CRUISER08

cruisermagazin

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CRUISER08

Die Zeitung der Schweizer Gay-Community

Über das Domina-Dasein.

Lesung mit Lola Sara Korf,

transsexueller Berlinerin

Die Aids-Hilfe Kampagne

«Mission:Possible» ist

ausgezeichnet worden

Das Buch des Cruiser-

Kolumnisten Michi Rüegg:

«Ab 18 Jahren»

Alecs Recher wird

von nun an als Mann

durchs Leben gehen

Rosenstolz

«Die Suche geht weiter» – ein reifes und mutiges Album

Kein Mensch ist wie der andere. Deswegen vergleicht das

wiss enschaftliche PARSHIP Prin zip 30 wesent liche Persön

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Marktgasse 14 | 8001 Zürich

Offen täglich ab 21.30 Uhr


CRUISER 1008

editorial & inhalt

Seite 3

Sex sells

Die aus der Werbebranche stammende Redewendung bringt zum Ausdruck,

dass sich ein Produkt besser verkauft, wenn es in einem Kontext dargestellt

wird, der einen sexuellen Inhalt präsentiert. Auch die Gay-Magazine weltweit

nutzen diesen Mechanismus und gestalten ihre Titelseiten mit einem

sexy aussehenden Mann. Mit der vorliegenden Ausgabe ist nun sogar der

Cruiser sexlastig geworden.

Nein, nicht mit dem Titelbild – obwohl Peter Plate von Rosenstolz manch

schwules Männerherz höher schlagen lässt. Das kommt nicht von ungefähr.

Denn die Fans der ersten Stunde fanden Peter und Anna in Schwulenclubs.

Homosexualität war immer ein Thema, ist aber heute etwas in den Hintergrund

getreten. Für Peter ist sein Schwulsein nicht wirklich erwähnenswert.

Und dass er für junge Schwule ein Vorbild sein könnte, kann er sich

nicht so recht vorstellen: «...dazu bin ich zu unfertig.» Das passt zum neusten

Album-Titel «Die Suche geht weiter».

Zurück zu sex sells. Cruiser hat die Berliner Transsexuelle Lola Sara Korf

zum Gespräch getroffen. Sie präsentiert im Oktober ihr Buch «Berlin (L)Ostbahnhof

– mit Stöckelschuhen schenkelhoch im Schlamm». Darin redet sie

offen darüber, wie sie als ehemalige Politikerin (Fraktionsvorsitzende von

Bündnis90 / Die Grünen in einem Stadtparlament) über das Jus-Studium zum

Beruf der Domina kam. Und dazu meint sie: «Befreit von allen moralischen

Bedenken, konnte man sich nun auf das Rollenspiel einlassen. Dekadent?

Ja, das war es wohl! Aber wessen Kultur wollte man hier zugrunde legen, um

den Ausdruck «dekadent- unzüchtig- kulturell verfallen», zu benutzen?»

Noch einmal zu sex sells. Cruiser war an der Lesung des Cruiser-Kolumnisten

Michi Rüegg. Er stellte sein Buch vor mit dem neugierig machenden

Titel «Ab 18 Jahren». Nicht alle, aber viele Geschichten darin strotzen vor

Sex. Ein Teil davon ist in den vergangenen Jahren im Cruiser erschienen.

Im Gespräch erklärt Rüegg: «Ich schreib einfach darüber (über Sex). Das ist

doch das Leben, zwar meist hinter verschlossenen Türen und zugezogenen

Vorhängen. Aber es ist so real wie alles andere.» Warum auch in diesem Cruiser

wieder eine Kolumne erscheint, die hart an der Grenze ist, erfährt der

Leser am Schluss des Portraits.

Und noch ewas über Sex. Sex, der sich nicht so gut verkaufen lässt: Safer

Sex. Umso erfreulicher ist die Meldung, dass die Aids-Hilfe Schweiz für Ihre

Kampagne eine Auszeichnung erhalten hat. Den goldenen «Award Corporate

Communication» für «Mission:Possible». Wir gratulieren.

Wir gratulieren zudem Alecs Recher, dem Zürcher Gemeinderat (ehemals

Gemeinderätin Anja Recher) zu seinem Auftritt vor dem Kollegium und zur

Findung seiner Identität.

Viel Vergnügen beim Lesen

Rosenstolz 4

Kult oder Kitsch? Das elfte Rosenstolz-Album

lässt keinen Platz für Vorurteile. Der Cruiser

hat Peter Plate und AnNa R. getroffen zum Gespräch

über den Erfolg, die Entstehung der

neuen Platte, schwule Fans und die Suche, die

nie aufhört.

Lola Sara Korf 6

Die Berliner Transsexuelle und Neu-Schweizerin

Lola Sara Korf präsentiert ihr Buch «Berlin

(L)Ostbahnhof – mit Stöckelschuhen schenkelhoch

im Schlamm» im Club Vertigo in Zürich.

Die Lesungen sind Teil einer grossen Berliner

Sause.

Michi Rüegg: «Ab 18 Jahren» 8

Das «Parterre» in Zürich Wiedikon war voll. Zur

Buchvernissage kamen viele Freunde, die Familie

und Prominenz. Der Titel «Ab 18 Jahren» zeigt

also, wie erhofft, anziehende Wirkung, stellte

Michi Rüegg in der Einführung zu seiner Lesung

fest.

Thomy Schallenberger 10

Längere Zeit hat man nichts mehr gehört von

Thomy Schallenberger aka DJ Boxer. Im Oktober

kommt er von seiner «Finca La Cantera»

nach Zürich und legt an vier Abenden auf,

sehr zur Freude seiner Fans.

Gold für Mission:Possible! 11

Die Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule

Nordwestschweiz in Olten hat insgesamt

fünf «Communicators 2008» an Unternehmen,

Agenturen und Nonprofit-Organi sationen

vergeben. Gold ging an die Aids-Hilfe Schweiz

für die Kampagne Mission:Possible.

Martin Ender, Herausgeber

Alecs Recher 15

Der Zürcher Gemeinderat Alecs Recher (32)

lebte bis vor ein paar Wochen als Frau. «Ich

werde von nun an als Mann durchs Leben gehen».

Als Alecs Recher wird er sich weiterhin

für linke und schwullesbische Anliegen engagieren.


Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch | Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Thomas Borgmann, Kurt Büchler, Charly Büchi, Andreas Candinas, Daniel Diriwächter, Martin Ender,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Stefan Schüpbach, Roman Ulrich

Grafik / Layout / Litho: Deny Fousek, Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 62, anzeigen@cruiser.ch

Fachberater: Pierre André Rosselet, Rechtsanwalt

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich


Seite 4

Musik

CRUISER 1008

Schön und steil

Rosenstolz hat den

grossen Erfolg gefunden

und sucht weiter

Kult oder Kitsch? Das elfte Rosenstolz-Album

lässt keinen Platz für

Vorurteile. Leben, Liebe, Tod, alles

grösser als jedes Klischee. Der Cruiser

hat Peter Plate und AnNa R. getroffen

zum Gespräch über den Erfolg,

die Entstehung der neuen Platte,

schwule Fans und die Suche, die nie

aufhört.

Rosenstolz! Viele lieben sie und fangen,

fällt der Name, sofort an, ganze

Herzschmerz-Liedtexte vorzutragen.

Andere runzeln die Stirn. Rosenstolz?

Machen die nicht Schlager?

Kitschig, schnulzig, schwul. Wieder

andere sagen erst mal nichts, dann,

eine Stunde und zwei Gläser später,

kommt aus der Ecke plötzlich ein

Seufzen. «Also zu diesem Lied hab

ich eine ganz persönliche Geschichte.»

Die einzige Reaktion, die es kaum

Innig und abgrundtief

Nicht nur musikalisch sind Peter

und Anna ein eingespieltes Team.

Sie widersprechen sich nie, reden

nie gleichzeitig, ausser sie beenden

einen Satz synchron. Rosenstolz ist

allerdings vielmehr Dreiergespann

als Zweierteam: Ulf Leo Sommer

lässt sich als Produzent, Komponist

und Texter nicht wegdenken. In der

Planungsphase einer CD zieht er

sich mit Peter zurück, um am neuen

Material zu basteln. «Wir schreinoch

gibt, ist keine Reaktion. An Rosenstolz

kommt keiner vorbei.

Interviewtermin: Perfekt organisiert,

ein renommiertes Luxushotel,

ein straffes Programm. AnNa R.,

ambitionierte Schreibweise, in Schwarz,

tief dekolletiert und Peter Plate, der

nette hübsche Junge, strahlend. Alles

ist anders, sobald sich die Tür zum

Konferenzraum schliesst. «Möchtest

du etwas trinken?», fragt Anna und

lächelt. Von Stargehabe keine Spur,

niemand schaut auf die Uhr, die

Stimmung ist unverkrampft. Nur

der volle Aschenbecher macht deutlich,

dass bereits ein halber Tag

PR-Schwerarbeit hinter den beiden

liegt.

Hat die steil steigende Karrierekurve

die Aufnahmen erschwert,

den Druck erhöht? «Nein», sagt Anna,

«es war das Gleiche wie immer. Zudem

hat die Thematik der Platte ausgeschlossen,

dass man da auf Erfolg

oder Druck Rücksicht nimmt. Vordergründig

geht es um den Tod. Ein

Tabu-Thema, normalerweise findet

der Tod in der Popmusik nicht statt.»

Als Rosenstolz 2006 gerade mit Auszeichnungen

überhäuft wurde, starb

überraschend Elke, die Mutter von

Peters Lebens- und Kreativpartner

Ulf. Sie hatte die Band seit Beginn

begleitet und unterstützt. Erst nach

den vielen Konzerten blieb Zeit, den

schmerzlichen Verlust zu verarbeiten.

In Paris schrieb Ulf den Text zu

«An einem Morgen im April». Das

traurige Abschiedslied ist zum Herzstück

des neuen Albums geworden.

ben immer für Anna, Rosenstolz

ist ein Dreierding. Bricht einer weg,

funktioniert’s nicht», so Peter.

Auf «Herz» und «Das grosse Leben»

folgt «Die Suche geht weiter»,

ein reifes und mutiges Album, eine

CD zum Durchhören, ein schlüssiges

Ganzes. Hits, die einen sofort anspringen,

gibt es darauf nur wenige.

Das altbewährte Strickmuster jedoch

ist nicht verloren gegangen: Piano-Akkorde

als Intro, dann Annas

klare Stimme, anfangs zerbrechlich,

sich allmählich steigernd, wenn das

Schlagzeug einsetzt. Streicher dazu,

der Refrain zum Schluss dreimal mit

Nachdruck und Ausrufezeichen wiederholt.

Rosenstolz eben. Anleihen

an 80er-NDW und Chansons sind unüberhörbar.

Auch die Texte unverwechselbar

Rosenstolz, immer wieder

Regen-Eis-Sonne-Metaphern hart

an der Kitschgrenze. Schlager ist das

nicht, es ist Pop mit deutschen Texten,

ohne Formexperimente, ohne

Zwang, jeden Trend mitzumachen

und cool zu sein. Kitsch ist es auch

nicht, die Lieder sind melancholisch

und sentimental, aber keine leeren

Hüllen, die nur reproduzieren. Die

Gefühle sind immer innig und abgrundtief,

meistens überdosiert, aber

sie sind erlebt, echt, persönlich. Geschmacksgratwanderungen

zwar,

dick aufgetragen, dafür gibt Rosenstolz

nie vor, etwas anderes zu sein

als eben sich selbst, das Innere nach

aussen gekehrt.

Wenn Anna an einer Stelle singt:

«Ich sing mein Lied nur für mich»,

spürt man das besonders gut. Gibt es

auch Lieder, die nicht veröffentlicht

werden, weil sie allzu persönlich

sind? «Nein, nur das Gegenteil, dass

wir denken, uns in einem Text um

etwas rumgedrückt zu haben.» Diese

Intimität, entblössend ohne Exhibitionismus,

hebt Rosenstolz-Lieder

weit über den Deutschpop-Durchschnitt.

Die Textzeile geht weiter

mit: «und für alle, die mit mir am

Abgrund stehn und mit mir von dort

nach unten sehn». Immer wieder

gibt es Fans, die dankende E-Mails

schreiben. Das eine Lied sei doch

bestimmt genau für sie geschrieben

worden. «Das ist das schönste Kompliment

überhaupt», freut sich Peter.

Die Unmittelbarkeit grosser Gefühle

hat den Erfolgsrummel überstanden,

ohne Schaden zu nehmen, der Balanceakt

zwischen Massentauglichkeit

und Individualität gelingt wie

von selbst. Symptomatisch dafür das

neue Coverfoto: Einerseits künstlich,

retuschiert, übertrieben, gleichzeitig

auch nackt, an elementare Momente

des Lebens erinnernd.


CRUISER 1008

Musik

Seite 5

Schwul und normal

Rosenstolz ist langsam gewachsen,

der Erfolg kam nicht sofort, und

deshalb sind sie nun auch dem Erfolg

gewachsen. Dass der Weg von

der Subkultur zum Mainstream von

kritischen Stimmen begleitet wird,

ist unvermeidlich. 1991 lernten sich

Anna und Peter kennen, nahmen

zu Hause eine erste Kassette auf. Es

folgten kleine Konzerte, manche davon

legendär misslungen, oftmals

waren einige Freunde die einzigen

Zuschauer. Heute sind die subversivfrechen

Songs der Anfangszeit Kult.

Schräger und frecher war Rosenstolz

damals, besang Nymphomanen

und Schlampenfieber. Die Fans

der ersten Stunde fanden Anna und

Peter in Schwulenclubs. Homosexualität

blieb immer ein Thema, ist

heute aber eher in den Hintergrund

getreten. Hat das mit dem Erfolg der

Band zu tun, mit einer persönlichen

Entwicklung oder einer gesellschaftlichen?

«Ich glaube, es ist etwas

leicht Positives passiert in der

Gesellschaft in den letzten 16 Jahren.

Vorher konnten sich Schwule

und Lesben in Deutschland nicht

verpartnern. Es reicht noch nicht, es

sind noch immer nicht die gleichen

Rechte für alle, aber immerhin. Inzwischen

haben wir offen schwule

Bürgermeister in Berlin und Hamburg,

das ist sicher ein Zeichen von

Normalisierung. Nichtsdestotrotz ist

aber noch viel zu tun und wir werden

nicht nachlassen, darauf hinzuweisen.»

Kein Ausblenden von Politischem

also, das man hier vorwerfen

könnte, eher eine Normalisierung,

die sich Peter seit langem wünscht.

«Zu Beginn war das schon anstrengend,

als jeder Journalist gesagt hat:

Die Anna kommt aus dem Osten und

du bist schwul, jetzt sagt mal was darüber.

Wir selbst fanden beides nicht

wirklich erwähnenswert. Das ist ja

nichts Besonderes, weder das eine

noch das andere.» Peter als Vorbild

für junge Schwule? «Ich habe generell

Schwierigkeiten mit dem Wort

Vorbild. Jeder Mensch muss seinen

eigenen Weg finden. Wenn Rosenstolz

jemandem beim Coming-out

hilft, finde ich das rührend, aber ein

Vorbild kann ich nicht sein, dazu bin

ich zu unfertig.»

Heute ist die Gay-Community

auch Zielgruppe, eine Agentur für

«schwul-lesbische Promotion» erledigt

die PR, organisiert Rosenstolz-

Parties und verteilt am CSD Aufkleber.

Der neue Hit «Gib mir Sonne»

hat am Berliner CSD Premiere gefeiert,

auf dem Rosenstolz-Wagen, den

die treuen schwulen Fans jedes Jahr

zum Rollen bringen. Beleg dafür,

dass Kommerz zwar stattfindet, für

Rosenstolz aber Begleiterscheinung

bleibt. Die Wurzeln sind nicht vergessen,

im Zentrum steht sowieso

ihre Musik. Musik über das Leben,

das gross ist und zerbrechlich. Der

Tod schleicht als Leitmotiv durch die neuen Lieder, doch

es fehlt nicht an Optimismus. «Manchmal muss das Leben

wehtun», heisst es in einem Song, und später: «Feier

das Leben, feier das Glück». Es geht um blaue Flecken

und die Angst, sie zu verlieren, aber immer auch um

die Suche, das Weitergehen. Für Anna und Peter geht’s

weiter mit einer Tour. Rosenstolz-Konzerte sind auch in

grossen Hallen wie Familientreffen. Keine ausgetüftelten

Choreographien und Show-Effekte, auch da steht das

Authentische über dem Perfekten. Sind Konzerte in der

Schweiz anders als in Deutschland? «Nein», antwortet

Anna rasch, «regionale Unterschiede spüren wir nicht

mehr.» Und wohin geht die persönliche Reise, was bedeutet

«Die Suche geht weiter» für Rosenstolz privat? Peter:

«Solange ich am Morgen aufwache und mich auf den Tag

freue, ist das Leben ja in Ordnung. Angst hätte ich vor

dem Angekommensein, keine Fragen mehr zu stellen,

keine Wünsche mehr zu haben.» Eine lange Pause, ein

nachdenklicher Blick, dann Anna knapp: «Genau.» Sie

lacht erfrischend und zündet sich eine Zigarette an.

«Ein Vorbild kann ich

nicht sein, dazu bin ich

zu unfertig.»

Telenovela und Schubladen

Raus aus dem Hotel, rein ins grosse Leben. Ziemlich

befremdend leuchten die fünf Sterne über dem Eingang.

Die Zigarette danach, die Schlampen sind müde, ich

komm an dir nicht weiter, Liebe ist alles (auch im Regen).

Die schleichende Erkenntnis, dass das Leben ein

Rosenstolz-Text ist, oder umgekehrt. Rosenstolz ist ich,

ist wir – bis zum jähen Bruch, wenn man den Fernseher

einschaltet und einem «Gib mir Sonne» als Titelmelodie

einer Telenovela entgegenschwappt. Doch alles nur Kommerz?

Passt schon, die Geschichte von Rosenstolz wäre

perfekter TV-Stoff: Peter ist schwul, wird während der

Schulzeit regelmässig verprügelt und in eine Mülltonne

gesteckt. Er klimpert auf dem Akkordeon, tritt im Trachtenanzug

mit den Harzer Heimatsängern auf, kommt

nach Berlin, arbeitet in einem Coiffeursalon als Shamponierer,

lernt erst zufällig seine grosse Liebe Ulf kennen,

dann Anna, schon immer singende Chemielaborantin,

die den Durchbruch bisher konsequent verpasst hat.

Heute spielt Rosenstolz in der obersten deutschen

Musik liga. Anna erzählt die Geschichte nicht wie eine

Telenovela: «Wir haben uns gesehen und gesagt, wie

wir heissen und was wir machen und das war’s. Seither

haben wir das Ganze nie in Frage gestellt.» Könnte man

nicht über jedes Leben eine Telenovela schreiben, weil

das Leben selbst unerträglich kitschig sein kann? Glücklicherweise

gibt es bei Rosenstolz kein vor fabriziertes

Happy End, das grosse Leben ist grösser als jedes Konzept.

Im ruhigen Titelsong des jüngsten Albums klingt

Annas Stimme ganz nah. Sie singt: «Wenn wir kurz halten,

dann nur um zu sehen, dass der Weg, den wir gehen,

schön und doch steil ist, ein Stück nur vom Teil ist.»

Schön und steil, das ist Rosenstolz, das ist das Leben. Weil

oder obwohl sie so erfolgreich sind, ganz egal: Es lohnt

sich, die CD ohne Vorurteile und Schubladisierungen zu

hören. Mag man’s nicht, sucht man weiter im Plattenregal,

mag man’s, freut man sich auf das Konzert am 14.

Januar im Hallenstadion, Tauschbörse von Taschentüchern

und Handy nummern. Nein, mögen bleibt für Rosenstolz

zu vage: Man kann sie hassen, man muss sie

lieben, abgrundtief und innig.



Von René Gerber

Liebe ist, wenns stinkt.


Von Michi Rüegg

Zunehmendes Alter, abnehmendes Gehör – den

Vorwurf würde ich gelten lassen, schliesslich wurden

Teenager-Vertreibungs-Sirenen erst nach meiner

Zeit erfunden. Und die ultrahohen Klingeltöne

hör ich nicht, bin doch kein Hund. Wenn aber

sogar meine blutjungen Mitbewohner meine Wahrnehmung

teilen, dann muss was dran sein.

Gut, ich fang noch mal an: Wenn man in Zürich mit

dem 3er- oder 2er-Tram vom Albisriederplatz Richtung

Stadt fährt, sagt jeder oder jede zweite TramführerIn

dezent «Kackbreite» ins Mikrofon. Das

unscheinbare «L», das die Breite mit dem weissen

Gestein verbinden würde, wird gierig verschluckt.

Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt.

Vor einer Weile lief im Schweizer Fernsehen ein

Spot für eine Partnervermittlung. Dröselnde

Klänge, langsame Bilder in Schwarzweiss von hübschen

Schauspielern, die hübsche Schauspielerinnen

umarmen, und umgekehrt. Dann ein Off-

Sprecher: «Liebe ist, wenns stinkt.»

Es war der Ostschweizer, ders zuerst bemerkte.

Und ich gab ihm Recht. Wir haben den Spot subito

aufgezeichnet und unzählige Male laufen lassen,

so laut, dass die ganze Nachbarschaft mittlerweile

weiss, dass Liebe stinkt.

In der deutschdeutschen Variante sagt der respektive

ein, weil ein anderer, Sprecher übrigens:

«Liebe ist, wenn es passt». Irgendwie muss das den

Schweizern nicht gepasst haben, deshalb wollten

sie, dass es stimmt. Doch der Versuch ging daneben.

Jetzt stinkts.

Und weil eine Kolumne an dieser Stelle noch nicht

fertig sein kann, folgt nun meine Meinung: Die

Leutchen von Parship haben doch so was von Recht!

Denn wer kennt das nicht? — Stunden vor dem

Date mit dem Gelegenheitsfick hält man sich zum

ersten Mal das Ende des Duschschlauches an den

Hintern und lässt einen Gutsch Wasser einlaufen.

Dann der Ententanz zum Klo, zurück zur Dusche

usw. Bis der Enddarm so sauber ist, dass man ein

koscheres Buffet drin auftragen könnte. Denn

man will sich vor Mr. Unbekannt ja keine Blösse geben,

um Himmels Willen.

