AJOURE´ Magazin Oktober 2019

ajoure

Entdecke jetzt die AJOURE´ E-Magazin Oktober Ausgabe mit Cover-Star Jazzy Gudd aka EULE!

Jazzy

Gudd

BTN-EULE ÜBER IHREN

„FALL NACH OBEN“

#LIEBE

EROTIC DREAMS

WAS DEINE SEXTRÄUME

ÜBER DICH AUSSAGEN

#FITNESS

DER PERFEKTE

SPORT-BH

DARAUF

SOLLTEST

DU BEIM KAUF

ACHTEN

+#FOOD

SUPERFOOD

NÜSSE

LECKER UND

GESUND SNACKEN

#LIFESTYLE

INSPIRATION

TED-TALKS

DIE BESTEN VIDEOS,

DIE DU GESEHEN

HABEN SOLLTEST

OKTOBER 2019

WWW.AJOURE.DE

#BEAUTY

BEAUTY-TREND

DEOCREMES

WARUM DIE DEOS AUS

DER TUBE SO BELIEBT SIND

#FASHION

NACHHALTIGE

SNEAKER LABELS

KLIMASCHUTZ TRIFFT

AUF SPORTSCHUHE

#TRAVEL

LGBT REISEN

DIE TOP-REISEZIELE

DES SPARTACUS

GAY TRAVEL INDEX

Foto: Mischa Lorenz


AJOURE MAGAZIN SEITE: 2 | OKTOBER 2019

Foto: serkat Photography / stock.adobe.com


AJOURE / EDITOR

from the editor

SUSTAINABILITY FIRST

In dieser Ausgabe haben wir es wieder geschafft, das Thema Nachhaltigkeit in alle Bereiche

zu integrieren: In der Kategorie „Erfolg & Motivation“ geht es beispielsweise darum,

wie du eine sinnvolle Tätigkeit findest, die dich von Herzen erfüllt und wo du nach einem

solchen „grünen“ Job Ausschau halten kannst.

Außerdem nehmen wir den neuen Trend Urban Gardening genauer unter die Lupe und

zeigen dir, wie dein grüner Daumen mitten in der Stadt zum Einsatz kommen kann. Und

wir schauen uns an, welche Fehler am häufigsten bei der Mülltrennung gemacht werden

und somit das Recycling erschweren.

Unsere Tipps für die Lagerung deiner Lebensmittel sollen dafür sorgen, dass dein Essen

länger haltbar ist und du im Umkehrschluss weniger wegwerfen musst. Das schont nicht

nur die Umwelt, sondern natürlich auch deinen Geldbeutel.

In unserer Reise-Rubrik stellen wir dir das Dolomit Homes & Hotel vor, das dich

nicht nur wegen seiner umweltfreundlichen Ausrichtung, sondern auch mit seinem

unglaublichen Charme und der atemberaubenden Aussicht auf die Dolomiten

begeistern wird.

Natürlich darf auch das Thema Fashion nicht zu kurz kommen. Deshalb präsentieren

wir dir gleich ganze dreizehn nachhaltige Sneaker-Labels, die vom

Styling-Faktor her ganz locker mit den Big Brands mithalten können. An Auswahl

sollte es also nicht fehlen.

Darüber hinaus geben wir dir einige hilfreiche Tipps mit auf den Weg,

wie du einen Sport-BH findest, der perfekt sitzt, am besten zu deinen

Aktivitäten passt und an dem du lange deine Freude hast.

Auch ein Tattoo sollte nachhaltig sein, schließlich trägst du es ein

Leben lang auf deiner Haut. Deshalb lohnt es sich besonders, sich

über die verschiedenen Bedeutungen der Motive zu informieren,

bevor du dich damit verewigst. Die beliebtesten Symbole stellen

wir dir in der Rubrik Lifestyle vor.

Wir wünschen dir viel Freude beim Lesen unserer nachhaltigen

Oktober-Ausgabe!

-liche Grüße

Melanie Bojko

Editor-in-chief: Melanie Bojko | E-Mail: redaktion@ajoure.de

/AjoureGermany /ajoure_germany /ajoure

AJOURE MAGAZIN SEITE: 3 | OKTOBER 2019


10 / 2019

44

KLIMA-

KIPPELEMENTE

Food

FANFICTION SELBST

SCHREIBEN

Erfolg & Motivation

8

08 FANFICTION SCHREIBEN

Tipps für deine erste Story

10 NIKSEN

Entdecke die neue Art des Nichtstuns

12 DAS SPIEL MIT DEM FEUER

Warum wir eine Schwäche für

Verbotenes haben

14 NACHHALTIGE JOBS

So findest du eine sinnvolle

Tätigkeit, die dich erfüllt

20

EULE AKA JAZZ GUDD

“FALL NACH OBEN”

People

20 EULE AKA JAZZY GUDD

BTN Eule über ihren Fall nach oben

28 CAMERON DIAZ

Was wurde eigentlich aus dem

„Verrückt nach Mary “-Star?

32 MARIA EHRICH

7 Monate, 1 VW-Käfer und

unzählige Kilometer

Umwelt

40 URBAN GARDENING

Beete erobern die Stadt zurück

42 RICHTIG RECYCELN

Die häufigsten Fehler bei der

Mülltrennung

44 KLIMA-KIPPELEMENTE

Was bedeutet es, wenn sich das

Klima weiterhin erwärmt?

48 LEBENSMITTEL LAGERN

Länger haltbar durch die richtige

Lagerung

50 SAISONGEMÜSE KÜRBIS

Hokkaido-Kürbis - der beliebte

Neuling im Herbst

52 GREIF ZUR NUSS

Warum du öfters Nüsse essen

solltest

Fitness

56 TOP 8 FITNESSÜBUNGEN

...die jeder falsch macht

60 DER PERFEKTE SPORT-BH

Darauf solltest du beim Kauf achten

62 NINJA WARRIOR

Entdecke den Fitnesstrend für

Sportskanonen

Travel

68 DOLOMIT HOMES & HOTEL

Nachhaltig die Dolomiten entdecken

70 REISE NACH PERU

Auf den Spuren der Inkas

72 LGBT TRAVEL

Das sind die Top-Reiseziele für

Schwule und Lesben

AJOURE MAGAZIN SEITE: 4 | OKTOBER 2019


AJOURE / INHALT

88

NARBEN ENTFERNEN:

DIESE METHODEN WIRKEN EFFEKTIV

100

DIE ABNEHMEN ABSOLUT

90

DURCH

DÜMMSTEN INTERVALL-FASTEN?

DIÄTEN

Fashion

76 NACHHALTIGE SNEAKER

Klimaschutz meets Sneaker - Jeder

Schritt zählt

80 „MADE-TO-ORDER“

Das Shopping-Konzept der

Zukunft?

Beauty

92

WER IST DIE SCHÖNSTE?

und...

3 FROM THE EDITOR

Sustainability First

112 IMPRESSUM

86 DEOCREMES IM CHECK

Alles, was du über die neuen Deos

wissen solltest

88 NARBEN ENTFERNEN

Diese Methoden wirken effektiv

Liebe & Beziehung

92 WER IST DIE SCHÖNSTE?

So sieht die Traumfrau der

Männer aus

94 DAS QUICKIE 1X1

6 Tipps für den perfekten Quickie

96 EROTIC DREAMS

Was Sexträume zu bedeuten haben

98 MITTE 30 UND SINGLE

Wenn die Torschlusspanik anklopft

MADE TO ORDER

Lifestyle

80

104 INSPIRIERENDE TED-TALKS

...die du gesehen haben solltest

106 TATTOO MIT BEDEUTUNG

Dafür stehen diese Motive

110 AMAZON ECHO

So schützt du deine Privatgespräche

vor Alexa

102

WAS DU ÜBER DEINEN

KÖRPERFETTANTEIL

106

WISSEN SOLLTEST

TATTOOS MIT BEDEUTUNG


AJOURE / PEOPLE

Fotos: svitlananiko / stock.adobe.com; Sølve Sundsbø

Ajouré INTERVIEW

MENSCHEN

Und

PERSÖNLICHKEITEN

AJOURE.DE/PEOPLE


Foto: Liubov Levytska / stock.adobe.com

ERFOLG & MOTIVATION

AJOURE MAGAZIN SEITE: 7 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

SO

SCHREIBST DU DEINE

EIGENE

FANFICTION

Fanfiction oder kurz Fanfic genannt, bezeichnet

Geschichten, die auf den Charakteren

oder Welten bereits bestehender Werke

basieren. Nimmst du zum Beispiel Tolkiens

Mittelerde und setzt einen neuen Hobbit hinein,

ist das Fanfiction. Oder entwickelst du

die Geschichte deines Lieblings-Disneyfilms

weiter, ist auch das Fanfiction. Fanfic schreiben

kann Spaß bringen und der Vorteil ist,

du musst nicht erst eine Leserschaft generieren.

Die Fans sind schon da. Denke hier

an die Twilight-Fans, die 50 Shades of Grey

zum Erfolg werden ließen. Doch Achtung,

es gibt auch Regeln!

Allgemeines zu Fanfiction

Solange du Fanfiction für dich selbst

schreibst, hast du kein Problem. In speziellen

Foren kannst du die Geschichten posten.

Auch manche Online-Magazine veröffentlichen

hin und wieder Fanfic-Geschichten

von Lesern. Bei jeder Veröffentlichung solltest

du aber bedenken, dass du das geistige

Eigentum anderer verwendest hast, um

deine Geschichte zu schreiben, was zu urheberrechtlichen

Problemen führen kann.

Fanfiction zu vermarkten ist schwer. Verlage

nehmen die Geschichten aus genannten

Gründen selten an. Einige Autoren wie Anne

Rice (Autorin von der Chronik der Vampire)

verbieten es ausdrücklich, dass Fanfiction zu

ihren Charakteren oder Welten veröffentlicht

wird. J. K. Rowling dagegen toleriert

es, dass ihre Fans Geschichten um die Harry

Potter-Charaktere erfinden. In den seltensten

Fällen jedoch kannst du dir finanziellen

Erfolg aus Fanfiction-Geschichten erhoffen.

Gute Fanfiction schreiben

Die Fanfic-Gemeinde ist groß. Unzählige

Geschichten existieren bereits in den Foren

weltweit. Willst du aus der Masse herausstechen,

musst du originell sein. Der Inhalt und

die Handlung deiner Geschichte sollten dem

Leser etwas Neues bieten.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 8 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Bist du selbst Mitglied der Fangemeinde,

kannst du Trends früh erkennen. Orientierst

du dich daran, hast du eine gute

Chance, dass deine Geschichte ein Erfolg

wird.

Fotos: Denira; MiaStendal / stock.adobe.com

Neben dem Inhalt darfst du auch die

Form der Geschichte nicht vernachlässigen.

Gliedere sie in Kapitel und verwende

Paragraphen und Absätze. Dies

ist besonders bei Dialogen wichtig, aber

auch um Szenen voneinander zu trennen.

Weiterhin ist eine fehlerfreie Rechtschreibung

und Zeichensetzung essentiell. Online-Rechtschreibprogramme

bieten eine

gute Hilfestellung.

Fehler – egal welcher Art – stören den

Lesefluss und lenken den Leser von der

Geschichte ab. Eine gute Möglichkeit, das

Manuskript vor dem Posten überprüfen

zu lassen, ist die Nutzung von Beta-Lesern.

Idealerweise kennen sie sich in dem

Genre aus, in dem du schreibst. Sie können

dich auf Logikfehler hinweisen und

die letzten Rechtschreibfehler ausmerzen.

Fanfiction – die Charaktere

Baust du deine Fanfiction auf Charakteren

auf, das heißt, verwendest du Charaktere,

die es schon gibt wie die Star Trekoder

Harry Potter-Charaktere, solltest

du ihnen treu bleiben. Hier musst du die

Erwartungen der Fangemeinde erfüllen.

Weichen deine Figuren in ihren Eigenschaften

stark von den Originalfiguren

ab – schreibt ihr beispielsweise über eine

Hermine, die schwer von Begriff ist –

kommt das häufig nicht so gut an.

Fanfiction – die Genres

Auch Fanfiction kann in sogenannte

Genres unterteilt werden. Setzt du die bekannten

Figuren in eine völlig neue, von

dir ausgedachte Welt, handelt es um eine

AU-Geschichte. AU steht für alternatives

Universum. Fantasy-Geschichten fallen

in diese Kategorie. Ebenso gibt es die AT

– eine alternative Timeline. Hier veränderst

du den Ursprung einer Geschichte,

so dass sie sich in eine völlig andere Richtung

entwickeln kann.

Beim Crossover-Genre paarst du zwei

existierende Welten miteinander und

machst daraus ein neues, großes Universum

– zum Beispiel kannst du die Harry

Potter-Welt mit der aus Star Trek kombinieren.

Weiterhin gibt es alle Genres, die auch bei

normaler Fiction vorkommen. Bei Adventure-,

Thriller- und Action-Geschichten

steht die Handlung im Vordergrund.

Die Spannungskurve muss besonders gut

ausgearbeitet sein. Cliffhanger sind in

den Genres sehr beliebt.

Bei Romance oder Drama konzentrierst

du dich auf das Innenleben der Figuren.

Gefühle und Gedanken müssen ausführlich

beschrieben werden. Die Handlung

rückt in den Hintergrund.

Das Darkfic-Genre spielt mit düsteren

Stimmungen. Humor oder ein Happy

End findest du hier selten. Lass deine

Charaktere leiden und wenn sie glauben,

es geht nicht schlimmer, setz‘ noch einen

drauf!

Das Hurt/Comfort-Genre kannst du

verwenden, wenn du deine Charaktere

magst. Sie leiden zwar, aber genesen

auch wieder. Hier gilt die Regel: Schreib,

was du weißt. Oder recherchiere gut, um

Krankheiten korrekt wiederzugeben. Natürlich

kannst du auch völlig neue Krankheiten

erfinden.

Erotikthemen sind bei Fanfiction sehr beliebt.

Hier gibt es zahlreiche weitere Subgenres.

Bevor du etwas postest, solltest

du dich genau informieren, was in deiner

Fangemeinde gerne gelesen wird, sonst

könnte es zu heftigen Protesten kommen.

Fanfic posten

Hast du deine Fanfic geschrieben, sie korrigiert,

von Beta-Lesern durchsehen lassen und

bist zufrieden? Dann steht dem Posten im Fanfic-Forum

nichts mehr im Wege. Lege dir einen

Benutzernamen zu, der keine Hinweise auf deinen

richtigen Namen zulässt. Informiere dich

außerdem über die Regeln in deinem Forum

und gibt an, um was es in deiner Geschichte

geht. Du kannst sie mit entsprechenden Tags

versehen wie #Erotik oder #AU. Zudem ist es

wichtig, vor Inhalt zu warnen, der nicht für jede

Altersklasse geeignet ist.

Willst du dich vor rechtlichen Konsequenzen

schützen, kannst du zu deiner Geschichte noch

einen Disclaimer hinzufügen. Hier versicherst

du, dass die Figuren, Orte etc. nicht dein geistiges

Eigentum sind, sondern das des jeweiligen

Autors, Verlags oder der jeweiligen TV-Firma.

Zum Lesen anregen

Willst du, dass möglichst viele Leser auf deine

Geschichte klicken und sie lesen, sollte sie neugierig

machen. Das kannst du zum Beispiel mit

einem gelungenen Titel und Untertitel erreichen.

Der Untertitel kann eine Art Logline sein,

in der du kurz das Thema oder die Problematik

der Handlung zusammenfasst.

Postest du immer nur ein Kapitel in einer bestimmten

Zeiteinheit (zum Beispiel ein Kapitel

pro Woche oder Monat), hält das die Spannung

aufrecht. Nebenbei kannst du deine eigene Fangemeinde

aufbauen. Zeige deinen Lesern, dass

du für sie da bist und beantworte Fragen und

Kommentare zügig. Willst du deine Fangemeinde

rasch vergrößern, kannst du gleich in mehreren

Foren posten.

Also ran an die Tasten und viel Spaß mit deiner

Fanfic!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 9 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

NIKSEN:

DIE NEUE ART DES NICHTSTUNS

Wie wär’s denn einfach mal mit niksen?

„Niksen? Was ist das denn?“ Fragst du

dich jetzt. Kein Problem - wir haben die

Antwort. Niksen ist ganz einfach, versprochen

- alles was du dafür tun musst,

ist einfach nichts zu tun. Einfach rumhängen,

chillen, die Gedanken baumeln

lassen. Jetzt fragst du dich bestimmt, wie

das denn gehen soll in einer Welt, in

der man heutzutage gar keine Zeit mehr

dafür hat.

Nichts tun - hört sich einfach an,

gestaltet sich im Alltag schwierig

Und genau da haben wir das erste Problem

- der Alltagstrott. Wir sind so beschäftigt

mit unserem Leben, unserer

Arbeit und unseren Problemen, dass wir

uns nicht mehr richtig entspannen können.

Viele unter uns sind Workaholics,

die ohne ihre Arbeit nicht leben können.

Dann kommt noch das Familienleben

hinzu: die Kinder, die Aufmerksamkeit

brauchen, der Mann, der Zweisamkeit

möchte und die Freunde dürfen auch

nicht zu kurz kommen. Da bleibt wenig

Zeit für uns selbst.

Was ist dieses Niksen jetzt

eigentlich genau?

Der neue Trend, das „Niksen“ - kommt

ursprünglich aus dem Holländischen

und wurde früher eher als eine negative

Bezeichnung für einen „Faulenzer“ oder

„Nichtsnutz“ verwendet. Heutzutage gilt

es als eine Art neue Wohlfühlphilosophie

der Holländer, indem das sogenannte

Nichtstun gefeiert wird. Es soll dabei

helfen, sich vom stressigen Alltag zu erholen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 10 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Fotos: GVS; Liudmyla / stock.adobe.com

Also sitzt man nur rum und starrt an die Wand?

Nein, so langweilig ist es auch wieder nicht. Du kannst einiges

tun, wir geben dir ein paar Beispiele:

Du könntest zum Beispiel im Park ein Buch lesen, einen Serienmarathon

starten, im Bett liegen und Musik hören oder

auch einfach am See liegen und dich von der Sonne bräunen

lassen.

Das Wichtige ist nur, dass das, was du machst nicht produktiv

ist. Es soll keinen Nutzen haben, es soll deine eigene persönliche

Auszeit sein, die du so gestalten darfst, wie du sie möchtest.

Es gilt - Finger weg vom Smartphone

Auch wenn du jetzt dachtest, du darfst alles tun

was du möchtest - von einem rät man

beim Niksen jedoch ab, dem Smartphone.

Für viele ein effektiver

Zeitkiller, denn wir Menschen

müssen überall warten. Sei

es auf den Bus, im Wartezimmer

beim Arzt

oder im Supermarkt an

der Kasse, gerne nehmen

wir dann unser

Smartphone in die

Hand und tippen

wild drauf los. Doch

Vorsicht, durch den

massiven Smartphone-Konsum

verlernen wir abzuschalten.

Denn Social

Media beeinflusst uns

wieder dazu, produktiv

zu sein. Die Spiele auf

dem Handy möchten, dass

wir Aufgaben erfüllen. Die

Mails in unserem Postfach wollen

beantwortet werden. Das alles gibt

uns wieder nur zu tun, dabei wollten wir

doch eigentlich nichts tun.

Kreative Auszeit

Bestimmt kennst du es auch, du legst dich kurz auf die Couch,

starrst an die Decke und im Nu kommen dir tausende Dinge

hoch, die du heute noch zu erledigen hast. Wie wäre es, wenn

du diese Tagträumerei einfach für etwas nutzt, das dir Spaß

macht? Nehmen wir mal an, du bist künstlerisch begabt und

hast einfach keine Ideen, was du als nächstes für ein Bild

malen sollst - nikse doch einfach so lange, bis dir etwas einfällt.

Dadurch, dass wir beim Niksen so komplett abschalten können,

sprießen uns die Einfälle nur so aus dem Kopf.

Zu uns selbst finden

Für einige ist niksen auch ein Weg, sich selbst neu kennenzulernen.

Dadurch, dass man dabei unzählige Stunden mit

sich selbst und seinen Gedanken verbringt, kommt man auf

neue Erkenntnisse. „Ist der eine Typ, den du dir einredest

nicht zu mögen vielleicht doch ganz süß? Wie wäre es mit

einem Date?“ Und insgeheim träumst du in deinem Tagtraum

schon vom ersten Kuss mit ihm. Oder „Ist dieser

Job überhaupt etwas für mich oder möchte ich eine andere

Richtung einschlagen?“ Diese Dinge gehen uns vielleicht

manchmal durch den Kopf - aber nur kurz, da dann wieder

unsere nächste Verpflichtung ruft. Dabei

könnte alles so einfach sein, wenn wir

uns einfach mehr Zeit für uns

und unsere Gedanken nehmen.

Niksen ist gut für die

Psyche

Das macht beim

Hören schon Sinn,

denn dadurch,

dass wir unseren

Geist einfach mal

von unseren alltäglichen

Gedanken

befreien, den

Sorgen, Problemen

und der Schwarzmalerei,

bringen wir

unseren Körper und

vor allem unsere Psyche

wieder in ein gesundes

Gleichgewicht. Das ist gerade

heute wichtig, da viele Menschen

bereits an Burnout leiden.

Das Niksen ist neben der Psychotherapie

übrigens eine ideale begleitende Hilfe für dieses Krankheitsbild.

Ein echter Alleskönner

Abschließend ist zu sagen, dass egal wie du niksen anwendet

und für was du es auch nutzt, dich positiv beeinflusst.

Es kann gegen Krankheiten helfen und uns über uns selbst

reflektieren lassen. Es kann zur Kreativität anregen und beruhigen.

Wir finden es jedenfalls super! Und darauf niksen

wir jetzt erstmal eine Runde!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 11 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Verboten!

Das Spiel mit dem Feuer

Warum wir eine Schwäche für Verbotenes haben

Es gibt im Leben viele Dinge, die uns verboten werden. Deine Mutter hat zu dir gesagt: „Du darfst nicht

mit dem Rauchen anfangen!“ Ab diesem Moment wolltest du unbedingt eine Zigarette probieren. Deine

Lehrer haben euch auf der Klassenfahrt verboten, abends im Zimmer der Jungs zu sein. Trotzdem

hast du dich mit ein paar Freundinnen rübergeschlichen. Und gestern hast du vielleicht einen Typen

gesehen, vor dem dich deine Freunde gewarnt haben. Seitdem kannst du nur noch an ihn denken. Aber

woran liegt es eigentlich, dass immer das am spannendsten ist, was uns eigentlich verboten wird?

Foto: Milles Studio / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 12 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Der Zauber der Reaktanz

Wenn wir uns zu verbotenen Dingen hingezogen fühlen, die

wir nicht erreichen können, dann bezeichnet die Psychologie

als „Reaktanz“. Oftmals wird das Wörtchen mit „Trotz“

gleichgesetzt, hat aber eine etwas andere Bedeutung. Reaktanz

umschreibt den Drang, genau das zu bekommen, was

du gerade nicht haben kannst. Es ist eine Motivation gemeint,

mit der du Grenzen und Verbote umgehen willst, um deine

eigene Freiheit zu erweitern.

Das Prinzip dahinter kennst du bereits seit frühster Kindheit.

Jedes Mal, wenn dir etwas verboten oder weggenommen

wurde, wolltest du es sicher umso mehr haben. Vorher konnte

es noch so unwichtig für dich gewesen sein. Aber sobald

du es nicht mehr frei benutzen konntest, wurde es spannend

für dich.

Der Sinn der Reaktanz

Die Verhaltensweise der Reaktanz geht auf die Menschen der

Steinzeit zurück. Für sie war Reaktanz überlebenswichtig.

Denn durch die Motivation der Grenzüberschreitung beziehungsweise

der Erweiterung ihrer Freiheit fanden sie zum

Beispiel den Willen, um sich mit einem deutlich größeren

Gegner um Nahrung zu streiten oder sich aus einer lebensbedrohlichen

Lage rauszukämpfen. Hätten unsere Vorfahren

die Grenzen einfach akzeptiert, die sich in ihrem Alltag aufbauten,

wären sie sicherlich einfach ausgestorben, ohne dass

es dich oder andere Menschen heute geben würde.

Durch die Reaktanz bleiben Menschen aber neugierig und

sind immer daran interessiert, Erfahrungen zu sammeln, die

vielleicht gefährlich sind. Dazu hat sich die Natur einen cleveren

Mechanismus überlegt. Jedes Mal, wenn du um etwas

kämpfst, was „verboten“ oder „unerreichbar“ wirkt, dann

werden große Mengen des Glückshormons Dopamin ausgeschüttet.

Du fühlst dich glücklich und zufrieden. Auch wenn

die eigentliche Erfahrung hinterher schlecht sein sollte, belohnt

dich dein Gehirn dafür, dass du etwas ausprobiert hast,

was du eigentlich nicht probieren solltest. Darum bist du immer

wieder aufs Neue angefixt etwas zu machen, was für dich

verboten ist.

Das Spiel mit dem Verbotenen

Der Reiz des Verbotenen wird bereits seit deiner frühesten

Kindheit gegen dich verwendet. Wenn du als kleines Baby

deinen Brei nicht essen wolltest, haben deine Mutter oder

dein Vater so getan, als würden sie ihn selber essen. Dabei

haben sie dir vorgegaukelt, dass es das leckerste Essen überhaupt

wäre. Und schon wolltest du nichts anders als den Brei

haben, der für dich noch vor wenigen Momenten so unappetitlich

war. Deine Eltern haben deine Reaktanz einfach gegen

dich eingesetzt. Du könntest auch sagen, dass sie umgekehrte

Psychologie eingesetzt haben.

Aber deine Eltern sind nicht die einzigen, die gekonnt mit

dem Verbotenen spielen. Die Werbeindustrie hat das Aufstellen

von Verboten schon lange für sich entdeckt. Denk zum

Beispiel an Schokolade. Jedes Mal beim Einkaufen gehst du

an der Schokolade vorbei, weil sie dich eigentlich nicht besonders

interessiert. Aber dann steht plötzlich ein Schild daneben

„Nur noch für kurze Zeit – jetzt zugreifen!“ Die Aussicht

darauf, dass die Schokolade bald vergriffen sein könnte,

macht sie plötzlich interessant. Du bekommst eher Lust drauf,

dir eine Packung zu kaufen.

Auch beim Aufeinandertreffen der Geschlechter wird gerne

die Verboten-Karte ausgespielt. Wenn du zum Beispiel beim

Mädelsabend in einer Bar einen schnuckeligen Typen siehst,

befindest du dich noch in der Schwebe. Wenn der Mann sich

direkt beim ersten Kontakt Hals über Kopf in dich verliebt

und dir alles schenken will, verlierst du vermutlich schnell

das Interesse. Wenn er aber unnahbar und wenig interessiert

rüberkommt, dann wird dein Jagdtrieb geweckt. Immerhin

haben die Dinge mehr Reiz, wenn du sie nicht sofort bekommen

kannst.

Das Verbotene entdecken –

aber richtig

Es spricht im Prinzip nicht dagegen, wenn du gelegentlich die

Dinge ausprobierst, die dir nicht auf dem Silbertablett serviert

werden. Damit du aber bei deinen Erkundungstouren

nicht auf die Nase fällst, solltest du vorher überlegen, was

passieren könnte, wenn du etwas Verbotenes kostest. Beim

Beispiel mit der Schokolade ist es relativ einfach. Du futterst

sie auf und hast ein paar Gramm mehr auf den Hüften. Davon

wird die Welt nicht untergehen. Wenn du allerdings mit

dem Mann deiner besten Freundin einen spannenden One-

Night-Stand erleben willst, kann das seine Ehe zerstören, deine

Freundschaft ruinieren und in vielen bösen Worten und

Tränen enden.

Führe dir vor Augen, welche Vorteile und Nachteile das Spiel

mit dem Feuer haben kann. Wenn die Nachteile zu groß sind,

sollte das Verbotene verboten bleiben. Vielleicht stellst du

aber fest, dass es für dich Vorteile haben kann und du auch

mit den negativen Konsequenzen gut leben könntest. In dem

Fall solltest du es wagen und das Verbotene probieren – dein

Leben wird dadurch nur interessanter!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 13 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

BERUF ODER BERUFUNG

NACHHALTIGE JOBS:

SO FINDEST DU EINE SINNVOLLE TÄTIGKEIT, DIE DICH ERFÜLLT

Etwas wirklich Sinnvolles zu tun, das wäre

genau dein Ding. Keine Arbeit, die sich ausschließlich

auf Sicherheit und Karriere bezieht,

eine Erfüllung. Eine Berufung! Was

kann das sein? Diese Frage kannst nur du

selbst beantworten. Horche in dich hinein:

1. Was macht dir wirklich Freude?

2. Womit könntest du dich auseinandersetzen?

3. Für eine besser Zukunft oder für ein eigenes

Leben?

4. Möchtest du eine Familie gründen oder

geht es hier (nur) um dich?

Um den Schlüssel für die passende Berufstür

zu finden, geht es nicht ohne Ehrlichkeit.

Mainstream ist nicht das Thema. Der zentrale

Punkt bist du, dein Wollen und dein Wünschen!

Die Chancen und Wege einer neuen

Arbeitskultur sind so vielfältig, für jede Frau

- für jeden Menschen lässt sich die Idee in ein

Projekt entwickeln.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 14 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Fotos: Polonio Video; krisana / stock.adobe.com

Und lass dir nichts einreden. Grün zu denken,

an Neues zu glauben ist ein Menschenrecht,

keine Spinnerei!

Nachhaltige Aufgaben können durchaus

lukrativ sein. Es ist lange vorbei, dass grün

zu denken nicht auch ökonomisch wertvoll

sein kann, beziehungsweise längst ist.

