Zukunft Arbeit und Wirtschaft

mp.austria

Unsere Ausgabe "Zukunft Arbeit und Wirtschaft" befasst sich mit Themen, welche die Arbeitswelt nachhaltig verändern sollen.

EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET

Die nachhaltigen Veränderungen der Arbeitswelt

Lesen Sie die gesamte Kampagne auf www.unternehmensratgeber.info

Zukunft Arbeit

& Wirtschaft

FOTO: : GOLDENHOUR PICTURES

The female factor

Mahdis Gharaei und Tanja Sternbauer über

die Bedeutsamkeit von Diversität bei der

Mitarbeiter:innenakquise

Leitbetriebe Austria

Was Arbeitgeber ändern müssen,

um „jugend- und zukunftsfit“ zu

werden.

Franz Kühmayer

Der Trendforscher über die

Erfolgsfaktoren gelungener

Bildung.


2 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

IN DIESER AUSGABE

VORWORT

04

Tücken des Homeoffice

Physiotherapeutin Dorothea

Haslinger gibt Tipps für mehr

Bewegung zuhause.

FOTO: RAPHAEL RUF

RE:SET – smart

wirtschaften

nach der Krise

FOTO: PAULINE THURN UND TAXIS

10

Innovation ist die Gestaltung der Zukunft. Darin steckt

große Verantwortung – gerade für Unternehmen. Doch

wo sind die Aktionsfelder? Was bedeutet nachhaltiges

Wirtschaften? Die Pandemie zeigt uns die Chance zum

Reset.

Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft

Julika Dittrich, LL.M. über die

notwendige Transformation unseres

Wirtschaftssystems.

Verantwortlich für den Inhalt

dieser Ausgabe:

Caroline Perauer, BA

Project Manager

Mediaplanet GmbH

Project Manager: Caroline Perauer, BA Senior Business

Developer: Florian Rohm, BA Content and Production

Manager: Viktoria Pisker Layout: Juraj Príkopa

Managing Director: Bob Roemké Medieninhaber:

Mediaplanet GmbH · Bösendorferstraße 4/23 · 1010

Wien · ATU 64759844 · FN 322799f FG Wien Impressum:

https://mediaplanet.com/at/impressum/ Distribution:

Der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H.

Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. & Co.KG

Kontakt bei Mediaplanet: Tel: +43 1 236 34380

E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com

Bleiben Sie in Kontakt:

@MediaplanetWorld

@austriamediaplanet

FOTO: J U LI A B U C H B E RG E R

FOTO: DANIEL WILLINGER

Daniela Knieling

respACT-Geschäftsführerin

und Network

Representative des

Global Compact

Networks Austria

Wie noch nie zuvor steht

unser Planet heute vor

ernsten wirtschaftlichen,

sozialen und ökologischen

Herausforderungen. Wir haben

die unglaubliche Chance, völlig

neue nachhaltige Wirtschafts- und

Lebensweisen zu schaffen – und

das sollten wir nutzen.

Doch wo sollen Unternehmen

ansetzen? Die Nachhaltigkeitsziele

der Vereinten Nationen, englisch

„Sustainable Development Goals

(SDGs)”, setzen weltweit einheitliche

Maßstäbe für Prioritäten und

Ziele einer nachhaltigen Entwicklung

bis 2030. Dazu zählen die

Bekämpfung von Armut ebenso

wie die Maßnahmen zum Klimaschutz,

nachhaltiger Konsum und

Produktion, bezahlbare und saubere

Energie oder Menschenwürde,

Arbeit und Wirtschaftswachstum.

Die SDGs rufen ausdrücklich alle

Unternehmen auf, ihre Kreativität

und ihr Innovationspotenzial einzusetzen,

damit wir Klimaneutralität

bis 2030 erreichen können. Der

SDG-Kompass des United Nations

Global Compact ist ein Leitfaden,

der Unternehmen in fünf Schritten

anleitet, wie sie ihre Strategien mit

den SDGs in Übereinstimmung

bringen können und wie sie den

Beitrag, den sie zur Erreichung der

SDGs leisten, messen, managen

und reporten können.

Nachhaltige Investitionen sind

gefragt, die eine Erneuerung

der Wirtschaft vorantreiben.

Kriterien für eine ökologisch

nachhaltige Wirtschaftstätigkeit

werden für Unternehmen

jeder Größenordnung künftig

wettbewerbsentscheidend. Sie

ziehen in Rechnungslegungsvorschriften

ein und auch

Rating-Agenturen bewerten

Unternehmen zunehmend nach

Nachhaltigkeitskriterien.

Darauf zielt auch der Green-

Recovery-Plan, der eine Schlüsselrolle

im Aktionsplan zur

Finanzierung von nachhaltigem

Wachstum in der EU spielte. Auf

europäischer Ebene stehen 750

Milliarden Euro zur Verfügung, in

Österreich sind es 3,46 Milliarden

Euro, damit wir in eine digitale

grüne Zukunft steuern können.

Wie wollen wir eine digitale

grüne Transformation gestalten,

damit wir künftig in einer nachhaltigen,

wissensbasierten und

gerechten Welt leben können?

Diese Fragen diskutieren wir

am csrTAG 2021, der unter dem

Motto steht: DIGI FOR SDG – Die

neue DNA für Unternehmen.

Denn Corona habe die wirtschaftliche

Ungleichheit verstärkt, wie

Richard David Precht meint, den

wir als Keynote-Speaker eingeladen

haben.

Wir informieren, vernetzen und

treiben verantwortungsvolles

Wirtschaften in Österreich voran.

Machen Sie mit!


MEDIAPLANET | 3

Sponsored by Janetschek

Die Umwelt beeindrucken

Lesen Sie mehr

unter

janetschek.at

Die Kernkompetenz

der Druckerei Janetschek

ist die Herstellung

hochwertiger

Druckprodukte nach

strengsten Umweltstandards

und selbst gesetzten Leitlinien.

Janetschek bekennt sich klar zu

den Zielen für nachhaltige Entwicklung,

auf die sich alle 193

Mitgliedsstaaten der Vereinten

Nationen geeinigt haben, und will

dabei besonders durch regionalen,

ökologischen Einkauf und die stete

Reduktion von Umweltauswirkungen

beeindrucken.

Das Humusaufbauprojekt

ermöglicht Kunden die Bestellung

von klimaneutralen Drucksorten.

Gleichzeitig wird der Humusaufbau

bei Landwirten unterstützt. So

können in den Ackerböden wieder

große Mengen an Kohlendioxid

gespeichert werden. Seit 2009

werden auf Wunsch und unter

Berücksichtigung aller unvermeidbaren

Emissionen CO 2

-Bilanzen

für Druckprodukte erstellt. Seit

Sommer 2014 können jene CO 2

-

Emissionen in Zusammenarbeit

mit der Ökoregion Kaindorf durch

Humusaufbau in regionalen

Ackerflächen gebunden werden.

Davon profitieren wir alle, denn so

können wieder verstärkt wertvolle

Lebensmittel erzeugt werden,

es wird mehr Wasser im Boden

gespeichert und die Biodiversität

kehrt zurück.

Bei der kontinuierlichen

Verbesserung von Umwelt- und

Sozialleistungen helfen verschiedene

Zertifikate und die Einhaltung

des jeweiligen Regelwerks. Die

Befolgung der Richtlinien wird

regelmäßig extern überprüft. Mit

dieser konsequent ökologischen

Ausrichtung und dem Ziel,

wirtschaftlich erfolgreich zu sein,

übernimmt die Druckerei Janetschek

auch soziale Verantwortung

und arbeitet gemeinsam mit den

Anspruchsgruppen an einer

lebenswerten Zukunft.

