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Elbufer Rundschau: "tante enso" in Neu Darchau eröffnet

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Ausgabe 12 - W<strong>in</strong>ter 2023/24<br />

regional | unabhängig | neugierig<br />

Ersche<strong>in</strong>t viermal im Jahr<br />

„<strong>tante</strong> enso“ <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> <strong>eröffnet</strong><br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Hitzacker Tiesmesland | Bahrendorf | Wietzetze | Drethem | Glienitz | Schutschur | Kle<strong>in</strong> Kühren | <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> | Katem<strong>in</strong> | Quarstedt | Darzau | Sammatz | Walmsburg Bleckede<br />

Amt <strong>Neu</strong>haus Konau | Popelau | <strong>Darchau</strong> | Groß Kühren | Vockfey | Auslegestellen: <strong>Neu</strong>haus, Alt Garge, Tosterglope, Ventschau, Dahlenburg, Marienau ... Lüneburg...<br />

KLOOGSCHIETER<br />

Spielzeug-Tipps<br />

Kulturveranstaltungen<br />

ELBUFER STEUERBORD<br />

DARCHAU-NEU DARCHAU:<br />

Die Eiswette<br />

NEUHAUS und TRIPKAU:<br />

Die „fünfte Jahreszeit“<br />

wird ausgelassen gefeiert<br />

ELBUFER BACKBORD<br />

BLECKEDE:<br />

Wie geht es weiter mit<br />

der Breiten Straße?<br />

KLEIN KÜHREN:<br />

Malermeister Re<strong>in</strong>hold<br />

feiert 10jähriges Jubiläum<br />

NEU DARCHAU:<br />

Schule, K<strong>in</strong>dergarten,<br />

Term<strong>in</strong>e, Feuerwehr, DRK<br />

Sportvere<strong>in</strong>igung <strong>Elbufer</strong><br />

<strong>tante</strong> enso<br />

KÜNSTLERPORTRAIT<br />

Ursula Blancke Dau:<br />

„Wiederbelebungsversuche<br />

mit Spraydose“<br />

Olaf & Radka:<br />

Holzkunst aus Ventschau<br />

WALMSBURG:<br />

Unruhe wegen geplanter<br />

W<strong>in</strong>dräder<br />

HISTORISCHES<br />

Die Kneipenszene <strong>in</strong> den<br />

Elbdörfern von früher<br />

NATUR&UMWELT<br />

Amphibienwissen<br />

Elbdeiche: Deichsicherheit<br />

kontra Gehölzentnahmen?<br />

elbDORFaktiv e.V.


Kontakt<br />

Telefon: 05853-1356<br />

Fähre: 0160-99162836<br />

Mail: faehre-tanja@gmx.de<br />

www.faehrbetrieb-tanja.de<br />

Fährzeiten<br />

Mo. bis Sa. 5.00 Uhr bis 21.00 Uhr<br />

So. & Feiertage 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr<br />

& auf Anfrage<br />

Tarife der Fähre Tanja<br />

jeweils für e<strong>in</strong>malige Überfahrt<br />

Personen (7% USt.)<br />

4 bis 15 Jahre: 0,50 €<br />

ab 16 Jahren: 2,00 €<br />

Fahrzeuge (7% USt.)<br />

Kraftrad bis 80 ccm/Fahrrad: 1,50 €<br />

Kraftrad über 80 ccm: 3,00 €<br />

PKW: 4,00 €<br />

Busse: 14,00 €<br />

PKW-Anhänger (19% USt.)<br />

mit e<strong>in</strong>er Achse: 3,50 €<br />

mit zwei Achsen: 4,50 €<br />

Wohnanhänger: 4,50 €<br />

Wohnmobile (19% USt.)<br />

bis 2,8 t: 6,00 €<br />

bis 7,5 t: 9,00 €<br />

bis 10 t*: 10,00 €<br />

Personen/PKW (19% USt.)<br />

Person: 2,50 €<br />

PKW: 4,50 €<br />

*zulässiges Gesamtgewicht;<br />

Tarife für andere KFZ siehe Aushang an der Fähre<br />

Geme<strong>in</strong>deverwaltung <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Hauptstraße 15, 29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Tel.: 05853 331 | geme<strong>in</strong>deneudarchau@t-onl<strong>in</strong>e.de<br />

Öffnungszeiten:<br />

Montags:<br />

Mittwochs:<br />

9.00 Uhr bis 12.00 Uhr<br />

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr<br />

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr<br />

www.neu-darchau.de<br />

Unsere Hafenmeister – Ihre kompetenten Ansprechpartner:<br />

H. Kastens und M. Bruß s<strong>in</strong>d für Sie da. Mobil 0157 862 831 06<br />

Titelbild: Alte Ulme <strong>in</strong> N<strong>in</strong>dorf. Das genaue Alter der Flatterulme ist unbekannt (beträgt wohl über 400 Jahre). Höhe 11 Meter, Umfang <strong>in</strong> 1 m Höhe: 7,04 Meter.


Inhalt<br />

Regional * Unabhängig * <strong>Neu</strong>gierig<br />

Unser Leitbild spiegelt sich <strong>in</strong> den Worten.<br />

REGIONAL!<br />

Wir s<strong>in</strong>d regional. Wir leben hier. Die e<strong>in</strong>en mit gewachsenen<br />

Wurzeln, die anderen mit selbst gewählten. Wir leben gern hier.<br />

Daher geben wir unseren Themen im Schwerpunkt den regionalen<br />

Bezug. So vielfältig, so bunt und so <strong>in</strong>teressant wie unser<br />

aller Leben hier.<br />

UNABHÄNGIG!<br />

Das Team der Redaktion steht ke<strong>in</strong>er politischen oder religiösen<br />

Überzeugung nahe. Und so ist auch unser Magaz<strong>in</strong> offen für<br />

alle Strömungen mit freiheitlichen und demokratischen Grundidealen.<br />

Wir arbeiten unabhängig und überparteilich, räumen<br />

Platz e<strong>in</strong> für Gedanken und Geschichten und geben Autoren<br />

mit unterschiedlichsten, auch politischen E<strong>in</strong>stellungen e<strong>in</strong>e<br />

Plattform, ohne dass diese unbed<strong>in</strong>gt die Überzeugungen der<br />

Redaktion widerspiegeln. Genau damit möchten wir die Offenheit<br />

und Vielfalt spiegeln, die wir hier bei uns im Alltag leben<br />

und lieben.<br />

NEUGIERIG!<br />

War es nicht die unbeschwerte <strong>Neu</strong>gier, die uns als K<strong>in</strong>dern oft<br />

unbekannte Türen geöffnet hat? Die uns <strong>in</strong> bis dah<strong>in</strong> verschlossene<br />

Welten e<strong>in</strong>tauchen ließ und uns zu dem gemacht hat, was<br />

wir heute s<strong>in</strong>d? Die uns Freude, Achtung, Mut und Demut gelehrt<br />

hat? Das alles möchten wir auch mit diesem Magaz<strong>in</strong> <strong>in</strong><br />

unseren oft so vernünftigen und rationalen Alltag h<strong>in</strong>überretten<br />

und mit Ihnen teilen.<br />

Wir möchten im besten S<strong>in</strong>ne neugierig bleiben, ohne aufdr<strong>in</strong>glich<br />

zu se<strong>in</strong>. Und wir möchten Sie anstecken und auffordern,<br />

diese <strong>Neu</strong>gier mitzuleben. <strong>Neu</strong>gier auf <strong>Neu</strong>es, auf Mitmenschen,<br />

auf all das, was uns hier umgibt. Geme<strong>in</strong>sam mit<br />

Ihnen allen <strong>in</strong> und für unsere <strong>Elbufer</strong>-Region: Senden Sie uns<br />

H<strong>in</strong>weise, Ihre Geschichte, Ihre Wünsche, beteiligen Sie sich an<br />

der positiven <strong>in</strong>haltlichen Gestaltung des Magaz<strong>in</strong>s.<br />

(Impressum: siehe h<strong>in</strong>ten)<br />

Liebe Leser<strong>in</strong>nen und Leser,<br />

zu Beg<strong>in</strong>n des neuen Jahres 2024<br />

halten Sie hiermit die neue Ausgabe der<br />

<strong>Elbufer</strong>-<strong>Rundschau</strong> <strong>in</strong> den Händen.<br />

Wir möchten wieder mit Berichten aus unserer <strong>Elbufer</strong>-Region<br />

dazu beitragen, dass Sie sich unterhalten und <strong>in</strong>formiert fühlen.<br />

Zu den Aktivitäten, die allen Beteiligten beiderseits des <strong>Elbufer</strong>s<br />

viel Freude bereiten und Menschen über Grenzen h<strong>in</strong>weg zusammenf<strong>in</strong>den<br />

läßt, gehört die Eiswette <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>–<strong>Darchau</strong>. Das<br />

beliebte Ritual wird mit e<strong>in</strong>em großen Fest am 27. Januar gefeiert.<br />

Der Februar ist für viele Leute sowohl <strong>in</strong> <strong>Neu</strong>haus als auch <strong>in</strong> Tripkau<br />

richtig aufregend. Denn sie feiern mit großer Begeisterung<br />

die „5. Jahreszeit“. Wir freuen uns sehr, dass unsere närrischen<br />

Nachbarn uns e<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>blick <strong>in</strong> ihre Welt angeboten haben.<br />

Bei unserer spannenden Zeitreise <strong>in</strong> die Kneipenszene des letzten<br />

Jahrhunderts <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> haben viele Menschen mit Fotos und<br />

Infos zum Gel<strong>in</strong>gen beigetragen. Leider konnten wir viele Anekdoten<br />

und Geschichten aus Platzgründen nicht verwerten. Trotzdem<br />

e<strong>in</strong>en herzlichen Dank an alle für die tolle Unterstützung!<br />

E<strong>in</strong>drucksvoll war die Begegnung mit der Künstler<strong>in</strong> Ursula Blancke<br />

Dau aus <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>. Und auch über die Entstehung fe<strong>in</strong>er,<br />

kunstvoller Holzarbeiten aus Ventschau f<strong>in</strong>den Sie e<strong>in</strong>en Beitrag.<br />

Wir wünschen Ihnen e<strong>in</strong> friedliches und gesundes Jahr 2024.<br />

Bleiben Sie zuversichtlich!<br />

Sonja Reichmann<br />

und das Redaktions-Team Helmut und Irmgard Hoffmann<br />

Im Internet s<strong>in</strong>d alle Ausgaben der ,,<strong>Elbufer</strong>-<strong>Rundschau</strong>"<br />

onl<strong>in</strong>e: E<strong>in</strong>fach aufs Cover klicken und blättern.<br />

Katem<strong>in</strong><br />

www.elbufer-rundschau.de<br />

„Hier <strong>in</strong> Katem<strong>in</strong> hatten wir den schönsten Saal“<br />

Von den großen Zeiten <strong>in</strong> „Meyer’s Gasthof“, später „Landhaus Katem<strong>in</strong>“<br />

„Hier war das Leben, und das Leben war schön.“ Kaum<br />

ist der heute 83jährige Bruno Scheffel durch die E<strong>in</strong>gangstür<br />

im ehemaligen Landhaus Katem<strong>in</strong> getreten,<br />

leuchten se<strong>in</strong>e Augen. Er zeigt auf e<strong>in</strong>e Wand: „Hier<br />

stand das Klavier. Wie oft war dieses Klubzimmer gerammelt<br />

voll. Irgendwie waren wir alle e<strong>in</strong>e große Familie“,<br />

nimmt er uns mit auf e<strong>in</strong>e schillernde Zeitreise.<br />

Postkarte um etwa 1900<br />

Statt sich an den Tisch zu setzen, will er erst mal alles<br />

angucken: „Was haben wir hier alles gefeiert: Faßlam,<br />

Osterball, Tanz <strong>in</strong> den Mai… – Hier steppte der Bär.“ Die<br />

Er<strong>in</strong>nerungen bewegen unseren Zeitzeugen sichtlich.<br />

Emotionales Wiedersehen mit dem Gasthof<br />

1945 ist Bruno Scheffel als K<strong>in</strong>d mit se<strong>in</strong>er Familie auf<br />

der Flucht aus dem Osten <strong>in</strong> Walmsburg gelandet.<br />

Dort hat er se<strong>in</strong>e K<strong>in</strong>dheit verbracht („das waren tolle<br />

Jahre“). Als junger Erwachsener zog er dann nach <strong>Neu</strong><br />

<strong>Darchau</strong> und war dort sehr aktiv, unter anderem <strong>in</strong> der<br />

Fußballmannschaft des Ortes.<br />

Auch wenn er später viele Jahre im Hamburger Hafen<br />

gearbeitet hat, h<strong>in</strong>g se<strong>in</strong> Herz doch immer an den gesellschaftlichen<br />

Aktivitäten hier <strong>in</strong> der Elbtalaue.<br />

Während wir geme<strong>in</strong>sam mit dem neuen Besitzer des<br />

Gasthofs die alten Räume besichtigen, die zum Teil<br />

wieder restauriert s<strong>in</strong>d, strömen die Er<strong>in</strong>nerungen aus<br />

Bruno Scheffel heraus. In dem großen Saal sieht er sich<br />

immer wieder um. „Als dieser Saal e<strong>in</strong>geweiht wurde,<br />

habe ich hier gekellnert. Es gab zwar <strong>in</strong> der näheren<br />

Umgebung damals noch fünf Wirtschaften, wo man<br />

was tr<strong>in</strong>ken konnte. Aber das hier war der schönste<br />

Festsaal weit und breit“, kommt er <strong>in</strong>s Schwärmen.<br />

TanteEnso | Eiswette | Jubiläen<br />

Meyer‘s Gasthof um 1950<br />

Verschiedene Term<strong>in</strong>e und Informationen<br />

„Dieses Prunkstück von e<strong>in</strong>em Saal hat Ende der<br />

1960er Jahre der Architekt He<strong>in</strong>z Meyer geschaffen.<br />

Der stammte aus Walmsburg und hieß wie der Wirt.“<br />

Bruno Scheffel zeigt auf die gegenüberliegende Seite:<br />

„Dort h<strong>in</strong>ten wurde Theater<br />

gespielt. Auch junge Künstler<br />

haben hier gesungen. Und da<br />

drüben war die Sektbar. Während<br />

die Männer am Tresen Bier<br />

und Schnaps getrunken haben,<br />

s<strong>in</strong>d die Frauen hierher und<br />

haben sich amüsiert. Und hier<br />

an dieser Seite – so er<strong>in</strong>nere<br />

ich mich – war dezentes Licht.“<br />

Er macht e<strong>in</strong>e kle<strong>in</strong>e Pause.<br />

„Hier habe ich auch me<strong>in</strong>e Frau<br />

kennengelernt. Wir s<strong>in</strong>d nach so<br />

vielen Jahren immer noch zusammen.“<br />

K<strong>in</strong>der und Familien<br />

Geme<strong>in</strong>sam besichtigen wir<br />

die weiteren Räumlichkeiten <strong>in</strong><br />

dem großen Haus. „Das hier war<br />

die Küche, da war der Vorbereitungsraum<br />

für die Küchenarbei-<br />

elbDORFaktiv e.V.<br />

Freizeit | Kultur | Literatur<br />

Historisches<br />

2<br />

Sportvere<strong>in</strong>igung <strong>Elbufer</strong> e.V.<br />

Natur | Umwelt und Technik<br />

Aus den Orten<br />

Impressum<br />

Der obere Stammbereich dieses Baumdenkmals ist mit e<strong>in</strong>em Textilgurt umspannt.<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

3


<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

So wurde <strong>tante</strong>enso feierlich e<strong>in</strong>geweiht<br />

5 Tage vor Weihnachten wurde das rote Band durchschnitten<br />

Ende des Jahres 2022 schloß der Edeka-Laden von Holger<br />

Hildebrand <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> se<strong>in</strong>e Türen.<br />

Gleich nach Aufkommen erster Signale dieser Hiobsbotschaft<br />

haben sich Bürger von <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> Gedanken<br />

gemacht, wie die Lebensmittelversorgung vor Ort<br />

aufrechterhalten werden kann.<br />

Relativ schnell kam der damalige Edeka-Betreiber Holger<br />

Hildebrand geme<strong>in</strong>sam mit Mitgliedern des Vere<strong>in</strong>s<br />

elbDORFaktiv sowie der Geme<strong>in</strong>devertretung von<br />

<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> mit der Firma myEnso <strong>in</strong> Kontakt.<br />

Doch es waren e<strong>in</strong>ige Hürden zu nehmen, bis das Projekt<br />

e<strong>in</strong>es neuen Ladens Gestalt annehmen konnte.<br />

Die größte war die Voraussetzung, dass <strong>in</strong> relativ kurzer<br />

Zeit 300 Menschen als Genoss*<strong>in</strong>nen e<strong>in</strong>en Genossenschaftsanteil<br />

von je 100 Euro erwerben mussten.<br />

Bis Ende Februar 2023 stießen die Bürger mit deutlich<br />

über 400 Anteilen diese Hürde um, so dass es zu konkreten<br />

Planungen kommen konnte.<br />

Dass es mit der ursprünglich schon für den Sommer<br />

2023 erhofften Eröffnung nichts werden würde, zeichnete<br />

sich bald ab. Nun aber ist nach e<strong>in</strong>em knapp e<strong>in</strong>jährigen<br />

Kraftakt die von vielen Bürgern lang ersehnte<br />

Eröffnung des Laden endlich erfolgt – noch vor Weihnachten,<br />

am 19. Dezember 2023 um 12 Uhr!<br />

Reger Andrang beim bunten Rahmenprogramm<br />

Obwohl es am Eröffnungstag regnete, waren kurz nach<br />

11 Uhr bereits über 100 <strong>in</strong>teressierte Menschen vor<br />

dem neuen Tante-Enso-Laden e<strong>in</strong>getroffen, viele hatten<br />

sich mit Schirmen gewappnet. Organisiert wurde<br />

die Feierstunde von aktiven Mitgliedern des Vere<strong>in</strong>s<br />

elbDORFaktiv, dessen Sprecher Andreas Conradt auch<br />

e<strong>in</strong> kle<strong>in</strong>es buntes Rahmenprogramm moderierte.<br />

Ab 11 Uhr gab es vor dem neuen Laden e<strong>in</strong>e musikalische<br />

E<strong>in</strong>stimmung durch die Trommlergruppe<br />

„Fit4Drums“, deren Mitglieder aus den umliegenden<br />

Dörfern kommen. Danach folgten Gedichtvorträge<br />

und musikalische Darbietungen von K<strong>in</strong>dern aus der<br />

Grundschule <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>.<br />

Auch e<strong>in</strong>e Abordnung des Walmsburger Chors war<br />

erschienen und trug e<strong>in</strong> paar Lieder vor, darunter e<strong>in</strong><br />

speziell für den Anlass getextetes Lied, das nach der<br />

bekannten Melodie von „In e<strong>in</strong>em kle<strong>in</strong>en Apfel“ gesungen<br />

wurde. Etliche Besucher sangen fröhlich mit.<br />

Für die zahlreichen trotz der ungemütlichen Witterung<br />

erschienenen Besucher gab es e<strong>in</strong>e Gratis-Beköstigung<br />

<strong>in</strong> Form von Suppe, leckeren Kuchenstücken<br />

sowie kalten und heißen Getränken.<br />

Grußworte der Freude und des Respekts vor<br />

dem Engagement der <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er Bürger<br />

Nach den musikalischen Beiträgen wurde es offiziell!<br />

Nachdem Moderator Andreas Conrad verkündet<br />

hatte, dass der <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er Bürgermeister Dehde<br />

aus term<strong>in</strong>lichen Gründen verh<strong>in</strong>dert sei und er dafür<br />

se<strong>in</strong>e Stellvertreter<strong>in</strong> gebeten hatte, e<strong>in</strong>ige Grußworte<br />

zu sprechen, bekam Heike Thies das Wort. Sie begann<br />

ihre fröhliche Ansprache mit der Frage „Glaubt ihr an<br />

den Weihnachtsmann“, um dann festzustellen, dass es<br />

für die <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er doch e<strong>in</strong> großes Weihnachtsgeschenk<br />

sei, dass die Bemühungen b<strong>in</strong>nen Jahresfrist zu<br />

e<strong>in</strong>em Erfolg gekommen s<strong>in</strong>d.<br />

4


schnitt nach heruntergezähltem Countdown geme<strong>in</strong>sam<br />

mit der stellvertretenden Bürgermeister<strong>in</strong> Heike<br />

Thies sowie der Filialleiter<strong>in</strong> Nad<strong>in</strong>e Buchholz das rote<br />

Band durch, während Konfetti-Kanonen gezündet<br />

wurden. Danach durfte der elbDORFaktiv-Sprecher<br />

Andreas Conradt als erster die E<strong>in</strong>gangstür öffnen.<br />

Anschließend verlas sie die Grußworte von Bürgermeister<br />

Hans-Peter Dehde, der ebenfalls se<strong>in</strong>e Freude<br />

über die Eröffnung von „Tante Enso“ übermitteln ließ.<br />

Auch der Bürgermeister der zuständigen Samtgeme<strong>in</strong>de<br />

Elbtalaue, Jürgen Meyer, der das Rahmenprogramm<br />

mit offensichtlichem Vergnügen verfolgt hatte, ließ es<br />

sich nicht nehmen, se<strong>in</strong>e Freude und den großen Respekt<br />

vor dem geme<strong>in</strong>schaftlichen Engagement so vieler<br />

Dorfbewohner aus <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> zu bekunden.<br />

Dann durften auch die vielen Interessierten Menschen<br />

aus <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> und Umgebung das erste Mal<br />

ihren neuen Laden betreten und e<strong>in</strong>kaufen.<br />

Die <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er strömen <strong>in</strong> den neuen Laden<br />

Die e<strong>in</strong>hellige Stimmung war: „Das hat sich wirklich<br />

gelohnt! Jetzt haben wir wieder e<strong>in</strong>en Laden mit e<strong>in</strong>em<br />

umfangreichen Sortiment und nettem Service.“<br />

Um kurz vor 12 trat dann das Personal von „Tante Enso“<br />

vor die Tür und stellte sich locker und fröhlich vor.<br />

Da der Uhrzeiger sich danach langsam der offiziellen<br />

Eröffnungzeit genähert hatte, griff zu guter Letzt auch<br />

der Gründer und Geschäftsführer von myenso, Thorsten<br />

Bausch, zum Mikrofon.<br />

Auch er gratulierte der Dorfgeme<strong>in</strong>schaft zu dem erreichten<br />

Ziel und stellte dazu die Vorteile des Konzepts<br />

von myEnso heraus. Er wünschte den Anwesenden viel<br />

Freude an der neuen Filiale se<strong>in</strong>er Firmenkette und<br />

In der Tat: Der „Tante-Enso“-Laden zusammen mit „Hildebrands<br />

Kaffee-Eck“ (Backwaren, Lotto, Post) bereichert<br />

<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> und schafft damit e<strong>in</strong> wichtiges<br />

neues Herzstück für die Dorfgeme<strong>in</strong>schaft! heho<br />

Den Umbau des ehemaligen Edeka-Marktes<br />

plante und begleitete:<br />

Dipl.-Ing. Joachim Fl<strong>in</strong>dt<br />

Bauanträge/ Statik<br />

Im Burkenfeld 11 | Hitzacker-Tiessau<br />

05862 7741 oder 0171 2053601<br />

fl<strong>in</strong>dt.joachim@gmail.com<br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

5


<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>/<strong>Darchau</strong><br />

„Steiht de Elv“ oder „Geiht de Elv“?<br />

Am 27. Januar 2024 f<strong>in</strong>det wieder die Eiswette statt – diesmal auf <strong>Darchau</strong>er Seite<br />

Schon länger laufen sie auf Hochtouren, die Vorbereitungen<br />

für die <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er–<strong>Darchau</strong>er Eiswette<br />

2024. Wieder hat besonders Eisrat Willi Krüger alle<br />

Kanäle aktiviert, um der „zweitgrößten Eiswette <strong>in</strong><br />

Norddeutschland“ zum bestmöglichen Erfolg zu verhelfen.<br />

Der Verkauf der Tippsche<strong>in</strong>e ist <strong>in</strong> vollem Gange.<br />

Am 27. Januar entscheidet der Gutachter<br />

Der Zeitpunkt ist wichtig:<br />

Eisrat Henn<strong>in</strong>g Bodendieck<br />

br<strong>in</strong>gt am 27. Januar 2024<br />

wieder den Wecker mit<br />

Am Sonnabend, dem 27.<br />

Januar 2024, um 11 Uhr<br />

wird die Wette wieder entschieden,<br />

wenn der Gutachter<br />

ruft: „De Elv steiht“<br />

– oder „De Elv geiht“.<br />

Alle Gew<strong>in</strong>ner der Wette<br />

erhalten e<strong>in</strong>e schöne Urkunde<br />

sowie e<strong>in</strong>en spendierten<br />

Glühwe<strong>in</strong> und<br />

dürfen sich e<strong>in</strong> Jahr lang<br />

„Eisheilige“ nennen. Unter<br />

den Gew<strong>in</strong>nern wird<br />

noch e<strong>in</strong>mal gelost, und<br />

zwar um e<strong>in</strong>en Hauptgew<strong>in</strong>n<br />

von 50 Euro und um<br />

weitere Preise. Dazu gehört<br />

unter anderem e<strong>in</strong>e<br />

große Mettwurst.<br />

Auftakt mit Vergabe der Überschüsse<br />

Die Auftaktveranstaltung für die Eiswette am 1. Advent<br />

davor be<strong>in</strong>haltet gleichzeitig die Übergabe des<br />

Überschusses der letztjährigen Eiswette an Jugendgruppen<br />

<strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> und <strong>Darchau</strong>.<br />

Dieses Ereignis fand am 3. Dezember 2023 ab 10.15<br />

Uhr im „Café Rautenkranz“ <strong>in</strong> <strong>Darchau</strong> statt. Alle Besucher<br />

dieser Veranstaltung von westelbischer Seite aus<br />

durften umsonst mit der Fähre „Tanja“ übersetzen!<br />

Als wir bei schönstem W<strong>in</strong>terwetter zur angesetzten<br />

Zeit bei „Rautenkranz“ erschienen, strömten schon die<br />

Um Punkt 11 Uhr entscheidet der Gutachter am 27. Januar<br />

Abordnungen verschiedener K<strong>in</strong>der- und Jugendgruppen<br />

aus der Region <strong>in</strong> die anheimelnde Diele des Cafés.<br />

Als alle Gäste e<strong>in</strong>getroffen waren, begrüßte Jörg Neben<br />

als Sprecher des Eisrats die Anwesenden mit e<strong>in</strong>er<br />

stimmungsvollen Ansprache.<br />

Gibt es P<strong>in</strong>gu<strong>in</strong>e auch im Norden? – Ja klar!<br />

Die K<strong>in</strong>der erfuhren durch se<strong>in</strong>e Ausführungen, dass<br />

die Männer mit der würdevollen Ausstaffierung tatsächlich<br />

P<strong>in</strong>gu<strong>in</strong>e seien.<br />

P<strong>in</strong>gu<strong>in</strong>e gibt es, erklärte er den K<strong>in</strong>dern, also entgegen<br />

verbreiteter Schulweisheit nicht nur am Südpol,<br />

sondern ausnahmsweise auch hier im Norden.<br />

Dann erklärte er für alle Anwesenden mit verständlichen<br />

Worten den hauptsächlichen S<strong>in</strong>n der Eiswette:<br />

Im Wesentlichen soll durch den Brauch der Zusammenhalt<br />

zwischen den rechtselbischen und den l<strong>in</strong>kselbischen<br />

Geme<strong>in</strong>den gestärkt werden.<br />

Der Überschuss aus der Eiswette (durch die nach se<strong>in</strong>en<br />

Worten im letzten W<strong>in</strong>ter durch 438 Wetter über<br />

4000 Euro zusammenkamen) soll dazu dienen, die K<strong>in</strong>der-<br />

und Jugendarbeit <strong>in</strong> der Region zu unterstützen.<br />

Gleichzeitig wird durch die E<strong>in</strong>ladung an die Gruppen<br />

junger Menschen, die sich im Laufe des Vormittags<br />

selbst vorstellten, auch die Vielfalt an Aktivitäten und<br />

an E<strong>in</strong>richtungen <strong>in</strong> unserer Region sowie das große<br />

ehrenamtliche Engagement der Erwachsenen, die die<br />

K<strong>in</strong>der und Jugendlichen betreuen, gewürdigt.<br />

Jörg Neben wies besonders darauf h<strong>in</strong>, dass ke<strong>in</strong> Vere<strong>in</strong><br />

und ke<strong>in</strong>e staatliche E<strong>in</strong>richtung nötig seien, um<br />

von der Unterstützung zu profitieren.<br />

Neben wörtlich: „Ihr müsst den Eisrat immer benachrichtigen,<br />

wenn sich K<strong>in</strong>der- oder Jugendgruppen gegründet<br />

haben und unterstützt werden sollen. Dann<br />

f<strong>in</strong>den wir e<strong>in</strong>e Lösung. Wir helfen gern.“<br />

Die Jugendgruppen stellen sich vor<br />

Bevor es an die feierliche Übergabe der Schecks g<strong>in</strong>g,<br />

stimmte die Jugendmusikgruppe aus Stapel musikalisch<br />

auf die Adventszeit e<strong>in</strong>. Eisrat Neben stellte nach<br />

62


dem Vortrag völlig zutreffend fest, dass mehr vorweihnachtliche<br />

Stimmung auch <strong>in</strong> H<strong>in</strong>blick auf die w<strong>in</strong>terliche<br />

Landschaft draußen kaum möglich sei.<br />

Dann wurde endlich die gespannte Erwartung der K<strong>in</strong>der<br />

und Jugendlichen belohnt. E<strong>in</strong>e Gruppe nach der<br />

anderen wurde von dem „Oberp<strong>in</strong>gu<strong>in</strong>“ aufgerufen.<br />

Begonnen wurde mit der Spende für den K<strong>in</strong>dergarten<br />

von <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>. Danach folgten die Jugendgruppe<br />

des TV <strong>Neu</strong>haus von 1860, die Jugendgruppe der Feuerwehr<br />

Pommoißel, der Angelvere<strong>in</strong> ASV Forelle aus<br />

Katem<strong>in</strong>-<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>, der K<strong>in</strong>dergarten von <strong>Neu</strong>haus,<br />

die Jugendfeuerwehr Schutschur, die Musikgruppe<br />

aus Stapel, die Jugendfeuerwehr Walmsburg und die<br />

Jugendfeuerwehr Haar. Zwischendurch wurde immer<br />

wieder weihnachtlich musiziert.<br />

Den Abschluss und Höhepunkt des Vormittags bildeten<br />

die „wilden Jungs“ vom <strong>Neu</strong>hauser Carneval Club. Sie<br />

führten – als Robben verkleidet – e<strong>in</strong>e rasante Tanzchoreografie<br />

auf, die zu allgeme<strong>in</strong>em Beifall h<strong>in</strong>riss.<br />

Wettkarten kaufen – die Jugend unterstützen!<br />

Die Brücke, die die Mitglieder des Eisrats mit ihrem<br />

sozialen Engagement seit vielen Jahren zwischen<br />

„hüben und drüben“ schlagen, ist wirklich aller<br />

Ehren wert!<br />

Wir wünschen den Aktiven von Herzen<br />

e<strong>in</strong>e rege Beteiligung bei der Eiswette,<br />

damit auch im nächsten Jahr wieder<br />

das „Füllhorn“ für die Unterstützung<br />

der vielfältigen Jugendarbeit <strong>in</strong> der Region<br />

ausgeschüttet werden kann.<br />

heho<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

3<br />

7


Kle<strong>in</strong> Kühren<br />

Feiert se<strong>in</strong> 10jähriges – der „freundliche Malermeister“<br />

Die Firma Andreas Re<strong>in</strong>hold ist aus den Elbdörfern nicht mehr wegzudenken<br />

Die meisten der früher so zahlreichen Handwerksbetriebe<br />

<strong>in</strong> unseren Dörfern s<strong>in</strong>d verschwunden. Die<br />

letzten Malerbetriebe im Bereich <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> waren<br />

Malermeister Adolf Thon, der etwa 1980 aufgab, und<br />

die Malermeister Hermann Thiede sen. und jun., von<br />

denen der jüngere Hermann das Geschäft <strong>in</strong> Katem<strong>in</strong><br />

etwa 1997 mit Erreichen des Rentenalters aufgab.<br />

Um so erfreulicher, dass es seit nunmehr 10 Jahren<br />

den „freundlichen Malermeister“ Andreas Re<strong>in</strong>hold <strong>in</strong><br />

Kle<strong>in</strong> Kühren gibt.<br />

Aus Anlass des 10jährigen Bestehens hat sich Andreas<br />

Re<strong>in</strong>hold bereit erklärt, der <strong>Elbufer</strong>-<strong>Rundschau</strong> e<strong>in</strong> Interview<br />

über sich und se<strong>in</strong>en Betrieb zu geben.<br />

Als wir <strong>in</strong> Kle<strong>in</strong> Kühren <strong>in</strong> der <strong>Elbufer</strong>straße 149 e<strong>in</strong>treffen,<br />

kommt er uns schon draußen entgegen.<br />

Wie zu erwarten (freundlich!), dazu erleben wir e<strong>in</strong>en<br />

ruhigen und aufmerksamen Zuhörer und Erzähler.<br />

Frage: „War Maler eigentlich de<strong>in</strong> Traumberuf?“<br />

Andreas Re<strong>in</strong>hold: Ne<strong>in</strong>, das<br />

kann man eigentlich nicht<br />

sagen. Nachdem me<strong>in</strong> Bruder<br />

und ich mit unserem<br />

Vater 1985 von Schwer<strong>in</strong> hierhergezogen<br />

s<strong>in</strong>d, habe ich <strong>in</strong><br />

Dahlenburg den Hauptschulabschluss<br />

gemacht.<br />

Danach g<strong>in</strong>g ich zur Berufsbildenden<br />

Schule. Da ich noch ke<strong>in</strong>en konkreten beruflichen<br />

Plan hatte, wurde ich vom Arbeitsamt an e<strong>in</strong>en<br />

Malerbetrieb vermittelt, der e<strong>in</strong>en Lehrl<strong>in</strong>g suchte.<br />

Das war die Firma Duschek <strong>in</strong> Dahlenburg, bei der ich<br />

mit 17 Jahren anf<strong>in</strong>g. Insgesamt 23 Jahre, die Lehrzeit<br />

e<strong>in</strong>geschlossen, b<strong>in</strong> ich dann dort tätig gewesen.<br />

Täglich per Fahrrad nach Dahlenburg<br />

Während der gesamten Lehrzeit habe ich mit me<strong>in</strong>em<br />

Bruder und der Oma beim Vater <strong>in</strong> Katem<strong>in</strong> gewohnt.<br />

Im ersten Lehrjahr b<strong>in</strong> ich die 12 Kilometer nach Dahlenburg<br />

täglich mit dem Fahrrad gefahren.<br />

Ab dem folgenden Jahr hatten wir e<strong>in</strong>en Kollegen, der<br />

aus Kovahl kam und mir e<strong>in</strong>e Fahrbeteiligung anbot.<br />

Das habe ich angenommen und b<strong>in</strong> dann statt der 12<br />

nur noch 6 Kilometer per Fahrrad unterwegs gewesen.<br />

Nach über 20 Jahren bei Duschek <strong>in</strong> Dahlenburg hatte<br />

ich irgendwann die Idee, den Meistertitel zu machen.<br />

Das bedeutete Abendschule, e<strong>in</strong>e harte Zeit, <strong>in</strong> der wenig<br />

Freizeit blieb für me<strong>in</strong>e Familie und für me<strong>in</strong>e Hobbys<br />