Etwas Sinnvolles tun und damit

Geld verdienen

Sind Beruf und Berufung unter eine Haube

zu bringen? Wer sind die Vorbilder? Gibt

es etwas ganz Zentrales, was du unbedingt

tun möchtest? Wie bei anderen Auswahlmöglichkeiten

ist als erstes der Weg das

Ziel. Schau dich um! Zupackende junge

Leute werden überall mit offenen Händen

begrüßt.

Wenn du noch unsicher bist, dann ist es gut,

einfach mal etwas auszuprobieren. Sprich

die Familie, die Freuden an. Ein Praktikum

bringt Informationen oder mach eine Auszeit

wie „work and travel“. Wobei im Ausland

sicher andere Regeln und Bedingungen

gelten als in Deutschland, es macht also

Sinn, sich gut zu informieren.

Ideen sind hilfreich, schreib auf was dir

besonders gefällt und genauso was nicht.

Damit ist ein Anfang gemacht. Wie bereits

oben erzählt, gibt es Blogeinträge und Foren

zu diesen Themen.

An den Universitäten gibt es Beratungsstunden

und auch in den größeren Städten bieten

die Industrie - und Handelskammern

immer wieder Programme für Berufsein

- und Umsteiger an.

Eine Aufgabe, die dich erfüllt, lässt sich

nicht so nebenbei finden. Da stehen Sorgfalt

und etwas Ausdauer auf der Tagesordnung.

Als Berufseinsteiger sind die Chancen in

vielen neuen Märkten riesig. Grün denken

und sich am Umbau der neuen Ideen zu

beteiligen: Tolle Idee! Es gibt Studiengänge

mit diversen Ausrichtungen. Nachfolgend

gibt es hier ein paar Beispiele:

1. Umweltschutz

2. Umwelttechniken

3. Nachhaltigkeit

4. Kultur im Wandel der Zeiten

5. Abfallwirtschaft und Altlasten

6. Agrarökologie

7. Bio - Geo - Wissenschaften

Selbstverständlich gibt es auch etliche Ausbildungsberufe,

die ohne Studium möglich

sind. Das Umdenken hat nicht nur bei den

jungen Leuten begonnen. Die Welt braucht

Alternativen, Fachleute sind gefragt und

gleichermaßen Mangelware. Weiterbildungen

und auch Zusatzausbildungen machen

in vielen bestehenden Berufen absolut Sinn.

Es gibt so viele verschiedene Wege, den Anfang

muss jeder Einzelne für sich machen.

Eine Entscheidung dahin gehend zu treffen

ist nicht immer leicht. Darum hilft eine umfassende

Recherche.

Ausbildungsberufe mit Nachhaltigkeit

Etwas zu bewegen kann eigentlich jeder

Mensch. Sich in einem besonderen Beruf

zu engagieren wird heute immer beliebter.

Es gibt grüne Bereiche, die sowohl in der

Energietechnik als auch in der Labortechnik

zu finden sind. Doch auch große Unternehmen

haben diesen Trend längst erkannt

und geben Ausbildungsberufen neue Aspekte.

Es lohnt sich also genauer hinzuschauen.

Welche Aufgaben möchtest du zukünftig

übernehmen? In den verschiedensten

Branchen gibt es neue Chancen; ob in der

Baubranche oder in der Kosmetikindustrie.

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom!

Für eine bessere Welt ist jetzt der Zeitpunkt

gekommen. Nachhaltige Jobs, interessante

Aufgaben lassen sich über diverse Initiativen

finden. Im Internet der tausend Dinge

gibt es erste Aufschlüsse.

Öko- und Sozialprojekte

Entwicklungen in der Ernährung sind ein

breites Spektrum. Die Auswahlmöglichkeiten

sind riesengroß. Ob konkret als Beraterin

oder eher in der zweiten Reihe als

Assistentin in einem Foodjob - vegetarische

und vegane Ideen werden überall auf der

Welt propagiert. Wer sich dafür interessiert

findet in der Lebensmittelbranche, im Handel,

in der Hotellerie und dem Tourismus

bestimmt genau die passende Aufgabe.

Nachhaltige Kleidung ist die Zukunft, weil

Kleidung berührt. Im besten Wortsinn

und in einer Welt ohne Chemie und mit

den Konzepten aus der Kultur- und Kunstschmiede.

Weiterentwickelte Stoffe, wiederverwendbare

Materialien und Verarbeitung

von Plastik sowie Restmüll zu sinnvollen

Produkten - das sind Öko- und Sozialprojekte

der nächsten Jahrzehnte - los geht‘s!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 15 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

INFO SOZIAL Stellenmarkt

Die Arbeit mit Menschen liegt dir im

Blut? Dann bist du vielleicht in einem sozialen

Beruf gut aufgehoben. Der INFO

SOZIAL Stellenmarkt hat sich auf Angebote

für für Fach- und Führungskräfte im

Sozialwesen spezialisiert. Hier findest du

nicht nur ausgeschriebene Stellen, sondern

auch Praktikumsplätze.

https://www.stellenmarkt-sozial.de/

AJOURE MAGAZIN SEITE: 16 | OKTOBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Diverse Internetseiten bieten

eine Menge Möglichkeiten

sich umzuschauen. Besonders

empfehlen wir dir diese:

Good Jobs

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 17 | OKTOBER 2019


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AJOURE MAGAZIN SEITE: 18 | OKTOBER 2019


AJOURE MAGAZIN SEITE: 19 | OKTOBER 2019

Foto: rh2010 / stock.adobe.com


AJOURE / INTERVIEW

Interview

AJOURE MAGAZIN SEITE: 20 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

EULE

AKA JAZZY GUDD

„FALL NACH OBEN“

Es ist nicht so ganz klar, was dir zuerst auffällt, wenn du Jazzy ansiehst. Sind es die knallgrünen Augen,

die petroleumgrünen Haare oder die vielen Tattoos, die sich über ihren ganzen Körper ziehen und eine

Story erzählen. Jazzy aka EULE hat ihren Platz in der deutschen Popmusik gefunden. Ihre Texte geben

vor allem ihren Fans oftmals die Energie, Kraft und Zuversicht, die sie von Zeit zu Zeit brauchen. Jazzy,

die bis letztes Jahr noch bei „Berlin Tag & Nacht“ mitgespielt hat, konzentriert sich aktuell voll auf ihre

Musik, hat für ihre Fans 2019 noch ein bis zwei neue Lieder in der Pipeline und singt am 21. Dezember

live im Lido in Berlin. Was ihre Tattoos für Geschichten erzählen, wie sie ihre Texte schreibt und wie

anders ihr neues Album 2020 wird, erfährst du hier.

Foto: Mischa Lorenz

Wie viel Autobiografisches steckt denn in deinen

Liedern? Alles Dinge, die du selbst erlebt

hast?

Ja, voll. Den einzigen Song, den ich da rausnehme

würde, ist „Wenn der Beat dropped“, denn dieser

ist einfach ein Party-Track. Alles andere ist schon

sehr autobiografisch. Wenn ich Texte schreibe

und in Sessions gehe, ist es so, dass ich mir genau

überlege, worüber ich sprechen möchte oder

was ich gerade erlebt habe. Manchmal sind es

aber auch andere Situationen, wo andere Leute

mit mir darüber sprechen. Bei dem Lied „Was ich

mein‘“ habe ich zuvor viele Nachrichten von meinen

Fans bekommen. Kleine Mädels haben sich

gemeldet und mich gefragt, ob ich ihnen folgen

kann, kannst du meine Seite liken, kannst du meine

Bilder liken? Da habe ich mir die Frage gestellt,

in was für einer Welt wir eigentlich leben und worum

es überhaupt noch geht. So etwas beeinflusst

und inspiriert mich dann natürlich.

Am 9. August erschien deine neue Single „Fall

Nach Oben“. Eine der Strophen lautet „Nur ´nen

Schritt zurück, doch nicht um aufzugeben, nur

um Anlauf zu nehmen…“ Was ist die besondere

Botschaft hiervon?

„Fall Nach Oben“ ist für mich mein Neuanfang,

denn letztes Jahr ist bei mir einfach sehr viel passiert.

Für mich lief da gefühlt sehr vieles schief und

ich war in einer Phase, in der ich dachte, dass mir

alles zu viel ist und dass ich eigentlich nicht mehr

kann und auch nicht mehr will. Ich habe „Berlin

Tag & Nacht“ verlassen, ich wurde von ganz vielen

Menschen, die mir wichtig waren, verlassen

und in solchen Momenten im Leben vergisst man

immer ganz schnell, was einen eigentlich noch an

positiven Menschen und Energien umgibt und

wofür es sich lohnt weiterzukämpfen. Ich habe

mich etwas zurückgezogen, um genau zu dieser

Erkenntnis zu kommen. Ich habe dann mit Gerard,

einem österreichischen Rapper, zusammen

AJOURE MAGAZIN SEITE: 21 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

geschrieben. Und dann noch mit Revelle,

einer Sängerin, ebenfalls aus Österreich.

Gerard hat diesen Satz „Unterschätze niemals

Menschen, die sich zurückziehen

– sie könnten lediglich Anlauf nehmen“

eines Morgens, als wir über dieses Thema

gesprochen haben, von sich gegeben. Für

mich war dieser Satz die Punch-Line und

mir war klar, dass dieser Satz in meinen

Song muss, denn es war wie bei mir. Ich

zog mich zurück, um jetzt Vollgas zu geben.

Wie schwer fiel es dir denn, dich nicht

kleinkriegen zu lassen?

Ich weiß nicht warum, aber ich habe von

Natur aus dieses Hartnäckige und Kämpferische.

Aber es gibt Phasen im Leben, die

sicherlich auch jeder kennt, in denen man

einfach mal die Schnauze voll hat und

nicht mehr will. Ich habe in dieser Zeit

trotzdem live gespielt, bin für Fan-Treffen

und Konzerte auf Tattoo-Conventions gewesen

und habe immer wieder Menschen

treffen dürfen, die ich mit dem, was ich

mache, irgendwie faszinieren konnte. Genau

für diese Momente, in denen du so

viel zurückbekommst, machst du diesen

Job eigentlich. Es war also nicht so super

schwer für mich. Ich hatte sicherlich

meine drei bis vier Monate, da war es vielleicht

etwas schwerer. Zu dieser Zeit habe

ich auch viele Depri-Songs geschrieben,

das hört ihr dann auf dem nächsten Album

(lacht). Aber dann kam zum Glück

wieder das Positive zurück.

Du bist ja Tattoo-technisch schon gut

„zugehackt“. Erzählen denn deine Tat-

toos eine Geschichte, die zu deinen jeweiligen

Lebensabschnitten passt?

Die erzählen tatsächlich eine Geschichte.

Ich lasse mich erst dann zuhacken, wenn

ich eine Story habe, die ich verpacken

möchte. Bei meinen Motiven ist es ein

bisschen wie bei Yin und Yang. Auf der

linken Seite habe ich zum Beispiel die Notenlinien

des ersten Songs, den ich selbst

geschrieben habe, verewigt. Auf der rechten

Seite ist all das Negative, welches ich

verarbeiten musste – vieles von Leere und

Nicht-Angekommen-Sein. In meiner Körpermitte

führt dann alles zusammen. Der

Schwan repräsentiert auf der linken Seite

das Positive und die Krähe auf der rechten

Seite steht für das Negative und Dunkle.

Beides hat mich geprägt und zu dem Menschen

gemacht, der ich heute bin.

Foto: Mischa Lorenz

AJOURE MAGAZIN SEITE: 22 | OKTOBER 2019


AJOURE AJOURE / INTERVIEW / PEOPLE

Aus diesem Grund habe ich auf dem Hals

mittig den Schlüssel tätowiert, der zu mir

und meiner Persönlichkeit führt. Alles

zusammen zeigt meine Haltung. Es zeigt,

dass ich denke, dass du das, was kommt akzeptieren

musst und lernst damit umzugehen.

Wie eine Art Challenge. Auf dem Bein

habe ich ein Tattoo, welches mit einem

Song zu tun hat, den ich erst viel später geschrieben

habe. Der Titel heißt „Jongleur“,

auch dieser Track wird auf dem nächsten

Album sein. Es geht um das Spiel, wenn du

dich in der Öffentlichkeit oder generell unter

Menschen bewegst, ist es selten der Fall,

dass du du selbst sein und deinen Gefühlen

freien Lauf lassen kannst. Du versteckst

dich halt und zückst Masken. Ich habe viele

Motive tätowiert, die sich tatsächlich in

meiner Musik wiederfinden. Alle Motive

haben mich geprägt und zeigen, wie wichtig

mir diese Themen zur damaligen Zeit

waren und auch immer noch sind.

Dein Debütalbum 2018 stieg in den deutschen

Charts auf Platz 5 ein. Dennoch ist

„Fall Nach Oben“ mit einem neuen Produzenten

und den beiden Künstlern Gerard

und Revelle entstanden. Wieso ein

Neuanfang?

Das letzte Album wurde von Phil Speiser

und Thomas Porzig produziert. Thomas

hatte sehr viel Coproduktion übernommen

und der macht auch aktuell meine

neue Platte, sowie meinen neuen Song.

Ich bin schon bei den selben Menschen

geblieben. Natürlich arbeitet man in Songwriting-Sessions

auch immer wieder mit

neuen Leuten zusammen. Das finde ich

aber auch gut, denn es ist spannend, sich

mit unterschiedlichen Menschen auszutauschen.

Schreibst du deine Texte selbst?

Ich bin in Songwriting-Sessions, das heißt,

ich habe immer einen Tracker und ein bis

zwei Writer/-innen mit dabei, mit denen

man sich die „Bälle“ hin- und herwirft. Ich

schreibe also nicht komplett alleine. Dies

habe ich zuletzt bei einzelnen Songs von

meinem letzten Album „Musik an, Welt

aus“ gemacht. Zusammen mit meinem damaligen

Freund sind Songs wie „Schwarz

& Weiß“, „Dèjà Vu“ und „Zeit zu verzeihen“

entstanden. Aber am Liebsten gehe

ich echt in Sessions und sehe die Zeit dort

INTERVIEW

fast wie einen ganz normalen Arbeitstag

an. Wir setzen uns hin, überlegen, worüber

wir schreiben und sprechen könnten,

wir überlegen gemeinsam, wohin es

von der Produktion gehen soll und was

ich mir musikalisch vorstelle. Dann fange

ich mit einem Texter an, an dieses Thema

ranzugehen und los geht’s.

Zwischen deinem ersten Album und deiner

neuen Single ist ungefähr ein Jahr

vergangen. Würdest du sagen, dass sich

Song- und Text-technisch etwas an deiner

Musik in dieser Zeit verändert hat

oder möchtest du dem Style deiner ersten

Platte weitestgehend treu bleiben?

Ich finde „Fall Nach Oben“ hätte vom Stil

her auf dem alten Album landen können.

Es ist noch relativ elektronisch. Inhaltlich

bin ich mir schon sehr treu geblieben.

„Fall Nach Oben“ packe ich immer gerne

in dieselbe Schiene wie „Stehaufmädchen“

– so dieses „Egal wie grau die Tage

auch sind, irgendwann kommt die Sonne

wieder raus…“ Ich versuche immer, etwas

Positives mitzugeben.

Was die anderen Songs angeht, würde ich

schon sagen, dass ich mich da ein bisschen

verändert habe und die neue Platte

organischer wird. Es wird mehr Songs

geben, wo ich meine Band mit ins Studio

nehme. Ich möchte, dass sich der Zuhörer

am Ende vielleicht ein bisschen vorstellen

kann, wie die Songs wohl auf einem Konzert

klingen könnten. Ich persönlich finde

meine Songs live nämlich deutlich geiler

als auf Platte (lacht). Mit meiner Band im

Nacken gibt das einfach ein ganz anderes

Feeling und einen anderen Druck.

Apropos…wird es dieses Jahr noch ein

zweites Album geben?

Nein, dieses Jahr wird das nicht mehr.

Aber nächstes Jahr kommt eins. Ich hoffe

zum Frühjahr hin, aber vielleicht wird

es auch Sommer. Es hängt davon ab, wie

schnell wir jetzt sind.

Worin wird der Unterschied zum ersten

Album liegen?

Es wird nicht mehr ganz so elektronisch,

viel organischer und intimer, denn ich

habe so viele Dinge erlebt und diese in

Songs gepackt, dass man hier schon einen

Unterschied hören wird.

Wird es eine Tour geben? Du spielst ja

im September in Essen und Halle Münsterland

sowie im Dezember in Berlin?

Ich gehe davon aus, dass wir direkt zum

Album eine Tour machen. Das hängt natürlich

davon ab, ob das Album im Frühjahr

erscheint, dann findet die Tour auch

zu dieser Zeit statt. Oder es erscheint im

Sommer, dann wird die Tour etwas später

starten. Ich freue mich aber auf jeden, der

schon am 21. Dezember im „Lido“ in Berlin

zum Jahresabschlusskonzert kommt.

Da kommen richtig tolle Gäste. Ich spoilere

mal ein kleines Bisschen: „ela.“ wird

kommen, sie war bereits Support auf meiner

letzten Tour. Sie ist eine großartige

Sängerin und Songwriterin, mit der ich

sehr viel schreibe. Dann kommt „Revelle“,

die ebenfalls ganz toll ist. Sie hat mit mir

„Fall Nach Oben“ geschrieben. Den Rest

verrate ich noch nicht. Ihr müsst einfach

kommen.

Deutsch-Pop ist seit einiger Zeit extrem

angesagt und die Konkurrenz ist riesig.

Hast du Vorbilder in der Branche und

vielleicht manchmal Angst, dass der

Druck zu groß wird?

Das ist eine gute Frage… Ich habe viele

Vorbilder. Es gibt einfach so viele wahnsinnig

gute Künstler, vor allem auch

Künstlerinnen: ela., Revelle, Mathea,

VLUDE, Miva, Lea, Madeline Juno - die

ja in eurer letzten Ausgabe im Interview

war – alles sehr starke und inspirierende

Künstlerinnen. Außerdem steh ich musikalisch

total auf Clueso, Mark Forster, Max

Giesinger und so viele mehr. Natürlich ist

da auch Druck und du fragst dich, wie du

dich da durchsetzen sollst. Aber irgendwie

ist es auch wieder entspannt, denn ich bin

ja ich und ich bringe etwas Individuelles

mit. Ich berühre offensichtlich Menschen,

so wie auch die eben genannten Künstler

Menschen berühren.

Mir ist in der Musikbranche aufgefallen,

dass es sich nach einem dauerhaften

Konkurrenzkampf anfühlt, den es nicht

bräuchte, denn man könnte sich ja gegen-

AJOURE MAGAZIN SEITE: 23 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

seitig unterstützen. Ich unterstütze zum Beispiel

viele Künstlerinnen, mit denen ich auch

zusammenarbeite. Es muss ja nicht nur eine

Prinzessin sein, sondern es kann viele geben.

(lacht) Ich glaube, dass sich der Musikkonsument

doch sicherlich über mehr Auswahl

und Abwechslung freut. Es ist doch besser

30 geile Künstler/-innen zu hören, als nur

zwei, oder? Meiner Meinung nach gibt es so

viele tolle Artists, die mehr Gehör verdient

hätten, dass ich da nicht dieses Konkurrenzdenken

habe, sondern eher den Wunsch, die

Menschen mit allen anderen gemeinsam zu

erreichen.

Wie reagieren denn deine vielen Instagram-Follower

auf deine Musik? Wie

sind die Resonanzen?

Sehr gut. Die mögen mich ja, da habe ich

Glück (lacht). Die sind von vorneherein erst

einmal milde und positiv gestimmt. Bisher

kam nur positives Feedback. Viele empfinden

„Fall Nach Oben“ stärker als „Stehaufmädchen“

und generell als eine Steigerung

zu den Singles, die vorher waren. Ich glaube,

es liegt auch ein wenig daran, dass es etwas

Neues ist. Ich habe auf meiner letzten Tour

viele neue Songs gespielt und habe immer

wieder Kommentare bekommen, wann denn

endlich die neuen Lieder erscheinen. Jetzt

habe ich ausgerechnet einen Song ausgekoppelt,

den ich nicht auf der Tour gespielt habe.

Das Feedback war zum Glück trotzdem super

positiv. Und wer weiß, vielleicht ist die

nächste Single ja ein Song, den einige schon

auf meiner Tour gehört haben.

Beantwortest du denn die ganzen Anfragen,

die du auf Insta und Co. bekommst?

Viele ja, aber nicht alle. Wenn ich tatsächlich

alle beantworten würde, dann könnte ich

wohl nicht mit dir hier sitzen, was ja super

schade wäre. Ich tu aber mein Bestes und

wünsche mir, dass meine Fans das auch wissen.

Musikerin ist ein Job, der wohl nur zum

Erfolg führt, wenn man mit Leib und Seele

Musik liebt und lebt. Wann war dir klar,

dass du von einer Soap-Darstellerin zur

Sängerin wechseln willst?

Naja, ich war ja strenggenommen schon vor

„Berlin Tag & Nacht“ Musikerin, hatte aber

kein Album, sondern „nur“ zwei EPs mit

meiner Band draußen. Ich mache ja meine eigene

Musik, seitdem ich 19 Jahre alt bin, also

zehn Jahre. Ich mache also schon eine Weile

Musik. Auch als Solokünstlerin damals, dann

AJOURE MAGAZIN SEITE: 24 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

bei The Voice Of Germany, wo meine Band etwas

Aufmerksamkeit bekam. Dann fragte „Berlin Tag

& Nacht“ bei mir an, weil ich vor gefühlt 100 Jahren

bei irgendeinem Film-Pool-Casting war und

die hierrüber auf mich aufmerksam wurden. So

wurde ich als Sängerin in die Soap geholt. Die Story

über mich war ganz witzig, denn ich habe in der

Soap ursprünglich in einer Cover-Band gesungen,

diese dann verlassen, da ich meine eigene Musik

machen wollte. Das war bei mir in der Realität

ziemlich ähnlich. Ich bin immer zweigleisig gefahren.

Ich habe meine eigene Band und Musik gehabt,

und um Geld zu verdienen, habe ich in einer

Cover-Band gesungen. Diese habe ich dann auch

verlassen, um den Fokus nur auf eine einzige Sache

legen zu können. Seit ich in der Grundschule war,

wusste ich, dass ich Sängerin werden möchte. Und

noch bis heute rufen mich ehemalige Mitschüler

an und sagen: „Krass, du hast es immer prophezeit

und heute bist du tatsächlich Sängerin.“

Fehlt dir denn dieser Mix aus Fernsehen und

Musik?

Das Schauspielerische finde ich schon mega und es

macht mir sehr viel Spaß, aber ich bin nicht so der

Typ, der jahrelang in einer Soap bleiben möchte.

Ich will mich gerne noch woanders ausprobieren.

Zum Beispiel in einem Film oder als Synchronsprecherin.

Ich habe immer Bock auf Abwechslung,

doch meine Beständigkeit habe ich in der Musik.

Alles was künstlerisch ist, reizt mich aber immer

sehr. Ich bin, kurz gesagt, froh, dass ich mich mittlerweile

nur auf die Musik konzentrieren kann

und das tun kann, was ich möchte und frei bin.

Auf was dürfen wir uns dieses Jahr noch von dir

freuen?

Ich bin bereits in der Planung für die nächste Single

– und dieses Mal wird es ein Song sein, den ich

auf der Tour gespielt habe (schmunzelt). Es ist sogar

einer meiner Lieblingssongs! Kurz gesagt und

etwas gespoilert: Es werden definitiv ein bis zwei

Songs dieses Jahr erscheinen. Alle drei Songs, also

„Fall Nach Oben“ plus die beiden Tracks, die noch

folgen, sind alle sehr unterschiedlich. Dann haben

die Leute einen Vorgeschmack auf das, was im Album

kommen wird. Ich denke, es wird ganz gut.

Wann war das letzte Mal, dass du etwas zum ersten

Mal erlebt hast?

Verdammt, das ist eine gut Frage… Ich bin bei

euch auf dem Cover. Zum ersten Mal und ich

freue mich mega darüber (grinst).

Foto: Mischa Lorenz

Liebe Jazzy, vielen Dank für die Zeit, die du dir

genommen hast. Wir freuen uns, dich am 21.

Dezember im Lido zu sehen und wünschen dir

für deine kommende Platte viel Erfolg.

Foto: Katja Kuhl

AJOURE MAGAZIN SEITE: 25 | OKTOBER 2019


Foto: nikomsolftwaer / stock.adobe.com


AJOURE / PEOPLE

WAS WURDE EIGENTLICH AUS

CAMERON DIAZ

STAR-PORTRAIT

Fotos: Sony Pictures Germany; Kailash Verlag; AMLF; FOX Deutschland

AJOURE MAGAZIN SEITE: 28 | OKTOBER 2019


AJOURE / PEOPLE

Stars und Sternchen kommen und gehen,

wie man so schön sagt. Cameron Diaz zum

Beispiel war in den 1990er und 2000er Jahren

eine der bekanntesten Schauspielerinnen

in Hollywood. Ihre Filme spielten kombiniert

soviel Geld ein, dass sie zu den Top

10 Kassenmagneten zählte. 2013 war sie die

am höchsten bezahlte Schauspielerin über

40 in den USA.

Doch dann war nach den Filmen „Annie“

und „Sex Tape“ im Jahr 2014 auf einmal

Schluss. Seitdem hat die blonde Ikone nicht

nur keine Filme mehr gedreht, sondern

ist auch fast gänzlich aus der Öffentlichkeit

verschwunden. Wir haben uns einmal

schlau gemacht, was aus Cameron Diaz geworden

ist.

Schneller Aufstieg zum Moviestar

Cameron Diaz begann ihre Karriere schon

mit 16 Jahren. Damals startete sie als Model.

Doch eine Laufbahn als Schauspielerin

stand für sie von Anfang an im Vordergrund.

Ihr Ehrgeiz führte dazu, dass

sie schon ihr Filmdebüt in einem großen

Blockbuster gab. So stand sie 1994 mit Jim

Carrey für „Die Maske“ vor der Kamera.

1998 brillierte sie dann in der derben Komödie

„Verrückt nach Mary“. Diaz spielte

die Titelfigur Mary, um die mehrere Männer

mit drastischen Maßnahmen buhlen.

Dabei war sie so charmant, dass der Film

ein Hit wurde und sie eine Golden Globe

Nominierung dafür erhielt. Danach war sie

aus Hollywood nicht mehr wegzudenken.

Mit ihrer Rolle in den beiden „Drei Engel

für Charlie“-Filmen und als Prinzessin Fiona

in der „Shrek“-Reihe avancierte sie zu

einer der erfolgreichsten Schauspielerinnen

der 2000er Jahre.

Vom Filmstar zur Autorin

Trotzdem ist Cameron Diaz seit 2014 offiziell

im Ruhestand. Sie verschwand förmlich

vom einen auf den anderen Tag von

der Hollywood-Bildfläche. Das heißt aber

nicht, dass sie nicht mehr in Erscheinung

tritt. Diaz widmete sich seither nämlich einer

Karriere als Autorin.

Schon 2013 veröffentlichte sie das „Body

Book“. In dem Gesundheits- und Ernährungsratgeber

beschäftigt sich Diaz nicht

nur mit grundsätzlicher Fitness, sondern

behandelt auch, welche Auswirkung ein

gesunder, bewusster Umgang mit dem eigenen

Körper auf das persönliche Glück

haben kann. Das Buch wurde ein New York

Times Bestseller. 2016 folgte das „Longevity

Book“. Darin werden unter anderem die in

Hollywood gängigen Schönheitsideale kritisiert.

Das Leben selbst gestalten

Das Beenden der Schauspielkarriere begründete

Cameron Diaz ganz einfach damit,

dass sie nach 20 Jahren Filmkarriere

genug Zeit vor der Kamera und in der Öffentlichkeit

verbracht hätte. In mehreren Interviews

hat sie seitdem erklärt, dass sie mit

der Entscheidung glücklich ist. Sie genießt

die wiedergewonnene Privatsphäre und die

Möglichkeit, sich mit anderen Dingen zu

beschäftigen. Sie gestaltet ihr Leben selbst.

Eheglück und neue Projekte

Zudem ist Cameron Diaz seit einigen Jahren

glücklich verheiratet. 2015 vermählte sie

sich mit Benji Madden, dem Gitarristen der

Band „Good Charlotte“. Vor kurzem erst gestanden

sich beide ihre fortwährende Liebe

öffentlich per Instagram.

Abgesehen davon fehlt ihr das Rampenlicht

offensichtlich kein bisschen. Was genau

Cameron Diaz heute macht ist daher auch

nicht bekannt. Sie hat aber durchblitzen lassen,

dass sie sich zurzeit wieder intensiv mit

den Themen Body und Wellness beschäftigt

und über Geschäftsmodelle in diesem Bereich

nachdenkt. Auch ein Engagement im

Modegeschäft kann sie sich vorstellen.

Es sieht also nicht so aus, als würde es in naher

Zukunft zu einer Rückkehr auf die große

Leinwand kommen. In der einen oder

anderen Form werden wir aber sicher noch

von Cameron Diaz hören.

Die Maske

Verrückt nach Mary

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 29 | OKTOBER 2019


AJOURE MAGAZIN SEITE: 30 | OKTOBER 2019

Stoppt den Klimawandel,


Künstler: Matthew Cusick

bevor er unsere Welt verändert.

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 31 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

MARIA EHRICH

7 MONATE, 1 VW KÄFER UND UNZÄHLIGE KILOMETER

Am 30. August ist das Buch „Leaving

the frame: Eine Weltreise ohne Drehbuch“

von Schauspielerin Maria Ehrich

erschienen. Am 3. Oktober kommt der

Film dazu in die Kinos – eine Story, wie

sie wohl viele Menschen gerne selbst

erlebt hätten. Gemeinsam mit ihrem

Freund Manuel reiste die Wahlberlinerin

in einem VW Käfer von Mexiko

nach Neufundland. Unzählige Kilometer

voller Erlebnisse, Geschichten und

Ereignisse liegen hinter den beiden. Wir

wollten natürlich wissen, wie man auf so

eine Idee kommt, welche Tipps Maria

für andere Reiselustige hat, wo Probleme

entstanden sind und ob ein VW Käfer

die beste Wahl für so eine unglaubliche

Reise ist. Maria, die seit ihrem zehnten

Lebensjahr vor der Kamera steht, wusste,

dass es Zeit für eine Veränderung war.

