Cruiser im April 2013

cruisermagazin

CRUISER Edition April 2013

Dieses Magazin ist schwul

Peter Plate

Balian Buschbaum

Nicole Bernegger

Positive Pictures

Break The Chains

Club Ikarus

Siebenbürgen

Game of Thrones

Dossier: Suizid-Gefahr bei

jungen Schwulen

Photo: Michael Stokes, www.michaelstokesphoto.com, Bruno Gmünder Verlag


Photography - STEFAN HEINRICHS

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13.04.13

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CRUISER Edition April 2013

Inhalt

Editorial

Frühlingserwachen: Die Tage werden länger, die Nächte kürzer. Trotzdem ist diese Zeit für erschreckend

viele nicht unbedingt fröhlich. Eine Studie der Uni Zürich zeigt auf, dass junge Schwule

häufiger Suizid begehen als Heterosexuelle. Das April-Dossier von Jen Haas widmet sich diesem

Thema. Auch Rosenstolz-Sänger Peter Plate kennt dunkle Stunden. Im CR-Interview erzählt er davon

– und von seiner neuen CD. Nicht zu vergessen die Kampagne «Break The Chains»! Im ganzen

Monat April fordern wir in aller Deutlichkeit: Safer Sex! Damit die Frühlingsgefühle in bester

Erinnerung bleiben.

Daniel Diriwächter, Stv. Chefredaktor

6

Jung, schwul und angeschlagen

Das April-Dossier

12

«In Wahrheit sind wir alle anders!»

Interview mit Balian Buschbaum

16

Ikarus-Club

Neuer Club im Zürcher Kreis 5

19

Positive Pictures

Ein Virus verändert die Welt

26

Peter Plate

Erstes Solo-Album nach seinem Burnout

30

Siebenbürgen

Eine Erfolgsgeschichte aus Rumänien

News 4 • News Schweiz 9 • Prominent 10 • Kolumne 13

Hot4You 17 • Kultur 24 • Game of Thrones 29

Pia 32 • Dr. Gay 33 • Agenda 34

3


News CRUISER Edition April 2013

Internationale

News

4

Rom/Buenos Aires

Ironischer Kommentar zum

neuen Papst

Papst Franziskus hat die für ihn bereitgestellten

roten Schuhe beiseite geschoben und trägt

weiterhin seine schwarzen. Er gab sich in den

ersten Tagen nach der Wahl sehr volksnah

und irdisch. Er streichelte einen Blindenhund,

schüttelte Hände in der Menge und wünschte

nach dem Angelusgebet den Menschen auf

dem Petersplatz ganz locker: «buon pranzo».

Franziskus, das ist offensichtlich, versucht trotz

seinem hohen Amt, ein normaler Mensch zu

bleiben – mal schauen, ob und wie lange ihm

das gelingt. Doch sein freundliches Auftreten

darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass er in

der Glaubenslehre eine genau so konservative

Haltung einnimmt wie sein Vorgänger. Die

argentinischen Schwulen und Lesben nannten

die Wahl des Erzbischofs von Buenos Aires,

Jorge Bergoglio, zum neuen Papst ein «schlechtes

Omen» für die Rechte von Schwulen, Lesben

und Transsexuellen, hiess es in einer Stellungnahme

der Federación Argentina LGBT

(FALGBT). Bergoglio, nunmehr Papst Franziskus,

habe in Argentinien einen «Gotteskrieg»

gegen die Gleichberechtigung von Schwulen

und Lesben und ihrer Partnerschaften geführt.

Mit Ironie kommentierte FALGBT-Präsident Esteban

Paulón die Vorhersage Bergoglios, durch

die Homo-Ehe würden die Ehe, die Familie und

damit die Gesellschaft zugrunde gehen: «Er und

ich haben in den letzten zweieinhalb Jahren seit

Einführung der Homo-Ehe im gleichen Land

gelebt, und keine der Katastrophen, die er prophezeit

hat, sind eingetreten... Zumindest kann

er jetzt nicht auf Grund von fehlendem Wissen

argumentieren...»

Wiesbaden

Schwuler Oberbürgermeister

gewählt

Wiesbaden hat einen offen schwulen Oberbürgermeister.

Bei einer Stichwahl setzte sich der

SPD-Kandidat Sven Gerich knapp gegen Amtsinhaber

Helmut Müller von der CDU durch. Damit

hat die CDU eine weitere Wahlniederlage

in einer Grossstadt hinnehmen müssen. Wiesbaden

wird von CDU und SPD in einer grossen

Koalition regiert. Der 38 Jahre alte Gerich lebt

mit seinem Partner Helge im Künstlerviertel

der hessischen Landeshauptstadt. Seinen bisherigen

Job als Geschäftsführer in der Druckerei

seines Vaters gibt Gerich auf. Auch Mainz auf

der gegenüberliegenden Rheinseite wird von

einem offen schwulen Oberbürgermeister regiert.

Ebenfalls nach einer Stichwahl kürten die

Wähler der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt

vor einem Jahr den 45 Jahre alten SPD-Politiker

Michael Ebling zu ihrem Stadtoberhaupt.

Berlin

CDU-Politiker weist Parteifreunde

in Schranken

Der frühere CDU-Generalsekretär Heiner

Geissler kritisiert die schrille Debatte in der

CDU / CSU über die steuerliche Gleichstellung

von Homopaaren als «ideologisch» und «unnötig».

Es gehe bei dem Thema «nur noch um die

steuerliche Gleichstellung, und die ist die logische

Konsequenz daraus, dass der Gesetzgeber

die gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften

gesetzlich verankert hat». Vor allem

die CSU inszeniert sich im Vorfeld der Landtagswahl

in Bayern sowie der Bundestagswahl

als Vorkämpferin katholischer Werte. CSU-Generalsekretär

Alexander Dobrindt verkündete

in der «Welt am Sonntag», die Union habe «die

Aufgabe, der stillen Mehrheit eine Stimme zu

geben gegen eine schrille Minderheit». Die FDP,

Koalitionspartnerin der Bundesregierung in

Berlin wie auch in der CSU-geführten bayerischen

Landesregierung in München, steht unterdessen

weiter ein für eine Gleichstellung ein.

Helsinki

Keine Homo-Ehe in Finnland

Mit knapper Mehrheit hat der Rechtsausschuss

des finnischen Parlaments Anfang März die Öffnung

der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

abgelehnt. Die Abstimmung sei denkbar knapp

ausgefallen, berichteten finnische Medien. Der

Antrag war von Aussenhandelsminister Alexander

Stubb von der konservativen Nationalen

Sammlungspartei eingebracht worden.

Allerdings hat nur ein Ausschussmitglied seiner

Fraktion zusammen mit Sozialdemokraten,

Grünen und Sozialisten dafür gestimmt.

Die anderen Mitglieder der Sammlungspartei

votierten mit den Christdemokraten und der

rechtspopulistischen Partei «Die Finnen» dagegen.

Finnland ist das einzige skandinavische

Land, in dem Schwule und Lesben im Eherecht

noch nicht gleichgestellt sind.

Warschau

Lech Walesa wettert gegen

Schwule

Den Friedensnobelpreis erhalten zu haben ist

keine Garantie für ein umfassendes Verständnis

einer gerechten und demokratischen Gesellschaft.

Das stellte jüngst der polnische Friedensnobelpreisträger

Lech Walesa unter Beweis. «Ich

wünsche nicht, dass diese Minderheit, mit der

ich nicht einverstanden bin, auf die Strassen

geht und meine Kinder und Enkel verwirrt»,

sagte der ehemalige Staatspräsident jüngst im

Interview mit einem polnischen TV-Sender über

Schwule und Lesben. Schwul-lesbische Parlamentsabgeordnete

sollten allenfalls in einer der

hinteren Bankreihen der Volksvertretung, oder

besser noch «hinter einer Mauer» sitzen. Im afrikanischen

Liberia sprach sich im letzten Jahr

Staatspräsidentin und Friedensnobelpreisträgerin

Ellen Johnson-Sirleaf für die Beibehaltung

der Kriminalisierung der Homosexualität aus.

Moskau

Eurovision-Star mobilisiert

gegen Schwule

Der russische Eurovision-Star Dima Bilan ist

ein glühender Befürworter der Maulkorbgesetze

für Schwule und Lesben. In einem Interview

sprach sich der 31-Jährige für ein landesweites


CRUISER Edition April 2013

News

Gesetz aus, das «Propaganda» für Homosexualität

unter Strafe stellen soll. Damit spricht der

Popstar der grossen Mehrheit seiner Landsleute

aus der russischen Seele. 67 Prozent der Bevölkerung

befürworten ein entsprechendes Verbot,

wie es bereits in einigen Regionen in Kraft ist.

Dima Bilan hatte 2008 mit seinem Sieg beim

Eurovision Song Contest in Belgrad den vor allem

unter Schwulen beliebten Schlagerwettbewerb

nach Russland geholt. Ein Markenzeichen

Bilans sind seine homoerotische Auftritte bei

Konzerten und in seinen Videos. Dazu sagte er:

«Das war keine Propaganda. Ich trete immer nur

für das Gute ein.»

Antwerpen

Outgames 2017 in Miami

Beach

Miami Beach wird 2017 die vierten World Outgames

austragen. Das Schwulen- und Rentnerparadies

setzte sich bei der Entscheidung in

Antwerpen gegen die isländische Hauptstadt

Reykjavik durch. Die Gay & Lesbian International

Sport Association (GLISA) fand als Veranstalterin

der Outgames in ihrer Begeisterung

über die Entscheidung gegen Geysire und für

sonnige Strände gar noch einen politischen

Dreh. Miami Beach sei wegen seiner starken Verbindungen

nach Lateinamerika der ideale Ort,

«um Fragen von Menschenrechten für Schwule,

Lesben und Bisexuelle zu stellen», hiess es. Die

im Wechsel mit den Gay Games stattfindende

Veranstaltung ging erstmalig 2006 im kanadischen

Montreal über die Bühne. Die dritten

Outgames finden in diesem Jahr vom 21. Juli bis

zum 11. August 2013 in Antwerpen statt.

London

Queen unterzeichnet Charta

gegen Diskriminierung

Die britische Monarchin Elizabeth II. hat die

Commonwealth-Charta gegen Diskriminierung

unterzeichnet, die zumindest indirekt

auch die Rechte von Schwulen und Lesben umfasst.

In der Charta heisst es zwar unter dem

Punkt «Menschenrechte» lediglich: «Wir lehnen

unnachgiebig alle Formen der Diskriminierung

ab, egal, ob sie auf Geschlecht, Rasse, Hautfarbe,

Glaube, politischer Überzeugung oder anderen

Gründen basieren.» Diese «anderen Gründe»

werden jedoch weithin als verklausulierter

Hinweis auf die sexuelle Orientierung verstanden.

Eine Reihe von Commonwealthstaaten soll

sich geweigert haben, ein Dokument zu unterzeichnen,

in dem Homorechte explizit erwähnt

werden. Als ein Erbe der britischen Kolonialherrschaft

ist in vielen der 54 Commonwealth-

Länder, wie zum Beispiel in Singapur, Malaysia,

Pakistan oder Uganda, Homosexualität noch

immer kriminalisiert.

Washington

Homo-Ehe unvermeidbar

Zwei Drittel der US-Bürger halten die Öffnung

der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare für unausweichlich.

Das geht aus einer repräsentativen

Umfrage des Meinungsforschungsinstituts

Lifeway Research hervor. Lifeway Research steht

dabei als Unternehmen der homofeindlichen

Baptistenkirche nicht in dem Verdacht, die Zahlen

schönanalysiert zu haben. Immerhin 58 Prozent

der Amerikaner sind zudem der Meinung,

dass es sich bei der Homo-Ehe um eine Bürgerrechtsfrage

handelt. Die Befragten waren geteilter

Meinung, was eine legale Diskriminierung

von Schwulen und Lesben betrifft. Eine grosse

Mehrheit sprach sich dafür aus, dass zum Beispiel

Pfarrer das Recht haben sollen, eine Homohochzeit

abzulehnen. Jedoch ebenso viele

waren dagegen, etwa Vermietern oder Arbeitgebern

die Diskriminierung zu gestatten.

Kalifornien

Obama und Apple für

Homo-Ehe

Mit Eingaben an den obersten Gerichtshof der

Vereinigten Staaten haben US-Präsident Barack

Obama, 130 Republikaner und mehr als 60 Firmen

gegen das Homo-Eheverbot in Kalifornien

protestiert. Ihr Argument: Grundrechte –

wie das Recht auf Ehe – dürften nicht durch

einen Volksentscheid aufgehoben werden. Das

war mit dem Volksentscheid «Proposition 8»

aus dem Jahr 2008 jedoch geschehen. Mit knapper

Mehrheit kippte die kalifornische Bevölkerung

die bereits eingeführte Homo-Ehe. Aus der

Wirtschaft gehören grosse Unternehmen wie

Facebook, Apple, eBay, Intel, Levi Strauss und

Nike zu den Ja-Sagern zur Homo-Ehe im Sonnenscheinstaat.

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Dossier CRUISER Edition April 2013

Jung, schwul und

angeschlagen

Schwule begehen häufiger Suizid als heterosexuelle

Artgenossen.

von Jen Haas

Filmszene aus «Prayers for Bobby» (2009) mit Ryan Kelley © Lifetime TV

6


CRUISER Edition April 2013

Dossier

Eine neue Studie der Universität

Zürich hat endlich

Vergleichszahlen erhoben

– mit erschreckenden

Resultaten: Unsere Psyche

ist angeschlagen, wir sind

deutlich weniger robust als

die Allgemeinbevölkerung.

Es braucht Hilfsangebote

– dies muss jetzt auch in

die öffentliche Wahrnehmung

dringen.

Jeder trägt sein Rucksäcklein. Ins schwule Rucksäcklein werden schon

früh ein paar Steine gelegt, zum Beispiel während des Coming-out. Und

diese Steine sammeln sich an, wir tragen sie mit uns herum, auch später

im Leben. Geraten wir irgendwann einmal in eine belastende Situation,

dann brechen wir schneller zusammen als andere, wegen unseres Gewichts

im Rucksack. Übermässiger Drogen- und Alkoholkonsum und

ein höheres Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten sind häufige

Folgen. Die Psyche leidet, Angststörungen und Depressionen sind verbreitete

Probleme.

Alleine und gestresst

Und der Suizid. «Ich bin schwul und finde keinen Freund. Ich fühle mich

alleine, und in der Schule bin ich nur noch gestresst. Fast jeden Tag denke

ich an Selbstmord», schreibt ein 15-jähriger Junge in einem Onlineforum

im Internet. Er ist nicht der einzige: Rund 20 Prozent aller schwulen und

bisexuellen Männer in der Schweiz haben schon einmal einen Selbstmordversuch

unternommen, wie die Universität Zürich jetzt in einem

renommierten Fachjournal publiziert hat. Was man eigentlich schon

lange weiss, steht nun Schwarz auf Weiss, mit Zahlen belegt. Die Hälfte

dieser Selbstmordversuche werden noch vor dem 20. Lebensjahr verübt,

also während der schwierigen Phase des Coming-out.

Tiefe Scham wegen Homosexualität

Wieso wollen sich so viele junge Menschen das Leben nehmen? Hat sich

nicht einiges verbessert in unserer Gesellschaft? Der Psychologe Stephan

Dietiker vom Checkpoint Zürich kennt die Frage; sie beschäftigt

auch ihn. Eigentlich sollte sich doch schon einiges verändert haben: Wir

haben heute positive Vorbilder, Schwule und Lesben, die ein offenes und

erfülltes Leben führen können. Dies erleichtert es jungen Menschen

zweifellos, wenn sie ihre schwulen oder lesbischen Gefühle entdecken.

Doch eine problemlose homosexuelle Persönlichkeitsentwicklung ist

die Ausnahme. Immer noch. Auch heute geraten viele junge Schwule in

Situationen, in denen sie sich nicht vorstellen können, dass sie ihre Gefühle

und Bedürfnisse jemals ausleben können. Der Selbstmord scheint

der einzige Ausweg. «Solche Jugendliche schämen sich so tief über ihre

sexuelle Orientierung, dass sie so nicht mehr weiterleben wollen», erzählt

Dietiker. Denn es gibt noch immer junge Schwule, die in einem starren

familiären Gefüge aufwachsen, wo die Homosexualität keinen Platz hat,

sei es aus religiösen oder kulturellen Gründen. Gerade Schwule mit Migrationshintergrund,

zum Beispiel aus dem Balkan oder der Türkei, oder

solche aus konservativen Kreisen sind oft völlig verloren. Sie werden von

ihren Familien gemassregelt oder gar verstossen.

Störungen auch im Erwachsenenalter

Jen Wang vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität

Zürich ist Mitautor der Schweizer Suizid-Studie, die in Zusammenarbeit

mit der Genfer Schwulenorganisation Dialogai entstanden ist. Er sieht

noch andere Gründe: Das Coming-out findet heute immer früher statt.

Der Zeitraum zwischen den ersten homosexuellen Gefühlen und dem

Outing verkürzt sich laufend. «Einerseits ist dies erfreulich», so Wang, «andererseits

fehlen ganz jungen Schwulen oft die emotionalen und sozialen

Ressourcen, um sich in dieser Welt zu behaupten.» Konflikte entstehen,

die dem Alter entsprechend nur schwer gelöst werden können. Häufen

sich Probleme mit der eigenen Homosexualität oder dem sozialen Umfeld

an, kann dies zu Depressionen führen. 20 Prozent der Schwulen haben

in den vergangenen zwölf Monaten eine behandlungsbedürftige Depression

erlitten. Über das ganze Leben gerechnet berichtet fast jeder Zweite

von mindestens einer erlebten Depression. Solche Belastungen werden

oft als ein «normaler» Teil des schwulen Lebens angesehen und nicht als

etwas Aussergewöhnliches. Betroffene suchen daher nur zögerlich Hilfe.

