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Stadt-Anzeiger 618

Stadt-Anzeiger Nr. 618 16. Februar 2017 Seite 12 Sparkasse Paderborn-Detmold will schneller und flexibler auf die Kundenwünsche reagieren / Immobilien sind stark nachgefragt Sparkassen-Hauptstelle in Detmold wird 2017 energetisch saniert Die Sparkasse Paderborn-Detmold ist mit ihrer Ertragslage zufrieden. Das Zusammenspiel von anhaltender Niedrigzinsphase, demographischem Wandel, zunehmender Regulierung und fortschreitender Digitalisierung bringt aber neue Aufgaben mit sich. Der Zinsüberschuss als wichtigste Einnahmequelle geht zurück und auch steigende Provisionserträge können den Rückgang nicht ausgleichen. Deshalb spart die Sparkasse, zum Beispiel an den Personalkosten, die Dreiviertel der Nicht-Zinskosten ausmachen. Der Plan: Jedes Jahr wird der Personalbestand durch natürliche Fluktuation um drei Prozent gesenkt. Dieser Personalabbau, so der Vorstandsvorsitzende Hans Laven im Rahmen der Bilanzpressekonferenz, kommt ohne betriebsbedingte Kündigungen aus. Durch Bonusurlaub oder Altersteilzeit schafft die Sparkasse weitere Anreize. Besonderes Umfeld mit expansiver Geldpolitik und niedrigen Zinsen Im Geschäftsjahr 2016 standen die Kapitalmärkte ganz im Zeichen der expansiven Geldpolitik der Notenbanken. Die langjährige Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sorgt für ein ungünstiges Umfeld aus deutscher Sicht: Volatile Aktienmärkte, geringe Renditen auf den Rentenmärkten und hohe Preise für Immobilien wirken sich auch auf das Verhalten der Sparkassen-Kunden aus. „Die anhaltend niedrigen Zinsen bereiten den Sparern deutlich mehr Sorgen als eine mögliche Inflation“, betonte Laven. Die Sparkasse will jetzt mit Großkunden und institutionellen Kunden über Negativzinsen die Kosten weitergeben. Private Kleinanleger und Kleinsparer müssen nicht mit Negativzinsen rechnen. Überschuss auf Vorjahresniveau Die wichtigsten Kennzahlen untermauern den erfolgreichen Kurs der Sparkasse Paderborn-Detmold. Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um satte 5,5 Prozent auf 6,62 Milliarden Euro (2015: 6,27 Milliarden Euro). Trotz der widrigen Umstände durch das niedrige Zinsniveau verzeichnete die Sparkasse eine erfreuliche Ertragslage. Das Betriebsergebnis vor Bewertung blieb mit 73,8 Millionen Euro nahezu konstant (2015: 76,6 Millionen Euro). Damit liegt das Haus um zehn Prozent über dem Durchschnitt der westfälisch-lippischen Verbandssparkassen. Beim Ergebnis nach Bewertung bzw. dem Jahresüberschuss vor Steuern erzielte die Sparkasse sogar bessere Werte als im Vorjahr, was vor allem auf die gute Wirtschafts- und Konjunkturlage zurückzuführen ist. Geringe Kreditwertberichtigungen und die gute Aktienkursentwicklung machten sich hier positiv bemerkbar. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet der Vorstand mit 40,0 Millionen Euro vor Steuern und 18,2 Millionen nach Steuern einen Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau. Beim Kreditvolumen legte die Sparkasse Paderborn-Detmold auf 4,82 Milliarden Euro um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu (2015: 4,72 Milliarden Euro). Der Bestand der Firmenkredite ist um 1,7 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro (2015: 1,76 Milliarden Euro) gestiegen. Somit bleibt die Sparkasse ein bedeutender Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region. Im Bereich der Existenzgründungen engagierte sich die Sparkasse in 72 Fällen mit einem Finanzierungsvolumen von 5,5 Millionen Euro, das eine Steigerung um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Ein hohes Nachfrageniveau verzeichnete die Sparkasse Paderborn- Der Vorstand der Sparkasse Paderborn-Detmold mit Hubert Böddeker, Arnd Paas, Hans Laven und Andreas Trotz setzt auf die weitere Digitalisierung der Sparkasse. Foto: Manfred Hütte Detmold bei Immobilien. Die Anzahl der vermittelten Objekte erreichte mit 320 Stück eine Steigerung um 7,7 Prozent im Vergleich zu 2015. Die Immobilien kosteten insgesamt 55 Millionen