Und so begann das wohl größte Abenteuer

ihres bisherigen Lebens.

„Leaving the frame“ – in sieben Monaten

durch Kenia, Hawaii und von Mexiko

nach Neufundland in einem VW

Käfer. Welches Wort beschreibt deine

Reise am besten?

Es ist ein Wort aus dem brasilianischen

Portugiesisch: „Saudade“ [spricht man:

Saudaji]. Dieses Wort beschreibt eine Art

süßes Fernweh oder süße Melancholie.

Warum?

Es ist ein Wort, welches es nur im Portugiesischen

gibt, doch das Gefühl kennt

jeder. Man will in die Welt hinaus oder

sehnt sich nach irgendetwas oder irgendjemandem.

Genau so war es auch bei uns.

Immer wenn wir an einem neuen Punkt

angekommen sind, waren wir gedanklich

schon wieder einen Schritt weiter.

Vor der Reise hatten wir diese Sehnsucht

nach der Reise, während der Reise haben

wir uns auf die nächsten Städte und

Fotos: Leaving the Frame

AJOURE MAGAZIN SEITE: 32 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Gegenden gefreut und am letzten Punkt

der Tour haben wir bereits an Zuhause

gedacht. So in etwa kann man das wohl

beschreiben.

Wenn man nach so einer langen und

intensiven Reise nach Hause kommt,

fällt man dann emotional nicht erst

einmal in ein Loch?

Wir haben zunächst einmal von dieser

ganzen Reise gezehrt. Wir waren viel

entspannter als zuvor. Manu sagte sogar,

dass ihn mittlerweile nicht einmal mehr

der Berliner Straßenverkehr stresse. Er

meinte, die Reise hätte ihn enorm auf

den Boden geholt. Bei mir war das ähnlich.

Etwa einen Monat lang hielt dieses

Gefühl an und dann dachte ich mir

schon: „so langsam könnten wir ja wieder

los“ (lacht). Doch das war natürlich

nicht möglich, denn dann ging die Postproduktion

des Filmes los. Wir mussten

erst einmal das ganze Material sichten,

was sich auf rund 8 Terrabyte belief.

Wie bist du auf diese Idee gekommen?

Der ausschlaggebende Grund war diese

Unzufriedenheit in mir und mit meiner

Situation. Bei Manu war es ähnlich. Wir

wollten unser eigenes Projekt stemmen.

Also haben wir unsere Kräfte gebündelt

und darüber nachgedacht, was wir machen

könnten. Nicht einfach nur reisen,

sondern die Möglichkeit entdecken, uns

auf irgendeine Art und Weise ausleben

zu können, die wir selber bestimmen

können. Wir wollten auf der einen Seite

gerne Reportagen drehen, da wir die Geschichten

besonderer Menschen in die

Welt hinaustragen, etwas tun, und auf

der anderen Seite aber auch von diesen

Leuten lernen wollten. Genau das haben

wir geschafft.

Wir hatten natürlich Angst, dass so eine

Reise die Beziehung gewaltig strapazieren

und prüfen könnte. Vor allem ich

habe hierüber immer wieder nachgedacht.

Auf der anderen Seite war es vor

der Reise aber auch so, dass man sich

nicht vorstellen kann oder will, dass es

während der Tour tatsächlich ein Problem

geben könnte. Das weiß man erst,

wenn man auf einmal in dieser Situation

ist und denkt: „Hoffentlich überstehen

wir das, denn wir haben noch zwei Monate

und müssen weiterfahren und weitermachen.“

Wie viel Vorlaufzeit und Planung waren

vor der Reise nötig?

Wir haben etwa ein Jahr vor der Reise die

Idee gehabt. Dann hat es eine ganze Weile

gedauert, bis wir uns tatsächlich dazu

entschieden haben, dieses Abenteuer in

die Realität umzusetzen und zu sagen:

„wir machen es“. Alles rund um die aktive

Recherche und die Kontaktaufnahme

zu diversen Leuten startete etwa ein halbes

Jahr vorher. Die Recherchen hielten

wir anfangs für die Umsetzung als sehr

wichtig, später, auf der Reise, wurde uns

aber klar, dass wir unsere Protagonisten

auch auf dem Weg finden konnten.

In welchem Land startete denn eure

Reise und welche Länder folgten?

Der Start unserer Reise begann in Kenia

und führte uns dann nach Hawaii.

Danach gings nach Mexiko, wo wir den

Käfer gekauft haben. Von dort aus fuhren

wir mit dem Wagen durch die USA

bis nach Neufundland. In Kenia haben

wir ein Schildkrötenprojekt besucht und

generell viel Wildlife gemacht. Aber wir

haben uns auch mit der Ordensschwester

Mary Jane getroffen, die alleine fast 300

Kinder großgezogen hat. Hawaii haben

wir nur „angerissen“ und in Mexiko sind

wir auf viele Menschen gestoßen, die uns

bei der Autosuche unterstützt haben.

Wie offen waren die ganzen Leute für

die Idee?

Eigentlich waren alle sehr offen. Nur

einmal hatten wir ein unerwartetes Problem,

als wir in Kenia zu einem Samburu-Dorf

wollten, ein Frauendorf, ähnlich

wie die Massai, aber ein anderer Stamm.

Wir konnten mit ihnen leider nicht selbst

Kontakt aufnehmen, da diese Menschen

kein Englisch sprachen, was natürlich

verständlich ist. Aus diesem Grund

musste jemand für uns Kontakt zu den

Samburu aufnehmen und dolmetschen.

Doch als wir dann dort ankamen, stellte

sich heraus, dass man von uns relativ

viel Geld wollte, um drehen zu dürfen

und mit den Frauen sprechen zu dürfen.

Wir hatten aber nicht so viel Geld da-

AJOURE MAGAZIN SEITE: 33 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

bei, denn wir gingen davon aus, dass es

sich vielleicht um einen Betrag handeln

würde, der etwas über der regulären Eintrittsgebühr

läge – zumindest hat unser

Kontakt uns dies vorab so mitgeteilt. Aus

diesem Problem haben wir allerdings gelernt

und uns für die zukünftigen Treffen

besser vorbereitet und informiert.

Am 30. August, noch vor dem Kinostart,

erschien das Buch „Leaving the

frame: Eine Weltreise ohne Drehbuch“.

Oft ist es so, dass das Buch um Längen

besser ist als der Film. Wie wird es bei

„Leaving the frame“ sein?

Was im Gegensatz zu einer klassischen

Romanverfilmung bei uns der Fall ist,

ist, dass wir tatsächlich alles erlebt haben

und wir den Film so gut wie möglich machen,

sowie unser ganzes Herzblut hineinstecken

wollten. Das Buch ist eine Art

„Making Of & Behind The Scenes“ zum

Film. Im Buch habe ich auch Momente

niedergeschrieben, in denen wir mal keine

Kamera dabei hatten und Dinge beschrieben,

die man nicht nur in Bildern

festhalten, sondern viel intensiver durch

die eigenen Gedanken ausschmücken

kann. Ich finde, das Buch ist eine schöne

Ergänzung zum Film und ich hoffe,

wenn man das Buch liest, möchte man

anschließend den Film sehen, da man

wissen will, wie es in Bildern aussieht.

Andersherum möchte man vielleicht die

Hintergründe im Buch erfahren, sofern

man den Film gesehen, aber das Buch

noch nicht gelesen hat.

Ist „Leaving the frame“ ein erster

Schritt in Richtung Schriftstellerin?

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht zu

schreiben, aber es gab auch anstrengende

Phasen und ich habe gelernt, dass ich

jemand bin, der besser mit Deadlines

arbeiten kann. Auch die Tatsache, dass

man während des Schreibens eine andere

Seite von sich selber kennenlernt, hat

mir gefallen. Ich habe gelernt, dass ich

in der Lage bin, ein Buch zu schreiben,

selbst als nicht-studierter Mensch.

Gibt es denn schon eine Idee für ein

zweites Buch?

Tatsächlich gibt es die (grinst). Hier handelt

es sich um eine Geschichte, die ich

mir bereits vor zehn Jahren ausgedacht

habe. Seitdem hängt sie mir im Kopf.

Aber es geht dann eher in Richtung Roman.

Wie leicht fiel es dir, die Seiten zu deinem

Buch zu füllen? Lief es wie von

selbst?

Ich hatte nie eine Schreibblockade, zum

Glück, denn davor hatte ich definitiv am

meisten Angst. Im Gegenteil, wenn ich

richtig im Flow war, lief es wie von selbst.

Es sind Sätze aus mir herausgekommen,

bei denen ich mir dachte: „Wow, wo habe

ich diese all die Jahre versteckt?“ Was anfangs

schwer gewesen ist, war, dass ich

eine riesige Mind-Map gemacht habe,

auf der alles stand, was uns auf der Reise

so passiert ist. Dieses Aussortieren war

nicht einfach, denn ich wollte mehr mit

ins Buch hineinpacken, als tatsächlich

Platz vorhanden war.

Du warst sieben Monate mit deinem

Freund Manuel Vering, der Video-Journalist

ist, unterwegs. Gab es

Reibereien, wenn man so lange aufeinander

sitzt? Wie verträgt man sich auf

so einer Tour, so viele Monate auf engstem

Raum?

Ich habe keine Ahnung (lacht)! Natürlich

haben wir uns auch mal gefetzt.

Die Gründe hierfür waren teilweise die

bescheuertsten Lappalien. Zum Beispiel

hatten wir ja nur dieses kleine Auto, in

dem all unser Zeug verstaut war. Beim

Einräumen war es wie beim Tetris. Alles

musste exakt passen und an den Ort, der

dafür vorgesehen war. Wenn zum Beispiel

nicht gleich abgewaschen wurde,

dann gab es natürlich Stress, da wir nicht

sofort weiterfahren konnten, denn es war

kein Platz vorhanden, um das Geschirr

einfach so ins Auto stellen zu können.

Ein weiterer Stressfaktor war das ständige

Filmen. Ich glaube, irgendwann lernt

man, dass man miteinander auf einer

Ebene kommunizieren muss, die einfach

verständnisvoll ist. Ich zum Beispiel

musste akzeptieren, wenn Manu mal einen

blöden Tag hatte, da er vielleicht in

unserem Dachzelt schlecht geschlafen

hatte oder so.

Er musste aber im Umkehrschluss auch

auf mich Rücksicht nehmen. Wir mussten

also verstehen, dass der Andere einen

nicht ärgern oder stressen will und diese

Dinge nicht mit Absicht macht, sondern

Fotos: Leaving the Frame

AJOURE MAGAZIN SEITE: 34 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

dass jeder von uns Tage hat, an denen er

oder sie auf dem Zahnfleisch gegangen ist.

Andererseits hatten wir auch wieder ganz

grandiose Momente, die all diese Probleme

und schlechte Laune auf Null gefahren haben.

Warum habt ihr euch für dieses Auto, einen

Käfer, entschieden?

Die Idee kam von Manu. Ich dachte eigentlich,

dass wir nach Mexiko wieder nach

Hause fliegen würden (lacht). So passierte

es dann, dass wir noch drei Monate länger

mit diesem Käfer unterwegs waren. Er

sagte, dass es in Mexiko diese alten Käfer

günstig gäbe und dass diese hier bei uns so

wahnsinnig teuer seien. Er ist halt ein Autofreak

und liebt vor allem Oldtimer und

war der Meinung, wir bräuchten so ein

Ding, während ich anfangs nur den Kopf

geschüttelt habe. Als wir dann begonnen

haben, die Autos anzuschauen (wobei hier

viele Schrottkarren dabei waren), habe

auch ich langsam Gefallen an den Käfern

gefunden und dachte irgendwann, dass es

schon ziemlich cool wäre, mit so einem

Oldtimer herumzufahren.

Da es sich um einen 2003er Käfer handelt,

einer Última Editión (die letzten Käfer,

die je gebaut wurden), hatten wir tatsächlich

nie wirklich Schwierigkeiten mit dem

Wagen. Etwas tricky war allerdings die

Tatsache, dass wir das Auto ja auch zulassen

mussten, denn ohne Nummernschilder

geht auch in Mexiko nichts. Mit der

Anmeldung war dann auch klar, dass es

von Mexiko aus in den Norden Richtung

USA und nicht in den Süden gehen würde,

denn mit der besagten Anmeldung hatten

wir die Genehmigung für das Überqueren

der USA und Kanada, nicht aber für alles,

was südlich liegt. Wären wir in den Süden

gefahren, hätten wir den Wagen in jedem

Land neu anmelden müssen, was enorm

viel Zeit gekostet hätte. Wir haben uns am

Ende der Tour so in dieses Auto verliebt,

dass wir es von Kanada nach Deutschland

verschiffen lassen haben.

Was würdest du ändern, wenn du nochmal

so eine Tour machen würdest?

Ich glaube, dass ein etwas geräumigeres

Auto nicht schlecht wäre, auch wenn ich

unseren Käfer wirklich liebe. Den nächsten

Urlaub werden wir aber auf jeden Fall erstmal

ohne Kameras machen (lacht).

AJOURE MAGAZIN SEITE: 35 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Welches war dein persönlich emotionalster

Moment während der Reise?

Es gab tatsächlich mehrere. Immer wenn

wir uns mit den Protagonisten getroffen

haben, sie uns in ihre Welt geholt haben

und wir sie dann wieder zurücklassen

mussten, war das sehr emotional. Es waren

magische Momente, auch wenn das

immer so platt klingt – doch so war es

einfach.

Es gab einen Moment, um auf deine Frage

zurückzukommen, von dem ich behaupten

würde, dass er das Zeug zum „emotionalsten

Moment“ hat. Dieser ereignete

sich, als wir in New York waren und eine

Verabredung mit einem polnischen Juden

hatten, der damals mit seinen Eltern

im Warschauer Ghetto wohnte und den

Holocaust überlebte. Er hatte diese Zeit

nie wirklich verarbeitet, war eigentlich

Chemiker und hatte dann einen schweren

Unfall, der ihn halbseitig lähmte und

plötzlich begann er, Bilder über den Holocaust

zu malen. Zum Beispiel Bilder

aus dem KZ, obwohl er nie dort gewesen

ist. Er übernahm die Erlebnisse von seinen

Eltern und malte seitdem jeden Tag

ein Bild mit der linken Hand, obwohl er

eigentlich Rechtshänder war. Er ist ein

unglaublich berührender Mensch, der

uns viel erklärte und von den damaligen

Umständen erzählte. Er war gerührt,

dass zwei junge deutsche Menschen zu

ihm kommen und mit ihm sprechen

wollten. Am Ende der Gespräche haben

wir die Leute immer nach deren größten

Wunsch befragt. Er meinte, sein größter

Traum sei eine Ausstellung in Berlin und

das würden wir ihm gerne ermöglichen.

Wie habt ihr all diese Personen, die ihr

interviewt habt, entdeckt? Woher kamen

die Informationen, dass es all diese

besonderen Menschen gibt?

Bei Jurek, dem polnischen Holocaust-Überlebenden,

war es tatsächlich

Zufall. Wir sind in New Jersey bei einer

unglaublich netten Frau untergekommen.

Wir haben ihr erzählt, was wir so machen

und sie sagte, dass sie da eine sehr interessante

Person kenne und diese Person

war Jurek. Wir haben also teilweise vorab

recherchiert, aber manchmal auch die

Informationen von Leuten bekommen,

die Menschen kannten, die dort, wo wir

gerade waren, lebten. Ich glaube, man

Ich

hoffe, wir

überstehen

das.

findet überall auf der Welt spannende

Geschichten, wenn man die Augen aufmacht,

Menschen anspricht und danach

fragt.

Ihr hattet ja überhaupt kein Drehbuch.

Wie kompliziert wurde es teilweise, um

all die Szenen einzufangen? Habt ihr

euch das zu Anfang einfacher vorgestellt?

Und wie kam Manuel mit dieser

Herausforderung klar?

Vor allem ich habe es mir wohl anfangs

einfacher vorgestellt. Wir hatten zwar

kein Drehbuch, hatten aber vorbereitete

Interviewfragen und uns war es wichtig,

dass alles authentisch und echt ist. Deshalb

haben wir uns vorher mit den Leuten

getroffen, um ihnen zu erklären, worum

es geht und ihnen mögliche Ängste

zu nehmen. Aber dieses ständige „die

Sonne steht gerade so gut und das Licht

ist so schön“ war eine echte Herausforderung,

denn diese Momente wollten mit

der Kamera eingefangen werden. Irgendwann

haben wir einen Weg gefunden, so

entspannt als möglich alles aufzunehmen

und gleichzeitig diese schönen Momente

auch für uns genießen zu können.

Viele träumen von so einer Reise und

nur die Wenigsten setzen diesen Traum

in die Tat um. Welchen Tipp hast du für

junge Leute, die sich zu so einem Abenteuer

entscheiden?

Was uns sehr geholfen hat, war, uns vorab

schon mit einigen Menschen aus den verschiedenen

Ländern zu connecten. Vielleicht

hätte all das auch geklappt, wenn

wir auf gut Glück angereist wären, doch

die Art und Weise, wie wir uns auf alles

vorbereitet haben, hat vieles erleichtert.

Was ebenfalls sehr hilfreich war, war, dass

Manu fließend Spanisch spricht. Gerade

in Mexiko standen uns deshalb alle Türen

offen. Sehr wichtig ist auch, alle Vorurteile,

die man ja manchmal hat, wegzulassen.

Zum Beispiel war es so, dass wir beide

die USA zuvor noch nie bereist haben.

Dort sind wir aber so tollen und liebenswürdigen

Menschen begegnet, die wir auf

keinen Fall missen möchten.

Liebe Maria, vielen Dank für die viele

Zeit, die du dir für uns genommen hast.

Wir drücken dir die Daumen und freuen

uns sehr auf den Film sowie auf das

Buch.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 36 | OKTOBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Fotos: Leaving the Frame

AJOURE MAGAZIN SEITE: 37 | OKTOBER 2019


Nachhaltig denken......

Foto: lovelyday12 / stock.adobe.com


Foto: lovelyday12 / stock.adobe.com

UMWELT


AJOURE / UNWELT

Urban

Gardening

Beete erobern die

Stadt zurück

Das Leben in der Stadt hat seine Vorteile.

Nah zur Uni oder zum Arbeitsplatz, alle

Geschäfte, die man braucht, Kitas mit akzeptablen

Öffnungszeiten, falls es notwendig

wird und natürlich Kinos und Kneipen.

Du würdest trotzdem ab und zu auch

gerne richtig in der Erde wühlen, eigenes

Gemüse ziehen, selbst etwas gestalten? Du

bist nicht allein! Urban Gardening ist voll

im Trend!

In manchen Gegenden ist es einfach eine

Notwendigkeit: Wo die Leute arm sind,

helfen Stadtgärten beim Überleben, in

Kuba, Venezuela oder Südafrika beispielsweise.

Oft sind es Projekte, die viel mehr

sind als reine Nahrungserzeugung. Sie

schaffen Zusammenhalt, erhalten Wissen

über Kulturtechniken und ermöglichen

eine gewisse Unabhängigkeit innerhalb

der bestehenden Verhältnisse. Viele Entwicklungshilfeprojekte

setzen deshalb inzwischen

ebenfalls auf Urban Gardening.

Gut fürs Mikroklima

Solche Stadtgärten haben aber auch einen

positiven Effekt auf das lokale Klima: Sie

speichern Regenwasser, das sonst wegkanalisiert

werden müsste. Sie bilden kleine

grüne Oasen, die die Stadtluft verbessern

und Insekten und Vögeln Zuflucht bieten.

Die Menschen, die dort anbauen, haben

Foto: Jakob Fischer; AYAimages; Gluiki / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 40 | OKTOBER 2019


AJOURE / UMWELT

keine weiten Wege, und es wird Nahrung

erzeugt, die nicht transportiert werden

muss.

Gartenzwerg ade – jetzt kommt der

Gemeinschaftsgarten

Deutsche Kleingärtner, diese traditionelle

Form hiesigen Stadtgärtnerns, gelten

oft als spießig, dank vorgeschriebener

Heckenhöhe und der scheinbar unsterblichen

Spezies der Gartenzwergliebhaber.

In der Praxis trifft das auf manche sicher

immer noch zu, andere haben sich längst

unter dem Druck der Realität von preußischen

Umgangsformen verabschiedet.

Daneben haben sich jedoch noch andere

Formen herausgebildet, oft mit einem

Anspruch, der über das Gemüse hinausgeht.

Gemeinsam Gärtnern verbindet,

unabhängig von Herkunft und Sprachkenntnissen,

und es kostet fast nichts.

Man muss es ja nicht so weit treiben wie

die „Guerilla-Gärtner“, die heimlich öffentliche

Grünanlagen umgestalten, eine

Idee, die von der New Yorker Aktivistengruppe

Green Guerillas stammt. Doch

es sind an vielen Orten offene Gemeinschaftsgärten

entstanden, in denen jeder

und jede mitarbeiten kann – die Datenbank

von https://anstiftung.de/ zählt

mehr als 600 in Deutschland.

Gärtnern für alle –

das Erfolgsmodell aus Kreuzberg

Der Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg

wurde dabei international

zum Vorzeigeobjekt. Die Idee brachte

Gründer Robert Shaw aus Kuba mit. Weder

Shaw noch Mit-Gründer Marco Clausen

hatten groß Ahnung von Gartenbau.

Ziel war es auch nicht, maximalen Ertrag

aus einer eher nicht dafür geeigneten

Bodenfläche zu holen. Ihr Konzept war,

den Menschen vor Ort eine solche Möglichkeit

anzubieten – eine sinnvolle Aktivität

jenseits des Konsumismus und mit

höchst greifbarem Ergebnis.

Auf einer gepachteten Brachfläche am

Moritzplatz ging es an die Umsetzung.

Zum Müllsammeln und Aufräumen kamen

150 Leute. Das Besondere an diesem

Garten ist, dass die Pflanzen nicht in der

Erde wachsen, sondern in Behältern. So

hätte man sie jederzeit umziehen können.

Niemand hat dort sein eigenes Beet – alle

packen überall mit an. Zum Ausgleich

neben der Bildschirmarbeit, weil man es

sinnvoll findet, Gemüse vor Ort zu erzeugen

oder weil es einfach Spaß macht.

Strukturiert wird der Betrieb durch Angestellte

und Freiwillige.

Garten vs. Immobiliendeal

Der Prinzessinnengarten wurde mehr als

eine Fläche für Gartenbau-Experimente.

Es bildete sich darum herum ein soziales

Netzwerk, das zusammenstand, als der

Platz zum ersten Mal verkauft werden

sollte. Auch in Berlin wird der Boden

immer teurer und immer begehrter. Dort

zeigt sich beispielhaft der größte Feind

des Urban Gardening: Alles, was irgendwie

zu Bauland gemacht werden könnte,

ist für den Besitzer zu wertvoll, als dass er

darauf nur Erbsen und Möhren wachsen

lassen wollte.

Der aktuelle Stand am Prinzessinnengarten:

Der Großteil der Gruppe zieht

auf eine Fläche in Neukölln, wo sie sich

dauerhaft eine Zukunft und auch bessere

Möglichkeiten zu gärtnern erhofft. Der

verbliebene Teil kämpft noch für einen

langfristigen Nutzungsvertrag am Moritzplatz.

Urban Gardening als Konzept

der Zukunft

Zukunftsforscher sehen im Urban Gardening

und seinen Weiterentwicklungen

wie Urban Farming und Vertical Farming

(vor allem indoor) allerdings den Lösungsansatz

für die Versorgung der kommenden

Generationen. Denn städtische

Flächen mögen zwar begehrt sein, fruchtbarer

Boden auf dem Land ist aber auch

nicht unendlich und weite Transportwege

sind bekanntlich auch ein Problem.

Städtische Gewächshäuser, in denen der

Salat indoor auf mehreren Etagen wächst

und von sparsamen LED-Lampen bestrahlt

wird, sind längst Realität: Keine

Schnecken, keine Transportkosten, das

ganze Jahr über sofort frisch auf dem Teller.

Ernten, anrichten, servieren

Ein Restaurant, bei dem du deinem zukünftigen

Essen sogar beim Wachsen

zusehen kannst, ist das „Good Bank“ in

Berlin. Die Regale mit Salat sind Teil der

Inneneinrichtung. Frischer geht es nicht:

ernten, anrichten, servieren. Inzwischen

reichen die dort gezogenen Köpfe nicht

mehr aus, um alle Esser zu versorgen,

und das Team musste zusätzliche Räume

mieten.

Zugreifen statt Finger weg

Ein anderes Konzept von Urban Gardening

hat die Stadt Andernacht. Statt

Zierpflanzen wachsen in den öffentlichen

Rabatten jetzt Obst und Gemüse. In der

„Essbaren Stadt“ sind die Bürger zum Zugreifen

aufgefordert. Betreut werden die

Anlagen von Langzeitarbeitslosen unter

professioneller Anleitung.

Selber ernten statt kaufen

Und wenn du jetzt selbst anpacken willst?

Dann kannst du dich entweder den Initiativen

anschließen, die in deiner Stadt

möglicherweise schon vorhanden sind.

Du kannst dich auch mit deinen Nachbarn

zusammentun und euren Hinterhof

aufmöbeln, falls er das hergibt. Du

kannst dir einen Maurerbottich kaufen,

auf den Balkon stellen und darin Sachen

anpflanzen, die bis ins nächste Stockwerk

wachsen. Du kannst mit Freundinnen einen

Kleingarten mieten, wo ihr dann den

Laden aufmischt und eure persönliche

Oase schafft. Ernten statt kaufen. Und du

hast auch nie wieder Langeweile. Höchstens

im Winter.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 41 | OKTOBER 2019


AJOURE / UMWELT

Recycling

Die häufigsten

Fehler

bei der

Mülltrennung

Rohstoffe werden immer knapper

und die anfallenden Müllmengen

werden immer größer. Nicht zuletzt

leiden die Umwelt und das Klima

unter den steigenden Abfallmengen.

Seit den 80er Jahren findet ein

Umdenken statt. Recyceln und Wiederverwerten

sollen den Vorzug

vor dem Raubbau an der Natur haben.

Ein guter Schritt in die richtige

Richtung. Nach und nach haben

sich also diverse Tonnen in unsere

Haushalte geschlichen. Und wir sortieren

eifrig. Wir trennen Plastik,

Papier, Grünzeug, Glas und Restmüll.

Wir bringen Sondermüll zur

entsprechenden Abgabestelle.

Mülltrennung ist wichtig, denn Müll

kann nur dann recycelt werden,

wenn eine Vorsortierung stattgefunden

hat. Auch moderne Wiederverwertungsanlagen

stoßen an

ihre Grenzen, wenn Kartons und

Spüli-Flaschen zusammen über ein

Band laufen. Unsortierter Müll,

also unser Restmüll, kommt in die

Verbrennung. Hier entsteht als positiver

Effekt Fernwärme, zurück

bleibt jedoch ein hochgiftiger Verbrennungsrückstand,

den wir kommenden

Generationen übergeben.

Zusätzlich geben Müllverwerter

Kosten, die durch nachträgliches

Sortieren entstehen, direkt an die

Kunden weiter. Je mehr Fehler bei

der Mülltrennung gemacht werden,

desto teurer wird die Abfuhr für uns

alle. Müllsortierung ist also wichtig

und klingt einfach. Doch leider

stoßen wir beim richtigen Sortieren

manchmal an unsere Grenzen.

Welchen Müll trennen wir?

• Wertstoffe kommen in die gelbe

Tonne

• Papier und Pappe wird über die

blaue Tonne oder Altpapiercontainer

entsorgt

• Glas bringen wir farblich sortiert

zum Glascontainer

• Biomüll führen wir über der

braunen oder grünen Tonne

dem Kompost zu

• Restmüll oder Hausmüll wird

in grauen oder schwarzen Tonnen

gesammelt

Die Wertstofftrennung und welche

Fehler sich einschleichen

Über den gelben Sack oder die gelbe

Tonne werden alle Verpackungen

entsorgt. Hierzu gehören Verpackungen

aus Metall, Kunststoff und

Verbundmaterialien. Der passende

AJOURE MAGAZIN SEITE: 42 | OKTOBER 2019


AJOURE / UMWELT

Fotos: Photographee.eu; 9dreamstudio / stock.adobe.com

Reinheitsgrad ist „Löffelrein“. Und hier

schleicht sich der erste Fehler ein. Ein

Joghurt-Becher ist recyclingfähig, wenn

der Inhalt leergelöffelt ist. Joghurtreste

müssen über den Restmüll oder die

Biotonne entsorgt werden. Wenn du

aus Platzgründen die Becher ineinander

stapelst, machst du gleich den nächsten

Fehler. Jede Verpackung muss einzeln

in den Müll gegeben werden. Auch der

Gedanke „Plastik ist Plastik“ führt zu

falscher Entsorgung. Alle Produkte, die

nicht der Verpackung dienen, dürfen

nicht in die Wertstofftonne. Spielzeug

aus Kunststoff oder die Pfanne aus Aluminium

gehören in die Restmülltonne

oder auf den Flohmarkt. Neu ist die

Wiederverwertung von Alufolie, die

beim Verpacken von warmen Gerichten

anfallen. Die sogenannte Servicefolie

darf in die gelbe Tonne, unsere Haushaltsfolie

gehört in den Restmüll.

