufe: 1. Ben Morley,

12 Punkte; 2. Ben Hopwood, 16; 3. Alfie

Bowtell, 10; 4. Scott Campos, 10; 5. Callum

Walker, 8; 6. Tom Woolley, 6; 7. Kelsey Dugard,

5; 8. Danno Verge, 5; 9. Shaun Tedham, 3;

10. Jamie Bursill (Res.), 2; 11. Chris Widman, 1;

12. Jamie Sealey, 0; 13. Sam Woolley, 0.

1. Halbfinale: 1. Morley; 2. Walker; 3. Verge;

4. Bowtell S. 2. Halbfinale: 1. Hopwood;

2. Campos; 3. T.Woolley; 4. Tedham. Finale:

1. Morley; 2. Hopwood; 3. Campos; 4. Walker.

CHALLENGE

Ergebnis: Eastbourne - IT First Eagles 55:35.

Pl./Name Club R Ave.

1. Ben Morley Isle of Wight 7 10,89

2. Drew Kemp Mildenhall 7 10,67

3. Connor Mountain Coventry 10 10,08

4. Luke Bowen Kent 9 9,91

5. Daniel Ayres Mildenhall 7 9,88

6. Tom Brennan Eastbourne 11 9,66

7. Josh Bailey Mildenhall 7 9,49

8. Kyle Bickley Belle Vue 7 9,29

9. Tom Perry Belle Vue 7 9,29

10. Adam Roynon Plymouth 8 9,24

SGB CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Berwick (2) 7 5 0 2 16

2. Peterb’rough (1) 8 4 1 3 16

3. Lakeside (8) 5 4 0 1 13

4. Glasgow (7) 6 4 0 2 13

5. Scunthorpe (6) 4 3 0 1 9

6. Ipswich (3) 4 2 1 1 8

7. Newcastle (10) 7 2 1 4 7

8. Redcar (11) 9 2 0 7 6

9. Workington (4) 4 1 0 3 5

10. Edinburgh (5) 3 1 0 2 4

11. Sheffield (9) 5 1 1 3 4

CHAMPIONSHIP SHIELD

Pl./Club

R S U N Ges.

Northern Group

1. Scunthorpe (1) 6 4 0 2 14

2. Sheffield (2) 6 4 0 2 13

3. Newcastle (3) 6 3 0 3 9

4. Redcar (4) 6 1 0 5 3

Border Group

1. Workington (2) 6 3 3 0 14

2. Glasgow (1) 6 3 1 2 13

3. Berwick (3) 5 1 2 2 6

4. Edinburgh (4) 5 1 0 4 4

Southern Group

1. Lakeside (1) 4 4 0 0 10

2. Peterbrough (2) 3 2 0 1 6

3. Ipswich (3) 3 0 0 3 0

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Belle Vue (1) 8 5 0 3 18

2. Coventry (6) 5 3 0 2 9

3. Mildenhall (5) 2 2 0 0 7

4. Eastbourne (2) 5 2 0 3 7

5. Birmingham (-) 2 2 0 0 6

6. Plymouth (8) 3 2 0 1 6

7. Isle of Wight (3) 5 2 0 3 6

8. Kent (4) 2 1 0 1 3

9. Stoke (7) 2 0 0 2 0

10. Buxton (9) 4 0 0 4 0

NATIONAL TROPHY

Pl./Club

R S U N Ges.

Nord

1. Cradley (1) 6 5 0 1 18

2. Birmingham (3) 4 4 0 0 13

3. Coventry (2) 6 3 0 3 11

4. Stoke (5) 7 2 0 5 7

5. Buxton (4) 5 0 0 5 0

Süd

1. Mildenhall (1) 7 7 0 0 23

2. Eastbourne (2) 5 4 0 1 13

3. Kent (4) 6 3 0 3 11

4. Plymouth (3) 7 2 0 5 7

5. Isle of Wight (5) 7 0 0 7 0

• Texte: Andreas Fahldiek

• Fotos: Ron MacNeill

Foto links: KO-Cup Edinburgh - Glasgow:

Erik Riss vor Coty Garcia, Claus Vissing

und Paul Starke

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 37


INTERNATIONAL

POLEN

Alfred-Smoczyk-Memorial

Leszno - 13.5.2018

Przemyslaw

Pawlicki

nach Stechen

Przemyslaw Pawlicki triumphierte

bei der 68. Ausgabe des polnischen

Speedwayklassikers. Der

26-jährige Fahrer von GKM Grudziadz,

dessen sportliche Laufbahn

in Leszno begann, erzielte im Alfred-Smoczyk-Stadion

zwei Siege

und kam auf 12 Punkte. Da Brady

Kurtz und Dominik Kubera nach

20 Heats mit Pawlicki punktgleich

waren, musste ein Stechen über den Gesamtsieg entscheiden. Zunächst

lagen Kurtz und Kubera in Führung, aber Pawlicki fand außen eine schnelle

Fahrlinie, überholte seine Gegner und kreuzte als Erster den Zielstrich.

Der 21-jährige Australier Kurtz, der vier Siege erzielte, wurde in Leszno

Zweiter. Kubera hatte nach vier Durchgängen 10 Punkte. Hätte der 19-Jährige

seinen letzten Lauf gewonnen, hätte er am Ende ganz oben auf dem

Podium gestanden. Da hatte jedoch Pawlicki etwas dagegen und er bezwang

in Rennen 20 seinen jüngeren Widersacher.

Eine schwache Leistung zeigte Jason Doyle. Der Weltmeister hatte nur einen

Dreier vorzuweisen und belegte mit 8 Punkten nur Rang 8. Etwas

mehr hätte man auch von Krzysztof Buczkowski, Grzegorz Zengota oder

Piotr Protasiewicz erwarten können. Da die polnische Nationalmannschaft

am gleichen Tag gegen Dänemark fuhr, war das Starterfeld des Memorials

etwas schwächer als sonst. Wahrscheinlich fanden aus diesem

Grund nur zirka 3000 Fans den Weg in Stadion, aber sie kamen voll auf ihre

Kosten. Das Rennen war sehr interessant. Die Teilnehmer lieferten sich

spannende Kämpfe und es gab viele Überholvorgänge. • Foto: Daniel Sievers

Ergebnis: 1. Przemyslaw Pawlicki, 12+3 Punkte; 2. Brady Kurtz, AUS, 12+2; 3. Dominik Kubera,

12+1; 4. Bartosz Smektala, 11; 5. Norbert Kosciuch, 10; 6. Kacper Gomolski, 10; 7. Tomasz Jedrzejak,

10; 8. Jason Doyle, AUS, 8; 9. Krzysztof Buczkowski, 7; 10. Adrian Miedzinski, 6; 11. Grzegorz

Zengota, 6; 12. Piotr Protasiewicz, 5; 13. Krystian Pieszczek, 4; 14. Viktor Trofimov, 4; 15. Jaimon

Lidsey, AUS, 2; 16. Damian Balinski, 1.

Edward-Jancarz-Memorial - Gorzow - 31.5.2018

Bartosz Zmarzlik setzt sich durch

Zunächst sah es so aus, als ob Krzysztof Kasprzak

das zum 15. Mal ausgetragene Memorialrennen

gewinnen würde, denn der 33-Jährige erzielte in

den Vorläufen 14 Punkte und gewann auch seinen

Semifinallauf. Im Endlauf legte „KK“ keinen guten

Start hin und war an letzter Stelle. Er versuchte an

Szymon Wozniak vorbeizuziehen, aber der amtierende

Landesmeister wehrte Kasprzaks Attacken

gekonnt ab. „Ich habe heute sechs von insgesamt

acht Läufen gewonnen. Es ist ein bisschen schade,

dass im Finale der Schiedsrichter das Startband

hochschnellen ließ, bevor ich das Gas voll

aufgedreht habe. Ich denke, ich hätte sonst das

heutige Rennen gewonnen“, sagte Kasprzak nach

der Veranstaltung.

Sieger des Turniers wurde Bartosz Zmarzlik. Der

23-Jährige lag im Finallauf zunächst an 2. Position,

konnte jedoch in der Endphase Patryk Dudek

außen überholen und meldete sich vor über 9000 Zuschauern als Sieger

im Ziel. „Ich wollte in der Rennanfangsphase einige Tests mit meiner Technik

durchführen. Darum habe ich 2, 3 Punkte liegen lassen. Am Ende funktionierte

alles einwandfrei und ich freue mich über den Sieg“, so Zmarzlik.

Dudek, der in den letzten zwei Jahren das Memorialrennen gewonnen

hatte, musste sich diesmal mit Gesamtrang 2 zufriedengeben. „Der

2. Platz ist auch nicht schlecht. Ich freue mich darüber. Es fehlte nicht viel

und ich hätte den Hattrick geholt. Bartosz war schneller und zog an mir

vorbei“, sagte der Vizeweltmeister. • Foto: Jarek Pabijan

Ergebnis: 1. Bartosz Zmarzlik, 10 Vorlaufpunkte; 2. Patryk Dudek, 8; 3. Szymon Wozniak, 9;

4. Krzysztof Kasprzak, 14; 5. Mikkel Michelsen, DK, 9; 6. Pawel Przedpelski, 8; 7. Grzegorz Walasek,

8; 8. Adrian Miedzinski, 8; 9. Krzysztof Buczkowski, 8; 10. Vaclav Milik, CZ, 7; 11. Tomasz

Jedrzejak, 7; 12. Rafal Karczmarz, 6; 13. Dominik Kubera, 6; 14. Przemyslaw Pawlicki, 6; 15. Piotr

Protasiewicz, 4; 16. Anders Thomsen, DK, 2.

Silberhelm (U21) - Finale - Lublin - 24.5.2018

Silberhelm für Bartosz Smektala

Bartosz Smektala von Unia

Leszno holte in Lublin vor zirka

4000 Fans den Silberhelm.

Der 19-Jährige erzielte im Osten

des Landes insgesamt

13 Punkte. Um Gesamtrang

2 musste ein Stechen durchgeführt

werden, weil zwei junge

Fahrer das Rennen mit jeweils

12 Zählern abgeschlossen

hatten. Sieger des Zusatzlaufes

wurde Maksym Drabik

vor Robert Chmiel. Die Performance

des Letzteren war eine

große Überraschung. Der Pilot

aus Rybnik hatte nach vier

Durchgängen 11 Punkte und

lag in Lauf 18 zwei Runden

lang vor Smektala. Hätte der

19-Jährige die Platzierung halten können, hätte er das Turnier gewonnen.

Smektala konnte seinen Rivalen jedoch überholen und ihm den Triumph

entreißen. Das Rennen spielte für die Teilnehmer eine wichtige Rolle,

denn die ersten vier Fahrer konnten sich für die Junioren-WM qualifizieren.

Den 4. Rang, der diesmal keine unbeliebte Platzierung war, sicherte

sich Daniel Kaczmarek. Der Fahrer des KS Torun erkämpfte zusammen

11 Zähler. Ganz knapp verpasste Dominik Kubera die Qualifikation. Der Pilot

aus Leszno kam in Lublin auf 10 Punkte und wurde Fünfter. Kubera war

über sein Ausscheiden nicht lange traurig, denn der polnische Verband

hatte in den Junioren-WM-Qualifikationen insgesamt fünf Startplätze bekommen

und die letzte Nominierung wurde an Kubera vergeben. • Foto: Breu

Ergebnis: 1. Bartosz Smektala, 13 Punkte; 2. Maksym Drabik, 12+3; 3. Robert Chmiel, 12+2; 4. Daniel

Kaczmarek, 11; 5. Dominik Kubera, 10; 6. Wiktor Lampart, 10; 7. Sebastian Niedzwiedz, 9;

8. Oskar Bober, 9; 9. Michal Gruchalski, 8; 10. Patryk Wojdylo, 7; 11. Kamil Wieczorek, 5; 12. Karol

Zupinski, 4; 13. Arkadiusz Potoniec, 3; 14. Dominik Kossakowski, 3; 15. Alex Zgardzinski, 3;

16. Viktor Trofimov, 1; 17. Igor Kopec-Sobczynski, 0.

Int. Teamvergleich - Polen gegen Dänemark - Czestochowa - 13.5.2018

Polen siegt

Die Weiß-Roten ließen den Skandinaviern in Czestochowa nicht den

Hauch einer Chance. Der Rennanfang brachte zwei Unentschieden, aber

danach holten die Gastgeber drei Doppelsiege in Folge und gewannen

letztendlich vor rund 4000 Zuschauern mit 59:31 haushoch. Den besten

Eindruck hinterließ Maciej Janowski, der insgesamt 12 Zähler und 2 Bonuspunkte

erzielte. Die einzige Niederlage brachte ihm Niels-Kristian

Iversen in Heat 2 bei. Bester Pilot des Teams von Manager Hans Nielsen

war Leon Madsen. Der 29-Jährige erkämpfte drei Siege und schrieb insgesamt

12 Punkte.

Ergebnis: 1. Polen, 59 Punkte (Jaroslaw Hampel 10, Piotr Pawlicki 8, Maciej Janowski 12, Maksym

Drabik 10, Bartosz Zmarzlik 10, Patryk Dudek 9); 2. Dänemark, 31 (Leon Madsen 12, Andreas Lyager

0, Niels-Kristian Iversen 4, Peter Kildemand 5, Michael Jepsen Jensen 4, Mikkel Michelsen 6).