Wenn man dann mal eine Weile ein und denselben

Partner hat, sich vielleicht sogar für Vertrauen plus

Test und gegen Kondome entschieden hat, dann

wird anal plötzlich ganz banal. Dann kann man mit

Hilfe einer Zunge voll Sabber auch mal die Morgenlatte

in den Arsch schieben. Und wenn beim fröhlichen

Auf und Ab was hängen bleibt, dann ist

das nicht so schlimm, kann man alles wegputzen.

Bleibt ja zwischen uns.

Ja, es stimmt. Liebe ist, wenns stinkt.

PS: Der Verfasser hat

zusammen mit dem

Ostschweizer ein

Lied dazu verfasst.

Der Refrain geht so:

«Liebe ist, wenns

stinkt / Und man

nach Atem ringt /

Wenn man mal zu

tief eindringt / Weil

doch die Lust von

hinten winkt.»


Seite 6

interview

CRUISER 1008

Lola Sara Korf

Sie hat ihr Buch

«nicht verfasst

für alle die, die

sterben, bevor

sie wirklich tot

sind»

Die Berliner Transsexuelle und

Neu-Schweizerin Lola Sara Korf präsentiert

ihr Buch «Berlin (L)Ostbahnhof

– mit Stöckelschuhen schenkelhoch

im Schlamm» im Club Vertigo

in Zürich. Die Lesungen sind Teil einer

grossen Berliner Sause.

Lola Sara Korf ist «aufgewachsen

im Milieu der DDR-Elite mit Zugriff

auf verbotene Westliteratur». Sie war

Mitbegründerin der Grünen Partei

in der DDR und landete als ehemalige

Fraktionsvorsitzende von Bündnis90

/ Die Grünen in einem Stadtparlament

schliesslich als Parteilose in

der Opposition, bei der CDU-Fraktion.

Dies war nur die erste ihrer Komplettwandlungen.

Auf der Suche nach persönlicher

Wahrhaftigkeit und gelebter Freiheit

tauschte Korf «die Illusion einer sicheren

Welt gegen die mit mancher Absurdität

behafteten Realität Berlins».

Hier studierte sie an der Freien Universität

Jura. Das Studium finanzierte

sie unter anderem als Sängerin, Journalistin

und Veranstalterin von Modeparties

in Berliner-In-Clubs – und als

Domina. Danach zog es sie nach Paris,

und dort begann sie zu schreiben.

Ein gewisser Exhibitionismus war

ihr stets zu eigen. Nun hat sich Berlins

«Chick with a dick No.1» schonungslos

«bis auf die letzte Pore ihres

Alabasterkörpers» – und vor allem

auch dessen Innenleben – entblättert.

In «Berlin (L)Ostbahnhof» bringt

sie auf 236 Seiten Licht und Schatten

aus Berlins Under- und Upperground

zu Tage. Aus Anlass ihrer Lesung im

Club Vertigo hat der Cruiser sie zu

einem Schwatz eingeladen und ihr

einige prickelnde Fragen gestellt.

Hallo Lola, top gestylt...wie geht es

dir?

(Lola bestellt einen doppelten Vodka)

… das liegt immer im Auge des Betrachters.

Meine Illusion funktioniert

seit Jahren perfekt. Clinique sei Dank.

Aber wenn du schon so fragst, ich

fühle mich derzeit total wohl. Und

zwar rundum.

Woran liegt das wohl?

Meine Buchlesung steht bevor. Ich

lerne jeden Tag interessante Menschen

kennen. Ich bin meiner Make-up-Firma

Clinique nachgereist.

Ich bin ja jetzt Neuschweizerin – in

einem freiheitlichen Land.

Du bist schon seit einem Jahr in der

Schweiz, wieso kommst du erst jetzt aus

der Versenkung?

Woher willst du wissen, dass ich erst

jetzt aus der Versenkung komme.

Der Untergrund, die Kanalisation

sozusagen, war auch sehr spannend.

Aufgetaucht bin ich unbeschadet

vor vielen Wochen. Oder wollen wir

jetzt etwa über Fassaden sprechen?

Nein, wir sprechen über den Event im

Vertigo. Erzähl uns mehr.

Meine Buchlesung an sich umfasst

ja nur einen kleinen Teil des ganzen

Abends. Garnitur in den Pausen zwischen

dem 4-Gang-Menü (des stadtbekannten

Kochs Daniel Fischer,

ehemals Eden au Lac). Ich will, dass

der Abend eine Hommage der Berliner

an Zürich wird. Und zwar nicht

deshalb, weil Zürich die Stadt der

Reichen und Schönen ist, sondern

weil Zürich es verdient hat, nicht

von arroganten Deutschland-Fussbalfans

besucht zu werden, sondern

von Menschen, die die Stadt

schlichtweg geil finden.

Die Soiree steht ganz im Berliner Licht.

Willst du uns was beibringen?


CRUISER 1008

interview

Seite 7

Ick brauch Zürich nischts beizubringen.

Sondern Zürich bringt mir was

bei – zum Glück!

Welches sind deiner Meinung nach

die «Top 3» Unterschiede zwischen der

Schwulenszene Berlin und der jetzigen

Szene in Zürich?

Es gibt keine Unterschiede. Zürich

ist für die Schweiz, was Berlin für

Deutschland. Erstens: Fluchtort für

alle jene, die noch Träume haben

und nicht seelisch verrottet, eingekerkert

und bis zur Strangulation

umschlungen werden. Und zwar von

Ihren Eltern und anderen verständnisvollen

näheren Verwandten.

Zweitens: Berlin ist wie Zürich keine

Szenenmetropole, sondern statistisch

die Single-Metropole, in der

sich leider allzu oft verarschte arme

Geschöpfe gegenseitig verarschen.

Und drittens… letztendlich ist Zürich

für die Schweiz und Berlin für

Deutschland die einzige therapeutische

Zuflucht beim gefühlten, kurz

bevorstehenden Amoklauf, bei dem

nicht zwangsläufig mit scharfer Munition

geschossen werden muss. Machen

wir uns nichts vor: Niemand

kann was für den Ort, an dem er geboren

und sozialisiert wurde. Aber

wir alle haben schon begriffen: Perspektiven

hat man nicht, Perspektiven

schafft man sich!

Reden wir über dein Buch. Muss ich mir

darunter das typische therapeutische

Buch einer Transexuellen vorstellen?

Im Gegenteil. Der Begriff Transexualität

fällt im ganzen Buch nicht

ein einziges Mal. Ich habe bewusst

nicht auf die Tränendrüse gedrückt.

Das erledigt für mich stellvertretend

schon Rosamunde Pilcher. Im Übrigen

ist Liebe geschlechtslos und bedarf

keiner weiteren Erklärung. In

dem Buch geht es nicht nur um sexuelle

Lebensvariationen, sondern

vor allem um das im Schatten der

Gesellschaft existierende und pulsierende

Leben schlechthin: illegale

und halblegale Berliner Clubkultur

der Neuzeit, Beziehungsdramen à

la carte, Kamele mit Pink gefärbten

Locken, notorisch Leidende und verzweifelt

Suchende.

Ich habe etwas in deinem Buch gestöbert.

Party, SM-Studio, Szenenleben

– das hatten wir doch längst. Wer also

soll sich noch die Zeit nehmen, dein Buch

zu lesen?

Moderne, an neuer Deutscher Literatur

interessierte Menschen, die Scham,

Witz und Selbstironie nicht in den

falschen Hals bekommen und auch

mal den Mut haben, sich spätestens

mit dem Lesen des Buches die Haselnuss

aus den Arschbacken zu ziehen,

bevor sie geknackt wird. Geknackt

wird zwar auch in dem Buch – vor

allem jedoch das schizophrene Verhältnis

einer angeblich toleranten

und aufgeklärten Gesellschaft.

Schuster, bleib bei deinem Leisten – zieht

es dich wieder zurück ins Partyleben?

Clubs sind seit jeher – im Gegensatz

zu Mallorca-Tequila-Discotheken –

Orte, wo sich Menschen zwar nicht

viel zu sagen haben, aber zumindest

gemeinsam das Exzessive suchen.

Und das erwartet dich auch an diesem

Clubevent: Gloria Viagra, die

Berliner Skandalnudel der letzten

Jahre, wird nebst Chantal, der Chefin

des berühmten «Chantals House

of Shame» (die zweitgrösste Schwulenparty

Berlins), nicht nur live ein

Liedchen trällern, sondern auch die

ganze Nacht, im wahrsten Sinne des

Wortes, greifbar sein. Bürger P. wird

uns seine erlesenen Stücke aus seiner

privaten Plattensammlung zum

Besten, geben nebst Body und…

Eine kleine Verständnis-Frage: Du

siehst Dich als Frau – oder wie sieht das

genau aus...?

(Lola packt den Busen) Alles echt!

Mein Name ist Lola Sara Korf. Jawohl.

Ich finde respektlos, wenn

Menschen mich in Clubs nicht zuerst

nach meinem Namen fragen,

sondern gleich zur tiefer gelegenen

Extraklasse kommen: «Versteh das

nicht falsch?! – Bist du eine Transe?».

Die Situation muss jedem eingefleischten

schwulen Mann irgenwie

bekannt vorkommen. Ich für

meinen Teil musste zwei Jahre lang

nach dem deutschen Transsexuellen-Gesetz

zu diversen Gerichtsgutachtern

stöckeln, um es danach

schwarz auf weiss mit schwarz-rotgoldenem

Kordelband und Bürokraten-Stempel

«Im Namen des

Volkes» attestiert zu bekommen.

Ich überlasse dir noch die letzten

Worte an die Leser des Cruisers...?

Vielleicht noch eines, was ich euch

gerne selbstlos an die Hand geben

würde. Mein selbst geprägtes Motto

lautet: «Lieber stehend sterben als

kniend weiterleben!». Und das funktioniert

– nur so – weltweit.


Interview: Branko B. Gabriel

Lola Sara Korf gastiert mit einer

intimen Lesung im Zürcher Club

Vertigo.

Anschliessend gibt’s ne Berliner

Sause der Extraklasse! «Berlin

fatal fatal, on Spot» mit Gloria Viagra,

Chantal (House of Shame)

und Bürger P. (D). 4-Gang-Menu inkl.

Lesung und Club CHF 98.–,

Clubbers Menu CHF 68.–.

17. Oktober 2008

Vertigo, Niederdorfstr.10, Zürich

Reservationen, Tickets und Infos

unter: www.vertigozurich.com

Leseprobe aus Berlin (L)Ostbahnhof

aus dem Kapitel Domina-Mutation

Aus Verlegenheit stieg ich in die

Rechts- und Verfassungsgeschichte

ein. (...) Nachdem ich meine Prüfungen

in Rechts- und Verfassungsgeschichte

als eine der Besten hinter

mich gebracht hatte, nahm ich mir

die Strafrechtsbücher vor. Ich lernte

ganz im Sinne der herrschenden

Lehrmeinung. Eine Klausur hatte

ich immerhin schon verhauen, weil

ich mich an eine hinfällige Minderheitenmeinung

hielt. Dies Risiko

wollte ich kein zweites Mal eingehen.

Ich tat, als hätte ich meine

Lektion gelernt. Die strafrechtlichen

Kommentare der so genannten herrschenden

Meinung waren meistens

in altdeutscher Sprache geschrieben-

das frühe Zwanzigste Jahrhundert.

Für mich war dies der Beweis

von Standfestigkeit und Unbiegsamkeit

deutscher Strafrechtsgeschichte.

Mein eigener, rebellischer Anspruch

mutete gebrochen.

Das Auswendig-Lernen der Herrscher-Meinung

war nicht nur einfacher,

sondern lohnte sich auch.

Angepasst an Wortwahl und Logik

der alten Zeit bestand ich die Wiederholungs-Klausur

und Hausarbeit

mit Bravur. Alle waren stolz. Ich war

emotionslos.

Zum Antriebs- kam jetzt auch der

Geldmangel. Statt großem Partygelage

wurde die Rotweinflasche meine

geliebte Vertraute.

(…) Ich stand emotional vor dem:

Nichts. Brachland. Aber eben auch

die Zuversicht auf neues Leben. Mein

Leben!

Um damit beginnen zu können,

brauchte ich zunächst einmal einen

Auftrag und Geld. Einfache Bar-

Jobs gab es in Berlin zu diesem Zeitpunkt,

Ende der 90 er Jahre, längst

nicht mehr. Selbst ausgebildete Restaurantfachkräfte

hatten schlechte

Karten im Vergnügungs- und

Schlemmergewerbe. Was konnte ich

denn schon großartig anbieten? Ok,

der Körper war ausgesprochen ansehnlich.

Konfektionsgröße 36, ein

hübsches Gesicht, extrem weiche

Haut, einen festen, echten Busen,

weißblondes Haar und dunkelbraune

Augen. Mit einem Wort: eine Sexatombombe.

Ich erinnerte mich an eine alte

Freundin. Sie war Domina. Vielleicht

sollte ich es auch einmal als Domina

versuchen? Nach all den Pleiten,

Pech und Pannen mit meinen

Glücksrittern, wollte ich nun, da ich

endlich entjungfert war, alles über

die Abgründe männlicher Sexualität

wissen. Auf weitere Verarschungen

hatte ich vorerst keine Lust. Ein

klar definierter, abgegrenzter Rahmen,

war genau das, was ich brauchte

und wollte. Stressfreier Gehirnsex

für Geld – mit Verzicht auf die üblichen

Versprechungen und Walt-Disney-Geschichten.

Wieso eigentlich nicht – wenn

schon Geschichten, dann die «blutrünstigen»

von den Gebrüder Grimm.

Ich brachte alle Voraussetzungen für

das Gewerbe mit: Den Körper und

die Lust auf das Kopfspiel. Denn Sado-Masochismus

war nichts Anderes

als «Brain Fuck» – «Gehirnfick».

Es ging nicht um die Mechanik –

nicht nur darum, die Schwellorgane

in Wallung zu bringen – die Gehirnaktivität

war das Lustzentrum. Die

Technik bestand darin, Reize bis an

geistige Grenzen zu treiben, um sie

dann am geeigneten Blitzableiter in

die Erde zu jagen.

Im Idealfall wurde keines der anfälligen

Bauelemente zerstört. Es

war das Spiel mit klaren Regelnfür

«Herrscher» und «Unterworfene».

Denn nur auf dieser Stufe, können

sich beide Seiten, bedenkenlos

auf Ausflüge einlassen, um die im

Schatten der Gesellschaft gelebten,

und oftmals von dieser negierten,

scheinbar abnormen sexuellen Bedürfnisse,

ausleben zu können. Es ist

einfacher gesagt als getan! Präsentieren

die Mächtigen, die einmal unterworfen

sein wollen, doch die gesamte

Bandbreite der Gesellschaft:

Politiker, Finanziers, Bauern, Auszubildende

und Ausbilder, Manager,

Börsenmakler, Offiziere, Arbeiter,

höhere und niedere Beamte, Lehrer,

Ärzte, Pädagogen und andere Intellektuelle.

Befreit von allen moralischen Bedenken

konnte man sich nun auf das

Rollenspiel einlassen. Dekadent? Ja,

das war es wohl! Aber wessen Kultur

wollte man hier zugrunde legen, um

den Ausdruck «Dekadent- unzüchtigkulturell

verfallen», zu benutzen?

Wessen Kultur sollte es sein, gegen

die man verstoßen hatte?

«Berlin (L)Ostbahnhof – mit

Stöckelschuhen schenkelhoch im

Schlamm« ist in der Schweiz

online über alle gängigen Buchshops

bestellbar (Buch.ch,

Amazon.ch, Exlibris.ch, etc.)


Seite 8

Buch

CRUISER 1008

Michi Rüegg: «Ab 18 Jahren»

Ist sein erstes Buch

mit den polysexuellen

Weisheiten auch schon

sein letztes?

Das «Parterre» in Zürich Wiedikon

war voll. Zur Buchvernissage kamen

viele Freunde, die Familie und

Prominenz. Der Titel «Ab 18 Jahren»

zeigt also, wie erhofft, anziehende

Wirkung, stellte Michi Rüegg in der

Einführung zu seiner Lesung fest.

«Ab 18 Jahren – Kolumnen, polysexuelle

Weisheiten und zehn Jahre

Langeweile in Textform» ist der

ganze Titel des soeben erschienenen

Buches von Michi Rüegg. Ein Teil der

Kolumnen inklusive polysexuelle

Weisheiten sind in den vergangenen

Jahren im Cruiser erschienen. Die

«zehn Jahre Langeweile» beziehen

sich wohl auf seine Zeit des Werbetextens,

die begleitet war mit Stückeschreiben

und Regieführen fürs

Theater.

Der Werber

Hat er diese Zeit hinter sich gelassen?

Keine Werbung mehr? Obwohl

er in renommierten Agenturen für

namhafte Kunden gearbeitet hat

und über 30 nationale und internationale

Auszeichnungen einheimsen

konnte. Kein Zurück?

«Ich halte es nicht mehr aus.»

meint Rüegg, und weiter: «Ich hatte

nicht die obligate schwarze Garderobe

(schmunzelnd). Auch habe ich

mich nicht als Werber gefühlt. Der

grosse Karriereschritt hat sich nicht

abgezeichnet. Zudem bin ich kein

Kompromissmensch, das muss man

in der Werbung sein. Ich hatte einfach

keinen Nerv mehr, vorwiegend

für den Papierkorb zu arbeiten.»

so was gerne spielen. Unter dem Namen

Dr.-Karl-Landsteiner-Jubiläums-

Theater wurden die von Rüegg verfassten

Stücke «Harte Zeiten», später

«Hummer flambiert» und «Homoscheidung»

von ihm inszeniert und

kamen zur Aufführung. Ob er wieder

zum Theater zurückfindet? Er

weiss es nicht. Nur eines ist er sich

sicher: «Ich hasse es, zweimal das

Gleiche zu machen.» Nun hat er ein

Buch geschrieben. Kommt also kein

zweites danach? Rüegg sinniert: «Ja

eben, wer weiss. Das ist ein Problem.»

Vorerst kommuniziert er mal weiter

für die Zürcher Justizdirektion.

hinter verschlossenen Türen und

zugezogenen Vorhängen. Aber es ist

so real wie alles andere.» Über diese

«Realität» hat Michi Rüegg schon

vor «Sex and the City» geschrieben.

Nun fällt es ihm aber leichter, noch

mehr darüber zu reden und schreiben,

weil das in der Gesellschaft

unterdessen akzeptiert wird, dass

man «Orgasmus» und anderes in den

Mund nimmt.

Doch es gibt in dem Buch noch

andere, sexfreie Geschichten. Zum

Beispiel die mit den «fünf Menschenleben,

die ich mittlerweile teilweise

auf dem Gewissen habe». Eine

Gemischtes Publikum

Viele Geschichten im Buch handeln

in der Welt der Schwulen. Dennoch

war das Publikum an der Lesung

gut durchmischt. Und Rüegg

wundert sich, wie viele heterosexuelle

Frauen sein Buch lesen. Seinen

Arbeitgeber, den Zürcher Regierungsrat

Markus Notter, hatte

Rüegg rechtzeitig über die Pläne,

dieses Buch herauszugeben, informiert.

«Das war für mich noch ein

springender Punkt. Wenn er gesagt

hätte, das kannst du nicht machen,

dieses Buch herausgeben, dann hätte

ich’s vielleicht sein lassen. Er war

schon skeptisch, aber manchmal

muss man die Leute etwas zum

Glück zwingen.» An der Vernissage

sah Notter jedoch alles andere als

«verzwängt» aus. Auch bei den von

Rüegg vorgetragenen schwulen Geschichten

schmunzelte er des Öftern

und lachte auch mal herzhaft.

Der Cruiser wollte danach vom

Justizdirektor Notter wissen, wie

er denn mit so einem Menschen zurechtkomme,

der so quere Gedankengänge

hat und dermassen Phantasien

entwickle, ob dieser Mann als

direkter Mitarbeiter da am richtigen

Posten sei. Seine Antwort: «Das ist

nicht der Punkt. Der Mann kann

sehr gut schreiben. Und genau das

brauche ich.»

Zum Schluss die persönliche Frage

an Michi Rüegg: «Hast du dir schon

Gedanken gemacht, dass es vielleicht

Grenzen gibt, bei deren Überschreitung

der Cruiser deine Kolumne

nicht mehr abdrucken würde?»

Antwort: «Ich versuch’s jedes Mal,

hab’s aber noch nie geschafft.»


Von Martin Ender

Der Theatermann

Die Theaterzeit, nimmt er die

wieder auf? Ist das eine Pause? «Pause?...

Nein, ich hab einfach unterdessen

was anderes gemacht.» Dass er

sich mit Theater beschäftigte, kam

eher zufällig. Bei einem Laientheater

war er für eine kleine Rolle verpflichtet.

Der Regisseur warf das

Handtuch. Rüegg übernahm den

Job. «Ich hab die Regie gemacht und

die Leute haben es toll gefunden.»

Und zum Stückeschreiben kam er

so: «Während der Aufführungen war

mir wieder mal so langweilig, dass

ich angefangen habe ein Stück zu

schreiben...». Nun hatte Rüegg ein

Theaterstück, aber keine Bühne, die

es spielen wollte. Es war eine Pornokomödie

mit dem Titel «Harte Zeiten».

Was tun? Selber ein Theater gründen

und Schauspieler suchen, die

Das Buch

Michi Rüegg nimmt beim Schreiben

Worte in den Mund, die nicht

alle Leser verkraften. (Homo)sexuelle

Praktiken werden nicht angetönt,

nicht umschrieben, sondern beschrieben.

Darum hat er denn auch gleich

ganz vorne im Buch, wie er sagt, einen

«Filter» eingebaut mit der Widmung:

«Für alle, die ich mal geliebt

oder nur gevögelt habe. Und für meine

Eltern, die das alles lieber nicht

lesen möchten.»

Die Frage, ob er denn selber so

schamlos hemmungslos sei, verneint

er vehement:

«Nein, wirklich nein, ich bin nur

weder im Bett prüde noch ausserhalb.

Ich bin nicht sexueller als andere.

Ich schreib einfach darüber.