Euro, eine Steigerung um 16 Prozent und belegt die Preissteigerung im Immobilienmarkt. Die Nachfrage nach Immobilien steigt und steht einem kleineren Angebot gegenüber. Der Bestand des Geschäftes mit Baufinanzierungen legte um 1,1 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,72 Milliarden Euro) zu. Die Darlehenszusagen gegenüber Privatpersonen beliefen sich auf 390,0 Millionen Euro. Die ganzheitliche Beratung der Sparkasse ist bei vielen Kunden sehr gefragt und zeigt sich bei den spürbar gestiegenen Kundeneinlagen. Hier konnte die Sparkasse um 5,6 Prozent auf 5,08 Milliarden Euro (2015: 4,82 Milliarden Euro) zulegen. Der Bestand an Tagesgeldern erhöhte sich um 3,0 Prozent auf 853,6 Millionen Euro. Projekt „#sparkasse4.0“ weist den Weg in die digitale Zukunft Mit einem breit angelegten Projekt engagiert sich die Sparkasse Paderborn-Detmold im Bereich der Digitalisierung. Unter der Bezeichnung „#sparkasse4.0“ macht sich das Haus fit für die digitale Zukunft. Zwei Beispiele zeigen, wie sich dieses Projekt auf die internen Abläufe und die Kundenbeziehungen auswirkt. Die digitale Rechnungsbearbeitung umfasst die Bearbeitung, Archivierung und Bezahlung in einer digitalen Umgebung. Zudem nimmt das heimische Geldinstitut als eine von zehn Sparkassen bundesweit an dem Projekt „YOMO“ teil, das Investitionen in digitale Girokonto-Anwendungen umfasst. Die Digitalisierung verändert auch die Arbeitswelt der Sparkassen- Mitarbeiter, die sich verstärkt mit flexiblen Arbeitsorten und mobilem Arbeiten beschäftigen. Für das Jahr 2017 plant die Sparkasse Investitionen von rund 8,0 Millionen Euro, davon 3,9 Millionen Euro in den Bereichen IT/Digitalisierung. 1.340 Mitarbeiter sind für die Kunden da Auch als Arbeitgeber spielt die Sparkasse Paderborn-Detmold eine bedeutende Rolle in der Region. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte das Haus 1.340 Mitarbeiter (davon 146 Auszubildende). Die hohe Quote an jungen Menschen, die bei der Sparkasse aktiv sind, dokumentiert das wertvolle Engagement in der Nachwuchsförderung. Über 850 Projekte erhielten eine Förderung von mehr als 1,2 Millionen Euro Das hohe gesellschaftliche Engagement zeigt sich auch in der Förderung von Initiativen in der Region. Im Jahr 2016 hat die Sparkasse mehr als 850 Projekte mit einer Gesamtsumme von über 1,2 Millionen Euro unterstützt. Zu dieser Position gehören unter anderem Spenden, Sponsoring und Zahlungen aus Stiftungen. Die Ausschüttung an die kommunalen Träger ist ebenfalls bedeutend und belief sich unverändert auf 8,0 Millionen Euro, die für das Geschäftsjahr 2015 in 2016 gezahlt worden sind. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 Für das Geschäftsjahr 2017 plant die Sparkasse Paderborn-Detmold ein moderates, nachhaltiges Wachstum. Die historische Niedrigzinsphase wird voraussichtlich für weitere Belastungen der Sparkasse und Unsicherheit bei den Sparern sorgen. Um in diesem Umfeld weiter erfolgreich agieren zu können, wird die Sparkasse unverändert ein aktives Kostenmanagement speziell im Hinblick auf die Hauptpositionen Personal- und Sachkosten betreiben. Trotzdem werden zirka acht Millionen Euro investiert, davon 3,9 Millionen in IT und Digitalisierung und 4,1 Millionen in Filialen und Infrastruktur. So soll 2017 das Glasdach der Hauptstelle in Detmold für zwei Millionen Euro energetisch saniert werden. M.H./Sparkasse

Stadt-Anzeiger Nr. 618 - Anzeigen - 16. Februar 2017 Seite 13 Wir setzen uns für Sie ein - und informieren über unsere Arbeit Thema des Monats: Tagespflege im Haus St. Elisabeth Miteinander - füreinander: Eine starke Gemeinschaft über den Dächern Bad Meinbergs In der Tagespflege im Haus St. Elisabeth in Bad Meinberg steht am heutigen Morgen Sitzgymnastik auf dem Wochenplan. Die Gäste bilden einen Kreis und halten sich mit viel Spaß beweglich. Beim Beinausschütteln und Schulterkreisen wird viel und auch mal laut gelacht. Gymnastik ist ein Teil des abwechslungsreichen Programms, an dem die Gäste der Tagespflege teilnehmen können, aber