Int. Teamvergleich - Polen gegen Schweden - Poznan - 31.5.2018

Und wieder Polen

Im letzten Test vor dem SoN-Finale in Wroclaw trat die polnische Nationalmannschaft

gegen die Schweden an. Sie ging allerdings ohne Patryk Dudek,

der an diesem Tag am Edward-Jancarz-Memorial teilnahm, ins Rennen.

Die Gäste waren in der Anfangsphase ebenbürtige Gegner. Die Fahrer

von Manager Marek Cieslak übernahmen erst nach vier Läufen zum

ersten Mal die Führung (13:11). Die Skandinavier konterten jedoch sofort,

als Fredrik Lindgren und Jacob Thorssell einen 5:1-Sieg holten. Nach neun

Heats führten die Gastgeber lediglich mit 28:26, aber danach dominierten

sie auf der 370 Meter langen Bahn klar. Sie erkämpften in der Endphase

vier Doppelsiege und gewannen letztendlich vor zirka 5000 Fans mit

54:36. Maciej Janowski war bester Mann des Matches. „Magic“ erkämpfte

vier Siege und kam auf 13 Punkte. Bei den Schweden spielte Fredrik Lindgren

die erste Geige. Der 32-Jährige hatte einen Dreier vorzuweisen und

schloss das Rennen mit 9+1 Zählern ab. • Texte: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Polen, 54 Punkte (Jaroslaw Hampel 11, Piotr Pawlicki 9, Maciej Janowski 13, Maksym

Drabik 7, Janusz Kolodziej 11, Grzegorz Zengota 3); 2. Schweden, 36 (Andreas Jonsson 4, Peter

Ljung 8, Fredrik Lindgren 9, Jacob Thorssell 3, Antonio Lindbäck 7, Linus Sundström 5).

Ekstraliga

Ergebnisse - 6. Runde - 18.5.: K.S. Torun, 37 Punkte (Doyle 15, Przedpelski 4, C.Holder 1, Iversen 1,

Holta 9, Koscielski 0, Kaczmarek 5, J.Holder 2); Unia Leszno, 53 (Hampel 9, Kolodziej 11, Piotr Pawlicki

11, Kurtz 4, Saifutdinow 12, Kubera 3, Smektala 3).

38 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


Unia Tarnow, 49 Punkte (N.Pedersen 13, Mroczka 7,

Jamrog 10, Kildemand 2, K.Bjerre 9, Knapik 2, Rolnicki

5, Kulakow 1); G.K.M. Grudziadz, 41 (Pr.Pawlicki

11, Huckenbeck 0, Buczkowski 8, Lindbäck 5, A.Laguta

15, Wieczorek 2, Wawrzyniak 0, Pieszczek 0).

Sparta Wroclaw, 48 Punkte (Woffinden 11, Drozdz

2, Janowski 14, Milik 6, Fricke 6, Wojdylo 0, Drabik

9); Falubaz Zielona Gora, 42 (Zengota 5, Thorssell 3,

Jepsen Jensen 10, Protasiewicz 5, Dudek 13, Niedzwiedz

3, Zgardzinski 3).

Stal Gorzow, 53 Punkte (Kasprzak 11, Walasek 7,

Sz.Wozniak 13, Sundström 2, Zmarzlik 13, Szczotka

1, Karczmarz 6); Wlokniarz Czestochowa, 37 (Madsen

11, Musielak 5, Miedzinski 4, Zagar 9, F.Lindgren

4, Gruchalski 4, A.Wozniak 0).

7. Runde - 27.5.: Falubaz Zielona Gora, 43 Punkte

(Zengota 3, Thorssell 1, Jepsen Jensen 13, Protasiewicz

5, Dudek 14, Niedzwiedz 2, Zgardzinski 5); Stal

Gorzow, 47 (Sz.Wozniak 9, Sundström 5, Kasprzak

7, Walasek 10, Zmarzlik 12, Karczmarz 4, Czerniawski

0).

Sparta Wroclaw, 61 Punkte (Woffinden 10, Janowski

10, Milik 8, Fricke 12, Wojdylo 3, Drabik 10, Tschugunow

8); G.K.M. Grudziadz, 29 (Pr.Pawlicki 5,

Huckenbeck 1-1-3=5, Lindbäck 5, Buczkowski 1,

A.Laguta 12, Wieczorek 1, Lotarski 0, Pieszczek 0).

Wlokniarz Czestochowa, 49 Punkte (Madsen 13,

Musielak 3, F.Lindgren 10, Miedzinski 10, Zagar 9,

Swidnicki 0, Gruchalski 4; K.S. Torun, 41 (Doyle 15,

Przedpelski 0, Holta 12, Iversen 3, C.Holder 6,

Kaczmarek 4, Kopec-Sobczynski 1, J.Holder 0).

Unia Leszno, 55 Punkte (Hampel 9, Kolodziej 10,

Pi.Pawlicki 10, Kurtz 5, Saifutdinow 11, Kubera 5,

Smektala 5); Unia Tarnow, 35 (N.Pedersen 11,

Mroczka 1, Jamrog 11, Kulakow 5, K.Bjerre 5, Rolnicki

2, Knapik 0).

8. Runde - 10.6.: Stal Gorzow, 49 Punkte (Zmarzlik

12, Kasprzak 11, Wozniak 10, Sundström 5, Karczmarz

5, Walasek 3, Czerniawski 3); Falubaz Zielona

Gora, 35 (Dudek 11, Zengota 10, Jepsen Jensen 10,

Zgardzinski 2, Protasiewicz 1, K.Gomolski 1, Tonder

0 – wegen Regen nach 14 Läufen abgebrochen).

Bonuspunkt für Gorzow.

Unia Tarnow, 47 Punkte (N.Pedersen 14, K.Bjerre

14, Jamrog 11, Mroczka 6, Kildemand 1, Rolnicki 1,

Konieczny 0); Unia Leszno, 43 (Kolodziej 9, Pi.Pawlicki

8, Saifutdinow 8, Kurtz 5, Smektala 5, Kubera

5, Hampel 3). Bonuspunkt für Leszno.

G.K.M. Grudziadz, 42 Punkte (A.Laguta 14, Pr.Pawlicki

12, Buczkowski 7, Pieszczek 4, Wawrzyniak 2,

Huckenbeck A-1=1, Wieczorek 1, Lindbäck 1);

Sparta Wroclaw, 48 (Woffinden 10, Milik 10,

Drabik 10, Janowski 9, Tschugunow 6, Wojdylo

3, Fricke 0). Bonuspunkt für Wroclaw.

K.S. Torun, 50 Punkte (Doyle 12, C.Holder 11,

Iversen 8, Holta 7, J.Holder 6, Kaczmarek 4, Kopec-Sobczynski

2, Przedpelski 0); Wlokniarz

Czestochowa, 40 (Madsen 14, F.Lindgren 10,

Miedzinski 7, Zagar 4, Musielak 2, Gruchalski

2, A.Wozniak 1). Bonuspunkt für Torun.

1. Liga

Ergebnisse - 6. Runde - 18.5. - Polonia Pila,

49 Punkte (Jonasson 11, Gapinski 11, Cyfer 11,

Okoniewski 10); Orzel Lodz, 41 (H.Andersen

12, Kosciuch 10, Grajczonek 8, J.Miskowiak 6).

R.O.W. Rybnik, 68 Punkte (Czaja 14, Karpow

11, Woryna 11, Cook 10, Skupien 10, Batchelor

8); Start Gniezno, 22 (Nowak 6, Berntzon 5).

Wybrzeze Gdansk, 44 Punkte (Bech 11,

O.Fajfer 8, Mi.Szczepaniak 8, Michelsen 7,

Hougaard 6); Lokomotiv Daugavpils, 46 (Lahti

10, Tarasenko 9, Ljung 9, Mihailovs 7, Kostigovs

6).

Motor Lublin, 69 Punkte (Jeleniewski 13, Jonsson

12, W.Lampart 11, R.Lambert 10, D.Lampart

9, Masters 8, Bober 6); Wanda Krakow,

21 (Palovaara 6, Koza 6).

7. Runde - 26.5.: Lokomotiv Daugavpils,

51 Punkte (Ljung 14, Lahti 12, Puodzuks 9, Tarasenko

6); Orzel Lodz, 39 (Kosciuch 13, H.Andersen

8, R.Miskowiak 6, Loktaev 6).

Polonia Pila, 41 Punkte (Okoniewski 13, Gapinski

11, Jonasson 5, P.Laguta 5); Motor Lublin,

49 (Jonsson 13, R.Lambert 9, D.Lampart 7,

Bober 7, Jeleniewski 6, Masters 6).

Start Gniezno, 46 Punkte (M.Jablonski 9,

A.Gala 9, Pavlic 8, Krcmar 8, Nowak 5, Bogdanowicz

5); Wybrzeze Gdansk, 44 (Michelsen

16, Thomsen 10, Bech 6, Mi.Szczepaniak 5,

Kossakowski 5).

8. Runde - 10.6. - Wybrzeze Gdansk, 46 Punkte

(Thomsen 13, Bech 11, O.Fajfer 10, Zupinski

5); Start Gniezno, 44 (A.Gala 10, Nilsson 9, Nowak

8, Pavlic 6, Krakowiak 5). Kein Bonuspunkt,

90:90.

Motor Lublin, 64 Punkte (D.Lampart 13, R.

Lambert 12, Jonsson 9, Miesiac 9, Jeleniewski

EKSTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Leszno 8 14 +110

2. Wroclaw 8 12 +58

3. Gorzow 8 11 +37

4. Czestochowa 8 9 –6

5. Tarnow 8 8 –34

6. Torun 8 7 –39

7. Zielona Gora 8 4 –26

8. Grudziadz 8 3 –100

8, W.Lampart 7, Peron 6); Polonia Pila, 26 (Gapinski

9, Jonasson 6, Okoniewski 5). Bonuspunkt

für Lublin.

R.O.W. Rybnik, 68 Punkte (Batchelor 14, Bewley

13, Woryna 12, Karpow 9, Chmiel 8, Skupien

7, Czaja 5); Wanda Krakow, 22 (Logatschew

8, Koza 7, Jedrzejewski 5).

2. Liga

Ergebnisse - 6. Runde - 19.5.: Unia Kolejarz

Rawicz, 45 Punkte (Trofimov 10, Lidsey 8);

Ostrovia Ostrow, 45 (Gafurow 17, Klindt 14).

Polonia Bydgoszcz, 50 Punkte (Bach 11,

Adamczak 11, Bergé 10); K.S.M. Krosno,

39 (P.Hansen 11, Burza 9, Puszakowski 8).

Stal Rzeszow, 59 Punkte (Hancock 14, Jedrzejak

14, N.Morris 13); Kolejarz Opole, 31 (Polis

9 ... Wölbert 2-1-1-0=4).