FOTO: BENJAMIN WALD

Erich Steindl, MSc

Geschäftsführer

Druckerei

Janetschek

EVENTKALENDER

HR Inside Summit

13. – 14.10.2021

Hofburg Vienna

www.hrsummit.at

Digital Leadership

15.11.2021, Wien

www.ars.at/digital-leadership

Abo Leadership to go

Start: 03.11.2021, Virtual Classroom

www.ars.at/to-go

Leadership-Skills fürs digitale

Zeitalter – Online Seminar

Reihe

Start: 07.10.2021 – Einstieg jederzeit

möglich

www.imh.at/leadership-online

Human Resources Update –

Online Seminar Reihe

Start: 20.10.2021 – Einstieg jederzeit

möglich

www.imh.at/hr-update

PoP 2022 – Power of People

28. / 29. April 2022, Stegersbach

Businesscircle.at/pop

PriSec – Privacy & Security

5. / 6. Oktober 2021, Rust

Businesscircle.at/prisec

Prozess-Management Forum

5. / 6. Mai 2021, Wien

Businesscircle.at/prozessmanagement

IFM – Internationaler Facility

Management Kongress

11. – 12.11.2021

Fest- und Boecklsaal der TU Wien

www.ifm.tuwien.ac.at/kongress

respACT

DIGI FOR SDG – Die neue DNA

für die Wirtschaft

16. csrTAG 2021

21.10.2021

Online & Präsenz

www.csrtag.at

Personalentwicklung &

Digitalisierung

22.11.2021, Wien

www.ars.at/PE-digital

Zertifizierter Nachhaltigkeitsmanager

18.10.2021 – 21.10.2021

www.imh.at/sustainable-cert

Dr. Reinhard K. Sprenger: Die

Magie des Konflikts

22.11.2021

www.imh.at/sprenger

PEp – Personalentwicklung pur

11. / 12. November 2021, Langenlois

Businesscircle.at/pep

Lehrlingsforum 2021

17. / 18. November 2021, Wien

Businesscircle.at/lehrlingsforum

PARTNER


4 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

EXPERTISE

FOTO: GETTYIMAGES

Bewegungsmangel

zuhause

Die Tücken des Homeoffice

Dorothea Haslinger

freiberufliche

Physiotherapeutin in

Wels unter anderem

im Bereich Arbeit,

Gesundheit und

Prävention

FOTO: RAPHAEL RUF

Was ist mit uns

passiert? Hat uns

COVID-19 die Bewegung

genommen?

Wie viel Bewegung hatten Sie vor

der Krise? Sind Sie ein Bewegungsmuffel

oder stets bedacht darauf,

ausreichend in Bewegung zu sein?

Nein, das ist kein Verhör, sondern

Fragen, die sich stellen, wenn wir in

der physiotherapeutischen Praxis

Befunde und Anamnese erheben.

Uns Physiotherapeutinnen und

-therapeuten fällt auf, dass durch

die Ausgangseinschränkungen, die

immer wieder notwendig waren,

die Bewegungsmotivation bei sehr

vielen Menschen geringer wurde –

oder ganz verschwand. Auch die

Arbeitswelt hat sich stark verändert.

Das Büro wurde zum Homeoffice

oder der Betrieb hat Kurzarbeit

angemeldet. Die veränderte Arbeitswelt

hat dazu geführt, dass sich

die Menschen seltener bewegen.

Im Homeoffice fällt nicht nur der

Arbeitsweg, sondern auch der Weg

zum Drucker, zu anderen Kolleginnen

und Kollegen oder zur nächsten

Besprechung weg. Die Treppe zur

anderen Abteilung oder einfach nur

der Weg zum Treffpunkt Kaffeemaschine:

All das fällt aus – und

ins Gewicht. Diese vertrauten, fast

unauffälligen Bewegungsmöglichkeiten

haben wir zuhause nicht.

Was können Sie tun?

Beginnen Sie den Arbeitstag im

Homeoffice mit einem Arbeitsweg,

schlüpfen Sie nach dem gewohnten

Frühstück in die Straßenschuhe

und drehen Sie eine Runde um den

Häuserblock oder, wenn möglich,

eine kurze Runde im Grünen. Während

der Arbeit unterbrechen Sie

die Tätigkeit am gut eingerichteten

Büroarbeitsplatz mit dem Weg

zur Küche, um etwas zu trinken.

Nutzen Sie Treppen in Ihrer Nähe,

um manchmal auf- und abzugehen

und denken Sie an ein paar

Streck- und Dehnübungen, um die

Muskulatur zwischendurch mit

neuen Aufgaben zu fordern.

Nach dem Mittagessen können

Sie, sofern es Ihre Zeit erlaubt,

wieder eine kurze Bewegungseinheit

an der frischen Luft abhalten.

Und am Nachmittag? Wieder kurze

Pausen mit Ausgleichsbewegungen,

die Sie fit und konzentriert

bleiben lassen. Versuchen Sie, die

Arbeitszeit einzuhalten und

Überstunden zu vermeiden.

Wichtig ist, Bewegung in den

Tagesablauf einzuplanen. Schritte

zählen, Stufen steigen, Aktivität im

Haushalt und Spazierengehen:

Unsere Beweglichkeit zu erhalten

ist eine große Aufgabe, um für die

Zukunft gerüstet zu sein. Es ist

ratsam, Bewegungsprogramme

aufzubauen und unseren täglichen

Bewegungsbedarf zu decken. Hier

können Physiotherapeuten und

-therapeutinnen Unterstützung

geben, denn ein individuelles

Übungsprogramm ist sinnvoll. Ein

solches hilft auch, um Herz und

Kreislauf fit zu halten.

Wussten Sie,

dass…

…es Bewegungsempfehlungen

vom

Fonds Gesundes

Österreich gibt?

Sie können diese

online ansehen,

indem Sie folgende

Seite aufrufen:


MEDIAPLANET | 5

Nachhaltig wirtschaften

– aber wie?

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Aber worum geht es dabei

wirklich? Wie kann man sich diesem Thema als Unternehmen

widmen? Und wo soll man anfangen?

Dr. Christian Kozina

Wissenschaftlicher

Leiter des Instituts

für Nachhaltiges

Wirtschaften und

wissenschaftlicher

Mitarbeiter an der

Karl-Franzens-Universität

Graz

FOTO: INSTITUT FÜR NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN

Nachhaltig zu wirtschaften

bedeutet, mit

seinen Produkten und

Dienstleistungen die

Bedürfnisse der heute lebenden

Menschen so zu befriedigen, dass

auch zukünftige Generationen

noch ein gutes Leben führen

können. Tatsächlich sind wir heute

davon aber ein Stück weit entfernt,

wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust,

aber auch steigende Burnout-Zahlen

zeigen. Daher lautet der

Auftrag an ein Unternehmen: Lass

all das weg, was negative Auswirkungen

auf Mensch und Natur hat.

Suche stattdessen nach Wegen, um

die Bedürfnisse deiner Kund:innen

auf nachhaltige Art und Weise zu

befriedigen.

In der Theorie klingt das einfach.

In der Praxis bedeutet es, dass

Unternehmen ihr komplettes

Geschäftsmodell hinterfragen müssen.

Sie müssen ihren eigentlichen

Unternehmenszweck klären und

herausfinden, welche geschäftlichen

Aktivitäten tatsächlich

geeignet sind, diesen auch auf

nachhaltige Art und Weise zu erfüllen.

