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Leo Juli | August 2022

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MÜNCHEN

JULI / AUGUST 2022 І HEFT 180

MÜNCHEN

KUNST und

KULTUR

im Sommer

REISE

Lust auf

URLAUB

MÜNCHEN

PrideWeek

und

CSD

INTERVIEWS: HOLGA, LIZZO, LAUV, EMMA THOMPSON


Ihre Wohlfühl-Apotheke in München

Schwerpunkt HIV

• Seit über 10 Jahren geben wir unser Bestes für die Beratung und

pharmazeutische Versorgung von HIV-Patienten. Wir haben Ihre

HIV-Medikamente auf Lager!

• Wir haben den „1. Preis für Gesundheitsvorsorge in der Apotheke

bei Beratung von HIV-Patienten“ vom WIPIG (Wissenschaftliches Institut für

Prävention im Gesundheitswesen der Bayerischen Landesapothekerkammer, www.wipig.de)

im November 2011 verliehen bekommen.

• Wir sind Mitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft HIV- und

Hepatitis-kompetenter Apotheken e.V. (DAHKA)

Wittelsbacher Apotheke

Lindwurmstr. 97, 80337 München, Tel. 089-53 78 44

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 8.00 bis 20.00 Uhr

www.wittelsbacher-apotheke.de


Intro 3

Inhalt

CSD

SZENE

REGIONAL

4 Szene

28 Party

32 Stadtplan

34 Eyecandy

36 Gesellschaft

44 Politik

46 Kultur

LEBEN

Musik

Buch

Film

Diversity

Reise

Gesundheit

epaper.männer.media

Alle Magazine kostenlos

und digital!

Servus,

einen schönen CSD wünschen wir euch! Zeigt euch bunt, sorgt

für notwendige Sichtbarkeit der verschiedenen LGBTIQ*-

Communitys, besucht uns und andere Community-Institutionen

auf der Demonstration und auf den Partys nach der Parade und

während des PrideWeek! Wir freuen uns mit euch auf alles, was

wir gemeinsam feiern, erreichen und schaffen können.

Viel Spaß mit der Juli/August-Ausgabe des LEO Magazins!

Deine LEO und Männer*Redaktion

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Dr. Werner Becker · Dr. Ramona Pauli · Dr. Marcel Lee · Dr. Irmela Dialer

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4 Szene

CSD MÜNCHEN 2. – 17. JULI

LESS ME, MORE WE

Wenn schon lange vor Geschäftsöffnung eine

Menschenschlange vor dem Erotik-Store Spexter

steht, muss es nicht um Schnäppchen für Fetischoder

Erotik-Artikel gehen. Es könnte auch der erste

Vorverkaufstag für das CSD-Rathausclubbing sein, denn

Spexter ist eine der Ticketstellen. So gesehen am 11. Juni um

9:30 Uhr morgens. Und da wir so etwas in den letzten beiden

Jahren nicht beobachtet haben, kann das nur bedeuten:

Der CSD ist wieder da – und zwar mit allem Drum und Dran!

Dreh- und Angelpunkt für alle Informationen ist die Website,

die wir euch hiermit ans Herz legen möchten:

www.csdmuenchen.de

Nach den coronabedingten Ausflügen 2020 und

2021 mit aufwendigen Livestreams im Internet

oder vorsichtigen Versuchen, sich mit temporären

Demospots wieder in die Öffentlichkeit zu wagen,

wird der CSD in diesem Jahr die Innenstadt

zurückerobern. Und ja, es soll wieder so werden

wie vor Corona: große Parade, Rathausclubbing,

Showbühne am Marienplatz, Talkbühne in der

Fußgängerzone, Partyzone am Rindermarkt und

Regenbogenfamilien-Area vor der Frauenkirche.

Doch die zwei Jahre Zwangspause haben dem Veranstalterteam

um Orga-Chef Alexander Kluge auch

Gelegenheit gegeben, ein paar Dinge zu überdenken

und vorsichtige Neuerungen anzugehen.

FOTO: ERWIN HARBECK/KORNELIJA RADE

FOTO: MARK KAMIN

DAS IST NEU BEIM

CSD 2022

DAS MOTTO

Das ist bekanntlich jedes Jahr neu, sorgt aber auch

jedes Jahr für Diskussionen – gut so! 2022 hat sich

unter 37 Einsendungen das Motto „LESS ME, MORE

WE“ durchgesetzt, ein Vorschlag der Münchner

Drags Robin Ring und Sabine Maultäschle. Sie wollen

damit für weniger Egoismus, mehr Miteinander und

stärkere Solidarität gegenüber allen Mitgliedern der

Community aufrufen. Ein Wunsch, der sich übrigens in

zahlreichen Einreichungen widerspiegelte und offenbar

die aktuelle Gefühlslage vieler Menschen trifft.

PARADESTRECKE

In diesem Jahr startet der bunte Zug nicht am Marienplatz,

sondern am Mariahilfplatz in der Au. So will man

den CSD in andere Stadtviertel tragen und neue Strecken

etablieren. Optisch schöner Effekt: Die Parade

wird über die Reichenbachbrücke laufen. Von der

Fraunhoferstraße geht’s über den Gärtnerplatz und

die Müllerstraße Richtung Oberanger zum Endpunkt

Marienplatz/Tal. Auch die Spitze der Parade ist anders

formiert: Zwar werden die Dykes on Bikes wie immer

vorausfahren, danach aber übernimmt eine Gruppe

diverser Repräsentant*innen der Community die Führung,

natürlich mit Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Diese werden allerdings nicht von „D’Schwuhplattler“

begleitet, der schwule Trachtenverein hat seine

Poleposition abgegeben und reiht sich in den Zug.


Szene 5

ZWEI PRIDEWEEKS

Offiziell beginnen die CSD-Feierlichkeiten

mit dem DykeMarch, der

am Samstag, 2. Juli als Radldemo

ab 15:30 Uhr von der Theresienwiese

Richtung queeres Viertel

startet. Bis zum CSD-Höhepunkt

am 16./17. Juli gibt es jeden Tag

mehrere Veranstaltungen von

und für die LGBTIQ*-Community:

Lesungen, Kinoabende, Führungen,

Diskussionsrunden oder Partys –

hier ist für alle etwas dabei!

TINQMARCH

Erstmals gibt es eine eigene

Demo, um die Sichtbarkeit für

trans*, inter*, nicht-binäre und

genderqueere Menschen und

ihre Allies zu erhöhen. Organisiert

vom TINQnet, dem Netzwerk

Münchner trans*, inter, nonbinärer

und queerer Gruppen,

soll die Premiere dieses Events

am Freitag 15.7. ab 18 Uhr vom

Stachus Richtung Marienplatz

führen, wo es gegen 19 Uhr

eine Abschlusskundgebung mit

Kulturbeiträgen geben wird.

MEHR VIELFALT, MEHR

DEMOKRATIE

Der CSD 2022 war im Vorfeld so

offen wie noch nie. Zur Mottosuche

wurde auf allen Kanälen aufgefordert,

die Gewinner nicht im Zirkel

der Veranstalter*innen, sondern

in einer öffentlichen Abstimmung

ermittelt. Auch der PrideGuide, das

Magazin des CSD, lud zu öffentlichen

Redaktionssitzungen ein, um

eine möglichst vielfältige Teilnahme

und Themensetzung zu garantieren.

ZUSAMMENSETZUNG

DER CSD GMBH

Der CSD wird wirtschaftlich und

politisch geleitet von der CSD

GmbH, die sich aus den sozialpolitischen

Vereinen Münchner

Aids-Hilfe, Sub, LesCommunity und

Rosa Liste zusammensetzt. Neu

hinzugestoßen in diesen illustren

Kreis ist die queere Jugendorganisation

„diversity“, die für frischen

Wind sorgen und vor allem die

Themen der jüngeren Generation in

den CSD einbringen soll.

PRIDEGUIDE

Bereits seit einigen Wochen erhältlich: das Magazin

zum CSD München. Hier gibt es Infos zu allen

Aspekten des großen Events, Kalender, Pläne

und Infos zu Künstler*innen und den Inhalten der

PrideWeeks. Außerdem Interviews, Reportagen

und Themen aus der Community. Der PrideGuide

liegt an vielen Dutzend Stellen in der Stadt, in Bars,

Restaurants oder Zentren aus. Auf der Webseite des

CSD München findet ihr ihn auch zum Download.

www.csdmuenchen.de/de/prideguide-22.html

Für Updates empfiehlt sich die zentrale Webseite

des CSD München.

Less me,

more we

und das seit 1862.

#herzensbank


6 Szene

HIGHLIGHTS

DER PRIDEWEEKS

QUEERES KINO: „HOLY TRINITY“

FOTO: FULL SPECTRUM FEATURES

Erstmals erstreckt sich das Warmup

zum CSD-Wochenende über

zwei Wochen. Erste Befürchtungen, dieser

lange Zeitraum könne nicht mit guten

Veranstaltungen gefüllt werden, haben

sich schnell in Luft aufgelöst. Die Pride-

Weeks sind voller spannender Events. Wir

können hier nur eine Auswahl präsentieren,

quasi als subjektive Appetizer der

Redaktion. Alle Veranstaltungen gibt’s

im PrideGuide und immer topaktuell auf

www.csdmuenchen.de.

DYKEMARCH

Den Auftakt zu den PrideWeeks machen

die Frauen mit einer Radldemo von der

Theresienwiese in die Innenstadt. Dort

erwartet sie ein lesbisches Straßenfest

auf dem idyllischen Stephansplatz, das

von den DJanes Doro und Eleni beschallt

wird.

2. Juli, 15:30 Uhr, Theresienwiese/

Stephansplatz

QUEER:RAUM

Der queer:raum bietet zwanzig queeren

Kunst- und Kreativschaffenden eine

Plattform, die zu mehr Sichtbarkeit

beitragen, Identitäten öffentlich und so

unsere Gesellschaft toleranter machen

wollen. Den Rahmen bilden zwanzig

Künstler*innen-Porträts von Francesco

Giordano. Viele dieser Fotografierten

sind anwesend und stellen sich mit ihren

Projekten vor.

2./3.7. 10 – 22 Uhr, Münchner Aids-

Hilfe, Lindwurmstr. 71

LESBISCHES FILMEVENT

Der LesCommunity e. V. zeigt in diesem

Jahr den Streifen „Nico“ um eine deutschpersische

Frau, die nach einem gewalttätigen

Überfall ihr Leben umkrempelt, in

das auch noch die Mazedonierin Ronnie

eintritt. Nach dem Film gibt es eine Party

in der 35mm 2 -Lounge.

8.7., Mathäser-Filmpalast, Bayerstr. 3 –

5, 20 Uhr

VERNISSAGE

„WEIBLICH*. WAS SONST.“

Die Ulmer Künstlerin Martina Dach

fotografiert weiblich gelesene Menschen

unterschiedlichen Alters, aus unterschiedlichen

sozialen Konstrukten und mit den

unterschiedlichsten Vorstellungen von

Weiblichkeit – frei gewählt, gewachsen oder

aufgezwungen.

9.7. LeZ – lesbisch-queres Zentrum,

Müllerstr. 26, 18 Uhr

QUEERES KINO: „HOLY TRINITY“

Ein schräges Feelgood-Movie um eine

Domina, die zu Toten spricht. In ihrem sex-,

kink- und misfits-positiven Kosmos der

Heiligen Dreifaltigkeit wird alternative Kultur

und Sexualität zur Norm! Eine Veranstaltung

des Queeren FilmFest München und

der Münchner Aids-Hilfe. Frei ab 18 Jahren.

11.7., Studio, Lindwurmstr. 71, 19:30 Uhr,

Eintritt frei

FETISCH ALS KUNST

Taco D. Smit ist eine der international

bekannten Größen der Fetischfotografie.

Der von ihm begründete und kuratierte

„MorepiXX Award“ fördert Fotografen, die

den Mut finden, Fetisch zum künstlerischen

Projekt zu machen. Heute: Vernissage mit

Diskussion. Die Ausstellung ist bis 23.7. zu

sehen.

11. – 23.7., Sub-Zentrum, Müllerstr. 14,

19 – 23 Uhr

TUNTITUNT – DIE SHOW

Das queere Jugendzentrum diversity

lädt heute zur „Tuntgebung“. Endlich

wieder Tunten auf der Bühne und ein

Mix politischer Beiträge, übergalaktischer

Performances aus Gesang, Lipsync, Theater

und Show. Offen für alle, auch über 27.

12.7., diversity Café, Blumenstr. 29,

18:30 Uhr, Eintritt frei

AN IMPERFECT UTOPIA

„Eine Show über die Lügen, auf denen

das Leben basiert“, so kündigen die

Kammerspiele diesen Abend an, der sich

in der Regie von Noémi Olaf Berkowitz mit

konstruierten Geschlechter-, Verhaltensund

Sexualitätsnormen auseinandersetzt.

14.7., Kammerspiele, Maximilianstr. 26,

20 Uhr

QUEER_THINGS

Ob Kinderbücher, Romane oder Fachliteratur:

Zwei Wochen lang liegt der Fokus auf

Queer-Sein aus literarischer Perspektive

– und das in entspannter Atmosphäre. Hier

gibt es Bücher für alle sowie zahlreiche

Mitmachaktionen.

Täglich 11 – 16 Uhr, Pixel2, Rosental 16


Szene 7

EXTRA PRIDE 2022

„NOTHING ABOUT US WITHOUT US“

Man könnte diesen Tag als Alternativveranstaltung zum CSD

betrachten – und auch als Ausdruck der Unzufriedenheit darüber,

dass sich die Community nicht ausreichend mit den Belangen

von Menschen, die auch innerhalb der Community oft unter Marginalisierung

und Diskriminierung leiden, auseinandersetzt. Nicht umsonst

lautet das Motto dieses Tages: „Nothing about us without us“.

Daher veranstaltet Beyond

Color – eine Münchner Gruppe

von Schwarzen und People of

Colour (POC) sowie sich mit

LGBTQIA+ identifizierenden Personen,

die zudem Erfahrungen

von Rassismus, Diskriminierung

und einen Migrationshintergrund

haben – erstmals den

„Extra Pride“. Dabei nehmen

Beyond Color und der Verein

AfroDiaspora 2.0. nicht nur

ihre Kernzielgruppe, sondern

alle in den Blick, die von der

Gesellschaft behindert werden:

mehr- und schwergewichtige,

ältere oder andere an den

Rand gedrängte Menschen.

Nach einem Frühstück starten

Workshops zu Themen wie

Empowerment für BIPoCs, HIV,

Aktivismus, queer femme space,

LGBTIQIA+ Human Rights,

queeres Leben mit Behinderung

und Sexwork. Am Nachmittag

folgt ein Bühnenprogramm mit

„Spoken Word Performances“

und Livemusik. Den Abschluss

des „Extra Pride“ bildet eine

After-Party ab 22 Uhr. *bm

2.7., Import Export, Schwere-

Reiter-Str. 2 h, ab 10 Uhr,

Eintritt: Spende 5 – 25 Euro,

www.import-export.cc


8 Szene

TALK- UND KULTURBÜHNE

RATHAUSCLUBBING

FOTOS: ERWIN HARBECK/KORNELIJA RADE

HIGHLIGHTS

AM WOCHENENDE 16./17. JULI

FOTO: MARK KAMIN

SHOWBÜHNE MARIENPLATZ

PARADE

Bei Redaktionsschluss waren bereits

rund neunzig Gruppen angemeldet,

um die vier Kilometer lange Strecke zu

bestreiten – Rekord! Man spürt auch hier,

dass die Coronapause lange gedauert

hat und die Lust auf CSD wieder da ist.

Die Parade, übrigens die größte ihrer Art

in Süddeutschland, startet am 16.7. um

12 Uhr erstmals am Mariahilfplatz in der

Au und hat eine neue Streckenführung

über die Reichenbachbrücke durchs

Glockenbachviertel zum Marienplatz.

Achtung: Stachus oder Sonnenstraße

werden heuer nicht befahren – wer hier

den Zug aus Gewohnheit beobachten will,

wartet vergebens. Gegen 13:15 Uhr gibt es

erst mal eine Zwischenkundgebung, zu der

sich alle Wagen zusammenschalten. Ende

ist gegen 15:30 Uhr am Marienplatz.

SHOWBÜHNE MARIENPLATZ /

STRASSENFEST

Am Marienplatz erwarten nicht nur zahlreiche

Gastronomen, sondern auch die große

Showbühne alle Parade-Teilnehmer*innen.

Rund 25 Musik-Acts mit queeren Wurzeln

oder einer großen Portion Sympathie für

die LGBTIQ*-Szene werden dort auftreten.

Bekanntester Name und Abschluss-

Gig am Sonntagabend ist die Band

„Glasperlenspiel“. Zwischen Auftritten

der Künstlerinnen und Künstler gibt es

kurze Redebeiträge, Dragshows, aber auch

Gedenkminuten an die Opfer von Gewalt,

Aids oder des Ukraine-Krieges. Rund um

den Marienplatz und in der gesamten

Innenstadt befinden sich Dutzende

Infostände von LGBTIQ*-Organisationen.

16.7. 15:30 – 24 Uhr, 17.7. 14 – 22 Uhr

(Gastro-Opening jeweils zwei Stunden

zuvor)

PARTYAREA RINDERMARKT

Viele Jahre hat es gedauert, mehrfach

musste das beliebte Partyareal umziehen

– doch 2022 wird wieder dort gefeiert, wo

alles begann: am Rindermarkt, gleich hinter

dem Marienplatz. Zwei Tage lang wird ein

beeindruckendes, zehn Mann und Frau

starkes DJ-Set für tollen Sound und somit

beste Stimmung sorgen. Umrahmt wird

das Ganze von zahlreichen Gastroständen.

Mehr braucht’s nicht!

16.7. 12 – 24 Uhr, 17.7. 11 – 22 Uhr

TALK- UND KULTURBÜHNE

Erst 2019 feierte die kleine (aber feine!)

Schwester der Marienplatz-Showbühne in

der Kaufingerstraße Premiere. Sie bietet

mitten in der Fußgängerzone ausführliche

Gesprächsrunden, Diskussionen und

Plaudereien zu vielfältigen Themen des

queeren Lebens. So bunt wie die Themen

ist auch die Besetzung: ob Ex-Fußball-

Nationalspieler Thomas Hitzlsperger oder

Politiker*innen aus Stadtrat und Landtag,

ob Drags, Regenbogenfamilien, trans* und

inter Menschen, katholische Queers und

viele mehr. Sie alle talken mit Moderator

und LEO-Chefredakteur Bernd Müller.

Dazu gibt es Auftritte von Bands und

Künstler*innen, Chören oder Dragshows.

Vor der Bühne steht ein Biergarten, sodass

man das Geschehen in Ruhe verfolgen und

sich Zeit für die Inhalte nehmen kann.

16.7. 15:30 – 24 Uhr, 17.7. 14 – 22 Uhr

(DJ-Sets jeweils zwei Stunden zuvor)

RATHAUSCLUBBING

Bayerns größte queere Party steigt in

den altehrwürdigen Gemäuern des

Neuen Rathauses am Marienplatz. Sechs

Dancefloors, unter anderem eine Outdoor-

Area im Prunkhof, der Women’s Floor und

der Big Ballroom für Paartänzer*innen,

erwarten die Gäste. Dazu Bars und

Lounges, die zu Zwischenstopps beim

sportlichen Dancefloor-Hopping durch die

verschiedenen Stockwerke einladen. Der

Kampf um die Tickets dürfte bei Erscheinen

dieser Ausgabe bereits beendet sein,

doch keine Sorge: Ein großes Kontingent

an Restkarten wird am CSD-Samstag am

Infopoint/Marienplatz verkauft.

16.7. 22 – 5 Uhr, Marienplatz

REGENBOGENFAMILIEN-AREA

Vor der Frauenkirche machen es sich

diesmal die Regenbogenfamilien und

ihre Freund*innen gemütlich: Die Kids

können sich an Spielgeräten austoben,

die Erwachsenen verschnaufen derweil.

Mit dabei: eine LEGO-Bau-Stelle, der

Mobilspiel e. V., das Regenbogenfamilienzentrum,

die Gruppe LesMamas sowie das

Stadtjugendamt.

16.7. 12 – 19 Uhr, Frauenplatz


DIVERSITY GROUPS

zeigen Flagge zum

Christopher Street Day 2022

powered by

HOGAN LOVELLS

Ein respektvolles Arbeitsumfeld steht für Hogan Lovells an oberster Stelle. Gemeinsam

mit unserem Netzwerk Pride+ gehen wir mit unseren Mitarbeitenden in den Dialog, z. B. in

Workshops zu wertschätzender Sprache und Live-Diskussionen mit Role Models aus der

LGBT*IQ-Community. Unser Engagement wurde von Stonewall.org anerkannt: Als eines von

nur 17 Unternehmen weltweit sind wir Top Global Employer 2020 für LGBT*IQ-Menschen!

Und darauf sind wir stolz! www.hoganlovells.com

DEUTSCHE BANK

Das Netzwerk dbPride, ursprünglich als Rainbow Group Germany im Jahr 2000 gegründet, hat das Ziel,

eine offene und respektvolle Haltung gegenüber allen Mitarbeiter*innen zu unterstützen – unabhängig von

ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität. Deswegen gehört zu unseren Kerninitiativen

das Botschafter*innenprogramm – wir laden alle unsere Mitarbeiter*innen ein, dem Netzwerk beizutreten,

um gemeinsam innerhalb der Deutschen Bank und in der Öffentlichkeit Flagge für Vielfalt und die LSBTQI-

Community zu zeigen. www.db.com/vielfalt

DEUTSCHE POST DHL GROUP

RainbowNet ist das LGBTIQ+ Netzwerk im Konzern Deutsche Post DHL Group. Es setzt

sich für Vielfalt & Inklusion sowie einen offenen Umgang in der Arbeitswelt ein, sensibilisiert

und informiert. Zusätzlich bietet das Netzwerk Hilfestellung für Beschäftigte und

Führungskräfte bei Fragen zum Thema LGBTIQ+ an. RainbowNet engagiert sich intern

ebenso wie extern und ist weltweit offen für alle Konzernangehörigen.

Kontakt: rainbownet@dpdhl.com www.dpdhl.com

INFINEON TECHNOLOGIES AG

Engagierte Mitarbeiter*innen gründeten das LGBTandFriends-Netzwerk zum Diversity

Tag 2017. Infineon setzt sich für eine gleichberechtigte Arbeitsatmosphäre ein, mit

dem Ziel dass sich alle Mitarbeiter*innen ihre persönliche und professionelle Potenziale

voll entfalten können. Das Netzwerk gibt LGBTIQ+ Personen bei Infineon eine Plattform

zum Austausch und für Sichtbarkeit. Kontakt: LGBTandFriends@infineon.com

www.infineon.com/diversity

PROCTER & GAMBLE

Mehr als 5000 P&G-Mitarbeiter:innen engagieren sich in unseren GABLE-Teams (Gay, Ally,

Bisexual, Lesbian, Transgender), die es in 49 Ländern gibt. Das macht uns stolz. Ziel des

Netzwerks ist es, eine Atmosphäre am Arbeitsplatz zu schaffen, in der alle Mitarbeiter:innen

ihr ganzes Potenzial einbringen können. Wir feiern Vielfalt auch außerhalb von P&G, 2017

z.B. als Sponsor der World Pride-Parade in Madrid und alljählich als Teilnehmer an einer

Vielzahl von Pride Parades weltweit. www.de.pg.com/gleichstellung-und-inklusion

ARCO@COMMERZBANK

ARCO ist spanisch und bedeutet (Regen-)Bogen. Seit genau 20 Jahren setzt sich das Beschäftigten-

Netzwerk für einen gerechteren und offeneren Umgang mit dem Thema sexuelle Orientierung und geschlechtliche

Identität ein. Mit ihren Initiativen baut das Netzwerk Vorurteile ab und trägt zu einem

Arbeitsumfeld bei, in dem alle willkommen sind. ARCO ist Ansprechpartner für LGBT*IQ-Themen in der Bank

und fördert die Vernetzung untereinander. Mit anderen LGBT*IQ-Netzwerken ist ARCO eng verbunden.

Kontakt: arco@commerzbank.com Willkommen - so wie Du bist! (commerzbank.de)


10 Szene

CSD IN BAYERN

REGENBOGEN WEISS-BLAU

Auch wenn der Münchner CSD der größte im Freistaat ist,

der einzige ist er beileibe nicht. In zwölf bayerischen Städten

wird heuer unterm Regenbogen gefeiert. Wir möchten euch

Appetit machen auf weitere queere Feier-Tage und präsentieren

eine Auswahl bayerischer CSDs.

CSD WÜRZBURG

Unter dem Motto „Vielfalt vereint“

feiert Würzburg seinen CSD vom

8. bis 10. Juli. „Der Slogan soll an

das Miteinander der vielfältigen

Lebensweisen und sexuellen Orientierungen

erinnern, das besonders

in schwierigen Zeiten von Pandemie

und Ukraine-Krieg wichtiger

denn je ist“, so die Veranstalter. Der

politische Auftakt findet mit OB

Christian Schuchardt im Rathaus

statt. Der Demozug startet am

Samstag am Hauptbahnhof und

endet am Hublandplatz, wo auch

das Straßenfest mit Bühnenprogramm

steigt. Die Nacht gehört

DJane Nicination und DJ Chris

Rodriguez, die im „Labyrinth“ auflegen,

bevor der CSD am Sonntag

mit dem QueerGottesdienst auf

der Wiese nahe dem Zeller Tor zu

Ende geht. *bm

8. – 10.7., www.queerpridewue.de

FOTO: QUEERPRIDEWUE.DE

FOTOS: GAYCON.DE

CSD BAMBERG

In der fränkischen Weltkulturerbestadt werden gleich

mehrere CSD-Wochen angeboten. Bereits Ende Juni

kann man einen queeren Tanzkurs, einen Poetry

Slam oder Filmabende besuchen. Höhepunkt des

vielfältigen Programms ist die Pride-Parade, die am

9. Juli vom Bahnhof zum Maxplatz zieht und dort

mit einer Abschlusskundgebung endet. Doch die

CSD-Feierlichkeiten sind damit noch nicht vorbei, denn

das Programm setzt sich bis 20. Juli mit Gottesdienst,

Konzerten und Talkrunden fort. *bm

25.6. – 20.7., www.uferlos-bamberg.de/csd-2022

CSD NÜRNBERG

Die Pride-Veranstaltungen in der Frankenmetropole

stehen 2022 unter dem Motto „Sichtbarkeit

schafft Sicherheit“ und war das Credo des

verstorbenen Stadtrats Uwe Scherzer alias

Polit-Dragqueen Uschi Unsinn. Die CSDs zehn

bayerischer Städte setzen in ihrem Gedenken mit

dem Motto ein Zeichen gegen Gewalt, Diskriminierung

und für den Zusammenhalt der Community.

Höhepunkt ist das Wochenende 6./7. August mit

Parade und Straßenfest, in den zwei Wochen

zuvor gibt es PrideWeeks mit einem kunterbunten

Mitmach-Rahmenprogramm. *bm

FOTO: UFERLOS-BAMBERG.DE

21.7. – 7.8., www.csd-nuernberg.de


12 Szene

TIFFY TÖLLE IST MAIKÖNIGIN 2022

Ein Hoch auf die

Hoheiten!

Nach zweijähriger Corona-Zwangspause konnte die

„Wahl zur Seligen Maikönigin“ am Abend des 30. April

auf der Hans-Sachs-Straße wieder stattfinden.

Zum ersten Straßenfest der queeren Community kamen

mehrere Hundert gut gelaunter Gäste, die bis Mitternacht im

Herzen der queeren Community feierten. Im Mittelpunkt des

Geschehens: die sechs Kandidatinnen, die sich um den Titel der

Maikönigin 2022 bewarben. Mit bunten Kostümen und spektakulären

Auftritten buhlten sie um die Stimmen der Anwesenden.

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Maikönigin 2022 ist Tiffy Tölle, die mit

dem Titel „Rise Like a Phoenix" und einer opulenten Show punktete. Ihr

folgte Daphny Ryan mit einer Whitney-Parodie, den dritten Platz belegte

die stimmgewaltige Betty Pearl aus dem österreichischen Kufstein. Eine

gelungene Veranstaltung, ein schwungvoller Abend und ein rundum geglückter

Start in eine (hoffentlich) rauschende Straßenfest-Saison 2022. Wir gratulieren Tiffy

Tölle und wünschen eine großartige Regentschaft voller royaler Momente! *bm

FOTO: BERND MÜLLER

ALLES GUTE FÜR DAS KARMA!

Fünf Fragen an Tiffy Tölle,

Selige Münchner Maikönigin 2022

Tiffy, wie fühlt es sich an,

Maikönigin 2022 zu sein?

Ich bin selbst überrascht, dass

ich in erster Linie ein Gefühl von

Verantwortung verspüre. Verantwortung

in erster Linie dafür, dass

dieses Amt wieder das wird, was es

vor Corona war, nämlich spannend

und präsent.

Als Kandidatin warst du hartnäckig

und seit vielen Jahren

dabei. Jetzt hat es endlich

geklappt.