nicht müssen. Ort ist das lichtdurchflutete Dachgeschoss des Hauses St. Elisabeth über den Dächern Bad Meinbergs und bei gutem Wetter natürlich die große Dachterrasse oder der schöne Garten der Sinne. Unterstützung auf beiden Seiten Pflegebedürftige Menschen leiden oft an Demenz und ziehen sich immer mehr in die eigenen vier Wände zurück. Pflegende Angehörige fühlen sich häufig überlastet und werden von einem schlechten Gewissen geplagt. Hier setzt die Tagespflege ein. Sie hilft gleich doppelt. Zum einen profitieren die Menschen mit Pflegebedarf: sie genießen die sozialen Kontakte in der großen Gemeinschaft und einen geregelten Tagesablauf mit sinnvoller und abwechslungsreicher Beschäftigung (so z.B. Sitztanz, Musik, Kegeln, Gedächtnistraining). Zum anderen sind es die pflegenden Angehörigen, für die sich Freiräume und wertvolle Auszeiten bieten. Petra Thevissen (links) und Annalena Sohn laden zum kostenlosen Probetag ins Haus St. Elisabeth ein. Menschen mit Pflegebedarf sind hier an bis zu fünf Tagen die Woche willkommen. Gemeinschaft steht im Vordergrund „Eigentlich ist der Begriff „Tagespflege“ nicht wirklich treffend“, wirft Annalena Sohn ein, die als Quartiersmanagerin und Fachreferentin bei der St. Elisabeth Stiftung arbeitet. Es gehe nicht allein um Pflegeleistungen, vielmehr stehen der soziale Austausch und die Gemeinschaft im Vordergrund. „Viele Gäste kommen zu uns, um sich zu unterhalten und auszutauschen“, weiß Pflegedienstleitung Petra Thevissen. Dabei machte sie im Bezug auf das Miteinander schöne Erfahrungen: „Manche unserer Gäste leben richtig auf und entdecken eine neue Selbstständigkeit“. Das geschieht zum Beispiel beim gemeinsamen Kochen. Je nach Möglichkeit und Fähigkeiten werden die Aufgaben verteilt und – als krönender Abschluss – wird dann gemeinsam gegessen. Dabei erweist sich die eine als fleißige Hausfrau und der andere als Meister schmackhafter Soßen. Natürlich bestimmen die Gäste selber, was auf den Tisch kommt. So schmeckt es gleich nochmal besser. Pflegekasse übernimmt Großteil der Kosten Der Gesetzgeber hat den Wert teilstationärer Angebote weiter gestärkt und die finanzielle Unterstützung für Angebote wie in der Tagespflege im Bad Meinberger Haus St. Elisabeth ausgebaut (Pflegestärkungsgesetz II). Das bedeutet: Mehr Leistungen für Pflegebedürftige, mehr Entlastung und Sicherheit für pflegende Angehörige und mehr Zeit in der Tagespflege. So werden die Kosten bis auf einen kleinen Eigenanteil von den Pflegekassen übernommen. Damit werden die Angebote attraktiver und bezahlbar, so Annalena Sohn, die die Wichtigkeit dieses Angebotes hervorhebt, sich aber gleichzeitig auch wünscht, dass Tagespflegen mit ihren Angeboten noch bekannter werden, um das häusliche Umfeld zu stützen. Kostenloser Probetag zum „Reinschnuppern“ Seit Juli 2015 gibt es die Tagespflege im Haus St. Elisabeth, und nach und nach sind die Gruppen gewachsen. Inzwischen reicht die Betreuung von montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr. Pro Tag gibt es 14 Plätze. Einige wenige Plätze sind noch frei. Wer sich interessiert, findet eine ausgestreckte und kompetente helfende Hand vor: Pflegedienstleitung Petra Thevissen und ihr Team organisieren einen Probetag, an dem die Möglichkeit besteht, das Angebot der Tagespflege, die Abläufe und Angebote näher kennenzulernen. Im Rahmen eines ausführlichen Erstgespräches findet eine umfassende Beratung rund um die Tagespflege statt. Mehr Infos gibt es unter 05234/ 2055-390 Kontakt: Tagespflege im Haus St. Elisabeth Parkstraße 59 – 61 32805 Horn–Bad Meinberg Tel.: 05234/2055-390 tagespflege @haus-st-elisabeth.de www.stiftung-sanktelisabeth.de Pflegegrad 1 - 2 689 Euro 3 1298 Euro 4 1612 Euro 5 1995 Euro Leistungen der Pflegekasse Mehr Infos unter www.pflegestaerkungsgesetz.de Zusätzlich Pflegegrad 1 bis 5 jeweils 125 Euro Entlastungsbetrag, der individuell und flexibel einsetzbar ist (unter anderem auch für die Tagespflege). Miteinander - Füreinander

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