In vielen Fällen kann das dazu

führen, dass sich Unternehmen aus

gewissen Geschäftsfeldern zurückziehen

und diese durch andere,

nachhaltigere Geschäftsfelder

ersetzen.

Aber diese Auseinandersetzung

ist unabdingbar. Die Alternative

dazu sind oberflächliche PR-Aktivitäten,

die das Unternehmen zwar

kurzfristig in ein besseres Licht stellen,

mittelfristig aber stets zu noch

größeren Problemen führen, da die

„Low Hanging Fruits“ irgendwann

abgeerntet sind und die Glaubwürdigkeit

als „Nachhaltiges Unternehmen“

auf diesem Weg nicht mehr

aufrechtzuerhalten ist.

Unternehmen, die in Zukunft

noch erfolgreich sein wollen,

müssen Nachhaltigkeit daher in

ihre Firmenphilosophie integrieren.

Nachhaltigkeit darf nicht

Ballast sein, sondern muss als

Speerspitze dienen, um sich auch

wirtschaftlich positiv weiterzuentwickeln.

Online steht den Unternehmen

dafür eine Vielzahl an

hilfreichen Instrumenten und

Dienstleistungen zur Verfügung.

Info: Lesen Sie

mehr unter:

nachhaltigeswirtschaften.at/

oder kontaktieren

Sie Dr. Christian

Kozina:

Tel. 0650/6416794,

ck@nachhaltigeswirtschaften.at

Sponsored by Schäfer Shop

Reichweite statt Seitenzahl

Thomas Althammer

Geschäftsführer

SSI Schäfer Shop

Österreich

FOTO: SCHÄFER SHOP

Thomas Althammer, der

Geschäftsführer von SSI

Schäfer-Shop Österreich,

über den Einsatz künstlicher

Intelligenz im Distanzhandel

und warum es so wichtig ist, Daten

neu zu nutzen.

Herr Althammer, was muss ich

mir unter einer Transformation

von Katalogen vorstellen?

Unser 1.600-seitiger Hauptkatalog

war immer der Ankerpunkt in

Büro, Lager und Betrieb unserer

B2B-Kunden, wobei seit Jahren

ein Trend hin zum E-Commerce

spürbar ist. Die Corona-Zeit

befeuerte diesen Trend maßgeblich

und unser Ziel ist es seither eine

Brücke zwischen Print und unseren

Online-Shops zu bauen. Dieser „Wir

sind dort, wo unsere Kunden sind“-

Ansatz birgt aber durchaus Herausforderungen

für Print-Medien, die

es zu transformieren galt.

Wie haben Sie das gemacht?

Wir sind zur Erkenntnis gekommen,

dass für uns die Reichweite

wichtiger ist als die Seitenzahl.

Kleinere Werbemittel mit mehr

Impulscharakter sorgen für noch

besser segmentierte Teilzielgruppen

und für höhere Geschwindigkeit.

Durch die Reduktion der

Seiten haben wir heuer bei einer

konzernweiten Gesamtauflage des

Hauptkatalogs von 1,2 Millionen

Stück etwa 700 Tonnen Papier

gespart. Und das gelingt uns ohne

große Umsatzverluste. Primär

durch ein hohes Maß an Individualisierung,

die wir gestützt durch

künstliche Intelligenz erreichen.

Wir sprechen von rund 1.000

Anstoßketten innerhalb unserer

Kampagnen mit mehreren tausend

Variablen, bei denen wöchentlich

das Kundenverhalten bewertet und

prognostiziert wird. Damit schälen

wir Module heraus, die für den

jeweiligen Kunden noch wesentlich

interessanter sind als das

Gesamtangebot.

Welche Herausforderungen

sind da aufgetaucht?

Es steckt sehr viel Technik, aber

vor allem viel Daten-Intelligenz

dahinter, beinahe unendliche

Zielgruppen-Sortimente miteinander

zu kombinieren und gleichzeitig

bestmöglich das zukünftige

Kaufverhalten unserer B2B-Kunden

vorherzusehen. Aber in

unseren Augen ist das die einzige

Chance, Ressourceneffizienz zu

gewährleisten, denn dieser Einsatz

künstlicher Intelligenz und

prädiktiver Analyse kommt

schlussendlich vor allem unseren

Kunden zugute.

Mehr zu Schäfer

Shop:

www.schaefershop.at


6 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

EXPERTISE

Mag. (FH) Kurt Egger

Generalsekretär

Österreichischer

Wirtschaftsbund

FOTO: JULIUS HIRTZBERGER

„Um die Fachkräfte der Zukunft zu

sichern, muss unser Arbeitsmarkt

dynamischer und flexibler werden.“

Herr Egger, die heimischen Unternehmen

schreiben wieder

schwarze Zahlen, die Wachstumsprognosen

sind rosig. Wie

sehen Sie die derzeitige Lage

am Arbeitsmarkt?

Trotz wirtschaftlich guter Entwicklung

und dem Rückgang

der Arbeitslosenzahlen sind in

Österreich über 280.000 Menschen

arbeitslos gemeldet. Dem steht ein

Rekordniveau von offenen Stellen,

inklusive Lehrstellen, gegenüber.

Wir befinden uns also in einer paradoxen

Situation: Viele Betriebe leiden

unter einem Fachkräftemangel

und obwohl die Arbeitslosenzahlen

hoch sind, folgen auf ausgeschriebene

Stellen keine Bewerbungen.

Dabei haben unsere Betriebe sogar

mehr offene Stellen zu vergeben

als vor der Krise! Dieses Ungleichgewicht

trifft insbesondere den

regionalen Raum – ein Ost-West-

Gefälle macht sich breit: Während

es in Wien zu viele Arbeitslose gibt,

fehlt es im Westen an Arbeitskräften

und Fachpersonal.

Welche Probleme resultieren

aus dem Fachkräftemangel?

Der Fachkräftemangel ist ein

ernstzunehmendes Problem, das

den Wirtschaftsstandort nachhaltig

schädigt und zeitgleich den

Wir müssen dafür

sorgen, dass unser

Arbeitsmarkt

insgesamt

dynamischer und

flexibler wird.

wirtschaftlichen Aufschwung

bremst, denn die Abdeckung

des Bedarfs an Facharbeitern in

unseren Unternehmen ist für die

Wettbewerbsfähigkeit Österreichs

von zentraler Bedeutung. Der Fachkräftemangel

bei gleichzeitig hoher

Arbeitslosigkeit zeigt deutlich, dass

es strukturelle Probleme in der

Arbeitsmarktpolitik gibt. Aktuell

geben 75 % der heimischen Betriebe

an, Schwierigkeiten zu haben,

geeignete Fachkräfte zu finden.

Welche Möglichkeiten gibt es,

um Fachkräfte zu halten und

auch in Zukunft zu sichern?

Um den Fachkräftemangel zu

bekämpfen, braucht es ein Gesamtkonzept,

das die aktuelle Nachfrage

am Arbeitsmarkt abbildet, auf

strukturelle Veränderungen eingeht

und künftige Wirtschaftsbranchen

schon jetzt mit spezifischen Ausbildungsmöglichkeiten

von künftigen

Fachkräften unterstützt.

Wie könnte ein solches Konzept

ausgestaltet sein?

Wir müssen dafür sorgen, dass

unser Arbeitsmarkt insgesamt

dynamischer und flexibler wird.

Dazu gilt es, Angebot und Nachfrage

am Arbeitsmarkt zusammenzuführen.

Es kann nicht sein, dass etwa

Gastrobetriebe im Westen schließen

müssen, während im Osten Köche

arbeitslos gemeldet sind.

