Gefährdungsbeurteilungen im Gartenbau

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Gefährdungsbeurteilungen im Gartenbau

Gefährdungsbeurteilungen im Gartenbau

Nicht nur das Arbeitsschutzgesetz (seit 1996) sondern auch die Biostoffverordnung,

die Gefahrstoffverordnung, die Betriebssicherheitsverordnung, die Mutterschutz-

richtlinienverordnung, Jugendarbeitsschutzverordnung, Lastenhandhabungsverord-

nung, Bildschirmarbeitsverordnung, VSG 1.1 und VSG 1.2 sehen als zentrales

Instrument des Arbeitsschutzes die Gefährdungsbeurteilung.

Ein Umstand, dem jeder Betrieb, gleich welcher Branche, Rechnung tragen muss.

Grundlagen dieser Gesetze und Verordnungen sind europäische Richtlinien, die in allen

europäischen Mitgliedsstaaten gelten.

Zu den Aufgaben des Arbeitgebers gehört es, seine Betriebsstruktur zu

beschreiben, Gefährdungen zu ermitteln und zu beurteilen,

Arbeitsschutzmaßnahmen festzulegen und zu beschreiben, die durchgeführten

Maßnahmen und die Ergebnisse der Wirksamkeitskontrolle zu dokumentieren.

Zu den Maßnahmen gehören auch z.B. Gewährleistung der Ersten Hilfe, Erstellung von

Betriebsanweisungen und die Pflicht, die Beschäftigten zu unterweisen. Alle

Gefährdungen am Arbeitsplatz und Maßnahmen des Arbeitsschutzes sollen

nachvollziehbar in einer Gefährdungsbeurteilung zusammengefasst sein.

Diese Zusammenstellung soll den Gartenbaubetrieben eine sinnvolle Handlungshilfe

sein, die hilft, Arbeitsorganisation, Arbeitsvorgänge, Arbeitsstätten und Arbeitsmittel in

Hinsicht auf Gefährdungen und Maßnahmen zu deren Beseitigung zu durchleuchten.

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung ?

Wo gearbeitet wird, geschehen auch Unfälle.

Unfälle verursachen menschliches Leid, Kosten und schaden dem Ansehen des

Betriebes.

Diese Unfälle zu vermeiden, war und ist das Ziel aller gesetzlichen, privaten und

betrieblichen Bemühungen. Um Gefahren zu erkennen und die daraus resultierenden

Unfälle zu vermeiden, muss man die Gefährdungen kennen und genau das ist das

Ziel der Gefährdungsbeurteilung.

Generell verbirgt sich hinter diesem Begriff nichts anderes als das, was bisher durch

den Unternehmer, die Sicherheitsfachkraft oder den Sicherheitsbeauftragten im

Rahmen seines Verantwortungsbereiches ohnehin geleistet wurde; nämlich den Betrieb

und Arbeitsprozesse auf Sicherheit und Gefährdungen zu untersuchen.

Die Gartenbau-Berufsgenossenschaft stellt hierfür diese Handlungshilfe und einen

Katalog von Gefährdungsbeurteilungen zur Verfügung.

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