Dabei wäre eine rasche Behandlung angesagt. «Wir wissen, dass die

Chance eines Rückfalls deutlich zunimmt, wenn psychische Störungen

wie Ängste und Depressionen spät oder gar nicht behandelt werden», sagt

Wang und fügt hinzu, dass Schwule sich oft einer trügerischen Hoffnung

hingeben. «Viele denken, wenn ich einen Freund habe, wird alles gut.»

Wang macht solche Erfahrungen auch in seinem eigenen Umfeld. Die

Schwulen messen der Beziehung eine enorm grosse Bedeutung für ihr Leben

und Wohlbefinden zu, wie aus Studien zu entnehmen ist. Aber Beziehungen

werden nicht nur geschlossen, sie brechen wieder auseinander,

bei Schwulen nicht gerade selten. «Oft erleben wir dann, wie Männer in

ihren Dreissigern oder Vierzigern wieder in die gleiche Krise schlittern

wie Jahre zuvor», so Wang.

Blinder Fleck bei schwulen Männern

Wir leiden also an einem sogenannten kumulierten Risiko, quälende Erlebnisse

hinterlassen ihre Spuren. Für die Wissenschaftler der Universität

Zürich und Beobachter der Gay-Szene sind solche Erkenntnisse keine

Überraschung. Doch das Bewusstsein dafür, dass gerade der Selbstmord

bei schwulen Männern ein grosses Problem darstellt, ist noch nicht in

alle Bereiche unserer Gesellschaft gedrungen. «Als wir vor über zehn

Jahren die Gesundheit von Schwulen zu studieren begannen», erzählt

Jen Wang, «stiessen wir überall auf blinde Flecken ». Er erinnert sich an

die erste Stunde ihrer Gesundheitsstudie santé gaie: «In den Genfer Beratungszentren

hat man zum Beispiel von den Problemen portugiesischer

Mädchen gesprochen, schwule Männer kamen in den Berichten nie vor.»

Doch schon in den anfänglichen Interviews schälte sich heraus, dass unsere

Lebenssituationen oft belastend sind. Häufig wurde von depressiven

Episoden und Suzidgedanken gesprochen. Entsprechend hoch waren die

Zahlen der Studie.

Dramatische Vergleichszahlen

«Damit wir aber etwas bewirken können, braucht es Vergleiche mit der

heterosexuellen Bevölkerung», erklärt Wang. Deshalb wurden die Zahlen

aus der damaligen Gesundheitsstudie mit denjenigen aus zwei anderen

Studien verglichen, einerseits einer Studie über die Gesundheit

der Schweizer Jugendlichen andererseits der Befragung von Rekruten.

Die Vergleiche rütteln auf: Die Suizidgefahr ist bei Schwulen zwischen

16 und 20 Jahren zwei- bis fünfmal so hoch wie bei den Heterosexuellen

im gleichen Alter. Was noch mehr erschreckt: Schwule sind besonders

entschlossen, wenn es darum geht, tatsächlich Hand anzulegen: Jeder

dritte Selbstmordgedanken endet in einem Selbstmordversuch, bei den

Heterosexuellen ist es jeder vierunddreissigste. Die Studie ist in diesem Februar

vorgestellt worden, entsprechend war die Resonanz in den Medien.

«Langsam kommt es zu einem Gesinnungswandel», freut sich Wang. Die

Erkenntnis scheint sich langsam durchzusetzen, dass nicht das Schwulsein

Probleme verursacht, sondern die Umstände, unter denen wir als

Schwule gross werden.

Fehlende Vielfalt in der Schule

Es braucht daher Hilfsangebote, die schnell genutzt werden können und

unkompliziert sind. In Genf hat man erkannt, dass Handlungsbedarf besteht.

Das Projekt «blues out» bietet Schwulen und Lesben Hilfe bei psychi-

7


Dossier CRUISER Edition April 2013

schen Problemen und wird von zahlreichen Stellen unterstützt, darunter

vom Kanton Genf und der Aids-Hilfe Schweiz. Eine Sensibilisierungskampagne

will zunächst auf die Problematik Depression aufmerksam machen.

Die «blues out»-Hotline berät Personen in Schwierigkeiten. Ein spezifisches

Angebot für Schwule ist auch Stephan Dietiker vom Checkpoint

Zürich wichtig: «Fachleute auf offiziellen Beratungsstellen sind nicht

unbedingt homophob», betont er, «aber unsere Welt ist nun mal an den

Bedürfnissen der Heterosexuellen ausgerichtet.» Für einen Jugendlichen

sei es schwierig sich zu öffnen, wenn er nicht sicher sein könne, dass der

Psychologe gay-friendly ist, sagt Dietiker. Die Autoren der Suizid-Studie

der Uni Zürich wiederum fordern Präventionsprogramme für sexuelle

Minderheiten, besonders im Bereich Depression und Selbstmord. Für

sie braucht es jedoch noch mehr: Sexuelle Vielfalt müsse bereits in den

Schulen thematisiert werden. Dabei sollte die Botschaft im Unterricht

klar sein: Homo- und bisexuelle Beziehungen sind den heterosexuellen

gleichwertig. Gefühle der Minderwertigkeit können so abgebaut werden.

An der schwulen Fassade kratzen

Sicher, es muss sich etwas tun in unserer Gesellschaft. Darin sind sich alle

einig. Doch Wang übt Selbstkritik. Auch die Schwulen legen sich gegenseitig

Steine in den Rucksack: «Wir leben oft in einer Welt, in der Probleme

keinen Platz haben.» Er spricht die glamouröse Fassade unseres Gay Life

an, die Partys, die Reisen, das grosse Freizeit- und Konsumangebot, die

tollen, schönen Körper. Hier seien viele zuhause, begegneten sich genauso

kurz wie oberflächlich und tun so, als ob alles in Butter wäre. Denn Hilfe

beanspruchen ist unattraktiv. Und Hilfe anbieten passt nicht zum Highlife.

Darum braucht es nicht nur passende Angebote für Gestrauchelte,

sondern einen etwas anderen Umgang unter Schwulen, damit uns unser

Rucksäcklein nicht so tief herunterzieht.

Rasch Unterstützung suchen

Wer während seines Coming-out in Schwierigkeiten gerät, sollte Kontakt

zu Personen in der gleichen Situation und im gleichen Alter suchen.

Die jungen Schwulen vom Checkpoint Zürich helfen in allen

Lebenslagen weiter und berichten von eigenen Erfahrungen. Auf der

Website von www.du-bist-du.ch kann man direkt mit einem Berater in

Kontakt treten und ein Beratungsgespräch abmachen.

Bei Ängsten, depressiven Störungen oder Selbstmordgedanken braucht

es professionelle Hilfe, und zwar möglichst rasch. Checkpoint Zürich

bietet Beratungsgespräche mit dem Psychologen Stephan Dietiker an.

Die Beratung steht unter Schweigepflicht und kann über die Grundversicherung

der Krankenkasse abgerechnet werden.

Mehr Infos: www.checkpoint-zh.ch

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CRUISER Edition April 2013

News Schweiz

«All Families

Matter!»

Das Zurich Pride Festival 2013

steht im Zeichen der Familie.

Das Motto «All Families Matter!»

wird von einem neuen

Webauftritt begleitet.

Familie hat in der LGBT-Community eine mehrschichtige

Bedeutung. Einerseits verlieren

auch heute noch LGBT-Menschen nach ihrem

Coming-out den Kontakt zu ihrer Ursprungsfamilie.

Andererseits machen sich immer mehr

LGBT-Menschen Gedanken darüber, eine eigene

Familie mit Kindern zu gründen, während

andere sich ihren Kinderwunsch bereits erfüllen

konnten.

Zusammen mit dem diesjährigen politischen

Partner «Dachverband Regenbogenfamilien»

will das Pride Festival deutlich machen, dass

Familien, egal in welcher biologischen oder sozialen

Konstellation, ob mit Kindern oder ohne,

in jeder Gesellschaft wichtig sind.

Am 8. Juni findet der politische Demonstrationsumzug

durch Zürich statt. Gemeinsam führen

Erwachsene und Kinder den Umzug an und

setzen damit ein klares Zeichen: Gleichstellung

für LGBT-Menschen!

In der Pride-Woche finden diverse Veranstaltungen

zum Thema statt. Diese und andere Themen

sind auf der Webseite zu finden, welche nach

einem Re-Design topaktuell über weitere Highlights

berichten wird.

www.zurichpridefestival.ch

Break The Chains:

Der April zählt!

Im April sollen sich alle

schwule Männer an die

Safer-Sex-Regeln halten. Prof.

Pietro Vernazza, Chefarzt

Infektiologie am Kantonsspital

St. Gallen, unterstützt die

Aktion.

Hinter der Kampagne «Break The Chains»

steht ein theoretischer Hintergrund, der den

Umgang mit HIV verändern könnte. Prof. Pietro

Vernazza, Spezialist für HIV und Aids, unterstützt

die Aktion: «Break The Chains setzt

eine Erkenntnis aus der Theorie in die Praxis

um: Am höchsten ist die Übertragungsgefahr

in den ersten Wochen nach einer Ansteckung

mit dem HI-Virus», so Pietro Vernazza. Genau

dann wüssten jedoch die meisten Neuinfizierten

noch nicht, dass sie das Virus in sich

tragen. Dies macht die so genannte Primoinfektion

umso gefährlicher, sagt Vernazza.

Wer bei der Kampagne mitmacht, minimiert

sein Risiko während vier Wochen durch konsequenten

Safer Sex oder andere Wege. Danach

können die Teilnehmer sich für 10 Franken an

einem der Checkpoints oder einer Partnerteststelle

testen lassen. «Ein HIV-Test kann zu diesem

Zeitpunkt verlässlich eine Infektion mehr

als vier Wochen vorher ausschliessen», so Vernazza.

Damit soll die Kette von Übertragungen

unterbrochen werden.

Der Aktionsmonat «Break The Chains»

beginnt am 1. April!

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Gay Travel Index:

Schweiz rangiert

im Mittelfeld

Laut dem Spartacus International

Gay Guide ist Schweden

das homofreundlichste Land.

Die Schweiz erhält mit nur

vier Punkten schlechte Noten.

Der Spartacus International Gay Guide veröffentlichte

im März den „Gay Travel Index“. Es handelt

sich dabei um eine Auflistung verschiedener

Länder und Staaten, die in unterschiedlichen Kategorien

auf Homotauglichkeit getestet wurden.

Mit 9 Punkten liegt Schweden ganz vorne. Belgien,

die Niederlande, Grossbritannien und Frankreich

erreichen je 8 Punkte. Die Schweiz erreicht hingegen

nur 4 Punkte und rangiert damit mit Ländern

wie Österreich oder Argentinien im Mittelfeld.

Abzüge gab es aus bekannten Gründen: das nicht

vorhandene Adoptionsrecht, ungenügender Diskriminierungsschutz

sowie der Homo-Ehe «Light».

In anderen europäischen Ländern ist die Lage

jedoch weit schlechter. So ist Russland Europas

Schlusslicht in Sachen Homofreundlichkeit.

Die USA hingegen holen auf. So haben sich

jüngst Washington, Maryland und Maine für

die Homo-Ehe ausgesprochen.

Bald Strafe für

Homophobie?

Das Parlament des Kantons

Genf will Homophobie landesweit

unter Strafe stellen.

Die Rechte von Schwulen, Lesben und Transgendern

sollen endlich gestärkt werden. Das

Genfer Kantonsparlament hat deswegen eine

Standesinitiative ausgearbeitet und verlangt

auf diesem Weg die nötige Ergänzung im Rassismusgesetz.

In der heutigen Rassismusstrafnorm

wird Homophobie nicht unter Strafe

gestellt. Mit nur einer Gegenstimme konnten

die Genfer Parlamentarier nun ihr Initiativrecht

durchsetzen. Das Strafmass bei einem

entsprechenden Vergehen soll bis zu drei Jahre

Gefängnis betragen.

Bereits im Dezember 2012 reichte der Zürcher

Nationalrat Martin Naef erfolgreich ein Postulat

für den ausreichenden Schutz vor Diskriminierung

ein. Entgegen dem Willen der SVP und

der Hälfte der CVP/EVP-Fraktion beauftragte

die grosse Kammer den Bundesrat mit 109 zu

82 Stimmen, die rechtlichen Instrumente zum

Diskriminierungsschutz zu untersuchen und

dabei explizit das Thema der sexuellen Orientierung

einzuschliessen.

Jugendgruppe

spot25 ist zurück!

Ende April wurde in Zürich

die Jugendgruppe spot25

neu gegründet.

Spot25, die ehemals grösste schwullesbische

Jugendgruppe der Schweiz, wurde nach ihrem

Ende schmerzlich vermisst. Nun ist sie wieder

da: Am 20. März wurde sie offiziell neu gegründet

und ist bei den Homosexuellen Arbeitsgruppen

Zürich (HAZ) angegliedert.

Bereits 2012 startete ein kleines Team den neuen

Jugendtreff in Zürich. Das Interesse wuchs,

und die Treffen, welche alle zwei Wochen stattfinden,

werden sehr gut besucht. «Wir sind eine

Anlaufstelle für ungeoutete Jugendliche, welche

das erste Mal andere Bi- und Homosexuelle

kennenlernen und sich mit ihnen austauschen

möchten», sagt Marco Fritschi, Leiter und Mitgründer

der Jugendgruppe spot25.

Die Organisatoren wissen, dass Jugendliche sich

trotz Internet immer noch gerne persönlich

kennenlernen und treffen. Die Treffen finden

in der HAZ am Sihlquai 67 statt. Daten April:

2./16./30. April, jeweils ab 19 Uhr.

www.spot25.ch

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Prominent CRUISER Edition April 2013

Stress

Nicole Bernegger

Die Schweiz hat eine neue Stimme: Nicole Bernegger!

Mitte März gewann die stimmgewaltige

Birsfelderin die SRF-Show «The Voice of Switzerland».

Nicole galt seit ihrem ersten Auftritt

als Favoritin. Erstaunlich, dass sie sich genau

den Coach aussuchte, der über keine Singstimme

verfügte: Stress. Doch Cleverness geht über

Gesang. Mit der schwangeren Sängerin ging

der Rapper nicht den Hauch eines Risikos ein.

So durfte Nicole mit ihrer Soulstimme einen

Klassiker nach dem anderen vortragen. Während

etwa Philipp Fankhauser seine Schützlinge

öfter «gegen den Strom» ansingen liess, und

sich dafür den Vorwurf der «Alte-Leute-Musik»

aus der Presse gefallen lassen musste, übte sich

Stress mit Nicole auf sicherem Terrain. Böse

konnte man ihr dabei nie sein. Weshalb das

Rad neu erfinden? Ihre Stimme war nun mal

die Beste des Wettbewerbs. Und sie wäre im

Mundart-Rock genau so fehl am Platz wie in

Stress, wohin man schaut. Die dünn besiedelte

Schweizer A-Promilandschaft hat einen neuen

König, der reich gedeckte Oster-Familientisch

ein Gesprächsthema. Das Grosi aus Arbon hat

ihn im Fernsehen gesehen und findet ihn nett,

die Tante aus Köniz kennt seine Songs aus der

Aerobic-Stunde und findet sie fetzig, die Cousine

aus Lausanne fand ihn schon vor 10 Jahren

heiss. Da hat einer gemerkt, wie der Showbiz-Hase

läuft. Vor seinem Durchbruch in der Schweiz

wurde der Rapper mit Wirtschaftsstudium in

Frankreich und Deutschland bekannt, arbeitete

mit Freundeskreis und Xavier Naidoo. Ins

helvetische Rampenlicht trat er im Schatten

von Melanie Winiger, in Kapuzenpullover und

Bonnie Tyler

Rock-Röhre Bonnie Tyler hört sich seit den

Siebzigern so an, als würde sie jeden Tag drei

Schachteln Zigaretten rauchen und vor dem

Einschlafen noch ein paar Whiskys saufen. Genau

deswegen ist diese Stimme doch so erfolgreich,

auch wenn die Prävention ob dem Vergleich

aufschreien wird. Zugegeben, Bonnie

Tylers grosse Zeit ist über 25 Jahre her – und

trotzdem besitzen ihre damaligen Hits hohes

Ansehen. Eine kurze Recherche auf Amazon hat

ergeben, dass quasi jedes halbe Jahr eine weitere

«Best of»-Scheibe der Britin veröffentlicht

wird. Und weg vom Fenster war Bonnie Tyler

sowieso nie. Nun gelingt der Sängerin ein grosser

Coup: Sie wird am diesjährigen Eurovision

Song Contest die britische Musikwelt vertreten.

Wie die BBC mitteilte, wird die 61-Jährige mit

dem Song «Believe in Me» an den Start gehen.

Auf Bonnie Tyler warten damit rund 120 Millionen

Zuschauer. «Ich fühle mich sehr geehrt

und bin hocherfreut, dass ich mein Land beim

Eurovision Song Contest vertreten darf, vor allem

mit einem solch fabelhaften Song», so Bonne

Tyler in einem Statement. «Believe in Me» ist

eine grundsolide Pop-Ballade, eingängig, leider

ohne das «gewisse Etwas». Die rauchige Stimme

kann dem Song nicht viel abgewinnen. Die BBC

erhofft sich jedoch einen Erfolg. «Bonnie Tyler

einer Disco-Nummer. Optisch eine Walküre,

verzauberte Nicole neben der Bühne übrigens

durch Zurückhaltung und Sympathie. So soll

eine Schweizer Stimme gefälligst auch sein. Der

Siegersong geht übrigens auch kein Risiko ein:

«No Matter» erinnert frappant an «Back to Black»

von Amy Winehouse, hat aber grosses Hitpotential.