Zeitgleich brauchen wir ein

verbessertes Angebot an Ausbildungsplätzen

– insbesondere die

Zahl der MINT-Hochschulabsolventen

und die gezielte Förderung

von weiblichen Auszubildenden

soll dazu beitragen, die Fachkräftequote

in den Ingenieurwissenschaften

und der Informatik zu

erhöhen. Ein besonderes Herzensthema

ist für mich die Aufwertung

der Lehre: Durch die Schaffung

neuer und der Überarbeitung

bestehender Lehrberufe, sowie

durch Chancengleichheit für

Lehrabsolventen und Schüler,

können wir es schaffen, mehr junge

Menschen für die Lehre zu

begeistern und die Fachkräfte der

Zukunft zu sichern.


MEDIAPLANET | 7

Sponsored by Universum Global

Die Zukunft der Arbeit

Junge Arbeitnehmer:innen achten auf ihr Gehalt und flexible

Arbeitszeiten sind besonders für IT-Fachkräfte unverzichtbar – das

sind zwei der wichtigsten Erkenntnisse aus einer großangelegten

Arbeitsmarktstudie des Employer-Branding-Beratungsunternehmens

Universum, das zur StepStone-Gruppe gehört.

Daniel Hauser

Senior Employer

Branding Strategist

(CH & AUT) bei

Universum Global

FOTO: ZVG

Universum befragte

zwischen November

2020 und Mai

2021 über 11.000

Student:innen aus

insgesamt 148 Studienrichtungen

an 33 Hochschulen in ganz

Österreich. Der Fokus lag dabei auf

Präferenzen der Student:innen,

Attraktivität und Image der Unternehmen,

Kommunikationsverhalten,

Gehaltsvorstellungen und

Karrierezielen.

Dabei bestätigte sich auch in

der DACH-Region der bereits

langanhaltende Trend, dass

sogenannte „softe Faktoren“ weiter

an Bedeutung zunehmen. Dazu

zählen speziell werteorientierte

Punkte, wie ein Klima des Respekts

gegenüber den Mitarbeiter:innen,

besonders aber zwischenmenschliche

Kriterien, wie das Einhalten

ethischer Standards, die Unterstützung

der Gleichberechtigung der

Geschlechter sowie ein Engagement

für Vielfalt und Inklusion.

„Junge Menschen legen großen

Wert auf die Sinnhaftigkeit ihrer

Tätigkeit und eine freundliche

Arbeitsumgebung, immer wichtiger

werden auch Werte wie

Respekt, Inklusion oder Soziale

Verantwortung“, kommentiert

Daniel Hauser, Senior Employer

Branding Strategist für Österreich

und die Schweiz. Die soften

Faktoren sind, so die Studie, gerade

weiblichen Studentinnen im

steigenden Ausmaß wichtig.

Neu unter den Top Ten der

wichtigsten Attribute hat sich eine

sichere Anstellung eingereiht. Gleichermaßen

sind flexible Arbeitsbedingungen

neu dort zu finden.

Speziell bei IT-Fachkräften stehen

sie hoch im Kurs und nehmen

mittlerweile Platz 2 der Rangliste

ein. „Homeoffice ist aktuell das am

stärksten diskutierte Thema unter

Arbeitgebern und Beschäftigten.

COVID hat uns gezeigt, dass dahinter

nicht nur leere Floskeln stehen,

sondern tatsächlich umsetzbare

funktionale Arbeitsmodelle“,

erläutert Hauser.

Die Themen Homeoffice und

Remote Work werden derzeit etwas

aufgebauscht, für Unternehmer:innen

sei teils noch unklar, wie sie

reagieren sollten. „Dieser Trend

wird mit dem Einkehren der Normalität

etwas abflachen“, erwartet

Hauser, „aber sicher ist, dass es von

nun an Teil der Erwartungshaltung

an einen Arbeitgeber und besonders

für junge Talente ein ausschlaggebender

Punkt sein wird.“

Wenig überraschend ist für junge

Talente und Berufseinsteiger:innen

das Gehalt ein entscheidender Faktor.

Bei den Student:innen ist das

Gehalt unabhängig von Geschlecht

und Studienrichtung auf Platz 1

gewählt worden. Erwartet wird ein

wettbewerbsfähiges Grundgehalt

und die Aussicht auf hohen künftigen

Verdienst. Bemerkenswert ist

hier, dass weibliche Studentinnen

im Schnitt ein um zwölf Prozent

niedrigeres Gehalt erwarten als

ihre männlichen Pendants.

Geschlechterunabhängig finden

sich darüber hinaus die Wünsche

nach vielfältigen Aufgaben,

professioneller Aus- und Weiterbildung

und der Förderung

künftiger Weiterbildungen ebenso

unter den Top Ten wie die Option

auf eine Führungsposition.

Lesen Sie mehr

zum Ranking und

dem Downloadcenter

für

Österreich 2021:

Mehr Informationen

unter

www.universum

global.com/de


8 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

INSIGHT

FOTO: GETTYIMAGES

Alles neu,

alles anders?

Die Zukunft

der Arbeitswelt

An Motivation, Leistungsbereitschaft und Qualifikation mangelt es

jungen Menschen nicht, zeigt die Studie „Zukunft der Arbeitswelt“ von

Leitbetriebe Austria. Aber die Arbeitgeber von heute müssen einiges

ändern, um „jugend- und zukunftsfit“ zu werden.

Andreas Gnesda

Begeisterter

Unternehmer und

Arbeitsweltenexperte

Monica

Rintersbacher

Geschäftsführerin

von Leitbetriebe

Austria

FOTO: TEAMGNESDA FOTO: SABINE KLIMPT

Der aktuelle Wirtschaftsaufschwung

macht den strukturellen

Arbeitskräftemangel

in Österreich

deutlich wie selten zuvor. Branchen,

in denen ausreichend Fachkräfte

zur Verfügung stehen, sind

mittlerweile eher die Ausnahme

als die Regel, und Sorgen, dass

die Digitalisierung unzählige Jobs

vernichten werde, sind längst verflogen.

Offensichtlich ist genau das

Gegenteil der Fall – die Suche nach

den (richtigen) Mitarbeitern ist zur

vielleicht größten unternehmerischen

Herausforderung geworden.

„Die schlechte Nachricht für

Unternehmen ist, dass die Arbeitswelt

von heute junge Menschen

immer weniger anspricht“, erklärt

Leitbetriebe-Austria-Geschäftsführerin

Monica Rintersbacher.

„Unsere Studie ,Zukunft der

Arbeitswelt‘ enthält aber auch die

gute Nachricht, dass sie ausgesprochen

motivierte, loyale

und leistungsbereite Mitarbeiter

finden können – wenn sie Arbeitsmöglichkeiten

und Arbeitsumfeld

so weiterentwickeln, dass sie den

Erwartungen junger Erwachsener

und Jugendlicher entsprechen.

„Die Studie, für die 1.000 Österreicherinnen

und Österreicher

zwischen 14 und 29 Jahren befragt

wurden, zeichnet ein klares Bild,

aus dem sich auch konkrete Handlungsempfehlungen

für Unternehmen

ableiten“, so Andreas

Gnesda, Beiratsvorsitzender von

Leitbetriebe Austria und Initiator

der Studie. „Gebt jungen Mitarbeitern

Freiheiten und Gestaltungsspielraum,

und sie werden

ihre Kreativität und ihre teilweise

exzellenten Kompetenzen – Stichwort

Digital Natives – in ihre

Arbeit einbringen. Vertraut ihnen,

und sie werden für euer Unternehmen

mehr tun, als ihr verlangt.