7. Runde - 27.5.: Kolejarz Opole, 52 Punkte

(Wölbert 3-3-3-1-3=13, Polis 10, Legowik 10,

Wright 10, Ulamek 8); Unia Kolejarz Rawicz,

38 (Szlauderbach 13, Balinski 9).

K.S.M. Krosno, 42 Punkte (Franc 10, Tschalow

10, Burza 8, M.Rempala 8); Stal Rzeszow,

48 (Hancock 14, Baran 11, Jedrzejak 10).

Ostrovia Ostrow, 54 Punkte (Klindt 15, Ellis 10,

Gafurow 10, Brzozowski 9); P.S.Z. Poznan,

36 (Bellego 10, F.Jakobsen 10, Borodulin 10).

Bonuspunkt für Ostrow.

1. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Lublin 8 16 +129

2. Rybnik 7 10 +121

3. Gniezno 8 10 +40

4. Daugavpils 6 8 +11

5. Gdansk 8 6 +26

6. Pila 7 4 –86

7. Lodz 7 3 –33

8. Krakow 7 2 –208

2. LIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Rzeszow 7 14 +88

2. Ostrow 7 12 +96

3. Rawicz 7 10 +68

4. Opole 7 8 +11

5. Poznan 7 5 –46

6. Bydgoszcz 6 2 –111

7. Krosno 7 0 –106

1. Runde - Nachholrennen - 3.6.: Polonia Bydgoszcz,

29 Punkte (Bach 8); Stal Rzeszow,

61 (Jedrzejak 12, N.Morris 12, Baran 10, Mazur

9, Hancock 8, Potoniec 8).

8. Runde - 10.6.: P.S.Z. Poznan, 41 Punkte

(Bellego 12, Borodulin 12, Kajzer 9); Ostrovia

Ostrow, 49 (Klindt 14, B.Pedersen 10, Gafurow

9).

9.6. - Unia Kolejarz Rawicz, 52 Punkte (Kubera

13, Smektala 12, Balinski 11); Kolejarz Opole,

37 (Wölbert 3-3-1-1-1-1=10, Lawson 10).

Bonuspunkt für Rawicz.

Stal Rzeszow, 55 Punkte (Jedrzejak 15, Hancock

14, Baran 9); K.S.M. Krosno, 35 (Franc 11).

Bonuspunkt für Rzeszow.

BAZAR

Kompletter Motorradnachlass

(Speedway, Langbahn, Oldiemotorräder,

Motoren und diverses Zubehör)

zu verkaufen.

Sandra Kreiner, Tel. 09951 59793

Suche MG zu verschiedenen Rennen

gegen B.K.B., Speedway

(auch GP), Langbahn usw. Zustiegsort

Großraum Hamburg,

auch Busreisen! Bin Peter, 61 J.

Bitte nur seriöse Angebote.

Chiffre 38292

Notstromaggregat Gigator GPG 6000

Technische Daten: 6,5 PS Motorleistung - Superbenzin

bleifrei, Nennspannung 12V/230V/380V,

Tankinhalt 15 l , ca. 11 Dauerbetriebsstunden bei

2/3 Last, 1x CEE 16 Ampere, 3x 230V-Steckdosen,

1x 380V, Steckdose-Seilzugstarter; Dauerleistung

- 2300 Watt, Maße 605 x 440 x 440 mm,

Gesamtgewicht 44 kg, Bedienungsanleitung

vorhanden, Made in Germany; 289,- €.

Tel. 0171 5055360

ANZEIGENCOUPON Anzeigenschluss für BSA August-Ausgabe: 16. Juli 2018

Dealers

only!

JAWA-Motoren

Tuning & Ersatzteile

TRC GmbH

Soar 25 . 32139 Spenge Germany

Telefon: ++49 (0) 5225-859256

Fax: ++49 (0) 5225-859257

www.gw-racing-parts.de


INTERNATIONAL

lege von Hajek erzielte 14 Zähler. Auch die niedrigste Podiumsstufe bestieg

ein Fahrer des Prager Vereins. Der 16-jährige Jan Kvech kam auf insgesamt

12 Punkte. Beide Nachwuchspiloten sind die größten Aspiranten im

Kampf um den U19-Meistertitel. Patrik Mikel, der als einer der Mitfavoriten

im Kampf um die Goldmedaille galt, stürzte in seinem dritten Lauf und

bestritt danach keine Rennen mehr. Der Fahrer von Zlata Prilba hat 10 Zähler

weniger als Hajek und praktisch keine Chance mehr auf einen Podestrang.

Ergebnis: 1. Filip Hajek, 15 Punkte; 2. Petr Chlupac, 14; 3. Jan Kvech, 12; 4. David Pacalaj, SK, 12;

5. Jan Mihalik, SK, 10; 6. Pavel Cermak, 8; 7. Jakub Valkovic, SK, 7; 8. Jarno de Vries, NL, 7; 9. Patrik

Mikel, 6; 10. Daniel Klima, 6; 11. Josef Novak, 5; 12. Pavel Kuchar, 4; 13. Frantisek Klier, 4; 14. Daniel

Silhan, 3; 15. Milan Dobias, 2; 16. Michal Danko, SK, 1.

Stand (nach 2 von 3 Rennen): 1. Hajek, 30 Punkte; 2. Chlupac, 25; 3. Kvech, 25; 4. Pacalaj, 23;

5. Mikel, 20; 6. Mihalik, 19.

U19-Meisterschaftsstand: 1. Chlupac, 25 Punkte; 2. Kvech, 25; 3. Pacalaj, 23; 4. Mihalik, 19; 5. Valkovic,

17; 6. de Vries, 14.

TSCHECHIEN

Einzelmeisterschaft - Finale 2 - Koprivnice - 13.5.2018

Eduard Krcmar gewinnt

Und wieder ist es Vaclav Milik nicht gelungen zu gewinnen. Seine Chancen,

den Meistertitel im Einzelwettbewerb zu holen, schwinden langsam.

In Koprivnice, wo das zweite Finalrennen stattfand, sorgte Eduard Krcmar

für eine Überraschung. Der 22-jährige Fahrer des AK Slany erzielte insgesamt

14 Punkte und stand nach dem Rennen ganz oben auf dem Podest.

Die einzige Niederlage brachte ihm Milik bei, aber das Speedway-Ass kam

in Heat 9 nicht über den 3. Rang hinaus und schloss das Rennen mit

13 Zählern ab. Nach 20 Heats war der 24-Jährige mit Josef Franc punktgleich

und beide Fahrer absolvierten ein Stechen um Tagesplatz 2, aus

dem Milik als Sieger hervorging. Franc, der das erste Finale in Prag mit

Punktemaximum gewonnen hatte, liegt in der Meisterschaftswertung mit

28 Zählern an der Spitze, gefolgt von Krcmar (27) und Milik (25).

Ergebnis: 1. Eduard Krcmar, 14 Punkte; 2. Vaclav Milik, 13+3; 3. Josef Franc, 13+2; 4. Zdenek Simota,

11; 5. Martin Malek, 11; 6. Hynek Stichauer, 11; 7. Matej Kus, 10; 8. Michal Skurla, 7; 9. Martin Gavenda,

7; 10. Jaroslav Petrak, 6; 11. Petr Chlupac, 4; 12. Ondrej Smetana, 4; 13. Jan Kvech, 3; 14. David

Pacalaj, SK, 2; 15. Patrik Mikel, 2; 16. Jakub Valkovic, SK, 2.

Stand (nach 2 Rennen): 1. Franc, 28 Punkte; 2. Krcmar, 27; 3. Milik, 25; 4. Simota, 23; 5. Stichauer,

21; 6. Kus, 21; 7. Malek, 15; 8. Skurla, 15.

Offene Junioren-Einzelmeisterschaft - Finale 2 - Pilsen - 8.5.2018

Wieder Filip Hajek

Filip Hajek hatte auch in der 2. Runde des Junioren-Championats keinen

Bezwinger gefunden und steht kurz vor dem Titelgewinn. Der 20-jährige

Fahrer von Marketa hat vor dem abschließenden Finalrennen in Divisov

nicht weniger als 5 Zähler Vorsprung auf seine Verfolger. Für eine große

Überraschung sorgte Petr Chlupac in Pilsen. Der erst 15-jährige Teamkol-

Teammeisterschaft - Extraliga - Zarnovica - 3.6.2018

Überraschungssieg

In der zweiten Runde der Extraliga, die im slowakischen Zarnovica über

die Bühne ging, kam es zu einer großen Überraschung. In den letzten Jahren

gab es nur zwei Mannschaften, die in der Extraliga klar dominierten.

Seit 2012 hatten entweder Marketa (Olymp) Prag oder Zlata Prilba Pardubice

die Goldmedaillen abwechselnd gewonnen. Aber in dieser Saison

könnte es passieren, dass sich das Team von AK Slany in den Titelkampf

einmischt. In Zarnovica machte die Mannschaft aus der Kleinstadt nördlich

von Prag den ersten Schritt in diese Richtung. Schon im Auftaktlauf

kam es zu einer Sensation. Patryk Dudek (Pardubice) startete schlecht

und kam nur als Dritter ins Ziel. Der Vizeweltmeister unterlag nicht nur Josef

Franc, sondern auch Zdenek Simota, der 3 Punkte einsackte. Die

Mannschaft aus Slany ging in Führung und war für die Teams aus Pardubice

und Prag ein ebenbürtiger Gegner. Nach zwei Durchgängen lagen Slany

und Pardubice mit jeweils 15 Zählern an der Spitze, gefolgt von Marketa

(13). Auch nach zwölf Heats herrschte zwischen den beiden Mannschaften

Gleichstand, während die Hauptstädter 4 Punkte Rückstand hatten. Im

vierten Durchgang fiel die Vorentscheidung zugunsten des Teams aus Slany.

Zdenek Simota, Jakub Jamrog und Eduard Krcmar gewannen ihre Rennen

und die Mannschaft von Manager Milan Mach hatte vor dem Finaldurchgang

komfortable 7 Zähler Vorsprung. Als Jamrog in Heat 18 als

Zweiter den Zielstrich kreuzte, konnte sein Team den Gesamtsieg feiern,

denn es hatte 9 Zähler Vorsprung auf Marketa und Zlata Prilba. In den zwei

letzten Läufen kamen Dudek und Milik als Sieger ins Ziel, sie sicherten der

Mannschaft aus Pardubice den 2. Tagesplatz. Die Prager belegten Rang 3,

während die Gastgeber ohne Martin Vaculik nicht ins Geschehen eingreifen

konnten und Letzte wurden.

Die Sieger hatten in ihren Reihen drei sehr starke Fahrer. Simota, Jamrog

und Krcmar erzielten jeweils über 10 Zähler. Die Mannschaften aus Pardubice

und der Hauptstadt hatten jeweils nur zwei Piloten, die ordentlich

punkteten. Für das Team von SC Zarnovica erzielte der Pole Adrian Gala im

Alleingang nicht weniger als 60 Prozent der Punkteausbeute der ganzen

Mannschaft.

Am 17. Mai sollte in Pardubice der zweite Extraliga-Vierkampf stattfinden,

aber das Rennen musste wegen

EXTRALIGA

Regens abgesagt werden. Die Runde

wird am 27. Juni ausgetragen.

Ergebnis: 1. AK 3ton Slany, 38 Punkte (Chlupac

1, Krcmar 12, Jamrog 12, Simota 13); 2. Zlata

Prilba Pardubice, 34 (Novak 0, P.Dudek 12,

Mikel 2, Stichauer 7, Milik 13); 3. Marketa

Prag, 30 (Franc 14, Skurla 4, Kus 9, J.Kvech 3,

Hajek 0); 4. SC Zarnovica, 22 (Tomka 4, Valkovic

2, Gala 13, Mihalik 0, Pacalaj 3).

Pl./Club R P Ges.

1. Pardubice 2 6 70

2. Slany 2 6 67

3. Prag 2 6 67

4. Zarnovica 2 2 45

1. Liga

Ergebnis - Prag - 27.5.: 1. Marketa Prag, 25 Punkte (Chlupac 5, Skurla 13, Smetana 7, Klima 0);

2. Junior-Team, 22+3 (J.Kvech 12+3, Hajek 9, Novak 1); 3. SC Zarnovica, 22+2 (Pacalaj 9, Valkovic

9+2, Mihalik 2, Tomka 2); 4. Zlata Prilba Pardubice, 21 (Gavenda 8, Petrak 2, Stichauer 11).