Papier ist nicht gleich Papier

Papier und Pappe gehören in die blaue

Tonne oder in die örtlichen Sammelcontainer.

Doch nicht alles was augenscheinlich

in die Kategorie Papier

gehört, darf dem Recycling zugeführt

werden.

Papierprodukte, die verschmutzt sind

gehören in den Restmüll. Hierzu gehören

Küchenpapier und Taschentücher,

genauso wie Pappteller. Käse und

Wurstwaren werden häufig in Wachspapier

eingewickelt. Das beschichtete

Papier kann auch nicht wiederverwertet

werden und muss in die Verbrennung.

Gleiches gilt für beschichtetes Backpapier.

Kassenzettel aus Thermopapier,

Aufkleber und auch Post-its fallen rigoros

aus der Verwertung und gehören in

den Hausmüll. Positiv ist, dass Briefumschläge

mit Sichtfenster dank moderner

Sortiermaschinen ebenfalls in die blaue

Tonne dürfen. Luftpolsterumschläge

müssen nach diversen Umläufen in den

Restmüll.

Das Farbenspiel am Glascontainer

Glas geben wir farblich getrennt zur

Wiederverwertung. Üblich ist die Sortierung

in Weiß, Braun und Grün.

Hingegen hartnäckiger Gerüchte werden

die Scherben tatsächlich in dieser

Sortierung abgeholt und nicht in der

Schütte des LKWs vermischt. Flaschen

mit anderer Färbung dürfen mit in den

grünen Behälter, die Farbe verträgt viel

Beimischung anderer Farben. Etiketten

dürfen dranbleiben. Verschlüsse gehören

jedoch in die Wertstoffsammlung,

Korken in den Restmüll.

In den Restmüll müssen auch Produkte

aus Keramik und Porzellan, Fensterscheiben,

Kugeln für den Weihnachtsbaum

und Trinkgläser. Trinkgläser sind

aufgrund ihrer Zusammensetzung nicht

für das Recycling geeignet. Einen genauen

Blick musst du auf Leuchtmittel werfen.

Normale Glühlampen werden über

Restmüll entsorgt und Energiesparlampen

gehören in die Hände Fachpersonal

und wird als Sondermüll entsorgt.

Biomüll - Zurück in den natürlichen

Kreislauf

Biomüll ist mehr als nur der Grünschnitt

aus dem Garten. Natürlich wissen wir

alle, dass alles was wir von Obst und

Gemüse nicht verwerten, auch den Weg

zum Kompost antreten darf. Mit hinein

dürfen auch Speisereste wie Wurst,

Käse, Fisch, Brot und eben auch der

Löffelrest aus dem Joghurtbecher. Mit

in die Biotonne darf eine Papiertüte, in

der du den Müll gesammelt hast. Alle

anderen Papierprodukte gehören in den

Papierkreislauf.

Verarbeitetes Holz hat die Eigenschaft

des Verrottens verloren und muss je

nach Größe in die Restmülltonne oder

zum Sperrmüll. Aus einem Schrank

wird kein Kompost mehr. Windeln,

Tampons, Binden und Zigarettenkippen

müssen in den Hausmüll, ebenso

wie Tütchen mit Hundekot. Hier können

sich Keime bilden, die wir alle nicht

verantworten wollen.

Restmüll - Für alles was übrig ist?

Wenn du jetzt glaubst, hier ist die Tonne

für alles, was überbleibt, stimmt das nur

zum Teil. Hausmüll geht unsortiert in

Verbrennungsanlagen. Bestandteile, die

nicht verbrennen, bleiben als giftiger

Klumpen zurück. Daher gehören Elektrogeräte,

Metalle und große Kunststoffteile

zur Verwertung auf den Wertstoffhof.

Hier werden die Wertstoffe sortiert

und getrennt der Wiederverwertung

zugeführt.

Batterien finden ihren Weg zurück in

die Sammeldosen der Verkaufsstellen.

In den Sondermüll gehören auch Farbreste

und Lösungsmittel, die im Haushalt

anfallen können.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 43 | OKTOBER 2019


AJOURE / UMWELT

Was bedeutet es

wenn sich das

Klima weiterhin

so erwärmt?

Hitzeperioden, Starkregen und

Stürme mehren sich. Langsam,

aber sicher bekommen wir zu spüren,

dass der Klimawandel real ist.

Dennoch ändert sich nicht viel.

Gipfeltreffen und Klimakonferenzen

enden regelmäßig ohne oder

mit nur unbefriedigenden Ergebnissen.

Doch wie wird es weitergehen,

wenn wir es tatsächlich nicht

schaffen die Erderwärmung zu

begrenzen und den Klimawandel

aufzuhalten? Klimaforscher prognostizieren

dramatische Kettenreaktionen,

die deutliche Folgen für

unsere Welt haben werden.

Kritische Punkte in unserem

Klimasystem

In Berichten über Klimakonferenzen

ist immer wieder von 1,5- oder

Zwei-Grad-Zielen die Rede. Man will

verhindern, dass sich unser Erdklima

bis zum Ende des Jahrhunderts

um mehr als durchschnittlich zwei

Grad erhöht. Eine Zahl, die uns geradezu

lächerlich erscheinen mag.

Was bedeuten schon 1,5 oder zwei

Grad mehr oder weniger? Noch dazu

über einen so langen Zeitraum? Sehr

viel, wie die beängstigenden Prognosen

der Klimaforscher zeigen. Denn

auch bei diesem vermeintlich geringen

Temperaturunterschied können

“Die Klima-Kippelemente”

sogenannte „Kipppunkte“ in unserem Klimasystem

überschritten werden, die dann

Kettenreaktionen mit unüberschaubaren

Folgen auslösen. Als Kipppunkte bezeichnen

Wissenschaftler bestimmte Schwellenwerte

an für unser Klimasystem entscheidenden

Stellen. Werden diese überschritten,

hat das jeweils schwerwiegende Folgen für

das ganze Klimasystem, die nicht mehr aufzuhalten

sind.

Wo liegen mögliche Kipppunkte?

Wissenschaftler haben einige wichtige Kipppunkte

für unser Erdklima identifiziert und

machen dort bereits jetzt beunruhigende

Beobachtungen. Schreitet die Entwicklung

dort weiterhin so voran, drohen uns dramatische

Folgen. Einige wichtige Kipppunkte

wollen wir kurz vorstellen:

Die Permafrostböden der

Nordhalbkugel

23 Millionen Quadratkilometer der nördlichen

Halbkugel sind mit Permafrostboden

bedeckt. Weite Teile von Sibirien, Kanada

und Alaska tauen niemals auf – eigentlich.

Denn nun beginnen sie doch zu tauen. Das

Gefährliche dabei: Die gefrorenen Böden

werden, wenn sie tauen, gigantische Mengen

an Treibhausgasen freisetzen, die die Erderwärmung

enorm vorantreiben können.

Fotos: Alexander; artfocus; MATTHEW / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 44 | OKTOBER 2019


AJOURE / UMWELT

Die weltweiten Eisvorkommen

Nicht nur auftauende Böden sind ein

Problem, auch Gletscher und Pole

schwinden bedrohlich schnell. Dadurch

steigen nicht nur die Meeresspiegel, auch

der umliegende Ozean erwärmt sich. Das

Meereis reflektiert nämlich Sonnenlicht

wie ein Spiegel und strahlt Wärme dabei

stärker zurück als die Wasseroberfläche.

Schwindet die Eisdecke, wird das Wasser

zunehmend erwärmt und das Eis

schmilzt noch schneller. Eine sich selbst

beschleunigende Reaktion tritt ein.

Besonders die Eisdecke der Arktis bereitet

den Forschern Sorgen, denn sie ist

schon merklich kleiner geworden. Auch

die Eisschilde auf Grönland und in der

Antarktis sind langfristig gefährdet. Die

dadurch steigenden Meeresspiegel werden

unabsehbare Folgen haben. Inseln

und breite Küstenregionen würden im

Meer versinken. Auch große Metropolen

wie Tokio oder New York wären davon

betroffen.

Die großen Waldbestände

Die äquatorialen Regenwälder sind schützenswerte,

einzigartige Ökosysteme, deren

zunehmende Zerstörung durch den

Menschen schon lange Grund zur Sorge

liefert. Mit dem Klimawandel muss sich

diese Sorge noch verschärfen. Ein globaler

Temperaturanstieg um mehr als zwei

Grad könnte zu Hitze und Trockenheit

und damit zum Absterben dieses Ökosystems

führen.

Auch die großen nördlichen Waldgebiete,

wie etwa in der Taiga, sind gefährdet.

Trockenheit, Waldbrände und Stürme

setzten ihnen mehr und mehr zu.

Wälder speichern enorme Mengen Kohlenstoff.

Durch Waldsterben und Waldbrände

gelangt entsprechend viel Kohlendioxid

in die Atmosphäre und heizt die

Klimaerwärmung zusätzlich an.

Forscher haben noch etliche weitere

Kipppunkte, wie regionale Luftströmungssysteme,

Korallenriffe oder Methanauslösung

aus dem Meeresgrund

im Blick. Sie alle können letztlich unser

Klima zum Kippen bringen – mit schwerwiegenden

Folgen für uns und unsere

Umwelt.

Heißzeit oder Eiszeit?

Unser Klima ist ein komplexes und empfindliches

System. Schon jetzt bekommen

wir zunehmend Probleme mit Starkregen

und Überschwemmungen, Hitze und

Dürre oder Stürmen. Es ist kaum vorherzusagen,

was bei zunehmender Erderwärmung

und Überschreiten der Kipppunkte

tatsächlich geschehen wird. Aber

eines scheint sicher: Es wird zu nachhaltigen

Veränderungen mit schwerwiegenden

Folgen kommen.

Eine prognostizierte Möglichkeit ist das

Eintreten einer „Heißzeit“. Die letzten

Sommer haben uns einen kurzen Vorge-

schmack davon geliefert. Doch Hitze und

Trockenheit könnten auch zu einem globalen

Dauerproblem werden. Eine klimatische

Kettenreaktion kann die Erderwärmung

fatal beschleunigen. Ein globaler Temperaturanstieg

um fünf bis sechs Grad könnte

eintreten. Gletscher und Pole würden tauen

und der Meeresspiegel um 10 bis 60 Meter

ansteigen. Ganze Küstenregionen und

Landstriche verschwänden im Meer. Hitze

und Dürre hätten Trinkwassermangel und

Hungersnöte zur Folge.

Nicht weniger beängstigend klingt ein anderes

mögliches Szenario. In Roland Emmerichs

„The Day After Tomorrow“ führt

das Abschmelzen des Gletschereises zum

Versiegen des Golfstroms und damit zum

plötzlichen Eintritt einer Eiszeit. Ganz so

wie in der Hollywood-Inszenierung müssen

wir uns das nicht vorstellen, doch völlig an

den Haaren herbeigezogen ist das Szenario

nicht. Tatsächlich ist der Golfstrom vor

Grönland ebenfalls ein Kipppunkt. Er fungiert

als eine Art „Wärmepumpe“ für Nordund

Nordwesteuropa. Er transportiert warmes

Wasser aus tropischen Gefilden zu uns

und beschert uns so unser mildes Klima.

Sein Funktionieren beruht auf bestimmten

Verhältnissen von Temperatur, Süß- und

Salzwasser. Durch das Tauen der Gletscher

steigt der Süßwassergehalt, was tatsächlich

das Strömungssystem des Golfstroms stören

oder gar zum Erliegen bringen könnte. Für

uns könnte das einen spürbaren Temperaturabfall

– eine Eiszeit mit all ihren Folgen

– bedeuten.

Egal welches Szenario letztlich Realität werden

könnte, die Prognosen sind beängstigend

und wir, unsere Kinder uns unsere

Enkel werden damit zu kämpfen haben, falls

wir es nicht doch noch schaffen, unser Verhalten

schnell zu ändern und dem Klimawandel

Einhalt zu gebieten.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 45 | OKTOBER 2019


IMMER DAS

NEUESTE

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FOOD & FITNESS


AJOURE / FOOD

Diese Lebensmittel hast du

bislang bestimmt auch falsch gelagert

Wer kennt es nicht: Du hast gerade alle Einkäufe erledigt und

bist dir bei einigen Lebensmitteln nicht ganz sicher, wie du

sie richtig lagern sollst, um zu vermeiden, dass diese verderben

und du sie wegschmeißen musst. Aber bevor man wieder

Mama anrufen muss, lohnt es sich, die Lagermethoden für

die Lebensmittel in Erfahrung zu bringen, die man wohl am

häufigsten einkauft.

Leider können nicht alle Lebensmittel in luftdichten Behältern

überleben, so schön das auch wäre! Deshalb haben wir

im Folgenden ein paar Lebensmittel zusammengetragen, die

du wohl sicher schon einmal falsch gelagert hast. Je nach Lebensmittel

ist es nämlich wichtig, diese in der Gefriertruhe,

im Kühlschrank oder in Behältern in Regalen zu lagern. Damit

wird gewährleistet, dass die Lebensmittel später auch sicher

und frisch verarbeitet und verzehrt werden können.

Fotos: New Africa; tbralnina / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 48 | OKTOBER 2019


AJOURE / FOOD

Hier neun Lebensmittel,

auf die du ganz besonders achten solltest:

Äpfel

„An apple a day keeps the doctor away“, zu Deutsch: „Ein

Apfel am Tag hält dir den Doktor fern“, aber nicht, wenn

er verrottet, bevor du ihn essen willst. Äpfel können in

der Regel bei Raumtemperatur gelagert werden. Wenn du

Äpfel jedoch länger aufheben möchtest, solltest Du diese

im Kühlschrank oder in einem kühlen Raum lagern. Bei

Raumtemperatur fangen Äpfel nach ein paar Tagen das

Reifen an. Im Kühlschrank wird dieser Reifeprozess verlangsamt

und der Apfel hält sich länger frisch ohne weiche

Stellen zu bekommen.

Mehl

Am besten hält sich Mehl frisch und verwertbar, wenn es

in einem luftdichten Metall-, Glas- oder Plastikbehälter

aufbewahrt wird. Deshalb solltest du darauf achten, das

Mehl aus dem Supermarkt, welches meist in Papier verpackt

ist, direkt in einen dieser Behälter umzufüllen. Im

Vergleich zu anderen Lebensmitteln braucht Mehl zwar

länger, um schlecht zu werden, wenn es aber nicht richtig

gelagert wird, verdirbt es relativ schnell. Vollkornmehl ist

besonders empfindlich. Um den Oxidationsprozess von

Vollkornmehl zu verlangsamen, solltest du dieses im Kühlschrank

oder in der Gefriertruhe lagern.

Obst

Häufig wird Obst im Kühlschrank gelagert - und bei Äpfeln

und einigen empfindlichen Früchten wie Himbeeren

ist das auch ein guter Plan, aber andere Früchte müssen

erst für einige Zeit bei Raumtemperatur reifen, bevor sie

mit anderen Lebensmitteln in den Kühlschrank gestellt

werden können. Obst sollte nicht zusammen mit Gemüse

gelagert werden, da sich diese aufgrund der unterschiedlichen

Gase, die sie emittieren, schneller gegenseitig zersetzen

können.

Kartoffeln

Kartoffeln müssen an einem trockenen, kühlen und dunklen

Ort aufbewahrt werden, um frisch zu bleiben. Kartoffeln

eignen sich nicht für den Kühlschrank, da zu kalte

Temperaturen (unter 10 Grad) dazu führen, dass die Stärke

in der Kartoffel in Zucker umgewandelt wird. Dies hat

den Effekt, dass die Kartoffeln später süß schmecken und

leicht verfärben.

Zwiebeln

Zwiebeln sind wie Kartoffeln etwas empfindlicher. Sie

müssen an einem trockenen, dunklen und kühlen Ort

gelagert werden, benötigen aber auch eine angemessene

Luftzirkulation, um frisch zu bleiben. Darüber hinaus sollten

sie nicht in der Nähe von Kartoffeln gelagert werden,

obwohl beide Lebensmittel unter ähnlichen Bedingungen

gelagert werden müssen. Zwiebeln und Kartoffeln verändern

die Feuchtigkeitslevel in der Umluft und stoßen

Gase aus, welche im Wechseleffekt beide Nahrungsmittel

schneller reifen lassen. Kühlung ist besonders wichtig, um

Zwiebeln frisch zu halten und hat gleichzeitig den Vorteil,

dass beim Schneiden der Zwiebeln weniger tränenverursachende

Gase aus dieser austreten.

Frisches Fleisch

Wenn du frisches Fleisch beim Metzger deines Vertrauens

gekauft hast, kannst du es in der Verpackung des Geschäfts

aufbewahren. Das Umpacken und Lagern von Fleisch erhöht

nämlich das Risiko, dass es bei diesem Prozess Bakterien

ausgesetzt wird. Vertraue daher am besten auf die

Verpackung, in der das Fleisch gekauft wurde. In der Regel

hält Fleisch 3-4 Tage im Kühlschrank und sollte eingefroren

werden, wenn die Lagerzeit länger betragen soll.

Grüner Salat

Wenn Salat schlecht wird, wird er sehr schmierig, was

ziemlich eklig werden kann. Um dies zu vermeiden, solltest

du darauf achten, Salat nicht in einer Plastikverpackung

aufzubewahren. Salat muss in einem perforierten

Beutel, gewaschen und in einer Schüssel im Kühlschrank

oder in einer Papiertüte aufbewahrt werden (nur wenn er

vollständig getrocknet ist). Zwar besprühen Supermärkte

ihre Salate mit Wasser, um diese im Laden frischer wirken

zu lassen, allerdings sorgt die zusätzliche Feuchtigkeit dafür,

dass dieser noch schneller reift.

Ungekochte Nudeln

Entgegen der allgemeinen Meinung sollten ungekochte

Nudeln nicht in der Originalverpackung aufbewahrt werden,

wenn diese länger gelagert werden sollen. Fülle ungekochte

Nudeln am besten in einen luftdichten Glasbehälter

und lagere diesen an einem dunklen Ort, um die Haltbarkeit

zu verlängern und Probleme mit Muff und Feuchtigkeit

zu vermeiden.

Brot

Brot wird häufig in der Speisekammer aufbewahrt, allerdings

hält es sich viel länger, wenn es im Kühlschrank oder

Gefrierschrank aufbewahrt wird. Laut einem Bericht der

Oregon State University fängt frisches Brot relativ schnell

zu schimmeln an. Durch die Lagerung im Kühlschrank

oder in der Gefriertruhe kann die Haltbarkeit erheblich

verlängert werden. Allerdings schmeckt es durch diese

Methode auch möglicherweise schneller abgestanden. Das

gekühlte Brot vor dem Verzehr zu toasten oder im Ofen

kurz zu erwärmen, kann dabei wahre Wunder bewirken.

Das Brot kann direkt aus dem Gefrierschrank im Toaster

aufgewärmt werden. Längeres Lagern von Brot erzeugt

noch resistentere Stärke - das sind die „guten“ langkettigen

Kohlenhydrate, die wichtig für die Energieversorgung

des Körpers sind.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 49 | OKTOBER 2019


AJOURE / FOOD

Saisongemüse im Oktober

Hokkaido-Kürbis - Der beliebte Neuling

Herbstzeit ist Kürbiszeit und nicht nur weil uns die Kürbisse mit

ihrer strahlenden Farbe so manchen trüben Tag erhellen. Der

Hokkaido-Kürbis ist zu dieser Zeit aus den Supermarktregalen

nicht mehr wegzudenken. Genau genommen zählt er laut

botanischer Definition zum Obst, wird aber gemeinhin als

Fruchtgemüse bezeichnet. Den Reifetest besteht er, wenn beim

Klopfen auf die Schale ein hohles Geräusch ertönt und Schale

und Stielansatz unversehrt sind. Dann hast du womöglich

den idealen Hokkaido gefunden. Auf Grund seines Gewichtes

von ein bis drei Kilogramm zählt er zu den Riesenkürbissen.

Die meisten Sorten haben eine dunkelorange Schale, die auf

seinen hohen Beta-Karotin-Gehalt hinweist, einige wenige eine

dunkelgrüne.

Deliziöses Superfood mit wenig Kalorien

Alle positiven Qualitäten dieses Superfoods aufzuzählen, wäre

fast unmöglich. Bei den besonderen orangeroten Speisekürbissen

kann sogar die Schale mitgegessen werden, diese wird beim

Kochen weich und kann zusammen mit dem faserarmen

Fruchtfleisch verzehrt werden. Das Fruchtfleisch beinhaltet einen

Mix aus wertvollen Mineralstoffen, schmeckt lecker nussig - ähnlich

wie Esskastanien - die Fasern sind kaum spürbar. Die Kerne der

Kürbissorte finden auch Verwendung, nach dem Trocknen kann

man sie aussäen oder als Snack verzehren.

Der Hokkaido-Kürbis ist fett- und kalorienarm und reich an

Vitaminen. Er enthält mehr Beta-Karotin und weniger Wasser als

herkömmliche Kürbissorten. Das Beta-Karotin wird vom Körper

zu Vitamin A umgewandelt, unterstützt das Immunsystem und

kräftigt Augen und Haare. Dennoch wirkt er, auf Grund seines

hohen Kalium-Gehaltes, auf natürliche Weise entwässernd und regt

die Nieren- und Blasenaktivität an. Empfindliche Mägen können

sich auch freuen, Hokkaidos sind sehr leicht verdaulich.

Zusätzlich ist er reich an den Vitaminen B1, B2, B6, (gut für den

Stoffwechsel und das Nervensystem) Vitamin C (Wundermittel

gegen Grippe und Erkältung), Vitamin E, Folsäure, Magnesium,

Eisen und Phosphor. Hinzu kommen noch der niedrige Kalorienund

Fettanteil und wir haben quasi das perfekte Gemüse.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 50 | OKTOBER 2019


AJOURE / FOOD

Überall einsatzbereit

Der Hokkaido-Kürbis ist mit seinem

feinen, leicht süßen Aroma sehr

vielseitig nutzbar und sowohl als

Hauptgericht, Beilage oder Süßspeise

köstlich. Er kann roh oder als Gemüse

in Salaten gegessen werden, als auch

klassisch zu Suppe oder Auflauf

verwertet werden. Die Delikatessen, die

man aus ihm zaubern kann, sind nahezu

endlos: Ofenkürbis, Hokkaido-Püree,

Risotto, Pasta, Lasagne, Kürbisaufstrich,

Kürbispuffer, Kürbiseintopf, gebacken

als Kürbisbrot, als Marmelade,

Kompott, Kürbiskuchen, und sogar als

Babynahrung.

Pflege, direkt an der Erde gießen, um

Mehltau zu verhindern und lange

Triebe zurückschneiden, damit euer

Kürbis seine Energie auf die Früchte

konzentriert.

Im April/Mai können die Kürbisse

draußen gesät werden, wenn man

es schon nicht mehr erwarten kann,

kann man schon im Februar an der

Fensterbank oder im Gewächshaus

mit dem Vorziehen beginnen. Der

Hokkaido bestäubt sich selbst mit

seinen männlichen und weiblichen

Blüten und zusätzlich durch Bienen. Als

Nachbarn mögen sie Sonnenblumen

und Zuckermais sehr gerne.

Fotos: noirchocolate; karepa; tilialucida; marysckin / stock.adobe.com

In Scheiben geschnitten und im Ofen

gebacken schmecken die Kürbischips

ähnlich wie Süßkartoffelpommes,

weil er so gut mit Chili und Ingwer

zusammen passt, sind Kürbis-Chutney

und Kürbis-Curry sehr beliebt. Gängig

ist auch der gefüllte Kürbis, dabei

einfach den Deckel abschneiden, Kerne

entfernen und nach Belieben füllen –

mit leckerem Ragout oder vegetarisch

mit Couscous. Nahezu allen Gerichten

verleiht er einen herbstlichen Touch

und ist aus unserer Küche gar nicht

mehr wegzudenken.

Das perfekte Plätzchen für deinen

Hokkaido

Der Hokkaido wird von September

bis Dezember geerntet, unbedingt vor

Eintreten des Frostes. Auf Grund seiner

Frostempfindlichkeit sollte er bei 10-

15°C gelagert werden, unversehrte nicht

angeschnittene Kürbisse halten sich

für mehrere Monate. Der Ertrag einer

Hokkaido-Kürbis-Pflanze kann bei

richtiger Pflege und richtigem Standort

sogar bis zu 20 Kürbisse betragen.

Für Gartenneulinge ist der Hokkaido-

Anbau ideal, die Pflanze mag es sonnig

und warm, braucht jede Menge Platz

und Wasser und einen windgeschützten

Standort, am besten geeignet sind

Hausmauern oder der Kompost.

Ansonsten benötigt er nicht allzu viel

Schon gewusst?

Der Hokkaido-Kürbis hat eine sehr

multikulturelle Geschichte. Ende des 16.

Jahrhunderts brachten die Portugiesen

die Kürbisse nach Japan, zwei Jahrhunderte

später folgten neue Sorten, die

amerikanische Agrararbeiter mitbrachten.

Die Geschichte des Hokkaido selbst

geht zurück bis ins Jahr 1933, als dem

japanischen Gemüsezüchter Saichirō

Matsumoto diese leckere Sorte gelang.

Erst seit 1990 fand der Kürbis allerdings

den Weg in den europäischen Anbau

und Handel. Heute ist der Kürbisanbau

so beliebt, dass er sich seit dem Jahr

2006 verdoppelt hat, während Kürbisse

früher noch als Essen für arme Leute

oder gar als Viehfutter galten.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 51 | OKTOBER 2019


AJOURE / FOOD

Greif

Zur Nuss!

WARUM DU ÖFTER MAL NÜSSE ESSEN SOLLTEST

Nüsse - was sind das eigentlich genau?

Warum Nüsse so gesund für uns sind

Tatsächlich sind viele der vermeintlichen Nüsse im botanischen

Sinn eigentlich Stein-, Kapsel- oder Hülsenfrüchte. Ein gutes

Beispiel für Letztere ist unter anderem die Erdnuss, obgleich

ihre Schale sich im Gegensatz zu anderen nicht öffnet. Bei echten

Nüssen gibt es hingegen klare Merkmale: Sie verfügen über

drei holzige Schichten als Panzer und fallen geschlossen von den

Bäumen - deshalb werden sie als Schließfrüchte bezeichnet. Zu

den aus botanischer Sicht echten Nüssen zählt man unter anderem

Maronen, Haselnüsse, Macadamianüsse oder auch Walnüsse.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien konnten in den letzten Jahren belegen,

dass das Essen von Nüssen positive Auswirkungen auf unser Heiz-Kreislauf-System

hat - vor allem unsere Blutfettwerte profitieren davon, was an

der besonderen Fettsäurestruktur von Nüssen liegt. Sie enthalten zahlreiche

wertvolle ungesättigte Fettsäuren, welche für unseren Körper äußert

gesund sind. Darüber hinaus enthalten sie Ballast- und Mineralstoffe sowie

Arginin, das zu den Aminosäuren gehört. Alle diese Inhaltsstoffe wirken

sich günstig auf unsere Gesundheit aus und können uns in verschiedenen

Situationen unterstützen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 52 | OKTOBER 2019


AJOURE / FOOD

Fotos: mizina / stock.adobe.com

Allergiker sollten vorsichtig beim Verzehr mit Nüssen sein

Nicht wenige Menschen reagieren allergisch auf Nüsse - dies trifft

vor allem auf Birkenpollenallergiker zu. Typische Symptome sind

unter anderem ein Juckreiz, der sich auf dem ganzen Körper zeigt,

Kratzen im Hals oder sogar Atemnot. Hervorrufen können dies

sowohl Walnüsse als auch Erd- und Cashewnüsse, Mandeln und

zahlreiche andere Sorten. Schon kleinste Mengen können für Betroffene

zu starken Symptomen führen. Deshalb ist es wichtig, sich

als Allergiker über die Inhaltsstoffe verschiedener Lebensmittel

im Klaren zu sein. Eine Allergen-Kennzeichnung ist inzwischen

in Deutschland vorgeschrieben, da besonders Schalenfrüchte wie

Paranuss, Pistazie, Walnuss, Haselnuss, Mandeln oder Cashew oft

die Auslöser für Betroffene sind. Für alle anderen Menschen gilt

jedoch: Greif ruhig zur Nuss! Sie enthalten zwar viele Kalorien, versorgen

unseren Körper aber mit essenziellen Nährstoffen, machen

satt und fördern die Konzentration.

Welche Nüsse besonders zu empfehlen sind

Nüsse wirken sich nicht nur positiv auf unsere Gesundheit aus, sie

sind auch ein echtes Beauty-Food.

So sind Walnüsse unter anderem reich an Zink, welches Haare und

Haut nachhaltig kräftigt. Ebenfalls enthalten sie zahlreiche B-Vitamine,

die unsere Nerven beruhigen und daher das perfekte Food

bei Stress sind. Wer sich also einmal in einer stressigen Situation

befindet oder kurz vor einer Prüfung steht, sollte eine Handvoll

Walnüsse verzehren - allerdings in Maßen, da 100 g rund 670 Kalorien

enthalten. Gesund sind Walnüsse jedoch auch, da sie reich an

Folsäure sind - ein Nährstoff, der insbesondere für Schwangere eine

wichtige Rolle spielt.

Die Erdnuss zählt aus botanischer Sicht zwar nicht zu den Nüssen,

sondern zu den Hülsenfrüchten, ist aber dennoch absolut gesund.

Allerdings ist es wichtig, diese ungesalzen und ungewürzt zu

verzehren - dann liefern sie viel wertvolles Eiweiß, was gerade für

Vegetarier sehr wichtig ist. Erdnüsse enthalten darüber hinaus viele

B- und E-Vitamine sowie hohe Mengen an Folsäure. Vitamin E

schützt dagegen unsere körpereigenen Zellen und fängt freie Radikale

ein, was unsere Haut jung hält. Auch hier solltest du die Mengen

im Auge behalten, da 100 g rund 580 Kalorien liefern.

