18.06.2021 Aufrufe

altlandkreis - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel - Ausgabe Juli/August 2021

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

<strong>Ausgabe</strong> 66 | <strong>Juli</strong> / <strong>August</strong> <strong>2021</strong><br />

.de<br />

Eine Produktion von<br />

mit Veranstaltungskalender <strong>für</strong> zwei Monate<br />

Titelbild: pwmotion, Adobe Stock<br />

Blick auf Wildsteig<br />

Profis am Smoker<br />

Köstliches aus Echerschwang<br />

Rote Couch vor Gericht<br />

Dr. Lars Baumann im Interview


Deine Ausbildung<br />

Deine Deine Ausbildung<br />

bei bei Roche<br />

bei bei Roche<br />

Roche<br />

Roche Roche in Penzberg in Penzberg ist eines ist eines der größten der größten Biotechnologie- In diesen In diesen Berufen Berufen bil<strong>den</strong> bil<strong>den</strong> wir wir<br />

Roche Zentren Zentren Roche in in Europas Penzberg in Europas Penzberg und ist ist eines aktiver und ist aktiver der eines der Teil größten der Teil der der größten Biotechnologie-<br />

Live-Science-Region<br />

Biotechnologie- In diesen In an diesen unserem an In Berufen unserem diesen Berufen Standort bil<strong>den</strong> Berufen Standort bil<strong>den</strong> wir in bil<strong>den</strong> Penzberg wir in Penzberg wir aus: aus:<br />

Roche in Penzberg ist eines der größten Biotechnologie-<br />

In diesen Berufen bil<strong>den</strong> wir<br />

Zentren München. München. Zentren Europas Rund Europas Rund 6.800 aktiver 6.800 und Teil Mitarbeitende aktiver Teil der der Live-Science-Region<br />

Teil aus der 71 aus Live-Science-Region<br />

71 verschie<strong>den</strong>en an unserem an unserem an unserem Standort Standort Standort in Penzberg in Penzberg in Penzberg aus: aus: aus:<br />

Zentren Europas und aktiver Teil der Live-Science-Region<br />

an unserem Standort in Penzberg aus:<br />

München. Nationen Nationen München. Rund arbeiten arbeiten 6.800 Rund hier. Mitarbeitende 6.800 hier. Damit Damit Mitarbeitende ist Roche ist aus aus Roche 71 der 71 verschie<strong>den</strong>en<br />

aus größte der 71 größte verschie<strong>den</strong>en<br />

Arbeitgeber<br />

Naturwissenschaften<br />

München. Nationen im im Nationen bayerischen arbeiten Rund<br />

arbeiten Oberland 6.800 hier. Oberland Damit Mitarbeitende hier. und ist Damit ist einer und Roche einer ist der der aus<br />

Roche wichtigsten der größte 71<br />

größte wichtigsten der<br />

verschie<strong>den</strong>en<br />

Arbeitgeber größte faktoren bayerischen faktoren im bayerischen der arbeiten Region. der Oberland Region. hier.<br />

Wirtschafts-<br />

Arbeitgeber Naturwissenschaften<br />

Naturwissenschaften<br />

Biologielaborant*in<br />

Nationen im Oberland<br />

Damit und und einer einer<br />

ist<br />

und der Roche<br />

einer der wichtigsten der<br />

der<br />

größte<br />

wichtigsten Wirtschafts-<br />

Arbeitgeber<br />

Wirtschaftsfaktoren<br />

der Region.<br />

der Oberland Region. und einer der wichtigsten Wirtschafts-<br />

Chemikant*in Chemikant*in<br />

Biologielaborant*in<br />

Chemielaborant*in<br />

Chemikant*in<br />

Biologielaborant*in<br />

Naturwissenschaften<br />

Chemikant*in<br />

Biologielaborant*in<br />

im faktoren bayerischen<br />

faktoren Wir setzen Wir der setzen bei Region. Roche bei Roche auf die auf die individuellen Fähigkeiten Fähigkeiten jedes jedes Chemielaborant*in<br />

Chemikant*in<br />

Chemielaborant*in<br />

Wir Einzelnen! setzen Einzelnen! Wir setzen bei Deine bei Roche Roche Deine bei Talente auf Roche auf Talente die kannst die auf individuellen kannst die Du individuellen Du vielfältigen Fähigkeiten Fähigkeiten vielfältigen Fähigkeiten Aufgabenbereichen<br />

setzen bereichen Einzelnen! Deine bei und Deine Roche und Talente Deine Talente Arbeitsfeldern auf Talente kannst kannst die individuellen einbringen. Du kannst Du einbringen.<br />

vielfältigen Du vielfältigen Fähigkeiten vielfältigen Aufgaben-<br />

Aufgaben-<br />

Aufgaben-<br />

jedes Wirtschaft Wirtschaft Kaufleute Wirtschaft Kaufleute <strong>für</strong> <strong>für</strong> Büromanagement<br />

jedes Aufgaben-<br />

jedes jedes<br />

Wirtschaft Chemielaborant*in<br />

Wir Einzelnen! Einzelnen! bereichen<br />

bereichen bereichen<br />

und Deine und<br />

Arbeitsfeldern und Talente Arbeitsfeldern kannst einbringen.<br />

einbringen. Du einbringen.<br />

vielfältigen Aufgabenbereichen<br />

Du möchtest Du möchtest und mehr Arbeitsfeldern mehr über über unsere unsere einbringen.<br />

Ausbildungsberufe erfahren? erfahren? Kaufleute <strong>für</strong> Büromanagement<br />

Kaufleute Wirtschaft Kaufleute Kaufleute<br />

<strong>für</strong> Büromanagement<br />

<strong>für</strong> <strong>für</strong> Büromanagement<br />

Du möchtest mehr über unsere Ausbildungsberufe erfahren?<br />

Du Dann möchtest Dann Du schau möchtest schau doch mehr doch mal mehr über vorbei: mal unsere über vorbei: unsere Ausbildungsberufe erfahren? erfahren? Du hast Du hast Interesse? Interesse?<br />

Dann schau doch mal vorbei:<br />

Du hast Interesse?<br />

Du Dann möchtest Dann schau schau doch mehr mal doch über vorbei: mal unsere vorbei: Ausbildungsberufe erfahren? Du Dann hast Dann Du bewirb Interesse? hast bewirb Dich Interesse? Dich vom vom 01.08. 01.08. bis 31.10. bis 31.10.<br />

Dann bewirb Dich vom 01.08. bis 31.10.<br />

Dann schau doch mal vorbei:<br />

Dann unter:<br />

Du<br />

unter: Dann bewirb hast<br />

www.roche.de/ausbildung<br />

bewirb Interesse? Dich vom Dich 01.08. vom 01.08. bis 31.10. bis 31.10.<br />

unter: www.roche.de/ausbildung<br />

unter: Dann unter: bewirb www.roche.de/ausbildung<br />

Dich vom 01.08. bis 31.10.<br />

unter: www.roche.de/ausbildung<br />

insightspenzberg.rocheausbildung.digital<br />

insightspenzberg.rocheausbildung.digital<br />

insightspenzberg.rocheausbildung.digital<br />

insightspenzberg.rocheausbildung.digital<br />

Join Roche Join Roche on Social on Social Media: Media:<br />

Join Roche on Social Media:<br />

Join Roche Join Roche on Social on Media: Social Media:<br />

Join Roche on Social Media:


Über Mord und Totschlag<br />

Sommer, Sonne, 30 Grad? An<br />

Tagen wie diesen <strong>den</strong>ken Mann<br />

und Frau nicht unbedingt an<br />

schweißtreibende Saunabesuche.<br />

Gesund wären sie trotzdem,<br />

völlig gleich ob Frühjahr,<br />

Sommer, Herbst oder Winter.<br />

Fakt ist: Seit Corona sind<br />

nach wie vor viele Thermalbäder<br />

und Wellnesshotels<br />

geschlossen. Aufgrund dessen<br />

war <strong>für</strong> Eva-Maria Zimmermann<br />

klar: „Jetzt oder nie!“<br />

Seit wenigen Wochen gibt‘s<br />

ihre mobile Holzfass-Sauna<br />

zum Ausleihen, kann beispielsweise<br />

am Straßenrand oder in Gartengrundstücken stellt wer<strong>den</strong> <strong>für</strong> einen privaten Aufguss der ganz<br />

abgebesonderen<br />

Art. Um Mobilität dreht sich auch ein<br />

bayernweites Pilotprojekt zum Thema öffentlicher<br />

Nahverkehr. Peiting startet ab Anfang 2022 einen<br />

kostenlosen, innerörtlichen Fahrservice <strong>für</strong> Bürger,<br />

Touristen und Tagesgäste. Wer die Marktgemeinde<br />

jedoch verlassen möchte, muss mit Privat-Pkw, Bahn,<br />

Bus oder Fahrrad Vorlieb nehmen – in Richtung<br />

Kempten und Marktoberdorf auf einer bald neuen<br />

Strecke. <strong>Das</strong> „<strong>altlandkreis</strong>“-Team durfte die größte<br />

Baustelle im Allgäu rund um <strong>den</strong> beschaulichen Ort<br />

Bertoldshofen besuchen, Tunnelführung inklusive.<br />

Neu in der Region auch: Regionales Hundefutter von<br />

höchster Qualität, hergestellt aus Schlachtnebenprodukten,<br />

die viel zu wertvoll sind <strong>für</strong> eine Abfall-<br />

Entsorgung.<br />

Wie viel die Sammlung von Rudolf Groß-Ilbeck Wert<br />

ist? „Kann ich selbst schwer einschätzen“, sagt der<br />

ehemalige Jet-Pilot über seine 2 276 (!) Reservistenkrüge.<br />

Ein frisches Kaltgetränk aus einem urigen<br />

Steinkrug gibt’s sicherlich auch auf der einen oder<br />

anderen Alm, die von jungen Männern und Frauen<br />

aus dem Schongauer Altlandkreis besetzt sind.<br />

Wir haben Eindrücke gesammelt aus Bayern und<br />

der Schweiz. Wer <strong>den</strong> Sommer über lieber zuhause<br />

verbringt und Lust auf ein kühles Helles in einem<br />

gemütlichen Biergarten hat: In dieser <strong>Juli</strong> / <strong>August</strong>-<br />

<strong>Ausgabe</strong> fin<strong>den</strong> Sie, liebe Leser, eine große Übersicht<br />

aller hiesigen Wirtshäuser, Restaurants und Cafés<br />

mit Außengastronomie. Mit, oder ohne Live-Musik?<br />

Franz Multerer, Vorsitzender des Lechgau-Trachtenverbandes<br />

und Max Kriesmair, Leiter des Bezirksmusikverbandes<br />

Oberland, blicken zwiegespalten in die<br />

Zukunft – nicht ausgeschlossen, dass die Folgen der<br />

Corona-Krise <strong>für</strong> Musikkapellen und Trachtenvereine<br />

das Aus bedeuten könnte. Denn Festumzüge und<br />

Heimatabende wer<strong>den</strong> auch im Jahr <strong>2021</strong> keine mehr<br />

stattfin<strong>den</strong>. Noch schlimmer wäre ein weltweiter<br />

Stromausfall. Ein Diplom-Geologe aus Kinsau bietet<br />

professionelles Survival-Training <strong>für</strong> Kinder und<br />

Erwachsene an — es geht ums Überleben in wilder<br />

Natur, in der auch jede Menge Grashüpfer unüberhörbar<br />

vor sich hin zirpen. In diesem Falle ist es ein<br />

Diplom-Ingenieur <strong>für</strong> Landschaftsökologie, der sich<br />

seit mehreren Jahrzehnten intensiv mit Heuschrecken<br />

auseinandersetzt – und abgefahrenes Detailwissen<br />

über dieses Insekt parat hat, das häufig unter dem<br />

Radar der Käfer und Schmetterlinge kriecht, krabbelt<br />

und springt. Umfassendes Wissen braucht auch Dr.<br />

Lars Baumann. Im großen Interview auf der Roten<br />

Couch spricht der Direktor des Weilheimer Amtsgerichts<br />

sogar über Mord und Totschlag, wie aus erster<br />

Hand erfahren durfte,<br />

Ihr Johannes Schelle<br />

> > > AUS DEM INHALT<br />

Seite 4<br />

Schwitzen im mobilen<br />

Holzfass: Handgemachte<br />

Sauna zum Ausleihen<br />

Seite 6<br />

Kriegsgeschichte in<br />

Krugform: Ehemaliger<br />

Jet-Pilot besitzt 2 276 Stück!<br />

Seite 9<br />

Herr der Gesetze:<br />

Dr. Lars Baumann<br />

auf der Roten Couch<br />

Seite 14<br />

Stolpern verboten!<br />

Harte Arbeit auf<br />

der Alm<br />

Seite 18<br />

Hunger, Durst, Kälte<br />

und Angst: Überlebenstraining<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> Ernstfall<br />

Seite 22<br />

Plantschen, Spen<strong>den</strong>, Speisen<br />

und Quatschen: Allerlei aus<br />

dem Altlandkreis<br />

Seite 26<br />

Für BARFer:<br />

Regionales Hundefutter<br />

von höchster Qualität<br />

Seite 28<br />

Bayernweites Pilotprojekt:<br />

Kostenloser Fahrservice<br />

<strong>für</strong> Bürger<br />

Seite 30<br />

Tunnel Bertoldshofen:<br />

Die derzeit größte<br />

Baustelle im Allgäu<br />

Seite 37<br />

Auf in <strong>den</strong> Biergarten!<br />

Übersicht hiesiger<br />

Außengastronomie<br />

Seite 40<br />

Die Barbeque-Smoker:<br />

Fleischspezialitäten nach<br />

zwölf Stun<strong>den</strong> Garzeit<br />

Seite 44<br />

Sie hören mit dem Knie:<br />

Landschaftsökologe über<br />

heimische Heuschrecken<br />

Seite 52<br />

Zellanalyse der Zukunft:<br />

Peitingerin forscht an<br />

der TU München<br />

Seite 58<br />

Grünland unter strenger<br />

Beobachtung: Observatorien<br />

liefern wertvolle Klimadaten<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 3


Handgemachte Sauna zum Ausleihen<br />

Schwitzen im mobilen Holzfass<br />

Der erste Aufguß: Auf Herz und Nieren getestet wurde die mobile Sauna<br />

in Form eines Holzfasses von der Chefin höchstpersönlich.<br />

Burggen / Schongau | <strong>Das</strong> Umfeld<br />

von Eva-Maria Zimmermann<br />

zeigt sich bereits begeistert. „Geile<br />

Idee. Der volle Burner. Muss ich<br />

mir unbedingt ausleihen.“ Worauf<br />

sich diese Schwärmereien<br />

beziehen? Auf eine nigelnagelneue,<br />

mobile Sauna in Form eines<br />

Holzfasses, fest verbaut auf einem<br />

drei Meter langen Autoanhänger.<br />

„Diese Idee habe ich schon lange<br />

gehabt. Spätestens seit Corona, als<br />

alle Schwimm- und Thermalbäder<br />

sowie Wellnesshotels auf unbestimmte<br />

Zeit schließen mussten,<br />

war mir klar: Jetzt muss diese Sauna<br />

endlich her“, sagt die aus Burggen<br />

stammende Schongauerin, die<br />

seit jeher bekannt ist als vielseitig<br />

begabte Macherin. Tassen töpfern,<br />

Teddybären nähen, Schaukelkuh<br />

schreinern, Menschen mit Klangtherapie<br />

und Bachblüten Gutes<br />

tun, Arbeit mit Tieren, und natürlich<br />

der Hauptberuf von Eva-Maria<br />

Zimmermann – Betreuungsfachkraft<br />

in Herzogsägmühle. Viel Zeit<br />

zum Töpfern und Nähen hatte die<br />

53-Jährige allerdings nicht die<br />

vergangenen Tage und Wochen.<br />

Die Freizeit nach Feierabend verbrachte<br />

sie überwiegend in der<br />

Schreinerwerkstätte und Tenne<br />

ihres Vaters. Am Sportplatzweg<br />

in Burggen stan<strong>den</strong> ihr alle notwendigen<br />

Maschinen und Werkzeuge<br />

zur Verfügung, um sich <strong>den</strong><br />

Traum ihrer mobilen Fasssauna<br />

verwirklichen zu können. Obendrein<br />

fand sie in der geräumigen<br />

und aufgeräumten Tenne direkt<br />

über der Werkstätte einen idealen,<br />

wettergeschützten Platz, um<br />

das 1,5 Tonnen schwere Gesamtpaket<br />

schrittweise aufzubauen.<br />

Tatkräftige Unterstützung bekam<br />

sie dabei von ihren Eltern, Töchtern<br />

und ihrem Lebensgefährten,<br />

der als Elektriker ein raffiniertes<br />

Akkusystem <strong>für</strong> energiesparendes<br />

LED-Licht im Eingangsbereich<br />

der Sauna installierte. Letztlich<br />

zog sich das Projekt über mehrere<br />

Wochen hinweg. „Würde man<br />

die effektive Arbeitszeit zusammenfassen,<br />

waren wir rund zehn<br />

Tage in Vollzeit beschäftigt“, sagt<br />

Eva-Maria Zimmermann, die einen<br />

Großteil der Sauna zwar als<br />

Bausatz bestellt, aber neben der<br />

kompletten Montage auch zahlreiche<br />

Schreiner- und Zubehörarbeiten<br />

selbst erledigt hat. Und bereits<br />

im Vorfeld einen gutdurchdachten<br />

Businessplan aufstellte.<br />

Lizenz von<br />

der Stadt<br />

Für rund 100 Euro pro Tag können<br />

Interessierte ihre mobile Fasssauna<br />

mieten. Ob im hauseigenen<br />

Garten im Rahmen einer Grill-<br />

Party, aus Platz- oder Zufahrtsgrün<strong>den</strong><br />

auch am Straßenrand,<br />

an markanten Aussichtspunkten<br />

oder an gut anfahrbaren Ufern von<br />

Seen und Flüssen. „<strong>Das</strong> müssen<br />

die Kun<strong>den</strong> letztlich immer individuell<br />

mit dem jeweiligen Grundstücksbesitzer<br />

abklären, wo genau<br />

die mobile Sauna abgestellt wer<strong>den</strong><br />

darf.“ In Wohngebieten müssen<br />

zum Beispiel 15 Meter Abstand<br />

zum nächsten Fenster eingehalten<br />

wer<strong>den</strong>, da aus dem Kamin des<br />

Holzofens logischerweise Rauch in<br />

die Luft steigt. „Haben die Nachbarn<br />

nichts dagegen, sind natürlich<br />

auch geringere Abstände zur<br />

nächsten Fensterfront möglich“,<br />

sagt Eva-Maria Zimmermann, die<br />

alle notwendigen Genehmigungen<br />

von der Stadt Schongau absegnen<br />

hat lassen. Für <strong>den</strong> Transport der<br />

mobilen Fasssauna, die drei Meter<br />

lang, samt Anhänger 3,40 Meter<br />

hoch und im Durchmesser zwei<br />

Meter stark ist, braucht es einen<br />

3er Führerschein, oder einen der<br />

Klasse BE. Entweder liefert Eva-<br />

Maria Zimmermann ihr Schmuckstück<br />

selbst aus, oder der Kunde<br />

holt es bei ihr in Schongau oder<br />

Burggen ab. Erhitzt wird die Sauna<br />

ausschließlich mit Brennholz.<br />

„Je trockener, desto besser“, sagt<br />

Eva-Maria Zimmermann, die an<br />

dieser Stelle von einem hochwertigen<br />

Edelstahlofen nach neuesten<br />

Standards spricht, in dem das<br />

Material möglichst rückstandslos<br />

verbrannt, und die Hitze in darüberliegen<strong>den</strong><br />

Saunasteinen aus<br />

Granit gespeichert wird.<br />

Wer die tunnelförmige Sauna<br />

schließlich über die handge-


machte Holztreppe am Heck des<br />

Autoanhängers betritt, taucht regelreicht<br />

ein in eine kleine, aber<br />

feine, urgemütliche Welt. Eine Mini-Umkleide<br />

bietet Platz <strong>für</strong> ausgezogene<br />

Klamotten und Schuhe.<br />

Im Saunabereich selbst, bekleidet<br />

mit zwei Zwei-Meter-Sitzbänken,<br />

haben vier bis sechs Personen<br />

sitzend, zwei liegend Platz. Der<br />

Aufguss mit Wasser, das mit von<br />

Zimmermann kre<strong>den</strong>zten Kräuterdüften<br />

gemischt wer<strong>den</strong> kann,<br />

erfolgt ganz klassisch mit Schöpfkelle<br />

und Saunakübel.<br />

Abgeflammte<br />

Außenwände<br />

<strong>Das</strong> „Schongauer Sauna-Fässle“, wie es offiziell heißt, ist fest auf einem<br />

Autoanhänger verbaut. Hier am Lechstausee westlich von Urspring.<br />

Eine Sanduhr an der Wand zeigt<br />

an, wie lange Alt und Jung die<br />

mobile Fasssauna von Eva-Maria<br />

Zimmermann nutzen sollten:<br />

Pro Gang acht bis zehn Minuten.<br />

Wobei dank einfach zu kippen<strong>den</strong><br />

und öffnen<strong>den</strong> Fenstern die<br />

Temperatur gut zu regulieren ist.<br />

Trotzdem sollten, insbesondere<br />

von Sauna-Anfängern, die im<br />

Umkleidebereich angebrachten<br />

Saunaregeln beachtet wer<strong>den</strong>, die<br />

von Zimmermanns Tochter künstlerisch<br />

äußerst wertvoll gestaltet<br />

wur<strong>den</strong>: Duschen, abtrocknen,<br />

Handtuch unterlegen, schwitzen,<br />

(kalt) duschen, ruhen und darüber<br />

hinaus viel Wasser trinken. Wer regelmäßig<br />

und richtig sauniert, tut<br />

Geist und Körper viel Gutes. Durch<br />

die Hitze öffnen sich die Poren<br />

der Haut, der triefende Schweiß<br />

transportiert das „Gift“ im Körper<br />

nach außen. Saunieren verhindert<br />

aber auch Muskelkater nach dem<br />

Sport, lockert Verspannungen und<br />

stärkt – insbesondere durch das<br />

kalte Abduschen im Nachgang –<br />

das Immunsystem. Eva-Maria<br />

Zimmermann weiß diese Vorzüge<br />

zu schätzen, bezeichnet das „Saunagehen“<br />

als ihre „große Lei<strong>den</strong>schaft<br />

seit vielen Jahren“. Neu war<br />

allerdings auch <strong>für</strong> sie das Probe-<br />

Schwitzen in ihrer mobilen Fasssauna,<br />

die sie in Zukunft natürlich<br />

nur noch dann benutzen kann,<br />

wenn sie gerade nicht von Kun<strong>den</strong><br />

belegt wird. Im schlimmsten Falle<br />

also nie? „<strong>Das</strong>s der Andrang gleich<br />

so groß wer<strong>den</strong> wird, glaube ich<br />

jetzt nicht.“ Für <strong>den</strong> Fall der Fälle<br />

könnte sich die „Tausendsasserin“<br />

jedoch gut vorstellen, schon bald<br />

eine zweite Sauna zu bauen. Womöglich<br />

wieder aus nordischem<br />

Fichtenholz, an der Außenseite<br />

flambiert, und mit Schindeldach<br />

<strong>für</strong> optimalen Wetterschutz versehen.<br />

Neugierige Blicke der Bürger<br />

sind mit dieser mobilen Fasssauna<br />

in jedem Falle garantiert – allen<br />

voran während des sanften Transports<br />

über stark befahrene Ortsund<br />

Bundesstraßen.<br />

js<br />

Aufgebaut wurde die Sauna in einer<br />

Tenne in Burggen. Eva-Marias<br />

Mutter Paula Scholz packte mit an.<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 5


Ehemaliger Jetpilot besitzt 2 276 Stück!<br />

Kriegsgeschichte in Krugform<br />

Schwabsoien | Jetpiloten der Deutschen<br />

Bundeswehr wer<strong>den</strong> nach<br />

nur 20 Dienstjahren in <strong>den</strong> Ruhestand<br />

versetzt, weil Belastungen<br />

während des fliegerischen Dienstes<br />

immens sind. Rudolf Groß-<br />

Ilbeck hatte die mentalen wie<br />

körperlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen,<br />

erst die harten Aufnahme-<br />

und Eignungsprüfungen<br />

zu bestehen, die anschließende<br />

Ausbildung in USA zu überstehen,<br />

und <strong>den</strong> Traum vom Fliegen mit<br />

Schallgeschwindigkeit schließlich<br />

zu leben. „Wenn du mal so weit<br />

bist, dass du <strong>den</strong> Flieger vollumfänglich<br />

im Griff hast, ist es ein<br />

unbeschreibliches Gefühl.“ Trotzdem<br />

erzählt der heute 69-Jährige,<br />

der in Remscheid geboren wurde,<br />

hauptsächlich in Ol<strong>den</strong>burg stationiert<br />

war und über einen Lehrgang<br />

in Altenstadt seine Ehefrau<br />

aus Schwabsoien kennenlernte,<br />

mit spürbarer Erleichterung:<br />

„<strong>Das</strong>s wir Gott sei Dank nie aktiv<br />

in einen Kriegseinsatz mussten,<br />

es bei Übungs- und einsatznahen<br />

Manöverflügen zur Abschreckung<br />

und erfolgreichen Erhaltung des<br />

Frie<strong>den</strong>s in Europa geblieben ist.“<br />

An diese aufregende Zeit mit <strong>den</strong><br />

von ihm geflogenen Jagdbombern<br />

Fiat G-91 und Alpha-Jet erinnern<br />

nicht nur handgemalte Bilder, die<br />

in seinem Wohnhaus an der Sonnenstraße<br />

in Schwabsoien an der<br />

Wand hängen.<br />

Beim Rundgang durch das geräumige<br />

Haus staunt der Besucher<br />

jedoch aus einem ganz anderen<br />

Grund: Krüge, wohin das Auge<br />

reicht! „Ich habe schon im Kindesalter<br />

meine Lei<strong>den</strong>schaft <strong>für</strong><br />

das Sammeln militärischer Antiquitäten<br />

entdeckt. <strong>Das</strong> mit <strong>den</strong><br />

Reservistenkrügen begann jedoch<br />

erst vor rund 18 Jahren, als ich<br />

zwei nahezu i<strong>den</strong>tische vom Großvater<br />

einer Bekannten erwerben<br />

konnte.“ Von diesem Tag an ist<br />

Rudolf Groß-Ilbeck infiziert mit<br />

dem Reservistenkrug-Virus. Heute<br />

besitzt er neben 400 zivilen und<br />

patriotischen Trinkgefäßen sage<br />

und schreibe 2 276 (!) Reservistenkrüge,<br />

Ten<strong>den</strong>z steigend.<br />

Unverwechselbare<br />

Unikate?<br />

Für die jüngere Generation: Wehrpflichtige<br />

Soldaten, die ihre aktive<br />

Dienstzeit beendet haben und <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> Ernstfall als Reserve zur Verfügung<br />

stehen, wer<strong>den</strong> als Reservisten<br />

bezeichnet. „Nach dem<br />

Deutsch-Französischen Krieg von<br />

1870 bis 1871 und der Gründung<br />

des deutschen Kaiserreiches etablierte<br />

sich das Militär als feste<br />

Komponente im Reich, und eine<br />

Welle der Vaterlandsliebe erfasste<br />

das Volk – die 200 000 bis 300 000<br />

wehrfähigen Rekruten, die jährlich<br />

zu einer zwei- oder dreijährigen<br />

Dienstzeit eingezogen wur<strong>den</strong>,<br />

entwickelten in dieser Zeit ein<br />

gesteigertes Selbstbewusstsein,<br />

welches sich auch in Erinnerungsstücken<br />

an ihren geleisteten Dienst<br />

wiederspiegeln sollte.“ Diese An<strong>den</strong>ken<br />

bestan<strong>den</strong> unter anderem<br />

aus Stöcken, Pfeifen, Flaschen,<br />

Gläsern und eben Krügen. Die<br />

Rohlinge der Reservistenkrüge,<br />

meist aus Porzellan, aber auch aus<br />

Steingut und Keramik, wur<strong>den</strong> in<br />

größeren Fabriken hergestellt, und<br />

in kleineren Manufakturen fertiggestellt.<br />

Bekannte Künstler, aber<br />

auch Stu<strong>den</strong>ten und Hausfrauen in<br />

Heimarbeit bemalten sie schließlich<br />

mit Motiven, die in der Regel<br />

an die jeweiligen Einsätze der<br />

Soldaten zurückerinnern – Infanterie,<br />

Artillerie, Kavallerie, Marine,<br />

Luftschiffer, Telegraphen, Pioniere,<br />

Maschinengewehr-Einheit, aber<br />

auch markante Landschafts- und<br />

Ortsbilder prägen die Krüge. Damit<br />

diese unverwechselbaren<br />

Malereien lange haltbar bleiben,<br />

wur<strong>den</strong> sie abschließend gebrannt.<br />

<strong>Das</strong> hat zur Folge, das einige<br />

von ihnen bis heute in einem<br />

einwandfreien, nahezu neuwertigen<br />

Zustand vorzufin<strong>den</strong> sind,<br />

obwohl die Tradition der Reservistenkrüge<br />

bereits um 1890 begann,<br />

und im Jahre 1914 wieder endete –<br />

nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs<br />

gab es keine kaiserlichen<br />

Reservisten mehr.<br />

Krüge kosteten einen<br />

Monatslohn<br />

<strong>Das</strong> i-Tüpfelchen eines je<strong>den</strong> Reservistenkrugs<br />

ist jedoch ein aufklappbarer<br />

Zinndeckel mit Daumendrücker,<br />

dessen Spitze häufig<br />

mit filigrangeformten Figuren und<br />

Symbolen versehen ist. Zum Beispiel<br />

Adler, Löwe, Soldat, Kanone,<br />

Krone, Lokomotive, Patrone,<br />

Glasprisma oder Reiter. Was Groß-<br />

Ilbeck noch faszinierender und<br />

spannender findet am Sammeln<br />

dieser Krüge: „<strong>Das</strong>s es, im Detail<br />

6 | <strong>altlandkreis</strong>


„Weil ich schlichtweg eine große<br />

Freude an ihnen habe, es eine<br />

große Lei<strong>den</strong>schaft, ein Hobby<br />

von mir ist.“ Und weil Reservistenkrüge<br />

in seinen Augen das<br />

vielschichtigste und komplexeste<br />

Sammelgebiet überhaupt darstelle.<br />

„Wobei noch viel Recherche erfolgen<br />

muss, da im Gegensatz zum<br />

Münz- oder Briefmarkensammeln<br />

es keine Kataloge oder umfassende<br />

Nachschlagewerke gibt.“<br />

Gutschein<br />

<strong>für</strong> eine kostenlose<br />

und unverbindliche<br />

Bewertung Ihrer<br />

Immobilie!<br />

Engel & Völkers Weilheim<br />

Lizenzpartner der Engel & Völkers Resi<strong>den</strong>tial GmbH<br />

Telefon +49 881 418590-10 · Telefax +49 881 418590-11<br />

weilheim@engelvoelkers.com · www.engelvoelkers.com/weilheim<br />

Auch die Gänge im Haus von Rudolf Groß-Ilbeck, ehemaliger Jet-Pilot,<br />

sind durchwegs geschmückt mit Reservistenkrügen.<br />

betrachtet, keinen Krug zwei Mal<br />

gibt.“ Es gebe zwar sogenannte<br />

„Zwillings-Krüge“, wonach ein<br />

Soldat zwei auf einmal fertigen<br />

ließe – einen <strong>für</strong> gesellige Abende<br />

im Wirtshaus, <strong>den</strong> anderen als<br />

Statussymbol <strong>für</strong> die Wohnungs-<br />

Dekoration. Und es gibt auch nahezu<br />

i<strong>den</strong>tische „Brüder-Krüge“,<br />

die sich Soldaten aus der gleichen<br />

Einheit mit gleichen Motiven fertigen<br />

ließen. Allein die handaufgetragene<br />

Bemalung und Inschrift<br />

mit dem Namen des jeweiligen<br />

Reservisten unterscheidet die<br />

Krüge im Detail aber doch voneinander.<br />

Heißt: Jeder Reservistenkrug<br />

ist ein Unikat. Und musste<br />

von <strong>den</strong> Reservisten damals aus<br />

eigener Tasche bezahlt wer<strong>den</strong>,<br />

was bei Preisen von sechs bis zehn<br />

Reichsmark <strong>für</strong> viele keine Selbstverständlichkeit<br />

war. Schließlich<br />

betrug der damalige Monatssold<br />

eines einfachen Soldaten lediglich<br />

sechs Reichsmark, der eines Gefreiten<br />

immerhin 8,10 Reichsmark.<br />

Insofern konnte sich ein solches<br />

Schmuckstück nicht jeder leisten,<br />

oder musste zumindest über mehrere<br />

Monate hinweg darauf hin<br />

sparen.<br />

Warum Rudolf Groß-Ilbeck heute<br />

mehr als 2 200 Krüge besitzt?<br />

Vor Gericht, Bildzeitung<br />

und „Bares <strong>für</strong> Rares“<br />

Unabhängig davon gibt Rudolf<br />

Groß-Ilbeck auch offen und ehrlich<br />

zu, dass Sammler wie er<br />

durchaus einen „Hau“ hätten. Er<br />

erzählt von Sammlerbörsen, die er<br />

zeitweise vier bis fünf Mal im Jahr<br />

besucht hatte. Von Betrügern, die<br />

ihm übers Internet beschädigte<br />

Krüge als „mangelfrei“ verkaufen<br />

wollten. Und von Gerichtsverhandlungen.<br />

Schon mehrfach<br />

musste Rudolf Groß-Ilbeck Krug-<br />

Verkäufer verklagen, weil diese ihr<br />

Schmuckstück bereits rechtskräftig<br />

an ihn verkauft hatten, letztlich<br />

dann doch zurückziehen wollten,<br />

weil sie auf einen noch höheren<br />

Verkaufspreis aufgrund nachträglich<br />

gestiegener Nach-<br />

Werkstatt <strong>für</strong>Schmuck<br />

Unverstellter Blick vom Dachbo<strong>den</strong> ins Wohnzimmer: Reservistenkrüge, wohin das Auge reicht.<br />

Meister im Goldschmiede-Handwerk<br />

In Schongau beim Ballenhaus,<br />

Tel. 08861 7584 oder 0151 599 405 12<br />

www.schongauer-goldschmiede.de<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 7


Wenn du merkst,<br />

wie viel Spaß du<br />

gerade hast,<br />

obwohl es andere <strong>den</strong><br />

„Ernst des Lebens“ nennen.<br />

Deine AUSBILDUNG bei Hirschvogel<br />

alles außer langweilig!<br />

Wir freuen<br />

uns auf deine<br />

Bewerbung!<br />

frage spekulierten. Ein Fall – der<br />

seltene Krug wurde bei „Bares<br />

<strong>für</strong> Rares“ fälschlicherweise als<br />

Kopie bewertet und danach vom<br />

Besitzer an Gross-Ilbeck verkauft –<br />

nahm sogar derart große Auswüchse<br />

an, dass sich die Bildzeitung<br />

beim ehemaligen Jet-Piloten<br />

meldete. „Die Szene ist nicht groß.<br />

Aber innerhalb dieser Szene musst<br />

du verdammt schnell sein, um die<br />

wertvollsten und schönsten Krüge<br />

zu erschwinglichen Preisen zu<br />

bekommen.“ Apropos: Im Rahmen<br />

einer Versteigerung blätterte<br />

Groß-Ilbeck auch mal 11 000 Euro<br />

(!) <strong>für</strong> einen extrem seltenen und<br />

bestens erhaltenen Reservistenkrug<br />

auf <strong>den</strong> Tisch. „Wir waren<br />

zu zweit, und haben uns ein ums<br />

andere Mal überboten.“ Die eigentliche<br />

Preisspanne <strong>für</strong> Reservistenkrüge<br />

liegt derzeit in etwa<br />

bei 50 bis 100 Euro, Ten<strong>den</strong>z jedoch<br />

stark sinkend. Warum? „Vor<br />

zehn Jahren waren die Krüge noch<br />

zwei bis drei Mal so teuer. Da die<br />

Inhaber großer Sammlungen natürlicherweise<br />

jedoch wegsterben,<br />

überschwemmen die Krüge<br />

<strong>den</strong> Markt.“ Gleichzeitig kommen<br />

immer weniger neue Sammler<br />

hinzu, was zu einem Überangebot<br />

führt, das wiederum die Preise<br />

sprichwörtlich in <strong>den</strong> Keller<br />

drückt. Groß-Ilbeck geht an dieser<br />

Stelle noch weiter und prophezeit:<br />

„In zwei Generationen wird es keine<br />

Sammlungen mehr geben. Die<br />

Krüge wer<strong>den</strong> auf dem Müll lan<strong>den</strong><br />

und nur ganz wenige irgendwo<br />

im Keller oder auf dem Dachbo<strong>den</strong><br />

überleben.“ Damit würde<br />

ein Teil deutscher Kulturgeschichte<br />

und Kneipenkultur verloren gehen.<br />

Wie viel seine gigantische,<br />

wohl weltweit einzigartige Sammlung<br />

insgesamt Wert ist, kann er<br />

allerdings nicht sagen.<br />

Was passiert mit<br />

<strong>den</strong> Krügen?<br />

Insofern ist der Offizier a. D. (außer<br />

Dienst) ein wenig hin und her<br />

gerissen, was die Zukunft seiner<br />

eigenen, Sammlung betrifft. „Einerseits<br />

kann es mir völlig egal<br />

sein, was nach meinem Tod mit<br />

<strong>den</strong> Krügen passiert – ich kann<br />

schließlich nichts mitnehmen.“<br />

Andererseits ist seine Sammlung<br />

von derart gigantischem Ausmaß,<br />

dass sie einen langfristigen Platz<br />

in Ehren verdient hätte. <strong>Das</strong> Problem:<br />

Museen wie beispielsweise<br />

das Bayerische Armeemuseum<br />

in Ingolstadt wäre ein geeigneter<br />

Ort <strong>für</strong> seine Sammlung, hat aber<br />

„angeblich“ keinen Platz da<strong>für</strong>.<br />

Darüber hinaus sind Sammlungen<br />

mit militärischen Hintergrün<strong>den</strong><br />

grundsätzlich politisch nicht<br />

wirklich erwünscht, „weil es dem<br />

Rechtsradikalismus vermeintlichen<br />

Vorschub leisten könnte“.<br />

Rudolf Groß-Ilbeck betrachtet<br />

seine Reservistenkrüge in jedem<br />

Falle als wertvolle Lehr- und Studien-Sammlung,<br />

die ernsthaften<br />

Interessenten jederzeit offensteht.<br />

Und sollte jemand einen Krug haben,<br />

<strong>den</strong> er abgeben, oder über<br />

dessen Geschichte er genauer<br />

Bescheid wissen möchte? Rudolf<br />

Groß-Ilbeck (Tel. 08868 / 567) freut<br />

sich über je<strong>den</strong> Anruf.<br />

js<br />

Starte Deine Zukunft – mit einer Ausbildung, in der Abwechslung, viel Spaß und glänzende<br />

Aussichten inklusive sind! Informiere Dich über unsere Ausbildungsberufe:<br />

• Industriemechaniker (m/w/d)<br />

• Zerspanungsmechaniker (m/w/d)<br />

• Elektroniker (m/w/d)<br />

• Mechatroniker (m/w/d)<br />

• Werkstoffprüfer (m/w/d)<br />

• Technischer Produktdesigner (m/w/d)<br />

• Industriekaufmann (m/w/d)<br />

• Fachinformatiker (m/w/d)<br />

• Dualer Stu<strong>den</strong>t (m/w/d)<br />

Wirtschaftsinformatik<br />

FINDE AUCH DU HERAUS, WARUM DER „ERNST DES LEBENS“ BEI UNS SO VIEL<br />

SPAß MACHT!<br />

Weitere Informationen findest Du hier:<br />

hirschvogel.com/karriere<br />

IMPRESSIVE PEOPLE.<br />

IMPRESSIVE PRODUCTS.<br />

Gartenweg 10<br />

86975 Bernbeuren<br />

Tel: 08860 922570<br />

dreher-haustechnik.de<br />

SANITÄR HEIZUNG SPENGLEREI<br />

Wir installieren<br />

Zukunft!<br />

<strong>Das</strong> Wertvollste an Reservistenkrügen sind die aus Zinn gegossenen Deckel samt Daumendrücker und filigran<br />

gestalteten Figuren und anderweitigen Motiven, die an die jeweilige Einheit ehemaliger Soldaten erinnern.<br />

8 | <strong>altlandkreis</strong>


Auf der Roten Couch<br />

Herr der Gesetze<br />

Kurzes Zeitfenster: Bis zu<br />

80 Hauptverhandlungen pro<br />

Woche fin<strong>den</strong> im Weilheimer<br />

Amtsgericht statt. Um Direktor<br />

Dr. Lars Baumann im Gerichtssaal<br />

zu fotografieren, mussten<br />

er, die Rote Couch und Fotograf<br />

Felix Baab das Zeitfenster der<br />

rund einstündigen Mittagspause<br />

effektiv nutzen.<br />

Foto: Felix Baab<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 9


Weilheim | Als Gruppenleiter der<br />

Staatsanwaltschaft in Augsburg<br />

hatte Dr. Lars Baumann mit Mord<br />

und Totschlag zu tun. Seit April<br />

2019 leitet der aus Friedberg stammende<br />

Hobby-Golfer das Amtsgericht<br />

in Weilheim, wo<strong>für</strong> er viele<br />

weitere Erfahrungen in der Juristerei<br />

gesammelt hatte. Nach Abi,<br />

Wehrdienst, Jurastudium und Promotion<br />

im Jugendstrafrecht startete<br />

er seine Laufbahn zunächst<br />

als Staatsanwalt <strong>für</strong> Verkehr, dann<br />

Wirtschaftsstrafrecht. Er wechselte<br />

als Zivil-, Ermittlungs- und Strafrichter<br />

ans Amtsgericht Augsburg,<br />

ehe er nach dieser lehrreichen Station<br />

als Gruppenleiter der Staatsanwaltschaft<br />

<strong>für</strong> Kapitalstrafrecht<br />

Vize-Direktor des Amtsgerichts<br />

Aichach, später sogar Vorsitzender<br />

Richter am Landgericht München<br />

I wurde. Heute, als Direktor<br />

des Weilheimer Amtsgerichts, ist<br />

Dr. Lars Baumann nicht nur <strong>für</strong><br />

90 Mitarbeiter, Verwaltung und<br />

Gebäudeunterhalt verantwortlich.<br />

Nach wie vor arbeitet er auch als<br />

Richter im Strafrecht, in Bußgeldsachen<br />

und bei Abschiebehaft. Im<br />

großen Interview auf der Roten<br />

Couch spricht der 50-Jährige über<br />

die intensivsten Fälle seiner bisherigen<br />

Laufbahn, 80 Verhandlungen<br />

pro Woche und die höchstmögliche<br />

Strafe, die an einem Amtsgericht<br />

verhängt wer<strong>den</strong> darf. Außerdem<br />

verrät er seinen aktuellen Wohnort<br />

und gibt offen und ehrlich zu, dass<br />

die menschlich-moralische Komponente<br />

sehr wohl eine gewichtige<br />

Rolle spielt im Rahmen einer<br />

Urteilsverkündung.<br />

Herr Dr. Baumann, wie gefährlich<br />

lebt der Direktor eines Gerichts?<br />

Nicht gefährlicher, als ein anderer<br />

Richter. Wir haben es natürlich<br />

immer wieder mal mit schwierigen,<br />

zum Teil auch unberechenbaren<br />

Personen zu tun. Und in <strong>den</strong><br />

1980er ging der Trend tatsächlich<br />

auch hin zum offenen Haus, was<br />

jedoch Angriffe und Anschläge<br />

auf Richter und Personal zur Folge<br />

10 | <strong>altlandkreis</strong><br />

hatte. Seither wer<strong>den</strong> Besucher im<br />

Eingangsbereich von Wachtmeistern<br />

wieder kontrolliert, bevor sie<br />

unsere Büros oder eine öffentliche<br />

Gerichtsverhandlung in unserem<br />

Haus betreten dürfen.<br />

Seit 1. April 2019 sind Sie Direktor<br />

des Weilheimer Amtsgerichts. Ihr<br />

Traumjob?<br />

Als Kind habe ich eher vom Beruf<br />

des Feuerwehrmanns oder Mediziners<br />

geträumt. Im Laufe der<br />

Schulzeit auf dem Gymnasium<br />

habe ich jedoch <strong>für</strong> mich entdeckt,<br />

dass es mir Spaß macht zu debattieren,<br />

Probleme schnell zu erfassen,<br />

sie mit anderen Personen zu<br />

diskutieren und Lösungen zu fin<strong>den</strong>.<br />

Eigenschaften, die man in der<br />

Juristerei braucht.<br />

Warum haben Sie sich <strong>für</strong> die Justiz<br />

entschie<strong>den</strong> – sie hätten auch in der<br />

freien Wirtschaft als Anwalt arbeiten<br />

können?<br />

Ich habe mal ein Praktikum in<br />

einer namhaften Rechtsanwaltskanzlei<br />

gemacht und fand es eher<br />

erschreckend, wie nahe manche<br />

Verteidiger ihren Mandanten stehen.<br />

Mit einem Vergewaltiger per<br />

Du zu sein, könnte ich mir nicht<br />

vorstellen.<br />

Um „Chef“ eines Amtsgerichts zu<br />

wer<strong>den</strong>, gilt es sicherlich Grundvoraussetzungen<br />

zu erfüllen?<br />

Ein gutes Staatsexamen in Jura.<br />

Großes Interesse an der Verwaltung,<br />

am Führen von Personal und<br />

am Unterhalt des Gebäudes. Und<br />

man sollte Erfahrung in vielen juristischen<br />

Bereichen gesammelt<br />

haben, um sich in allen Fachbereichen<br />

gut auszukennen und Überblick<br />

zu bewahren.<br />

Gespräch im Hinterhof: Dr. Lars Baumann (re.) mit „<strong>altlandkreis</strong>“-Redakteur Johannes Schelle.<br />

