Pfarrbrief Nr. 98 - St. Michael Weingarten

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Pfarrbrief Nr. 98 - St. Michael Weingarten

Pfarrbrief

St. Michael

Weingarten

Nr. 98

30. Jahrgang

Ostern 2007


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 2

Auf ein Wort

Das Jahr der Sammlung –

das Ja zur Einheit

Liebe Gemeinde,

nichts lag Jesus mehr am Herzen als die

Einheit der Seinen. Und unter nichts anderem

leidet die Christenheit mehr als

unter der Trennung, als unter dieser gestörten

Einheit. Dieses Leiden aber, und

das ist auch schon zeichenhaft, trägt immer

wieder andere Züge. Nach dem Konzil

gingen Christen herzhaft, ja mit Vehemenz

daran, die Einheit zwischen katholischen

und evangelischen Christen anzubahnen.

Sie sind dabei ein erfreuliches

Stück weit gekommen. Doch, wie das so

ist, wenn ein Ziel näher rückt – plötzlich

beginnt man sich zu fragen, ob man es je

erreichen wird. Katholische Kirche und

EKD haben in vielen Bereichen gelernt

zusammenzuarbeiten, ja sogar mit einer

Stimme zu sprechen. So weit, so gut.

Was ein bisschen aus dem Blick geraten

ist, das sind die Schwärmer, denen alles

viel zu langsam geht, und die aus ihrer

Ungeduld Salz in die Suppe schütten; das

sind die Verbissenen, die alle Prinzipien,

ja die Rechtgläubigkeit am Wanken sehen,

und von ihrer Warte aus alles blockieren.

Und es sind die vielen kleinen

Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften,

die um nichts mehr fürchten als um ihre

Selbständigkeit. Und als neueres Problem

hat sich jetzt, nachdem die ersten spektakulären

Erfolge nicht in Serie gegangen

sind, bei vielen, denen an ihrer geschichtlich

gewachsenen Kirche nur noch wenig

liegt, Gleichgültigkeit breit gemacht. Sie

könnten sehr gut damit leben, dass einfach

alles gleich gültig ist.

So kommt es, dass in den Kirchen immer

wieder die Frage nach den Wurzeln gestellt

wird und die sind, vor allem in unserer

Kirche, von der Liturgie nicht zu trennen.

Die Liturgie ist der älteste Sammlungsort

katholischer Christen und diese

Tradition ist nie abgebrochen, nein, sie ist

zu einer Kette der Traditionen geworden.

Immer wieder hat Liturgie sich verändert,

immer wieder sind ihr Formen zugewachsen,

immer wieder hat sie sich von Formen

verabschiedet, aber immer waren

auch die Veränderungen selbst ein heiliger

Prozess. So steht über den einzelnen

Traditionen die Tradition der Traditionen.

Wer also auf eine ganz bestimmte Tradition

besteht und sich in ihr verbeißt, hat

Kirche nicht begriffen, und ihren Gründer,

der sich über alle Traditionen gestellt hat,

nicht verstanden.

Eine solche Auseinandersetzung erleben

wir momentan wieder in unserer Kirche.

Sie macht sich fest an zwei Dingen: einmal

an Überlegungen in unserer Kirchenleitung,

die „Tridentinische Messe“ einzureihen

unter die Liturgien, die eine heilige

Vergangenheit haben und damit in sich

gültig sind, die aber ausgedient haben

und einer neuen Liturgie weichen mussten.

Solche Liturgien können aus gege-


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Pfarrbrief Nr. 98

benem Anlass immer wieder einmal gefeiert

werden, sie dürfen jedoch niemals

gegen die neue Liturgie ausgespielt werden

und womöglich gar als ihre Konkurrentin

missbraucht werden.

Die andere momentane Diskussion befasst

sich mit den unterschiedlichen Fassungen

der Wandlungsworte, die in den

Landessprachen vom Blut Jesu sprechen,

das für alle vergossen wurde, während in

der lateinischen Fassung nicht von „allen“,

sondern von den „vielen“ die Rede ist. In

der bisherigen nach dem Konzil erneuerten

Fassung lautet diese Stelle also:

„ ... mein Blut, das für euch und für alle

vergossen wird ...“, in der früheren und

bis heute unveränderten lateinischen Fassung

heißt sie: „ ... mein Blut, das für

euch und die vielen vergossen wird ...“,

ein Unterschied, der in der alten Fassung

deutlicher die Möglichkeit zulässt, dass es

auch Menschen geben kann, auf die,

womöglich in selbst gewählter Ablehnung,

diese Erlösung durch Jesus nicht zutrifft.

In der erneuerten Fassung hat man der

theologischen Erkenntnis Rechnung getragen,

dass Jesus für diese Welt gestorben

ist, das heißt, dass sein Erlösungswerk

allen gilt. Diese Erkenntnis war auch

Anlass dafür, einen anderen Satz aus der

kirchlichen Tradition zu streichen, der besagte:

„extra ecclesiam nulla salus“, also

„außerhalb der Kirche gibt es kein Heil.“

Dies zeigt sehr deutlich, die Konzilsväter

hatten nicht mehr die Stirn, den Willen

Gottes derart einengen zu wollen. Aus

diesen Überlegungen wird allerdings auch

deutlich, dass hinter den momentanen

Auseinandersetzungen mehr steht als nur

die Diskussion über ein Wort oder einen

Satz. Es ist ein grundsätzliches Kirchenverständnis,

das auf der einen Seite eher

ausschließenden Charakter hat, auf der

anderen Seite aber auch einschließenden

Charakter, also eine Einstellung zeigt, die

sich - im Geist des letzten Konzils - die

Haltung Jesu zu eigen macht, der zu seinen

Jüngern, zu den „Insidern“ also, in

seinen Forderungen unerbittlich sein

konnte, der auf der anderen Seite den

Außenstehenden in einer grenzenlos einladenden

Art begegnet ist.

Wie Sie sehen, handelt es sich hier also

nicht um einen reinen Ritenstreit, sondern

um ein anderes Bild von Kirche. Aus diesen

Gründen teile ich die Ansicht unseres

Erzbischofs, dass es nicht gut wäre, die

Wandlungsworte zu ändern allein um der

Einheitlichkeit der lateinischen und der

Landesübersetzung willen. Es würde sich

erstens nichts an der Theologie des Konzils

ändern und zum andern wäre nichts

schädlicher, als ausgerechnet in diesem

Text keine Einheit mehr zu haben, denn

damit müsste man in jedem Fall rechnen.

Die Auseinandersetzung über die hier

dargestellten Unterschiede würde bis in

die Wandlungsworte hinein spürbar werden,

ein nicht auszudenkender Missstand.

Ich verweise auf das, was ich zu Beginn

über das Anliegen Jesu gesagt habe:

„dass sie alle eins seien.“ Folgerichtig

muss auch das Maß der Richtigkeit in unserer

Kirche an der Bereitschaft zur Einheit

angelegt werden. Daran können auch

alle Versuche, sich auf eine aufgegebene

Authentizität von Riten oder Formeln

nichts ändern, egal mit welchen Mitteln da

im Untergrund gearbeitet wird. Im Gegenteil,

die Methoden, mit denen man versucht,

hier gegen die gemeinsame erneuerte

Liturgie Stimmung zu machen,


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 4

spricht für sich. Sie ist willkürlich und unseriös

in der Argumentation.

Wenn man beispielsweise CDs anbietet,

um die Menschen von der Schönheit und

Feierlichkeit der alten Messe zu überzeugen,

so klingt das ehrenwert und es gab

diese Messen durchaus. Aber es gab

auch anderes. Ich könnte durchaus eine

CD liefern mit meinen eigenen Erfahrungen.

Dazu gehört beispielsweise auch die

kürzeste Messe, bei der ich selber ministriert

habe, sie dauerte mit Predigt eine

Viertelstunde, der berühmte Pater Leppich

hat das fertig gebracht in St. Stephan

zu Karlsruhe. Oder ich nenne Ihnen eine

Erfahrung auf meiner ersten Romreise.

Wir wollten - irgendwo in der Toskana -

eine „Betsingmesse“ feiern, wie wir dies

von zu Hause gewohnt waren. Der Mesner

kam und untersagte uns das Beten

und Singen, weil nebenan parallel eine

weitere Messe „gelesen“ wurde, der Pfarrer

unhörbar, dafür haben die Gläubigen

laut den Rosenkranz dazu gebetet. Und

ein drittes Beispiel aus jüngerer Zeit kann

die Unterschiede zwischen damals und

jetzt auch noch verdeutlichen: Drei Italiener

aus dem noch eher deutsch geprägten

Norden hatten mich besucht und waren

in die ganz normale Sonntagsmesse

gegangen. Hinterher hat mir einer von

ihnen sein Erstaunen ausgedrückt über

unser „Publikum“. „Du, ich bin ganz hinten

drin gestanden, weißt Du, was mich

am meisten erstaunt hat? Die Leute haben

alle mitgefeiert!“ Das hat mich sehr

überrascht. Im Gespräch erfuhr ich dann,

dass bei ihnen zu Hause immer noch das

Tun des Pfarrers am Altar das eine war,

die Anwesenheit der Gläubigen, weil es

sich so gehört, das andere. So gesehen,

bekommt die Diskussion darüber, welche

Messe feierlicher ist, doch eine deutlich

andere Klangfarbe.