Das stimmt, sechs Jahre lang habe

ich um die Krone gekämpft und

mich wahnsinnig gefreut, als dieser

Traum endlich wahr wurde. Aber

ich muss auch sagen: Ich hatte

schon eine ziemlich gute Show

auf die Beine gestellt, in die ich viel

Zeit und Geld investiert habe. Aber

es hat sich gelohnt!

Du bist Teil der Münchner

Drag-Community. Wie wichtig

ist dir dieses Miteinander?

Unglaublich wichtig, weil man sich

immer gegenseitig unterstützt.

Ob Schminktipps, Kniffe bei

Näharbeiten oder einfach nur

Freundschaft und Rückhalt, wenn

es mal wieder stressig wird: Ich

habe viel von diesen Verbindungen

profitiert und bin daher auch gern

Schatzmeisterin bei den „United

Queens of Munich“.

Was sind die Pläne für deine

Regentschaft?

Ich versuche natürlich, bei so

vielen Events wie möglich dabei zu

sein. Da ich im wahren Leben als

Krankenpfleger im Schichtdienst

arbeite, kann ich nicht alles

einplanen. Ich war zuletzt beim

Regenbogenempfang der Grünen

im Bayerischen Landtag und habe

als Nächstes die CSDs in München,

Innsbruck und Erlangen fest

eingeplant.

Welche Botschaft hast du für

dein Volk?

Man sieht zurzeit so viel Hass und

Terror auf der Welt, da mache ich

mir um die Zukunft sorgen. Daher

müssen wir zusammenhalten. Man

muss ja nicht jeden verstehen –

aber jeden tolerieren, respektieren

und immer freundlich bleiben.

Wenn man Liebe gibt, bekommt

man Liebe zurück – alles für das

gute Karma! So lebe ich mein

Leben und so werde ich versuchen,

mein Amt auszufüllen.

*Interview: Bernd Müller

BILD: PRIVAT


FOTO: OLIVER HAAKER

TANZCAFÉ IM ZUNFTHAUS

Alles Walzer!

Szene 13

Endlich darf wieder mal so richtig geschwoft werden! Als

Kontaktsport hat das Tanzen ja lange unter den strengen

Corona-Vorschriften gelitten. Doch beim TanzTeam München

laufen mittlerweile nicht nur die Kurse wieder regulär,

auch das beliebte Tanzcafé ist zurück. Am Sonntag, 3.

Juli heißt es für Freundinnen und Freunde des gepflegten

Paartanzens endlich: „Alles Walzer!“ Ob Discofox, Cha-Cha-

Cha, Foxtrott oder Tango, hier ist für alle was dabei und

allein das Zuschauen macht schon Spaß! Dazu serviert das

Küchenteam des Zunfthauses leckere und preisgünstige

Gerichte und erfrischende Drinks. Ein schwungvoller

Abend bei freiem Eintritt erwartet euch! *bm

3.7., Zunfthaus (Saal), Thalkirchnerstr. 76, 18 – 22 Uhr,

www.teammuenchen.de/tanzen

KIEHL’S unterstützt

die Aids-Hilfe München

Kiehl’s Since 1851, der altehrwürdige

Lieferant hochwertiger

Haut- und Haarpflegeprodukte

wurde nach dem Vorbild einer

klassischen europäischen

Apotheke gegründet. Knapp

160 Jahre später wirkt der

besondere Zauber von

Kiehl’s weltweit, denn das

Unternehmen erfreut auch

heute noch seine Kunden

mit hochwertigen Produkten,

die für die Gesundheit von

Haut und Haar sorgen. Und

somit gilt die Botschaft der

Familie - „Es ist uns eine Ehre,

jedem von Ihnen dienen zu

dürfen“ - auch heute noch.

Anlässlich des diesjährigen

Pride Months unterstützt

Kiehl’s als lokale Initiative die

Aidshilfe München. Von 9.-17.

Juli lädt Kiehl’s in den Store in

der Sendlinger Straße 22 in

München ein, wo die Besucher

neben einem Informationsstand

und Strandstühlen der

Aidshilfe München, Welcome

Drinks, Strandtaschen als Goodie

Bags, kostenlose Proben

und Gutscheine erwarten.

Besuchen Sie den Kiehl’s

Store und feiern zusammen

mit Kiehl’s und der Aidshilfe

München Pride wunderbare

Vielfalt!

Kiehl`s since 1851, Sendlinger

Strasse 22, 089 23000042,

www.kiehls.de

Shopping im

Glockenbachviertel

Es gibt eine neue feine Anlaufstelle für all diejenigen,

welche auf der Suche nach etwas Einzigartigem und

Speziellen sind. Inhaberin Karin von Heinemann hat sich einen

Traum erfüllt und im bunten Quartier des Glockenbachs einen

neuen Laden eröffnet.

Das EdelSchön in der Baderstraße 35 ist eine Erlebniswelt rund

ums Shoppen. Karin von Heinemann wollte damit einen Raum

schaffen, an dem man sich stilvoll und heimelig fühlt und

außergewöhnliche Dinge, die das Leben verschönern, findet.

Du suchst den besonderen

Wein, Duftkerzen oder

hausgemachte Delikatessen

für sich selbst oder

liebe Menschen, denen du

eine unvergessliche Freude

machen willst? Dann bist

du bei Karin völlig richtig.

Immer mit einem Auge am

Kunden und einer schönen

Geschichte über die

Herkunft und Herstellung

der Produkte schafft sie

ein tolles Erlebnis für alle

Kunden mit individuellem

Gespür für das Besondere.

Das EdelSchön, Baderstraße

35, 80469 München,

www.dasedelschoen.de


14 Szene

25 JAHRE QUEERERSCHWIMMVEREIN

HAPPY BIRTHDAY,

ISARHECHTE!

FOTO: CORNELIA KÜHNEL

Freitagabend 20 Uhr im Westend:

Vor dem Schwimmtraining heißt es

zunächst: Aufwärmen und Dehnen. Noch

stehen dreißig Isarhechte in Badeanzug

oder Badehose am Beckenrand und folgen

den Anweisungen der Trainerin in Shorts

und T-Shirt. Doch gleich geht es ab ins

Wasser – und das seit 25 Jahren.

So lange ist es her, dass dieser Verein von

schwimmbegeisterten Schwulen und Lesben

gegründet wurde. Mittlerweile machen

sich hier über 170 Mitglieder regelmäßig

nass, und noch immer sind einige der

Gründungsmitglieder dabei, was für die gute

Atmosphäre im Verein spricht. So sind bei

den Isarhechten die alten Hasen genauso

zu finden wie die jungen Hüpfer. Die einen

sind durchtrainiert und drahtig, die anderen

haben ein Bäuchlein und wollen sich einfach

nur regelmäßig bewegen. Und dann gibt

es auch die, die an Technik und Geschwindigkeit

feilen mit dem Ziel, den nächsten

Wettkampf erfolgreich abzuschließen. Der

Verein bietet vier Mal in der Woche Training

nach jedem Geschmack, allerdings keinen

Schwimmkurs: Schwimmen zu können

ist also Voraussetzung für die Teilnahme

am Training. Das Angebot wird übrigens

seit Kurzem durch das monatliche Trans*-

Schwimmen abgerundet, das die Isarhechte

in Kooperation mit TINQnet, einem

Zusammenschluss Münchner trans*/inter/

non-binärer Vereine, organisieren.

AUCH FREIWASSERSCHWIMMEN STEHT

AUF DEM PROGRAMM

Seit der Corona-Pandemie und

mangels Trainingsmöglichkeiten

sind die Isarhechte zu begeisterten

Freiwasserschwimmer*innen geworden

– und das sogar im Winter in der eiskalten

Isar. Neben mehrtägigen Trainingslagern

im Frühjahr in Innsbruck und im Herbst in

Brixen ist seit dem letzten Jahr ein Sommer-

Trainingslager dazu gekommen, das am

(und im) Starnberger See stattfindet. Bei

diesen Anlässen wird auch die gemeinsame

Zeit außerhalb des Beckens besonders

geschätzt, sei es für Wanderungen und Ausflüge

oder einfach für eine entspannte Zeit

im Café oder in einer Vinothek. Es gibt viele

gute Freundschaften innerhalb des Vereins.

Ganz grundsätzlich ist dieses Miteinander

ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens,

auch freitags nach dem Training gehen fast

alle noch in die Stammwirtschaft und läuten

zusammen das Wochenende ein.

Das Silberjubiläum werden die Isarhechte

in diesem Jahr ausgiebig bei ihrem

Sommerfest feiern, und auch für die CSD-

Parade ist (übrigens nicht zum ersten Mal!)

etwas Besonderes geplant: Von einem als

Schwimmbecken dekorierten Wagen soll

mit Seifenblasen eine Menge Spaß unter

den Zuschauer*innen verbreitet werden.

*bm

Wir sagen Happy Birthday, wünschen den

Isarhechten „Gut Nass!“ (so heißt das

wirklich) sowie viele weitere erfolgreiche

und spaßige Jahre!

FOTO: MARK KAMIN

BENEFIZLAUF AM 11.9.

Run for Life

Nach der coronabedingten

Light-Version 2021 soll es heuer

wieder einen Run for Life ohne

Einschränkungen geben. Der Benefizlauf

zugunsten der Münchner

Aids-Hilfe e.V. ist für Sonntag, 11.

September geplant. „Noch immer

erleben HIV-positive Menschen

Ausgrenzung und Stigmatisierung“,

so Schirmherr Oberbürgermeister

Dieter Reiter. „Und genau deshalb

bleiben auch die Aufklärungsarbeit,

die Beratungs- und die Hilfsangebote

der Münchner Aids-Hilfe

weiterhin unverzichtbar.“ Also: Mehr

euch den Termin schonmal vor,

Details zur Anmeldung, zur Strecke

und dem Programm erfahrt ihr in

unserer nächsten Ausgabe und auf

der Webseite des Benefizlaufs. *bm

www.runforlife.de


Love

connects.

Time for New Horizons.


16 Szene

BAVARIAN MISTER LEATHER 2022

Félicitations,

Eddy!

Beim Summer Fetish Festival des

Münchner Löwen Clubs (MLC) wurde

Eddy (Bild) am 18. Juni zum Bavarian

Mister Leather gewählt.

15 JAHRE CHECKPOINT

Eine Münchner

ERFOLGSGESCHICHTE

Ende Juni feierte die

Münchner Aids-Hilfe e. V.

das Jubiläum eines ihrer

Leuchtturmprojekte: Ihr

„Checkpoint“ wurde 15 Jahre alt.

Und zu feiern gab es viel, denn die

Test- und Beratungsstelle zeichnete

sich von Beginn an durch Innovationen

aus – und tut dies bis heute.

„2007 beschritten wir mit dem

Checkpoint als bundesweit erste

Einrichtung einen neuen Weg,

um Tests auf HIV und andere

sexuell übertragbare Krankheiten mit

sexpositiver Beratung zu verbinden“,

so Checkpoint-Gründer Christopher

Knoll, der die Idee aus der Schweiz

mitgebracht hatte. In Deutschland

wurden HIV-Tests lange Zeit kritisch

gesehen: Bis 1996 gab es keine

wirksamen Medikamente, so war

die Belastung durch einen positiven

HIV-Test für viele zu groß. „Zum

Schutz vor HIV gab es einen Konsens

in großen Teilen der Community, sich

so zu verhalten, als wäre man positiv“,

so Knoll. Doch getestet wurde wenig,

zumal man Testung als staatliche

Aufgabe der Gesundheitsämter,

nicht als Job der Aidshilfen verstand.

Das änderte sich vor allem mit der

Einführung der Schnelltests im

Jahr 2007, die von der Münchner

Aids-Hilfe (lange vor den staatlichen

Gesundheitsämtern) auf eigene

Kosten angeschafft wurden, um

den Klient*innen ein rasches, niedrigschwelliges

und kostengünstiges

Angebot machen zu können.

INNOVATIVES VORBILD FÜR GANZ

DEUTSCHLAND

Der Checkpoint wurde so zum

Erfolgsmodell, das sich schnell

etablierte und nicht nur für Bayern,

sondern für ganz Deutschland zum

Vorbild wurde. Die positive Resonanz

spornt das Team bis heute an, sich

weiterzuentwickeln: Ob in Form eines

MSM-Gesundheitspaketes, des PrEP-

Checks, szenenaher Testangebote in

Saunen oder mit der Entwicklung vom

„s.a.m health“, einem Abonnement

für Selbsttests, die regelmäßig von

zu Hause aus durchgeführt werden

können. „Je weniger dramatisch HIV

wurde, desto mutiger wurden wir“,

fasst Gert Hartmann, Checkpoint-

Mitarbeiter der ersten Stunde, die

immer neuen Wege zusammen, die

das Team im Lauf der vergangenen 15

Jahre beschritt.

Neuste Projekte: Checkpoint*I*N

– das Beratungs- und Testangebot

speziell für trans*, inter und nichtbinäre

Menschen, sowie das Pilotprojekt

einer medizinischen Beratung

via Internet, das in Zusammenarbeit

mit dem MVZ am Goetheplatz

mit bislang sehr guter Resonanz

getestet wird. Und auch in Zukunft

werden dank der (durch Corona

bekannt gewordenen, aber auch für

HIV/Hepatitis C bereits möglichen)

PCR-Testungen oder einem stärkeren

Fokus auf Sexualberatung neue

Kapitel der Checkpoint-Geschichte

geschrieben. Übrigens ein Erfolg, der

auch bei den Kund*innen messbar

ist: Die letzte Zufriedenheitserhebung

ergab eine Zustimmungsquote

von 98 %. Wir gratulieren! *bm

www.checkpoint-muenchen.de

Die aufgrund der Coronabestimmungen

von März auf Juni verlegte Wahl

fand im Rahmen eines Galaabends

im Oberangertheater statt. Der

46-Jährige setzte sich im Finale gegen

Hendrik Terwort durch und wird die

bayerische Leder- und Fetischszene

nun ein Jahr repräsentieren. Der

Deutsch-Franzose fühlt sich als Europäer

und schätzt es, internationale

Beziehungen auf den gemeinsamen

Werten der Community aufzubauen

und zu pflegen. Als Bavarian

Mister Leather möchte er diese Werte

bayernweit, bundesweit und international

vertreten, um Netzwerke über

Grenzen hinweg zu stärken. Seine

Erfahrung teilt er gerne besonders

gern mit Leuten, die beim Thema

Fetisch noch unsicher sind. Eines

ist jetzt schon sicher: mit seinem

charmanten französischen Akzent hat

Eddy beste Chancen, die Sympathien

der Community für sich zu gewinnen!

*bm

FOTO: MLC


Sexuell übertragbare

Infektion?

Lass dich testen.

neueshandeln.de

Eine Aktion der Bundeszentrale

für gesundheitliche Aufklärung

( BZgA ), gefördert durch die

Bundesrepublik Deutschland.


18 Szene

WEGEN

SCHANIGÄRTEN

Hans-Sachs-Straßenfest abgesagt

Freude und Enttäuschung am selben

Tag, am selben Ort: Noch als die

Maiköniginnen auf der Hans-Sachs-Straße

feierten, kam die Nachricht, dass das große

queere Straßenfest im August dort nicht

würde stattfinden können. Das gaben die

Veranstalter vom Sub-Zentrum bekannt.

Nach einer Begehung mit dem KVR sei

klar gewesen, dass die Fläche für eine

Veranstaltung dieser Größenordnung

heuer nicht mehr ausreichen würde. Grund

seien die Schanigärten, die mittlerweile

vor jedem Lokal stünden. Daher könnten

externe Gastronomen keine Stände

aufbauen, das Sub keine Standgebühren

erheben. Die lokalen Wirte wollten sich

auch nicht finanziell am Fest beteiligen.

Hinzu kommt: Im letzten Jahr wurden

zahlreiche Fahrradständer in der Straße

montiert, die zusätzlich Platz in Anspruch

nehmen. In der Summe biete die Hans-

Sachs-Straße keinen Rahmen mehr für

ein Fest, das über 25 Jahre lang bis zu

10.000 Gäste begrüßt hatte. „Wir bedauern

es sehr, dass unser traditionelles Fest

wieder ausfallen muss“, ist aus dem Sub

zu hören, „aber unter diesen Umständen

können wir es nicht kostendeckend

organisieren.“ Doch für 2023 ist das

Straßenfest, das auch die Geburtstagsfeier

des Sub-Zentrums ist, wieder in Planung.

Gefeiert wird dann im vorderen Teil der

Hans-Sachs-Straße (von der Müllerstraße

bis zum Arena-Kino) und vor allem auf der

gesamten Länge der Ickstattstraße. *bm

FOTO: MARK KAMIN

LETZTE MELDUNG

… und doch ein

Straßenfest!

Zwar wurde das traditionelle

Hans-Sachs-Straßenfest des Sub-

Zentrums für dieses Jahr abgesagt,

doch zumindest ein kleiner Ersatz

ist in Sicht: Am Samstag, den 13.

August wird es auf Initiative von

„Nil“-Betreiber Sebastian Roos

ein Hans-Sachs-Straßenfest

vor dessen Lokal, also auf dem

Abschnitt zwischen Müller- und

Ickstattstraße stattfinden. Was zum

Maiköniginnenfest am 30. April

bekanntlich bestens funktioniert,

soll heuer Mitte August wiederholt

werden. Auch das Setting ist ganz

ähnlich: Neben einem DJ wird es eine

Bühne geben, auf dem ein Open-

Air-Talentwettbewerb stattfindet.

Ob Gesang, Tanz, Musik, Comedy

oder Drag: Wer sich dafür bewerben

möchte, meldet sich unter kontakt@

cafenil.com. Achtung: Zum Redaktionsschluss

lag die Genehmigung

des KVR für das Straßenfest noch

nicht vor – bitte checkt in den

Tagen zuvor, ob es auch wirklich

stattfindet, zum Beispiel auf www.

leo-magazin.de *bm

13.8., vorauss. 14 bis 23 Uhr, Hans-

Sachs-Straße, www.cafenil.com

IDAHOBIT 2022

Rekordteilnahme

am 17.5.

Starke Ansprachen, bestes Wetter und

eine Rekordzahl an Teilnehmer*innen:

Das war der IDAHOBIT in München. Rund

400 Personen hatten sich am 17.5. in der

Müllerstraße zusammengefunden, um am

„International Day Against Homo-, Bi-,

Trans* And Interphobia“ ein Zeichen für

Akzeptanz, Vielfalt und gegen die zunehmende

Gewalt zu setzen.

FOTO: BERND MÜLLER

Die Appelle der Redner*innen richteten sich

dabei nicht nur an Politik und Gesellschaft,

sondern auch an die Community, wo viele

LGBTIQ* noch immer Diskriminierung und

Mobbing erfahren müssen. Im politischen

Mittelpunkt stand die Forderung des

schwulen Zentrums SUB nach einem

bayerischen Aktionsplan für LGBTIQ*.

„Jedes Bundesland hat einen solchen Plan,

nur Bayern nicht“, so Dr. Michael Plass vom

SUB. Das müsse sich zum Schutz und zur

Anerkennung der queeren Community

rasch ändern. Eine Petition soll Druck auf

den Landtag ausüben. Neben diesem

Thema trat ein Querschnitt der Community

ans Redner*innen-Pult: People of Colour,

Trans*, inter und non-binäre Menschen,

queere Senior*innen und Jugendliche. Sie

alle einte der Wunsch nach Sichtbarkeit

und mehr Engagement gegen Gewalt, Diskriminierung

und Mobbing. Eine Forderung,

die sich ebenfalls an die Community selbst

richtete, denn auch innerhalb dieser Szene

sei Geringschätzung an der Tagesordnung.

Nach zwei Jahren Zwangspause ein

schönes, sichtbares Zeichen einer

lebendigen Community, das wie immer von

der Safety-Aktionsgruppe (S'AG) von SUB

und Münchner Aids-Hilfe organisiert wurde,

und ein rundum gelungener Auftakt in die

Pride-Saison 2022!


Der Puls unserer Stadt

Bunt, vernetzt,

für alle da


20 Szene

„AM ANDEREN UFER“

- im Münchner Tierpark Hellabrunn

Während sich die LQBTIQ-

Community und viele

Unterstützer*innen beim

Christopher Street Day und

den Pride Weeks in München und aller

Welt für die Rechte von und den Respekt

gegenüber unterschiedlichen zwischenmenschlichen

Lebens- und Verhaltensformen

stark machen, geraten weitere

Artgenossen dieser Welt ein

bisschen aus dem Blickfeld:

Unsere tierischen

Mitbewohner*innen

auf diesem Planeten!

Dem Münchner

Tierpark Hellabrunn

ist immer wieder ein

ernsthaftes Anliegen,

die Thematik „Homosexualität

im Tierreich“

erneut zur Sprache zu

bringen. Gerade die Tierwelt

in ihren unzähligen Facetten hinsichtlich

Ernährung, Jagd- und Revier- aber

eben auch Paarungs- und Sozialverhalten

macht es uns Menschen einfach vor,

wie natürlich und selbstverständlich

gleichgeschlechtliche Lebensformen bei

zahlreichen Arten vorkommen. In Ermangelung

moralischer, religiöser, kultureller

oder politischer Wertvorstellungen und

Regeln, geht die Tierwelt aus eigenem

(An)Trieb und ohne emotional belastende

„Coming-Out“-Thematik ihren Weg.

Bei einigen Arten wird regelmäßig gleichgeschlechtliches

Paarungs- und Sozialverhalten

beobachtet, wobei man diesbezüglich

nicht die menschlichen Identitätsbegriffe

wie „lesbisch“ oder „schwul“ verwendet. So

brüten sowohl männliche Flamingopaare

als auch Pinguinpaare verwaiste Eier aus

und kümmern sich dann auch nach dem

Schlüpfen gemeinsam um den Nachwuchs.

Die amerikanischen Bisons frönen

in der Natur durchaus mal in gegenseitigen

gleichgeschlechtlichen „Aufsprüngen“

innerhalb der Herde der tierischen Lust,

was zumeist dem Gruppenzusammenhalt

und der Sicherung

der Rangordnung dient.

Und unsere beiden

Löwenmänner Max

und Benny scheuen

es nicht, sich - gerne

auch vor versammelter

Besuchermannschaft

in Hellabrunn - miteinander

kopulierend

zu vergnügen, was

durchaus auch dem Abbau

von Spannungen untereinander

dient. Wichtig zu verstehen ist, dass

homosexuelles Verhalten nicht ausschließlich

bei Tieren in menschlicher Obhut,

sondern eben auch im natürlichen Habitat

dieser und vieler anderer Arten regelmäßig

vorkommt.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter

Pause wird der Tierpark Hellabrunn die

Sonderführungen zu diesem Themenkomplex

während des Münchner CSD wieder

anbieten, die sich bereits 2019 Jahren

größter Beliebtheit erfreut haben. Dazu

bitte noch schnell www.hellabrunn.de/

fuehrungen checken, um die begehrten

Plätze zu buchen.

*Text: Dennis Späth & Dr. Ilse Tutter

In der Zwischenzeit

könnt Ihr Euch gerne

unsere „Mia San Tier“-

Podcast-Spezialfolge

zum Thema „Homosexualität

im Tierreich“

mit Zooguide Dr. Ilse

Tutter auf Spotify anhören:

Zudem verlosen der Tierpark Hellabrunn und

das Leo-Magazin drei Jahreskarten-Gutscheine

(kleine Familien) für den Münchner

Tierpark Hellabrunn i.W.v. je 59,00 €.

Verlosung: Folgt uns auf

@blu_germany und kommentiert

das „Hellabrunn“ -Posting.

www.hellabrunn.de

GEWINNE

FOTO: MARIA FENICK FOTO: MARC MUELLER


Alles für deine CSD Party –

findest du im größten Supermarkt

in der Innenstadt!

HOFSTATT

Sendlinger Str. 10, München

(zwischen Marienplatz und Sendlinger Tor)

Montag - Samstag 8.00 - 20.00 Uhr

GRATIS *

Vescovino Prosecco 0,2 l

am Fr 15. & Sa. 16. Juli

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* Pro Kunde und Tag nur ein Coupon einlösbar, solange der Vorrat reicht


22 Szene

LEZ –

LESBISCH-

QUEERES

ZENTRUM

„Da ist so viel Positives“

Seit einiger Zeit hat die Münchner

Community ein neues

Highlight: LeZ – lesbisch-queres

Zentrum“ in der Müllerstraße und

ergänzt das Sub nur wenige Meter weiter.

Über Möglichkeiten, Ziele und Wünsche dieses

Zentrums sprachen wir mit Julia Bomsdorf,

Mitarbeiter*in für Öffentlichkeitsarbeit

(im Bild links mit LeZ-Mitarbeiterin Katja

Förderer) beim hinter dem Zentrum stehenden

Verein LesCommunity e.V. .

Julia, vorab: Aus Lesbentelefon e.V.

ist vor kurzem LesCommunity e.V.

geworden – ist das mehr als nur ein

Namenswechsel?

Definitiv. Mit der Namensänderung

haben wir uns der eigenen Entwicklung

der letzten Jahre angepasst. Spätestens

seitdem wir 2016 das Regenbogenfamilienzentrum

aus der Taufe gehoben haben,

waren lesbische Frauen nicht mehr die

einzige Zielgruppe des Vereins. Jetzt wo

wir 2022 drei Projekte und Einrichtungen

in unserem Verein haben, möchten wir

gemeinsam unter einem Namen auftreten,

der uns auch passend darstellt. Ein Thema,

das leider immer wieder relevant ist, ist

zB. Trans*Feindlichkeit innerhalb queerer

und lesbischer Communities. So war es

uns wichtig, mit unserem Namen und

unserem neuen Logo, das die trans* Farben

beinhaltet, das Zeichen dafür zu setzen,

dass Münchens am längsten agierender

TEAM MÜNCHEN

10. LGBTQ+

SPORT FESTIVAL

FEIER MIT UNS!

SPORTLER*INNEN-PARTY

2. JULI 2022

IM FEIERWERK MÜNCHEN

DJ EDYTA • DANCEFLOOR

LOUNGE AREA • OUTSIDE AREA

Feierwerk, Hansastr. 39 – 41

Beginn 22.00 Uhr, Tickets 8 €

Auch im VVK erhältlich


Szene 23

lesbischer Verein trans*offen und in jeder

Hinsicht versucht, inklusiv zu sein.

Sichtbarstes Zeichen dieser Veränderungen

ist das neue Zentrum in

der Müllerstraße. Warum wurde es

Zeit dafür?

Die Rufe nach lesbisch-queeren Orten

würden immer lauter, gerade nachdem

die letzten Frauenkneipen geschlossen

hatten. Unsere Beratungsstelle LeTRa

hat lange auch zweimal im Monat einen

“Barabend” angeboten, aber ist halt doch

eine Beratungsstelle und keine Bar oder

Café. Das LeZ soll diesen Bereich größer,

offener und noch niedrigschwelliger

zugänglich machen. Im LeZ kann man

maximal unkompliziert und frei Leute

kennenlernen.

Nach welchen Prinzipien wird das

LeZ geführt?

Unser Motto lautet: „LeZ ist, was du

draus machst“, das heißt: Nicht wir

als Hauptamtliche bestimmen das

Programm, sondern unsere Gäste. Wir

Mitarbeiter*innen unterstützen, greifen

aber so wenig wie möglich ein. Man kann

sich hier also entfalten, muss jedoch nicht

alle Verantwortungen auf sich nehmen.

Menschen treffen, günstige Getränke,

gute Gespräche, sich selber einbringen

und auch gern etwas aufbauen – das

ist unser Grundgedanke. Gemäß den

Nutzungsbedingungen ist also (fast) alles

möglich für alle Mitglieder der Community.

Wie gut hat das nach den Erfahrungen

der ersten Monate geklappt?

Bisher sehr gut. Zu uns kommen Menschen

jeder Couleur und jeden Alters,Aber:

Es kann immer noch mehr werden,

denn es gibt viele Ideen, die noch nicht

umgesetzt und Menschen, die noch nicht

angekommen sind. Wir möchten hier mehr

Vielfalt, mehr Input und mehr Angebote

mit möglichst unterschiedlichen Leuten.

Und ich bin optimistisch, dass die dann

auch zusammenfinden.

Ein solches Projekt klingt nach viel

Arbeit …

… das ist es auch, aber es lohnt sich, weil

da so viel Positives ist und weil sich vieles

bildet, das offenbar bisher gefehlt hat.

Habt ihr einen ganz aktuellen

Wunsch?

Außer, dass unser Konzept immer mehr

angenommen wird, würden wir uns

natürlich sehr freuen, dem Wunsch vieler

unserer Gäste nachzukommen und die

Öffnungszeiten ausweiten zu können, Das

ist gerade abends vom KVR abhängig, aber

auch von den Möglichkeiten und Kapazitäten

unseres Teams, ehrenamtlich wie

hauptamtlich. Zum Münchner CSD haben

wir jetzt auch samstags auf und freuen

uns sehr, das zu der schönen Gelegenheit

ausprobieren und dann hoffentlich auch

fortführen zu können.

Was ist für dich persönlich das Beste

am LeZ?

Ich habe mitbekommen, wie sich durch

die Kommunikation Einstellungen

ändern können, wie man Ängste oder

Unsicherheiten überwinden und Neues

kennenlernen kann. Das Beste am LeZ ist

für mich, dass es ermöglicht, Dialoge zu

führen und die Menschen einander näher

zu bringen.