Sport und Musik. Den Meisterabschluss konnte ich dann<br />

2012 <strong>in</strong> Schwer<strong>in</strong> machen, <strong>in</strong> der Stadt, <strong>in</strong> der ich als K<strong>in</strong>d<br />

aufgewachsen b<strong>in</strong>.<br />

„Ich wollte mich selbstständig machen“<br />

Im Jahre 2014 habe ich den Schritt <strong>in</strong> die Selbstständigkeit<br />

gewagt. Seit damaliger Zeit wohne ich bis heute mit<br />

me<strong>in</strong>er Frau und den K<strong>in</strong>dern, die jetzt 17 und 19 Jahre<br />

alt s<strong>in</strong>d, <strong>in</strong> Nahrendorf.<br />

Doch hier auf dem Hof <strong>in</strong> Kle<strong>in</strong> Kühren hatte ich dieses<br />

Haus schon seit me<strong>in</strong>er Junggesellenzeit gemietet. Mit<br />

dem Hausbesitzer Jürgen Meyer habe ich mich darauf<br />

gee<strong>in</strong>igt, dass ich noch Nebengebäude dazu mieten<br />

konnte, sodass die äußeren Voraussetzungen für e<strong>in</strong>en<br />

selbstständigen Malereibetrieb gegeben waren.<br />

Dies ist also me<strong>in</strong> Betriebsstandort. E<strong>in</strong>en Teil der Büroarbeit<br />

mache ich mittlerweile allerd<strong>in</strong>gs <strong>in</strong> Nahrendorf.<br />

„Und dann bist du <strong>in</strong>s kalte Wasser gesprungen...“<br />

Im Januar 2014 habe ich e<strong>in</strong> eigenes Gewerbe angemeldet,<br />

erst nebenerwerbsmäßig, ab Mai 2014 dann als<br />

Vollgewerbe.<br />

Zu Anfang habe ich natürlich ganz alle<strong>in</strong>e gearbeitet.<br />

Nur me<strong>in</strong> Bruder, der auch Handwerker ist, hat manchmal<br />

geholfen, wo er konnte. Er ist allerd<strong>in</strong>gs ke<strong>in</strong> Malerfachmann.<br />

Als die Arbeit irgendwann zuviel wurde,<br />

habe ich mir dann Hilfe geholt. E<strong>in</strong>en Leiharbeiter, den<br />

ich später als ersten Malergesellen e<strong>in</strong>gestellt habe.<br />

Alle Aufträge kommen aus der Region<br />

„Und wo kommt de<strong>in</strong>e Kundschaft her?“<br />

Ich habe das Glück, dass eigentlich so gut wie alle Aufträge<br />

aus der Region kommen, das heißt aus maximal<br />

15 bis 20 Kilometern Entfernung vom Betriebsstandort.<br />

Lüneburg ist schon die weiteste Wegstrecke.<br />

„Wie viele Leute beschäftigst du zur Zeit?“<br />

Drei Leute arbeiten bei mir. Gerade habe ich unseren<br />

Lehrl<strong>in</strong>g Svenja Przygodda als Gesell<strong>in</strong> übernommen.<br />

Me<strong>in</strong> Geselle Hartwig Waack, der schon länger bei mir<br />

arbeitet, ist übrigens der Kollege aus der Zeit bei Duschek,<br />

der mir angeboten hatte, dass ich ab Kovahl bei ihm mitfahren<br />

könnte! Bei me<strong>in</strong>em Team und mir herrscht e<strong>in</strong>e<br />

sehr ruhige und angenehme Arbeitsatmosphäre.<br />

8


Was der Maler Re<strong>in</strong>hold noch anbietet<br />

Es <strong>in</strong>teressiert uns (und unsere Leser) natürlich, was<br />

für Arbeiten der Malerbetrieb von Andreas Re<strong>in</strong>hold<br />

anbietet: „Was macht ihr denn außer den klassischen<br />

Malerarbeiten noch?“<br />

Tatsächlich haben wir uns auch auf Fußbodenbeläge<br />

spezialisiert. Das heißt, wer e<strong>in</strong>en neuen Teppich, V<strong>in</strong>yl,<br />

Lam<strong>in</strong>at oder L<strong>in</strong>oleum verlegt haben möchte, der ist<br />

bei uns richtig. Wir haben auch e<strong>in</strong>e eigene Parkettschleifmasch<strong>in</strong>e,<br />

mit der wir alte Holzfußböden aufarbeiten<br />

können. Außerdem arbeiten wir natürlich auch<br />

mit anderen Fachleuten partnerschaftlich zusammen,<br />

so dass wir für kniffelige Aufgaben gegebenenfalls<br />

passende Experten empfehlen können.<br />

Wir fragen Andreas nach möglichen schwierigen E<strong>in</strong>sätzen:<br />

„Wie ist es, wenn jemand e<strong>in</strong>e hohe Fassade<br />

gestrichen haben möchte. Baut ihr da auch Gerüste?“<br />

Wir haben e<strong>in</strong>en Hubsteiger, das ist e<strong>in</strong>e hydraulische<br />

Arbeitsbühne. Den habe ich mir gleich zu Anfang angeschafft.<br />

Damit arbeiten wir schnell und vor allem sicher.<br />

„Bestehen eure Aufträge häufiger aus <strong>Neu</strong>bauten oder<br />

aus privaten Renovierungen?“<br />

Zu 80 bis 90% s<strong>in</strong>d das bei<br />

uns Privatkunden. Und da<br />

s<strong>in</strong>d viele Leute froh, dass<br />

wir <strong>in</strong> kle<strong>in</strong>em Rahmen<br />

auch mal Arbeiten übernehmen,<br />

die nicht zu unserer<br />

Kernkompetenz gehören. So<br />

räumen wir durchaus mal<br />

das Wohnzimmer leer, das<br />

neu gestrichen werden soll.<br />

Wir haben auch schon e<strong>in</strong>e<br />

neue Garderobe aufgebaut oder die neue Wohnzimmerlampe<br />

angeschlossen. Besonders me<strong>in</strong> Bruder Steffen<br />

Re<strong>in</strong>hold ist vielfältig versiert. Dadurch können wir viele<br />

<strong>in</strong>dividuelle Kundenwünsche erfüllen..<br />

„Wir s<strong>in</strong>d zur Zeit gut ausgelastet“<br />

Längere Wartezeiten bei Handwerkern s<strong>in</strong>d heutzutage<br />

die Regel. Deshalb fragen wir, auf was man sich<br />

e<strong>in</strong>stellen muss, wenn man e<strong>in</strong>en Auftrag an den<br />

„freundlichen Malermeister“ vergeben möchte.<br />

Oh, wir s<strong>in</strong>d zur Zeit gut ausgelastet. Deshalb muss man<br />

doch e<strong>in</strong>ige Wartezeit e<strong>in</strong>kalkulieren, besonders bei umfangreicheren<br />

Aufgaben. Und manche Arbeiten, wie das<br />

Streichen der Fenster von außen, kann man nur <strong>in</strong> den<br />

wenigen echten Sommermonaten durchführen.<br />

Aber es ist für mich selbstverständlich, dass wir mit den<br />

Term<strong>in</strong>absprachen bei unseren Kunden offen und ehrlich<br />

umgehen.<br />

Deshalb melden wir uns natürlich bei den Kunden und<br />

halten sie auf dem laufenden.<br />

<strong>Elbufer</strong>straße 149b ·29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> Ortsteil Kle<strong>in</strong> Kühren<br />

<strong>in</strong>fo@maler-neu-darchau.de · Telefon 05853 / 980 92 92 · Mobil: 0170 324 19 36<br />

Text: Hoffmann, Fotos: A. Re<strong>in</strong>hold<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

9


Amt <strong>Neu</strong>haus<br />

„Helau“<br />

In <strong>Neu</strong>haus und Tripkau wird die „fünfte Jahreszeit“ begeistert gefeiert<br />

Auch <strong>in</strong> der früheren DDR gehörte Fasch<strong>in</strong>g zum geselligen<br />

Leben dazu und war für viele Menschen e<strong>in</strong><br />

wichtiger Höhepunkt <strong>in</strong> der kalten Jahreszeit.<br />

1950 wurde Karneval vom DDR-Kulturm<strong>in</strong>isterium<br />

offiziell zu e<strong>in</strong>em Teil der „Brauchtumspflege und<br />

Volkskultur“ erklärt. Allerd<strong>in</strong>gs hatten SED-Führung<br />

und Stasi dabei e<strong>in</strong> wachsames Auge auf die Närr<strong>in</strong>nen<br />

und Narren, und es gab auch Konflikte.<br />

1988 gab es <strong>in</strong> der DDR rund 1340 registrierte Karnevalclubs<br />

mit etwa 70000 aktiven Mitgliedern,<br />

jährlich 120000 Veranstaltungen und etwa 6,5 Millionen<br />

Besuchern (Quelle: ntv.de).<br />

In gleich zwei Orten <strong>in</strong> Amt <strong>Neu</strong>haus wird die „fünfte<br />

Jahreszeit“ bis heute ausgelassen gefeiert – mit allem,<br />

was dazu gehört! In <strong>Neu</strong>haus im <strong>Neu</strong>hauser Carneval<br />

Club (NCC), <strong>in</strong> Tripkau im Carneval Club Tripkau (CCT)!<br />

Beide Vere<strong>in</strong>e gibt es seit vielen Jahren. Die <strong>Neu</strong>hauser<br />

feiern <strong>in</strong> diesem Jahr das 70jährige Bestehen und die<br />

Tripkauer das 66jährige Jubiläum seit der Gründung!<br />

Nachdem wir im Januar 2023 bei der „Eiswette-Feier“<br />

im Göpelhaus <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> fasz<strong>in</strong>iert erlebt haben,<br />

wie e<strong>in</strong>e Abordnung von „Närr<strong>in</strong>nen“ aus <strong>Neu</strong>haus mit<br />

ihrem Auftritt die Stimmung anheizte und den Saal<br />

zum Kochen brachte, war klar, dass wir unbed<strong>in</strong>gt über<br />

diese Menschen und ihre Passion berichten wollten.<br />

Mit viel Vorfreude fuhren wir über die Elbe, um uns mit<br />

Heike P<strong>in</strong>k und Christian Siefert zu treffen.<br />

Frau P<strong>in</strong>k ist die Vorsitzende des <strong>Neu</strong>hauser Carneval<br />

Clubs, Herr Siefert der Geschäftsführer des Carneval<br />

Clubs Tripkau.<br />

Überrascht sahen wir beim Betreten des über 400 Jahre<br />

alten Pforthauses, dass e<strong>in</strong>e Reihe von fröhlichen<br />

Menschen dabei war, die Räume des altehrwürdigen<br />

Hauses zu dekorieren.<br />

Gleich löste sich e<strong>in</strong>e junge Frau aus der Gruppe, stellte<br />

sich uns als Heike P<strong>in</strong>k vor und rief e<strong>in</strong>en jungen<br />

Mann heran, der sich als Christian Siefert entpuppte.<br />

Die Begrüßung war so herzlich und unkompliziert,<br />

dass wir schnell zum Du überg<strong>in</strong>gen. „Mich kennen<br />

hier alle nur als ,Möppi‘“, erklärte Siefert lachend.<br />

Tolle Sonderausstellung zu 70 Jahre NCC<br />

„Wir s<strong>in</strong>d gerade dabei, die Sonderausstellung zum<br />

70jährigen Bestehen vorzubereiten. Da könnt Ihr<br />

schon mal e<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>druck von unserem munteren Vere<strong>in</strong>sleben<br />

bekommen“, freute sich Heike P<strong>in</strong>k. „Wir haben<br />

tief <strong>in</strong> den Alben und Truhen unserer Mitglieder<br />

gegraben. Es kam dabei e<strong>in</strong>iges zutage, was für uns<br />

überraschend war. Dazu gehören die allererste Karnevalsstandarte,<br />

die ersten handgenähten Narrenkappen<br />

und Aufzeichnungen über alle Karnevalssitzungen.“<br />

Nicht nur die große Anzahl von Fotodokumenten <strong>in</strong><br />

Schwarzweiß und <strong>in</strong> Farbe aus 70 Jahren Karnevalsgeschichte<br />

<strong>in</strong> <strong>Neu</strong>haus bee<strong>in</strong>druckte uns ziemlich.<br />

Es waren dazu <strong>in</strong> allen Räumen viele weitere Zeugnisse<br />

<strong>in</strong> Form von Kostümen, Narrenkappen, Uniformen, Vere<strong>in</strong>sfahnen,<br />

Mitgliederlisten etc. ausgestellt.<br />

Beim Studium der Liste ehemaliger Vere<strong>in</strong>spräsidenten<br />

stutzten wir, als für e<strong>in</strong>e Reihe von Jahren ke<strong>in</strong>e<br />

Würdenträger aufgeführt waren.<br />

Heike P<strong>in</strong>k erklärte uns: „Aufgrund der Verhältnisse<br />

während des ,Kalten Kriegs‘ mit Mauerbau, E<strong>in</strong>richtung<br />

der Sperrgebiete und Grenzzaunbau auf dem Elbdeich<br />

ruhte das Vere<strong>in</strong>sleben <strong>in</strong> <strong>Neu</strong>haus und Tripkau ab Anfang<br />

der 1960er Jahre. Erst ab 1981 haben wir <strong>in</strong> <strong>Neu</strong>haus<br />

wieder so richtig Karneval gefeiert.“<br />

So kamen die <strong>Neu</strong>hauser zum Karneval<br />

Nach erfolgtem Rundgang durch die fast fertiggestellte<br />

Ausstellung setzten wir uns <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Raum zu<br />

e<strong>in</strong>em lockeren Kreis zusammen. Außer uns und Heike<br />

sowie „Möppi“ (der Name stand unübersehbar auch<br />

auf se<strong>in</strong>em Sweatshirt) stießen auch noch Johanna,<br />

Jörg, Elisabeth (Möppis Mutter), Helga und Luisa zu<br />

diesem Kreis. Sie ließen vergangene Höhepunkte lebendig<br />

werden, erzählten Anekdoten. Sehr gut kam<br />

dabei die Begeisterung rüber, die der Karnevalsbrauch<br />

und die närrische Geme<strong>in</strong>schaft auf sie ausüben.<br />

Uns <strong>in</strong>teressierte von Heike und Möppi:. „Seid ihr <strong>in</strong><br />

den Brauch re<strong>in</strong>geboren oder später dazugestoßen?“<br />

Heike: „Ich b<strong>in</strong> dazugestoßen. Seit 2002 habe ich hier<br />

<strong>in</strong> Jugendgruppen mitgemacht und getanzt. Da war<br />

ich 15 Jahre alt. Seit 2018 b<strong>in</strong> ich jetzt die Präsident<strong>in</strong>.“<br />

Möppi: „Ich b<strong>in</strong> durch me<strong>in</strong>e Mutter quasi re<strong>in</strong>geboren.<br />

Sie war früher sehr aktiv, auch <strong>in</strong> der Bütt. Karnevalstradition<br />

gibt es auch <strong>in</strong> anderen Familien. Viele<br />

s<strong>in</strong>d heute mit Enkeln und sogar Urenkeln im Vere<strong>in</strong>.“<br />

Noch besser als Jörg kann man es als Karnevalist nicht<br />

treffen. Er erzählte lachend: „Ich b<strong>in</strong> <strong>in</strong> den Karneval<br />

re<strong>in</strong>geboren, und das sogar am 11.11. Deshalb feiere<br />

ich Jahr für Jahr me<strong>in</strong>en Geburtstag beim Karneval.“<br />

Diese Karnevalsbegeisterung f<strong>in</strong>den wir erstaunlich<br />

für norddeutsche Verhältnisse: „Wie ist das alles vor 70<br />

10


Jahren entstanden? Wer <strong>in</strong> <strong>Neu</strong>haus hatte die Idee?“<br />

Die Runde war sich e<strong>in</strong>ig: „E<strong>in</strong>e wesentliche Rolle hat<br />

das Westfernsehen gespielt. Viele Leute haben dort die<br />

Übertragungen des Ma<strong>in</strong>zer Karnevals verfolgt.<br />

Der Ma<strong>in</strong>zer Karneval war Vorbild<br />

Auslösend war dann, dass Hermann Lange aus <strong>Neu</strong>haus<br />

im Jahre 1954 befand: ,So was können wir auch.‘<br />

Er fand schnell genügend Mitstreiter und wurde unser<br />

erster Präsident. Damit g<strong>in</strong>g‘s los.“<br />

Helga lächelte bei der Er<strong>in</strong>nerung an die Hoch-Zeiten<br />

des <strong>Neu</strong>hauser Karnevals: „Wir hatten damals 7 Kneipen<br />

im Ort. Es g<strong>in</strong>g Rosenmontag von Saal zu Saal, und<br />

überall wurde nache<strong>in</strong>ander das ganze Programm aufgeführt,<br />

mit den Büttenreden, mit Funkenmarie usw.<br />

Und es gab damals e<strong>in</strong>en Rosenmontagsumzug, bei<br />

dem alle Leute auf der Straße waren. K<strong>in</strong>dergarten,<br />

Schule – das ganze Dorf war beteiligt. “<br />

Heike wies darauf h<strong>in</strong>: „In unserer Ausstellung hier<br />

kann man noch gut sehen, wie die ersten Kostüme und<br />

Narrenkappen stark vom Ma<strong>in</strong>zer Karneval bee<strong>in</strong>flusst<br />

wurden. Form und Farbe – es ist fast alles identisch!“<br />

Die SED kontrollierte die Büttenreden<br />

„Und wie g<strong>in</strong>g die DDR-Führung mit dem Karneval um?“<br />

„Im Pr<strong>in</strong>zip wurde das Karnevalfeiern toleriert. Allerd<strong>in</strong>gs<br />

war der Inhalt der Büttenreden e<strong>in</strong>e Gratwanderung.<br />

Die Missstände vor Ort wurden ,durch die Blume‘<br />

geschickt verpackt, sodass jeder Zuhörer Bescheid<br />

wusste, ohne dass es allzu gefährlich wurde.“<br />

Natürlich gab es Reibereien. „Wir mussten die Büttenreden<br />

häufig den Parteiverantwortlichen vorab vorlegen“,<br />

konnte sich Elisabeth noch er<strong>in</strong>nern.<br />

Wie sehen die tollen Tage heute aus?<br />

„Und wie laufen heute bei euch die Karnevalstage ab?“<br />

Heike: „Karneval ist bei uns gelebte Familientradition.<br />

Zur Karnevalszeit kommen viele Familienmitglieder,<br />

die sonst anderswo leben, nach Hause.<br />

Zur Zeit zählen wir 155 Mitglieder, etwa e<strong>in</strong> Drittel davon<br />

s<strong>in</strong>d K<strong>in</strong>der <strong>in</strong> den Tanzgruppen.<br />

Das Motto des Karnevals wird bei uns geme<strong>in</strong>sam auf<br />

der Mitgliederversammlung beschlossen. In diesem<br />

Jahr heißt das Thema für den Karneval ,70er Jahre‘.“<br />

Neben dem K<strong>in</strong>derkarneval führen wir im Februar<br />

e<strong>in</strong>e Nachmittags-Karnevalsfeier und zwei Abendveranstaltungen<br />

im Hotel Hannover durch. Da gibt es<br />

e<strong>in</strong> launiges Programm mit Büttenreden, Stimmungsliedern<br />

und schwungvollen Tanze<strong>in</strong>lagen. Wir haben<br />

genau wie die Tripkauer auch e<strong>in</strong>e Konfettikanone.<br />

Stolz s<strong>in</strong>d wir <strong>in</strong> <strong>Neu</strong>haus auf unsere eigene Männergesangsgruppe<br />

sowie das eigene <strong>Neu</strong>hauser Lied.<br />

Zur Karnevalszeit gehört bei uns traditionell auch<br />

e<strong>in</strong> Besuch auf der K<strong>in</strong>derstation des Krankenhauses<br />

Hagenow. Dort versuchen wir, bei den Patienten mit<br />

Tanzauftritten gute Stimmung zu verbreiten und Lebensfreude<br />

zu versprühen.<br />

Am 11. Februar besuchen wir alle den Karnevalsumzug<br />

<strong>in</strong> Dömitz.“<br />

Möppi erklärt zum Carneval Club Tripkau: „Wir haben<br />

zur Zeit 223 Mitglieder, ca. die Hälfte ist unter 18 Jahre<br />

alt. Karneval ist bei uns e<strong>in</strong>e ausgelassene und dabei<br />

traditionelle Angelegenheit.<br />

Neben dem Präsidenten Hendrik Stille gibt es bei uns<br />

e<strong>in</strong>en Elferrat, e<strong>in</strong>e Offiziersgarde und ca. 20 Mädels,<br />

die Funkengarde tanzen. Natürlich haben wir auch e<strong>in</strong><br />

K<strong>in</strong>derpr<strong>in</strong>zenpaar (lacht): Die müssen s<strong>in</strong>gen können.<br />

11 männliche Jugendliche etwa zwischen 16 und 18<br />

Jahren bilden die Garde.<br />

Ebenso wie unsere Freunde <strong>in</strong> <strong>Neu</strong>haus haben wir<br />

außerdem e<strong>in</strong>e Vielzahl von tanzbegeisterten „M<strong>in</strong>is“.<br />

Jede Gruppierung hat bei uns e<strong>in</strong>e eigene Uniform.<br />

Am 11.11. versammeln wir uns <strong>in</strong> Tripkau mit den Karnevalisten<br />

um 10 Uhr. Um 11.11 Uhr wird das diesjährige<br />

Motto verkündet, und wir stoßen darauf an.<br />

Am 3. Februar beg<strong>in</strong>nt die nächste Phase. Da treffen<br />

wir uns zur ersten Abendveranstaltung.<br />

Am Sonntag darauf f<strong>in</strong>det der K<strong>in</strong>derkarneval statt.<br />

Am 11. Februar fahren alle Karnevalisten aus der Gegend<br />

nach Dömitz, um am Umzug teilzunehmen!<br />

Am Rosenmontag wird <strong>in</strong> der Tripkauer Mehrzweckhalle<br />

stimmungsvoll mit dem vollen Programm bis<br />

Mitternacht gefeiert. Gemäß historischer Tradition<br />

gibt es bei uns auch e<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>- und e<strong>in</strong>en Ausmarsch.“<br />

Heike: „Zusammen machen wir uns als Karnevalisten<br />

das Leben bunter. Wer wie wir begeistert mit den Vorbereitungen<br />

beschäftigt ist, der ist natürlich gegen<br />

möglichen Trübs<strong>in</strong>n <strong>in</strong> der dunklen Jahreszeit gefeit.“<br />

Text:H. Hoffmann, Fotos: Mit freundlicher Genehmigung <strong>Neu</strong>hauser CC (2), CC Tripkau (1), Hoffmann<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

11


70 Jahre<br />

Die Karnevalisten <strong>in</strong> <strong>Neu</strong>haus können auf e<strong>in</strong>e langjährige<br />

Tradition zurückblicken. Eigens zum 70jährigen<br />

Jubiläum haben sie unzählige Dokumente zu e<strong>in</strong>er tollen<br />

Präsentation zusammengetragen. Hunderte Besucher<br />

s<strong>in</strong>d an den drei Öffnungstagen im Oktober und<br />

November <strong>in</strong>s Pforthaus gekommen, um die Zeugnisse<br />

närrischen Treibens aus 70 Jahren zu bestaunen.<br />

Weitere Möglichkeiten, diese Ausstellung zu besuchen,<br />

f<strong>in</strong>den Interessierte noch am 14., 21. und am 28.<br />

Januar 2024 <strong>in</strong> der Zeit von 15 bis 17 Uhr.<br />

<strong>Neu</strong>hauser Carnevals Club e.V.<br />

Bee<strong>in</strong>druckende Sonderausstellung im Pforthaus <strong>in</strong> <strong>Neu</strong>haus<br />

Gruppenfoto vom <strong>Neu</strong>hauser Karneval 1959<br />

Im Heimatmuseum Pforthaus <strong>Neu</strong>haus<br />

erfahren<br />

Sie<br />

mehr über die<br />

Geschichte des <strong>Neu</strong>hauser Carnevals Club.<br />

Am 14.01.24, 21.01.24 und 28.01.24<br />

jeweils von 15.00 – 17.00 Uhr.<br />

Der E<strong>in</strong>tritt ist frei.<br />

Handgenähte Narrenkappen aus den 50er Jahren<br />

Karnevalsveranstaltungen<br />

des <strong>Neu</strong>hauser Carneval Clubs<br />

Ort: Hotel Hannover<br />

27. Januar 2024 um 15 Uhr:<br />

K<strong>in</strong>derkarneval – 3 Euro<br />

3. Februar 2024 um 20 Uhr:<br />

1. Abendveranstaltung – 16 Euro<br />

4. Februar 2024 um 15 Uhr:<br />

Nachmittagsveranstaltung – 12 Euro<br />

10. Februar 2024 um 20 Uhr:<br />

2. Abendveranstaltung – 16 Euro<br />

12


66Jahre Carneval Club Tripkau gelb/weiß e.V.<br />

Am 11. November 1958 gründeten Männer und Frauen<br />

aus dem beschaulichen Dörfchen an der schönen<br />

Elbe im H<strong>in</strong>terzimmer der Gastwirtschaft Willi Banz<br />

ihren eigenen Narrenvere<strong>in</strong>.<br />

Daher feiern die Tripkauer Karnevalisten <strong>in</strong> diesem<br />

Jahr ihr 66. Jubiläum.<br />

Auszug aus dem Programm<br />

für die närrischen Februartage 2024:<br />

Festsitzungen: „Erlebt e<strong>in</strong> buntes und krachendes Programm<br />

mit unserem K<strong>in</strong>derpr<strong>in</strong>zenpaar, Büttenrednern,<br />

Tanzgruppen und Live-Musik, welches mit Witz<br />

Karnevalsveranstaltungen<br />

des Carneval Clubs Tripkau<br />

Ort: „Narrhalla“ (Mehrzweckhalle Tripkau)<br />

3. Februar um 19.30 Uhr: 1. Festsitzung<br />

9. Februar um 19.30 Uhr: 2. Festsitzung<br />

10. Februar um 19.30 Uhr: 3. Festsitzung<br />

4. Februar um 14 Uhr: K<strong>in</strong>derkarneval<br />

12. Febr. 16 Uhr: Rosenmontagssitzung<br />

Dömitz:<br />

11. Februar 14 Uhr: Straßenkarneval<br />

und Charme moderiert wird. Hier wird gesungen und<br />

geschunkelt, als gäbe es ke<strong>in</strong>en Morgen mehr.<br />

Im Anschluss bieten wir die Möglichkeit, bis <strong>in</strong> die Morgenstunden<br />

mit DJ Dave das Tanzbe<strong>in</strong> zu schw<strong>in</strong>gen.“<br />

Rosenmontag: „Mit<br />

Blasmusik von der<br />

,Kaarßener Blaskapelle‘<br />

sowie Kaffee<br />

und Kuchen stimmen<br />

wir unsere Besucher<br />

auf das närrische<br />

Treiben e<strong>in</strong>. Dann heißt es staunen, lachen,<br />

schunkeln und klatschen, um anschließend zu flottem<br />

Trompetenecho der Blaskapelle und dem e<strong>in</strong> oder anderen<br />

Tänzchen den Abend auskl<strong>in</strong>gen zu lassen.“<br />

Straßenkarneval <strong>in</strong> Dömitz: „Das lassen wir uns nicht<br />

nehmen! Mit vere<strong>in</strong>ten Kräften zerren wir unseren<br />

Festwagen aus der Scheune, munitionieren ihn mit<br />

Konfetti, Kamelle und e<strong>in</strong>er großen Soundanlage auf<br />

und machen uns auf den Weg nach Dömitz.<br />

Hier organisiert der Dömitzer Karnevalsvere<strong>in</strong> jährlich<br />

den größten und längsten Umzug der Region. Viele<br />

tausende Zuschauer lassen sich dieses Spektakel nicht<br />

nehmen, und der CCT ist mitten dr<strong>in</strong>.“<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

13


Verschiedenes | Term<strong>in</strong>e<br />

14<br />

Liebe <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er<strong>in</strong>nen,<br />

liebe <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er,<br />

Zum Jahreswechsel möchte ich<br />

Ihnen hier e<strong>in</strong> paar Zeilen übersenden.<br />

Wir haben es mit e<strong>in</strong>er<br />

Welt zu tun, die <strong>in</strong> mancherlei<br />

Beziehung aus den Fugen geraten<br />

zu se<strong>in</strong> sche<strong>in</strong>t.<br />

Und doch gibt es für unsere Geme<strong>in</strong>de Nachrichten, die<br />

Mut machen sollten, denn sie zeigen, dass wir geme<strong>in</strong>sam<br />

viel erreichen können. Hatte uns die Nachricht geschockt,<br />

dass der Edeka überraschend geschlossen wird,<br />

konnten wir geme<strong>in</strong>sam b<strong>in</strong>nen kurzer Zeit mehr als<br />

400 UnterstützerInnen für die Idee e<strong>in</strong>es Tante Enso-Ladens<br />

gew<strong>in</strong>nen, der nun am 19.12. se<strong>in</strong>e Türen öffnete.<br />

Hier wird es nun darauf ankommen, dass alle die danach<br />

gerufen haben dort auch e<strong>in</strong>kaufen, um den Laden im<br />

Ort zu halten.<br />

Ebenfalls überraschend war damals die Botschaft, dass<br />

das Göpelhaus wieder komplett geschlossen wird.<br />

Und auch hier ist es dank unserer neuen Pächter<strong>in</strong> mit<br />

der <strong>Neu</strong>eröffnung unseres Fährhauses gelungen, das<br />

gastronomische Angebot zu erweitern. Ist es nicht gut,<br />

dass wir <strong>in</strong>zwischen auch wieder wählen können, ob wir<br />

dorth<strong>in</strong> oder <strong>in</strong>s Elbstübchen oder im Sommer <strong>in</strong> andere<br />

Lokale gehen können? Wir sollten auch hier alles tun, um<br />

unsere heimische Wirtschaft zu unterstützen.<br />

E<strong>in</strong>e Leistung - auch des Geme<strong>in</strong>derates - war es, b<strong>in</strong>nen<br />

kurzer Zeit e<strong>in</strong>en Antrag zur Aufnahme <strong>in</strong> das Dorfentwicklungsprogramm<br />

des Landes Niedersachsen zu entwickeln.<br />

Als federführende Geme<strong>in</strong>de wird <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

geme<strong>in</strong>sam mit der Stadt Bleckede und der Stadt Hitzacker<br />

daran arbeiten, sich mit der Dorfregion <strong>Elbufer</strong> auf<br />

den Weg zu machen unsere Region zu entwickeln. Auch<br />

für Privatleute wird es sich lohnen, sich <strong>in</strong> das Programm<br />

e<strong>in</strong>zubr<strong>in</strong>gen. Fortgesetzt haben wir das Projekt, mit<br />

Barrierefreiheit Ernst zu machen und <strong>in</strong> Katem<strong>in</strong> und<br />

Glienitz neue Bushaltestellen auszubauen. Möglich war<br />

das auch mit e<strong>in</strong>er 75-Prozent-Förderung des Landes.<br />

Es ist hier nicht genug Raum gegeben, die Ratsarbeit des<br />

vergangenen Jahres <strong>in</strong> Gänze darzustellen. Deshalb lade<br />

ich Sie e<strong>in</strong>, sich regelmäßig bei den Sitzungen des Rates<br />

und se<strong>in</strong>er Ausschüsse direkt zu <strong>in</strong>formieren.<br />

Br<strong>in</strong>gen Sie sich gern e<strong>in</strong>.<br />

Abschließend möchte ich die Gelegenheit nutzen, Ihnen<br />

und Ihren Familien trotz aller Unruhe alles Gute zu<br />

wünschen. Starten Sie gut <strong>in</strong> das neue Jahr 2024 und<br />

lassen Sie uns geme<strong>in</strong>sam daran arbeiten, dass es e<strong>in</strong><br />

friedliches Jahr mit vielen guten Impulsen wird.<br />

Mit freundlichen Grüßen<br />

Klaus-Peter Dehde<br />

Bürgermeister<br />

Liebe Mitbürger<strong>in</strong>nen<br />

und Mitbürger,<br />

die Konflikte auf der Welt nehmen<br />

ke<strong>in</strong> Ende und bee<strong>in</strong>flussen auch<br />

unser Leben, nicht immer im positiven S<strong>in</strong>ne. Jedoch<br />

gibt es aus unserer Geme<strong>in</strong>de positive Meldungen.<br />

Unser K<strong>in</strong>dergarten und unsere Schule s<strong>in</strong>d aufgrund<br />

von ausreichenden K<strong>in</strong>derzahlen für die Zukunft gut<br />

aufgestellt. Es wurde der Antrag zur Aufnahme <strong>in</strong>s<br />

Dorfentwicklungsprogramm gestellt und am 19.<br />

Dezember hat unser Tante Enso-Laden se<strong>in</strong>en Betrieb<br />

aufgenommen.<br />

Die zuständige M<strong>in</strong>ister<strong>in</strong> hat angekündigt, das Landesraumordnungsprogramm<br />

Niedersachsen (LROP) so<br />

zu ändern, dass anstelle e<strong>in</strong>er Brücke e<strong>in</strong> verbessertes<br />

Fährkonzept als Elbquerung aufgenommen wird.<br />

Umso erfreulicher ist es, dass unsere Fähre Tanja auch<br />

<strong>in</strong> diesem Jahr erfolgreich die SUK bestanden hat und<br />

bis auf weiteres e<strong>in</strong>e zuverlässige Verb<strong>in</strong>dung<br />

zwischen beiden Ufern herstellt.<br />

Unser Ortsvere<strong>in</strong> hat so e<strong>in</strong>iges <strong>in</strong> 2023 auf die Be<strong>in</strong>e<br />

gestellt. Begonnen mit unserem beliebten <strong>Neu</strong>jahrsspaziergang<br />

im Januar, unserem Osterstand, unserem<br />

Mittsommerfest im Juni und unserem Kneipenquiz<br />

(neu!) im Oktober. Hervorzuheben ist der 25. Maibaum,<br />

den wir mit vielen Menschen und den Schrotttrommlern<br />

am 30.04. am ELB Stübchen feiern durften.<br />

E<strong>in</strong> großes Dankeschön an alle fleißigen Helfer<strong>in</strong>nen<br />

und Helfer, ohne die die Veranstaltungen nicht möglich<br />

gewesen wäre.<br />

Ich wünsche Ihnen allen im Namen des Ortsvere<strong>in</strong>s<br />

<strong>Elbufer</strong> e<strong>in</strong>en guten Start <strong>in</strong> e<strong>in</strong> gesundes 2024!<br />

Ihre Kerst<strong>in</strong> Peters, Ortsvere<strong>in</strong>svorsitzende<br />

Unsere Term<strong>in</strong>e für 2024<br />

sehen folgende Veranstaltungen vor:<br />

07.01.2024 <strong>Neu</strong>jahrsspaziergang<br />

30.03.2024 Osterstand<br />

30.04.2024 Maibaumsetzen<br />

21.06.2024 „silbernes“ Mittsommerfest.<br />

An jedem 1.Mittwoch im Monat treffen wir uns zu<br />

unserem Stammtisch im Elbstübchen/<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>.<br />

Wir freuen uns darauf, Sie bei unseren Veranstaltungen<br />

begrüßen und mit Ihnen <strong>in</strong>s Gespräch<br />

kommen zu dürfen.