Fazit:: Ich finde es nicht gut, die alte Messe

gegen die neue auszuspielen. Eindeutig

ist in der Liturgiereform eine Hinwendung

vom „Lesen“ oder vom rituellen

„Persolvieren“ (d.h. der vorgeschriebene

Ritus wird rein äußerlich genau eingehalten)

hin zum Feiern - und zwar zum gemeinsamen

Feiern - festzustellen. Wenn

ich nun also vom Abendmahl als der ersten

Liturgie ausgehe, dann kommt dem

doch die erneuerte Liturgie deutlich näher.

So gesehen könnte man sich sogar zu der

Behauptung verleiten lassen, dass die Reform

des II. Vatikanums in Wirklichkeit eine

Hinwendung zum Alten gewesen ist, also

eine wohltuende Annäherung an das, was

Christentum in seinen Anfängen tatsächlich

gewesen ist.

Schlussbemerkung zu diesem Thema:

Wir sollten - bei aller Ehrfurcht zur Tradition

- die Ehrfurcht vor Jesus Christus nicht

vergessen, der der Souverän unseres

Glaubens und unserer Kirche und damit

auch all dieser Traditionen ist. Im Übrigen

gilt immer noch: Eine Kirche, die auf Traditionen

zurückschauen kann ist ehrfurchtgebietend,

eine Kirche, die in der

Tradition versinkt, wird zum Museum, sie

fasziniert nicht mehr, aber man besucht

sie noch, zuweilen.


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Pfarrbrief Nr. 98

Happy Birthday

Wir, die Kindergärten St. Michael und St. Elisabeth, feiern dieses Jahr

jeweils einen runden Geburtstag. St. Michael wird 50 Jahre, St. Elisabeth

40 Jahre alt. Da beide Kindergärten unter katholischer Trägerschaft

stehen, bietet es sich an, unsere Geburtstage auch gemeinsam

zu feiern.

Tag: Sonntag, den 8. Juli 2007

Beginn:

Ende:

10 Uhr mit einem Gottesdienst in der katholischen Kirche

mit anschließendem Beisammensein rund um die Kirche

ca.15 Uhr

Angeboten werden eine warme Mahlzeit und für die Kinder verschiedene

Spiele. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

50 Jahre Kindergarten St. Michael

Am 29. September 1957, am Fest

des hl. Erzengels Michael, wurde

unter großer Teilnahme der Bevölkerung

der Kindergarten St. Michael

in der Wiesenstraße eingeweiht.

Anfänglich wurden 80 - 90

Kinder in zwei Gruppen betreut.

Nach knapp 10 Jahren stiegen die

Kinderzahlen an, so dass die zwei

Räume nicht mehr ausreichten. Als

„Übergangslösung“ wurde im Keller

ein dritter Gruppenraum hergerichtet.

Diese „Übergangslösung“

hatte über 25 Jahre Bestand. Nach

einer kurzen Zeit als zweigruppiger

Kindergarten wurde wegen erneut

ansteigender Kinderzahlen eine

dritte „Notgruppe“ eingerichtet und

es konnten so bis zu 110 Kinder

betreut werden.


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 6

Im Laufe der Jahre haben sich

Standards für Kindergärten und

Tageseinrichtungen entwickelt, die

je nach Gruppenform und Raumgröße

mit Intensiv- und Turnraum

u.a. nicht mehr als 22 - 25 Kinder

des Kindergartens ein. Das Gebäude

wurde um eine feste dritte

Gruppe, einen Turn- und Werkraum,

einer Kinderküche, Intensivräumen,

einem Personalraum und

einer großen Garderobe erweitert.

pro Gruppe vorsehen und die von

1,5 Fachkräften betreut werden.

Nach 44 Jahren war das Kindergartengebäude

reif für einen Umbau.

Im September 2001 zogen

drei Gruppen mit jeweils 25 Kindern

mit ihren Spielsachen und

Möbeln aus dem Gebäude aus,

um Abrissbirne, Bagger und Co.

Platz zu machen. Zwei Gruppen

wurden in Containern auf dem Gelände

des Franziskus-Kindergartens

untergebracht, eine Gruppe

fand „Asyl“ im Turnraum des ev.

Kindergartens in der Waldbrücke.

Nach einem Jahr zogen die Gruppen

in die neuen Räumlichkeiten

Im September 2002 fand die Einweihung

des neuen Gebäudes

statt.

Unsere Einrichtung besuchen 76

Kinder im Alter von drei bis sechs

Jahren in einer Regelgruppe und

zwei Frühgruppen. Die Frühgruppenkinder

erhalten im Kindergarten

ein Essen. Unsere Bildungsangebote

reichen von Spracherziehung

über Mathematik und Naturwissenschaft

bis hin zur religiösen

Unterweisung. Bewegung und

Kunst /Musik, freies Spiel und Rollenspiele

und das Toben im Hof -

all das hat seinen festen Platz im

Tagesablauf der Kinder.


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40 Jahre Kindergarten St. Elisabeth

Pfarrbrief Nr. 98

Der Kindergarten St. Elisabeth in

der Schillerstraße feiert zwar in

diesem Jahr seinen 40. Geburtstag,

doch reicht seine Geschichte

weiter zurück. Bereits 1914 wurde

an gleicher Stelle neben einem

Schwesternhaus ein Gebäude als

„Kinderschule“ fertiggestellt. Beide

Gebäude wurden 1965 wegen

mangelhaften sanitären Anlagen

und aus Platzgründen abgerissen.

Durch den Ankauf des Nachbargrundstückes

waren auch die

räumlichen Voraussetzungen für

eine Erweiterung gegeben. Im Februar

1967 wurde das neu erbaute

Gemeindezentrum eingeweiht. Im

Erdgeschoss des Hauptbaus wurde

ein wenig „versteckt“ der Kindergarten

St. Elisabeth eingerichtet.

Mit 110 Kindern in drei Gruppen

begann damals die Arbeit im neuen

Kindergarten. Bereits 1970

wurde auf Grund fehlender Kindergartenplätze

in Weingarten eine

vierte Kindergartengruppe als Notgruppe

im Keller eingerichtet (heutige

Pfarrstube). Diese Notgruppe

bestand bis Ende des Kindergartenjahres

1976.

Die Öffnungszeiten veränderten

sich über die Jahre hinweg und die

Betreuungszeiten wurden ausgeweitet.

Kindgerechte Konzepte wurden

entwickelt. 1990 wurde die

erste Frühgruppe in Weingarten in

der Schillerstraße eingerichtet. Zusätzlich

wurde der Gruppenraum

der Frühgruppe am Nachmittag als

Notgruppe genutzt. Erst durch den


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 8

Neubau des Kindergartens St.

Franziskus 1994 gab es eine vorübergehende

Entlastung. Die Frühgruppe

fand ihren Platz in der Kanalstraße

und der frei gewordene

Gruppenraum wurde als Intensivraum

für die Arbeit mit Kleingruppen

genutzt. Leider musste die

dritte Gruppe 1997 auf Grund fehlender

Kindergartenplätze als Notgruppe

wieder eröffnet werden.

Damit ging der Ausweichraum verloren

und ein neues flexibles

Raumkonzept wurde entwickelt.

Die Gruppenräume sind jetzt individuell

geprägt und setzen unterschiedliche

Farbakzente. Die verschiedenen

Bereiche sollen die

Kinder zum Fragen, Forschen und

Experimentieren anregen. Auch

das Gemeindezentrum wird verstärkt

in die Aktivitäten eingebunden.

Am Vormittag steht der Pfarrsaal

dem Kindergarten als Bewegungsraum

zur Verfügung. Im Kindergartenhof

gibt es einen naturnah

gestalteten Erlebnisbereich.

Über eine Verbindungstür bestehen

noch immer gute nachbarschaftliche

Beziehungen zum

Schwesternhaus.

Seit Dezember 2006 gibt es als

zusätzliche Betreuungsform auch

wieder eine Frühgruppe.

Zurzeit werden im Kindergarten in

drei altersgemischten Gruppen bis

zu 67 Kinder ab drei Jahren bis

zum Schuleintritt betreut und gefördert.

Die jeweilige Gruppe ist für

das Kind ein fester Bezugs- und

Orientierungspunkt innerhalb des

Kindergartens. Es finden Aktivitäten

mit der Gruppe und gruppenübergreifende

Bildungsangebote

statt. Hierbei gibt es in verschiedenen

Entwicklungsbereichen Herausforderungen

und Gelegenheiten

zum Tätigsein. Die Bezugserzieherinnen

geben den Kindern

individuelle Anregungen und eine

konstante Entwicklungsbegleitung

während ihrer Kindergartenzeit.