*Interview: Bernd Müller

LeZ – lesbisch-queres Zentrum, Müllerstr.

26, Donnerstag/Freitag 17:00 bis

22:00 Uhr, www.lez-muenchen.de

FOTOS: LEZ

Uuuuuund…

* Bayern ist nach wie vor das

einzige Bundesland, das keinen

Aktionsplan für Vielfalt und

gegen Diskriminierung hat.

Dabei ist politisches Handeln

ACTION!*

in vielen Bereichen notwendig

und überfällig: Asyl, Sicherheit,

Gesundheit, Beratungsinfrastruktur,

Sport, Öffentlicher Dienst – um

einige zu nennen. Wir fordern

einen Aktionsplan seit vielen Jahren

und unterstützen die Petition des

sub e.V. – für ein buntes Bayern ohne

Diskriminierung und Vorbehalte!

gruene-muenchen.de


24 Szene

INTERVIEW

HOLGA: „Ich möchte

alle Dämme einreißen!“

Holga (ca. 50) ist Aktivistin,

arbeitet bei den Stadtwerken

München und hat sich dort am

„Transgender Day of Visibility“ 2021

mit Pomp geoutet. Holga bezeichnet

sich als nicht-binär, als trans*

und „von der Haltung her“ queer.

Über eine solch spannende Persönlichkeit

wollten wir mehr erfahren!

Nicht-Konformität der Gesellschaft

gegenüber zu verteidigen. Heute bin ich

total glücklich damit.

Wie erlebst du die Reaktionen auf

dich in deinem Umfeld?

Ich glaube, die wenigsten verstehen, was

ich bin. Im Arbeits- und Alltagsumfeld

sprechen mich quasi alle männlich an, das

macht mich fertig.

Hast du dafür Verständnis?

Nein. Ich verstehe, dass es schwierig

ist, aber besonders von privilegierten

Menschen aus meinem Umfeld erwarte

ich, aus ihrer bequemen Situation auch

einmal etwas Unbequemes auf sich zu

nehmen. Es gibt viele Wege, wie man

mich ansprechen kann, aber die Ansprache

als „Herr“ tut weh.

Holga, was bedeutet nicht-binär

für dich?

Für mich bedeutet es, mich mehr weiblich

als männlich zu fühlen, etwa im Verhältnis

80 zu 40 – in der Summe lebe ich also zu

weit über 100 % Geschlechtlichkeit. Diese

Geschlechtlichkeit prägt mein Leben

sehr. Ich habe einen sehr offenen Bezug

zur Sexualität abseits vom Geschlecht,

obwohl oder weil ich seit über 22 Jahren

mit einer Person in einer monogamen

Beziehung lebe.

Wie empfindest du deine Identität,

was macht dich aus?

Ich fühle mich besonders. Nicht im Sinne

von abgehoben, aber im Sinne einer

einzigartigen Kombination.

Magst du deinen Körper?

Ja, denn er ist gesund. Ich fände es toll,

wenn er beide Geschlechter abbilden

würde, aber ich möchte meinen Körper

nicht durch Operationen beeinflussen. Ein

Kind zu gebären und zu stillen wäre ein

Traum – und vielleicht der einzige Grund

für eine OP gewesen.

Vom Style her bist du eine ziemlich

auffällige Erscheinung …

Anfangs war mein auffälliger Stil ein

Schutzpanzer. Ich wollte beeindrucken

und quasi beweisen, dass ich eine Frau

bin. Doch hängt meine Weiblichkeit nicht

vom Outfit ab, sondern es ist mein Leben.

Ich habe lange gebraucht, auch mal Jeans

und Pulli zu tragen oder wie eine gesetzte

Familienfrau auszusehen. Das kann ich

heute schon auch.

Hattest du dir jemals gewünscht,

nicht so „besonders“ zu sein?

Es hat eine Weile gedauert, mir diese

Besonderheit einzugestehen, und ich

hatte auch nicht immer die Kraft, meine

FOTO: BERND MÜLLER


Was würdest du dir im Umgang mit

deiner Person wünschen?

Die Menschen sollten achtsam sein,

fragen, nichts voraussetzen und

möglichst neutral sein. Generell sollte

man die Bedeutung von Geschlecht

reduzieren, denn das ist nur eine von

vielen Eigenschaften einer Person. Ich

möchte jedenfalls nicht eingeordnet

werden in eine geschlechtliche Kategorie,

auch wenn ich nicht non-binär beziehungsweise

trans* wäre.

Wie werden nicht-binäre Menschen

von der Gesellschaft angenommen?

Die wenigsten Leute kennen den Begriff,

sie denken primär, ich sei ein „Mann in

Frauenkleidern“ oder schwul. Dabei wäre

ich, wenn schon binär, lesbisch. Nicht-

Binärität wird selten mitgedacht.

Wie steht’s in der

LGBTIQ*-Community?

Selbst dort erfahre ich oft wenig

Interesse, dabei kämpfen wir doch alle für

das Gleiche: Wir wollen ernst genommen

werden, so wie wir sind. Immerhin:

Immer mehr nicht-binäre Menschen

werden sichtbar. Das motiviert wiederum

rauszugehen und sich in Netzwerken zu

organisieren.

Bist du eine politische Person?

Ich kann gar nicht unpolitisch sein. Das

bin ich schon, wenn ich im Kleid in die

Oper gehe. Ich habe über den feministischen

Aktivismus zum Engagement

gefunden – und übrigens auch zu mir.

Vom Typ her bin ich Straßenaktivistin,

will Sichtbarkeit erhöhen, Diskussion

auslösen und hoffe, alle Dämme zu

brechen. Ich möchte sie einreißen!

„Wir wollen

ernst genommen

werden, so wie

wir sind.“

Welche politischen Forderungen

verbindest du mit deinem

Engagement?

Das sogenannte Transsexuellengesetz

muss endlich reformiert werden, besser:

ersetzt. Es muss möglich sein, selbst

sein Geschlecht zu bestimmen und

trotzdem eine Therapie und medizinische

Maßnahmen zu erhalten, wenn

Szene 25

eins das Gefühl hat, sie zu benötigen.

Selbstbestimmung ist das Wichtigste!

Und wir brauchen ein Zentrum für trans*,

inter und nicht-binäre Personen – Orte,

an denen eins sich für dich und deine

Identität interessiert. Mir haben die

QTies, eine Gruppe des Selbsthilfevereins

VIVA TS, vermutlich das Leben gerettet,

als ich meine größte seelische Krise

hatte. Ein TINQ-Zentrum kann auch

Leben retten!

Du bist eine selbstbewusste Frau

– kommt es dennoch vor, dass du

aus deiner Identität aussteigst?

Tatsächlich bei Verwandtschaftsbesuchen.

Eltern und Geschwister müssen

ja aushalten, was über mich geredet

wird, wenn ich wieder weg bin. Wenn

ich selber nicht Stellung beziehen kann,

könnten falsche Klischees über mich

die Runde machen. Das will ich mir und

ihnen nicht zumuten. Der Preis ist allerdings

hoch: Mich zu verstecken, strengt

an. Es ist eine Art Selbstverletzung.

Doch manchmal ist es passender, eine

konforme Person zu sein, auch wenn es

wehtut.

*Interview: Bernd Müller

Stadtsparkasse München –

die Bank unserer Stadt

und die Bank für alle.

Offen, individuell und modern.

sskm.de

Weil’s um mehr als Geld geht.

Wir lieben

bunte Vielfalt.


26 Szene

FOTOS: TOM ON TOUR

OKTOBERFEST

PROUD WIESN

Endlich ist es soweit. Nach 2 Jahren

ohne Oktoberfest geht es endlich

wieder zünftig zur Sache und es kann nach

Herzenslust in Dirndl und Leserhose getrunken

und geschunkelt werden. Wir sprachen

mit dem Veranstalter der Proud Wiesn.

Wie kam es zu der Kooperation mit

dem Armbrustschützenzelt?

Die Kooperation geht auf eine Initiative

der BMW Group DIVERSE im Jahre 2016

zurück. Damals haben sich bereits verschiedene

LGBTQ+ Business Netzwerke

aus München an einer gemeinsamen

Wiesnreseriverung beteiligt. Das Konzept

kam gut an und wurde von der Wirtefamilie

Inselkammer, die das Armbrustschützenzelt

betreibt, von Anfang an unterstützt.

Es war aber schnell klar, das aufgrund des

regen Zulaufs und des starken Interesses,

die Organisation auf größerer Beine

gestellt werden musste. Die verschiedenen

Business Netzwerke auch von Siemens,

IBM, Audi oder jetzt auch PropSiebenSat1

haben zahlreiche Mitglieder, so dass die

Reservierung mittlerweile auf 500 Plätze

angestiegen ist und es vorab eine exklusive

Brunch-Einladung für die Netzwerke im

Aloft Hotel gibt.

Was erwartet den Besucher*in?

Die eigentliche Veranstaltung ist natürlich

der gemeinsame Besuch des Münchner

Oktoberfests am Abend. Unser eigenes

Boxenkontingent am zweiten Wiesnsonntag

ab 17 im Armbrustschützenzelt

mit 500 Plätzen

garantiert ein Mega

Wiesenerlebnis für die

gesamte LGBTQ+

Community. Mit

traditionellen

Wiesnschmankerln und einer frischen

Paulaner-Wiesnmaß können sich die

Teilnehmer dann auf einen zünftigen

Wiesenabend einstimmen.

Neben den Mitgliedern der LGBTQ+

Netzwerkgruppen sind hier natürlich auch

Business Professionals aus anderen Unternehmen,

selbstständige Unternehmer

oder auch Freiberufler herzlich eingeladen,

sich der Reservierung anzuschließen. Die

Festwirtsfamilie Inselkammer freut sich

darauf, zahlreiche Teilnehmer an diesem

Wiesn Abend im Armbrustschützenzelt

begrüßen zu dürfen.

Wie komme ich an die Tickets

und was ist inkludiert,

ausser gute Laune?

Die Tickets inkl. Verzehrgutscheine

für die Proud

Wiesn im Armbrustschützenzelt

können online

auf www.proudwiesn.de

online gekauft werden.

Neben einen Wiesnbrettl-

Vorspeise sind ebenfalls

Verzehrgutscheine für

Speisen und Getränke inkludiert.

Die Boxen-Plätze sind fest reserviert,

so das niemand Sorgen haben muss,

keinen Platz zu bekommen. Rechtzeitiges

erscheinen natürlich vorausgesetzt. Der

Vorverkauf ist ab sofort freigeschaltet und

offen solange der Vorrat reicht.

GEWINNE

Verlosung: 2 x 2 Karten.

Folgt uns auf @blu_germany und

kommentiert das „Proud Wiesn“

-Posting.


NY.CLUB

PRIDE MONTH

Freitag // 01.07 // 23 Uhr

LUXUSPOP CELEBRATE COLORS

feat. Deejay Marrquez (Pop, Charts, Disco)

Samstag // 02.07 // 23 Uhr

PRIDE WEEK‘22 OPENING

DJ Isak Salazar (Mexiko)

Uplifting Progressive, Tribal & Vocal House

SAMSTAG

16.07.2022 23 UHR

2 LOCATIONS 1 PARTY

Freitag // 08.07 // 23 Uhr

LUXUSPOP PRIDE WEEK

feat. Denny Deluxe (Pop, Charts, Disco)

Samstag // 09.07 // 23 Uhr

Love is in the Air

feat. Sharon O Love (London)

Freitag // 15.07 // 23 Uhr

LUXUSPOP CSD WARMUP

feat. Pop‘o‘Lectric (Pop, Charts, Disco)

DIE

CSD PARTY

XXL

Samstag // 16.07 // 12 Uhr

CSD-XXL-Mega-Party-Truck

AleXio (Berlin) & Matt Bogard (London).

Samstag // 16.07 // 23 Uhr

DIE CSD PARTY XXL

2 LOCATIONS 1 PARTY

NY.CLUB

HOUSE FLOOR

DJ ALEXIO

FEAT. MATT BOGARD & HPM

LONDON

BERLIN

MÜNCHEN

ISARPOST

LUXUSPOP FLOOR

CHRIS RODRIGUES

NÜRNBERG

FEAT. DJ NOBODY

MÜNCHEN

Sonntag// 17.07 // 22Uhr

Pride Week Closing

Closing Party (freier Eintritt bis 23 Uhr)

MUTTIS

TERRASSENBAR

&

WINNIES

PRIDE GARDEN

WWW.DIECSDPARTY.DE


28 PARTY

ALEXIO

GUY SCHEIMANN

FOTOS: PROMO NY.CLUB

NY.CLUB

FEIERN

FREI!

ISAK SALAZAR

SHARON O LOVE

Für Ken und sein kreatives Team vom

NY.Club war Corona eigentlich auch nur

ein weiterer dieser Schicksalsschläge, die

wie der Rohrbruch in der Müllerstraße

vor ein paar Jahren sprichwörtlich mit

voller Wucht auf Münchens bekannteste

Klubadresse für LGBTIQ* hereinbrachen.

Andere hätten wohl schon mehrfach

hingeschmissen, das NY.Club-Team

reagiert dagegen mit Umwandlung

der negativen Energien in kreative

Schaffensausbrüche. Und so geben sich

in den nächsten Wochen endlich wieder

die besten der besten queeren DJs aus

aller Welt die NY-Club-Klinke in die Hand:

Unter anderem sind Isak Salazar (Mexiko)

und Guy Scheimann (USA) angekündigt

und natürlich fehlen auch eure Lieblinge

ALEXIO und Sharon O Love nicht im

vollgestopften Terminkalender der besten

queeren Klubnächte der Stadt. Watch out

for CSD-Specials! *ck

Immer aktuell informiert: instagram.

com/nyclub.de | nyclub.de

NEU

1A-Schlagerparty im Aloft

DJ Olli & DJ Piero Cantore schicken sich an, München eine queere

Mottopartyreihe zu schenken. Monatlich kannst du ab Juli im Aloft

in der Bayerstraße 37 mit gleichgesinnten Fans des gesungenen

Heimatfilmes die Kotletten wackeln lassen. Los geht es am 16. Juli

mit einem „Schlager & 90er – CSD-Special“, im August folgt dann

die „Schlager & ESC“-Ausgabe. „Hossa“ heißt es immer schon ab 20

Uhr, was sieben Fässer Wein bis zum Morgen gleich viel realistischer

klingen lässt! *ck

www.party2gether.de


CHRISTOPHER .

STREET DAY

NURNBERG PRIDE 2022

SICHTBARKEIT

SICHERHEIT

SCHAFFT

ÜBER 50 EVENTS

PRIDE

WEEKS

21.7.-7.8.

21. JULI -7. AUGUST

INNENSTADT

DEMO

& PARTY

6.8.

HIRSCH & RAKETE

KORNMARKT

CSD

FINALE

6. / 7.8. 2 TAGE

PROGRAMM-INFOS:

CSD-NUERNBERG.DE

LSBTIQ*=MENSCH.

WIR SIND LESBISCH, SCHWUL, BI, TRANS,

.

INTER, QUEER, NICHT-BINÄR

ODER EINFACH ANDERS – WIR SIND NURNBERGS LSBTIQ*-COMMUNITY

UND VOR ALLEM SIND WIR MENSCH!


30 PARTY

DAS WIRD NE GAUDI

Rosa Montag in Augsburg

Es wird wieder rosa! Willkommen zum rosa-

Montag im Schallerzelt auf dem Augsburger

Herbstplärrer 2022!

Einen freien Tisch an einem Montagabend im Bierzelt

zu bekommen ist normalerweise kein Problem, es sei

denn: Es ist rosaMontag! Was vor 10 Jahren begann,

entwickelte sich zum absoluten Partyhighlight

im Plärrerkalender. Die perfekte Mischung aus

queerer Community, leckerem Essen und tanzbarem

Partysound, macht diese Veranstaltung so einzigartig

und beliebt. Und das schöne daran ist: Es ist völlig

egal, wer oder was Du bist. Nur eines ist wichtig:

Ausgelassen feiern musst Du wollen! Also brezelt

Euch auf, rein ins Dirndl oder in die Lederhosen und

am Montag, 29.08.2022 ab ins Schallerzelt zum

rosaMontag! Ab 18:30 Uhr feiert dort die LGBTQ +

Friends Community mit der neuen, hochkarätigen

Band „Partyhexen“ und bringt das Zelt zum Beben!

Der Eintritt zum rosaMontag ist wie immer frei, eine

Tischreservierung wird dringend empfohlen! Gefeiert

wird im Zelt bis 23 Uhr und danach geht’s weiter zur

rosaMontag-Aftershow-Party ins FILION, Kesterstr.

28 / Ecke Langenmantelstraße, gleich gegenüber

dem Plärrergelände.

Für alle Münchener Gäste, die bequem mit dem Zug

zum rosaMontag nach Augsburg anreisen möchten,

ist der Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise am

Montag, 29.08.2022, um 17:15 Uhr, am InfoPoint im

Münchener Hauptbahnhof. Wenn das nicht ein schöner

Grund ist letztmalig das 9-Euro-Ticket sinnvoll

einzusetzen – inklusive Spaßgarantie am Zielort.

FOTO: INGO HINRICHS

rosaMontag 29. August 2022 - 18.30 bis 23.00 Uhr

Schallerzelt auf dem Augsburger Herbstplärrer

Tischreservierung online unter www.schallerzelt.

de/reservierung


PINK PARADISE

Der Mittwoch

ROCKT!

PARTY 31

Pink Paradise, das ist die Partyreihe, die schon seit

über 13 Jahren die Community am Mittwoch rockt.

Immer dabei und mittlerweile auch ihr Veranstalter ist DJ

James Munich (Foto), eines der bekanntesten Gesichter

der Münchner Plattenteller-Prominenz.

Ein Blick zurück: Pink Paradise startete 2009 in der kleinen

Eden Bar in der Sonnenstraße. Nachdem das Gebäude, in

dem sich übrigens auch der NY.Club befand, 2018 abgerissen

wurde, fand die Party ein neues Zuhause im „Ksar“ in

der Müllerstraße, das die Corona-Zeit aber nicht überlebte.

Im Oktober 2021, als die Klubs wieder für wenige Wochen

offen hatten, zog die Party in die Räume der ehemaligen

Pizza- und Klub-Location „Senatore“ am Sendlinger-Tor-

Platz, wo sie seit März 2022 wieder regelmäßig stattfindet.

Der Pink-Paradise-Abend startet ab 18 Uhr mit einer Bierund-Cocktail-Happy-Hour,

die Party beginnt ab 21:00 Uhr,

natürlich mit DJ James Munich und dem Ex-Hamburger

DJ JayRo (Werkroom). Vor Mitternacht gibt’s Dragshows,

die von Miss Pinay Colada gehostet werden. Der Mittwoch

ist also wieder ein fixer Termin im Partykalender der

Community! *bm

Pink Paradise, jeden Mittwoch, Senatore, Sendlinger-

Tor-Platz 5, 21 Uhr, Facebook: pinkparadisemuc

FOTO: DJ JAMES MUNICH

Weil Vielfalt

Schutz braucht.

Das Leben ist bunt. Wir sorgen

dafür, dass es sicher ist.


Goethestr.

ODEONSPLATZ

U

32 STADTPLAN

CityGuide

10

Elisenstr.

Ottostr.

Maximilianspl.

36

APOTHEKEN

1. Isartor Apotheke,

Isartorplatz 6, (089) 2199290,

www.isartor-apotheke.de

2. Regenbogen Apotheke,

Sonnenstr. 33, (089) 593659,

www.hieristsgesund.de

3. Wittelsbacher Apotheke,

Lindwurmstr. 97, (089) 537844,

www.wittelsbacher-apotheke.de

ÄRZTE

4. Gemeinschaftspraxis am Isartor

(Allgemein-, Männer- und

Innere Medizin, Infektiologie),

Dr. Werner Becker, Dr. Ramona

Pauli, Dr. Marcel Lee,

Isartorplatz 6, (089) 229216,

www.isarpraxis.de

5. Dr. Timo Bachmann (Zahnarzt)

Schweigerstr. 4, (089) 663242,

www.timobachmann.de

• Dr. Ulrich Kastenbauer (Allgemeinmedizin,

Infektiologie),

Ainmillerstr. 26, (089) 333863,

www.infektiologie-schwabing.de

• Wolf Schuck (Facharzt für

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde),

Nymphenburger

Str. 154, (089) 595131,

www.hno-wolf-schuck.de

PARTY

8. Garry Klein,

Sonnenstr. 8

• Klosterklub,

Lindwurmstr. 122

10. NY.C,

Elisenstr. 3

SHOPPING

11. Bruno‘s, GayLifeStyle,

Thalkirchner Str. 4

• Beschattungen München,

Waldeckstr. 24

12. Optik Vogel e.K., Optik,

Sonnenstr. 32

13. Reithofer Fachmarkt,

Elektrofachmarkt,

Reichenbachstr. 31

Mo.-Fr. 9-18 Uhr,

Sa. 10-14 Uhr

www.reithofer.de

14. Rosa-Reisen,

Hans-Sachs-Str. 22

15. Team7,

Herzogspitalstr. 3

MÜNCHEN HBF S

Häberlstr.

Bayerstr.

BEAUTY

16. Massage Munich

Steffen Robak,

Studio Tal 30, 0175 6175255,

www.massage-munich.com

SZENE

18. CAMP, Bar, Reisingerstr.15

O7, 20 (Quadrate), Mannheim

www.galileo-sauna.de

3

Schwanthalerstr.

45

21

Schillerstr.

U GOETHEPLATZ

Landwehrstr.

Pettenkofferstr.

Nußbaumstr.

Waltherstr.

Lindwurmst.

23

19. Deutsche Eiche, GaySauna,

Reichenbachstr. 13

35

34

8

Resingerstr.

Karlspl.

U S KARLSPLATZ (STACHUS)

18

Sonnenstr.

12

Thalkirchner Str.

• Duplexx, Theresienstr. 130

• Diburnium,

Thalkirchner Str. 5

• Erotixx, Poccistr. 2 und

Rosenheimer Str. 81

• Herrensauna am Hauptbahnhof,

Dachauerstraße 9a

• Schwabinger Mensauna,

GaySauna, Düsseldorfer Str. 7

20. Spexter Erotic-Store,

Müllerstr. 54

• UnderGround des MLC,

Machtlfingerstr. 28

UNTERKUNFT

19. Deutsche Eiche, Hotel,

Reichenbachstr. 13

21. Hotel Brunnenhof,

Schillerstr. 36,

www.brunnenhof.de

ESSEN & TRINKEN

22. Bar zur Feuerwache,

Blumenstrasse 21a

23. Café Regenbogen,

Lindwurmstr. 71

24. Café im Sub,

Müllerstr. 14

Herzog-Wilhelm-Str.

19. Deutsche Eiche,

Reichenbachstr. 13

25. Edelheiss Bar,

Pestalozzistr. 6

Pestalozzistr.

26. Eiscafé Eismeer,

Pestalozzistr. 21

27. Jenny was a friend of mine,

Holzstr. 14

28. Kiosk an der Reichenbachbrücke,

Fraunhoferstr. 46

2

29. Kraftwerk,

Thalkirchnerstr. 4

30. Moro Restaurant,

Müllerstr. 30

31. NiL,

Hans-Sachs-Str. 2

Neuhauser Str.

Damenstiftstr.

U SENDLINGER TOR

11 29 20

25

89

26

27

15

47

Blumenstr.

Müllerstr.

• Prosecco, Theklastr. 4,

www.prosecco-munich.de

Maxburgstr.

Hans-Sachs-Str.

Oberanger

Unter Anger

43

30

4246

9

31

39

14

Färbergraben

Blumenstr.

MARIENPLATZ U S

Rindermarkt

40

24

41

3948

22

Müllerstr.

Fraunhoferstr.

Corneliusstr.

Klenzestr.

FRAUENHOFERST. U

• Self Bar/Restaurant,

Schäftlarnstr. 62,

www.self-bar.de

Erhardtstr.

KULTUR

32. Bayerische Staatsoper,

Max-Joseph-Platz 2,

www.bayerische-staatsoper.de

33. City Filmtheater, Kino,

Sonnenstr. 12,

www.city-kinos.de

34. Deutsches Theater,

Schwanthalerstr. 13,

www.deutsches-theater.de

• Gasteig (Philharmonie),

Rosenheimer Str. 5,

www.gasteig.de

• GOP Varieté-Theater,

Maximilianstr. 47,

www.variete.de

• Kultur im Schlachthof,

Zenettistr. 9,

www.im-schlachthof.de

35. Kunsthalle München,

heatinerstr. 8

• Lenbachhaus -

Städtische Galerie,

Luisenstr. 33,

www.lenbachhaus.de

• Museum Brandhorst,

Theresienstr. 35a

36. Münchner Kammerspiele,

Maximilianstr. 26-28,

www.muenchnerkammerspiele.de

• Münchner

Philharmoniker,

Rosenheimer Str. 5

• Münchner Volkstheater,

Brienner Str. 50,

www.muenchnervolkstheater.de

37. Staatstheater am

Gärtnerplatz,

Gärtnerplatz 3, (089) 202411,

www.staatstheater-amgaertnerplatz.de

• Tierpark Hellabrun,

Tierparkstr. 20

Gärtnerplatz

38

Reichenbachstr. Reichenbachstr.

28

13

19

RAT & TAT

• Caritas Ambulanter Hospiz

Dienst, Queer-Sprechstunde,

jeden 1. Montag im Monat,

ASZ Isarvorstadt,

Hans-Sachs-Str. 14,

caritas-hospizdienst@

barmherzige-muenchen.de

Frauenstr.

Rumfordstr.

Buttermelcherstr.

17

Baaderstr.

Reichenbachbrücke

ISAR

33

Maximilianstr.

16

Tal

Steindorfstr.

Corneliusbrücke

5

38. Diversity Jugendzentrum,

Blumenstr. 11,

www.diversity-muenchen.de

39. Gay Outdoor Club

München e.V.,

Sportverein,

Müllerstr. 14,

www.gocmuenchen.de

• Isarhechte e.V.,

Sportverein, Meindlstr. 11a,

www.isarhechte.de

40. Koordinierungsstelle zur

Gleichstellung von LGBTI*,

Angertorstr. 7

(Eingang Müllerstraße)

41. LeTRa,

Blumenstr. 29,

www.letra.de

42. Marikas Beratungsstelle für

anschaffende junge Männer,

Dreimühlenstr. 1,

www.marikas.de

43. Münchner Aids-Hilfe,

Lindwurmstr. 71,

www.aidshilfe-muenchen.de

44. Münchner Regenbogen-

Stiftung, Angertorstr. 7

(Eingang Müllerstr.)

45. Rechtsanwälte Schuster

& Riedl, Eisenmannstr. 4

(Fußgängerzone),

(089) 23888930,

www.ra-srk.de

• Regenbogenfamilien,

Fach- und Beratungsstelle,

Saarstr. 5/II, (089) 46224606

www.regenbogenfamilienmuenchen.de

46. Sub e.V.,

Müllerstr. 14,

info@subonline.org

47. Team München, Sportverein,

Rumfordstr. 39

www.teammuenchen.de

• TransMann e.V.,

Parzivalstr. 41,

www.transmann.de

37

Isartorpl.

ISARTOR S

49

1

4


33

Gute

Zahnmedizin.

Zahnarztpraxis

Dr. Timo Bachmann

Schweigerstr. 4

81541 München

Tel. +49 89 663242

praxis@timobachmann.de

www.timobachmann.de

Wolf Schuck

Facharzt für

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Nymphenburger Str. 154

80634 München

Tel: 089 - 595131

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Tätigkeitsschwerpunkte (Auswahl):

• Familienrecht / Lebenspartnerschaftsrecht

• Erbrecht

• Gesellschaftsrecht

• Vertragsrecht

• Arbeitsrecht

• Immobilienrecht

• Verkehrsrecht

• Miet- und Pachtrecht • Strafrecht

RA Peter Schuster & RA Michael Riedl

Eisenmannstraße 4 (An der Fußgängerzone), 80331 München

Tel. (089) 23 888 930, Fax (089) 23 888 944

www.rae-sr.de

Ihr Zentrum für sexuelle Gesundheit

STI, Hepatitis, HIV, PrEP und PEP – wir sind gerne für Sie da!

Interdisziplinäres HIV Zentrum IZAR

Klinikum rechts der Isar der

Technischen Universität München

Mail: IZAR@mri.tum.de, Telefon: 089 / 4140 - 2451

www.mri.tum.de/hiv-zentrum-izar


34 EYECANDY

NACHGEFRAGT

Modeltalk: Alexander aka

_FRESHDAX_

Wir erreichten das nicht nur auf unseren Social-Media-Kanälen erfolgreiche

Model aus Bayern am Telefon für ein kurzes Interview.

Mit wie viel Sport und vor

allem mit welchen Sportarten

hältst du dich fit?

Ich halte mich abwechslungsreich

mit Laufen, Fitnessstudio und

Work-outs zu Hause fit. Ein Tag

geh ich ins Fitnessstudio, den

zweiten Tag gehe ich laufen. Am

dritten Tag wieder ins Gym. Im

Gym trainiere ich grundsätzlich nur

meinen kompletten Oberkörper mit

Gewichtstemmen, Bankdrücken

und einigen intensiven Übungen für

den Bauch wie Sit-ups mit 10-kg-

Gewichten. Am vierten Tag gehe ich

laufen und mache zu Hause Workout,

im Detail Handstandübungen,

Seilspringen sowie Sit-ups und

Liegestütze.