Das ist doch das Leben, zwar meist

teilweise Erklärung, warum Rüegg

sich von der Werbung verabschiedet

hat. Oder die äusserst verzwickte

Geschichte «Marcos Odyssee». Sie

führt den Leser durch ein Labyrinth

von Geschehnissen, aus dem er wohl

erst beim zweiten Durchlesen herausfindet

und mit Marcos Nervenzusammenbruch

aufatmen kann. In

der Mitte des Buches gibt’s ein Interview

mit Gott und zum Schluss folgt

«Mein letzter Wille»: «Die Asche soll

drei Kilometer von Nizza entfernt

ins offene Mittelmeer gestreut werden.»

Die Zeremonie darf nur bei

schönem Wetter abgehalten werden.

Darum sind «die Trauergäste angewiesen,

bis zu diesem Schönwettertag

vor Ort zu bleiben. Im Notfall

werden Spielkarten und Kondome

verteilt.»

«Ab 18 Jahren»

Autor: Michi Rüegg

ISBN 978-3-8370-4416-4


CRUISER 1008

Bühne

Seite 9

Nathanael Schaer und Ewigi Liebi

Das Erfolgs-Musical

wird bis Ende De zember

in der Zürcher

Maag Music Hall

gespielt

Nein, es geht nicht um die ewige

Liebe in Nathanael Schaers wirklichem

Leben. Der Achtundzwanzig-

Jährige ist happy, dass er bei der

Wiederaufnahme des Erfolgs-Musical

«Ewigi Liebi» wieder dabei ist.

Dem im Emmental Geborenen

fällt natürlich die berndeutsche

Sprache im Musical gar nicht schwer.

Bis Ende Jahr wird gespielt. Was

dann passiert, ist für ihn noch offen.

Cruiser wollte noch etwas mehr

wissen. 2007, das war ein spannendes

Jahr für Nathanael Schaer mit

seiner Doppelrolle als Student im

wirklichen Leben und als Daneli im

Musical.

Cruiser: Wie ist ein solches «Doppelspiel»

überhaupt möglich?

Nathanael Schaer: Ich wurde von

der Theaterakademie freigestellt

für ein halbes Jahr. Aber zwischendurch

gab es schon ein Hin und Her

zwischen München und Zürich. Ich

musste mich auf die Proben und auf

die Aufführungen des Musicals konzentrieren.

Ich hatte aber das Glück,

in einem supertollen Team zu sein.

Das ist ein absoluter Glücksfall. Mit

Roman Ricklin als Autor und Dominik

Flaschka als Theatermacher und

Regisseur und all meinen Kolleginnen

und Kollegen auf der Bühne.

Und wie bist du zu deiner Rolle gekommen?

Vor zwei Jahren begann das Casting.

Dreimal musste ich vorsprechen,

vorsingen, vortanzen. Zu Beginn

waren wir 15 Konkurrenten. In der

Endrunde waren wir noch vier, dann

noch zwei. Ja, und dann hatte ich

das grosse Glück, dass die Wahl auf

mich fiel. Das ist eigentlich eine

spannende Geschichte. Denn gerade

für ein Musical ist ja erst einmal

die Stimme wichtig. Sie muss gefallen.

Und was es ausmacht, ob eine

Stimme gefällt oder nicht, finde ich

eine spannende Sache. Das empfindet

jeder Zuhörer total subjektiv.

Deine Stimme hat gefallen. Sicher sind

aber auch das Aussehen und das Auftreten

entscheidend. Und da hast du es mit

deinem guten Aussehen und der sympathischen

Erscheinung sicher einfach gehabt...

Danke (errötet).

Du warst ja noch im Studium als

Schauspieler.

Richtig, wobei ich die drei Sparten

Schauspiel, Gesang und Tanz belegte.

Während des Studiums gab es Rollen

in den Produktionen der Akademie.

Dass sich die Bayerische Theaterakademie

im Prinzregententheater

befindet, ist natürlich ein grosser

Vorteil. Da lernt man gleich alle

Sparten und alle Leute im Theaterbetrieb

kennen.

Wie war das bei der Zulassung zum

Studium. Ich habe gehört, dass bei guten

und bekannten Schulen grosser Andrang

herrscht.

Da bewerben sich jeweils zwischen

500 bis 700 junge Leute. Es gibt dann

eine Aufnahmeprüfung und diese

dauert vier Tage. Beim Studium sind

dann meistens zehn Leute in einer

Klasse.

Im Mai hast du das Studium abgeschlossen.

Ja, mit dem Einpersonenstück «Universelle

Verwirrungen».

Worum geht es denn da?

Das Stück handelt von einem Universalapokalyptiker,

der mit seinen

Vorträgen verschiedene Endzeitszenarien

widerlegt. Er hat eine

Maschine erfunden, die genau vorausberechnen

kann, wie lange es

dauert bis zum Kollaps. Bei seinem

Vortrag berechnet die Maschine exakt

die Zeit von 55 Minuten. Die Maschine

zeigt die Stürme von aussen,

zeigt wie Mann sich am Leben freuen

kann und wird zum heimlichen

Kommentator des Geschehens. Die

Geschichte handelt von den Beziehungen,

von Veränderungen. Ja, und

dann sind bald die 55 Minuten vorbei...

Und wie geht das nun weiter mit «Ewigi

Liebi»?

Wir spielen das Musical bis Ende

Dezember. Gegenüber 2007 gibt es

kleine szenische Änderungen. Auch

beim Bühnenbild, doch das sei hier

noch nicht verraten. Dann spielen

und singen ein paar neue Leute mit.

Zum Beispiel Enzo Scanzi – die grosse

Überraschung für uns alle – Marianne

Varga spielt neu Heidi (damals),

Martina Lory, bekannt vom

«Elternabend» die Sabe und Sandra

Leon die Gret.

Was sind deine Zukunftspläne? – Selber

Stücke schreiben oder vielleicht auch

mal Regie führen?

Ab Januar ist alles offen. Ich warte,

was sich ergibt. Stücke schreiben,

das glaube ich nicht. «Universelle

Verwirrungen» war meine Diplomarbeit.

Da gehört eben alles dazu, vom

Konzept über das Schreiben, Inszenieren

und Darstellen. Mich reizt

es eigentlich eher später einmal in

einem Theaterhaus hinter den Kulissen

tätig zu sein, sprich im Kultur-

Management-Bereich. Doch vorerst

will ich nur mal viel spielen. (lacht)

Toi Toi Toi

«Ewigi Liebi» hat den Prix Walo erhalten

«Show Szene Schweiz» zeichnet jedes

Jahr Unterhaltungskünstlerinnen

und -künstler sowie Showproduktionen

mit dem Prix Walo aus.

Im April erhielt das Musical «Ewigi

Liebi» in der Kategorie «Theaterund

Musicalproduktionen» diese

Auszeichnung. Sie ist ein weiterer

Schritt in der Erfolgsgeschichte der

Bühnenproduktion. Am 20. Januar

fiel der Vorhang für «Ewigi Liebi».

105 000 Besucherinnen und Besucher

verzeichnete das neue Mundart-

Musical mit den grössten Schweizer

Hits und wurde selbst zum Hit. Auch

das Live-Album stürmte die Album-

Charts und erhielt Gold für 15 000

verkaufte CDs.


Von Kurt Büchler

«Ewigi Liebi» ab 18.9.08, Maag Music

Hall Zürich, www.ewigiliebi.ch

Bern

Adoptionsverbot

Seit 21 Jahren vermittelt Marlene

Hofstetter für das Hilfswerk Terre

des Hommes Adoptionen. «Der

Bund» stellte ihr die Frage, wie

sie sich zur Forderung lesbischer

Frauen stelle, die ein Recht auf Adoption

verlangen. Die Antwort: «Es gibt

kein Recht auf Adoption. Egal, ob für

homosexuelle oder heterosexuelle

Paare. Punkt. Schluss. Und konkret

zum Adoptionsverbot für homosexuelle

Paare meint sie: «Dieses Verbot

hat auch seine Berechtigung...

Das Kind will so aufwachsen wie

alle anderen auch. Auch bei uns

sind homosexuelle Familien einfach

noch nicht gleich akzeptiert

wie die anderen.»

Washington

Homoheilerin Palin

Mit der Berufung der unbekannten

Politikerin Sarah Palin hat John Mc-

Cain als Präsidentschaftskandidat

der Republikaner für reichlich Wirbel

gesorgt. Langsam kommen immer

mehr Details über die Gouverneurin

von Alaska in die Öffentlichkeit. So

gehört die Mutter von fünf Kindern

und dank der Schwangerschaft ihrer

17-jährigen, unverheirateten Tochter

baldige Grossmutter einer Kirche an,

die für die «Heilung von Homosexuellen»

wirbt. Die Wasilla Bible Church

glaubt an die «Kraft Gottes, die das

Leben derer umdrehen kann, die

von Homosexualität betroffen sind»,

heisst es in einem Prospekt der Kirche,

in dem für eine Ex-Gay-Veranstaltung

geworben wird. Der Event

wird von der ultrarechten Organisation

«Focus on the Family» gesponsort,

die auch Palin im Wahlkampf

unterstützen wird.

Berlin

Anschlag auf Homo-

Mahnmal

Unbekannte Täter haben Mitte August

in Berlin das Homo-Mahnmal

zum Gedenken an die homosexuellen

Opfer der NS-Zeit schwer beschädigt.

Die Vandalen schlugen ein Sichtfenster

ein, hinter dem ein Video in

Endlosschleife zwei sich küssende

Männer zeigt. Deutsche Politiker zeigen

sich nach dem Anschlag empört.

Der offen schwule deutsche Grünen-

Politiker Volker Beck verlangte mehr

politischen Einsatz gegen Homophobie.

Die Verurteilung von Gewalt

gegen Homosexuelle müsse genauso

selbstverständlich sein wie die Verurteilung

rassistischer oder antisemitischer

Gewaltakte. Auch Berlins

regierender Bürgermeister, Klaus

Wowereit, sprach von einem «Akt von

Intoleranz und Homophobie».


Seite 10

Szene

CRUISER 1008

Zürich / Basel / Köln

Riegel gegen homophobe

Musik

Hasstiraden, Beschimpfungen, Mordaufrufe:

Trotzdem durften jamaikanische

Reggae-Sänger in der Limmatstadt

auftreten. Bereits im Frühjahr

sorgte der Auftritt des Sängers

Bounty Killer für erhitzte Gemüter.

Die hohen Besuche aus dem homophoben

Kuchen innerhalb der Dancehall-Reggae-Community

nehmen

kein Ende: Am 7.10.08 spielt Elephant

Man im D!Club in Lausanne (17 Battyman-Tunes),

am 6.11.08 spielt Capleton

in der Alten Kaserne Basel (22

Battyman-Tunes). In Basel will man

sich wehren. Die Homosexuelle Arbeitsgruppen

Basel, Hirscheneck,

Untragbar und die Zischbar rufen

auf, das Berner Manisfest (zu finden

auf www.stopmurdermusic.ch) zu unterschreiben.

Dass mit solchen Aktionen

etwas zu erreichen ist, zeigt

Deutschland:

Am 29.08.08 hatte die Bundesprüfstelle

für jugendgefährdende Medien

nach Anzeigenerstattung des

Lesben- und Schwulenverband in

Deutschland (LSVD) die CD «LOG ON»

von Elephant Man wegen homophoben

Mordaufrufen indizieren

lassen. Volker Beck, seit 1994 Kölner

Bundestagsabgeordneter, ergriff die

Initiative, dass schwulenfeindliche

Interpreten kein Einreisevisum für

den Schengenraum erhalten.

Die vier in Deutschland geplanten

Konzerte von Elephant Man sind

abgesagt.

Lausanne

Liberaler Bundesgerichtsentscheid

Gleichgeschlechtliche Konkubinatspartner

haben bei der Auszahlung

des Pensionskassenguthabens an

den überlebenden Teil das gleiche

Privileg wie unverheiratete Hetero-

Paare. Das Bundesgericht hat der

lesbischen Freundin einer Verstorbenen

Recht gegeben. Mit seinem

Entscheid hat es die Beschwerde

der Mutter und der Geschwister der

verstorbenen und kinderlosen Frau

abgewiesen. Die Verwandten hatten

verlangt, dass ihnen das Freizügigkeitsguthaben

aus der Pensionskasse

der Verblichenen in der Höhe

von fast 200 000 Franken ausbezahlt

wird. Es wird im Urteil darauf hingewiesen,

es sei nicht anzunehmen,

dass der Gesetzgeber im Rahmen

der Revision des Gesetzes über die

berufliche Vorsorge Art. 20a die für

den über obligatorischen Vorsorgebereich

und den Bereich der Freizügigkeit

geschaffene neue Regelung

der Begünstigung nur für heterosexuelle

Paare vorgesehen haben

könnte.

Thomy Schallenberger

Einst fest in der

Zürcher Szene verankert,

verliebte er sich

auf den ersten Blick in

seine Finca in Spanien

Längere Zeit hat man nichts

mehr gehört von Thomy Schallenberger

aka DJ Boxer. Im Oktober kommt

er von seiner «Finca La Cantera» nach

Zürich und legt an vier Abenden auf,

sehr zur Freude seiner Fans.

Vor eineinhalb Jahren ist Thomy

zusammen mit seinem Freund Jean-

Philippe nach Spanien ausgewandert,

wie er sagt. Und da wollen sie

auch bleiben. Die Wildsau, die Lederbar

in Zürich, führten sie fast zwei

Jahre. Und die Arbeit im Kellerlokal

Thomy in seiner Finca in Spanien

machte eigentlich beiden Spass. Irgendwie

träumten sie davon, später

einmal in Zürich oder in der näheren

Umgebung eine Gay-Pension zu

eröffnen. Das war ihr Ziel.

Der Onkel aus Spanien

Thomys Onkel, der in der Gegend

von Alicante ein Grundstück mit einem

grösseren Haus, Gästezimmern

und Restaurant besass, meldete sich

in dieser Zeit bei Thomy. Diese Finca

würde er ihm gerne übergeben. Eine

Reise nach Algueña brachte rasch Klarheit.

Es war sozusagen Liebe auf den

ersten Blick. Für die Wildsau konnte

kein Nachfolger gefunden werden,

also wurde sie geschlossen und Thomy

und Jean-Philippe übernahmen die

Finca La Cantera. Der Name stammt

vom nahen Marmor-Steinbruch. Vier

Gästezimmer, jedes verschieden eingerichtet,

so wie die Gäste unterschiedich

sind, die darin übernachten.

Die neue Heimat

Ein lauschiges Restaurant in einem

herrlichen Garten mit Oliven-,

Feigen- und Zitrusbäumen, Kakteen,

Weintrauben und Palmen lädt zum

Frühstück, Lunch oder Dinner ein.

Jean-Philippe, ursprünglich aus Gruyère,

absolvierte die Hotelfachschule

und erweist sich in der Finca als

kreativer, erstklassiger Koch. Jetzt,

bereits in der zweiten Saison, sind

© Thomas Schindele

Thomy und Jean-Philippe sehr zufrieden,

wie es läuft. Vor allem mit

dem Restaurant arbeiten sie sehr

gut. Das gute Essen hat sich herumgesprochen

und Gäste aus der Gegend,

darunter viele Engländer und

Engländerinnen, die sich in Spanien

niedergelassen haben, aber auch

Schweizer kommen am Mittag oder

am Abend in die Finca. Während des

Sommers gibt es jeden Sonntagnachmittag

den Biergarten mit Grill-Spezialitäten,

inklusive Cervelats.

Zu Gast in Zürich

Vor kurzem erhielt Thomy einen

Anruf von Michi, dem Geschäftsführer

der Cranberry Bar in Zürich,

mit dem er schon in Pigalle-Zeiten

zusammengearbeitet hat. Für den

Campari Room @ Cranberri, der neu

eröffneten Cocktail-Bar im ersten

Stock, engagierte er DJ Boxer für eine

Disco-Nacht am 17. Oktober. Nach

eineinhalb Jahren Abwesenheit von

Zürich sagte Thomy gerne zu und

jetzt wird er gleich an vier Abenden

seine Musik auflegen. Er ist seinem

Stil treu geblieben: Musik der 80er

Jahre, aber auch Modernes, Rhythmisches

und Remixes und Schlager.

Alles, was Spass macht. Je mehr sich

die Zuhörer über die Musik freuen,

umso bessere Musik macht er und

umso besser wiederum wird die

Stimmung.

Thomy Schallenberger alias DJ Boxer

ist im Oktober zu Gast in Zürich:

15. Oktober im T&M, 17. Oktober im

Cranberry, 18. Oktober in der Pearl

Bar, 25. Oktober in der Männerzone.

www.fincalacantera.es


Von Kurt Büchler

Thomy Schallenberger

86 eröffnet er den Macho Shop

zusammen mit Markus an der

Engelstrasse

87 gründet er den Cruiser

zusammen mit Markus

99 übernimmt er die Barstelle

im T&M

01 übernimmt er die Pigalle Bar

04 eröffnet er die Wildsau im Keller

des Dynasty

06 übernimmt er die Finca La

Cantera in Algueña bei Alicante

zusammen mit Jean-Philippe

seit 89 ist er immer wieder im Einsatz

als DJ Boxer, 2004 gar in Palm

Springs.

Seine zehn Top-Alben

1. Abba – The Album

2. Bee Gees – Spirit Heaving Flown

3. Queen – Innvendo

4. Agnetha Fältskog – Coloring

Book

5. Madonna – Confessions on a

Dance Floor

6. Barbra Streisand – Guilty Pleasures

7. Sylvester – Live in Concert

8. Elton John – Sleeping with the

Past

9. Michael Jackson – Thriller

10. Leonard – Wunderbare Jahre


CRUISER 1008

award

gold für

Mission:possible!

Mission:Possible

erhält goldenen

«Award Corporate

Communication»

Im Rahmen des Forums für integrierte

Kommunikation hat die

Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule

Nordwestschweiz in Olten

insgesamt fünf «Communicators

2008» an Unternehmen, Agenturen

und Nonprofit­Organisationen vergeben.

Gold ging an die Aids­Hilfe

Schweiz.

Die Freude über diesen Preis ist

bei der Aids-Hilfe umso grösser als

unter den Mitbewerbern auch Grosskonzerne

dabei waren, welche über

Millionenbudgets für Werbung verfügen.

In der Laudatio wies Prof. Winistörfer

auf die schwierige Aufgabe

von «Mission:Possible» hin und darauf,

wie es gelang, die Botschaften

kreativ, witzig und lebensfroh zu

verbreiten. Und freuen darf man sich

zudem, weil eine Kampagne, die anfänglich

in der Zielgruppe mit viel

Skepsis aufgenommen wurde, diese

Auszeichnung erhält.

Thomas Bucher von der Aids-Hilfe

Schweiz betonte an der Preisverleihung,

dass dieser Preis nicht alleine

der Aids-Hilfe Schweiz und

der Life Science Communication

AG gehört. Damit diese Kampagne

so wirkungsvoll auftreten konnte,

bedurfte es der Zusammenarbeit

Thomas Bucher von der Aids-Hilfe Schweiz und Mark Bächer von der

Life Science Communication AG freuen sich über den Preis

Der Preis zeichnet Spitzenleistungen

für Kommunikationskonzepte

aus, welche ihre Ziele aus Unternehmensstrategien

ableiten, interne und

externe Bezugsgruppen einbeziehen,

gut geplant, umgesetzt und kontrolliert

sind. An der vierten Preisverleihung

des «Award Corporate

Communications» erhielten am 11.

September folgende Telnehmer des

Wettbewerbs für ihre Kommunikationskonzepte

und -leistungen eine

Auszeichnung: Der «Golden Communicators

2008» ging an die Präventionskampagne

«Mission:Possible»

der Aids-Hilfe Schweiz, welche für

die Umsetzung die Agentur Life Science

Communication AG engagierte.

Daneben wurden die Müller Martini

Marketing AG, Zofingen, die Phonak

AG, Stäfa, sowie die British American

Tobacco SA, Lausanne, mit einem

bronzenen «Communicators 2008»

und die AXA Winterthur mit einem

«Award Media Relations» geehrt.

aller Beteiligten: Die Sektion Aids

des Bundesamtes für Gesundheit

(Roger Staub) hatte die Grundidee

und stellte personelle und materielle

Ressourcen zur Verfügung. Die

Aids-Hilfe Schweiz nahm den Ball

vom BAG auf und setzte die Idee zusammen

mit der Life Science Communication

AG um. Zahlreiche Botschafter

brachten die Kampagne

in die Gay-Community: die Mitarbeiter

der Aids-Hilfen von Genf bis

St. Gallen, vom Tessin bis Basel, unterstützt

von Freiwilligen und Aktivisten.

Gay-Betriebe, Party-Veranstalter

und auch die Gay-Medien

halfen «Mission:Possible» möglich

zu machen. Ihnen allen gehört dieser

Preis.


Seite 12

Szene

CRUISER 1008

Die Jagd ist eröffnet

Herbstauftakt im T&M

Im Herbst machen sich die Jäger

auf die Pirsch, junges Wild aufzuspüren.

Die meisten Jäger schätzen die

Jagdart des Ansitzes, wobei der Jäger

an einer geeigneten Stelle, häufig

auf einem Hochsitz wartet und

das vorbeiziehende Wild in Ruhe beobachtet,

anspricht (erkennt) und gegebenenfalls

erlegt. So läuft’s in den

Bergen ab, und in der Stadt nicht viel

anders. Am 10.Oktober wird die Jagdsaison

im Niederdorf eröffnet und

als Ansitz wird das G-Colors angepriesen.

Unter erfolgreichen Jägern

wird vor allem das zarte Frischfleisch

vom T&M hochgeschätzt.

Das spezifische Wild im G-Colors-

House sei nicht zu schüchtern und

eher frech, meint ein erfolgreicher

Jeremy bei

Queerjump TV

Ein vertrautes

Gesicht beim neuen

Gay-Internetsender

Jeremy Ziegler übernimmt die

Moderation der «News»-Sendungen.

