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RegioBusiness Nr. 193 - 07/2018

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SÜDWEST PRESSE<br />

<strong>RegioBusiness</strong><br />

LOGISTIK<br />

Würth baut europaweites<br />

Umschlaglager. SEITE 4<br />

swp.de/regiobusiness<br />

JUBILÄUM<br />

Volksbank Hohenlohe<br />

wird 175. SEITE 19<br />

JULI <strong>2018</strong><br />

FAMILIENBETRIEB<br />

Wie sich Möbel Bohn für<br />

die Zukunft aufstellt. SEITE 25<br />

<strong>Nr</strong>. <strong>193</strong> / Jg. 17 [1,75 3]<br />

WIR<br />

BEWEGEN<br />

GROSSES!<br />

Gleisinfrastrukturbau<br />

<strong>07</strong>951 33-0<br />

MIT LEONHARD WEISS<br />

FREUDE AM BAUEN ERLEBEN!<br />

DISKUSSION<br />

Businessforum<br />

der Arbeitsagentur<br />

Rund 70 Firmenvertreter aus<br />

verschiedenen Branchen präsentieren<br />

in Schwäbisch Hall ihre<br />

Ideen und Ansätze für die Suche<br />

nach Azubis. SEITE 2<br />

VENTILATION<br />

EBM-Papst<br />

auf Erfolgskurs<br />

Die Mulfinger wachsen um 7,5<br />

Prozent und knacken damit ihre<br />

zweite Umsatzmilliarde. Auch<br />

personell gibt es einige Veränderungen.<br />

SEITE 10<br />

INVESTITION<br />

Ziehl-Abegg weiht<br />

Neubau ein<br />

28 Millionen Euro haben die Künzelsauer<br />

in das Gebäude im Gewerbepark<br />

Hohenlohe gesteckt.<br />

Die Fertigungsbreite erhöht sich<br />

auf drei Technologien. SEITE 13<br />

Bosch zieht Reißleine<br />

Der Konzern stellt den Verpackungsmaschinenbereich zum Verkauf. 30 Standorte in<br />

15 Ländern sollen als Einheit einen neuen Eigner finden.<br />

Das Aus für die Verpackerbranche<br />

von Bosch:<br />

Nach intensiver und<br />

gründlicher Prüfung aller strategischen<br />

Optionen hat Bosch<br />

beschlossen, einen Käufer für<br />

das Geschäft mit Verpackungsmaschinen<br />

(PA) zu suchen.<br />

Das betrifft die Bereiche<br />

Pharma und Food des Geschäftsbereichs<br />

Packaging<br />

Technology.<br />

„Diese Entscheidung ermöglicht<br />

Bosch, sich stärker auf die<br />

Zukunftsthemen wie die Transformation<br />

des Konzerns und<br />

die Ausrichtung auf die zukünftige<br />

Digitalisierung, wie zum<br />

Beispiel das Internet der Dinge,<br />

zu konzentrieren sowie vorhandene<br />

Ressourcen entsprechend<br />

zu bündeln“, erläutert Dr. Stefan<br />

Hartung, Geschäftsführer<br />

von Robert Bosch mit Zuständigkeit<br />

für den Unternehmensbereich<br />

Energie- und Gebäudetechnik<br />

sowie Industrietechnik.<br />

Innerhalb von Bosch hätten<br />

sich keine unternehmerisch<br />

und technologisch ausreichend<br />

Ausfahrt: 6100 Mitarbeiter gehören auf absehbare Zeit nicht mehr zum Weltkonzern.<br />

relevanten Synergien, und damit<br />

Perspektiven für die Zukunft<br />

des Bereiches bei Bosch,<br />

ergeben, schreibt das Unternehmen<br />

in einer Pressemitteilung.<br />

Deswegen gehört die Verpackungstechnik<br />

nicht zum Kerngeschäft<br />

des Konzerns. PA ist im<br />

Projektgeschäft in spezialisierten<br />

Bereichen der Verpackungsindustrie<br />

tätig. Zudem agiert<br />

das Unternehmen in einem mittelständischen<br />

Wettbewerbsumfeld.<br />

Dadurch haben die Wettbewerber<br />

Strukturvorteile. Bosch<br />

ist überzeugt, dass die Verpackungstechnik<br />

eine andere Aufstellung<br />

benötigt, um flexibler<br />

auf die spezifischen Anforderungen<br />

des Marktes für den Sondermaschinenbau<br />

reagieren zu<br />

können.<br />

Der Spezialmaschinenbauer Robert<br />

Bosch Manufacturing Solutions<br />

GmbH ist eine eigenständige<br />

Rechtseinheit und verbleibt<br />

im Bosch-Konzern.<br />

„PA und Bosch, beide werden<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

von dieser Entscheidung profitieren.<br />

Die Verpackungstechnik<br />

kann sich unter anderer Aufstellung<br />

flexibler auf die verschiedensten<br />

Anforderungen des mittelständisch<br />

geprägten Marktes<br />

einstellen – Bosch ganz auf die<br />

anstehende, umfassende Transformation<br />

des Konzerns fokussieren“,<br />

ergänzt Hartung. PA beschäftigt<br />

weltweit 6100 Mitarbeiter.<br />

mst/pm<br />

Mehr zum Thema auf Seite 11<br />

Gipfeltreffen ist<br />

prominent besetzt<br />

Auf der Gästeliste des neunten Treffens der Weltmarktführer<br />

stehen große Namen: Siemens-Chef Joe Kaeser beispielsweise<br />

oder Trumpf-Geschäftsführerin Dr. Nicola Leibinger-Kammüller.<br />

Gast: Nicola Leibinger-Kammüller<br />

wird zum Gipfeltreffen der Weltmarktführer<br />

kommen. Foto: NPG-Archiv<br />

Vom 5. bis 7. Februar 2019<br />

werden sich in Schwäbisch<br />

Hall die weltweit führenden<br />

Unternehmensvertreter und politischen<br />

Entscheider treffen. Einige<br />

prominente Gäste haben bereits<br />

fest zugesagt.<br />

Auf der Gästeliste stehen Robert<br />

Friedmann, Sprecher der Würth-<br />

Konzernführung, Rudolf Pütz, CEO<br />

beim Möbelhersteller Vitra, Miriam<br />

Meckel, Herausgeberin der<br />

„WirtschaftsWoche“ und Dr. Nicola<br />

Leibinger-Kammüller, die geschäftsführende<br />

Gesellschafterin und CEO<br />

beim Laserspezialisten Trumpf, die<br />

von der „Rheinischen Post“ als<br />

„mächtigste Managerin Deutschlands“<br />

bezeichnet wurde. „Seit<br />

dem ersten Gipfeltreffen bemühe<br />

ich mich um ihre Teilnahme; super,<br />

dass es jetzt klappt“, sagt der<br />

ehemalige baden-württembergische<br />

Wirtschaftsminister Walter Döring,<br />

der das Event federführend<br />

organisiert. Zugesagt habe auch<br />

Siemens-Chef Joe Kaeser, den Döring<br />

ebenfalls schon seit Jahren dabei<br />

haben möchte. Mit Spannung<br />

erwartet er zugleich den Besuch<br />

des neuen US-Botschafters Richard<br />

Grenell und betont dabei die herausragende<br />

Bedeutung, die die<br />

Vereinigten Staaten als Handelspartner<br />

deutscher Unternehmen<br />

haben: „Es ist wichtig, dass wir mit<br />

den USA – unserem nach wie vor<br />

wichtigsten Verbündeten – im Gespräch<br />

bleiben.“<br />

pm<br />

www.weltmarktfuehrer-gipfel.de<br />

Wir schaffen Spielraum<br />

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02 Politik & Wirtschaft<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Auffallen erwünscht<br />

Die Arbeitsagentur unterstützt Unternehmen bei der Azubi-Suche.<br />

Mit „Azubi per Mausklick“<br />

war der Business<br />

Talk überschrieben,<br />

zu dem die Arbeitsagentur<br />

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim<br />

Ende Juni eingeladen<br />

hatte. Rund 70 Firmenvertreter<br />

aus verschiedenen Branchen<br />

waren gekommen, um<br />

neue Ideen und Ansätze für<br />

ihre Azubi-Suche zu finden.<br />

„Seien Sie einzig, nicht artig",<br />

lautet beispielsweise eine von<br />

zehn Grundregeln, die Niels Albrecht,<br />

Experte für Kommunikations-,<br />

Change- und Krisenmanagement<br />

für die Teilnehmer<br />

hatte. Aufkleber auf Fahrzeugen<br />

„Wir bilden aus“ hält er für wenig<br />

zielführend. „Haben Sie<br />

schon einmal darüber nachgedacht,<br />

Ihre Räumlichkeiten den<br />

jungen Mitarbeitern für Partys<br />

zur Verfügung zu stellen? Und<br />

dabei den Mut, sie ohne Aufsicht<br />

feiern zu lassen?“, fragte<br />

er stattdessen in die Runde.<br />

Azubis sollen Verantwortung<br />

übernehmen<br />

Auch die Leiterin der Agentur<br />

für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim,<br />

Karin Käppel,<br />

argumentierte dafür, jungen<br />

Leuten mehr Verantwortung zu<br />

übertragen; „Wie wäre es,<br />

wenn Ihre Auszubildenden die<br />

Firmenhomepage<br />

schlug sie vor.<br />

gestalten?“,<br />

Auch Christel Noller, Geschäftsführerin<br />

von Fertighaus Weiss,<br />

verfolgt neue Ansätze: „Wir kooperieren<br />

mit Schulen und inzwischen<br />

schicke ich unsere<br />

Auszubildenden in die Klassen,<br />

denn die jungen Leute kommen<br />

unter sich viel besser ins Gespräch.“<br />

Auf die Frage der jungen Moderatorin<br />

Saskia Funke, warum<br />

Betriebe und Jugendliche immer<br />

seltener zusammenfinden,<br />

nannte Arbeitsamt-Regionaldirektor<br />

Christian Rauch drei Ursachen:<br />

die demografische Entwicklung<br />

mit immer weniger<br />

Bewerbern; die Wünsche der Eltern,<br />

die eine akademische Ausbildung<br />

für ihre Kinder bevorzu-<br />

Podium: Kommunikationsmanager Dr. Niels Albrecht, Agenturleiterin Karin Käppel, Moderatorin<br />

Saskia Funke, Arbeitgeberin Christel Noller und Christian Rauch, Vorsitzender der Regionaldirektion<br />

Baden-Württemberg (v. li.).<br />

Foto: Arbeitsagentur<br />

gen und die hohen Ansprüchen<br />

der schwäbischen Arbeitgeber.<br />

In Bayern beispielsweise gelinge<br />

der Einstieg in die Ausbildung<br />

einfacher, „wobei die<br />

bayerischen Schüler sicher<br />

nicht schlauer sind als die bei<br />

uns im Ländle.“ Rauch riet den<br />

Teilnehmern, mutiger bei der<br />

Bewerberauswahl zu sein und<br />

versprach ausbildungsbegleitende<br />

Hilfe, sollten Schwierigkeiten<br />

in der Berufsschule auftreten.<br />

Der Arbeitgeber-Service<br />

der Agentur für Arbeit sehe<br />

auch Bewerbertage für Unternehmen<br />

vor, die mehrere Berufe<br />

und Lehrstellen anbieten.<br />

Karin Käppel erklärt den Vorteil:<br />

„Wir kennen die Berufswünsche<br />

der Schulabgänger<br />

und laden geeignete Bewerber<br />

für die Firmen ein.“ Und sie<br />

kündigte an, gezielt Themen<br />

auf die Agenda zu setzen, die<br />

die Arbeitgeber zukünftig beschäftigen<br />

werden.<br />

Die Veranstaltung präsentierte<br />

das Thema „Azubisuche“ auf<br />

kurzweilige Art: mit amüsanten<br />

Theaterauftritten und einem<br />

„Get together“, bei dem die<br />

Gäste mit Referenten und Ausbildungsvermittlern<br />

ins Gespräch<br />

kommen konnten. pm<br />

www.arbeitsagentur.de<br />

Anziehend: Besonders beliebt bei Urlaubern und Tagestouristen ist Wertheim.<br />

Das romantische Städtchen an Main und Tauber wird von einer der<br />

größten Steinburgruinen Süddeutschlands überragt. Foto: Tourismusverband<br />

Beliebtes Taubertal<br />

Der Tourismus im „Lieblichen Taubertal“ boomt. Besonders<br />

beliebt ist die Region bei den Tagestouristen.<br />

Die Tourismusbranche im<br />

„Lieblichen Taubertal“, das<br />

zu den 16 fränkischen Landschaften<br />

gehört, hat im Vergleich zu<br />

2014 kräftig zugelegt. Zu diesem<br />

Ergebnis kommt eine Studie des<br />

Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts<br />

für Fremdenverkehr.<br />

2017 wurden insgesamt 7,579 Millionen<br />

touristische Aufenthaltstage<br />

im baden-württembergischen<br />

Teil der Region gezählt.<br />

Rund 6100 Menschen leben hier<br />

hauptsächlich vom Tourismus<br />

und erwirtschaften ein durchschnittliches<br />

Einkommen von<br />

26 036 Euro pro Jahr. Im Vergleich<br />

zur letzten Erhebung im<br />

Jahre 2014 ergaben sich Zuwächse<br />

in allen Kategorien: beispielsweise<br />

bei der Zahl der Übernachtungen<br />

(plus 3,2 Prozent),<br />

im Gastgewerbe (plus 12,1 Prozent),<br />

im Einzelhandel (plus 33,1<br />

Prozent) oder bei den Dienstleistern<br />

(plus 16,4 Prozent). Besonders<br />

stark zugenommen hat der<br />

Tagestourismus (Besucherplus<br />

33,3 Prozent), der die Bruttoumsätze<br />

in diesem Bereich um 35,4<br />

Prozent ansteigen ließ.<br />

Der Tourismusverband „Liebliches<br />

Taubertal“ schließt aus diesen<br />

positiven Zahlen, dass die in<br />

den vergangenen Jahren geschaffenen<br />

touristischen Angebote gerne<br />

angenommen werden und<br />

möchte daher weiterhin auf Qualität<br />

und nachhaltige Entwicklung<br />

achten.<br />

pm<br />

www.liebliches-taubertal.de<br />

Impressum<br />

STANDPUNKT<br />

Marius Stephan<br />

Redakteur<br />

Das Ende einer Ära<br />

Mit dem Beschluss der Bosch-Konzernführung,<br />

den Bereich Verpackungstechnik zu<br />

veräußern, geht – zumindest in Crailsheim<br />

und der Region – eine Ära zu Ende. Denn<br />

das Unternehmen Strunck – vormals Stirn<br />

und davor Kilian – das Bosch in den 80er<br />

Jahren in Crailsheim übernahm, darf mit<br />

Fug und Recht als die Keimzelle der Verpackungsindustrie<br />

in der Region bezeichnet<br />

werden. Heutige Weltmarktführer wie Gerhard<br />

Schubert, Bausch + Ströbel oder<br />

R.Weiss gingen allesamt aus der Bosch Verpackungstechnik<br />

hervor. Die heutigen Unternehmerpersönlichkeiten<br />

lernten ihr Handwerk<br />

bei Bosch beziehungsweise den Vorgängerfirmen.<br />

Noch dazu ist das Unternehmen<br />

einer der größten Arbeitgeber in der Horaffenstadt.<br />

Rund 1100 Menschen bezeichnen<br />

sich stolz als „Boschler“ – noch.<br />

Welche Gründe nun letztendlich den Ausschlag<br />

gaben, wird die Bosch-Führung wohl<br />

für sich behalten. In Verpackerkreisen erzählt<br />

man sich schon länger, dass der Food-<br />

Bereich von Bosch Packaging Technology<br />

nicht so erfolgreich sei, wie man<br />

es in der Konzernzentrale gerne<br />

hätte und sich die Zuständigen<br />

dies nur so lange ohne Eingreifen<br />

angesehen hätten, weil der Pharma-Bereich<br />

mit dem Hauptwerk in Crailsheim<br />

gute Gewinne abwerfe und die Schwächephase<br />

in Waiblingen ausglich. Dazu passt<br />

auch, dass Bosch das Geschäft in seiner<br />

Foto: Marc Weigert<br />

Gesamtheit verkaufen möchte. In Einzelteilen<br />

würde der Konzern wohl auf der Food-<br />

Sparte sitzen bleiben, während im das Pharmageschäft<br />

aus den Händen gerissen würde.<br />

Trotz allem überrascht der Verkauf: Bosch<br />

Packaging Technology ist in der Verpacker-<br />

Landschaft noch immer der Gigant, der mit<br />

1,3 Milliarden Euro Umsatz und über 6000<br />

Mitarbeitern sämtliche Wettbewerber in seinen<br />

langen Schatten stellt. Insofern mag<br />

dem einen oder anderen Hohenloher verziehen<br />

sein, wenn er ob der Aussage der<br />

Bosch-Konzernführung, dass die Wettbewerber<br />

aufgrund ihrer mittelständischen Ausrichtung<br />

große Vorteile am Markt hätten,<br />

erstaunt die Augenbraue hebt. Von solchen<br />

Zahlen können die Wettbewerber mit den<br />

vermeintlichen Vorteilen nur träumen.<br />

Sicher ist indes, dass die schlussendliche<br />

Entscheidung kurz vor dem Gang an die Öffentlichkeit<br />

stattfand, auch wenn hinter vorgehalter<br />

Hand der Vorwurf die Runde<br />

macht, die Ausgliederung in eine eigene<br />

GmbH innerhalb der Bosch-Gruppe im vergangenen<br />

Jahr sei ein vorbereitender und<br />

von Kalkül geprägter Schachzug für den<br />

nun anstehenden Verkauf gewesen.<br />

Über die Käufer kann derzeit nur spekuliert<br />

werden. Mehrere Namen machen bereits die<br />

Runde, offizielles gibt es freilich von keiner<br />

Seite. Wahrscheinlich ist lediglich, dass mögliche<br />

Interessenten aus dem Bereich der Finanzinvestoren<br />

oder dem Konzernumfeld<br />

kommen werden, dies bedingen allein die<br />

Summen, um die es beim Verkauf von<br />

Bosch Packaging Technology gehen könnte.<br />

Vorsichtige Schätzungen belaufen sich auf<br />

den mittleren einstelligen Milliardenbereich.<br />

Keiner der hier ansässigen Verpacker wird<br />

ernsthaft darüber nachdenken, hier in die<br />

Bresche zu springen.<br />

Mit dem Verkauf eines erfolgreichen Unternehmens,<br />

noch dazu einem, das den Namen<br />

Bosch in roten Lettern auf den Außenwänden<br />

seiner Fertigungshallen trägt, geht<br />

natürlich auch viel Verantwortung einher.<br />

Einen Käufer mit nachhaltigem Konzept,<br />

welches das Unternehmen in seiner Gesamtheit<br />

weiter wachsen lässt, das wünscht sich<br />

die Bosch-Konzernführung. Weiterhin sichere<br />

Arbeitsplätze und ein faires Auskommen<br />

wünschen sich die Mitarbeiter und ihre<br />

Familien. Und der Käufer möchte bei einer<br />

Transaktion dieser Größenordnung natürlich<br />

auch eine gewisse Rendite sehen. Und<br />

„unter Wert“ verkaufen sei für den Vorstand<br />

keine Option, das hat Bosch von Anfang an<br />

klar gemacht.<br />

Was bleibt, ist die Gewissheit, dass einer der<br />

ganz Großen in diesem Geschäft die Bühne<br />

verlassen will. Aber es gilt, was auch das<br />

Showgeschäft oder die Politik ausmachen:<br />

Es ist erst zu Ende, wenn der Vorhang fällt<br />

– in diesem Fall: wenn die bekannten roten<br />

Buchstaben von den grauen Wänden abmontiert<br />

werden.<br />

Verlag<br />

Südwest Presse Hohenlohe<br />

GmbH & Co. KG<br />

Verlagsbetrieb Hohenloher Tagblatt<br />

Ludwigstraße 6–10, 74564 Crailsheim<br />

Telefon: <strong>07</strong>951/409-0<br />

Telefax: <strong>07</strong>951/409-119<br />

Geschäftsführung<br />

Thomas Radek<br />

Redaktion<br />

Heribert Lohr (ibe, verantw.)<br />

E-Mail: h.lohr@swp.de<br />

Telefon: <strong>07</strong>951/409-350<br />

Telefax: <strong>07</strong>951/409-359<br />

Marius Stephan (mst)<br />

E-Mail: m.stephan@swp.de<br />

Telefon: <strong>07</strong>951/409-351<br />

Adina Möller (ina)<br />

E-Mail: a.moeller@swp.de<br />

Telefon: <strong>07</strong>951/409-354<br />

Anzeigen<br />

Jörg Heiland (verantw.)<br />

Telefon: <strong>07</strong>91/404-260<br />

Holger Gschwendtner<br />

E-Mail: h.gschwendtner@swp.de<br />

Telefon: <strong>07</strong>951/409-242<br />

Sven Lesch<br />

E-Mail: s.lesch@swp.de<br />

Telefon: <strong>07</strong>951/409-241<br />

Telefax: <strong>07</strong>951/409-249<br />

Abonnement/Vertrieb<br />

Peer Ley (verantw.)<br />

E-Mail: p.ley@swp.de<br />

Telefon: <strong>07</strong>951/409-423<br />

Telefax: <strong>07</strong>951/409-429<br />

Bezugspreis:<br />

Abonnement inkl. Postbezug und<br />

7% MwSt. 18 Euro p.a.<br />

Einzelverkaufspreis 1,75 Euro<br />

Verbreitung und Auflage<br />

Im Landkreis Schwäbisch Hall,<br />

dem Main-Tauber-Kreis, dem<br />

Hohenlohekreis und dem<br />

Landkreis Ansbach mit einer<br />

Auflage über 55.000 Exemplaren<br />

(Verlagsangabe)<br />

Erscheinungsweise<br />

<strong>RegioBusiness</strong> erscheint monatlich<br />

in Zusammenarbeit mit dem Haller<br />

Tagblatt in Schwäbisch Hall, dem<br />

Hohenloher Tagblatt in Crailsheim,<br />

der Neuen Kreis-Rundschau in<br />

Gaildorf und der Fränkischen Nachrichten,<br />

Ausgabe Bad Mergentheim


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Politik & Wirtschaft 03<br />

Faszinierender Blick in die Zukunft<br />

Business Forum: Früherer Google-Chef Christian Baudis betrachtet die Megatrends der Digitalisierung.<br />

VON HERIBERT LOHR<br />

Die Veranstaltung hat zwischenzeitlich<br />

eine gewisse<br />

Tradition und stößt bei jedem<br />

Mal auf wachsendes Interesse.<br />

Seit sechs Jahren bieten die<br />

Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim,<br />

der Personaldienstleister<br />

Bera und das Wirtschaftsmagazin<br />

REGIOBUSINESS im Landkreis<br />

Schwäbisch Hall ein gemeinsames<br />

Forum, das den Besuchern hintergründige<br />

Einblicke in heimische<br />

Firmen und spannende Grundlagen<br />

für unterhaltsame Diskussionen<br />

liefert.<br />

Leonhard Weiss in Satteldorf, Optima<br />

in Schwäbisch Hall, Procter<br />

& Gamble, Schenker und Roll in<br />

Crailsheim, waren bereits Station<br />

für das wirtschaftsinteressierte Publikum.<br />

„Normalerweise wechseln<br />

wir räumlich ab“, erklärt<br />

Sparkassenvorstand Klaus Ehrmann,<br />

„aber vor diesem thematischen<br />

Hintergrund hat sich abermals<br />

ein Crailsheimer Betrieb als<br />

Veranstaltungsort geradezu angeboten“.<br />

Das Business Forum<br />

stand dieses mal ganz unter dem<br />

Thema Digitalisierung. Der Standort<br />

Crailsheim des traditionsreichen<br />

Maschinenbauunternehmens<br />

Voith war Ende vergangenen<br />

Jahres für sein standortübergreifendes<br />

Produktionsnetzwerk<br />

(Crailsheim, Salzgitter und Garching)<br />

zur „Fabrik des Jahres“ gekürt<br />

worden.<br />

Auf umfassend begleiteten Rundgängen<br />

konnten die 120 Besucher<br />

erfahren, was der Begriff „Industrie<br />

4.0“ in Praxis bereits bedeutet.<br />

Voith setzt bei der Herstellung<br />

seiner Produkte für die Öl- und<br />

Gasindustrie unter anderem auf<br />

den Einsatz von kooperativen Robotern<br />

und entwickelt über seinen<br />

Geschäftsbereich „Voith Digital<br />

Solutions“ zusätzliche Geschäftsmodelle<br />

und Dienstleistungen.<br />

Das hat enorme Auswirkungen.<br />

„Sind nur die Hälfte unserer<br />

Maschinen am Netz, wird in nur<br />

neun Monaten ein Datenvolumen<br />

von 400 Gigabyte aufgerufen.<br />

„Smart Devices“, „smart factory“,<br />

Visionär: Christian Baudis freut sich auf Neues.<br />

Foto: Marius Stephan<br />

„machine learning“ und komplett<br />

„vernetzte Abläufe“ sind nur ein<br />

paar der Stichworte, mit denen<br />

Werksleiter Jürgen Rieger die gravierenden<br />

Umwälzungen im klassischen<br />

Maschinenbau beschreibt.<br />

Und doch ist der Stand heute bereits<br />

Vergangenheit, wie Christian<br />

Baudis dem staunenden Publikum<br />

erläutert. Der frühere Chef<br />

von Google Deutschland arbeitete<br />

an unterschiedlichen Beispielen<br />

die großen Megatrends der Digitalisierung<br />

auf.<br />

„Es geht darum, immer größere<br />

Datenmengen zu verdichten und<br />

sie dann zu nutzen“, erklärt der<br />

Fachmann. Eine Herangehensweise,<br />

die in immer schnelleren<br />

Zyklen die Bereiche Robotik und<br />

selbstfahrende Autos, Big Data<br />

und Künstliche Intelligenz, Sensorik,<br />

digitale Gesundheit und Cyber<br />

Security erfasst. Seine nüchterne<br />

Erkenntnis: „Es geht nicht mehr<br />

darum, ob diese Technologien<br />

und Algorithmen eingesetzt werden,<br />

sondern nur noch um das<br />

,Wie’.“<br />

Das autonom fahrende Automobil<br />

im öffentlichen Nahverkehr oder<br />

der Ernteroboter auf dem Feld<br />

sind für den Manager, der heute<br />

als Consultant große Unternehmen<br />

beim Kauf von erfolgsversprechenden<br />

Start-ups berät, geistig<br />

ebenso bereits eine Selbstverständlichkeit,<br />

wie der Zugriff auf<br />

eine global verbundene Diagnose<br />

per Datenbank für den Hausarzt<br />

um die Ecke. „Wie schnell das alles<br />

kommt, hängt für den ausgewiesenen<br />

Digital Entrepreneur<br />

vor allem davon ab, wie schnell<br />

die Sprachsteuerung technisch vorankommt.<br />

„Der Humanoide (individuell<br />

zugeordneter Roboter)<br />

macht nur dann Sinn“, sagt Baudis,<br />

„wenn er sich problemlos austauschen<br />

kann.“<br />

Wenn das gelingt – dann sind den<br />

Einsatzmöglichkeiten keine Grenzen<br />

gesetzt, da der Roboter über<br />

den Zugriff auf ein Datennetzwerk<br />

auch noch „ständig dazu lernen<br />

kann“.<br />

Furcht vor dieser Entwicklung<br />

hält Baudis für einen schlechten<br />

Ratgeber: „Die Verwendung“ ist<br />

er überzeugt, „zeichnet sich ja<br />

schon ab und lässt sich ohnehin<br />

nicht verhindern – dann sollten<br />

wir den größtmöglichen Nutzen<br />

und noch mehr Lebensqualität daraus<br />

ziehen. Ich komme aus dem<br />

Basketball und treibe gern Sport.<br />

Dass mir künftig meine Socken<br />

nach ein paar Schritten mitteilen,<br />

ob der neue Laufschuh perfekt<br />

passt, finde ich einfach klasse“.<br />

www.bera.de<br />

www.sparkassse-sha.de<br />

www.swp.de<br />

Im Amt bestätigt<br />

Seon-Su Kim leitet für weitere sechs Jahre den<br />

Campus Bad Mergentheim der DHBW Mosbach.<br />

Zielführend: Der lautstarke Einsatz der Streikenden vor der Crailsheimer Betriebseinfahrt hat sich gelohnt.<br />

Der Kampf hat sich gelohnt<br />

Trommeln, Pfeifen und<br />

Banner können die Mitarbeiter<br />

von Constellium in<br />

Crailsheim nun getrost zur<br />

Seite legen. Denn sie haben erreicht,<br />

wofür sie auf die Straße<br />

gegangen sind: Für sie gelten<br />

künftig wieder die Tarifverträge<br />

der Metall- und Elektroindustrie.<br />

In einem Gespräch zwischen<br />

IG Metall und der Geschäftsleitung<br />

erklärte sich der<br />

Arbeitgeber bereit, wieder in<br />

den jeweiligen Arbeitgeberverband<br />

einzutreten. Und das mit<br />

allen drei Standorten rückwirkend<br />

zum 1. Januar <strong>2018</strong>. Das<br />

sind neben Crailsheim die<br />

Werke in Landau in Rheinland-<br />

Pfalz und Burg in Sachsen-Anhalt.<br />

Constellium stellt Stangpressprofile<br />

für Autohersteller und<br />

die Industrie her. Im vergangenen<br />

Dezember verkündete die<br />

Geschäftsleitung überraschend<br />

den Austritt aus der Tarifbindung.<br />

Laut dem Betriebsratsvorsitzenden<br />

Steffen Schmidt, hat<br />

der Betriebsrat lediglich eine<br />

halbe Stunde vor den 160 Beschäftigten<br />

diese Entscheidung<br />

kommuniziert bekommen. Er<br />

sagt: „Ich habe es noch nie erlebt,<br />

dass ein Arbeitgeber innerhalb<br />

so kurzer Zeit das gesamte<br />

Vertrauen seiner Mitarbeiter<br />

verliert.“<br />

Auf den Austritt folgten mehrere<br />

Gespräche zwischen IG Metall<br />

und Geschäftsleitung, die<br />

bereits von Warnstreiks begleitet<br />

wurden. Diese blieben zunächst<br />

ohne Ergebnis. Daher<br />

stimmten die IG-Metall-Mitglieder<br />

in der Belegschaft erneut<br />

ab: 93,1 Prozent waren bei der<br />

Urabstimmung für einen unbefristeten<br />

Arbeitskampf. Mitte<br />

Juni fanden sich dann die Beschäftigten<br />

vor der Betriebseinfahrt<br />

in Crailsheim zusammen,<br />

um ihrem Ärger lautstark Luft<br />

zu machen. Von den 160 Beschäftigten<br />

befanden sich zu disem<br />

Zeitpunkt lediglich noch<br />

eine Handvoll Mitarbeiter im<br />

Gebäude. Die Produktion des<br />

Aluminiumverarbeiters stand<br />

still.<br />

EINLENKEN Uwe Bauer, Geschäftsführer<br />

der IG Metall<br />

Schwäbisch Hall, sagte vor Ort:<br />

„Der Arbeitgeber hat sich einer<br />

Lösung am Verhandlungstisch<br />

verweigert, jetzt muss er die<br />

Konsequenzen tragen.“ Sein<br />

Plan war es, so lange zu streiken,<br />

bis die Mitarbeiter wieder<br />

ihre gerechten Tarifverträge hätten.<br />

Und genau dieser Plan ging bereits<br />

nach dreieinhalb Tagen Arbeitskampf<br />

auf. Constellium<br />

habe sich laut Bauer gesprächsbereit<br />

gezeigt und sei zum Einlenken<br />

bereit gewesen. Er sagt:<br />

„Wir haben unser Ziel in vollem<br />

Umfang erreicht.“<br />

Ohne den Druck der Kollegen<br />

wäre das niemals möglich gewesen.<br />

„Mein Respekt gilt der<br />

Mannschaft vor Ort, die mit hoher<br />

Motivation und großem Engagement<br />

für die Wiederherstellung<br />

der Tarifbindung gekämpft<br />

hat.“ Sebastian Fay, zuständiger<br />

Tarifsekretär der IG Metall Baden-Württemberg,<br />

sagt: „Das<br />

Beispiel Constellium zeigt einmal<br />

mehr, dass es sich durchaus<br />

lohnt, gemeinsam für Tarifbindung,<br />

eine gerechte Entlohnung<br />

und faire Arbeitsbedingungen<br />

zu kämpfen.“<br />

www.schwaebischhall.igm.de<br />

www.constellium.com<br />

Foto: Alisa Grün<br />

Die Crailsheimer Constellium-Beschäftigten beenden ihren Streik. Der Hersteller von Standpressprofilen<br />

kehrt in die Tarifbindung der Metall- und Elektroindustrie zurück. VON ALISA GRÜN<br />

Amtsinhaber Prof. Dr. Seon-Su<br />

Kim wurde Mitte Juni als Campusleiter<br />

der Dualen Hochschule<br />

Baden-Württemberg (DHBW)<br />

Mosbach einstimmig durch den<br />

örtlichen Hochschulrat im Amt bestätigt.<br />

Damit ist er für weitere<br />

sechs Jahre Teil der Hochschulleitung<br />

und Campusleiter der Außenstelle<br />

Bad Mergentheim.<br />

BESTÄTIGUNG Rektorin Prof.<br />

Dr. Gabi Jeck-Schlottmann sieht<br />

in dem Wahlergebnis eine Bestätigung<br />

der eingeschlagenen Strategie<br />

für den Campus wie auch für<br />

die gesamte DHBW Mosbach.<br />

„Seon-Su Kim hat den Campus<br />

durch stürmische Jahre geführt.<br />

Als Ressortleiter für Internationales<br />

hat er das besondere Profil<br />

der Außenstelle geschärft“, sagt<br />

die Professorin. Während seiner<br />

Amtszeit trieb Kim den Studierendenaustausch<br />

wie auch den Austausch<br />

von Dozenten voran, weitete<br />

das englischsprachige Studienangebot<br />

aus und etablierte ein<br />

Double-Degree-Programm. Bereits<br />

2014 startete mit dem „Sommer<br />

im Schloss“ ein Pilotprojekt<br />

zur Gewinnung von EU-Abiturienten<br />

für ein duales Studium. Mit<br />

dem „Zentrum für Internationale<br />

Fachkräfte“ konnte die Hochschule<br />

zudem ein Verbundprojekt<br />

großen Umfangs an Land ziehen.<br />

Auch der Präsident der DHBW,<br />

Professor Arnold van Zyl, zeigte<br />

sich erfreut: „Die erneute Wahl<br />

zum Campusleiter ist eine Bestätigung<br />

der erfolgreichen Arbeit von<br />

Professor Kim und ein Auftrag, die<br />

in den Gremien vorgestellte Strategie<br />

umzusetzen und den eingeschlagenen<br />

Weg weiterzugehen.<br />

Durch den besonderen Fokus auf<br />

die Digitalisierung werden wir für<br />

die Dualen Partner in den beiden<br />

großen Landkreisen ein starker<br />

Bildungspartner sein.“<br />

SCHWERPUNKTE Der promovierte<br />

Wirtschaftswissenschaftler<br />

Seon-Su Kim, seit 2012 Leiter des<br />

Campus Bad Mergentheim, setzt<br />

seit Jahren neue digitale Schwerpunkte<br />

in den Bad Mergentheimer<br />

Studiengängen. So warb er<br />

eine Stiftungsprofessur für Service<br />

Engineering ein und entwickelte<br />

zusammen mit BWL-Gesundheitsmanagement<br />

das Profil „Healthcare<br />

IT“.<br />

pm<br />

www.mosbach.dhbw.de<br />

Gratulation: Seon-Su Kim (Mi.) führt seine Arbeit fort.<br />

Foto: DHBW Mosbach


04 Firmen & Märkte<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Alles in einem Paket<br />

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG baut mit dem neuen Umschlaglager eine europäische Drehscheibe direkt an der A6.<br />

Mit dem Neubau im Gewerbepark Hohenlohe richtet das Unternehmen seine Logistik neu aus. VON HERIBERT LOHR<br />

Gewaltige Dimensionen: Die Fläche des neuen Lagers entspricht acht Fußballplätzen und wird die Ansicht des Gewerbeparks prägen.<br />

Grafik: Würth<br />

Firmenpatriarch Reinhold<br />

Würth gab sich nüchtern:<br />

„Die Bauarbeiten an diesem<br />

Gebäude sind wohl eine der letzten,<br />

die ich persönlich begleite“,<br />

sagte der 83-Jährige und leitete in<br />

seiner kurzen Ansprache auch<br />

gleich den personellen Perspektivwechsel<br />

ein.<br />

Den Spatenstich, für die mit 73<br />

Millionen Euro größte Einzelinvestition<br />

in der Historie des Handelskonzerns,<br />

überließ der umtriebige<br />

Unternehmer seinen Enkeln<br />

Maria Würth und Sebastian Würth<br />

(Cousin). Die Tochter der Beiratsvorsitzenden<br />

Bettina Würth und<br />

der Sohn ihrer Schwester Marion<br />

sind damit die vierte Generation<br />

der Familie, die die Geschicke<br />

beim Weltmarktführer für Befestigungs-<br />

und Montagetechnik lenken.<br />

Aber noch einmal hatte Reinhold<br />

Würth eine zentrale Ausrichtung<br />

seines Unternehmens mit angeschoben.<br />

Denn mit dem Bau des<br />

neuen Umschlaglagers schafft das<br />

Mutterhaus der weltweit tätigen<br />

Würth-Gruppe, die Adolf Würth<br />

GmbH & Co. KG, direkt an der<br />

A6/Ausfahrt Kupferzell im Gewerbepark<br />

Hohenlohe, die Grundlage<br />

für ein neues Logistikkonzept der<br />

Handelsgruppe.<br />

Um sogenannte Liefersplits zu vermeiden<br />

und die Positionen pro Bestellung<br />

zu bündeln, fasst Würth<br />

unterhalb der Waldenburger<br />

Berge künftig gleich drei Außenlager<br />

zusammen und steigert dabei<br />

seine Produktivität unter anderem<br />

auch dadurch, dass der Kunde,<br />

wann immer möglich, genau ein<br />

Paket beziehungsweise eine Sendung<br />

erhält. Daneben fungiert das<br />

neue Umschlaglager künftig auch<br />

als Hauptumschlagsbasis (HUB)<br />

– Sammel- und Knotenpunkt – für<br />

den Umschlag und die Zusammenfassung<br />

von Warenströmen zur<br />

Weiterverteilung der Produkte innerhalb<br />

von Deutschland und in<br />

Europa.<br />

Etwa ein Fünftel aller Aufträge aus<br />

dem neuen Lager gehen direkt ins<br />

»Ein weiterer<br />

Meilenstein<br />

in unserer Logistiksteuerung«<br />

europäische Ausland. Zum einen<br />

werden die Lager der Tochtergesellschaften<br />

bestückt, zum anderen<br />

gehen die Lieferungen direkt<br />

zu Endkunden, die im Ausland ansässig<br />

sind.<br />

Über diese Hauptumschlagsbasis<br />

rückt Würth mit seiner Gesamtlogistik<br />

– trotz des geringeren Umschlags,<br />

näher an den Zielort.<br />

„Das ist ein wirklicher Meilenstein<br />

in unserer Logistiksteuerung“,<br />

erklärt Thomas Wahl, Geschäftsführer<br />

Logistik der AWKG.<br />

Das neue Lager ergänzt künftig<br />

auch das Gesamtlogistiknetzwerk<br />

der Künzelsauer Montageprofis,<br />

zu dem auch die 470 Niederlassungen<br />

im Bundesgebiet zählen.<br />

Dort können die Kunden bekanntlich<br />

„direkt vor Ort ihren Sofortbedarf<br />

decken“.<br />

„Über die Mitbestimmung im Prozess<br />

geben wir unserem Servicegedanken<br />

nochmals einen besonderen<br />

Schub“, sagt auch Norbert<br />

Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung<br />

der AWKG. Die<br />

Steuerung der einzelnen Lieferungen<br />

beginnt dabei direkt mit der<br />

Bestellung: Der Kunde bekommt<br />

bei der Bestelleingabe die Information,<br />

welcher Dienstleister, zu<br />

welchem Zeitpunkt die Ware bei<br />

ihm anliefert. Sind Positionen dabei,<br />

welche die Auslieferung verzögern<br />

könnten, bekommt er dies<br />

angezeigt und kann entscheiden,<br />

ob er sich diese separat liefern lassen<br />

will.<br />

Auch die Umwelt profitiert: weniger<br />

Packstücke, weniger Lieferverkehr,<br />

weniger Füllmaterial wurde<br />

bei Würth hochgerechnet. Ob<br />

diese Effekte in der Form künftig<br />

wirklich eintreten, muss allerdings<br />

abgewartet werden.<br />

Denn allein schon die notwendige<br />

Wirtschaftlichkeit des Umschlaglagers<br />

setzt ein entsprechendes<br />

Frachtvolumen voraus. Nun<br />

konnte auch die AWKG – wie der<br />

gesamte Konzern – in den ersten<br />

fünf Monaten dieses Jahres erneut<br />

deutlich zulegen. Weiteres Wachstum<br />

bedeutet in der Konsequenz<br />

aber auch wieder deutlich mehr<br />

Lieferungen und damit einen höheren<br />

Materialeinsatz. „Wir brauchen<br />

auch deswegen zusätzlich<br />

Raum“ relativiert Norbert Heckmann,<br />

denn auch die Ausrichtung<br />

am Umweltgedanken, „weil kräftiges<br />

Wachstum auch mehr Ware<br />

bedeutet. Der Manager fügt hinzu:<br />

„Erreichen wir auch nur annähernd<br />

unsere Planungen, dann<br />

können wir diese nicht allein über<br />

eine gesteigerte Produktivität abfangen.“<br />

Ab dem Sommer 2020 sprechen<br />

dann die Fakten, denn dann soll<br />

der Neubau fertig sein und seinen<br />

Betrieb aufnehmen. Der nächste<br />

Bauabschnitt ist wohl nicht fern.<br />

Bei Würth wird zudem darüber<br />

nachgedacht auch das Logistikzentrum<br />

in Gaisbach zu modernisieren.<br />

Es kann gut sein, dass Reinhold<br />

Würth den Spaten doch noch<br />

ein paar Mal in die Hand nehmen<br />

muss.<br />

www.wuerth.de<br />

Das Stammhaus von Würth<br />

Die Adolf Würth GmbH & Co. KG (AWKG) in Künzelsau-Gaisbach ist<br />

der führende Spezialist im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial<br />

für die professionelle Anwendung. Mehr als 125 000 Produkte<br />

unterliegen dem hohen Qualitätsanspruch: Schrauben,<br />

Schraubenzubehör, Dübel, chemisch-technische Produkte, Möbelund<br />

Baubeschläge, Werkzeuge, Bevorratungs- und Entnahmesysteme<br />

sowie Arbeitsschutz. Die AWKG ist das größte Einzelunternehmen<br />

der weltweit tätigen Würth-Gruppe. Die Adolf Würth GmbH &<br />

Co. KG beschäftigt zurzeit in Deutschland rund 6800 Mitarbeiter<br />

und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von 1,8<br />

Milliarden Euro. In diesem Jahr soll die Marke von zwei Milliarden<br />

Euro Umsatz übertroffen werden. Vierte Generation: Maria Würth (2. v. re.) und ihr Cousin Sebastian Würth (3. v.<br />

re.) beim traditionellen Spatenstich.<br />

Foto: Heribert Lohr<br />

Der Neubau in Zahlen<br />

Das Lager ist durch sein Konzept multifunktional nutzbar, hat<br />

eine Grundfläche von rund 50 000 Quadratmetern (kann auf 80<br />

000 Quadratmeter erweitert werden) und verfügt über 62 Andockstellen<br />

zur Be- und Entladung der Lkws. Das Lager teilt sich<br />

in drei Lagerzonen: 12 800 Palettenplätze; Regale für Langgüter:<br />

Auf einer Regallänge von rund 4000 Metern mit einer Höhe<br />

von zwölf Metern schafft das Lager ausreichend Kapazität für sogenannte<br />

Langgüter wie zum Beispiel Montageschienen mit bis<br />

zu 6 Metern Länge und 9000 Quadratmeter Bodenlager für großvolumige/sperrige<br />

Artikel wie zum Beispiel Schubkarren. Im Endausbau<br />

arbeiten rund 300 Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb in<br />

dem neuen Logistikkomplex.<br />

„Start-Up mit<br />

4.0<br />

Know-how gekauft“<br />

www.drstiller.com<br />

DR. STILLER


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FIRMENPORTRÄT<br />

Gut gerüstet für die digitale Zukunft<br />

Elektrogroßhändler FEGA & Schmitt feiert 75-jähriges Bestehen<br />

Der Unternehmer und Diplom-Ingenieur<br />

Karl Schmitt war es, der in Fulda<br />

am 1. April 1943 die Elektrogroßhandlung<br />

Schmitt gründete. Zum<br />

Markenzeichen der Firma wurde in<br />

den 50er-Jahren der Kleinwagen<br />

„Fuldamobil“ als „Fahrzeug für<br />

jedermann“.<br />

❚ Besondere Kennzeichen des Fahrzeugs<br />

waren seine drei Räder, zehn Pferdestärken,<br />

eine Spitzengeschwindigkeit von<br />

rund 80 Stundenkilometern und – was<br />

wirklich besonders war: Es ließ sich mit<br />

wenigen Handgriffen zur Schlummerliege<br />

umbauen.<br />

Das Fuldamobil wird schon lange nicht<br />

mehr produziert, aber die Firma Schmitt<br />

hat die Jahrzehnte überdauert und feiert<br />

nun ihr 75-jähriges Bestehen – seit dem<br />

Zusammenschluss mit dem Fränkischen<br />

Elektro-Großhandel Ansbach (FEGA) firmiert<br />

sie unter dem Namen „FEGA &<br />

Schmitt“. Heute ist das Unternehmen mit<br />

Hauptsitz in Ansbach eine der größten<br />

Geschäftseinheiten des Würth Elektrogroßhandels<br />

(W.EG), dem nach Umsatz<br />

zweitgrößten Geschäftsbereich des Würth-<br />

Konzerns. Im Mai konnte W.EG bereits seinen<br />

4000. Mitarbeiter begrüßen.<br />

Das Vertriebsgebiet von FEGA & Schmitt<br />

Der Kleinwagen „Fuldamobil“ war in den 50er-Jahren das Markenzeichen<br />

der Firma Schmitt.<br />

erstreckt sich über den Großteil von Süddeutschland<br />

und reicht bis nach Sachsen-<br />

Anhalt und Sachsen. In der Region ist der<br />

Elektrogroßhändler in Schwäbisch Hall<br />

und Crailsheim vertreten – von heute neun<br />

Niederlassungen in Baden-Württemberg<br />

war der 1997 gegründete Crailsheimer<br />

Standort der Erste.<br />

Festakt für Kunden und Mitarbeiter<br />

Nun wird das 75-Jahr-Jubiläum von<br />

Schmitt unter dem Motto „75 Jahre Firmengeschichte“<br />

gefeiert – mit einer eigenen<br />

„Landing Page“ auf der Firmen-Website,<br />

einem eigens gedrehten Clip und verschiedenen<br />

Veranstaltungen. So gab es am<br />

12. April eine Jubiläumsfeier im Fuldaer<br />

Hotel Esperanto für rund 260 langjährige<br />

Kunden und – zum Teil ehemalige – Mitarbeiter.<br />

„Das war ein schöner Festakt, der<br />

von Lieferanten- und Kundenseite honoriert<br />

wurde“, berichtet der Bereichsleiter<br />

Marketing, Ferdinand Falk.<br />

Der Präsident des Hessischen Handwerktags,<br />

Bernd Ehinger, betonte in seiner Festansprache,<br />

dass sich in der Firmenhistorie<br />

von FEGA & Schmitt auch die deutsche<br />

Geschichte in den letzten Jahrzehnten<br />

widerspiegelt. Der anlässlich des Jubiläums<br />

gedrehte Film wurde vorgeführt und<br />

sorgte für einige Lacher. Er enthielt neben<br />

schlaglichtartigen Reflexionen und Resümees<br />

langjähriger Mitarbeiter und Partner<br />

einige Meilensteine der Firmengeschichte.<br />

Zu diesen gehören die beiden Expansionsschübe<br />

in den 60er- und 80er-Jahren des<br />

letzten Jahrhunderts, bei denen das Unternehmen<br />

in vielen Regionen Niederlassungen<br />

gründete und der Umsatz kräftig<br />

anstieg. Einen echten Boom brachten<br />

dann Wende und deutsche Wiedervereinigung<br />

für den gesamten Elektrogroßhandel:<br />

Kunden aus der ehemaligen DDR kauften<br />

damals ganze Lkw-Ladungen.<br />

Der vielleicht größte Meilenstein für<br />

Schmitt war der Zusammenschluss mit<br />

FEGA vor neun Jahren. Die Zusammenarbeit<br />

hatte sogar schon früher begonnen:<br />

FEGA war 1996 von der Würth-Gruppe<br />

übernommen worden, was das Unternehmen<br />

vor der drohenden Insolvenz rettete.<br />

Nachdem auch Schmitt 1999 in die Würth-<br />

Gruppe eingetreten war, näherten sich die<br />

Unternehmen immer weiter aneinander<br />

an, führten Kompetenzen zusammen und<br />

bildeten Synergien. 2003 wurde ein<br />

gemeinsamer Onlineshop eingerichtet,<br />

2006 das gemeinsame Zentrallager im<br />

mittelfränkischen Heilsbronn. Dort sind<br />

40 000 Artikel geführt, die deutschlandweit<br />

in der Regel in weniger als 24 Stunden<br />

geliefert werden können.<br />

Seit einigen Jahren zieht die Digitalisierung<br />

nun immer weitere Kreise und verändert<br />

auch den Elektrogroßhandel rasant:<br />

„Früher hat der Elektrogroßhändler nur<br />

Waren verteilt, heute ist er immer mehr<br />

Im Heilsbronner Zentrallager sind 40 000 Artikel geführt. Der erste Bauabschnitt<br />

der Erweiterung ist inzwischen abgeschlossen. Die neue Halle soll voraussichtlich<br />

