gab Juli 2021

blumediengruppe

07.2021 І JULI І HEFT 279

FRANKFURT | MANNHEIM | MAINZ | STUTTGART

SICHTBARKEIT

Die CSDs in

Frankfurt,

Wiesbaden und

Stuttgart

KUNST

GILBERT & GEORGE:

queere Themenführung

in der Schirn

MUSIK

Lil Nas X

Queerer Hip-Hop-Superstar

07

4 193289 401906

1,90€

INTERVIEWS: ELECTRA PAIN, WOMMY WONDER, ERIC TILCH (JUGENDKIRCHE KANA),

ROMAIN BERGER, TOM ODELL, LAURA MVULA, DOMINIK KLEIN


HANDGEFERTIGT . MASSGESCHNEIDERT . INDIVIDUELL

Kaiserstraße 23 | 60311 Frankfurt am Main

Tel. 069 - 25 62 75 80 | info@brillenmanufaktur.de

www.brillenmanufaktur.de


INTRO 3

Inhalt

SZENE

4 Frankfurt

20 Essen & Trinken

22 Rhein-Main-

Neckar

30 Mannheim

LEBEN

• Musik

• Kunst

34 Stuttgart

36 Kultur

44 Pink Pages

50 Homoskop

LIEBE GAB-LESER*INNEN

voller Zuversicht starten wir in den Pridemonat Juli – wenn auch mit immer noch

leicht angezogener Corona-Bremse. Aber das Aufatmen ist allerorts zu spüren!

Checkt unsere CSD-Specials zu Frankfurt, Wiesbaden und Stuttgart und nehmt

am GAB-Covermodel-Contest 2021 teil! Besonders spannend ist unser Interview

mit Eric Tilch von der Wiesbadener Jugendkirche KANA, der recht offen über die

Probleme im System der Katholischen Kirche spricht. Ansonsten gibt’s kurz vor

der Sommerpause nochmal eine geballte Ladung Kultur. Da freue mich besonders,

dass die Schirn mich als einen von fünf Expert*innen ausgewählt hat, um

zwei Führungen durch die Gilbert & George-Ausstellung anzubieten; die Termine

gibt’s auf Seite 36. Und jetzt: Raus in die Sonne!

Achtet auf euch und die anderen – und bleibt gesund!,

Björn Berndt

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männer.

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Lektorat (ausgewählte Texte):

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Art-Direktion: Janis Cimbulis

Grafik: Susan Kühner

Cover: Lil Nas X, Foto: Filip Custic

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„Toll, dass ich so einfach

soziale Projekte in unserer

Stadt unterstützen kann.“

Vanessa

www.mainFrankfurt.org

Eine Initiative der

Frankfurter Sparkasse.


4 FRANKFURT

Kolumne

Von manchen Dingen erkennt

man den wirklichen Wert

erst, wenn sie fehlen. Beim

CSD ist das zum Beispiel so.

Seit Jahrzehnten war uns

die jährlich wiederkehrende

Demonstrationsveranstaltung

in der Tradition des Stonewall-

Aufbegehrens von 1969 ein

liebgewonnenes queeres

Sommerfest, bei dem sowohl

für die Polit-Aktivist*innen als

auch für die Party-Schwestern

was im Angebot war. Auf

diesem Markt der Möglichkeiten

ließ sich beobachten, welche

Lebens- und Liebesentwürfe

andere Menschen für

sich haben und im Panorama

wurde anschaulich, was das

theoretische Buchstabensammelsurium

LGBT*IQetc

in fleischgewordener Praxis

bedeutet. Für die Menschen,

die neu zur „Family“ gestoßen

sind, war es zudem immer

auch ein Ort, um das erste Mal

offen zur eigenen sexuellen

Orientierung und geschlechtlichen

Identität stehen und

darauf stolz sein zu können.

Wer aber etwa im Februar

2020 sein Coming out hatte,

fand seit eineinhalb Jahren

außerhalb von Video-Kacheln

und Online-Dating nirgends

die Möglichkeit, dazu zu stehen.

Gleichzeitig fanden die

Aushandlungsprozesse für die

aktiv engagierten Queers nur

noch in der digitalen Filterblase

statt, was dazu führte,

dass der akademische Diskurs

der gelebten Szene- und

Communityrealität weit voraus

galoppiert ist und eine

Entfremdung stattgefunden

hat, über die die

kommenden CSDs

erst wieder Brücken

schlagen müssen …

... weiterlesen auf

www.männer.media/regional/gab

ILLUSTRATION: JANIS CIMBULIS

FOTOS: CSD FRANKFURT E.V.

präsentiert

COMMUNITY

CSD

AUF DEM

RÖMERBERG

Zum zweiten Mal lädt der CSD Frankfurt zur pandemiegerechten Version des

Communityfestes. Am 17. Juli wird es eine Kundgebung auf dem Römerberg mit

anschließender Fußgänger*innen-Demo durch die Innenstadt geben.

Der CSD 2021 startet am 17.

Juli gegen 11:30 Uhr: Es wird ein

Showprogramm samt Kundgebung

geben und die Regenbogenflagge

wird schon fast traditionell vom

Balkon des Römers gehisst. Gäste

und Redner sind unter anderen

Kai Klose, Hessens Minister für

Soziales und Integration, Sylvia

Weber, die derzeit amtierende

Dezernentin für Bildung und Integration,

der Comedian Malte Anders

sowie Christian Setzepfandt von

der AIDS-Hilfe Frankfurt; auch die

Schweigeminute für die an Aids

verstorbenen Frankfurter*innen

wird stattfinden.

Im Anschluss startet die Demo

durch die Frankfurter Innenstadt

– diesmal nicht als Autokorso,

sondern als Fußgänger*innendemo;

Start ist am Römerberg, der Zug

schlängelt sich durch die Braubach-,

Battonn- und Kurt-Schumacher-Straße

vorbei an der Konstablerwache,

weiter über die Alte

Gasse und den Regenbogenkreisel,

Stephan- und

Stiftstraße um dann über

die Hoch- und Junghofstraße,

Roßmarkt und


FRANKFURT 5

Fußdemoroute 2021

Kornmarkt zur Töngesgasse zu gelangen.

Um mehr Aufmerksamkeit zu erregen

verläuft die Strecke größtenteils gegen

die gewohnte Fahrrichtung. Anmeldungen

für die Fußgänger*innendemo sind nicht

erforderlich.

Ein Motto gibt es auch: „Vielfalt schützen

per Gesetz. Nicht erst morgen, sondern

jetzt!“ reimt es sich da; die Botschaft ist

eindeutig: „Wir als CSD wollen, dass das

Grundgesetz alle schützt. Und deshalb

soll in den Grundgesetz Artikel 3 auch

der Diskriminierungsschutz für sexuelle

Identitäten aufgenommen werden“, heißt

es in einer Erklärung des Vereins.

Neben der „kleinen“ Version des Frankfurter

CSD hält der Verein übrigens weiterhin

an der Idee einer größeren CSD-Veranstaltung

im Herbst fest: „Wir stecken mitten

in den Planungen für einen zweiten

Teil der CSD-Aktivitäten in diesem Jahr“,

erklärt Andreas Gerlach, Pressesprecher

des CSD Frankfurt. „Doch wie der

aussieht, wollen wir noch nicht verraten.

Nur soviel: Es soll ein etwas größeres Fest

geben, falls die Coronabedingungen das

zulassen. Bleibt also gespannt“. *bjö

17.7., CSD Frankfurt, Römerberg,

11:30 Uhr, alle Infos über

www.csd-frankfurt.de und

www.facebook.com/CSDFrankfurt


6 FRANKFURT

FOTO: JOHN FORNANDER, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

GRIND Beach Festival

Zum zweiten Mal wird das Open-Air-Event der GRIND zum sommerlichen Rettungsanker

für alle, die sich nach Party, Live-Musik und Geselligkeit sehnen. Die

Tatsache, dass sämtliche Vorverkaufstickets innerhalb von fünf Minuten ausverkauft

waren, spricht für sich: Das GRIND Beach Festival ist der Pflichttermin des

Sommers. Aber keine Panik, das Team um DJ Mark Hartmann hat dafür gesorgt,

dass ausreichend Tickets an der Tageskasse erhältlich sein werden. Der übliche

Dresscode entfällt, planschfreudige Fans und Speedo-Hotties sollten natürlich

Swimwear mitbringen, denn es gilt wie immer das Motto: GRIND ist sexy. Auf die

Ohren gibt’s House, Circuit Tech-House, urbane Beats und Pop von den GRIND

Resident DJs Alexio, Dommy Dean, Mark Hartmann und Newcomer DJ Fr3do. *mas

17.7., Citybeach, Rooftop Parkhaus Konstablerwache,

Carl-Theodor-Reiffenstein-Platz 5, Frankfurt, 13 – 1 Uhr,

Infos über www.grind-beach.de und www.grind-frankfurt.de

Proud im Park

Cool loungen kann man am CSD-Sonntag auf der Park

Terrasse des HILTON Frankfurt beim CSD-Special „Proud im

Park“ – eine kleine Oase mitten in Frankfurt mit Blick auf den

wunderbar grünen Anlagenring. Für die musikalisch anregende

Atmosphäre sorgt ein DJ, neben coolen Drinks und Cocktails

gibt’s BBQ-Highlights und das Hot Dog Bike für den kleinen

Appetit zwischendurch. *bjö

18.7., HILTON City, Hochstr. 4, Frankfurt, ab 14 Uhr,

Infos über pride.frankfurt@hilton.com

CSD-Kaffeeklatsch

Der knallbunt-gemütliche Kaffeeklatsch am CSD-Wochenende

gehört seit Jahren zum festen Programm des Frankfurter

Kellertheaters. In ungezwungener Atmosphäre gibt’s

bei freiem Eintritt nicht nur ein liebevoll zusammengestelltes

Kaffee-und-Kuchen-Buffet gegen Spende, sondern auch

eine glamouröse Show. Diesmal laden Vega und Vera zu einer

Reise in den Orient, mit Salomé-Bauchtanz und dazu passenden

Werken von Oscar Wilde. Wer Vega kennt, weiß natürlich,

dass auch Schlager von Zarah Leander und Marlene Dietrich

nicht fehlen dürfen. *mas

FOTO: HILTON FRANKFURT

18.7., Kellertheater, Mainstr. 2, Frankfurt, 16 Uhr,

www.kellertheater-frankfurt.de

FOTO: KELLERTHEATER

FOTO: STEVE K

CSD-Special Comeback

Auch das Comeback feiert nach langer Coronapause wieder sein Comeback

– mit dabei ist natürlich DJ Steve K, der im Juli von DJ Serdar und

DJ Niki Mix Hit unterstützt wird. Freitags und samstags gibt’s DJ-Sound

unter verschiedenen Mottos und Specials, zum Beispiel am 10. Juli „Drag

me to Hell“ mit Host Joelie International und DJ Steve K oder am 31. Juli

das „Into the Dark“-Special mit DJ Niki Mix Hit. Natürlich wird hier auch

CSD gefeiert: Am Vorabend des CSD Frankfurt gibt es am 16. Juli „Pre

Pride“ mit DJ Serdar, am 17. Juli heißt es dann „Viva La Pride“

mit DJ Steve K. *bjö

Comeback, Alte Gasse 33, Frankfurt, DJ-Specials ab 22 Uhr,

www.facebook.com/ComebackFFM und

DJ Steve K bei Facebook


JANUAR 2021 | AUSGABE 275

FRANKFURT | MANNHEIM | MAINZ | STUTTGART

FRANKFURT 7

2018

2019

2020

JANUAR 2021 | AUSGABE 275

AKTION

MUSIK

Vincent Gross

will glücklich

machen

ENERGIE

Fitness-Special

zum Trainieren

POWER

Benjamin

ist unser

GAB Covermodel

WAHL ZUM

GAB-COVERMODEL

2021

FOTO: HANS KELLER

Topfit:

GAB Covermodel 2020

Benjamin aus Frankfurt

Wer wird in diesem Jahr GAB-

Covermodel und kommt auf die

Titelseite? Das Online-Casting ist

bereits gestartet!

Trotz Pandemie und auch ohne CSD-

Straßenfest: Die GAB-Aktion zum CSD

Frankfurt steigt in diesem Jahr erneut

als Online-Casting! Alle, die an unserem

Contest teilnehmen möchten, haben bis

zum CSD-Sonntag, dem 18. Juli, die Möglichkeit,

ein Bewerbungsfoto per E-Mail an

die Redaktion zu senden – die komplette

LGBTIQ*-Community ist zur Teilnahme

eingeladen! Die genauen Teilnahmebedingungen

findet ihr online! Nach dem

Frankfurter CSD-Wochenende werden die

Fotos auf unserer Website veröffentlicht

und die Web-Besucher*innen können

per E-Mail ihre Stimme für den jeweiligen

Favoriten abgeben – wer am Ende die

meisten Stimmen gesammelt hat, wird

GAB-Covermodel 2021. In guter Tradition

wird der Frankfurter Fotograf Hans Keller

das neue GAB-Covermodel in seinem Studio

professionell in Szene setzen. *bjö

GAB Covermodel-Contest 2021,

Casting bis Sonntag 18.7., 24 Uhr

Alle Infos über ww.männer.media/

regional/gab

Die Casting-Galerie wird in der Woche

nach dem CSD Frankfurt online gestellt.

Mehr Infos zum Fotografen Hans Keller

über www.hanskeller.com


8 FRANKFURT

FOTO: SELBSTPORTRÄT

ELECTRA PAIN

„Nicht nur die unauffälligen, auch die

schrillen Gesichter der LGBTIQ*-Community

sollen akzeptiert werden“

Diese Glitzernde aus Frankfurt ist als Influencerin und

Showgröße bundesweit populär. Vor allem auf Social

Media erreicht Electra Pain gerade ihre Fans. Wir sprachen

mit der erfolgreichen Dragqueen.

Wann und wie ging es los mit der Travestie?

Schon als Kind habe ich in meinem Zimmer zu Britney Spears und

DJ BoBo getanzt, mich sehr „weiblich“ bewegt. Ich hatte immer

die Türe zu und gehofft, dass niemand sieht, wie „unmännlich“ ich

tanze. Aber insgeheim habe ich immer dran gedacht, das einmal

auf einer Bühne zu zeigen! 2012 bin ich dann aus meinem Kaff

(lacht) nach Frankfurt gezogen und habe dort Dragqueens auf der

Bühne gesehen. Ich war von dieser Kunst so fasziniert, dass ich es

unbedingt selbst ausprobieren wollte.

Manch einer reibt sich leider immer

noch daran, dass Dragqueens zu

schrill wären, um die LGBTIQ*-

Community zu repräsentieren.

Was entgegnest du?

Wenn man sich anschaut, wer

damals bei Stonewall in der Christopher

Street gekämpft hat, muss

einem doch auffallen, dass es vor

allem die Dragqueens waren. Ich finde

es ein Unding, wenn es heißt, dass

wir die Szene in ein schlechtes Licht

rücken würden. Wir müssen gemeinsam

für Akzeptanz und gegen den Hass von

außen kämpfen. Es ist wichtig, dass jeder

Mensch akzeptiert wird, und dazu gehören

nicht nur die unauffälligen, sondern

auch die schrillen Gesichter der LGBTIQ*-Community.

Unlängst hast du in einem Musik-video mitgespielt.

Ja, mit LEOPOLD und MKSM. Ich durfte mit LEOPOLD schon

einmal für ein Musikvideo zusammenarbeiten. Er war wohl sehr

zufrieden und daher hatte er mich nochmals angefragt. Der Song

„Love in the Dark“ macht Mut und ist eine Aufforderung, sich nicht

zu verstecken. Er ist außerdem Teil der Kampagne „I’m Not an

Ideology“ von „Enough is Enough!“. Gerade jetzt in dieser hasserfüllten,

fast schon rückschrittlichen Zeit und mit Blick auf unsere

Nachbarländer wie Polen, ist es eine sehr wichtige Message, die ich

unbedingt unterstützen wollte.

Stichworte Body Positivity und Bodyshaming.

Hate Speech und Mobbing nehmen leider immer weiter zu, und

sehr häufig wird dabei der Körper zur Zielscheibe. Dabei sollte

doch jeder so aussehen dürfen, wie er sich wohlfühlt. Man sollte

versuchen, die Hater zu ignorieren, sein eigenes Ding zu machen, es

ist schließlich das eigene Leben und der eigene Körper. Das gilt übrigens

auch fürs Make-up, denn niemand hat das Recht zu sagen,

dass etwas nicht gut aussieht und man es ändern soll.

Worauf freust du dich gerade?

Darauf, dass die Klubs wieder öffnen! Social Media ist gut und toll,

aber nichts ist besser als der direkte Kontakt zu den Menschen, der

Applaus, die lachenden Gesichter. Ich freue mich darauf, wieder mit

meinen Freunden und Fans in den Klubs feiern zu können.

*Interview: Michael Rädel

www.facebook.com/MissElectraPain,

www.instagram.com/electra_pain, www.electrapain.de


FRANKFURT

2021

CSD FRANKFURT

CHRISTOPHER

STREET DAY

17.07.

KUNDGEBUNG UND FUßDEMO

RÖMERBERG AB 11.30 UHR

VIELFALT

SCHÜTZEN

PER GESETZ.

NICHT ERST

MORGEN,

SONDERN JETZT.


10 FRANKFURT

LUCKY’S HAPPY HOUR

Tina Tannert und das Team

vom Lucky’s melden sich aus

dem Shutdown zurück. Auf

beliebte Veranstaltungen wie

Karaoke, Bingo, Bear-Lounge

oder Single-Night muss man

noch ein bisschen warten,

aber die Happy Hour-Times

versüßen wie immer die Zeit:

Montags gibt es die Happy

Hour Wein Time, mittwochs

stehen die Longdrinks auf

Special-Price und donnerstags

heißt es Cocktail-Time.

Checkt das Lucky’s bei Facebook

für Updates!

Lucky’s, Große Friedberger

Str. 26, Frankfurt,

tägl. ab 15 Uhr, www.

facebook.com/luckysFFM

FOTO: MP

Community

COMMUNITY

IDAHOBITA* 2021

In Frankfurt lud das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt am 17. Mai zur IDAHOBITA*-

Kundgebung am Mahnmal Homosexuellenverfolgung. Auch am Römer wehte die Regenbogenflagge

– das soll sie, laut Dezernentin Syliva Weber, nun immer am IDAHOBITA*.

FOTOS: BJÖ

Frankfurts Integrationsdezernentin Sylvia Weber

SCHWEJK FEIERT WIEDER

Linda und das Team vom

Schwejk gingen auf Nummer

sicher und warteten ab, bis

die Inzidenzzahlen auch die

Öffnung der Innenräume

wieder zuließen; so kann

man sich jetzt gemäß den

geltenden Regeln auch wieder

in der Schäfergasse treffen –

draußen und drinnen. „Wir sind

überglücklich, dass es nun –

wenn auch langsam – wieder

losgehen kann. Wir hoffen auf

euer Verständnis, dass wir alle

Regeln beachten müssen und

werden“, heißt es dazu auf der

Facebook-Seite des Schweijk.

Dort erfahrt ihr auch regelmäßige

Updates, zum Beispiel zu

den Öffnungszeiten. *bjö

Zum Schwejk,

Schäfergasse 22, Frankfurt,

www.facebook.com/

ZumSchwejkFFM

Vertreter*innen der Regenbogencrew, der

AHF oder der LSU nahmen an der Veranstaltung

teil. Redebeiträge kamen von

Integrationsdezernentin Sylvia Weber

und Dr. Constance Ohms. Weber betonte

die Wichtigkeit des Gedenktages gegen

queer*feindliche Gewalt – besonders im

Hinblick auf die erst kürzlich geschehenen

Gewalttaten in Frankfurt, die Sylvia Weber

erneut als eine Schande für Frankfurt

bezeichnete. Als positives wie solidarisches

Zeichen veranlasste sie, dass anlässlich des

IDAHOBITA* am Römer die Regenbogenflagge

weht – die queere Fahne wird normalerweise

nur am CSD-Wochenende gehisst.

„Die aktuelle Lage verlangt ein klares

Zeichen der Stadt Frankfurt am Main“, so

Sylvia Weber. „Ich werde mich dafür einsetzen,

dass wir die Regenbogenflagge auch

weiterhin zwei Mal im Jahr am Römerbalkon

hissen“, versprach die Dezernentin.

Dr. Constance Ohms von der Frankfurter

Beratungsstelle „Broken Rainbow“ ermutigte

in ihrem Redebeitrag dazu, dass queere

Menschen weiterhin Sichtbarkeit zeigen

und sich nicht verstecken sollen – gerade

auch, weil konservative Kräfte momentan

wieder verstärkt versuchen, genau

diese Sichtbarkeit zu verhindern, um eine

vermeintliche „Normalität“ ohne Diversität

in der Gesellschaft zu erreichen. Die Folgen

für Menschen, die ihre Identität verstecken

müssen, seien dramatisch, so Ohms, und

führten nicht selten zu Depressionen oder

Suizid. Teil eines queeren Selbstverständnisses

und Selbstbewusstseins sei dabei

auch, dass queer*feindliche Täter*innen zur

Rechenschaft gezogen werden und angezeigt

werden, so Ohms. *bjö

www.vielfalt-frankfurt.de

FOTO: MP

Dr. Constance Ohms von Broken Rainbow


FRANKFURT 11

COMMUNITY

Café Karussell:

Gay Black Lives Matter

Das Café Karussell im Switchboard plant seine

Veranstaltungen vorerst noch virtuell. Koordinator

Michael Holy hat für den Juli ein aktuelles Thema

aufgegriffen: „Gay Black Lives Matter“ gewählt.

Innerhalb der queeren Community existieren diskriminierende

Haltungen, die vor allem auf den Dating-Plattformen

sichtbar werden – hier hat sich ein schonungsloser

Jargon entwickelt, der ziemlich offen Diskriminierungen,

Rassismus und Body-Shaming erkennen lässt. Die beiden

Karussell-Termine stellen daher literarische und antirassistische

Texte des schwulen farbigen Amerikaners

James Baldwin vor – am 6. Juli seinen berühmtesten

Roman „Giovanni‘s Room“. Die dort beschriebene von

Verlegenheit und Scham geprägte Beziehung zwischen

David und Giovanni zeigt das Dilemma schwulen Selbsthasses

in einer Gesellschaft, die Homosexuelle diskriminiert.

Hubert Kusch liest aus der englischsprachigen

Originalfassung sowie aus einer neuen deutschen Übersetzung;

ergänzt mit Auszügen aus Baldwins antirassistischem

Roman „Ein anderes Land“.

FOTO: ALAN WARREN, WIKIMEDIA COMMENSIA

be unique. be heroic. just be!

James Baldwin, 1969 in London

Am 20. Juli wird die aus dem Jahr 2016 stammende Dokumentation

„I am not your Negroe“ von Raoul Peck gezeigt.

Der Regisseur zeichnet mit biografischen Fotos, Videoausschnitten

und Berichten aus den US-amerikanischen

Medien nicht nur ein Portrait von James Baldwin, sondern

dokumentiert auch den immer noch grassierenden Rassismus

von Weißen in den USA. *bjö

6. und 20.7., Café Karussell, jeweils ab 14:30 Uhr,

Infos, Anmeldung und Zugangslink über

cafekarussell@gmx.de

Hasengasse 9 • 60311 Frankfurt

(neben der Kleinmarkthalle)

Tel. 069 - 283519 • www.goldpavillon.de


12 FRANKFURT

Community

SWITCHBOARD

„Nach langen Monaten des

Shutdowns freuen wir uns

darauf, unsere Gäste im

Switchboard wiederzusehen“,

sagt das Switch-Team um

Koordinator Roland Marzinowski.

Vorerst sind noch

keine Veranstaltungen vor Ort

geplant, aber zu Kaffee und

Drinks kann man sich jetzt

wieder drinnen und draußen

treffen. Auch fährt das

Switchboard (bei Redaktionsschluss)

noch reduzierte Öffnungszeiten

von Donnerstag

bis Sonntag. *bjö

Switchboard, Alte Gasse 36,

Frankfurt, www.facebook.

com/switchboard.frankfurt

FOTO: BJÖ

SPICE – QUEER SUNDOWN

SESSION

Heiße Beats, coole Drinks,

und endlich wieder ein regelmäßiges

Get-together: Jeden

Sonntagnachmittag gibt’s

all das auf der Dachterrasse

des stylish-urbanen 25h

Hotels „The Trip“. Event-

Macher DJ Mark Hartmann

sorgt mit Special Guests für

den elektronisch-housigen

Mittwipp-Soundtrack zum

Wochenendausklang. Gefeiert

wird nur bei gutem Wetter,

und es gilt das Motto: first

come, first serve – Tickets

gibt’s also ausschließlich an

der Abendkasse. *mas

Jeden Sonntag bei gutem

Wetter, 25h The Trip Hotel,

Niddastr. 58, Frankfurt,

17 – 22 Uhr, www.facebook.

com/PUREgayclubbing

Es geht langsam wieder los: Und auch wir sind losgezogen und

haben zum Beispiel das umgebaute TANGERINE besucht (Foto 1).

Hier zu sehen außerdem Tobi und Max vor dem gut besuchten Geschäft

(Foto 2) mit Außenterrasse und Platz im Hof. Auch gut war es

auf der LUCKY‘S Terrasse, allerdings beendete ein Platzregen vorzeitig

den Spaß. Herzlichen Glückwunsch an DJ Steve K – wir hoffen, du legst bald

im neu renovierten COMEBACK wieder auf. Auch gut besucht war das NA UND?; hier ein

Schnappschuss mit den üblichen Verdächtigen – natürlich vor der Tür und alle gemäß den

Bestimmungen mit Corona Tests beziehungsweise Impf- oder Genesungsnachweis (Foto

3). Da zum Redaktionsschluss die Bars im Innenbereich noch nicht öffnen konnten, freuen

wir uns auf die kommenden Wochenenden bei Rolf in der Krawallschachtel, Bülent im

Comeback, Linda im Schwejk und natürlich die Pink Bar.

Bis dahin alles Gute und bleibt gesund!

Wir sehen uns

Euer Frank

FRANKS

Szenebommel

FOTO: HARTMANN

FOTOS: FD


FRANKFURT 13

POLITIK

Grundgesetz für alle

Die Initiative „Grundgesetz für

alle“ machte in den vergangen

Wochen mobil für eine Ergänzung

des Artikels 3 Grundgesetz

um die Merkmale „sexuelle und geschlechtliche

Identität“. Obwohl das Thema

auf der Tagesordnung des Bundestags

stand, kam es erneut zu keiner Abstimmung

über die Grundgesetzänderung.