Ein klassischer Arbeitstag von Ihnen?<br />

Mein Tag beginnt damit, dass ich<br />

in der Früh mein Büro betrete und<br />

erstmal die Kaffeemaschine bediene.<br />

Anschließend wird der PC<br />

hochgefahren, um Mails zu checken,<br />

ehe ich mit meinen Vorzimmerdamen<br />

und dem Geschäftsleiter<br />

über Besonderheiten und <strong>den</strong><br />

bevorstehen<strong>den</strong> Tagesablauf spreche.<br />

Danach schaue ich mir meine<br />

Akten durch, bearbeite diese und<br />

kümmere mich um sämtliche Verwaltungsaufgaben.<br />

Im Laufe des<br />

Tages stehen auch immer wieder<br />

Personalgespräche an. Darüber hinaus<br />

gibt es noch die klassischen<br />

Sitzungstage <strong>für</strong> mich, an <strong>den</strong>en<br />

ich als Richter arbeite.<br />

Für einen Direktor arbeiten Sie<br />

ziemlich viele Bereiche eigenständig<br />

ab. Warum?<br />

Wer ein Gericht gut leiten will,<br />

muss von allem im Haus Bescheid<br />

wissen und die Geschicke selbst<br />

mitleiten, um nicht von manchen<br />

Sachen überrollt zu wer<strong>den</strong>. <strong>Das</strong><br />

Wort das Direktors hat oft ein<br />

nochmals höheres Gewicht –<br />

umso wichtiger, Bescheid zu wissen.<br />

<strong>Das</strong> Einzugsgebiet des Weilheimer<br />

Amtsgerichts?<br />

Ist schnell erklärt: Der komplette<br />

Landkreis Weilheim-Schongau. Es<br />

gab auch noch eine Zweigstelle<br />

von uns in Schongau, die jedoch<br />

im Jahr 2009 samt Personal nach<br />

Weilheim verlagert wurde, was<br />

organisatorisch und verwaltungstechnisch<br />

Vieles erleichtert hat.<br />

Welche Verfahren wer<strong>den</strong> im Weilheimer<br />

Amtsgericht, bestehend aus<br />

drei Hauptgebäu<strong>den</strong> an der Alpenstraße<br />

sowie einem Nebengebäude<br />

an der Waisenhausstraße, behandelt?<br />

Zivilrecht, Strafrecht, Betreuungsrecht,<br />

Nachlassrecht, Grundbuchrecht,<br />

Insolvenzrecht, Vollstreckung<br />

und Zwangsversteigerung. Wir haben<br />

hier <strong>den</strong> breiten Strauß der<br />

Zuständigkeiten unter einem Dach<br />

vereint. Ich sage deshalb immer:<br />

<strong>Das</strong> Amtsgericht ist das Gericht,<br />

das dem Bürger am Nächsten ist,<br />

weil es die täglichen Belange des<br />

Alltags abdeckt.<br />

Konkrete Beispiele?<br />

Diebstahl, Betrug, Trunkenheit im<br />

Verkehr, Unfallflucht, Körperverletzungen<br />

und Betäubungsmittel-<br />

Kriminalität, aber auch Mietrecht,<br />

Betreuungsfragen bei älteren Personen,<br />

Grundstückskäufe, sowie<br />

Streitereien unter Nachbarn, Eheleuten<br />

und in Familien.<br />

Wie kommt es überhaupt zu einer<br />

Gerichtsverhandlung?<br />

Zunächst muss differenziert wer<strong>den</strong><br />

zwischen <strong>den</strong> einzelnen Rechtsgebieten.<br />

Im Strafrecht kommt es zunächst<br />

zu einer Strafanzeige, oder<br />

es wird über Amtswegen von der<br />

Polizei ermittelt. Sind die Ermittlungen<br />

der Polizei abgeschlossen,<br />

geht eine Akte zur Staatsanwaltschaft,<br />

die diese Akte prüft und entscheidet,<br />

ob es eine nachweisbare<br />

Straftat gibt. Wenn nicht, oder das<br />

Verschul<strong>den</strong> ist nur gering, wird<br />

das Verfahren eingestellt. Wenn<br />

doch, wird Anklage erhoben, uns<br />

die Akte geschickt und es kommt<br />

zu einer Hauptverhandlung vor Gericht.<br />

Heißt: 70 Prozent aller Fälle<br />

erledigen sich bereits, bevor sie<br />

hier bei uns im Amtsgericht auf<br />

<strong>den</strong> Tisch kommen.<br />

Umso erstaunlicher, dass Sie und<br />

Ihre Mitarbeiter trotzdem 70 bis 80<br />

Gerichtsverhandlungen pro Woche<br />

abzuhandeln haben. Mehr Verurteilungen<br />

oder Freisprüche?<br />

Im Strafrecht sind Freisprüche sehr<br />

selten, weil durch diese eben angesprochenen<br />

Filterfunktionen im<br />

Vorfeld die meisten nicht strafbaren<br />

oder nicht nachweisbaren<br />

Taten schon eingestellt wer<strong>den</strong>.<br />

Man darf aber auch nicht vergessen,<br />

dass wir viele Verhandlungen


im Zivilrecht und Familienrecht<br />

haben.<br />

Die höchstmögliche Strafe an einem<br />

Amtsgericht?<br />

Wir haben eine Strafgewalt von<br />

bis zu vier Jahren Gefängnis. Alles,<br />

was darüber hinausgeht, zum Beispiel<br />

schwerer Raub, Vergewaltigung<br />

oder Mord, geht direkt vors<br />

Landgericht.<br />

Wie lange dauert eine Gerichtsverhandlung?<br />

Ganz unterschiedlich. Manche 30<br />

Minuten, andere <strong>den</strong> ganzen Tag.<br />

Am Beispiel La<strong>den</strong>diebstahl ist<br />

die Sachlage meist klar, der Fall<br />

einfach zu lösen, insbesondere<br />

bei einem geständigen Täter. Man<br />

hat aber auch komplexe Fälle,<br />

beispielsweise Untreue, die mehr<br />

Vorbereitung und eine längere<br />

Verhandlungszeit benötigen.<br />

Mitte März 2020, erster Lockdown in<br />

Deutschland: Was hat sich seit Pandemie-Beginn<br />

<strong>für</strong> Sie, Ihre Mitarbeiter,<br />

aber auch Kläger, Angeklagte,<br />

Anwälte und Besucher verändert?<br />

Wir mussten eine gute Balance<br />

fin<strong>den</strong> zwischen der Aufrechterhaltung<br />

des Betriebes und dem<br />

Schutz unseres Personals, der am<br />

Prozess beteiligten Personen sowie<br />

der Besucher und Pressevertreter.<br />

<strong>Das</strong> Amtsgericht hat viele<br />

Aufgaben zu erfüllen, die nicht<br />

warten können. Zum Beispiel,<br />

im Betreuungsrecht, die Unterbringung<br />

einer Person. Andere<br />

Entscheidungen im Straf- und<br />

Zivilrecht konnten dagegen verschoben<br />

wor<strong>den</strong>, was zu Hoch-<br />

Inzi<strong>den</strong>z-Zeiten auch notwendig<br />

war, weil eine Gerichtsverhandlung<br />

unter Einhaltung der Hygieneschutz-Maßnahmen<br />

schwer<br />

umzusetzen war.<br />

Auch deshalb, weil sich ein Teil Ihrer<br />

Mitarbeiter mit Corona infizierte?<br />

Wir hatten acht positive Fälle bei<br />

internen sowie zwei bei externen<br />

Mitarbeitern, die überwiegend<br />

glimpflich, ohne Symptome und<br />

Folgeschä<strong>den</strong>, verlaufen sind. Wir<br />

hatten aber auch zwei Fälle mit sogenanntem<br />

Long-Covid-Syndrom,<br />

wo die Mitarbeiter über zwei Monate<br />

hinweg krank waren. Die<br />

sind inzwischen wieder genesen,<br />

berichten aber nach wie vor von<br />

Nachwehen wie schnellerer Erschöpfung.<br />

<strong>Das</strong> hat uns allen sehr<br />

deutlich gezeigt, dass die Pandemie<br />

niemand auf die leichte Schulter<br />

nehmen darf.<br />

Sind derzeit Besucher zugelassen<br />

bei Gerichtsverhandlungen?<br />

<strong>Das</strong> Gesetz sagt, dass Besucher im<br />

Rahmen öffentlicher Verhandlungen<br />

zugelassen wer<strong>den</strong> müssen.<br />

Aufgrund Abstandsgebot haben<br />

wir die Anzahl der maximal erlaubten<br />

Besucher jedoch stark reduziert<br />

– Mitte Mai beispielsweise<br />

konnten wir im Sitzungssaal 3 nur<br />

sechs der insgesamt 24 Sitzplätze<br />

anbieten.<br />

Was halten Sie grundsätzlich von<br />

öffentlichen Gerichtsverhandlungen?<br />

Sehr viel, weil die Öffentlichkeit<br />

die Justiz kontrollierbarer macht.<br />

Außerdem sollte ein Richter seine<br />

Entscheidung immer so begrün<strong>den</strong>,<br />

dass sie die breite Masse<br />

der Menschheit versteht. Und das<br />

funktioniert nur, wenn Besucher<br />

und Vertreter der Presse dabei sein<br />

können.<br />

Eltern einer Schülerin klagten vor<br />

dem Weilheimer Amtsgericht gegen<br />

die Maskenpflicht im Schulunterricht,<br />

und bekamen Recht. Hätten<br />

Sie damit gerechnet, dass dieser Fall<br />

<strong>für</strong> bundesweite Schlagzeilen sorgt?<br />

Als ich von der Entscheidung erfahren<br />

habe, war mir klar, dass<br />

sie öffentlichkeitswirksam ist – unabhängig<br />

davon, wie man sie juristisch<br />

betrachtet. Nur so viel: Ich<br />

habe selbst regelmäßig mit Ordnungswidrigkeiten<br />

im Bereich des<br />

Infektionsschutzgesetzes zu tun<br />

und dabei Personen verurteilt, die<br />

sich nicht an die Maskenpflicht gehalten<br />

haben.<br />

Wie wichtig ist bei Urteilsentscheidungen<br />

die menschlich-moralische<br />

Komponente?<br />

Für jeman<strong>den</strong>, der aus sozialer Not<br />

heraus Lebensmittel stielt, ist das<br />

Verständnis größer als <strong>für</strong> jeman<strong>den</strong>,<br />

der rein aus Luxusproblemen<br />

heraus eine Uhr stielt. Letztlich<br />

gibt das Gesetz einen bestimmten<br />

Rahmen <strong>für</strong> bestimmte Straftaten<br />

vor – und innerhalb dieses Rahmens<br />

spielt auch die menschliche<br />

Komponente in das Urteil eines<br />

Richters mit rein. Insbesondere,<br />

wenn es um die Höhe der jeweiligen<br />

Strafe geht.<br />

Welche Bedeutung haben an dieser<br />

Stelle Schöffen, die ehrenamtlichen<br />

Richter?<br />

Schöffen sind Laienrichter und<br />

nehmen als Beisitzer an der<br />

Hauptverhandlung teil, wobei ihnen<br />

dieselben Stimmrechte<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 11


wie dem Berufsrichter zukommen.<br />

Sie vertreten die Bevölkerung und<br />

bringen auch ihre persönlichen Erfahrungen<br />

mit in <strong>den</strong> Strafprozess<br />

ein. <strong>Das</strong> sorgt <strong>für</strong> Verständlichkeit<br />

von Verfahren und Urteil.<br />

Hat sich das Strafverhalten der Gesellschaft<br />

grundlegend verändert die<br />

vergangenen Jahrzehnte?<br />

Was früher oft am nächsten Tag<br />

schon wieder vergessen war, wird<br />

heute auf sozialen Plattformen<br />

festgehalten. In der Hinsicht haben<br />

es Jugendliche sicherlich schwerer<br />

als früher, da<strong>für</strong> bekommen sie in<br />

vielen Bereichen mehr Aufmerksamkeit<br />

und Unterstützung, wer<strong>den</strong><br />

stärker gefördert. Insofern ist<br />

es heutzutage weder besser noch<br />

schlechter also vor 30, 40 Jahren,<br />

nur anders. Was mir tatsächlich<br />

Sorge macht…<br />

<strong>Das</strong> wäre?<br />

<strong>Das</strong>s gewisse Grenzen immer<br />

weiter überschritten wer<strong>den</strong>. Gerade<br />

bei Deliktsstrukturen wie<br />

Kinderpornographie. Vor 40 Jahren<br />

gab es so etwas kaum. Allein<br />

deshalb nicht, weil an solche Medien<br />

kaum jemand rangekommen<br />

ist. Durch das Internet sind diese<br />

Dinge viel leichter zugänglich, was<br />

zugleich dazu führt, dass bei vielen<br />

auch die Hemmschwelle gegenüber<br />

Kinderpornographie und ähnlichen<br />

Verbrechen sinkt.<br />

Ein Fall geht in die nächsthöhere Instanz.<br />

Was heißt das?<br />

Wenn ein Angeklagter mit einem<br />

Urteil nicht zufrie<strong>den</strong> ist, kann er<br />

Berufung oder Revision einlegen.<br />

In der Berufung wird das Urteil<br />

dann vom nächsthöheren Gericht<br />

geprüft und neu bewertet. Manchmal<br />

führt die Berufung zum Erfolg,<br />

weil andere oder neue Aspekte<br />

zum Tragen kommen. Zum Beispiel,<br />

wenn ein Drogenabhängiger,<br />

der zwischenzeitlich in Therapie<br />

gegangen ist, sich zum Positiven<br />

veränderte, könnte die Frage der<br />

Bewährung neu bewertet wer<strong>den</strong>.<br />

Der kurioseste Fall unter Ihrer Amtszeit<br />

in Weilheim?<br />

Im Rahmen eines Verfahrens kam<br />

eine ältere Person, rund 80 Jahre,<br />

wegen eines Verkehrsunfalls zu<br />

mir, <strong>den</strong> sie verschuldet haben soll.<br />

<strong>Das</strong> Verfahren endete so, dass die<br />

Geldbuße geringfügig reduziert<br />

wurde. Kurze Zeit später kam ein<br />

Wachtmeister zu mir ins Büro und<br />

fragte, ob ich schon gesehen hätte,<br />

dass draußen im Innenhof die<br />

Treppe massiv beschädigt sei. Nach<br />

Auswertung des Überwachungsvideos<br />

konnten wir feststellen, wie<br />

der Mann aus diesem Ordnungswidrigkeits-Verfahren<br />

unmittelbar<br />

vor der Hauptverhandlung mit<br />

seinem SUV vom oberen Bereich<br />

unseres Innenhofs über eine steil<br />

abfallende Fußgängertreppe in<br />

<strong>den</strong> eineinhalb Meter tieferen, unteren<br />

Bereich des Innenhofs gefahren<br />

ist, um dort zu parken. <strong>Das</strong>s er<br />

dabei sowohl die Treppe als auch<br />

sein eigenes Auto zum Teil stark<br />

beschädigt hatte, teilte er weder<br />

mir noch anderen Mitarbeitern unseres<br />

Hauses mit. Die geringfügige<br />

Reduzierung des Bußgeldes führte<br />

letztlich zu einer vielfach höheren<br />

Geldstrafe sowie einem mehrmonatigen<br />

Fahrverbot wegen unerlaubten<br />

Entfernens vom Unfallort.<br />

Alles andere als zum Schmunzeln:<br />

Ihre Zeit als Gruppenleiter der<br />

Staatsanwaltschaft Augsburg, in der<br />

sie Kapitalverbrechen mit Mord- und<br />

Totschlag, zum Beispiel <strong>den</strong> „Penzinger<br />

Güllegruben-Mord“ sowie <strong>den</strong><br />

„Augsburger Polizisten-Mord“, geleitet<br />

haben. Die prägendste Zeit Ihrer<br />

bisherigen beruflichen Laufbahn?<br />

Definitiv. <strong>Das</strong> sind, neben sexuellem<br />

Missbrauch von Kindern, die<br />

schlimmsten Fälle, die in der Justiz<br />

behandelt wer<strong>den</strong>. Normalerweise<br />

bewahrt man im Rahmen seiner<br />

Tätigkeit eine sogenannte klinische<br />

Distanz zu <strong>den</strong> Opfern. Bei Tötungsdelikten<br />

unter Erwachsenen gelingt<br />

das in der Regel auch, um nach<br />

Feierabend abschalten zu können.<br />

Bei Tötungsdelikten gegen Kinder –<br />

ich hatte mal einen Fall, bei dem<br />

eine Mutter ihre vierjährige Tochter<br />

erstickt hatte – gelingt das nicht<br />

mehr.<br />

Schlaflose Nächte?<br />

<strong>Das</strong> zum Glück nicht, da ich grundsätzlich<br />

emotional sehr stabil bin.<br />

Außerdem habe ich mir diese Aufgabe<br />

im Bereich der Kapitalverbrechen<br />

auch wohl überlegt im Vorfeld,<br />

mich gut darauf vorbereitet.<br />

Unter anderem war ich im Vorfeld<br />

bei der Obduktion einer Leiche dabei<br />

und mir letztlich sicher, dass<br />

ich diese Aufgabe gut bewältigen<br />

kann.<br />

Ihre schwierigste Aufgabe als Gruppenleiter<br />

der Augsburger Staatsanwaltschaft?<br />

Dem ermordeten Opfer, das ja<br />

nicht mehr anwesend sein kann im<br />

Rahmen der Gerichtsverhandlung,<br />

trotzdem eine Stimme zu geben.<br />

<strong>Das</strong> ist eine sehr wichtige Aufgabe,<br />

die besonders viel Fingerspitzengefühl<br />

verlangt.<br />

Die brenzlichste Situation, die Sie je<br />

in einem Gerichtssaal erlebt haben?<br />

Ich hatte mal Haftbefehl gegen<br />

einen Beschuldigten erwirkt, weil<br />

dieser mit einer Schreckschusspistole<br />

in das Gesicht seines Nachbarn<br />

geschossen hatte, diesen dadurch<br />

schwer verletzte. Wenige Tage später<br />

wollte die Frau des Täters einen<br />

Sprechschein bei mir im Büro abholen.<br />

Gott sei Dank wurde sie am<br />

Eingang kontrolliert – sie hatte in<br />

ihrer Handtasche ebenfalls eine<br />

gela<strong>den</strong>e Schreckschusspistole.<br />

<strong>Das</strong> war allerdings nicht in Weilheim,<br />

sondern Augsburg.<br />

Ein geplanter Anschlag auf Sie!<br />

Überlegt man an solchen Tagen doppelt<br />

und dreifach, seinen Beruf zu<br />

wechseln?<br />

Auch Feuerwehrmänner oder Polizisten<br />

haben ein erhöhtes Risiko<br />

auf Leib und Leben, und trotzdem<br />

erlernen diese Berufe viele Menschen<br />

und fin<strong>den</strong> darin ihr Glück.<br />

Wenn ich be<strong>den</strong>ke, insbesondere<br />

in Zeiten dieser Pandemie, welch<br />

großes Risiko Mediziner eingehen,<br />

dann ist das von mir wesentlich geringer<br />

einzuschätzen. Letztlich finde<br />

ich meinen Beruf nach wie vor<br />

spannend und abwechslungsreich,<br />

weil man sich nicht nur mit Gesetzestexten<br />

auseinanderzusetzen<br />

hat, sondern auch tiefen Einblick<br />

in das Leben anderer Menschen<br />

bekommt.<br />

Vorbildlich: Dr. Lars Baumann mit<br />

Mundschutz im Gericht.<br />

Dabei sind Prozesse am Weilheimer<br />

Amtsgericht, verglichen mit Mordfällen,<br />

geradezu nichtig klein.<br />

Sie sind anders, aber nicht nichtig<br />

klein. Es handelt sich natürlich<br />

um Delikte, die geringer bestraft<br />

wer<strong>den</strong>. Aber <strong>für</strong> <strong>den</strong> Angeklagten<br />

sind auch Prozesse am Amtsgericht<br />

sehr einschnei<strong>den</strong>d. Wir haben es<br />

oft mit einfachen Bürgern zu tun,<br />

die zum ersten Mal vor Gericht stehen.<br />

Zum Beispiel, wenn jemand<br />

betrunken Auto fährt oder sich<br />

unerlaubt vom Unfall entfernt. Für<br />

jeman<strong>den</strong>, der vorher nie straffällig<br />

war, ist dieser vermeintlich „nichtige“<br />

Prozess von großer, existenzieller<br />

Bedeutung.<br />

Auf der Internetseite „justiz.bayern.<br />

de“ findet der User unter „Amtsgericht<br />

Weilheim“ und „Gerichtsvollzieher“<br />

<strong>den</strong> Reiter „Auktionsplattform“.<br />

Was gibt’s da zu ersteigern?<br />

Eine ganze Fülle von Gegenstän<strong>den</strong>.<br />

Angefangen beim großen<br />

Waschmittelvorrat über Schmuck,<br />

PCs, Laptops und Handys bis hin zu<br />

Fahrrädern, Autos und Wohnwagen.<br />

Neben dieser Online-Plattform<br />

gibt’s auch Präsenzversteigerungen<br />

vor Ort, deren Termine über Tageszeitungen<br />

bekanntgegeben wer<strong>den</strong><br />

und durchaus beliebt sind in der<br />

Bevölkerung, weil immer wieder<br />

Schnäppchen zu machen sind.<br />

Woher kommen diese Wertgegenstände?<br />

Es können Tatmittel von Tätern<br />

eingezogen wer<strong>den</strong>, zum Beispiel<br />

Handys, die zum Dealen mit Betäubungsmitteln<br />

genutzt wur<strong>den</strong>.<br />

Oder Autos, weil jemand damit<br />

illegale Rennen auf öffentlichen<br />

Straßen veranstaltet hat. Die eingenommenen<br />

Gelder fließen dann<br />

in <strong>den</strong> allgemeinen Justizhaushalt.<br />

Die andere Säule in diesem Bereich<br />

ist die der Gerichtsvollzieher, zum<br />

Beispiel bei nichtbezahlten For-<br />

12 | <strong>altlandkreis</strong>


derungen oder Insolvenzen – Gegenstände<br />

wer<strong>den</strong> gepfändet und<br />

versteigert. Wobei der Erlös daraus<br />

nicht in <strong>den</strong> Justizhaushalt fließt,<br />

sondern an die Gläubiger geht.<br />

Sie sind auch Prüfer <strong>für</strong> das erste und<br />

zweite juristische Staatsexamen?<br />

Der Nachwuchs von heute sind die<br />

Kollegen von morgen. Je besser die<br />

jungen Männer und Frauen ausgebildet<br />

wer<strong>den</strong>, desto besser gestaltet<br />

sich die spätere Zusammenarbeit.<br />

Man selbst hat auch mal<br />

eine Ausbildung genossen, wo<strong>für</strong><br />

andere Personen Arbeit aufgewendet<br />

haben. Insofern fühle ich mich<br />

auch ein Stück weit in der Pflicht,<br />

etwas von meinem inzwischen gesammelten<br />

Erfahrungsschatz an<br />

junge Menschen zurückzugeben.<br />

Kommen ausreichend, gute Juristen<br />

nach?<br />

Ich <strong>den</strong>ke, dass wir hinreichend<br />

Juristen haben. Wo es uns an Personal<br />

fehlt: Im Unterstützungsbereich.<br />

Insbesondere in Großstädten<br />

haben Gerichte immer größere<br />

Probleme, fachlich gute Servicekräfte<br />

zu bekommen. <strong>Das</strong> liegt vor<br />

allem daran, dass Firmen in der<br />

freien Wirtschaft bis zu zwei Drittel<br />

höhere Löhne bezahlen als der<br />

Staat.<br />

Welche Eigenschaften sollte ein angehender<br />

Jurist mitbringen?<br />

Gutes Ausdrucksvermögen. Hohes<br />

Interesse sowohl an Gesetzestexten<br />

als auch Menschen. Und ein methodisches<br />

Verständnis, um analytisch<br />

vorgehen zu können, um Probleme<br />

schnell zu erkennen und um<br />

Dinge auf <strong>den</strong> Punkt zu bringen.<br />

Privat wohnen Sie nicht in Weilheim-<br />

Schongau, sondern im benachbarten<br />

Landsberg am Lech. Eine bewusste<br />

Entscheidung?<br />

Eigentlich wäre es besser, in dem<br />

Landkreis zu wohnen, in dem man<br />

Direktor ist. <strong>Das</strong> hat jedoch <strong>den</strong><br />

Nachteil, dass man sein Privatleben<br />

nicht ganz so einfach organisieren<br />

kann. Wenn man am Vormittag<br />

jeman<strong>den</strong> verurteilt hat, und <strong>den</strong>jenigen<br />

am Nachmittag im Freibad<br />

auf der Liegeweise, beim Bäcker<br />

oder Metzger an der La<strong>den</strong>theke<br />

wieder sieht, ist das durchaus<br />

schwierig. Insofern genieße ich<br />

diese räumliche Distanz durch meinen<br />

Wohnort Landsberg durchaus.<br />

Und was macht Dr. Lars Baumann in<br />

seiner Freizeit, um Stress abzubauen<br />

und schwierige Fälle hinter sich zu<br />

lassen?<br />

Bevor ich zur Arbeit fahre, gehe ich<br />

eine Runde mit dem Hund. Ansonsten<br />

spiele ich seit kurzem Golf –<br />

von der Verwandtschaft habe ich<br />

zum 50. Geburtstag einen Platzreife-Kurs<br />

geschenkt bekommen.<br />

Spätestens an Loch drei hat man<br />

von der Arbeit abgeschaltet.<br />

Zudem verreisen Sie sehr gerne. Wo<br />

waren Sie bislang?<br />

Indonesien, Peru, Indischer Ozean,<br />

Madagaskar, Seychellen, Mexico,<br />

Karibik, Malaysia, Thailand und<br />

Singapur.<br />

Nach dem Abi?<br />

Tatsächlich erst die vergangenen<br />

zehn Jahre. Nach dem Abi hatte ich<br />

nicht das Geld dazu. Ich komme<br />

aus einfachen Verhältnissen, mein<br />

Vater war Zimmermann. Insofern<br />

war ich damals froh, mir mein Studium<br />

leisten zu können.<br />

Wie sehr kommt Ihnen diese Verwurzelung<br />

zu einem einfach bürgerlichen<br />

Haus heute zu Gute?<br />

Es hilft einem, die Bo<strong>den</strong>haftung<br />

nicht zu verlieren und Verständnis<br />

aufzubringen <strong>für</strong> Menschen, die<br />

nicht ideale Startbedingungen ins<br />

Leben hatten. Wer aus einer gutsituierten<br />

Familie kommt, hat es<br />

einfacher, ein Studium zu finanzieren<br />

und einen relativ geradlinigen<br />

Lebensweg zu beschreiten,<br />

als jemand, der aus schwierigeren<br />

Verhältnissen kommt und mit ganz<br />

anderen Dingen, wie eben Geldsorgen,<br />

zu kämpfen hat.<br />

js<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 13


Harte Arbeit auf der Alm<br />

Stolpern verboten!<br />

So schmeckt<br />

der Sommer!<br />

Große Auswahl gesucht?<br />

Kommen Sie zu uns!<br />

Über 100 e-Bikes zum Probefahren<br />

Click und Meet (je nach Insi<strong>den</strong>z)<br />

Click und Collect mit Probefahrt vor Ort<br />

Unsere Werkstatt ist <strong>für</strong> ALLE Bikes geöffnet<br />

Ihr Lastenrad-Spezialist in der Region<br />

08243 993 33 11<br />

fuchstal@emotion-technologies.de<br />

Bahnhofstraße 24, 86925 Leeder<br />

www.emotion-technologies.de/fuchstal<br />

Altlandkreis | Ein halbes Dutzend<br />

junger Männer und Frauen aus<br />

dem Schongauer Altlandkreis<br />

verbringen <strong>den</strong> Sommer über auf<br />

einer Alm. Am weitesten von der<br />

Heimat entfernt: Margit Lüdemann<br />

aus Wildsteig-Morgenbach. Sie ist<br />

seit Ende Mai auf einer Alpe bei<br />

Bever im Schweizerischen Oberengadin,<br />

dort <strong>für</strong> 180 (!) Stück<br />

Jungvieh alleinverantwortlich. Wie<br />

das geht? „Indem man das, was<br />

man dort oben zu tun hat, über<br />

alles liebt“, sagt die 27-Jährige,<br />

die im Hirtendasein bereits vor<br />

einigen Jahren ihre Berufung gefun<strong>den</strong><br />

hatte, nach Stationen im<br />

Berner Oberland, auf der Brunnenkopfalm<br />

und in Tirol heuer<br />

<strong>den</strong> sechsten (!) Sommer in Folge<br />

auf einer Alm verbringt – das dritte<br />

Mal in Bever. „Bereits als Kind<br />

war ich mit meinen Eltern viel in<br />

<strong>den</strong> Bergen unterwegs und habe<br />

damals schon gesagt, eines Tages<br />

selbst Sennerin sein zu wollen.“<br />

Wahrgewor<strong>den</strong> ist der einstige<br />

Kindheitstraum allerdings erst,<br />

„als ich immer stärker das Gefühl<br />

hatte, aus meinem stressigen Berufsalltag<br />

ausbrechen zu müssen“.<br />

Als Einzelhandelskauffrau stand<br />

sie oft sechs Tage die Woche in<br />

ständigem Kun<strong>den</strong>kontakt, „weshalb<br />

mir wichtig war, Abstand vom<br />

Trubel zu gewinnen, um mehr zu<br />

mir selbst zu fin<strong>den</strong>“. Über eine<br />

Internetplattform wurde sie letztlich<br />

fündig, durfte Teil eines Teams<br />

auf einer Alm bei Adelbo<strong>den</strong> sein<br />

und lernte so <strong>den</strong> langen und<br />

harten Arbeitsalltag in der Höhe<br />

erstmals hautnah kennen. <strong>Das</strong>s es<br />

ihr auf Anhieb derart gut gefällt,<br />

um gar nicht mehr nach Hause<br />

zurückzukehren, ahnte im Familien-<br />

und Bekanntenkreis zunächst<br />

14 | <strong>altlandkreis</strong><br />

niemand. „Ich konnte auf dem Hof<br />

des Bauern, der die Alm betrieb,<br />

auch über <strong>den</strong> Winter helfen.“<br />

Weil diese Anstellung allein jedoch<br />

nicht ausreichte zum (finanziellen)<br />

Überleben, absolvierte<br />

Margit Lüdemann kurzerhand eine<br />

Skilehrerausbildung und bediente<br />

obendrein in einem Fünf-Sterne-<br />

Luxushotel, in dem Topmanager<br />

und Promis von Welt ein- und ausgehen.<br />

Zum Beispiel die US-amerikanische<br />

Sängerin Madonna, die<br />

mit einem geschätzten Vermögen<br />

von mehr als 1 Milliarde US-Dollar<br />

zu <strong>den</strong> reichsten Menschen im<br />

Musikgeschäft gehört.<br />

Idylle am<br />

Tegernsee<br />

Ein Leben in ständigem Rampenlicht<br />

wür<strong>den</strong> Daniela Alvisini,<br />

24, aus Steinga<strong>den</strong> und Christian<br />

Schelle, 26, aus Peiting, gar nicht<br />

wollen. <strong>Das</strong> junge Paar bewirtschaftet<br />

heuer zum zweiten Mal<br />

die idyllisch gelegene Bayralm<br />

bei Kreuth am Tegernsee. Dank<br />

gut ausgebautem Forstweg und<br />

einer angenehmen Höhe von<br />

1100 Metern ist die urige Hütte<br />

ein beliebter Zwischenstopp <strong>für</strong><br />

Mountainbiker und E-Bike-Fahrer.<br />

Selbstbedienung erfrischender<br />

Kaltgetränke aus dem Holzbrunnen,<br />

eine zünftige Brotzeit mit<br />

Bauernbrot, Bergbauernkäse,<br />

Gurken, Tomaten, Zwiebeln,<br />

Griebenschmalz und Speck. Oder<br />

ein leckeres Stück vom selbstgemachten<br />

Kuchen mit frischaufgebrühtem<br />

Kaffee? <strong>Das</strong> Weiterradeln<br />

fällt von diesem Kraftort wahrlich<br />

nicht leicht. Bevor die ersten Gäste<br />

ankommen, waren Schelle und<br />

Alvisini bereits fleißig unterwegs,<br />

um drei voneinander getrennte<br />

Viehbestände auf Vollständigkeit<br />

und Gesundheit zu kontrollieren:<br />

Die jungen Kälber, <strong>den</strong>en das Gebiet<br />

direkt um die Alm zusteht, die<br />

Daniela Alvisini und Christian Schelle bewirtschaften zum zweiten Mal<br />

in Folge die idyllisch gelegene Bayralm bei Kreuth am Tegernsee.


Traumhafte Landschaft <strong>für</strong> Senner und Vieh: Christian Schelle beim Kontrollgang<br />

über <strong>den</strong> Lahngarten am Fuße der Halserspitze.<br />

bei schlechtem Wetter jedoch im<br />

gemütlichen Stall bleiben dürfen<br />

und mit frischem Heu versorgt<br />

wer<strong>den</strong>. Die tragen<strong>den</strong> Jungkühe,<br />

die ebenfalls im Almbereich in<br />

stoischer Ruhe vor sich hin grasen.<br />

Und das restliche Jungvieh, das<br />

<strong>den</strong> Hochsommer auf dem weit<br />

oben liegen<strong>den</strong> Lahngarten am<br />

Fuße der felsigen Halserspitze verbringt.<br />

Heißt <strong>für</strong> die bei<strong>den</strong>: Früh<br />

morgens mit Kraftfutter im Rucksack<br />

erst einige Bergauf-Kilometer<br />

mit dem Mountainbike zurücklegen,<br />

dann über einen schmalen,<br />

zum Teil sehr steilen Pfad zu Fuß<br />

weiterlaufen. Und zwar je<strong>den</strong><br />

Tag, auch bei frischen fünf Grad<br />

und andauerndem Starkregen.<br />

Als Lohn <strong>für</strong> die harte Arbeit im<br />

Hirtendasein sowie bewirten von<br />

Gästen gönnen sich die bei<strong>den</strong><br />

einen Ruhetag. „Den Montag<br />

möchten wir heuer <strong>für</strong> uns nutzen,<br />

um die umliegen<strong>den</strong> Berge<br />

zu erkun<strong>den</strong>.“ Ansonsten freuen<br />

sie sich natürlich über Besuch aus<br />

der Heimat.<br />

Jägerhütte heuer<br />

ohne Bewirtung<br />

Auf letzteres freut sich auch Johanna<br />

Reßle aus Schongau, die heuer<br />

bereits zum vierten Mal die Jägerhütte<br />

oberhalb der Bleckenau bei<br />

Hohenschwangau betreibt. Auch<br />

sie hat einen täglichen, kilometerlangen<br />

und zum Teil absturzgefährdeten<br />

Fußmarsch auf sich<br />

zu nehmen, um Jungvieh aufzusuchen<br />

und zu kontrollieren. Was<br />

ihr und ihrem Spezl, der regelmäßig<br />

helfen wird, heuer erspart<br />

bleibt: Besucherstress. Erstmals<br />

seit vielen Jahren bietet die Jägerhütte<br />

„aus vertraglichen Grün<strong>den</strong><br />

zwischen <strong>den</strong> Schwangauer Bauern<br />

und <strong>den</strong> Staatsforsten“ keine<br />

Einkehrmöglichkeit. <strong>Das</strong> dürfte<br />

sowohl <strong>für</strong> viele Einheimische als<br />

auch potentielle Urlauber wie ein<br />

Schlag ins Gesicht sein, schließlich<br />

gilt die recht abgelegene Jägerhütte<br />

sowohl bei Radfahrern als<br />

auch Wanderern und Bergsteigern<br />

als ein beliebtes, oft „rettendes“<br />

Einkehrziel. Insbesondere auch <strong>für</strong><br />

Wanderer, die vom Graswangtal<br />

kommend über das weniger weit<br />

entfernte Hotel Ammerwald hinaufsteigen.<br />

Noch bekannter bei Einheimischen<br />

wie Touristen: Die Kenzenhütte<br />

bei Halblech, ebenfalls gut<br />

mit Mountainbike oder E-Bike<br />

über eine rund zwölf Kilometer<br />

lange Forst- und Asphaltstraße<br />

erreichbar. Der im Durchschnitt<br />

mittelsteile Weg führt zunächst am<br />

rauschen<strong>den</strong> Halblech entlang,<br />

zweigt dann nach rechts ab, vorbei<br />

an türkisblauen Stauseen und<br />

weitläufigeren Weideflächen, hinter<br />

<strong>den</strong>en die silberschimmern<strong>den</strong><br />

Felswände von Hochplatte und<br />

Geißelstein beeindrucken. An der<br />

von Kenzenkopf, Hasentalkopf und<br />

Grubenkopf eingebetteten Hütte<br />

angekommen, gibt es alles an<br />

Speis und Trank, was das Herz von<br />

Bergsportlern, Radfahrern und<br />

Genussmenschen begehrt. Da<strong>für</strong><br />

verantwortlich ist heuer Franziska<br />

Schlögel, 23 Jahre jung, aus Peiting,<br />

die mit einem rund siebenköpfigen<br />

Team die regelmäßigen<br />

Massenanstürme von Menschen<br />

aller Altersklassen durch verdammt<br />

viel Fleiß, handwerklichem<br />

Geschick sowie Kochkunst<br />

und Kreativität kulinarisch beglücken<br />

wird – mit einem klassischen<br />

Leben auf einer Alm hat dieses<br />

Engagement also wenig zu tun.<br />

Es handelt sich vielmehr um einen<br />

kleineren Gastronomiebetrieb<br />

mit Übernachtungsbetten inmitten<br />

wilder Natur.<br />

Hungrig und voller<br />

Adrenalin<br />

Von all dem Trubel wird Margit<br />

Lüdemann aus Wildsteig-Morgenbach<br />

nichts mitbekommen. Schon<br />

gar nicht ab Anfang <strong>Juli</strong>, wenn sie<br />

mit ihren rund 180 Rindern von<br />

der unteren (1 800 Meter) auf die<br />

obere Alpe zieht – eine auf 2 400<br />

Metern gelegene Steinhütte ohne<br />

Strom, ohne Warmwasser, ohne<br />

Dusche und ohne Bewirtung. Sofern<br />

sie dort oben nicht besucht<br />

wird von Freun<strong>den</strong>, Bekannten,<br />

dem dort zuständigen Jäger oder<br />

einem Senner benachbarter Alpen,<br />

ist sie rund um die Uhr auf<br />

sich allein gestellt. Einzig Kater<br />

„Schorschi“, <strong>den</strong> sie bereits vergangenes<br />

Jahr von zuhause mitgenommen<br />

hatte, leistet ihr auch<br />

heuer wieder Gesellschaft, wenn<br />

plötzlich ein gewaltiges Gewitter<br />

über die umliegen<strong>den</strong> Fels-<br />

Ich finde meinen Weg ….<br />

…mit Regens Wagner in der Region<br />

bei der Ausbildung als Erzieher*in/Kinderpfleger*in<br />

ab 2022 in <strong>den</strong> modernen Räumen einer beruflichen<br />

Schule - Anmeldung ab sofort möglich<br />

www.faks-rottenbuch.de<br />

mit einem Arbeitsplatz als<br />

Erzieher*In/Kinderpfleger*in/Heilerziehungspfleger*in<br />

krisensicher und tarifgerechte Bezahlung mit Zulagen<br />

www.regens-wagner-rottenbuch.de/karriereportal<br />

durch vielfältige Unterstützungs-Assistenzangebote<br />

<strong>für</strong> Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit<br />

und ohne Beeinträchtigung<br />

www.regens-wagner-rottenbuch.de<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 15


Schwerstarbeit: Margit Lüdemann auf dem Weg zum<br />

Errichten kilometerlanger Weidezäune.<br />

Und eine „gesunde Müdigkeit“,<br />

wie Lüdemann es beschreibt.<br />

„Die Tage auf der Alpe<br />

sind lang und anstrengend,<br />

da<br />

brauchst du am<br />

Abend<br />

wirklich<br />

nichts mehr,<br />

fällst aber trotzdem glücklich<br />

und zufrie<strong>den</strong> ins Bett.“ Und<br />

stehst mit Sonnenaufgang wieder<br />

auf. Johanna Reßle sowie Christian<br />

Schelle und Daniela Alvisini bestätigen<br />

dieses Gefühl von „viel zu<br />

tun, aber wesentlich weniger gestresst<br />

zu sein, weil man viel mehr<br />

bei sich und in sich geruhter ist<br />

als im zivilisierten Leben unten im<br />

Tal“. Hinzu kommen tagein tagaus<br />

unvergessliche Naturerlebnisse. In<br />

2 400 Metern Höhe können über<br />

Nacht auch im Hochsommer mal<br />

15 Zentimeter Neuschnee fallen. Es<br />

gibt jede Menge seltene Blumen<br />

und Pflanzen wie Almrausch, Enzian<br />

und Silberdistel zu entdecken.<br />

Und natürlich wildlebende Tiere,<br />

<strong>für</strong> deren Beobachtung die meisten<br />

Wanderer und Radelfahrer zu<br />

spät unterwegs sind. Schelle, Alvisini<br />

und Reßle berichten von Hirkanten<br />

der 3 000er hereinbricht.<br />

„Da wirken unvorstellbare Kräfte,<br />

mit Gewittern bei uns zuhause ist<br />

das nicht zu vergleichen“, sagt die<br />

Hirtin, die ohne Handynetz keinen<br />

aktuellen Wetterbericht zur<br />

Verfügung hat, und aufziehende,<br />

schwarze Wolken hinter <strong>den</strong><br />

breiten, hohen Felswän<strong>den</strong> nicht<br />

immer rechtzeitig bemerken kann.<br />

So kam es auch schon vor, dass<br />

sie noch eine gute Fußstunde von<br />

ihrer wetterschützen<strong>den</strong> Alpe entfernt<br />

war. „Einer meiner Vorgänger<br />

hat deshalb mal einen kleinen,<br />

provisorischen Unterschlupf, eine<br />

Art Steinhöhle mit Blechdach, gebaut.“<br />

Vergangenes Jahr musste<br />

sich Margit Lüdemann tatsächlich<br />

dort hineinretten. „Da hilft dann<br />

nur noch beten“, sagt die Frau,<br />

die ein ganzes Buch über prägende<br />

Erlebnisse aus ihrem Hirten-<br />

<strong>Das</strong>ein im Oberengadin schreiben<br />

könnte. Zum Beispiel über die<br />

schmerzhafte Szene, als direkt vor<br />

ihren Augen ein Rind über einen<br />

felsdurchsetzten Steilhang abgestürzt<br />

und unmittelbar darauf<br />

verstorben ist, letztlich mit einem<br />

Helikopter abtransportiert wer<strong>den</strong><br />

musste. Oder über das beschwerliche<br />

Errichten von Zäunen an steilen,<br />

ausgesetzten Flanken, „was<br />

mit Pfählen, Litzen, Locheisen<br />

und Schlegel im Rucksack extrem<br />

anstrengend, mühsam und auch<br />

immer wieder sehr gefährlich ist,<br />

da man an mehreren Stellen abstürzen<br />

könnte.“ Lebensgefährlich<br />

ist <strong>für</strong> Margit Lüdemann auch der<br />

zweieinhalbstündige Almauftrieb<br />

von der unteren auf die obere<br />

Alpe. Warum? „Wenn die Rinder<br />

die unteren Flächen abgegrast haben,<br />

sind sie hungrig, aber auch<br />

euphorisch und voller Adrenalin,<br />

weil sie spüren, dass ein besonderer<br />

Tag bevorsteht, und dass<br />

dort oben auf 2 400 Metern wieder<br />

frisches Gras und leckere Kräuter<br />

auf sie warten.“ Die Morgenbacherin,<br />

die an Tagen des Auftriebs<br />

eigentlich 20 anstelle der acht Helfer<br />

gebrauchen könnte, wird dann<br />

vorauslaufen. <strong>Das</strong> Motto: Stolpern<br />

verboten! „Sonst trampeln sie dich<br />

nieder.“<br />

Kreuzottern und<br />

gigantische Greifvögel<br />

Am Abend nach dem Auftrieb, „der<br />

hoffentlich auch diesmal ohne größere<br />

Zwischenfälle über die Bühne<br />

geht“, kehrt wieder Ruhe ein.<br />

Emotionale Verbun<strong>den</strong>heit: Margit Lüdemann bei der Pflege eines leicht<br />

angeschlagenen Rindes — eines von 180 (!) Stück.<br />

16 | <strong>altlandkreis</strong>


URLAUB<br />

DAHEIM<br />

Gartenmöbeltrends<br />

erleben auf über 4000 m<br />

URLAUB<br />

DAHEIM<br />

Bartgeier erreichen eine gewaltige Spannweite von mehr als drei Metern.<br />

Margit Lüdemann bekommt beinahe täglich welche zu Gesicht.<br />

schen mit gewaltigen Geweihen, rauscht ein großer Schatten über<br />

die bei Einbruch der Dunkelheit dich und man <strong>den</strong>kt im ersten Moment,<br />

dass er von einem Flugzeug<br />

aus <strong>den</strong> bewaldeten Steilhängen<br />

stolzieren und sich über frisches oder Segelflieger stammen muss.“<br />

Gras und leckere Kräuter auf <strong>den</strong> Beim Blick nach oben erstarrt Margit<br />

Lüdemann dann immer wieder<br />

offenen Almwiesen hermachen.<br />

Sie berichten von artenbedrohten<br />

Auer- und Birkhähnen sowie wenn sie diese riesengroßen, fast<br />

aufs Neue regelrecht in Ehrfurcht,<br />

Steinadlern, die majestätische<br />

Kreise in luftiger Höhe ziehen.<br />

Mit Lüdemanns Beobachtungen<br />

können die in <strong>den</strong> bayerischen<br />

Alpen jedoch nicht<br />

mithalten. Sie ist umgeben<br />

von zahlreichen Murmeltieren,<br />

Steinböcken, „extrem vielen<br />

Kreuzottern, insbesondere<br />

im Bereich der unteren Alpe,<br />

weshalb man echt aufpassen<br />

muss, wo man hintritt“, und<br />

von zahlreichen Bartgeiern.<br />

Diese gigantischen Greifvögel,<br />

die Lüdemann wesentlich<br />

häufiger zu Gesicht bekommt<br />

als Steinadler, erreichen eine<br />

Spannweite von bis zu drei<br />

(!) Metern. „Man ist <strong>den</strong> ganzen<br />

Tag draußen unterwegs,<br />

schaut nach dem Vieh, repariert<br />

Zäune, und plötzlich<br />

2<br />

schon furchteinflößen<strong>den</strong> Greifvögel<br />

fliegen sieht. Ein beispielhafter<br />

Moment <strong>für</strong> das Leben auf<br />

einer Alm, wo der Mensch der<br />

Natur, und damit auch sich selbst,<br />

so viel näher ist als im Käfig der<br />

Hochleistungsge-<br />

digitalisierten<br />

sellschaft.<br />

Hütte aus Stein: Auf dieser Alm verbringt Margit Lüdemann auch heuer wieder<br />

<strong>den</strong> Hochsommer. Auf dem Zaun: Kater „Schorschi“.<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 17<br />

ÖFFNUNGSZEITEN<br />

MO - FR: 10 - 18 Uhr<br />

SAMSTAG: 10 - 15 Uhr<br />

js<br />

ÖFFNUNGSZEITEN<br />

MO<br />

MO -<br />

FR:<br />

FR:<br />

10<br />

10 -<br />

18<br />

18<br />

Uhr<br />

Uhr<br />

SAMSTAG:<br />

SAMSTAG:<br />

10<br />

10 -<br />

15<br />

15<br />

Uhr<br />

Uhr<br />

Gartenmöbeltrends<br />

erleben auf über 4000 m 2<br />

Ziegeleiweg 2 · 82398 Oderding<br />

Telefon 0881 - 927 63 77<br />

www.teak-and-more.de


Überlebenstraining <strong>für</strong> <strong>den</strong> Ernstfall<br />

Hunger, Durst,<br />

Kälte und Angst<br />

一 愀 琀 䜀 ئج 爀 氀 ئج 椀 挀 渀 栀 Ⰰ 猀 渀 挀 愀 栀 挀 氀 栀 愀 栀 昀 攀 愀 渀 氀 琀 Ⰰ 椀 最 攀 甀 爀 栀 渀 漀 搀 氀 愀 琀 甀 愀 猀 甀 䐀 昀 眀 攀 愀 甀 挀 琀 猀 栀 挀 攀 栀 渀 氀 愀 ℀渀<br />

搀 ℀<br />

Kinsau | Am 8. Januar <strong>2021</strong> wären<br />

in Europa beinahe buchstäblich<br />

die Lichter ausgegangen. Bei<br />

dieser Meldung handelte es sich<br />

nicht um die Panikmache von<br />

Nerds mit krimineller Energie.<br />

Selbst Bundeswirtschaftsminister<br />

Peter Altmaier (CDU) bestätigte<br />

die Nachrichten, die auch in seriösen<br />

Medien wie „Süddeutsche<br />

Zeitung“ oder „Handelsblatt“ zu<br />

lesen waren: Eine Frequenzabweichung<br />

in Rumänien brachte<br />

Netzbetreiber an ihre Grenzen,<br />

wodurch mehrere Länder zeitweise<br />

vom europäischen Strom-<br />

Verbundnetz getrennt waren. In<br />

Frankreich und Italien mussten<br />

Großverbraucher ihre Stromabnahme<br />

daraufhin drosseln, bis das<br />

Netz wieder stabilisiert wer<strong>den</strong><br />

konnte. Ähnlich dramatisch war<br />

die Lage an drei Tagen im Sommer<br />

2019. Im deutschen Netz gab<br />

es zu wenig Strom, um die nötige<br />

Frequenz von 50 Hertz konstant<br />

zu halten. Der „Blackout“,<br />

also der Totalausfall, konnte zwar<br />

abgewendet wer<strong>den</strong>, allerdings<br />

nur knapp. Wer sich intensiver<br />

mit dieser Problematik auseinandergesetzt<br />

hatte, möchte sich die<br />

möglichen Folgen eines europaoder<br />

gar weltweiten Stromausfalls<br />

gar nicht erst ausmalen.<br />

Hilfe zur Selbsthilfe<br />

Diplom-Geograph Rupert Linder<br />

ist jemand, der solche Szenarien<br />

zu Ende <strong>den</strong>kt – er bietet seit rund<br />

20 Jahren sogenannte SmartSurvival-Kurse<br />

(www.smartsurvival.de)<br />

18 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Diplom-Geograph Rupert Linder hat sich Können und Wissen <strong>für</strong> Survival-Training<br />

unter anderem in Namibia angeeignet.<br />

an. Heißt: Er stellt elementare Fragen,<br />

die im Falle eines Blackouts<br />

relevant wer<strong>den</strong>. Zum Beispiel:<br />

Haben Sie einen Notrucksack gepackt?<br />

Wann haben Sie <strong>den</strong> letzten<br />

Erste-Hilfe-Kurs absolviert? Wie ist<br />

es um Ihre Hausapotheke bestellt?<br />

Können Sie notfalls spontan und<br />

souverän agieren, ohne in Panik<br />

zu geraten? Und wie bereite ich<br />

mich auf Eventualitäten vor?<br />

In Rahmen eines eintägigen Einsteigerkurses<br />

bietet der 56-jährige<br />

gebürtige Kinsauer Hilfestellungen<br />

bei Problemen, von <strong>den</strong>en<br />

„normale“ Menschen noch gar<br />

nicht wissen, dass sie diese vielleicht<br />

mal bekommen wer<strong>den</strong>. Dabei<br />

legt Linder Wert auf Seriosität<br />

und Vernunft: „Hier wer<strong>den</strong> keine<br />

Rambos ausgebildet. Ich zeige <strong>den</strong><br />

Leuten auch nicht, wie sie Fallen<br />

in der Wildnis aufstellen, was ohnehin<br />

illegal wäre. Ich vermittle<br />

schlichtweg ein individuell anpassbares<br />

Konzept, um <strong>den</strong> Teilnehmern<br />

klarzumachen, wo ihre<br />

Sicherheitslücken sind. Ich nenne<br />

es: Hilfe zur Selbsthilfe.“<br />

Stromausfall, Pandemie<br />

oder Apokalypse?<br />

Rupert Linder möchte die Schnittstelle<br />

zwischen „Prepping“ und<br />

Sorglosigkeit bil<strong>den</strong>. Prepping<br />

leitet sich ab vom englischen Begriff<br />

„prepare“, also „vorbereiten“.<br />

Mithilfe diverser Maßnahmen<br />

kann man sich auf verschie<strong>den</strong>e<br />

Katastrophenszenarien einstellen.<br />

Es sei früher ganz normal<br />

gewesen, sagt der energische<br />

Survival-Spezialist, dass im Keller<br />

Lebensmittel und andere Dinge in<br />

größeren Mengen gelagert wur<strong>den</strong>.<br />

Aber die meisten Menschen<br />

wür<strong>den</strong> sich heutzutage gar nicht


Die wichtigsten Dinge <strong>für</strong> Survival-Anfänger sind unter<br />

anderem Feuerzeug, Taschenmesser und Bargeld.<br />

mehr <strong>für</strong> das<br />

Thema<br />

interessieren,<br />

„die<br />

<strong>den</strong>ken, sie haben<br />

eine App <strong>für</strong><br />

alles.“<br />

<strong>Das</strong>s er mit seinen<br />

Schulungen<br />

nicht<br />

völlig neben der Spur<br />

liegt, beweist auch die<br />

Tatsache, dass das „Bundesamt<br />

<strong>für</strong> Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe“<br />