Der 25-jährige Bündner war Kandidat

der Schweizer Gay-Wahlen

04. Nach der Wahl gelang ihm der

Sprung zu Tele Südostschweiz. Dort

moderierte er sich mit der Beauty-

Sendung «Phönix» in die Herzen der

Zuschauer. Kurze Zeit später war er

Redaktionsmitglied beim St. Galler

Radio «Toxic», wurde jedoch – wie

er selber gesteht – bereits nach vier

Neueröffnung:

AM Bar & Lounge

Klarastrasse 1 – die

erste Adresse in Olten

Die neuen Betreiber der «AM

Bar & Lounge», Andi und Michi, freuen

sich, in Olten einen attraktiven

Treffpunkt für das ganze Mittelland

anzubieten. Wer also mal nicht nach

Zürich, Basel oder Bern fahren möchte,

hat jetzt auch eine neue Möglichkeit

dazwischen. Die Räumlichkeiten

an der Klarastrasse 1 kommen

Jäger der letzten Saison. Er hätte seinem

Wild aufgelauert, es ins Visier

genommen und mit einem perfekten

Schuss von Amor direkt ins Herz

geschossen. An der Trophäe erfreut

er sich heute noch. Wer aber bisher

nicht so erfolgreich war, sollte die

Jagderöffnung auf keinen Fall verpassen.

Denn das T&M bietet nicht

nur einen Hochsitz, sondern noch

einige hocheffiziente Köder, um

das Wild rauszulocken. Musik von

DJ Groovemaster ist einer davon, um

die Beute wild tanzen zu lassen. Und

wer einen starken Betäubungspfeil

braucht, soll sich bei der Waffenmeisterin

Petra an der Bar melden.

Sie hat bestimmt die beste Tinktur

im ganzen Jagdrevier.

Herbstauftakt

10. Oktober 08, 21.30 Uhr

T&M, Marktgase 14, 8001 Zürich

www.g-colors.ch

Monaten gefeuert. Jeremy studiert

zurzeit an der Fachhochschule für

Wirtschaft in Luzern.

www.queerjump.tv

nach einem Totalumbau in frischem

und modernem Gewand daher.

Am 31. Oktober laden Andi und

Michi zur Eröffnungsfeier mit Welcome-Drink

und Showtime ein. Die

«AM Bar & Lounge» ist danach jeden

Freitag ab 20.00 Uhr geöffnet.

AM Bar & Lounge

Klarastrasse 1, 4600 Olten

ab 31. Oktober jeden Freitag geöffnet

von 20.00 bis 02.00 Uhr,

www.amlounge.ch

Die Balloon-Sisters

Volumen auch in

der Stimme

Zwei verrückte und grandiose

Damen gastieren ab dem 1. Oktober

2008 im T&M. Voluminös und witzig

präsentieren sie ihre Shows vom

1. bis 5. Oktober. Beide sind gekrönte

Missen aus der Schweizer Drag-

Queen-Szene. Romy Travis (Miss

Pearlbar) und Lola Glitter (Miss Pigalle).

Wer sich im Schlagermilieu

auskennt, weiss genau, dass diese

zwei gut gebauten Damen die Gäste

nicht nur zum Lachen bringen, sondern

auch musikalisch was auf dem

Kasten haben. Eine Show, die nicht

«Landliebe»

True Colors Reloaded

am Coming Out Day

True Colors breitet die rotkarierte

Decke aus und lädt ein zur Landliebe-Party.

Hier findet Bauer Bauer

und Bäuerin Bäuerin! Ob Cowboy

oder Schäferin, ob Bauernlümmel

oder Käserin, auf dem Land macht

Lieben Spass!

Im Atelier des Gaskessels steigt die

Chalet Party. Die «Chalet Girls» Olga,

Sheila und Clausette unterhalten die

Gäste mit Showeinlagen und suchen

den flinksten Melker. Wer leert das

Kuheuter am schnellsten? Natürlich

sitzt der Melker auf dem einbeinigen

Stuhl. Wer den Kübel zuerst voll

hat, gewinnt einen Gutschein über

Fr. 150.– für das Restaurant Seidenhof

in Bern.

So wie das Heidi ihr Chalet verlassen

musste, um in die pulsierende

Stadt zu kommen, kann auch der

Partygast heruntersteigen und in

einem der beiden Kessel abtanzen.

Im grossen Kessel ist Disco angesagt.

Hits nonstop präsentiert von DJ Ludwig

(Tolerdance, Gay-Radio) und DJ

Anouk Amok.

Im kleinen Kessel – der Arena –

entführen DJ Aufdauerwelle und

PCB ins Electronic Wonderland.

Die True Colors Party im Gaskessel

beginnt um 22 Uhr. Bereits um 21 Uhr

beginnt die Warm-up Party «Le Coq»

in der nahegelegenen Formbar an

der Sandrainstrasse 10. Im Vorverkauf

können Kombitickets für beide

Parties gekauft werden.

Zur Tradition geworden: True Colors

sucht unter den Gästen das nächste

Cover-Model.

Das Photoshooting steht unter

dem Motto «Glamour». Am Nachmittag

vor der Landliebe-Party vom 11.

verpasst werden sollte, zumal sie bestimmt

unvergesslich sein wird und

erst noch Eintritt frei.

Mittwoch 1.Oktober bis

Sonntag 5.Okt.08

T&M, Marktgase 14, 8001 Zürich

Oktober werden potentielle Models

in Bern abgelichtet.

Das beste Bild wird dann in einer

Internetabstimmung gekürt. Das

Model ziert nicht nur den Flyer für

die «Glamour»-Party im Januar 09,

sondern kann auch im legendären

Hotel Viktoria Jungfrau in Interlaken

nächtigen. Anmeldung fürs

Shooting und weitere Infos unter

www.truecolors.ch

True Colors «Landliebe»

Samstag, 11.10.2008, 22.00 Uhr

Gaskessel, Sandrainstrasse 25

3007 Bern

warm-up party


21.00Uhr

le coq @ formbar,

sandrainstr. 10, 3007 Bern

Eintritt (18+) Fr. 25.–

Vorverkauf Fr. 20.–

Kombiticket true colors / le coq

Fr. 30.– (limitiert, 50 Stk.)

Olmo, Zeughausgasse 20, Bern. Augenstern,

Seefeldstrasse 127, Zürich


CRUISER 1008

szene

Seite 13

Neue Zürcher Event-Bar für die Gay-Community

Nervous –

Grand Opening am

11. Oktober

Ende Juni waren bereits Flyer

im Umlauf: Darauf war zu erfahren,

dass es in Zürich bald eine neu Bar /

Lounge namens Nervous für die Gay-

Community geben soll. Mehr wusste

man noch nicht.

Nun ist das Geheimnis gelüftet:

Die neue Event-Bar Nervous eröffnet

am 11. Oktober in der Nähe der

Schmiede Wiedikon, an der Zurlindenstrasse

118, in Zürich. Am Eröffnungsabend

führt Stargast Lilo Wanders

durch den Abend. Sie wird die

Nervous-Muscle-Models präsentieren

und Auszüge aus ihrem Repertoire

zum Besten geben. Den Sound

für diese Nacht liefern die DJs 5th

Element, Norman, Monotoc sowie

weitere Acts.

Das Lokal ist 140 Quadratmeter

gross, verfügt über zwei Bars, eine

Lounge und ist von Montag bis Freitag

ab 18.00 Uhr, samstags ab 22.00

Uhr und sonntags bereits ab 17.00

Uhr geöffnet. Nervous will der Gay-

Community erstklassige Unterhaltung

und regelmässige Stargäste

bieten und legt Wert auf gepflegte

Unterhaltung in einem familiären

Ambiente, wo man sich auch noch

unterhalten kann. Topless Barkeeper

(nur Männer) bieten neu den Gästen

eine Augenweide. Der Dienstag ist

ausschliesslich für lesbische Frauen

reserviert. Auch hier bietet Nervous

eine neue Plattform für den lesbischen

Ausgang in Zürich. Die Event-

Bar Nervous gehört zur iPR group

und dahinter stehen Carlos Garotta

und Jens Gloor.

Neben Veranstaltungen wie z.B.

«Muscle-Halloween» oder der Nervous-Sylvester-Gala,

sollen später

auch externe Themen-Parties stattfinden.

Wochenprogramm

Montag: Latin Night

Dienstag: Queer Woman’s Night

(nur für Lesben /am Dienstag

sind keine Männer anwesend)

Mittwoch: 30&Up, Einlass nur ab

30 Jahren Alter (Ausweiskontrolle)

Donnerstag: Fitness-Night,

Live-Workout, Bodybuilder, etc.

Freitag: Dance! Dance! Dance!,

bekannte Live-Acts, DJs

Samstag: The nervous Night, mit

Live Acts, DJs

Sonntag: Tea-Dance, Lounge

Grand Opening

Samstag, 11. Oktober, ab 20.00 Uhr

Nervous, Zurlindenstrasse 118,

8003 Zürich

Die Tickets (CHF 39.–) sind limitiert

und nur via www.nervous.ch

erhältlich

www.nervous.ch und

www.iprgroup.ch

Radio queertunes zieht positive Bilanz

Nun werden für 2009

Helferinnen und

Helfer gesucht

Queertunes war während zweier

Wochen bis zum CSD 2008 auf

dem Kabelnetz der Cablecom in

der Deutschschweiz zu hören und

im Raum Zürich zudem über UKW

empfangbar. Über einen Webstream

konnten Hörerinnen und Hörer auf

der ganzen Welt mithören. Übertragen

wurde aus einem professionellen

Studio, das in der trendigen

Café-Bar DANIEL H. in Zürich eingerichtet

wurde.

Als Höhepunkt zum CSD sendete

das Eventradio live aus einem fahrenden

Wohnwagen. Das rollende

Studio wurde begleitet von Miss

Drag Queen Jazzmin Dian Moore.

Auch die Reden während der Kundgebung

auf dem Helvetiaplatz vor

dem Start der grossen Strassenparade

der Schwulen und Lesben wurden

live übertragen. Am Sendepult und

hinter den Kulissen wirkten über 25

freiwillige Helferinnen und Helfer

mit. «Unserem Team attestierte man

ein hohes Mass an Professionalität»,

sagt Queertunes-Sprecher Christian

Bavier. «Alle haben sich mit hoher

Zuverlässigkeit und viel Fleiss für

das Projekt engagiert», lobt Bavier.

Radio queertunes wird hauptsächlich

von Schwulen und Lesben

gemacht. Der Sender richtet sich

aber an die ganze Bevölkerung der

Schweiz. Dennoch ist Bavier überzeugt,

dass die kommerziellen Radios

nicht konkurrenziert werden.

«Wir tönen ganz anders als die Langzeitradios»,

sagt Bavier. «Unser Programm

erreicht deshalb Menschen,

die sonst gar kein Radio hören», erklärt

er. 2009 wird die EuroPride in

Zürich stattfinden. Sie ist das grösste

und gesellschaftspolitisch wichtigste

Festival lesbischwuler Menschen

in Europa. Queertunes will als offizielles

Eventradio der EuroPride 09

während fünf Wochen ein informatives

und unterhaltsames Programm

anbieten.

Helferinnen und Helfer gesucht

Radio queertunes sucht Helferinnen

und Helfer. Wer gerne ein spannendes

Radioprojekt rund um die EuroPride09

mitgestalten möchte, kann

sich jetzt beim Verein queertunes

bewerben. Es können Menschen jedwelcher

sexueller Ausrichtung mitmachen.

Unterstützung ist unter anderem

in den Bereichen Moderation,

Redaktion, Werbung, Grafik, Sponsoring,

Technik und Barkeeping gefragt.

Da die EuroPride 09 ein multikultureller

Anlass ist, werden in diesem

Jahr auch Moderatorinnen und Moderatoren

gesucht, die mehrsprachig

sind. Interessierte können ein Motivationsschreiben

mit Lebenslauf an

webcontact@queertunes.ch senden.

Verein queertunes

Strehlgasse 29, 8001 Zürich

www.queertunes.ch

Make-up-Artist und Hairstylist Michael La Delle

Neuer Styling-

Redaktor

Michael La Delle ist ein Name,

dem man heute täglich in allen Medien

begegnet. Als Shooting Star

unter den Make-up-Artisten hat er

einen vollen Terminkalender. Trotzdem

lässt es sich Micheal La Delle

nicht nehmen, demnächst für die

Cruiser-Leser die neusten Beautytrends

hier zu veröffentlichen.

Der leidenschaftliche Make-up

Artist und Hairstylist ist in Zürich

aufgewachsen und eröffnet da Ende

2008 auch seinen eigenen Coiffeurund

Styling-Salon. Seine Karriere

startete Michael La Delle bei Time

Tunnel und Sunami Hair & Make-up

Design. Schon nach kurzer Zeit war er da für das Makeup

und Hairstyling der Swiss Fashion Show und der Stella

2006 verantwortlich.

Neben diversen Arbeiten für Sebastian und Trucco

wurde Michael La Delle 2007 als Make-up Artist für Bobby

Brown verpflichtet. Bald schon wurde MTV auf den

Shooting Star aufmerksam und verpflichtete ihn für diverse

internationale Produktionen. Vor kurzem erst arbeitete

Michael La Delle für das Badrutt‘s Palace Hotel

in St. Moritz, wo bekannte Persönlichkeiten wie Allegra

Gucci, Lola Ruiz und Ivana Trump zu seinen Kundinnen

zählen.

Seit 2008 ist Michael als Make-up Artist bei Max Factor

verpflichtet, wo er neben verschiedenen Projekten auch

für die Looks von Ex-Miss-Schweiz Jennifer Ann Gerber,

die ebenfalls Botschafterin von Max Factor ist, sorgt. Neben

seiner geradezu ansteckend guten Laune und den

mitreissend energiegeladenen Motivationsschüben spürt

man, wie ernst er seine Arbeit nimmt, was sicher mit ein

Grund dafür ist, dass Mann sich ihm gerne anvertraut.


FÜR MÄNNER, DIE AUCH

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Schützt die Haut vor schädlichen

Umwelteinflüssen

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WAS MÄNNER WOLLEN


CRUISER 1008

portrait

Seite 15

Habemus Alecs!

Der Zürcher Gemeinderat

Alecs Recher (32)

lebte bis vor ein paar

Wochen als Frau

«Ich werde von nun an als Mann

durchs Leben gehen». Am 3. September

war das geschäftige Zürcher

Stadtparlament für einmal ganz Ohr:

Die vormalige Gemeinderätin Anja

Recher ergriff das Wort und nahm direkt

und prägnant Stellung zu ihrer

Geschlechtsangleichung. Als Alecs

Recher wird er sich weiterhin für

linke und schwullesbische Anliegen

engagieren.

ten Agenda in den letzten zwei Jahren

kaum in die Ferien verreist ist,

erstaunt nicht.

Die entscheidende Begegnung

Der Gemeinderat, der seit 2004

für die Alternative Liste im Zürcher

Gemeinderat sitzt, wusste schon als

Kind, dass er als Mann tickt. Anvertraut

habe er sich aber niemandem,

er sei wohl schon damals zu pragmatisch

gewesen. «Ich wusste zwar, dass

eine Geschlechtsangleichung möglich

wäre und dass man dafür zum

Arzt gehen müsste. Aber auch, dass

das nicht so einfach gehen würde.»

Also schwieg Alecs fortan und verdrängte

diesen Wunsch. Obwohl Re-

gleich bleiben wie bisher. Da müssen

sie sich keine Sorgen machen

– aber auch keine Hoffnungen.» Sicherlich

sei es denkbar, so Recher,

dass er die Stimmen jener Wähler

verlieren könnte, die sich lieber von

einer Frau als von einem Mann im

Parlament vertreten wissen wollen.

Andererseits gäbe es aber sicherlich

auch Wähler, die ihn nach seinem

öffentlichen Coming-out als ehrliche

Person mit starker Persönlichkeit

wahrnehmen und gerade deshalb

wieder wählen würden. An der

Kleinpartei Alternative Liste schätzt

Recher die hierarchielose Struktur

und die Tatsache, dass das Gegenteil

einer Stellvertreter-Politik möglich

Peking

NBC zensiert schwulen

Sportlerkuss

Wo sind die Mutter und Lachlan, der

Lebenspartner von Matthew Mitcham?

Die beiden waren von dem

US-Fernsehsender NBC bei der Übertragung

der Siegesfeier des 20-jährigen

Australiers Mitcham, der bei

den Olympischen Spielen in Peking

im Turmspringen Gold holte, wegzensiert

worden. Der Grund: Der offen

schwule Mitchum hatte seinen

Schatz Lachlan vor Freude über das

olympische Gold vor laufenden NBC-

Kameras auf den Mund geküsst. Mitcham

war der einzige offen schwule

Sportler unter den 10 708 Athleten bei

den Olympischen Spielen in Peking.

Immerhin neun weibliche Sportlerinnen

waren offen lesbisch. NBC hat

sich inzwischen für die homophobe

Zensur entschuldigt.

Washington

Obama vs. McCain

Eine beeindruckende Vita

Der Zürcher Gemeinderat Alecs

Recher ist seit langem eine bekannte

Figur in Zürichs lesbischschwuler

Szene. Bis vor ein paar Wochen lebte

er als Frau. Gesprächstermin mit

Alecs Recher im Zürcher Rathaus.

Mit gros sen, zackigen Schritten tritt

Alecs Recher aus der Tür des Parlamentssaals.

Hier hat er sich vor rund

einem Monat als erster transsexueller

Mann der Schweiz öffentlich geoutet.

Bestimmt, überlegt, souverän.

Dieselbe Präsenz und Verve hatte

schon die Frau, die Alecs Recher

einst war. Rechers Lebenslauf dokumentiert

sein vielfältiges und

konsequentes Engagement: So hat

er schon internationale Velokurierrennen

oder den Christopher Street

Day organisiert, war Pressesprecher

der Mister- und Miss-Gay-Wahlen

und liess sich zum Behindertensportleiter

ausbilden. Neben seiner

politischen Tätigkeit und der Geschäftsführung

der Demokratischen

Juristinnen und Juristen Sektion Zürich

absolviert der ausgebildete Heilpädagoge

gerade ein Zweitstudium

in Rechtswissenschaften an der Uni

Zürich. Dass er bei dieser ausgefüll-

cher sich intensiv mit Genderfragen

auseinandersetzte und sich in der

Drag- und schwullesbischen Szene

engagierte, war ein Leben als Mann

lange Zeit kein Thema mehr. Zwar

stylte er sich mit Kurzhaarschnitt

und weiten Hosen männlich, in der

schwullesbischen Szene fiel Recher

mit seinem burschikosen Auftreten

damit jedoch nicht aus dem Rahmen.

Erst die Begegnung mit einem

transsexuellen Freund, den er aus

den Augen verloren hatte, führte

vor einem Jahr zum Entscheid, dass

auch er eine Geschlechtsangleichung

machen wollte. Seit zwei Monaten

nimmt Alecs Recher das männliche

Hormon Testosteron ein. Seine Stimme

wird tiefer werden, körperliche

Veränderungen wie Umverteilung

des Fettgewebes werden sich einstellen.

Lakonisch erwähnt Recher die

drei Barthaare, die bereits gewachsen

seien.

Ansonsten alles beim Alten

Abgesehen von körperlichen Veränderungen

werde sich allerdings

nichts verändern, stellte der linke

Politiker gleich im Ratsaal klar: «Ich

als Person und meine Politik werden

sei: Als transsexueller Mensch politisiere

er nicht grundsätzlich anders,

aber vielleicht mit mehr Sensibilität

und dem Wissen darum, wie es ist,

zu einer Minderheit zu gehören. Die

Berichterstattung über sein Outing

hat Alecs Recher von einem Negativbeispiel

abgesehen als sehr positiv

wahrgenommen: «Ich bin erstaunt,

wie respektvoll die Medien mit meiner

Situation umgegangen sind und

wie vielfältig in thematischer Hinsicht

berichtet worden ist.» Ins Rollen

gebracht hatte die zahlreichen Presseberichte

ein Artikel in der WOZ, in

dem Alecs Recher zum ersten Mal zu

seiner Transsexualität Stellung genommen

hatte. Es sei ihm bewusst,

dass eine Geschlechtsangleichung

kein Sonntagsspaziergang sei, doch

überwiege im Moment die Freude,

diese Entscheidung getroffen zu haben.

Diese Freude brachte Recher

auch am Rednerpult im Rathaus

zum Ausdruck: «Für mich hört es

sich stimmig an und ich freue mich,

wenn sie mich von nun an mit Herr

Recher bzw. Alecs ansprechen.» Das

machen wir gerne.


Von Roman Ulrich

Am 4. November wählen die USA einen

neuen Präsidenten. Mit dem Republikaner

John McCain und dem Demokraten

Barack Obama bewerben

sich zwei Kandidaten um den Job des

mächtigsten Mannes der Welt, die in

vielen Fragen höchst unterschiedlicher

Auffassung sind. Obama hat

bei seiner umjubelten Rede auf dem

Parteitag der Demokraten mit deutlichen

Worten die lesbisch-schwulen

Wähler umworben. «Ich weiss, dass

es unterschiedliche Auffassungen in

der Frage der gleichgeschlechtlichen

Ehe gibt. Aber wir alle sind uns einig,

dass unsere schwulen Brüder und

unsere lesbischen Schwestern es

verdienen … frei von Diskriminierung

leben zu können.» McCain hingegen

würdigte in seiner programmatischen

Rede Amerikas Schwule

und Lesben mit keinem Wort.

St. Louis

Unappetitliche Sandwiches

Ein Kunde der Sandwich-Fastfood-

Kette «Subway» hatte in der Subway-Filiale

im amerikanischen

St. Louis in einem der Stullenschmierer

einen Darsteller aus einem Schwulenporno

erkannt und sich postwendend

bei der Unternehmensleitung

beschwert. Der 22-jährige Kurt Wild,

der sich neben seinem Subwayjob

zusätzliche Brötchen als Akteur

bei den Pornoproduzenten «Freshmen»

und «Buckshot» verdient, wurde

prompt entlassen. In einer Email

an amerikanische Schwulenmedien

machte Wild seinen Fall öffentlich:

«Ich sollte das Recht haben, da zu arbeiten,

ohne dass mein Schwulsein

ein Thema ist.»


Seite 16

lifestyle

CRUISER 1008

Tipps und Trends von Branko B. Gabriel

Grüezi, Karina Berger

Lubex Anti-Age, dermatologische Synergieformel gegen Hautalterung.

Sichtbar schönere und straffere Haut sowie ein strahlender Teint: Dafür

stehen die neu entwickelten Produkte Lubex Anti-Aging Day & Night, Tonic

und Cleaning Milk. Die neuen Produkte aus dem Hause Permamed sind für

jeden Hauttyp geeignet, ohne Konservierungsmittel, ohne Farbstoffe und

natürlich dermatologisch getestet. Selbst unsere coolste Ex-Miss-Schweiz

Karina Berger (Botschafterin von Lubex) schwört auf die Produkte, und die

sieht ja nun echt hammermässig aus!