Übergabe der über 80.000 Unterschriften für die Ergänzung von Artikel 3 um das Merkmal „sexuelle Identität“ an Vertreter*innen aller demokratischen

Parteien im Bundestag; hier an Karl-Heinz Brunner und Dirk Wiese (SPD).

80.000 Unterschriften für eine Änderung

des Grundgesetzes hatte die Initiative

„Grundgesetz für alle“ gesammelt, um

sie am 21. Mai, anlässlich des Tags des

Grundgesetzes (23. Mai), in Berlin den

Fraktionsspitzen von CDU/CSU, SPD, FDP,

DIE LINKE und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN

zu überreichen. Für den 21. Mai stand die

Grundrechtsergänzung auf der Tagesordnung

des Bundestags.

„Wir als Initiative ‚Grundgesetz für alle‘

fordern eine Debatte über den Schutz der

sexuellen und geschlechtlichen Identität

noch in dieser Legislaturperiode“, erklärten

Christian Gaa, Sören Landmann und Josefine

Liebing, die Frankfurter und Mannheimer

Initiator*innen von Grundgesetz für

alle. Die Initiative ist ein Zusammenschluss

von über 60 queeren Bundesorganisationen

sowie von zahlreichen weiteren regionalen

Organisationen aus Deutschland.

Die ursprünglich für den 21. Mai geplante

Debatte im Bundestag wurde kurzfristig

von der Tagesordnung genommen, am

28. Mai wurde ein weiterer Antrag auf

Ergänzung des Art. 3 GG abgelehnt. Die

Regierungsparteien CDU/CSU und SPD

haben damit abermals keine Abstimmung

über die Ergänzung des Artikel 3 zugelassen,

da nach ihrer Ansicht noch immer

Gesprächsbedarf bestehe.

„Wir kritisieren die Debatte und somit, den

expliziten Schutz der Grundrechte aller

Menschen der queeren Community zu

vertagen“, so Gaa, Landmann und Liebing

weiter. Die Hoffnung liegt nun auf den

Sitzungswochen nach der Sommerpause –

den letzten vor der Bundestagswahl. *bjö

www.grundgesetz-fuer-alle.de

FOTO: INITIATIVE GRUNDGESETZ FÜR ALLE

UF EINEN BLICK

ANDEL

EUTSCHLAND

AUF EINEN BLICK

ANDEL

NTERNATIONAL

ONVENIENCE

HANDEL

DEUTSCHLAND

HANDEL

INTERNATIONAL

LGBTIQ – IMMER SICHTBAR BEI UNS.

HAPPY PRIDE 2021!

AUF EINEN BLICK

AUF EINEN BLICK

AUMARKT CONVENIENCE

HANDEL HANDEL

DIVERSITY wird in der REWE Group groß geschrieben. Das von Mitarbeitenden gelebte LGBTIQ-Netzwerk „di.to. – different together“ erhält große Arbeitgeberunterstützung und

AUF EINEN BLICK

engagiert sich mit diversen Projekten für die Community. Nach innen geben wir den Kollegen:innen Mut, so zu sein, wie sie sind. In der Region Mitte ( Hessen / Teilen von Rheinland-Pfalz

und Nordbayern DEUTSCHLAND

) treffen wir uns mehrmals im Jahr zu lockeren Events und freuen uns immer über neue Gesichter aus allen Einheiten der REWE. Family + Friends!

Kontakt: dito-mitte@rewe-group.com // Facebook: REWE Group di.to.

OURISTIK

BAUMARKT

HANDEL

DEUTSCHLAND


14 FRANKFURT

FOTOS: TIMOTHY SCHAUMBURG

FRANKFURT

FASHION WEEK

– FFW Studio

Scheitern als Chance: Aus Pandemiegründen wird die

erste Frankfurter Fashion Week nicht mit Modeschauen,

Meet’n’Greet und Fashion-Stelldicheins stattfinden

können. Aber Mode wäre nicht modern, wenn sie sich

nicht ständig weiterentwickeln würde. Daher lautet

die neue Kampagne der ersten Frankfurt Fashion Week

„Reform the Future“.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Fotos aus der Kampagne „Reform the Future“ der Frankfurt Fashion Week.

alexandra baum . schmuck

Ringe für Paare

von Alexandra Baum

Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind die zentralen

Stichworte der Frankfurt Fashion Week-Kampagne „Reform

the Future“, die als digitales „FFW Studio“ vom 5. bis

9. Juli online stattfinden wird. Als Anspruch haben sich

die Macher nichts Geringeres vorgenommen, als die Idee

einer Fashion Week neu zu denken und eine Plattform

für den Wandel und die nachhaltige Weiterentwicklung

der Modebranche der Zukunft zu schaffen. Mit digitalen

Shows, digitalen Konferenzen und jeder Menge digitaler

Kunst und digitalen Entertainments sollen sich damit

aber nicht nur Menschen aus dem Modebusiness angesprochen

fühlen, sondern natürlich auch der* gemeine

Modeinteressierte. Aus dem gemischten Angebot aus

Information, Orientierung, Inspiration und Unterhaltung

kann sich jede*r Besucher*in das eigene Fashion

Week Programm zusammenschneidern. Die einzelnen

Beiträge werden im Nachhinein als kostenlose Videos

on Demand zur Verfügung stehen. Und für Mitte Januar

2022 ist dann übrigens die erste physische Frankfurt

Fashion Week geplant – dann inklusive Modeschauen,

Meet’n’Greet und Fashion-Stelldicheins. *bjö

5. – 9.7., Frankfurt Fashion Week – FFW Studio,

Programm über www.frankfurt.fashion

alexandrabaum.com, Frankfurt am Main


leonid matthias:

Based in Frankfurt

DESIGNER

Auch für das Frankfurter Modellabel leonid

matthias heißt es wegen Corona: Neudenken

bei der ersten Frankfurt Fashion Week – zumindest

was die Präsentation anbelangt.

Ihre extra für den Event konzipierte Kollektion „Based

in Frankfurt“ ist eine Hommage an die Stadt Frankfurt

– aber auch eine Reise in die eigene Firmengeschichte;

denn das Label feiert in diesem Jahr seinen 11. Geburtstag.

Daher besteht die Kollektion aus 11 Herren- und 11

Damenoutfits – wie immer in einer coolen Mischung aus

Couture und Streetwear – und sie integriert Designs und

Elemente aus den leonid-matthias-Archiven vergangener

Jahre.

Die Showpieces der Kollektion werden in der eigenen

Manufaktur in Frankfurt-Sachsenhausen hauptsächlich

in Schwarz gefertigt. Was gefällt, kann natürlich auch in

einem beliebigen anderen Stoff oder einer anderen Farbe

bestellt werden – ein Besuch im Ladengeschäft, das

gleichzeitig auch Atelier ist, lohnt sich immer!

Improvisieren möchten leonid matthias bei der Präsentation

der Kollektion: „Ob wir einen Flashmob in Form einer

Modenschau machen, oder ob wir rein digital agieren

bleibt noch offen“, meinen die beiden. „Corona hat bereits

einige unserer Pläne und Vorhaben komplett durcheinander

gebracht. Wir werden sehen, was möglich bleibt. So

schauen wir unbenommen positiv nach vorne und haben

viele Ideen, Lust und Mut zum Weitermachen“. Dem kann

man sich unvoreingenommen anschließen. *bjö

CSD-Special

Proud im Park

18. Juli 2021

Lasst uns gemeinsam Vielfalt feiern!

Ab 14 Uhr auf der

Park Terrasse im Hilton Hotel

leonid matthias store, Walter-Kolb-Str. 7 (Eingang

Schulstraße), Frankfurt, www.leonidmatthias.com,

checkt auch www.facebook.com/leonidmatthias und

www.instagram.com/leonidmatthias für Updates zur

Frankfurt Fashion Week.

Coole Drinks

BBQ Highlights

DJ Sounds

Powered by

FXXXXFXXXXR BUNTES

Mode: leonid matthias, Models: Aylin (Elli Gilgal Models) und Chris, Visagistin: Sophie

FOTO: THEDANIELLIFE.COM

Hudson Yards

at Hilton Frankfurt City Centre

Hochstraße 4 · 60313 Frankfurt am Main

Contact us at: pride.frankfurt@hilton.com

Follow us hudsonyards_frankfurt


16 FRANKFURT

di.to.

ARBEITSWELT

das LGBTIQ-Netzwerk der REWE Group

Das LGBTIQ-Netzwerk di.to. („different together“) setzt

sich innerhalb der REWE Group für mehr Toleranz und

Akzeptanz unabhängig von sexueller Orientierung, Herkunft

oder Glaube ein.

FOTO: DI.TO.

Alles begann im August 2013 mit einem Stammtischtreffen

schwuler und lesbischer Mitarbeiter*innen der Kölner Zentralstandorte;

bereits 2014 wurde di.to. zum offiziellen LGBTIQ-Netzwerk

und konnte sogar den REWE Vorstandsvorsitzenden Lionel Souque

als Paten und Straight Alley-Unterstützer gewinnen. Als erstes,

öffentliches Zeichen wurden daraufhin Regenbogenaufkleber an

den Eingängen der REWE-Märkte angebracht; die inzwischen auch

an PENNY Märkten, an toom-Baumärkten oder DER Reisebüros zu

finden sind – sie alle gehören, neben weiteren Unternehmen, zur

REWE Group.

Über die regelmäßigen Stammtischtreffen hinaus hat sich das

di.to.-Netzwerk enorm weiterentwickelt: Ehrenamtliche regionale

Vertreter*innen sind inzwischen in allen REWE-Regionen Deutschlands

zu finden und als di.to. Austria ist man sogar in Österreich aktiv.

Um die großen und an sich schon diversen Geschäftseinheiten

der REWE Group möglichst gut für LSBTIQ*-Themen zu sensibilisieren,

werden Netzwerktreffen und andere Mitarbeiter*innen-Veranstaltungen

organisiert; außerdem zeigt di.to. Präsenz bei CSD-

Demos und -Straßenfesten. Als jüngste, nach außen sichtbare

Aktion, wurden anlässlich des IDAHOBIT* 2021 nicht nur am Kölner

Zentralstandort sowie in der Frankfurter DER Touristik Zentrale,

sondern zum ersten Mal auch bundesweit mehr als 3.000 Regenbogenfahnen

und Beachflags vor Märkten, Lagern und Verwaltungsstandorten

gehisst. Wie wichtig es ist, Flagge zu zeigen, wurde

Sandra Vollweiler, Kevin Keller und

Holger Schmidt von di.to..

den di.to.-Verantwortlichen durch die diesjährige IDAHOBIT*-Aktion

bewusst: Denn die Fahnen erfuhren nicht nur positives Feedback

– drei Flaggen wurden von Unbekannten in Brand gesetzt! Holger

Schmidt, Manager bei DER Touristik und Sprecher von di.to. Mitte,

zeigt sich nachdenklich: „Das zeigt mir, als einem seit 30 Jahren von

der doch eher offenen Frankfurter Kultur geprägtem Mann, dass

solche Signale auch in 2021 noch oder wieder wichtig sind“. Seine

di.to.-Kollegin Sandra Vollweiler, Teamleiterin Arbeitssicherheit, ergänzt:

„An den betroffenen Standorten haben die Mitarbeiter*innen

die Flaggen schnellstmöglich ersetzt“ – so leicht möchte man sich

eben nicht einschüchtern lassen. *bjö

www.rewe-group.com

FOTO: SVEN SCHIFFAUER

BILDUNG

Homologie jetzt auch als Homo-Schooling

Der Kabarettist und Theaterpädagoge

Timo Becker kommt alias Malte Anders mit

seinem Schüler-Programm „Homologie“

jetzt auch virtuell in die Klassenzimmer.

Aus Home-Schooling wird „Homo-

Schooling“, wenn Malte Anders seine

unterhaltsamen wie lehrreichen Programme

als Live-Stream für Schulen anbietet.

Schulklassen können „Homologie“ als

online-Veranstaltung buchen, gesendet

wird dann live aus dem Theater Alte Brücke

in Sachsenhausen. Die Schüler*innen

schalten sich dazu und können per Chat

Fragen rund um LSBTIQ*-Themen stellen.

Die Fragerunde erfolgt bei den Live-Shows

via anonymer Zettelpost und wird gerne

und rege genutzt: „Da ist alles dabei: von

„Willst du heiraten“ bis zu „Ich bring dich

um, du schwule Sau““, berichtet Timo

Becker. „Meine Lieblingsfrage ist aber nach

wie vor: „Ist homogenisierte Milch von

schwulen Kühen?““.

Das Programm „Homologie“ erklärt auf

unterhaltsame Weise, was Homosexualität

ist, aber auch was man unter Bisexualität

oder Trans*gender versteht und räumt

damit bei Schüler*innen mit hartnäckigen

Vorurteilen zu LSBTIQ*-Themen auf.

„Lachen ist eine großartige Form, um miteinander

Vorurteile in Frage zu stellen“ ergänzt

Timo Becker. „Wir hatten jetzt schon

ein paar der Online-Veranstaltungen und

hoffen natürlich, dass unser Angebot über

die nächsten Monate hilft, falls es wieder

zum Shutdown kommt“. Neben „Homologie“

gibt es übrigens auch ein spezielles

LSBTIQ*-Programm für Grundschulklassen

(„GALAKTO-logisch“) sowie „Extrem

Anders“, das sich mit Rassismus, Mobbing,

Homophobie und Demokratieverständnis

auseinandersetzt. *bjö

Infos zu den Schulstücken von

Timo Becker alias Malte Anders über

www.art-q.net


DIVERSITY GROUPS

zeigen Flagge zum Christopher Street Day 2021

„Weil Vielfalt zählt!“

Wirtschaftsweiber e.V.

www.wirtschaftsweiber.de

LESBISCH.

ERFOLGREICH.

Lesbisch. Erfolgreich. Die Wirtschaftsweiber sind das einzige bundesweite Netzwerk für lesbische Frauen

im Berufsleben – unabhängig von der Branche. Wir bieten Austausch zu beruflichen Herausforderungen,

stärken lesbische Identität am Arbeitsplatz, beziehen gesellschaftlich und politisch Stellung und mischen

uns dort ein, wo es uns angeht. Unsere Regionalgruppen organisieren Netzwerkabende, Vorträge und

Events – und feiern gemeinsam. Kontakt: info@wirtschaftsweiber.de

Völklinger Kreis

www.vk-online.de

Der Völklinger Kreis ist das Netzwerk schwuler Führungskräfte und Selbständiger und der Partner für berufliche

Förderung, Wertschätzung und Chancengleichheit am Arbeitsplatz. Wir setzen uns für ein diskriminierungsfreies

Arbeits- und Lebensumfeld schwuler Führungskräfte ein und engagieren uns für ein ganzheitliches

Diversity Management in Wirtschaft, Verwaltung und Organisationen; für Vielfalt in der Arbeitswelt.

Wir engagieren uns in der Gesellschaft. Für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgender.

Deutsche Post DHL Group

www.dpdhl.com

RainbowNet ist das LGBTIQ+ Netzwerk im Konzern Deutsche Post DHL Group. Es setzt sich für Vielfalt

& Inklusion sowie einen offenen Umgang in der Arbeitswelt ein, sensibilisiert und informiert. Zusätzlich

bietet das Netzwerk Hilfestellung für Beschäftigte und Führungskräfte bei Fragen zum Thema

LGBTIQ+ an. RainbowNet engagiert sich intern ebenso wie extern und ist weltweit offen für alle Konzernangehörigen.

Kontakt: rainbownet@dpdhl.com

Hogan Lovells

www.hoganlovells.com

Ein respektvolles Arbeitsumfeld steht für Hogan Lovells an oberster Stelle. Gemeinsam mit unserem

Netzwerk Pride+ gehen wir mit unseren Mitarbeitenden in den Dialog, z. B. in Workshops zu wertschätzender

Sprache und Live-Diskussionen mit Role Models aus der LGBT*IQ-Community. Unser

Engagement wurde von Stonewall.org anerkannt: Als eines von nur 17 Unternehmen weltweit sind wir

Top Global Employer 2020 für LGBT*IQ-Menschen! Und darauf sind wir stolz!

Deutsche Bank

www.db.com/vielfalt

Das Netzwerk dbPride – gegründet als Rainbow Group Germany im Jahr 2000 – hat das Ziel, eine offene

und respektvolle Haltung gegenüber allen Mitarbeiter*innen zu unterstützen – unabhängig von ihrer sexuellen

Orientierung und geschlechtlichen Identität. Zu unseren Kerninitiativen gehört das Botschafter*innen-

Programm – wir laden all unsere Mitarbeiter*innen ein, dem Netzwerk beizutreten, um gemeinsam

innerhalb der Deutschen Bank und in der Öffentlichkeit Flagge für die LSBTQI-Community zu zeigen.

PROUT AT WORK

www.proutatwork.de

Seit 2006 engagieren sich LGBT-Mitarbeiternetzwerke, um die Netzwerkarbeit ihrer Arbeitgeber zu professionalisieren.

Damit unterstützen sie Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie

queere Menschen am Arbeitsplatz. Ziel der Stiftung PROUT AT WORK ist es, sich dafür einzusetzen, dass

die Arbeitswelt offen ist für alle Menschen, unabhängig von deren sexueller Orientierung, geschlechtlicher

Identität, dem geschlechtlichen Ausdruck oder geschlechtlicher Eigenschaften/Merkmale.

LESBISCH.

ERFOLGREICH.

powered by


18 ADVERTORIAL

NACHGEFRAGT

Axel Springer queerseite_

Wir trafen Nele Fritsche von

Diversity & Inclusion und

Simon Durchholz, Philipp Kaste und

Daniel Schulmann von queerseite_

im Axel-Springer-Neubau in Berlin.

Simon, wie bist du zum Netzwerk Axel

Springer queerseite_ gekommen?

Simon: Ich hatte bei meinem früheren Arbeitgeber

mit einer homophoben Kollegin

zu tun. Danach habe ich mir überlegt, was

mir zukünftig im Arbeitsumfeld wichtig

ist. Ein Punkt für mich ist: klare Stellung

zu LGBT+. Dabei bin ich auf queerseite_

gestoßen. Da war mir schnell klar, dass ich

zu Axel Springer will. Und so bin ich seit

meinem ersten Arbeitstag nun Mitglied der

queerseite_.

Wie war dein Start dort, wie engagierst

du dich bei der queerseite_?

Simon: Generell gibt es große Akzeptanz

im Konzern. Viele Kolleg*innen im Haus

unterstützen die queerseite_. Nach außen

ist es noch etwas anders. Wir haben auf

unseren Social Media Channels auch mit

Homophobie zu kämpfen. Aber größtenteils

ist das Feedback positiv.

Was sind die Ziele des Netzwerkes?

Daniel: Zum einen geht es um Vernetzung,

intern im Konzern, aber auch extern mit

anderen Netzwerken. Wir bieten Plattformen

zum Treffen und Austausch an.

Zum anderen wollen wir füreinander über

Firmengrenzen hinaus einstehen und

aufklären.

Nele, was machst du genau bei Diversity

& Inclusion?

Nele: Ich bin zuständig für alle 16.000

Mitarbeiter*innen über alle Länder und

Brands hinweg. Wir arbeiten an der Vision,

dass alle Menschen zu uns kommen

können und alle Mitarbeitenden sich

wohlfühlen, sich zugehörig fühlen und ihr

ganzes Potenzial am Arbeitsplatz entfalten

können.

Es ist dir also ein persönliches Anliegen,

dich in dieser Abteilung

zu engagieren?

Nele: Ja, absolut. Ich bin einhundertprozentig

davon überzeugt, dass alle Menschen

ein Recht darauf haben, sie selbst

zu sein. Es ist schön, das aktiv mitzugestalten.

Ich verstehe mich als LGBTIQ+

Supporter!HR Philipp: Ja, seit dem ersten

Tag, also seit Gründung 2014. Wir und

das Anliegen wurden mit offenen Armen

empfangen. Unser CEO Mathias Döpfner

unterstützt die Gruppe persönlich.

Ihr seid auch in Ländern mit weniger

LGBTIQ*-freundlichen Gesetzen

aktiv. Wie unterstützt ihr die queeren

Netzwerke in diesen Ländern?

Philipp: Wir sind als Medien- und Tech-

Unternehmen beispielsweise auch in

Polen und Brasilien aktiv. Gemeinsam mit

dem Diversity & Inclusion Team machen

wir unsere Kolleg*innen weltweit sichtbar,

aktivieren Gruppen vor Ort und planen mit

ihnen verschiedene Aktionen wie die Safe

Zones.

Was versteht ihr unter den Safe

Zones?

Philipp: Es bedeutet, alle Menschen bekommen

Schutz – rechtlich und inhaltlich.

Ein Aufkleber am Eingang ist ein erster

Hinweis. Global wollen wir alle bei Axel

Springer aufrufen, unsere Büros für queere

Menschen zu Safe Zones zu erklären.

Wie geht ihr mit Hass von außen,

auch von Kunden, um?

Philipp: Im Geschäftskundenbereich erleben

wir wenig Hass. Im Customer-Bereich

bilden wir mit unseren Medien die gesamte

Gesellschaft jedoch ab. Hier lösen wir

den Umgang mit Hass intern durch einen

„News-Crawler“, der Nachrichten nach

queeren Gesichtspunkten durchsucht und

analysiert. Die Redaktionen sind queeroffen.

Was sind deine Wünsche für die

Zukunft?

Simon: Dass wir als Netzwerk nicht mehr

gebraucht werden. Wenn irgendwann alle

Mitarbeiter*innen in den Unternehmen

gleichgestellt sind.

*Interview: Ulli Pridat


FRANKFURT 19

AUTOHAUS NIX

Die Zukunft liegt im

Einklang mit der Umwelt

Fahrspaß und Nachhaltigkeit, das steht im Lexus

Forum Frankfurt und im Lexus Forum Darmstadt

der Autohaus NIX GmbH nicht im Widerspruch:

Mit Hybridfahrzeugen, Elektroantrieb sowie

Brennstoffzelle fährt die Mobilität der Zukunft

bereits heute in Serie.

„1992 legte Toyota in der Earth Charter seine Ziele fest:

Fahrzeuge für eine nachhaltige Gesellschaft produzieren

und dabei im Einklang mit der Umwelt stehen“, erklärt

Alexander Nix, Geschäftsführer der Autohaus NIX GmbH.

„Neben dem Hybridantrieb bietet Toyota vollelektrische

Fahrzeuge an. Außerdem treibt Wasserstoff die seit 2015

in Serie produzierte Brennstoffzellen-Limousine Toyota

MIRAI an. Das bedeutet null Emissionsausstoß“. Seit mehr

als 15 Jahren perfektioniert Lexus die Elektrifizierung der

Mobilität. „Der Elektroantrieb steht dabei für emissionsfreies

und entspanntes Fahren mit linearer Dynamik für

hunderte Kilometer bis zum nächsten Aufladen. Hybrid

steht für dynamische Leistung ohne externes Laden. Der

intelligente Hybridantrieb wechselt nahtlos zwischen Elektro-

und Benzinmotor“, erläutert Alexander Nix.

„Als weiterer Baustein werden in naher Zukunft Lexus

Brennstoffzellenfahrzeuge folgen“.

FOTO: AUTOHAUS NIX

THAILÄNDISCHE UND VIETNAMESISCHE SPEZIALITÄTEN

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www.restaurantguide-frankfurt.com/detail/restaurant/restaurant-hue

,,Grie-Soß-Messer“

Jedes Messer ein Unikat!

Klinge aus Carbonstahl

Unter dem Motto „Der Natur auf der Spur“ verfolgt das Autohaus

NIX seit 2019 außerdem eine eigene konsequente

Nachhaltigkeitskampagne an allen Standorten: „Bereits

seit Jahrzehnten werden unsere Waschanlagen mit Regenwasser

betrieben“, ergänzt Alexander Nix. „Solarpanels auf

den Dächern versorgen unsere Autohäuser mit Strom. Mit

der Umstellung auf Bewegungsmelder und LEDs sparen

wir Energie und begrünte Dächer, eine Renaturierung und

Baumpflanzaktionen leisten ihren Beitrag zum Umweltschutz.

Außerdem sponsern wir die erste CO2-neutrale

Laufserie Deutschlands. Mit einer konsequenten Digitalisierung

vermeiden wir unnötige Ausdrucke und sparen

auch auf diese Weise Ressourcen ein“, erläutert Alexander

Nix das Konzept. „Das sind nur ein paar Beispiele, die verdeutlichen,

dass uns eine saubere Umwelt am Herzen liegt.

Schließlich ist die Nachhaltigkeit der Weg in eine lebenswerte

Zukunft“. *dr

Autohaus NIX, Hanauer Landstr. 429, Frankfurt und

Gräfenhäuser Str. 79, Darmstadt, www.auto-nix.de

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Töngesgasse 21, 60311 Frankfurt

Tel. 069/283224, www.dotzert.de


20 ESSEN & TRINKEN

FOTO: SARAH LANG/FRANKFURTER BRAUUNION

AKTION

Schon entdeckt? Seit einigen

Wochen hängen in Frankfurt

Plakate mit einer regenbogenbeflaggten

Bierflasche samt

dem Slogan „Unser Frankfurt soll bunt

sein“ zeigen. Hinter der Kampagne steckt

mehr als ein Plakat – das Bier gibt es

wirklich!

2020 haben sich Simon Horn, Stefan

Lucht, Raffaela Schöbel und Sven Weisbrich

aus dem Umfeld des Restaurants

Margarete zusammengetan, um mit

der „Frankfurter Brauunion“ eine neue

Biermarke zu entwickeln; seitdem gibt es

FXXXXFXXXXR HELLES und die alkoholfreie

Variante FXXXXFXXXXR RADLER.

Dem Team möchte sich darüber hinaus

für gesellschaftliche Belange engagieren

– so kam es zur limitierten Sonderedition

FXXXXFXXXXR BUNTES mit der

Regenbogenflagge als Flaschenetikett.

Mit dem Kauf der Sonderedition BUNTES

unterstützt man Vereine, die sich gegen

Diskriminierung einsetzen. „Die Gewinne

aus unseren BUNTES-Kampagnen spenden

wir zu einhundert Prozent“, erklärt

Geschäftsführer Sven Weisbrich. Im vergangenen

Jahr hat man damit in Frankfurt

gute Erfahrungen gesammelt; „dieses Jahr

wird von Juni bis Juli aus HELLES wieder

BUNTES, ab sofort deutschlandweit“,

ergänzt Gwen Iffland, Initiatorin der Aktion.