regelmäßig die<br />

Broschüre „Katastrophenalarm –<br />

Ratgeber <strong>für</strong> Notfallvorsorge und<br />

richtiges Handeln in Notsituationen“<br />

herausgibt. Auf gut 60 Seiten<br />

wer<strong>den</strong> unter anderem die The-<br />

men Unwetter, Feuer, Hochwasser<br />

und Gefahrstoffe behandelt. Die<br />

geschilderten nützlichen Verhaltensregeln<br />

und Vorsichtsmaßnahmen<br />

decken sich mit <strong>den</strong> Erkenntnissen<br />

von Rupert Linder.<br />

Doch zurück zum Thema Blackout.<br />

Linder schildert die Situation<br />

eindringlich: „Es ist ja dann nicht<br />

so, dass Sie Ihr Handy nicht mehr<br />

la<strong>den</strong> können, sondern es funktioniert<br />

einfach gar nichts mehr.<br />

Ein Gefängnisdirektor muss sich<br />

entschei<strong>den</strong>, ob er die Insassen<br />

ersticken oder frei lässt. Kühe sterben,<br />

weil sie nicht mehr gemolken<br />

wer<strong>den</strong>. Straßenbahnen senken<br />

sich ab und blockieren die Gleise.<br />

Ein mehrwöchiger Blackout würde<br />

<strong>den</strong> Zivilisationsprozess rückwärts<br />

verlaufen lassen. Bei der Hochwasserkatastrophe<br />

an der Donau<br />

gingen nach zwei Tagen die Plünderungen<br />

los. Es gibt einfach vier<br />

Zustände, die seit der Steinzeit<br />

existieren: Hunger, Durst, Kälte<br />

und Angst.“<br />

Erinnert man sich an die Menschen,<br />

die sich zu Beginn der<br />

Corona-Pandemie um Klopapier<br />

geprügelt haben, so scheinen die<br />

von Linder geschilderten Szenarien<br />

nicht sehr abwegig. Er möchte<br />

keinesfalls die Apokalypse beschwören,<br />

aber darauf hinweisen,<br />

dass man sich nicht nur auf die<br />

Technik verlassen kann. Ein Plan B<br />

und Plan C könne im Ernstfall nicht<br />

scha<strong>den</strong>. Er lehrt <strong>den</strong> Grundsatz:<br />

„Löse das Problem zuerst, das dich<br />

als erstes umbringt. Damit das im<br />

Ernstfall klappt, muss man einige<br />

wenige, überlebenswichtige Algorithmen<br />

kennen und im Schlaf beherrschen<br />

– und vor allem üben,<br />

üben, üben.“<br />

Praktische Tipps<br />

Der Experte empfiehlt, <strong>den</strong> eigenen<br />

Haushalt hinsichtlich eines<br />

Blackouts unter die Lupe zu nehmen.<br />

Vorräte anlegen, die auch<br />

ohne Strom genutzt wer<strong>den</strong> können.<br />

Was nützen kiloweise Nudeln,<br />

wenn der Herd nicht mehr<br />

funktioniert? Tiefkühlpizzen sind<br />

im Sommer nach zwei Tagen hinüber.<br />

Powerbanks, Taschenlampen<br />

und Kerzen sollten vorhan<strong>den</strong><br />

sein. Und selbst ein Diesel-Notstrom-Aggregat<br />

ist nicht die Lösung<br />

aller Probleme, <strong>den</strong>n Kraftstoff<br />

darf nur in einer begrenzten<br />

Menge gelagert wer<strong>den</strong>. Der Weg<br />

zur Tankstelle ist sinnlos, dort ist<br />

ohne Strom nichts zu holen.<br />

„Mir ist wichtig, dass die Leute<br />

bei mir mit Situationen konfrontiert<br />

wer<strong>den</strong>, über die sie noch<br />

nie nachgedacht haben, damit sie<br />

später im Notfall souverän und ruhig<br />

darauf reagieren<br />

können“, erklärt<br />

Rupert Linder<br />

die gewünschten<br />

Ergebnisse seiner<br />

Kurse. <strong>Das</strong> Prinzip<br />

sei S.T.O.P: <strong>Das</strong> „S“<br />

steht <strong>für</strong> Stop, also<br />

Innehalten, das<br />

„T“ <strong>für</strong> Think, also<br />

nach<strong>den</strong>ken. <strong>Das</strong><br />

„O“ <strong>für</strong> Observe,<br />

also beobachten.<br />

Und das „P“ <strong>für</strong><br />

Plan, also planen. „<strong>Das</strong> funktioniert<br />

natürlich nicht, wenn ein Bär<br />

auf Sie zugerannt kommt“, fügt er<br />

lachend hinzu, „aber in vielen Situationen<br />

muss man die Übersicht<br />

behalten und die Lage einschätzen<br />

können“.<br />

Nachdem Linder erklärt hat, dass<br />

in einen Fluchtrucksack unter anderem<br />

Rettungsdecke, Taschenlampe<br />

und Schlafsack gehören,<br />

zeigt er schließlich sein kleinstes<br />

Survival-Kit in einer Blechdose,<br />

ungefähr so groß wie eine Zigarettenschachtel.<br />

Darin enthalten:<br />

Bargeld, Feuerzeug, Schmerzund<br />

Anti-Allergie-Tabletten, Sicherheitsnadel,<br />

sterile Kanüle,<br />

Rupert Linder bietet auch Survival-Kurse <strong>für</strong> Kinder<br />

an, die im Rahmen dessen Basics wie zum<br />

Beispiel „Feuer machen“ lernen können.<br />

Ohrstöpsel, Nägel und Hansaplast.<br />

„Wenn man sowas dabei hat, ist<br />

es schon mal nicht schlecht, aber<br />

bei mir lernen Sie dann auch, was<br />

Sie damit machen können“, sagt<br />

er überzeugend und holt schließlich<br />

sein wichtigstes Werkzeug aus<br />

einem Etui am Gürtel hervor: ein<br />

Taschenmesser. „Sie brauchen<br />

Klinge, Ahle und Säge. Ich habe<br />

einen Freund, der kann Ihnen<br />

zeigen, wie Sie alleine mit einem<br />

Taschenmesser ein Haus im Wald<br />

bauen können“, sagt er grinsend.<br />

Sollte die Apokalypse doch mal<br />

kommen, möchte man Rupert Linder<br />

sicherlich gerne im Team haben.<br />

edl<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 19


EMS TRAINING<br />

Fit mit nur 20 Minuten pro Woche<br />

Erlebnis Lechflößerei<br />

Mit dem historischen Fernhandelsfloß auf Fahrt<br />

kostenfreier<br />

Shuttlebus<br />

ab Parkplatz<br />

Fanschuhstraße<br />

Sport Reha Training<br />

Pilates Vita Fitness<br />

Gesundheit Leben<br />

Natural Fitness Kraft<br />

Ausdauer<br />

Body Forming<br />

Beweglichkeit<br />

Schongauer Str. 7, 86971 Peiting<br />

Tel. 08861 / 22 49 400<br />

info@vita-web.de • www.vita-web.de<br />

➜ Termine: im <strong>Juli</strong>, <strong>August</strong> und September, je<strong>den</strong> Sonntag<br />

um 14.00 Uhr und 16.00 Uhr und auf Anfrage<br />

➜ Startpunkt: Bootshaus am Schongauer Lechsee<br />

➜ Kosten: Erwachsener € 15,00 · Kind: € 10,00<br />

➜ Anmeldung: Telefon 0 88 61 21 41 81<br />

Ein Bildband über bäuerliche Hauskultur<br />

Giebelbundwerke, Huaza<br />

und Potschamperl<br />

Steinga<strong>den</strong> | In Zeiten digitaler<br />

Reizüberflutung wirkt der Bildband<br />

„Bäuerliche Hauskultur“<br />

regelrecht meditativ auf seinen<br />

Betrachter. Geschaffen hat ihn Katharina<br />

Hindelang, die 1941 in München<br />

geboren wurde, ihre Kindheit<br />

jedoch in Steinga<strong>den</strong> verbrachte<br />

und trotz Abitur in Garmisch-Partenkirchen<br />

sowie anschließendem<br />

VWL-Studium immer wieder gerne<br />

in ihre Heimat zurückgekehrt ist.<br />

Unter anderem auch, um im elterlichen<br />

Molkereibetrieb zu arbeiten.<br />

Im Buch stellt sich die Autorin, die<br />

sich später auch mit einer Praxis<br />

<strong>für</strong> Supervision in München<br />

selbstständig machte, etwas näher<br />

vor. Dabei schwärmt sie auch<br />

von früher, indem sie einige nette<br />

Anekdoten aus anno dazumal<br />

aufzählt. Zum Beispiel jene, als<br />

sie am Pürschling einen ausgefallen<strong>den</strong><br />

Milchzahn begraben hatte,<br />

dass sie das Schwimmen im Biberschwöllersee<br />

lernte und in die<br />

Wies radelte, um dem dortigen<br />

Gegeißelten Heiland ihre fromme<br />

Kinderseele zu Füßen zu legen.<br />

„Bis das alles mit dem Schulwechsel<br />

vorbei und nicht mehr selbstverständlich<br />

war“, schreibt sie. Die<br />

Verwurzelung in ihre Heimat ist ihr<br />

trotzdem geblieben. Ebenso die<br />

Idee, ihre Heimat durch Fotografie<br />

in Erinnerung zu holen. „Nur der<br />

Blick hat sich verändert, und ich<br />

sah Dinge, <strong>den</strong>en man als Kind<br />

wenig Beachtung schenkt.“ Katharina<br />

Hindelang entdeckte eine Begeisterung<br />

<strong>für</strong> alte Bauernhäuser,<br />

fand Gefallen an deren individuell<br />

und kunstvoll gestalteten Haustüren<br />

und Fenster. Und weil Helma<br />

Sick und Ruth Leonhard fest davon<br />

überzeugt waren, dass dieser<br />

Perspektivwechsel auch <strong>für</strong> andere<br />

Menschen interessant sein könnte,<br />

entstand letztlich dieser 128 Seiten<br />

starke Bildband namens „Bäuerliche<br />

Haukultur – Steinga<strong>den</strong> und<br />

Umgebung“.<br />

Foto-Safari<br />

durch Litzau<br />

<strong>Das</strong> Buch beginnt mit mehreren<br />

Grußworten und Erklärungsschreiben<br />

zum Thema. Ex-Bürgermeister<br />

Xaver Wörle verfasste<br />

einige Zeilen über die Geschichte<br />

Steinga<strong>den</strong>s. Kreisheimatpfleger<br />

Helmut Schmidbauer aus Schongau<br />

schrieb über Bäuerliche Bautätigkeiten<br />

als Ökonomie. Und<br />

Vinzenz Dufter vom Bayerischen<br />

Landesverein <strong>für</strong> Heimatpflege<br />

zum Thema „Ländliches Bauen,<br />

einst und jetzt“. Die eigentliche<br />

Fotostrecke mit Aufnahmen alter<br />

Bauernhöfe beginnt letztlich ab<br />

Seite 14. Von dort an lässt Katha-<br />

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium <strong>für</strong> Ernährung,<br />

Landwirtschaft und Forsten und <strong>den</strong> Europäischen Landwirtschaftsfonds<br />

<strong>für</strong> die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).<br />

www.schongau.de<br />

Beratung<br />

Verlegung<br />

Planung<br />

Badsanierung<br />

86935 Rott Wie<strong>den</strong>wiesstr.4<br />

Mobil 0172-8669719 Tel.: 08869 - 213314<br />

freidl-iesen@t-online.de<br />

20 | <strong>altlandkreis</strong>


ina Hindelang Bilder sprechen,<br />

wenngleich kleinere Textbausteine<br />

sowie vereinzelt auch nur wenige<br />

Worte das wichtigste zu <strong>den</strong><br />

jeweiligen Motiven erklären. Besonders<br />

angetan ist die Autorin<br />

offensichtlich vom Ortsteil Litzau,<br />

wo sie uralte Fenster, Fensterlä<strong>den</strong><br />

und Türen, aber auch <strong>für</strong> sich<br />

sprechende Giebelbundwerke<br />

festhielt. Im Weiteren entdeckt der<br />

aufmerksame Betrachter einen<br />

handgemachten Holzrechen, einen<br />

Toilettenstuhl mit „Potschamperl“,<br />

alte „Huaza“-Stecken, die<br />

als Gerüst zum Aufbau von Heumännchen<br />

dienten, aber auch<br />

von markanten Dachgeschossen,<br />

Christusfiguren im Herrgottswinkel<br />

sowie dreiseitig umlaufende,<br />

germanische Fensterbänder. Auch<br />

vor Schmutz, Staub und Spinnweben<br />

machte die Autorin nicht Halt.<br />

Außerdem wecken <strong>den</strong> Bildband<br />

vor einem Stall stehende Pferde,<br />

eine aus einem Stubenfenster blickende<br />

Katze sowie ein auf einer<br />

Sonnenbank sitzendes Ehepaar<br />

zum Leben.<br />

Schutz vor Extremwetter,<br />

Hitze und Kälte<br />

Die Botschaft, die Katharina Hindelang<br />

mit „Bäuerliche Hauskultur“<br />

nach außen tragen möchte,<br />

ist beim Durchblättern ihres Bandes<br />

im Grunde selbsterklärend:<br />

Verständnis und Wertschätzung<br />

<strong>für</strong> die Schönheit des bäuerlichen<br />

Kulturguts wecken und stärken.<br />

Schließlich mussten die alten Bauernhäuser<br />

nicht nur Extremwettern<br />

standhalten, sondern auch die darin<br />

leben<strong>den</strong> Menschen und Tiere<br />

vor Kälte und Hitze in einem oft<br />

harten, kargen Leben schützen.<br />

<strong>Das</strong>s dies mit beeindruckender,<br />

handwerklicher Kunst sowie natürlichen<br />

Baumaterialien wie Stein<br />

und Holz geschaffen wurde, ist<br />

nicht hoch genug wertzuschätzen.<br />

Die kulturellen Schätze in Steinga<strong>den</strong><br />

und Umgebung mit anderen<br />

Augen wahrzunehmen. Vor allem<br />

aber auch die Geschichte dahinter<br />

zu erkennen, sie zu verstehen und<br />

wertzuschätzen. Denn die Ausrichtung<br />

alter Bauernhöfe steht<br />

<strong>für</strong> hohe handwerkliche Kunst aus<br />

einer meist harten, kargen Zeit, in<br />

der ausschließlich mit natürlichen<br />

Baumaterialien wie Holz und Stein<br />

gearbeitet wurde. Und zwar so,<br />

dass Mensch und Tier das ganze<br />

Jahr über gut geschützt waren vor<br />

Extremwettern, Kälte und Hitze.<br />

Wer genauer hinschaut erkennt<br />

zum Beispiel, dass Stall, Scheune<br />

und Schupfen in der Regel im<br />

Westen, von wo aus überwiegend<br />

Gewitterfronten aufziehen, errichtet<br />

wur<strong>den</strong>. Der Wohnteil dagegen<br />

im vom Stall geschützten Osten.<br />

Ein wichtiger Bestandteil <strong>für</strong> Wohlfühlatmosphäre<br />

war damals aber<br />

auch schon Blumenschmuck an<br />

Fenster und Balkon, aber auch die<br />

Gestaltung von Gärten sowie<br />

das Errichten von Zäunen.<br />

Wer die Entdeckungen<br />

von Katharina Hindelang<br />

in Augenschein nehmen<br />

möchte: <strong>Das</strong> Buch „Bäuerliche<br />

Hauskultur“, im<br />

geschlossenen<br />

Zustand<br />

28 Zentimeter breit wie<br />

hoch, ist im lag erschienen und seit<br />

Beginn des Jahres in<br />

allen örtlichen Buchhandlungen<br />

sowie online<br />

<strong>für</strong> 22 Euro erhält-<br />

Bauer-Ver-<br />

lich.<br />

js<br />

> > > BÜCHER ZU GEWINNEN<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>altlandkreis</strong>“ verlost drei Exemplare von<br />

„Bäuerliche Hauskultur“. Schicken Sie uns bis 15. <strong>Juli</strong> eine Post-<br />

karte mit dem Stichwort „Steinga<strong>den</strong> und Umgebung“ an „<strong>altlandkreis</strong>“,<br />

Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-Mail an<br />

info@<strong>altlandkreis</strong>.de.<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 21


Probieren Sie das Golfspielen einfach mal aus.<br />

Schnupperkurse: 04.07.21, 10 – 12 Uhr<br />

19,- € p. P. 08.08.21, 10 – 12 Uhr<br />

Lernen Sie das Golfspielen<br />

bei einem unserer<br />

Anfängerkurse.<br />

Aktion: 169,-€ p. P.<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

www.golfplatz-stenz.de Tel. 08860/582<br />

info@LKG-elektro.de<br />

www.LKG-elektro.de<br />

Perfekte Lösungen.<br />

Seit über 60 Jahren arbeiten wir daran,<br />

Ihnen <strong>den</strong> Alltag etwas komfortabler<br />

zu gestalten. Unzählige zufrie<strong>den</strong>e<br />

Kun<strong>den</strong> profitieren bereits davon.<br />

Wir sind Ihr zuverlässiger Partner,<br />

wenn <strong>für</strong> Sie Professionalität und Zuverlässigkeit<br />

unverzichtbar sind!<br />

• Elektrotechnik<br />

• Sicherheitstechnik<br />

• Kun<strong>den</strong>dienst & Beratung<br />

• Kommunikationstechnik<br />

• Gebäudesystemtechnik (EIB/KNX)<br />

• Photovoltaik<br />

Licht- und Kraftanlagen GmbH<br />

Weinstr. 7-11<br />

Rudolf-Diesel-Str. 5<br />

Schongau<br />

Landsberg<br />

08861 23660<br />

08191 478805<br />

NEUBAU • UMBAU • RENOVIERUNG<br />

> > > ALLERLEI IM ALTLANDKREIS<br />

Plantschen, Spen<strong>den</strong>,<br />

Speisen und Quatschen<br />

Erfahrungsaustausch unter Eltern<br />

Altlandkreis | Ba<strong>den</strong> in hiesigen<br />

Seen wird auch dieses<br />

Jahr be<strong>den</strong>kenlos möglich<br />

sein – zumindest, was<br />

die Wasserqualität betrifft.<br />

Dr. Stephan Günther, Leiter<br />

des Gesundheitsamtes<br />

im Landratsamt Weilheim-<br />

Schongau, sagt nach <strong>den</strong><br />

jüngsten Analysen hiesiger<br />

Gewässer: „Einem ungetrübten Badespaß in<br />

unseren Seen steht aus hygienischer Sicht nichts<br />

mehr im Weg.“ Auch die aktuelle Corona-Situation<br />

dürfte dem Badespaß keinen Strich durch die<br />

Rechnung machen. Ob Schwimmen, Segel- oder<br />

Ruderboot fahren, Stand-Up-Paddeln, Kitesurfen<br />

und Windsurfen – Wassersport ist nahezu uneingeschränkt<br />

erlaubt, da es keine Hinweise darauf<br />

gibt, dass sich das Corona-Virus über Wasser<br />

übertragen lässt. <strong>Das</strong> eigentliche Risiko besteht<br />

vielmehr auf platzbegrenzten Liegewesen, wo<br />

die Einhaltung von Mindestabstän<strong>den</strong> schwierig<br />

Badeseen mit bester Wasserqualität<br />

Weilheim-Schongau | ElternTalk heißt eine Initiative<br />

des Landratsamtes Weilheim-Schongau, über<br />

die Väter und Mütter Erfahrungen im Bereich der<br />

Kindererziehung gegenseitig austauschen können.<br />

Nach langer Zeit der coronabedingten Kontaktbeschränkungen<br />

ist der Gesprächsbedarf bei<br />

vielen Eltern größer <strong>den</strong>n je. Die ElternTalk-Moderatorinnen<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> Landkreis Weilheim-Schongau<br />

haben die vergangenen Wochen deshalb intensiv<br />

neue Gruppen-Angebote vorbereitet, die ab sofort<br />

wieder in verschie<strong>den</strong>en Orten der Region stattfin<strong>den</strong><br />

könnten. Wer also<br />

Interesse an solchen<br />

Gesprächsrun<strong>den</strong> unter<br />

Eltern hat, einfach mal<br />

reinschnuppern oder<br />

sich genauer informieren<br />

möchte, darf sich<br />

jederzeit bei Gabriele Jocher (0170 / 4471767; gabrielejocher@gmx.de)<br />

oder Gerti Grahl<br />

(0881 / 92494231; gerti.grahl@web.de)<br />

mel<strong>den</strong>.<br />

js<br />

ist. „Wobei das Übertragungsrisiko<br />

an der frischen<br />

Luft ohnehin gering ist“,<br />

so Dr. Günther, der an dieser<br />

Stelle betont, dass das<br />

Gesundheitsamt auch im<br />

Verlauf der Badesaison bis<br />

September weitere, regelmäßige<br />

Wasserkontrollen<br />

durchführen wird. <strong>Das</strong> gilt<br />

übrigens auch <strong>für</strong> die Verantwortlichen in <strong>den</strong><br />

umliegen<strong>den</strong> Landkreisen Ostallgäu, Landsberg<br />

am Lech, Garmisch-Partenkirchen und Starnberg,<br />

wo nach neuestem Stand ebenfalls alle badetauglichen<br />

Gewässer eine be<strong>den</strong>kenlose Wasserqualität<br />

aufweisen. Einzig die Wassertemperaturen<br />

sind aufgrund des nasskalten Mais (noch) kühler<br />

als zur gleichen Zeit im Jahr zuvor. Nähere Infor-<br />

mationen und Details zur Wasserqualität aller<br />

sogenannten EU-Badegewässer fin<strong>den</strong><br />

sich auf <strong>den</strong> Internetseiten der jeweiligen<br />

Landratsämter.<br />

js<br />

22 | <strong>altlandkreis</strong>


Wandern, Verreisen und<br />

Lesen – die Gewinner!<br />

Altlandkreis | Drei Bücher mit grundverschie<strong>den</strong>en<br />

Inhalten und Aufmachungen<br />

haben wir in unserer Mai / Juni-<strong>Ausgabe</strong> verlost. Je einen brandneuen<br />

Wanderführer mit 51 Touren durch <strong>den</strong> <strong>Pfaffenwinkel</strong> haben Bali<br />

Tollak aus Schwabbruck, Heinz Bachmayer aus Bad Bayersoien und<br />

Reinhard Ruf aus Peißenberg gewonnen. Ein Exemplar des neuen<br />

Werkes von Franziska Consolati (geb. Bär) mit dem Titel „In Deutschland<br />

um die Welt“ ging an Beate Koller aus Peiting. Je ein Exemplar<br />

des ersten Bandes von „Die Wunderfrauen – Alles was das Herz begehrt“,<br />

ging an Angelika Müller aus Lechbruck, Manuela Socher aus<br />

Altenstadt und Viktoria Horber aus Denklingen. Band II der Trilogie<br />

ging dagegen an Anna-Lena Kula aus Schongau, Daniela Bakker<br />

aus Burggen und Theda Eichenauer aus Lechbruck. Wir<br />

gratulieren <strong>den</strong> Gewinnern recht herzlich und wünschen<br />

viel Spaß beim Wandern, Verreisen und Lesen!<br />

js<br />

Umweltpreis <strong>für</strong> UPM<br />

...Ihr erreichbarer<br />

Hausverwalter!<br />

Steckerlfisch zum Mitnehmen<br />

Peiting | <strong>Das</strong> Seefest des Peitinger Fischervereins<br />

hat Kultstatus, findet in der Regel jährlich am<br />

Deutensee statt. Die coronabedingte Alternative:<br />

Ein Seefest To Go hinter der Schlossberghalle am<br />

Vereinsheim der Peitinger Fußballer, Münchener<br />

Straße 13. Für acht bis zehn Euro gibt's geräucherten<br />

Saibling sowie warmen Steckerlfisch vom Grill.<br />

Erhältlich sind die Fische via Vorbestellung zwi-<br />

schen Montag, 12. <strong>Juli</strong>, und Donnerstag, 15. <strong>Juli</strong>,<br />

unter 0152 / 7027623. Genaue Abholzeiten<br />

am To-Go-Fest selbst (Samstag, 24. <strong>Juli</strong>)<br />

wer<strong>den</strong> telefonisch mitgeteilt.<br />

js<br />

Schongau | Der Bedarf an Energie und Wasser wird fortlaufend<br />

gesenkt, Rohstoffe möglichst komplett verarbeit, um Abfall zu vermei<strong>den</strong>,<br />

und umweltverträgliche Hilfsstoffe in der Produktion verwendet:<br />

Die Firma UPM ist nach international vorgegebenen Normen<br />

zertifiziert, um so umweltbewusst wie<br />

möglich Papier herzustellen. <strong>Das</strong> Werk<br />

in Schongau wurde nun zum wieder-<br />

holten Male <strong>für</strong> starkes Umweltmanagement<br />

mit der Urkunde<br />

„Umwelt + Klimapakt ern“ ausgezeichnet.<br />

Bayjs<br />

Die Chance auf ein zweites Leben<br />

• WEG-Verwaltung<br />

• Gewerbeimmobilienverwaltung<br />

• voll digitales Belegwesen<br />

• Mietwohnverwaltung<br />

• Hausgeldabrechnungen<br />

• strategische Planung<br />

Altlandkreis | Organspen<strong>den</strong> retten Leben. Doch da<strong>für</strong> braucht es<br />

potentielle Spender, von <strong>den</strong>en es laut Auskunft des Ärztlichen<br />

Kreisverbandes Weilheim-Schongau bundesweit viel zu wenige<br />

gibt. nach aktueller Gesetzeslage müssen Menschen zu Lebzeiten<br />

einer möglichen Organentnahme nach dem Tod zustimmen, was<br />

die wenigstens Bürger tun. Insofern appellieren die Verantwortlichen<br />

des Ärztlichen Kreisverbandes immer wieder, sich rechtzeitig<br />

<strong>für</strong> eine Organspende bereitzuerklären. Da<strong>für</strong> notwendig: <strong>Das</strong><br />

Ausfüllen eines Organspendeausweises. Zum Beispiel online unter<br />

organspende-info.de, bequem, kostenlos<br />

und zum selber ausdrucken. Alternativ<br />

kann der Ausweis unter gleicher<br />

Anlaufstelle auch kostenlos<br />

bestellt wer<strong>den</strong>.<br />

js<br />

Immobilienverwalter (IHK)<br />

Steuerfachwirt<br />

www.immobilienverwaltung-bosch.de<br />

mail@immobilienverwaltung-bosch.de<br />

Tel. 0 88 61 / 2 27 99 72<br />

Liedlstraße 5 • 86956 Schongau<br />

In freundlicher<br />

Kooperation<br />

mit der<br />

Mitglied im<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 23


24 | <strong>altlandkreis</strong>


Lechfloßfahrten in Schongau und Lechbruck<br />

Wendemanöver mit<br />

riskanten Einblicken<br />

Spektakuläre Wende: Unterhalb<br />

dieses Wehres dreht die Crew<br />

der Lechbrucker Floßfahrt um.<br />

Schongau / Lechbruck | Die Stadt<br />

Schongau sowie das Flößerdorf<br />

Lechbruck bieten über die Monate<br />

<strong>Juli</strong>, <strong>August</strong> und September wieder<br />

traditionelle Floßfahrten an. Und<br />

zwar in nahezu gewohnter Manier.<br />

Die Schongauer dürfen trotz<br />

coronabedingter Einschränkungen<br />

immerhin 30 anstelle der eigentlichen<br />

40 Personen befördern.<br />

„Wir haben zusätzliche Bankreihen<br />

aufgebaut, um so noch<br />

besser die notwendigen Abstände<br />

zwischen einzelnen Personen und<br />

Personengruppen aus gleichen<br />

Haushalten einhalten zu können“,<br />

sagt Ursula Diesch von Schongaus<br />

Tourist-Information. Ähnliches gilt<br />

<strong>für</strong> die Fahrten in Lechbruck, wo<br />

normalerweise sogar 60 Personen<br />

auf einmal Platz hätten, pandemiebedingt<br />

nun ebenfalls 30 bis<br />

40. „<strong>Das</strong> hängt bei uns ganz stark<br />

davon ab, aus welchen Haushalten<br />

die einzelnen Teilnehmer kommen“,<br />

sagt Valerie Riesemann-<br />

Brown und fügt an: „Bei mehreren<br />

Familien mit eigenen Kindern<br />

können wir auch mehr Menschen<br />

mitfahren lassen.“<br />

Start und Ziel der Lechfloßfahrten<br />

in Lechbruck: Immer am Bootshafen,<br />

Lechwiesenstraße 36, direkt<br />

neben dem Flößerstüberl. Eine<br />

Fahrt dauert letztlich rund eineinhalb<br />

Stun<strong>den</strong>, führt zunächst<br />

mit motorisierter Unterstützung<br />

flußaufwärts – bis hin zu einem<br />

mit Felsbrocken verbauten Wehr,<br />

an dessen Ufer Einheimische wie<br />

Urlauber liebend gerne ein leckeres<br />

Eis aus der unweit entfernten<br />

Diele schlecken, währenddessen<br />

das kraftvolle Wasserschauspiel<br />

beobachten und Kapitän Stefan<br />

Fichtl und seiner zwei- bis dreiköpfigen<br />

Flößer-Crew die Daumen<br />

drücken, dass das Wendemanöver<br />

reibungslos klappt. Fortan flußabwärts,<br />

ohne motorisierte Unterstützung,<br />

gleitet das traditionell<br />

gebaute Holzfloß dann mit der<br />

Strömung hinaus auf <strong>den</strong> immer<br />

größer wer<strong>den</strong><strong>den</strong> Urspringer<br />

Lechstausee, der zu einem großen<br />

Teil umrundet wird.<br />

Die Schongauer starten und been<strong>den</strong><br />

ihre Floßfahrten am Lido,<br />

wenige Meter vor dem allseits<br />

bekannten und als Einkehrziel beliebten<br />

Bootshaus. Und<br />

bieten heuer auch Kinderfloßfahrten<br />

und einen Shuttle-<br />

Service an, der Interessierte vom<br />

großen Parkplatz an der Fanschuhstraße<br />

(am Schulzentrum) abholt<br />

und ans Lechufer hinunterfährt.<br />

Ebenfalls mit Unterstützungsmotor<br />

ausgestattet, führt auch die Schongauer<br />

Lechfloßfahrt zunächst flußaufwärts,<br />

unter anderem vorbei an<br />

<strong>den</strong> massiven, im Lech verankerten<br />

Pfeilern der Lechtalbrücke. Nach<br />

rund eineinhalb Stun<strong>den</strong> endet die<br />

Tour wieder am Bootshaus.<br />

Feste Zeiten und<br />

Sonderfahrten<br />

Neben dem <strong>für</strong> alle Altersklassen<br />

geeigneten Abenteuer an sich,<br />

erfahren die Teilnehmer während<br />

einer traditionellen Floßfahrt jede<br />

Menge Wissenswertes über Flora<br />

und Fauna des Lechs. Aber auch<br />

beeindruckende Fakten über die<br />

> > > ANMELDUNGEN FÜR FAHRTEN<br />

Geschichte der Flößerei – Stadtund<br />

Naturführer begleiten die<br />

Fahrten und gewähren tiefen<br />

Einblick in das riskante und entbehrungsreiche<br />

Leben der Flößerfamilien<br />

aus anno dazumal. Holz,<br />

Kalk, Holzkohle, Wein und Öl – der<br />

Lech war einst die wichtigste Handelsstraße<br />

zwischen Alpen und<br />

Augsburg.<br />

Die Lechbrucker legen ihr 11,80<br />

Meter langes und sechs Meter<br />

breites Holzfloß je<strong>den</strong> Dienstag<br />

um 18 Uhr und je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

um 10.30 Uhr ab. Die festen Fahrzeiten<br />

der Schongauer: Immer<br />

sonntags, sowohl um 14 als auch<br />

16 Uhr. Insbesondere in Zeiten von<br />

Corona sind vorherige Anmeldungen<br />

(siehe Infokasten) Pflicht. <strong>Das</strong><br />

gilt auch <strong>für</strong> beispielsweise Hochzeiten,<br />

Vereins- und Betriebsausflüge,<br />

die zu gesonderten Fahrzeiten<br />

gebucht wer<strong>den</strong> können. js<br />

Floßfahrten in Lechbruck können unter 08862 / 9878-30 und info@<br />

lechbruck.de gebucht wer<strong>den</strong>. Floßfahrten in Schongau unter<br />

08861 / 214-181 und touristinfo@schongau.de.<br />

<strong>Das</strong> Schongauer Floß legt am Bootshaus ab und fährt zunächst wärts in Richtung<br />

flussauf-<br />

Lechtalbrücke.<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 25


AUFGEBREZELT<br />

aus der Backstube<br />

Dorfstraße 30 | Backstube Erlbachweg 10, 82487 Oberammergau<br />

In der Weide 2, 82497 Unterammergau | www.baeckerei-aurhammer.de<br />

3_Aurhammer Bäckerei-04-21-AZ Altlandkreis.qxp_Layout 1 08.06.21 12:02 Seite 1<br />

Verwertung von Schlachtnebenprodukten<br />

Regionales Hundefutter<br />

von höchster Qualität<br />

Schongau / Saulgrub | Haustiere<br />

haben <strong>für</strong> Alt und Jung eine immer<br />

größere Bedeutung, sind <strong>für</strong><br />

viele ein fester Bestandteil im Familienleben.<br />

Allen voran Hunde,<br />

die bekanntlich besten Freunde<br />

des Menschen. Laut „statista“ gibt<br />

es allein in Bayern mehr als 1,38<br />

Millionen Haushalte, in <strong>den</strong>en<br />

ein Hund gehalten wird, darüber<br />

hinaus zahlreiche weitere Haushalte,<br />

in <strong>den</strong>en zwei oder mehr<br />

Hunde gehalten wer<strong>den</strong>. Je nach<br />

Rasse, Alter und Umgang sollten<br />

die Vierbeiner ein bis zwei Mal<br />

am Tag gefüttert wer<strong>den</strong>. Eine altbewährte,<br />

aber immer beliebter<br />

wer<strong>den</strong>de Art der Hundefütterung<br />

ist die nach BARF, auch „barfen“<br />

genannt. „<strong>Das</strong> steht <strong>für</strong> eine biologisch<br />

artgerechte, möglichst naturnahe<br />

Rohfütterung, im Grunde<br />

der Ernährung des wildleben<strong>den</strong><br />

Wolfs gleichzusetzen“, sagt Anton<br />

Albrecht. Der Saulgruber besitzt<br />

zwar selbst keinen Hund, kennt<br />

da<strong>für</strong> jede Menge Hundebesitzer<br />

im Freundes- und Bekanntenkreis,<br />

die ihre Vierbeiner nach BARF<br />

ernähren – also ohne industriell<br />

hergestelltes Trocken-<br />

und Nassfutter.<br />

Deren allgegenwärtiges Problem<br />

aber ist: „<strong>Das</strong> Rohfutter wird<br />

hauptsächlich online bestellt,<br />

ist nicht immer frisch und<br />

im Sommer oft taut.“ Darüber hinaus<br />

aufge-<br />

wissen die Hundehalter<br />

in vielen Fällen<br />

nicht, woher das<br />

trotzdem entsorgt wer<strong>den</strong>? „Weil<br />

die Nachfrage an Fleisch- und<br />

Wurstprodukten <strong>für</strong> die Komplettverwertung<br />

eines geschlachteten<br />

Tieres nicht groß genug ist in der<br />

hiesigen Bevölkerung.“ Dabei ist<br />

dieser aus dem Englischen übergeschwappte<br />

Begriff „Nose to<br />

Tail“, übersetzt „von der Nase bis<br />

zum Schwanz“, in aller Munde.<br />

Er steht <strong>für</strong> ganzheitliche Verwer-<br />

tung von geschlachteten Tieren,<br />

was einen nachhaltigeren und<br />

verantwortungsbewussteren<br />

Fleisch-<br />

Fleisch wirklich kommt<br />

und was an Nährstoffen<br />

tatsächlich drinsteckt. Da<br />

kam Anton Albrecht die zün<strong>den</strong>de<br />

Idee, Rohfutter <strong>für</strong> Hunde<br />

künftig eigenhändig herzustellen.<br />

Einerseits, „weil es bei uns in der<br />

Region einen Markt da<strong>für</strong> gibt“.<br />

Andererseits, weil er persönlich<br />

Können, Know-how und Kontakte<br />

mitbringt, um diese ziemlich<br />

geniale Geschäftsidee effektiv<br />

umzusetzen. Hauptberuflich leitet<br />

der 35-jährige Metzgermeister<br />

nämlich die Schlachtung und<br />

Zerlegung der renommierten<br />

Firma Boneberger in Schongau.<br />

Dort fallen mehrmals die Woche<br />

Schlachtnebenprodukte an, „die<br />

<strong>für</strong> eine Abfallentsorgung qualitativ<br />

viel zu gut sind“. Warum sie<br />

AUFGEBREZELT<br />

aus der Backstube<br />

Dorfstraße 30 | Backstube Erlbachweg 10, 82487 Oberammergau<br />

In der Weide 2, 82497 Unterammergau | www.baeckerei-aurhammer.de<br />

26 | <strong>altlandkreis</strong>


konsum zur Folge hätte. Auch<br />

deshalb fertigt Anton Albrecht in<br />

Zukunft regionales Qualitäts-Hundefutter.<br />

Hund nun mit welchem Fleisch in<br />

welcher Menge gefüttert wer<strong>den</strong><br />

soll, hängt stark von Rasse, Alter,<br />

Fitness und Umgang mit dem jeweiligen<br />

Tier ab. „Aktive Rassen<br />

Putenfleisch als wie Border Collis oder Schlitten-<br />

Diät-Produkt<br />

hunde, die ständig in Bewegung<br />

sind und schier unendliche Power<br />

Die Speisekarte von „Albi Tierkost“,<br />

haben, brauchen auch eine fett-<br />

so der offizielle Name<br />

und eiweißhaltigere Nahrung,<br />

seines Start-Ups, steht<br />

wo<strong>für</strong> sich Lamm, Kalb und Rind<br />

bereits: Lamm pur, Rind<br />

pur, Kalb pur und Pute<br />

sehr gut eignet.“ Ältere, trägere<br />

und auch übergewichtige Hunde<br />

pur. Darüber hinaus<br />

sind dagegen auf Diät-Futter<br />

gibt’s einen Innereien-<br />

angewiesen, sollten verstärkt<br />

Mix vom Rind mit beispielsweise<br />

Leber, Herz,<br />

Milz, Niere, Lunge und Luftröhre<br />

sowie grüne Blätter- und Pansenmägen.<br />

„Mit diesem Sorti-<br />

mit Pute gefüttert wer<strong>den</strong>. Der<br />

Innereien-Mix dagegen ist <strong>für</strong> alle<br />

Rassen und Altersgruppen wichtig,<br />

weil er einen hohen Vitamin-<br />

A-Anteil beinhaltet.<br />

ment decken wir die Basis einer<br />

BARF-Fütterung komplett ab.<br />

Selbstbedienung aus<br />

Kohlenhydrate und Ballaststoffe<br />

der Tiefkühltruhe<br />

aus beispielsweise Kartoffeln, Reis<br />

und Getreide können die Hundebesitzer<br />

dagegen nach Belieben<br />

selbst beimengen“, sagt Anton<br />

Albrecht, der ganz genau weiß,<br />

Hergestellt wird „Albis“ Rohfutter<br />

<strong>für</strong> Hunde an der Ammergauer<br />

Straße in Saulgrub, wo der Metzgermeister<br />

mit tatkräftiger Unterstützung<br />

in welcher Zusammensetzung<br />

seiner Familie eine<br />

er das Rohfutter <strong>für</strong> Hunde herzustellen<br />

hat. „Lamm, Kalb und<br />

topausgestattete Produktionsstätte<br />

mit Kühlraum, Hubpodest, Fleischwolf,<br />

Rind haben einen Fettanteil von<br />

Vakuum-Füller, Doppel-<br />

15 Prozent.“ Pute dagegen ist das Klipper, Warm-Wasser-Anschluss,<br />

Diät-Produkt in seinem Sortiment, Hand-Hygiene, Edelstahl-Wän<strong>den</strong>,<br />

enthalte lediglich einen Fettanteil<br />

von zwei Prozent. Die Blätter- und<br />

Pansenmägen in Grün dagegen<br />

seien <strong>für</strong> Hunde das, „was <strong>für</strong> uns<br />

Industrieharz-Bo<strong>den</strong>, sowie<br />

Strom- und Druckluftanschluss<br />

errichtete. Der Produktions-Ablauf<br />

sieht letztlich so aus: Mit seinem<br />

Menschen der Spinat ist“. Welcher hauseigenen<br />

Kühltransporter<br />

(VW-Bus) holt Anton Albrecht das<br />

in Kisten portionierte, schlachtfrische<br />

Fleisch von der Firma<br />

Boneberger in Schongau ab<br />

und lagert es zunächst in<br />

seinen Kühlraum bei 1,5<br />

bis 2 Grad Celsius ein.<br />

Tags darauf schmeißt er<br />

seine Maschinen an, kippt<br />

die gekühlte Ware in <strong>den</strong><br />

Fleischwolf, wo Lamm,<br />

Kalb, Rind, Pute, Innereien<br />

und Mägen – stets<br />

voneinander getrennt –<br />

zu einer ganz speziellen<br />

Größe verarbeitet wer<strong>den</strong>.<br />

„Dicker als Hackfleisch,<br />

aber dünner als Gulasch.“<br />

Im nächsten Arbeitsschritt<br />

gelangt die geschnittene<br />

Ware in <strong>den</strong> Vakuum-Füller,<br />

über <strong>den</strong> sie luftdicht<br />

zu 500-Gramm-Würsten<br />

verpackt wird. Anschließend<br />

kommt das fertige<br />

Hundefutter wieder in <strong>den</strong><br />

Kühlraum, ehe es schockgefroren<br />

und an alle La<strong>den</strong>geschäfte<br />

der Firma<br />

Boneberger ausgeliefert wird.<br />

Die befin<strong>den</strong> sich in Kaufbeuren<br />

(2x), Marktoberdorf, Schongau,<br />

Landsberg, Weilheim, Starnberg,<br />

Gauting, Gräfelfing, Fürstenfeldbruck,<br />

Großhadern, Giesing, Haidhausen,<br />

Lochhausen, Pasing (2x),<br />

Moosach, Neufahrn, Solln, Trudering,<br />

Freising und Erding. Erhältlich<br />

ist das qualitativ hochwertige<br />

Hundefutter jedoch nicht über die<br />

klassische La<strong>den</strong>theke, sondern<br />

Anton Albrecht in seiner neu eingerichteten Produktionsstätte <strong>für</strong> Hundefutter.<br />

via Selbstbedienung aus einer am<br />

Bo<strong>den</strong> stehen<strong>den</strong> Tiefkühlbox –<br />

und kostet, je nach Sorte, zwischen<br />

4,80 Euro und 10,20 Euro<br />

pro Kilogramm. Wer das Hundefutter<br />

schließlich ge-<br />

kauft hat, sollte es entweder auftauen<br />

und gleich verfüttern, oder<br />

im Tiefkühlfach aufbewahren,<br />

worin es mindestens ein Jahr lang<br />

haltbar sein wird.<br />

Wie viel Anton Albrecht, der die<br />

Hundefutter-Produktion ab <strong>August</strong><br />

starten wird, letztlich pro<br />

Monat herstellt, ob er es auch<br />

über andere Geschäfte verkaufen<br />

wird, womöglich auch einen<br />

Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin<br />

einstellt, „hängt stark von<br />

der Nachfrage ab“. Fakt ist, dass<br />

sich Hundeliebhaber in jedem<br />

Falle freuen dürfen, in Zukunft<br />

regionales Rohfutter von höchster<br />

Qualität zu bekommen. „Durch die<br />

frische Verarbeitung und ständige<br />

Kühlung garantieren wir, dass<br />

unserem Futter keine wertvollen<br />

Inhaltsstoffe verloren gehen“, bekräftigt<br />

Anton Albrecht, der damit<br />

nicht nur seinem „barfendem“<br />

Bekanntenkreis einen großen Gefallen<br />

tut.<br />

js<br />

terin einstellt, „hängt stark von fallen tut. js<br />

juli/august <strong>2021</strong> | 27


20 bis<br />

40%<br />

auf lagernde<br />

EUERÖFFNUNG<br />

Garne!<br />

Sa, 3. <strong>Juli</strong> <strong>2021</strong><br />

10:00 Uhr bis 18:00 Uhr!<br />

artilea hat ein neues Zuhause.<br />

Nach fünf Jahren in München hat es uns<br />

auf’s Land verschlagen.<br />

Wir führen Garne der Marken<br />

Lana Grossa, Lang, ONline,<br />

Katia, Pro Lana, Wooly Hugs,<br />

Noro, Mirasol, Louisa Harding,<br />

Juniper Moon, Araunciana,<br />

Madelintosh, Hedgehogfibres<br />

und vielen mehr.<br />

Ergänzt wird das Sortiment<br />

durch eine reiche Auswahl an<br />

außergewöhnlichen Knöpfen<br />

und Perlen, Strick- und Häkelhefte,<br />

Bücher, Nadeln und jede<br />

Menge nützliches Zubehör.<br />

Ach ja, „artilea“ heißt<br />

übrigens „Wolle“<br />

auf Baskisch.<br />

„PeitingMobil“ – bayernweites Pilotprojekt im Nahverkehr<br />

Kostenloser<br />

Fahrservice <strong>für</strong> Bürger<br />

Peiting | Ein Drittel der hiesigen<br />

Bevölkerung ist älter als 60 Jahre,<br />

die Hälfte der Bevölkerung älter als<br />

50 Jahre, Ten<strong>den</strong>z steigend. Heißt:<br />

In Zukunft wird es immer mehr<br />

ältere Männer und Frauen geben.<br />

Und damit auch immer mehr Menschen,<br />

die ihren Alltag nicht mehr<br />

auf eigene Faust reibungslos bewerkstelligen<br />

können – schließlich<br />

nimmt mit zunehmendem Alter<br />

die mentale und körperliche Leistungsfähigkeit<br />

eines Menschen ab.<br />

Einkaufen beim Metzger, Bäcker<br />

und im Supermarkt? Regelmäßige<br />

Besuche beim Hausarzt, in Apotheken<br />

oder beim Physiotherapeuten?<br />

All diese alltagsrelevanten Termine<br />

wer<strong>den</strong> dann zum Problem, wenn<br />

sie nicht mehr selbstbestimmt angegangen<br />

oder angefahren wer<strong>den</strong><br />

können, weil Radeln zu wackelig,<br />

zu Fuß gehen zu zeitintensiv und<br />

anstrengend sowie Autofahren zu<br />

gefährlich wird. Wer unter diesen<br />

Umstän<strong>den</strong> trotzdem ohne<br />

größeren Aufwand von A nach B<br />

kommen möchte, braucht einen<br />

Chauffeur. Der könnte aus der eigenen<br />

Familie kommen, sofern er<br />

im gleichen Haus, oder zumindest<br />

an anderer Stelle im Ort sowie in<br />

benachbarten Ortschaften wohnt.<br />

Doch selbst dann sind Erledigungen<br />

mit Opa oder Oma nicht<br />

einfach zu managen, da Kinder<br />

und Enkelkinder hilfsbedürftiger<br />

Menschen stark eingespannt sind<br />

im stählernen Käfig der Hochleistungsgesellschaft.<br />

Es gibt aber<br />

auch alleinstehende Männer und<br />

Frauen, die auf Hilfe angewiesen<br />

sind, jedoch keinen Angehörigen<br />

oder engeren Bekannten in ihrer<br />

Nähe haben, sozial schwächere<br />

Menschen, die sich kein eigenes<br />

Auto leisten können und Idealisten,<br />

die aus Klimaschutzgrün<strong>den</strong><br />

bewusst auf ein eigenes Kraftfahrzeug<br />

verzichten. Busfahren wäre<br />

eine kostengünstige Alternative,<br />

scheidet in ländlichen Regionen<br />

jedoch häufig aus, weil die nächste<br />

Haltestelle oft zu weit von der Wohnung<br />

entfernt liegt, die Taktungen<br />

der Buslinien längere Wartezeiten<br />

erfordern und viele innerörtliche<br />

Ziele wie beispielsweise Hausarztoder<br />

Physiotherapeutenpraxis nicht<br />

direkt am ÖPNV-Netz angeschlossen<br />

sind. Käme also nur noch ein<br />

Taxi in Frage, was bei mehreren<br />

Fahrten pro Tag oder Woche jedoch<br />

stark ins Geld ginge. Kurzum:<br />

Auf dem Land ist eine innerörtliche,<br />

flexible und kostengünstige<br />

Mobilität <strong>für</strong> Menschen, die kein<br />

NEUERÖFFNUNG<br />

eigenes Auto haben, oder es nicht<br />

mehr fahren können oder sollten,<br />

wenig bis gar nicht vorhan<strong>den</strong>. Die<br />

Lösung des Problems könnte nun<br />

aus Peiting kommen. Der flächengrößte<br />

Ort im Landkreis Weilheim-<br />

Schongau startet ab Anfang 2022<br />

ein bayernweites (!) Pilotprojekt <strong>für</strong><br />

individuellen Nahverkehr im ländlichen<br />

Raum.<br />

Anrufen, winken oder<br />

ansprechen?<br />

Hier<strong>für</strong> least die Peitinger Marktgemeinde<br />

<strong>für</strong> eine zweijährige<br />

Testphase zwei bis drei E-Autos<br />

<strong>für</strong> einen Bürger-Fahrservice,<br />

die mit selbstproduziertem PV-<br />

Strom aufgela<strong>den</strong> wer<strong>den</strong> – einige<br />

Anlagen existieren bereits,<br />

zum Beispiel am Feuerwehrhaus,<br />

an Schulen und Kindergärten sowie<br />

an der Sporthalle Birkenried,<br />

eine weitere große soll auf dem<br />

neugeplanten Eisstadiondach re-<br />

Bahnhofstraße 9<br />

86920 Denklingen<br />

0179 / 110 80 95<br />

info@artilea.de<br />

Öffnungszeiten:<br />

Samstag 10:00 Uhr<br />

bis 14:00 Uhr und nach<br />

Terminvereinbarung<br />

28 | <strong>altlandkreis</strong>


alisiert wer<strong>den</strong>. Gefahren wer<strong>den</strong><br />

die Kleinwagen dann von Minijobbern,<br />

Teilzeit- oder Vollzeitkräften.<br />

In jedem Falle stellt die Marktgemeinde<br />

das da<strong>für</strong> notwendige<br />

Fahrerpersonal hauseigen ein –<br />

und stattet es auch mit einem<br />

Personenbeförderungsschein aus,<br />

obwohl es rein rechtlich gar nicht<br />

vorgeschrieben wäre. Im Einsatz<br />

sind die Fahrzeuge zum Start der<br />

Testphase aller Voraussicht nach<br />

von Montag bis Freitag zwischen 8<br />

und 17 Uhr. Gebucht wer<strong>den</strong> können<br />

sie auf ganz verschie<strong>den</strong>e Arten:<br />

Entweder über die Rufnummer<br />

08861 / 599 599, die direkt mit <strong>den</strong><br />

Fahrzeugen verbun<strong>den</strong> sein wird.<br />

Oder durch „Winken“ am Straßenrand<br />

sowie durch „Ansprechen“<br />

der Fahrer, die ihre E-Autos auch<br />

immer wieder gezielt an belebten<br />

Orten, zum Beispiel am Hauptplatz<br />

mit Rathaus, Banken und Lokalen,<br />

oder aber an einem der zwei Peitinger<br />

Bahnhöfe, abstellen wer<strong>den</strong>.<br />

So können Fahrgast und Fahrer<br />

immer im direkten Gespräch unter<br />

vier Augen Abhol- und Zielort vereinbaren.<br />

Wichtig ist an dieser Stelle<br />

nur: Dieses Angebot gilt zwar <strong>für</strong><br />

alle Peitinger Bürger, Touristen und<br />

Tagesgäste, jedoch ausschließlich<br />

(!) <strong>für</strong> innerörtliche Fahrten. Wer<br />

beispielsweise nach Schongau,<br />

Rottenbuch oder Hohenpeißenberg<br />

möchte, muss mit Bus, Bahn oder<br />

Privat-Pkw fahren. Sehr wohl im<br />

Projekt mit eingeschlossen sind dagegen<br />

die zwei entfernteren Peitinger<br />

Ortsteile Herzogsägmühle (zwei<br />

Kilometer) und Birkland (neun Kilometer),<br />

wenngleich dorthin eine<br />

reinrassige Rufnummern-Lösung,<br />

wie im Hauptort praktiziert, organisatorisch<br />

nur schwer umsetzbar<br />

sein wird. Die Verantwortlichen der<br />

Marktgemeinde um Bürgermeister<br />

Peter Ostenrieder <strong>den</strong>ken hier<br />

zunächst an zwei feste Touren pro<br />

Tag, zum Beispiel um 10 und 16 Uhr,<br />

sowie bei steigendem Bedarf an einen<br />

Mix aus Rufnummern-Lösung<br />

und festen Fahrzeiten.<br />

Fördergeld vom Freistaat?<br />

Die Kosten <strong>für</strong> das auf zwei Jahre<br />

angesetzte Pilotprojekt belaufen<br />

sich auf rund 400000 Euro, Elektro-Autos<br />

sowie Personalkosten inklusive.<br />

Weil es sich jedoch um ein<br />

gutdurchdachtes Pilotprojekt handelt,<br />

von dem sowohl die Regierung<br />

von Oberbayern als auch das<br />

Bayerische Verkehrsministerium<br />

ziemlich angetan sei, ist die Chance<br />

auf ein Förderprogramm namens<br />

„FIONA“ realistisch. Demnach würde<br />

der Freistaat Bayern 50 Prozent<br />

der Kosten abdecken und erhofft<br />

sich im Gegenzug bahnbrechende<br />

Erkenntnisse, um Nahverkehrs-<br />

Probleme in ländlichen Räumen<br />

künftig flächendeckend nach diesem<br />

oder ähnlichem Prinzip lösen<br />

zu können. Heißt: Anstelle der<br />

400000 Euro müsste die Peitinger<br />

Marktgemeinde lediglich 200000<br />

Euro (100000 Euro pro Jahr) berappen,<br />

um seinen Bürgern diesen<br />

kostenlosen Fahrservice anbieten<br />

zu können.<br />

Wie gut dieses Projekt letztlich<br />

angenommen wird, bleibt abzuwarten.<br />

Die Vorteile liegen jedoch<br />

auf der Hand: Keine festen Haltestellen,<br />

kostenlos und unkompliziert<br />

buchbar, Schaffung neuer<br />

Arbeitsplätze, Reduzierung des<br />

innerörtlichen Autoverkehrs und<br />

Parkbedarfs, sowie geringerer,<br />

ökologischer Fußbadruck durch<br />

E-Autos und eigens produziertem<br />

PV-Strom. Darüber hinaus<br />

steht dieses Nahverkehrskonzept<br />

nicht wirklich in Konkurrenz mit<br />

Dienstleistern des Öffentlichen<br />

Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie<br />

klassischen Taxiunternehmen.<br />

Laut Angaben der Peitinger Marktgemeinde<br />

wurde das Pilotprojekt<br />

sowohl Thomas Kroker, Präsi<strong>den</strong>t<br />

des Landesverbandes Bayerischer<br />

Taxi- und Mietwagenunternehmer,<br />

als auch Ralf Kreutzer, Regionalleiter<br />

von Oberbayernbus sowie<br />

Fabian Amini, Geschäftsführer<br />

der Bayerischen RegioBahn, vollumfänglich<br />

im Vorfeld vorgestellt.<br />

Kreutzer und Amini be<strong>für</strong>worten<br />

die Einführung dieses gemeindeeigenen<br />

Systems sogar, sprechen<br />

von „Sammlern“ <strong>für</strong> ihre bestehen<strong>den</strong><br />

Bahn- und Busangebote.<br />

In der Tat könnte der kostenlose<br />

Fahrservice der Gemeinde Bürger<br />

von ihrem (abgelegenen) Zuhause<br />

zum Ost- oder Nordbahnhof,<br />

oder zur nächstgelegenen Bushaltestelle<br />

fahren. Auch Lebensmitteleinkäufe<br />

in kleineren bis<br />

mittelgroßen Mengen sind ebenso<br />

<strong>den</strong>kbar wie eben Fahrten zum<br />

Arzt oder Physiotherapeuten. Und<br />

nach dem Termin? Genügt ein<br />

kurzer Anruf oder „Wink“, und es<br />

geht im „PeitingMobil“ wieder geräuschlos<br />

zurück nach Hause. js<br />

Wir freuen uns, die Lockerungen machen es möglich:<br />

Es geht los!<br />

Und deshalb suchen wir Dich:<br />

Servicekraft<br />

m/w/d, gelernt oder mit Erfahrung<br />

JOB<br />

Midi-Job/Teilzeit<br />

3-4 Tage pro Woche<br />

Dienstag bis Freitag<br />

10-17 Uhr<br />

Mini-Job<br />

1-2 Tage pro Woche<br />

Dienstag bis Sonntag<br />

Bitte einfach mel<strong>den</strong>!<br />

Theresas Landbistro<br />

Hauptstraße 37<br />

86925 Fuchstal-Leeder<br />

Telefon: 08243 – 99 32 241<br />

info@theresas-landbistro.de<br />

www.theresas-landbistro.de<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 29