Obwohl Reime wie «Give me a Tissue, here

comes the issue» weder sexy noch besonders anspruchsvoll

sind. Ob Nicole damit die Hitparade

stürmt, bleibt nun abzuwarten. Bis Redaktionsschluss

wurden die TV-Quoten aus dem SRF

noch unter Verschluss gehalten. Ob der Medien-

Hype sich in Zuschauerzahlen verwandeln liess,

bliebt weiterhin ein Geheimniss. (dd)

10

© SRF

© Universal Music

Sneakers, stets leicht verloren auf dem Roten

Teppich. Strelanie etablierten sich als angesagtestes

Promipaar der Schweiz, auch wenn Mess

die passendere Namensverschmelzung gewesen

wäre, wie Winiger einst in einem Interview

versicherte. 2012 das Aus, die Ex-Miss fand ihr

neues Glück in New York, Stress seines bei Model

Ronja Furrer. Bei den diesjährigen Swiss Music

Awards, die von Stress gewonnen und von Melanie

moderiert wurden, bewies das ehemalige

Traumpaar Grösse und machte Scherze, die sich

nicht mal der Blick erlaubt hätte. Kurz darauf

führte Stress seinen Schützling Nicole Bernegger

zum Sieg bei «The Voice of Switzerland».

Bligg hat den Siegersong mitkomponiert, doch

Stress bleibt König, die coolste Socke beidseits

des Röschtigrabens. Er bleibt auf dem Thron.

Bis zum Duett-Album mit Francine Jordi zumindest.

(rg)

© pd

ist durch und durch ein Superstar mit einer

fantastischen Stimme», so die Begründung. Im

letzten Jahr landeten die Briten mit Schlagersänger

Engelbert Humperdinck abgeschlagen

auf dem vorletzten Platz. Dieser wünschte Bonnie

Tyler, gar nicht verbittert, bereits viel Glück

für Malmö! (dd)


CRUISER Edition April 2013

Prominent

Agnetha Fältskog

Sie ist wieder da: Agnetha Fältskog. Aber war

sie je weg? Als Sängerin von ABBA ist sie sowieso

allgegenwärtig. Und man muss hier im Präsens

reden, da sich die schwedische Band nie

offiziell aufgelöst hat. Da aber die Kult-Band

keine Anstalten unternimmt, jemals wieder

gemeinsam ein Studio zu betreten, müssen wir

mit den Sologängen von Agnetha, Benny, Björn

und Anni-Frid Vorlieb nehmen. Das erste «A»

will jetzt also wieder singen. Seit Mitte März ist

Agnetha Fältskogs neue Single «When you really

loved someone» am Start. Der eingängigen

Pop-Ballade wird im Mai ein Album folgen, das

Anderson Cooper

Eines der wichtigsten Aushängeschilder des

Nachrichten-Senders CNN ist Moderator Anderson

Cooper. Der charmante «Richard Gere

des Journalismus» gehört auch zu den Galionsfiguren

der amerikanischen Gay-Community.

Dabei ist der 45-jährige Anderson Cooper, welcher

seit 2001 für CNN in diversen Gefässen

arbeitet, erst seit letztem Juli «offiziell» schwul.

Damals schrieb er in einem Blog: «Fakt ist, ich

bin schwul, ich war es immer und werde es

immer sein. Darauf bin ich sehr stolz!» Grund

genug für GLAAD (Gay and Lesbian Alliance

Against Defamation), Anderson Cooper zu würdigen.

Mitte März wurde dem Moderator der

Vito-Russo-Award 2013 verliehen. Der Preis wird

alljährlich an Personen des öffentlichen Lebens

vergeben, welche sich auf besondere Weise für

die Gay-Community einsetzen. Sei es auch nur

durch ihre Offenheit. Etwa Ricky Martin oder

Cynthia Nixon gehören bereits zum erlauchten

Kreis der Gewinner. Damit die Verleihung

auch ordentlich Presse bekam, durfte Pop-Königin

Madonna die Laudatio halten. Nicht ohne

Clint Eastwood

Er ist ein gefeierter Revolverheld, preisgekrönter

Regisseur und eingefleischter Republikaner:

Clint Eastwood. Seinen Namen bringt «Dirty

Harry» auch immer wieder in die US-Politik ein.

Zuletzt mit seiner merkwürdigen Kampagne

für den Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney.

Mit seinen 82 Jahren hätte er sich manch

© pd

auch ein Duett mit Schmusebarde Gary Barlow

enthält. Ganze neun Jahre dauerte es nun, bis

sich Agnetha Fältskog wieder vor das Mikrofon

wagte. Das letzte Album mit dem Titel «My

colouring Book» enthielt nur Coverversionen,

verkaufte sich aber ganz passabel. «Ich habe

nicht gedacht, dass ich nochmal singen würde»,

sagte sie laut der Pressemitteilung. «Aber als

ich die ersten drei Lieder hörte, konnte ich einfach

nicht widerstehen.» Agnetha Fältskog, die

einst das Klischee der grossen, blonden Schwedin

massgeblich beeinflusste, räumte im Zuge

des Comebacks auch gleich mit einem anderen

Vorurteil aut. Sie habe sich niemals von der Öffentlichkeit

zurückgezogen, wie es gewisse Medien

gerne darstellten. Sie könne aber halt nicht

ständig auf einer Bühne stehen. Ihr Gespür für

tolle Musik hat sie jedenfalls auch mit 62 Jahren

noch nicht verloren. Willkommen zurück,

Agnetha! (dd)

© pd

Grund: «Madonna war immer eine engagierte

Botschafterin für die weltweite LGBT-Community

und deren Rechte», so GLAAD in der

Pressemitteilung. «Wir fühlen uns geehrt, dass

Madonna den Preis an Anderson Cooper überreichen

wird». In einer pathetischen Rede voller

«Ähms» sprach Madonna, als Pfadfinderin

verkleidet, auch darüber, dass es nicht erlaubt

sei, im Namen Gottes zu diskriminieren. Das

Publikum reagiert frenetisch. Den Preis bekam

Anderson Cooper dann doch noch. Der passionierte

Madonna-Fan freute sich so sehr, dass er

mit ihr gleich «fremdknutschte». (dd)

© pd

fragwürdige Wahlkampfhilfe ruhig schenken

können. Doch der Mann, der mit Italo-Western

wie «The Good, the Bad and the Ugly» bekannt

wurde und danach Meilensteine des Films wie

«Million Dollar Baby» inszenierte, fasziniert

auch heute noch. Er unterzeichnete eine von

Präsident Barack Obama lancierte Initiative,

welche die Anerkennung der Homo-Ehe fordert.

Das überraschte, denn der Inbegriff eines

Hollywood-Haudegens distanziert sich damit

wohltuend von den konservativen Republikanern

und stellt sich auf die Seite der Gay-Community.

Ätsch. Doch bei genauer Betrachtung

ist diese Handlung nur logisch. Schliesslich

dürften Clint Eastwood in seiner lange Karriere

beim Film diverse Schwule und Lesben begegnet

sein, die dafür sorgten, dass «Dirty Harry»

nicht wirklich schmutzig vor der Linse stand.

Ob sein Einsatz auch Früchte trug, blieb bis Redaktionsschluss

unklar. Bei einem «Ja» dürfte

Clint Eastwood aber ein erklärter Liebling der

US Gay-Community werden. (dd)

11


Nachgefragt CRUISER Edition April 2013

«In Wahrheit sind

wir alle anders!»

Interview mit Balian

Buschbaum.

von Daniel Diriwächter

12

Er sei ein Gentlemen, sagt

Balian Buschbaum (32).

Daran musste er jedoch härter

arbeiten als andere Männer:

Der Teilnehmer der RTL-Show

«Let’s Dance» wurde mit weiblichen

Geschlechtsmerkmalen

geboren. Im CR-Interview

spricht Balian Buschbaum

über sein Leben, gewagte

Fragen und sensa tionswütige

Medien – wie uns.

CR-Magazin: Sie nehmen in der RTL-Show

«Let’s Dance» teil. Sind Sie schon heftig am

trainieren?

Balian BUSCHBAUM: Ich habe bereits meine erste

Trainingseinheit mit meiner reizenden Tanzpartnerin

Sarah Latton absolviert und freue

mich auf jede weitere Lektion, die ich noch lernen

werde. Leider hat mich bereits während

des ersten Trainings eine Krankheit befallen.

Diagnose: Tanzfieber! Ob es eine Heilung gibt,

weiss ich nicht. Eines ist jedoch gewiss: Tanzen

ist Freiheit.

Balian Buschbaum © Katharina Dubno

Was war ausschlaggebend, um an der Show

teilzunehmen?

Nachdem ich bereits mein erstes Buch veröffentlicht

hatte, wurde ich von RTL angefragt, ob

ich nicht in den Dschungel, zum Promi-Dinner

oder zu «Let’s Dance» gehen möchte. Das Einzige,

was ich mir vorstellen konnte, war Tanzen.

Es passte jedoch drei Jahre lang nicht in meinen

Zeitplan. Jetzt bin ich froh, dass ich bei dieser

Staffel teilnehmen kann.

Millionen von Zuschauer werden Sie unter

die Lupe nehmen, denn Sie sind transsexuell

und wurden als Frau geboren. Wie gehen Sie

damit um?

Ich habe stets klar signalisiert, dass ich immer

ein Mann war. Ich wurde lediglich mit den «falschen»

Geschlechtsmerkmalen geboren. Was

entscheidet denn über das Geschlecht eines

Menschen? Unser Gehirn oder die Geschlechtsmerkmale?

Aber wenn Sie salopp wissen möchten,

wie ich mit meiner Vergangenheit umgehe:

Locker, humorvoll und ehrlich, denn es gibt

nichts, wofür der Mensch sich schämen muss.

Wird «Let’s Dance» mithelfen, um Transsexualität

sichtbarer zu machen?

Wir werden sehen, wie weit die Gesellschaft

ist, um zu verstehen, dass wir in Wahrheit alle

anders sind. Schauen sie in diesem Augenblick

einfach zu ihrem Nachbarn rüber und vergleichen

sie ihre Nase mit seiner.

In Ihrem ersten Buch beschreiben Sie die

Operation, welche Sie körperlich zum Mann

machte. Werden Sie oft auf Ihr «bestes Stück»

angesprochen?

Sexualität ist etwas ganz Natürliches. Ich bin,

wie die meisten Männer, stolz auf meinen Penis,

und trotzdem möchte ich ihn manch neugierigen

Seelen nicht direkt ins Gesicht drücken. Ich

versuche mit meiner Situation normal umzugehen,

weil normal eben anders ist.

Gab es einen Wesenszug an Yvonne

(seine frühere Identität – Anm. der Red.),

welchen Sie heute vermissen?

Wenn man sich selbst und seine Identität gefunden

hat, was sollte man dann noch vermissen?

Ich bin dankbar und demütig, dass ich

nun endlich in Harmonie mit Körper und Geist

leben darf. Wenn ich an mein erstes Leben zurückdenke,

dann ist es wahrscheinlich ähnlich,

wie wenn Sie an Fotos von vor ihrer Pubertät

zurückdenken.

Wir sehen in der Öffentlichkeit eher Transfrauen

als Transmänner, weshalb ist das so?

Wahrscheinlich liegt es daran, dass Transfrauen

eher auffallen als Transmänner. Wissen Sie

so genau, wen Sie das letzte Mal in der Disco geküsst

haben? Es gibt viel mehr Menschen, die

anders sind, als wir vermuten. Ebenso empfinde

ich solche Betitelungen wie Transmann, homosexuell

etc. als überflüssig. Sie dienen lediglich

dazu, die Menschen in Schubladen zu stecken.

Eine Schublade ist wie ein Sarg. Denn wer darauf

achtet, in welche Schublade er oder sie passen

könnte, ist quasi schon tot.

Ihren Leidensweg haben Sie als Buch veröffentlicht.

Nun folgt das Zweite: «Frauen wollen

reden, Männer Sex». Sind Sie ein «Macho»?

Auf Grund meines Lebensweges und den Erfahrungen,

die ich mit Frauen machen durfte, würde

ich mich lieber als Gentlemen bezeichnen.

Doch überlasse ich diese Bewertungen gerne

der Damenwelt.

Zu guter Letzt: Was wünschen Sie sich für die

Zukunft?

Ich bin glücklich und wünsche mir, dass jeder

einzelne Mensch sich auch auf seinen persönlichen

Weg zum Glück begibt und dabei immer

wieder gewillt ist, seinen Horizont zu erweitern.

Ebenso wäre ich dankbar, wenn manch sensationswütige

Medien den Schwerpunkt nicht auf

meine Vergangenheit legten. Denn schließlich

frage ich Sie auch nicht, ob sie sich vor sechs Jahren

eine Fusswarze entfernt haben.

Balian Buschbaum

Ab 5. April bei «Let’s Dance» auf RTL!

Bücher:

Blaue Augen bleiben blau

Frauen wollen reden, Männer Sex

Fischer Verlag, Frankfurt am Main


CRUISER Edition April 2013

Kolumne

Zu zweit hätte

auch gereicht

Anzeige

Ich glaube, das Schlimmste, was einer Beziehung

passieren kann, sind Kinder. Mir ist

bewusst, dass diese Aussage angesichts der

heutigen politischen GLBTetc-Agenda nicht sonderlich

fortschrittlich erscheint. Schliesslich

wollen wir Kinder adoptieren. Auch wir, die wir

nicht unbedingt Kinder wollen, wollen zumindest

welche haben dürfen. Ich bin auch unglaublich

überzeugt, dass es Gays und Lesben gibt,

die ganz formidable Eltern abgeben. Ebenfalls

überzeugt bin ich, dass ich nicht zu diesen gehöre.

Andererseits wäre ich kaum ein mieserer

Papa als die meisten Väter, die meine Kumpels

damals in den Achtzigern hatten. Und irgendwie

ist aus der grossen Mehrheit von uns ja doch

etwas geworden, ausser aus Peter, der hat sich

nach ein paar Raubüberfällen und Klinikaufenthalten

erhängt. Sein Vater war aber nicht

besonders schlecht. Im Gegenteil, er nahm sich

mehr Zeit für die Kinder als meiner. Unter diesem

Gesichtspunkt betrachtet, wäre ich vielleicht

wirklich ein genialer Vater. «Papi, schau

mal, was ich gemacht habe!» – «Zeigs deinem anderen

Daddy und sag ihm, er solls aufwischen.»

Nein, ganz ehrlich, Kinder sind ja irgendwie entzückend,

wenn man ein Faible für so was hat. Und

ich beglückwünsche alle Paare, die eine Familie

gründen wollen. Ich kann ja noch nicht einmal

ausschliessen, dass ich auch irgendwann dazu

gehören werde. Mein Mann hat derlei Flausen im

Kopf. Ich selber hätte angeboten, die Kinder auszutragen.

Das könnte ich, zumindest beschied mir

vor vielen Jahren so eine freche kleine Kröte, ich

hätte ein gebärfreudiges Becken. Das sind exakt

die Dinge, die man während dem Sex hören will.

Wenn man überhaupt noch Sex hat. Denn ich

glaube, Kinder zerstören das Sexualleben ihrer

Eltern, und zwar von Grund auf. Ich weiss das

nicht nur von etlichen Heterofreunden. Naja,

von ein paar wenigen, zumindest, schliesslich

hab ich nicht wirklich viele Freunde, egal ob

hetero oder Transen. Nein, ich weiss das aus Erfahrung.

Die Erkenntnis gewann ich, nachdem

mein Mann und ich Nala adoptiert hatten, ein

Bengalenkätzchen. Wenigstens die durften wir

haben. Sie ist mit ihren acht Monaten stubenrein,

was man vom Sohn meiner Schwester auch

nach drei Jahren noch nicht behaupten kann.

Nala brachte so viel Freude in unser Leben.

Gleichzeitig zerstörte sie nicht nur meine Vorhänge

sondern auch meine Libido. Es war weniger

ihre dauernde Präsenz auf dem Kopfkissen,

die als Lustkiller wirkte. Nein, es waren die

Hormone. Kaum hatte das Fellteil die Wohnung

betreten, sind meine Brüste angeschwollen. Ich

verwandelte ich mich zur Supermama. Mit dem

lästigen Nebeneffekt, dass ich den Superpapa

neben mir nicht mehr wahrnahm. Und auch,

wenn er mal wieder einen Fummelversuch startete,

war eine meiner Hände stets auf dem Rücken

der wohlig schnurrenden Mieze.

Das ging eine ganze Weile so. Irgendwann haben

wir dann darüber geredet. Also die Katze

und ich. Sie pennt jetzt auf seiner Seite des Bettes.

Ab und zu, wenn sie ganz tief schläft, schleiche

ich mich in die Bibliothek, wo der Kratzbaum

steht. Dort, auf der zweiten Plattform

liegt in der Regel mein Mann, zusammengekuschelt.

Und dann vögeln wir ein bisschen. Ganz

leise, um die Katze nicht zu wecken.

Oster

nAcht

sAunA

eiersuche, gAnz entspAnnt.

Happy Easter!

An den OsterfeiertAgen

hAben wir 4x nAchtsAunA in fOlge:

Gründonnerstag auf Karfreitag

Karfreitag auf Samstag

Samstag auf Ostersonntag

Ostersonntag auf Ostermontag

Jeweils offen bis 7 Uhr früh.

Engelstrasse 4, 8004 Zürich, Tel. +41 44 241 10 80, www.moustache.ch

Täglich offen von 11.30 Uhr bis 23 Uhr. Fr. + Sa. Nachtsauna bis 7 Uhr

13


Szene CRUISER Edition April 2013

Partys und Events Paradise Garage

Adam und Adam – Eva

und Eva

Bereits zum vierten Mal geht’s paradiesisch zur

Sache im Supermarket. Ab Ende der 1970er bis

1987 setzte die schwule Kult-Location «Paradise

Garage» im New Yorker Greenwich Village Massstäbe

in der Club-Kultur und gilt als Gründungsstätte

des Garage House. Jetzt feiert «Paradise

Garage» jeweils am ersten Freitag im Monat

ein Revival. Ganz unter dem Motto: Adam und

Adam bzw. Eva und Eva. An der Party am 5. April

geben sich Top-DJs die Klinke in die Hand! Mit

DJ Peeza, DJ Juiceppe und Angel O. ist ein heisses

Line-Up am Start.

Paradise Garage

Freitag, 5. April, 23 Uhr

Supermarket, Geroldstr. 17, 8005 Zürich

www.supermarket.li

Shaft aus der

Asche

Neustart der reinen

Männerparty

Partys kommen und gehen. Auch «Shaft» erscheint

nach langer Abwesenheit wieder auf der

Bildfläche – mit dem legendären Männernachtmotto:

«no dick – no entry!»