Neben dem gemeinsamen Jubiläumsgottesdienst unserer beiden Kindergärten

und dem anschließenden Beisammensein rund um die Kirche

bieten die Kindergärten im Herbst dieses Jahres jeweils einen „Tag der

offenen Tür“ an. Die Teams präsentieren ihr Konzept und stellen die pädagogische

Arbeit im Kindergarten vor. Zudem haben alle Interessierten

die Möglichkeit, sich die Räumlichkeiten anzusehen.

Die Termine für den „Tag der offenen Tür“ entnehmen Sie bitte den Anzeigen

in der Turmberg Rundschau und den aushängenden Plakaten.

Bettina Schlimm, Leiterin KiGa St. Michael

Birgit Campanella, Leiterin KiGa St. Elisabeth


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Katholische öffentliche

Bücherei (KöB)

Pfarrbrief Nr. 98

Es gibt Neues aus der KöB zu berichten:

Wickie ist wieder da! Die bekannten und beliebten Geschichten über den schlauen kleinen

Wikinger sind neu aufgelegt worden und in Kürze in Ihrer KöB ausleihbar.

Runer Jonsson:

Wickie und die starken Männer und

Wickie auf großer Fahrt

(zum Vorlesen und Selber-Lesen)

Wer mehr über die Wikinger wissen möchte, kann in den neu gestalteten Kinder-

Sachbuch-Regalen nachschauen. Neu sortiert (und im Laufe des Jahres noch um einige

Titel erweitert) bieten sie Kindern vom Grundschulalter an Informationen und Geschichten

u.a. zu den Themen:

Religion – Natur – Tiere – Haustiere – Körper – Wissen von A-Z - Experimente –

Weltall/Erde - Geschichte

Einige neue Sachbücher/Sachgeschichten für Erstleser:

Leselöwen Abenteuer und Sachgeschichten:

Indianer - Wissen; Flugzeug - Wissen; Polizei - Wissen

Aus der Reihe „Das will ich wissen“:

Was macht ein Detektiv? - Im Garten - Die Steinzeitmenschen

Frag mich was – Feuerwehr Frag mich was - die Erde

Verschiedene Titel aus der Reihe „Wieso - Weshalb - Warum?“ für Vorschulkinder und

aus der Reihe „Meyers kleine Kinder- Bibliothek“ für Kinder ab 3 Jahren

Auch die Sachbücher für die Großen sind neu aufgestellt. Die für Familien und Eltern interessanten

Bücher finden Sie jetzt gesammelt in den Regalen neben der Ausleihtheke.

Gerne beantworten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der KöB Ihre Fragen und beraten Sie.

Das Bücherei-Team freut sich auf Ihren Besuch im katholischen Gemeindezentrum,

Schillerstr.4:

Sonntag

Dienstag

Donnerstag

nach dem Gottesdienst bis 11.45 Uhr

15.30 – 17.00 Uhr

18.00 – 19.30 Uhr

Bitte beachten Sie: Die KöB ist in den Osterferien geöffnet – außer an Gründonnerstag

und Ostersonntag.


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 10

Statistik 2006

Unsere Pfarrei in Zahlen ( im Vergleich zu 2005 )

Katholiken 2005 2006 Kollekten 2005 2006

Kirchenbesucher

(gezählt an 2 Sonntagen)

302* 240* Klingelbeutel (für 10.071,18 11.684,95

Aufgaben der Pfarrei)

Taufen 20 18 Adveniat 6.837,27 7.654,68

Erstkommunikanten 33 43 Misereor 3.760,31 4.714,95

Trauungen 2 6 Missio-Kollekte 1.324,97 953,90

Beerdigungen 45 37 Renovabis 1.526,89 1.204,41

Austritte 13 12 Sternsinger 4.294,72 3.323,93

Wiederaufnahmen -- 2

Übertritt (aus anderer

christl. Konfession.)

1 --

* = Durchschnittswert von den beiden gezählten Sonntagen im Jahr

Nicht statistisch erfasst ist die Arbeit der vielen Mitglieder in unserer Pfarrgemeinde,

die sich in den Organisationen und den Gruppen, im caritativen

und sozialen Bereich oder als Helfer beim Fronleichnamsfest engagieren. Sie

verrichten ihre Arbeit natürlich unentgeltlich und verzichten auch auf ein

Weihnachtspräsent der Pfarrgemeinde. Statt dessen erhalten caritative Einrichtungen

eine großzügige Spende, mit der sie ihre vielfältigen und sozialen

Aufgaben und Hilfen für Kranke und Benachteiligte finanzieren können.

Dieser Einsatz am Leben der Pfarrgemeinde ist nicht geringer zu werten als

die Spenden der Mitglieder unserer Pfarrgemeinde. Ihnen allen an dieser

Stelle dafür ein ganz herzliches Dankeschön.

**********************************************

An alle interessierten Mitglieder unserer Pfarrgemeinde...

Herzliche Einladung der Kolpingsfamilie zum

Morgenimpuls am Ostermontag

um 8 Uhr im kath. Gemeindezentrum Schillerstraße,

anschließend gemütliches Frühstück

10 Uhr Gottesdienst in der Kirche

Bitte um Voranmeldung unter Tel. 5015 Fam. Wagner

oder Tel. 3635 Fam. Lopp


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Der Kommentar

In eigener Sache ...

Pfarrbrief Nr. 98

„Verzeiht mir, meus pobres estudantes!"

Memorans schreibt hier in eigener Sache

und ist sich dabei bewusst, dass die folgenden

Bemerkungen wohl jene erreichen,

die vom Thema wenig betroffen

sind, ja dass er möglicherweise seine

aufmerksamen Leser damit verärgert.

In jüngster Zeit hatte Memorans einige

freundliche, wohlwollend-kritische und

aufschlussreiche Gespräche über seine

im Pfarrbrief schon seit dessen Gründung

erscheinenden Kommentare. Und

vielfach hört er aus dem Gespräch heraus,

dass das Dargelegte doch oft zu

„kompliziert dargestellt“ sei, „und die vielen

Fremdwörter, so schwierig zu verstehen...“.

Ich gestehe, bei manchen hat

mich diese Klage gewundert.

Gewiss, leichte Kost ist es oft nicht und

soll es gar nicht sein. Der Kommentar

greift Bemerkenswertes aus Gesellschaft

und Kirche auf, was auch unsere Gemeinde

kurz- oder langfristig berührt und

vielleicht schon schleichend wirksam ist.

Er strebt durchaus nicht an, ein unkritisch

gut zu verdauendes, leicht zu lesendes

Feierabend- "Schmankerl" zu sein. Dabei

müssen notwendigerweise oft etwas

komplexere Zusammenhänge deutlich

gemacht und von Verdunklungen durch

verharmlosende offizielle Darstellungen

oder von einseitigen Aufbauschungen

durch die Medien freigelegt werden. Dies

erfordert nicht nur ein Nachforschen

Robert Levine am Ende einer seiner

berühmten Statistik -Vorlesungen

nach den eigentlichen Quellen und Vorgeschichten,

sondern eine in sich stimmige

Darstellung ohne Widersprüche

und intellektuell nebulöse Unklarheiten,

ohne unbelegbare und unausgewogene

Argumente und auch ohne die „aus dem

Bauch mit viel Emotion und Geräusch“

für den Augenblick inszenierten Begründungen.

Dies bleibt das Bemühen des

Memorans-Schreibers und wird es bleiben

nach bestem Wissen und Gewissen

und mit Hilfe des Heiligen Geistes. Die

„Narrenrede“ des Apostels Paulus im 2.

Korintherbrief (11,16-33) steht mir dabei

Pate: „Ich rühme mich meiner Schwachheit“.

Der Leser wird Memorans als Anwalt

dessen finden, was der Verwirklichung

der Frohen Botschaft in unserer Zeit

dient. Er wird mit dem Finger darauf deuten,

wo dem etwas entgegen wirkt, sei es

als offener Gegensatz zur Botschaft oder

dort, wo aus der Sichtweise von Memorans

das Erstrangige dem Nachrangigen

untergeordnet wird, vielfach aus verschiedenen

Ängsten heraus, um Stellung

und Einfluss, Ängste vor not-wendender

Erneuerung, Umgestaltung und Umkehr.

Aus diesen Gründen muss Memorans

wohl auch erwarten dürfen, dass der Leser

sich etwas in die Argumentation des

Schreibers versenkt und sich um das

Verständnis bemüht, selbst wenn er sich


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 12

eine Aussage zweimal zu Gemüte führen

muss. Das gilt, ob der Leser letztlich zustimmen

kann oder nicht. Es wäre ja

dann ein weiterer Schritt, wenn er das

vielleicht unbequeme Korn Wahrheit, das

er findet, auch an sich persönlich heranlassen

würde.

Und die vielen fremdsprachlichen Ausdrücke?