Die Mandel gilt als eine der eiweiß- und calciumreichsten Nüsse

überhaupt - und daher für Vegetarier und Veganer oft die erste

Wahl. Wer auf Milchprodukte verzichtet, entscheidet sich häufig für

Mandelmilch, welche viel Calcium liefert und somit unsere Knochen

stärkt. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind die Vitamine A und

E, die die Zellen sowie unser Immunsystem schützen. Verschiedene

Studien zeigen inzwischen sogar, dass ein regelmäßiger Verzehr

von Mandeln Krebs vorbeugen sowie den Cholesterinspiegel senken

kann. Doch auch Mandeln enthalten viel Energie: In 100 g sind

es etwa 600 Kalorien.

Besonders geschmacksintensiv zeigt sich die Haselnuss, die hierzulande

vor allem im Müsli oder in Weihnachtsgebäck zum Einsatz

kommt. Sie sind reich an verschiedenen B-Vitaminen - und genau

diese machen die Nuss so gesund. Sie liefern Energie, die unser Gehirn

und die Konzentration fördern, Stress reduzieren und für einen

klaren Kopf sorgen. In stressigen Situationen ist die Haselnuss aus

diesem Grund genau das Richtige. 100 g Haselnüsse enthalten etwa

650 Kalorien.

Wertvolle Fette und Inhaltsstoffe in Nüssen

Nüsse galten lange als Dickmacher, wobei die vielen positiven Effekte

vollständig missachtet wurden. Diese konnten allerdings im Zuge

vieler Studien in den letzten Jahren wissenschaftlich bewiesen werden.

So enthalten sie in der Regel wenige Kohlenhydrate, was den

Blutzuckerspiegel nach dem Essen auf einem niedrigen Niveau hält.

Weiterhin enthalten sie wertvolle Fette mit einem geringen Anteil an

ungesättigten Fetten, allen voran Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Hierbei ist es wichtig, dass beide Fettsäuren enthalten sind, was vielen

Menschen gar nicht bewusst ist. Denn: Während die Omega-6-Fettsäuren

als entzündungsfördernd gelten, hemmen Omega-3-Fettsäuren

die Entstehung von Entzündungsherden. Damit diese gegenteiligen

Effekte sich optimal ausgleichen, sind beide Fettsäuren gleich

wichtig - optimalerweise werden Omega 3 und Omega 6 im Verhältnis

1:5 eingenommen. Am besten ist es, gemischte Nüsse zu sich zu

nehmen - dann erhält man einen gesunden Nährstoffmix und tut seinem

Körper in jedem Fall etwas Gutes.

Doch mit den Fetten nicht genug: Nüsse sind eine hervorragende

Eiweißquelle, enthalten reichlich Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe

und verschiedene Vitamine. Dass dies sich positiv auf verschiedene

Beschwerden auswirken kann, versteht sich von selbst: Das

Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, das Diabetes-Risiko sinkt und

auch die Bluttfettwerte werden ausbalanciert.

Wie viele Nüsse sind überhaupt gesund - und wann ist es zu viel?

Zwar sind Nüsse aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe äußerst gesund,

allerdings enthalten sie natürlich auch eine Menge Kalorien

und viel Fett. Deshalb sollte man sie nicht den ganzen Tag über zu

sich nehmen, denn dann ist eine Gewichtszunahme wahrscheinlich.

Optimal ist eine Handvoll - der Körper erhält so viele gesunde

Nährstoffe, aber nicht zu viele Kalorien. Achten solltest du

dabei allerdings möglichst auf unverarbeitete Produkte.

Gewürzte, in Teig gebackene oder stark gesalzene Nüsse

sind zwar ebenfalls gesund, enthalten aber eine

Menge Kalorien und auch ungesunde Fette. Am

besten schmecken Nüsse als Beigabe zu Müslis,

Salaten oder auch in Aufläufen, zu Fleisch

und zu Pasta. Doch auch Brot, Plätzchen

und Kuchen lassen sich damit verfeinern

- es macht Spaß, zu experimentieren.


FITNESS

mit Ajouré

Gesund

und Fit bleiben

Interviews

Sport

ernährung

AJOURÉ

www.ajoure.de

Foto: ikostudio / stock.adobe.com


FOOD


AJOURE / FITNESS

Ready!

Sport macht Spaß und hält fit. Was dabei immer

ganz entscheidend ist: Die richtige Ausführung

der Übungen. Falsche Bewegungsabläufe

können dazu führen, dass du nie das

Maximum deiner Leistung erreichen wirst.

Zusätzlich steigt das Risiko für Verletzungen

und lange Trainingspausen. Besonders wenn

du bereits etwas länger Sport treibst, können

sich kleine Fehler einschleichen, die auf die

Dauer zu gesundheitlichen Schäden führen.

Damit du nicht deine Zeit verschwendest,

zeigen wir dir, was bei den beliebtesten Fitnessübungen

falsch laufen kann und geben

dir Tipps, wie du es verbessern kannst.

DIE

TOP 8

FITNESS-

ÜBUNGEN

DIE FAST

JEDER

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Shopping List

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 56 | OKTOBER 2019


AJOURE / FITNESS

1

Kreuzheben

Bei dieser Grundübung für den Rücken kommt

es recht häufig vor, dass ebendieser nicht gerade

genug gehalten wird. Entweder er wird zu

sehr eingerollt oder in solch einem Ausmaß

überstreckt, dass vor allem der Nackenbereich

übermäßig belastet wird. Dies passiert besonders

dann, wenn du zur Kontrolle in den Spiegel

siehst.

Halte deinen Rücken stattdessen stets gestreckt

und deinen Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule.

Das erreichst du dadurch, dass du ihn in

einer Doppelkinn-Position stabilisierst. Führe

das Kreuzheben immer nur mit dem Gewicht

durch, bei dem du deinen Rücken über den gesamten

Bewegungsablauf gerade halten kannst.

2

Beim Liegestütz ist primär die Stellung der Arme entscheidend.

Liegen deine Hände zu weit vorne und bewegen sich

deine Ellbogen während der Übung nach außen, kann dies

schädlich für deine Ellbogen- und Schultergelenke sein. Bei

einer schlechten Rumpfstabilität wird es außerdem dazu

kommen, dass die Hüfte Richtung Boden absinkt und die

Wirbelsäule durchhängt.

Beachte beim Push-up, dass sich deine Hände auf Höhe der

Schulter befinden und deine Arme eng am Körper gehalten

werden, wobei die Ellbogen nach hinten zeigen. Spanne die

Bauchmuskulatur an, um dauerhaft von Kopf bis Fuß eine

Linie zu bilden.

Push-Up

3

Triceps Dips

Egal ob du die Dips am Boden oder mit den Händen abgestützt

auf einer Bank ausübst – ein krummer Rücken und

nach außen gerichtete Ellbogen werden dich nicht zum Erfolg

führen. Deine Schultern positionieren sich aufgrund dessen

zu weit vorne, was die Gelenkkapsel übermäßig stark belastet.

Versuche deine gesamte Wirbelsäule gerade zu halten. Presse

die Schulterblätter zusammen, damit deine Ellbogen automatisch

hinten bleiben und die Kraft für das Hochdrücken auch

wirklich aus dem Triceps kommt.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 57 | OKTOBER 2019


AJOURE / FITNESS

4

PLanking

Der Unterarmstütz stellt viele Sportler vor eine

große Herausforderung. Allzu schwer ist es, eine

ausreichende Rumpfspannung zu halten. Dadurch

passiert es, dass entweder die Hüfte Richtung

Matte absinkt oder aber das Gesäß übermäßig

zur Decke gestreckt wird.

Um Schäden vor allem im unteren Rückenbereich

zu vermeiden, musst du darauf achten, deine

Bauch- und Pomuskulatur während des Plankings

durchgehend anzuspannen. Dein Rumpf wird auf

diese Weise stabil gehalten und das Durchbiegen

der Wirbelsäule verhindert.

6Squats

5

Sit-ups

Was du mit Sicherheit schon häufig im Fitnessstudio oder

in YouTube-Videos gesehen hast: falsch durchgeführte

Sit-ups. Dabei werden sie in einem derartigen Tempo absolviert,

dass die Bewegung nur noch aus dem Schwung

entsteht oder es wird zu stark mit den Armen am Kopf

gezogen.

Um es richtigzumachen, achte

darauf, dass die Kraft aus

den Bauchmuskeln kommt.

Deine Hände liegen ganz entspannt

am Hinterkopf. Halte

deinen Blick gerade und

mache die Übung konzentriert

und langsam. Du wirst

vielleicht nicht ganz so viele

Wiederholungen schaffen,

aber dafür gezielt und auf

eine gesunde Weise Bauchmuskulatur

aufbauen.

Der Klassiker unter den Übungen, die jeder falsch macht: Die Kniebeuge. Eine Unmenge an Fehler können auftreten,

wie zum Beispiel kein vollständiges Bewegungsausmaß, Pressatmung, fehlende Kniestabilität mit X- oder

O-Bein-Stellung, zu starke Hüftbeugung, das Überschießen der Knie über die Zehen usw.

Ursache dafür ist in vielen Fällen eine reduzierte Beweglichkeit im unteren Körper. Dehne deshalb fleißig deine

Oberschenkel- und Wadenmuskulatur und sorge dafür, dass deine Sprunggelenke beweglich sind. Stelle deine

Füße etwas breiter als hüftbreit auf den Boden und starte den Squat mit dem Gefühl, als würdest du dich auf einen

Stuhl setzen. Beginne nicht mit der Kniebeugung. Sinke dann so tief mit dem Gesäß, dass deine Kniegelenke einen

90-Grad-Winkel bilden. Verhindere ein Hohlkreuz, indem du deine Bauchmuskeln anspannst.

Fotos: Romario Ien; Dash / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 58 | OKTOBER 2019


AJOURE / FITNESS

(Seitlicher) Ausfallschritt

7

Sowohl bei der normalen Lunge, als auch bei der seitlichen ist das

größte Problem der Winkel im Kniegelenk. Wird dieser zu spitz,

steigt aufgrund der einwirkenden Kräfte der Druck auf das Gelenk,

was auf Dauer zu einer Schädigung führen wird.

Fokussiere dich bei beiden Übungen darauf, dein Gesäß nach unten

zu bringen und nicht zu sehr das Knie nach vorne zu schieben. Dein

Oberkörper bleibt aufrecht und die Hüfte stabil.

8

Diese Übung ist sehr beliebt, um sich einen knackigen

Po anzutrainieren. Bei falscher Ausführung

kann sie jedoch vor allem schlecht für den

unteren Rücken werden. Wird der Fuß zu weit

und zu dynamisch nach oben gestreckt, entsteht

automatisch ein Hohlkreuz, was die Bandscheiben

belastet.

Nimm zunächst eine stabile Vierfüßler Position

ein, bei der die Rumpfmuskulatur angespannt

ist. Führe einen Fuß mit gebeugtem Bein so nach

oben, dass die Fußsohle parallel zur Decke und

die Fußspitze nach hinten zeigt. Dies darf aber

immer nur in einem Ausmaß geschehen, in dem

sich die Wirbelsäule nicht verbiegt.

Donkey Kick

AJOURE MAGAZIN SEITE: 59 | OKTOBER 2019


AJOURE / FITNESS

Der perfekte Sport-BH

darauf solltest du beim Kauf achten

Frauen sollten optimalerweise niemals ohne

Sport-BH Sport treiben. Besonders beim Laufen

werden deine Brüste großen Belastungen ausgesetzt

und können unter Umständen Schäden

davontragen. Das Tragen eines Sport-BHs ist

also mindestens genauso wichtig wie das richtige

Schuhwerk.

Darum solltest du einen Sport-BH tragen

Sport ist gesund, deshalb solltest du dich nach Möglichkeit

mehrmals pro Woche sportlich betätigen. Dabei

gehört ein Sport-BH unbedingt dazu, um Schmerzen

in der Brust zu vermeiden.

LANSTON SPORT

SPORT-BH STREAK

€ 90,00

Im besonders extremen Fällen kann es sogar

zur Bildung von Hängebrüsten kommen. Die

Schwingbewegungen der Brüste führen bei vielen

Frau zur Verspannung der Schultern und des

Rückens. Bei größeren Brüsten fallen diese Probleme

in der Regel größer aus, trotzdem solltest

du auch kleine Brüste mit einem Sport-BH stützen

und schützen. Er soll sicherstellen, dass die

Brüste gut verpackt sind und sich nicht zu sehr

bewegen, damit die Belastungen auf ein Minimum

reduziert werden. Die Eigenbewegungen

der Brüste können durch einen guten Sport-BH um

etwa 75 Prozent reduziert werden. Ein normaler BH

bietet dir nur 38 Prozent weniger Eigenbewegungen

und das reicht nicht, um Schäden und Probleme zu

vermeiden. Obwohl ein Sport-BH viele Vorteile bietet,

Fotos: Cookie Studio / stock.adobe.com; PR / Tracedelight

AJOURE MAGAZIN SEITE: 60 | OKTOBER 2019


AJOURE / FITNESS

benutzen relativ wenige Frauen einen. Angeblich

tragen nur 15 Prozent der Frauen

beim Hobbysport einen entsprechenden

BH. Falls du zu den anderen 85 Prozent

gehörst, möchten wir dich gern aufklären.

Der perfekte Sport-BH

Der perfekte Sport-BH sitzt während des

Trainings gut und bequem. Er darf nicht zu

eng sein, damit er dich nicht in deiner Atmung

behindert. Du solltest beim Kauf auf

breite und gepolsterte Träger achten, damit

sie nicht in die Haut einschneiden. Die

Nähte müssen gut verarbeitet sein, damit

diese nicht auf der Haut scheuern. Dein

Sport-BH sollte aus einem atmungsaktiven

Material bestehen und den Schweiß gut

nach außen hin abgeben.

Ein normaler BH bietet keinen

ausreichenden Schutz

Für den Alltag ist ein herkömmlicher BH,

in der richtigen Größe, vollkommen ausreichend.

Ein Sport-BH sitzt enger und

schränkt die Bewegungen der Brüste ein.

Dadurch ist er im normalen Alltag eher

unbeliebt, weil die meisten Frauen sich

eingeschränkt fühlen. Letztendlich musst

du es selbst ausprobieren. Ein Sport-BH

hat eine gewisse Ähnlichkeit mit normalen

BHs, allerdings sind Stilelemente wie Spitzen,

Knöpfe und Rüschen sowie der Bügel

nicht vorhanden, damit die Haut nicht

wund wird. Es gibt verschiedene Varianten,

manche sehen aus wie normale BHs, andere

hingegen sehen aus wie eng anliegende

Tops.

Verschiedene Stufen für

unterschiedliche Belastungen

Die meisten Hersteller bieten Sport-BHs

in vier verschiedenen Stabilitätsstufen an.

Die sogenannten Low-Impact-Bras sind

für Sportarten mit wenigen Bewegungen,

beispielsweise Pilates oder Yoga, gedacht.

Falls du Nordic Walking betreibst, empfehlen

wir dir einen Sport-BH der mittleren

Kategorie. Die dritte Stufe bietet eine hohe

Stabilität und starken Halt und wird deshalb

für Ballsportarten empfohlen. Falls du

Laufen gehen möchtest, empfehlen wir dir

die höchste Stufe, also einen High-Impact-

Bra, damit deine Brüste optimal geschützt

werden.

Die richtige Pflege

Ein Sport-BH ist grundsätzlich einfacher

zu pflegen als ein normaler BH, weil er weniger

Accessoires besitzt und grundsätzlich

stabiler aufgebaut ist. Du solltest ihn

auf jeden Fall nach jedem Einsatz in die

Wäsche geben. Sie können normalerweise

in der Waschmaschine bei bis zu 40 Grad

gewaschen werden. Idealerweise gibst du

ihn in ein Wäschenetz und verwendest

keinen Weichspüler. Er sollte nicht auf der

Heizung oder im Trockner getrocknet werden,

weil es dabei zu einem höheren Verschleiß

oder sogar Schäden am Material

kommen kann.

Die Haltbarkeit

Ein Sport-BH hält, auch bei guter Pflege,

nicht ewig. Nach spätestens 70 Waschgängen

verlieren sie ihre schützenden Eigenschaften,

dann wird es Zeit für einen neuen

Sport-BH. Falls du abgenommen hast,

solltest du den Sport-BH unbedingt austauschen,

denn die Brüste werden durch

den Gewichtsverlust kleiner und haben

dann keinen optimalen Halt mehr im BH.

Worauf solltest du sonst noch achten

Wir empfehlen dir keine Sport-BHs aus

Baumwolle, weil diese sich mit Schweiß

vollsaugen und beim Sport die ganze Zeit

feucht bleiben. Ein guter Sport-BH sollte

aus atmungsaktiven Materialien bestehen.

Falls du eine große Körbchengröße hast,

empfehlen wir dir einen BH mit einem

breiten Unterbrustband, weil das weniger

Einschnitte in die Haut verursacht. Am

besten lässt du dich in einem Fachhandel

beraten und probierst verschiedenen Modelle

an. Der Sport-BH muss komfortabel

sitzen, sonst schränkt er dich zu sehr

ein. Du muss in dem BH bequem atmen

können. Wir empfehlen dir, vor dem Kauf

mehrere Größen anzuprobieren, weil die

Größe des Sport-BHs von der des normalen

BHs abweichen kann. Falls du den BH

im Internet bestellen möchtest, solltest du

ihn sofort anprobieren, damit du ihn gegebenenfalls

noch zurücksenden kannst. Er

passt vielleicht nicht exakt oder ist schlecht

verarbeitet und drückt deshalb an manchen

Stellen.

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SPORT-BH ROSA

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SPORT-BH GRAU / WEISS

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 61 | OKTOBER 2019


AJOURE / FITNESS

NINJA WARRIOR

ENTDECKE DEN FITNESSTREND

FÜR SPORTSKANONEN

Eines der beliebtesten neuen

Formate der deutschen Fernsehlandschaft

lässt mittlerweile

Millionen Sportbegeisterte

regelmäßig vor den Bildschirmen

mitfiebern. Die Rede ist

von „Ninja Warrior Germany“.

Das Prinzip ist denkbar einfach:

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

aus ganz Deutschland wagen

sich an aufreibende Hindernis-Parkoure.

Sie geben alles,

um als Erster ins Ziel zu kommen.

Wer fällt, verliert. Wer

durchhält, gewinnt.

Klettern, Bouldern und Trampolinspringen

sind neue, moderne

Möglichkeiten, Sport

zu betreiben. Vielleicht macht

„Ninja Warrior Germany“ diese

so beliebt. Oder vielleicht

verhelfen diese Trendsportarten

umgekehrt der Sendung zu

ihren hohen Einschaltquoten.

Was wen zuerst begeistert hat,

ist aber auch nicht wirklich

wichtig. Es zählt die Inspiration.

Mittlerweile entsteht so eine

ganz neue Kultur in Deutschland,

die das Prinzip Mensch

gegen Parkour aufleben lässt.

Ninja Warrior Germany lädt

zum Mitmachen ein

Die Show ist nicht nur ein aufregendes

Zuschauererlebnis, sie

macht auch unheimlich Lust, es

einmal selbst zu probieren. Darum

steigen auch jedes Jahr die

Bewerberzahlen, immer mehr

Menschen wollen dabei sein.

Denn der Clou am Ninja-Warrior-Prinzip:

Jede grundsätzlich

fitte, sportliche Person kann daran

teilnehmen. Aber natürlich

bereiten sich alle möglichen

Kandidaten mit intensivem

Training darauf vor. Die Hindernis-Parkoure

von „Ninja

Warrior Germany“ haben es

nämlich in sich.

In den USA gibt es das

Show-Format schon längere

Zeit. Sportanlagen, die Parkoure

für das Ninja-Warrior-Training

anbieten, und spezielle

Ninja-Warrior-Trainingshäuser

sind dort mittlerweile etabliert.

Dasselbe passiert jetzt auch in

Deutschland. Wenn du auch

Lust bekommen hast, hast du

verschiedene Möglichkeiten, es

einmal auszuprobieren.

Du willst dabei sein?

Die Grundlagen

In drei Bereichen musst du gut

drauf sein, wenn du einen Ninja-Warrior-Parkour

meistern

möchtest. Diese Parkoure erfordern

zum einen viel Ausdauer.

Als Basis für Ausdauertraining

ist regelmäßiges Joggen und

Laufen daher die beste Form

der Vorbereitung. Und es wird

viel Kraft in den Armen benötigt.

Klettern eignet sich am

besten dafür. Aber auch normales

Krafttraining, Schwimmen

oder Rudern hilft dabei. Kraft

und Ausdauer sollten aber nicht

zu Lasten der Gelenkigkeit und

Fotos: TVNOW / Markus Hertrich

AJOURE MAGAZIN SEITE: 62 | OKTOBER 2019


AJOURE / FITNESS

Flexibilität gehen. Turner haben

hier besondere Vorteile.

Und zu guter Letzt zählt für

wahre Ninja-Warrior gemäß

dem Namen die richtige psychologische

Verfassung. Ninja-Warrior-Parkoure

erfordern

deinen Willen, genauso wie deinen

Körper. Es zählt jede Sekunde.

Unter Zeitdruck scheitern

vor allem diejenigen, die nicht

die notwendige mentale Stärke

in sich tragen. Wenn wenige

Millimeter darüber entscheiden,

ob du fällst oder weiterkommst,

dann treibt der richtige Sportsgeist

zu Höchstleistungen an.

Sportarten, die auf

Ninja-Warrior vorbereiten

Klettern, Springen, Tempo,

Durchhalten! Darum geht es bei

„Ninja Warrior Germany“ in erster

Linie. Dazu passende Sportarten

eignen sich deshalb wunderbar

für die Vorbereitung auf

die Hindernis-Wettläufe. Mit

Bouldern und Klettern kannst

du die Arme und die Grifffähigkeit

stärken. Mit Trampolinspringen

bringst du Bein- und

Sprungkraft auf Ninja-Level.

Und Trimm-Dich-Pfade bieten

ausgewogenes Allround-Training.

Dass Ninja-Warrior-Begeisterte

auch in Deutschland ein wachsendes

Klientel sind, haben die

Betreiber von Sportanlagen

längst erkannt. Immer mehr

Boulder- und Kletterhallen

bieten spezielle Parkoure und

Kurse an, die gezielt auf Ninja-Warrior

vorbereiten. Trampolinhallen

integrieren solche

Programme ebenfalls in ihr

Angebot. Das JUMP House, ein

Betreiber solcher Hallen, nennt

das Ninja-Box. Einen speziellen

Parkour, der auf Ninja-Warrior

zugeschnitten ist. In den JUMP

House-Anlagen in Berlin, Bremen,

Hamburg und Köln gibt

es die Ninja-Boxen schon. Die

Eröffnung an weiteren Standorten

ist geplant. Das Stuntwerk

in Köln ist ein weiterer

Anlaufpunkt für Ninja-Warrior-Trainees.

Im Rahmen der

dortigen Freizeit- und Erlebniswelt

werden auch Ninja-Warrior-Übungen

angeboten.

Die ersten deutschen

Ninja-Warrior-

Trainingsanlagen

An zwei Orten in Deutschland

kannst du nicht nur Sport betreiben,

der auf Ninja-Warrior

vorbereitet, sondern in richtigen

Trainingshallen ans Werk

gehen. Das Ninfly in Münster

und das Warrior‘s Luck in Erlangen

haben echte Ninja-Warrior-Angebote.

In Münster geht es in der Ninja-Sports-Arena,

so nennt das

Ninfly ihre Trainingshalle, zur

Sache. Denn hier trainieren sogar

zukünftige Teilnehmer der

RTL-Show. In Erlangen setzt

das Warrior‘s Luck mit ihrem

Ninja-Warrior-Park dafür auf

Abwechslung und Programme,

die sowohl Einsteigern als auch

Fortgeschrittenen das Training

möglich machen.

So schnell wie sich diese Trends

auch entwickelt haben, es ist

erst der Anfang. Der Boom hat

in Deutschland vielleicht gerade

erst begonnen. Aber Ninja-Warrior

sind gekommen, um

zu bleiben. Denn als Ergebnis

können wir festhalten: Ninja-Warrior-Parkoure

machen

einfach Spaß. Sie sind nicht

leicht, aber die Herausforderung

zu meistern, verleiht eine

besondere Form der Erfüllung.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 63 | OKTOBER 2019


Foto: treenabeena / stock.adobe.com


MENSCHEN

Und

PERSÖNLICHKEITEN

&

noch mehr interviews

unter

AJOURE.DE/PEOPLE

Foto: Manuel Cortez


Foto: Alena Ozerova / stock.adobe.com

TRAVEL

AJOURE MAGAZIN SEITE: 67 | OKTOBER 2019


AJOURE / TRAVEL

IM DOLOMIT HOMES &

HOTEL DIE DOLOMITEN

NACHHALTIG ENTDECKEN

Im kleinen Dorf La Villa im Herzen der Dolomiten befindet sich

das traditionsreiche Familienunternehmen Dolomit Homes & Hotel,

das Gästen einen nachhaltigen Aufenthalt vor der imposanten

Kulisse des UNESCO Welterbes bietet. Mit seiner umweltfreundlichen

Ausrichtung ermöglicht die von der Familie Castlunger geführte

Anlage Tourismus im Einklang mit der Natur auf höchsten

Komfortlevel.

Boutiquehotel mit Bergidylle

Als erstes Boutiquehotel in Alta Badia verfügt das Dolomiten Boutique

Hotel über ein besonderes Raumkonzept, das Liebe zum Detail

erkennen lässt: So sind die einzelnen Zimmer von unterschiedlichen

Kräutern, Früchten und Gewürzen inspiriert. Durch dieses

Konzept wird jedes Zimmer einzigartig, Ausstattung, Name, Einrichtung

und sogar der Duft des Zimmers sind der jeweiligen Inspirationsquelle

angepasst. Von Mandarine bis hin zu Zimt, Rose

und Pistazie kann jeder Gast in der besonderen Zimmerauswahl

sein Lieblingszimmer entdecken. Durch die Einrichtung mit warmen

Farben und natürlichen Materialien entsteht eine gemütliche,

familiäre Atmosphäre, die den Aufenthalt im Dolomit Boutique

Hotel unvergleichlich macht. Zu der mit einer parkähnlichen Gartenanlage,

einer finnischen Sauna und einem Schwimmbad ausgestatteten

Anlage gehören zwei charmante, exklusive Chalets, ein

hoteleigenes Restaurant und gemütliche Apartments in verschiedenen

Größen, die den Aufenthalt in den Dolomiten für alle Gäste

zu einem komfortablen Erlebnis machen.

Tourismus im Einklang mit der Natur

Die Naturverbundenheit der Familie Castlunger spiegelt sich im

ganzen Hotelkonzept wider: So sind alle Häuser als Klima Haus

A zertifiziert und bestehen größtenteils aus Naturmaterialien. Mit

AJOURE MAGAZIN SEITE: 68 | OKTOBER 2019


AJOURE / TRAVEL

gewissenhaften Technologien wie den Solarpaneelen, die in der

Anlage für die Wassererwärmung sorgen und der Nutzung erneuerbarer

Energien strebt das Familienunternehmen eine nachhaltige

Ausrichtung an, die besonders Besitzerin Inge Castlunger

und deren Tochter Yvonne sehr am Herzen liegt. In der Anlage

werden ausschließlich ökologische Reinigungsmittel verwendet

und auch die einzelnen Zimmer sind mit Naturkosmetikprodukten

ausgestattet.

Auch im hoteleigenen Restaurant, das 1999 von Karl Heinz Castlunger

in der ehemaligen Tischlerei der Familie errichtet wurde,

verfolgt man einen umweltfreundlichen Ansatz. Die verwendeten

Lebensmittel stammen fast ausschließlich von regionalen

Lieferanten und ökologischen Bauernhöfen. Das Menü ist dabei

so ausgelegt, dass Lebensmittelabfälle vermieden werden. Auf

Einwegplastik verzichtet die Familie Castlunger in ihrer Gastronomie

gänzlich, stattdessen wird auf biologisch abbaubare Produkte

gesetzt.

Besonders Tochter Yvonne hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Bewusstsein

für die Umwelt unter Gästen und Mitarbeitern zu

schaffen. Mit diesem Ziel im Blick gründete sie die Initiative

Plogging in der Anlage, bei der es darum geht, auf Ausflügen in

die Natur der Umwelt zuliebe eigene und fremde Abfälle aufzusammeln,

die dann in der Anlage fachgerecht entsorgt werden

können. Zu diesem Zweck erhalten Gäste bei ihrer Ankunft einen

biologisch abbaubaren Müllbeutel, damit sie an dem Projekt

teilhaben können.

Ein Familienunternehmen mit Tradition

Das Boutique-Hotel entstand 2006 aus dem ehemaligen Haus

Sayonara, einer Gaststätte, die den Eltern der heutigen Leitung

Inge Castlunger gehörte, von denen sie noch immer tatkräftig

unterstützt wird. Der Architekt des Hotels, Karl Heinz Castlunger,

steht ebenfalls hinter dem Bau der zwei exklusiven Chalets,

seine Frau Antje kümmert sich um die Einrichtung der Feriendomizile.

Das hoteleigene Restaurant wird von Inge Castlunger

und ihrem Mann Walter geführt, der als Chefkoch die Spitze des

Restaurants bildet. Im Dolomit Homes & Hotel sind alle Familienmitglieder

und Generationen integriert, was eine authentische,

familiäre Atmosphäre schafft, die zum Wohlfühlen einlädt.

Alta Badia - das lebendige Herz der Dolomiten

Die Region in Südtirol gilt als eine der beliebtesten Urlaubsregionen

in den Dolomiten, die zu vielen Outdoor-Aktivitäten und

Erlebnissen einlädt. In den Wintermonaten ist das im südlichen

Teil des Gadertals liegende Alta Badia eine beliebte und vielseitige

Skiregion, die sich auch abseits der Piste auf einer Schneeschuhwanderung

durch die schneebedeckten Dolomiten erkunden

lässt.