E<strong>in</strong>wohnerversammlung<br />

Für den 6.02.2024 ist e<strong>in</strong>e E<strong>in</strong>wohnerversammlung<br />

geplant. Diese wird um 18.30 Uhr im Fährhaus stattf<strong>in</strong>den.<br />

E<strong>in</strong>e E<strong>in</strong>ladung und nähere Infos folgen.<br />

Katem<strong>in</strong>:<br />

Term<strong>in</strong>: 23.3.2024 15Uhr<br />

Fährhaus <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen<br />

Anmeldungen bei: Stefan Card<strong>in</strong>ahl<br />

Blutspende<br />

Am 30.10.2023 fand <strong>in</strong> der<br />

GS <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> unsere<br />

Blutspende nach dem<br />

Motto "Die Blutsauger kommen" statt.<br />

E<strong>in</strong>e kle<strong>in</strong>e Halloween Party war das i-Tüpfelchen, stellte<br />

uns vor ungewohnte Herausforderungen und brachte<br />

bereits zu den Vorbereitungen gute Laune. Ca. 12 K<strong>in</strong>der<br />

konnten zu Halloweenmusik Bälle und R<strong>in</strong>ge werfen,<br />

Masken bemalen, tanzen, toben und lecker essen.<br />

Wir möchten uns bei den 50 mutigen Blutspendern<br />

und Blutspender*<strong>in</strong>nen (davon 7 Erstspender) bedanken,<br />

die uns und auch dem Blutspendedienst e<strong>in</strong> herzliches<br />

Gefühl gaben.<br />

Steffi, unsere Blutspendedienstleiter<strong>in</strong>, hat aus allen<br />

Teilnehmenden den Gew<strong>in</strong>ner des 25 € Tank-Gutsche<strong>in</strong>es<br />

gezogen. Wir gratulieren Marcel T. aus <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

zu dem Gew<strong>in</strong>n. E<strong>in</strong>en weiteren Dank möchten<br />

wir an Frau Leis<strong>in</strong>g (Blutspendedienst) richten die uns<br />

auch <strong>in</strong> diesem Jahr die Chance gegeben hat, e<strong>in</strong>e Blutspende<br />

auszurichten. Wir haben nun die berechtigte<br />

Hoffnung, im nächsten Jahr wieder mehr Term<strong>in</strong>e anbieten<br />

zu können.<br />

Auch die Grundschule möchten wir nicht vergessen,<br />

die uns die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat..<br />

Die 1. Vorsitzende des DRK Ortsvere<strong>in</strong> <strong>Elbufer</strong> bedankt<br />

sich auch bei den fleißigen Helfer*<strong>in</strong>nen, die die Blutspendeterm<strong>in</strong>e<br />

gerne ausrichten.<br />

Die nächsten Term<strong>in</strong>e zur Blutspende werden wir Ihnen<br />

kurzfristig mitteilen. NEU: Alle Menschen ab 18<br />

Jahren dürfen ihr Blut spenden!<br />

Vielen Dank Ihr DRK-Ortsvere<strong>in</strong> <strong>Elbufer</strong><br />

Verdämmt gut.<br />

• Umbau, Anbau, <strong>Neu</strong>bau<br />

und Dachaufstockungen <strong>in</strong><br />

Holzrahmenbauweise<br />

• Dachsanierung & -e<strong>in</strong>deckung<br />

• Dachfenster – Roto Profipartner<br />

Am Alten Sägewerk 18<br />

21400 Holzen • Fon 0 41 37 - 14 50<br />

www.zimmerei-jacob.de<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

15


Tagespflege ist so viel mehr als nur<br />

basteln und <strong>in</strong> die Hände klatschen.<br />

Die DRK-Tagespflege <strong>in</strong> Hitzacker am Kurpark 6 b <strong>eröffnet</strong>e<br />

am 1. September 2023 von Montag bis Freitag<br />

für 16 Tagespflegegäste. Mit diesem Angebot möchte<br />

der DRK-Kreisverband Lüchow-Dannenberg älteren<br />

Menschen, egal ob sie an Demenz leiden oder anderweitigen<br />

Hilfsbedarf haben, e<strong>in</strong>en wohnortnahmen<br />

Wohlfühlraum anbieten, an dem sie tagsüber gut aufgehoben<br />

und versorgt s<strong>in</strong>d. Sie können weiterh<strong>in</strong> <strong>in</strong><br />

Ihrem Zuhause wohnen und zugleich sozial <strong>in</strong>tegriert<br />

bleiben. Die Tagespflege stellt e<strong>in</strong>e wichtige Unterstützung<br />

und Entlastung für pflegende Angehörige dar.<br />

Tagespflege steht für geme<strong>in</strong>same Erlebnisse, das Wiederbeleben<br />

von alten Liebl<strong>in</strong>gsaktivitäten, sei es das<br />

Kochen oder Backen alle<strong>in</strong> oder <strong>in</strong> der Gruppe. Bei uns<br />

ist alles möglich, denn <strong>in</strong> unserer Tagespflege bieten<br />

wir e<strong>in</strong> breites Spektrum an kreativen Gestaltungsmöglichkeiten<br />

wie Malen (Le<strong>in</strong>wand, Aquarell usw.),<br />

Stricken und natürlich auch Basteln, passend zur jeweiligen<br />

Jahreszeit.<br />

Als Mitarbeiter der Tagespflege passen wir uns <strong>in</strong>dividuell<br />

an die kognitiven, geistigen und körperlichen Fähigkeiten<br />

e<strong>in</strong>es jeden Gastes an. Auf Grundlage dieser<br />

Anpassung gestalten wir das Tagesprogramm.<br />

Dies be<strong>in</strong>haltet die Planung geme<strong>in</strong>samer<br />

Feierlichkeiten, Ausflüge und sogar<br />

die Mitgestaltung besonderer Tage<br />

wie Geburtstage oder Hochzeitstage,<br />

um geme<strong>in</strong>sam unvergessliche Momente zu schaffen.<br />

Wir laden Sie zu e<strong>in</strong>em Schnuppertag <strong>in</strong> geselliger<br />

Runde e<strong>in</strong>. Genießen Sie unser gutes Essen und unsere<br />

<strong>in</strong>teressanten Beschäftigungsangebote. Gerne holen<br />

wir Sie von zu Hause ab.<br />

Jeder ist willkommen, unabhängig vom Pflegegrad.<br />

DRK-Seniorentagespflege Hitzacker<br />

Ansprechpartner<strong>in</strong>: Stephanie Stoedter Am Kurpark 6 b,<br />

29456 Hitzacker, Telefon: 01 51 18 51 55 80<br />

Mail: seniorentagespflege-hitzacker@drk-dan.de<br />

www.drk-dan.de<br />

Mitgliederversammlung<br />

Die Tische im Elb-Stübchen waren von Jessica und ihrem<br />

Team wunderbar dekoriert. Jeder Gast fand e<strong>in</strong>e<br />

Schoki auf se<strong>in</strong>em Platz, als kle<strong>in</strong>es Dankeschön für die<br />

treue DRK-Mitgliedschaft, vor. Um 10:30 Uhr begrüßte<br />

S<strong>in</strong>dy Wilhelms die 28 Gäste und den Bürgermeister<br />

Klaus-Peters Dehde, welcher dann e<strong>in</strong> kurzes Grußwort<br />

sprach, <strong>in</strong> dem er das Engagement lobte.<br />

Es folgte die Mitgliederversammlung mit e<strong>in</strong>er kle<strong>in</strong>en<br />

Präsentation über das, was wir bereits geschafft<br />

haben, wo wir noch h<strong>in</strong> möchten und letztlich der Kassenbericht<br />

von Frau Ruschenbusch.<br />

Auch stand die Wahl e<strong>in</strong>er neuen Kassenprüfer<strong>in</strong> an.<br />

Nach zwei Jahren der Kassenprüfung musste Barbara<br />

Meyer (Bärbel) das Amt weitergeben. Wir bedanken<br />

uns für das bisherige Engagement und wünschen uns<br />

e<strong>in</strong> baldiges Wiedersehen.<br />

Begrüßen möchten wir Katr<strong>in</strong> Bohm als neue Kassenprüfer<strong>in</strong><br />

<strong>in</strong> unserem Vorstand.<br />

Begeistert waren die Gäste über e<strong>in</strong>e kurze Fotodarstellung,<br />

denn nicht jeder konnte bei unseren Ausflügen<br />

dabei se<strong>in</strong>. Auch freute man sich auf das kommende<br />

Jahr. Zu den Spielenachmittagen werden wir<br />

nächstes Jahr Veranstaltungen wie e<strong>in</strong>e Schifffahrt,<br />

e<strong>in</strong>e Heidefahrt, e<strong>in</strong>en INFA-Besuch <strong>in</strong> Hannover und<br />

e<strong>in</strong>e Freizeitfahrt für 14–20jährige anbieten.<br />

Wir freuen uns auf das Osterfeuer, bei dem wir wieder<br />

dabei se<strong>in</strong> werden. Des weiteren soll <strong>in</strong> der Grundschule<br />

<strong>Neu</strong> Dachau der Lese- bzw. Bastelhase e<strong>in</strong>ziehen.<br />

Ferner wird unser Ortsvere<strong>in</strong> im Jahr 2024 65 Jahre,<br />

was wir gerne mit e<strong>in</strong>em Herbstfest feiern möchten.<br />

Wie <strong>in</strong> jedem Jahr fanden auch dieses Jahr wieder<br />

zahlreiche Ehrungen statt. Persönlich konnten Barbara<br />

Meyer (45 Jahre), Irmgard Brandmann (35 Jahre) und<br />

Renate Paul (25 Jahre) geehrt werden.<br />

Wir gratulieren für mehr als 40 Jahre Mitgliedschaft<br />

Susanne Wunderlich (40), Elfriede Klepper (45) und<br />

Annegret Sander (45)<br />

... für 30 Jahre Mitgliedschaft: Marianne Diedrichs<br />

... für 20 Jahre Mitgliedschaft: Ilse Müntefer<strong>in</strong>g,<br />

Marianne Jarren-Bock<br />

... für 5 Jahre Mitgliedschaft: Ilse Güßregen,<br />

Elke Gliemann, Wolfgang Gliemann, Ingeborg Fiehn,<br />

Ingrid Kremp-Ehrig.<br />

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung richtete<br />

der Kreisgeschäftsführer Thomas Heldberg e<strong>in</strong> paar<br />

kurze Abschlußworte an die Gäste, <strong>in</strong>dem er den DRK<br />

Ortsvere<strong>in</strong> <strong>Elbufer</strong> im H<strong>in</strong>blick auf die Entwicklung<br />

und Aktivität lobte, über die Angebote und Aktivitäten<br />

im Kreisverband <strong>in</strong>formierte und auch die Senioren<br />

der Tagespflege Hitzacker vorstellte und alle Gäste zur<br />

Besichtigung e<strong>in</strong>lud.<br />

16


Anschließend, nach der Mitgliederversammlung, s<strong>in</strong>d<br />

wir zum bes<strong>in</strong>nlichen Teil der Veranstaltung übergegangen.<br />

E<strong>in</strong>geläutet haben das die Schüler der ersten<br />

bis vierten Klasse der Grundschule <strong>Neu</strong> Dachau durch<br />

e<strong>in</strong>e Gesangse<strong>in</strong>lage. Bei Weihnachtsliedern auf Platt,<br />

wie "Oh Dannenboom" oder "Laat uns froh un munter<br />

ween" wurde mitgesungen und geklatscht.<br />

Vielen Dank an die Rektor<strong>in</strong> Andrea Schulze, die das<br />

Vors<strong>in</strong>gen mit den K<strong>in</strong>dern ermöglicht hat und e<strong>in</strong> Riesen-Dankeschön<br />

an die K<strong>in</strong>der, die das ganz toll vorgesungen<br />

haben.<br />

Veranstaltungen 2024<br />

WANN? WAS? WO?<br />

Februar<br />

02.02.2024 um 16:00 Uhr Spielenachmittag Fährhaus<br />

März<br />

01.03.2024 um 16:00 Uhr Spielenachmittag Fährhaus<br />

22.03.2024 um 15:30 Uhr Lese-und Bastelhase Grundschule ND<br />

30.03.2024 Osterfeuer <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

April<br />

12.04.2024 um 16:00 Uhr Spielenachmittag Elbstübchen<br />

25.04.2024 um Erste Hilfe Grundschule ND<br />

Mai<br />

21.05.2024 Blutspende Grundschule ND<br />

24.05.2024 um 16:00 Uhr Spielenachmittag Elbstübchen<br />

26.05.2024 um 13:00 Uhr Arendsee Schifffahrt Hafen ND<br />

Juni<br />

07.06.2024 um 16:00 Uhr Spielenachmittag Elbstübchen<br />

Juli<br />

14.07.2024 Freizeitpark mit 14–20- Jährigen<br />

August<br />

16.08.2024 um 16:00 Uhr Spielenachmittag Elbstübchen<br />

25.08.2024 Ggf. Heidefahrt<br />

September<br />

13.09.2024 um 16:00 Uhr Spielenachmittag Elbstübchen<br />

29.09.2024 Ggf. Herbstfest<br />

Oktober<br />

19.10.2024 INFA Hannover<br />

25.10.2024 um 16:00 Uhr Spielenachmittag Elbstübchen<br />

November<br />

01.11.2024 Blutspende Grundschule ND<br />

15.11.2024 Lese-und Bastelhase Grundschule ND<br />

22.11.2024 um 16:00 Uhr Spielenachmittag Elbstübchen<br />

Dezember<br />

06.12.2024 um 15:00 Uhr Adventskaffee Elbstübchen<br />

15.12.2024 um 10:00 Uhr Mitgliederversammlung Elbstübchen<br />

15.12.2024 um 10:00 Uhr Weihnachtsfeier Elbstübchen<br />

Wir freuen uns auf Euch!<br />

Euer DRK-Ortsvere<strong>in</strong> <strong>Elbufer</strong><br />

Nach dem Gesang wurden wir sehr freundlich mit<br />

Grünkohl, Kassler und Wurst sowie leckeren Beilagen<br />

bedient. Zum Schluss haben sich alle Gäste über die<br />

sehr <strong>in</strong>dividuellen Wichtelgeschenke gefreut und g<strong>in</strong>gen<br />

ca. 14:00 Uhr glücklich nach Hause.<br />

Ganz herzlichen Dank an alle, die uns 2023 unterstützt<br />

und begleitet haben. Wir freuen uns schon auf das Jubiläum<br />

zu 65 Jahre DRK-Ortsvere<strong>in</strong> <strong>Elbufer</strong>.<br />

DRK-Ortsvere<strong>in</strong><br />

<strong>Elbufer</strong><br />

S<strong>in</strong>dy Wilhelms<br />

1. Vorsitzende<br />

<strong>Elbufer</strong>str. 42<br />

29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Mobil: 0176 433 93 963<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

17


Die K<strong>in</strong>dertagesstätte <strong>Elbufer</strong>zwerge <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Träger: Paritätischer Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V. | Leitung: Sonja Koopmann und Jannik Steckelberg<br />

Unsere Öffnungszeiten:<br />

Krippengruppe: 8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Sonderöffnungszeit: 7.30 bis 8.00/13.30 bis 16.00 Uhr<br />

Integrationsgruppe: Ganztägig von 8.00 bis 16.00 Uhr<br />

Sonderöffnungszeit: 7.30 bis 8.00 Uhr<br />

Kle<strong>in</strong>e Elementargruppe: 8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Sonderöffnungszeit: 7.30 bis 8.00 Uhr<br />

Kle<strong>in</strong>e Hortgruppe: 12.30 bis 16.30 Uhr<br />

Ferienbetreuung: 8.00 bis 16.00 Uhr<br />

K<strong>in</strong>dertagesstätte „<strong>Elbufer</strong>zwerge“<br />

<strong>Elbufer</strong>straße 12 | 29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Telefon: 05853/980055<br />

E-mail: kita-elbuferzwerge@paritaetischer.de<br />

Schließzeiten 2024:<br />

Sommerschließzeiten vom 15.07-02.08.24<br />

Advent, Lichter, Basteln, Gemütlichkeit<br />

Weihnachtszeit <strong>in</strong> der K<strong>in</strong>dertagesstätte <strong>Elbufer</strong>zwerge<br />

Das Licht ist gedämpft, der Sche<strong>in</strong> von Weihnachtssternen,<br />

Lichterketten und W<strong>in</strong>dlichtern erleuchtet die K<strong>in</strong>dertagesstätte.<br />

E<strong>in</strong> Duft von Mandar<strong>in</strong>en, gebackenen<br />

Keksen und frischem Tannengrün liegt <strong>in</strong> der Luft.<br />

Die Adventszeit <strong>in</strong> unserer K<strong>in</strong>dertagesstätte ist e<strong>in</strong>e<br />

ganz besondere Zeit der Ruhe und Gemütlichkeit. E<strong>in</strong>e<br />

Zeit, die für die K<strong>in</strong>der, deren Familien und die ErzieherInnen<br />

von vielen bes<strong>in</strong>nlichen Momenten und geme<strong>in</strong>samen<br />

Erlebnissen begleitet wird. Es wird geme<strong>in</strong>sam mit<br />

den K<strong>in</strong>dern gebastelt, gebacken und es werden Fensterbilder<br />

gestaltet und Geschichten gelesen.<br />

E<strong>in</strong> besonderes Ritual ist bei uns <strong>in</strong> der E<strong>in</strong>richtung das<br />

geme<strong>in</strong>same Adventss<strong>in</strong>gen. Hierbei treffen wir uns<br />

mit allen K<strong>in</strong>dern von Kle<strong>in</strong> bis Groß und feiern den<br />

Advent. Es wird bei bes<strong>in</strong>nlicher Stimmung gesungen,<br />

Kekse gegessen und die jeweils neue Adventswoche begrüßt.<br />

Woche für Woche nähert sich das Weihnachtsfest,<br />

die Adventskalendertürchen öffnen sich nach und<br />

nach und die Vorfreude auf das bes<strong>in</strong>nliche Fest wächst.<br />

In diesem Jahr haben wir als E<strong>in</strong>richtung beschlossen, dass<br />

wir geme<strong>in</strong>sam mit den Eltern und Erziehungsberechtigten<br />

Adventskalendertürchen für die K<strong>in</strong>der basteln.<br />

18


ER.<br />

IS.<br />

AH.<br />

Geme<strong>in</strong>sam haben wir daher mit den Familien am<br />

20.11.23 die Adventskalendertürchen bei weihnachtlicher<br />

Stimmung gebastelt. Dafür haben wir als E<strong>in</strong>richtung<br />

im Vorh<strong>in</strong>e<strong>in</strong> Ideen für die Gestaltung gesammelt<br />

und vorgestellt. In diesem Jahr bekommen die K<strong>in</strong>der<br />

von ihren Familien „Zeit“ , wie beispielsweise das geme<strong>in</strong>same<br />

Kekse backen, e<strong>in</strong>e Geschichte lesen oder<br />

e<strong>in</strong>en Ausflug zum Schlittschuhfahren, geschenkt.<br />

Die Bastelutensilien wurden von uns als E<strong>in</strong>richtung bereitgestellt,<br />

damit dem bunten Gestalten und Basteln<br />

nichts mehr im Wege stehen konnte.<br />

Es konnte e<strong>in</strong> reger Austausch zwischen den Familien<br />

stattf<strong>in</strong>den und es wurden tolle Adventskalendertürchen<br />

für die K<strong>in</strong>der gebastelt.<br />

Unser Service<br />

Ihr bekommt von uns für Eure Tour:<br />

Wir freuen uns sehr, dass <strong>in</strong> diesem Jahr die traditionelle<br />

Adventwanderung auf Höhe 108 wieder stattf<strong>in</strong>den<br />

● Kostenloser Transfer zum E<strong>in</strong>satzort<br />

bzw. Abholung vom Zielort **<br />

konnte. E<strong>in</strong> Fest der Stille und Bes<strong>in</strong>nlichkeit, wo wir geme<strong>in</strong>sam<br />

und mit Schifffahrtsregeln K<strong>in</strong>dern und Familien auf der Elbe die Ruhe und den<br />

● Qualifizierte E<strong>in</strong>weisung <strong>in</strong> Paddeltechnik<br />

Frieden ● Paddel des Waldes wahrnehmen konnten. Die K<strong>in</strong>der<br />

brachten ● Schwimmwesten<br />

den Tieren Futter mit, es wurden geme<strong>in</strong>sam<br />

● mit Wasserdichter den K<strong>in</strong>dern Gepäcksack geübte Lieder gesungen, und die<br />

● Wasserdichte Tonne für Wertsachen<br />

● Wasserkarten<br />

● Vogel-Bestimmungskarten<br />

● Wasserdichtes Fernglas (gegen 5 € Aufpreis)<br />

selbstgebackenen Kekse und der Punsch fanden bei allen<br />

Familien freudige Abnehmer. Zeit mite<strong>in</strong>ander bewusst<br />

erleben stand im Fokus dieser Adventszeit.<br />

Wir wünschen Ihnen allen e<strong>in</strong>en guten Rutsch und e<strong>in</strong>en<br />

tollen Start <strong>in</strong>s neue Jahr!<br />

Das Team der K<strong>in</strong>dertagesstätte <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Text und Bilder: Das KiTa Team<br />

Unsere Kanus<br />

● 3er und 4er Kanus (Gatz)<br />

● 1er Wanderkajaks mit Steueranlagen (Prijon)<br />

● Geprüft und zugelassen vom Wasser- und<br />

Schifffahrtsamt Lauenburg<br />

ALBIA Kanu - Naturerlebnis auf der Elbe.<br />

Unsere Schlauchboote (ab August)<br />

● Schlauchboot-Touren für Gruppen:<br />

Tour 1: Hitzacker <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Tour 2: <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> Bleckede<br />

● Insgesamt drei Schlauchboote<br />

● Jeweils Platz für bis zu 12 Paddler<br />

● Betriebsausflüge, Familientouren & Klassenfahrten<br />

werden zum unvergesslichen Erlebnis<br />

● Bei Bedarf stellen wir Euch gerne e<strong>in</strong>e/n<br />

Steuermann/-frau<br />

● Kenterungen s<strong>in</strong>d ausgeschlossen<br />

● Preis je Schlauchboot: 150,00 € (max. 12 Pers.)<br />

** gilt nur, solange wir freie Kapazitäten haben, sonst gilt der<br />

Abholservice nur für 1 Person pro Kanu<br />

Probiers e<strong>in</strong>fach aus ...<br />

Am 1.4. 2024 ist Saisonstart!<br />

Sonnenuntergangstour<br />

mit Biber-Beobachtung täglich ab 20 Uhr<br />

(25 € pro Person, ab 4 Personen)<br />

Naturkundliche Kanu Exkursion<br />

mit Vortrag <strong>in</strong> der Buhnenbucht.<br />

Freitags ab 17 Uhr (20 € pro Person,<br />

K<strong>in</strong>der bis 12 J. zahlen die Hälfte)<br />

Kanutour Hitzacker–<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

ca. 3 Stunden, täglich um 10 und 13 Uhr<br />

(30 € pro Person)<br />

Firmenevents, Albia Geburtstage, Kanu GmbH Klassenfahrten<br />

Am auf Anfrage Hafen 4 • 29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Sicherheitsausrüstung www.albia-kanu.de wird gestellt<br />

(Tonne, Packsack, Schwimmwesten)<br />

Direkt<br />

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Kanu- und Kajaktouren<br />

im Biosphärenreservat Elbtalaue<br />

Albia Kanu GmbH • Am Hafen 4 •29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> • www.albia-kanu.de • Direkt buchen: 0172 57 99 612<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

19


Grundschule <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

<strong>Neu</strong>es aus der kle<strong>in</strong>en Grundschule an der Elbe<br />

Grundschule <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> | <strong>Elbufer</strong>straße 3 | 29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> | Telefon: 05853-415<br />

www.grundschule-neu-darchau.de<br />

W<strong>in</strong>ter – Newsletter 2023/24<br />

von Andrea Schulze<br />

Zahnarztprophylaxe<br />

Am 20. September kam Zahnarzt Dr. Kerber mit se<strong>in</strong>em<br />

Team zur Zahnprophylaxe.<br />

Verkehrssicherheitstra<strong>in</strong><strong>in</strong>g<br />

Am 2. November gab es vom ADAC e<strong>in</strong> Verkehrssicherheitstra<strong>in</strong><strong>in</strong>g<br />

für die Kle<strong>in</strong>en <strong>in</strong> der Turnhalle.<br />

Plattdeutsch-Tagung<br />

Am 8. November weer ik bi eene Netzwerktagung<br />

Niederdeutsch för Modellschulen wesen. Dor hev ik<br />

veel Material mitkreegen, dat mi nu helpen deit, mit<br />

de K<strong>in</strong>ner platt to schnacken.<br />

Übersetzung: Am 8. November war ich bei e<strong>in</strong>er Plattdeutschen<br />

Netzwerktagung für Modellschulen. Da<br />

habe ich viel Material mitbekommen, das nun hilft, mit<br />

den K<strong>in</strong>dern plattdeutsch zu sprechen.<br />

Besuch von der AOK<br />

Am 12.11.23 bekamen wir Besuch von e<strong>in</strong>er AOK-Mitarbeiter<strong>in</strong>,<br />

wegen unseres erfolgreich durchgeführten<br />

Laufabzeichentages.<br />

Vorlesetag<br />

Am 17. November fand wieder der Vorlesetag statt.<br />

Wir konnten drei Männer und e<strong>in</strong>e Frau zum Vorlesen<br />

gew<strong>in</strong>nen. Herr Bodendieck las op Plattdüütsch „As de<br />

Melk suuer wöör“ von Jonas Kötz. Herr Selonke brachte<br />

e<strong>in</strong> K<strong>in</strong>derbuch von se<strong>in</strong>er Tochter (Simone Day) mit:<br />

„Lilly Schwerkraft und die Reise <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e andere Welt“<br />

und las daraus vor.<br />

Frau Girndt führte mit Hilfe e<strong>in</strong>es Kamishibeis<br />

(japanisches Papiertheater) „Die kle<strong>in</strong>e Hexe“ vor. J. B.<br />

Schulze trug aus Mark Uwe Kl<strong>in</strong>gs „Der Tag, als Oma<br />

das Internet kaputtgemacht hat“ etwas vor.<br />

K<strong>in</strong>dertheater verschoben<br />

6. Dezember: K<strong>in</strong>dertheater aus Krankheitsgründen<br />

verschoben auf e<strong>in</strong>en Fasch<strong>in</strong>gstag 2024.<br />

Plattdeutsche Weihnachtslieder<br />

Am 8. Dezember s<strong>in</strong>gen unsere Schulk<strong>in</strong>der plattdüütsche<br />

Wiehnachtsleeder vör de Wiehnachtsfier vun<br />

de DRK im Fährhaus.<br />

Adventsbacken abgesagt<br />

Am 13. Dezember bot das DRK e<strong>in</strong> Adventsbacken<br />

<strong>in</strong> der Schule für K<strong>in</strong>der an. Mit Anmeldung <strong>in</strong> der<br />

Schule. Leider gab es nur wenige Anmeldungen. Die<br />

Veranstaltung musste daher abgesagt werden. Ich<br />

nehme an: Watt de Buuer nich kennt, dat fritt he nich.<br />

Auftritt beim plattdütschen Wiehnachtsmarkt<br />

abgesagt<br />

Am 17. Dezember gab es e<strong>in</strong>en Auftrittsterm<strong>in</strong> mit<br />

unseren Schulk<strong>in</strong>dern beim plattdüütschen Wieh-<br />

20<br />

©Fotos: s.reichmann, flo.hölscher, c.reichmann, GS- <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>


Inhaber<strong>in</strong>: Maren Schulze<br />

Augenoptiker<strong>in</strong><br />

Hauptstraße 52 ◆ 19273 Kaarßen<br />

Telefon 038845-4430 74<br />

<strong>in</strong>fo@optik-kaarssen.de<br />

www.optik-kaarssen.de<br />

Öffnungszeiten:<br />

Donnerstag und Freitag: 9 bis 13 Uhr<br />

und 14 bis 18 Uhr;<br />

Samstag: 9 bis 13 Uhr;<br />

Montag bis Mittwoch: mit Term<strong>in</strong><br />

nachtsmarkt <strong>in</strong> Wietzetze op‘n Karkhoff. Leider musste<br />

auch diese Veranstaltung wegen der Krankheitswelle<br />

abgesagt werden.<br />

Gesangsauftritt bei Tante- Enso-Eröffnung<br />

Am 19. Dezember sangen unsere Schulk<strong>in</strong>der <strong>in</strong><br />

Kooperation mit dem ElbDorfAktiv-Vere<strong>in</strong> für die E<strong>in</strong>weihung<br />

des neuen Tante Enso-Ladens.<br />

Das war e<strong>in</strong> großer Erfolg!<br />

Sperrmüllabholung<br />

Der Sperrmüll wird leider nicht von<br />

unserem Schulhof abgeholt. Er muss<br />

auf den Bürgersteig gelegt werden.<br />

Besonders unterrichtet sie mit ihrer sonderpädagogischen<br />

Fachkompetenz die K<strong>in</strong>der, die e<strong>in</strong>en Bedarf<br />

an sonderpädagogischer Unterstützung haben…<br />

Erster Schultag: 8. Januar 2024<br />

E<strong>in</strong>schulungsuntersuchungen<br />

Die E<strong>in</strong>schulungsuntersuchungen f<strong>in</strong>den <strong>in</strong> diesem<br />

Jahr schon <strong>in</strong> der Woche vor den Osterferien statt.<br />

( Vom 11.3.24 bis 13.3.24 ).<br />

Richtigstellung des Artikels<br />

<strong>in</strong> der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom<br />

5. September 2023<br />

… In dem Zusammenhang stellte sich<br />

unsere neue Förderschullehrer<strong>in</strong> Frau<br />

Susanne Rehbe<strong>in</strong> vor. Sie steht uns<br />

im Rahmen des Regional Integrativen<br />

Konzeptes mit sonderpädagogischem<br />

Rat und Tat für die K<strong>in</strong>der beider Kombiklassen<br />

zur Seite. Sie unterstützt und<br />

fördert alle K<strong>in</strong>der präventiv.<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

21


Archezentrum Amt <strong>Neu</strong>haus<br />

Als Junior Ranger <strong>in</strong> der Elbtalaue<br />

K<strong>in</strong>der und Jugendliche lernen bei Exkursionen im Biosphärenreservat die Natur kennen<br />

Seit 2017 betreut das Archezentrum Amt <strong>Neu</strong>haus<br />

e<strong>in</strong>e Gruppe K<strong>in</strong>der und Jugendliche im Alter von 7 bis<br />

15 Jahren, die sich e<strong>in</strong>mal im Monat treffen und die<br />

Natur im Biosphärenreservat der Niedersächsischen<br />

Elbtalaue kennenlernen. Momentan s<strong>in</strong>d wieder 6 der<br />

<strong>in</strong>sgesamt 25 möglichen Plätze frei, sodass sich Interessierte<br />

im Archezentrum melden können.<br />

Ob im Wattenmeer, im Bayerischen Wald oder <strong>in</strong> der<br />

Müritz: In den meisten Nationalparks und Biosphärenreservaten<br />

<strong>in</strong> Deutschland gibt es Junior Ranger-Gruppen,<br />

die sich regelmäßig treffen und die biologische<br />

Vielfalt ihres Schutzgebietes erforschen.<br />

Die Junior-Ranger-Gruppe im Biosphärenreservat Niedersächsische<br />

Elbtalaue hat ihren Sitz <strong>in</strong> Konau und<br />

wird durch das Archezentrum koord<strong>in</strong>iert und betreut.<br />

Aktuell besteht die Gruppe aus 19 K<strong>in</strong>dern.<br />

Das Jahresprogramm der Junior-Ranger-Gruppe <strong>in</strong> der<br />

Elbtalaue ist so vielfältig wie die Landschaft des Biosphärenreservats.<br />

Bei zwölf Samstagsterm<strong>in</strong>en im Jahr<br />

erleben die K<strong>in</strong>der auf Exkursionen<br />

unterschiedliche Lebensräume<br />

wie den Wald, das Moor und<br />

die Flussaue. Sie lernen Landwirte,<br />

die Ranger des Biosphärenreservats<br />

und den Förster kennen oder<br />

widmen sich spannenden Themen<br />

wie Insekten, Klimawandel und Ernährung.<br />

Bei e<strong>in</strong>er Kanutour auf<br />

der Elbe, Pflegee<strong>in</strong>sätzen auf der<br />

Wanderdüne und im Moor oder<br />

dem jährlichen Schwalbenmonitor<strong>in</strong>g<br />

werden sie aktiv für Natur<br />

und Umwelt.<br />

E<strong>in</strong> Highlight ist die Teilnahme am<br />

Bundestreffen aller Junior Ranger<br />

aus Deutschland, das <strong>in</strong> jedem<br />

Jahr <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em anderen Großschutzgebiet stattf<strong>in</strong>det.<br />

Bei den Junior Rangern geht es um Abenteuer, Spaß<br />

und viel frische Luft. „Wir legen ganz bewusst weniger<br />

den Fokus darauf, dass die K<strong>in</strong>der e<strong>in</strong>e enorme Artenkenntnis<br />

aufbauen. Im ersten Schritt geht es uns vielmehr<br />

darum, Ängste und Unbehagen der Natur gegenüber<br />

abzubauen. Wenn wir die junge Generation für<br />

Natur begeistern können, wollen sie früher oder später<br />

mehr wissen und stellen gezielte Fragen. Dann geben<br />

wir natürlich Antworten – und das ist dann nicht selten<br />

auch der Name e<strong>in</strong>er Art“, sagt Holger Belz vom<br />

Archezentrum, der die Gruppe geme<strong>in</strong>sam mit der<br />

zertifizierten Natur- und Landschaftsführer<strong>in</strong> Sab<strong>in</strong>e<br />

Wittkopf, Siegrun Hogelücht, e<strong>in</strong>er ehemaligen und<br />

der aktuellen FÖJler<strong>in</strong> betreut. Victoria Legarth, die<br />

derzeitige Absolvent<strong>in</strong> des Freiwilligen ökologischen<br />

Jahres im Archezentrum, weist auf die Möglichkeit<br />

sich neu anzumelden h<strong>in</strong>: „Hier wird mit Spiel und<br />

Spaß das Selbstbewusstse<strong>in</strong> und die Kreativität der<br />

K<strong>in</strong>der gefördert – wir freuen uns auf neue Gesichter.“<br />

<strong>Neu</strong>e Gesichter willkommen!<br />

Die Nationalen Naturlandschaften, zu denen die deutschen<br />

Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks<br />

zählen, haben das Ziel, die biologische Vielfalt<br />

zu bewahren und die Menschen dafür zu gew<strong>in</strong>nen,<br />

sich aktiv zu beteiligen. Dabei spielt die E<strong>in</strong>b<strong>in</strong>dung<br />

von K<strong>in</strong>dern und Jugendlichen durch Bildungsarbeit<br />

e<strong>in</strong>e wichtige Rolle. Es wurde das bundesweite Junior<br />

Ranger-Programm entwickelt, um K<strong>in</strong>der für Natur,<br />

natürliche Dynamik und die Nationalen Naturlandschaften<br />

zu begeistern und ihr aktives Mitwirken zu<br />

ermöglichen.<br />

Seit 2017 beteiligt sich daran auch das Archezentrum<br />

Amt <strong>Neu</strong>haus mit e<strong>in</strong>er Junior-Ranger-Gruppe.<br />

