rik April/Mai 2020

blumediengruppe

Das schwule Metropolenmagazin für Köln und Düsseldorf.

APIRL / MAI 2020 | AUSGABE 407

KÖLN

REISE

Jetzt träumen –

später reisen

PRINCE CHARMING

Das preisgekrönte

Erfolgsformat ab

20. April bei VOX

GESUNDHEIT

CORONA:

Hintergründe,

Expertentipps &

Kommentare

INTERVIEWS: RALF KÖNIG, ROSA VON PRAUNHEIM, MIA., ANNA DEPENBUSCH, MARLA GLEN


© 2019 Showtime Networks Inc.

DEIN FERNSEHER KANN MEHR. MIT SKY.

The L Word: Generation Q, immer mittwochs

um 20.15 Uhr auf Sky Atlantic und auf Abruf.

Mehr Infos auf sky.de


INTRO 3

Inhalt

epaper.männer.media

Alle Magazine online!

ALTER

Mit dem Alter beschäftigen

sich auch

zwei Interviews mit

Ikonen der schwulen

Bewegung. Rosa von

Praunheim, geboren1942,

sorgte mit

seiner Kunst und

Polemik für Skandale,

die Deutschland veränderten.

Wir trafen ihn im Deutschen Theater, wo

er uns von seinen Plänen erzählte und Privates verriet.

Zu seinem 40-jährigen Zeichnerjubiläum hatte

der Herr der Knoallennasen, Deutschlands wohl

bekanntester schwuler Comiczeichner Ralf König,

Zeit für ein Gespräch zum Thema Altern.

REISE

Auch wenn zur Zeit einige

Unsicherheiten die

Reiseplanung erschweren:

Der nächste Urlaub

kommt bestimmt!

Außerdem bieten viele

Hotels, Reedereien und

Airlines besonders

günstige Preise, die Lust

auf ferne Ziele machen.

Wir stellen etliche von ihnen vor. Dazu gehören Südafrika,

Illinois, Argentinien, Mexiko, Spanien, Thailand

und Japan. Viele weitere Infos gibt es auch auf

unserer Partnerseite spartacus.travel, die jetzt auch

für Android-User auf Planetromeo zu finden ist.

35 Jahre rik Magazin

Den 35. Geburtstag der rik in diesem Monat hätten

wir natürlich gerne mit euch gefeiert. Nun kommt es

anders und wir bringen statt Geburtstagswünschen eine

Doppel seite mit Gesundheitstipps. Durch die Partnerschaft

mit den übrigen vier

großen Metropolenmagazinen

hinnerk, blu, gab und

leo ist ein schlagkräftiger Redaktionsverbund

entstanden.

Alle zusammen versammeln

ihre Texte und Fotos auf der

gerade re-launchten Seite

www.männer.media, deren

Beiträge sich auch auf

ROMEO finden. Wir freuen

uns, mit den Leser/innen auf

viele weitere Jahre im Dienst

der Community.

Eure Redaktion!

Kostenlos

www.rik-magazin.de

www.facebook.com/rikmagazin/

IMPRESSUM

Herausgeber:

Christian Fischer (cf) &

Michael Rädel (rä)

Chefredakteur:

Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

Stellv. Chefredakteur:

Christian Knuth (ck)

BESUCHERADRESSE:

Köln: T: 0221 29497538,

termine@rik-magazin.de

c.lohrum@rik-magazin.de

Berlin: Sophienstr. 8, 10178 Berlin,

T: 030 4431980, F: 030 44319877,

redaktion.berlin@blu.fm

Hamburg: Greifswalder Str. 37,

20099 Hamburg, T: 040 280081-76 /-77,

F: 040 28008178, redaktion@hinnerk.de

Frankfurt: Kaiserstr. 72, 60329 Frankfurt,

T: 069 83044510, F: 069 83040990,

redaktion@gab-magazin.de

München: T: 089 5529716-11,

redaktion@leo-magazin.de

MITARBEITER:

Nico Januszewski (nj), Stefan Kraushaar,

Jonathan Fink, Dagmar Leischow,

Leander Milbrecht (LM), Steffen Rüth,

Christian K. L. Fischer (fis),

Lektorat: (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke www.sprachdesign.de

Art-Direktion: Janis Cimbulis

Grafik: Susan Kühner

Cover: VOX / Prince Charming

ANZEIGEN:

Berlin: Christian Fischer (cf):

christian.fischer@blu.fm

Ulli Pridat: ulli@matemediagroup.de

Charly Vu: charly.vu@blu.fm

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Rosenthaler Str. 36, 10178 Berlin

Verwaltung: Sonja Ohnesorge

Geschäftsführer:

Hendrik Techel, Christian Fischer (cf)

Vertrieb: Perfect Promotion,

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wieder. Die Abbildung oder Erwähnung

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zu 74,9%, Rosenthalerstr. 36, 10178 Berlin

Christian Fischer zu 25,1%,

Dunckerstr. 60, 10439 Berlin

Gesellschafter sergej Medien und

Verlag GmbH:

Hendrik Techel zu 100%,

Am Treptower Park 45, 12435 Berlin


Foto: Jörn Neumann

koelner-philharmonie.de/abos

0221 204 08 204


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KLASSIK

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6 SZENE

Community

Die Bundeszentrale für

gesundheitliche Aufklärung

(BZgA) will mit dem neuen

„LIEBESLEBEN – Mitmach-Projekt“

das Thema

sexuelle Gesundheit an

Schulen fördern. Weltweit

und auch in Deutschland

nehmen sexuell übertragbare

Infektionen wie

beispielsweise mit Chlamydien,

zu. Deshalb richtet

sich das Präventions-

Projekt, das vom Verband

der Privaten Krankenversicherung

e.V. gefördert

wird, an Schüler weiterführender

Schulen und

unterstützt Lehrkräfte bei

ihrer sexualpädagogischen

Arbeit.

EUROGAMES DÜSSELDORF

Düsseldorf ist vom 5. bis 9. August

2020 Schauplatz der EuroGames

2020. Zu den queeren Europameisterschaften

werden mehr als 4.000 sportbegeisterte

Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle

sowie queere Menschen aus ganz

Europa in der Landeshauptstadt erwartet.

Bei den 18. EuroGames soll es Turniere in

über 30 Sportarten geben. Von Basketball

über Fußball bis Volleyball, von Tanzen über

Tennis bis Triathlon, von Schwimmen über

Squash bis Skifahren werden in nahezu allen

Breitensportarten Wettbewerbe angeboten.

Schauplätze werden die hervorragenden

Sportstätten in Düsseldorf und Umgebung

sein, darunter der Rochus-Club oder das

Tischtennis-Leistungszentrum.

Eine große Eröffnungsfeier auf dem Burgplatz

und das EuroGames-Village (in Verbindung

mit dem Christopher-Street-Day)

sollen Orte der Begegnung der Sportler sein.

Darüber hinaus wird es ein vielfältiges kulturelles

Rahmenprogramm geben.

Die EuroGames sind eine Veranstaltung der

European Gay & Lesbian Sport Federation,

der rund 120 schwul-lesbische Sportvereine

aus zahlreichen europäischen Ländern

angehören. Seit 1992 finden die Europameisterschaften

der LSBTIQ-Sportler in Jahren

ohne Gay Games oder Outgames statt.

eurogames2020.de

FOTO: MONICA BAUER

Du nimmst Chems zum Sex?

Beim 7. Fachtag des

bundesweiten Antidiskriminierungsprogramms

„Schule der Vielfalt“ standen

„LSBTI*Q-Menschenrechte

und Schule“ im

Mittelpunkt. Über 120 Personen

aus dem Bildungsbereich

beschäftigten

sich im Februar in Köln

mit der Frage, wie Lesben,

Schwule, Bi, Trans*, Inter*

und queere Menschen in

ihren Rechten geschützt

werden. Auf Schulhöfen,

im Klassenraum, bei

Klassenfahrten oder beim

Sportunterricht muss Ziel

sein, vor Diskriminierungen

zu schützen und größere

Akzeptanz gegenüber

geschlechtlicher und sexueller

Vielfalt zu schaffen.

Wenn du zufrieden bist und alles

läuft, wollen wir dir nicht reinquatschen!

Wenn es doch nicht rundläuft, nicht

mehr geil ist und du was ändern willst, ist

jetzt {quapsss} für dich da.

Für manche ist es schwierig

Chems zu reduzieren oder

gar komplett aus dem

Leben zu streichen.

Darum gibt es jetzt die

{quapsss}-Gruppe in

Hamburg. Mehrere Jahre

haben Deutsche Aidshilfe

und die queeren Checkpoints

zusammen mit Drogenberatungsstellen

an einem zielgruppengerechten

Beratungsangebot für die Chemsex-Szene

gewerkelt. Denn: Es gab kein passendes.

Chemsex-Nutzer sind keine klassischen

Drogensuchtkranken, klassische Drogensuchtberatungen

nicht auf explizite

Sexualberatung eingestellt.

{quapsss} ist deswegen auch kein Entzug,

oder Aussteigerprogramm, sondern

ein kostenloses Gruppenangebot für

schwule Männer, die mit Chemsex besser

klarkommen wollen oder damit aufhören

möchten. Die Kölner Gruppe erreichst du

unter quapsss@aidshilfe-koeln.de.

Qualitätszirkel „Lust + Rausch“

{quapsss} ist aber nicht das einzige Hilfsangebot,

das in Köln für Chemsex-

User da ist. Seit Jahresbeginn

hat der Qualitätszirkel „Lust +

Rausch“ eine Online-Karte mit

allen Einrichtungen in Köln

und Umgebung eingerichtet,

die ähnliche Angebote im

Programm haben „Das Ziel des

Mappings ist es, die Zielgruppe

der MSM mit Substanzkonsum

besser zu erreichen, Wege ins Hilfesystem

zu erleichtern, verschiedene Unterstützungs-

und Behandlungsangebote ohne

viel Suchen aufzuzeigen und das spezifische

Hilfesystem in Köln abzubilden“, so Paul Hirning

von der Aidshilfe Köln. Er hat sich gemeinsam

mit Marcus Lauterborn auf diesem

Gebiet spezialisiert und begleitet zahlreiche

Nutzer auf ihrem Weg zu einem besseren

Umgang mit den unterschiedlichen Subtanzen

im sexuellen Kontext.

Die Karte ist hier abrufbar: www.aidshilfekoeln.de/angebote/drogenhilfe.

*ck


Diskriminierungsschutz,

Gewaltprävention und

Homoheilung

Diskriminierungsschutz, Gewaltprävention und HomoheilungDas

für queere Belange wohl wichtigste Ereignis

des bisherigen Jahres war die öffentliche Anhörung im

Rechtsausschuss zur Erweiterung des Grundgesetzes

in Artikel 3 Absatz 3 um das Merkmal „sexuelle Identität.“

Einzelne Unionsabgeordnete signalisierten in den

sozialen Netzwerken ihre prinzipielle Zustimmung. Falls

die dazugehörige Abstimmung in der 2./3. Lesung im

Bundestag freigegeben würde, könnte es eine Mehrheit

für diese jahrzehntealte Forderung geben.

70 PROZENT MEHR ANTIQUEERE HASSDELIKTE

Die gemeldeten homo-und transphob motivierten sind

binnen Jahresfrist um mehr als 60 Prozent – bei Gewalttaten

sogar um fast 70 Prozent – gestiegen. Der LSVD

kritisiert: „Auch beim neuesten Gesetzesvorhaben von

Bundesjustizministerin Lambrecht zur Bekämpfung des

Rechtsextremismus und der Hasskriminalität bleiben

Homophobie und Transfeindlichkeit im Gesetzestext ausgegrenzt.

Das ist unverständlich.“

SZENE

Musik

und

Kosmos

30. April bis 10. Mai 2020

cd: hidabicer.com | Foto: NASA

7

ANHÖRUNG ZU VERBOT VON

PSEUDO-KONVERSIONSVERFAHREN

Obwohl alle Sachverständigen die Intention des Gesetzes

begrüßten, wurden in einer Anhörung nahezu einhellig

Änderungen eingefordert. Gabriela Lünsmann, Hartmus

Rus (LSVD), sowie die Vertreterin der Bundespsychotherapeutenkammer

machten darauf aufmerksam, dass die

Altersbeschränkung von 18 Jahren nichts ausreichend sei.

achtbruecken.de

0221.280 281

Gedenktag anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers

Auschwitz mit Reden von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier

und dem Staatspräsident des Staates Israel, Reuven Rivlin.

Auch dass nach dem Gesetz zwischen 16 und 18 Jahren

die Erziehungsberechtigten entscheiden dürften,

wurde kritisch gesehen. Hartmut Rus machte zudem

darauf aufmerksam, dass bereits die Vermittlung von

Konversionsbehandlungen unter Strafe stehen sollte, da

Konversionsbehandlungen meist nicht offen angeboten

würden. Der Vertreter der Schwulen Juristen Ahmet

Alagün, zugleich Richter, sprach sich dafür aus, dass das

Gesetz klarer formuliert werden sollte gerade im Bereich

des Werbeverbots. Die AfD hatte keinen Sachverständigen

geladen. Ihre Fragen zeichneten sich durch so große Unkenntnis

queerer Lebensweisen aus, dass sie von den

gefragten Sachverständigen kopfschüttelnd zurückwiesen

wurden. Peinlich. *Bodo Niendel / Christian Knuth

FOTO: DEUTSCHER BUNDESTAG / ACHIM MELDE

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8 SZENE

CITYRADAR

Fotos von Stefan Kraushaar

JECK OP DECK

Ob Aladin und der Geist aus der Lampe, oder Meerjungfrauen - viele „Jeck op Deck“

Gäste ließen sich dieses Jahr von Märchen inspirieren...

BACKSTAGE DIARIES

SEXY

Das Bootshaus platzte aus allen Nähten, da ist es nur

logisch, dass die SEXY Party zum Colognepride in die

Lanxess Arena umzieht, um dem Ansturm aus aller Herren

Ländern gerecht zu werden

Resident Drag DJane Laila Licious brachte im rappelvollen

Artheater die Gäste in Stimmung, die vorher in

der langen Schlange viel Geduld aufbringen mussten.

ADDICTION PARTY

Die internationalen Gogos heizten auf der addiction Party im Station 2B

den zahlreichen Gästen ziemlich ein, so dass vielen Hüllen vielen.

MATROSENPARTY

Der aus „Prince Charming“ bekannte Adrian aus München wurde auf

der Matrosenparty von zahlreichen Gästen wiedererkannt, so auch von

Muhammad aus Köln.


Szene Ticker

Erika Laste hat angekündigt, die Nubbelverbrennung in der Schaafenstraße

nicht weiter zu moderieren. Nach 13 Jahren sei es an der Zeit, das Zepter

weiter zu reichen und Platz für junge Talente zu machen. Sie hatte viele Fans in der

Szene, die sich extra wegen ihrer humorvollen und bissigen Moderation am letzten

Abend des Karnevals nochmal aufrafften, um dabei sein zu können. Wer auch

immer die Nachfolge übernimmt, wird in große Fußstapfen treten… viel Glück!

1.5.20 „26. COME

TOGETHER CUP KÖLN“

Am Freitag, den 1. Mai 2020 wird

in Köln beim COME-TOGETHER-

CUP wieder gekickt, diskutiert

und gefeiert. Je 36 Frauen- und

36 Männerteams werden auf insgesamt

12 Rasen-Fußballplätzen

gegeneinander antreten und auf

einer rund 70.000 m 2 großen Veranstaltungsfläche

werden Live-

Musik, Promi-Spaßkick, Moment

of Silence und vieles mehr für

beste Unterhaltung sorgen!

Stadionvorwiese,

RheinEnergieStadion Köln,

www.come-together-cup.de

17.5. TIM FISCHER & GEORGETTE

DEE IM GLORIA

Zu seinem 30. Bühnenjubiläum lässt es der

Sänger und Schauspieler Tim Fischer richtig

krachen! Gemeinsam mit seiner Band geht er

auf große Tournee. „Musik war schon immer

meine Lieblingsdroge”, sagt Tim Fischer.

„Unzählige Sängerinnen und Sänger haben

mich inspiriert. Das wahre Wunder allerdings

sind die Lieder selbst. Sie sind der magische

Schlüssel zum Inneresten des Publikums.

Im Rahmen des Sommerblut Kulturfestivals

beehrt die Grand Dame des deutschen

Chansons das Gloria Theater. Ihre Fans begeistert

sie mittlerweile seit Jahrzehnten, wer

sie noch nicht kennt, sollte dies unbedingt

nachholen.

FOTO: CHIN CHIN PARTY

CHIN CHIN - BAHNHOF EHRENFELD AM 30. MAI

Dem Kollektiv aus vier Künstlern ist mit der CHIN CHIN die Verbindung aus

Performance, Tanz, Bildender Kunst und Musik gelungen. Die interdisziplinäre Partyreihe

lädt mehrmals im Jahr zum queeren Rausch. Performer*innen verschiedenster

Kunstrichtungen mischen sich unter das bunte Publikum, dessen Freizügigkeit

ausdrücklich erwünscht ist. Die Handykameras werden bei Einlass mit Stickern beklebt

- ganz nach dem Motto „what happens at CHIN CHIN, stays at CHIN CHIN“.

Vielfältiger geht es wohl kaum anderswo zu. Ein Fest der Andersartigkeit, Diversität

und Liebe. www.chinchinparty.de

28.5. – 1.6.20 PUPPY PRIDE

COLOGNE

Vom 28. Mai bis zum 1. Juni 2020

(Pfingsten) erwartet alle Puppies,

Handler, Fetisch-Enthusiasten und

Freunde der Puppy Community in Köln

ein bunt gemischtes Programm. Mitveranstalter

Sean Baker freut sich schon

tierisch auf das Event: „Zusammen

möchten wir mit euch feiern, spielen

und unsere bunte Puppy Community

repräsentieren.“ Als absolutes Highlight

in Zusammenarbeit mit Rheinfetisch

e.V. und Bartmänner e.V. findet am

30.5.2020 die große Main Party „TRI-

NITY Cologne” statt. Mehr Infos unter:

www.puppypridecologne.de

Die Sängerin und Songwriterin

Marie-Luise Nikuta ist am

Veilchen-Dienstag im Alter von 81

Jahren gestorben. Marie-Luise hat

sich mit über 40 komponierten

Motto Liedern nicht nur längst in den

Geschichtsbüchern als Motto-Queen

des Kölner Karnevals verewigt, sie hat

sich auch mit ihrer kämpferischen

Unterstützung bereits seit den 90er

Jahren einen großen Namen in der

schwul-lesbischen-Szene in Köln

gemacht. Sie war seit der Gründung

der Stattgarde Colonia Ahoj e.V. eng

verbunden, hat durch ihre Fürsprache

der Stattgarde im traditionellen Karneval

zum Durchbruch verholfen.

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10 STYLE

VERLOSUNG

Du und dein bester

Freund

Der Hund gilt als der beste Partner des

Menschen. Und damit diese Freundschaft

noch inniger wird, haben wir für beide

etwas aus dem Hause TCHIBO.

Wie wäre es zum Beispiel mit einer Fell- und

einer Unterfellbürste? Verbinde doch die Fellpflege

mit einem entspannten Ausflug in die

Natur. Hier musst du dir keine Gedanken über

die entstehenden Flusen machen und kannst

deinen Hund besonders gründlich durchbürsten.

Damit die Zeit im

Grünen noch abwechslungsreicher

wird, gibt es weitere

Accessoires wie Hunde-Wurfund

Wasserspielzeug, eine

Schleppleine und eine Hunde-

Trinkflasche. Du selbst gehst

hierbei aber auch nicht leer

aus, für dich hat TCHIBO unter

anderem T-Shirts, Hoodies

und Wende-Steppwesten im

Angebot. Mehr findest du bei

www.tchibo.de *rä

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RAUS

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#WECARE

EINZIGARTIGE

TISCHE

Der Mano-Tisch ist ein maßgefertigter und

einzigartiger Esstisch mit einer bemerkenswerten

Haltbarkeit und Stärke. Die

organische Form folgt dem natürlichen

Wachstum des Baumes und macht jeden Tisch zu

einem Unikat.

2020

BELGIAN PRIDE FESTIVAL

PRIDE WEEKEND

PRIDE PARADE

08/05 24/05

22/05 24/05

23/05

Alle natürlichen Risse werden mit einer traditionellen

Technik verstopft und somit ihr Wachstum verhindert.

Der Mattlack, mit dem jede Tischplatte dreimal behandelt

wird, hebt die individuelle Maserung des

Baumes hervor und macht ihn pflegeleicht. Die Tische

reichen von 220-720 cm. Die kleinsten Platten sind

für unter EUR 5.000 erhältlich und können auf der

Onlineseite nach dem persönlichen Geschmack

ausgewählt werden. Die Herstellung erfolgt aus zertifiziertem

Wurzelholz, das sich aufgrund seiner Eigenschaften

besonders gut für Tischplatten eignet. Suar

ist ein Holz mit außergewöhnlich schönen Farben und

einem einzigartigen Maserungsmuster mit charakteristischen,

ausdrucksstarken Konturen. Es handelt

sich dabei um einen Regenbaum aus dem Norden

Thailands, der nicht zu den gefährdeten Arten gehört.

Bei der legalen Ernte wird der Baum mit der Baumwurzel

gefällt. Dies bedeutet, dass der gesamte Baum

mit der Wurzel verwertet wird. So entsteht nachhaltig

neuer Lebensraum.

Die dänische Firma ist nicht nur Hersteller zahlreicher

Holzprodukte, sondern hat auch Geschirr aus Keramik

und ausgefallenen Materialien wie Sandstein im

Programm.

RAINBOW

HOUSE

RAINBOW

RAINBOW

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12 KULTUR

Der künstlerische Output eines

Andy Warhol ist ungeheuer groß. Es

sind nicht nur seine Porträts etwa von Marilyn

Monroe, Aretha Franklin und Diana

Ross oder seine Videos und Plattencover.

Es waren auch die Happenings in seinem

Atelier-Studio, genannt „The Factory“.

ANDY, ANDY,

ANDY

Andy Warhol, aufgenommen im Berlin Creative Space – BCS von Rolf „Rolfe“ Scheider

Und hier spielte Musik eine große Rolle,

denn eine Party, ein Happening mit Performance-

und Videokunst ohne Musik

ist – außer es wird beständig gesprochen

– nur ein stilles Zusammenkommen. Musik

lässt Gedanken fließen, lässt die Ideen

bei Künstlern sprudeln, verbindet Szenen

FOTO: M. RÄDEL

und macht auch einfach Spaß. Nicht ohne

Grund ging Andy Warhol so gerne ins legendäre

Studio 54.

Andy Warhol, geboren am 6. August 1928,

an den Folgen eines Attentats am 22. Februar

1987 verstorben, war der jüngste Sohn

einer Bauernfamilie im Norden der Slowakei.

Er studierte Gebrauchsgrafik am Carnegie

Institute of Technology und lebte in den

1950ern von Gelegenheitsjobs als Grafiker.

Seine erste wichtige Einzelausstellung im

New Yorker Museum of Modern Art hatte

Andy Warhol 1956. Ab den 1960ern widmete

er sich auch immer mehr dem Film und

wurde durch seine Siebdrucke weltberühmt.

Warhol ist einer der wichtigsten Vertreter

der US-amerikanischen Pop-Art.

Doch was für Musik hat er eigentlich gehört?

Nun, das ist ganz gut dokumentiert.

Und jetzt auch auf CD zu kaufen. Die

Doppel-CD „Andy Warhol and Music“ (JADE)

vereint auf zwei Tonträgern die Lieder, die

den Künstler inspirierten. Mit drauf sind

The Velvet Underground mit „Venus in Furs“

und „Sunday Morning“, Blondie mit „Heart

of Glass“, Ike & Tina Turner mit „River Deep

Mountain High“, The Rolling Stones mit

„Sister Morphine“, Lou Reed mit „Walk on the

Wild Side“ sowie Maria Callas mit „La Traviata/Addio

del passato“ (Verdi) und Mozarts

„Der Hölle Rache“ aus der „Zauberflöte“.

Eine ungewöhnliche und dem Künstler

Andy Warhol durchaus gerecht werdende

Zusammenstellung polarisierender, beruhigender

und packender Musik. *rä

www.jade-music.net

Acht Brücken im Freihafen?

Unter dem Motto „Musik und

Kosmos“ hatte das Festival

für seine zehnte Ausgabe rund 50

Konzerte vom 30. April bis 10. Mai

an verschiedenen Spielorten in

Köln geplant.

Festival-Gesamtleiter und Kölner-

Philharmonie-Intendant Louwrens

Langevoort verkündet schweren

Herzens: „In einem Festival wie

ACHT BRÜCKEN, mit dem wir uns

besonders der Musik von heute,

Uraufführungen und innovativen

Konzertformaten verschrieben

haben, steckt viel Arbeit und langjährige

Vorbereitung. Das alles

kann nun nicht stattfinden. Die

beteiligten Künstler, von der freien

Kölner Szene bis zu internationalen

Orchestern und Ensembles, können

nicht wie geplant auftreten, unsere

rund 25.000 Besucher müssen

zuhause bleiben. Wir versuchen

derzeit zu retten was möglich

ist und prüfen die Verlegung von

Konzerten, dabei haben wir auch

unsere 14 Uraufführungen im Blick.

In Zusammenarbeit mit der Kulturambulanz

des WDR prüfen wir,

ob der beliebte ACHT BRÜCKEN

Freihafen, der bisher jeweils am

1. Mai rund 4500 Musikliebhabern

einen ganzen Tag Musik bei freiem

Eintritt in der Kölner Philharmonie

und weiteren Spielstätten ermöglicht

hat, als Online-Freihafen im

Festivalzeitraum ein ausgewähltes

digitales Konzertangebot zur Verfügung

stellen kann.“

achtbruecken.de

FOTO: SVEN MARQUARDT


KULTUR

13

FOTO: DARREN BELL

Priscilla

Queen of the Desert

Hotline 0211/828 90 90

www.Apollo-Variete.com

JETZT TICKETS SICHERN!

Drei Dragqueens, ein ausrangierter Bus und eine unvergessliche

Reise durch das australische Outback:

Das Musical Priscilla – Queen of the Desert bringt mit viel

Humor, Glitzer und Drama diese abenteuerliche Story auf

die Bühne.

Am Broadway und am Londoner West End feierte das Kultstück

mit seinen aufsehenerregenden Outfits, jeder Menge

Glitter- Extravaganza sowie unvergesslichen Discohits der

70er bis 90er wie „I Will Survive“, „Go West“ und „Finally“

bereits große Erfolge. Vom 9. bis 21. Juni kommt die englische

Original-Tourneeproduktion, die bereits die Kritiker

und Zuschauer in Großbritannien begeisterte, nach Köln.

Das Musical nach dem gleichnamigen australischen Film

Priscilla – Queen of the Desert erzählt die Geschichte der

drei Dragqueens Bernadette, Mitzi und Felicia, die gemeinsam

für eine Show im australischen Outback eine wilde

Reise auf sich nehmen. Mit ihrem ramponierten Tourbus

„Priscilla“ geht es von Sydney quer durch die Wüste. Auf ihrer

abenteuerlichen Fahrt kommt es zu witzigen Begegnungen,

dramatischen Höhepunkten und jeder Menge schillernder

Showeinlagen. Das Stück stellt mit großartigen Hits und

atemberaubenden Kostümen die alltägliche Suche nach

sich selbst ins Zentrum der Handlung. Zwar haben die drei

Dragqueens auf ihre ganz eigene Art mit den Problemen

des Lebens zu kämpfen, am Ende steht jedoch nur eines:

der immerwährende Wunsch nach Liebe, Akzeptanz und

Freundschaft. Gemeinsam mit seiner Crew, den fantastischen

Solisten, einer hervorragenden Live-Band und einem

großartigen Ensemble bringt er eine humorvolle und farbenprächtige

Show auf die Bühne und vereint diese mit Tiefgang,

glitzernden Kostümen und jeder Menge guter Laune.

www.musicaldome.de

Ringe für Paare

von Goldschmiedemeister

Kaya Wilbrandt

Maastrichter Strasse 55 - 50672 Köln

Tel: +49 (0) 221 5104485


14

KULTUR

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

MO 20.4.