Achtest du auch auf deine

Ernährung?

Ich achte sehr auf meine Ernährung.

Auf dem Speiseplan stehen

Hähnchenfleisch, Reis und sehr viel

Gemüse sowie Nüsse ohne Salz.

Wegen meiner Laktoseintoleranz

bin ich schon gezwungen, auf

meine Ernährung zu achten.

Daher ist es bei mir schon im

Alltag eingebaut, auf bestimmte

Lebensmittel zu verzichten. Ich

persönlich habe damit auch kein

Problem. Letztlich hat es auch

einen positiven Effekt auf meinen

Körper, der sich sehen lassen kann.

Wie kamst du zum Modeln?

Ein Kumpel fragte mich, ob ich

mal bei einem Shooting dabei sein

wollte, er hatte mit einer Fotografin

ein Shooting. Ich fand es spannend

und hab da mitgemacht. Mir hat

es sehr viel Freude bereitet und

die Resonanz auf die ersten Bilder

war enorm. Daher motiviert, hatte

ich mich mit den Bildern aus

diesem Shooting auf Model-Kartei

angemeldet. So kam dann alles ins

Rollen.

Was für Hobbys hast du?

Ich reise sehr gerne, lerne gerne

neue Menschen kennen und treffe

mich mit Freunden. Zur Entspannung

gehe ich gerne in die Sauna.

*Interview: Michael Rädel

Instagram: @_freshdax_


35

GAYBOYS

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Aktuelle Club- & Dance-Hits aus den Charts.

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36 gesellschaft

GESELLSCHAFT

Wie die Jungfrau zum Kind:

FAMILIENRECHT

in Deutschland

FAMILIE

Das Familien- und Abstammungsrecht

der Bundesrepublik

hinkt der gesellschaftlichen

Realität um Jahrzehnte

hinterher und gleicht einer langen

Liste von aufgeschobenen Fragen.

Was von den Que(e)rdenker*innen

der 1968er noch als völlig revolutionär

ausprobiert wurde, ist heute

vielfach Lebensrealität: Mehrere

Eltern eines Kindes, die Austragung

eines Kindes durch die lesbische

Freundin als Leihmutter, die

Samenspende des besten schwulen

Freundes an das lesbische

Ehepaar. Das waren nur einige der

gelebten Möglichkeiten.

FOTO: KAROLINA GABROWSKA / PEXELS


Wie sieht der rechtliche Rahmen aktuell

aus, was geht, was nicht. Und was – denn

das vergessen die, denen es sonst

vorgeblich um das Kindeswohl geht,

offenbar immer am schnellsten – ist das

Beste für den Nachwuchs. Welche rechtliche

Lösung kann maximale Sicherheit

und Absicherung für Kinder bieten?

BESTANDSAUFNAHME:

MARIA HATTE ES GUT

Seit Jahren stellt die Politik die Reproduktionsmedizin

und ihre Patient*innen

ins Abseits. Gesetzliche Änderungen

folgen meist nur dem Zwang höchstrichterlicher

Entscheidungen, Eigeninitiative

ist kaum ersichtlich. Noch immer

muss zum Beispiel bei verheirateten

lesbischen Eltern ein Elternteil das Kind

adoptieren. Wunschelternschaften sind

nicht anerkannt und die gewerbliche

Leihmutterschaft ist verboten. Medizinische

Hilfestellung steht für behandelnde

Ärzt*innen unter Strafe. Selbst die Leihmutterschaftsvermittlung

ist nach dem

Adoptionsvermittlungsgesetz strafbar.

Kreative queere Paare mit Kinderwunsch

haben aber einige Tipps und Tricks

gefunden, um dennoch zum Wunschkind

zu kommen. Ein Paar, das sich seinen

Kinderwunsch erfüllen konnte, erzählt

im Anschluss an diesen Artikel seine

Geschichte. Gesetzlich liegen gravierende

Steine im Weg, unter anderem

gefährlich rechtsfreie Zeiträume für ein

neugeborenes, von allen Beteiligten

absolut gewolltes Leben. Das Auswärtige

Amt schreibt dazu:

Nicht strafbar machen sich hingegen

die „Wunscheltern“. Im Ausland ist

die Rechtslage zur Leihmutterschaft

unterschiedlich, in einigen Ländern

ist die Leihmutterschaft erlaubt oder

mit bestimmten Einschränkungen

erlaubt, in anderen Staaten verboten.

Die genetische Abstammung eines

Kindes aus einer Leihmutterschaft

begründet nach deutschem Recht

grundsätzlich kein rechtliches

Abstammungsverhältnis zu den sog.

„Wunscheltern“. Mutter eines Kindes

ist nach deutschem Recht die Frau,

die es geboren hat, also die Leihmutter

und nicht die „Wunschmutter“.

Damit ist eine deutsche Wunschmutter

nach deutschem Recht nicht mit

dem Kind verwandt und vermittelt

dem Kind folglich nicht die deutsche

Staatsangehörigkeit. Ein deutscher

„Wunschvater“ kann aus einem

Vertrag über Leihmutterschaft nach

gesellschaft GESELLSCHAFT 37

deutschem Recht nicht wirksam

seine Vaterschaft begründen; auch

im Fall einer Leihmutterschaft

kann aber der „Wunschvater“ aber

nach deutschem Recht unter

bestimmten Voraussetzungen durch

eine Vaterschaftsanerkennung

oder durch eine gerichtliche

Feststellung seiner Vaterschaft seine

rechtliche Vaterschaft begründen.

Der Bundesgerichtshof hat am

10.12.2014 zu einem ausländischen

Leihmutterschaftsfall entschieden,

dass ausländische Gerichtsentscheidungen,

die den Wunscheltern die

rechtliche Elternschaft zuweisen,

in Deutschland anerkannt werden

können – jedenfalls dann, wenn

ein Wunschelternteil mit dem

Kind genetisch verwandt ist, die

Leihmutter aber nicht. Nur wenn

eine rechtswirksame Abstammung

von einem deutschen Elternteil

vorliegt, hat das Kind die deutsche

Staatsangehörigkeit zweifelsfrei

vermittelt bekommen und folglich

einen Anspruch auf einen deutschen

Reisepass. Ohne entsprechende

Ausweispapiere ist eine Ausreise

des Kindes nach Deutschland nicht

möglich.

DER LGBTQ+ PARTYABEND IM SCHALLERZELT AUF DEM AUGSBURGER PLÄRRER

CAFE & BISTRO

Komm mit der Bahn:

mit den

Treffpunkt Info-Point

München Hbf 17.15 Uhr

29.8.

Eintritt

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38 gesellschaft

Bundeskanzler Olaf Scholz stellte bei der Klausur auf Schloss Meseberg klar, dass trotz Ukraine-Krise auch die Reformvorhaben des Koalitionsvertrages

umgesetzt werden sollen, das Treffen solle „gerade auch in diesen schwierigen Zeiten“ dazu beitragen, „dass die Regierung ihren Kurs zur Modernisierung

Deutschlands weiter fortsetzen kann“. Ergebnisse waren im Bezug auf das Familienrecht aber nicht zu finden.

DIE WISSENSCHAFT HAT

FESTGESTELLT …

Wissenschaftlich fundierte Einschätzungen

und Forderungen stellte die

forschende Elite unseres Landes 2019

dezidiert zusammen. Eine interdisziplinäre

Arbeitsgruppe von Nationaler Akademie

der Wissenschaften Leopoldina und Union

der deutschen Akademien der Wissenschaften

hat sich mit den medizinischen,

rechtlichen und ethischen Fragen der Fortpflanzungsmedizin

beschäftigt und die

Ergebnisse veröffentlicht. Ein ganzes Buch

ist es geworden. Zum Beispiel wird konstatiert,

dass Männer nach deutschem Recht

Sperma spenden dürfen, Frauen jedoch

keine Eizellen. Eine Ungleichbehandlung.

Auch sei das von 1990 stammende

Embryonenschutzgesetz veraltet, weshalb

ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz

gefordert wird. Weiteren Regelungsbedarf

sehen sie für Kinder, die im Ausland von

einer Leihmutter geboren wurden und in

Deutschland aufwachsen, und insistieren

auf mehr Rechtsklarheit.

Das Embryonenschutzgesetz von 1990

regelt bis heute weitgehend unverändert

den Umgang mit der Fortpflanzungsmedizin.

Diese Rechtslage zwingt die Behandelnden

nicht selten zu einer dem heutigen

internationalen medizinischen Stand nicht

mehr angemessenen Behandlung und führt

zu unnötigen Risiken für Mutter und Kind.

Darüber hinaus wird das Embryonenschutzgesetz

dem gesellschaftlichen Wandel und

der Vielfalt heutiger Familienformen nicht

mehr gerecht. Besonderes Augenmerk

widmen die Autor*innen der Aufklärung und

Beratung einschließlich der psychosozialen

Beratung der betroffenen Paare sowie

der Organisation und Finanzierung der

Fortpflanzungsmedizin.

… UND EINEN KATALOG ERSTELLT

Folgende Punkte werden in der resultierenden

Stellungnahme als besonders

regelungsbedürftig benannt:

Elective Single-Embryo-Transfer: Hierbei

wird aus einer größeren Zahl von Embryonen

geplantermaßen nur derjenige mit der

größten Entwicklungsfähigkeit ausgewählt

und nur dieser der Frau übertragen.

Dieses in vielen Ländern angewendete

Verfahren vermeidet risikobehaftete und

gesundheitsgefährdende Mehrlingsschwangerschaften,

ohne die individuelle Chance

auf eine Schwangerschaft nennenswert zu

verringern. Die Koalition plant diesbezüglich

allerdings Anpassungen, so soll der „elektive

Single Embryo Transfer“ zugelassen werden.

Eizellspende: Die Samenspende ist in

Deutschland erlaubt, die Eizellspende

verboten. Während also infertile Männer

mithilfe einer Keimzellspende eine Familie

gründen können, ist dies Frauen, die etwa

infolge einer Krebserkrankung keine

eigenen Eizellen mehr bilden können,

verwehrt. Diese Ungleichbehandlung lässt

sich schwerlich rechtfertigen. Aufgrund

der Gesetzeslage sehen sich viele Paare

veranlasst, eine Eizellspende im Ausland

in Anspruch zu nehmen. Dort wird oft die

anonyme Spende praktiziert, wodurch dem

Kind das verfassungsrechtlich verbriefte

Recht auf Kenntnis seiner Abstammung

versagt bleibt. Insofern beeinträchtigt das

Verbot der Eizellspende in Deutschland

indirekt das Kindeswohl.

Embryospende: Das geltende Recht

erlaubt in Ausnahmefällen die Embryospende.

Eine klare gesetzliche Regelung für

die Spende und den Empfang gespendeter

Embryonen fehlt allerdings. Insbesondere

die familienrechtlichen Implikationen

bedürfen einer klaren Regelung.

Leihmutterschaft: Besonders schwierige

ethische und rechtliche Fragen wirft die in

Deutschland verbotene Leihmutterschaft

auf. Hier besteht in jedem Fall Regelungsbedarf

für die im Ausland von einer Leihmutter

geborenen, jedoch in Deutschland

aufwachsenden Kinder.

Kryokonservierung von Eizellen: An vielen

fortpflanzungsmedizinischen Zentren

werden Eizellen kryokonserviert. Dies

geschieht zum Beispiel aus medizinischen

Gründen, etwa vor einer Chemotherapie.

Im Interesse der Frau, des Paares und

des zukünftigen Kindes sollten die Rahmenbedingungen

für die Aufbewahrung,

Befruchtung und Übertragung geregelt

werden.

Erstattung von Kosten für fortpflanzungsmedizinische

Maßnahmen: Eine

Beschränkung der Finanzierung bei


gesetzlich versicherten Paaren auf

Ehepaare sowie auf enge Altersgrenzen ist

medizinisch und gesellschaftlich kaum zu

rechtfertigen. Die nur teilweise Erstattung

der erheblichen Kosten der Behandlungen

schafft zudem soziale Ungerechtigkeiten.

WAS SETZT DIE AMPEL DAVON UM?

Der Koalitionsvertrag gibt mit einigen

wesentlichen Veränderungen zum Thema

künstliche Befruchtung leichten Anlass zur

Hoffnung. Auf der Seite 116 des Vertrags

findet sich unter der Überschrift „Reproduktive

Selbstbestimmung“ folgender Text:

FOTO: KAY NIETFELD / AFP

„Wir wollen ungewollt Kinderlose besser

unterstützen. Künstliche Befruchtung

wird diskriminierungsfrei auch bei

heterologer Insemination, unabhängig

von medizinischer Indikation,

Familienstand und sexueller Identität

förderfähig sein. Die Beschränkungen

für Alter und Behandlungszyklen werden

wir überprüfen. Der Bund übernimmt

25 Prozent der Kosten unabhängig von

einer Landesbeteiligung. Sodann planen

wir, zu einer vollständigen Übernahme

der Kosten zurückzukehren. Die Kosten

der Präimplantationsdiagnostik werden

übernommen. Wir stellen klar, dass Embryonenspenden

im Vorkernstadium legal

sind [gemeint sind befruchtete Eizellen,

Anm. d. Red.] und lassen den ‚elektiven

Single Embryo Transfer‘ zu.“

Aufmerksamen Leser*innen wird aufgefallen

sein dass das zwar einiges ist, bei weitem

aber nicht alles. Im Interview verriet uns

einer der Verhandler des Koalitionsvertrags,

Michael Kauch (FDP):

„Im Bereich des Familienrechts war es

mit SPD und Grünen nicht möglich, das

Thema rechtliche Mehrelternschaft im

Koalitionsvertrag zu verankern. Und es

war nicht möglich, eine endgültige Position

zum Thema Leihmutterschaft und

Eizellenspende zu finden. Zu letzterem

wird es aber eine Regierungskommission

geben. Hier wird es also auf jeden Fall

länger dauern bis zu einer gesetzgeberischen

Antwort.“

Was Leihmutterschaft und Eizellenspende

betrifft, soll also eine Kommission

eingesetzt werden, die Regulierungen für

den Schwangerschaftsabbruch außerhalb

des Strafgesetzbuchs sowie Möglichkeiten

gesellschaft 39

zur Legalisierung der Eizellspende und der

altruistischen Leihmutterschaft prüfen will.

Heißt im Klartext: Wenngleich ein Gestaltungswille

erkennbar ist, wird das wohl noch

dauern. Wer helfen will, das zu beschleunigen,

erinnert sich an die Tipps im Kampf um die

Ehe für alle: protestieren, nerven, schreiben,

anrufen. Organisiert euch und macht Druck

auf die Regierung, ihren wohlfeilen Worten

auch Taten folgen zu lassen. *ck / sah

TIPPS UND QUELLEN

Information und Beratung für Eltern in spe:

https://www.lsvd.de/de/ct/1442-Leihmutterschaft-Rechtslage-in-Deutschland

„Fortpflanzungsmedizin in Deutschland –

für eine zeitgemäße Gesetzgebung“.

Stellungnahme der Nationalen Akademie

der Wissenschaften Leopoldina und Union

der deutschen Akademien der Wissenschaften.

2019, ISBN: 978-3-8047-3423-

4. Online unter https://www.leopoldina.org/

uploads/tx_leopublication/2019_Stellungnahme_Fortpflanzungsmedizin_web_01.pdf

Koalitionsvertrag:

https://www.spd.de/fileadmin/

Dokumente/Koalitionsvertrag/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf

Leihmutterschaft im europäischen und

internationalen Vergleich (Deutscher

Bundestag):

https://www.bundestag.de/resource/

blob/592446/b04363cfd1cf5f-

6fa65c94b8c48495d9/WD-9-039-18-

pdf-data.pdf

Leihmutterschaftshinweise des Auswärtigen

Amtes: https://www.auswaertiges-amt.

de/de/service/fragenkatalog-node/

06-leihmutterschaft/606160

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Der Standort unserer Praxis in Los Angeles wurde nicht zufällig

gewählt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen in Kalifornien

ermöglichen uns alle modernen reproduktionsmedizinischen

Maßnahmen optimal für unsere Patienten zu nutzen.

In Sachen Kinderwunschbehandlung ist Kalifornien einer der

weltweit liberalsten Staaten. Somit ist die Erfüllung eines

Kindeswunsches für alle Familienmodelle, unabhängig vom

Familienstand, sexueller Orientierung oder Herkunft, möglich.


40 gesellschaft

FAMILIE

Deutsch-französische

Achse

Ein Kind, zwei Mütter: Lesbische Paare können

in Deutschland auf eine gemeinsame

Anerkennung als Eltern hoffen. Bundesjustizminister

Marco Buschmann (FDP) kündigte

an, die sogenannte Ko-Mutterschaft

rechtlich verankern zu wollen. Auch auf europäischer

Ebene sollen Regenbogenfamilien

Erleichterungen erhalten – so sich Länder

wie Polen und Ungarn nicht querstellen.

LESBISCHE UND BISEXUELLE FRAUEN-

EHEN SIND NUR EHE LIGHT

Justizminister Buschmann sagte am

Rande von Beratungen mit seinen EU-

Kollegen im nordfranzösischen Lille:

„Wenn ein Mann und eine Frau miteinander

verheiratet sind, ist der Mann immer

automatisch der rechtliche Vater, auch

wenn er nicht der biologische ist.“

FOTO: LAURET VERDIER / CO0

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg

Das müsse künftig auch für verheiratete

Frauen gelten, die gemeinsam ein

Kind eines der beiden Partnerinnen

großzögen. Entscheidend sei für ihn,

„dass sich zwei Menschen um das Kind

kümmern, Liebe und Geborgenheit

spenden, und auch rechtlich als Gemeinschaft

für das Kind einstehen“, sagte

Buschmann dazu der „Rheinischen Post“

und dem „General-Anzeiger“ vom Freitag.

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gesellschaft 41

In Lille ergänzte er, verschiedene Untersuchungen

hätten gezeigt, dass dies

„sehr liebevolle Beziehungen seien“, die

Kindern zugute kämen. Schon länger

wird in Deutschland an einer Reform des

Abstammungsrechts gearbeitet. Derzeit

gibt es zur Elternschaft keine gesetzliche

Regelung für ein verheiratetes Frauen-

Paar, weshalb ein adoptionsähnliches

Verfahren für die nicht-leibliche Mutter

erforderlich ist, bevor das Neugeborene

zwei Elternteile hat. Mit dieser Ungleichbehandlung

beschäftigt sich derzeit auch

das Verfassungsgericht in Karlsruhe.

DRUCK AUF POLEN UND UNGARN

NACH EUGH-URTEIL

Deutschland unterstützt nach den Worten

Buschmanns zudem eine EU-Initiative,

die Elternschaft in Regenbogenfamilien

europaweit anzuerkennen. „Das ist eine

Frage der Menschlichkeit und auch

eine Frage der Akzeptanz“, betonte

der FDP-Politiker. Frankreich will das

Thema in diesem Halbjahr unter seinem

EU-Ratsvorsitz vorantreiben. Der französische

Justizminister Eric Dupond-

Moretti sagte am Rande der Beratungen

in Lille, dies sei vor allem zum Wohl der

betroffenen Kinder:

„Wenn eine Familie mit

gleichgeschlechtlichen Eltern

in ein anderes europäisches

Land umzieht, muss die

Elternschaft auch dort

anerkannt werden.“

Das erleichtere es dem Paar

etwa, ihr Kind in einer Schule

in dem jeweiligen Land

anzumelden oder im Notfall

eine Krankenhaus-Behandlung

zu veranlassen. Widerstand

bei dem Vorhaben droht aus

Ungarn und Polen. Beide

Länder hatten in der Vergangenheit

Gesetze gegen Regenbogenfamilien

und Homosexuelle erlassen.

Auch auf EU-Ebene blockierten die

beiden Länder wiederholt entsprechende

Initiativen.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH)

in Luxemburg hatte erst vor Weihnachten

die Rechte gleichgeschlechtlicher Ehepaare

und von deren Kindern gestärkt. In

dem Fall ging es beispielhaft um ein

bulgarisch-britisches lesbisches Ehepaar.

Die Frauen lebten zusammen in Spanien,

eine von ihnen bekam dort 2019 ein Kind.

Der EuGH wies Bulgarien an, ebenfalls

die rechtliche Elternschaft beider Mütter

anzuerkennen. Das südosteuropäische

Land hatte argumentiert, es widerspreche

den Regeln des Landes, eine Geburtsurkunde

mit zwei Müttern auszustellen.

FOTO: DURSUN AYDEMIR / ANADOLU

AGENCY / ANADOLU AGENCY VIA AFP

Marco Buschmann, Justizminister von Deutschland (r) und sein französischer

Amtskollege Eric Dupond-Moretti (l) beim Treffen der EU-Justizminister in Brüssel

KINDESWOHL STEHT AN ERSTER

STELLE

Justizminister Buschmann rief alle Gegner

des Vorhabens auf, die europäische Rechtsprechung

zu achten, denn: Der EuGH

wird letztlich auch Ungarn und Polen

zwangsweise davon überzeugen, dass

mehr Familie immer besser ist als weniger

Familie. Jedenfalls aus der Perspektive

ihrer Schutzbefohlenen, also derjenigen,

für deren Wohl sich doch besonders Konservative

immer mit Verve in die Bresche

schmeißen: die Kinder. *AFP/ck

Wir helfen und

informieren gerne.

OFFEN - FREUNDLICH - SYMPATHISCH

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag - Freitag: 08:00 - 18:30

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42 gesellschaft

FOTOS: B. GONZALES

Zusammen mit seinem

Partner hat Christian sich

entschieden, Vater zu werden. Wir

chatteten und telefonierten mit dem

glücklichen Elternteil.

Wann kam der Kinderwunsch auf?

Nach einigen Jahren unserer Beziehung

kam unser Kinderwunsch immer mehr ins

Gespräch und war immer mehr thematisiert

worden. Wir sind zusammen seit 12 Jahren

und seit dem Oktober 2011 verheiratet.

Wie reagiert euer Umfeld auf das

Glück?

In unserem Umfeld sind wir voll integriert

und leben als Regenbogenfamilie komplett

offen. Wir leben in einer Stadt im Allgäu mit

50.000 Einwohner in einem Rand-Stadtteil

mit dörflichem Charakter. Wir gehen zusammen

zum Einkaufen und leben voll integriert

als Regenbogenfamilie. Mein Mann Stefan

ist überwiegend zu Hause, er arbeitet, seit

unsere Tochter ein Jahr ist, wieder Teilzeit

9 Std/Woche. Ich bin Vollzeit angestellt bei

einer Lebensmittelfirma im Außendienst.

Sehr früh, als es die Corona-Bestimmungen

wieder zuließen, waren wir mit unserer

Tochter in einer Kindergruppe, dass sie mit

gleichaltrigen Kindern zusammenkommt,

auch hier waren wir bei den anderen

Familien mit offenen Armen empfangen

worden und schnell integriert. Seitdem

hatte es im Umfeld viele gemeinsame

Kinder-Unternehmungen gegeben, bei

denen wir immer dabei sind. Andere Eltern

erklären ihren Kinder unsrige Regenbogen-

Konstellation bei aufkommenden Fragen,

was dann schnell vom kindlichem Verständnis

zufrieden hingenommen wird. Unser

Umfeld hat uns von Beginn zu unserem

Glück gratuliert und uns in allem bestärkt,

was wir bisher zusammen getan haben. Mit

dem ersten Tag, als wir aus den USA zurück

sind, Maja war 10 Tage alt, hatten wir großartige

Unterstützung von einer sehr netten

Hebamme, die uns hin und wieder besucht

hat und nur staunen konnte, wie prächtig

und rasant sich unsere Maja entwickelt.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit

der Klinik?

Wir hatten uns aktiv im Herbst/Winter 2018

damit befasst, mithilfe des Jugendamtes

ein Kind über die Pflege zu bekommen mit

der Aussicht, dass wir ein Kind auch adoptieren

können. Aber hier sind die Hürden

sehr schwer und leider die Diskriminierung

von Amtsseiten immer noch immens. So

entschieden wir uns zuerst, den Weg zu

gehen über Osteuropa, was aber auch

schnell wegen der Homophobie in den

Ländern abschreckte, und so fanden wir

den Weg in die USA, nach Kalifornien.

Hier wurden wir schnell fündig, hatten

einen ersten einstündigen Video-Call

mit einem deutschen Arzt, der uns

alles näherbrachte und uns sehr

gerne helfen wollte, unseren

gemeinsamen Kinderwunsch

zu erfüllen. Durch eine

NACHGEFRAGT

Zwei Papas, eine Familie und

eine wunderbare Reise

Samenspende mit Kryokonservierung

hier in Deutschland und anschließendem

Versand in die USA, Kalifornien, ging die

Kinderwunschreise los. Anfang 2020 kam

die Coronapandemie, die Geburt unserer

Tochter war erwartet Anfang Mai. Trump

machte am 13.3.2020 um null Uhr die

USA auf unbestimmte Zeit für alle Nicht-

USA-Bürger dicht. Am 13.3.2020 um 21:30

Ortszeit JFK New York haben wir es noch

geschafft, in die USA reinzukommen, und

machten uns auf einen abenteuerlichen

Weg nach Kalifornien, was wir auch

schafften, um pünktlich dabei zu sein bei

der Geburt unserer Tochter.

*Interview: Michael Rädel

www.instagram.com/picturechrisy,

www.tlcfertility.com


Let’s date

happy.


44 POLITIK

KOLUMNE VON

FELIX MÜLLER

FRÜHER

HERBST FÜR

ROT-GRÜN?

In seiner kommunalpolitischen Kolumne

schreibt AZ-Lokalchef Felix

Müller diesen Monat über Risse im grünroten

Bündnis – und neue Mehrheiten für

einen neuen BMW-Tunnel.

Grün-Rot im Rathaus ist keine Liebesbeziehung.

Kein Generationenprojekt wie

es einst die Münchner Alt-68er unter

Christian Ude waren – im Kampf gegen die

schwarze Staatskanzlei und für eine liberale

Stadt. Die meisten jungen Grünen sind

arg pragmatisch, die vordere SPD-Riege

eher konservativ – und aus dem Rathaus

klingen viele Akteure oft genervt von ihrem

Koalitionspartner.

Vorläufig scheitern dürfte das Bündnis

nicht, man hat sich mit den Posten

geeinigt, auf die groben Linien auch und

wird es schon durchstehen bis 2026

ohne offenen Bruch. Und doch sind viele

kleine Zeichen spannend. Da ist hier von

Gesprächen zwischen SPD und CSU zu

diesem Thema zu hören und da schnüren

die Grünen wieder eine Paket mit der CSU

am Partner vorbei. Da betonen führende

SPDler sehr oft und laut, wie wichtig ein

neuer Tunnel im Norden für den Industriestandort

sei, man dürfe doch BMW nicht

verprellen!, während es aus der Grünen-

Partei hörbar grummelt, dass man sich mit

der SPD doch eigentlich geeinigt habe,

gar keine Autotunnel mehr zu planen. Da

verabschiedet sich SPD-Fraktionschefin

Anne Hübner dermaßen euphorisch von

der scheidenden Grünen-Chefin Anna

Hanusch, dass sich ihre Zeilen nur so

lesen lassen, dass man mit Nachfolgerin

Mona Fuchs nun eben gar keine sachliche,

vertrauensvolle Zusammenarbeit erwartet.

Der wiederum sagt man im Rathaus

tatsächlich nach, mit der SPD eher nicht

so gut zu können.

Uneins ist man etwa bei den Hochhäusern.

Die Grünen sind klar für einen neuen

Bürgerentscheid (und scheinen eher für

Hochhäuser zu sein). Die SPD-Position

bleibt vager, einen Entscheid lehnt man

bisher offiziell ab. Immerhin hat sich mit

Alt-OB Christian Ude in der AZ inzwischen

ein prominenter SPD-Mann klar für

Entscheid positioniert. Aber: Ein Bürgerentscheid

droht ohnehin. Denn

Grüne und CSU liebäugeln

damit, mit ihrer Mehrheit im

Stadtrat ein Ratsbegehren

zu ermöglichen. Dann

könnten die Münchner,

möglicherweise schon

im Herbst, über eine

Hochhaus-Grenze

abstimmen.

Beim BMW-Tunnel hingegen

dürfte die SPD mit

anderen Partnern ihre Mehrheit

finden. Auch die CSU, die Freien Wähler

und die FDP sind dafür. Gemeinsam

können sie Grüne, ÖDP und Linke überstimmen.

Eine ungewöhnliche Konstellation

– die es in Zukunft aber noch häufiger

geben könnte. Je näher die nächste

Wahl rückt, desto weniger Rücksicht

wird schließlich auf Partner genommen.

Jeder muss sein Profil schärfen, bekannt

werden – und das auch bei der SPD, da OB

Dieter Reiter alterbsbedingt auf keinen Fall

nochmal antreten wird.

Ein bisschen Rathaus-Alltag aber bleibt

den aktuellen Stadträten aber ja noch.