Text und Fotos: Archezentrum Amt <strong>Neu</strong>haus<br />

22 2


„Kloogschieter“ – die K<strong>in</strong>derseite<br />

Spieletipps und Trends von Fips!<br />

Spiel & Spaß ist ke<strong>in</strong>e Frage des Alters!<br />

Handpuppenspiel<br />

Von klassischem Kasperletheater über Sock-<br />

enpuppen bis zu den aktuellen Liv<strong>in</strong>g Puppets,<br />

Handpuppen machen e<strong>in</strong>fach Spaß!<br />

Ganz schnell <strong>in</strong> andere Rollen<br />

schlüpfen und tolle Geschichten<br />

spielen – Fantasie und Kreativität<br />

fließen bei Kle<strong>in</strong> und Groß. Bei<br />

den großen Handpuppen von<br />

Liv<strong>in</strong>g Puppets s<strong>in</strong>d Mund und<br />

beide Hände bespielbar, sie werden<br />

sofort „lebendig“. Sie s<strong>in</strong>d tolle<br />

Begleiter*<strong>in</strong>nen für K<strong>in</strong>der und werden<br />

schnell zu wichtigen Vertrauten. Gern werden sie auch<br />

von Pädagog*<strong>in</strong>nen und Therapeut*<strong>in</strong>nen e<strong>in</strong>gesetzt,<br />

denn Handpuppen können die<br />

D<strong>in</strong>ge e<strong>in</strong>fach anders erklären und<br />

super zuhören ;-)<br />

Die Quatschköppe s<strong>in</strong>d<br />

ganz e<strong>in</strong>fache, aber<br />

unglaublich witzige<br />

Handpuppen<br />

mit ganz kle<strong>in</strong>er<br />

Hemmschwelle. E<strong>in</strong>fach<br />

den Wuschelkopp auf die<br />

Hand ziehen und losquatschen.<br />

E<strong>in</strong> gut bewegliches Klappmaul<br />

macht das Handpuppenspiel für K<strong>in</strong>der<br />

und Erwachsene leicht. Bei den lustigen<br />

Gesichtern der kle<strong>in</strong>en Flauschmonster fällt<br />

euch bestimmt gleich e<strong>in</strong>, was sie sagen<br />

wollen. Vielleicht s<strong>in</strong>d sie ganz schön frech?<br />

Das habt ihr selbst <strong>in</strong> der Hand. Vielleicht<br />

trauen sie sich ja D<strong>in</strong>ge zu erzählen, die ihr<br />

selbst gar nicht sagen wollt...<br />

Fips-Spieletipp:<br />

Die Wandelnden Türme<br />

Die wandelnden Türme ist e<strong>in</strong> gelungenes Familienspiel<br />

aus dem Abacus Verlag mit schönem Spielaufbau. Auf<br />

dem r<strong>in</strong>gförmigen Weg stehen mehrere Türme und<br />

das Ziel – die Rabenburg. Die Rahmengeschichte ist<br />

zauberhaft: Es geht um die Abschlussprüfung e<strong>in</strong>er<br />

Magierklasse.<br />

Jeder Mitspielende versucht als Erstes alle eigenen<br />

Magier <strong>in</strong> die Rabenburg zu br<strong>in</strong>gen und auf dem<br />

Weg dorth<strong>in</strong> se<strong>in</strong>e Zaubertrankflaschen zu füllen.<br />

Die Magier können sich (durch Bewegungskarten)<br />

entweder zu Fuß oder auf wandelnden<br />

Türmen fortbewegen. Sperrt man andere<br />

Magier mit fliegenden Türmen e<strong>in</strong>, füllen<br />

sich die Zaubertrankflaschen wie von<br />

Zauberhand. Wer se<strong>in</strong>e Tränke clever nutzt<br />

und die Rabenburg vor allen anderen<br />

erreicht, gew<strong>in</strong>nt das Spiel. Glück, Taktik,<br />

Spannung, List und Tücke – alles für e<strong>in</strong>en<br />

unterhaltsamen Spieleabend dabei! Für zwei<br />

bis sechs Personen ab 8 Jahren.<br />

FIPS Lüneburg, Inh. Friedrich Busch, Am Berge 37, 21335 Lüneburg, Tel. 04131-404769, Fax. 04131-402098, www.fips-laden.de, <strong>in</strong>fo@fips-laden.de<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

23


Term<strong>in</strong>e<br />

Sportvere<strong>in</strong>igung <strong>Elbufer</strong><br />

Zeit Gruppe Ort Ansprechpartner*In<br />

Montag 15:30 – 16:30 REHA-Sport Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Montag 16:45 – 18:15 Funktionsgymnastik Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Montag 18:30 – 19:30 Präventive Wirbelsäulengymnastik Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Dienstag 16:00-17:00 Eltern-K<strong>in</strong>d-Turnen (1-4-jährige) Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Dienstag 17:30-18:30 K<strong>in</strong>derturnen (ab 4 Jahren) Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Dienstag 16:00 – 17:00<br />

und 16:30-18:00<br />

Dienstag 19:30 – 21:00<br />

Leichathletik (ab 6)<br />

Kooperation mit Hitzacker<br />

Badm<strong>in</strong>ton<br />

Nur Geübte<br />

Sporthalle Bauernstraße<br />

Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Dienstag 19:30 – 21:00 1. und 2. Herren Sportplatz <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

<strong>Elbufer</strong> Arena<br />

Mittwoch 19:00 – 20:00 Ganzkörpertra<strong>in</strong><strong>in</strong>g Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Donnerstag 16:00-17:30 Fußball ab 10 Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Donnerstag 19:30-21:30<br />

Volleyball für alle die Spaß am Spiel<br />

haben<br />

Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Freitag 16:00 – 17:30 Fußball von 6 – 10 Turnhalle <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Freitag 19:00-20:30 1. und 2. Herren mit A-Jugend Sportplatz <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

<strong>Elbufer</strong> Arena<br />

Monika Burmester<br />

0176 72905810<br />

Monika Burmester<br />

0176 72905810<br />

Monika Burmester<br />

0176 72905810<br />

Franziska Habenicht<br />

05858 - 219<br />

Franziska Habenicht<br />

05858 - 219<br />

Frank Hagedorn<br />

05858971676<br />

Kim Stobernack<br />

01755 - 284910<br />

Jacek Nieradka<br />

0175 532 9507<br />

Julia Hild<br />

0162/2346762<br />

Bennet Strohm<br />

0170 - 2294606<br />

Kai Habenicht<br />

05858 - 219<br />

Frank Hagedorn<br />

05858971676<br />

Jacek Nieradka<br />

0175 532 9507<br />

!!!! geänderte Zeiten beachten!!!! Die Funktionsgymnastik f<strong>in</strong>det nun immer bereits ab 16:45 statt<br />

Die Jungfußballer*<strong>in</strong>nen tra<strong>in</strong>ieren im W<strong>in</strong>ter <strong>in</strong> der Halle – getrennt nach jüngeren und älteren K<strong>in</strong>dern – Donnerstag und Freitag<br />

Im Jugendfußball gibt es e<strong>in</strong>e Kooperation mit dem TuS Barskamp. Kontakt: Bennet Strohm 0170 2294606<br />

Landhaus<br />

Unterschiedliche<br />

Zimmerkategorien:<br />

E<strong>in</strong>zelzimmer, Doppelzimmer,<br />

Mehrbett-<br />

zimmer, oder die ganze<br />

Gästeetage exklusiv!<br />

Kontaktloser CheckIn<br />

24 Std. möglich<br />

Schillers Landhaus Katem<strong>in</strong> | Inh. Christoph Piencka | Hauptstraße 102 | 29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> | 0152 5571 5900 | www.schillers-landhaus.de<br />

24


SV <strong>Elbufer</strong> von 1928 e.V.<br />

Die SpielerInnen s<strong>in</strong>d von 16 bis 65 Jahre alt, es s<strong>in</strong>d<br />

Auszubildende, Asylsuchende, Studenten und Handwerker<br />

ebenso vertreten wie Rentner und AkademikerInnen.<br />

In der bunt zusammengesetzten Gruppe s<strong>in</strong>d<br />

erhebliche Unterschiede <strong>in</strong> den Leistungsstärken der<br />

e<strong>in</strong>zelnen Mitglieder selbstverständlich. Die Toleranz<br />

gegenüber und der Respekt vor dem Anderen ebenso.<br />

Volleyball <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Das offizielle Regelhandbuch für Volleyball (2021–<br />

2024) umfasst stattliche 128 Seiten, ist aber immerh<strong>in</strong><br />

mit zahlreichen Abbildungen versehen. Für den<br />

Fußball (2023/2024) s<strong>in</strong>d es schon 164 Seiten, für Badm<strong>in</strong>ton<br />

dagegen 381 (aber davon s<strong>in</strong>d gute 360 Seiten<br />

lediglich Satzung, Geschäftsordnung usw., zählen also<br />

nicht richtig, die Regeln s<strong>in</strong>d auf schlanken 21 Seiten<br />

zusammengefasst).<br />

Man könnte nun schlussfolgern, dass VolleyballerInnen<br />

zwar weniger belesen se<strong>in</strong> müssen als FussballerInnen,<br />

dafür aber deutlich mehr als der oder die<br />

durchschnittliche Badm<strong>in</strong>tonspielerIn. Und es ließe<br />

sich auch ableiten, dass Volleyball <strong>in</strong>tellektuell zwar<br />

e<strong>in</strong> wenig e<strong>in</strong>facher zu verstehen ist als Fußball, dafür<br />

aber viel schwerer als Badm<strong>in</strong>ton. Aber da nun etwa<br />

das offizielle Regelhandbuch des Schachsports auch<br />

wieder nur 29 Seiten umfasst, ist man mit derartigen<br />

Vergleichen vielleicht überhaupt auf dem Holzweg.<br />

Mit eigenen Worten ausgedrückt: Volleyball wird von<br />

zwei Mannschaften mit je sechs Leuten <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em 18<br />

Meter langem und neun Meter breiten Feld gespielt,<br />

das Feld ist <strong>in</strong> der Mitte durch e<strong>in</strong> Netz (Höhe Netzkante:<br />

2,24 m für Damen, 2,43 m für Herren) getrennt. Ziel<br />

des Spiels ist es, den Ball <strong>in</strong> der eigenen Hälfte <strong>in</strong> der<br />

Luft zu halten – maximal drei Berührungen – und ihn<br />

<strong>in</strong> die gegnerische Hälfte zu spielen und dabei zu hoffen,<br />

dass er dort auf den Boden fällt. Die Mannschaft,<br />

die öfter patzt, verliert.<br />

Soweit die Kurzform. Dah<strong>in</strong>ter verbirgt sich e<strong>in</strong> ausgesprochen<br />

reizvoller Mannschaftssport. Gutes Volleyball<br />

ist sowohl technisch wie auch taktisch sehr<br />

anspruchsvoll. Beim Spiel sollte es genau wie beim<br />

Basketball ke<strong>in</strong>en Körperkontakt mit MitspielerInnen<br />

geben, mit den GegnerInnen schon gar nicht.<br />

In <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> trifft sich seit über vier Jahren jeden<br />

Donnerstag von 19:30 bis 21:30 die Sparte Volleyball<br />

der SV <strong>Elbufer</strong> <strong>in</strong> der Turnhalle. Die TeilnehmerInnen<br />

verb<strong>in</strong>den die Freude am geme<strong>in</strong>sam betriebenen<br />

Sport und die Fasz<strong>in</strong>ation am Volleyball.<br />

Zu den wöchentlichen Volleyballabenden (während der<br />

Schulferien ist die Halle leider geschlossen) kommen<br />

derzeit zwischen 9 und 15 SpielerInnen. Im Anschluss<br />

an das <strong>in</strong>dividuelle Aufwärmen wird geme<strong>in</strong>schaftlich<br />

an der Technik und der Spielfähigkeit gearbeitet – man<br />

will ja auch besser werden – und dann gespielt. Letzteres<br />

stets freundschaftlich, fair und fröhlich; wer sich<br />

hiervon selbst e<strong>in</strong> Bild machen will, ist herzlich willkommen.<br />

Und da e<strong>in</strong> Bild mehr sagt als die 420 Wörter dieses<br />

kurzen Beitrags, haben wir e<strong>in</strong>es für sie beigefügt.<br />

E<strong>in</strong>satz für den K<strong>in</strong>dersport!<br />

Während unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung<br />

kam erneut die Bitte und die Dr<strong>in</strong>glichkeit e<strong>in</strong>iger<br />

wichtiger Anschaffungen für die Abteilung unseres<br />

K<strong>in</strong>dersports (wöchentlich bis zu 60 K<strong>in</strong>der) auf.<br />

Sofort hat sich der Vorstand, nach geme<strong>in</strong>samer Rücksprache,<br />

dies zu Herzen genommen und <strong>in</strong>nerhalb weniger<br />

Tage e<strong>in</strong>en ausführlichen und sehr umfangreichen,<br />

schriftlichen Antrag auf Zuschuss direkt bei unserem<br />

Bürgermeister, Herrn Klaus-Peter Dehde, e<strong>in</strong>gereicht.<br />

Herr Dehde hat uns bereits vor e<strong>in</strong>iger Zeit schon <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

sehr persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass, wenn<br />

der Sportvere<strong>in</strong> Hilfe benötigt, wir jederzeit an ihn herantreten<br />

können und er geme<strong>in</strong>sam mit uns e<strong>in</strong>e Lösung<br />

f<strong>in</strong>det.<br />

Nun konnte der Vorstand dies <strong>in</strong> Anspruch nehmen,<br />

denn der Zeitpunkt war sehr passend. Der Term<strong>in</strong> zur<br />

Ausschussitzung für Herrn Dehde stand unmittelbar<br />

bevor und somit konnte Herr Dehde auch gleich unseren<br />

Antrag vorstellen, und siehe da, die positive Nachricht<br />

wurde sofort persönlich von Herrn Dehde an den<br />

Vorstand übermittelt.<br />

Zwei riesengroße Abenteuermatten, <strong>in</strong>klusive Klettlaschen<br />

sowie Schaumstoffbauste<strong>in</strong>e, um diese besser<br />

anordnen zu können, wurden sofort angeschafft, um<br />

nunmehr die Sicherheit der vielen K<strong>in</strong>der <strong>in</strong> der Sporthalle<br />

gewährleisten zu können.<br />

Wir freuen uns wirklich sehr und möchten uns hiermit bei<br />

Herrn Dehde für se<strong>in</strong>en persönlichen E<strong>in</strong>satz bedanken!<br />

Der Vorstand SV <strong>Elbufer</strong> von 1928 e.V.<br />

Text und Bild: Florian Bibelriether<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

25


Freiwillige Feuerwehr<br />

Sicherheit und Lichtermeer:<br />

Feuerwehr begleitet Laternenumzug<br />

des K<strong>in</strong>dergartens<br />

An e<strong>in</strong>em späten Nachmittag im November, nach E<strong>in</strong>bruch<br />

der Dunkelheit, fuhren an der K<strong>in</strong>dertagesstätte<br />

<strong>Elbufer</strong>zwerge die Feuerwehrfahrzeuge vor. Aufgeregte<br />

K<strong>in</strong>der mit leuchtenden Augen und strahlenden Laternen<br />

kamen nach und nach mit ihren Familien hier<br />

an, um <strong>in</strong> Begleitung der Ortsfeuerwehr geme<strong>in</strong>sam<br />

durch den Ort zu ziehen.<br />

Die lebendige Veranstaltung fand bereits im November<br />

statt und verwandelte die Straßen <strong>in</strong> e<strong>in</strong> fröhliches<br />

Lichtermeer mit Musik und Gesang.<br />

Die Freiwillige Feuerwehr <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>-Schutschur<br />

begleitet traditionell den Laternenumzug der K<strong>in</strong>dertagesstätte<br />

<strong>Elbufer</strong>zwerge und unterstützt diesen aktiv<br />

mit ihrer Jugendabteilung.<br />

Nachdem alle Teilnehmer vor Ort waren, startete die<br />

Veranstaltung mit e<strong>in</strong>er emotionalen Rede des Bürgermeisters,<br />

der feststellte, dass dieser Umzug nach Jahrzehnten<br />

der erste ohne Frau Klute sei und er sich über<br />

den gut besuchten K<strong>in</strong>dergarten mit rund 60 K<strong>in</strong>dern<br />

freue. Im Anschluss daran rüstete sich der Spielmannszug<br />

aus Bleckede, um den Zug schwungvoll musikalisch<br />

anzuführen.<br />

Währenddessen entzündeten die Feuerwehre<strong>in</strong>satzkräfte<br />

die Fackeln und positionierten sich als Geleitschutz<br />

zu beiden Seiten des Laternenumzuges.<br />

Die Feuerwehrjugend, ausgestattet mit ihren leuchtenden<br />

Fackeln, sorgte nicht nur für e<strong>in</strong>e stimmungsvolle<br />

Atmosphäre, sondern übernahm auch die wichtige<br />

Aufgabe, den Laternenumzug durch die Straßen zu<br />

begleiten. Sie zeigten dabei nicht nur ihre Professionalität,<br />

sondern auch ihre Nähe zur Geme<strong>in</strong>schaft.<br />

Auch die Feuerwehr-Fahrzeuge spielten e<strong>in</strong>e zentrale<br />

Rolle, <strong>in</strong>dem sie die Umgebung mit ihren Blaulichtern<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong> sicheres Ambiente tauchten. Der Umzug wanderte<br />

die <strong>Elbufer</strong>straße h<strong>in</strong>unter, querte die Hauptstraße<br />

und führte weiter über die kle<strong>in</strong>e Brücke am<br />

Mühlenbach bis zum Dorfplatz <strong>in</strong> Katem<strong>in</strong>, auf dem<br />

sich alle zum Laternen-Lieder-S<strong>in</strong>gen e<strong>in</strong>e Weile aufhielten,<br />

bis es auf der Hauptstraße zurück zum K<strong>in</strong>dergarten<br />

g<strong>in</strong>g.<br />

Dort wurden die kle<strong>in</strong>en und großen Menschen mit<br />

wärmendem Punsch, Glühwe<strong>in</strong> und Bratwürstchen<br />

empfangen, den das Team und engagierte Eltern der<br />

K<strong>in</strong>dertagestätte vorbereitet hatten. E<strong>in</strong> geselliger Abschluss,<br />

der sich bis <strong>in</strong> den Abend h<strong>in</strong>e<strong>in</strong>zog und mit<br />

fröhlichen Gesprächen und spielenden K<strong>in</strong>dern nur<br />

langsam e<strong>in</strong> Ende fand.<br />

26


ÆLV<br />

Das Magaz<strong>in</strong> von<br />

Nr. 12 | Januar 2024<br />

E<strong>in</strong> großes Netzwerk, das vere<strong>in</strong>t<br />

Vernetzung der Vere<strong>in</strong>e zum Wohle des Ortes<br />

Geme<strong>in</strong>schaft I • „Zweifle nie daran, dass e<strong>in</strong>e kle<strong>in</strong>e Gruppe aufmerksamer, engagierter Bürger die Welt verändern kann<br />

– tatsächlich ist dies die e<strong>in</strong>zige Art und Weise, <strong>in</strong> der die Welt jemals verändert wurde.“ Die großen Worte der amerikanischen<br />

Anthropolog<strong>in</strong> Margaret Mead standen als Motto über e<strong>in</strong>em lange vorbereiteten Treffen verschiedener Gruppen <strong>in</strong><br />

<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>. Weitere Treffen und auch weitere Maßnahmen zur Förderung der Geme<strong>in</strong>schaft s<strong>in</strong>d geplant. (sf)<br />

Mitte November fand im Elbstübchen das erste Vernetzungs-Treffen<br />

von <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er Vere<strong>in</strong>en und Institutionen<br />

jenseits der politischen Gremien statt. Auf E<strong>in</strong>ladung<br />

von elbDORFaktiv kamen Vertreter<strong>in</strong>nen und Vertreter von<br />

acht örtlichen Vere<strong>in</strong>en sowie der Kirchengeme<strong>in</strong>de, der Freiwilligen<br />

Feuerwehr und des Roten Kreuzes zu e<strong>in</strong>em ersten<br />

Austausch zusammen. Mit dabei waren neben elbDORFaktiv<br />

der Sport- und e<strong>in</strong>er der Angelvere<strong>in</strong>e, der Motor Yacht Club<br />

und der Schiffervere<strong>in</strong> sowie Bürgerbus, Faslamsvere<strong>in</strong> und<br />

die Mitmach-Gruppe. Trotz ihres Interesses mussten aus term<strong>in</strong>lichen<br />

Gründen der Sozialverband sowie Vertreter:<strong>in</strong>nen<br />

der KiTa, des Jugendzentrums und der Bürger<strong>in</strong>itiative KEI-<br />

NE BRÜCKE ihre erstmalige Teilnahme auf das nächste Treffen<br />

verschieben.<br />

Moderiert wurde der Abend von Jutta Aust und Anke Fredek<strong>in</strong>d<br />

von der neuen „AG Vernetzung“ von elbDORFaktiv. Beide<br />

sprachen im Anschluss der knapp 90-m<strong>in</strong>ütigen Sitzung<br />

von e<strong>in</strong>er äußerst angenehmen Stimmung des Wohlwollens<br />

und des großen Interesses am Mite<strong>in</strong>ander. „Immer wieder<br />

klang der Wunsch nach geme<strong>in</strong>schaftlichem Handeln an“,<br />

so Jutta Aust, „aber auch nach der versöhnlichen Akzeptanz<br />

von Verschiedenheiten und e<strong>in</strong>em demokratischen Umgang<br />

untere<strong>in</strong>ander.“ Die zugewandte Stimmung hat zudem erste<br />

erfreuliche Ergebnisse der Vernetzung hervorgebracht:<br />

„E<strong>in</strong>geführt wurde seit<br />

dem Treffen e<strong>in</strong> E-Mail-<br />

Verteiler, der künftig e<strong>in</strong>en<br />

sehr schnellen Austausch<br />

untere<strong>in</strong>ander<br />

ermöglichen wird“, so<br />

Anke Fredek<strong>in</strong>d. „Damit<br />

wird gegenseitige<br />

Unterstützung viel<br />

leichter möglich, aber<br />

auch die Koord<strong>in</strong>ation<br />

von Term<strong>in</strong>en und<br />

die Planung geme<strong>in</strong>samer<br />

Veranstaltungen.“<br />

Lose angedacht<br />

ist hier e<strong>in</strong> im Netzwerk<br />

organisiertes Dorffest<br />

V<br />

Jo<strong>in</strong> us!<br />

Die öffentlichen Treffen von<br />

elbDORFaktiv f<strong>in</strong>den dreimal<br />

im Jahr statt, nämlich im Frühjahr,<br />

Herbst und W<strong>in</strong>ter.<br />

Erfragen Sie auch gerne die<br />

Aufnahme <strong>in</strong> unseren E-Mail-<br />

Newsletter<br />

05853 - 980 10 23<br />

<strong>in</strong>fo@elbdorfaktiv.de<br />

facebook.com/elbdorf.aktiv<br />

im Jahr 2025. Große Resonanz gab es auf die Ankündigung<br />

des mittlerweile fertiggestellten Dorfterm<strong>in</strong>e-Anzeigesystems:<br />

Pünktlich zur Eröffnung wurde im neuen Tante-Enso-Laden<br />

e<strong>in</strong>en Monitor <strong>in</strong>stalliert, der <strong>in</strong> übersichtlicher<br />

Form Term<strong>in</strong>e aller Vere<strong>in</strong>e, Institutionen und der<br />

Gremien der Geme<strong>in</strong>de anzeigt. E<strong>in</strong> identisches System<br />

soll später auch noch im Elbstübchen <strong>in</strong>stalliert werden.<br />

> Die folgenden vier Seiten s<strong>in</strong>d mit der Möglichkeit zum Herausnehmen <strong>in</strong> der Heftmitte platziert. Die Publikation wird vom Vere<strong>in</strong> elbDORFaktiv e.V. e<strong>in</strong>gebracht.<br />

27


ÆLV<br />

E<strong>in</strong> Netzwerk, das Partner schafft<br />

Stärkung der Hafenmeile <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Schild zur Bekanntmachung der Partner der Hafenmeile<br />

Geme<strong>in</strong>schaft II • Betriebe, Institutionen und Initiativen aus dem Bereich des <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er Hafens haben sich als „Partner<br />

der Hafenmeile“ <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Netzwerk zusammengeschlossen. (dk)<br />

Neben der Organisation und Durchführung von Kulturveranstaltungen<br />

e<strong>in</strong>erseits und andererseits dem Bestreben,<br />

mehr Transparenz <strong>in</strong> die örtlichen Transformationsprozesse<br />

zu br<strong>in</strong>gen, ist elbDORFaktiv schon seit Langem auch selbst<br />

mit der Entwicklung unseres Ortes befasst. Dabei fokussiert<br />

der Vere<strong>in</strong> aktuell <strong>in</strong>sbesondere auf die ästhetische und kulturelle<br />

Aufwertung der Hafenmeile.<br />

Doch nach der E<strong>in</strong>richtung von Klangschalenpark und Hafengalerie<br />

sowie der Etablierung von Wunde.r.punkt und<br />

jährlichem Kulturprogramm, kann e<strong>in</strong>e künftige Entwicklung<br />

nur mit den weiteren Anra<strong>in</strong>ern des Hafengebiets gel<strong>in</strong>gen<br />

– namentlich der Fähre und dem Fährhaus, dem Motor<br />

Yacht Club und ALBIA und e<strong>in</strong>igen weiteren ansässigen<br />

Unternehmungen.<br />

Die Voraussetzung für e<strong>in</strong> abgestimmtes und demokratisches<br />

weiteres Voranschreiten war also die Bildung e<strong>in</strong>es Netzwerks<br />

der Anra<strong>in</strong>er. elbDORFaktiv hatte dafür im vergangenen<br />

Jahr den Namen „Partner der Hafenmeile“ erdacht und<br />

mit vorbereitenden Arbeiten begonnen. Dabei wurde schon<br />

vor Beg<strong>in</strong>n des eigentlichen „Netzwerkens“ klar: Es s<strong>in</strong>d dicke<br />

Bretter zu bohren, werden <strong>in</strong>tensive Gespräche zu führen<br />

und viel Überzeugungsarbeit zu leisten se<strong>in</strong>. Und tatsächlich<br />

war 2023 sehr maßgeblich genau davon geprägt.<br />

V Es hat sich gelohnt<br />

Entstanden ist <strong>in</strong> den letzten Monaten e<strong>in</strong> <strong>in</strong>teressantes und<br />

aktives Netzwerk, das handlungs- und entscheidungsfähig<br />

ist und für das sich der Name „Partner der Hafenmeile“ tatsächlich<br />

etabliert hat. Erste Früchte der geme<strong>in</strong>samen Arbeit<br />

s<strong>in</strong>d das Heft „333“, also das Magaz<strong>in</strong> der Hafenmeile,<br />

mit dem wir <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> auch bei der diesjährigen Kreistier-<br />

und Gewerbeschau vertreten haben. Auch die Koord<strong>in</strong>ation<br />

von Veranstaltungsterm<strong>in</strong>en und e<strong>in</strong> abgestimmter<br />

Brief an den Geme<strong>in</strong>derat, <strong>in</strong> dem die Partner ihre Empfehlungen<br />

für die Ausstattung e<strong>in</strong>es neuen Sanitärgebäudes am<br />

Hafen formuliert haben, s<strong>in</strong>d Erfolge des neuen Netzwerks.<br />

E<strong>in</strong> permanenter Austausch untere<strong>in</strong>ander und geplante geme<strong>in</strong>same<br />

Aktivitäten werden es <strong>in</strong> Zukunft weiter stärken.<br />

Der Weg dah<strong>in</strong> war allerd<strong>in</strong>gs durchaus arbeits<strong>in</strong>tensiv: Aufwändige<br />

Präsentationen folgten dem R<strong>in</strong>gen um Ideen, Bra<strong>in</strong>storm<strong>in</strong>gs<br />

und Term<strong>in</strong>f<strong>in</strong>dungen wechselten sich ab mit E<strong>in</strong>zelgesprächen<br />

und Fototerm<strong>in</strong>en, und schließlich sollte auch<br />

e<strong>in</strong> sichtbares Ergebnis her: das Magaz<strong>in</strong> „333“.<br />

Dabei wurde schon Ende letzten Jahres deutlich, dass da<br />

mehr Arbeit auf den Vere<strong>in</strong> zukäme, als die Mitglieder ehrenamtlich<br />

würden leisten können. Der Aufbau der „Partner der<br />

Hafenmeile“ verlangte nach Projektleitung, Vermittlung und<br />

Coach<strong>in</strong>g genauso wie nach grafischer Gestaltung und akribischer<br />

Dokumentation. Auch Bürotätigkeiten und die Kommunikation<br />

nach außen waren gefragt, In dieser Lage halfen<br />

uns Gelder aus e<strong>in</strong>em Förderprogramm des Landes Niedersachsen,<br />

das genau auf diese Art soziokultureller Maßnahmen<br />

zugeschnitten war und für Personalkosten des aufwändigen<br />

Netzwerkens genutzt werden konnte. Die Zusage der<br />

Fördermittel kam kurz vor Weihnachten 2022.<br />

So konnten wir die Personen, denen wir das Gel<strong>in</strong>gen des<br />

Netzwerks „Partner der Hafenmeile“ hauptsächlich zu verdanken<br />

haben, mit unterschiedlich hohen Beträgen zum<strong>in</strong>dest<br />

e<strong>in</strong>e Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit zukommen<br />

lassen. Sie s<strong>in</strong>d im Impressum des „Magaz<strong>in</strong>s der Hafenmeile“<br />

aufgeführt. Weil das e<strong>in</strong>e Auflage des Förderprogramms<br />

war, durfte der ebenfalls äußerst aktive Vorstand des Vere<strong>in</strong>s<br />

übrigens ke<strong>in</strong>e Vergütung annehmen.<br />

Mit Ausklang des letzten Jahres schauen wir also auf e<strong>in</strong><br />

(fast) unsichtbares, aber nichtsdestoweniger äußerst wichtiges<br />

Kapitel unserer Vere<strong>in</strong>sgeschichte und blicken voraus<br />

auf erste konkrete und sichtbare Projekte der Partner zur weiteren<br />

Gestaltung der Hafenmeile im neuen Jahr 2024. Ideen<br />

gibt es schon, die Partner s<strong>in</strong>d mit im Boot, und weitere<br />

Fördermittel s<strong>in</strong>d beantragt.<br />

Vere<strong>in</strong>svorsitzender Andreas Conradt: „Lasst uns geme<strong>in</strong>sam<br />

die Daumen drücken, dass auch künftig die Bretter dünner<br />

s<strong>in</strong>d als die Bohrer lang.“<br />

Fotos: S.1: Katr<strong>in</strong> Stöver, S.2: Andreas Conradt, S.3:Screenshots, S.4: Andreas Conradt; Grafik S.2: Stefan Fabian<br />

II


ÆLV<br />

Transparenz statt Unsichtbarkeit<br />

Geme<strong>in</strong>schaft, Information und Kommunikation<br />

Geme<strong>in</strong>schaft III • Lebensmittelversorgung, Dorfentwicklung oder Deichbau – wer große Veränderung im Ort plant, sollte<br />

viel kommunizieren, um die Bevölkerung auf dem Weg mitzunehmen. Gleiches gilt, wenn <strong>in</strong> der regen Vere<strong>in</strong>slandschaft<br />

e<strong>in</strong>er Geme<strong>in</strong>de viele Term<strong>in</strong>e anstehen. In <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> wird Transparenz künftig e<strong>in</strong>e größere Rolle spielen. (ac)<br />

E<strong>in</strong>e funktionierende Dorfgeme<strong>in</strong>schaft braucht geme<strong>in</strong>schaftliches<br />

Handeln auch über die Grenzen des eigenen<br />

Umfelds h<strong>in</strong>aus. Das Köcheln im eigenen Vere<strong>in</strong>, das Tun nur<br />

und ausschließlich <strong>in</strong> der eigenen Blase – und mögen es <strong>in</strong>sgesamt<br />

auch noch so viele Blasen se<strong>in</strong> – kann ke<strong>in</strong> Geme<strong>in</strong>wesen<br />

hervorbr<strong>in</strong>gen. Denn dazu gehört neben den schönen,<br />

den leichten Momenten auch der Diskurs und das R<strong>in</strong>gen<br />

um Kompromisse. Wenn am Ende e<strong>in</strong>es solchen Prozesses<br />

auf allen Seiten das Gefühl des gleichberechtigten Gew<strong>in</strong>nens<br />

oder Verlierens steht, wenn jede Partei etwas bekommen<br />

und etwas abgegeben hat, dann kann <strong>in</strong>sgesamt<br />

Positives entstehen. Nur so kann e<strong>in</strong>e belastbare Entwicklung<br />

h<strong>in</strong> zu etwas Gutem gel<strong>in</strong>gen – sei es bei der Planung e<strong>in</strong>es<br />

Dorffestes, bei der Gestaltung e<strong>in</strong>es Dorfbereiches oder<br />

„nur” bei der Absprache von Vere<strong>in</strong>sterm<strong>in</strong>en.<br />

Das Wissen darum und die Erkenntnis von <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er<br />

Bürger<strong>in</strong>nen und Bürgern, dass Entwicklung im Ort des eigenen<br />

Engagements bedarf, hat schließlich zur Bereitschaft<br />

der Vernetzung unter den Vere<strong>in</strong>en und Institutionen jenseits<br />

der politischen Gremien geführt (s. Bericht Seite I) und<br />

die Anra<strong>in</strong>er im Hafengebiet zum losen Zusammenschluss<br />

als „Partner der Hafenmeile” bewogen (s. Bericht Seite II).<br />

Dorfterm<strong>in</strong>e-Anzeigesystem<br />

Irgendwo zwischen Vernetzung und Information siedelt der<br />

zweite Bauste<strong>in</strong> h<strong>in</strong> zur neuen Transparenz: In Abstimmung<br />

mit den Vere<strong>in</strong>en und Institutionen hat elbDORFaktiv e<strong>in</strong><br />

„Dorfterm<strong>in</strong>e-Anzeigesystem” erstellt, dessen Layout e<strong>in</strong><br />

wenig an die Abflug-Anzeigen auf Flughäfen er<strong>in</strong>nert. Auf<br />

e<strong>in</strong>em Monitor im neuen Tante-Enso-Laden können seit dessen<br />

Eröffnung die akutellen, öffentlich zugänglichen Term<strong>in</strong>e<br />

<strong>in</strong> der Geme<strong>in</strong>de <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> e<strong>in</strong>gesehen werden: Feste<br />

und Aufführungen, Informationsabende und Sitzungen, Osterfeuer,<br />

Laternenumzug – all diese Veranstaltungen werden<br />

künftig neben den Aushängen auf den Info-Brettern <strong>in</strong> den<br />

Orten auch gebündelt auf dem neuen Anzeigesystem dargestellt.<br />

E<strong>in</strong>gegeben werden die Term<strong>in</strong>e über e<strong>in</strong> Web-Interface<br />

von den Vere<strong>in</strong>en und Institutionen selbst.<br />

Da die Anzeige auf e<strong>in</strong>er simplen Website basiert, kann das<br />

System quasi modular erweitert werden. Schon jetzt hat das<br />

Elbstübchen zugesagt, nach dem dortigen Umbau e<strong>in</strong>en weiteren<br />

Monitor gleichen Inhalts aufzustellen – weitere Interessenten<br />

s<strong>in</strong>d nicht ausgeschlossen. Und natürlich ist die Anzeige<br />

auch auf dem heimischen PC oder Laptop möglich, genauso<br />

wie auf Tablet und Smartphone. Die Adresse lautet:<br />

www.neu-darchau.de/kalender<br />

V Zusammenarbeit mit der Metropolregion Hamburg<br />

Website www.neu-darchau.de<br />

E<strong>in</strong>en Schritt weiter – nämlich über die Grenzen der Vere<strong>in</strong>e,<br />

Institutionen und Betriebe h<strong>in</strong>aus – gehen zwei neue Kommunikationsplattformen,<br />

mit denen sich die Netzwerker künftig<br />

an alle Bürger<strong>in</strong>nen und Bürger der Geme<strong>in</strong>de <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

wenden wollen.<br />

So hat der Umbau der Internetseite www.neu-darchau.de<br />

von e<strong>in</strong>em Informationskanal ausschließlich zum Thema Tante<br />