20:00 Philharmonie,

Geisterwelten,

Emmanuel Tjeknavorian,

Gürzenich-

Orchester Köln,

Lionel Bringuier,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

DI 21.4.

20:00 Gloria-Theater,

John Grant, Konzert,

Apostelnstr.

11, Köln

20:00 Philharmonie,

Geisterwelten,

Emmanuel Tjeknavorian,

Gürzenich-

Orchester Köln,

Lionel Bringuier,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

MI 22.4.

20:00 Philharmonie,

Pinchas Zukerman,

Wiener Philharmoniker,

Zubin Mehta,

Elgar, Dvorák,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

DO 23.4.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Denis Matsuev,

Gábor Tarkövi,

Kammerorchester

Wien-Berlin, Rainer

Honeck, Mozart,

Schostakowitsch,

Tschaikowsky,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

FR 24.4.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

19:30 Schauspiel Köln,

Die Jungfrau

von Orleans, Von

Friedrich Schiller,

Schanzenstr.

6/20/2016, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

20:00 Palladium, Foals,

Konzert, Schanzenstr.

40, Köln

20:00 Philharmonie,

Musik aus der Zeit

Karls V., La Capella

Reial de Catalunya,

HESPÈRION

XXI, Jordi Savall,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

SA 25.4.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

19:30 Schauspiel Köln,

Nora, Von Hendik

Ibsen, Schanzenstr.

6/20/2016, Köln

20:00 Philharmonie,

Gaëlle Arquez, SWR

Symphonieorchester,

Antonello

Manacorda, Mendelssohn

Bartholdy,

Berlioz, Illés,

Debussy, Bischofsgartenstr.

1, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

SO 26.4.

17:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt, Hohenzollernring

48, Köln

18:00 Schauspiel Köln,

Die Jungfrau

von Orleans, Von

Friedrich Schiller,

Schanzenstr.

6/20/2016, Köln

19:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

20:00 Philharmonie,

PANDEMONIUM,

Mnozil Brass,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

DI 28.4.

19:30 Schauspiel Köln,

Nora, Von Hendik

Ibsen, Schanzenstr.

6/20/2016, Köln

20:00 E-Werk, Caribou,

Konzert, Schanzenstr.

37, Köln

20:00 Philharmonie, »I

Hear America Singing«,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

MI 29.4.

19:00 Philharmonie,

WDR Happy Hour,

Klassik um Sieben,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

19:30 Schauspiel Köln,

Die Jungfrau

von Orleans, Von

Friedrich Schiller,

Schanzenstr.

6/20/2016, Köln

20:00 Lanxess Arena

(Kölnarena), Das ist

der Wahnsinn!, Das

Musical mit den

Hits von Wolfgang

Petry, Willy-Brandt-

Platz, Köln

DO 30.4.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

19:30 Schauspiel Köln,

Eines langen Tages

Reise in die Nacht,

Von Eugene O‘Neill,

Schanzenstr.

6/20/2016, Köln

20:00 Philharmonie, 50

Jahre Landesjugendorchester

NRW,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

FR 1.5.

08:30 RheinEnergie-

Stadion, Come-

Together-Cup,

Vorwiesen des

RheinEnergie-

Stadions, Aachener

Str., Köln

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

SA 2.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 zakk, MIA, Konzert,

Fichtenstraße

40, Düsseldorf

20:00 Philharmonie,

Daniil Trifonov, New

York Philharmonic,

Jaap van Zweden,

Mozart, Schostakowitsch,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

SO 3.5.

17:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt, Hohenzollernring

48, Köln

19:00 Luxor, Leslie Clio,

Konzert, Luxemburger

Str. 40, Köln

19:00 Gloria-Theater,

Unter Puppen,

Die neue Puppen-

Comedyshow, Apostelnstr.

11, Köln

19:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

20:00 Philharmonie,

Roderick Williams,

New York Philharmonic,

Jaap van

Zweden, Wagenaar,

Mahler, Bischofsgartenstr.

1, Köln

MO 4.5.

20:00 Philharmonie,

Manuel Göttsching:

E2-E4, Bischofsgartenstr.

1, Köln

DI 5.5.

20:00 Philharmonie,

Django Bates, Saluting

Sgt. Pepper,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

DO 7.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Iannis Xenakis,

Terretektorh,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

FR 8.5.

19:00 Philharmonie,

Joshua Tree – Zwischen

Himmel

und Zeit, Basel

Sinfonietta, Baldur

Brönnimann,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

23:15 Senftöpfchen,

Kay Ray, Late Night

- Comedy, Große

Neugasse 2, Köln

SA 9.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Atlas Eclipticalis &

Winter Music, ON

Allstars, Susanne

Blumenthal,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

SO 10.5.

16:00 Philharmonie,

Goldmund Quartett,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

17:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt, Hohenzollernring

48, Köln

19:30 Gloria-Theater,

Fang den Mörder,

Kriminacht für

Kombinierer mit

Hella von Sinnen,

Apostelnstr. 11,

Köln

MO 11.5.

20:00 Philharmonie,

Roh oder gekocht,

Raschèr Saxophon

Quartett, Gürzenich-Orchester

Köln, François-

Xavier Roth,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

DI 12.5.

20:00 Philharmonie,

Roh oder gekocht,

Raschèr Saxophon

Quartett, Gürzenich-Orchester

Köln, François-

Xavier Roth,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

MI 13.5.

20:00 Philharmonie,

The Four Tenors,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

DO 14.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Concertgebouworkest,

Myung-

Whun Chung,

Mahler, Bischofsgartenstr.

1, Köln

FR 15.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Artist in Residence,

Jörg Widmann (3),

Bischofsgartenstr.

1, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

SA 16.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Artist in Residence,

Jörg Widmann (3),

Bischofsgartenstr.

1, Köln

SO 17.5.

17:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt, Hohenzollernring

48, Köln

19:00 Gloria-Theater,

Tim Fischer & Band,

Zeitlos, Apostelnstr.

11, Köln

19:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

20:00 Philharmonie,

Alexander Melnikov,

Brahms,

Debussy, Schumann,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

MO 18.5.

20:00 Philharmonie,

Daniela Lieb,

Freiburger Barockorchester,

Kristian

Bezuidenhout,

Kraus, Devienne,

Mozart, Cimarosa,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

DO 21.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Gusta Mahler: Sinfonie

der Tausend,

Gustav Mahler

Jugendorchester

und Chöre, Daniel

Harding, Bischofsgartenstr.

1, Köln

FR 22.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Anna Vinnitskaya,

Dresdner Philharmonie,

Marek

Janowski, Dvorák,

Rachmaninow,

Tschaikowsky,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

SA 23.5.

19:00 Gloria-Theater,

Georgette Dee,

„From dusk til

dawn“ - Nachtgesänge,

Apostelnstr.

11, Köln

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Max Raabe & Palast

Orchester, Guten

Tag, liebes Glück,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

SO 24.5.

17:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt, Hohenzollernring

48, Köln

18:00 Philharmonie,

Nicola Benedetti,

Aurora Orchestra,

Nicholas Collon,

Maintz, Beethoven,

Bartholdy,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

19:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

MO 25.5.

20:00 Philharmonie,

Jetzt, Simone

Lamsma, Gürzenich-Orchester

Köln, Karina Canellakis,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

DI 26.5.

20:00 Philharmonie,

Jetzt, Simone

Lamsma, Gürzenich-Orchester

Köln, Karina Canellakis,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

MI 27.5.

20:00 Philharmonie,

Gustav Mahler:

Auferstehungssinfonie,

Rotterdams

Philharmonisch

Orkest, Lahav

Shani, Bischofsgartenstr.

1, Köln

DO 28.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Fazıl Say, St.

Petersburger

Philharmoniker,

Yuri Temirkanov,

Tschaikowsky,

Rachmaninow,

Bischofsgartenstr.

1, Köln

FR 29.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Elena Bashkirova,

Kölner Kammerorchester,

Christoph

Poppen, Schubert,

Mozart, Bischofsgartenstr.

1, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

SA 30.5.

19:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt,

Hohenzollernring

48, Köln

20:00 Philharmonie,

Markus Stockhausen,

Tanzendes

Licht, Bischofsgartenstr.

1, Köln

20:00 Mittelblond, Scarlett,

die Stecherin

von Meschenich,

Von noch mehr

Winden verweht,

Schwalbengasse

2, Köln

SO 31.5.

17:30 Scala, Ne Jrümmel

in d’r Trööt, Hohenzollernring

48, Köln

19:00 Philharmonie,

RESPECT, The

Aretha Franklin

Tribute Show,

Bischofsgartenstr.

1, Köln


Rundum-Pflege

15

John Grant

John Grant hatte es nicht immer leicht, religiös geprägte

Kindheit, relativ spätes Outing und vieles mehr,

doch die Musik hat ihm immer Kraft gegeben, wie er

selbst sagt. Diese Kraft spürt man in seinen Songs und

in der charismatischen, tiefen Stimme, die den Gesang

prägt. Der Hemd- und Bartträger kommt heute mit

seiner unverwechselbaren Musik ins Gloria. *nj

21.4., John Grant, Gloria, Apostelnstr. 11, Köln, 20 Uhr

Limbo

Eddy Tan wurde 1976 in Singapur geboren und ist 2008 nach

Deutschland gekommen.

Das Thema Pflege war schon immer eines seiner Interessensgebiete,

weshalb er zuerst im Bereich der Gesichtspflege Fachwissen

zum Thema Haut erworben hat.

Danach hat er sich mit einer mobilen Fußpflege selbständig gemacht.

Die Menschen meisten sehen ihre Füße als etwas Selbstverständliches

an und beachten sie erst, wenn sie zu schmerzen

beginnen. Aber Füße sind sehr komplex

und können allerlei Probleme bereiten.

Als einziger männlichen

Fußpflegedienstleister bietet Eddy

auch Haarentfernung an. Durch

Manscaping spart man wertvolle

Zeit und kann bis zu

4 Wochen haarlos seinen

gewohnten Aktivitäten

nachgehen, ohne

dabei dauerhaft auf

Haarwachstum

verzichten zu

müssen. Zu den

möglichen Behandlungsorten

gehören z.B. Rücken,

Gesäß oder

Intimbereich.

eddytan.de

Mit „Limbo“ hat die Band MIA nach 5 Jahren im Frühjahr

dieses Jahres endlich wieder ein neues Album veröffentlicht.

Wer heute ins zakk in Düsseldorf kommt,

darf sich also nicht nur auf Hits wie „Alles neu“, „Hungriges

Herz“, „Tanz der Moleküle“ oder „Fallschirm“ freuen,

sondern auch auf jede Menge neues Material. *nj

2.5., MIA, zakk, Fichtenstr. 40, Düsseldorf, 20 Uhr

Sei dabei

als

Dee kennt man doch?

Im Rahmen des Sommerblut Festivals gastiert heute

Diseuse Georgette Dee im Gloria in Köln. Mit im Gepäck

hat sie die Musik der Nacht, zwischen Peter Pan, Traum,

Diebe, Liebe, Schlaf, -losigkeit und vielem mehr. In diesen

Räumen & Gedanken bewegen sich die Lieder und

Geschichten der „Dee-Nachtgesänge“. *nj

23.5., Georgette Dee - „From dusk til dawn“ - Nachtgesänge,

Gloria, Apostelnstr. 11, Köln, 19 Uhr

Sportler*in

Volunteer

Fan

5. - 9. August 2020

Düsseldorf, Deutschland

eurogames2020.de

Mehr als 4.000 Teilnehmer*innen

aus ganz Europa

Mehr als 30 Sportarten

Mit großem Kultur-Programm

Christopher Street Day

EUROGAMES2020

D SSELDORF


16 GESUNDHEIT

MEDIZIN

FOTO: OSKAR KADAKSOO / CC0

Queers und Corona:

Das sollte man wissen!

In den USA haben über einhundert

Organisationen in einem offenen

Brief queere Menschen vor einem leichtfertigen

Umgang mit COVID-19 gewarnt.

Sexuelle Minderheiten sind aus mehreren

Gründen anfälliger für eine Infektion mit

SARS-CoV-2.

Die wichtigsten Besonderheiten sind laut

Autoren des Briefes:

■ erhöhter Zigarettenkonsum in der

Community

■ höhere Anzahl von Menschen mit vorbelastetem

Immunsystem

■ seltenere Arztbesuche aufgrund von

Diskriminierungsangst

RAUCHEN: ZIGARETTEN GEFÄHRDEN

DIE GESUNDHEIT

Besonders der erhöhte Zigarettenkonsum

in der Community ist besorgniserregend,

da sich die durch das Virus SARS-CoV-2

hervorgerufene Lungenerkrankung

COVID-19 bei Rauchern als besonders

gefährlich erwiesen hat. Der drastisch

höhere Tabakkonsum bei Homo-, Bi- und

Transsexuellen wurde erst kürzlich einmal

mehr in einer Studie der britischen

Forschungsorganisation Queer Voices

Heard bestätigt. Die Wahrscheinlichkeit, zu

Zigaretten zu greifen, sei demnach innerhalb

der Community um ganze 46 Prozent

höher. Während weniger als die Hälfte der

nichtqueeren britischen Bevölkerung Raucher

waren oder sind, liegt der Anteil bei

erwachsenen Queers bei über 70 Prozent.

Außerdem seien laut offenem Brief die

Zahlen von Krebserkrankungen und HIV-

Infektionen in der Community höher, was

dazu führe, dass prozentual mehr Menschen

Probleme mit ihrem Immunsystem

haben – ein Umstand, der sie anfälliger für

das Virus mache.

HIV: NOCH IMMER NICHT BEIM TEST

GEWESEN?

Dr. Sarah Henn, Chefärztin der Whitman-

Walker Health (eine Unterzeichnerin des

Briefes), erklärte der Zeitung Washington

Blade, HIV-Positive seien höchstens einem

sehr geringfügig erhöhten Risiko ausgesetzt

als andere Menschen – solange eine medikamentöse

Behandlung erfolge und die

Virenzahl im nicht mehr nachweisbaren Bereich

liege. Die Deutsche AIDS-Gesellschaft

(DAIG) hat das in einer Stellungnahme vom

12. März ähnlich formuliert: „Bisher gibt es

keinen Hinweis auf eine erhöhte Infektionsrate

von Menschen mit HIV gegenüber HIVnegativen

Personen.“

Anders ist das bei Menschen mit nicht entdecktem

oder nicht behandeltem positivem

HIV-Status oder einer Aids-Erkrankung. Die

Empfehlung von Beratungsorganisationen

wie IWWIT zu Safer Sex ist also auch in Zeiten

von Corona eine nachdrückliche: Einmal

jährlich zum Check-up auf HIV und andere

sexuell übertragbare Krankheiten. Die DAIG

empfiehlt, sich strikt an die Hygiene- und

Kontaktvermeidungsregeln zu halten und

schließt sich der im offenen Brief genannten

Vermutungen an: „Sicherheitshalber sollte

von der Erhöhung des Risikos eines schweren

Verlaufs bei antiretroviral unbehandelten

Personen und bei CD4+-Zellen unter 200/µl

ausgegangen werden.“

MINORITÄTENSTRESS: DISKRIMINIERUNG

SCHADET DER GESUNDHEIT

Der letzte Risikofaktor, der im Brief genannt

wird, ist gesellschaftlicher Natur:

Durch Diskriminierungserfahrungen und

Angst, sich vor medizinischem Fachpersonal

outen zu müssen, falle queeren

Menschen der Weg zum Arzt schwerer.

Besonders ältere Mitglieder der Community

würden dem Gesundheitssystem, aber

auch Hilfsangeboten wie Essenslieferungen

und Seniorenzentren, aus Angst vor Diskriminierung

kritisch gegenüberstehen und

dadurch stärker vereinsamen. Dies sei angesichts

der Sterblichkeitsrate von älteren

Menschen durch das Virus ein besonders

großes Problem für die Queer-Community.

Die Autoren schließen:

„Als LGBTQ+-Gemeinschafts- und

Gesundheitsführung bieten die unterzeichnenden

Organisationen an, Seite an

Seite mit der Führung im Gesundheitswesen

zu stehen, um sicherzustellen, dass

wir aus der Geschichte lernen und nicht

zulassen, dass eine Bevölkerungsgruppe

unverhältnismäßig stark von einem Virus

betroffen oder weiter stigmatisiert wird.“

Der Brief macht deutlich: Es ist wichtig,

dass queere Menschen um das Risiko wissen,

dem sie ausgesetzt sind. Nur wer die

Einzelheiten kennt, kann sich angemessen

schützen. *lm/ck


GESUNDHEIT 17

HINTERGRUND

HIV-Medikamente gegen Coronaviren

Sowohl Thailand als auch China

und zuletzt Spanien erforschen

in der Behandlung von COVID-19

die Wirksamkeit von zwei Medikamenten

aus der HIV-Therapie. Gerüchte

über eine Verwandtschaft der beiden Viren

sind aber ebenso haltlos wie Vermutungen,

die PrEP verhindere eine

Infektion.

Worum geht es?

In Thailand ist schon

im Januar laut

Medienberichten

bei einer Patientin

48 Stunden nach

Gabe einer Mixtur

aus zwei HIV-Medikamenten

und einem

Grippemedikament das

Coronavirus SARS-CoV-2 vollständig

eliminiert worden. Das forschende

Pharmaunternehmen AbbVie bestätigte

zudem, dass die chinesischen Gesundheitsbehörden

das HIV-Medikament Kaletra

(auch Aluvia) in großen Mengen bestellt

habe. Kaletra ist ein Kombinationspräparat

aus den beiden Wirkstoffen Lopinavir und

Ritonavir und seit 2001 auch in der EU zur

Behandlung von HIV-Positiven zugelassen.

Warum kann ein HIV-Medikament

gegen Coronaviren wirken?

Lopinavir und Ritonavir sind Wirkstoffe aus der

Klasse der sogenannten Proteasehemmer.

Protease (eigentlich Peptidasen) sind Enzyme,

die Proteine oder Peptide spalten. Diese Eiweiß

anbauenden Enzyme werden von RNA-Viren

(Tollwut, Grippe, SARS, Influenza) benötigt, um

den Vermehrungsprozess im Körper in Gang

zu setzen. Das eigentliche Virus bildet große

Proteinmoleküle, die dann durch Protease-Enzyme

in Einzelteile zerlegt werden. Erst diese

kleinen RNA-Moleküle können beim RNA-Virus

durch vireneigene virale Polymerase in einer

Wirtszelle vermehrt werden.

HIV gehört zur Klasse der Retroviren. Diese

„schmuggeln“ die von der Protease zerlegten

FOTO:: ROBERT KOCH-INSTITUT

RNA-Sequenzen in die DNA-Information

einer Wirtszelle, um von dieser und ihren

körpereigenen Polymerasen reproduziert zu

werden.

Obwohl also beide Virenarten völlig unterschiedlich

sind und eine Symbiose oder

Vermischung von zwei Arten beider Klassen

höchst unwahrscheinlich ist, funktioniert

der Beginn ihrer Vermehrung im

Körper des Wirts auf sehr ähnliche

Weise. Die erprobten

Proteasehemmer tun genau,

was der Name vermuten

lässt: Sie hemmen die

Arbeit der Protease, der

Reproduktionszyklus des

Virus wird vor dem eigentlichen

Beginn verhindert. Und

das eben beim HI-Virus wie

auch bei einigen Coronaviren, wenn

die zuständigen Protease-Enzyme eine

ähnliche Struktur aufweisen. Bis Redaktionsschluss

dieser Ausgabe waren die dazu laufenden

Studien noch nicht abgeschlossen.

Auf männer.media/zusammenhalten wird

aber aufgeklärt, sobald Ergebnisse vorliegen.

Hilft die PrEP gegen eine Ansteckung

mit dem Coronavirus?

Nein. Die in der PrEP eingesetzten Wirkstoffe

Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil

sind sogenannte Reverse-Transkriptase-

Hemmer, die bei einem späteren Prozess der

Vermehrung von Retroviren ansetzen. Sie

haben keinen Effekt auf die Protease und

bieten somit keinen Schutz vor RNA-Viren.

Zumindest nicht nach aktuellem Stand der

Forschung. HIV-Positive, die eine Therapie

mit Lopinavir und Ritonavir einnehmen,

könnten allerdings theoretisch einen gewissen

Schutz vor einer Ansteckung mit

einem RNA-Virus haben, wenn dieser eine

ähnliche Oberflächenstruktur aufweist. Dies

ist aber reine Spekulation, denn die Wirksamkeit

ist bisher nur in Kombination mit

einem Grippemittel und bisher auch nur in

Einzelfällen berichtet worden.

Wie kamen Thailand und China so

schnell auf die Idee?

Schon 2002/2003, als das Coronavirus

SARS-CoV weltweit für Panik sorgte,

kamen Forscher auf die Idee, Proteasehemmer

aus der HIV-Therapie gegen RNA-

Viren einzusetzen. Unter anderem einem

Lübecker Forscherteam um Rolf Hilgenfeld

ist es zu verdanken, dass wir überhaupt

detaillierte Informationen über diese Virenklasse

haben, denn SARS-CoV und andere

Coronaviren wurden als ungefährlich für

Menschen eingestuft. Als SARS-CoV dann

doch auf den Menschen übertragen wurde,

waren die Lübecker Forscher anderen

voraus, da sie schon Modelle des Virus

vorliegen hatten und an einem Wirkstoff

arbeiteten. Auch beim im Jahr 2012

ausgebrochenen MERS-CoV wurde die

Kombination getestet, dort mit nicht ganz

so überzeugenden Ergebnissen. In einem

aktuellen Interview mit der „Zeit“ erklärt

Hilgenfeld auch, warum es trotz SARS-CoV

und seiner bahnbrechenden Forschung

immer noch keine speziellen Medikamente

gegen Coronaviren gibt, obwohl sein Team

eine Substanz entwickelt hatten:

„Sie befindet sich noch in experimentellem

Zustand. Damit man sie einsetzen

kann, muss sie erst noch in jahrelanger

Forschung zu einem Medikament entwickelt

werden. Als wir damals weitere

Tests durchführen wollten, war der SARS-

Ausbruch vorbei und wir hatten keine Patienten,

an denen wir die Substanz testen

konnten. Das ist auch ein Grundproblem

bei der gesamten Forschung auf diesem

Gebiet. [...] Aus diesem Grund findet man

auch schwer eine Finanzierung. Und die

Pharmaindustrie interessiert sich nicht für

Coronaviren. Selbst die 8.000 SARS-Fälle

damals sind für die Unternehmen kein

lukrativer Markt. Auch deshalb haben wir

jetzt kein wirksames Medikament gegen

das neue Virus.“

Hilgenfeld riet im Interview Ende Februar

dazu, die beiden HIV-Medikamente

und Remdesivir einzusetzen, da diese gut

am Menschen erprobt und verhältnismäßig

sicher seien. *ck

FOTO: FREEPIK


18 GESUNDHEIT

INTERVIEW

SEXUALITÄT

IST EIN

GRUNDBEDÜRFNIS

– Nähe in Zeiten von Corona

Die COVID-19-Krise trifft einen

Bereich schwulen Lebens

ins Mark: das Sexleben. Besonders

in den sozialen Netzwerken scheint

es nur noch zwei Seiten zu geben.

Die einen gerieren sich als teflonbeschichtete

Ignoranten, die anderen

als argumentativ bis an die Zähne

bewaffnete Moralblockwarte. Was

macht Corona mit der Sexualität,

was kann besonders schwuler Mann

lernen, was droht eventuell für

die Zeit danach. Wir telefonierten

mit Sexualpädagoge (gsp) Marco

Kammholz aus Köln.

Corona und Sex, geht das

überhaupt?

Sexualität ist nicht vollends aus dem

Leben verbannt und das ist erfreulich!

Verändert haben sich ganz sicher das

Sexualverhalten und die Phantasien vieler

Menschen. Frequenz, Partnerwahl, Praktiken,

Gespräche über und Aushandlung

von Sex, das Erleben von Intimität, all das

findet aktuell unter völlig außergewöhnlichen

Bedingungen statt.

Das betrifft unweigerlich

den sexuellen Alltag und die

sexuellen Abenteuer, auch von

schwulen und bisexuellen Männern.

Manche haben gerade keinen Sex mehr

oder nur noch mit einem Partner. Anderen

ist ob der Umstände schlichtweg die

Lust oder Potenz vergangen. Manche

wählen genauer aus oder schlafen vor

allem mit sich selbst. Viele ändern nun

gezwungenermaßen ihr Datingverhalten.

Man kann, auch wenn’s das Vögeln nicht

ersetzt, tatsächlich immer noch masturbieren,

Pornos schauen, Camsex machen

und sich Sexting widmen. Oder sich in

einer bzw. bestimmten ausgewählten sexuellen

Beziehungen ausleben.

In den offiziellen Regelungen geht es

darum, alle nicht notwendigen Kontakte

einzustellen. Nun ist die spannende Frage:

Zählt die Befriedigung des sexuellen

Grundbedürfnisses zu den notwendigen

Kontakten? Und wenn ja, in welcher Form

und mit wem? Es gibt viele Menschen,

die ohne Probleme eine längere Zeit auf

Sex verzichten, ganz ohne Corona-Krise.

Aber alle müssen sich plötzlich neu mit

ihrer Partnerschaft,

ihren

Affären oder

ihren Beziehungskonstellationen,

mit der

Organisation ihres Sexlebens

und der Äußerung ihrer sexuellen Wünsche

beschäftigen.

FOTO: VVG

In einem Interview hatte der medizinische

Referent der Deutschen

Aidshilfe (DAH) schwulen Analverkehr

und schwule Saunen problematisiert.

Sogar queere Medien

interpretierten das als „DAH warnt

vor Analsex und Saunen“. Hast du

eine Erklärung für die um sich greifende

Sexfeindlichkeit, die leider

auch homophobe Ressentiments

bedient?

Ich denke, wir erleben im Moment,

wie wir uns von anderen körperlich

distanzieren müssen, und das betrifft

Sexualität dann auch. Feindlichkeit ist

dafür nicht unbedingt nötig, aber sie ist

derzeit spür- und sichtbar. Ich halte die

Empfehlungen der DAH – zumindest

nach dem aktuellen Wissensstand – für


STADT 19

nachvollziehbar, sofern man sich auf

die medizinische Dimension dieser

Maßnahmen konzentriert. Dennoch

sind sie bizarr. Die DAH steht, wie viele

schwule Angebote, für eine Haltung,

die informierte, individuelle Risikoabschätzung,

egal bei welchem Sexualverhalten,

unterstützt. Dazu zählt

auch die Entstigmatisierung promisker

Lebensweisen oder die Bejahung

von flüchtigen Sexualkontakten als

legitime Lustbefriedigung. Insgesamt

also für einen liberalen Umgang mit

Sexualität. Ich glaube, die jetzige

Situation stellt diese Ansätze auf die

Probe. Daher auch die Irritation über

die Empfehlung der DAH, sich sexuell

im Moment eher zu mäßigen, anstatt

auch Auskunft zu geben, wie man

weiter sexuell aktiv sein kann. Aus medizinischer

Sicht mag es naheliegend,

aus epidemiologischer notwendig

erscheinen, Menschen zu sexuellem

Verzicht aufzufordern, wir wissen aber,

dass die sexuellen Bedürfnisse diesen

Anforderungen eben nicht immer

entsprechen. Vielmehr gehen sie in

den präventiven Schutzmaßnahmen

nie vollständig auf, sondern treten

mit ihnen in Konflikt. Sowie die Leute

gerade weiter Lust auf Sex und Dates

haben und das auch tun. Spannend

finde ich wirklich: Man muss sich jetzt

ziemlich genau überlegen, mit wem

man in seinem minimierten sozialen

Umfeld welche sexuellen Kontakte

eingeht.