«Shaft» lag lange im Dornröschenschlaf, wurde

aber vom Prinzen in Form des Clubs 696 wieder

wachgeküsst. Abzuwarten bleibt, ob dies nur

ein kurzer Traum ist oder ob ein langes Leben

bevorsteht.

Die DJs Mental X, Willi P und Jesse Jay werden es

den Besuchern leicht machen, die kalten Nächte

heiss werden zu lassen. Klar, dass dabei auch

nackte Oberkörper nicht trocken bleiben.

Shaft «no dick – no entry!»

Samstag, 6. April, 23 Uhr

696 Club, Badenerstrasse 696, 8048 Zürich

www.shaft.ch

Club Heaven mit

Minibar

Minibar Opening &

Zör Gollin’s Birthday

Der Club «Heaven» läutet bereits den Sommer ein

und öffnet die Mini-Bar für den Boulevard-Betrieb.

Zürichs kleinste Bar ist nicht nur während den

Partys geöffnet, sondern auch unter der Woche.

Bei schönem Wetter laden die Aussen sitzplätze

dazu ein, das Treiben auf dem Hirschenplatz zu

beobachten und die Seele baumeln zu lassen.

Da die Eröffnung der Mini-Bar gleich mit dem

Geburtstag von DJ Zör Gollin zusammenfällt,

wird aber nicht nur in der Mini-Bar gefeiert,

sondern auch unten im Club. Hierzu hat das

Geburtstagskind seine alte Freundin Nina

Queer aus Berlin eingeladen. Die bekannte Drag

Queen, Autorin, Musikerin und Partyveranstalterin

wird die Gäste mit einem DJ-Set verzücken.

Minibar Opening & Zör Gollin’s Birthday

Donnerstag, 11. April, 21 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

Jack

The Love And Romance Issue

Die Zeit des Grau in Grau ist vorbei. Frühlingsgefühle

kommen auf – auch bei Jack und seiner

Crew. Divinity heisst der Mann an den Plattentellern,

ein fester, nicht mehr wegzudenkender

Bestandteil der deutschen House-Szene.

Unter anderem steht er jeweils im renommierten

GMF in Berlin an den Decks, einem «Placeto-be»

der deutschen Kapitale, oder auch im

«Space» auf Ibiza. Überall verbreitet er getreu

seinem Namen die göttliche Botschaft: Love!

Den roten Teppich auslegen wird ihm zuvor

Juiceppe, welcher das Warm-up auf dem Mainfloor

bestreiten wird.

Bekannt von den Cube- oder der Boyahkasha-

Partys, weiss er genau, worauf seine Gäste musikalisch

abfahren. Im Hof auf dem Pop- und

Disco-Floor steht zudem Angel O. im Einsatz,

welcher schon bei den Angels-Events spielte.

Jack – The Love And Romance Issue

Samstag, 13. April, 23 Uhr

Kaufleuten-Festsaal, Pelikanplatz, 8001 Zürich

www.jackcompany.com

www.twitter.com/jackcompany

14


CRUISER Edition April 2013

Szene

queerPlanet

Mit Miss Delicious

Im April kommt die unverwüstliche Miss Delicious

aus Köln ins im Jugendstil erbaute Singerhaus

direkt am Marktplatz in Basel, an die

April–queerPlanet-Party. Ihr letzter Besuch löste

wahre Begeisterungsstürme aus. Zusammen

mit queerPlanet–Residents DJ Taylor Cruz garantiert

sie für Topstimmung – mit auserlesenen

House- und Electro-House-Tracks.

QueerPlanet

Samstag, 13. April, 23 Uhr

Singerhaus, Marktplatz 34, 4051 Basel

www.singerhaus.ch

Rampensau

Ein neues, freches Label

Zum Frühlingsanfang meldet sich ein neues freches

Label: Rampensau. Tanzende, tobende und

saufende Jungs – ohne Zweifel und ohne Reue.

Egal, wer mit wem und was wozu, egal ob Gay

oder Hetero, ob Mann oder Frau oder Frau als

Mann oder Mann als Frau. Was zählt, sind die

Musik und die ausgelassene Stimmung. Es soll

getanzt und geflirtet werden, als gäbe es keinen

Morgen danach. Und das Ganze an einem Ort,

wo einst das Amboss-Bier ausgeliefert wurde.

Heute befindet sich auf der Ambossrampe einer

der geilsten Clubs Zürichs, inmitten des Raumes

eine der längsten Bars der Stadt, und für

alle Raucher ein grosses Fumoir.

Musikalisch setzten die Veranstalter auf zwei

talentierte Wiener DJs. Mit Kevin Richi und Max

Gain wird der Abend für jede «Rampensau» ein

geiler Event.

Rampensau

No regrets, no doubts

Samstag, 13. April, 23 Uhr

Ambossrampe, Zollstrasse 80, 8005 Zürich

www.ambossrampe.ch

Misbehave

Ohne T-Shirt in den Sommer

surfen

In Vorfreude auf warme Temperaturen haben

die zwei Organisatoren von «Misbehave» ein

einzigartiges Line-up zusammengestellt, um

in den Sommer zu surfen. Valentino, bekannt

von der «Nacht der Blumen» im Hive, der Dachkantine

oder dem Aera, lässt Tante Frieda und

ihre warmen Jungs schwitzen. Das T-Shirt ist

spätestens weg, wenn «Einzig & Faerber» mit

ihren sommerlichen Beats die Stimmung zum

Kochen bringen.

Misbehave@Friedas Büxe

Freitag, 19. April, 23 Uhr

Friedas Büxe, Friedaustr. 23, 8003 Zürich

www.misbehave.ch

www.friedasbuexe.ch

Family Affair

Mit Seb Dhajje aus Paris

Um der «Familie» zu danken, hat «Family Affair»

einen besonderen Leckerbissen für das nächste

Treffen an Land gezogen. Seb Dhajje aus Paris

wird den Club 696 erneut besuchen, und alle,

die ihn bei seiner letzten Visite erlebt haben,

wissen, was für ein musikalisches Kaliber dieser

äusserst sympathische Mann aus Frankreich ist.

Zudem wird DJ Franco die Gäste musikalisch

verwöhnen. Franco ist nach einer Pause back on

stage, und wer ihn noch von den Loop38-Partys

kennt, der weiss, was für ein Powersound zu erwarten

ist. Unterstützt werden die zwei Gäste

von Jesse Jay und Willi P.

Family Affair

Samstag, 20. April, 23 Uhr

Club 696, Badenerstrasse 696, 8048 Zürich

www.696club.ch

Club Heaven

Tanz in den Mai

Musik statt Pflastersteine! Während andere am

1. Mai mit Pflastersteinen werfen, wird DJ Merte

Rox am Vorabend zum 1. Mai mit Tracks und

Melodien um sich werfen. Der Resident-DJ vom

bekannten Hamburger Gay-Club 136° ist Garant

für mitreissenden Sound und wird dafür

sorgen, dass auch wirklich jeder froh ist, dass

er am 1. Mai nicht arbeiten muss. Open Format,

Mash-Up, House.

Tanz in den Mai

Dienstag, 30. April, 22 Uhr

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich

www.heavenclub.ch

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Musical von Eric idle & John Du Prez aus dem Kult-Film

«Die Ritter der Kokosnuss»

mit Raubgut

VorVErkauf

Theaterkasse: Di – Sa, 16 – 19 Uhr

Telefon 044 252 32 34

www.theaterhechtplatz.ch

Schweizer Erstaufführung

13. April – 8. Juni

Theater am

Hechtplatz

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15


Szene CRUISER Edition April 2013

Ikarus-Club

Neuer Club

im Zürcher Kreis 5.

von Branko B. Gabriel

In der Zürcher Szene tut sich

was – Endlich! Nach diversen

Schliessungen in den letzten

Jahren eröffneten vor kurzem

gleich zwei Gay-Nachtclubs

ihre Türen. Eine der neuen

Adressen ist der Ikarus-Club

im Kreis 5.

CR trifft zum Gespräch ein nicht ganz unbekanntes

Gesicht der Zürcher Gay Community:

Tommy Steiner. Man sieht ihm die Eröffnungsstrapazen

an. Kein Wunder, denn wie er erzählt,

haben er und sein Team innert kürzester Zeit

den Club auf Vordermann gebracht und beim

Renovieren gleich selber Hand angelegt: «Als

ich zum ersten Mal die Location an der Limmatstrasse

besuchte, wusste ich sofort, das ist es! Ich

wusste aber auch, dass wir hier noch viel Arbeit

vor uns haben.»

«Wir wollen kein Schicki-Micki-Club sein»

Verspätung doch noch eröffnen. Und schliesslich

mussten im 10-Minutentakt die Getränke

heran gekarrt werden.»

Unterschiedliche Clubs mit verschiedenen

Musikrichtungen

Just vor der T&M-Heaven-Eröffnung platzte in

den Medien die Bombe, dass eine Woche zuvor

ein neuer, grösserer Club seine Pforten eröffnet.

Bekanntlich belebt die Konkurrenz das

Geschäft. Man ergänzt sich eher, meint Tommy.

«Wir sprechen nicht die gleiche Klientel an

wie das Heaven. Es wird Zeit, dass es in Zürich

zwei unterschiedliche Clubs mit verschiedenen

Musik richtungen gibt.»

Zur Namenswahl meint Tommy: «Ich habe zu

Griechenland eine tiefe und herzliche Verbindung.

Ich habe dort viele gute Freunde, und ein

bekannter Gay Club auf Mykonos heisst auch so,

deshalb haben wir uns für diesen Namen entschieden.

Im Club selber muss aber doch noch

einiges gemacht werden» ergänzt er. «Es ging

alles sehr schnell, und wir wurden mit einigen

Renovationen einfach nicht fertig.» Step by Step

lautet denn auch das Credo der Macher. «Die

Gäste sollen die Veränderungen ruhig miterleben.

In zwei bis drei Monaten sollte dann auch

der Darkroom fertig sein, und im Herbst planen

wir eine riesengrosse Mykonosparty.»

Das Team vom Ikarus Club fliegt hoch… © pd

Da hat Tommy recht, das sieht man an allen

Ecken und Enden, denn der Club wurde in den

letzten Jahren mehr schlecht als recht geführt,

es wurde nichts investiert. Eigentlich schade,

denn hier hat es wirklich Potenzial. In einem

ersten Schritt wurden die sanitären Anlagen aufgepeppt,

es wurde frisch gestrichen und auch ein

wenig umdekoriert. «Wir wollen kein Schicki-Micki-Club

sein», erläutert Tommy, «wir sprechen

mit unserem Konzept Gays jeder Couleur an. Uns

und unseren Gästen ist das perfekte Interieur

auch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist es, den

Gays wieder ein unkompliziertes Etablissement

zu bieten, wo sie in legerer Umgebung neue Kontakte

knüpfen und unbeschwert feiern können.»

«Die Eröffnung war ein Desaster», schmunzelt

Tommy, denn kurz vor dem offiziellen Startschuss

erhielt er einen Anruf von der Feuerpolizei,

dass der Club noch nicht abgenommen sei.

«Da kam ich natürlich ordentlich ins Schwitzen

und rechnete mit dem Schlimmsten, denn so

kurzfristig die Eröffnung zu verschieben wäre

natürlich fatal gewesen. Aber Gott sein Dank,

war es ein Fake-Anruf, und wir konnten mit

Tommy Steiner steht nicht gerne im Vordergrund,

deshalb erwähnt er auch immer wieder

sein tolles Team, denn ohne dieses wäre

das Projekt überhaupt nicht zu Stande gekommen.

«Viele ehemalige T&M-Mitarbeiter

konnten übernommen werden, und wir sind

froh, dass sie wieder eine neue Arbeitsstelle

haben.» Der Ikarus-Club hat sieben Tage die

Woche ab 21 Uhr geöffnet. Der obere Bereich

steht den Gästen täglich zur Verfügung. Der

untere Bereich mit dem grössten Dancefloor-

Fumoir der Stadt mit DJ ist einzig sonntags nicht

zugänglich. Ob das Konzept so tatsächlich funktioniert

– wir sind gespannt und bleiben dran.

Ikarus-Club

Limmatstrasse 195, 8005 Zürich

www.ikarus-club.ch

16


CRUISER Edition April 2013

Lifestyle

HOT 4 YOU!

1

bequemer

sitzen

Die selbst erklärte Mission von gaga & design ist es, die richtige Balance zwischen

Form und Funktion zu finden. Das ist dem Designer Neil Nenner

mit seiner erweiterten Barhocker-Kollektion spielend gelungen. Die originellen

Design-Objekte erinnern an die japanische Papierfaltkunst Origami,

ausserdem sehen sie federleicht aus und sind auch noch bequem

zum Sitzen. Neu kommen nun verschiedene Barhocker-Modelle in dezenten

Farben dazu. Die Stühle passen nicht nur zur aparten Wohnung,

auch auf der Terrasse machen sie eine tolle Figur. Die Möbel von gaga &

design sind unter anderem in Zürich bei Grieder Concept Store und in

Bottmingen (BL) bei Getzmann Wohnen ab CHF 1179.– erhältlich.

3

frischer

Weitere Bezugsquellen unter: www.ildesign.ch2

schöner sehen

Seit rund zwei Jahren sind auch in der Schweiz die schicken Brillen von

Xray aus Tel Aviv erhältlich. Innert kürzester Zeit avancierte das Label

zum absoluten Kultobjekt. Jetzt doppelt man nach und lanciert auf

den Frühling neben der Sonnenbrillen-Kollektion auch eine coole und

tragbare Kollektion mit Fassungen für Korrekturgläser. Ein besonderes

Highlight für Brillenträger sind die neuen Titanfassungen bei den Pilotenbrillen,

denn die sind jetzt auch bei den Korrekturbrillen erhältlich.

Die Brillen von Xray bieten neben Qualität und Design auch einen optimalen

Schutz, und das zu einem sehr günstigen Preis. Die von Hand

gefertigten Brillen sind in der ganzen Schweiz bei McOptik für einen

Preis um die CHF 100.– erhältlich.

Weitere Infos und Modelle unter: www.xray-eyewear.ch

kleiden

Beim Zürcher Modelabel Markant hält der Frühling Einzug. Nach dem strengen Winter

wird es endlich Zeit, seine Garderobe mit leichter und frischer Mode aufzupeppen. Designer

Mike Kobel ist bekannt für seine tragbare und unkonventionelle Mode sowie sein

Gespür für perfekte Schnitte. Die Markant-Frühjahrskollektion wird von seinem Team

in Zürich im eigenen Atelier geschneidert, deshalb sind sie auch nur in limitierter Auflage

erhältlich. Wer keine Zeit oder Lust hat, bei Markant vorbeizuschauen, kann sich die

ganze Kollektion nach Hause liefern lassen und so bei einem Salon Privé mit Prosecco die

schönsten Stücke anprobieren und natürlich auch gleich kaufen.

Markant, Birmensdorferstrasse 13, 8004 Zürich, www.markant.ch

4

gutes

tun

Sigg, der Schweizer Trinkflaschenhersteller, geht mit gutem Beispiel voran und

lanciert mit den neuen Cuipo Bottles ein sinnvolles Projekt zur Rettung des

bedrohten Regenwaldes. Für jede verkaufte Trinkflasche schützt Cuipo einen

Quadratmeter Wald. Die ersten 3 Looks setzen auf ungewöhnliches Design und

eine Portion Humor, um hervorzuheben, wie dringend es ist, aktiv gegen die

Abholzung des Regenwaldes zu werden. Jeder Flasche liegt ein spezieller Aktivierungscode

bei; so kann der Käufer seinen eigenen Quadratmeter Regenwald

in Panama schützen.

Erhältlich unter: www.sigg.com ab CHF 27.90

17


FR 05.04.

SÜSS WAR GESTERN

Polabdul

HIPSTER TUNES

SA 06.04.

KLUBNACHT

Olivian Rom

José Parra

HOUSE

DO 11.04.

MINI-BAR OPENING

& ZÖR GOLLINs B-Day

Ab 21 Uhr

Nina Queer BeRlin

OPEN FORmaT

FR 12.04.

CITYBOY

Gunnar Stiller Upon.yoU

Petites Boules

TEcH-HOUSE, DEEP-HOUSE

FR 19.4.

ROcKit

Debbie Hairy qUeeRRRage

Wheel

alTERNaTIvE, ElEcTRO claSH & TRaSH, INDIE

SA 20.4.

HELL ON HEELS

Gloria Viagra gmf BeRlin

OPEN FORmaT, maSH-UP

FR 26.4.

ELECTRIC HEAVEN

Senefelder BeRlin

Marco De Rosa kiki ZüRich

TEcH-HOUSE, DEEP-HOUSE

SA 27.4.

GRAVITY

José Parra Boyahkasha!

OPEN FORmaT, HOUSE

SA 13.4.

Avalon

José Parra Boyahkasha!

OPEN FORmaT, HOUSE

DI 30.4.

TANZ IN DEN MAI

Merte Rox 136° hamBURg

OPEN FORmaT, maSH-UP


CRUISER Edition April 2013

Fotostrecke

POSITIVE

PICTURES

Ein Virus verändert die Welt.

von Daniel Diriwächter

Ein neuer Bildband illustriert,

wie das HI-Virus seit seiner

Entdeckung die Menschheit

verändert hat. Im Aktions-

Monat der Kampagne «Break

The Chains» zeigt das CR-Magazin,

in Zusammenarbeit mit

dem Bruno Gmünder-Verlag,

Bilder aus «Positive Pictures»

von Paul Schulz und Christian

Lütjens.

«HIV hat sein Gesicht verloren» – dieser Spruch

wird besonders aus Präventionskreisen immer

wieder geäussert. In der Tat sehen wir heute selten

todkranke Menschen, welche den letzten

Kampf mit dem HI-Virus durchleben.

Dennoch haben HIV und AIDS auch heute

noch ein Gesicht. Es sind nicht «nur» Bilder von

Krankheit und Tod, sondern weit mehr. Das

HI-Virus veränderte seit seiner Entdeckung im

Jahre 1983 die Welt. Es motivierte Millionen von

Menschen, ihr Schutzverhalten zu überdenken.