Enso h<strong>in</strong> zu e<strong>in</strong>er Plattform mit Nachrichten zu allen „großen<br />

Veränderungen” <strong>in</strong> der Geme<strong>in</strong>de begonnen. Zwar wird<br />

der neue Laden auch weiterh<strong>in</strong> e<strong>in</strong>e Rolle auf der Website<br />

spielen, doch <strong>in</strong> immer stärkerem Umfang wird es auch<br />

um das Dorfentwicklungsprogramm, um den neuen Hochwasserschutz<br />

oder gegebenenfalls um landschaftsprägende<br />

Maßnahmen am <strong>Elbufer</strong> gehen. Ziel der Berichterstattung<br />

ist – wie schon bei der Kampagne im Zuge der Ansiedelung<br />

von Tante Enso – Transparenz zu schaffen und Bürger<strong>in</strong>nen<br />

und Bürger über wesentliche Maßnahmen <strong>in</strong> ihrem<br />

Umfeld zu <strong>in</strong>formieren.<br />

Aber noche<strong>in</strong>mal zurück zum Nachrichtenportal auf der<br />

Website www.neu-darchau.de: Auch dort ist das Dorfterm<strong>in</strong>e-Anzeigesystem<br />

e<strong>in</strong>sehbar, darüber h<strong>in</strong>aus aber auch<br />

e<strong>in</strong> Veranstaltungskalender nur für den Ort <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> und<br />

e<strong>in</strong> weiteres Verzeichnis aller Veranstaltungen der Region<br />

im Umkreis von 50 Kilometern. Möglich wurden die beiden<br />

Letzteren durch e<strong>in</strong>e Kooperation von elbDORFaktiv mit der<br />

Metropolregion Hamburg.<br />

Kalender der Metropolregion<br />

III<br />

Dr. Erich Bäuerle


ÆLV<br />

Drachenfest auch 2024<br />

Überraschung im letzten Herbst<br />

W<strong>in</strong>d! • Zum Ausklang des Kulturprogramms im vergangenen<br />

Jahr konnte elbDORFaktiv e<strong>in</strong>en Überraschungserfolg<br />

verbuchen: Das erste <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er Drachenfest wurde –<br />

am zweiten Tag – richtig gut besucht.<br />

Klar braucht es bei e<strong>in</strong>er Veranstaltungen, die mit Flugdrachen<br />

zu tun hat, W<strong>in</strong>d, aber das, was da am Freitag vor dem<br />

Drachenfest über <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> h<strong>in</strong>weg fegte, war dann doch<br />

’ne Spur zuviel: W<strong>in</strong>dstärke 8, zusammengebrochene Zelte,<br />

Regen, Matsch, Schlamm – und das Aufbau-Team nass bis<br />

auf die Knochen. „Das wird doch nie was” war wohl der am<br />

meisten geseufzte Satz des Tages. Szenenwechsel. Nächster<br />

Tag:<br />

Ke<strong>in</strong> Regen – aber eben auch ke<strong>in</strong> W<strong>in</strong>d! „So geht’s ja nun<br />

auch nicht!” G<strong>in</strong>g’s dann aber doch: Die beiden Experten des<br />

Fests, Dr. Erich Bäuerle als Anleiter im Bastelzelt und FIPS-Geschäftsführer<br />

Friedrich Busch als Animateur <strong>in</strong> der „Spielemeile”,<br />

mühten sich nach Kräften, die gar nicht so wenigen<br />

K<strong>in</strong>der zu bespaßen. Dennoch: Nicht ohne Grund titelte die<br />

EJZ am Montag: „Warten auf den W<strong>in</strong>d”.<br />

Der kam dann tatsächlich am Sonntag und brachte sogar<br />

Sonne und blauen Himmel mit. Und dann wurd’s richtig<br />

gut: bunte Drachen am Himmel, die Bastelwerkstatt gut besucht,<br />

hüpfende K<strong>in</strong>der an der Spiel-Station. Selbst die angereisten<br />

Drachen-Profis waren angetan von der Location<br />

und von der Stimmung.<br />

Und dann e<strong>in</strong> Lehrstück <strong>in</strong> Sachen Psychologie: Unmut von<br />

gestern und vorgestern legt sich schnell, wenn’s danach<br />

schön und gut wird. Wurde es, und, zack, stand der Beschluss<br />

aller fest: „2024 unbed<strong>in</strong>gt wieder!” Nun denn, so sei es! (ac)<br />

Kurzmeldungen<br />

<strong>Neu</strong>er alter Vorstand<br />

Bei der Mitgliederversammlung von elbDORFaktiv e.V. am<br />

29. Oktober 2023 wurde der bisherige Vorstand im Amt bestätigt:<br />

Vorsitzende bleiben Andreas Conradt (1.) und Stefan<br />

Fabian (2.), die Kassenführung hat wiederum Sab<strong>in</strong>a<br />

Franke übernommen. Sehr eng am Vorstand arbeiten mit:<br />

Doris Krohn und Ursula Blancke-Dau (beide Kultur), Jutta<br />

Aust und Anke Fredek<strong>in</strong>d (beide Vernetzung), Joachim Löbe<br />

(Bauausführung), Peter Hoffmann-Wick (Wilde Wiese),<br />

Axel Franke (Fundrais<strong>in</strong>g) sowie die vielen Helfer:<strong>in</strong>nen bei<br />

Wunde.r.punkt, ELBBOKEH und Drachenfest.<br />

Jede Menge Veranstaltungen<br />

Auch 2024 wird es im Bereich der Hafenmeile e<strong>in</strong>e Vielzahl<br />

von Veranstaltungen geben. Neben Theaterstücken, Performances,<br />

Lesungen, Führungen und Vorträgen im Rahmen<br />

des Kulturprogramms über den Sommer, werden erneut der<br />

Wunde.r.punkt und das Drachenfest stattf<strong>in</strong>den und erstmals<br />

auch das Fotofestival ELBBOKEH. Weitere Angaben folgen<br />

<strong>in</strong> der nächsten Ausgabe der ÆLV.<br />

Wieso Ælv?<br />

„Elbe“ nennen wir heute den Fluss vor unserer Haustür.<br />

Wer noch niederdeutsch spricht, kennt ihn als „Elv“, im<br />

tschechischen wird er als „Labe“ bezeichnet. Der althochdeutsche<br />

Name des Flusses lautete „Elba“ (ca. 750<br />

bis 1050 n. Chr.), der altenglische „Ielf“ oder „Ælf“ (ca.<br />

450 bis 1300 n. Chr.). Entlehnt wurden alle Namen von<br />

den frühen Germanen (weit vor Christi Geburt), die die<br />

Elbe als „Albia“ oder „Albis“ bezeichneten – also schlicht<br />

als „Fluss“, was der dom<strong>in</strong>ierenden Stellung des Stroms<br />

<strong>in</strong> der Norddeutschen Tiefebene angemessen war.<br />

Der Titel unseres Magaz<strong>in</strong>s ist dem altenglischen Namen<br />

der Elbe entlehnt – Ælf – der wohl auch die heutigen Bezeichnungen<br />

für das Wort „Fluss“ <strong>in</strong> den skand<strong>in</strong>avischen<br />

Ländern geprägt hat: „Älv“ im Schwedischen, „Elv“ <strong>in</strong> der<br />

norwegischen und „Elfur“ <strong>in</strong> der isländischen Sprache.<br />

Impressum<br />

V<br />

Info über elbDORFaktiv<br />

4. Jahrgang<br />

Ausgabe Nr. 12, Januar 2024<br />

ÆLV<br />

ist e<strong>in</strong> kostenloses Informationsblatt<br />

des Vere<strong>in</strong>s elbDORFaktiv e.V. <strong>in</strong><br />

<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Kontakt<br />

Am Hafen 2, 29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Tel.: 05853 - 980 10 23<br />

Mail und Internet<br />

<strong>in</strong>fo@elbdorfaktiv.de<br />

www.elbdorfaktiv.de<br />

facebook.com/elbDORF.aktiv<br />

Verantwortlich (V. i. S. d. P.)<br />

Andreas Conradt (ac)<br />

Adresse wie vorstehend<br />

Redaktion<br />

Andreas Conradt (ac)<br />

Stefan Fabian (sf)<br />

Doris Krohn (dk)<br />

Weitere Text- und Bildrechte<br />

wie namentlich gekennzeichnet<br />

Produktion<br />

Layout: Andreas Conradt<br />

Korrektorat: Doris Krohn<br />

elbDORFaktiv ist e<strong>in</strong>e offene Plattform für alle Bürger<strong>in</strong>nen und Bürger der<br />

Geme<strong>in</strong>de <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>. Das Ziel der hier engagierten Menschen ist es mitzuhelfen,<br />

unsere Dörfer lebenswerter und liebenswerter zu gestalten. Dazu<br />

arbeiten wir an Projekten, die die Geme<strong>in</strong>schaft <strong>in</strong> unseren Orten weiter<br />

stärken und die Identifikation mit ihnen vergrößern. Haben Sie auch Ideen?<br />

Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Oder kommen Sie zu unseren öffentlichen<br />

Treffen. Sie f<strong>in</strong>den dreimal im Jahr statt, nämlich im Frühjahr, Herbst<br />

und W<strong>in</strong>ter. Dort wird über aktuelle und zukünftige Projekte und deren praktische<br />

Umsetzung diskutiert.<br />

elbDORFaktiv e.V. ist ke<strong>in</strong> geschlossener Vere<strong>in</strong>. Bei uns dürfen Jedermann<br />

und Jedefrau an Treffen und Projekten teilnehmen. Der offizielle Charakter<br />

des „e.V.“ dient nur im H<strong>in</strong>tergrund der vere<strong>in</strong>fachten Umsetzung von Projekten.<br />

E<strong>in</strong>e Mitgliedschaft im Vere<strong>in</strong> ist für die Teilnahme an unseren Treffen<br />

und das Mitwirken an unseren Projekten nicht erforderlich. Wir s<strong>in</strong>d zudem<br />

politisch unabhängig und streben nicht an, e<strong>in</strong>e neue Partei zu gründen<br />

oder uns an e<strong>in</strong>e bestehende Partei anzulehnen.<br />

30


Pressestelle<br />

Freiwillige Feuerwehr<br />

Kreisfeuerwehrverband e.V. – Breite Str. 68 – 29468 Bergen/D.<br />

Nah am Wasser gebaut – Die Wasserrettung der<br />

Kreisbereitschaft 1<br />

Feuerwehr ist vielfältig, Feuerwehr ist abwechslungsreich –<br />

Feuerwehr ist eben nicht nur Feuer löschen. Heute stellen wir mit<br />

der Wasserrettung der Kreisfeuerwehr Lüchow-Dannenberg e<strong>in</strong>e<br />

besondere E<strong>in</strong>heit vor.<br />

Heiko Bieniußa<br />

Pressereferent im Kreisfeuerwehrverband<br />

Lüchow-Dannenberg e.V.<br />

Breite Straße 68<br />

29468 Bergen an der Dumme<br />

E-Mail: presse@kfv-dan.de<br />

Web: www.kfv-dan.de<br />

Bergen an der Dumme, 29.03.2021<br />

Boote <strong>in</strong> den Feuerwehren im Landkreis gibt es schon recht lange.<br />

Die kreisweite E<strong>in</strong>heit „Wasserrettung“ gibt es seit 2004. Nachdem mehrere E<strong>in</strong>sätze auf der Elbe,<br />

u.a. e<strong>in</strong> Bootsbrand mit zwei Toten bei Penkefitz, die Feuerwehren im Landkreis im Jahr 2003<br />

beschäftigten, begannen sich Verantwortliche der Bootswehren im Kreis Gedanken über e<strong>in</strong>e<br />

zentrale Koord<strong>in</strong>ationsstelle für Notfälle am und im Wasser zu bilden. So entstand die<br />

Wasserrettung. Anfangs noch „Bootswesen“ danach als „Sondere<strong>in</strong>heit Wasserrettung der<br />

Kreisfeuerwehr Lüchow-Dannenberg“ betitelt, war sie der Kreisfeuerwehr-Bereitschaft 1 (KFB1)<br />

angegliedert. Seit 2013 ist die Wasserrettung der 5. Zug der KFB 1. Die E<strong>in</strong>heit setzt sich aus den<br />

Ortswehren zusammen, die allesamt nah am Wasser gebaut s<strong>in</strong>d: <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>-Schutschur,<br />

Hitzacker, Damnatz, Gorleben, Gartow und Lüchow. Auch die kreisfremde Ortswehr aus Dömitz<br />

wird bei E<strong>in</strong>sätzen auf der Elbe mitalarmiert. „Dömitz schließt e<strong>in</strong>e gewaltige Lücke an der<br />

wasserlastigen Kreisgrenze“, berichtet Andreas Lenz, der von Anfang an als Zugführer und seit<br />

2019 als Stellvertreter des jüngeren Kollegen Daniel Hoch, die E<strong>in</strong>heit betreut. Die beiden s<strong>in</strong>d e<strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>gespieltes Team und verantwortlich für die zentrale Ausbildung, für die Planung praktischer<br />

Dienste und e<strong>in</strong>er geme<strong>in</strong>same Jahresübung. Im E<strong>in</strong>satzfall s<strong>in</strong>d sie die Fachmänner für Beratung<br />

und Koord<strong>in</strong>ation und stehen als B<strong>in</strong>deglied zwischen E<strong>in</strong>satzleitung und den Männern und Frauen<br />

auf dem Wasser. Die Übungs- und E<strong>in</strong>satzszenarien s<strong>in</strong>d dabei sehr vielfältig: Brände auf<br />

Sportbooten und B<strong>in</strong>nenschiffen, <strong>in</strong> Uferzonen, die nur vom Wasser zu erreichen s<strong>in</strong>d,<br />

Personenrettung oder -suche, Technische Hilfeleistung auf dem Wasser oder auch der Transport<br />

von Sandsäcken bei Hochwasserlagen – s<strong>in</strong>d nur e<strong>in</strong>ige mögliche Aufgaben. Auch beim Verlegen<br />

von Ölsperren kommen die Boote zum E<strong>in</strong>satz. Die speziellen Inhalte <strong>in</strong> Theorie und Praxis für<br />

die Ausbildung und die regelmäßig stattf<strong>in</strong>denden Übungsdienste haben sich die Verantwortlichen<br />

über die Jahre selbst zusammengestellt. Darüber h<strong>in</strong>aus haben sie spezielles Kartenmaterial und<br />

Kreisfeuerwehrbereitschaft Checklisten übt für die verschiedenen kritisches E<strong>in</strong>satzszenarien erarbeitet, Waldbrand-Szenario<br />

die im E<strong>in</strong>satzfall e<strong>in</strong>en schnellen<br />

Überblick über die erforderliche Ausstattung gewährleisten. „Wir haben uns über die Jahre<br />

Gedanken gemacht um für jeden E<strong>in</strong>satzfall gut vorbereitet zu se<strong>in</strong>“, erklärt Andreas Lenz das<br />

Vorgehen. So wird gewährleistet, dass auf allen sieben Booten der Wasserrettung der gleiche<br />

Mitte September wurden die Feuerwehren aus Wietzetze<br />

und Harl<strong>in</strong>gen zusammen mit dem Tanklöschfahr-<br />

Wissens- und Materialstand Bei herrscht. dem dargestellten Szenario handelte es sich glücklicherweise<br />

Die über 40-köpfige Truppe ist über die Jahre zusammengewachsen. Grund dafür ist auch ihr<br />

bislang größter E<strong>in</strong>satz im Jahr 2013. Während<br />

um<br />

des Jahrhunderthochwassers<br />

e<strong>in</strong>e Übung<br />

war<br />

des<br />

der 5. Zug<br />

2.<br />

der<br />

Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft<br />

KFB 1 für die gesamte Elbe zuständig. Koord<strong>in</strong>ation aller Wasserrettungskräfte (Feuerwehr, DRK,<br />

DLRG und THW), Personenrettung, technische Hilfeleistung – „Es war e<strong>in</strong>e harte Zeit. Wir waren<br />

zeug (TLF) der Ortsfeuerwehr <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>-Schutschur<br />

jeden Tag m<strong>in</strong>destens 12 Stunden im E<strong>in</strong>satz“, er<strong>in</strong>nert sich<br />

1.<br />

Daniel<br />

Um<br />

Hoch. „Es<br />

e<strong>in</strong>en<br />

hat aber auch<br />

realitätsnahen<br />

sehr<br />

Übungsablauf<br />

der Elbe verändert sicherzustellen, die Arbeit der Wasserrettung: wurden Die E<strong>in</strong>sätze s<strong>in</strong>d drei Ortsfeuerwehren<br />

viel Spaß gemacht“, fügt Andreas Lenz abschließend h<strong>in</strong>zu.<br />

zu e<strong>in</strong>em Waldbrand im Bereich „Darzau Mühle“, südlich<br />

Der niedrige Pegelstand<br />

weniger geworden, die Jahresübung fiel wegen der Corona-Pandemie buchstäblich <strong>in</strong>s Wasser.<br />

von <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> alarmiert. In unmittelbarer Umgebung<br />

e<strong>in</strong>es landwirtschaftlichen Anwesens brach aus bislang<br />

unbekannten Gründen e<strong>in</strong> Feuer aus. Durch aufkommende<br />

W<strong>in</strong>de wurde das Feuer angefacht und breitete sich<br />

schnell aus. Innerhalb kürzester Zeit war das Anwesen<br />

durch das Feuer bedroht, e<strong>in</strong> Übergreifen des Feuers auf<br />

den Gebäudekomplex konnte nicht verh<strong>in</strong>dert werden, es<br />

galten mehrere Personen als vermisst.<br />

Die Besatzungen der Tanklöschfahrzeuge bauten daraufh<strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>e sog. Riegelstellung nördlich des Anwesens auf, um<br />

die Ausbreitung des Feuers e<strong>in</strong>zudämmen. Die vor Ort vorhandene<br />

Löschwasserversorgung (nur e<strong>in</strong> Tiefenbrunnen)<br />

war für die erforderlichen Löschmaßnahmen nicht ausreichend.<br />

Daraufh<strong>in</strong> wurde der 2. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft<br />

mit dem Schwerpunkt der Wasserförderung<br />

gegen 14:15 Uhr zur E<strong>in</strong>satzstelle alarmiert. Der Zugführer<br />

teilte den E<strong>in</strong>satzbereich <strong>in</strong> drei Abschnitte e<strong>in</strong>:<br />

Die Fahrzeugbesatzungen aus Prezelle (LF-KatS) und <strong>Neu</strong><br />

<strong>Darchau</strong> (StLF) unterstützten die Löschmaßnahmen auf<br />

dem landwirtschaftlichen Anwesen sowie die Personensuche<br />

unter Atemschutz.<br />

Im zweiten E<strong>in</strong>satzabschnitt bauten die Kamerad:<strong>in</strong>nen<br />

aus Dannenberg und Mütz<strong>in</strong>gen e<strong>in</strong>e Wasserförderstrecke<br />

aus dem benachbarten Darzau auf. Aus e<strong>in</strong>em dort vorhandenen<br />

Brunnen e<strong>in</strong>er Feldberegnungsanlage konnte<br />

ausreichend Wasser für die Löschmaßnahmen gefördert<br />

werden. Das Wasser wurde über zwei getrennte Leitungen<br />

von je 1km Länge bis zur E<strong>in</strong>satzstelle gepumpt.<br />

Weitere Kräfte des 2. Zuges unterstützten im dritten E<strong>in</strong>satzabschnitt<br />

die e<strong>in</strong>gesetzten Kräfte bei der Riegelstellung.<br />

So konnte die Ausbreitung des Waldbrandes <strong>in</strong> nordöstlicher<br />

Richtung verh<strong>in</strong>dert werden. Insgesamt waren<br />

vier Trupps unter Atemschutz im Gebäude im E<strong>in</strong>satz und<br />

konnten alle Personen f<strong>in</strong>den und retten. Nach rund drei<br />

Stunden konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.<br />

der Samtgeme<strong>in</strong>de Elbtalaue e<strong>in</strong>gebunden. Kreisbereitschaftsführer<br />

Michael Schulze und se<strong>in</strong> Stellvertreter Norbert<br />

Habermann waren zufrieden mit dem Übungsverlauf,<br />

fanden aber auch Anlass zur konstruktiven Kritik.<br />

„Es ist erst die zweite Übung des Zuges als Verband seit<br />

dem Ende der Corona-Pandemie mit ihren e<strong>in</strong>schränkenden<br />

Maßnahmen. Da kann man nicht erwarten, dass die<br />

Zusammenarbeit unter den e<strong>in</strong>zelnen Fahrzeugbesatzungen<br />

aus dem gesamten Landkreis reibungslos funktioniert.<br />

Um das zu verbessern, üben wir,“ fasst Schulze se<strong>in</strong>e<br />

Zufriedenheit <strong>in</strong> Worte.<br />

Auch der Geme<strong>in</strong>debrandmeister<br />

der Samtgeme<strong>in</strong>de Elbtalaue, Andreas<br />

Meyer, überzeugte sich vor Ort<br />

von der Schlagkraft und dem Zusammenwirken<br />

der e<strong>in</strong>zelnen E<strong>in</strong>heiten<br />

und Ortsfeuerwehren. Er zeigte ich<br />

besonders zufrieden, dass die Löschwasserversorgung<br />

aus dem neuen<br />

Feldberegnungsbrunnen tadellos<br />

funktioniert. Erst vor zwei Jahren<br />

wurde dieser Brunnen <strong>in</strong> Betrieb genommen. Der Inhaber,<br />

e<strong>in</strong> ortsansässiger Landwirt, hat den Feuerwehren<br />

der Samtgeme<strong>in</strong>de Elbtalaue die<br />

Nutzung des Brunnens zur Sicherstellung<br />

der Löschwasserversorgung<br />

rund um Darzau zugesagt.<br />

Insgesamt waren etwa 50 ehrenamtliche<br />

E<strong>in</strong>satzkräfte aus mehreren<br />

Feuerwehren der Samtgeme<strong>in</strong>de<br />

Elbtalaue und der Samtgeme<strong>in</strong>de<br />

Gartow beteiligt. Zusätzlich zu den<br />

örtlich e<strong>in</strong>gesetzten Feuerwehren<br />

Wietzetze, Harl<strong>in</strong>gen und <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>-Schutschur<br />

waren die Feuerwehren aus Dannenberg,<br />

Hitzacker, Mütz<strong>in</strong>gen und Prezelle beteiligt.<br />

Text: Heiko Bieniußa, Pressereferent der Kreisfeuerwehr Lüchow-Dannenberg, Fotos: Sonja Reichmann, Pressereferent<strong>in</strong> Ortsfeuerwehr <strong>Neu</strong>-<strong>Darchau</strong>-Schutschur<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

31


Kulturtenne Damnatz e.V.<br />

Ursula Günthert, Achter Höfe 55, 29472 Damnatz<br />

Telefon: 05865) 980298<br />

kulturtenne@t-onl<strong>in</strong>e.de<br />

Samstag, 3. Februar, 19 bis 22 Uhr<br />

Dom<strong>in</strong>ik Plangger „ansichtshalber“<br />

Der Liedermacher Dom<strong>in</strong>ik Plangger wurde 1980 <strong>in</strong><br />

Südtirol geboren. Er s<strong>in</strong>gt mit Vorliebe <strong>in</strong> deutscher<br />

Sprache und im Südtiroler Dialekt, aber auch auf Englisch<br />

und Italienisch, unter anderem politisch sehr engagierte<br />

Lieder gegen Rassismus, Faschismus, emotionale<br />

Kälte und Diskrim<strong>in</strong>ierung.<br />

Reihe handgemachte Volxmusik<br />

Samstag, 17. Februar, 19 bis 22 Uhr<br />

Masnavi Duo – Das Masnavi Duo ist e<strong>in</strong> Dialog zwischen<br />

zwei Instrumenten – der Kamancheh und dem<br />

Klavier – und zwischen zwei Musikkulturen – der klassischen<br />

persischen Musik und dem Jazz.<br />

Reihe handgemachte Volxmusik<br />

Samstag, 24. Februar, 19 bis 22 Uhr<br />

Hausmusik für Kenner & Liebhaber von historischen<br />

Instrumenten – Eleganz, Zauber, Glanz und Musik für<br />

Jedermann. E<strong>in</strong> Abend im Salon der Bourgeoisie mit<br />

zwei Traversflöten und Violoncello!<br />

Reihe handgemachte Volxmusik<br />

Samstag, 13. April, 19 bis 22 Uhr<br />

duo f<strong>in</strong>esco<br />

Erleben Sie die musikalische Vielfalt des Flamenco,<br />

spanischer Klassik, Tango, Klezmer und Sw<strong>in</strong>g.<br />

Juliane W<strong>in</strong>kler und Christof Schill spielen seit vielen<br />

Jahren zusammen als Duo.<br />

Reihe handgemachte Volxmusik<br />

Samstag, 20. April, 19 bis 22 Uhr<br />

Amarynda – Balladen aus 2 Himmelsrichtungen<br />

Reihe handgemachte Volxmusik.<br />

Samstag, 27. April, 19 bis 22 Uhr<br />

SubSystem – Alltagsgeschichten<br />

Reihe handgemachte Volxmusik<br />

Kulturbahnhof Hitzacker KuBa e.V.<br />

Am Bahnhof 6<br />

29456 Hitzacker<br />

Samstag, 20. Januar, 19.30 Uhr<br />

JaniPhil – Das wendländische Liedermacher-Folk-Trio<br />

JaniPhil macht authentische akustische Musik, die<br />

Menschen tief <strong>in</strong> ihrem Inneren berühren soll. Janika<br />

und Philip Görres’ poetische Texte werden vom vielseitigen<br />

Percussionisten Johannes Gerber begleitet.<br />

Samstag, 24. Februar, 19.30 Uhr<br />

Selva Negra – Flamenco, Lat<strong>in</strong>, Jazz<br />

Donnerstag, 7. März, ab 21.30 Uhr<br />

<strong>Neu</strong>land – Late-Night-Konzert<br />

Samstag, 20. April, 19.30 Uhr<br />

Jazz mit Ido & Yaser: Israel meets Iran<br />

Der israelisch-belgische Pianist Ido Spak spielt zusammen<br />

mit dem iranischen Komponisten und Musiker<br />

Yaser Bayat. Ihre Kompositionen verb<strong>in</strong>den die ethnische<br />

Musik des Nahen Ostens mit der klassischen Musik<br />

Europas und dem Jazz der USA.<br />

VERDO Hitzacker<br />

Dr.-Helmut-Meyer-Weg 1, 29456 Hitzacker<br />

<strong>in</strong>fo@verdo-hitzacker.de<br />

Telefon: 05862-7965<br />

Sonntag, 14. Januar, 15.30 Uhr<br />

Professor Bummbastic Knallegra<br />

Die <strong>in</strong>teraktive Wissenschaftsshow für K<strong>in</strong>der von 5-99<br />

Jahren<br />

Freitag, 19. Januar, 20 Uhr<br />

DANCING QUEEN<br />

E<strong>in</strong>e Hommage an Abba<br />

Es ist kaum möglich, das Phänomen ABBA mit wenigen<br />

Worten zu umschreiben, denn die schwedische<br />

Popgruppe mit den 4 Buchstaben ist nicht nur e<strong>in</strong>e der<br />

bekanntesten, sondern auch e<strong>in</strong>e der erfolgreichsten<br />

Bands der Musikgeschichte.<br />

Samstag, 3. Februar, 14 Uhr<br />

Conni – Das Zirkus-Musical!<br />

Nach den Conni-Büchern aus dem Carlsen Verlag<br />

Live auf Tour!<br />

Sonntag, 4. Februar, 15.30 Uhr<br />

Die große Johann-Strauss-Revue: NEUJAHRSKONZERT<br />

Das Wiener-Walzer-Orchester, <strong>in</strong>ternational bekannte<br />

Solisten und e<strong>in</strong> bezauberndes Ballett entführen Sie <strong>in</strong><br />

die Welt des Walzerkönigs Johann Strauss.<br />

1. bis 10. März<br />

Musikwoche Hitzacker alle Term<strong>in</strong>e siehe rechts.<br />

Freitag, 5. April, 16 Uhr<br />

Woozle Goozle – Das Woozical<br />

Hierbei führt uns der TV-Held durch e<strong>in</strong>e spannende<br />

und lehrreiche aber vor allem lustige und manchmal<br />

auch chaotische Reise durch die Zeit.<br />

32


„aus Leidenschaft“<br />

Alle Term<strong>in</strong>e vom 1. bis 10. März 2024<br />

Mittwoch, 6. März, 19.30 Uhr, St.-Johannis-Kirche<br />

Celli con Carne – Das etwas andere Kammerkonzert<br />

– Das MCQ spannt den Bogen!<br />

A. Vivaldi, J.S. Bach, F. Mendelssohn Bartholdy, Alexandre<br />

Tansman, David Popper, Vittorio Monti, Cecil<br />

Mack, G. Gershw<strong>in</strong>, Herman Hupfeld, Comedian Harmonists,<br />

Astor Piazolla, J. Lennon/P. McCarthy, ABBA,<br />

Michael Jackson, Barry Manilow<br />

Donnerstag, 7. März, 11 Uhr, Verdo<br />

Klassik rockt K<strong>in</strong>der – K<strong>in</strong>derkonzert<br />

Donnerstag, 7. März, 16 Uhr, St.-Johannis-Kirche<br />

Klopstocks Passionen und die Grafen<br />

Bernstorff – Vortrag von und mit Axel Kahrs<br />

Freitag, 1. März, 19,30 Uhr, Verdo<br />

Im Anfang schallt das Blech – Prolog<br />

G. F<strong>in</strong>zi, J.-P. Rameau, C. Gesualdo, F. Mendelssohn-<br />

Bartholdy, S. Rachman<strong>in</strong>ow, S. Prokofjew<br />

Samstag, 2. März, 12.15 Uhr, Verdo<br />

MCO Close-Up – Im Probenraum<br />

Samstag, 2. März, 17 Uhr, Verdo<br />

Sturm und Drang – Eröffnungskonzert<br />

Das Mahler Chamber Orchestra und Solist*<strong>in</strong>nen<br />

des MCO eröffnen mit Al<strong>in</strong>a Ibragimova die Musikwoche<br />

Hitzacker – W. A. Mozart, Joseph Haydn<br />

Samstag, 2. März, 19.30 Uhr, Hotel Waldfrieden<br />

<strong>Neu</strong> aufgetischt – Benefiz-Eröffnungsempfang<br />

mit Buffet<br />

Sonntag, 3. März, 11 Uhr, St.-Johannis-Kirche<br />

Carte blanche – Kammerkonzert mit dem Trio Sole<br />

Sonntag, 3. März, 17 Uhr, Verdo<br />

Zwischen Welten und Kriegen – Kammerkonzert<br />

– Das Programm streift die Belle Époque und<br />

den Ersten Weltkrieg<br />

C. Debussy, J. Brahms, Ernest Chausson<br />

Montag, 4. März, 11 Uhr, St.-Johannis-Kirche<br />

Leiten und leiten lassen – Im Fokus<br />

Gesprächsformat mit Musik<br />

Montag, 4. März, 19.30 Uhr, St.-Johannis-Kirche<br />

Sturm und Strenge – Kammerkonzert<br />

A. Webern, R. Schumann, Arvo Pärt<br />

Dienstag, 5. März, 8.30 Uhr, Startpunkt Verdo<br />

Verborgene Schätze <strong>in</strong> der Südheide<br />

Exkursion zu verborgenen kulturellen Schätzen<br />

Mittwoch, 6. März, 11 Uhr, St.-Johannis-Kirche<br />

The Sound of Listen<strong>in</strong>g – MCO-E<strong>in</strong>blicke<br />

Musiker*<strong>in</strong>nen des MCO erzählen, umrahmt von<br />

Musik, von der Gründung des Orchesters bis heute<br />

Donnerstag, 7. März, 19 Uhr, Freie Schule Hitzacker<br />

Traumhafte Begegnung – Kammerkonzert<br />

Donnerstag, 7. März, 21.30 Uhr, KuBa Hitzacker<br />

<strong>Neu</strong>land – Late-Night-Konzert<br />

Musik und Dr<strong>in</strong>ks <strong>in</strong> kreativer Atmosphäre<br />

Freitag, 8. März, 11 Uhr, St-Johannis-Kirche<br />

Harfenklang – Noch e<strong>in</strong>mal, bitte! – Gehört, erklärt<br />

und anders neu gehört<br />

Freitag, 8. März, 19.30 Uhr, Verdo<br />

71 Saiten – Kammerkonzert – A. Roussel, Mozart<br />

Samstag, 9. März, 11 Uhr, St-Johannis-Kirche<br />

Zwischen Realitäten – Zukunftskonzert – Mozart<br />

Samstag, 9. März, 17 Uhr, St-Johannis-Kirche<br />

Passionszeit – Kantatenkonzert – J. S. Bach, Mozart<br />

Sonntag, 10. März, 11 Uhr, St.-Johannis-Kirche<br />

Leiden und Leidenschaft – Kammerkonzert<br />

Sonntag, 10. März, 17 Uhr, Verdo<br />

Idyll – Abschlusskonzert – Clara Schumann, Alban<br />

Berg, R. Wagner, Ludwig van Beethoven<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

33


Elbe backbord<br />

Veranstaltungen<br />

Highlights <strong>in</strong> Bleckede<br />

Das Biosphärium <strong>in</strong>formiert:<br />

Samstag/Sonntag, 10. und 11. Februar<br />

Mit Liebe gemacht<br />

Valent<strong>in</strong>smarkt für Kunsthandwerk und<br />

Hochzeitsplanung am 10. und 11. Februar<br />

im Schloss Bleckede<br />

„Mit Liebe gemacht“, heißt die Veranstaltung, bei der<br />

professionell arbeitende Künstler, Kunsthandwerker<br />

und Designer am Wochenende vor dem Valent<strong>in</strong>stag<br />

im Schloss Bleckede ausstellen.<br />

Schönes und exklusives Kunsthandwerk trifft am<br />

Wochenende vor dem Valent<strong>in</strong>stag auf e<strong>in</strong>e Auswahl<br />

von Anbietern, die den wichtigsten Tag im Leben von<br />

Liebenden – ihren Hochzeitstag – verschönern.<br />

Wer nicht gleich heiraten möchte, f<strong>in</strong>det hier <strong>in</strong>dividuelle,<br />

handgemachte Geschenke für se<strong>in</strong>e Liebsten:<br />

Schmuck <strong>in</strong> vielen Variationen, Dekoratives für dr<strong>in</strong>nen<br />

und draußen, Mode und Accessoires, Keramik und<br />

Holzdesign, aber auch Köstlichkeiten, die den Gaumen<br />

erfreuen. Rund 25 Anbieter verwandeln die schönen<br />

Räumlichkeiten des Schlosses <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e bunte Ausstel-<br />

Mit Liebe gemacht<br />

Kunsthandwerk & Hochzeitsplanung<br />

10. & 11. Februar 2024<br />

Valent<strong>in</strong>smarkt<br />

Schloss Bleckede<br />

Sa.: 11 - 18 Uhr, So.: 11 - 17 Uhr<br />

E<strong>in</strong>tritt 3 Euro<br />

www.keramikmaerkte.de<br />

lungsfläche. Präsentiert werden erlesene und ausgefallene<br />

E<strong>in</strong>zelstücke und Kle<strong>in</strong>serien, die immer den<br />