Mitte Oktober ihren Betrieb aufnehmen.<br />

Fotos: FEGA & SCHMITT<br />

Von heute neun Niederlassungen in Baden-Württemberg war der 1997 gegründete Crailsheimer Standort der Erste.<br />

auch mit der Bündelung von Informationen<br />

beschäftigt“, berichtet Falk. Angesichts<br />

der immer zahlreicher werdenden<br />

Angebote sei der Kunde dankbar, wenn<br />

jemand ihm Informationen bereitstelle<br />

und mögliche Lösungen aufzeige.<br />

Unter anderem mit dem 2008 gegründeten<br />

Marketingportal „Prokauf“ für Elektriker<br />

und der Anfang dieses Jahres gestarteten<br />

Onlineplattform „be.connect“ stellt<br />

sich der Elektrogroßhändler den Herausforderungen<br />

der Digitalisierung. 500 Kunden<br />

zählt Prokauf inzwischen. „Es gab<br />

einen massiven Anstieg der Nachfrage:<br />

Wir hatten 160 ganz neue Kunden in den<br />

letzten zwölf Monaten“, berichtet Falk.<br />

Mit „be.connect“ versorgt FEGA & Schmitt<br />

erstmals den Endkunden direkt mit Informationen<br />

und stellt für ihn den Kontakt zu<br />

einem registrierten Partner-Elektriker her.<br />

Der Kunde informiert sich vorab auf dem<br />

Online-Portal über Themen, die ihn interessieren.<br />

Hat er eine Lösung gefunden, die zu<br />

seinem Bauvorhaben passt, nimmt er über<br />

ein Online-Formular mit FEGA & Schmitt<br />

Kontakt auf. Der Elektrogroßhändler stellt<br />

dann mehrere auf den Kunden zugeschnittene<br />

Lösungspakete mit Produkten verschiedener<br />

Hersteller zusammen, sodass<br />

der Elektriker eine optimierte Basis hat,<br />

um den Kunden zu beraten und die Installation<br />

vorzunehmen. Außerdem wird ein<br />

Elektriker mit der Installation beauftragt.<br />

In Frage kommen nur Elektriker, die als<br />

„be.connect“-Partner registriert sind. Zu<br />

diesem von FEGA & Schmitt ausgewählten<br />

Kreis gehören fast 100 hochqualifizierte<br />

Elektriker aus ganz Deutschland. Inzwischen<br />

umfasst die Plattform auch einen<br />

Fördermittelrechner, mit dessen Hilfe die<br />

Kunden berechnen können, wie viel Energie<br />

sie durch bestimmte Maßnahmen einsparen<br />

würden.<br />

Nicht umsonst versteht das Unternehmen<br />

Digitalisierung als fortlaufenden Prozess,<br />

der kontinuierlich umgesetzt wird. Hilfestellung<br />

für den Kunden bietet auch das<br />

„Forum Handwerk Digital“, dessen Gründungspartner<br />

FEGA & Schmitt ist. Durch<br />

verschiedene Aktionen und Veranstaltungen,<br />

bei denen Digitalisierungsthemen<br />

im Vordergrund stehen, sollen dem Handwerker<br />

Möglichkeiten und Trends aufgezeigt<br />

werden.<br />

Mitarbeiter werden wertgeschätzt<br />

Der Erfolg scheint FEGA & Schmitt Recht<br />

zu geben: Seit 2009 hat sich der Jahresumsatz<br />

nahezu verdoppelt. 427 Millionen<br />

Euro betrug er 2017 – 30 Millionen Euro<br />

mehr als im Vorjahr. Die 2008 formulierte<br />

„Vision <strong>2018</strong>“, nach der in diesem Jahr ein<br />

Umsatz von 500 Millionen Euro erreicht<br />

werden soll, scheint also erfüllbar: „Die<br />

Vision <strong>2018</strong> wird voraussichtlich <strong>2018</strong><br />

erreicht, vielleicht auch Anfang 2019. Auf<br />

jeden Fall ist sie in greifbarer Nähe“,<br />

berichtet Falk.<br />

Für den Erfolg hat der Elektrogroßhändler<br />

in den letzten Jahren viel in die Ausbildung<br />

von Spezialisten sowie in Lager- und Logistikprozesse<br />

investiert. So ist der erste<br />

Bauabschnitt der Erweiterung des Heilsbronner<br />

Zentrallagers inzwischen abgeschlossen.<br />

Die 14 500 Quadratmeter große<br />

Halle soll voraussichtlich Mitte Oktober<br />

ihren Betrieb aufnehmen.<br />

Im Moment befindet sich bereits die „Vision<br />

2025“ im Entstehungsprozess, bei der<br />

ein Umsatzziel von 750 Millionen Euro bis<br />

2025 angestrebt wird. Die restlichen<br />

Inhalte werden „von unten“ durch Mitarbeiter<br />

aus verschiedenen Abteilungen und<br />

von unterschiedlichen Niederlassungen<br />

erstellt. „Die Entwicklung der Vision und<br />

der Weg, sie zu erreichen, werden auf breite<br />

Beine gestellt durch Miteinbeziehung<br />

aller Mitarbeiter“, erklärt Falk. Mehrere<br />

temporäre und eine dauerhafte Arbeitsgruppe<br />

sind am Entstehungsprozess beteiligt.<br />

„Es gibt nur wenige Unternehmen, die<br />

das so machen. Meine persönliche Meinung<br />

ist, dass das der richtige Weg ist“,<br />

sagt Falk.<br />

Schließlich beschäftigt FEGA & Schmitt an<br />

58 Standorten in Deutschland inzwischen<br />

fast 1000 Mitarbeiter. Ab einer gewissen<br />

Größe könne die Gefahr drohen, dass der<br />

einzelne Mitarbeiter sich nicht mehr wertgeschätzt<br />

fühle, meint Falk. Dem wirkt<br />

FEGA & Schmitt durch seine extrem flachen<br />

Hierarchien entgegen. So ist vor<br />

einem Jahr das Crowdfunding-Portal<br />

online gegangen, in das jeder Mitarbeiter<br />

seine Ideen und Verbesserungsschläge<br />

hineinstellen und nach Unterstützern für<br />

die Umsetzung suchen kann. Auf diese<br />

Weise bilden sich niederlassungs- und<br />

abteilungsübergreifende Projektteams zu<br />

bestimmten Themen. Das Prinzip dieses<br />

Crowdfunding-Portals ist das Gleiche wie<br />

bei einem Briefkasten, in den die Mitarbeiter<br />

Notizen mit ihren Ideen einwerfen können.<br />

Für die Zukunft gerüstet<br />

Die allgemeine Wertschätzung der Mitarbeiter,<br />

die flachen Hierarchien, die verschiedenen<br />

Kommunikationsplattformen,<br />

die selbstständigen Arbeitsgruppen der<br />

Mitarbeiter, ein vierteljährlich stattfindender<br />

„Welcome Day“ für neue Mitarbeiter<br />

sowie eine interne Community, in der<br />

Mitarbeiter untereinander oder mit Kunden<br />

kommunizieren können – all das<br />

macht FEGA & Schmitt zu einem attraktiven<br />

Arbeitgeber. „Neue Mitarbeiter<br />

sagen oft: Das sind wir so nicht gewöhnt“,<br />

berichtet Falk stolz. Und so gelingt es dem<br />

Elektrogroßhändler trotz allgemeinem<br />

Fachkräftemangel immer wieder, gute Mitarbeiter<br />

zu gewinnen. Auch am Crailsheimer<br />

Standort sind in jüngster Zeit zwei<br />

Mitarbeiter hinzugekommen. Falk ist überzeugt:<br />

„Die Unternehmen müssen künftig<br />

ihre Hierarchien anpassen, sodass sie flexibel,<br />

aber zielgerichtet agieren können.“<br />

FEGA & Schmitt hat die Zeichen der Zeit<br />

erkannt. Und so sieht Falk sein Unternehmen<br />

bestens für die Zukunft gerüstet: „In<br />

puncto Dienstleistungs- und Beratungskompetenz<br />

sind wir sehr, sehr gut aufgestellt.<br />

Ein Kunde sagte einmal: Ihr seid<br />

sowas von gut geworden und ich<br />

behaupte, ihr wisst es gar nicht.“ Und so<br />

wünscht sich Falk für die Zukunft, „dass<br />

wir weiterhin unseren Schwung und unsere<br />

Schaffenskraft beibehalten. Was wir in<br />

den letzten acht Jahren auf den Weg<br />

gebracht haben, ist beeindruckend“. Auch<br />

für die Region rechnet Falk weiterhin mit<br />

einem gesunden Wachstum: „Es gibt hier<br />

viele Elektrohandwerkskunden, die wir<br />

noch nicht bedienen.“<br />

Doch auch was FEGA & Schmitt in diesem<br />

Jahr – zusätzlich zum Jubiläum – alles auf<br />

die Beine stellt, ist beeindruckend. So hat<br />

der Elektrogroßhändler Ende Juni zur<br />

„EnTec“-Messe nach Bamberg eingeladen.<br />

Mehr als 800 Besucher informierten<br />

sich in der Brose Arena zu erneuerbaren<br />

Energien und Technologien. Auch „Prokauf“<br />

und „be.connect“ wurden vorgestellt.<br />

Ende August findet dann noch die<br />

Regionalmesse Ost in Erfurt statt, die<br />

größte Messe von FEGA & Schmitt mit<br />

rund 3000 erwarteten Kunden.<br />

FEGA & SCHMITT<br />

Elektrogrosshandel<br />

Rettistraße 5 | 91522 Ansbach<br />

Fon: 09 81/ 89 03-0<br />

Fax: 09 81/ 89 03-161<br />

E-Mail: info@fega-schmitt.de<br />

Web: www.fega-schmitt.de


06 Blickpunkt<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Sich regen schafft Nachfrage<br />

Sport ist längst ein Wirtschaftsfaktor – auch Abseits von Vereinen und großen Arenen.<br />

VON HERIBERT LOHR<br />

Wer sich dieser Tage<br />

durchs Internet klickt,<br />

der wird schnell vertraut<br />

mit den Risiken eines Marktes,<br />

der in unterschiedlichen Ausprägungen<br />

unser aller Leben fast<br />

durchgehend begleitet.<br />

Seit die deutschen Nationalkicker<br />

kräftig blamiert die Spielfläche<br />

bei der Weltmeisterschaft verließen,<br />

gibt es die zuvor hochgehandelten<br />

Sportleibchen als niederpreisige<br />

Ramschware. Doch ganz<br />

gleich, ob der gestylte Sportdress<br />

90 oder 5 Euro kostet – eines<br />

wird schnell deutlich: Am und mit<br />

dem Sport wird richtig Geld bewegt<br />

und auch verdient.<br />

Nur der Umsatz mit einschlägiger<br />

Sportbekleidung belief sich allein<br />

in Deutschland im vergangenen<br />

Jahr bereits auf 720 Millionen<br />

Euro. Und das ist nur ein kleiner<br />

Ausschnitt. Denn der Handel mit<br />

Trainingsanzügen, Sporthosen<br />

oder gemeinhin trendiger Sportswear<br />

für den Gang ins Fitnessstudio<br />

rechnet nicht mit ein, was moderne<br />

Bewegungsfanatiker sonst<br />

noch an Ausrüstung benötigen.<br />

So reichten bundesdeutsche Freizeitsportler<br />

im Segment „Sport &<br />

Outdoor“ über 2,65 Milliarden<br />

Euro über die Ladentheke. Im<br />

Durchschnitt gibt jeder Deutsche<br />

– vom Baby bis zum Greis – im<br />

Jahr etwas mehr als 185 Euro allein<br />

für Sportgeräte aus. Geht der<br />

Spinning: „well-dressed“ auf dem Ergometer.<br />

Blick auf das gesamte Angebot,<br />

das der einschlägige Sportfachhandel<br />

bereit hält, werden nicht<br />

weniger als 7,5 Milliarden Euro<br />

bewegt. Den Löwenanteil machen<br />

Foto: Ultrasport<br />

die „Intersport“-Händler (2,94<br />

Milliarden Euro) und die „Sport<br />

2000“-Verbundgruppe (1,89 Milliarden<br />

Euro) unter sich aus. Je<br />

nach Zuordnung der einzelnen<br />

Warengruppen, kommt noch eine<br />

Schippe obendrauf. So liegt der<br />

Gesamtumsatz laut „Branchenfokus<br />

Sport“ der IFH in Köln und<br />

der BBE Handelsberatung gar bei<br />

fast acht Milliarden Euro. Der<br />

Markt für Sportartikel wuchs in<br />

den zurückliegenden fünf Jahren<br />

um durchschnittlich rund fünf<br />

Prozent. Der Fachhandel steht bei<br />

den sich aktiv Bewegenden als<br />

Kaufadresse noch immer hoch im<br />

Kurs. Der Sport und branchenfremde<br />

Fachhandel haben einen<br />

Marktanteil von 56 Prozent.<br />

Eine Umkehr dieses Trends zu weiteren<br />

Zuwächsen ist derzeit nicht<br />

zu erwarten, denn immer mehr<br />

Menschen in der Altersgruppe zwischen<br />

30 und 60 Jahren erteilen<br />

dem klassischen „Couch-Potatoe“<br />

eine Absage. Wer etwas auf sich<br />

hält, der rennt, radelt oder hüpft.<br />

Dabei erfassen diese ökonomischen<br />

Angaben auch nur die Umsätze,<br />

die sich direkt den Erlebnisbereichen<br />

„Outdoor“, „Fitness/<br />

Workout“, „Freizeit Winter“ und<br />

„Freizeit Sommer“ zuordnen lassen<br />

und beschreiben „die durchgreifende<br />

Durchsportung der Gesellschaft“,<br />

wie es etwa der Tübinger<br />

Sportsoziologe Helmut Diegel<br />

nennt, selbst wirtschaftlich nur unzulänglich.<br />

So hat ein Großteil der<br />

heute gängigen Freizeitkleidung<br />

seinen Ursprung auf Golfplätzen<br />

(T-Shirts) oder Basketball-Hallen<br />

(Chucks). Ganze Entwicklunglsinien<br />

von modischen Sneakers fußen<br />

auf Technologien aus dem<br />

Leistungssport.<br />

Gleiches gilt auch für Produkte<br />

wie etwa Fitnessbänder, die in der<br />

Rehabilation eingesetzt werden<br />

oder ganze Regalreihen an Nahrungsmitteln,<br />

deren Genuss, die<br />

Gestaltung fein modellierter und<br />

leistungsstarker Körper nach<br />

Überzeugung vieler Hobbysportler<br />

erst ermöglicht (Umsatz: zuletzt<br />

fast eine Milliarde Euro).<br />

Bewegungskult ist ein<br />

wahrer Umsatzmotor<br />

Ohne die emotionale Anbindung<br />

hätte der Bewegungskult wohl<br />

auch nicht den Aufstieg der Fitnessstudios<br />

zusätzlich befeuert.<br />

8988 Clubs wurden im vergangenen<br />

Jahr landesweit gezählt. 10,6<br />

Millionen Menschen bewegten im<br />

Angesicht ihres Schweißes mehrmals<br />

wöchentlich Hanteln, Stepper<br />

und Ergometer. Dafür gaben<br />

sie am Ende mehr als 10,6 Milliarden<br />

Euro aus.<br />

Dabei hat die Digitalisierung bereits<br />

die nächste Umsatzrakete gezündet.<br />

So wanderten zuletzt sogenannte<br />

Wearables wie Fitnessarmbänder,<br />

Aktivitätstracker oder andere<br />

leistungsdokumentierende<br />

Apps über die stationären oder<br />

elektronischen Verkaufstische.<br />

Dieser Markt ist innerhalb von ein<br />

paar Jahren auf 470 Millionen<br />

Euro angewachsen. In sechs Jahren<br />

sollen es nach übereinstimmenden<br />

Prognosen bereits 560<br />

Millionen Euro sein. Zwischenzeitlich<br />

gehen 10,8 Millionen Bundesbürger<br />

nur noch elektronisch<br />

überwacht auf die Joggingstrecke<br />

oder an das Fitnessgerät. Auch<br />

hier sind spezielle Gerätschaften<br />

wie etwa Tauchcomputer, wie sie<br />

Unterwassersportler nutzen, noch<br />

gar nicht berücksichtigt.<br />

Von der boomenden Sportleidenschaft<br />

haben auch zahlreiche Firmen<br />

in der Region profitiert. Dass<br />

die Textilproduktion in Hohenlohe-Franken<br />

wieder mit mehreren<br />

hundert Arbeitsplätzen wie<br />

eine feste wirtschaftliche Größe<br />

ist, ist auch der guten Entwicklung<br />

von Firmen wie Jako (Hollenbach)<br />

oder Hakro (Schrozberg)<br />

zu verdanken. So sind deren<br />

T-Shirts auch bei den Anhängern<br />

von Bundesligisten (Fußball, Basketball)<br />

gefragt. „11Teamssports“,<br />

künftig in Satteldorf ansässig,<br />

ist ein Beispiel dafür, wie<br />

ein kleines Unternehmen in kurzer<br />

Zeit zu einem bundesweiten<br />

Player aufsteigen kann – und das<br />

allein mit dem kreativen Online-<br />

Verkauf von Fußballschuhen. Nur<br />

drei Beispiele, die dem alten Slogan<br />

„Sport ist mehr“ eine ganz andere<br />

Bedeutung geben.<br />

„Die beiden Welten ineinander verschränken“<br />

Aus Sicht von Hannes Rumer muss der Sportfachhandel der Zukunft stationäre Geschäfte und Onlinekanäle unter einen Hut bringen. Im Trend zum gesunden<br />

Leben sieht der Intersport-Vorstand weiterhin hohes Potenzial, ebenso im Fußball – trotz frühem WM-Aus der DFB-Elf. INTERVIEW VON FRANK LUTZ<br />

REGIOBUSINESS Mit 7,5 Milliarden<br />

Euro Umsatz hat der klassische<br />

Sportfachhandel deutschlandweit<br />

im letzten Jahr seine Zielmarke<br />

erreicht. War es auch für<br />

die Händler in der Region ein gutes<br />

Jahr?<br />

HANNES RUMER Zumindest für<br />

unsere Händler war 2017 ein<br />

durchaus gutes Jahr. Aufgrund<br />

des Wintereinbruchs vor Weihnachten<br />

konnten sie einen starken<br />

Jahresendspurt einlegen und<br />

ein Umsatzplus von einem Prozent<br />

im Vergleich zum Vorjahr realisieren.<br />

Neben den traditionell starken<br />

Bereichen Outdoor und Wintersport<br />

bemerken wir weiterhin<br />

ein gesteigertes Interesse im Bereich<br />

„Fitness Workout“, außerdem<br />

konnten die modischen Bereiche<br />

„Freizeit Winter“ und „Freizeit<br />

Sommer“ punkten.<br />

REGIOBUSINESS In diesem<br />

Jahr erhofften sich die Händler besonders<br />

von der Fußball-WM glänzende<br />

Geschäfte. Nun ist Deutschland<br />

schon in der Vorrunde ausgeschieden.<br />

Trübt das die Geschäftsaussichten?<br />

HANNES RUMER Das unerwartet<br />

frühe Ausscheiden der deutschen<br />

Mannschaft ist für uns alle<br />

eine große Enttäuschung. Ein Erfolg<br />

bei der WM hätte die Kaufstimmung<br />

sicher positiv beeinflusst.<br />

Das tritt jetzt nicht ein. Und trotzdem:<br />

Das DFB-Trikot ist nach wie<br />

vor ein aktueller Teamsportartikel<br />

und wird während der Qualifikation<br />

zur „Euro 2020“ gespielt. Die<br />

Fußballbegeisterung wird bei den<br />

Kunden sicher wieder zurückkehren.<br />

Wir empfehlen unseren Händlern<br />

deshalb, längerfristig zu planen<br />

und keine kurzfristigen Preisaktionen<br />

mitzugehen.<br />

REGIOBUSINESS. Ein großes<br />

Thema auch für die Sportfachhändler<br />

ist die Digitalisierung. Intersport<br />

setzt mit seiner neuen<br />

Strategie „One Intersport“ unter<br />

anderem auf ganzheitliche<br />

„Omni-Channel“-Prozesse. Liegt<br />

die Zukunft des Sportfachhandels<br />

generell in der immer stärkeren<br />

Vernetzung von stationärem und<br />

Onlinehandel?<br />

HANNES RUMER Dies ist definitiv<br />

der Fall. Wir betrachten heute<br />

sämtliche Prozesse aus ganzheitlicher<br />

Perspektive und entwickeln<br />

Tools, die es unseren Händlern ermöglichen,<br />

aggregierte Daten intelligent<br />

für ihren Geschäftserfolg<br />

zu nutzen und sowohl off- als<br />

auch online im besten Sinne präsent<br />

zu sein. Wir müssen den Kunden<br />

dort abholen, wo er sich bewegt<br />

und nahtlose Einkaufserlebnisse<br />

schaffen. Nur so können wir<br />

die starke Markenbindung, die<br />

wir heute haben, in Zukunft weiter<br />

ausbauen. In diesem Rahmen<br />

haben wir 2017 das rot-blaue Betriebskonzept<br />

entwickelt und sind<br />

mit den „Future Stores“ in Berlin<br />

gestartet.<br />

Parallel werden die Services der<br />

kooperativen Händlerplattform<br />

weiter ausgebaut, auf der mittlerweile<br />

130 Geschäfte angeschlossen<br />

sind. Zentraler Punkt der<br />

Händlerplattform ist, die digitale<br />

Regalverlängerung im Geschäft<br />

nutzen zu können, indem Zugriff<br />

auf das Warensortiment der anderen<br />

integrierten Händler besteht.<br />

So verschränken wir die beiden<br />

Welten eng ineinander.<br />

REGIOBUSINESS Laut aktueller<br />

Umfrage haben 63 Prozent aller<br />

mittelständischen Sportfachhändler<br />

noch keine passende Digitalstrategie<br />

entwickelt. Was hindert<br />

die meisten daran?<br />

HANNES RUMER Es ist für einen<br />

Mittelständler durchaus eine<br />

Herausforderung, ein inhaltlich<br />

stimmiges Konzept inklusive der<br />

technischen Anforderungen umzusetzen<br />

– sowohl in finanzieller<br />

Hinsicht als auch bezüglich des<br />

Aufwands, die Plattform im Betrieb<br />

zu betreuen. Deshalb bieten<br />

wir unseren Mitgliedern den passenden<br />

technischen Rahmen inklusive<br />

verschiedener zentral gesteuerter<br />

Marketing-Aktionen, die<br />

bundesweit durchgeführt und regional<br />

genutzt werden können.<br />

Optimistisch: Hannes Rumer sieht in vielen aktuellen Trends große<br />

Chancen für den Handel.<br />

Foto: Intersport<br />

REGIOBUSINESS Viele Hersteller<br />

verkaufen ihre Produkte<br />

über ihren eigenen Webshop direkt<br />

an die Endkunden. Liegt darin<br />

nicht eine große Gefahr für<br />

die Händler?<br />

HANNES RUMER Wir betrachten<br />

diese Entwicklung, die sich<br />

auch in den Outlet-Stores der Hersteller<br />

zeigt, durchaus kritisch.<br />

Die gute Beziehung zwischen Hersteller<br />

und Händler wird dadurch<br />

auf die Probe gestellt. Um hier weiterhin<br />

partnerschaftlich zusammenzuarbeiten,<br />

sind wir aber kontinuierlich<br />

in enger Abstimmung<br />

mit unseren Partnern aus der Industrie<br />

und haben deshalb zum<br />

Beispiel auch im April <strong>2018</strong> Adidas<br />

als Pilotpartner mit auf unsere<br />

Kooperative Händlerplattform geschaltet.<br />

Adidas ist somit mit einem<br />

eigenen Warenbestand in unserem<br />

Onlineshop vertreten.<br />

Wenn zum Beispiel keiner unserer<br />

Händler und auch unser Zentrallager<br />

den vom Kunden gewünschten<br />

Adidas-Schuh in<br />

Größe 42 nicht vorrätig hat, wird<br />

der Kunde direkt über das Adidas-<br />

Lager beliefert.<br />

REGIOBUSINESS Immer<br />

mehr Leute wollen gesundheitsbewusst<br />

leben, auch in den Unternehmen<br />

ist dieser Trend längst angekommen.<br />

Liegt darin ein großes<br />

Potenzial für den Sportfachhandel<br />

– gerade in unserer wirtschaftsstarken<br />

Region?<br />

HANNES RUMER Dieser Trend<br />

zeigt sich im Sportfachhandel bereits<br />

seit längerem – sei es durch<br />

die konsequent hohen Umsatzzahlen<br />

im Bereich Outdoor und die<br />

Bemühungen, die Produkte frei<br />

von chemischen Zusatzstoffen herzustellen.<br />

Oder aber in den Bereichen<br />

Fitness und Multisport, wo<br />

wir ungebrochen hohe Wachstumszahlen<br />

beobachten. Wir haben<br />

für unsere Händler deshalb<br />

das Flächenkonzept „FitGesund“<br />

ins Leben gerufen, mit dem sie die<br />

wichtigsten Geräte und Accessoires<br />

aus diesem Bereich gesammelt<br />

auf einer Fläche präsentieren<br />

und ihre hohe Beratungskompetenz<br />

beweisen können. Außerdem<br />

haben wir vergangene Woche in<br />

Kiel den ersten Outdoor-Fitnesspark<br />

Deutschlands eröffnet. Gemeinsam<br />

mit Intersport Knudsen<br />

als regionalem Partner, mit der<br />

AOK NordWest, Puma, der Stadt<br />

Kiel und Kompan ist dies ein Pilotprojekt,<br />

bei dem wir auf den aktuellen<br />

Fitness- und Gesundheitstrend<br />

setzen und Sportmöglichkeiten<br />

für jedermann anbieten. Eine<br />

Übertragung des Konzepts auf andere<br />

Regionen ist denkbar.<br />

www.intersport.de


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Blickpunkt <strong>07</strong><br />

Sprungbrett in den Sport-Karrierepool<br />

Vom Fitnesskaufmann bis zum Sportmanager – die Branche bietet viele Chancen, auch für Quereinsteiger.<br />

VON MELANIE BOUJENOUI<br />

Sport ist Unterhaltung, Konsum,<br />

Vergnügen und Ausgleich<br />

zum Alltag auf der einen<br />

Seite, auf der anderen ist er<br />

ein riesiger Arbeitsmarkt, der<br />

wächst. Etwa zwei Millionen Menschen<br />

in Deutschland verdienen<br />

ihr Geld inzwischen mit Sport<br />

oder sportbezogenen Aktivitäten<br />

– das sind knapp fünf Prozent aller<br />

Erwerbstätigen.<br />

Allerdings ist Sport eine Querschnittsbranche<br />

und statistisch<br />

schwer zu erfassen, da außer Profisportler,<br />

Trainer, Übungsleiter,<br />

Therapeuten und Sportmediziner<br />

auch beispielsweise Leistungsdiagnostiker,<br />

Ärzte, Journalisten, Werbeagenten,<br />

Juristen oder IT-Profis<br />

teils vom Sport leben. Bei der Bundesagentur<br />

für Arbeit sind im Bereich<br />

„Sport“ alleine 117 offiziell<br />

anerkannte Berufsbilder gelistet.<br />

Die Bandbreite reicht von Studiengängen<br />

über Ausbildungen bis hin<br />

zu einfachen Zusatzqualifikationen.<br />

WACHSTUM Der Zweig, der<br />

am meisten boomt ist die Fitnessund<br />

Gesundheitsbranche. Hier<br />

herrscht zahlenmäßig Superlative:<br />

Laut den „Eckdaten der deutschen<br />

Fitness-Wirtschaft“ trainieren<br />

in Deutschland derzeit über<br />

zehn Millionen Mitglieder in mehr<br />

als 8900 Fitness- und Gesundheits-Anlagen;<br />

rund 209 900 Mitarbeiter<br />

sind in dieser Branche beschäftigt<br />

– Höchststand auf allen<br />

Ebenen. Die Sportbranche ist von<br />

ihrer Innovationskraft und Dynamik<br />

geprägt und verlangt zunehmend<br />

ausgebildete Fach- und Führungskräfte.<br />

Auf diesen Bedarf ist<br />

zum Beispiel der Schwerpunkt<br />

Sportmanagement an der Reinhold-Würth-Hochschule<br />

ausgerichtet,<br />

der mit regelmäßig etwa<br />

350 Interessenten auf die Erstsemesterplätze<br />

„sowohl beim Bachelor,-<br />

als auch beim Master-Studiengang<br />

seit vielen Jahren zu den bewerberstärksten<br />

Studiengängen<br />

gehört“, wie Prof. Dr. Thomas Bezold,<br />

Professor für Sportmanagement,<br />

bestätigt. „Die meisten<br />

möchten gerne im Profisport arbeiten“,<br />

sagt er. Sehr gefragt sei<br />

auch eine Spezialisierung im<br />

Sportmarketing; Die Agenturszene<br />

und Verbandsarbeit seien<br />

weitere wichtige berufliche Einsatzfelder<br />

der Absolventen.<br />

CHANCEN Mit einem Bachelor<br />

in Fitnesstraining kann man auch<br />

in Reha-Einrichtungen arbeiten<br />

oder klassisch im Fitnessstudio<br />

als Trainer, Studioleiter oder Besitzer<br />

tätig sein, weiß Dennis Göller<br />

aus Niedernhall.<br />

Er absolvierte sein Duales Studium<br />

an der Deutschen Hochschule<br />

für Prävention und Gesundheitsmanagement<br />

in Frankfurt am<br />

Absprung: Die Bereiche Fitness, Gesundheit und Wellness gehören zu den zehn chancenreichsten Berufsfeldern<br />

der Zukunft.<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

Main und in einem Fitnessstudio<br />

in Künzelsau. Göller hat sich nach<br />

seinem Studium allerdings für<br />

den Weg in die Selbstständigkeit<br />

entschieden. Seit zwei Jahren ist<br />

er Personaltrainer und Group-Fitness-Trainer.<br />

Er findet: Eine reine Trainerlizenz,<br />

die inzwischen jeder Ottonormalverbraucher<br />

erlangen kann, sei<br />

mit dem Studium zwar nicht zu<br />

vergleichen, aber trotzdem eine<br />

gute Möglichkeit der Weiterbildung.<br />

Und Bedarf sei in der Region<br />

gegeben. Als Selbständiger<br />

steht er dennoch immer vor der<br />

Frage: „Wie komme ich an meine<br />

Kunden?“ Neben dem Personaltraining<br />

veranstaltet Göller sogenannte<br />

Workouts, also Gruppentrainings<br />

im Freien – das Konzept<br />

mit der größten Nachfrage. „Ich<br />

biete ,Afterworkout’ und ,Weekendworkout’<br />

an. Anfangs gab es<br />

nur das Weekendworkout bei<br />

dem maximal zehn Teilnehmer<br />

pro Training dabei waren.“<br />

Mittlerweile sind es mehr als 30<br />

Teilnehmer. Die Nachfrage ist so<br />

gestiegen, dass ihn seit Oktober<br />

Geschäftspartnerin Lea Richter<br />

bei den Sportangeboten unterstützt.<br />

„Gemeinsam haben wir im<br />

Mai die Marke ,Workout Coaches’<br />

gegründet, unter der unser Unternehmen<br />

seitdem läuft.“<br />

NISCHEN Das Unternehmen Ansmann<br />

aus Assamstadt zum Beispiel<br />

bietet in seinem Werksverkauf<br />

neben Fabrikaten wie Motoren,<br />

Akkus, Antriebe oder Pedelecs<br />

aus der hauseigenen E-Bike-<br />

Manufaktur jeden zweiten Samstag<br />

im Monat, geführte E-Mountainbike-Touren<br />

an. „Die Touren<br />

führen durch unsere Region, das<br />

Taubertal, Bad Mergentheim und<br />

Umgebung“, erklärt Maximilian<br />

Dunkel vom Ansmann-Marketing.<br />

Zur Buchung reiche übrigens ein<br />

Anruf im Werksverkauf. Sogenannte<br />

Tour-Guides führen die<br />

Teilnehmer. Bei Ansmann setzen<br />

die sich aus dem Team des Werksverkaufs<br />

und der Technischen Abteilung<br />

zusammen. Sie sind allesamt<br />

geschulte und zertifizierte Pedelec-Instruktoren.<br />

Die Qualifikation<br />

– bei der spezifisches Wissen<br />

über Pedelecs und Fahrsicherheit<br />

vermittelt werden – berechtigt zur<br />

Tätigkeit als Trainer oder Übungsleiter<br />

im Verein sowie als Fachmann<br />

im Fahrradgeschäft.<br />

Wer also einsteigen und mit<br />

Sport-Jobs Karriere machen<br />

möchte, sich mit den Anforderungen<br />

auseinandersetzt und bereit<br />

ist Zeit und Geld zu investieren,<br />

hat viele Möglichkeiten – auch als<br />

Quereinsteiger. Nicht nur Hochschulen<br />

und Fernunis, sondern<br />

auch Fitnessstudios, Berufsakademien,<br />

Verbände und Vereine bieten<br />

regelmäßig neue Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

an und machen<br />

den haupt- oder nebenberuflichen<br />

Sprung fast jedem zugänglich.<br />

Ob Fitnesscoach oder Stuntman,<br />

Ski,- Surf, - oder Tanzlehrer,<br />

Animateur, Bergführer, Radkurier<br />

oder Bademeister – das Sport-<br />

Business ist ein Pool voller Karrierechancen.<br />

www.hs-heilbronn.de<br />

www.dgtraining.de<br />

www.ansmann.de<br />

„Druck raus und Leidenschaft rein“<br />

Der Crailsheimer Fußball-Coach Oliver Rehbach bedient keinen Massenmarkt. Er bietet Freiräume.<br />

VON KERSTIN DORN<br />

Wer Fußball hört, denkt an Leidenschaft:<br />

an berauschende<br />

Feste oder frustrierende Abstürze.<br />

Oder an das Geld, das damit verdient<br />

werden kann. Auch der Fußballcoach<br />

Oliver Rehbach dachte<br />

an beides, als er sich vor 13 Jahren<br />

selbstständig machte. Heute<br />

liegt sein Augenmerk auf Freiräumen.<br />

Alle vier Jahre, immer dann, wenn<br />

eine Fußball-Weltmeisterschaft<br />

vor der Tür steht, herrscht Goldgräberstimmung<br />

in der Sportbranche.<br />

Ganz besonders groß war die<br />

Euphorie 2006, als das Event in<br />

Deutschland stattfand. Diese Stimmung<br />

hat der gelernte Bankkaufmann<br />

und leidenschaftliche Fußballer<br />

genutzt und ein Internetportal<br />

gegründet, das den Markt der<br />

Fußballschulen bündelte und den<br />

Eltern eine Art Leitfaden über die<br />

vielfältigen Möglichkeiten an die<br />

Hand gab. Schon damals wuchs<br />

der Wunsch, ein eigenes Trainings-<br />

und Ausbildungszentrum<br />

zu entwickeln.<br />

Ein offenes Spielfeld<br />

GELD doch der Weg dahin war<br />

nicht einfach: Um Geld zu verdienen,<br />

musste er Geld investieren.<br />

Eine sechsstellige Summe, die der<br />

30-Jährige nicht hatte und die ihm<br />

nicht einmal die Banken leihen<br />

wollten, wenn nicht seine Eltern<br />

für ihn gebürgt hätten. Mit dem<br />

Startkapital gründete er die Firma<br />

„KickInside“, rüstete eine ehemalige<br />

Tennishalle zur Fußballarena<br />

um und vermietet die einzelnen<br />

Felder. Kindergeburtstage, Vereinsfeiern,<br />

Trainings für Betriebsmannschaften<br />

– es gibt zahlreiche<br />

Kunden, die das Angebot nutzen<br />

und Geld in die Kasse spielen. Allerdings<br />

nicht genug, um davon leben<br />

zu können.<br />

LEIDENSCHAFT War das<br />

Ganze eine Sackgasse? Hallenvermietung<br />

und Gastronomie – das<br />

war jedenfalls nicht das, wofür<br />

Rehbach brannte. Er wollte seinen<br />

Traum von einer Fußballschule<br />

verwirklichen und setzte<br />

auf einen Trend aus den USA, wo<br />

Die Firma „Freiraum33“ in Crailsheim, in der Hofäckerstraße 6/1,<br />

beheimatet vier Marken unter einem Dach: Dazu gehören die<br />

Fußball- und Chill-Out-Area „KickInside“, eine „FreestyleAcademy“<br />

(Fußballakrobatik), die SoccerAcademy (ein Zentrum für<br />

Technik und Camps) sowie der Bereich „Potenzialcoaching“.<br />

es gang und gäbe ist, dass Eltern<br />

für die fußballerische Ausbildung<br />

ihrer Sprößlinge bezahlen. Sein<br />

Umfeld reagierte skeptisch: Kein<br />

Crailsheimer würde je Geld für etwas<br />

ausgeben, was in den Vereinen<br />

nahezu kostenlos angeboten<br />

wird. Doch Rehbach gab nicht<br />

auf. Er bot individuelle Einzeltrainings<br />

gegen Gebühr an und<br />

schnürte Pauschalangebote für<br />

Vereine aus ganz Deutschland,<br />

Österreich und der Schweiz. Zum<br />

Fixpreis gab es Training, Übernachtung<br />

und Verpflegung. Rund<br />

700 Vereine haben das Angebot<br />

bisher genutzt, rund 3500 Übernachtungen<br />

hat er seiner Heimatstadt<br />

pro Jahr beschert und nach<br />

seinen Berechnungen einen zusätzlichen<br />

Umsatz von rund einer<br />

Millionen Euro gebracht.<br />

FREIRAUM Eigentlich hätte sich<br />

Rehbach damit zufrieden geben<br />

können. Wenn ihm da nicht der<br />

Tiefgang und die Freiräume gefehlt<br />

hätten. Er lernt neurolinguistisches<br />

Programmieren und Brainkinetik,<br />

eine Trainingsmethode,<br />

die auch von den Profis angewandt<br />

wird. Und er stellt seinen<br />

Schülern immer wieder die gleichen<br />

Fragen: „Welches Spiel<br />

spielst du?“ und vor allem, „Welches<br />

Spiel willst du eigentlich spielen?“<br />

Er rückt die Fußballtaktik in<br />

den Lebenskontext und nutzt das<br />

Training als Methode der Persönlichkeitsentwicklung.<br />

Die Idee dahinter<br />

ist einfach: Nur wer mit Leidenschaft<br />

arbeitet, bringt Leistung.<br />

Nur wer Leistung bringt, hat<br />

Erfolg.<br />

Das ist ein Ansatz, den auch immer<br />

mehr Unternehmen zu schätzen<br />

wissen und die bei Rehbach<br />

Coachings für einzelne Mitarbeiter<br />

und ganze Teams buchen. Das<br />

Geschäft lief gut an, nur sah Rehbach<br />

die neuen Ansätze im Firmennamen<br />

nicht genügend reflektiert.<br />

Um das gewandelte Image nach<br />

außen zu transportieren, hat er<br />

2016 umfirmiert: Der neue Name<br />

lautet „Freiraum 33" und soll die<br />

Möglichkeiten der individuellen<br />

Selbstfindung und der Potenzialentfaltung<br />

in den Mittelpunkt rücken.<br />

Rehbach weiß, dass er keinen<br />

Massenmarkt bedient, mit dem<br />

Millionen zu verdienen sind. Aber<br />

das ist auch nicht sein Ziel. „Es<br />

kann nicht immer nur um ein Höher,<br />

Schneller und Weiter gehen“,<br />

ist er sich sicher. Viel wichtiger sei<br />

es doch, die eigenen Potenziale zu<br />

erkennen, zu sich selbst zu finden<br />

und nicht im Hamsterrad auszubrennen.<br />

Einfach nur darum,<br />

„sein eigenes Spiel zu spielen“.<br />

Fragt man Rehbach, ob er von seinem<br />

Geschäft leben kann, kontert<br />

er: „Ich könnte nicht ohne mein<br />

Geschäft leben.“<br />

www.freiraum33.eu<br />

Auswahl: Vier Farben, vier Ausrichtungen – Oliver Rehbach präsentiert<br />

die Säulen seiner Firma.<br />

Foto: Kerstin Dorn


08 Firmen & Märkte<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

120 Jahre alt und weiter kerngesund<br />

Arnold Umformtechnik steigerte den Umsatz im letzten Jahr um 18 Millionen auf 230 Millionen Euro und investiert in den Ausbau seiner<br />

Standorte in Ernsbach und Dörzbach. In diesem Jahr feiert der Spezialist für Verbindungstechnik Jubiläum. VON FRANK LUTZ<br />

Neubau: So soll das Gebäude aus erweiterter Versandhalle und Büroräumen in Ernsbach nach der Fertigstellung 2019 aussehen.<br />

Genau 120 Jahre alt wird Arnold<br />

Umformtechnik in diesem<br />

Jahr. Zu diesem Anlass<br />

hat der Spezialist für Verbindungstechnik<br />

aus dem Forchtenberger<br />

Stadtteil Ernsbach ein Video gedreht,<br />

das in vier Etappen veröffentlicht<br />

wird.<br />

Der Umsatz der gesamten Gruppe<br />

lag 2017 bei 230 Millionen Euro<br />

– 18 Millionen Euro höher als im<br />

Vorjahr. 196 Millionen Euro wurden<br />

allein bei Arnold Umformtechnik<br />

erwirtschaftet. Für dieses Jahr<br />

strebt die Arnold-Gruppe zehn<br />

Prozent Wachstum auf 254 Millionen<br />

Euro an – bis Ende April wurden<br />

82 Millionen Euro erreicht.<br />

„Das ist etwas unter Plan – von<br />

der heißen Konjunktur hätten wir<br />

uns etwas mehr erwartet“, sagt Geschäftsführer<br />

Gert-Thomas Höhn.<br />

Die Auswirkungen des Dieselskandals<br />

machten sich hier bemerkbar<br />

– zu 80 Prozent beliefere Arnold<br />

die Automobilindustrie.<br />

Die von der US-Regierung verordneten<br />

Importzölle auf Stahl und<br />

Aluminium beeinträchtigen die Geschäfte<br />

dagegen kaum: „Im Moment<br />

sehen wir durch die Einführung<br />

dieser US-Importzölle keine<br />

direkten Auswirkungen auf Arnold<br />

Umformtechnik“, sagt Geschäftsführer<br />

Dirk Döllner. Arnold<br />

produziere lokal: „Daher haben<br />

wir hier keine direkten Einflüsse<br />

und sind mit unseren lokalen<br />

Produktionsstätten sehr gut<br />

aufgestellt.<br />

STEIGERUNG Zum Bilanzgewinn<br />

veröffentlicht das Unternehmen<br />

keine Zahlen. Jedoch sagt<br />

Döllner: „Wir haben bei Arnold<br />

Umformtechnik unsere Ziele –<br />

Umsatz und Gewinn – erreicht<br />

und sind sehr zufrieden, da wir<br />

eine deutliche Steigerung zum Vorjahr<br />

erzielen konnten.“ Auch die<br />

Mitarbeiterzahl ging in den letzten<br />

Mit Holzschrauben fing alles an<br />

Zur Arnold-Gruppe gehören die Unternehmen Arnold Umformtechnik<br />

mit Standorten in Forchtenberg-Ernsbach und Dörzbach,<br />

Arnold Technique France (Frankreich), Arnold Fastening Systems<br />

(USA) und Arnold Fasteners Shenyang (China). Als ältestes Unternehmen<br />

der Gruppe wurde Arnold Umformtechnik 1898 von<br />

Louis und Carl Arnold in Ernsbach gegründet und produzierte ursprünglich<br />

Holzschrauben. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen<br />

Blech- und Schneideschrauben hinzu, 1970 die ersten Schraubsysteme.<br />

Seit 1994 gehört Arnold zur Würth-Gruppe. 2011<br />

wurde die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro erstmals geknackt.<br />

Im vergangenen Jahr produzierte die Gruppe fast 6,9 Milliarden<br />

Teile.<br />

Grafik: Arnold<br />

Jahren nach oben – von gut 790<br />

im Jahr 2012 auf 1180 im letzten<br />

Jahr. 1<strong>07</strong>0 davon sind bei Arnold<br />

Umformtechnik beschäftigt.<br />

Auch räumlich expandiert Arnold<br />

weiter: Am Standort Dörzbach.<br />

steht die neue Härterei schon im<br />

Rohbau. Sie soll ab Herbst ihren<br />

Betrieb aufnehmen und in einem<br />

zweiten Bauabschnitt bis 2024 erweitert<br />

werden. Ebenfalls in zwei<br />

Schritten bis 2024 ist die Galvanik<br />

gleich nebenan geplant. Schon im<br />

September soll der Bau der siebten<br />

Produktionshalle am Standort<br />

beginnen, der Mitte nächsten Jahres<br />

abgeschlossen sein soll.<br />

Gleichzeitig entsteht eine Sortierund<br />

Verpackungshalle, die ebenfalls<br />

Mitte nächsten Jahres ihren<br />

Betrieb aufnehmen soll. Die Gesamtfläche<br />

in Dörzbach beträgt<br />

bisher 25 550 Quadratmeter. Die<br />

Härterei und weitere Produktionshallen<br />

werden etwa 13 250 Quadratmeter<br />

erfassen, die geplante<br />

Galvanik zwischen 2500 und Quadratmetern<br />

haben. In Ernsbach<br />

wird derzeit die Versandhalle erweitert,<br />

für nächstes Jahr ist ein<br />

neues Bürogebäude geplant.<br />

Für die Produktion wurden zwei<br />

Pressen für sieben Umformstufen<br />

gekauft. Das Besondere: Nahezu<br />

alles wird über eine Servozentrale<br />

angetrieben – statt wie bisher mechanisch<br />

– und nach der Erstfertigung<br />

sind alle Daten in der Maschine<br />

abgespeichert. Insgesamt<br />

wurden seit 2016 fast 88 Millionen<br />

Euro in die Hohenloher Standorte<br />

investiert.<br />

Für den Einsatz in der Karosserie-<br />

Montage wurden auch die Schrauben<br />

„Flow push“ und „Flowform“<br />

entwickelt. Insgesamt 127 „Flowform“-Schrauben<br />

sind in der<br />

S-Klasse-Cabrio von Mercedes-<br />

Benz verbaut.<br />

www.arnold-fastening.com<br />

ANZEIGE<br />

ADVERTORIAL<br />

Erfolg für Würth Elektronik<br />

im E-Rennsport<br />

E-Motorrad der Uni Nottingham holt im TT Zero Cup der Isle of Man Platz 2<br />

Beim legendären Tourist Trophy<br />

Motorradrennen auf der Isle of<br />

Man, errang das Elektro-Superbike<br />

des studentischen Entwicklerteams<br />

der University of Nottingham den<br />

zweiten Platz des vollelektrischen<br />

TT Zero Cups. Auf der 60,73 km langen<br />

Rennstrecke hatte Fahrer Daley<br />

Mathison mit einer Rundenzeit<br />

von 18:58:294 Minuten und einer<br />

Durchschnittsgeschwindigkeit von<br />

191 km/h lediglich 24 Sekunden<br />

Rückstand auf Michael Rutter vom<br />

Team Mugen Honda.<br />

Was diesen Platz so wertvoll macht:<br />

Das Team der University of Nottingham<br />

(UoN Super Bike) ist das einzige<br />

Studenten- und Professorenteam<br />

unter professionellen Firmenteams.<br />

Mit Würth Elektronik eiSos hat UoN<br />

Super Bike einen Technologiepartner,<br />

der sich stark für die Förderung<br />

der Elektromobilität einsetzt.<br />

Beim Rennen fieberten Vertreter<br />

des Technologiepartners Würth<br />

Elektronik eiSos mit ihrem Team<br />

UoN Super Bike mit. Sie durften<br />

stolz erleben, wie Fahrer Daley<br />

Mathison den Siegerkranz und die<br />

Trophäe „Silver Lady“ durch Seine<br />

Königliche Hoheit Prinz William<br />

auf dem Podium überreicht bekam.<br />

Prinz William besuchte das studentische<br />

Rennteam in der Garage<br />

und ließ sich das beeindruckende<br />

E-Motorrad zeigen. Das 280 kg<br />

schwere Bike beschleunigt in 2,2<br />

Sekunden von 0 auf 100 km/h, erreicht<br />

eine Höchstgeschwindigkeit<br />

von 287 km/h und ein maximales<br />

Drehmoment von 1 200 Nm. Beim<br />

TT Zero Cup konnte das Team die<br />

bisherigen Bestzeiten unterbieten.<br />

Kooperations- und Technologiepartner<br />

Würth Elektronik eiSos<br />

Bereits in der aktuellen Version sind<br />

im Elektromotorrad der UoN einige<br />

besonders robuste und leistungsstarke<br />

passive Bauteile von Würth<br />

Elektronik eiSos verbaut.<br />

„Das E-Superbike-Team bekommt<br />

von uns jede Unterstützung an<br />

Bauelementen und Know-how, die<br />

es braucht“, sagt Alexander Gerfer,<br />

CTO der Würth Elektronik eiSos<br />

Gruppe. „Wir sind ja auch seit der<br />

Geburtsstunde der Formel-E-Rennserie<br />

aktiv und Technologiepartner<br />

des Formel-E-Teams Audi Sport ABT<br />

Schaeffler. Umso mehr freuen sich<br />

insbesondere die Motorradfreunde<br />

bei uns, dass wir mit dem Team der<br />

Universität Nottingham ein weiteres<br />

innovatives E-Rennsportteam<br />

bei zukunftsweisenden Entwicklungen<br />

im Feld der Elektromobilität unterstützen<br />

können – noch dazu ein<br />

so erfolgreiches. Herzlichen Glückwunsch!“<br />

Technologiepartnerschaften<br />

im Bereich des E-Rennsports<br />

sind für Würth Elektronik eiSos eine<br />

Säule im breiten Engagement für<br />

E-Mobilität, das sich der Hersteller<br />

elektronischer und elektromechanischer<br />

Bauelemente auf die Fahnen<br />

geschrieben hat.<br />

Von Waldenburg in die<br />

weite Welt!<br />

Würth Elektronik eiSos ist einer der führenden Hersteller von<br />

elektronischen und elektromechanischen Bauelementen für die<br />

Elektronikindustrie. Von Waldenburg aus sind wir in 50 Ländern<br />

der Welt aktiv. Erfolg und Höchstleistungen sind nur möglich,<br />

wenn ein starkes Team ein gemeinsames Ziel verfolgt.<br />

www.we-online.de<br />

Würth Elektronik eiSos<br />

GmbH & Co. KG<br />

Max-Eyth-Straße 1<br />

74638 Waldenburg<br />

Telefon +49 7942 945-0<br />

www.we-online.de<br />

Das Team der University of Nottingham.<br />

Foto: Würth Elektronik eiSos


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Politik & Wirtschaft 09<br />

Fruchtbare Kooperation<br />

Würth Elektronik und Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration<br />

gewinnen IHK-Forschungstransferpreis in Gold für Leiterplatte „Twinflex-Stretch“.<br />

Professor Erich Schöls<br />

brachte es auf den Punkt:<br />

„Es stellt sich die Frage,<br />

ob wir alles tun müssen, was<br />

technologisch machbar ist“,<br />

sagte der Prodekan der Fakultät<br />

Gestaltung der Hochschule<br />

Würzburg-Schweinfurt und Leiter<br />

des Steinbeis-Forschungszentrums<br />

Design und Systeme<br />

bei der siebten Verleihung des<br />

Forschungstransferpreises der<br />

IHK Heilbronn-Franken. Entscheidend<br />

sei es, die Frage<br />

nach dem Mehrwert im Auge zu<br />

behalten: „Technik ohne kontextuellen<br />

Inhalt ist wertlos.<br />

Technik muss die intellektuellen<br />

Fähigkeiten des Menschen<br />

fördern“, sagte Schöls Mitte<br />

Juni im Heilbronner Haus der<br />

Wirtschaft.<br />

INNOVATIV Sicher einen<br />

Mehrwert bringen die drei Kooperationsprojekte<br />

zwischen<br />

Wissenschaft und Wirtschaft,<br />

die von der IHK mit 20 000<br />

Euro ausgezeichnet wurden.<br />

Der mit 10 000 Euro dotierte<br />

Preis in Gold ging an Dr. Alina<br />

Schreivogel von Würth Elektronik,<br />

Rot am See, und Dr. Thomas<br />

Löher, Fraunhofer Institut<br />

für Zuverlässigkeit und Mikrointegration,<br />

Berlin. Sie hatten mit<br />

Projekt „Twinflex-Stretch“ eine<br />

elastische elektronische Leiterplatte<br />

entwickelt und in Serienfertigung<br />

gebracht.<br />

Ausgezeichnet: Elke Döring (li.), Hauptgeschäftsführerin IHK Heilbronn-Franken und Kammerpräsident<br />