Heinz Sprenzel Reisen<br />

Bernbeuren, 08860/492<br />

www.Sprenzel-Reisen.de<br />

Wir fahren wieder! Unsere ersten Mehrtagesreisen:<br />

02.-04.07.21: Traumhafter Kaiserwinkl<br />

Mit Besuch der beliebten Bergdoktor-Drehorte<br />

Leistungen: 2 x Übernachtung mit HP im sehr guten 4* Hotel mit<br />

Außenpool & Sauna, Musikabend, Hintersteiner See, Mittagsbuffet<br />

auf dem Gruberhof, Going, Bergdoktorpraxis<br />

3 Tage p. P. € 339,- EZZ € 30,-<br />

Verkehrsentlastung <strong>für</strong> 90 Millionen Euro<br />

09.-11.07.21: Pfalz & Weinstraße<br />

Neustadt, Speyer und Besuch eines Weinfestes<br />

Leistungen: 2 x Übernachtung mit Frühstück im 4* Hotel in<br />

Neustadt, Ausflug deutsche Weinstraße, 6er-Weinprobe mit<br />

Winzerplatte als Imbiss, Stadtführung Speyer, Weinfest<br />

3 Tage p. P. € 269,- EZZ € 50,-<br />

11.-14.07.21: Entdeckungsreise Kärnten<br />

Schifffahrt, Bergfahrten und jede Menge Sonne<br />

Leistungen: Anreise Nockalmstraße, Kuchen im Hotel, 3 x<br />

Übernachtung mit HP im 4* Hotel mit Hallenbad in Bad<br />

Kleinkirchheim, Pyramin<strong>den</strong>kogel, Bergbahnen, Schifffahrt<br />

4 Tage p. P. € 398,- EZZ € 45,-<br />

28.7.-2.8.21: Die Sonneninsel Rügen<br />

Strandhotel an der Flaniermeile von Baabe<br />

Leistungen: 4 x Übernachtung mit HP im guten 3* Hotel in Baabe,<br />

Ausflüge: Nord- & Südrügen und „Kaisermeile Usedom“, Kap-<br />

Arkona-Bahn, Schifffahrt Kreidefelsen, Hid<strong>den</strong>see<br />

6 Tage p. P. € 729,- EZZ € 130,-<br />

Auszug aus unseren Mehrtagesreisen<br />

08.-11.07. Mosel mit Trier 3 x HP, Ausflüge 398,-<br />

17.-18.07. <strong>Das</strong> besondere Wochenende 189,-<br />

01.-05.08. Lago Maggiore Frühbucherpreis bis 05.07. 445,-<br />

03.-06.08. Dres<strong>den</strong> & Elbsandsteingebirge 4* HILTON 398,-<br />

08.-12.08. Comer See 3xHPim4*GrandHotel 549,-<br />

14.-15.08. Schönheiten der Schweiz inkl. Bergfahrten 325,-<br />

15.-17.08. Erfurt Bundesgartenschau 5* DORINT 298,-<br />

19.-22.08. Graz & Steirische Weinstraße 3xHP 398,-<br />

21.-22.08. Salzburg und Filzmoos Hüttengaudi 225,-<br />

23.-29.08. Badeurlaub Kroatien - Insel Krk 6xHP 625,-<br />

26.-29.08. Wien und Wachau 395,-<br />

31.8-3.9. Sommerreise ins Blaue 469,-<br />

05.-13.10. Sizilien - Erlebnisrundreise Preis bis 20.08. 998,-<br />

Auszug aus unseren Tagesfahrten:<br />

03.07. (Sa.) Der Säntis inkl. Berg- und Talfahrt, Mittagessen 90,-<br />

04.07. (So.) Wildschönau - Schönanger Alm 43,-<br />

05.07. (Mo.) Tagesfahrt ins Blaue Überraschungsleistung 59,-<br />

07.07. (Mi.) Hohe Salve inkl. Berg- und Talfahrt 62,-<br />

10.07. (Sa.) Urlaubstag auf der Winklmoosalm 49,-<br />

Die derzeit größte<br />

Baustelle im Allgäu<br />

Bertoldshofen | Wer auf direktem<br />

Wege von Schongau nach Kempten<br />

möchte, muss zwangsläufig<br />

über die B472 durch das beschauliche<br />

Bertoldshofen. Im Zentrum<br />

des 1 000-Einwohner-Dorfes an<br />

der Bäckerei vorbei, dann nach<br />

Rechts Richtung B12. Oder in<br />

gerader Richtung weiter nach<br />

Marktoberdorf, wo sich mit der<br />

B16 ebenfalls eine Bundesstraße<br />

(von Süd nach Nord) mitten durch<br />

<strong>den</strong> Ort schlängelt. <strong>Das</strong> Problem<br />

<strong>für</strong> Anwohner beider Ortschaften:<br />

Enorme Lärmbelästigung und<br />

Feinstaubbelastung, weil das Verkehrsaufkommen<br />

auf diesen Bundesstraßen<br />

seit Jahrzehnten stark<br />

zunimmt. Laut jüngster Verkehrszählung,<br />

Stand 2015, fuhren durch<br />

Bertoldshofen 7 100 Fahrzeuge pro<br />

Tag, laut Prognose <strong>für</strong> das Jahr<br />

2025 wür<strong>den</strong> es rund 9 600 Fahrzeuge<br />

sein, durch Marktoberdorf<br />

sogar rund 16 000. Die Antwort auf<br />

die Frage nach einer sinnvollen<br />

Lösung? „Die derzeit größte Baustelle<br />

im Allgäu, mit einem Gesamtauftragsvolumen<br />

von rund 90<br />

Millionen Euro“, sagt Ralf Eisele<br />

vom Staatlichen Bauamt Kempten,<br />

wo er die Fachabteilung Straßenbau<br />

<strong>für</strong>s Ostallgäu leitet. Konkret<br />

gemeint sind im Grunde drei voneinander<br />

getrennte Baustellen.<br />

Erstens: Der bereits abgeschlossene<br />

Ausbau der B472, wenige<br />

Kilometer östlich von Bertoldshofen,<br />

wo streckenweise von zwei<br />

auf drei Spuren erweitert wurde,<br />

somit wechselseitig neue Überholmöglichkeiten<br />

von und nach<br />

Schongau gegeben sind. Zweitens:<br />

Die Verlegung der B16, raus<br />

aus Marktoberdorf in das sogenannte<br />

Geltnachtal, das sich zwischen<br />

Bertoldshofen und Marktoberdorf<br />

befindet. Und drittens,<br />

das Herzstück des Großprojekts,<br />

das allein mehr als 40 Millionen<br />

Euro <strong>für</strong> sich in Anspruch nimmt:<br />

Ein Tunnel, der am südöstlichen<br />

Ortseingang von Bertoldshofen<br />

beginnt, und nach einer Länge von<br />

594 Metern im Nordosten des Dorfes<br />

wieder hinausführt.<br />

Umstellung auf<br />

Sprengung<br />

Die ersten Pläne einer Umfahrung<br />

zur Verkehrsentlastung von<br />

Bertoldshofen und Marktoberdorf<br />

reichen bis ins Jahr 2002 zurück.<br />

Genehmigt wurde das Projekt<br />

schließlich im Jahr 2011. Gegner<br />

des Projekts, unter anderem direkt<br />

vom Bau betroffene Anwohner,<br />

reichten jedoch Klage ein.<br />

Tunnelbesichtigung mit Ralf<br />

Eisele (li.), Staatliches Bauamt<br />

Kempten, und Hermann Josef<br />

Zacher, Bernd Gebauer GmbH.<br />

Der darauffolgende Gerichtsprozess<br />

zog sich über mehrere Jahre,<br />

bis 2016 schließlich das Urteil<br />

pro Umgehungs-Bau gefallen ist.<br />

Spatenstich <strong>für</strong> <strong>den</strong> Straßenbau<br />

war letztlich im Jahr 2017. Der <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> Tunnelbau Mitte 2018, beginnend<br />

mit diversen Vorarbeiten. Ab<br />

Januar 2019 begann schließlich<br />

eine aus Österreich beauftragte<br />

Spezialfirma damit, <strong>den</strong> 594<br />

Meter langen und zwölf Meter<br />

Durchmesser starken Tunnel, der<br />

zwischen sieben und 40 Meter<br />

unter der Erdoberfläche verläuft,<br />

auszugraben. Vorausgehende<br />

Bo<strong>den</strong>proben mit bis zu 60 (!)<br />

Meter langen, waag- und senkrechen<br />

Bohrungen bestätigten eine<br />

instabile Erdschicht aus unterschiedlichsten<br />

Gesteins- und Humusformen,<br />

wie sie im hügeligen<br />

Voralpenland üblich ist. Aus diesem<br />

Grund musste ein enorm hoher<br />

Sicherungsaufwand betrieben<br />

wer<strong>den</strong>, um mögliche Setzungen,<br />

Jetzt Reisekatalog anfordern!<br />

30 | <strong>altlandkreis</strong>


Führt die ersten Meter direkt unter Wohnhäuser hindurch: Der neue<br />

Umfahrungs-Tunnel, hier im Südosten von Bertholdshofen.<br />

Hangrutsche und Rissbildungen<br />

zu verhindern. An der Ausgrabung<br />

des Tunnels arbeiteten 50<br />

Bauarbeiter über sieben Tage die<br />

Woche, rund um die Uhr und im<br />

Drei-Schicht-Betrieb. Zu Beginn<br />

wurde der Tunnel mittels Spezialbagger<br />

und Meißel regelrecht<br />

ausgekratzt und -geschlagen. Weil<br />

diese vibrationsstarke Arbeitsweise<br />

<strong>für</strong> einige Anwohner jedoch<br />

zur schier unerträglichen Lärmbelastung<br />

wurde, stellte die Baufirma<br />

ihr Tunnel-Grab-Verfahren<br />

kurzerhand um auf Sprengung –<br />

zwei Explosionen am Tag sowie<br />

die Einstellung der Arbeiten über<br />

Nacht ermöglichte <strong>den</strong> Anliegern<br />

in der Folge wieder ruhigere Tage,<br />

allen voran Nächte. Der Durchbruch<br />

des Tunnels, der gleichzeitig<br />

von bei<strong>den</strong> Seiten gebaut wurde,<br />

gelang schließlich im Januar 2020 –<br />

und wurde groß gefeiert mit Blasmusik,<br />

Ehrengästen und 4 000 (!)<br />

neugierigen Besuchern, die sich<br />

im Rahmen eines Tages der offenen<br />

Türe hautnah umschauen<br />

durften. Und von Ingenieuren<br />

umfassend über das Projekt informiert<br />

wur<strong>den</strong>. Zum Beispiel darüber,<br />

dass beim Tunnelbau in etwa<br />

2,40 Meter pro Tag von Nor<strong>den</strong><br />

und rund ein Meter pro Tag von<br />

Sü<strong>den</strong> geschafft wurde, und dieser<br />

Prozess grob betrachtet aus vier<br />

immer wiederkehren<strong>den</strong> Arbeitsschritten<br />

bestand: Meißeln oder<br />

Sprengen, gebrochenes Material<br />

aus dem Berg befördern sowie die<br />

freigelegte „Höhle“ schnellstmöglich<br />

mit Stahlträgern bewähren<br />

und einer 30 Zentimeter dicken<br />

Spritzbetonwand sichern.<br />

Bauarbeiter durften<br />

nicht einreisen<br />

Wenige Wochen nach dem feierlichen<br />

Durchschlag, mit Maria-Rita<br />

Zinnecker, Landrätin des Landkreises<br />

Ostallgäu und Patin des<br />

Tunnels, brach Corona auch in<br />

Deutschland aus – es kam zum ersten<br />

Lockdown. „Was zu nicht unerheblichen<br />

Bauzeitverzögerungen<br />

und Mehraufwand führte“, sagt<br />

Ralf Eisele. Die meisten Bauarbeiter,<br />

mit <strong>den</strong>en die österreichische<br />

Firma zusammenarbeitet, stammen<br />

aus Süd-Ost-Europa, werkeln<br />

in der Regel zehn Tage am Stück,<br />

um dann fünf bis sieben Tage am<br />

Stück frei zu haben. In dieser Zeit<br />

fahren die Männer zurück in ihre<br />

Heimat, besuchen ihre Familien.<br />

Letzteres haben viele auch Mitte<br />

März getan, durften aufgrund<br />

der pandemiebedingten Schutzmaßnahmen<br />

jedoch nicht wieder<br />

zurück nach Deutschland reisen.<br />

Schon jetzt steht fest, dass das<br />

Projekt nicht, wie ursprünglich geplant,<br />

Ende <strong>2021</strong> fertig wird, sondern<br />

erst Anfang 2022. Trotzdem<br />

sind die Bauarbeiten des Tunnels<br />

inzwischen weit vorangeschritten.<br />

Von Mitte 2020 bis zum Frühjahr<br />

<strong>2021</strong> wurde der Tunnel mit seiner<br />

eigentlichen Beton-Schalung<br />

DreiScHicHTPlaTTen<br />

gelb und braun beschichtet <strong>für</strong>:<br />

• betonschalung<br />

• zeltbö<strong>den</strong><br />

roh unbeschichtet <strong>für</strong>:<br />

• Hausbau<br />

• innenausbau, Fußbo<strong>den</strong><br />

HolzbrikeTTS<br />

lose und verpackt<br />

Die umweltschonende Verbrennung,<br />

der günstige Preis unserer Briketts<br />

sowie ihre praktische Handhabung<br />

machen sie zum idealen Brennstoff<br />

<strong>für</strong> Ihren Ofen oder Kamin.<br />

Schwerblmühle 4 · 86984 Prem · Tel. 0 88 62-71 15 · www.gebr-heisserer.de<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 31


von 40 Zentimetern Dicke ausgekleidet.<br />

Und zwar Mittels Spezial-<br />

Maschinen, die derart breit, lang,<br />

hoch und schwer sind, dass sie <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> Transport nach Bertoldshofen<br />

in zahlreiche Einzelteile zerlegt<br />

und auf mehrere Tieflader gepackt<br />

wer<strong>den</strong> mussten. Gemeinsam mit<br />

der 30 Zentimeter dicken Außenschale<br />

aus Spritzbeton, die beim<br />

bergmännischen Vortrieb zur Geländesicherung<br />

errichtet wurde,<br />

beträgt die Wandstärke des Tunnels<br />

somit satte 70 Zentimeter.<br />

Von ähnlicher Dimension ist die<br />

Baustellen-Einrichtung am nordöstlichen<br />

Ausgang des Tunnels.<br />

Ein Container-Dorf mit Wohnungen<br />

<strong>für</strong> Bauarbeiter, sowie Büros<br />

der Baufirmen, Bauleitung und<br />

Bauaufsicht. Daneben eine riesengroße,<br />

mobile Werkzeughalle,<br />

die ebenfalls, zerlegt in zig Einzelteile,<br />

mit Tiefladern ins Allgäu<br />

transportiert wur<strong>den</strong>. In ihr wer<strong>den</strong><br />

Werkzeuge, Baumaschinen<br />

und Baufahrzeuge direkt vor Ort<br />

instandgehalten und repariert.<br />

Die Maulschlüssel, die in dieser<br />

Halle an einer Wand hängen, sind<br />

so breit und lang wie der ausgestreckte<br />

Arm eines Basketball-<br />

Profis. Auch erwähnenswert:<br />

Ein vor Ort aufgebautes, mobiles<br />

Mischwerk, in dem der Beton <strong>für</strong><br />

Unmittelbar vor dem Corona-Ausbruch: Der feierliche Tunnel-Durchbruch.<br />

das Betonieren des Tunnels hergestellt<br />

wurde. Da der Beton <strong>für</strong><br />

<strong>den</strong> Tunnelbau rund um die Uhr<br />

kurzfristig verfügbar sein musste,<br />

stellte die Tunnelbaufirma das<br />

Material eigenständig direkt vor<br />

Ort her, war somit unabhängig<br />

von Logistik und langen Lieferwegen<br />

regionaler Betonhersteller.<br />

„Allein das zeigt, welch immens<br />

hoher Aufwand hinter diesem<br />

Tunnelbau-Projekt steckt“, bekräftigt<br />

Ralf Eisele.<br />

Betriebsgebäude<br />

hinter Betonwand<br />

An diesem Donnerstagmorgen jedoch<br />

ist es verhältnismäßig ruhig<br />

im Tunnel. Es wird weder gemeißelt<br />

noch gesprengt noch eine<br />

Schalung betoniert. Da<strong>für</strong> wer<strong>den</strong><br />

auf das Tunnelfundament Abwasser-<br />

und Löschwasserleitung<br />

verlegt. Baggerfahrer und fünf<br />

Bauarbeiter warten gerade auf<br />

<strong>den</strong> nächsten Betonmischer, um<br />

<strong>den</strong> nächsten Rohrabschnitt verlegen<br />

zu können. Wenige Schritte<br />

weiter führt ein Notausgang<br />

über einen kleineren, 150 Meter<br />

langen Tunnel hinaus ins Freie.<br />

„Notausgänge müssen in Tunneln<br />

alle 300 Meter installiert wer<strong>den</strong>“,<br />

sagt Ralf Eisele. Da der Tunnel in<br />

Bertoldshofen knapp 600 Meter<br />

lang ist, reicht einer, der sich<br />

ziemlich genau in der Mitte des<br />

leicht gekrümmten Schlauchs befindet.<br />

Leicht gekrümmt deshalb,<br />

In Rot: Die Trassenführung der sanierten und neugebauten Umfahrung <strong>für</strong> Bertoldshofen und Marktoberdorf.<br />

32 | <strong>altlandkreis</strong>


weil der Tunnel im Bereich der<br />

Hangeinfahrt die Linienführung<br />

der vorhan<strong>den</strong>en Straße fließend<br />

aufnehmen musste. Heißt: Wer<br />

in Zukunft von Schongau in <strong>den</strong><br />

Tunnel kommt, befährt ihn auf einer<br />

langgezogenen Rechtskurve.<br />

Am nördlichen Ausgang ist der<br />

Verlauf dagegen wieder nahezu<br />

geradlinig. Und am westseitigen<br />

Straßenrand ausreichend Platz<br />

<strong>für</strong> ein Betriebsgebäude, das sich<br />

von Straßenseite her jedoch hinter<br />

einer massiven Betonwand,<br />

rückseitig dagegen unter flach<br />

aufgeschütteter, begrünter Erde<br />

versteckt – <strong>den</strong> angrenzen<strong>den</strong><br />

Anwohnern in Bertoldshofen fällt<br />

dieses Bauwerk somit ebenso<br />

wenig auf wie <strong>den</strong> ab 2022 vorbeifahren<strong>den</strong><br />

Autofahrern. Software,<br />

Hardware, Rechenzentrum,<br />

Anschlüsse von Strom und Wasser,<br />

Steuerung von Licht, Kameras und<br />

Lautsprechern, Ampelschaltungen<br />

und digitalen Warnhinweisen – all<br />

das wird im Betriebsgebäude installiert,<br />

das übrigens nicht rund<br />

um die Uhr von Technikern vor Ort<br />

besetzt sein muss, sondern über<br />

Fernwartung aus München betreut<br />

wird.<br />

B12 wird<br />

zur Autobahn<br />

Läuft alles nach Plan, gilt ab<br />

Frühjahr 2022 folgende Verkehrsführung:<br />

Wer von Schongau<br />

kommend auf der B472 Richtung<br />

Bertoldshofen fährt, muss künftig<br />

durch <strong>den</strong> Tunnel fahren, „weil die<br />

alte Straße aus dieser Richtung<br />

vom durchgehen<strong>den</strong> Netz genommen<br />

und im restlichen Verlauf zu<br />

einer Gemeindestraße abgestuft<br />

wird“, sagt Ralf Eisele. Wenige<br />

hundert Meter nach dem Tunnel<br />

treffen FH-Kempten-Pendler, Hubert-Schmid-Kraftfahrer<br />

und Allgäu-Forum-Shopper<br />

schließlich<br />

auf einen neugebauten Kreisverkehr<br />

mit zwei Möglichkeiten zur<br />

Weiterfahrt: in gerader Richtung<br />

zur B12, die wiederum nach Kempten<br />

und Buchloe führt. Oder über<br />

die zweite Ausfahrt auf die neugebaute<br />

B16, die um Bertoldshofen<br />

herum Richtung Füssener Gegend<br />

führt. Heißt: Weil der Bundesstraßenverkehr<br />

in Zukunft gar<br />

nicht mehr durch Bertoldshofen<br />

fahren kann, ist <strong>den</strong> dortigen Bewohnern<br />

eine Verkehrsentlastung<br />

von hochgerechneten 8 200 (!)<br />

Fahrzeugen pro Tag sicher.<br />

Wie gut die Entlastung <strong>für</strong> Marktoberdorf<br />

funktioniert, „können<br />

wir dagegen schwer abschätzen“,<br />

sagt Ralf Eisele. Dort bleibt die<br />

alte Straße <strong>für</strong> Autofahrer, die direkt<br />

nach Marktoberdorf möchten,<br />

nämlich erhalten. Da der Mensch<br />

jedoch ein sprichwörtliches Gewohnheitstier<br />

ist, kann nicht<br />

ausgeschlossen wer<strong>den</strong>, „dass<br />

es Monate dauert, bis die neue<br />

Streckenführung auch von Durchreisen<strong>den</strong><br />

angenommen wird“.<br />

Fakt ist: Wer in Zukunft von Sü<strong>den</strong><br />

kommend, beispielsweise aus<br />

Füssen, über die B16 auf die B12<br />

möchte, ist auf der neugebauten<br />

Umgehung wesentlich schneller<br />

unterwegs als durch <strong>den</strong> kurvenreichen<br />

Ort Marktoberdorf.<br />

Bis sich Anwohner und Verkehrsteilnehmer<br />

endgültig an<br />

die neuen Trassenführungen um<br />

Bertoldshofen und Marktoberdorf<br />

gewöhnt haben, dürfte bereits das<br />

nächste große Straßenbau-Projekt<br />

im Allgäu begonnen haben: Voraussichtlich<br />

ab 2023 beginnt ein<br />

umfangreicher Ausbau der B12.<br />

Die wird auf der kompletten, 51<br />

Kilometer langen Strecke zwischen<br />

Bewirb dich über unser<br />

Bewerberportal unter:<br />

www.hochland-group.com/schueler<br />

Blick von Nord nach Süd auf Tunnel (hinten links) und Bertoldshofen.<br />

Buchloe und Kempten auf vier (!)<br />

Spuren sowie je einem Standstreifen<br />

pro Fahrtrichtung ausgebaut –<br />

quasi von einer Bundesstraße zur<br />

Autobahn, auch wenn sie ihren<br />

Namen „B12“ beibehalten wird.<br />

Werde Azubi<br />

bei Hochland!<br />

Unser Ausbildungsangebot<br />

Im 594 Meter langen und 40 Millionen<br />

Euro schweren Maria-Rita-<br />

Tunnel sollten sich die Verkehrsteilnehmer<br />

aber zügeln: Hier gilt<br />

Tempo 80 bei je einer Fahrspur in<br />

bei<strong>den</strong> Richtungen.<br />

js<br />

• Milchtechnologe (m/w/d)<br />

• Milchwirtschaftlicher Laborant (m/w/d)<br />

• Mechatroniker (m/w/d)<br />

• Industriemechaniker (m/w/d)<br />

• Elektroniker (m/w/d) <strong>für</strong> Betriebstechnik<br />

Deine Ansprechpartnerin:<br />

Monika Vogler, Ausbildungsleiterin<br />

monika.vogler@hochland.com<br />

Tel.: 08381 502-334<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 33


TRANSPORTER ZUM MIETEN<br />

HABEN SIE<br />

?<br />

TRANSPORT-<br />

PROBLEME<br />

Wir haben die Lösung!<br />

TAGESTARIFE<br />

Mercedes Sprinter Lang/Hoch ab € 69,-<br />

Mercedes Sprinter Mittellang ab € 59,-<br />

LKW Mercedes Atego 7,5 t<br />

mit Hebebühne ab € 99,-<br />

Sie können alle Fahrzeuge auch stun<strong>den</strong>weise mieten.<br />

STUNDENTARIFE ab € 15,-<br />

Ihre Adresse <strong>für</strong> mehr Fahrspaß!<br />

Der mobile Hunde-Pflegeservice von Thea Dirsch<br />

Jeder Handgriff<br />

muss sitzen<br />

auto.rieser<br />

Bahnhofstraße 31 • 86971 PEITING • 08861/6392 • www.auto-rieser.de<br />

34 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Oberhausen | Thea Dirsch ist seit<br />

34 Jahren verheiratet. „Seither<br />

schneide ich auch meinem Mann<br />

und unserem Hund die Haare<br />

selbst.“ Nur einmal nicht. Da dachte<br />

sie kurzerhand: „Jetzt bring ich<br />

meinen Vierbeiner mal zu <strong>den</strong><br />

Profis und schau, wie die das machen.“<br />

Die Erkenntnis: „Im Grunde<br />

auch nicht anders.“ Thea Dirsch<br />

findet Gefallen an dieser Arbeit als<br />

Hundefriseurin, beginnt in einem<br />

Salon in Peißenberg eine Ausbildung,<br />

arbeitet dort auch wenige<br />

Monate und macht sich schließlich<br />

selbstständig. Allerdings nicht mit<br />

einem eigenen Salon. Von Beginn<br />

an fährt sie zu Hund und Herrchen<br />

nach Hause, bietet somit einen der<br />

ganz wenigen mobilen Hunde-<br />

Pflege-Services im kompletten<br />

Oberland an. Inzwischen macht sie<br />

das seit 2007, auch <strong>für</strong> Katzen, bildet<br />

sich regelmäßig über Wochenendkurse<br />

im Schwarzwald und<br />

Wuppertal weiter und ist bei ihren<br />

zahlreichen Stammkun<strong>den</strong> aus<br />

allen Gesellschaftsschichten nicht<br />

mehr wegzu<strong>den</strong>ken. „Ich fahre bis<br />

nach Grainau, Mittenwald, Starnberg-Percha,<br />

Andechs und Steinga<strong>den</strong>.<br />

Rentner, junge Familien,<br />

Alleinerziehende, Prominente –<br />

da ist wirklich alles dabei“, sagt<br />

die 61-Jährige, die selbst mit ihrer<br />

Familie, zwei Katzen und einem<br />

Hund in Oberhausen lebt, erste Erfahrungen<br />

mit Haustieren bereits<br />

als Kleinkind sammelte. Hamster,<br />

Kaninchen, Wasserschildkröten,<br />

Katzen und Hunde. „Haustiere waren<br />

immer schon fester Bestandteil<br />

in meinem Leben, so etwas<br />

wie meine besten Freunde.“ Und<br />

diese Liebe zum Tier ist bis heute<br />

ungebrochen in ihr. Furchtlos und<br />

mit stoischer Ruhe gelingt es ihr<br />

immer wieder, selbst als aggressiv<br />

bekannte (Wach)Hunde oder<br />

Katzen ruhig zu bekommen, um<br />

an ihnen das zu tun, was ihr am<br />

meisten Spaß macht: Mit qualitativ<br />

hochwertigem Spezial-Werkzeug<br />

deren Fell kämmen, scheren, ausputzen<br />

und schnei<strong>den</strong>.<br />

Frisur muss zum<br />

Charakter passen<br />

<strong>Das</strong>s Fell- und Körperpflege bei<br />

Haustieren wichtig ist, sollte in<br />

Dirschs Augen selbsterklärend sein.<br />

„Was es leider nicht ist unserer Gesellschaft“,<br />

sagt sie seufzend und<br />

holt an dieser Stelle etwas allgemeiner<br />

aus: „Allein beim Durchlesen<br />

gewisser Online-Kommentare<br />

zum Thema Hund oder Katze anschaffen,<br />

stellt es mir immer wieder<br />

sprichwörtlich die Haare auf.“<br />

Ja: Tiere haben Gefühle. Ja: Sie<br />

brauchen täglich jeman<strong>den</strong>, der<br />

sich kümmert. Und ja: Sie können<br />

nicht (!) wie ein lebloses Stück<br />

Stofftier einfach mal in die Ecke<br />

gestellt und ignoriert wer<strong>den</strong>. Wie<br />

empfindlich Hunde auf Umgang<br />

und Umfeld tatsächlich reagieren,<br />

erlebt Thea Dirsch bei ihrer Arbeit<br />

als Hundefriseurin immer wieder<br />

aufs Neue. „Die Frisur sollte immer<br />

zum Charakter und Typen des Tieres<br />

passen“, sagt sie. Vor allem müssten<br />

auch die Besitzer, Nachbarn<br />

und Bekannten voll dahinterstehen.<br />

Insofern hat die Expertin auch<br />

das letzte Wort, allen voran beim<br />

Thema ausgefallene Frisuren. Ein<br />

Irokesen-Schnitt an einem prachtvollen<br />

Berner Sennenhund? „Diesen<br />

Wunsch der Besitzer habe ich<br />

strikt abgelehnt, weil sich der Hund<br />

damit nicht wohl gefühlt hätte.“ Der<br />

Irokesen-Schnitt bei einem selbstbewussten<br />

Pudel, dessen Besitze-<br />

Mit Schertisch und Werkzeugtasche: Thea Dirsch auf Kun<strong>den</strong>termin.


Getrimmt: Border Terrier „Brutus“<br />

wird vom Winterfell befreit.<br />

rin selbst tätowiert und gepierct<br />

ist am ganzen Körper? „Passt wiederum<br />

ganz hervorragend.“ Heißt:<br />

Bevor Thea Dirsch Hand anlegt an<br />

Hund oder auch Katze, wird immer<br />

abgewogen: Passt der jeweilige<br />

Frisurenwunsch tatsächlich zum<br />

Charakter und zur Statur des Tieres.<br />

Und wird das dann neue Aussehen<br />

auch von Herrchen und Umfeld<br />

positiv an- und wahrgenommen.<br />

<strong>Das</strong> schlimmste, was nach einem<br />

Hundefriseur-Termin passieren<br />

kann: „<strong>Das</strong>s der Hund vom eigenen<br />

Herrchen ausgelacht wird.“ Hunde<br />

merken das laut Dirsch sofort,<br />

schämen sich oft über Tage und<br />

Wochen hinweg in Grund und Bo<strong>den</strong>.<br />

„Ich hatte mal einen Fall, wo<br />

wir einem Langhaar-Hund das Fell<br />

bewusst gestutzt haben, damit er<br />

<strong>den</strong> heißen Sommer über nicht so<br />

lei<strong>den</strong> muss.“ Die Hundebesitzerin<br />

war begeistert. Etwas später kam<br />

jedoch deren Mann nach Hause,<br />

erkannte seinen frischgeschorenen<br />

Hund kaum wieder und musste<br />

lauthals anfangen zu lachen. <strong>Das</strong><br />

Resultat: Der Hund versteckte sich –<br />

kein Witz – zwei Wochen lang hinter<br />

einer Gardine und blies Trübsal.<br />

Trotzdem liebt Thea Dirsch die<br />

eher ausgefalleneren, schwierigeren<br />

Schnitte, „bei <strong>den</strong>en ich mich<br />

künstlerisch so richtig entfalten<br />

kann“. Als Paradebeispiel dient<br />

hier<strong>für</strong> sicherlich eine Löwenfrisur<br />

an einem reinrassigen Deutschen<br />

Schäferhund. Die sah gut aus, passte<br />

charakterlich einwandfrei zum<br />

Tier und hatte obendrein einen<br />

immens wichtigen Nebeneffekt:<br />

Den überwiegend im Freien leben<strong>den</strong><br />

Hund von seinem verdreckten,<br />

verfilzten und – so ehrlich muss<br />

man sein – stark stinken<strong>den</strong> Fell<br />

zu befreien. <strong>Das</strong> fällt insbesondere<br />

bei großen, agilen und zum Teil<br />

auch scharfen Hun<strong>den</strong> nicht immer<br />

leicht. „Es gab mal einen Fall, wo<br />

ich nicht zu Ende geschnitten habe,<br />

weil die Sache dann <strong>für</strong> die Besitzer<br />

und mich zu gefährlich wurde.“<br />

Die Rede ist von einem Wachhund<br />

auf einem Bauernhof.<br />

Insgesamt betrachtet – von Kratzern<br />

und kleineren Bisswun<strong>den</strong>,<br />

„die schlichtweg dazugehören zu<br />

meinem Beruf“, mal abgesehen<br />

– kommt Thea Dirsch jedoch mit<br />

nahezu allen Rassen und Größen<br />

supergut zurecht. In vielen Fällen<br />

sogar deutlich besser als die<br />

Besitzer der Tiere selbst. Die bereits<br />

erwähnte stoische Ruhe und<br />

Furchtlosigkeit, aber auch ein liebevoller<br />

Umgang sowie umfassendes<br />

Fachwissen über Anatomie und<br />

Hautstruktur, darüber hinaus Anpacken,<br />

Kraulen und Streicheln an<br />

<strong>den</strong> richtigen Stellen sind Grundvoraussetzungen<br />

<strong>für</strong> <strong>den</strong> Erfolg ihrer<br />

Arbeit. „Bei der ich so unglaublich<br />

sie. Der größte Vertrauensbeweis,<br />

<strong>den</strong> ihr ein Tier entgegenbringen<br />

kann: „Wenn es sich freiwillig auf<br />

<strong>den</strong> Rücken legt, mir <strong>den</strong> Bauch<br />

dann häufig auch noch ein immer<br />

lauter wer<strong>den</strong>des Schnurren hinzu,<br />

was bei Menschen bekanntlich eine<br />

starke Tiefenentspannung bewirkt.<br />

Star 09/<strong>2021</strong><br />

09/202<br />

zur Fachkraft <strong>für</strong> Lagerlogistik (m/w/d)<br />

Wir bil<strong>den</strong> Dich am Stammsitz in Schwabsoien aus:<br />

Wir bil<strong>den</strong> Wir bil<strong>den</strong> Dich Dich am Stammsitz in in Schwabsoien aus: aus:<br />

Star 09/202 zum Industriemechaniker (m/w/d)<br />

Star 09/202<br />

Star Star<br />

09/202 zum 09/<strong>2021</strong><br />

zum Industriemechaniker (m/w/d) (m/w/d)<br />

Star 09/<strong>2021</strong> zur Fachkraft <strong>für</strong> Lagerlogistik (m/w/d)<br />

Star 09/<strong>2021</strong><br />

Star 09/<strong>2021</strong> zur Fachkraft zur Fachkraft <strong>für</strong> <strong>für</strong> Lagerlogistik (m/w/d) (m/w/d)<br />

Wir bil<strong>den</strong> Dich am Stammsitz<br />

Liebeserklärung: „Brutus“<br />

in Schwabsoien<br />

bedankt sich <strong>für</strong> <strong>den</strong> sommerlichen<br />

aus:<br />

Schnitt.<br />

zu streckt und ich ungestört daran „Deshalb ist die Pflege an Hun<strong>den</strong><br />

„Mehr Erholung viel zurückbekomme“, schwärmt arbeiten kann.“ Bei Katzen kommt und Katzen <strong>für</strong> mich mehr Erho-<br />

als Arbeit“<br />

lung als Arbeit“, sagt Thea Dirsch,<br />

deren mobiler Pflegeservice <strong>für</strong><br />

Hunde und Katzen ziemlich einzigartig<br />

ist in der Region.<br />

js<br />

Star 09/202 zum Industriemechaniker (m/w/d)<br />

Wir bil<strong>den</strong> Dich am Stammsitz in Schwabsoien aus:<br />

Star Wir bil<strong>den</strong> 09/<strong>2021</strong> Dich zur am Fachkraft Stammsitz <strong>für</strong> Lagerlogistik in Schwabsoien (m/w/d) aus:<br />

Wir bil<strong>den</strong> Dich am Stammsitz in Schwabsoien aus:<br />

Star 09/202<br />

zum<br />

zum<br />

Industriemechaniker<br />

Industriemechaniker<br />

(m/w/d)<br />

(m/w/d)<br />

zum Industriemechaniker (m/w/d)<br />

zur Fachkraft <strong>für</strong> Lagerlogistik (m/w/d)<br />

zur Fachkraft <strong>für</strong> Lagerlogistik (m/w/d)<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 35


ihler.ausbildung<br />

Mit Bihler in deine Zukunft<br />

Werkzeugmechaniker (m/w/d)<br />

Mechatroniker (m/w/d)<br />

Technischer Produktdesigner (m/w/d)<br />

Kaufmann <strong>für</strong> Digitalisierungsmanagement (m/w/d)<br />

Fachinformatiker <strong>für</strong> Systemintegration (m/w/d)<br />

Industriekaufmann (m/w/d)<br />

Fachkraft <strong>für</strong> Lagerlogistik (m/w/d)<br />

Duale Studiengänge<br />

Praktika<br />

Abschlussarbeiten<br />

Alle Infos zu unseren Ausbildungsberufen findest<br />

du auf www.bihler.de/ausbildung<br />

36 | <strong>altlandkreis</strong>


Übersicht hiesiger Außengastronomie<br />

Auf in die Biergärten!<br />

Altlandkreis | Gastronomen kämpfen<br />

seit Corona um ihre Existenz.<br />

Nun, dank sinkender Inzi<strong>den</strong>zen,<br />

dürfen Gäste wieder bedient wer<strong>den</strong>,<br />

insbesondere in Biergärten<br />

und auf Terrassen. Wer die kommen<strong>den</strong><br />

Tage und Wochen also<br />

Lust auf bayerische, asiatische,<br />

italienische, griechische, afrikanische,<br />

bulgarische Küche sowie<br />

auf Kaffee und Kuchen hat, findet<br />

im Folgen<strong>den</strong> eine Übersicht aller<br />

hiesigen Restaurants, Gaststätten,<br />

Cafés, Stüberl, Almen und Kiosks,<br />

die Essen und Getränke auch im<br />

Außenbereich servieren. Wichtiger<br />

Hinweis: Wer sich von Ihnen, liebe<br />

Leser, <strong>für</strong> ein Lokal entschie<strong>den</strong><br />

hat, sollte sich im Vorfeld über Öffnungszeiten<br />

und die aktuelle Corona-Situation<br />

informieren – zum<br />

Beispiel via Internet oder Telefonbuch.<br />

Spätestens dann sollte einem<br />

genussvollen Sommer nichts mehr<br />

im Wege stehen. Und die Kassen<br />

der arg gebeutelten Wirtshausbesitzer,<br />

Köche und Servicekräfte<br />

endlich wieder gefüllt wer<strong>den</strong>.<br />

Altenstadt<br />

Café am Rathaus<br />

Schongauer Straße 2<br />

Kaffee und Kuchen<br />

Gasthof Janser<br />

Burgstraße 2<br />

Ortsteil Schwabniederhofen<br />

gut bürgerlich<br />

Pizzeria Trattoria La Locanda<br />

Burglachbergstraße 16<br />

italienisch<br />

Café-Bistro Lion’s<br />

Raiffeisenstraße 10<br />

türkische Spezialitäten<br />

Sportgaststätte Altenstadt<br />

Jahnstraße 11<br />

griechisch<br />

Apfeldorf<br />

Gol<strong>den</strong>er Apfel<br />

Kirchplatz 2<br />

gehoben bürgerlich<br />

Schlossbergstube<br />

Schloßbergstraße 15<br />

gut bürgerlich<br />

Bad Bayersoien<br />

Gasthof Bayersoier Hof<br />

Dorfstraße 35<br />

bayerisch<br />

Gasthof Brückenwirt<br />

Echelsbach 14<br />

bayerisch<br />

Fischerhäusl<br />

Seeweg 104<br />

gut bürgerlich<br />

Parkhotel<br />

Am Kurpark 1<br />

bayerisch und afrikanisch<br />

Landhotel Metzgerwirt<br />

Dorfstraße 39<br />

bo<strong>den</strong>ständige Alpenküche<br />

Gasthof zum Weißen Roß<br />

Dorfstraße 20<br />

bayerisch<br />

Hotel Christopherus<br />

Sommerhof 4<br />

bayerisch<br />

Il Pescatore<br />

Dorfstraße 85<br />

italienisch<br />

Bernbeuren<br />

Gasthaus Lindauer<br />

Echerschwang 24<br />

gut bürgerlich<br />

Seestüberl<br />

am Haslacher See<br />

Imbiss<br />

Auerberghalle<br />

am Sportplatz 16<br />

gut bürgerlich<br />

Panorama-Gasthof mit Café<br />

Auerberg 2<br />

süß und bayerisch-deftig<br />

Doldewirt<br />

Mühlenstraße 1<br />

gut-bürgerlich<br />

Böbing<br />

Pizzeria Alte Post<br />

Kirchstraße 2<br />

italienisch<br />

Bromberg-Alm<br />

Bromberg 10<br />

gut bürgerlich<br />

Burggen<br />

Woodys „Café & Bar“<br />

Schwarzkreuzstraße 2<br />

Imbiss und Pizzen<br />

Gasthaus / Schützenhaus<br />

Tannenberg 115<br />

gut bürgerlich<br />

Denklingen<br />

‚HEX‘<br />

Bahnhofstraße 16<br />

gut bürgerlich<br />

Lechblick Restaurant Café<br />

Leckblick 1<br />

schwäbisch-bayerisch<br />

Epfach<br />

Gasthaus zur Sonne<br />

Sonnenbichl 1<br />

gut bürgerlich<br />

Fuchstal<br />

Zum Blätz<br />

Am Bahnhof 1<br />

Ortsteil Leeder<br />

gut bürgerlich<br />

Zum Luitpold<br />

Hauptstraße 36<br />

Ortsteil Leeder<br />

gut bürgerlich<br />

Forellenstube<br />

Wel<strong>den</strong> 4<br />

Ortsteil Wel<strong>den</strong><br />

gut bürgerlich und mediterran<br />

Gasthaus Seerose<br />

Wel<strong>den</strong> 24<br />

Ortsteil Wel<strong>den</strong><br />

gut bürgerlich<br />

Landgasthof Römerkessel<br />

Römerkessel 1<br />

gut bürgerlich<br />

Steaks und BBQ<br />

Theresas Landbistro<br />

Hauptstraße 37<br />

Ortsteil Leeder<br />

gut bürgerlich<br />

Café Maribelle<br />

Wegäcker 26<br />

Ortsteil Leeder<br />

Konditorei mit Café<br />

Pizzeria Puar<br />

Josef-Schöner-Straße 2<br />

Ortsteil Leeder<br />

italienisch, indisch, gut bürgerlich<br />

Cavallino Flößerstuben<br />

Kalkbrennerweg, 2<br />

Ortsteil Seestall<br />

italienisch<br />

Hohenpeißenberg<br />

Bayerischer Rigi<br />

Matthäus-Günther-Platz 2<br />

Kaffee, Kuchen und gut bürgerlich<br />

Gasthof Hetten<br />

Hettenstraße 22<br />

gut bürgerlich<br />

Gaststätte Rigi-Alm<br />

Unterbau 72<br />

gut bürgerlich<br />

Pizzeria Osteria Italiano<br />

Hauptstraße 24<br />

italienisch<br />

Ingenried<br />

Gasthaus Krone<br />

Erbenschwang 28<br />

gut bürgerlich<br />

Kinsau<br />

Sportheim Kinsau<br />

Apfeldorfer Straße 16<br />

gut bürgerlich<br />

Lechbruck<br />

Hotel „Auf der Gsteig“<br />

Gsteig 1<br />

mediterran, bayerisch<br />

Kaffee und Kuchen<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 37


Gasthof Holler<br />

Bahnhofstraße 10<br />

gut bürgerlich<br />

Gasthaus Metzgerwirt<br />

Flößerstraße 14<br />

gut bürgerlich<br />

Hochbergle-Stuben<br />

Hochbergle 2a<br />

gut bürgerlich<br />

Flößerstube<br />

Flößerstraße 37<br />

italienisch<br />

Lechbrucker Hof<br />

Flößerstraße 18<br />

kroatisch und bayerisch<br />

Flößerstadl am Bootshafen<br />

Siebenbürgenstraße 36<br />

gut bürgerlich, Café<br />

Kiosk am Minigolfplatz<br />

Floßbinderweg 2<br />

Imbiss<br />

Restaurant am Campingplatz<br />

Via Claudia 6<br />

gut bürgerlich<br />

Eiscafè Venezia<br />

Flößerstraße 36<br />

Eisspezialitäten und<br />

italienische Snacks<br />

Café Seeblick<br />

Lechwiesenstraße 27<br />

hausgemachte Kuchen<br />

Reichling<br />

Gasthaus Mitschke<br />

Keltenstraße 3<br />

gut bürgerlich<br />

Sportgaststätte<br />

Keltenstraße 20<br />

gut bürgerlich / bulgarisch<br />

Rettenbach am<br />

Auberberg<br />

Weichbergmarkt<br />

Dorfstraße 2<br />

gut bürgerlich und mediterran<br />

Gaststätte Gol<strong>den</strong>es Kreuz<br />

Untere Gasse 1<br />

gut bürgerlich<br />

Skihütte<br />

Bernbeurer Straße 16<br />

gut bürgerlich, kroatisch,<br />

italienisch<br />

Rottenbuch<br />

Kunstcafé am Tor<br />

Klosterhof 1<br />

Café und Burger / Pizzen<br />

Landgasthof Rottenbucher Stub’n<br />

Klosterhof 26<br />

gut bürgerlich<br />

Schönegger Käse-Alm<br />

Schönegg 6<br />

Kuchen und Brotzeit<br />

Kiosk am Schwaigsee<br />

Morgenbacher Weg 2<br />

Pommes und Pizza<br />

Rott<br />

Gasthaus Seehäusl<br />

Seehäusl 4<br />

bayerisch und griechisch<br />

Café- und Brotzeitstube<br />

Beim Gauklerhof<br />

Römerstraße 2, Kuchen und<br />

Brotzeiten<br />

Peiting<br />

Barnsteiner’s<br />

Restaurant & Cateringservice<br />

Zechenstraße 7<br />

gehobene, regionale Küche<br />

Gasthof zum Dragoner<br />

Ammergauer Straße 11 + 16<br />

gut bürgerlich<br />

Gasthof zum Keppeler<br />

Hauptplatz 15<br />

gut bürgerlich<br />

Gasthof Buchberger<br />

Füssener Straße 2<br />

gut bürgerlich<br />

Gasthof Zechenschenke<br />

Zechenstraße 2<br />

gut bürgerlich<br />

Landgasthof Lamprecht<br />

Lamprecht 1<br />

gut bürgerlich<br />

Café und Wirtshaus Herzog<br />

Am Dorfplatz<br />

Ortsteil Herzogsägmühle<br />

Café und regionale Spezialitäten<br />

Restaurant Zauberhütte<br />

Mößle 2, Ortsteil Birkland<br />

saisonale Spezialitäten<br />

hausgemachte Kuchen<br />

Saliterhof<br />

Kurzenried 3, Ortsteil Kurzenried<br />

gut bürgerlich<br />

A Casa<br />

Lärchenweg 2<br />

italienisch<br />

Restaurant Korfu<br />

Hauptplatz 9<br />

griechisch<br />

Onat Kebap<br />

Poststraße 3<br />

Imbiss und türkische Spezialitäten<br />

Thai Phuc<br />

Ammergauer Straße 22<br />

asiatisch<br />

Café-Bistro Central<br />

Hauptplatz 5<br />

Kuchen, mediterran und gut<br />

bürgerlich<br />

Olli’s Schnaidbergstubn<br />

Ramsau 3, Ortsteil Ramsau<br />

saisonale Spezialitäten<br />

Zuckerl<br />

Bachstraße 2<br />

Frühstück, Snacks, Kaffee und<br />

Kuchen<br />

PHO 3<br />

Münchener Straße 3<br />

asiatische Spezialitäten<br />

Neuwirt<br />

Schongauer Straße 28<br />

gut bürgerlich<br />

Bäckerei Sesar<br />

Bahnhofstraße 21<br />

Snacks, Kaffee und Kuchen<br />

Neuwirt<br />

Birkland 44, Ortsteil Birkland<br />

gut bürgerlich<br />

Prem<br />

Café Magdalena<br />

Obere Dorfstraße 23<br />

Kuchen und Brotzeit<br />

Gasthof Zur alten Tenne<br />

Schongauer Straße 2<br />

bayerisch und asiatisch<br />

Schönegger Käse-Alm<br />

Steinwies 20<br />

Café und Brotzeit<br />

Wirtshaus Lechaue<br />

Aumühle 4<br />

gut bürgerlich<br />

Schongau<br />

Löwenhof<br />

Löwenstraße 3<br />

saisonale Spezialitäten<br />

Restaurant Olympia<br />

Christophstraße 43<br />

griechisch<br />

La Fontana<br />

Bahnhofstraße 34<br />

italienisch<br />

Pasta e Vino Enoteca Osteria<br />

Christophstraße 6<br />

italienisch<br />

Opatja / Gasthaus zum Lindauer<br />

Löwenstraße 7<br />

bayerisch und international<br />

Eiscafé GelatOK<br />

Münzstraße 12<br />

Eisspezialitäten, Torten,<br />

Kaffee und Kuchen<br />

Caffé a colori<br />

Marienplatz 10<br />

Kaffee und Kuchen<br />

MöbelCentrale<br />

Gogoliner Straße 3-5<br />

gut bürgerlich<br />

Café Express<br />

Marienplatz 20<br />

Torten, Kaffee und Kuchen<br />

Jeanscafé<br />

Marienplatz 14<br />

Kaffee und Kuchen<br />

Restaurant Bollywood<br />

Weinstraße 1<br />

indisch<br />

Alibaba Grill<br />

Bernbeurener Straße 3<br />

türkisch<br />

38 | <strong>altlandkreis</strong>


Ristorante La Perla<br />

Bahnhofstraße 7<br />

italienisch<br />

Bistro Ballenhaus<br />

Marienplatz 2<br />

Café und gut bürgerlich<br />

Schongauer Brauhaus<br />

Altenstadter Straße 13<br />

gut bürgerlich<br />

Lagerhaus Schongau<br />

Karmeliterstraße 5<br />

mediterran und gut bürgerlich<br />

Garibaldi Ristorante-Pizzeria<br />

Christophstraße 49<br />

italienisch<br />

Evis Treff<br />

Schönlinderstraße 82<br />

gut bürgerlich<br />

Vegetarische und Vegane Zauberei<br />

Karmeliterstraße 11<br />

vegetarisch und vegan<br />

Wirtshaus Fischerstubn<br />

Blumenstraße 33<br />

gut bürgerlich<br />

Weinstube im Frauentor<br />

Christophstraße 21<br />

elsässisch<br />

Pizza Dom<br />

Münzstraße 23<br />

italienisch<br />

Namaste<br />

Oskar-von-Miller-Straße 10<br />

indisch<br />

Restaurant Croatia<br />

Dießener Straße 25<br />

kroatisch<br />

Lechwirt<br />

Lechvorstadt 2<br />

gut bürgerlich<br />

Bootshaus Lido<br />

Lechuferstraße<br />

gut bürgerlich und mediterran<br />

Bistro Gleich<br />

Weinstraße 14<br />

gut bürgerlich<br />

McDonald’s<br />

Tannenberger Straße 1<br />

Fast Food<br />

Antica Roma<br />

Semerstraße 2<br />

italienisch<br />

Roter Erker<br />

Dom.-Zimmermannstraße 10<br />

Café und hausgemachte<br />

Spezialitäten<br />

Zum Huterer<br />

Weinstraße 4<br />

Kaffee, Kuchen und Cocktails<br />

Bistro Valentin<br />

Bahnhof Straße 7<br />

gut bürgerlich<br />

Märchenwald<br />

Dießener Straße 6<br />

gut bürgerlich<br />

Schwabsoien<br />

Texashütte<br />

Netzenberg 6<br />

Steaks<br />

Steinga<strong>den</strong><br />

Gasthaus Drei Mohren<br />

Kirchenstraße 14<br />

Ortsteil Urspring<br />

gut bürgerlich<br />

Gasthof Graf<br />

Schongauer Straße 15<br />

gut bürgerlich<br />

Gasthof zur Post<br />

Marktplatz 1<br />

gut bürgerlich<br />

Steinga<strong>den</strong>der Klosterschänke<br />

Welfenstraße 12<br />

gut bürgerlich<br />

Zur Taverne<br />

Welfenstraße 10<br />

gut bürgerlich<br />

Café-Restaurant Schweiger<br />

Wies 9, Ortsteil Wies<br />

bayerische Spezialitäten<br />

Gasthof Moser<br />

Wies 1, Ortsteil Wies<br />

Café und gut bürgerlich<br />

Gasthof Ilgen<br />

Ilgen 2, Ortsteil Ilgen<br />

gut bürgerlich<br />

Schönegger Käse-Alm<br />

Füssener Straße 27<br />

Fisch, Kaffee, Kuchen und Brotzeit<br />

Brandstatthof<br />

Brandstatt 1<br />

Kuchen Burger und Brotzeit<br />

Unterdießen<br />

Zapfenwirt<br />

Kirchweg 2<br />

gut bürgerlich<br />

Wirtshaus Der Adler<br />

Im Forchet 1<br />

Ortsteil Dornstetten<br />

gut bürgerlich<br />

Wildsteig<br />

Gasthof „Zum Strauß“<br />

Riedstraße 16<br />

bayerisch-schwäbisch<br />

Landhotel Kirchberger<br />

Kirchbergstraße 43<br />

bayerisch<br />

Café Peramarta<br />

Auernheimer Weg 1<br />

Cafè und Imbiss<br />

Gasthof „Mühlegger“<br />

Morgenbach 27<br />

gut bürgerlich<br />

(alle Angaben ohne Gewähr!)<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 39