Die Erlöse fließen an den Hamburger

Verein „Laut gegen Nazis“. Zusätzlich

wird eine weitere Kampagne gestartet,

mit Frankfurter Lokalmatador*innen, die

sich unter dem #FÜRSMITEINANDER

BUNTES

ZEICHEN

für Toleranz und Akzeptanz aussprechen

– unter anderem mit dabei: Die Queens

Jazz Cortes und Cimberly Clark, Julian

Ploch (Hoppenworth &

Ploch) und Mark Snijders

(HILTON Frankfurt).

Die Fotos der

Kampagne werden

nach Aktionsende

als Ausstellung im

coolen Danzig am

Platz am Ostbahnhof

gezeigt. *bjö

Mehr Infos und

Bezugsquellen:

www.helles.de/

buntes

FOTO: FRANKFURTER BRAUUNION

KULT

Grüne Soße Festival: Ab ins Freie!

Das Team des Grüne Soße Festivals lässt sich nicht unterkriegen:

Vom 20. August bis 11. September soll es eine coronagerechte

Festspiel-Version des Festivals der sieben Kräuter in Schmand und

saurer Sahne geben – open air auf dem Frankfurter Roßmarkt!

FOTO: TIM WEGNER

Für den gesamten Festivalzeitraum wird der Roßmarkt

wettersicher von einem 750 Quadratmeter großen Schirm

überdacht, unter dem eine große Bühne und bis zu 600 Zuschauende

Platz finden. Im kulturellen Programm sind unter

anderem dabei: Kick La Luna, Maddin Schneider oder Andy

Ost, die zusammen mit den Grüne-Soße-Festival-Showhelden

Bodo Bach, Bäppi, Johannes Scherer, Sabine Fischmann

mit Ali Neander, Chin Meyer, den U-Bahn-Kontrollören und

Gayle Tufts sieben super abwechslungsreiche Abendprogramme

präsentieren.

Und natürlich gibt es auch jede Menge die Grüne Soße,

denn die Gastronomen sind dabei und präsentieren in jeder

Abendshow ihre unterschiedlichen Grüne Soße-Varianten.

Tagsüber gibt’s auf dem Platz wie gewohnt den beliebten

Festivalmarkt mit vielen Ständen und hessischen Leckereien

satt – und natürlich Livemusik von Künstler*innen der Region

bei freiem Eintritt. Der Vorverkauf für die Abendshows hat

bereits begonnen!

Hilde aus Bornheim, Malte Anders, Gayle Tufts, Maja Wolff alias Anton Le Goff und Sabine Fischmann

– Grüne Soße auf dem Roßmarkt 2021!

Infos und Reservierungen über

www.gruene-sosse-festival.de


ADVERTORIAL

21

BUNT, NACHHALTIG

& ENGAGIERT

Freunde mit gewissen Vorzügen? Willkommen in der

bunten Welt der „Beans Brothers FRIENDS“! Die vier

Kaffeesorten sind neu in der Tchibo Familie und stehen

für Kaffeegenuss, der einen Unterschied macht.

Die FRIENDS kommen gleich vierfach: Als zwei Filterkaffees

sowie zwei Caffè Crema Varianten, jeweils in „heftig kräftig“

oder „milde gestimmt“. Pro verkauftem 500g FRIENDS Kaffee

gehen 50 Cent zugunsten von Projekten in den Ursprungsländern

der Kaffeebohnen als direkte Unterstützung an die

Kaffeefarmer*innen und ihre Familien vor Ort. Aktuell zum

Beispiel in Honduras: die dortigen Kitas sind während der

Erntezeit für die Betreuung der Kinder der Kaffeefarmer*innen

essenziell. Daher ist es den FRIENDS ein Herzensprojekt, die

Kitas z. B. mit Computern, Lernmaterialien und Reparaturen zu

unterstützen.

Finde mehr heraus: www.tchibo.de/beans-brothers-friends

Über www.männer.media/gewinne verlosen wir 3 x 50 Euro-

Gutscheine plus Beans Brothers Kaffee-Probierset!

Lohstraße 13

61118 Bad Vilbel

Reservierungen:

Tel. 06101-12 72 83

Öffnungszeiten:

Di–Fr: 11–22 Uhr,

Sa/So/Feiertag:

10–22 Uhr

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www.altemuehle.net

auch vegetarische und vegane Speisen

Frühstück • Mittag • Kaffee/Kuchen • Abendessen

Seefeld Frankfurt | Scheffelstraße 1

60318 Frankfurt am Main | Tel.: 0 69/95 50 86 39

Restaurant & Biergarten

www.seefeld-frankfurt.de

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S A I S O N A L U N D I M M E R F E I N –

M I T H E R Z & G E N U S S !


22 RHEIN-MAIN-NECKAR

FOTO: FRANSA, PEXELS.COM, GEMEINFREI

CSD

WIESBADEN

FOTO: CSD WIESBADEN E.V.

Die Zeit ist reif für einen

Mutausbruch!

Thorsten

Buschmeier vom

Verein Warmes

Wiesbaden

Der Wiesbadener CSD 2021

steigt am 31. Juli. Es soll wenn

möglich eine pandemiegerechte

Demo durch die Innenstadt und

ein Sommerfest auf dem Gelände des

Schlachthofs in unmittelbarer Nähe des

Wiesbadener Hauptbahnhofs geben.

Das diesjährige Motto „Mutausbruch“,

das aus der Wiesbadener Community

stammt, die zum ersten Mal eigene Mottovorschläge

einreichen konnte, soll vor

allem verdeutlichen, dass es auch heute

noch jede Menge Mut braucht, um als

LSBTIQ*-Person zu seiner sexuellen oder

geschlechtlichen Orientierung zu stehen;

der CSD möchte Mut machen, sich für die

eigenen Rechte zu engagieren. Ein wichtiges

Element des queeren Empowerments

ist nach wie vor die Sichtbarkeit der

LSBTIQ*-Community im Alltag. Wie der

CSD das in Zeiten von Corona umsetzen

möchte, erklärt Thorsten Buschmeier vom

Verein Warmes Wiesbaden, der den CSD

organisiert. *bjö

Thorsten, ursprünglich wollte der

CSD Wiesbaden in diesem Jahr

zweigleisig fahren: Es soll sowohl ein

digitales Programm geben als auch

eine coronagerechte Demo und ein

ebensolches Straßenfest. Wie ist der

aktuelle Stand der Planungen?

Wir planen eine coronagerechte Demo, die,

wie auch immer sie dann letztendlich aussehen

wird, definitiv stattfindet. Von den

digitalen Ideen haben wir uns inzwischen

komplett verabschiedet, da wir in der CSD-

Orga alle das Gefühl haben, das man eher

satt ist von digitalen Veranstaltungen und

Content. Vor allem Livestreams, die dann

über mehrere Stunden gehen, sind, glaube

ich, vor allem im Sommer eher schwierig.

Deshalb haben wir davon Abstand genommen.

Wir planen in Kooperation mit dem

Schlachthof ein Open Air CSD Picknick mit

Bühnenprogramm, Bands, einer Podiumsdiskussion

mit den Wiesbadener Direktkandidaten

der demokratischen Parteien

der Bundestagswahl sowie Show-Acts.

Momentan planen wir für 900 Leute. Das

hängt aber natürlich davon ab wie sich die

Inzidenz-Situation entwickelt. Wir sind in

der glücklichen Lage, dass wir das ausgeklügelte

Hygiene-Konzept vom Schlachthof

übernehmen können und sind extrem

happy, dass wir dort mit absoluten Profis

der Veranstaltungs-Szene zusammen

arbeiten. Das macht es für uns natürlich

sehr viel einfacher, und wir sind unglaublich

dankbar, seit Jahren so einen starken Partner

an unserer Seite zu haben. Vor allem

Carsten Roth, der Booker vom Schlachthof

ist da immer sehr stark involviert.

Mit dem „Queeren Sommer“ soll es

auch wieder ein Rahmenprogramm

im Vorfeld des CSD Wiesbaden geben.

Was ist da geplant?

Der Queere Sommer in Wiesbaden

erstreckt sich dieses Jahr von Juni bis

Oktober. Wir haben ein sehr vielschichtiges

Programm von Bowling, Fahrradtouren,

Wanderungen und Lesungen. Wir planen

auch einen Bondage Workshop mit den

Bondage Guys und Kooperationen mit

der Jugendkirche KANA, unter anderem

mit einem Filmabend mit anschließender

Diskussion über Konversionstherapien.

Hervorheben möchte ich folgende Termine:

Das Rainbow Shipping am 15. Juli: Eine

Bootstour auf dem Rhein, organisiert von


RHEIN-MAIN-NECKAR 23

Warmes Wiesbaden.

Außerdem wird es am 25. August ein Info-Event zu

der Situation von LGBTIQ*-Menschen in Polen und

unserer Partnerstadt Breslau geben. Unter anderem

plant Warmes Wiesbaden am Gleichheits-Marsch

in Breslau am 3. Oktober teilzunehmen. Wir sind

mitten in den Planungen. Das ist natürlich schon

ein Thema was uns auch als CSD Orga sehr am

Herzen liegt und einfach maximale Aufmerksamkeit

verdient.

Wie wichtig ist die Sichtbarkeit für die

Community gerade an Tagen wie dem CSD

und dem IDAHOBIT* und welche besonderen

Auswirkungen haben die pandemiebedingten

Kontaktbeschränkungen für die

LSBTIQ*-Community?

Ich bin davon überzeugt, dass Sichtbarkeit momentan

das A und O ist. Unser Motto „#Mutausbruch“

und die dazugehörige Kampagne „#Mutmacher_innen“

setzt ja auch genau da an. Natürlich ist

es sehr wichtig, an diesen speziellen und wichtigen

Tagen sichtbar zu sein. Ich glaube aber, dass es viel

wichtiger ist, im Alltag, also auch an den anderen

364 Tagen, sichtbar zu sein.

Wir als LGBTIQ* Community müssen mutig sein

und wir müssen es schaffen, dass sich alle Menschen

in der Community so stark fühlen und sich

maximal von der Community unterstützt fühlen,

damit sich so viele Menschen wie möglich im Alltag

offen zeigen und outen, sich mutig in die Welt

stellen und sagen: Genau so bin ich! Nur Sichtbarkeit

führt langfristig zum Abbau von Vorurteilen

und wird dazu führen, dass es irgendwann absolut

selbstverständlich ist, anders zu sein. Auch wenn es

bis dahin noch ein langer Weg ist, aber für so einen

Mutausbruch ist es nie zu spät. Ich glaube, die Zeit

ist reif dafür.

Ich kann da nur für mich und meinen Freundeskreis

sprechen. Ich habe einige Menschen meiner Wahl-

Familie seit Monaten, einige seit über einem Jahr

nicht mehr gesehen. Und das ist schon schwierig

und auch psychisch nicht so einfach. Ich weiß, dass

ganz viele Menschen sich isoliert fühlen, nicht nur

LGBTIQ* Personen, aber ich glaube schon, dass es

viele aus der Community doppelt trifft, weil ganz

viele Schutzräume und Häfen fehlen, die normalerweise

ohne die Pandemie zur Verfügung stehen.

31.7., CSD Wiesbaden, alle Infos und Updates

über www.csd-wiesbaden.de,

www.facebook.com/CSDWiesbaden,

www.instagram.com/csdwiesbaden/ und

www.warmeswiesbaden.de

Das komplette Interview gibt’s auf

www,männer.media/regional/gab

WAS DIESEM

BETT FEHLT?

Du!

Scanne den QR-Code,

um dieses Bett zu testen.

Über einige Entscheidungen im Leben sollte man eine Nacht schlafen.

Dies ist eine davon – aber nicht aus den Gründen, die du denkst.

BE AWAKE FOR THE FIRST TIME IN YOUR LIFE ® | HASTENS.COM

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Kirchnerstraße 3-5 | 60311 Frankfurt | T +49 (0)69 21 99 73 76


24 RHEIN-MAIN-NECKAR

FOTOS: JUGENDKIRCHE KANA

Eric Tilch von der Jugendkirche KANA

Regenbogenflagge an der Jugendkirche KANA

KATHOLISCHE KIRCHE

„Die Konservativen haben nicht mehr

die alleinige Deutungshoheit“

Die Wiesbadener Jugendkirche

KANA veranstaltet nicht nur

Gottesdienste und Events für

Jugendliche, sie ist auch im

Bereich LSBTIQ* aktiv: Am Runden Tisch

LSBT*IQ der Stadt Wiesbaden sitzt KANA

mit anderen Vertreter*innen der queeren

Community, engagiert sich im Arbeitskreis

Queeres Zentrum Wiesbaden und

beim CSD Wiesbaden.

Und nicht nur auf städtischer Ebene

finden LSBTIQ* Belange Berücksichtigung

– inzwischen hat sich im Bistum Limburg

eine Arbeitsgruppe LSBTIQ* gegründet, die

ebenfalls bistumsweite Veranstaltungen

organisiert. Tut sich da was an der Basis

der Katholischen Kirche? Es hängt alles

an Personen, die an wichtigen Stellen im

System stehen. Eric Tilch ist so ein Lichtblick:

Er ist Jugendbildungsreferent und

Jugendseelsorger der Jugendkirche KANA

Wiesbaden. Ein Gespräch über Reform-

Willen der Katholischen Basis auf der

einen und erzkonservative Strukturen und

Doppelmoral auf der anderen Seite.

Eric, erklär erstmal was die Jugendkirche

KANA ist.

Die Jugendkirche Kana wurde Anfang

2005 im Bistum Limburg gegründet als

Ausdruck eines neuen Verständnisses

von Jugendpastorat. Man hat damals im

ganzen Bistum die Jugendarbeit umgekrempelt

mit dem Fokus, eine Schnittstelle

zwischen jugendlichen Lebenswelten

und Spiritualität zu schaffen. Da ist schon

ein sehr breites Angebot entstanden und

trotzdem haben wir uns vor mittlerweile

zweieinhalb Jahren auf einen weiteren

neuen Prozess eingelassen. Und das

führte zur Idee, in die queere Jugendarbeit

zu gehen.

Sicherlich war meine persönliche Orientierung

auch ein Grund dies zu tun, aber

das Team der Jugendkirche hat mich sehr

unterstützt und ich würde sagen den

Ausschlag gegeben. Die queere Jugendarbeit

ist mittlerweile ein fester Bestandteil

und ein großes Arbeitsfeld, das sich

immer mehr ausweitet. Nicht nur in der

Jugendkirche Kana: Wir haben inzwischen

einen Arbeitskreis queere Jugendarbeit

im Bistum Limburg, in dem wir in Kooperation

mit vielen anderen Einrichtungen

Veranstaltungen planen und auch von der

Bistumsleitung unterstützt werden.

Ich wundere mich jetzt so ein

bisschen: Du als schwuler Mann

arbeitest in der Katholischen Kirche

– dort ist Homosexualität doch ein

Kündigungsgrund?

Ja, offiziell ist es das auch immer noch so,

und das ist schwierig.

Zumindest im Bistum Limburg werden gerade

einige Anstrengungen unternommen,

die Grundordnung etwas zu verändern, so

dass man auch als homosexuell lebender

und liebender Mann im Dienst der Kirche

stehen kann, so zumindest das Ziel der

Reformer*innen. Es ist in der alltäglichen

Arbeit, zumindest für mich, kein Problem.

Das Einzige was problematisch ist, ist die

Struktur. Die ist leider vorsintflutlich.

Würdest du also sagen, dass zumindest

das Bistum Limburg liberal

ist? Oder muss gerade Limburg am

Image arbeiten, im Hinblick auf die

Geschichte mit Tebartz-van Elst und

der goldenen Badewanne?

Das Bistum war historisch gesehen

eigentlich immer relativ liberal, wir hatten

zunächst vorher einen sehr menschennahen

Bischof, der wirklich auf die Leute

zugegangen ist.


Das Einzige was

problematisch ist, ist

die Struktur. Die ist

leider vorsintflutlich.


Im Vergleich dazu war die Fallhöhe zu

Tebartz-van Elst sehr, sehr hoch. Aus

meiner ganz persönlichen Sicht als langjähriger

Ehrenamtlicher und aus meiner

hauptamtlichen Erfahrung ist Bischof Ge-


RHEIN-MAIN-NECKAR 25

org Bätzing, der 2016 kam, wirklich ein Segen Einfach weil er

auf andere zugeht, sich emotional berühren lässt: Er hat die

Menschen in den Blick genommen, und hat – zumindest aus

meiner Perspektive – seine Meinung immer wieder verändert.

Auch bei homosexuellen Paaren war er immer bereit

sich anzupassen. Und so ist er, glaube ich, heute noch. Insofern

war das Bistum Limburg lange Zeit ein liberales Bistum

und ist es heute mehr denn je, aber eben mit einer schmerzhaften

Lücke dazwischen, die tiefe Spuren hinterlassen hat.

Aber im Moment ist es wirklich wie eine Befreiung. Und

schön ist, dass wir vielleicht wieder ein bisschen als Vorbild

im deutschen Raum fungieren. Denn unser Bischof ist

Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und unsere

Chefin Beate Gilles ist vor drei Monaten zur Generalsekretärin

der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Da

haben wir zwei gute Menschen ganz oben. Insbesondere

Beate Gilles, die unsere Arbeit hier vor Ort immer gefördert

hat, immer interessiert war und sich auch immer für die

Belange queerer Menschen engagiert hat.

Die Reform der Katholischen Kirche muss also von

unten kommen? Man kann nicht erwarten, dass es

von oben kommt?

Ja, das ist gerade das Bild der Katholischen Kirche. Es gibt

auf der einen Seite in Deutschland den übergeordneten

„Synodalen Weg“, und gleichzeitig gibt‘s im Rahmen der

Segnungsbewegung unheimlich viele, die sich vor Ort auf

dem Weg machen. Auch vorher schon, Maria 2.0 ist zum

Beispiel so eine Basisbewegung: Vor Ort, dezentral organisiert

von Frauen, die sich engagieren. Als Deutsche haben

wir ein Demokratieverständnis, das in der Katholischen

Kirche leider nicht so zum Tragen kommt. Umso mehr sind

wir aufgerufen, unsere Stimme einzubringen und sie gegen

autoritäre Strukturen zu richten. Wir haben unsere Stimme.

Und wir dürfen sie einbringen, nicht nur weil sie politisch

legitimiert ist, sondern weil sie im Evangelium legitimiert

ist: Als Christ*innen sind wir alle getauft und haben damit

die Pflicht für eine menschliche Kirche zu kämpfen und die

Freiheit, uns nicht dafür rechtfertigen zu müssen. Es kann

nicht sein, dass einzelne, meist ältere und weiße Männer,

bestimmen, wie der Weg der Zukunft aussieht. Das muss

man klar benennen. Zum Glück gibt es viele in der Basis, die

genau das tun, und auch im Synodalen Weg wird sehr offen

über die relevanten Fragen diskutiert.

Ich habe bloß ein bisschen Angst, dass es am Ende keine so

weitreichenden Änderungen geben kann, wie wir uns das

erhoffen, weil das die römische Kirche im Moment nicht

zulässt. Umso wichtiger ist dann eine Basisbewegung und

dass hier vor Ort etwas passiert.

*Interview: Björn Berndt

Jugendkirche Kana in der Kirche Maria Hilf,

Kellerstraße 35, Wiesbaden,

www.jugendkirche-wiesbaden.bistumlimburg.de

und Instagram QueereJugendarbeit_LM

13.7., Kirche im Queerformat mit einem Film zum Thema

weibliche Homosexualität und anschließender Podiumsdiskussion

mit Gästen, Kulturbahnhof Idstein, 18:30 Uhr

19.7., Stammtischtreffen zum Thema „Bundestagswahl

2021“, Jugendkirche Kana, 19 Uhr

25.7., CSD Gottesdienst Wiesbaden, Jugendkirche Kana,

18 Uhr

Das komplette Interview mit EricTilch gibt’s auf

www.männer.media/regional/gab

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besteht kein Rechtsanspruch auf die Gewährung der Innovationsprämie,

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endet mit Erschöpfung der bereitgestellten Fördermittel,

spätestens am 31.12.2021. Die Auszahlung des staatlichen Zuschusses

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2 Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und

sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken

zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.


26 RHEIN-MAIN-NECKAR

BAR JEDER SICHT

Nach langen Monaten des

Lockdowns ist die Mainzer Bar

jeder Sicht wieder zurück. Sie

hat zu den normalen Zeiten

geöffnet und empfängt

gemäß den aktuell geltenden

Hygienevorschriften die

Gäste wieder im Innenbereich

inklusive Lüftungsanlage für

Frischluft – vorerst allerdings

nur zu Drinks und Snacks,

denn Veranstaltungen können

derzeit in der Bar noch nicht

stattfinden – aber „wir planen

fleißig ab August wieder online

und vor Ort“, so Andreas vom

Team. Checkt die Updates auf

der Website, Facebook und

Instagram.

Bar jeder Sicht, Hintere

Bleiche 29, Mainz,

www.barjedersicht.de,

www.facebook.com/

BarJederSicht, www.

instagram.com/barjedersicht

SOMMERSCHWÜLE MAINZ

Der Verein Schwuguntia plant

weiter an der diesjährigen

Ausgabe der Sommerschwüle,

dem CSD in Mainz. Sicher sind

nach wie vor zwei Dinge: Der

Termin (7. August) und dass

das Team eine Präsenzveranstaltung

einer Streaming-

Version vorzieht: „Aus meiner

Sicht steht der Aufwand eines

Online-Programms nicht im

Verhältnis zum Nutzen, da wir

nur die Community erreichen

werden und keine Sichtbarkeit

erzielen“, so Florian Schlögel

zum GAB Magazin. News

folgen in Kürze. *bjö

www.csd-mainz.de,

www.facebook.com/

sommerschwuele/

FOTO: FLORIAN, SCHWUGUNTIA

Community

FOTO: BAR JEDER SICHT

POLITIK

„DER NEUE“

in Rheinland-Pfalz

Mit David Profit wird ein LSBTIQ*-

politikerfahrener Schwuler der neue

Landesbeauftragte für gleichgeschlechtliche

Lebensweisen und Geschlechtsidentität

in Rheinland-Pfalz.

David Profit übernimmt die Stelle von

Dr. Christiane Rohleder, die das Amt seit

2016 inne hatte und ihrerzeit die bundesweit

erste Landesbeauftragte für queere

Menschen war. „David Profit wird ein

Ansprechpartner auf Augenhöhe sein“,

erklärt Staatsministerin Katharina Binz, die

den 44-jährigen Juristen und Staatsekretär

im Familienministerium für das Amt

vorgeschlagen hat. „Er kennt die rheinlandpfälzische

LGBTIQ*-Politik von Anfang an“,

so Binz weiter. So formulierte David Profit

bereits 1998 als Abgeordnetenmitarbeiter

die ersten parlamentarischen Landesinitiativen

zu LSBTIQ*, brachte den ersten

Landesaktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm

Regenbogen“ mit auf den Weg und war an

der rheinland-pfälzischen Bundesratsinitiative

zur Öffnung der Ehe beteiligt. Profit

wird sich nun für die Weiterentwicklung der

Akzeptanz und rechtlichen Gleichstellung

von LSBTIQ* in Rheinland-Pfalz engagieren.

„Die Vielfalt ist eine positive Bereicherung

für unser Land“, sagt Profit. „Es hat niemand

CSD Hanau: verschoben

das Recht, das zu bewerten oder in Frage

zu stellen. Wir alle profitieren von einem

offenen Umgang mit der Vielfalt in unserem

Land“. *bjö

Mehr Infos über die Arbeit des Landesbeauftragten

und den Landesaktionsplan

über www.mffki.rlp.de und

www.regenbogen.rlp

Eigentlich sollte der CSD Hanau als großer Online-Event am 26. Juni steigen; nun wurde der

Termin abgesagt: Aus technischen und organisatorischen Gründen könne man am Termin

Ende Juni nicht festhalten, erklärte Harry Bauer vom Verein CSD Hanau gegenüber den GAB

Magazin. Das Team plant nun einen Herbst-Pride, der Ende September oder Anfang Oktober

stattfinden soll, mit einer Demo und einer Kundgebung auf einem zentralen Platz in der

Innenstadt. *bjö

Mehr Infos über Instagram csd_hanau

FOTO: MFFKI

FOTO: CSD HANAU


RHEIN-MAIN-NECKAR 27

FILM

RUN – Premiere in Karben

FOTO: OPEN MIND ENSEMBLE

Der ambitionierte Coming out Film „RUN“ des

„open mind Ensembles“ feiert am 2. Juli Premiere im

Open Air Kino Karben

Der 22-jährige Leon ist schwul und hat seinen Platz im Leben noch

nicht gefunden. Er glaubt, die Welt habe sich gegen ihn verschworen

– insbesondere wegen seiner Homosexualität. Daher geht Leon

joggen – denn das macht den Kopf frei. Bevor er allerdings erkennt,

dass er in Ordnung ist, so wie er ist, sieht er sich mit unvorhergesehenen

Ereignissen konfrontiert.

Das Coming-out-Drama ist das aktuelle Projekt des „open mind

Ensembles“ der Theaterpädagog*innen und Regisseur*innen Oli

Becker und Heike Englisch. „Das zentrale Thema des Films ist, dass

der Protagonist Leon nicht zu seiner Sexualität stehen kann. Daher

beurteilt er Reaktionen aus seinem Umfeld oftmals als überspitzter

als sie wirklich sind und bezieht vor allem alles Negative auf seine

Homosexualität“, erklärt Oli Becker. Der charismatische Yannik

Arora spielt Leon, neben ihm sind auch die Dragqueens Tante Gladice

und René Rexhausen sowie Radio-Moderator Steve Euler und

Karbens Bürgermeister Guido Rahn zu sehen.