Harald Unkelbach (2. v. li.) im Kreise der Preisträger und Juroren. Foto: Thomas Frank, Fotostudio M 42<br />

Über den mit 5000 Euro dotierten<br />

Preis in Silber freuten sich<br />

Dr. Michael Spallek, Rommelag<br />

Engineering, Sulzbach Laufen,<br />

und Prof. Uwe Gleiter, Hochschule<br />

Heilbronn. Sie haben<br />

mit „Bottelpack Easy Empty“<br />

eine neuartige und kostengünstige<br />

Infusionsflasche entwickelt,<br />

die sich auch unbelüftet<br />

vollständig entleert, bei hohen<br />

Temperaturen sterilisiert werden<br />

kann und deutlich weniger<br />

Kunststoffmaterial zur Herstellung<br />

benötigt. Einen weiteren<br />

Preis in Silber erhielten Dr.<br />

Sven Grunwald, Lehrstuhl Fahrzeugmechatronik<br />

der Technischen<br />

Universität Dresden, und<br />

Dr. Friedrich Denkhaus von<br />

Rex Industrieprodukte Graf von<br />

Rex in Vellberg für ihr Projekt<br />

„Cem2S – integrierte Sensorik<br />

in der Rotation“. Sie rüsteten<br />

Bremsbeläge mit zahlreichen<br />

Sensoren aus, die im Blick auf<br />

die Industrie 4.0 wesentliche<br />

Vorteile bieten. Jens Nising vom<br />

SWR moderierte den Abend,<br />

das „Trio Subito“ sorgte mit jazzigen<br />

Klängen für die passende<br />

Hintergründe zum Preis<br />

musikalische Untermalung.<br />

pm/flu<br />

www.heilbronn.ihk.de<br />

www.rex-industrie-produkte.de<br />

www.rommelag.com<br />

www.we-online.de<br />

Mit dem IHK-Forschungstransferpreis werden jedes Jahr drei<br />

besonders herausragende gemeinsame Projekte einer Forschungseinrichtung<br />

und eines Unternehmens ausgezeichnet.<br />

Sowohl Forschungseinrichtungen als auch Betriebe können<br />

sich bewerben. Voraussetzung ist, dass einer der beiden Kooperationspartner<br />

aus der Region kommt und der Abschluss<br />

der Arbeit nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Bewertet werden<br />

jeweils innovatorische Leistung, Wissenstransfer, Anwendungsmöglichkeit<br />

und wirtschaftliches Erfolgspotenzial.<br />

Mineralölpreise<br />

immer im Blick<br />

Future Service unter den TOP 100-Mittelständlern.<br />

Bereits zum 25. Mal kürte der<br />

Wettbewerb „TOP 100“ die innovativsten<br />

Firmen des deutschen<br />

Mittelstands. Zu den ausgezeichneten<br />

Innovationsführern zählt in<br />

diesem Jahr die Futures-Services<br />

GmbH mit ihren zwei Niederlassungen<br />

in Tauberbischofsheim<br />

und Würzburg.<br />

Das Unternehmen mit 13 Mitarbeitern<br />

überzeugte die unabhängige<br />

Jury insbesondere in der Kategorie<br />

„Innovationsklima“. Der Mittelständler<br />

versorgt seine Kunden<br />

mit automatisierten Preisrechnern,<br />

Informationen zur Preisentwicklung<br />

sowie speziellen Abrechnungsmodellen<br />

bei Mineralöl.<br />

Der Firma ist es gelungen, die Inlandspreise<br />

von Diesel und Heizöl<br />

mit internationalen Handelspreisen<br />

zu verzahnen. „Das ermöglicht<br />

jederzeit eine realistische<br />

Preisfeststellung, die den Kunden<br />

auf Wunsch per SMS übermittelt<br />

wird“, erklärt Oliver Johne, der<br />

das Familienunternehmen in zweiter<br />

Generation leitet.<br />

Neue Ideen entstehen bei Futures-<br />

Services durch regen Austausch<br />

im Team. Neben täglichen Kurzmeetings<br />

finden alle zwei Wochen<br />

Präsentationsrunden statt, in denen<br />

die Programmierer ihre Projekte<br />

vorstellen. „Es ist eine offene<br />

Diskussion, in die verschiedene<br />

Ideen einfließen. Daraus entwickeln<br />

sich oft echte Innovationen“,<br />

sagt Johne. Zu den jüngsten<br />

Neuentwicklungen zählen Webdesignlösungen<br />

sowie ein Onlinepreisrechner.<br />

Dieser ist sowohl<br />

bei kleineren Energiehändlern als<br />

auch bei größeren Unternehmen<br />

mit Konzernstruktur sehr gefragt.<br />

Dank dieser Erweiterung des Produktportfolios<br />

zeigt sich der Mittelständler<br />

auch für die Zukunft<br />

gut aufgestellt.<br />

pm<br />

www.futures-services.com<br />

www.top100.de<br />

Preisverleihung: TV-Moderator Ranga Yogeshwar (3. v. re.) mit Srinivas<br />

Nekkalapudi (Senior Developer), Jahanavi Parimi (Trainee), Doris May (Verwaltung),<br />

Oliver Johne (Geschäftsführer) und Mohammed Aziz (Werksstudent,<br />

v. li., alle Future Services).<br />

Foto: Future Service<br />

Gastkommentar<br />

Europa ist mehr als „nur“ Flüchtlingspolitik<br />

Friedliches Miteinander, Solidarität und individuelle Freiheiten machen die EU aus – das muss wieder in den Fokus rücken.<br />

Bei mehreren Besuchen im<br />

EU-Parlament in Straßburg<br />

stand stets die Zukunft der<br />

Europäischen Union im Mittelpunkt<br />

meines Gedankenaustausches<br />

mit den EU-Parlamentariern,<br />

wobei auffallend war, dass<br />

die Abgeordneten darum baten,<br />

für „pro-Europäische Parteien“<br />

bei den EU-Wahlen im nächsten<br />

Jahr zu werben. In allen Gesprächsrunden<br />

war auch betont<br />

worden, dass „Europa mehr ist“<br />

als das die Schlagzeilen beherrschende<br />

Thema „Flüchtlingspolitik“,<br />

so wichtig dieses für den Zusammenhalt<br />

der EU zweifelsfrei<br />

ist.<br />

Stimmt. Europa ist mehr. Dazu<br />

führe ich ein Zitat des spanischen<br />

Philosophen Jose Ortega y Gasset<br />

an: „Ziehen wir heute eine Bilanz<br />

unseres geistigen Besitzes, so<br />

würde sich herausstellen, dass<br />

das meiste davon nicht unserem<br />

jeweiligen Vaterland, sondern<br />

dem gemeinsamen europäischen<br />

Fundus entstammt. In uns überwiegt<br />

der Europäer bei weitem<br />

den Deutschen, Spanier, Franzosen.<br />

Vier Fünftel unserer inneren<br />

Habe sind europäisches Gemeingut.“<br />

Begeistert: Auf dem Westbalkan – etwa in Mazedonien – wollen<br />

viele Menschen, dass ihr Land in die EU aufgenommen wird. Europa<br />

sollte ihnen nicht die kalte Schulter zeigen. Foto: Georgi Licovski/EPA/dpa<br />

Die Achtung der Menschenrechte,<br />

Religions-, Presse- und Meinungsfreiheit,<br />

die Sicherung und Wahrung<br />

des friedlichen Miteinanders<br />

der europäischen Völkergemeinschaft<br />

sowie des vielfältigen kulturellen<br />

Erbes zeichnen unsere Wertegemeinschaft<br />

aus. Daran haben<br />

mich Vertreter von Ländern des<br />

Westbalkans in zahlreichen Unterredungen<br />

mit Nachdruck erinnert,<br />

die sich eine Aufnahme in<br />

die Europäische Union wünschen.<br />

Wir sollten „großherziger“, ja<br />

auch mutiger sein und europäische<br />

Notwendigkeiten erkennen<br />

und danach handeln; auch, weil<br />

uns klar sein sollte, wohin sich<br />

diese europäischen Länder wenden<br />

werden, wenn wir ihnen noch<br />

lange die kalte Schulter zeigen.<br />

Klar, manche „europäische Notwendigkeit“<br />

ist unbequem, aber<br />

„notwendig“. Darauf hat Jacques<br />

Schuster, Kolumnist der „Welt“,<br />

jüngst aufmerksam gemacht, als<br />

er fragte, warum die Europäer mit<br />

den Deutschen an der Spitze nicht<br />

auf die Idee kommen, „ihre Geschicke<br />

selbst in die Hand zu nehmen.<br />

Warum empfinden die Europäer<br />

eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts<br />

auf zwei Prozent<br />

des Bruttoinlandsprodukts als<br />

Ausdruck amerikanischen<br />

Zwangs und nicht als eine europäische<br />

Notwendigkeit, die selbstverständlich<br />

sein sollte, will der Kontinent<br />

auf eigenen Beinen stehen?“<br />

Eine ganz besonders dringende<br />

Notwendigkeit stellt die Bekämpfung<br />

der Arbeitslosigkeit dar. Wie<br />

soll es denn gelingen, unter den<br />

jungen Europäern für die Vorteile<br />

der Europäischen Union zu werben,<br />

wenn wir in der EU im Durchschnitt<br />

eine Jugendarbeitslosigkeit<br />

von mehr als 15 Prozent zu<br />

beklagen haben? Wenn es nicht<br />

bald gelingt, der europäischen Jugend<br />

eine berufliche und damit ja<br />

auch Lebensperspektive aufzuzeigen,<br />

dann wird die EU keine Zukunft<br />

haben. Deshalb muss mehr<br />

Geld in Bildung gesteckt werden;<br />

richtig: Das kostet viel Geld, keine<br />

Bildung ist aber um ein Vielfaches<br />

teurer.<br />

Die Programme Erasmus, Erasmus<br />

+ und Comett müssen bekannt<br />

gemacht, aufgestockt und<br />

umgesetzt werden. Hinzu kommen<br />

sollten zeitnah Investitionen<br />

in den besonders von Arbeitslosigkeit<br />

gebeutelten Ländern. Hier ist<br />

die Wirtschaft gefordert; allen voran<br />

auch die deutsche. Robert<br />

Schuman hatte recht: „Europa<br />

wird durch konkrete Tatsachen<br />

entstehen, die zunächst eine Solidarität<br />

der Tat schaffen.“<br />

Eine erfreuliche Entwicklung soll<br />

hier noch erwähnt werden: Am<br />

14. Mai haben junge Europäer<br />

ihre Agenda für ein geeintes<br />

Europa der Zukunft an Politik und<br />

Wirtschaft übergeben. In dieser<br />

werben sie kundig, umfassend<br />

Dr. Walter Döring<br />

Der gebürtige Stuttgarter war lange eine<br />

der Gallionsfiguren der FDP. Er war Gemeinderat<br />

in Schwäbisch Hall, Vorsitzender der<br />

Landtagsfraktion und Wirtschaftsminister<br />

von Baden-Württemberg. Heute arbeitet<br />

der 64-Jährige als Consultant und hält Vorlesungen<br />

an Hochschulen. Im Kreistag ist er<br />

für die Freien Demokraten politisch aktiv.<br />

Döring ist Initiator und Mitorganisator des<br />

Kongresses „Gipfel der Weltmarktführer“<br />

in Schwäbisch Hall und gründete die Akademie<br />

Deutscher Weltmarktführer.<br />

und mit klugen Ideen für Europa.<br />

Zu diesen gehörtder Vorschlag,<br />

eine jährliche „Europäische Woche“<br />

einzuführen, „mit dem Ziel,<br />

das Bewusstsein für die Europäische<br />

Union zu schärfen und die<br />

europäische Identität zu stärken“;<br />

ergänzt um die Aufforderung, „regelmäßig<br />

öffentliche Veranstaltungen<br />

und Bürgerdialoge mit EU-<br />

Parlamentariern durchzuführen“.<br />

Nach wie vor gilt: Europa ist zur<br />

Zeit „der beste Teil der Welt“. Arbeiten<br />

wir gemeinsam daran, dass<br />

dies so bleibt.


10 Industrie<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Über der zweiten Milliarde<br />

EBM-Papst: Der Technologieführer von Ventilatoren und Motoren wächst kräftig und stellt sich neu auf.<br />

VON HERIBERT LOHR<br />

Die Mulfinger konnten ihre<br />

Erfolgsgeschichte fortschreiben,<br />

auch wenn der<br />

Bereich Automotive in St. Georgen<br />

neu strukturiert werden muss.<br />

Das Geschäftsjahr 2017/18 bescherte<br />

dem Familienunternehmen<br />

einem Umsatz von 2,043 Milliarden<br />

Euro. Ein Plus von 7,5 Prozent<br />

oder 143 Millionen Euro.<br />

Stefan Brandl, Vorsitzender der<br />

Geschäftsführung kommentierte<br />

das Ergebnis auf der Pressekonferenz<br />

in Stuttgart auch mit sichtlichem<br />

Stolz: „In Zeiten von Materialengpässen,<br />

Kapazitätsproblemen<br />

und politischen Unsicherheiten,<br />

ist dies eine herausragende<br />

Leistung. Wir konnten fast in allen<br />

Regionen, in allen Märkten, an allen<br />

Standorten wachsen – und das<br />

vielfach sogar zweistellig“.<br />

Mit der Einführung des Strategieprogramms<br />

„one ebm-papst“<br />

hatte Stefan Brandl zuletzt die Weichen<br />

gestellt, das Unternehmen<br />

„für weiteres qualitatives Wachstum<br />

auszurichten“. Dafür sind derzeit<br />

mehr als 30 strategische Projekte<br />

in Arbeit, mit denen unter anderem<br />

die Effizienz, die Effektivität,<br />

die Reaktionsfähigkeit und die<br />

Flexibilität der Firmengruppe gesteigert<br />

werden soll.<br />

Ein bedeutendes Projekt des Programms<br />

ist die „Struktur 2020“<br />

mit der auch die Geschäftsregionen<br />

Asien und Amerika nach dem<br />

Prinzip „local for local“ ausgerichtet<br />

werden. Mehr Eigenständigkeit<br />

der Vertreter vor Ort in den Bereichen<br />

Entwicklung, Vertrieb und<br />

Produktion soll für mehr Nähe<br />

Bewegung: Personelle Änderungen an der Spitze. Stefanie Spanagel leitet EBM-Papst in Landshut.<br />

Bruno Lindl (Forschung und Entwicklung, Mi.) ging in den Ruhestand. Sein Nachfolger: Stephan Arnold.<br />

Ventilatorenfertigung: Erfolge in alle Marktsegmenten sorgen für beste Auslastung.<br />

Zum Unternehmen<br />

Fotos: EBM-Papst<br />

Die EBM-Papst Gruppe ist der weltweit führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren. Seit Gründung<br />

setzt das Technologieunternehmen kontinuierlich weltweite Marktstandards: von der digitalen Vernetzung<br />

elektronisch geregelter EC-Ventilatoren über die aerodynamische Verbesserung der Ventilatorflügel, bis hin<br />

zur ressourcenschonenden Materialauswahl. Im Geschäftsjahr 2017/18 beschäftigte der Branchenprimus<br />

über 15 000 Mitarbeiter an 27 Produktionsstätten sowie 48 Vertriebsstandorten weltweit. Die Produkte von<br />

EBM-Papst sind unter anderem in der Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, in Haushaltsgeräten, der Heiztechnik,<br />

im Bereich Automotive und der Antriebstechnik zu finden.<br />

zum Markt sorgen, um Besonderheiten<br />

schnell aufgreifen zu können.<br />

Rund 201 Millionen Euro investiert<br />

der Ventilatorenbauer in diesen<br />

Plan und baut dafür auch<br />

seine Kapazitäten in Xian (fünfter<br />

Standort in China) aus.<br />

Für das laufende Geschäftsjahr<br />

rechnet die Firmenspitze mit einem<br />

moderaten Zuwachs von 3,1<br />

Prozent. Der Umsatz läge dann bei<br />

etwa 2,1<strong>07</strong> Milliarden Euro.<br />

Zuletzt konnte das Unternehmen<br />

in allen Geschäftsbereichen und<br />

in drei seiner vier Geschäftsregionen<br />

weitere Marktanteile dazugewinnen.<br />

Besonders gut lief es für<br />

die Mulfinger dabei in Europa<br />

(Plus 10,5 Prozent), gefolgt von<br />

Deutschland mit 7,2 Prozent. Auf<br />

dem amerikanischen Markt fiel<br />

der Branchenprimus dagegen<br />

währungsbedingt leicht zurück<br />

(247,7 Millionen Euro / minus<br />

0,2 Prozent). In den einzelnen<br />

Marktsegmenten gab es überall<br />

ein Plus. So wuchs etwa die aus<br />

Mulfingen betreute industrielle<br />

Lufttechnik um 5,8 Prozent (Umsatz:<br />

1,355 Milliarden Euro).<br />

Mit zwei Denkfabriken in Dortmund<br />

und Osnabrück forciert<br />

EBM-Papst derzeit seine Forschung<br />

in der Digitalisierung sowie<br />

die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.<br />

Rund 20 Forscher<br />

sollen „mit bewusst gewähltem<br />

Abstand zur Welt der Ventilatoren<br />

und Motoren“ neue kreative<br />

Ideen einbringen. Grundsätzlich<br />

gibt das Unternehmen fast sechs<br />

Prozent seines Umsatzes für Forschung<br />

und Entwicklung aus. In<br />

diesem Geschäftsjahr sind Investitionen<br />

in Rekordhöhe von 200,8<br />

Millionen Euro geplant. Darunter<br />

ist auch das neue Technologiezentrum<br />

in Mulfingen.<br />

Die allgemein gute Entwicklung<br />

zeigt sich auch in zusätzlichen<br />

Jobs. Die Belegschaft wuchs um<br />

717 Personen auf nun 15 115 Mitarbeiter<br />

(plus fünf Prozent), davon<br />

allein in Deutschland 6852<br />

(plus 333) einschließlich der 341<br />

Auszubildenden und Studenten.<br />

Die Zentrale überschritt mit einem<br />

Umsatz von exakt 1,029 Milliarden<br />

Euro (plus 9,2 Prozent)<br />

erstmals die Milliardengrenze.<br />

Die Zahl der Mitarbeiter in Mulfingen<br />

stieg um 210 auf nun 3 699.<br />

Zuletzt gab es auch einige Änderungen<br />

in der Firmenspitze.<br />

Am 1. Juli begann Stefanie Spanagel<br />

als Geschäftsführerin bei der<br />

EBM-Papst Landshut GmbH. Spanagel<br />

kam vom Automobil- und<br />

Maschinenbauzulieferer AMK.<br />

Während eine Karriere im Unternehmen<br />

beginnt, ging eine andere<br />

zu Ende. Nach über einem Jahrzehnt<br />

in der Gruppengeschäftsführung<br />

ging Bruno Lindl, Ende Juni<br />

in den Ruhestand. Lindl war seit<br />

September 20<strong>07</strong> Geschäftsführer<br />

von Forschung und Entwicklung.<br />

Zum 1. Juli trat mit Dr. Stephan Arnold<br />

ein international erfahrener<br />

Manager seine Nachfolge an. Dr.<br />

Arnold kam von der Schuler AG,<br />

dem weltweit größten Hersteller<br />

von Pressen.<br />

www.ebm-papst.com<br />

Keine Sache von ein paar Monaten<br />

Mit einer neuen strategischen Ausrichtung will Stefan Brandl den Ventilatorenhersteller EBM-Papst für die Zukunft rüsten. Der Vorsitzende der<br />

Geschäftsführung über die Bedeutung der Forschung, die Nähe zum Markt und neue Geschäftsfelder. INTERVIEW VON HERIBERT LOHR<br />

REGIOBUSINESS Herr Brandl,<br />

EBM-Papst hat gerade mehr als<br />

zwei Milliarden Euro Umsatz gemacht.<br />

Das Geschäft mit Motoren<br />

und Ventilatoren läuft doch. Trotzdem<br />

sind in Dortmund und Osnabrück<br />

Denkfabriken eingerichtet.<br />

STEFAN BRANDL Mit dem Aufund<br />

Ausbau unserer Denkfabriken<br />

wollen wir unsere Forschungsaktivitäten<br />

insbesondere<br />

im Bereich der Digitalisierung<br />

deutlich erhöhen. Nachdem wir<br />

im April 2017 ein Start-up für intelligente<br />

Lösungen rund um die<br />

Heiztechnik in Osnabrück eröffnet<br />

hatten, starteten wir im November<br />

letzten Jahres einen weiteren<br />

„Think Tank“ im Bereich der Lüftungstechnik<br />

in Dortmund. Mit unseren<br />

Think Tanks wollen wir bewusst<br />

Abstand zu unseren Entwicklungszentren<br />

erreichen, um mit<br />

großer Freiheit und Kreativität<br />

über neue Geschäftsmodelle außerhalb<br />

der Ventilatorenwelt nachdenken<br />

zu können.<br />

REGIOBUSINESS Sie haben mit<br />

„one ebm-papst“ ein Strategieprogramm<br />

angeschoben. Zeigen sich<br />

schon erste Erfolge oder ist es für<br />

ein erstes Fazit noch zu früh?<br />

Stefan Brandl: Großes Potenzial in Nordamerika und Asien.<br />

STEFAN BRANDL Mit unserer<br />

„one ebm-papst“-Strategie wollen<br />

wir uns als Unternehmen langfristig<br />

an der Spitze behaupten. Angesichts<br />

der Dynamik in allen unseren<br />

Märkten müssen wir mehr<br />

denn je wandlungsfähig sein und<br />

bleiben. Dazu brauchen wir einen<br />

unverstellten Blick, den Mut,<br />

Neues zu wagen, und die Bereitschaft,<br />

die eine oder andere bequeme<br />

Routine abzuschaffen. Die<br />

neue Ausrichtung ist aber keine<br />

Sache, die sich in Monaten umsetzen<br />

lässt. Wir denken eher in einem<br />

Zeitraum von fünf Jahren. Aktuell<br />

arbeiten wir an über 30 strategischen<br />

„one ebm-papst“"-Projekten,<br />

durch die wir unter anderem<br />

unsere Effizienz, Effektivität,<br />

Reaktionsfähigkeit und Flexibilität<br />

steigern und langfristig unsere führende<br />

internationale Stellung als<br />

starke, global agierende Unternehmensgruppe<br />

weiter ausbauen werden.<br />

Wir sind auf sehr gutem<br />

Wege und es zeigen sich auch bereits<br />

erste Erfolge.<br />

REGIOBUSINESS Ein wichtiger<br />

Baustein des Strategieprogramms<br />

ist das Prinzip „local for local“.<br />

Warum messen Sie diesem Prinzip<br />

so viel Bedeutung bei?<br />

STEFAN BRANDL Mit diesem<br />

Baustein, den wir intern „Struktur<br />

2020“ nennen, richten wir unsere<br />

drei Hauptstandorte in Nordamerika,<br />

Asien und Europa (Deutschland)<br />

internationaler und nach<br />

dem Prinzip „local for local“ aus<br />

und verzahnen uns stärker innerhalb<br />

des Top-Managements. Die<br />

Bedeutung von „local for local“<br />

ist daher für uns sehr wichtig,<br />

weil es uns einerseits unabhängiger<br />

gegenüber Zöllen und Währungsschwankungen<br />

macht und<br />

zum anderen ermöglicht, unsere<br />

Kunden noch spezifischer und<br />

schneller vor Ort zu unterstützen.<br />

Wir sehen noch großes Potential<br />

in Nordamerika und Asien, das es<br />

noch besser zu erschließen gilt.<br />

REGIOBUSINESS Sie sagen,<br />

dass Ihnen derzeit die Materialverfügbarkeit,<br />

etwa bei elektronischen<br />

Bauteilen, einige Schwierigkeiten<br />

bereitet. Das scheint die<br />

gute Entwicklung über alle Marktfelder<br />

hinweg nicht zu behindern.<br />

STEFAN BRANDL Wir haben es<br />

in der Tat geschafft, in Zeiten von<br />

Materialengpässen, Kapazitätsproblemen<br />

und politischen Unsicherheiten<br />

als Unternehmensgruppe<br />

die Grenze von zwei Milliarden<br />

Euro zu überschreiten und das<br />

mehr als deutlich. Dies war möglich,<br />

da wir innerhalb unserer Fertigungen<br />

mit höchster Flexibilität<br />

arbeiteten, um unsere Kunden termintreu<br />

bedienen zu können. Wir<br />

waren aber teilweise auch von Produktionsstillständen<br />

einzelner Linien<br />

betroffen. Das Thema Materialverfügbarkeit<br />

ist nach wie vor<br />

eine Herausforderung und es ist<br />

davon auszugehen, dass uns dieser<br />

Zustand in den kommenden<br />

Monaten noch begleiten wird.<br />

REGIOBUSINESS Mitten im allgemeinen<br />

Erfolg, waren die Ergebnisse<br />

im Bereich Automotive –<br />

fast schon ungewohnt – zuletzt<br />

von guten Ergebnissen bestimmt.<br />

Ein Rückzug aus diesem Einsatzgebiet<br />

Ihrer Produkte kommt aber<br />

nicht in Frage, oder?<br />

STEFAN BRANDL Wir arbeiten<br />

intensiv daran, unseren Bereich<br />

Automotive wieder auf die Erfolgsspur<br />

zu führen. So haben wir beispielsweise<br />

einen Maßnahmenkatalog<br />

aufgesetzt, der unter anderem<br />

die Senkung der laufenden<br />

Kosten, Verhandlungen mit Lieferanten<br />

und Kunden betrifft und darüber<br />

hinaus auch aktuelle Investitionen<br />

und Strukturverbesserungen<br />

beinhaltet.<br />

REGIOBUSINESS An Ihrem<br />

Stammsitz in Mulfingen investieren<br />

Sie mehr als 43 Millionen<br />

Euro in ein neues Entwicklungszentrum.<br />

Das ist auch für ein Unternehmen<br />

wie Ihres viel Geld. Warum<br />

ist diese Investition in dieser<br />

Größenordnung notwendig?<br />

STEFAN BRANDL Ziel, des in<br />

den kommenden Monaten entstehenden<br />

Technologiezentrums ist<br />

es, dem in den vergangenen Jahren<br />

gestiegenen Platzbedarf mit einer<br />

Verdoppelung nachzukommen.<br />

Mit modernen Laboreinrichtungen<br />

und neuen Formen der Arbeitsplatzgestaltung<br />

wollen wir<br />

das Unternehmen für die Zukunft<br />

ausrichten und somit den Ausbau<br />

unserer Innovationsführerschaft<br />

weiter vorantreiben. Das neue<br />

Zentrum wird einen kreativen<br />

Raum für unsere rund 500 Forscher<br />

und Entwickler schaffen.


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Industrie 11<br />

„Wir sehen viele Chancen“<br />

Bosch sucht einen neuen Eigner für sein Verpackungsgeschäft. Die Bereichsvorstände wollen indes bleiben.<br />

VON MARIUS STEPHAN<br />

Bereits auf der Achema kursierten<br />

Mitte Juni die Gerüchte:<br />

Bosch wolle das<br />

durchaus lukrative Geschäft mit<br />

den Verpackungsmaschinen veräußern.<br />

Zu diesem Zeitpunkt antworteten<br />

die Sprecher des Konzerns<br />

noch lächelnd mit „Diese<br />

Gerüchte gibt es jedes Jahr auf’s<br />

Neue“. Vor wenigen Tagen folgte<br />

dann tatsächlich die Bestätigung:<br />

Ein Käufer wird gesucht – es geht<br />

um 30 Standorte in 15 Ländern<br />

und die Arbeitsplätze von rund<br />

6100 Menschen. 1100 davon arbeiten<br />

im Crailsheimer Werk von<br />

Bosch Packaging Technology und<br />

bauen Verpackungsanlagen für<br />

die Pharmaindustrie.<br />

GERÜCHTE Unüblich bei Verkäufen<br />

von Firmen ist, dass nicht<br />

gleich ein Interessent genannt<br />

wird. Uwe Harbauer, Mitglied des<br />

Bereichsvorstandes Packaging<br />

Technology und verantwortlich<br />

für den weltweiten Vertrieb der<br />

Pharmaanlagen, beschreibt die aktuelle<br />

Situation: „Es gibt einen Beschluss<br />

der Robert Bosch GmbH,<br />

die Verpackungstechnik – Food<br />

und Pharma – zu verkaufen. Der<br />

Prozess startet jetzt gerade, das<br />

heißt, wir rechnen mit einem Zeithorizont<br />

von ein bis zwei Jahren,<br />

die das dauern kann bis zum Closing.“<br />

In der Gerüchteküche fiel<br />

bereits der Name Quandt. Den<br />

BMW-Eignern gehört auch das<br />

Pharmaunternehmen Altana.<br />

Branchenexperten haben auch<br />

die Köber-Gruppe aus Hannover<br />

auf der Rechnung. „Es gibt keinen,<br />

bei dem ich sagen kann, ,der<br />

ist es'. Es gibt derzeit keinerlei Entscheidung,<br />

außer, dass der Prozess<br />

jetzt läuft“, sagt Harbauer.<br />

„Wir kommentieren diese Gerüchte<br />

nicht“, fügt Dirk Haushalter,<br />

Director Corporate Communications<br />

bei Bosch, hinzu. Deutlich<br />

macht der Bereichsvorstand jedoch,<br />

dass es strenge Kriterien für<br />

Interessenten gebe: „Bosch wird<br />

sehr genau hinschauen, und zwar<br />

sowohl die Geschäftsführung des<br />

Konzerns, wie auch wir als Bereichsleitung,<br />

dass da jemand<br />

kommt, der ein gutes, strategisch<br />

langfristiges Konzept hat, wie wir<br />

Führung: Uwe Harbauer ist Mitglied des Bereichsvorstands. Foto: Bosch<br />

als Einheit weiter wachsen können.<br />

Das werden wir uns ansehen<br />

und dann wird entschieden. Und<br />

das wird gemäß den Spielregeln<br />

und den Werten der Firma Bosch<br />

geschehen. Allein diese Werte<br />

schließen einige Käufer aus.“<br />

Klar ist, dass ein potenzieller Käufer<br />

viel Geld mitbringen muss: Die<br />

Bosch-intern PA genannte Bereich<br />

der Verpackungstechnik machte<br />

im vergangenen Jahr rund 1,3 Milliarden<br />

Euro Umsatz. „Dies ist ein<br />

Verkauf aus strategischen Gründen,<br />

nicht aus wirtschaftlichen.<br />

Wir werden nicht unter Wert verkaufen“,<br />

betont Harbauer. Der Bereich<br />

Pharma „wachse sehr<br />

stark“, der Bereich Food „sei stabil“,<br />

sagt Haushalter. Brancheninsider<br />

vermuten, dass Bosch den<br />

kompletten Bereich als Ganzes<br />

veräußern wolle, da für Food alleine<br />

kaum ein Käufer gefunden<br />

werden könne.<br />

GRÜNDE Der Konzern selbst begründet<br />

die Verkaufsabsicht mit<br />

der laufenden Transformation von<br />

Bosch. Hier haben sich „keine unternehmerisch<br />

und technologisch<br />

ausreichend relevanten Synergien,<br />

und damit Perspektiven für<br />

die Zukunft des Bereiches bei<br />

Bosch“ ergeben. Zudem sei der<br />

Bereich nicht dem Kerngeschäft<br />

von Bosch zuzuordnen und mittelständisch<br />

aufgestellte Wettbewerber<br />

hätten am Markt Vorteile.<br />

Dies bestätigt auch Harbauer:<br />

„Bosch kommt aus dem Seriengeschäft,<br />

eigentlich nicht aus dem<br />

Maschinenbau. Insofern muss<br />

man bei dieser Aussage in der<br />

Pressemitteilung ehrlich sagen:<br />

Ja, das stimmt.“ Ebenso sieht er<br />

die Vorteile der Wettbewerber.<br />

„Wir sind Bestandteil eines Konzerns,<br />

da gibt es Spielregeln, Prozesse<br />

und Richtlinien, die wir genauso<br />

einhalten müssen wie jeder<br />

Juwel: Das Crailsheimer Werk ist der größte Standort von Bosch Packaging Technology.<br />

»Dies ist ein<br />

Verkauf aus strategischen<br />

Gründen,<br />

nicht aus wirtschaftlichen.«<br />

andere Teil von Bosch. Wir sind<br />

Sondermaschinenbauer, kein Serienfertiger,<br />

wo es darum geht, gut<br />

und in hoher Qualität hohe Stückzahlen<br />

zu produzieren. Große<br />

Teile des Konzerns machen aber<br />

gerade das.“ Die Richtlinientreue<br />

führe dazu, dass der Verpackungsbereich<br />

langsamer reagiere, als<br />

die Konkurrenten.<br />

ZUKUNFT Für die Kunden bleibt<br />

trotz der Verkaufsabsicht zunächst<br />

alles beim Alten. Zwar wurden<br />

sie zeitnah über die Entscheidung<br />

des Bosch-Vorstandes informiert,<br />

dadurch ändere sich jedoch<br />

nichts: „Bis zum Verkauf arbeiten<br />

unsere Kunden weiter mit<br />

Bosch. Wir werden alle Verträge,<br />

alle Finanzierungen einhalten.<br />

Und natürlich wird das auch der<br />

neue Eigner tun, dafür werden wir<br />

sorgen. Er muss in alle Rechte<br />

und Pflichten, die diese Firma hat,<br />

einsteigen.“ Dies gelte auch für<br />

die Verträge mit den Mitarbeitern<br />

– deren Rechte blieben durch den<br />

zukünftigen Verkauf unberührt.<br />

Unter dem noch zu findenden<br />

neuen Eigner soll sich auch für<br />

die Mitarbeiter wenig ändern.<br />

Foto: Marius Stephan<br />

Auch wenn bei vielen „erstmal der<br />

Schmerz, jetzt irgendwann nicht<br />

mehr zu diesem Konzern Bosch<br />

zu gehören“ überwiege. Er habe<br />

auch andere Reaktionen gehört,<br />

sagt Harbauer. Viele Mitarbeiter<br />

sehen auch, „dass ein neuer Eigner,<br />

vielleicht ein eher mittelständisch<br />

geprägter, der aus dem Maschinenbau<br />

kommt, für uns auch<br />

wirkliche Chancen bieten kann“.<br />

Harbauer und seine Kollegen aus<br />

dem Bereichsvorstand stehen hinter<br />

der Entscheidung. Deswegen<br />

haben sich die drei Führungskräfte<br />

bereit erklärt, dem Unternehmen<br />

auch unter neuer Flagge<br />

treu zu bleiben, falls der neue Eigner<br />

dies möchte. „Crailsheim ist<br />

eine der Perlen von PA. Jeder Käufer<br />

wird ein hohes Interesse an<br />

diesem Standort mit all seinen<br />

Funktionen haben. Es würde mich<br />

sehr wundern, wenn das nicht so<br />

wäre. Von daher denke ich, dass<br />

sich niemand Sorgen um seinen<br />

Arbeitsplatz machen muss – im<br />

Gegenteil: hier ist Potenzial für<br />

weiteren Ausbau“, ist Uwe Harbauer<br />

überzeugt.<br />

www.boschpackaging.com<br />

Azubis erhalten Präventionspreis<br />

Neuer Mechanismus für Stromstecker der Bürkert-Nachwuchskräfte verspricht ein deutliches Sicherheitsplus.<br />

Als eines von sechs Unternehmen<br />

wurde Bürkert Fluid Control<br />

Systems jüngst mit dem Präventionspreis<br />

der Berufsgenossenschaft<br />

Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse<br />

(BG ETEM) ausgezeichnet.<br />

Mit ihrem Projekt für<br />

Arbeitssicherheit bewiesen die<br />

Auszubildenden Jan-Hendrik Egly<br />

und Jonas Baumann, dass die Verbesserung<br />

kleiner technischer Details<br />

Großes bewirken kann.<br />

Design: Die Erfindung der Auszubildenden wandelt den Zugimpuls beim Lösen des Steckers in eine Drehbewegung<br />

um. So sollen beim Arbeiten – vor allem auf Leitern oder über Kopf – schwere Unfälle vermieden<br />

werden.<br />

Foto: Bürkert<br />

INNOVATIV Bereits im Rahmen<br />

des Nachwuchswettbewerbs „Jugend<br />

forscht“ haben die beiden<br />

Azubis mit ihrem „Easily Detachable<br />

Connector“ einen Preis nach<br />

dem anderen abgeräumt. So gewannen<br />

Jan-Hendrik Egly und Jonas<br />

Baumann nicht nur den Regional-<br />

und Landeswettbewerb, sondern<br />

belegten auch den 3. Platz<br />

im Bundesentscheid. Die jüngste<br />

Auszeichnung für die clevere<br />

Idee: der Präventionspreis der Berufsgenossenschaft<br />

für Arbeitssicherheit<br />

und Gesundheitsschutz.<br />

Auslöser für die Idee der beiden<br />

Nachwuchskräfte war der Umzug<br />

des Fluidspezialisten in ein neues<br />

Ausbildungsgebäude vor zwei Jahren.<br />

Dabei war ihnen bewusst geworden,<br />

welche Gefahren durch<br />

schwer lösbare CEE-Drehstromstecker<br />

entstehen können. Um einen<br />

solchen Stecker zu lösen,<br />

wird sehr viel Kraft benötigt. Während<br />

man viel Energie aufwenden<br />

muss, um an dem Stecker zu ziehen,<br />

löst er sich ab einem Punkt<br />

ruckartig. Das birgt insbesondere<br />

bei Arbeiten, die auf Leitern ausgeführt<br />

werden, großes Potential für<br />

Unfälle. Diesem Problem nahmen<br />

sich Jan-Hendrik Egly und Jonas<br />

Baumann an und entwickelten einen<br />

Mechanismus, der die Zug- in<br />

eine Drehbewegung ändert. Mit<br />

Erfolg: Das ruckartige Lösen des<br />

CEE-Steckers entfällt seit dem Einbau<br />

des neuen Drehmechanismus,<br />

wodurch die Gefahr maßgeblich<br />

minimiert und gleichzeitig die<br />

Arbeitssicherheit erhöht wurde.<br />

Spannende Erfolgsgeschichten<br />

wie diese machen deutlich, was<br />

die Ausbildung bei Bürkert ausmacht.<br />

Über den Tellerrand hinausschauen,<br />

innovativ denken,<br />

neue Wege gehen, selbstständig arbeiten<br />

und unternehmerische Verantwortung<br />

übernehmen - all das<br />

gehört bei Bürkert mit dazu. Mitte<br />

Juni nahmen die beiden Azubis<br />

stellvertretend für Bürkert den<br />

Preis in Bremen entgegen, wo sie<br />

ihre clevere Idee zur Verbesserung<br />

technischer Details nochmals<br />

präsentieren durften. Gelernt<br />

haben sie bei diesem Projekt<br />

vor allem eines: Manchmal können<br />

es ganz kleine, simple Dinge<br />

sein, die massive Unterschiede gerade<br />

zum Thema Sicherheit machen.<br />

EHRUNG Der Präventionspreis<br />

der BG ETEM wird seit 2008 alle<br />

zwei Jahre vergeben. Bei der<br />

sechsten Runde im Jahr <strong>2018</strong> beteiligten<br />

sich 116 Unternehmen<br />

aus den sechs Branchen der BG<br />

ETEM: Elektrohandwerke, Elektrotechnische<br />

Industrie, Textil<br />

und Mode, Energie- und Wasserwirtschaft,<br />

Feinmechanik sowie<br />

Druck und Papierverarbeitung.<br />

Die einzelnen Präventionspreise<br />

für jede Branche sind mit jeweils<br />

5.000 Euro dotiert. pm<br />

www.buerkert.de


12 Industrie<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Futuristisch: Zukunftsträchtig waren am Stand von Optima Pharma<br />

nicht nur die Exponate, sondern auch das Gesamtkonzept, mit dem<br />

sich der Geschäftsbereich des Haller Maschinenbauers präsentierte:<br />

„Wir stellen nicht nur explizit Maschinen aus, sondern erklären auch<br />

die Prozesse dahinter“, sagte Marketingleiterin Sabine Gauger. So<br />

bekamen die Kunden in einem abgetrennten Bereich Vorführungen<br />

zum Thema Digitalisierung, Simulationen und konkrete Beispiele zu<br />

bestimmten Anwendungsbereichen geboten. Und wer wollte, konnte<br />

sich an der Cocktailbar von „Olli's Schwäbisch Hall“ erfrischen.<br />

Gemeinsam: Mit seinem Messeauftritt will der Verein Packaging<br />

Valley kleineren Betrieben mit Nischenprodukten eine Plattform bieten,<br />

um stärker in die Wahrnehmung der Fachwelt zu rücken. So wie<br />

die Firma „Itek“ aus Schwäbisch Hall, die hier ihr Transportsystem<br />

für Spritzen vorstellen konnte. Vereinsdirektor Kurt Engel nutzte die<br />

Gelegenheit außerdem, um eine Eigenveranstaltung zu bewerben,<br />

die im Juni 2019 die großen Themen Digitalisierung und Lifecycle<br />

Management aufgreifen wird.<br />

Foto: Dorn<br />

Sauber: Steffen Essig, Frank Schulz und Sarah Schäfer (v. li.) präsentierten<br />

am Kärcher-Stand Hochdruck- und Trockeneisstrahlgeräte,<br />

mit denen der Branchenführer für professionelle Reinigungslösungen<br />

neue Kunden aus der chemischen- und Pharmaindustrie gewinnen<br />

will. Blickfang am Stand war außerdem ein mobil einsetzbarer, rotierender<br />

Reinigungskopf für Rührwerksbehälter, der in Tankanlagen<br />

eingesetzt werden kann und je nach Bedarf mit Wasser, Säure oder<br />

Lauge arbeitet.<br />

Foto: Dorn<br />

Erfolgreich: Lauda Dr. R. Wobser stellte zum 21. Mal auf der Achema<br />

aus. Der Lauda-Königshofener Temperierspezialist präsentierte seine komplette<br />

Produktpalette im neuen Design sowie zahlreiche Neuheiten: Prozessthermostate<br />

der Gerätelinie „Integral“ sowie Ultracool-Prozessumlaufkühler<br />

mit intuitiven Bedienkonzepten. Mit dem Verlauf der Messe ist<br />

Lauda sehr zufrieden: „Die Einführung des neuen Gerätedesigns ist ein bedeutender<br />

Moment in unserer Firmengeschichte, an dem viele Mitarbeiter<br />

und Abteilungen in unserem Unternehmen Anteil hatten“, sagt Michael<br />

Dickescheid, Leiter Marketing-Kommunikation. Foto: Lauda Dr. R. Wobser GmbH<br />

Zufriedene Aussteller<br />

Trotz gesunkener Besucherzahlen: Veranstalter zufrieden mit<br />

der „Achema“. Zwei regionale Firmen gewinnen Award.<br />

Über 3700 Aussteller aus 55<br />

Ländern und 145 000 Besucher;<br />

das ist die Bilanz der<br />

Achema-Messe in Frankfurt. „Die<br />

Aussteller, mit denen wir gesprochen<br />

haben, wie auch wir selbst,<br />

hatten eine sehr erfolgreiche<br />

Messe“, sagte Jürgen Nowicki,<br />

Vorsitzender des Achema-Ausschusses<br />

und Sprecher der Geschäftsführung<br />

von Linde Engineering.<br />

Auch rund 60 Aussteller aus<br />

dem Raum Hohenlohe-Franken<br />

stellten auf der globalen Leitmesse<br />

der Prozessindustrie ihre<br />

innovativen Lösungen vor, darunter<br />

zehn Mitglieder des Verpackernetzwerks<br />

Packaging Valley.<br />

AUSGEZEICHNET Zwei regionale<br />

Aussteller nahmen den begehrten<br />

„Innovation Award“ mit<br />

nach Hause: Die Vial-Füll- und Verschließanlage<br />

„Integra“ von Groninger<br />

wurde ebenso ausgezeichnet<br />

wie die neuartige Membranabdichtung<br />

„Plug Diaphragm“ (PD)<br />

von GEMÜ.<br />

Ein Trend in diesem Jahr: Die zahlreichen<br />

Stände, an denen Besucher<br />

mit Hilfe von Spezialbrillen<br />

Anlagen und Equipment in „Augmented<br />

Reality“ erleben oder ihr<br />

Geschick sogar in komplett virtuellen<br />

Umgebungen testen konnten.<br />

Sehr gut wurden die drei Fokusthemen<br />

angenommen. Unter dem<br />

Label „Flexible Production“ zeigten<br />

zahlreiche Aussteller modulare<br />

Lösungen und intelligente<br />

Komponenten für die Fabrik von<br />

morgen. „Biotech for Chemistry“<br />

umfasste Verfahrensentwicklung<br />

und Anlagen vom Labor bis zum<br />

Fermenter, die biotechnologische<br />

Verfahren in die chemische Industrie<br />

integrieren. „Chemical and<br />

Pharma Logistics“ machte die fortschreitende<br />

Integration der Supply<br />

Chain sichtbar und sprach<br />

neue Zielgruppen an, die zunehmend<br />

auch Systempartner der Prozessindustrie<br />

sind.<br />

Ein Wermutstropfen: Die Besucherzahl<br />

ging auf rund 145 000<br />

zurück. Die Organisatoren führen<br />

dies vor allem auf das aufwendigere<br />

Registrierungsverfahren wegen<br />

der gestiegenen Sicherheitsanforderungen<br />

bei Großveranstaltungen<br />

zurück. Im Kongressprogramm<br />

stießen die Digitalisierungsthemen<br />

und die Vorträge<br />

rund um Energie auf großes Interesse.<br />

Das 2015 eingeführte Konzept<br />

der Praxisforen wurde gut angenommen:<br />

Die Veranstaltungen<br />

in unmittelbarer Nähe zu den Hallen<br />

für Aussteller und Anwender<br />

waren durchgehend gut besucht.<br />

Die nächste Achema findet Mitte<br />

Juni 2021 in Frankfurt statt. pm/flu<br />

www.achema.de<br />

Praxisnah: Zwei Dinge fielen am Bürkert-Messestand ins Auge: Die<br />

auffällige Stand-Struktur, mit der die drei wichtigen Ausrichtungen<br />

der Bad Mergentheimer Firma in den Fokus gerückt werden sollten<br />

und eine Maschine – eine sogenannte Fermentieranlage – die nach<br />

dem Messeauftritt an die Uni Hohenheim gespendet wird. Dieses Gerät<br />

wurde komplett nach den Wünschen der Uni gebaut und funktioniert<br />

wie eine Mini-Molkerei, bei der alle Prozesse unter kontrollierbaren<br />

Bedingungen ablaufen, sagt Segment Manager Christian Bliefernick<br />

aus Ingelfingen.<br />

Foto: Dorn<br />

Auffällig: Eine Absperrklappe der Firma Quadax war das vielleicht<br />

auffälligste Exponat am gemeinsamen Stand des Forchtenberger<br />

Ventilspezialisten Müller Co-ax und seiner Tochtergesellschaften<br />

Quadax und M-Tech. Gebietsverkaufssleiter Jürgen Kappel hat im<br />

Laufe der Jahre einige Veränderungen auf der Achema registriert:<br />

„Sie hat heute nicht mehr viel mit Chemie zu tun.“ Stattdessen<br />

treffe sich in Frankfurt die komplette Armaturentechnik und Sensorik<br />

– umso größer die Chance auf interessante Kontakte. Fotos: Frank Lutz<br />

Beweglich: Mit dem Bereich „Prozessluft“ präsentierte sich Ventilatorenexperte<br />

Ziehl-Abegg. Für den kleinen Sonderbereich sei die<br />

Achema die größte und breiteste Messe, berichtete Vertriebsmitarbeiter<br />

Matthias Roll: „Für uns ist die Achema sehr wichtig, da sehr<br />

projektspezifische Kunden zu uns kommen, die nichts von der<br />

Stange wollen, sondern speziell auf sie zugeschnittene Produkte.“<br />

Ein Beispiel war der „ZA Move Vent“, ein Ventilator, der mit Rädern<br />

ausgestattet ist und dadurch leicht gewartet werden kann.<br />

Innovativ: Eine neue Komponente für das modulare Produktionssystem „VarioSys“ stellten Markus Ströbel,<br />

geschäftsführender Gesellschafter, und Tanja Bullinger, Leiterin Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, von<br />

Bausch + Ströbel vor: Ein Maschinenmodul zum vollautomatischen Öffnen von Tubs und zum Denesten<br />

von RTU-Vials soll „VarioSys“ noch anwenderfreundlicher machen. Der Ilshofener Abfüll- und Verpackungsexperte<br />

präsentierte sich aber nicht nur mit einem eigenen Stand, sondern auf der gemeinsamen Ausstellungsfläche<br />

„The Cube“auch als Teil von „Excellence United“, einem strategischen Zusammenschluss von<br />

fünf führenden deutschen Spezialmaschinenbauern und Anlagenherstellern. „Wir sind alle Familienunternehmen,<br />

haben alle den gleichen Endkunden – die Pharmaindustrie – decken aber unterschiedliche Bereiche<br />

ab. Davon erhoffen wir uns Synergieefeekte“, erklärte Ströbel.<br />

Explosiv: Mit Modellen einer Raffinerie, einer Petrolchemischen Produktionsanlage und einer Schiffsverladestation<br />

zog der Messestand der Firma Bartec das Interesse der Messebesucher auf sich. Die Modelle sollten<br />

veranschaulichen, in welchen Bereichen die Produkte und Lösungen der Firma eingesetzt werden können.<br />

„Überall wo es funkt, kommen unsere Produkte ins Spiel“, sagt Marketingchef Manfred Höhn (re.,<br />

mit Marketting Manager Adem Saricioglu). Er hält die Präsenz seiner Firma auf Messen wie der Achema für<br />

außerordentlich wichtig: „Unsere Firma bearbeitet komplexe Themen. Da ist der persönliche Kontakt zum<br />

Kunden und der Austausch vor Ort einfach unschlagbar.“ Bartec sieht sich als Weltmarktführer im Explosionsschutz<br />

und arbeitet am einheitlichen Auftritt seiner rund 40 Vertriebsgesellschaften und mehr als 50<br />

Fachvertretungen.<br />

Foto: Dorn


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Firmen & Märkte 13<br />

Start in eine neue Ventilatoren-Ära<br />

Ziehl-Abegg weiht seinen Neubau im Gewerbepark Hohenlohe ein. Die Fertigungsbreite wird auf drei Technologien erhöht.<br />

VON ALISA GRÜN<br />

Die Produktion von Ziehl-<br />

Abegg entwickelt sich in<br />

Richtung Industrie 4.0 –<br />

denn nicht nur der Neubau für die<br />

Fertigung energiesparender Ventilatoren<br />

im Gewerbepark Hohenlohe<br />

in Kupferzell sorgt für frischen<br />

Wind. Im Zuge der 28-Millionen-Euro-Investition<br />

ist nun<br />

mit der neuen Spritzgusstechnik<br />

auch der Einstieg in die Kunststoffproduktion<br />

geschafft.<br />

Peter Fenkl, Vorstandsvorsitzender<br />

von Ziehl-Abegg, sagt über die<br />

neue Ära: „Wir haben die Wertschöpfung<br />

ins Haus geholt.“ Denn<br />

durch die neue Technik kann nun<br />

jeder Ingenieur nach objektiven<br />

Kriterien entscheiden, welcher<br />

Werkstoff – Aluminium, Stahl<br />

oder Kunststoff – sich am besten<br />

für die jeweilige Kundenanwendung<br />

eignet. Fenkl sagt: „Wir haben<br />

jetzt inhouse alle drei Techniken<br />

verfügbar. Das unterscheidet<br />

uns von den Mitbewerbern.“<br />

Einweihung: Uwe Ziehl, Aufsichtsratsvorsitzender (v., v. li.), und Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsund<br />