Antonin-Vilde-Memorial - Slany - 12.5.2018

Smetana/Simota top

Ondrej Smetana und Zdenek Simota triumphierten in der 19. Ausgabe des

Memorialrennens. Das Duo bezwang im Finale der Paarveranstaltung

Martin Gavenda und Michal Skurla mit einem 7:2. • Texte/Fotos: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Smestav Speedway Team, 34 Punkte (Ondrej Smetana 17, Zdenek Simota 17); 2. PRO-

TEC SK Miletice, 28 (Martin Gavenda 11, Michal Skurla 17); *3. Bellis Junior Speedway Team,

23(Petr Chlupac 10, Filip Hajek 13); *4. Berani Trebusice SF, 24 (Matej Kus 18, Sebastian Ulamek 6);

5. AK Slany Team B, 15 (Petr Babicka 11, Roman Cejka 4); 6. AK Slany, 11 (Michal Dudek 7, Jaroslaw

Krzywosz 4); 7. AK Divisov, 13 (Frantisek Klier 3, Pavel Cermak 10).

*Platzierung nach Zieleinlauf im Finale

40 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


RUSSLAND

Einzelmeisterschaft - Halbfinale - Togliatti - 7.6.

5 weiter

Nur fünf Piloten konnten sich fürs Finale des Einzelchampionats qualifizieren,

darum war der Kampf um die begehrten Plätze entsprechend verbissen.

Nach 20 Heats hatten drei Fahrer jeweils 13 Punkte und der

Schiedsrichter ordnete ein Stechen um den Tagessieg an. Da sich alle Teilnehmer

des Zusatzlaufes vorher schon das Weiterkommen gesichert hatten,

spielte die Reihenfolge im Halbfinale eigentlich keine Rolle. Sicherlich

verzichtete Pawel Laguta aus diesem Grund auf den Start und begnügte

sich mit dem 3. Platz. Ilja Tschalow schlug im Stechen Roman

Lachbaum und stand ganz oben auf dem Podium. Sergej Logatschew fing

das Rennen mit einer Nullfahrt an, aber danach fand er keinen Bezwinger

mehr und zog ebenfalls als Tagesvierter ins Finale ein.

Um die letzte Fahrkarte nach Balakowo, wo das Finale am 24. August stattfinden

wird, wurde bis zum Schluss gekämpft. Vor dem letzten Durchgang

hatte Wladimir Bogma eine gute Chance weiterzukommen. Der Pilot von

Turbina hatte 7 Punkte, stürzte jedoch in Lauf 17 und wurde disqualifiziert.

Witali Kotlar war mit Bogma punktgleich, hatte allerdings im darauffolgenden

Rennen deutlich stärkere Gegner. Der 17-Jährige kam als Dritter

ins Ziel und schloss das Halbfinale mit 8 Punkten ab. Im anschließenden

Heat rollten zwei Fahrer ans Startband, die bisher jeweils 6 Zähler ergattert

hatten. Der 44-jährige Sergej Darkin (Mega-Lada) rang seinen Teamkameraden

Wjatscheslaw Monachow nieder und erreichte das Finale als

Fünfter.

Ergebnis - qualifiziert für Finale in Balakowo am 24.8.: 1. Ilja Tschalow, 13+3 Punkte; 2. Roman

Lachbaum, 13+2; 3. Pawel Laguta, 13+N; 4. Sergej Logatschew, 12; 5. Sergej Darkin, 9; Reserve

6. Witali Kotlar, 8+3; 7. Wjatscheslaw Monachow, 8+2. Ausgeschieden: 8. Jewgeni Saidullin, 8+S;

9. Wladimir Morozow, 7; 10. Wladimir Bogma, 7; 11. Igor Kononow, 5; 12. Kyrill Hwan, 5; 13. Alexander

Kaibuschew, 4; 14. Iwan Bolschakow, 4; 15. Arslan Fajzulin, 1; 16. Alexander Hassanow, 1;

17. Semen Sujew, 0; 18. Kyrill Zukanow, 0.

Wiktor Kulakow vor Renat Gafurow, Andrej Kudrjaschow und Ilja Tschalow

Paarmeisterschaft - Runde 1 - Togliatti - 22.5.2018

Gastgeber erfolgreich

Die erste Runde des russischen Paarwettbewerbes, die in Togliatti über

die Bühne ging, endete mit einem großen Erfolg der Gastgeber. Das Duo

von Mega-Lada erzielte im Anatoli-Stepanow-Stadion insgesamt 25 Punkte.

Es holte zwei Doppelsiege und kam nur in Heat 20 nicht über ein Unentschieden

hinaus, als Renat Gafurow stürzte und disqualifiziert wurde. Andrej

Kudrjaschow erkämpfte fünf Siege und musste sich nur einmal, im

Duell gegen Turbina, mit einem 3. Platz begnügen. Für eine große Überraschung

sorgte auch die B-Mannschaft der Gastgeber. Gleb Tschugunow

und Roman Lachbaum schlossen das Turnier mit 22 Zählern ab und belegten

Tagesrang 2. Sie hatten am Ende einen Punkt mehr auf dem Konto als

das Team von Turbina Balakowo.

Die zweite Runde findet am 24. August in Balakowo statt.

Ergebnis: 1. Mega-Lada Togliatti, 25 Punkte (Kudrjaschow 16, Gafurow 9, Darkin N); 2. Mega-Lada

Togliatti - Team B, 22 (Tschugunow 11, Lachbaum 11, Bolschakow N); 3. SK Turbina Balakowo,

21 (Kulakow 5, Borodulin 10, Tschalow 6); 4. STK Oktjabrskij, 20 (Kononow 5, Gatijatow 6, Gizatullin

9); 5. Wostok Wladiwostok, 16 (Kotlar 5, P.Laguta 4, Logatschew 7); 6. SK Turbina Balakowo -

Team B, 12 (Petrakow 3, Kusnetzow 9, Bogma 0); 7. Wostok Wladiwostok - Team B, 8 (Karion 0, Korowko

3, Hwan 5).

Teammeisterschaft (Speedwayliga)

Balakowo siegt

Am 9. Mai in Wladiwostok fand der Auftakt der russischen Teammeisterschaft

statt. Die Mannschaft von Wostok empfing das schwächste Team

der vergangenen Saison STK Oktjabrskij. Das Rennen war ziemlich ausge-

glichen, aber die Gastgeber konnten sich am Ende doch durchsetzen.

Nach elf Läufen führte Wostok mit nur 33:32, doch dann holte unter anderm

das Duo Logatschew/Tarasenko zwei Doppelsiege und das Match

endete mit 50:39. Wadim Tarasenko erlitt im Avantgarde-Stadion keine

Niederlage. Bei den Gästen brillierte Denis Gizatullin. Nach einer längeren

Pause beschloss Igor Kononow wieder mal Speedway zu fahren. Das

Eisspeedway-Ass erzielte im fernen Osten einen Sieg und kam bei sechs

Einsätzen auf 7 Punkte.

Eine Woche später trafen die Teams von Turbina und Mega-Lada in Balakowo

aufeinander. Das Speedwayfest wurde jedoch durch widrige Wetterbedingungen

gestört. Kurz vor dem ersten Heat fing es heftig zu regnen

an. Der Regen dauerte zirka 20 Minuten, aber die Strecke sah danach sehr

schlecht aus. Der Bahndienst arbeitete fast eine Stunde, aber die Verhältnisse

waren immer noch schwierig. Die Gastgeber gewannen den Auftaktlauf

doppelt und führten nach sechs Rennen mit 22:14. In diesem Augenblick

legte der Trainer von Mega-Lada, Oleg Kurguskin, einen Protest wegen

dem Bahnzustand ein. Der Schiedsrichter beschloss, einen weiteren,

längeren Bahndienst durchführen zu lassen. Das Match wurde zwar danach

fortgesetzt, aber die Mannschaft aus Togliatti hatte immer wieder

Vorbehalte. Nach zehn Heats beschloss der Referee, das Duell wegen einbrechender

Dunkelheit abzubrechen. Turbina siegte letztendlich mit

36:24. Obwohl die Gäste immer wieder über die Bahn klagten, erzielte ihr

Fahrer Gleb Tschugunow Tagesbestzeit.

Am 24. Mai fuhr die Mannschaft aus Balakowo wieder zu Hause und ihr

Gegner war Wostok. Man erwartete, dass die Gastgeber eine deutlichen

Sieg erringen würden, aber das Team aus Wladiwostok leistete erbitterten

Widerstand und war für Turbina ein ebenbürtiger Gegner. Nach acht

Heats herrschte Gleichstand (24:24), doch dann holten Kulakow und

Tschalow einen 5:1-Sieg. Nach 14 Rennen hatten die Gastgeber weiterhin

4 Punkte Vorsprung. Im abschließenden Lauf bezwangen Tarasenko und

Laguta zwar das Duo von Turbina mit 4:2, aber das war zu wenig. Die

Heimmannschaft gewann schließlich mit 46:44 sehr knapp.

Am 30. Mai bestritt STK Oktjabrskij sein erstes Heimrennen. Gegner des

baschkirischen Teams war Turbina Balakowo. Die Gäste waren deutlich

überlegen und siegten am Ende mit 53:38. Am gleichen Tag sollte das Rennen

zwischen Mega-Lada und Wostok ausgetragen werden, es musste

aber wegen Regen auf den nächsten Tag verlegt werden. Die Mannschaft

aus Togliatti führte von Anfang an und schlug Wladiwostok am Ende mit

52:40.

Ergebnisse - 9.5.: Wostok Wladiwostok, 50 Punkte (Logatschew 12, Tarasenko 16, Hwan 3,

Korowko 1, P.Laguta 11, Kotlar 7); STK Oktjabrskij, 39 (Kononow 7, Zubarew 3, Gatijatow 8, Fajzulin

7, Gizatullin 14).

16.5.: SK Turbina Balakowo, 36 Punkte (Kulakow 11. Kusnetzow 4, Borodulin 8, Bogma 6, Tschalow

7); Mega-Lada Togliatti, 24 (Darkin 1, Monachow 1, Gafurow 6, Bolschakow 0, Kudrjaschow 4,

Tschugunow 7, Lachbaum 5 - nach 10 Läufen wegen Regen und Dunkelheit abgebrochen).

24.5.: SK Turbina Balakowo, 46 Punkte (Kulakow 15, Kusnetzow 2, Borodulin 7, Morozow 2, Bogma

5, Tschalow 15); Wostok Wladiwostok, 44 (Tarasenko 12, Hwan 6, Logatschew 13, Kotlar 4, P.Laguta

9).

30.5.: STK Oktjabrskij, 38 Punkte (Kononow 6, Zubarew 2, Gatijatow 8, Fajzulin 7, Gizatullin 15);

SK Turbina Balakowo, 53 (Kulakow 18, Kaibuschew 1, Borodulin 12, Kusnetzow 0, Morozow 3, Bogma

7, Tschalow 12).

31.5.: Mega-Lada Togliatti, 52 Punkte (Darkin 1, Bolschakow 3, Kudrjaschow 14, Monachow 1, Gafurow

10, Lachbaum 10, Tschugunow 13); Wostok Wladiwostok, 40 (Tarasenko 9, Hwan 3, Logatschew

14, P.Laguta 6, Kotlar 8).

Junioren-Einzelmeisterschaft - Halbfinale - Salawat - 2.6.2018

Roman Lachbaum im Finale

Ergebnis - qualifiziert fürs Finale in Togliatti - 22.8.: 1. Roman Lachbaum, 15 Punkte; 2. Jewgeni

Saidullin, 14; 3. Ilja Kusnetzow, 12+3; 4. Kyrill Hwan, 12+N; 5. Witali Kotlar, 11; 6. Semen Sujew, 10;

Reserve 7. Alexander Kaibuschew, 7; 8. Denis Belajew, 6+3. Ausgeschieden: 9. Iwan Sirotkin, 6+2;

10. Wjatscheslaw Monachow, 6+S; 11. Nikita Korowko, 5; 12. Nikita Pawlow, 5; 13. Daniil Frolenkow,

4; 14. Kyrill Kasakow, 4; 15. Daniil Zelenskij, 2; 16. Alexander Berdyschew, 1; 17. Artjom Sinatullin,

0.