Also ist ein Quasisexverbot nicht

realistisch?

Ich denke, das geht gar nicht – und das

hat die DAH mit den Beispielen Darkroom

und Sauna hoffentlich auch nicht

gemeint. Ein „Sexverbot“ wäre auch

nicht sinnvoll, sondern vielmehr absurd.

Es zeigt sich doch bereits jetzt, dass

eher mehr als weniger Sex stattfindet,

vor allem in den Partnerschaften. Die

sexuellen Handlungen sind auch gar

nicht unbedingt das Entscheidende

oder Besondere. Während wir bei HIV

wissen, dass die Übertragung durch

direkten Kontakt der Schleimhäute,

also beim Sex zum Beispiel, stattfinden

kann, ist es bei Corona so, dass wir

Zurückhaltung im Kontakt mit Menschen

ganz allgemein üben sollen, um

eine Infektion zu vermeiden.

„Wer sexuelle Wünsche

und Phantasien

verbietet, handelt

tyrannisch und

hochgradig unsozial.“

Es bleibt für mich trotzdem die

Frage, warum nicht Swingerklubs

oder Bordelle dann im gleichen

Atemzug genannt werden ...

Sexualität und Körperlichkeit ist verunsichernd

und verängstigend, nun

kommt hinzu, dass der eigene Körper

und der des Anderen massiv als potentieller

Virusträger markiert und problematisiert

wird. Wenn es einem derzeit

nicht gelingt, über die eigene Verletzlichkeit

und Angst nachzudenken,

läuft man also Gefahr, die eigene Verzweiflung

permanent in anderen zu

sehen und sie darin zu bekämpfen. Die

Situation verlangt in psychischer Hinsicht

enorm viel von den Menschen ab.

Für Schwule vielleicht ganz besonders.

Ich habe den Eindruck, in diesen sehr

harschen und böswilligen Kommentaren

in sozialen Medien, die sich gegen alle

richten, die weiterhin Sex haben, suchen

oder wollen, melden sich doch auch

die sexualhygienischen Zumutungen

zu Wort, von denen wir alle seit Aids

betroffen sind. Das schließt auch den

Kreis zu den schwulenfeindlichen

Ressentiments, vom dauergeilen und

potenten schwulen Mann, der sich nicht

zügeln kann und zugleich besondere

Verantwortung zeigen soll. Auch dieser

Figur bedient man sich.

Der gestern noch gefeiert wurde

von Menschen, die ihn heute

Teern und Federn wollen ...

Genau. Dieser als omnipotent phantasierte

schwule Mann wird gleichzeitig

verteufelt und bewundert. Corona ruft

ernstzunehmende Erinnerungen an

die Zeit von Aids wach, in denen jeder

sexuelle Kontakt zu einem anderen

Mann zu etwas fraglichem, gefährlichem

wurde. Martin Dannecker weist

darauf hin, dass Aids insbesondere

das Verhältnis der Schwulen zu

ihrer Sexualität verändert hat. Dazu

zählen auch Schuldgefühle und

moralische Maßstäbe gegenüber sexuellen

Wünschen, kondomlosem Sex,

Promiskuität, Sperma oder Blut. Die

Aids-Ära und die Corona-Pandemie

unterscheiden sich selbstverständlich

voneinander und dennoch ist die Mobilisierung

solcher Gefühle und Ängste

im Moment erlebbar. In den n, Apps

und sozialen Medienäußern nicht wenige,

dass sie nun gar keinen Sex, keinen

Sex mit Fremden oder keinen Sex

mit mehreren Männern mehr haben

würden und legen das implizit oder explizit

anderen nahe. Geschieht das aggressiv

und verurteilend, steckt mehr

dahinter als die bloße Entscheidung,

sich an Hygiene-Empfehlungen zu

halten, die im Übrigen ja auch keinen

Sex untersagen.


20 GESUNDHEIT

„An der öffentlichen

Erklärung des Verzichts

auf sexuelle Kontakte oder

Sexdates haftet etwas

Tragisches.“

Was meinst du damit?

Ich denke, diese mitunter plakativ vor sich

hergetragene Bereitwilligkeit, auf die eben

noch gelebte sexuelle Selbstverwirklichung

zu verzichten, ist ebenso eine Form der

Verdrängung, wie wenn man die virale Bedrohung

leugnet. An der öffentlichen Erklärung

des Verzichts auf sexuelle Kontakte

oder Sexdates haftet etwas Tragisches: Es

wird so getan, als wolle man diesen Verzicht

und könne ihn geradezu genießen.

Warum sucht man denn dann Dating-Apps

auf? Warum trägt man die Abstinenz

so entschieden vor sich her? Eine angemessene

Reaktion wäre, wie ich denke,

doch zumindest auch Traurigkeit, wenn

nicht sogar Empörung über das was einem

fehlt, was einem genommen wird. Wünsche

und Bedürfnisse nach körperlicher Nähe zu

formulieren, nach Erotik, nach hautenger

Sinnlichkeit – die übrigens überlebensnotwendig

sind. Dass das wenig passiert, zeigt

für mich, wie unverfeinert wir immer noch

über sexuelle Wünsche und Bedürfnisse

kommunizieren. Es wäre viel wichtiger, dass

wir gerade über die Einschränkungen sprechen,

wie sie uns belasten, oder auch über

die Scham und Angst, wenn wir sie nicht

einhalten können oder wollen. Und auch

darüber wie wir sexuelle Begegnungen und

Wünsche - welcher Art auch immer - erleben.

Das wären doch die interessanten

Themen, anstatt pastoralen Psychoterror

aufeinander auszuüben.

Ist das der gleiche Mechanismus,

der zum Beispiel bei Kondomnutzern

gegenüber PrEPern – und

andersherum bei PrEP-Nutzern, die

Kondomnutzer stigmatisieren – anfangs

massive Wut ausgelöst hatte?

Man kann beobachten, dass mit der

gleichen Entschiedenheit, mit der vorher

für freie Sexualität oder auch die PrEP

eingetreten wurde, nun aufgefordert wird,

jeglichen sexuellen Kontakt zu unterlassen.

Bis hin dazu, dass die bloße Formulierung

des Wunsches nach Sexualität schon

problematisiert wird. In all diesen Debatten

– um die PrEP oder nun die Schutzmaßnahmen

gegenüber Corona – wird auch

sexualmoralisch argumentiert. Ob es in

dieser Hinsicht ein vor und nach Corona

geben wird, bleibt abzuwarten. Manches

deutet darauf hin.

Wie meinst du das?

Das Coronavirus berührt die Grundfesten

unseres sozialen Miteinanders. Die Situation

ist widersprüchlich und verlangt einem

hochgradig Gegensätzliches ab. Eine

Aufforderung ist es, den anderen – immer

auch sexuellen - Körper zu meiden und

dadurch zu schützen. Eine Reaktion auf

diesen Verzichtszwang kann aber gerade

die Sexualisierung sein. Man könnte sozusagen

die ganze Welt ficken, weil man sich

niemandem nähern kann. Fürsorglich ist

auf einmal der Verzicht auf Nähe und diese

Fürsorglichkeit soll in einem großen kollektiven

Einvernehmen geschehen. Man wird

vereinzelt, um Teil eines großen Ganzen zu

sein. Diese Aufforderung, Teil einer Masse

zu sein, verstärkt den Wunsch nach Zweisamkeit.

Den Wunsch zum Beispiel bei

einem anderen sexuell aufgehoben zu sein.

Denn das entlastet von den Zumutungen

der Gruppe. Geilheit könnte also vielmehr

die angemessene Reaktion auf die

außergewöhnliche Situation sein, sie kann

aber eben – wegen Corona - nicht so umgesetzt

werden. Wie geht man nun also

mit diesen Bedürfnissen um? Bekämpft

man sie und wird dadurch, harsch und

ungeduldig gegenüber sich und anderen?

Oder schafft man es, sie zu befriedigen?

Und wie? Über letzteres sollten wir mehr

nachdenken und sprechen!

Schafft man es, sie zu

befriedigen? Und wie?

Über letzteres sollten wir

mehr nachdenken und

sprechen!

Wie kann man denn persönliche

Risikobewertung mit Herdendruck

oder Gruppendynamik in einen Ausgleich

bringen? Welchen Tipp kannst

du geben?

Zunächst einmal halte ich es für ratsam,

die Empfehlungen öffentlicher Stellen

wie RKI oder DAH ernst zu nehmen. Ich

bin entschieden dafür, sich konzentriert

mit ihnen zu beschäftigen und für sich

Entscheidungen zu treffen, was das für

das eigene Verhalten bedeutet. Wer Krankheitssymptome

hat oder direkten Kontakt

zu Risikogruppen oder Risikogebieten

hatte, sollte sich ernsthaft überlegen, auf

bestimmte oder alle direkten sexuellen

Kontakte zu verzichten, wenngleich ich

aber niemanden verurteilen würde, der sie

trotzdem sucht. Es sind und bleiben – insbesondere

in Bezug auf das Sexuelle

- Handlungsempfehlungen über

die die Einzelnen entscheiden

müssen. Man darf auch einfach

nicht vergessen, dass sexuelle

Bedürfnisse zu den Grundbedürfnissen

des Menschen

gehören. Und nicht zuletzt ist

ihre Befriedigung auch gesund.

Ich halte es momentan für vernünftig,

die Anzahl der Sexpartner

zu reduzieren Das heißt aber nicht,

Sexualkontakte zwingend gänzlich

aufgeben zu müssen. Und schon gar

nicht heißt das, sie zu verurteilen.

Wer sexuelle Wünsche und Phantasien

verbietet, handelt tyrannisch

und hochgradig unsozial.

FOTO: CHRISTIAN BUEHNER

*Interview: Christian Knuth

www.marco-kammholz.de


BB Promotion GmbH presents

Mit den Dancefloor – Hits

HOT STUFF • IT’S RAINING MEN • FINALLY • I WILL SURVIVE

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22

SZENE

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

HIGHLIGHTS

DI 20.4.

19:00 Babylon, Fetish @

Babylon, 1. und 3.

Dienstag im Monat,

Friesenstr. 23, Köln

12:00 Phoenix, Planet

Day, Für alle Planetromeo-Phoenixclub-Mitglieder

nur

12 Euro Eintritt mit

Passwort, Richard-

Wagner-Straße 12,

Köln

18:00 Casino-Eck, Golden

Gays Stammtisch,

Kasinostr.

1a, Köln

SA 24.4.

22:00 Station 2B, Sin-

Friday ULTIMO,

Bier und Softs 2

Euro, Hot Shots,

Longdrinks 6 Euro,

Pipinstr. 2, Köln

SO 25.4.

00:00 Babylon, Wellness

am Sonntag /

Youngster Special,

Stündliche

Aufgüsse. Obst

und Erfrischungen

kostenlos. Unter

28 Jahren freier

Eintritt bei 10 Euro

MVZ, Friesenstr.

23, Köln

SA 1.5.

16:30 Phoenix, Happy

Weekend, Bis 17

Uhr Glas Prosecco

je Gast gratis,

Richard-Wagner-

Straße 12, Köln

22:00 Station 2B,

HEAVEN vs. HELL,

Pipinstr. 2, Köln

SO 2.5.

16:00 Babylon, Wellness

am Sonntag,

Stündliche Aufgüsse.

Obst und

Erfrischungen

kostenlos., Friesenstr.

23, Köln

MO 3.5.

18:00 Rubicon, Golden

Gays Stammtisch,

Gespräch und/oder

Filmabend, Rubensstr.

8/10/2016,

Köln

19:00 Station 2B, Green

Monday: BARE-

BUDDY live, DICE

Day - Longdrinks &

Kölsch ab 2 Euro,

Pipinstr. 2, Köln

DI 4.5.

12:00 Phoenix, facebooktag,

Nur 12

Euro Eintritt mit

Passwort für alle

Facebookfans,

Richard-Wagner-

Straße 12, Köln

18:00 Pluto Sauna

Essen, young-

STARS, Freier

Eintritt bis 28 jahre

bei 10 Euro MVZ,

Viehofer Straße 49,

Essen

19:00 Babylon, Fetish @

Babylon, 1. und 3.

Dienstag im Monat,

Friesenstr. 23, Köln

DO 7.5.

19:00 Cafe Magnus,

Gegen die Alten, Die

schwule Doppelkopf-Gruppe,

Zülpicher

Str. 48, Köln

SA 8.5.

MANNHEIM

18:00 Phoenix, Bear, Für

alle Bären & dessen

Freunde und Fans

startet jeden 2

Samstag im Monat

ab 18 Uhr die Bear.,

Richard-Wagner-

Straße 12, Köln

16:30 Phoenix, Happy

Weekend, Bis 17 Uhr

Glas Prosecco je

Gast gratis, Richard-

Wagner-Straße 12,

Köln

22:00 Station 2B,

HEAVEN vs. HELL,

Pipinstr. 2, Köln

SO 9.5.

16:00 Babylon, Wellness

am Sonntag,

Stündliche Aufgüsse.

Obst und

Erfrischungen

kostenlos., Friesenstr.

23, Köln

MO 10.5.

19:00 Station 2B, Green

Monday: BARE-

BUDDY live, DICE

Day - Longdrinks &

Kölsch ab 2 Euro,

Pipinstr. 2, Köln

DI 11.5.

18:00 Phoenix, Super

Twinks Night, Freier

Eintritt bis 28

Jahre bei 10 Euro

MVZ. Mit vielen

Überraschungen

und Erfrischungen,

Richard-Wagner-

Straße 12, Köln

SA 15.5.

16:30 Phoenix, Happy

Weekend, Bis 17

Uhr Glas Prosecco

je Gast gratis,

Richard-Wagner-

Straße 12, Köln

22:00 Station 2B,

HEAVEN vs. HELL,

Pipinstr. 2, Köln

SO 16.5.

16:00 Babylon, Wellness

am Sonntag,

Stündliche Aufgüsse.

Obst und

Erfrischungen

kostenlos., Friesenstr.

23, Köln

MO 17.5.

19:00 Station 2B, Green

Monday: BARE-

BUDDY live, DICE

Day - Longdrinks &

Kölsch ab 2 Euro,

Pipinstr. 2, Köln

DI 18.5.

19:00 Babylon, Fetish @

Babylon, 1. und 3.

Dienstag im Monat,

Friesenstr. 23, Köln

18:00 Casino-Eck, Golden

Gays Stammtisch,

Kasinostr.

1a, Köln

12:00 Phoenix, Planet

Day, Für alle Planetromeo-Phoenixclub-Mitglieder

nur

12 Euro Eintritt mit

Passwort, Richard-

Wagner-Straße 12,

Köln

FR 21.5.

22:00 Station 2B, Sin-

Friday, Soft / Bier 1

Euro, HOT SHOTs,

Pipinstr. 2, Köln

SO 23.5.

00:00 Babylon, Wellness

am Sonntag /

Youngster Special,

Stündliche

Aufgüsse. Obst

und Erfrischungen

kostenlos. Unter

28 Jahren freier

Eintritt bei 10 Euro

MVZ, Friesenstr.

23, Köln

MO 25.5.

18:00 My Lord, Golden

Gays Stammtisch,

Muehlenbachstr

57, Köln

SA 29.5.

16:30 Phoenix, Happy

Weekend, Bis 17

Uhr Glas Prosecco

je Gast gratis,

Richard-Wagner-

Straße 12, Köln

22:00 Station 2B,

HEAVEN vs. HELL,

Pipinstr. 2, Köln

SO 30.5.

MANNHEIM

16:00 Babylon, Wellness

am Sonntag,

Stündliche Aufgüsse.

Obst und

Erfrischungen

kostenlos., Friesenstr.

23, Köln

WÖCHENTLICH

SONNTAG

15:00 Station 2B,

Horny Sunday,

Pipinstr. 2, Köln

16:00 Phoenix, Wellness

Day, Bis 20

Uhr stündliche

Aufgüsse mit viel

frischem Obst

zur Erfrischung,

Richard-Wagner-

Straße 12, Köln

16:00 Pluto Sauna

Essen, PLUTO Full

House, 15 - 20 Uhr

stündliche Aufgüsse.

Dazu Obst

und Naschereien,

Viehofer Straße 49,

Essen

17:00 Metropol Sauna,

Schaumparty, Bis

4 Uhr, Maxstr. 62,

Essen

17:00 Metropol Sauna,

Schaumparty, Bis

4 Uhr, Maxstr. 62,

Essen

MONTAG

12:00 Phoenix, Crazy

Monday, 2 Personen

zusammen

für nur 25 Euro,

Richard-Wagner-

Straße 12, Köln

12:00 Metropol Sauna,

Single Tag, Mit

unbegrenztem

Wiedereintritt,

Maxstr. 62, Essen

17:00 Aids Hilfe

Düsseldorf e.V.,

Kreativ-Gruppe,

Johannes-Weyer-

Str. 1, Düsseldorf

17:00 anyway - Jugendzentrum,

Café

International,

Kamekestr. 14, Köln

18:30 AIDS-Hilfe Köln,

HIV- & STI-Schnelltest,

Beethovenstr.

1, Köln

20:00 Aids Hilfe Düsseldorf

e.V., Sport

HIV, Turnhalle

an der Gemeinschaftsgrundschule

Helmholtzstraße

16. Nicht in den

Schulferien!,

Johannes-Weyer-

Str. 1, Düsseldorf

23:59 Pluto Sauna

Essen, PLUTO für

Sparfüchse, 12 –

24 Uhr ist 2-4-1

Eintritt, Viehofer

Straße 49, Essen

DIENSTAG

10:00 Aids Hilfe

Düsseldorf e.V.,

Dienstags-Frühstück,

Unkostenbeitrag

1,50 Euro,

Johannes-Weyer-

Str. 1, Düsseldorf

17:00 anyway - Jugendzentrum,

Café

International,

Kamekestr. 14, Köln

17:00 PULS - Jugendtreff,

Jungs*treff,

Corneliusstr. 28,

Düsseldorf

18:00 Metropol Sauna,

Eintopf gratis!, Ab

etwa 18 Uhr, Maxstr.

62, Essen

18:30 AIDS-Hilfe Köln,

HIV- & STI-Schnelltest,

Beethovenstr.

1, Köln

19:00 Station 2B,

FORCE 4.0, SM/

Fetish-Event

(no dresscode),

Pipinstr. 2, Köln

19:00 Aids Hilfe

Düsseldorf e.V.,

Checkpoint Düsseldorf,

HIV-Tests

und STI-Checks

für schwule und

bisexuelle Männer*.

Anonym und

ohne Anmeldung,

Johannes-Weyer-

Str. 1, Düsseldorf

22:00 Musk-Club, Two

For One, Charlottenstr.

47, Düsseldorf

MITTWOCH

10:00 Babylon, Babylon

Digital, Babylon bei

Instagram folgen

und den Code für

reduzierten Eintrittspreis

erhalten,

Friesenstr. 23, Köln

12:00 Phoenix, Two for

one, Erneuter gratis

Eintritt an einem

weiteren Mittwoch

innerhalb von 30

Tagen, Richard-

Wagner-Straße 12,

Köln

12:00 Metropol Sauna,

Gratiseintritt, Am

nächsten Mittwoch

gratis in die Sauna,

Maxstr. 62, Essen

18:30 AIDS-Hilfe Köln,

HIV- & STI-Schnelltest,

Beethovenstr.

1, Köln

19:00 Station 2B,

Athleti‘cum,

sportswear,

underwear, naked:

Freidrink, Pipinstr.

2, Köln

23:59 Pluto Sauna

Essen, PLUTO

für Männer mit

Vollbart, Viehofer

Straße 49, Essen

DONNERSTAG

10:00 Babylon, Studententag,

Für

alle Studenten bis

einschl. 35 Jahre

mit Ausweis nur 14

Euro Eintritt, Friesenstr.

23, Köln

11:00 Aids Hilfe Düsseldorf

e.V., Frühstück

für Menschen mit

Drogenerfahrung,

Kostenlos und

lecker, Johannes-

Weyer-Str. 1, Düsseldorf

17:00 anyway - Jugendzentrum,

Café, Für

junge Schwule,

Lesben, Bisexuelle

und Trans* von

14 bis 27 Jahre,

Kamekestr. 14, Köln

18:00 Pluto Sauna

Essen, PLUTO

Digital, Vergünstigter

Eintritt mit

Passwort, Viehofer

Straße 49, Essen

18:30 AIDS-Hilfe Köln,

HIV- & STI-Schnelltest,

Beethovenstr.

1, Köln

19:00 Station 2B,

PURE, Dresscode:

naked, Pipinstr.

2, Köln

19:00 Phoenix,

Schaumparty,

Richard-Wagner-

Straße 12, Köln

20:00 Aids Hilfe Düsseldorf

e.V., Gayrobic,

Turnhalle an der

Hauptschule Charlottenstraße.

Nicht

in den Schulferien!,

Johannes-Weyer-

Str. 1, Düsseldorf

FREITAG

9:00 Babylon, TWO for

ONE, Gutschein für

nächsten kostenfreien

Besuch

innerhalb von 30

Tagen, Friesenstr.

23, Köln

12:00 Metropol Sauna,

Cruisingtag, Mit

unbegrenztem

Wiedereintritt,

Maxstr. 62, Essen

14:30 AIDS-Hilfe Köln,

Traudels Stammtisch,

Offener,

lockerer Treff zum

Austausch, Beethovenstr.

1, Köln

18:00 Pluto Sauna

Essen, PLUTO

Naked Fun,

Viehofer Straße 49,

Essen

19:00 anyway - Jugendzentrum,

Café, Für

junge Schwule,

Lesben, Bisexuelle

und Trans* von

14 bis 27 Jahre,

Kamekestr. 14, Köln

19:00 Phoenix, Naked

Party, Ab 19 Uhr

Handtuchfreie

Zone in der Special

Area, Richard-

Wagner-Straße 12,

Köln

SAMSTAG

12:00 Pluto Sauna

Essen, PLUTO für

den kleinen Hunger,

Viehofer Straße 49,

Essen

16:00 Babylon, Relax @

Babylon, Mit stündlichen

Aufgüssen

und Obst, Friesenstr.

23, Köln

23:55 Metropol Sauna,

Schaumparty, Bis

4 Uhr, Maxstr. 62,

Essen


23

PARTY

SA 18.4.

23:00 Rich Club Cologne,

Homoriental,

Kölns Oriental-

Party für Schwule,

Lesben und

Freunde, Brabanter

Str. 15, Köln

22:00 Exile, SaturGay

Night Special, Mit

DJ Chris Rodrigues,

Schaafenstr. 61A,

Köln

SO 19.4.

16:00 K1 Club, Sunday

Chillout, Bismarckstr.

93, Düsseldorf

MI 22.4.

14:00 Baustelle4U,

Wochenteilungskölsch,

21 – 22

Uhr Kölsch 2 für 1,

Pipinstr. 5, Köln

19:00 Iron, Karaoke-

Night, Mit live

Moderation ab 19

Uhr & leckeren

Getränkespecials,

Schaafenstr. 45,

Köln

FR 24.4.

14:00 Baustelle4U,

Feierabendlounge,

21 – 22 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

23:00 K1 Club, Karaoke-Night,

Ab 4

Uhr AfterHour,

Bismarckstr. 93,

Düsseldorf

SO 26.4.

14:00 Baustelle4U,

Wochenendfinale,

19 – 20 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

16:00 K1 Club, Sunday

Chillout, Bismarckstr.

93, Düsseldorf

DI 28.4.

14:00 Baustelle4U,

Feierabendlounge,

21 – 22 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

MI 29.4.

14:00 Baustelle4U,

Wochenteilungskölsch,

21 – 22

Uhr Kölsch 2 für 1,

Pipinstr. 5, Köln

19:00 Iron, Karaoke-

Night, Mit live

Moderation ab 19

Uhr & leckeren

Getränkespecials,

Schaafenstr. 45,

Köln

DO 30.4.

14:00 Baustelle4U,

Feierabendlounge,

21 – 22 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

22:00 Bliss.bar, My

Secret Garden -

Tanz in den Mai

Special 2020,

Indie, Elektropop,

80er und Wave

von den DJs

Action!Mike und

Reptile, Friesenstr.

43, Köln

FR 1.5.

14:00 Baustelle4U,

Feierabendlounge,

21 – 22 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

23:00 K1 Club, Karaoke-Night,

Ab 4

Uhr AfterHour,

Bismarckstr. 93,

Düsseldorf

23:00 K1 Club, Karaoke-Night,

Ab 4

Uhr AfterHour,

Bismarckstr. 93,

Düsseldorf

SO 3.5.

14:00 Baustelle4U,

Wochenendfinale,

19 – 20 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

16:00 K1 Club, Sunday

Chillout, Bismarckstr.

93, Düsseldorf

MI 6.5.

14:00 Baustelle4U,

Wochenteilungskölsch,

21 – 22

Uhr Kölsch 2 für 1,

Pipinstr. 5, Köln

19:00 Iron, Karaoke-

Night, Mit live

Moderation ab 19

Uhr & leckeren

Getränkespecials,

Schaafenstr. 45,

Köln

FR 8.5.

14:00 Baustelle4U,

Feierabendlounge,

21 – 22 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

23:00 K1 Club, Karaoke-Night,

Ab 4

Uhr AfterHour,

Bismarckstr. 93,

Düsseldorf

SO 10.5.

14:00 Baustelle4U,

Wochenendfinale,

19 – 20 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

16:00 K1 Club, Sunday

Chillout, Bismarckstr.

93, Düsseldorf

FR 15.5.

14:00 Baustelle4U,

Feierabendlounge,

21 – 22 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

23:00 K1 Club, Karaoke-Night,

Ab 4

Uhr AfterHour,

Bismarckstr. 93,

Düsseldorf

SO 17.5.

14:00 Baustelle4U,

Wochenendfinale,

19 – 20 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

16:00 K1 Club, Sunday

Chillout, Bismarckstr.

93, Düsseldorf

FR 22.5.

14:00 Baustelle4U,

Feierabendlounge,

21 – 22 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

23:00 K1 Club, Karaoke-Night,

Ab 4

Uhr AfterHour,

Bismarckstr. 93,

Düsseldorf

SA 23.5.

14:00 Baustelle4U,

Endlich Samstag,

21 – 22 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

SO 24.5.

16:00 K1 Club, Sunday

Chillout, Bismarckstr.

93, Düsseldorf

MI 27.5.

14:00 Baustelle4U,

Wochenteilungskölsch,

21 – 22

Uhr Kölsch 2 für 1,

Pipinstr. 5, Köln

FR 29.5.

14:00 Baustelle4U,

Feierabendlounge,

21 – 22 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

20:00 Die Mumu, BallerMUMU

Summer

Opening 2020,

Schaafenstraße

51, Köln

23:00 K1 Club, Karaoke-Night,

Ab 4

Uhr AfterHour,

Bismarckstr. 93,

Düsseldorf

SA 30.5.

23:59 Club Bahnhof

Ehrenfeld, CHIN

CHIN, Barockocock

et vulva

quartoze, Bartholomäus-Schink-Str

67, Köln

SO 31.5.

14:00 Baustelle4U,

Wochenendfinale,

19 – 20 Uhr Kölsch

2 für 1, Pipinstr.

5, Köln

16:00 K1 Club, Sunday

Chillout, Bismarckstr.