Arbeitsministerin von Baden-Württemberg, mit Vorstandsvorsitzendem Peter Fenkl (hi., v. li.) und den<br />

Gesellschaftern Sindia Ziehl und Dennis Ziehl, signierten zwei der neuen Ventilatoren.<br />

Fotos: Alisa Grün<br />

KUNSTSTOFF Bei der Herstellung<br />

der Ventilatoren aus dem speziellen,<br />

eigens entwickelten thermoplastischen<br />

Faserverbundwerkstoff<br />

„ZAmid“ setzt das Unternehmen<br />

nun auf eine neuartige Qualitätssicherung:<br />

Die Spritzgussmaschinen<br />

überprüfen bereits während<br />

der Produktion wichtige Prozess-Parameter.<br />

Dadurch sollen<br />

fehlerhafte Produkte frühzeitig<br />

ausgeschlossen werden.<br />

Das Material ist um einiges leichter<br />

als Stahl, lässt aber Ventilatoren<br />

dennoch mit einer Geschwindigkeit<br />

von 250 Kilometern pro<br />

Stunde im Dauerbetrieb drehen.<br />

„Wir werden für unsere Kunden<br />

das Leichtbaupotenzial von Kunststoff<br />

weiter ausbauen“, verspricht<br />

Fenkl. Denn viele aerodynamisch<br />

Einblick: Uwe Ziehl zeigt der<br />

Ministerin das Material für die<br />

Spritzguss-Technologie.<br />

ideale Geometrien sind in Stahl<br />

oder Aluminium kaum umsetzbar.<br />

„Aus den Bauplänen für das neue<br />

Werk ist in relativ kurzer Zeit eindrucksvolle<br />

Wirklichkeit geworden“,<br />

resümiert Baden-Württembergs<br />

Wirtschafts- und Arbeitsministerin<br />

Dr. Nicole Hoffmeister-<br />

Kraut bei der Einweihung. Den<br />

neuen Standort sieht sie als klares<br />

Bekenntnis zur Region. Zudem<br />

lobt sie die aktuell gute wirtschaftliche<br />

Lage und das Wirtschaftswachstum.<br />

Sie sagt: „Das Land<br />

boomt und die Firma Ziehl-Abegg<br />

boomt sogar noch mehr – liegt<br />

also weit über dem Durchschnitt.“<br />

Die Produkte, die hier zukünftig<br />

entstünden, seien weltweit<br />

gefragt. Ziehl-Abegg stehe damit<br />

für das, was die Wirtschaft in Baden-Württemberg<br />

besonders auszeichne.<br />

Sie sei regional verwurzelt,<br />

aber global aktiv.<br />

Und auch Landrat Dr. Matthias<br />

Neth lobt den „imposanten Neubau“<br />

und die erneute Investition<br />

der Unternehmerfamilie Ziehl<br />

hier in der Region. Er sagt: „Bis<br />

auf einen heben die Hohenloher<br />

nicht ab – der Gerst schon, die Unternehmer<br />

bleiben ganz klar am<br />

Boden und sind in der Region verwurzelt.“<br />

Mit einer Investitionssumme von<br />

fünf Millionen Euro für Maschinen<br />

und Werkzeuge wurden bisher<br />

sechs neue Arbeitsplätze im<br />

Bereich der Kunststoffproduktion<br />

geschaffen. Durch die Verlagerung<br />

der Produktion von energiesparenden<br />

Ventilatoren vom Künzelsauer<br />

Werk in der Würzburger<br />

Straße in den Neubau in den Gewerbepark<br />

stieg auch die Mitarbeiterzahl<br />

dort: insgesamt von 480<br />

auf 770 Menschen. Die Fläche für<br />

die Herstellung der sogenannten<br />

EC-Produkte ist nun auf 9000 Quadratmeter<br />

gestiegen. Der Ausstoß<br />

der EC-Ventilatoren hat sich verdoppelt<br />

und obwohl der Automatisierungsgrad<br />

deutlich erhöht<br />

wurde, werden durch den Umsatzzuwachs<br />

künftig mehr Menschen<br />

in der Produktion beschäftigt.<br />

UMZUG In dem im Juni eingeweihten<br />

Neubau befindet sich des<br />

Weiteren ein modernes Großraumbüro.<br />

Mehrere Künzelsauer<br />

Abteilungen sind so nun nach Kupferzell<br />

gezogen. In Künzelsau ist<br />

die Fläche nötig geworden, um<br />

die Produktion von Leiterplatten<br />

für Elektromotoren ausbauen zu<br />

können. Insgesamt betreibt Ziehl-<br />

Abegg insgesamt 124 Standorte<br />

weltweit. Diese verteilen sich global<br />

auf 16 Produktionswerke, 28<br />

Gesellschaften und 108 Vertriebsstandorte.<br />

www.ziehl-abegg.de<br />

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eine tatsächliche wie rechtliche Herausforderung<br />

dar. Dennoch werden bei der Vertragsanbahnung<br />

als auch bei der inhaltlichen Ausgestaltung<br />

der notariellen Kaufvertragsurkunde,<br />

die zwischen den Parteien getroffenen<br />

Absprachen häufig nicht konkret festgehalten,<br />

weshalb es in der Folge zu streitigen Auseinandersetzungen<br />

kommt.<br />

❚ Üblicherweise weisen die notariellen Kaufvertragsurkunden<br />

einen Gewährleistungsausschluss<br />

auf. Damit haftet der Verkäufer beim<br />

Auftreten von Mängeln nur dann, wenn er<br />

entweder eine Garantie für die Beschaffenheit<br />

des Vertragsgegenstandes übernommen hat<br />

oder aber der Käufer arglistig über eine für<br />

den Kaufvertragsabschluss relevante Tatsache<br />

getäuscht wurde.<br />

Nach der geltenden Rechtsprechung ist der<br />

Verkäufer verpflichtet, den Käufer ungefragt<br />

über diejenigen Tatsachen aufzuklären, welche<br />

für die Entscheidung des Käufers erkennbar<br />

von wesentlicher Bedeutung sind, wie<br />

etwa das Vorhandensein eines Feuchtigkeitsschadens<br />

oder eines Hausschwammbefalls<br />

(vgl. BGH, Az. V ZR 203/09). Auch bei der<br />

Beauftragung eines Maklers muss dieser in<br />

die Lage versetzt werden, den Kaufinteressenten<br />

über relevante Umstände aufklären zu<br />

können.<br />

RAin Yvonne Bechold<br />

Fachanwältin für Bau- und<br />

Architektenrecht<br />

Fachanwältin für Miet- und<br />

Wohnungseigentumsrecht<br />

Auf der anderen Seite ist der Verkäufer nicht<br />

verpflichtet, ungefragt über aus seiner Sicht<br />

nicht relevante Tatsachen Auskunft zu erteilen.<br />

Daher sollte der Käufer für ihn abschlussrelevante<br />

Themen stets offen ansprechen und mit<br />

dem Verkäufer vor Abschluss des Kaufvertrages<br />

(!) erörtern. Aus Gründen der Beweisbarkeit<br />

ist ein durch beide Parteien zu unterzeichnendes<br />

Gesprächsprotokoll anzuempfehlen.<br />

Fazit:<br />

Beide Vertragsparteien sollten vor Abschluss<br />

eines notariellen Kaufvertrages die aus ihrer<br />

Sicht kaufvertragsrelevanten Themen offen<br />

ansprechen und eine Einigung (z.B. auch für<br />

die zusätzliche Vergütung eines noch vorhandenen<br />

Heizölbestandes) herbeiführen. Sichert<br />

der Verkäufer eine besondere Eigenschaft verbindlich<br />

zu, sollte der Käufer dafür Sorge tragen,<br />

dass dies explizit im notariellen Kaufvertrag<br />

vermerkt wird.<br />

Kanzlei Tauberbischofsheim<br />

RAin Yvonne Bechold<br />

Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht<br />

Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht<br />

Pestalozzieallee 13/15<br />

97941 Tauberbischofsheim<br />

Telefon 0 93 41 / 92 22-0<br />

Fax 0 93 41 / 92 22-80<br />

info.tbb@reinhart-kober.de<br />

www.reinhart-kober.de


14 Energie & Umwelt<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

„Klimaschutz lebt vom Mitmachen“<br />

Caroline Mayer ist Klimaschutzmanagerin des Landkreises Schwäbisch Hall und will zum Energiesparen animieren.<br />

VON KERSTIN DORN<br />

Seit Mai letzten Jahres ist Caroline<br />

Mayer im Amt. Ihre Berufsbezeichnung:<br />

Klimaschutzmanagerin<br />

des Landkreises<br />

Schwäbisch Hall. Ihre Aufgabe:<br />

die Umsetzung der Maßnahmen<br />

aus dem „Integrierten Klimaschutzkonzept“.<br />

Das Klimaschutzkonzept ist für Caroline<br />

Mayer eine Art Bibel, ein<br />

Leitfaden, der ihrer Arbeit eine<br />

Richtung, eine Struktur und ein<br />

Pfand: Caroline Mayer präsentiert ein erstes Ergebnis ihrer Arbeit:<br />

die mehrfach benutzbaren Pfandbecher für unterwegs. Foto: Kerstin Dorn<br />

Ziel gibt. Das ist dringend nötig,<br />

denn das Gesamtpaket ist äußerst<br />

ambitioniert. 47 Maßnahmen<br />

sieht der Bericht auf seinen 200<br />

Seiten vor; 31 davon sollen bereits<br />

in den nächsten drei Jahren umgesetzt<br />

werden.<br />

Doch die junge Geoökologin mit<br />

Masterabschluss aus Crailsheim<br />

lässt sich von der Fülle der Aufgaben<br />

nicht einschüchtern: Nach<br />

und nach will sie die Dinge angehen<br />

und bei einigen Themen sieht<br />

sie sich bereits auf einem sehr guten<br />

Weg.<br />

So wie beim Pfandsystem für Kaffeebecher.<br />

„Jährlich trinken die<br />

Deutschen rund 2,8 Milliarden<br />

,Coffee to go’“ , zitiert sie eine Statistik<br />

der Deutschen Umwelthilfe.<br />

Meist werden diese in Einwegbechern<br />

ausgeschenkt. Würde man<br />

diese 2,8 Milliarden Einwegbecher<br />

übereinander schichten, reiche<br />

der Stapel von der Erde bis<br />

zum Mond. Selbst im Landkreis<br />

Schwäbisch Hall landen jährlich<br />

6,5 Millionen Becher nach nur<br />

einmaliger Benutzung im Müll.<br />

Bewusstsein für den<br />

Klimaschutz schaffen<br />

»Würden die Einwegbecher,<br />

die die<br />

Deutschen während<br />

eines Jahres<br />

wegschmeißen,<br />

übereinandergestapelt,<br />

reiche der<br />

Turm von der Erde<br />

bis zum Mond.«<br />

Doch jetzt gibt es dafür eine Alternative.<br />

Seit Mai kooperiert der<br />

Landkreis mit der Firma Recup,<br />

die Becher in drei Größen (0,2,<br />

0,3 und 0,4 Liter) und zwei Farben<br />

(minzgrün und cappuccinobraun)<br />

anbietet. Diese Becher bestehen<br />

aus Polypropylen, dem gleichen<br />

Material wie die bekannte<br />

Tupperware, und können laut Herstellerangabe<br />

mindestens 500 mal<br />

wiederverwendet werden. Für den<br />

Kauf wird eine Pfandgebühr von einem<br />

Euro fällig, die man deutschlandweit<br />

an über 1000 Standorten<br />

zurückerstattet bekommt, wenn<br />

man den Becher abgibt.<br />

Mittlerwerweile konnte Mayer zusammen<br />

mit ihren Klimaschutz-<br />

Kollegen aus Schwäbisch Hall und<br />

Crailsheim 24 Bäckereien, Kantinen<br />

und Cafés und sogar eine<br />

Tankstelle als Partner gewinnen.<br />

Die Teilnehmer zahlen eine Gebühr<br />

in Höhe von monatlich 30<br />

Euro, sparen sich aber die Kosten<br />

für die Einwegbecher. 10 000 Becher<br />

hat Mayer im Auftrag des<br />

Landratsamts mit regionaltypischen<br />

Motiven bedrucken lassen.<br />

Alle 10 000 Stück sind bereits im<br />

Umlauf.<br />

Vier Unterrichtsstunden<br />

„Klimaschutz mit Biss“<br />

Doch Mayer hatte dem Ausschuss<br />

für Umwelt und Technik im Kreistag<br />

jüngst noch weitere Erfolge zu<br />

berichten: In 40 Klassen haben sie<br />

und ihr Team im letzten Jahr die<br />

Schüler der Jahrgangsstufen sieben<br />

bis neun für den Klimaschutz<br />

sensibilisieren können. Dabei<br />

standen die Themen „Stromsparen“<br />

und „Ernährung“ im Fokus.<br />

Gerade letzteres trage mit rund 20<br />

Prozent zum gesamten Kohlendioxidausstoß<br />

bei und biete deshalb<br />

reichlich Potenzial, um für einen<br />

bewussteren Umgang mit den Ressourcen<br />

zu werben, argumentiert<br />

Mayer.<br />

20 Erwachsene konnte sie in Zusammenarbeit<br />

mit dem Landwirtschaftsamt<br />

zum „Klimadinner“<br />

einladen. 40 Interessierte hatten<br />

sich angemeldet – eine Resonanz,<br />

die sie ermutigt, die Veranstaltung<br />

im nächsten Jahr zu wiederholen.<br />

2019 sind vier Veranstaltungen<br />

dieser Art geplant. In den Schulen<br />

wird das Thema unter dem Motto<br />

„Klimaschutz mit Biss“ aufgegriffen<br />

und gibt Antworten auf die Fragen:<br />

„Kann man Lebensmittel<br />

nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums<br />

noch essen?“, „Was<br />

wächst zu welcher Jahreszeit auf<br />

unseren Feldern und was kann<br />

man daraus kochen?“, „Wie kann<br />

man Verpackungsmüll vermeiden?“<br />

und andere.<br />

Für die Umsetzung der Ziele<br />

braucht sie Mitstreiter. Deshalb<br />

sollen jetzt 15 Auszubildende des<br />

Landratsamts als „Kommunale<br />

Klima-Scouts“ ausgebildet werden<br />

und dabei helfen, im Landratsamt<br />

Energie zu sparen. „Denn Klimaschutz<br />

lebt von Mitmachen“,<br />

sagt Mayer.<br />

www.schwaebischhall.de<br />

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DIE ENERGIE-EFFIZIENZ-EXPERTEN<br />

Klimaschutz-Plus <strong>2018</strong> -2019<br />

Hier: Übersicht der Förderangebote für KMU‘s in Baden-Württemberg<br />

Baden-Württemberg legt das erfolgreiche<br />

Konzept in <strong>2018</strong> nun erneut auf, um die<br />

angestrebten Ziele im Bereich der CO 2<br />

-<br />

Reduzierung und Erweiterung der Klimaschutzaktivitäten<br />

weiter zu forcieren.<br />

So werden insbesondere kleine und mittlere<br />

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit<br />

Investitionsort in Baden-Württemberg bei der<br />

Umsetzung folgender Maßnahmen unterstützt:<br />

• Sanierung von Beleuchtungsanlagen<br />

• Sanierung von Lüftungsanlagen<br />

• Einführung eines systematischen Energiemanagements<br />

(mit Beratung, Messtechnik,<br />

Software und Zertifizierung)<br />

• Erneuerung von Heizungsanlagen<br />

• Erstberatung zur Abwärmenutzung<br />

• BHKW-Begleit-Beratungen<br />

• Überbetriebliche Energieeffizienztische<br />

mit mindestens fünf Unternehmen<br />

Je nach Maßnahme liegen die Förderhöhen<br />

zwischen 30 % und 50 % bei den als förderfähig<br />

anerkannten Investitionskosten.<br />

Unsere erfahrenen Experten unterstützen Sie<br />

dabei mit einer qualifizierten Beratung,<br />

begleiten Sie bei Antragstellung und Umsetzung<br />

sowie der abschließenden Abwicklung<br />

und Nachweisführung.<br />

Andreas Schneider<br />

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Energieeffizienzberater<br />

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Internet: www.energiewelt-info.de<br />

Nutzen statt einspeisen<br />

Solarenergie selber nutzen: Fördermittel gibt es für die Speicher.<br />

Klimaschutzgipfel gibt es<br />

nicht nur auf globaler<br />

Ebene. In Bad Mergentheim<br />

beispielsweise trafen sich<br />

die Experten, um das „Integrierte<br />

Klimaschutzkonzept“ des<br />

Main-Tauber-Kreises vorzustellen<br />

und zu beraten.<br />

Endgültig verabschiedet wird<br />

dieses Konzept voraussichtlich<br />

erst am Mittwoch, 18. Juli, werden,<br />

wenn alle Fraktionen des<br />

Kreistages zustimmen. Aber<br />

Frank Künzig, der Leiter der<br />

kreiseigenen Energieagentur,<br />

sieht dafür gute Chancen:<br />

Schließlich gab es in der Vorbereitungsphase<br />

mehrfach Gelegenheiten,<br />

Ideen und Bedenken<br />

vorzubringen.<br />

Dieses Klimaschutzkonzept<br />

sieht drei „Leuchtturmprojekte“<br />

vor: Eines betrifft die<br />

Energieeffizienz in den Gebäuden,<br />

ein weiteres die Fotovoltaik<br />

und ein drittes bündelt die<br />

Mobilitäts-Maßnahmen in den<br />

Städten Lauda-Königshofen,<br />

Bad Mergentheim und Wertheim.<br />

Großes Potenzial sieht Künzig<br />

bei der Fotovoltaik. „Wir haben<br />

gute Argumente gegen die landläufige<br />

Meinung, dass sich Fotovoltaik<br />

nicht mehr rechnet“,<br />

sagt er. Zwar habe sich die Einspeisevergütung<br />

von 48 Cent<br />

pro Kilowattstunde auf 12,5<br />

Cent reduziert, dennoch lohne<br />

es sich, auf diese Energiequelle<br />

zu setzen: „Die Anlagen sind<br />

mindestens in dem Maße günstiger<br />

geworden, wie die Vergütung<br />

gesunken ist“, rechnet der<br />

Experte. Ziel ist es daher heute<br />

vielmehr, den erzeugten Strom<br />

selbst zu verbrauchen, anstatt<br />

ihn ins Netz einzuspeisen. Ein<br />

weiteres Argument ist die neue<br />

Offensive der Landesregierung.<br />

Durch das Ministerium für Umwelt,<br />

Klima und Energiewirtschaft<br />

Baden-Württemberg<br />

wurde ein neues Förderprogramm<br />

für Batteriespeicher aufgelegt,<br />

von dem sich Künzig einen<br />

neuen Schub für kleine<br />

und mittlere Fotovoltaikanlagen<br />

erhofft.<br />

1300 Hektar Dachfläche gibt es<br />

im Main-Tauber-Kreis, von der<br />

gut ein Drittel, 460 Hektar, für<br />

die Erzeugung von Solarstrom<br />

geeignet wären. Von der gesamten<br />

Dachfläche würden derzeit<br />

nur ganze acht Prozent oder<br />

100 Hektar genutzt. Dabei<br />

könnten Sanierer derzeit sogar<br />

von doppelten Fördermöglichkeiten<br />

profitieren: „Auch wenn<br />

die Inanspruchnahme des Förderprogrammes<br />

an verschiedene<br />

Voraussetzungen (gilt beispielsweise<br />

nur für den Speicherausbau)<br />

geknüpft ist, überwiegt<br />

der finanzielle Vorteil.<br />

Dies insbesondere dann, wenn<br />

das Landesprogramm mit dem<br />

Bundesprogramm kombiniert<br />

wird“, argumentiert Künzig.<br />

Wichtig ist es, den Antrag auf<br />

Förderung vor Beginn der Arbeiten<br />

zu stellen und den Bewilligungsbescheid<br />

abzuwarten.<br />

Dieses Jahr sind Förderungen<br />

bis zu 300 Euro pro Kilowattstunde<br />

nutzbaren Speichervolumens<br />

möglich, die allerdings<br />

nur auf die Kosten des Batteriespeichers<br />

angerechnet werden<br />

können. Die Gesamthöhe ist<br />

auf maximal 30 Prozent der<br />

Speicherkosten beschränkt. do<br />

www.ea-main-tauberkreis.de<br />

Sonnenstrom: Landrat Reinhard Frank (re.), Dezernent Benjamin<br />

Schneider (li.) und der Leiter der Energieagentur, Frank Künzig, auf<br />

dem Dach des ehemaligen Mainkaufhauses.<br />

Foto: LRA


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Energie & Umwelt 15<br />

Strom und Wasser für Gandhigram<br />

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall initiieren ein Projekt in Indien und suchen weitere Geldgeber und Techniklieferanten.<br />

Die Stadtwerke Schwäbisch<br />

Hall planen den Aufbau eines<br />

Stadtwerks in Indien<br />

und möchten weitere Investoren<br />

für das bislang einmalige Infrastrukturprojekt<br />

gewinnen.<br />

Die global wirtschaftende Industrie<br />

macht es vor: Indien ist ein gigantischer<br />

und noch weitgehend<br />

unerschlossener Markt, insbesondere<br />

für smarte, ökologische Verund<br />

Entsorgungslösungen. Diesen<br />

Markt wollen die Stadtwerke<br />

Schwäbisch Hall mit einem Pilotprojekt<br />

betreten. Sie planen, im<br />

Süden des Landes, im Gandhigram<br />

Rural Institute (GRI), ein<br />

Stadtwerk nach deutschem Vorbild<br />

mit einer komplett neuen Versorgungsinfrastruktur<br />

aufzubauen.<br />

Das GRI gilt zwar als Elitecampus<br />

mit rund 3000 Studierenden<br />

und 1000 Mitarbeitenden,<br />

aber die Lebens- und Arbeitsbedingungen<br />

dort sind denkbar<br />

schlecht: Immer wieder kommt es<br />

zu Ausfällen in der Strom- und<br />

Wasserversorgung.<br />

Für ihr Vorhaben suchen die Stadtwerke<br />

noch Geldgeber und Techniklieferanten,<br />

die Interesse an<br />

diesem zukunftsweisenden Pilotprojekt<br />

haben. Im Gegenzug werden<br />

die Investoren an den neu entstehenden<br />

Stadtwerken Gandhigram<br />

beteiligt. Am Donnerstag,<br />

Trocken: Die Brunnen liefern oft tagelang kein Wasser. Foto: Stadtwerke<br />

12. Juli, sollen im Glasturmsaal<br />

der Stadtwerke Schwäbisch Hall<br />

das Projekt und die Beteiligungsmöglichkeiten<br />

vorgestellt werden.<br />

Die Projektidee stammt von der<br />

Firma IPLON Indien, die für das<br />

GRI ein Querverbundunternehmen<br />

mit den Sparten Strom, Biogas,<br />

Wasser, Abwasser und Mobilität<br />

aufbauen soll. Unterstützung<br />

gibt es von der Deutschen Investitions-<br />

und Entwicklungsgesellschaft<br />

mbH (DEG).<br />

Das Stromnetz bricht hier<br />

täglich zusammen<br />

Das Campus-Areal des GRI erstreckt<br />

sich über rund acht Quadratkilometer<br />

und liegt im südindischen<br />

Bundesstaat Tamil Nadu.<br />

Dort scheint die Sonne 2700 Stunden<br />

im Jahr. Der Campus stellt ein<br />

geschlossenes System der Stromund<br />

Wasserversorgung dar, wie es<br />

in Indien etwa 1000 weitere gibt.<br />

Das GRI ist mit dem Netz des regionalen<br />

staatlichen Stromversorgers<br />

verbunden, das jedoch täglich wegen<br />

Überlastung zusammenbricht.<br />

Das Wasser wird aus Tiefbrunnen<br />

geschöpft, die wegen der<br />

Klimaerwärmung aber immer häufiger<br />

austrocknen und deren Wasser<br />

nicht zum Trinken geeignet ist.<br />

Das kommt auch daher, dass es<br />

auf dem Campus keine Kläranlage<br />

gibt. Die Abwässer versickern im<br />

Boden, in unmittelbarer Nähe der<br />

Tiefbrunnen, wo das Nutzwasser<br />

gewonnen wird.<br />

Günstige Bedingungen für<br />

Fotovoltaik<br />

Abhilfe könnte die Installation von<br />

Fotovoltaik, Wind- und Biogasanlagen<br />

sowie der Aufbau einer verlässlichen<br />

Wasserversorgung<br />

schaffen. Vorgesehen ist, 25 Gebäude<br />

mit Dach-PV-Anlagen auszustatten.<br />

Die Biogasanlagen könnten<br />

mit den Abfällen des Campus<br />

und der Landwirte betrieben werden<br />

und zur Energiegewinnung<br />

per Kraft-Wärme-Kopplung beitragen.<br />

Eine thermische Vorrichtung<br />

soll die Abfallwärme in kühle Luft<br />

zur Klimatisierung der Gebäude<br />

umwandeln. Generell soll das gesamte<br />

Kälte- und Wärmenetz sowie<br />

das Mittel- und Niederspannungsnetz<br />

umgebaut werden. Daneben<br />

soll es vier Wärmespeicher<br />

geben, die bei Stromüberschuss<br />

über einen elektrischen Heizstab<br />

versorgt werden.<br />

pm<br />

www.stadtwerke-hall.de<br />

Handarbeit: Wer Strom benötigt, muss den Schalter von Hand umlegen.<br />

Oft bricht das ganze Netz wegen Überlastung zusammen. Foto: Stadtwerke<br />

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ADVERTORIAL<br />

100. KEFF-Check<br />

bei Eico-Quelle in Wallhausen<br />

EFFIZIENZ IST ERFOLG<br />

Die Effizienzmoderatoren der KEFF<br />

Heilbronn-Franken, Christian Eifler<br />

und Sebastian Ehrler, konnten<br />

bereits ihren insgesamt 100. KEFF-<br />

Check in der Region Heilbronn-<br />

Franken durchführen. Der Kontakt<br />

kam über das energieZENTRUM<br />

Wolpertshausen zustande.<br />

Energieeffizienz ist beim Mineralwasserhersteller<br />

schon seit langem<br />

ein wichtiges Thema und für<br />

Wilhelm Einsiedel, Geschäftsführer<br />

» DAS WIRD SICH<br />

DEUTLICH AUF DER<br />

NÄCHSTEN ENERGIE-<br />

KOSTENABRECHNUNG<br />

WIDERSPIEGELN.<br />

der Eico-Quelle, selbstverständlich<br />

Chefsache: „Wir haben bereits<br />

einige Druckluftleckagen geortet<br />

und diese beseitigt – das wird sich<br />

deutlich auf der nächsten Energiekostenabrechnung<br />

widerspiegeln.“<br />

Er ist begeistert von der Unterstützung<br />

der KEFF beim Auffinden<br />

von Effizienzpotentialen. Den<br />

Gemeinsam den Effizienzpotentialen auf der Spur.<br />

KEFF Check empfindet er als ein<br />

rundherum stimmiges Konzept, bei<br />

dem kleine und mittlere Unternehmen<br />

ohne eigenen Energiemanager<br />

bei der Senkung der Energiekosten<br />

unterstützt werden.<br />

Der Rundgang durch die Mineralbrunnenfabrik<br />

erweist sich als sehr<br />

aufschlussreich. Vor allem in den<br />

Bereichen Beleuchtung und Abwärmenutzung<br />

liegt noch ein hohes<br />

Einsparpotential.<br />

Hier kann der Energieverbrauch<br />

reduziert und die Kosten dafür<br />

gesenkt werden. „Das bringt allen<br />

etwas: den Mitarbeitern, dem<br />

Unternehmen und der Umwelt.<br />

Das packen wir auf jeden Fall an!“,<br />

versichert Einsiedel.<br />

Mit Hilfe eines Energieberaters<br />

wollen die Eico-Quelle an die Detailplanung<br />

gehen und im Oktober<br />

<strong>2018</strong> mit Umsetzung der Einsparmaßnahmen<br />

fertig sein. [pm]<br />

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60 Getränkesorten gehen beim Familienunternehmen in Wallhausen<br />

vom Band.<br />

Fotos: KEFF<br />

Als eine von insgesamt<br />

zwölf regionalen Kompetenzstellen<br />

Energieeffizienz<br />

in Baden-Württemberg hilft<br />

die KEFF Heilbronn-Franken<br />

KMUs, Energieeffizienzpotenziale<br />

zu erkennen und<br />

auszuschöpfen. Der Standort<br />

auf dem Campus Künzelsau<br />

der Hochschule Heilbronn<br />

bietet dabei einzigartige<br />

Kooperationsmöglichkeiten.<br />

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16 Sport & Wirtschaft<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Feinarbeit hinter den Kulissen<br />

Basketball-Bundesliga: Team der Crailsheim Merlins nimmt erste Konturen an. Schlüsselpositionen sind derzeit noch offen.<br />

Ein Teil der Verantwortlichen<br />

der Crailsheimer Korbjäger<br />

tourt dieser Tage durch die<br />

USA. In Las Vegas findet die alljährliche<br />

MGM Resorts NBA Summer<br />

League statt. In 30 Teams und 82<br />

Spielen präsentieren sich hoffnungsvolle<br />

Nachwuchstalente. Ihr<br />

großes Ziel: die NBA – die beste<br />

und härteste Liga der Welt. Doch<br />

das Schaulaufen mitten in Nevada<br />

hat in seiner nun 14-jährigen Geschichte<br />

längst globale Dimensionen<br />

angenommen.<br />

An zwölf Tagen trifft sich dort alles,<br />

was mit Basketball auch nur<br />

im entferntesten zu tun hat. Natürlich<br />

ist so mancher Manager von<br />

dem Gedanken erfüllt dort ein<br />

Schnäppchen zu machen, um so<br />

den eigenen Kader vorübergehend<br />

mit einem künftigen Weltstar<br />

verstärken zu können.<br />

So verwundert es kaum, dass<br />

auch Merlins-Geschäftsführer<br />

Martin Romig die Reise in die<br />

Spielerstadt angetreten hat. Netzwerken,<br />

Kontaktpflege – vor allem<br />

mit Spielerberatern und anderen<br />

Managern – steht auf dem Programm.<br />

Und auf solche Kontakte<br />

sind Management und sportliche<br />

Leitung der Crailsheim Merlins in<br />

den kommenden Wochen angewiesen,<br />

schließlich gilt es, den Kader<br />

für die kommende Erstliga-<br />

Runde zusammenzustellen. In der<br />

Spitze – dazu gehört die Bundesliga<br />

allemal – ist Basketball längst<br />

international ausgerichtet. Wer<br />

ein schlagkräftiges Team zusammenstellen<br />

will, muss deshalb<br />

auch über die Landesgrenzen hinweg<br />

vernetzt sein. Hintergrund:<br />

Wer – wie die Crailsheim Merlins<br />

– mit einem engen Budget auf<br />

Top-Niveau sportlich wenigstens<br />

in Ansätzen auf Augenhöhe agieren<br />

will, muss wissen, wo es ein<br />

Talent gibt, das noch Spielzeit und<br />

Erfahrung sammeln soll und den<br />

Gang in die Provinz nicht scheut.<br />

Ansprache von leistungsstarken<br />

Spielern fällt leichter<br />

Frank Turner: Der Point Guard soll auch in der kommenden Saison<br />

das Spiel der Crailsheim Merlins lenken.<br />

Foto: HT-Archiv<br />

Eine andere Alternative ist der erfahrene<br />

Haudegen, der in den Topteams<br />

perspektivisch keine<br />

Chance mehr hat, aber es noch<br />

nicht ausklingen lassen will, weil<br />

es Körper und Spielkunst noch<br />

hergeben. Ein glückliches Händchen<br />

in der Teamzusammenstellung<br />

ist in Crailsheim notwendig,<br />

denn rein wirtschaftlich kann das<br />

Team aus der Horaffenstadt mit<br />

den meisten Wettbewerbern, deren<br />

Etat sich in der Spitze mittlerweile<br />

jenseits der Marke von 20<br />

Millionen Euro bewegt, sonst einfach<br />

nicht mithalten. Die Verantwortlichen<br />

arbeiten deshalb intensiv<br />

am Auf- und Umbau der neuen<br />

Erstliga-Mannschaft. Mit Youngster<br />

Sebastian Herrera und Routinier<br />

Konrad Wysocki standen die<br />

ersten Personalien bereits kurz<br />

nach der abgelaufenen Pro<br />

A-Spielzeit fest. Wie bekannt, hat<br />

vor kurzem auch Spielmacher<br />

Frank Turner seine Zusage für<br />

eine weitere Saison gegeben. Vor<br />

dem Abschluss stehen auch die Gespräche<br />

mit Michael Cuffee und<br />

Center Philipp Neumann. Sollte Einigung<br />

erzielt werden, stünde ein<br />

Grundgerüst. Aktuell stehen fünf<br />

Spieler aus dem letztjährigen Kader<br />

fest. Daneben läuft die Suche<br />

nach den Spiel- und leistungsstarken<br />

Mitstreitern auf weiteren<br />

Schlüsselpositionen. Ingo Enskat,<br />

sportlicher Leiter, erklärt den etwas<br />

komplizierten Sachverhalt:<br />

„Wir möchten unter anderem keinen<br />

reinen Shooter, sondern eher<br />

einen Comboguard, der auf verschiedenen<br />

Positionen spielen<br />

kann.“ Vier deutsche Akteure und<br />

sechs Ausländer – so stellen sich<br />

die Merlins-Vorderen das Korsett<br />

der neuen Truppe vor. Die Positionen<br />

elf und zwölf sollen talentierten<br />

Nachwuchsakteuren aus dem<br />

Regionalliga- oder NBBL-Kader<br />

vorbehalten bleiben. Denn es ist<br />

Teil des sportlichen Gesamtkonzepts,<br />

die Merlins als Sprungbrett<br />

in die deutsche Spitzenklasse aufzubauen.<br />

Head-Coach Tuomas Iisalo<br />

bietet einzelnen Spielern<br />

auch deshalb individuelle Trainigseinheiten<br />

an, um sie so auf das<br />

geforderte Niveau in der Eliteliga<br />

zu heben. Zu Beginn einer Partie<br />

müssen auf dem Spielberichtsbogen<br />

vier deutsche Spieler (bei maximal<br />

zehn Akteuren) und sechs<br />

deutsche (bei maximal zwölf) verzeichnet<br />

sein. Generell fällt die Ansprache<br />

leistungsstarken Spielern<br />

etwas leichter als in der Vergangenheit.<br />

Ingo Enskat: „Grundsätzlich<br />

kann man sagen, dass wir großes<br />

Interesse bei diversen Spielern<br />

geweckt haben. Allein die<br />

„BBL als Liga“ sorgt schon für Attraktivität.“<br />

Die allgemeinen Gegebenheiten<br />

im Umfeld dafür „den<br />

bedingungslosen Kampf gegen<br />

den Abstieg“ stehen gut. Die SÜD-<br />

WEST PRESSE hat ihr Engagement<br />

als Medienpartner ebenso verlängert,<br />

wie die Rudolf Deckert<br />

GmbH aus Schwäbisch Hall. Der<br />

Spezialmaschinenbauer ist Mitglied<br />

des „Packaging Valley“ und<br />

auf Abfüllanlagen und Turn-Key<br />

Engineering für die Pharmaindustrie<br />

spezialisiert.<br />

Neu in der Liste der rund 140 Unterstützer<br />

findet sich mit MODYF,<br />

in Künzelsau ein Tochterunternehmen<br />

des Handelskonzerns Würth.<br />

Das Unternehmen bietet hochwertige<br />

Arbeitskleidung, die häufig gemeinsam<br />

mit Kunden entwickelt<br />

wird. „Create your own Masterpiece“<br />

lautet der Slogan des Unternehmens.<br />

„Unsere Partnerschaft<br />

mit den Merlins ist eine perfekte<br />

Symbiose zwischen unserer Unternehmensphilosophie<br />

und den tollen<br />

Events in der Arena Hohenlohe“,<br />

erklärt Pauline Schwarz,<br />

Leiterin E-commerce und Marketing.<br />

ibe/hel<br />

www.crailsheim-merlins.de<br />

PARTNER DER MERLINS<br />

Die Merlins– so stark wie ein<br />

temperamentvoller Espresso<br />

Es gibt nicht viele sportliche Highlights in unserer Region bei<br />

denen man Einsatz, Kampfgeist, Leidenschaft und Emotionen<br />

der Spieler und Fans so intensiv erleben und genießen kann<br />

wie bei den Spielen unserer Merlins.<br />

Wir sind stolz darauf, die Merlins-Family bei dieser Aufgabe<br />

unterstützen zu können und freuen uns sehr auf die neue<br />

Saison.<br />

Ralph Dreher<br />

Geschäftsführer und Inhaber<br />

Dreher Verpflegungssysteme<br />

FLAIR PARK-HOTEL<br />

ILSHOFEN<br />

www.<br />

.cr


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Firmen & Märkte 17<br />

Hohes Gras und steile Hänge<br />

AS Motor vermarktet aktuelle Neuentwicklung im großen Stil.<br />

VON ADINA MÖLLER<br />

Stark, robust, im schwierigen<br />

Gelände zuhause" – so beschreibt<br />

das mittelständische<br />

Unternehmen AS Motor mit<br />

Sitz in Bühlertann sein neuestes<br />

Produkt: den Profi-Schlegelmäher<br />

„AS 1040 Yak 4WD“. Damit<br />

steht Kunden des Herstellers von<br />

Spezialgeräten ein weiterer Aufsitzmäher<br />

zur Verfügung, mit dem<br />

Grünflächen auch bei schwierigem<br />

Terrain und extremen Steigungen<br />

mit hohem Gras, zähem<br />

Bewuchs oder Gestrüpp gepflegt<br />

werden können.<br />

Bei der Präsentation seiner Innovation<br />

ging der Familienbetrieb<br />

mit circa 130 Mitarbeitern ganz<br />

neue Wege: AS Motor setzte nicht<br />

etwa auf eine Messe, um den Fachpublikum<br />

den Yak vorzustellen.<br />

Vielmehr organisierte das Unternehmen<br />

eigens ein großes Event.<br />

Hierbei konnten sich Händler, Importeure<br />

und auch die Presse von<br />

den Vorzügen des allradgetriebenen<br />

Aufsitz-Schlegelmähers überzeugen.<br />

Neues Flaggschiffprodukt<br />

des Unternehmens<br />

„Der Yak soll unser neues<br />

Flaggschiff werden. Wir sind begeistert<br />

von unserer neuesten Entwicklung<br />

und wollten das so auch<br />

weitergeben“, gibt Vermarktungs-<br />

Flaggschiff: Seit 1959 entwickelt und produziert das Familienunternehmen motorisierte Spezialgeräte.<br />

Der AS 1040 Yak 4WD soll mit seiner Robustheit und Kletterfähigkeit die Märkte erobern. Foto: AS Motor<br />

leiter Georg-Otto Fuchs die Motivation<br />

für die große Produktvorstellung<br />

an. Und der Marketingprofi<br />

kennt noch einen weitere Vorteil:<br />

„Somit hatten wir mal wieder einen<br />

guten Grund mit unseren Kunden<br />

zusammenzukommen und<br />

konnten unsere Partnerschaften<br />

pflegen.“ Bis zum großen Event<br />

lag eine arbeitsintensive Zeit hinter<br />

dem Team. „Während der<br />

etwa zwei Jahre langen Entwicklungsdauer<br />

waren alle Unternehmensbereiche<br />

stets eng verzahnt:<br />

Produktmanagement, Entwicklung,<br />

Marketing und Service waren<br />

so alle jederzeit auf dem gleichen<br />

Entwicklungsstand“, weiß<br />

der Vermarktungsleiter. Und er erklärt<br />

auch, warum das so wichtig<br />

ist: „Produktmanagement und<br />

Marketing müssen zum Beispiel<br />

gut zusammenarbeiten, um die<br />

gleiche Sprache zu sprechen. Nur<br />

so ist es möglich, den Kunden alle<br />

Vorzüge der Neuentwicklung richtig<br />

darzulegen.“ Der Austausch<br />

mit den Servicemitarbeitern stelle<br />

zudem sicher, dass sich das neue<br />

Gerät auch wirklich an den Bedürfnissen<br />

des Markts orientiert.<br />

Auch die eigene Montagelinie, auf<br />

der neben dem Yak noch weitere<br />

Schlegelmäher entstehen, ist parallel<br />

zur Produktentwicklung aufgebaut<br />

worden. AS Motor setzt insgesamt<br />

auf eine hohe Fertigungstiefe<br />

– der Großteil der Komponenten<br />

wird in Bühlertann gefertigt,<br />

zugelieferte Teile stammen zu<br />

70 Prozent aus der Region. Damit<br />

sollen die hohen Qualitätsstandards<br />

der Profigeräte gewährleistet<br />

werden. Insgesamt entstehen<br />

im Werk rund 35 unterschiedliche<br />

Maschinenmodelle und 45 Varianten<br />

in Kleinserienfertigung.<br />

Bereits bei der Markteinführung<br />

des Yaks war die Serienproduktion<br />

im Bühlertanner Werk gestartet,<br />

sodass der Schlegelmäher für<br />

Händler und Importeure direkt<br />

zur Verfügung stand. Diese können<br />

ihn also noch in dieser Saison<br />

vermarkten. Und das wird bereits<br />

eifrig getan. „Das Feedback in den<br />

ersten Wochen nach der Präsentation<br />

war hervorragend. Bereits<br />

während der Veranstaltung sind einige<br />

Bestellungen von Händlern<br />

und Vertriebspartnern eingegangen.<br />

Damit wurden unsere hohen<br />

Erwartungen übertroffen, auch<br />

Endkundenkäufe gab es schon“,<br />

ist Fuchs stolz. Und die Vermarktung<br />

des Yak geht weiter: Um das<br />

Ziel zu erreichen, mit dem neuen<br />

Aufsitzmäher alle Märkte weltweit<br />

zu durchdringen, steht noch eine<br />

große Tour mit Vorführungen an.<br />

Diese umfasst allein in Deutschland<br />

17 Standorte, an denen Händler<br />

und interessierte Endkunden<br />

das Gerät im Einsatz erleben können.<br />

Funkfernsteuerung<br />

im Entwicklungsfokus<br />

Auf den bisherigen Erfolgen will<br />

sich AS Motor nicht ausruhen: „Es<br />

gibt viele weitere Themen die uns<br />

beschäftigen. Die Entwicklungsmannschaft<br />

macht immerhin zehn<br />

Prozent der Belegschaft aus. Wir<br />

haben viele weitere Ideen und Projekte<br />

in der Pipeline. In unseren<br />

Kernkompetenzen hohes Gras<br />

und Wildkrautentfernung haben<br />

wir noch viel Spielraum, um<br />

Dinge voranzutreiben“, ist Georg-<br />

Otto Fuchs sicher. Dazu gehört unter<br />

anderem die Arbeit an Fernsteuerungen,<br />

um den Bediener<br />

aus dem Gefahrenbereich zu bekommen.<br />

Ein fernsteuerbarer Aufsitzmäher<br />

wurde beim Neuheiten-<br />

Wettbewerb der Messe demopark<br />

2017 mit der Silbermedaille ausgezeichnet<br />

und dieses Jahr auf<br />

dem amerikanischen Markt eingeführt.<br />

www.as-motor.de<br />

Solide Entwicklung<br />

Voith: Ergebnis deutlich gestiegen. Konzernchef Stephan Schaller sieht bessere Voraussetzungen für<br />

weiteres und profitables Wachstum in den kommenden Monaten.<br />

Das renommierte Maschinenbauunternehmen,<br />

mit seinem Stammsitz in<br />

Heidenheim/Brenz hat das erste<br />

Halbjahr des Geschäftsjahres<br />

2017/18 mit soliden Zahlen abgeschlossen.<br />

Ein noch besseres Abschneiden<br />

wurde nach Angaben des weltweit<br />

agierenden Technologiekonzerns<br />

vor allem durch negative<br />

Währungseffekte verhindert“.<br />

Während der Bereich<br />

Voith hydro etwas schwächelte,<br />

entwickelten sich die übrigen<br />

Sparten des Kerngeschäfts,<br />

Voith Paper und Voith Turbo, dagegen<br />

planmäßig. Insgesamt hat<br />

Voith in den ersten sechs Monaten<br />

seines laufenden Geschäftsjahres<br />

(Oktober 2017 bis zum<br />

31. März <strong>2018</strong>), Aufträge im<br />

Wert von 2,29 Milliarden Euro<br />

verbucht. Der Auftragsbestand<br />

lag Ende März bei 5,32 Milliarden<br />

Euro. Der Umsatz summierte<br />

sich im ersten Halbjahr<br />

auf 2,05 Milliarden Euro (plus<br />

vier Prozent). Das Betriebsergebnis<br />

erreichte 75 Millionen<br />

Euro. Belastet wurde das operative<br />

Ergebnis wie erwartet von<br />

den Anlaufkosten für den<br />

neuen, standortübergreifenden<br />

Geschäftsbereich Voith Digital<br />

Solutions die höher ausfallen<br />

als ursprünglich geplant.<br />

In der Summe erwirtschafteten<br />

Voith in seinen Märkten Energie,<br />

Öl & Gas, Papier, Rohstoffe<br />

und Transport & Automotiv ein<br />

leicht verbessertes Betriebsergebnis<br />

von 119 Millionen Euro.<br />

„Der Konzern präsentiert sich<br />

im operativen Geschäft weiterhin<br />

in robuster Verfassung. Wir<br />

werden uns in den kommenden<br />

Monaten vor allem darauf konzentrieren,<br />

auf dieser Basis die<br />

Voraussetzungen für künftiges<br />

profitables Wachstum zu verbessern.<br />

Wir verfügen über erhebliche<br />

finanzielle Handlungsspielräume<br />

für organisches und anorganisches<br />

Wachstum, die wir<br />

in den kommenden Jahren nutzen<br />

werden“, erklärte der seit<br />

April amtierende Vorsitzende<br />

der Konzerngeschäftsführung,<br />

Stephan Schaller. Der Konzernchef<br />

ist grundsätzlich weiterhin<br />

zuversichtlich, dass sich die positive<br />

Entwicklung fortsetzt und<br />

rechnet mit einer stabilen Entwicklung.<br />

Zuletzt machte das Unternehmen<br />

mit seinen 19 000<br />

Mitarbeitern in 60 Ländern einen<br />

Umsatz von 4,2 Milliarden<br />

Euro. Innerhalb des Konzerns<br />

entwickelte sich auch der Be-<br />

Gelenkwellen: Besondere Spezialität von Crailsheim. Foto: Voith<br />

reich Voith Turbo zuletzt gut –<br />

trotz eines „in Teilen weiterhin<br />

herausfordernden Marktumfelds“.<br />

Beim Auftragseingang<br />

gab es erneut einen leichten Zuwachs.<br />

Ebenfalls „stabil“ entwickelte<br />

sich der Standort Crailsheim,<br />

der zum Konzernbereich<br />

Voith Turbo gehört. Am zweitgrößten<br />

Standort von Voith in<br />

Europa mit seinen rund 1000<br />

Mitarbeiter werden komplexe<br />

Produkte für die Energieerzeugung,<br />

die Öl- und Gasindustrie,<br />

für den Bergbau, die Stahlindustrie<br />

sowie für Nutzfahrzeuge<br />

und Busse entwickelt und produziert.<br />

Dazu gehören regelbare<br />

Antriebe, Flüssigkeitskupplungen,<br />

Hochleistungsgelenkwellen,<br />

Retarder sowie Stellund<br />

Regeltechnik. „Die ansprechende<br />

Entwicklung am Standort<br />

ist laut Rolf Schweizer „unter<br />

anderem auch auf die Stabilisierung<br />

der Rohstoff- und Stahlpreise<br />

zurückzuführen.“ Der<br />

Executive Vice President & CEO<br />

Industry Voith Turbo weiter:<br />

„Wir haben deshalb in Crailsheim<br />

wieder begonnen substanziell<br />

in die Markteinführung<br />

neuer Produkte bei den regelbaren<br />

Antrieben und den hydrodynamischen<br />

Kupplungen zu investieren.<br />

Dies werden wir im kommenden<br />

Jahr fortsetzen.“<br />

Dazu investiert Voith in Crailsheim<br />

auch in seine Fertigung,<br />

beispielsweise in ein neues Bearbeitungszentrum<br />

in der Großteilebearbeitung,<br />

in den Bereich<br />

kollaborative Robotik sowie in<br />

eine teilautonome Lagerlogistik<br />

und in die Thematik Manufacturing<br />

Execution Systems (MES),<br />

die die Führung, Lenkung, Steuerung<br />

oder Kontrolle der Produktion<br />

in Echtzeit ermöglichen<br />

soll.<br />

ibe/pm<br />

voith.com<br />

Vorstand: Armin Hess, Carsten Rumpf, Mischa Franz, Christian Berner,<br />

Ingo Brauckmann, Christoph Möltgen (v.li.).<br />

Foto: Heribert Lohr<br />

Neue Verträge<br />

Berner: Ingo Brauckmann geht nach drei Jahren.<br />

Carsten Rumpf und Christoph<br />

Möltgen verlängern<br />

ihre Vorstandsverträge bis<br />

2022 bei der Berner Group –<br />

Ingo Brauckmann hingegen orientiert<br />

sich beruflich neu.<br />

Ab Oktober trennen sich die Wege<br />

zwischen Berner und dem Chief<br />

Supply Chain Officer (CSCO)<br />

Brauckmann, nach drei Jahren.<br />

Nach dem erfolgreichen Abschluss<br />

der ersten wichtigen<br />

Phase der Transformation im Bereich<br />

Supply Chain innerhalb der<br />

Berner Group, möchte sich Ingo<br />

Brauckmann neuen Herausforderungen<br />

stellen wie das Unternehmen<br />

mitteilt. Der Aufsichtsrat der<br />

Berner Group habe daher seinem<br />

Wunsch entsprochen, den auslaufenden<br />

Vorstandsvertrag nicht zu<br />

verlängern. „Ingo Brauckmann<br />

hat die Kultur der Transformation<br />

maßgeblich geprägt, zahlreiche<br />

Impulse gegeben und durch konkretes<br />

Handeln zur Verbesserung<br />

der Profitabilität der Gruppe beigetragen“,<br />

sagt Christian Berner,<br />

CEO der Gruppe.<br />

Eine Nachbesetzung auf der Position<br />

des CSCO erfolgt nicht. Der<br />

Bereich Supply Chain wird stattdessen<br />

ab September geteilt: Die<br />

Abteilungen Logistik und Facility<br />

Management werden dann vom<br />

CIO, Christoph Möltgen, verantwortet.<br />

Der Einkauf und die Qualitätssicherung<br />

fallen in die Zuständigkeit<br />

des CFO, Jürgen Schulte-<br />

Laggenbeck. Aufsichtsrat und Vorstand<br />

erhoffen sich durch den<br />

Neuzuschnitt weitere positive Impulse<br />

für eine Verbesserung maßgeblicher<br />

Unternehmenskennzahlen<br />

und eine weitere Verbesserung<br />

der Profitabilität. pm<br />

www.berner-group.com


18 Kapital & Finanzen<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Persönliche Beratung wird geschätzt<br />

Allgemeine Zufriedenheit herrschte bei der Vertreterversammlung der Volksbank Main-Tauber: Die Bilanzsumme erreicht im abgelaufenen<br />