Sind die nötig? Ich habe meine

Beiträge der letzten Jahre etwas durchforstet

und erlaube mir davon als Anhang

dieses Kommentars ein so genanntes

Glossar (= Sammlung von Worterklärungen)

anzuhängen. Memorans räumt ein,

dass in vielen Fällen ein schönes

deutschsprachiges Wort durchaus passend

gewesen wäre. Doch es gibt viele

fremdsprachliche Ausdrücke, die geschichtlich

und in einem bestimmten Gedankengebäude

gewachsen sind. Deren

„Verdeutschung“ würde das nicht mehr

treffen, was ganz speziell gemeint ist.

Nehmen Sie z.B. das Wort „Transzendenz“,

„das die Erfahrung und sinnliche

Wahrnehmung Übersteigende“. Wie

blass das klingt! Oder würden Sie „High

Tech“ mit „Hohe Technologie“ übersetzen?

Sie verstehen wohl die Schwierigkeiten.

Ja, wenn mir die einfache Sprache der

Frohen Botschaft zu eigen wäre. Doch

auch die ist nicht gefeit vor vielen Missverständnissen

und unterschiedlichen

Ausdeutungen, was die Deuter so heraushören

möchten.

Memorans versichert Ihnen, dass er sich

freut über jede sachliche Anregung und

freundschaftlich, aufmunternden Widerhall

zu seinem Kommentar.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest

mit dem klassischen Zuruf unseres

Osterglaubens:

„Surrexit Dominus vere, alleluja!“

„Der Herr ist wahrhaft auferstanden,

alleluja!“

In der Fastenzeit 2007

Ihr Memorans

Glossar: Erklärung einiger fremdsprachlicher Begriffe und Worte

absorbieren

Anthropologie

Apostolikum

ästhetisch

Charisma

charismatische

Gemeinde

corpus mixtum

creatura verbi divini

aufsaugen, in sich aufnehmen,

Lehre vom Menschen

Apostolisches Glaubensbekenntnis

schön-geistig, überfeinert

Gnadengabe, überzeugende Ausstrahlung

Gemeinde, in der Gottes Gaben wirksam sind

eine gemischte Größe. Im Blick auf Gesellschaft

und Kirche: eine bunte Schar von Gruppen verschiedenster

Herkunft und Prägung

Schöpfung des göttlichen Wortes


Seite 13

Pfarrbrief Nr. 98

dialektisch

Doxa

Dubia

Dynamis

Empirie

methodisch in Widersprüchen denkend oder wirkend

Ruhm, Herrlichkeit

Zweifel (Mehrzahl)

Kraft, Macht (dynamisch: kraftvoll, mit Schwung)

Erfahrung (empirisch: aus Erfahrung gewonnen)

Entmythologisierung Befreiung von mythologischen Vorstellungen

Ekklesiologie

ekstatisch

elitär

eschatologisch

exegetisch

Expansion

fascinosum

Futurologie

Homiletik

immanent

introvertiert

Kairos

Kasualien

kerygmatisch

kodifizieren

Kontext

kontingent

Korrelation

konstitutiv

Kyrios

Mysterium

Mysterien

Mystifikation

Lehre von der Kirche

im Zustand rauschhafter Verzückung

zu einer Auslese (Elite) zählend

die letzten Dinge (Weltende, Wiederkunft Christi)

betreffend ( betr.) die Auslegung von (Bibel-)

Texten (Exegese)

Ausweitung

etwas das besonders beeindruckt oder

verzaubert (fasziniert)

Wissenschaft von der Zukunft

Wissenschaft von der Verkündigung

(Predigt: Homilie)

innewohnend, innerweltlich

(Gegensatz: transzendent)

nach innen gekehrt, mit sich selbst beschäftigt

der richtige, glückliche Augenblick

die Amtshandlungen (der Kirche)

die biblische Botschaft betr.

systematisch erfassen

der "umgebende " Text und Zusammenhang

begrenzt (im Gegensatz zu permanent: andauernd)

Wechselbeziehung

grundlegend

Herr: Urchristliche Bezeichnung für Christus

Geheimnis (allgemein), Glaubensgeheimnis

nur den Eingeweihten zugängliche Geheimkulte

geheimnisvolle Vortäuschung


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 14

Mystik

Mystizismus

Mythos

Mythologie

nominosum

Phänomen

pneumatisch

proprium

Postulat

rational

Reflexion

Renaissance

Regularien

Ressourcen

Säkularisierung

Signatur

Sisyphusarbeit

Spiritualität

das Bestreben durch Hingabe und Versenkung

des Gläubigen eine unmittelbare Vereinigung mit

Gott zu erreichen

Wunderglaube, Wunderschwärmerei

Sagen und Dichtung von Göttern, Helden und

Geistern aus der Urzeit eines Volkes

Gesamtheit der mythischen Überlieferungen

die nicht fassbare (göttliche ) Schicksalsmacht

Erscheinung

geistlich, geistbegabt (Pneuma = Geist)

der unverwechselbare Eigencharakter

Anspruch, Forderung

die Vernunft betonend

(Gegensatz: emotional = das Gefühl betonend)

Nachdenken, abwägende Betrachtung

Wiedergeburt

die den Vorschriften (Regeln) entsprechenden

wiederholten Dinge

die Vorräte, Quellen

Verweltlichung

Kennzeichen

aussichtslose Arbeit: Sisyphus, eine Gestalt der

griechischen Mythologie, war dazu verdammt,

einen Felsblock den Berg hinauf zu wälzen, der

ihm immer wieder im letzten Moment entglitt

Frömmigkeit

sub specie aeternitas unter dem Gesichtswinkel der Ewigkeit

Surrogat

Status quo

synoptisch

Transzendenz

Abziehbild, Ersatzstoff

gegenwärtiger Zustand

zusammenschauend; im Blick auf das Neue Testament

die ersten drei Evangelisten (Markus, Matthäus,

Lukas ) betr.

das die Grenzen der menschlichen Erfahrung

und der sinnlichen Wahrnehmung Überschreitende

(Gegensatz: Immanenz)


Seite 15

Sakristeigeflüster

Pfarrbrief Nr. 98

Wo wartet Gott? Das ist eine Frage,

die normalerweise Kinder stellen,

leider nur Kinder. Manchmal,

allerdings indirekt, taucht sie auch

unter Erwachsenen auf. Wenn es

beispielsweise um die Zelebrationsrichtung

bei der Hl. Messe geht.

Da kann man schon einmal aus

dem Mund eines Verfechters der

„Tridentinischen Messe“ zu hören

bekommen, dass man in die falsche

Richtung zelebriert oder,

wenn irgendwo eine Messe gefeiert

wird und die Aufstellung eines

so genannten Volksaltars nicht

möglich war, Leute vorwurfsvoll

davon sprechen, dass der Priester

„dem Volke abgewandt“ die Hl.

Messe gefeiert habe, was dann

sogleich mit einem unmöglichen

Verhalten gleichgesetzt wird.

Nun, wichtig ist bei all diesen mehr

oder weniger stimmigen Feststellungen,

dass Gott sich vom Volk

Gottes nicht abwendet und dass

wir uns im Gebet emsig um dieses

Anliegen bemühen, wir, wohlgemerkt:

Volk und Priester zusammen.

Der Priester funktioniert, das

bedeutet, er handelt zwar in persona

Christi, in Vertretung Christi,

der der eigentliche Einladende ist,

aber er ist nicht Jesus Christus

und damit darf es eigentlich keine

Rolle spielen, in welche Richtung

er schaut. Und wenn es eine Rolle

spielt, und der Priester womöglich

die Hauptrolle, gar den Entertainer

spielt, dann läuft liturgisch etwas

verkehrt. Was der Liturgie und

dem Kirchenbau immer wichtig

gewesen war, das war der Blick

der Gläubigen und der sollte, wo

immer es möglich war, nach Osten

gehen, der aufgehenden Sonne

entgegen, also in die Richtung,

woher das Morgenlicht kommt und

einst mit diesem Licht der wieder

kommende Christus. Das war immer

die Antwort auf die Frage: „Wo

wartet Gott?“ Und darum wurden

die Kirchen so gerne „geostet“ also

mit der Chorseite, dem Altarraum,

nach Osten ausgerichtet.

Und überall dort, wo dies nicht der

Fall war, wurde - man höre und

staune - schon vor dem Konzil

zum Volk hin, also nach Aussage

vermeintlich traditionsverbundener

Personen verkehrt herum zelebriert,

beispielsweise im Petersdom,

der ja auch „gewestet“ ist. Da

nun - ob in treuer Verbundenheit

mit Rom oder eher aus baulichen

Erwägungen heraus - unsere Kirche

in Weingarten ebenfalls „gewestet“

ist, trifft bei uns der Vorwurf

der falschen Zelebrationsrichtung

nicht zu und wir könn(t)en

wenigstens in diesem Bereich uns

von rechts bis links schönster

Einmütigkeit erfreuen.