Die Premiere von „RUN“ wird am 2. und 3. Juli im Open Air Kino in

Karben gefeiert. Ebenfalls Open Air wird der Film am 23. Juli als

Pride-Special in der Bad Homburger Trinkkuranlage gezeigt – inklusive

Talk und

Showeinlagen

von Tante Gladice

und Moritz Bierbaum. *bjö

2. und 3.7., Open-Air-Kino im Jukuz, Brunnenstr. 1, Karben

sowie 3. – 7.7. im Cinepark, Robert-Bosch-Str. 62, Karben

Weitere Termine: 14.7., Taunussteiner Kinosommer

(www.kino-swa.de), 21.7., Kino Gelnhausen (mit Vorprogramm

präsentiert von Queer Main-Kinzig), Herzbachweg 1 – 3,

Gelnhausen, sowie am 23.7., Open-Air-Pride-Special in der

Trinkkuranlage Bad Nauheim

www.open-mind-ensemble.de/run

Fliesenträume

Sanitärwelten

Naturstein

www.fliesen-kny.de

Benzstraße 3 • 64546 Mörfelden • Tel. 06105 / 330 67 • info@fliesen-kny.de

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–12.30 Uhr und 14-18 Uhr, Samstag 9–12.30 Uhr


28 RHEIN-MAIN-NECKAR

Community

FETISCH & LEDER CLUB

DREILÄNDERECK

Aus dem Fetisch-Stammtisch-Freiburg,

der sich im

August vergangenen Jahres

gegründet hatte, ist während

der Shutdown-Phase der

neue Fetisch & Leder Club

Dreiländereck FLCD geworden:

„Man war sich stets einig, dass

der Fetisch-Stammtisch nach

der Pandemie ein Comeback

feiert“, heißt es in einer

Erklärung des Vorsitzenden

Martin Hunziker-Seiler. „Aber

in Sachen Fetisch und Leder

musste noch einiges mehr

angeboten werden“. Aufgrund

der Nähe Freiburgs zu den

Nachbarländern Schweiz und

Frankreich war schnell klar,

dass das neue Angebot für Fetischfreunde

im Dreiländereck

gelten soll. In Zukunft möchte

der Club neben regelmäßigen

Aktivitäten auch ein jährliches

großes Socialtreffen organisieren.

Momentan ist man auf der

Suche nach einem geeigneten

Clubheim. *bjö

Mehr Infos und Termine über

www.flc-dreiländereck.de

GRAFIK: FLCD

ORIENTIERUNG

Gentle Man ist auf Sendung

Das Projekt Gentle Man der AIDS-Hilfe Baden-Württemberg bietet seit über 10 Jahren

Aufklärung und Infos für „Männer* die Sex mit Männern* haben.

Ganz bewusst verwendet das Projekt

die Schreibweise „Männer*“: „Dies soll

verdeutlichen, dass es mehr als die zwei

Geschlechter weiblich und männlich gibt“,

heißt es dazu in einer Erklärung. „Geschlechter

sind auch sozial hergestellt

und angeeignet, das soziale Geschlecht

(Gender) ist nicht naturgegeben. Unsere

Angebote sind offen für alle Männer*“,

so Lars Lindauer, Projektkoordinator bei

GentleMan.

Das neueste Angebot ist der Podcast

„Queergeredet“, der sich einmal im Monat

mit wichtigen Fragen aus der queeren

Community beschäftigt. Jede Folge widmet

sich immer einem bestimmten Thema,

das von vielen Seiten beleuchtet und mit

Gästen aus Politik, Gesellschaft und der

Community besprochen wird.

Queergeredet startete Mitte Mai mit der

ersten Folge, die sich mit den Thema Homophobie,

Homofeindlichkeit und Trans*phobie

mit der zentralen Frage: „Wovor haben die

eigentlich Angst?“. Passend zur EM drehte

sich im Juni alles um das Thema Fußball unter

der Frage: „Warum dürfen wir immer noch

nicht mitspielen“? Im Juli werden natürlich

die CSD-Veranstaltungen unter der Frage

„Warum demonstrieren wir (immer noch)?“

diskutiert.

Die ausgestrahlten Folgen sind auf allen gängigen

Streamingportalen erhältlich, zusätzlich

auf YouTube und der Website des Projekts.

Checkt dort auch Infos und News zu den

kommenden Folgen. *bjö

Mehr Infos über www.queergeredet.de und

www.gentle-man.eu

FOTO: GENTLEMAN

ADVENTURE PUPPIES

Who let the dogs out? Woof

Woof! Die Adventure Puppies

sind zurück und zeigen im

Sommer Präsenz bei den

CSDs in Würzburg, Stuttgart,

Nürnberg und Magdeburg. Für

den 1. August ist außerdem

wieder ein Pubnick-Treffen

an der frischen Luft zum

Herumtollen und Spielen geplant.

Checkt die Website für

Kontakt und Updates! *bjö

www.adventure-puppies.com

FREIBURG

Happy Hochzeit!

Der aus München stammende

Travestie-Star und Entertainer

Marc Rudolf – besser bekannt als

Megy B. – ist seit Mitte Mai unter

der Haube: Am 21.5. heiratete

er seinen Lebensgefährten und

Manager Dennis Schönwetter;

die Trauungszeremonie fand im

Historischen Rathaus von Freiburg in

Breisgau statt. Wir gratulieren mit einem

bunten Konfettiregen! *bjö

FOTO: PR HERTLEIN

FOTO: ADVENTURE PUPPIES


STONEWALL

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WIR ALLE

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30 MANNHEIM

FOTO: LSBTIQ+ HEIDELBERG

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Der Anzeigenschluss für die

August-Ausgabe der gab ist am

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NEU: Koordinationsstelle

LSBTIQ+ Heidelberg

Pünktlich zum IDAHOBIT* 2021

hat die neue Koordinationsstelle

LSBTIQ+ Heidelberg ihre Arbeit aufgenommen.

Sie soll die Zusammenarbeit

zwischen Stadt und Community weiter

intensivieren, um eine gleichberechtigte

Teilhabe aller Bürger*innen in Heidelberg zu

stärken.

Die Stadt Heidelberg engagiert sich bereits

seit einigen Jahren für LSBTIQ*-Rechte: 2016

wurde im Amt für Chancengleichheit der

„Runde Tisch sexuelle und geschlechtliche

Vielfalt“ gegründet, an dem rund 15 lokale

Vereine, Organisationen und Initiativen aus

der Community regelmäßig zusammenkommen

und im Austausch zu LSBTIQ*-Themen

mit der Stadtverwaltung stehen. Städtische

Unterstützung erfahren außerdem verschiedene

Community-Projekte wie das Queere

Netzwerk Heidelberg, das jährliche Queer

Festival, der Dyke-March Rhein-Neckar, PLUS

Rhein-Neckar, die Trans*-Aktionswochen

Rhein-Neckar oder die Aktionen zum IDAHO-

BIT*. Außerdem gehört Heidelberg seit 2020

zum Rainbow Cities Network (RCN), einem internationalen

Netzwerk von über 30 Städten,

die sich zu einer aktiven Politik für die Belange

von LSBTIQ* selbst verpflichtet haben.

Wir haben Marius Emmerich, Kontaktperson

der neuen Koordinationsstelle, interviewt. *bjö

Marius, die Stadt Heidelberg hat sich

schon stark für die Chancengleichheit

von LSBTIQ* engagiert. Was kann die

Koordinationsstelle da noch verbessern

und welche Projekte nimmst du als

erstes in Angriff?

Das stimmt. Die Stadt Heidelberg hat in den

letzten Jahren bereits viel erreicht. Aus dieser

Arbeit ist die Koordinationsstelle LSBTIQ+

wirklich organisch gewachsen. Sie fungiert

jetzt als sichtbarer Anlaufpunkt und als

Dreh- und Angelpunkt, was LSBTIQ+ Projekte

in Heidelberg angeht. Wir vernetzen und vermitteln,

fördern und unterstützen und gehen

natürlich auch aktiv selbst Projekte an. Durch

die Koordinationsstelle können also zukünftig

Vorhaben zur Gleichstellung von LSBTIQ+

in Heidelberg noch effektiver durchgeführt

werden.

Auf die lange Sicht möchten wir es nämlich

schaffen, LSBTIQ+ in Heidelberg mehr zum

Querschnittsthema zu machen und die

Vielfalt der in Heidelberg lebenden und arbeitenden

Menschen spürbar und sichtbar zu

machen. Wir wollen es schaffen, Diskriminierungen

abzubauen und Menschen, die solche

erfahren, zu unterstützen. Wir möchten

darüber hinaus aber vor allem auch positive

queere Narrative schaffen. LSBTIQ+ sollen

sich in Heidelberg wohl und so willkommen

fühlen wie eben alle Heidelberger*innen, und

das geht nur durch positive Erlebnisse. Das

Queer-Sein muss solange gemeinsam gefeiert

werden, bis es irgendwann kein Thema mehr

ist, queer zu sein. Bis dahin ist es noch ein

langer Weg. Das wissen wir alle.


MANNHEIM

31

Was könnte man aus deiner Sicht als nichtbinäre

Person für die Nonbinary-Community verbessern?

Nichtbinäre Geschlechtlichkeit ist in Deutschland aktuell

noch ein Thema, mit dem sich viele Menschen nicht

auskennen. Die problematische Gesetzeslage dazu ist viel

diskutiert und – auch für mich persönlich – noch nicht

optimal gelöst. Hier bin ich wirklich gespannt, was sich

in den nächsten Jahren ergibt – vor allem was das Transsexuellengesetz

(TSG) und die rechtliche Anerkennung geschlechtlicher

Vielfalt angeht. Und auch auf lokaler Ebene

gibt es natürlich noch viel zu tun, sowohl in der Aufklärung

der Gesamtgesellschaft als auch bei direkten Maßnahmen

um nichtbinären, trans* und inter* Menschen den Alltag

zu erleichtern. Bei der Stadt Heidelberg wurde ich diesbezüglich

übrigens sehr offen empfangen. Im Rathaus gibt es

seit letztem Jahr bereits ein WC für alle Geschlechter. Und

wenn unser Amt im kommenden Jahr umzieht, wird das

zweite bei uns im neuen Gebäude eröffnet. Das alles ist ein

Prozess, der Zeit und Geduld braucht, so wie schon immer

in der LSBTIQ+-Bewegung. Ich hoffe, dass ich durch meine

Arbeit und Sichtbarkeit mithelfen kann, Hemmungen

abzubauen und andere ermutige, offen damit umzugehen.

Dass ich wünsche, nicht mit Herr oder Frau Emmerich angesprochen

zu werden, irritiert vielleicht manche bei einem

ersten Austausch, ist aber ja aber nichts weiter Schwieriges.

Und bei lieb gemeinten, respektvoll gestellten Fragen

beißt auch eine nichtbinäre Person nicht.

Die Koordinationsstelle agiert nicht nur koordinierend

„im Hintergrund“, sondern soll auch für

Bürger*innen offen stehen; in welchen Angelegenheiten

kann man sich an euch wenden?

Ja, es ist uns ganz wichtig, klar zu machen, dass die Koordinationsstelle

LSBTIQ+ ab jetzt für alle die Stelle sein

möchte, an der die verschiedenen Heidelberger Verbindungen

zu LSBTIQ+ Themen zusammenlaufen. Damit

meine ich lokale, bundesweite und internationale. Wir

koordinieren den Runden Tisch sexuelle und geschlechtliche

Vielfalt in Heidelberg, stehen im Austausch mit einem

ganzen Netzwerk aus kommunalen LSBTIQ+ Fachstellen

in Deutschland und arbeiten mit dem Rainbow Cities

Network. Gleichzeitig stehen wir bereit für alle Menschen


Bei lieb gemeinten, respektvoll

gestellten Fragen beißt auch

eine nichtbinäre Person nicht.


in Heidelberg bei Fragen zu geschlechtlicher oder sexueller

Vielfalt. Das gilt intern für die Stadtverwaltung und

ihre Beschäftigten, für den Heidelberger Gemeinderat,

für die lokale LSBTIQ+ Community und genauso für alle

Mitbürger*innen. Hier vermitteln wir immer gerne. Dafür

planen wir gerade die Einrichtung eines Newsletters. Alle

neuen Infos erscheinen natürlich im Jahresverlauf auf

unserer Website.

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Kontakt und Infos zur Koordinationsstelle LSBTIQ+

Heidelberg über www.heidelberg.de/lsbtiq

Das komplette Interview mit Marius Emmerich gibt’s auf

www.männer.media/regional/gab


32 MANNHEIM

CAFÉ KLATSCH

Stoffel, Dolo und das Team

vom Café Klatsch sind

zurück und begrüßen die

Gäste auf Terrasse und

drinnen. Beliebt und toll:

Die Kuchentheke, die von

Erdbeersahne bis zu Rhabarberkuchen

stets wechselnde,

hausgemachte Leckereien

anbietet. Oder wie wär’s mit

einem Gin-Longdrink oder

einem frisch Gezapften? Zur

Widereröffnung nach dem

Shutdown gelten besondere

Öffnungszeiten: montags bis

sonntags von 16 bis 1 Uhr

(Terrasse bis 23 Uhr). Checkt

die Facebookseite für regelmäßige

Updates!

Café Klatsch, Hebelstr. 3,

Mannheim, www.facebook.

com/klatschmannheim

FOTO: KLATSCHMANNHEIM

Community

CAFÉ SOLO

Ein Glas Wein, einen Spritz

oder vielleicht einen Cuba

Libre? Im Café Solo findet

man bei Alejandro, Andreas

und ihrem Team für jede

Gelegenheit den richtigen

Drink. Alles steht unter dem

Motto: „Lasst uns den Sommer

genießen“. Wie überall

gilt: Regelmäßig die News auf

Facebook checken! *bjö

Café Solo, U4 15 – 16,

Mannheim, www.facebook.

com/solomannheim

FOTO: SOLOMANNHEIM

ALTER

GAY & GREY

in Mannheim/Ludwigshafen/

Heidelberg

Bereits seit 2008 gibt es die Gruppe für ältere junggebliebene Schwule in der Mannheimer

Metropolregion; entstanden ist sie aus einer PLUS-Selbsthilfegruppe sowie

einer Freizeitgruppe.

COMMUNITY

Lesben feiern!

Als Auftakt in die CSD Saison 2021

(der CSD Rhein-Neckar steigt

am 14. August) laden PLUS e.V.,

Bunte Frauen, JuLE Mannheim und

Frieda alle Lesben, Frauen liebende

Frauen und Freundinnnen*, egal ob

cis, trans* oder inter, zu einem gemeinsamen

Abend im Mannheimer

Teamparcours-Komplex zu Musik,

Cocktails und Gemeinsamkeit. Checkt

die Details auf der PLUS-Website! *bjö

Unter dem Namen „Gay & Grey“ firmiert

die Gruppe aber erst seit 2014. Neben dem

monatlichen Stammtischtreffen bei gemütlichem

Abendessen in einem Ludwigshafener

Lokal gibt es einen zweiten, regelmäßigen

Termin in einer Mannheimer Seniorengaststätte,

an dem aktuelle Themen besprochen

werden; dazu werden entweder spezielle

Veranstaltungen organisiert oder entsprechende

externe Gäste als Gesprächspartner

eingeladen. Wie wichtig die regelmäßigen

Treffen für die Senioren sind, wurde besonders

während Corona bewusst: „Die Pandemie

hat uns ausgebremst“, meint Klaus Schirdewahn,

der seit 2015 die Koordination der

Gruppe übernommen hat. „Wir durften uns

nicht mehr real sehen“ – seitdem finden die

Treffen immerhin per Zoom-Konferenz statt.

Hoffnung machen zum einen die Pandemie-

Lockerungen, so dass Treffen in Gartenlokalen

oder Ausflüge wieder möglich sind, zum

anderen aber auch das geplante Queere

Zentrum Mannheim QZM, das in Zukunft als

Treffpunkt von Gay & Grey dienen soll. *bjö

Kontakt zur Gruppe gibt es über die E-Mail-

Adresse gay.and.grey@web.de

FOTO: SHARON MCCUTCHEON, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

FOTO: RODANE PRODUCTIONS, PEXELS.COM, GEMEINFREI

24.7., Teamparcours, Pozzistr. 7, Mannheim,

19 Uhr, www.plus-mannheim.de


SHOWTIME STUTTGART 33

FRL. WOMMY WONDER

„Lachen ist die letzte Waffe, wenn wir alles

andere zum Heulen finden“

„Jetzt aber!“ – mit dem Titel ihres

neuen Sommerprogramms spricht

das Frl. Wommy Wonder vielen

aus der Seele, die sich nach ein

bisschen mehr Unbeschwertheit im Alltag

sehnen. Ende Juli soll die Premiere steigen

– wir haben Wommy vorab zum Interview

getroffen. *bjö

Dein neues Programm heißt „Jetzt

aber!“ – das klingt nicht nur wie ein

Befreiungsschlag, sondern ist es

gefühlt bestimmt auch, nach dem

ewigen Shutdown? Auf was freust du

dich am meisten?

Auf Menschen, auf echte, lebendige Menschen

und auf spontanen Schlagabtausch

– in der Form, wie die Corona-Regeln ihn erlauben.

Vor leeren Räumen gegen die Wand

und in die Kamera hinein oder in Autokinos

vor Scheiben zu spielen, ist kein Ersatz für

Live-Unterhaltung – für beide Seiten nicht.

Insofern fiebere ich der Premiere entgegen,

auch wenn im Saal Abstand, Maske und viel

Lücke im Zuschauerraum vorgeschrieben

sind und alles weit unter Wirtschaftlichkeit

stattfindet. Aber ich pfeif drauf, ich will

spielen. 14 Monate lang zu erfahren, dass

man im Grunde nix wert und überflüssig ist,

macht sonst nur depressiv.

Wird Corona eine Rolle im Programm

spielen?

Ich denke, jeder wird froh sein, wenn er

abends nicht mit dem konfrontiert wird,

dem er schon im Alltag kaum entkommen

kann. Insofern findet das Thema nur im Nebensatz

statt – und dort satirisch überhöht.

Alles ausblenden würde nur den Vorwurf

nach sich ziehen, nicht auf den Alltag zu reagieren.

Ich bringe das Thema so homöopathisch

dosiert unters Volk, dass es für beide

Seiten Ventilcharakter hat. Wenn man Salz

in offene Wunden streut, kann man damit ja

auch Heilprozesse beschleunigen. Und mein

Wahlspruch war schon immer „Lachen ist die

letzte Waffe, die uns bleibt, wenn wir alles

andere zum Heulen finden“. Dem bleibe ich

weiterhin treu!

Was hat dich in der Zwangspause

wach und kreativ gehalten?

War ich überhaupt wach und kreativ? Ich war

ausgeknockt, hab mich „verzichtbar“ gefühlt,

und das hat mir neben hanebüchenen politischen

Entscheidungen und fehlkonzipierten

„Hilfen“ mehr zu schaffen gemacht als das

depperte Virus an sich. Dann auch noch

kreativ sein zu wollen hat schon fast was

Demütigendes. Man soll funktionieren und

produzieren, während man auf Null gehalten

wird, und man soll aus dem Wohnzimmer


14 Monate lang zu erfahren,

dass man im

Grunde nix wert und

überflüssig ist, macht

depressiv.


heraus die Welt bespaßen, in der es für viele

nicht allzuviel existenzielle Einschränkungen

gab. Das hat was Absurdes. Ich hab

mangelnde Kreativität dann in Aktionismus

umgesetzt: Wohnung renoviert, Corona-

Info-Newsletter für Kollegen verfasst, bei

Benefizprojekten mitgewirkt, Geld für Solidaritätsprojekte

gesammelt, im Altenheim

ausgeholfen und dergleichen. Ansonsten

hatte ich mehr als genug damit zu tun, Projekte

abzusagen, umzuplanen, zu verlegen,

Texte umzuschreiben, Karten umzubuchen

und so weiter. Über Langeweile konnte ich

nicht klagen – es war nur selten effektiv oder

so, dass der Kontostand hätte profitieren

können.

Juli ist der Pride-Monat – was ist deine

Botschaft an die Community?

Lasst euch nicht unterkriegen – grundsätzlich

nicht und jetzt schon zweimal

nicht! Seid sichtbar, seid friedlich, seid euch

gegenseitig eine Stütze – dieses Jahr einmal

mehr als üblich. Und arbeitet auf ein gutes

Miteinander hin, das sage ich euch als weise

alte Frau, die regelmäßig über Sagrotandampf

meditiert.

Ab 29.7., „Jetzt aber … die Sommershow“

im Theater der Altstadt, Rotebühlstr. 89,

Stuttgart, Infos und Tickets über

www.wommy.de

FOTO: WOMMY.DE


34 STUTTGART

präsentiert

FOTO: IG CSD STUTTGART E.V.

CSD Stuttgart: Impressionen aus 2019

CSD STUTTGART

#SCHAFFE, SCHAFFE – BUNTER WERDEN

2021 setzt der CSD Stuttgart auf

Hybrid: Am CSD-Wochenende

wird eine Demo sowie eine zweitägige

Infomeile in der Innenstadt

für LSBTIQ*-Sichtbarkeit sorgen.

Zusätzlich gibt es wieder ein ausgearbeitetes

Streaming-Programm, zu dem auch

die CSD-Kulturtage im Vorfeld des Pride-

Wochenendes gehören.

Der offizielle Auftakt der Pride-Wochen

wird mit dem traditionellen Empfang im

Stuttgarter Rathaus am 16. Juli begangen.

Da nur wenige geladene Gäste präsent sein

können, kann man die Zeremonie parallel

als Stream verfolgen. Mit dabei: Stuttgarts

neuer OB Dr. Nopper.

Vom 23. bis 30. Juli steigen die Kulturtage

mit einem digitalen Angebot, das hauptsächlich

aus dem Räumen des ENBW im

Stuttgarter Osten gesendet wird; hier gibt

es unter anderem eine Lesung des Autors

Lutz van Dijk, der seinen queeren Geflüchtetenroman

„Kampala“ vorstellt. Eine

weitere Veranstaltung informiert über die

Situation queerer Geflüchteter in Griechenland,

und der Verein zur Förderung von

Jugendlichen veranstaltet einen Barcamp,

einen offenen, digitalen Austausch zu

sexualitätsbezogenen und grenzsensiblen

Themen.

Die Polit-Demo am 31. Juli findet als reale

Fußgänger*innen-Demonstration statt

mit anschließender Kundgebung. Auf dem

Schlossplatz wird außerdem am 31. Juli und

1. August eine Infomeile entstehen, die die

Vielfalt der Stuttgarter Community zeigt;

wenn alles klappt sogar mit einem kleinen

„Essen-to-go“-Angebot. „Wir halten es für

extrem wichtig, auch unter schwierigen Bedingungen

so sichtbar wie möglich zu sein“,

erklärt Detlef Raasch vom CSD-Vorstand.

Das Motto des diesjährigen CSD Stuttgart

lautet ganz schwäbisch „Schaffe, schaffe –

bunter werden“ – als Aufforderung und Ermutigung,

sich auch weiterhin aktiv und engagiert

für LSBTIQ*-Rechte einszusetzen.

„Der Weg zu einer bunteren Gesellschaft ist

ein langer Prozess, den wir vor vielen Jahren

eingeleitet haben und an dessen Ende wir

noch lange nicht angelangt sind“, heißt es

in einer Erklärung des Vereins, der in diesem

Jahr übrigens sein 20-jähriges Jubiläum

feiert. *bjö

31.7., CSD Politdemo, Infos und Updates

zum weiteren Programm des CSD

Stuttgart über www.csd-stuttgart.de

und den entsprechenden Kanälen auf

Facebook, Instagram und Twitter.

ILLUSTRATION: HANNES STEINERT

LAURAS KÜNSTLERTREFF

Ausgetanzt – Stuttgart Comics

Der Stuttgarter Künstler Hannes Steinert hat die Corona-Pandemie genutzt, um

unter dem Titel „Ausgetanzt“ eine neue Serie von Comics zu zeichnen, die sich mit

dem Alltag unter Corona auseinandersetzen – mal komisch, mal tragisch.

Steinert vermittelt, dass die Bedrohung nur mit einem gewissen Galgenhumor

zu ertragen ist. Im Rahmen der CSD-Kulturtage kann die bereits Ende letzten

Jahres im Laura’s Künstlertreff geplante Ausstellung endlich gezeigt werden:

Am 8. Juli wird Laura zusammen mit Janka Kluge die Ausstellung eröffnen

und Steinerts Buch vorstellen. Am 30. Juli gibt’s außerdem eine Signierstunde

mit Hannes Steinert, bei der auch die Verleger und Galeristen Jan van Straten

und Sandro Kortenkass zu Gast sein werden. Tipp: Laura’s Künstlertreff liegt

unmittelbar neben Tom’s Bar – super für ein lockeres Barhopping. Die kleine Bar

sucht übrigens nach einem neuen Standort, der über eine Terrasse

zum Draußen sitzen verfügt; laut Thorsten von Tom’s Bar hat man

schon eine Option ganz in der Nähe ins Auge gefasst. *bjö

8.7., Vernissage „Ausgetanzt“, Lauras Künstlertreff, Pfarrstr. 15,

Stuttgart, 19 Uhr, 30.7. Signierstunde mit Hannes Steinert, 19 Uhr,

die Ausstellung ist bis 8. August zu sehen.


EVENT

Lovepop Open-Air

Pünktlich zum CSD meldet

sich die Lovepop-Sause mit

ihren Sommer-Open-

Air-Specials zurück.

Auftakt ist am

1. August im coolen

Fridas Pier, direkt

am Neckarufer.

Aber nicht nur

am Wasser, auch

auf dem Wasser

wird gechillt: Das

Sonnendeck des

Frachtschiffs „Wilhelm

Knipscheer“ inklusive Bar

ist ebenfalls Teil des Lovepop-

Sommerareals. Musikalisch gibt’s die

gewohnte Mischung aus Pop und Elektro mit DJ NT, der

erstmals seit seinem Abschied aus Stuttgart wieder an den

Lovepop-Decks steht. Mit dabei sind außerdem DJ Femcat

und Martin Rapp mit härteren elektronischen Sounds. Für

die passenden, traumartige Atmosphäre sorgt das Stelzentheater

Skaramouche. Wie es sich für ein Open-Air-Special

gehört, startet die Lovepop bereits um 14 Uhr.

Im August in September gibt’s weitere Lovepop-Specials:

Im August in Weitmanns Waldhaus, im September noch

einmal in Fridas Pier. *bjö

FOTO: LOVEPOP.INFO

BUNTER

STUTTGART

35

1.8., Fridas Pier, Uferstr. 107, Stuttgart, 14 – 24 Uhr,

www.lovepop.info, www.fridaspier.de

AUSSTELLUNG

Art-X-Eagle

Auch die Leder- und Fetischbar und Club-Lokal des LC

Stuttgart Eagle meldet sich aus dem Shutdown zurück. Im

Rahmen der CSD-Kulturtage werden die Eagle-Räume zur

Galerie. Genauer: Es wird eine Bilderausstellung zum Thema

„schwule Fantasien“ gezeigt. Das wirkt bestimmt ebenso

anregend wie inspirierend und bietet beste Möglichkeiten,

um miteinander ins Gespräch zu kommen. *bjö

25.7., Eagle, Mozartstr. 51, Stuttgart, 13 – 20 Uhr,

www.eagle-stuttgart.com

FOTO: ROAD TRIP WITH RAI, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI


36 KULTUR

präsentiert

AKTION

KUNST FÜR

ALLE!

Mit fünf Expert*innenführungen lädt die Schirn

Kunsthalle zum Neuentdecken der großen

Gilbert & George Retrospektive.