Zarte Fleischspezialitäten nach 12 Stun<strong>den</strong> Garzeit<br />

Elektroinstallation<br />

- Elektroinstallation<br />

Photovoltaik<br />

- Batteriespeicher<br />

Photovoltaik<br />

- Baustrom Batteriespeicher<br />

- Planung Baustrom<br />

- Planung<br />

Tel 08868 18 06 88<br />

Fax:<br />

Tel :: 08868 08868<br />

// 18 18 06 09 88<br />

96 Fax: 08868 // 18 09 96 5<br />

Lassen Sie uns<br />

gemeinsam feiern.<br />

Vorsorge, Versicherung, Finanzen – seit<br />

10 Jahren sind wir mit Freude <strong>für</strong> Sie da.<br />

Generalagentur<br />

Petra Wittmann<br />

Schongauer Str. 32<br />

82380 Peißenberg<br />

Tel 08803 6325590<br />

petra.wittmann@ergo.de<br />

www.petra-wittmann.ergo.de<br />

Die Barbeque-Smoker<br />

aus Echerschwang<br />

Echerschwang | Auf <strong>den</strong> ersten<br />

Blick wirken sie ein wenig befremdlich.<br />

Sie erinnern eher an<br />

ein Hexenwerkzeug als an ein<br />

Grillgerät – die Smoker der „Smoker<br />

Deifi“ in Echerschwang. Die<br />

Betreiber grillen das Fleisch ganz<br />

nach alter amerikanischer Sitte<br />

im Smoker – und verwöhnen von<br />

Echerschwang aus Genießer weit<br />

über die Landkreisgrenzen hinaus<br />

mit köstlich zarten Fleischspezialitäten.<br />

Sklaven und einkommensschwache<br />

Familien im Sü<strong>den</strong> der USA<br />

bereiteten im 18. und 19. Jahrhundert<br />

ihr Essen in Erdlöchern und<br />

Vorläufern der heutigen Smoker<br />

zu. Durch die langen Garzeiten<br />

konnte auf diese Weise auch<br />

als minderwertig angesehenes<br />

Fleisch zu zarten Speisen verarbeitet<br />

wer<strong>den</strong>. Erst im Lauf vieler<br />

Jahrzehnte später entwickelte sich<br />

aus <strong>den</strong> Vorläufern des Barbeque<br />

ein regelrechter Hype in Europa,<br />

der Hobbyköche bis heute bei<br />

schöner Witterung an Grillgeräte<br />

zieht.<br />

„Es war eine Grilldokumentation<br />

im Fernsehen, die mich 2005 auf<br />

die Idee brachte, einen Smoker zu<br />

bauen“, erzählt Gerhard Lindauer,<br />

Gastronom aus Echerschwang.<br />

„Wir haben uns einen Viehanhänger<br />

gekauft, komplett zerlegt und<br />

neu aufgebaut. Und mit einem<br />

Fass fingen wir an.“ Entstan<strong>den</strong><br />

ist daraus ein „Reverseflow“-<br />

Smoker, der ein Fassungsvermögen<br />

von 120 Kilogramm Fleisch<br />

hat. Bei diesem Barbeque-System<br />

wird mit entrindetem Buchenholz<br />

Kreative Grillmeister namens „Smoker Deifi“: Andreas Hübinger (links)<br />

und Gerhard Lindauer aus Echerschwang bei Bernbeuren.<br />

Feuer entfacht, dessen Rauch das<br />

Grillgut umschließt. So wird das<br />

Fleisch zum Teil geräuchert und<br />

bekommt seine beliebte rauchige<br />

Geschmacksnote. Außerdem sorgt<br />

die konstante Temperatur von 100<br />

bis 120 Grad Celsius da<strong>für</strong>, dass<br />

das Fleisch schön zart wird und<br />

saftig bleibt.<br />

Gut Ding braucht Weile<br />

Der Familienbetrieb in Echerschwang,<br />

<strong>den</strong> Adelheid Lindauer<br />

organisatorisch leitet, gehört<br />

ihrem Mann Gerhard, gelernter<br />

Kellner und ehemaliger Wirt der<br />

Auerberghalle, sowie ihrem Sohn<br />

Andreas Hübinger, der als Küchenmeister<br />

seit vielen Jahren<br />

erfolgreich in der Gastronomie tätig<br />

ist. Wertvolle Hilfe leistet auch<br />

Helene J. Lindauer, Gerhards 75<br />

Jahre alte Mutter. Die ehemalige<br />

Wirtin des Gasthauses Lindauer<br />

in Echerschwang bereitet Salate,<br />

Krautkrapfen und Kuchen nach<br />

Großmutters Rezepten zu. Mit<br />

ihren Smokern, zu <strong>den</strong>en sich inzwischen<br />

ein großes Modell <strong>für</strong> bis<br />

zu 300 Kilogramm (!) Fleisch „gesellt“<br />

hat, versorgt das Team Gäste<br />

bei Firmenevents und Familienfeiern<br />

wie Geburtstagen, Hochzeiten<br />

oder Taufen. Aber auch auf Sportund<br />

Musikveranstaltungen sowie<br />

Messen und Ausstellungen.<br />

Um das Fleisch pünktlich zum<br />

Eintreffen der Gäste fertig zu haben,<br />

braucht das Smoker-Team im<br />

Rahmen von Veranstaltungen eine<br />

Vorlaufzeit von zwölf Stun<strong>den</strong>. Erst<br />

wird im Ofen des Smokers Feuer<br />

mit Buchenholz entfacht, um <strong>den</strong><br />

Garraum auf Betriebstemperatur<br />

zu bringen. Die beträgt 150 Grad,<br />

und erfordert ständiges nachschüren.<br />

„So alle zehn Minuten<br />

40 | <strong>altlandkreis</strong>


verlangt das Feuer Nachschub“, so<br />

Gerhard Lindauer. <strong>Das</strong> Fleisch an<br />

sich kommt bereits nach rund 30<br />

Minuten zum Garen in <strong>den</strong> Smoker.<br />

Im Falle eines Pulled Pork<br />

(gezupftes Schweinfleisch), dauert<br />

der Grillprozess im Schongar-Modus<br />

dann bis zu zwölf (!) Stun<strong>den</strong>.<br />

Der Lohn nach diesem Tag: Die<br />

Eventgäste wer<strong>den</strong> pünktlich mit<br />

perfekt durchgegartem, zarten<br />

und köstlich nach Raucharomen<br />

schmecken<strong>den</strong> Fleisch verwöhnt.<br />

Fertig, wenn die<br />

Gäste kommen<br />

Im Gegensatz zu einem konventionellen<br />

Cateringunternehmen sind<br />

die „Smoker Deifi“ mit ihrer Arbeit<br />

fertig, sobald die Gäste eintreffen.<br />

„Mit dem Smoker-Barbeque<br />

blicken wir ganz entspannt auf<br />

die Ankunft der Gäste“, schmunzelt<br />

Gerhard Lindauer. Schließlich<br />

wurde die Arbeit im Vorfeld erledigt,<br />

das Fleisch ist gar und die<br />

Beilagen stehen parat. So können<br />

sich die Betreiber bei Eintreffen<br />

der Gäste voll und ganz auf das<br />

Servieren der Speisen konzentrieren.<br />

Die Leckerbissen, die das Cateringunternehmen<br />

seinen Kun<strong>den</strong><br />

bietet, umfassen das bereits erwähnte<br />

Pulled Pork, Honigschinkenbraten,<br />

Rinderlende, Hähnchenkeulen,<br />

Schweinebraten oder<br />

<strong>den</strong> Barbeque-Klassiker aus <strong>den</strong><br />

USA, Moink Balls (Rindfleisch-<br />

Hackbällchen). Daneben steht<br />

Brisket (Rinderbrust) ebenso auf<br />

dem Speiseplan wie Fisch auf<br />

dem Zedernbrett. Darüber hinaus<br />

können Eventgäste aus einem<br />

reichhaltigen Beilagenangebot<br />

wie Antipasti, Bratkartoffeln,<br />

Krautkrapfen oder verschie<strong>den</strong>en,<br />

hausgemachten Salaten ebenso<br />

wählen wie aus einem Dessertangebot<br />

mit Kaffee und Kuchen. Bei<br />

der Beschaffung der Rohstoffe<br />

achten die Betreiber darauf, möglichst<br />

regionale Produkte von hiesigen<br />

Händlern zu bekommen.<br />

Über die Nutzung des Smokers<br />

hinaus, stehen dem Team weitere<br />

Einrichtungen zur Verfügung, mit<br />

<strong>den</strong>en sie diverse Gaumenfreu<strong>den</strong><br />

zubereiten: Brot, Gemüse und<br />

Eintopf wer<strong>den</strong> im sogenannten<br />

„Dutch Oven“ gemacht, auf einem<br />

Drehgrill garen Spanferkel, Rollbraten<br />

und Grillhendl. Für Burger<br />

Honigschinkenbraten, Rinderlende, Hähnchenkeulen, Schweinebraten<br />

oder der Barbeque-Klassiker aus <strong>den</strong> USA, Moink Balls (Rindfleisch-<br />

Hackbällchen), stehen auf der Speisekarte der Caterer.<br />

sowie Grillfleisch, -wurst und -gemüse<br />

steht ein spezieller Burger-<br />

Grill bereit, und aus einer schweren<br />

Eisengusspfanne spitzeln<br />

Krautkrapfen, Bratkartoffeln und<br />

Gemüsespieße als Beilage hervor.<br />

„Die Kun<strong>den</strong>, die unseren Service<br />

buchen, erhalten auf Wunsch ein<br />

Rundum-Sorglos-Paket“, so Adelheid<br />

Lindauer. Ab einer Gruppe<br />

von 30 Personen beinhaltet die<br />

Leistung des Unternehmens die<br />

Speisen und Getränke, sowie Geschirr<br />

und Besteck. So können die<br />

Auftraggeber eines Events sich ihren<br />

Gästen widmen, ohne sich um<br />

deren Verpflegung und Bewirtung<br />

kümmern zu müssen.<br />

Anfragen<br />

bis aus Franken<br />

„Essen ist Bedürfnis, genießen<br />

eine Kunst.“ Unter diesem Motto<br />

bieten die „Smoker Deifi“ ihre<br />

Dienste an. „Anfragen liegen aus<br />

Österreich, der Region um München<br />

und sogar aus Franken vor“,<br />

erzählt Gerhard Lindauer, „aber<br />

aufgrund der Corona-Beschränkungen<br />

konnten wir im vergangenen<br />

Jahr nur wenige Veranstaltungen<br />

mit unseren Grillspezialitäten<br />

aus Echerschwang bestücken und<br />

hoffen, dass es in diesem Jahr<br />

wieder besser läuft.“ Auch deshalb,<br />

um das Erbe des aus <strong>den</strong><br />

frühen Südstaaten Amerikas stammen<strong>den</strong><br />

Barbeques fortzusetzen<br />

im Schongauer Altlandkreis und<br />

darüber hinaus. Denn da<strong>für</strong> sind<br />

„Smoker Deifi“ aus Echerschwang<br />

schließlich bekannt.<br />

hun<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 41<br />

GÜNSTIGE TICKETS<br />

ONLINE KAUFEN!<br />

GÜNSTIGE GÜNSTIGE TICKETS<br />

TICKETS<br />

ONLINE ONLINE KAUFEN!<br />

KAUFEN!<br />

FAMILIENBETRIEB SEIT ÜBER<br />

55 JAHREN IN SCHONGAU<br />

FAMILIENBETRIEB FAMILIENBETRIEB SEIT SEIT<br />

SEIT ÜBER<br />

ÜBER<br />

ÜBER<br />

55 55<br />

55 JAHREN JAHREN IN IN<br />

IN SCHONGAU<br />

SCHONGAU<br />

WWW.SCHONGAUER-MAERCHENWALD.DE<br />

WWW.SCHONGAUER-MAERCHENWALD.DE<br />

WWW.SCHONGAUER-MAERCHENWALD.DE<br />

NGEN<br />

4,5 STERNE<br />

4,5 4,5 4,5<br />

BEI STERNE<br />

STERNE<br />

GOOGLE<br />

BEI AUS BEI GOOGLE<br />

ÜBER 2181<br />

AUS AUS BEWERTUNGEN<br />

ÜBER 2181<br />

BEWERTUNGEN<br />

BEWERTUNGEN<br />

OPTIMAL FÜR KINDE<br />

VON 2 - 8 JAHRE<br />

OPTIMAL OPTIMAL FÜR FÜR<br />

FÜR KINDER<br />

KINDER<br />

VON VON<br />

VON 2 2 - - 8 - 8 JAHRE<br />

JAHRE<br />

SCHONGAUER_MAERCHENWALD<br />

SCHONGAUER_MAERCHENWALD<br />

SCHONGAUER_MAERCHENWALD


Droht Musikapellen und Trachtenvereinen das Aus?<br />

KANTINE<br />

CATERING<br />

Schmid GmbH<br />

Friedrich­Haindl­Straße -Haindl -Straße 12 12<br />

86956 86956Schongau Schongau<br />

Tel. Tel.08861-213171<br />

08861­21 31 71<br />

www.kantine­schmid.de<br />

www.kantine-schmid.de<br />

METZGEREI<br />

KANTINE CATERING METZGEREI<br />

„Sie „Sie suchen einen einen Partnerzum<br />

Partner zum betreiben betreiben oder<br />

Ob Firmenfeste, Ob Firmenfeste, Hochzei-<br />

Hochzeiten, Geburtstage,Abend-<br />

"DIE" „DIE“ Weißwurst -die Legende –die<br />

unter Legende <strong>den</strong> Weißwürsten. unter<strong>den</strong> Weißwürsten.<br />

Die Schmid´sche<br />

Die Schmid´sche Weißwurst,<br />

oder beliefern beliefernIhrer IhrerBeessenodersonstige<br />

Abendessen wahrscheinlich die Beste<br />

Betriebskantine?<br />

Events, sonstige Ihre Wünsche Events, als Weißwurst, WWeißwurst der wahrscheinlich<br />

Welt. Oft kopiert,<br />

besteWeißwurst nachgemacht undder<br />

nie<br />

Wir Wirbieten Ihneneinein-<br />

eine KundeIhre stehen Wünsche dabeiimmerimVordergrund.<br />

die<br />

individuelle dividuelleBetreuung<br />

nach IhrenWünschen.“<br />

Kunde stehen dabei<br />

als<br />

immer im Vordergrund.<br />

Welt. Oftkopiert, erreicht. nachgemachtund<br />

nie erreicht.<br />

»Wir sanieren Ihr Bad zum Festpreis.<br />

„Wir leben nun mal<br />

von der Gemeinschaft“<br />

Altlandkreis | Seit Eintritt der Corona-Pandemie<br />

Mitte März 2020<br />

ist es verdammt still gewor<strong>den</strong> um<br />

Blasmusik und Tanz. Im Frühjahr<br />

des vergangenen Jahres war die<br />

Enttäuschung noch riesengroß, da<br />

nahezu alle größeren Feste bereits<br />

vollständig geplant waren, die aktiven<br />

Mitglieder ausrichtender Vereine<br />

enorm viel Freizeit, Herzblut<br />

und Geld investiert hatten. Gaufest<br />

Hohenfurch, Bezirksmusikfest<br />

Obersöchering, Bezirksmusikfest<br />

Peiting? Ersatzlos gestrichen! Heuer<br />

hätte das Lechgautrachtenfest in<br />

Seestall stattgefun<strong>den</strong>, das hiesige<br />

Bezirksmusikfest in Wildsteig, darüber<br />

hinaus stün<strong>den</strong> zahlreiche<br />

weitere runde Vereinsjubiläen an,<br />

die sicherlich mit Heimataben<strong>den</strong>,<br />

Gottesdiensten und Trachtenumzügen<br />

gefeiert wür<strong>den</strong> – allein sechs<br />

Trachtenvereine aus dem Lechgau<br />

hätten heuer 100-Jähriges. Doch<br />

davon spricht im Sommer <strong>2021</strong> niemand<br />

mehr, weil die Umsetzung<br />

größerer Feste mit Menschenmassen<br />

im Tausender-Bereich schlichtweg<br />

keinen Sinn macht. Auch nicht<br />

bei sinkender Inzi<strong>den</strong>z, immer<br />

mehr Impfungen und der Möglichkeit<br />

von Schnelltests – da<strong>für</strong> sind<br />

ehrenamtlich organisierte Vereine<br />

letztlich zu dünn aufgestellt, zu<br />

knapp bei Kasse, und nicht wirklich<br />

in der Lage, Verantwortung<br />

zu tragen im Falle einer Ansteckungswelle.<br />

Viel entschei<strong>den</strong>der<br />

aber ist die Frage: Droht hiesigen<br />

Traditions- und Brauchtumsvereinen<br />

aufgrund des pandemiebedingten<br />

Stillstands sogar das aus?<br />

Max Kriesmair, Leiter des Bezirksmusikverbandes<br />

Oberland, blickt<br />

positiv nach vorne und spricht von<br />

mehreren alternativen Lösungen<br />

während der Pandemie, die besser<br />

angenommen und umgesetzt wur<strong>den</strong>,<br />

als von uns allen erwartet“.<br />

Leistungsabzeichen via<br />

Zoom-Konferenz<br />

Zum Beispiel konnten 70 Prozent<br />

der rund 100 Nachwuchsmusikanten<br />

im Weilheim-Schongauer<br />

Landkreis das Leistungsabzeichen<br />

in Silber und Bronze trotz Corona<br />

erfolgreich meistern, „weil wir<br />

Vorbereitungsseminare sowie die<br />

praktischen Prüfungen über Zoom-<br />

Konferenzen abgehalten haben“.<br />

Die Durchfallquote? „War sogar<br />

geringer als in Jahren der Präsenz-<br />

Prüfungen“, sagt Max Kriesmair,<br />

der feststellen konnte, „dass die<br />

Schüler zuhause in gewohntem<br />

Umfeld sich besser konzentrieren<br />

können und weniger nervös sind“.<br />

Obendrein überträgt Zoom Originaltöne<br />

in guter Klangqualität,<br />

weshalb nicht ausgeschlossen ist,<br />

dass künftig auch ohne Pandemiebeschränkungen<br />

Online-Prüfungen<br />

angeboten wer<strong>den</strong>. Auch Musikkapellen,<br />

zum Beispiel Schongau<br />

und Polling, haben in Phasen des<br />

Lockdowns via Online-Schalte geprobt.<br />

Und als im Sommer 2020,<br />

ähnlich wie aktuell, die Fallzahlen<br />

niedriger waren und Maßnahmen<br />

gelockert wur<strong>den</strong>, konnte auch<br />

wieder in (kleineren) Gruppen vor<br />

Ort geprobt wer<strong>den</strong>, was von allen<br />

hiesigen Musikkapellen auch<br />

gemacht wurde: Mit Maske zum<br />

Platz, der 1,5 Meter Abstand nach<br />

rechts und links sowie zwei Meter<br />

Abstand nach vorne betragen<br />

muss. Für Kon<strong>den</strong>swasser (Spucke)<br />

braucht jeder Musikant ein eigenes<br />

Behältnis. Und der Proberaum<br />

muss mindestens alle 20 Minuten<br />

gelüftet wer<strong>den</strong>, ehe er wieder<br />

mit Maske verlassen wer<strong>den</strong> wird.<br />

Bezirksversammlungen fin<strong>den</strong> seit Corona via Zoom-Konferenz statt.<br />

42 | <strong>altlandkreis</strong>


Freundschaftliche Übergabe: Söcheringer Musikanten reichen einen<br />

Wanderteller an die Knappschafts- und Trachtenkapelle Peiting weiter.<br />

Hatten es Gemein<strong>den</strong>, Anwohner<br />

und Wetter zugelassen, wur<strong>den</strong><br />

manche Proben auch ins Freie<br />

verlegt, was auch diesen Sommer<br />

wieder möglich sein wird. Parallel<br />

dazu bot der Musikverband von<br />

Ober- und Niederbayern zahlreiche<br />

musikalische Online-Seminare an.<br />

Und Schongaus Dirigent und Musikschulleiter<br />

Marcus Graf komponierte<br />

neue Stücke, die Bläsergruppen<br />

dank kostenlosem Download<br />

auf der neugestalteten Internetseite<br />

mon-oberland.de üben und<br />

spielen konnten und können. <strong>Das</strong><br />

Besondere dabei: Die Werke tragen<br />

die Ortsnamen hiesiger Vereine<br />

wie Böbinger Trompetenjodler,<br />

Egelfinger Weise, Raistinger<br />

Walzer, Traubinger Hörnerklang,<br />

Starnberger Fanfare, Steinga<strong>den</strong>er<br />

Klarinettenstückl, Bernbeurener<br />

Zwitscher-Galopp, Penzberger<br />

Charleston-Polka, Huglfinger Ländler,<br />

Peiting Boarisch oder Rottenbucher<br />

Schottisch.<br />

Nur vier Tage in<br />

Lederhose<br />

Was <strong>den</strong> aktiven Blasmusikanten<br />

jedoch inständig fehlt: <strong>Das</strong> regelmäßige,<br />

gesellige Beisammensein,<br />

das ein Vereinsleben generell auszeichnet.<br />

Und davon sind Plattlergruppen<br />

in Trachtenvereinen noch<br />

wesentlich stärker betroffen als<br />

Musikkapellen. „Eine Plattlerprobe<br />

mit Tanzverbot macht schlichtweg<br />

keinen Sinn, noch weniger ohne<br />

konkrete Ziele, auf die man gezielt<br />

hinarbeiten kann“, sagt an dieser<br />

Stelle Franz Multerer, Vorsitzender<br />

des Lechgauverbands, dem wie<br />

allen aktiven Trachtlern diese pandemische<br />

Zeit in der Seele wehtut.<br />

Normalerweise trägt er an mindestens<br />

100 Tagen im Jahr die Lederhose,<br />

weil es ebenso viele Anlässe<br />

dazu gibt. Heimatabende, Trachtenfeste,<br />

Preisplatteln, Wallfahrten,<br />

Gottesdienste, Platterproben und<br />

Ausschusssitzungen – fand nahezu<br />

alles wenig bis gar nicht statt. So<br />

trug Franz Multerer im Jahr 2020<br />

seine handgemachte Hirschlederne<br />

lediglich vier Mal, heuer bislang<br />

drei Mal. Sorge bereitet ihm vor<br />

allem diese seit eineinhalb Jahren<br />

fehlende Gemeinschaft und Geselligkeit.<br />

„Trachtenvereine leben<br />

nun mal von der Gemeinschaft.“<br />

Und sind in der Tat bekannt als<br />

„eingeschworener Haufen“, deren<br />

aktive Mitglieder sich nicht nur<br />

zum Platteln und geselligen Beisammensein<br />

treffen. Es wird auch<br />

über wichtige berufliche Dinge<br />

gesprochen, über private Probleme<br />

und Projekte, bei <strong>den</strong>en man<br />

sich gegenseitig mental und handwerklich<br />

unterstützt. „Da geht es<br />

um viel mehr als die Pflege von<br />

Brauchtum an sich“, sagt Multerer,<br />

dessen Be<strong>für</strong>chtung groß ist, dass<br />

insbesondere Vereine, die ohnehin<br />

seit Jahren mit Nachwuchsproblemen<br />

zu kämpfen haben, vom<br />

Aussterben bedroht sein könnten.<br />

„Bayernweit betrachtet gibt es sicherlich<br />

Vereine, die nach Corona<br />

nicht mehr existieren. Speziell auf<br />

unseren Verband bezogen, kann<br />

man es auch nicht ausschließen.“<br />

Die Frage ist: Wie lange dauert die<br />

Pandemie noch an? Oder wird sie<br />

gar zum Dauerzustand, was eine<br />

Umstrukturierung des Vereinswesens<br />

zur Folge hätte? Multerer ist<br />

vorsichtig optimistisch, dass das<br />

Lechgaufest 2022 in Epfach, das<br />

bereits geplant wird, wieder stattfin<strong>den</strong><br />

kann. Und bis dahin nicht<br />

zu viele Mitglieder ihren jeweiligen<br />

Vereinen <strong>den</strong> Rücken zukehren.<br />

Ähnlich ergeht’s Max Kriesmair in<br />

Bezug auf das 59. Bezirksmusikfest,<br />

das 2022 zum 70-Jährigen des<br />

Bezirks in Rottenbuch stattfin<strong>den</strong><br />

soll.<br />

Bier, Blasmusik und<br />

Schweinshaxe<br />

Die Sorge, dass Musikkapellen<br />

während der pandemischen Zeit<br />

einige Mitglieder verlieren, treibt<br />

auch Max Kriesmair um. „Wobei ich<br />

die Brisanz der Situation momentan<br />

schwer einschätzen kann“, sagt<br />

er. Einerseits gebe es sicherlich Musiker,<br />

die schon vor der Pandemie<br />

überlegt hatten, aufzuhören, und<br />

nun in Zeiten ohne Verpflichtungen<br />

und deutlich weniger Proben<br />

das Spielen eines Instruments gar<br />

nicht mehr vermissen. Andererseits<br />

verspürt Kriesmair bei vielen Musikern<br />

auch große Lust, endlich wieder<br />

so musizieren zu können, wie<br />

es vor Corona der Fall war. <strong>Das</strong>s<br />

Auftritte von Plattlergruppen, Chören,<br />

Volks- und Blasmusikgruppen<br />

eine große Bereicherung <strong>für</strong> Land<br />

und Leute sind, ist in jedem Falle<br />

unbestritten. Ein Paradebeispiel <strong>für</strong><br />

bayerisches Lebensgefühl durfte<br />

Max Kriesmair Ende Mai nach langer<br />

Zeit mal wieder selbst erleben.<br />

Als die Außengastronomie öffnen<br />

durfte, fuhr er kurzerhand mit seiner<br />

Frau zum Essen – beim Strobelwirt<br />

in Oberhausen gab’s nicht nur<br />

Schweinshaxe und frischgezapftes<br />

Bier. Hinter der Biergartenhecke<br />

probten die aktiven Mitglieder der<br />

Oberhauser Musikanten. Ein fast<br />

vergessenes Erlebnis mit Gänsehaut-Charakter.<br />

js<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 43<br />

IHR PARTNER SEIT<br />

— 1979—<br />

Sichern Sie sich 45 %<br />

staatlichen Zuschuss auf<br />

Heizen mit<br />

Wärmepumpe.<br />

Wir beraten Sie<br />

unverbindlich & vor Ort.<br />

www.wechner.de<br />

Klammspitzstr. 11 / 86971 Peiting<br />

08861 4187<br />

info@wechner.de


Landschaftsökologe über Heuschrecken<br />

Sie hören mit dem Knie<br />

Hohenpeißenberg | Sie haben<br />

sechs Beine, fünf Augen und das<br />

Hörorgan seitlich am Körper –<br />

oder direkt unter dem Kniegelenk!<br />

„Mal schauen, ob wir eine fin<strong>den</strong>“,<br />

sagt Armin Beckmann, der<br />

in dieser Sekunde das Hauptfach<br />

seiner anthrazitfarbenen Umhängetasche<br />

öffnet und einen schwarzen<br />

Kescher ohne Stil herauszieht.<br />

Mit langen, aber sanften Schritten<br />

schreitet er durch das kniehohe<br />

Gras am südöstlichen Ufer des Hohenpeißenberger<br />

Badeweihers –<br />

und bewegt währenddessen <strong>den</strong><br />

nach vorne geöffneten Kescher<br />

blitzartig durch die naturbelassene<br />

Blumenwiese hindurch. Nach<br />

fünf kontrollierten Doppelschlägen<br />

bleibt Beckmann stehen,<br />

drückt mit der rechten Handfläche<br />

<strong>den</strong> im feinmaschigen Netz hängengebliebenen<br />

Inhalt nach oben<br />

und fängt an zu grinsen: „Da, ein<br />

Kurzfühler im Larvenstadium. Der<br />

könnte sich zu einem Gemeinen<br />

Grashüpfer entwickeln.“ Um diesen<br />

winzig kleinen, nur wenige<br />

Millimeter langen, noch nicht<br />

ausgereiften Kurzfühler genauer<br />

betrachten zu können, stülpt der<br />

Experte dem Insekt vorsichtig ein<br />

Beobachtungsglas über und hält<br />

es gegen das von Sü<strong>den</strong> einfallende<br />

Sonnenlicht. Nach<br />

knapp zwei Minuten lässt er <strong>den</strong><br />

braunroten Winzling wieder frei.<br />

„Er gehört einer von rund 35 Arten<br />

an, die es bei uns im bayerischen<br />

Voralpenraum gibt“, sagt<br />

Beckmann. Wiesengrashüpfer,<br />

Roesels Beißschrecke, Gemeiner<br />

Grashüpfer und Zwitscherschrecke<br />

sind nur vier Beispiele hiesiger<br />

Arten. Die kleinsten, zum Beispiel<br />

die Dornschrecke, erreichen eine<br />

Körperlänge von sechs bis zwölf<br />

Millimeter. Die größten, das Grüne<br />

Heupferd, eine Körperlänge von<br />

bis zu 45 Millimeter. Grundsätzlich<br />

wer<strong>den</strong> Heuschrecken unterschie<strong>den</strong><br />

in Lang- und Kurzfühlerschrecken,<br />

deren Fühler jeweils vom<br />

Kopf in Richtung Himmel ragen<br />

und zum Vorantasten enorm wichtig<br />

sind. Darüber hinaus bewegen<br />

sie sich auf unterschiedliche Art<br />

und Weise fort. Manche können<br />

fliegen. Andere springen. Wieder<br />

andere lediglich kriechen, krabbeln<br />

und kraxeln. Bei nahezu<br />

allen Arten auffallend sind<br />

die drei Beinpaare in<br />

unterschiedlichen Größen.<br />

<strong>Das</strong> vordere<br />

sowie<br />

mittlere Beinpaar dient zum Kriechen<br />

und Kraxeln, das hintere ist<br />

deutlich länger und dank kräftiger<br />

Schenkel auch ideal geeignet zum<br />

Springen. Flugfähige Heuschrecken,<br />

meist mit kleineren Vorder-<br />

und größeren Hinterflügeln<br />

ausgestattet, kommen in der Regel<br />

fünf bis zehn Meter weit, wenige<br />

Arten können auch mehrere<br />

Kilometer lang fliegen, sind im<br />

Bayerischen Voralpenland jedoch<br />

allenfalls selten vorzufin<strong>den</strong>.<br />

Zeugnis <strong>für</strong> ökologisches<br />

Ungleichgewicht<br />

Armin Beckmann, 58, ist hauptberuflicher<br />

Diplom-Ingenieur <strong>für</strong><br />

Landschaftsökologie. Über sein<br />

selbstständiges Planungsbüro erstellt<br />

er Fachgutachten<br />

<strong>für</strong> unterschiedlichste<br />

Aufträge, schwerpunktmäßig<br />

jedoch zu<br />

vegetationskundlichen und<br />

tierökologischen Themen.<br />

Auf die Frage, wie sich solche<br />

Gutachten auswirken, reagiert er<br />

eher zurückhaltend. „Gerade die<br />

Heuschrecken spielen derzeit bei<br />

vielen Planungen nur noch eine<br />

untergeordnete Rolle, auch wenn<br />

es um selten gewor<strong>den</strong>e Arten<br />

geht.“ Heißt: Mit Fachgutachten<br />

lässt sich in Sachen Verlust natürlicher<br />

Lebensräume <strong>für</strong> artenbedrohte<br />

Tiere nur sehr begrenzt<br />

Gezielte Doppelschläge: Manfred Beckmann, Diplom-Ingenieur <strong>für</strong><br />

Landschaftsökologie, auf der Suche nach heimischen Heuschrecken.<br />

entgegenwirken. Trotzdem liebt<br />

der aus Ingolstadt stammende<br />

Hohenpeißenberger seinen Job,<br />

weil er nicht nur am Schreibtisch<br />

zu verrichten ist. Um professionelle<br />

Landschaftsgutachten zu erstellen,<br />

erkundet Armin Beckmann<br />

auch immer wieder die Natur direkt<br />

vor Ort. Ein wichtiger Indikator<br />

<strong>für</strong> Ökologisches Gleich- oder<br />

Ungleichgewicht dann auch: Die<br />

Heuschrecken. Je nach Örtlichkeit,<br />

Arten und Anzahl der Heuschrecken<br />

kann Armin Beckmann<br />

ziemlich genau bestimmen, wie es<br />

um <strong>den</strong> Gesamtzustand der dortigen<br />

Natur bestellt ist. „Wo viele<br />

Heuschrecken leben, gibt es auch<br />

zahlreiche Pflanzen und andere<br />

Tiere.“<br />

Woher sein umfassendes Fachwissen<br />

über Heuschrecken rührt?<br />

„<strong>Das</strong> geht bis zu meinem Studium<br />

an der Fachhochschule in Weihenstephan<br />

zurück.“ Im Rahmen dessen<br />

wollte sich Armin Beckmann<br />

neben der Vegetation auch unbedingt<br />

mit einer Insektengruppe intensiver<br />

beschäftigen, hatte allerdings<br />

kaum Zeit da<strong>für</strong>. So fiel die<br />

Entscheidung auf Heuschrecken,<br />

die allein aus optischen Grün<strong>den</strong><br />

hochinteressant, jedoch mit weniger<br />

Aufwand zu erforschen und<br />

bestimmen sind als beispielsweise<br />

Schmetterlinge. Hintergrund:<br />

Allein zur Bestimmung der Geschlechter<br />

müssen viele Insekten<br />

gefangen, getötet und präpariert<br />

wer<strong>den</strong>. Heuschrecken dagegen<br />

können lebendig gefangen und<br />

mit bloßem Auge oder unter einer<br />

Lupe bestimmt, anschließend<br />

wieder in die Freiheit gelassen<br />

wer<strong>den</strong>.<br />

Unüberhörbare<br />

Balzgesänge<br />

Geschlechtsreif sind Heuschrecken<br />

bereits nach wenigen Lebenswochen.<br />

Die Männchen beginnen<br />

dann mit Balzgesängen, die je<br />

nach Art tagsüber oder nachts,<br />

lauter oder leiser erfolgen. In jedem<br />

Falle ist dieses kräftige Zirpen<br />

einiger Arten unüberhörbar<br />

<strong>für</strong> uns Menschen. Haben sich<br />

Männlein und Weiblein angelockt,<br />

erfolgt die „Besteigung“<br />

mit anschließendem „ineinander<br />

Verharren“, was mindestens 20<br />

Minuten, oft auch mehrere Stun<strong>den</strong><br />

andauern kann. Letztlich legen<br />

die Weibchen 200 bis 400<br />

befruchtete Eier knapp unter oder<br />

auf der Erdoberfläche, manchmal<br />

auch auf oder in Pflanzen ab. Die<br />

44 | <strong>altlandkreis</strong>


meisten dieser abgelegten Eier<br />

überwintern schließlich, sodass<br />

erst im Frühjahr darauf die ersten<br />

Larven aus ihnen schlüpfen.<br />

Während sich andere Insekten wie<br />

Schmetterlinge von der Larve über<br />

eine Raupe oder Puppe zum fertigen<br />

Insekt entwickeln, entsteht<br />

die Heuschrecke ausschließlich<br />

durch Häutungen der Larve. Ob<br />

dieser kürzere Entwicklungsprozess<br />

tatsächlich auch ein Grund<br />

ist, warum Heuschrecken <strong>für</strong> viele<br />

Wissenschaftler weniger interessant<br />

sind? „Ich glaube eher, dass<br />

andere Artengruppen wie Käfer<br />

und Schmetterlinge optisch attraktiver<br />

sind“, sagt Armin Beckmann,<br />

der selbst die Spezialisierung auf<br />

Heuschrecken keinesfalls bereut –<br />

obwohl deren Leben nicht wirklich<br />

benei<strong>den</strong>swert ist. Nasskalte<br />

(Früh)Sommer wie dieses Jahr<br />

überleben viele nicht aufgrund<br />

von Milbenbefall. Hinzu kommen<br />

zahlreiche Fressfeinde wie Spinnen,<br />

Vögel, Eidechsen, Schlangen<br />

sowie größere Heuschrecken, die<br />

regelrecht scharf sind auf diese<br />

eiweißreiche Nahrungsquelle.<br />

Insofern sind Heuschrecken, die<br />

auf nahezu allen Grünflächen zuhause<br />

sind, ein bedeutender Nahrungslieferant,<br />

und somit auch<br />

ein wichtiger Bestandteil <strong>für</strong> ein<br />

ökologisches Gleichgewicht, das<br />

durch menschliche Eingriffe in die<br />

Natur jedoch immer stärker zerstört<br />

wird.<br />

Heuschreckenplage<br />

aufgrund Klimawandel<br />

Von <strong>den</strong> 35 Arten im bayerischen<br />

Oberland, rund 79 Arten in ganz<br />

Deutschland sowie 28 000 Arten<br />

weltweit ist eine ganze Reihe<br />

vom Aussterben bedroht, Ten<strong>den</strong>z<br />

steigend. Trotzdem stellt sich in<br />

Zeiten des Klimawandels die Frage:<br />

Blüht auf kurz oder lang auch<br />

dem Schongauer Altlandkreis<br />

mal eine Heuschreckenplage? „Es<br />

sind sehr vereinzelt Einflüge von<br />

Wanderheuschreckenschwärmen<br />

auch <strong>für</strong> Deutschland geschichtlich<br />

dokumentiert, jedoch nicht <strong>für</strong><br />

das kühlfeuchte Alpenvorland –<br />

es kann gelegentlich zu Massenvermehrungen<br />

im beispielsweise<br />

südöstlichen Mitteleuropa<br />

kommen, die jedoch – wenn<br />

überhaupt – einen räumlich sehr<br />

eng begrenzten Schadfraß verursachen<br />

können.“ Am anderen<br />

Ende der Welt sieht diese Problematik<br />

ganz anders aus. Jüngstes<br />

Beispiel: In Ostafrika sind<br />

rund 40 Millionen Menschen<br />

vom Hungertod bedroht, weil unvorstellbar<br />

große Schwärme dieser<br />

Wüstenheuschrecken alles<br />

Im Beobachtungsglas: Dieser Kurzfühler im Larvenstadium könnte sich<br />

zu einem Gemeinen Grashüpfer (siehe linke Seite) entwickeln.<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 45


niederfressen, was ihnen in <strong>den</strong><br />

Weg kommt – 2020 wur<strong>den</strong> Länder<br />

wie Somalia, Äthiopien und<br />

Kenia von der schlimmsten Heuschreckenplage<br />

in der Geschichte<br />

getroffen, und im März <strong>2021</strong> zogen<br />

erneut Millionen von Tiere durch<br />

die ohnehin gebeutelten Länder.<br />

Noch tragischer: Experten sagen<br />

aktuell eine zweite, noch größere<br />

Welle <strong>für</strong> dieses Jahr voraus, weil<br />

Klimawandel, Corona-Krise und<br />

Missmanagement der Regierungen<br />

in Ostafrika dieser gefräßigen<br />

Riesenheuschrecke immer stärker<br />

in die Karten spielen.<br />

Heuschrecken, hier eine Roesels Beißschrecke, haben sechs Beine.<br />

Handy-App zur<br />

Artenbestimmung<br />

Die Heuschrecken im Schongauer<br />

Altlandkreis ernähren sich überwiegend<br />

von Grasblättern, größere<br />

aber auch von anderen Insekten<br />

wie Heuschrecken. „Der große<br />

frisst <strong>den</strong> kleinen.“ Wer ein Tier,<br />

unerheblich der Größe, entdeckt,<br />

sollte es mit Respektsabstand betrachten<br />

und in Frie<strong>den</strong> lassen.<br />

Wer es zur genaueren Begutachtung<br />

trotzdem unbedingt fangen<br />

möchte, sollte sich äußerst vorsichtig<br />

ans Werk machen. „Wichtig<br />

beim Fangen einer Heuschrecke<br />

ist, sie nicht an einzelnen Beinen<br />

festzuhalten“, warnt Armin Beckmann.<br />

Möchte das Tier nämlich<br />

durch einen kräftigen Satz in die<br />

Flucht springen, reißt das von<br />

Menschenhand gegriffene Bein oft<br />

aus. Heißt: Wer sich tatsächlich <strong>für</strong><br />

diese Tiere interessiert, sie suchen<br />

und ihrer jeweiligen Art zuordnen<br />

möchte, sollte es wie Experte<br />

Beckmann machen: Fachliteratur<br />

mit messerscharfen Bildern aller<br />

hiesigen Arten lesen – und auf<br />

eine innovative Handy-App zurückgreifen.<br />

Die heißt „Orthoptera“,<br />

wurde in der Schweiz entwickelt<br />

und gilt als ideales Werkzeug,<br />

um auch hiesige Heuschreckenarten<br />

mühelos zu bestimmen. Neben<br />

Bildmaterial, dazu passen<strong>den</strong><br />

Beschreibungen sowie EU-weiten<br />

Verbreitungskarten beinhaltet<br />

diese App alle originalen Zirp-<br />

Geräusche, die Heuschrecken im<br />

Rahmen der Balz von sich geben.<br />

Für eine noch effektivere Methode,<br />

um Gesänge von Heuschrecken zu<br />

erfassen, greift Armin Beckmann<br />

in seine rechte Hosentasche. „Ein<br />

Ultraschallfrequenzwandler, auch<br />

bekannt als Fledermaus-Detektor.“<br />

Mit diesem Gerät kann er auch die<br />

Laute der leiseren und weniger<br />

bekannten Heuschreckenarten in<br />

der Region orten. Zwar nicht die<br />

der stummen Türks Dornschrecke,<br />

sehr wohl aber die des etwas leiser<br />

singen<strong>den</strong>, Schwarzfleckigen<br />

Heidegrashüpfers. Der hat auch<br />

sechs Beine und fünf Augen, das<br />

Gehör jedoch an seiner Körperseite<br />

und nicht direkt unter dem<br />

Knie.<br />

js<br />

Existenzbedrohender Schwarm:<br />

Eine Heuschrecken-Plage in Afrika.<br />

46 | <strong>altlandkreis</strong>


Hilfe bei Magersucht, Bulimie und Esssucht<br />

Wenn Essen zur Qual wird<br />

Weilheim | Seit Beginn der Corona-<br />

Pandemie häufen sich die Fälle<br />

von Essstörungen massiv. „Insbesondere<br />

während des ersten und<br />

zweiten Lockdowns sind unsere<br />

Anlaufstellen regelrecht überrannt<br />

wor<strong>den</strong> mit Beratungsanfragen“,<br />

sagt Dorothea Voß. Die Diplom-<br />

Theologin und Fachberaterin <strong>für</strong><br />

Essstörungen leitet von „Therapienetz<br />

Essstörung“ die Außenstellen<br />

in Weilheim und Garmisch-Partenkirchen,<br />

leistet somit einen einzigartigen<br />

Beitrag in der Bekämpfung<br />

eines gesundheitlichen Problems,<br />

von dem überwiegend das weibliche<br />

Geschlecht betroffen ist. Als<br />

„bundesweit einzigartig“ ist nicht<br />

die wertvolle Arbeit an sich gemeint,<br />

die Voß und ihre Kolleginnen<br />

tagtäglich leisten, sondern das<br />

flächendeckende, fachspezifische<br />

Angebot dieses Therapienetzwerks.<br />

„Anlaufstellen <strong>für</strong> Menschen mit<br />

Essstörungen sind nahezu ausschließlich<br />

in <strong>den</strong> ganz großen<br />

Städten Deutschlands wie Frankfurt,<br />

Berlin und Hamburg angesiedelt.“<br />

Auch das „Therapienetz<br />

Essstörung“ wurde 2009 in München<br />

gegründet, wo sich auch nach<br />

wie vor die Zentrale dieser Organisation<br />

befindet. Einzigartig sind<br />

jedoch die vielen regionalen Außenstellen,<br />

die in <strong>den</strong> vergangenen<br />

Jahren im kompletten oberbayerischen<br />

Raum geschaffen wur<strong>den</strong>.<br />

„Wir haben schon sehr früh festgestellt,<br />

dass viele Betroffene oder<br />

deren Angehörige oft weite Wege<br />

auf sich genommen haben“, sagt<br />

Dorothea Voß, die von zahlreichen<br />

Klienten mit mehr als zweistündigen<br />

Anfahrtszeiten bis nach München<br />

berichtet. So fing die Organisation<br />

schrittweise an, immer mehr<br />

Anlaufstellen auch außerhalb der<br />

Landeshauptstadt zu eröffnen. Die<br />

erste Außenstelle damals: die in<br />

Weilheim, die ziemlich genau vor<br />

20 Jahren geschaffen wurde, sich<br />

heute in der Fischerstraße befindet.<br />

„In der Praxis von Dr. Jakob Nützel<br />

haben wir einen großen Raum nur<br />

<strong>für</strong> uns“, sagt Dorothea Voß, die<br />

zum 20-jährigen Jubiläum jedoch<br />

nicht wirklich Grund zur Freude<br />

hat. „Da<strong>für</strong> steigt die Zahl von<br />

Menschen mit Essstörungen derzeit<br />

schlichtweg zu stark an.“<br />

Mobbing, Leistungsdruck<br />

und Social Media<br />

Die wichtigste Aufgabe der in Weilheim<br />

arbeiten<strong>den</strong> Fachtherapeutinnen<br />

zunächst: Herauszufin<strong>den</strong>,<br />

ob tatsächlich eine Essstörung<br />

vorliegt. „Im Grunde immer dann,<br />

wenn sich im Leben der Betroffenen<br />

wirklich alles nur noch ums Essen<br />

dreht, was wiederum zu einer<br />

immens hohen Belastung <strong>für</strong> Geist<br />

und Körper führt“, sagt Dorothea<br />

Voß, die als inzwischen 57-Jährige<br />

viele Erfahrungen gesammelt hat<br />

in ihrem Berufsfeld und ganz genau<br />

weiß, wovon sie spricht. „<strong>Das</strong><br />

geht so weit, dass Betroffene Angst<br />

haben vor dem Essen, sich beim<br />

Essen extrem unter Stress setzen<br />

oder dabei einen regelrechten<br />

Selbsthass entwickeln.“ Auslöser<br />

einer Essstörung, die unterteilt<br />

wer<strong>den</strong> muss in Magersucht, Bulimie<br />

und Esssucht, gibt es viele.<br />

Falsche Vorbilder, realitätsfremde<br />

Schönheitsideale, Mobbing, Leistungsdruck<br />

in der Schule, im Studium,<br />

in der Ausbildung oder im Job,<br />

Beziehungsprobleme, aber auch<br />

die Scheinwelt in Social Media wie<br />

Facebook und Instagram, wo sich<br />

Promis wie Amateure stets von<br />

ihrer besten, meist mit Filtern aufpolierten<br />

Seite zeigen. All das führt<br />

insbesondere bei jungen Frauen,<br />

in <strong>den</strong> vergangenen Jahren aber<br />

auch immer häufiger bei jungen<br />

Männern, zu Selbstzweifeln und<br />

mangelndem Selbstvertrauen, was<br />

wiederum zu Essstörungen führen<br />

kann.<br />

Magersucht steht <strong>für</strong> starken Gewichtsverlust<br />

oder anhaltendes<br />

Untergewicht. Aus Angst, zuzunehmen<br />

oder zu dick zu sein, schränken<br />

die Betroffenen, meist Jugendliche<br />

im Alter von 13 bis 16 Jahren,<br />

ihre Nahrungsaufnahme stark ein<br />

und treiben obendrein Sport, um<br />

so immer stärker abzunehmen.<br />

„Übergewichtige junge Frauen,<br />

die aufgrund Magersucht abnehmen,<br />

sind im Anfangsstadium der<br />

Krankheit Stolz auf das Erreichte,<br />

wer<strong>den</strong> aus ihrem Umfeld <strong>für</strong> ihre<br />

schlanke Figur gelobt“, sagt Dorothea<br />

Voß über einen gefährlichen<br />

Trugschluss, der so lange Anhält,<br />

bis aus diesem vermeintlichen<br />

Idealgewicht deutlich sichtbares<br />

Untergewicht wird. Der positive Zuspruch<br />

von Freun<strong>den</strong>, Bekannten<br />

und Klassenkamera<strong>den</strong> nimmt in<br />

der Folge wieder ab, die von Magersucht<br />

betroffenen Frauen, die<br />

auffallend schlank und untergewichtig<br />

sind, sehen sich trotzdem<br />

als unförmig und dick. Dorothea<br />

Voß spricht an dieser Stelle von einem<br />

Teufelskreis, „von dem im Übrigen<br />

auch bildhübsche, topsportliche<br />

Mädels bedroht sind“.<br />

Letzteres gilt auch <strong>für</strong> Bulimie, wovon<br />

überwiegend Frauen im Alter<br />

von 16 bis 40 Jahren betroffen sind.<br />

Es handelt sich um Fress-Attacken<br />

mit „schier unvorstellbaren Mengen<br />

an Lebensmitteln“. Zwei Liter<br />

Eis, eine Packung Kekse sowie eine<br />

Packung Salzstangen auf einmal!<br />

Ein Topf voller Nudeln (500 Gramm<br />

auf einmal!) mit jede Menge Butter,<br />

dazu literweise Cola! „Sie stopfen<br />

sich so lange voll, bis sie erbrechen<br />

müssen.“ Der Trugschluss bei<br />

Bulimie: Es wird oft zu spät vom<br />

Umfeld erkannt, weil Betroffene<br />

weder auffallend stark zu- noch<br />

abnehmen.<br />

Esssüchtige adipöse Menschen, die<br />

es in allen Altersbereichen gibt,<br />

wissen dagegen bestens Bescheid<br />

über gesundes Essen und Diäten.<br />

Doch Stress im Job, Einsamkeit oder<br />

ein Trauma aus frühester Kindheit,<br />

zum Beispiel sexueller Missbrauch,<br />

entwickeln eine Suchtdynamik, die<br />

zu einem ständigen „vor sich hin<br />

Essen“ oder intensiven Essattacken<br />

führt. Dorothea Voß bezeichnet<br />

dieses Phänomen als „Schutzpanzer<br />

anfressen, um negative Gedanken<br />

und Gefühle zu überdecken“.<br />

Therapiemöglichkeiten<br />

vor Ort<br />

Wer selbst oder als Angehöriger<br />

von Menschen mit Essstörungen<br />

betroffen ist, sollte sich auf gar keinen<br />

Fall davor scheuen, professionelle<br />

Hilfe in Anspruch zu nehmen.<br />

„<strong>Das</strong> gilt natürlich auch <strong>für</strong> Männer,<br />

deren Hemmschwelle, sich professionelle<br />

Hilfe zu holen, viel größer<br />

ist als bei Frauen“, betont Dorothea<br />

Voß. Im Therapienetz Essstörung,<br />

das vor rund zwei Jahren auch eine<br />

> > > ZUM THEMA<br />

Außenstelle in Landsberg am Lech<br />

eröffnete, sind die ersten fünf Beratungen<br />

<strong>für</strong> Betroffene, aber auch<br />

deren Eltern, Freunde, Bekannte<br />

und Ehepartner kostenlos. Darüber<br />

hinaus wer<strong>den</strong> die Kosten weiterer<br />

Therapien von einigen Krankenkassen<br />

vollständig übernommen. Welcher<br />

Therapieansatz letztlich der<br />

richtige ist? „Genau das fin<strong>den</strong> wir<br />

<strong>für</strong> je<strong>den</strong> einzelnen heraus“, sagt<br />

Dorothea Voß, die gemeinsam mit<br />

ihren Kolleginnen über die Jahre<br />

hinweg ein starkes Netzwerk mit<br />

professionellen Hilfsangeboten direkt<br />

vor Ort aufgebaut hat. Die Rede<br />

ist von enger Zusammenarbeit mit<br />

Kliniken, ambulanten Psychotherapeuten,<br />

Jugendtherapeuten und<br />

Ernährungsberatern. „Wir haben<br />

hier in Weilheim und Umgebung<br />

wirklich gute Möglichkeiten, Menschen<br />

mit Essstörungen erfolgreich<br />

zu behandeln“, sagt Dorothea Voß,<br />

die sich inständig wünscht, dass<br />

die Pandemie schnellstmöglich ein<br />

Ende nimmt. „Essstörungen hat es<br />

immer schon gegeben.“ Seit Corona<br />

aber wür<strong>den</strong> viele ihre Freunde,<br />

ihren Vereinssport vermissen.<br />

Stu<strong>den</strong>ten ziehen zurück zu Papa<br />

und Mama, sitzen, wie auch Schüler,<br />

seit Monaten zuhause vor PC,<br />

Tablet, Laptop und Smartphone,<br />

quälen sich ab mit Distanzunterricht<br />

und Online-Vorlesungen. „<strong>Das</strong><br />

macht was mit <strong>den</strong> Menschen“, betont<br />

Dorothea Voß, die auch von<br />

einigen Rückfällen berichtet. js<br />

Wichtige Informationen zum „Therapienetz Essstörung“, das neben<br />

dem Hauptsitz in München elf Außenstellen in ganz Oberbayern betreibt,<br />

fin<strong>den</strong> Sie, liebe Leser, online unter www.tness.de. Die Außenstelle<br />

in Weilheim ist telefonisch unter 0881 / 9270808 erreichbar.<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 47