U19-Meisterschaft - Finale - Oktjabrskij - 5.6.2018

Pawel Laguta verteidigt Titel

Pawel Laguta verteidigte erfolgreich seinen Titel und kam in Oktjabrskij

wieder auf die höchste Stufe des Podestes. Der 18-jährige Fahrer von

Wostok bezwang im Stechen um die Goldmedaille Jewgeni Saidullin von

Mega-Lada. Beide Piloten erzielten jeweils 14 Punkte. Den letzten Podestrang

sicherte sich Arslan Fajzulin. Der 19-jährige Lokalmatador erkämpfte

13 Zähler und war der einzige Pilot, der Laguta eine Niederlage beibringen

konnte. • Texte u. Foto: Georg Dobes

Ergebnis: 1. Pawel Laguta, 14+3 Punkte; 2. Jewgeni Saidullin, 14+2; 3. Arslan Fajzulin, 13; 4. Witali

Kotlar, 12; 5. Kyrill Hwan, 10; 6. Semen Sujew, 10; 7. Alexander Kaibuschew, 8; 8. Nikita Korowko,

7; 9. Denis Belajew, 7; 10. Kyrill Kasakow, 5; 11. Daniil Frolenkow, 5; 12. Iwan Sirotkin, 4; 13. Dimitri

Petrakow, 4; 14. Nikita Pawlow, 3; 15. Alexander Berdyschew, 2; 16. Artur Scharafetdinow, 0;

17. Daniil Zelenskij, 0.

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 41


INTERNATIONAL

James Shanes (93) und Stephan Katt (42) vor

Sieger Dave Meijerink (63) und Mika Meijer (16)

NIEDERLANDE

Int. Pfingstrennen Stadskanaal/NL - 21.5.2018

Sieg für Dave Meijerink

Stephan Katt Vierter, Bernd Diener auf Platz 6

Das sehr gut besuchte Pfingstmontagsrennen in Stadskanaal gewann der

junge Niederländer Dave Meijerink aus Balkbrug vor Europameister

James Shanes (GB) und Mark Beishuizen (NL). Stephan Katt aus Neuwittenbek

kam im Finale auf Platz 4, der Gengenbacher Bernd Diener wurde

Sechster.

Pech hatte der Niederländer Romano Hummel, der mit seinem zweiten

Kettenriss an diesem schönen Sommertag im Finale ausfiel und nur Gesamtsiebter

wurde. Der schnelle Groninger wurde schon in seinem zweiten

Lauf gebremst, als ihm die Kette vom Ritzel sprang. Er musste wie Diener

den Umweg übers B-Finale nehmen, um doch noch eine Siegeschance

im A-Finale zu haben. Im A-Finale führte Hummel dann fast eine Runde

lang, dann war wieder die Kette fällig. Aus für Hummel, aus der Traum vom

Sieg. So nutzte Dave Meijerink seine Chance und fuhr an Shanes vorbei

zum Sieg. Dem Niederländer Mark Beishuizen kam am Ende eine kleine

Unsicherheit des vor ihm fahrenden Stephan Katt zugute und er wurde

Dritter. „Ich habe da einen kleinen Fehler gemacht und schon war er

durch, so ist das auf der Grasbahn“, erklärte der „Catman“ später das Geschehen.

Bernd Diener wurde Sechster, gab aber zu bedenken: „Ich hatte

von innen den schlechtesten Startplatz, da war nicht viel zu machen.“

Die niederländischen Europameister William Matthijssen/Sandra Mollema

waren in der Seitenwagenklasse wieder mal das Maß aller Dinge. Sie

siegten ungefährdet vor den Briten Mitch Godden/Paul Smith und deren

Landsleute David Carvill/Dennis Smit. Auf Platz 4 folgten die Dänen Mike

Frederiksen/Steven Grandt vor Achim San Millan/Michael Zapf und Raphael

San Millan/Benedikt Zapf vom MSC Berghaupten. Beide Teams

mussten den Umweg übers B-Finale ins A-Finale nehmen. Der ältere der

beiden Brüder lenkte sein Gespann im letzten Lauf auf Platz 5, Raphael

San Millan klagte später über technische Probleme. „Schon in unserem

dritten Lauf setzte der Motor zwischenzeitlich aus und im Endlauf war es

dann noch mal so.“

In dem gemischten Gespannfeld kamen die deutschen B-Lizenzler Jan

Kempa/Dennis Pollrich auf Platz 7. Kempas Schwester Kim fuhr mit dem

Niederländer Klaas Kregel auf Platz 8. Oliver Möller und Beifahrerin Dana

Frohbös vom MSC Nordhastedt wurden Elfte. Der Niederländer Sven Holstein

war nach vier Jahren Rennpause erstmals wieder am Start. Mit Beifahrerin

Bonita van Dijk belegte er Platz 9. Gleich im ersten Heat fielen die

beiden mit einem Defekt aus.

In der B-Lizenz Solo holte sich der erst 16-jährige Finn Loheider (AMG Osnabrück)

im 14 Fahrer starken Feld seinen ersten Sieg.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

Ergebnisse - I-Solo: 1. Dave Meijerink, NL, 14 Vorlaufpunkte; 2. James Shanes, GB, 16; 3. Mark Beishuizen,

NL, 13; 4. Stephan Katt, D, 13; 5. Martin Malek, CZ, 13; 6. Bernd Diener, D, 11; 7. Romano

Hummel, NL, 12; 8. Henry van der Steen, NL, 11; 9. Mika Meijer, NL, 5; 10. Jesse Mustonen, FIN, 5;

11. Lars Zandvliet, NL, 6; 12. Dave Mears, GB, 3; 13. Sören Vedsted, DK, 2; 14. Anthony Chauffour, F, 2.

B-Finale: 1. Hummel; 2. Diener; 3. van der Steen; 4. Meijer; 5. Mustonen; 6. Zandvliet; 7. Mears.

A-Finale: 1. Meijerink; 2. Shanes; 3. Beishuizen; 4. Katt; 5. Malek; 6. Diener; 7. Hummel.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 15 Vorlaufpunkte; 2. Mitch Godden/

Paul Smith, GB, 14; 3. David Carvill/Dennis Smit, GB, 11; 4. Mike Frederiksen/Steven Grandt, DK,

11; 5. Achim San Millan/Michael Zapf, D, 7; 6. Raphael San Millan/Benedikt Zapf, D, 7; 7. Jan Kempa/Dennis

Pollrich, D, 3; 8. Klaas Kregel/Kim Kempa, NL/D, 3; 9. Sven Holstein/Bonita van Dijk,

NL, 8; 10. Marcel Raatjes/Marco Sterenborg, NL, 5; 11. Oliver Möller/Dana Frohbös, D, 2; 12. Antony

Sairrailh/Katia Sairrailh, F, 2; 13. David Chaminade/Stephanie Vedelago, F, 1.

B-Finale: 1. A.San Millan/M.Zapf; 2. R.San Millan/B.Zapf; 3. Kempa/Pollrich; 4. Kregel/Kempa;

5. Holstein/van Dijk; 6. Raatjes/Sterenborg.

A-Finale: 1. Matthijssen/Mollema; 2. Godden/Smith; 3. Carvill/Smit; 4. Frederiksen/Grandt;

5. A.San Millan/M.Zapf; 6. R.San Millan/B.Zapf.

B-Solo: 1. Finn Loheider, D, 9 Vorlaufpunkte; 2. Martin Cazemier, NL, 11; 3. William Kruit, NL, 11.

A-Finale: 1. Loheider; 2. Cazemier; 3. Kruit; 4. Kelly Velda.

Dutch Open Loppersum - 9.6.2018

Actionreich

Der dritte Lauf zur niederländischen Grasbahnmeisterschaft fand bei gutem

Wetter statt. In der Nacht hatte es noch etliche Regenschauer gegeben.

Die nationalen Rennen wurden bereits am Mittag ausgetragen. Nach

dem Training der Dutch-Open-Teilnehmer war schon fast keine Grasnarbe

mehr in den Kurven zu sehen.

William Matthijssen/Sandra Mollema vor Shaun Harvey/Danny Hogg (72),

Mike Frederiksen/Steven Grand (3) und David Carvill/Dennis Smit (55)

Finn Loheider (66) siegt in der B-Lizenz,

hier gegen Kelly Velda (24)

Nach der Fahrervorstellung startete der erste Lauf der 125-ccm-Klasse. Im

Anschluss zeigten die Spezialisten ihr Können. Romano Hummel

(20 Punkte) gewann alle Vorläufe souverän und ließ seinen Konkurrenten

keine Chance. Auch Dave Meijerink (19), Mark Beishuizen (15) sowie Paul

Hurry (17) landeten direkt im A-Finale. Im B-Finale standen Henry van der

Steen (10), Sjoerd Rozenberg (10), Bernd Diener (9), Richard Hall (8), Mika

Meijer (7) und Lars Zandvliet (3). Das B-Finale war definitiv der heißeste

Lauf des Tages. Und er musste zweimal gestartet werden. In der Zielkurve

gab es einen Dreikampf. Bernd Diener, der von ganz außen versuchte, einen

besseren Platz zu erreichen, stürzte. Den Re-run gewann Hall vor van

der Steen, Zandvliet , Meijer, Rozenberg und Diener. Damit standen Hall

und van der Steen ebenfalls im A-Finale. Nach dem Start lag Hummel zwar

nicht gleich in Führung, übernahm die Pole aber nach der ersten Kurve.

Dahinter stürzte van der Steen und der Lauf wurde abgebrochen. Im Rerun

lag Hummel vor Hall und Hurry dicht dahinter. In der letzten Kurve wurde

Hummel langsamer und Hall, Beishuizen und Hurry zogen vorbei.

Die I-Seitenwagen dominierten einmal mehr William Matthijssen/Sandra

Mollema (16 Punkte), indem sie alle ihre Läufe gewannen und ihren Geg-

42 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


Romano Hummel (84) gegen Sieger Richard Hall (134) und Paul Hurry

nern keine Chance ließen. Zweite wurden Sven Holstein/Bonita van Dijk

vor Wilfred Detz/Wendy Arling. • Text u. Fotos: Ubbo Bandy

Ergebnisse - I-Solo (Wertung nach Finaleinlauf): 1. Richard Hall, GB, 13 Punkte; 2. Mark Beishuizen,

NL, 19; 3. Paul Hurry, GB, 20; 4. Romano Hummel, NL, 22; 5. Dave Meijerink, NL, 20; 6. Henry

van der Steen, NL, 10; 7. Sjoerd Rozenberg, NL, 10; 8. Bernd Diener, D, 9; 9. Mika Meijer, NL, 7;

10. Lars Zandvliet, NL, 3; 11. William Kruit, NL, 2; 12. Jarno de Vries, NL, 0.

I-Seitenwagen (Wertung nach Finaleinlauf): 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 20 Punkte;

2. Sven Holstein/Bonita van Dijk, NL, 16; 3. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 17; 4. Shaun Harvey/

Danny Hogg, GB, 8; 5. David Carvill/Dennis Smit, 5; 6. Mike Frederiksen/Steven Grandt, DK, 10;

7. Josh Goodwin/Scott Goodwin, GB, 7; 8. Klaas Kregel/Kim Kempa, NL, 4; 9. Marcel Raatjes/Marco

Sterenborg, NL, 2; 10. Aaron Vale/Stephan Vale, GB, 0.

Junior B - 125 ccm (Wertung nach Finaleinlauf): 1. Nigel Hummel 11 Vorlaufpunkte; 2. Niek Meijerink,

11; 3. Delina Kruit, 9; 4. Nynke Sijbesma, 8; 5. Luca Drenthe, 3; 6. Jason Kroeze, 0.