Skurillerweise hat ihr Alltag eigentlich

gerade erst begonnen, mehr als zwei Jahre

nach der Wahl. Mehr als die Hälfte der

Stadträtinnen und Stadträte hatten bis

vor Kurzem noch keine einzige normale

Sitzung im Rathaus erlebt. Von den 81

Gewählten waren 45 erst im Frühling

2020 neu gewählt worden. Doch wegen

Corona hatte sich der Stadtrat gleich

größere Säle als den im Rathaus suchen

müssen. Alle paar Wochen mussten

die Stadträtinnen und Stadträte

zum Beispiel raus nach Fröttmaning

zum Showpalast

pendeln. Dort saß jeder an

seinem eigenen Tisch mit

großem Abstand zum

nächsten. Darauf war viel

Platz für die Sitzungsunterlagen,

aber auch für den

Teller Kartoffelsuppe, den

mancher alleine an seinem

Tisch auslöffelte. Und nun also

Politik auf Tuchfühlung, Getuschel in den

hinteren Bänken – und manches politische

Geschäft, das im Nebenraum bei einer

Breze eingetütet wird. Gut möglich, dass

da nun auch viele schwarz-grüne und

rot-schwarze Flirts zu beobachten sind.

Der Koalitionspartner wird es genervt zur

Kenntnis nehmen. So viel zumindest ist

sicher.

FOTO: PRIVAT


LENBACHHAUS

IHR

KUNSTMUSEUM

IN MÜNCHEN

LENBACHHAUS.DE

11

JUNI

BIS

18

SEPT

2022

ROSEMARY

MAYER

WAYS OF

ATTACHING

Rosemary Mayer, Spell, April 1977

Farmer’s Market, Jamaica, New York, ©The Estate of Rosemary Mayer.

Foto: Eeva Inkeri

KOOPERATIONSPARTNER


46 Kultur

FOTOS: SANDRA THEN

„DAS VERMÄCHTNIS“ IM RESIDENZTHEATER

SCHWULE WAHLFAMILIEN

Nach dem großen Erfolg am Broadway

und am Londoner West End ist im Juli

noch einmal „Das Vermächtnis“ (The

Inheritance) als deutschsprachige Erstaufführung

im Münchner Residenztheater

zu sehen. Das zweiteilige Theaterstück

des offen schwulen US-amerikanischen

Dramatikers Matthew Lopez stammt aus

dem Jahr 2018 und erzählt die Geschichte

dreier Generationen schwuler Männer

in New York vom Sommer 2015 bis zum

Frühjahr 2018. Der zeitliche Referenzrahmen

allerdings reicht zurück bis in die

Zeit der Aids-Epidemie der 1980er- und

1990er-Jahre.

Zum Inhalt: New York City in den letzten

Monaten der Präsidentschaft Barack

Obamas. Während der Autor Toby

Darling der Premiere seines Theaterstücks

entgegenfiebert, verbringt sein Partner Eric

Glass Zeit mit seinem Bekannten Walter.

Die Gespräche mit dem 55-Jährigen

führen Eric in eine Vergangenheit, die er

als schwuler Mann Anfang dreißig nur

vom Hörensagen kennt: die verheerende

Aids-Epidemie, welche die LGBTIQ*-

Community von Beginn der 1980er-Jahre

an erschütterte. Dabei ist in Walters

Erzählungen immer wieder von einem

alten malerischen Landhaus die Rede. Welche

Rolle dieser Ort für Walter und seinen

Partner Henry Wilcox gespielt hat, kann

Eric nicht ahnen und muss angesichts

ihrer Geschichte fragen, wer er ist und sein

will und wie eine jüngere Generation das

Erbe der älteren antreten kann: materiell,

politisch und spirituell.

Die Kritik bezeichnete „Das Vermächtnis“

als das „vielleicht bedeutendste amerikanische

Theaterstück des Jahrhunderts“,

das den Vergleich zu Tony Kushners „Engel

in Amerika“ von 1993 (das übrigens ab

September ebenfalls im Residenztheater

zu sehen sein wird) nicht scheuen muss.

Für das „Resi“ inszeniert der in München

geborene Opern- und Filmregisseur Philipp

Stölzl das mehrfach ausgezeichnete

Theaterstück in zwei Teilen, die als Doppelvorstellung

oder auch einzeln an aufeinanderfolgenden

Tagen gezeigt werden.

Karten können entweder für Teil 1 und 2

getrennt oder im vergünstigten Paketpreis

für beide Teile erworben werden. *bm

9.&10.7., Residenztheater, Max-Joseph-

Platz 1, www.residenztheater.de

¡CUBA VIBRA! IM DEUTSCHEN THEATER

Klangvolle Karibik

FOTO: EDUARDO PATINO

Wenn mal wieder der Flug in die Karibik gestrichen wurde

oder die Vorfreude auf den Sommerurlaub kaum mehr zu

ertragen ist, empfehlen wir diese Tanzshow: ¡Cuba Vibra!

ist eine Reise durch die Kultur Kubas. Die vier Solisten

und 13 Ensemblemitglieder erzählen Geschichten im

Rhythmus von Cha-Cha-Cha, Mambo, Conga und Bolero.

Für den authentischen und vollen Sound sorgt dabei

eine achtköpfige Liveband. Konzipiert, inszeniert und

choreografiert wurde die Show von Lizt Alfonso, die mit

ihrer Dance Company sowohl in Kuba als auch in den USA

zu den Megastars der Szene zählt und für ihre Arbeit mit

zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. *bm

6. – 10.7., Deutsches Theater, Schwanthalerstr. 13, 20 Uhr,

www.deutsches-theater.de


QUEER:RAUM BEI DER MÜNCHNER AIDS-HILFE

Kreativer queerer Kosmos

Die Corona-Krise hat auch das Leben von LGBTIQ*

verändert: Safe Spaces wie Klubs und Bars wurden

geschlossen, Veranstaltungen wie Pride Walks abgesagt.

Die in den letzten Jahren gewonnene Sichtbarkeit leidet,

während Trans*- oder Homophobie wieder zugenommen

haben. „Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, den Puls der

queeren Communitys am Leben zu erhalten“, sagt Fotograf

Francesco Giordano, der am 2. und 3. Juli mit seinem

Projekt „queer:raum“ im Studio der Münchner Aids-Hilfe zu

Gast ist.

Für seine Fotoarbeiten

hat sich Giordano einen

Überblick über die

queere Künstlerszene

der Landeshauptstadt

verschafft und mit

verschiedenen Menschen

über ihr Verhältnis zur

Stadt und zur Community

oder ihre Definition von

Queersein gesprochen.

Entstanden sind Porträts

von Künstler*innen in

ihren Werkräumen, ihren

Ateliers oder ihrem

Zuhause. Doch die

Ausstellung ist mehr als

„nur“ eine Porträtgalerie:

Alle Künstlerinnen und

Künstler, ob im Design, der Malerei, der Fotografie, im Tanz

oder der Musik tätig, haben an diesen zwei Tagen die Möglichkeit,

sich selbst mit ihren Werken und ihrem Wirken zu

präsentieren. Ein wahrhaft kreativer queerer Kosmos! *bm

OPER

MUSICAL

OPERETTE

BALLETT

2. + 3.7., Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstr. 71/Mittelbau,

10 – 22 Uhr, www.queer-raum.de

FOTOS: FRANCESCO GIORDANO

Münchens

schönstes

musikalisches

Unterhaltungstheater

im Herzen

der Community

Tickets I Tel +49 (0)89 2185 1960

www.gaertnerplatztheater.de


48 Kultur

FOTO: KRISTINA LINDERMANN

Für 32 Tage im Sommer lädt das Tollwood

Festival Musik-Fans, Kulturinteressierte

und Flaneure unter dem Motto

„Klar zur Wende“ in den Olympiapark.

Vor der Kulisse des bunten „Marktes der

Ideen“ treffen sich auf dem Festivalgelände

faszinierende Theater- und Performances-

Gruppen, in den Zelten gibt´s Live-Musik

aus der ganzen Welt. So treten in der

TOLLWOOD-SOMMERFESTIVAL

KLAR ZUR WENDE

größten Location, der Musik-Arena, Stars

der deutschen Szene wie Cro, Revolverheld,

Johannes Oerding oder Vincent Weiss auf,

aber auch internationale Stars wie Rockerin

Melissa Etheridge oder die Simple Minds

sind mit von der Partei. Wer Tollwood kennt,

weiß, dass man niemals alle Angebote

in einen Artikel packen könnte. Daher

versuchen wir es hier erst gar nicht. Nur

der Tipp: Vorbeischauen hat sich noch

immer gelohnt: knallbunt, künstlerisch und

kulinarisch. Und nicht zuletzt immer mit

dem Anspruch, Impulsgeber für ökologische

Projekte zu sein. Übrigens: Für rund 90

Prozent der Veranstaltungen gilt: Eintritt

frei, um Kultur jedermann zugänglich zu

machen! *bm

Bis 27.7., Tollwood-Gelände im

Olympiapark, www.tollwood.de

Hofspielhaus

Die Lustige

Witwe

OPERETTE VON FRANZ LEHÁR

Kleines

THEATER

HAAR

MIT CHRIS KOLONKO

16./18./25./28./29.06., 20 UHR

19.06.,15 UHR & 26.06., 18 UHR

JULI & AUGUST OPEN AIR

Falkenturmstr. 8, 80331 München 089/24 20 93 33 info@hofspielhaus.de

www.hofspielhaus.de

Chris

Kolonko

in:

Die lustige Witwe….

…oder:

Wie es weiter geht!

Freitag 8.7.2022

19 Uhr im Saal

Kartenvorverkauf unter:

www.kleinestheaterhaar.reservix.de

Casinostraße 6 | 85540 Haar

Tel. 089. 890 56 98 11


AUSSTELLUNG IN DER KUNSTHALLE MÜNCHEN

JR:CHRONICLES

Die Kunsthalle München zeigt ab 27.

August die bisher größte Retrospektive

des französischen Künstlers JR in

Deutschland.

Seine Ausstellungsorte sind eigentlich

die Straßen dieser Welt. Dort erregt er

auch Aufmerksamkeit bei jenen, die

sonst keine Museen besuchen, denn

berühmt wurde der 39-Jährige durch

Fotografien unbekannter Personen, die er

in riesigen Formaten auf Häuserfronten,

Eisenbahnzüge, Containerschiffe oder gar

Grenzmauern plakatiert. Im Fokus stehen

Menschen, deren Würde und Rechte

im politischen Diskurs oft übergangen

werden. Ihnen verleiht JR mit seiner Kunst

auf ebenso scharfsinnige wie einfühlsame

Weise Sichtbarkeit. Indem er selbst

anonym bleibt und keine Erklärung zu

seinen Werken abgibt, überlässt JR die

Interpretation den Porträtierten und den

Vorbeigehenden: Mit seiner Arbeit möchte

er Fragen aufwerfen und die Menschen

zum Dialog anregen. Anhand ausgewählter

Fotografien, Videos, Modelle und wandfüllender

Pastings lässt die multimediale

Ausstellung JRs ursprünglich nur auf

begrenzte Dauer angelegte Projekte

wiederaufleben. Übrigens: Im September

macht im Rahmen der Ausstellung einer

von JRs zum mobilen Fotostudio umgebauten

Trucks an verschiedenen Orten in

München Halt. Alle Münchner:innen sind

Kultur 49

dazu eingeladen, für das Projekt Kunst &

Kultur für alle Gesicht zu bekennen. Ihre

Porträts werden im Truck aufgenommen,

gedruckt und vor Ort direkt plakatiert. *bm

Ab 27.8., Kunsthalle München, Theatinerstr.

8, www.kunsthalle-muc.de

Gefördert

von:

FOTO: GIANTS, KIKITO AND THE BORDER PATROL, TECATE, MEXICO–U.S.A., 2017 © JR-ART.NET

Zauber der Begegnung

8. Juli bis

6. November 2022


50 Kultur

GALA

„HELP FOR KIDS“

„Sie wird immer jünger!“

FOTO: MP ENTERTAINMENT

MELODIVA CHORKONZERT

Unterwegs im Web 7.0

Der Lesbenchor Melodiva ist ja bekannt für

seine originellen Storys, in die er die Songs

seiner Auftritte hüllt. Im aktuellen Programm

„W.i.R. – Melodiva 7.0“ begeben sich die rund

20 Sängerinnen auf eine Reise ins World Wide

Web. Google, Facebook & Co. haben längst

aufgegeben – W.i.R. heißt der Weltkonzern, der

Frieden für alle herbeiführen möchte. Auf einer

Pressekonferenz im bayerischen Traditionshotel

Belladonna präsentiert er seine Pläne. Doch

auch drei Agentinnen mit Geheimauftrag sind

unter den Gästen und schon überschlagen sich

die Ereignisse ... Eine musikalische Datenverarbeitung

aus Musical, Revue und Show, eine

spannende Geschichte aus der digitalen Zukunft

oder einfach: ein unterhaltsamer Spaß! *bm

Seit vielen Jahren stellt Travestiekünstlerin

Miss Piggy ihre

Geburtstagsfeier in den Dienst

der guten Sache. Und auch heuer

wird Mitte August eine große

Gala zugunsten ihrer Stiftung

„Help for Kids“ stattfinden.

Dass sie den Event unter das

selbstgewählte Motto „Sie wird

immer jünger!“ stellt, zeugt von

typischem Piggy-Humor, der

meist mit einer guten Portion

Selbstironie einhergeht. Zahlreiche

ihrer Bühnenkolleg*innen,

wie die bezaubernde Megy B.,

hat sie ins Oberangertheater

eingeladen, die zu Piggys Ehren

allerhand zum Besten geben.

Das Publikum erwartet eine

feucht-fröhliche Geburtstagsfeier

und ein Abend, der erfahrungsgemäß

nicht so schnell zu

Ende geht. Der Erlös der Feier

geht an ihre Stiftung „Help for

Kids“, die Kinder unterstützt, die

an HIV leiden. Karten gibt’s unter

089-28856988 oder per Mail:

m-piggy@t-online.de. Happy

Birthday! *bm

15.8., Oberangertheater,

Oberanger 38, 18:30 Uhr,

www.miss-piggy.online

23.7., Wirtshaus im Schachthof, Zenettistr.9, 20

Uhr, Karten 24,50 / 29 €, www.im-schlachthof.

de, www.melodiva.com

FOTO: MELODIVA

AUSSTELLUNG „TRANSVISION“

Endspurt im Amerikahaus

FOTO: KYLE/@UNSPLASH.COM

Seit April ist im Amerikahaus

die bemerkenswerte Ausstellung

„TransVision“ zu sehen.

Sie besteht aus zwei Teilen, in

denen aus unterschiedlichen Blickwinkeln

Aspekte der Entwicklung

einer trans*Kultur beleuchtet

werden: „TransMünchen“ wirft

einen Blick auf die Geschichte

und Gegenwart Münchner

trans*Menschen und ihrer Community,

„TransTrans – Transatlantic

Transgender Histories“ erkundet

das Netzwerk von Menschen, die

diesseits und jenseits des Atlantiks

trans*Geschichte geschrieben,

erzählt und geprägt haben. Begleitend

dazu gibt es ein vielfältiges

Angebot an Veranstaltungen.

Auch im Juli lohnt ein Besuch,

denn drei spannende Events gilt

es noch zu entdecken: Am 5.

Juli wird um 19 Uhr die ebenso

beeindruckende wie berührende

Doku „Trans – I Got Life“ gezeigt,

die beim Münchner Filmfestival

2021 den Publikumspreis gewann.

Am 14. Juli werden die Gäste von

Kunsthistoriker Viktor Neumann

in das Leben und Wirken der

trans* Künstlerin Lorenza Böttner

eingeführt, die unter anderem

bei der Documenta 14 ausstellte.

Als letzte Veranstaltung des

Begleitprogramms steht am 15. Juli

der Film „I Am A Woman Now“ auf

dem Programm, in dem Regisseur

Michiel van Erp fünf trans* Frauen

der ersten Stunde porträtiert. Die

gesamte Ausstellung ist noch bis

31.7. zu sehen. *bm

Bis 31.7., TransVision,

Amerikahaus, Karolinenplatz 3,

www.amerikahaus.de


OPER FÜR ALLE 2022

Die Bayerische Staatsoper und BMW laden ein

Sa 16.7.22 20 Uhr DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN Elena Tsallagova, Angela Brower,

Audiovisuelle Live-Übertragung Wolfgang Koch u. a.

aus dem Nationaltheater

Robert Jindra, Musikalische Leitung

Max-Joseph-Platz, München

Eintritt frei

Fr 16.9.22 19 Uhr Open Air Konzert Daniele Rustioni, Musikalische Leitung

Mangfallpark, Rosenheim

Sonya Yoncheva, Sopran

Eintritt frei

Bayerisches Staatsorchester

Bayerische Staatsoper

Co-Partner


52 Kultur

Ende Mai feierte das Ballett „Der Sturm“

der norwegischen Choreografin Ina

Christel Johannessen im Gärtnerplatztheater

Premiere.

BALLETT

„DER STURM“

Getanzte KONSUMKRITIK

Inhaltlich orientiert sich das Stück

am berühmten Vorbild von William

Shakespeare: Der Magier Prospero

lebt mit seiner Tochter Miranda seit

FOTO: MARIE-LAURE BRIANE

zwölf Jahren auf einer Insel im Exil.

Plötzlich nähert sich das Schiff von

Prosperos Bruder, der einst schuld an

dessen Vertreibung gewesen ist. Auf

Prosperos Befehl hin entfacht der

Luftgeist Ariel einen Sturm, infolge

dessen die feindliche Besatzung auf

der verzauberten Insel landet …

So bekannt der Inhalt, so neu die

Umsetzung, denn Johannessen zählt

derzeit zu den innovativsten Tanzschaffenden

Skandinaviens. Für ihr

Ballett setzt sie Shakespeares letztes

Meisterwerk in Kontrast zu unserer

heutigen Konsumgesellschaft. In

ihrer ersten Münchner Arbeit will

sie mit „Der Sturm“ der Selbstzerstörung

unserer abendländischen

Gesellschaft entgegentreten: „Wenn

wir die Natur töten, fällt alles auf uns

selbst zurück“, so die Choreografin.

„Ich möchte mit den Mitteln der

Kunst einen Weg finden, die Natur

zu retten.“ Die Musik zum Ballett

stammt unter anderem von Georg

Friedrich Händel, Frédéric Chopin

und Luc Ferrari. *bm

12./15.7., Gärtnerplatztheater,

19:30 Uhr,

www.gaertnerplatztheater.de


MÜNCHNER OPERNFESTSPIELE

Hochkultur im Hochsommer

Die Münchner Opernfestspiele sind eine der bekanntesten

und größten Events ihrer Art weltweit. Umso gespannter darf

man sein, wenn jetzt die erste Ausgabe in der Intendanz von Serge

Dorny ansteht.

Kultur 53

FOTO: WILFRIED HÖSL

Der Belgier stellt bis 31. Juli

drei große Werke von Richard

Strauss ins Zentrum: Seine

letzte Oper "Capriccio",

1942 übrigens im hiesigen

Nationaltheater uraufgeführt,

steht als Festspielpremiere

mit Diana Damrau als Gräfin auf

dem Programm. Inszenierungen

von „Der Rosenkavalier"und "Die

schweigsame Frau"

komplettieren den Strauss-

Schwerpunkt. Ein bestürzend

aktuelles Werk ist als

Eröffnungspremiere zu sehen:

Um religiösen Fanatismus, Ausschweifungen

eines Priesters

und eine Teufelsaustreibung

im frühen 17. Jahrhundert geht

es in Krzysztof Pendereckis

Oper "Die Teufel von Loudun".

Generalmusikdirektor Vladimir

Jurowski dirigiert, Simon

Stone führt Regie. In den acht

weiteren Opernproduktionen

des Festspielprogramms

werden Sängerinnen und

Sänger wie Aida Garifullina, Anja

Harteros, Placid Domingo oder

auftreten. Hochkarätig besetzt

sind auch die Liederabende.

Festspiel- und Kammerkonzerte

runden das Programm ab. Das

Bayerische Staatsballett

zeigt in der Reihe "Heute ist

morgen" neue Kreationen, das

Opernstudio präsentiert sich

in einem Festspielkonzert und

auch die Tradition des Festspiel-

Gottesdienstes wird fortgeführt.

Fünf musikalisch überreiche

Wochen erwarten das Publikum!

*bm

Bis 31.7., Nationaltheater, Max-

Joseph-Platz, www.staatsoper.de

Besonderes, Kleinserien und Einzelstücke,

vorwiegend aus Deutschland und Europa.

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54 Kultur

„TOOTSIE“ IM

GÄRTNERPLATZ-

THEATER

Lady mit

Lümmel

FOTO: GÄRTNERPLATZTHEATER

Unglaubliche vierzig Jahre ist es

schon her, dass Dustin Hoffman

für Sydney Pollacks Komödie „Tootsie“ in

Frauenklamotten schlüpfte. Der Film über

die Absurditäten des Showgeschäfts, den

Umgang mit Geschlechterrollen und einen

Mann, der erst als Frau zum besseren Kerl

wird, war ein Kassenschlager der 1980er-

Jahre.

Zum Inhalt: Michael Dorsey ist ein

arbeitsloser Schauspieler und verzweifelt

auf der Suche nach dem nächsten

Engagement. Um die Rolle der Dorothy

Michaels in einer Arztserie zu ergattern,

entschließt er sich, mit Make-up, Perücke

und in Frauenklamotten zum Casting zu

erscheinen – und erhält prompt den Job.

Mehr noch: Die resolute Dorothy avanciert

als selbstbewusste und emanzipierte

Frau rasch zum Medienstar. Doch nicht

nur Michaels Privatleben leidet darunter,

auch das Versteckspiel und die tägliche

Verwandlung vom Mann zur Frau halten

große Herausforderungen bereit …

„Tootsie“ feierte 2019 am Broadway als

Musical Premiere. Das Münchner Gärtnerplatztheater

zeigt zum 40. Jubiläum

des Kinoklassikers ab 7. Juli exklusiv die

europäische Erstaufführung unter der

Regie von Gil Mehmert (Choreografie

Adam Cooper). Die Hauptrolle der Dorothy

spielt Armin Kahl. Der gebürtige Bamberger

wurde 2019 mit dem „Deutschen

Musical Theater Preis“ ausgezeichnet

und war im Gärtnerplatztheater bereits in

der Hauptrolle des Musicals „Jesus Christ

Superstar“ zu sehen.

Schräg, menschlich, politisch, komisch,

stark: Dorothy hat das Zeug, zum Darling

des Münchner Sommers zu werden! *bm

7., 9., 10., 13., 21. + 24.7.,

Gärtnerplatztheater, 19:30 Uhr,

www.gaertnerplatzheater.de

„WUNDERBAR“ IM GOP

Wunder gescheh’n

FOTO: GOP

Ab dem 8. Juli verwandelt

sich die Bühne des

GOP-Varietés in eine Bar –

allerdings eine, die kurz vor der

Schließung steht.

Was auch ein sentimentaler

Abschied hätte werden

können, verwandelt sich zu

einem rauschenden Fest. Ein

letztes Mal treffen Gastgeber

und Stammgäste aufeinander

und lassen mit ihren Talenten

schlicht Wundervolles

entstehen. Barinhaberin

Ruth von Chelius führt mit

Anekdoten und Gesang durch

den Abend und bildet trotz

der exzentrischen Ava einen

ausgleichenden Ruhepol zu

den dynamischen und atemberaubenden

Darbietungen

ihrer artistischen Kolleg*innen.

Ob Magie, Rollschuhakrobatik,

Äquilibristik, Gesang oder

Comedy: Diese Mischung

macht aus dem vermeintlichen

Abschiedsabend eine

funkelnde Gala internationaler

Artist*innen. *bm

Ab 8.7., GOP, Maximilianstr. 47,

Karten ab 49 Euro,

www.variete.de


HAUS

DER

Dumb Type

6.5 — 11.9.22

KUNST

Photo: Emmanuel Valette


56 Kultur

KOMMUNALE VERDIENSTMEDAILLE

Thomas Niederbühl geehrt

Im April erhielt Stadtrat Thomas Niederbühl (Rosa

Liste), zusammen mit 24 weiteren verdienten

Kommunalpolitiker*innen, die Kommunale Verdienstmedaille

in Silber aus den Händen des bayerischen Innenministers

Joachim Herrmann. „Als Stadtrat hat sich Thomas Niederbühl

stets für eine solidarische Stadtgesellschaft engagiert,

in der Menschen mit vielfältiger Herkunft, verschiedenen

Lebensperspektiven und bunten, kulturellen und sozialen

Hintergründen gut zusammenleben können“, so Herrmann.

„Sein besonderes Augenmerk gilt einer aktiven Gleichstellungspolitik

für ein selbstbestimmtes und diskriminierungsfreies

Leben.“ In der Summe habe Niederbühl

erfolgreich zum queeren Aufschwung

der letzten Jahre beigetragen und

München als tolerante, weltoffene

und liebenswerte Großstadt

mitgestaltet.

Thomas Niederbühl zeigte sich

bei der Verleihung in Rosenheim

erfreut. Für ihn bedeute die

Auszeichnung Anerkennung und

Ansporn zugleich. Anekdote am

Rande: In der Begründung des Ministers

kamen die Worte schwul, lesbisch,

trans* oder LGBTIQ* nicht vor. Immerhin

hat er gegen Ende zweimal das Wort „queer" (das er „quer"

aussprach) in den Mund genommen. „Da gibt’s noch was zu

tun!“, kommentierte Thomas Niederbühl schmunzelnd. *bm

FOTO: BAYERISCHES INNENMINISTERIUM

ALEXANDER-MIKLOSY-WEG

Auf queeren Pfaden durchs

Viertel

Ein weiterer öffentlicher Ort in

München ist nach einer Person

der queeren Zeitgeschichte

benannt: Seit kurzem gibt es

den „Alexander-Miklosy-Weg“,

ein Fuß- und Radweg entlang

der Westermühlstraße im

Glockenbachviertel. Benannt

ist er nach Alexander Miklosy,

der als Mitglied der Rosa Liste

16 Jahre lang Vorsitzender

des Bezirksausschusses

2 und somit Bezirksbürgermeister

des queeren

Glockenbachviertels war. Bis

zu seinem Tod 2018 war er

FOTO: MICHAEL LUCAN

sympathischer Politiker und

humorvoller Vorkämpfer der

LGBTIQ*-Community. Der

Vorschlag, den Träger der

Medaille „München leuchtet"

auch diese Ehrung zuteil

werden zu lassen, stammt von

seinen Parteifreunden – und

wurde vom Bezirksausschuss

durchweg begrüßt. In der

Stadtratsvorlage hieß es: „Er

war ein Sympathieträger, der

gut mit Menschen umgehen

konnte und viele miteinander

verbunden hat." Dem ist nichts

hinzuzufügen. *bm

Oberbürgermeister

Wir machen uns stark!

Für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*,

inter* und queere Menschen

Ist die Welle noch so steil,

a bisserl was geht allerweil.

www.az-muenchen.de/abo

Als Koordinierungsstelle zur Gleichstellung von LGBTIQ*

ist es unser Ziel, die LGBTIQ*-Community in München

zu stärken und Benachteiligungen abzubauen.

Wir machen uns stark. Für LGBTIQ*.

Mehr Informationen unter:

muenchen.de/lgbti


NIL-WIRT AUSGEZEICHNET

München leuchtet für Manfred

Kultur 57

Es ist eine großartige Ehrung für

ein bemerkenswertes Lebenswerk:

Am 30. April wurde Szene-Gastronom

Manfred Krischer (82) mit der Medaille

„München leuchtet – Den Freundinnen

und Freunden Münchens“ in Bronze

ausgezeichnet.

Bürgermeisterin Katrin Habenschaden

überreichte die Auszeichnung im

Rathaus. „Manfred Krischer hatte immer

ein offenes Ohr für die Sorgen und

Nöte seiner Gäste. Dies ging immer

weit über seine Rolle als Wirt hinaus“,

so Habenschaden. „Mit seinem ganzen

vielseitigen, lebenslangen Engagement

hat er sich nicht nur hohes Ansehen

und Wertschätzung in der schwulen

Community Münchens erworben,

sondern auch unschätzbare Verdienste

für eine vielfältige und tolerante

Stadtgesellschaft und ein für alle

Bevölkerungsgruppen lebenswertes

München.“

Und in der Tat: Das Café Nil im Herzen

des Glockenbachviertels ist als Szene-

Treff weit über die Grenzen Bayerns hinaus

bekannt – genauso wie sein Gründer

FOTO: STEFAN RUMPF

und langjähriger Wirt Manfred Krischer,

der seit den 1970er-Jahren mehrere

schwule Lokale sowie die bekannte

„Türkensauna“ in der Maxvorstadt

betrieb. Als Institution der Münchner

LGBTIQ*-Community unterstützt er

bis heute die Szene und ist noch oft im

Café Nil zu sehen, das er vor 33 Jahren

gründete. Wir gratulieren herzlich! *bm


58 Kultur

FOTO: MÜNCHEN TICKET GMBH

DRAGS IN DER DREHLEIER

Willkommen in unserem Reich

Das Zeitalter queerer Hoheiten ist

angebrochen: Die Münchner Majestäten

Ruben Tuesday und Vicky Voyage

laden zu einer Drag-Revue der Extraklasse

ins geschichtsträchtige Theater Drehleier

in Haidhausen.