Apropos rechts und links – fast

müsste man jetzt bedauern, aus

emanzipatorischer Sicht, dass es

die alte Kirchenbanksitzverordnung

nicht mehr gibt, die da lautete:

„Männlein rechts und Weiblein


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 16

links“. „Männlein rechts“ war deswegen

die Regel, weil das - in richtig

verorteten Kirchen - die Südseite

war, den Frauen wurde die

Nordseite überlassen. Bei uns hingegen

kamen, dank der falschen

Ausrichtung unserer Kirche, die

Frauen in den Genuss der besseren

Seite, wie gesagt, solange diese

Regel gegolten hat. Heute, wo

sich jeder den Platz nimmt, den er

sich aussucht, ist den Damen dieses

stille Vergnügen leider verloren

gegangen. Zumindest dürfen

wir heute lächeln über solche Dinge,

die ehemals so wichtig waren.

Dieses Lächeln über ehemals wichtige

Dinge ist übrigens eine göttliches

Vorrecht. Ich bin überzeugt,

Gott nützt es auch heute noch weidlich

aus. Lächeln Sie mit.

Die Museen hängen voll

mit Bildern der

Auferstehung Jesu.

Doch mögen noch

so große Künstler

am Werk gewesen sein,

diese Bilder sind ein Nichts,

wenn Jesus nicht in deinem,

in meinem Herzen aufersteht.

Lassen wir den Auferstandenen

in unser Leben treten!

KEIN

„Es war einmal...“

Ein frohes und gesegnetes

Osterfest

wünscht Ihnen

Ihre Pfarrbrief-Redaktion


Seite 17

Pfarrbrief Nr. 98

Wir laden herzlich ein zu den Gottesdiensten

während der Heiligen Woche und über Ostern

Palmsonntag, 1. April

9.30 Uhr Palmweihe am „Alten Friedhof“;

Prozession zur Kirche;

Eröffnung der Kar-Liturgie

19.00 Uhr Bußfeier

Karmittwoch, 4. April

19.00 Uhr Trauermette

Gründonnerstag, 5. April

20.00 Uhr Abendmahlsfeier (zusammen mit den

Erstkommunikanten). Anschließend Gebets

wache vor der Eucharistie bis 23 Uhr, danach

im Schwesternhaus bis 6 Uhr

Karfreitag, 6. April

10.00 Uhr Kreuzwegstunde für die Kinder und

Schuljugend

15.00 Uhr Karfreitagsliturgie

19.00 Uhr Trauermette

Karsamstag, 7. April

22.00 Uhr Osterfeuer; Feier der Osternacht

(Zentralfeier unseres Glaubens)

Ostersonntag, 8. April

10.00 Uhr Hochheiliges Osterfest

(Feierliches Hochamt)

19.00 Uhr Feierliche Ostervesper

Ostermontag, 9. April

10.00 Uhr Hauptgottesdienst


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 18

Gott hat alles Leid schon getragen. In Jesus hat er es erduldet und erlitten.

Er hält sich nicht raus aus Unglück und Leid, sondern macht sich selbst

zum Opfer. Gott ist in Jesus in die Gottverlassenheit des Todes gegangen,

damit es nirgends mehr einen von Gott verlassenen Ort gibt, selbst den Tod

nicht. Der, der am Kreuz elend zugrunde ging, war Gottes Sohn. Das ist oft

nicht einfach zu begreifen.

GOTT SPRICHT:

Ich heiße euch hoffen

und wandern,

ich heiße euch kämpfen.

Ihr sollt dies eine wissen:

Ihr mögt Wunden tragen

und in Nacht sein –

es wird Morgen sein,

es wird der Stein weg sein,

es wird die Sonne aufgehen.

Alfred Delp


Seite 19

Pfarrbrief Nr. 98

Die Kolpingsfamilie geht neue Wege

„Was dem einzelnen zu schwer wird oder woran er oft verzagt, das gedeiht

ohne Mühe, wenn gemeinsame Kräfte sich gegenseitig Stütze und Halt geben

und dem Ziel zustreben.“

(Adolph Kolping)

Seit Januar gibt es ein von der Kolpingsfamilie

initiiertes neues Projekt. Ganz im

Sinne von Adolf Kolping startete die Kolpingsfamilie

in Zusammenarbeit mit der

Grundschule der Turmbergschule Weingarten

eine Leseförderung. Die Zahl der

Kinder, die wegen Leseschwäche Schwierigkeiten

im Schulalltag haben, steigt

ständig an. Leider werden Kinder nicht als

Leseratten geboren. Probleme beim und

mit dem Lesen führen oft zu Frustrationen

und dann wird es immer schwieriger, Kinder

zu motivieren, ein Buch aufzuschlagen

oder in ihnen Freude am Lesen zu wecken.

Lesen beflügelt nicht nur unsere

Phantasie, sie ist eine sinnfüllende Freizeitbeschäftigung

und fördert zudem die

sprachliche Kompetenz. Weiterhin ist Lesen

die Voraussetzung für Lernen und

Verstehen, so wie die Grundlage für unsere

Fähigkeit zur Kommunikation mit anderen

Menschen. Kurz: Lesen ist eine

Schlüsselqualifikation, unverzichtbar für

die gesamte schulische und berufliche

Laufbahn eines Menschen.

Aus diesem Grund haben sich sechs

Frauen und zwei Männer aus den Reihen

der Kolpingsfamilie bereit erklärt, an einem

Leseförderungsprogramm mitzuarbeiten.

Jede Woche treffen sich jeweils zwei von

ihnen mit zehn Kindern aus den 3. Klassen,

spielen und üben Lesen ein bzw. lesen

den Kindern auch interessante Geschichten

vor.

Sicherlich fragen Sie sich jetzt, was Spiele

mit Leseförderung zu tun haben. Lesen

verlangt Konzentration. Spiele, die die

Konzentration fördern, tragen dazu bei,

dass die Kinder besser lesen lernen.

Eine ideale Möglichkeit, Kinder zum Lesen

zu motivieren, ist das Vorlesen. Vorlesen

kann positive Erlebnisse im Zusammenhang

mit Büchern vermitteln, denn es bedeutet

Begegnung und Geborgenheit. Vorleserinnen

und Vorleser schenken ihren

jungen Zuhörern Aufmerksamkeit und persönliche

Zuwendung und werden so zu

Vorbildern. Wer Lese-Vorbilder hat, liest

eher auch selbst. Spielerisch werden die

Kinder an Geschichten und Bücher herangeführt,

ihre Vorstellungskraft wird ebenso

geschult wie ihre Konzentrationsfähigkeit.

Beim Zuhören lernen Kinder Sprache kennen

und alle Schätze, die Literatur in sich

birgt: Wissen, Erfahrung, Kultur.

Was es sonst noch Neues aus und von

der Kolpingsfamilie zu berichten gibt, können

Sie in unregelmäßigen Abständen aus

den „Newslettern“ der Kolpingsfamilie

Weingarten entnehmen. Wenn Sie daran

Interesse haben, genügt eine Mail an

kolping-weingarten@web.de oder - wer

keinen Internetanschluss hat - kann den

„Newsletter“ beim Vorsitzenden Harald

Wagner (Tel. 5015) bestellen. Die Termine

der Kolpingsfamilie können Sie sowohl dem

Pfarrblatt als auch den Vereinsnachrichten

der Turmberg-Rundschau entnehmen.


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 20

Eine Reise ins Heilige Land –

Begegnung mit dem „fünften Evangelium“

„Was, ihr wollt nach Israel fahren, ist das

denn nicht zu gefährlich?“ Diesen Satz bekam

ich immer wieder zu hören, wenn ich

von unserer bevorstehenden Reise ins Hl.

Land erzählte. Doch am 18. 2. machten

sich 19 „mutige“ Leute der Reisegruppe

der Kolpingsfamilie auf ihre Pilgerfahrt

und wie erwartet wurde sie zu einem unvergesslichen

Erlebnis. Auch der „Teufel“

flog mit (unser ehemaliger Ministerpräsident

saß ebenfalls im Flugzeug). Wir

machten uns also auf, das zu entdecken,

was der Hl. Hieronymus meinte, wenn er

vom Heiligen Land als dem „fünften“ Evangelium

sprach.

Ein Evangelium zum Anfassen und

Be-greifen: mit der gleichen Landschaft wie

Jesus sie durchwanderte, mit den gleichen

Bergen, der Wüste, dem See Gennesaret

und der Stadt Jerusalem. Es waren viele

Orte, die wir auf den Spuren Jesu gehend

besuchten. Wir waren in Nazareth, in der

Jesus fast 30 Jahre seines Lebens verbrachte.

Heute eine lebendige Stadt von

annähernd 60.000 Einwohnern, zur Zeit

Jesu ein Flecken mit ca. 100 bis 150 Einwohnern.