FOTO: SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, 2021, NORBERT MIGULETZ

„Kunst für alle“ lautet eines der vielen Slogans, mit denen das

britische schwule Künstlerpaar Gilbert & George seit den späten

1970ern existenziellen Fragen des menschlichen Lebens nachspürt,

sie darstellt, fotografiert, collagiert und kommentiert. Ihre

großformatigen, an Kirchenfenster erinnernden Werke zeigen

urbanes Miteinander und stellen dieses Miteinander dem

menschlichen Organismus gegenüber und provozieren

mit frechen Slogans. Glück und Leid sind gleichberechtigte

Sensationen des prallen Lebens mit all seinen

Widersprüchen: „Unsere Kunst soll das Bigotte

aus dem Liberalen herauslocken – und das Liberale

aus dem Bigotten“, sagen Gilbert & George.

FOTO: SCHIRN KUNSTHALLE

Die Schirn lädt ab Juli zu fünf

Expert*innenführungen, die die Ausstellung

aus verschiedenen Perspektiven betrachten:

Religion, Rassismus, Sexualität, Urbanität und

Obdachlosigkeit.

Führt durch die

Ausstellung: GAB-

Chefredakteur

Björn Berndt

Gilbert & George The Great Exhibition, Ausstellungsansicht

Mit dabei ist GAB-Chefredakteur Björn Berndt, der die

Homosexualität im Werk von Gilbert & George unter die Lupe

nimmt: Kann man von „Kunst für alle“ sprechen, wenn man fast

nur Männer zeigt? Wie befreiend wirkt ein überdimensional

aufgeblasenes „Queer“-Schmier-Graffiti und was hat das alles

mit der Pride-Bewegung der 90er Jahre zu tun?

Als weitere Expert*innen bieten Prof. Dr. Michael Müller vom

STUDIO MC collaborative network for art and spatial design,

Thomas Kober von der Weißfrauen Diakoniekirche, Siraad Wiedenroth

von der Initiative Schwarze Menschen in

Deutschland und Dr. Stefan Scholz vom Haus am Dom

Führungen zu jeweils eigenen Schwerpunkten an. *dr

16.7. (Pride-Special) und 27.7., Expert*innenführung

„Homosexualität im Werk von Gilbert & George“ mit Björn

Berndt (GAB Magazin), Schirn, Römerberg, Frankfurt, 19

Uhr, Anmeldung zu den Führungen sowie weitere Termine

über www.schirn.de


KULTUR

37

150 JAHRE

PALMEN-

GARTEN

FOTO: PALMENGARTEN FRANKFURT

Die Wiesen-, Pflanzen- und Blüten-Oase mitten in der Frankfurter

Innenstadt feiert in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag – und trotz

Corona konnte in der weitläufigen Parkanlage eine spannende Ausstellung

installiert werden.

Natur, Artenvielfalt, Bildung, Erholung und Kultur – all das zeigt das

Jubiläumsprogramm des Palmengartens, für das sich Leiterin Katja

Heubach und ihr Team mächtig in Zeug gelegt haben. Die Entwicklung

des Palmengartens zeigen zum Beispiel 14, im Park verteilte

historische Sichtachsen: Zwei fuchsiarote Metallrahmen – einer mit

einem historischen Foto aufgenommen aus der Blickachse, der zweite

als Guckkasten auf die heutige Gestaltung des Gartens. Aufmerksamkeit

erregen auch die Soundinstallationen des Klangkünstlers

Lasse-Marc Riek. Er lässt Unhörbares hörbar werden: Jagdlaute von

Fledermäusen, elektrische Spannungen von Pflanzen oder Klänge aus

der Unterwasserwelt. Klang am Abend kommt außerdem ab dem 1.

Juli mit dem Start der beliebten Konzertreihe „Summer in the City“

oder der Kammeroper auf der Freiluftbühne des Musikpavillons.

Im Laufe des Sommers soll außerdem das lang erwartete Blüten- und

Schmetterlingshaus eröffnet werden; hier kann man unter anderem

auch die Relevanz von Insekten für Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung

erleben: „No Bees, No Bembel“ lautet die einfache Botschaft

von Katja Heubach – keine Insekten, keine Blütenbestäubung, keine

Äpfel, kein Äppler.

Einen guten Überblick zu den verschiedenen Aktionen des Jubiläumsprogramms

gibt die neue Website des Palmengartens, inklusive einer

App, die als Guide durch die Parkanlage funktioniert. *bjö

DRAUSSEN

Palmengarten, Siesmayerstr. 63, Frankfurt,

www.palmengarten.de

Noch diesen Sommer soll das Blüten- und Schmetterlingshaus eröffnen.

Horst-Schulmann-Straße 3

60314 Frankfurt am Main

www.kuechenplan.com


38 KULTUR

AUSSTELLUNG

JUNGE KUNST

aus Frankfurt

FOTO: BJÖ

Die Künstler*innen mit Peter Gatzemeier (Vorstand Dr. Marschner Stiftung, oben) und Franziska Nori, Leiterin der Frankfurter Kunstvereins

Unter dem Titel „And This is

Us“ hat der Frankfurter Kunstverein

neun aufstrebende

Künstler*innen aus dem Rhein-

Main-Gebiet eingeladen, eigene Werke für

den Kunstverein zu konzipieren.

Rund 180 Portfolios von Absolvent*innen

der Städelschule und der HfG Offenbach

hat Kunstvereinsleiterin Franziska Nori

für die Ausstellung gesichtet – neun

wurden ausgewählt und haben neue

Werke eigens für den Kunstverein produziert.

Zwei fielen uns besonders auf:

Vor dem Eingang auf dem Straßenpflaster

kann man die Worte „And This

is the Rest“ lesen – als Mosaik aus

ausgespuckten Kaugummis auf den

Boden geklebt. Das ist Teil der Arbeit von

FOTO: NORBERT MIGULETZ, FRANKFURTER KUNSTVEREIN

Isabell Ratzinger von der HfG Offenbach.

Als auserwählte Künstlerin hat

sie sich gefragt: Was ist eigentlich mit

den Künstler*innen, die nicht angenommen

wurden? Also hat Ratzinger

Künstler*innen eingeladen und mit ihnen

den Raum im ersten Stock des Kunstvereins

bespielt: Spuckkügelchen aus

zerkauten Kaugummipapierchen wurden

mit aus Sperrmüll gebastelten „Schleuderwaffen“

an die Wand katapultiert

und bilden unter anderem Umrisse einer

Menschengruppe an der Wand; der ganze

Raum wirkt, als hätte hier eine Meute

getobt – ein provokantes Kunstwerk, das

auch die Mechanismen des Kunstbetriebs

kritisch kommentieren soll. Isabell

Ratzinger nennt ihre Arbeit: „And this is

the Rest. Die Streber oder die Strolche“.

Im Erdgeschoss hat Max Brück seine

lautstark ratternde Installation „Kreislauf“

gebaut. Der Künstler benutzt oft Baustoffe

wie Beton, Holz oder Eisen, aber

auch Reste industrieller Anlagen oder

vergessene Alltagsgegenstände. Hier hat

er Bauschutt des ehemaligen Frankfurter

Technischen Rathauses verwendet, das

bis zu seinem Abriss ab dem Jahr 2010

unmittelbar gegenüber des Frankfurter

Kunstvereins stand. Anstelle des Betongebäudes

im Brutalismus-Stil befindet

sich hier heute die „neue Altstadt“, die

historische Gebäude imitiert. Aber was

bleibt übrig, wenn die Stadt sich verändert,

was prägt sie und wie verändert sich

ihre Identität? Auch das Erinnern als „ein

menschliches Grundbedürfnis“ thematisiert

Brück – einige der Bruchstücke

hängen in Plastiktütchen geschweißt an

der Wand und können als Souvenir mitgenommen

werden.

Zusätzlich zu den neun „This is Us“-

Künstler*innen hat der Frankfurter

Kunstverein das Kollektiv Magma Maria

eingeladen, das an den Schaufenstern im

Erdgeschoss des Kunstvereins laufend

wechselnde Kunstwerke verschiedener

Künstler*innen ausstellt und zum Verkauf

anbietet. Willkommen im Kunstbetrieb!

*bjö

Max Brück „Kreislauf“, 2021, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2021

2.6. – 5.9., Frankfurter Kunstverein,

Markt 44, Frankfurt, www.fkv.de

Tipp: Zur Ausstellung „And

This is Us“ werden regelmäßig

Kurator*innenführungen angeboten; das

hilft beim Entdecken der Werke.


AUSSTELLUNG

Was ist Natur?

Noch bis zum 22. August kann man die nach wie

vor sehenswerte Ausstellung „Was ist Natur?“ im

Museum Sinclair Haus Bad Homburg besuchen. Im

Juli und August wird es neben den verschiedenen

Podcasts zum Ausstellungsthema auch wieder

Veranstaltungen vor Ort geben – da kann man zum

Beispiel den Besuch mit einem geführten Spaziergang

durch den unmittelbar neben dem Museum

liegenden Schlosspark verbinden (Sonntag, 4. Juli,

11 Uhr) oder im Rahmen einer philosophischen

Führung den Gedanken freien Lauf lassen (Donnerstag,

8. Juli, 17 und 19 Uhr). *bjö

Mehr Infos über

www.kunst-undnatur.de

Sarah Illenberger, aus der Serie

„Wonderplants“, 2015

FOTO: SARAH ILLENBERGER

WORKSHOP

Tanzen für

echte Kerle

KULTUR

Bis man die nächste Aufführung

von Jacopo Godanis Dresden Frankfurt

Dance Company live auf der

Bühne erleben kann, braucht man

noch ein wenig Geduld.

Allerdings gibt es ein interessantes

Überbrückungsangebot: Die

Company lädt im Rahmen ihres

Education-Programms zu Tanzworkshops,

die sich an Tanz-Laien

richten. Zum Beispiel der „zeitgenössische

Tanzworkshop für echte

Kerle“: Der Tanzpädagoge Manuel

Gaubatz zeigt hier, dass Tanz vor allem

mit Körperbeherrschung, Kraft,

Geschicklichkeit und Ausstrahlung

arbeitet. Gaubatz hinterfragt

nichtsdestotrotz heteronormative

männliche Verhaltensmuster

und gibt stattdessen männlichen

Emotionen ihren Raum, um

Hemmschwellen zu brechen und

Selbstvertrauen aufzubauen. *bjö

5. und 6.7., Tanzstudio der

Dresden Frankfurt Dance

Company, Schmidtstr. 12, Frankfurt,

jeweils 19:30 Uhr – 21 Uhr,

Anmeldung über educationfrankfurt@dresdenfrankfurt

dancecompany.de, www.dresden

frankfurtdancecompany.com

FOTO: YOGENDRA SINGH, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

39

ARTHOUSE

KINOS

FRANKFURT

ARTHOUSE

KINOS

FRANKFURT

Spielbetrieb

ich hab dich lieb

Im Juli wird endlich

wieder vor der großen

Leinwand gefummelt!

Für einen

reibungslosen

Ablauf: Tickets

am besten online

buchen!

WWW

ARTHOUSE-KINOS.DE

ARTHOUSEKINOSFRANKFURT


40 KULTUR

KINO

FOTO: WILD BUNCH GERMANY, 2021

ELDORADO GERETTET

„Sommer 85“ von François Ozon

Nach der Schließung der Berger

Kinos währte die Trauer um die

Eldorado-Schließung in Frankfurt

zum Glück nur kurz: Die

Arthouse Kinos haben den Filmpalast im

Bermudadreieck übernommen.

Das traditionsreiche Eldorado existiert

bereits seit 1912 und wurde zuletzt von

der Familie Jäger betrieben, als Teil der

Frankfurter E-Kinos an der Hauptwache.

Die Übernahme in den Verbund der

Arthouse Kinos Frankfurt (das Cinema

am Roßmarkt und die Harmonie in

Sachsenhausen), passt inhaltlich perfekt,

wurden im Eldorado in den letzten Jahren

bereits viele Arthouse Filme gezeigt. Die

Frankfurter Arthouse Kinos zeichnen sich

neben ihrem ausgewählten Filmprogrammen

auch durch ihre Filmreihen aus: Zum

Beispiel „Cinema Nostalgica“, „audiophil“,

„(Dis)harmonie“ oder „Schamlos Harmlos“,

der Reihe für Queer, Sex- und Subkultur.

Falls alles klappt, zeigen die Arthouse-

Kinos Frankfurt im Juli unter anderem

den aktuellen Film von François Ozon

„Sommer 85“: Im Sommerurlaub lernt

der 16-jährige Alexis den 18-jährigen

David kennen; das Kennenlernen ist

ungewöhnlich, denn David rettet Alexis

im Meer vor dem Ertrinken. Der schüchterne

Alex ist schnell vom forschen

David beeindruckt und verliebt sich in

ihn. Ein Sommer mit Motorradausflügen

und Badespaß – doch da ist auch

Davids etwas morbide Seite, die auffällig

mit dem Tod flirtet … Ozons Coming of

age-Film basiert auf dem Roman „Dance

on my Grave“ des britischen Schriftstellers

Aidan Chambers; François Ozon

konnte sich sofort mit dem schüchternnaiven

Alex (im Roman-Original Hal)

identifizieren.*bjö

„Sommer 85“ ab dem 8.7. in den

Arthouse-Kinos Frankfurt,

www.arthouse-kinos.de

FILMFESTIVAL

Queer Film „his“ gewinnt

den Nippon Award

Das rührende Familiendrama „his“ des Tokioter Regisseurs Rikiya Imaizui hat den

diesjährigen Zuschauer*innenpreis „Nippon Cinema Award“ des japanischen Filmfestivals

Nippon Connection gewonnen.

Szene aus „his“, den Gewinner des Nippon Cinema Award 2021

Regisseur Rikiya Imaizui

im Video-Interview bei

der Preisverleihung des

diesjährigen Nippon

Connection Filmfestvals

FOTOS: NIPPON CONNECTION

Aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung verlässt Nagisa nach seiner Studienzeit seinen

Freund Shun, um in Australien ein neues Leben zu beginnen: Er heiratet eine Frau und

das Paar bekommt eine Tochter. Doch Nagisa wird nicht glücklich; nach acht Jahren

trennt er sich von seiner Frau und kehrt zurück nach Japan, zu Shun, der inzwischen in

einem Dorf in der Provinz lebt. Das Paar findet wieder zusammen, muss sich aber mit

dem Sorgerechtsstreit um Nagisas Tochter Sora auseinandersetzen. Unterstützung

finden die beiden überraschenderweise in der überalterten Dorfgemeinschaft.

„Ich wollte die Geschichte anders erzählen als sie vielleicht üblicherweise gezeigt

wird“, erklärt Regisseur Rikiya Imaizui im Rahmen der Nippon-Preisverleihung, die

online via Zoom stattfand. „Gleichgeschlechtliche Paare in Japan haben immer noch

große Probleme. Das schwule Paar in „his“ findet wieder zusammen, aber Nagisa hat

auch eine Ex-Ehefrau und eine Tochter. Es wäre einfach gewesen, die Ex-Ehefrau als

Feindin darzustellen, aber der Autor Atsushi Asada und ich wollten auch ihre Situation

als geschiedene Frau und alleinerziehende Mutter zeigen. Normalerweise sind

Filme, die solche Themen behandeln eher traurig, aber wir wollten auch das Glück

des Paares zeigen. Und selbst wenn wir kein super-Happy-End haben, gibt es zum

Schluss zumindest einen Silberstreif am Horizont“. *bjö

www.nipponconnection.com


FILMFEST

Queer Sci-Fi: Manny

Das Indische Filmfest Stuttgart

findet in diesem Jahr noch

einmal als digitale Version

statt. Vom 21. bis 25.

Juli kann man gut 40

aktuelle indische

Filme per Stream

sehen, die jenseits

der Bollywood-

Blockbuster auch

einen kritischen Blick

auf die Entwicklung

der (indischen)

Gesellschaft werfen. Mit

dabei ist der queere Sci-Fi-

Thriller Manny: Maya hat einen

Autor*innen-Workshop belegt, den sie

sie fürs Schreiben ihrer Autobiografie braucht. Im Verlauf mit

der Arbeit muss sie sich auch mit ihrer versteckten Homosexualität

auseinandersetzen. Eigentlich hat sie sogar drei

Liebesbeziehungen: eine reale zu einem Mann, eine imaginäre

zu einer Frau sowie eine zur künstlichen Intelligenz „Manny“,

der Workshop-App. Die indische Schauspielerin Sonal Sehgal

hat die packende Story geschrieben spielt auch die Hauptrolle

im Film des lettischen Regisseurs Dace Puce. *bjö

FOTO: SONAL SEHGAL, MARANA PRODUCTIONS

KULTUR

41

12. – 25.7., 18. Indisches Filmfest Stuttgart, Streams und

Tickets über www.indisches-filmfest.de

FOTO: SALZGEBER

KABARETT & TRAVESTIE

QUEERFILMNACHT

„Glück“ im Juli

Die queerfilmnacht ist zurück in den Kinosälen! Im Juli wird

der mitreißende Liebesfilm „Glück“ von Regisseurin Henrika

Kull gezeigt: Die 42-jährige Sascha arbeitet im Berliner

Bordell Queens. Sie ist beliebt bei Kunden wie Kolleginnen,

und trotzdem fühlt sie eine innere Leere. Auch zu ihrem

Freund Stefan und ihrem Sohn Max hat sie ein schwer zu

greifendes unterkühltes Verhältnis. Als mit der lebenslustigen

wie unangepasst-queeren Italienerin Maria eine neue Kollegin

ins Queens kommt, scheint sich Saschas diffuse Gefühlswolke

zu lichten; sie ist sofort fasziniert von Marias Art und

die beiden Frauen entdecken eine Liebe, die sie zuvor noch

nicht gekannt haben. „Sehnsucht und Körperlichkeit, aber

auch Orte sozialer Grenzerfahrung und Stigmatisierung sind

Themen, die mich schon immer faszinieren“, sagt die Regisseurin

Henrika Kull, die für ihre Filmrecherche in Bordellen als

Barfrau und Assistentin der Hausdamen gearbeitet hat. *bjö

14.7., Mal seh’n Kino, Adlerflychtstr. 6, Frankfurt,

20 Uhr, www.malsehnkino.de, weitere Termine über

www.queerfilmnacht.de

Jetzt

aber!

29.07. - 12.09.2021

Theater der Altstadt Stuttgart

Infos: www.wommy.de


42 KULTUR

SHOWTIME

Ein Besuch bei Jessica Walker und ihren

Night Queens rundet auch den heißesten

Sommertag perfekt ab; da heißt es

schnell vorbestellen, denn die einzigartige

Mischung aus Revue, Parodie, Performance

und Comedy ist längst kein Geheimtipp

mehr. Drei Gast-Queens geben sich im Juli

auf der Bühne des Moxy East Hotels die

Ehre: Neben der brasilianischen Rhythmusgöttin

Kelly Heelton und dem Meenzer

Mädsche „mit Sti(e)l“ Gracia Gracioso dürfen

sich die Fans auf ein Wiedersehen mit

Paradiesvogel André Castell freuen. *mas

10.7., Moxy Frankfurt East,

Hanauer Landstr. 162, Frankfurt,

20 Uhr, Infos und VVK über

www.nightqueens.de

FOTO: ART-CONNECTIONZ

FOTO: OVERLINE.TV

FOTOS: OVERLINE.TV

NIGHT QUEENS

AKTION

Vanessa P. macht Tabula rasa

– für den guten Zweck!

Während der Pandemie hat

sich Vanessa P. – Initiatorin der

„Showgirls“-Revue – vor allem auf

Tik Tok ausgetobt. „Dann bin ich

auf die Idee gekommen, vielleicht

was Sinnvolles zu machen“, erklärt

die Queen. Gesagt, getan: In 20

Jahren Showgirls-Show hatten sich

ziemlich viele Kostüme, Ballkleider

und andere Roben angesammelt;

diesen Fundus gibt Vanessa P.

vom 5. Juli bis 21. August auf ihrer

Showgirls-Facebookseite gegen

Spende an Interessierte ab; die

Spendenerlöse gehen dabei an

Organisationen oder Vereine, die

der Käufer selbst bestimmen kann.

„Eine gute Idee für den guten

Zweck – und ich habe wieder

mehr Platz im Schrank für neue

Fummel“, lacht Vanessa P.. Den

Platz wird sie auch brauchen, denn

die Showgirls werden – sobald die

Pandemiebestimmungen es wieder

ermöglichen – natürlich auch wieder

auf der Bühne spielen. *bjö

5.7. – 31.8., Vanessa P. macht

Tabula rasa für den guten Zweck,

checkt die Showgirls-Facebookseite

www.facebook.com/

ShowgirlsFrankfurt

CONTEST

Drag Slam

Giselle Hipps und Jessica Walker haben mit dem

Drag Slam ein Konzept entwickelt, das schnell

zum Hit wurde: Sechs Queens treten im Stil

der Poetry- oder Comedy-Slams gegeneinander

an. Die Wahl der Mittel ist dabei völlig frei:

Egal ob Lip Sync, Comedy, klassische Travestie

oder eine andere Bühnen-Disziplin – es gilt, die

Publikums-Jury zu begeistern! Der Spaß steht

im Vordergrund, aber auch Ruhm, Ehre und ein

Krönchen (in Pokalform) locken – und natürlich

Preise für die glückliche Gewinner*in-Queen:

Neben 250 Euro Preisgeld gibt’s nämlich einen

satten Rabatt auf Cortes Wigs by Jazz Cortes

und eine Auswahl Pflegeprodukte. *mas

24.7., Moxy Frankfurt East,

Hanauer Landstr. 162, Frankfurt, 20 Uhr,

Infos und VVK über www.dragslam.de


KULTUR 43

LIVE

Wallis Bird

FOTO: JENS OELLERMANN

Die Wahlberlinerin

mit irischen

Wurzeln ist

live ein echtes

Energiebündel. Sie

verbindet in ihren eingängigen

Songs verschiedene Elemente aus Folk, Rock, Pop und Soul.

Inhaltlich hat Wallis Bird auch was zu sagen und macht sich in

ihren Texten stark für Frauen- und Queer-Rechte. In Frankfurt

ist sie auf der Open Air-Bühne im Palmengarten im Rahmen

des Summer in the City Festivals des Mousonturms zu sehen.

Im Vorprogramm gibt’s zur Einstimmung Pop und Poesie vom

Kölner Indie-Trio Fortuna Ehrenfeld. *bjö

27.7., Musikpavillon im Palmengarten, Eingang Palmengartenstraße,

Frankfurt, 19:30 Uhr, Infos und Tickets über

www.mousonturm.de

SCHAUSPIEL

Eternal Peace

Im Jahr 2104 ist Grönland das Zentrum einer neuen, friedlichen

Weltordnung, die sogleich zu zerbrechen droht: Die

Uraufführung des dystopischen Science-Fiction-Stückes

„Eternal Peace“ von Alexander Eisenach kann endlich nachgeholt

werden. Am 3. und 15. Juli ist die Produktion auf der

Bühne der Kammerspiele zu sehen. Spannend an dem Projekt

ist sicher der mediale Vergleich der Theaterfassung mit

der daraus entwickelten sechsteiligen Mini-Streamserie, welche

das Team um Autor und Regisseur Eisenach entwickelt

hatten, und das über die Schauspiel-Mediathek weiterhin

abrufbar ist. *mas

3. und 15.7., Schauspiel Frankfurt, Kammerspiele,

Willy-Brandt-Platz, Frankfurt, 20 Uhr,

www.schauspiel-frankfurt.de

FOTO: JESSICA SCHÄFER


WIR SEHEN UNS!

Draußen. Online. Gemeinsam.

IM SOMMER…

…ist IWWIT wieder draußen

für euch da und feiert mit

euch queere Sichtbarkeit!

Online gibt es alle Infos zu HIV,

Safer Sex 3.0, Akzeptanz in der

Szene und vielem mehr rund

um schwules Leben!

Klick dich rein auf:

www.iwwit.de


FRANKFURT

U

U

Große Eschenheimer Straße

S

FRANKFURT

SZENE

BARS

CENTRAL 9

Elefantengasse 11,

(069) 292926,

Mo-Do 20 – 2 Uhr,

Fr+Sa 20 – 3 Uhr,

bei Messen bis 4 Uhr.

Moderne, schlichte Bar:

blau und dunkel. Junges,

urbanes Publikum, beliebt.

Do 20 Uhr Mädelsabend

COMEBACK 1

Alte Gasse 33,

tägl. ab 17 Uhr, modernes,

gemütliches Ambiente,

regelmäßige Getränkespecials.

Geburtstags- und

Privatpartys mögl., Musikwünsche

EAST GRAPE

www.eastgrape.de

Louis-Appia-Passage 12,

(069) 17526232, Di-Do

15-24 Uhr, Fr+Sa bis 1 Uhr,

moderne, gesellige Weinbar

im Ostend: echt, ehrlich

und entschleunigt, 150

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Tasting-Abende

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Alte Gasse 24,, Mo: 19-1,

Di-Fr 19-6, Sa 17-6, So

19-1, urig gemütliche Kneipe

für jung und alt in einem

der historischsten Gebäude

Frankfurts.

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Große Friedberger Str. 26

(Arabella Passage),

(069) 284919, tägl. ab

15 Uhr, Kaffee, Kuchen,

Di + 2.Sa Karaoke, Mi

Longdrinktag, Do Cocktailspecial,

1.Sa Bearlounge

Eschenheimer Tor

Stiftstraße

NA UND? 43

Klapperfeldstr. 16, täglich

ab 15 Uhr bis open end,

gemütliche Bar, nettes

Stammpublikum aller

Altersklassen, Raucherlokal

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Alte Gasse 34, Di-Sa

20-5 Uhr, junge Szenebar

im Herzen Des Bermudadreiecks

mit Gästen jeden

Alters

SCHWEJK 40

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Schäfergasse 20, (069)

293166, Di-Do 16 – 1,

Fr+Sa 16 – 3, So + Mo

Ruhetag, wechselnde Deko,

buntes, kontaktfreudiges

Publikum jeden Alters, Mi

20-22 Uhr After-Work mit

halben Preisen

STALL 33

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StallFrankfurt

Stiftstr. 22, (069) 291880,

Di-So ab 22 Uhr, So, Di, Mi

+ Do bis 4 Uhr, Fr, Sa + vor

Feiertagen bis 6 Uhr,

Mo Ruhetag, Frankfurts

Cruising-Kneipe in rustikalem

Gewölbe, wlan,

ec-Zahlung, Men only

TANGERINE 11

Bleichstraße

Elefantengasse 11, tägl. ab

16 Uhr, gesellige, gemütliche

Bar mit gemischtem

Publikum

SWITCHBOARD 7

www.switchboard-ffm.de

Alte Gasse 36, (069)

283535, Di-Do 19-24

Uhr, Fr 19-1 Uhr, Sa 20-24

Uhr, So 14-23 Uhr. Cafe

der AHF, Treffpunkt vieler

Gruppen. Gelegentlich Veranstaltungen.