Hier zelebrieren sie Drag als vielfältige

Kunstform, die für jeden Geschmack

etwas bereithält: Die Wienerin Pandora

Nox kombiniert tänzerische Fähigkeiten

mit kunstvollen Looks, Drag Quing Ryan

Stecken aus Berlin verführt das Publikum

mit Gesang, Lokalmatadorin Janisha Jones

ist berühmt für ihre übermenschlichen

Kniescheiben, die Tirolerin Betty Pearl

sorgt für österreichischen Flair mit

Lachfaktor, Senkrechtstarterin Barbie Q

ist immer für eine Überraschung gut, Kid

Kockett ist ein Bär, wie er im Buche steht

und Newcomer Perry Stroika hat sogar

magische Fähigkeiten. Eine fabulöse Show

mit üppiger, royaler Besetzung! *bm

9.7., Theater Drehleier,

Rosenheimer Str. 123, 20 Uhr, 33 €,

www.theater-drehleier.de

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Musik

INTERVIEW

LIZZO:

LOUD and

PROUD

Die Rapperin, Sängerin und Aktivistin

ist zum Weltstar und einer

der wichtigen Stimmen ihrer Generation

gereift. Mit ihrem neuen Album „Special“

sorgt Lizzo jetzt aber erst einmal für den

Soundtrack zu einem hoffentlich herrlichen

Sommer.

Man kann nun wirklich nicht behaupten,

dass Lizzo die äußeren Insignien ihres

monumentalen Erfolgs der vergangenen

drei Jahre unter den Teppich kehren würde.

Als wir zum Video-Interview verabredet

sind, sitzt die – natürlich fabulös gelaunte

– Künstlerin vor einer Schrankwand, aus

der links des Kopfes drei Grammy-Awards

hervorlugen. „Ich bin gerade im Haus von

Quincy Jones“, scherzt Lizzo zwar in Anspielung

auf den legendären Superproduzenten

von Michael Jackson und vielen anderen, der

es in seiner Karriere auf bislang 28 Grammys

brachte. Aber das stimmt natürlich nicht.

Lizzo hockt in ihrem Eigenheim in den

Hollywood Hills, und die Auszeichnungen, es

sind ihre eigenen – und die soll ruhig jeder

sehen. „Ich hatte es zu Anfang meiner Laufbahn

nicht darauf angelegt, auch nur einen

einzigen Grammy zu gewinnen“, sagt sie. „In

mir loderte der Ehrgeiz, Musik zu machen,

hinter der ich selbst absolut stehe und mit

der ich anderen Menschen ein Supergefühl

geben kann. Die Auszeichnungen sind

eher das Symptom meiner Hartnäckigkeit,

Zielstrebigkeit und Entschlossenheit.“

Lizzo, geboren vor 34 Jahren als Melissa

Viviane Jefferson in Detroit, als Kind klassisch

ausgebildete Flötistin, später Mitglied

in R&B- und Rap-Gruppen und nach

Umzügen nach Houston und Minneapolis

nun also in L.A. residierend, hat seit 2019

eine der atemberaubendsten Pop-Karrieren

der letzten Jahrzehnte hingelegt. Jahrelang

rannte sie – ambitioniert, talentiert aber oft

glücklos – gegen geschlossene Türen im

Showgeschäft. Um dann, 2019 mit ihrem

Album „Cuz I Love You“ sowie den Singles

„Juice“ und insbesondere „Truth Hurts“

zu realisieren, dass die Türen plötzlich

alle offenstehen. Also rannte sie durch.

„Unsere Gesellschaft“, so Lizzo, „hat lange

nicht dazu tendiert, dicken, schwarzen

Mädchen besonders viel zuzutrauen. Ja, es

hat Kraft erfordert, mich durchzusetzen.

Die Wahrscheinlichkeiten standen nicht auf

meiner Seite. Ich denke, ich konnte einige

Stereotypen beseitigen. Aber am Ziel einer

gleichberechtigten Gesellschaft sind wir

noch lange nicht angekommen.“

Lizzo ist längst nicht nur eine verdammt

begabte Sängerin, Songschreiberin und

Rapperin, sie ist auch eine der wichtigsten

Aktivistinnen weltweit für Vielfalt, Gleichberechtigung,

Body Positivity, Mental Health

und – sich selbst keiner festen sexuellen

Identität zuschreibend – die Interessen der

LGBTQ-Gemeinde. - Das „Time“-Magazin

hat Lizzo sogar auf der Titelseite seiner

„Frauen, die die Welt verändern“-Ausgabe

gedruckt. Wie, aus deiner Sicht, hat du

denn die Welt verändert, liebe Lizzo?

„Indem ich mich nicht habe aufhalten

lassen, meine Bedürfnisse zu befriedigen.

Und du darfst dich nicht abspeisen und

dir deine Visionen nicht von sogenannten

Entscheidungsträgern kaputtreden lassen.

Ich brauche kräftige Mädchen für meine

TV-Casting-Show „Lizzo’s Watch Out

for the Big Grrrls“? Also überzeugte ich

Amazon Prime, meine Vision umsetzen

zu können. Ich bin überzeugt, dass jede

Körperform sexy ist? Ich ließ nicht locker, bis

ich eine Bekleidungsfirma fand, die meine

Shapewear-Philosophie teilt. Ja, ich bin laut,

ich bin stolz, ich habe eine Stimme, und

diese Stimme will ich nutzen, um Menschen

zu inspirieren und zu ermutigen, ihr Leben

zum Positiven zu verändern.“

Auch auf dem neuen Album „Special“

klingt LIzzo ungemein inspirierend und

motivierend. Die erste Single „About Damn

Time“ holt die Menschen mit frischem

Discosound auf die endlich wieder

geöffneten Tanzflächen. Und der neueste

Hit „Grrrls“ (Lizzo ist offenbar vernarrt in

diese Schreibweise, ihr zweites Album

hieß 2015 „Big Grrrl Small World“) bietet

kross gebrutzelte Frauenpower auf exakt

zwei Minuten Länge. „Die Songs auf der

Platte sind sehr unterschiedlich, aber eines

haben sie gemeinsam“, sagt Lizzo. „Ich will

unbedingt, dass sie den Menschen Freude

bringen.“

*Interview: Steffen Rüth


Gleiche Würde

Gleiche Rechte

Du bist queer und erlebst Diskriminierung – etwa im Job,

bei der Wohnungssuche oder bei einer Hotelbuchung?

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Musik

SOUL

Stark wie immer: Heather Small

Mit „Colour My Life“ präsentiert die (ehemalige) M-People-Sängerin

Heather Small in ein paar Wochen ein neues Album mit neuer

Musik und einigen ausgewählten Top-10-Hits der Band, die bis

zur Auflösung 1999 die europäischen Charts beherrschte. Einen

ersten Vorgeschmack gibt es schon jetzt mit „Love Me or Not“.

Benannt ist das Album nach der ersten Single, die es zusammen

mit M People in die Hitlisten schaffte: „Colour My Life“. Es folgten

damals ab 1991 bis zur Trennung weltweit populäre Stücke wie

„Moving on Up“, „Search for the Hero“, „Excited“ oder auch „Angel

St“ und „Open Your Heart“.

Heather Smalls Stimme gehört dank M People fest zum Soundtrack

der 1990er, Hit auf Hit sorgte für volle Tanzflächen und (bei

den meisten) für gute Laune. Zur Jahrtausendwende trennte sich

die Band, ist seitdem aber immer wieder mit „Best of“-Alben in den

Charts und aus den Radios und Klubs ohnehin nie verschwunden.

Heather Small, die vor M People auch kurze Zeit bei Black Box

sang, startete eine in UK erfolgreiche Solokarriere und arbeitete

unter anderem mit Tom Jones zusammen.

Unsere Anspieltipps auf diesem ganz wunderbaren Werk sind

„Proud“, „You Do Something to Me“ sowie „Love Me or Not“. Das

Album erscheint im Juli, es kann schon jetzt vorbestellt werden. *rä

www.heathersmall-mpeople.com

POP

Madonna: „Finally Enough

Love: 50 Number Ones“

Fünfzigmal die Charts anzuführen, ist eine stolze Leistung.

Das gelang Madonna zwischen 1983 und 2019 in

den US-Dancecharts – für eine Sängerin, die aus der Klubwelt

kommt, eine wichtige Sache, für die Fans ohnehin ein Freudenfest.

Und das wird im Hochsommer gefeiert, denn dann

erscheint das Album „Finally Enough Love: 50 Number Ones“ in

zwei Versionen: einmal nur 16 Lieder, einmal wirklich alle 50.

Unsere Anspieltipps sind

„Holiday“ von 1983, „Justify

My Love (Orbit Edit)“ von

1990, „Ray of Light (Sasha

Ultra Violet Mix Edit)“ aus

dem Jahr 1998, „Sorry (PSB

Maxi Mix Edit)“ von 2006

zusammen mit den Pet Shop

Boys, „American Pie (Richard

„Humpty“ Vission Radio Mix)“

von 2000, „Living for Love

(Offer Nissim Promo Mix)“

aus dem Jahr 2015 und „I

Don’t Search I Find (Honey

Dijon Radio Mix)“ von 2019

mit, genau, Trans*-Aktivistin

Honey Dijon.

Musikalisch geht die Reise

von Disco-Pop – etwa bei

„Like a Virgin“, das zusammen

mit Nile Rodgers von Chic

entstanden ist – über Dance

bis hin zu Techno-Pop, Trance

und House. Abwechslungsreiche

Musik durch Madonnas

ehrliches Interesse an den

mitwirkenden Künstler*innen

und aktiver Teilnahme des

„Rebel Heart“ am Geschehen

in der Klubwelt. Das voraussichtliche

Erscheinungsdatum

der 3CD-Box ist der 19.

August 2022. *rä

www.madonna.com

TIPP

HAYLEY KIYOKO

„Panorama“

Unlängst stellte die Sängerin ihre neue Single

„For the Girls“ aus ihrem bald erscheinenden

zweiten Album „Panorama“ vor. Auch beim

Musikvideo führte die Pop-Vorreiterin Regie und

legt eine romantisch-queere Parodie von Amerikas

beliebtester Dating-Show vor …

FOTO: TREVOR FLORES

„Wie auch immer du dich identifizierst

oder wen auch immer du

liebst, ich hoffe, dieser Sommer-Bop

gibt dir das Gefühl, sexy und stark

zu sein“, so die Künstlerin darüber.

Seit sie 2018 ihr Debütalbum

„EXPECTATIONS“ veröffentlichte,

hat sich Kiyoko zu einer der

weltweit meistverehrten

Pop-Künstlerinnen entwickelt

und sich laut Rolling Stone „an

die Spitze einer selbstbewusst

queeren Pop-Bewegung“ gesetzt“.

#20GAYTEEN wurde Kiyoko für zwei

VMAs nominiert und gewann als „Push

Artist of the Year“, außerdem performte

sie ihren Song „Curious“ im Rahmen

der Veranstaltung. Seit ihrem Debüt als

Musikerin im Jahr 2015 hat Hayley Kiyoko

weltweit über 1 Milliarde Streams, 2,2

Millionen YouTube-Abonnenten und über

817 Millionen YouTube-Views angehäuft,

außerdem hat sie ausverkaufte Konzerte

rund um die Welt gespielt, darunter

in Deutschland. Von NPR als „eine der

einflussreichsten Musikerinnen des

21. Jahrhunderts” gepriesen, inspiriert

Hayley ihre Community mit nuanciertem

Storytelling und ermutigenden Lyrics.

Letztes Jahr brachte Hayley ihr erstes

Gender-inklusives Parfüm Hue, heraus,

erhältlich unter huebyhayley.com.


In Thailand glauben wir daran,

dass Vielfalt wunderbar ist.

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Musik

NACHGEFRAGT

FOTO: VINCE AUNG

LAUV: Ari sucht das Glück

Lauv ist längst ein weltweit

erfolgreicher und angesehener

Popstar. Glücklich ist der US-

Amerikaner jedoch nicht. Mit

seinem neuen Album versucht er sich nun

selbst ein Stück weit näherzukommen.

In „Hey Ari“, dem neunten der 13 Stücke

seines zweiten Albums „All 4 Nothing“

stellt sich Lauv die Frage aller Fragen

schließlich selbst. „Hey Ari, are you happy?“,

will der 27-jährige Popmusiker, der mit

bürgerlichem Namen Ari Leff heißt, gern

wissen, und erfreulicherweise gibt er sich in

der sehr zurückhaltend instrumentierten,

beinahe nackten Akustikfolk-Nummer

auch die Antwort: „Yeah, for sure“. So richtig

hundertprozentig überzeugend klingt

das allerdings nicht, lieber Ari. „Es ist auch

immer noch alles ein wenig wacklig, was

mein Befinden betrifft“, erzählt dieser nun

im Videointerview, morgens um sage und

schreibe 7:30 Uhr auf dem heimischen

Sofa in Los Angeles hockend, die beiden

bellenden Hunde im Hintergrund freundlich

ignorierend. „Was ich sagen kann, ist, dass

es mir besser geht. An manchen Tagen geht

es mir auch richtig gut. An anderen bin ich

nicht so sicher.“

Lauv, der sich im Gespräch schnell als

liebenswürdig und offen erweist, hat das

Thema „mental health“ gewissermaßen zum

Dreh- und Angelpunkt seiner popmusikalischen

Arbeit gemacht. Man weiß, weil er

darüber redet, dass er an Zwangsstörungen

leidet und Medikamente nimmt, wer Näheres

über sein nicht immer konstruktives

Verhältnis zu Drogen, Alkohol oder Internet

erfahren will, der muss nur Nummern wie

„Molly in Mexico“ hören, und dass es mit

der Liebe zu den, in Lauvs Fall, Frauen

vergleichsweise diffizil ist, dafür steht er

gewissermaßen mit seinem Gesamtwerk.

Wenn er dann doch mal ein glückliches

Liebeslied schreibt, so wie das immens

eingängige Titelstück „All 4 Nothing (I’m

So In Love)“, „dann kann man schon quasi

davon ausgehen, dass kurze Zeit später alles

in Flammen aufgeht“, so Ari selbstironisch.

„Trotzdem ist es schön,

einen echten Love

Song über meine

damalige Freundin

und mich zu haben,

allein schon, um das

Gefühl immer wieder

wachrufen zu können,

dass ich zu der Zeit

hatte.“ So lange sei

das noch gar nicht her,

und, so Ari nun ungewohnt

zurückhaltend,

das allerletzte Wort

in dieser Verbindung sei wohl auch noch

nicht gesprochen, „aber, so viel kann ich

sagen, die Liebe ist eine hochkomplizierte

Angelegenheit.“

Wobei Lauv freilich auch – im Leben wie in

den Liedern – mit der Liebe zu sich selbst

hadert. Seinen großen globalen Durchbruch

feierte der Mann, der Studiotechnologie

studierte, ursprünglich hinter den Kulissen

wirken wollte, aber dann durch Songs

auf MySpace von sich reden machte,

bekanntlich vor fünf Jahren mit dem über

zwei Milliarden Mal gestreamten Song „I Like

Me Better“. Und auch auf seinem Debütalbum

„How I’m Feeling“ setzte er sich

drei Jahre später ausgiebig mit sich selbst

auseinander – Songs wie „Fuck, I’m Lonely“

(mit Anne-Marie) oder „I’m So Tired“ (mit

Troye Sivan) dürften vielen noch im Ohr sein.

Und auch auf „All 4 Nothing“ übt sich Lauv

in gründlicher Selbstbespiegelung. „Ich hatte

mich nach dem Erfolg wirklich gewundert,

warum ich nicht besser drauf war“, sagt er.

„Es war eigenartig: Alle beglückwünschten

mich, aber mein persönliches

Glücksempfinden

war gleich Null.“ Direkt im

ersten Song, „26“ heißt

der, fragt sich Lauv, nun

„26 and rich“, „warum auch

ein nettes Haus und Geld

auf dem Konto nichts an

meiner inneren Unruhe

und an meinen Ängsten

geändert haben.“

Die Antwort kennt er

noch immer nicht, aber

durch die Arbeit an „All

4 Nothing“ sei er sich selbst merklich

nähergekommen, sagt Lauv. Komplett

verzichtet der Mann, der schon mit Ed

Sheeran auf Stadiontour war und neben

den schon Genannten auch mit BTS

oder Ellie Goulding sang, dieses Mal auf

Kollaborationen. Und statt sich sechs

Kunstfiguren auszudenken wie noch auf

„How I‘m Feeling“, spricht er auf dem neuen

Album aus nur einer einzigen Perspektive:

der eigenen.

*Interview: Steffen Rüth


BUCH

UNTERHALTUNG

Lesen macht GLÜCKLICH

Es ist gerade nicht die Zeit, jeden Tag auf die Piste zu gehen, geimpft oder schon

geboostert, man igelt sich doch eher zu Hause ein und genießt das hyggelige

Heim. Entspannung geht dann mit Podcasts, YouTube, TikTok sowie mit TV und Streamingformaten

– oder ganz oldschool mit einem Buch. Wir haben zwei Tipps für dich.

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/DEANDROBOT

DRAG

COP

CANDAS JANE

DORSEY

SIMON JAMES GREEN: „HEARTBREAK

BOYS“.

Was tun, wenn der Freund einen betrügt?

Wenn er eine Affäre mit dem Freund eines

guten Kumpels hat? Wenn sie das auch

noch ganz öffentlich zelebrieren und sich

von den alten Beziehungen lösen? Entweder

trauern oder sich rächen. Jack und Nate ist

so etwas passiert, sie sinnen auf Rache auf

Social Media. Zusammen starten sie eine

Seite auf Instagram (TheHeartBreakBoys),

um ihr Leben möglichst interessant als

Roadtrip zu inszenieren. Was natürlich erst

mal gehörig schiefgeht … „Beim Schreiben

dieses Buchs hatte ich so viel Spaß. Es ist

eine LGBTIQ* Romance und beinhaltet

einige meiner liebsten Tropes: Griesgram

trifft auf Sonnenschein, Enemies to Lovers

und – natürlich – gibt es nur ein Bett für

zwei. Es passieren lauter kuriose Dinge auf

diesem Roadtrip, die euch hoffentlich zum

Lachen bringen werden. Aber die Geschichte

beinhaltet auch eine wichtige Botschaft,

denn es geht darum, ganz man selbst zu

sein – stolz und authentisch – und sich nicht

darum zu sorgen, was andere Menschen von

einem halten könnten“, so der Autor über

sein wirklich drolliges Buch. *rä

www.luebbe.de

CANDAS JANE DORSEY: „DRAG COP“.

Queere Lebenswelten sind auch im Genre-

Thriller angekommen, es war nur eine

Frage der Zeit, wann endlich eine bisexuelle

Sozialarbeiterin und ihre Katze Bunnywit

als Ermittlerin in Buchform kriminalistische

Erfolge feiern. Es geht (natürlich) um Mord,

aber um den Mord an der geliebten Enkelin

einer guten Freundin, um Menschen, die

Böses im Schilde führen, um Sex und

Sexarbeit und um Verrat. Das alles wurde

von der 1952 geborenen Kanadierin Candas

Jane Dorsey so erfrischend ironisch

und witzig zu eianem Netz aus Spannung

und Witz verwoben, dass es eine Freude

ist. Lieblingsüberschrift: „Cherchez la

Schwindlerin“. *rä

www.suhrkamp.de

TIPP

„Der Mönch in High Heels –

Du darfst sein, wer du bist“

„Du trägst eine besondere Schönheit in dir, die nur du in die Welt bringen kannst“:

Die inspirierende Lebensgeschichte des berühmten Make-up-Artists und LGBTIQ*-

Mönchs Kodo Nishimura. Geboren wurde er 1989, er wuchs also in einer Zeit auf, als

mehr und mehr möglich war, als Queerness scheinbar möglich war.

Kodos Vater war ebenfalls Mönch und Nishimura wuchs dadurch im Tempel auf.

Nach der High School ging er in die USA und studierte dort am College. Während

dieser Zeit entdeckte er seine Leidenschaft zu Mode und Make-up und bildete sich

darin weiter fort. Er schminkt internationale Models für Fashion-Shows und gibt

Make-up-Kurse für Transgender-Frauen. 2015 erhielt er die Mönchsweihe und teilt

seine Zeit seitdem gleichmäßig auf das Leben im Tempel und auf seine Karriere in

der Fashionwelt auf.

www.droemer-knaur.de


VERLOSUNG

Ein Band, der sie

alle versammelt

„Queer Cinema Now“ versammelt über 200

Liebeserklärungen an die zentralen Filme des

nicht-heteronormativen Kinos aus zwölf Jahren. Der

reich bebilderte Band bietet so einen repräsentativen

Überblick über die wichtigsten Werke der jüngeren

queeren Filmgeschichte.

Ein Buch, das dafür sorgt,

dass man merkt, dass es

noch gar nicht SO weit

her ist mit der Toleranz

in der Medienlandschaft.

Gerne zitieren wir daher

großzügig: „Dass gefeierte

Filme und Bücher,

die von nicht-heterosexuellen

Leidenschaften

erzählen, zu ‚universellen

Liebesgeschichten‘

erklärt worden sind,

und Filme wie ,Carol‘,

,Blau ist eine warme

Farbe‘ (2013) oder

auch ,Call Me by

Your Name‘ (2017) nicht als Filme über lesbische

oder schwule Beziehungen beworben und besprochen

wurden, gehört zu den Standard-Stilblüten deutscher

Feuilletons. Queere Filmemacher*innen wie Ulrike Ottinger,

François Ozon, Pedro Almodóvar, Gus Van Sant oder

Apichatpong Weerasethakul sind zum Teil seit Jahrzehnten

im Arthouse-Kino etabliert, ihre Filme werden

dagegen nur selten als dezidiert nicht-heteronormativ

kontextualisiert. Man wusste zwar von der Diversität der

Filmszene, begriff das aber nicht als Reichtum und Reiz,

sondern kam sich quasi tolerant vor, wenn man nicht

explizit darüber schrieb.“ Danke für dieses Buch!

www.maenner.media/gewinne


FILM

INTERVIEW

Nachgefragt bei

EMMA THOMPSON

Man kennt Emma Thompson als

Expertin für anspruchsvolle dramatische

Rollen wie in „Wiedersehen in

Howards End“ (wofür sie 1993 ihren ersten

Oscar gewann), Shakespeare-Adaptionen

wie „King Lear“ und „Henry V.“ oder zuletzt

die Ian McEwan-Verfilmung „Kindeswohl“.

Doch die Britin, die im vergangenen Jahr

von der Queen zur Dame ernannt wurde

und inzwischen 63 Jahre alt ist, ist auch

eine begnadete Komödiantin. In den

1980er-Jahren trat sie gemeinsam mit

ihren Kommilitonen Stephen Fry und Hugh

Laurie in zahllosen Sketchen auf, später

folgten Rollen in Filmen wie „Junior“,

„Tatsächlich... Liebe“, „Eine zauberhafte

Nanny“ und zuletzt „Cruella“ sowie ein

Drehbuch-Oscar für „Sinn und Sinnlichkeit“.

Besonders gerne spielt die Cambridge-Absolventin

deswegen Rollen, in

denen Komik und Tragik nahe beieinander

liegen, sei es in der Serie „Years & Years“

oder nun dem wundervollen neuen Kinofilm

„Meine Stunden mit Leo“ (ab 14.7.),

in als pensionierte Lehrerin Nancy darauf

hofft, mit einem jungen Callboy zum ersten

Mal einen Orgasmus zu erleben.

Miss Thompson, Ihr neuer Film

„Meine Stunden mit Leo“ besteht

eigentlich bloß aus zwei Menschen,

die sich in einem Hotelzimmer

treffen, um Sex zu haben oder

zumindest darüber zu sprechen. Was

reizte Sie an diesem Projekt?

Die Story und diese beiden Figuren fesselten

mich auf Anhieb. Die Drehbuchautorin

Katy Brand schickte es mir sofort, als sie

es geschrieben hatte, und war sich selbst

nicht ganz sicher, ob es das Zeug zu einem

Film hat. Doch ich hatte daran nicht die

geringsten Zweifel. Eine solche Frau, die

zum ersten Mal in ihrem Leben die Dinge

selbst in die Hand nimmt und dabei jede

Menge Angst vor der eigenen Courage hat,

„DIE ULTIMATIVE DIANA

DOKUMENTATION“

ROLLING STONE

JETZT IM KINO


habe ich eigentlich noch nie gespielt.

Dass sie wirklich voller Scham ist

und so gar keinen Bezug zu ihrem

eigenen Körper hat, war für mich eine

hochinteressante Herausforderung.

Sie selbst haben mit dieser Frau

ziemlich wenig gemein, oder?

Das kann man wohl so sagen (lacht).

Aber kennen Sie solche Frauen?

Natürlich, denn sie ist eine ganz

normale Britin, wie unzählige andere

auch. Wobei das Wort normal

eigentlich fürchterlich ist, denn was

bitte ist nicht normal? Jedenfalls

kenne ich viele Lehrerinnen, Krankenschwestern

oder Bauersfrauen

im besten Alter, persönlich oder

vom Hören. Ich bin selbst eine Frau

und alt, und natürlich habe ich eine

Ahnung davon, welche Erfahrungen

Frauen über die Jahrzehnte gemacht

haben, selbst wenn es nicht meine

eigenen sind. Diese Nancy in „Meine

Stunden mit Leo“ ist definitiv nicht

allzu außergewöhnlich. Gerade in ihrer

Generation war und ist es nicht ungewöhnlich,

dass Frauen ihre Sexualität

unterdrücken und verdrängen und

mit Lust und Körperlichkeit praktisch

keine Berührungspunkte haben. Zum

Glück ist das heutzutage in jüngeren

Generationen weit weniger üblich.

Wenn man mal ehrlich ist, wird

im Film mehr geredet als gevögelt.

Trotzdem sind sowohl Sie

als auch Ihren jungen Kollegen

Daryl McCormack schließlich

nackt zu sehen. Haben Sie sich

dabei wohl gefühlt?

Uns allen war die Nacktheit

tatsächlich sehr wichtig, denn wir

wollten auf keinen Fall diese Scham

von Nancy fortsetzen. Wir haben

die Nackt- und Sexszenen ganz am

Schluss gedreht, und als es dann

schließlich so weit war, war das für

mich die reinste Freude. Wir hatten

es uns wirklich verdient, endlich den

Mund zu halten und unsere Körper

sprechen zu lassen. Und wir freuten

uns alle so für Nancy und Leo, dass

sie auch endlich eine gute Zeit miteinander

haben konnten. Warum

hätte ich mich da unwohl fühlen

sollen? Zumal wir an den Tagen

natürlich mit besonders kleinem

Team gedreht haben. Außer

Daryl und mir waren nur die

Regisseurin, der Kameramann,

sein reizender Assistent und

unser geliebter Tonmann dabei.

Das war also in jeder Hinsicht

eine intime Angelegenheit.

Die meisten von uns sind

nie wirklich zufrieden, wenn

sie sich nackt im Spiegel

betrachten …

Oh, keine Sorge, das geht mir

genauso. Ich habe noch nie

unvoreingenommen oder vollkommen

urteilsfrei in irgendeinen Spiegel

geguckt. Leider. Nancy ist im Film

tatsächlich weiter als ich es bin. Aber

sie hatte auch einen sehr viel längeren

Weg zurückzulegen – und in solchen

Fällen überspringt man dann in der

Weiterentwicklung ja gerne mal ein

paar Stadien. Ich bin jedenfalls sehr

stolz darauf, wie sie sich am Ende

selbst betrachtet.

*Interview: Jonathan Fink

VERLOSUNG

45 Jahre

„Die Konsequenz“

FILM

Wolfgang Petersens preisgekrönter Film

„Die Konsequenz“ nach dem autobiografischen

Roman von Alexander Ziegler mit

Jürgen Prochnow und Ernst Hannawald

war damals, 1977, ein Skandal.

Der Film erzählt

von einer schwulen

Liebe zwischen

Schauspieler Martin

(Jürgen Prochnow)

und Thomas (Ernst

Hannwald), die sich

im Gefängnis lieben

lernen, Thomas

ist der Sohn des

Aufsehers, Martin

sitzt ein. Nach der

Haft ziehen die

beiden Männer

zusammen, doch

die Eltern zerstören

die Beziehung.

Am 9. Juni erscheint er neu auf DVD und

Blu-Ray, packend wie damals, sinnlich und

wichtig. 2022 erscheint der Film mit einem

16-seitigen Booklet mit ausführlichen

Informationen zur Entstehungsgeschichte

und Hintergründen zum Skandal, digital ist

„Die Konsequenz“ bereits seit dem 27. Mai

verfügbar. Wir verlosen den Film! Schreibt

uns einfach auf Instagram @blu_germany

in die Kommentare, warum ihr den Film

gewinnen wollt. *rä

www.instagram.com/blu_germany

Der weltbekannte LGBTQIA*- Mönch

über die Kraft der Selbstliebe!

Die inspirierende Lebensgeschichte des berühmten

Make-up-Artists und Mönchs Kodo Nishimura.