Geschäftsjahr knapp zwei Milliarden Euro. Der Aufsichtsrat wird einstimmig wiedergewählt. VON WERNER PALMERT<br />

Die Volksbank Main-Tauber<br />

schloss das Geschäftsjahr<br />

2017 mit erfreulichen Zuwächsen<br />

in allen Geschäftsbereichen<br />

ab. Die Bilanzsumme stieg<br />

um 5,8 Prozent auf 1,953 Milliarden<br />

Euro, das Kundenkreditgeschäft<br />

nahm um 8, 2 Prozent auf<br />

1,196 Milliarden Euro zu und die<br />

Kundeneinlagen erreichten mit einem<br />

Plus von 3,2 Prozent die<br />

neue Marke von 1,406 Milliarden<br />

Euro. Damit liegt die Bank im Vergleich<br />

auf Verbandsebene im guten<br />

Durchschnitt, wie der Vorstandsvorsitzende<br />

Michael Schneider<br />

vor rund 350 Mitgliedern anlässlich<br />

der Vertreterversammlung<br />

in der Tauberbischofsheimer<br />

Stadthalle zufrieden feststellte.<br />

Besonders erfreut zeigte sich der<br />

Bankvorstand auch über die Tatsache,<br />

dass die Reisebuchungen bei<br />

der Volksbank im vergangenen<br />

Jahr sehr stark zugenommen haben.<br />

Auch die Zahlen <strong>2018</strong> im Reisegeschäft<br />

entwickeln sich nach<br />

seiner Aussage äußerst positiv.<br />

WERTE Aufsichtsratsvorsitzender<br />

Bernhard Stahl skizzierte in<br />

seiner Eröffnungsrede die Philosophie<br />

der Genossenschaftsbank,<br />

die sich ganz an der Regionalität<br />

orientiere. „Wir sind dort zu<br />

Hause, wo auch Sie zu Hause<br />

sind“. Gleichzeitig stärke die<br />

Volksbank Main-Tauber die gemeinsame<br />

Region.<br />

IDENTIFIKATION Die große<br />

Verbundenheit der Volksbank mit<br />

der Main-Tauber-Region, insbesondere<br />

mit der Kreisstadt Tauberbischofsheim,<br />

hob Bürgermeister<br />

Wolfgang Vockel in seiner Grußadresse<br />

hervor. Das Titelbild der<br />

neuen Volksbank-Imagebroschüre,<br />

mit einem Motiv des neu<br />

gestalteten Marktplatzes der Kreisstadt,<br />

zeige, wie sehr sich das<br />

Geldinstitut mit seiner Umgebung<br />

identifiziere.<br />

Vorstandsvorsitzender Michael<br />

Schneider streifte in seinem Geschäftsbericht<br />

für das Jahr 2017<br />

neben der anhaltenden Niedrigzinsphase<br />

auch die allgemeine<br />

wirtschaftliche Lage, den zunehmenden<br />

Fachkräftemangel und<br />

das veränderte Geldanlageverhalten<br />

der Kunden an. Dies führe<br />

auch dazu, dass aktuell die Inflation<br />

höher sei als der Nominalzins<br />

und damit zu einer Geldvernichtung<br />

beitrage. „Gerade deshalb ist<br />

die persönliche Beratung der Sparer<br />

von größter Wichtigkeit für<br />

Engagement: Für ihr langjähriges Engagement bei der Volksbank Main-Tauber wurden Aufsichtsratsvorsitzender Bernhard Stahl (Mi.) und das<br />

Aufsichtsratsmitglied Rudi Flegler (2 v. li.) in Anwesenheit von Vorstandsvorsitzendem Michael Schneider(li.) und Stellvertreter Robert Haas (re.)<br />

vom Verbandsoberprüfer Michael Kieser (2 v. re.) mit der Ehrenurkunde des Württembergischen Genossenschaftsverbandes geehrt. Foto: Werner Palmert<br />

uns und durch nichts zu ersetzen“,<br />

so der Bankvorstand. Unter<br />

dem Strich habe die Volksbank<br />

Main-Tauber in den letzten zwölf<br />

Monaten gut gewirtschaftet und<br />

das Jahr 2017 erfolgreich abgeschlossen.<br />

Unter dem Motto<br />

„Wachstum durch Wandel“ wollen<br />

Schneider und seine 412 Mitarbeiter<br />

auch <strong>2018</strong> für die 41 258<br />

Mitglieder in der Erfolgsspur bleiben.<br />

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat,<br />

die der stellvertretende<br />

Aufsichtsratsvorsitzende Dr.<br />

Bernd Kober leitete, wurden Dieter<br />

Häußler, Richard Quenzer,<br />

Gerhard Mühleck und Anton<br />

Tremmel (alle Bad Mergentheim),<br />

Jelto Hendriok (Kreuzwertheim),<br />

Bernd Reinhart (Großrinderfeld)<br />

und Bernhard Stahl<br />

(Lauda-Königshofen) einstimmig<br />

in ihren Ämtern bestätigt. Große<br />

Einigkeit herrschte auch über den<br />

Vorschlag der Verwendung des<br />

Jahresüberschusses von rund 2,8<br />

Millionen Euro. So wird eine Dividende<br />

von fünf Prozent ausgeschüttet.<br />

1,15 Millionen Euro<br />

kommen in andere Ergebnisrücklagen<br />

und 34 100 Euro werden<br />

auf die neue Rechnung vorgetragen.<br />

Nach Erläuterungen durch<br />

den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden<br />

Robert Haas, stimmten<br />

die Anwesenden abschließend<br />

den Änderungen der Satzung und<br />

der neuen Wahlordnung zu.<br />

www.vobamt.de<br />

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Exporte nach Brasilien: S-International hat die Finanzierungslösung<br />

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Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1.981 Mrd.<br />

US Dollar ist Brasilien die achtgrößte Volkswirtschaft<br />

der Welt. Als angesichts sinkender Rohstoffpreise<br />

und einem steigenden Fiskaldefizit<br />

das BIP 2016 um 3,6 % schrumpfte, geriet das<br />

Land etwas aus dem Fokus der deutschen<br />

Exportwirtschaft.<br />

2017 erholte sich die Wirtschaftsleistung um<br />

1 %, für <strong>2018</strong> prognostiziert die Weltbank ein<br />

Wirtschaftswachstum von 3 %. Im Rahmen<br />

dieses Aufschwungs wächst die Investitionsbereitschaft<br />

der Industrie Brasiliens und damit<br />

die Bedeutung Brasiliens für deutsche Exporte,<br />

insbesondere des Maschinenbaus.<br />

Eine Hürde für brasilianische Investoren ist<br />

der mangelnde Zugang zu mittel- und langfristigen<br />

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Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Kapital & Finanzen 19<br />

Bankfiliale Wohnzimmer<br />

Die Volksbank Hohenlohe feiert 175-Jahr-Jubiläum und setzt für die Zukunft auf<br />

bequemes Banking, mehr Beratung und höhere Erreichbarkeit. VON MELANIE BOUJENOUI<br />

Rund 151 Vertreter hatten<br />

sich kürzlich in der Kultura<br />

in Öhringen versammelt,<br />

um sich über die Bilanzen<br />

der ältesten (noch selbstständig<br />

tätigen) Genossenschaftsbank<br />

der Welt zu informieren.<br />

Dieter Karle, der erstmals als<br />

Vorstandsvorsitzender der<br />

Volksbank Hohenlohe auftrat,<br />

war glücklich, ein alles in allem<br />

„zufriedenstellendes Ergebnis“<br />

präsentieren zu können. Denn<br />

trotz Niedrigzinsumfeld und<br />

schwieriger Rahmenbedingungen<br />

ist es der Bank gelungen,<br />

den Wachstumstrend der letzten<br />

Jahre erfolgreich fortzusetzen.<br />

So ist ein Zuwachs in den<br />

Kerngrößen Bilanzsumme, Kundeneinlagen<br />

und Eigenkapital<br />

zu verzeichnen.<br />

Für die nächsten<br />

175 Jahre gerüstet<br />

Die größten Probleme verursachte<br />

aber nach wie vor der<br />

Niedrigzins. Mit Blick auf die Ertragslage<br />

zeigte sich der Bankchef<br />

ganz und gar nicht zufrieden:<br />

Der Zinsüberschuss verringerte<br />

sich um 3,2 Millionen auf<br />

rund 16,7 Millionen. „Das ist<br />

nicht das Resultat einer schlechten<br />

Leistung“, betonte Karle,<br />

sondern sei alleine der Geldpolitik<br />

der EZB geschuldet. Mitarbeiter,<br />

Aufsichtsrat und Vorstand<br />

hätten, wie er meint,<br />

noch mehr Einsatz gebracht,<br />

um „zumindest dieses Ergebnis<br />

zu erzielen“.<br />

Da man bei der Volksbank mit<br />

Die Bank in Zahlen<br />

Bilanzsumme: Plus von 15,6 Mrd. a auf 1,693 Mrd. a<br />

Kundeneinlagen: Plus von 15 Mio. a auf 1,14 Mrd. a<br />

Eigenkapital: 195 Mrd. a, leicht erhöht<br />

Gesamtkapitalquote: 29,5%<br />

Kundenforderung um 21 Mio. a auf 589 Mio. a verringert<br />

Mitarbeiter: derzeit 235 Mitarbeiter und 26 Auszubildende<br />

Zuversichtlich: Vorstandsvorsitzender Dieter Karle ist sich sicher, dass im kommenden Jahr auch<br />

die Erträge der Volksbank Hohenlohe wieder steigen werden.<br />

Foto: Volksbank Hohenlohe<br />

einer Trendumkehr für die Geschäftsjahre<br />

<strong>2018</strong>/2019 und allmählicher<br />

Zinserhöhung<br />

rechne, ist Karle sich sicher, die<br />

Umsätze wieder zu steigern, da<br />

die Volksbank Hohenlohe sukzessive<br />

mehr investieren und<br />

anlegen wird. „Wir sind dabei,<br />

uns sehr gut für die Zukunft aufzustellen.<br />

Aufgrund unseres soliden<br />

Fundaments blicken wir<br />

gestärkt dem entgegen, was<br />

kommt“, sagt der Vorstandsvorsitzende.<br />

Im 175-Jahr-Jubiläum<br />

hält die Bank ihre Mitglieder<br />

einmal mehr im Blick und<br />

schüttet eine Dividende von satten<br />

sieben Prozent aus.<br />

Dafür nahm die Genossenschaftsbank<br />

einen Rückgang<br />

um 813, auf aktuell 44 022 Mitglieder,<br />

hin, um auch tatsächlich<br />

nur diejenigen zu belohnen,<br />

die mit der Volksbank Geschäfte<br />

machen. Das Jubiläumsjahr<br />

würde aber nicht nur gefeiert<br />

– vielmehr sei man damit beschäftigt,<br />

die Bank für weitere<br />

175 Jahre zu wappnen.<br />

Ein Thema, das die Volksbank<br />

Hohenlohe auch in Zukunft weiter<br />

beschäftigt, ist die Erreichbarkeit.<br />

Zum einen sollen in einigen<br />

der 46 Filialen die Beratungszeiten<br />

in die Abendstunden<br />

ausgeweitet werden, so<br />

dass Berufstätige einfacher Termine<br />

finden.<br />

Alternativ bietet VobaMobil stationäre<br />

Standorte. „Damit haben<br />

wir in Hohenlohe schnell<br />

und einfach die Chance, viele<br />

Orte in unserem Geschäftsgebiet<br />

mit Bankdienstleistungen<br />

zu versorgen“, sagt der Bankchef.<br />

Zum anderen „kommt die<br />

Bank ins Wohnzimmer“, wie<br />

Karle sagt, durch verbesserte<br />

Online-Tools und mobile Banking<br />

Apps, aber auch durch die<br />

Erweiterung des Telefon-Services.<br />

„Der Kunde kann zukünftig<br />

über alle relevanten Kontaktkanäle<br />

– online, E-Mail, Fax, telefonisch,<br />

Chat, Brief – seine<br />

Auskunft- und Serviceanfragen<br />

an unser Kunden-Service-Center<br />

stellen oder auch korrespondierend<br />

zum bekannten Telefonbanking<br />

rechtsverbindliche<br />

Aufträge erteilen.“<br />

Verstärkte Erreichbarkeit<br />

ist wichtig<br />

Seit vielen Jahren ist die Volksbank<br />

Hohenlohe bereits in enger<br />

Zusammenarbeit mit einem<br />

Dienstleister aus der genossenschaftlichen<br />

Finanzgruppe, 24<br />

Stunden telefonisch erreichbar.<br />

Ab Oktober wird dieses Angebot<br />

erweitert. „Dabei stellen<br />

wir eine unverzügliche und kundenfreundliche<br />

Bearbeitung in<br />

den Vordergrund unseres Handelns.<br />

Für den Kunden bedeutet<br />

dies ein deutliches Plus in<br />

der enormen Ausweitung unseres<br />

Serviceangebots rund um<br />

die Uhr.“<br />

Trotz fortschreitender Technik<br />

will Karle kein Personal abbauen,<br />

sondern weiter „gezielt<br />

auf unsere Beratungsqualität<br />

mit unserer genossenschaftlichen<br />

Beratung setzen.“<br />

www.vb-hohenlohe.de<br />

BAG unzufrieden<br />

Bei der Generalversammlung wird klar: Das Jahr<br />

2017 war nicht leicht. VON GUIDO SEYERLE<br />

Man konnte es in den meisten<br />

Gesichtern der rund<br />

600 Besucher ablesen:<br />

„Das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend“,<br />

war von den leitenden<br />

Mitarbeitern der BAG genauso wie<br />

von den beauftragten Wirtschaftsprüfern<br />

zu hören.<br />

Auswirkungen auf das Abstimmungsverhalten<br />

bei den turnusgemäßen<br />

Wahlen hatte dies nicht:<br />

Alle sich zur Wahl Stellenden wurden<br />

einstimmig bestätigt. Neu im<br />

Aufsichtsrat ist für den nicht mehr<br />

zur Wahl angetretenen Michael Reber<br />

aus Gailenkirchen nun Christian<br />

Kieß aus Beltersrot.<br />

INVESTITIONEN Der Umsatz<br />

der BAG mit ihren 211 Mitarbeitern<br />

blieb im vergangenen Jahr<br />

fast unverändert bei 73,49 Millionen<br />

Euro (Vorjahr 73,66 Millionen).<br />

Beteiligungen wie bei EDI<br />

(Energie direkt Hohenlohe), der<br />

Abendschein Landmaschinen<br />

GmbH und der Koch-BAG-Autohaus<br />

GmbH „machen Freude“, so<br />

Vorstandsvorsitzender Ulrich<br />

Kühnle. Hohe Abschreibungen, in<br />

2017 waren es 1.44 Millionen<br />

Euro (2016 1,47 Millionen) zeigen,<br />

dass die BAG in den vergangenen<br />

Jahren viel investiert hat.<br />

Diese Investitionen greifen, die Eigenkapitalquote<br />

liegt wieder über<br />

30 Prozent. Das Ziel heißt allerdings<br />

bei 40 Prozent. „Wir haben<br />

2017 viele Projekte angestoßen,<br />

die die internen Abläufe verbessern<br />

und verschlanken“, sagte<br />

Kühnle. Dazu gehöre beispielsweise<br />

die papierlose Kommunikation.<br />

„Trotz aller Technik ist aber<br />

der Mensch der Schlüssel zum Erfolg.“<br />

Der Spätfrost in 2017 und die Hagelschläge<br />

im Sommer haben in<br />

der Landwirtschaft teilweise zu<br />

großen Schäden geführt. So fiel<br />

beispielsweise die Apfelernte um<br />

80 Prozent niedriger aus als im<br />

Durchschnitt, dementsprechend<br />

wenig Früchte konnte die BAG verarbeiten.<br />

Die Digitalisierung führe in allen<br />

Bereichen zu „dramatischen Veränderungen“.<br />

Deshalb „müssen<br />

die Dinge, die wir tun, grundlegend<br />

überdacht werden“. Bestellungen<br />

rund um die Uhr könnten<br />

die Zusammenarbeit vereinfachen,<br />

die BAG arbeitet an einem<br />

entsprechenden Online-Auftritt.<br />

Im Bereich Smart Farming sei<br />

zum Beispiel die App „Acker 24“<br />

sehr erfolgreich. Satellitenkarten<br />

ermöglichen es zu erkennen, welche<br />

Ackerflächen welche Ertragskraft<br />

besitzen. Im Branchenvergleich<br />

stehe die BAG Hohenlohe<br />

aber noch vergleichsweise gut da.<br />

www.bag-hohenlohe.de<br />

Verabschiedung: Vorstandsvorsitzender Ulrich Kühnle (li.) und Aufsichtsratsvorsitzender<br />

Volker Baumann (re.) verabschieden Michael Reber aus<br />

dem BAG-Aufsichtsrat.<br />

Foto: BAG<br />

Ausgezeichnete Beratung!<br />

Nach DIN.<br />

Geprüft.<br />

Beste Bank in Schwäbisch Hall.<br />

Auf Basis des DIN-Regelwerks.<br />

Beim Bankentest erfüllt die SÜDWESTBANK in Schwäbisch<br />

Hall die DIN auf ganzer Linie. Sie sichert sich mit der<br />

Gesamtnote 1,2 den Sieg. Die DIN-Spezifikation gilt bankenübergreifend,<br />

ist einheitlich in ganz Deutschland und<br />

stellt einen neutralen Standard für Beratungsleistungen<br />

dar. Auf dieser Grundlage ist die SÜDWESTBANK auch in<br />

Zukunft mit den bewährten Ansprechpartnern für Sie da.<br />

SÜDWESTBANK AG, Im Haal 8, 74523 Schwäbisch Hall, Telefon <strong>07</strong>91 / 75 80-0<br />

schwaebisch-hall@suedwestbank.de, www.suedwestbank.de<br />

Institut<br />

Note<br />

SÜDWESTBANK AG 1,2<br />

Commerzbank AG 2,1<br />

Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim 2,4<br />

Baden-Württembergische Bank 3,0<br />

Postbank 3,2<br />

VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim eG 3,3<br />

Werte verbinden.<br />

Qualität und Kompetenz in der Beratung bei Firmenkunden und<br />

bei Baufinanzierungen haben in Hohenlohe eine Top-Adresse:<br />

Volksbank Hohenlohe eG.<br />

Tel. <strong>07</strong>941 933-0<br />

www.vb-hohenlohe.de<br />

AUCH ONLINE: swp.de/regiobusiness


20 Kapital & Finanzen<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Die Genossen wappnen sich<br />

Raiffeisenbank Kocher-Jagst (RBKJ) stellt den Geschäftsbericht 2017 vor. Unwägbarkeiten im Finanzsektor bleiben fest im Blick.<br />

VON ALISA GRÜN<br />

Schweißperlen auf der Genossenstirn<br />

suchten die Anwesenden<br />

bei der Generalversammlung<br />

der RBKJ in der Niedernhaller<br />

Stadthalle vergeblich.<br />

Denn Vorstand, Aufsichtsrat und<br />

Wirtschaftsprüfer des Ingelfinger<br />

Finanzhauses sind mit dem Ergebnis<br />

aus 2017 zufrieden.<br />

Die RBKJ verzeichne laut Vorstandsmitglied<br />

Martin Krenkler<br />

2017 trotz eines anspruchsvollen<br />

Umfeldes wiederholt eine positive<br />

Geschäftsentwicklung. Vorstandsvorsitzender<br />

Andreas Siebert unterstützt:<br />

„Uns geht es gut.“ Für<br />

ihn ist dafür die gesamtwirtschaftliche<br />

Entwicklung in der Europäischen<br />

Union, mit Deutschland als<br />

Lokomotive, verantwortlich.<br />

Siebert weiterhin gegen<br />

Negativzinsen für Kunden<br />

Ein unverändert angespanntes Umfeld<br />

an den internationalen Finanzmärkten,<br />

das auch durch US-Präsident<br />

Trump oder den Syrien-Konflikt<br />

beeinflusst werde, führe zu<br />

Verunsicherung. „Daher suchen<br />

die Menschen nach Nähe und Stabilität,<br />

nach Verlässlichkeit und<br />

Partnerschaft“, sagt Siebert. Besonders<br />

wichtig ist ihm keine Negativzinsen<br />

auf Kundeneinlagen zu<br />

berechnen. Hätte das Bankhaus<br />

die Minuszinsen durchgereicht,<br />

würden die Bücher einen zusätzlichen<br />

Ertrag von 1,26 Millionen<br />

Euro aufweisen. Siebert sagt: „Das<br />

hätte uns sicher gut getan.“ Dennoch<br />

sprechen aktuell mehrere<br />

Gründe gegen die Umlegung der<br />

Zinsen auf die Kunden. So zum<br />

Beispiel das gute Provisionsgeschäft,<br />

das unter anderem den Verkauf<br />

von Lebensversicherungen<br />

der R + V beinhaltet.<br />

Neues Kundendialog- und<br />

Servicecenter in Dörzbach<br />

Damit die Geschäfte, trotz Unwägbarkeiten<br />

wie Niedrigzins, Digitalisierung<br />

und Regulierung, weiterhin<br />

gut laufen, bearbeiten die Genossen<br />

mehrere „Baustellen“: In<br />

Dörzbach entsteht „zur besseren<br />

Kundenbetreuung“ ab Oktober<br />

ein Kunden-Dialog- und Servicecenter.<br />

Dort werden sechs neue<br />

Arbeitsplätze geschaffen. Zudem<br />

leistet das Geschäftsfeld der Immobilienvertretung,<br />

das der frühere<br />

Vorstandsvorsitzende Manfred<br />

Bub vor etwa einem Jahr ins Leben<br />

rief, einen positiven Beitrag<br />

zum Geschäftsergebnis.<br />

Und erneut gab es bei dieser Generalversammlung<br />

Abschiede: Rudi<br />

Zufrieden: Manfred Bub, ehemaliger Vorstandsvorsitzender,<br />

Andreas Siebert, Vorstandsvorsitzender, Herbert Göker, Aufsichtsratsvorsitzender<br />

und Martin Krenkler, Vorstand (v. li.).<br />

Foto: Alisa Grün<br />

Schlecht (Marktbereich Mulfingen)<br />

und Willy Meinikheim<br />

(Marktbereich Ingelfingen) verlassen<br />

den Aufsichtsrat. Für<br />

Schlecht rückt Ulrich Oberndörfer<br />

nach, den Platz von Meinikheim<br />

wird Willi Ehrmann übernehmen.<br />

In ihrem Amt bestätigt wurden<br />

Karl Heinz Dorfi (Marktbereich<br />

Niedernhall) sowie der Aufsichtsratsvorsitzende<br />

Herbert Göker.<br />

„Der Neue im Team“, wie<br />

sich der Vorstandsvorsitzende Siebert<br />

selbst bezeichnet, blickt zufrieden<br />

auf sein erstes Jahr im<br />

Amt zurück. Er rückte im vergangenen<br />

Juli Manfred Bub nach. Vor<br />

allem die gute wirtschaftliche<br />

Struktur der Region und die zahlreichen<br />

Unternehmen, die zu ihrer<br />

regionalen Bank stehen, seien<br />

für ihn außergewöhnlich. Siebert<br />

erläutert: „Unsere Aufgabe ist es<br />

in Zukunft, die Firmen weiterhin<br />

gemeinsam mit unserer Zentralbank<br />

zu begleiten.“ Doch auch<br />

eine Sorge treibt ihn um: „Wir<br />

merken, dass die Dynamik der Firmen<br />

in der Technologieregion Hohenlohe<br />

sehr hoch ist. Wir müssen<br />

schauen, dass wir da Schritt<br />

halten können.“ Für das laufende<br />

Geschäftsjahr setzt sich der Vorstandsvorsitzende<br />

zudem ein klares<br />

Ziel: „Wir wollen unsere Eigenkapitalbasis<br />

stärken, um weitere<br />

Kreditwünsche der Kunden erfüllen<br />

zu können.“<br />

Herbert Göker hat das Geschäftsjahr<br />

2016 – wie im Fußball – als<br />

Steilvorlage für den neuen Vorstandsvorsitzenden<br />

bezeichnet.<br />

Siebert konnte dann von Manfred<br />

Bub im Juli 2017 eine gute Halbzeitführung<br />

übernehmen. Vor den<br />

Genossen resümiert „der Neue“:<br />

„Das Team hat den Vorsprung ins<br />

Ziel gebracht.“<br />

www.rbkj.de<br />

Die Zahlen aus 2017 im Überblick<br />

Kundenvolumen: 1,246 Mrd. Euro (+ 9 Prozent)<br />

Bilanzsumme: 685,7 Mio. Euro (+ 6,5 Prozent)<br />

Gesamte Einlagen: 784,9 Mio. Euro (+ 7,7 Prozent)<br />

Gesamte Kredite: 462,1 Mio. Euro (+ 11,8 Prozent)<br />

Eigenkapital: 62,4 Mio. Euro (+ 0,7 Prozent)<br />

Dividende:<br />

4,5 Prozent<br />

Mitglieder: 13 819<br />

Mitarbeiter: 113<br />

Geschäftsstellen: 22<br />

Kunden: 21 700<br />

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ADVERTORIAL<br />

Zeitgemäße Geldanlage –<br />

immer und von überall<br />

Digitaler Anlage-Assistent MeinInvest ergänzt klassische Beratung<br />

Die VR Bank Schwäbisch<br />

Hall-Crailsheim eG verschafft<br />

Kunden mit MeinInvest jetzt<br />

auch online einen bequemen<br />

und modernen Zugang zu einer<br />

zeitgemäßen Geldanlage.<br />

Die Digitalisierung hat längst viele<br />

Bereiche der Wirtschaft erfasst und<br />

ist aus unserem Privatleben kaum<br />

mehr wegzudenken. Und sie macht<br />

auch vor der Bankberatung nicht<br />

halt. Nach wie vor schätzen zwar<br />

die meisten Menschen das persönliche<br />

Gespräch vor Ort mit ihrem<br />

Berater. Doch immer mehr erledigen<br />

ihre Bankgeschäfte zusätzlich oder<br />

hauptsächlich online. Dennoch:<br />

„Die klassische Beratung wird ihre<br />

hohe Bedeutung in unserer Bank<br />

weiterhin beibehalten“, sagt Eberhard<br />

Spies, Vorstandsvorsitzender<br />

bei der VR Bank Schwäbisch Hall-<br />

Crailsheim eG. „Daneben bieten<br />

wir nun jedoch auch über unseren<br />

digitalen Anlage-Assistenten<br />

MeinInvest, einem sogenannten<br />

Robo-Advisor, Zugang zu einer zeitgemäßen<br />

Geldanlage, die sich aus<br />

einem fondsbasierten Portfolio zusammensetzt<br />

und im Rahmen einer<br />

Vermögensverwaltung professionell<br />

betreut wird. Unser neuer digitaler<br />

Anlage-Assistent ist immer und von<br />

überall über das Internet erreichbar.<br />

Damit sind wir auf der Höhe der<br />

Zeit und erfüllen vertrauensvoll<br />

die Bedürfnisse unserer Kunden“,<br />

kommentiert Eberhard Spies.<br />

Digitaler Anlage-Assistent<br />

MeinInvest der VR Bank<br />

Schwäbisch Hall-Crailsheim eG<br />

Der digitale Anlage-Assistent<br />

erfragt zum Beispiel Personendaten,<br />

den angestrebten Anlagezeitraum<br />

sowie die Risikoneigung eines<br />

Kunden und schlägt ihm dann auf<br />

Basis seiner individuellen Angaben<br />

eine passende Geldanlage vor, die<br />

in Form eines Portfolios im Rahmen<br />

einer Vermögensverwaltung<br />

professionell betreut wird. Dieses<br />

Portfolio wurde von Finanzexperten<br />

auf Basis von wissenschaftlich fundierten<br />

Methoden entwickelt und<br />

besteht aus aktiv verwalteten Fonds<br />

unterschiedlicher Anlageklassen<br />

wie zum Beispiel Aktien, Anleihen,<br />

Geldmarkt und Rohstoffe. Man<br />

habe so die Möglichkeit, bereits mit<br />

geringen Geldbeträgen ab 25 Euro<br />

monatlich oder 500 Euro einmalig<br />

weit gestreut zu investieren, und<br />

das in nur wenigen Schritten online.<br />

Mit diesem Service macht die VR<br />

Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim<br />

eG nun auch online den Weg frei<br />

für eine zeitgemäße Geldanlage,<br />

und das weiterhin nach genossenschaftlichen<br />

Werten: „Der Kunde<br />

mit seinen Bedürfnissen steht bei<br />

uns jederzeit zuverlässig im Mittelpunkt<br />

und er kann sich nun auch<br />

digital gut beraten fühlen“, zieht<br />

Eberhard Spies ein Fazit. [pm]<br />

Jetzt haben Sie es in der<br />

Hand, zeitgemäß zu sparen<br />

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modernen Zugang zu einer zeitgemäßen Geldanlage. Foto: VR Bank<br />

Den neuen Service und<br />

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meininvest. Die VR Bank<br />

Schwäbisch Hall-Crailsheim<br />

eG gehört wie die Fondsgesellschaft<br />

Union Investment<br />

zur genossenschaftlichen<br />

FinanzGruppe.<br />

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Einfach QR­Code scannen und auf<br />

unserer Internet­Seite informieren.<br />

Allein maßgebliche Rechtsgrundlage für die Vermögensverwaltung in MeinInvest ist die Rahmenvereinbarung MeinInvest unserer Bank,<br />

welche Sie jederzeit kostenlos in deutscher Sprache auf der Webseite unserer Bank einsehen können. Dieser können Sie auch dienstleistungsspezifische<br />

Informationen entnehmen. Die Eröffnung eines UnionDepots ist erforderlich. Allein maßgebliche Rechtsgrundlage<br />

hierfür sind die jeweils aktuellen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Zusatzvereinbarungen und Sonder bedingungen der Union Investment<br />

Service Bank AG, die Sie kostenlos in deutscher Sprache über den Kundenservice der Union Investment Service Bank AG erhalten. Diese<br />

Information stellt weder eine Handlungsempfehlung noch eine Anlageberatung durch die VR Bank Schwäbisch Hall­Crailsheim eG dar.<br />

Stand aller Informationen, Darstellungen und Erläuterungen: 30. Mai <strong>2018</strong>, soweit nicht anders angegeben.


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Firmen & Märkte 21<br />

Einfach ein<br />

ganz Großer<br />

Gerhard Schubert wurde 80. Der Crailsheimer Unternehmer<br />

hat mit seinen Entwicklungen den Bau von Verpackungsmaschinen<br />

revolutioniert und Standards gesetzt.<br />

Flexibel: Schubert will mit seiner modularen Technik den Markt in Fernost erobern.<br />

Ins Reich der Mitte<br />

Schubert: Verpackungsmaschinenhersteller gründet Niederlassung in Shanghai.<br />

Der Verpackungsspezialist<br />

Schubert wächst international<br />

und expandiert<br />

mit einer ersten Niederlassung<br />

in China. Auftakt für den Markteintritt<br />

bildet die ProPak China<br />

in Shanghai Mitte Juli, auf der<br />

das Crailsheimer Familienunternehmen<br />

erstmals seine hochflexiblen,<br />

roboterbasierten Verpackungsmaschinen<br />

in China präsentiert.<br />

Bis Ende dieses Jahres<br />

wird die Gründung eines eigenen<br />

Service- und Vertriebsstandorts<br />

im Großraum Shanghai<br />

abgeschlossen sein.<br />

„Wir wollen uns eine Position<br />

im größten Absatzmarkt der<br />

Welt aufbauen“, erklärt Marcel<br />

Kiessling, Geschäftsführer von<br />

Gerhard Schubert. China ist<br />

nach USA und Frankreich der<br />

drittgrößte Exportmarkt für<br />

deutsche Nahrungsmittel- und<br />

Verpackungsmaschinen. Bei<br />

Zum Unternehmen<br />

chinesischen Produzenten für<br />

Lebensmittel, Pharma- und Kosmetikprodukten<br />

spielt Automation<br />

in der Sekundärverpackung<br />

eine immer wichtigere<br />

Rolle. „Wir wollen den chinesischen<br />

Markt mit dem stetig steigenden<br />

Bedarf an Automation<br />

aktiv mitgestalten. Deshalb ist<br />

für uns genau jetzt der richtige<br />

Zeitpunkt für den Markteintritt.<br />

Wir bieten mit unseren hochflexiblen,<br />

roboterbasierten Verpackungsmaschinen<br />

Automatisierungslösungen,<br />

mit denen Hersteller<br />

sämtlicher Branchen<br />

ihre Produktivität und damit<br />

ihre Wettbewerbsfähigkeit entscheidend<br />

erhöhen können“,<br />

so Marcel Kiessling.<br />

Bis Ende dieses Jahres wird<br />

Schubert eine erste Vertriebsund<br />

Serviceniederlassung im<br />

Großraum Shanghai eröffnen.<br />

Shanghai bildet das chinesische<br />

Wirtschaftszentrum. Viele<br />

große nationale und internationale<br />

Konzerne sind mit Produktionswerken<br />

dort vertreten. Die<br />

ProPak China vom Mittwoch,<br />

11., bis Freitag, 13. Juli, ist Chinas<br />

führende Fachausstellung<br />

für Verarbeitungs- und Verpackungstechnik.<br />

Schubert wird<br />

auf der Messe zum ersten Mal<br />

seine modulare und flexible<br />

Top-Loading-Technologie vorstellen.<br />

Pünktlich zur Messe<br />

geht eine eigene chinesische<br />

Website an den Start. Auch auf<br />

der beliebten Dialogplattform<br />

WeChat wird Schubert präsent<br />

sein. Die Firma Gerhard Schubert<br />

ist der Marktführer für<br />

Top-Loading-Verpackungsmaschinen<br />

(TLM). Die Crailsheimer<br />

setzen bei ihren digitalen,<br />

roboterbasierten Maschinen<br />

auf ein Zusammenspiel von einfacher<br />

Mechanik, intelligenter<br />

Steuerung und hoher Modularität.<br />

Mit seiner TLM-Technologie<br />

stellt der Maschinenbauer seinen<br />

Kunden zukunftssichere<br />

Verpackungsmaschinenlösungen<br />

bereit, die einfach in der<br />

Bedienung, flexibel in der Formatumstellung,<br />

hochleistungsfähig<br />

und stabil in der Funktion<br />

sind. Die Maschinen verpacken<br />

Produkte jeglicher Art und<br />

Branche – von Lebensmitteln,<br />

Süßwaren, Getränke, Pharmazeutika,<br />

Kosmetik bis hin zu<br />

technischen Artikeln – in Trays,<br />

Kartons, Schachteln oder in<br />

Schlauchbeutel. Namhafte Marken<br />

wie Ferrero, Nestlé, Unilever<br />

oder Roche vertrauen gleichermaßen<br />

auf Automatisierungslösungen<br />

von Schubert<br />

wie zahlreiche kleine, mittelständische<br />

Unternehmen. pm<br />

www.gerhard-schubert.de<br />

Die in Crailsheim ansässigen Gerhard Schubert GmbH richtet sich mit ihrem Portfolio an hochleistungsfähigen Verpackungsmaschinen mit großer<br />

Konsequenz und Weitsicht an den aktuellen und künftigen Bedürfnissen ihrer Kunden und technologischen Veränderungen aus.<br />

Mutig beschreitet das Unternehmen mit seiner Philosophie der modularen und intelligenten TLM-Verpackungsanlagen völlig eigenständige technologische<br />

Wege. Ziel ist es, den Kunden zukunftssichere Lösungen bereitzustellen, einfach in der Bedienung, flexibel in der Formatumstellung<br />

und außerordentlich leistungsfähig sowie stabil in der Funktion. In regelmäßigen Abständen stellt das Unternehmen große Innovationssprünge<br />

vor, die Kundennutzen in neuen Dimensionen bieten, und erobert mit neuen Technologien neue Marktsegmente.<br />

Gegründet vor rund 50 Jahren beschäftigt die heute in zweiter Generation geführte Unternehmensgruppe mittlerweile 1250 Mitarbeiter. Basierend<br />

auf wechselseitigem Vertrauen und hoher Eigenverantwortung hat es das Unternehmen verstanden, eine ganz eigene Innovationskultur zu<br />

entwickeln. Neben internationalen Niederlassungen umfasst die Schubert-Gruppe noch einige Tochterunternehmen aus den Bereichen IT, Engineering,<br />

Präzisionsteile und Verpackungsservice. Zuletzt machte die Gerhard Schubert GmbH einen Umsatz von 188 Millionen Euro.<br />

Foto: Schubert<br />

Ideenreichtum ist das eine,<br />

diese in die Tat umsetzen das<br />

andere. Beide Fähigkeiten zu<br />

kombinieren sind charakteristisch<br />

für den Firmengründer Gerhard<br />

Schubert. Er wurde damit<br />

zum Pionier, der mit seinen Entwicklungen<br />

die Verpackungsbranche<br />

bis heute prägt.<br />

Als Vorreiter behauptet er sich<br />

seit 1966 mit seinen flexiblen Verpackungsmaschinen<br />

im Baukastensystem<br />

und setzte dabei schon<br />

früh auf die digitale Technik. Dieser<br />

Erfindergeist hat sich ausgezahlt:<br />

Heute ist die Gerhard Schubert<br />

GmbH anerkannter Weltmarktführer<br />

für CNC-gesteuerte<br />

Toploading-Verpackungsmaschinen<br />

(TLM). Der Visionär, der diesen<br />

Erfolg letztlich möglich gemacht<br />

hat, feiert im Juli seinen<br />

80. Geburtstag.<br />

Gerhard Schubert wurde am 16.<br />

Juli <strong>193</strong>8 in Crailsheim in Baden-<br />

Württemberg geboren. Seine berufliche<br />

Laufbahn begann er mit<br />

15 Jahren als Mechaniker beim<br />

Verpackungsmaschinenhersteller<br />

Strunck in Crailsheim. Nach seiner<br />

Lehre arbeitete er zunächst<br />

als Konstrukteur, anschließend<br />

bei der Firma Kugler in Schwäbisch<br />

Hall. Schließlich gründete<br />

er 1964 sein eigenes Konstruktionsbüro<br />

und im Jahr 1966 die<br />

Gerhard Schubert GmbH Verpackungsmaschinen.<br />

Im Bildhauer-Atelier seines Vaters<br />

entwickelte er im gleichen Jahr<br />

die erste Schachtelaufrichte- und<br />

Klebemaschine (SKA), die beim<br />

Traditionsunternehmen Weiss aus<br />

Nürnberg die weltweit bekannten<br />

Lebkuchen verpackte. 1972 gelang<br />

ihm der Durchbruch mit seinem<br />

Baukastensystem für Toploading-Verpackungsmaschinen.<br />

Zur<br />

damaligen Zeit noch mit Skepsis<br />

beäugt, prägte diese Erfindung die<br />

gesamte Verpackungsbranche.<br />

1984 stellte Schubert den ersten<br />

Verpackungsroboter der Welt auf<br />

der interpack vor und revolutionierte<br />

damit die Verpackungsbranche.<br />

„Ich wollte eine Maschine<br />

entwickeln, die entsprechend der<br />

Gerhard Schubert: Ein Visionär<br />

mit Charisma.<br />

Foto: Foto: Schubert<br />

menschlichen Prinzipien aufgebaut<br />

ist: simple Mechanik, eine<br />

hohe Intelligenz und der Einsatz<br />

von Werkzeugen. Also haben wir<br />

unsere Maschinen danach aufgebaut.“<br />

Gerhard Schubert sah den<br />

langfristigen Erfolg von Verpackungsrobotern<br />

vor allem darin,<br />

mehr Steuerung durch weniger<br />

Mechanik auszugleichen. Da es<br />

für ihn in den 1990er Jahren<br />

keine Software auf dem Markt<br />

gab, die der Aufgabenstellung des<br />

Verpackungsmaschinenbaus gerecht<br />

wurde, entwickelte er seine<br />

Steuerung selbst. 1996 brachte<br />

das Unternehmen die erste Maschine<br />

mit der selbst entwickelten<br />

Steuerung auf den Markt.<br />

Das unternehmen wird heute in<br />

zweiter Generation von seinem<br />

Sohn Ralf Schubert geführt wird.<br />

Auch die dritte Generation ist mit<br />

Johannes Schubert bereits im Unternehmen<br />

tätig. Als Anerkennung<br />

für seine Leistungen erhielt Gerhard<br />

Schubert im Jahr 2016 zum<br />

50-Jahr- Firmenjubiläum das Bundesverdienstkreuz<br />

für sein Lebenswerk<br />

und sein soziales Engagement<br />

in der Region.<br />

Außerdem erhielt er für seinen unermüdlichen<br />

Einsatz die Wirtschaftsmedaille<br />

des Landes Baden-Württemberg,<br />

den Medienpreis<br />

der lokalen Zeitungen und<br />

die Verdienstmedaille des Landkreises<br />

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Weiter im Aufwind<br />

Der Wirtschaft in Westmittelfranken geht es gut – nur der Fachkräftemangel bereitet Sorgen.<br />

Laut jüngster IHK-Konjunkturumfrage<br />

ist die westmittelfränkische<br />

Wirtschaft weiter<br />

im Aufschwung, doch 67 Prozent<br />

der mittelfränkischen Betriebe sehen<br />

den Fachkräftemangel als<br />

größtes Risiko. Gleichzeitig nahm<br />

die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk<br />

der Arbeitsagentur Ansbach-<br />

Weißenburg im Juni um 251 auf<br />

5865 Personen (2,3 Prozent) ab.<br />

Wie ist die Lage in den Landkreisen?<br />

„Gut“, meint Eva Fröhlich<br />

von der Wirtschaftsförderung<br />

Stadt Ansbach. Die meisten Firmen<br />

seien ausgelastet, viele planten<br />

Investitionen. Allerdings fehlten<br />

in allen Branchen Fachkräfte.<br />

Auch im Landkreis Ansbach gehe<br />

es den meisten Branchen gut.<br />

„Der Bereich Bau und Ausbau<br />

kann aufgrund Fachkräftemangels<br />

nicht alle verfügbaren Aufträge<br />

abarbeiten“, sagt Ekkehard<br />

Schwarz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung<br />

Landkreis Ansbach.<br />

Die hohe Zahl von Auspendlern<br />

– 33 600 stehen 15 800 Einpendlern<br />

gegenüber – berge „im<br />

Einzelfall noch Chancen für die Anwerbung<br />

von Fachkräften“.<br />

Auch im Landkreis Weißenburg-<br />

Gunzenhausen seien die Auftragsbücher<br />

voll und die Firmen investierten<br />

kräftig, berichtet Felix<br />

Oeder von der Wirtschaftsförderung<br />

bei der Zukunftsinitiative Altmühlfranken.<br />

Doch auch hier<br />

fehle es an Fachkräften – besonders<br />

in Handwerk und Pflege.<br />

„Derzeit läuft es bei uns sehr gut“,<br />

sagt auch Michael Capek von der<br />

Wirtschaftsförderung beim Landratsamt<br />

Neustadt an der Aisch-<br />

Bad Windsheim. Sorgen bereitet<br />

auch hier – neben den US-Importzöllen<br />

– der Fachkräftemangel:<br />

„Bei einer Arbeitslosenquote von<br />

1,7 Prozent ist der Arbeitsmarkt<br />

natürlich leergefegt.“ pm/flu<br />

www.altmuehlfranken.de<br />

www.ansbach.de<br />

www.kreis-nea.de<br />

www.wifoe-landkreisansbach.de<br />

Neue Ideen<br />

Sie unternehmen - wir unterstützen<br />

Wirtschaftsförderung des Landkreises<br />

Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim<br />

Standortberatung<br />

Behördenmanagement<br />

Fördermittelberatung<br />

Kontaktvermittlung<br />

Telefon: 09161 92–1410 E-Mail: wirtschaft@kreis-nea.de www.kreis-nea.de<br />

Zukunftsprogramm: IHK benennt 28 Projekte<br />

für Technologietransfer in Mittelfranken.<br />

Die Region für die Zukunft<br />

fit machen: Dieses Ziel verfolgt<br />

die IHK Nürnberg für Mittelfranken<br />

mit ihrem<br />

„Hightech-Zukunftsprogramm<br />

Mittelfranken 2025“. Das Konzeptpapier<br />

mit 28 Projekten,<br />

welche die Technologie-Infrastruktur<br />

weiterentwickeln sollen,<br />

wurde von der IHK-Vollversammlung<br />

einstimmig verabschiedet.<br />

Das Projektpaket hat<br />

ein Gesamtvolumen von rund<br />

380 Millionen Euro, etwa 270<br />

Millionen Euro davon müssten<br />

aus staatlichen Mitteln aufgebracht<br />

werden.<br />

ZUSAMMENARBEIT Die<br />

28 Projekte hätten starken Praxisbezug<br />

seien relevant für den<br />

Technologietransfer in die Wirtschaft,<br />

außerdem sei jeweils<br />

eine umfangreiche Zusammenarbeit<br />

verschiedener wissenschaftlicher<br />

Disziplinen vorgesehen,<br />

sagt Carl-Joachim von<br />

Schlenk-Barnsdorf, Vorsitzender<br />

des IHK-Ausschusses „Industrie<br />

– Forschung – Technologie“,<br />

der das Konzeptpapier<br />

erarbeitet hat.<br />

Gefördert werden Projekte in<br />

den Kompetenzfeldern Medizin<br />

und Gesundheit, Information<br />

und Kommunikation, neue Materialien,<br />

Energie und Umwelt,<br />

Automation und Produktionstechnik,<br />

Verkehr und Logistik<br />

sowie in den Aktionsfeldern Digitale<br />

Gesundheitswirtschaft,<br />

nachhaltige Energiesysteme,<br />

Vernetzte Produktion sowie Intelligente<br />

Mobilität. pm<br />

www.ihk-nuernberg.ihk.de


Immer mehr Gäste<br />

Der Tourismusverband Franken verzeichnet für 2017 einen neuen Übernachtungsrekord.<br />

In Westmittelfranken profitieren besonders Rothenburg und Dinkelsbühl.<br />

Imposant: So soll das Hotel nach der Fertigstellung aussehen.<br />

Grafik: Meiser<br />

Eine hervorragende Jahresbilanz<br />

hinterlässt der<br />

scheidende Geschäftsführer<br />

des Tourismusverbandes<br />

Franken, Olaf Seifert, seiner<br />

Nachfolgerin Angelika Schäffer:<br />

Wurde schon 2016 ein Rekord<br />

erreicht, so stiegen 2017 die<br />

Gästeankünfte um 2,2 Prozent<br />

sowie die Übernachtungen um<br />

1,6 Prozent auf über 24 Millionen<br />

Übernachtungen in Betrieben<br />

ab 10 Betten.<br />

LUKRATIV Laut der jüngsten<br />

Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen<br />

Instituts<br />

für Fremdenverkehr<br />

Gewinner: Dinkelsbühl hat unter den Städten am stärksten zugelegt.<br />

(DWIF) generierte der Tourismus<br />

in Franken 2017 einen Umsatz<br />

von über 10,5 Milliarden<br />

Euro. Am stärksten profitiere<br />

das Gastgewerbe mit einem Anteil<br />

von 42 Prozent am touristischen<br />

Umsatz, gefolgt vom Einzelhandel<br />

mit 38,4 Prozent und<br />

dem Dienstleistungssektor mit<br />

19,6 Prozent. Das entspreche<br />

über 177 000 Personen, die<br />

durch den Tourismus in Franken<br />

ihren Lebensunterhalt bestreiten<br />

können.<br />

Die positive Entwicklung ist<br />

auch in den 16 Reisegebieten<br />

des Tourismusverbandes Franken<br />

festzustellen. Als Quotenbringer<br />

hat sich wiederum der<br />

Städtetourismus erwiesen. Unter<br />

den beliebtesten Zielen sind<br />

auch zwei westmittelfränkische<br />

Städte vertreten: Rothenburg<br />

liegt mit gut 510 000 Übernachtungen<br />

auf dem vierten Platz,<br />

hat aber ein leichtes Minus von<br />

1,1 Prozent zu verkraften. Dinkelsbühl<br />

dagegen hat mit einer<br />

Steigerung von 12,3 Prozent<br />

auf fast 169 000 Übernachtungen<br />

die höchste Zuwachsrate aller<br />

Städte zu verzeichnen. Die<br />

erfreuliche Entwicklung sei auf<br />

„Kapazitätserweiterungen“ in<br />

der Stadt zurückzuführen,<br />

meint Jörg Hentschel, Leiter<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit<br />

beim Tourismusverband<br />

Franken: So habe das Hotel Hezelhof<br />

erweitert, die Jugendherberge<br />

wurde wiedereröffnet.<br />

Ein Teil der positiven Tourismusbilanz<br />

basiert auf der hohen<br />

Bedeutung des Ausländerreiseverkehrs,<br />

der 2017 sowohl<br />

bei den Gästeankünften<br />

(plus 3,6 Prozent) als auch bei<br />

den Übernachtungen (plus 2,6<br />

Prozent) Zuwachsraten verzeichnen<br />

konnte.<br />

Hoffnung machen auch die Zahlen<br />

für das erste Jahresdrittel:<br />

Knapp 2,6 Millionen Gäste kamen<br />

von Januar bis April nach<br />

Franken – eine Steigerung von<br />

5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.<br />

Um 4,2 Prozent<br />

stiegen die Übernachtungen auf<br />

über 4,2 Millionen an. „Wir<br />

sind zuversichtlich, wenn’s so<br />

weitergeht“, sagt Henschel.<br />

Doch ob sich das Hoch bis Jahresende<br />

fortsetze, sei schwer<br />

vorherzusagen – viele Faktoren<br />

vom Wetter bis zu weltpolitischen<br />

Ereignissen könnten den<br />

Trend von heute auf morgen<br />

verändern.<br />

pm/flu<br />

www.frankentourismus.de<br />

Alles nach Plan<br />

Bau des Vier-Sterne-Hotels von Familie Meiser<br />

in Dinkelsbühl bisher ohne Verzögerungen.<br />

Alles läuft planmäßig. Es wird<br />

im Juli nächstes Jahr eröffnet.“<br />

Dieses Statement zum aktuellen<br />

Baustand des Vier-Sterne-Hotels<br />

von Gastronomenfamilie Meiser<br />

aus Neustädtlein an der Ellwanger<br />

Straße in Dinkelsbühl stammt<br />

von Mitgeschäftsführer Armin Meiser.<br />

Das Kellerfundament stehe<br />

nun, seit diesem Monat gehe es<br />

„Stockwerk für Stockwerk nach<br />

oben“. Eine Besonderheit sind die<br />

Bäder: Sie werden industriell gefertigt<br />

und dann komplett in den<br />

Bau eingefügt – ein echtes Qualitätsmerkmal.<br />

KLIMATISIERT Fünf Stockwerke<br />

wird das komplett klimatisierte<br />

Hotel umfassen: Auf den ersten<br />

4 entstehen 150 Zimmer und<br />

Suiten zum Übernachten. Der<br />

komplette fünfte Stock wird zum<br />

Tagungs- und Eventbereich mit<br />

großer Terrasse. Mit über 500<br />

Quadratmetern Fläche bietet der<br />

Bereich auch Raum für größere<br />

Veranstaltungen. Zusätzliche Tagungsräume,<br />

die sogar mit dem<br />

Auto befahrbar sind, werden im<br />

Erdgeschoss eingerichtet.<br />

Auch außerhalb des künftigen Hotels<br />

laufen die Bauarbeiten im<br />

40 000 Quadratmeter großen Gesamtkomplex<br />

nach Plan: „Im August<br />

wird mit dem Parkhausbau<br />

begonnen“, berichtet Meiser. Das<br />

Gebäude, das 500 Stellplätze für<br />

die Gäste des Hotels und eines<br />

Multiplexkinos beherbergen<br />

wird, soll bis Frühjahr fertig sein.<br />

Und das Schulungszentrum der<br />

Automarke Seat – eines von drei<br />

Schulungszentren in dem Komplex<br />

– soll noch in diesem Jahr eröffnet<br />

werden.<br />

flu<br />

www.meisers-cafe.de<br />

www.tanzmetropole.de<br />

www.vitalhotel-meiser.de<br />

Zu wenig Wohnraum in Ansbach<br />

Verbändebündnis fordert Politik auf, mehr für den Wohnungsbau zu tun.<br />

Insgesamt 114 Wohnungen wurden<br />

in Ansbach letztes Jahr gebaut<br />

– 43 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern.<br />

Darauf hat das<br />

Verbändebündnis Wohnen aus<br />

Baugewerkschaft IG BAU und Bauwirtschaft<br />

hingewiesen. Das Bündnis<br />

beruft sich auf Zahlen des Statistischen<br />

Bundesamts. 76,6 Millionen<br />

Euro hätten die Bauherren<br />

in den Neubau von Wohnungen investiert.<br />

„Das klingt viel. Tatsächlich<br />

müsste es aber mehr sein,<br />

wenn Ansbach seinen Beitrag zur<br />

Wohnraum-Offensive der Bundesregierung<br />

leisten will“, sagt der<br />

Regionalleiter der IG BAU in Franken,<br />

Hans Beer. Er bezeichnete<br />

den Neubau von bezahlbaren Wohnungen<br />

als einzige effektive Antwort<br />

auf steigende Mieten und<br />

hohe Immobilienpreise.<br />

MESSLATTE Bundesweit seien<br />

2017 nicht einmal 285 000 Wohnungen<br />

gebaut worden. Dabei<br />

strebe die Große Koalition 1,5 Millionen<br />

Neubauwohnungen bundesweit<br />

bis 2021 an – also<br />

375 000 pro Jahr. Beer forderte<br />

Bund, Land und Kommunen auf,<br />

mehr für den Wohnungsbau zu<br />

tun – vor allem für bezahlbaren<br />

Wohnraum. Der Bund müsse für<br />

„Turbo-Impulse“ sorgen – etwa<br />

durch zusätzliches Fördergeld<br />

und steuerliche Anreize. pm<br />

www.igbau.de<br />

www.lvb-bayern.de<br />

Missstand: Gegen steigende Mieten helfe nur Bauen – und das könnte<br />

besser laufen, meinen Gewerkschaft und Bau-Branche. Foto: William Diller<br />

Ihr kompetenter<br />

Partner rund<br />

um’s Büro<br />

über<br />

Von Hohenlohe nach<br />

RUSSLAND<br />

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91552 Feuchtwangen<br />

Tel. 09852/904-130<br />

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Der Standort<br />

mitten in Süddeutschland<br />

im Schnittpunkt der Autobahnen<br />

A 6 Heilbronn - Nürnberg<br />

A 7 Würzburg - Ulm<br />

Synthese von Arbeit • Wohnen •<br />

Freizeit • Kultur<br />

Attraktive Flächen für<br />

Dienstleistung<br />

Handwerk<br />

Gewerbe<br />

Industrie<br />

Wohnen


24 Firmen & Märkte<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Hart umkämpfter Markt<br />

Die Sporthandelskette Intersport setzt auf öffentliche Fitnessanlagen im Freien und<br />

konkretisiert mit „One Intersport“ eine neue Strategie und Führungsstruktur.<br />