Langbahnrennen Axevalla

10.5.2018

Sieg für Tebbe

Am 10. Mai fand in Schweden auf

der Trabrennbahn in Axevalla ein

Langbahnrennen statt, das Jörg

Tebbe gewinnen konnte. Ebenfalls

am Start war der ehemalige

Speedwayprofi Niklas Klingberg,

der auf Rang 5 fuhr.

• Text: Daniel Becker; Foto: Rudi Hagen

Ergebnis: 1. Jörg Tebbe, D; 2. Anders Mellgren,

S; 3. Tommy Thu, N; 4. Andreas Bergström, S;

5. Niklas Klingberg, S; 6. Simon Pulli, FIN; 7. Jakob

Nymark, DK; 8. Aarni Heikkilä, FIN; 9. Jimmy

Sörensen, DK; 10. Sören Vedsted, DK;

11. Mikko Mäkinen, FIN; 12. Mikkel Salomonsen,

DK; 13. Stein Roar Pedersen, N; 14. Klaus

Gerdemann, D/FIN; 15. Ludde Lindgren, S.

Jörg Tebbe war erfolgreich in Skandinavien

unterwegs: Im Mai siegte er in

Schweden, im Juni wurde er in Tampere

Finnischer Langbahnmeister

SCHWEDEN

FINNLAND

Sandbahnrennen Tampere - 8./9.6.2018

Favorisiertes Wochenende

Am 8. und 9. Juni kam es in Tampere gleich zu mehreren Entscheidungen.

Am Freitag, 8.6., gewann das finnische Team den Ländervergleich gegen

Schweden mit 82:67 Punkten. Bester Fahrer war der deutsche Jörg Tebbe,

der für das Team Schweden an den Start ging und 25 Punkte holte.

Am nächsten Tag wurde die finnische Meisterschaft ausgefahren. Jörg

Tebbe wusste auch hier zu überzeugen und gewann das Rennen. Auf den

Rängen 2 und 3 folgten die Mustonen-Brüder Jesse und Appe.

• Daniel Becker

Ergebnisse - Ländervergleich Finnland - Schweden: 1. Finnland, 82 Punkte (Jesse Mustonen 21,

Appe Mustonen 18, Henri Ahlborn 18, René Lehtinen 10, Aarni Heikkilä 6, Jarmo Raappana 5, Simo

Pulli 4); 2. Schweden, 67 (Jörg Tebbe 25, Anders Mellgren 18, Robin Aspegren 11, Janne Koivula 5,

Sebastian Alden 4, Klaus-Peter Gerdemann 4).

Finnische Meisterschaft: 1. Jörg Tebbe, D; 2. Jesse Mustonen; 3. Appe Mustonen; 4. René Lehtinen;

5. Simo Pulli; 6. Henri Ahlborn; 7. Klaus-Peter Gerdemann; 8. Aarni Heikkilä; 9. Janne Koivula;

10. Jarmo Raappana.

FRANKREICH

Tayac verschoben

Das geplante Rennen zur französischen Meisterschaft in Tayac wurde

wegen Regen vom 9. Juni auf den 28. Juli verschoben. • Daniel Becker

+

Auch Sie können mit einer kleinen Spende

auf nachfolgend genanntes Konto helfen.

Bahnsport-aktuell-Unfallkonto“ Raiffeisenbank Rodenbach IBAN DE28 5066 3699 0000 0495 57

Juli '18 BAHNSPORT AKTUELL 43


VORSCHAUEN

21./22.7. OLCHING

DOPPELVERANSTALTUNG

Speedway Team Cup und Deutsche Jugend-Meisterschaft

Kaum ist das Fronleichnamsrennen über die Bühne, geht es beim Motorsportclub

Olching schon wieder weiter: Im Juli können die Fans auf dem

Speedwayoval in den Amperauen ein ganzes Wochenende lang Speedway

erleben.

Am Samstag (21. Juli) steht hier ein Vorlauf zum Speedway Team Cup auf

dem Programm. Neben der Gastgebermannschaft aus Olching sind hier

die Teams aus Berghaupten, Dohren und Neuenknick mit dabei. Es geht

um wichtige Punkte auf dem Weg zum Titel.

Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Jugend: Hier geht es um die Deutsche

Jugend-Meisterschaft – am Start sind die Superstars von morgen.

Wie wir die Youngsters kennen, wird es in allen drei Rennklassen (Junior A,

B und C) wieder ziemlich zur Sache gehen.

Gestartet wird an beiden Tagen um jeweils 14:00 Uhr. Wer sich auch schon

das Training anschauen möchte, sollte am Samstag um 10:30 Uhr an der

Bahn sein, am Sonntag bereits um 9:30 Uhr.

Termin: 21./22. Juli 2018

ADAC-Speedwayrennen Olching

Christian Hülshorst

(außen, hier gegen

Stephan Katt im Vorjahr),

sorgt auf der

Grasbahn immer

für Action

28./29.7. ANGENROD

JUBILÄUMSRENNEN

50 Jahre Vereinsgeschichte

Am 28. und 29. Juli 2018 heißt es wieder: Der Rußbergring ruft. Der MSC

Angenrod feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Vereinsbestehen und lädt

hiermit herzlich ein zum 47. DMV-Grasbahnrennen. Als kleiner Verein hat

der MSC Angenrod sich doch in der Bahnsportszene in seinem langen Bestehen

einen großen Namen gemacht und ist weit über die Grenzen Hessens

hinaus bekannt. Seitdem der MSC in den letzten Jahren wieder das

komplette Bahnsportprogramm unter Vertrag genommen hat, konnte er

wieder hunderte Fans und Motorsportbegeisterte an den Rußbergring locken.

In diesem Jahr werden natürlich auch wieder alle Klassen am Startband

stehen, um zwei Tage lang spannenden und atemberaubenden Motorsport

zu zeigen. Außerdem starten zum Jubiläumsrennen noch zusätzlich

zwei Oldieklassen. Zum einen eine Solisten-Gruppe von sechs Startern

aus der European Veteran Longtrack Series. So rollen hier unter anderem

Wolfgang Barth, Thomas Flemming und Pierre Schröder ans Startband,

um auf ihren historischen Solomaschinen einen Einblick in frühere Bahnsportjahre

zu geben. Ein weiterer erfreulicher Höhepunkt der Veranstaltung

wird eine spezielle Gespannklasse sein, in der (nicht erfreulicherweise)

Oswald Bischoff und Mario Siebert ihr endgültiges Abschiedsrennen

fahren. Mit ihnen am Startband steht als Überraschung eine Gespannauslese

aus früheren Zeiten, worauf sich alteingesessene Gespannfans

schon jetzt freuen können.

In der internationalen Soloklasse wird es reichlich Action geben. Mit dabei

sind z.B. Christian Hülshorst und Jens Bennecker. Beide kennen sich

bestens aus auf dem Angenröder Oval. Marcel Dachs und Marcel Sebastian

vertreten die junge Generation und werden den Routiniers ordentlich

einheizen. Erstmals auch dabei die englische Bergring-Legende Paul Cooper

und der deutsche Speedway- und Langbahnfahrer Max Dilger. In dieser

Klasse gehen mit Dave Mears und Andrew Whitaker acht Fahrer an den

Start.

Acht Fahrer haben bisher in der B-Lizenz-Soloklasse gemeldet. Hier werden

wieder zwei Gruppen um Punkte für den Sieg kämpfen. Ans Startband

rollen Dennis Helfer, Fabien Neid und Sascha Stumpe, um nur einige Namen

zu nennen. Auch in der Nachwuchs-Bahnsportklasse geben die Fahrer

alles, um sich für die Internationale Klasse zu empfehlen.

Der MSC Angenrod präsentiert als Veranstalter den zweiten Lauf zur deutschen

B-Gespann-Masters. Zu diesem Lauf haben sich acht Gespanne

eingeschrieben. Im Schema dieser Meisterschaft werden acht Rennläufe

plus die Finalläufe gestartet. Teams wie Uwe Schreiner/Bernd Schreiner,

Mike Kolb/Resi Hölper, Roman Löffler/Patrick Fischer oder das Damengespann

Nicole Standke/Sonja Dreyer rollen ans Startband. Neueinsteiger

und alte Hasen bunt gemischt, das ist es, was diese Serie auszeichnet und

spannend macht.

Aber auch die Internationalen Gespanne, die im Vorjahr atemberaubenden

Bahnsport in Angenrod gezeigt haben, sind wieder mit dabei. Am

Start sind zwei englische Teams. Eins davon Mitch Godden und Paul

Smith. Mit Karl Keil/David Kersten ist ein europaweit bekannter deutscher

alter Hase im Starterfeld. Mit den Gespannen Sven Holstein/Bonita

van Dijk, Imanuel Schramm/Herrmann Bacher und vier weiteren Teams

werden acht Gespanne in dieser Klasse antreten. Hier ist abwechslungsreiche

Spannung und Top-Seitenwagensport zu erwarten.

Die Quads werden mit insgesamt sechs Klassen im Rahmen der Deutschen

DMW Shorttrack Quadchallenge an den Start gehen. Von der Kidsklasse

bis zu den Sportgeräten bis 1000 ccm ist in diesen Klassen alles

vertreten, um den Zuschauern schöne und spannende Drifts zu zeigen.

Hier gehen die Angenroder Clubfahrer Stephan Bischoff, Matze Hahnke,

Malte Herrmann, Andreas Herrmann und Conny Kraft an den Start und

wollen natürlich auf ihrer Heimbahn um die Podestplätze kämpfen.

Auch die Speedkarts werden wieder am Rußbergring zu hören und zu sehen

sein. Mit spektakulären Überholmanövern und Drifts nur wenige Zentimeter

über dem Boden wollen sie die Zuschauer überzeugen. Auch hier

sind Fahrer wie Mario Opfer und Karsten Herwig unter der MSC-Angenrod-

Flagge unterwegs.

Am Samstagabend findet wieder im gut ausgestatteten Festzelt direkt an

der Rennstrecke der allseits bekannte Rennball mit Live-Musik statt.

Zeitplan: Die Veranstaltung beginnt am Samstag ab 10:00 Uhr mit dem

freien Training aller Klassen, das bis 17:00 Uhr dauert. Die Quad- und

Speedkartklassen sowie die B-Gespann Masters fahren am Samstag

schon ihr Pflichttraining sowie einige Vorläufe.

Am Sonntag dröhnen ab 9:00 Uhr am Rußbergring die Motoren. Begonnen

wird mit dem freien Training und Pflichttraining der anderen Klassen.

Schon im Vormittagsprogramm werden weitere Vorläufe ausgetragen. Ab

12:30 Uhr werden alle Fahrer zur Fahrervorstellung auf die Bahn gehen.

Der erste Heat der Seitenwagen wird um 13:00 Uhr gestartet.

Diese zweitägige Veranstaltung wird Spannung, Aktion und Unterhaltung

mit vielen Highlights bieten. Ein unvergessliches Wochenende, mit Freizeitspaß

für die ganze Familie zu humanen Eintrittspreisen soll die Fans

an den Rußbergring locken. Wie alle Rennbegeisterten wissen, ist in Angenrod

für das leibliche Wohl mit hausgemachten Speisen, selbstgebackenem

Kuchen etc. bestens gesorgt. Neben dem großen sportlichen Programm

am Rußbergring wird der ganzen Familie Unterhaltung am

Renngelände oder in der europäischen Modellstadt Alsfeld geboten.

Merken Sie sich schon heute den 28. und 29. Juli 2018 in ihrem Terminkalender

vor. An diesem Wochenende wird am Rußbergring an zwei Tagen

Motorsport mit spannenden Rennläufen und reichlich Positionskämpfen

geboten.

Weitere Infos: MSC Angenrod, Tel. 06631 4649, Fax 06631 73898, E-Mail:

info@msc-angenrod.de. Auch die Internet-Seite ist einen Besuch wert:

www.msc-angenrod.de. Oder schauen Sie auf Facebook unter MSC Angenrod

nach.