„Du trägst eine

besondere

Schönheit in dir,

die nur du in die Welt

bringen kannst.“

Kodo Nishimura

Ab sofort

überall im Handel -

das Must-have

zur Pride-Saison!

droemer-knaur.de/nishimura


FILM

„QUEER AS FOLK“:

Comeback im Hochsommer

STREAMING

FOTO: PEACOCK

Der Streamingdienst Starzplay

soll unseren Informationen

zufolge das Rennen gewonnen

haben und die queere Kultserie

ab Ende Juli ausstrahlen – früher sind nur

die Engländer dran, dort läuft die Serie

schon ab dem 1. Juli.

Einige Schauspieler*innen dürfen wir

schon verraten, unter anderem Kim

Cattrall („Sex and the City“) als Brenda,

Devin Way als Brodie, Fin Argus als Mingus,

Jesse James Keitel als Ruthie und Ryan

O'Connell als Julian sind mit am Start. Die

queere Serie soll zuerst auf peacock.tv

(dem Streaming-Dienst von NBCUniversal)

zu genießen sein. Wir sind gespannt.

Über das Original: „queer as folk“, die

schwule Soap mit teilweise recht expliziten

Sexszenen spaltete zwischen 2000

und 2005 die Szene. Die einen bemängeln

den „andauernden Drogenkonsum“ und

„Männerverschleiß“ der Clique (Brian,

Michael, Justin, Emmett, Ted, Melanie und

Lindsay) und sehen in der Serie

einen bunten Bilderreigen aller

existenten Vorurteile über die Schwulenszene

mit einem Schuss Soap-Dramatik,

die anderen sehen in der Serie eine realistische

Umsetzung des Lebens EINIGER

Queers. Auf jeden Fall unterhielt die Serie.

Und der Soundtrack von Künstlern wie

Kristine W war auch sehr annehmbar. *rä

www.peacocktv.com

KINO

The Princess

Prinzessin Diana: In der ersten Kino-

Dokumentation über das tragische

Leben der Prinzessin von Wales nimmt

uns der Oscar-nominierte Regisseur

Ed Perkins mit auf eine Zeitreise und

lässt uns an Lady Dianas Leben, Vermächtnis

und ihrem tragischen Tod

aus einer völlig neuartigen Perspektive

teilhaben.

Durch die ausschließliche Verwendung

von zeitgenössischem Archivmaterial

spricht die Geschichte für sich

selbst und ermöglicht uns einen sehr

direkten, unvoreingenommenen und

persönlichen Zugang zu der wohl meist

fotografierten Person aller Zeiten. Die

kompromisslose Montage zeichnet ein

überraschendes und überwältigendes

Bild einer Frau, das heute aktueller und

moderner denn je erscheint.

Der Film startete in Deutschland und

Österreich bundesweit am 30. Juni

und damit einen Tag vor Lady Dianas

Geburtstag und dem internationalen

Kinostart. Geplant ist zudem eine

Ausstrahlung im Ersten im Umfeld

ihres 25. Todestages im Spätsommer.

www.theprincessfilm.de


#positivarbeiten

Jetzt gleich

reinhören:

Lust auf

Stellungswechsel?

Dein MSD Podcast zur Sexuellen Gesundheit

#inventingforlife

www.msd.de

DE-NON-03509


FILM

Ein Film, der das Zeug hat, DER neue

queere Hit in den Kinos zu werden.

Der offizielle Kinostart ist Ende Juli.

Zur Geschichte des Films: Der attraktive

30-jährige Antonio steht mitten im Leben,

doch als seine langjährige Ehe zerbricht,

ist es so, als würde ihm der Boden unter

den Füßen weggezogen. Seine Beziehung

KINO

„MASCARPONE“

zu Lorenzo war alles für ihn und auf einem

Schlag steht der angehende Architekt vor

dem Nichts. Er hat keine Bleibe, keinen Job

und ohne Liebe keine Perspektive mehr.

Doch als Antonio ein Zimmer bei dem

unbedarften und egozentrischen Denis

bekommt, ändert sich sein Leben Stück

für Stück. Er findet dank der Hilfe seines

Vermieters einen Job in der Bäckerei des

gut aussehenden Luca und entscheidet

sich bald, eine Ausbildung zum Konditor zu

starten. Fortan will sich Antonio auf sich

selbst fokussieren und sich nicht mehr von

einer Beziehung abhängig machen. Selbstfindung

als Single ist sein neues Credo.

Bis Antonio den charmanten Mailänder

Thomas kennen- und lieben lernt …

FOTOS: CINEMEDIEN.DE

KINO

Liebesdings

Marvin Bosch ist Deutschlands größter

Kinostar; einer, hinter dem alle Klatschreporter

her sind und der die Fans am

roten Teppich verlässlich zum Kreischen

bringt. Einer wie Matthias Schweighöfer

also. Oder natürlich Elyas M’Barek, der

diese Rolle nun passenderweise im Film

„Liebesdings“ (ab 7.7. im Kino) auch gleich

selbst verkörpert.

So richtig happy ist dieser Marvin

jedenfalls trotz allen Erfolges tief in

seinem Herzen nicht, selbst wenn er seine

älteste Freundin Sammy (Peri Baumeister)

als Managerin stets an seiner Seite hat

und auch der alte Kumpel Hakan (Denis

Moschitto) nie weit weg ist. Aber als ein

wichtiges Fernsehinterview mit der gnadenlosen

Reporterin Bettina Bamberger

(Alexandra Maria Lara) gehörig schiefläuft,

nimmt er kurz vor einer großen Premiere

am Abend Reißaus und landet – bald nicht

mehr nüchtern – ausgerechnet im queerfeministischen

Off-Theater, das akut von

der Schließung bedroht ist. Eigentlich

gibt es kaum einen Ort, an dem Marvin

mehr fehl am Platz sein könnte. Doch

die Begegnung mit der kämpferischen

Theatermacherin Frieda (Lucie Heinze),

aber auch ihren Mitstreiter*innen eröffnet

ihm ganz neue Perspektiven.

Dass es zwischen Marvin und Frieda aller

Gegensätze zum Trotz gehörig knistert,

versteht sich von selbst, schließlich ist

„Liebesdings“ eine typisch deutsche

romantische Komödie. Einerseits zumindest.

Denn andererseits ist der neue Film

von Anika Decker auch anders als alles,

was das hiesige Kino sonst zu bieten

hat. Sie wolle nicht nur Spaß machen,

sondern auch wichtige gesellschaftliche

Themen ansprechen, sagt die Regisseurin,

von #MeToo und Feminismus bis hin zu

Queerness oder Rassismus. Dass in diesem

Aufeinanderprallen von Mainstream-

Mechanismen und aktivistischem

Anspruch nicht jeder Gag zündet, verzeiht

man gerne. Denn den Versuch, mit

Leinwand-Unterhaltung gegen misogyne

und queerfeindliche Weltbilder anzugehen,

darf man genauso feiern wie die Diversität

des Ensembles, zu dem auch #ActOut-

Unterzeichner*innen wie Maren Kroymann,

Jochen Schropp oder Paul Zichner

gehören. *Jonathan Fink


www.männer.media

immer aktuell

informiert


DIVERSITY

INTERVIEW

QUEERMENTOR und Somersby

Für eine starke Community

Pavlo Stroblja

Vanessa Völker

Wie gestaltet Mensch die perfekte

Regenbogenkampagne?

Wenn diese Fragestellungen am

Beginn steht, kann das eine gute

Ausgangsposition sein. Wenn dann noch

die richtigen Player aus Unternehmen und

Zielgruppe beteiligt sind, klappt es dann

auch mit der Community? Wir fragten bei

Vanessa Völker, Brand Managerin Somersby

und Pavlo Stroblja, Gründer & CEO von

QUEERMENTOR nach, wie ihre gemeinsame

Kampagne #FürEineStarkeCommunity

entstanden ist und welche Ziele sie verfolgt.

Was ist QUEERMENTOR?

Pavlo: QUEERMENTOR ist eine gemeinnützige

Organisation. Aus der Motivation

heraus entstanden, dass ich auf meinem

persönlichen Weg als queerer Mensch

keine Mentor*innen hatte. Zu allen

Bereichen meines Lebens, die

mit der sexuellen

Orientierung oder der

Geschlechtsidentität

zu tun haben, musste

ich mir ein Stück weit

Selbsthilfe erarbeiten.

Und insbesondere, weil dass einen

so individuellen und privaten Lebensbereich

betrifft, glaube ich, das ein Bedarf

besteht, diese Erfahrungen zu teilen.

Wer sind die Mitwirkenden?

Pavlo: Es haben sich im letzten Jahr

170 Mentor*innen gemeldet – alle sehr

divers und aus den verschiedensten Branchen,

mit ganz unterschiedlichen kulturellen

Backgrounds. Dieser Pool an ganz individuellen

und gefestigten Persönlichkeiten

ermöglicht es uns unter anderem, jungen

Queers, die sich bei uns melden, passgenaue

Unterstützung und Hilfe anzubieten.

Warum sprecht ihr auch

Unternehmen an?

Pavlo: Weil queer sein nicht

an der Bürotür aufhört. In

manchen Branchen ist das

Thema „ich selbst sein“ bereits

nahezu selbstverständlich. In

anderen Branchen dagegen

nach wie vor tabu. Wir geben

auch ganz konkrete Hilfe

beim Bewerbungsprozess und

beleuchten dabei beide Seiten:

die des Arbeitgebers und die

des Bewerbenden.

Ihr finanziert euch durch Spenden?

Pavlo: Ja, die Infrastruktur unserer Organisation

und unser Büro sind spendenfinanziert.

Wir brauchen sie, um nachhaltig arbeiten

zu können und unser Wissen strukturiert

weitergeben zu können.

Wie kam es zur

Zusammenarbeit?

Vanessa: Somersby

steht für Lebensfreude,

Diversität, Aufgeschlossenheit

und Gemeinschaft,

Werte, die schon lange den Kern unserer

Markenkommunikation ausmachen. Unser

Ziel ist, es diese Werte weiter zu stärken und

uns noch aktiver als bisher für Queerness

stark zu machen. Da wir aber trotz erster

Erfahrungen noch viel zu lernen haben und

es uns sehr wichtig ist, dass queere Perspektiven

und Lebensrealitäten im Zentrum

unserer Kampagne stehen, war für uns klar,

dass wir als Somersby diesen Schritt nur

mit einer starken Partner*innenorganisation

an unserer Seite gehen wollen. Also quasi

jeden Schritt der Zusammenarbeit – von den

ersten Ideen bis hin zur Kampagnenkreation

und weiteren mittel- und langfristigen

Ideen – Hand in Hand und

auf Augenhöhe zu besprechen,

zu gestalten und zu realisieren.

Auf der Suche nach einer solchen

Organisation haben wir uns mit

verschiedenen queeren Initiativen

und Menschen ausgetauscht und

uns schließlich sehr gefreut, als

wir auf Pavlo und QUEERMENTOR

gestoßen sind.

Pavlo: Es sind die gemeinsamen

Gespräche und der Austausch

miteinander, die Türen öffnen und

Dinge anregen. Hinzukommt, dass

die Spende von Somersby in Höhe von

50.000 Euro uns als gemeinnützige und

recht junge Organisation ermöglicht, die

Professionalisierung voranzutreiben. Wenn

jetzt, wie eben erwähnt, die Grundstrukturen

gesichert sind, geht es erst richtig los.

Was die Zusammenarbeit mit Somersby

betrifft, kann ich aufrichtig sagen, dass das

von Anfang an und bis jetzt eine unglaublich

fruchtbare Kooperation auf Augenhöhe ist.

Vanessa: Absolut! Wir lernen sehr viel

voneinander und miteinander.

Was ist der Kern der Kampagne?

Vanessa: Eine groß angelegte Testimonialkampagne,

in der es darum geht,

queere Lebensrealitäten abzubilden. Es

lag selbstverständlich nahe, dafür mit

QUEERMENTOR*innen zusammenzuarbeiten.

Los geht es am 26. Juni und wir sind

auf die Reaktionen sehr gespannt. Parallel

zur Kampagne erscheint unsere Hauptsorte

Somersby Apple erstmals in einem limitierten

Design und ist so seit Anfang Mai und

noch bis August im Einzelhandel erhältlich.

somersby.com / queermentor.org


ANZEIGE

MALTA:

Zum siebten Mal in Folge zum LGBTQI-freundlichsten

Land in Europa gekürt

Bunt, vielfältig und inklusiv – das

ist Malta: Der sonnige Inselstaat

im Mittelmeer führt 2022 erneut

und zum siebten Mal in Folge

das aktuelle Ranking der 49

europäischen Länder im ILGA-

Europe-Rainbow-Map-Index an.

Seit 2009 erstellt die International

Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and

Intersex-Association (ILGA) diesen

Wert, um auf europäischer Ebene

die Situation der LGBTQI-Community

abzubilden. 49 Länder werden dafür auf

einer Skala von 0 bis 100 nach ihren

jeweiligen gesellschaftlichen, rechtlichen

und politischen Rahmenbedingungen für

die Regenbogen-Community bewertet.

0 steht dabei für grobe Menschenrechtsverletzungen

und

Diskriminierung, 100 für volle Achtung

der Menschenrechte und vollständige

Gleichberechtigung. Mit einem Wert von

92 Prozent belegt Malta nun erneut den

Spitzenplatz, mit weitem Abstand zum

Zweitplatzierten mit 73,78 Prozent.

Pride Week vom

2. bis 11. September

Im September feiert die Malta seine

queere Vielfalt. Die Opening Night wird

am 2. September in L-Iklin stattfinden,

ein erster Pride March findet am Tag darauf

auf der Insel Gozo statt. Höhepunkt

ist die CSD-Parade am 10. September in

der Hauptstadt Valletta. Das Motto dieses

Jahres lautet #LiveYourTruth („Lebe

Deine Wahrheit“). Während der Woche

sind viele Veranstaltungen, darunter

Konzerte, Partys sowie ein Queer Speed

Dating geplant.

www.maltapride.org

EuroPride 2023

So widersprüchlich es klingt: Malta ist

aus Tradition modern. So blickt der

Mittelmeerarchipel auf mehr als 7.000

Jahre Geschichte zurück. Vielleicht hat

das Land gerade aufgrund der exponierten

Lage zwischen den Kontinenten und

seiner wechselhaften Geschichte die

Zukunft stets im Blick. In den vergangenen

Jahren haben LGBTQI-Themen

in allen gesellschaftlichen Bereichen an

hoher kultureller Akzeptanz gewonnen.

Malta ist das erste europäische Land,

in dem das Verbot der Diskriminierung

von Menschen aufgrund sexueller

Orientierung und Geschlechtsidentität

verfassungsrechtlich verankert ist. 2014

wurde die eingetragene Lebenspartnerschaft

samt Adoptionsrecht eingeführt.

Zudem lockt das Land mit rund 300

Sonnentagen im Jahr – kein Wunder

also, dass sich Malta mittlerweile als

angesagtes queeres Urlaubsziel etabliert

hat. Im kommenden Jahr findet die

EuroPride 2023 auf Malta statt.

www.europride2023.mt

equality from the heart

Weitere Informationen und Versand

von kostenfreien Broschüren

Tel. 069 24750310

info@urlaubmalta.com

www.malta.reise / www.visitmalta.com

Direktflüge mit Air Malta ab Berlin,

Düsseldorf, Frankfurt und München

www.airmalta.com

Lufthansa startet ab Frankfurt &

München sowie Ryanair ab Köln.

Informationen zu aktuellen

Einreisebestimmungen

www.malta.reise/staysafe

VALLETTA

2023


REISE

Reiseführer

QUEER DURCH

DIE WELT

Pilgern in Japan, Gay Ski Weeks

in Kanada, Dschungel-Trekking in

Kolumbien, Städtetrips zu Pride-

Paraden, Disneyland in Florida: Karl

und Daan, das niederländischdeutsche

Reiseblogger-Paar, haben

zusammen bereits mehr als fünfzig

Länder auf fünf Kontinenten erkundet.

In ihrem ersten Buch, das seit

Anfang Mai im Handel ist, schreiben

„Couple of Men“ über Sonnen- und

Schattenseiten ihrer bisherigen

Erlebnisse und Eindrücke auf Reisen,

bei denen, neben Sightseeing, Kultur

und Kulinarik das Thema LGBT-

Aktivismus eine zunehmend größere

Rolle spielt. Ein persönlicher und sehr

berührender Bericht und Appell für

ein offeneres und respektvolleres

Miteinander – nicht nur im Urlaub.

*dax

Couple of Men. Ein Männerpaar

reist um die Welt, Polyglott 2022

www.polyglott.de

FOTO: COUPLEOFMEN.COM

KLM

AKTION ZUM IDAHOBIT

Um den Internationalen Tag gegen

Homo-, Bi-, Transphobie und Intersexismus

(IDAHOBIT) zu unterstützen, hatte

sich die niederländische Fluggesellschaft

KLM eine ganz besondere Aktion überlegt.

Mit drei Flügen, die am 17. Mai vom

Flughafen Schiphol starteten, feierte die

Airline die Diversität ihrer Mitarbeiter.

Auf den Flügen mit überwiegend

Havanna

NEUES AXEL HOTEL ERÖFFNET

Mit einem neuen Hotel in Kubas Hauptstadt

Havanna setzt die Axel-Gruppe ihre

Expansion fort. Das Telégrafo Axel Hotel

La Habana befindet sich im historischen

und symbolträchtigen Hotel Telégrafo, das

1860, wenige Jahre nach der Gründung

der ersten Telegrafenstation des Landes,

eingeweiht wurde und somit das älteste

Hotel Kubas ist. Im Jahr 1911 wurde das

Haus komplett umgebaut und galt bei

seiner Wiedereröffnung als das modernste

Hotel der Stadt. Jahre später, in den

1960er-Jahren, wurde es genutzt, um

Besucher aus anderen Provinzen des Landes

zu empfangen. 2001 wurde es dann

vom Denkmalamt der Stadt restauriert

LGBTIQ*-Besatzung wollte KLM ein

Zeichen setzen, um das Bewusstsein zu

schärfen und Solidarität zeigen, „denn

jeder sollte sich dabei sicher fühlen, sein

authentisches Selbst zu zeigen“, so die

Airline auf ihrem Instagram-Account.

*dax

www.klm.de

und als Vier-Sterne-Unterkunft wiedereröffnet,

bevor es in den letzten Jahren

zum Axel Hotel umgebaut wurde. Mit

seinen 63 Zimmern befindet es sich in

privilegierter Lage innerhalb der Altstadt

und in der Nähe des Nationalkapitols,

des Nationalmuseums der Schönen

Künste sowie des Revolutionsmuseums.

Neben einem Restaurant und einer

Lounge-Bar verfügt das Haus auch über

eine Dachterrasse mit Swimmingpool

und Sky Bar. Darüber hinaus gibt es einen

Wellnessbereich mit verschiedenen

Fitnessangeboten und Saunas. *dax

www.axelhotels.com

FOTO: KLM / MARK WAGTENDONK

FOTO: AXELHOTELS.COM


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REISE

local gay guide

QUEER DURCH DIE STADT

Er ist der weltweit größte Verband von

LGBTIQ*-Stadtführern. Die Plattform local

gay guide entstand, als der Gründer

Georg Maier sich für seine nächste Reise

online inspirieren lassen wollte.

Er suchte nach einer Website, die sich auf

schwule Stadtführungen spezialisiert, und

musste feststellen, dass es so eine Site

damals nicht gab. Er empfand es als notwendig,

der LGBTIQ*-Community

die Möglichkeit zu bieten,

zielgruppengerechte Stadtführungen

buchen zu können.

local gay guide fokussiert sich

auf queere Stadtführungen

weltweit. Die Stadtführungen

mit persönlicher Note finden

zumeist privat oder in kleinen

Gruppen in einer angenehmen,

fast familiären Atmosphäre statt. Der

Guide kann somit auf alle Fragen und

Interessen der einzelnen Teilnehmenden

eingehen und steht jedem Reisenden

exklusiv zur Verfügung. Eine ebenso

wichtige Charakteristik von local gay guide

ist der lokale Bezug. Die Guides zeigen den

Reisenden unter anderem

die Restaurants und Bars,

wo Einheimische ihre Abende

verbringen. Wichtig ist, dass

die Reisenden während der Zeit

ihres Aufenthaltes ein authentisches

Bild der Destination bekommen und

sich – wenn auch nur für kurze Zeit - wie

Einheimische fühlen. Neben Berlin, durch

die Georg Maier auch selbst führt, gehören

die Destinationen Barcelona sowie die

Georg Maier

spanische Hauptstadt Madrid mit Chueca,

Europas größtem schwulen Kiez, ebenfalls

zu den Top- Destinationen von local gay

guide in Europa. Springt man über den

Großen Teich, dürfen Städte wie Buenos

Aires und Bogotá nicht fehlen. Aber auch

weiter nördlich kann man viele spannende

Destinationen mit Mexiko-Stadt, San

Francisco und New York entdecken.

www.localgayguide.com

FOTOS: LOCALGAYGUIDE.COM


Lufthansa

DIE LIEBE FLIEGT MIT

Anlässlich des Pride-Monats fliegt Lufthansa mit einem

ganz besonderen Flugzeug zu Zielen in Europa. Der

Airbus A320neo mit der Kennung D-AINY wird in den

kommenden sechs Monaten zur „Lovehansa“. Außen auf

dem Flugzeug steht ausnahmsweise nicht Luft-, sondern

„Lovehansa“ – geschrieben in den Farben des Regenbogens.

Auch das Welcome-Panel am Eingang erhält eine spezielle

Regenbogen-Beklebung. Zudem sieht man beim Blick aus

dem Flugzeugfenster an den Flügelspitzen, den sogenannten

Winglets, Herzen in Regenbogenfarben. Der Erstflug

der „Lovehansa“ am 10. Juni hatte das Ziel Billund in

Dänemark. „Lufthansa ist ein Unternehmen, das für Offenheit,

Toleranz und Diversität steht“, so die Airline in einer

Pressemitteilung. „Mit der „Lovehansa“ Sonderlackierung

setzt das Unternehmen ein weiteres deutliches Zeichen

und macht diesen wichtigen Teil der Unternehmenskultur

auch prominent nach außen sichtbar.“ *dax

www.lufthansa.com

Pink Lake

PARTY AM SEE

Das Pink Lake Festival in Pörtschach am Wörthersee erwartet

am letzten Augustwochenende wieder jede Menge

queere Besucher. Dieses Jahr startet die berühmte Party-

Trilogie des Festivals am 25. August im Schloss Leonstain

mit einer „Pinken Almrausch Wies´n“. Dirndl & Lederhosen

sind hier gern gesehen, aber natürlich kein Muss. Um Leder

der anderen Art geht es am nächsten Abend in der Discotheque

„Fabrik“. Zum ersten Mal in der Pink Lake-Festival-

Geschichte heißt es bei einer „Pink Lake Kinky Clubnight“

live your kink! Das Highlight des Pink Lake LGBTQ*-Festivals

ist die „Boat Cruise Party“ am Samstag, den 27. August. Drei

Schiffe aus der Flotte der Wörthersee-Schifffahrt werden

mitten auf dem See miteinander vertäut und verwandeln

sich so in eine riesige Partyzone. *dax

www.pinklake.at

FOTO: WÖRTHERSEE TOURISMUS / PINK LAKE FOTO: LUFTHANSA.COM

www.elite-contacts.com

Berlin-Hamburg-Köln-Düsseldorf-

Frankfurt-Stuttgart-München-Wien

Klaus & Peter

Traumhochzeit 2022

Maximilian & David

anderthalb Jahre verlobt

Philipp Schwarzenberg

Partnervermittler in 2.

Generation

Johannes & Maik

glücklick verheiratet

Markus & Dennis

sind „endlich angekommen“

Jonas & Kai

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Inh. Philipp Schwarzenberg

Email: mail@elite-contacts.com


REISE

Frankreich & Italien

GAY CRUISE

DURCH DAS MITTELMEER

Auch 2023 wird die Spartacus Cruise

wieder in See stechen. Vom 13. bis 20.

Mai wird eine Route mit spannenden

kulturhistorischen Orten wie Florenz

und Rom kombiniert mit den beiden

Inseln Elba und Korsika sowie der Côte

d’Azur. Als Schiff steht die Vasco da

Gama mit ihrer deutschsprachigen

Besatzung und überschaubaren 600

Kabinen zur Verfügung.

Korsika ist eine Mischung aus eleganten

Küstenstädten, dichtem Wald und zerklüfteten

Gipfeln. Fast die Hälfte der Insel

gehört zu einem Park, was zu zahlreichen

Wanderungen, z. B. im Fangotal mit seinen

Badestellen, einlädt. Die Anlegestelle

Calvi liegt im Nordwesten Korsikas und

ist ein beschauliches Städtchen mit einer

Zitadelle und wunderschöner Altstadt.

Die Zitadelle erkundet man am besten

bei einem Rundgang entlang der alten

Befestigungsmauern. An der Hafenpromenade

laden Cafés und Restaurants zum

Beobachten, Flanieren und Entspannen

ein, während in den verwinkelten kleinen

Gassen der Unterstadt Souvenirläden und

Boutiquen locken. Die Bucht von Calvi

ist mit ihrem fünf Kilometer langen, flach

abfallenden Sandstrand sehr beliebt.

Eine der malerischsten Städte Korsikas,

Bonifacio, hebt sich nicht nur durch ihr

einzigartiges Naturerbe, sondern auch

durch ihr religiöses Kulturgut hervor,

darunter die einzige gotische Kirche

Korsikas! Die Altstadt ist in eine Festung

hineingebaut und wird von kleinen Gassen

durchzogen. Gleichzeitig ist man von

einer beeindruckenden Landschaft umgeben,

die man bei Spaziergängen auf dem

angrenzenden Hochplateau erkunden

kann, von dem es einen wundervollen

Blick auf die höchste Bastion Frankreichs

gibt. Diese ist umgeben von Steilküsten,

Meeresgrotten und der Inselgruppe

Lavezzi. Zu den zahlreichen Stränden

gehören unberührte Badebuchten wie

auf der besagten Inselgruppe Lavezzi,

die aus einem Archipel von acht kleinen

Inseln besteht und gleichzeitig ein

Naturschutzgebiet ist. Hier kann man im

türkisblauen Wasser schnorcheln oder am

feinen Sandstrand spazieren gehen.

Durch eine Kooperation mit local gay

guide werden den Kreuzfahrtgästen nicht

nur touristische Höhepunkte wie der

Schiefe Turm von Pisa gezeigt. Erfahrene

Guides aus der Community erzählen

daneben auch vom schwulen Leben der


Medienpartner:

REISE 73

MÄNNER.

UND MEER.

DEINE GAY CRUISE

13. – 20. Mai 2023

Marseille – Elba – Rom – Livorno –

Nizza – Korsika – Marseille

Gegenwart und Vergangenheit der traditionsreichen

Stationen der Reise. Fabios Tour in Rom beginnt mit

der Besichtigung der Vatikanischen Museen. Die Decke

der Sixtinischen Kapelle wurde von Michelangelo

zwischen 1508 und 1512 gefertigt. Er malte eine Serie

von neun Bildern, die heute weltberühmt sind. Darunter

befindet sich das Gemälde des Heiligen Sebastian,

eines römischen Soldaten und christlichen Heiligen,

der Schutzpatron der Homosexuellen ist. Eine der

größten Liebesgeschichten in Rom war die zwischen

dem römischen Kaiser Hadrian und Antinoos: Sie

waren zusammen, bis Antinoos im Jahr 130 bei einer

Nilfahrt ertrank. Im Museum kann man ihre Skulpturen

sehen und die Geschichte hören. In den Vatikanischen

Grotten befindet sich das Grab von Prinzessin Christine

von Schweden, die zum

Katholizismus konvertierte,

aber bewusst

lesbisch war.

FRÜHBUCHER-

RABATT

bis 31. August 2022

Am Abend kommt

aber auch der Spaß

nicht zu kurz. Am

stufenförmigen

Heck-Pool des

Schiffes finden jeden

Tag Mottopartys mit

bekannten DJs statt,

zu denen sich die Gäste

kostümieren können, aber nicht

müssen. Dazu zählen die White Party, Uniform inklusive

Matrosen-Outfits, neonbunte Kleidung zur Disco-Night

oder Sneakers, Muscleshirts und Turnhosen zur Sportsnacht.

Kinky trägt man zum „Be My Slut Evening“ oder

Rainbow Colours am Abschiedsabend.

www.spartacus.cruises

www.spartacus.cruises


REISE

GROßSTADTDSCHUNGEL

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM

São Paulo

Mit über elf Millionen Einwohnern zählt

Brasiliens Wirtschaftsmetropole zu

den größten Städten der Erde. Hier den

Überblick zu behalten, fällt gar nicht

so leicht. Zum Glück liegt der auch aus

schwuler Perspektive spannendste

Stadtteil genau im Zentrum dieser

gigantischen Megacity.