Die Barleute

arbeiten ehrenamtlich!

Wechselnde Aktionen; So

Stephanstraße

Brönnerstraße

Töngesgasse

Berliner Straße

14 Uhr Cream-Team (nicht

im Sommer). 1.+3. Di 15-18

Uhr Café Karussell für

Schwule ab 60.

WEISSGOLD

www.weissgold-bar.de

Berger Str. 251, (069)

24742766, Mo-Do 17-0

Uhr, Fr+Sa 17-1 Uhr, So

17-23 Uhr, moderne, gesellige

Weinbar mit Küche

im Alt-Bornheimer Kiez,

im Sommer mit Terrasse,

große Auswahl an Weinen,

variantenreiche Speisekarte

mit Tapas, POKÉ und mehr

LESBEN-BARS

LA GATA

Facebook: Club-La-Gata

Seehofstr. 3, (069) 614581,

Mo, Mi+Do ab 20 Uhr,

Fr+Sa 21 – open end,

So+Di geschlossen, Ricky

leitet Frankfurts legendäre

Lesben-Kneipe, in der auch

Schwule herzlich willkommen

sind

PARTYLOCATIONS

CLUB 78

www.club78.de

Europas langjährigste

schwul-lesbische 70er,

80er, 90er Party findet 5

bis 7 mal im Jahr statt

DELICIOUS

www.delicious-party.de

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Party mit DJs und Show-

Acts, mehrmals im Jahr im

chicen Gibson Club, Zeil 77,

mitten in der City.

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PUREgayclubbing

Zeil

Monatliche House-Party im

Klub On, Karlstr. 17, urbaner,

cooler Szenetreff

Vilbeler Straße

Hauptwache 46 55

U

U

Große Eschenheimer Straße

S

Eschenheimer Tor

Stiftstraße

33

32

Hasengasse

Bleichstraße

33

Schäfergasse

Alte Gasse

Große Friedberger Straße

Elefantengasse

Stephanstraße

40

Brönnerstraße

45

Töngesgasse

3

Berliner Straße

Battonnstraße

RESTAURANTS/

CAFÉS

BEI FRAU NANNA

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Ernst-Achilles-Platz 3,

(069) 48000335, Tapas,

Mezze, Drinks and more,

modernes Ambiente,

cooler Hang-out

ESTRAGON

www.estragon-frankfurt.de

Jahnstr. 49, (069) 5978038,

Mo-Sa 17-24 Uhr, kreative,

französische Küche mit

mediterranem Einschlag,

stilvolles Ambiente.

GRÖSSENWAHN

www.cafe-groessenwahn.de

Lenaustr. 97, (069) 599356,

So-Do 16-2 Uhr, Fr+Sa 16-

1 Uhr, Restaurant im Nordend

mit entspanntem Publikum

& familiärer Atmosphäre,

Reservierung empfohlen.

HUÉ

www.restaurant-hue.de

Schopenhauerstr. 5,

(069) 432500, täglich

12-14:30 und 17:30-24 Uhr.

Hervorragendes vietnamesisches

und thailändisches

Restaurant, Sommergarten

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(069) 76025728, Mi-So

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leckerem Kaffee, außergewöhnlichen

Teesorten und

Weinen eines jungen Winzers

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Konrad-Adenauer-Straße

U

Kurt-Schumacher -Straße

Oeder Weg 61, (069)

90554820, tägl. ab 11:30

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Seilerstraße

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Klingerstraße

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58

Uhr, frische, aromatische

und leckere Thai-Küche,

Gerichte auch zum Mitnehmen.

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Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23,

So 13:30-22 Uhr, schwules

Restaurant mit gutbürgerlicher

Küche, reichhaltiger

Auswahl und sep. Raucherraum.

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mit hessischen Spezialitäten

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GAYSAUNA AMSTERDAM

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Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23

Uhr, So 13:30-22 Uhr.

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43

47

Friedberger

Vilbeler Straße

Hauptwache 46 55

32

Hasengasse

Schäfergasse

Alte Gasse

Schäferg.

40

Große Friedberger Straße

45

Elefantengasse

37

3

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Konrad-Adenauer-Straße

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CHÖRE

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(069) 76752877,

Lesbischer Chor

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der Homosexuellenverfolgung

auf dem Klaus-

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von Tom Fecht auf dem

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(069) 95678004, queere

Radiosendung auf Radio X,

Mo 20-22, Wdhlg: Di, 11-13,

FM 91,8, Livestream auf

radiosub.de und in der

Mediathek radiox+7

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Gruppe, Queeres Jugendwohnen,

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9-16 Uhr, Di+Mi 9-17 Uhr,

Fr 9-14 Uhr, Anonyme

Telefonberatung: Mo-Fr

9-21 Uhr, Sa+So 12-14 Uhr

0180/33 19 41 1

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Gesundheitsamt), Di+Mi

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Frankfurt und dagnä

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Verband schwuler

Führungskräfte

GAYFARMER

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bundesweite Organisation

der Schwulen und Lesben in

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Lesben und Schwule in der

Stadtverwaltung,

Treff: 1.Mittwoch im Monat,

17 Uhr, Naiv, Fahrgasse 4

BERATUNG

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www.polizei.hessen.de/

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Adickesallee 70, bei Diskriminierung

oder Gewalt

gegen LSBTIQ: Felicia

Krapp: (069) 75566-777,

(069) 75566-999, rainbow.

ppffm@polizei.hessen.de

GEWALTFREILEBEN

www.gewaltfreileben.org

Kasseler Str. 1A,

(069) 43005233,

psychosoziale Beratung

für lesbische, schwule,

genderqueere und trans*-

Personen sowie Beratung

zu Gewalt in der Beziehung

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Wielandstr. 10-12, (069)

293671, Krisen-interventionsstelle

für Stricher,

persönliche und ärztliche

Beratung: Mo+Di 14-18,

Do 16-20, Mi+Fr nur nach

Vereinbarung. Tagesruhebetten:

Mo+Di 9-17, Mi+Fr

9-14, Do 9-19 Uhr

COMMUNITY

CSD FRANKFURT E.V.

www.csd-frankfurt.de

c/o Uwe Koppens,

Am Webergarten 4,

Bad Vilbel, das Orga-Team

des CSD Frankfurt

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Klingerstr. 6, (069) 2977296,

Lesbisch-schwules Kulturhaus.

Raum für Veranstaltungen,

Gruppen, Events,

Partys, Theater, Musik,

Spieleabende, Gespräche

TRANSMAIN

www.transmain.de

Klingerstr. 6, Gruppe für

Transmänner. Treff 1. Mi

19:30 Uhr im LSKH

ERMIS

www.ermis.de

Griechische Lesben und

Schwule

40 PLUS SCHWULES

FORUM

www.gay40plus.de

Schwule Männer ab 40

CAFÉ KARUSSELL

www.frankfurt.gay-web.de/

40plus

Alte Gasse 36, (069)

13387930, Offener Treff

für Schwule ab 60, 1.+3. Di

15-18 Uhr im Switchboard.

ROSA PATEN

www.ah-frankfurt.de

Friedberger Anlage 24,

(069) 40586835, Ehrenamtlicher

Besuchsdienst

der AIDS-Hilfe Frankfurt

für ältere Homosexuelle

QUB – QUEER &

BEHINDERT

www.qub-frankfurt.de

Gesprächsgruppe für

Lesben, Bisexuelle und

Trans* mit Behinderung,

Treff: 3. So, 13:30 Uhr,

LSKH, Klingerstr. 6

SPES

Selbsthilfegruppe für

Schwule mit Depressionen

und Ängsten,

spes_ffm@web.de,

Treff: 1. Do, 19:30 Uhr,

Switchboard, Alte Gasse

36

YACHAD

Queere Jüdinnen und Juden

in Frankfurt, lockerer Treff,

Austausch, Gemeinsamkeit,

Stammtisch: letzter So, 14

Uhr, Café Morcolade, Infos

über joan-aaron@gmx.de

FRAUEN

AFLR

www.aflr.de

Mertonstr. 26-28, (069)

79823095, Autonomes

FrauenLesben Referat. Do

18-20, im Frauenraum des

StudentInnenhauses

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

FrauenLesben-Sportverein.

Mehr Infos unter SPORT

BROKEN RAINBOW

www.broken-rainbow.de

Kasseler Str. 1a,

(069) 70794300,

Lesbische Anti-Gewalt-

Arbeit, Opferberatung,

Selbsthilfegruppen,

Vernetzung und Politik.

FRAUEN IN BEWEGUNG

www.fraueninbewegung.com

Baumweg 8 HH, (069)

4950710, Selbstverteidigung

und Gewaltprävention

von Frauen für Frauen und

Mädchen.

FRAUEN MUSIK BÜRO /

MELODIVA

www.melodiva.de

Roßdorfer Str. 24, (069)

4960848, Vernetzung von

musikmachenden Frauen

FRAUENVEREIN FÜR

SELBSTVERTEIDIGUNG

www.wendo.de

Baumweg 10, (069) 7411419,

Selbstbehauptungs- und

-verteidungskurse

LIBS 5

www.libs.w4w.net

Alte Gasse 38, (069)

282883, Lesben Informations-

und Beratungsstelle,

mehrere Gruppen für Lesben

verschiedenen Alters,

Mi, Do, Fr 14-19 Uhr: JuLe

- offener Treff für Mädchen

zw. 14 und 20 Jahren, Do

19-21 Uhr: Gruppe für junge

Frauen zw. 14 und 25 Jahren

LLL - LESBENARCHIV 44

www.lll-frankfurt.de

Klingerstr. 6, (069)

293044, Lebendiges

Lesben Leben im LSKH (2.

OG), Mo 16-19, Di 11-13, Mi

17-20 Lesbische Literatur

und Filme in entspannter

Atmosphäre. So ab 16 Uhr

Frauentreffpunkt LesCafé

(Spiele, Infos, Gespräche)

NAHAL

libs.w4w.net

Hohenstaufenstr. 8, (069)

282883, Für Frauen liebende

Migrantinnen und

Flüchtlingsfrauen. 4. So

16-19 Uhr, Frauenschule

WIRTSCHAFTSWEIBER

www.wirtschaftsweiber.de

Netzwerk lesbischer Fachund

Führungskräfte

JUGEND &

FAMILIE

ILSE HESSEN

www.ilse.lsvd.de

(069) 94549616, Initiative

lesbischer & schwuler Eltern

KUSS41 55

www.kuss41.de

Kurt-Schumacher-Str. 41,

(069) 29723656, Queeres

Jugendzentrum. Café

(Di 18-22 Uhr, Fr 17-22

Uhr) und Beratung für

queere Jugendliche bis 27.

Ansprechpartner: Oliver

König + Alisa Weidinger, Trägerverein:

our generation e.V.

SCHWULE VÄTER

www.schwule-vaeterfrankfurt.de

Alte Gasse 36, (0172)

9602103, Treff 1.+3. Fr,

20 Uhr imSwitchboard

SCHLAU HESSEN 55

www.schlau-hessen.de

c/o our generation e. V.,

Kurt-Schumacher-Str. 41,

Bildungs- u. Antidiskriminierungsprojekt

zu

geschlechtlichen Identitäten

und sexuellen Orientierungen

für Schulklassen.

KIRCHE & GLAUBE

HUK FRANKFURT

www.huk.org

Frankenallee 150, (069)

5974376, Homosexuelle

und Kirche, Treff: 1. + 3. So

16 in der Friedensgemeinde

PROJEKT: SCHWUL UND

KATHOLISCH

www.psk-ffm.de

Rebstöcker Str. 70, Gottesdienst:

1. So 18:30 Uhr in

der Pfarrkirche Maria Hilf

PROJEKTGEMEINDE (MCC)

www.projektgemeindefrankfurt.de

Eckenheimer Landstr.

90, Gottesdienste 1. + 3.

Sa 18 Uhr, Gethsemane-

Gemeinde

YACHAD

Treff für jüdische Lesben

und Schwule, Infos:

Yachad-Frankfurt bei

Facebook oder

joan-aaron@gmx.de

SPORT

FVV

www.fvv.org

Gartenstr. 145, (069)

21995890, Schwuler

Sportverein mit gut 30

Sportarten im Angebot

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

Spohrstraße 3, (069)

289060, FrauenLesben-

Sportverein mit vielen

Sportarten

GOC GAY OUTDOOR CLUB

www.gocrheinmain.jimdo.com

(069) 563456, Schwule

Wander- und Freizeitgruppe.

PINK TIGERS

www.schwarzgold.de

Wittelsbacherallee 6-12,

(0177) 3253690, Schwule

Showtanzgruppe. Training

Mo 20-22 Uhr in der Turnhalle

der Herderschule.

REGENBOGENADLER

www.regenbogenadler.de

Lesbisch-schwuler Eintracht

Frankfurt Fußball-Fanclub

VOLLESROHR

www.vollesrohr.de

Alte Gasse 36, (0173)

3225108, Freundeskreis

schwuler Motorradfahrer.

1. Di, 20h, Switchboard.

Touren und Trainings siehe

Homepage

POLITIK

AG QUEER

www.gruene-frankfurt.de

LGBTIQ*-Arbeitsgruppe

des Kreisverbands der

Frankfurter Grünen, Kontakt:

kreisverband@gruenefrankfurt.de

LSU HESSEN

www.lsuhessen.de

Frankfurter Str. 6, Wiesbaden,

Lesben und Schwule

in der Union, Kontakt:

Landesvorsitzender.

Hessen@lsu-online.de.

LISL HESSEN

www.lisl-hessen.de

Liberale Schwulen und Lesben

(FDP), Landesverband

Hessen

DIE LINKE.QUEER HESSEN

www.die-linke-hessen.de/

lagqueer3

Große Seestr. 29, LAG der

Schwulen, Lesben, Trans-,

Bi- und Intersexuellen in

der Linken Hessen. Treff

3. Di 19:30 im Switchboard.

Lebenspartnerschaft

und Familie

Strafverteidigung

Erb- u. Vertragsrecht

Ausländerrecht

Arbeitsrecht

Rechtsanwalt und

Streitschlichter

Rossertstr. 9 (Nähe Palmengarten)

60323 Frankfurt a.M.

Tel. +49 (0) 69.95 51 85 08

Fax +49 (0) 69.59 67 47 55

Mobil +49 (0) 151. 50 65 52 96

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Da nehme ich gute

Berater, von Anfang an.

SidW.

Körberstraße 15

60433 Frankfurt am Main

Tel. 069 / 951401-70

Fax 069 / 951401-55

INFEKTIOLOGISCHE SCHWERPUNKTPRAXIS

in Frankfurt-Sachsenhausen

Dr. Stephan Klauke • Dr. Gaby Knecht • Dr. Peter Gute

Dr. Thomas Lutz • Priv. Doz. Dr. Markus Bickel • Dr. Philipp de Leuw

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48 PINK PAGES

MANNHEIM

Kurpfalzstraße

P1

SPD QUEER

www.spd-hessen.de

Hessen-Süd: (069)

299888140, Hessen-Nord:

Hessen-Nord@schwusos.de,

Arbeitsgemeinschaft der SPD

für Akzeptanz & Gleichstellung

LSVD HESSEN

www.hessen.lsvd.de

(069) 94549616,

Lesben- und Schwulenverband,

2. Fr 19:15 Uhr im

LSKH

STUDENTEN / UNI

FRANKFURTER SCHWULE

www.fs-gu.de

Mertonstr. 26 – 28, Studierendenhaus

Raum B102,

autonomes queerfeministisches

Schwulenreferat

VORLIEBEN &

FETISCH

FLC – DER FETISCHCLUB

IM RHEIN-MAIN GEBIET

www-flc-frankfurt.de

Treff: 1.Mi, 20-22 im Stall

WIESBADEN

SZENE

12

P2

BARS

BADHAUS.BAR

www.facebook.com/

christian.badhaus

Häfnergasse 3, Szene-Bar,

Di-Do 20-2, Fr+Sa 20-3

TREND

www.trend-wi.de

Am Römertor 7, (0611)

373040, Bistro-Bar für Gays,

Lesbians und aufgeschlossene

Leute, tägl. ab 15 Uhr

BUSINESS

3

P3

SEXSHOPS UND

-KINOS

EROTIKSHOP ADAM + EVA

www.sex-sinne.de

Rheinstr. 27, (0611) 5806766,

Mo-Sa 10-22. Erotikshop mit

Kino und Darkroom

2

P4

Cahn-Garnier-Ufer

Friedrichsring

P5

Bismarckstraße

5

P6

Planken

Kunststraße

RAT & TAT

HIV / STI

AIDS-HILFE WIESBADEN

www.aidshilfe-wiesbaden.de

Karl-Glässing-Str. 8, (0611)

302436, Beratung: (0611)

19411, Mo, Di, Do + Fr

10-14, Mo auch 19-21, Prävention,

HIV-Testangebote,

Rechtsberatung, Coming-

Out, TransAlive, Frauen,

Betreutes Wohnen, Rosa

Paten

COMMUNITY

WARMES WIESBADEN

www.warmeswiesbaden.de

Stammtische, Jugend- und

Beratungsangebote, Partyreihe

„Let’s Go Queer!“,

Veranstalter des CSD,

Wanderungen, gesellschaftspolitische

Arbeit uvm.

Aktuelle queere Infos im

Telegram-Kanal: https://t.me/

WaWiPublic

LSBT*IQ-KOORDINIE-

RUNGSSTELLE

www.wiesbaden.de

Schlossplatz 6, (0611)

314048, Schnittstelle

zwischen Politik, Stadtverwaltung

und Community.

Beratung und Akzeptanzförderung

von LSBT*IQ

im Wiesbadener Rathaus,

Mo-Do 9:30-16:30, Termine

nach Vereinbarung.

BERATUNG

Collinistraße

6

DIE BUNTE NUMMER

P7

(0611) 309211, Beratung bei

Fragen zum Coming-Out;

jeden Di+Do 19-21 Uhr

JUGEND & FAMILIE

BIRDS OF PRIDE

www.warmeswiesbaden.de/

jugendgruppe/

Offene Treffen für

LSBT*IQ-Jugendliche im

Alter von 14 bis 27 Jahren

jeden zweiten Do von

18-20 Uhr, Jungbrunnen

- Haus der Jugendorganisationen,

Saalgasse 11.

4

Hebelstraße

20

Kaiserring

8

Goethestraße

Reichs

SPORT

WAWI SPORTS

www.warmeswiesbaden.de/

sportangebote/

Lauftreff: Di 19 Uhr, Kurpark

Wiesbaden, weitere

Fitness-Angebote für

LGBTIQ* & Friends

POLITIK

REFERAT FÜR GLEICH-

GESCHLECHTLICHE

LEBENSWEISEN

www.hsm.hessen.de

Hessisches Ministerium

für Soziales und Integration,

Dostojewskistraße 4,

(0611) 817-0

LSU WIESBADEN

www.lsuhessen.de

Kreisverband der Lesben

und Schwulen in der Union,

Kontakt über stefanloewer@lsu-online.de

MAINZ

Friedrichsplatz

SZENE

BARS

CHAPEAU

www.chapeau-mainz.de

Kleine Langgasse 4, (06131)

223111, tgl. 18 Uhr-open

end, Stimmung bis tief in

die Nacht. Fr + Sa Schnäpschenabend.

Raucherkneipe

SAUNEN

BLUEPOINTSAUNA

www.bluepointsauna.de

Frauenlobstr. 14, (06131)

9724800, Di – So 12 – 22

Uhr, Mo Ruhetag. Schön

gestaltete, höhlenartige

Gay-Sauna.

SEXSHOPS UND

-KINOS

CITY SEXSHOP

www.sexshop-mainz.de

Große Langgasse, (06131)

220479, Mo-Fr 10-21, Sa

9-21, großes schwules

Sortiment

CRAZY VIDEO SHOW

Dominikanerstr. 5, (06131)

214750, Mo-Sa 9-23,

So 13-23. Gay-Erlebniskino,

8 Programme.

Seckenheimer Straße

Schwetzinger Straße

25

kanzler-Müller-Straße

Bassermannstraße

Kolpingstraße

Augustaanlage

FUNTOY

www.funtoy.de

Frauenlobstr. 14a, (06131)

3276883, Mo-Sa 10-22

Uhr, Erotikshop, Kino/

Gloryhole

RAT & TAT

HIV / STI

AIDSBERATUNG LAND-

KREIS MZ-BINGEN

Große Langgasse 29,

(06131) 693334258, Beratung,

Aufklärung, kostenloser

HIV-Test.

AIDS-HILFE MZ

www.aidshilfemainz.de

Mönchstr. 17, (06131)

222275, Tel. Beratung

Mo 12-17, Di-Do 10-17

und Fr 10-15. Außerdem

betreutes Wohnen und

Präventionsarbeit

COMMUNITY

BAR JEDER SICHT

www.sichtbar-mainz.de

Hintere Bleiche 29,

(06131) 5540165,

Di-Sa 18-o.e., So 16-22.

Kulturzentrum, anonyme

Beratung nach tel. Vereinbarung

(0174) 4985286

oder per Mail beratung@

sichtbar-mainz.de, Gruppentreff

und Kneipe

50 PLUS

www.sichtbar-mainz.de

Hintere Bleiche 29, schwule

Männer und lesbische Frauen

ab 50, Treffen in der Bar jeder

Sicht, Termine online

MAINZ TS

Selbsthilfegruppe für transidente

Menschen, Stammtisch:

4. So, 19 Uhr, Bar

Jeder Sicht, Kontakt über

info@sichtbar-mainz.de.

MEENZELMÄNNER

www.meenzelmaenner.de

Heinrich-Wothe-Str. 2,

(0171) 6840826, Schwullesbischer

Mainz-05-Fanclub

SCHWUGUNTIA

www.schwuguntia.de

PF 3643, Verein für Vielfalt

und Akzeptanz in Mainz,

Veranstalter der Sommerschwüle,

Tanzkurse, Wanderungen,

Treff: 1.Di, 19:30

Uhr in der Bar jeder Sicht

FRAUEN

ALLEFRAUENREFERAT

frauenreferat-mainz.de

Jacob-Welder-Weg 18,

(06131) 3924713, Plenum:

Mo 18:30. Ausleihe Mo,

Mi, Do 12-16h, Di 12-19h.

6.000 Bücher und Zeitschriften,

großer Bestand

an Lesbenliteratur

FRAUENZENTRUM

www.frauenzentrummainz.de

Kaiserstr. 59 – 61, (06131)

221263, Feministisches

Zentrum, Beratung, Frauennotruf.

Frauencafé Mi

18-23h. Do 19h Junglesbengruppe,

20h Lesbengruppe.

Lesbische Mütter:

1. Sa 14 Uhr.

NKAL

www.netzwerkkatholischer-lesben.de

PF 2844, Netzwerk

katholischer Lesben

JUGEND & FAMILIE

ILSE MZ

www.ilse.lsvd.de

(06131) 3367075, Initiative

lesbischer und schwuler

Eltern. Treff 3. So.

J.I.M.

www.jugendinmainz.jimdo.com

Jugend in Mainz, Treff für

Jugendliche in der Bar jeder

Sicht, 2.Di 19 Uhr 18-27

Jahre, 4.Mo 18-22 Uhr bis

21 Jahre

SCHWULE VÄTER

www.schwule-vaeter.org/

mainz

(06130) 207261, Treff 4. Di,

18 Uhr in der Bar jeder Sicht

ELTERNGRUPPE

Treff für Eltern von homo-,

bi- und transsexuellen Kindern

in der Bar jeder Sicht,

in ungeraden Monaten am

3.Di 19:30 Uhr

KULTUR

DIE UFERLOSEN

www.uferlose.de

(06131) 235671,

Schwullesbischer Chor.

SPORT

KDO KINDER DES OLYMP

www.kinder-des-olymp.org

Hintere Bleiche 29,

Schwullesbische Sportgruppe:

Badminton, Fußball,

Laufen, Nordic Walking,

Radfahren, Schwimmen,

Volleyball. Stammtisch in

der Bar jeder Sicht.

STUDENTEN / UNI

SCHWULENREFERAT MZ

schwulenreferat-mainz.de

Staudinger Weg 21, (06131)

3926851, Treff und Beratung:

Mi 18 Uhr

MANNHEIM

SZENE

BARS / CAFÈS

BAR2 6

www.facebook.com/

bar2mannheim

T6 19, (0621) 3974270,

Mo-Do 17-0, Fr 17-3,

Sa 18-3, So 14-23, stylishe

Szene-Bar, Kaffee, Cocktails,

gute Drinks, Nichtraucher

CAFÉ LEGENDÄR 21

www.facebook.com/

cafeLegendaer

N7 9, Mo-Do 16-24, Fr+Sa

und vor Feiertagen 16-5,

So + Feiertag geschlossen,

Stimmungsvolle Raucherbar

mit gemischtem Publikum

jeden Alters, direkt am

Wasserturm

CAFÉ SOLO 3

www.facebook.com/

SoloMannheim

U4 15-16, Café-Bar,

So-Do 18-23, Fr+Sa 18-1,

Mo Ruhetag, Terrasse mit

Blick auf den Neckar

CAFÉ KLATSCH 4

www.facebook.com/

CafeKlatschMA

Hebelstr. 3, (0621) 76049737,

Mo-Do 18-4, Fr + Sa 18-5,

So 16-4 So + Feiertag

geschlossen, gemütliches

Theater-Café und legendäre

Party-Location, Live-Events,

Sonntags Kaffeeklatsch

LELLO 8

www.cafe-lello.de

Berliner Str. 17, (0621)

3709000, Di-Do 18-1,

Fr+Sa 18-3, So+Mo Ruhetage.

Italienisches Dolce

Vita in abgefahren-gemütlichem

Ambiente. Exzellente

Weinkarte, mittwochs

hausgemachte Pizza.

FETISCH-BARS

JAILS

www.jails-mannheim.de

Angelstr. 33, (0621),

8544146, Bar- und Cruising-Area

im MS Connexion-Komplex,

wechselnde

Fetisch-Partys, Do ab 17,

Fr+Sa ab 21, So ab 18 Uhr

PARTYLOCATIONS

DISCOTHEK ZWEI 5

www.ponyclub-mannheim.de

T6, 14, (0621) 3974270,

Sa 22-o.e. Neuer Club (ex-

T6/Hans), Sa „Ponyclub“-

Party für Gays and Friends.