Ab sofort in Apotheken und Drogerien erhältlich, Preis auf Anfrage,

www.lubexantiage.ch

Clinique for Men

Mit der Entwicklung Skin Supplies for Men Age Defense Hydrator SPF

15 lanciert Clinique nun die perfekte Multitasking Lösung mit einer 3 in

1 Feuchtigkeitspflege, welche erstens Linien und Fältchen zu reparieren

hilft, zweitens vorbeugt und schützt (dank UVB/UVA-Sonnenschutz gegen

zukünftige Hautschäden) und drittens die verlorene Feuchtigkeit ersetzt

und die Schutzfunktion der Haut stärkt. Liebe Männer, das Anti-Aging-Tool,

das «Mann» wirklich braucht!

Im Handel erhältlich, 50ml für CHF 56.00

Kiehl’s

Seit kurzem führt das amerikanische Kultlabel Kiehl’s ein sensationelles

neues Produkt. Facial Fuel Anti-Wrinkle Cream ist speziell für Männerhaut

konzipiert worden. Diese ölfreie, leichte Feuchtigkeitscreme hilft dabei, feine

Linien zu reduzieren und verbessert die Straffheit der Haut. Hergestellt

aus Kastanien- und Sojaextrakt, sorgt die Formel dafür, dass die Haut sich

widerstandsfähiger und straffer anfühlt, was zur Folge hat, dass Gesichtsfalten

und Linien reduziert werden. Reich an Vitamin C und E als auch an

Extrakten von Zitrusfrüchten, zieht diese kühlende Formel schnell ein,

spendet der Haut Feuchtigkeit und Kraft und verleiht ihr ein frischeres

Aussehen. Für müde Augen gibt es noch Eye Alert (CHF 52.00), meine persönliche

Hitech-Waffe gegen lange Partynächte!

Kiehl’s, Rennweg 23, 8001 Zürich, ab CHF 67.–, www.kiehls.de

Tommy Hilfiger

Endlich hat US -Designer Tommy Hilfiger sein neues Parfum lanciert. Sein

Name? Schlicht Hilfiger und so kommt dann der neue Duft auch tatsächlich

daher. Langweilig, ohne Esprit und Identität, fast schon «peinlich männlich»,

schade eigentlich, weil gerade für die Durchsnittstucken, die nicht wissen,

was sie wollen, wäre der Duft sozusagen der letzte Anker in der Brandung.

Ab 20. Oktober im Handel, EdT 50ml für CHF 68.00


CRUISER 1008

lifestyle

Seite 17

Branko goes to...!

St. Gallen, an die Olma!

Wer hätte das gedacht, dass es mich mal an die Olma nach St. Gallen verschlägt. Nun so weit gefehlt ist

das nicht, zumal mein Götti ja auch einen Bauernhof hatte. Nun ja, es war nicht gerade das Paradies,

auch nicht die Hölle, sondern eher eine Lebensschule. Man lernt viel über die Landwirtschaft und über

das wunderbare Leben eines einfachen Bauern. Back to basics, herrlich schweizerisch und total trendy.

Wer jetzt also immer noch glaubt, dass die Milch aus dem Tetrapack kommt, dem empfehle ich die

Olma wärmstens ans Herz. Vielleicht findet sich ja noch der eine oder andere rassige Knecht!

OLMA 2008 mit Gastkanton Waadt, vom 9. Bis 19.Oktober 2008, mehr Infos unter: www.olma.ch

Knaller des Monats

Sterneföifi Mundartchleidli – jetzt auch in Züri!

Siebesiech, Luusmeitli, Schlingel – Wer kennt sie nicht, die frechen, witzigen und herzigen Mundartchleidli

von Sterneföifi? Seit acht Jahren gibt es das Label nun schon, und endlich ist es auch mit

einem Sterneföifi-Laden in Zürich vertreten! Im hellen und farbigen Ladenlokal an der Brunn gasse

2 im Niederdörfli eröffnete das neuste Lädeli; nach Bern, St.Gallen und Tivoli Spreitenbach bereits

die vierte Filiale. Das Sortiment für Frauen, Männer und Kinder besteht aus T-Shirts, Kapuzen-Sweater,

Accessoires und Unterwäsche. Wer sein ganz eigenes T-Shirt bedrucken will, wie etwa «ich bin

dä geilscht» oder «lass jucken Kumpel» (ab 40 Stück), dem ist der jööö-Effekt garantiert!

Sterneföifi, Brunngasse 2, 8001 Zürich, Infos gibt’s unter www.sterne5.ch

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Egal, wohin es Sie zieht – ganz gleich, was

Sie planen: Für schwule und lesbische

Ferien gibt es einen Spezialisten. Lassen

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begeistern. WIR FREUEN UNS AUF SIE!

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Seite 18

Prominent

CRUISER 1008

Los Angeles

«Nanny» für Homo-Ehe

Fran Drescher hat sich wieder lautstark

zu Wort gemeldet. Nicht aber

als «Nanny» in der gleichnamigen

TV-Serie «The Nanny», in der sie mit

schriller Stimme und grellem Lachen

Freude in das behütete Leben

der Kinder ihres Arbeitgebers «Mr.

Sheffield» bringt. Sondern als Aktivistin

für Gleichheit und Demokratie.

Bei einer schwulen Fundraising-

Veranstaltung in Kalifornien hat

sich Drescher für die Homo-Ehe und

das Prinzip der Trennung von Kirche

und Staat ausgesprochen. Drescher

betonte: «Es ist einfach unamerikanisch,

nicht tolerant zu sein. Wenn

man in einem engstirnigen, religiösen

Land leben will, dann ist Amerika

der falsche Platz dafür.»

London

England ist Weltmeister

Was Englands heterosexuelle Fussballnationalmannschaft

seit dem

umstrittenen Endspiel 1966 gegen

Deutschland nicht mehr geschafft

hat, haben die schwulen Kicker Albions

jetzt wahr gemacht: Sie sind bei

der «International Gay and Lesbian

Football Association World Championship»

Fussballweltmeister geworden.

Beim Endspiel deklassierte

der Stonewall Lions FC im Londoner

Leyton Orient’s Matchroom Stadium

die Elf des argentinischen Safgay FC

mit 5:0. Damit konnten die Stonewall

Löwen einen weiteren Titel zu ihrer

eindrucksvollen Sammlung von

Erfolgen hinzufügen. Ebenfalls in

diesem Jahr wurden sie in Barcelona

Europameister und gewannen bei

den Gay Games 2006 in Chicago die

Goldmedaille.

New York

Dampfendes Musical

«Bathhouse, the Musical» tourt in

diesen Tagen mit rauschendem Erfolg

durch die USA. In 90 Minuten

rasanter Bühnenshow wird mit

viel Witz, Musik, Gesang, Erotik

und nacktem Männerfleisch die Geschichte

des jungen Coming-outlers

Billy erzählt, der seine ersten schwulen

Erfahrungen in einer Sauna

macht. Als Lehrer steht ihm virtuell

der Saunamanager zur Seite, der seinen

Schützling über Lautsprecher in

das schwule Leben einführt. Saunen

waren früher nicht nur Ort reinen

fleischlichen Vergnügens, sondern –

zumindest in den USA – auch Orte

von Show und Kultur. In den legendären

«Continental Baths» in Manhattan

trat in den 1970er Jahren eine

Sängerin namens Bette Middler auf,

die später zum internationalen Megastar

aufstieg.

Bond mit Broccoli


Daniel Craig ist sexy, blond, Bond, und er bleibt

auch unter Schweizer Regie hetero. Als «Casino Royale»

anlief, äusserte er sich mehrfach dahingehend, dass

Bond im nächsten Abenteuer von einem Bond-Boy verführt

werden könnte. Wohl Wunschdenken, in «Quantum

of Solace» ist vorerst nichts vom sexuellen Quantensprung

auszumachen. Ein Quäntchen Trost bietet

da das wahre Leben, es ist schneller und schreibt die

spannendsten Geschichten. Der britische Geheimdienst

arbeitet neuerdings mit der Schwulenorganisation Stonewall

zusammen, sucht Gay-Spione und ermutigt Angestellte,

offen zu ihrer Sexualität zu stehen. Wer Craig

in einer schwulen Rolle sehen möchte, dem seien «Infamous»

oder «Love is the Devil» wärmstens empfohlen.

Keine geschüttelten Martinis zwar, aber rührende und

erschütternde Filmmomente voll prickelnder Homoerotik.

Am 4. November beehrt Craig für die Bond-Premiere

Zürich; begleitet wird das Filetstück der Filmagenten

von Ehren-Davoser Marc Forster und Broccoli, Barbara

Broccoli, Produzentin und nominiert für den Oscar in

der Kategorie «knackigster Prominame». (rg)

Transamerica


Der Traum: Isis King möchte Model werden. Beim

Shooting einer Casting-Show mit sozial benachteiligten

Mädchen sprang sie der Moderatorin Tyra Banks sofort

ins Auge. Nun gehört die ehemalige Bewohnerin eines

Obdachlosenheims selbst zu den Finalistinnen der elften

Staffel von «America’s Next Top Model». Nebenbei

ist Isis transsexuell. In den USA ein echter Tabubruch.

Nicht der erste dieser Show, bereits abgehakt sind lesbische

Knutschereien (der Kandidatin Kim Stolz, ein auch

ziemlich knackiger Prominame) und eine Siegerin mit

üppigen Kurven. Die Produzenten pfeifen auf pseudomoralische

Prüderie und die von Heidi Klum gern zitierten Ansprüche

der Modelbranche, sie wollen Schönheit neu definieren.

Das ist einerseits auch nur ein Schielen auf Quote,

andererseits ein wichtiger kleiner Schritt, schön mutig

und gerade noch rechtzeitig, denn…der Albtraum: Schönheitskönigin

Sarah Palin hält nichts von zeitgemässen Definitionen.

Zieht sie tatsächlich ins Weisse Haus, werden

solche Sendungen in Zukunft Opfer der Zensur. (rg)

Bauer, schwul, sucht

Logisch eigentlich: Der Weg zum Cervelat-Promi beginnt

im Schweinestall. Renzo hat’s vorgemacht, 3+ zog

nach und hat einsame Bauernherzen verkuppelt. Nebenbei

stellte sich heraus, dass es nichts Realitätsferneres

gibt als Reality-Shows und keine bessere Moderatorin

als Andrea Jansen. Auch ein paar Skandale mittleren

Erschütterungsgrades durften nicht fehlen: Hanfbauern,

Prügelbauern, Bauern, die gar keine Bauern sind…

Aber schwul? Für die zweite Runde werden bereits wieder

Bauern gesucht, die «an die Frau gebracht werden

müssen». Vielleicht also in der elften Staffel. Falls das

SF nicht mit einer «Simple Life»-Adaption zuvorkommt.

Da setzt man bekanntlich auf die immer gleichen Gesichter,

und so hiesse es bestimmt: «Kurt und Sven ziehen

aufs Land.» (rg)

Katy Perry


Katy hat ein Mädchen geküsst und fand’s gut. Kicher,

kicher. Das Lied dazu steht nun an der Hitparadenspitze.

In Interviews lässt sie verlauten, a) das sei

gar nicht so ernst gemeint natürlich, oder, ist sie gerade

in Deutschland, b) jaja, sie würde schon, aber nur,

wenn das Mädchen so schön ist wie Heidi Klum. Hat

hier jemand vielleicht gar nicht mit einem Mädchen

geknutscht, sondern mit dem Marketing-Manager von

Madonna und t.A.T.u.? Das Album heisst dann doch

«One of the Boys», darauf auch der Hit «Ur so gay». Darin

geht es um eine Nervensäge, die sich doch bitte mit

einem H&M-Schal erhängen soll, Vegi ist, Mozart mag

und «so gay» ist, aber, sorry, exakt so der Text, nicht

mal Schwänze mag. Wie bitte? Gay als Schimpfwort

für einen Hetero-Verlierertypen? Da bleibt einem das

Kichern im Hals stecken. Hoffentlich alles sozialkritische

Ironie. Trifft man Katy, sollte man das testen:

«Nette Songs, aber irgendwie bist du einerseits voll

schwul und doch hast du nicht die Eier, gay genug zu

sein.» Frau Perry würde dann, wir kennen sie noch

nicht gut genug, um das genau zu wissen a) die Ironie

natürlich verstehen, b) ein sehr doofes und sehr

erfolgreiches Lied darüber schreiben oder «Schwule

Mädchen» von Fettes Brot neu einspielen oder aber c)

kichern. (rg)

In-Touch

Die «Gala» ist von gestern, die «Schweizer Illustrierte»

schon reine Steinzeit. Heutzutage liest man die «In-

Touch», und dies ganz ohne Scheu. Vielleicht auch deswegen,

weil man das Revolverblatt eher «sieht» als liest.

Unzählige Paparazzifotos entführen in die Welt der

Cellulite, Liebesnöte und Modesünden internationaler

Stars. Um pikante Details zu bestätigen, setzten die Macher

auf Insiderwissen zahlreicher «Freunde» und «Bekannter»

der Promis. Eine helvetische Variante der «In-

Touch» wäre doch wünschenswert, denken wir. Freunde

und Bekannte der Cervelat-Prominenz gibt es sicher

zuhauf, um aus dem Nähkästchen zu plaudern – wenn


CRUISER 1008

prominent

Seite 19

überhaupt nötig. Und was die Bilder betrifft, zumindest

die Moderubrik «Manchmal geht’s daneben» wäre

schon mal gebucht. Da muss sich Anna Maier warm anziehen.

(dd)

Britney Spears


Als die Popsängerin Britney Spears vor einem Jahr

die MTV Music Awards-Show eröffnete, bot sich den Fans

ein jämmerliches Bild. Wie ein alter Sack schleppte

sich die einstige Teenqueen über die Bühne. Mittlerweile

wissen wir aber alle: Spears ging durch die (Drogen-)Hölle.

Als lebende Geldmaschine gehandelt, zog sie

kurz darauf den Stecker raus. Nun hat sich Britney wieder

aufgerappelt, sicher auch dank dem (unerwarteten)

Erfolg ihres letzten Albums «Blackout». Mitte September

stand sie wieder auf der Bühne der MTV-Awards und

löschte die Erinnerung an vergangenen Auftritt mittels

Sketch mit beachtlicher Selbstironie. Als Zückerchen

verliehen ihr die MTV-Zuschauer gleich drei Preise. Totgesagte

leben eben länger, im Falle einer Britney Spears

wohl ewig. (dd)

Sarah Palin


Wenn CNN-Moderatoren ihren Text lächelnd hinschmettern,

hat das was Anziehendes. So geschehen Anfang

September, als eine amüsante Meldung den Äther

beflügelte. Sarah Palin, Möchtegern-Vizepräsidentin an

McCains Seite, gibt gerne das Bild der erzkonservativen

Mutter. Aufklärungsunterricht und Homosexualität sind

des Teufels. Ein leuchtendes Beispiel der republikanischen

Doppelmoral. Nach Palins Ernennung kam raus,

dass ihre eigene Tochter, 17, bereits schwanger ist, natürlich

unverheiratet. Sexualkunde wäre hier angebracht

gewesen. Daneben stehen noch weitere, auch politische

Skandälchen auf dem Programm. Indessen gibt’s ein

amüsantes Foto im Internet zu sehen, auf welchem die

junge Palin ein T-Shirt mit folgender Aufschrift trägt:

«I may be broke (pleite), but I’m not flat busted (flachbrüstig)».

So ist das also, mächtig Holz vor der Hütte bedeutet

wohl auch ein Brett vor dem Kopf. Und Lächeln

bedeutet nicht zwingend, dass die Meldung nicht auch

zum Schreien ist, Lächeln lässt sich einfach besser mit

Moderieren kombinieren. (dd)

Brangelina

Nun setzt sich der engagierte Pitt auch für die Homo-Ehe

ein. 100 000 Dollar hat er für eine Werbekampagne

gespendet. Erst im Juni sprach sich Kaliforniens

Gericht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus.

Mit einer Initiative soll dieser Entscheid im November

niedergeschmettert werden. Dagegen wehrt sich Brad

Pitt: Jeder habe das Recht, sein Leben nach seinen Wünschen

zu gestalten, Diskriminierung habe in Amerika

keinen Platz. Er sei erstaunt, dass sich nicht mehr Hollywood-Kollegen

für entsprechende Kampagnen einsetzen.

Ebenso erstaunlich, dass Angelina Jolie noch immer

mit McCain sympathisiert. Gerade rettet sie im

Kino mal wieder die Welt, und nicht nur da, angeblich

plant sie bereits die nächste Adoption. Es gäbe noch so

viele Kinder, deren Leben sie retten könne. Da wäre es

doch ganz hilfreich, wenn ihr auch schwule und lesbische

Paare dabei helfen könnten. Superkräfte hat ja

auch sie nur im Film. (rg)

Madonna


Sie war da: Madonna. In Dübendorf. Mit 73 000 Besuchern

war es das grösste Konzert der Schweizer Geschichte.

Die Stimmen aus dem Publikum liessen via

Presse Folgendes verlauten: Zu sehen war Madonna überhaupt

nicht, «alte» Lieder gab’s fast keine und gesungen

wurde praktisch nur Playback. Dem ist entgegenzuhalten,

dass, erstens, bei 73 000 Menschen die Sicht doch etwas

schwierig sein kann, zweitens, dass eine Madonna

ganz bestimmt keinen kalten Kaffee serviert, und dass

es drittens relativ schwierig ist, die Stimme bei fünf Umdrehungen

pro Sekunde zu halten. Die Presse zelebrierte

Madonnas «Unfähigkeit, das Publikum zu erwärmen».

Dabei war Madonna heiss wie eh und je. Mist findet eben

immer seinen Weg. Für den Weg des Mists interessierten

sich tags zuvor auch einige Journalisten. Bei einer Führung

des Konzert-Veranstalters Good News wollten sie

nur eines sehen: Das Klo der Madonna. (dd)

SVP

Apropos Madonna. Die SVP war äusserst prominent

am Konzert der Diva vertreten. Parteipräsident Toni

Brunner war zugegen, ebenso SVP-Ikone Christoph Blocher

mit seiner Frau Silvia. Die Queen of SVP kaufte

sich die Tickets, weil sie einst einige Songs der Queen

of Pop im Kinderzimmer ihres Nachwuchses hörte –

und mochte. Dies gab sie jedenfalls der Presse zu Protokoll.

Wir hoffen, dass Frau Blocher am Madonna-Konzert

vor Schreck nicht ohnmächtig wurde. Wir meinen

uns zu erinnern, dass Ende der 80er-Jahre SVP-Nationalrat

Ulrich Giezendanner, damals der Autopartei zugehörig,

Madonna aufs Schärfste verurteilte. Die Sängerin

verderbe die Kinder, zitierte «Blick» den Politiker.

Nun, Blochers Kinder haben sich äusserst erfolgreich

im Leben behauptet. Jedenfalls öffentlich. Wie’s privat

aussieht, können wir dank Herrn Giezendanner erahnen.

(dd)

London

Störung der Totenruhe

Seit seinem Tod 1890 liegt John Henry

Newman neben seinem Freund

und Lebenspartner Ambrose St. John

begraben. Das will der Vatikan nun

ändern. Denn Newman war ein Kardinal

und soll jetzt selig gesprochen

werden. Das hat aber die Person des

Kirchenfürs ten wieder in den Mittelpunkt

des öffentlichen Interesses in

England gebracht und damit auch

seine Lebenspartnerschaft mit St.

John, der ebenfalls ein Priester war.

Deshalb findet der Vatikan, Newman

müsse umgebettet werden, weit weg

von seinem Freund. Peter Tatchell,

Englands prominentester Schwulenaktivist,

kritisiert: «Was der Vatikan

hier macht, ist Grabraub und

Störung der Totenruhe.»

Buenos Aires

Gleiche Rente für gleiche

Liebe

Die argentinische Regierung will

erstmals landesweit gleichgeschlechtliche

Paare rechtlich anerkennen.

Die Gleichstellung erfolge zunächst

in der Rentenversicherung, meldeten

im August internationale Medien.

Sterbe einer der Partner in einer seit

mindestens fünf Jahren bestehenden

gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft,

erhalte der Überlebende

zukünftig die Rentenansprüche

des Verstorbenen, ganz so, wie es bei

verheirateten Paaren üblich sei. Argentinische

Lesben- und Schwulenorganisationen

begrüssten die Ankündigung

als «historischen Schritt

nach vorne». Jetzt wolle man sich darauf

konzentrieren, die Einführung

von Eingetragenen Partnerschaften

in ganz Argentinien zu erreichen.

San Francisco

Ärzte im

Gewissenskonflikt

Kalifornische Ärzte dürfen nicht

unter Berufung auf ihre religiösen

Überzeugungen die Behandlung von

Schwulen und Lesben verweigern.

Das hat der kalifornische Supreme

Court in San Francisco im Fall der

lesbischen Frau Guadalupe T. Benitez

entschieden. Benitez und ihre Lebenspartnerin

wollten auf dem Weg der

künstlichen Befruchtung zu Elternglück

kommen. Die behandelnde

Ärztin lehnte jedoch die Behandlung

unter Berufung auf ihre Religion, die

künstliche Befruchtung von unverheirateten

sowie lesbischen Frauen

verbietet, ab. Der erste Verfassungszusatz

auf freie Ausübung der Religion

befreit Ärzte nicht davon, Antidiskriminierungsvorschriften

einzuhalten»,

erklärte Richter Joyce L. Kennard

bei der Urteilsverkündung.


Seite 20

kultur

CRUISER 1008

Heinz de Specht –

Macht uns fertig!

Nach rund hundert Auftritten mit

«Lieder aus der Vogelperspektive»

attackieren Heinz de Specht nun die

Schweiz mit ihrem neuen Programm

Christian Weiss, Daniel Schaub und Roman Riklin präsentieren

auch in ihrem zweiten Programm musikalische

Kurztherapien und plausible Lösungen für sämtliche Missstände

unserer Zivilisation. Aus dem Blickwinkel des Alimente

zahlenden Homo Technicus auf der gepflegten Kloschüssel

erklären die drei Multi-Instrumentalisten,

wie die Sterne tatsächlich stehen.