Fotos: Dolomit Homes & Hotel

Im Sommer laden zahlreiche Wanderwege zum Entdecken der

imposanten Berglandschaft ein, aber auch Rad- und Klettersport

wird in der Region angeboten. Zahlreiche Wellnessangebote

sorgen für die nötige Entspannung und auch die vielfältige Kulinarik

Alta Badias gestaltet den Aufenthalt in den Dolomiten als

abwechslungsreiches Erlebnis. Auf den meist wöchentlich stattfindenden

Märkten und in den kleinen Boutiquen Alta Badias

lassen sich neben Kleidung, Spezialitäten und Handwerkskunst

Souvenirs mit Erinnerungswert erstehen, die den facettenreichen

Aufenthalt im Herzen der Dolomiten festhalten.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 69 | OKTOBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Reise nach Peru:

Auf den Spuren der Inkas

Das südamerikanische Land Peru ist besonders wegen der antiken

Inka-Stadt Machu Picchu weltbekannt und steht auf der

Wunschliste vieler Reisender. Da Peru auf der Südhalbkugel liegt,

herrschen hier genau die umgedrehten Jahreszeiten zu den unseren.

Zusätzlich beherrschen noch Regen- und Trockenzeit das

Kima, die beste Reisezeit ist aufgrund der Trockenperiode von

April bis September. Die Landschaft in Peru ist außergewöhnlich

vielfältig und reicht von der

Küstenregion am Pazifik

bis in das Hochgebirge der

Anden. Dementsprechend

solltest du bei deinen Reisevorbereitungen

am besten

viele verschiedene Kleidungsstücke

einpacken, um

notfalls für alles gewappnet

zu sein. Peru ist kein besonders

einfach zu bereisendes

Land, aber dafür eines der

schönsten. Wir möchten

dir die Highlights Perus

vorstellen und dir zeigen,

warum sich eine Reise nach

Peru so sehr lohnt.

Die Highlights Perus

Die Inkastadt

Machu Picchu

Einer der besten Gründe

für eine Reise in das südamerikanische

Land und

bekanntestes Highlight

Perus ist ohne Frage die

antike Inkastadt Machu

Picchu hoch in den Anden.

Entdeckt wurde diese Weltkulturerbe-Stätte

erst im 20.

Jahrhundert bei einer Expedition

von Hiram Bingham

und bis heute ranken sich

noch viele Geschichten und die Entstehung und das Leben in

dieser antiken Großstadt. Ein Besuch von Machu Picchu benötigt

etwas Vorbereitung, da du eine der begehrten Genehmigungen

brauchst, um die Stadt zu betreten. Auch die Anreise nach

Machu Picchu ist ein Abenteuer für sich. Du erreichst die antike

Stadt entweder komfortabel mit einem Panorama-Zug oder über

eine mehrtägige Wanderung entlang des Inka-Trails, welcher dich

über hohe Gebirgszüge und

durch tiefe Schluchten führt.

Die historische

Stadt Cusco

Die peruanische Stadt

Cusco und ehemalige

Hauptstadt der Inkas wird

häufig als die schönste Stadt

in Südamerika bezeichnet.

Dies liegt besonders an dem

traumhaft schönen und gut

erhaltenen historischen

Stadtkern, der komplett

unter Denkmalschutz steht.

Am besten entdeckst du die

Stadt bei einem Spaziergang

durch die Innenstadt. Dabei

schlenderst du durch verwinkelte

Gassen entlang an

den Mauern der Inkas und

kannst unzählige gemütliche

Cafés und urige Läden

entdecken. Hoch über der

Altstadt steht die beeindruckende

Inkafestung Sascayhuaman

mit ihren massiven

und meterhohen Festungsmauern.

Von hier aus hast

du einen atemberaubenden

Blick über die Stadt. Im hippen

Künstlerviertel San Blas

kannst du dann den Abend

bei einem leckeren Cocktail

und beschwingender Live

Musik ausklingen lassen.

Fotos: Knipsersiggi; saiko3p; Alexander / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 70 | OKTOBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Das heilige Tal der Inka

Etwas nördlich von Cusco, zwischen Pisac und Ollantaytambo findest

du das heilige Tal der Inka. Diese Region war einst eines der wichtigsten

Täler für die Landwirtschaft der Inka und empfängt seine

Besucher auch heute noch mit einer traumhaften Landschaft. Weite,

sattgrüne Felder werden umringt von mächtigen Bergen und die

Felswände steigen schroff aus dem Tal empor. Im Tal selbst findest du

noch zahlreiche recht gut erhaltene

Ruinen der Inka und kannst

mehr über ihr Leben in einer der

zahlreichen Ausstellungen erfahren.

In Pisac kannst du dich selbst

in das bunte Markttreiben stürzen

und in Maras die einzigartigen

Salzterassen bestaunen.

Der traumhafte

Titicacasee

Anders als der Name vielleicht

erstmal vermuten lässt, ist der Titicacasee

landschaftlich unglaublich

schön. Mit einer Größe von

8288 Quadratkilometern ist er

zudem der größte Süßwassersee

in Südamerika und eine wichtige

Wasserquelle für die Anwohner.

Der Titicacasee gilt als der Geburtsort

der Hochkultur der Inka

und so kannst du rund um den

See zahlreiche, teilweise sehr gut

erhaltene, Inka-Ruinen entdecken.

Im See selbst befinden sich

zudem viele kleine Inseln, die du

im Rahmen einer Tour besuchen

kannst. Besonders toll sind die Inseln

Amantani und Taquile sowie

die schwimmenden Schilfinseln der Uros. Der Titicacasee liegt auf

einer Höhe von 3400 Metern und besticht durch seine tiefblaue Farbe.

Der tiefgrüne Amazonas Regenwald

Der Amazonas Regenwald ist ein Teil der grünen Lunge unserer Welt

und erstreckt sich über mehrere südamerikanische Länder. Auch Peru

hat einen Anteil daran. In keinem anderem Tropenwald der Welt findest

du eine solche Artenvielfalt wie im Amazonas und entsprechend

viel kannst du hier auch entdecken. Neben den gigantischen Bäumen

und wildwachsenden exotischen Früchten sind besonders die tierischen

Bewohner ein wahrer Besuchermagnet. Zu ihnen zählen unter

anderem Affen, Jaguare, Kolibris und Flussdelphine. Am besten entdeckst

du diese wilde Region Perus bei einer Safari im Manú Nationalpark

im Südosten des Landes oder im Tambota Naturreservat.

Die rätselhaften Nazca-Linien

Du findest die sagenumwobenen Nazca-Linien in der Nazca-Wüste

unweit der Stadt Nazca. Bei den rätselhaften Linien

in der sonst so kargen Wüste handelt es sich um gigantische, bis

zu 20 Kilometer lange Scharrbilder. Sie nehmen unter anderem

die Form von Menschen, Pflanzen oder geometrischen Formen

an und können am besten bei einem

Rundflug mit dem Flugzeug

bestaunt werden. In Nazca findest

du zahlreiche Anbieter dafür. Die

Nazca-Linien stammen von der

ehemaligen Kultur der Nazca und

Parancas und wurden 1994 zum

UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Bis heute weiß jedoch niemand so

genau, welchen Zweck die Erschaffer

mit ihren gigantischen Bildern

erreichen wollten.

Die reichen

Grabstätten Chiclayos

Rund um die Stadt Chiclayo befindet

sich einer der sogenannten

Jahrhundertfunde – die reichen

Grabstätten von Chiclayo. Sie

wurden bereits in einer Zeit lange

vor den Inka angelegt und waren

lange vergessen. Dadurch wurden

sie vor Plünderungen geschützt

und waren bei ihrer Wiederentdeckung

durch Archäologen in den

1990er Jahren noch vollständig

vorhanden. Heute werden viele der

Fundstücke im Museum Tumblas

Reales ausgestellt, auch die eigentlichen

Ausgrabungsstätten Túcume und Sican können besucht

und besichtigt werden.

Die atemberaubende Cordillera Blanca

Rund um die Stadt Huaraz findest du das absolute Highlight Perus

für alle Trekkingbegeisterten. Hoch in den Anden und umgeben

von bis zu 6000 Meter hohen Bergen starten von hier aus

zahlreiche Expeditionen, unter anderem zu den schneebedeckten

Gipfeln oder tiefblauen Bergseen. Du kannst dabei aus ein- oder

mehrtägigen Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden

wählen. Ein besonderes Highlight der Region ist zudem archäologische

Ausgrabungsstätte Chavin de Huantar, die als das

sogenannte Rom der Anden gilt und bis auf die Zeit um 1500 vor

Christus datiert wird.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 71 | OKTOBER 2019


AJOURE / TRAVEL

LGBT

TRAVEL

DAS SIND DIE

TOP-REISEZIELE

FÜR LESBEN

UND SCHWULE

Auch als Mitglied der LGBT-Community

(kurz für Lesbian-, Gay-, Bisexual-,

Transgender-Community) möchte man

hin und wieder einen schönen Urlaub

verbringen, ohne sich dabei verstecken zu

müssen. Leider ist das noch nicht überall

auf der Welt selbstverständlich und problemlos

möglich. Sonst beliebte Reiseziele,

wie Ägypten oder Jamaika, sind wegen

der dort verbreiteten Homophobie in der

LGBT-Szene eher verrufen. Auch wer beispielsweise

bei einem Trip nach Dubai allzu

offen mit seinen sexuellen Neigungen

umgeht, riskiert nicht nur offene Anfeindungen,

sondern auch rechtliche Konsequenzen,

denn hier ist Homosexualität

sogar eine Straftat. Aber glücklicherweise

gibt es auch sehr viele LGBT-freundliche

Reiseziele, die einen Trip wert sind. Einige

Top-Reiseziele für die LGBT-Community

haben wir für dich zusammengestellt.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 72 | OKTOBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Welche Länder sind

empfehlenswert?

Fotos: Weisbjerg; f11photo; Scanrai / stock.adobe.com

Gute Orientierung bei der Suche nach

einem geeigneten Reiseziel findet sich

im Spartacus Gay Travel Index. Er

bewertet Länder anhand verschiedener

Kriterien bezüglich der Situation

von Lesben, Schwulen, Bisexuellen

und Transgendern im Land und gibt

entsprechende Reiseempfehlungen.

2019 haben es Schweden, Kanada

und Portugal auf die obersten Ränge

geschafft. Auch Dänemark, Finnland,

Österreich, Belgien, Island, die Niederlande,

Neuseeland, Norwegen, die

französische Insel Reunion, Spanien,

Luxemburg, Malta und Großbritannien

schneiden gut ab. Deutschland landet

auf Platz 23. Am wenigsten empfehlenswert

für LGBT-Travel sind laut

dem Spartacus Index Tschetschenien,

Somalia, der Iran, Saudi-Arabien und

die Vereinigten Arabischen Emirate.

Natürlich gibt es auch innerhalb möglicher

Urlaubsländer regionale Unterschiede,

was den Umgang mit LGBT

betrifft. Während beispielsweise öffentlich

ausgelebte Homosexualität in

ländlichen Regionen oft immer noch

eher ungewöhnlich ist, gehört sie in

vielen größeren Metropolen bereits

zum üblichen, bunten Stadtbild.

Die besten Ziele

Schweden

Dieses Land nimmt nicht umsonst

einen Spitzenplatz im Spartacus-Index

ein. Nicht nur rechtlich, sondern

auch im alltäglichen Leben herrscht in

Schweden ein äußerst offenes Klima.

Wer hier nach speziellen Schwulentreffpunkten

sucht, wird nicht unmittelbar

fündig. Nicht weil diese etwa

unerwünscht wären, sondern weil sie

schlicht und einfach nicht notwendig

sind. Homosexualität findet hier ins

allgemeine Alltagsleben integriert statt

und das garantiert eine entsprechend

entspannte Urlaubsreise. Besonders

Stockholm, Göteborg und Malmö sind

empfehlenswerte Ziele.

Tel Aviv

Die israelische Stadt gehört vielleicht

nicht zu den üblichen Urlaubsdestinationen,

in der LGBT-Community gilt

sie jedoch als besonders fortschrittlich

und offen. Sie bietet ein interessantes

Nachtleben und etliche LGBT-Events.

Auch das Strandleben kann

hier voll ausgekostet werden.

Südamerikanische Metropolen

Gleich mehrere südamerikanische Metropolen

bieten sich als tolle Reiseziele

an. In Brasilien sind besonders São

Paulo und Rio de Janeiro zu nennen.

Hier geht man offen und tolerant miteinander

um und zelebriert das auch bei

LGBT-Veranstaltungen und -festivals.

Das Strandleben lässt sich an Gay-Beaches

genießen.

Buenos Aires in Argentinien hat geradezu

Kult-Status für LGBT-Reisende.

Das Viertel San Telmo ist hier Mittelpunkt

der Schwulen- und Lesbenszene

und lockt mit einem entsprechenden

Ausgehangeboten.

Auch die peruanische Hauptstadt

Lima hat in dieser Hinsicht einiges zu

bieten. Obwohl Peru an sich nicht zu

den tolerantesten Ländern zählt, hat

sich in Lima ein buntes Szene-Leben

etabliert, zu dem viele Bars und Clubs,

ein LGBT-Filmfestival und auch eine

Pride-Parade gehören. Besonders der

Stadtteil Miraflores gilt als Lesben- und

Schwulenviertel.

Der Mittelmeerraum

Im Mittelmeerraum befinden sich einige

bei Schwulen- und Lesben beliebte

Reiseziele. Die Inseln Ibiza und Gran

Canaria gelten dabei als Klassiker.

Auch Lesbos und Mykonos haben ein

lebhaftes Szeneleben.

Spanien und Portugal gelten generell

als vergleichsweise liberal und offen

und besonders deren Metropolen Barcelona

und Lissabon tun sich dabei

hervor.

Reiseziele in den USA

Obwohl die Probleme mit Homophobie in den

Vereinigten Staaten in den letzten Jahren zugenommen

haben, bieten die USA weiterhin einige

tolle Destinationen, die als wahre Hochburgen der

LGBT-Community gelten. Vor allem die Metropolen

New York und San Francisco sind für ihre

bunte und offene Lebensart bekannt. Aber auch in

Florida oder West Hollywood muss sich niemand

verstecken.

Reiseziele in Deutschland

Nicht jeden zieht es in die Ferne. Wer sich nicht auf

die ganz große Reise begeben will, der findet auch

in Deutschland gute Möglichkeiten für LGBT-

Trips, denn auch hier sind gleich mehrere Städte

für ihr offenes Szeneleben bekannt. Ganz vorn

rangiert dabei natürlich das weltoffene Berlin.

Aber auch Köln oder Hamburg haben sich einen

entsprechenden Namen gemacht. Sogar im sonst

eher konservativ daherkommenden Bayern findet

sich mit München ein angesagtes Reiseziel für die

LGBT-Community. Hier tummelt sich die Szene

im Glockenbachviertel rund um die Müllerstraße.

Zu den beliebtesten Events zählen die Christopher-Steert-Day-Parade

und der Gay-Sunday

beim Münchner Oktoberfest.

Ein paar zusätzliche Tipps...

Nicht nur für Lesben und Schwule gilt: Wer reist,

sollte sich über die Rechtssituation und unerwünschte

Verhaltensweisen am Reiseziel vorab

informieren, denn der Spruch „andere Länder,

andere Sitten“ ist so eingängig wie zutreffend. Das

Auswärtige Amt oder Lesben- und Schwulenorganisationen

können gegebenenfalls Auskünfte

erteilen.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen oder vielleicht

gern mit Gleichgesinnten zusammenkommen

möchte, der kann auch spezielle Angebote nutzen,

denn mittlerweile existiert ein gut ausgebauter

Markt für LGBT-Reisen. Einige Reiseveranstalter

und Reisebüros bieten in diesem Bereich ihre

Dienste an. Auch im Bereich Camping und Hotellerie

gibt es viele spezialisierte Anbieter.

Immer beliebter werden Kreuzfahrten, das gilt

auch für die LGBT-Community. Hier gibt es

ebenfalls einige spezielle Kreuzfahrtangebote,

die jedoch kein Muss sind, denn gerade in dieser

Branche sind ohnehin oft Offenheit und Toleranz

vorzufinden.

Ganz egal, wohin der nächst Urlaub geht,

wir wünschen gute Reise!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 73 | OKTOBER 2019


Foto: PETA Deutschland e.V.


Foto: boykovi1991 / stock.adobe.com

FASHION


AJOURE / FASHION

Klimaschutz meets Sneaker:

Jeder Schritt zählt!

DIE SCHÖNSTEN

NACHHALTIGEN

SNEAKER LABELS

Foto: instagram.com/ecoalf

AJOURE MAGAZIN SEITE: 76 | OKTOBER 2019


AJOURE / FASHION

T R E N D

Style

Während bekannte Labels

wie Nike, Adidas und Co.

noch ziemlichen Nachholbedarf

haben, gibt es mittlerweile

viele Schuhmarken,

die sich mit einer nachhaltigen

Produktion beschäftigen.

Nachhaltige Labels aus

der breiten Masse zu erkennen

ist nicht einfach. Wir

haben uns schlaugemacht

und für dich die besten Sustainable-Brands

zusammengefasst:

El Naturalista

Der Name ist Programm. Die

meisten Schuhe sind komplett

vegan. Meist aus Bambus und

Filz. Recycelter Kork und Kautschuk

kommt bei den Einlegesohlen

zum Einsatz. Ein reines

Handmade-Produkt, das in

Spanien oder Marokko entsteht.

El Naturalista achtet penibel

auf einen sparsamen Einsatz

von Ressourcen. Gerade Wasseraufbereitung

und Energiesparmaßnahmen

unterliegen einer

strengen Überwachung.

https://www.elnaturalista.com

https://www.instagram.com/elnaturalistashoes

instagram.com/inkkasworldwear

N’go – Vietnam kann auch fair

Ecoalf –

für saubere Weltmeere

In unseren Ozeanen schwimmt

tonnenweise Plastikmüll. Ecoalf

fischt es raus und gibt ihm einen

Nutzen. Aus alten Fischernetzen,

Plastikflaschen und Reifen fertigt

die Marke moderne Schuhe für

Jedermann. Eine Upcycling-Idee,

die es in sich hat. Neben Schuhen

gehören auch Klamotten und Accessoires

zum Sortiment.

https://ecoalf.com/de/sneakers-180

https://www.instagram.com/ecoalf

Veja: Umweltbewusstes

Statussymbol

Wer Chucks mag, wird Veja lieben!

Promis wie Lily Colin oder

Meghan Markle haben die französische

Marke bereits für sich

entdeckt. Das Label setzt vor allem

auf Slow Fashion. Gut durchdacht

und mit Liebe designt, folgt

die Firmenphilosophie dem Motto

„zeitloser Klassiker“. Dieser

Schuh soll noch in 10 Jahren gefallen.

Der Fairtrade-zertifizierte

Sneaker findet in seiner veganen

Version aus Canvas, Bio-Baumwolle

und Naturkautschuk viele

Anhänger. Die nicht-veganen

Varianten, aus pflanzlich gegerbtem

Leder, können sich ebenfalls

sehen lassen.

https://www.veja-store.com

https://www.instagram.com/veja

Fotos: instagram.com/inkkasworldwear

Think! – Ein Label das mitdenkt

Auch die Sneaker von Think! werden per Hand gefertigt.

An der auffälligen grünen Blume erkennst du die Marke

problemlos. Das Label arbeitet transparent und familiär.

Die verwendeten Leder werden chrom- und giftstofffrei

auf pflanzlicher Basis gegerbt. Das schont die Umwelt

und schützt die Gesundheit.

https://www.think-schuhe-online.de

Schlicht und zeitlos, das beschreibt das Design der N’go wohl am besten.

Zwei Franzosen begannen 2016 damit, den vietnamesischen Arbeitsmarkt

zu revolutionieren. Diese Marke setzt auf faire Arbeitsbedingungen.

Das kleine Start-up kann seine Nachhaltigkeit zwar noch nicht mit

einem Label zertifizieren, achtet allerdings auf umweltfreundliche Herstellungsprozesse.

Auf sozialer Ebene engagiert sich das Unternehmen

für die Organisation „Sao Bien“, die den Bau von Grundschulen in Vietnam

vorantreibt. Nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch gut für

das Karma.

https://ngo-shoes.com

https://www.instagram.com/ngoshoes

AJOURE MAGAZIN SEITE: 77 | OKTOBER 2019


Inkkas: Kunsthandwerk trifft auf

Sneakers

Handarbeit auf hohem Niveau. Beim kanadischen

Label findest du individuelle

Sneakers und keine Mainstreamprodukte.

In Lateinamerika werden diese Schuhe

von ausgebildeten Kunsthandwerkern unter

fairen Arbeitsbedingungen handgefertigt.

Verwendet werden Webstoffe aus Peru.

Neben Sneakers werden Boots und andere

Accessoires dort hergestellt. Inkkas achtet

nicht nur bei der Produktion auf den Umweltfaktor.

Es rief das Projekt „OneShoeOneTree“

ins Leben. Mit NGO zusammen

unterstützt es die weltweite Wiederaufforstung

von Wäldern.

https://inkkas.com

https://www.instagram.com/inkkasworldwear

instagram.com/ngoshoes

Giesswein: Tolle Wolle

Aus 100 % Merinowolle wird dieser

leichte Schuh produziert. Der Stoff wird

in Österreich vorbereitet und in Vietnam

zu einem Schuh geformt. Der ideale

Schuh gegen Schweißfüße. Durch die

besonderen Eigenschaften der Wolle

gleicht er Temperaturen aus und verhindert

eine starke Geruchsentwicklung.

Tolle Wolle, wiederverwendete

Materialien und ressourcenschonende

Produktion. Farbenfroher Sportschuh,

der einfach überzeugt.

https://www.giesswein.com

https://www.instagram.com/giesswein_

Zweigut: auf den Kork gekommen

Ethletic: vegane Sneaker

Skater Schuh oder Old-School-

Sneaker? Das Schuhlabel Ethletic

bietet beides. Als vorbildliches

Beispiel geht die Marke in Sachen

Nachhaltigkeit und Fair Trade voraus.

Aktiv setzt sich die Ethletic

gegen Raubbau und Monokulturen

ein und achten auf die Herkunft

seiner Rohstoffe. Es wird komplett

auf tierische Materialien verzichtet.

Der Schuh besteht aus FSC-zertifizierten

Naturkautschuk und

Fairtrade-Bio-Baumwolle. Im Jahr

2022 will Ethletic mit einem weltweit

einmaligen Pfandsystem für

Sneaker starten, um die alten Materialien

erneut zu verwenden.

Neben Ethletic verwenden die

Brands Bahatika, Matt & Nat und

Nae ausschließlich vegane Ausgangsmaterialien.

https://shop.ethletic.com

https://www.instagram.com/ethletic

instagram.com/veja (nikkimarinus)

Recycling und Upcycling – das ist das

Konzept des Hamburger Schuhlabels.

Was vormals ein Autositzbezug war,

wird zum stylishen Sneaker. Neben

dieser nicht veganen Variante wird in

der Kollektionslinie „echt“ des Familienunternehmens

auch ein rein veganer

Schuh herstellt. Ein Schuh aus Kork

– das soll gut aussehen? Ja, das geht!

Ungewöhnlich und ausgefallen, dieser

Schuh ist ein echter Blickfang!

https://www.zweigut.de

https://www.facebook.com/zweigut.shoes

Ekn footwear: der Schuh mit

Klasse ohne Masse

Bei Ekn kommt Qualität vor Quantität.

Nur die besten Materialien kommen an

den Schuh. Pflanzlich gegerbtes Bioleder,

Bio-Canvas und Bio-Baumwolle

bilden die Grundlage des Schuhs. Die

Sohle besteht aus recyceltem Gummi.

Per Hand, von fair entlohnten Mitarbeitern

in Portugal gefertigt, wird dieser

Schuh nicht nur umweltschonendend

hergestellt, sondern auch noch klimaneutral

verschickt.

https://www.eknfootwear.com

https://www.instagram.com/eknfootwear

Fotos: instagram.com/ngoshoes; instagram.com/veja (nikkimarinus)

AJOURE MAGAZIN SEITE: 78 | OKTOBER 2019


AJOURE / FASHION

Vasica Piscis

Aus Biobaumwolle oder Recyclingmaterial

hergestellt, kann Vasica Piscis ebenfalls

mit seiner Verpackung überzeugen.

Besonderes Merkmal: Die verwendeten

Materialien lassen sich komplett trennen.

Dadurch ist der Schuh vollständig

recycelbar.

https://vesicapiscisfootwear.com

https://www.instagram.com/

vesicapiscis_circulareconomy

Mela Sneaker:

Fairtrade und GOTS-zertifiziert

EKN FOOTWEAR

Sneaker Argan burgunder

159,90 €

GIESSWEIN

Merino Wool Knit

Sneakers Low lime

139,00 €

Melawear bringt erstmalig Sneakers auf

den Markt, die sowohl Fair Trade hergestellt,

als auch GOTS zertifiziert sind.

In Sri Langa und Indien produziert,

kommt der Schuh in schlichten Designs

daher. Grau, Schwarz oder Blau-Grau,

die Auswahl ist zwar klein, dadurch

aber zeitlos und langlebig. Ein Außenschuh

aus Bio-Canvas, ein Innenschuh

aus einem Biobaumwollgewebe und

eine Sohle aus Naturkautschuk, mehr

braucht es für einen klimafreundlichen

Sneaker nicht.

instagram.com/veja (anitadacosta)

https://www.melawear.de

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Tropicfeel Canyon –

Schuh der Zukunft

ETHLETIC

Turnschuhe True Blood

beige / mischfarben / weiß

74,90 €

Alte PET-Flaschen und Algen werden

zu einem Sportschuh. Extrem leicht,

schnell trocknend und atmungsaktiv.

Ein Sneaker für Alles. Dabei auch noch

vegan und fair hergestellt. Ein ökologischer

Turnschuh der sich lohnt.

https://www.tropicfeel.com/

Fotos: instagram.com/veja (anitadacosta); PR

Faire Labels schießen wie Pilze aus dem

Boden. Der Schuhmarkt bietet für jeden

Typ die passende Alternative. Mit diesen

Sneakers kannst du nachhaltig durch die

Welt laufen und dabei noch eine gute Figur

machen. Denn Umweltbewusstsein

fängt bei den Füßen an.

VEJA

Sneaker V-10 weiß

125,00 €

THINK!

Veloursleder Sneaker pink

149,90 €

AJOURE MAGAZIN SEITE: 79 | OKTOBER 2019


AJOURE / FASHION

Ist „Made-to-Order“

das Shopping-Konzept der Zukunft?

T R E N D

Style

Auf der Suche nach einem erfolgversprechenden

Shopping-Konzept

der Zukunft kommen in den letzten

Jahren Konzepte wie Made-to-Order,

Shopping-on-Demand und neue Formen

der Kundenbindung ins Spiel.

Diese und andere Konzepte zeigen,

dass topaktuelle Mode auch künftig

Spaß machen darf. Gleichzeitig zählt

zu ihren Vorteilen das Schonen von

Ressourcen und in Sachen Nachhaltigkeit

sind sie geradezu vorbildlich.

Sie machen Massenware und Wegwerf-Mode

zum Auslaufmodell. Da

sind wir gern dabei, denn Shopping

mit einem reinen Gewissen macht

einfach mehr Sinn und bringt ganz

nebenbei mehr System in den heimischen

Kleiderfundus.

Kleider machen mehr als nur Leute

Schauen wir der Modebranche

auf die geschickten Finger

Made-to-Order ist der

virtuelle Besuch im Modeatelier

Mode ist pure Lebensfreude. Einst

war sie schlichte Funktion. Sie wärmte,

schützte und bedeckte. Später

wurde sie zum äußeren Erkennungszeichen

eines Standes. Während der

Adel sich mit prächtigen Gewändern

schmückte, kamen die Kaufleute und

Handwerker im Stil ihrer Zunft daher.

Als die Schneider noch Kleidermacher

genannt wurden und in ihren

Werkstätten arbeiteten, entstanden

alle Bekleidungsstücke im Modus

Made-to-Order. Da wurde nichts

auf Halde produziert. Erst mit dem

industriellen Fortschritt betrat die

Konfektion den Laufsteg. Zu ihren

Begleitern gehört bis heute die Massenproduktion.

Es ist längst an der Zeit, die wirtschaftlichen

Aspekte der rasch wechselnden Mode zu hinterfragen.

Wo kommen all die tollen Teile in

raschem Wechsel her? Unter welchen Bedingungen

werden sie produziert? Was geschieht

mit der Überproduktion? Stehen Kosten und

Nutzen bei der Herstellung noch in einem angemessenen

Verhältnis? Geht die Modeindustrie

allzu leichtfertig mit den Ressourcen um?

Spätestens seit bekannt wurde, dass pro Person

jährlich rund 30 Kilogramm Klamotten auf

dem Müll landen, denken wir um. Die Geschichten

um große Modefirmen, die am Ende

der Saison Tonnen von Neuware entsorgen,

werfen ein schlechtes Licht auf das Business.

Den Produzenten von Wegwerf-Mode haben

wir schon lange den Laufpass gegeben.