Wir erlebten den See und die Landschaft,

die er so sehr liebte. Das konnten wir erfahren

beim Gang über die blühenden

Wiesen oder bei einer Bootsfahrt über den

See. In „seiner“ Stadt Kafarnaum erinnerten

wir uns an die vielen Wunder, die er

dort wirkte und wie er im Haus des Petrus

zu Gast war. Vom Berg Tabor aus, dem

Berg der Verklärung, hatten wir einen Blick

auf die fruchtbare Jesreel-Ebene. Es gab

wunderbare Momente: der Sonnenaufgang

über den Bergen Moabs, den wir von unserem

hoch über dem Toten Meer gelegenen

Kibbuz „Metzoke Dragot“ beobachten

konnten. Wir besuchten Stätten jüdischer

Geschichte wie die Bergfeste Masada,

Qumran, wo man die bisher ältesten

Schriftrollen der Bibel gefunden hat und En

Gedi, einen Naturpark mit einem Wasserfall

mitten in der Wüste. Natürlich gehörte

auch ein Bad im Toten Meer dazu, in dem

man aufgrund des hohen Salzgehaltes bekanntlich

nicht untergehen kann. Wir fuhren

den Weg von Jericho (ca. 200 m unter

N.N.) hinauf nach Jerusalem (ca. 800 m

über N.N.) und machten unterwegs einen

Abstecher zur „Todschattenschlucht“ mit

Blick auf das Wadi Qelt. In der Abenddämmerung

erreichten wir schließlich Jerusalem,

die „Stadt des Friedens“, wie die

deutsche Übersetzung lautet. Mit einem

Glas Wein und dem Lied „Yeruschalajim“

begrüßten wir diese Stadt der drei großen

monotheistischen Religionen, die der Juden,

Christen und Moslems.

Wir besichtigten den Ölberg, von dem man

einen herrlichen Blick auf die Stadt und

den Tempelberg mit dem Felsendom und

der Al-Aqsa-Moschee hat, den Garten

Getsemane am Fuß des Ölberges, den

Leidensweg Jesu, die „Via Dolorosa“, den


Seite 21

Pfarrbrief Nr. 98

Zionsberg, den Ort des Pfingstwunders,

den Tempelberg und die Klagemauer und

nicht zu vergessen die vielen Kirchen, die

an Jesus, sein Leben und Wirken erinnern.

Wir statteten auch dem Israel-Museum mit

seinem Modell der Stadt Jerusalems zur

Zeit Jesu einen Besuch ab, besichtigten

die Menorah vor der Knesseth, dem israelischen

Parlament, und natürlich Yad Vashem,

den Erinnerungsort für die von Deutschen

ermordeten 6 Mill. Juden. Darin eingebettet

das Kinderhaus, das auf beeindruckende

Weise an die 1,5 Mill. ermordeter

jüdischer Kinder erinnert.

In Betlehem („Haus des Brotes“) waren wir

zwei Nächte in der neu erbauten Abrahamsherberge

untergebracht, die der e-

vangelischen Gemeinde gehört. Hier findet

sich die älteste Kirche im Hl. Land, die Geburtskirche

Jesu. Eine bedrückend hohe

Mauer umschließt zurzeit Betlehem und

Bet Jala. Hier führten wir ein Gespräch mit

Faten Murkarker, einer in Deutschland

aufgewachsenen christlichen Palästinenserin.

Inzwischen ist es

schon zu einer guten Tradition

geworden auch das „Caritas Baby

Hospital“ (CBH) zu besuchen.

Es ist das einzige Kinderkrankenhaus

für die gesamte Westbank.

Das bedeutet, dass Eltern, die mit

ihren Kindern hierher kommen

wollen, lange schwierige Wege

mit ständigen Kontrollen auf sich

nehmen müssen. In Betlehem

beträgt die Arbeitslosenquote

65%, es gibt keine Krankenversicherung.

Hier im CBH konnten wir konkret

helfen: die Spende der KFD von 500 € aus

dem Erlös des Frauenfaschings, die Gymnastikgruppe

der KFD mit 200 €, die Kolpingreisegruppe

mit 220 €, der Beitrag des

Altenwerks und viele private Spenden

(darunter 10 €, die die Kinder selbst gesammelt

hatten) ergaben einen stolzen

Betrag von 1685 €. Auch die Mitglieder der

Reisegruppe öffneten nochmals spontan

ihren Geldbeutel, so dass wir weit über

1700 € dem Öffentlichkeitsbeauftragten

des CBH übergeben konnten. Dabei kamen

Erwin Schlacher die Tränen, als er

sich ganz herzlich für diese großherzige

Spende bei uns bedankte. Diese Hilfe

kommt an, davon konnten wir uns alle mit

eigenen Augen überzeugen.

Drei beeindruckende Gottesdienste bleiben

uns im Gedächtnis: der Gottesdienst

in Dalmanutha direkt am See Gennesaret,

den wir in die abendliche Dämmerung hinein

feierten, der ebenfalls abendliche Gottesdienst

in der Wüste und unser „Ostergottesdienst“,

den wir früh am Morgen in

der Kapelle unmittelbar neben dem Hl.

Grab in der Grabeskirche feiern konnten.

Diese heiligste Kirche der Christenheit beherbergt

sowohl die Kreuzesstätte Jesu,

den Hügel Golgotha, wie auch sein Grab.

Während tagsüber die vielen Touristen aus


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 22

der ganzen Welt die Kirche in einen lauten

und lärmenden Ort verwandeln, findet man

sie zu früher Stunde in Ruhe und Stille

eingehüllt und spürt dabei die Bedeutung,

die dieser Ort für unseren Glauben als

Christen ausstrahlt.

Das Heilige Land sei ein „unheiliges Land“

geworden, so suggerieren es die Massenmedien

über ihre Bilder. Doch diese Erfahrung

machten wir nicht. Wir konnten uns

ganz normal in diesem Land bewegen,

ohne jemals das Gefühl von Angst oder

Bedrohung zu verspüren. Viele Pilger waren

mit uns unterwegs, besonders viele

aus dem afrikanischen und asiatischen

Raum aber auch osteuropäische, italienische,

spanische und französische Gruppen.

Wir hatten in Chajim einen hervorragenden

israelischen Guide mit deutscher Abstammung

und einen arabisch-christlichen Palästinenser

als Busfahrer. Immer wieder

erklang das „Hewenu schalom aleichem –

Gott schenke Friede den Völkern“. Eine

kleine Friedenstaube aus Olivenholz, die in

Bethlehem geschnitzt wurde, schenkte

Chajim jedem Reiseteilnehmer zum Abschied

verbunden mit der Bitte um Frieden.

Mit „Schalom“ und „Salam“ verabschiedeten

wir uns von ihm und unserem Busfahrer.

Das Hl. Land ist gerade jetzt eine Reise

wert, das sagten auch die deutschen

katholischen Bischöfe, die nach uns ihre

Pilgerreise antraten. Die hier lebenden

Christen brauchen unsere Solidarität, um

neue Hoffnung zu schöpfen, damit sie merken,

dass die kleine Herde nicht vom Rest

der Christenheit vergessen ist.

Fazit: Das Hl. Land ist eine Reise wert. Wir

waren sicher nicht das letzte Mal dort. BB

Mehr über das Caritas Baby Hospital in

Betlehem erfahren Sie auf folgender Internet-Seite:

http://www.kinderhilfe-bethlehem.org

Dort können Sie auch unser Gruppenbild

vor dem CBH sehen.

Über unsere Reise gibt es hier mehr:

http://www.kolpingreisen.de


Seite 23

Pfarrbrief Nr. 98

ERSTKOMMUNION 2007

Seit dem 1. Adventssonntag 2006 sind 27 Erstkommunionkinder mit ihren

Gruppenleiter(inne)n und Familien auf Schatzsuche, um in der Bibel, im gemeinsamen

Erleben, in Gebet, Gottesdiensten und spielerischen Akzenten

dem größten Schatz ihres Glaubens immer näher zu kommen. Am Weißen

Sonntag werden sie dann "vor Anker gehen", sich noch einmal besonders im

Glauben fest machen und dann in der ersten Heiligen Kommunion ihren ganz

eigenen Schatz zu heben beginnen:

Balduf Fabio Bogner Hannah Böhmer Laura

Bohmüller Nadine Bürger Luca Busch Sebastian

De Giorgio Marcel Fischer Rena Gantner Cedric

Gerock Julian Hördt Lena Jerkovic Mariana

Laminski Maximilian Leszczynski Marie Christine Pavkovic Robin

Pfister Philipp Pütz Jil-Matine Randa Michelle

Schwaiger Kathrin Seemayer Janik Spohn Florian

Spohrer Lorenz Stahl Tim Voigt Aaron

Von den Driesch Jost Wimmer Fabian Wörner Daniel


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 24

Neues aus der Nachbarschaft

Wir laden zu folgendem öffentlichen Vortrag und Gespräch herzlich ein:

„Das Leben ist schön –

sind schwere Erkrankung und Lebensfreude vereinbar?“

Mittwoch, den 23. Mai 2007 um 20:00 Uhr

im kath. Gemeindehaus Jöhlingen (Martinussaal)

Referent: Prälat i.R. Martin Klumpp

Die Öekumenische Hospizgruppe will:

• Dazu beitragen, dass Sterbende und Trauernde und deren Angehörige

sich nicht allein gelassen fühlen.