Endlich wird auch die Schuldfrage

der im Tumbler verschollenen Socken

geklärt und eine schlüssige Definition

geliefert, wo aus streng psychiatrischer

Sicht die Grenze zwischen Normalität

und Wahnsinn oder Kuh und

Hirsch liegt. Vierundzwanzigeinhalb

neue Mundart-Songs, live und in Echtzeit.

Oder ist am Ende doch alles nur

Playback? kb

Aus Horrorskop, einem ihrer neuen Songs:

Es staht alles i de Sterne, jede

einzeln Schritt

öb d gern Kaffi ohni Milch häsch oder lieber mit

öb d im Bett en alte Knilch häsch oder de Brad Pitt

Es staht alles i de Sterne, jede

einzeln Schritt – (Es staht) alles i de Sterne

Theater am Hechtplatz, Zürich

1. bis 18. Oktober, Mittwoch bis Samstag

Onlinetickets:

www.theateramhechtplatz.ch oder 044 252 32 34

Rain, The Beatles Experience

Die erfolgreichste Band aller Zeiten

hat Geschichte geschrieben und

die Erinnerun gen von Generationen

geprägt.

nen wiedergegeben. Projektionen

und Videoeinspielungen, Kostüme,

historische Aufnahmen und Werbespots

verstärken den Eindruck

einer Reise mit der Beatles-Zeitmaschine.

Vor mehr als zwanzig Jahren

schlüpften Joey Curatolo (Paul Mc-

Cartney), Joe Bithorn (George Harrison),

Ralph Castelli (Ringo Starr) und

Steve Landes (John Lennon) mit der

Unterstützung ihres Freundes Mark

Lewis (Keyboards/Percussion) in die

Rollen ihrer Vorbilder und absorbierten

jede musikalische Nuance. Damit

spielt die Band tatsächlich weit länger

zusammen, als es die Beatles je

vermochten. kb

Die Gruppe Rain, deren vier Mitglieder die Geschichte

der Beatles verinnerlicht haben, präsentieren

jetzt auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz

die Beatles-Experience. So erleben die Zuschauer hautnah

die Beatles-Mania vom Enthusiasmus der frühen

Jahre, dem einzigartigen Aufstieg bis zum Gipfel des

Erfolgs. Selbst die damals aufwändig im Studio produzierten

Songs der letzten Schaffensphase präsentieren

Rain auf der Bühne. Die grössten Hits der Beatles

werden absolut authentisch und originalgetreu in

ebenso verblüffenden wie mitreissenden Live-Versiowww.rain-show.com.

Theater 11, Zürich

30. September bis 5. Oktober 2008

Freddy Burger Management,

Ticketcorner, 0900 800 800


CRUISER 1008

kultur

Seite 21

Traviata – Ein Ballett

Schrill, bunt und witzig

Hairspray, das Musical

in St. Gallen

1962, die Corny-Collins-Show ist

die beliebteste Tanz-Fernsehshow

von ganz Baltimore. Hier dabei zu

sein und Madison, Bug oder Twist

zu tanzen, ist der Traum aller Jungen.

Tracy Turnblad hat neben ihrer

pompösen Frisur ein grosses Herz

und eine grosse Leidenschaft: das

Tanzen. Leider entspricht sie nicht

dem gängigen Schönheitsideal und

gehört eher zu den Aussenseitern.

Amber von Tussle hat alles, was sich

ein Mädchen wünscht: eine tolle

Figur, neureiche Eltern und einen

schicken Boyfriend. Noch ist Amber

der Star der Sendung, doch Tracy bekommt

ihre Chance und wird über

Nacht zum Teenie-Idol.

John Waters schrieb das Drehbuch

und drehte 1988 mit Divine den zum

Kult gewordenen Film «Hairspray».

Beide in Baltimore aufgewachsen,

studierten und arbeiteten sie seit

Jahren zusammen. Divine verstarb

kurz nach Drehende an Herz- und

Atemstillstand im Alter von 43 Jahren.

Einer ihrer bekanntesten Songs

ist sicher «You Think You’re A Man»

von 1984 und ein bekannter Ausspruch

von ihr ist: «All my life I wanted

to look like Elizabeth Taylor. Now

Elizabeth Taylor looks like me.» Der

Film wurde im Jahr 1989 in sechs Kategorien

für den «Independent Spirit

Award» nominiert, darunter für

Regie und Drehbuch. 2002 schaffte

es «Hairspray» als Musical an den

Broadway. Die Verfilmung der Bühnenversion

kam 2007 mit John Travolta

als Mutter Turnblad in die Kinos.

«Hairspray» ist ein Musical mit

viel Frisur, Haarspray, toller Musik

und scharfzüngigen Texten. Schrill,

bunt und witzig. Ein Musical der Superlative.

kb

Theater St. Gallen

Karten 071 242 06 06

Getürkte Fälle – ein

Cop packt aus!

Murat Topal ist Deutsch-

Türke und Polizist in

Berlin – und zwar auch

im realen Leben

Mit starker körperlicher Präsenz

und sprachlicher Begabung schlüpft

Murat Topal in die Typen und Figuren

und erzählt so Geschichten, die

tatsächlich das Leben schrieb. Egal,

ob er als türkischer Gemüsehändler

Üsküdar eigenwillige Geschäfte

tätigt, sich als sadistischer Ausbil-

der oder als Urberliner mit frecher

Schnauze präsentiert: Er findet treffsicher

die Komik dieser Typen und

bringt sein Publikum zum Lachen,

ohne die Figuren der Lächerlichkeit

preiszugeben. Murat Topal zeichnet

sich aus durch seinen pointierten

Witz, zündende Musiknummern

und den liebevollen Blick auf die

Menschen in Berlin. kb

Casinotheater Winterthur, 4. Oktober

www.casinotheater.ch oder

052 260 58 58

Richard Wherlock, der

Basler Ballettdirektor,

lässt die Kameliendame

tanzen

Das Schicksal der Edelkurtisane

Violetta, die sich dem mondänen Lebensstil

der Pariser Halbwelt hingibt

und die Männer durch ihre Schönheit

bezaubert, ohne je dabei die

Kontrolle über ihr Herz zu verlieren.

Als genau dies dann doch geschieht,

muss Violetta bitter erkennen, dass

einer Frau mit Vergangenheit ein

normales, bürgerliches Glück verwehrt

ist.

Richard Wherlock greift neben

dem Opernlibretto auf die literarische

Vorlage von Alexandre Dumas

Sohn und George Cukors Film - mit

Greta Garbo in der Hauptrolle – zurück.

Und an Stelle von Verdis Musik

verwendet er solche von Francis Poulenc,

Maurice Ravel, Camille Saint-

Saëns, Erik Satie und anderen. Die

Hauptfigur heisst wieder Marguerite

Gautier und lebt im Fin de Siècle

– Ende 19., anfangs 20. Jahrhundert

– inmitten einer lauten, rücksichtslosen

Spassgesellschaft. Mit dem Ballett

Basel und dem Sinfonieorchester

Basel. kb

Theater Basel

Premiere am 12. Oktober

Karten www.theater-basel.ch

oder 061 295 11 33


Seite 22

musik & film

CRUISER 1008

Mylène Farmer ****

Point de Suture

Frankreich: Dass man hier ihren grössten Hit

«Désenchantée» hauptsächlich in der unsäglichen

Kate Ryan-Version kennt, sorgt hinter

dem Röstigraben für blankes Entsetzen. Mylène

ist eine Ikone, ein Gesamtkunstwerk.

Während über 20 Jahren hat die medienscheue

Chanteuse immer wieder fasziniert

und provoziert mit symbolschwangeren Texten

und Bildern, die sexuelle Identität, Religion

und Gewalt verflechten. Erinnert stark an Madonna? So ähnlich das

Ergebnis, so anders ist die Methode. Während Ciccone auf exzessive Anstrengung

setzt, ist bei Farmer alles von ätherischer Leichtigkeit. Auch die

neuste CD stammt nicht von einem Heer gehypter Profis (sieht man von

Duettpartner Moby ab), sondern aus den Tiefen des Unterbewussten, wo

Traum und Trauma sich gute Nacht sagen. Musikalisch in besseren Momenten

melancholisch sinnlicher Electro, in schlechteren etwas gar altbackener

Soft-Techno, düster schattiert. Auf voller Länge hat «Point de Suture»

eine Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. (rg)

Mia. **

Willkommen im Club

Deutschland: «Hungriges Herz», wer hat da

nicht mitgetanzt? Erst öffentlich, nach diversen

Fettnäpfchentritten der Band heimlich.

Nun gut, die Nazi-Kontroverse um einen

patriotischen Songtext war gewiss übertrieben,

ist gegessen. Ganz verdaut nicht. Mia. landete

dann in der Naiv-aber-OK-Schublade. Mit

«Willkommen im Club» soll das Tanzen nun

munter fortgesetzt werden, erst recht, und

mit dem Liedchen «Mausen» rächt sich die Sängerin, die sich Mieze Katz

nennt, originellerweise an den bösen Medien, die ihr Naivität unterstellen.

Vielleicht zu Recht, weil man ja eigentlich über die Musik schreiben soll.

Nur was? Ohne Höhepunkte kämpft der monotone Beat gegen eine Stimme,

die klingt, als würde man alkoholisiert Nina Hagen auf Helium erleben, also

schrill, hoch und meistens unnötigerweise verdoppelt. «Mein Freund»,

die aktuelle Single, ist ein auf Disco getrimmter Amélie-Walzer. Ein anderes

Wort als naiv ist da schwer zu finden. «Hungriges Herz» bleibt Kult, die Club-

Mitgliedschaft wird gekündigt. (rg)

Calexico *****

Carried to Dust

Niemandsland: Calexico schickt uns erneut

in die Wüste zwischen den USA und Mexiko.

Bei Sonnenuntergang lernt der Country den

Mariachi kennen, Cowboyhüte und Sombreros

reiten weiter, Stillstand gab’s bei Calexico

noch nie. So kommt es zu einem Flirt mit

Hollywood, zu einer Liebesnacht mit dem Tango,

einer Affäre mit Folk und Jazz. Für Sänger

Joey Burns und seine Musiker sind Grenzen

Schmelztiegel, keine Trennlinien. Plötzlich liegen das verschneite Moskau

und eine chilenische Altstadt in der Wüste. Offen auch das Bandkonzept, auf

fast allen Tracks sind Gäste zu hören. Jauchzende Bläser umarmen jaulende

Gitarren, bis an einem künstlichen See die Sonne aufgeht. «Man Made Lake»

beginnt als sanfte Ballade, verklingt als Dissonanzen-Gewitter, einer der besten

Calexico-Titel überhaupt. Das Kind der Nacht heisst «Carried to Dust»,

eine Hommage an den Staub. Strassenstaub und Sternenstaub, bei Calexico

vermischt sich Schmutziges und Glitzerndes zu einem Meisterwerk. (rg)

Indiana Jones 4 ****

Von Steven Spielberg

Der verwegenste Schatzjäger der Kinogeschichte

will’s nochmals wissen. Vorerst fällt Indiana

Jones (Harrison Ford) jedoch den Russen in die

Hände, denn der Kalte Krieg ist in vollem Gange.

Stalins Lieblingsagentin Irina Spalko (Cate Blanchett),

ihres Zeichens Parapsychologin, entwendet

in der Area 51 ein mysteriöses Skelett, das

den Weg in den Amazonas und somit zu einem

mystischen Kristallschädel, weist. Dessen Suggestivkräfte

sollen eine versunkene Stadt ans

Tageslicht fördern. Um Druck auf Indiana auszuüben,

hat sie seine trinkfeste alte Flamme

Marion (Karen Allen) in ihre Gewalt gebracht. Eine Jagd auf Leben und Tod

beginnt. Regisseur Steven Spielberg gelingt es mit Indiana Jones und das

Königreich des Kristallschädels mühelos, den Charme der ersten Filme zu

entfachen. Für jüngere Zuschauer serviert er Shia LaBeouf, einer der angesagtesten

Newcomer Hollywoods, als Sohn des Indiana Jones. (dd)

Das Waisenhaus ***

Von Juan Antonio Bayonas

Spanien empfiehlt sich Filmfreunden immer

häufiger als Land, das visuell anspruchsvolle

wie auch mysteriöse Filmperlen hervorbringt.

In dem Titel gebenden spanischen Waisenhaus

geschahen zu Zeiten Francos viele schreckliche

Dinge. Nun will die tatkräftige Laura das Heim,

den Ort ihrer Jugend, wiedereröffnen. Sie ahnt

allerdings nicht, dass ihre Behausung ein Ort

des Grauens war. Mit dabei ist ihr sensibler Sohn

Simon, der wie Laura früh adoptiert wurde. Als

Simon plötzlich von unsichtbaren Freunden erzählt,

die eine gravierende Ähnlichkeit mit Lauras

alten Waisenhausfreunden aufweisen, nehmen unheimliche Dinge ihren

Lauf. Bald darauf verschwindet Simon und Laura macht die Geister

früherer Bewohner dafür verantwortlich. Sie sieht sich gezwungen, sich den

Dämonen der Vergangenheit zu stellen. Das Waisenhaus erinnert stellenweise

an «The Others», kommt aber nicht an dessen Intensität heran. Hauptdarstellerin

Belén Rueda liefert dafür eine atemlose Peformance. (dd)

Sex & the City ****

Von Christopher Smith

Wer die erfolgreiche Serie mochte, wird diesen

Film unweigerlich lieben müssen. Die

Filmversion von Sex and the City knüpft ans

Ende der Serie an. Beschwingt kommt die Story

daher, ist sexy inszeniert und auf liebevolle

Weise sentimental. Für die Fans wird es sein,

als wären keine vier Jahre vergangen. Trotzdem

hat sich einiges getan: Carrie und ihr

Mr. Big wollen sich das Jawort geben, Miranda

und Steves kleine Familie stehen vor dem

Aus, Charlotte und Harry haben endlich ihren

lang ersehnten Nachwuchs gekriegt, und Samantha, man staune, ist fest

mit dem attraktiven Smith liiert. Auch wenn das Zusammenspiel der vier

Damen hervorragend funktioniert, Heldin bleibt natürlich Sarah Jessica

Parker, die als liebenswerte Carrie den Film dominiert. In Gastrollen brillieren

Candice Bergen als Vogue-Redakteurin sowie Jennifer Hudson als

junge Romantikerin, die eine neue Generation New Yorker Frauen darstellen

soll. (dd)


CRUISER 1008

Buch

Seite 23

Ultrarealistische nackte Männer

Und im Kopf des

Betrachters laufen

erotische Filme ab

Jedes Bild in Justin Monroes erstem

Bildband erzählt eine Geschichte:

sexuell, gewaltig, dramatisch,

überzeichnet, wild und respektlos.

Die Sets sind geladen mit sinnlichfarbenfrohem

Pomp, ausgefeilter

Be leuchtungstechnik, aufwendigem

Kostümdesign und perfektem Styling.

Justin ist sehr voyeuristisch veranlagt,

wie es viele Filmschaffende

sind. Seine Arbeiten können als ultrarealistisch

bezeichnet werden und

Gustav ins Fischtal zurück. In den

verfallenden Kulissen längst vergangener

Tage erinnert er sich an seine

Familie und an eine Welt, in der

kühler Realitätssinn, glatte Oberfläche

und puritanische Sittenstrenge

gepredigt werden, in der man über

andere Menschen streng Gericht

hält – dabei in der krokodilledernen

Handtasche stets den silbernen

Flachmann und die Pillendose von

Cartier griffbereit.

Tinglers vorheriges Buch heisst

«Leute von Welt». Neben seiner neuesten

Sammlung essayistischer und

satirischer Kurzprosa wird neben

Problemen der Globalisierung unter

anderem die Frage behandelt, wie

man am geschicktesten mit seinen

besten Feinden umgeht, was man anziehen

soll, wenn man von Louis Vuitsie

sind höchst provokativ. Justin benützt

sein Auge, die Umgebung und

die Kamera, um eine überhöhte Realität

einzufangen. Er kreiert dramatische

Szenen mit Licht, ob das nun

die Sonne ist oder die Reflexion von

Diamanten oder das halbdunkle Gesicht

eines nackten Models ist. Diese

müssen gut aussehen, offen sein, geduldig

und lernwillig. Er sucht besondere

Menschen, vom typischen

Model bis zum unkonventionellen.

Die Fotos wurden digital bearbeitet,

was sie zum Teil etwas fremd erscheinen,

aber sehr erotisch wirken lässt.

Justin Monroe wurde im mittleren

Westen der Vereinigten Staaten

geboren. Schon seine Eltern waren

Künstler und so kam er früh in Kontakt

mit der Kultur und der Künstler-Szene.

Er war zehn Jahre alt, als

seine Mutter und seine Grossmutter

feststellten, dass er das Talent zum

Schauspieler hat. Er wurde visuell

und in Performance geschult und

nahm an zahlreichen Workshops

teil. Heute lebt er in Los Angeles, wo

er sich zusammen mit Modedesignern

und Kreativdirektoren schnell

einen Namen in der Welt der internationalen

Modefotografie gemacht

hat. www.justinmonroe.com. kb

Justin Monroe

Down The Rabbit Hole, Fotobuch

Bruno Gmünder Verlag Berlin

ironisch-satirische betrachtungen

Fischtal, sein erster

Roman, und Leute

von Welt mit amüsanter

Prosa

Fischtal ist Philipp Tinglers erster

Roman. Die letzten Tage von

West berlin sind angebrochen. Allerdings

merkt davon niemand etwas,

jedenfalls nicht in Zehlendorf, jenem

Teil der Stadt, wo die Gärten so

gross sind, dass man seine Nachbarn

nicht sieht. Dort bewohnt der siebzehnjährige

Gustav zusammen mit

seiner Grossmutter das Haus Fischtal,

inmitten einer Gesellschaft,

deren grösste Sorge es ist, dass die

Putzfrau heimlich Konfekt isst. Als

die Grossmutter später stirbt, kehrt

ton zum America’s Cup eingeladen

wird. Mit der ihm eigenen (selbst-)ironischen

Prägnanz widmet er sich den

Phänomenen der so genannten besseren

Gesellschaft, aber auch Charakterstudien

und Lokalkoloriten.

Philipp Tingler wurde 1972 in Berlin

West geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften

und Philosophie

an der Hochschule St. Gallen,

London und Zürich. Er erhielt ein

Hochbegabten-Stipendium, war Fotomodell

und erhielt die Ehrengabe

des Kantons Zürich für Literatur und

die Nomination für den Ingeborg-

Bachmann-Preis 2001. Philipp Tingler

lebt in Zürich. kb

Philipp Tingler

Fischtal, Roman

Kein & Aber Verlag Zürich

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horoskop

CRUISER 1008

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be informed – and protect yourself

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23.12. – 20.1. STEiNbocK


In diesen Tagen ist es wichtig, dass du nicht übertreibst. Auch wenn

du vom Gefühl her alle Trümpfe in der Hand zu halten scheinst,

sei dir versichert, dass auch du bei einem kleinen Fehler scheitern

kannst. Halte dich deshalb zurück und übe dich in Geduld.

21.1. – 18.2. WASSERMANN


Du wirst in den kommenden Wochen den Drang verspüren, dein

Leben zu verändern und dem Alltagstrott zu entweichen. Die Sterne

stehen gut, es ist an der Zeit, dein Leben neu zu planen. Alleine die

Vorfreude darauf wird dich zu wahren Höhenflügen verleiten.

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19.2. – 20.3. FiSchE


Eine verloren geglaubte Liebschaft wird dir bald über den Weg laufen,

und die Gefühle von damals werden plötzlich wieder aktuell sein.

Doch nimm in einer ruhigen Minute die rosarote Brille weg, und gestehe

dir ein, weshalb die alte Liebe aus deinem Leben verschwand.

21.3. – 20.4. WiDDER


Nach der harten Arbeit der letzten Monate solltest du dir nun einige

Pausen gönnen. Auch du wirst nicht ständig auf der Überholspur

leben können. Es ist sehr wichtig, dass du dir die Zeit nimmst, um

in dich reinzuhorchen, du könntest dabei überrascht werden.




21.4. – 20.5. STiER


Neue Aufgaben halten Einzug in dein Leben und du fragst dich

in einsamen Stunden, ob du diesen überhaupt gerecht werden

kannst. Die Sterne versprechen aber Erfolg. Du wirst diese neuen

Herausforderungen mit Bravour bestehen und dabei punkten.

21.5. – 21.6. zWiLLiNgE


Jemand wird in den kommenden Tagen voll darauf hinarbeiten, um dich

in einen absurden Plan einzubinden. Deshalb sei auf der Hut und halte deine

Augen offen, denn nichts ist besser als diesen vermeintlichen Freund

aus deinem Leben zu verbannen.

22.6. – 22.7. KREbS


Überlege dir genau, was du mit deinem Geld machen willst. Der

neue Reichtum dieser Tage hat nicht nur schöne Seiten. In deinem

Jubel könntest du einige Fehler begehen. Lass dich von einer kompetenten

Person beraten und bleibe dabei objektiv.

23.7. – 23.8. LÖWE


Wieder einmal wirst du für deine Fähigkeiten gelobt. Das könnte

dir zu Kopf steigen. Schnell könntest du dich in unliebsamen

Situationen wiederfinden. Denn nicht überall solltest du deine Nase

reinstecken. Dein Talent wird nicht so schnell verrosten.

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24.8. – 23.9. JUNgFRAU


An dich wird eine vertrauliche Nachricht weitergeleitet. Diese sollte

auch vertraulich bleiben. Es wird natürlich schwer für dich werden,

das Geheimnis für dich zu behalten, denn die Sterne sagen einige

Schwierigkeiten voraus. Trotzdem solltest du durchhalten.

24.9. – 23.10. WAAgE


Ein Angebot der Extraklasse wird dich nicht mehr loslassen. Es

empfiehlt sich deshalb, dich mit deinen besten Freunden zu besprechen.

Achte aber darauf, dass dieses Gespräch neutral bleiben wird.

Ansonsten stehen die Zeichen gut für neue Ziele.