Der neueröffnete Intersport<br />

Fitnesspark in Kiel<br />

sei ein Pilotprojekt, das<br />

laut David Tews, Ressortleiter<br />

Marketing bei Intersport<br />

Deutschland, in weiteren deutschen<br />

Städten umgesetzt werden<br />

soll. Das Konzept ist einfach:<br />

Kostenlos trainieren, rund<br />

um die Uhr und das Ganze an<br />

der frischen Luft. Bei der Umsetzung<br />

setzten die Partner –<br />

Sportfachhandelsverbund, Intersport<br />

Knudsen, AOK Nord-<br />

West, Puma, Stadt Kiel und Kompan<br />

– auf den aktuellen Fitness-<br />

und Gesundheitstrend.<br />

Mit den Geräten der Freihimmel-Fitnessanlage<br />

lassen sich<br />

Cross Training, klassisches Zirkeltraining<br />

oder Street Workout<br />

trainieren. Die Sportübungen<br />

werden über Schilder sowie<br />

über eine App ausführlich<br />

erklärt und durch Trainingspläne<br />

und Ernährungstipps ergänzt.<br />

KONZEPT Auch mit ihrer<br />

neuen Strategie „One Intersport“,<br />

die die Verbundgruppe<br />

kürzlich auf der Outdoor<br />

Messe in Friedrichshafen vorgestellt<br />

hat, will Intersport seine<br />

Angebot: Kostenlos rund um die Uhr an der frischen Luft<br />

trainieren – das ist im Fitnesspark in Kiel möglich. Foto: Intersport<br />

Mitglieder fit für die Zukunft<br />

machen. Aufgebaut werden soll<br />

eine digital geprägte Händlerorganisation,<br />

welche die Kunden<br />

jederzeit auf allen Kanälen bedürfnisorientiert<br />

bedient.<br />

Grund sind die anhaltenden Frequenzverluste<br />

im stationären<br />

Fachhandel der Sporthandelskette.<br />

Mit „One Intersport“ sollen<br />

die rund 1100 Intersport-<br />

Händler im Länderverbund<br />

Deutschland, Österreich, Slowakei,<br />

Tschechien und Ungarn<br />

profitabler aufgestellt werden.<br />

Innerhalb der Servicezentralen<br />

in Heilbronn und Wels, bekommt<br />

Intersport eine neue<br />

Führungsorganisation: Neben<br />

dem Vorstandsvorsitzenden<br />

und Vorstand für Finanzen, IT<br />

und Logistik, hat die Gruppe<br />

zwei neue Divisionen geschaffen,<br />

die von Bereichsvorständen<br />

geführt werden.<br />

Den Bereich sämtlicher Intersport-profilierter<br />

Mitglieder,<br />

Intersport in Europa<br />

verantwortet Mathias Boenke;<br />

für den Bereich der weiteren<br />

Mitglieder und Kooperationspartner<br />

läuft die Suche. So will<br />

die Gruppe künftig noch bedarfsgerechter<br />

und marktnäher<br />

agieren.<br />

ERGEBNISSE Im laufenden<br />

Geschäftsjahr liegt die Umsatzentwicklung<br />

für Intersport<br />

Deutschland nach den vergangenen<br />

acht Monaten, um ein<br />

Prozent unter dem Vorjahreswert.<br />

„Die erzielten Umsätze zeigen<br />

deutlich, wie umkämpft<br />

der Sportmarkt in Deutschland<br />

derzeit ist“, sagt Vorstand Hannes<br />

Rumer. „Hier brauchen wir<br />

dringend die richtigen Antworten<br />

und die liefern wir mit unserer<br />

neuen Strategie ,One Intersport’.“<br />

pm<br />

www.intersport.de<br />

Im Geschäftsjahr 2017/18 fährt Intersport Austria ein Umsatzwachstum<br />

von 15 Prozent ein; In Tschechien minus<br />

7 Prozent; In Ungarn plus 5 Prozent.<br />

Übernahme: Michael Bögner, Thomas Bögner und Thomas Gillig (v.li.)<br />

sind sich einig.<br />

Foto:Bögner<br />

Bögner wächst<br />

Die Firma Karl Bögner übernimmt die<br />

Bad Mergentheimer Holzhandlung Gillig.<br />

Ab dem 1. November dieses<br />

Jahres wird es die Bad Mergentheimer<br />

Holzhandlung<br />

Gillig in dieser Form nicht mehr<br />

geben. Sie wird von der Karl Bögner<br />

GmbH & Co. KG übernommen.<br />

Thomas Gillig sei dabei<br />

selbst auf Michael Bögner zugegangen,<br />

weil er die Nachfolge in<br />

der eigenen Firma nicht regeln<br />

konnte. Die Mitarbeiter von Holz<br />

Gillig sollen laut Bögner in das<br />

Team der neuen Firma integriert<br />

werden.<br />

„Durch das Know-how zweier Firmen<br />

mit langer Tradition haben<br />

wir nun die Möglichkeit, unser Unternehmen<br />

weiter zu stärken und<br />

unsere Stellung vor allem in der<br />

Region Heilbronn-Franken weiter<br />

auszubauen“, sagt Geschäftsführer<br />

Michael Bögner. Zu den Kunden<br />

seiner Firma gehören hauptsächlich<br />

Großhändler. Nur etwa<br />

15 Prozent der Umsätze gehen auf<br />

das Konto von Endkonsumenten.<br />

2015 hat Holz Bögner seine Ausstellungsflächen<br />

aufwändig umund<br />

angebaut und bietet insbesondere<br />

im Bereich Innen/Ausbau<br />

ein umfangreiches Sortiment auf<br />

700 Quadratmetern Verkaufsfläche.<br />

Bögner: „Durch die Standortübernahme<br />

sind wir in der Lage,<br />

noch näher an unseren Kunden zu<br />

sein und unser Angebot durch<br />

neue Sortimente und Dienstleistungen<br />

zu erweitern.“ pm<br />

www.holz-boegner.de<br />

TERMINKALENDER<br />

UNTERNEHMEN REGIONAL ÜBERREGIONAL<br />

14.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> Tag der offenen Tür<br />

DHBW Mosbach<br />

15. +16.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> 28. Ziehl-Abegg-Triathlon<br />

Waldenburg<br />

29.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> Sommerfest + Tag der offenen Tür<br />

Flair Park Hotel Ilshofen<br />

13.09.<strong>2018</strong> Talentgewinner:<br />

Cook, Recruit & Taste<br />

Showküche Möbelhaus Schott<br />

20. +21.10.<strong>2018</strong> Herbstfest<br />

Portas Fachbetrieb Huber Jagstberg<br />

13.12.<strong>2018</strong> Talentgewinner:<br />

Cook, Recruit & Taste<br />

Showküche Möbelhaus Schott<br />

Wir veröffentlichen<br />

Ihre Veranstaltungstermine<br />

kostenlos.<br />

Senden Sie Ihre<br />

Termine an:<br />

Anita Neuberger<br />

Tel. 0 79 51 / 4 09-2 44<br />

a.neuberger@swp.de<br />

16.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> Frau und Beruf Heilbronn-Franken<br />

„Cafe Startklar“<br />

Crailsheim<br />

17.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> KEFF Forum „Beleuchtung“<br />

Bad Rappenau<br />

19.– 22.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> Kulturwochenende<br />

Crailsheim<br />

25.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> KEFF Kompetenztag „Energieeffizienz“<br />

Heilbronn<br />

24.– 26.08.<strong>2018</strong> Bartholomämarkt<br />

Rot am See<br />

14.– 17.09.<strong>2018</strong> Gewerbeschau<br />

Fränkisches Volksfest Crailsheim<br />

14.– 23.09.<strong>2018</strong> AGIMA<br />

Königshöfer Messe<br />

22.+23.09.<strong>2018</strong> Dahoim Messe<br />

Aalen<br />

27.09.<strong>2018</strong> Nacht der Ausbildung<br />

Heilbronn, Schwäbisch Hall, Crailsheim,<br />

Main-Tauber<br />

29.+30.09.<strong>2018</strong> CAA Crailsheimer Automobil<br />

Ausstellung<br />

Hangar Crailsheim<br />

06.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> vocatium<br />

Sinsheim<br />

<strong>07</strong>.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> Ausbildungsmesse<br />

Bamberg<br />

08.–10.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> Eurobike<br />

Friedrichshafen<br />

10.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> CAR-connects<br />

München<br />

10.+11.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> vocatium Unterfranken<br />

Würzburg<br />

12.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> Absolventenkongress<br />

Frankfurt<br />

17.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> vocatium<br />

Nürnberg<br />

20.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> job40plus<br />

München<br />

21.<strong>07</strong>.<strong>2018</strong> eMOBIL<br />

München<br />

18.08.<strong>2018</strong> JuBi<br />

Frankfurt<br />

31.08.<strong>2018</strong> IFA<br />

Berlin<br />

VERANSTALTUNGSTECHNIK NEU GEDACHT!<br />

www.mediaresourcegroup.de<br />

MEDIA<br />

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GROUP<br />

LIGHT / SOUND / VIDEO


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Wohnen & Einrichten 25<br />

„Wir sind digital ganz weit vorne“<br />

Vision: Andrea Bohn holt sich im Ausland Ideen, um Einkaufen auch hier<br />

zum Erlebnis zu machen.<br />

Foto: Marc Weigert<br />

REGIO BUSINESS Frau Bohn,<br />

Sie waren gerade auch im Ausland<br />

unterwegs, um sich über neue<br />

Trends in Sachen Einrichtung zu<br />

informieren. Mehr Pflicht oder<br />

auch Genuss?<br />

ANDREA BOHN Sowohl als<br />

auch. Es gibt die Verpflichtung unseren<br />

Kunden gegenüber über<br />

Trends rechtzeitig informiert zu<br />

sein und das geschieht sehr oft<br />

überregional bis international.<br />

Der Genuss und die Freude kommen<br />

wenn die Trends angenommen<br />

werden.<br />

Lassen Sie mich zwei Beispiele<br />

nennen; vor kurzem war ich mit<br />

einigen Mitarbeitern in Berlin, um<br />

in trendige Einrichtungshäuser<br />

und Start-ups Einblick zu nehmen<br />

unter der Fragestellung: Was machen<br />

die Anderen anders als wir?<br />

Nun ist Berlin eine Millionenstadt<br />

und nicht vergleichbar mit Crailsheim<br />

und trotzdem fanden wir Elemente,<br />

die wir in unser Haus adaptieren<br />

können.<br />

Das zweite Beispiel: Auf Einladung<br />

unseres Dachverbandes waren<br />

wir in London. London ist die<br />

Stadt für Start-ups und Trends und<br />

uns in sehr vielen Bereichen um<br />

Längen voraus. Angefangen von<br />

Bezahlsystemen via Handy, bis hin<br />

in den Einrichtungsbereich. Onlinehändler,<br />

die nun stationär gehen<br />

oder wie im „Box Park – the<br />

World first Pop-up Mall“. Das<br />

könnte ich mir für unser Haus<br />

ebenfalls vorstellen. Einen Platz<br />

für Start-ups zu schaffen, die in<br />

Symbiose gehen, können zu uns.<br />

Platz dafür haben wir. Wir konnten<br />

auch für uns die Bestätigung<br />

holen, dass wir im Bereich der Digitalisierung<br />

sehr weit vorne sind.<br />

REGIOBUSINESS Sie führen Ihr<br />

Möbelhaus in der dritten Generation.<br />

Hinter Ihrem Familienunternehmen<br />

liegt der Weg von einer<br />

Schreinerei zum modernen Möbelcenter.<br />

Ist Tradition in der heutigen<br />

Zeit noch hilfreich?<br />

ANDREA BOHN Tradition ist für<br />

mich wichtig. Ich bin halt eine Hohenloherin<br />

und bei uns zählten<br />

und zählen die traditionellen<br />

Werte wie Zuverlässigkeit, Offenheit<br />

und Glaubwürdigkeit. In Verbindung<br />

mit Bodenständigkeit.<br />

Tradition ist unser Fundament für<br />

alle Neuerungen und Änderungen,<br />

die wir anstreben.<br />

REGIOBUSINESS Auch Möbel<br />

werden heute online gekauft. Was<br />

muss ein Haus wie das Ihre heute<br />

bieten, damit eine weitere Generation<br />

künftig ein Möbelhaus Bohn<br />

führen kann?<br />

ANDREA BOHN Auch bei uns<br />

können Sie online kaufen. Die Zukunft<br />

entscheidet nicht mehr zwischen<br />

online und stationär. In der<br />

Digitalisierung sind wir bereits so<br />

weit, dass wir keine Vorlagen<br />

mehr brauchen. Wir können direkt<br />

aus „dem I-Pad“ planen und<br />

verkaufen.<br />

Hier sind wir dem Wettbewerb um<br />

einiges voraus. Die Digitalisierung<br />

wird bei uns ständig auf dem neuesten<br />

Stand gehalten. Die folgende<br />

Generation, oder wer auch immer<br />

das Geschäft weiter führen wird,<br />

findet ein aktuelles, mit modernsten<br />

Medien ausgestattetes Möbelhaus<br />

vor. Das Einzige, was sich sicher<br />

ändern wird, sind vielleicht<br />

die sich wandelten Angebote im<br />

Design, abgestimmt auf die Wünsche<br />

unserer Kunden.<br />

REGIOBUSINESS Ihr Markenkern<br />

wird von Begriffen wie Verlässlichkeit,<br />

Qualität und hoher<br />

Dienstleistung getragen. Lässt sich<br />

dieser Anspruch im Massenmarkt<br />

aufrecht halten?<br />

ANDREA BOHN Nein! Hier unterscheiden<br />

wir uns ganz klar von<br />

den größeren, mit vielen Filialen<br />

vertretenen Kollegen. Bei uns ist<br />

der Kunde tatsächlich im Mittelpunkt<br />

und nicht als Mittel. Punkt!<br />

Wir haben rund 80 Prozent<br />

Stammkunden, die bei uns einkaufen,<br />

weil sie die persönliche Nähe<br />

und die Aufmerksamkeit bei qualitativ<br />

hoher Beratungstätigkeit bekommen<br />

und letztendlich einen<br />

beispielhaften Service genießen<br />

können. Wir sind schnell durch<br />

hohe Verfügbarkeit und liefern<br />

Ideen im Home-Service. Wir bringen<br />

Einrichtungsgegenstände wie<br />

Teppich, Polster, Bilder und so<br />

weiter mit und beraten den Kunden<br />

direkt in seinem Wohnumfeld<br />

und bieten individuelle Möglichkeiten<br />

an. Im Bereich Küche ist es<br />

so, dass die Grundplanung vor Ort<br />

sein kann, mit der Möglichkeit,<br />

mittels einer 3D-Brille die neue<br />

Küche mit allen Möglichkeiten zu<br />

testen und zu verändern. Etwa die<br />

Farbe der Fronten. Wird die Küche<br />

am Morgen geliefert und aufgebaut,<br />

kann der Kunde bereits<br />

am Abend sein Menü kochen.<br />

Hier bieten wir die Leistung für<br />

Wasser- und Stromanschluss, sowie<br />

Graniteinbau aus einer Hand<br />

und das Tag genau. Somit praktizieren<br />

wir Kundennähe durch Harmonie<br />

in Qualität zum besten<br />

Preis und da sind wir glaubwürdig<br />

und absolut verlässlich.<br />

Nur Einrichten war gestern.<br />

Der Großvater von Andrea Bohn gründete einst<br />

eine Schreinerei. Heute steht die gelernte Bankkauffrau<br />

dem zweitgrößten Einrichtungshaus in<br />

Heilbronn-Franken vor. Die Mutter zweier<br />

erwachsener Töchter ist dabei, Möbel Bohn in<br />

Crailsheim in einen Lifestyle-Betrieb zu wandeln.<br />

Ein Gespräch über das neue Selbstverständnis<br />

eines traditionsreichen Familienunternehmens in<br />

einem Markt, der dem Mittelstand kaum Fehler<br />

verzeiht. INTERVIEW VON HERIBERT LOHR<br />

REGIOBUSINESS Täuscht der<br />

Eindruck oder arbeiten Sie daran,<br />

dass Möbel Bohn künftig nicht einfach<br />

nur Möbel verkauft, sondern<br />

eher Lifestyle und Lebensgefühl.<br />

ANDREA BOHN (lacht) Der Eindruck<br />

täuscht nicht. Mein persönliches<br />

Ziel ist, im Hause Möbel<br />

Bohn Orte des Verweilens zu<br />

schaffen, ruhige Punkte, die der<br />

Entschleunigung dienen oder einen<br />

Marktplatz als Ort der Begegnung,<br />

ähnlich wie es schon jetzt<br />

im Bistro ist. Die Stillgruppe trifft<br />

sich sowie der morgendliche Seniorentreff<br />

und aus den benachbarten<br />

Firmen genießen die Mitarbeiter<br />

einen kleinen Snack, oder<br />

unsere Kunden gönnen sich einen<br />

kleinen Imbiss mit ihrem Berater<br />

bei Kaffee und Kuchen wird entschieden,<br />

ob es dieses Möbelstück<br />

wird, oder auch nicht.<br />

Ich denke auch ernsthaft darüber<br />

nach, einen Spielplatz für Erwachsene<br />

zu schaffen mit alten Flipperautomaten,<br />

Fußballkicker und<br />

Rennsimulator. Wohlbemerkt, ich<br />

denke darüber nach(lacht).<br />

REGIOBUSINESS Eine Möbelwelt<br />

wie die Ihre, prägt nicht nur<br />

einen Stadtteil, sondern bestimmt<br />

auch das strukturelle Gleichgewicht<br />

einer kleineren Stadt wie<br />

Crailsheim. Was kann ein Möbelhaus<br />

für die Attraktivität eines<br />

Standortes leisten?<br />

ANDREA BOHN Alles was Qualität<br />

und Service ausmacht. Durch<br />

unsere Räume wandert jährlich<br />

die dreifache Zahl der Einwohnerschaft<br />

von Crailsheim. Da ein großer<br />

Teil unserer Kunden von außerhalb<br />

kommt, profitiert auch<br />

die Crailsheimer Innenstadt. Der<br />

Standort in Roßfeld ist eine der<br />

Eingangstüren für Crailsheim.<br />

Auch von Investitionen in doppelstelliger<br />

Millionenhöhe profitierten<br />

in der Vergangenheit regional<br />

ansässige Handwerker. Wir haben<br />

zuletzt das Logistik-Zentrum gebaut,<br />

das Fachmarktzentrum erneuert.<br />

Derzeit bekommt Möbel<br />

Bohn ein neues Gesicht. Bohn<br />

wird „grün“. Wir haben hier noch<br />

viel vor. All das kommt der heimischen<br />

Wirtschaft zugute.<br />

REGIOBUSINESS Zurück zu harten<br />

ökonomischen Realitäten. Es<br />

scheint so als sei Größe die Voraussetzung<br />

auch in Ihrer Branche<br />

für das Überleben. Hat der<br />

Mittelstand, auf Dauer da noch<br />

Chancen?<br />

ANDREA BOHN Es gibt da Chancen<br />

und Risiken, aber das ist es ja<br />

auch nicht. Hier kann ich nur für<br />

mich sprechen und Möbel Bohn.<br />

Die Voraussetzung für unser wirtschaftliches<br />

Überleben ist, weiterhin<br />

in Personal zu investieren, damit<br />

die Stärken von Möbel Bohn<br />

erhalten bleiben und die sind „mit<br />

Leidenschaft einen geraden Weg<br />

zu gehen“, der authentisch, inspirierend<br />

und herzlich ist und mit<br />

dem wir schnell und zuverlässig<br />

Wohnträume erfüllen. Wir im Mittelstand<br />

sind sehr schnell in einzelnen<br />

Trends etwa City Shopping mit<br />

vielen einzelnen Shops, wie Goldshop,<br />

Kupfershop, Retro wird<br />

mehr gefragt und ganzheitliche<br />

Themenwelten.<br />

REGIOBUSINESS Derzeit wird<br />

das Gebäude neu gestaltet. Die Ansicht<br />

ist klar, deutlich und in der<br />

künftigen Gestaltung eher klassisch<br />

elegant. Wie viel Andrea<br />

Bohn steckt im frischen Auftritt Ihres<br />

Hauses?<br />

ANDREA BOHN Viel. Doch im<br />

neuen Auftritt verbirgt sich auch<br />

die Zugehörigkeit zu den Menschen,<br />

die ihre Gedanken und<br />

Ideen einbringen. Möbel Bohn<br />

wird grün, um als Marke deutlich<br />

wahrnehmbar zu sein. Denn die<br />

Marke Bohn steht künftig für<br />

Bohn - Einkaufscenter. Dazu gehören<br />

OBI, Media-Markt, Fressnapf,<br />

Quick Schuh, Intersport und Rufo<br />

ebenso wie Möbel Bohn und in<br />

bälde Möbel Roller.<br />

Der Abschied vom klassischen Möbelhaus<br />

Möbel Bohn: Der Einrichtungsspezialist ist längst ein Ankerunternehmen für den Standort Crailsheim. Sein guter Ruf ist ein Grund für die hohe Einkaufszentralität der Horaffenstadt.<br />

Wo es einst nur um Möbel ging, wird künftig gelebt, gearbeitet, flaniert und eingekauft. Das Familienunternehmen schlägt ein neues Kapitel auf. VON HERIBERT LOHR<br />

Der Westen bestimmt heute<br />

den wirtschaftlichen Herzschlag<br />

von Crailsheim. Wo einst<br />

grüne Au den Blick bestimmte, bildet<br />

heute zwar noch immer die<br />

Farbe Grün den Schwerpunkt,<br />

doch ist sie heute das Kennzeichen<br />

einer Marke, die zum Kulminationspunkt<br />

für die ökonomische<br />

Entwicklung des Oberzentrums<br />

wurde. Möbel Bohn ist mittlerweile<br />

einer der zentralen Anker,<br />

an denen das wirtschaftliche<br />

Geschehen zwischen den Wohngemeinden<br />

Hirtenwiesen und Roßfeld<br />

seinen Halt findet. Eingerahmt<br />

von Einkaufsmärkten und<br />

Dienstleistern ganz unterschiedlicher<br />

Ausprägung, ist das traditionsreiche<br />

Möbelhaus der Mittelpunkt<br />

eines Firmenverbundes,<br />

der sukzessive zum Einkaufszentrum<br />

zusammenwächst. In Entfernung<br />

eines Steinwurfes lassen<br />

sich rund um den Verkehrskreisel<br />

die Bedürfnisse des alltäglichen<br />

Leben abdecken. Der Gang zum<br />

Metzger oder Bäcker lässt sich<br />

ebenso schnell erledigen, wie der<br />

Kauf von Lebensmitteln oder die<br />

Besorgung in der Apotheke. Ob<br />

Auto oder Fußboden, Gartengestaltung<br />

oder Heimwerk, Kinderschuhe<br />

oder Fitnesskleidung –<br />

das Angebot an Produkten und<br />

Services scheint endlos. Das Möbelhaus<br />

fungiert dabei schon allein<br />

wegen seiner imposanten<br />

Größe als verbindendes Element.<br />

Dazu kommt: schön einrichten<br />

und gestalten benötigt Muße und<br />

Zeit. Beides hat das Möbelhaus als<br />

strategischen Ansatz aufgriffen<br />

und in Teilen umgesetzt. Möbelwelten,<br />

Bistro, Küchenstudio – alles<br />

offen und weitläufig – lädt den<br />

Kunden zum Verweilen ein. Eine<br />

Ausrichtung, die künftig auf das<br />

gesamte Areal übertragen werden<br />

soll. „Mein Ziel ist es, den Raum<br />

mit Leben zu füllen. Einkaufen<br />

und Dienstleistungen gezielt mit<br />

Auswahl: Die Kunden können sich von einem riesigen und vielfältigen Sortiment an modernen Möbeln<br />

inspirieren lassen.<br />

Foto: Marc Weigert<br />

Ambiente, Gefühl und hoher Lebensqualität<br />

zu verbinden“, sagt<br />

Firmenchefin Andrea Bohn. Die<br />

Einkaufsmärkte sollen zu einer gemeinsamen<br />

Erlebniswelt zusammengefasst<br />

und das Angebot entsprechend<br />

erweitert werden. „Wir<br />

wollen Plätze schaffen, wo die<br />

Menschen gerne sind, wo sich leben<br />

und arbeiten ergänzt.“<br />

Das angedachte Einkaufszentrum<br />

mit seinen Märkten und Shops,<br />

könnte dann auch das Zuhause<br />

junger Start-ups oder eines kleinen<br />

Kongresszentrums sein. Denkbar<br />

ist vieles. „Wir sind offen für<br />

kreative Gedanken“, denkt Andrea<br />

Bohn weiter. Ach ja. Möbel<br />

kaufen, sich einrichten – geht natürlich<br />

auch analog, digital – wie<br />

auch immer. Bis die ausgesuchten<br />

Stücke zuhause sind, können die<br />

Kunden die Einkaufswelt von morgen<br />

noch ein wenig genießen.<br />

www.moebel-bohn.de


26 Wohnen & Einrichten<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Was Arbeitnehmer wirklich wollen<br />

Büroarbeitsplätze: Forsa-Studie zeigt die Sicht der Beschäftigten auf die Ausstattung in den Unternehmen.<br />

Der Industrieverband Büro<br />

und Arbeitswelt e. V. (IBA)<br />

ließ die Bedürfnisse der Arbeitnehmer<br />

abfragen - mit guten<br />

Ergebnissen: Rund 78 Prozent der<br />

Befragten sind mit der Ausstattung<br />

und Einrichtung ihres Arbeitsplatzes<br />

zufrieden. Besonders zufrieden<br />

sind die Altersgruppe der 35-<br />

bis 49-Jährigen sowie Mitarbeiter<br />

Einzelbüros. Gerade diese laufen<br />

aber Gefahr, von der Entwicklung<br />

der Arbeitswelt abgehängt zu werden.<br />

Während insgesamt wenigstens<br />

36 Prozent der Arbeitnehmer<br />

angaben, dass ihr Arbeitsumfeld,<br />

also der eigene Arbeitsplatz oder<br />

die zusätzlich zur Verfügung stehenden<br />

Räumlichkeiten, an die<br />

veränderten Anforderungen moderner<br />

Büroarbeit angepasst wurden,<br />

konnten unter den Inhabern<br />

von Einzelbüros nur noch 29 Prozent<br />

von entsprechenden Veränderungen<br />

berichten.<br />

Dynamischer Wandel<br />

der Anforderungen<br />

Unabhängig von der Raumform<br />

zeigen die Befragungsergebnisse<br />

sowohl grundsätzlichen Nachholbedarf<br />

als auch neue Anforderungen<br />

hinsichtlich der durch „New<br />

Work“ geprägten Büroarbeitsplätze.<br />

So gibt nach wie vor fast jeder<br />

fünfte Büroarbeitnehmer an,<br />

keinen adäquaten Bürostuhl zu haben.<br />

Ähnlich hoch ist die Bedeutung<br />

angenehmer Temperaturen.<br />

Hier sehen sogar knapp 40 Prozent<br />

noch deutlichen Verbesserungsbedarf.<br />

Doch auch in den Bereichen, die<br />

Kennzeichen der „New Work“<br />

sind, gibt es große Diskrepanzen<br />

zwischen Wunsch und Wirklichkeit.<br />

So fehlen bei fast 60 Prozent<br />

der Büroarbeitnehmer Rückzugsbereiche,<br />

obwohl diese für vier<br />

von fünf Befragten wichtig oder<br />

sehr wichtig sind. Ein niedriger<br />

Geräuschpegel lässt sich immerhin<br />

bei rund 60 Prozent der Büroarbeitsplätze<br />

einhalten. Die Zahl<br />

kommt allerdings nur zustande,<br />

weil viele Arbeitnehmer in Einund<br />

Zweipersonenbüros arbeiten.<br />

Schon ab drei Personen in einem<br />

Büro sinkt die Zufriedenheit deutlich<br />

ab. Dabei gehört ein niedriger<br />

Geräuschpegel für fast alle Beschäftigten<br />

zu den unabdingbaren<br />

Merkmalen guter Arbeitsplatzgestaltung.<br />

Ähnlich sieht es mit ansprechenden<br />

Kommunikations- und Pausenbereichen<br />

aus – zwei Drittel<br />

der Beschäftigten wünschen sich<br />

diese, weniger als der Hälfte stehen<br />

sie zur Verfügung. Dabei stellt<br />

der Wandel der Arbeit gerade hier<br />

besonders hohe Anforderungen.<br />

Nach Berechnungen des IBA entfallen<br />

derzeit 42 Prozent der Arbeitszeit<br />

auf kommunikative Tätigkeiten<br />

in Form von Netzwerken<br />

oder Projekt- und Teamarbeit.<br />

Ein weiteres Thema der Studie<br />

war, welcher Einrichtungsstil den<br />

größten Wohlfühleffekt bietet.<br />

Blickt man beispielsweise ins amerikanische<br />

Silicon Valley, sind der<br />

Kreativität dort fast keine Grenzen<br />

gesetzt. Viele Büros der großen<br />

Stressfaktor: Hohe Temperatur im Büro ist ein Effizienzkiller.<br />

Wohlfühlatmosphäre: Hippes Ambiente ist bei deutschen Arbeitnehmern weniger beliebt als zum Beispiel im Silicon Valley.<br />

Technologieunternehmen zeichnen<br />

sich durch eine ausgeprägte<br />

Wohlfühl-Atmosphäre aus und erinnern<br />

oftmals an WG-Küchen<br />

oder Spielzimmer. Die aktuelle<br />

Forsa-Studie des IBA zeigt demgegenüber,<br />

dass fast drei Viertel der<br />

Bürobeschäftigten in Deutschland<br />

ein eher praktisch und funktional<br />

eingerichtetes Arbeitsumfeld bevorzugen.<br />

Ein vor allem modernes<br />

oder eher gemütliches Ambiente<br />

wünschen sich dagegen in erster<br />

Linie die unter 35-jährigen Befragten.<br />

Wohlfühlen, Produktivität<br />

und Loyalität<br />

Bereits 2014 hatte das Fraunhofer<br />

Institut für Arbeitswirtschaft und<br />

Organisation (IAO) im Rahmen<br />

der Studie „Office Settings“ ermittelt,<br />

dass es einen starken Zusammenhang<br />

zwischen der Zufriedenheit<br />

mit der Büroumgebung und<br />

dem Wohlbefinden, der Motivation<br />

sowie der Identifikation mit<br />

dem Unternehmen gibt. Wie wichtig<br />

die Büroqualität auch bei der<br />

Personalsuche ist, hatte bereits<br />

die IBA-/bso-Studie 2013/14 gezeigt.<br />

Für 62 Prozent der Befragten<br />

war ein attraktiv ausgestatteter<br />

Arbeitsplatz ein wichtiges Auswahlkriterium<br />

im Rahmen der Jobsuche.<br />

Und auch das Ergebnis der<br />

aktuellen IBA-Studie verdeutlicht:<br />

Unternehmen, die in die Arbeitsumgebung<br />

ihrer Mitarbeiter investieren,<br />

können von zufriedeneren<br />

und leistungsfähigeren Mitarbeitern<br />

profitieren. So sind sich vier<br />

von fünf Arbeitnehmern (78 Prozent)<br />

sicher, dass das Wohlbefinden<br />

am Arbeitsplatz ihre Produktivität<br />

direkt beeinflusst, fast alle Übrigen<br />

(21 Prozent) halten dies zumindest<br />

für möglich. Noch höhere<br />

Zufriedenheitswerte wären<br />

vermutlich zu erzielen, wenn<br />

mehr Beschäftigte ein Mitspracherecht<br />

bei der Gestaltung ihrer Büros<br />

hätten. Zwar haben knapp<br />

zwei Drittel der Arbeitnehmer die<br />

Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz individuell<br />

zu gestalten und zu dekorieren,<br />

an der Auswahl von<br />

Schreibtischen (24 Prozent) und<br />

Bürostühlen (36 Prozent) wird<br />

aber nur eine Minderheit beteiligt.<br />

Auch bei der technischen Ausstattung<br />

ist der Einfluss der Beschäftigten<br />

gering (31 Prozent).<br />

Hier zeigt sich vielleicht der tiefste<br />

Kulturunterschied zwischen deutschen<br />

Unternehmen und dem Silicon<br />

Valley. Zu den Eindrücken im<br />

Rahmen ihrer letzten Besuche dortiger<br />

Unternehmen befragt, berichtete<br />

die Trendexpertin Birgit Gebhardt<br />

in einem Interview mit dem<br />

IBA von Automaten, aus denen<br />

sich die Beschäftigten bei Bedarf<br />

neue Laptops, Tastaturen und andere<br />

IT-Ausstattungen ziehen können.<br />

Ihr Eindruck, dass diesbezüglich<br />

in deutschen Unternehmen<br />

noch eher Zuteilung vorherrscht,<br />

wird durch die jetzt vorliegenden<br />

Befragungsergebnisse gestützt.<br />

Fast gänzlich dem Einfluss der Beschäftigten<br />

entzogen, scheint auch<br />

die Gestaltung von Pausen- und<br />

Besprechungsbereichen zu sein.<br />

Zu diesen berichteten nur 15 Prozent<br />

von einem Mitspracherecht.<br />

Insgesamt ziehen die Experten<br />

des IBA ein positives Fazit aus den<br />

Befragungsergebnissen. Ein bisschen<br />

mehr Mut zu neuen Wegen<br />

bei der Arbeitsplatzgestaltung und<br />

mehr Dynamik bei der Umsetzung<br />

wäre aus Sicht der Studienmacher<br />

aber durchaus angebracht. pm<br />

www.iba.online<br />

Fotos: NPG-Archiv<br />

„Wir werden sehr oft von unseren Kunden gefragt, was Sie machen können, damit Sie<br />

es Zuhause genau so schön haben, wie in unserer Ausstellung. Vielen<br />

Menschen fällt es in der Tat sehr schwer, neue Möbel mit Vorhandenem zu kombinieren<br />

oder aktuelle Wohn- und Einrichtungstrends Zuhause umzusetzen.<br />

Wir setzen<br />

genau dort an, wo<br />

unseren Kunden der Schuh drückt.<br />

Deshalb besuchen<br />

auch gerne für eine<br />

wir unsere Kunden<br />

umfassende Beratung<br />

in Ihrem Zuhause oder senden Ihnen nach der Lieferung Ihrer neuen Möbel unser professionelles<br />

Deko-Team nach Hause und richten direkt vor Ort Ihre persönliche<br />

Wohlfühl-Oase ein.<br />

Das war und ist genau das, was uns von anderen unterscheidet: mehr Nähe, mehr<br />

Herz, mehr Service, mehr Kompetenz , mehr Verläßlichkeit<br />

und vor allem ein „Mehr“ an Liebe zum Einrichten.“<br />

Büroplanung mit<br />

Perspektive<br />

Einrichtung<br />

Zertifiziertes Know-how<br />

Wir sind QUALITY OFFICE-zertifizierter Fachhändler. Bei jeder<br />

Einrichtung achten wir auf Funktionalität und Sicherheit, sowie<br />

Motivation und Gesundheit der Menschen, die das Büro später<br />

nutzen. Unsere Arbeitsgestalter sind ausgezeichnet mit den<br />

Zertifikaten geprüfter Büroeinrichter (zbb) und QUALITY OFFICE<br />

Consultant. Eine hochwertige Beratung ist Ihnen also sicher!<br />

Abgestimmte Möbelprogramme<br />

Wir gestalten und planen jede Bürosituation -<br />

flexibel, funktional und ansprechend.<br />

Mit optimal abgestimmten<br />

Einrichtung Möbelprogrammen finden<br />

wir für jeden Anspruch,<br />

Technik<br />

jeden Raum und jede Aufgabe<br />

die passende Lösung!<br />

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Foto © Olly - Fotolia.com<br />

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Bad Mergentheim<br />

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Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Wohnen & Einrichten 27<br />

Fit und sicher im Büro<br />

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Büro haben in vielen Betrieben immer noch einen geringen Stellenwert.<br />

Häufig gilt die Annahme in<br />

Büros, dass die Beschäftigten<br />

überwiegend „nur" am<br />

Schreibtisch sitzen und keinen<br />

nennenswerten Risiken ausgesetzt<br />

sind. Doch auch im Büro lauern<br />

Gefahren, die sich, besonders<br />

durch die Immobilität der Beschäftigten,<br />

auf die persönliche<br />

Gesundheit der Mitarbeiter auswirken.<br />

Vor allem die Ergonomie stellt ein<br />

ganz zentrales Thema zur menschengerechten<br />

Gestaltung der Arbeit<br />

dar, um Wohlbefinden und<br />

Leistungsfähigkeit positiv zu beeinflussen.<br />

Dabei greift der Ergonomie-Begriff<br />

viel weiter, als nur<br />

eine rückengerechte Ausrichtung<br />

bei der Bildschirmarbeit. „Ergonomie<br />

ist die Wissenschaft von<br />

den Leistungsmöglichkeiten und<br />

-grenzen des arbeitenden Menschen<br />

sowie von der optimalen<br />

wechselseitigen Anpassung zwischen<br />

dem Menschen und seinen<br />

Arbeitsbedingungen“, erklärt Klemens<br />

Leuchs, Inhaber der Büro<br />

Leuchs GmbH in Bad Mergentheim.<br />

MOBILIAR Der Industrieverband<br />

Büro und Arbeitswelt (IBA)<br />

hat eine Studie zum Thema Wohlbefinden<br />

am Arbeitsplatz erarbeitet.<br />

Das Ergebnis: Bei vielen Büroarbeitnehmer<br />

fehlen Rückzugsbereiche<br />

für konzentriertes Arbeiten<br />

und Diese sind für 81 Prozent der<br />

Befragten wichtig oder sehr wichtig.<br />

Rund 20 Prozent gaben an,<br />

keinen bequemen Bürostuhl zu<br />

haben, obwohl dieser für fast alle<br />

Befragten zu den wichtigen oder<br />

sehr wichtigen Wohlfühlfaktoren<br />

zählt. Die Krankenkassen spiegeln<br />

dies in ihren Gesundheitsberichten<br />

zahlenmäßig wider. Im Jahresreport<br />

der Techniker Krankenkasse<br />

steht, dass etwa jeder 19.<br />

krankheitsbedingte Fehltag unter<br />

der Diagnose Rückenschmerzen<br />

erfasst worden ist. Im Bericht<br />

wird davon ausgegangen, dass Rückenbeschwerden<br />

auch in Zukunft<br />

eine wesentliche Ursache<br />

von Arbeitsunfähigkeit bilden.<br />

Ergonomie: Gute Bestuhlung beugt Schmerzen vor.<br />

GERÄUSCHPEGEL Auch Lärm<br />

wirkt sich negativ auf jeden fünften<br />

Beschäftigten aus. Als Lärmquellen<br />

können sowohl elektronische<br />

Geräte wie Drucker- und Kopiergeräte<br />

zählen, als auch Gespräche<br />

oder Telefonate der Kollegen<br />

sein. In Gruppen- und Großraumbüros,<br />

die im Zuge der Entwicklung<br />

hin zu Arbeit 4.0 mehr<br />

und mehr an Bedeutung gewinnen,<br />

steigt der Anteil der beschäftigten<br />

Mitarbeiter, die sich durch<br />

Lärm bei ihrer Arbeit regelmäßig<br />

stark beeinträchtigt fühlen, laut einer<br />

Studie von Lauble Consult, auf<br />

über 50 Prozent.<br />

„Ebenso Produktions- oder Straßenlärm<br />

muss bei der Maßnahmenplanung<br />

zur Lärmreduktion<br />

berücksichtigt werden. Allerdings<br />

gibt es keine gesetzlich verbindlichen<br />

Grenzwerte. Die Technische<br />

Richtlinie für Arbeitsstätten ASR A<br />

3.7 Lärm ist in Bearbeitung. Laut<br />

Arbeitsstättenverordnung, Anhang<br />

Ziffer 3.7 (ArbStättV) ist in Arbeitsstätten<br />

,Der Schalldruckpegel so<br />

niedrig zu halten, wie es nach der<br />

Art des Betriebs möglich ist. Der<br />

Schalldruckpegel am Arbeitsplatz<br />

in Arbeitsräumen ist in Abhängigkeit<br />

von der Nutzung und den zu<br />

verrichtenden Tätigkeiten so weit<br />

zu reduzieren, dass keine Beeinträchtigungen<br />

der Gesundheit der<br />

Beschäftigten entstehen’. Je nach<br />

ausgeübter Tätigkeit liegen die<br />

Empfehlungen zwischen 55 bis 70<br />

dB(A). Als Hilfe kann die Richtlinie<br />

VDI-2058 Blatt 3 dienen, diese<br />

beschreibt die unterschiedlichen<br />

Auswirkungen von Lärm“, erläutert<br />

Leuchs. Weitere Hinweise für<br />

eine menschengerechte Gestaltung<br />

von Bildschirmarbeitsplätzen<br />

sind in der Bildschirmarbeitsverordnung<br />

und der Arbeitsstättenverordnung<br />

der Bundesanstalt<br />

für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin<br />

im Anhang 6 zu finden.<br />

Foto: NPG-Archiv<br />

ARBEITGEBER Seit Juli 2017<br />

ist die Technische Regel für Arbeitsstätten<br />

ASR V3 Gefährdungsbeurteilung<br />

in Kraft. Sie konkretisiert<br />

die Anforderungen an die Gefährdungsbeurteilung<br />

nach § 3 Arbeitsstättenverordnung.<br />

Demnach<br />

hat der Arbeitgeber sicherzustellen,<br />

dass die Gefährdungsbeurteilung<br />

fachkundig durchgeführt<br />

wird. Verfügt er nicht selbst über<br />

die entsprechenden Kenntnisse,<br />

hat er sich fachkundig beraten zu<br />

lassen; also durch betriebliche<br />

Führungskräfte, durch die Fachkraft<br />

für Arbeitssicherheit oder<br />

den Betriebsarzt.<br />

„Doch leider ist dies noch immer<br />

nicht selbstverständlich in den Betrieben.<br />

Aus einer Studie des Industrieverband<br />

Büro und Arbeitswelt<br />

aus dem Jahr 2011 geht hervor,<br />

dass bei der Auswahl von Büromöbeln<br />

in erster Linie der Einkauf<br />

(100 Prozent) und die Geschäftsführung<br />

(52,4 Prozent) beteiligt<br />

sind. Der Bereich Arbeitsmedizin/-sicherheit<br />

wird nur in<br />

8,9 Prozent der Fälle in die Entscheidungsfindung<br />

miteinbezogen“,<br />

sagt Leuchs.<br />

„Aus den Zahlen ist ersichtlich,<br />

dass man das Thema Ergonomie<br />

im Büro ernst nehmen sollte, um<br />

Konzentrations- und damit einhergehende<br />

Leistungsschwächen der<br />

Beschäftigten vorzubeugen und<br />

langfristig Krankheitsausfälle aufgrund<br />

falscher Körperhaltung physischer<br />

und psychischer Belastungen<br />

zu vermeiden. Arbeitsmediziner<br />

und Fachkräfte für Arbeitssicherheit<br />

sollten von Anfang an in<br />

die (Weiter-)Entwicklung von Büroarbeitsplätzen<br />

involviert werden,<br />

um Gefahrenpotenziale für<br />

die Gesundheit und das Wohlbefinden<br />

der Büroangestellten gar<br />

nicht erst aufkommen zu lassen“,<br />

resümiert der Büroexperte. pm<br />

www.buero-leuchs.de<br />

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Gunst erfüllt Wohnträume<br />

Inspirationen für schönes Wochen, Kompetenz und Auswahl seit über 100 Jahren<br />

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Kunden vielfältige Anregungen zu<br />

verschiedenen Stilrichtungen und<br />

Einrichtungsideen für ihren individuellen<br />

Wohntraum.<br />

„In unseren beiden Möbelhäusern<br />

widmen wir uns unterschiedlichen<br />

Einrichtungswünschen“, erklärt<br />

Geschäftsführer Tom O. Gunst<br />

das Unternehmenskonzept. Bei<br />

GUNST Wohnen & Küche finden<br />

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Wohnbereich, ein Stressless-Studio,<br />

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Welt von Kochen und Backen. Zur<br />

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Küchen genauso wie stilvolle<br />

Interpretationen im modernen<br />

Landhaus-Look oder klassische Küchen<br />

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Farben und harmonischen Fronten.<br />

Ergänzt wird die Ausstellung mit<br />

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Gunst, der in vierter Generation das<br />

Einrichtungshaus leitet.<br />

„Unsere besondere Stärke ist die<br />

hohe Fachkompetenz unserer Berater.<br />

Dabei ist es gleich ob Kunden<br />

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neue Farbakzente setzen möchten<br />

oder sich für eine neue Einrichtung<br />

interessieren. Unsere Mitarbeiter<br />

beraten die Kunden mit viel Wissen<br />

zu optimaler Raumgestaltung und<br />

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sorgen wir immer wieder dafür,<br />

dass Wohnträume wahr werden.“<br />

[pm]<br />

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GUNST<br />

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28 Journal<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