93, Düsseldorf


24 ALTER

FOTO: M. RÄDEL

ROSA VON PRAUNHEIM:

„Marlene Dietrich beeindruckte mich“

1942 wurde Deutschlands

wohl umstrittenster Regisseur

(„Nicht der Homosexuelle ist pervers,

sondern die Situation, in der

er lebt“, „Darkroom – Tödliche Tropfen“,

„Die Jungs vom Bahnhof Zoo“,

...) und Homo-Aktivist geboren:

Rosa von Praunheim. Seine Kunst

und Polemik sorgten für Skandale,

die Deutschland veränderten. Allein

durch den anfangs genannten

Film gründeten sich fünfzig neue

Schwulengruppen! Wir trafen ihn im

Deutschen Theater, wo er uns von

seinen Plänen erzählte und Privates

verriet.

Welches war dein bestes

Lebensjahrzehnt?

Das kann ich so einfach nicht sagen.

Jeder Mensch hat mehrmals am Tag

unterschiedliche Stimmungen. Es gibt

glückliche Momente, wenn man wahrgenommen

wird. Etwa meine Ehrenauszeichnung

beim „Max Ophüls Preis“ im

Januar. Und wenn ein Stück, ein Film gut

läuft, dann werden die Sorgen weniger.

Du sorgst dich?

Jeder freischaffende Künstler sorgt sich

darum, die Miete nicht zahlen zu können.

Dadurch, dass ich sehr produktiv bin,

arbeite ich aber immer an bis zu zehn

Projekten gleichzeitig, manche laufen,

manche nicht. Man muss immer wieder

kämpfen.

Ermüdet das?

Ich bin jetzt fünfzig Jahre

im Beruf und muss

weiterarbeiten. Und

mach es gerne! Ich

bekomme eine kleine

Rente, es ist aber

gut, dass ich arbeiten

muss, das hält jung.

Bist du jetzt gelassener

als früher?

Ja und nein. Die Ängste

sind aber mitunter sehr groß,

das ändert sich nicht. Ich weiß nur,

dass das Kreative, das Malen, das Schreiben,

dass das ein großes Geschenk ist.

Wie siehst du die jetzige Szene, etwa

Formate wie „Prince Charming“.

Ich finde ALLES gut, was Sichtbarkeit

schafft. In Deutschland habe ich mich

immer bemüht, Schwule ins Fernsehen zu

bringen. Egal, wie trivial ein Format ist, es

ist wichtig, dass Schwule wahrgenommen

werden.

Gehst du denn schwul aus?

Ich war nie ein Partygänger, aber ich

war früher natürlich überall

mal in Berlin. Ich war nie

ein Nachtschwärmer.

Dass man Freitag bis

Montag durchfeiert,

ist ja eine neue Entwicklung.

Es würde

mir keinen Spaß

machen, ich nehme

keine Drogen und

trinke nicht.

Was für Musik hörst

du zu Hause?

Nichts. Ich bin eher musikfeindlich!

Wenn, dann höre ich schräge Musik, keinen

Pop. Thailändische Militärmusik, DDR-

Politsongs, auch polnische Chansons. Elvis

habe ich einmal live gesehen, das bleibt

natürlich in Erinnerung. Oder Marlene


ALTER

25

Dietrich beeindruckte mich live sehr! Was

jetzt noch nicht spruchreif ist, aber ich

arbeite gerade an einem Film über Rex

Gildo, da steht weniger seine Musik, eher

sein Leben im Fokus. Aber die Musik von

Juwelia finde ich wunderbar.

Fühlst du dich genug gewürdigt von

der queeren Welt?

Man soll sich nicht zu wichtig nehmen.

Aber ich freue mich, wenn ich wahrgenommen

werde. Ich gehe nicht jeden

Tag auf den Balkon und winke um 2 Uhr

den applaudierenden Massen zu. (grinst)

Du kommst gerade aus einem

Termin mit dem Intendanten.

Ja, seit zwei Jahren läuft hier am Deutschen

Theater mein Musical „Jeder Idiot hat eine

Oma, nur ich nicht“ sehr erfolgreich. Anfang

des Jahres habe ich den Theatertage-Wettbewerb

gewonnen, aus über 170 Werken

wurde mein Stück über Friedrich den Großen

und Adolf Hitler, „Hitlers Ziege oder die

Hämorrhoiden des Königs“, ausgewählt. Da

bin ich schon etwas stolz. Am 20. Juni ist

hier die Uraufführung, jetzt geht es so langsam

an die Vorbereitung.

Stichwort Wettbewerb. Hast du das

noch nötig?

lax2019_rik2_küche_druck_Layout 1 16.07.19 13:29 Seite 1

Es hat sich so ergeben, dass ich das Stück

fertig hatte ... und habe es einfach mal eingereicht.

Ich hatte nicht damit gerechnet

zu gewinnen.

Zweifel am eigenen Werk?

Nein, Aber es gibt ja so viele gute Stücke.

Jetzt bin ich stolz, dass ich als „alter

Hase“ da mit jungen „Hasen“ konkurrieren

konnte.

Wie schwul wird „Hitlers Ziege oder

die Hämorrhoiden des Königs“ denn?

Es geht um Hitlers Sexualität, oder seine

Nicht-Sexualität. Und um die Homosexualität

Friedrich des Großen, auch wenn

Historiker diese gerne verschweigen. Zu

Hitler gibt es ja verschiedene Forschungen

zu seinen Männerbeziehungen. Erst

mit Ende dreißig hatte er ersten Kontakt

zu Frauen, davor war Hitler sogar recht

frauenfeindlich.

Das Böse schlechthin, Hitler, auch

noch schwul, schadet das nicht der

Szene?

Die Zeit ist vorbei, dass man aus taktischen

Gründen Fakten verschweigt.

Nach fünfzig Jahren Emanzipation kann

man es sich leisten, auch böse Schwule

zu zeigen, nicht nur die guten. Hitler war

eben auch Mensch. Kein Mensch wird als

Monster geboren, man entwickelt sich

dazu.

*Interview: Michael Rädel

www.rosavonpraunheim.de


26 ALTER

RALF KÖNIGS

40-jähriges Zeichnerjubiläum

FOTOS: VVG KÖLN


Der Herr der Knollennasen, Deutschlands

wohl bekanntester schwuler

Comiczeichner Ralf König, hatte Zeit für

einen Chat mit uns zum Thema Altern.

Ab wann ist man in deinen Augen

denn nicht mehr jung, also alt?

Zwischen jung und alt gibt’s ja den

schleichenden Übergang. Ich werde im

August sechzig und weiß echt nicht, was

ich davon halten soll. Aber ich empfehle

schmeichelhafte Badezimmerspiegel-

Beleuchtung. Ich hab noch die gute alte

Glühbirne, mild mit höchstens 25 Watt.

Wenn überhaupt: Wann hast du dich

zum ersten Mal „reifer“ gefühlt?

Das fing bei mir erst mit 45 allmählich

an. Bis dahin hatte ich wenig Probleme

mit Reife. Im Gegenteil, ich eierte

testosteronbesoffen durch die Kulissen.

Wunderbar.

Auch in deinen Comics setzt du dich

mit dem Thema Altern auseinander.

Wie kommt das an?

„Herbst in der Hose“ war ein bemerkenswerter

Erfolg auch bei schwulen Lesern,

die zwischendurch aufgehört hatten,

mein Zeug zu kaufen. Klar, man muss die

Verfallsdaten mit Humor nehmen. Die

Tragödien zu Komödien machen ist eh ’ne

gute Lebensphilosophie.

Was sind für dich die schönen Seiten

am Ü50-Sein?

Hm. Tja. Keine Ahnung. *kopfkratz*

Welches Lebensjahrzehnt war für

dich denn das inspirierendste?

Die 90er! Da war ich frisch in Köln, wenn

ich Fotos sehe, möchte ich mich selbst

ficken. Stattdessen bin ich liebestoll auf

Brasilianer, Italiener und Griechen gesprungen,

aber das war auch schön.

ALTER 27

Kannst du dich eigentlich mit dem

Wort queer identifizieren? Oder bist

du lieber schwul?

Der SPIEGEL betitelte unlängst einen

Artikel über mich „Schwuler alter weißer

Mann“. Nun ist es raus, dabei soll’s bleiben.

Im Ernst: Wir haben den Begriff „schwul“

damals aus der Schmuddelecke gerupft

und sauber neu eingetopft. Ich verstehe

„queer“ als Sammelbegriff, aber ich bin

schwul, klar!

Worauf freust du dich 2020?

Auf mein 40-jähriges Zeichnerjubiläum.

1980 kam mein erstes Schwulcomix-

Heftchen raus, beim Verlag Rosa Winkel.

Also mache ich 2020 Comic-Lesungen

mit dem ganz alten Stoff, das wird lustig.

Politisch korrekt gab’s noch nicht.

*Fragen: Michael Rädel

www.ralf-koenig.de

HOMESHOPPING

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FILME - BÜCHER - FASHION - TOYS - FETISH - PORNOS - MAGAZINE


Moltkestraße

Moltkestraße

28 STADTPLAN

KÖLN

SZENE

Bars

1. Altstadt-Pub,

Unter Käster 5-7

2. Barcelon,

Vor St. Martin 10

3. Baustelle 4U,

Vor St. Martin 12

4. Beim Sir,

Heumarkt 27-29

• Cafe Familich,

Im Stavenhof 5-7

8. Casino Eck,

Kasinostr. 1a

10. Coco Schmitz,

Aachener Str. 28

12. Era Bar,

Friesenwall 26

13. Ex-Corner,

Schaafenstr. 57-59

14. Exile on Mainstreet,

Schaafenstr.

61a

15. Gentle-Bears,

Vor Sankt Martin 12,

gentlebearscologne.de

17. Hühnerfranz,

Hühnergasse 5-7

18. Iron, Schaafenstr. 45

19. Ixbar,

Mauritiuswall 84

20. Mariechen,

Am Rinkenpfuhl 51

21. Marsil, Marsilstein 27

22. Die Mumu,

Schaafenstr. 51

23. My Lord,

Mühlenbach 57

24. Phönix Sauna,

Richard-Wagner-

Str. 12

26. Ruhrpott,

Balduinstraße 20/

Ecke Schaafenstraße

27. Schampanja,

Mauritiuswall 43

31. Zum Pitter,

Alter Markt 58-60

Cafés/Bistros

33. Café Rico,

Mittelstr. 31

34. inSide Cafe,

Am Rinkenpfuhl 46,

www.inside-cafe.com

35. Zentral Garderobe,

Schaafenstr. 49

36. Regenbogen-Café,

Beethovenstr. 1

• Saint Louis,

Deutzer Freiheit 89

37. Diner‘s,

Neumarkt 16

Party-Locations

44. Rich Club

Cologne,

Brabanter Str. 15 am

Rudolphplatz

45. Sartory Säle,

Friesenstr. 44

• Wartesaal im

Zollhafen,

Im Zollhafen 2

Cruising-Bars

48. Jail – Cologne,

Mühlenbach 53

49. Pullerman,

Mathiasstr. 22

50. Deck 5,

Mathiasstr. 5

51. Station 2b,

Pipinstr. 2

Saunen

52. Sauna Babylon

Cologne,

Friesenstr. 23-25

53. Sauna Vulcano,

Marienplatz 3-5

Sexshops/-Kinos

59. Brunos,

Kettengasse 20

60. Gay Sex Messe,

Mathiasstr. 13

61. MGW.Cologne,

Händelstr. 53

62. Sex- & Gay Center,

Mathiasstr. 23

63. Sex- und Gay

Shop, Pfeilstr. 10

BUSINESS

Apotheken

64. Birken-Apotheke,

Hohenstaufenring 59,

Tel. 2402242

• Paradies Apotheke,

Severinstr. 162a,

Tel. 329215,

www.paradies-apo.de

65. Westgate-

Apotheke,

Habsburgerring 2,

Tel. 2402243

Ärzte

66. Dr. med.

Jochem Hay,

Allgemeinmedizin,

Hohenstaufenring

55,Tel. 2717870

• Dr. Jochen May,

Zahnarzt, Sülzburgstr.

21-23, Tel. 9411222,

www.praxis-may.com

69. mereaPraxis,

Michael Henderson

& Partner,

Hohenzollernring 48,

Tel. 443872,

www.merea.de

• Praxis am

Eberplatz,

Dres. med. Kümmerle,

Theisen, Wyen, Voigt,

Ebertplatz 1,

Tel. 7604648,

www.praxis-ebertplatz.de

70. Dr. Stefan-

Scholten, HIV-

Schwerpunktpraxis,

Richard-Wagner-

Str. 9-11, Tel.

35505450

• Zahnarzt Tobias

Fuchte,

Kirchstraße 1-3,

Tel. 0221 – 392 580,

www.zahnarzt-fuchte.de

Beauty

• Mister Attractive,

Hansaring 19,

0221 95816471,

www.mrattractive.net

Handwerker

• Dirk Eßer,

Malermeister,

Niehler Str. 93,

50733 Köln,

Tel. 0173 3792233,

www.maler-esser.de

• Felix Forsbeck,

Tischlermeister,

Bachstraße 27,

50354 Hürth,

Tel. 0176/40301844,

www.felix-forsbeck.de

Optiker

• Hesse &

Holländer,

Venloer Str. 363,

Tel. 0221-50608780,

hesseundhollaender.de

Rechtsanwälte

• Ralf Bergmann,

Braugasse 12,

Tel. 02234-405769,

bergmann-anwalt.de

KULTUR

Bühne

• Atelier Theater,

Roonstr. 78,

Tel. 0221 24 24 85,

www.ateliertheater.de

• Horizont Theater,

Thürmchenswall 25.

• Opernhaus,

Rheinparkweg 1,

Tel. 0221 22128400

104. Philharmonie,

Bischofsgartenstr. 1

105. Scala,

Hohenzollernring 48

Christophstraße Gereonstraße

Christophstraße Gereonstraße

Kamekestraße

Kamekestraße

Venloer Straße

U

Moltkestraße

Lütticher Straße

Richard-Wagner-Straße

Richard-Wagner-Straße

Roonstraße

Venloer Straße

Lütticher Straße

Aachener Straße

91

U

Moltkestraße

24

64

10

Roonstraße

Aachener Straße

55

73

Lindenstraße

9171

115

Mozartstraße

113

U

Friesenplatz

24

64

Beethovenstraße

10

55

65

Lindenstraße

111

36

Hohenstaufenring Habsburgerring Hohenzollernring

69

105

73

70

Mozartstraße

113

U

Friesenplatz

111

36

67

Beethovenstraße

Friesenstraße

Hohenstaufenring Habsburgerring Hohenzollernring

Magnusstraße

69

105

Friesenwall

Schaafenstraße

Mauritiuswall

Friesenstraße

Magnusstraße

Ehrenstraße Ehrenstraße Breite Straße Breite Straße

70

U

Zülpicher

Platz

68

12

59

Kettengasse

45

Pfeilstraße

Mittelstraße

33

Hahnenstraße

Rubensstraße

57

Hahnenstraße

U

U

Rudolfplatz

Rudolfplatz

71

66

66

21 20

20 18 26

18 26 22 35

22 35

14

13

14

13

34

114

115 34

114

65

27 19

27 19

U

Zülpicher

Platz

Friesenwall

Schaafenstraße

Mauritiuswall

68

12

59

Kettengasse

Pfeilstraße

Mittelstraße

33

45

Rubensstraße

57

Marsilstein

U

Mauritiuskirche

Marsilstein

21

81

37

dem Berlich

Auf

Neumarkt

Thieboldsgasse

U

Mauritiuskirche

Mauritiussteinweg

81

Zeughausstraße

U

Neumarkt

110

37

dem Berlich

Auf

Krebsgasse

Neumarkt

Cäcilienstraße

110

Thieboldsgasse

Poststraße

U

Appellhofplatz/

Zeughaus

Zeughausstraße

U

Appellhofplatz/

Breite Straße

107

Glockengasse

Schildergasse

U

Neumarkt

U

Poststraße

Krebsgasse

Cäcilienstraße

Poststraße

U

Appellhofplatz/

Zeughaus

U

Appellhofplatz/

Breite Straße

Tunisstraße

Blaubach

107

Glockengasse

Schildergasse

Neuköllner Straße

103

106

U

Poststraße

108

Tunisstraße

Blaubach

Neuköllner Straße

103

106

108

Mauritiussteinweg

Perlengraben

Perlengraben


STADTPLAN 29

• Schauspielhaus:

Depot 1, Depot 2,

Grotte,

Schanzenstraße 6-20

107. Theater am Dom,

Glockengasse 11, Opern

Passagen

Museen

108. Museum für Angewandte

Kunst Köln,

An der Rechtschule, Tel.

22123860,

www.makk.de

109. Museum Ludwig,

Bischofsgartenstr. 1, Tel.

22122370

• Rosa Archiv, Salierring 4,

Tel. 78 98 60 19,

Mo-Fr nach Vereinbarung,

rosa-archiv.de

RAT & TAT

Gesundheit

110. Aids- und STD-

Beratung,

Gesundheitsamt,

Neumarkt 15-21,

Tel. 22124602

111. Lebenshaus-Stiftung,

Beethovenstr. 1,

Tel. 202030,

www.lebenshausstiftung.de

112. Aidshilfe Köln,

Beethovenstr. 1

Marzellenstraße

Komödienstraße

U

Dom/

Hauptbahnhof

HbF

Marzellenstraße

Komödienstraße

Breslauer Platz/

Hauptbahnhof HbF

U

Dom/

Hauptbahnhof

Kölner Dom

113. Looks e.V.,

Beratung und Unterstützung

für Jungs,

die anschaffen,

Pipinstr. 7,

Tel. 2405650,

www.looks-ev.de

112. Checkpoint der

Aidshilfe Köln, HIV

Schnelltest sowie Syphilis,

Tripper, Chlamydien

und Hep-C. Wir sind

für euch da: Montag bis

Donnerstag von 19 Uhr

bis 22 Uhr, Pipinstr. 7,

Tel. 0221 99 57 12-17,

www.schnell-test.de

U

104 109

Kölner Dom

U

Breslauer Platz/

Hauptbahnhof

Hohenzollernbrücke

Hohenzollernbrücke

104 109

•Mietrecht

•Verkehrsunfallrecht

•Antidiskriminierung

•Arbeitsrecht

•Strafrecht

•u.a.

Braugasse 12

50859 Köln

Tel: 02234/405769

www.bergmann-anwalt.de

Info

113. Anyway,

Jugendzentrum, Kamekestr.

14,

Tel. 5777760,

anyway-koeln.de

114. Rubicon, Beratungszentrum

für Lesben &

Schwule (Sozialwerk

e.V.), Rubensstr. 8-10,

Tel. 27669990,

www.rubicon-koeln.de

115. Schwules Netzwerk

NRW, Lindenstr. 20, Tel.

2572847,

www.schwul-nrw.de

Michael Philip Henderson

• Facharzt für Allgemeinmedizin

Olga Hartman

• Fachärztin für Allgemeinmedizin

Beatrice Ulbricht

• Fachärztin für Allgemeinmedizin

Kai Bromm

• Facharzt für Innere Medizin

Dieter Künz

• Facharzt für Allgemeinmedizin (privatärztlich)

Tätigkeitsschwerpunkte:

• Hausarztpraxis für Allgemein- und Innere Medizin

• HIV-Hepatitis-Schwerpunktpraxis - PrEP

• Infektiologie, Immunologie,

Geschlechtskrankheiten

• Suchtmedizin

• Reisemedizinische Beratung und Impfung

• Gesundheitsvorsorge, Krebsvorsorge

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Am Hof

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Große Budengasse

Große Budengasse

Alter Markt

31

Obenmarspforten

Obenmarspforten

Hohe Pforte

Hohe Straße

Gürzenichstraße

Augustinerstraße

Augustinerstraße

15

51

Pipinstraße

Stephanstr. Marienplatz Stephanstr. Marienplatz

Hohe Pforte

Hohe Straße

Gürzenichstraße

51

11

Pipinstraße

8

58

11

23

8

63

Mathiasstraße

58

17

An der Malzmühle

Heumarkt

15

23

63

Alter Markt

31

Mathiasstraße

17

An der Malzmühle

Heumarkt

Mühlenbach Filzengraben

Mühlenbach Filzengraben

60

50

2

U

Rathaus

49

U

Heumarkt

3

112

4

1

60

50

2

U

Rathaus

49

U

Heumarkt

3

112

4

Am Leystapel

1

Deutzer Brücke

Severinsbrücke

Am Leystapel

Deutzer Brücke

Severinsbrücke

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2

U

Severinstraße

Seve

U

Severinstraße

Sever


30 STADTPLAN

DÜSSELDORF

Bars

Rheinkniebrücke

SZENE

1. Bistro Levent,

Grupellostr. 32

2. Café Piranha,

Bilker Allee 11

3. Comeback,

Charlottenstr. 60

4. K1, Bismarckstr. 93

5. Ludwigs Bier & Brot,

Mertensgasse 11

6. Musk,

Charlottenstr. 47

7. Nähkörbchen,

Hafenstr. 11

8. Queenz,

Charlottenstr. 62

9. Sternschnuppe,

Sternstr. 2

10. Studio 1, Jahnstr. 2a

Oberkasseler Brücke

14

Reichsstraße

Hafenstr.

7

2

11. Zum goldenen Einhorn,

Ratinger Str. 18

Cafés / Bistros

12. ARTCafé, Im Dahlacker

70 (Ecke Aachener

Str.)

13. Wilma,

Charlottenstr. 60

Party-Locations

14. Nachtresidenz,

Bahnstr. 13

15. Stahlwerk,

Ronsdorfer Str. 134

16. Ufer 8, Rathausufer 8

17. Zakk, Fichtenstr. 40

5

11

Restaurants

18. Hirschchen,

Alt-Pempelfort 2

Bahnstr.

12

Graf-Adolf-Straße

Herzogstraße

9

Berliner Allee

10

Corneliusstraße

19. Laurens Restaurant,

Bismarckstr. 62

20. Nooij Restaurant,

Hoffeldstr. 37

Saunen

21. Phoenix Sauna

Düsseldorf,

Platanenstr. 11a

Ärzte

17

BUSINESS

22. Dr. med Martin &

Anselm K. Gottstein,

Werdener

Straße 8

23. Tim Oliver Flettner,

Kaiserswertherstr. 55

3

8

6

4

1

Kölner Straße

Karlstraße

24. Zahnarztpraxis

Dr. Stolley, Berliner

Allee 56

Autohäuser

16

15

13

25. Auto-Park Rath,

Oberhausener Str. 2

26. smart Vertriebs

GmbH, Mercedesstr. 11

Dienstleistungen

27. CJ-Sieben, Postfach

24 02 30

28. Düsseldorf Tourismus,

Marktstr./Ecke

Rheinstr. bzw. Immermannstr.

65b

29. Stadtwerke Düsseldorf

AG, Höherweg

100

Finanzen & Recht

• Laureus AG Privat

Finanz, Ludwig-Erhard-Allee

15

• Parilis, Hansaallee

249

Fitness

• Bodystreet Berliner

Allee, Berliner

Allee 56

• Bodystreet Düsseldorf

Münsterplatz,

Ulmenstr. 270

• EisenhauerTraining,

Münsterstr.

334-336

• Fit IN Düsseldorf,

Ringelsweide 14

• Olymp-Fitness-

Center,

Pempelforther Str. 47

Möbel &

Einrichtung

• Maßlos, Steinstr.

32Habitat Düsseldorf,

z.Hd. Jan Kutterolf

Schadow Arkaden |

Martin-Luther-Platz

22, 40212 Düsseldorf

Optiker

30. Hesse und Holländer

Augenoptik,

Ackerstraße 158,

Tel. 0211 63962200,

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Rechtsanwälte

• Rechtsanwalt

Gelbke,

Königsallee 61

• Semra Sanliünal, Kaiser-Friedrich-Ring

45

Sexshops

• book&xxx,

Bismarckstr. 86

Schulen

• Sprachcaffe,

Grafenberger Allee

78-80

Sport

• My Beauty Fit,

Rethelstr. 98

Bühne

KULTUR

• Capitol Theater,

Erkrather Str. 30

• Jazz Schmiede,

Himmelgeister Str.

107g

• Komödie Steinstr,

Steinstr 23

• Takelgarn, Philipp-

Reis-Str. 10

Galerie

• Fonis Galerie, Lindenstraße

90, 40233

Düsseldorf

RAT & TAT

Gesundheit

31. AIDS-Beratung des

Gesundheitsamts,

Kölner Str. 180

32. AIDS-Hilfe Düsseldorf

e.V., Johannes-

Weyer-Str. 1

Beratung

33. Schwules Überfalltelefon,

Tel.

0211-19228

34. PULS - Treff für junge

Lesben, Schwule

& Bisexuelle,

Corneliusstr. 28

35. SchLAu Düsseldorf

c/o Aidshilfe

Düsseldorf

Wirtschaft

• TARGOBANK,

Nordstr. 14

ESSEN

SZENE

Bars

1. Barbados, Steeler

Str. 83

2. Briefkasten,

Hachestr. 21

3. C4-Klub, Hindenburgstr.

82-86

4. Colors, Lindenallee 89

5. Dampflock, Viehofer

Platz 14

6. Wilder Karl-Heinz,

Kettwigerstr. 60

7. Zum Pümpchen,

Kopstadtplatz 23

Party-Locations

• Studio, Schützenbahn

31

• Zeche Carl,

Wilhelm-Nieswandt-

Allee 100

Saunen

8. Pluto Sauna Essen,

Viehoferstr. 49

9. Metropol Sauna

Essen, Maxstr. 62

Sexshops und

-Kinos

10. Eros Boutique Gay

Shop, Klarastr. 19

11. Man Moviethek,

Vereinstr. 22

12. Wiscot, Friedrich-

Ebert-Str. 70

BUSINESS

Fitness

• CityFitness Essen,

Altendorfer Str. 97-101

Mode

• Blue Point Underwear,

Vereinstr. 18

• Rechtsanwälte

Anwaltskanzlei

Titze & Rodriguez,

Alfredstr. 108

KULTUR

Bühne

• Aalto-Theater,

Opernplatz 10

• GOP Varieté,

Rottstr. 30

• Grillo Theater,

Theaterplatz 11

• Philharmonie

Essen,

Huyssenallee 53

• Theater im Rathaus,

Porscheplatz

1

RAT & TAT

Gesundheit

• AIDS-Beratung

des Caritas-verbandes

für die

Stadt Essen e.V.,

Niederstr. 12-16

• AIDS-Hilfe Essen

e.V., Varnhorststr. 17

Community

• Café Vielfalt,

Kleine Stoppenberger

Str. 13-15

• Essen X-Point,

Varnhorststr. 17

Segerothstraße

9

Maxstr.

Gladbecker Straße

Friedrich-Ebert-Straße

7

4

6

11

3

Hindenburgstraße

10

12

Vereinstr.

Kettwiger Str.

Hachestraße

2

5

8

Schützenbahn

Gerlingstraße

1

Herzogstraße

Steeler Straße


31

PRAXISGEMEINSCHAFT

Dr. med. Andreas Bellmunt-Zschäpe

(Allgemeinmedizin)

Kirsten Leurow (Innere Medizin)

Tätigkeitsschwerpunkte:

• Infektiologie

• PrEP-Beratung

• Hausärztliche Versorgung

• Akupunktur

• Proktologie

• Suchtmedizinische

Grundversorgung

Mitglied der DAGNÄ e.V. (www.dagnae.de)

Dt. Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der versorgung HIV-Infizierter

Münsterstraße 119, 4145 Dortmund

Tel. (0231) 816206, Fax. (0231) 1897117

Fachanwältin für

Erbrecht & Familienrecht

Lebenspartnerschaft

Testament

Vorsorge

Erbstreit

u.v.m.