24.10. – 22.11. SKoRpioN


Die Liebe ist ein seltsames Spiel, das haben uns schon jene Künstler

auf vielfältige Art und Weise mehrmals mitgeteilt. Auch du wirst

diese Erfahrung machen. Es liegt aber an dir, ob diese bitter oder

süss sein wird. Bleibe einfach offen und sei dich selbst.

23.11. – 22.12. SchÜTzE


Entspannung solltest du diesen Monat gross schreiben. Trotzdem sollte

es nicht in Faulheit ausarten. Erarbeite deshalb einen Stundenplan.

Teile deine Zeit nach deinen Bedürfnissen wie auch nach den

Notwendigkeiten ein. Damit solltest du gut zurechtkommen.


CRUISER 1008

gesundheit

Seite 25

Leserbriefe an Dr. Gay

Verlorenes Herzklopfen

Hallo Dr. Gay. Seit nun fast einem Jahr bin ich mit meinem Freund zusammen.

Nun bin ich mir nicht sicher, ob ich noch mit ihm zusammenbleiben

will. Ich liebe ihn sehr, aber das Herzklopfen ist verloren gegangen. Schon

länger unternehmen wir nicht mehr viel zusammen. Es wurde richtig langweilig.

Auch sexuell reizt er mich überhaupt nicht mehr. Aber ich kann mir

nicht vorstellen, ohne ihn weiterzuleben. Das Vertrauen hat auch gelitten,

da er vor einiger Zeit vor meinen Augen mit einem anderen Typen rumgemacht

hat. Kannst du mir evtl. einen Tipp geben?

Gruss, Damian, 21

Lieber Damian

In den meisten Beziehungen, egal, ob homo oder hetero, kommt irgendwann

der Punkt, an dem man sich schon in- und auswendig kennt. Der

Alltag und auch die Langeweile schleichen sich ein. Die erste Verliebtheit

und das von dir erwähnte Herzklopfen bleiben aus. Erst dann beginnt die

eigentliche Beziehungsarbeit. Liebt man sich noch und will zusammenbleiben,

dann ist es wichtig, dass man offen über die gemeinsamen Probleme

spricht und daran arbeitet. Erst dann wird sich herausstellen, ob man wirklich

ein Paar bleiben möchte, oder sich in aller Freundschaft trennt. Wenn

du aber deine Gefühle unter Verschluss hältst, kann das zum grossen Knall

führen. Wie du schreibst, hat auch dein Freund Mühe mit der Situation, ansonsten

würde er wohl kaum vor deinen Augen mit jemand anderem rummachen.

Das war vielleicht seine Art zu zeigen, dass es für ihn nicht mehr

stimmt. Redet über eure Beziehung, über die Gefühle und die Hoffnungen.

Gut möglich, dass dadurch wieder die Spannung steigt und somit das Herzklopfen

wieder einsetzt.

Alles Gute, Dr. Gay

Chlamydien-Infektion

Hallo Dr. Gay. Vor zwei Wochen spürte ich beim Pinkeln ein leichtes Brennen.

Auch hatte ich das Gefühl einen Ausfluss zu bemerken. Also ging ich

zum Arzt und wurde positiv auf Chlamydien getestet. Aus den Antworten

des Arztes wurde ich aber nicht schlau, im Gegenteil. Deshalb wende ich

mich nun an dich mit folgenden Fragen: Wie werden Chlamydien übertragen?

Und ist man(n) nach einer Behandlung mit Antibiotika wieder sauber?

Vielen Dank für deine Antwort.

Gruss, Anatol, 36

Lieber Anatol

Die Chlamydien-Infektion ist eine weitverbreitete Geschlechtskrankheit.

Sie führt u.a. zu einer unspezifischen Harnröhrenentzündung. Die Übertragung

erfolgt beim Sex bzw. durch Oral- und Analverkehr und zwar passiv

wie auch aktiv. Der Erreger siedelt sich an der Harnröhre, der Darmschleimhaut,

im Rachen oder in den Augen an. Eine Übertragung erfolgt dann durch

den Kontakt mit diesen Schleimhäuten und mit Ausfluss aus diesen. Bei

Männern kommt die Harnröhrenentzündung oft vor. Ein eitriger Ausfluss,

Schmerzen beim Wasserlassen und Jucken in der Harnröhre sind die typischen

Symptome. Bei einem aufsteigenden Infekt kann es weiter zu einer

Entzündungen der Prostata und der Hoden kommen. Die Behandlung erfolgt

mit Antibiotika, wobei der Partner auch in die Therapie miteinbezogen werden

muss, da sonst eine gegenseitige Neuansteckung erfolgen könnte. Die

Erkrankung heilt so erfolgreich aus. Eine Immunität besteht danach aber

nicht, eine erneute Infektion ist immer wieder möglich.

Alles Gute, Dr. Gay

Hildegard

Von der Badehose in den Skianzug, vom Caipirinha zum Rumpunsch und

aus den Flipflops directement in die Essigsöckli: Ein solches Sommer-ende

ist quasi die Mutter schlechter Herbstlaune. Mit Temperaturstürzen kann

der Mensch schlecht umgehen, und die meisten von uns reagieren auf dergestalte

Ruppigkeit im Minimum mit einem nachhaltigen Grant. Dabei

spielt es eigentlich keine grosse Rolle, ob der abrupte Wechsel von warm

auf kalt wetterbedingt oder anders verursacht ist. Den genau gleichen Effekt

stellen wir fest, wenn zum Beispiel Gloria von Thurn und Taxis zuerst

ein sauglatter Punk ist, und dann am Ende Sachen sagt, wie «Homosexualität

existiert nicht!». Naja. Immerhin lagen zwischen diesen beiden Fronten

mehrere Jahre, in denen wir uns langsam an den neuen Wettertrend bei

Gloria gewöhnen konnten. Nicht so bei einem Arzt im Hauptbahnhof Zürich.

Das Fernsehen begleitete ihn anlässlich einer DOK-Sendung über das

entstehen der neuen Serie «Tag und Nacht» bei seiner Arbeit. Wer den DOK

gesehen hat, wird mir zustimmen: Es war sehr herzig wie der Herr Doktor

der älteren Dame aus Spanien die Angst vor ihrer juckenden Kopfhaut nehmen

wollte. Die Frage, ob es sie beisst, weil sie «amigs» ein bisschen traurig

sei, fand ich sehr rührend. Auch sonst war der Herr Doktor einfach ein

mega aufgestelltes Bürschtli, zu dem man gerne gehen möchte, wenn man

sich zum Beispiel das Guetzliblech auf die Zehen gedonnert hat oder so.

Wirklich gmögig! Und dann «verzellt» er plötzlich ohne Vorwarnung einen

solchen Schmonz, dass man die Ohren anlegen musste: Auf die Frage, ob

er mit gewissen Behandlungen Mühe habe, beschrieb er das Beispiel, eines

schwulen Mannes, HIV-positiv, welcher in den letzten sechs Monaten drei

mal bei ihm gegen Tripper behandelt wurde. Da der Mann offensichtlich

trotz seiner HIV-Infektion ungeschützten Sex habe, lehnte er die weitere

Behandlung des Mannes ab. Wörtlich: «Ich kann jemanden nicht behandeln,

der mit 180 durchs Dorf fährt und Mensch und Tier gefährdet.»

Wenn jemand so sympathisch ist, und dann plötzlich so dumm daherredet

ist das irgendwie fast schlimmer, als wenn auf die Raketen-Glacé das

Marronisäckli folgt. Es ist ein bisschen, wie wenn man mit 180 durchs Dorf

fährt und dann direkt in die Hausmauer vom «Ochsen» donnert.

Freilich ist diese Praxis kein Checkpoint und Herr Doktor kein HIV-Arzt.

Man muss aber kein Infektiologe sein, um zu wissen, dass man sich auch

beim geschützten Sex mit einem Tripper anstecken kann – via Rachenschleimhaut

zum Beispiel. Im Weiteren könnte der Mann ungeschützten

Verkehr haben mit jemandem, der ebenfalls positiv ist. Er stellt öffentlich

Mutmassungen zur sexuellen Aktivität eines Patienten an und zeichnet

dabei ein Bild der Schwulen, welches dermassen démodé ist, dass man ihn

zur Strafe sofort mit Gloria von Thurn und Taxis drei Tage lang in einem

Skianzug einsperren sollte.

Arzt ist er übrigens geworden, «weil ihn das Leben interessiert» – sagt er.

Also gut. Wir offerieren dem lieben Herr Doktor gratis eine Weiterbildung:

Nachsitzen mit Hildegard. In den Räumen des Checkpoint Zürich – nur einen

Guetzliblechwurf von seiner eigenen Praxis im Hauptbahnhof entfernt.

Damit er in Zukunft der Aufklärung verpflichtet ist, statt dem Schüren von

piefigen Vorurteilen. Im Interesse des Lebens, übrigens.

Es grüsst euch eure Hildegard

www.hilde.ch


Lola Sara Korf

mit einer intimen Lesung

Berliner Sause der Extraklasse

mit 4-Gang-Menu!

«Berlin fatal fatal, on Spot»

mit Gloria Viagra,

Chantal (House of Shame)

und Bürger P.

Freitag 17. Oktober 2008

Vertigo Zürich

VERTIGO

EXTENDED DINING & CLUBBING

Bar, Lounge, Gourmetlokal und Partytempel unter einem Dach: Das Vertigo haucht Zürich den

Zeitgeist tonangebender Genuss-Metropolen ein. Ein orchestriertes Spiel von Delikatessen, Akustik,

Licht und Raum schmeichelt sämtlichen Sinnen. Schlemmten einst so die Götter? Das in

Weiss getauchte Club-Liegerestaurant führt eine rund angelegte Lounge unter dreizehn Meter

hoher Kuppel. Spiralförmig windet sich von dort eine grosszügige Galerie mit einladenden Liegeinseln

in die Höhe des ehemaligen Kinosaals Wellenberg. Die sphärische Frische gipfelt visuell in

der «Pandorabox», einem vom Himmel hängendem 360°-3D-Lichtspiel. Das Vertigo zelebriert eine

Qualitätsküche, die es schafft, Kreativität mit erstaunlich leichter Bodenständigkeit zu vereinen.

Jeweils ab 23 Uhr bringen dann Stars der internationalen DJ-Szene oder lokale Platten-Matadoren

musikalisch Schwung ins Vertigo und die Lounge wird zum pulsierenden Cluberlebnis.

www.vertigozurich.com


CRUISER 1008

agenda

Seite 27

Die Agenda

Monatlich erscheinender Veranstaltungskalender

GAY-TANTRA

International mit Armin C. Heining

Freitag, 14.11.2008

Informationsabend /

Massagevorführung

in Zürich

15. - 16.11.2008

Erotische Massage

Workshop in Zürich

+49 30 26344515

www.gay-tantra.ch

zürich

Feitag 26. September

19.30 HAZ-Centro:

Freitags-Centro mit Franz & Ludwig

21.30 AAAH!: Marktgasse 14 DJ Norman

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. Chartstation

Disco Party mit DJs Dynam!ke &

Groovemaster. 100% pure Disco!

22.00 rage:

Wagistr. 13, Schlieren Cruising Unlimited

23.00 sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Motorbiker,

Leather & Rubber

23.00 Loop 38: Albulastr. 38.

Party open end Büroproduktion Labelnight.

DJs Patrick Zigon, Cosili, Zero,

Sheriff & Joker, de Luca, Andy Action,

Pete Power aka Nr. 2 & Oliver Cave

23.00 stairs Club: Hohlstr. / Shell Tankstelle

(beim Letzipark). «mArYiC»

DJs TonTon & Surprise DJ aus Berlin

basel

Samstag 27. September

21.00 Colors meets pussycat:

Gay & Lesbian Party im Volkshaus, Rebgasse

12. DJs Mark Jones, Angelo, Mary

& Ground Control. Live Bettina Schelker

«The Honeymoon is over». Vorverkauf

Fotopresto, Zischbar & über

www.gaybasel.ch

bern

10.00 regenbogenfamilie schweiz:

Quo vadis? Eine Tagung zum Thema

Kinder. Die Situation, Erfahrungen und

Probleme heute. Was wird von LOS und

Pinkcross für die Situation von morgen

verlangt? Infos & Anmeldung

www.los.ch & www.pinkcross.ch

22.00 IsC Club:

Tolerdance für Schwule, Lesben und

FreundInnen.

Golden Tolerdance. DJs Ludwig & Corey

chur

14.00 12. schlagerparade: mit den

Hossamobilien durch die Stadt Chur von

der Stadthalle zum Martinsplatz. Hauptbühne

beim Arcasplatz mit diversen

Livebands. Ganze Nacht Parties in

diversen Lokalen. Zürich HB ab 11.37h,

erster Zug am Sonntag ab Chur 05.00h

(umsteigen in Sargans).

Alle Infos www.schlagerparade.ch

Luzern

19.30 10 Jahre Lilaphon: die Party for

lesbians, gays and friends im LA FOUR-

MI, Tribschenstrasse 61. Das Motto:

LautStark – StillVergnügt.

Start mit Crash-Tanzkurs im aufkommenden

Tanzstil Lindy-Hop. Anschliessend

Konzert von Gigi Moto und Disco

mit Musik von She-DJ Anouk Amok.

Mit Überraschungen. Eintritt ab 18

Jahren. Infos unter www.lilaphon.ch

22.00 uferlos: Schwul-lesbisches

Zentrum Geissensteinring 14. HALU

Schlagerparty. Kitsch, Kitsch, Kitsch

zürich

19.30 rhythm & swing-schiff:

Swing und Jive 40er und 50er Jahre.

Ab Bürkliplatz 20h, retour um 22.30h.

Fr. 26.– (nur Spezialtickets gültig). Tischreservation

www.zsg.ch oder 044 487 13 13

20.00 Gaydancers:

Binzstr. 9. Standard-, Latin-, Salsatänze.

Infos www.gaydancers.ch

21.30 AAAH!:

No Limits DJ +1

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. G-Dance DJ Q-Bass

23.00 Boyahkasha!: Summer Love Party

for Gay, Lesbians & Friends im Hiltl, Sihlstr.

28. DJs Charbon de Bois, Raffinesse &

Zör Gollin. Infos www.boyahkasha.ch

23.00 Labyrinth@Lotus Club:

Pfingstweidstr. 70 Welcome Back.

DJs Tomic, Mental X & Peter Lavelle

23.00 sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Schweinebucht

Fetish. Bierpass 3 für 2

23.00 rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Industrial Cruise Zone

23.00 Loop 38:

Albulastr. 38. Smokingfish@Loop38. Ab

06h Spidergalaxy After Hour Man of

tomorrow: DJs Dada Global, Pat Patrisha,

Nader, Sama & Wandler

23.00 stairs Club:

Hohlstr. / Shell Tankstelle (beim Letzipark)

«Pro(x)ist Party». DJ Thomi B &

DJane Xela. Weiter am Sonntagmorgen

mit DJs Ezikiel, Venus, Tomi Gips & Kido

Sontag 28. September

basel

21.00 untragbar!: Die heterofreundliche

Homobar am Sonntag im Keller des

Restaurants Hirscheneck, Lindenberg 23

Djane Dee Jette - Weltmusikschlager

Lausanne

23.00 TrIXX Gay Bar @ mAD:

avec DJ David Armada

zürich

07.00 HAZ Outdoor:

Frühherbstwanderung Rhäzüns -

Bischolpass - Obertschappina. Ab Zürich

HB 07.12h (IR 759), ab Chur 08.48h. Treffpunkt

09.10h Bahnhof Rhäzüns. Alle

weiteren Infos und Anmeldung bis 21.9

unter www.haz.ch / outdooraktuell

20.00 Le Bal - Club Lounge Bar:

Beethovenstr. 8. Ladies Night Happy

Night by DJ Franca

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. b-boy Party DJ Q-Bass

21.30 AAAH!:

SOS - Sound on Sunday DJ Andreas K

Mo 29. September

zürich

19.00 Zart & Heftig: Filmabend. «The

Fluffer», Uni Zentrum Hauptgebäude

(Raum wird noch bekannt gegeben,

siehe www.zundh.uzh.ch)

21. 30 AAAH!: Disco DJ Q-Bass

Di 30. September

zürich

12.00 Aidspfarramt Zürich:

Universitätsstr. 42. HIV-Mittagstreff.

Infos 044 255 90 55

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon:

Trinken, essen, kennenlernen.

Im Hot Pot Café, Badenerstr. 138

oktober 08

Mi 01. oktober

basel

19.00 DJ Bar@The Annex:

Binningerstr. 14. DJs aus der Basler Gay-

Szene. Eröffnungsparty mit allen DJs

aus der Basler GaySzene: Mary, Da Flava,

Mark Jones, High Heels on Speed, Klangfieber,

B-Movie Diskomurder, Ground

Control, Angelo & Major Tom.

Alle Infos www.djbar.ch

zürich

20.00 Heldenbar@provitreff:

Sihlquai 240 DJ Brand

21.00 rage:

Eröffnung Rosa

Löwenkeller, Biergarten. Dann bis 12.10.

21.30 AAAH!: Johann presents

Treffpunkt DJs La Luna & Sadock

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Rolly. 22h

Show mit Balloon Sisters (bis 5.10.)

Do 02. oktober

baden

20.00 Boy Zone:

for Boys and tough Girls Schwullesbische

Lounge in Bar / Club Ventil,

Zürcherstr. 1

bern

20.30 uncut:

warme Filme am

Donnerstag im Kino der Reitschule.

«Holding Trevor», USA 2007, 86 Min,

OV E / dt. Bar ab 20h, Film um 20.30h

Winterthur

18.30 ZKB podium: «Leben mit dem

Partnerschaftsgesetz» im Casino-Theater

in Winterthur. Unter der Leitung von

Patrick Rohr diskutieren Brigitte Röösli,

Co-Präsidentin der Lesbenorganisation

Schweiz LOS, Moël Volken, Geschäftsleiter

von PINK CROSS sowie Finanzexperten.

Anschliessend Apéro. Weitere Infos

und Anmeldung unter

www.zkb.ch / podium

zürich

21.00 rage: Wagistr. 13, Schlieren.

Cruise Keller Rosa Löwenkeller

21.00 Labor-Bar:

Lady Bumb@Laborbar. DJanes Madame

Léa (Deluxe-Pop) & Miss Brownsugar

(Electric & Classic Soul Jazz Latin Funk)

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Willi P

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. Popcorn. 22h Show mit

Balloon Sisters. Danach Premiere Popcorn.

Pop, Soundtraxx, TV Hits, Musical

Classic. DJ Chriz le Blanc

FR 03. oktober

Thurgau

19.30 HOT: Homosexuelle Organisation

Thurgau Spezialanlass im HOT-Stübli,

Wilerstr. 5, 9545 Wängi TG

(hinter Bahnhof).

Infos www.hot-tg.ch Deutscher Schlagerabend

& Oldies mit Andreas & Walter

zürich

20.00 Gay Bikers Zürich:

Höck im Hot Pot Café, Badenerstrasse 138

21.30 AAAH!: Dramaaah! The New York -

Tokyo Express. DJs Nick Harvey & Fumix

aka Fumi Kondoh

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. Chartstation 22h Balloon

Sisters. Danach DJ Marc S

22.00 Labor-Bar:

Celebreighties, die Party für Leute ab 28

22.00 rage:

Wagistr. 13, Schlieren Rosa Löwenkeller

22.00 Lollipop: Schlagerparty mit 3

Tanzpisten! Schlagerpiste; DJs Rolly &

Wollana. Discopiste 70er / 80er Disco mit

DJ TimOn. Fiesta Latina mit DJ Copita &

sus amigos. Plus Karaoke Lounge.

X-Tra, Limmatstr. 118. Vorverkauf über

Ticketcorner

23.00 stairs Club:

Hohlstr. / Shell Tankstelle (beim Letzipark).

«mArYiC» DJs Sheriff & Joker

23.00 Loop 38:

Albulastr. 38. Party open end Take a

Dance: DJs Jesse Jay, Alphajet & Franco

23.00 sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass FF / SM / Bondage

/ Fetish

SA 04. oktober

Aarau

20.00 Aarglos: Metropolitan Party for

Lesbians, Gays & Friends. In der Disco

Metropol im Gemeinschaftszentrum

Telli. DJs, Bar etc. Fr. 15.-

basel

21.00 Homoextra: - Oriental Night

im Sudhaus Warteck, Burgweg 15. DJ

Zardas. Live-Percussion auf Darbukka

und Riqq, dazu Räucherstäbli. Infos

www.homoextra.ch


Seite 28

agenda

CRUISER 1008

bern

22.00 We are Famous!: Queer Party im

Liquid Club, Genfergasse 10, Bern. Mr.

Gay Semifinal. DJs Kenny Carpenter,

Angel O. & Marc Delain.

Infos www.wearefamous.ch

genève

23.30 Autumn - The seasons parties:

im MOA Club, Ch. des Batailles 22,

Vernier. DJs Nicolas Nucci & Oktan Art.

Gratis Shuttlebus ab Bahnhof SBB Genf.

Infos www.maurocat.com / autumn

zürich

04.00 Loop 38: Albulastr. 38. Spidergalaxy

After Hour. DJs Franco & Jesse Jay

18.00 a.part: Frauenbar bei Buvette

Philipp, Zweierstr. 166

20.00 Wie es uns gefällt: GayRadio auf

LoRa 97,5 MHz oder Cablecom 88,1 MHz.

Infos www.gayradio.ch

21.30 AAAH!: No Limits DJ Sadock

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. G-Dance Balloon Sisters.

Danach DJ Groovemaster

23.00 stairs Club:

Hohlstr. / Shell Tankstelle (beim Letzipark)

Babado. DJ Glaucio Duarte

23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Smokingfish@Loop38.

Ab 06h Spidergalaxy After

Hour DJs Andre Crom, Adrian, Martin,

Matija, Franco & Styro2000

23.00 rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Rosa Löwenkeller

23.00 Labyrinth@Lotus Club:

Pfingstweidstr. 70 ProSexy. DJs Jesse Jay,

martin & Manuell

23.00 sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Full Fetish &

Krachlederne

So 05. oktober

basel

21.00 untragbar!:

Die heterofreundliche Homobar am

Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 Happy Birthday!

5 Jahre Untragbar! Special Party

mit DJ High Heels on Speed

ganze Schweiz

11.40 Les lacets roses:

Gomser Höhenweg Oberwald - Münster.

Treffpunkt um 11.40h Bahnhof Oberwald.