Zeigt ihnen, dass ihre Arbeit

wichtig ist, und ihre Arbeit wird

ihnen mindestens so wichtig sein

wie älteren Generationen.“

Must-have und No-Go

Nahezu unverzichtbar wird in

Zukunft, sofern möglich, zeitliche

und räumliche Flexibilität sein.

Den eigenen Tag selbst einteilen

zu können, selbst zu entscheiden,

wann man von zu Hause aus und

wann man lieber im Büro arbeiten

möchte, ist für mehr als 80 Prozent

von größter Bedeutung. Zwei

Drittel erwarten regelmäßiges

Feedback für ihre Arbeit. „Gute

Leistung muss auch explizit

anerkannt werden“, sagt Gnesda,

„sowohl verbal als auch faktisch

in Form von Gestaltungs- und

Aufstiegsmöglichkeiten.“

Völlig aus der Mode ist hingegen

der klassische Achtstundentag, der

in der Liste der Wünsche für den

eigenen Arbeitsplatz abgeschlagen

an letzter Stelle landete. Auch

Sicherheit als Ausgleich für einen

langweiligen Job funktioniert nur

mehr bei den wenigsten jungen

Menschen.

„Geld und Sicherheit sind nicht

mehr die Hauptanreize“, warnt

Gnesda. „Unternehmen müssen

ihre Arbeitswelt entsprechend den

Vorstellungen der jüngeren

Generationen weiterentwickeln.

Dann ist Arbeitskräftemangel kein

Schicksal, sondern eine Managementaufgabe,

die mit Know-how

und Innovationsbereitschaft gelöst

werden kann.“

Die Studie „Die

Zukunft der

Arbeitswelt aus

Perspektive der

Jugend“ (2021)

kann auf der

Internetseite

von Leitbetriebe

Austria

leitbetriebe.at

heruntergeladen

oder als Broschüre

angefordert

werden

office@

leitbetriebe.at


MEDIAPLANET | 9

FOTO: GOLDENHOUR PICTURES

Wieso braucht

es eine

Jobplattform

für Frauen?

Diversität in Unternehmen verbessert die

Rentabilität, das Betriebsklima und die

Innovationskraft – zahlreiche Studien belegen

dies und Arbeitgeber arbeiten bereits mit

Hochdruck an der Akquise (und der Bindung)

von weiblichen Talenten. Doch der #1 Channel

für Talentegewinnung – Jobbörsen – wird den

neuen Marktbedürfnissen nicht gerecht.

Text Redaktion

Jobplattformen spiegeln die

Bedürfnisse von (weiblichen)

Talenten nicht wider

Bis zu 80 Prozent 1 der Bewerber:innen

werden über Stellenanzeigen

auf verschiedensten Karriereplattformen

erreicht. Aber diese Jobbörsen

konzentrieren sich heute

meist darauf, Berufe, Standorte

und Gehaltsklassen zu präsentieren.

Ein innovatives Arbeitgeberbild

wird hier kaum vermittelt.

Gerade für jüngere (und weibliche)

Talente ist Geld längst

nicht mehr der wichtigste Faktor,

sondern Selbstverwirklichung,

Orts- und Zeitunabhängigkeit,

eine vielfältige Führungskultur

und Entwicklungsmöglichkeiten.

Jobplattformen spiegeln diese

Verschiebung der Prioritäten nicht

wider und (weibliche) Jobsuchende

haben es schwer, passende

Unternehmen zu finden.

Wie Unternehmen im „War for

Talents“ wettbewerbsfähig

bleiben können

Ein exzellentes Arbeitgeberimage,

Fokus auf eine herausragende

Bewerber- und Employee Experience

wie auch gelebte Inklusivität

im Unternehmen sind Voraussetzung,

um im „War for Talents“

eine Chance zu haben. Die richtige

Vermarktung der Arbeitermarke

darüber hinaus sollte selbstverständlich

sein.

Um Arbeitgebern die Suche nach

diversen Talenten zu erleichtern,

ging diesen Monat eine neue

Jobplattform für inklusive Unternehmen

an den Start. Die Initiatorinnen

dahinter: the female factor,

eine global tätige Organisation,

die Frauen auf ihrem Karriereweg

unterstützt.

Arbeitgeber, die Wert auf Diversität

und Inklusion legen, erreichen

so über 10.000 weibliche Talente

und können sich durch die Angabe

von flexiblen Arbeitsbedingungen,

Entwicklungsmöglichkeiten (wie

zum Beispiel Mentoringprogrammen,

Sponsoring und Netzwerkmöglichkeiten)

und vielem mehr

im richtigen Licht präsentieren.

Die Plattform the female factor

bietet darüber hinaus gezieltes

Leadership-Training und -Mentoring

und unterstützt Unternehmen

bei der Erreichung ihrer Diversitätsziele

sowie der Ansprache

weiblicher Talente.

Mehr Informationen unter

www.femalefactor.global

Mahdis Gharaei und

Tanja Sternbauer

Co-CEOs, the female factor

1

Quellen: Accenture inclusion report, McKinsey,

the female factor study, Statistik Austria


10 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

INSIGHT

FOTO: SIGMUND ON UNSPLASH

Kreislaufwirtschaft:

Motor für die notwendige

Transformation unseres

Wirtschaftssystems

Klimaerhitzung, Biodiversitätsverlust und Rohstoffknappheit erfordern eine nachhaltige Transformation

unseres Wirtschaftssystems. Die Kreislaufwirtschaft leistet dabei einen essenziellen Beitrag.

Text

Julika Dittrich,

LL.M.

Unser lineares Wirtschaftssystem

ist auf

Kollisionskurs mit den

Belastungsgrenzen

unseres Planeten. Gewinnung und

Verarbeitung von Ressourcen sind

für mehr als 90 % des weltweiten

Biodiversitätsverlusts und mehr als

die Hälfte aller Treibhausgasemissionen

verantwortlich. Allein in

Österreich entspricht der Ressourcenverbrauch

dem Bestand von

3,5 Erden.

Um gegenzusteuern, müssen

Lösungen an der Quelle des Problems

ansetzen – dem Ressourcenverbrauch.

Zentraler Hebel ist die

Kreislaufwirtschaft, deren Produkte

so konzipiert sind, dass sie leicht

wiederverwendet, repariert und

recycelt werden können. Noch sind

Kreislaufprodukte und die dazugehörigen

Dienstleistungen, wie

„Leihen statt Kaufen”, ein Nischenmarkt.

Das will der EU-Kreislaufwirtschaftsaktionsplan

2020

ändern, der auf Ökodesignvorschriften,

besseren Schutz vor „Grünfärberei“,

Mindestanforderungen

an Nachhaltigkeitssiegel sowie ein

Recht auf Reparatur abzielt.

Vom Übergang in eine Kreislaufwirtschaft

profitieren Wirtschaft,

Umwelt und Soziales. Mit dem

Schwerpunkt auf arbeitsintensiven

Aktivitäten, wie Wartung und

Reparatur, schafft Kreislaufwirtschaft

lokale Arbeitsplätze und

stärkt regionale Wirtschaftsräume.

Die Abhängigkeit von Rohstoffimporten

sinkt, neue Geschäftsmodelle

entstehen. Unternehmen

profitieren von niedrigeren

Produktionskosten und stabiler

Materialversorgung, Bürger:innen

von hochwertigen Produkten.