Zweigertstr. 53, 45130 Essen

Tel. 0201 72029-0, Fax 0201 72029-29

E-Mail: kanzlei@ra-titze.de

www.ra-titze.de


32 REISE

DIE WÜSTE LEBT

PHOENIX

Wer auf einem Road-Trip durch den

Westen der USA – etwa vom Joshua Tree

National Park bei Palm Springs in die

Nationalparks Saguaro, Grand Canyon

und Zion – reist, kommt an Phoenix nicht

vorbei. Und das ist gut so.

Ganz schön heiß kann es in der Wüste Arizonas

werden. Auf bis zu 46 Grad im Schatten

klettert das Thermometer im Sommer, zwischen

Mitte Mai und Mitte September liegt

die Durchschnittstemperatur bei etwa 38

Grad. Kein Wunder, dass man sich in Phoenix

gerne an ein schattiges Plätzchen mit einem

gekühlten Pool oder für einen Spa-Besuch

zurückzieht. Und dieser Orte gibt es viele, vor

allem im Luxusbereich. Ob Hotelketten wie

Fairmont, Andaz, W oder einzelne Häuser wie

Civana oder The Phoenician – es sind Resorts,

in denen man auf seiner Rundreise durch den

Westen der USA einen erholsamen Zwischenstopp

einlegen kann. Zugleich bietet sich die

Gelegenheit, die Wüstenmetropole Phoenix

zu entdecken. Der riesige Ballungsraum im

Valley of the Sun umfasst mehrere Städte

und Gemeinden mit insgesamt vier Millionen

Einwohnern. Allein an der im benachbarten

Tempe beheimateten Arizona State University

lernen an die 70.000 Studenten. Ebenjene

Studierende sind es auch, die das Leben und

die Szene in Tempe und Phoenix prägen. Die

Innenstadt von Tempe ist mit ihren zahlreichen

Bars und Restaurants ein kleines Paradies

für Nachtschwärmer, während in dem

von Stararchitekt Frank Lloyd Wright erbauten

Gammage Auditorium Broadwayshows wie

Wicked, The Book of Mormon oder König der

Löwen Gastspiele geben. Im supermodernen

Tempe Center for the Arts stehen Wechselausstellungen

mit zeitgenössischer Kunst

und eine große Vielfalt an Konzerten auf dem

Programm.

KLANGERLEBNIS UND KAKTEEN

Musikliebhaber kommen auch im 2010 eröffneten Musical Instrument Museum

in Phoenix auf ihre Kosten. Mit über 7.000 Instrumenten aus etwa 200 Ländern

und Regionen gehört das Museum zu den besten seiner Art – fast jedes Instrument

lässt sich per Audioguide auch im Einsatz hören. Einen Einblick in die

Pflanzenwelt der in Arizona befindlichen Sonora-Wüste bekommt man dagegen

beim Besuch des Desert Botanical Garden. An die 50. 000 Pflanzen und Kakteen

wachsen auf dem Areal, das man auf mehreren Wanderwegen erkunden kann.

Naturliebhaber können zudem locker von Phoenix aus einen Tagesausflug in den

Saguaro-Nationalpark oder nach Sedona, das für seine roten Felsformationen

bekannt ist, unternehmen.

URBAN UND SCHWUL

Ziemlich urban geht es dagegen im Roosevelt Row Arts District zu. Nur einen

Steinwurf von Downtown Phoenix entfernt haben junge Graffitikünstler und

smarte Investoren das einst heruntergekommene Viertel zu neuem Leben erweckt.

Gastronomische Projekte wie The Churchill – eine Art Markthalle für lokale

Restaurants – sorgen für den entsprechend coolen Vibe. Auch Billy Oxford liebt

die Gegend. Der bärtige Individualist kutschiert mit seinem Fahrradtaxi gerne

Touristen durch die Stadt und erweist sich dabei als kenntnisreicher Insider

(www.azpedicab.com). Auch beim Phoenix Pride, der jedes Jahr im April stattfindet,

ist Billy mit seinem „Pedicab“ dabei. Neben einem riesigen Festival mit

mehreren Musik- und Tanzbühnen sowie zahlreichen Infoständen gehört selbstverständlich

auch eine Parade dazu. Am Pride-Sonntag zieht diese entlang der

3rd Street und startet bereits morgens um 10 Uhr, denn schließlich kann auch im

April die Temperatur schnell auf 30 Grad steigen. *dax

www.visitphoenix.com/lgbtq

www.tempetourism.com

The Phoenician


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34 REISE

MIT THALYS ZUM

BELGIAN PRIDE 2020

FOTO: VISIT.BRUSSELS - ERIC DANHIER

Unter dem Motto „WeCare“ macht der diesjährige Belgian Pride in Brüssel auf die

geistige und körperliche Gesundheit von LGBTI+-Menschen aufmerksam. Das Thema

wird in mehr als 10 Partnerveranstaltungen vom 8. bis 24. Mai diskutiert. Höhepunkt

in diesem Jahr ist wieder die Pride Parade mit mehr als 80 teilnehmenden Gruppen und

Organisationen am Samstag, den 23. Mai. Zahlreiche Partys im Rainbow Village und

ein großes Straßenfest mit Ständen, Bühnen und Shows runden die Feierlichkeiten ab.

FOTO: THALYS

DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN

LGBTI+-MENSCHEN UND

DER MEDIZIN

Körperliche, geistige und soziale „Gesundheit“

sind sehr breite Themen, die für alle

Menschen und unabhängig ihrer sexuellen

Orientierung relevant sind. Immer wieder

haben LGBTI+-Personen eine schwierige

und komplexe Beziehung zur medizinischen

Welt: Intersexuelle Menschen erhalten

unnötige medizinische Eingriffe, die zu

schweren Traumata und körperlichen

Folgen führen können, LGBTI+-Senioren

vereinsamen und vielen Gynäkologen fehlen

Kenntnisse über das Sexualleben von

lesbischen und bisexuellen Frauen. Über

diese und weitere Gesundheitsthemen

möchten die Veranstalter des Belgian Pride

Brussels 2020 aufmerksam machen,

darüber aufklären und betroffenen Hilfestellung

leisten (pride.be).

FEIERN IM RAINBOW

VILLAGE BRÜSSEL

Während der Pride Wochen und das ganze

Jahr über finden im Rainbow Village zahlreiche

Partys und Events statt. Das pulsierende

Herz der Schwulengemeinschaft

in Brüssel befindet sich im Viertel Saint

Jacques direkt neben dem majestätischen

Grand Place. Die Rue du Marché au Charbon

und die Rue des Pierres bieten eine

große Auswahl an Bars, in denen geflirtet,

getrunken, getanzt und gelacht wird. Beliebte

Adressen sind beispielsweise das

Amalgame, die Stammbar, das Baroque

Café, das La Boule Rouge oder das Chez

Maman. Bären, Twinks, Fashionistas, Hipster,

Transvestiten, Queers, Lesben: alle sind

im Rainbow Village willkommen!

ÜBERNACHTEN IM

STYLISCHEN BOUTIQUE

HOTEL SAINT-GÉRY

Das charmante Boutique Hotel ist

fußläufig zum Belgian Pride und dem

Rainbow Village gelegen. In der typischen

Atmosphäre von Herrenhäusern aus dem

FOTO: HOTEL SAINT-GÉRY

19. Jahrhundert sind alle Zimmer von

verschiedenen Künstlern in unterschiedlichen

Stilen eingerichtet und gestaltet.

Im Erdgeschoss finden Übernachtungsgäste

die trendige Bar de Belmonte. Dort

genießt man am Morgen ein vielfältiges

Frühstück und am Abend leckeres Essen

sowie eine Auswahl an Bier, Wein und Gin-

Cocktails (hotelstgery.com).

MIT THALYS ZUM BELGIAN

PRIDE 2020 NACH BRÜSSEL

Der internationale Hochgeschwindigkeitszug

Thalys fährt fünfmal täglich in nur 1

Stunde und 51 Minuten von Köln nach

Brüssel. Tickets für die Reisekategorie Standard

Mini gibt es bereits ab 16 Euro pro Person

und Fahrt. Wer gerne alle Services von

Thalys nutzen möchte, inklusive direkt am

Platz servierten frischen saisonalen Speisen

und Getränken, der reist in der Premium

Mini Kategorie. Ab zwei Personen gibt es

Tickets nach Belgien bereits ab 40 Euro pro

Person und Fahrt (thalys.com).

Ein Gewinnspiel für 2x2 Thalys-Tickets

in der Reisekategorie Premium nach

Brüssel und zurück findet sich unter

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5


REISE

FOTO: SPARTACUS

SCHWUL IN JAPAN

Mit seiner jahrtausendealten Kultur, die sich zum Teil bis heute modernen Einflüssen

widersetzt, gilt Japan als eines der faszinierendsten Reiseländer Asiens.

GRUPPENREISEN NACH

THAILAND &

ISRAEL

Der deutsche LGBTIQ*-Reisespezialist

Pinktours hat für 2020 zwei Gruppenreisen

im Programm.

Bereits im April startet eine „Men only“-Reise

zum thailändischen Neujahrsfest „Songkran“

nach Bangkok und Koh Samet. Auf dem

Programm der zwölftägigen Reise stehen

unter anderem Aktivitäten in Bangkok, ein

Besuch der alten Hauptstadt Ayutthaya

sowie die Teilnahme an der zu Songkran

üblichen Wasserschlacht. Im Anschluss

geht es zum Baden auf die Insel Koh Samet.

Anfang Juni findet zudem eine Gruppenreise

zum Pride nach Tel Aviv statt. Neben

der Teilnahme am Pride stehen Ausflüge

nach Jerusalem, Masada und ans Tote

Meer auf dem Programm der neuntägigen

Reise. Beide Touren finden mit Airlines der

Lufthansa-Group statt und beinhalten vor

Ort eine deutschsprachige Reiseleitung. *dax

Wer vor Ort einen Ausflug in die vielfältige LGBTIQ*-Szene unternehmen

will, tut sich jedoch oft schwer. Helfen soll dabei die neue Website Rainbow-

NightOut – ein von der Japan Tourism Agency und regionalen Regierungen

unterstütztes Projekt, das Besuchern die Orientierung in der Szene

erleichtern soll. Die Website gibt einen Überblick über Bars, Klubs, Restaurants

sowie anstehende Termine. Aktuell gibt es dort Informationen über die

Präfektur Okinawa sowie die Millionenmetropole Osaka. Während die Inselwelt

von Okinawa als tropisches Paradies mit einigen der schönsten Strände des

Landes gilt und man in der Hauptstadt Naha an die vierzig Szenebars findet,

blickt Osaka auf eine lange Tradition hinsichtlich Japans LGBTIQ*-Geschichte

zurück. 1950 eröffnete hier Japans erster schwuler Cruisingspot, und auch die

erste Dragqueen-Party des Landes, „Diamonds Are Forever“, debütierte hier

im Jahr 1989. Heute ist Osaka mit über einhundert Szenebars nach Tokio die

Stadt mit der zweitgrößten LGBTIQ*-Community Japans. *dax

www.rainbownightout.jp

FOTO: OUTASIATRAVEL.COM

www.pinktours.de

FOTO: GOTHAIBEFREE.COM

NEUE LGBTIQ*-BROSCHÜRE

Mit einer neuen Broschüre für LGBTIQ*-Touristen informiert die Tourism Authority

of Thailand (TAT) über die Vielfalt unterschiedlicher Regionen und zu verschiedenen

Themenbereichen.

THAILAND

Neben „Strand & Wellness“ mit Tipps für Inseln wie Koh Samui, Phuket oder Koh

Phayam, finden sich unter dem Bereich „Natur & Abenteuer“ Hinweise auf Nationalparks

wie den Doi Ithanon bei Chiang Mai oder die Inselwelt von Ang Thong. Weitere

Themenbereiche sind „Kunst & Kultur“, „Kulinarik“ sowie „Lifestyle & Shopping“.

Natürlich kommen auch Tipps für Thailands abwechslungsreiche LGBTIQ*-Szene

nicht zu kurz – etwa der auf Phuket, in Chiang Mai oder Pattaya. Der Hauptstadt

Bangkok wird ein eigenes Kapitel gewidmet, inklusive Tipps für Bars und Partys für

Schwule, Lesben und Queers. Die Broschüre „Open to the New Shades“ gibt es über

das Thailändische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt, am Thailand-Stand während

der Internationalen Tourismusmesse ITB (4. bis 8. März) sowie als Download unter

www.männer.media/gothaibefree. *dax

www.gothaibefree.com


„ WIR

SETZEN

AUF

DIALOG“

FOTO: ITB

Rika Jean-François, Commissioner Corporate Social

Responsibility bei der Internationalen Tourismusbörse ITB in

Berlin, über das Verhältnis der weltgrößten Reisemesse zu

Homophobie.

Im letzten Jahr sorgte das ITB-Partnerland Malaysia

in Zusammenhang mit dessen LGBTIQ*-feindlicher

Gesetzgebung für einige Negativschlagzeilen, nicht zuletzt,

weil der bei der Eröffnungspressekonferenz anwesende

Tourismusminister die Existenz von Schwulen, Lesben

und Queers in seinem Land schlicht leugnete. Welche

Konsequenzen hat die ITB aus diesem Vorfall gezogen?

Wir haben dies nicht unkommentiert gelassen und haben

ja bereits während der ITB im letzten Jahr das Thema aktiv

angepackt. So haben wir z. B. in Zusammenarbeit mit dem

LSVD einen asylsuchenden malaysischen Transmann mit

seiner Partnerin eingeladen, der auf zwei ITB-Veranstaltungen

aus erster Hand von der Situation in Malaysia berichten

konnte. Die ganze Debatte führte darüber hinaus aber auch

zu der Konsequenz, dass wir inzwischen im Bewerbungsverfahren

für zukünftige Gastländer Kriterien mit aufgenommen

haben, die ein Commitment zu Menschenrechten, Nachhaltigkeit

und der Entwicklung einer entsprechenden touristischen

Strategie einfordern. Diese Compliance-Vereinbarung

drückt unsere klare Erwartungshaltung an zukünftige

Partnerländer aus, sich mit dem Aspekt Menschenrechte aktiv

auseinanderzusetzen.

Auch im diesjährigen Partnerland Oman steht Homosexualität

– zumindest offiziell – noch unter Strafe.

Wie geht die ITB diesmal mit dem Thema um?

Der Oman wurde bereits vor unserem Beschluss, eine

Compliance-Vereinbarung mit in unsere Bewerbungsunterlagen

aufzunehmen, Partnerland der ITB Berlin 2020. Wir haben

aber mit den omanischen ITB-Vertretern und dem Ministerium

mehrmals und sehr offen darüber gesprochen. Wir setzen auf

Dialog. Es gibt zahlreiche Berichte von gleichgeschlechtlichen

Paaren, die regelmäßig und sehr gerne in den Oman reisen und

das Land und die Menschen als sehr offen erlebt haben. Die

Gesetzgebung hinkt da der Realität offenbar hinterher. Das

bedeutet natürlich nicht, dass das Thema deshalb nicht mehr

angesprochen werden müsste. Wir glauben durchaus, dass

der Gastland-Status indirekt zu einer Verbesserung der Menschenrechtslage

in dem jeweiligen Land führen kann, wofür es

ja bereits Beispiele gibt. Jeder Dialog, der dazu beiträgt, ist ein

wichtiger Baustein hin zu weniger Diskriminierung.

*Interview: dax


REISE

SPANIENS

SCHWULER SÜDEN

COSTA DEL

SOL

Mit 300 Sonnentagen im Jahr und einer Küste, die sich in der Provinz Málaga über 161 Kilometer entlang

des Mittelmeers erstreckt, zählt die Costa del Sol zu den touristischsten Gegenden Spaniens. Neben Gran

Canaria und Sitges findet sich dort mit dem kleinen Ort Torremolinos die dritte Hochburg des LGBTIQ*-

Tourismus in Spanien – mit einer bewegten Geschichte.

FOTO: VISITCOSTADELSOL.COM

In Andalusien, im Süden Spaniens, ist

die Welt trotz Wirtschaftskrise und

hoher Arbeitslosigkeit im Rest des

Landes irgendwie noch in Ordnung. An

der Costa del Sol scheint die Sonne so

konstant und schön wie kaum andernorts

in Europa. Málaga ist zwar keineswegs

gefeit vor den ökonomischen

Problemen, die das Land umtreiben,

doch lassen sich die Andalusier die

Laune nicht verderben. Mit einer über

dreitausendjährigen Geschichte ist

Málaga voll von Kultur. Phönizier, Araber

und Römer haben hier ihre Spuren

hinterlassen, und in der Geburtsstadt

von Pablo Picasso kann man hier im

2003 eröffneten Picasso-Museum

über 200 Werke des Maler-Genies

bewundern. Durch die weltoffene Art

der Einwohner sowie die ideale Lage am

Meer hat sich eine recht große Szene in

Málaga etabliert. Im Stadtzentrum findet

man rund um die Plaza de la Merced

einige Bars, von denen El Carmen sicher

die lohnendste ist.

STONEWALL SPANIENS

Wem die Szene in Málaga nicht reicht,

der setzt sich einfach ins Taxi und ist

in einer knappen halben Stunde in Torremolinos,

dem wohl schwulsten Ort

Andalusiens. In Spaniens Geschichte

der LGBTIQ*-Bewegung nimmt die

kleine Gasse Pasaje Begoña einen ganz

besonderen Platz ein – ähnlich wie

der Stonewall-Aufstand in den USA.

Torremolinos’ Aufstieg zum Hotspot

der LGBTIQ*-Szene begann in den

1960er-Jahren, als man während der

Franco-Diktatur versuchte, mehr

Offenheit zu zeigen. In dem neben

Málaga gelegenen Fischerdorf eröffnete


FOTO: DEREK OWENS / UNSPLASH, FOTOS: DELICEDREAMS.COM

GEMEINFREI / CC0

in der Pasaje Begoña mit Toni’s Bar die erste

Schwulenbar Spaniens, es folgten Lokale wie das

Blue Note oder La Sirena. 2019 wurde die Gasse

vom andalusischen Parlament zum historischen

Gedenkort und zur Wiege der Freiheit und

Rechte der LGBTIQ*-Community erklärt. Nicht

nur Schwule, Lesben oder Transsexuelle konnten

sich hier einigermaßen frei fühlen. Künstler, Politiker

und Intellektuelle aus aller Welt, darunter

John Lennon, Brigitte Bardot, Frank Sinatra und

Amanda Lear kamen nach Torremolinos, um hier

ihren Urlaub zu verbringen.

Doch die Freiheit währte nur ein knappes

Jahrzehnt. Am 24. Juni 1971 erlebte die

Pasaje Begoña eine Razzia durch die Polizei

des Franco-Regimes, bei der über hundert

Menschen verhaftet wurden. Die meisten Bars

wurden geschlossen und das Franco-Regime

versuchte mit allen Mitteln, unter anderem mit

der Umbenennung der Gasse in Gil Vicente,

jede Erinnerung an dieses Kapitel spanischer

LGBTIQ*-Geschichte zu tilgen. Was nicht gelang.

Heute ist Torremolinos so vital und bunt, dass

viele Männer aus aller Herren Länder die Stadt zu

ihrer Heimat gemacht haben. Das internationale

Publikum aus Touristen und Zugezogenen

mischt sich des Nachts mit Einheimischen und

Klubbern aus dem Umland – inzwischen im Viertel

La Nogalera. Hier, wo ein Klub an den anderen

anschließt und man im besten Falle von einer Bar

in die nächste fällt, ist eigentlich immer etwas

los. Tagsüber zieht es die Urlauber an die Strände

wie El Banjondillo mit den beliebten schwulen

Abschnitten El Gato und Eden Beach oder an

den mit vielen Hetero-Beachklubs bestückten

Strand Los Alamos. Wer auch bei der Wahl seiner

Unterkunft gerne unter Schwulen bleibt, ist im

Hotel Ritual sicher gut aufgehoben. Das Haus

mit knapp 200 Zimmern ist eines der größten

spanischen Gay-Hotels und perfekt für einen

Urlaub in Spaniens schwulem Süden. *fj/dax

www.uniquespain.travel

FOTO: JOHN FORNANDER / UNSPLASH, GEMEINFREI / CC0


REISE

FOTOS: W HOTELS, DAX

MEXIKO: WALHEIMAT

Noch ist sie der Geheimtipp für Urlauber aus Europa: An Mexikos Riviera

Nayarit finden sich trendige Luxusresorts, hippe Surfer-Spots und jede

Menge Natur.

Feinster Sandstrand, bunte

Cocktails und ein Design, das sich

an traditioneller Kunst der in der

Region lebenden Huichol-Indianer

orientiert: Im W Resort Punta de

Mita findet sich alles, was die nur

wenige Autominuten von Mexikos

schwulem Urlaubszentrum Puerto

Vallarta entfernt liegende Riviera

Nayarit ausmacht. Wer nicht

in dem trendigen Luxusresort

wohnt, sollte unbedingt im Beach-

Restaurant Chevycheria zum

Mittagessen vorbeischauen

und sich im Anschluss ein paar

Stunden an einem der schönsten

Strände der Gegend gönnen.

Bisher war die an der Westküste

Mexikos gelegene Riviera Nayarit

vor allem ein Geheimtipp unter

Surfern und Rucksacktouristen.

Das kleine Örtchen Sayulita ist mit

seinen malerisch bunten Häusern

sowie zahlreichen Boutiquen,

Galerien und Lokalen das Zentrum

der hippen Surfer-Szene, die sich

in den Wellen des Pazifiks austobt.

In den Wintermonaten teilen sich

die Wassersportler das Meer mit

hunderten von Buckelwalen, die in

der Banderas-Bucht ihren Nachwuchs

aufziehen und die man

regelmäßig vom Strand aus mit

bloßem Auge beobachten kann.

Ganz nah kommt man den grauen

Riesen, wenn man mit einem Boot

zu den Marietas-Inseln fährt, auf

denen sich auch die bekannteste

Attraktion der Region befindet:

Der „Hidden Beach“ liegt in

einer ehemaligen Höhle, deren

Dach eingestürzt ist und die nur

schwimmend über einen schmalen

Zugang erreicht werden kann. Ein

Aufwand, der sich auf alle Fälle

lohnt. *dax

www.rivieranayarit.com

BRÜSSEL: INSIDER

Belgiens Hauptstadt ist bekannt für Fritten, Schokolade und die Partyreihe

La Demence. Unser Insider Philippe verrät, an welchen Orten er sich in Brüssel

besonders wohlfühlt.

Beim Gedanken an Brüssel fällt

vielen zuerst die Europäische Union

und deren Bürokratie ein, was nicht

gerade sexy ist …

Das stimmt. Aber neben der EU gibt

es jede Menge anderer Organisationen

und Firmen, die hier ihren Hauptsitz

haben. Brüssel ist nach Dubai die

kosmopolitischste Stadt der Erde. Und das

spürt man, wenn man durch die Straßen

läuft, mit der U-Bahn fährt oder abends

ausgeht. Du hörst so viele Sprachen. Die

Leute, die in Brüssel leben, kommen aus

der ganzen Welt und genau das ist es, was

ich an der Stadt so liebe. Jeder ist willkommen

und es ist leicht, sich zu integrieren.

Brüssel ist bekannt für Schokolade,

Pommes und Waffeln. Wo gibt es

deiner Meinung nach die besten?

Ich bin süchtig nach Schokolade und

daher ist es für mich echt schrecklich, in

Brüssel zu wohnen. Schokolade ist

einfach überall! Daher empfehle ich

gleich drei Geschäfte: Laurent Gerbaud

für pure Schokolade, Neuhaus

für klassische Pralinen und Marcolini

für den mehr experimentierfreudigen

Geschmack. Eine der besten Pommesbuden

ist Maison Antoine im Europaviertel.

Hier aß schon Angela Merkel. Oh, und in

Brüssel sollte man seine Pommes immer

mit Mayo essen. Ob du es glaubst oder

nicht: Ich lebe seit 15 Jahren hier und habe

erst zweimal eine Waffel gegessen. Ein

wunderbarer Ort mit leckeren Waffeln ist

das Mokafé in den Galeries Royales Saint-

Hubert. Aber bitte mit Sahne!

Wo gehst Du am liebsten aus?

Meine schwule Lieblingsbar ist Le Belgica.

Wie viele unserer Bars ist sie sehr klein,

aber die Musik ist einfach klasse. Die

Disco-Abende sind ziemlich verrückt und

FOTO: JEAN-POL LEJEUNE

es legen dann großartige DJs feinste Elektromusik

auf. Und wenn es ums Thema

Clubbing geht – natürlich La Démence im

Fuse Club. Die Party ist einfach irre und

unglaublich intensiv. Es gibt insgesamt drei

Tanzflächen mit unterschiedlicher Musik.

Mich findet man im ersten Stock, wo ich

wie verrückt zu Deep House tanze.

*Interview: dax

Mehr Infos zu Brüssel unter

www.visit.brussels/gay


COME AS YOU ARE

REISE

Dein Liegeplatz in Hamburg! Hafen und Meer. Industrie und

Romantik. Kojen und Logbücher. Der Hamburger

Hafen mit den Überseecontainern und der mächtigen Elbe

bildet nicht nur die Kulisse für das 25hours Hotel Hamburg

HafenCity, alles ist ein Teil davon.

HAMBURG

„Am Anfang stand der fiktive Seemann Kuttel Daddeldu aus den

Erzählungen von Joachim Ringelnatz“, erzählt 25hours CEO Christoph

Hoffmann, „tief verbunden mit der Seefahrt, eine gute Seele,

aber auch raubeinig und ein bisschen schlüpfrig. Genau so sollte

auch das 25hours Hotel HafenCity werden.“ Zentral in der Hafen-

City erleben die Gäste Heim- und Fernweh in ihren Gästezimmern.

Seemannsgarn und Hafengeschichten inklusive. Je nach Tageszeit

lockere Lounge oder pulsierende Bar, hat das Erdgeschoss des

25hours Hotel HafenCity den Anspruch das Wohnzimmer des

Quartiers zu sein. Auf den Tisch des Restaurants Heimat kommt

das Beste, was die Küche Deutschlands, Österreichs und der

Schweiz hervorbringt - von der Nordsee bis zu den Alpen.

FOTOS: 25HOURS-HOTELS.COM

Wir verlosen ein Wochenende im 25hours Hotel Hamburg

HafenCity. 2 Nächte im Doppelzimmer mit Frühstück.

Dazu ein Abendessen für zwei im Restaurant HEIMAT.

Lust auf Hamburg? Einfach eine E-Mail mit dem Betreff

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persönlich per E-Mail benachrichtigt.


REISE

ARGENTI-

NIEN

WEIN

OHNE

WEIB

FOTO: DAX

Grandiose Natur, exzellente Weine und eine LGBTIQ*-Szene, die jedes Jahr ihre eigenen Weinkönige und

-königinnen krönt. Ein Trip in die Provinz Mendoza sollte auf keiner Argentinienreise fehlen.

Es ist ein Ereignis, das in der Welt wohl

seinesgleichen sucht. Wenn im argentinischen

Herbst Ende Februar, Anfang März

die Weinlese beendet ist, feiert Mendozas

LGBTIQ*-Community eine rauschende Party.

Die Vendimia para todxs ist das Gegenstück

zum großen nationalen Weinlesefest Vendimia,

das zu den wichtigsten Großveranstaltungen

des Landes zählt und Tausende von

Besuchern in die Stadt lockt. Höhepunkt der

Fiesta Nacional de la Vendimia ist eine Show

im Amphitheater Frank Romero Day mit

einer imposanten Licht- und Musikinszenierung

und über 1.000 Darstellern und Tänzern.