Charakter des Besonderen und Individuellen haben.<br />

Im Renaissance-Flügel, der um 1600 errichtet und<br />

zuletzt von 2018 bis 2021 saniert wurde, gibt es verschiedene<br />

Räumlichkeiten, die das passende Ambiente<br />

für e<strong>in</strong>e Ausstellung mit hochwertigem Kunsthandwerk<br />

bieten.<br />

Für alle, die sich für altes Handwerk <strong>in</strong>teressieren,<br />

modernes Design und hochwertige Materialien schätzen<br />

und dabei regionale Produkte bevorzugen, ist e<strong>in</strong><br />

Bummel über diesen Markt e<strong>in</strong> Muss.<br />

Veranstaltungen des Kultur- und<br />

Heimatkreises Bleckede<br />

Samstag, 6. Januar, 18 Uhr:<br />

29. <strong>Neu</strong>jahrskonzert<br />

mit dem Gött<strong>in</strong>ger Symphonie-Orchester<br />

Walzer – Oper – Karneval<br />

Bleckeder Haus, E<strong>in</strong>tritt 27 € <strong>in</strong>kl. Begrüßungsgetränk<br />

Sonntag, 28. Januar, 17 Uhr, Vördrag op platt:<br />

Carl Spitzweg – „Frie as een Drachen“<br />

von und mit Dr. Thomas Carstensen, musikalische<br />

Begleitung Christian Schulz auf der Gitarre<br />

Es ist wieder soweit. E<strong>in</strong>mal im Jahr laden wir Sie<br />

zu e<strong>in</strong>em kunsthistorischen Vortrag von und mit Dr.<br />

Thomas Carstensen e<strong>in</strong>. Wie gewohnt hält Dr. Carstensen<br />

diesen <strong>in</strong> plattdeutscher Sprache.<br />

Schlosssaal, Schloss Bleckede, E<strong>in</strong>tritt 10 € Gäste,<br />

6 € Mitglieder, 2 € K<strong>in</strong>der und Jugendliche<br />

Samstag, 17. Februar, 19 Uhr:<br />

Operettenabend – Melodien aus „Maske <strong>in</strong> Blau“<br />

mit dem Theater Lüneburg<br />

Schlosssaal, Schloss Bleckede, E<strong>in</strong>tritt 16 € Gäste,<br />

10 € Mitglieder, 2 € K<strong>in</strong>der und Jugendliche<br />

Samstag, 2. März, 19 Uhr:<br />

Konzert – Vom Frühbarock bis zur Frühklassik<br />

mit Concert - Royal (Karla Schröter, Barockoboe<br />

und Willi Kronenberg, Truhenorgel)<br />

Schlosssaal, Schloss Bleckede, 16 € Gäste, 10 € Mitgl.,<br />

2 € K<strong>in</strong>der und Jugendliche www.khk-bleckede.de<br />

Vorverkauf für alle Veranstaltungen:<br />

Buchhandlung Hohmann, Bleckede<br />

Veranstaltungen auf dem Michelshof<br />

<strong>in</strong> Sammatz<br />

Sa./So., 16.–17. März Festival der Erde<br />

Samstag, 23. März Hoffest<br />

Sa.–Mo., 30. März–1. April Osterfest am Michaelshof<br />

34


MICHAELSHOF<br />

SAMMATZ<br />

Gästezi m m er<br />

7 Th e m en- Gär ten<br />

Bio -Café<br />

Immer<br />

e<strong>in</strong>en<br />

Besuch<br />

wert!<br />

De m eter-Produkte<br />

aus eigen er Herstellun g<br />

Arch e -Tiere<br />

Im Dorfe 11 • 29490 Sammatz • Tel 05858 970 30<br />

www.michaelshof-sammatz.de<br />

Wir wünschen e<strong>in</strong>en guten Start<br />

<strong>in</strong>s Jahr 2024!<br />

<strong>Elbufer</strong>straße 149E<br />

<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>/Kle<strong>in</strong> Kühren<br />

Telefon: 01512 3215299<br />

(auch zum Bestellen und Abholen)<br />

Saisonstart: 30.3.24<br />

MONTAG BIS SONNTAG<br />

KÜCHE VON 12 BIS 20 UHR<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

35


38. Musikwoche Hitzacker<br />

Mahler Chamber Orchestra © Mol<strong>in</strong>a Visuals<br />

„Aus Leidenschaft“ – Festival erstmalig unter künstlerischer Leitung des Mahler Chamber Orchestra<br />

Vom 1. bis 10. März 2024 f<strong>in</strong>det die 38. Ausgabe der<br />

Musikwoche Hitzacker statt. Es ist das erste Festival<br />

unter der fünfjährigen Künstlerischen Leitung des renommierten<br />

Mahler Chamber Orchestra (MCO). An<br />

zehn Tagen können Besucher<strong>in</strong>nen und Besucher <strong>in</strong><br />

23 Veranstaltungen herausragende, <strong>in</strong>ternational gefragte<br />

Musiker<strong>in</strong>nen und Musiker erleben. Die erste<br />

Edition des MCO widmet sich dem Thema „Aus Leidenschaft“,<br />

wobei Leidenschaft das verb<strong>in</strong>dende Element<br />

zwischen dem Orchester, dem Festival und se<strong>in</strong>em Publikum<br />

bildet.<br />

Das Thema betont die Leidenschaft des MCO für die<br />

Musik und die Leidenschaft, die die ausgewählten<br />

Musikstücke <strong>in</strong> sich tragen. Gleichzeitig zieht sich Leiden(schaft)<br />

als roter Faden durch das Programm des<br />

während der Passionszeit ausgerichteten Festivals,<br />

etwa <strong>in</strong> Johann Sebastian Bachs „Passionskantate“<br />

BWV 22 oder Joseph Haydns S<strong>in</strong>fonie „La Passione“.<br />

Jedes Jahr wird aus dem Orchester heraus mit e<strong>in</strong>em<br />

„Artistic Representative“ e<strong>in</strong>e künstlerische Vertretung<br />

ausgewählt, die der jeweiligen Festivalausgabe e<strong>in</strong>e<br />

eigene Handschrift gibt und gleichzeitig Ideen und<br />

Wünsche aus dem Orchester sammelt und kontextualisiert.<br />

Für das Jahr 2024 übernimmt diese Aufgabe der<br />

Cellist und Mitbegründer des MCO Stefan Faludi.<br />

Das Mahler Chamber Orchestra wird sich <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er gesamten<br />

Bandbreite präsentieren: von Orchesterkonzerten<br />

über Kammermusik bis h<strong>in</strong> zu Gesprächs- und<br />

Begegnungsformaten – geme<strong>in</strong>sam mit Freund<strong>in</strong>nen<br />

und Freunden sowie Gästen des Orchesters. So br<strong>in</strong>gt<br />

das MCO jedes Jahr e<strong>in</strong>e prom<strong>in</strong>ente Musikerpersönlichkeit<br />

mit nach Hitzacker. Den Anfang macht die<br />

vielseitige, <strong>in</strong>ternational renommierte Geiger<strong>in</strong> Al<strong>in</strong>a<br />

Ibragimova, die als Solist<strong>in</strong>, als Kammermusiker<strong>in</strong> unter<br />

anderem im Duo mit Pianist Cédric Tiberghien und<br />

als Gesprächspartner<strong>in</strong> zum Thema „Leiten und leiten<br />

lassen“ auftritt. Weitere Künstler<strong>in</strong>nen und Künstler<br />

der bevorstehenden Musikwoche s<strong>in</strong>d die Harfenist<strong>in</strong><br />

Gaël Gand<strong>in</strong>o und die Cembalist<strong>in</strong> El<strong>in</strong>a Albach, die<br />

unter anderem mit Tenor Benedikt Kristjánsson und<br />

Schlagwerker Philipp Lambrecht Werke von Johann<br />

36


Kultur <strong>in</strong> Hitzacker<br />

‚<br />

Gaël Gand<strong>in</strong>o © Geoffroy Schied E. Albach, B. Kristjánsson, P. Lamprecht © Bodo Gierga Al<strong>in</strong>a Ibragimova und Cédric Tiberghien<br />

© Eva Vermandel<br />

Sebastian Bach <strong>in</strong> ungewöhnlicher Besetzung aufführt.<br />

Zudem wird das MCO-Blechbläserseptett im Auftaktkonzert<br />

der Musikwoche Hitzacker zu erleben se<strong>in</strong>.<br />

In vielfältigen, oft moderierten Formaten kann das<br />

Publikum außergewöhnliche musikalische Momente<br />

erleben und das Mahler Chamber Orchestra und die<br />

vorgetragene Musik besser kennenlernen, sich begegnen<br />

und austauschen – sei es im Eröffnungs- oder Abschlusskonzert<br />

im Verdo, bei der „Carte Blanche“ oder<br />

den „MCO-E<strong>in</strong>blicken“ <strong>in</strong> der St. Johannis-Kirche, im<br />

Late-Night-Konzert im KulturBahnhof Hitzacker oder<br />

im Zukunftskonzert über analoges und virtuelles Musikerleben.<br />

E<strong>in</strong> Schwerpunkt liegt auf Veranstaltungen, die auf<br />

kreative Weise Interaktion und Partizipation fördern.<br />

So mischt sich das Publikum im „MCO Close-Up“ unter<br />

das Orchester, woh<strong>in</strong>gegen Teilnehmer<strong>in</strong>nen und Teilnehmer<br />

der Virtual-Reality-Installationen durch e<strong>in</strong><br />

MCO-Ensemble wandern und der musikalischen Kommunikation<br />

so nahekommen können, wie sie möchten.<br />

E<strong>in</strong> Mitmach-Chor unter der Leitung des Hitzackeraner<br />

Kantors Klaus Menzel br<strong>in</strong>gt den K<strong>in</strong>derchor der<br />

St.-Johannisgeme<strong>in</strong>de mit allen anderen s<strong>in</strong>gfreudigen<br />

Generationen zusammen.<br />

Darüber h<strong>in</strong>aus entwickelt e<strong>in</strong> eigens gegründetes Jugendgremium<br />

geme<strong>in</strong>sam mit dem Orchester Konzertformate<br />

speziell für die junge Altersgruppe.<br />

Informationen zu allen Konzerten, Künstler<strong>in</strong>nen und Künstlern, Öffnungszeiten des Festivalbüros und Tickets<br />

f<strong>in</strong>den Sie unter: www.musikwoche-hitzacker.de | Oder direkt im Büro: Tel. 05862 8197<br />

kontakt@musikwoche-hitzacker.de | Ticket<strong>in</strong>gsystem Etix: www.etix.com.<br />

05862 8197 | konta<br />

‚aus Leidenschaft‘<br />

1. – 10. März 2024<br />

05862 8197 | kontakt@musikwoche-hitzacker.de | www.musikwoche-hitzacker.de TICKETS: www.etix.com<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

37


<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>/Lüneburg<br />

„Wiederbelebungsversuche mit Spraydose“<br />

E<strong>in</strong> Treffen mit der <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>er Künstler<strong>in</strong> Ursula Blancke Dau<br />

Mit gelbem Schirm vor den Ateliers laden Künstler <strong>in</strong><br />

Mecklenburg-Vorpommern und im Amt <strong>Neu</strong>haus jedes<br />

Jahr zu Pf<strong>in</strong>gsten Menschen dazu e<strong>in</strong>, ihre Werke<br />

zu bestaunen. „Kunst entsteht im Kopf des Betrachters“<br />

heißt es so schön. Das, was den e<strong>in</strong>en elektrisiert,<br />

lässt den nächsten Betrachter möglicherweise kalt<br />

oder langweilt ihn. Die Spanne an Motiven und Techniken<br />

bei den Kunstwerken, die den Besucher an solch<br />

e<strong>in</strong>em Schautag erwarten, ist groß.<br />

Anläßlich von „Kunst offen 2023“ trafen wir Ursula<br />

Blancke Dau zum ersten Mal – <strong>in</strong> der Künstlerwerkstatt<br />

der Bildhauer<strong>in</strong> Barbara Westphal <strong>in</strong> Strachau.<br />

Frau Blancke Dau war e<strong>in</strong>e der beiden ausstellenden<br />

Künstler<strong>in</strong>nen und führte uns durch die Räumlichkeiten.<br />

Neben weiteren <strong>in</strong>teressanten Exponaten fesselten<br />

uns <strong>in</strong>sbesondere e<strong>in</strong>ige Fotos, die Motive festhielten,<br />

die aus e<strong>in</strong>er außergewöhnlichen Idee heraus<br />

entstanden waren.<br />

Frau Blancke Dau nennt die Graffitis, die sie <strong>in</strong> unbewohnbaren<br />

Gebäuden gemacht hat, „Wiederbelebungsversuche<br />

mit Spraydose und Kamera“.<br />

Besonders e<strong>in</strong> an die Wand e<strong>in</strong>es Abbruchhauses gesprühter<br />

Flötenspieler berührte uns. Wir erwarben<br />

gleich mehrere Postkarten mit dem Motiv. In dem angeregten<br />

Gespräch mit der Schöpfer<strong>in</strong> stellte sich heraus,<br />

dass Ursula Blancke Dau <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> wohnt.<br />

Seitdem war klar, dass wir diese besondere Künstler<strong>in</strong><br />

bei passender Gelegenheit gerne unseren Lesern vorstellen<br />

wollten.<br />

Erstes Treffen <strong>in</strong> Lüneburg<br />

Als wir Frau Blancke Dau anriefen, stellte sie gerade zusammen<br />

mit 7 weiteren Kunstschaffenden im Rahmen<br />

e<strong>in</strong>er Ausstellung Arbeiten im He<strong>in</strong>rich-He<strong>in</strong>e-Haus <strong>in</strong><br />

Lüneburg aus. Titel der Ausstellung war „Lebensräume“.<br />

Dort verabredeten wir uns mit der Künstler<strong>in</strong> am<br />

letzten Tag der Ausstellung zu e<strong>in</strong>em Treffen.<br />

In dem 400 Jahre alten Patrizierhaus, das mit se<strong>in</strong>en<br />

altehrwürdigen Räumen und kunstvoll bemalten Decken<br />

schon ohne die Kunstschau e<strong>in</strong>en Besuch wert<br />

gewesen wäre, treffen wir auf e<strong>in</strong>e bodenständige<br />

und sehr offene Gesprächspartner<strong>in</strong>, die uns gleich<br />

mal durch die Ausstellung führt. Wir s<strong>in</strong>d bee<strong>in</strong>druckt,<br />

aus was für verschiedenen Perspektiven und mit wieviel<br />

unterschiedlichen Techniken die ausstellenden<br />

Künstler*<strong>in</strong>nen das Thema „Lebensraum“ angehen.<br />

Auf diese Ausstellung näher e<strong>in</strong>zugehen, würde den<br />

Rahmen dieses Berichts sprengen.<br />

Nach dem spannenden Rundgang, während dem wir<br />

zum vertrauten „Du“ übergehen, haben wir natürlich<br />

viele Fragen an Ursula Blancke Dau.<br />

238


„Was treibt dich bei de<strong>in</strong>en vielseitigen<br />

Ideen und Ausdrucksformen an? Welches<br />

Genre bevorzugst du?“<br />

Ich b<strong>in</strong> immer neugierig und gucke, was<br />

h<strong>in</strong>ter der nächsten Ecke ist. Das treibt<br />

mich an. Und dem möchte ich Ausdruck<br />

verleihen.<br />

Mit Malerei habe ich angefangen. Im<br />

alten Atelier <strong>in</strong> Lüneburg habe ich auch<br />

Publikum e<strong>in</strong>geladen und Veranstaltungen<br />

organisiert. Kunst verb<strong>in</strong>det für mich alle<br />

Aspekte menschlichen Lebens.<br />

Für me<strong>in</strong>e aktuellen Projekte suche ich<br />

die künstlerischen Ausdrucksformen, die<br />

me<strong>in</strong>en Anliegen entsprechen. Zur Zeit arbeite<br />

ich vermehrt an Installationen.<br />

„Ich war e<strong>in</strong> kreatives und neugieriges K<strong>in</strong>d“<br />

Uns <strong>in</strong>teressiert e<strong>in</strong>gangs, wie die künstlerische Laufbahn<br />

der Künstler<strong>in</strong> begonnen hat.<br />

Ursula Blancke Dau: Ich habe schon als K<strong>in</strong>d heimlich an<br />

Wände gemalt und <strong>in</strong> freien Flächen Raum für kreative<br />

Gestaltung gesehen. Das kam nicht immer gut an. Me<strong>in</strong>e<br />

Eltern schalten mich mehr als e<strong>in</strong>mal mit dem bekannten<br />

Spruch Narrenhände beschmieren Tisch und Wände.<br />

Obwohl me<strong>in</strong>e Eltern me<strong>in</strong>en Berufswunsch anfänglich<br />

mit Skepsis aufnahmen, habe ich später <strong>in</strong> Berl<strong>in</strong> an der<br />

heutigen UdK studiert.<br />

Seit 1998 b<strong>in</strong> ich <strong>in</strong> Lüneburg tätig, mit Malerei, Grafik,<br />

Installationen, Foto- und Videoarbeiten sowie mit K<strong>in</strong>der-<br />

und Jugendbuchillustrationen. Im Jahre 2009 habe<br />

ich me<strong>in</strong> Atelier ubede <strong>in</strong> Lüneburg <strong>eröffnet</strong>.<br />

Seit vielen Jahren unterrichte ich außerdem Schüler, Studenten<br />

und Erwachsene. Die Arbeit mit den Menschen<br />

macht mir viel Spaß.<br />

Aber <strong>in</strong> erster L<strong>in</strong>ie b<strong>in</strong> ich als Künstler<strong>in</strong> unterwegs.<br />

E<strong>in</strong>e Art kollektiver Er<strong>in</strong>nerung<br />

„Und wie bist du zu den Graffitis <strong>in</strong> Lost<br />

Places gekommen?“<br />

Diese verlassenen Plätze f<strong>in</strong>de ich fasz<strong>in</strong>ierend.<br />

In me<strong>in</strong>er Phantasie sehe ich noch die Menschen,<br />

die dort gewirkt haben. Daraus ist die Idee geboren, sie<br />

auf me<strong>in</strong>e Art wieder sichtbar zu machen.<br />

Die aufgegebenen Orte werden hier durch e<strong>in</strong>fache<br />

Strichzeichnungen an den Wänden wiederbelebt. E<strong>in</strong><br />

K<strong>in</strong>derheim, e<strong>in</strong> Bahnhof, e<strong>in</strong>e Fabrik, jeder kennt solche<br />

Orte. Zwischen Graffiti und Wandschmiererei angesiedelt,<br />

rufen sie e<strong>in</strong> eigenartiges Déjà-vu hervor, e<strong>in</strong>e Art<br />

kollektiver Er<strong>in</strong>nerung.<br />

Das Festhalten<br />

mittels Fotografie<br />

ist e<strong>in</strong> Versuch,<br />

dem Verfall<br />

nochmals E<strong>in</strong>halt<br />

zu bieten.<br />

Mit den Bildern<br />

entsteht e<strong>in</strong>e eigene<br />

Bildästhetik,<br />

unabhängig von<br />

Zeit und Raum.<br />

Gleichzeitig dokumentieren<br />

sie die<br />

Vergänglichkeit<br />

und den Wandel<br />

der Zeiten.<br />

„Und wo f<strong>in</strong>dest<br />

du diese Plätze?“<br />

Aufgegebene Orte<br />

gibt es überall. Manchmal war es allerd<strong>in</strong>gs nicht ganz<br />

legal, die Ru<strong>in</strong>en zu betreten.<br />

„Wo fandest du die Kirche, <strong>in</strong> der du sakrale Handlungen<br />

und e<strong>in</strong>en Chor hast wiederauferstehen lassen?“<br />

Es war e<strong>in</strong>e aufgegebene Gutskirche <strong>in</strong> Sachsen-Anhalt.<br />

Mehr möchte ich zum Ort nicht sagen.<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

39 3


Nach dieser ganz eigenen Ausdrucksform der Graffitis<br />

möchten wir von Ursula Blancke Dau gerne noch<br />

e<strong>in</strong>iges über ihre Malerei im engeren S<strong>in</strong>ne erfahren.<br />

„Unsere Leser<strong>in</strong>nen und Leser würden sicher auch<br />

gerne sehen, was du sonst noch so alles machst.“<br />

Wie gesagt, mit Malerei b<strong>in</strong> ich angefangen, und sie<br />

macht noch immer e<strong>in</strong>en Großteil me<strong>in</strong>es Schaffens<br />

aus. Sie händigt uns e<strong>in</strong>en Katalog mit Abbildungen<br />

von Arbeiten mit verschiedensten Motiven, Materialien<br />

und Techniken aus den Jahren ab 2014 bis 2016 aus.<br />

Die e<strong>in</strong>führenden Worte auf der Innenseite des Titels<br />

begleiten uns beim Durchblättern des Heftes:<br />

Alles <strong>in</strong> Bewegung, alles im Fluss.<br />

Erst die Idee, das Bild, die Sequenz<br />

und dann erst die Wahl der Mittel.<br />

Erzählerisch und figurativ,<br />

zwischen rätselhafter Abstraktion<br />

und genauen Beobachtungen<br />

pendeln me<strong>in</strong>e Arbeiten.<br />

Und wieder s<strong>in</strong>d wir bee<strong>in</strong>druckt von der Vielseitigkeit<br />

der Ausdrucksformen, die Ursula Blancke Dau zur Verfügung<br />

stehen.<br />

„Me<strong>in</strong>e Bilder sollen mich nicht langweilen“<br />

Das folgende Bild von 2016 trägt den Titel Mädchen<br />

mit roten Kappen. Es lohnt sich, lange genug h<strong>in</strong>zusehen,<br />

um die Details aufzunehmen. Es beweist, dass der<br />

Schöpfer<strong>in</strong> schwarzer Humor nicht fremd ist.<br />

Abheben und loslassen<br />

Im Katalog fällt uns e<strong>in</strong>e Reihe von Jahrmarktsbildern<br />

<strong>in</strong>s Auge. Für die Technik typisch s<strong>in</strong>d die Überlagerungen<br />

verschiedener Motive oder Ebenen. Je länger<br />

wir uns Zeit nehmen beim Betrachten, desto mehr<br />

Überraschungen können wir erleben. Am Ende aber<br />

bleiben vielleicht genau so viele Fragen wie Erkenntnisse<br />

zu den Details...<br />

Ursula Blancke Dau schreibt zu den Jahrmarktsbildern:<br />

Riesenrad und Karussell<br />

Abheben, loslassen,<br />

Jahrmärkte und Vergnügungsparks katapultieren uns<br />

für kurze Zeit aus dem Alltag.<br />

Zwischen K<strong>in</strong>dheitser<strong>in</strong>nerungen und kle<strong>in</strong>en Fluchten<br />

gibt es <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Riesenrad e<strong>in</strong> Oben und Unten<br />

<strong>in</strong> stetem Wechsel.<br />

Ursula Blancke Dau: Malerei ist L<strong>in</strong>ie und Fläche – und<br />

Farbauftrag. Es gibt bei me<strong>in</strong>en Bildern rote Fäden, die<br />

sich h<strong>in</strong>durchziehen. Die Werke können dem Betrachter<br />

immer etwas <strong>Neu</strong>es geben, wenn er draufguckt.<br />

Ich möchte <strong>in</strong> allen Formen me<strong>in</strong>er Kunst das tastende<br />

Begreifen im Worts<strong>in</strong>ne, also die Wahrnehmung durch<br />

aktive Erkundung, ansprechen und fördern.<br />

Im Jahre 2022 wurde Ursula Blancke Dau der<br />

Dr.-Hedwig-Meyn-Preis Lüneburg verliehen<br />

40


Dem Internetportal blancke-dau.de dürfen wir das<br />

obige Bild entnehmen, das uns ebenfalls fesselt. Auch<br />

hier f<strong>in</strong>den wir die Schichtung verschiedener Motive,<br />

die zu Fragen führt. Bef<strong>in</strong>den sich l<strong>in</strong>ks und im H<strong>in</strong>tergrund<br />

Wände? Mit e<strong>in</strong>em Durchlass? Oder ist es nicht<br />

doch eher e<strong>in</strong> Spiegel, der das Drachenmädchen <strong>in</strong><br />

M<strong>in</strong>iatur wiedergibt?<br />

D<strong>in</strong>ge anders sichtbar machen<br />

Die Kunstform, mit der Ursula Blancke-Dau sich zur<br />

Zeit am meisten beschäftigt und mit der sie die Ausstellung<br />

im He<strong>in</strong>rich-He<strong>in</strong>e-Haus überwiegend bestückt<br />

hat, ist die Form der Installation, wobei sie mit<br />

e<strong>in</strong>fachsten Mitteln verblüffende Effekte erzielt.<br />

E<strong>in</strong> weiteres Stilmittel bei<br />

ihren Installationen ist das<br />

Trennen und damit gleichzeitige<br />

Heraus-/Hervorheben<br />

von Räumen.<br />

Das Abtrennen durch Absperrfolie<br />

gehört zu den<br />

häufiger zu sehenden Ausdrucksformen<br />

von Ursula<br />

Blancke Dau. Dieses Werk<br />

im Bild rechts spricht mit<br />

den dazugehörigen Zeilen<br />

darunter für sich.<br />

Sie nennt es Disconnected –<br />

Markierungen 2021.<br />

Wir fragen die Künstler<strong>in</strong>, die<br />

<strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> wohnt, wo<br />

sie eigentlich derzeit ihr Atelier<br />

hat.<br />

Zur Zeit arbeite ich an mehreren<br />

Plätzen, wo immer ich<br />

b<strong>in</strong>.<br />

„Und was bef<strong>in</strong>det sich <strong>in</strong> der<br />

ehemaligen Apotheke <strong>in</strong> <strong>Neu</strong><br />

<strong>Darchau</strong>? Da s<strong>in</strong>d Arbeiten<br />

von dir im Schaufenster zu<br />

sehen.“<br />

Antwort: Ich darf die alte<br />

Apotheke vorübergehend als<br />

Lager benutzen.<br />

Oberharz<br />

Das Leben,<br />

wie e<strong>in</strong> schneller Strom<br />

im sicheren Bett.<br />

Veränderungen,<br />

Woanders,<br />

Hoffentlich.<br />

Gewohntes soll bleiben.<br />

Für immer.<br />

Die Augen schließen<br />

Und träumen,<br />

Von e<strong>in</strong>em Schmetterl<strong>in</strong>g.<br />

Mit ihm möchte ich ziehen.<br />

Nichts bleibt,<br />

Als Mut und Kraft,<br />

Mich zu verpuppen,<br />

<strong>Neu</strong>land zu betreten.<br />

Me<strong>in</strong>e Spanne ist kurz.<br />

Das Bild zeigt e<strong>in</strong>en Kubus, <strong>in</strong> dem der Rest e<strong>in</strong>er Olivenbaumwurzel<br />

mit Fäden versponnen ist. Im Zentrum<br />

gefangen, ist er der Vergänglichkeit ausgeliefert .<br />

Ursula Blancke Dau dazu: Die Natur ist laufenden Veränderungen<br />

unterworfen, wer oder was sich anpassen<br />

kann, bleibt. Zum<strong>in</strong>dest für e<strong>in</strong>e gewisse Zeit. Es ist ke<strong>in</strong>e<br />

Frage von Glaube oder Moral. Der Vergänglichkeit E<strong>in</strong>halt<br />

zu bieten, das wünschen wir uns als Menschen. Wir<br />

schaffen es tatsächlich für e<strong>in</strong>en kurzen Moment, wenn<br />

wir Spuren f<strong>in</strong>den, wenn wir uns er<strong>in</strong>nern, wenn Raum<br />

und Zeit für e<strong>in</strong>e kurze Zeit e<strong>in</strong>s werden...<br />

Ursula Blancke Dau ist seit Gründung von ElbdorfAktiv<br />

im Vere<strong>in</strong> dabei. Sie setzt sich besonders für kulturelle<br />

D<strong>in</strong>ge e<strong>in</strong>. Im Rahmen der Kulturellen Landpartie 2023<br />

hat sie für die Fährwiese <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> „Durchblicke“<br />

geschaffen, die zum Nachdenken anregen sollen.<br />

ICH HOFFE ist zwei Metallplatten zu entnehmen. Die<br />

dritte Platte hat e<strong>in</strong>en quadratischen „Ausblick“. Jeder<br />

Mensch kann hier se<strong>in</strong>e eigene Hoffnung e<strong>in</strong>setzen.<br />

Worte <strong>in</strong> Eisenblech im öffentlichen Raum, überlebensgroß<br />

und weith<strong>in</strong> sichtbar s<strong>in</strong>d Denkanstöße für eigene<br />

Gedanken.“<br />

Weitere Betrachtungen unter www.blancke-dau.de<br />

Text: Hoffmann, Alle Abbildungen mit freundlicher Genehmigung: Ursula Blancke<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

41 5


Ventschau<br />

Der Raum strahlte Offenheit aus und war mit e<strong>in</strong>igen<br />

wenigen Holzkunstwerken geschmückt. Diese spiegelten<br />

nicht nur das Thema Yoga wider, sondern zeigten<br />

auch kunstvoll zarte Strukturen, die kaum von e<strong>in</strong>er<br />

Hand so fe<strong>in</strong> geschnitzt werden könnten.<br />

Ich bat Olaf, e<strong>in</strong>fach drauf los zu erzählen, wie er dazu<br />

kam, solche Holzkunstwerke zu schaffen, und er begann<br />

sogleich: Von Anfang an!<br />

Holzkunstwerke<br />

Vom Hobby zum Beruf<br />

Anfang Mai, bei strahlendem Sonnensche<strong>in</strong>, machte<br />

ich mich auf den Weg nach Ventschau. Me<strong>in</strong> Ziel: das<br />

Atelier von Olaf und Radka, mit denen ich mich beim<br />

Osterfeuer <strong>in</strong> <strong>in</strong>teressante Gespräche vertieft hatte.<br />

Die Diskussion über Olafs handwerkliches Können,<br />

komb<strong>in</strong>iert mit Radkas Kreativität, hatte me<strong>in</strong>e <strong>Neu</strong>gier<br />

geweckt, und wir verabredeten uns spontan zu<br />

e<strong>in</strong>em Besuch <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er Werkstatt.<br />

Herzlich empfangen wurde ich von Olaf und se<strong>in</strong>er<br />

Frau Radka, e<strong>in</strong>er fröhlich<br />

fasz<strong>in</strong>ierenden Person, mit<br />

e<strong>in</strong>em sportlich esotherischen<br />

Berufsbild: Yogalehrer<strong>in</strong>,<br />

Filmemacher<strong>in</strong> und<br />

Ayurvedische Köch<strong>in</strong>. Wir<br />

nahmen Platz im lichtdurchfluteten<br />

Wohnraum mit<br />

Blick auf den großzügigen<br />

Garten.<br />

„Mit 16 Jahren habe ich Werkzeugmacher gelernt, damals<br />

lebte ich <strong>in</strong> Frankfurt. Wir haben Stahlformen für<br />

Kunststoffteile hergestellt und mit CNC-Masch<strong>in</strong>en<br />

gearbeitet. Diese Masch<strong>in</strong>en fasz<strong>in</strong>ierten mich, da sie<br />

mit Programmierung präzise Formen erstellen konnten.<br />

Nach fünf Jahren merkte ich, dass ich diesen Job<br />

nicht die nächsten vierzig Jahre machen wollte. Dann<br />

lernte ich Radka kennen, die zu der Zeit Kunst und Film<br />

studierte. Wir zogen nach ihrem Studium nach Hamburg,<br />

wo sie e<strong>in</strong> gutes Jobangebot hatte. Wir bekamen<br />

zwei K<strong>in</strong>der, und ich arbeitete zunächst <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Drachenladen,<br />

die Drachen waren damals richtig ausgefeilte<br />

Profi-Drachen. Dann entschied ich mich jedoch<br />

dazu, Informatik zu studieren, was aber auch mit den<br />

damals kle<strong>in</strong>en K<strong>in</strong>dern nicht gut funktionierte. Also<br />

schulte ich zum Fach<strong>in</strong>formatiker um und hatte e<strong>in</strong>en<br />

anspruchsvollen Job <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er aufstrebenden Firma.<br />

2016 zogen wir nach Ventschau, und ich pendelte täglich<br />

nach Hamburg. Da blieb nicht viel vom Tag übrig.“<br />

Radka unterbricht hier und erzählt, dass er dann e<strong>in</strong>mal<br />

auf e<strong>in</strong>em Weihnachtsmarkt an e<strong>in</strong>em Stand vorbeigekommen<br />

sei, an dem e<strong>in</strong> älterer Mann kle<strong>in</strong>e, gefräste<br />

Holzstücke anbot. Sie stellte fest, dass sich mit<br />

dieser Art der Holzbearbeitung all se<strong>in</strong>e Fähigkeiten<br />

Getragen von e<strong>in</strong>er treuen Stammkundscha, <strong>in</strong>teressierten <strong>Neu</strong>kunden<br />

und der Arbeit unseres Teams, realisieren wir seit Mai 2003 <strong>in</strong> Lüneburg das<br />

Konzept unseres preiswerten Bio-Supermarkts. Auf kle<strong>in</strong>er Fläche, mit dem<br />

Flair e<strong>in</strong>es Tante Emma Ladens, verstehen wir uns als Marktplatz für frische,<br />

regionale und überregionale Biolebensmiel des täglichen Bedarfs.<br />

E<strong>in</strong>ige unserer regionalen Lieferanten<br />

Gemüse: Hof Tangsehl, Hof Brummelkamp, SOS-Hof Bockum,<br />

Löwe-sung. Eier: Biohof Wildung, Hof Koch, Bauckhof.<br />

Frisch gepresste Öle: Hof Hoher Schönberg.<br />

Honig: Elbtal-Imker. Käse, Molkerei-<br />

Produkte: Bauckhof, Elble Schafskäserei, SOS-<br />

Hof Bockum. Fleisch: Schröders Bio-<br />

Fleisch und Wurstwaren.<br />

W I R F R E U E N U N S A U F E U C H !<br />

verian_vitalis_f<strong>in</strong>al_als anzeige.<strong>in</strong>dd 1 20.09.22 13:51<br />

42


ündeln ließen - die Liebe<br />

zum Holz, die Ausbildung als<br />

Werkzeugmacher und se<strong>in</strong><br />

Wissen über Computerprogrammierung.<br />

Im Jahr 2019 kaufte Olaf sich<br />

e<strong>in</strong>e kle<strong>in</strong>e Masch<strong>in</strong>e, die Holz<br />

fräsen konnte. Nach etwa<br />

e<strong>in</strong>em halben Jahr stellte er<br />

fest, dass ihm das nicht genug<br />

war. Er begann, neben se<strong>in</strong>em Hauptjob <strong>in</strong> Hamburg,<br />

e<strong>in</strong>e eigene Masch<strong>in</strong>e zu entwickeln, mit der er se<strong>in</strong>e<br />

Vorstellungen umsetzen konnte. Er tüftelte, entwarf,<br />

verwarf, programmierte und entwickelte die Masch<strong>in</strong>e<br />

<strong>in</strong> den nächsten Monaten soweit, dass er schließlich<br />

zufrieden war. Das Holz für die ersten Entwürfe bekam<br />

er von se<strong>in</strong>er Tochter, die als Tischler<strong>in</strong> arbeitete und<br />

ihn mit Resten versorgte.<br />

Mit dieser Masch<strong>in</strong>e entwarfen sie zuerst e<strong>in</strong>en Buddha<br />

für ihren Yoga-Raum. Dieser E<strong>in</strong>fluss der Yoga-Kultur<br />

spiegelte sich <strong>in</strong> vielen se<strong>in</strong>er Kunstwerke wider.<br />