Dass wir als modeaffine Kundschaft umdenken,

hat auch die Modeindustrie erkannt. Die

Zahl der Modemacher, Designer, Kreativteams

und Produzenten, die bewusst andere Wege

gehen, nimmt zu. Ein interessanter und gleichzeitig

unsere Individualität unterstützender

Weg ist das Konzept „Made-to-Order“. Es

besitzt großes mit Potenzial, denn es schließt

Überproduktionen aus, da das georderte Teil

erst nach der Bestellung durch den Kunden

hergestellt und versendet wird. Es ist ein wenig

wie ein virtueller Besuch bei den „Kleidermachern

unseres Vertrauens“. Während die Modefans

vergangener Zeit noch den Weg in die

Modeateliers gingen, nutzen wir die Vorzüge

der elektronischen Welt von heute und shoppen

global, nachhaltig, zeitsparend und mit

dem Blick für das große Ganze. Fast-Fashion

ist nicht mehr unser Ding.

Fotos: Leonid; Vasyl / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 80 | OKTOBER 2019


AJOURE / FASHION

Steigende Akzeptanz von Made-to-Order

bei Produzenten und Kunden

Was Unternehmen wie Olivia Rose The

Label, Frilly, L‘amour est bleu und andere

mit ihren topaktuellen Shopping-Konzepten

und Marketingideen bieten, ist für

uns mittlerweile eine Herzensangelegenheit.

Werfen wir einen Blick darauf!

1. Die Überproduktion modischer

Teile wird massiv gesenkt.

2. Der Rohstoffverbrauch

reduziert sich.

3. Die Einzigartigkeit (Uniqueness)

beflügelt unseren Stil.

4. Die Mode wird unter fairen

Bedingungen hergestellt.

5. Die gesamte Produktions- und

Handelskette wird transparent.

6. Die Handarbeit wird wieder

mehr wertgeschätzt.

7. Die Einzel- und Kleinauflagen

rücken in den Fokus.

8. Die Reduzierung und Vermeidung

von Abfall geht damit einher.

Was in diesen acht Punkten kopflastig daherkommt

und eher an die Aussagen von

Wirtschaftsfachleuten erinnert, zeigt die

Komplexität der Dinge hinter den Modekulissen.

Dass wir dennoch mit Leidenschaft

shoppen, uns an den wunderbaren

Dingen aus der Modewelt erfreuen und

dabei unseren individuellen Stil pflegen,

ist auch in der Zukunft möglich. Das gute

Gewissen ist dabei garantiert an Bord.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 81 | OKTOBER 2019


Du bis


t Style

Foto: Manuel / stock.adobe.com


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OKTOBER 2019

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BEAUTY-TREND

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WARUM DIE DEOS AUS

DER TUBE SO BELIEBT SIND

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 84 | OKTOBER 2019


Foto: Olesia / stock.adobe.com

BEAUTY


AJOURE / BEAUTY

Alles, was du über

Deocremes

wissen solltest

AJOURE MAGAZIN SEITE: 86 | OKTOBER 2019


AJOURE / BEAUTY

Du kennst sie, wir kennen sie, mittlerweile kennt sie so gut wie

jede Frau - die Deocreme. Vor ein paar Jahren noch unbekannt,

heute ein absoluter Trend. Und das völlig zurecht, wie wir finden.

Deshalb möchten wir dir näherbringen, warum wir die Deocreme

so toll finden:

Was ist diese Deocreme

eigentlich genau?

Eine Deocreme ist eine cremeartige Paste, um Schweiß vorzubeugen

und Schweißgeruch zu verhindern. Sie wird meistens in

einem kleinen runden Döschen angeboten, du kannst sie entweder

beim Drogeriemarkt und im gut sortierten Bioladen kaufen, oder

du bestellst sie ganz einfach online. Bekannte Hersteller sind zum

Beispiel PonyHütchen oder i+m.

Vor- und Nachteile

von Deocremes

Zu den Vorteilen zählt vor allem der Aspekt, dass die meisten

Deocremes frei von Aluminiumsalzen sind. Aluminiumsalze verstopfen

die Schweißporen, sodass die natürliche Schweißbildung

unterdrückt wird. Außerdem stehen sie im Verdacht krebserregend

zu sein, durch Vermeidung in Deos und anderen Kosmetik-Produkten

können wir uns davor schützen.

Deocremes sind viel ergiebiger als normale Sprüh-Deos, da man

nur etwa eine erbsengroße Menge pro Achsel benötigt. Deocremes

wirken effektiv gegen Schweiß, sie neutralisieren die Gerüche durch

ihre Inhaltsstoffe.

In den meisten Deocremes sind überwiegend natürliche Inhaltsstoffe

enthalten. Du kannst darauf achten, was enthalten ist, indem

du dir die Inhaltsstoffe genau durchliest. Auf der sicheren Seite

bist du natürlich mit Naturkosmetikprodukten. Du kannst einen

dir unbekannten Inhaltsstoff auch in einer Suchmaschine eingeben,

um mehr darüber zu erfahren.

Sie sind nachhaltig, da sie oft in Glas oder Metall-Dosen sind, somit

kann Plastik-Abfall vermieden werden. Im Vergleich zu Sprühflaschen

haben Sie keine umweltschädlichen Treibgase in sich.

Das tut nicht nur uns, sondern

auch der Umwelt gut.

Ein Nachteil im Vergleich zu anderen Deo-Arten ist die Konsistenz.

Bei hohen Temperaturen schmelzen Deocremes und fangen an flüssiger

zu werden. Du kannst sie dann einfach in den Kühlschrank stellen.

Das hat auch den netten Nebeneffekt, dass das Deo somit auch noch

erfrischt.

Idealerweise lagerst du sie aber bei einer Temperatur zwischen 20

und 25 Grad, dann haben sie eine perfekte Textur.

Die Anwendung -

einfach und schnell

Döschen aufschrauben, mit dem Finger gewünschte Menge aufnehmen

und unter den Achseln auftragen. Dann kurz antrocknen lassen,

damit keine weißen Flecken auf der Kleidung entstehen. Wie viel

Creme du benötigst, ist unterschiedlich, aber achte darauf, nicht zu

viel zu nehmen. Probiere es einfach zuerst mit einer kleinen Menge

und wenn du mehr benötigst, kannst du es beim nächsten Mal einfach

anpassen. Du kannst sie auch mehrmals am Tag verwenden, falls nötig.

Die Creme kann auch an anderen Körperstellen benutzt werden, zum

Beispiel im Dekolleté oder an den Füßen.

Deocreme selbst herstellen

Falls du es noch nachhaltiger haben möchtest, kannst du deine ganz

eigenen Deocreme-Kreationen auch selbst herstellen. Keine Sorge, du

brauchst dafür nur zwei Inhaltsstoffe: Kokosöl und Natron. Kokosöl

dient hierbei der Pflege, Natron ist desodorierend (neutralisiert Gerüche).

Natürlich kannst du für den Geruch auch noch ätherische Öle

hinzufügen. Dann füllst du deine Paste einfach in ein Glas und fertig!

Übrigens auch ein genialer Geschenk-Tipp für die Freundin.

Fotos: edwardderule / stock.adobe.com; PR / Amazon

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 87 | OKTOBER 2019


AJOURE / BEAUTY

Narben

entfernen

Diese Methoden wirken effektiv

Auch wenn einige Menschen Narben sexy finden, sind sie für

Betroffene teilweise eine sehr starke Belastung. Denn sie können

das ansonsten eventuell noch lupenreine Hautbild zerstören und

dadurch auch das Selbstvertrauen wie auch die Psyche ankratzen.

Wenn auch du unter unschönen Narben leidest, brauchst du nicht

verzweifeln. Denn es gibt viele Methoden, um diese abzumildern

oder im besten Fall sogar komplett zu entfernen.

Massage gegen Narben: einfach und dennoch sehr

wirkungsvoll

Durch die sanften Bewegungen bei einer Massage wird die

Durchblutung der Haut und des Narbengewebes angeregt. Darüber

hinaus werden dadurch auch die sogenannten Kollagenfasern

gebrochen. Dadurch werden die Narben flacher und zumeist auch

deutlich weicher. Wenn du sie regelmäßig massierst, kannst du

die Struktur verbessern. Dadurch sind die Narben unauffälliger

und zudem auch beweglicher.

Narbensalbe und Narbengel

In der Apotheke kannst du spezielles Narbengel beziehungsweise

spezielle Narbensalbe erwerben. Diese Produkte sollten erst dann

zum Einsatz kommen, wenn die Wundränder ganz geschlossen

sind und die Fäden nach einer Verletzung oder Operation entfernt

wurden. Sie enthalten die Wirkstoffe Zwiebelextrakt, Allantoin,

Dexpanthenol oder Heparin und können Rötungen reduzieren,

das Narbengewebe auflockern und den Schmerz wie auch

Juckreiz lindern.

Foto:s Artem Furman; Natalya Glinskaya / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 88 | OKTOBER 2019


AJOURE / BEAUTY

Narbenpflaster

Auch die speziellen Pflaster kannst du in der Apotheke

kaufen. Sie können zum einen bei bereits vorhandenen

Narben und zum anderen auch vorbeugend genutzt

werden, um den Heilungsprozess zu fördern und die

Entstehung einer Narbe zu verhindern. Die Pflaster

werden aus einem atmungsaktiven und zugleich auch

wasserdampfdurchlässigen Material gefertigt, das auf

der Narbe die Stoffwechselprozesse und zudem auch

Neubildung des Gewebes anregt. Zudem üben sie einen

leichten Druck auf die betroffenen Hautbereiche

aus und sorgen so für eine Umstrukturierung. Dadurch

wird die Narbe elastischer und fühlt sich nicht mehr so

unangenehm an.

Das Pflaster auf die Haut geklebt sollte es dann dort für

rund zwölf Stunden verbleiben.

Laserbehandlung

Die Laser-Therapie ist wohl die bekannteste Methode,

um Narben, die durch eine Operation entstanden sind,

abzumildern und zu entfernen. Bei der neusten Technologie

kommt ein sogenannter fraktionierter CO2 Laser

zum Einsatz. Dieser gibt in sehr kleinen Abständen

Licht auf die Narben ab. Dadurch wird die Haut dazu

animiert, wieder neues und straffes Kollagen zu bilden.

Die komplette Struktur wird somit neu aufgebaut und

der betroffene Bereich wirkt wieder glatter und flacher.

Damit die Laser-Behandlung ihren Zweck erfüllen

kann, sind mehrere Sitzungen erforderlich, wovon jede

von diesen 15 bis 45 Minuten dauert und stolze 500

Euro kostet.

Microneedling

Diese Methode ist noch recht jung, aber dennoch bereits

sehr angesagt. Mit ihr können verschiedene Hautprobleme

gelindert werden und sie eignet sich unter

anderem auch für die Narben-Behandlung. Hierbei

kommt ein sogenannter Derma-Roller beziehungsweise

ein Derma-Pen zum Einsatz. Diese Geräte sind

mit sehr dünnen Nadeln gespickt, die bis zu 1.000 Mal

in der Minute in die oberste Hautschicht stechen. Dadurch

wird die Ausschüttung von Kollagen, Elastin sowie

auch Hyaluron gefördert. Diese Stoffe können die

Haut straffen, festigen und zugleich auch reparieren.

Diese Anwendung dauert rund 60 Minuten und kostet

ab 100 Euro.

Narben vereisen

Bei der intraläsionalen Kryotherapie werden in erster

Linie wulstige Keloide bekämpft, indem sie sozusagen

weggefroren werden und zwar von innen nach außen.

Nachdem der Hautbereich um die Narbe betäubt wurde,

wird eine spezielle Nadel, in die zuvor minus 40

Grad kalten Stickstoff gefüllt wurde, eingeführt. Dadurch

wird das unmittelbar umliegende und Gewebe

zerstört und erhält quasi einen Kälteschock. Die Narbe

wird zerstört und ist anschließend deutlich unauffälliger.

Unterspritzung mit Fillern

Durch die Unterspritzung mit Fillern werden die Narben

von innen mit einer speziellen Technik aufgepolstert

und dadurch geglättet. Hierfür werden mit einer

sehr feinen Spritze bestimmte Stoffe, wie zum Beispiel

Kollagen, Hyaluronsäure, Eigenfett oder auch Polymilchsäure

in die betroffenen und abgesunkenen Hautbereiche

gespritzt. Das Schöne bei dieser Methode ist,

dass das Ergebnis direkt sichtbar ist. Allerdings muss

sie regelmäßig wiederholt werden, da dein Körper die

Stoffe mit der Zeit abbaut.

Narben operieren

Wenn alle oben beschriebenen Methoden nicht geholfen

haben und es sich um eine sehr hartnäckige Narbe

handelt, kann eine OP das letzte Mittel sein. Auch

wenn die Haut sehr verwachsen beziehungsweise verhärtet

ist, ist dieser Schritt der richtige. Bei der OP wird

ein Teil des Gewebes oder auch das komplette Gewebe

herausgeschnitten. Dann kann der Arzt die Wunde neu

und vor allem feiner vernähen.

Gibt es auch natürliche Hausmittel gegen Narben?

Ja, es gibt durchaus auch einige Hausmittel, die bestimmte

Narben abmildern können, wie zum Beispiel

Aloe Vera, Lavendelöl, Olivenöl, Tomaten, Kakaobutter

oder Zitronensaft. Letzterer kann die Erneuerung

des Narbengewebes anregen und unterstützen. Hierfür

trägst du den Zitronensaft zwei Mal am Tag für rund

zehn Minuten auf die Haut auf. Um das gewünschte

Ergebnis zu erzielen, solltest du dies über mehrere Wochen

durchführen.

Auch Honig kann zur Behandlung von Narben eingesetzt

werden. Denn der natürliche Feuchtigkeitsspender

regt die Heilung des Gewebes an. Darüber hinaus

kann er auch verhindern, dass sich Narben bilden.

Massiere den Honig einfach einige Minuten in deine

Haut ein, belasse ihn dort für ungefähr eine Stunde und

spüle ihn dann wieder ab. Auch diese Anwendung sollte

zwei Mal täglich erfolgen. Hältst du dich daran, wird

sich deine Haut auf ganz natürlichem Weg regenerieren

und fühlt sich dann wieder deutlich frischer an.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 89 | OKTOBER 2019


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LIEBE & BEZIEHUNG


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

WER IST DIE SCHÖNSTE?

WIE

SIEHT DIE

TRAUMFRAU

DER MÄNNER

AUS?

Lange Zeit galten die Maße 90-60-90 als

das maßgebende Sinnbild der perfekten

Frau. Lange Beine, eine schlanke Taille, ein

flacher Bauch und große Brüste. Doch wie

sieht das Ganze im Jahr 2019 aus? Globalisierung

und Gleichberechtigung haben

Einzug gehalten. Wie wirkt sich dies auf das

Wunschbild der Männer aus?

Fotos: gstockstudio / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 92 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Die liebste Haarfarbe der Männer

Selbstverständlich ist es regional stark unterschiedlich,

welche Haarfarbe von Männern

bevorzugt wird. Im Durchschnitt ist

allerdings zu sagen, dass dunkelhaarige

(braun und schwarz) Frauen mehr Anklang

finden, als solche mit hellen Haaren. Doch

blonde Haare gehören ebenfalls immer

noch zu den beliebtesten Haarfarben. Die

Außenseiterrolle bezüglich der Haarfarbe

übernehmen rothaarige Frauen.

Die Augenfarbe

Blaue Augen sind nach wie vor die Nummer

Eins bei Männern. Aber auch grüne Augen

sind äußerst beliebt. Allgemein wird ein

Strahlen der Augen als sehr positiv empfunden.

Dies ist bei hellen Augenfarben

meist deutlich stärker ausgeprägt. Weniger

beliebt hingegen sind dunkle Augenfarben

wie braun oder grau. Überraschenderweise

sind Brillenträgerinnen ein Traum der

Männer.

Der Körperbau

Auch wenn sich das Gerücht, dass Männer

große Frauen bevorzugen, hartnäckig

hält: Männer stehen auf Frauen, die kleiner

sind als sie selbst. Denn dies erleichtert

viele Dinge ungemein und stärk nebenbei

das Selbstbewusstsein des Mannes. Daher

ist die Größe der Traumfrau der heutigen

Männer mit knapp über 1,60 Metern anzugeben.

Dennoch soll die Frau lange Beine

haben, da dies als äußerst attraktiv empfunden

wird. Dass es schwierig wird, so die

perfekte Frau zu finden, ist den Männern

hoffentlich aber bewusst.

Die Masse der Männer steht nach wie vor

auf schlanke Frauen. Allerdings werden

keine Model-Maße gewünscht. Dürre, abgemagerte

Frauen gehören nicht zu den

Wunschvorstellungen der Männer. Schlank,

aber dennoch etwas zum Anfassen und mit

natürlichen Kurven versehen - so sieht die

perfekte Frau aus. Auch bei den Brüsten

entsprechen die Klischees nicht der Wahrheit.

Männer stehen nicht zwangsläufig auf

große Brüste. Natürlich und optisch schön

sollen sie sein. Ein B-Körbchen fällt meist

perfekt in dieses Bild.

Das Gesicht

Dies ist ein Punkt, bei dem sich die Männer

nicht einig werden können. Die Einen

finden Sommersprossen sexy und süß, die

anderen können sie nicht leiden. Für manche

Männer ist ein klassisches Gesicht mit

geraden Linien und ausgeprägter Symmetrie

wünschenswert, andere Männer hingegen

bevorzugen ein Gesicht mit Charakter.

Dünne oder volle Lippen, ein Muttermal,

ja selbst dichte oder gezupfte Augenbrauen

- alle Merkmale eines Gesichts finden

ihre Liebhaber zu gleichen Teilen. Doch wo

sich alle Männer einig sind ist: Das Lächeln

einer Frau ist ein entscheidender Faktor.

Kommt dieses von Herzen, schmelzen die

Männer zwangsläufig dahin.

Sonstige Merkmale

Es kommt nicht überraschend, aber Körperschmuck

und -verzierungen sind bei

Männern heiß begehrt. Tattoos und Piercings

sind salonfähig geworden. Bei Piercings

haben Stellen im Gesicht die Nase

vorn. Vor allem dezente Lippenpiercings

sind bei den Männern äußerst beliebt. Bei

Tattoos werden vor allem Arme, Beine und

der Rücken als bevorzugte Stellen genannt.

Fazit

Wir können also sagen, dass die Traumfrau

der Männer heutzutage nicht so aussieht,

wie man aufgrund zahlreicher Klischees

vermuten könnte. Denn sie ist zwar schlank,

aber nicht dürr. Sie ist von durchschnittlicher

Größe und hat natürliche Brüste und

lange Beine. Dunkle Haare und helle, strahlenden

Augen, am besten hinter einer Brille

versteckt, vervollständigen das Bild. Hat die

Frau auch noch das eine oder andere Tattoo

oder Piercing, ist alles perfekt. Doch

keine Angst, falls du nicht in dieses Bild

fällst. Denn dies ist nur das durchschnittliche

Wunschbild der Männer. Es gibt ebenso

zahlreiche Männer, welche auf molligere

Frauen mit roten Haaren stehen. Und

selbstverständlich ist das Äußere nur ein

Bruchteil von dem, auf was Männer bei einer

Frau achten. Denn im Endeffekt kommt

es doch nur auf den Charakter an, um die

Frau fürs Leben zu finden.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 93 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

6 Tipps

für den perfekten Quickie

Fotos: VadimGuzhva; estradaanton / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 94 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Quickies stehen im Verruf, keinen Raum

für Zärtlichkeit zu lassen. Wenn du und

dein Partner es aber richtig macht, kommt

ihr dabei beide voll auf eure Kosten. Aber

nicht nur der Fun Factor spricht für das

eine oder andere schnelle Nümmerchen

zwischendurch. Der Nervenkitzel hält die

Beziehung frisch und ermöglicht auch

im oft stressigen Alltag die nötige Nähe

zum Partner. In diesem Sinne: ran an den

Mann! Es geht ja auch ganz schnell…

1. Let’s talk about Sex, Baby…

Absprechen vor dem Sex ist unsexy?

Ganz im Gegenteil! Beim Sexting könnt

ihr nicht nur planen, was ihr miteinander

anstellen wollt, sondern regt nebenbei

auch die Fantasie an.

Mit heißen Fotos zeigt ihr, auf was der andere

sich freuen kann. Das Beste: Ihr habt

euer kleines, schmutziges Geheimnis,

von dem das Umfeld nichts mitbekommen

muss. Probier es doch mal auf dem

Heimweg von der Arbeit aus und sieh,

wie süß dein Feierabend sich dadurch

gestaltet.

2. Dress to access

Dein sexy Cocktailkleid ist sowieso zu

heiß, um es auszuziehen? Beim Quickie

ist das gerade richtig, denn das Entblättern

verbraucht nur unnötige Zeit.

Wenn der schnelle Sex nicht spontan

passiert, verzichte am besten auf komplizierte

Schnürungen an Höschen und

BH – oder lass beides komplett weg. Das

sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel. Das

Beste daran? Studien zufolge ist es sogar

wahrscheinlicher, einen Höhepunkt zu

erreichen, wenn du beim Sex die Socken

anlässt.

3. Am richtigen Ort zur richtigen Zeit

Ein Quickie zu Hause hat seine Vorteile.

Ihr seid in der gewohnten Umgebung

und könnt so laut sein, wie ihr wollt. Falls

euch die Lust beim Wäschemachen überkommt:

Einfach die Tür zum Waschkeller

abschließen und auf der Waschmaschine

das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden.

Doch auch ausgefallene Locations haben

ihren Reiz. Besonders beliebt sind Autos

und Umkleidekabinen beim Shoppen

oder im Schwimmbad. Du kannst aber

auch die Ruhe im Büro während der Mittagspause

für einen spontanen Besuch

deines Schatzes nutzen. Oder ihr startet

den gemeinsamen Liebesurlaub mit einem

Knall – und zwar schon im Flugzeug.

4. Flutsch und weg

Bevor es zur Sache geht, heizt euch mit

intensivem Körperkontakt und ausgiebigem

Knutschen an. Trotzdem kann es

sein, dass du noch nicht feucht genug

bist. Zwing dich dann auf keinen Fall

zur Penetration, sonst ist der Spaß beim

Quickie ganz schnell dahin. Gleitgel ist

dafür die perfekte Lösung – und eigentlich

generell immer eine gute Idee beim

Sex. Wenn es keine Zeit für ein Vorspiel

gibt, ist es aber schon fast ein Must-have.

Dabei könnt ihr richtig auf Tuchfühlung

gehen und mit sinnlichen Berührungen

verwöhnen.

5. Begebt euch in Position

Auf der Küchenanrichte sitzend oder

doch schnell ins Bett gelegt? Das sind

natürlich gute Positionen für einen Quickie.

Allerdings haben sie doch oft etwas

von „Standard“ – und sind manchmal

gar nicht möglich, je nachdem, wo ihr

euch befindet. Flexibler seid ihr da bei

Sex im Stehen. Und auch dabei könnt ihr

verschiedene Stellungen ausprobieren,

je nachdem, was euch am besten gefällt.

Probiert es beispielsweise mal mit dem

„Tango“ und liebt euch so heiß wie spanische

Tänzer.

6. Das richtige Zubehör

Nicht nur auf die Position kommt es an,

sondern auch auf die Ausführung. Da es

beim Quickie schnell gehen sollte, greift

am besten auf das zurück, was für euch

garantiert funktioniert. Sextoys machen

zu Hause Spaß und es gibt sie auch in unauffälligen

Varianten für die Handtasche.

Damit kannst du deinen Liebsten nochmal

ganz besonders überraschen. Auch

wenn du mal bei dir selbst Hand anlegst

statt bei ihm oder ihr, könnte das einen

neuen Reiz in die Erfahrung bringen.

Und wenn du ihm dabei noch erotische

Wünsche und Fantasien zuflüsterst, kann

dein Partner es sicher kaum erwarten,

selbst zu übernehmen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 95 | OKTOBER 2019


AJOURE / MEN LIEBE / LIEBE & BEZIEHUNG & BEZIEHUNG

Erotic

Dreams:

Was

Sexträume

zu bedeuten

haben

AJOURE MAGAZIN SEITE: 96 | OKTOBER 2019


AJOURE AJOURE MEN / LIEBE / & BEZIEHUNG

Foto: Alex Tihonov / stock.adobe.com

Kennst du das? Die heiße Sommernacht,

das leichte Schwitzen unter der dünnen

Bettdecke und das selige Wegdämmern,

während der Mond durch die geöffneten

Fenster scheint. Ideale Voraussetzungen

für einen Besuch des Eros in unseren Träumen.

Doch nicht nur in der „heißen“ Jahreszeit,

sondern das ganze Jahr über – und das von

der Pubertät bis ins hohe Alter – ist er ein

immer wieder kehrender Begleiter unserer

Nächte: Der erotische Traum. Mal unschuldig,

zart und lieblich, mal stürmisch,

verrucht, ja gar schmutzig, spiegelt er alle

Facetten unserer Sexualität – auch die, denen

wir uns tagsüber gar nicht bewusst zu

sein scheinen. Zeit, sich etwas näher mit

diesem treuen Geliebten zu befassen.

Der Sextraum –

ein Spiegel unserer Seele?

Man muss nicht Freud zitieren, um daran

zu erinnern, dass Träume Verarbeitungsprozesse

unseres Unterbewusstseins sind,

die uns helfen, mit unserer Psyche im Reinen

zu sein. Doch gilt dies auch für die erotischen

Träume? Um mit einer Gegenfrage

zu antworten: Warum nicht? Auch im erotischen

Traum verarbeiten wir Wünsche,

Begierden, Erfahrungen und Sehnsüchte.

Aber auch Ängste, Komplexe und möglicherweise

nur in das Unterbewusstsein

eingebrannte Traumata. So vielfältig die

seelischen Motive für sexualisierte Träume

sind, so vielfältig ist auch deren Ausprägung.

Was bedeutet der einmalige Traum

vom Fremdgehen mit einem Freund aus

längst vergangenen Kindheits- oder Jugendtagen?

Was das traumhafte Erleben

einer immer wiederkehrenden Vergewaltigungsfantasie?

Im Einzelfall kann dies nur

die Psychoanalyse oder die professionelle

Traumdeutung ergründen. Doch sicher

haben Sexträume auch einige allgemeine

Gemeinsamkeiten.

Letzte Nacht oder letztes Jahr –

wie häufig sind erotische Träume?

Statistisch gesehen haben nahezu alle Erwachsenen

über 30 Jahre bereits erotische

Träume in ihrem Leben gehabt. Doch so

sehr sich die Menschen darin ähneln, so

sehr unterscheiden sie sich in dem Umstand,

wie oft sie diese Träume haben. Bei

manchen ist der erotische Traum eine

Seltenheit, die nur alle paar Jahre auftritt.

Andere meinen, sie hätten jede oder doch

beinahe jede Nacht erotische Träume.

Hierbei fällt auf, dass mehr Männer als

Frauen angeben, regelmäßig und häufig

von Sex und Erotik zu träumen. Und auch

Singles träumen öfter vom Sex als Menschen,

die ihn auch in echt oft und regelmäßig

genießen. Klingt ja auch logisch.

Fragt man schließlich, ob man die erotischen

Träume als angenehm empfindet

und ob man gerne mehr davon hätte, so

antworten Männer wie Frauen und Singles

ebenso wie Nicht-Singles überwiegend: „Ja,

bitte mehr davon.“ Gut, dass man mit ein

paar Tricks die Anzahl erotischer Träume

tatsächlich steigern kann.

Wie du öfter kommst –

zumindest im Traum

Täglicher Sex ist nicht jedermanns Sache.

Doch davon träumen kann man ja. Wenn

du gerne öfter feuchte Höschen im Schlaf

bekommst, probiere doch mal, auf dem

Bauch einzuschlafen. Am besten mit einer

Hand zwischen deinen leicht gespreizten

Beinen. So albern es klingt, schon bald

nach dem Einschlafen könnte dein Gehirn

den dadurch entstehenden leichten Druck

auf deine Vagina in Sexträume umwandeln.

Außerdem landet in dieser Position

weniger Sauerstoff in deinen grauen Zellen,

was wiederum deine natürlichen Instinkte

und somit auch deinem Sextrieb einen

kleinen Boost verleiht.

Genauso gut kannst du natürlich versuchen,

schon so „horny“ wie möglich überhaupt

erst einzuschlafen. Doch Vorsicht,

dies kann auch dazu führen, dass dein

Schlaf nur unruhig und überhaupt nicht

erholend sein wird. Ein paar sinnliche Gedanken

vor dem Einschlafen sollten allerdings

kein Problem darstellen.

Einschlafpositionen und -gedanken klingen

dir nicht erfolgversprechend genug?

Dann recherchiere doch mal zur Kunst des

luziden Träumens. Einer Kunst, mit der du

die Handlungen deiner Träume selbstbestimmt

beeinflussen kannst.

Fremdgehen, Swingen, mehrerer Partner –

unsere Sweet-Dreams-Favorites

So sittsam und treu viele Menschen auch

leben, die meisten scheinen es faustdick

hinter den Ohren zu haben. Zumindest,

wenn man nach den Favoriten der erotischen

Träume geht. So fällt auf, dass der

eigene Partner in diesen nie, oder zumindest

nur sehr selten vorkommt. Meistens

wird betrogen, fremdgegangen und abgeschleppt,

wie wir es uns im wahren Leben

niemals wagen würden. Dreier, Gruppensex

und Orgien gehören zu den häufigsten

erotischen Träumen. Dabei vollzieht sich

die Handlung des erotischen Traums selten

in den eigenen Bettlaken. Aufregender

scheinen Outdoor-Locations zu sein, Hotelzimmer,

das Bärenfell vor dem Kamin

eines Schlossherren oder aber die gute

alte Motorhaube eines nie zuvor gesehenen

Sittenstrolches auf einem nächtlichen

Autobahnparkplatz. Und ziehen wir den

eigenen Partner zur Abwechslung doch

einmal mit ein, so ist auch dieser oft ein

ganz anderer Liebhaber, als wie ihn aus

dem echten Leben kennen. Nicht selten

wohl ein besserer. Der dann wiederum uns

selbst betrügt und unserer besten Freundin

Orgasmus um Orgasmus verschafft.