Auch die ehemals Vendimia Gay genannte

Veranstaltung geizt nicht mit optischen

Reizen. Neben spektakulären Bühnenshows

ist die Wahl von Weinkönig und -königin der

Höhepunkt des Abends. Aus dem ganzen

Land kommen Schwule, Lesben, Transgender

und Queers für den einzigartigen Event

nach Mendoza-Stadt, die nach Buenos

Aires die wohl lebendigste LGBTIQ*-Szene

des Landes hat. Kaum jemand anderes

repräsentiert die queere Szene Mendozas

FOTO: VENDIMIA PARA TODXS

so sehr wie Ana Laura Nicoletti, die weithin unter dem Namen „La Turca“ (die Türkin) bekannt

ist. Das in ganz Argentinien bekannte Role Model für die Transgender-Community ist zugleich

Besitzerin des größten Szeneklubs der Stadt. In der Queen Disco wird jedes Wochenende bis

in die frühen Morgenstunden gefeiert, was das Zeug hält.

TRADITION & MODERNE

Wer gerne feiert, ist in Mendoza am Wochenende also gut aufgehoben, doch der eigentliche

Grund für einen Besuch der knapp zwei Flugstunden von Buenos Aires entfernten Provinz liegt

außerhalb der Stadt. Die Region am Fuße der Anden ist bekannt für ihre exzellenten Weine, vor

allem die Rebsorte Malbec. Als größtes und wichtigstes Weinanbaugebiet Argentiniens mit etwa

900 Weingütern ist Mendoza ein Paradies für Genießer. Viele der Weingüter beherbergen hervorragende

Restaurants oder bieten Zimmer und Villen an inmitten der Landschaft. Die Bandbreite

reicht dabei von traditionsreichen Familienbetrieben wie etwa dem südlich von Mendoza

gelegenen Clos de Chacras bis zu wahren Schwergewichten der argentinischen Weinproduktion

wie den Mitte der 1990er-Jahre von einem Niederländer im Uco-Tal gegründeten Bodegas

Salentein. Vor allem der moderne Bau des Weinkellers, der bis zu 5.000 große Eichenfässer fasst

und eher an eine Kathedrale erinnert, beeindruckt die Besucher. Schon 2003 wurde Salentein

als „Argentinisches Weingut des Jahres“ ausgezeichnet und hatte die Ehre, zur Hochzeit des

niederländischen Königspaares Willem-Alexander und Maxima den Wein zu liefern. Ebenfalls

zum Weingut gehört das architektonisch klug in die Landschaft gefügte Kulturzentrum Killka, in

dem zeitgenössische Kunst aus Argentinien und den Niederlanden zu sehen ist.

IM PARADIES

Ebenfalls im Uco-Tal liegt das Designhotel und Boutique-Weingut Casa de Uco. Vor der

spektakulären Kulisse der sich hinter den Weinfeldern erhebenden, schneebedeckten

Anden kann man hier die Natur während eines Ausritts auf dem Pferd oder einfach vom

Pool aus genießen. Mendozas wohl spannendstes Weingut befindet sich in der Region

von Maipú. In der Bodega Casa Vigil verschmelzen Kunst und Kulinarik zu einem einmaligen

Erlebnis. Argentiniens derzeit wohl bester Winzer Alejandro Vigil nimmt den Besucher

mit auf eine Reise durch Dantes Göttliche Komödie – vom Inferno des Weinkellers bis

zum Paradies mit Gerichten, die man mit der passenden Weinbegleitung im dortigen

Restaurant serviert. Ein wahrhaft himmlischer Genuss. *dax

www.argentina.travel, www.mendoza.tur.ar


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REISE

AUF INS ABENTEUER!

SÜDAFRIKA

Das auf dem afrikanischen Kontinent mit Abstand LGBTIQ*-freundlichste Reiseland fasziniert mit wilder

Natur, weißen Sandstränden und kosmopolitischen Metropolen wie Johannesburg und Kapstadt.

Wer sich in Johannesburg auf den Weg zum

Constitution Hill macht, erlebt so etwas

wie einen Crash-Kurs in südafrikanischer

Geschichte. Zu Zeiten der Apartheid,

während der eine strikte Rassentrennung

zwischen Schwarzen, Weißen und sogenannten

Mischlingen galt, befand sich auf

dem inmitten der Stadt gelegenen Hügel ein

Gefängnis für politische Gefangene. Südafrikas

erster schwarzer Präsident Nelson

Mandela saß hier ebenso ein wie der indische

Unabhängigkeits-Aktivist Mahatma Gandhi,

der einige Jahre in Südafrika lebte und sich

schon dort gegen Rassendiskriminierung

engagierte. Auf dem Gelände befand sich

bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts ein

Fort mit Gefängnis, das zur Verteidigung

der Südafrikanischen Republik gegen die

britische Invasion errichtet wurde. Wer

heute auf den mächtigen Festungsmauern

herumspaziert, erlebt von dort einen guten

Rundblick über die heutige Millionenmetropole.

Hier, auf dem Constitution Hill, treffen

Südafrikas dunkle Kapitel seiner Geschichte

auf Zeichen von Hoffnung, Gleichheit

und Freiheit, die das neue Fundament der

1994 als „Regenbogennation“ mit neuer

Verfassung ausgestatteten Republik bilden.

Seit 2004 befindet sich an der Stelle eines

der Gefängnistrakte das südafrikanische

Verfassungsgericht, ein zu jeder Zeit

öffentlich zugängliches, modern designtes

Gebäude, das zum Teil aus Backsteinen

des vormaligen Gefängnisses besteht. Für

die LGBTIQ*-Community des Landes spielt

das lichtdurchflutete Gericht eine ganz

besondere Rolle: Am 30. November 2006

fiel hier das Urteil zur Einführung der Ehe

für alle – als fünftes Land weltweit und als

erstes Land Afrikas überhaupt.

JOHANNESBURG:

HIP & SCHWUL

Mit über vier Millionen Einwohnern ist Johannesburg

die größte Metropolregion und das

bedeutendste Wirtschaftszentrum im südlichen

Afrika. Aus dem Schmelztiegel afrikanischer,

asiatischer und europäischer Kulturen

entwickelt sich hier ein ganz besonderer Mix,

was Kunst, Musik und Kulinarik betrifft. Rund

um das Museum Africa, vor dem sich eine

breite, in Regenbogenfarben bemalte Treppe

befindet, stößt man auf jede Menge Street-

Art. Im trendigen Neighbourgoods Market,

der auf den Decks einer alten Parkgarage

stattfindet, gibt es jeweils am Samstag

Streetfood aus aller Welt und dazu Livemusik

und DJs. Wer auch am Abend Lust

hat auszugehen, schaut in den Szeneklubs

Liquid Blue oder Babylon vorbei. Während


REISE

man in Ersterem vor allem auf ein schwarzes Publikum

und eine eher familiäre Atmosphäre trifft, findet man

im Babylon vorwiegend einen Mix aus lokalen und

internationalen Gästen, die sich vor den Tresen

und halb nackten Barmännern drängeln.

FOTOS: DAX

AFRIKAS NATURWUNDER

FOTO: MICHAELANDMATT.COM

Eine Reise nach Südafrika wäre nicht komplett,

ohne auf Safari gewesen zu sein. Vor

allem in und um den berühmten Kruger-

Nationalpark hat man gute Chancen,

allen „Big 5“ – also Elefant, Löwe, Nashorn,

Leopard und Büffel – innerhalb von ein oder

zwei Tagen zu begegnen. Besonders berühmt

für seine Leopardenpopulation ist das an den

Kruger-Nationalpark angrenzende Sabi-Sabi-

Wildreservat mit seinen luxuriösen Lodges wie dem

Selati Camp oder der modernen Earth Lodge. Zum

All-inclusive-Angebot gehören neben Vollpension und

Getränken zwei tägliche Pirschfahrten im offenen Jeep mit

geschulten Rangern und Fährtenlesern sowie geführte Safaris

zu Fuß. Nicht weit vom Kruger-Park entfernt liegt der nach dem

Grand Canyon (USA) und Fish River Canyon (Namibia) drittgrößte

Canyon der Erde. Mit 26 Kilometer Länge und bis zu 800 Meter

Tiefe ist der Blyde River Canyon ein echtes Naturwunder. Vor

allem die mit üppig grünem Wald bewachsenen, rot leuchtenden

Sandsteinhänge unterscheiden die Schlucht von ihren in trockenen

Wüstengebieten liegenden Schwestern. Wasserfälle wie

die Berlin Falls laden dazu ein, entdeckt zu werden, und etliche

Wanderwege führen durch und entlang des Canyons.

KAPSTADT: BOOMTOWN AM MEER

Johannesburg

Wer nach seinem Outdoor-Abenteuer im afrikanischen Busch

etwas Erholung sucht, wird in Kapstadt nicht enttäuscht. Südafrikas

kosmopolitische Metropole gilt seit Jahrzehnten als beliebter

Urlaubsort der internationalen LGBTIQ*-Community. Neben den

schwulen Stränden Clifton 3 und dem etwas außerhalb gelegenen

FKK-Strand Sandy Bay gibt es in und um Kapstadt etliche weitere

Strände – etwa im trendigen Camps Bay oder in dem für seine

bunten viktorianischen Strandhäuser bekannten Muizenberg. Aber

auch in Kapstadt kommt die Natur niemals zu kurz. Keinesfalls

verpassen sollte man einen Besuch des legendären Tafelbergs, von

dem sich bei gutem Wetter ein grandioses Panorama auf Stadt,

Atlantik und die Kap-Halbinsel eröffnet. Ebenfalls lohnenswert ist

ein Besuch der Pinguinkolonie am etwa 45 Minuten entfernten

Boulders Beach. Und auch Nachtschwärmer kommen in Kapstadt

auf ihre Kosten, sei es in der bekannten und bei Touristen beliebten

Crew Bar oder dem Klub Pink Panther 2. Einen Kontrast dazu

liefert ein Besuch von Südafrikas größtem Township Khayelitsha.

Mit gut 400.000 überwiegend schwarzen Einwohnern kann man

hier Projekte wie Sikis’s Kofee Kafe oder das 4Roomed eKasi

Culture besuchen, das im Herbst 2019 von den Magazinen Food &

Wine und Travel & Leisure unter die besten dreißig Restaurants der

Welt gewählt wurde. *dax

Blyde River Canyon

www.dein-suedafrika.de

Verschiedene Reiseprogramme ins südliche Afrika gibt es u. a.

beim LGBTIQ*-Reisespezialisten Ntsako Travel Africa.

www.ntsakotravelafrica.com

Muizenberg Beach


REISE

KLEINSTADT-IDYLL

FOTO: ENJOYILLINOIS.COM

ILLINOIS

Starbucks und McDonald’s sucht man hier vergeblich: In der Hauptstraße des zwei Autostunden westlich von Chicago gelegenen

Städtchens Galena regiert die Individualität. Kein Wunder, dass sich hier auch die LGBTIQ*-Community sichtlich wohlfühlt.

Sie sind die perfekten Gastgeber: Wer in Galenas historischem Aldrich

Guest House eine Übernachtung bucht, kann sicher sein, dass

es ihm an nichts fehlen wird. Dafür Sorge tragen Robert und Douglas

Mahan, die sich mit der Übernahme einen persönlichen Traum erfüllt

haben. Wo einst die US-Präsidenten Abraham Lincoln und Ulysses

S. Grant zu Besuch waren, empfängt das schwule Ehepaar heute

Gäste aus aller Welt. Mit viel Liebe zum Detail haben die beiden

das Haus aus dem Jahr 1845 restauriert und in ein modernes Bed

& Breakfast verwandelt, das die Bezeichnung

„Boutique“ wirklich verdient. Nach elf

Gastgeber

Robert und Douglas

FOTO: ALDRICHGUESTHOUSE.COM

Jahren in Chicago sehnten sich Robert

und Douglas nach etwas Ruhe

und fanden in Galena nicht nur

das perfekte Idyll, sondern

zugleich das passende

Objekt für ihr gemeinsames

Projekt. Inzwischen gehört

das Aldrich Guest

House zu den 15 besten

Bed & Breakfasts der

USA, das täglich frisch

zubereitete Frühstück

schaffte es sogar auf

Platz zwei eines nationalen

Frühstückwettbewerbs.

„GAYLINA“

Mit seinen gut 3.500 Einwohnern hat sich

Galena innerhalb der LGBTIQ*-Community einen

Namen als liberaler Urlaubsort („Gaylina“) gemacht. „Unser Schwulsein

ist hier überhaupt kein Thema“, so Robert und Douglas, die 2014 hierherzogen.

„Seit Jahrzehnten herrscht hier eine Kultur der Akzeptanz

und Gleichheit.“ Bereits in den 1940er-Jahren, als sich Galena zu einer

Art Künstlerkolonie entwickelte, herrschte hier ein freier und offener

Geist, unter dem sich auch Schwule und Lesben besonders wohlfühlten.

Dabei gibt es in Galena keine eigene Szenebar, was Robert und

Douglas sogar als Vorteil empfinden. „Wir brauchen keine separaten

Locations, denn jeder ist hier überall willkommen. Unser Szeneviertel

ist die gesamte Stadt!“ Viele Unterkünfte, Restaurants und Geschäfte

werden von Mitgliedern der LGBTIQ*-Community geführt, und bei

einem Bummel entlang der Main Street kann man einige entdecken.

POPCORN & ABSINTH

An der etwa eine halbe Meile (0,8 Kilometer) langen Hauptstraße

finden sich keine der bekannten Marken wie Starbucks oder

McDonald’s – stattdessen gibt es Läden, an denen die Jahrzehnte

offenbar spurlos vorbeigegangen sind, etwa 130 insgesamt. Die

Great American Popcorn Company produziert in ihren Räumen über

fünfzig verschiedene Geschmackssorten – darunter auch Exotisches

wie Bacon & Cheddar oder Cherry Cheesecake. Andere Shops

haben sich auf Mode, Postkarten oder Kunsthandwerk spezialisiert.

Ebenfalls an der Main Street befindet sich der Showroom der Blaum

Bros. Distilling Company, die vor den Toren der Stadt hippe Gins,

Wodkas, Whiskeys sowie grünen Absinth brennt. Und auch das

Weingut Galena Cellars ist mit einem Laden, in dem man lokalen

Wein probieren kann, auf der Main Street vertreten.

KANU ODER SKI?

Außerhalb der Stadt kommen Naturfans auf ihre Kosten. Neben

Spaziergängen durch den Ort empfehlen Douglas und Robert

beispielsweise Kanufahrten auf dem Galena River oder einen Ausflug

auf den etwa 45 Minuten entfernten Chestnut Mountain. „Im Winter

kann man dort sogar Ski fahren, und rund um Weihnachten ist die

Hauptstraße mit ihrer Weihnachtsdekoration besonders stimmungsvoll“,

so Robert. *dax

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was

andere auch

tun

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GESUNDHEIT

FOTO: RAWPIXEL.COM / FREEPIK

#SCHLAUZUHIV

Wie sorglos darf PrEP

machen, Herr Dr. Spinner?

FOTO: SYLVIA WILLAX, MÜNCHEN

Die Pille gegen HIV taugt zu

euphorischen Utopien von

einer neuen sexuellen Revolution

ohne Gewissensbisse nach dem

Gangbang im Berghain oder dem

spontanen Treff mit dem ROMEO-

Chat. Der Realitätscheck mit Dr.

Spinner vom „Klinikum rechts der

Isar der TU“ in München.

72 Prozent Rückgang der HIV-Diagnosen

bei MSM in Großbritannien.

Ist PrEP das Ende von HIV?

Ganz so einfach ist das nicht. Die Zahlen

aus London fokussieren im Wesentlichen

auf homo- und bisexuelle Männer. Ganz

grundsätzlich ist die PrEP aber, kombiniert

mit Schutz durch Therapie und vermehrte

Testen, ein wirksames Mittel vor allem

innerhalb der Hochrisikogruppen. Früher

wurde durchschnittlich etwa alle zwei Jahre

auf HIV getestet, heute sind es mit PrEP

alle drei Monate. Außerhalb der mehrheitlich

gut aufgeklärten Hochrisikogruppen –

insbesondere bei Männern, die sich nicht

als homo- oder bisexuell identifizieren, aber

dennoch Verkehr mit Männern haben, ist

die PrEP noch keine wirksame Lösung. Das

haben auch Studien gezeigt.

Welche Probleme können Sie im

Praxisalltag beobachten?

Zwei Dinge sind gefährlich: Einzelne

Nutzer verwenden die PrEP nach ganz

eigenem Schema, weder kontinuierlich

noch korrekt anlassbezogen, wie in den

Leitlinien empfohlen. Gelegentliche Nutzer

setzen sich einem großen Risiko aus, wenn

die Anwendung außerhalb der klinisch

geprüften Einnahmeschemata erfolgt:

Schließlich hängt die Schutzwirkung direkt

von der Richtigkeit der Einnahme ab. Die

meisten HIV-Neuinfektionen werden um

den Wiederbeginn oder das Absetzen der

PrEP gesehen. Es ist daher unveränderlich

wichtig, dass Nutzer regelmäßig zu einer

fachlich guten Beratung gehen. Das andere

große Problem schlägt auch in die Kerbe der

Information. Die Community hat in Foren

und Blogs im Internet zwar wichtige Aufklärungsarbeit

geleistet, aber es gibt auch

sehr viel unausgegorene und halbwahre

Informationen im Netz. Da kann unsere

Rolle als Behandler und Schwerpunktmediziner

nur sein, dass wir möglichst offen über

die korrekte Verwendung der PrEP aufklären.

Wichtig ist, dass jeder Nutzer eigenverantwortlich

mit der PrEP umzugehen lernt.

Verhindern können wir die beabsichtigte

oder unbeabsichtigte fehlerhafte Selbstmedikation

wohl leider nicht.

Was muss Ihrer Meinung nach getan

werden, um die Risiken anderer STI

zu minimieren?

Das ist schwer zu beantworten. Es gibt

mittlerweile die ersten Studien, die

ganz klar zeigen, dass nach Beginn der

PrEP die STI-Diagnosen (STI = Sexuell

übertagbare Krankheiten) im ersten Jahr

erheblich ansteigen. Man muss aber im

Hinterkopf behalten, dass das ja auch

einen Grund hat: Die Menschen sind auch

vor PrEP HIV-negativ geblieben, sie haben

ihr Risikoverhalten kompensiert: Zum

Beispiel durch Schutz durch Therapie des

Partners oder Kondome. Die Freiheit der

Sexualität durch PrEP hat zugenommen:

Es ist also unweigerlich, dass mit mehr

kondomloser Sexualität eine Erhöhung

der STI-Rate einhergehen kann. Noch

nicht ausreichend untersucht ist aber,

was in den folgenden Jahren passieren

wird. Bleibt es dabei? Bei unseren

Gebrauchern erleben wir tatsächlich

fast so etwas wie einen Rückgang der

STI-Inzidenz oder zumindest eine

Stabilisierung. Sie sehen ja auch die

Syphilis-Meldedaten für Deutschland: Im

ganzen Land steigt die Rate – für Berlin

und München sind die Daten erstmals

rückläufig. Der Zusammenhang zur PrEP

ist absolut spekulativ, aber selbst das

Robert Koch-Institut stellt ihn her.

*Interview: Christian Knuth

Das vollständige Interview findest du auf

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MUSIK

INTERVIEW

MIA.:

„Das Stück muss matchen!“

Fünf Jahre sind seit dem

letzten Album „Biste Mode“

schon wieder vergangen, in denen

sie nicht nur ihr 20-Jähriges gefeiert

haben, sondern auch wie wild

auf Tour waren. Kein Wunder, dass

MiA. nichts an Energie, Wildheit

und Spaß eingebüßt haben. Und

mit „Limbo“ zeigen sich die Berliner

musikalisch deshalb auch wieder

bereit, alles abzureißen, während

sie sich inhaltlich noch tiefer und

ganz neu mit sich und der Welt

beschäftigen – ohne das Konfetti

zu vergessen. Doch wenn sich eines

über all die Jahre nicht verändert

hat, dann die Bedeutung, die Mode

und Klamotten für Mieze und die

Songs der Band haben. Darüber

mussten wir uns mit ihr und Gunnar

auch mal in aller Ruhe unterhalten.

Im neuen Video „Limbo“ trägst du,

Mieze, wieder ein beeindruckendes

Stück Kleid, das dich, wie dann

klar wird, als Gitarre darstellt. Das

Visuelle bei dir flasht wieder

enorm …

Mieze: Bei mir ist es nach wie vor

so: Die Klamotte ist der verlängerte

visuelle Ausdruck vom Inhalt. Das

liebe ich! Wenn die Setlist steht,

komme ich mit einem Sack voll Klamotten

in den Proberaum und überlege: Zu dem

Lied muss die Glitzerjacke … zu dem die

Uniform. Da will ich es gerade – und da

super schräg. Bei dem muss es weiß sein,

aber hier völlig schwarz …

Als ob du eine Aufführung planen

würdest …

Mieze: Ja, das ist so!

Gunnar: Die Klamotte kommt unter

Umständen vielleicht sogar zuerst, weil sie

schon da ist. Da ist schon ein unerschöpfliches

Arsenal aus Möglichkeiten. Und wenn

dann ein Regisseur wie Arrigo Reuss auf

eine Idee kommt und fragt: „Könnte Mieze

auch aussehen wie eine Gitarre?“, ist das

überhaupt kein Problem, da schreibst du

Mieze genau so eine SMS und dann ist

das erledigt. Das ist halt geil. Das hat ein

Eigenleben. Ich finde es auch toll, dass das

Umziehen mittlerweile teilweise auf der

Bühne passiert, das hat so etwas extrem

Selbstbewusstes und Offenes. Obwohl du

dabei beobachtet wirst, aber sie macht

das einfach so, das gehört zu ihr und es

ist okay, dass man das sehen kann. Ganz

selbstverständlich.

Mieze: Ich habe auch schon über Stunden

an Sachen genäht, sie verändert und

gedacht: Das ist es, das passt – und dann

im Probenraum gemerkt, nein doch nicht,

das passt nicht. Es ist schräg, ich kann es

auch nicht genau erklären, aber die Sachen

sprechen zu mir und ihre Sprache ist sehr

eindeutig: was geht, was nicht und warum.

Es geht immer um Ausstrahlung und Haltung,

und das ist eine wahnsinnig wichtige

Ebene, finde ich.

Wo findest du all diese Teile? Ist in

Berlin wahrscheinlich kein Problem


Mieze: Wirklich überall. Auch wenn wir

auf Tour sind. Meine große Mission ist es

immer, vor dem Soundcheck in die Stadt

zu kommen – und dort passiert es einfach.

Und ob es nun jemand wie Anne Schmuhl

ist, die uns schon lange beim Merch

begleitet hat und die eine tolle Designerin

ist, oder Ricardo Steffen … Und es gibt in

Berlin einen Laden namens Star Styling,

da gehe ich auch gerne hin. Secondhand

ist ebenfalls immer eine Quelle, weil alles

so unique ist. Einer unserer Freunde hat so

einen Laden. Und ich mag es eben auch,

die Sachen noch zu verändern.

Gunnar: Ich glaube, wenn man in Miezes

Kopf reingucken könnte, würde man wohl

eine lange Kleiderstange sehen, und an

jedem einzelnen Stück sind Schilder dran

mit dazugehörigen Songs. Aber dann gibt

es noch welche, denen fehlt noch ein Lied.

Mieze: (lacht) Wirklich wahr ...

Gunnar: Und dieses Stück muss

dann auch noch matchen. Das

ist die Mission. (lacht)

*Interview: Christian

K. L. Fischer


MUSIK

FOTO: JOE TERMINI

POP

JUSTIN BIEBER:

neues Werk!

GAB_83x1128_Marla_Jan20.indd 1 09.01.20 10:10

Der Grammy-Award-Gewinner versüßt der Popwelt mit

seinem neuen Album „Changes“ den Frühling.

Seine erste Single erschien 2009: „One Time“. Kurz darauf

folgte mit „Baby“ der weltweite Durchbruch, inzwischen

hat der Sänger aus Kanada über 76 Millionen Follower auf

Facebook und viele, viele Hits gelandet. Der am 1. März

1994 geborene Pop- und R ’n’ B-Sänger ist längst mehr als

„nur“ ein Teenager-Idol, seine inzwischen reife und coole

Musik erfreut auch die queere Szene.

Und seine Optik mit all den Tätowierungen und (neuerdings)

Bärtchen auch! Gerade erschien sein aktuelles

Album „Changes“, das einen fetten Track an den anderen

reiht. Unsere Anspieltipps sind „Come Around Me“,

„Yummy“, „Intentions (feat. Quavo)“ sowie „Second Emotion

(feat. Travis Scott)“ und „Forever (feat. Post Malone &

Clever)“. Insgesamt ist „Changes“ ein grooviges, erwachsenes

und vor allem poppiges Album, das Justin Biebers

künstlerische Weiterentwicklung gut dokumentiert. Sehr

gut gemacht, Herr Bieber! *rä

Fun Fact: Im Jahr 2017 brach Biebers Welthit „Despacito

Remix“ sämtliche Streaming-Rekorde und wurde zum

meistgesehenen Video aller Zeiten. Ja, der Justin ging

mit „Despacito“ in die Chart-Geschichte ein. Hui!

01.-05.07.2020 HAMBURG

22.10.2020 KÖLN

30.10.2020 MANNHEIM

DIE MAGIE DER TRÄUME

03.11.2020 FRANKFURT A.M.

05.11.2020 HANNOVER

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MIT DEN SUPERSTARS

DES DEUTSCHEN SCHLAGERS

18.04.2020 HAMBURG

02.05.2020 KÖLN

11.07.2020 DRESDEN – OPEN AIR

17.10.2020 STUTTGART

07.11.2020 OBERHAUSEN

14.11.2020 BERLIN

21.11.2020 NÜRNBERG

UND

WEITERE

STÄDTE


MUSIK

INTERVIEW

MIA.:

„Das Stück muss matchen!“

Fünf Jahre sind seit dem

letzten Album „Biste Mode“

schon wieder vergangen, in denen

sie nicht nur ihr 20-Jähriges gefeiert

haben, sondern auch wie wild

auf Tour waren. Kein Wunder, dass

MiA. nichts an Energie, Wildheit

und Spaß eingebüßt haben. Und

mit „Limbo“ zeigen sich die Berliner

musikalisch deshalb auch wieder

bereit, alles abzureißen, während

sie sich inhaltlich noch tiefer und

ganz neu mit sich und der Welt

beschäftigen – ohne das Konfetti

zu vergessen. Doch wenn sich eines

über all die Jahre nicht verändert

hat, dann die Bedeutung, die Mode

und Klamotten für Mieze und die

Songs der Band haben. Darüber

mussten wir uns mit ihr und Gunnar

auch mal in aller Ruhe unterhalten.

Mieze genau so eine SMS und dann ist

das erledigt. Das ist halt geil. Das hat ein

Eigenleben. Ich finde es auch toll, dass das

Umziehen mittlerweile teilweise auf der

Bühne passiert, das hat so etwas extrem

Selbstbewusstes und Offenes. Obwohl du

dabei beobachtet wirst, aber sie macht

das einfach so, das gehört zu ihr und es

ist okay, dass man das sehen kann. Ganz

selbstverständlich.

Mieze: Ich habe auch schon über Stunden

an Sachen genäht, sie verändert und

gedacht: Das ist es, das passt – und dann

im Probenraum gemerkt, nein doch nicht,

das passt nicht. Es ist schräg, ich kann es

auch nicht genau erklären, aber die Sachen

sprechen zu mir und ihre Sprache ist sehr

eindeutig: was geht, was nicht und warum.

Es geht immer um Ausstrahlung und Haltung,

und das ist eine wahnsinnig wichtige

Ebene, finde ich.

DU GEWINNST. HCV VERLIERT.

KENNE DEINEN STATUS

Wo findest du all diese Teile? Ist in

Berlin wahrscheinlich kein Problem


Mieze: Wirklich überall. Auch wenn wir

auf Tour sind. Meine große Mission ist es

immer, vor dem Soundcheck in die Stadt

zu kommen – und dort passiert es einfach.

Und ob es nun jemand wie Anne Schmuhl

ist, die uns schon lange beim Merch

begleitet hat und die eine tolle Designerin

ist, oder Ricardo Steffen … Und es gibt in

Berlin einen Laden namens Star Styling,

da gehe ich auch gerne hin. Secondhand

ist ebenfalls immer eine Quelle, weil alles

so unique ist. Einer unserer Freunde hat so

einen Laden. Und ich mag es eben auch,

die Sachen noch zu verändern.

Gunnar: Ich glaube, wenn man in Miezes

Kopf reingucken könnte, würde man wohl

eine lange Kleiderstange sehen, und an

jedem einzelnen Stück sind Schilder dran

mit dazugehörigen Songs. Aber dann gibt

es noch welche, denen fehlt noch ein Lied.

Mieze: (lacht) Wirklich wahr ...

Gunnar: Und dieses Stück muss

dann auch noch matchen. Das

ist die Mission. (lacht)

HEPATITIS C KANN BALD GESCHICHTE SEIN

Im neuen Video „Limbo“ trägst du,

Mieze, wieder ein beeindruckendes

Stück Kleid, das dich, wie dann

klar wird, als Gitarre darstellt. Das

Visuelle bei dir flasht wieder

enorm …

Mieze: Bei mir ist es nach wie vor

so: Die Klamotte ist der verlängerte

visuelle Ausdruck vom Inhalt. Das

liebe ich! Wenn die Setlist steht,

komme ich mit einem Sack voll Klamotten

in den Proberaum und überlege: Zu dem

Lied muss die Glitzerjacke … zu dem die

Uniform. Da will ich es gerade – und da

super schräg. Bei dem muss es weiß sein,

aber hier völlig schwarz …

Als ob du eine Aufführung planen

würdest …

Mieze: Ja, das ist so!

Gunnar: Die Klamotte kommt unter

Umständen vielleicht sogar zuerst, weil sie

schon da ist. Da ist schon ein unerschöpfliches

Arsenal aus Möglichkeiten. Und wenn

dann ein Regisseur wie Arrigo Reuss auf

eine Idee kommt und fragt: „Könnte Mieze

auch aussehen wie eine Gitarre?“, ist das

überhaupt kein Problem, da schreibst du

Bis 2030 haben sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) *Interview: und die Christian

Bundesregierung das Ziel gesetzt, die durch das Hepatitis-C-Virus K. L. Fischer (HCV)

verursachte Hepatitis C zu besiegen. Dafür ist unser aller Mithilfe erforderlich,

denn Hepatitis C tritt bei schwulen Männern überdurchschnittlich

häufig auf und ist dabei äußerst tückisch.

HAB ICH ES?

Symptome, die durch die Infektion

mit dem Hepatitis-C-Virus ausgelöst

werden, sind meist sehr unspezifisch.

Daher können sie leicht

übersehen oder falsch bewertet

werden. Die Palette der Erkennungszeichen

einer HCV-Infektion reicht

von leichten und vor allem vorübergehenden

Erschöpfungszuständen,

den Grippesymptomen Kopf- und

Gliederschmerzen bis Antriebslosigkeit

und Müdigkeit. Auch eine gelbe

Verfärbung von Haut und Augen,

von der man im Zusammenhang mit

Lebererkrankungen vielleicht schon

mal gehört hat, kann auftreten.

Die Erreger können schwere Leberschäden

hervorrufen. Hepatitis C

wird über Blut übertragen. Wenn du

infiziert bist, besteht also das Risiko,

dass du deine Sexpartner ansteckst.

Sicherheit über deinen Status gibt

dir nur ein Test. Dazu gilt folgende

Faustregel: Einmal im Jahr zum

HCV-Test.

WARUM ICH?

Vermutlich hast du diese Klappkarte

in der Hand oder auf dem Bildschirm,

weil du Sex mit Männern

hast. Die Analschleimhäute sind


MUSIK

FOTO: JOE TERMINI

DU GEWINNST, HCV VERLIERT.

Sprich mit deinem Partner, deinen Freunden und Sexpartnern,

verbreite diese Informationen: Hepatitis C kann

nur dann schnell und vollständig besiegt werden, wenn

alle mitmachen.

äußerst empfindlich und man kann

sich beim Analverkehr selber infizieren

oder den Virus weitergeben.

Je härter du es beim Sex magst,

desto höher ist die Wahrscheinlichkeit,

dass es zu kleinen und

unbemerkten Verletzungen kommt,

die für das durch Blut übertragbare

Hepatitis-C-Virus zur Eingangstür

werden. Sexuelles Verhalten

wie „Fisten“ und Gruppensex mit

mehreren Partnern gleichzeitig

potenziert die Ansteckungsgefahr.

Sind dann noch die sexuelle Lust

steigernde und schmerzhemmende

Substanzen wie Crystal, Koks oder

MDMA im Spiel, kommt der Schutz

vor Hepatitis C häufig zu kurz.

Kondome reduzieren das Infektionsrisiko

und für Sex-Toys gilt, immer

für jeden Partner neu reinigen und

sterilisieren.

AM BESTEN TESTEN!

Menschen, die ihren Gesundheitsstatus

kennen, schützen sich besser.

Das ist so bei HIV, aber auch bei

Hepatitis C. Der HCV-Test ist wie

der HIV-Test ein einfacher

Bluttest und kann beim Arzt deines

Vertrauens kostenlos bzw. als

Kassenleistung durchgeführt

werden. Auch zahlreiche schwule

Checkpoints, Aidshilfen und

Gesundheitsämter bieten den

Test an.

WAS TUN, WENN DER

TEST POSITIV IST?

Ist der Test positiv – keine Panik!

Hepatitis C ist in nahezu jedem

Fall heilbar und das sogar in kurzer

Zeit. Sprich mit deinem Arzt.

Anders als die Impfung gegen

Hepatitis A und B, ist die Behandlung

der Hepatitis C jedoch keine

Immunisierung. Du kannst dich

wieder anstecken.

POP

JUSTIN BIEBER:

neues Werk!

Der Grammy-Award-Gewinner versüßt der Popwelt mit

seinem neuen Album „Changes“ den Frühling.

Seine erste Single erschien 2009: „One Time“. Kurz darauf

folgte mit „Baby“ der weltweite Durchbruch, inzwischen

Einmal im Jahr zum Test

hat der Sänger aus Kanada über 76 Millionen Follower auf

Facebook und viele, viele Hits gelandet. Der am 1. März

1994 geborene Pop- und R ’n’ B-Sänger ist längst mehr als

„nur“ ein Teenager-Idol, seine inzwischen reife und coole

Musik erfreut auch die queere Szene.

Und seine Optik mit all den Tätowierungen und (neuerdings)

Bärtchen auch! Gerade erschien sein aktuelles

Album „Changes“, das einen fetten Track an den anderen

reiht. Unsere Anspieltipps sind „Come Around Me“,

„Yummy“, „Intentions (feat. Quavo)“ sowie „Second Emotion

(feat. ABBVIE Travis DEUTSCHLAND

Scott)“ und „Forever (feat. Post Malone &

Clever)“. GMBH Insgesamt & CO. ist KG„Changes“ ein grooviges, erwachsenes

Mainzer und vor allem Straße poppiges 81 Album, das Justin Biebers

künstlerische 65189 Wiesbaden Weiterentwicklung gut dokumentiert. Weiterführende Sehr Informationen und Adressen für

gut gemacht, Herr Bieber! *rä

einen anonymen Test gibt es zum Beispiel unter

18.04.2020 HAMBURG

www.abbvie-care.de

www.abbvie-care.de und www.iwwit.de.

02.05.2020 KÖLN

Fun Fact: Im Jahr 2017 brach Biebers Welthit „Despacito

11.07.2020 DRESDEN – OPEN AIR

Remix“ sämtliche Streaming-Rekorde und wurde zum

meistgesehenen Video aller Zeiten. Ja, der Justin ging

mit „Despacito“ in die Chart-Geschichte ein. Hui!

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01.-05.07.2020 HAMBURG

22.10.2020 KÖLN

30.10.2020 MANNHEIM

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05.11.2020 HANNOVER

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17.10.2020 STUTTGART

07.11.2020 OBERHAUSEN

14.11.2020 BERLIN

21.11.2020 NÜRNBERG

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Fotos: Agenturfotos, mit Models gestellt / © iStock.com/LSOphoto


MUSIK

NACHGEFRAGT

ANNA

DEPENBUSCH

„Nur starke Gefühle“

Alles hätte schiefgehen

können! Einfach nur, weil eines

ihrer zauberhaften neuen Lieder das

Publikum fast zum Lachen brachte.

Gott sei Dank konnten sich alle noch

zusammenreißen – denn auch nur

ein Laut hätte die Aufnahme ruiniert.

Doch genau dieses Risiko wollte

Anna Depenbusch mit ihrem neuen

Album „Echtzeit“ eingehen: Sie wollte

jeweils eine Seite einer Schallplatte,

alle Lieder in einem Rutsch und ohne

Pause aufnehmen – in Echtzeit eben.

Jeweils zwei Mal spielte sie die A- und

B-Seiten ein, und am nächsten Tag

ist Anna glücklich über das Ergebnis,

aber noch immer ganz durch den

Wind von der Erfahrung.

Es sich so schwer zu machen, das

war also wirklich deine Idee?

(lacht) Ja, ich wollte das so. Ich habe schon

ein paar Alben gemacht und ich merke

immer, dass sich die Lieder live für mich

besser anfühlen. Aber ich wollte keinen

Konzertmitschnitt machen – ich wollte

eine Studioaufnahme, die trotzdem dieses

Adrenalin hat.

Es ging also darum, dass du so viele

Lieder mit so unterschiedlichen

Emotionen am Stück

aufnimmst? Du hättest

ja trotzdem jeden Song als einzelnes

Take machen können …

Ich fand diese Lebendigkeit so spannend.

Aber natürlich ist es anders als ein Konzert,

wo du den Moment des Applauses hast, in

dem der Druck abfallen kann. Das fehlte

wirklich, und das war auch für mich neu.

Warum hast du dich nur für ein

Klavier entschieden und keine

weitere Begleitung?

Weil ich dann so unglaublich frei bin. Was

mir Spaß macht! Dass ich allein so ganz in

die Emotion hineinschwelgen kann.

Die Aufnahmen an sich waren ja

schon ein spannendes Unterfangen.

Doch warum hast du dir noch ein kleines

Publikum ins Studio eingeladen,

das ja ein weiteres Risiko darstellt?

Die Leute hätten eine Erkältung

haben können – oder sie hätten eben

vielleicht wirklich losgelacht …

Ich wollte doch jemanden da haben, für

den ich das mache! Einer der Gäste ist

sogar nicht gekommen, weil er wirklich

sehr erkältet war, der hat sich nicht

getraut. (lacht) Und ich fand es schön,

dass ihr als Publikum dabei wart und

auch erleben konntet, wie sich so eine

Aufnahme wirklich anfühlt.

Normalerweise dauert die Arbeit

im Studio ja sehr lange. Ich nehme

an, so schnell hast du noch nie ein

Album eingespielt. Willst du das

jetzt immer so machen?

(lacht) Ich weiß nicht. Es macht total Spaß,

das so durchzuziehen, aber man kann es

gar nicht mit einer normalen Aufnahme

vergleichen. In einer normalen Produktion

bist du wie ein Maler, man kreiert, ergänzt,

Spur um Spur wird wie Schicht um Schicht

aufgetragen. Beides hat seine eigene Ästhetik.

Ich finde einen kleinen Minimalismus

jedoch gerade ganz zeitgemäß – ohne dass

das Prächtige fehlt: Gefühle sind das Prächtigste,

was wir haben, deswegen braucht

man gar nicht so viel. Nur starke Gefühle.

Dazu passt dann auch das Risiko der

möglichen Fehler – sonst hättest du ja

gleich wie immer aufnehmen können.

Total! Das soll die Stärke dieser Aufnahme

sein. Ich habe manchmal das Gefühl, dass

die Leute nicht mehr unterscheiden können,

was Wirklichkeit ist und was nicht, ob bei

Fake News oder der Frage, ob ein Foto

bearbeitet wurde. Realitäten verschwimmen.

Es gibt ja sogar einen Trend bei Künstlern, die

sagen, da müssen Fehler rein. Und ich glaube,

dass uns das guttut – wieder mehr Kanten

zu sehen. Ich würde es dann auch gar nicht

mehr Fehler nennen, das ist Lebendigkeit,

das sind einfach Augenblicke. Es werden so

viele Dinge für die Ewigkeit und das Archiv

gemacht, für eine perfekte Biografie. Aber

das Leben ist wirklich anders …

Und in deinen Liedern geht es ja um

das Unperfekte im Leben.

Auf jeden Fall. Und das ist absolut

erzählenswert!

*Interview: Christian K. L. Fischer


TIPP

EDEN mischt Dance,

Folk und Elektro

Schlagartig bekannt wurde der Ire EDEN, der bürgerlich

übrigens Jonathon Ng heißt, mit der 2016 veröffentlichten

EP „I Think You Think Too Much of Me“, auf der er seinen

mit Gitarren- und Indie-Elementen durchzogenen Electro-

Sound präsentierte. 2020 meldet er sich nach erfolgreichen

Veröffentlichungen wie „Vertigo“ musikalisch zurück. Der

1995 Geborene bekam schon als Siebenjähriger Geigenunterricht

in seiner Heimatstadt Dublin und brachte sich wenig

später auch Klavier und Gitarre

selbst bei. „Entweder Astronaut

oder Musiker“ – so lauteten seine

Berufswünsche, „nur war das mit

der Musik dann doch irgendwie

realistischer“. In der Tat: Nach

ersten Bandexperimenten als

Teenager, landete er bei elektronischen

Tools und versuchte sich

als Bedroom-Producer, zunächst

noch unter dem Namen The

Eden Project. Jetzt erscheint

sein neues Album „No Future“,

unser Anspieltipp ist darauf „Love,

Death, Distraction“.

MUSIK

FOTO: D. ESCRIVA

SOUL

Martha Wash: „Love & Conflict“

Eines der originalen Weather Girls veröffentlichte

ein neues Album.

Es ist erst ihr drittes Album! Denn: Seit

den 1970ern arbeitete Martha vor allem als

Sängerin in Bands oder für Dance-Projekte

wie Black Box (für die Italiener sang sie

unter anderem die Top-10-Hits „Strike It

Up“ und „Everybody Everybody“) und C +

C Music Factory („Gonna Make You Sweat

(Everybody Dance Now)“ ist einer DER Hits

der 1990er, Martha war im Video aber nicht

zu sehen (auch nicht bei Black Box)). Mit

„Love & Conflict“ erschien nun ein Album,

das durch und durch Martha Wash ist. Die

Soul-House-Diva bietet hierauf Pop, Blues

und auch Jazz, alles perfekt produziert und

vor allem mit viel Herz und Wucht eingesungen.

Unser Anspieltipp ist der US-Hit

„Never Enough Money“. Fun Fact: Martha war

einst Backgroundsängerin bei Disco-Stern

Sylvester. *rä

DAS DEBÜTALBUM

AB 6. MÄRZ

Tourdaten:

26/10 Oberhausen - König Pilsener Arena

28/10 München - Zenith

29/10 Stuttgart - Porsche Arena

31/10 Hannover - Swiss Life

02/11 Frankfurt - Jahrhunderthalle

Inkl. Features mit Troye Sivan, Anne-Marie, BTS, LANY & Alessia Cara


MUSIK

COMEBACK

MARLA

GLEN

„Ich kann das jetzt

wieder genießen“

FOTO: ROMAN BARGEZI

Jemand wie Marla Glen

entschuldigt sich nicht für

sich selbst, auch wenn so manchen

Spießer diese unbändige Energie

und übergroße Persönlichkeit einschüchtern.

„Ich kam genau so aus

der Vagina meiner Mutter – inklusive

Nadelstreifenanzug“, lacht Marla

laut und macht die Hebamme nach:

„,Oh, Moment, da kommt ja noch der

Hut!‘“ Ihr neues Album „Unexpected“

zeugt von dieser Wahnsinnspower:

Hier verbindet sich R ’n’ B mit Soul

und Funk, es gibt Reggae mit Ska,

Bluegrass und geradlinigen Rock,

alles mit voller Kraft und mit großer

Band rausgehauen – Entschleunigung

oder gar Balladen sind was für junge

Leute. Alles andere wäre auch eine

Verschwendung dieser einmaligen

Reibeisenstimme gewesen.

Das neue Album kommt dabei wirklich

„unerwartet“, nach all den Jahren ohne

Veröffentlichung. Diese Musik hat viel

mit einer endlich gewonnenen Freiheit zu

tun, denn die letzten beiden Jahrzehnte

waren vor allem dem Kampf gegen das

Musikbusiness gewidmet. Diese Schlachten

hatten ganz profunde Auswirkungen. „Ich

bin viel umgezogen wegen all der Probleme

mit den gierigen Menschen. Ich war immer

wieder in Situationen, in denen ich aus

meinen Wohnungen gekickt wurde. Ich war

nur am Überleben letztlich und wusste oft

nicht mal, wie ich meine Miete bezahlen

sollte oder wo meine Briefe ankommen

würden“, erklärt Marla ganz offen. „Doch ich

wollte wissen, wo mein Geld ist!“ Trotz ihrer

großen Erfolge in den 90ern kam aufgrund

bestimmter Verträge nichts von den

Einnahmen bei Marla an. Aber trotzdem:

„Ich habe immer geschrieben, immer gearbeitet.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich

einfach weitergegangen bin. Nichts kann

mich stoppen, zumindest keine gierigen

Menschen!“

Trotz dieser Tiefen kam und kommt das

Schreiben ganz selbstverständlich, seit

Jahren liegen viele fertige Lieder auf

dem Regal und warten nur darauf,

umgesetzt zu werden.

„Unexpected“ soll da nur

der Anfang sein. „Ich habe

mehr Alben in mir, die

herauskommen werden.

Ich kann das jetzt wieder

genießen.“ Die Inspiration

kommt nämlich in jeder

Lebenssituation. „Stell dir

vor, du und ich sitzen an der

Bar und trinken Bier. Plötzlich

sehe ich etwas – und

dann mache ich schon mein

große Klappe auf!“, lacht

Marla und macht klar, wie

sehr die Storys der Lieder

aus dem Leben gegriffen

sind.

Und was für ein Leben das

ist! Im Alter von fünf Jahren

bekam Marla auf einer Geburtstagsparty

eine Spielzeugmundharmonika geschenkt

– von Muddy Waters persönlich, denn

Marlas Mutter war mit der Frau von Muddy

befreundet. Aber auch B.B. King und Quincy

Jones lebten in dieser Nachbarschaft, so

als wollte das Leben damals schon sagen,

dass es gar keinen anderen Weg als den in

die Musik gibt. Später lernte Marla dann

auch Nina Simone kennen und arbeitete

als Assistenz für die Legende, doch damals

hatte die eigene Karriere von Marla bereits

begonnen. Über viele Reisen und Bühnen

führte der Weg dann nach Frankreich, wo

man Marla endlicah entdeckte. Bald danach

gab es den großen Plattenvertrag mit

einem Major-Label, der sich erst

als Segen und später als ein Fluch

herausstellen sollte. Dass die Alben

Platin und Gold erhielten, nutzt

Marla heute wenig, dafür aber

umso mehr die Lieder, die auf

„This Is Marla Glen“ (1993)

oder „Love And Respect“

(1995) erschienen, vor allem

der Song, der Marla berühmt

gemacht hat: „Believer“.

Denn seinetwegen

kamen die treuen

Fans, die in all den

Jahren der Krise die

Konzerte füllten –

und die auch auf der

neuen Tour wieder

da sein werden.

Und das kommt

ausnahmsweise

ganz und gar nicht

unerwartet. *fis

FOTO: JAN KOHLRUSCH


TOUR

HANS

ZIMMER

LIVE

Der Oscar-Prämierte schuf einige der

bekanntesten und einflussreichsten

Filmmusiken unserer Zeit („Wonder

Woman“, „Gladiator“ ...). Jetzt kommt er

auf Tour. Anstelle von auf Leinwand projizierten

Filmszenen steht Zimmer als

Musiker und Gastgeber neben Orchester,

Chor und Band im Mittelpunkt und

ermöglicht den Zuhörern, voll und ganz

in seine bekanntesten Filmsoundtracks

einzutauchen.

www.semmel.de

FOTO: DITA-VOLLMOND

MUSIK

POP

ILIRA „Royalty“

Die Sängerin, die unter anderem als

Stimme von Alle Farben zu Hitehren

kam, präsentierte unlängst ihre

Single „Royalty“. Die Künstlerin ist

der beste Beweis, dass Diven nicht

alt und anstrengend sein müssen.

Nein, ILIRA ist optisch und von der

gewählten Inszenierung ihrer Kunst

eine waschechte Diva – aber ohne

nervige Allüren. Das Voguing-Video

unterstreicht den Text des neuen

Lieds: „Es ist ein Aufruf an alle (...),

sich Respekt zu verschaffen, sich

nicht unter Wert zu verkaufen

und sich das zu nehmen, was wir

verdienen: das Beste!“ *rä

FOTO: EVA ZOCHER

ROCK

Neu arrangiert

und live

WIRTZ präsentieren mit „UNPLUGGED II“

den Nachfolger des überaus erfolgreichen

Stromlosalbums von 2014. „Wir hatten alle

das Gefühl, dass wir unbedingt noch ein

Unplugged machen müssen“, hieß es aus

dem WIRTZ-Lager 2019. War es bei der

Erstauflage noch ein Wagnis, ein gemeinsames

Ausprobieren, ob das Werk des erfolgreichen

Rockers auch fragil mit Streicherquartett und

Pianobegleitung funktioniert, wird es diesmal

eine Fahrt in bekanntes Terrain. Aktuelle Tourdaten

für u. a. Köln, Hamburg und Hannover

hier: www.eventim.de.

FOTO: M. RÄDEL

DAS NEUE ALBUM AB 27.03.20!

Limbo Tour 2020

FRÜHJAHR

30.04.20 - NEURUPPIN - KULTURKIRCHE

01.05.20 - BREMEN - TIVOLI

02.05.20 - DÜSSELDORF - ZAKK

08.05.20 - ZWICKAU - ALTER GASOMETER

09.05.20 - ROSTOCK - M.A.U. CLUB

10.05.20 - MANNHEIM - ALTE FEUERWACHE

14.05.20 - KOBLENZ - KUPPELSAAL / FESTUNG EHRENBREITSTEIN

15.05.20 - MAINZ - KUZ

16.05.20 - FRIEDRICHSHAFEN - CASERNE

21.05.20 - NÜRNBERG - HIRSCH

22.05.20 - ERFURT - HSD

23.05.20 - POTSDAM - LINDENPARK

HERBST

12.11.20 - FRANKFURT - BATSCHKAPP

13.11.20 - HAMBURG - MARKTHALLE

14.11.20 - LEIPZIG - TÄUBCHENTHAL

19.11.20 - INGOLSTADT - EVENTHALLE WESTPARK

20.11.20 - BASEL - PARTERRE

21.11.20 - ZÜRICH - MOODS

27.11.20 - KÖLN - CARLSWERK

28.11.20 - HANNOVER - MUSIKZENTRUM

29.11.20 - OBERHAUSEN - TURBINENHALLE

03.12.20 - WIEN - WUK

04.12.20 - MÜNCHEN - BACKSTAGE

05.12.20 - KAISERSLAUTERN - KAMMGARN

10.12.20 - STUTTGART - IM WIZEMANN

11.12.20 - MAGDEBURG - FACTORY

12.12.20 - BERLIN - HUXLEYS NEUE WELT

TICKETS.MIAROCKT.DE UND AN ALLEN BEKANNTEN VVK-STELLEN


MUSIK

NACHGEFRAGT

LAUV:

„Meine Karriere hätte mich

fast aufgefressen“

„~how i'm feeling~“ heißt Lauvs

neues Album. Darauf gibt der

kalifornische Pop-Prinz ausführlich und

facettenreich Auskunft über seine emotionale

Befindlichkeit.

Als Lauv, eigentlich heißt er Ari Leff, mit

dem Songschreiben für sein erstes eigenes

Album begann (das 2018 erschienene „I

Met You When I Was 18“ mit dem Megahit

„I Like Me Better“ drauf gilt nach seiner

eigenen Definition als „Playlist“), war er

am Tiefpunkt seines bisherigen Lebens

angekommen. Die Kurzzeitfreundin,

Pop-Singer-Songwriterin Julia Michaels,

nach wenigen Monaten schon wieder

weg, hockte Lauv allein und antriebslos

in seinem Haus in Los Angeles und litt.

„Ich lebte praktisch nur noch online“, sagt

der 25-jährige Sohn einer in der HIV-

Forschung tätigen Medizinerin, der in San

Francisco zur Welt kam, später in Atlanta

lebte und in New York Musiktechnologie

studierte, bevor er nach LA zog. „Ich war

einsam und fing ein bisschen an, den

Bezug zur wirklichen Welt sowie den

Kontakt zu meinen Freunden zu verlieren.

Stattdessen war ich schrecklich besessen

davon, was andere Leute über mich im

Internet schrieben. Meine Karriere, die

mich so schnell nach

vorne katapultiert

hatte, stresste mich

und hätte mich fast

aufgefressen.“ Lauv

machte zweierlei: Er

schrieb mit dem sehr

offenherzigen „Drugs &

The Internet“ (das nun

auch „~how i'm feeling~“

eröffnet) das

erste neue Lied nach

Monaten. Und er ging

endlich zum Arzt. „Als

ich die Diagnose bekam, an Depressionen

und einer Angststörung zu leiden, war

das weniger ein Schock als vielmehr

eine Befreiung. Ich bekam Medikamente

verschrieben, gegen die ich mich erst

sträubte, doch bald spürte ich, wie sehr die

Tabletten meinen Zustand verbesserten.“

Lauv konnte sich nun wieder auf das

konzentrieren, was er eigentlich am

meisten liebte: seine Musik. Ursprünglich

FOTO: CHRIS NOLTEHUHLMANN

hatte er geplant, eine Komponistenkarriere

im Hintergrund zu starten – er schrieb beispielsweise

einen Song für Charli XCX und

auch einen für Céline Dion –, doch dann

veröffentlichte er während des Studiums

ein Stück im Netz und dann noch eins und

dann noch eins … „Plötzlich erkannte ich,

was da möglich ist. Es war der Wahnsinn.“

Auf dem Rücken von „I Like Me Better“

tourte er um die Welt, und Ed Sheeran

lud ihn sogar ein, seine Stadionkonzerte

zu eröffnen. „Die Tour mit Ed war nicht

so beängstigend, wie ich es befürchtet

hatte, sie war sogar richtig toll, und Ed ist

sowieso der süßeste und liebste Kerl, den

es gibt. Wir haben ein bisschen zusammen

geschrieben, und ich habe von ihm lernen

können, was es heißt, schnell und effizient

zu arbeiten.“

Und so versammelt Lauv nun neben „Drugs

& The Internet“ noch zwanzig weitere Lieder

auf „~how i'm feeling~“. Sie lassen sich

kaum über einen Kamm scheren. Stilistisch

dominiert melancholischer Synthiepop,

doch es gibt immer wieder Ausreißer.

„Dieses Album beinhaltet wirklich alles“,

so Lauv. „Darunter einen Song über meine

Lieblingsbar, einen über meine Mutter und

einen über meinen Hund.“ Der heißt Billy

und kam zu Lauv, als sein Zustand sich zu

bessern begann. „Ich wollte schon lange

einen Gefährten, hatte aber auch Angst vor

der Verantwortung. Billy ist ein Zwergspitz,

der denkt, er sei ein großer Hund. Er ist für

mich eine sehr wichtige emotionale Unterstützung.“

Zu den Höhepunkten auf der

Platte zählen natürlich auch Lauvs diverse

Duette, darunter das mit Kumpel Troye

Sivan („I’m So Tired“), „Fuck I’m Lonely“ mit

Anne-Marie und „Who“, eine Zusammenarbeit

mit BTS. Dass es im südkoreanischen

K-Pop, deren erfolgreichste Vertreter die

Boys von BTS sind, zuletzt eine Reihe von

Suiziden gab, bringt uns

schließlich noch mal

auf das Anfangsthema

zurück. „Ich finde es

extrem wichtig und

potenziell lebensrettend,

dass Musiker seit

einiger Zeit viel offener

über Depressionen und

psychische Krankheiten

sprechen. So viele

Leute kämpfen mit

Ängsten oder Depressionen,

oft auf noch

weit schlimmere Weise als ich, und je mehr

Menschen in der Öffentlichkeit darüber

reden, desto mehr hilft das den anderen

Betroffenen.“ Lauvs Regel Nummer eins:

genug Schlaf. „Ich bin oft überdreht und

komme oft schlecht zur Ruhe. Aber alle

paar Nächte verabrede ich mich zu einem

richtigen Date mit meinem Bett.“

*Interview: Steffen Rüth


MUSIK

TIPP

Dardust

„S.A.D. Storm and Drugs“

„Ich übte unfassbar viel am Piano, hauptsächlich

klassische Stücke, danach viel von David Bowie,

und überlegte, wie ich all die Sounds in meinem Kopf

miteinander in Verbindung bringen soll.“

„S.A.D. Storm and Drugs“ – so der Titel des

neuen Albums des italienischen Multitalents.

Mit einem klassisch anmutenden

Pianopart beginnt hier Dardust. Dies

als eine Referenz auf den Beginn

seiner Karriere zu sehen, liegt nahe.

Studiert hat er klassisches Klavier, und

schon damals vermittelte ihm seine

Lehrerin, nur nicht in Genregrenzen

zu denken. Der Opener „Sublime“

eröffnet viele Facetten, zumal er

Widersprüche widerspruchslos

zusammenbringt. Und das zeigt

eine von Dardusts Besonderheiten:

Die Songs sind nicht

allein ein Beweis für seine

Fähigkeiten als Produzent,

sie sind Belege seines

Arrangement vermögens.

„Die Chance viele Orte in

Europa zu besuchen, hatte

zur Folge, dass ich meine

Musik mit der Atmosphäre

der Städte verbinden

wollte. Ich wollte Musik

erschaffen, die man nicht

nur hören, sondern vor

allem auch vor seinem

inneren Auge sehen konnte.“

FOTO: EMILIO TINI

FOTO: ROGER RICH

SOLO

HAUSER

„Classic“

Mit 2Cellos wurde er zum

Stern, jetzt legt er solo los.

„‚Classic‘ besticht durch

größtmögliche Schlichtheit“,

betont HAUSER. „Das Album

präsentiert eine Auswahl

der schönsten und romantischsten

Klassikmelodien,

geschrieben von den größten

Komponisten, auf dem Cello

gespielt, einem der schönsten

und romantischsten

Instrumente.“ Begleitet wird

HAUSER vom renommierten

London Symphony Orchestra.

Die Arrangements stammen

von Robin Smith, der bereits

mit Cher, Andrea Bocelli und

Lionel Richie gearbeitet hat.

Produziert wurde „Classic“

von Nick Patrick, zu dessen

umfangreichem Schaffen

Aufnahmen mit Superstars

wie Jonas Kaufmann, Hans

Zimmer oder Katherine

Jenkins gehören. Jedes

einzelne Stück auf seinem

Solo-Debüt liegt dem 33-Jährigen

schon seit langer Zeit am

Herzen – auch die Musik von

Wolfgang Amadeus Mozart.

ROCK

TwoPlusFour „Con Calma“

Musiker mit klassischen

Instrumenten, die ihre eigene

Rockband gegründet haben, um das

Cross-over-Genre aufzumischen.

Mit Violine, Bratsche, zwei Celli,

Piano und Drums verpasst die

Band um Cellist Gereon Theis und

Bratschist Coen Strouken jedem

Song ihre eigene Prägung und rockt

mit 1990er-Klassikern wie „You Get

What You Give“ oder „Right Here

Right Now“ genauso wie mit aktuellen

Songs von Billie Eilish („Lovely“),

Sia („Chandelier“) oder Maroon 5

(„Moves Like Jagger“). Der völlig

neue Sound der Band kombiniert

sphärische Streicherflächen mit

Drum-Beats und virtuosen Solo-

Linien. Bombastisch oder verträumt,

teuflisch schnell oder emotional

andächtig – scheinbar mühelos geht

es für die Jungs mit ansteckender

Spielfreude und virtuoser Leichtigkeit

durch noch so schwierige

und kontrastreiche musikalische

Passagen. Handgemachtes Entertainment

der höchsten Spielklasse

mit Humor und Anspruch. Mit

ihrer Debütsingle nimmt die Band

die „Con Calma“-Challenge von

Daddy Yankee und Snow an und

überträgt den Sommerhit auf ihr

Instrumentarium in einem Video mit

einem Breakdancer der „Battle of

the Year“-Gewinner Saxonz.


FILM

INTERVIEW

KELVIN HARRISON JR.

„Diese Arroganz und das Gefühl, einfach alles sagen zu

können, was du willst“

Dass Kelvin Harrison Jr.

derzeit einer der absoluten

Shootingstars der Film- und

Fernsehbranche ist, hat man

hierzulande noch nicht wirklich

mitbekommen. Viele Filme, in denen

er zuletzt zu sehen war (darunter

„Luce“ mit Octavia Spencer

und Naomi Watts, „JT LeRoy“ mit

Laura Dern und Kristen Stewart

oder „The Wolf Hour“), kamen nie

in die deutschen Kinos, und seine

Serie „Godfather of Harlem“ mit

Forest Whitaker läuft versteckt

auf MagentaTV. Doch das ändert

sich nun endlich. In dem beeindruckenden

Drama „Waves“

(Kinostart: 19.3.) ist der 25-Jährige

endlich mal auf deutschen

Leinwänden zu sehen. Und im Juni

folgt mit „The Photograph“ schon

der nächste Film.

Kelvin, „Waves“ erzählt die dramatische

Geschichte eines jungen

Mannes und seiner Familie. Stimmt

es, dass Ihr Regisseur und guter

Freund Trey Edward Shults auch

Elemente Ihres Lebens ins Drehbuch

eingebaut hat?

Ja, wobei er das sehr behutsam getan hat.

Zu keinem Zeitpunkt habe ich den Film

gesehen und gedacht, dass es da um mich

geht. Dass er ein paar Aspekte beinhaltete,

die ich in meinem eigenen Leben durchgemacht

habe, hat mich nicht verunsichert

oder so. Eine echte Herausforderung für

mich war es eher, dass ich so offenherzig

und verletzlich wie nie zuvor vor der

Kamera sein musste. Diese emotionale

Achterbahnfahrt zu verkörpern, war echt

krass.

Der von Ihnen gespielte Tyler ist

ein Star in der Ringermannschaft

seiner Highschool. Haben Sie die

Sportlichkeit mit ihm gemein?

Kein bisschen. So wenig sogar, dass Trey

anfangs nicht sicher war, ob die Rolle überhaupt

etwas für mich ist. Wahrscheinlich

erinnerte er sich noch zu gut an unseren

ersten gemeinsamen Film, bei dem ich

selbst beim Holzhacken versagte. (lacht)

Nicht einmal rennen kann ich besonders

gut. Aber gerade auf diese körperliche

Herausforderung hatte ich Bock. Ich

fand es richtig spannend, so intensiv zu

trainieren, dass sich mein Körper so sehr

veränderte, dass ich mich im Spiegel kaum

wiedererkannte. Ich wog fast 25 Kilo mehr

und bewegte mich ganz anders! Und

psychologisch habe ich dadurch auch ganz

neue Erkenntnisse gewonnen.

Nämlich welche?

Einerseits konnte ich plötzlich dieses

Selbstbewusstsein nachvollziehen, das

Typen wie Tyler ausstrahlen. Diese Arroganz

und das Gefühl, einfach alles sagen

zu können, was du willst. Und andererseits

merkte ich gleichzeitig, dass die Kraft

und Körperlichkeit natürlich nur etwas

Äußerliches sind. Eine Hülle, in der es dir

trotzdem schlecht gehen kann. Außerdem

waren die drei Monate Training eine

heftige Erfahrung. Der Trainer motivierte

mich beim Ringen mit Sprüchen wie „Sei

fies!“ oder „Tu ihm weh!“. Diese toxische

Mentalität hat mich erschreckt, weil sie

mit meiner eigenen Persönlichkeit so gar

nichts zu tun hat. Beigebracht zu bekommen,

dass man egoistisch sein muss und

an sein Gegenüber keinen Gedanken

zu verschwenden hat, empfinde ich als

unglaublich gefährlich.


FILM

Manche Schauspieler, die sich für

eine Rolle Muskeln antrainieren,

finden dann Gefallen daran und

bleiben dabei ...

Ich sicherlich nicht. Es kam gar nicht

infrage, denn direkt im Anschluss an die

Dreharbeiten musste ich mich auf meine

nächste Rolle vorbereiten, in der Fernsehserie

„Godfather of Harlem“. Da musste

ich wieder schlaksiger aussehen, und

fürs Training wäre eh kaum Zeit gewesen.

Aber ich hätte es auch nicht gewollt. Ich

mochte meinen Körper gar nicht mehr

sehen, weil er mich so sehr an Tyler und

seine Qualen erinnerte. Ein Jahr lang fing

ich manchmal aus heiterem Himmel an zu

weinen, weil mich wieder die Erfahrungen

meiner Figur überkamen. Mir war noch nie

etwas so nahegegangen … was für mich

dann tatsächlich der Anlass war, mir einen

Therapeuten zu suchen.

Lassen Sie uns ein bisschen über das

schwierige Vater-Sohn-Verhältnis im

Film sprechen. Haben Sie sich darin

wiedererkannt?

Zumindest hat mein Vater immer

versucht, mich zu Höchstleistungen

anzutreiben. Da fielen gerne mal Sätze

wie: „Willst du dich von den anderen

Kindern etwa bloßstellen lassen?“ So

etwas prägt einen als Kind natürlich,

denn wer will das schon? Und gerade

als Afroamerikaner sind wir es gewohnt,

gesagt zu bekommen, dass wir die Besten

sein müssen, um überhaupt zum Zuge zu

kommen. Aber heute habe ich für mich

erkannt, dass diese Konkurrenzmentalität

nichts für mich ist. Zu gewinnen bedeutet

mir nichts.

Und wie ist das Verhältnis zu Ihrem

Vater?

Er ist ein wunderbarer Mensch. Und meine

beiden jüngeren Schwestern haben ihn

verändert. Auch dank ihnen habe ich heute

ein besseres Verhältnis zu ihm als früher,

weil er emotional viel offener ist. Heute

weiß ich, wie viel ich ihm bedeute. Als er

„Waves“ gesehen hat, sagte er über den

Vater im Film sofort: „Das bin nicht ich.“

Womit er sicherlich meinte: „Mit mir heute

hat dieser Mann nichts gemein.“ Und das

würde ich auf jeden Fall unterschreiben.

Inwieweit hat die Erziehung Ihres

Vaters heute noch Einfluss auf Sie?

Ich habe von ihm gelernt, Sachen

durchzuziehen, mich bei Schwierigkeiten

durchzubeißen. Das hat mir sicherlich

geholfen und mich stärker gemacht. Aber

ich würde trotzdem nicht denken, dass die

Schmerzen, die damit einhergingen, nötig

gewesen wären. Der wichtigste

Moment in meinem Leben

war sicherlich der,

an dem ich aktiv

beschlossen habe,

dass ich nicht

der Vorstellung

entsprechen

muss, die meine

Eltern von mir

haben. Einfach

nur ich selbst

zu sein, das steht

seither für mich an

oberster Stelle.

Sie haben auch beruflich Ihr eigenes

Ding gemacht und sind nicht in die

Fußstapfen Ihrer Eltern getreten, die

beide Musiker sind ...

Ich bin natürlich mit Musik aufgewachsen,

spiele Klavier, Trompete und singe.

Aber gerade weil die Musik als Beruf

so omnipräsent bei uns war, ging mir

irgendwann die echte Leidenschaft dafür

verloren. Das wurde eher eine technische

als eine Herzensangelegenheit. Und wenn

ich Trompete spielte, wusste ich nicht

mehr, ob die Musik eigentlich wirklich aus

meinem Herzen kommt oder ich doch nur

meinen Vater kopiere.

Stieß es auf Begeisterung, als Sie

sich dann für die Schauspielerei

entschieden haben?

Anfangs nicht. Sie verstanden nicht, dass

ich mich für etwas entschied, wozu sie keinen

Bezug hatten und wo sie mir nicht helfen

konnten. Was ich verstanden habe, mich

aber natürlich nicht umstimmen konnte.

Als ich dann tatsächlich bezahlte Jobs

bekam, stimmte sie das langsam um. Vor

allem, als ich mit Menschen vor der Kamera

stand, die in ihren Augen Berühmtheiten

waren. Natürlich hätte ich mich gefreut, sie

hätten mich von Anfang an bedingungslos

unterstützt, aber ich habe auch verstanden,

dass sie sich Sorgen machten. Inzwischen

vertrauen sie mir immerhin und wissen, dass

ich meiner Berufung folge. Das ist das

Entscheidende.

Zu Ihren ersten wichtigen

Jobs gehörten

diverse Nebenrollen in

Historiendramen wie

„12 Years a Slave“,

„Birth of a Nation“

oder „Mudbound“.

Haben Sie sich diese

gewichtigen Stoffe

bewusst ausgesucht?

Das war eher Zufall und hatte

natürlich auch damit zu tun, was

überhaupt gedreht wurde. Ein paar Jahre

lang gab es einfach wieder viele Filme

über die US-amerikanische Geschichte.

Aber ich selbst habe schon manchmal

gescherzt, dass ich wohl versucht habe, ins

Guinness-Buch der Rekorde zu kommen,

für die meisten Sklavenrollen. Im Rückblick

macht das allerdings durchaus auch Sinn.

Vielleicht bildeten die Filme rund ums

Thema Sklaverei quasi das Fundament für

die Rollen, die ich zuletzt in „Luce“ oder

eben „Waves“ gespielt habe – und die vom

Schwarzsein im heutigen Amerika erzählen.

*Interview: Jonathan Fink


FILM

VERLOSUNG

„NUREJEW –

THE WHITE CROW“

Der Film beeindruckte

2019 weltweit. Wir

verlosen einige DVDs über

die Geschichte der sowjetischen

Ballettlegende.

Rudolf Nurejew (17. März

1938 – 6. Januar 1993),

der während des Kalten

Kriegs in Frankreich Asyl

beantragte, ist eine der

ganz großen Legenden

der Tanz- und Ballettwelt.

International gerühmt für seine Kunst

und seine Disziplin, begehrt von Mann

und Frau, immer beobachtet vom

Geheimdienst der Sowjetunion. Für

nicht wenige einer der ersten erkennbaren

Queers des 20. Jahrhunderts.

Der Film von Regisseur Ralph Fiennes

besticht durch seine kunstvolle und

spannende Umsetzung dieser wahren

und aufregenden Geschichte. Rudolf

Nurejew wird vom Ukrainer Oleg

Ivenko gespielt, selbst ein Weltklasse-

Balletttänzer. *rä

www.männer.media/gewinne

FOTO: ALAMODE FILM

VERLOSUNG

Die erste Liebe, der erste Kummer

Nicht jeder hat das Glück, in einer

aufgeklärten und toleranten Stadt

aufzuwachsen. Wer sein Comingout

auf dem Land hatte, der weiß,

was es heißt, der erste Queer zu

sein, den die Dörfler außerhalb des

Fernsehens sehen.

Der Erste, von dem sie es wissen,

denn sein Coming-out hat nicht

jeder dort, wo er lebt. Manch einer

fährt extra in die Metropolen, um

dort zu leben, zu Hause ist er fast

asexuell. Und zumindest für die

Nachbarn: heterosexuell. Das Chaos

des (queeren) Erwachsenwerdens

bringt auch Leid mit sich. Davon

erzählt auch „GIANT LITTLE ONES“

des kanadischen Regisseurs Keith

Behrman.

Zur Geschichte: Franky (Josh

Wiggins) und Ballas (Darren

Mann), Stars des Highschool-

Schwimmteams, Freunde seit

der Kindheit, jetzt als Teenager

auch an Sex interessiert. Doch

nach dieser einen angetrunkenen

Nacht, in der sich Franky seinem

Schwarm nährt, will dieser nach

der Zweisamkeit keinen Kontakt

mehr. Es folgen Demütigungen und

Gewalt seitens der Umwelt, die

einzige Stütze in Frankys Leben ist

zu dieser schweren Zeit sein schwul

lebender Vater – gespielt von Kyle

MacLachlan („Twin Peaks“). Nach

und nach wächst Franky an seinen

Erfahrungen und erkennt, was wirklich

zählt im Leben. Der anrührende

und packende Film erscheint auf

DVD und Blu-Ray. *rä

www.männer.media/gewinne

FOTOS: EUROVIDEO MEDIEN

KINO

ALS WIR TANZTEN

FOTOS: SALZGEBER

Das in Georgien spielende

Drama von Levan Akin

erzählt die Liebesgeschichte von

zwei angehenden – schwulen –

Tänzern in der maskulinen Welt

des georgischen Staatsballetts.

In Tiflis kam es bei der Premiere

2019 trotz Polizeischutz zu

Ausschreitungen und

gewalttätigen Gegenprotesten:

Hunderte von Gegendemonstranten,

die schwule

Filmpremiere zu verhindern.

Berichten georgischer Medien

zufolge skandierten die

homophoben Demonstranten

vor den Kinos „Schande“ und

versuchten, das Kino zu

stürmen. Auch Feuerwerkskörper

sollen eingesetzt worden sein.

Das Innenministerium teilte

dazu mit, dass 27 Menschen

festgenommen und zwei

Polizisten verletzt worden seien.

Seine Weltpremiere feierte der

sensibel inszenierte Film 2019 im

Rahmen der Directors‘ Fortnight,

einer unabhängigen Sektion,

die jedes Jahr parallel zu den

Filmfestspielen von Cannes

stattfindet. Im April startet der

Film in deutschen Kinos, schon

im März in der Queerfilmnacht.

*S. Hannakampf

www.queerfilmnacht.de


DATING

Prince Charming:

nominiert und

fortgesetzt

FILM

Die erste Staffel war nicht nur

erfolgreich, nein, sie wurde auch

für den renommierten Grimme-Preis,

benannt nach dem ersten Generaldirektor

des Nordwestdeutschen Rundfunks,

nominiert.

Das Format überzeugte, weil es hierbei

nicht darum geht, möglichst lustige

und „schrille“ Menschen vorzuführen,

es geht tatsächlich um die Liebe, ums

Thema Dating. Und das authentisch und

selbstbewusst schwul. Show-Formate

wie „Prince Charming“ helfen letztendlich

allen: den Kandidaten bei der Suche nach

der Liebe, der gesamten Szene, da hier

ein vorurteilsabbauendes und wahres Bild

eines großen Teils der Community in die

Haushalte gebracht wird, und uns, den

queeren Zuschauern, weil wir mal nicht

vorgeführt werden, sondern gleichberechtigt

miteingebunden sind im Programm –

und ja, lästern und schmunzeln ist erlaubt.

Auch dieses Jahr werden wieder Kandidaten

um das Herz von Prince Charming

werben. Nicht mit Minnegesang, aber mit

vollem Einsatz.

Zu sehen ist das Ganze voraussichtlich ab

Juli 2020.

FOTOS: TVNOW

Wer nicht nur zusehen, sondern die

Chance auf die große Liebe bekommen

möchte, der kann sich für die zweite

Staffel von „Prince Charming“ bewerben!

Wenn du 2020 dabei sein willst, dann

melde dich hier: princecharming.tv *rä


KUNST

AUSSTELLUNG

#POPART:

Sonderausstellung des

Kupferstichkabinetts

Andy Warhol „Marilyn“, 1967, Farbsiebdruck aus dem 10-teiligen Portfolio, © 2019

The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS),

New York, Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

Roy Lichtenstein „Brushstroke“, 1965, Farbsiebdruck, © Sammlung Hans + Uschi Welle / VG

Bild- Kunst, Bonn 2019 / Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz

Die Kunst Andy Warhols und Roy Lichtensteins, der

Mitbegründer der Pop-Art-Bewegung, ist Teil der Ausstellung

im Berliner Kupferstichkabinett.

Kaum eine Kunstrichtung hat so massiv unser aller Leben

verändert wie Pop-Art. Knallbunte Porträts, Kinderspielzeug-

Skulpturen, Neon-Zebras an der Wand, scheinbar zu stark

vergrößerte Comics samt Sprechblasen in edlen Rahmen an

der Wand, Videoinstallationen oder auch Street-Art-Bananen

und Metallobjekte, die aussehen wie Luftballons, gehören zur

weltweiten Design-, Wohn- und Lebenswirklichkeit.

Die massenhafte Vervielfältigung scheinbar trivialer

Produkte half, Marken groß zu machen (etwa die Cola-Dose),

unterstrich die Wichtigkeit (und baute sie medial aus!)

von Politikern, Despoten und auch Künstlern wie Michael

Jackson, Diana Ross, Madonna oder Prince. Kunst wurde

Massenware. Und das war gewollt.

Kitsch und Kunst, Provokation und Triviales wurden zur

Kunst jenseits des elitären Kunstmarkts. Für jeden zu haben.

Populär. Pop-Art. Von April bis Ende Juli zeigt die Ausstellung

„Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein“ in Berlin-Mitte

die Kunst wichtiger Vertreter wie Andy Warhol, Allen Jones,

Sigmar Polke, Roy Lichtenstein sowie Elaine Sturtevant und

Claes Oldenburg. *rä

3.4. – 26.7., Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein,

Kulturforum, Berliner Kupferstichkabinett, Matthäikirchplatz,

Berlin, Di + Mi + Fr 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr,

Sa + So 11 – 18 Uhr


KUNST

AUSSTELLUNG

Kunst zum Thema

GENDER

Und vor allem zur Debatte darüber!

In der Biologie spricht man meist

von zwei Geschlechtern**, das eine

kann Nachwuchs austragen, das

andere nicht. Eine von vielen Wahrheiten.

Unlängst nahm sich sogar das Nachrichtenmagazin

FOCUS des Themas an, wies

darauf hin, dass diese Debatte – also, wer

darf was wie sagen und fordern und sich

wie bezeichnen – vor allem in den USA und

in Deutschland geführt werde. Sinngemäß

war dort zu lesen, dass die Vertreter der

Gendertheorien es ähnlich anstellen wie die

der Homöopathie: Einige Netzwerke würden

dieselben Thesen immer wieder wiederholen

und damit zur Wahrheit machen.

Das Thema erhitzt die Gemüter.

Es gibt Positionen, die besagen, dass jeder

sein Geschlecht frei wählen können sollte,

dass es durchaus geschlechtsspezifische

Merkmale gibt, dass es mehr Geschlechter

gibt als Mann und Frau, dass man sein

Geschlecht angleichen lassen kann, dass dies

nicht geht, dass Medikamente bei Frauen

anders wirken als bei Männern, dass es ohnehin

keine Geschlechter gibt, daher sollten

Trans* sich auch nicht dem Zwang unterwerfen,

sich mithilfe medizinischer Eingriffe

operieren zu lassen und sich zu kleiden, wie

es die Gesellschaft erwarten würde, dass das

eine oder das andere Geschlecht aussieht.

Und, und, und ... Manch einer hat Angst, mit

seinen Fragen Mitmenschen zu verletzen,

in die rechte Ecke gedrängt zu werden, als

„links-grün-versifft“ zu gelten oder sich

schlichtweg als Hinterwäldler zu blamieren.

Im Museum im Lagerhaus in St. Gallen in der

Schweiz nahm sich vor Kurzem eine Doppelausstellung

dieses wichtigen Themas an.

„Crazy, Queer and Lovable – Ovartaci“ und „ICH

DU ER SIE XIER: Transidentität“. Zu sehen war

Kunst von Louis Marcussen, genannt Ovartaci

(1894 – 1985). Der künstlerische Output,

welcher sich heute im Museum Ovartaci

im dänischen Århus befindet, thematisiert

Gendergedanken und Transidentität. Schon in

den 1930er-Jahren wählte Louis Marcussen

den Künstlernamen Ovartaci (jütländisch für

Ober-Patient) und vollzog später durch Selbstkastration

seinen Wunsch auf Anpassung vom

Mann zur Frau. 1957 wurde die Dänin dann

einer endgültigen Geschlechtsumwandlungsoperation

unterzogen. *rä

www.museumimlagerhaus.ch

**Wenn man es an der Fortpflanzung festmacht.


BUCH

FOTOGRAFIE

“new queer photography”

Queere Kunst unterscheidet sich

durch den Blickwinkel von dem,

was man sonst in der Kunstwelt präsentiert

bekommt.

Und ist diese Welt der Kunst auch

ohnehin ein Reigen der Mutigen und

Avantgardistischen, so muss sich auch

hier Queeres beständig gegen Verflachung

und Missbrauch für Pinkwashing

wehren. Daher ist es gut und richtig, wenn

bekannte und weniger bekannte Künstler

zu einem queeren Ganzen vereint werden.

Hier kann die Fülle und Kreativität für

jeden gebündelt präsentiert werden – und

so auch abseits der Metropolen Lust aufs

schwule, lesbische, trans* und bisexuelle,

kurz: aufs queere Leben machen. „new

queer photography“ ist so ein Buch.

„Dem Bedürfnis nach Selbstdarstellung,

-vergewisserung und -spiegelung folgend,

zeigen viele Fotografen vor allem das

Schwulsein als private Idylle. Gleichzeitig

wird der eigene und gesellschaftliche

Umgang mit Transsexualität und

Geschlechterrollen kritisch hinterfragt

oder das Pornografische in seiner zersetzenden

oder auch affirmativen Kraft

gezeigt“, verrät Herausgeber Benjamin

Wolbergs über das Projekt. Ja, „new queer

photography“ hat durchaus auch eine

gesellschaftskritische Komponente und

beflügelt den aufgeschlossenen Geist auf

gleich mehreren Ebenen. Der Bildband

erscheint im April 2020, kann aber schon

jetzt vorbestellt werden. *rä

www.verlag-kettler.de

ROMAN

Florian Kirner: „Leichter als Luft“

Ein über 300 Seiten dickes Werk, das gelesen werden will. Richtig gelesen,

nicht überflogen, denn sonst verliert man den Überblick im Tanz der Worte

und Gedanken- und Handlungsstränge.

Und all diese Bilder, die fast jeder Satz im Kopf erzeugt! Ein Roman, auf

den man sich einlassen sollte, man wird belohnt. „Die Nutten hatten schon

Feierabend, die Cracksüchtigen Schichtwechsel, die Bullen keinen Bock

mehr – ein trügerischer Frieden lag über dem heimatlichen Rotlichtviertel.“

So beginnt kein normales Buch, das mein Herz erfreut. Florian Kirners Roman

„Leichter als Luft“ ist alles andere als leichte Kost. Der 1975 in München

geborene Wahl-Thüringer(!) lebt auf einem Schloss und schreibt ebenso

feudal, wie man sich das vorstellt. Erzählt wird von Drogentrips, der Absurdität

der Gesellschaft und der Berliner Elektroszene. Fulminant! *rä

www.westendverlag.de


HOL SIE DIR!

Die erste deutschsprachige

Broschüre mit allen

wichtigen Infos.

Vielfältige Menschen,

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Wir alle sind Teil der Szene!

Erfahre mehr auf:

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