Und damit auch ihr Leben.

Der Bildband «Positive Pictures» zeigt auf satten

250 Bildern die Entwicklung des Lebens unter

dem Bann von HIV und Aids. Dazu gehört die

Schockwerbung von Benetton genauso, wie ein

Bild von Elizabeth Taylor, dem ersten grossen

Hollywood-Star, der sich für die HIV-Prävention

stark machte.

Auch die Motive der Kampagnen «Break The

Chains» gehören nun zu diesen Bildern. Sie sind

lebendig, bisweilen fröhlich und lassen einen

neuen Zeitgeist der HIV-Aufklärung vermuten.

HIV mag seinen Schrecken verloren haben. Aber

niemals sein Gesicht.

Positive Pictures

Ein Virus verändert die Welt, Bildband von

Paul Schulz und Christian Lütjens

Bilder aus drei Jahrzehnten Kampf, Sex und

Sieg. Aufwühlend, bewegend, wunderschön.

Bruno Gmünder Verlag Berlin

© Rosa von Praunheim Archiv

© Schwules Museum Berlin

19


© ACT UP

© Falcon Studios

© Falcon Studios

© Aids-Hilfe Sylt


© Stanley Steller


Publireportage CRUISER Edition April 2013

Schöne

Zähne mit

Aerodentis

Neue Behandlungsmethode

der ästhetischen Zahnmedizin

ermöglicht Korrektur im Schlaf.

«Mit Aerodentis hat sich meine Zahn stellung über Nacht

verbessert. Meine Zähne sind jetzt regelmässiger und sehen

einfach schöner aus!»

Branko B. Gabriel

«Mit Aerodentis hat sich meine Zahnstellung

verbessert. Meine Zähne sind jetzt regelmässiger

und sehen einfach schöner aus!»

Zitat Branko B. Gabriel

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CRUISER Edition April 2013

Publireportage

Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. In der heutigen Zeit gehört eine

regelmässige Zahnstellung zum gängigen Schönheitsideal. Doch nur die

wenigsten verfügen von Natur aus über eine perfekte Zahnstellung. Mit Aerodentis

ist es ganz einfach, seine Beisser auf Vordermann zu bringen. Dank

der diskreten Behandlungsmethode, die mit physiologischen Kraftimpulsen

arbeitet, wird die Behandlungszeit auf zehn Stunden täglich verkürzt.

Der Traum eines makellosen Lächelns wird damit über Nacht zur Realität.

In Zürich bietet u.a. die Praxis «Zahnarzt am Helvetiaplatz» eine Behandlung

mit Aerodentis an. Was hält Zahnarzt Klaas Friedel von dieser neuen

Zahnkorrektur.

Seit kurzem gibt es in der

Schweiz eine neue Technologie

im Bereich der ästhetischen

Zahnkorrektur. Das

Aerodentis-System wird nachts

oder zu Hause während

lediglich zehn Stunden täglich

angewendet und garantiert

eine diskrete und gleichzeitig

schonende Behandlung in den

eigenen vier Wänden – und

das zu einem attraktiven Preis.

Lifestyle Redaktor und Szenekenner

Branko B. Gabriel wurde

angefragt, ob er seine Zähne

mit Aerodentis verschönern

möchte.

CR: Herr Klaas Friedel, wie funktioniert das Aerodentis System?

Klaas FRIEDEL: Nachdem der Zahnarzt diagnostische Fotos und Abdrücke

beider Kiefer hergestellt hat, liefert Aerodentis exakt passende Kunststoffschienen.

In diesen Schienen liegt im nicht sichtbaren Bereich ein kleiner

Schlauch. Dieser wird mit einem elektronisch gesteuerten und individuell

programmierten Gerät aufgepumpt und übt einen leichten Druck auf

die Zähne aus. So bewegt sich der Zahn in die vorausberechnete Richtung.

CR: Was ist der Vorteil dieser neuartigen Zahnkorrektur?

Klaas FRIEDEL: Der Luftdruck tritt nur intermittierend auf, d.h. er lässt immer

wieder nach, wird wieder aufgepumpt, lässt wieder nach usw. So

erhalten die Blutgefässe Gelegenheit, den Zahn und das umliegende Gewebe

immer wieder mit Nährstoffen zu versorgen. Aerodentis verspricht

somit eine schonende und sichere Behandlung.

Der grosse Vorteil der Behandlung mit Aerodentis ist, dass man die Schienen

nur daheim und über Nacht tragen muss. Deshalb entsteht tagsüber

oder im Ausgang also keinerlei Beeinträchtigung durch störende Schienen.

CR: Wie ist der Vorgang? Kann sich jeder mit Aerodentis die Zahnstellung

verschönern lassen?

Klaas FRIEDEL: Das Aerodentis-System kommt nur bei einfacheren Fehlstellungen

im Frontzahngebiet in Frage. Sobald der Biss verändert oder korrigiert

werden muss, stösst Aerodentis an seine Grenzen. Das lässt sich

aber bereits im Vorfeld relativ einfach und ohne grosse Kosten abklären.

CR: Wie lange dauert die Behandlung? Wie hoch sind die Kosten dafür?

Klaas FRIEDEL: Eine Behandlung dauert in der Regel rund 6-12 Monate und

kostet zwischen 6500 bis 7000 Franken. Die Behandlungsdauer hängt

nicht zuletzt auch von der Mitarbeit des Patienten ab, d.h. wie viele Stunden

pro Tag er die Schienen trägt. Es sollten mindestens 8 Stunden pro

Tag sein, und je mehr Stunden es sind, desto schneller geht es.

Weitere Informationen: www.aerodentis.ch

Med. dent. K. Friedel Zahnarzt am Helvetiaplatz

Mitglied SSO/ZGZ/SGI/SSE/SSOS WBA allg. Zahnmedizin SSO

Langstrasse 20, 8004 Zürich

+41 43 243 80 00, info@zahn-arzt.ch, www.zahn-arzt.ch

© Stefan Büchi

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Kultur CRUISER Edition April 2013

Masculinity

Der Bildband von Michael

Stokes ist weniger eine Huldigung

an den Sport, als an

perfekt gestählte Körper. Kraft

und Sexappeal, vereint mit

der Macht der Bilder.

Wer der sexy Schwimmer auf der CR-Magazin-

Titelseite ist, wissen wir (leider) nicht. Hinter

der Kamera stand aber Fotograf Michael Stokes,

der seine Vorliebe für makellose Körper im Bildband

«Masculinity» verewigte.

Die Bildsprache von Michael Stokes ist so prägnant

und unwiderstehlich sexy, dass er mit

seinen Fotografien bereits die Cover der Anthologien

«Turnon: Sports» und «Turnon: Muscles»

schmückte. Was lag also näher, als den Bildern

des Fotokünstlers einen eigenen Fotoband zu

widmen?

Depeche Mode

Die wahren Götter des Elektropop

sind mit «Delta Machine»

zurück. Ein Meisterwerk in

der Kunst, sich selbst treu zu

bleiben und sich trotzdem

neu zu erfinden.

Um es vorwegzunehmen: «Delta Machine», das

mittlerweile 13. Studioalbum von Depeche

Mode, ist ein Meisterwerk! Angelehnt an «Violater»

(1990), das bis dato wohl cleverste Album

der Jungs aus dem mittelenglischen Basildon,

verbindet die neue Scheibe alle typischen Ingredienzien,

welche Depeche Mode so einmalig

und erfolgreich machten. All das in einer kaum

zuvor gehörten atmosphärischen Dichte.

Gayle Tufts

Komikerin Gayle Tufts besucht

das Boulevard! Sie erzählt

über das abenteuerliche

Leben einer Entertainerin,

die zwei Jahre jünger ist als

Madonna: Lustvoll, laut und

very hot!

Wenn Gayle Tufts in ihrem Programm «Some

like it heiss» singt: «I want to be Michelle Obama,

I want to have her Oberarme», ist das nicht

die übliche Selbsterniedrigung, sondern ein

Statement gegen Fitness- und First-Lady-Zirkus.

Wenn sie im bequemen Schuhwerk über die Kulturgeschichte

der High Heels erzählt, sind das

mehr als nur Anekdoten. Seitenhiebe auf die

Königin der Popmusik inklusive: «Die Wechseljahre

haben Angst vor Madonna!».

© Bruno Gmünder Verlag

«Masculinity» vereinigt alles, was die Arbeiten

von Stokes ausmacht: Kraft, Sexappeal und den

männlichen Körper in Perfektion. Inszeniert

in glanzvollen Aufnahmen, die sich auf das

Wesentliche konzentrieren und in denen trotzdem

viel Liebe zum Detail steckt. Von Stokes

und seinen atemberaubenden Models werden

wir sicher noch viel sehen.

Michael Stokes, «Masculinity»

Fotobuch mit 128 Seiten

Bruno Gmünder Verlag Berlin

Im Handel

24

© EMI

Pittoreske elektronische Soundcollagen, glasklare

Gitarrenriffs und Dave Gahans unverwechselbare

Stimme werden in einer paradoxen

Leichtigkeit durch einen alles umgebenden

Klangfilter an unsere Ohren gepresst und lassen

sie erglühen.

David Gahans Stimme klingt etwa in «Angel»

oder der schlichten Gospelhymne und Vorabsingle

«Heaven» eindringlich und lässt erahnen,

dass er und Songwriter Martin Gore sich auch

menschlich wieder gefunden haben. Mit Hilfe

des Klangkünstlers Andrew Fletcher liefen beide

zu neuer Höchstform auf.

Wer nun denkt, die Synthiepoprocker seien

zwar eine tolle Studioband, aber live etwas blutleer

und steril, täuscht sich gewaltig. Wer sich

davon überzeugen lassen will, dem sei der Openair-Auftritt

vom 7. Juni im Berner «Stade de

Suisse» ans Elektroherz gelegt. Vorausgesetzt,

der Schwarzmarkt spuckt noch bezahlbare Tickets

aus. (en)

Depeche Mode, Delta Machine, Sony Music

Im Handel

© pd

Die wohl bekannteste in Deutschland lebende

Amerikanerin präsentiert neue Lieder und frische

Texte über das Erwachsensein und das Jungbleiben.

Und Frauen erhitzt vom Rampenlicht

und anderen Energie-Quellen. Treffender Humor

gemischt mit bittersüßen Reflektionen über die

Rückkehr der Pubertät und die endlose Suche

nach menschlicher Wärme. Perfektes Timing,

gepaart mit einer grandiosen Singstimme.

Gayle Tufts, Some like it heiss!

18., 19. und 20. April, Boulevard Zürich

www.blvd.ch


CRUISER Edition April 2013

Kultur

Spamalot

Das preisgekrönte Monty-

Python-Musical «Spamalot»

feiert im Theater am Hechtplatz

Premiere. Sandra Studer

gibt darin die Herrin vom See.

Sie sind scharf auf den «Heiligen Gral»: Der

mächtige König Arthur, der edle Sir Lancelot

oder die Herrin vom See. Die Komik der Legende

ist leichter zu eruieren als besagter Kelch.

Das wusste auch Monty Python, die sich mit

dem Kult-Film «Die Ritter der Kokosnuss» vor

der Saga rund um die Ritter der Tafelrunde auf

närrische Art und Weise verneigten.

© Christian Hecht

Daraus resultierte 2005 das preisgekrönte Musical

«Spamalot», und seither fliegen auf den Bühnen

die Kühe, es morden Kaninchen, und unliebsame

Raubritter werden bis auf den Rumpf

zusammengestutzt. Im April kommt «Spamalot»

vom Broadway in New York via London zum

ersten Mal in die Schweiz.

Die beschwerliche Suche nach dem heiligen

Gral gerät dabei zu einem höchst heiteren Unterfangen.

Wild, schräg und schwarz geht es

in den unendlichen Wäldern um Camelot zu

und her.

Das Musical von Eric Idle und John Du Prez feiert

seine Schweizer Premiere im Theater am

Hechtplatz. Regie führt Dominik Flaschka, und

als Herrin vom See ist TV-Moderatorin Sandra

Studer zu sehen.

Monty Python’s Spamalot

Theater am Hechtplatz, ab 13. April

www.theaterhechtplatz.ch

Julia Fischer

Die Geigerin Julia Fischer

überzeugt mit Violinkonzerten

von Bruch und Dvo˘r ák

in einer Aufnahme mit dem

Tonhalle-Orchester Zürich.

Julia Fischer ist dem Tonhalle-Orchester Zürich

sowie dessen Leiter David Zinman seit Langem

verbunden. So war die Geigerin in der Saison

2009/10 als «Artist in Residence» an der Limmat

engagiert. Es war deshalb Julia Fischers ausdrücklicher

Wunsch, die Violinkonzerte von

Antonín Dvo˘rák und Max Bruch (Nr. 1) mit dem

Tonhalle-Orchester Zürich und David Zinman

aufzunehmen.

Bereits Anfang März war Julia Fischer mit diesen

Konzerten in der Tonhalle zu hören. Sie

liebt nach eigener Aussage die Werke von Antonín

Dvo˘rák, die für sie auch eine persönliche

Bedeutung haben. Wie der grosse Komponist

stammt auch ihre Mutter aus Prag. Julia Fischer

musiziert sozusagen zurück zu ihren Wurzeln.

In ihrer Karriere überzeugte die Künstlerin, die

© Decca

schon mehrfach ausgezeichnet wurde, ihr Publikum

immer wieder mit der Kraft und Emotionalität

ihres Spiels. Die Seattle Times schrieb

in einer Rezension zur jüngsten Tournee: «Die

Medien attestierten ihr das Prädikat «Superstar»,

aber Julia Fischer ist etwas viel Selteneres

und Eindrucksvolleres: Sie ist eine große

Musikerin.»

Julia Fischer, Tonhalle-Orchester Zürich,

David Zinman

Bruch & Dvo˘rák, Decca

Im Handel

Animali

Im Landesmuseum Zürich

wüten derzeit Drachen,

Schlangen, Greife, Hirsche

oder Kentauren. Tiere und

Fabelwesen werden in der

Ausstellung «Animali» endlich

gewürdigt.

Tiere begleiten uns seit Menschengedenken als

treue Freunde oder gefürchtete Feinde. Die Welt

der Vormoderne beherbergte auch monströse

Mischwesen. Der grosse Erfolg von Tiergeschichten

bis in die heutige Populär- und Kinokultur

zeigt, wie tief verankert Tiere und Fabelwesen

noch heute in unserer Fantasie sind.

Dejanira und der Kentaur, 1690,

Giovani Antonio Burrini

© Castello del Buonconsiglio, Trento

Das Landesmuseum Zürich präsentiert in einer

bestechenden Inszenierung, wie Tiere und

Fabelwesen in Europa von der Antike bis zur

Neuzeit dargestellt wurden. Dies erlaubt einen

frischen Blick auf bedeutende Werke aus namhaften

Museen wie der Galleria degli Uffizi und

dem Palazzo Pitti in Florenz, dem Kunsthistorischen

Museum Wien oder aus dem reichen

Sammlungsschatz des Schweizerischen Nationalmuseums.

Zu sehen sind etwa das Horn eines

Einhorns, eine ausgestopfte Sirene oder ein

obskures Drachenjunges.

Die Komplexität der Tier-Mensch-Beziehungen

zeigt sich in zwölf reich ausgestalteten Kabinetten,

die je einem Tier und seinen verwandten

Mischwesen gewidmet sind. Die Ausstellung

gibt Einblick in vergangene Weltanschauungen

und lädt ein zum Nachdenken über die Animalität

im Menschen, denn: Sind wir nicht alle

fantastische Wesen?

Animali

Tiere und Fabelwesen von der Antike bis zur

Neuzeit, Landesmuseum Zürich

Bis 14. Juli

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Musik CRUISER Edition April 2013

Die Droge Liebe

Erstes Solo-Album nach

seinem Burnout.

Von Olaf Neumann

Peter Plate verkaufte mit Rosenstolz

Millionen von Platten.

Er erhielt mehrere Preise

und für sein Engagement im

Kampf gegen HIV und AIDS

sogar das Bundesverdienstkreuz.

Heute lebt der Mittvierziger

zurückgezogen in

Charlottenburg. Ein Gespräch

über neue Lieben und alte Gewohnheiten,

Homophobie und

Gleichstellung und das ganz

normale Leben.

OLAF NEUMANN: Herr Plate, Ihr erstes Soloalbum

heisst «Schüchtern ist mein Glück». Ist Songschreiben

Glückssache?

Peter Plate: Darüber gibt es viele Theorien. Ich

glaube, Schreiben besteht aus zehn Prozent Talent

und 90 Prozent Fleiss oder Glück. Zum Titelsong

zum Beispiel wurde ich durch einen

Albtraum inspiriert. Es war der Startschuss zum

Peter-Album.

NEUMANN: Je schlechter der Künstler gelaunt

ist, desto besser geraten ihm die Songs – ein

Klischee?

PLATE: Bei mir klappt das Schreiben am besten,

wenn ich mich auch einigermassen fühle. Als

es mir richtig schlecht ging, fiel mir nicht viel

ein. Das geht jetzt wieder besser. Relaxt bin ich

zwar immer noch nicht, aber meine Grundstimmung

ist auf jeden Fall gut. Bei diesem

Album habe ich erstmals Songs im Trio mit

Ulf Leo Sommer und Daniel Faust geschrieben.

Sonst waren Ulf und ich immer unser eigener

Kosmos. Für mich ist Songschreiben etwas sehr

Intimes, man muss dabei die Hosen runterlassen.

Deshalb ist hier gegenseitiges Vertrauen

sehr wichtig.

NEUMANN: 20 Jahre haben Sie Songs für Rosenstolz

geschrieben. Wie ist es jetzt gelaufen –

ohne Ihre Duopartnerin AnNa R.?