48 | <strong>altlandkreis</strong>


Geldlehrer unterrichten an Schulen<br />

Vom Schüler zum Millionär?<br />

Stefan Pflugmacher von Geldlehrer<br />

e. V. möchte junge Menschen fit in Finanzthemen<br />

machen.<br />

Starnberg | Alles begann im Jahr<br />

2008, als Grischa Schulz seine<br />

damals 16-jährige Tochter mit<br />

dem Auftrag zur Bank schickte,<br />

ein Girokonto <strong>für</strong> sie zu eröffnen.<br />

Die junge Dame wollte einen Ferienjob<br />

antreten – und irgendwohin<br />

musste das verdiente Geld<br />

schließlich fließen. Zurück kam<br />

sie letztlich auch mit einem eigenen<br />

Girokonto, aber zusätzlich<br />

hatte ihr die Bank einen Bausparvertrag<br />

über 50 000 Euro „aufgeschwatzt“.<br />

Grischa Schulz war<br />

zunächst sauer auf seine Tochter,<br />

dann auf die Bank, und schließlich<br />

auf sich selbst, weil er die<br />

Jugendliche nicht ausreichend<br />

auf <strong>den</strong> Umgang mit Banken und<br />

Geld vorbereitet hatte. Zwei Jahre<br />

später gründete er im Bayerischen<br />

Wald <strong>den</strong> Verein „Geldlehrer e.V.“.<br />

Dessen Ziel: Jugendlichen zwischen<br />

15 und 19 Jahren finanzielle<br />

Bildung zu vermitteln. Inzwischen,<br />

elf Jahre später, hat der Verein<br />

6 237 ehrenamtlich geleistete Unterrichtstun<strong>den</strong><br />

abgehalten, 6 475<br />

Bücher mit dem Titel „Geldschule“<br />

samt Taschenrechner an Schüler<br />

verschenkt und 185 Kooperationsverträge<br />

mit Schulen abgeschlossen.<br />

Und er beschäftigt derzeit<br />

162 ehrenamtliche Geldlehrer in<br />

Österreich, Deutschland und der<br />

Schweiz. Einer davon ist Stefan<br />

Pflugmacher, der sein Büro als<br />

Finanzdienstleister in Starnberg<br />

hat. Der 59-jährige Fachwirt aus<br />

Wolfsburg stieß 2011 zu Geldlehrer<br />

e. V., unterstützt heute <strong>den</strong> Vorstand.<br />

Ausbildung kostet<br />

3 000 Euro<br />

„Ich fand die Idee gut, ehrenamtlich<br />

an Schulen zu gehen und<br />

Schülern finanzmathematische<br />

Kenntnisse beizubringen“, erzählt<br />

Stefan Pflugmacher von seiner<br />

Motivation. „Erst einmal war ich<br />

nur Mitglied und Förderer, doch<br />

irgendwann bin ich selbst Geldlehrer<br />

gewor<strong>den</strong>.“ Doch so<br />

leicht war das gar nicht. Jeder,<br />

der Schüler in Finanzfragen<br />

unterrichten möchte,<br />

muss eine Ausbildung zum<br />

Geldlehrer absolvieren und<br />

da<strong>für</strong> 3000 Euro aus eigener<br />

Tasche bezahlen. „Wir lehnen<br />

immer wieder einige Kandidaten<br />

ab, <strong>den</strong>n wir möchten<br />

nicht, dass Finanzdienstleister<br />

<strong>den</strong> Verein benutzen, um<br />

ihr Image aufzupolieren oder<br />

gar Produkte anzupreisen.<br />

Jeder Geldlehrer muss einen<br />

Ehrenkodex unterschreiben,<br />

und wer sich an <strong>den</strong> nicht<br />

hält, kann nicht mehr mitmachen.<br />

Die Hürde, Geldlehrer<br />

zu wer<strong>den</strong>, ist hoch.“<br />

Nach der Ausbildung bekommen<br />

die frisch gebackenen Geldlehrer<br />

einen Mentor zur Seite gestellt<br />

und dürfen die ersten Schritte wagen.<br />

Denn es geht nicht nur um<br />

<strong>den</strong> Lehrplan und erklärungsbedürftige<br />

Finanzkonstrukte an sich,<br />

sondern auch um didaktische und<br />

schulrechtliche Inhalte. In Zeiten<br />

der Corona-Pandemie geriet der<br />

Unterricht zwangsläufig ins Stocken,<br />

Online-Angebote kamen nur<br />

schleppend ins Rollen.<br />

Direktoren*innen der Schulen reagieren<br />

generell unterschiedlich<br />

auf das Angebot des Vereins. Es<br />

herrscht erhöhter Erklärungsbedarf<br />

und so manche Lehrkraft<br />

fühlt sich in ihrer Kompetenz<br />

beschnitten. Dabei betont Pflugmacher,<br />

dass es das Ziel sei,<br />

gemeinsam mit <strong>den</strong> regulären<br />

Pädagogen*innen <strong>den</strong> Stoff zu<br />

vermitteln. „Wir haben einen<br />

umfassen<strong>den</strong> Lehrplan erarbeitet.<br />

Dazu gehört begleitend das<br />

Buch ‚Geldschule 3.0‘ von Grischa<br />

Schulz und jeder Schüler erhält<br />

einen eigens von uns entwickelten<br />

Taschenrechner, mit dem sich<br />

beispielsweise Zins und Zinseszins<br />

leicht errechnen lassen.“<br />

Besser machen als<br />

die Großeltern<br />

Natürlich wird die Anwesenheit<br />

eines Geldlehrers von <strong>den</strong> Schülerinnen<br />

und Schülern nicht spontan<br />

bejubelt. Die Skepsis ist groß, die<br />

Motivation zu Beginn der Stunde<br />

gering. Aber Stefan Pflugmacher<br />

kriegt die jungen Menschen sehr<br />

schnell mit praktischen Beispielen.<br />

Er lässt sie ausrechnen, was<br />

die Finanzierung eines Autos<br />

wirklich kostet, wenn Zins und In-<br />

flation einberechnet wer<strong>den</strong>. „Die<br />

Jugendlichen sehen es oft bei ren Großeltern, dass nicht viel<br />

ih-<br />

Geld zur Verfügung steht. Und<br />

dann möchten sie natürlich wissen,<br />

was sie selbst besser machen<br />

können. <strong>Das</strong> Interesse ist<br />

sehr schnell geweckt“, berichtet<br />

der ehrenamtliche Pädagoge.<br />

Die Kids lernen in der Schule<br />

zwar Algebra, Kurvendiskussion,<br />

deutsche Klassiker und englische<br />

Vokabeln, doch über Altersvorsorge<br />

oder Baufinanzierung<br />

wissen die Schüler in der Regel<br />

nichts, sobald sie die Schule verlassen.<br />

Mittlerweile fragen sogar<br />

Unternehmen bei Stefan Pflugmacher<br />

an, ob er nicht <strong>den</strong> Azubis<br />

ein paar Stun<strong>den</strong> etwas über<br />

Vermögenswirksame Leistungen<br />

erzählen könne. „Der Bedarf und<br />

das Interesse ist da. Die jungen<br />

Menschen möchten auch Antworten<br />

auf die grundlegen<strong>den</strong> Fragen<br />

bekommen: Wie ist Geld entstan<strong>den</strong>?<br />

Was ist überhaupt Inflation?“<br />

Der Unterricht erfolgt über mindestens<br />

drei Monate, oft auch<br />

über ein komplettes Schuljahr, mit<br />

einer Stun<strong>den</strong>zahl von 22 bis zu 40<br />

Stun<strong>den</strong>. Auch Hausaufgaben gehören<br />

zum Lehrprogramm, aber<br />

auch hier setzt Stefan Pflugmacher<br />

auf praktische Lebenshilfen.<br />

„Holt euch mal drei Kreditangebote<br />

von Banken und rechnet über<br />

das Wochenende aus, welcher <strong>für</strong><br />

euch der günstigste ist. <strong>Das</strong> weckt<br />

<strong>den</strong> Ehrgeiz bei <strong>den</strong> jungen Menschen.“<br />

Zertifikat <strong>für</strong> die<br />

Bewerbungsmappe<br />

Haben die Schülerinnen und<br />

Schüler ausreichend über Spar-,<br />

Belohnung<br />

<strong>für</strong> finanzielle Bildung:<br />

<strong>Das</strong> Zertifikat der Geldlehrer.<br />

Darlehens- und Finanzierungsangebote<br />

gelernt und können eine<br />

Vermögens- und Ruhestandsstrategie<br />

entwickeln, schreiben sie<br />

abschließend einen Test. Wird er<br />

bestan<strong>den</strong>, nehmen die Jugendlichen<br />

ein Zertifikat mit nach Hause,<br />

das sich in der Bewerbungsmappe<br />

durchaus vorteilhaft liest.<br />

Stefan Pflugmacher hat einfach<br />

schon zu viele Menschen, geschäftlich<br />

wie privat, finanziellen<br />

Schiffbruch erlei<strong>den</strong> sehen. Sein<br />

Ziel ist, <strong>den</strong> jungen Leuten das<br />

nötige Rüstzeug mitzugeben, um<br />

versteckte Kosten oder Fallen im<br />

Kleingedruckten zu erkennen.<br />

„Es macht mir einfach Spaß, mit<br />

zwanzig Jugendlichen zusammenzusitzen,<br />

die aufmerksam<br />

zuhören. Und dann merke ich<br />

nach einer Weile, wie bei <strong>den</strong>en<br />

eine Veränderung stattfindet<br />

und sie <strong>den</strong> Themen gegenüber<br />

aufgeschlossen sind. Und wenn<br />

ich frage, wer Millionär wer<strong>den</strong><br />

möchte, gehen viele Hände hoch.<br />

Dann male ich einen Zeitstrahl an<br />

die Tafel und wir berechnen, wie<br />

viel jeder im Monat sparen muss,<br />

um mit 50 oder 60 eine Million auf<br />

dem Konto zu haben.“ Spätestens<br />

dann hören wirklich alle zu. edl<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 49


Saisonal und regional – Rezepte der Hauswirtschafterei<br />

Gartenparty<br />

mit Geschmack<br />

Raus aus dem Versteck,<br />

rein in die Altersvorsorge!<br />

Die neue Generation der Altersvorsorge: unsere Premium Rente<br />

Damit Sie sich auch im Alter nicht zu verstecken brauchen, sollten Sie heutzutage<br />

privat vorsorgen. Denn allein mit der gesetzlichen Rente gelingt es nicht, <strong>den</strong><br />

eigenen Lebensstandard zu halten.<br />

Wir haben <strong>für</strong> Sie ein neues Altersvorsorge-Produkt entwickelt, damit Sie Ihren<br />

Ruhestand entspannt und finanziell unbeschwert genießen können. Mit der neuen<br />

Premium Rente sorgen Sie einfach, sicher und flexibel vor.<br />

Ihre Vorteile mit der neuen Premium Rente:<br />

Beitrag flexibel anpassen<br />

Gel<strong>den</strong>tnahme jederzeit möglich<br />

Einstieg ab 25 Euro<br />

Vereinbaren Sie gleich einen Termin.<br />

Kun<strong>den</strong>dienstbüro<br />

Astrid Trischberger<br />

Tel. 08861 90333<br />

astrid.trischberger@HUKvm.de<br />

HUK.de/vm/astrid.trischberger<br />

Christophstr. 16, 86956 Schongau<br />

Mo. 8.30–12.30 Uhr<br />

Di. 8.30–11.30 Uhr<br />

Di., Do. 15.30–19.00 Uhr<br />

Do.–Fr. 8.30–11.30 Uhr<br />

sowie nach Vereinbarung<br />

Altlandkreis | Ein frisch gezapftes,<br />

kühles Helles auf einem urigen<br />

Holztisch, der unter dem Blättermantel<br />

einer gigantischen, sonnendurchfluteten<br />

Linde steht: Seit<br />

Inzi<strong>den</strong>zen sinken und Außengastronomie<br />

öffnet, macht das Leben<br />

<strong>für</strong> viele wieder einen Sinn. <strong>Das</strong><br />

Wort „Party“ allerdings trauen<br />

sich die Wenigsten in <strong>den</strong> Mund<br />

zu nehmen. Selbst bei Jugendlichen<br />

und jungen Erwachsenen ist<br />

die Skepsis groß, dass die nun seit<br />

fast eineinhalb Jahren andauernde<br />

Pandemie erneut mit voller Wucht<br />

zurückkommt. Berichte über diverse<br />

Mutanten aus beispielsweise<br />

Indien gibt es schließlich zu Hauf,<br />

und ein Großteil der Bevölkerung<br />

ist nach wie vor nicht geimpft.<br />

Allein deshalb schlagen Christine<br />

Obatzda-Spieße<br />

Schleich, Bettina Eder und Silvia<br />

Schlögel vor, die kommen<strong>den</strong><br />

zwei, drei Sommermonate umso<br />

mehr zu genießen. Und zwar mit<br />

Feierlichkeiten, die mit sehr hoher<br />

Wahrscheinlichkeit auch erlaubt<br />

sein wer<strong>den</strong>. Zum Beispiel Gartenpartys<br />

im Kreis der Familie, mit<br />

engsten Freun<strong>den</strong> oder direkten<br />

Nachbarn, die ohnehin oft wesentlich<br />

lustiger und geselliger en<strong>den</strong><br />

als so mancher Discobesuch. Vorausgesetzt,<br />

es gibt neben einer<br />

bunten Auswahl an alkoholischen<br />

und alkoholfreien Kaltgetränken<br />

auch etwas Leckeres zu essen. Die<br />

drei Damen der Hauswirtschafterei<br />

empfehlen <strong>für</strong> die nächste Gartenparty<br />

folgendes: Obatzda-Spieße,<br />

gefülltes Laugengebäck, gemischte<br />

Anti-Pasti und beerige Tarteletts.<br />

Obatzda-Spieße<br />

ZUTATEN:<br />

Pfannkuchen:<br />

200 g Mehl<br />

2 – 3 Eier<br />

300 ml Milch<br />

Salz<br />

Butterschmalz zum Ausbacken<br />

Füllung:<br />

200 g würziger Camembert mit<br />

Rotschmiere<br />

400 g Frischkäse<br />

2 EL Schnittlauch<br />

Salz, Pfeffer<br />

Zum Anrichten: Radieserl- und<br />

Essiggurkenscheiben<br />

ZUBEREITUNG: Für die Pfannkuchen<br />

die Zutaten miteinander<br />

Gefülltes Laugengebäck<br />

verrühren und in heißem Butterschmalz<br />

acht dünne Pfannkuchen<br />

ausbacken. Auskühlen lassen.<br />

Für die Füllung <strong>den</strong> Camembert<br />

mit einer Gabel zerdrücken. Mit<br />

Frischkäse, Schnittlauch und Gewürzen<br />

vermengen.<br />

Die Füllung auf <strong>den</strong> Pfannkuchen<br />

verstreichen. Aufrollen, in Stücke<br />

schnei<strong>den</strong> und abwechselnd mit<br />

Radieserl- und Essiggurkenscheiben<br />

aufspießen.<br />

Gefülltes Laugengebäck<br />

ZUTATEN:<br />

Hefeteig:<br />

500 g Weizenmehl<br />

1,5 TL Salz<br />

1 TL Zucker<br />

40 g flüssige Butter<br />

30 g Hefe<br />

Zum Füllen:<br />

6 – 8 Wiener oder Käseknacker<br />

Zum Tauchen:<br />

1 Pck. Natron (à 50 g)<br />

Zum Bestreuen:<br />

2–3 EL grobes Salz<br />

50 | <strong>altlandkreis</strong>


ZUBEREITUNG: Für <strong>den</strong> Hefeteig<br />

das Mehl mit Salz, Zucker und Butter<br />

mischen. Die Hefe darüberbröseln.<br />

Ca. 250 ml warmes Wasser<br />

dazugeben und mit <strong>den</strong> Knethaken<br />

zu einem Teig verkneten. Zugedeckt<br />

an einem warmen Ort eine<br />

Stunde gehen lassen.<br />

Den Teig nochmals kurz durchkneten,<br />

ausrollen und in sechs bis acht<br />

Rechtecke schnei<strong>den</strong>. Die Würste<br />

darauf verteilen, mit dem Teig<br />

umhüllen und kleine Baguette formen.<br />

Nochmals kurz gehen lassen.<br />

In einem weiten Topf zwei Liter<br />

Wasser aufkochen. <strong>Das</strong> Natron<br />

langsam einrieseln lassen. <strong>Das</strong><br />

Gebäck in die leicht sie<strong>den</strong>de Lauge<br />

geben und von bei<strong>den</strong> Seiten<br />

jeweils ca. 30 Sekun<strong>den</strong> ziehen<br />

lassen. Mit einem Pfannenwender<br />

entnehmen. Abtropfen lassen und<br />

auf ein mit Backpapier ausgelegtes<br />

Backblech legen. Mit dem Salz bestreuen<br />

und backen.<br />

Backzeit: ca. 30 Minuten bei 200 °C<br />

(180 °C Heißluft)<br />

Tipp: Natron bekommt man im gut<br />

sortierten Supermarkt.<br />

Beerige Tarteletts<br />

ZUTATEN:<br />

Mürbteig:<br />

200 g Mehl<br />

100 g Zucker<br />

1 Ei<br />

100 g Butter<br />

Belag:<br />

300 g Sahne<br />

200 g Himbeeren<br />

Puderzucker<br />

ZUBEREITUNG: Aus <strong>den</strong> Teigzutaten<br />

einen Mürbteig herstellen und<br />

30 Minuten kühl stellen.<br />

Anschließend <strong>den</strong> Teig in sechs<br />

Portionen teilen und gleichmäßig<br />

in sechs gefettete Tartelette-Formen<br />

(10 cm Ø) drücken. Den Teig<br />

mehrmals mit einer Gabel einstechen<br />

und backen.<br />

Backzeit: 15 bis 18 Minuten bei<br />

190 °C (170 °C Heißluft)<br />

Die Tarteletts abkühlen lassen.<br />

Beerige Tarteletts<br />

Die Sahne steif schlagen. In einen<br />

Spritzbeutel mit Sterntülle geben<br />

und auf die Törtchen spritzen. Mit<br />

<strong>den</strong> Beeren verzieren und mit Puderzucker<br />

bestäuben.<br />

Gemischte Antipasti<br />

ZUTATEN:<br />

je 1 rote und gelbe<br />

Paprikaschote<br />

1 Zucchino<br />

1 Brokkoli (500 g)<br />

200 g braune Champignons<br />

80 ml Olivenöl<br />

1-2 Knoblauchzehen<br />

Salz, Pfeffer<br />

40 ml weißer Balsamico<br />

ZUBEREITUNG: Paprikaschoten,<br />

Zucchino und Brokkoli waschen<br />

und putzen, Champignons putzen.<br />

Paprikaschoten und Brokkoli<br />

in Stücke, Zucchino in Scheiben<br />

schnei<strong>den</strong>. Die Champignons, je<br />

nach Größe, halbieren oder vierteln.<br />

Zuerst <strong>den</strong> Brokkoli und die Paprikaschoten<br />

in eine Auflaufform<br />

geben. Den Knoblauch schälen<br />

und sehr fein schnei<strong>den</strong>. Mit dem<br />

Öl mischen und kräftig würzen. Die<br />

Hälfte über das Gemüse geben und<br />

im Backofen garen.<br />

Garzeit: 20 Minuten bei 180 °C<br />

(160 °C Heißluft)<br />

Den Zucchino und die Champignons<br />

mit dem restlichen Öl dazugeben<br />

und 15 Minuten weitergaren.<br />

Den Essig über das Gemüse geben<br />

und weitere 5 Minuten garen.<br />

Lauwarm oder kalt genießen.<br />

Tipp: Antipasti können sehr gut am<br />

Vortag vorbereitet wer<strong>den</strong>.<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>altlandkreis</strong>“<br />

wünscht gemeinsam mit <strong>den</strong><br />

drei Damen der Hauswirtschafterei<br />

gutes Gelingen beim Ausprobieren<br />

der Rezepte und ganz viel Spaß bei<br />

der nächsten Gartenparty! js<br />

Gemischte Antipasti<br />

Die Partnachklamm<br />

„Großes Kino“ <strong>für</strong> Groß & Klein<br />

Je<strong>den</strong> Dienstag, Donnerstag und Freitag TÜV im Haus!<br />

• Unfall-Instandsetzung • Reparaturen aller Fahrzeuge<br />

• Lackierung im Haus • Mietwagen (OPEL-Rent)<br />

• Steinschlag-Reparaturen • TÜV/AU<br />

• Klimaanlagen-Checks • Fahrzeugaufbereitung<br />

Wilde Wasserfälle, unzählige Regenbogen im Sonnenlicht<br />

des Sommers, begleitet von beeindruckendem Getöse und<br />

purer Naturgewalt! Lass dich verzaubern!<br />

Tel: +49 8821 180 700 . partnachklamm.de<br />

Am Bahnhof 2 – Telefon 08862-8498 – Fax -7667<br />

NEUWAGEN – JAHRESWAGEN – GEBRAUCHTWAGEN<br />

Öffnungszeiten<br />

Mo. bis Fr. 7.00 - 19.00 Uhr<br />

Sa. 7.00 - 17.00 Uhr<br />

So. 9.00 - 12.00 Uhr<br />

und nach Vereinbarung<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 51


Autohaus Ortner<br />

Peitingerin forscht an der TU München<br />

Zellanalyse der Zukunft<br />

Autohaus Ortner<br />

Jetzt auch in<br />

Schongau!<br />

Ihr kompetenter<br />

Ansprechpartner rund um<br />

(E-)Mobilität<br />

www.ortner-gruppe.de<br />

Peiting / München | Übers Wochenende<br />

fährt Bettina Sailer<br />

meistens hinaus aufs Land, heim<br />

zum Elternhaus. „Hier in Peiting<br />

und Umgebung ist es zum Joggen<br />

und Radeln einfach schöner, der<br />

Erholungsfaktor deutlich größer<br />

als in der bayerischen Landeshauptstadt“,<br />

sagt die 30-Jährige,<br />

die diese Erholungsphasen nach<br />

regelmäßigen 50-Stun<strong>den</strong>-Wochen<br />

auch braucht, um am darauffolgen<strong>den</strong><br />

Montagmorgen wieder<br />

mit voller Energie und Tatendrang<br />

in eine neue Forschungswoche<br />

starten zu können. Bettina Sailer<br />

arbeitet am Heinz-Nixdorf-Lehrstuhl<br />

<strong>für</strong> Biomedizinische Elektronik.<br />

Dieser Lehrstuhl befindet sich<br />

im sogenannten Zentralinstitut<br />

<strong>für</strong> translationale Krebsforschung<br />

namens "TranslaTUM" auf dem<br />

Campus des Münchner Klinikums<br />

rechts der Isar, welches wiederum<br />

Teil der Technischen Universität<br />

München (TUM) ist. Was genau<br />

dort gemacht wird, „ist in einfachen<br />

Worten gar nicht so leicht zu<br />

beschreiben“, gibt Bettina Sailer<br />

offen und ehrlich zu angesichts<br />

der Komplexität ihres Schaffens.<br />

Doch der Reihe nach: Aufgewachsen<br />

in Peiting, absolvierte Bettina<br />

Sailer die Montessori-Grundschule<br />

in Peißenberg, wechselte anschließend<br />

auf die Samuel-Heinicke-Realschule<br />

mit Internat in<br />

München, sowie von dort aufs Gisela-Gymnasium,<br />

ebenfalls München.<br />

Der Grund <strong>für</strong> die damaligen<br />

Schulbesuche fernab von Peiting<br />

und Schongau: Bettina Sailer<br />

kommt mit einer Schwerhörigkeit<br />

(genauer Resthörigkeit) zur Welt,<br />

besuchte deshalb Schulen mit<br />

Förderschwerpunkt Hören, was<br />

sich <strong>für</strong> ihre Entwicklung als „die<br />

52 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Schongau!<br />

in auch Jetzt<br />

www.ortner-gruppe.de<br />

Forscht am „TranslaTUM“ in München:<br />

Bettina Sailer aus Peiting.<br />

absolut richtige Entscheidung“<br />

herausgestellt hat. Sie meisterte<br />

letztlich das allgemeine, bayerische<br />

Abitur mit guten Leistungen<br />

und bekam an der Hochschule <strong>für</strong><br />

angewandte Wissenschaften (HM)<br />

in München einen Studienplatz <strong>für</strong><br />

Wirtschaftsingenieurswesen. Den<br />

nutzte sie zwar nicht, brach nach<br />

wenigen Semestern ab, „weil es<br />

mir inhaltlich schlichtweg nicht<br />

getaugt hatte, ich mir auch nicht<br />

vorstellen konnte, in diesem Bereich<br />

langfristig zu arbeiten“.<br />

Da<strong>für</strong> entpuppte sich der zweite<br />

Anlauf umso mehr als Volltreffer:<br />

Bachelor-Studium in Physikalischer<br />

Technik, sowie <strong>den</strong> Masterstudiengang<br />

in Photonik. Und<br />

nun ist sie als wissenschaftliche<br />

Ihr kompetenter<br />

Ansprechpartner rund um<br />

(E-)Mobilität<br />

Mitarbeiterin am Heinz-Nixdorf-<br />

Lehrstuhl <strong>für</strong> Biomedizinische<br />

Elektronik an der TUM tätig. Dort<br />

leitet Bettina Sailer in führender<br />

Position ein hochkomplexes Entwicklungsprojekt<br />

und begleitet<br />

Stu<strong>den</strong>ten in ihren Praktika und<br />

Abschlussarbeiten. Darüber hinaus<br />

arbeitet sie an ihrem Doktor –<br />

es handelt sich um Forschungsarbeit<br />

<strong>für</strong> die Entwicklung einer<br />

technischen Methode, mit der die<br />

Funktion der Zellen des menschlichen<br />

Körpers präzise und effizient<br />

untersucht wer<strong>den</strong> kann.<br />

Zusammenarbeit mit<br />

Präklinikern und Ärzten<br />

Der Arbeitsalltag von Bettina<br />

Sailer, die unter der Woche in<br />

München wohnt, sieht meistens<br />

so aus: Aufstehen, Frühstücken,<br />

zum TranslaTUM radeln und ihren<br />

selbstgebauten Prototypen bis<br />

zur Perfektion weiterentwickeln.<br />

Schutzkleidung wie weißer Kittel,<br />

Brille und Handschuhe sind<br />

<strong>für</strong> Experimente mit Zellproben<br />

wichtig. Im angrenzen<strong>den</strong> Büro<br />

konstruiert sie am PC neue Komponenten<br />

<strong>für</strong> ihren Aufbau, die sie<br />

im 3D-Drucker schnell und einfach<br />

drucken lassen kann. „Cell Manipulation<br />

via Acoustic Forces in a<br />

Spherical Microchamber“, kurz<br />

„CellLEGO“, heißt das bedeutende<br />

Projekt von ihr. Damit gemeint ist<br />

eine technische Anwendung, welche<br />

eine genauere, schnellere und<br />

optisch ansprechendere Untersuchung<br />

(Bilder in 3D) von Zellen<br />

ermöglicht. Grundsätzlich können<br />

Ärzte und präklinische Forscher<br />

mit der technischen Anwendung<br />

von Bettina Sailer zum Beispiel<br />

Blutzellen, Lungenzellen oder<br />

Krebszellen bis ins kleinste Detail<br />

untersuchen. Damit könnten zum<br />

Beispiel Diagnosen und Therapieansätze<br />

<strong>für</strong> Patienten individuell<br />

und effektiv beschlossen wer<strong>den</strong>.<br />

„Wir arbeiten deshalb sehr eng<br />

mit Präklinikern und Klinikern des<br />

MRIs zusammen“, sagt Bettina


Sailer, die selbst keine medizinischen<br />

Diagnosen stellen darf, da<strong>für</strong><br />

diese Analyse-Metho<strong>den</strong> so erforscht<br />

und entwickelt, sodass <strong>für</strong><br />

Tests keine Tierversuche notwendig<br />

sind. „Ein Schwerpunkt unserer<br />

Arbeit ist, dass wir Alternativen<br />

zu Tierversuchen entwickeln.“ <strong>Das</strong><br />

sei nicht nur im Sinne des Tierwohls<br />

zukunftsträchtig, sondern<br />

auch <strong>für</strong> <strong>den</strong> einzelnen Patienten<br />

von großem Vorteil, da diese<br />

Tests erlauben, die Komplexität<br />

eines menschlichen Organismus<br />

zu spiegeln. „Eines unserer Ziele<br />

ist natürlich, die präklinische Forschung<br />

zu unterstützen und Tests<br />

<strong>für</strong> immer komplexere Krebstherapien<br />

zu entwickeln.“<br />

Wie genau die von Bettina Sailer<br />

entwickelte Untersuchungs-Methode<br />

funktioniert, ist nicht nur<br />

schwer in einfache Worte zu fassen,<br />

sondern in Teilen noch gar<br />

nicht veröffentlicht. „Kurz gesagt<br />

wer<strong>den</strong> in einer sphärischen Kapillare<br />

Zellen eingefangen und<br />

freischwebend durch akustische<br />

Kräfte positioniert.“ Durchgeführt<br />

wer<strong>den</strong> diese Versuche auf einer<br />

von Bettina Sailer automatisierten<br />

Plattform, bestehend aus Pumpen,<br />

Ventilen, Funktionsgenerator,<br />

Verstärker, Oszilloskop, Temperatursteuer-Gerät<br />

und einem hochauflösen<strong>den</strong><br />

Mikroskop, welches<br />

Zellen in Echtzeit analysieren kann.<br />

„Es ist bereits ein Patent auf <strong>den</strong><br />

Prototypen angemeldet und die<br />

ersten Ergebnisse sind auf internationalen<br />

Fachkonferenzen vorgestellt<br />

wor<strong>den</strong>.“ Allein letzteres<br />

Bettina Sailer beim Konstruieren neuer Komponenten.<br />

zeigt: Bettina Sailer arbeitet an einem<br />

Forschungsprojekt, das weltweit<br />

von großer Bedeutung ist –<br />

quasi Pionierarbeit <strong>für</strong> Zellanalyse,<br />

die auch im Kampf gegen Corona<br />

oder anderen Virus-Erkrankungen<br />

hilfreich sein könnte. „Es<br />

können mit unserer Methode zwar<br />

keine Viren eingefangen wer<strong>den</strong>,<br />

aber von Viren befallene Zellen.<br />

Dadurch könnten beispielsweise<br />

die Infektionen bei Corona-Erkrankungen<br />

bekämpft und Therapieoptionen<br />

unterstützt wer<strong>den</strong>.“<br />

Mutmacher <strong>für</strong> Menschen<br />

mit Beeinträchtigungen<br />

Schon jetzt als erfolgreich ist der<br />

bisherige Werdegang von Bettina<br />

Sailer zu werten. „Es war und ist<br />

auf Grund meiner Schwerhörigkeit,<br />

welche <strong>für</strong> nieman<strong>den</strong> ersichtlich<br />

ist, immer wieder herausfordernd,<br />

<strong>den</strong> Alltag zu meistern“,<br />

sagt sie. Auch Hilfsprogramme<br />

und Hilfsmittel, die <strong>für</strong> Menschen<br />

mit Schwerhörigkeit vom Staat angeboten<br />

wer<strong>den</strong>, sind häufig nur<br />

mit hohem, bürokratischem Aufwand<br />

und ständigem „Nachhaken<br />

und Dranbleiben“ zu bekommen.<br />

Ob sich diese Hartnäckigkeit lohnt?<br />

„Auf je<strong>den</strong> Fall“, sagt Bettina Sailer,<br />

die ihre bisherige Lebensleistung<br />

schon bald mit dem Doktortitel<br />

krönen wird, und an dieser<br />

Stelle auch anderen Menschen mit<br />

und ohne Beeinträchtigung dazu<br />

ermutigen möchte, nie aufzugeben,<br />

und auch mal mutig kämpfend<br />

auf Ziele und Lebensträume<br />

hinzuarbeiten. Apropos: „Langfristig<br />

sehe ich mich eher in der<br />

freien Wirtschaft, zum Beispiel in<br />

einem Industriebetrieb im Münchner<br />

Umland.“ Möglicherweise in<br />

jenem Betrieb, der ihre eigens<br />

erforschten und entwickelten Prototypen<br />

<strong>für</strong> Zellfunktionsanalyse<br />

dann in Serie herstellen wird. js<br />

Im Labor am Mikroskop: Bettina<br />

Sailer verbringt unter anderem<br />

auch viel Zeit im weißen Kittel.<br />

BayWa Baustoffe<br />

Immer ein gutes Baugefühl<br />

Jetzt <strong>den</strong> Garten richtig bewässern!<br />

Unser Garten-Sortiment<br />

Terrassenplatten<br />

Pflaster- und Natursteine<br />

Sicht- und Sonnenschutz<br />

Zäune, Gartenmauern,<br />

Gabionen<br />

Rasen und Sämereien<br />

Automatische Bewässerungssysteme<br />

Regenwassernutzung<br />

Baugeräte und Werkzeuge<br />

BayWa AG<br />

Baustoffe<br />

Schönriedelstraße 11<br />

86971 Peiting<br />

Unser Service<br />

Fachberatung<br />

Tipps aus erster Hand<br />

Bedarfsermittlung<br />

Handwerkervermittlung<br />

Abhol- und Lieferservice<br />

Unsere Expertin Andrea Neuner berät Sie jederzeit gerne!<br />

Tel. 08861 692-32 E-Mail: andrea.neuner@baywa.de<br />

baywa-baustoffe.de<br />

Lauterbach 14 86989 Steinga<strong>den</strong><br />

0173 / 77 38 33 5<br />

● Holzeinschläge / Durchforstungen<br />

● Problembaumfällung mit Versicherungsschutz<br />

● Holzhandel / Brennholzhandel<br />

● Garten- und Landschaftsbau<br />

● Natursteinmauern-Steinbau<br />

● Fluss- und Lawinenverbau<br />

● Bagger- und Drainagearbeiten<br />

● Leitungssuche mit Wünschelrute<br />

● Transporte jeglicher Art unter 3,5t<br />

● Mobiler Reparatur- und Ersatzteileservice<br />

● Geräte- und Fahrzeugbau<br />

● Schweiß-und Holzbauarbeiten<br />

● Landwirtschaftliche Produkte / Dienstleistungen<br />

● Winterdienst<br />

● forstbetrieb_schmid@yahoo.de<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 53


54 | <strong>altlandkreis</strong>


DAS HEIMATRÄTSEL<br />

Drei in Einem<br />

Altlandkreis | Ge<strong>den</strong>kkapellen,<br />

-kreuze und -steine gibt es im<br />

Schongauer Altlandkreis zuhauf.<br />

Sie sind ein Zeugnis des in der<br />

Region weitverbreiteten, römischkatholischen<br />

Glaubens. Errichtet<br />

wur<strong>den</strong> die meisten aus Trauer<br />

aufgrund eines Verstorbenen, oder<br />

aber auch aus Dankbarkeit, zum<br />

Beispiel, aus Sicht eines Landwirts,<br />

<strong>für</strong> eine besonders ertragreiche<br />

Ernte, die während des Wachstums<br />

von schweren Gewittern mit Hagel<br />

verschont geblieben ist. In der<br />

Regel stehen die Ge<strong>den</strong>kstätten<br />

<strong>für</strong> sich. Entweder als Kapelle, als<br />

Kreuz oder als Stein. Ein Mitarbeiter<br />

der „<strong>altlandkreis</strong>“-Redaktion<br />

allerdings entdeckte neulich ein<br />

Marterl der besonderen Art, weil<br />

es mehrere Formen eines Ge<strong>den</strong>kens<br />

eint. Von oben nach unten<br />

betrachtet: Ein eisernes Kruzifix mit<br />

der lei<strong>den</strong><strong>den</strong> Jesusfigur, darunter<br />

jedoch eine trauernd-betende<br />

Gottes Mutter Maria, und darunter<br />

wiederum ein massiver Ge<strong>den</strong>k-<br />

stein, auf dessen Front nicht wie<br />

üblich eine Schrift geschlagen,<br />

sondern ein schönes Bild in Farbe<br />

aufgemalt wurde. <strong>Das</strong> Motiv<br />

des Gemäldes zeigt (von links<br />

nach rechts betrachtet) eine Frau<br />

in Dirndl und Kopftuch, die einen<br />

Rosenkranz betet, einen Mann in<br />

Loferl, kurzer Hirschlederhose und<br />

grüner Joppe, der sich ehr<strong>für</strong>chtig<br />

jemandem zuwendet – und<br />

zwar einem Pfarrer in weißem<br />

Gewand, der ein Prozessionskreuz<br />

in der Linken hält und obendrein<br />

auch die Aufmerksamkeit eines<br />

weiteren Mannes in grüner Kleidung<br />

auf sich zieht. Über diesen<br />

vier beten<strong>den</strong> Menschen ragt eine<br />

dicke weiße Wolke, auf der ein in<br />

Ketten gelegter Jesus Christus mit<br />

Heiligenschein zu sehen ist. Im<br />

Rahmen des Heimaträtsels möchten<br />

wir nun von Ihnen wissen: Wo<br />

befindet sich dieser Ge<strong>den</strong>kstein<br />

mit Kruzifix, Heiligenfigur und farbigem<br />

Gemälde?<br />

Schicken Sie uns eine Postkarte<br />

mit der Lösung und dem Stichwort<br />

„Heimaträtsel“ an „<strong>altlandkreis</strong>“,<br />

Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder<br />

eine E-Mail an info@<strong>altlandkreis</strong>.<br />

de. Zu gewinnen gibt es wieder<br />

einen leckeren Spezialitätenkorb<br />

der Schönegger Käse-Alm, diesmal<br />

bestückt mit Käse, Hartwurst<br />

und Bier. <strong>Das</strong> Los entscheidet, der<br />

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir<br />

wünschen viel Erfolg!<br />

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG<br />

Wo ein ziemlich verstecktes, holzgerahmtes Hinweisschild der Aktion<br />

„Der Wald blüht auf!“ steht? <strong>Das</strong> wollten wir von Ihnen in unserer<br />

Mai / Juni-<strong>Ausgabe</strong> wissen. Unter zahlreichen Einsendungen<br />

mit der korrekten Lösung zählte diesmal Robert Holderried aus<br />

Peiting zu <strong>den</strong> glücklichen Gewinnern – wir gratulieren recht<br />

herzlich und wünschen maximalen Genuss<br />

beim Verzehr des Spezialitätenkorbes der<br />

Schönegger Käse-Alm!<br />

Wir wünschen guten Appetit!<br />

js<br />

Wenn‘s abisserl mehr sei darf... 0175/5256577<br />

> > > IMPRESSUM<br />

der „<strong>altlandkreis</strong>“ ist ein Medium von<br />

„<strong>altlandkreis</strong>“<br />

Birkland 40 in 86971 Peiting<br />

Telefon: 08869 / 91 22-16<br />

Fax: 08869 / 91 22-17<br />

Mail: info@<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

Stand bei Drucklegung im Juni <strong>2021</strong>.<br />

Änderungen und Fehler vorbehalten.<br />

Auflage: 28000 Exemplare<br />

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie<br />

keine Erscheinungsgewähr übernommen.<br />

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten <strong>Ausgabe</strong><br />

September / Oktober <strong>2021</strong>: Freitag, 27. <strong>August</strong> <strong>2021</strong><br />

(Anzeigenschluss: 9. <strong>August</strong> <strong>2021</strong>)<br />

Herausgeber: Peter Ostenrieder<br />

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)<br />

Mitarbeiter dieser <strong>Ausgabe</strong>: Hubert Hunscheidt,<br />

Ernst-Dietrich Limper, Klaus Papenfuß<br />

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler<br />

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,<br />

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner<br />

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting<br />

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Wei<strong>den</strong>bach 8, 82362 Weilheim<br />

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle<br />

Haushalte im Altlandkreis Schongau und einzelnen angrenzen<strong>den</strong><br />

Gemein<strong>den</strong><br />

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine<br />

und weitere technische Angaben fin<strong>den</strong> Sie auf unserer Webseite<br />

www.<strong>altlandkreis</strong>.de.<br />

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Ernst-Dietrich Limper, Hubert<br />

Hunscheidt, Kurt Zarbock, Bettina Eder, Klaus Papenfuß, Margit Lüdemann,<br />

Eva-Maria Zimmermann, UPM GmbH, Touristinformation Schongau, Gemeinde<br />

Lechbruck, Andreas Heyl, Sebastian Jahn, Albi Hundefutter, Anton Albrecht,<br />

Boneberger, Winfried Kalbitzer, Markt Peiting, Staatliches Bauamt Kempten, Ralf<br />

Ruder, Max Kriesmair, Bettina Sailer, Heinz Nixdorf Lehrstuhl <strong>für</strong> Biomedizinische<br />

Elektronik, TranslaTUM, Archiv Werner Hirschvogel, Archiv Fuchsfarm<br />

Tankenrain, Rupert Linder<br />

www.<strong>altlandkreis</strong>.de<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 55


Damals Trend, heute strikt verboten<br />

Die Fuchsfarm<br />

von Tankenrain<br />

Tankenrain | Wer sich Weilheim<br />

aus Westen annähert, von Wessobrunn<br />

über die St 2057, kommt<br />

unweigerlich durch die kleine<br />

Siedlung Tankenrain. Der eine<br />

oder andere Durchreisende wundert<br />

sich sicherlich über <strong>den</strong> eher<br />

ungewöhnlichen Namen, aber<br />

schon bald verschwindet die Ortschaft<br />

im Rückspiegel und wird<br />

im Meer der Erinnerungen nur<br />

ein Wassertropfen sein. Wer allerdings<br />

nach links in die Straße<br />

einbiegt, die so heißt wie das<br />

Örtchen selbst, kommt nicht nur<br />

an einem Weiher vorbei, der bereits<br />

im Jahre 1592 als „Tangenrain“<br />

erstmals Erwähnung fand,<br />

sondern gelangt auch zu einigen<br />

Häusern mit äußerst spannender<br />

Historie.<br />

Nach nur wenigen Schritten<br />

stößt man unter anderem auch<br />

auf Schilder an einer Hauswand,<br />

auf <strong>den</strong>en gut leserlich<br />

„Ehemalige Fuchsfarm<br />

1927 – 1967“ geschrieben<br />

steht. Wer sich intensiver<br />

umsieht, wird womöglich<br />

auf Werner Hirschvogel<br />

treffen. Der 73-jährige gebürtige<br />

Weilheimer ist der<br />

Enkel des Mannes, der<br />

diese Farm am 29. Oktober<br />

1936 von illustren Vorbesitzern<br />

kaufte. 10 000<br />

Reichsmark, umgerechnet<br />

rund 31000 Euro, bezahlte<br />

Hans Hirschvogel damals<br />

und erwarb damit<br />

Wohn- und Waschhaus,<br />

Schuppen, Eiskeller, Gehege<br />

und technisches<br />

Farmzubehör auf einer Fläche von<br />

1,86 Hektar. Nur die Farmtiere,<br />

Silber- und Polarfüchse, waren<br />

im Preis nicht enthalten – <strong>den</strong> lukrativen<br />

Verkauf der Tierpelze ließen<br />

sich die Vorbesitzer nämlich<br />

nicht entgehen.<br />

Acht Professoren<br />

und ein Schuhmacher<br />

Der Münchener Professor <strong>für</strong> Zoologie,<br />

Dr. Reinhard Demoll, erfüllte<br />

sich 1927 mit der „Silberfuchsfarm<br />

Tankenrain GmbH“ einen lang<br />

gehegten Traum. Mit an Bord waren<br />

sieben weitere Koryphäen aus<br />

medizinischen Fakultäten, darunter<br />

auch der bedeutende Professor<br />

<strong>für</strong> Chirurgie, Dr. Ferdinand<br />

Sauerbruch. Um die Farm selbst<br />

kümmerte sich Reinhard Demoll<br />

allerdings alleine, die anderen<br />

Kollegen fungierten vielmehr als<br />

stille Teilhaber und ließen dem<br />

Zoologen freie Hand. Er startete<br />

mit acht Silberfuchspaaren und<br />

warb mittels einer Broschüre <strong>für</strong><br />

„allerbestes, erstklassiges Zuchtmaterial<br />

zu mäßigen Preisen“.<br />

Die Geschäfte wur<strong>den</strong> allerdings<br />

diskret abgewickelt und bis heute<br />

vermuten manche Quellen, dass es<br />

sich auch um ein Forschungsprojekt<br />

gehandelt haben könnte. Der<br />

Verkauf der Farm ging 1936 je<strong>den</strong>falls<br />

schnell über die Bühne und<br />

die wahren Gründe wer<strong>den</strong> ein<br />

Geheimnis von Reinhard Demoll<br />

bleiben, der völlig aus der Branche<br />

verschwand. Heute tragen Straßen<br />

in München und Wielenbach <strong>den</strong><br />

Namen des Professors.<br />

Werner Hirschvogel hat die von 1927 bis 1967 existierende Fuchs-Farm in Tankenrain bei<br />