• Dass die Menschen in ihren letzten Lebenstagen würdevoll, möglichst

in vertrauter Umgebung bleiben können mit liebevoller Betreuung.

• Hilfe zur Entlastung bei Alltagsproblemen für Angehörige anbieten.

• Über formale Dinge wie z.B. Patientenverfügung und Betreuungsvollmacht

usw. informieren.

• Öffentliche Vorträge zum gesamten Thema anbieten.

• Seminare zur persönlichen Auseinandersetzung mit den Themen Abschied,

Sterben und Trauer anbieten.

Die Hospizgruppe Walzbachtal/Weingarten ist unter 0170/6692478 rund

um die Uhr erreichbar:

Kontaktperson: Claudia Rommel, Tel.-Nr. 07203/922577 (kath. Pfarramt

Jöhlingen) oder Tel.-Nr. 07203/7255 (priv.)


Seite 25

Neues vom Kirchenchor

Pfarrbrief Nr. 98

Bei der Generalversammlung am 14. Februar 2007 verabschiedete die Vorsitzende,

Frau Gertrud Zülch, zwei verdiente Chormitglieder aus ihren bis dahin

geführten Ämtern. So konnte sie Frau Ursula Gauland für 20-jährige Arbeit als

Notenwartin und Herrn Heinz Felleisen für 35-jährige Arbeit als Kassier „Danke“

sagen und ihnen ein kleines Präsent überreichen. Herrn Manfred Bohr gebührte

ebenso Dank für seine langjährige Mitgliedschaft als Beisitzer im Chorvorstand.

Er wollte bei den anstehenden Neuwahlen nicht mehr kandidieren.

Der Chorvorstand setzt sich nun wie folgt zusammen:

Pfarrer Jürgen Olf, Präses; Monika Schindele, Chorleiterin; Gertrud Zülch,

Vorsitzende; Irene Schrimpf, Schriftführerin; Michael Grimm, Kassier; Michael

Felleisen, Beisitzer; Konrad Beha, Beisitzer; Erwin Schrimpf, Beisitzer/ Vizedirigent

u. stellvertr. Vorsitzender.

Als neue Notenwartin wurde Frau Ruth Becker bestellt, ihre Stellvertreterin ist

Frau Barbara Leifeld. Frau Leifeld wird auch weiterhin zusammen mit Frau

Hedwig Debatin die Kassenprüfung vornehmen.

Wussten Sie schon, . . .

I. Schrimpf

... dass die Schwesternstation seit einiger Zeit einen neuen fahrbaren Untersatz

besitzt? Unsere beiden Schwestern, Sr. Anna Xaver und Sr.

Maria Bergit, präsentieren stolz ihr neues Fahrzeug, wie auf dem

Bild unschwer zu erkennen ist.


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 26

Kinderseite

Gott befreit die Israeliten

Lange Jahre arbeiteten die Israeliten in Ägypten. Bezahlt wurden

sie nicht dafür und wer sich weigerte, wurde geschlagen.

Das gefiel Gott nicht und er beauftragte Mose, sein geliebtes

Volk aus der Sklaverei zu befreien. Aber der Pharao wollte die

Israeliten nicht gehen lassen. Da versprach Gott, Mose zu helfen.

Zehn Plagen schickte er den Ägyptern.

Als das alles nichts nutzte, sprach Gott zu Mose: „Meine Israeliten

sollen heute Nacht ein Zeichen an ihre Türe malen, damit

ihnen nichts passiert.“ In dieser Nacht starb in jeder ägyptischen

Familie der älteste Sohn. Die Kinder der Israeliten aber

blieben am Leben. Jetzt verjagte der Pharao die Israeliten aus seinem Reich. Endlich waren

sie frei. Tags wie nachts marschierten die Israeliten hinter der Feuersäule Gottes her.

Der Pharao änderte aber seine Meinung. Er ließ die Israeliten von seinen Reitern auf

schnellen Pferden verfolgen. Am Schilfmeer schließlich saßen die Israeliten in der Falle:

Vor ihnen das Wasser, hinter ihnen die Ägypter. Da streckte Mose seine Hand über dem

Wasser aus und Gott ließ ein Wunder geschehen: Die Wassermassen teilten sich und die

Israeliten konnten hindurch wandern. Die Ägypter stürmten hinterher. Am anderen Ufer

streckte Mose seine Hand wieder aus. Da schäumte das Wasser mit gewaltiger Kraft zurück

an seinen Platz. Die ägyptischen Reiter ertranken.


Seite 27

Pfarrbrief Nr. 98

Freud und Leid

in unserer Pfarrgemeinde in der Zeit

vom 1. Dezember 2006 bis 15. März 2007

Durch das Sakrament der Taufe wurden

in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen:

Ian Luke Breitenstein, Friedrich-Wilhelm-Str. 35

Adrian Spohrer, Ringstr. 100

Das Sakrament der Ehe spendeten sich:

Keine kirchlichen Trauungen im oben genannten Zeitraum

Das Diamantene Ehejubiläum feierten:

Heinrich und Maria Guld geb. Wesan, Lärchenweg 39

Aus unserer Mitte wurden vom Herrn abberufen:

Philipp Schmeisser, Bruchsaler Str. 68, 66 J.

Pauline Ehrmann geb.Köhler, Silcherstr. 16, 85 J.

Rosemarie Krauth geb. Reichert, Steingassweg 15, 66 J.

Katharina Weinlein geb. Koller, Bahnhofstr. 9, 73 J.

Elisabeth Lehrbaum geb. Müller, Wilzerstr. 38, 83 J.

Elisabeth Wesan geb. Sommer, Bruchsaler Str. 67, 77 J.

Frieda Holderer geb. Knebel, Bahnhofstr. 17, 75 J.

Klementine Henkele geb. Preisner, Ahornweg 6, 82 J.

Hilda Schneider geb. Scheck, Neue Bahnhofstr. 19, 87 J.

IMPRESSUM

St. Michael Weingarten

Herausgeber: Katholische Pfarrgemeinde, 76356 Weingarten, Kirchstraße 1, Tel. 2229

Redaktionsteam: Stefan Birk, Hubert Daul, Jürgen Olf, Heinigerd Rebel,

An diesem Pfarrbrief arbeiteten mit: B. Bohr, B. Campanella , B.Leifeld, C. Rommel,

B. Schlimm, I. Schrimpf, J. Wagner

Druck: Ulrich Laub

Titelbild: Hubert Daul


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 28

Informationen - Adressen

Pfarramt

Kirchstr. 1, Tel.: 2229, Fax: 4985

Pfarrer: Jürgen Olf;

Sprechzeiten nach den Gottesdiensten

und nach Vereinbarung

Pastoralreferentin: Gabriele Beck

Sprechzeiten nach den Gottesdiensten

und nach Vereinbarung

Pfarrbüro: Anna-Maria Beha

Sprechzeiten: Dienstag, Mittwoch und

Freitag: jeweils 08.00 bis 12.00 Uhr

Dienstag: 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Montag und Donnerstag: geschlossen

e-mail: pfarrbuero@st-michael-weingarten.de

Konto Nr.: 30208005 (BLZ 66061724);

Volksbank Weingarten-Walzbachtal

Pfarrgemeinderat:

Vorsitzender: Norbert Strieder,

Ricarda-Huch-Str. 12, Tel. 55247

Förderverein zur Erhaltung der

Pfarrkirche St. Michael e.V. :

Vorsitzende: Ursula Seiderer,

Im Herrschaftsbruch 33, Tel.: 2260

Mesner/Hausmeister: Konrad Spohrer,

Jöhlinger Str. 96, Tel. 1347

Oberministranten-Team:

Johannes Grimm, Tel. 4735; Felix Laub,

Tel. 1587; Ruben Spohrer, Tel. 1347

www.ministranten-weingarten.de

e-mail: Minis-Weingarten@web.de

Schwesternhaus/Sozialstation:

Schillerstraße 4, Tel. 2236

kath. Gemeindezentrum (GZ):

Schillerstraße 4, Tel. 2909

Charisma

Kontaktadresse: Franz Nikolaus,

Elsterweg 3, Tel. 8901

Kindergärten

St. Elisabeth: Schillerstraße 4,

Leiterin: Birgit Campanella, Tel. 3376

St. Franziskus: Kanalstraße 65,

Leiterin: Irene Fuchsen, Tel. 5377

St. Michael: Wiesenstraße 43,

Leiterin: Bettina Schlimm, Tel. 2644

Jugend (KJG)

Kontaktadressen:

Ph. Kiefer, Karlstraße 1, Tel. 6088903

S. Hardock, Kanalstraße 34 Tel. 1364

P . Sebold, Pfr.-Nikolaus-Str 34, Tel.609377

www.kjg-weingarten.de

e-mail:leiter@kjg-weingarten.de

Religiöse Kinderstunde

Jeden Sonntag parallel zum Gottesdienst

in der Kirche für Kinder von

3 bis 8 Jahren im GZ, Schilllerstr.4

Kontaktadresse: Renate Grimm,

Im Brügel 11, Tel. 4735

Altenwerk

Altennachmittage, jeden 2. Mittwoch

im Monat, 14.30 Uhr

Jeweils am 1. und 3. Mittwoch im Monat

Seniorengymnastik im GZ

Jeweils am 4. Mittwoch im Monat:

9.00 Uhr Altengottesdienst

Kontaktadresse: Heinz Thome,

Burgstraße 45, Tel. 8572

Wohnviertel-

Besuchsdienst

Kontaktadresse: Rita Reineck,

Goethestraße 57, Tel. 5299


Seite 29

Bibelkreis

Kontaktadresse: Sieglinde Hugle

Schillerstraße 10, Tel. 706663

Kolpingfamilie

www.kolping.de/kf/kolpingsfamilie_weingarten

e-mail: kolping-weingarten@web.de

Kontaktadresse: Harald Wagner,

Gartenstraße 27, Tel. 5015

Frauengemeinschaft

Jeden Dienstag um 19.30 Uhr

Gymnastik im GZ.