PLATE: Ich konnte diesmal einfach für mich

schreiben, darüber, was mir die letzten Jahre

so passiert ist. Am Anfang dachte ich, es wird

eher ein trauriges Album, aber es kam ganz

anders. Eigentlich verarbeite ich hier ohne

Groll meine alte Liebe und feiere gleichzeitig

meine neue. Mit Ulf war ich 20 Jahre zusammen.

Diese Liebe hat sich gewandelt zu einer

Freundschaft.

NEUMANN: War es schwierig, nach dem privaten

Aus noch zusammen Musik zu machen?

Peter Plate

© Universal

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CRUISER Edition April 2013

Musik

PLATE: Es war immer klar, dass wir weiter zusammenarbeiten

werden. Aber der Prozess ist

schon sehr schmerzhaft gewesen. Früher war

es manchmal unerträglich, weil man die Arbeit

regelmässig mit nach Hause getragen hat. Aber

jetzt gibt es einen Feierabend. Und das ist super.

NEUMANN: Ist Ihr neuer Lebensgefährte wie Sie

Musiker?

PLATE: Nein. Natürlich spiele ich ihm meine Sachen

vor, aber meist geht es zuhause um unseren

Hund, unseren Kater, um unser Privatleben.

Mein Freund hat überhaupt keinen Drang, in

mein musikalisches Leben mit hineingezogen

zu werden. Wir haben uns in London kennen

gelernt, anfangs erzählte ich ihm gar nichts von

meinem Beruf. Irgendwann hat er es natürlich

erfahren. Sofern man nicht auf Englisch singt,

nehmen Engländer es aber gar nicht so ernst,

was man da macht. Die Rosenstolz-DVD, die ich

ihm geschenkt hatte, hat er jedenfalls nach drei

Liedern ausgemacht. Er fand es langweilig. Für

mich war das eine Superreaktion.

NEUMANN: Womit beschäftigen Sie sich gegenwärtig,

wenn nicht mit Musik?

PLATE: Ich koche jetzt, man sollte es nicht glauben.

Ich kaufe sogar stundenlang ein. Es mag

für viele langweilig klingen, für mich ist es

aufregend. Ich habe 20 Jahre lang nur in Restaurants

gegessen, das war für mich völlig normal.

Wenn ich es heute tue, dann kann ich es endlich

auch geniessen.

NEUMANN: In «Ich steh noch» beschäftigen Sie

sich mit dem Älterwerden. Wie entspannt gehen

Sie damit um?

PLATE: Mein 40. Geburtstag war für mich ein

Drama. Heute frage ich mich, warum eigentlich.

Im Moment ist das Leben so aufregend wie

selten zuvor. Das Älterwerden hat auch Vorteile,

die ich früher nie gesehen habe. Ich habe

wunderbare Neffen und Nichten und geniesse

es, mit ihnen Zeit zu verbringen. Mit 20 war ich

noch nicht so weit, mich mit der Familie zu beschäftigen.

NEUMANN: In dem Lied heisst es auch: «Ich fang

erst an». Womit denn?

PLATE: Ich hatte im Januar 2009 meinen Zusammenbruch

vor 10 000 Leuten in Hamburg. Das

war nicht schön. Irgendwann fing ich wieder an,

mir Kleinkunstkonzerte anzugucken. Ich liebe

das. Es ist viel schwieriger, 20 Leute zu begeistern

als eine Masse von 15 000, die eh weiss, was

kommt. Bei diesen Kleinkunstshows fing es bei

mir wieder an zu kribbeln. Aber mit einem einzigen

Album kann man nicht auf Tour gehen.

Ich finde es schön, dass ich einmal keinen Plan

habe. Es muss ja nicht gleich eine Tournee sein.

NEUMANN: Sie stammen aus der kleinen Stadt

Goslar im Harz. 2007 kamen Sie dahin zurück,

um den renommierten Paul-Lincke-

Ring für deutschsprachige Texte entgegenzunehmen.

Hätten Sie sich das je träumen lassen?

PLATE: Als ich ein Kind war, war die Verleihung

des Paul-Lincke-Rings in Goslar immer ein Riesenevent.

Es war toll, diesen Preis eines Tages

selbst zu bekommen, trotzdem hatte ich dabei

ein seltsames Gefühl. In der Zeit, in der bei Rosenstolz

so viel passierte, wurde es für mich

persönlich einfach zu viel. Von der Droge Erfolg

habe ich schon oft gekostet, im Moment ist mir

die Droge Liebe wichtiger.

NEUMANN: Kann man Erfolg steuern?

PLATE: Das, was Anna und ich damals mit dem

«Grossen Leben» erlebt haben, konnte man nicht

mehr steuern. Einerseits war es wirklich ganz

klasse, man wächst über sich selbst hinaus und

schafft Dinge, die man sich nie zugetraut hätte.

Zum Beispiel bei der Verleihung der «Goldenen

Kamera» im Fernsehen die Dankesrede zu halten.

Ich sterbe bei sowas immer.

NEUMANN: Zum ersten Mal singen Sie alle

Songs auf einem Album selbst. War das ein

Befreiungsschlag?

PLATE: Ich bin kein begnadeter Sänger, habe aber

trotzdem immer gern gesungen und hoffe, dass

sich das überträgt. Mein härtester Kritiker ist

mein Produzent Ulf. Ich darf nicht versuchen,

schön zu singen, sondern ich muss glaubhaft

singen. Es war toll, mal in der Gesangskabine

zu stehen und sich selbst produzieren zu lassen,

nachdem ich das 20 Jahre lang für andere

getan habe.

NEUMANN: Hat denn AnNa R. mal im Studio vorbeigeschaut?

PLATE: Nein. Wir haben uns gesagt, jeder soll jetzt

mal seinen eigenen Abenteuern nachgehen.

Ich weiss aber, dass sie mir alles Gute wünscht.

Ohne Rosenstolz würde ich das alles gar nicht

machen dürfen. Es ist der Wahnsinn, dass die

Universal jetzt ein Album von mir rausbringt.

Hätte ich Anna gefragt, bei mir Background zu

singen, hätte es die Eigenständigkeit verwässert.

Deshalb machen das jetzt Toni Kater und

Maxine Kazis.

NEUMANN: Der Massen-Erfolg von Rosenstolz

zeige den Übergang der schwul-lesbischen

Subkultur in den bürgerlichen Mainstream,

schrieb der Spiegel. Auf der anderen Seite sollte

ausgerechnet Bushido 2011 einen Bambi

für «seine Verdienste um Integration» bekommen.

Weltweit fühlten sich Schwule und

Lesben verhöhnt. Gibt es in der Gesellschaft

eine neue Homophobie?

PLATE: Dass der Ausdruck «schwul» als Schimpfwort

immer noch stattfindet, ist fürchterlich.

Dass die Homophobie in der Gesellschaft

schlimmer geworden ist, glaube ich jedoch

nicht. Denn es war schon immer schlimm. In

einer Klasse mit 30 Schülern ist es statistisch

unwahrscheinlich, dass drei davon schwul sind.

Man ist also in der Schule schon ein Einzelkämpfer.

Insofern muss die ganze Gesellschaft

daran arbeiten, dass der Umgang mit Schwulen

und Lesben zur Normalität wird. Das heisst,

auch die Lehrer müssen da mitmachen.

NEUMANN: Nach wie vor lehnen die CDU/CSU,

Teile der SPD und die FDP die Rehabilitierung

der nach 1945 verurteilten und verfolgten

homosexuellen Männer ab. Wie weit sind

wir von der Gleichstellung entfernt?

PLATE: Die Politiker aller Parteien sollten einmal

gemeinsam erklären, dass es Unrecht war, was

da geschehen ist. Von Schwulen, die heute 70

Jahre alt sind, weiss ich, dass sie damals heimlich

mit ihren Partnern zusammengelebt haben.

Unter solch einem Druck kann eine Liebe

sich schwer entwickeln. Die Tatsache, dass wir

heute offen schwule und lesbische Politiker haben,

bedeutet noch lange nicht, dass wir auch

die Gleichstellung erreicht haben. Dies sollte

nach wie vor das Ziel sein. Ein Traum wäre es,

eines Tages so miteinander zu leben, dass das

überhaupt keine Rolle mehr spielt, dass man darüber

nicht mal mehr reden muss. Aber davon

sind wir leider noch weit entfernt.

NEUMANN: Ende Februar will der DFB ein Strategiepapier

veröffentlichen, um schwulen

Fussballspielern und deren Vereinen beim

Coming-out zu helfen. Sollen schwule Kicker

sich endlich outen?

PLATE: Ich bin kein Fussballexperte, aber meine

Erfahrung ist, dass die breite Masse oftmals vieles

als selbstverständlicher hinnimmt, als man

denkt. Man muss sich mal erinnern an die Diskussion,

ob ein schwuler Politiker überhaupt

ein wichtiges Amt ausüben könne. Er wäre doch

erpressbar. Aber die Realität hat gezeigt, Leute

wie Klaus Wowereit, Ole von Beust und Guido

Westerwelle können das. Und auch eine Frau

kann Bundeskanzler werden. Natürlich wäre es

wünschenswert, wenn Spitzensportler den Mut

hätten, sich zu outen. Ich glaube schon, dass die

Fans das mittragen werden. Ich bin Optimist.

NEUMANN: Der Rücktritt Papst Benedikts XVI.

könnte nach Presseangaben mit einem geheimen

Schwulen-Netzwerk im Vatikan zu tun

haben. Wie fanden Sie den deutschen Papst

rückblickend?

PLATE: Alle Würdenträger aus der Politik sagen,

wie toll er das doch gemacht hätte und alle haben

einen Respekt vor seinem Rücktritt. Für

mich als Schwuler muss ich sagen: Tut mir leid,

ich kann nicht sagen, dass Benedikt ein toller,

liebevoller Papst gewesen ist. Insofern kann es

nur besser werden.

NEUMANN: Letzte Frage: Was möchten Sie im Leben

unbedingt noch erreichen?

PLATE: Ach, in meinem Leben ist immer alles anders

gekommen als gedacht. Meistens war das

auch gut so. Insofern habe ich mir keine grossen

Ziele gesteckt. Wir haben unsern kleinen Hund.

Seine gute Laune ist ansteckend. Es ist wahnsinnig

schön, ihn aufwachsen zu sehen. Ich versuche

gerade zu lernen, mich treiben zu lassen.

Peter Plate: Schüchtern ist mein Glück

(Universal)

Ab 5. April im Handel

27


CRUISER Edition April 2013

Film

Von Drachen und

Intrigen

Die zweite Staffel von «Game

of Thrones» ist im Handel.

Von Daniel Diriwächter

Für Fanatasy-Fans existiert

neben Mittelerde eine weitere

Welt: Die sieben Königreiche

von Westeros. Mit «Das Lied

von Feuer und Eis» schuf Autor

George R.R. Martin ein gewaltiges

Epos. Die Verfilmung

steht den Romanen in nichts

nach.

Liebe, Krieg, Intrigen, Inzest, Sex, Gewalt und

eine schwule Affäre. Dies alles in einer Welt,

welche unserem Mittelalter ähnelt, aber mit

Drachen und schwarzer Magie aufwartet: Als

2010 die erste Staffel von «Game of Thrones» im

TV ausgestrahlt wurde, waren Zuschauer wie

Kritiker zunächst ratlos und verblüfft.

Gleichzeitig erwacht im Norden, jenseits eines

gewaltigen Eiswalls, der die sieben Königreiche

abschirmt, eine uralte und gefährliche Macht...

Will Königin werden: Emilia Clarke als Daenerys Targaryen © HBO

Die Verfilmung des Romans von George R. R.

Martin mit dem Titel «Das Lied von Feuer und

Eis» entsprach in Format und Produktion durchaus

der «Herr der Ringe»-Trilogie. Doch inhaltlich

ging es weniger um opulente Schlachten

denn um perfide Intrigen.

Kritiker priesen die Saga als intelligenteste

Fantasy-Verfilmung überhaupt an. Eine wahre

Armada an Charakteren werden in «Game

of Thrones» bis in tiefste Abgründe dargestellt

und stehen der Vorlage in nichts nach. Den Regisseuren

David Benioff und D.B. Weiss gelang

ein Bravourstück.

Westeros, jenseits der Meere und der Norden

Die Geschichte selbst spielt an vielen fiktiven

Orten und erzählt unterschiedliche Handlungen,

welche miteinander verbunden sind. Die

Serie beginnt zu einem Zeitpunkt, als ein neuer

Machtkampf auf dem Kontinent der sieben Königreiche

zu entflammen droht.

Die mächtigen Adelsfamilien Stark, Lannister

und Baratheon spielen dabei vorerst die wichtigste

Rolle. Sie alle verfolgen eigene Pläne, um

den «Eisernen Thron» zu erobern.

Jenseits des Meeres planen in der Zwischenzeit

die letzten Überlebenden der abgesetzten

Königsfamilie Targaryen die Rückkehr nach

Westeros, um wieder an die Macht zu gelangen.

Hängebrüste und schwuler Sex

Nachdem die erste Staffel sensationelle Einschaltquoten

erreichte und diverse Preise wie

den Emmy einheimste, war die Verfilmung des

zweiten Romans beschlossene Sache.

Dabei entlarvt die Serie die Doppelmoral der

amerikanischen TV-Gemeinde wie keine zweite.

Viel Kritik gab es für explizite Sexszenen. Dies,

obwohl Hängebrüste weitaus weniger zu sehen

sind als rollende Köpfe.

Auch schwule Szenen sind in «Game of Thrones»

zu finden. Die Prinzen Renly Baratheon und Loras

Tyrell geben ein erotisches Pärchen ab, welches

sich nackt auf der Pelzdecke räkelt. In den Romanen

ist das nur angedeutet; die Serie vertraut

auf die Macht der Bilder, bleibt aber meist subtil.

Die Stärke von «Game of Thrones» ist jedoch die

Story selbst. Die Filmemacher treiben die Handlung

dank abgründigen Dialogen und plötzlichen

Wendungen mit sanftem Tempo voran,

ohne jemals reisserisch zu werden. Auffällig ist

auch, dass viele Schlüsselfiguren weiblich sind.

Die zweite Staffel

Die Chronik der zweiten Staffel fokussiert unaufhörlich

auf die erwünschte Eroberung der

Hauptstadt Königsmund. Der Inzest zwischen

Königsmutter Cersei und ihrem Bruder fordert

viele Tote, die Familie Stark wird noch mehr auseinandergerissen,

unheimliche Magie hält Einzug,

und die jungen Drachen der rechtmässigen

Herrscherin halten die Welt in Atem.

Aber jenseits des nördlichen Eiswalls wird zeitgleich

Unfassbares entdeckt. Wenn am Ende

die lebenden Toten aus dem Eis erwachen, kann

man sich der Gänsehaut nicht mehr erwehren.

In den Staaten startete Ende März bereits die

dritte Staffel. Wir dürfen uns vorerst ob der

Zweiten freuen.

Game of Thrones, Die komplette zweite Staffel

Warner Home

Ab 5. April im Handel

29


Reisen CRUISER Edition April 2013

Siebenbürgen

Eine Erfolgsgeschichte

aus Rumänien

Von Silviu Mihai

Die grossen Städte Mittelosteuropas

wie Budapest oder

Prag sind Tourismus-Magnete.

Doch den Rest von Osteuropa

wie Siebenbürgen oder Transsilvanien

verbindet man

höchstens mit Dracula und

vagen Vorstellungen. Zu Unrecht,

denn das Gebiet am

Karpatenbogen im heutigen

Rumänien ist geografisch und

kulturell spannend.

Paul Radulescu hat vor wenigen Wochen in Sibiu

seinen Haarsalon eröffnet und kümmert

sich um die letzten Details. «Das Licht muss

stimmen, das ist extrem wichtig», sagt der

26-jährige schwule Mann mit Salvador-Dali-

Schnurbart und selbstgestylten Hemden. An

den Wänden hängen alte Familienfotos wie

aus Omas Schatzkisten, auch die Couch ist um

die 100 Jahre alt. Dennoch wirkt der neue Salon

modern und schick. Viele junge Menschen aus

Sibiu, egal ob hetero- oder homosexuell, gehen

gerne hin, und Paul, den fast alle hier kennen,

freut sich natürlich über den vollen Terminkalender.

Paul Radulescu, in seinem Haarsalon in

Sibiu © Mihaela Voicu

Die Stadt mit rund 160 000 Einwohnern liegt in

Siebenbürgen, im heutigen Rumänien. Früher,

als sie hauptsächlich von Siebenbürger Sachsen

bewohnt war, wurde sie Hermannstadt genannt.

Spätestens seitdem sie im Jahr 2007 europäische

Kulturhauptstadt war, ziehen ihre

eleganten Barockgebäude und ihr vielfältiges

Kulturleben zahlreiche Besucher und Besucherinnen

an – vor allem aus dem deutschsprachigen

Raum. Trotzdem bleibt Sibiu, ähnlich

wie die ganze Region, den meisten jüngeren

Menschen im Westen weitgehend unbekannt.

Mit Siebenbürgen oder Transsilvanien werden

höchstens vage Vorstellungen und natürlich

die Dracula-Folklore verbunden. Zu Unrecht,

denn das Gebiet am Karpatenbogen ist sowohl

geografisch als auch kulturell sehr interessant.

Unschlagbare osteuropäische Preise

Zwar sind fast 90 Prozent der deutschstämmigen

Bewohner dieser mittelosteuropäischen

Gegend in den 1980er und 1990er Jahren ausgewandert.

Ihr Kultur- und Architekturerbe

wurde jedoch bis heute sehr gut erhalten. Die

kleine Innenstadt mit der spätgotischen evangelischen

Kirche, dem barocken Brukenthal-Museum

und der charmanten Lügenbrücke wurde

in den letzten Jahren weitgehend restauriert

und saniert. Manche der alten Häuser aus dem

18. Jahrhundert wurden in Hotels umfunktioniert

und bieten jetzt grosszügige Räume mit

perfekten Services an, alles zu teilweise unschlagbaren

osteuropäischen Preisen.