Der Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt auf der Entwicklung<br />

von kreativ gestalteten Untersetzern. Radka war<br />

mit den herkömmlichen Kork- oder Bastuntersetzern<br />

nie zufrieden und sagt: „E<strong>in</strong> solcher Untersetzer liegt<br />

ja auch häufig ohne Topf oder Krug auf dem Tisch<br />

und sieht dann e<strong>in</strong>fach nicht schön aus. Das war der<br />

Hauptgrund für die vielfältigen Varianten an Untersetzern<br />

aus Holz.“ Danach entwickelten sie weitere schöne,<br />

filigrane Mandalaartige Ornamente, die als Zierde<br />

vor e<strong>in</strong> Fenster gehängt werden können. Für die Waldorfschule<br />

entwickelte Olaf eigens e<strong>in</strong>en praktischen<br />

Wachs-Stiftehalter. Sogar Baumscheiben, Pfosten für<br />

Carports oder andere Holzteile lassen sich damit verschönern.<br />

In der Corona-Zeit entschloss sich Olaf dazu, se<strong>in</strong>en Job<br />

<strong>in</strong> Hamburg an den Nagel zu hängen und sich seitdem<br />

ausschließlich der Verzierung von Holzgegenständen<br />

zu widmen. Olaf zeigte mir dann natürlich noch se<strong>in</strong>e<br />

Werkstatt im unteren Stockwerk und führte mir die<br />

Masch<strong>in</strong>e <strong>in</strong> Aktion vor. Währenddessen spielte Radka<br />

oben am Klavier schöne Melodien.<br />

Sehr bee<strong>in</strong>druckt und mit e<strong>in</strong>em schönen Untersetzer<br />

als Abschiedsgeschenk verließ ich diesen nach Holz<br />

und ätherischen Ölen duftenden Ort.<br />

In der Weihnachtszeit s<strong>in</strong>d Olaf und Radka gern gesehene<br />

Aussteller für ihr Kunsthandwerk. Inzwischen<br />

bieten sie sogar <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Internetshop ihre Werke<br />

an. Wer sich dort umsehen möchte, kann dies unter<br />

www.shop-osoah.de gerne tun. In Ventschau, <strong>in</strong> der<br />

Nahrendorfer Straße, f<strong>in</strong>det man sie natürlich auch.<br />

Wer aufmerksam schaut, erkennt das Haus an den Verzierungen<br />

der Holz-Elemente im Vorgarten. Am besten<br />

zuerst anrufen: 05853 7279972 oder mailen:<br />

<strong>in</strong>fo@osoah.de<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

43


<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>/Elbdörfer<br />

„Niemand musste bei uns Durst leiden“<br />

Die Kneipenszene von <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> und den Elbdörfern im letzten Jahrhundert<br />

Unser Bericht über die frühere „E<strong>in</strong>kaufsmeile“ von<br />

<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> im Frühjahrsheft 2023 hat viel positive<br />

Resonanz erfahren. Es lag daher nahe, auch mal über<br />

die erstaunlich zahlreichen gastronomischen Angebote<br />

<strong>in</strong> der Vergangenheit zu berichten.<br />

Um e<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>blick <strong>in</strong> die e<strong>in</strong>stige Kneipenszene zu bekommen,<br />

trafen wir uns mit den zwei „Urgeste<strong>in</strong>en“<br />

Henn<strong>in</strong>g Bodendieck aus <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> und Dieter Elvers<br />

aus Katem<strong>in</strong> im Café des „Dorfschnacks“ <strong>in</strong> Walmsburg.<br />

Beide stellten humorvoll klar: „Auch früher musste niemand<br />

bei uns Durst leiden.“ Dann nahmen sie uns mit<br />

auf e<strong>in</strong>en imag<strong>in</strong>ären „Zug durch die Geme<strong>in</strong>de“.<br />

Nur wenige Schritte entfernt befand sich „Krügers<br />

Gaststätte“ (2). Sie wurde über 3 Generationen von<br />

Familie Krüger geführt, letzter Wirt war Klaus Krüger.<br />

In diesem Haus wurde 1897 der Schiffervere<strong>in</strong> Drethem-Glienitz-Schutschur<br />

gegründet, 1949 der Angelvere<strong>in</strong><br />

Glienitz-Drethem. Diese Vere<strong>in</strong>e trafen sich hier<br />

auch über Jahrzehnte zu ihren Generalversammlungen.<br />

Wir begannen unsere Zeitreise <strong>in</strong> Drethem. Dort<br />

steht gegenüber der Kirche das frühere Gasthaus<br />

„Stadt Hamburg“ (1). Es hat e<strong>in</strong>en Saal, auf dem zu<br />

Glanzzeiten m<strong>in</strong>destens viermal im Jahr Tanzvergnügen<br />

stattfanden. Es besaß auch e<strong>in</strong>e Kegelbahn.<br />

Hochzeit von Ra<strong>in</strong>er Krüger 1962 <strong>in</strong> „Krügers Gaststätte“<br />

E<strong>in</strong>e gute Möglichkeit, sich <strong>in</strong> Glienitz zu treffen und<br />

etwas zu tr<strong>in</strong>ken, war die „Rauchkate“ (3).<br />

Die Legende besagt, dass der damalige Pastor Garke<br />

nach Verabschiedung der sonntäglichen Kirchgänger<br />

Richtung Gasthof g<strong>in</strong>g, wo zeitgleich der Frühschoppen<br />

endete. Der Pastor rief den „Frühschopplern“ von oben<br />

zu: „Jungs, ihr seid auf dem verkehrten Weg!“ Antwort<br />

der „Jungs“: „Na, denn kehren wir eben wieder um.“<br />

Das schmucke e<strong>in</strong>stige Gasthaus kann heute für<br />

Veranstaltungen und Sem<strong>in</strong>are gemietet werden.<br />

Es gab dort e<strong>in</strong>e Musikbox. Bodendieck: „Die ,Rauchkate‘<br />

war beliebt und gut besucht. Besonders viel los<br />

war an den Abenden, an denen auch die Amerikaner<br />

vom Horchposten ,Höhe 108‘ aus Schutschur kamen.“<br />

Die „Rauchkate“ ist zwischendurch mal abgebrannt.<br />

44 2


In Glienitz wurde <strong>in</strong> der Kneipe „Schweizerhaus“ (4)<br />

ab 1967 für e<strong>in</strong> paar Jahre e<strong>in</strong>e der ersten Diskotheken<br />

des Wendlands betrieben. Es gab es sogar schon e<strong>in</strong>e<br />

Discokugel. Hier wurde auch tüchtig gerockt. Der damalige<br />

Discjockey war e<strong>in</strong> großer Fan der Roll<strong>in</strong>g Stones.<br />

Etwas für Besucher mit anderen Erwartungen war das<br />

Restaurant „Am Wachholder“ (5) von Josef E. Orschulik.<br />

Orschuliks Schnitzel und Currywürste wurden<br />

sehr gelobt. Die Currywürste waren besonders groß und<br />

an den Enden speziell e<strong>in</strong>geschnitten.<br />

In Kle<strong>in</strong> Kühren gab es früher „Strucks Gasthaus“<br />

(8). Die Wirt<strong>in</strong> war Martha Evers (geb. Struck), und es<br />

hieß immer nur: Wir gehen zu „Martha“.<br />

Etwas Besonderes war das „Steakhaus Mösch“ (9).<br />

Mösch war zuvor Schlachtermeister <strong>in</strong> Hamburg und<br />

hatte sich <strong>in</strong> Kle<strong>in</strong> Kühren e<strong>in</strong>en Kuhstall geschmackvoll<br />

ausgebaut. Jeder 4er-Tisch befand sich <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

eigenen Nische. Das Steakhaus war weith<strong>in</strong> bekannt.<br />

Dort fuhr man h<strong>in</strong>, um anspruchsvoll Steak zu essen.<br />

Zum Abschluss der Speise gab es e<strong>in</strong>en brennenden<br />

„Friesengeist“ mit e<strong>in</strong>em besonderen Spruch.<br />

Orschulik hatte e<strong>in</strong>en schönen Garten mit Obstbäumen<br />

und Gemüse. Darauf bezog sich se<strong>in</strong> Ausspruch:<br />

„Da wächst me<strong>in</strong> Nachtisch.“ Später haben Orschuliks<br />

K<strong>in</strong>der das Restaurant e<strong>in</strong>e Zeitlang fortgeführt.<br />

Bei Sander (6) <strong>in</strong> Schutschur musste man am Kuhstall<br />

vorbeigehen, um <strong>in</strong>s Gastzimmer zu gelangen.<br />

Nachdem Tresen und Bestuhlung renoviert und die<br />

Sitzmöbel durch den Polsterer <strong>in</strong> Grün bezogen worden<br />

waren, hieß es allgeme<strong>in</strong> das „grüne Zimmer“.<br />

E<strong>in</strong> Korn kostete bei Sander nur 25 Pfennig. Sander<br />

hatte im Keller e<strong>in</strong>en Demion mit e<strong>in</strong>fachem Korn aus<br />

Dannenberg, aus dem er den Nachschub holte. Denn<br />

die Schutschurer Jungs hatten immer mächtigen<br />

Durst. Zur Olympiade 1972 wurde das Lokal erweitert<br />

und <strong>in</strong> „Olympia“ umbenannt.<br />

„Es gab e<strong>in</strong>en Milchkutscher, der auch dort häufig hängenblieb“,<br />

er<strong>in</strong>nern sich unsere Gesprächspartner. „Die<br />

Suche nach dem Verschollenen war nicht schwer, denn<br />

der alte Deutz-Trecker mit Anhänger tuckerte stundenlang<br />

vor der Kneipe im Leerlauf vor sich h<strong>in</strong>.“<br />

E<strong>in</strong>e Vergnügungslokalität mit Rotlicht-Ruf war die Bar<br />

von Bischoff (7), der zuvor <strong>in</strong> Sammatz e<strong>in</strong>e Kneipe<br />

am Camp<strong>in</strong>gplatz betrieben hatte und später nach Alt<br />

Garge wechselte. Zwischenzeitlich war er Pächter im<br />

„Landhaus Katem<strong>in</strong>“, vormals „Meyers Gasthof“.<br />

Mösch hat se<strong>in</strong>e Gastronomie später an e<strong>in</strong>en ten Wolde<br />

verkauft, der den Gasthof bis über die Jahrtausendwende<br />

als „Steakhaus Kle<strong>in</strong> Kühren“ fortführte.<br />

Noch heute gibt es <strong>in</strong> Kle<strong>in</strong> Kühren die Schankwirtschaft<br />

der Familie Lütjens „Zum Göpel“ (10).<br />

Die heutige Gastwirtschaft beherbergte ursprünglich<br />

e<strong>in</strong>e Göpelscheune. 1969 <strong>eröffnet</strong>e der Vater von<br />

Thomas Lütjens den angeschlossenen Camp<strong>in</strong>gplatz.<br />

Das Göpelhaus wurde 1978 offiziell Schankwirtschaft.<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

453


E<strong>in</strong> Speiserestaurant mit höherem Anspruch waren<br />

die „Elbterrassen“ (11). Das Haus lag vorteilhaft am<br />

Hang, und se<strong>in</strong>e Gäste hatten e<strong>in</strong>en tollen Elbblick.<br />

Es war gediegener, deshalb g<strong>in</strong>gen E<strong>in</strong>heimische dort<br />

nicht jeden Tag h<strong>in</strong>. Die Gastronomie startete <strong>in</strong> den<br />

1970er Jahren, hat sich aber nicht sehr lange gehalten.<br />

In <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> wurde die Kneipe von Spilker (12 )<br />

im Nebenerwerb betrieben. Im Stubengastraum gab<br />

es das erste Fernsehgerät, das auf e<strong>in</strong>em Kühlschrank<br />

stand. Besonders bei Fußball-Weltmeisterschaftsspielen<br />

war die Hütte voll. Ab und zu war der Strom<br />

weg. Wenn Spilker selbst nicht da war, musste jemand<br />

1 Mark <strong>in</strong> e<strong>in</strong>en Münzautomaten werfen – dann erschien<br />

das Fernsehbild wieder!<br />

„Die Nachtkneipe von Kastner (13) wurde von uns<br />

nur ,Pressluftschuppen‘ genannt.“ Unsere Gesprächspartner<br />

überlegen, wissen nicht, ob sie noch e<strong>in</strong>en<br />

anderen Namen hatte. „Sie wurde hauptsächlich von<br />

Leuten besucht, die von der Schicht kamen. Hier wurden<br />

Karten gekloppt. Die Leute spielten hauptsächlich<br />

,Klabberjass‘. Schluck und Bier gab es bis morgens um<br />

vier Uhr.“<br />

Den größten und schönsten Saal <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> hatte<br />

„Kröpkes Gasthaus“ (14). Zum Gasthaus gehörte ursprünglich<br />

e<strong>in</strong>e große Hofanlage mit Landwirtschaft.<br />

Später hieß „Kröpkes Gasthaus“ e<strong>in</strong>fach „Fährhaus“.<br />

Hier fanden viele Tanzvergnügen statt. Die turnusmäßigen<br />

Ereignisse wurden e<strong>in</strong>vernehmlich mit<br />

„Meyers Gasthof“ <strong>in</strong> Katem<strong>in</strong> im Wechsel organisiert.<br />

Wenn der Weihnachtsball <strong>in</strong> Katem<strong>in</strong> stattfand, so war<br />

das Silvestervergnügen im Fährhaus <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>.<br />

Im Jahr darauf war es dann umgekehrt.<br />

Der beliebte Saal war das erste Gebäude, das e<strong>in</strong>er<br />

Brandstiftung zum Opfer fiel. E<strong>in</strong> paar Jahre später<br />

wurde das Gasthaus ebenfalls e<strong>in</strong> Opfer von Flammen.<br />

Auch die Scheune mit Göpel wäre be<strong>in</strong>ahe verschwunden.<br />

E<strong>in</strong> neuer Besitzer wollte es abreißen.<br />

Aber die Geme<strong>in</strong>de kaufte das Gebäude und restaurierte<br />

es. Unter dem Namen „Göpelhaus“ wurde dar<strong>in</strong><br />

von verschiedenen Pächtern e<strong>in</strong> Gasthaus betrieben.<br />

Seit 2023 heißt diese Gastronomie „Fährhaus <strong>Neu</strong><br />

<strong>Darchau</strong>“ und wird von Jessica Hornig geführt.<br />

446


Es gab früher am <strong>Elbufer</strong> auch e<strong>in</strong> transportables Gasthaus<br />

auf Rädern, das sich „De Fährkroog“ (15) nannte<br />

und mit Eisenrädern auf Betonfundamenten stand.<br />

Es konnte bei Hochwasser mit e<strong>in</strong>er W<strong>in</strong>de auf sicheren<br />

Grund gezogen werden und wurde von Gustav Hauel,<br />

dem Fährmann, und se<strong>in</strong>er Frau Johanna betrieben.<br />

Später betrieb der Nachfolger von Hauel, Friedrich<br />

Wiese, ebenfalls e<strong>in</strong>en Fährkrug.<br />

„Es gab damals e<strong>in</strong>e Situation, bei der Friedrich Wiese<br />

se<strong>in</strong>en ,Fährpavillon‘ vor dem Hochwasser <strong>in</strong> Sicherheit<br />

br<strong>in</strong>gen musste. Unversehens stand er auf e<strong>in</strong>mal<br />

auf Dannenberger Gebiet und durfte damit ke<strong>in</strong>e<br />

Getränke mehr ausschenken“, erklärten unsere Gesprächspartner<br />

Wieses Dilemma. „Es hieß, er hatte die<br />

Lizenz nur für das Lüneburger Kreisgebiet.“<br />

Auch von der Gaststätte des Karl Pries (16) konnten<br />

Bodendieck und Elvers lustige Anekdoten erzählen.<br />

„Das war e<strong>in</strong> Hähnchenladen, etwa wie Wienerwald <strong>in</strong><br />

kle<strong>in</strong>. Zu den Hähnchen gab es unverhofft plötzlich e<strong>in</strong><br />

Likörglas mit Flüssigkeit. Die wurde von vielen getrunken,<br />

war aber zum F<strong>in</strong>gerwaschen gedacht...“<br />

Es gab bei Pries auch e<strong>in</strong>e Musikbox und e<strong>in</strong>en Flipperautomaten.<br />

Nachdem e<strong>in</strong> Stammgast mal vom Barhocker<br />

gefallen und gegen die Musikbox gestürzt war,<br />

übergab ihm die humorvolle Wirt<strong>in</strong> beim nächsten<br />

Besuch e<strong>in</strong>en Helm für se<strong>in</strong>en Schädel.<br />

Der „Kupferkessel“ (17) war e<strong>in</strong> sehr beliebter Treffpunkt<br />

<strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>. Der ursprüngliche Inhaber Paul<br />

Pawlowski hatte viele Ideen. So organisierte er mal e<strong>in</strong><br />

Luftkissenbootrennen auf der Elbe. Die „Hovercrafts“<br />

konnten sowohl im Wasser als auch an Land fahren.<br />

Das Rennen war daher e<strong>in</strong> Spektakel.<br />

Die Kneipe war auch die Geburtsstätte für die beliebte<br />

„Eiswette“. „Im ,Kupferkessel‘ gab es die besten Currywürste<br />

mit Pommes“, er<strong>in</strong>nerten sich unsere Gesprächspartner<br />

noch gut.<br />

Heute trägt das Lokal den Namen „Elbstübchen“ und<br />

bezeichnet sich als „EssBar und Plauderstätte“. Inhaber<br />

s<strong>in</strong>d Katr<strong>in</strong> Stöver-Sevecke und He<strong>in</strong>rich Sevecke.<br />

Auch heute schwören Stammgäste wieder: „Die besten<br />

Currywürste mit Pommes gibt es hier.“<br />

E<strong>in</strong>e Zeitlang gab es <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> die Gaststätte<br />

„Zur Eiche“ (18), die von e<strong>in</strong>em Mitglied der großen<br />

Gliemann-Familie betrieben wurde. Der Gastwirt<br />

wurde landläufig nur „Schirmi“ genannt. Dieter Elvers:<br />

„Das ist so entstanden: Er war mal arbeitslos und wurde<br />

zum Ausschachten geschickt. Es hat wohl geregnet,<br />

jedenfalls hat er beim Schachten unter e<strong>in</strong>em Schirm<br />

gearbeitet. Da hatte er se<strong>in</strong>en Spitznamen weg.“<br />

E<strong>in</strong>e zentrale Bedeutung für das gesamte Vere<strong>in</strong>sleben<br />

von Katem<strong>in</strong> hatte „Meyers Gasthof“ (19). Hier trafen<br />

sich die Fußballer. „Meyer hat dafür gesorgt, dass<br />

die Kicker e<strong>in</strong>en Fußballplatz <strong>in</strong> Katem<strong>in</strong> bekamen.“<br />

Bei He<strong>in</strong>z Meyer wurden <strong>in</strong> den alten Zeiten viele Feste<br />

gefeiert. Wie bei den anderen Gasthöfen mit Saal<br />

gab es e<strong>in</strong>e Bühne, auf der die Musik spielte und regelmäßig<br />

Theateraufführungen stattfanden.<br />

E<strong>in</strong> beliebtes Highlight war auch der K<strong>in</strong>derfasch<strong>in</strong>g.<br />

Umzug der Schiffervere<strong>in</strong>e, vorbei an „Meyers Gasthof“<br />

Bei Meyer gab es außerdem noch K<strong>in</strong>ovorführungen<br />

auf dem Saal. Besonders beliebt waren Wildwestfilme.<br />

Unsere Gesprächspartner er<strong>in</strong>nern sich noch, dass der<br />

Saal bei dem populären Film „Liane, das Mädchen aus<br />

dem Urwald“ bei der Aufführung brechend voll war.<br />

Nach Meyers Tod wechselten die Besitzer und Pächter<br />

mehrfach. Die Gaststätte hieß ab 1978 „Landhaus<br />

Katem<strong>in</strong>“. Von 2007 bis 2012 wurde <strong>in</strong> dem Gebäude<br />

das Griechische Restaurant „Kreta“ betrieben.<br />

Vor wenigen Jahren hat Christoph Pienka den früheren<br />

Gasthof Meyer erworben. Pienka hat im Haus Ferienzimmer<br />

ausgebaut, die er an Gäste vermietet.<br />

Das ehemalige Meyersche Gasthaus trägt jetzt den<br />

Namen „Schillers Landhaus“. Text: H. Hoffmann<br />

Bildnachweise: 1. „Stadt Hamburg“, undatiert (Manfred Loelf privat); 2.<br />

„Krügers Gaststätte“ (Klaus Krüger privat); 3. „Rauchkate“, Postkarte undatiert<br />

(Torsten Schoepe/Wendland-Archiv); 5. Restaurant „Am Wachholder“,<br />

aus Postkarte undatiert (Wendland-Archiv); 9. „Steakhaus Mösch“, undatiert<br />

(Wendland-Archiv); 10. Göpelscheune kurz vor Umbau zum Gasthof,<br />

um 1976 (Thomas Lütjens privat); 11. Restaurant „Elbterrassen“, undatiert<br />

(Wendland-Archiv); 14. „Kröpkes Gasthaus“,1927/Postkarte unten von<br />

1904 (Wolfgang Soltau), 15. „De Fährkroog“, Ende der 1930er Jahre (de Cuveland<br />

privat); 17. „Kupferkessel“ (Katr<strong>in</strong> Stöver privat); 19. „Meyers Gasthof“<br />

(Archiv des Heimatgeschichtlichen Arbeitskreises Katem<strong>in</strong>er Mühlenbach)<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

475


Bleckede<br />

Breite Straße: Woh<strong>in</strong> geht die Reise?<br />

„Fritz Lohmann“ und das „Elbwerk“ s<strong>in</strong>d seit Ende 2023 geschlossen<br />

Die Bemühungen um e<strong>in</strong>e Aufwertung der Bleckeder<br />

Breiten Straße haben e<strong>in</strong>en Rückschlag erlitten. Seit<br />

Ende 2023 gibt es dort zwei Geschäfte weniger.<br />

Besonders e<strong>in</strong>schneidend ersche<strong>in</strong>t das Ende e<strong>in</strong>er gefühlt<br />

seit ewigen Zeiten bestehenden „Institution“ für<br />

Haushaltswaren, Glas, Deko und Geschenkartikel.<br />

Das Geschäft Fritz Lohmann gibt<br />

es seit 163 Jahren <strong>in</strong> Bleckede –<br />

jetzt hat es unwiderruflich geschlossen!<br />

Manchem Bleckeder mag das<br />

erst richtig zu Bewusstse<strong>in</strong> gekommen<br />

se<strong>in</strong>, als Fritz Lohmann<br />

sich <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Anzeige, die mit 50%<br />

Rabatt zum Räumungsverkauf<br />

aufrief, bei den „langjährigen<br />

Aus besseren Tagen<br />

Kunden und Mitarbeitern für 163<br />

Jahre Treue“ bedankte.<br />

Lohmann beschreibt die Situation für se<strong>in</strong>en Laden <strong>in</strong><br />

der „Landeszeitung“ zutreffend so: „Die Zeiten haben<br />

sich geändert – von der ,Geiz-ist-geil‘-Mentalität über<br />

das veränderte Kaufverhalten bis h<strong>in</strong> zur immer größer<br />

werdenden Konkurrenz durch Amazon und Co.“<br />

Se<strong>in</strong> Sohn Jens Lohmann ergänzt ihn: „Jetzt spüren wir<br />

die Auswirkungen des Ukra<strong>in</strong>e-Krieges. Die Menschen<br />

s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> ihren Kaufentscheidungen noch mal deutlich<br />

zurückhaltender geworden.“<br />

Vergleichsweise jung war das ELBWERK, e<strong>in</strong> Geschäft<br />

zum „Stöbern und Staunen“, das Mart<strong>in</strong>a Franken im<br />

Jahre 2020 <strong>eröffnet</strong> hat und <strong>in</strong> dem man e<strong>in</strong> breites<br />

Sortiment an schönen D<strong>in</strong>gen f<strong>in</strong>den konnte.<br />

Mit großer Offenheit spricht Frau Franken mit uns über<br />

Probleme und die Schwierigkeiten für die Bleckeder<br />

Geschäftswelt sowie über die eigene Entscheidung: „Es<br />

reichte nicht von der Nachfrage her. Natürlich hatte<br />

ich auch von Anfang an schwierige Zeiten, denn ich b<strong>in</strong><br />

gleich <strong>in</strong> den Corona-Lockdown geraten.“<br />

Die Inflation macht allen zu schaffen<br />

Die Probleme für Ladengeschäfte bestehen nicht erst<br />

seit heute. Es ist für E<strong>in</strong>zelhändler kaum noch möglich,<br />

gegen Internetkauf und Versandhandel zu bestehen.<br />

Diese Erkenntnis gilt nicht alle<strong>in</strong> für Bleckede.<br />

Der Negativtrend hat sich während der Pandemie mit<br />

den Lockdowns nochmal deutlich verschärft.<br />

Auch viele ältere Leute s<strong>in</strong>d auf den E<strong>in</strong>kauf via Internet<br />

umgestiegen und dann nicht mehr zurückgekehrt.<br />

Und so manche Geschäftsfrau <strong>in</strong> Bleckede empf<strong>in</strong>det<br />

die derzeitige Kaufzurückhaltung durch die Inflation,<br />

die ihre Ursache <strong>in</strong> den gestiegenen Energiekosten hat,<br />

womöglich als „Dolchstoß“ für ihr Geschäft.<br />

Es gibt also gute Gründe, dass Eigentümer kle<strong>in</strong>erer<br />

Läden zur Zeit mutlos se<strong>in</strong> können. Es ist schwer, wenn<br />

die Umsätze sich nur noch <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e Richtung entwickeln.<br />

Viele Komplimente gab es für das Geschäft von Mart<strong>in</strong>a Franken.<br />

Es reichte nicht zum Weitermachen: Das ELBWERK schloss die Tür<br />

Wie reagieren die Bleckeder Bürger?<br />

Hört man sich bei den Kunden um, so f<strong>in</strong>det man viel<br />

echtes Bedauern. Allerd<strong>in</strong>gs können die meisten die<br />

Entscheidung bei Fritz Lohmann, der mittlerweile schon<br />

86 Jahre alt ist, vollkommen verstehen. „Da haben er<br />

und se<strong>in</strong>e Frau endlich mehr Zeit für andere D<strong>in</strong>ge.“<br />

Nach ihrer Me<strong>in</strong>ung befragt, behaupten die meisten<br />

Leute, es sei für sie wichtig und wertvoll, viele gute<br />

Geschäfte <strong>in</strong> Bleckede zu haben. Leerstehende Läden<br />

deprimieren die Menschen. Manche sagen sogar, sie<br />

würden eigentlich gerne mehr vor Ort <strong>in</strong> Bleckede kaufen<br />

wollen.<br />

Wir hörten im Freundeskreis Antworten wie: Es ist super,<br />

wenn man die die Fahrradlampe beim Fachmann<br />

vor Ort austauschen lassen kann oder beim Optiker die<br />

Augenwerte prüfen lassen kann. Auch über e<strong>in</strong>e gute<br />

Beratung beim Buchgeschenk s<strong>in</strong>d viele Menschen froh.<br />

E<strong>in</strong> Befragter merkte ganz richtig an, es könnte womöglich<br />

existentiell wichtig se<strong>in</strong>, e<strong>in</strong>en guten Versicherungsagenten<br />

vor Ort zu haben...<br />

48


Auch wenn bei den Statements vieler Leute vielleicht<br />

e<strong>in</strong> gewisser Widerspruch zwischen eigenem Anspruch<br />

und wirklichem Handeln besteht, sollten wir<br />

diese Aussagen nicht unterschätzen.<br />

Es ersche<strong>in</strong>t alternativlos, dass die Geschäfts<strong>in</strong>haber,<br />

Gastronomen, Dienstleister sowie die entscheidenden<br />

Politiker sich zusammensetzen und an e<strong>in</strong>em Strang<br />

ziehen, um Bleckedes Stärken sichtbarer zu machen<br />

und e<strong>in</strong> Gesamtkonzept zu entwickeln. Nur so ist es<br />

möglich, mit Elan und neuen Ideen e<strong>in</strong>e attraktive Flanier-<br />

und E<strong>in</strong>kaufsstraße für die Zukunft zu entwickeln.<br />

Sorgen um die Zukunft des Bleckeder Theaters<br />

Seit mehreren Monaten darf man sich auch Sorgen<br />

um die Zukunft des Bleckeder Theaters machen.<br />

Die Immobilie, <strong>in</strong> der das Theater untergebracht ist,<br />

wurde veräußert. Während der bisherige Eigentümer,<br />

Herr Wagner, das Theaterprojekt durch günstige Nutzungsbed<strong>in</strong>gungen<br />

unterstützt hat, sieht der neue<br />

Vermieter die Notwendigkeit, die Miete<strong>in</strong>künfte deutlich<br />

zu steigern.<br />

Der stilvolle Saal im Theater <strong>in</strong> der Zollstraße<br />

Noch im letzten Jahr wurde das Künstlerehepaar<br />

Andersson für „25 Jahre Theater für Bleckede“ geehrt.<br />

Die beiden Theaterprofis haben seit 1997 das Kulturangebot<br />

<strong>in</strong> Bleckede und Umgebung sehr bereichert.<br />

Seit 2016 betreiben sie das Theater <strong>in</strong> der Zollstraße.<br />

Damit bekam Bleckede e<strong>in</strong>en „kulturellen Leuchtturm“,<br />

wie Bürgermeister Dennis <strong>Neu</strong>mann die Arbeit<br />

von Und<strong>in</strong>e und Peter Andersson <strong>in</strong> der Jubiläumsbroschüre<br />

von 2022 zutreffend würdigte.<br />

Peter Andersson erklärte uns im November 2023: „Wir<br />

werden hier so lange Theater spielen, wie es möglich<br />

ist. Sicher ist aber, dass<br />

wir die geforderte Miete<br />

nicht erwirtschaften<br />

können.“<br />

Immerh<strong>in</strong> machte se<strong>in</strong>e<br />

Frau Und<strong>in</strong>e uns <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Telefonat kurz vor Redaktionsschluss<br />

vorsichtige Peter und Und<strong>in</strong>e Andersson<br />

Schauspieler mit Leib und Seele:<br />

Hoffnung: „Es soll e<strong>in</strong> Gespräch mit me<strong>in</strong>em Mann und<br />

dem Vermieter sowie Bürgermeister Dennis <strong>Neu</strong>mann<br />

geben. Wir hoffen sehr auf e<strong>in</strong> gutes Ende.“ heho<br />

Me<strong>in</strong>ung<br />

Es ist nicht zu leugnen: Die Bleckeder Breite Straße als<br />

Flanier- und Geschäftsstraße so zu präsentieren, wie<br />

sie es verdient hätte, ist alles andere als e<strong>in</strong>fach.<br />

Die Rückschläge s<strong>in</strong>d sicher nicht im Interesse von<br />

Politik und Verwaltung. Die Stadt bemüht sich ja im<br />

Gegenteil um ihre Renommierstraße. Um noch mehr<br />

Gestaltungsmöglichkeiten zu bekommen, möchte sie<br />

die Breite Straße zur Geme<strong>in</strong>destraße umwidmen.<br />

Etliche schöne alte Häuser werden restauriert, um die<br />

Substanz und den Charme zu erhalten.<br />

Der Bürgermeister bemüht sich darüber h<strong>in</strong>aus, e<strong>in</strong><br />

Büro zur Planungsgestaltung zu f<strong>in</strong>den.<br />

Das ist gut so. Natürlich brauchen wir Politiker, die die<br />

Probleme erkennen und anpacken.<br />

Und Investoren können mit ihrem Geld segensreich<br />

se<strong>in</strong>, wenn sie erschw<strong>in</strong>gliche Wohnungen und attraktive,<br />

preiswerte Geschäftsstandorte schaffen.<br />

Leider deutet zur Zeit wenig darauf h<strong>in</strong>, dass der Höhepunkt<br />

der Krise bereits erreicht ist. Im Gegenteil.<br />

Aber war nicht immer jede Krise auch e<strong>in</strong>e Chance?<br />

Was brauchen wir, um die Stimmung zu drehen?<br />

Vielleicht mehr von dem, was man mit „Dorfgeme<strong>in</strong>schaftsgefühl“<br />

bezeichnen könnte?<br />

Auf den Dörfern war früher das Selbstverständnis verbreitet,<br />

dass dann wirklich etwas passiert, wenn möglichst<br />

alle mit anpacken und sich kümmern.<br />

Als Bleckede sich Anfang der 50er Jahre durch die politischen<br />

Veränderungen plötzlich se<strong>in</strong>es H<strong>in</strong>terlands<br />

beraubt sah, war das e<strong>in</strong>e neue, kritische Situation für<br />

den Ort. Damals haben sich engagierte Bürger dafür<br />

e<strong>in</strong>gesetzt, dass es nicht zu kultureller Verarmung<br />

kam und den Kultur- und Heimatkreis gegründet. Bleckede<br />

wurde stärker dadurch.<br />

Wo viele Menschen sich mit ihrer Heimat identifizieren<br />

und sich e<strong>in</strong>br<strong>in</strong>gen, ist die Lebensqualität höher.<br />

Die zahlreichen Ehrenamtlichen, die sich ihrem Ort<br />

verbunden fühlen und die es auch <strong>in</strong> Bleckede gibt, die<br />

bei der Feuerwehr und <strong>in</strong> den diversen Vere<strong>in</strong>en wirken,<br />

sollten uns Vorbild und Hoffnung se<strong>in</strong>.<br />

Geme<strong>in</strong>sam können wir den Wandel kreativ mitgestalten.<br />

Wir alle s<strong>in</strong>d aufgerufen, Erhaltenswertes zu<br />

unterstützen und neue Ideen zu entwickeln.<br />

Was s<strong>in</strong>d uns lebendige Zentren wert – als E<strong>in</strong>kaufsmöglichkeiten,<br />

als Möglichkeiten der Begegnung, als<br />

Stätten der Kultur?<br />

Es darf natürlich auch nicht se<strong>in</strong>, dass das schöne Bleckeder<br />

Theater aufgegeben wird. Kultur ist nicht nur<br />

Raum der Begegnung und der Unterhaltung, es ist<br />

Ausdruck von Zivilisation und Geme<strong>in</strong>schaft.<br />

Die Politik muss notfalls e<strong>in</strong>greifen, um den Verlust<br />

des so reizenden Theaters zu verh<strong>in</strong>dern.<br />

Wahrsche<strong>in</strong>lich müssen hier Kompromisse gefunden<br />

werden. Aber das segensreiche Schaffen des Ehepaars<br />

Andersson und den Theatersaal aufzugeben, ist ke<strong>in</strong>e<br />

Option für Bleckede.<br />

heho<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

49


Walmsburg<br />

Unruhe wegen geplanter W<strong>in</strong>dräder<br />

Beim Treffen mit dem „Bürgermeister vor Ort“ wurden Ängste vorgetragen<br />

Die Planung neuer W<strong>in</strong>dparks und Diskussionen über<br />

die Standorte s<strong>in</strong>d gerade häufig Thema <strong>in</strong> der Tagespresse.<br />

Unsere Region ist direkt betroffen durch Vorhaben<br />

im Breetzer Wald und im Bereich Walmsburg/<br />

Reeßeln Richtung Tosterglope.<br />

Großen Widerstand gibt es <strong>in</strong> Breetze, wo möglicherweise<br />

bis zu 100 W<strong>in</strong>dräder teilweise <strong>in</strong> den Wald rund<br />

um die Breetzer Berge gebaut werden könnten.<br />

Aber auch <strong>in</strong> Walmsburg gibt es e<strong>in</strong>e deutliche Unruhe.<br />

Am Mittwoch, 1. November 2023, fand dort im Bootshaus<br />

wieder e<strong>in</strong>mal e<strong>in</strong>e Gesprächsrunde mit dem<br />