Jeden 3. Mittwoch im Monat

9.00 Eucharistiefeier der Frauen

Die Termine für die Altenheimbesuche, sowie

Beginn oder evtl. Änderungen entnehmen

Sie bitte dem Pfarrblatt oder der Turmberg-Rundschau.

Kontaktadresse: Sonja Weiß,

Eulenweg 2, Tel. 706523

Elisabethenverein e.V.

Kontaktadresse: Konrad Breindl,

Tulpenstraße 4, Tel. 8803

Bücherei

KöB = Katholische öffentliche Bücherei

Ausleihe: sonntags nach dem Gottesdienst

bis 11.45 Uhr

dienstags von 15.30 - 17.00

donnerstags von 18.00 - 19.30 im GZ

Die Bücherei macht Weihnachtsferien

in der Zeit vom 22.12. 06 – 06.01.07

Kontaktadresse: Barbara Leifeld,

Kantstraße 4, Tel. 8177

Peru-Kreis

Kontaktadresse: Markus Lichter,

Wilzerstraße 18, Tel. 3409

Kolping

Familienkreis

Pfarrbrief Nr. 98

Kontaktadresse: Martina Lopp,

Burgstraße 13, Tel. 3635

Selbsthilfegruppe

für Frauen nach einer Krebserkrankung

Zwei Mal im Monat jeweils um

19.30 Uhr im GZ, Schillerstr.4

Kontaktadresse: Sieglinde Keller,

Tel. 8081

Kirchenchor

Chorproben jeden Mittwoch um

19.45 Uhr im GZ, Schillerstr. 4

Kontaktadresse: Gertrud Zülch,

Silvanerweg 10, Tel. 2565

Ausschüsse des PGR

Stiftungsrat

Kontaktadresse: Pfr. Jürgen Olf

Kirchstraße 1, Tel. 2229

Liturgie-Ausschuss

Kontaktadresse: Gabriele Zeh,

Bahnhofstraße 155, Tel. 3186

Ausschuss für Ökumene

Kontaktadresse: Marga Hollweck-

Flinspach, Durlacher Str.1, Tel. 5327

Ausschuss für Katechese

Kontaktadresse: Heidrun Strieder,

Ricarda-Huch-Str. 12, Tel. 55247

Informationsausschuss

Kontaktadresse: Hubert Daul,

Bahnhofstraße 127, Tel. 2776

Caritas-Ausschuss

Kontaktadresse: (im Moment offen)


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 30

Beratung – Begleitung - Hilfe

Caritas-Dienste – Beratungsstellen

⇒ Frauen in Not und Konfliktsituationen

⇒ Suchtgefährdung

⇒ in sozialen Nöten und Ausfall der Mutter in der Familie

⇒ Psychische Erkrankung oder starke Belastung

Caritasverband für den Landkreis Karlsruhe - Bezirksverband Bruchsal

76646 Bruchsal, Friedhofstraße 11, Tel. 07251/80080

E-mail: info@caritas-bruchsal.de Internet: www.caritas-bruchsal.de

Sozialdienst katholischer Frauen – SkF

⇒ Beratung und Hilfe bei Schwangerschaft und Geburt

⇒ Frauen- und Kinder-Schutzhaus

⇒ Beratung bei Problemen in Ehe u. Partnerschaft (Gewaltanwendung, Trennung bzw. Scheidung)

⇒ Sozialpädagogische Familienhilfe und Programm für Mutter und Kind

76133 Karlsruhe, Wörthstraße 4, Tel. 0721/913750

E-mail: skf.karlsruhe@t-online.de Internet: www. skf-karlsruhe.de

Ökumenische Hospizgruppe Walzbachtal/Weingarten

⇒ Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden und deren Angehörigen

75045 Walzbachtal, Kreuzstraße 2, Tel. 07203/922577 (kath. Pfarramt- Frau C. Rommel)

Unter Tel. 0170/6692478 rund um die Uhr erreichbar

Ökumenische Beratungsstelle „brücke“

Seelsorge und Beratung – Gespräche, Informationen, Lebensberatung bei Lebensproblemen,

Beziehungsproblemen in der Partnerschaft, Problemen im sozialen Umfeld

76133 Karlsruhe, Kronenstr. 23, Tel. 0721/385038 E-mail: brücke.ka@web.de

Arbeitskreis Leben

Hilfe bei Selbstmordgefährdung und Lebenskrisen, auch wenn von dem Suizidgedanken

eines anderen Menschen erfahren wird und auch, wenn ein nahestehender Mensch durch

Suizid verloren wurde

76137 Karlsruhe, Hirschstraße 87, Tel. 0721/811424 (Beratung), in dringenden Fällen

über Tel. 0811/1110111 oder 1110222.

E-mail: akl-karlsruhe@t-online.de Internet: www.selbstmordgefahr.de

Telefonseelsorge

Tel. 0800/1110111 oder 1110222 Internet: www.telefonseelsorge.de

Internet-Seelsorge www.isfr.de

Tel. 0761/5144-137 E-mail: norbert.kebekus@seelsorgeamt-freiburg.de

Nachbarschaftshilfe in Weingarten

Vermittelt stundenweise Helferinnen im Haushalt (keine Putzarbeit, Pflegetätigkeit und

Fahrdienste).

Frau Streit, Tel. 8482 oder Frau Osenberg, Tel. 1521


Seite 31

Pfarrbrief Nr. 98

MISEREOR-Fastenaktion

2007

Das Leitwort der MISEREOR-Fastenaktion

2007 ist eine Einladung. Eine Einladung

an den einzelnen und an die

Gemeinden, sich auf das Abenteuer

Fastenzeit einzulassen und diese Zeit,

die uns die Kirche jedes Jahr „anbietet“,

zu nutzen.

MISEREOR möchte dazu anregen, das

Fasten neu zu entdecken: sich auf die

Suche zu machen; herauszufinden, was

das Wesentliche im Leben ist. Was

zählt, darauf gibt Christus eine eindeutige

Antwort: „Du sollst Gott lieben und

den Nächsten.“ Dass die Gottes- und

Nächstenliebe zusammengehören, hat

Papst Benedikt in seiner Enzyklika

„Deus caritas est“ betont: „Wenn die Berührung

mit Gott in meinem Leben ganz

fehlt, dann kann ich im anderen immer

nur den anderen sehen. Wenn ich aber die Zuwendung zum Nächsten aus

meinem Leben ganz weglasse...,dann verdorrt auch die Gottesbeziehung. Dann

ist sie nur noch ‚korrekt’, aber ohne Liebe.“

MISEREOR lädt dazu ein, in der Fastenzeit 2007 beide Aspekte zu leben: die

Gottes- und die Nächstenliebe. Die Gottesliebe kann sich darin erweisen, sich

Zeit für das Gebet zu nehmen. Nächstenliebe kann konkret werden, indem ich

mich den Notleidenden zuwende und mich mit ihnen solidarisch zeige.

In der Fastenzeit 2007 ruft MISEREOR dazu auf, Menschen unsere Liebe zu

erweisen, denen ein Grundrecht verwehrt ist: Das Recht auf Bildung. Bildung

bedeutet viel mehr, als über bestimmte Grundfertigkeiten zu verfügen.

Lesen, schreiben und rechnen zu können, ist Voraussetzung, um in Würde

leben zu können, um die eigenen Rechte zu kennen und einfordern zu können.

Darüber hinaus lädt die Fastenaktion dazu ein, für die Armen auch politisch

Partei zu ergreifen.

Wenn Sie Ihre Spende bargeldlos überweisen wollen,

verwenden Sie bitte eines der folgenden Konten:

Kath. Pfarrgemeinde Weingarten

Nr. 30208005 (BLZ 660 617 24)

Volksbank Weingarten-Walzbachtal

oder

direkt

bei

MISEREOR

Nr. 52100 Sparkasse Aachen

(BLZ 390 500 00)


Pfarrbrief Nr. 98 Seite 32

Auf Wunsch stellt Ihnen das Pfarramt gerne eine Spendenquittung aus.


Seite 33

Pfarrbrief Nr. 98

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