Infos Kurt Hofmann

Tel. 079 756 60 59,

k.hofmann_ch@yahoo.de

Lausanne

23.00 TrIXX Gay Bar @ mAD:

avec DJ Kenny Carpenter

Schwyz

20.00 mythengay:

schwyz & schwul Treff im Hirschen

Backpackers, Schwyz

zürich

05.00 stairs Club:

Hohlstr. / Shell Tankstelle (beim Letzipark).

After Hour bis Montagmorgen

04h DJs Beat Herren, Co:mini, Titto La

Rocka, Bang Goes & Sadock

17.00 rage:

(S)extension Sunday Rosa Löwenkeller

19.00 Tanzleila in der Kanzleiturnhalle:

Party von Frauen für Frauen. Ab 19h

Standard & Salsa, ab 21h DJane Tina

Trümmer (Pop, Alternative Rock), ab 23h

DJane Nadia Naas (Breakbeats, Electro)

20.00 sonntagsschule@Longstreetbar:

Langstr. 92. Lounge & DJ jeden Sonntag

20.00 Le Bal:

Club Lounge Bar Beethovenstr. 8. Ladies

Night Grey & Gay. Music by DJ Blue

21.30 AAAH!:

SOS - Sound on Sunday DJ Jesse Jay

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. b-boy Party 22h Balloon

Sisters. Danach DJ Marc S

zürich

Mo 06. oktober

21.30 AAAH!: Disco DJ Q-Bass

Aarau

Di 07. oktober

20.00 Aarglos: Lesbengruppe Treff DVD-

Abend bei Gordula. Bitte anmelden bei

gordula@freesurf.ch

basel

Mi 08. oktober

19.00 DJ Bar@The Annex:

Binningerstr. 14. DJs aus der Basler

GaySzene. DJ Ground Control

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

zürich

20.00 Heldenbar@provitreff:

Sihlquai 240 DJ siehe www.heldenbar.ch

21.30 AAAH!: Johann presents Treffpunkt

DJ 5th Element

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Q-Bass

baden

Do 09. oktober

20.00 Boy Zone: for Boys and tough

Girls Schwullesbische Lounge in

Bar / Club Ventil, Zürcherstr. 1

zug

17.00 LesBischwul Zug: Treffpunkt,

Biblio- und Videothek, Zeughausstr. 9 (6.

St.) Zum Coming Out Day 2008 ab 18h.

Coming-Out: Selbstakzeptanz – Familie

Gleichgeschlechtliche Liebe und psychische

Gesundheit. Schwule, Lesben

und deren Eltern als Ansprechpersonen

sind heute anwesend

zürich

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Andreas K

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. Popcorn. DJ Maurel Taylor

FR 10. oktober

Luzern

22.00 Lollipop: Schlagerparty auf zwei

Ebenen. Haupttanzpiste: Schlager, Canzoni

& Chansons aus 4 Jahrzehnten mit den DJ

Rolly. Clubtanzpiste: Bis 01h Karaoke mit

Michelle d Amour, dann Disco & Partybeats

mit DJ TimOn. Im Casineum, Haldenstr. 6.

Infos www.lollipopparty.ch

zürich

20.00 LmZ - der schwule schweizer

motorradclub: Restaurant Moléson,

Grüngasse 7, 8004 Zürich

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14.

Chartstation Jagdfever - die G-Colors

Herbstparty. DJ Groovemaster

21.30 AAAH!: Marktgasse 14 DJ Norman

22.00 rage: Wagistr. 13, Schlieren Rosa

Löwenkeller, Bierpass

23.00 stairs Club: Hohlstr. / Shell Tankstelle

(beim Letzipark). «mArYiC» DJs

Stefano & Bang Goes

23.00 sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass Yellow. Mit Bierpass

SA 11. oktober

Luzern

22.30 menergy party: im Pravda-Club,

Pilatusstrasse 29. DJs Jay Niclas (warm

up), Groovemaster & Mad Morris. Zudem

Live on Stage die 8 Mr. Gay Finalisten.

Infos www.menergy.ch & www.mrgay.ch

SPITZE BOYS

LIVE RUND UM DIE UHR

www.boys.ch

0906 55 53 53

Nr. 1 Gay-Telefon-Plattform seit 15 Jahren

Sofortige, anonyme Live-Verbindungen

Nur private Anrufer, keine Verarscher

Gespräche jederzeit unterbrechbar

Fr. 2.-/Min.

Oder SMS/20 Rp.: Treff an 609


CRUISER 1008

agenda

Seite 29

Winterthur

10.00 WILSCH: Winterthurer Lesben

und Schwule Standaktion zum Coming

Out Tag 2008 an der Marktgasse beim

Justitiabrunnen in Winterthur

17.00 Badgasse 8: We are family! Essen

für Lesben und Schwule, jung und alt

Zürich

04.00 Loop 38: Albulastr. 38. Spidergalaxy

After Hour. DJs Betty & Ford (knox &

cristo) & Franco

21.30 AAAH!:

No Limits DJ Jesse Jay

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance DJ Q-Bass

22.00 Infinity Party for Lesbians, Gays

& Friends: zum Coming Out Day und

zum 15. mal. Im Kanzlei, Kanzleistr. 56.

DJanes Madame Léa, N.Cole,

Heldin im Chaos & Sanguine. Infos

www.infinity-parties.ch

23.00 Labyrinth@Lotus Club:

Pfingstweidstr. 70 Clubbing Night. DJs

Mental X, 5th Element, Ondrej

23.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass X-treme

Leather & Rubber

23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Smokingfish@Loop38.

Ab 06h Spidergalaxy

After Hour DJs J.O.E.Y., Manuel Dro, Don

Ramon, Monoteque, Chris de Rebel

23.00 Stairs Club: Hohlstr. / Shell Tankstelle

(beim Letzipark) Progressive Vibes

Vol. 1. DJs La Luna & Beat Herren

23.00 Toolboxx: Eröffnungsveranstaltung

der neuen Partyserie im Embargo,

Geroldstr. 17. DJs Severino DJ (Horse

Meat Disco, London, Ibiza) & Juiceppe

(Freakboutique, Zürich).

Infos www.toolboxx.org)

SO 12. Oktober

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche

Homobar am Sonntag im Keller

des Restaurants Hirscheneck, Lindenberg

23 DJ Roj.r - Expressmyself

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

avec DJ Nicolas W

Zürich

05.00 Stairs Club:

Hohlstr. / Shell Tankstelle (beim Letzipark).

After Hour bis Montagmorgen

04h DJs La Luna, Ezikiel, She DJ Lynn

Jordan, Venus & 5th Element

08.00 Gay Bikers Zürich:

Schlusstour. Alle Infos und genaue Zeit

unter www.gaybikers.ch

14.00 Lila Pause:

Sunday Tea Dance für Lesben, Schwule

& Andere. Standard- & Latin-Tänze. Im

Club Silbando, Förrlibuckstr 62

17.00 Rage:

(S)extension Sunday Zum letzten mal

Rosa Löwenkeller, Biergarten

18.15 Gottesdienst:

für Lesben Schwule und Andere im

Kulturhaus Helferei, Kirchgasse 13

20.00 Le Bal:

Club Lounge Bar Beethovenstr. 8. Ladies

Night Mixed Music by DJ X-Child

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. b-boy Party DJ ResQ

21.30 AAAH!:

SOS - Sound on Sunday DJ Sadock

22.30 T&M Disco:

Bauschänzli-Oktoberfest Afterparty. DJ

Danny K

MO 13. Oktober

Zürich

21.30 AAAH!: Disco DJ Q-Bass

22.00 Bauschänzli-Oktoberfest Afterparty:

im T&M. DJ Danny K

DI 14. Oktober

Aarau

20.00 Aargay: Metzgete im Restaurant

Bären, Oberdorfstr. 32 in Schinznach-

Dorf. Anmeldung bis 4.10. an

mani1@bluewin.ch oder Tel. 056 667

35 74 (Anrufbeantworter). Infos zum Restaurant

www.baeren-schinznach.ch

Zürich

12.00 Aidspfarramt:

Zürich Universitätsstr. 42. HIV-Mittagstreff.

Infos 044 255 90 55

MI 15. Oktober

Basel

19.00 DJ Bar@The Annex:

Binningerstr. 14. DJs aus der Basler Gay-

Szene. DJ B-Movie Diskomurder

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ Mellowmaniac - Queer

Elektropop / Indie

21.00 Rage: Menzone Leathermen

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Goldies Disco Loves you

Tour 2008. DJ Boxer (Alicante)

21.30 AAAH!: Johann presents Treffpunkt

DJ Tonton

DO 16. Oktober

Baden

20.00 Boy Zone: for Boys and tough

Girls Schwullesbische Lounge in

Bar / Club Ventil, Zürcherstr. 1

Bern

20.00 Uncut: Schwule Filme in der

Reitschule. JULIE JOHNSON Spielfilm

von Bob Gosse, USA 2000, DVD 95’, E/d,

mit Lili Taylor, Courtney Love, Mischa

Barton

Brugg

18.00 Tropic Bar:

Zürcherstr. 21, Windisch. Ladys Night

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Popcorn.

DJ Chriz le Blanc

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Norman

FR 17. Oktober

Zürich

19.00 HIV-Treff: Universitätstr. 42.

Nachtessen. Info 044 455 59 00

19.30 HAZ-Centro: Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Toni & Franz

21.30 AAAH!: Marktgasse 14 DJ Sadock

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

Sparkling Body. DJ Gaetano & Live Vocal

Singer Warm Lips

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick

off! Sportswear & Sneakers

22.00 Lollipop:

Schlagerparty mit 3 Tanzpisten! Schlagerpiste;

DJs Rolly & Wollana. Discopiste

70er / 80er Disco mit DJ TimOn. Fiesta

Latina mit DJ Copita & sus amigos. Plus

Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118.

Vorverkauf über Ticketcorner

23.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Kick off!

Sportswear & Sneakers

23.00 Stairs Club: Hohlstr. / Shell Tankstelle

(beim Letzipark). «mArYiC» DJane

Angy Dee & DJ Tonton

SA 18. Oktober

Winterthur

21.00 Palace: Frauendisco im XS Danceclub,

Werkstr. 16. Women only!

Zürich

04.00 Loop 38: Albulastr. 38. Spidergalaxy

After Hour. DJs Sonik & Franco

18.00 a.part: Frauenbar bei Buvette

Philipp, Zweierstr. 166

19.30 Schlager-Party-Schiff:

Schlager, Oldies, Fun. Ab Bürkliplatz

20h, retour um 22.30h. Fr. 26.– (nur

Spezialtickets gültig). Tischreservation

www.zsg.ch oder 044 487 13 13

20.00 Wie es uns gefällt:

GayRadio auf LoRa 97,5 MHz oder Cablecom

88,1 MHz. Infos www.gayradio.ch

20.30 Martini Dance:

Tanzworkshop West Coast Swing mit

Nicola & Tina. Ab 22h Party DJs Fan &

Nixotica im Maiers Theatersaal, Albisriederstr.

16.– Fr. 15.– (Legi Fr. 10.–). Infos

www.clubmartini.ch

21.30 AAAH!: No Limits DJ Andreas K

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. G-Dance DJ Marc S

23.00 Labyrinth@Lotus Club: Pfingstweidstr.

70 DJ Peter Lavelle Final Set

23.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Boots, Stiefel,

Waders (Fetish)

23.00 Loop 38:

Albulastr. 38. Smokingfish@Loop38. Ab

06h Spidergalaxy After Hour DJs Bassbüro,

Sky Janssen, Ezikiel, Ondrej & Franco

23.00 Stairs Club:

Hohlstr. / Shell Tankstelle (beim Letzipark)

DJs Beat Herren & Thomi B

23.00 JIM Fantastic queer Club:

im Festsaal, Kaufleuten, Pelikanplatz.

DJ Daniel dB, Laurent Charbon & The

Amazing Motoguzzi.

Infos www.jimclub.com

SO 19. Oktober

Basel

21.00 Untragbar!:

Die heterofreundliche Homobar am

Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 Djanes

Innox & Keks - crossover

Lausanne

23.00 TRIXX Gay Bar @ MAD:

avec DJ Blow Job

Zürich

05.00 Stairs Club: Hohlstr. / Shell

Tankstelle (beim Letzipark). After Hour

bis Montagmorgen 04h DJs 5th Element,

Venus, Minimales, Ezikiel & La Luna

10.00 HAZ Outdoor: Herbstwanderung

im Zürcher Oberland. Alle Infos unter

www.haz.ch / outdooraktuell

20.00 Le Bal - Club Lounge Bar:

Beethovenstr. 8. Ladies Night House,

Trance & RnB by DJ X-Child

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. b-boy Party DJ Q-Bass

21.30 AAAH!:

SOS - Sound on Sunday DJ Michael K

Zürich

MO 20. Oktober

21.30 AAAH!: Disco DJ Groovemaster

Aarau

DI 21. Oktober

20.00 Aarglos: Lesbengruppe Treff Relaxing

Exercise by Iris & Brige im GZ Telli,

Girixweg 12. (Bitte Mätteli oder Decke

mitbringen zum draufliegen)

Basel

MI 22. Oktober

19.00 DJ Bar@The Annex:

Binningerstr. 14. DJs aus der Basler

GaySzene. DJ Mark Jones

Zürich

19.00 Zentrum Karl der Grosse, Zürich:

«Guatemala – sexuelle Orientierung als

Bedrohung».

Von pbi mit OASIS und Queeramnesty.

Infos: www.queeramnesty.ch

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai

240 Wednesday Night Fever with Chris -

Best of Soul, Funk & Pop (70ties to 90ties)

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Q-Bass

21.30 AAAH!:

Johann presents Treffpunkt DJ La Luna

Baden

DO 23. Oktober

20.00 Boy Zone: for Boys and tough

Girls Schwullesbische Lounge in

Bar / Club Ventil, Zürcherstr. 1

Zürich

21.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.

Cruise Keller Sportswear

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14.

Popcorn. DJ Maurel Taylor

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Nick Harvey

Zürich

FR 24. Oktober

21.30 AAAH!:

Marktgasse 14 Gayl.ch Party. DJ Surprise

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation

Gayl.ch Party

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising

Unlimited

23.00 Sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Underwear,

Jocks, Shorts

23.00 Stairs Club: Hohlstr. / Shell Tankstelle

(beim Letzipark). «mArYiC» DJs

Meikel & Electric Bandit

Basel

SA 25. Oktober

22.00 Borderline:

Hagenaustr. 29. Women only presented

by Colors


Seite 30

agenda

CRUISER 1008

bern

22.00 IsC Club:

Tolerdance für Schwule, Lesben und

FreundInnen. Elektro Tolerdance

Suhr

19.00 Aarglos:

Lesbengruppe Nachtessen in Suhrwide,

Suhr. Anmeldung bis 15.10.

bei pkamer@hotmail.com

Thurgau

20.00 HOT:

Homosexuelle Organisation Thurgau

Saturday Night Fever. Discoabend im

HOT-Stübli, Wilerstr. 5 in Wängi.

Infos www.hot-tg.ch

zürich

04.00 Loop 38:

Albulastr. 38. Spidergalaxy After Hour.

DJs Marc Fuhrmann & Franco

20.00 Gaydancers:

Binzstr. 9. Standard-, Latin-, Salsatänze.

Infos www.gaydancers.ch

21.30 AAAH!:

No Limits DJ Leon

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. G-Dance DJ Q-Bass

22.30 milkshake party: Special Edition

im Adagio, Gotthardstr. 5 (beim Kongresshaus).

Pop, House, Electro. Door

hosted by Jazzmin Dian Moore. Tablereservation:

milkshakeparty@gmx.ch

23.00 Labyrinth@Lotus Club:

Pfingstweidstr. 70 Hexen-Ball.

DJs Michael K, Mental X & Paul Cooper

23.00 sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass Worker, Bauern, Army

23.00 rage:

Wagistrasse 13, Schlieren Bierpass 3 für 2

23.00 Loop 38:

Albulastr. 38. Smokingfish@Loop38. Ab

06h Spidergalaxy After Hour DJs Urs

Stuber Birthday: Perlen der Südsee, Fulano

B, Morgenstern, Paco & Franco

23.00 stairs Club:

Hohlstr. / Shell Tankstelle (beim Letzipark)

4 Jahreszeiten. Diverse DJs

basel

So 26. oktober

21.00 untragbar!:

Die heterofreundliche Homobar am

Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 Dj B - Movie

Diskomurder - elektroallüren

ganze Schweiz

09.00 Les lacets roses 3: Kantonswanderung.

Treffpunkt Bahnhof Luzern um

09h (Gleis 15 / 16). Infos bei Hans Wootli,

Tel. 079 478 25 13 oder 041 310 81 15

Lausanne

23.00 TrIXX Gay Bar @ mAD:

avec DJ Daniel dB

Winterthur

10.00 Badgasse 8:

Sonntagsbrunch. Anmeldung erforderlich

über www.badgasse8.ch

zürich

05.00 stairs Club:

Hohlstr. / Shell Tankstelle (beim Letzipark).

After Hour bis Montagmorgen

04h DJs Thomi B, Nukem & Tremendo

20.00 Le Bal: Club Lounge Bar Beethovenstr.

8. Ladies Night Remember the

90ties. Music by DJ Blue

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. b-boy Party DJ Innocent

21.30 AAAH!:

SOS - Sound on Sunday DJ Jesse Jay

Mo 27. oktober

zürich

16.00 posibar:

die andere Bar in der Sonderbar, Kanzleistr.

15. Quatschen, essen, trinken...

21.30 AAAH!:

Disco DJ Q-Bass

Di 28. oktober

zürich

12.00 Aidspfarramt Zürich:

Universitätsstr. 42. HIV-Mittagstreff.

Infos 044 255 90 55

LIVE GAY-DATE

0906 53 53 13

(Fr. 1.30/Min.)

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon:

Trinken, essen, kennenlernen. Im Hot

Pot Café, Badenerstr. 138

basel

Mi 29. oktober

19.00 DJ Bar@The Annex:

Binningerstr. 14. DJs aus der Basler

GaySzene. DJ Angelo

zürich

20.00 schwule Väter: Väterstamm im

Café Rathaus, Limmatquai

20.00 Heldenbar@provitreff:

Sihlquai 240 DJ Funky Soulsa

21.00 rage: Menzone Leathermen

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. Goldies DJ Marc S

21.30 AAAH!: Johann presents Treffpunkt

DJ Michael K

baden

Do 30. oktober

20.00 Boy Zone: for Boys and tough

Girls Schwullesbische Lounge in

Bar / Club Ventil, Zürcherstr. 1

bern

20.00 uncut: Schwule Filme in der Reitschule.

DREAM BOY Spielfilm von James

Bolton (Graffity Artist), USA 2008, DVD

90’, E/d, mit Stephan Bender, Max Roeg,

Rickie Lee Jones

zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für

bisexuelle Männer und Frauen 19h Treff

im Café Rathaus, ab 20h Bistro Marion

19.30 Zart & Heftig: z&h Nachtessen im

HAZ-Centro, Sihlquai 67

20.00 HAZ-Centro: Schwubliothek,

Schwule Bücher- und ausgewählte

Videoausleihe, Sihlquai 67

21.30 T&m Disco:

Marktgasse 14. Popcorn. DJ Q-Bass

21.30 AAAH!: Suck my Discotheque.

House & Electronica DJ Surprise

olten

FR 31. oktober

20.00 Am lounge&bar:

Eröffnungsfeier mit welcome-drink und

showtime, Klarastr. 1, www.amlounge.ch

zürich

21.30 AAAH!: Marktgasse 14 DJ Leon

21.30 T&m Disco: Marktgasse 14. Chartstation

Luzifers Night. DJ Marc S

22.00 rage:

Wagistr. 13, Schlieren XXL-Naked Party

Anzeige

22.00 Lollipop:

Schlagerparty mit 3 Tanzpisten! Schlagerpiste;

DJs Rolly & Wollana. Discopiste

70er / 80er Disco mit DJ TimOn. Fiesta

Latina mit DJ Copita & sus amigos. Plus

Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr. 118.

Vorverkauf über Ticketcorner

23.00 sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass XXL Naked Party

23.00 stairs Club: Hohlstr. / Shell Tankstelle

(beim Letzipark). «mArYiC» Tonton

Special 7 hours DJ Set

23.00 Loop 38: Albulastr. 38. Monkey

Beats. DJs Monkey Tunes aka Marcio

Leone & Tomy Grant, Jeff.rey & Kosta &

Reto Ardour

November

SA 01. November

bern

20.00 schola Cantorosa & schwubs:

Konzert Zum ersten Mal ist der schwule

Männerchor aus Hamburg Schola

Cantorosa (www.schola-cantorosa.de)

zu hören und zu bestaunen. Aus ihrem

aktuellen Programm «die besten Jahre –

unsere erste Abschiedstournee» werden

sie einige Leckerbissen zum Besten geben.

Die Gastgeber, die schwulen Berner

Sänger Schwubs (www.schwubs.ch) lassen

noch einmal die grössten Highlights

aus dem letzten Programm «Spieglein,

Spieglein..» ertönen und präsentieren einige

«Versucherli» aus ihrem neuen Programmm.

Im Uptown auf dem Gurten

(Bern/ Wabern) www.gurtenpark.ch.

Tickets über www.ticketcorner.ch oder

bei jeder Ticketcorner-Verkaufsstelle

Lausanne

23.00 AYOr Gay: Lesbian & Friends

Party im Amnesia Club, Plage de la Voile

d Or, Lausanne -Vidy. Diverse DJs

zürich

18.00 a.part: Frauenbar bei Buvette

Philipp, Zweierstr. 166

23.00 Boyahkasha!: Party for Gay, Lesbians

& Friends im Hiltl, Sihlstr. 28. DJs etc

siehe www.boyahkasha.ch

23.00 Labyrinth@Lotus Club:

Pfingstweidstr. 70 ProSexy. DJs 5th

Element & Fred Extasia

23.00 sector c; Fetish Club:

Strikter Dresscode-Anlass Motorbiker,

Leather & Rubber

23.00 rage: Wagistrasse 13, Schlieren

Industrial Cruise Zone

Schick ein SMS mit „Spitz“ an 609 (20 Rp./SMS)

CRUISER-Jahresabo Fr. 50.–

Bestellung im Internet: www.cruiser.ch


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