„Bürgermeister vor Ort“ – Dennis <strong>Neu</strong>mann – statt.<br />

Der Raum war so gut gefüllt, dass e<strong>in</strong> Teil der Besucher<br />

stehen musste. Grund für das große Interesse war<br />

die geplante Errichtung von bis zu 14 W<strong>in</strong>drädern auf<br />

Walmsburger und Köhl<strong>in</strong>ger Gebiet.<br />

E<strong>in</strong>e Reihe von Landbesitzern aus Walmsburg hat sich<br />

bereit erklärt, die eigenen Flächen als Standort für die<br />

Erzeugung von regenerativer Energie durch W<strong>in</strong>dkraftanlagen<br />

zur Verfügung zu stellen.<br />

Das hat viele andere Walmsburger erschreckt, die das<br />

Vorhaben strikt ablehnen. An diesem Abend stellte<br />

sich erstmals auch die „Bürger<strong>in</strong>itiative Flügelschlag<br />

Walmsburg“ öffentlich vor, die sich mit über 30 Gründungsmitgliedern<br />

im Sommer 2023 etabliert hat.<br />

Bürgermeister <strong>Neu</strong>mann erklärt das Prozedere<br />

E<strong>in</strong>gangs erklärte Dennis <strong>Neu</strong>mann Ursprung und Planungsprozess<br />

bei diesem Großprojekt. Er machte dabei<br />

deutlich, dass der Bund die Vorgaben zum Ausbau der<br />

W<strong>in</strong>denergie gemacht hat, um die Stromversorgung<br />

Deutschlands zu sichern und das Ziel der Klimaneu-<br />

tralität bis 2045 zu erreichen, zu dem sich Deutschland<br />

aufgrund der weltweiten Klimakrise verpflichtet hat.<br />

Das Land Niedersachsen bereitet nun auf der Grundlage<br />

dieser Vorgaben e<strong>in</strong> Gesetz zur Umsetzung vor.<br />

Der Landkreis Lüneburg wiederum bekommt vom Land<br />

umrissene Vorgaben und macht konkrete Vorschläge<br />

zur Ausweisung von Vorranggebieten.<br />

Im noch laufenden Abwägungsprozess soll bis Mitte<br />

2024 über den 1. Entwurf entschieden werden. Die<br />

<strong>in</strong> der Zwischenzeit erzielten Ergebnisse werden verpackt<br />

<strong>in</strong> das „Regionale Raumordnungsprogramm“<br />

(RROP), das bis Ende 2025 stehen soll.<br />

Im Sommer 2023 konnten E<strong>in</strong>wohner, die dem Vorhaben<br />

ablehnend gegenüberstehen, begründete E<strong>in</strong>wendungen<br />

abgeben. Davon haben über 80 Bürger<strong>in</strong>nen<br />

und Bürger aus Walmsburg Gebrauch gemacht.<br />

Wichtige Kritikpunkte<br />

Die wichtigsten Kritikpunkte an dem Projekt wurden<br />

bei der Diskussion im Walmsburger Bootshaus teils<br />

auch <strong>in</strong> emotionaler Form vorgetragen.<br />

Die vorgesehenen M<strong>in</strong>destabstände von nur 900 m<br />

Richtung Walmsburg und nur 600 m nach Reeßeln,<br />

Köhl<strong>in</strong>gen und zum Forsthaus Schier<strong>in</strong>gen machen<br />

vielen betroffenen Bürgern Angst, wie Teilnehmer auf<br />

der Versammlung verdeutlichten.<br />

Die enorme Höhe der geplanten Anlagen, die mit 252m<br />

Gesamthöhe die etwa 40 m hohen Bäume weit überragen<br />

werden, schockiert die Kritiker. Das wird von ihnen<br />

als Zerstörung des Landschaftsbildes empfunden.<br />

Weiterer Kritikpunkt ist e<strong>in</strong>e befürchtete Lärmbelästigung,<br />

da die Hauptw<strong>in</strong>drichtung aus Westen bis Südwesten<br />

die Betriebsgeräusche befördern würde.<br />

Auch die Entscheidung, unmittelbar am Wald und<br />

direkt an der Grenze zum Biosphärenreservat<br />

W<strong>in</strong>denergieflächen auszuweisen, wird kritisiert<br />

(Bedrohung streng geschützter Tierarten).<br />

Sorge um den Dorffrieden<br />

Von e<strong>in</strong>em älteren Mitbürger wurde die verständliche<br />

Sorge geäußert, dass die Dorfgeme<strong>in</strong>schaft<br />

durch e<strong>in</strong>e langandauernde Spaltung nicht wieder<br />

gutzumachenden Schaden erleiden könnte.<br />

Die Sprecher<strong>in</strong> der Bürger<strong>in</strong>itiative erklärte dazu,<br />

dass der Gruppe nichts wichtiger sei als die Erhaltung<br />

des dörflichen Friedens <strong>in</strong> Walmsburg.<br />

Insgesamt verlief der Abend bei e<strong>in</strong>iger Emotionalität<br />

dennoch erfreulich fair.<br />

Die Ängste vieler aber vor dem, was auf sie zukommen<br />

könnte, werden die Geme<strong>in</strong>schaft sicher<br />

noch länger belasten.<br />

(Grafik: Landkreis Lüneburg) heho<br />

50


Tiesmesland<br />

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Aufklärung zu Mobilfunk-Strahlung<br />

Der Mobilfunkkritische Arbeitskreis Wendland<br />

(MAW) ist e<strong>in</strong> Zusammenschluss von Menschen<br />

im Wendland, die sich für e<strong>in</strong>en sicheren und<br />

gesundheitsverträglicheren Mobilfunk e<strong>in</strong>setzen.<br />

Im Folgenden stellt er se<strong>in</strong>e Arbeit vor.<br />

Die Basis unserer Arbeit s<strong>in</strong>d wissenschaftliche Studien<br />

unabhängig Forschender und Aussagen/Ergebnisse<br />

politischer Gremien und Institutionen, wie z. B. Ausschuss<br />

für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung<br />

des Deutschen Bundestages (TAB - Bericht<br />

von 2023), Technikfolgenausschuss des EU-Parlaments<br />

(STOA, 2021), Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss<br />

(EWSA, 2022), Wissenschaftlicher Beirat<br />

der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen<br />

(WBGU). Dabei beziehen wir uns schwerpunktmäßig<br />

auf das Informationsmaterial von Diagnose: Funk, deren<br />

Vorsitzende schon <strong>in</strong> Hitzacker referierten und mit<br />

deren Repräsen<strong>tante</strong>n wir <strong>in</strong> gutem Austausch stehen.<br />

Wir beraten und klären auf über nachgewiesene gesundheitliche<br />

Schäden und Gefahren und die Möglichkeiten,<br />

sich zu schützen, z. B. mit Vorträgen,<br />

Versammlungen, Infotischen und -material, mit kommunalpolitischer<br />

Arbeit, Messungen von mitgebrachten<br />

funkenden Geräten. Außerdem verleihen wir e<strong>in</strong>fache<br />

Messgeräte zur privaten Selbstüberprüfung.<br />

Datenschutz und Überwachung, Suchtpotenzial, Ressourcenverschwendung<br />

und Entsorgungsprobleme<br />

s<strong>in</strong>d im Zusammenhang mit Mobilfunk ebenfalls unsere<br />

Themen.<br />

Durch unser Engagement wurde 2021 der Arbeitskreis<br />

Mobilfunk <strong>in</strong> der Samtgeme<strong>in</strong>de Elbtalaue gebildet<br />

– bestehend aus SG-Ratsmitgliedern und zwei Mitgliedern<br />

des MAW. Hier wurde e<strong>in</strong>e Handlungsempfehlung<br />

für die Standortsuche neuer Mobilfunksendeanlagen<br />

erarbeitet. Das war e<strong>in</strong> erster Schritt und e<strong>in</strong>e<br />

Vorgabe für die Geme<strong>in</strong>den, die betroffenen Bürger zu<br />

beteiligen, um günstigere Standorte zu f<strong>in</strong>den.<br />

E<strong>in</strong> „Kommunales Mobilfunkvorsorgekonzept“ wäre<br />

allerd<strong>in</strong>gs letztlich das e<strong>in</strong>zig wirksame Instrument<br />

für die Kommunen, um den Ausbau des Mobilfunks<br />

gesundheitsverträglicher zu steuern. Damit können alternative,<br />

strahlungsärmere Standorte für Mobilfunkmasten/-türme<br />

im Rahmen des sog. Dialogverfahrens<br />

nach § 7a der 26 Bundesimmissionsschutzverordnung<br />

verb<strong>in</strong>dlich vorgegeben werden.<br />

Gesundheitsvorsorge zu treffen, ist Aufgabe der Kommunen.<br />

Das gilt <strong>in</strong>sbesondere für Schulen, Kitas, Behörden,<br />

öffentliche Gebäude und Plätze. Mehr dazu<br />

f<strong>in</strong>det man im Ratgeber Nr. 4: „Kommunale Handlungsfelder“<br />

von Diagnose: Funk. Weitere Informationen:<br />

siehe auch Anzeige über dem Impressum.<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

51


Elbdeiche<br />

Deichsicherheit, Naturschutz und die Zukunft der Elbe<br />

Interview mit dem Naturwissenschaftler und Ozeanologen Dr. Erich Bäuerle<br />

Dr. Erich Bäuerle hat sich e<strong>in</strong>en Namen auch damit<br />

gemacht, dass er <strong>in</strong> der Göhrde und <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Führungen anbietet, <strong>in</strong> denen er entweder naturwissenschaftliche<br />

Zusammenhänge erklärt oder <strong>in</strong> denen<br />

se<strong>in</strong>e Besucher physikalische Phänomene erleben und<br />

verstehen lernen.<br />

Dr. Bäuerle hat die Berichterstattung über das Hochwasserereignis<br />

2013 und die Erörterungen zur Deichsicherheit<br />

<strong>in</strong> der letzten <strong>Elbufer</strong>-<strong>Rundschau</strong> mit Interesse<br />

gelesen und uns e<strong>in</strong>e E-Mail dazu geschrieben.<br />

Wir freuen uns, dass er sich bereit erklärt hat, <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Interview se<strong>in</strong>e E<strong>in</strong>schätzung zu verschiedenen Aspekten<br />

des Themas Elbe und Deichsicherheit darzulegen.<br />

Frage: Wie stehst du zur Notwendigkeit des Deichbaus<br />

<strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>?<br />

Erich Bäuerle: Ich glaube, wenn man sich an das Hochwasser<br />

von 2013 er<strong>in</strong>nert und dabei speziell an die<br />

Situation <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>, kann man die Notwendigkeit<br />

e<strong>in</strong>es Deichbaus nicht <strong>in</strong> Frage stellen, schon deshalb<br />

nicht, weil hier der Schutz der Bevölkerung hergestellt<br />

werden kann, ohne dass dem Fluss nennenswerte Überschwemmungsflächen<br />

verloren gehen würden. Dadurch<br />

unterscheidet sich die Maßnahme hier <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

grundlegend von dem Bau der Hochwasserschutzwand<br />

<strong>in</strong> Hitzacker, wo, um die Stadt vor Hochwasser zu schützen,<br />

gleichzeitig die riesige Fläche der Jeetzelniederung<br />

vom Fluss „abgetrennt“ werden musste (was für die<br />

flussabwärts liegenden Orte nicht unproblematisch ist).<br />

Dieses Problem ergibt sich beim Deichbau <strong>in</strong> <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

glücklicherweise nicht.<br />

Frage: Du hast dich mit dem derzeit viel diskutierten<br />

Geplante E<strong>in</strong>griffsmaßnahmen <strong>in</strong> Groß Kühren, Kle<strong>in</strong> Kühren und <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong><br />

Auenstrukturplan ause<strong>in</strong>andergesetzt. Was wird dort<br />

– <strong>in</strong> aller Kürze – geplant?<br />

Erich Bäuerle: Bei den Ause<strong>in</strong>andersetzungen im Zusammenhang<br />

mit dem Auenstrukturplan hat sich, me<strong>in</strong>es<br />

Erachtens, e<strong>in</strong>e gewisse Schieflage ergeben, <strong>in</strong>dem die<br />

Maßnahmen der „Gehölzentnahme“ von den Behörden<br />

mit großem Nachdruck angemahnt werden (obwohl<br />

e<strong>in</strong>ige berechtigte E<strong>in</strong>wände noch nicht abschließend<br />

geklärt s<strong>in</strong>d) und andererseits andere Maßnahmen, die<br />

auch Teil des Auenstrukturplans s<strong>in</strong>d (wie z.B. Deichrückverlegungen<br />

und das Anlegen von Flurr<strong>in</strong>nen), nur sehr<br />

schleppend vorankommen. Bezüglich e<strong>in</strong>es nachhaltigen<br />

Hochwasserschutzes s<strong>in</strong>d die Gehölzentnahmen<br />

durchaus umstritten und werden, wegen ihrer teilweise<br />

massiven E<strong>in</strong>griffe <strong>in</strong> die Ökologie der Auenwälder, nicht<br />

nur von Umweltschützern, <strong>in</strong> Frage gestellt. Nicht umsonst<br />

wurden mittlerweile mehrere Gutachten <strong>in</strong> Auftrag<br />

gegeben, um die Effizienz dieser E<strong>in</strong>griffe <strong>in</strong> dieses<br />

geschützte Ökosystem zu untersuchen. Und es ist nachvollziehbar,<br />

dass sich Widerstand regt, wenn man zur<br />

Kenntnis nehmen muss, dass sich bei den Berechnungen<br />

mancherorts nach „Gehölzentnahme“ e<strong>in</strong> Unterschied<br />

von wenigen Zentimetern für den Höchststand e<strong>in</strong>es Extremhochwassers<br />

ergibt.<br />

Wesentlich effizienter für den Hochwasserschutz s<strong>in</strong>d<br />

zweifellos die Deichrückverlegungen, die auch Bestandteil<br />

des Auenstrukturplans s<strong>in</strong>d.<br />

Frage: Was wäre am effektivsten, um die Gefahren zu<br />

reduzieren?<br />

Bäuerle: Zweifellos wäre das Anlegen von Poldern das<br />

probate Mittel, um die Hochwasserspitzen zu kappen.<br />

Genau darum geht es ja beim Schutz vor den katastrophalen<br />

Folgen von Extremhochwässern.<br />

Diese gesteuerten Überflutungsflächen<br />

kommen auch wirklich nur zum E<strong>in</strong>satz<br />

bei e<strong>in</strong>em solchen Hochwasser –<br />

von dem wir nicht wissen können, ob es<br />

nächstes Jahr oder <strong>in</strong> 50 Jahren e<strong>in</strong>treten<br />

wird. Natürlich ist es angesichts der<br />

dichten Besiedlung, durch die der Fluss<br />

<strong>in</strong> der Vergangenheit <strong>in</strong> e<strong>in</strong> immer engeres<br />

„Korsett“ gezwängt wurde, nicht<br />

e<strong>in</strong>fach, solche Flächen aufzutun.<br />

Wir müssen dafür auf die Bereitschaft<br />

der flussaufwärts gelegenen Bundesländer<br />

hoffen, solche Baumaßnahmen<br />

durchzuführen. Es wäre zu wünschen<br />

(ne<strong>in</strong>, es ist zu fordern!), dass diesbezüglich<br />

die Bemühungen erhöht werden<br />

und die notwendige f<strong>in</strong>anzielle<br />

Unterstützung bereitgestellt wird.<br />

52


Frage: Gibt es <strong>in</strong> Zeiten der Erderwärmung de<strong>in</strong>es<br />

Erachtens noch die Gefahr von Eishochwasser auf der<br />

Elbe?<br />

Bäuerle: So paradox es sich anhört: Wegen der schleichenden<br />

Erwärmung der Polarregionen besteht die<br />

Gefahr, dass sich <strong>in</strong> manchen W<strong>in</strong>tern Wetterlagen ergeben,<br />

bei denen über viele Wochen (immer noch sehr<br />

kalte) Polarluft <strong>in</strong> unsere Breiten e<strong>in</strong>strömt. Daraus ergibt<br />

sich die etwas widersprüchliche Aussage, dass die<br />

Tendenz für Eisgang auf der Elbe nachlässt, die Gefahr<br />

von „Ausrutschern“ aber bestehen bleibt.<br />

Das bedeutet u.a., dass weiterh<strong>in</strong> gewährleistet werden<br />

muss, dass die Eisbrecher bei solchen Ausnahmeereignissen<br />

zum E<strong>in</strong>satz gebracht werden können.<br />

Frage: E<strong>in</strong>ige Leute sagen, dass der Transport von Waren<br />

auf dem Wasser ökologisch vorteilhafter sei als auf<br />

der Straße. Steht die von manchen angestrebte Schiffbarkeit<br />

auf der Elbe eigentlich noch auf der Agenda?<br />

Wenn ja, wie stehst du dazu?<br />

Bäuerle: Es ist fraglos richtig, dass der Warentransport<br />

mit e<strong>in</strong>er modern ausgerüsteten Frachtschiffflotte deutlich<br />

umweltfreundlicher ist als der Transport auf der<br />

Straße. Aber dazu muss gewährleistet se<strong>in</strong>, dass der <strong>in</strong><br />

Betracht stehende Fluss verlässlich soviel Wasser führt,<br />

dass immer genügend Wasser unterm Kiel ist. Wie man<br />

trotz der Erfahrungen der vergangenen Jahre immer<br />

noch darauf setzen kann, dass durch entsprechende<br />

Baumaßnahmen die Mittelelbe (vor allem die sogenannte<br />

„Reststrecke“ von Hitzacker nach Dömitz) diesen<br />

Ansprüchen genügen könnte, ist mir e<strong>in</strong> Rätsel – umso<br />

mehr, wenn man bedenkt, dass durch den Elbe-Seitenkanal<br />

und den Mittellandkanal e<strong>in</strong>e komfortable Möglichkeit<br />

besteht, vom Hamburger Hafen nach Magdeburg<br />

und weiter nach Tschechien zu fahren.<br />

Sämtliche Prognosen über die Entwicklung des Conta<strong>in</strong>erumschlags<br />

im Hamburger Hafen haben sich seit<br />

der Wirtschaftskrise von Anfang des Jahrtausends als<br />

Wunschdenken erwiesen.<br />

Und spätestens dann, wenn <strong>in</strong> knapp 10 Jahren die<br />

neue, größere Schleuse <strong>in</strong> Scharnebeck fertig gestellt ist,<br />

ist das letzte Argument dafür weggefallen, statt der kürzeren<br />

Strecke durch die Kanäle die längere Strecke durch<br />

die womöglich Niedrigwasser führende Elbe zu wählen.<br />

Grafik entnommen dem „Auenstrukturplan für die Niedersächsische Elbe von Schnackenburg bis Rönne/Geesthacht, NLWKN, 3 privat<br />

Photovoltaik-Anlage für das Waldbad <strong>in</strong> Alt Garge<br />

Bereits vor der Energiekrise war das Ziel der Stadt Bleckede,<br />

die Betriebskosten für das Waldbad Alt Garge zu<br />

senken, um die E<strong>in</strong>trittspreise trotz steigender Kosten<br />

möglichst stabil zu halten. Dafür wurden <strong>in</strong> den letzten<br />

drei Jahren die Heizungsanlage und die Badtechnik<br />

grundlegend modernisiert. Als weitere Maßnahme<br />

wurde jetzt e<strong>in</strong>e Photovoltaik-Anlage auf dem Dach<br />

des Gebäudes <strong>in</strong> Betrieb genommen, <strong>in</strong> dem Umkleideräume,<br />

Duschen und der Kiosk untergebracht s<strong>in</strong>d.<br />

Für die Installation der kompletten Anlage konnte e<strong>in</strong><br />

Elektrofachbetrieb aus Bleckede beauftragt werden.<br />

„Mit der Inbetriebnahme der Anlage leistet die Stadt<br />

Bleckede darüber h<strong>in</strong>aus e<strong>in</strong>en weiteren aktiven Beitrag<br />

zur Reduzierung des umweltbelastenden Kohlendioxids“<br />

freut sich Bürgermeister Dennis <strong>Neu</strong>mann,<br />

„denn mit e<strong>in</strong>er Gesamtfläche von ca. 170 Quadratmeter<br />

können etwa 15,5 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr<br />

e<strong>in</strong>gespart werden.“ Im Sommer soll die gewonnene<br />

Energie den Verbrauch abdecken. Überschuss wird erst<br />

<strong>in</strong> den Speicher und, wenn dieser voll ist, <strong>in</strong> das öffentliche<br />

Stromnetz e<strong>in</strong>gespeist. Außerhalb der Freibad-<br />

Saison soll die benötigte Energie für den Standby der<br />

Anlage komplett aus der PV-Anlage gewonnen werden.<br />

Rund 63000 Euro <strong>in</strong>vestierte<br />

die Stadt<br />

Bleckede für die Errichtung<br />

der Anlage<br />

aus ihrem Haushalt.<br />

Die Gesamtleistung<br />

der 91 Module wird<br />

auf ca. 35 kWp (Kilo-<br />

Bürgermeister Dennis <strong>Neu</strong>mann (r.)<br />

wattpeak = Spitzenmit<br />

Fachbereichsleiter Frank Dühleistung)<br />

pro Jahr<br />

r<strong>in</strong>g (li.) und Jan Warner, Inhaber<br />

beziffert.<br />

des ausführenden Unternehmens<br />

Vor dem H<strong>in</strong>tergrund des steigenden Bedarfs an regenerativer<br />

Energie setzt sich die Stadt Bleckede – auch<br />

mit verschiedenen Projektpartnern – dafür e<strong>in</strong>, neue<br />

Akzente <strong>in</strong> der Energieversorgung des Stadtgebietes zu<br />

setzen. Bereits Ende 2011 wurden erste Photovoltaik-<br />

Anlagen auf Gebäuden der Stadt Bleckede <strong>in</strong>stalliert,<br />

mit deren Leistung ca. 40 Haushalte im Jahr versorgt<br />

werden können. Es folgten 2016 die „Zapfstellen“ für<br />

Elektroautos und E-Bikes am Bleckeder Rathaus und<br />

2021 die Photovoltaik-Anlage der Kläranlage im Bleckeder<br />

Ortsteil Garze.<br />

Presse<strong>in</strong>formation der Stadt Bleckede<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

53


Der Teichmolch<br />

Lissotriton vulgaris<br />

Bauch e<strong>in</strong>es Teichmolches<br />

Nachdem klar war, dass ich wieder dran war mit dem<br />

Amphibienartikel und ich im S<strong>in</strong>nieren darüber dem<br />

Schneetreiben draußen zuschaute, wollte ich eigentlich<br />

e<strong>in</strong>en Artikel zu „Was macht das Amphib im W<strong>in</strong>ter“<br />

schreiben.<br />

Da ich dazu nicht soviel weiß, bemühte ich die Fachliteratur<br />

– aber da stand so ziemlich für alle Arten, dass<br />

sie <strong>in</strong> Spalten, Ritzen und Nagerbauten überw<strong>in</strong>tern,<br />

oder Bergwerksstollen, Kellern und Burgkellern oder<br />

Ste<strong>in</strong>-, Ast- und Laubhaufen. Möglichst frostfrei und<br />

feucht. Manche Arten können auch am Gewässergrund<br />

überw<strong>in</strong>tern, wenn das Gewässer nicht zufriert.<br />

Ja das war´s dann. Reicht aber nicht für e<strong>in</strong>en Artikel<br />

– daher möchte ich <strong>in</strong> dieser Ausgabe den Teichmolch<br />

vorstellen.<br />

Ich lernte ihn noch unter dem wissenschaftlichen Namen<br />

Triturus vulgaris kennen, also als engen Verwandten<br />

des im letzten Heft vorgestellten Triturus cristatus<br />

– dem Kammmolch. Aber vor wenigen Jahren wurde<br />

der Teichmolch aufgrund doch deutlicher abweichender<br />

genetischer und morphologischer Merkmale <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>e eigene Gattung – nämlich Lissotriton – gesteckt.<br />

Der Teichmolch ist der kle<strong>in</strong>ste und auch häufigste<br />

Molch <strong>in</strong> Deutschland. Er kommt bei uns fast flächendeckend<br />

vor und kann die unterschiedlichsten Gewässer<br />

besiedeln. Man trifft ihn im Wald <strong>in</strong> tiefen Fahrspuren,<br />

<strong>in</strong> kle<strong>in</strong>en Tümpeln <strong>in</strong> der Wiese oder auch gerne<br />

im Gartenteich. Er hat – wie der Kammmolch – e<strong>in</strong>e<br />

rot/orange Unterseite mit schwarzen Flecken und ist<br />

auf der Oberseite bräunlich, mal eher <strong>in</strong>s Schwarze,<br />

mal eher <strong>in</strong>s Grünliche übergehend. Vom Kammmolch<br />

lässt er sich am Besten unterscheiden, wenn man ihn<br />

anfasst. Der Teichmolch ist glatt, der Kammmolch hat<br />

e<strong>in</strong>e körnige Haut.<br />

Nachdem <strong>in</strong> der letzten Ausgabe schon beschrieben<br />

wurde, wo und wie die Molche sich fortpflanzen, kann<br />

ich an dieser Stelle darauf e<strong>in</strong>gehen, was mich bei den<br />

Molchen mit am meisten erstaunt.<br />

Anders als bei den Froschlurchen (Kröten, Frösche...)<br />

s<strong>in</strong>d die Larven der Schwanzlurche ke<strong>in</strong>e Vegetarier,<br />

sondern gehen auf die Jagd. Dabei stellen sie eigentlich<br />

allem nach, was kle<strong>in</strong>er ist als sie, vorzugsweise<br />

Kle<strong>in</strong>krebse, aber auch jede Menge Mückenlarven.<br />

Dabei ist nicht die Art der Nahrung das Erstaunliche,<br />

sondern die Menge. In unseren Pool ziehen jedes Jahr<br />

viele Molche e<strong>in</strong>, die auch jede Menge Eier legen. So<br />

ist die Population an Molchlarven meist recht hoch.<br />

Aufgrund des relativ klaren Wassers und nur wenigen<br />

Wasserpflanzen kann man diese gut beobachten.<br />

Nach e<strong>in</strong>igen Wochen s<strong>in</strong>d im Pool kaum noch Kle<strong>in</strong>krebse<br />

zu sehen. Ich gehe dann täglich 1–2 Mal durch<br />

den Garten und sammele an den Regenbehältern mit<br />

e<strong>in</strong>em kle<strong>in</strong>en Kescher die Mückenlarven e<strong>in</strong>. Den üppigen<br />

Inhalt verteile ich im Pool. In der Regel dauert<br />

es ke<strong>in</strong>e Stunde: Die Mückenlarven s<strong>in</strong>d verschwunden<br />

und hungrige Molchlarven warten auf mehr. Statt<br />

Spüli oder Gift zur Vernichtung der Mückenlarven im<br />

eigenen Garten zu verwenden könnte man daher auch<br />

e<strong>in</strong>e Molchlarve <strong>in</strong> se<strong>in</strong>en Regenbehälter setzen – aber<br />

Vorsicht, am besten nur e<strong>in</strong>en, denn wenn ke<strong>in</strong>e Mückenlarven<br />

mehr da s<strong>in</strong>d, frisst die größere Larve die<br />

kle<strong>in</strong>ere auf. Das darf man natürlich nicht. Besser der<br />

Regenbehälter und der Garten s<strong>in</strong>d molchfreundlich<br />

mit Versteckmöglichleiten und der Regenbehälter<br />

ohne Fisch, dafür mit Pflanzen, dann kommen die Molche<br />

von alle<strong>in</strong>e und vertilgen die Mückenlarven.<br />

Die gerade metamorphierten Molche s<strong>in</strong>d ziemlich<br />

kle<strong>in</strong>, oft nur 2–3 cm lang und dünn. Sie s<strong>in</strong>d daher,<br />

wenn sie an Land gehen, leichte Nahrung für alle Vögel<br />

und sonstigen Freßfe<strong>in</strong>de. Und dann müssen sie noch<br />

über den W<strong>in</strong>ter kommen. Oft s<strong>in</strong>d die Molche ganz<br />

schön kle<strong>in</strong> und abgemagert, wenn wir sie nach dem<br />

W<strong>in</strong>ter <strong>in</strong> unseren Eimern am Glienitzer Krötenzaun<br />

f<strong>in</strong>den. Und man muss schon genau schauen, dass<br />

man sie entdeckt, neben den dicken Kröten.<br />

Gerade metamorphierter Teichmolch<br />

Zwei Männchen werben um e<strong>in</strong> Weibchen<br />

54<br />

Text: Ute Thiergärtner, Bilder: Florian Bibelriether


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Der MAW ist e<strong>in</strong> Zusammenschluss von Menschen im Wendland, die sich für e<strong>in</strong>en sicheren<br />

und gesundheitsverträglicheren Mobilfunk e<strong>in</strong>setzen. Wir s<strong>in</strong>d ke<strong>in</strong>e Mobilfunkgegner!<br />

Ankündigung:<br />

Jeden dritten Samstag e<strong>in</strong>es Monats von 10 bis 13 Uhr im Kultur Bahnhof Hitzacker.<br />

Die nächsten Term<strong>in</strong>e s<strong>in</strong>d: 17. Februar, 16. März und 20. April 2024<br />

1. Informationen über e<strong>in</strong>en gesundheitsverträglicheren Umgang mit Mobilfunk (Flyer<br />

und Broschüren zum Mitnehmen), 2. Messen von mitgebrachten Mobilfunkgeräten, z. B. Smartphones: (wann) senden sie<br />

tatsächlich/nicht?, 3. Vorführen und Verleih von e<strong>in</strong>fachen Messgeräten (5 € pro Woche), Verleih auch über E. Otto, Tel.<br />

05858-971747. Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an die oben im Logo angegebene E-Mail-Adresse.<br />

Impressum<br />

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Wo bekomme ich die <strong>Elbufer</strong>-<strong>Rundschau</strong>?<br />

In e<strong>in</strong>er Reihe von Dörfern wird die <strong>Elbufer</strong>-<strong>Rundschau</strong><br />

an alle Haushalte verteilt. In anderen Orten bemühen<br />

wir uns um Auslagestellen: In den ersten Tagen der Monate<br />

Januar, April, Juli und Oktober f<strong>in</strong>den Sie die kostenlose<br />

<strong>Elbufer</strong>-<strong>Rundschau</strong> (solange der Vorrat reicht) <strong>in</strong>/bei:<br />

Alt Garge: Schmidts Laden, Hauptstraße 1<br />

Barskamp: Claudia von Bernstorff, Am Buursood 9a<br />

(abends zwischen 18 und 19 Uhr, vorherige Anmeldung<br />

erbeten, Telefon 05854-455)<br />

Bleckede: Tourist<strong>in</strong>fo Schloß Bleckede, Schloßstraße 10<br />

+ Buchhandlung Hohmann, Friedrich-Kücken-Straße 1<br />

+ Bäckerei Harms, Breite Straße 35<br />

+ Edeka-Markt, N<strong>in</strong>dorfer Moorweg 1A<br />

+ Sparkasse (Bleckede am Kreisel)<br />

Dahlenburg: Buchhandlung Kolibri, Lüneburger Str. 17<br />

+ Tourist<strong>in</strong>fo Dahlenburg, Am Markt 17<br />

Gödd<strong>in</strong>gen: Hof Heuer, Landstraße 18<br />

Hitzacker: Bio<strong>in</strong>sel Frischemarkt, Am Markt 4<br />

+ Tourist<strong>in</strong>fo Hitzacker, Am Markt 7<br />

+ <strong>in</strong> vielen Geschäften auf der Stadt<strong>in</strong>sel<br />

+ Gärtnerei Meyer ...<br />

Katem<strong>in</strong>: Daxner Mühle, Mühlenweg 1<br />

Konau: Tourist<strong>in</strong>fo Amt <strong>Neu</strong>haus, Elbstraße 11<br />

Lüneburg: Biomarkt Vitalis, Vor dem Bardowicker Tore 35<br />

+ Fips Laden ...<br />

<strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong>: TanteEnso, Kaffee Eck Hildebrandt<br />

<strong>Neu</strong>haus: Konsum, Bahnhofstraße 13<br />

Tosterglope: Familie Schoop, <strong>Neu</strong>hauser Straße 11<br />

Walmsburg: Dorfschnack, Katem<strong>in</strong>er Straße 42<br />

Verlag Reichmann<br />

Herausgeber:<br />

Sonja Reichmann | <strong>Elbufer</strong>straße 37<br />

29490 <strong>Neu</strong> <strong>Darchau</strong> | 0171 30 30 255<br />

www.elbufer-rundschau.de<br />

<strong>in</strong>fo@elbufer-rundschau.de<br />

Redaktion und Satz: Sonja Reichmann,<br />

Helmut und Irmgard Hoffmann<br />

Mitwirkende Pressesprecher<br />

aus den Vere<strong>in</strong>en der Orte<br />

Medienberater:<br />

Richten Sie Ihre Wünsche gern direkt an uns, es<br />

s<strong>in</strong>d ke<strong>in</strong>e Anzeigenberater im Aussendienst.<br />

Verteilung:<br />

Freunde und Familie<br />

Ersche<strong>in</strong>ungsweise viermal im Jahr:<br />

Ausgabe Frühl<strong>in</strong>g: April/Mai/Juni<br />

Ausgabe Sommer: Juli/August/September<br />

Ausgabe Herbst: Okt./Nov./Dez.<br />

Ausgabe W<strong>in</strong>ter: Jan./Feb/März<br />

Haftungsausschluss:<br />

Nachdruck und Verwendung von Inhalten nur<br />

mit Genehmigung der Redaktion. E<strong>in</strong>sender<br />

von Manuskripten, Briefen und dergleichen<br />

erklären sich mit redaktioneller Bearbeitung<br />

e<strong>in</strong>verstanden. Für das E<strong>in</strong>verständnis der<br />

abgebildeten Menschen auf e<strong>in</strong>gesandten<br />

Fotos sowie das Copyright übernimmt der<br />

E<strong>in</strong>sender die Verantwortung. Alle Angaben<br />

ohne Gewähr. Ke<strong>in</strong>e Haftung für unveränderbare<br />

E<strong>in</strong>sendungen. Die e<strong>in</strong>gelieferten Texte<br />

spiegeln nicht unbed<strong>in</strong>gt die Me<strong>in</strong>ung des<br />

Herausgebers wieder.<br />

Fotos:<br />

Titelbild: Florian Hölscher<br />

U4: Anzeige DRK Seniorenpflege<br />

Inhalt/Peripherie©:<br />

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Sonja Reichmann, Helmut und Irmgard Hoffmann.Information<br />

am Foto, E<strong>in</strong>sendende der<br />

Beiträge, oder – falls nicht anders angegeben –<br />

Herausgeber<strong>in</strong><br />

Verantwortlich:<br />

Sonja Reichmann<br />

Druck:<br />

Umfang / Auflage:<br />

Die <strong>Elbufer</strong> <strong>Rundschau</strong> hat 40–56 Seiten<br />

Inhalt und ca. 3000 Stück Auflage (Saisonabhängig)<br />

Hausverteilung an der <strong>Elbufer</strong>straße und<br />

<strong>in</strong> den umliegenden Orten. Auslegestellen <strong>in</strong><br />

angrenzenden Geme<strong>in</strong>den Dahlenburg, Bleckede,<br />

Hitzacker und Lüneburg (Biomarkt Vitalis, Fips, ...)<br />

Anzeigen- und Redaktionsschluss<br />

für die Frühl<strong>in</strong>gs-Ausgabe 2024:<br />

8. März 2024<br />

Ersche<strong>in</strong>t voraussichtlich<br />

Ende März 2024<br />

(Vorbehaltlich Druckkostendeckung)<br />

<strong>Rundschau</strong><br />

Elb-Ufer Klöndör<br />

55


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Probetag vere<strong>in</strong>baren!<br />

seniorentagespflege-hitzacker@drk-dan.de<br />

Foto: A. Zelck, DRK

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