Schwullesbischer Club seit Ende 2012

Sibiu gilt in Rumänien als Erfolgsstory und geniesst

ein ähnliches Image wie Paul Radulescus

Haarsalon: Der alte Schick wurde aufgepeppt,

dazu sind einige kreative Ideen gekommen: Das

Gesamtkunstwerk hat Stil und ist lebendig. Im

historischen Zentrum stehen auf den Karten der

Restaurants natürlich altsiebenbürgische Spezialitäten

– ein bunter Mix mit mitteleuropäischen

und balkanischen Elementen – aber auch

viele Highlights der italienischen und französischen

Küche. An eleganten Cafés und Kneipen

mangelt es in der Innenstadt nicht. Und

seit Dezember hat Sibiu seinen ersten schwullesbischen

Club, das Babilon. Jeden Abend ab

19 Uhr empfängt der freundliche Betreiber

Ionel, ein lokaler LGBT-Aktivist, auf seine Kunden.

Besonders interessant sind die Samstagspartys:

Wie in jeder kleineren Stadt kennen sich

hier fast alle, die Atmosphäre ist gemütlich, und

die kleinen Räume sind meistens gut gefüllt.

Die Karpaten

Für diejenigen, die während des kurzen Urlaubs

mehr Natur geniessen möchten, bietet die Umgebung

von Sibiu ideale Bedingungen für viele

Freizeitaktivitäten

Die Karpaten liegen nur 30 Kilometer von der

Stadt entfernt, und im Winter lässt sich in kleinen

Bergdörfern wie Paltinis, Gura Raului oder

Balea Lac sehr gut snowboarden, schlitteln oder

skifahren. Das Wetter spielt in der Regel mit: Von

November bis März gibt es Schnee, meistens bei

sonnigem Wetter mit blauem Himmel. Im Sommer

empfiehlt es sich, Rad- und Wandertouren

durch die malerische Hügellandschaft der Ge-

30


CRUISER Edition April 2013

Reisen

Michelsberg Cisnădioara © George Popescu

gend zu unternehmen. Mit einem Mietwagen

lassen sich die alten Kirchenburgen der Siebenbürger

Sachsen und ihre Dörfer wie etwa Michelsberg

(rumänisch: Cisnadioara) bequem entdecken.

Die besondere Architektur erinnert vage

an Süddeutschland, und die Bewohner begrüssen

sich heute noch mit «Servus». Der Natur blieben

die Industrialisierung und die Betonattacken der

1960er –1980er-Jahre weitgehend erspart.

Flickenteppich der Kulturen

Wer Lust auf eine grössere Stadt verspürt und

nicht ganze fünf Stunden über die Karpaten

nach Bukarest fahren möchte, kann es in Cluj

(Deutsch: Klausenburg) versuchen. Ähnlich wie

Sibiu hat diese Stadt eine lange Geschichte des

Zusammenlebens unterschiedlicher ethnischer

und religiöser Gruppen. Das ist, neben der beeindruckenden

Natur, was Siebenbürgen interessant

macht: «Es war Jahrhunderte lang ein Flickenteppich

der Kulturen, und es hat bis heute

den toleranten und aufgeklärten Geist von damals

gut bewahrt», wie Lucian Dunareanu nicht

ohne Stolz feststellt. Der junge LGBT-Aktivist

hat vor zwei Jahren einen neuen queeren Club

eröffnet. Der Delirio-Club ist mittlerweile zu einer

Institution in der Szene von Cluj geworden

und hat den Anspruch, siebenbürgisches Multikulti

für heutige Ohren neu zu interpretieren.

Neben dem Club funktionieren die Räume auch

als Treffpunkt für die lokale Community.

Jedes Jahr im November findet in Cluj ein

schwullesbisches Filmfestival statt. Die Stadt

ist weniger touristisch als Sibiu, doch die Präsenz

einer grossen Uni macht sie zu dem unumstritten

urbanen Zentrum in Siebenbürgen, das

auch über entsprechende Ausgehmöglichkeiten

verfügt. Flanieren in den Fussgängerzonen,

deftig siebenbürgisch essen, shoppen in der

neuen Stadt oder spazieren gehen im botanischen

Garten gehören zu den Highlights. Zwei

kleine Tipps: Die unabhängigen Kunstgalerien

im Zentrum sowie die Klausenburger Kohlrouladen.

Guten Appetit!

Sibiu und die Gegend auf einen Blick

Anreise: Flugverbindungen mehrmals täglich

über München, Stuttgart oder Wien, Euronights-Nachtzüge

von Wien und Budapest.

Mit dem Auto von Zürich über Wien und Budapest

in rund 15 Stunden erreichbar.

Sehenswürdigkeiten: Evangelische Stadtkirche,

Rathaus, Ratsturm, alte Stadtmauer,

katholische Ursulinenkirche, Lügenbrücke,

Brukenthal-Museum (Barock und Renaissance).

Übernachten: Casa Luxemburg (Piata Mica 16).

Essen und Trinken: Café Pardon

(Strada Cetatii 14, schwul betrieben),

Restaurant Hermania (Strada Filarmonicii 2,

traditionell siebenbürgisch).

Ausgang: Babilon Club

(jeden Abend ab 19 Uhr, grössere Partys

samstags, Strada Avram Iancu 2-4,

Cluj, Hautstadt Siebenbürgens

Anreise: Flugverbindungen mehrmals täglich

über München oder Wien. Euronight-Nachtzüge

von Wien und Budapest. Mit dem Auto von Zürich

über Wien und Budapest innerhalb von

15 Stunden erreichbar. Von Sibiu mit Bus oder

Minibus mehrmals täglich innerhalb von drei

Stunden erreichbar.

Sehenswürdigkeiten: Statue des ungarischen

Königs Mátyás I. und katholische Sankt-

Michael-Kirche (Spätgotik), Bánffy-Palast,

Franziskaner-Kloster.

Übernachten: Hotel Transilvania (Strada

Regele Ferdinand 20), Hotel Melody Central

(Piata Unirii 29).

Essen und Trinken: Restaurant Casa Ardeleana

(rumänisch / siebenbürgisch, Bulevardul 21

Decembrie 1989, Nr. 5), Restaurant Crama

Haiducilor (rumänisch / siebenbürgisch, Strada

Cometei 12-14), Diesel Club (Piata Unirii 17).

Ausgang: Club Delirio

(grössere Partys freitags und samstags,

Bulevardul 21 Decembrie 1989, Nr. 8).

31


Gesundheit CRUISER Edition April 2013

Pia

Sieben kurzweilige

Abende

Wie fett wird eigentlich mein Arsch, wenn ich

mit dem Rauchen aufhöre? Keine unrelevante

Frage, wenn man bedenkt, dass 24 gerauchte

Zigaretten pro Tag durchschnittlich 200 Kalorien

brauchen. Dafür kann man eine halbe Tafel

Schoggi fressen. Könnte man. Aber das Gäbige

ist ja, dass «eins rauchen» auch super gegen «eins

fressen» hilft. Man könnte natürlich mit demselben

Effekt auch eins koksen – aber das ruiniert

den Ruf und das Hirn. Ich habe sogar gelesen,

dass ehemals starke Raucher nach dem Aufhören

fetter werden als ehemals mässige Raucher.

Also Anzahl Zigaretten pro Tag mal Rauchstopp

gleich neuer Arschumfang. Welcher Schwule

bei Trost lässt sich auf so eine Perspektive ein?!

Klar kann man anfangen, mehr Sport zu treiben.

Aber das ist, wie wenn man anfängt, Zucker

durch Birnendicksaft zu ersetzt: Extrem anstrengend.

Und wie wahrscheinlich ist es schon,

dass man zum Action Jackson wird, nur weil

man sich die Zigi verkneift? Ich habe da meine

Zweifel.

Warum rauchen so viele Schwule überhaupt?

Gemäss der Santé-Gaie-Studie aus Genf rauchen

ca. 70 % der schwulen Männer; bei den Hetis

sind es ca. 30 %. Ist das wirklich immer die Zigarette

danach? Sieht der rauchende Mann einfach

verwegener aus? Müssen die Hetis wegen

den Kindern aufhören? Denkbar einfach.

Vielleicht haben die Schwulen auch nur noch

keine Zeit gefunden, um aufzuhören. Man

kann sich ja schliesslich nicht um alles kümmern,

das Coming-out, den Gummidrum, die

Gaypride, den Primo-Infekt, Nicht-so-viel-Saufen,

Selbstbestimmt-Drogen-Nehmen und endlich

was gegen die Depressionen machen. Ist

doch schon eine stattliche Pendenzenliste.

Gehen wir davon aus, dass schwule Raucher keine

Schnarchzapfen sind, dann habt ihr Obengenanntes

sicher bis Ende März erledigt und seid

ab April parat für den kostenlosen Raucherentwöhnungskurs

Queer Quit im Checkpoint Zürich

(oder auch in Luzern, Basel, Bern und Genf)!

Warum muss es ein schwuler Raucherentwöhnungskurs

sein? 1. Weil unter Gleichgesinnten

alles mehr Spass macht. 2. Weil die Teilnehmer

besser aussehen und ev. nachher auch

noch nichts vorhaben. 3. Weil der Kurs gratis ist.

4. Weil die Gefahr, dass dich einer der Teilnehmer

irgendwo in der Szene beim Rückfällig werden

erwischt, gross genug ist. 5. Weil man dort

eventuell einen Partner für den neuen Salatkochkurs

oder die Joggingrunde findet.

Wir können dir nicht versprechen, dass du es

schaffst, aber wir versprechen dir sieben kurzweilige

Abende und die Aussicht darauf, dass

Nichtrauchen deine Haut verjüngt und vor

allem die Durchblutung verbessert. Und gut

durchblutete Dinge – welcher Schwule bei Trost

würde eine solche Perspektive ignorieren…

Am 28. März findet ein Infoabend im Checkpoint

statt, der Kurs beginnt am 9. April, und anmelden

könnt ihr euch unter: www.queer-quit.ch.

Wenn ihr jetzt aufhört, seid ihr zu Beginn der

Balzzeit fit, habt keine graue Haut mehr, dafür

einen angenehmen Atem. Ihr müsst in den Bars

nicht mehr wie die Flitzpiepen vor der Tür stehen

und hoffen, dass euch drinnen in der Zwischenzeit

keiner die Jacke klaut. Und ihr habt

deutlich mehr Geld im Sack. Die Vorteile überwiegen,

und darum sage ich es mit den Worten

von Stefanie Heinzmann: I want YOU!

Auf bald, Eure Frau Spatz

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32


Z U R I C H

ZÜRICH LIEBT

ANDERS

CRUISER Edition April 2013

Kapitel Titel

PRÄSENTIERT:

VOM 1. BIS 30. APRIL

Liebe

Hallo Dr. Gay

Ich habe eine Frage, die mich schon länger beschäftigt: Ist ein jugendlicher

Boy von vielleicht 20 Jahren überhaupt fähig zur Liebe? Kann er lieben,

so wie ich als älterer Mann das kann? Ich meine nicht, irgendwelche Sex-

Praktiken durchzuführen oder Turnübungen zu machen, sondern Lieben

mit dem Körper als Ausdruck der Sehnsucht und der Seele. Danke für die

Antwort auf diese sicher nicht einfache Frage.

Gruss, Peter, 69

= im April mitmachen + im Mai testen lassen

Hallo Peter

Die Fähigkeit zu lieben ist meines Erachtens nicht vom Alter einer Person

abhängig. Vielmehr sind andere Faktoren wie der Charakter einer Person

oder das Umfeld massgebend. Um die Frage aber abschliessend beantworten

zu können, müsste man zuerst den Begriff «Liebe» definieren. Und

das wiederum würde den Rahmen dieser Beratungsplattform sprengen.

Nicht ohne Grund erhält man beim Googeln des Wortes «Liebe» ungefähr

271 000 000 Ergebnisse.

Alles Gute, Dr. Gay

Risse an der Vorhaut

Hallo Dr. Gay

In der letzten Zeit bilden sich immer öfter Risse an meiner Vorhaut, die

manchmal sogar bluten. Nach ein paar Tagen gehen diese jedoch wieder

weg. Muss ich mir Sorgen machen?

Gruss, Michael, 20

Hallo Michael

Dir Sorgen zu machen bringt dich nicht weiter. Du solltest der Sache durch

eine ärztliche Untersuchung auf den Grund gehen. Ob die Ursache nun

trockene Haut, ein Ekzem, Hautpilz oder gar ein Syphilis-Geschwür ist:

lass dich untersuchen. Selbst wenn es sich um etwas Harmloses handelt,

scheinen mir die Risse mit Blutungen doch sehr lästig zu sein. Zudem ist

eine blutende Wunde am Penis ein mögliches Risiko, dich beim Sex mit

HIV oder anderen sexuell übertragbaren Infektionen anzustecken. Ein

Arzt kann dir helfen, die Sache in den Griff zu bekommen.

Alles Gute, Dr. Gay

Rote Augen

oder

APP HERUNTERLADEN

EINSATZ WÄHLEN

VON EXKLUSIVEN «BREAK THE

CHAINS» ANGEBOTEN PROFITIEREN

Hallo Dr. Gay

Im Frühling letzten Jahres hatte ich eine kurze Beziehung mit einem HIV-

Positiven, dessen Werte nicht unter der Nachweisgrenze lagen. Wir hatten

bloss Oralverkehr, immer ohne Sperma oder Blut im Mund. Ich hatte damals

2 - 3 Wochen später grippeähnliche Symptome und vor allem rote Augen

(Bindehaut). Diese habe ich nun seit einigen Wochen wieder. Könnten

die roten Augen von einer HIV-Infektion kommen?

Tim, 24

Hallo Tim

Wenn du beim Oralverkehr kein Sperma oder Blut in den Mund genommen

hast, bist du kein HIV-Risiko eingegangen, egal ob dein Partner HIVpositiv

oder HIV-negativ war. Es ist daher unwahrscheinlich, dass es sich

bei den Grippesymptomen um eine HIV-Infektion handelte. Auch die roten

Augen sind keine typischen Symptome einer Primoinfektion.

Alles Gute, Dr. Gay

Mit Break The Chains machst du den Sex für dich und alle anderen sicherer.

80% der HIV-Neuinfektionen entstehen bei Sexkontakten mit Typen, die ernsthaft meinen,

sie seien negativ. Das Risiko, jemanden anzustecken, ist in den ersten drei Monaten nach

einer Infektion mit dem HI-Virus bis zu 100 Mal höher als später. Und jeder Neuinfizierte

kann wiederum das Virus sehr einfach an andere Fuckbuddies weitergeben.

Es gibt eine Kettenreaktion. Du kannst diese Übertragungsketten unterbrechen:

Sorg im April dafür, dass keine Neuinfektionen entstehen und lass dich im Mai zusammen

mit deinen Partnern testen. Die Verbreitung des HI-Virus wird dadurch gestoppt und die

Virenlast in der Community sinkt. Mit deinem Einsatz wird der Sex sicherer für dich

und die schwule Gemeinschaft. Darum mach’ mit bei Break The Chains.

33


Agenda CRUISER Edition April 2013

März 2013

FR 29. März

Bern

22.00 Bad Boyz Party: Hosting Ginger C. Brown.

Touch Club, Genfergasse 10. Fr. 15.-

St. Gallen

18.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. For Bears and Friends

Zürich

18.00 Checkpoint im Gespräch@Bubbles:

Werdstrasse 54. Anmeldung nicht erforderlich.

HIV und Ernährung. Vortrag von

Arturo Mesquite PhD. Ab 18h Apéro, ab 19h

Vortrag anschliessend Essen & Trinken

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Only Socks, Sneakers & sexy Underwear

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Hot

Fever. One damn hot clubnight. Mainfloor:

DJ Christiano S; Basement-Floor: DJ Mad

House. Fr. 20.–

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. 4 Jahre

Balkan Gay Night. Trashige Show um 23h,

danach Balkan Beat

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Sexfabrik.

Notgeil

23.00 Kiki Gay Party: mit DJs Rumlaut, Henry

Sure, Bardo & Frenchwerk. Host BlackCat.

Pfingstweide, Pfingstweidestr. 12.

Infos www.yourkiki.ch

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 70s & 80s-Party

23.00 Sector c; Fetish Club:

Wagistr. 13. Strikter Dresscode Gangbang

SA 30. März

Basel

22.00 Offstream – the alternative Gay Party:

on Tour Resident DJs werden den Sound

liefern. Kuppel, Binningerstrasse 14

Bern

23.00 Gentleboyz – Break the Chains Party:

als Startschuss zur Kampagne 2013 der

Aids Hilfe. DJs José Galisteo & Duo Glitzerhaus.

Du Théâtre, Hotelgasse 10. Fr. 25.–,

Presale Fr. 20.– Cranberry Zürich und Olmo

Bern. Infos www.gentleboyz.ch

23.00 Wanted – gays or lesbians – alive!:

Anklang verwandelt den Frauenraum der

Reitschule in eien Western-Saloon. DJs Die

Vogelperspektive, Dunch & Xylophee. Fr.

15.–

Zürich

19.00 GayAqua:

Hertistrasse 24, Wallisellen. U30-Sauna

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Dirty.

Mainfloor: DJ Mad House. Basementfloor:

DJs Upspace & Surprise

22.00 Easter Wonderworld: presented by Flexx

& Selection Party. Mainfloor: DJ Juiceppe,

DJane Sharon O Love & DJ Ajaxx. Pop Floor:

DJ Wollana aka Lässig. Club X-Tra, Limmatstr.

118. Vorverkauf Cranberry, Daniel

H., Männerzone & Ministry of Kink.

Infos www.flexx-party.ch

& www.selectionparty.ch

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. The Bunny

Massaker. Wenn du einen im Club versteckten

Osterhasen findest, darfst du ihn essen

und zudem bekommst du an der Bar noch

ein Bier. DJ Pepe Core

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Osterfick

23.00 696 Club: Badenerstr. 696. Purple Wonderland

presented by Purplemoon. DJs Shinouda,

Chipe, Share, Azedex, Biotec (all live),

Chemical Smurfs, Cämix, Traumstoff &

MoonChild. Fr. 30.– Vorverkauf Fr. 25.– über

michael.purplemoonlightevents@gmail.com

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter

Dresscode-Anlass X-treme Leather & Rubber

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Osterparty

SO 31. März

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 Osternspecial

mit DJ High Heels on Speed - allerlEi von alt

bis neu

Lausanne

22.00 Jungle: the gay Party – Easteria Club MAD,

Rue de Genève 23. 4 Dancefloors. Maintfloor:

International Guest DJ Micky Friedmann

& DJ Antoine909. Circuit Gogo Dancers.