MIXED CLUB ACTION 2

www.club-action-disco.de

U5, 13, (0621) 153435,

So-Do 22-5 Uhr, Fr+Sa

22-12 Uhr. tgl. mixed Music

mit wechselnden DJs, am

Wochenende After Hour.

GAYWERK

www.gaywerk.de

Angelstr. 33, Regelmäßige

Mega-Gay-Party im Club

MS Connexion

SAUNEN

ATLANTIS SAUNA

www.atlantis-sauna.de

Wöllnerstr. 10, Ludwigshafen,

(0621) 54590137,

Di-Do 15-24 Uhr, Fr 15-1

Uhr, Sa-So 13-1 Uhr. Gay-

Sauna-Park mit Schwimmbad

u. Garten. Do+Fr FKK-

Tag, Sa Partnertag, 2.+4.

So Bärensauna

GALILEO CITY SAUNA 20

www.galileo-sauna.com

O7, 20, (0621) 1786409,

Mo-Do 13-1, Fr 13 durchgehend

bis Mo früh 1 Uhr „60h

Nonstop“, Spezialtarif für

Youngsters (U26). Nachtsauna

am WE. Massagen:

Mo, Mi, Do 16-21 Uhr


PINK PAGES

49

SEXSHOPS &

-KINOS

CRUISING POINT

www.cruisingpointmannheim.de

Mittelstr. 15, (0621) 36407,

Mo-Fr 12-24, Sa 12-3,

So 15-24. Sexshop, Videoverleih,

Kino und Kabinen.

Kostenloser Kino-Eintritt

für alle unter 25.

STUDIO 7 25

Heinrich-Lanz-Str. 32,

(0621) 449306,

Mo-Fr 11-23, Sa 11-1

(Nachtkino mit gratis

Kaffee und Snacks),

So + Feiertags 14-23 Uhr.

Ältestes Gaykino

BUSINESS

ÄRZTE

ANDREA LANG

www.lang-praxis.de

Diplom-Psychologin. O6,9,

(0621) 43655721,Di+Do

8-9 und 14:30-15 Uhr

BÜCHER

FRAUENBUCHLADEN

XANTHIPPE 12

www.frauenbuchladenxanthippe.de

T3, 4, (0621) 21633, Große

Auswahl lesbischer Bücher,

auch Versand

FINANZEN &

RECHT

RECHTSANWALT

JÜRGEN E. WOLF

www.anwalt-mannheim.de

Deutsche Gasse 20, (0621)

7773670, Fachanwalt für

Arbeits- und Familienrecht

RAT & TAT

HIV / STI

KOSI.MA

www.kosima-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

33939478, Beratung zu

sexuell übertragbaren Infektionen,

Schnelltest kostenlos

und anonym, Gruppe

HIV+NewGeneration,

Präventionsteam

AIDSBERATUNG IM

GESUNDHEITSAMT

R1, 12, (0621) 2932249,

Di 8-12h, Do 14-18h, HIV-,

Hepatitis- und Syphilis-

Tests anonym und kostenlos

AIDSBERATUNG,

GESUNDHEITSAMT HD

Kurfürstenanlage 38-40,

Heidelberg, (06221)

5221820, Beratung zu Aids

und sexuell übertragbaren

Infektionen, HIV-Test

kostenlos und anonym

AIDSHILFE AK LU

www.checkpointludwigshafen.com

Frankenthaler Str. 71,

Ludwigshafen, (0621)

68567521, Anonyme

Beratung unter (0621)

68567514.

AIDSHILFE HD

www.aidshilfe-heidelberg.de

Rohrbacher Str. 22, Heidelberg,

(06221) 19411,

Telefonberatung: Mo 10-14

Uhr, Di 14-16 Uhr, Mi 16-18

Uhr, Checkpoint: Anmeldung

über Aids-Beratung

Gesundheitsamt HD

ARBEIT & BERUF

VK RHEIN-NECKAR

www.vk-online.de

Netzwerk schwuler

Führungskräfte und Selbständiger,

Regionalgruppe

Rhein-Neckar, regelmäßiger

Stammtisch in Mannheim,

rhein-neckar@vk-online.de

BERATUNG

PLUS BERATUNG

www.plus-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

3362110, Psycholog. Lesben-

u. Schwulenberatung,

kostenl. Jugendberatung,

Gipfelstürmer (schwule

Jugendgruppe) Mo 18 Uhr,),

JuLe (junge Lesben,

Do 18 Uhr). Weitere Angebote

und Selbsthilfegruppen

siehe Homepage

COMMUNITY

CSD RHEIN NECKAR E.V.

www.csd-rhein-neckar.de

M2, 1, (0621) 21755,

CSD-Parade- und CSD-

Fest-Organisation

GAY & GREY

Gruppe für ältere junggebliebene

Schwule in

Mannheim / Ludwigshafen

/ Heidelberg. Treff: zwei Mal

im Monat, Infos über

gay.and.grey@web.de

KOORDINATIONSSTELLE

LSBTIQ+ HD

www.heidelberg.de/lsbtiq

Bergheimer Str. 69, Heidelberg,

(06221) 58-15225,

städtische Stelle zur

Stärkung von Akzeptanz

und gleichen Rechten von

LSBTIQ* in Heidelberg,

Kontakt: Marius Emmerich

lsbtiq@heidelberg.de

LSBTI-BEAUFTRAGUNG

www.mannheim.de/lsbti

Rathaus E5, (0621)

293-2004 und 293-

2003, städtische Stelle

für LSBTI-Themen,

Ansprechpartner*innen:

Margret Göth, Sören Landmann.

OFFENES NETZWERK

LSBTTIQ

www.schlimm-online.de

Überparteiliche Plattform

von Vertreter*innen der

LSBTTIQ-Community

Mannheim (ehemals

SchLIMm)

ROSA KEHLCHEN

www.rosakehlchen.de

PF 12 05 11, 69067 Heidelberg,

Schwuler Chor, Probe:

Mo, 19:30, Kulturzentrum

Mannheim-Käfertal

FRAUEN

LESBENRING

www.lesbenring.de

Postfach 11 02 14, Heidelberg,

(0441) 2097137,

Dachverband für lesbische

Frauen, Lesbengruppen

und Organisationen.

JUGEND & FAMILIE

ILSE RHEIN-NECKAR

www.ilserheinneckar.

wordpress.com

Initiative lesbisch-schwuler

Eltern

KIRCHE & GLAUBE

HUK KURPFALZ

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche,

Regionalgruppe Kurpfalz

SPORT

MVD

www.mvd-mannheim.de

gegründet als „Mannemer

Volley Dolls“ bietet der

Verein Menschen der

LSBTT*IQ-Community in

der Rhein-Neckar Region

eine sportliche Heimat.

Abteilungen: Asian Sports,

Badminton, Fitness, Fußball,

Schwimmen, Volleyball

STUDENTEN / UNI

QUEER IM SCHLOSS

www.queerimschloss.

uni-mannheim.de

L9, 7, (0621) 1813380,

SchwuLesBische und

transidente AStA-Gruppe

VORLIEBEN &

FETISCH

LUG MANNHEIM

www.lugman.de

Postfach 102117, (0621)

1221765, Leder-Uniform-

Gummi-Club

RUBCLUB

www.rubclub.de

Gustav-Seitz-Str. 4, (0172)

7334444, Fetischgruppe,

Schwerpunkt Gummi.

Regelmäßige Fetischpartys

in Karlsruhe und Berlin

DARMSTADT

BUSINESS

BEAUTY

HAIRLOUNGE BY EDDY

Bismarckstr. 21, Lengfeld,

(06162) 72339

BÜCHER

LESEZEICHEN

www.lesezeichendarmstadt.de

Liebfrauenstr. 69

SZENE

BARS

3KLANG

www.3klang-bar.de

Riegerplatz 3, (06151)

6698847, Mo 18-24, Di-Sa

10-1, So 10-24. Szene-Bar,

bunt gemischtes Publikum.

Tgl. Frühstück bis 15 Uhr.

So 10-15 Frühstücksbüffet

(Reservierung erbeten).

KULTUR

RADIO

GANZ SCHÖN QUEER

www.radiodarmstadt.de

(06151) 87000, Schwullesbisches

Radiomagazin,

1. Mo 18-20 Uhr auf Radio

Darmstadt, UKW 103,4

(Antenne) oder 99,85

(Kabel)

RAT & TAT

HIV / STI

AIDSHILFE

DARMSTADT E.V.

Elisabethenstr. 45, (06151)

28073, Beratung: Mo, Di,

Do 9-17 Uhr, Mi 13-17 Uhr,

Fr 9-15 Uhr

COMMUNITY

QUEERES ZENTRUM

www.vielbunt.org/queereszentrum-darmstadt

In der Oetinger Villa,

Kranichsteiner Str. 81,

zwangloses Beisammensein

für queere Jugendliche

von 14 bis 27 Jahren, Di,

Do+Fr 16-20 Uhr, Kontakt:

jugend@vielbunt.org

VIELBUNT

www.vielbunt.org

Kranichsteiner Str. 81,

Queeres Zentrum Darmstadt,

Veranstalter des CSD,

der Party „Schrill & Laut“,

Jugend- und Beratungsangebote

u.v.m.

FRAUEN

FRAUENKULTURZEN-

TRUM

www.frauenkulturzentrumdarmstadt.de

Emilstr. 10 in der Kyritzschule,

(06151) 714952,

2. So 10:30-13 Uhr Frauenfrühstück;

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50 HOROSKOP

HOMOSKOP

Geburtstagskind des Monats:

WIELAND SPECK, 28.7.1951

Juli 2021

VON BENJAMIN HOFMANN

Der smarte Regisseur hat sich in seinen Filmen immer wieder mit homosexuellen

Themen beschäftigt; am bekanntesten ist der Film „Westler“ über eine schwule

deutsch-deutsche Liebesbeziehung. Als Mitarbeiter der Sektion Panorama des

Filmfestivals Berlinale gründete er 1987 zusammen mit Manfred Salzgeber den

Teddy Award, den vielbeachteten queeren Filmpreis des Festivals. *bjö

FOTO: MARTIN KRAFT

, PHOTO.MARTINKRAFT.COM, CC BY-SA 3.0, WIKIMEDIA COMMONS

KREBS

22. JUNI – 22. JULI

Feiere das Leben, Geburtstagskind!

Der Juli wird dein Glücksmonat, in

dem dir die Arbeit leicht von der Hand

geht, so dass du dich voll und ganz auf

die schönen Momente konzentrieren

kannst.

LÖWE

23. JULI – 23. AUGUST

Die Sonne tritt Ende Juli in das

Zeichen des Löwen – besser geht’s nicht!

Du strahlst pure Kraft und Lebensfreude

aus, an der dein Umfeld gern teilhat. Mit

so vielen guten Vibes startest du zuversichtlich

in die zweite Jahreshälfte.

JUNGFRAU

24. AUGUST – 23. SEPTEMBER

Spüre in einem ruhigen Moment

nach, woher die Ungewissheit kommen

könnte, die du verspürst. Gerade in Bezug

auf den Partner wären voreilige Schlüsse

fatal. Eine Aussprache schafft Klarheit,

danach wird’s dir richtig gut gehen!

WAAGE

24. SEPTEMBER – 23. OKTOBER

Draußen wird’s warm, drinnen

wird’s heiß: „Zu mir oder zu dir?“, lautet

die Frage, die vor allem Single-Widder

im Juli umtreibt. Ob da Weichen für eine

gemeinsame Zukunft gestellt werden, darf

sich zeigen. Spaß macht´s auf jeden Fall!

SKORPION

24. OKTOBER – 22. NOVEMBER

Schnall dich gut an, denn für

dich heißt es bald, richtig Gas geben zu

müssen, um voranzukommen. Das wird

manchmal holprig und kostet viel Kraft,

aber bald schon wirst du wieder in den

entspannten Gleitflug wechseln können.

SCHÜTZE

23. NOVEMBER – 21. DEZEMBER

Deine Mitmenschen wirken

auf dich wie ein aufgebrachter Bienenschwarm?

Nimm´s gelassen und bleibe

verständnisvoll – und schlage lieber mal

eine Einladung aus. Ein bisschen Zeit

solltest du dir selbst gönnen.

STEINBOCK

22. DEZEMBER – 20. JANUAR

Sich einfach nur okay zu fühlen

ist in Ordnung! Bei dir läuft´s, auch ohne

Highlights kommst du stressfrei durch

den Sommer. Ist doch super! Mach dir

Urlaubspläne, die Vorfreude auf freie

Tage wird richtig guttun.

WASSERMANN

21. JANUAR – 19. FEBRUAR

Der Juli wird dein absoluter

Powermonat, denn Mars spornt dich

zu Höchstleistungen an. Achte darauf,

deine Energie auf ein festes Ziel zu

konzentrieren, sonst droht das Gefühl

zielloser Rastlosigkeit.

FISCHE

20. FEBRUAR – 20. MÄRZ

Es wird Zeit, den Grund des

Sees zu verlassen und wieder öfter

an die Oberfläche zu schwimmen: Mit

Freunden essen gehen, einen Ausflug

organisieren, Veranstaltungen besuchen

– all das stärkt die Seele.

WIDDER

21. MÄRZ – 20. APRIL

Der rückläufige Saturn wirkt

wie ein innerer Blockadebrecher; vor

allem beruflichen Ambitionen kannst du

mit seiner Unterstützung nachgehen.

Das stärkt dein Selbstvertrauen – und im

besten Fall auch deinen Geldbeutel.

STIER

21. APRIL – 20. MAI

Im Juli wird deine Geduld

auf die Probe gestellt: Du bist schnell

genervt und eckst damit gerade im Job

leicht an. Versuche herauszufinden, was

deine Ungeduld hervorruft, und löse

etwaige Konflikte beizeiten.

ZWILLINGE

21. MAI – 21. JUNI

Herrlich, das warme Wetter und

die langsame Rückkehr ins soziale Leben

genießen zu können! Gönne dir nach

Herzenslust, was dir gut tut, und du bist

perfekt gewappnet für den fordernden

Alltag.

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MUSIK


HIP-HOP

LIL NAS X:

auf dem Thron der Hölle

MUSIK

Alle Welt war sich einig: Lil

Nas X ist ein One-Hit-Wonder.

Was sollte man auch anderes

glauben, als „Old Town Road“

die amerikanischen Charts zu erobern

und auf eine Art zu dominieren begann,

wie keine andere Single jemals zuvor.

Denn auch wenn alle Rekorde gebrochen

wurden – es war doch nur ein kleiner, kurzer

Song über einen Ritt mit einem Pferd.

Ein albernes Lied. Doch auch schon dieser

Erfolg war kein Zufall, denn es zeigte sich,

dass dieser damals 19-jährige Junge das

Spiel mit den Medien – ob klassische oder

soziale Medien – besser beherrschte als

viele, die es zum ihrem Beruf gemacht

haben.

Zum Beispiel: Das erste Video zum Hit

aus Szenen des Videospiels „Red Dead

Redemption 2“ zu basteln, dem damals

gehyptesten Spiel überhaupt, stellte sich

als genialer Schachzug heraus. Dass er

gleichzeitig dafür sorgen konnte, dass sein

Song und der dazugehörige Tanz auf Tik-

Tok trendeten, wurde zum entscheidenden

Schritt. Doch als er ausgerechnet Billy

Ray Cyrus, den Vater von Miley, für einen

Remix gewinnen konnte, zeigte Lil Nas

auch, dass er nicht nur etwas vom Internet

verstand, sondern die moderne Musikwelt

besser begriffen hatte als Labelmanager

oder Journalisten – die immer noch

darüber diskutierten, ob das nun auch

Country ist oder doch Hip-Hop sei. Nicht,

dass diese Kontroverse nicht ebenfalls

ihren Anteil am Erfolg hatte. Am Ende

wurde „Old Town Road“ zur am längsten

laufenden Nummer-eins-Single in der

Geschichte der Billboard Hot 100. Zwei

Grammys gab es noch obendrauf. Und

hier hätte die Geschichte des Lil Nas X

im Rampenlicht nach Meinung aller

auch enden sollen. Tat sie aber nicht.

Denn Lil Nas haute einfach

die EP „7“ raus , die die 5x

Platin-Single „Panini" und den

Platin-Song „Rodeo" enthält,

und Ende letzten Jahres kam

der Track „Holiday“ – allesamt

erfolgreich, aber alle nicht mit

der Reichweite von „Old Town Road“

zu vergleichen. Was die Hater weiterhin

glauben ließ, das wären nur Ausrutscher,

und ihre One-Hit-Wonder-These hätte

weiter Bestand. Was diese Menschen nicht

bemerkt hatten, ist, dass der Künstler

hinter diesen Tracks mittlerweile eine

Anerkennung und Liebe erfahren hat,

die weit über seine Lieder hinausreichte.

Schon allein, weil er von Anfang an wie

der netteste Mensch auf Erden erschien,

der auf allen Plattformen weiterhin aktiv

kreativ war und in engem Kontakt mit

seinen Fans blieb. Und als er sich auf der

Höhe des ersten Erfolges outete, war das

nicht nur ein Zeichen in den noch immer

von Homophoben dominierten Countryund

Hip-Hop-Welten, sondern schrieb in

vielerlei Hinsicht Geschichte. So hatte er

nicht nur den Gewinn des „Song of the

Year“-Awards der Grammys zu feiern,

er war nun auch automatisch der erste

LGTBIQ*-Künstler, dem das gelungen

ist. So hat er fast nebenbei Mauern

eingerissen.

All diese Entwicklungen kulminierten vor

einigen Wochen in der Veröffentlichung

von „Montero (Say My Name)“. Ein

perfektes Social-Media-Game traf auf ein

FOTOS: CHARLOTTE RUTHEFORD

großartiges, provokantes Video, der Song

selbst ist ein Ohrwurm und der Inhalt eine

ehrliche Auseinandersetzung nicht nur

mit seiner Sexualität, sondern mit einer

sehr persönlichen Beziehungserfahrung.

Es ist eine Nachricht an sein jüngeres

Selbst, denn „Montero“ ist sein eigener

Vorname. Und bei all dem plante er wie

selbstverständlich den hysterischen

Aufschrei gewisser Medien und Menschen

mit ein, die gar nicht merkten, wie sehr

er mit ihnen spielte und sie für seine

Zwecke nutzte. Er war bei diesem Projekt

allen mindestens drei Schritte voraus.

Spätestens jetzt mussten auch die

größten Skeptiker zugeben, dass Lil Nas X

die moderne Medien- und Musikwelt auf

eine Art beherrscht, die völlig neu ist.

Bestes Beispiel: In dem wunderschön

inszenierten „Montero“-Video dem Teufel

einen Lapdance geben, um ihn danach

umzubringen und seinen Platz auf dem

Thron der Hölle einzunehmen, als wäre

dieser schon immer für ihn bestimmt

gewesen. Das brachte natürlich diverse

christliche Konservative in den USA auf die

Palme. Dass er dann aber noch passend

zu diesem Video Limited-Edition-Schuhe

verkaufte, in denen ein echter Tropfen

Blut eingearbeitet war, hat einige Gehirne

zum Schmelzen gebracht. Dass er für jede

Kritik dann auch schon lange den passenden

Twitter-Kommentar vorbereitet hatte,

bewies endgültig, dass er auf einem neuen

Level operiert.

Dieser Junge ist nicht einfach ein kleiner

Rapper, der Glück hatte – Lil Nas X ist ein

multimedial arbeitender Künstler. Er

scheint für alles einen Masterplan zu

haben und dabei weiter und umfassender

zu denken als Generationen an

Musikern vor ihm. Er hat die Gegenwart

verstanden und er definiert, was ein

Kreativer in der Zukunft sein kann.

Deshalb ist ihm auch etwas gelungen,

das seit Lady Gaga – und vor allem

seit Madonna – wohl niemand mehr

geschafft hat: Das man sich schon jetzt

fragt, was zur Hölle er als Nächstes mit

uns vor hat.

Das kann ja was werden, wenn in diesem

Sommer sein erstes Album „MONTERO“

erscheint. Wir können es kaum erwarten,

dass die Show losgeht. *fis


MUSIK

FOTO: ELENA ZAUCKE

NACHGEFRAGT

DOMINIK KLEIN:

Er wurde einst gemobbt!

Eigentlich war ja der Plan, dass

er beim letztjährigen CSD in Köln

auftritt – aber was im Leben läuft schon

nach Plan? Es ist ja nicht so, dass Dominik

Klein geplant hatte, Millionen Fans auf

dem ganzen Globus zu gewinnen, als er

vor 11 Jahren begann, seine ersten Videos

bei YouTube hochzuladen.

Er hatte nur Lust, einige Lieder zu covern

und der Welt etwas vorzuspielen – wofür

er damals im echten Leben noch zu

schüchtern gewesen ist. „Ich wollte etwas

von mir zeigen und hätte nie vor Leuten

gesungen. Da war YouTube der perfekte

Weg. Ich wollte Feedback haben – aber ich

konnte auch jederzeit den Laptop einfach

zuklappen.“ Damals stand er ziemlich auf

„High School Musical“ und „ich habe immer

alles nachgesungen und nachgespielt. Und

dann fing die Justin Bieber-Zeit an“, lacht

er. Er begann damit, Bieber zu covern und

wenn man sich heute seine ersten Videos

ansieht, kann man eine Ähnlichkeit mit

dem jungen Justin nicht leugnen. Doch vor

allem konnte er schon damals singen, was

nicht unbemerkt blieb. Dominik coverte

auch One Direction, James Harper oder

The Weeknd – aber letztlich waren es seine

Justin-Clips, auf die sein jetziges Management

Jahre später auf ihn aufmerksam

werden sollte.

Obwohl er anfangs versucht hat, sein

Online-Leben von seinem echten fernzuhalten,

wusste trotzdem irgendwann

auch seine Schule davon. „Wenn man

damals keinen Gangster Rap machte,

sondern Justin coverte, der mindestens zu

50 Prozent gehatet wurde, war das nicht

das, mit dem man Ansehen bei 13- oder

14-Jährigen gewinnt.“ Ihm wurde der Ranzen

geklaut, er wurde in Toiletten gesperrt,

wurde wortwörtlich mit Steinen und Stöcken

beworfen und Mädchen verarschten

ihn, indem sie vorgaben, Fotos von

ihm zu wollen. Körperliches

und psychologisches

Mobbing – nur weil er tat,

was er liebte. Zwei, drei

Male war er kurz davor,

deswegen aufzuhören.

„Aber wer haten will,

wird immer einen Grund

finden. Dann hatet mich

doch wenigstens weiter für

etwas, mit denen ich anderen

Menschen was gebe.“

Denn was spielt der Schulhof schon für

eine Rolle, wenn man mittlerweile die

Wände seines Zimmers mit Fanpost aus

der ganzen Welt tapeziert hat? Wenn man

Freunde in Japan und Brasilien gewonnen

hat und sowieso eine Sehnsucht für das

Reisen in einem brennt? So flog er eines

Tages einfach nach London, „da hatte

ich einen sehr guten Kumpel, Daniel, mit

dem war ich dann unterwegs. Wir kannten

uns vorher nicht. Ich wollte schon immer

einfach machen. Ich bin auch einfach

spontan nach L.A. geflogen und am Ende

ist alles gut gegangen. So stand ich auch

in London: ,Daniel – ich bin jetzt da!‘“

Mittlerweile hatte er auch angefangen,

seine eigenen Songs zu schreiben, schon

allein weil die Ideen für seine Lieder

ihn einfach überfallen. Seine Fans und

Freunde feierten auch die.

Jetzt erscheint Dominiks Debüt-EP

„Reflections“, und wenn man nicht wüsste,

dass er aus Hamburg kommt,

könnten die Tracks auch

Produktionen aus Amerika

sein. Denn mittlerweile hat

er professionelle Unterstützung

beim Umsetzen

seiner Geschichten und

Ideen bekommen: Mit

Peter Hoffmann (Tokio

Hotel) und Konrad Wissman

(Wincent Weiss, Felix

Jaehn) hat er ein Team, dass

in ihm das Gleiche sieht, wie seine

langjährigen Fans. Was ihn besonders auszeichnet

– und was man bei Internetstars

weniger vermutet – sind seine Livequalitäten.

Auch wenn er sich selbst über die

Entwicklung wundert. „Das Bedürfnis war

schon immer da, aber hättest Du mir mit

14 gesagt, dass ich jetzt bei der Handball-

WM vor 15.000 Menschen in der Mercedes

Benz Arena stehe …“, lacht er. Bleibt nur zu

hoffen, dass es dann im kommenden Jahr

mit dem CSD klappt.

*Interview: Christian K. L. Fischer


DISCOHOUSE

RASPUTIN:

viraler Hit und Remix

Pop- und Disco-Hits hatten Boney M. unzählige. Einer,

der zum Evergreen wurde, erlebt gerade ein Revival: „Rasputin“

aus dem Jahr 1978.

BIRDY

YOUNG HEART

Zuerst waren es Videos auf TikTok, dann kam YouTube,

dann kam der Remix von einem DJ und Producer namens

MAJESTIC – der sich auch schon in den internationalen

Charts positionieren konnte. Auch toll: Drag-Model Bimini

Bon Boulash, bekannt aus „RuPaul's Drag Race UK“,

performt für Boney M. im Video zum aktuellen Charthit.

Konzipiert in Deutschland von Frank Farian, weltweit

erfolgreich. Das 1975 gegründete, 1985/86 aufgelöste

Disco-Projekt landete nonstop Hits wie „Gotta Go Home“,

„Rivers of Babylon“, „Daddy Cool“ sowie „Happy Song“

und „Felicidad (Margherita)“. Die Formation bestand aus

zwei wirklichen Sängerinnen (Liz und Marcia), einem

Tänzer (Bobby), Frank Farians Stimme, einem Model

(Maizie) – und zwischen 1982 und 1986 noch aus einem

zusätzlichen Sänger (Reggie, er sang unter anderem

den Sommer-Welthit „Kalimba De Luna“). Heute touren

noch einige Revival-Bands erfolgreich um die Welt, auch

schaffen es Remixe und Compilations immer wieder in die

Charts – fast jedes Jahr zum Beispiel ihr Weihnachtsgospel

„Mary's Boy Child/Oh My Lord“. Und 2021 brechen sie nun

mit „Rasputin“ erneut Rekorde ...*rä

LAURA MVULA

PINK NOISE

ERHÄLTLICH ALS VINYL, CD, DL & STREAM

MAJESTIC


MUSIK

NACHGEFRAGT

TOM ODELL:

„ziemlich traumatische Phase“

Es ist noch gar nicht so lange

her, da war es undenkbar, dass

Musiker*innen über ihre psychische Gesundheit

sprechen. Sicher, man wusste

von ihren Drogenexzesse und anderen

Eskapaden, aber irgendwie gehörte das

einfach dazu und die Frage, warum sie

sich in Suchtmittel flüchteten, wurde

meist mit dem Fingerzeig auf die Probleme

abgetan, die man nun mal als Star

so hat. Dass viele von ihnen schon vor

der Karriere oft Hilfe benötigt hätten,

war kein Thema. Geschweige denn, was

Erfolg wirklich mit einer Seele anstellen

kann. Doch seit einigen Jahren verarbeiten

Musiker*innen solche Erfahrungen

nicht nur mehr und mehr ungeschminkt

in ihren Liedern, sie sprechen offen und

ehrlich über ihre Ängste, ihren Stress,

über Panikattacken oder Depressionen

und weiterreichende Diagnosen. So

stehen sie uns jetzt nicht nur metaphorisch

in und mit ihren Werken bei,

sondern zeigen sich für alle Welt sichtbar

als genauso gebrochene Menschen, wie

wir alle.