Dieses Haus ist eine Stadt für sich. Mit

seiner Fassade aus Beton und Glas

schlängelt sich das Edificio Copan durch

das Stadtzentrum von São Paulo. Die

Wohnfläche von über 116.000 Quadratmetern

hält es einen Eintrag ins

Guinness-Buch der Rekorde und ist aus

der Skyline nicht wegzudenken. Heute

in die Jahre gekommen, wurde das aus

sechs einzelnen Wohnblocks bestehende

Gebäude in den 1950er-Jahren von Brasiliens

Architekturlegende Oscar Niemeyer

entworfen und bis 1966 fertiggestellt. Das

Haus ist die steingewordene Utopie, dass

Menschen – egal ob arm oder reich – sich

den gleichen Lebensraum teilen. An die

5.000 Menschen leben im Edificio Copan,

das in seinen unteren Etagen gut siebzig

Geschäfte, eine Kirche und etliche Bars

und Restaurants beherbergt. Eines davon,

das Orfeu, gilt seit seiner Eröffnung

2019 als einer der derzeit angesagtesten

Treffpunkte der LGBTIQ*-Szene. Zwischen

zwei Gebäuden gelegen, drängeln sich

vor der Bar am Abend die Gäste auf der

Straße, an den Wochenenden ist hier

schon zur Mittagszeit kein Platz mehr

André Fischer

zu finden. „Während früher die queere

Szene überall in der Stadt verteilt war, hat

diese sich in den letzten Jahren immer

mehr in Downtown konzentriert“, erzählt

André Fischer. Der 56-jährige Journalist,

Kulturmanager und LGBTIQ*-Aktivist lebt

seit 35 Jahren in der Stadt und ist Direktor

des wichtigsten queeren Kulturfestivals

des Landes, Mix Brasil. 2019 beauftragte

ihn das Kultursekretariat der Stadt zudem

mit der Gründung und Leitung des ersten

LGBTIQ*-Kulturzentrums Brasiliens.

Das Zentrum im Stadtteil Itaim Bibi,

das im Schatten der Bürohochhäuser

von Google und Co. liegt, teilt sich das

Gelände mit einer Schule und bietet

dank seines kleinen Theaters so gut wie

täglich queeren Künstlern eine Plattform.

„Die Gegend rund um das Copan und

den benachbarten Roosevelt-Platz zieht

eine ganz neue Art von queeren und

FOTO: DAX

nicht-binären Menschen an“, so Fischer.

„Gleich um die Ecke liegt das Copancinho,

eine ebenfalls äußerst gut frequentierte

Bar. Meine neueste Entdeckung ist PPD

(„Por um Punhado de Dólares“), eine Bar

mit Restaurant, das seine Lebensmittel

von alternativen Landbesetzern kauft.“

HORIZONT AUS BETON

Wer sich nach seiner Ankunft in der

Millionenmetropole so etwas wie einen

Überblick verschaffen will, sollte den Farol

Santander besuchen. Von der U-Bahn-

Station Praça da Sé, an der sich auch die

monumentale Kathedrale von São Paulo

befindet, ist es nur ein kurzer Fußweg zu

der in einem Bankgebäude gelegenen

Aussichtsplattform. Von dort oben ergibt

sich bei gutem Wetter ein fantastischer

Blick über die Stadt, deren Straßen und

Hochhäuser bis an den Horizont reichen.

Das kann auf manche durchaus beängstigend

wirken, auf der anderen Seite bietet

dieser Großstadtdschungel eine Vielfalt

an Kulturen und Subkulturen, wie man

sie nirgends sonst in Brasilien finden wird.

Vom Farol Santander ist es wiederum nicht

weit zum Museum für sexuelle Diversität,

das sich in der U-Bahn-Station República

befindet. Als erstes Museum seiner Art in

Lateinamerika widmet sich das Museu da

Diversidade Sexual seit seiner Eröffnung

2012 in Wechselausstellungen der sozialen,

politischen und kulturellen Geschichte

von Brasiliens LGBTIQ*-Community. Während

homosexuelle Handlungen bereits


seit 1823 nicht mehr juristisch verfolgt

wurden, verabschiedeten 2003 zahlreiche

Kommunalregierungen, darunter São Paulo,

ein Antidiskriminierungsgesetz, und bereits

zwei Jahre vor der Legalisierung der Ehe für

alle erkannte der Bundesstaat São Paulo

gleichgeschlechtliche Ehen an. Besonders

bekannt ist São Paulo für die weltweit

größte Pride-Parade, bei der im Juni an

die drei Millionen Menschen entlang der

Avenida Paulista zusammenkommen.

SCHWULES ZENTRUM

In den Nebenstraßen dieser Hauptschlagader

finden sich etliche Hotels,

von denen aus sich die Stadt besonders

gut erkunden lässt. Und es ist nicht

weit zur trendigen Rua Augusta. An

dieser beliebten Ausgehmeile reihen sich

etliche Bars und Restaurants, darunter

die Leder- und Cruising-Bar São Paulo

Eagle. Der benachbarte Parque Augusta ist

seit 2021 vor allem am Wochenende die

neuste Spielwiese der LGBTiQ*-Szene. Im

Zentrum der Stadt gelegen, befand sich

das Gelände in privater Hand und wurde

dank einer Bürgerinitiative nun für die

Öffentlichkeit geöffnet und neu gestaltet.

Und so dient der Park jetzt wahlweise als

Liegewiese, Sportplatz und Treffpunkt

der in der Umgebung zahlreich lebenden

Schwulen, Lesben und Transgender, die

sich zum Picknick verabreden oder einfach

ein paar Stunden Erholung suchen. Auf

und um den um die Ecke liegenden Platz

Praça Franklin Roosevelt trifft die sich

Szene dagegen vor allem nachts. Neben

gleich mehreren queeren Theatern locken

zahlreiche Bars ein Publikum an, das am

Wochenende für volle Straßen sorgt. Vom

Roosevelt-Platz ist es dann auch nicht

mehr weit zum Largo de Arouche. Dort

findet man nicht nur São Paulos größte

FOTO: DAX

REISE

und modernste Sauna Chilli Pepper, die

ebenso Zimmer mit Bett und eigenem

Bad bietet, sondern auch die Bars der

Bärenszene.

STRIPPER & DRAGQUEENS

Dank Uber oder Taxi-Apps und

erschwinglicher Kosten kommt man gut

und sicher durch die Stadt, denn natürlich

gibt es auch außerhalb des eigentlichen

Stadtkerns Centro jede Menge Treffpunkte

der Szene. So stößt man im Cabaret

da Cecilia im gleichnamigen Viertel auf

eine alternative Hipster-Bar mit kurioser

Einrichtung und einem Kellertheater, in

dem vom Jazzkonzert über Dragshows bis

zur Stripper Night immer etwas geboten

wird. Im Restaurant Frê Forneria dagegen,

das ebenfalls in Santa Cecilia liegt, treffen

sich trendbewusste schwule Männer bei

den Sounds eines DJs zu Cocktails und

Abendessen, um sich danach auf eine der

großen Partys zu stürzen. Nachdem der

größte und bekannteste Klub Brasiliens,

The Week, schließen musste, trifft man

sich nun zu riesigen Circuit-Partys an

wechselnden Orten, die vom „The Week“-

Macher André Almada unter der Marke The

New World (TNW) organisiert werden. *dax

www.cidadedesaopaulo.com

Kann man Kondome

besser machen ?

Die neuen FAIR SQUARED-Kondome sind

in Kooperation mit der Deutschen Aidshilfe

entstanden. Ein Teil der Erlöse unterstützt

die Arbeit der Deutschen Aidshilfe.

FAIR SQUARED-Kondome sind aus fair

produziertem Naturkautschuk hergestellt.

Für jedes Kilogramm Naturlatex, das wir

verarbeiten, zahlen wir eine Fair-Trade-

Prämie. Die Gummiproduzent:innen,

Kooperativen oder Arbeiter:innen auf den

Plantagen entscheiden selbst, wie sie die

Fair-Trade-Prämie zur Verbesserung ihrer

Lebens- und Arbeitsbedingungen verwenden

wollen.

FAIR SQUARED-Kondome sind 100% vegan.

Es werden keine tierischen Inhaltsstoffe,

z. B. Casein bei der Herstellung der Kondome

benutzt und keine Tiere bei der Ernte des

Naturkautschuks eingesetzt.

FAIR SQUARED-Kondome sind flexibel und

passen sich dem Penis rundum sicher an.

Sie sind nahezu geruchsneutral, lassen sich

schnell aus der Papierfolie entnehmen und

leicht abrollen.

FAIR SQUARED Smooth

extra feucht

Wandstärke: ca. 0,075 mm

nominale Weite: ca. 54 mm

Eine Kooperation mit der

Deutschen Aidshilfe


REISE

USA

HAUPTSTADT MIT HERZ

Es ist das politische Zentrum der USA,

historischer Hotspot und voller sehenswerter

Museen: Wer an die Ostküste der

Vereinigten Staaten reist, sollte unbedingt

einen Stopp in Washington, D.C.

einlegen, denn auch die dortige LGBTIQ*-

Szene bietet allerlei Abwechslung.

Michael Jordan, Oprah Winfrey, Chuck

Berry, The Jackson Five – wer die oberen

Stockwerke des National Museum of

African American History & Culture

(NMAAHC) durchstreift, findet sich in

einer großen Hall of Fame der afroamerikanischen

Kultur wieder. Ob bildende

Kunst, Tanz, Theater, Musik oder Sport – in

den Ausstellungshallen gibt es Zeugnisse,

Kostüme und Trophäen aller bedeutenden

Persönlichkeiten des 20. und 21. Jahrhunderts

zu sehen, die jede für sich

Geschichte geschrieben haben.

Einzig die Drag-Ikone RuPaul

scheint zu fehlen. Während

das Museum hier oben mit

dem Glanz und Glamour

der Künstler und Sportler

begeistert, beginnt die

geschichtliche Aufarbeitung

vom Sklaventum

über Rassentrennung und

Bürgerrechtsbewegung

bis zur aktuellen Black-

Lives-Matter-Bewegung

unter der Erde. Die

Ausstellung, die sich

vom Keller langsam

nach oben windet,

erzählt von den dunkelsten Kapiteln der

amerikanischen Geschichte, von Verschleppung,

Folter und Tod, aber auch von

afroamerikanischen Kriegshelden, Politikern

und Idolen wie Frederick Douglass, Harriet-

Tubman, Rosa Parks und Martin Luther

King. Das 2016 eröffnete Museum in dem

markanten Bau an der Mall, die das Kapitol

mit dem Lincoln Memorial verbindet, ist nur

eines von insgesamt 19 Museen, die von der

Smithsonian Institution betrieben werden.

ÜBERBLICK

In den Sammlungen des größten Museumskomplexes

der Welt – darunter das

Museum of Natural History, das National

Air and Space Museum, das National

Museum of the American Indian sowie die

National Portrait Gallery oder das Hirshorn

Museum and Sculpture Garden – könnte

man bei meist freiem Eintritt locker eine

Woche oder länger verbringen. Für das

NMAAHC sollte man sich allerdings

rechtzeitig um ein Zeitticket

kümmern. Gleiches gilt für

Tickets in die Spitze des seit

Kurzem wieder zugänglichen

Washington Monuments, die

man ab dreißig Tage vor dem

Besuch für eine Reservierungsgebühr

von nur einem

Dollar bekommt. Von dem gut

169 Meter hohen Bauwerk,

das zentral auf der Mall gleich

neben dem NMAAHC liegt,

hat man den wohl besten

Blick auf die Stadt. Ob

Kapitol, Weißes Haus oder der Reflecting

Pool vor dem Lincoln Memorial: Von dem in

Form eines Obelisken 1885 eingeweihten

Denkmals kann man sich einen guten

Überblick über die Stadt verschaffen.

NATURERLEBNIS

Wer nach all den Besuchen von Museen

und Denkmälern etwas Erholung sucht,

findet diese direkt vor den Toren Washingtons.

Entlang des von großen Bäumen

gesäumten George Washington Memorial

Parkway sind es bei günstiger Verkehrslage

weniger als dreißig Minuten, bis man den

vom National Park Service verwalteten

Great Falls Park erreicht. Hier führen Wanderwege

entlang des Potomac River, dessen

Wassermassen sich zwischen Felsen

hindurchzwängen und sehenswerte Fälle

bilden. Zudem kann man Amerikas ältesten

Kanal, den 1785 erbauten Patowmack Cana

besuchen. Eine weitere Alternative ist der

Besuch des gut siebzig Autominuten von

D.C. entfernten Shenandoah-Nationalparks,

dessen Skyline Drive durch die Bergwelt der

Apalachen großartige Aussichten garantiert.

BARBIE-PUPPEN &

FREIGETRÄNKE

Aber auch in der Stadt selbst finden sich

Parks und schattige Plätze, an denen

man sich vom Trubel der Großstadt

erholen kann. Ein bekannter Treffpunkt der

LGBTIQ*-Community ist die als „P Street

Beach“ bekannte Liegewiese an der Kreuzung

P Street & 23rd Street, die an heißen

Sommertagen brechend voll ist. Gleich um


REISE

FOTOS: DAX

In jeder

Stadt

zu Hause

Übernachten bei queeren

Gastgebern in über 70 Ländern!

die Ecke liegt die Fireplace

Bar, eine der ältesten Gay-Bars

der Stadt, deren Markenzeichen

ein Kamin mit einer zur Straße

gewandten Glasfront ist. Hier trifft

sich vor allem die afroamerikanische

Community. Das traditionelle Herz

von Washingtons LGBTIQ*-Szene

liegt nahe des Dupont Circle

und vor allem rund um die von

Zebrastreifen in Regenbogenfarben

markierte 17th Street. Neben Bars wie JR’s, Number

Nine oder Trades sowie den Traditionsrestaurants Annie’s

Paramount Steakhouse und Hank’s Oyster Bar finden sich

hier auch Kuriositäten wie der vor einem privaten Stadthaus

angelegte „Barbie Pond“ – ein kleiner, mit Barbie- und Ken-

Puppen je nach Jahreszeit dekorierter Garten an der Avenue

Q. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch der Green Lantern

südlich des Thomas Circle. Die Bar auf zwei Etagen ist seit

über zehn Jahren ein beliebter Szenetreff. Besonders am

Donnerstag zwischen 22 und 23 Uhr ist im ersten Stock der

Bar jede Menge los, denn wer dort mit nacktem Oberkörper

an die Bar geht, bekommt sein Bier umsonst. *dax

AB 29 €

PRO NACHT

Seit 20 Jahren in der Community bekannt unter ebab

FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/ SHAPECHARGE

www.capitalregionusa.de

www.washington.org

Die seit zehn Jahren in Folge mit

100 Prozent beim LGBTQ Workplace Equality Index der

Human Rights Campaign Foundation ausgezeichnete

Fluggesellschaft United Airlines fliegt zweimal täglich

von Frankfurt und einmal täglich von München nonstop

nach Washington-Dulles. Zur Auswahl stehen Plätze in

der Economy, Premium Plus und dem Aushängeschild der

Airline, der United Polaris Class.

www.united.com


REISE

OFFEN FÜR NEUES

FOTOS: GOTHAIBEFREE.COM

Thailand

Kürzlich wurde Thailand laut der Studie

„Visa Global Travel Intentions Study

2021“ unter die Top 4 der attraktivsten

Reiseziele der Welt gewählt. Die Umfrage,

die Reisende aus 62 Ländern und ihr

Feedback berücksichtigte, zeigte, dass

sich vor allem Bangkok, Phuket, Chiang

Mai und Hua Hin großer Beliebtheit

erfreuen. Dabei spielen Aspekte wie

Entspannung am Reiseort, die Vielfalt

an Freizeitaktivitäten und unberührte

Natur die größte Rolle für einen stressfreien

Urlaub nach der Pandemie.

Aber nicht nur die berühmte Thai-Massage,

die zum UNESCO-Weltkulturerbe

zählt, sondern auch der Besuch eines

buddhistischen Tempels, eines der zahlreichen

Nationalparks oder die thailändische,

gesunde Kulinarik tragen zu einem

erholsamen und vielseitigen Urlaub bei.

MICHELIN-STERNE FÜR

THAILAND

Apropos Kulinarik: Bereits zum

sechsten Mal erscheint Ende 2022 eine

Thailand-Ausgabe des renommierten

Michelin Restaurantführers. Zu den

bisher vertretenen Regionen Bangkok,

Phra Nakhon Si Ayutthaya, Chiang

Mai, Phuket und Phang-Nga kommt in

diesem Jahr der Nordosten Thailands,

der sogenannte Isan, hinzu. Klassische

Garmethoden und vielfältige kulinarische

Einflüsse aus alten Epochen und aus den

Nachbarländern machen die Isan-Küche

zu einer bemerkenswerten Erweiterung

für den Gourmet Guide. Im Vergleich zur

ersten Thailand-Ausgabe des Michelin

Guide im Jahr 2018 hat sich die Zahl der

insgesamt ausgewählten Restaurants von

126 auf 361 nahezu verdreifacht. Die Zahl

der mit Michelin-Sternen ausgezeichneten

Restaurants ist im gleichen Zeitraum von

17 auf 32 gestiegen.

AUSGEZEICHNETE

HOTELS

Mit ausgezeichneten

Restaurants

können auch

zahlreiche Häuser

im gesamten

Königreich dienen,

so unter anderen die

zehn thailändischen

Hotels, die im Travel +

Leisure's Magazin unter

die "Top 500 Hotels of the

Year" ernannt wurden. Diese prestigeträchtige

Liste der beliebtesten Hotels

weltweit umfasst Häuser in Bangkok

und Chiang Mai sowie auf Phuket, Samui

und Ko Lanta. Folgende zehn Hotels in

Thailand überzeugen nicht nur in Sachen

Kulinarik und Service, sondern auch in

puncto Design und wurden in der Kategorie

“Asien” ausgewählt: Amanpuri (Phuket),

Anantara Chiang Mai Resort, Cape Fahn

Hotel (Ko Samui), Capella Bangkok, Four

Seasons Hotel Bangkok at Chao Phraya

River, Four Seasons Resort Chiang Mai,

Mandarin Oriental Bangkok, The Peninsula

Bangkok, Pimalai Resort & Spa (Ko Lanta)

und The Sukhothai Bangkok.

ERLEICHTERTE EINREISE

Im November 2021 hatte Thailands

Regierung zur Eindämmung der Pandemie

für alle internationalen Einreisenden die

Vorabregistrierung für den Thailand Pass

eingeführt. Ab dem 1. Juli 2022 wird

diese Regelung nun aufgehoben.

Internationale Touristen

müssen bei Einreise dann

nur noch einen Nachweis

über eine vollständige

Impfung vorlegen; nicht

oder nicht vollständig

Geimpfte sind verpflichtet,

maximal 72 Stunden

vor Antritt der Reise einen

PCR- oder einen Antigen-

Schnelltest (ATK) durchzuführen

und das offizielle Ergebnis

bei Einreise vorzulegen. Diese Nachweise

können in gedruckter oder digitaler Form

erfolgen, sie werden bei Einreise stichprobenartig

kontrolliert. Auch die bisher

bestehende Krankenversicherungspflicht

wird vollständig aufgehoben. Wurden

alle Voraussetzungen erfüllt, müssen vor

Ort keine weiteren Tests durchgeführt

werden und das gesamte Land kann

uneingeschränkt bereist werden.

www.thailandtourismus.de

www.gothaibefree.com


„Ich bin

Ehrenamtler,

R adfahrer ,

Taucher und

Frohnatur . “

Christoph

# HIVersity

Weil ich mehr bin als

nur HIV-positiv: LiVLife.de

NP-DE-HVU-ADVT-210002; 07/2021


Gesundheit

INFEKTIOLOGIE

AFFENPOCKEN

heißen jetzt MPX, sonst ändert sich nix?

Jeder, der gerne Spaß mit wechselnden

Penissen hat, sollte bis

auf Weiteres im Groben beachten:

Achtsamkeit, ein bisschen weniger Sex

und bei Bedarf impfen lassen. Dann

klappt das auch mit der Eindämmung

der neuen alten Virusinfektion, die seit

dem Frühjahr für Aufregung in (sozialen)

Medien und der Szene sorgt. Ein

Überblick.

KONDOME SCHÜTZEN NICHT VOR

„AFFENPOCKEN“ …

Beim Redaktionsschluss dieser Ausgabe

am 21. Juni war nicht sicher, ob das Kürzel

MPX auch von der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) als offizieller Virenname

erwählt wird. Sicher ist, dass der alte Name

wissenschaftlich irreführend, sprachlich

problematisch und bald Geschichte ist.

Der Checkpoint BLN nutzte Mitte Juni

diese Abkürzung des englischen Begriffes

in einem dringenden Aufruf an die Medien.

Grund für die Stellungnahme: Eine ausgerechnet

über den öffentlich-rechtlichen

rbb verbreitete Falschinformation von

Dr. Nicolai Savaskan, Leiter Gesundheitsamt

Berlin-Neukölln:

„Savaskans Vorschlag Impfungen nicht

präventiv einzusetzen um zu verhindern,

dass sich Geimpfte ‚in falscher Sicherheit

wiegen und Safer-Sex-Regeln

vernachlässigen würden‘ widerspricht

eindeutig der STIKO-Empfehlung

und finden wir fachlich falsch. Wir

weisen darauf hin, dass ‚Safer Sex‘,

u.a. die Nutzung von Kondomen,

ausschließlich Methoden zum Schutz

vor HIV umfasst. Der Begriff wird von

Savaskan missverständlich verwendet

und suggeriert Kondome würden vor

MPX schützen. Das ist falsch. MPX wird

u.a. über intensiven Körperkontakt, z.B.

beim Sex, übertragen. Kondome sind

deswegen weder ein effektiver noch ein

ausreichender Schutz vor MPX.“

(Checkpoint BLN)

… IMPFUNGEN ABER!

Entsprechend der Empfehlung

der Ständigen

Impfkommission (STIKO)

bereitete sich der Checkpoint

BLN Mitte Juni auf

eine MPX-Impfkampagne

für Schwule, Bisexuelle und

andere Männer*, die Sex mit

Männern* haben (MSM) vor. Gleiches

gilt für entsprechende Einrichtungen

und Praxen in ganz Deutschland.

SEID WEITER ACHTSAM!

Die Eingangs etwas salopp formulierten

Empfehlungen für MSM hatte der

Pandemiebeauftragte und Oberarzt

der Infektiologie des Universitätsklinikums

rechts der Isar in München, Privatdozent

Dr. Christoph Spinner nach der

Identifizierung der Infektions-Hot-Spots

Maspalomas Gay Pride (Gran Canaria),

Darklands (Antwerpern) und SNAX

(Berlin) gegenüber männer* so formuliert:

„Anders als Coronaviren übertragen

sich Pockenviren nicht als Aerosol,

also nicht über die Luft, sondern durch

engen Hautkontakt, aber auch beim

Küssen oder Streicheln. Daher müssen

Besucher*innen dieser Festivals jetzt

nicht pauschal die nächsten Wochen

in ihren Wohnungen bleiben, denn die

Ansteckungsgefahr ist tendenziell nicht

so hoch.“

Da die Inkubationszeit von MPX bis zu

drei Wochen betragen kann, riet

Spinner vorausschauend:

„Wenn die Feiernden

in den kommenden

Wochen ein bisschen

auf ihre Gewohnheiten

schauen und intime Hautkontakte

reduzieren, mit

Augenmaß und Verstand, haben

wir eine gute Chance, eine weitere

unkontrollierte Ausbreitung des Virus

zu minimieren. {…} Es ist jetzt wichtig,

dass jede*r seinen Beitrag zur Kontrolle

der Infektionsausbreitung auch durch

freiwillige und bewusste Reduktion

unbekannter Sexualkontakte leistet.“

(25. Mai 2022)

Das gilt dank Sommer und dem nach

Corona-Entbehrungen aufblühenden

sozialen Leben auch bis auf Weiteres. *ck

Aktuelle Informationen auf männer.

media/topics/mpx und

www.aidshilfe.de/affenpocken!


ADVERTORIAL

Was bieten Innovationen in der HIV-Therapie?

Erwartungen und Wünsche von HIV-positiven Menschen

NP-DE-HVU-ADVR-220004

Früher zielte die HIV-Therapie

hauptsächlich darauf ab, das

Virus zu unterdrücken. Mit den

Fortschritten in der medizinischen

Versorgung hat sich der Fokus aber

längst vom reinen Überleben hin zum

gesunden Leben und Älterwerden mit HIV

verschoben.

Eine besondere Bedeutung hat dabei

inzwischen die Verbesserung der Lebensqualität

jedes Einzelnen. Um ein langes,

zufriedenes und gesundes Leben zu

führen, ist für HIV-positive Menschen nicht

nur das Wissen um die eigenen, ganz individuellen

Bedürfnisse besonders wichtig.

So empfiehlt es sich für sie auch einmal

zu hinterfragen, ob bestimmte Aspekte

im Leben mit HIV als Herausforderung

empfunden werden oder wie zufrieden sie

mit der aktuellen Therapie sind.

WELCHE HERAUSFORDERUNGEN

KÖNNEN MIT DER HIV-THERAPIE

VERBUNDEN SEIN?

Mittlerweile gibt es groß angelegte Studien,

welche die Erfahrungen und Wünsche von

HIV-positiven Menschen beleuchten. In der

„Positive Perspektiven 2“ Studie wurden

beispielsweise weltweit 2.389 HIV-positive

Menschen befragt.

Dabei wurde unter anderem auch gefragt,

mit welchen Herausforderungen Menschen

mit HIV sich in ihrem Alltag konfrontiert

sehen. Unter den 120 Befragten in Deutschland

fühlt sich die Mehrheit beispielsweise

durch die Einnahme der Medikamente

täglich an die eigene HIV-Infektion erinnert

und knapp die Hälfte verstecken ihre

Medikamente 1 sogar, auch weil sie Angst von

einem ungewollten HIV-Outing haben.

DIE PERSÖNLICHEN BEDÜRFNISSE

KENNEN

Neben der einzigartigen Persönlichkeit

hat jeder Mensch auch ganz individuelle

Bedürfnisse, was die Gestaltung des

52% 47%

(62/120) (56/120)

fühlen sich durch ihre

Tabletten täglich an die

eigene HIV-Infektion

erinnert.

spüren Nebenwirkungen

ihrer aktuellen Therapie.

verstecken ihre

HIV-Medikamente.

35% 32%

(42/120) (38/120)

haben Angst davor, die

Einnahme zu vergessen.

Ein großer Teil der Befragten sieht sich mit besonderen

Herausforderungen bei der HIV-Therapie konfrontiert 1

eigenen Lebens betrifft. Für Menschen mit

HIV ist es vor allem im Hinblick auf die HIV-

Therapie wichtig, dass sie diese gut kennen:

Denn je mehr man sich seiner eigenen

Bedürfnisse bewusst ist, desto klarer wird

man sich auch, ob die aktuelle HIV-Therapie

diese überhaupt noch erfüllt.

Ebenso wie viele andere Dinge im Leben

können Bedürfnisse sich aber auch mit der

Zeit verändern. Dies geschieht meist nicht

über Nacht, sondern schrittweise und daher

oft unbemerkt – das macht ein regelmäßiges

Überprüfen so wichtig.

WAS BIETEN INNOVATIONEN

IN DER HIV-THERAPIE?

Die Mehrheit der Menschen mit HIV ist der

Überzeugung, dass sie von Innovationen in

der Behandlung profitieren können. 2 Wenn

beispielsweise die Einnahme der Tabletten

täglich an die HIV-Infektion erinnert und man

das als belastend empfindet, dann muss man

das nicht einfach hinnehmen. Die Ergebnisse

der „Positive Perspektiven 2“ Studie zeigen

beispielsweise, dass fast die Hälfte der

Befragten offen für eine HIV-Therapie ist, die

nicht täglich eingenommen werden muss. 2

Knapp zwei Drittel der befragten Menschen

mit HIV gaben sogar an, dass sie bereit wären,

76%

(91/120)

glauben, dass Fortschritte in der HIV-Therapie

ihre Gesundheit verbessern werden.

65%

(78/120)

46%

(55/120)

sind offen für eine ART mit weniger

Wirkstoffen.

sind offen für eine ART, die nicht täglich

eingenommen werden muss.

Die meisten Menschen sind der Überzeugung, dass sie

von Innovationen in der HIV-Therapie profitieren können 2

eine HIV-Therapie mit weniger Wirkstoffen

bei gleicher Wirksamkeit einzunehmen. 2

HIV zu einem kleineren Teil im Leben

machen

Um eine hohe Lebensqualität zu erhalten,

ist es also wichtig, dass Menschen mit HIV

ihre eigenen Bedürfnisse kennen und diese

vor allem auch ihren Ärzt*innen gegenüber

äußern. Wenn die aktuelle HIV-Therapie

diese Bedürfnisse nicht erfüllt, kann ein

offenes Gespräch sehr weiterhelfen.

Dank des medizinischen Fortschritts gibt es

für die Vielfalt an persönlichen Wünschen

und Erwartungen auch jeweils eine geeignete

Therapie. Wenn man diese gemeinsam

mit seinem/r Ärzt*in für sich findet, kann HIV

dadurch zu einem kleineren Teil im eigenen

Leben werden.

Weitere Infos sowie persönliche Geschichten

zum Leben mit HIV findest du unter

www.livlife.de.

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REFERENZEN

1 Wigger A et al., Deutsch-Österreichischer Aids-Kongress

2021. Poster 46763.

2 Wigger A et al., 15. Kongress für Infektionskrankheiten und

Tropenmedizin 2021. Poster P-037.


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