Weilheim hautnah miterlebt — als Jugendlicher.<br />

Damals lebte und arbeitete Hans<br />

Hirschvogel als Schuhmachermeister<br />

in Polling und betrieb mitten im<br />

Ort eine kleine Pelztierzucht. Die<br />

Gemeinde war über <strong>den</strong> Umzug<br />

der Tiere nach Tankenrain nicht<br />

traurig, ist <strong>den</strong> Füchsen doch eher<br />

ein strenger, unangenehmer Geruch<br />

zu eigen.<br />

„Mein Großvater hat zwar das<br />

Haus in Polling behalten, aber die<br />

Familie ist hier auf die Farm gezogen“,<br />

berichtet der Nachfahre<br />

Werner Hirschvogel. „Er züchtete<br />

Silber- und Polarfüchse. Mein Vater<br />

hat mir erzählt, dass es in <strong>den</strong><br />

besten Jahren um die 100 Tiere waren.<br />

Ich kann mich erinnern, dass<br />

wir damals drei große Schäferhunde<br />

hatten, die darauf aufpassten,<br />

dass die Füchse<br />

nicht aus ihren Gehegen<br />

entkamen.“<br />

Der heutige Pensionär,<br />

der viele Jahre in unterschiedlicher<br />

Funktion <strong>für</strong><br />

das Landratsamt Weilheim<br />

tätig war, kann sich<br />

noch gut an seine Kindheit<br />

und Jugend auf der Farm<br />

erinnern: „Mit <strong>den</strong> kleinen<br />

Füchsen konnte man<br />

spielen, aber sobald sie<br />

größer wur<strong>den</strong>, waren sie<br />

schlichtweg wilde Tiere.“<br />

Sein Vater, Hans Hirschvogel<br />

Junior, führte die Farm<br />

nach dem Tod des Großvaters<br />

zwar weiter, aber im Hauptberuf<br />

war er Postbeamter. Aus einem<br />

Geschäft wurde somit ein Hobby.<br />

Werner Hirschvogel selbst musste<br />

zu <strong>den</strong> umliegen<strong>den</strong> Bauern fahren<br />

und verendete Kälber abholen,<br />

die schließlich zerlegt und an die<br />

Füchse und Hunde verfüttert wur<strong>den</strong>.<br />

„Keine schöne Aufgabe“, sagt<br />

er. „<strong>Das</strong> ging hier gelegentlich zu<br />

wie in einer Metzgerei. <strong>Das</strong> war<br />

nichts <strong>für</strong> mich.“<br />

Die Amis<br />

und ein Diebstahl<br />

Für ihn und seinen Bruder war<br />

klar: Sie wollten die Farm nicht<br />

übernehmen, die sich von einem<br />

Vorfall im November 1948 nicht<br />

mehr recht erholen konnte. Werner<br />

Hirschvogel berichtet: „Zu dieser<br />

Zeit war die Gegend hier amerikanische<br />

Besatzungszone. Eines<br />

Tages kam ein GI (amerikanischer<br />

Soldat) an der Farm vorbei und<br />

erzählte, dass er in seiner Heimat<br />

ebenfalls Pelztiere züchten würde.<br />

Mein Vater freute sich über<br />

das Interesse, zeigte dem Mann<br />

die Anlage und besten Zuchttiere.<br />

Und genau diese Füchse wur<strong>den</strong><br />

ein paar Tage später gestohlen.<br />

Die US-Militärpolizei wurde zwar<br />

unterrichtet, aber das Interesse an<br />

Aufklärung war gering.“<br />

Die eigentliche Heimat der Silberfüchse<br />

ist der Nor<strong>den</strong> des amerika-<br />

56 | <strong>altlandkreis</strong>


Eindrücke von der<br />

damaligen Fuchsfarm in<br />

Tankenrain mit Blick ins<br />

Weilheimer Moos.<br />

nischen Kontinents und der östliche<br />

Teil von Sibirien. Eine Fähe, also<br />

der weibliche Fuchs, bringt in ihrem<br />

kurzen Leben acht bis zehn Mal<br />

drei bis fünf Junge zur Welt. Der<br />

Aufwand <strong>für</strong> die Zucht war groß:<br />

Die Tiere mussten gefüttert und<br />

das Fell intensiv gepflegt wer<strong>den</strong>,<br />

um die Qualität der Pelze aufrecht<br />

zu erhalten. Im Gehege musste<br />

penible Sauberkeit herrschen und<br />

regelmäßige Wurmkuren erfreuten<br />

die Geldbörsen der Veterinärmediziner.<br />

Auf dem freien Markt erzielten<br />

die Pelze 1951 Preise von 700<br />

Deutschen Mark, Ten<strong>den</strong>z sinkend.<br />

Nach dem Einbruch und Dieb-<br />

stahl je<strong>den</strong>falls war der<br />

beste Zuchtbestand fort<br />

und die Farm wurde nur<br />

noch „halbherzig wei-<br />

tergeführt“, wie Werner<br />

Hirschvogel es beschreibt.<br />

In <strong>den</strong> 1960er Jahren sank<br />

die Nachfrage nach Pelzen<br />

und damit auch der<br />

Preis um bis zu zwei Drit-<br />

tel. Außerdem drängten<br />

Züchter aus dem Ausland<br />

mit billigeren Produkten<br />

auf <strong>den</strong> Markt. Und der<br />

Silberfuchskragen, der so manche<br />

fesche Tracht als Statussymbol<br />

geschmückt hatte, kam aus der<br />

Mode – der Trend ging allgemein<br />

eher zum kurzhaarigen Nerz. Die<br />

aufkommen<strong>den</strong> Tierschutzgesetze<br />

gaben der Branche in Deutschland<br />

schließlich <strong>den</strong> Rest.<br />

Zeitweilig gab es nur noch um die<br />

zehn Tiere auf der Farm in Tankenrain.<br />

Und auch die Zucht von<br />

Waschbären brachte keinen großen<br />

Umschwung mehr. Ab 1965<br />

widmete sich Hans Hirschvogel<br />

Junior <strong>den</strong> Füchsen nur noch aus<br />

Liebhaberei, bevor im Jahr 1967 der<br />

letzte Käfig abgebaut wurde. edl<br />

Eleganz<br />

trifft Eleganz<br />

Hybrid<br />

trifft Hybrid<br />

Der neue Eclipse Cross Plug-in Hybrid<br />

Der neue Eclipse Cross Plug-in Hybrid<br />

Intro Edition 2.4 Benziner 72 kW (98 PS) 4WD<br />

Intro Edition 2.4 Benziner 72 kW (98 PS) 4WD<br />

Standheizung<br />

Allradsystem Standheizung<br />

„Super All<br />

- 4.500 EUR Mitsubishi<br />

Wheel Allradsystem Control“ „Super All<br />

- 4.500 EUR 360° Umgebungskamera<br />

Mitsubishi<br />

Wheel Control“<br />

4.500 EUR Staatl.<br />

Head-up 360° Umgebungskamera<br />

Display<br />

- 4.500 EUR Staatl.<br />

Head-up Display<br />

ab 45.390 EUR Unverbindliche<br />

ab 45.390 EUR Unverbindliche<br />

Preisempfehlung 1<br />

Preisempfehlung 11<br />

Elektromobilitätsbonus 2<br />

Elektromobilitätsbonus 2<br />

Innovationsprämie3<br />

Innovationsprämie3<br />

ab 36.390 EUR Rechnerischer Wert 4<br />

ab 36.390 EUR Rechnerischer Wert 4<br />

NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) Messverfahren ECE R 101 Eclipse Cross Plug-in<br />

Hybrid NEFZ NEFZ (Neuer Gesamtverbrauch: Europäischer Stromverbrauch Fahrzyklus) Messverfahren (kWh/100 km) kombiniert ECE R 101 19,3. Eclipse Kraftstoffverbrauch<br />

Cross Plug-in<br />

(l/100 Hybrid km) Gesamtverbrauch: kombiniert 1,7. COStromverbrauch 2 -Emission (g/km) (kWh/100 kombiniert km) 39. kombiniert Effizienzklasse 19,3. Kraftstoffverbrauch<br />

A+. Die tatsächlichen<br />

Werte (l/100 (l/100 km) zum km) kombiniert Verbrauch 1,7. elektrischer 1,7. CO CO 2<br />

-Emission<br />

2 Energie/Kraftstoff (g/km) kombiniert bzw. 39. zur Effizienzklasse Reichweite hängen A+. Die Die ab tatsächlichen<br />

von individueller<br />

Werte Werte Fahrweise, zum zum Verbrauch Straßen- elektrischer und Verkehrsbedingungen, Energie/Kraftstoff Außentemperatur, bzw. zur Reichweite Klimaanlageneinsatz hängen ab ab von von eller Fahrweise, kann<br />

individueller<br />

etc.,<br />

dadurch<br />

Straßensich<br />

die<br />

und und Reichweite<br />

Verkehrsbedingungen, reduzieren. Die<br />

Außentemperatur, Werte wur<strong>den</strong> Klimaanlageneinsatz<br />

entsprechend neuem etc., etc.,<br />

WLTP-Testzyklus<br />

dadurch dadurch kann kann sich sich ermittelt<br />

die die Reichweite und auf das<br />

reduzieren. bisherige Messverfahren<br />

Die Werte wur<strong>den</strong><br />

NEFZ entsprechend<br />

umgerechnet. neuem neuem<br />

WLTP-Testzyklus WLTP-Testzyklus ermittelt ermittelt und und auf auf das das bisherige bisherige Messverfahren NEFZ NEFZ umgerechnet.<br />

umgerechnet.<br />

Unverbindliche Preisempfehlung der MMD Automobile GmbH, ab Importlager, zzgl. Überführungskosten,<br />

1 | Unverbindliche Metallic-, Perleffekt- Preisempfehlung und Premium-Metallic-Lackierung der MMD Automobile GmbH, gegen ab Importlager, Aufpreis. zzgl. Hierin Überführungs-<br />

ist bereits<br />

1 | Unverbindliche Preisempfehlung der MMD Automobile GmbH, ab Importlager, zzgl. Überführungskosten,<br />

Metallic-, Perleffekt- und Premium-Metallic-Lackierung gegen Aufpreis. 2 | Hierin ist bereits<br />

der kosten, vom Automobilhersteller Metallic-, Perleffekt- zu und tragende Premium-Metallic-Lackierung Anteil am Umweltbonus gegen enthalten. Aufpreis. Genaue | Hierin Bedingungen ist bereits auf<br />

der vom Automobilhersteller zu tragende Anteil am Umweltbonus enthalten. Genaue Bedingungen auf<br />

www.elektro-bestseller.de der vom Automobilhersteller zu Voraussetzung tragende Anteil ist am die Umweltbonus Genehmigung enthalten. des Förderantrags Genaue Bedingungen durch das BAFA. auf<br />

www.elektro-bestseller.de 3 | Voraussetzung ist die Genehmigung des Förderantrags durch das BAFA.<br />

www.elektro-bestseller.de 3 | Voraussetzung ist die Genehmigung des Förderantrags durch das BAFA.<br />

4 | Rechnerischer Wert, es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung des Umweltbonus.<br />

4 | Rechnerischer Wert, es besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung des Umweltbonus.<br />

Veröffentlichung von MITSUBISHI MOTORS in Deutschland, vertreten durch die MMD Automobile GmbH,<br />

Emil-Frey-Straße Veröffentlichung<br />

2, von<br />

61169 MITSUBISHI<br />

Friedberg<br />

MOTORS in Deutschland, vertreten durch die MMD Automobile GmbH,<br />

Emil-Frey-Straße 2, 61169 Friedberg<br />

Der Silberfuchs lieferte die seinerzeit begehrten Pelze.<br />

Nähere Informationen erhalten Sie bei dem folgen<strong>den</strong> Mitsubishi Handelspartner:<br />

Nähere Informationen erhalten Sie bei dem folgen<strong>den</strong> Mitsubishi Handelspartner:<br />

Autohaus Josef Eberhard, Inh. Josef Eberhard<br />

Franz-Kleinhans-Straße<br />

Autohaus Josef Eberhard, 9<br />

Inh. Josef Eberhard<br />

86830<br />

Franz-Kleinhans-Straße Schwabmünchen<br />

Ihr Mitsubishi - Vertragshändler 86830 Schwabmünchen<br />

Ihr Mitsubishi - Vertragshändler<br />

Telefon 08232/3280<br />

Telefon 08232/3280<br />

www.autohaus-eberhard.de<br />

www.autohaus-eberhard.de<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 57


Observatorien liefern wertvolle Klimadaten<br />

Grünland unter<br />

strenger Beobachtung<br />

Fendt / Rottenbuch / Graswang | Die<br />

Orte Fendt bei Peißenberg, Rottenbuch<br />

und Graswang bei Ettal<br />

verbindet etwas. Hier stehen Observatorien,<br />

die eine Schlüsselrolle<br />

in der Klimaforschung <strong>für</strong> <strong>den</strong> Voralpenraum<br />

einnehmen. Seit dem<br />

Jahr 2009 liefern sie rund um die<br />

Uhr unzählige Daten. Sie decken<br />

dabei, zusammen mit verschie<strong>den</strong>artigen<br />

weiteren Messstationen,<br />

die insgesamt 765 Quadratkilometer<br />

großen Einzugsgebiete der Ammer<br />

und der Rott ab.<br />

Wer nun in Fendt, Rottenbuch oder<br />

Graswang Ausschau hält nach einem<br />

Weltraumteleskop oder einer<br />

Sternwarte, wird vergebens suchen.<br />

Die dort stehen<strong>den</strong> Observatorien<br />

sind nicht auf die Ferne<br />

ausgerichtet, sondern auf die Nähe.<br />

Auf die unmittelbare Umgebung.<br />

Auf <strong>den</strong> Bo<strong>den</strong>. Genauer gesagt,<br />

auf und sogar unter <strong>den</strong> Bo<strong>den</strong>.<br />

In der Sprache der Wissenschaftler<br />

„Terrestrial Environmental Observatories“,<br />

abgekürzt TERENO. Sie<br />

liefern eine riesige Datenfülle, die<br />

Forscher unter vielerlei Gesichtspunkten<br />

selektieren, vergleichen<br />

und auswerten können.<br />

In einem der dadurch möglichen<br />

Projekte, in der englischen Abkürzung<br />

als SUSALPS benannt, wird<br />

das voralpine Grünland erforscht.<br />

Es geht um die Auswirkungen des<br />

Klimawandels und unterschiedlicher<br />

Bewirtschaftungsmetho<strong>den</strong><br />

auf <strong>den</strong> Bo<strong>den</strong> und die Vegetation.<br />

Wie wird sich die Kohlenstoff- und<br />

Stickstoffumsetzung im Bo<strong>den</strong> ändern?<br />

Welche Auswirkungen hat<br />

das <strong>für</strong> die Pflanzen? Wie ändert<br />

sich die Artenzusammensetzung<br />

der Pflanzen? Unter welchen Bedingungen<br />

wer<strong>den</strong> Ernteerträge<br />

steigen oder fallen?<br />

Es geht um viele ökologische Fragen,<br />

aber auch deren ökonomische<br />

Auswirkungen. Denn viele der über<br />

Generationen weitergegebenen<br />

Erfahrungswerte <strong>für</strong> die Bewirtschaftung<br />

gelten nicht mehr, wenn<br />

sich die Rahmenbedingungen so<br />

grundlegend ändern, wie dies der<br />

Klimawandel mit sich bringt.<br />

Alpenvorland besonders<br />

stark betroffen<br />

Wissenschaftlich gestützte Prognosen<br />

und Empfehlungen sind nötig.<br />

Die aber setzen eine solide Basis an<br />

Beobachtungsdaten und Auswertungen<br />

des Istzustandes und von<br />

Vergleichsdaten voraus.<br />

Zwischen Fußballplatz und Fohlenhof: <strong>Das</strong> Observatorium in Rottenbuch.<br />

Für das Voralpenland liefern seit<br />

zwölf Jahren die Observatorien<br />

in Fendt, Rottenbuch und Graswang<br />

alle er<strong>den</strong>klichen Daten, die<br />

Spezialisten im „Campus Alpin“<br />

mit Sitz in Garmisch-Partenkirchen<br />

Auswertungen und Vergleiche mit<br />

erheblicher Detailtiefe ermöglichen.<br />

Der Campus Alpin ist Teil des<br />

Karlsruher Instituts <strong>für</strong> Technologie<br />

(KIT), der größten deutschen Forschungseinrichtung.<br />

Hinzu kommen<br />

weitere Umwelt-Daten sonstiger<br />

Stellen, etwa die des Deutschen<br />

Wetterdienstes. Feldexperimente<br />

und Computersimulation des Expertenteams<br />

dienen dazu, die<br />

Prozesse und Zusammenhänge im<br />

Bo<strong>den</strong> verschie<strong>den</strong>er Dauergrünland-Standorte<br />

zu verstehen, miteinander<br />

zu vergleichen – und Prognosen<br />

zur weiteren Entwicklung<br />

zu erstellen. Zugeschnitten auf die<br />

lokalen Standortbesonderheiten<br />

im vom Klimawandel besonders<br />

betroffenen Alpenvorland. Hier ist<br />

der Temperaturanstieg stärker als<br />

in anderen Regionen.<br />

58 | <strong>altlandkreis</strong>


Welche Bedeutung die Grünlandflächen<br />

der süddeutschen Alpen<br />

und des Alpenvorlands haben, ist<br />

schon an ihrer Gesamtfläche von<br />

mehr als einer Million Hektar zu<br />

erkennen. Sie prägen nicht nur die<br />

Landschaft und stellen wertvolles<br />

Futter <strong>für</strong> die Milch- und Fleischproduktion<br />

bereit. Sie haben auch<br />

eine Reihe zentraler Ökosystemfunktionen:<br />

Sie speichern Kohlenstoff<br />

und Stickstoff, halten Wasser<br />

zurück, verhindern Erosion und fördern<br />

die biologische Vielfalt. Durch<br />

Änderungen des Klimas, der Landnutzung<br />

und der Bewirtschaftung<br />

ist diese vielseitige Funktion von<br />

Grünlandökosystemen allerdings<br />

stark gefährdet.<br />

Auf Basis der wahrscheinlich in<br />

drei Jahren vorliegen<strong>den</strong> SUSALPS-<br />

Erkenntnisse sollen nachhaltige<br />

Bewirtschaftungsformen <strong>für</strong> dieses<br />

Grünland entwickelt wer<strong>den</strong>,<br />

die die Klimaschutzfunktion dieser<br />

Bö<strong>den</strong> unterstützen. Im Projekt<br />

wer<strong>den</strong> unter anderem auch Handlungsempfehlungen<br />

<strong>für</strong> Landwirte<br />

in Form einer Web-APP entwickelt,<br />

die die Auswirkungen des landwirtschaftlichen<br />

Managements berücksichtigt.<br />

Die drei Observatorium-Standorte<br />

in der Region wur<strong>den</strong> mit Bedacht<br />

gewählt. Ihre Lage und die dazugehörigen<br />

Bö<strong>den</strong> sind repräsentativ<br />

<strong>für</strong> die Umgebung rund um <strong>den</strong> jeweiligen<br />

Standort. Die Unterschiede<br />

zwischen <strong>den</strong> Standorten, etwa<br />

bedingt durch die Höhenlage, bieten<br />

untereinander gute Vergleichsmöglichkeiten.<br />

Die umfassende<br />

Geräteausstattung übermittelt alle<br />

zehn Minuten aktuelle meteorologische<br />

Daten. Ergänzt durch die<br />

Messwerte von kosmischer Strahlung,<br />

Bo<strong>den</strong>temperatur, Bo<strong>den</strong>feuchte<br />

und vielem mehr.<br />

Langzeitbeobachtung<br />

der Bö<strong>den</strong><br />

Besonders wertvoll sind <strong>für</strong> die<br />

Wissenschaftler die Werte, die sogenannte<br />

Lysimeter übermitteln.<br />

Dies sind oben offene Zylinder, die<br />

mit einem ungestörten Bo<strong>den</strong>kern<br />

gefüllt sind. Am unteren Ende ist<br />

der Zylinder verschlossen. <strong>Das</strong> Sickerwasser<br />

wird in mehreren Tiefen<br />

und am Bo<strong>den</strong> des Zylinders<br />

aufgefangen. Proben des Wassers<br />

wer<strong>den</strong> in regelmäßigen Abstän<strong>den</strong><br />

im Labor untersucht. Unter<br />

anderem, um festzustellen, wieviel<br />

Stickstoff und Kohlenstoff mit<br />

dem Wasser ausgetragen wird. Die<br />

Bo<strong>den</strong>zylinder wer<strong>den</strong> minütlich<br />

gewogen. Ein zunehmendes Gewicht<br />

lässt eine Berechnung der<br />

Niederschlagsmenge zu, die auf<br />

<strong>den</strong> Bo<strong>den</strong> trifft. Ein abnehmendes<br />

Gewicht eine Berechnung der<br />

Verdunstung. Von oben wird der<br />

Zylinder in festen Zeitabstän<strong>den</strong><br />

durch eine Messkammer hermetisch<br />

abgedeckt, um so <strong>den</strong> Austausch<br />

gasförmiger Stoffe zwischen<br />

Atmosphäre, Pflanzen und Bo<strong>den</strong><br />

zu messen.<br />

Mit Spezialbaggern wur<strong>den</strong> die<br />

einen Quadratmeter großen und<br />

1,40 Meter tiefen Bo<strong>den</strong>ausschnitte<br />

vor Ort ausgehoben und in die<br />

Zylinder eingesetzt. Pro Observatorium<br />

sechs Zylinder mit dem dort<br />

vorgefun<strong>den</strong>en Bo<strong>den</strong>. Zusätzlich<br />

wur<strong>den</strong> jeweils sechs Zylinder mit<br />

dem auf 900 Meter Höhe in Graswang<br />

vorgefun<strong>den</strong>en Bo<strong>den</strong> auch<br />

in Rottenbuch und in Fendt eingesetzt.<br />

Ebenso sechs Zylinder aus<br />

dem auf 760 Meter Höhe liegen<strong>den</strong><br />

Rottenbuch in die Anlage in Fendt,<br />

die auf 550 Meter Höhe liegt. Damit<br />

stehen <strong>für</strong> die Auswertung und<br />

einen direkten Vergleich der Messergebnisse<br />

in Graswang sechs,<br />

in Rottenbuch 12 und in Fendt 18<br />

Bo<strong>den</strong>-Zylinder zur Verfügung.<br />

Die Herausforderungen durch <strong>den</strong><br />

Klimawandel erfordern weltweite<br />

Anstrengungen, um die komplexen<br />

Zusammenhänge zu verstehen. <strong>Das</strong><br />

Grünland im Voralpenraum gehört<br />

dabei zu <strong>den</strong> am besten dokumentierten<br />

Bereichen. Dies ist besonders<br />

<strong>den</strong> Observatorien in Fendt,<br />

Rottenbuch und Graswang zu verdanken.<br />

kp<br />

Armin Haf<br />

PC-Systeme<br />

Laptops<br />

Internetseiten<br />

DSL-Service<br />

CHANCEN FÜR IHR KIND!<br />

Die Privaten Oberlandschulen in Weilheim<br />

WIRTSCHAFTSSCHULE<br />

(staatl. anerkannt)<br />

KAUFMÄNNISCHE SCHULE<br />

Berufsfachschule <strong>für</strong> Büromanagement (staatl. anerkannt)<br />

FREMDSPRACHENSCHULE<br />

Berufsfachschule <strong>für</strong> Fremdsprachen/Fachrichtung Wirtschaft (staatl. anerkannt)<br />

GYMNASIUM (staatl. genehmigt)<br />

Jetzt ist<br />

Anmeldezeit!<br />

WIRTSCHAFTSSCHULE<br />

Ihr kompetenter Partner <strong>für</strong>:<br />

KAUFMÄNNISCHE SCHULE<br />

FREMDSPRACHENSCHULE<br />

Netzwerke<br />

Server<br />

OBERLANDSCHULEN<br />

GYMNASIUM<br />

Neu!<br />

Jetzt schon<br />

ab der 6. Klasse!<br />

„gegr. 2001“<br />

www.beraburo-galaxis.de www.beraburo-galaxis.de www.beraburo-galaxis.de<br />

seit<br />

20<br />

Jahren<br />

Service und Wartung<br />

GEMEINSAM ZUM ZIEL<br />

Private Oberlandschulen Weilheim e. V. | Leprosenweg 14 | D-82362 W eilheim i.OB | Tel 0881 9253503 | www.oberlandschulen.de<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 59


Durchläufer aus TAS Seite 34/35<br />

Impfzentrum<br />

Ohne<br />

Ohne<br />

dich<br />

dich<br />

läuft<br />

läuft<br />

nichts.<br />

nichts.<br />

hts.<br />

Ohne dich läuft nichts.<br />

Besuch im Peißenberger Impfzentrum<br />

Zum Schutz der<br />

Schwächeren<br />

Peißenberg | Wie viele Anfragen<br />

pro Tag, pro Stunde, pro Minute?<br />

Wie viele Impfdosen wer<strong>den</strong><br />

Deine Berufsausbildung als<br />

zu welcher Zeit geliefert, die<br />

Deine Berufsausbildung als<br />

wie lange bei welcher Temperatur<br />

haltbar sind? Vollgestopfte<br />

a Industriekaufmann (m/w/d)<br />

s<br />

a<br />

Industriekaufmann<br />

Industriemechaniker<br />

(m/w/d)<br />

(m/w/d) Deine Berufsausbildung<br />

E-Mail-Postfächer,<br />

als<br />

dauerbesetzte<br />

nn Ausbildungsstart (m/w/d) Industriemechaniker 01.09.2022 (m/w/d) a Industriekaufmann Telefonleitungen! (m/w/d) Als die Bayerische<br />

Staatsregierung Ende<br />

niker Ausbildungsstart (m/w/d) 01.09.2022<br />

a Industriemechaniker (m/w/d)<br />

2<br />

Dezember 2020 <strong>den</strong> Befehl an<br />

Unsere Deine Produkte Berufsausbildung helfen täglich millionenfach, als Ausbildungsstart die Welt 01.09.2022<br />

Unsere Landrätin Andrea Jochner-Weiß<br />

am Laufen Produkte helfen täglich millionenfach, die Welt<br />

am Laufen a<br />

zu<br />

zu Industriekaufmann<br />

halten: Leitern <strong>für</strong> Handwerk,<br />

halten: Leitern <strong>für</strong> Handwerk, (m/w/d)<br />

Notfallwagen<br />

erteilte, <strong>den</strong> Landkreis Weilheimglich<br />

<strong>für</strong> millionenfach, Krankenhäuser, die Wartungstreppen Welt<br />

<strong>für</strong> Flugzeuge Notfallwagen & Schongau mit einem eigenen<br />

rn Güterverkehr, <strong>für</strong> Krankenhäuser, Handwerk, a Industriemechaniker<br />

Ausstattungen Notfallwagen Wartungstreppen <strong>für</strong> Rettungskräfte, <strong>für</strong> Flugzeuge (m/w/d)<br />

Unsere Produkte helfen täglich millionenfach, die Welt<br />

Elektromobilität<br />

<strong>für</strong> und Flugzeuge noch Ausstattungen viel & 01.09.2022 am Laufen zu halten: Leitern <strong>für</strong> Handwerk, Notfallwagen<br />

&<br />

Impfzentrum auszustatten, mussten<br />

die Johanniter um <strong>für</strong> Christian Flugzeuge &<br />

gstreppen Güterverkehr, Ausbildungsstart<br />

mehr. <strong>für</strong> Rettungskräfte, Elektromobilität<br />

Rettungskräfte, und noch viel Elektro-<br />

mehr.<br />

Achmüller sowie Dr. Christoph<br />

<strong>für</strong> Krankenhäuser, Wartungstreppen<br />

en <strong>für</strong><br />

Aber ohne dich läuft nichts –<br />

Güterverkehr, Ausstattungen <strong>für</strong> Rettungskräfte, Elektromobilität<br />

und noch viel tes mehr. Wasser springen. „Als wir<br />

hr. Aber ohne Unsere dich Produkte läuft nichts helfen – täglich millionenfach, die Welt Wittermann in verdammt kal-<br />

darum starte deine Ausbildung bei ZARGES.<br />

darum am Laufen starte zu deine halten: Ausbildung Leitern <strong>für</strong> bei Handwerk, ZARGES. Notfallwagen<br />

s –<br />

das Impfzentrum <strong>für</strong> Weilheimusbildung<br />

<strong>für</strong><br />

Top-Ausbilder bei<br />

Krankenhäuser,<br />

ZARGES.<br />

Wartungstreppen Aber <strong>für</strong> ohne Flugzeuge dich läuft & nichts –<br />

und ein ausgefeiltes Azubi-Programm garantieren<br />

dir beste Bedingungen in einer krisensicheren kenhaus in Peißenberg aufge-<br />

Schongau im ehemaligen Kran-<br />

Top-Ausbilder Güterverkehr, und ein Ausstattungen ausgefeiltes Azubi-Programm <strong>für</strong> Rettungskräfte, darum starte<br />

ga-Elektrorantieren<br />

Branche. Azubi-Programm<br />

mobilität<br />

deine Ausbildung bei ZARGES.<br />

gefeiltes Spannende dir beste und Bedingungen noch<br />

Aufgaben gaungen<br />

Branche. Unternehmen, in einer Aber Spannende krisensicheren<br />

ohne überdurchschnittliche dich Aufgaben läuft nichts in einem – Vergütung, internationalen gleiten-<br />

viel mehr.<br />

in in einem einer internationalen<br />

krisensicheren macht haben am 27. Dezember,<br />

Top-Ausbilder und ein ausgefeiltes Azubi-Programm garantieren<br />

dir beste Bedingungen<br />

war Chaos vorprogrammiert“,<br />

Unternehmen, überdurchschnittliche Vergütung, gleitende<br />

Arbeitszeit, sehr gute Übernahmechancen und viele<br />

sagt Dr. Wittermann, in einer 73, der krisensicheren<br />

<strong>für</strong><br />

aben de in Arbeitszeit, einem internationalen<br />

darum sehr gute starte Übernahmechancen deine Ausbildung bei und ZARGES.<br />

Branche. viele Spannende die Aufgaben ärztliche Leitung in einem des Impfzentrums<br />

aus seinem Ruhestand Vergütung, zu-<br />

gleiten-<br />

internationalen<br />

chnittliche Möglichkeiten Vergütung, zur Weiterbildung gleitenbernahmechancen<br />

Möglichkeiten dein Berufsleben. Top-Ausbilder zur und Weiterbildung viele und ein ausgefeiltes sind der ideale Azubi-Programm Start in ga-<br />

sind der ideale Unternehmen, Start in überdurchschnittliche<br />

de Arbeitszeit, sehr rückgekehrt gute Übernahmechancen ist. Dabei konnten er, und viele<br />

ildung dein sind Berufsleben. rantieren der ideale dir Start beste in Bedingungen in einer krisensicheren<br />

Bewerbungen an bewerbung@zarges.de oder Möglichkeiten zur Weiterbildung die 40 Mitarbeiter sind <strong>für</strong> Verwaltung, der ideale Start in<br />

Bewerbungen Branche. an Spannende bewerbung@zarges.de Aufgaben in einem oder internationalen Sicherheit, medizinische Assistenz<br />

ZARGES GmbH, Personalabteilung, dein Berufsleben.<br />

ZARGES Unternehmen, GmbH, Personalabteilung,<br />

überdurchschnittliche Vergütung, gleitende<br />

Arbeitszeit, 7, 82362 Weilheim. sehr gute Übernahmechancen und viele<br />

und IT sowie 22 impfberechtigte<br />

ng@zarges.de Zargesstr. 7, oder 82362 Weilheim.<br />

Bewerbungen an bewerbung@zarges.de Ärzte herzlich wenig da<strong>für</strong>, oder dass<br />

bteilung, Zargesstr.<br />

Möglichkeiten zur Weiterbildung sind ZARGES der ideale GmbH, Start Personalabteilung,<br />

in zunächst zu wenig Impfstoff geliefert<br />

wurde. „Wie viele Dosen<br />

im. Fragen beantworten wir dir gerne Zargesstr. 7, 82362 Weilheim.<br />

Fragen dein<br />

unter +49 beantworten Berufsleben.<br />

881 687237wir dir gerne<br />

wir bekommen, liegt bis heute<br />

ir gerne unter +49 Bewerbungen 881 687237 an bewerbung@zarges.de oder nicht in unserer Hand“, sagt Dr.<br />

Fragen beantworten<br />

Wittermann.<br />

wir dir gerne<br />

ZARGES GmbH, Personalabteilung,<br />

Dennoch ist inzwischen<br />

Routine eingekehrt an der<br />

unter +49 881 687237<br />

Zargesstr. 7, 82362 Weilheim.<br />

www.zarges.de/ausbildung<br />

Hauptstraße 55, an der bereits im<br />

www.zarges.de/ausbildung<br />

Außenbereich jede Menge Hinweisschilder<br />

mit<br />

Fragen beantworten wir dir gerne<br />

Richtungspfeilen<br />

.de/ausbildung<br />

unter +49 881 687237<br />

www.zarges.de/ausbildung<br />

Ohne dich läuft nichts.<br />

www.zarges.de/ausbildung<br />

60 | <strong>altlandkreis</strong><br />

<strong>für</strong> Klarheit sorgen: Gegen <strong>den</strong><br />

Uhrzeigersinn auf die Parkflächen<br />

einfahren, vor Eintritt in das Gebäude<br />

über <strong>den</strong> Haupteingang<br />

FFP2-Maske über Mund und Nase<br />

ziehen, sowie von einem Security<br />

die Körpertemperatur messen lassen,<br />

um Fieber auszuschließen.<br />

Im Gebäude dann wieder <strong>den</strong><br />

Richtungspfeilen folgen. Erst eine<br />

Treppe hoch, bis zur Anmeldung,<br />

wo Personalien und Impfpriorität<br />

auf Richtigkeit überprüft wer<strong>den</strong>,<br />

ehe der jeweilige Klient über zwei<br />

weitere Ecken sich einen freien<br />

Platz im Wartebereich aufsuchen<br />

darf – alles markiert, alles auf<br />

vorgeschriebene Mindestabstände<br />

eingerichtet.<br />

Dann der aufregendste Teil des<br />

Termins: Aufklärungsgespräch mit<br />

einem Mediziner über mögliche<br />

Nebenwirkungen, und schließlich<br />

Dr. Christoph Wittermann, ehemaliger<br />

Kinderarzt, ist Ärztlicher<br />

Leiter des Impfzentrums.<br />

die Impfung selbst, die im Übrigen<br />

<strong>für</strong> alle deutschen Bürger<br />

kostenlos ist. „Und vor der niemand<br />

Angst haben braucht“, sagt<br />

Dr. Wittermann, der als ehemaliger<br />

Kinderarzt selbst zigtausende<br />

Impfungen verabreicht, auch aktiv<br />

an Impfstudien mitgearbeitet hatte<br />

und somit der ideale Mann <strong>für</strong><br />

die Ärztliche Leitung eines Impfzentrums<br />

ist. „Die Nadel ist gerade<br />

einmal 0,6 Millimeter dick und<br />

30 Millimeter lang – schmerzhaft<br />

ist beim Spritzen, wenn überhaupt,<br />

nur der kurze Stich durch<br />

die Haut.“ Anschließend begibt<br />

sich die frisch geimpfte Person<br />

<strong>für</strong> rund zehn Minuten in ein<br />

Nachbehandlungszimmer zur Beobachtung.<br />

„Danach darf man in<br />

der Regel wieder eigenständig<br />

und ohne Be<strong>den</strong>ken mit dem<br />

Auto nach Hause fahren“, sagt<br />

Dr. Christoph Wittermann, dem<br />

Schmerzhaft, wenn überhaupt, ist beim Impfen der kurze Stich durch<br />

die Haut. Die Nadel: 0,6 Millimeter dünn und 30 Millimeter lang.


in Weilheim-Schongau kein Fall<br />

von Komplikationen oder Schä<strong>den</strong><br />

durch Corona-Impfungen<br />

bekannt ist. „Wir hatten lediglich<br />

<strong>den</strong> ein oder anderen Kollaps bei<br />

Menschen, die unter Nadelphobie<br />

lei<strong>den</strong> und grundsätzlich große<br />

Angst vor Spritzen haben.“<br />

Impfung ab dem<br />

16. Lebensjahr<br />

Während das Impfzentrum in<br />

Peißenberg anfänglich mit Massenanfragen<br />

und zu wenigen<br />

Impfstoffen zu kämpfen hatte, ist<br />

die Lage mittlerweile auch deshalb<br />

entspannter, weil seit Anfang<br />

April auch Hausärzte ihre Patienten,<br />

und seit Anfang Juni auch<br />

Betriebsärzte Mitarbeiter impfen<br />

dürfen. „Drei fünftel der hiesigen<br />

Bevölkerung wird inzwischen von<br />

Haus- und Betriebsärzten geimpft,<br />

rund zwei fünftel bei uns“,<br />

sagt Lena Maierhof, stellvertretende<br />

Leiterin des Impfzentrums<br />

> > > ANMELDUNG CORONA-IMPFUNG<br />

in Peißenberg, die auch aktuelle<br />

Statistiken zur Hand hat. Stand 8.<br />

Juni: 60200 durchgeführte Erstimpfungen,<br />

was 44,6 Prozent<br />

der gesamten Bevölkerung im<br />

Landkreis Weilheim-Schongau<br />

mit rund 135 000 Einwohnern<br />

entspricht. Und 24100 durchgeführte<br />

Zweitimpfungen, was 23,2<br />

Prozent der gesamten Landkreisbevölkerung<br />

entspricht. Heißt Zusammengefasst:<br />

Bis zum 8. Juni<br />

<strong>2021</strong> wur<strong>den</strong> Im kompletten Landkreis<br />

Weilheim-Schongau 91500<br />

Impfdosen verabreicht, Ten<strong>den</strong>z<br />

steigend.<br />

Ab Ende Dezember 2020 wur<strong>den</strong><br />

gezielt alte und vorerkrankte<br />

Menschen, aber auch Berufstätige<br />

in der Medizin und Pflege<br />

geimpft. „Menschen, die aus<br />

beruflichen Grün<strong>den</strong> weder im<br />

Homeoffice tätig sind, noch Mindestabstände<br />

zu anderen Menschen<br />

einhalten können“, sagt Dr.<br />

Wittermann. Inzwischen aber sind<br />

in Deutschland alle Bürger ab<br />

Wer das 16. Lebensjahr vollendet hat und sich gegen Corona impfen<br />

lassen möchte, hat drei Möglichkeiten: Hausarzt, Betriebsarzt<br />

(nur in größeren Firmen) oder Weilheim-Schongauer Impfzentrum<br />

mit Niederlassung in Peißenberg sowie Außenstelle in Penzberg.<br />

Die Anmeldung <strong>für</strong> letztere Variante erfolgt entweder telefonisch<br />

unter 08803 / 4929700 oder via Online-Registrierung unter<br />

impfzentren.bayern.<br />

dem 16. Lebensjahr dazu berechtigt,<br />

sich gegen Corona impfen zu<br />

lassen. Heißt: Stehen mehr Impfdosen<br />

zur Verfügung, als Termine<br />

von höher priorisierten Menschen<br />

vereinbart wur<strong>den</strong>, haben auch<br />

jüngere und gesündere Menschen<br />

gute Chancen auf eine Impfung.<br />

Schließlich ist der jeweilige Impfstoff<br />

nur begrenzt haltbar, muss<br />

innerhalb einer maximal erlaubten<br />

Lagerzeit verabreicht wer<strong>den</strong>.<br />

„Die sich inzwischen jedoch geändert<br />

hat“, sagt Dr. Wittermann.<br />

Nur ein Beispiel: Ein ungeöffnetes<br />

Biontech-Impffläschchen kann<br />

bei 2 bis 8 Grad Celsius nun 31 anstatt<br />

der ursprünglichen fünf Tage<br />

fachgerecht gelagert wer<strong>den</strong>.<br />

In Zukunft jährliche<br />

Impfungen<br />

Unabhängig der Lagerzeiten: Um<br />

vor einer Corona-Erkrankung effektiv<br />

geschützt zu sein, ist die<br />

Zweitimpfung notwendig. Die<br />

sollte bei Biontech und Moderna<br />

sechs Wochen nach der Erstimpfung<br />

erfolgen. Beim umstrittenen<br />

Impfstoff von AstraZeneca nach<br />

zwölf Wochen. Mittel- und langfristig<br />

betrachtet wird sich die<br />

Bevölkerung auf regelmäßige<br />

Impfungen gegen Corona einstellen<br />

müssen. „Bei Viren mit ständig<br />

neuen Mutanten muss auch<br />

der Impfstoff, ähnlich wie bei<br />

Influenza, immer wieder neu an-<br />

gepasst wer<strong>den</strong>“, sagt Dr. Wittermann,<br />

der bereits <strong>für</strong> <strong>den</strong> Herbst<br />

dieses Jahres eine Drittimpfung<br />

prognostiziert – und jährliche<br />

Impfungen gegen Corona in Zukunft<br />

als realistisch einschätzt.<br />

Grundsätzlich gilt <strong>für</strong> Geimpfte:<br />

Sie können zwar trotzdem noch<br />

krank wer<strong>den</strong>, übertragen das Virus<br />

jedoch nicht mehr auf andere<br />

Menschen und überlasten somit<br />

auch keine Intensivstationen in<br />

Krankenhäusern – Ansteckungsgefahr<br />

und schwerer Verlauf einer<br />

möglichen Corona-Krankheit<br />

reduzieren sich durch eine Impfung<br />

deutlich. Auch vielversprechend:<br />

„Die Impfgeschwindigkeit,<br />

bezogen auf ganz Deutschland,<br />

hat sich in <strong>den</strong> vergangenen zwei<br />

Monaten verdreifacht – von ursprünglich<br />

zwei Millionen Impfdosen<br />

pro Woche auf sechs Millionen.<br />

Und eine Steigerung auf<br />

acht Millionen Impfdosen pro<br />

Woche ist bis Ende des Sommers<br />

durchaus <strong>den</strong>kbar.“<br />

Dennoch haben Dr. Wittermann<br />

und Lena<br />

Maierhof<br />

auch<br />

Verständnis<br />

<strong>für</strong> Menschen,<br />

die<br />

nach wie vor verunsichert sind in<br />

Sachen Impfung. Beide betonen<br />

an dieser Stelle ausdrücklich: „Die<br />

Corona-Impfung ist aus unserer<br />

Sicht unbe<strong>den</strong>klich und ein Geschenk,<br />

das Pandemie-Problem<br />

verhältnismäßig sehr schnell in<br />

<strong>den</strong> Griff zu bekommen – aber sie<br />

basiert zu 100 Prozent auf Freiwilligkeit.“<br />

Viele Menschen im Landkreis<br />

Weilheim-Schongau entschei<strong>den</strong><br />

sich aus zwei Grün<strong>den</strong><br />

<strong>für</strong> eine Impfung: Einerseits, um<br />

alte und vorerkrankte Menschen<br />

vor einem möglichen Corona-Tod<br />

zu schützen. Andererseits, um altbekannte<br />

Freiheiten, zum Beispiel<br />

durch Reisen ins Ausland, wie-<br />

derzugewinnen.<br />

js


Auskünfte über die aktuellen Bafa-Zuschüsse<br />

erhalten Sie gerne bei unseren Verkäufern!<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,4 l/100 km, CO2-Emission<br />

kombiniert: 30 g/km, Stromverbrauch 13,0 kWh/100 km<br />

Neuwagen: Audi A3 Sportback<br />

40 TFSI e 150 kW/ 204 PS/ S tronic<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,6 l/100 km; CO2-Emission<br />

kombiniert: 175 g/km<br />

Neuwagen: VW Multivan 6.1 Trendline „Family“<br />

2.0 TDI BlueMotion/ 110 kW/ 150 PS/ 6-Gang-Schaltgetriebe<br />

Autohaus Heuberger GmbH<br />

87629 Füssen - Hiebelerstraße 65<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,2 l/100 km, CO2-Emission<br />

kombiniert: 110 g/km<br />

Neuwagen: Golf Sportsvan „UNITED“<br />

1.6 TDI/ 85 kW/ 115 PS/ 5-Gang-Schaltgetriebe<br />

Einparkhilfe plus, Sitzheizung vorn, 2-Zonen-Komfortklimaautomatik,<br />

Digitaler Radioempfang, Komfortschlüssel<br />

Audi Smartphone Interface, Audi virtual cockpit plus,<br />

MMI Navigation plus mit MMI touch, Parkassistent mit<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen wie z.B.:<br />

Adaptiver Geschwindigkeitsassistent, Audi phone box,<br />

Privatfahrzeug Leasing-Rate monatlich: € 349,-<br />

Gesamtbetrag: € 17.064,-<br />

Jährliche Fahrleistung: 10.000 km<br />

Vertragsdauer: 36 Monate<br />

Lackierung: Ibisweiß<br />

Einmalige Sonderzahlung: € 4.500,-<br />

Klimaanlage im Fahrerhaus, Multifunktions-Lederlenkrad,<br />

Sitzheizung <strong>für</strong> Sitze im Fahrerhaus, ParkPilot im Front-<br />

Herstellergarantie, max. Gesamtlaufleistung 100.000 km,<br />

Rückfahrkamera „Rear View“ (statische Linien),<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen wie z.B.:<br />

Anschlussgarantie, Laufzeit 3 Jahre im Anschluss an die<br />

Vertragsdauer: 48 Monate<br />

Privatfahrzeug Leasing-Rate monatlich: € 289,-<br />

Einmalige Sonderzahlung: € 3.500,-<br />

Jährliche Fahrleistung: 10.000 km<br />

Nettodarlehensbetrag: € 41.848,87<br />

Lackierung: Ascotgrau<br />

Herstellergarantie, max. Gesamtlaufleistung 100.000 km,<br />

Rückfahrkamera „Rear View“, Automatische, Distanzregelung<br />

ACC bis 210 km/h inkl. „Front Assist“ mit Fußgängererkennung,<br />

DAB+, Anhängevorrichtung anklappbar,<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen wie z.B.:<br />

Anschlussgarantie, Laufzeit 3 Jahre im Anschluss an die<br />

Privatfahrzeug Leasing-Rate monatlich: € 179,-<br />

Gesamtbetrag: € 17.142,-<br />

Jährliche Fahrleistung: 10.000 km<br />

Vertragsdauer: 48 Monate<br />

Lackierung: Reflexsilber Metallic<br />

Einmalige Sonderzahlung: € 8.550,-<br />

Stromverbrauch kombiniert: 15,8 kWh/100 km,<br />

CO2-Emission kombiniert 0 g/km<br />

Neuwagen: Audi Q4 e-tron<br />

35 e-tron 125 kW/ 170 PS / 55 kW<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,1-6,7. CO2-Emission<br />

kombiniert: 117,0-153,0 g/km<br />

Gebrauchtwagen: VW T-ROC IQ.DRIVE<br />

1.6 TDI/ 85 kW/ 115 PS/ 5-Gang-Schaltgetriebe<br />

Stromverbrauch kombiniert: 13,1 kWh/100 km,<br />

CO2-Emission kombiniert: 0 g/km<br />

Neuwagen: VW ID.3 Pure Performance<br />

110 kW/ 150 PS/ 45 kWh<br />

in <strong>den</strong> Außenspiegeln, Audi connect Remote & Control <strong>für</strong><br />

MMI basis, Audi pre sense front uvm.<br />

Vordersitze, Außenspiegel elektrisch einstell-, beheiz- und<br />

anklappbar, Komfortmittelarmlehne vorn, Projektionsleuchte<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen wie z.B.:<br />

Komfortpaket, 4-Wege-Len<strong>den</strong>wirbelstütze <strong>für</strong> die<br />

Gesamtbetrag: € 15.684,-<br />

Sollzins p.a. 2,87%, Effektiver Jahreszins 2,87%<br />

Vertragsdauer: 36 Monate<br />

Privatfahrzeug Leasing-Rate monatlich: € 269,-<br />

Nettodarlehensbetrag: : € 35.946,69<br />

Lackierung: Kieselgrau<br />

Navigationsfunktion „Discover Media“, Telefonschnittstelle<br />

„Comfort“, „Business Premium“-Paket, Standheizung und<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen wie z.B.:<br />

Anschlussgarantie, Laufzeit 3 Jahre, Rückfahrkamera,<br />

Gesamtbetrag: € 11.000,-<br />

Sollzins p.a. 0,01%, Effektiver Jahreszins 0,01%<br />

Gesamtfahrleistung: 14.713 km<br />

Privatfahrzeug Leasing-Rate monatlich: € 187,-<br />

Vertragsdauer: 42 Monate<br />

Erstzulassung: 23.03.2020<br />

Einmalige Sonderzahlung: € 3.146,-<br />

Jährliche Fahrleistung: 10.000 km<br />

Nettodarlehensbetrag: € 25.170,-<br />

Lackierung: Kurkumagelb Metallic<br />

Front- und Heckbereich, Klimaanlage „Climatronic“,<br />

Ladekabel Mode 3 Typ 2, 16 A, Navigationssystem<br />

Ambientebeleuchtung, Armlehne, Multifunktionslenkrad,<br />

e-Sound, Einparkhilfe - Warnsignale bei Hindernissen, im<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen wie z.B.:<br />

LED-Scheinwerfer mit automatischer Fahrlichtschaltung,<br />

Privatfahrzeug Leasing-Rate monatlich: € 227,-<br />

Gesamtbetrag: € 16.896,-<br />

Einmalige Sonderzahlung: € 6.000,-<br />

Jährliche Fahrleistung: 10.000 km<br />

Nettodarlehensbetrag: € 30.265,-<br />

Lackierung: Mondsteingrau Schwarz<br />

Autohäuser in Bernbeuren und Füssen - Service-Center mit Karosseriefachabteilung - Nutzfahrzeugzentrum - Gebrauchtwagenmarkt<br />

i<br />

Neuwagen:<br />

Neuwagen:<br />

Golf<br />

Golf<br />

Sportsvan<br />

Sportsvan<br />

„UNITED“<br />

„UNITED“<br />

1.6 TDI/ 85 kW/ 115 PS/ 5-Gang-Schaltgetriebe<br />

1.6 TDI/ 85 kW/ 115 PS/ 5-Gang-Schaltgetriebe<br />

Nettodarlehensbetrag:<br />

Nettodarlehensbetrag: €<br />

29.529,64<br />

29.529,64<br />

uvm.<br />

Lackierung:<br />

Lackierung:<br />

Reflexsilber<br />

Reflexsilber<br />

Metallic<br />

Metallic<br />

Einmalige<br />

Einmalige<br />

Sonderzahlung:<br />

Sonderzahlung: €<br />

8.550,-<br />

8.550,-<br />

Jährliche<br />

Jährliche<br />

Fahrleistung:<br />

Fahrleistung:<br />

10.000<br />

10.000<br />

km<br />

km<br />

Vertragsdauer:<br />

Vertragsdauer:<br />

48<br />

48<br />

Monate<br />

Monate<br />

Privatfahrzeug<br />

Privatfahrzeug<br />

Leasing-Rate<br />

Leasing-Rate<br />

monatlich:<br />

monatlich: €<br />

179,-<br />

179,-<br />

Gesamtbetrag:<br />

Gesamtbetrag: €<br />

17.142,-<br />

17.142,-<br />

Sollzins<br />

Sollzins<br />

p.a.<br />

p.a.<br />

2,48%,<br />

2,48%,<br />

Effektiver<br />

Effektiver<br />

Jahreszins<br />

Jahreszins<br />

2,48%<br />

2,48%<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen<br />

Sollzins p.a. 2,88%, Effektiver Jahreszins 2,88%<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen<br />

wie<br />

wie<br />

z.B.:<br />

z.B.:<br />

Anschlussgarantie,<br />

Anschlussgarantie,<br />

Laufzeit<br />

Laufzeit 3<br />

Jahre<br />

Jahre<br />

im<br />

im<br />

Anschluss<br />

Anschluss<br />

an<br />

an<br />

die<br />

die<br />

Herstellergarantie,<br />

Herstellergarantie,<br />

max.<br />

max.<br />

Gesamtlaufleistung<br />

Gesamtlaufleistung<br />

100.000<br />

100.000<br />

km,<br />

km,<br />

Rückfahrkamera<br />

Rückfahrkamera<br />

„Rear<br />

„Rear<br />

View“,<br />

View“,<br />

Automatische,<br />

Automatische,<br />

Distanzregelung<br />

Distanzregelung<br />

ACC<br />

ACC<br />

bis<br />

bis<br />

210<br />

210<br />

km/h<br />

km/h<br />

inkl.<br />

inkl.<br />

„Front<br />

„Front<br />

Assist“<br />

Assist“<br />

mit<br />

mit<br />

Fußgängererkennung,<br />

Fußgängererkennung,<br />

DAB+,<br />

DAB+,<br />

Anhängevorrichtung<br />

Anhängevorrichtung<br />

anklappbar,<br />

anklappbar,<br />

Beifahrersitzlehne<br />

Beifahrersitzlehne<br />

komplett<br />

komplett<br />

umklappbar<br />

umklappbar<br />

uvm.<br />

uvm.<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,2 l/100 km, CO2-Emission<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,2 37.550,74<br />

€ Nettodarlehensbetrag: l/100 km, CO2-Emission<br />

kombiniert: 110 g/km<br />

kombiniert: 110 g/km<br />

Neuwagen:<br />

Neuwagen:<br />

VW<br />

VW<br />

ID.3<br />

ID.3<br />

Pure<br />

Pure<br />

Performance<br />

Performance<br />

110 kW/ 150 PS/ 45 kWh<br />

110 kW/ 150 PS/ 45 kWh<br />

Stromverbrauch kombiniert: 13,1 kWh/100 km,<br />

Stromverbrauch kombiniert: 13,1 kWh/100 km,<br />

CO2-Emission kombiniert: 0 g/km<br />

CO2-Emission kombiniert: g/km<br />

autohaus-heuberger.de<br />

Nettodarlehensbetrag:<br />

Nettodarlehensbetrag: €<br />

30.265,-<br />

30.265,-<br />

Lackierung:<br />

Lackierung:<br />

Mondsteingrau<br />

Mondsteingrau<br />

Schwarz<br />

Schwarz<br />

Einmalige<br />

Einmalige<br />

Sonderzahlung:<br />

Sonderzahlung: €<br />

6.000,-<br />

6.000,-<br />

Jährliche<br />

Jährliche<br />

Fahrleistung:<br />

Fahrleistung:<br />

10.000<br />

10.000<br />

km<br />

km<br />

Vertragsdauer:<br />

Vertragsdauer:<br />

48<br />

48<br />

Monate<br />

Monate<br />

Privatfahrzeug<br />

Privatfahrzeug<br />

Leasing-Rate<br />

Leasing-Rate<br />

monatlich:<br />

monatlich: €<br />

227,-<br />

227,-<br />

Gesamtbetrag:<br />

Gesamtbetrag: €<br />

16.896,-<br />

16.896,-<br />

Sollzins<br />

Sollzins<br />

p.a.<br />

p.a.<br />

2,98%,<br />

2,98%,<br />

Effektiver<br />

Effektiver<br />

Jahreszins<br />

Jahreszins<br />

2,98%<br />

2,98%<br />

Zahlreiche<br />

Zahlreiche<br />

Sonderausstattungen<br />

Sonderausstattungen<br />

wie<br />

wie<br />

z.B.:<br />

z.B.:<br />

LED-Scheinwerfer<br />

LED-Scheinwerfer<br />

mit<br />

mit<br />

automatischer<br />

automatischer<br />

Fahrlichtschaltung,<br />

Fahrlichtschaltung,<br />

Ambientebeleuchtung,<br />

Ambientebeleuchtung,<br />

Armlehne,<br />

Armlehne,<br />

Multifunktionslenkrad,<br />

Multifunktionslenkrad,<br />

e-Sound,<br />

e-Sound,<br />

Einparkhilfe<br />

Einparkhilfe -<br />

Warnsignale<br />

Warnsignale<br />

bei<br />

bei<br />

Hindernissen,<br />

Hindernissen,<br />

im<br />

im<br />

Fahrleistung: Jährliche 10.000 km<br />

Front-<br />

Frontund<br />

und<br />

Heckbereich,<br />

Heckbereich,<br />

Klimaanlage<br />

Klimaanlage<br />

„Climatronic“,<br />

„Climatronic“,<br />

Sonderzahlung: € 6.000,-<br />

Einmalige<br />

Ladekabel<br />

Ladekabel<br />

Mode<br />

Mode 3<br />

Typ<br />

Typ<br />

2,<br />

2,<br />

16<br />

16<br />

A,<br />

A,<br />

Navigationssystem<br />

Navigationssystem<br />

„Discover<br />

„Discover<br />

Pro“,<br />

Pro“,<br />

Telefonschnittstelle<br />

Telefonschnittstelle<br />

uvm.<br />

uvm.<br />

Autohaus Heuberger GmbH<br />

86975 Bernbeuren - Schongauer Straße 14<br />

Telefon: 08860 / 91 92 0<br />

Autohaus Heuberger GmbH<br />

87629 Füssen - Hiebelerstraße 65<br />

Telefon: 08362 / 91 92 0<br />

und Heckbereich, Geschwindigkeitsregelanlage uvm.<br />

Sollzins p.a. 2,84%, Effektiver Jahreszins 2,84%<br />

17.372,-<br />

€ Gesamtbetrag:<br />

-lüftung, Anhängevorrichtung anklappbar uvm.<br />

Neuwagen:<br />

Neuwagen:<br />

VW<br />

VW<br />

Multivan<br />

Multivan<br />

6.1<br />

6.1<br />

Trendline<br />

Trendline<br />

„Family“<br />

„Family“<br />

2.0 TDI BlueMotion/ 110 kW/ 150 PS/ 6-Gang-Schaltgetriebe<br />

2.0 TDI BlueMotion/ 110 kW/ 150 PS/ 6-Gang-Schaltgetriebe<br />

Nettodarlehensbetrag:<br />

Nettodarlehensbetrag: €<br />

41.848,87<br />

41.848,87<br />

Lackierung:<br />

Lackierung:<br />

Ascotgrau<br />

Ascotgrau<br />

Einmalige<br />

Einmalige<br />

Sonderzahlung:<br />

Sonderzahlung: €<br />

3.500,-<br />

3.500,-<br />

Jährliche<br />

Jährliche<br />

Fahrleistung:<br />

Fahrleistung:<br />

10.000<br />

10.000<br />

km<br />

km<br />

Vertragsdauer:<br />

Vertragsdauer:<br />

48<br />

48<br />

Monate<br />

Monate<br />

Privatfahrzeug<br />

Privatfahrzeug<br />

Leasing-Rate<br />

Leasing-Rate<br />

monatlich:<br />

monatlich: €<br />

289,-<br />

289,-<br />

Gesamtbetrag:<br />

Gesamtbetrag: €<br />

17.372,-<br />

17.372,-<br />

Sollzins<br />

Sollzins<br />

p.a.<br />

p.a.<br />

2,84%,<br />

2,84%,<br />

Effektiver<br />

Effektiver<br />

Jahreszins<br />

Jahreszins<br />

2,84%<br />

2,84%<br />

Telefon: 08362 / 91 92 0<br />

Telefon: 08860 / 91 92 0<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,6 l/100 km; CO2-Emission<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,6 l/100 km; CO2-Emission<br />

kombiniert: 175 g/km<br />

kombiniert: 175 g/km<br />

86975 Bernbeuren - Schongauer Straße 14<br />

GmbH<br />

Heuberger Autohaus<br />

Neuwagen:<br />

Neuwagen:<br />

Audi<br />

Audi<br />

A3<br />

A3<br />

Sportback<br />

Sportback<br />

40 TFSI e 150 kW/ 204 PS/ S tronic<br />

40 TFSI 150 kW/ 204 PS/ tronic<br />

Zahlreiche<br />

Zahlreiche<br />

Sonderausstattungen<br />

Sonderausstattungen<br />

wie<br />

wie<br />

z.B.:<br />

z.B.:<br />

Anschlussgarantie,<br />

Anschlussgarantie,<br />

Laufzeit<br />

Laufzeit 3<br />

Jahre<br />

Jahre<br />

im<br />

im<br />

Anschluss<br />

Anschluss<br />

an<br />

an<br />

die<br />

die<br />

Herstellergarantie,<br />

Herstellergarantie,<br />

max.<br />

max.<br />

Gesamtlaufleistung<br />

Gesamtlaufleistung<br />

100.000<br />

100.000<br />

km,<br />

km,<br />

Rückfahrkamera<br />

Rückfahrkamera<br />

„Rear<br />

„Rear<br />

View“<br />

View“<br />

(statische<br />

(statische<br />

Linien),<br />

Linien),<br />

Klimaanlage<br />

Klimaanlage<br />

im<br />

im<br />

Fahrerhaus,<br />

Fahrerhaus,<br />

Multifunktions-Lederlenkrad,<br />

Multifunktions-Lederlenkrad,<br />

Sitzheizung<br />

Sitzheizung<br />

<strong>für</strong><br />

<strong>für</strong><br />

Sitze<br />

Sitze<br />

im<br />

im<br />

Fahrerhaus,<br />

Fahrerhaus,<br />

ParkPilot<br />

ParkPilot<br />

im<br />

im<br />

Front-<br />

Frontund<br />

und<br />

Heckbereich,<br />

Heckbereich,<br />

Geschwindigkeitsregelanlage<br />

Geschwindigkeitsregelanlage<br />

uvm.<br />

uvm.<br />

Nettodarlehensbetrag:<br />

Nettodarlehensbetrag: €<br />

37.550,74<br />

37.550,74<br />

Lackierung: Ibisweiß<br />

Beifahrersitzlehne komplett umklappbar uvm.<br />

Lackierung: Ibisweiß<br />

Einmalige<br />

Einmalige<br />

Sonderzahlung:<br />

Sonderzahlung: €<br />

4.500,-<br />

4.500,-<br />

Jährliche<br />

Jährliche<br />

Fahrleistung:<br />

Fahrleistung:<br />

10.000<br />

10.000<br />

km<br />

km<br />

Vertragsdauer:<br />

Vertragsdauer:<br />

36<br />

36<br />

Monate<br />

Monate<br />

Privatfahrzeug<br />

Privatfahrzeug<br />

Leasing-Rate<br />

Leasing-Rate<br />

monatlich:<br />

monatlich: €<br />

349,-<br />

349,-<br />

Gesamtbetrag:<br />

Gesamtbetrag: €<br />

17.064,-<br />

17.064,-<br />

Sollzins<br />

Sollzins<br />

p.a.<br />

p.a.<br />

2,88%,<br />

2,88%,<br />

Effektiver<br />

Effektiver<br />

Jahreszins<br />

Jahreszins<br />

2,88%<br />

2,88%<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen<br />

Sollzins p.a. 2,48%, Effektiver Jahreszins 2,48%<br />

Zahlreiche Sonderausstattungen<br />

wie<br />

wie<br />

z.B.:<br />

z.B.:<br />

Adaptiver<br />

Adaptiver<br />

Geschwindigkeitsassistent,<br />

Geschwindigkeitsassistent,<br />

Audi<br />

Audi<br />

phone<br />

phone<br />

box,<br />

box,<br />

Audi<br />

Audi<br />

Smartphone<br />

Smartphone<br />

Interface,<br />

Interface,<br />

Audi<br />

Audi<br />

virtual<br />

virtual<br />

cockpit<br />

cockpit<br />

plus,<br />

plus,<br />

MMI<br />

MMI<br />

Navigation<br />

Navigation<br />

plus<br />

plus<br />

mit<br />

mit<br />

MMI<br />

MMI<br />

touch,<br />

touch,<br />

Parkassistent<br />

Parkassistent<br />

mit<br />

mit<br />

Einparkhilfe<br />

Einparkhilfe<br />

plus,<br />

plus,<br />

Sitzheizung<br />

Sitzheizung<br />

vorn,<br />

vorn,<br />

2-Zonen-Komfortklimaautomatik,<br />

2-Zonen-Komfortklimaautomatik,<br />

Digitaler<br />

Digitaler<br />

Radioempfang,<br />

Radioempfang,<br />

Komfortschlüssel<br />

Komfortschlüssel<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,4 l/100 km, CO2-Emission<br />

kombiniert: 30 g/km, Stromverbrauch 13,0 kWh/100 km<br />

29.529,64<br />

€ Nettodarlehensbetrag: on kombiniert: 30 g/km, Stromverbrauch 13,0 kWh/100<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,4 l/100 km, CO2-Emissi-<br />

uvm.<br />

uvm.<br />

km<br />

i<br />

Auskünfte<br />

Auskünfte<br />

über<br />

über<br />

die<br />

die<br />

aktuellen<br />

aktuellen<br />

Bafa-Zuschüsse<br />

Bafa-Zuschüsse<br />

erhalten<br />

erhalten<br />

Sie<br />

Sie<br />

gerne<br />

gerne<br />

bei<br />

bei<br />

unseren<br />

unseren<br />

Verkäufern!<br />

Verkäufern!<br />

Gebrauchtwagen:<br />

Gebrauchtwagen:<br />

VW<br />

VW<br />

T-ROC<br />

T-ROC<br />

IQ.DRIVE<br />

IQ.DRIVE<br />

1.6 TDI/ 85 kW/ 115 PS/ 5-Gang-Schaltgetriebe<br />

1.6 TDI/ 85 kW/ 115 PS/ 5-Gang-Schaltgetriebe<br />

Nettodarlehensbetrag:<br />

Nettodarlehensbetrag: €<br />

25.170,-<br />

25.170,-<br />

Lackierung:<br />

Lackierung:<br />

Kurkumagelb<br />

Kurkumagelb<br />

Metallic<br />

Metallic<br />

Einmalige<br />

Einmalige<br />

Sonderzahlung:<br />

Sonderzahlung: €<br />

3.146,-<br />

3.146,-<br />

Jährliche<br />

Jährliche<br />

Fahrleistung:<br />

Fahrleistung:<br />

10.000<br />

10.000<br />

km<br />

km<br />

Vertragsdauer:<br />

Vertragsdauer:<br />

42<br />

42<br />

Monate<br />

Monate<br />

Erstzulassung:<br />

Erstzulassung:<br />

23.03.2020<br />

23.03.2020<br />

Gesamtfahrleistung:<br />

Gesamtfahrleistung:<br />

14.713<br />

14.713<br />

km<br />

km<br />

Privatfahrzeug<br />

Privatfahrzeug<br />

Leasing-Rate<br />

Leasing-Rate<br />

monatlich:<br />

monatlich: €<br />

187,-<br />

187,-<br />

Gesamtbetrag:<br />

Gesamtbetrag: €<br />

11.000,-<br />

11.000,-<br />

Sollzins<br />

Sollzins<br />

p.a.<br />

p.a.<br />

0,01%,<br />

0,01%,<br />

Effektiver<br />

Effektiver<br />

Jahreszins<br />

Jahreszins<br />

0,01%<br />

0,01%<br />

Zahlreiche<br />

Zahlreiche<br />

Sonderausstattungen<br />

Sonderausstattungen<br />

wie<br />

wie<br />

z.B.:<br />

z.B.:<br />

Anschlussgarantie,<br />

Anschlussgarantie,<br />

Laufzeit<br />

Laufzeit 3<br />

Jahre,<br />

Jahre,<br />

Rückfahrkamera,<br />

Rückfahrkamera,<br />

Navigationsfunktion<br />

Navigationsfunktion<br />

„Discover<br />

„Discover<br />

Media“,<br />

Media“,<br />

Telefonschnittstelle<br />

Telefonschnittstelle<br />

„Comfort“,<br />

„Comfort“,<br />

„Business<br />

„Business<br />

Premium“-Paket,<br />

Premium“-Paket,<br />

Standheizung<br />

Standheizung<br />

und<br />

und<br />

-lüftung,<br />

-lüftung,<br />

Anhängevorrichtung<br />

Anhängevorrichtung<br />

anklappbar<br />

anklappbar<br />

uvm.<br />

uvm.<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,1-6,7. CO2-Emission<br />

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,1-6,7. CO2-Emission<br />

kombiniert: 117,0-153,0 g/km<br />

kombiniert: 117,0-153,0 g/km<br />

Neuwagen:<br />

Neuwagen:<br />

Audi<br />

Audi<br />

Q4<br />

Q4<br />

e-tron<br />

e-tron<br />

35 e-tron 125 kW/ 170 PS / 55 kW<br />

35 e-tron 125 kW/ 170 PS 55 kW<br />

Stromverbrauch kombiniert: 15,8 kWh/100 km,<br />

Stromverbrauch kombiniert: 15,8 kWh/100 km,<br />

CO2-Emission kombiniert 0 g/km<br />

CO2-Emission kombiniert g/km<br />

Nettodarlehensbetrag:<br />

Nettodarlehensbetrag: : €<br />

35.946,69<br />

35.946,69<br />

Telefonschnittstelle uvm.<br />

Pro“, „Discover<br />

Lackierung:<br />

Lackierung:<br />

Kieselgrau<br />

Kieselgrau<br />

Einmalige<br />

Einmalige<br />

Sonderzahlung:<br />

Sonderzahlung: €<br />

6.000,-<br />

6.000,-<br />

Jährliche<br />

Jährliche<br />

Fahrleistung:<br />

Fahrleistung:<br />

10.000<br />

10.000<br />

km<br />

km<br />

Vertragsdauer:<br />

Vertragsdauer:<br />

36<br />

36<br />

Monate<br />

Monate<br />

Privatfahrzeug<br />

Privatfahrzeug<br />

Leasing-Rate<br />

Leasing-Rate<br />

monatlich:<br />

monatlich: €<br />

269,-<br />

269,-<br />

Gesamtbetrag:<br />

Gesamtbetrag: €<br />

15.684,-<br />

15.684,-<br />

Sollzins<br />

Sollzins<br />

p.a.<br />

p.a.<br />

2,87%,<br />

2,87%,<br />

Effektiver<br />

Effektiver<br />

Jahreszins<br />

Jahreszins<br />

2,87%<br />

2,87%<br />

JULI/<br />

autohaus-heuberger.de<br />

Sollzins p.a. 2,98%, Effektiver Jahreszins 2,98%<br />

Zahlreiche<br />

Zahlreiche<br />

Sonderausstattungen<br />

Sonderausstattungen<br />

wie<br />

wie<br />

z.B.:<br />

z.B.:<br />

Komfortpaket,<br />

Komfortpaket,<br />

4-Wege-Len<strong>den</strong>wirbelstütze<br />

4-Wege-Len<strong>den</strong>wirbelstütze<br />

<strong>für</strong><br />

<strong>für</strong><br />

die<br />

die<br />

Vordersitze,<br />

Vordersitze,<br />

Außenspiegel<br />

Außenspiegel<br />

elektrisch<br />

elektrisch<br />

einstell-,<br />

einstell-,<br />

beheizbeheizund<br />

und<br />

48 Monate<br />

Vertragsdauer:<br />

anklappbar,<br />

anklappbar,<br />

Komfortmittelarmlehne<br />

Komfortmittelarmlehne<br />

vorn,<br />

vorn,<br />

Projektionsleuchte<br />

Projektionsleuchte<br />

in<br />

in<br />

<strong>den</strong><br />

<strong>den</strong><br />

Außenspiegeln,<br />

Außenspiegeln,<br />

Audi<br />

Audi<br />

connect<br />

connect<br />

Remote<br />

Remote &<br />

Control<br />

Control<br />

<strong>für</strong><br />

<strong>für</strong><br />

MMI<br />

MMI<br />

basis,<br />

basis,<br />

Audi<br />

Audi<br />

pre<br />

pre<br />

sense<br />

sense<br />

front<br />

front<br />

uvm.<br />

uvm.<br />

autohaus-heuberger.de<br />

Autohäuser in Bernbeuren und Füssen - Service-Center mit Karosseriefachabteilung - Nutzfahrzeugzentrum - Gebrauchtwagenmarkt


Veranstaltungskalender<br />

1. <strong>Juli</strong> bis 31. <strong>August</strong> <strong>2021</strong><br />

Stand 14.06.<strong>2021</strong> – kurzfristige Absagen, Änderungen und Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sind möglich!<br />

DO 01.07.<br />

SCHONGAU<br />

ganztags<br />

Schongauer Ausbildungsmarkt<br />

„SAM<strong>2021</strong>“. Weitere Infos unter<br />

www.schongauer-ausbildungsmarkt.de,<br />

bis Herbst <strong>2021</strong><br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet. Siehe<br />

Anzeige Seite 65, je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

ALTENSTADT<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Pfarrbücherei geöffnet,<br />

je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

LECHBRUCK<br />

10.30 Uhr<br />

Floßfahrt auf dem Lech. Treffpunkt<br />

am Bootshafen. Infos und Anmeldung<br />

bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830, je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

17.30 bis 19.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet. Infos<br />

und Anmeldung bei der Tourist-<br />

Info unter 08862 / 987830,<br />

je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

20.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen mit der<br />

Lechbrucker Musikkapelle am<br />

Musikpavillon<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

AUGUST<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

<strong>2021</strong><br />

Klostermuseum im Pfarrhof<br />

geöffnet<br />

FR 02.07.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Malkurs „Happy Painting! Es<br />

grünt so grün.“ im Brahms-Garten.<br />

Infos und Anmeldung unter<br />

www.zeichenblog.de<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

16.00 bis 17.30 Uhr<br />

Führung durch die malerische<br />

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Anmeldung bei der Tourist-Info<br />

unter 08861 / 214-181 Kosten: 4 €,<br />

siehe Anzeige Seite 68<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe<br />

im Gemeindehaus der<br />

Evangelischen Kirche<br />

PEITING<br />

8.30 bis 12.00 Uhr<br />

Sommer-Bauernmarkt am oberen<br />

Hauptplatz mit frischen Apfelkiachla<br />

LECHBRUCK<br />

10.30 Uhr<br />

Führung „Folgen Sie <strong>den</strong> Spuren<br />

der Flößer“. Treffpunkt am<br />

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis<br />

15 Jahre frei, Anmeldung bei der<br />

Tourist-Info unter 08862 / 987830<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489, je<strong>den</strong> Freitag<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

9.30 bis 14.00 Uhr<br />

Geführte Halbtageswanderung<br />

„Bad Bayersoien – wilde Ammerschlucht<br />

– Scheibum – Acheleschwaig<br />

Biergarten“. Treffpunkt<br />

an der Tourist-Info. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 7030620<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Baustellenführung an der<br />

Echelsbacher Brücke. Treffpunkt<br />

beim Baubüro. Anmeldung bei der<br />

Tourist-Info unter 08845 / 7030620,<br />

Kosten: 3 €, je<strong>den</strong> Donnerstag<br />

SA 03.07.<br />

SCHONGAU<br />

10.00 bis 16.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica<br />

BERNBEUREN<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

DENKLINGEN<br />

10.00 bis 18.00 Uhr<br />

Neueröffnung „artilea – wolle,<br />

mode & mehr“ in der Bahnhofstraße<br />

9. Siehe Anzeige Seite 28<br />

SO 04.07.<br />

SCHONGAU<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 18<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Führung „Henker – Heiler –<br />

Hexen – Geschichten aus dem<br />

Kräutergarten“. Anmeldung unter<br />

08861 / 214-181. Kosten: 12 €, siehe<br />

Anzeige Seite 68<br />

BERNBEUREN<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Golf-Schnupperkurs auf dem<br />

Golfplatz Stenz. Anmeldung unter<br />

08860 / 582 oder www.golfplatzstenz.de.<br />

Siehe Anzeige Seite 22<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

LECHBRUCK<br />

10.30 Uhr<br />

Patrozinium mit anschließendem<br />

Pfarrfest in der Lechhalle<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Flößermuseum geöffnet. Anmeldung<br />

bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830, je<strong>den</strong> Sonntag<br />

STEINGADEN<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

St. Ulrichsritt zum Kreuzberg mit<br />

Patroziniumsfest. Aufstellung am<br />

Marktplatz<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

17.00 bis 19.00 Uhr<br />

Museum im Bierlinghaus geöffnet.<br />

Eintritt: 2,50 €<br />

20.00 bis 21.00 Uhr<br />

Sonntagskonzert der Blaskapelle<br />

Bad Bayersoien am Musikpavillon.<br />

Eintritt frei<br />

REICHLING<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Heimatmuseum geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08194 / 1573<br />

MO 05.07.<br />

BIRKLAND<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im<br />

Feuerwehrhaus. Für Kinder ab 5 J.<br />

LECHBRUCK<br />

17.00 Uhr<br />

Führung „Land-Lech-Leute“ mit<br />

der Ratschkatl. Treffpunkt am<br />

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS<br />

Di, 6. <strong>Juli</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Altenstadt, Grundschule<br />

Mo, 26. <strong>Juli</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Lechbruck, Lechhalle<br />

Fr, 20. <strong>August</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus<br />

Mo, 23. <strong>August</strong> 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 63


64 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Rathaus. Kosten: 5 €, Anmeldung<br />

bis 12 Uhr bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.10 bis 17.30 Uhr<br />

Exkursion zum Thema „Moore<br />

und Orchideen“. Treffpunkt am<br />

Eisplatz. Kosten: 6 €, Infos und<br />

Anmeldung bis 11 Uhr bei der<br />

Tourist-Info unter 08845 / 7030620<br />

18.00 bis 19.30 Uhr<br />

Schautorfstechen beim Torfstich<br />

am Haselbachweg. Teilnahme<br />

kostenlos, nur bei guter Witterung,<br />

Anmeldung bis 16 Uhr bei der<br />

Tourist-Info unter 08845 / 7030610<br />

DI 06.07.<br />

ALTENSTADT<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ in der<br />

Bücherei. Für Kinder ab 5 Jahren<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Pfarrbücherei geöffnet,<br />

je<strong>den</strong> Dienstag<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspen<strong>den</strong> in der Grundschule<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

18.00 Uhr<br />

Floßfahrt auf dem Lech. Treffpunkt<br />

am Bootshafen. Anmeldung<br />

bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830<br />

20.00 Uhr<br />

Alphornblasen mit <strong>den</strong> Lechbrucker<br />

Alphörnern auf dem Floß am<br />

Bootshafen. Eintritt frei<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

19.30 bis 21.30 Uhr<br />

Literarischer Spaziergang „kulinarische<br />

Geschichten aus dem Wer<strong>den</strong>felser<br />

Land“ mit Andreas M.<br />

Bräu. Treffpunkt 19.15 Uhr am<br />

Musikpavillon. Kosten: 12 €, Anmeldung<br />

bei der Tourist-Info unter<br />

08845 / 7030620<br />

MI 07.07.<br />

SCHONGAU<br />

11.00 bis 17.00 Uhr<br />

Kleiderkammer im Jugendzentrum<br />

Köhlerstadl geöffnet.<br />

Anmeldung unter 0157 / 33219731,<br />

je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener<br />

Straße 7 geöffnet. Siehe<br />

Anzeige rechts, je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

LECHBRUCK<br />

DO 08.07.<br />

20.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen mit Live-Musik<br />

am Musikpavillon<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Klostermuseum im Pfarrhof<br />

geöffnet<br />

WILDSTEIG<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im<br />

Mehrzweckraum der Schule. Für<br />

Kinder ab 5 Jahren<br />

FR 09.07.<br />

SCHONGAU<br />

PEITING<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

Museum im Klösterle geöffnet<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

15.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ in der<br />

Bücherei. Für Kinder ab 5 Jahren 16.00 bis 17.30 Uhr<br />

Führung durch die malerische<br />

ALTENSTADT<br />

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Anmeldung unter 08861 / 214-181<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kosten: 4 €, siehe Anzeige Seite 68<br />

Pfarrbücherei geöffnet,<br />

je<strong>den</strong> Mittwoch<br />

HOHENPEISSENBERG<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Haus der Vereine. Für Kinder ab<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

5 Jahren<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

LECHBRUCK<br />

14.30 bis 17.30 Uhr<br />

10.30 Uhr<br />

Museum im Bierlinghaus geöffnet.<br />

Eintritt: 2,50 €<br />

Führung „Folgen Sie <strong>den</strong> Spuren<br />

der Flößer“. Kosten: 4 €, Kinder<br />

20.30 bis 21.00 Uhr<br />

bis 15 Jahre frei, Anmeldung bei der<br />

Weisenblasen am Soier See Tourist-Info unter 08862 / 987830<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „La Mandragola“ von<br />

JULI/<br />

Niccolo Macchiavelli an der<br />

Freilichtbühne. Weitere Infos siehe<br />

Anzeige links


SA 10.07.<br />

SCHONGAU<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

PEITING<br />

12.00 bis 20.00 Uhr<br />

Grillfest mit Festbier in der<br />

Kleingartenanlage Tiefenlachen.<br />

Eintritt frei, Anmeldung unter<br />

08861 / 258635 oder 0152 / 04833573<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica<br />

BERNBEUREN<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

SCHONGAU<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 18<br />

HERZOGSÄGMÜHLE<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Tauschtag „allgemeine Literatur“<br />

der Sammlerfreunde Peiting und<br />

Umgebung e.V. <strong>für</strong> Briefmarken,<br />

Münzen und Ansichtskarten in der<br />

Deckerhalle<br />

AUGUST <strong>2021</strong><br />

SCHWABNIEDERHOFEN<br />

14.00 Uhr<br />

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ im<br />

Kulze. Für Kinder ab 5 Jahren<br />

BERNBEUREN<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

20.00 bis 21.00 Uhr<br />

Sonntagskonzert der Blaskapelle<br />

Bad Bayersoien am Musikpavillon.<br />

Eintritt frei<br />

REICHLING<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Heimatmuseum geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08194 / 1573<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „Anna sagt was“ – eine<br />

Soufleuse packt aus – von Peter<br />

Schanz an der Freilichtbühne.<br />

Siehe Anzeige links<br />

Rückseite dm-Drogeriemarkt<br />

Tel. 08861 - 35 35 (Inh.: Uwe Wieland)<br />

ür Sie geöffnet:<br />

Lust auf Pfälzer Wein?<br />

WEILHEIM<br />

19 Uhr & Do 14-18<br />

20.00 Uhr<br />

Uhr<br />

20.30 Uhr<br />

Alphornblasen mit <strong>den</strong> Lechbrucker<br />

Alphörnern auf dem Floß am<br />

Theater „La Mandragola“ von<br />

.weinhandelpfalz.de<br />

MO 12.07.<br />

Niccolo Macchiavelli der<br />

Bootshafen. Eintritt frei<br />

Freilichtbühne. Weitere Infos siehe<br />

urener<br />

LECHBRUCK<br />

Anzeige Seite links Str. 7 • Schongau<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

17.00 Uhr<br />

19.30 bis 21.30 Uhr<br />

Führung „Land-Lech-Leute“ mit<br />

SO 11.07.<br />

Literarischer Spaziergang „Königliches<br />

Bayern. Die Wittelsbacher<br />

1 - 35 35 (Inh.: der Ratschkatl. Uwe Treffpunkt am Wieland)<br />

Rathaus. Kosten: 5 €, Anmeldung<br />

im Oberland.“ am Musikpavillon.<br />

bis 12 Uhr bei der Tourist-Info unter<br />

Kosten: 12 €, Anmeldung bei der<br />

08862 / 987830<br />

Tourist-Info unter 08845 / 7030620<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

MI 14.07.<br />

kseite dm-Drogeriemarkt<br />

18.00 bis 19.30 Uhr<br />

Schautorfstechen beim Torfstich<br />

am Haselbachweg. Teilnahme<br />

kostenlos, nur bei guter Witterung,<br />

Anmeldung bis 16 Uhr bei der<br />

Tourist-Info unter 08845 / 7030610<br />

DI 13.07.<br />

ALTENSTADT<br />

15.30 Uhr<br />

Café (nicht nur) <strong>für</strong> Trauernde im<br />

Bürgerzentrum<br />

WEIN HANDEL PFALZ<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

18.00 Uhr<br />

Floßfahrt auf dem Lech. Treffpunkt<br />

am Bootshafen. Anmeldung<br />

bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830<br />

WEIN HANDEL PFALZ<br />

HANDEL PFALZ<br />

Lust auf Pfälzer Wein?<br />

Für Sie geöffnet:<br />

Mi 15-19 Uhr & Do 14-18 Uhr<br />

auf Pfälzer Wein?<br />

www.weinhandelpfalz.de<br />

Bernbeurener Str. 7 • Schongau<br />

PEITING<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Museum im Klösterle geöffnet<br />

14.30 Uhr<br />

Treffen der Selbsthilfegruppe<br />

„Schlaganfallbetroffene im <strong>Pfaffenwinkel</strong>“<br />

im Alpenhotel<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

14.30 bis 17.30 Uhr<br />

Museum im Bierlinghaus geöffnet.<br />

Eintritt: 2,50 €<br />

20.30 bis 21.00 Uhr<br />

Weisenblasen am Soier See<br />

DO 15.07.<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Klostermuseum im Pfarrhof<br />

geöffnet<br />

FR 16.07.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

16.00 bis 17.30 Uhr<br />

Führung durch die malerische<br />

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Anmeldung unter 08861 / 214-181<br />

oder touristinfo@schongau.de.<br />

Kosten: 4 €, siehe Anzeige Seite 68<br />

ALTENSTADT<br />

19.30 Uhr<br />

Vernissage „eXperimentelle<br />

Fotografie (Nachlese)“ der Fotogruppe<br />

Altenstadt im historischen<br />

Feuerwehrhaus<br />

LECHBRUCK<br />

10.30 Uhr<br />

Führung „Folgen Sie <strong>den</strong> Spuren<br />

der Flößer“. Treffpunkt am<br />

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis<br />

15 Jahre frei, Anmeldung bei der<br />

Tourist-Info unter 08862 / 987830<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „La Mandragola“ von<br />

Niccolo Macchiavelli an der<br />

Freilichtbühne. Weitere Infos siehe<br />

Anzeige links<br />

SA 17.07.<br />

LECHBRUCK<br />

SCHONGAU<br />

20.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen mit Lechbrucker 10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Musikkapelle am Musikpavillon Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

16.00 Uhr<br />

9. Saturday-Night Triathlon in<br />

und um die Altstadt. Infos unter<br />

www.schongau-triathlon.de<br />

PEITING<br />

12.00 bis 21.00 Uhr<br />

Stockschützenturnier TSV Peiting II<br />

gegen SV Mühlhausen<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica<br />

19.00 Uhr<br />

Serenade mit verschie<strong>den</strong>en Musikgruppen<br />

und Ausschank am<br />

Dorfweiher Gumpen. Spen<strong>den</strong>basis<br />

ALTENSTADT<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Ausstellung „eXperimentelle<br />

Fotografie (Nachlese)“ der Fotogruppe<br />

Altenstadt im historischen<br />

Feuerwehrhaus<br />

BERNBEUREN<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „La Mandragola“ von<br />

Niccolo Macchiavelli an der<br />

Freilichtbühne. Weitere Infos siehe<br />

Anzeige Seite links<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 65


SO 18.07.<br />

SCHONGAU<br />

9.00 Uhr<br />

9. Saturday-Night Triathlon in und<br />

um die Altstadt. Infos unter www.<br />

schongau-triathlon.de<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 18<br />

PEITING<br />

13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Sommermarkt entlang der<br />

Bachstraße mit verkaufsoffenem<br />

Sonntag<br />

ALTENSTADT<br />

11.00 bis 11.45 Uhr<br />

Orgelkonzert mit Domorganist<br />

Martin Bernreuther in der Basilika<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Ausstellung „eXperimentelle<br />

Fotografie (Nachlese)“ der Fotogruppe<br />

Altenstadt im historischen<br />

Feuerwehrhaus<br />

BERNBEUREN<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

20.00 bis 21.00 Uhr<br />

Sonntagskonzert der Blaskapelle<br />

Bad Bayersoien am Musikpavillon.<br />

Eintritt frei<br />

REICHLING<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Heimatmuseum geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08194 / 1573<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „Anna sagt was“ – eine<br />

Soufleuse packt aus – von Peter<br />

Schanz an der Freilichtbühne.<br />

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 64<br />

LECHBRUCK<br />

MO 19.07.<br />

17.00 Uhr<br />

Führung „Land-Lech-Leute“ mit<br />

der Ratschkatl. Treffpunkt am<br />

Rathaus. Kosten: 5 €, Anmeldung<br />

bis 12 Uhr bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830<br />

STEINGADEN<br />

9.00 bis 17.00 Uhr<br />

Herbstmarkt am Marktplatz<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

DI 20.07.<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

18.00 Uhr<br />

Floßfahrt auf dem Lech. Treffpunkt<br />

am Bootshafen. Anmeldung<br />

bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830<br />

20.00 Uhr<br />

Alphornblasen mit <strong>den</strong> Lechbrucker<br />

Alphörnern auf dem Floß am<br />

Bootshafen. Eintritt frei<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

19.30 bis 21.30 Uhr<br />

Literarischer Spaziergang „Mei,<br />

wia schön ist Wer<strong>den</strong>fels.“ mit<br />

Andreas M. Bräu. Treffpunkt 19.15<br />

Uhr am Musikpavillon. Kosten:<br />

12 €, Anmeldung bei der Tourist-<br />

Info unter 08845 / 7030620<br />

MI 21.07.<br />

PEITING<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Museum im Klösterle geöffnet<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

14.30 bis 17.30 Uhr<br />

Museum im Bierlinghaus geöff-<br />

18.00 bis 19.30 Uhr<br />

Schautorfstechen beim Torfstich<br />

STEINGADEN<br />

am Haselbachweg. Teilnahme<br />

kostenlos, nur bei guter Witterung,<br />

21.00 Uhr<br />

Anmeldung bis 16 Uhr bei der<br />

Feuerwerk von Hummig-Effects<br />

am ADG_anz_AL_2018_221x35 Tourist-Info unter 08845 / 7030610 net. Eintritt: 2,50 €<br />

Pfarrheim. Bei jeder Witterung 02.05.2018 12:04 Uhr Seite 2<br />

20.30 bis 21.00 Uhr<br />

Weisenblasen am Soier See<br />

DO 22.07.<br />

LECHBRUCK<br />

20.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen mit Live-Musik<br />

am Musikpavillon<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Klostermuseum im Pfarrhof<br />

geöffnet<br />

FR 23.07.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

16.00 bis 17.30 Uhr<br />

Führung durch die malerische<br />

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Anmeldung unter 08861 / 214-181<br />

oder touristinfo@schongau.de.<br />

Kosten: 4 €, siehe Anzeige Seite 68<br />

19.00 bis 20.00 Uhr<br />

Märchen und Musik „Märchen an<br />

besonderen Plätzen“ im Klostergarten.<br />

Anmeldung bei der vhs<br />

unter 08861 / 214-191, Eintritt: 7 €<br />

ALTENSTADT<br />

19.30 Uhr<br />

Ausstellung „eXperimentelle<br />

Fotografie (Nachlese)“ der Fotogruppe<br />

Altenstadt im historischen<br />

Feuerwehrhaus<br />

LECHBRUCK<br />

10.30 Uhr<br />

Führung „Folgen Sie <strong>den</strong> Spuren<br />

der Flößer“. Treffpunkt am<br />

Rathaus. Kosten: 4 €, Kinder bis<br />

15 Jahre frei, Anmeldung bei der<br />

Tourist-Info unter 08862 / 987830<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „Die Weilheimer Stückl“<br />

zum 100. Geburtstag von Christian<br />

Buck an der Freilichtbühne. Weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 64<br />

SA 24.07.<br />

SCHONGAU<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

www.boeglmueller.com<br />

• 18-Löcher-Golfanlage „Auf der Gsteig“<br />

• Öffentlicher 3-Löcher-Kurzplatz<br />

• 150 qm Golf-Indooranlage mit Golfsimulator<br />

(Full Swing) und Indoor-Putting-Grün<br />

• 18 Golf-Carts<br />

Auf der Gsteig GmbH · Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 08862-98 77-50 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de<br />

66 | <strong>altlandkreis</strong><br />

Golf-Indoor-Anlage<br />

Golfen mit besten Aussichten...<br />

JULI/


17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Führung „Henker – Heiler –<br />

Hexen – Geschichten aus dem<br />

Kräutergarten“. Anmeldung unter<br />

touristinfo@schongau.de oder<br />

08861 / 214-181. Kosten: 12 €, siehe<br />

Anzeige Seite 68<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica<br />

BERNBEUREN<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

PEISSENBERG<br />

10.00 Uhr<br />

Kinderkino „Käpt'n Sharky“ in der<br />

Bücherei. Für Kinder ab 5 Jahren<br />

WEILHEIM<br />

15.00 Uhr<br />

Theater „Der Froschkönig“ an der<br />

Freilichtbühne. Für Kinder, weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 64<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „Die Weilheimer Stückl“<br />

zum 100. Geburtstag von Christian<br />

Buck an der Freilichtbühne. Weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 64<br />

SO 25.07.<br />

SCHONGAU<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 18<br />

ALTENSTADT<br />

AUGUST <strong>2021</strong><br />

11.30 bis 12.15 Uhr<br />

Orgelkonzert mit Ralf Hansjosten<br />

in der Basilika<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Ausstellung „eXperimentelle Fotografie<br />

(Nachlese)“ der Fotogruppe<br />

Altenstadt im Feuerwehrhaus<br />

BERNBEUREN<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

20.00 bis 21.00 Uhr<br />

Sonntagskonzert der Blaskapelle<br />

Bad Bayersoien am Musikpavillon.<br />

Eintritt frei<br />

REICHLING<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Heimatmuseum geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08194 / 1573<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „Die Weilheimer Stückl“<br />

zum 100. Geburtstag von Christian<br />

Buck an der Freilichtbühne. Weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 64<br />

MO 26.07.<br />

LECHBRUCK<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspen<strong>den</strong> in der Lechhalle<br />

17.00 Uhr<br />

Führung „Land-Lech-Leute“ mit<br />

der Ratschkatl. Treffpunkt am<br />

Rathaus. Kosten: 5 €, Anmeldung<br />

bis 12 Uhr bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

18.00 bis 19.30 Uhr<br />

Schautorfstechen beim Torfstich<br />

am Haselbachweg. Teilnahme<br />

kostenlos, nur bei guter Witterung,<br />

Anmeldung bis 16 Uhr bei der<br />

Tourist-Info unter<br />

DI 27.07.<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

- Einlagen nach Maß<br />

- Schuhreparatur<br />

- Schuhverkauf<br />

- Flip-Flops und Hausschuhe nach Maß<br />

Schuhe<br />

Vorher<br />

Nachher<br />

Werkstä(e <strong>für</strong> Fußgesundheit<br />

Benjamin Schwarz<br />

Brandsta( 18<br />

82435 Bad Bayersoien<br />

18.00 Uhr<br />

Floßfahrt auf dem Lech. Treffpunkt<br />

am Bootshafen. Anmeldung<br />

bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830<br />

20.00 Uhr<br />

Alphornblasen mit <strong>den</strong> Lechbrucker<br />

Alphörnern auf dem Floß am<br />

Bootshafen. Eintritt frei<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

08845/9146<br />

www.orthopaedieschwarz.de<br />

19.30 bis 21.30 Uhr<br />

Theater „Die Geierwally “ nach<br />

dem Roman von Wilhelmine von<br />

Hillern am Musikpavillon. Einlass:<br />

19 Uhr, Eintritt: 14 €, VVK: Tourist-<br />

Info unter 08845 / 7030620<br />

MI 28.07.<br />

PEITING<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Museum im Klösterle geöffnet<br />

20.30 bis 21.00 Uhr<br />

Weisenblasen am Soier See<br />

DO 29.07.<br />

LECHBRUCK<br />

20.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen mit Live-Musik<br />

am Musikpavillon<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Klostermuseum im Pfarrhof<br />

geöffnet<br />

FR 30.07.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

16.00 bis 17.30 Uhr<br />

Führung durch die malerische<br />

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Anmeldung unter 08861 / 214-181<br />

oder touristinfo@schongau.de.<br />

Kosten: 4 €, siehe Anzeige Seite 68<br />

LECHBRUCK<br />

10.30 Uhr<br />

Führung „Folgen Sie <strong>den</strong> Spuren<br />

der Flößer“. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Kosten: 4 €, Anmeldung bei<br />

der Tourist-Info unter 08862 / 987830<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

20.30 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Theater „La Mandragola“ von Niccolo<br />

Macchiavelli an der Freilicht-<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

bühne. Siehe Anzeige Seite 64<br />

14.30 bis 17.30 Uhr<br />

Museum im Bierlinghaus geöffnet.<br />

Eintritt: 2,50<br />

SA 31.07.<br />

€<br />

SCHONGAU<br />

10.00 bis 14.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

PEITING<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Führung an der Villa Rustica<br />

BERNBEUREN<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „La Mandragola“ von<br />

Niccolo Macchiavelli an der<br />

Freilichtbühne. Weitere Infos siehe<br />

Anzeige Seite 64<br />

SCHONGAU<br />

SO 01.08.<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 18<br />

ALTENSTADT<br />

11.00 bis 11.45 Uhr<br />

Orgelkonzert mit Elisabeth Engelberger<br />

in der Basilika<br />

juli / august <strong>2021</strong> | 67


BERNBEUREN<br />

14.00 und 16.00 Uhr<br />

Auerbergmuseum geöffnet. Eintritt<br />

2,50 €, Infos und Anmeldung<br />

unter 08860 / 371<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

17.00 bis 19.00 Uhr<br />

Museum im Bierlinghaus geöffnet.<br />

Eintritt: 2,50 €<br />

20.00 bis 21.00 Uhr<br />

Sonntagskonzert am Musikpavillon.<br />

Eintritt frei<br />

REICHLING<br />

10.00 bis 12.00 Uhr<br />

Heimatmuseum geöffnet. Anmeldung<br />

unter 08194 / 1573<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „Anna sagt was“ – eine<br />

Soufleuse packt aus – von Peter<br />

in Schongau und im <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

an der Romantischen Straße<br />

Schanz an der Freilichbühne. Weitere<br />

Infos siehe Anzeige Seite 64<br />

LECHBRUCK<br />

MO 02.08.<br />

17.00 Uhr<br />

Führung „Land-Lech-Leute“ mit<br />

der Ratschkatl. Anmeldung bei der<br />

Tourist-Info unter 08862 / 987830<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

18.00 bis 19.30 Uhr<br />

Schautorfstechen beim Torfstich<br />

am Haselbachweg. Teilnahme kostenlos,<br />

Anmeldung bis 16 Uhr bei der<br />

Tourist-Info unter 08845 / 7030610<br />

DI 03.08.<br />

LECHBRUCK<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathaus<br />

• Stadt-Führungen: Mai – Oktober am Freitag um 16.00 Uhr<br />

• Themen-Führungen:<br />

- Literarischer Spaziergang mit Oliver Pötzsch<br />

- Die Henkerstochter und der Fluch der Pest<br />

- Schongauer Biergeschichten<br />

- <strong>Das</strong> sind (ja) schöne Aussichten<br />

- Entdeckertour durch Schongau<br />

• Kirchenführungen im <strong>Pfaffenwinkel</strong><br />

• Kinderführungen<br />

Tourist Information Schongau . Tel. 08861 214-181 . www.schongau.de<br />

68 | <strong>altlandkreis</strong><br />

18.00 Uhr<br />

Floßfahrt auf dem Lech. Treffpunkt<br />

am Bootshafen. Anmeldung<br />

bei der Tourist-Info unter<br />

08862 / 987830<br />

20.00 Uhr<br />

Alphornblasen mit <strong>den</strong> Lechbrucker<br />

Alphörnern auf dem Floß am<br />

Bootshafen. Eintritt frei<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

19.30 bis 21.30 Uhr<br />

Literarischer Spaziergang „Auf<br />

zur Sommerfrische!“ mit Chiara<br />

Nassauer. Kosten: 12 €, Anmeldung<br />

unter 08845 / 7030620<br />

MI 04.08.<br />

PEITING<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Museum im Klösterle geöffnet<br />

BAD BAYERSOIEN<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt bei Holzschnitzer<br />

Guido Hosp. Infos und Anmeldung<br />

unter 08845 / 8784<br />

14.30 bis 17.30 Uhr<br />

Museum im Bierlinghaus geöffnet.<br />

Eintritt: 2,50 €<br />

20.30 bis 21.00 Uhr<br />

Weisenblasen am Soier See<br />

DO 05.08.<br />

LECHBRUCK<br />

20.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen mit der Premer<br />

Musikkapelle am Musikpavillon<br />

STEINGADEN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Kameramuseum in der Füssener<br />

Straße 5 geöffnet<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Klostermuseum im Pfarrhof<br />

geöffnet<br />

WEILHEIM<br />

20.30 Uhr<br />

Theater „Anna sagt was“ – eine<br />

Soufleuse packt aus – von Peter<br />

Schanz an der Freilichtbühne.<br />

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 64<br />

FR 06.08.<br />

SCHONGAU<br />

7.30 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

10.00 Uhr<br />

Malkurs „Happy Painting! Wir malen<br />

Lesezeichen.“ in der Bücherei<br />

am Münztor. Infos und Anmeldung<br />

unter www.zeichenblog.de<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Malkurs „Happy Painting! Summerfeeling“<br />

in der Münzstraße 9.<br />

Infos und Anmeldung unter www.<br />

zeichenblog.de oder 0151 / 21263859<br />

15.00 und 16.30 Uhr<br />

Kinder-Floßfahrt — mit dem<br />

kleinen Wassermann auf dem<br />

Lechfloß. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Infos und Anmeldung bei der<br />

Toruist-Info unter 08861 / 214-181<br />

15.00 bis 18.00 Uhr<br />

Weibsdeifi-Markt in der Passage<br />

16.00 bis 17.30 Uhr<br />

Führung durch die malerische<br />

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Anmeldung bei der Tourist-Info<br />

unter 08861 / 214-181. Kosten: 4 €,<br />

siehe Anzeige links<br />

16.00 bis 18.00 Uhr<br />

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe<br />

im Gemeindehaus der<br /></