Leben wir im Traum also die dunkle Seite

unserer Sexualität aus? Zu gewissen Teilen

ganz bestimmt. Und ist das schlecht? Wir

finden: nein.

Reitgerten, Schlangen und Schlüssel –

manche erotischen Träume tarnen sich

Wenn dich im Traum also der muskelbepackte

Handwerker in deinem Ehebett verführt,

so handelt es sich unzweifelhaft um

einen Sextraum. Doch auch Träume ganz

ohne andere Menschen werden oft als sehr

erotisch wahrgenommen – und sind voll

von sexueller Symbolik. Der Schlüssel, der

das Schlüsselloch sucht. Die pulsierende

Riesenschlange, die sich um deinen Arm

windet. Oder der Turm, den du alleine

besteigen musst. Auf den ersten Blick fehlt

hier die erotische Komponente. Dennoch

kann es sich um höchsterotische Träume

handeln, aus denen du hitzig, erregt und

verwirrt erwachst. Wenn dir dies widerfährt,

mach dir keine allzu großen Gedanken.

Auch solche erotischen Träume sind

vollkommen normal. Ebenso, wenn du

selbst im Traum nicht mehr du selbst bist.

Sondern Fabelwesen, Hündin oder Schmusekatze.

Meow!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 97 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

MITTE 30 UND SINGLE

Wenn die

Torschlusspanik anklopft

AJOURE MAGAZIN SEITE: 98 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Foto: lassedesignen / stock.adobe.com

Das Leben nimmt seinen üblichen

Lauf: Schule, Ausbildung

oder Studium, der Schritt in die

Arbeitswelt. Die besten Jahre des

Lebens sind gut gefüllt. Gleichzeitig

will gelebt werden. So vergehen

die Jahre – und ehe du dich

versiehst, läuft dir die Zeit davon:

Die Zeit für alles verändernde

Entscheidungen.

Spätestens um den dreißigsten

Geburtstag herum taucht die

innere Frage nach den privaten

Zukunftsplänen auf. Sei es aus

eigenem Antrieb oder weil plötzlich

immer mehr Freunde und

Bekannte heiraten und Kinder

bekommen. Der klassische Verlauf

des Lebens geht weiter.

Was als normal gilt, ist gesellschaftlich

hoch angesehen. Daher

werden insbesondere die Mittdreißiger

auch von Außenstehenden

gerne mit der Frage nach der

Familienplanung konfrontiert.

Der Druck wächst, Torschlusspanik

entsteht.

Der Unterschied bei Frauen

und Männern

Während Männer dieses Thema

entspannter angehen können, haben

Frauen es da nicht so leicht:

Die biologische Uhr beginnt zu

ticken. Mit 35 steigt das Risiko bei

Schwangerschaften. Auch wenn

späte Schwangerschaften heutzutage

immer häufiger werden und

medizinisch besser zu versorgen

sind – die unterschwellige Sorge

bleibt. Hinzu kommt, dass häufig

weitere Kinder geplant sind.

Das Alter für die nachfolgenden

Schwangerschaften steigt also

immer weiter an.

Mögliche Knackpunkte und der

richtige Umgang mit ihnen

Nun gibt es verschiedene Gründe,

für eine ernstzunehmende

Torschlusspanik. Entweder

fehlt dir der Partner und du hast

Schwierigkeiten, den richtigen

zu finden. Oder aber du hast einen

Kinderwunsch, bist jedoch

mit deinem Leben ohne bessere

Hälfte an deiner Seite zufrieden.

Befindest du dich in einer Beziehung,

ist das auch noch kein

Freifahrtschein für eine gemeinsame

Familie. Dir wird bewusst,

dass du zwar Kinder bekommen

möchtest, dein Partner sich bloß

nicht als passend dafür erweist.

Die Möglichkeit, dass dieser keine

Kinder haben möchte, wäre

ein weiterer Knackpunkt. Vielleicht

wird dir deine vermeintliche

Torschlusspanik aber auch

von außen aufgezwungen und

entspricht gar nicht deinen innersten

Sehnsüchten?

Kinderkriegen ohne Partner

Wie gehst du nun am besten mit

diesen Situationen um? Schau

dir zunächst deine Lage an. Bist

du Single, ist die grundsätzliche

Überlegung wichtig, ob du dies

gerne bist oder nicht. Wenn ja,

gäbe es bei einem bestehenden

Kinderwunsch alternative Optionen.

Eine Samenspende und die

Leihmutterschaft kommen nicht

für jeden in Frage. Dennoch bieten

sie nach reiflicher Überlegung

eine Chance für alleinstehende

Frauen (oder homosexuelle Paare),

ohne erforderliches Pendant

diesen Herzenswunsch erfüllt zu

bekommen.

Der Wunsch nach dem klassische

Familienleben – aber der

Partner fehlt

Wünscht du dir dabei einen Partner

an deiner Seite, solltest du dir

Gedanken um dein Beuteschema

machen. Viele Menschen neigen

dazu, sich immer wieder auf

einen bestimmten Typ Mensch

einzulassen. Entweder ist es jemand,

der keine Verantwortung

übernehmen kann oder einer, der

keine Kinder möchte. Mit Hilfe

von gezielten Kriterien, die dir

wichtig sind, kommst du deinem

Ziel ein Stück näher. Je besser du

weißt, was du willst (und was du

nicht willst), desto weniger lässt

du dich auf den falschen Partner

ein. Das alleine garantiert dir natürlich

nicht, dein Glück auch zu

finden. Doch da solltest du dich

selbst nicht unter Druck setzen.

Es ist mehr als nur ein Spruch,

dass der Richtige auftaucht, wenn

man am wenigsten damit rechnet.

Wer sich von dem inneren Druck

befreit, wirkt anziehender auf

sein Gegenüber. Auch wenn das

leicht gesagt ist – mit dem Fokus

auf die Dinge, die dir sonst noch

wichtig sind im Leben, kannst du

die nötige Gelassenheit erlangen.

Zudem bieten Hobbys oder Unternehmungen

gute Gelegenheiten,

jemanden kennenzulernen.

Ein wenig Nachhilfe schadet

dennoch nicht: Seriöse Partnerbörsen

sind besser als ihr Ruf. Es

ist schon lange kein Grund zum

Schämen, diesen Weg zu wagen.

Hier finden sich genügend

Menschen, die an einer ernsthaften

Beziehung interessiert sind.

Wichtig ist, von Beginn an die

eigenen Absichten klarzustellen

und sich auf nichts einzulassen,

was nicht den eigenen Vorstellungen

entspricht. Der Vorteil

ist, dass auf diese Weise die Ziele

schnell deutlich werden und

frühzeitig eine gemeinsame Ebene

in Hinblick auf Werte und Zukunftsvorstellungen

erkennbar

ist. Was letztendlich daraus wird,

kann man vorher nie wissen.

Der Partner spielt nicht mit

Wenn sich dein Partner gegen

das Kinderkriegen entscheidet,

solltest du abwägen. Was würde

ein Verzicht für dich bedeuten?

Eine Entscheidung, die gegen den

inneren Willen getroffen wurde,

kann einen ein Leben lang belasten.

Das darf nicht passieren. Hinzu

kommt, dass die Beziehung auf

dieser Grundlage scheitern kann.

Ewige Vorwürfe werden dann zur

Hürde. Andersherum ist es auch

nicht empfehlenswert, sich entgegen

der eigenen Absicht für Kinder

zu entscheiden. In dem Fall

kann ein Gespräch für das weitere

Vorgehen Klarheit verschaffen:

Ergründet gemeinsam, warum

Kinder für deinen Partner nicht

in Frage kommen.

Der Partner passt nicht zur

Familienplanung

Hast du das Gefühl, dein Partner

könnte sich nicht als passendes

Elternteil erweisen? Gehe auch

dem auf den Grund. Vielleicht

sind diese Bedenken nicht gerechtfertigt.

Wenn doch, liegt

es an dir: Willst du die Chance

auf Kinder mit jemand anderem

oder ein Leben zu zweit mit

deinem Partner? Den Kinderwunsch

über die Partnerwahl zu

stellen, ist hingegen keine gute

Idee. Das macht weder dich noch

deinen Partner auf Dauer glücklich.

Noch schlimmer ist, dass am

Ende das Kind unter euren Diskrepanzen

leidet.

Ist die Torschlusspanik echt?

Bei all den gesellschaftlichen

Konventionen kann es jedoch

leicht passieren, dass einem ein

bestimmter Lebensweg aufgezwungen

wird. Das kann auch

unterbewusst geschehen. Es ist

nicht selten der Fall, dass Menschen

Dinge tun, weil sie sich

etabliert haben. Auch in dem Fall

hilft nur eins: in sich gehen und

sich seiner eigenen Bedürfnisse

und Vorstellungen vom Leben

bewusstwerden.

Fazit

Bei all den Überlegungen sollte

eines nicht vergessen werden: das

Wohl des geplanten Kindes. Auf

Teufel komm raus ein Kind in

die Welt zu setzen, ist das denkbar

Schlechteste, was ein Mensch

tun kann. So tief der Wunsch

danach auch sitzen mag – eine

Vernunftsentscheidung im Sinne

eines neuen Lebewesens kann

klug sein und zeugt von Verantwortungsbewusstsein.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 99 | SEPTEMBER 2019


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AJOURE MAGAZIN SEITE: 102 | OKTOBER 2019


Foto: Look! / stock.adobe.com

LIFESTYLE


AJOURE / LIFESTYLE

8 inspirierende TED-Talks,

die du gesehen haben solltest

TED-Talks startete ursprünglich

als eine Innovationskonferenz in

Kalifornien, auf der neue Erkenntnisse

in den Bereichen Technologie,

Unterhaltung und Design vorgestellt

wurden. Seit dem Jahr 2006

werden die besten Beiträge online

gestellt, um auch der restlichen

Welt als Inspiration zu dienen.

Das wachsende Interesse führte

schließlich zur Ausweitung der

Fachgebiete. So schließen die Vorträge

heute auch globale, kulturelle

und wissenschaftliche Themen

mit ein. Ziel ist es, neue großartige

Ideen und Wissen zu verbreiten,

um die Welt zu verändern. Acht

besonders inspirierende und deshalb

auch besonders beliebte TED-

Talks haben wir für dich zusammengestellt.

Ken Robinson: „Do Schools

kill creativity?“

In seinem Vortrag kritisiert Ken

Robinson auf humorvolle Art

und Weise das heutige Bildungssystem.

Fehler werden in unserer

Gesellschaft nicht toleriert

und dies führt zu einer irrationalen

Angst vor dem Falschen.

Ein Aus für die Kreativität und

den Mut Neues zu wagen.

Sein Vortrag ist ein berührendes

Plädoyer für die Errichtung eines

Systems, das Interessen und

Begabungen fördert.

https://youtu.be/iG9CE55wbtY

Amy Cuddy: „Your Body language

may shape who you are“

Die Sozialpsychologin Amy Cuddy

beschäftigt sich mit der Wirkung, die

unsere eigene Körpersprache auf unser

Denken und unsere Emotionen hat.

Ihr Vortrag beschäftigt sich mit dem

gezielten Einsatz für ein erfolgreiches

Resultat. So können Machtpositionen

beispielsweise unser Selbstvertrauen

stärken.

Ihre Beispiele sind motivierend und für

jeden leicht im Alltag einsetzbar.

https://youtu.be/Ks-_Mh1QhMc

Fotos: JaviGutierrezOk / stock.adobe.com; TED.com / YouTube

AJOURE MAGAZIN SEITE: 104 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

Ajouré Lifestyle tipp

Simon Sinek: „How great leaders

inspire action“

Simon Sinek ist Autor und Business-Berater

angesehener Unternehmen wie

zum Beispiel Microsoft oder die UN.

Zudem lehrt er außerdem strategische

Kommunikation an der Columbia University

in New York. Eines seiner Bücher

trägt den Titel „Frag immer erst: warum:

Wie Top-Firmen und Führungskräfte

zum Erfolg inspirieren“ und auch in seiner

Rede ist die Frage nach dem Warum

- zusammen mit dem „Golden Circle“ -

ein zentrales Thema. Die Beispiele, auf

denen sein vorgestelltes Erfolgsmodell

beruht, sind unter anderem auch Martin

Luther King und die Brüder Wright.

https://youtu.be/qp0HIF3SfI4

Mary Roach: „10 things you

didn‘t know about orgasm“

Mary Roach, Autorin und Kolumnistin,

schrieb 2008 das Buch „BONK: Alles

über Sex – von der Wissenschaft erforscht“.

Dementsprechend beschäftigt sie sich

auch in ihrem Vortrag mit diesem Gebiet.

So deckt sie Skurriles und Amüsantes

rund um den Orgasmus auf und

bringt damit nicht nur sich selber zum

Schmunzeln.

https://youtu.be/7jx0dTYUO5E

Pranav Mistry: „The thrilling potential

of SixthSense technology“

Der Informatiker und Erfinder Pranav

Mistry stärkte und verbesserte das

von Steve Mann entwickelte Sixth-

Sense-System entscheidend. Dabei

handelt es sich um eine Möglichkeit,

die reale Welt mit der digitalen Welt

zu verbinden. Beide Welten können

so miteinander interagieren und existieren

nahezu ohne Trennung nebeneinander.

Dadurch wird Technologie

immer und überall nutzbar. Sein Vortrag

schafft einen beeindruckenden

Einblick in seine Erfindungen und

demonstriert diesen revolutionären

Fortschritt mithilfe von Videoaufnahmen.

https://youtu.be/YrtANPtnhyg

Brené Brown: „The power of vulnerability“

Das Spezialgebiet der Psychologin Brené

Brown sind zwischenmenschliche Beziehungen,

insbesondere die Fähigkeit,

Empathie, Zugehörigkeit und Liebe zu

empfinden. So beschreibt sie in ihrer

Rede, wie unsere Welt Verletzlichkeit zu

einer Gefahr werden lässt und beweist

letztendlich, dass das genaue Gegenteil

der Fall ist. Sie bildet die Grundlage für

das Entstehen von Kreativität, Liebe und

Freude.

In ihrem Vortrag leitet sie uns zu dieser

verborgenen Quelle der Kraft.

https://youtu.be/iCvmsMzlF7o

Dan Pink: „The puzzle of motivation“

Der Karriereberater Dan Pink räumt

in seinem Vortrag mit dem allgemeinen

Glauben auf, dass extrinsische Belohnungen

das effektivste Mittel zur

Motivierung sind. Laut Pink ist es der

Wunsch, unser Leben selbst zu bestimmen,

die Möglichkeit zu haben, etwas

Neues zu erschaffen und der Wille, die

Welt um uns zu verbessern, der dir den

nötigen Antrieb gibt.

Dan Pink beschreibt dies anschaulich

und liefert zahlreiche Beispiele. Je mehr

Freiheit Mitarbeitern gewährt wird, desto

höher ist deren Produktivität.

https://youtu.be/rrkrvAUbU9Y

Cameron Russell: „Looks aren‘t

everything. Believe me, I‘m a model.“

In ihrem Vortrag nutzt Cameron

Russell ihre Erfahrung als Model, um

offen und ehrlich über die Model-Industrie

zu sprechen. Dabei ist ihr

auch bewusst, dass ihr hübsches Aussehen

reines Glück war. Dieses führte

dazu, dass sie schon mit 16 Jahren

vor der Kamera verführerisch wirken

musste. Dass all diese Fotos nur ein

künstliches Abbild des Models sind,

ist vielen nicht vollständig bewusst.

In Wirklichkeit führt sie ein normales

Leben, das jedoch von ihrem „Gewinn

in der genetischen Lotterie“ profitiert.

https://youtu.be/KM4Xe6Dlp0Y

AJOURE MAGAZIN SEITE: 105 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

TATTOOS

MIT BEDEUTUNG

DAFÜR STEHEN DIESE MOTIVE

Wir verraten dir, was diese beliebten

Tattoomotive bedeuten

Wenn du dich für ein Tattoo entscheidest,

dann ist das im Normalfall eine Entscheidung

für das ganze Leben. Gerade deshalb

überlegt man sich vorher am besten

sehr genau, welches Motiv es sein soll.

Ein Symbol, das für dich persönlich eine

tiefe Bedeutung hat, kann eine gute Wahl

sein. Einen Überblick über die Symbolik

verschiedener Tattoomotive haben wir

hier für dich zusammengestellt:

Schmetterling(e): Der Schmetterling

wandelt sich von der Raupe, über den

Kokon, in ein wunderschönes und anmutiges

Wesen. Entsprechend ist er ein

Symbol für Verwandlung, Entwicklung,

Neubeginn und Wiedergeburt.

Vögel:

Vogelmotive sind sehr beliebt. Sie stehen

im Allgemeinen für Freiheit, Freiheitsliebe,

Ungebundenheit und Reiselust. Bestimmte

Vogelarten können zusätzliche

Bedeutungen haben. So steht die Schwalbe

für Liebe und Treue, gilt aber auch als

Glücksbringer. Ein Adler hingegen wird

eher mit Kraft und Stärke assoziiert. Die

Eule steht klassisch für Weisheit und Intuition.

Eine Sonderform des Vogels ist der mystische

Phönix, der verbrennt und aus seiner

eigenen Asche wieder aufersteht.

Engel: Der Engel entstammt der christlichen

Symbolik. Als Tattoomotiv kann er

die Bedeutung eines Schutzengels haben

oder auch mit dem Gedenken an eine

verstorbene Person verbunden sein.

Feder: Freiheit, Unbeschwertheit, aber

auch Sanftheit werden mit diesem Symbol

verbunden.

Hufeisen: Dieses Tattoo ist selbstverständlich

ein Glücksbringer. Achtung:

Das Hufeisen muss nach oben geöffnet

sein, damit das Glück nicht herausfallen

kann! ;-)

Fotos: Stanislav / stock.adobe.com; LSD Tattoo Berlin

AJOURE MAGAZIN SEITE: 106 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

Kompass: Der Kompass ist ein Wegweiser.

Er kann entsprechend ein Symbol

dafür sein, auf dem richtigen Weg zu

bleiben oder ein Ziel nicht aus den Augen

zu verlieren. Er kann auch für Schutz und

Sicherheit auf einem Weg oder bei einer

Reise stehen.

Diamant: Der Diamant steht für Unvergänglichkeit

und Ewigkeit, aber auch für

Schönheit, Luxus und Exklusivität.

Semikolon: Ein Tattoomotiv, das man

immer häufiger sieht. Als Satzzeichen

markiert es eine Stelle, an der ein Satz

enden könnte, der aber dennoch weiter

geht. Entsprechend steht dieses Symbol

für das Weitermachen trotz des Gefühls

am Ende zu sein. Häufig tragen Menschen,

die mit Depressionen zu kämpfen

hatten oder haben dieses Tattoo.

Unendlichkeitszeichen: Dieses Symbol

steht natürlich immer für etwas Unendliches.

Was genau damit gemeint ist, bleibt

dem Träger selbst überlassen. Häufig

wird es mit der Unendlichkeit der Liebe

oder des Glaubens verbunden.

Sonne, Mond und Sterne: Himmelskörper

üben schon immer eine gewisse Faszination

auf uns Menschen aus und sind

deshalb auch häufig - allein oder in Kombination

miteinander - als Tattoomotive

anzutreffen.

Sonne: Die Sonne spendet Wärme und

Leben. Entsprechend symbolisiert sie Lebensfreude

und Glück oder auch einen

Neubeginn.

Mond: Der Mond ist ein Lichtspender im

Dunkeln. Dennoch steht er eher für das

Mystische und Gruselige der Nacht. In

Kombination mit der Sonne kann er als

Tattoo für Gegensätzlichkeit, aber auch

für Veränderung und den Kreislauf des

Lebens stehen.

Stern(e): Sterne werden mit einer Vielzahl

an Bedeutungen verknüpft und sind

äußerst beliebte Tattoomotive. Sterne

sind Lichter in der Nacht, symbolisieren

aber auch Unendlichkeit und Dauerhaftigkeit.

Sie können auch für Träume oder

Wünsche stehen.

Schlüssel: In der Vergangenheit war

der Schlüssel vor allem ein Symbol dafür,

Zugang zu etwas zu haben und dadurch

Macht zu besitzen. Heute steht

er manchmal für ein gelöstes Problem.

Meist jedoch symbolisiert er den Zugang

zum verschlossenen Inneren oder zum

Herzen. Als Partnertattoo wird er gern

mit einem passenden Schloss kombiniert,

das der Partner trägt. Diese Kombination

steht für Zusammengehörigkeit und das

zueinander passen.

Schlange: Die Schlange gilt als schlau,

aber auch als hinterlistig und gefährlich.

Muscheln: Sie werden natürlich mit

Strand und Meer assoziiert und können

entsprechend die Liebe dazu symbolisieren.

Es gibt aber noch weitere Bedeutungen.

Eine Muschel kann unter ihrer

harten, unscheinbaren Schale eine wunderschöne

Perle verstecken, die entdeckt

werden will. Die Venusmuschel steht für

romantische und leidenschaftliche Liebe.

Die Jakobsmuschel wiederum ist ein

Symbol der Gläubigen und Pilgernden.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 107 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

Koikarpfen: Diese Fische werden vergleichsweise

alt und können sehr teuer

sein. Sie gelten als Glücksbringer und

stehen für ein langes Leben, Vitalität und

Kostbarkeit.

Würfel: Ein besonders in der Rockabilly-Szene

gängiges Tattoomotiv. Würfel

sind Glücksbringer, stehen aber auch für

eine risikofreudige Spielernatur.

Kirschen: Auch dieses Motiv findet sich

besonders häufig bei Rockabilly-Freunden.

Das Kirschmotiv gilt als verspielt

und unschuldig, aber gleichzeitig verführerisch.

Traumfänger: Sie sollen Schlafende vor

bösen Träumen schützen. Auch als Motiv

auf der Haut werden sie mit Schutz vor

Bösem verbunden. Außerdem symbolisieren

sie Spiritualität.

Anker: Dieses alte Seefahrermotiv steht

für Heimat, Sicherheit und Schutz, aber

auch für das fest verankert sein und Halt

finden.

Pferd(e): Für viele steht hier natürlich

die Liebe zu diesen Tieren im Vordergrund.

Eine eher wilde Darstellung kann

aber auch für Unzähmbarkeit, Freiheit

und Temperament stehen. Als Sonderformen

sind das Einhorn oder der Pegasus

gern gewählte Tattoomotive. Das Einhorn

steht für das Gute, die Schönheit,

Anmut, Reinheit und Unsterblichkeit.

Der geflügelte Pegasus entspringt griechischen

Göttersagen, wo er als treuer Gefährte

auftritt.

Blumen/Blüten: Hier sind sehr viele Varianten

und dementsprechend Interpretationen

möglich. Blumen sind dekorativ

und stehen für Schönheit und die Natur.

Sehr häufig werden rote Rosen tätowiert.

Sie bedeuten Liebe, Sinnlichkeit und Romantik.

Ihre Dornen erinnern aber auch

an den Schmerz, der damit verbunden

sein kann.

• Lotusblüten streben aus dunklen,

schlammigen Gewässergründen

dem Sonnenlicht entgegen. Sie stehen

für die tiefe innere Schönheit,

Neuanfänge, das Überwinden von

Schwierigkeiten und das Streben

nach Glück.

• Sonnenblumen symbolisieren Fröhlichkeit,

Lebensfreude und Umweltverbundenheit.

• Lilien verbindet man mit Eleganz,

Weiblichkeit, Reinheit und Glauben.

Katzen oder Raubkatzen: Eine Katze als

Tattoo kann die Liebe zu diesen Tieren

zeigen. Darüber hinaus gelten Katzen als

schöne, eigenwillige und freiheitsliebende

Wesen, die auch oft mit Magie oder

Zauberei in Verbindung gebracht werden.

Raubkatzen, wie Löwe oder Panther,

stehen zudem für Wildheit, Stärke und

Wehrhaftigkeit.

Delfine: Sie sind freundlich, verspielt und

anmutig. Die sozialen Tiere werden gern

als Symbol für Freundschaft gewählt.

Geheimtipp

Du spielst selbst mit dem Gedanken, dir

ein Tattoo stechen zu lassen? Dann haben

wir für alle Berlinerinnen einen Spezialtipp.

Im LSD Tattoo Studio in Berlin /

Prenzlauer Berg wirst du professionell

beraten und dein persönliches Tattoo für

dich entworfen. Internationale Künstler,

die sich auf verschiedene Motive und

Techniken spezialisiert haben, zaubern

dir dein Wunschtattoo auf die Haut.

Mehr Infos findest du auf

https://lsd-tattoo.de

Fotos: LSD Tattoo Berlin

AJOURE MAGAZIN SEITE: 108 | OKTOBER 2019


Foto: olly / stock.adobe.com


AJOURE / LIFESTYLE

ECHO SHOW 5

89,99 €

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Amazon

Echo:

So schützt

du deine

Privatgespräche

vor Alexa

Alexa hört mit. Diese Aussage hat

viele Nutzer in Aufregung versetzt.

Dich auch? Schließlich soll nicht

die ganze Welt wissen, was du mit

dem Sprachassistenten besprochen

hast. Amazon hat auf die Kritik

zum Abhörskandal reagiert und

aktiven Schutz entwickelt. Hier findest

du die Tipps.

Alexa zählt zu den beliebtesten

Amazon Home Skills. Der Amazon

Store hält zahlreiche Features

bereit, die Alexa antrainiert werden

können. Umso schlimmer, wenn

jemand Drittes mithört. Mitarbeiter

sollen Aufzeichnungen des

Sprachassistenten mitangehört haben.

Das ist ein klarer Eingriff in

die Privatsphäre der Nutzer. Doch

deswegen auf die geliebte Alexa in

den eigenen vier Wänden verzichten?

Das muss nicht sein, denn du

kannst dich schützen.

Amazon bietet dir nämlich an, die

Abhör-Funktion zu deaktivieren.

Dies kannst du wie folgt einstellen:

Rufe die Datenschutzeinstellungen auf

und aktiviere die neue Abhörabschaltung.

Du kannst festlegen, wie deine Daten Alexa

verbessern sollen. Dort findet sich

die neu hinzugefügte Formulierung, dass

Sprachaufnahmen eventuell bei der Entwicklung

neuer Features verwendet werden.

Das bedeutet, dass gewisse Aufnahmen

von Mitarbeitern manuell geprüft

werden, um den Service zu verbessern.

Über den Button lassen sich die Abhör-Funktionen

komplett deaktivieren.

Unter Umständen können solche Nutzer

dann nicht von Neuerungen profitieren,

aber wenn der Datenschutz vorgeht, ist

das ja auch völlig in Ordnung. Nichtsdestotrotz

speichert Amazon die Gespräche

auf seinen Servern. Da brauchst du dir

nichts vormachen! Abgehört werden sie

aber nicht mehr. Weiterhin ist es möglich,

die Aufzeichnungen

via Alexa auch manuell

zu löschen. Sicher

ist sicher!

Fotos: PR / Amazon

AJOURE MAGAZIN SEITE: 110 | OKTOBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

Wie du die Tonaufnahmen von

Alexa löschen kannst

Um Fragen oder Aufforderungen, die du an Alexa

gestellt hast, endgültig zu löschen, öffnest du zunächst

die Alexa-App. Öffne das Register, in dem

die gestellten Fragen enthalten sind. Diese Karte

kannst du nun entfernen. Doch damit ist die Aufnahme

noch nicht gelöscht. Um die Aufnahme

endgültig manuell zu löschen, rufe die Einstellungen

ab. Im Alexa-Konto geht es weiter auf die Historie.

Hier lassen sich die Einträge löschen.

7 Mikrofone hören mit

Amazon Echo ist mit satten 7 Mikrofonen ausgestattet.

Mit diesen „Ohren“ horcht Alexa in den

Raum. Entgehen tut dem Sprachassistenten da

wenig, aber die meisten Geräusche sind Alexa

total egal. Die Aufnahme beginnt erst, wenn der

kleine Assistent beim Namen genannt wird. „Alexa,

sag mir wie das Wetter morgen wird.“ Echo

leuchtet dann mit dem blauen Ring - ein Zeichen

der Konzentration. Die Aufnahme wird an einen

Server von Amazon geschickt. Erst hier wird entschlüsselt,

was du gesagt hast. Digital wird die

Antwort dann zurückgesendet. Ohne WLAN versteht

Alexa also gar nichts.

Alexa antwortet dir immer mit einer

freundlichen Stimme und führt deine

Ansagen aus. Zusätzlich kannst du deine

Alexa personalisieren und ein Stück weit

menschlicher machen. Du kannst ihr antrainieren,

dass sie dich nach der Arbeit

mit einem Kompliment begrüßt. Dazu

bedarf es spezielle Apps bzw. Skills.

Zu unseren beliebtesten Alexa-Skills gehören:

Die Tagesschau in 100 Sekunden,

das Wort des Tages, frag Google und die

Verknüpfung mit Philips Hue Lampen.

Viele nutzen den Sprachassistenten, um

ihre Heimfunktionen zu steuern. Licht

ausschalten, das Tor öffnen oder den Saugroboter

aktivieren: All das kannst du auf

deiner Alexa programmieren.

Amazon Echo Dot gibt es bereits für

knappe 60 Euro beim Online-Händler zu

bestellen. Sprachassistenten machen das

Leben komfortabler, da du noch nicht mal

mehr deine Frage bei Google eintippen

musst. Über deine Stimme kannst du alles

regeln und erfahren, was du möchtest.

Das kann Alexa alles

Alexa ist ein kleines Wunderkind. Mit dem kleinen

runden Gadget kannst du:

- Lieblingslieder abspielen

- Licht an- und ausschalten

- Wetter-Informationen oder Stauansagen abrufen

- Amazon-Produkte shoppen

- Nachrichten laufen lassen

- Wissensfragen beantworten lassen

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 111 | OKTOBER 2019


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