Was sich einfach anhört,

erfordert einen tiefgreifenden

Umbau unserer Wirtschaft. Ein

klares Bekenntnis zu Ressourcenverbrauchsreduktionszielen,

die

Einbindung aller Akteur:innen

sowie die Zusammenarbeit

zwischen Politik, Wissenschaft,

Wirtschaft und Zivilgesellschaft

werden wesentliche Erfolgsfaktoren

dieser Umgestaltung sein.

Mehr Informationen

unter:

www.circular

futures.at


Text Name Surname

MEDIAPLANET | 11

PANEL

Lesen Sie mehr

unter:

www.umwelt

bundesamt.at

Schwerpunkt Ressourceneffizienz

Kunststoff im Kreislauf

Kunststoffe sind aus dem Alltag

nicht wegzudenken. Durch ihre

einzigartigen Materialeigenschaften

sind sie oft unersetzlich, etwa

für Medizinprodukte, Baumaterialien

oder in Elektronikgeräten und

Fahrzeugen. Landen Kunststoffe

aber nach kurzem Einsatz im Müll,

werden wertvolle Ressourcen

verschwendet. Abhilfe schaffen

die „3R“ der Kreislaufwirtschaft:

Reduce, Reuse, Recycle. Kunststoffe

sollen effizient eingesetzt, lange

genutzt und schließlich recycelt

werden. Ein wichtiger Schritt zur

Reduktion wird in Österreich 2021

mit der Umsetzung des EU-Verbots

von bestimmten Einwegkunststoffprodukten

gesetzt.

Vorreiter wie Frankreich und

Schweden überlegen weiter zu

gehen und z. B. zusätzlich

Kunststoffe in Kunstrasen oder

Werbeartikeln zu beschränken.

Um die Lebensdauer von Kunststoffprodukten

zu verlängern und

Recycling zu fördern, ist kreislauforientiertes

Produktdesign

gefragt. Derzeit werden in

Österreich nur 17 % der

Plastikabfälle sortenrein gesammelt.

Rund 80 % sind in gemischten

Abfällen mit unterschiedlich

hohen Kunststoffanteilen

enthalten, vor allem im Rest- und

Sperrmüll. Das Recycling wird

dadurch erheblich erschwert und

unrentabel. Um die Recyclingquote

von Verpackungskunststoff von

derzeit 26 % auf 50 % zu steigern

(Ziel bis 2025), müssen die

Sortier- und Recyclingkapazitäten

ausgebaut werden. Investitionen,

die sich für Umwelt und Unternehmen

rechnen.

FOTO: BERNHARD GRÖGER

Brigitte Karigl

Expertin für

Kreislaufwirtschaft im

Umweltbundesamt

Julika Dittrich, LL.M.

Kreislaufwirtschaftsexpertin

Umweltdachverband,

Gründerin und

Leiterin Circular

Futures – Plattform

Kreislaufwirtschaft

Österreich

FOTO: PAULINE THURN UND TAXIS

Recycling allein macht noch keine Kreislaufwirtschaft!

Flaschen, Folien, Kaffeekapseln,

Zahnbürsten, Funktionsbekleidung,

Möbel: Kunststoffe sind aus

dem Alltag nicht wegzudenken.

Ihre global produzierte Menge

führt zu immer mehr Kunststoffabfällen

– EU-weit waren es 2015 rund

26 Mio. Tonnen. Bis zu 500.000 t

davon landen jährlich in den Meeren.

In manchen Regionen befindet

sich bereits sechsmal mehr Plastik

als Plankton im Wasser.

Der Großteil der Kunststoffabfälle

landet auf Deponien oder wird

verbrannt, nur knapp 30 % werden

EU-weit recycelt. Zudem können

viele Verpackungen – wie dunkle

Lebensmittelbehälter oder mit Kunststoff

beschichtete Pappbecher –

nicht recycelt werden. Aber nicht

nur der Müll, sondern bereits die

Erzeugung von Plastik ist problematisch:

Laut Deutscher Umwelthilfe

verbraucht die Herstellung von

Plastikflaschen jährlich 438.000 t

Rohöl und Erdgaskondensate.

Wer Kreislaufwirtschaft

konsequent denkt, muss bei der

Vermeidung ansetzen! Seit Juli

sind Einwegkunststoff-Artikel, wie

Wattestäbchen, Besteck, Teller und

Trinkhalme aus Kunststoff, in der

EU verboten. In Österreich sieht

das neue Abfallwirtschaftsgesetz

verbindliche Quoten für Mehrweg

im Handel und eine Reduktion von

Einwegkunststoff-Verpackungen

um 20 % bis 2025 vor. Der vehemente

Widerstand des Handels

gegen die Einführung eines

Einwegpfands zeigt jedenfalls

deutlich, wo die großen Herausforderungen

für eine ressourcenschonende

Kreislaufwirtschaft in

Österreich liegen.

Mehr Informationen

unter:

www.circular

futures.at











GmbH

Puhm

Plastics & Recycling

www.puhm.eu


12 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

INSIGHT

FOTO: GETTYIMAGES

Digitalisierung als

Herausforderung für

Industrie und Gesellschaft

Dana Wasserbacher

Expert Advisor

AIT Center for

Innovation Systems &

Policy

FOTO: AIT/BÖSENDORFER

Der Begriff der Digitalisierung

dominiert

gegenwärtige Zukunftsvorstellungen

von

einer Welt, in der ein Großteil des

gesellschaftlichen Lebens online

stattfindet. Die OECD bezeichnete

ein solches Szenario kürzlich als

„Metaversum“ – ein kollektiver

virtueller Raum, der aus der Summe

aller virtuellen Welten besteht

und die digitale Plattform für

jegliche menschliche Interaktion

ist, sowohl in beruflicher als auch

in privater Hinsicht. Ein aktuelles

Projekt für das österreichische

Parlament zeigt auf, dass fast alle

identifizierten Zukunftstechnologien

mit der Digitalisierung verknüpft

sind.

Doch was heißt Digitalisierung

eigentlich? Der feine Unterschied

im englischen Sprachgebrauch

zwischen „Digitisation“ und

„Digitalisation“ verweist auf eine

Mehrdeutigkeit des Begriffs.

Einerseits bedeutet Digitalisierung

die Umwandlung von analogen

Daten, wie etwa herkömmlichen

Schriftstücken, in digitale Daten,

das heißt in elektronische Signale

(Bits). Gedruckte Bücher können so

als E-Books online zur Verfügung

gestellt werden. Andererseits hat

Digitalisierung auch eine weiter

gefasste Bedeutung, die jegliche

Art von digitalen Technologien

umfasst, wie etwa Blockchain und

künstliche Intelligenz, aber auch

die Umstellung von herkömmlichen

auf datenbasierte Geschäftsmodelle,

Automatisierung

(Internet of Things, Industrie 4.0)

oder E-Learning.

Gerade in der Industrie gehen

mit dem Einsatz digitaler Technologien

hohe Zukunftserwartungen

einher, etwa gesteigerte Ressourceneffizienz,

zunehmende Automatisierung

oder die Entstehung

eines Markts für Daten, der neue

digitale Geschäftsmodelle ermöglicht.

Dem stehen gesellschaftliche

Herausforderungen gegenüber,

wie zum Beispiel die zunehmende

Abhängigkeit von einigen wenigen

globalen Technologiekonzernen

oder der Rückgang von Kapazitäten

des öffentlichen Sektors

durch Auslagerung von Diensten

an private Unternehmen. Sorgen

bereiten überdies die Zunahme von

Cybergefahren (Cyberspionage,

Cyberkriminalität usw.) oder das

Risiko, durch digitale Sicherheitstechnologien

in Bürgerrechten

eingeschränkt zu werden.