Underground: DJs Franco & Jesse Jay. Funky

Disco Floor; DJs Murray Mint & Nicodisco.

Girlie; DJane Yazz. Vorverkauf Fr. 25.– (Cranberry

& Sauna Moustache in Zürich, Sauna

Sun Deck Bern; Sauna Sunnyday Basel),

Abendkasse Fr. 30.–. www.gay-party.net

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Kaffee & Kuchen. Partnerday – kommt zu

Zweit, bezahlt nur 1 Eintritt

21.00 Cube@Club: Bellevue Rämistrasse 6 / Freieckgasse.

Gay-Sonntag Ostersonntag special

mit DJ Juiceppe & Gast

22.00 9 Jahre Boyahkasha!: Dies wird gefeiert

mit einer Liveshow der Drag Queen Sherry

Vine aus New York. 2 Dancefloors. DJs

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Nomos / Anjunadeep / Hope / Paris

FRANCO

Loop 38 / Zürich

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-Doors open @ 23°°Uhr-

34


CRUISER Edition April 2013

Sascha Fiërce, Merte Rox, Gloria Viagra

& Zör Gollin. Plaza Club, Badenerstr. 109.

Infos www.boyahkasha.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. Oster-

Freistoss. Sports & Sneaks

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13, Schlieren.

Oster-Freistoss. Sports & Sneaks only

April 2013

MO 01. April

Zürich

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Groovy

Monday. Freier Eintritt. Clubsound/Charts

70er bis 90er mit DJ Groovemaster

DI 02. April

Zürich

20.00 Das Zelt: Diverse Showevents vom 2. bis

21.4. u.a. Divertimento, Rock Circus mit

Stéphane Lambiel on stage, Cavewoman,

Marco Rima etc. Kasernenareal.

Infos www.daszelt.ch

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Freaky

Night. DJ Freak Fant Beathoven

MI 03. April

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Naked (Mask) Party. Masken können für

Fr. 5.– gemietet werden

21.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)

DO 04. April

Bern

21.00 Seite 69 – frische Fritten – neue Talente:

Kopfporno. DJs Dunch & PCB - Techno,

Techhouse & Visuals. Mit «Break the

Chains»-App hast du freien Eintritt. Kapitel,

Bollwerk 41. Infos www.facebook.com/seite69

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Sklavenmarkt

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Sound

Factory. Freier Eintritt. DJ Mad House

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

FR 05. April

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Grosser Stuten-Markt

20.00 Heldenbar@Provitreff:

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Feel the

Sihlquai 240 DJ siehe www.heldenbar.ch

bass. Mainfloor: DJ Christiano S. Basement:

add_cruiser_ohne_pfade.pdf 1 19.03.2010 19:44:00 DJs Mad House & Upspace

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Wednesday

Bash. Freier Eintritt. DJ Christiano S

Agenda

22.00 Lollipop Party auf 4 Ebenen!: Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Süss war

gestern. DJ Polabdul – Hipster Tunes

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Bad boyz

Friday

23.00 Paradise Garage@Supermarket:

Gay & Lesbian Party. DJs Peeza, Angel O &

Juiceppe. Supermarket, Geroldstr. 17.

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Sportswear &

Sneakers

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB – sportswear only!

SA 06. April

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann: St. Jakob-

Strasse 91. Lange Nacht. Oriental Night

Thurgau

19.30 HOT: Spezialanlass im HOT, Wilerstrasse 5,

9545 Wängi Indisches Buffet. Roger Tobler

verwöhnt dich kulinarisch. Bar ab 19.30h,

Essen um 20.15h. Mitglieder Fr. 30.–, Gäste

Fr. 35.–. Anmeldung notwendig bis 2.4.

unter anmeldung@hot-tg.ch

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bären Sex Party (Code Wort «CR» Gratiseintritt

für Bären)

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Vibrate.

DJs Nick Harvey, Christiano S & Mad House

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ZURICH PLACES // GAYCITY.CH

14

9

4

13

PLATZSPITZ

SEEBAHNSTRASSE

STAUFFACHERSTRASSE

KALKBREITENSTRASSE

11

BÄCKERANLAGE

ENGELSTRASSE

12

BADENERSTRASSE

10

HOHLSTRASSE

13

LANGSTRASSE

BIRMENSDORFERSTRASSE

LANGSTRASSE

HELVETIAPLATZ

STAUFFACHERSTRASSE

MILITÄRSTRASSE

KASERNENAREAL

Rudolf-Brun-

Brücke

Stauffacherbrücke

LAGERSTRASSE

KASERNENSTR.

Sihlbrücke

Sihl

GESSNERALLEE

MUSEUMSSTRASSE

15

9 14

2 3

8

9 14

2 3

8

9 14

STAUFFACHER

2 3 9 14

8

8

3 14 3 14

2 9

HAUPTBAHNHOF

13

BAHNHOFSTRASSE

PARADEPLATZ

2 9 6 7

8 13 11

3 14

13

LINDENHOF

Walche-Brücke

4

13

Bahnhofbrücke

Rathausbrücke

Münsterbrücke

4

15

LIMMATQUAI

4

15

1

8

4

15

CENTRAL

4 3 5 6

15 7 10

NIEDERDORFSTRASSE

7

3 5

4

6

SEILERGRABEN

2

BAHNHOFSTRASSE

Limmat

8 13

BELLEVUE

4 15 5

2 9 8 11

A1

2 9 8

Quaibrücke

10 HERR GRÜN

BLUMEN & GESTALTUNG

Badenerstrasse 131

www.herrgruen.ch

PRÄSENTIERT:

1 CRANBERRY

BAR

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

6 MACHO

CITY SHOP

Häringstrasse 16

www.macho.ch

11 MOUSTACHE

DIE SAUNA FÜR MÄNNER

Engelstrasse 4

www.moustache.ch

2 TIPTOP BAR

SCHLAGER – DRINK – TREFF

Seilergraben13

www.tiptopbar.ch

7 JOHANNITER

RAUCHER LOUNGE

Zähringerstrasse 33

www.johanniter.com

12 HUUSMAA

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR

Badenerstrasse 138

www.huusmaa.ch

3 PARAGONYA

WELLNESS CLUB

Mühlegasse 11

www.paragonya.ch

8 LEONHARDSAPOTHEKE

Stampfenbachstr. 7

www.leonhards.apotheke.ch

13 ZAHNARZT AM

HELVETIAPLATZ

ZAHNARZT

Langstrasse 20

www.zahn-arzt.ch

4 PREDIGERHOF

BISTRO – BAR

Mühlegasse 15

www.predigerhof.ch

9 CHECKPOINT

GESUNDHEITSZENTRUM

Konradstrasse 1

www.checkpoint-zh.ch

044 455 59 10

14 ROUTE 39

B&B AND APARTMENTS

Winzerstrasse 39

www.route39.ch

5 THE DYNASTY CLUB

3 BARS – 1 ENTRANCE

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

Interesse in diesem Inserat aufgeführt zu sein? Anfrage bitte an: info@zbiro.ch

Design: fraudiethelm.ch


CRUISER Edition April 2013

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Clubnacht mit

DJs Josè Parra & Olivian – House

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

23.00 Shaft – No dick – no entry!:

DJs Jesse Jay, Mental X & Willi P. Die Legende

kehrt zurück! 696 Club, Badenerstrasse

696. Infos www.shaft.ch & www.696club.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Erection – Full Fetish

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Discoparty

SO 07. April

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 Untragbar vs.

Unbrauchbar Vol. 3

Zürich

07.30 HAZ Outdoor Frühlingswanderung:

Infos und Anmeldung siehe www.haz.ch/

outdooraktuell

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Old & Young (2 für 1 für Pärchen)

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

MO 08. April

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Serienabend: «Will & Grace», E/d. EHT

Hauptgebäude, Rämistrasse 101, Raum E 22

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Groovy

Monday. Freier Eintritt. Clubsound/Charts

70er bis 90er mit DJ Groovemaster

DI 09. April

Bern

20.00 Uncut – warme Filme am Dienstag: im

Kino der Reitschule. «Yossi», Israel 2012, Digital

85 Min., Hebräisch/d. Bar ab 20h, Film

um 20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut

Zürich

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Freaky

Night. DJ Freak Fant Beathoven

MI 10. April

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern. Bar ab 18.30h,

Abendessen ab 19.30h. Zudem Jassabend

Schaffhausen

19.00 Queerdom Schaffhausen: Treff für

Lesben, Bisexuelle, Schwule & Freunde im

JazzArt Café, Herrenacker 18

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

siehe www.heldenbar.ch

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Wednesday

Bash. Freier Eintritt. DJ Christiano S

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch) / naked (freiwillig)

Agenda

DO 11. April

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Balkan Gay Sexparty

21.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Opening

Minibar – Zör Gollins B-Day. DJ Nina Queer

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Sound

Factory. Freier Eintritt. DJ Mad House

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

FR 12. April

St. Gallen

23.30 Badehaus Mann-o-Mann: St. Jakob-

Strasse 91. u30 trifft sich

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Masken Gang Bang Party

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Stefan, Marco & Dänu

20.00 gay: my way: Schwule Männer im

Coming-out Treff im HAZ-Centro, Sihlquai

67. Coming-out Gespräche in Kleingruppen

20.00 Gay Bikers Zürich:

Höck im Aron, Rolandstrasse 9

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Tatoo.

Basement: DJs Mad House & Christiano S.

Mainfloor: DJ QBass

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Cityboy. DJs

Petites Boules & Gunnar Stiller – Tech-

House, Deep-House

22.00 Rage:

Wagistr. 13, Schlieren Cum, cruise & enjoy

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37


Agenda CRUISER Edition April 2013

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Underwear, Jocks, naked

SA 13. April

Basel

23.00 QueerPlanet Party: The hot house &

electro house party for gays, lesbians and

friends. DJs Miss Delicious & Taylor Cruz.

Im Singerhaus, Marktplatz 34.

Infos www.queerplanet.ch

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 mit Elias & Thomas. Bärlauch-

Suppe, Aargauer Eintopf & Dessert. Anmeldung

über www.badgasse8.ch bis 11.4.

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Sling Orgie

21.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.

DJane Mary. Marquee Club, Weinbergstrasse

68 (Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse). Infos

www.party4lesandgay.ch

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. House Revolution.

Basement: DJs Gaetano & Upspace.

Mainfloor: DJ Mad House

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Avalon.

DJ Josè Parra – Open Format & House

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Industrial

cruise city

23.00 Jack Party: The Love and Romance Issue.

DJs Devinity (Berlin), Juiceppe & Angel O.

Im Festsaal (Kaufleuten), Pelikanplatz.

Infos www.jackcompany.com

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Ultraleather – leather only

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

SO 14. April

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 DJ Dr. D! - 7»

Singles Night

Zürich

14.00 EntreNous - Sunday Tea Dance: Treff

für tanzbegeisterte Lesben und Schwule

zu Standard- und lateinamerikanischen

Tänzen oder einfach zum plaudern. Club

Silbando (Swisscom Gebäude), Förrlibuckstr.

62

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

U45 (35-45, 2 für 1 für Pärchen)

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13, Schlieren.

SportsCODE - Sportswear only!

21.00 Cube@Club: Bellevue Rämistrasse 6/

Freieckgasse. Sechseläuten Special. DJs Jack

Union & Juiceppe

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Chillout-Party

MO 15. April

Zürich

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Groovy

Monday. Freier Eintritt. Clubsound/Charts

70er bis 90er mit DJ Groovemaster

DI 16. April

Aarau

20.00 Aarglos Lesbengruppe:

Treff Wir gehen Squashen. Anmeldung bei

pkamer@hotmail.com

Zürich

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Freaky

Night. DJ Freak Fant Beathoven

MI 17. April

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Naked Mask Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Ab

20h Lesecircle. «Momo» von Michael Ende,

danach Heldenbar-Party

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Wednesday

Bash. Freier Eintritt. DJ Christiano S

21.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)

DO 18. April

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Mega Sklavenmarkt

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Sound

Factory. Freier Eintritt. DJ Mad House

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Worker-Party

Anzeige

38


CRUISER Edition April 2013

FR 19. April

Luzern

22.00 Frigay Night: happy sound for happy people@The

Loft Haldenstr. 21 DJ Pop o Lectric

& C-Side. Boys ab 18, Girls ab 20. Fr. 15.-

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Grosser Stutenmarkt

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Blue.

Basement: DJs Mad House & Upspace.

Mainfloor: DJs QBass & Christiano S

22.00 Lollipop Party: Party auf 4 Ebenen.

Lollipop Floor: Schlager, Schweizerhits,

Mallorca, Klassiker & Canzoni mit DJs Rolly

& Wollana; Wannabe Floor: 80er/90er Party

Hits mit DJs Adrinardi & Timon; Après

Suisse Floor: Die grössten Pistenheuler und

Hitparaden Knaller mit DJ Schneekönig,

Badi & Freunde. Plus Karaoke Lounge. X-Tra,

Limmatstr. 118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Rockit.

DJs Wheel & Debby Hairy - Alternative,

ElectroClash&Trash, Indie

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Kick-off!

Sportswear & Sneakers

23.00 misbehave@büxe: Fridaustr. 23. DJs

Valentino, Einzig&Faerber.

Infos www.misbehave.ch

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Kick-off! Sportswear & Sneakers

only!

SA 20. April

Genève

23.00 Virage - Underground Gay Party: Mainfloor

DJs: Justin Freakychups & Seb Genre.

Jet Lag Floor DJ: Mark O Mariotti. VJs: Dobermann

& Ponix. MOA Club, Chemin des

Batailles 22, Vernier-Genève. Fr. 25.-. Infos

www.maurocat.com/virage

Lausanne

21.00 Naked Bastards: Nackte Sexparty im

Trafick Sex Club, Avenue de Tivoli 22 (gegenüber

Pink Beach). Strikter Dresscode: Nackt!

Nur die Schuhe kannst du anbehalten. Fr.

20.- (inkl. 1 Getränk). Einlass nur bis 23h. Ab

01h ist auch die Sauna Pink Beach offen. Fr.

15.- mit Quittung der Naked Bastards. Infos

www.gayromeo.com/naked_bastards

Luzern

22.30 Uferlos Schwul-lesbisches Zentrum Geissensteinring

14. Sublime. Party sounds

dance. Open for all sex & gender

St. Gallen

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht. Lounge

Zürich

19.00 GayAqua:

Hertistrasse 24, Wallisellen. Oral Orgie

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Vibrate

Xtra. Basement: DJs Nick Harvey & Fumi

Kondoh. Mainfloors: DJ Mad House

22.00 Offstream - The alternative Gay Party:

Indierock, Electro, Dancepop etc. mit dem

Offstream DJ Kollektiv. Exil, Hardstrasse

245. Infos www.offstream.ch

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels.

DJ Gloria Viagra - open format & Mash-up

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

22.30 Aviator Layover Party: Los Angeles DJs

Jack Chang & Juiceppe. Animation. Alte

Kaserne, Kanonengasse 16

23.00 Family Affair: the Original Gays & Friends

Party. DJs Seb Dhajje, Franco, Jesse Jay &

Willi P. Im 696 Club, Badenerstrasse 696. Fr.

25.-. Infos www.696club.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Open sector - no dresscode today

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

SO 21. April

Basel

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar

am Sonntag im Keller des Restaurants

Hirscheneck, Lindenberg 23 Das Komplott

Soundsystem - Catwalk Tunes

Zürich

09.00 Gay Bikers Zürich: Eröffnungstour. Info &

genaue Zeit www.gaybikers.ch

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

60+ (2 für 1 für Pärchen)

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Discoparty

MO 22. April

Zürich

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Groovy

Monday. Freier Eintritt. Clubsound/Charts

70er bis 90er mit DJ Groovemaster

DI 23. April

Zürich

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Freaky

Night. DJ Freak Fant Beathoven

MI 24. April

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das

translesbischwule Bern. Apéro ab 18.30h,

Essen ab 19.30h

Agenda

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Bukkake Mask Party

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

Lässig aka Wollana. The other 80s & some

wild TNT mix

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Wednesday

Bash. Freier Eintritt. DJ Mad House

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear

(obligatorisch) / naked (freiwillig)

DO 25. April

Bern

21.00 Comeback Bar: Rathausgasse 42. Elektronischer

Musikabend mit DJ ELfERich

Zürich

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.

Rimming Party

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

z&h Nachtessen im HAZ-Centro, Sihlquai

67. Fr. 10.–. Wein etc. bitte mitnehmen

20.00 HAZ-Centro: Schwubliothek, Schwule

Bücher- und ausgewählte Videoausleihe,

Sihlquai 67

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Sound

Factory. Freier Eintritt. DJ Mad House

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party

FR 26. April

St. Gallen

18.00 Badehaus Mann-o-Mann: St. Jakob-

Strasse 91. For Bears and Friends

Zürich

18.00 Checkpoint: im Gespräch@Bubbles Werdstrasse

54. Anmeldung nicht erforderlich.

Break the Chains special. «Gewalt gegen

Schwule, Lesben & Trans* - Was tun?».

Gespräch mti Adrian Feubli, Stadtpolizist

und Vorstandsmitglied von PinkCop. Ab

18h Apéro, 19h Referat und Diskussion, ab

20h kann gegessen werden

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. FF

& Stutenmarkt

21.00 Ikarus-Club: Limmatstrasse 195. Dirty.

Basement: DJs Gaetano & Upspace. Mainfloor:

DJ Christiano S

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Electric

Heaven. DJs Marco de Rosa & Senefelder -

Tech-House, Deep-House

22.00 Rage:

Wagistr. 13, Schlieren Cum, cruise & enjoy

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Friday naked

Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi,

Branko B. Gabriel, René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf

Lektorat: Samuel Zinsli

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

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