Einer von ihnen ist Tom Odell, der in den

letzten Jahren seinen eigenen Weg im

Umgang mit Angst und Panikattacken

finden musste, und das nun nicht nur

auf seinem neuen Album „Monsters“

thematisiert. „Das lauerte schon länger in

den Schatten“, sagt er. „Doch irgendwann

begann es wirklich Einfluss auf mein Leben

zu nehmen. Ich kam an den Punkt, dass

ich nicht mehr arbeiten konnte. Ich war

in München, als ich meine erste große

Panikattacke hatte und im Krankenhaus

endete. Ein paar Monate später passierte

es dann wieder …“ Er gesteht, dass er gar

nicht vorhatte, das in seiner Musik zu

verarbeiten – aber auf der anderen Seite

stellte er fest, dass das alles war, worüber

er schrieb und schreiben konnte. „Es war

einfach eine ziemlich traumatische Phase.“

Er betont, dass es ihm zurzeit gut geht

und dass es ihm sogar schwerfällt, genau

zu beschreiben, wie es sich angefühlt

hat – ein Problem, dass jeder kennt, der

versucht, diese inneren Vorgänge anderen

verständlich zu machen. Aber gerade hier

kommt die Kunst als vielleicht der beste

Weg ins Spiel, um solche Erfahrungen zu

kommunizieren. Zum Beispiel ein Track wie

„Noise“, der zwischen den intensiven, aber

trotzdem wunderbaren Melodien der meisten

neuen Lieder wie ein Überfall auf die

Psyche ist, und in seinem Effekt durchaus

das Gefühl einer aus dem Nichts kommenden

Panikattacke nachfühlbar macht.

„Es ist so erschreckend, weil du eigentlich

nicht weißt, was plötzlich los ist“, sagt Tom.

Diesen Zustand fängt er in „Noise“ oder

auch in „Problems“ auf einzigartige Weise

ein. Diese Tracks „fühlen sich so ungefiltert

und rau an, regelrecht unangenehm“. Er

und sein Team haben sich stark von Frank

Ocean, Travis Scott und den vielen jungen

Rappern inspiriert gefühlt, die offen und

direkt ihr Innenleben kommunizieren.

Auch auf dem Rest des Albums ist der

Einfluss der jüngsten Generation hörbar.

Die Lieder klingen bewusst wie Bedroom-

Pop-Aufnahmen, ohne sich deswegen

klein zu machen oder sich zurückzuhalten.

Außerdem lässt Tom das erste Mal elektronische

Einflüsse in seiner Musik zu und

erreicht dadurch neue Klangwelten. Nicht

alles dreht sich dabei direkt um seine eigenen

Probleme – diese Erfahrungen haben

vielmehr seine Sinne und Aufmerksamkeit

für die Dramen unserer Welt geschärft,

denen er sich auf vielen Arten annimmt.

Denn letztlich ist auch der Zustand

dieses Systems mit seinen Krisen, seinen

Ungerechtigkeiten und überbordenden

Erwartungen genau das, was auf jede

einzelne Psyche zurückfällt … und nicht nur

Tom täglich vor die Frage stellt, wie man

mit sich und der Welt eigentlich umgehen

soll. „Monsters“ hat keine Antworten. Aber

es ist voller Erfahrungen und Einsichten.

Und es ist gut, dass er das alles mit uns

teilt.

*Interview: Christian K. L. Fischer


COUNTRY

Brett Young

„Weekends Look a Little

Different These Days“

MUSIK

Der sexy Singer-Songwriter

Brett Young verleiht dem

Genre Country deutlich

mehr (Pop-)Breite und eine

moderne Leichtigkeit, die

optisch eher Vans Sneakern

und Beanies zuzuordnen

ist, als Cowboy-Hüten und

Stiefeln aus Krokodilleder.

Hör mal in sein Album rein!

MUSICAL

Andrew Lloyd Webbers

Cinderella

Pünktlich zum 50. Jubiläum

seines „Jesus Christ

Superstar“-Meilensteins hat

Andrew Lloyd Webber sein

nächstes Musical-Album

angekündigt – „Cinderella“.

JETZT ÜBERALL ALS STREAM UND DOWNLOAD ERHÄLTLICH

DOMINIK KLEIN

EP REFLECTIONS

INKLUSIVE DER SONGS

BORDERS & SHINE A LIGHT

Eingesungen wurde

das Album zum neuen

Märchen-Musical unter

anderem von den

Schauspieler*innen, die ursprünglich schon im Oktober die

Weltpremiere des neuen Bühnenstücks in London hätten

präsentieren sollen. Aufgrund der Pandemie nun jedoch

zuerst als Album erhältlich und ab Frühsommer 2021 dann

hoffentlich auch live zu erleben, besticht die Albumversion

von „Cinderella“ obendrein mit etlichen Überraschungsgästen

wie Carrie Hope Fletcher.

INDIE

Bleachers „Take the Sadness

Out of Saturday Night“

Während mit dem Beginn der Pandemie im vergangenen

Frühjahr große Teile der Welt still zu stehen begannen,

steigertet sich Frontmann und Kopf der Band Jack

Antonoff in seine Arbeit

und produzierte für

unzählige A-Liste-Stars

(u. a. Taylor Swift, Lana

Del Rey & FKA Twings),

gewann den Grammy für

das Album des Jahres

und schrieb zudem ein

neues Bleachers-Album.

Unser Anspieltipp ist „Stop

Making This Hurt“.

MY PRIDE

SONG 2021

MAJESTIC X BONEY M.

RASPUTIN

ÜBERALL ALS STREAM

UND DOWNLOAD!


MUSIK

NACHGEFRAGT

LAURA MVULU:

KOPF HOCH, TANZEN

Nach einem Karriere-Tiefschlag begeistert

die englische Singer/ Songwriterin

mit einem fulminant 80s-poppigen

Comeback-Album.

„Pink Noise“ ist jetzt keine Begriffserfindung

von Laura Mvula selbst, sondern eine

physikalische Erscheinung, die es tatsächlich

gibt. Beim rosa Rauschen, so heißt es auf

Deutsch, dominieren die tiefen Frequenzen,

das menschliche Ohr nimmt alle Töne

etwa gleich laut war. Nun ist Mvula keine

Physikerin, vielmehr fand sie den Terminus

als solchen einfach hinreißend. „Dieses

pinke Rauschen klingt ungefähr so wie ein

intensiver Regenguss“, sagt die Sängerin und

Songschreiberin. „Jede Hörerin und jeder

Hörer wird sich unter ‚Pink Noise‘ irgendwas

anderes vorstellen können, der Begriff macht

einfach was mit dir.“

Für Laura selbst ist die Assoziation: 1980er-

Pop. Volle Möhre. Sie selbst ist Jahrgang

1986, geboren in Birmingham als Tochter

einer von der Karibik-Insel Saint Kitts stammenden

Professorin für Völkerkunde und

eines Beauftragten für den Jugendrechtsschutz

aus Jamaika. Aufgewachsen in einem

kulturell-bildungsbürgerlich stimulierenden

Umfeld („Als Kind habe ich schon Piano

und Violine gespielt, und das sogar wirklich

gerne“) hat Mvula das Jahrzehnt naturgemäß

nur bedingt in Echtzeit kennengelernt. „Aber

sobald ich mit dem prallen Pop der Dekade

in Berührung kam, habe ich ihn geliebt.“ Man

hört die Prägung ihrem dritten Album auf

grandiose Weise an. Der Up-tempo-Song

„Church Girl“, in dem Laura ihre Jugend als

scheue, aber auch ehrgeizige Dirigentin des

Kirchenchors und Mitglied in der A-Capella-

Gruppe „Black Voices“ rekapituliert und

dabei ganz nonchalant auch mit der zeitweiligen

Selbstverliebtheit abrechnet („Who do

you think you are/ some kind of superstar?“),

vermittelt ein ähnlich erbauendes Gefühl

wie einst die großen Hits von Janet Jackson

à la „Escapade“ oder „Rhythm Nation“. „Got

Me“, im Video zum Song turnt Laura Mvula

in wechselnden Neon-Outfits durch eine

Waschanlage, hat was von Billy Oceans

„When the Going Gets Tough“, „Magical“

hat den Schwung einer alten Earth, Wind

& Fire-Nummer, „Safe Passage“ einen

ähnlichen Beat wie „In The Air Tonight“ von

Phil Collins, und wo wir schon bei Genesis

sind: Das soft-melancholische Duett mit

Simon Neil von Biffy Clyro, „What Matters“,

lässt Erinnerungen an „Don’t Give Up“ von

Kate Bush und Peter Gabriel aufleben – ein

Klassiker, der so alt ist wie Laura selbst.

Über all den Songs schweben jede Menge

analoger Synthesizer sowie die tolle Stimme

der Künstlerin. „Ich habe nach

einem Sound gesucht, mit dem

ich mich richtig wohlfühle

und zu dem ich tanzen

will. Mein eigener Bewegungsdrang

war ein

ganz entscheidender

Aspekt bei diesem

Album.“

Laura Mvula, um im Bild zu bleiben, steckte

nämlich zwischenzeitlich ganz schön fest.

Zwar begeisterte sie mit ihren ersten beiden,

stilistisch noch näher an Soul und Jazz

angelehnten Alben „Sing To The Moon“

(2013) und „The Dreaming Room“ (2016)

ein durchaus großes und diverses Publikum

und verzückte die Musikkritik weltweit.

Beide Alben waren für den „Mercury Music

Price“ nominiert und für „The Dreaming

Room“ erhielt sie den prestigeträchtigen

„Ivor Novello Award“. Doch ihrem damaligen

Label war das offenbar nicht genug. Mvula

wurde gefeuert und mittels einer schnöden

E-Mail vom Rauswurf in Kenntnis gesetzt.

Es dauerte, ehe sich die 35-Jährige, ohnehin

mit einer fragilen Psyche und dem Hang

zu Panikattacken ausgestattet,

von der schweren Ego-

Erschütterung berappelte.

Doch nun scheint Laura

Mvula nicht nur heller als

je zuvor, sondern auch:

Pretty in Pink.

*Steffen Rüth


MUSIK

Tom Odell

Das neue Album

monsters

ELEKTRO

40 Jahre Innovation

„The Rhythm Divine (feat. Shirley Bassey)“, „Oh Yeah“,

„Bostich“, „Rubberbandman“ und „Vicious Games“, aber

auch „I Love You“ oder „The Race“ – die Karriere des Duos

Yello (Sänger Dieter Meier und Soundtüftler Boris Blank)

hatte viele Höhepunkte, alle vereint auf „YELL4O YEARS“.

Künstler wie WestBam, Jam & Spoon, 2raumwohnung

und Blank & Jones wurden von den beiden Schweizern

beeinflusst und arbeiteten auch mit ihnen zusammen. Yello

verwandeln organisch erzeugte Töne zu elektronischen

Klängen, also genau andersrum als Kraftwerk, mit denen

sie oft verglichen werden. Kennen wirst du neben den oben

erwähnten Klassikern auch „Desire“, „You Gotta Say Yes

to Another Excess“ und „Call It Love“. Jetzt erscheint mit

„YELL4O YEARS“ eine grandiose Zusammenstellung, die

sowohl für Fans als auch neue Liebhaber geeignet ist. *rä

Ab dem

9. Juli

überall im

Handel

www.yello.com

POP

Alles Gute kommt wieder.

Auf Vinyl.

Ein tuffiger Paukenschlag in der Musikwelt: Army of Lovers

kündigten vor Kurzem an, dass ihre Alben (erstmals) auf

Vinyl erscheinen werden. Los geht es mit den beiden LPs

„Massive Luxury Overdose“ und „Glory, Glamour and Gold“,

die Hits wie „Crucified“ und „Lit De Parade“ beinhalten.

Ausgewählt wurden für den Auftakt das zweite und das

vierte Studioalbum des schwedischen Euro-Pop-Projekts,

das mal als Quartett, mal als Trio für queere Sichtbarkeit,

viel Pomp, Travestie, Melodien und Charthits wie „Israelism“

sorgte. Die anderen Alben sollen folgen ... Beide Werke

erscheinen im Juli bei Maschina Records als Doppel-Vinyl

und mit Bonustracks. *rä

www.maschinarecords.com

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KUNST

NACHGEFRAGT

ROMAIN

BERGERS

TRAUMWELTEN

Pralle Sexualität, Kitsch, Kunst,

queere Ästhetik und Pomp. Manche

der Kunstwerke von Romain Berger

erinnern an barocke Theaterkulissen,

an Szenen von John-Waters-Filmen, die

Werke von David LaChapelle, James Bidgood,

Bob Mizer, Pierre et Gilles oder auch Clips von

Army of Lovers. Wir chatteten mit dem Franzosen,

der die Welt ein bisschen queerer macht.

Hat deine Kunst eine Botschaft?

Als offen queerer Künstler versuche ich auf

meine Art den Geist zu erweitern, indem ich

Männer zeige und sie sexualisiere. Ich greife

gerne die Stereotypen der schwulen Kultur

auf, die ich aber umlenke, um diese Welt ins

Licht zu rücken, um sowohl das, was besser ist,

als auch das, was schlechter ist (Einsamkeit,

Oberflächlichkeit, Überkonsum, Gewalt, Sucht,

Sex, Politik ...) zu zeigen. Meine Charaktere

sind marginalisiert, ausgeschlossen oder

diskriminiert (Schwule, Frauen, Transgender,

Dragqueens ...). Sie werden innerhalb eines

Klischees zu Helden/Kämpfern. Sinnlichkeit ist

in jedem meiner Bilder vorhanden, ich erschaffe

gerne Fantasiewelten, richte meinen Finger

auf das, was stört, und vor allem möchte ich

Menschen zum Träumen bringen. Für mich ist

es wichtig, die Magie in meinen Produktionen

zu behalten, Homosexualität zu trivialisieren

und meine Identität zu behaupten, während

ich starke Botschaften transportiere – ohne

in Pathos oder Melodramatik mit stumpfen

Farben zu verfallen.

Wie erotisch darf Kunst denn sein?

Durch mein Filmstudium wurde mir klar,

dass Sex in der Kunst von Interesse sein

sollte – wenn es die Geschichte rechtfertigt

oder wenn es künstlerisch schön ist. Akte ohne

Kontext können schnell vulgär wirken. Ich sehe

immer mehr Fotos in sozialen Netzwerken, in

denen Männer völlig nackt fotografiert werden,

manchmal in pornografischen Positionen,

aber ohne eine Idee dahinter. Es funktioniert

und es ist sehr erfolgreich, weil Menschen sich

für Sex interessieren, doch an diesem Punkt

gibt es für mich einen Unterschied zwischen

Kunst und Fotografie. Ich bin total begeistert

vom Sex in der Kunst und ich liebe es, damit


KUNST

AUSSTELLUNG

America 1970s/80s

Diese Ausstellung ist eine Zeitreise ins 20. Jahrhundert. Bis zum 10. Oktober

zeigt die Berliner Helmut Newton Stiftung Werke von Evelyn Hofer, Sheila

Metzner, Joel Meyerowitz und Helmut Newton.

zu spielen. Es ist ein sanftes Aphrodisiakum

für den Betrachter: Sich vorzustellen, was

sich in der Unterwäsche befindet, ist immer

aufregender, als direkt zu zeigen, was sich

darin befindet.

Welche Künstler würdest du als deine

Einflüsse bezeichnen?

Ich bin ein sehr großer Fan von David LaChapelle.

Ich habe diesen Künstler als Teenager

entdeckt, und in Interviews wurde meine

Arbeit oft mit seiner verglichen, was eine

echte Ehre ist. Ich habe sein Talent allerdings

nicht. Ich mag auch Regisseur Gregg Araki

sehr, seine Filme sind sehr aufregend, sie

wirken auf unsere Sinne und die Farben sind

hervorragend. Vor Kurzem habe ich mir die

Zeit genommen, Robert Mapplethorpe ein

bisschen mehr zu entdecken, und ehrlich

gesagt liebe ich ihn. Ich bereite auch ein

Foto zu Ehren seiner Arbeit vor, natürlich mit

vielen Farben.

*Interview: Michael Rädel

www.romainberger-photography.com

Die USA waren die Wahlheimat Newtons,

der 1920 als Helmut Neustädter

in Berlin geboren wurde und 1938 vor

den Nazis nach Amerika floh. Ab den

1960er-Jahren begann seine steile

Karriere zu einem DER Fotografen

überhaupt, 2004 verstarb Helmut

Newton. Die Fokussierung innerhalb

der Ausstellung zeigt deutlich, dass

Foto: Joel Meyerowitz, Darrell, Provincetown, 1983, © Joel

Meyerowitz, Courtesy of the Howard Greenberg Gallery

sich seine Bildsprache im Laufe der

Jahre veränderte, insbesondere Porträts

wurden für ihn immer wichtiger.

Fast zeitgleich zu den gezeigten

Newton-Bildern entstanden die

Porträts von Joel Meyerowitz. Der

Fotograf zog sich in den späten

1970er- und frühen 1980er-Jahren

von New York aus jeden Sommer

nach in Provincetown

zurück – und porträtierte

gleichgesinnte Freigeister.

Sheila Metzner verband eine

sehr enge Freundschaft mit

den Newtons. Die bislang

unveröffentlichten Porträts

aus Südfrankreich, die in

der Ausstellung in zwei

Vitrinen ausgebreitet werden,

bezeugen diese enge

Beziehung. Auch gezeigt

werden 30 Aufnahmen

von Evelyn Hofer, die einst

in New York entstanden

sind – Straßenszenen,

Interieurs und Porträts.

Eine beeindruckende und

inspirierende Ausstellung

vierer Künstler*innen, deren

Einfluss bis heute spürbar

ist. *rä

Bis 10.10., „America 1970s/80s“, Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie,

Jebenstr. 2, S+U Bahnhof Zoo, Berlin, helmut-newton-foundation.org


KUNST

EROTIK

PAN ART GALLERY:

Zeitgenössische schwule Kunst

Im Juni startete Erez Bialer aus Tel

Aviv seine – die einzige – „homosexual

online fine art gallery in the middle east“.

Sichtbarkeit schafft Selbstbewusstsein,

macht Mut und provoziert (leider noch).

Unseren Support hat er!

Der 1983 geborene Kunstliebhaber

verrät über sein Projekt: „Die Pan Art Gallery,

benannt nach dem Faun, ist die Verwirklichung

des Traums, zeitgenössische schwule

Kunst zu präsentieren, zu verkaufen und zu

verbreiten und die besten schwulen Künstler

hervorzubringen, wobei der Schwerpunkt auf

männlicher Körperkunst liegt.“ Vollerotische

Bilder erregter Männer in der Natur, aber

auch hervorragende Malereien von queeren

Ikonen wie Freddie Mercury – hier wird das

schwule Sammlerherz garantiert fündig.

„Pan ist der Herr des Waldes, der Patron

der Künste, der Musik und des Unheils. Ich

habe immer männliche Aktmalereien und

männliche Skulpturen sowie die Verspieltheit

des Fauns bewundert, daher schien es nur

natürlich, meinen schwulen Kunstladen

Pan Art Gallery zu nennen“, fährt der

Kurator fort. „Ich lade dazu ein, in meine

Homo-Kunstwelt einzutreten und Werke

schwuler Künstler aus Israel, Deutschland,

den USA, Großbritannien, Polen und anderen

Ländern zu erleben. Gemälde, Fotografien,

Skulpturen, feine Mineralien und viele

andere schöne, handgefertigte, einzigartige

handwerkliche Gegenstände – alles in einem

Geschäft.“ *rä

www.panartgallery.com,

www.instagram.com/pangayart,

www.facebook.com/pangayart


www.männer.media

immer aktuell

informiert


KUNST

AUSSTELLUNG

Gilbert & George: „ON THE BENCH“, 2019, Mixed media, 301 × 568 cm, 118 1/2 × 223 5/8 inches, Courtesy of Gilbert & George and Sprüth Magers

&

GILBERT

GEORGE

„THE PARADISICAL PICTURES“

Gilbert & George „DATE STONE HEADS“, 2019, Mixed media, 151 × 127 cm, 59 1/2 × 50 inches, Courtesy

of Gilbert & George and Sprüth Magers

Ein Gesamtkunstwerk, ein queeres Paar,

zwei begnadete und legendäre Künstler. Und

Kunst, die mal sakral anmutet, mal einfach psychedelisch

verführt. Noch bis Ende August ist eine Fülle

von Werken bei Sprüth Magers Berlin zu sehen.

„THE PARADISICAL PICTURES“ ist eine fürwahr

umfangreiche Ausstellung, in der Galerie von Monika

Sprüth und Philomene Magers in Berlin-Mitte werden

gleich 25 Bilder ausgestellt. Ein farbenprächtiger

Garten Eden, ein Pop-Art-Paradies, Bilder voller

Farben, üppiger Motive, Energie und Botschaften.

Und auch mitunter provokant, wie die Galerie verrät:

„DATE STONE HEADS und DATE HEADS zeigen,

wie Gilbert & George selbst Teil des Pflanzenreichs

werden, hier in Form von Datteln und Dattelsteinen,

die ihre Gesichtszüge tragen. Bedeutsam ist die

Fruchtauswahl: Während Datteln mit Sinnlichkeit in

Verbindung gebracht werden und sowohl die Libido

als auch die sexuelle Lust steigern sollen, erinnern

Dattelsteine ​in ihrer Optik an menschliche Exkremente

und Kot. Solche gesellschaftlich tabuisierten

Aspekte des Menschseins hat das Künstlerduo

bereits in seinen NAKED SHIT PICTURES (1994)

thematisiert.“

Über sich selbst verriet das Paar, das 1986 mit dem

renommierten britischen Turner-Preis ausgezeichnet

wurde, einmal im Interview: „Wir sind ungesund,

mittleren Alters, zotiger Gesinnung, exzentrisch,

lüstern, depressiv, zynisch, leer, ausgebrannt,

schäbig, hundsgemein, verträumt, ungehobelt,

unmanierlich, arrogant, intellektuell, wehleidig,

ehrlich, erfolgreich, tüchtig, zuvorkommend, künstlerisch,

religiös, faschistisch, blutrünstig, neckisch,

destruktiv, ehrgeizig, farbenprächtig, verdammt, stur,

pervertiert und gut. Wir sind Künstler.“ Noch bis zum

25. August kann man in den Kosmos von Gilbert &

George eintauchen. *rä

Bis 25.8., Gilbert & George „THE PARADISICAL

PICTURES“, Sprüth Magers Berlin, Oranienburger

Straße 18, 10178 Berlin, spruethmagers.com


DATES. FREUNDE. LIEBE.

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und Transgender. Lade die App herunter oder logge dich in unsere Webseite ein.

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KUNST

FOTOS: C. SAAGE

SHOW

Varieté-Revue mit Jack Woodhead

Atemberaubender Burlesque-Tanz,

Akrobatik, erotische Kontorsion,

fantastische Luftpoesie, extravagante

Choreografien, betörende Melodien: Mit der

opulenten Showproduktion „20 20 – Die

20er Jahre Varieté Revue“ geht es zurück in

das wohl sündigste Jahrzehnt Berlins, die

goldenen 1920er – und gleichzeitig volle

Kraft voraus in die neuen 2020er-Jahre.

Die Berliner Regisseure Pierre Caesar und

Markus Pabst und Komponist und Entertainer

Jack Woodhead lassen jene Epoche

wieder auferstehen, in der die Menschen so

süchtig nach Unterhaltung waren, wie sie es

heute wieder sind. Stets auf der Suche nach

frivolen Sensationen. Der Clou: Alles – das

gesamte Theater vom Eingang über Foyer

und Toiletten bis hin zur Bühne – und alle,

Personal wie Publikum, sind und werden

Bestandteil der Szenerie und des herrlich

verrückten Spektakels. Natürlich wird dieser

Abend auch ein kulinarisches Erlebnis

– wie stets wird die Gastronomie des

Hauses auf höchstem Niveau allerlei feinste

Gaumenfreuden kredenzen – dem Thema

angemessen. Die Show ist aber nicht nur ein

hautnahes, authentisches Spiegelbild jener

uns bis heute faszinierenden 1920er-Jahre,

sondern auch eine sündige Prophezeiung,

was 100 Jahre danach das kommende

Jahrzehnt für uns bereithält: Ambiente,

Deko und Kostüme lassen im Flair der

1920er schwelgen – auf der Bühne agieren

die Heroen von heute und morgen, die

Nachtgestalten des Berlin der 2020er-Jahre.

„20 20 | Die 20er Jahre Varieté Revue“,

Wintergarten Varieté Berlin, Berlin,

www.wintergarten-berlin.de

ROMAN

Stephan M. Meyer:

„Wie man herausfindet, wer man ist“

Seit 2007 schon ist der gebürtiger Osnabrücker als Buchautor erfolgreich. Etwa

mit „Mondberge – Ein Afrika-Thriller für Erwachsene“ oder „Prinzessin Erdbert

und ihre Freunde auf Schloss Uhruguaih“, gerade erschien sein neustes Buch:

„Die Karte ist nicht das Gebiet – Freundschaft, Verbrechen und wie man herausfindet,

wer man ist“.

Der Roman, erneut ein Kinder-, nein, eher ein Jugendroman

des in Köln, auf Kreta und in der schwedischen

Einsamkeit lebenden und schreibenden Künstlers

Stephan M. Meyer erzählt von Johan, der seine Sexualität

entdeckt. Burschen oder Mädchen? Und warum

kommentiert Kumpel Paul immer alles so sexuell?!

„Ein Buch für Menschen ab 13 Jahren über den Weg

zu sich selbst, über ein Coming-out und einen Kriminalfall“,

so der Autor über den 220 Seiten starken

Lesespaß. *rä

www.stephanmartinmeyer.de,

www.instagram.com/stephan_martin_meyer,

www.facebook.com/stephanmmeyer


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