Es stellt sich die zentrale Frage,

wie sich in Anbetracht der komplexen

gesellschaftlichen Verhältnisse,

der allgegenwärtigen Vernetzung

(„Hyperconnectivity“) und der

unterschiedlichen Gegebenheiten

und digitalen Fähigkeiten von

Akteuren das Zukunftspotenzial

von Digitalisierung langfristig

realisieren lässt. Um einen Einblick

in zukünftige technologische

Entwicklungen und die veränderten

Rahmenbedingungen zu erhalten

und Entscheidungen zukunftsrobust

zu gestalten, lohnt es sich –

gerade für Unternehmen – Vorausschau

zu betreiben. Das AIT Center

for Innovation Systems & Policy

unterstützt mit wissenschaftlichen

Methoden der Vorausschau

(Foresight) die Entwicklung von

Zukunftsvisionen und -strategien.

Dazu werden relevante Stakeholder

ins Boot geholt, um in partizipativen

Prozessen Anforderungen an

eine zukünftige Digitalisierungskultur

auszuloten und strategisches

Orientierungswissen bereitzustellen.

Mehr Informationen

unter

www.ait.ac.at


MEDIAPLANET | 13

Sponsored by Familie & Beruf Management GmbH

FOTO: CANVA

Netzwerk für mehr

Familienfreundlichkeit

Rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellen sich viele Fragen. Das

Netzwerk „Unternehmen für Familien“ setzt sich daher für ein familienfreundlicheres

Österreich ein.

Spätestens seit der Corona-Pandemie

und dem

hybriden Arbeitsalltag hat

die Frage nach der Vereinbarkeit

von Familie und Beruf für

viele Menschen einen neuen Stellenwert

erhalten. Homeoffice und

Homeschooling, mobiles Arbeiten

und flexible Lebensumgebungen

fordern Arbeitnehmerinnen und

Arbeitnehmer, gleichzeitig aber

auch Unternehmen heraus. In

vielen Unternehmen wurde durch

die Corona-Pandemie mobiles

Arbeiten zur neuen Normalität.

Dementsprechend rasch waren

Unternehmen jeglicher Größe

gefordert, neue und gute Lösungen

für ihre Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter zu finden. Das Netzwerk

„Unternehmen für Familien“

nimmt sich unter anderem

dieser Thematik an und bietet die

Möglichkeit, niederschwellig und

offen in einen Austausch rund um

die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf zu treten. Dazu zählt nicht

zuletzt auch, der Diskussion rund

um die Auswirkungen des neuen,

hybriden Arbeitens auf den persönlichen

und beruflichen Alltag eine

Plattform zu bieten.

Neue Ideen für Österreich

generieren

Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk

„Unternehmen für Familien“

im Jahr 2015 mit dem Ziel, die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf

zu verbessern und darüber hinaus

Familienfreundlichkeit als Markenzeichen

Österreichs zu etablieren.

Dabei vernetzt „Unternehmen für

Familien“ sowohl Unternehmen als

auch Institutionen und Gemeinden

in ihren Bestrebungen, sich für

mehr Familienfreundlichkeit einzusetzen.

Die Initiative engagiert

sich außerdem für mehr Bewusstsein

dafür, dass Familienfreundlichkeit

ein zentraler Standort- und

Wettbewerbsfaktor sowie gleichzeitig

eine gesellschaftliche Aufgabe

ist. Partner des Netzwerkes

erhalten Zugang zu Events, Vernetzungstreffen,

Workshops und

Informationsveranstaltungen, bei

denen sie mit anderen spannenden

Partner sowie Expertinnen und

Experten aus Wirtschaft, Gesellschaft

und Politik ins Gespräch

kommen und so gemeinsam neue

Ideen für ein familienfreundlicheres

Österreich generieren können.

Insgesamt sind bereits über

640 Partner Teil des Netzwerks.

Theorie ist gut, Praxis ist

besser

Die Palette an Maßnahmen, wie

Familie und Beruf besser vereint

werden können, ist bunt.

In den unterschiedlichsten

Bereichen von Unternehmen und

Gemeinden sollten familienfreundliche

Angebote so gesetzt

werden, dass sie dem jeweiligen

Bedarf entsprechen und demzufolge

auch wirklich genutzt

werden. Das Netzwerk „Unternehmen

für Familien“ bietet daher

die Möglichkeit, sich von zahlreichen

Erfahrungsberichten und

Best Practices von familienfreundlichen

Partnern aus

Wirtschaft und Gemeinden

inspirieren zu lassen. Diese

Inspirationen, Anregungen und

auch den Austausch braucht es

nicht zuletzt auch aufgrund des

durch die Corona-Pandemie

weiter verstärkten Strukturwandels

und neuer, flexiblerer

Arbeitsumgebungen, um so auch

in Zukunft die Vereinbarkeit von

Familie und Beruf weiter zum

Positiven verändern zu können.

Lesen Sie mehr

unter

unternehmenfuer-familien.at


14 | Lesen Sie mehr unter unternehmensratgeber.info

EXPERTISE

Real digital:

So werden wir

morgen lernen.

Bildung ist der Schlüssel

für eine prosperierende

Zukunft. Ihr Gelingen

hängt von vier

Erfolgsfaktoren ab.

FOTO: GETTYIMAGES

Text

Franz Kühmayer

Erstens: Wirtschaftlicher

und auch gesellschaftlicher

Erfolg hat immer

weniger mit Imitation zu

tun und immer mehr mit Innovation.

Längst geht es nicht mehr um

die reine Vermittlung von Wissen

und schon gar nicht um Konformität.

Das Ergebnis von Bildungsprogrammen

darf nicht länger eine

Gruppe von Menschen sein, die

gelernt haben, sich im bestehenden

System bestmöglich zu bewähren,

sondern die ertüchtigt und ermutigt

wurden, die Systeme von morgen zu

gestalten. Bildungsräume müssen

somit inspirierende, anregende Orte

sein – physisch aber auch virtuell

– in denen nicht Erlernen und

Wiederholen bestehenden Wissens

im Mittelpunkt steht, sondern

neugieriges Experimentieren und

Erproben von Neuem.

Zweitens: Bildungseinrichtungen

transzendieren Zeit und Raum.

Wenn Content ubiquitär verfügbar

ist, muss niemand mehr in

die Schule, auf die Uni oder ins

Schulungszentrum fahren, um

Inhalte vermittelt zu bekommen.

Stattdessen kann jeder Lernende

sich die Inhalte im eigenen

Lerntempo individuell aneignen,

während Präsenzveranstaltungen

dazu dienen, gemeinsam zu üben,

zu reflektieren und zu vertiefen.

Bildungseinrichtungen sind keine

Tankstellen für Wissenserwerb

mehr, sondern Kommunikationsdrehscheiben

für gegenseitigen

Austausch. Das verändert auch ihre

Gestaltung, sie werden eher wie ein

Kaffeehaus aussehen und weniger

wie ein Theatersaal, in dem das

Publikum frontal belustigt wird. Es

verändert aber auch die Rolle der

Lehrkraft: Von Inhaber:innen hermetisch

geschützten Wissens, das

im geeigneten Tempo an Schüler

weitergegeben wird, zu Begleiter:innen

forschender Menschen –

vom Vortragenden zum Coach.

Drittens: Technologie bricht

alles auf. Die Beschränkung der

Schüler:innenzahlen pro Klasse

hat im Präsenzunterricht ganz

praktische Gründe. Digitalisierung

kehrt dieses Prinzip ins Gegenteil.