Termin: 28./29. Juli 2018

DMV-Quad- und Grasbahnrennen Alsfeld-Angenrod

44 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


Vorjahressieger Romano Hummel:

Wenn er auf die Bahn

kommt, brennt die Luft

4./5.8. MELSUNGEN

DAS GRASBAHN-HIGHLIGHT

Ein Muss für jeden Grasbahnfan. Vom 3. bis 5. August 2018 ist es wieder soweit,

dann findet das Motorsport-Weekend auf dem Rennplatz an der St.-Georgs-Brücke

in Melsungen statt. Höhepunkt natürlich das 58. Internationale ADAC-Grasbahnrennen

am 4. und 5. August 2018. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Rennsport vom Feinsten möchte der MSC Melsungen auch dieses Jahr

wieder bieten, mit vielen Rad-an-Radkämpfen, ein unvergessenes Rennwochenende,

mit Rennsport, Show und Action. Ein Highlight jagt das andere.

Freitag „Start ins Weekend“

Bereits am Freitag, 3. August, wird das Motorsport-Weekend im Festzelt an der

Rennstrecke eröffnet. Durchs Programm wird locker wie gewohnt der einzige

deutsche Speedwayweltmeister und mehrmalige Langbahnweltmeister Egon

Müller führen. Eine lustig gemischte Runde aus dem In- und Ausland, mit ehemaligen

und noch aktiven Fahrern, die bereits angereist sind, mit vielen „Methanolgesprächen“

aus Vergangenheit und Gegenwart sollen zum Gelingen des

Abends beigetragen. Sie, liebe Besucher, sind auch dieses Jahr wieder herzlich

eingeladen.

Rennen der Gespanne

„Rennen der Gespanne“, diesem Slogan wird der MSC auch in diesem Jahr wieder

mit dem bisher verpflichteten Fahrerfeld gerecht. Am Start die ersten drei

der Europameisterschaft. Allen voran der Multi-Champion und amtierende Europameister

William Matthjissen mit seiner Beifahrerin Sandra Mollema aus den

Niederlanden sowie Markus Venus mit Beifahrer Markus Heiß und Markus

Brandhofer mit seinem Beifahrer Tim Scheunemann werden in Melsungen am

Start sein. Hinzu gesellen sich der Ex-Europameister aus den Niederlanden

Sven Holstein mit Beifahrerin Bonita van Dijk sowie der Ex-Europameister aus

England Josh Goodwin mit Beifahrer Liam Brown und der Altmeister aus dem

Odenwald, Karl Keil. Die nationale Seitenwagenklasse ist wieder Europa-offen

ausgeschrieben und wird auch wieder tollen Gespannsport zeigen. Mit drei

Clubgespannen ist der MSC Melsungen in dieser Klasse stark vertreten, und

zwar mit den Masters-Siegern von 2017 Udo Poppe und Martin Weick, Clubneuling

Maximilian Klaas mit Beifahrer Myron McNeil sowie den englischen Senkrechtstartern

James Hogg mit Beifahrer Scott Goodwin.

Ehrenpreis der Stadt Melsungen

Die internationalen Solisten kämpfen auch in diesem Jahr wieder um den begehrten

Ehrenpreis der Stadt Melsungen. Und das bisher verpflichtete Fahrerfeld

spricht für tollen Rennsport, da kann man sicher sein, es wird wieder heiß

hergehen. Allen voran der amtierende Europameister James Shanes aus England,

der im letzten Jahr schon für viel Action gesorgt hat. Sicher auch ein heißer

Anwärter auf den Sieg ist Vize-Europameister und langjähriger Clubfahrer des

MSC Andrew Appleton aus England. Und auch der „Catman“ Stephan Katt will sicher

wieder um die Podestplätze kämpfen. Mit Christian „Hülse“ Hülshorst aus

Lüdinghausen ist ein weiterer Grasbahnspezialist am Start. Aus den Niederlanden

wird Senkrechtstarter und Vorjahressieger Romano Hummel erwartet. Auch

mit Paul Cooper aus England wird ein weiterer Clubfahrer starten, der zurzeit top

in Form ist. Unter anderem konnte er den Bahnrekord in Teterow sowie alles andere

gewinnen, lediglich im Bergringpokal musste er sich knapp geschlagen geben.

Die Fahrerverhandlungen laufen noch, mal schauen, wer noch den Weg

nach Melsungen findet. Und auch die nationale Soloklasse ist wieder Europa-offen

ausgeschrieben. Hier können sich deutsche Nachwuchsfahrer mit Fahrern

anderer Nationen messen. Aus England startet Clubfahrer Gareth Hickmott nach

einer längeren Verletzungspause. Vervollständigen würde der MSC das Rennprogramm

gerne mit der Klasse C-Junioren 250 ccm, vorausgesetzt es melden

sich genügend Starter an. Diese könnten sich am Samstag in ihren Rennläufen

mit Fahrern aus England und Tschechien messen.

Rennsport, Show und Action

Es ist wieder „angerichtet“ für ein unvergessliches Motorsport-Weekend in Melsungen.

Highlight natürlich das 58. Internationale ADAC-Grasbahnrennen. Volker

Hermsdorf wird einiges aus dem Motorradtrialsport zeigen. Es gibt Livemusik

von den MSC-Freunden aus Würzburg, die am Samstag mit ihrer Musik

wieder das Festzelt zum Kochen bringen werden. Die Dance Devils der MT Melsungen

werden wieder für Stimmung sorgen und vieles mehr. An der ein oder

anderen Überraschung wird noch gearbeitet.

Freestyle Show Highlight: Sicher ein weiteres Highlight die atemberaubende

Freestyle-Motocross-Show, vielen sicher aus dem Fernsehen bekannt, in Melsungen

können sie sie live erleben. Im letzten Jahr haben die FMXer für eine super

Stimmung bei ihren Auftritten in der Startkurve gesorgt. Die Freestyler springen

mit ihren Maschinen von einer Startrampe ab und zeigen in der Luft

waghalsige Sprünge und Überschläge, bevor sie wieder auf einer Rampe landen.

Kombi-Wochenendticket

Der MSC Melsungen bietet auch wieder ein kombiniertes Wochenendticket mit

Übernachtung und Eintritt an. Mehr dazu finden Sie in der Anzeige zum Rennen

(Seite 23).

Campingmöglichkeit

Natürlich sind auch die Camper wieder herzlich in Melsungen willkommen. Es

besteht wieder die Möglichkeit, wie in den letzten Jahren auch schon, auf der

vom MSC angemieteten Wiese am Renngelände zu campen. Es handelt sich aber

„nur“ um eine extra angemietete Wiese für unsere Zuschauer, keinen voll ausgestatteten

Campingplatz, sondern wie in den letzten Jahren auch mit aufgestellten

Toilettenhäuschen und einer Wasserzapfstelle in der Nähe. Wer mehr

braucht, Stromanschluss, Duschen, etc. sei der in der Nähe gelegene Campingplatz

in Obermelsungen empfohlen.

Weitere Infos ...

... finden Sie unter www.msc-melsungen.de und auf facebook. Natürlich werden

wir Sie auch in der nächsten Ausgabe von Bahnsport aktuell auf den neuesten

Stand bringen. Also schon jetzt vormerken: 3. bis 5. August, Motorsport-Weekend

in Melsungen. Der MSC Melsungen freut sich auf ihren Besuch. Melsungen

immer eine Reise wert!

Termin: 4./5. August 2018

Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen


TERMINE JULI/AUGUST/IMPRESSUM

JULI

- alle Termine ohne Gewähr -

1.7. ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MSC Brokstedt e.V. im ADAC, Postfach 1236, 25543 Kellinghusen

E-Mail: speedway@mscbrokstedt.de , www.mscbrokstedt.de

1.7. ADAC-Speedwayrennen Landshut

Speedway - Bayern Cup

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250

84028 Landshut, Fax 0871 9637722

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

7.7. ADMV-Speedwayrennen Wittstock

Langbahn-Jugend-Weltcup 250 ccm

MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV

Finkenkruger Str. 49 a, 14612 Falkensee

E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de

www.speedwayteam-wittstock.de

7./8.7. DMV-Speedwayrennen Diedenbergen - Bundesliga

7.7.: Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

8.7.: Jugend Speedway Ländervergleich + Seitenwagen-Supercup

MSC Diedenbergen e.V. im DMV, Weilbacher Straße 25

65719 Hofheim, Tel. 06192 37884 (Clubhaus), Fax 06192 38757

E-Mail: vorstand@msc-diedenbergen.de, www.msc-diedenbergen.de

8.7. ADMV-Speedwayrennen Meißen

Speedway Team Cup

MC Meißen e.V. im ADMV, Speedwaystadion

Zaschendorfer Straße 77 a, 01662 Meißen

Tel. 03521 7286569, E-Mail: info@mc-meissen-speedway.de

www.mc-meissen-speedway.de

8.7. ADAC-Speedwayrennen Mulmshorn

Speedway - Junioren NBM

MSC Mulmshorn, André Haltermann, Kirchweyher Str. 105

28844 Weyhe, E-Mail: haltermann68@gmx.de

www.mscmulmshorn.de

14.7. Int. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

Speedway-EM - Finale 2

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow

Tel./Fax 03843 684685, E-Mail: info@mcguestrow.de

www.mcguestrow.de

14.7. ADAC-Grasbahnrennen Schwarme

ADAC Weser Ems Cup

MSC Schwarme e.V. im ADAC, Kirchweg 3, 27327 Schwarme

Tel. 04258 1576, Fax 04258 983138

E-Mail: marc.wessel@msc-schwarme.de, www.msc-schwarme.de

15.7. DMV-Shorttrack-Quadrennen Augsburg-Haunstetten

AMC Haunstetten e.V. im ADAC, Unterer Talweg 100

86179 Augsburg, E-Mail: kontakt@amc-haunstetten.de

www.amc-haunstetten.de

21.7. Int. 48. ADAC-Flutlicht-Sandbahnrennen Werlte

Seitenwagen-EM - Finale

MSC Hümmling Werlte e.V. im ADAC, Postfach 1214

49753 Werlte, www.msc-werlte.de

21./22.7. ADAC-Speedwayrennen Olching

21.7.: Speedway Team Cup

22.7.: Deutsche Meisterschaft Junioren

MSC Olching e.V. im ADAC, Postfach 1224, 82140 Olching

Tel. 08142 17011, Fax 08142 18992,

E-Mail: info@msco.de, www.msco.de

Bahnsport aktuell 8/2018 erscheint am 30. Juli 2018

28.7. Int. ADAC-Speedwayrennen Landshut

Speedway-WM - Challenge

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250

84028 Landshut, Fax 0871 9637722

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

28.7. ADMV-Speedwayrennen Heidering Wittstock -

Pokal für Frieden und Freundschaft

Speedway - offene Veranstaltung

MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV, Finkenkruger Str. 49 a

14612 Falkensee, E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de

www.speedwayteam-wittstock.de

28./29.7. DMV-Quad- und Grasbahnrennen Alsfeld-Angenrod

Langbahn - offene Veranstaltung + Shorttrack-Quad-Meisterschaft

MSC Angenrod e.V., Wuhlsgasse 28

36304 Alsfeld-Angenrod, Tel. 06631 4649, Fax 06631 73898

E-Mail: info@msc-angenrod.de, www.msc-angenrod.de

29.7. 32. ADAC-Grasbahnrennen Willing

Langbahn - offene Veranstaltung

Jawa Club Willing e.V., Max Dorfmeister, Schwaigstr. 19

94527 Aholming, Tel. 09931 907605, Fax 09931 907607

E-Mail: max.dorfmeister59@gmx.de

30.7.-3.8. ADMV-Speedway-Kidscamp Parchim

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV

Postfach 1243, 19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

AUGUST

4.8. ADAC-Speedwayrennen Güstrow

Speedway-DM

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow

Tel./Fax 03843 684685, E-Mail: info@mcguestrow.de

www.mcguestrow.de

4.8. ADAC-Speedwayrennen Moorwinkesldamm

Speedway - Liga Nord + ADAC Cup

MSC Moorwinkelsdamm, e.V., Heinrich Wilhelms, Flidder 51

26340 Zetel, Tel. 04453 4737, E-Mail: mscm@mscm.de, www.mscm.de

4./5.8. 58. Int. ADAC-Grasbahnrennen Melsungen

Grasbahn - offene Veranstaltung

MSC Melsungen e.V. im ADAC

Thüringer Str. 2, 34212 Melsungen, Fax 05661 50911

E-Mail: orga@msc-melsungen.de, www.msc-melsungen.de

5.8. 7. Parchimer Speedwayrennen

Speedway - offene Veranstaltung

MC Mecklenburgring Parchim e.V. im ADMV, Postfach 1243

19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

Langbahn-WM - Finale 2

La Réole/F - 16.6.2018

1. Mathieu Trésarrieu, F, 25 Punkte; 2. Romano

Hummel, NL, 19; 3. Dimitri Bergé, F, 23; 4. Josef

Franc, CZ, 16; 5. Michael Härtel, D, 15;

6. Stéphane Trésarrieu, F, 14; 7. James Shanes,

GB, 12; 8. Bernd Diener, D, 10; 9. Chris Harris,

GB, 10; 10. Martin Smolinski, D, 9; 11. Theo

Pijper, NL, 9; 12. Richard Hall, GB, 7. 13. Jerôme

Lespinasse, F, 4; 14. Anthony Chauffour, F, 2;

15. Stephan Katt, D, 2; 16. Jesse Mustonen,

FIN, 2; 17. Gabriel Dubernard, F, 1.

LETZTE MELDUNGEN

Stand Langbahn-WM (nach 2 Veranstaltungen):

1. Bergé, 48 Punkte; M.Trésarrieu, 38;

3. Franc, 30; 4. Shanes, 29; 5. Diener, 29;

6. Smolinski, 29; 7. Hummel, 26; 8. Härtel, 24;

9. Mustonen, 18; 10. Harris, 17; 11. Pijper, 16;

12. Hall, 16; 13. S.Trésarrieu, 14; 14. Max Dilger,

D, 10; 15. Lespinasse, 5; 16. Katt, 5;

17. Chauffour, 2; 18. Lukas Fienhage, D, 2;

19. Dubernard, 1.

IMPRESSUM

Ziegler Verlags OHG

- Bahnsport aktuell -

Birkenweiherstr. 14

D-63505 Langenselbold

Telefon: 06184 9233-30

Telefax: 06184 9233-55

E-Mail:

redaktion@ziegler-verlag.de

mce.redaktion@mce-aktuell.de

Homepage:

www.ziegler-verlag.de

Herausgeber:

Ziegler Verlags OHG

Redaktionsleiterin:

Brigitte Geyer-Bernhardt

Redaktionsassistentin:

Gaby Gasche

Layout: Brigitte Geyer-Bernhardt

Mitarbeiter Inland:

Ubbo Bandy, Georg Dobes,

Andreas Fahldiek, Rudi Hagen,

Volker Linke, Wolfgang Radszuweit,

Susi Weber

Fotografen: Ubbo Bandy, Niklas Breu,

Georg Dobes, Ralf Dreier,

Sascha Geißler, Klaus Goffelmeyer,

Rudi Hagen, Jens Körner,

Wolfgang Radszuweit, Jens Schwarz,

Daniel Sievers, Susi Weber

Ausland:

Alfred Domes/A, Jarek Pabijan/PL,

Ron MacNeill/GB, Steve Dixon/GB

Geschäftsführer: Stefan Ziegler

Gesamtanzeigenleitung:

Dieter Ziegler

Anzeigenverkaufsleitung:

Ralf Ziegler

Akquisition:

Nadine Pfeiffer

Druck und Verarbeitung:

Brühlsche Universitätsdruckerei GmbH

& Co KG, Gießen

Anzeigenpreisliste Nr. 48/18

Bei Anzeigenaufträgen aus dem

Ausland Vorkasse

Gerichtsstand Hanau

Einzelheft € 4,50 inkl. MwSt.

Österreich: € 5,00

Schweiz: Sfr 8,50

Abonnement jährlich € 49,-

Auslandsabonnement

jährlich € 63,- inkl. Porto

Kündigung nur unter Einhaltung

der Kündigungsfrist von 3 Monaten vor

Ablauf des Bezugsjahres

per Einschreiben

Zahlungen erbeten an:

Ziegler Verlags OHG,

Postbank Frankfurt, IBAN:

DE06 5001 0060 0333 9506 06,

BIC: PBNKDEFF oder

Commerzbank Hanau, IBAN:

DE68 5064 0015 0234 5866 00,

BIC: COBADEFFXXX

Der Verlag übernimmt keine Haftung

für unverlangt eingeschickte Manuskripte

u. Fotos. Leserbriefe können

aus redaktionellen Gründen gekürzt

werden. Die Zeitschrift und alle Beiträge

sind urheberrechtlich geschützt.

Veröffentlichungen, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung der

Redaktion. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung der

Redaktion wieder.

46 BAHNSPORT AKTUELL Juli '18


28.7. LANDSHUT

DIE NACHT DER ENTSCHEIDUNG

FIM Speedway Grand Prix Challenge steigt am 28. Juli um 20:00 Uhr

in Landshut • Namhafte Aspiranten auf die GP-Teilnahme am Start

In die Reihe der deutschen Veranstalter von SGP-Veranstaltungen kommt

in diesem Jahr erstmals wieder der AC Landshut mit seiner OneSolar-Arena

ins Spiel. Neben Abensberg als bewährtem Austragungsort für einen der

Qualifikationsläufe und Teterow als Veranstalter des Deutschland-Grand-

Prix haben sich die Bayern durch ihre professionelle Organisation von internationalen

Veranstaltungen in den vergangenen Jahren empfohlen.

Für den Verein und die Ehrenamtlichen ist diese Veranstaltung das Tüpfelchen

auf dem „i“ des diesjährigen Terminkalenders, aber auch ein gewaltiger

Kraftakt. „Wir freuen uns alle auf dieses Rennen, denn es ist quasi

der Höhepunkt der Saison. Seit Monaten wird das Stadion auf Vordermann

gebracht, um die aktuellen FIM-Vorgaben zu erfüllen. Mit einem

Speedway-BestPairs-Rennen, aber natürlich um so mehr mit der Ausrichtung

des FIM Speedway GP Challenge wächst ein Standort mit seinem

Umfeld, und es wird große Begeisterung für unseren schönen, atemberaubenden

und actionreichen Speedwaysport ausgelöst. Genau das war

bzw. ist unser Plan, und daran arbeiten wir seit Jahren. Wir haben uns

Schritt für Schritt weiterentwickelt

und können nun quasi die nächste

Stufe erreichen“, resümiert AC-

Landshut-Vize Gerald Simbeck.

„Dennoch muss man auch eingestehen,

dass gerade dieses Jahr eine

sehr große Belastung für unsere ehrenamtlichen

Funktionäre darstellt.

Daher möchte ich an dieser Stelle

auch einmal ein großes ‚Dankeschön‘

an alle zum Ausdruck bringen.“

Neben der Erneuerung der Flutlichtanlage

vor einigen Jahren haben die

Landshuter zum Beginn der neuen

Saison auch in einen neuen Airfence

investiert und andere Projekte umgesetzt,

um den internationalen Anforderungen

zu genügen. Sportlich

wird das Rennen für die Fans ein Leckerbissen,

gilt es doch, drei Tickets

für den GP 2019 zu lösen. Es treffen

die jeweils drei Erstplatzierten der

Qualifikationsrunden in Zarnovica,

Slangerup, Lonigo und Abensberg

sowie vier Wildcardfahrer aufeinander

und ein Blick auf die Starterliste

lässt die Herzen der Speedwayfans

höherschlagen: Mit Matej Zagar und

Craig Cook sind aktuelle GP-Fahrer

am Start; Antonio Lindbäck, Krzysztof

Kasprzak und Niels-Kristian Iversen

sind ebenfalls erfahrene Stahlschuhartisten,

die bereits auf mehrere

Grand-Prix-Saisons zurückblicken

können. Ergänzt wird das Fahrerfeld

durch Janusz Kolodziej, Jack

Holder, Kenneth Bjerre, David Bellego,

Kevin Wölbert, Hans Andersen,

ACL-Neuverpflichtung Max Fricke

und die vier Wildcardfahrer Vaclav

Milik, Piotr Pawlicki, Robert Lambert

und Martin Smolinski.

Der amtierende U21-Weltmeister

Max Fricke (AUS) zeigte sich bei der

Qualifikation in Abensberg in guter

Form und belegte Platz 3. Bei den

letzten Einsätzen beim Speedway of

Nations konnte er nicht ganz überzeugen,

wird aber alle Kräfte aufbieten,

um nach seinem GP-Debüt im

vergangenen Jahr eine Startberechtigung

für 2019 zu erringen. Der Däne

Hans Andersen kennt die Landshuter

Bahn bereits von einem Gastspiel

bei den Devils. Er verfügt ebenfalls

bereits über mehrmalige Einsätze

in der höchsten Speedwayliga.

Mit seinen 37 Jahren ist er zwar

nicht mehr der jüngste Bewerber,

seine Ligaergebnisse in Polen, Dänemerk und Schweden jedoch sind immer

erstklassig. Abensberg-Sieger Craig Cook schließlich möchte seinen

momentanen Platz in der Weltelite verteidigen. In Zarnovica haben Matej

Zagar, Antonio Lindbäck und Janusz Kolodziej das Ticket nach Landshut gelöst.

Mit den drei Erstplatzierten aus Slangerup – Kasprzak, Jack Holder und

Iversen wird das Feld um weitere aussichtsreiche Aspiranten ergänzt. Über

Lonigo schließlich erkämpfte sich der Däne Kenneth Bjerre den Startplatz

im Challenge. Ebenfalls mit am Start Überraschungs-Qualifikant David Bellego,

der bislang überwiegend auf Erfahrungen in der englischen Liga zurückblicken

kann. Zur Freude der deutschen Anhängerschaft schaffte auch

Kevin Wölbert die Qualifikation und wird in Landshut zusammen mit Localhero

Martin Smolinski natürlich den Rückhalt der deutschen Fans spüren

können. Denn unabhängig zahlreicher Diskussionen in den deutschen Fanlagern

steht eines fest: Ein deutscher Fixstarter im Grand Prix würde dem

gesamten Speedwaysport in Deutschland den längst benötigten Rückenwind

verschaffen. Komplettiert wird das Fahrerfeld von Valentin Grobauer

und Max Dilger, die auf den Reservepositionen auf einen Einsatz warten.

Die Tageskassen öffnen am Samstag, 28. Juli, um 16:30 Uhr. Stadioneinlass

ist um 17:30 Uhr und um 18:00 Uhr folgt eine Autogrammstunde der

Fahrer. Aus Sicherheitsgründen sind Klapp- und Campingstühle nicht erlaubt.

Tickets und weitere Informationen gibt es unter speedway-landshut.de

sowie Hinweise auf der facebook-Seite des AC Landshut.

• Claudia Patzak-Krüger

Termin: 28. Juli 2018 - ADAC-Speedwayrennen Landshut


48. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 5/18

ABO-TIPP

SPEEDWAY • SANDBAHN •

GRASBAHN • EISSPEEDWAY

EISSPEEDWAY:

Inzell überzeugt

mit neuem

Konzept

3. WM-Titel für

Dimitri Koltakow

in Heerenveen

SPEEDWAY:

Bundesliga-

Auftakt in

Diedenbergen

Team-Cup

Cloppenburg

+ Diedenbergen

Parchim

Neuenknick

Herxheim

15

für

12

Greifen

Sie zu!

• Sie bekommen im ersten

Bezugsjahr 15 Ausgaben Bahnsport

aktuell und müssen nur

12 bezahlen. Danach erhalten

Sie pro Jahr 12 Ausgaben

• Sie erhalten Monat für Monat Ihre

Bahnsport aktuell pünktlich in Ihren

Briefkasten geliefert

• Es entstehen keine weiteren

Kosten, das Porto für den Versand

des Magazins übernehmen wir

• Sie sparen 20% gegenüber

dem Einzelkauf am Kiosk

• Sie bekommen 12 Ausgaben

Bahnsport aktuell im Jahr für nur

49,- Euro (Ausland 63,- Euro)

Abo-Angebot: 15 für 12

12 HEFTE FÜR NUR: INLAND 49,- EURO / AUSLAND 63,- EURO

Weitere Magazine dieses Users