NEWSLINE<br />

Gehälter richtig verhandeln<br />

SCHWÄBISCH HALL. Um die Do’s und Dont’s in einem<br />

Gehaltsgespräch geht es am Freitag, 13. Juli, von 9.30<br />

bis 11.30 Uhr, im Sitzungssaal in der Agentur für Arbeit,<br />

Bahnhofstraße 18, in Schwäbisch Hall. Anna-Daniela Pickel,<br />

Businesstrainerin, zeigt im Workshop für Arbeitsuchende<br />

wie man klar kommuniziert und Stolperfallen<br />

durchschaut. Die Teilnehmer lernen das Hintergrundwissen<br />

zum Ablauf und zur Struktur einer Gehaltsverhandlung<br />

kennen, um damit für das nächste Gespräch gut<br />

gewappnet zu sein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen<br />

sind ab sofort telefonisch unter<br />

<strong>07</strong> 91 / 9 75 83 21 oder per E-Mail an Schwaebisch-<br />

Hall.BCA@arbeitsagentur.de bei Susanne Ehrmann<br />

möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Gemeinsame<br />

Veranstalter sind die Agentur für Arbeit Schwäbisch<br />

Hall-Tauberbischofsheim und die Kontaktstelle Frau<br />

und Beruf Heilbronn-Franken.<br />

pm<br />

Antragsfrist bis Ende August<br />

für Förderprogramm<br />

REGION. Die Wirtschaftsinitiative Hohenlohe weist auf<br />

die nächste Antragsfrist für das Förderprogramm<br />

„Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-<br />

Württemberg“ für kleine und mittlere Unternehmen<br />

hin. Von der Förderung unterstützt werden Unternehmen,<br />

die umfassende Investitionen in Gebäude, Maschinen<br />

und Anlagen, die zur Entwicklung und wirtschaftlichen<br />

Nutzung neuer oder verbesserter Produktionsverfahren,<br />

Prozesse, Dienstleistungen und Produkte dienen,<br />

tätigen. Die für die Antragstellung notwendigen<br />

Formulare können auf der Internetseite des Regierungspräsidiums<br />

abgerufen werden. Die ausgefüllten Anträge<br />

sind vom Unternehmen zusammen mit dem Bürgermeisteramt<br />

bis 31. August parallel beim Landratsamt<br />

Hohenlohekreis und beim Regierungspräsidium<br />

Stuttgart vorzulegen.<br />

pm<br />

Auszeichnung für BERA<br />

SCHWÄBISCH HALL. Die IHK Heilbronn-Franken verleiht<br />

der BERA erneut das begehrte Ausbildungssiegel<br />

„Dualis – ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ und bescheinigt<br />

dem HR-Experten<br />

damit eine hervorragende<br />

betriebliche<br />

Ausbildungsqualität.<br />

Die Ausbildungsleistungen<br />

bei der<br />

BERA seien sehr zeitgemäß,<br />

modern und fachlich<br />

versiert. Durch die<br />

Präsenz auf den branchenrelevanten<br />

sozia-<br />

Foto: BERA<br />

len Netzwerken<br />

schafft die BERA auf kompetente Art und Weise eine<br />

zielgruppenspezifische Ansprache junger Nachwuchskräfte.<br />

Auch das firmeneigene Wiki, in dem die Auszubildenden<br />

Notenlisten einsehen, Berichtshefte führen<br />

und in die betriebliche Dokumentation und Kommunikation<br />

eingebunden sind, wurde von den Auditoren und<br />

dem Gremium gelobt.<br />

pm<br />

Neuer Abteilungsleiter<br />

bei Vion<br />

REGION. Vion hat Binne Visser mit Wirkung zum 3. September<br />

zum neuen Leiter der Abteilung Group HR und<br />

Mitglied des Executive Committee ernannt. In den vergangenen<br />

22 Jahren hat Binne Visser niederländische<br />

Staatsangehöriger) viel Erfahrung in führenden Positionen<br />

im Bereich Human Resource Management (HRM)<br />

gesammelt. Zuletzt war er bei Kramp Groep beschäftigt,<br />

einem Zulieferer in der Agrarindustrie, davor bei<br />

ForFarmers als Consultant. „Aufgrund seines breiten Erfahrungsschatzes<br />

im Entwickeln und erfolgreichen Umsetzen<br />

von HRM-Strategien, sowohl als Leiter als auch<br />

als Consultant, für zahlreiche Unternehmen ist Binne<br />

Visser für Vion ein willkommener Neuzugang. Wir<br />

freuen uns, ihn in unserem Team begrüßen zu dürfen“,<br />

sagt Ronald Lotgerink, ab 1. September CEO von Vion.<br />

Der internationale tätige Fleischproduzent beschäftigt<br />

derzeit etwa 11 800 Mitarbeiter.<br />

pm<br />

Sport für den guten Zweck<br />

Mit einem Spendenlauf auf dem Drillberg konnten insgesamt etwa 5000 Euro für Kinder und<br />

Jugendliche des Vereins Sprungbrett gesammelt werden.<br />

Bereits zum sechsten Mal<br />

fand kürzlich der Spendenlauf<br />

von Würth Industrie<br />

Service in Kooperation mit Würth<br />

IT, auf dem Drillberg in Bad Mergentheim<br />

statt. Insgesamt starteten<br />

300 Läufer gemeinsam mit<br />

und für die Kinder und Jugendlichen<br />

des Vereins Sprungbrett,<br />

den Dauerlauf. Tatkräftige Unterstützung<br />

bekamen sie dabei von<br />

der Triathletin und Ironman-Siegerin<br />

Heidi Sessner.<br />

Bei dem Lauf ging es weniger um<br />

den sportlichen Anreiz als vielmehr<br />

um die Freude daran, gemeinsam<br />

etwas Gutes zu tun.<br />

Dabei war es egal, ob eine Runde<br />

oder zehn Runden erlaufen wurden<br />

– jeder Euro zählte. Dank der<br />

großzügigen Spende von Würth Industrie<br />

Service und Würth IT,<br />

zählte auch dieses Jahr wieder<br />

jede Runde doppelt.<br />

Die Freude über insgesamt 2351<br />

Runden, welche innerhalb einer<br />

Stunde erlaufen wurden und einer<br />

Strecke von rund 2600 Kilometern<br />

entsprachen, war sichtlich<br />

groß. Aufgerundet entspricht dies<br />

Mit einem neuen Rekord<br />

von über 190 Ausstellern<br />

war dies erneut ein großer<br />

Erfolg. Dietmar Niedziella, Leiter<br />

Berufsbildung der IHK Heilbronn-Franken:<br />

„Der Erfolg der<br />

Messe zeigt, wie groß nach wie<br />

vor das Interesse an der dualen<br />

Ausbildung ist. Die Messe bietet<br />

dabei die einmalige Möglichkeit<br />

im persönlichen Kontakt eine<br />

erste Orientierung für die Berufswahl<br />

zu erhalten.“ Über 3000<br />

Schüler haben donnerstags und<br />

freitags im Schulklassenverbund<br />

die Messe besucht. Mit dem speziellen<br />

BomSuS-Trainingsprogramm<br />

(Berufsorientierung mit<br />

Startschuss: Für die rund 300 Teilnehmer beim Spendenlauf hieß es, so viele Runden wie nur möglich zu<br />

schaffen für den guten Zweck. Würth Industries verdoppelte die Spendensumme. Foto: Würth Industrie Service<br />

einem stolzen Gesamtbetrag von<br />

rund 5000 Euro, die für den guten<br />

Zweck an den Verein Sprungbrett<br />

gespendet wurden.<br />

Der Verein macht sich stark für Inklusion<br />

und stellt die persönliche<br />

Entfaltung in den Vordergrund.<br />

Der Fokus liegt auf Menschen mit<br />

Behinderungen, die durch eine individuelle<br />

Förderung gleichberechtigte<br />

Möglichkeiten im Leben<br />

und im Alltag erhalten. Martin<br />

Jauß, Geschäftsleiter Marketing<br />

und IT von Würth Industrie Service,<br />

verdeutlicht die Gemeinsamkeit<br />

des Unternehmens und des<br />

Vereins: „Das soziale Engagement<br />

wird bei uns großgeschrieben,<br />

denn auch wir integrieren erfolgreich<br />

Mitarbeiter mit Handicap in<br />

Andrang: Rekordzahlen gab es bei der Bildungsmesse nicht nur bei<br />

den Ausstellern,- auch bei den Besuchern.<br />

Foto: IHK<br />

Spiel und Spaß) absolvierten etwa<br />

900 Schüler ein praxisgerechtes<br />

Training für Berufswahl, Bewerbung<br />

und Vorstellungsgespräche.<br />

Kerstin Lüchtenborg, Abteilungsleiterin<br />

Berufsbildung der Handwerkskammer<br />

Heilbronn-Franken:<br />

„Die Berufschancen im Handwerk<br />

sind so gut wie nie. Eine<br />

duale Ausbildung im Handwerk<br />

Akquisition: Keller + Brennecke mit Sitz in Tauberbischhofsheim<br />

hat mit der Übernahme das Angebot erweitert. Foto: Keller + Brennecke<br />

den Arbeitsalltag und freuen uns<br />

gemeinsam für den Verein Sprungbrett<br />

Gutes zu tun.“ Als kleines<br />

Dankeschön wurden alle Teilnehmer<br />

und Helfer zum gemeinsamen<br />

Essen und Trinken eingeladen.<br />

pm<br />

www.wuerth-industrie.com<br />

www.wuerth-it.com<br />

Volles Haus bei der Bildungsmesse<br />

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Handwerkskammer (HWK) Heilbronn-Franken führten<br />

die Bildungsmesse zum sechsten Mal durch. Tausende Besucher kamen.<br />

bietet eine hervorragende Perspektive<br />

für das weitere Berufsleben.“<br />

Neu war auf der Bildungsmesse<br />

das Elternforum, das mit<br />

rund 120 Teilnehmern weiter auf<br />

dem Programm stehen wird. Auch<br />

die Vorträge der Aussteller waren<br />

wieder gut besucht. Und mit der<br />

Last-Minute-Börse im Technologie-<br />

und Bildungszentrum der<br />

Handwerkskammer wurde eine<br />

gute Möglichkeit geschaffen, über<br />

aktuell freie Plätze zu informieren<br />

und sich bei den Last-Minute-Ausstellern<br />

direkt vorzustellen. pm<br />

www.bildungsmesse-heilbronn.de<br />

Übernahme in der Werbebranche<br />

Die Tauberbischhofsheimer Agentur Keller + Brennecke vergrößert sich und damit ihre Kompetenzen.<br />

Die Keller + Brennecke Werbeagentur<br />

erweitert ihr Portfolio.<br />

Zum 1. Juli wird die auf erklärungsbedürftige<br />

Industrieprodukte<br />

spezialisierte Werbeagentur<br />

360GRAD aus Mannheim übernommen.<br />

Deren bisherige geschäftsführende<br />

Gesellschafterin<br />

Regina Zimmer und Geschäftsführer<br />

Joachim Ritter werden sich<br />

aus Altersgründen mittelfristig zurückziehen.<br />

Mit seiner weitreichenden<br />

Erfahrung aus verschiedenen<br />

Führungspositionen in der<br />

Werbebranche wird Joachim Ritter<br />

jedoch weiterhin konzeptionell-beratend<br />

zur Verfügung stehen.<br />

Zudem wird er Keller +<br />

Brennecke auch beim Neugeschäft<br />

unterstützen. „Unsere bestehenden<br />

Standorte in Tauberbischofsheim<br />

und Weinheim werden<br />

durch die Akquisition nochmals<br />

gestärkt, unsere Kunden profitieren<br />

von nachhaltigen Synergieeffekten“,<br />

erklärt Michael Keller,<br />

der Geschäftsführer, den internen<br />

und externen Mehrwert. Seit dem<br />

Ausscheiden von Nils Brennecke<br />

bei der 2001 gegründeten Werbeagentur<br />

wird Michael Keller als alleinigem<br />

Inhaber geführt. pm<br />

www.keller-brennecke.de


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Journal 29<br />

Aus Fehlern lernen<br />

Bei der dritten Veranstaltung zur Reihe „Mut zum Scheitern – Aus Misserfolg lernen“ bekamen<br />

Unternehmer mit auf den Weg, wie sie sich am besten auf ihre Stärken fokussieren.<br />

Rund 50 Teilnehmer folgten<br />

kürzlich der Einladung der<br />

Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken<br />

und der IHK Heilbronn-Franken<br />

ins Heilbronner<br />

Haus der Wirtschaft zur dritten<br />

Ausgabe der Veranstaltungsreihe<br />

„Mut zum Scheitern – Aus Misserfolg<br />

lernen“.<br />

Zum Unternehmertum gehört<br />

auch, das Risiko des Scheiterns<br />

einzukalkulieren. Dr. Kathrin<br />

Blatz und Dr. Mathias Scheiblich<br />

traten zu diesem Thema als Referenten<br />

auf. Allerdings empfiehlt<br />

Dr. Blatz den Fokus voll und ganz<br />

auf die eigentliche Aufgabe zu richten,<br />

anstatt sich zu sehr mit einem<br />

möglichen Scheitern zu beschäftigen.<br />

Dr. Blatz: „Das vorherige Trainieren<br />

und Wiederholen der späteren<br />

Wettkampfsituation ist dabei<br />

ein bewährtes Mittel, um mental<br />

stark zu werden.“ Hierbei können<br />

Motivierend: (v. li.): Thomas Leykauf (Referent Wirtschaftsförderung,<br />

IHK Heilbronn-Franken), Dr. Katrin Blatz (Dozentin & Seminarleiterin),<br />

Dr. Mathias Scheiblich (geschäftsführender Gesellschafter<br />

MWB Beratung) und Tobias Naumer (WJ Heilbronn-Franken) gestalteten<br />

die Veranstaltungsreihe „Mut zum Scheitern“.<br />

Foto: WJ<br />

das Führen eines Erfolgstagebuches<br />

sowie die Visualisierung der<br />

eigenen Stärken unterstützen.<br />

„Scheitern heißt nicht, dass man<br />

die gestellte Aufgabe nicht bewältigen<br />

kann, sondern lediglich, dass<br />

man den falschen Weg zur Lösung<br />

Vor 25 Jahren wagte das Ehepaar<br />

Thamm in Langenburg<br />

den Schritt in die Selbstständigkeit<br />

– Uwe Thamm als Industrie-<br />

Designer, seine Frau Petra als<br />

Goldschmiedin und Schmuckgestalterin.<br />

Von der Anfertigung einzelner<br />

Schmuckstücke über die Reparatur<br />

und Umarbeitung setzt die<br />

Goldschmiedin die Wünsche ihrer<br />

zielgerichtet Kunden um. „Wir führen<br />

zwar auch ein wenig Handelsware“,<br />

sagt Petra Thamm, „aber<br />

nur die ausgefallenen Teile.“<br />

Denn „ausgefallen“ und „besonders“<br />

sei, worüber sich ihr Geschäft<br />

auszeichne. Die Goldschmiede<br />

Thamm beschäftigt mittlerweile<br />

fünf Mitarbeiter – davon<br />

zwei in ihrer Filiale in Bad Mergentheim,<br />

die sie vor 15 Jahren zusätzlich<br />

aufbauten.<br />

„Aus ganz Deutschland kommen<br />

Kunden zu uns nach Langenburg“,<br />

sagt Uwe Thamm. „Sie<br />

gewählt hat“, so die Expertin. Dr.<br />

Mathias Scheiblich, geschäftsführender<br />

Gesellschafter der MWB<br />

Beratung aus Heilbronn, berichtete<br />

von seinen Erfahrungen als<br />

Gründer, Unternehmensübernehmer<br />

und Berater im Laufe seines<br />

Nach 30 Jahren verlässt<br />

„Mister Lady“ Crailsheim<br />

Die Gründe für die Standortaufgabe will das Unternehmen nicht verraten.<br />

Erfolgreich: Uwe und Petra<br />

Thamm feiern ihr 25-Jahr-<br />

Firmenjubiläum. Foto: Thamm<br />

ersten Berufsjahrzehntes. Er riet<br />

den interessierten Zuhörern zu einer<br />

strategischen Fokussierung,<br />

in dem man seine persönlichen<br />

und unternehmerischen Ziele<br />

schriftlich fixiert. Dieser „Vertragsabschluss“<br />

mit sich selbst habe<br />

eine große psychologische Auswirkung<br />

auf die eigene Motivation<br />

und Einstellung.<br />

Dr. Scheiblich: „Vertrauen Sie Ihrem<br />

Bauchgefühl, denn ,Mut zum<br />

Scheitern’ heißt auch ,nein’ zu einer<br />

Aufgabe sagen, von der man<br />

weiß, dass man diese nicht ausreichend<br />

gut bewältigen kann“.<br />

Die nächste Veranstaltung findet<br />

am 21. November um 17:30 Uhr<br />

ebenfalls in der IHK Heilbronn-<br />

Franken statt. Weitere Infos und<br />

Anmeldungen auf: www.wjhn.de/<br />

veranstaltungen.<br />

pm<br />

www.wjd.de<br />

www.heilbronn.ihk.de<br />

VON MELANIE BOUJENOUI<br />

Umbruch: In die Ladenfläche im Erdgeschoss zieht mit Hunkemöller<br />

eine internationale Erfolgsmarke im Wäschegeschäft. Foto: Melanie Boujenoui<br />

Nach wie vor hält der Großtextilhändler<br />

„Mister Lady“, der<br />

seinen Sitz in Schwabach hat, Stillschweigen<br />

über den Grund des Abzugs<br />

aus der Horaffenstadt. „Ja,<br />

der Mietvertrag war ausgelaufen“,<br />

bestätigt Claudia Pfänder, die gemeinsam<br />

mit ihrem Sohn Max<br />

Pfänder das Geschäftsgebäude in<br />

der Wilhelmstraße besitzt.<br />

Die Mitarbeiter seien alle untergekommen<br />

– zwei der Verkäufer<br />

sind in „Mister Lady“-Filialen<br />

nach Rothenburg und Ansbach gewechselt;<br />

einer habe das Unternehmen<br />

freiwillig verlassen.<br />

Claudia Pfänder räumt ein: „Wenn<br />

regelmäßig so viele Kunden bei<br />

Mister Lady eingekauft hätten, wie<br />

zum Räumungsverkauf, wäre das<br />

schon schön gewesen.“ Online-<br />

Shopping und die umliegende<br />

Konkurrenz aus der gleichen Modesparte<br />

wie C&A, Telly Weijl oder<br />

New Yorker, hatten sich mit der<br />

Zeit vermutlich auf den Umsatz<br />

von „Mister Lady“ niedergeschlagen.<br />

Das Schweigen lässt Raum<br />

für Spekulationen.<br />

Sicher ist jedenfalls der Nachmieter:<br />

das niederländische Wäschelabel<br />

Hunkemöller wird das etwa<br />

240 Quadratmeter große Erdgeschoss<br />

übernehmen.<br />

Laut Hunkemöller-Pressesprecherin<br />

Sinah Stranghöner stecke der<br />

Dessous-Spezialist derzeit noch<br />

mitten in der Planung für den<br />

Crailsheim-Store. Im September<br />

soll eröffnet werden. Der Dessous-Spezialist<br />

bietet eine große<br />

Auswahl an Lingerie, Sportbekleidung,<br />

Bademode und Nachtwäsche<br />

und ist derzeit voll auf Expansionskurs.<br />

Bis Ende 2019 sollen<br />

fast 300 neue Stores in Deutschland<br />

öffnen – 320 Läden gibt es<br />

bereits. Üblicherweise sind die<br />

hochmodernen Wäschegeschäfte<br />

mit sogenannten Gadgets ausgestattet<br />

– etwa einer Social-Media-<br />

Wand mit integriertem Selfiespiegel,<br />

Click & Collect-Pick-Up-<br />

Point, einer Parfüm-Bar oder einem<br />

Bodyscanner, der den individuellen<br />

Fitnessprozess misst. Mit<br />

welchen dieser Zusätze der Crailsheim-Store<br />

ausgestattet wird,<br />

bleibt aufgrund des noch laufenden<br />

Planungsprozesses im Moment<br />

eine Überraschung.<br />

www.misterlady.com<br />

www.hunkemoller.de<br />

25 Jahre Goldschmiede Thamm<br />

Die Galerie am Tor in Langenburg gilt längst als beliebte Anlaufstelle für Kunden, die individuelle<br />

Schmuckberatung suchen. Petra Thamm bietet alles aus einer Hand. VON MELANIE BOUJENOUI<br />

kommen gezielt, da sie hier das<br />

besondere Flair vorfinden und die<br />

Kompetenz, die man von so einer<br />

hochwertigen Manufaktur erwartet“,<br />

meint der Geschäftsmann.<br />

Der Erfolg fliege ihnen jedoch<br />

nicht zu, da besonders am Standort<br />

Langenburg eine besondere<br />

Geschäftsstrategie erforderlich sei<br />

– und die müsse man erst einmal<br />

stemmen.<br />

www.galerie-am-tor.de<br />

NEWSLINE<br />

Neuer Modellversuch der<br />

Digitalisierungsprämie<br />

REGION. Die Wirtschaftsinitiative Hohenlohe weist darauf<br />

hin, dass das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg<br />

nach einem ersten erfolgreichen Modellversuch<br />

im Jahr 2017 die Digitalisierungsprämie in einem<br />

weiteren Modellversuch als Tilgungszuschuss wiederauflegt.<br />

Dafür stehen vier Millionen Euro zur Verfügung.<br />

Ab Montag, 9. Juli, ist eine Antragstellung bei<br />

der Hausbank möglich. Gefördert werden konkrete Projekte<br />

von Unternehmen zur Umsetzung neuer digitaler<br />

Lösungen in Produktion und Verfahren (unter anderem<br />

Implementierung additiver Fertigungsverfahren), bei<br />

Produkten und Dienstleistungen (unter anderem Aufbau<br />

digitaler Plattformen) sowie in Strategie und Organisation<br />

(unter anderem Einführung einer umfassenden<br />

Digitalisierungsstrategie). Die Einführung von Systemen<br />

zur Verbesserung der IT-Sicherheit ist ebenfalls förderfähig.<br />

Weitere Infos unter www.wirtschaft-digitalbw.de<br />

und auf www.l-bank.de.<br />

pm<br />

Sprechtagsangebot für<br />

Existenzgründer<br />

ÖHRINGEN. Die Wirtschaftsfördergesellschaft des Hohenlohekreises<br />

kooperiert mit der Handwerkskammer<br />

Heilbronn-Franken bei der Beratung von Existenzgründern<br />

und Unternehmern aus dem Handwerksbereich.<br />

Am Donnerstag, 12. Juli, findet der nächste Sprechtag<br />

mit der Handwerkskammer Heilbronn-Franken im Rathaus<br />

der Stadt Öhringen statt. Die Beratungen dauern<br />

jeweils eine Stunde und sind kostenfrei. Durchgeführt<br />

wird der Sprechtag in Öhringen von Erhard Steinbacher,<br />

Unternehmensberater bei der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.<br />

Im Mittelpunkt dieses Dienstleistungsangebots<br />

stehen die Informationen zu öffentlichen Finanzhilfen,<br />

die Beurteilung von Unternehmenskonzepten,<br />

die Prüfung der Tragfähigkeit an Existenzgründungen<br />

und das Thema Betriebsnachfolge. Um eine Terminvereinbarung<br />

bei Anna Trippel unter der Nummer<br />

0 79 40 / 1 85 73 oder per E-Mail an Anna.Trippel@hohenlohekreis.de<br />

wird gebeten.<br />

pm<br />

Kreis informiert über die<br />

Standorte von E-Ladesäulen<br />

REGION. Das Netz der Ladesäulen für Elektrofahrzeuge<br />

im Main-Tauber-Kreis beginnt langsam zu wachsen.<br />

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises bietet<br />

hierzu jetzt eine Übersichtskarte auf ihrer Website an.<br />

Auch ein gedruckter Flyer ist verfügbar. Alle aktuellen<br />

Standorte, auch die seit dem Druck des Flyers neu hinzugekommenen,<br />

sind jetzt in einer Karte unter<br />

www.main-tauber-kreis.de/ladestationen einsehbar.<br />

Die auf Google-Maps basierende Karte wird künftig<br />

fortlaufend um neue Standorte erweitert. Die Ladesäulen<br />

werden von Energieversorgern, privaten Akteuren<br />

oder Städten und Gemeinden betrieben und sind alle öffentlich.<br />

„Es lässt sich erkennen, dass die Bemühungen<br />

der örtlichen Energieversorger und weiterer Initiatoren<br />

um den Ausbau der Ladeinfrastruktur sich positiv auswirken“,<br />

erklärt Wirtschaftsdezernent Jochen Müssig<br />

vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Weitere Informationen<br />

gibt es unter 0 93 41 / 82 57 08.<br />

pm<br />

Sprechtag zum Thema<br />

Ausland und Export<br />

HEILBRONN. Ob sich ein Auftrag im Ausland für den<br />

eigenen Betrieb lohnt oder wie man Kunden oder Lieferanten<br />

im Ausland findet, erfahren die Teilnehmer beim<br />

Sprechtag am Mittwoch, 18. Juli, bei der Handwerkskammer<br />

in Heilbronn. Welche Förderungen der Europäischen<br />

Union kann ich erhalten? Was muss ich in Frankreich<br />

oder in der Schweiz beachten? Diese und viele weitere<br />

Fragen beantworten die Außenwirtschaftsexperten<br />

von Handwerk International Baden-Württemberg. Sowohl<br />

Einsteiger wie auch Exportprofis erhalten hier<br />

wichtige Informationen. Der kostenlose Beratungstermin<br />

hat eine Dauer von circa zwei bis drei Stunden. Eine<br />

Anmeldung ist erforderlich bei Beate Hönnige, Handwerkskammer<br />

Heilbronn-Franken, Telefon:<br />

0 71 31 / 79 11 71 oder per E-Mail an: Beate.Hoennige@hwk-heilbronn.de.<br />

pm


30 Handelsregister<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Neueintragung<br />

HRB 765202 - 28. Mai <strong>2018</strong><br />

FaGo Drehtechnik GmbH, Öhringen, Im<br />

Sichert 3, 74613 Öhringen. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

24.04.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Im Sichert 3, 74613<br />

Öhringen. Gegenstand: Das Bearbeiten und Verarbeiten<br />

von Rohstoffen aller Art. Stammkapital:<br />

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten<br />

zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit<br />

einem Prokuristen. Geschäftsführer: Orec, Goran,<br />

Öhringen, *09.03.1976; Winter, Fabian Nico, Großbottwar,<br />

*20.<strong>07</strong>.1993, jeweils einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765238 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

Autohaus Koch GmbH, Öhringen, Rudolf-<br />

Diesel-Straße 1, 74613 Öhringen. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

09.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Rudolf-Diesel-<br />

Straße 1, 74613 Öhringen. Gegenstand: Der Handel<br />

mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen<br />

aller Art, Kraftfahrzeugzubehör und Ersatzteilen,<br />

der Betrieb von Kraftfahrzeugreparaturwerkstätten,<br />

die Vermietung von Fahrzeugen sowie die<br />

Ausübung aller mit einem Kraftfahrzeugbetrieb<br />

zusammenhängenden Geschäfte und Tätigkeiten.<br />

Stammkapital: 100.000,00 EUR. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein<br />

Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:<br />

Härterich, Lutz Matthias, Schwäbisch Hall,<br />

*16.10.1987, einzelvertretungsberechtigt mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Einzelprokura mit<br />

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich<br />

im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen mit der Ermächtigung<br />

zur Veräußerung und Belastung von Grundstücken:<br />

Härterich, Thomas, Schwäbisch Hall,<br />

*15.12.1955; Härterich, Waltraud, geb. Heitmann,<br />

Schwäbisch Hall, *11.12.1950.<br />

HRB 736754 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

Petalas GmbH, Niederstetten, Schloss Haltenbergstetten<br />

2, 97996 Niederstetten. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

25.11.2010. Die Gesellschafterversammlung vom<br />

26.04.<strong>2018</strong> hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />

in § 1 (Firma und Sitz), § 2 (Gegenstand),<br />

§ 4 (Geschäftsführung/Vertretung), § 5<br />

(Geschäftsjahr, Dauer) beschlossen. Der Sitz ist<br />

von Attendorn (Amtsgericht Siegen HRB 9366)<br />

nach Niederstetten verlegt. Geschäftsanschrift:<br />

Schloss Haltenbergstetten 2, 97996 Niederstetten.<br />

Gegenstand: Der Erwerb von Beteiligungen an<br />

Handelsgesellschaften sowie die Erbringung von<br />

Managementdienstleistungen gegenüber Dritten.<br />

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder<br />

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:<br />

Petalas, Anastasios, Niederstetten,<br />

*02.09.1969, einzelvertretungsberechtigt mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 736756 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

InTeam UG (haftungsbeschränkt), Crailsheim,<br />

Am Nonnensee 8, 74564 Crailsheim.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag<br />

vom 04.01.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift:<br />

Am Nonnensee 8, 74564 Crailsheim. Gegenstand:<br />

Unternehmensberatung, Werbegestaltung und<br />

technische Montagen. Stammkapital: 300,00<br />

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein<br />

Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind<br />

mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten sie gemeinsam.<br />

Geschäftsführer: In, Hakan, Göppingen,<br />

*04.09.1968, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 736759 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

Ostinwest GmbH, Crailsheim, Konrad-Adenauer-Straße<br />

13, 74564 Crailsheim. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

10.04.<strong>2018</strong> mit Nachträgen vom 11.05.<strong>2018</strong> und<br />

23.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Konrad-Adenauer-<br />

Straße 13, 74564 Crailsheim. Gegenstand: Einzelhandel<br />

und Großhandel mit Waren verschiedener<br />

Art; insbesondere Nahrungs- und Genussmittel,<br />

Getränke und Tabakwaren, mit bespielten Tonund<br />

Bildträgern, mit kosmetischen Erzeugnissen<br />

und Körperpflegemitteln. Stammkapital: 25.000,00<br />

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein<br />

Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind<br />

mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam<br />

oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />

Geschäftsführer: Suciu, Marius, Crailsheim,<br />

*01.03.1969, einzelvertretungsberechtigt mit<br />

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich<br />

im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

VR 723581 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

Klimaschutz durch Aufforstung e.V., Gaildorf<br />

(c/o Peter Rottach, Am Dahnbach 14, 74405<br />

Gaildorf).<br />

HRA 734516 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

IT-Solutions Burkart GmbH & Co. KG, Michelbach<br />

an der Bilz, Hauptstraße 7, 74544 Michelbach<br />

an der Bilz.(EDV-Dienstleistungen aller Art<br />

sowie alle dem Unternehmenszweck förderlichen<br />

Dienstleistungen). Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:<br />

Hauptstraße 7, 74544 Michelbach<br />

an der Bilz. Allgemeine Vertretungsregelung: Jeder<br />

persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln.<br />

Persönlich haftender Gesellschafter: IT-Solutions<br />

Burkart Verwaltungs GmbH, Michelbach an der<br />

Bilz (Amtsgericht Stuttgart HRB 765016), mit der<br />

Befugnis - auch für die jeweiligen Geschäftsführer<br />

-, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />

Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 765247 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

Firma SBITC UG (haftungsbeschränkt),<br />

Schwäbisch Hall, Geschwister-Scholl-Straße 21,<br />

74523 Schwäbisch Hall. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

27.04.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Geschwister-<br />

Scholl-Straße 21, 74523 Schwäbisch Hall. Gegenstand:<br />

Firmenberatung und Interim-Management.<br />

Stammkapital: 2.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />

vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer:<br />

Begtaševic, Sead, Schwäbisch Hall, *14.04.1983,<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />

sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 736767 - 30. Mai <strong>2018</strong><br />

HOKU Invest UG (haftungsbeschränkt),<br />

Crailsheim, Im Rennacker 7, 74564 Crailsheim.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag<br />

vom 23.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift:<br />

Im Rennacker 7, 74564 Crailsheim. Gegenstand:<br />

Das Halten und Verwalten von Beteiligungen aller<br />

Art an Gesellschaften jeder Rechtsform, sowie der<br />

Erwerb, das Halten und Unterhalten von Grundstücken,<br />

Gebäude und Betriebsvorrichtungen jeder<br />

Art, sowie deren Vermietung und Verpachtung.<br />

Stammkapital: 888,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />

vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer:<br />

Hofmann, Kurt, Crailsheim, *29.11.1961, mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765257 - 30. Mai <strong>2018</strong><br />

CLTeam compliance services UG (haftungsbeschränkt),<br />

Schwäbisch Hall, Haselweg<br />

6, 74523 Schwäbisch Hall. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

23.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Haselweg 6, 74523<br />

Schwäbisch Hall. Gegenstand: Halten und Verwalten<br />

von Unternehmensbeteiligungen, der Reinigungsservice<br />

und der Büroservice. Stammkapital:<br />

1.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist<br />

nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten sie<br />

gemeinsam. Geschäftsführer: Scharf, Sebastian,<br />

Waldenburg, *18.10.1975, mit der Befugnis, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 765268 - 30. Mai <strong>2018</strong><br />

Helfende Hände in SHA UG (haftungsbeschränkt),<br />

Schwäbisch Hall, Beilsteinstraße<br />

18, 74523 Schwäbisch Hall. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

30.04.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Beilsteinstraße 18,<br />

74523 Schwäbisch Hall. Gegenstand: Die Erbringung<br />

von Betreuungs- und Entlastungsangeboten<br />

im häuslichen Bereich, qualifizierte Serviceleistungen<br />

für haushaltsnahe Dienstleistungen sowie<br />

Entlastungshilfe und niederschwellige Betreuung.<br />

Stammkapital: 1.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />

vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer:<br />

Ströbel, Ingrid, geb. Scherer, Schwäbisch Hall,<br />

*10.11.1968, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 736777 - 4. Juni <strong>2018</strong><br />

SBS - Mobile Deutschland GmbH, Bad<br />

Mergentheim, Austraße 6a, 97980 Bad Mergentheim.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.<br />

Gesellschaftsvertrag vom 17.12.2013. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 16.05.<strong>2018</strong> hat die Änderung<br />

des Gesellschaftsvertrages in § 1 (Sitz) beschlossen.<br />

Der Sitz ist von Hamburg (Amtsgericht<br />

Hamburg HRB 130269) nach Bad Mergentheim<br />

verlegt. Geschäftsanschrift: Austraße 6a, 97980<br />

Bad Mergentheim. Gegenstand: Groß- und Einzelhandel<br />

mit Telefonen, Radios, elektronischen und<br />

elektrischen Geräten im Allgemeinen mit Zubehör<br />

für Telefon und Elektronik, Batterien, regenerierbaren<br />

und nicht regenerierbaren Akkumulatoren<br />

und Ladesystemen für vorgenannte Batterien. Die<br />

Planung, Herstellung und Montage von derartigen<br />

Produkten. In diesem Tätigkeitsbereich kann<br />

sie Agenturaufträge und Vertretungen übernehmen<br />

und gewähren. Stammkapital: 25.000,00<br />

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein<br />

Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind<br />

mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei<br />

gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem<br />

Prokuristen. Bestellt als Geschäftsführer: Brücher,<br />

Kai Michael, Assamstadt, *13.11.1975; Storti,<br />

Alessandro, Miasina/Italien, *19.08.1969, jeweils<br />

einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 765292 - 4. Juni <strong>2018</strong><br />

Shark Medien UG (haftungsbeschränkt),<br />

Rosengarten, Weidenweg 8, 74538 Rosengarten.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag<br />

vom 09.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift:<br />

Weidenweg 8, 74538 Rosengarten. Gegenstand:<br />

Erstellung und Vertrieb von Software- und Hardware-Lösungen,<br />

Internet-Beratungsdienstleistungen,<br />

Webshops, Webpromotion und Mobil Apps.<br />

Stammkapital: 100,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />

vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer:<br />

Hock, Gerhard, Rosengarten, *20.<strong>07</strong>.1980, mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 736794 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

LAZAR GmbH, Crailsheim, Bahnhofstraße 42,<br />

74564 Crailsheim. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 11.04.<strong>2018</strong>.<br />

Geschäftsanschrift: Bahnhofstraße 42, 74564<br />

Crailsheim. Gegenstand: Schlachtung von Tieren,<br />

Fleischzerlegung, Ausbeinung und Verpackung.<br />

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder<br />

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:<br />

Lazar, Teofil-Valentin, Satteldorf,<br />

*09.02.1978; Lazar, Leontin-Ciprian, Kreßberg,<br />

*26.06.1980, jeweils einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />

sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRA 734547 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

KERN-Wohnbau Öhringen GmbH & Co.<br />

KG, Öhringen, Bismarckstraße 19, 74613 Öhringen.<br />

(a) die Vermittlung des Abschlusses und<br />

Nachweis zur Gelegenheit zum Abschluss von<br />

Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche<br />

Rechte, Wohnräume und gewerbliche Räume; b)<br />

Personalüberlassung<br />

Personalvermittlung<br />

Personalberatung<br />

Master Vendor<br />

Outsourcing<br />

die Vorbereitung und Durchführung von Bauvorhaben<br />

als Bauherr im eigenen Namen für eigene<br />

und fremde Rechnung unter Verwendung von Vermögenswerten<br />

von Erwerbern, Mietern, Pächtern,<br />

sonstigen Nutzungsberechtigten sowie Bewerbern<br />

um Erwerbs- oder Nutzungsrechten; c) die wirtschaftliche<br />

Vorbereitung und Durchführung von<br />

Bauvorhaben als Baubetreuer im fremden Namen<br />

für fremde Rechnung). Kommanditgesellschaft.<br />

Geschäftsanschrift: Bismarckstraße 19, 74613<br />

Öhringen. Allgemeine Vertretungsregelung: Bismarckstraße<br />

Jeder persönlich haftende Gesellschafter<br />

vertritt einzeln. Jeder persönlich haftende<br />

Gesellschafter sowie dessen jeweilige Geschäftsführer<br />

sind befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich<br />

im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Persönlich haftender<br />

Gesellschafter: BLW Öhringen GmbH, (Amtsgericht<br />

Stuttgart HRB 765322).<br />

HRB 765322 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

BLW Öhringen GmbH, Öhringen, Bismarckstraße<br />

19, 74613 Öhringen. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

25.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Bismarckstraße 19,<br />

74613 Öhringen. Gegenstand: Die Vermittlung des<br />

Abschlusses und Nachweis zur Gelegenheit zum<br />

Abschluss von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche<br />

Rechte, Wohnräume und gewerbliche<br />

Räume; Vorbereitung und Durchführung von<br />

Bauvorhaben als Bauherr im eigenen Namen für<br />

eigene und fremde Rechnung unter Verwendung<br />

von Vermögenswerten von Erwerbern, Mietern,<br />

Pächtern, sonstigen Nutzungsberechtigten sowie<br />

Bewerbern um Erwerbs- oder Nutzungsrechten; die<br />

wirtschaftliche Vorbereitung und Durchführung<br />

von Bauvorhaben als Baubetreuer im fremden<br />

Namen für fremde Rechnung. Stammkapital:<br />

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten<br />

zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit<br />

einem Prokuristen. Geschäftsführer: Dr. Widmann,<br />

Heiko, Öhringen, Prokuristen. *06.05.1983, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765324 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

Bentin Verwaltungs SE, Schwäbisch Hall,<br />

Daimlerstraße 13, 74523 Schwäbisch Hall. Europäische<br />

Aktiengesellschaft (SE). Satzung<br />

vom 20.03.2017. Die Hauptversammlung vom<br />

01.12.2017 hat die Änderung der Satzung in § 1<br />

(Firma, Sitz) und § 2 (Gegenstand) beschlossen.<br />

Der Sitz ist von Frankfurt am Main (Amtsgericht<br />

Frankfurt am Main HRB 108115) nach Schwäbisch<br />

Hall verlegt. Die Hauptversammlung vom<br />

05.03.<strong>2018</strong> hat die Neufassung der Satzung beschlossen.<br />

Die Hauptversammlung vom 17.05.<strong>2018</strong><br />

hat die Änderung der Satzung in § 8 (Vertretung)<br />

beschlossen. Vormals „Atrium 108. Europäische VV<br />

SE“, nun: Neue Geschäftsanschrift: Daimlerstraße<br />

13, 74523 Schwäbisch Hall. Gegenstand geändert;<br />

nun: Gegenstand: Übernahme der persönlichen<br />

Haftung und Geschäftsführung bei anderen Gesellschaften,<br />

insbesondere bei der Bentin SE & Co. KG,<br />

Schwäbisch Hall. Grundkapital: 120.000,00 EUR.<br />

Bestellt als Geschäftsführende Direktorin: Ziehl,<br />

Sindia, Schwäbisch Hall, *08.<strong>07</strong>.1977, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Ausgeschieden als<br />

Geschäftsführende Direktorin: Hundt, Angelika,<br />

Wesseling, *02.11.1975.<br />

HRA 725962 - 7. Juni <strong>2018</strong><br />

Rügamer Wildpark UG (haftungsbeschränkt)<br />

& Co. KG, Igersheim, Talstraße 1,<br />

97999 Igersheim.(Die Verpachtung von Vermögen<br />

sowie das Halten von Anteilen sowie sonstige Tätigkeiten<br />

jeglicher Art, die gesetzlich zulässig sind,<br />

zur Erreichung und Förderung des Gesellschaftszwecks,<br />

die unmittelbar oder mitelbar als zweckdienlich<br />

erscheinen). Kommanditgesellschaft.<br />

Geschäftsanschrift: Talstraße 1, 97999 Igersheim.<br />

Allgemeine Vertretungsregelung: Jeder persönlich<br />

haftende Gesellschafter vertritt einzeln. Persönlich<br />

haftender Gesellschafter: Rügamer Verwaltungs<br />

UG (haftungsbeschränkt), Igersheim (Amtsgericht<br />

Ulm HRB 736585), mit der Befugnis - auch für die<br />

jeweiligen Geschäftsführer -, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765333 - 7. Juni <strong>2018</strong><br />

Rettenmaier Anhänger GmbH, Künzelsau,<br />

Laßbacher Weg 11, 74653 Künzelsau. Gesellschaft<br />

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag<br />

vom 15.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Laßbacher<br />

Weg 11, 74653 Künzelsau. Gegenstand: Die Herstellung<br />

und der Vertrieb von Anhängern sowie Zubehör.<br />

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein<br />

Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:<br />

Rettenmaier, Elke, geb. Hoffmann, Künzelsau,<br />

*27.08.1972, einzelvertretungsberechtigt mit<br />

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich<br />

im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765347 - 7. Juni <strong>2018</strong><br />

SCHWARZWEISS247 UG (haftungsbeschränkt),<br />

Bretzfeld, Adolzfurter Straße 25,<br />

74626 Bretzfeld. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 30.04.<strong>2018</strong>.<br />

Geschäftsanschrift: Adolzfurter Straße 25, 74626<br />

Bretzfeld. Gegenstand: Handel und Überführung<br />

von Fahrzeugen aller Art, Anhängern, Fahrzeugteilen,<br />

Werkzeugen und Industriegütern. Stammkapital:<br />

1.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt<br />

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />

vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer: Heinze,<br />

Martin, Bretzfeld, *28.03.1982, mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />

Friedenstraße 1<br />

74564 Crailsheim<br />

Tel. <strong>07</strong>951 297989-0<br />

www.temperso.de<br />

Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 765353 - 7. Juni <strong>2018</strong><br />

Consultan TS UG (haftungsbeschränkt),<br />

Pfedelbach, Steinbacher Gebirg 17, 74629 Pfedelbach.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.<br />

Gesellschaftsvertrag vom 25.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift:<br />

Steinbacher Gebirg 17, 74629 Pfedelbach.<br />

Gegenstand: Vermittlung von Fach- und Führungskräften.<br />

Stammkapital: 2.500,00 EUR. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere<br />

Geschäftsführer bestellt, vertreten sie gemeinsam.<br />

Geschäftsführer: Schmitt, Thomas, Pfedelbach,<br />

*11.08.1980, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765369 - 8. Juni <strong>2018</strong><br />

Weimann Transport GmbH, Zweiflingen,<br />

Ailhof 7, 74639 Zweiflingen. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

15.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Ailhof 7, 74639<br />

Zweiflingen. Gegenstand: Transport von Gütern<br />

aller Art im Güternah- und Fernverkehr im Inland<br />

und Ausland, sowie die Vermittlung von Transportaufträgen<br />

einschließlich Lagerung. Des Weiteren<br />

die Vornahme aller Rechtsgeschäfte, die geeignet<br />

sind den Gesellschaftszweck zu fördern. Stammkapital:<br />

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt<br />

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />

vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer<br />

mit einem Prokuristen. Geschäftsführer: Weimann,<br />

Carola, Zweiflingen, *28.02.1971, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRA 734556 - 8. Juni <strong>2018</strong><br />

Bentin SE & Co. KG, Schwäbisch Hall, Daimlerstraße<br />

13, 74523 Schwäbisch Hall.(Der Erwerb<br />

und die Verwaltung von eigenem Vermögen jeder<br />

Art). Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:<br />

Daimlerstraße 13, 74523 Schwäbisch Hall. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung: Jeder persönlich haftende<br />

Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder persönlich<br />

haftende Gesellschafter ist befugt, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.<br />

Persönlich haftender Gesellschafter: Bentin<br />

Verwaltungs SE, Schwäbisch Hall (Amtsgericht<br />

Stuttgart HRB 765324).<br />

HRB 736818 - 11. Juni <strong>2018</strong><br />

pro optik Augenoptik Fachgeschäft<br />

GmbH, Bad Mergentheim, Burgstraße 24, 97980<br />

Bad Mergentheim. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 17.05.<strong>2018</strong>.<br />

Geschäftsanschrift: Burgstraße 24, 97980 Bad<br />

Mergentheim. Gegenstand: Alle Leistungen eines<br />

Augenoptik- und Hörgeräteakustikbetriebes.<br />

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder<br />

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />

Geschäftsführer: Wisniewski, Daniel, Tuttlingen,<br />

*31.03.1990, einzelvertretungsberechtigt mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765404 - 12. Juni <strong>2018</strong><br />

Xares Innovative Solutions GmbH, Neuenstein,<br />

Neue Straße 11, 74632 Neuenstein. Gesellschaft<br />

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag<br />

vom 30.05.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Neue<br />

Straße 11, 74632 Neuenstein. Gegenstand: Gegenstand<br />

des Unternehmens ist a. Erbringung von<br />

Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie<br />

b. Sonstige Softwareentwicklung.<br />

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />

vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />

vertreten zwei gemeinsam. Geschäftsführer:<br />

Wystup, Frederik, Neuenstein, *25.12.1970, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 736832 - 13. Juni <strong>2018</strong><br />

Optimum GmbH Versicherungs- und Finanzkanzlei<br />

VEIT & Kollegen, Stimpfach,<br />

Bergstraße 18, 74597 Stimpfach. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

23.<strong>07</strong>.1986. Die Gesellschafterversammlung vom<br />

18.05.<strong>2018</strong> hat die Neufassung des Gesellschaftsvertrages<br />

beschlossen. Der Sitz ist von Ansbach<br />

(Amtsgericht Ansbach HRB 1156) nach Stimpfach<br />

verlegt. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung<br />

vom 18.05.<strong>2018</strong> ist das Stammkapital<br />

auf Euro umgestellt. Das Stammkapital ist durch<br />

Beschluss der Gesellschafterversammlung vom<br />

gleichen Tag um 435,41 EUR auf 26.000,00 EUR<br />

erhöht. Bisher: „Optimum Versicherungsdienst<br />

GmbH“; nun: Änderung der Geschäftsanschrift:<br />

Bergstraße 18, 74597 Stimpfach. Gegenstand geändert;<br />

nun: Gegenstand: Vermittlung und Beratung<br />

im Bereich Versicherungen, Finanzanlagen<br />

und Bausparverträge; Rechts- und Steuerberatung<br />

ist nicht Gegenstand des Unternehmens. Stammkapital<br />

nun: Stammkapital: 26.000,00 EUR. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere<br />

Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam<br />

oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />

Vertretungsbefugnis geändert bei Geschäftsführer:<br />

Veit, Karmen Barbara, Stimpfach, *27.08.1949,<br />

einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

VR 721342 - 13. Juni <strong>2018</strong><br />

Förderverein der Schiedsrichtergruppe<br />

Crailsheim e.V., Crailsheim (74564 Crailsheim).<br />

HRB 765420 - 14. Juni <strong>2018</strong><br />

RK Projektentwicklung UG (haftungsbeschränkt),<br />

Niedernhall, Schöntaler Straße 67,<br />

74676 Niedernhall. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 24.04.<strong>2018</strong>.<br />

Geschäftsanschrift: Schöntaler Straße 67, 74676<br />

Niedernhall. Gegenstand: Entwicklung von Wohnund<br />

Sozialimmobilien. Stammkapital: 100,00<br />

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein<br />

Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind<br />

mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei<br />

gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem<br />

Prokuristen. Geschäftsführer: Käpple, Rainer, Niedernhall,<br />

*26.06.1963, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />

sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 736844 - 14. Juni <strong>2018</strong><br />

HolzBerg GmbH, Bad Mergentheim, Maurus-Weber-Straße<br />

24, 97980 Bad Mergentheim.<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag<br />

vom 06.06.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift:<br />

Maurus-Weber-Straße 24, 97980 Bad Mergentheim.<br />

Gegenstand: Der Handel mit Holzprodukten<br />

(Schnittholz, Langholz, Platten, Dielen), mit<br />

Abfallholz (Briketts, Pellets etc.) und mit Brennstoffen,<br />

Vermittlung der oben genannten Produkte,<br />

Ladenverkauf/Einzelhandel der oben genannten<br />

Produkte, Transport und Logistik. Stammkapital:<br />

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten<br />

zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit<br />

einem Prokuristen. Geschäftsführer: Chetveryk,<br />

Vyacheslav, Kaniv / Ukraine, *29.01.1983, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

VR 723619 - 18. Juni <strong>2018</strong><br />

Förderverein Inklusionsschule Irbid e.V.,<br />

Öhringen (Zum Römerbrunnen 14, 74613 Öhringen).<br />

HRB 765455 - 18. Juni <strong>2018</strong><br />

Skadec GmbH, Waldenburg, Hohebuch 13,<br />

74638 Waldenburg. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 13.06.<strong>2018</strong>.<br />

Geschäftsanschrift: Hohebuch 13, 74638 Waldenburg.<br />

Gegenstand: Die Entwicklung, Programmierung,<br />

Qualitätssicherung und Steuerung von<br />

Kältemaschinen und Wärmepumpen sowie insbesondere<br />

deren Vertrieb einschließlich deren Inbetriebnahme<br />

und Wartung und Ersatzteilversorgung.<br />

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />

bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder<br />

ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:<br />

Kratschmayer, Dennis, Kupferzell,<br />

*17.09.1991, einzelvertretungsberechtigt mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765485 - 20. Juni <strong>2018</strong><br />

LED-ARENA GmbH, Pfedelbach, Hauptstraße<br />

52, 74629 Pfedelbach. Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 04.06.<strong>2018</strong>.<br />

Geschäftsanschrift: Hauptstraße 52, 74629 Pfedelbach.<br />

Gegenstand: Die Herstellung und Vertrieb<br />

von professionellen LED Produkten. Stammkapital:<br />

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt<br />

er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />

vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer: Chudalla,<br />

Waldemar, Öhringen, gemeinsam. *28.05.1984,<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />

sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 765487 - 20. Juni <strong>2018</strong><br />

Kramer Industrie- und Dienstleistungs<br />

GmbH, Öhringen, Hungerfeldstraße 82, 74613<br />

Öhringen. Gesellschaft mit beschränkter Haftung.<br />

Gesellschaftsvertrag vom 04.06.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift:<br />

Hungerfeldstraße 82, 74613 Öhringen.<br />

Gegenstand: Der Gerüstbau, die Auffangtragnetzund<br />

Baufaufzugsmontage, sowie die Vermietung<br />

und der Handel mit Gerüstmaterial und sonstigem<br />

Bauzubehör. Des Weiteren die Ausführung<br />

von Generalunternehmerleistungen, Bauleitung<br />

und Unternehmensberatung sowie allgemeine<br />

Dienstleistungen. Stammkapital: 25.000,00 EUR.<br />

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer<br />

bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere<br />

Geschäftsführer bestellt, vertreten sie gemeinsam.<br />

Geschäftsführer: Kramer-Malek, Annette, geb.<br />

Malek, Öhringen, *20.11.1970, mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />

Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 765500 - 21. Juni <strong>2018</strong><br />

AKI Bildungs GmbH, Niedernhall, Abt-Knittel-<br />

Straße 46, 74676 Niedernhall. Gesellschaft mit<br />

beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom<br />

26.04.<strong>2018</strong>. Geschäftsanschrift: Abt-Knittel-Straße<br />

46, 74676 Niedernhall. Gegenstand: Das Anbieten<br />

und die Durchführung von Kursen zur Kommunikation<br />

und der Integration von ausländischen<br />

Migrantinnen und Migranten. Stammkapital:<br />

25.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:<br />

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten<br />

zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer<br />

mit einem Prokuristen. Geschäftsführer: Lorenz,<br />

Gabriele, Niedernhall, *17.05.1952, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der<br />

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als<br />

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Die Gesellschaft (übernehmender Rechtsträger)<br />

ist entstanden infolge Ausgliederung des von<br />

der Einzelkauffrau Gabriele Lorenz, *17.05.1952,<br />

Niedernhall als Inhaberin der Firma „Gabriele Lorenz<br />

e.K.“, Niedernhall (Amtsgericht Stuttgart HRA<br />

734482) betriebenen Unternehmens nach Maßgabe<br />

des Spaltungsplans vom 26.04.<strong>2018</strong>.<br />

Veränderung<br />

HRB 757697 - 22. Mai <strong>2018</strong><br />

Coronar Vitae GmbH, Dörzbach, Gässleinsau<br />

4, 74677 Dörzbach. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Schwan, Thomas, Waldenburg, *15.06.1958.<br />

HRB 763782 - 23. Mai <strong>2018</strong><br />

Philipps GmbH, Kupferzell, Langenburger Straße<br />

7-9, 74635 Kupferzell. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Sturm, Edwin, Künzelsau, *22.09.1956.<br />

HRB 748160 - 24. Mai <strong>2018</strong><br />

neXchange Personaldienstleistung<br />

GmbH, Öhringen, Bahnhofstraße 28, 74613<br />

Öhringen. Einzelprokura: Gentile, Natalie, geb.<br />

Drewezki, Öhringen, *10.10.1987.<br />

HRB 590228 - 24. Mai <strong>2018</strong><br />

Betec Industriebedarf Handel GmbH,<br />

Forchtenberg, An der Kupfer 7, 74670 Forchtenberg.<br />

Bestellt als Geschäftsführer: Menz, Guntram,<br />

Forchtenberg, *11.<strong>07</strong>.1975, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRA 580801 - 24. Mai <strong>2018</strong><br />

Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG,<br />

Waldenburg, Max-Eyth-Str. 1, 74638 Waldenburg.<br />

Mit der Gesellschaft (übernehmender Rechtsträger)<br />

ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages<br />

vom 19.04.<strong>2018</strong> und der Versammlungsbeschlüsse<br />

der beteiligten Rechtsträger vom selben Tag die<br />

Gesellschaft mit beschränkter Haftung „AMBER<br />

wireless GmbH“, Trier (Amtsgericht Wittlich HRB<br />

42864) verschmolzen (Verschmelzung zur Aufnahme).<br />

Auf die bei Gericht eingereichten Urkunden<br />

wird Bezug genommen. Als nicht eingetragen<br />

wird bekanntgemacht: Den Gläubigern der an der<br />

Verschmelzung beteiligten Rechtsträger ist, wenn<br />

sie binnen sechs Monaten nach dem Tag, an dem<br />

die Eintragung der Verschmelzung in das Register<br />

des Sitzes desjenigen Rechtsträgers, dessen Gläubiger<br />

sie sind, nach § 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht<br />

gilt, ihren Anspruch nach Grund und Höhe<br />

schriftlich anmelden, Sicherheit zu leisten, soweit<br />

sie nicht Befriedigung verlangen können. Dieses<br />

Recht steht den Gläubigern jedoch nur zu, wenn<br />

sie glaubhaft machen, dass durch die Verschmelzung<br />

die Erfüllung ihrer Forderung gefährdet wird.<br />

HRB 581087 - 28. Mai <strong>2018</strong><br />

R. Stahl Aktiengesellschaft, Waldenburg, Am<br />

Bahnhof 30, 74638 Waldenburg. Prokura erloschen:<br />

Hermanowski, Clife, Seckach, *18.06.1961.<br />

HRB 581167 - 28. Mai <strong>2018</strong><br />

R. Stahl Beteiligungsgesellschaft mbH,<br />

Waldenburg, Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg.<br />

Bestellt als Geschäftsführer: Öztürk, Ömer, Schwäbisch<br />

Hall, Bestellt *04.<strong>07</strong>.1979, mit der Befugnis,<br />

im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Marx, Bernd Peter, Brühl,<br />

*16.<strong>07</strong>.1963.<br />

HRB 570421 - 28. Mai <strong>2018</strong><br />

Spedition Kübler GmbH., Michelfeld, Karl-<br />

Kübler-Straße 1, 74545 Michelfeld. Einzelprokura<br />

beschränkt auf die Hauptniederlassung: Goldinger,<br />

Sascha, Schwäbisch Hall, *01.12.1983; Hoffmann,<br />

Thomas, Schwäbisch Hall, *16.01.1976; Mangold,<br />

Felix, Schwäbisch Hall, *23.12.1988.<br />

HRB 570543 - 28. Mai <strong>2018</strong><br />

Klenk GmbH, Oberrot, Rosenstraße 4, 74420<br />

Oberrot. Berichtigung der Geschäftsanschrift: Rosenweg<br />

4, 74420 Oberrot.<br />

HRB 571523 - 28. Mai <strong>2018</strong><br />

Rottaler Senioren- und Pfl egeheim<br />

GmbH, Oberrot, Im Schönblick 1, 74420 Oberrot.<br />

Bestellt als Geschäftsführer: Schu, Johannes, Köln,<br />

*29.12.1970, vertretungsberechtigt gemeinsam<br />

mit einem anderen Geschäftsführer oder einem<br />

Prokuristen mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder als<br />

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Becker, Claudius,<br />

Murrhardt-Fornsbach, *19.<strong>07</strong>.1954.<br />

HRB 571533 - 28. Mai <strong>2018</strong><br />

Bott Internationale Holding GmbH, Gaildorf,<br />

Bahnstr. 17, 74405 Gaildorf. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Dr. Wollermann-Windgasse, Reinhard,<br />

Maulbronn, *03.04.1950.<br />

HRA 721165 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

Ergo Save Limited & Co. KG, Bretzfeld,<br />

Schwabenstraße 25, 74626 Bretzfeld. Sitz verlegt;<br />

nun: Untereisesheim. Änderung der Geschäftsanschrift:<br />

Außigerfeld, Weg 3, 74257 Untereisesheim.<br />

HRB 680422 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

Manz Backtechnik GmbH, Creglingen, Backofenstraße<br />

1-3, 97993 Creglingen. Prokura erloschen:<br />

Häußler, Dagmar, Creglingen, *24.04.1970.<br />

HRB 742738 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

hiwo GmbH, Oberrot, Eugen-Klenk-Straße 2-4,<br />

74420 Oberrot. Bestellt als Geschäftsführender<br />

Direktor: Binder, Mattheo, Fügen / Österreich,<br />

*05.02.1979, einzelvertretungsberechtigt mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRA 590231 - 30. Mai <strong>2018</strong><br />

Veigel GmbH + Co. KG, Öhringen, Verrenberger<br />

Weg 36, 74613 Öhringen. Einzelprokura: Swyter,<br />

Maike Gesine, Öhringen, *08.06.1983.<br />

HRB 671171 - 30. Mai <strong>2018</strong><br />

MR AGRAR- und KOMMUNALSERVICE<br />

GmbH, Crailsheim, Roßfelder Straße 65/4, 74564<br />

Crailsheim. Nicht mehr Geschäftsführer: Bögelein,<br />

Wilfried, Techniker für Landbau, Crailsheim. Personenbezogene<br />

Daten geändert bei Geschäftsführer:<br />

Hemming, Alexander Rainer, Frankenhardt,<br />

*15.05.1970, einzelvertretungsberechtigt mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRA 734399 – 30 Mai <strong>2018</strong><br />

Philipps + Sturm GmbH & Co. KG, Kupferzell,<br />

Langenburger Straße 7-9, 74635 Kupferzell.<br />

HRB 590692 - 30. Mai <strong>2018</strong><br />

MensSana AG, Forchtenberg, Am Bahnhof 1,<br />

74670 Forchtenberg. Vertretungsbefugnis geändert<br />

bei Vorstand: Lechner, Ola-Maria, geb. Jablonskyj,<br />

Forchtenberg, *31.<strong>07</strong>.1958, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

HRB 571586 - 30. Mai <strong>2018</strong><br />

KÜBLER Projektspedition GmbH, Michelfeld,<br />

Karl-Kübler-Straße 1, 74545 Michelfeld.<br />

Einzelprokura: Goldinger, Sascha, Michelfeld,<br />

*01.12.1983; Hofffmann, Thomas, Schwäbisch<br />

Hall, *16.01.1976.<br />

HRB 59<strong>07</strong>00 - 1. Juni <strong>2018</strong><br />

Stetten Bau GmbH, Künzelsau, Burgallee 6,<br />

74653 Künzelsau. Prokura erloschen: Dr. Freifrau<br />

von Stetten, Franziska, Künzelsau, *18.11.1976.<br />

HRB 680823 - 1. Juni <strong>2018</strong><br />

WITTENSTEIN aerospace & simulation<br />

GmbH, Igersheim, Walter-Wittenstein-Str. 1,<br />

97999 Igersheim. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Heine, Christoph, Nürnberg, *21.03.1968.


Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Handelsregister 31<br />

HRB 671267 - 4. Juni <strong>2018</strong><br />

FLEXIMA Packaging Systems GmbH, Satteldorf,<br />

Bei der Sandsteige 4, 74589 Satteldorf. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Liu, Decheng, Quingdao /<br />

China, *21.08.1969, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />

sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Lächler, Thomas, Satteldorf,<br />

*04.08.1960.<br />

HRB 734209 - 4. Juni <strong>2018</strong><br />

Sturm Beteiligungs- und Verwaltungs<br />

GmbH, Bad Mergentheim, Marktplatz 3, 97980<br />

Bad Mergentheim. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Sturm, Gerhard, Mulfingen, *17.12.<strong>193</strong>4.<br />

HRB 590253 - 4. Juni <strong>2018</strong><br />

Rosenberg Ventilatoren GmbH, Künzelsau,<br />

Maybachstr. 1, 5 und 9, 74653 Künzelsau.<br />

Prokura erloschen: Widder, Marion, Waldenburg,<br />

*08.08.1965.<br />

HRB 758399 - 5. Juni <strong>2018</strong><br />

Freeman Sanitär-Großhandel GmbH,<br />

Bretzfeld, Ringstraße 44, 74626 Bretzfeld. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 14.05.<strong>2018</strong> hat die<br />

Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 2 (Gegenstand<br />

des Unternehmens) beschlossen. Gegenstand<br />

geändert; nun: Großhandel mit Bedarfsartikeln<br />

und technischen Materialien für Handel, Gewerbe<br />

und Industriebedarf sowie das Montieren, Komplementieren<br />

und Verpacken von Kleinteilen mit<br />

Schwerpunkt im Sanitärbereich.<br />

HRB 765<strong>07</strong>1 - 5. Juni <strong>2018</strong><br />

Schneider Maler und Stuckateurbetrieb<br />

GmbH, Mulfingen, Badau 2, 74673 Mulfingen.<br />

Die Gesellschafterversammlung vom 27.04.<strong>2018</strong><br />

hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages in §<br />

3 (Stammkapital) beschlossen. Das Stammkapital<br />

ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung<br />

vom gleichen Tag um 5.000,00 EUR auf 30.000,00<br />

EUR erhöht. Stammkapital nun: 30.000,00 EUR.<br />

HRA 680429 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

Bembé Parkett GmbH & Co. KG, Bad<br />

Mergentheim, Wolfgangstr. 15, 97980 Bad Mergentheim.<br />

Mit der Gesellschaft (übernehmender<br />

Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages<br />

vom 04.05.<strong>2018</strong> und der Versammlungsbeschlüsse<br />

der beteiligten Rechtsträger vom<br />

04.05.<strong>2018</strong> die Gesellschaft mit beschränkter<br />

Haftung „Fußbodentechnik Beteiligungs-GmbH“,<br />

Creglingen (Amtsgericht Ulm HRB 680880) verschmolzen<br />

(Verschmelzung zur Aufnahme). Als<br />

nicht eingetragen wird bekanntgemacht: Den<br />

Gläubigern der an der Verschmelzung beteiligten<br />

Rechtsträger ist, wenn sie binnen sechs Monaten<br />

nach dem Tag, an dem die Eintragung der Verschmelzung<br />

in das Register des Sitzes desjenigen<br />

Rechtsträgers, dessen Gläubiger sie sind, nach<br />

§ 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht gilt, ihren<br />

Anspruch nach Grund und Höhe schriftlich<br />

anmelden, Sicherheit zu leisten, soweit sie nicht<br />

Befriedigung verlangen können. Dieses Recht steht<br />

den Gläubigern jedoch nur zu, wenn sie glaubhaft<br />

machen, dass durch die Verschmelzung die Erfüllung<br />

ihrer Forderung gefährdet wird.<br />

HRB 680692 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

WITTENSTEIN intens GmbH, Igersheim,<br />

Walter-Wittenstein-Straße 1, 97999 Igersheim.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Dr. Strasser, Gregor,<br />

Triesen / Liechtenstein, *18.11.1953.<br />

HRB 744652 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

R. Stahl Services GmbH, Waldenburg, Am<br />

Bahnhof 30, 74638 Waldenburg. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Öztürk, Ömer, Schwäbisch Hall,<br />

*04.<strong>07</strong>.1979, mit der Befugnis, im Namen der<br />

Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht mehr<br />

Geschäftsführer: Marx, Bernd Peter, Brühl,<br />

*16.<strong>07</strong>.1963.<br />

HRB 757706 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

Aquaponics Technik UG (haftungsbeschränkt),<br />

Bretzfeld, Schwarzenbergstraße 17,<br />

74626 Bretzfeld. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung<br />

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen<br />

(Amtsgericht Heilbronn, 1 IN 213/18) aufgelöst.<br />

Gemäß § 60 Abs. 1 GmbHG i.V. § 65 Abs. 1 GmbHG<br />

von Amts wegen eingetragen.<br />

HRA 571160 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

Dathe Gebäudereinigung e.K., Schwäbisch<br />

Hall, Robert-Bosch-Straße 51, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Firma geändert; nun: Sonitek Gebäudereinigung<br />

e.K. Personenbezogene Daten geändert bei<br />

Inhaber: Tränkle, Sonja, geb. Todorovic, Bühlertann,<br />

*19.03.1971.<br />

HRB 571187 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

iPLON GmbH - The Infranet Company.,<br />

Schwäbisch Hall, Karl-Kurz-Str. 36, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des<br />

Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen (Amtsgericht<br />

Heilbronn, 4 IN 117/18) aufgelöst. Gemäß §<br />

60 Abs. 1 GmbHG i.V. § 65 Abs. 1 GmbHG von Amts<br />

wegen eingetragen.<br />

HRB 725273 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

KNAUF Riessler Verwaltungs GmbH, Wolpertshausen,<br />

Süßwiesenstraße 10, 74549 Wolpertshausen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Knoblauch,<br />

Karl Michael, Werbach, *08.12.1965.<br />

HRB 750062 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

TDK Experts GmbH, Gaildorf, Kochstraße 19,<br />

74405 Gaildorf. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 16.05.<strong>2018</strong> hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />

in § 1 (Firma, Sitz) beschlossen.<br />

Sitz verlegt; nun: Murr. Neue Geschäftsanschrift:<br />

Schillerstraße 10, 71711 Murr.<br />

HRB 756385 - 7. Juni <strong>2018</strong><br />

Akzente Holding GmbH, Pfedelbach, Meisenstraße<br />

12, 74629 Pfedelbach. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Renchen, Kai, Öhringen, *13.12.1983,<br />

einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen.<br />

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HRB 571721 - 8. Juni <strong>2018</strong><br />

SILLER MULTICOLOR GmbH, Schwäbisch<br />

Hall Robert-Bosch-Str. 35, 74523 Schwäbisch Hall.<br />

Mit der „Geiger-Notes AG“, Mainz-Kastel (Amtsgericht<br />

Wiesbaden HRB 6947) wurde am 22.03.<strong>2018</strong><br />

ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, dem<br />

die Gesellschafterversammlung am 22.03.<strong>2018</strong><br />

zugestimmt hat.<br />

HRB 727354 - 8. Juni <strong>2018</strong><br />

Thomas Baumann GmbH Metallbearbeitung,<br />

Crailsheim, Steinäckerstraße 6, 74564<br />

Crailsheim. Einzelprokura mit der Befugnis, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen: Baumann, Alex, Frankenhardt,<br />

*09.04.1992; Baumann, Birgit Martina, Frankenhardt,<br />

*23.09.1965.<br />

HRB 732010 - 8. Juni <strong>2018</strong><br />

Atlas Components GmbH, Gerabronn, Daimlerstr.<br />

6, 74582 Gerabronn. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Frerichs, Gerhard, Hatten, *06.06.1957, mit<br />

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich<br />

im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 690150 - 11. Juni <strong>2018</strong><br />

Friedrich Klöpfer GmbH, Schrozberg, Im<br />

Kreuzgang 29, 74575 Schrozberg. Änderung der<br />

Geschäftsanschrift: Im Kreuzgang 23, 74575<br />

Schrozberg.<br />

HRB 733296 - 11. Juni <strong>2018</strong><br />

Alte Buchbinderei Vermietungs-GmbH,<br />

Crailsheim, Lange Straße 8, 74564 Crailsheim.<br />

Durch Beschluss des Amtsgerichts Crailsheim vom<br />

08.06.<strong>2018</strong> (1 2 IN 18/18) wurde ein vorläufiger<br />

Insolvenzverwalter bestellt. Verfügungen der Gesellschaft<br />

über Gegenstände ihres Vermögens sind<br />

nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters<br />

wirksam (§ 21 Abs. 2 <strong>Nr</strong>. 2 InsO).<br />

HRB 581138 - 11. Juni <strong>2018</strong><br />

Hohenloher Seniorenbetreuung gGmbH,<br />

Öhringen, Kastellstr. 5, 74613 Öhringen. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 11.05.<strong>2018</strong> hat die<br />

Neufassung des Gesellschaftsvertrages beschlossen.<br />

Gegenstand geändert; nun: Die Förderung des<br />

öffentlichen Gesundheitswesens, der Alten- und<br />

Behindertenhilfe, des Wohlfahrtswesens, der Aus-,<br />

Fort- und Weiterbildung in den v.g. Hilfebereichen<br />

sowie der Religion und die Unterstützung hilfsbedürftiger<br />

Personen. Dieser Zweck wird insbesondere<br />

verwirklicht durch den Betrieb von Seniorenzentren<br />

sowie von Wohn- und Pflegeeinrichtungen<br />

im Hohenlohekreis. Von dem Gesellschaftszweck<br />

erfasst ist auch die Einrichtung und Unterhaltung<br />

von weiteren Neben- und Hilfsbetrieben sowie der<br />

Betrieb von ambulanten Pflegediensten, die den<br />

Zweck der Gesellschaft fördern und wirtschaftlich<br />

mit ihm zusammenhängen. Allgemeine<br />

Vertretungsregelung geändert; nun: Ist nur ein<br />

Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind<br />

mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei<br />

gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem<br />

Prokuristen. Bestellt als Geschäftsführer: Weber,<br />

Thomas, Hardthausen am Kocher, *17.01.1961;<br />

Wigant, Thomas Albrecht, Bad Mergentheim,<br />

*15.05.1962, jeweils einzelvertretungsberechtigt.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Trudel, Herbert, Ingelfingen,<br />

*23.01.1954.<br />

HRB 590149 - 11. Juni <strong>2018</strong><br />

Swyter GmbH, Öhringen, Verrenberger Weg 36,<br />

74613 Öhringen. Einzelprokura: Swyter, Maike Gesine,<br />

Öhringen, *08.06.1983.<br />

GnR 580001 - 11. Juni <strong>2018</strong><br />

Volksbank Hohenlohe eG, Öhringen mit<br />

Hauptstellen in Gerabronn, Künzelsau und Öhringen<br />

(Bahnhofstr.15, 74613 Öhringen). Nicht mehr<br />

Vorstandsmitglied: Schneider, Rolf, Bankdirektor,<br />

Schrozberg, *13.02.1955.<br />

HRB 571417 - 11. Juni <strong>2018</strong><br />

HC Hessentaler Container GmbH, Schwäbisch<br />

Hall, Karl-Kurz-Str. 42, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Prokura erloschen: Flinner, Sascha, Schwäbisch<br />

Hall, *01.03.1973.<br />

HRB 670665 - 12. Juni <strong>2018</strong><br />

ELABO GmbH - ein Unternehmen der euromicron<br />

Gruppe, Crailsheim, Roßfelder Str.<br />

56, 74564 Crailsheim. Gesamtprokura gemeinsam<br />

mit einem Geschäftsführer oder einem anderen<br />

Prokuristen: Dr. Dolezal, Mark, Wien / Österreich,<br />

*10.09.1971. Prokura erloschen: Bednarek, Timo,<br />

Dinkelsbühl, *08.11.1982.<br />

HRB 580657 - 12. Juni <strong>2018</strong><br />

HUBER Packaging International GmbH,<br />

Öhringen, Otto-Meister-Str. 2, 74613 Öhringen.<br />

Bestellt als Geschäftsführer: Alberti, Johannes,<br />

Karlsruhe, *31.03.1965, mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer: Rapp,<br />

Michael, Schwabach, *18.11.1970.<br />

HRB 580667 - 12. Juni <strong>2018</strong><br />

Präzisionsteile Franz Schulz GmbH, Bretzfeld,<br />

Franz-Schulz-Straße 2-8, 74626 Bretzfeld.<br />

Bestellt als Geschäftsführer: Finkbeiner, Axel Horst,<br />

Obersulm, *22.12.1964, für Rechtsgeschäfte und<br />

Rechtshandlungen mit der Präschu Verpachtung<br />

GmbH mit dem Sitz in Stuttgart ist er befugt, im<br />

Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />

oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />

abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />

Pfutterer, Hans-Peter, Löwenstein, *25.09.1962.<br />

GnR 690027 - 13. Juni <strong>2018</strong><br />

Raiffeisenbank Gammesfeld eingetragene<br />

Genossenschaft, Blaufelden (Landwehrstr. 11,<br />

74572 Blaufelden). Die Generalversammlung vom<br />

16.09.2017 hat die Änderung der Satzung in § 1<br />

(Firma und Sitz), § 2 (Zweck und Gegenstand),<br />

§ 3 (Erwerb der Mitgliedschaft), § 4 (Beendigung<br />

der Mitgliedschaft), § 6 (Übertragung des<br />

Geschäftsguthabens), § 8 (Auflösung einer juristischen<br />

Person oder einer Handelsgesellschaft), §<br />

9 (Ausschluss), § 11 (Rechte der Mitglieder), §<br />

18 (Zusammensetzung und Dienstverhältnis), §<br />

22 (Aufgaben und Pflichten), § 23 (Gemeinsame<br />

Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat), §<br />

24 (Zusammensetzung und Wahl des Aufsichtsrats),<br />

§ 25 (Konstituierung, Beschlussfassung),<br />

§ 28 (Einberufung und Tagesordnung), § 29<br />

(Versammlungsleitung), § 30 (Gegenstände der<br />

Beschlussfassung), § 31 (Mehrheitserfordernisse),<br />

§ 35 (Versammlungsniederschrift), § 37<br />

(Geschäftsanteil und Geschäftsguthaben), § 39<br />

(Andere Rücklagen), § 42 (Jahresabschluss), § 43<br />

(Gewinnverwendung), § 44 (Behandlung von Verlusten),<br />

§ 46 (Bekanntmachungen) beschlossen.<br />

Personenbezogene Daten geändert bei Vorstand:<br />

Hemer, Manfred, Blaufelden, *22.02.1950.<br />

HRA 590469 - 13. Juni <strong>2018</strong><br />

Autohaus Kunze KG, Künzelsau, Mergentheimer<br />

Str. 126, 74653 Künzelsau. Firma geändert;<br />

nun: Autohaus Kunze GmbH & Co. KG. Berichtigung<br />

von Amts wegen zur Geschäftsanschrift:<br />

Mergentheimer Straße 126, 74653 Künzelsau. Eingetreten<br />

als Persönlich haftender Gesellschafter:<br />

Autohaus Kunze Service GmbH, Künzelsau (Amtsgericht<br />

Stuttgart HRB 761010). Ausgeschieden als<br />

Persönlich haftender Gesellschafter: Kunze, Axel,<br />

Groß- und Außenhandelskaufmann, Ingelfingen;<br />

Kunze, Holger, Kfz- Mechanikermeister, Ingelfingen.<br />

HRB 571434 - 14. Juni <strong>2018</strong><br />

Hamba-Gasti GmbH, Schwäbisch Hall, Raiffeisenstr.<br />

8, 74523 Schwäbisch Hall. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Räde, Peter, Troisdorf, *13.05.1963,<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />

sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Seyßler, Thomas, Wolfratshausen,<br />

*05.11.1970.<br />

HRB 753026 - 15. Juni <strong>2018</strong><br />

AMZ Automation GmbH, Gaildorf, Aalenerstraße<br />

34/1, 74405 Gaildorf. Neue Geschäftsanschrift:<br />

Im Brühl 10, 74405 Gaildorf.<br />

HRB 580467 - 15. Juni <strong>2018</strong><br />

Eckla GmbH, Bretzfeld, Brunnenstr. 34, 74626<br />

Bretzfeld. Bestellt als Geschäftsführer: Eckstein,<br />

Timo, Bretzfeld, *18.12.1987, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />

mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 581187 - 15. Juni <strong>2018</strong><br />

MEPRIMA Verwaltungs GmbH, Öhringen,<br />

Otto-Meister-Str. 2, 74613 Öhringen. Bestellt als<br />

Geschäftsführer: Alberti, Johannes, Karlsruhe,<br />

*31.03.1965, mit der Befugnis, im Namen der<br />

Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht mehr<br />

Geschäftsführer: Rapp, Michael, Schwabach,<br />

*18.11.1970.<br />

HRB 724229 - 15. Juni <strong>2018</strong><br />

HUBER Packaging Group GmbH, Öhringen,<br />

Otto-Meister-Str. 2, 74613 Öhringen. Bestellt<br />

als Geschäftsführer: Alberti, Johannes, Karlsruhe,<br />

*31.03.1965, mit der Befugnis, im Namen der<br />

Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht mehr<br />

Geschäftsführer: Rapp, Michael, Schwabach,<br />

*18.11.1970. Gesamtprokura gemeinsam mit<br />

einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen:<br />

Storer, Joachim, Radolfzell, *13.09.1966.<br />

Prokura erloschen: Langguth, Kerstin, Speyer,<br />

*17.12.1972.<br />

HRA 680531 - 18. Juni <strong>2018</strong><br />

Kurhaus König - Sanatorium Inhaber Korina<br />

Jurgan-König, Bad Mergentheim, Erlenbachweg<br />

21, 97980 Bad Mergentheim. Rechtsform<br />

von Amts wegen berichtigt in: Einzelkaufmann.<br />

Firma geändert; nun: Vitalhotel König Inhaber Dr.<br />

Jens Jurgan e.K. Neuer Inhaber: Dr. Jurgan, Jens,<br />

Bad Mergentheim, *12.04.1977. Ausgeschieden als<br />

Inhaber: Jurgan-König, Korina, geb. König, Bad<br />

Mergentheim.<br />

HRB 571840 - 19. Juni <strong>2018</strong><br />

MAAS Baustoffe GmbH, Ilshofen, Friedrich-<br />

List-Str. 15 - 17, 74532 Ilshofen OT Eckartshausen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Dowiasch, Stefan,<br />

Kreßberg, *11.12.1979.<br />

HRB 751094 - 19. Juni <strong>2018</strong><br />

AKUB Consulting UG (haftungsbeschränkt),<br />

Vellberg, Markgrafenallee 101, 74541<br />

Vellberg. Die Gesellschafterversammlung vom<br />

06.06.<strong>2018</strong> hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />

in Ziffer 1 (Sitz) und Ziffer 2 (Gegenstand)<br />

beschlossen. Sitz verlegt; nun: Schwäbisch<br />

Hall. Neue Geschäftsanschrift: Herdweg 40, 74523<br />

Schwäbisch Hall. Gegenstand geändert; nun:<br />

Die strategische Unternehmensberatung in den<br />

Bereichen Kunden- und Mitarbeitergewinnung,<br />

auch mit digitalen Methoden. Personenbezogene<br />

Daten (Wohnsitz) geändert bei Geschäftsführer:<br />

Kübler, Aaron, Schwäbisch Hall, *02.08.1986, mit<br />

der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich<br />

im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 733659 - 19. Juni <strong>2018</strong><br />

Gebr. Meister GmbH, Öhringen, Otto-Meister-<br />

Straße 2, 74613 Öhringen. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Alberti, Johannes, Karlsruhe, *31.03.1965,<br />

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />

sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />

Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht<br />

mehr Geschäftsführer: Rapp, Michael, Schwabach,<br />

*18.11.1970.<br />

HRB 571141 - 20. Juni <strong>2018</strong><br />

BMK GmbH Bröckinger-Möbel-Komponenten,<br />

Gaildorf, Aalener Str. 60, 74405 Gaildorf.<br />

Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer<br />

oder einem anderen Prokuristen mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen: Schmid, Holger,<br />

Siegen, *08.08.1976.<br />

HRB 571400 - 20. Juni <strong>2018</strong><br />

reha-fi t GmbH, Schwäbisch Hall, Spitalmühlenstr.<br />

15-17, 74523 Schwäbisch Hall. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 05.06.<strong>2018</strong> hat die Änderung<br />

des Gesellschaftsvertrages in § 1 beschlossen.<br />

Firma geändert; nun: Broschat & Steinbach Studio<br />

für Rehabilitation und Fitness GmbH. Personenbezogene<br />

Daten geändert bei Geschäftsführer:<br />

Steinbach-Krug, Elke, geb. Krug, Schwäbisch Hall,<br />

*15.10.1971, einzelvertretungsberechtigt mit der<br />

Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />

eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 671474 - 20. Juni <strong>2018</strong><br />

ODG Objektvertrieb Deutsche Glas<br />

GmbH, Frankenhardt, Schönblick 2, 74586 Frankenhardt.<br />

Geschäftsführer: Teschner, Norbert, Simmerath,<br />

*06.06.1956, mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten<br />

Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

HRB 680453 - 20. Juni <strong>2018</strong><br />

Neubert GmbH, Creglingen, Herrgottstal 11,<br />

97993 Creglingen. Bestellt als Geschäftsführer:<br />

Neubert, Renate, Creglingen, *19.09.1953, einzelvertretungsberechtigt<br />

mit der Befugnis, im Namen<br />

der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder<br />

als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />

Nicht mehr Geschäftsführer: Neubert,<br />

Werner, Stukkateurmeister, Creglingen.<br />

HRB 736534 - 21. Juni <strong>2018</strong><br />

sysperto GmbH, Crailsheim, Lietenäckerring<br />

23, 74589 Satteldorf. Änderung der Geschäftsanschrift:<br />

Wilhelmstraße 23, 74564 Crailsheim.<br />

HRB 743742 - 22. Juni <strong>2018</strong><br />

Kiesel Konstruktionen GmbH, Niedernhall,<br />

Hofstraße 24, 74653 Künzelsau. Die Gesellschafterversammlung<br />

vom 08.05.2017 hat die Änderung<br />

des Gesellschaftsvertrages in § 1 (Sitz) und § 3<br />

(Geschäftsanteile) beschlossen. Sitz verlegt; nun:<br />

Weißbach. Neue Geschäftsanschrift: Birkenweg 7,<br />

74679 Weißbach.<br />

HRB 754688 - 22. Juni <strong>2018</strong><br />

Weinschmiede UG (haftungsbeschränkt),<br />

Ingelfingen, Teichstraße 36, 74653 Ingelfingen.<br />

Die Gesellschafterversammlung vom 01.12.2017<br />

hat die Änderung schränkt), des Gesellschaftsvertrages<br />

in Ziffer 3 (Stammkapital) beschlossen. Das<br />

Stammkapital ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung<br />

vom gleichen Tag um 3.000,00<br />

EUR auf 7.000,00 EUR erhöht. Stammkapital nun:<br />

7.000,00 EUR.<br />

Löschung<br />

HRB 743130 - 29. Mai <strong>2018</strong><br />

Schoch-IT UG (haftungsbeschränkt),<br />

Bretzfeld, Kramerstraße 17, 74626 Bretzfeld. Die Liquidation<br />

ist beendet. Die Gesellschaft ist gelöscht.<br />

Das Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRB 680475 - 4. Juni <strong>2018</strong><br />

K M K Immobilien GmbH, Weikersheim, Am<br />

Hohlach 9, 97990 Weikersheim. Die Liquidation ist<br />

beendet. Die Gesellschaft ist gelöscht. Das Registerblatt<br />

ist geschlossen.<br />

HRB 680880 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

Fußbodentechnik Beteiligungs-GmbH,<br />

Creglingen, Walter-Wirthwein-Str. 2-10, 97993<br />

Creglingen. Die Gesellschaft (übertragender<br />

Rechtsträger) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages<br />

vom 04.05.<strong>2018</strong> und der Versammlungsbeschlüsse<br />

der beteiligten Rechtsträger vom<br />

selben Tag mit der Kommanditgesellschaft unter<br />

der Firma „Bembé Parkett GmbH & Co. KG“, Bad<br />

Mergentheim (Amtsgericht Ulm HRA 680429) verschmolzen<br />

(Verschmelzung zur Aufnahme). Das<br />

Registerblatt ist geschlossen. Als nicht eingetragen<br />

wird bekanntgemacht: Den Gläubigern der an der<br />

Verschmelzung beteiligten Rechtsträger ist, wenn<br />

sie binnen sechs Monaten nach dem Tag, an dem<br />

die Eintragung der Verschmelzung in das Register<br />

des Sitzes desjenigen Rechtsträgers, dessen Gläubiger<br />

sie sind, nach § 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht<br />

gilt, ihren Anspruch nach Grund und Höhe<br />

schriftlich anmelden, Sicherheit zu leisten, soweit<br />

sie nicht Befriedigung verlangen können. Dieses<br />

Recht steht den Gläubigern jedoch nur zu, wenn<br />

sie glaubhaft machen, dass durch die Verschmelzung<br />

die Erfüllung ihrer Forderung gefährdet wird.<br />

HRB 571367 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

UM Beteiligungs GmbH, Gaildorf Schwabstr. 6,<br />

74405 Gaildorf. Sitz verlegt; nun: Erlangen (Amtsgericht<br />

Fürth, HRB 16846). Das Registerblatt ist<br />

geschlossen.<br />

HRA 727312 - 14. Juni <strong>2018</strong><br />

PARI NOBEL Finanzcoaching e.K., Ilshofen,<br />

Hofäcker 2, 74532 Ilshofen. Sitz verlegt; nun:<br />

Moosburg (Amtsgericht München HRA 108513).<br />

Das Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRB 755284 - 15. Juni <strong>2018</strong><br />

expenseBrain GmbH, Öhringen, Austraße 17,<br />

74613 Öhringen. Sitz verlegt; nun: Lindau (Bodensee)<br />

(Amtsgericht Kempten (Allgäu) HRB 14242).<br />

Das Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRB 728253 - 15. Juni <strong>2018</strong><br />

Hochschule Schwäbisch Hall GmbH,<br />

Schwäbisch Hall, Am Spitalbach 8, 74523 Schwäbisch<br />

Hall. Die Liquidation ist beendet. Die Gesellschaft<br />

ist gelöscht. Das Registerblatt ist geschlossen.<br />

HRA 721172 - 20. Juni <strong>2018</strong><br />

Klausecker Schweinemast KG, Creglingen,<br />

Finsterlohr 25, 97993 Creglingen. Die Gesellschaft<br />

ist aufgelöst. Die Firma ist erloschen. Das Registerblatt<br />

ist geschlossen.<br />

HRA 734482 - 21. Juni <strong>2018</strong><br />

Gabriele Lorenz e.K., Niedernhall, Abt.-<br />

Knittel-Str. 46, 74676 Niedernhall. Die Inhaberin<br />

(übertragende Rechtsträgerin) hat nach Maßgabe<br />

des Spaltungsplans vom 26.04.<strong>2018</strong> aus ihrem<br />

Vermögen das von ihr betriebene Unternehmen<br />

zum Zwecke der Neugründung der Gesellschaft<br />

mit beschränkter Haftung „AKI Bildungs GmbH“,<br />

Niedernhall (Amtsgericht Stuttgart HRB 765500)<br />

auf diese ausgegliedert (Ausgliederung zur Neugründung).<br />

Die Firma ist erloschen. Gemäß § 155<br />

Satz 2 UmwG von Amts wegen eingetragen. Das<br />

Registerblatt ist geschlossen. Als nicht eingetragen<br />

wird bekanntgemacht: Den Gläubigern der an der<br />

Ausgliederung beteiligten Rechtsträger ist, wenn<br />

sie binnen sechs Monaten nach dem Tag, an dem<br />

die Eintragung der Ausgliederung in das Register<br />

des Sitzes, nach § 19 Abs. 3 UmwG als bekanntgemacht<br />

gilt, ihren Anspruch nach Grund und Höhe<br />

schriftlich anmelden, Sicherheit zu leisten, soweit<br />

sie nicht Befriedigung verlangen können. Dieses<br />

Recht steht den Gläubigern jedoch nur zu, wenn<br />

sie glaubhaft machen, dass durch die Ausgliederung<br />

die Erfüllung ihrer Forderung gefährdet wird.<br />

von Amts wegen<br />

HRB 727784 - 4. Juni <strong>2018</strong><br />

B.I.S. Immobiliensanierung Unternehmergesellschaft<br />

(haftungsbeschränkt),<br />

Fichtenau, Völkermühle 2, 74579 Fichtenau. Die<br />

Gesellschaft ist wegen Vermögenslosigkeit gemäß<br />

§ 394 FamFG von Amts wegen gelöscht. Das Registerblatt<br />

ist geschlossen.<br />

HRA 68<strong>07</strong>72 - 21. Juni <strong>2018</strong><br />

Popp Bau GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim,<br />

Erlenstr. 8, 97980 Bad Mergentheim. Die<br />

Gesellschaft ist wegen Vermögenslosigkeit gemäß<br />

§ 394 FamFG von Amts wegen gelöscht. Das Registerblatt<br />

ist geschlossen.<br />

Ohne Eintrag<br />

HRB 590663 - 1. Juni <strong>2018</strong><br />

Albert Berner Deutschland GmbH, Künzelsau,<br />

Bernerstraße 4, 74653 Künzelsau. Die<br />

Gesellschaft hat am 29.05.<strong>2018</strong> die Liste über die<br />

Zusammensetzung des Aufsichtsrats zum Handelsregister<br />

eingereicht.<br />

HRB 571367 - 6. Juni <strong>2018</strong><br />

UM Beteiligungs GmbH, Erlangen (Amtsgericht<br />

Fürth, HRB 16846) Schwabstr. 6, 74405<br />

Gaildorf.<br />

Berichtigung<br />

HRB 590253 - 30. Mai <strong>2018</strong><br />

Rosenberg Ventilatoren GmbH, Künzelsau,<br />

Maybachstr. 1, 5 und 9, 74653 Künzelsau. Prokura<br />

von Amts wegen nach § 395 FamFG gelöscht bei:<br />

Noe, Jörg, Ahorn-Berolzheim, *27.02.1969.<br />

HRB 765154 - 30. Mai <strong>2018</strong><br />

Caravan-Arena GmbH, Wolpertshausen, Ziegelrain<br />

19, 74549 Wolpertshausen. Gegenstand<br />

von Amts wegen berichtigt in: Vermietung und der<br />

Verkauf von Freizeitfahrzeugen, Verkauf von Campingzubehör,<br />

Service an Freizeitfahrzeugen.<br />

HRB 765324 - 7. Juni <strong>2018</strong><br />

Bentin Verwaltungs SE, Schwäbisch Hall,<br />

Daimlerstraße 13, 74523 Schwäbisch Hall. Die Eintragung<br />

laufende Nummer 1 wird von Amts wegen<br />

wie folgt ergänzt: Ist nur ein geschäftsführender<br />

Direktor bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere geschäftsführende<br />

Direktoren bestellt, vertreten zwei<br />

gemeinsam oder ein geschäftsführender Direktor<br />

mit einem Prokuristen.<br />

HRB 765247 - 8. Juni <strong>2018</strong><br />

Firma SBITC UG (haftungsbeschränkt),<br />

Schwäbisch Hall, Geschwister-Scholl-Straße 21,<br />

74523 Schwäbisch Hall. Firma von Amts wegen<br />

berichtigt in: SBITC UG (haftungsbeschränkt).<br />

Wichtige<br />

Adressen<br />

❚ Blechbearbeitung<br />

Bohnacker Metall GmbH & Co. KG<br />

Schafhauser Weg 12/15<br />

91555 Feuchtwangen<br />

Telefon 0 98 52 / 9 08 28-0<br />

Telefax 0 98 52 / 9 08 28-90<br />

Brennschneidtechnik<br />

❚<br />

Deeg u. Pfeiffer GmbH & Co. KG<br />

Schafhauser Weg 12/15<br />

91555 Feuchtwangen<br />

Telefon 0 98 52 / 9 08 28-77<br />

Fax 0 98 52 / 9 08 28-57<br />

❚ Wirtschaftsförderung<br />

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Landkreis<br />

Schwäbisch Hall<br />

Volksbanken<br />

Raiffeisenbanken<br />

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Sauberkeit & Hygiene<br />

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Ihr Ansprechpartner<br />

Holger Gschwendtner<br />

Fon<br />

<strong>07</strong>951/409-242<br />

Fax<br />

<strong>07</strong>951/409-249<br />

Mail<br />

h.gschwendtner@swp.de


32 Politik & Wirtschaft<br />

Juli <strong>2018</strong> I Jahrgang 17 I <strong>Nr</strong>. <strong>193</strong><br />

Viele Herausforderungen<br />

Vom Fachkräftemangel bis zur Wiedereinführung der Meisterpflicht diskutierte die<br />

Vollversammlung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken zahlreiche aktuelle Themen.<br />

Der Fachkräftemangel beschäftigt<br />

das regionale<br />

Handwerk nach wie vor,<br />

wie sich auch bei der Vollversammlung<br />

Ende Juni zeigte:<br />

„Handwerklich ausgebildete<br />

Fachkräfte fehlen in fast allen<br />

Gewerken und viele Betriebe<br />

müssen sogar Aufträge ablehnen,<br />

weil sie nicht genügend<br />

Mitarbeiter haben“, berichtete<br />

Kammerpräsident Ulrich Bopp.<br />

Daher sei es wichtig, sich für<br />

ein vernünftiges Zuwanderungsgesetz<br />

auf Bundesebene einzusetzen,<br />

dass Fachkräften aus anderen<br />

Ländern eine „faire<br />

Chance zum bleiben“ ermögliche.<br />

AUSBILDUNG Doch ebenso<br />

wichtig sei es, „dass wir im<br />

Handwerk unsere Fachkräfte<br />

selbst ausbilden und heranziehen“.<br />

Zum 31. Dezember 2017<br />

wurde im Kammerbezirk Heilbronn-Franken<br />

mit <strong>193</strong>7 neu<br />

eingetragenen Ausbildungsverhältnissen<br />

ein Plus von 2,4 Prozent<br />

im Vergleich zum Vorjahr<br />

erreicht. Nach mehreren Jahren<br />

des Abwärtstrends verzeichne<br />

das Handwerk in der<br />

Region Heilbronn-Franken seit<br />

2013 wieder durchgehend<br />

wachsende Ausbildungszahlen.<br />

So seien die Neueintragungen<br />

seit 2013 um 11,6 Prozent gestiegen.<br />

„Und auch die ersten<br />

Zahlen für das Jahr <strong>2018</strong> stimmen<br />

mich optimistisch“, sagte<br />

Bopp: „Zum 31.5.<strong>2018</strong> konnten<br />

wir bereits 641 neu einge-<br />

Ehrung: Gerhard Feuchter (Mi.) wurde von Ulrich Bopp (re.)<br />

und Ralf Schnörr ausgezeichnet.<br />

Foto: Ramona Fritz<br />

tragene Ausbildungsverhältnisse<br />

verbuchen. Das entspricht<br />

einem Plus von 4,4 Prozent<br />

im Vergleich zum Vorjahr.“<br />

Auf der anderen Seite gebe es<br />

aber derzeit 1000 freie Ausbildungsstellen<br />

im regionalen<br />

Handwerk.<br />

Ein weiteres Thema, das vielen<br />

Handwerkern unter den Nägeln<br />

brennt, ist die Ende Mai in Kraft<br />

getretene Datenschutzgrundverordnung.<br />

„Immer wieder<br />

wurde an uns herangetragen,<br />

die Betriebe wüssten nicht, was<br />

zu tun ist und die Handwerkskammer<br />

müsse informieren“,<br />

berichtete Bopp. Die Kammern<br />

seien diesen Wünschen und Aufforderungen<br />

rechtzeitig nachgekommen<br />

– mit Informationsveranstaltungen<br />

und persönlicher<br />

Beratung durch Rechtsexperten<br />

sowie diversen Veranstaltungen.<br />

Auch auf der Internetseite<br />

der Kammer seien die wichtigsten<br />

Informationen zu finden.<br />

Auch auf das Thema „Rückvermeisterung“<br />

kam Bopp zu sprechen:<br />

„Meisterhaftes Handwerk<br />

– das brauchen wir auch in Zukunft.<br />

Deshalb begrüßt das<br />

Handwerk Bemühungen, die<br />

die Meisterqualifikation stärken<br />

wollen.“ Teile des Handwerks<br />

und des politischen Spektrums<br />

forderten derzeit, die<br />

Meisterpflicht wieder auf Berufe<br />

auszuweiten, die 2004 mit<br />

der Reform der Handwerksordnung<br />

dereguliert wurden. „Für<br />

mich und das gesamte Zentralverband<br />

des Deutschen Handwerks<br />

(ZDH)-Präsidium ist<br />

klar: Wir unterstützen das“,<br />

sagte Bopp.<br />

Aber klar sei auch: „Wir wollen<br />

keine Reform der Reform, die<br />

das Handwerk und seine Berufe<br />

gegeneinander ausspielt,<br />

und an deren Ende es dann<br />

möglicherweise in weniger Berufen<br />

als zuvor eine Meisterpflicht<br />

gibt.“ Es dürfe nicht zu<br />

Veränderungen zu Lasten des<br />

Handwerks und seiner bewährten<br />

Ausbildungsstrukturen kommen:<br />

„Wir wollen den Meister<br />

stärken. Und wir unterstützen<br />

deshalb mit aller Kraft jede<br />

sachdienliche Initiative in diese<br />

Richtung.“ Dazu wurde im ZDH<br />

eine Planungsgruppe eingerichtet,<br />

die den Prüfungs- und Planungsprozess<br />

in der kommenden<br />

Legislaturperiode politisch<br />

begleitet. Der ZDH habe zwei<br />

Gutachten in Auftrag gegeben,<br />

mit denen festgestellt werden<br />

soll, bei welchen Gewerken die<br />

Wiedereinführung der Meisterpflicht<br />

Sinn macht.<br />

ENGAGIERT Neben den vielen<br />

aktuellen Themen stand<br />

auch eine verdiente Persönlichkeit<br />

des regionalen Handwerks<br />

im Fokus: Obermeister Gerhard<br />

Feuchter aus Crailsheim<br />

wurde von Bopp und Hauptgeschäftsführer<br />

Ralf Schnörr mit<br />

der silbernen Ehrennadel der<br />

Handwerkskammer ausgezeichnet.<br />

Seit fast 20 Jahren führt der<br />

71-Jährige die Bau-Innung<br />

Schwäbisch Hall-Crailsheim.<br />

Seit 2002 engagiert sich Feuchter<br />

auch im Vorstand der Kreishandwerkerschaft<br />

Schwäbisch<br />

Hall. Von 1999 bis 2004 war<br />

Gerhard Feuchter zudem als ordentliches<br />

Mitglied in der Vollversammlung<br />

vertreten. pm/flu<br />

www.hwk-heilbronn.de<br />

Denkanstöße<br />

HUMOR – HUMUS für unser WOHLBEFINDEN<br />

Zwei Manager in blütenweißen<br />

Hemden auf dem Weg zum Meeting.<br />

Der eine kriegt ‘nen Vogelschiss ab<br />

und ärgert sich lauthals. „Sei froh,<br />

dass Elefanten nicht fliegen können!“<br />

tröstet der andere.<br />

Da ist es schon, das Lachen, der<br />

Humor. Dieses Kitzeln im Kopf, das<br />

das Herz erwärmt und uns unwiderstehlich<br />

aussehen lässt. Gesund ist es<br />

außerdem, es hält jung und beugt der<br />

Demenz vor. Vor allem: Humor überrascht,<br />

macht Spaß und katapultiert<br />

uns ins Hier und Jetzt. Neben Meditation<br />

und Achtsamkeit ein weiterer<br />

Weg, bei uns anzukommen. Und: wir<br />

Gertraud M. Hell<br />

Psychotherapeutin, Coach,<br />

Theaterpädagogin,<br />

Humortrainerin<br />

kommen beim Gegenüber an. Humor<br />

bringt uns zum Leuchten, sorgt im<br />

Nu für eine spürbare Verbindung<br />

zwischen Menschen. Denken Sie nur<br />

ans Flirten.<br />

Im Ernst: unter Humor verstehen wir<br />

unter anderem die Fähigkeit, eine distanzierte<br />

und heitere Haltung – auch<br />

sich selbst gegenüber – einnehmen<br />

zu können, eine Vorliebe für Unsinn<br />

und Komik, oft im Zusammenspiel<br />

mit anderen und auf Augenhöhe.<br />

Humorvolle Menschen locken manch<br />

vorsichtigen Lacher aus dem Keller.<br />

Und das ist gut so. Denn Lachen<br />

• stärkt die Immunabwehr und aktiviert<br />

das kardiovaskuläre System<br />

• stellt eine Art umfassende „Schüttelgymnastik“<br />

dar, die im Nachgang<br />

für Muskelentspannung sorgt<br />

• hilft beim Abbau von Stresshormonen,<br />

sorgt für mehr Glückshormone<br />

• reduziert die Wirkung von negativen<br />

Gefühlen, vor allem von Angst<br />

und Wut.<br />

Vor allem den letzten Punkt finde ich<br />

als Coach und Therapeutin bemerkenswert.<br />

Wie wertvoll sind die<br />

Zeitfenster, in denen Sorgen und Nöte<br />

nicht spürbar sind, mögen sie auch<br />

noch so kurz sein. Uns allen ist klar:<br />

wir haben eine Last durchs Leben<br />

zu tragen; entscheidend ist, wie wir<br />

damit umgehen, ob wir uns gönnen,<br />

uns immer mal wieder befreit davon<br />

zu fühlen. Genau das kann Humor<br />

und Witz leisten. Nicht umsonst hat<br />

Humor in Gestalt von wohlwollend<br />

provozierenden Interventionen<br />

einen festen Platz in Coaching und<br />

Therapie. Für ein paar Sekunden rückt<br />

das Leid in weite Ferne, stattdessen<br />

entsteht ein dichter Moment des<br />

lustvollen Einverständnisses zwischen<br />

Coach und Coachee, der auch den<br />

Status der beiden auflöst – Humus für<br />

weitere kreative Schritte im gemeinsamen<br />

Prozess.<br />

So lade ich Sie ein, ein Augenmerk<br />

auf die humorige Seite ihres Daseins<br />

zu richten: pflegen Sie die spielerische<br />

Leichtigkeit, die es uns ermöglicht,<br />

eigenmächtig dem Schicksal ein<br />

Wohlfühlgewicht zu geben; weiten<br />

und weiden Sie das Glück aus, um<br />

das Unglück eine Lachsalve lang<br />

auszutricksen. Erzählen Sie sich Witze<br />

und Kalauer, blödeln Sie, äffen Sie<br />

nach, spielen Sie mit Worten, schauen<br />

Sie sich Komödien und Kabarett an,<br />

das lässt in Ihnen die Humorpflanze<br />

sprießen.<br />

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