Der personalisierte Unterricht der

Zukunft klappt besonders gut, wenn

sich aufgrund massiver Teilnehmer:innenzahlen

Skaleneffekte zur

Analyse der Lernelemente ergeben.

Die kühle Logik der Algorithmen

hat aber noch einen weiteren

Vorteil: Sie bringt uns näher zu

unserer Menschlichkeit. Wenn die

Steigerung kognitiver Fähigkeiten

nicht mehr ausreicht, um das

Rennen gegen die Maschinen zu

gewinnen, dann werden unsere

humanistischen Kompetenzen zum

entscheidenden Faktor: Die Maschinen

werden immer bessere Maschinen,

daher müssen wir Menschen

immer bessere Menschen werden.

Gerade weil Digitalisierung immer

stärker in die Bildung einfließt, wird

Humanismus wieder wichtig und

bringt uns von Ausbildung endlich

zu Bildung.

Viertens: „Ich“ kann nur im

Kontext mit „Wir“ funktionieren.

Bildung vermittelt nicht nur

Wissen und Kompetenzen, sondern

vor allem das Wertesystem, auf

dessen Basis die Zukunft entsteht.

Wenn wir miteinander lernen,

dann lernen wir auch voneinander

und übereinander. Bildung ist

einer der entscheidendsten

Faktoren für ein gelingendes

Zusammenleben, in Unternehmen

sowie in der Gesellschaft. Die

Förderung individuellen Potenzials

muss daher eingebettet sein in

erlebbare Werte. Neben fachlichen

Kompetenzen sind Persönlichkeitsentwicklung

und Sozialkompetenzen,

die auf die verantwortungsbewusste

Rolle des Einzelnen in der

Gruppe und in der Gesellschaft

abzielen, entscheidend. Denn für

den Karriere- und Lebensverlauf ist

nicht mehr nur herausragendes

Fachwissen in einzelnen Fachdisziplinen

wichtig, sondern die Gesamtpersönlichkeit.

FOTO: ZUKUNFTSINSTITUT

Franz Kühmayer

Trendforscher,

Zukunftsinstitut

Franz Kühmayer

arbeitet als

Trendforscher am

Zukunftsinstitut

in Frankfurt. Er

lehrt an mehreren

Hochschulen, publiziert

regelmäßig

und produziert

den Podcast „Blick

nach vorne“.

franzkuehmayer.at


MEDIAPLANET | 15

Sponsored by Enterprise Training Center

Mit Know-how

vom Experten

zur Work-Life-

Learn-Balance

Fortbildung gewinnt mit der Digitalisierung

stetig an Bedeutung und muss mit der

modernen Arbeitswelt kompatibel sein.

„Coached Learning“ ist für Michael Swoboda,

Geschäftsführer von ETC – Enterprise Training

Center, darum das Nonplusultra in Sachen

Fortbildung.

Text

Werner

Sturmberger

Wie verändert Digitalisierung

den Arbeitsmarkt?

Seit 25 Jahren sprechen wir jedes

Jahr aufs Neue über den Fachkräftemangel.

In den letzten

beiden Jahren hat sich das weiter

intensiviert. Die Pandemie hat

deutlich gemacht, dass hier

Versäumnisse passiert sind und

moderne Arbeitsplätze, insbesondere

Remote Office und flexibles

Arbeiten, voraussetzungsvoll

sind. Berufsbilder wandeln sich

zusehends. Digitalisierungsgrundwissen

wird auch in Berufen

relevant, in denen das zuvor nicht

der Fall war. Damit gewinnt auch

der Bereich Cybersecurity noch

stärker an Bedeutung. Es wird

darum immer wichtiger, Mitarbeiter:innen

dafür zu schulen, denn

neben wirklichen Expert:innen

braucht es auch das niederschwellige

Wissen aller Mitarbeitenden

eines Unternehmens, um Sicherheit

zu gewährleisten.

Welchen Stellenwert hat Fortbildung

im Kontext der Digitalisierung?

„Lebenslanges Lernen“ ist aktueller

denn je. Wir haben uns darum das

Credo der „Work-Life-Learn-Balance“

zu eigen gemacht. Es geht nicht

nur darum, Arbeit und Privates ins

Gleichgewicht zu bringen, sondern

auch dem Lernen bewusst Platz

einzuräumen. Um das möglich zu

machen, braucht es Konzepte für

das kontinuierliche „Skilling“. Der

Terminus ist bewusst so gewählt:

Es geht nicht darum, etwas

kurzfristig zu wissen, sondern es

jederzeit im Arbeitsleben einsetzen

zu können. Das gibt Mitarbeitenden

die Sicherheit, mit den

wachsenden Herausforderungen

der Arbeitswelt Schritt halten zu

können. Auch im „War for Talents“

gewinnt Fortbildung für das

Employer Branding an Bedeutung.

Will ich talentierte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter für mich

begeistern, dann muss ich diese bei

der persönlichen Weiterentwicklung

ihrer Talente unterstützen.

Wie sieht zeitgemäße Fortbildung

aus?

Lernen muss berufsbegleitend und,

besser noch, berufsintegriert funktionieren.

Fortbildung muss darum

flexibel und individuell angepasst

an Know-how und Lernsituation

stattfinden. Die Zukunft gehört

damit klar hybriden Lernformen:

Es geht darum, Pakete aus Präsenzund

Onlinelehre zu schnüren, um

individuelles Lernen zu ermöglichen

und sich gleichzeitig durch

Austausch und Unterstützung

als Teil einer Gruppe erleben zu

können. Für die Teilnehmenden

ist es natürlich auch relevant, dass

am Ende der Schulung erbrachte

Leistungen mit einer international

gültigen Zertifizierung belegt

werden können.

Was zeichnet „Coached Learning“

aus?

Das ist unsere Antwort auf die

Herausforderungen der modernen

Arbeits- und Lernwelt. Um die

Motivation für das Lernen nicht

immer allein stemmen zu müssen,

kann man beim Coached Learning

immer auf die Unterstützung des

Social-Learning-Teams bauen und

steht in ständigem Kontakt mit

einem persönlichen Coach. Damit

hat man immer einen Überblick

über den aktuellen Lern- und

Leistungsstand. Das ist auch für

die Arbeitgeber relevant, weil so

sichergestellt ist, dass es zu einem

zeitnahen Abschluss kommt.

Was macht ETC zum richtigen

Partner in Sachen Fortbildung?

Wissensvermittlung und Digital

Skill Development sind unsere

Kernkompetenz und unser

Tagesgeschäft. Wir verfügen über

zwölf Jahre Erfahrung allein im

Bereich des virtuellen Lernens –

insgesamt unterstützen wir

Unternehmen und deren Mitarbeitende

schon seit 25 Jahren. Seit

2015 sind wir auch im Bereich

Digital & Video-based Training

erfolgreich aktiv und produzieren

täglich neue Inhalte für unsere

eigenen Trainingsprogramme und

die zahlreichen Partnerakademien

unserer Geschäftskunden.

FOTO: WEINWURM

Michael Swoboda

Geschäftsführer von

ETC – Enterprise

Training Center

Lesen Sie mehr

unter:

www.etc.at


Sie wollen ebenfalls

Entscheidungsträger:innen

direkt

ansprechen?

Werden Sie Teil unserer Business-Kampagnen und

präsentieren Sie Ihre Lösungen in ansprechendem

Rahmen der passenden Zielgruppe.

Melden Sie sich bei uns unter florian.rohm@mediaplanet.com und

vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch. Wir beraten Sie gerne.

Lesen Sie mehr unter www.unternehmensratgeber.info

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine