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SOCIETY 372 /2017

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WIRTSCHAFT n POLITIK n DIPLOMATIE n WISSENSCHAFT n KULTUR n LEUTE<br />

Nr. <strong>372</strong> | Dezember <strong>2017</strong> – Juni 2018 | www.society.at | Preis € 10,-<br />

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120<br />

COVERSTORY<br />

HERAUSFORDERUNG<br />

MODERNE<br />

Wien und Zagreb um<br />

1900 im Belvedere<br />

FOKUS<br />

WOMEN AMBASSADORS<br />

Afghanistan, DomRep.,<br />

Kanada, Kroatien,<br />

Neuseeland, Nigeria<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

VIETNAM<br />

45 Jahre<br />

diplomatische<br />

Beziehungen


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<strong>SOCIETY</strong><br />

EDITORIAL<br />

Stürmische Zeiten<br />

Wenn der Wind der Veränderung um uns<br />

bläst und wo man hinsieht kein Stein auf<br />

dem anderen bleibt, gerade dann muss man<br />

an den Grundwerten unserer Demokratie<br />

festhalten und dennoch politische Korrekturen<br />

auf basisdemokratischer Entwicklung zulassen.<br />

Neuwahlen in Österreich und auch in Deutschland stellen unsere<br />

Politiker vor komplett neue Herausforderungen, aber auch<br />

Möglichkeiten der Kurskorrektur. Vor allem die Flüchtlingsproblematik<br />

scheint eine besondere Polarisierung des Wählerverhaltens<br />

und deren Beeinflussung durch digitale und andere Medien<br />

hervorzurufen. Umso wichtiger wird der Faktor Kommunikation<br />

auf jeder nur möglichen Ebene. So veranstalten wir gezielt<br />

Events im Sinne eines besseren gegenseitigen Verständnisses.<br />

•<br />

Eigenevents von <strong>SOCIETY</strong><br />

Anlässlich eines Botschafterfrühstücks referierte der britische<br />

Botschafter, S.E. Robert Leigh Turner, für uns über „digitale Medien<br />

und Diplomatie“ im Grand Hotel. Mit dem Wahlexperten<br />

Wolfgang Bachmayer fand ein spannender Vormittag mit einer<br />

Analyse der Wahlen in Österreich statt. Zu dieser Veranstaltung<br />

waren die neuen Botschafter geladen und nutzten die Gelegenheit<br />

um eifrig mitzudiskutieren. Das traditionelle Sommergartenfest<br />

in unserer Villa Flora war diesmal dem russischen Botschafter<br />

gewidmet, der eine russische Birke pflanzte. Mit Leyla<br />

Mahat, der kasachischen Ausnahmekünstlerin und Gründerin<br />

der ersten Eurasischen Kunstakademie, in deren Vorstand ich<br />

geladen wurde, organisierten wir eine bestens besuchte Ausstellung,<br />

bei deren Vernissage die Ziele dieser neuen Akademie vorgestellt<br />

wurden. Des Weiteren feierten wir gemeinsam mit dem<br />

Botschafter von Turkmenistan das Jubiläum „25 Jahre diplomatische<br />

Beziehungen“ mit Österreich und luden, als Reminiszenz<br />

an die kurz davor in Ashgabat stattgefundene Martial Arts Olympiade,<br />

ein hochrenommiertes Taekwon-Do-Team zu einer Kampfkunstshow<br />

in den Ballsaal des Grand Hotel unter dem Motto<br />

„Kultur und Sport verbindet“. Mittels weiterer Events u.a. mit der<br />

usbekischen Botschaft ist es uns ein großes Anliegen auch fortan<br />

Brücken zwischen den Nationen schlagen.<br />

•<br />

Länderschwerpunkt Vietnam<br />

Der Länderschwerpunkt dieser Ausgabe widmet sich Vietnam.<br />

Zum Anlass nahmen wir die 45 Jahre lange Freundschaft zwischen<br />

diesem „Land der Emotionen“ und Österreich. Der vietnamesische<br />

Wirtschaftsaufschwung und seine Sicht auf Tourismus<br />

sind Inhalte des Interviews mit dem Botschafter S.E. Viet Anh Vu.<br />

der einmal konnten wir feststellen, dass viele Diplomaten eine<br />

künstlerische Ader haben.<br />

•<br />

Frauen in der Diplomatie<br />

Immer mehr weibliche Botschafterinnen kommen nach Österreich.<br />

Im letzten Halbjahr waren es besonders viele. Und so<br />

beseelt auch der Schwerpunkt „Frauen in der Diplomatie“ die<br />

Ihnen vorliegende Ausgabe. Interviews mit sechs Botschafterinnen<br />

aus diversen Ländern zeigen uns verschiedenste Zugänge<br />

dazu auf. Unser besonderes Augenmerk galt der Vereinbarkeit<br />

dieses Berufs mit Familie und Kindern, wo doch alle drei bis<br />

fünf Jahre die Zelte abgebrochen werden müssen, um in ein<br />

neues Land zu ziehen.<br />

Benita Ferrero-Waldner stellte in der Österreichischen Gesellschaft<br />

für Außenpolitik und Internationale Organisationen<br />

ihre Biografie vor, in der sie hart mit ihrer Zeit als Außenministerin<br />

abrechnet. Vor 20 Jahren war sie eine der Gründerinnen<br />

des Frauennetzwerkes „Welcome to Austria“, bei welchem ich<br />

auch mitwirken durfte und nach wie vor im Vorstand aktiv tätig<br />

bin. Die hervorragende Betreuung von Botschaftergattinnen<br />

durch unsere Vorstandsmitglieder, die diversen hochkarätigen<br />

und vielbesuchten Veranstaltungen, haben wir dem engagierten<br />

Einsatz der Vizepräsidentinnen Gabrielle Schallenberg,<br />

nunmehr Angelika Saupe-Berchtold und Aglaë Hagg-Thun sowie<br />

den weiteren im Jubiläumsartikel genannten Damen zu<br />

verdanken. Im ersten Quartal 2018 werden wir gemeinsam bei<br />

einem Festakt, gegeben von Benita Ferrero-Waldner, im BMEIA<br />

auf den Erfolg dieses Frauennetzwerkes zurückblicken. Die<br />

jeweiligen nachfolgenden Präsidenten dieses Vereins waren<br />

die nachkommenden Außenminister Ursula Plassnik, Michael<br />

Spindelegger und zuletzt Sebastian Kurz. Wer der neue Außenminister<br />

Österreichs wird, werden wir in der nächsten Ausgabe<br />

berichten können.<br />

Als Schlusswort noch ein Zitat aus dem Songtext von Konstantin<br />

Wecker: „Stürmische Zeiten (…) nicht verzagen (…) Leben<br />

ist Brücken schlagen über Ströme, die vergehen.“<br />

Nachdenklich<br />

Ihre Gerti Tauchhammer Herausgeberin<br />

und Tanja Tauchhammer Chefredakteurin<br />

Fotos: andreas hofmann<br />

•<br />

Frankreich<br />

Den neuen Botschafter Frankreichs, S.E. François Saint-Paul,<br />

besuchten wir in seinem Traumpalais am Schwarzenbergplatz.<br />

Seine Meinung: „Wir können viel von Österreich lernen“, tat er<br />

in fließendem Deutsch kund und wurde im Rahmen eines Interviews<br />

mit ihm gemeinsam erörtert. Als Draufgabe bot er uns als<br />

begnadeter Jazzmusiker noch ein Staccato auf dem Piano. Wie-<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Chefredakteurin<br />

Tanja Tauchhammer<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin<br />

Gerti Tauchhammer<br />

Cover: Robert Auer, Porträt der Frau des Künstlers mit Muff (Leopoldine Schmidt Auer),<br />

1902, Öl auf Leinwand, © Privatsammlung<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 3


Inhalt<br />

Heft<br />

Nr. <strong>372</strong><br />

<strong>SOCIETY</strong> Eigenevents<br />

8 Präsentation der <strong>SOCIETY</strong> Ausgabe<br />

Nr. 371<br />

12 New Ambassadors „Heuriger“<br />

13 Blick hinter die Flughafen-Kulissen<br />

15 Wirtschaftswanderung<br />

16 Ambassadors Breakfast/Grand<br />

Hotel<br />

18 Kommentar: Wolfgang Bachmayer<br />

über Social Media<br />

20 Russisches Gartenfest<br />

23 Botschaftsassistentinnen „Heuriger“<br />

24 New Ambassadors/Park Hyatt<br />

28 Martial Arts Event<br />

Fokus: Frankreich<br />

32 Interview: S.E. François Saint-<br />

Paul (Frankreich)<br />

35 Französisches Kulturinstitut neu<br />

Fokus: Vietnam<br />

38 Interview: S.E. Vu Anh Viet (Vietnam)<br />

41 Homestory: Villa mit Asia-Flair<br />

42 Länderporträt Vietnam<br />

45 Restaurant „Good Morning Vietnam<br />

46 Interview: Dr. Peter Jankowitsch<br />

48 Event: Vietnamese Culture meets<br />

Vienna<br />

Fokus: Bildung<br />

50 Interview: Dr. Heinz Fischer<br />

52 Diplomatische Akademie:<br />

Porträt Emil Brix<br />

53 International School Carinthia<br />

54 Gymnasium Sacré-Coeur<br />

55 Amadeus International School<br />

56 Übersicht/Internationale Schulen<br />

Österreich<br />

Fokus: Women Ambassadors<br />

60 I.E. Khojesta Fana Ebrahimkhel<br />

(Afghanistan)<br />

62 I.E. Lourdes Victoria-Kruse<br />

(DomRep)<br />

64 I.E. Heidi Hulan (Kanada)<br />

66 I.E. Vesna Cvjetkovic (Kroatien)<br />

68 I.E. Nicole Roberton (Neuseeland)<br />

70 I.E. Vivian Okeke (Nigeria)<br />

36<br />

Benita Ferrero-Waldner und Bundespräsident Thomas<br />

Klestil bei der Angelobung der ÖVP-FPÖ-Regierung<br />

(Februar 2000)<br />

50<br />

Gerti Tauchhammer beim Interview mit Bundespräsident<br />

a.D. Heinz Fischer<br />

135<br />

Hollywoodstar Tom Cruise zu Besuch im Ristorante Sole<br />

Diplomatie<br />

36 Buchrezension: „Benita –<br />

Wo ein Wille, da ein Weg“<br />

72 PaN-Events<br />

74 Ambassadors A-Z<br />

80 Akkreditierungen Bilateral<br />

90 Österreichische Dienststellenleiter<br />

BMEIA<br />

97 ÖGAVN: Begegnungen in der<br />

Stallburg<br />

98 Events Diplomatie<br />

104 Welcome to Austria<br />

106 Interview: OSZE-Botschafter Alessandro<br />

Azzoni<br />

Wirtschaft<br />

108 Interview: Karl-Heinz Strauss/<br />

Porr AG<br />

110 Sanktionen gegen Russland?<br />

112 Die Eurasische Wirtschaftsunion<br />

115 Events Wirtschaft<br />

116 Interview: Rene Alfons Haiden/<br />

Grenzlandverein<br />

Diversität und Green Society<br />

117 AFRIEUROTEXT: Die erste afrikanische<br />

Buchhandlung Wiens<br />

119 Lange Nacht des interkulturellen<br />

Dialogs<br />

120 Zaubermittel Kaffeesatz<br />

121 Grün in Wien/Boutiquehotel<br />

Stadthalle<br />

122 Green Beautynews<br />

Life & Style<br />

126 Testfahrt: BMW X3 M40i<br />

130 Reisebericht Alicante<br />

132 Reisebericht: Villa Luppis<br />

133 Ashgabat <strong>2017</strong>/AIMAG Games<br />

134 Ruheoase der Promis<br />

135 Italien-Flair im Ristorante Sole<br />

136 Der Trend zum Butler<br />

137 Exklusive Partnervermittlung<br />

138 Die Geschichte der Jeans<br />

139 Interview: Manou Lenz<br />

140 Modestrecke: Manou Lenz<br />

142 Beautynews<br />

Kultur<br />

131 Don Giovanni in Wien<br />

146 Interview: Georg Semler<br />

153 Events des St. Georgsordens<br />

154 Weinritterorden<br />

156 Imperial Living<br />

Standards<br />

3 Editorial<br />

6 Gastautoren<br />

148 Coverstory: Herausforderung<br />

Moderne im Belvedere<br />

158 Ex Libris<br />

160 Veranstaltungstipps<br />

161 Impressum<br />

162 Karikatur<br />

Fotos:society/pobaschnig, European Pressphotography Agency (EPA), alle fotos aus dem buch „benita, wo ein wille da ein weg“, aki nuredini<br />

4 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


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Mr. Michael Habel – Diplomat Sales Manager<br />

+43 1 74020-4212; michael.habel@denzel.at


GASTAUTOREN<br />

<strong>SOCIETY</strong><br />

Partner von <strong>SOCIETY</strong><br />

<strong>SOCIETY</strong> präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche Gastautoren,<br />

die sich mit aktuellen Themen aus Politik, Lifestyle, Wirtschaft<br />

und Kultur befassen.<br />

HERMINE SCHREIBERHUBER<br />

CHRISTIAN BERLAKOVITS<br />

WOLFGANG BACHMAYER<br />

ELIZAVETA DUBROVSKAYA<br />

ANNA ZEITLINGER<br />

SIMON INOU<br />

Hermine Schreiberhuber war stellvertretende<br />

Ressortleiterin der Außenpolitik<br />

bei der APA. Für die <strong>SOCIETY</strong>-Länderschwerpunkte<br />

verfasst sie regelmäßig<br />

politische Analysen und Hintergrundberichte.<br />

In dieser Winterausgabe berichtet<br />

sie über das neu eröffnete französische<br />

Kulturinstitut und rezensiert das neu erschienene<br />

Werk "Benita - wo ein Wille, da<br />

ein Weg" von Außenministerin a.D. Benita<br />

Ferrero-Waldner.<br />

Christian Berlakovits war fast vierzig<br />

Jahre als Diplomat und Botschafter im<br />

österreichischen Außenministerium tätig.<br />

Er war u. a. in Belgrad, in Madrid und<br />

als Botschafter in Algier und Rom tätig,<br />

außerdem war er Leiter der Rechts- und<br />

Konsularsektion im Außenministerium<br />

in Wien. Er hat die Position als Senior Advisor<br />

Diplomacy übernommen und stellt<br />

mit seiner Kenntnis des diplomatischen<br />

Lebens eine wertvolle Bereicherung für<br />

das Magazin <strong>SOCIETY</strong> dar. In dieser Ausgabe<br />

verfasste er ein Porträt von dem neuen<br />

Direktor der Diplomatischen Akademie,<br />

Emil Brix.<br />

Simon Inou ist Soziologe und Journalist.<br />

Er engagiert sich außerdem beim Verein<br />

M-Media, der journalistische Talente<br />

mit Migrationshintergrund sucht und<br />

fördert. Für seine Arbeit hat er<br />

zahlreiche Auszeichnungen bekommen,<br />

u. a. vom Land Steiermark<br />

und der EU. Gemeinsam<br />

mit anderen gibt er das neue<br />

Magazin „fresh“ der schwarzen<br />

Bevölkerung Österreichs heraus.<br />

Diesmal berichtet er über<br />

die Eröffnung der ersten afrikanischen<br />

Buchhandlung Wiens.<br />

Karl Kaltenegger war langjähriger<br />

ORF-Journalist, Manager und Moderator<br />

für Radio Salzburg, Ö3 (u. a. Ö3-Wecker)<br />

und Radio Wien. Mittlerweile ist er als<br />

Reisejournalist aktiv und schreibt für verschiedene<br />

Publikationen. In diesem Heft<br />

stellt er den <strong>SOCIETY</strong>-Lesern die sonnenverwöhnte<br />

spanische Stadt Alicante und<br />

deren Geheimtipps vor.<br />

Rolf Thaler ist Experte für das Gesundheitswesen<br />

und zertifizierter Gesundheitsökonom.<br />

Mehr als zehn Jahre war er<br />

als Key Account Manager für das Gesundheitswesen<br />

beim IT-Unternehmen Computer<br />

Sciences Corporation beschäftigt. Zuvor<br />

war er über zwanzig Jahre bei Siemens<br />

Österreich in unterschiedlichen Funktionen<br />

tätig, u.a. Direktor für die Betreuung<br />

von Großkunden und Marketingleiter des<br />

IT-Bereiches. In dieser Ausgabe berichtet<br />

er von seinem Aufenthalt in der malerischen<br />

Villa Luppis.<br />

Wolfgang Bachmayer ist Gründer und<br />

CEO von OGM (Österreichische Gesellschaft<br />

für Marketing) und gefragter Analyst<br />

und Berater in Fragen von Strategie,<br />

Medien und Kommunikation. Viele seiner<br />

Kunden kommen aus Politik, Regierung,<br />

Verwaltung und Institutionen. Er war in<br />

der letzten Zeit laufend in TV und Zeitungen<br />

präsent. In dieser Ausgabe gibt er<br />

Tipps für die effiziente Nutzung von Social<br />

Media.<br />

Elizaveta Dubrovskaya ist Senior Legal<br />

Counsel, Regional Manager CIS und<br />

Co-Lead des Russian&CIS Desk bei LGP.<br />

Die russische Juristin spezialisiert sich<br />

auf komplexe grenzüberschreitende Projekte<br />

(insbesondere mit Russland und<br />

dem GUS-Raum) in den Bereichen Unternehmensrecht,<br />

Immobilienrecht, Investitionsrecht,<br />

Energierecht, EU-Recht und<br />

internationales Handelsrecht. In dieser<br />

Ausgabe beleuchtet sie den neuen Trend<br />

zu Sanktionen kritisch.<br />

Anna Zeitlinger leitet den Russian &<br />

CIS Desk bei LGP und hat sich auf Gesellschaftsrecht,<br />

M&A, Restrukturierungen,<br />

das Recht der Russischen Föderation und<br />

der GUS sowie auf Litigation und Arbitration<br />

im internationalen Kontext spezialisiert.<br />

Zu ihren Mandanten zählen<br />

Holdings und Investorengruppen aus den<br />

GUS-Ländern. Sie zählt zur Gruppe der<br />

Vertrauensberater der Russischen Föderation<br />

in Österreich, und ist Präsidiumsmitglied<br />

der ORFG mit Sitz in Wien und der<br />

ICC. In ihrem Beitrag befasst sie sich mit<br />

neuen Entwicklungen in der Eurasischen<br />

Wirtschaftsunion.<br />

Ingrid Chladek ist Gesellschafterin<br />

der Dresscode Company<br />

und Head von „Dressforsuccess“.<br />

Sie berät in Fragen<br />

Business-Outfits, Image und<br />

Styling. In dieser <strong>SOCIETY</strong>-Ausgabe<br />

schreibt sie über die<br />

Geschichte der Blue Jeans.<br />

KARL KALTENEGGER ROLF THALER INGRID CHLADEK •<br />

6 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


Die Zeiten<br />

ändern sich.<br />

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<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

GARTENPARTY<br />

Die Gäste der Gartenparty<br />

Von Birken und<br />

russischen Trachten<br />

Der Garten der Villa Flora war wieder einmal Austragungsort des traditionellen<br />

Gartenfestes zur Präsentation der Sommerausgabe.<br />

Alässlich der Präsentation der<br />

Sommerausgabe des <strong>SOCIETY</strong><br />

Magazins mit dem Themenschwerpunkt<br />

Russland, luden<br />

Gertrud Tauchhammer und Dmitrij Ljubinskij,<br />

Botschafter der Russischen Föderation<br />

in Österreich, zu einer russischen<br />

Gartenparty in die Villa Flora. Es kamen<br />

namhafte Persönlichkeiten aus den Bereichen<br />

Diplomatie, Politik und Wirtschaft.<br />

Über 20 Botschafter nahmen an der<br />

Veranstaltung teil. Highlight des Abends<br />

war die Pflanzung einer Birke durch Botschafter<br />

Dmitrij Ljubinskij zu Ehren der<br />

diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich<br />

und Russland. Sein Baum reiht sich<br />

unter Bäume ehemaliger Botschafter der<br />

USA, Chinas u.a. Eine schöne Tradition der<br />

Gastgeberin, um die freundschaftlichen bilateralen<br />

Beziehungen der verschiedenen<br />

Länder mit Österreich symbolisch zum<br />

Ausdruck zu bringen. Die Gäste zeigten<br />

sich von den musikalischen Einlagen des<br />

„Russischen Chor Wien“ unter der Leitung<br />

von Ekaterina Maleina begeistert; neben<br />

„Ich bete an die Macht der Liebe“ in deutscher<br />

und russischer Sprache, gaben sie ein<br />

russisches Hochzeitslied von Golubushki<br />

zum Besten. Hierzu überraschten Modelle<br />

in russischen Trachten mit einer Tanzeinlage<br />

– eine Darbietung von „The Mobile Natural<br />

Museum of Russian National Costume“<br />

der Künstlerin Alla Denissova. •<br />

8 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

GARTENPARTY<br />

Ernst Wunderbaldinger,<br />

Renate<br />

Danler, Elisabeth<br />

Thun-Hohenstein,<br />

Marcos<br />

Alexandre<br />

Gabriele Herberstein,<br />

Naomi Rogat, Marina<br />

Sagl, Andrei Zolotov<br />

Rolf Thaler mit<br />

Erika Pluhar<br />

Frigo Michi und<br />

Peter Angelika<br />

Padilla-Santander,<br />

Gergely-Werner Szücs,<br />

S.E. János Perenyi,<br />

Adrian Hollaender mit<br />

Freundin Marian Janota<br />

Yury Zaytsev, Frau<br />

Pelinka, Herr Praus,<br />

Pavel Kolgatin<br />

Fotos: society/pobaschnig; society/auer<br />

Vinzenz und Gabriela Stimpfl-<br />

Abele<br />

Masha Derler<br />

und Josef Graf<br />

Georg Mündl<br />

Claudia Calero de Cabal<br />

Nguele<br />

Martin<br />

Mbarga<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 9


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

GARTENPARTY<br />

AUSZUG<br />

AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Raz Franz (BMEIA), Gankhuurai<br />

Battungalag (Botschaft<br />

der Mongolei), Angara<br />

Collinson (Botschaft der Philippinen);<br />

Maria Zeneida (Botschaft<br />

der Republik Jemen);<br />

Shoja`Aadin (Haytham Abdulmomen<br />

Hassan); Botschaft<br />

der Russischen Föderation<br />

(Zaytsev Yury); Leonhard<br />

Birgitta (Botschaft des Malteser<br />

Ritterordens); Poyesh<br />

Mohammad Naeem (Botschaft<br />

von Afghanistan); Kupchyna<br />

Alena (Botschaft von Belarus);<br />

Leko Tomislav (Botschaft von<br />

Bosnien und Herzegowina);<br />

Neiva Tavares Ricardo (Botschaft<br />

von Brasilien); Sirakov<br />

Ivan (Botschaft von Bulgarien);<br />

Ramlov Elke (Botschaft<br />

von Deutschland); Pastor-<br />

Morris Wilson (Botschaft von<br />

Ecuador); Turner Robert Leigh<br />

(Botschaft von Großbritannien);<br />

Al Khairalla Auday Dr.<br />

(Botschaft von Irak); Cabal<br />

Sanclemente Jaime Alberto<br />

(Botschaft von Kolumbien);<br />

Kim Kwang (Botschaft der<br />

DVR Korea); Baddoura Salim<br />

(Botschaft von Libanon); Bin<br />

Othman Adnan (Botschaft von<br />

Malaysia); Poposka Trenevska<br />

Vasilka (Botschaft von Mazedonien);<br />

Jankovic Pero (Botschaft<br />

von Serbien); Zaroug<br />

Mohamed Hussein (Botschaft<br />

von Sudan); Perényi János<br />

(Botschaft von Ungarn); Viet<br />

Anh Vu (Botschaft von Vietnam);<br />

Scholz Stefan (BMEIA).<br />

Jerzy Nemling, Victoria<br />

Muchin, Alexander Maculan,<br />

Florian Stermann<br />

Thomas Bernscherer,<br />

Andrea Veronese,<br />

Stefan Harlander<br />

Präsentation der<br />

neuen Ausgabe des<br />

<strong>SOCIETY</strong> Magazins<br />

Der „Russische Chor<br />

Wien“ unter der<br />

Leitung von Ekaterina<br />

Maleina<br />

Jerzy Nemling,<br />

Alexander Maculan<br />

und Aki Nuredini<br />

Alla Denissova mit<br />

Gertrud Tauchhammer<br />

und Dmitrij Ljubinskij<br />

und The Mobile Natural<br />

Museum of Russian<br />

National Costume<br />

Fotos:society/pobaschniig, society/auer<br />

10 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

GARTENPARTY<br />

Die Pflanzung der Birke<br />

durch S.E. Botschafter<br />

Dmitij Ljubinskij<br />

Das Redaktionsteam und die Gastautoren<br />

der Sommerausgabe <strong>2017</strong><br />

Das ORF Team mit Gertrud Tauchhammer<br />

und S.E. Dmitrij Ljubinskij<br />

Vinzenz Stimpfl-Abele, S.E. Robert Leigh Turner,Gertrud<br />

Tauchhammer, Dusan Stevlik<br />

Tajana Gudenus, Victoria Muchin,<br />

Anna Stermann<br />

Das Team von THE AMBASSY<br />

Cafe+Co Mitarbeiter mit<br />

Servicewagen<br />

Mitarbeiterin<br />

des Vienna<br />

Medical Center<br />

Maria Kitsati von Vienna Diplomatic<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 11


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

NEW AMBASSADORS HEURIGER<br />

New Ambassadors „Heuriger“<br />

Gerti Tauchhammer zeigte den neuen Botschaftern die<br />

gemütliche Seite Wiens beim Heurigen Alter Bach Hengl.<br />

von Links nach Rechts: Franz<br />

Hengl, I.E. Maria Zeneida<br />

Angara Collinson (Philippinen),<br />

Botschafter i.R. Christian<br />

Berlakovits, I.E. Ayesha Riyaz<br />

(Pakistan), S.E. Abu Zafar<br />

(Bangladesch), Nikolaus<br />

Berlakovich (BMEIA), Gerti<br />

Tauchhammer, Martha Irma<br />

Alarcon Lopez (Kolumbien) S.E.<br />

Victor Veltzé Michel (Bolivien),<br />

S.E. Dieudonné Kere (Burkina<br />

Faso), S.E. Bakyt Dzhusupov<br />

(Kirgisistan)<br />

Um den neuen Botschaftern<br />

in Österreich die schönsten<br />

Seiten Wiens zu präsentieren,<br />

lud <strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin<br />

Gerti Tauchhammer<br />

zu einem geselligen Abend in den Traditionsheurigen<br />

Alter Bach Hengl in Grinzing.<br />

Besonderes Highlight war die Keynote<br />

Speech von Nikolaus Berlakovich über<br />

die aktuelle politische Situation in Österreich<br />

und die Verleihung einer Ehrenurkunde,<br />

welche die neuen Botschafter zu<br />

„Bürgern von Grinzing“ machte. •<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

An diesem Abend findet in<br />

kleiner Runde ein angeregter<br />

Austausch statt<br />

Gertrud Tauchhammer überreicht<br />

S.E. Abu Zafar die Ehrenbürgerurkunde<br />

von Grinzing<br />

Botschaft von Bolivien: S.E. Victor VELTZÉ<br />

MICHEL • Botschaft der Dominikanischen<br />

Republik: I.E. Lourdes Gisela Victoria KRUSE<br />

• Botschaft von Thailand: S.E. Songsak SAI-<br />

CHEUA mit Gattin • Botschaft von Kirgisistan:<br />

S.E. Bakyt DZHUSUPOV • Botschaft der Philippinen:<br />

I.E. Maria Zeneida Angara COLLIN-<br />

SON • Botschaft von Bangladesch: S.E. Abu<br />

ZAFAR • Botschaft von Pakistan: I.E. Ayesha<br />

RIYAZ • Ehemaliger Botschafter Christian<br />

BERLAKOVITS<br />

S.E. Bakyt Dzhusupov,<br />

S.E. Dieudonné<br />

Kere, S.E. Abu Zafar,<br />

S.E. Victor Veltzé<br />

Michel<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Prokofieff<br />

12 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

VIP-EVENT FLUGHAFEN WIEN<br />

Auf der Terasse des VIP-<br />

Terminals am Flughafen Wien<br />

Blick hinter die Flughafen-Kulissen<br />

Gertrud Tauchhammer und Michael Zach präsentierten<br />

den geladenen Diplomaten einen exklusiven Blick hinter<br />

die Kulissen eines 4-Sterne-Airports.<br />

Um den VIP-Terminal am Flughafen<br />

Wien auch in Diplomatenkreisen<br />

bekannter zu machen,<br />

luden Gertrud Tauchhammer<br />

und Michael Zach, Managing Director<br />

VIP & Business Services zu einer besonderen<br />

Veranstaltung: die Gäste wurden bei<br />

ihrem Eintreffen mit Cocktails begrüßt,<br />

anschließend fand eine VIP-Führung<br />

durch die Gepäcksortieranlage statt. Abgerundet<br />

wurde der gelungene Event mit<br />

einem sommerlichen Buffetempfang auf<br />

der Terrasse mit spektakulärem Blick auf<br />

das Fluggeschehen.<br />

•<br />

Auch die Diplomaten müssen den Security Checkpoint passieren<br />

Im VIP-Bus zur Gepäcksortieranlage<br />

Die Führung<br />

kann beginnen<br />

Manfred Pölz erklärt den anwesenden<br />

Diplomaten die Funktionsweise der<br />

Gepäcksortieranlage<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Katharina Schiffl<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Botschaft der Dominikanischen Republik:<br />

Roxanna PIANTINI DE LOS SANTOS<br />

• Botschaft der DVR Korea: S.E. Kwang<br />

KIM • Botschaft von Australien – Konsulin:<br />

Maree FAY • Botschaft von Algerien:<br />

Nassim MOKRANI, Gesandter - Botschaftsrat<br />

• Botschaft von Belarus –<br />

Konsul: Aleksandr ZELYANIN mit Gattin<br />

Elena •Botschaft von Mazedonien: I.E.<br />

Vasilka POPOSKA TRENEVSKA.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 13


Frau Dkfm. Elisabeth Gürtler mit Herrn<br />

Christian Reichel und Frau Mag. Dagmar<br />

Reichel bei der Stoffauswahl für das Hotel<br />

Astoria Resort Seefeld im designflagship<br />

Der Showroom des designflaghip bietet<br />

eine große Auswahl an Stoffen, Teppichen,<br />

Polstermöbeln und vielem mehr!<br />

6 th sense<br />

for living<br />

Design muss nicht teuer sein – wie die<br />

Maß-Designermöbel, Farb- und<br />

Designkonzepte und das Textil- und Ambiente-<br />

Paradies von Eybl zeigen.<br />

Christian und Dagmar Reichel sind mit vielen namhaften Brands<br />

und den besten Marken seit 25 Jahren erfolgreich in der Einrichtungsbranche<br />

und Objektausstattung tätig. Das Eybl-Team stattet<br />

nicht nur die schönsten Häuser und Wohnungen aus, sondern<br />

hat als Innenausstatter der schönsten Hotels, Pensionen und<br />

Chalets schon viele Preise gewonnen. So war KA International<br />

in Zusammenarbeit mit Frau Dkfm. Elisabeth Gürtler an der<br />

Neuausstattung des 5-Sterne-Superior-Hotels Astoria Resort in<br />

Seefeld in Tirol beteiligt: mit tailormade Polstermöbeln, Stoffen<br />

aus dem reichhaltigen Stoffsortiment<br />

und exklusiven<br />

Tapeten.<br />

Die Geschäfte in Wien und<br />

Kitzbühel überzeugen mit<br />

Full-Service für die komplette<br />

Inneneinrichtung, von<br />

Im Hotel Astoria Resort Seefeld wurde<br />

unter anderem die Lobby-Lounge mit<br />

tailormade Polstermöbeln von Eybl<br />

ausgestattet.<br />

der Beratung bis zur Lieferung<br />

und Montage. Zudem<br />

gibt es ein vielfältiges Ange-<br />

bot an Stoffen, Möbeln, Teppichen u. v. m. Ein echtes Highlight<br />

und ein Geheimtipp für alles rund ums Wohnen ist das designflagship,<br />

DER Einrichtungstempel im Herzen von Wien! Im 700<br />

m2 großen Showroom wird ein individuelles Sortiment präsentiert,<br />

das alle Kundenwünsche erfüllt: Von Tapeten und Betten<br />

bis hin zu Polstermöbeln und Wohnaccessoires finden Sie hier<br />

alles, was Einrichten zu einer wahren Freude macht. Es besteht<br />

auch die einzigartige Möglichkeit, Möbel nach Maß in einem<br />

leistbaren Rahmen anfertigen zu lassen, denn für das Unternehmen<br />

gilt: Design muss nicht teuer sein, aber den Qualitätsanforderungen<br />

und Kundenwünschen entsprechen. Ganz nach dem<br />

Motto „The Sixth Sense for Living“ erhalten Sie maßgeschneiderte<br />

Einrichtungskonzepte und Produkte sowie Full- Service<br />

von einem professionellen Team!<br />

EYBL – ka international<br />

Wildpretmarkt 2–4, 1010 Wien; Tel.: +43 (0) 1 / 533 17 12<br />

E-Mail: wien1@ka-international.at<br />

Ehrenbachg. 2/Jochbergerstr., 6370 Kitzbühel; Tel.: +43 (0) 699 / 196 70 77<br />

E-Mail: kitzbuehel@ka-international.at; www.ka-international.at<br />

EYBL Zentrale & Schauraum designflagship<br />

Fichtegasse 5/Ecke Hegelgasse<br />

Tel.: +43 (0) 1 / 587 56 90; E-Mail: verkauf@designflagship.com<br />

www.designflagship.com


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

WIRTSCHAFTSWANDERUNG<br />

Fritz Kaltenegger, (café+co), Joseph Frank Sahid (USA),<br />

Khalil Tazarki (Tunesien), Gerti Tauchhammer, Rolf Thaler,<br />

Signe Reisch, I.E. Lourdes Victoria Kruse (Dom. Rep.),<br />

Dr. Josef Burger (CEO Bergbahn AG Kitzbühel), Marlene<br />

Oberhauser (Marketenderin Stadtmusik Kitzbühel)<br />

Kaffeekränzchen im Hochgebirge<br />

Bei der Wirtschaftswanderung <strong>2017</strong> wurden die Alpen<br />

für Frauenpower, Umweltbewusstsein, gesellschaftliche<br />

Verantwortung und Nachhaltigkeit erklommen.<br />

Aus der café+co Führungsriege:<br />

Herbert Rieser und Fritz Kaltenegger<br />

Fotos: © café+co International/Rainer Gregor Eckharter<br />

Mit insgesamt 220 hochrangigen<br />

Managern und Diplomaten<br />

verzeichnete die<br />

diesjährige, bereits zum<br />

achten Mal veranstaltete<br />

Wirtschaftwanderung in den Kitzbüheler<br />

Alpen einen Teilnehmerrekord. Fritz<br />

Kaltenegger, der neue CEO von café+co<br />

International, empfing die hochrangigen<br />

Gipfelstürmer im Tiroler Hochgebirge<br />

und verwöhnte sie mit bestem Kaffee aus<br />

nachhaltiger Produktion. Denn das österreichische<br />

Unternehmen gilt als Pionier<br />

der Nachhaltigkeit in seiner Branche.<br />

Besonders erfreulich stimmte den Wirtschaftswanderungsorganisator<br />

Herbert<br />

Rieser der heuer auffallend hohe Anteil<br />

der weiblichen Gäste, ein Trend der sich<br />

parallel auch in der Wirtschaft zeigt.<br />

Bei gutem Kaffee, ausgelassener Stimmung<br />

und wunderbarem Ausblick, kam<br />

dieser Ausflug auch der karitativen Organisation<br />

„Netzwerk Tirol hilft“ zugute.<br />

Diese Veranstaltung bringt Menschen<br />

zusammen, die gemeinsam über nachhaltige<br />

Lösungen für die Anforderungen<br />

der Zukunft sprechen und vernetzt<br />

über Branchen- und Landesgrenzen hinaus,“<br />

so Landwirtschaftsminister Andrä<br />

Rupprechter.<br />

•<br />

Die Teilnehmer der Wirtschaftswanderung<br />

bei der Labe-Station in<br />

den Kitzbüheler Bergen.<br />

Gerti Tauchhammer,<br />

S.E. Kairat Sarybay<br />

(Kasachstan), Khalil Tazarki<br />

(Tunesien), Joseph Frank<br />

Sahid (USA)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 15


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

AMBASSADORS BREAKFAST<br />

Digitales Statement: S.E.<br />

Roland Bimo (Albanien),<br />

I.E. Helen Eduards<br />

(Schweden), Wolfgang<br />

Bachmayer, Gerti Tauchhammer,<br />

S.E. Michael<br />

Okoth Oyugi (Kenia),<br />

S.E. Leigh Turner (U.K.),<br />

S.E. Auday Al-Khairallah<br />

(Irak), Kesanee Palanuwongse<br />

(Thailand), S.E.<br />

Salahaldin Abdalshafi<br />

(Palästina)<br />

Diplomatie und<br />

Social Media<br />

Wieder ein Riesenerfolg: das Ambassadors Breakfast im Ballsaal des<br />

Grand Hotel Wien mit dem britischen Botschafter S.E. Leigh Turner.<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin Gertrud<br />

Tauchhammer lud zum traditionellen<br />

Ambassadors Breakfast ins<br />

Grand Hotel Wien, unterstützt<br />

von GD Horst Mayer. Als Ehrengast und<br />

Hauptredner wurde Robert Leigh Turner,<br />

Botschafter von Großbritannien in Österreich<br />

geladen, der in seiner Rede auch viele<br />

Insiderinformationen zum Thema Social<br />

Media in der Diplomatie zum Besten<br />

gab. Die anschließende Möglichkeit zur<br />

Diskussion wurde von den anwesenden<br />

Botschaftern und Geschäftsträgern freudigst<br />

angenommen. Insgesamt nahmen<br />

rund hundert Gäste aus den Bereichen Diplomatie,<br />

Politik und Wirtschaft teil. Die<br />

Moderation der hochkarätigen Veranstaltung<br />

übernahm niemand geringerer als<br />

Wolfgang Bachmayer, Geschäftsführer<br />

des Meinungsforschungsinstituts OGM.<br />

Robert Leigh Turner ist als @leighturnerFCO<br />

auf Twitter und als leighturnerFCO<br />

auf Instagram zu finden. Seinen Blog findet<br />

man unter: http://blogs.fco.gov.uk/leighturner/.<br />

Auf Instagram hat er die Reihe „Keen<br />

on Wien“ ins Leben gerufen, die zeigen soll,<br />

wie sehr er die Stadt Wien schätzt. Auf seinem<br />

Blog schreibt er unter anderem über<br />

die großen Unterschiede der einzelnen<br />

Bundesländer in Österreich. •<br />

S.E. Leigh<br />

Turner beim<br />

Vortrag<br />

16 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

AMBASSADORS BREAKFAST<br />

Hermine Scheiberhuber,<br />

S.E. Leigh Turner mit<br />

interessierten Gästen<br />

Ernst Wunderbaldinger<br />

und Rolf Thaler<br />

S.E. Leigh Turner (U.K.)<br />

mit S.E. Auday<br />

Al-Khairallah (Irak)<br />

S.E. Adnan Bin Othman<br />

(Malaysia), I.E. Loreta<br />

Zakareviciene (Litauen),<br />

I.E. Gankhuurai<br />

Battungalag (Mongolei),<br />

S.E. Salahaldin<br />

Abdalshafi (Palästina)<br />

Manfred Hasenöhrl und Baron<br />

Vinzenz Stimpfl-Abele<br />

Fotos: society/pobaschnig<br />

AUSZUG<br />

AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Battungalag GANKHUURAI -<br />

Botschaft der Mongolei; Salah<br />

ABDEL SHAFI- Botschaft der<br />

Palästinensischen Gebiete;<br />

Haytham Abdulmomen Hassan<br />

SHOJA`AADIN - Botschaft<br />

der Republik Jemen;<br />

Poyesh Mohammad Naeem<br />

- Botschaft von Afghanistan;<br />

Roland BIMO- Botschaft von<br />

Albanien; Mohammed Abu<br />

ZAFAR - Botschaft von Bangladesch;<br />

Samsarov Valentin<br />

- Botschaft von Bulgarien;<br />

PLESNER Liselotte K. - Botschaft<br />

von Dänemark; Auday<br />

AL KHAIRALLA - Botschaft<br />

von Irak; Thomas HANNEY -<br />

Botschaft von Irland; Hadas<br />

WITTENBERG SILVERSTEIN<br />

- Botschaft von Israel;<br />

Mark BAILEY- Botschaft von<br />

Kanada; Kairat SARYBAY -<br />

Botschaft von Kasachstan;<br />

Michael Adipo OYUGI- Botschaft<br />

von Kenia; Loreta ZA-<br />

KAREVICIENE - Botschaft von<br />

Litauen; Khalid AL JINDAN-<br />

Botschaft von Saudi Arabien;<br />

EDUARDS Helen - Botschaft<br />

von Schweden.<br />

S.E. Adnan<br />

Bin Othman<br />

(Malaysia)<br />

Gerti Tauchhammer<br />

mit Marina Sagl<br />

(Veni Creatrix)<br />

I.E. Loreta Zakareviciene<br />

(Litauen)<br />

I.E. Marios<br />

Ieronymides (Zypern)<br />

S.E. Abdalshafi<br />

ergreift das Wort<br />

I.E. Helen Eduards<br />

(Schweden)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 17


SOCIAL MEDIA<br />

KOMMENTAR<br />

Goldene Regeln<br />

beim Einsatz von<br />

Social Media in der<br />

Diplomatie<br />

Der Medienexperte Wolfgang Bachmayer, Moderator<br />

des Botschafterfrühstücks mit S.E. Leigh Turner, gibt<br />

eine Einführung in die Do's and Don'ts der Social Media<br />

in der Diplomatie.<br />

DER AUTOR<br />

WOLFGANG BACHMAY-<br />

ER ist Gründer und CEO<br />

von OGM (Österreichische<br />

Gesellschaft für Marketing)<br />

und gefragter Analyst und<br />

Berater in Fragen von Strategie,<br />

Medien und Kommunikation.<br />

Viele seiner<br />

Kunden kommen aus Politik,<br />

Regierung, Verwaltung<br />

und Institutionen. Er war in<br />

der letzten Zeit laufend in<br />

TV und Zeitungen präsent.<br />

Die OGM-Töchter Public<br />

Opinion und web2watch<br />

offerieren auch PR- und<br />

Social Media-Services.<br />

Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, Co-<br />

Moderator Seiner Exzellenz, des britischen<br />

Botschafters Robert Leigh Turner zu sein,<br />

als er ein Referat zu seinen persönlichen<br />

Erfahrungen im Umgang mit den Sozialen<br />

Medien referierte. Sein Vortrag war nicht nur<br />

sehr aufschlussreich und unterhaltsam, sondern<br />

motivierte auch die zahlreichen Gäste aus der<br />

Diplomatie, die Sozialen Netzwerke selbst mehr<br />

zu nutzen. Mr. Turner veranschaulichte an zahlreichen<br />

Beispielen, wie man damit nicht nur sein<br />

Land und seine diplomatischen Aufgaben und<br />

Ziele präsentieren kann, sondern auch sich selbst<br />

abseits der hohen Botschafterfunktion als normaler,<br />

sympathischer Mensch mit Interesse an den<br />

Österreichern und ihrer Lebensart zeigt.<br />

Ohne Frage bringt der Einsatz von Facebook<br />

und Twitter einige Möglichkeiten und Vorteile,<br />

wenn man damit professionell umgeht und<br />

die richtige Balance zwischen beruflichen und<br />

privaten Anlässen findet. Allerdings muss auch<br />

klar sein, dass mit dem Versenden von offiziellen<br />

Nachrichten wenig Interesse bei Medien und Öffentlichkeit<br />

erweckt wird. Aufmerksamkeit und<br />

positives Image wird vor allem dann erreicht,<br />

wenn man auch persönlich kommuniziert und<br />

sich damit im engsten Sinn des Wortes als Botschafter<br />

des eigenen Landes präsentiert.<br />

Aber vor dem aktiven Einstieg in die Social<br />

Media sollte man über einige Grundregeln Bescheid<br />

wissen:<br />

• Wer aktiv beginnt, sollte auch drin bleiben, die<br />

Social Media-Kommunikation kann nicht einfach<br />

nach Belieben an- oder abgeschaltet werden.<br />

• Die Sozialen Medien sind interaktive Kommunikationskanäle<br />

und keine Einbahnstraße. Alle<br />

eigenen Beiträge und Postings führen zu Reaktionen,<br />

Antworten, Fragen, zu Bestätigung und Zustimmung,<br />

aber immer wieder auch zu kritischen<br />

Reaktionen. Kommen keine oder nur spärliche<br />

Reaktionen, waren die eigenen Beiträge eher wirkungslos.<br />

• Aber eines muss klar sein: auch ohne eigene<br />

aktive Teilnahme wird man Teil der Sozialen Medien.<br />

Jedermann kann Beiträge verfassen oder<br />

Meinungen äußern über das jeweilige Land, seine<br />

Politik und Repräsentanten, über die Menschen,<br />

Kultur, Wirtschaft, Umwelt, etc. Und manches aus<br />

den Sozialen Medien taucht oft in den redaktionellen<br />

Medien und Zeitungen auf. Daher muss die<br />

eigentliche Frage lauten: soll ich die Kommunikation<br />

über mein Land ohne meine Mitwirkung passieren<br />

lassen oder soll ich teilnehmen und aktiv<br />

im Sinn meines Landes kommunizieren und Einfluss<br />

nehmen?<br />

• Vor Einstieg ist natürlich ein Konzept zu erstellen:<br />

was sind unsere Ziele? Welche Themen werden<br />

forciert, welche weniger? Fakten oder mehr<br />

soft messages? Welche Kanäle sollen genutzt werden?<br />

Eine offizielle Facebook-Seite der Botschaft –<br />

reicht das? Ein persönlicher Twitter-Account um<br />

mit den Meinungsbildnern in Kontakt zu kommen?<br />

Ein internes Regelwerk zur Nutzung von<br />

Social Media ist anzuraten, die PR-Verantwortlichkeit<br />

im Haus ist mit einzubinden.<br />

• Die wichtigste Basis ist jedoch automatisiertes<br />

Medien-Monitoring. Das zeigt laufend, wie viel,<br />

was und wie in den redaktionellen und Sozialen<br />

Medien über mein Land, seine Repräsentanten<br />

und Themen geschrieben, gesagt und gedacht<br />

wird. Dieses Monitoring geht weit über die üblichen<br />

Presse-Clippings hinaus.<br />

• Der größte Vorteil von automatisierten Media-<br />

Monitoring ist aber, dass es gleichzeitig in mehreren<br />

Sprachen und Ländern zu vergleichsweise<br />

moderaten Kosten laufen kann. So könnten zum<br />

Beispiel die Nachrichten, Kommentare, Meinungen<br />

und Diskussionen über das Projekt der großen<br />

Seidenstraße in allen davon direkt und indirekt<br />

betroffenen Ländern gleichzeitig erfasst<br />

und analysiert werden.<br />

•<br />

Fotos: wolfgang bachmayer<br />

18 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


SHOPPING DELUXE<br />

TUCHLAUBEN | SEITZERGASSE | BOGNERGASSE<br />

goldenesquartier.com


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

DRACHENSHOW<br />

Der Drachen von Kelt Graf speit<br />

Feuer im Garten der Villa Flora<br />

Drachenfeuer für das<br />

weibliche Element<br />

Nicht nur die Fashionshow von MASHA begeisterte an einem Spätsommertag<br />

die zahlreichen Gäste im Garten der Villa Flora.<br />

20 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong><br />

<strong>SOCIETY</strong> und die Österreichisch-<br />

Russische Freundschaftsgesellschaft<br />

luden zu einem herbstlichen<br />

Gartenfest in die Villa Flora.<br />

Unter dem Motto „Zwei Kulturen – eine<br />

Freundschaft“ und „ SKAZKA“ – „Das grüne<br />

Märchen“ fand ein dichtes, künstlerisches<br />

Programm statt. Der Abend wurde<br />

mit einer „Hommage an Alexandra Kollontai“<br />

– einer szenischen Lesung von Isa<br />

Hochgerner – eingeläutet. Darauf folgend<br />

begeisterte die Show “Feminine lines” –<br />

Fashion von MASHA das Publikum. Ein<br />

weiterer Höhepunkt des Abends war die<br />

Drachenshow von Eisenschmied Kelt Graf<br />

& Modedesign MASHAfurs. Außerdem<br />

sorgte der Künstler Reo Matsumoto für<br />

stimmungsvolle Musik.<br />

•<br />

Diplomatinnen von<br />

Aserbaidschan mit<br />

Gerti Tauchhammer


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

DRACHENSHOW<br />

Ali und Andrea Meyer-<br />

Griebsch (Deutschland)<br />

Familie Stermann<br />

Ahmad Jafari mit<br />

Familie (Iran)<br />

Kelt Graf mit<br />

Lebensgefährtin<br />

Elisabeth und<br />

Constantin Staus-Rausch<br />

Andrea Veronese und<br />

Andrea Kuefstein<br />

Adrian Hollaender mit<br />

Marion Janota und Mutter<br />

Alexandr Zelyanin<br />

mit Elena Zelyanina<br />

(Belarus)<br />

Fotos: society/Pobaschnig/Saraiva<br />

Olga Pelinka<br />

mit Pavel<br />

Kolgatin<br />

Markus Pohanka und Bulat Khaydarov<br />

(Russische Föderation)<br />

Florian Stermann mit<br />

Tatjana Maximova<br />

Yu Chol Pak<br />

(DVR Korea)<br />

Peter Weigl<br />

(Weingut Krainz)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 21


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

DRACHENSHOW<br />

AUSZUG<br />

AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Josef GRAF – KELT; Michael<br />

HABEL – Wolfgang Denzel<br />

Auto AG; Kamill RAUF – Kamill<br />

Rauf KG; Bulat KHAYDAROV<br />

– Botschaft von Russland; S.E.<br />

Kwang KIM – Botschaft von<br />

Korea; Tatjana MAXIMOVA;<br />

Ekaterina PAVLOVA; Olga<br />

PELINKA - Konsulentin für<br />

Osteuropa; Dieter PIETSCH-<br />

MANN - Wiener Hafen; Markus<br />

POHANKA – Austro Control;<br />

René PRINZ – Wiener Privatbank;<br />

Anna SAURUGG – PER<br />

LA DONNA; SIMON Norbert –<br />

Austrian Development Agency;<br />

Anna STERMANN – ORFG;<br />

Florian STERMANN – ORFG;<br />

Sibylle STERNATH – Botschaft<br />

von Luxemburg; Helmut TÜRK<br />

– Internationaler Seegerichtshof;<br />

Mascha VEDERNIKOVA<br />

– MASHA; Andrea VERONESE<br />

– Publicitas GmbH; Harald<br />

WÖGERBAUER – ÖVP Klub<br />

Parlament; Yury ZAYTSEV –<br />

Russisches Kulturinstitut Wien;<br />

Andrej ZOLOTOV – Russisches<br />

Kulturinstitut Wien<br />

Dusan Stevlik (ST.<br />

NICOLAUS TRADE)<br />

Isa Hochgerner, Peter Horak<br />

und Gerti Tauchhammer<br />

Florian Schneeweis<br />

Ein Dankeschön an die<br />

Sponsoren:<br />

Birgit Mayerhofer und<br />

Michael Roth/Aumann<br />

Catering<br />

Dusan Stevlik/ST. NICOLAUS<br />

TRADE<br />

Florian Schneeweiß/<br />

Das Wachauer Weingut<br />

Schneeweiß<br />

Heinz Blank/THE AMBASSY<br />

Julie Newman/Amadeus<br />

International School Vienna<br />

Julie<br />

Newman und<br />

Kollege von<br />

der Amadeus<br />

International<br />

School<br />

Das Team von THE AMBASSY<br />

Kelt Graf und Masha Derler Vedernikova mit<br />

den Models der Fashion Show MASHAFurs<br />

Fotos: society/Pobaschnig/Saraiva<br />

22 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

INFORMAL HEURIGER<br />

Die Botschaftsassistentinnen<br />

präsentierten stolz ihre<br />

Ehrenurkunden<br />

Informelles Get-together<br />

in Grinzing<br />

Der Traditionsheurige Alter Bach-Hengl war die perfekte Location<br />

für ein gemütliches Treffen der Botschaftsassistentinnen.<br />

Ohne sie wäre die Arbeit der Botschafter<br />

kaum möglich, die Botschaftsassistentinnen<br />

spielen<br />

eine große Rolle im reibungslosen<br />

Ablauf einer diplomatischen Vertretung.<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin Gertrud<br />

Tauchhammer lud diese nun zu einem<br />

Botschaftermitarbeiterinnen-Empfang<br />

in den Grinzinger Traditionsheurigen Alter<br />

Bach-Hengl. Als besonderes Highlight<br />

erhielt jeder Gast eine Urkunde, die ihm<br />

den Titel „Bürger von Grinzing“ verlieh.<br />

Bei Sturm, üppigem Heurigenbuffet und<br />

Schrammeln hatten die Teilnehmer die<br />

Möglichkeit einander besser kennen zu<br />

lernen.<br />

•<br />

Dace Veidman-<br />

Pundure (Lettland)<br />

mit ihrer Urkunde<br />

Heurigenbesitzer<br />

Fritz Hengl mit den<br />

Mitarbeitern der<br />

kolumbianischen Botschaft<br />

Diana Gonzáles<br />

und Juan Bejarano<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Fotos: society/pobaschnig<br />

Botschaft von Argentinien: Gabriela ORFEI,<br />

Justyna BORK, Patricia FERRARI, Victoria<br />

WURTZ, Botschaft von Bosnien: Dario SA-<br />

VARIC, Botschaft von Brasilien: Moriza RA-<br />

MOS DUCHACEK, Vania M. MESTRINER LE-<br />

ONETTI, Botschaft von Chile: Pilar PEIKOFF,<br />

Ximena VÁSQUEZ FLORES, Botschaft von<br />

Deutschland: Andrea MEYER, Botschaft von<br />

Griechenland: Konstantinos PROKAKIS, Botschaft<br />

von Kolumbien: Diana GONZÁLES,<br />

Juan Esteban BEJARANO, Botschaft von<br />

Lettland: Dace VEIDMANE-PUNDURE<br />

Gerti und Tanja<br />

Tauchhammer mit<br />

den Mitarbeiterinnen<br />

der argentischen<br />

Boschaft<br />

Gabriela Orfei und<br />

Patricia Ferrari<br />

Andrea Meyer von<br />

der deutschen<br />

Botschaft mit<br />

Gatten und Pilar<br />

Peikoff von der<br />

chilenischen<br />

Botschaft<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 23


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

NEW AMBASSADORS BREAKFAST<br />

Neue Botschafter und<br />

Wahlanalyse<br />

Gertrud Tauchhammer und Monique Dekker, Generaldirektorin<br />

des Park Hyatt Vienna, luden zu Ehren der neuen Botschafter in<br />

Österreich zu einem Willkommensfrühstück in den Grand Salon.<br />

Highlight des morgendlichen<br />

Treffens war die hochaktuelle<br />

Wahl-Analyse von<br />

Wolfgang Bachmayer, Chef<br />

des Meinungsforschungsinstituts<br />

OGM. So konnten sich die neu akkreditierten<br />

Botschafter einen Tag nach<br />

den österreichischen Nationalratswahlen<br />

über die aktuelle politische Lage des Landes<br />

informieren. Die zahlreich erschienenen<br />

Diplomaten nutzten die Gelegenheit<br />

für eine angeregte Diskussion über die<br />

nationalen und internationalen Auswirkungen<br />

des Wahlergebnisses. •<br />

Wolfgang Bachmayer<br />

und Gerti<br />

Tauchhammer<br />

begrüßen die<br />

neuen Botschafter<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

24 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

NEW AMBASSADORS BREAKFAST<br />

Park Hyatt Direktorin<br />

Monique Dekker, Tanja<br />

und Gerti Tauchhammer,<br />

Hao Ning und Ruiran<br />

Ying (China)<br />

I.E. Heidi Hulan<br />

(Kanada)<br />

Wolfgang Bachmayer<br />

(OGM)<br />

Gruppenfoto<br />

aller anwesenden<br />

Botschafter<br />

I.E. Nicole<br />

Jocelyn<br />

Roberton<br />

(Neuseeland)<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

BMEIA: Johann BRIEGER, Botschaft von<br />

Albanien: S.E.Roland BIMO, Botschaft<br />

von Armenien: S.E Arman KIRAKOSSIAN,<br />

Botschaft von Aserbaidschan: S.E. Ghalib<br />

ISRAFILOV, Botschaft von Belarus: I.E.<br />

Alena KUPCHYNA, Botschaft von Bolivien:<br />

S.E. Victor VELTZÉ MICHEL, Botschaft der<br />

Dominikanischen Republik: Lourdes Victoria<br />

KRUSE, Botschaft von Griechenland:<br />

Konstantinos PROKAKIS, Botschaft von<br />

Jemen: S.E. Haytham Abdulmomen Hassan<br />

SHOJA`AADIN, Botschaft von Kanada:<br />

I.E. Heidi HULAN, Clara PRIJAPRATAMA,<br />

Botschaft von Katar: S.E. Ali Jassim T.J.<br />

AL-THANI, Botschaft von Malaysia: S.E.<br />

Adnan BIN OTHMAN, Botschaft von Mexiko:<br />

Hermann ASCHENTRUPP, Botschaft<br />

von Moldau: S.E. Victor OSIPOV, Botschaft<br />

von Neuseeland: I.E. Nicole Jocelyn<br />

ROBERTON, Botschaft von Nigeria: I.E.<br />

Vivian Nwunaku Rose OKEKE, Botschaft<br />

von Spanien: S.E. Juan SUNYÉ MENDÍA,<br />

Botschaft der Türkei: S.E. Mehmet Ferden<br />

CARIKCI; Botschaft von Zypern: Marios<br />

IERONYMIDES, BMW Wien: Franz MAYER-<br />

HOFER, Denzel Wien: Michael HABEL<br />

Das gut besuchte<br />

Frühstück im<br />

Grand Salon des<br />

Hotel Park Hyatt<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 25


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

NEW AMBASSADORS BREAKFAST<br />

Die neu akkreditierten Botschafter mit <strong>SOCIETY</strong>-Team: Tanja Tauchhammer, I.E. Vivian<br />

Rose Okeke (Nigeria), S.E. Mehmet Ferden Carikci (Türkei), I.E. Nicole Jocelyn Roberton<br />

(Neuseeland), S.E. Juan Sunye Mendía (Spanien), I.E. Alena Kupchyna (Belarus), S.E. Victor<br />

Osipov (Moldau), I.E. Heidi Hulan (Kanada), Monique Dekker (Park Hyatt)<br />

Franz Mayerhofer<br />

(BMW Wien) und<br />

Michael Habel<br />

(Denzel)<br />

Monique Dekker,<br />

Tanja und Gerti<br />

Tauchhammer,<br />

Johann und Roswitha<br />

Brieger (BMEIA)<br />

Die anwesenden Botschafter beim<br />

Begrüßungsempfang<br />

S.E. Juan<br />

Sunye Mendía<br />

(Spanien)<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

26 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

MARTIAL ARTS<br />

Taekwon-Do in<br />

elegantem Ambiente<br />

Eine Reminiszenz an die „V. Asian Games“ und 25 Jahre<br />

diplomatische Beziehungen zwischen Turkmenistan<br />

und Österreich im Grand Hotel Wien.<br />

Anlässlich des 25-jährigen<br />

Jubiläums der diplomatischen<br />

Beziehungen zwischen<br />

Turkmenistan und<br />

Österreich und unter dem<br />

Motto „Kulturelle und sportliche Vielfalt“<br />

gaben sich S.E. Silapberdi Nurberdiev,<br />

Botschafter von Turkmenistan und<br />

Gertrud Tauchhammer, Herausgeberin<br />

<strong>SOCIETY</strong> Magazin, die Ehre, zu einer<br />

Taekwon-Do-Show mit anschließendem<br />

Empfang ins Grand Hotel Wien, zu laden.<br />

Die Kampfkunst-Veranstaltung war den<br />

im September <strong>2017</strong> in Ashgabat abgehaltenen<br />

„V. Asian Games“ gewidmet. Tae-<br />

Kwon-Do kommt ursprünglich aus Korea,<br />

heute erfreut sich diese Kunst der Selbstverteidigung<br />

großer Beliebtheit auf der<br />

ganzen Welt. Die zahlreichen Gäste waren<br />

von der gebotenen Show begeistert.<br />

Besonders die Kleinsten der Czech and<br />

Austria Taekwon-Do Association ITF begeisterten<br />

mit ihrem Engagement und<br />

ihrem Können. Die Trainer des Vereins<br />

unterrichten nicht nur in Österreich,<br />

sondern auch in der Slowakei und der<br />

Tschechischen Republik. Auch I.E. Khojesta<br />

Fana Ebrahimkhel, neue Botschafterin<br />

von Afghanistan in Österreich, freute<br />

sich über das herzliche Willkommen.<br />

Dieser internationale Abend, an dem wieder<br />

Brücken zwischen unterschiedlichen<br />

Kulturen gebaut werden konnten, wurde<br />

von Adrian Hollaender moderiert. •<br />

Gerti und Tanja Tauchhammer<br />

begrüßen<br />

S.E. Kwang Sop Kim<br />

(DVR-Korea)<br />

28 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

MARTIAL ARTS<br />

Gattinen und Kinder der Diplomaten der<br />

DVR-Korea in traditioneller Tracht<br />

Gerti<br />

Tauchhammer<br />

mit Carl-Peter<br />

Echtermeijer<br />

(Grand Hotel)<br />

Mitglieder der<br />

ITF mit Gerti<br />

Tauchhammer<br />

Gruppenfoto mit dem<br />

Präsidenten der International<br />

Taekwon-Do Federation, Prof. Ri<br />

Yong-Son<br />

Prof. Ri (Präsident der<br />

ITF), S.E. Nurberdiev<br />

und S.E. Adnan Bin<br />

Othman (Malaysia)<br />

Kim Chang Kuk, O<br />

Jong Chol, Kim Chol<br />

Gyu (DVR-Korea)<br />

Shohrat Pirmuhammedov<br />

mit Gattin<br />

S.E. Nurberidiev<br />

begrüßt I.E.<br />

Lourdes Victoria<br />

Kruse (Dom. Rep.)<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

Harald Wögerbauer<br />

mit HK<br />

Wolfgang Meixner<br />

S.E. Silapberdi Nurberdiev<br />

(Turkmenistan)<br />

mit Familie<br />

HK Ernst Wunderbaldinger,<br />

Tanja Tauchhammer<br />

und Hans<br />

Windisch-Graetz<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 29


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

MARTIAL ARTS<br />

Die Mitarbeiter der Botschaft der DVR-<br />

Korea sowie das Präsidium der ITF<br />

S.E. Nurberdiev mit<br />

Igor Nikitin (Russ.<br />

Föderation) und Gerti<br />

Tauchhammer<br />

Adrian Hollaender mit Gattin, Herrn Convalexius<br />

und Manuel da Silva Alexandre<br />

Das Team der turkmenischen<br />

Botschaft mit Familie<br />

Demonstration weiblicher<br />

Kampfkunst<br />

Gruppenbild mit Mitarbeitern des BMEIA<br />

Oberst Ernst Bachner (BMLVS)<br />

mit Michael Habel und<br />

Clemens Neukomm<br />

S.E. Kairat Sarybay (Kasachstan), S.E.<br />

Bakyt Dzhusupov (Kirgisistan), S.E.<br />

Haytham Shoja‘aadin (Jemen) und S.E.<br />

Salahadin Abdalshafi (Palästina)<br />

Die Teilnehmer der ITF Taekwon-do<br />

Show nach dem Auftritt<br />

Dusan Stevlik (ST.NIKO-<br />

LAUS Trade) mit Gattin<br />

AUSZUG AUS<br />

DER GÄSTELISTE<br />

S.E. Salah ABDEL SHAFI - Botschaft der<br />

Palästinensischen Gebiete; Anderson<br />

RAIMOND – Vienna Society; S.E. Adnan<br />

BIN OTHMAN - Botschaft von Malaysia;<br />

I.E. Khojesta Fana EBRAHIMKHEL – Botschaft<br />

von Afghanistan; S. E. Silapberdi<br />

NURBERDIEV - Botschafter von Turkmenistan;<br />

Vasilka POPOSKA TRENEVSKA –<br />

Botschaft von Mazedonien; S.E. Tomislav<br />

LEKO - Botschaft von Bosnien und<br />

Herzegowina; Kyle MC KINNEY – Botschaft<br />

von Großbritannien; Igor NIKITIN<br />

- Botschaft der Russischen Föderation;<br />

Valentin SAMSAROV - Botschaft von<br />

Bulgarien; Angel Luis SANCHEZ BAL-<br />

TANAS - Botschaft von Spanien OSCE;<br />

S.E. Kairat SARYBAY - Botschaft von Kasachstan;<br />

Leyla MAHAT – Künstlerin und<br />

Galeristin; Aleksandr ZELYANIN- Konsul<br />

der Botschaft von Belarus.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

30 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


www.vietnamairlines.com


FRANKREICH<br />

INTERVIEW<br />

»Als Botschafter<br />

weiß man anfangs<br />

nicht, welchen Einfluss<br />

die Geschichte<br />

des eigenen Landes<br />

auf diese Menschen<br />

und Länder ausgeübt<br />

hat.<br />

«<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/pobaschnig<br />

32 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


FRANKREICH<br />

INTERVIEW<br />

„Wir können viel von<br />

Österreich lernen.“<br />

<strong>SOCIETY</strong> hat mit dem Botschafter S.E. François Saint-Paul<br />

über seine bisherigen Erfahrungen im Botschaftsdienst, den<br />

französischen Präsidenten Emmanuel Macron und seine Liebe<br />

zur deutschen Sprache gesprochen.<br />

Vor ihrem Amtsantritt als Botschafter<br />

in Österreich haben<br />

Sie das Amt in Rumänien und<br />

Kroatien inne gehabt. Welche<br />

Erfahrungen haben Sie während<br />

dieser Zeit gemacht. Gibt<br />

es Erlebnisse in dieser Zeit, die Sie besonders geprägt<br />

haben?<br />

Die wichtigste Erfahrung war, dass diese beiden<br />

Länder so unterschiedlich und für einen<br />

Franzosen so weit weg sind. Als Botschafter weiß<br />

man anfangs nicht, welchen Einfluss die Geschichte<br />

des eigenen Landes auf diese Länder und<br />

ihre Menschen ausgeübt hat. Für mich war das<br />

Wichtigste, mir die geschichtliche Beziehung dieser<br />

Länder zu Frankreich in Erinnerung zu rufen.<br />

Können Sie Beispiele für den französischen<br />

Einfluss in Kroatien und Rumänien nennen?<br />

Ein Beispiel wäre Kroatien im 19. Jahrhundert.<br />

Während der Zeit Napoleons war Kroatien<br />

ein Teil der sogenannten „Provinces Illyriennes“<br />

(dt. Illyrische Provinzen). In den heutigen kroatischen<br />

Gebieten gibt es viele Erinnerungen an<br />

die Franzosen. Zum Beispiel am Hafen von Split<br />

gibt es den „Quai des Français“. Von Rumänien<br />

ist Frankreich geographisch weit entfernt, geschichtlich<br />

aber eng verbunden. Als das Land<br />

1888 durch den Berliner Kongress die Unabhängigkeit<br />

erhalten hat, unterstützten die Franzosen<br />

Rumänien auch. Daher ist Französisch in Rumänien<br />

immer noch eine gängige Sprache. Man sagt,<br />

dass 20 Prozent des Vokabulars aus dem Französischen<br />

kommt.<br />

Welche politischen, kulturellen und wirtschaftlichen<br />

Themen haben für Sie, während<br />

ihres diplomatischen Dienstes in Österreich<br />

Priorität?<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

S.E. FRANÇOIS SAINT-<br />

PAUL wurde am 3. März<br />

1958 geboren. Er absolvierte<br />

die École Nationale<br />

d’Administration (ENA),<br />

das Institut d’études politiques<br />

(IEP) und schloss<br />

die Licence in Rechtswissenschaften<br />

ab. Zwischen<br />

1985 und 1989 arbeitete<br />

er als Erster und Zweiter<br />

Botschaftssekretär in<br />

Mexiko. Von 1985 bis 1989<br />

war er im Außenministerium<br />

und Staatsamt von Frankreich<br />

tätig. Von 1990 bis<br />

2004 hatte er verschiedene<br />

Ämter auf europäischer<br />

Ebene inne, beispielsweise<br />

als Erster und Zweiter<br />

Botschaftsrat der Ständigen<br />

Vertretung Frankreichs bei<br />

der UNO in Genf (1998-<br />

2002) und anschließend<br />

als Kabinettsdirektor der<br />

Ministerin für europäische<br />

Angelegenheiten (2002-<br />

2004). Von 2004 bis 2009<br />

wurde er als Botschafter<br />

nach Kroatien entsandt.<br />

Von 2014 bis <strong>2017</strong> war er<br />

Botschafter in Rumänien.<br />

Seit <strong>2017</strong> ist er in Österreich<br />

als Botschafter tätig.<br />

Österreich und Frankreich haben sehr gute<br />

Beziehungen, aber ich bin davon überzeugt, dass<br />

wir besonders im europäischen Bereich die Zusammenarbeit<br />

weiter vertiefen sollten. Ein Ziel<br />

meiner Botschaftstätigkeit ist es, Frankreich<br />

mehr in das Bewusstsein der österreichischen<br />

Bevölkerung zu bringen und umgekehrt. Im kulturellen<br />

Sektor funktioniert das schon sehr gut,<br />

aber auf dem politischen und wirtschaftlichen<br />

Gebiet denken die Franzosen immer zuerst an<br />

Deutschland. Sie kennen das Potenzial von Österreich<br />

nicht genug und müssen dieses erst entdecken.<br />

Wir haben viel von Österreich zu lernen,<br />

beispielsweise im Hinblick auf die Reformen im<br />

Bereich Bildung, die wir momentan in Frankreich<br />

versuchen durchzusetzen. In Österreich<br />

funktioniert das System der Hochschulbildung,<br />

der Berufsschule und Lehrlingsausbildung um<br />

einiges besser als in Frankreich.<br />

Deutschland und Frankreich sind in letzter<br />

Zeit ja sehr eng zusammengewachsen. Inkludiert<br />

das in Ihrem Denken auch Österreich, vor<br />

allem hinsichtlich der EU?<br />

Ja, davon bin ich überzeugt. Europa braucht<br />

Österreich aus mehreren Gründen. Das geschichtliche<br />

Erbe Österreichs ist auch das geschichtliche<br />

Erbe Europas. Weiter ist Österreich einer der<br />

Hauptinvestoren in Osteuropa und führt starke<br />

wirtschaftliche Beziehungen mit Tschechien, der<br />

Slowakei und den restlichen osteuropäischen<br />

Ländern. Österreich ist es auch gewohnt Brücken<br />

zu bauen und genau das braucht Europa heute.<br />

Ich würde gerne ein Beispiel für den internationalen<br />

Beitrag Österreichs nennen: Präsident Macron<br />

ist am 23. August nach Salzburg gekommen,<br />

um im Zuge der Salzburger Festspiele die Regierungschefs<br />

von Österreich, Tschechien und der<br />

Slowakei zu treffen. Es war ein produktives<br />

➢<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 33


FRANKREICH<br />

INTERVIEW<br />

»Mit Präsident<br />

Macron etabliert<br />

sich eine<br />

neue Art und<br />

Weise Politik<br />

zu machen.<br />

«<br />

François<br />

Saint-Paul<br />

Gespräch unter vier Regierungschefs. Danach<br />

hat Präsident Macron gesagt, dass er Gespräche<br />

in diesem Format weiterführen will. Warum?<br />

Weil diese Art des Dialogs mit unterschiedlichen<br />

Ländern mit verschiedenem Status gut funktioniert.<br />

Solche Gespräche sollen Einigungen für zukünftige<br />

Probleme in Europa bringen. Denn die<br />

Lösung für unsere Zukunft in Europa werden wir<br />

nur gemeinsam finden, wenn wir uns von Grenzen<br />

die wir aus der Vergangenheit übernommen<br />

haben befreien.<br />

Welche Bedeutung haben Fremdsprachen für<br />

ihre diplomatische Tätigkeit?<br />

Ich stamme aus einer Familie, in der die<br />

Sprachbeherrschung und vor allem die deutsche<br />

Sprache Tradition hat. Meine Mutter stammt aus<br />

der Schweiz und mein Vater kann die Werke von<br />

Goethe auf Deutsch lesen. Wenn ich als Botschafter<br />

in ein Land entsandt werde, hat die Kenntnis<br />

der Sprache für mich Priorität. Englisch und<br />

Deutsch habe ich in der Schule gelernt. Fähigkeiten<br />

in Spanisch, Kroatisch und Rumänisch habe<br />

ich mir durch meine diplomatischen Tätigkeiten<br />

angeeignet. Es gibt viele Wege um ein Diplomat<br />

zu sein oder zu werden. In irgendeiner Weise<br />

sind wir alle Diplomaten. Alles was die Zusammenarbeit<br />

mit anderen, das Erklären und das<br />

Besser-Verstehen von anderen beinhaltet, ist Diplomatie.<br />

Hat sich Emmanuel Macron seit der Wahl<br />

zum Präsidenten bewährt? Was ist seit der Wahl<br />

anders? Hat sich aus Ihrer Sicht viel verändert?<br />

In Frankreich beginnt eine sehr interessante<br />

Zeit. Das ist eine neue Periode, die sich für Europa<br />

öffnet. Es gibt neue Herausforderungen und<br />

neue Themen für die es wichtige Entscheidungen<br />

zu treffen gilt. Mit Präsident Macron etabliert<br />

sich eine neue Art und Weise Politik zu machen.<br />

Die ersten Ergebnisse dieser Maßnahmen sehen<br />

für Frankreich und Europa sehr positiv aus. Und<br />

auch Österreich verändert sich. Ich bin mit der<br />

Perspektive einer neuen Regierung nach Österreich<br />

gekommen. In solchen Zeiten ist es wichtig<br />

die eigene Geschichte und die Vergangenheit<br />

nicht zu vergessen um die Gegenwart verstehen<br />

zu können. Der Fokus sollte aber auf der Gegenwart<br />

liegen. Emmanuel Macron ist eine Chance<br />

für uns und ich stelle fest, dass es in Österreich<br />

viel Interesse an Frankreich gibt. Frankreich ist<br />

mehr als ein Markt, nämlich ein politischer Faktor.<br />

Ein Land, von dem Europa Erfolg erwartet<br />

und verlangt.<br />

Präsident Macron hat ziemliche Widerstände<br />

von den Gewerkschaften. Glauben Sie, dass er<br />

sich trotzdem durchsetzen wird?<br />

Es gibt zwei Arten Politik zu machen: die alte<br />

und die neue Methode. Bei der alten Methode<br />

hat der Präsident eine Meinung, entscheidet und<br />

führt die Reform durch. Die neue Art Politik zu<br />

machen, verlangt mehr nach Erklärungen. Das<br />

ist die neue Art des aktuellen französischen Präsidenten:<br />

mehr Erklärung, mehr Diskussion, mehr<br />

Verhandlungen. Beispielsweise das neue Arbeitsgesetz.<br />

Man hat immer proklamiert, dass eine Änderung<br />

nicht funktionieren wird. Wir haben viel<br />

diskutiert und auch Auseinandersetzungen gehabt.<br />

Aber am Ende wurde die Reform umgesetzt.<br />

Die nächste Etappe betrifft den Bildungssektor.<br />

In der Vergangenheit hat man oftmals versucht<br />

Veränderungen einzuleiten, ist aber gescheitert.<br />

Präsident Macron arbeitet aktiv gegen solche Entwicklungen.<br />

Wie er selber gerne unterstreicht: er<br />

macht was er sagt und er sagt was er macht. Nach<br />

sechs Monaten Amtszeit müssen die kritischsten<br />

Beobachter anerkennen: Es stimmt! Das ist eine<br />

andere Methode, die wesentlich für die Bekämpfung<br />

des Populismus ist. Die Glaubwürdigkeit der<br />

Politiker muss wieder gestärkt werden, indem sie<br />

ihre Versprechen halten.<br />

•<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/xpobaschnig<br />

34 | SOCIET 2_<strong>2017</strong>


„Frankreich neu“<br />

in Wien<br />

Unter dem Motto „Frankreich neu“ will das<br />

Französische Kulturinstitut in Österreich (IFA)<br />

neue Akzente setzen.<br />

FRANKREICH<br />

INSTITUT FRANÇAIS<br />

Fotos: institut francais<br />

Mit dem Wechsel des Standortes in<br />

Wien – das Institut übersiedelte<br />

vom 9. Bezirk in den 2. Bezirk –<br />

geht eine inhaltliche Neuaufstellung<br />

Hand in Hand. Die Sektoren<br />

Bildung, Sprache und Kultur zielen auf Erweiterung<br />

des Angebots und wollen auch die Bundesländer<br />

stärker einbeziehen.<br />

Mit einem Veranstaltungsreigen präsentierte<br />

das Institut Francais im November in seinen neuen<br />

Räumlichkeiten in der Praterstraße ein dichtes Programm<br />

an Aktivitäten, um dem österreichischen<br />

Publikum die neuen Formate schmackhaft zu machen.<br />

Botschafter Francois Saint-Paul definiert unter<br />

Hinweis auf Präsident Emmanuel Macron die<br />

Rolle des Kulturinstituts als Instrument zur Vertiefung<br />

des kulturellen Austauschs. Institutsdirektor<br />

Jacques-Pierre Gougeon verweist auf die breite<br />

Palette des Angebots – Literatur, moderne Musik,<br />

Tanz, Kunst, aber auch Design und Kulinarik.<br />

Zum Auftakt von „Frankreich neu“ lud das<br />

neue Institut Francais im November junge Kulturschaffende<br />

und Intellektuelle ein, wobei der<br />

Verquickung von Literatur und Musik spezielle<br />

Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die Vorstellung<br />

der Sprach- und Bildungsprojekte mit neuen<br />

kulturellen, wissenschaftlichen und universitären<br />

Formaten war eingebettet in zwei erlebnisreiche<br />

Abende mit Tanz- und Literatur-Performances<br />

sowie mit Auftritten des Multi-Instrumentalisten<br />

Chapelier Fou aus Metz.<br />

•<br />

Buch Wien und Comic Festival<br />

Die diesjährige Wiener Buchmesse „Buch<br />

Wien“ bot ein exzellentes Forum für „Frankreich<br />

neu“. Auf der Messe wurden die aktuellen Neuerscheinungen<br />

und jüngst preisgekrönte Werke der<br />

französischen Literatur vorgestellt. Einen Höhepunkt<br />

bildete eine Diskussion mit dem Krimi- und<br />

Drehbuchautor Karim Miské, der sein Buch „Arab<br />

Jazz“ („Entfliehen kannst du nie“) präsentierte. Er<br />

hielt auch eine Lesung in Graz und nahm an den<br />

Europäischen Literaturtagen in Krems in der Wachau<br />

teil.<br />

Erstmals war auch das Comic Festival der Frankophonie<br />

auf der „Buch Wien“ präsent. Seit 2013<br />

wird es in Kooperation mit den Botschaften Belgiens<br />

und der Schweiz organisiert. Prominente Comic-Autoren<br />

aus Frankreich stellten sich auf der<br />

„Buch Wien“ vor und signierten teils zeichnend<br />

ihre Werke. Unter ihnen waren Miles Hyman<br />

(Zeichnungen) und Jean-Luc Fromental (Text) mit<br />

ihrem Buch „Le Coup de Prague“.<br />

•<br />

Neue Formate in Kultur und<br />

bildung<br />

Von zentraler Bedeutung sind und bleiben für<br />

das IFA die Sprachkurse mit neu gestalteten Angeboten.<br />

Herz des Instituts im ehemaligen Palais<br />

Rohan ist die Mediathek mit einem Schwerpunkt<br />

auf Neuheiten und digitalen Inhalten. Die französische<br />

Botschaft kann sich über eine zehnprozentige<br />

Steigerung von Französisch-Lernenden<br />

seit September freuen. In diesem Studienjahr<br />

werden Kinder- und Schülerkurse einschließlich<br />

Maturavorbereitung angeboten, ferner Französischkurse<br />

für Beruf und Fachsprache sowie für<br />

Kreative, inklusive spezifischer Workshops.<br />

Im Wissenschaftsbereich stehen Vorträge auf<br />

der Agenda. Ende November fand in Innsbruck<br />

eine Konferenz über innovative Gebäude in Kooperation<br />

mit der dortigen Universität statt. Im<br />

Zuge eines Rezensionswettbewerbs für Schüler<br />

im Studienjahr <strong>2017</strong>/18 wird die Jugendautorin<br />

Charlotte Erlih durch Österreich touren.<br />

Auch das 30-jährige Bestehen des Erasmus-<br />

Programms wurde gebührend gefeiert.<br />

Bei einem Fotowettbewerb unter dem Titel<br />

„Servus Frankreich! 30 Jahre Erasmus“ konnten<br />

Schüler, Studenten und Lehrlinge Sprachaufenthalte<br />

in Frankreich gewinnen. „Campus France<br />

Österreich“ ist ein Service des IFA, das interessierten<br />

Österreichern Tipps für Sprachaufenthalte<br />

gibt und individuelle Beratung für Studien in<br />

Frankreich bietet.<br />

Nächstes Jahr wird der Musikwettbewerb<br />

„Francomusiques“ gestartet. Bundesweit sollen<br />

Schüler Lieder in französischer Sprache komponieren,<br />

texten und singen. Im Wettbewerb<br />

Karambolage können Schüler von Französischklassen<br />

ferner Kurzfilme erstellen, in denen französische<br />

und österreichische Besonderheiten<br />

aufs Korn genommen werden.<br />

TEXT: Hermine Schreiberhuber<br />

•<br />

Der Eingang des neuen<br />

Institut-Français-Gebäudes in der<br />

Praterstraße<br />

Botschafter S.E. Saint-Paul mit<br />

Kulturrat Jacques-Pierre Gougeon<br />

bei der "Buch Wien <strong>2017</strong>"<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 35


DIPLOMATIE<br />

BUCHREZENSION<br />

Benita Ferrero-Waldner mit<br />

Mutter in Salzburg<br />

„Benita“: Bilanz einer<br />

engagierten Europäerin<br />

Gemeinsam mit dem Böhlau-Verlag präsentierte der<br />

ÖGAVN das neue Werk von Benita Ferrero-Waldner<br />

in der Wiener Stallburg.<br />

oben: Benita Ferrero-Waldner spricht<br />

Begrüßungsworte für die freigelassenen<br />

bulgarischen Krankenschwestern am<br />

Flughafen von Sofia am 24. Juli 2007<br />

Über die Angelobung der ÖVP-<br />

FPÖ-Regierung ist Bundespräsident<br />

Thomas Klestil sichtlich nicht<br />

erfreut (Februar 2000)<br />

Der ukrainische Präsident Wiktor<br />

Juschtschenko (m) mit Kommissionspräsident<br />

José Manuel Barroso<br />

Benita Ferrero-Waldner: “Benita – Wo<br />

ein Wille, da ein Weg“. Aufgezeichnet<br />

von Ewald König, Böhlau Verlag, 420<br />

Seiten, ISBN 978-3-205-20620-0<br />

Der Zeitpunkt für die Veröffentlichung<br />

der Bilanz ihres politischen<br />

Lebens könnte nicht besser sein. Benita<br />

Ferrero-Waldner, ehemalige Außenministerin<br />

Österreichs und EU-<br />

Kommissarin, hat im Böhlau-Verlag ein Buch über<br />

ihre aufregende politische Karriere veröffentlicht.<br />

„Benita – Wo ein Wille, da ein Weg“ lautet<br />

der Titel des biografischen Werks, das Ferrero-<br />

Waldner gemeinsam mit dem Journalisten Ewald<br />

König verfasst hat. Dieses Lebensmotto hat die<br />

engagierte Europäerin und Kosmopolitin auf allen<br />

Stationen ihres Lebens geleitet. In Spitzenpositionen<br />

der Vereinten Nationen (Protokollchefin<br />

1994-95), der österreichischen Bundesregierung<br />

(Staatssekretärin 1995-2000, Außenministerin<br />

2000-2003), und der EU-Kommission (Kommissarin<br />

für Außenbeziehungen 2004-2009) lernte sie<br />

die ganze Welt kennen.<br />

Die gebürtige Salzburgerin hat auf der Weltbühne,<br />

ob in New York, Brüssel oder Wien, erlebt,<br />

„wie Entscheidungen hinter den Kulissen zustande<br />

kommen und Außenpolitik nicht nur auf Wahrung<br />

von Interessen, sondern oft auf persönlicher<br />

Chemie beruht“. Ihre persönliche Kenntnis von<br />

Polit-Akteuren in aller Welt war für die späteren<br />

Posten der erprobten Diplomatin in Wien und<br />

Brüssel von großem Nutzen.<br />

Die Welt ist im Umbruch. Ferrero-Waldner<br />

analysiert auf der Basis ihrer Erfahrungen in der<br />

Weltpolitik den Standort Europas im globalen<br />

Geschehen, die Turbulenzen in der Europäischen<br />

Union, das Verhältnis Europas zu Russland und<br />

den Vereinigten Staaten. Im EU-Kapitel schildert<br />

sie die Osterweiterung als Höhepunkt. Doch heute<br />

„schwächelt“ die Union. Die Autorin äußert<br />

Sorge über einen „Austritts-Virus“ nach dem Brexit<br />

infolge von Nationalismus und Populismus.<br />

Unverzichtbar ist für „Benita“ die strategische<br />

Partnerschaft zwischen der EU und den USA. Der<br />

Protektionismus von US-Präsident Donald Trump<br />

lasse negative Folgen befürchten. Sie kommentiert<br />

den Vertrauensverlust zwischen der EU und<br />

Russland und die Sanktionen im Zuge der Krim-<br />

Krise. Wie in einem Abenteuerroman schildert<br />

sie aber auch gefährliche Reisen in die arabische<br />

Welt, nach Algerien, in den Irak und nach Libyen.<br />

Ein ausführliches Kapitel in dem Buch, das<br />

auch die emotionale Seite nicht außer Acht lässt,<br />

ist den Sanktionen der EU-Partner im Jahr 2000<br />

gewidmet. Als Außenministerin der ÖVP-FPÖ-Regierung<br />

musste Ferrero-Waldner Brüskierungen<br />

und Beleidigungen hinnehmen. Die neun Sanktionsmonate<br />

- „an Dramatik nicht zu überbieten“<br />

- fielen noch dazu in die Zeit des österreichischen<br />

OSZE-Vorsitzes. Österreich wurde damals der Dialog<br />

verweigert, so „Benitas“ Fazit. •<br />

TEXT: Hermine Schreiberhuber<br />

Fotos: europäische union, privat, böhlau verlag, European Pressphotography Agency (EPA), alle fotos aus dem besprochen buch<br />

36 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


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VIETNAM<br />

INTERVIEW<br />

45 years of Vietnamese-<br />

Austrian friendship<br />

The year <strong>2017</strong> marked the 45th year anniversary of the diplomatic<br />

relations between Austria and Vietnam. <strong>SOCIETY</strong> spoke with<br />

Ambassador H.E. Vu Viet Anh about this friendship, his love for<br />

Vienna and the trade exchange between both countries.<br />

In November 2014, your post as ambassador<br />

brought you to Austria – how<br />

have your experiences been so far?<br />

I am honoured to be appointed as Ambassador<br />

of Vietnam to Austria and Permanent<br />

Representative of Vietnam to the<br />

IAEA and other international organizations in<br />

Vienna. As one of the world’s top cities with lively<br />

diplomatic activities and host city to hundreds of<br />

foreign missions, Vienna is the centre of leading<br />

diplomats with diversified and interesting professional<br />

lives. The most important task of a diplomat<br />

is to maximize his/her national interests by<br />

bilateral and multilateral diplomatic activities. A<br />

diplomat’s life is eventful with exchanges, meetings<br />

and receptions. To some, such a life would be<br />

boring. To me however, it is a great opportunity<br />

brought to me by Vienna. Why? Because thanks<br />

to those activities, I earn knowledge, experience<br />

and make new friends, those who share with me<br />

a desire in promoting the Vietnamese-Austrian<br />

friendship, as well as developing a relationship<br />

between Vietnam and other countries.<br />

What are the most important achievements<br />

that you have made so far?<br />

My prevalent priority is to bring the Vietnamese-Austrian<br />

relationship to a sustainable and<br />

comprehensive level, being intensive and effective,<br />

especially in the field of trade and economic<br />

cooperation.<br />

I am contented to note that over the past 3<br />

years, the Vietnamese-Austrian trade relationship<br />

has leaped outstandingly with an annual<br />

average rise of 15 percent, from 2.1 billion USD in<br />

2013 to 3 billion in 2016.<br />

Furthermore, the year <strong>2017</strong> marks the 45th anniversary<br />

of the establishment of the diplomatic<br />

relations between Vietnam and Austria. We have<br />

cooperated with relevant Vietnamese agencies<br />

and Austrian authorities to organize the Vietnam<br />

»Though being<br />

one of the<br />

first Western<br />

countries to<br />

establish diplomatic<br />

relations<br />

with Vietnam,<br />

Austria‘s investment<br />

to<br />

Vietnam is still<br />

modest (...)<br />

«<br />

Vu Viet Anh<br />

Culture Day event at the Vienna Rathaus from<br />

3rd to 6th July this year. Through the traditional<br />

art and music performance, namely “Colours of<br />

Vietnam” and the photo exhibition “Vietnam –<br />

the World’s destination in <strong>2017</strong>”, organized within<br />

the framework of the Vietnamese Culture Day,<br />

Austrian and international friends have opportunities<br />

to further understand Vietnam’s history,<br />

culture, art and landscape.<br />

In your previous posts you served as Attaché<br />

at the Vietnamese missions in the United States<br />

of America and Russia, how would you describe<br />

the differences of everyday life of a diplomat?<br />

A diplomat’s life is to spend years of being<br />

away from the homeland with the willingness to<br />

adapt to different cultures, codes of conduct and<br />

working methods. However, no matter where he<br />

is posted, the task of establishing and developing<br />

the relationship between Vietnam and the host<br />

country remains unchanged. Nevertheless, while<br />

Moscow and Washington are areas where I needed<br />

to focus on promoting bilateral relationships, Vienna<br />

is different with its own characteristics. In<br />

addition to advancing the Vietnamese-Austrian<br />

relationship, I am the Permanent Representative<br />

of Vietnam to the United Nations, IAEA and other<br />

international organizations in Vienna. Having<br />

both to undertake bilateral diplomatic task and<br />

participate in multilateral mechanism, life of a<br />

diplomat in Vienna is very busy, somewhat challenging.<br />

However, this is also a good opportunity<br />

for him/her to perform his/her best capacity and<br />

knowledge in serving his/her nation’s interests.<br />

What can you tell us about the tradition of<br />

bilateral relationship between Austria and Vietnam?<br />

In 1972, when the war in Vietnam was still<br />

going on, Austria was among the first Western<br />

countries to establish diplomatic relations with ➢<br />

Fotos: society/pobaschnig<br />

38 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


VIETNAM<br />

INTERVIEW<br />

»My prevalent priority<br />

is to bring the<br />

Vietnamese-Austrian<br />

relationship to<br />

a s ustainable and<br />

comprehensive level<br />

(...)<br />

«<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 39


VIETNAM<br />

INTERVIEW<br />

Vietnam. In the 1960s and 1970s of the last century,<br />

while the resilient Vietnamese were struggling<br />

through America’s devastating bombings,<br />

hundreds of thousands of Austrian people took<br />

to street in campaigns to support Vietnam in her<br />

fight for national independence and unification.<br />

In fact, the Vietnamese-Austrian relationship<br />

has witnessed a long history, since the existence<br />

of the Austro-Hungarian Monarchy. The Austro-<br />

Hungarian Honorary Consulate was established<br />

in Saigon (now Ho Chi Minh City) in 1869.<br />

Over the past 45 years, since the official establishment<br />

of the diplomatic relations, the friendship<br />

and cooperation between the two countries<br />

have been constantly advancing. This is proven<br />

by the constant exchange of visits at all levels,<br />

including Head of State, Head of Government,<br />

National Assembly, ministries, agencies and provincial<br />

administrations. The two countries’ economic<br />

relation has seen active promotion.<br />

What is the bilateral trade exchange between<br />

Austria and Vietnam?<br />

According to statistics provided by Vietnam in<br />

2016, the two way trade value reached 3 billion<br />

USD. Vietnam’s major export items to Austria include<br />

mobile phones, footwear, garment and textile.<br />

Austria exports to Vietnam consist of high<br />

technology products, mechanics, iron and steel,<br />

medicines and livestock food.<br />

The two way trade value has seen a quick<br />

growth in recent years, at an annual average<br />

rise of 15 percent. The trade value in 2016 was 13<br />

times bigger than that of the year 2010. Austria<br />

is currently the 6th trade partner of Vietnam in<br />

Europe.<br />

What are the main projects in the economical<br />

bilateral relations between Vietnam and<br />

Austria?<br />

Though being one of the first Western countries<br />

to establish diplomatic relations with Vietnam,<br />

Austria‘s investment to Vietnam is still<br />

modest, yet to match with the economic potential<br />

of Austria and the needs for investment fund<br />

and technology of Vietnam. By 2016, Austria<br />

runs 30 active projects, total registered capital of<br />

105.38 million USD, ranking in the 43th position<br />

among 112 countries and territories investing in<br />

Vietnam.<br />

Apart from projects in the private sector, cooperation<br />

projects in the public sector are being<br />

effectively conducted with Austrian credit, such<br />

as the research and development of after-harvest<br />

technology in the Mekong Delta basin; Equipment<br />

for the Cho Ray Hospital (Ho Chi Minh city),<br />

Hospital No.175, No.198, Hospital of the Air Force<br />

and Defence Academy; education and vocational<br />

training projects, provision of fire distinguishing<br />

equipment and many more.<br />

What do you like best about Vienna?<br />

This is my second term in Austria. I had many<br />

Tanja Tauchhammer im Gespräch<br />

mit S.E. Vu Viet Anh<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

H.E. Vu Viet Anh was born<br />

on 02. November 1963. He<br />

is married and has three<br />

children. He has a Master<br />

in International Journalism<br />

from the Moscow State<br />

Institute of International<br />

Relations, Soviet Union and<br />

a PhD in Economics from<br />

the Research Institute of<br />

International Politics and<br />

Economics at the Russian<br />

Federation Academy of<br />

Sciences. From1995 to<br />

1997 he was Attaché at<br />

the Embassy of Vietnam<br />

in the Russian Federation.<br />

In 1998 he was Attaché, at<br />

the Embassy of Vietnam<br />

in the United States of<br />

America. From 2006 to<br />

2009 he served as Minister<br />

Counsellor at the Embassy<br />

of Vietnam in Austria.<br />

From 2009 to 2014 he was<br />

Deputy Director General at<br />

the Ministry of Foreign Affairs.<br />

Since 2014, he is the<br />

Ambassador of Vietnam to<br />

Austria and Slovenia.<br />

reasons to return to this beautiful country: the<br />

romantic city of Vienna with its ancient coffee<br />

houses, the world’s cultural heritages, the world’s<br />

music and art capital to name a few. Above all,<br />

I am particularly impressed by the warm hospitality<br />

of the Austrian people, its internationality<br />

and kind-hearted Austrian friends who always<br />

support Vietnam and join their hands with me to<br />

promote the Vietnamese-Austrian relationship.<br />

How many Vietnamese are living in Austria?<br />

How would you describe the community network?<br />

There are about more than 5.000 Vietnamese<br />

expatriates living in Austria, most of them are in<br />

Vienna, Linz, Graz and Innsbruck. A majority of<br />

Vietnamese expatriates have an Austrian citizenship,<br />

about 10 to 15 percent of them keep their Vietnamese<br />

citizenship. Vietnamese people in Austria<br />

are working in companies, plants and in the<br />

service sector. Some run their own restaurants,<br />

or Asian food stores – especially in Vienna and<br />

in some other touristic cities. Vietnamese restaurants<br />

are quite popular among Austrian people.<br />

The Vietnamese community in Austria shares<br />

a strong solidarity and interest in maintaining<br />

their cultural identity, at the same time, actively<br />

integrates into the Austrian society, in accordance<br />

with the national law and regulations. They<br />

are proactively contributing to the general development<br />

of the Austrian society, adding a tone to<br />

the diversified culture of Austria, particularly in<br />

the field of culinary and gourmet.<br />

In addition, hundreds of Vietnamese students<br />

are conducting their research in Austria. I would<br />

say that these students in particular and the Vietnamese<br />

community in general have founded<br />

solid bridges to linking Vietnamese and Austrian<br />

nations together for the mutual happiness and<br />

prosperity.<br />

•<br />

40 | SOCIET 2_<strong>2017</strong>


VIETNAM<br />

HOMESTORY<br />

Villa mit Asia-Flair<br />

Im edlen Wiener Cottageviertel liegt die Botschaft der<br />

Republik Vietnam, gleich in der Nähe der Botschaften<br />

von Thailand, Korea und Israel.<br />

Büste von Präsident Ho Chi Minh (1890-1969).<br />

Er hat die Demokratische Republik Vietnam am<br />

2.September 1945 gegründet<br />

Die Villa in der Felix-Mottl-Straße<br />

20 wurde 1890 gebaut. 1994<br />

wurde das Anwesen von der Republik<br />

Vietnam der damaligen<br />

Besitzerin, Herta Lang, abgekauft. Seitdem<br />

beherbergt das Haus die ständige Vertretung<br />

Vietnams in Österreich und bei den<br />

Internationalen Organisationen sowie die<br />

Konsularabteilung des Landes.<br />

Oben: Das Interieur der vietnamesischen Botschaft zeigt<br />

einen Teller mit dem Staatswappen<br />

Ganz links: Portrait von Präsident Ho Chi Minh<br />

Links: S.E. Botschafter Vu Viet Anh vor dem Eingang der<br />

Botschaft<br />

Unten: Puppen mit traditionell vietnamesischer Tracht<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 41


VIETNAM<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

Das Land der<br />

Emotionen<br />

Die Schönheit der Natur sowie die<br />

beeindruckende, jahrhundertealte<br />

Kultur machen Vietnam zu einem<br />

beliebten Reiseziel.<br />

Fotos: pixelio/paulwip<br />

42 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


VIETNAM<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

Der Staat in Südostasien ist zwar<br />

weniger bekannt als Thailand,<br />

doch ist Vietnam unter Reisenden<br />

längst kein Geheimtipp mehr. Das<br />

Land lockt mit reicher Geschichte<br />

und kulturellen Highlights.<br />

•<br />

Bevölkerung<br />

In Vietnam leben über 92 Millionen Menschen<br />

(Stand 2013), davon ca. 60 Prozent auf dem Land<br />

und rund 40 Prozent in den Städten. Vietnam gehört<br />

mit 280 Einwohnern/km2 zu den Ländern<br />

mit hoher Bevölkerungsdichte in Südostasien.<br />

Die meisten Menschen sind in den Tiefebenen des<br />

Roten Flusses und des Mekong sowie entlang der<br />

Küste des Südchinesischen Meeres angesiedelt. In<br />

der vietnamesischen Bevölkerung hat das Gemeinschafts-<br />

und Gruppendenken hohe Priorität. Das<br />

Zusammengehörigkeitsgefühl zeichnet besonders<br />

die Mitglieder einer Familie aus. Auch die Bescheidenheit<br />

wird hoch gelobt. Es gehört zur vietnamesischen<br />

Tradition besonnen und genügsam zu leben<br />

und die Redewendung „Oben eine Decke, unten<br />

eine Matratze“ gilt als Umschreibung für Wohlstand<br />

und Glück.<br />

•<br />

Staat und Regierung<br />

Vietnam wird durch ein sozialistisches Einparteiensystem<br />

geregelt, in dem die Kommunistische<br />

Partei Vietnams (KPV) als Staatspartei fungiert. Sie<br />

bekleidet daher alle wichtigen politischen Ämter<br />

und hat einen entscheidenden Einfluss auf Presse<br />

und Justiz. Laut der Verfassung aus dem Jahre<br />

1992 werden richtungweisende Entscheidungen<br />

von der Nationalversammlung (500 Abgeordnete)<br />

getroffen. Sie hält zweimal im Jahr eine Vollversammlung<br />

ab, steht dem Premierminister und<br />

dem Staatspräsidenten vor und ist verantwortlich<br />

für die Regierungsbildung. Der Präsident befiehlt<br />

das Heer und erfüllt seine repräsentative Aufgabe<br />

sowohl national, als auch international. Der<br />

Premierminister ist mit einem Kabinett aus Ministern<br />

und Beamten für das Regierungsgeschäft<br />

zuständig.<br />

Gewählt wird alle fünf Jahre auf nationaler<br />

und regionaler Ebene. Durch die nahezu uneingeschränkte<br />

Macht der KPV werden die Kandidaten<br />

nach strengen Kriterien ausgewählt und sind zu<br />

90 Prozent aus den eigenen Reihen.<br />

•<br />

Wirtschaft<br />

Vietnam gilt als Agrar- und Industrieland, da es<br />

über reiche Bodenschatzvorkommen (Kohle, Erze,<br />

Metalle und Erdöl) und gute Anbaubedingungen<br />

verfügt. Nach dem Vietnamkrieg führten die Unproduktivität<br />

der Staatsbetriebe, kollektivierte<br />

Landwirtschaft, Handelshindernisse und massive<br />

Umweltschäden zu großer Armut. Zusätzlich<br />

existieren erhebliche Defizite in den Bereichen Infrastruktur,<br />

Korruption, nachhaltiger Abbau und<br />

Energieversorgung, die das wirtschaftliche Vorankommen<br />

erheblich erschweren. 1986 wurde die Liberalisierungspolitik<br />

„Doi Moi“ (Politik der Erneuerung)<br />

mit Erfolg gestartet. In jenem Programm<br />

sollten die Probleme durch eine Liberalisierung der<br />

Wirtschaft und der Implementierung von Marktelementen<br />

überwunden werden. Auf internationaler<br />

Ebene haben Textilindustrie, Tourismus und<br />

Landwirtschaft mittlerweile eine große Bedeutung<br />

für Vietnam.<br />

•<br />

Geschichte<br />

Die ersten Menschen siedelten bereits um 3000<br />

v. Chr. im Gebiet des heutigen Vietnams. Im Laufe<br />

der Jahrhunderte wurden durch wechselnde<br />

Macht-und Besitzverhältnisse Einflüsse aus dem<br />

chinesischen, funanesischen und indischen Kulturkreis<br />

nach Vietnam gebracht. Besonders die fast<br />

1000-jährige Herrschaft durch China prägte die<br />

Wirtschaft, die Schrift und den Alltag nachhaltig.<br />

Durch die Besetzung der Kolonialmacht Frankreich<br />

im 19. Jahrhundert halten sich, besonders in den<br />

Städten, auch Elemente der französischen Kultur.<br />

Im 20. Jahrhundert erlebte das Land durch die Teilung<br />

Vietnams und die beiden Indochinakriege<br />

eine starke Zerrüttung, wirtschaftlichen Abstieg<br />

und totale Armut. 1976 erfolgte die Wiedervereinigung<br />

Vietnams unter dem Namen „Sozialistische<br />

Republik Vietnam“ und der Wiederaufbau des<br />

Landes begann. Nach der Implementierung der Doi<br />

Moi-Politik steigerte sich die Wirtschaftsleistung<br />

und die Lebensqualität rapide.<br />

•<br />

Kunst und Kultur<br />

Die vietnamesische Kultur ist von vielen verschiedenen<br />

Einflüssen geprägt worden. Die Literatur<br />

ist aus mündlich überlieferten Mythen, Sagen,<br />

Legenden, Märchen, Fabeln, Liedern, Gedichten<br />

und Sprichwörtern entstanden. Zu den bekanntesten<br />

Gründungsmythen gehört die des Drachen<br />

und der Fee, aus deren Nachkommen die Viet des<br />

Tieflandes und der Berge entstanden sind. Solche<br />

Geschichten wurden über Jahrhunderte erzählt,<br />

immer wieder umgewandelt und im kulturellen<br />

Leben unterschiedlich genutzt. Bis heute finden<br />

diese in Literatur und Legenden Bezug und werden<br />

einem begeisterten Publikum, beispielsweise<br />

in dem traditionellen Wasserpuppentheater<br />

vorgespielt. Das Wasserpuppenspiel stammt aus<br />

dem indischen Kulturkreis und wird im Vietnam<br />

seit dem 11. Jahrhundert aufgeführt. Es wurden<br />

steinerne Pavillons in Dorf- oder Tempelteiche gebaut,<br />

von denen aus die Spieler agierten. Spieler<br />

und Puppenschnitzer bildeten Gilden unter der<br />

Führung ihrer Meister, welche ihre Texte sowie<br />

Fertigkeiten in der Puppenführung und Schnitzkunst<br />

mündlich den Generationen weitergaben.<br />

Zahlreiche Traditionen finden sich in dem<br />

kulturellen Fest „Tet“. Es ist das einzige Fest, dass<br />

gleichzeitig auch ein staatlicher Feiertag ist. Insgesamt<br />

drei Tage sind dem „Neujahrs-Tet“ ge-<br />

➢<br />

FACTS IN<br />

BRIEF<br />

Ländername: Sozialistische<br />

Republik Vietnam<br />

Fläche: 331.114 km 2<br />

Lage: Südost-Asien<br />

Geografie: Küstenlänge:<br />

über 3.400 km, umfasst weite<br />

Ebenen der Flussdeltas von<br />

Rotem Fluss und Mekong, die<br />

gesamte östliche Festlandküste<br />

Südostasiens und Gebirgszüge<br />

sowie Hochebenen im<br />

Hinterland<br />

Klima: Norden: wintertrockenes,<br />

subtropisches Klima,<br />

Süden: wechselfeuchtes<br />

tropisches Klima<br />

Bevölkerung: letzte Zählung<br />

2009: 85.846.997 Einw. – 87%<br />

Vietnamesen, außerdem:<br />

Hmong, Thai, Khmer, Chinesen<br />

Sprachen: Vietnamesisch,<br />

Minderheitensprachen: Chinesisch,<br />

Französisch, Englisch<br />

Religion: über 50% Buddhisten,<br />

8-9% Christen, 2-4%<br />

Anhänger von Hoa Hao, 2-3%<br />

Anhänger des Caodaismus,<br />

Minderheiten von Muslimen<br />

Nationalfeiertag: 2. September<br />

(Unabhängigkeitstag)<br />

Währung: 1 Dong (D) = 100<br />

Xu<br />

Staatsform: Sozialistische Republik<br />

– Verfassung von 1992<br />

Staatsoberhaupt und<br />

Regierung: Staatspräsident:<br />

Tran Dai Quang (seit 2016),<br />

Vizepräsidentin: Dang Thi<br />

Ngoc Thinh (seit 2016), Regierungschef:<br />

Nguyen Xuan Phuc<br />

(seit 2016)<br />

Mitglied in internationalen<br />

Organisationen: UNO<br />

AUS DER<br />

GESCHICHTE<br />

1010 – 1802: Dynastien regieren<br />

das „Dai Viet“-Reich<br />

1627: Teilung des „Dai Viet“-<br />

Reiches; Trinh-Fürsten regieren<br />

den Norden, Nguyen-<br />

Fürsten regieren den Süden<br />

1771-1802: Tay-Son-Rebellion<br />

1802: Vereinigung des<br />

Landes durch Kaiser Nguyen<br />

Phuc An<br />

1858: Beginn der französischen<br />

Kolonialzeit<br />

1930: Ho Chi Minh gründet<br />

kommunistische Partei<br />

1945: Teilung Vietnam am<br />

17. Breitengrad, Ho Chi Minh<br />

erklärt Unabhängigkeit<br />

Vietnams<br />

1946-1964: Erster Indochina<br />

Krieg<br />

1964-1975: Zweiter Indochina-Krieg<br />

(Vietnamkrieg)<br />

1976: Wiedervereinigung<br />

1986: Liberalisierung der<br />

Wirtschaftspolitik<br />

2007: Beitritt WTO<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 43


VIETNAM<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

WUSSTEN SIE,<br />

DASS...?<br />

Die Halong Bucht<br />

... Vietnam der weltweit<br />

größte Exporteur von Cashewkernen<br />

ist?<br />

... die Vietnamesische<br />

Sprache sechs verschiedene<br />

Tonlagen hat? Eine Veränderung<br />

der Tonlage ändert<br />

die Bedeutung des Wortes.<br />

... Hängebauchschweine von<br />

Vietnamesen als Haustiere<br />

gehalten werden?<br />

... die Natur noch immer<br />

stark durch den Einsatz<br />

chemischer Kampstoffe im<br />

Vietnamkrieg geschädigt<br />

ist und es noch heute ein<br />

Grund für Fehlbildungen bei<br />

Neugeborenen ist?<br />

... es in der Öffentlichkeit<br />

verboten ist, sich die Nase<br />

zu putzen?<br />

... Vietnam zu den weltweit<br />

zweitwichtigsten Kaffeeproduzenten<br />

gehört? Vor ihm<br />

ist Brasilien.<br />

BUCHTIPP<br />

Monika Heyder<br />

Kultur Schock Vietnam<br />

Reise Know-How Verlag<br />

Der Reiseführer gibt einen<br />

ausgezeichneten Einblick in<br />

Traditionen, Kultur, Religion,<br />

Geschichte und Gesellschaft<br />

Vietnams.<br />

Franz-Josef Krücker<br />

Vietnam<br />

Mit Hanoi, Hue und Saigon<br />

Trescher Verlag<br />

Das Buch beinhaltet neben<br />

allgemeinen Einblicken in<br />

den Alltag des Vietnams,<br />

fundierte Hindergrundinformation<br />

zu Geschichte und<br />

Kultur.<br />

VIETNAM<br />

IM INTERNET<br />

Botschaft der Sozialistischen<br />

Republik Vietnam in<br />

Wien<br />

www.vietnamembassy.at<br />

widmet. Es ist die größte und wichtigste Feierlichkeit<br />

im Jahr und findet zwischen 19. Januar und<br />

19. Februar statt. Die Vorbereitung der kulinarischen<br />

Genüsse ist ein wesentlicher Teil des Festes.<br />

Daher kommt auch der Spruch: Das „Tet“ wird<br />

nicht gefeiert, sondern gegessen. Der viereckige<br />

Tet-Kuchen aus Klebreis – das Symbol für die Erde<br />

– darf dabei nicht fehlen. Der Herdgeist „ông Táo“<br />

berichtet im Himmel über alles Gute und weniger<br />

Gute der Familie . Je nach dem Bericht wird das<br />

Leben der Menschen verlängert oder verkürzt. Aus<br />

diesem Grund findet auch der jährliche Tet-Hausputz<br />

statt, die Gräber der Verstorbenen werden besucht<br />

und die Ahnen dazu eingeladen das Tet-Fest<br />

gemeinsam mit der Familie zu feiern.<br />

•<br />

Glaubensvorstellungen<br />

Die religiösen Vorstellungen der Vietnamesen<br />

sind sehr vielschichtig. Es existieren seit mindestens<br />

2000 Jahren verschiedene Glaubensvorstellungen<br />

gleichzeitig, dabei zählen der Animismus<br />

und die Ahnenverehrung zu den Ältesten.<br />

Gottheiten werden im Vietnamesischen als<br />

„thân“ bezeichnet. Am meisten wurden Mächte<br />

der Naturgewalten gefürchtet. Die ersten Objekte<br />

der Anbetung waren deshalb Regen, Wolken,<br />

Blitz und Donner. Die meisten Gottheiten waren<br />

weiblich und auch verschiedene Tiere sah man als<br />

beseelt an. Personengottheiten waren vor allem<br />

Menschen, die schon zu Lebzeiten Eigenschaften<br />

wie Stärke, Macht, Reichtum oder besondere Fähigkeiten<br />

besaßen.<br />

Die vietnamesische Familie besteht aus Lebenden<br />

und Verstorbenen. Nach dem Tod geht<br />

der Mensch in die Welt der Ahnen ein. Zwischenmenschliche<br />

Beziehungen bleiben aufrecht erhalten<br />

und Verstorbene werden verehrt. In schwie-<br />

rigen Situationen werden die Ahnen um Hilfe<br />

gebeten. Im Gegenzug sorgen die Lebenden unter<br />

anderem durch Speiseopfer für das Wohlbefinden<br />

der verstorbenen Seelen.<br />

Zu den adaptierten Religionen gehören naben<br />

dem Buddhismus auch der Daoismus, und der Konfuzianismus.<br />

•<br />

Kulinarik<br />

Die Ess- und Trinkkultur wurde historisch bedingt<br />

vor allem von der chinesischen und französischen<br />

Küche geprägt. Im Süden des Vietnams gibt<br />

es auch Einflüsse der Thai, der Khmer sowie der<br />

indischen Küche. Neben Fleisch- und Fischgerichten<br />

wird auch eine reiche Vielfalt an vegetarischen<br />

Gerichten angeboten. Das Hauptnahrungsmittel<br />

ist Reis, von dem es bekanntlich rund 2000 Sorten<br />

geben soll. Der Reisexport gehört dabei zu dem<br />

wichtigsten Handel des Vietnams. Die beliebteste<br />

Speise ist die schmackhafte Nudelsuppe „Pho“.<br />

Dabei stehen drei Nudelsorten zur Auswahl: weiße<br />

Reisnudeln (Bahn), durchsichtige Glasnudeln<br />

(Mien) und gelbe Weizennudel. Diese werden mit<br />

hauchdünn und frisch geschnittenen Hühner<br />

- oder Rindfleischstreifen, Ingwer und grünem<br />

Blattgemüse vermischt und anschließend mit Brühe<br />

übergossen. Dazu gibt es ein Gemisch aus Salz<br />

und Pfeffer, in das ein paar Tropfen Zitronen- oder<br />

Limettensaft hinzugefügt wird und die unvermeidliche<br />

Nuoc-mam-Sauce zum Würzen. „Nuoc<br />

mam“ bedeutet wörtlich übersetzt „Wasser vom<br />

gesalzenen Fisch“ und ist ein stark konzentrierter<br />

Sud, der durch das Fermentieren von in Salz eingelegtem<br />

Fisch gewonnen wird.<br />

Gegessen wird mit Essstäbchen und Löffel, wobei<br />

dieser lediglich als Hilfsgerät für die klare Suppe<br />

dient.<br />

•<br />

Fotos: pixelio/janusz klosowski<br />

44 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


VIETNAM<br />

RESTAURANT<br />

Im „Good Morning Vietnam“<br />

werden traditionellle<br />

und außergewöhnliche<br />

Kreationen präsentiert.<br />

Good Morning Vietnam<br />

Die Küche Vietnams ist traditionell vielfältig und wurde<br />

durch den französischen Einfluss positiv ergänzt,<br />

wovon man sich auch in Wien überzeugen kann.<br />

Fotos: good morning vietnam<br />

Kreative Gaumenfreuden erwarten den<br />

hungrigen Gast im „Good Morning<br />

Vietnam“. In der Sechsschimmelgasse<br />

in Wien Alsergrund versteckt sich<br />

das stylische, aber gemütliche Lokal<br />

von Thao Giang Nguyen. „Ich erinnere mich gerne<br />

an meine Kindheit: Der Mittelpunkt der Familie<br />

war meine Großmutter; wir trafen uns alle beim<br />

Frühstück und kein Tag begann ohne ihre köstliche<br />

Phò bò - Suppe. Meiner Großmutter verdanke<br />

ich auch die Liebe zum Kochen - die Liebe zum Essen<br />

allerdings gehört zu jedem Vietnamesen“, so<br />

der passionierte Gastronom.<br />

Auf der Speisekarte finden sich Klassiker wie<br />

„Summer Rolls“ und „Reisnudelsuppe mit Rindslungenbraten“,<br />

aber auch modernisierte Variationen<br />

traditioneller Gerichte wie etwa der spektakulär<br />

angerichtete „Seealgensalat mit Lotuswurzel<br />

und Lotusstiel“. Fleisch- und Fischsorten, Geflügel<br />

und Wild, Gemüse und Kräuter sowie Reis und<br />

Nudeln sind immer von bester Qualität und werden<br />

raffiniert zubereitet.<br />

„Für uns ist diese Tradition Verpflichtung. Wir<br />

beschäftigen uns sehr intensiv mit der Küche Vietnams,<br />

stöbern in alten Kochbüchern, forschen<br />

und suchen vor Ort nach alten Kochrezepten und<br />

können dadurch traditionelle Gerichte weiterentwickeln<br />

und modernisieren, um unseren Gästen<br />

immer wieder etwas Neues zu bieten. Denn das ist<br />

unser höchstes Ziel: Unsere Gäste in den Genuss<br />

dieser wunderbaren Küche kommen zu lassen“,<br />

sagt Lokalbesitzer Nguyen. So viel Engagement<br />

wurde bereits ausgezeichnet – „Good Morning Vietnam“<br />

erhielt im Falstaff Restaurantguide <strong>2017</strong><br />

eine Gabel und 83 von 100 Punkten. •<br />

KONTAKT<br />

GOOD MORNING VIETNAM<br />

Sechsschimmelgasse 16<br />

1090 Wien<br />

Tel: +43 -1- 307 31 61<br />

restaurant@goodmorningvietnam.at<br />

www.goodmorningvietnam.at<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 45


VIETNAM<br />

INTERVIEW<br />

Vietnam im Aufschwung<br />

Dr. Peter Jankowitsch ist der Präsident der Gesellschaft Österreich<br />

Vietnam. <strong>SOCIETY</strong> sprach mit ihm über die engen Beziehungen<br />

beider Länder und den neuen Wirtschaftsaufschwung.<br />

Sie sind seit 1998 als Präsident<br />

der Gesellschaft Österreich<br />

Vietnam im Amt. Wie lässt<br />

sich die Entwicklung der politischen<br />

Beziehung zwischen<br />

den beiden Staaten beschreiben?<br />

Die politischen Beziehungen zwischen<br />

Vietnam und Österreich haben sich in<br />

den letzten Jahren sehr positiv weiter<br />

entwickelt. Dazu beigetragen haben Besuche<br />

auf höchster politischer Ebene,<br />

darunter solche der Bundespräsidenten<br />

Thomas Klestil und Heinz Fischer sowie<br />

ein Besuch des Präsidenten Vietnams<br />

Nguyen Minh Triet in Österreich im Juni<br />

2008. Auch auf Ministerebene gab es Besuche<br />

wie etwa den des damaligen , von<br />

einer Wirtschaftsdelegation begleiteten<br />

Bundesministers für Verkehr, Innovation<br />

und Technologie, Alois Stöger.<br />

Kontakte gab es auch auf parlamentarischer<br />

Ebene, etwa durch eine Studienreise<br />

von Abgeordneten zum Wiener<br />

Landtag und Gemeinderat. Wesentliche<br />

Beiträge zur Verstärkung politischer Kontakte<br />

auf vielen Ebenen haben auch die<br />

seit den 1990er Jahren errichtete österreichische<br />

Botschaft in Hanoi und die vietnamesische<br />

Botschaft in Wien geleistet.<br />

Welche aktuellen Projekte verfolgt<br />

die Gesellschaft Österreich Vietnam?<br />

Im ablaufenden Jahr waren einige<br />

der Aktivitäten der Gesellschaft darauf<br />

gerichtet, in Zusammenarbeit mit der<br />

vietnamesischen Botschaft in Wien Veranstaltungen<br />

zum Gedenken an den in<br />

das Jahr <strong>2017</strong> fallenden 45. Jahrestag der<br />

Aufnahme diplomatischer Beziehungen<br />

zwischen Vietnam und Österreich zu<br />

unterstützen, darunter eine Ausstellung<br />

und einen Festakt im Wiener Rathaus<br />

Weiter gehört es zu den Projekten der<br />

Gesellschaft, Kontakte und Kooperationen<br />

die zwischen österreichischen und<br />

Fotos: carsten raum, privat<br />

46 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


VIETNAM<br />

INTERVIEW<br />

BU<br />

vietnamesischen Einrichtungen unter anderem<br />

auf der Ebene von Universitäten und Fachhochschulen,<br />

wie sie z.B. im Rahmen des ASEAN-<br />

UNINET Netzwerkes bestehen zu fördern und zu<br />

vertiefen.<br />

Um zu einem besseren Verständnis des wirtschaftlichen<br />

und kulturellen Lebens in Vietnam<br />

beizutragen, fördert die Gesellschaft laufend<br />

Vortrags- und Informationsveranstaltungen etwa<br />

im Rahmen von Volkshochschulen. In diesen<br />

Rahmen gehört auch eines der nächsten Projekte<br />

der Gesellschaft, das der jüngsten Geschichte<br />

Vietnams und der kritischen Aufarbeitung des<br />

Lebenswerks seines Staatsgründers Ho Chi Minh<br />

gewidmet sein wird.<br />

Schließlich gehört es zu den traditionellen<br />

Projekten der Gesellschaft, die weiter verfolgt<br />

werden, eine Reihe von individuellen Initiativen,<br />

die der Förderung sozialer und gemeinnütziger<br />

Einrichtungen vor allem in den ländlichen Regionen<br />

Vietnams dienen, beratend zu unterstützen.<br />

Vietnam erlebt durch den Tourismus einen<br />

wirtschaftlichen Aufschwung. Welche neuen<br />

Herausforderungen ergeben sich dadurch für<br />

die politische Zusammenarbeit?<br />

»Der langanhaltende<br />

wirtschaftliche<br />

Aufschwung<br />

Vietnams (…)<br />

macht Vietnam<br />

zu einer der<br />

bedeutendsten<br />

Volkswirtschaften<br />

im ASEAN<br />

Raum.<br />

«<br />

Peter<br />

Jankowitsch<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Dr. Peter Jankowitsch<br />

hat Österreich bei den<br />

Vereinten Nationen in New<br />

York, der OECD und der<br />

ESA in Paris vertreten. Als<br />

Abgeordneter in den Nationalrat<br />

gewählt gehörte<br />

er auch als Außenminister<br />

und Staatsekretär der<br />

Bundesregierung an.<br />

Der langanhaltende wirtschaftliche Aufschwung<br />

Vietnams, der sich in hohen, an China<br />

erinnernde, Wachstumsraten niederschlägt und<br />

neben dem Tourismus vom Export, ausländischen<br />

Direktinvestitionen und einer steigenden Binnennachfrage<br />

angetrieben wird, macht Vietnam<br />

zu einer der bedeutendsten Volkswirtschaften<br />

im ASEAN Raum. Weiter beitragen wird dazu ein<br />

Freihandelsabkommen mit der EU, das zu einer<br />

Zollreduktion um 65 Prozent im beiderseitigen<br />

Warenverkehr führen wird. Auch die wirtschaftlichen<br />

Beziehungen Österreichs zu Vietnam, wo<br />

einzelne Unternehmen z.B. im Seilbahnbau aber<br />

auf anderen Gebieten bereits fest Fuß gefasst<br />

haben, können davon profitieren, auch von dem<br />

Umstand, dass auch im Dienstleistungssektor<br />

Schranken für europäische Banken und Versicherungen<br />

gefallen sind.<br />

Diese Entwicklungen laden dazu ein, auch die<br />

politischen Beziehungen zu Vietnam durch einen<br />

verstärkten Besuchsaustausch zu verstärken und<br />

den Beziehungen zu diesem Land im südostasiatischen<br />

Raum einen besonderen Stellenwert zu<br />

widmen. Auch der EU-Rahmen könnte für eine so<br />

verstärkte Zusammenarbeit genützt werden.<br />

Inwiefern hilft Ihnen ihre politische Vergangenheit<br />

in Österreich bei ihren jetzigen diplomatischen<br />

Aufgaben?<br />

Meine Rolle als österreichischer Vertreter in<br />

großen internationalen Organisationen, bei den<br />

Vereinten Nationen aber auch bei der Bewegung<br />

der Blockfreien hat eine Reihe von Kontakten<br />

und Erfahrungen vermittelt, die insbesondere<br />

auch im Umgang mit Vietnam und seinen heutigen<br />

politischen Führungskräften von großem<br />

Nutzen sein können. Von Bedeutung dabei waren<br />

Einblicke in den geschichtlichen Hintergrund<br />

der Befreiungsbewegungen, die im Zusammenhang<br />

mit der Dekolonisierung der Dritten Welt<br />

entstanden sind.<br />

Welche Tätigkeiten üben Sie im Zuge ihrer<br />

Funktion als Präsident der Gesellschaft Österreich<br />

Vietnam aus?<br />

Als Präsident der Gesellschaft Österreich Vietnam<br />

sehe ich meine Aufgabe darin, in der Öffentlichkeit<br />

für ihre wesentlichen Ziele, vor allem die<br />

ständige Verbesserung der wirtschaftlichen, kulturellen<br />

und politischen Ziele zwischen unseren<br />

Ländern zu werben. Unterstützung für dieses Anliegen<br />

setzt natürlich voraus durch Kontakte mit<br />

wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträgern,<br />

Verständnis für die bedeutende Rolle zu<br />

schaffen, die Vietnam heute in Südostasien spielt.<br />

Dieses Anliegen soll aber auch von der Gesellschaft<br />

selbst als wirkungsvolles Instrument<br />

getragen werden, sodass ihre Tätigkeit ständig<br />

weitergeführt und auf neue Bereiche ausgedehnt<br />

werden muss. Das wachsende Interesse für Vietnam<br />

soll auch dafür genutzt werden, vertiefte<br />

Kenntnisse für dieses Land und seine heutige Rolle<br />

und Probleme zu verbreiten und es als mehr zu<br />

verstehen als ein lockendes touristisches Ziel. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 47


VIETNAM<br />

KULTUR<br />

S.E. Hussam Al Husseimi (Jordanien), S.E.<br />

Silapberdi Nurberdiev (Turkmenistan),<br />

Gerti Tauchhammer, S.E. Bassam Sabbagh<br />

(Syrien), S.E Ismatullo Nasredinov (Tajikistan),<br />

S.E. Kairat Sarybay (Kasachstan)<br />

Vietnamese Culture<br />

meets Vienna<br />

Die erfolgreiche bilaterale Zusammenarbeit wurde am 3. Juli<br />

im Wiener Rathaus gebührend gefeiert und weiter vertieft.<br />

Der vietnamesische Botschafter<br />

S.E. Vu Viet Anh mit Gattin<br />

Anlässlich des 45-jährigen<br />

Bestehens der diplomatischen<br />

Beziehungen zwischen<br />

Österreich und Vietnam,<br />

richtete die Botschaft<br />

Vietnams zusammen mit dem Ministerium<br />

für Kultur, Sport und Tourismus den<br />

„Vietnam Culture Day“ aus. Es kamen<br />

etwa 400 interessierte Besucher in das<br />

Wiener Rathaus, um die vietnamesische<br />

Kultur, Sprache und Lebensweise näher<br />

kennenzulernen. Das breite Programm<br />

erstreckte sich von der Eröffnung der<br />

Fotoausstellung „Vietnam – Global Destination<br />

<strong>2017</strong>“, traditionellen Tanzaufführungen,<br />

sportlichen Wettkämpfen<br />

bis hin zu kulinarischen Kostproben der<br />

vietnamesischen Küche. Im Beisein des<br />

Botschafters Vu Viet Anh und des vietnamesischen<br />

Ministers für Kultur, Sport<br />

und Tourismus, Le Khanh Hai, wurde die<br />

Veranstaltung feierlich eröffnet. •<br />

Die Gäste der Veranstaltung<br />

bei der Ansprache im<br />

Wiener Rathaus<br />

Traditionelle, vietnamesische<br />

Tanzaufführung<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Schiffl<br />

48 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


BILDUNG<br />

INTERVIEW<br />

Gerti Tauchhammer beim Interview<br />

mit Dr. Heinz Fischer in dessen Büro<br />

100 Jahre<br />

Republik Österreich<br />

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Republik Österreich<br />

sprach <strong>SOCIETY</strong> mit Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer,<br />

der die Organisation des Gedenkjahres innehat.<br />

Fotos: society/pobaschnig<br />

50 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


BILDUNG<br />

INTERVIEW<br />

Sie wurden von der Regierung mit<br />

der Organisation des Gedenkjahrs<br />

betraut. Welche Aktivitäten sind<br />

im kommenden Jahr anlässlich der<br />

100-Jahr-Feiern der Gründung der<br />

Republik Österreich im Jahre 1918<br />

geplant?<br />

Neben dem offiziellen Staatsakt am 12. November<br />

2018, dem 100. Jahrestag der Republiksgründung,<br />

wird es noch zahlreiche weitere kulturelle<br />

Veranstaltungen und Publikationen im Zusammenhang<br />

mit den Republiksfeierlichkeiten geben.<br />

So fällt der offizielle Startschuss für das Gedenkund<br />

Erinnerungsjahr 2018 bereits am 11. Jänner<br />

im Rahmen der Wiener Vorlesungen im Wiener<br />

Rathaus.<br />

Zeitgleich mit dem offiziellen Staatsakt der Republik<br />

Österreich geht die Eröffnung des „Haus<br />

der Geschichte Österreich“ einher.<br />

Die Mitglieder des Beirats legen außerdem<br />

auch hohen Wert auf die Zusammenarbeit mit unseren<br />

Nachbarstaaten. Unter anderem planen wir<br />

gemeinsame Aktivitäten mit der Tschechischen<br />

Republik und der Slowakischen Republik hinsichtlich<br />

des Jahres 1918 und des Prager Frühlings im<br />

Jahr 1968. Auch das Gedenken an den „Anschluss“<br />

und das Novemberpogrom vor genau 80 Jahren ist<br />

dem Beirat ein besonderes Anliegen.<br />

Welche inhaltlichen Schwerpunktsetzungen<br />

sind Ihnen persönlich ein besonderes Anliegen?<br />

Das kommende Jahr zeichnet sich für mich<br />

dadurch aus, dass wir nicht nur einen, sondern<br />

eine Vielzahl an Jahrestagen begehen werden. Im<br />

Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Republiksjubiläum<br />

im November 2018 möchte ich<br />

insbesondere auf das ebenfalls im November 1918<br />

beschlossene Frauenwahlrecht hinweisen, auf dessen<br />

Grundlage im Februar 1919 das allgemeine und<br />

gleiche Wahlrecht für Frauen und Männer zum ersten<br />

Mal angewendet werden konnte.<br />

Auch das Jahr 1938 spielt – wie schon erwähnt –<br />

eine wichtige Rolle, da wir die tragischen Ereignisse<br />

des Jahres 1938, mit dem sogenannten Anschluss<br />

Österreichs an Hitler-Deutschland und den darauffolgenden<br />

Novemberpogromen nicht in Vergessenheit<br />

geraten lassen wollen.<br />

Die 1948 erfolgte Allgemeine Erklärung der<br />

Menschenrechte jährt sich 2018 zum 70. Mal. Ihr<br />

»<br />

Zeitgleich mit dem offiziellen<br />

Staatsakt der Republik<br />

Österreich geht die<br />

Eröffnung des “Haus der<br />

Geschichte” einher.<br />

»Der demokratische<br />

Ansatz<br />

von 1918 hat<br />

sich langfristig<br />

als richtig<br />

herausgestellt<br />

(...)<br />

«<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Dr. Heinz Fischer, ehemaliger<br />

Bundespräsident der<br />

Republik Österreich, kann<br />

auf eine lange Karriere als<br />

führender Vertreter und<br />

politischer Entscheidungsträger<br />

der Republik Österreich<br />

zurückblicken. Er war<br />

mehr als 12 Jahre lang Bundesminister<br />

für Wissenschaft<br />

und Forschung und<br />

Präsident des Nationalrats.<br />

Dr. Fischer war maßgeblich<br />

in die Förderung der wissenschaftlichen,<br />

sozialen<br />

und kulturellen Entwicklung<br />

des Landes Österreich<br />

eingebunden. Nachdem<br />

er beinahe 30 Jahre als<br />

führender Politiker im<br />

Nationalrat tätig war, trat<br />

er im Jahr 2004 in seiner<br />

Funktion als Präsident des<br />

Nationalrates zurück, um<br />

sich voll und ganz seinem<br />

Amt als Bundespräsident<br />

widmen zu können. Er<br />

wurde im Jahr 2010 als<br />

Bundespräsident wiedergewählt<br />

und ging im Juli<br />

2016 in Pension, nach mehr<br />

als 40 Jahren im Öffentlichen<br />

Dienst und zwei<br />

Amtszeiten als Bundespräsident<br />

von Österreich.<br />

haben wir es zu verdanken, dass Menschenrechte<br />

seither verstärkt und viel nachhaltiger als früher<br />

im Scheinwerferlicht des öffentlichen Interesses<br />

liegen.<br />

Gehen wir in der Geschichte weiter zurück, stoßen<br />

wir auch auf die Revolution 1848, in der die<br />

Wurzeln des Verfassungsstaates und des modernen<br />

Parlamentarismus liegen, die kommendes Jahr 170<br />

Jahre alt werden. Auch zu diesem Thema wird es<br />

Veranstaltungen geben.<br />

Natürlich steht das hundertste Jubiläum der<br />

Republiksgründung im Fokus des kommenden Jahres,<br />

wobei aber alle diese historischen Ereignisse in<br />

einem inneren Zusammenhang stehen.<br />

So sehr ich die Geschichte unseres Landes zu<br />

schätzen weiß, bin ich der Meinung, dass wir kommendes<br />

Jahr auch in die Zukunft blicken müssen.<br />

Aus diesem Grund findet im April 2018 ein internationales<br />

Zukunftssymposium statt, das von der<br />

Österreichischen Nationalbank gestaltet wird.<br />

Sie haben in diesem Kontext den Vorsitz über<br />

einen ehrenamtlich tätigen Beirat, der sich auch<br />

um die internationale Dimension kümmern soll.<br />

Welche Veranstaltungen sind hier in Vorbereitung?<br />

Die Aufgabe des Beirates für das Gedenk- und<br />

Erinnerungsjahr 2018, der sich aus renommierten<br />

Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Verwaltung<br />

und Politik zusammensetzt, ist einerseits die Koordination<br />

von mehr als 200 Projekten mit teilweise<br />

internationaler Relevanz, andererseits auch die Vorbereitung<br />

offizieller Veranstaltungen und Publikationen.<br />

International in Planung befinden sich momentan,<br />

neben der bereits erwähnten Kooperation<br />

mit der Tschechischen Republik und der Slowakischen<br />

Republik, die Wiedereröffnung des österreichischen<br />

Pavillons in der Gedenkstätte Auschwitz-<br />

Birkenau sowie zahlreiche andere Projektvorhaben<br />

in Mexiko, Israel und anderen Staaten.<br />

In einem – auch auf YouTube online abrufbaren<br />

Video – teilen Sie den Zuschauern folgendes<br />

mit: „Wir können und müssen auch im nächsten<br />

Jahrhundert die Lehren aus der Geschichte<br />

berücksichtigen“. Das Gedenkjahr betreffend:<br />

Welche Lehren der vergangenen 100 Jahre sind<br />

es, deren Vermittlung Ihnen von besonderer<br />

Wichtigkeit sind?<br />

Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit des Gedenkjahres<br />

ist mir die intensive Befassung mit der jüngeren<br />

Geschichte unseres Landes wichtig, um historische<br />

Wunden, die noch nicht ganz verheilt sind, zu<br />

schließen und zu einer gemeinsamen Geschichtsauffassung<br />

zu kommen. Man wird sich an die Hoffnungen,<br />

die mit der Gründung der demokratischen<br />

Republik vor 100 Jahren verbunden waren, erinnern,<br />

und auch an die krisenhaften Entwicklung<br />

der Ersten Republik denken. Der demokratische<br />

Ansatz von 1918 hat sich aber langfristig als richtig<br />

herausgestellt, wie die Geschichte der Zweiten Republik<br />

beweist. Diese Lehre zu ziehen soll im Zentrum<br />

des 100. Geburtstages der Republik stehen.<br />

« •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 51


BILDUNG<br />

PORTRÄT<br />

Von der Queen zu Putin<br />

Der Diplomat Emil Brix beendet seine Tätigkeiten im<br />

Ausland und kehrt nach Österreich zurück. Nach Aufenthalten<br />

als Botschafter in England und Russland,<br />

übernimmt er nun die Leitung der Diplomatischen<br />

Akademie Wien.<br />

Die Diplomatische Akademie<br />

Emil Brix mit S.E. Dmitrij Ljubinskij (Russ.Föderation) beim<br />

Nationalfeiertagsempfang von Armenien<br />

Wie hat Ihnen das Brautkleid<br />

gefallen?“ Eine auf den ersten<br />

Blick etwas unübliche<br />

Frage an einen österreichischen<br />

Botschafter. Nicht aber,<br />

wenn er der einzige Österreicher ist, der bei der<br />

königlichen Hochzeit von Prinz William und Kate<br />

in der Westminster Abbey dabei sein durfte. Nun<br />

ist Emil Brix zurück an seiner „Alma Mater“, der Diplomatischen<br />

Akademie Wien. Nach spannenden<br />

Jahren als Botschafter Österreichs im Vereinigten<br />

Königreich und anschließend in der Russischen<br />

Föderation, übernahm er am 1. August die Direktion<br />

der Diplomatischen Akademie Wien. Geboren<br />

und aufgewachsen in Wien, entschied er sich nach<br />

dem Studium für eine Ausbildung an der Diplomatischen<br />

Akademie Wien. Anfang der 1980er Jahre<br />

lernte er dort Studierende aus aller Welt kennen,<br />

auch vor dem Hintergrund des Eisernen Vorhangs.<br />

Ein guter Ausgangspunkt für seine Interessensund<br />

Forschungsschwerpunkte Mitteleuropa und<br />

Kulturpolitik. Ab 1989 verbrachte er fünf Jahre in<br />

Krakau, davor sammelte er im Management-Club,<br />

im ÖVP-Parlamentsklub und als Kabinettschef des<br />

Wissenschaftsministers praktische Erfahrung im<br />

politischen Bereich. Die letzten sieben Jahre vor<br />

seiner Rückkehr nach Wien verbrachte er außerhalb<br />

Mitteleuropas. 2010 wurde er als österreichischer<br />

Botschafter nach London entsandt, 2015<br />

wechselte er nach Moskau. Gemeinsam ist diesen<br />

beiden Ländern nicht nur die traditionelle Liebe<br />

zum Tee, sondern auch die Suche nach ihrer Identität<br />

und ihrer aktuellen Rolle in der Welt und<br />

dem Versuch eine Großmacht zu bleiben oder<br />

wieder eine zu werden. Durch den Konflikt mit<br />

der Ukraine und den Sanktionen ist Russlands<br />

Beziehung zur Europäischen Union derzeit belastet<br />

– ein Wort, das für die Beziehungen Großbritanniens<br />

zur EU durchaus britisches Understatement<br />

ausdrücken könnte. Dennoch sind die<br />

Wirtschaftsbeziehungen Österreichs sowohl zu<br />

Großbritannien, als auch zu Russland weiterhin<br />

wichtig. Auch die bilateralen Beziehungen werden<br />

als positiv und Österreich als Brückenbauer gesehen.<br />

Emil Brix hatte die Aufgabe die Qualitäten<br />

eines Diplomaten zu verkörpern: Zwischen den<br />

Interessen zweier Staaten vermitteln, den kulturellen<br />

Hintergrund eines Landes kennen, Vertrauen<br />

aufbauen und von der eigenen Meinung<br />

überzeugen. Darüber hinaus sieht Brix den Beruf<br />

des Diplomaten nicht nur als einen Job, sondern<br />

als eine Entscheidung, die man fürs Leben trifft.<br />

Eine Entscheidung, die er noch nie bereut hat.<br />

Sein Wissen um die internationalen Beziehungen,<br />

die Welt der Diplomatie und die Außenpolitik<br />

möchte er in seiner neuen Funktion als Direktor<br />

der Diplomatischen Akademie Wien weitergeben.<br />

Die Hauptaufgabe der Diplomatischen Akademie<br />

Wien ist es, Absolventinnen und Absolventen von<br />

in- und ausländischen Hochschulen auf internationale<br />

Karrieren vorzubereiten. Darüber hinaus<br />

will Brix aber auch vermehrt die österreichische<br />

Bevölkerung ansprechen: „Die Außenpolitik muss<br />

noch stärker mit der Bevölkerung ins Gespräch<br />

kommen.“ Die Bestellung von Botschafter Emil<br />

Brix zum neuen Direkter der Diplomatischen<br />

Akademie ist deshalb ein weiterer wichtiger<br />

Meilenstein in der Geschichte der Diplomatischen<br />

A k ade m ie.<br />

•<br />

TEXT: Christian B.M.Berlakovits<br />

Fotos: diplomatische akademie, society/pobaschnig<br />

52 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


Primed for the Future<br />

Developing a bright future, one child at a time – that’s<br />

the name of the game, according to the ISC. And that,<br />

with the prospect of a more and more globalizing<br />

world, is also overtaking Carinthia.<br />

BILDUNG<br />

ISC<br />

At ISC, learning can be fun!<br />

Minister Sonja Hammerschmidt<br />

visting the ISC<br />

Fotos: international school carinthia<br />

The International School Carinthia<br />

(ISC) was founded in 2016 and is affiliated<br />

to the Catholic Diocese of Gurk<br />

in Velden at Wörthersee. It is one of 15<br />

international schools in Austria and<br />

one of 4,000 learning institutions worldwide, offering<br />

the International Baccalaureate Program<br />

(IB), an educational program globally designed<br />

to set standards for students around the world.<br />

It provides a holistic, student oriented learning<br />

approach with English as a primary teaching<br />

language. The young school yet maintains only<br />

ten selected classes with around 215 pupils of<br />

thirty nationalities. In order to keep the balance<br />

between Austrian and international students, for<br />

each admission, several spaces are reserved for<br />

international students only. The rather small but<br />

very qualified teaching staff is also multicultural<br />

as the school is currently accommodating personnel<br />

from all around the globe.<br />

The private institution includes a primary and<br />

a high school with the prospect of an internationally<br />

recognized IB graduation at the 12th grade.<br />

The curriculum orientates on international<br />

standards and is influenced by the common Austrian<br />

syllabus as well as Christian values. Graduates<br />

receive fundamental knowledge in language<br />

and literature, language acquisition, individuals<br />

and societies, sciences and mathematics, and<br />

arts. Apart from the usual classes, numerous<br />

optional extra curriculum activities are offered<br />

to the students, including sports and art classes<br />

like soccer and piano, but also mother tongue lessons,<br />

a refugee service outreach program, and an<br />

environment club, or rather exceptional lectures<br />

like Scottish dancing and golf. Environmental<br />

awareness is of utmost importance to the school<br />

faculty and therefore a great number of outdoor<br />

excursions are provided, including fieldtrips to<br />

farms, different hikes, a geology club as well as<br />

their own scouting group.<br />

These outdoor activities prepare the children<br />

for the future and help them apply their theoretical<br />

knowledge in the real world. As Monika Kirchner,<br />

co-founder and Chairwoman of the ISC, puts<br />

it: ”Students need to learn how to cope with the<br />

challenges of our modern society, also the small<br />

ones, such as the proper handling of computers.”<br />

Ensuring that every student meets his or her<br />

full intellectual potential is naturally among<br />

the school’s first priorities. Therefore, personal,<br />

social and physical education is also part of the<br />

ISC’s agenda in order to protect and support its<br />

students’ mental and emotional health. Among<br />

others, students are encouraged and motivated<br />

through the rightly prepared learning atmosphere,<br />

as well as a freshly and healthy served<br />

lunch on a daily basis. There is no access to junk<br />

food or soft drinks around the school area.<br />

The ISC is a good example for a school open to<br />

time changes that equips children with the necessary<br />

skills to make their way through life. •<br />

Water rafting is just one of the<br />

many available outdoor activities<br />

CONTACT<br />

INTERNATIONAL<br />

SCHOOL CARINTHIA<br />

Rosentaler Straße 15<br />

9220 Velden am<br />

Wörthersee<br />

Austria<br />

www.isc.ac.at<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 53


BILDUNG<br />

SACRÉ-COEUR<br />

Die Schülerinnen und Schüler des<br />

Sacré-Coeur auf dem Campus<br />

Tradition, Vielfalt<br />

und Qualität<br />

Das Gymnasium Sacré Coeur versteht sich als<br />

traditionelles, leistungsförderndes, katholisches<br />

Privatgymnasium, das seine Schüler international<br />

und weltoffen erzieht.<br />

INFO<br />

Sacré-Coeur-Gymnasium<br />

Das Sacré-Coeur-Gymnasium<br />

ist ein privates Gymnasium,<br />

das von der Schulstiftung<br />

der Erzdiözese Wien<br />

betrieben wird. Derzeit<br />

besuchen 720 Schüler das<br />

Gymnasium und werden von<br />

85 Lehrern betreut. Die Leitung<br />

der Schule hat derzeit<br />

Dr. Reinhard Hallwirth inne.<br />

www.sacre-coeur.at<br />

Facebook: Gymnasium<br />

Sacré Coeur Vienna<br />

Das Gymnasium in Wien ist Teil des<br />

Netzwerks der Sacré-Coeur-Schulen,<br />

das in mehr als 30 Ländern<br />

auf allen fünf Kontinenten Bildungsinstitutionen<br />

betreibt. Alle<br />

diese 130 Schulen werden nach dem Prinzip der<br />

Sacré-Coeur-Erziehungsziele Glauben, Wachstum,<br />

Gemeinschaft, Verantwortung und Intellekt geleitet.<br />

Zusätzliche Verbindungen entstehen durch<br />

gemeinsame Projekte, Besuche und Schüleraustauschprogramme.<br />

Internationalität findet sich<br />

stark verwurzelt im Schulalltag wieder, da 40 Nationen<br />

am Gymnasium vertreten sind. Durch die<br />

Internationalität liegt der Fokus auf dem Erlernen<br />

von Sprachen. Englisch, Latein, Französisch,<br />

Spanisch, Italienisch, Mandarin-Chinesisch und<br />

Russisch werden am Sacré-Coeur-Gymnasium gelehrt.<br />

Zusätzlich wird eine Europaklasse mit Arbeitssprache<br />

Englisch (Dual Language Program)<br />

in jedem Jahrgang gebildet. Daneben wird ein naturwissenschaftlicher<br />

Schwerpunkt angeboten, in<br />

dem anwendungsorientierte naturwissenschaftliche<br />

Übungen in den Fächern Biologie, Physik<br />

und Chemie forciert werden. Wien hat eine lange<br />

Tradition in Theater und Musik, die sich auch im<br />

Sacré-Coeur-Gymnasium wiederfindet. Es gibt renommierte<br />

Chor-und Theatergruppen, sowie Instrumentalunterricht.<br />

In dem schuleigenen Park<br />

werden verschiedenste Sportarten angeboten,<br />

wie Frisbee, Tanz, Ballspiele, Volleyball, Fußball<br />

und Bouldern. Neben dem regulären Unterricht<br />

gibt es Sport-und Projektwochen, sowie soziale<br />

Projekte. Zum Beispiel das Projekt „Compassion –<br />

Soziale Verantwortung lernen“, bei dem Schüler<br />

der 7. Klassen zwei Wochen in einer sozialen Einrichtung<br />

mitarbeiten. In den vergangenen Jahren<br />

hatte die Schule nicht nur einen Höchststand an<br />

Schülern erreicht, sondern auch einige Auszeichnungen<br />

und Platzierungen bei Wettbewerben im<br />

sprachlichen, naturwissenschaftlichen und sportlichen<br />

Bereich.<br />

•<br />

Fotos: sacreé coeur<br />

54 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


Academic excellence<br />

meets passion<br />

BILDUNG<br />

AMADEUS INTERNATIONAL SCHOOL<br />

AMADEUS International School Vienna (AV) provides<br />

a unique blend of rigorous academics, innovative music<br />

and arts education, and a culturally diverse experience<br />

enhanced by optional boarding in superior facilities.<br />

Students have the opportunity to<br />

explore and develop their talents<br />

through music and arts classes<br />

INFO<br />

ACADEMY CONCERTS<br />

AV GALA<br />

Saturday, 24 February<br />

Musikverein |1010 Wien<br />

Fotos: amadeus international school<br />

•<br />

IB School<br />

AV’s educational programme for children<br />

aged 3-18 (Early Years - Grade 12) is based on the<br />

International Baccalaureate (IB). The IB is world<br />

renowned for its high academic standards, commitment<br />

to international mindedness and focus<br />

on developing skills that will prepare students<br />

for success in future educational endeavours.<br />

AV’s comprehensive IB curriculum has a clear<br />

framework of objectives and values supporting its<br />

educational philosophy – a philosophy that aims<br />

to develop inquiring, knowledgeable and caring<br />

young thinkers who help to create a better and<br />

more peaceful world through intercultural understanding<br />

and respect.<br />

•<br />

Music and Arts<br />

Following the principle that every student has<br />

a hidden talent, AV’s core curriculum provides a<br />

solid foundation in the Arts that allows students<br />

to develop their interests and explore their talents<br />

in the areas of music, art, drama and dance. Students<br />

who would like to specialize in their area of<br />

interest can enroll in the AV Music and Arts Academy<br />

alongside their academic studies to work with<br />

Creativity is<br />

the key to<br />

successful<br />

learning<br />

distinguished instructors to hone their skills and<br />

grow as individuals. The Academy empowers students<br />

to carve out a unique path of advancement<br />

from the beginner to the professional level and<br />

to become deeply proficient at their instrument<br />

through intense study, practice, and performance.<br />

Students also have several performance opportunities<br />

both locally and internationally to<br />

showcase their talents. A few of the celebrated annual<br />

AV events include the “Gala Concert” at the<br />

Musikverein which presents an impressive array<br />

of top class soloists and ensembles; the “International<br />

Dance Festival” where the entire student<br />

body comprising 47 different nationalities puts on<br />

a variety of traditional and modern dance performances;<br />

the “Winter Wonderland Charity Event”<br />

providing art displays and music, dance and drama<br />

performances; and “The Big Sing” event in Bratislava<br />

that connects international schools’ junior<br />

choirs from all around Europe.<br />

Originality is something wonderful, and a<br />

gift for later in life. Chris Greulich, Head of the<br />

School, takes pride in AV providing a stimulating<br />

learning environment and likes to emphasise to<br />

his students that “the creative thinker is best prepared<br />

for the future”.<br />

•<br />

Rittenburg Lockenhaus<br />

Sunday, 17 June<br />

Günser Str. 5|Lockenhaus<br />

AV Circle of Friends<br />

Thursday, 28 June<br />

Türkenstr. 19 |1090 Wien<br />

To purchase tickets contact:<br />

info@amadeus-vienna.com<br />

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receive a 5 EUR discount!<br />

CONTACT<br />

AMADEUS<br />

International<br />

School Vienna<br />

For further information or to<br />

schedule a visit please contact:<br />

AV School Office<br />

Bastiengasse 36 – 38<br />

1180 Vienna<br />

+43 1 470 30 37 00<br />

info@amadeus-vienna.com<br />

www.amadeus-vienna.com<br />

AV OPEN HOUSE<br />

Wednesday, 14 March<br />

8:30 – 15:00<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 55


BILDUNG<br />

INTERNATIONALE SCHULEN<br />

Internationale Schulen in Österreich<br />

Eine ausgewählte Übersicht des Angebotes<br />

Eine international anerkannte Ausbildung wird immer wichtiger.<br />

Momentan gibt es 37 internationale Schulen in Österreich.<br />

n Linz International School Auhof (LISA-Schulzweig)<br />

Linz<br />

www.auhof.eduhi.at<br />

n E.V.A. Volksschule Harbach<br />

Linz<br />

www.vsharbach.at<br />

n American International School Salzburg<br />

Salzburg<br />

www.ais-salzburg.at<br />

n St. Gilgen International School<br />

St. Gilgen/Salzburg<br />

www.stgis.at<br />

n Praxisvolksschule Salzburg<br />

Salzburg<br />

http://schule.salzburg.at/praxisvs-salzburg/klassen/international-class/index.html<br />

n American International School<br />

Wien<br />

www.ais.at<br />

n Vienna International School<br />

Wien<br />

www.vis.ac.at<br />

n Danube International School<br />

Wien<br />

www.danubeschool.at/<br />

n International Christian School Vienna<br />

Wien<br />

www.icsv.at<br />

n Japanische Schule<br />

Wien<br />

www.japaneseschool.at<br />

n Komensky Schulverein<br />

Wien<br />

www.komensky.at<br />

n Schwedische Schule Wien<br />

Wien<br />

www.svenskaskolan.at<br />

n Lycee Francais de Vienne<br />

Wien<br />

www.lyceefrancais.at<br />

n Europäische Mittelschule<br />

Wien<br />

www.emsneustiftgasse.at<br />

n Vienna Elementary School<br />

Wien<br />

www.vienna-elementary-school.at<br />

n Junior High School for Science, Arts and Information<br />

Technology (Carlbergergasse)<br />

Wien<br />

Im Campus der Amadeus<br />

International School<br />

www.juniorhighschool.at<br />

n Mayflower Christian Academy<br />

Wien<br />

www.mayflower-christian-academy.at<br />

n Graz International Bilingual School (GIBS)<br />

Graz<br />

www.gibs.at<br />

n Internationale Volksschule ab Schuljahr 2012/2013<br />

Graz<br />

n International School Rheintal<br />

Buchs/Schweiz<br />

www.isr.ch<br />

n International School Carinthia (ISC)<br />

Villach<br />

www.cic-network.at<br />

n International School St. Pölten<br />

St. Pölten/NÖ<br />

www.international-school.at<br />

n Lower Austria International School (LAIS)<br />

St. Pölten/NÖ<br />

www.borglsp-stpoelten.ac.at<br />

n BG/BRG Klosterneuburg<br />

Klosterneuburg/NÖ<br />

www.bgklosterneuburg.ac.at<br />

n Innsbruck Elementary School<br />

Innsbruck/Tirol<br />

www.innsbruck-elementary-school.tsn.at<br />

n Cole Private School<br />

Innsbruck/Tirol<br />

www.cole.at<br />

n The Children‘s House - Vienna Montessori Kindergarten<br />

Wien<br />

www.montessori-vienna.at/<br />

n Privatkindergarten Schmetterling<br />

Wien<br />

www.schmetterling.at/de/privatkindergarten<br />

n Arche Noah<br />

Wien<br />

http://kindergartenarchenoah.at<br />

n Kinderoase Weimar<br />

Wien<br />

www.kinderoase-weimar.at<br />

n United Children Wien<br />

www.unitedchildren.at<br />

n The International Montessori Preschool<br />

Wien<br />

www.montessori-preschool-vienna.com<br />

n International Private Children House<br />

Wien<br />

http://privat-kindergarten.at<br />

n Vienna English Preschool<br />

Wien<br />

www.viennaenglishpreschool.com<br />

n Amadeus International School of Vienna<br />

Wien<br />

https://amadeus-vienna.com<br />

n Die Erste Private Polnische Schule<br />

Wien<br />

http://uczymypolskiego.at<br />

n Anton Bruckner International School<br />

Linz<br />

www.lisa-junior.at<br />

Fotos: amadeus international school<br />

56 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


Wünschen<br />

Sie sich was !<br />

Nicht nur zur Weihnachtszeit.<br />

Denn fast nichts ist bei Berger unmöglich!<br />

Wir freuen uns auf Projekte, bei denen wir<br />

unser Know-how unter Beweis stellen dürfen.<br />

Kontaktieren Sie uns – wir freuen uns<br />

auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!<br />

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Horn | +43 (0) 2982 4161 - 0<br />

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Vertretungen:<br />

OÖ | Tirol | Stmk.<br />

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THEMENSERIE<br />

WOMEN AMBASSADORS<br />

Women<br />

Ambassadors<br />

An increasing number of Ambassadors is female – at the moment,<br />

there are 31 accredited to Austria. In this feature, we start with six<br />

Ambassadors, focussing on the challenges of being a career woman.<br />

Khojesta Fana Ebrahimkhel<br />

Ambassador of Afghanistan<br />

Vesna Cvjetkovic<br />

Ambassador of Croatia<br />

Nicole Roberton<br />

Ambassador of New Zealand<br />

58 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


THEMENSERIE<br />

WOMEN AMBASSADORS<br />

Heidi Hulan<br />

Ambassador of Canada<br />

Vivian Nwunaku Okeke<br />

Ambassador of Nigeria<br />

Lourdes Victoria-Kruse<br />

Ambassador of the Dominican Republic<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 59


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW AFGHANISTAN<br />

„Afghanistan has made<br />

great progress since 2001“<br />

<strong>SOCIETY</strong> met with H.E. Khojesta Fana Ebrahimkhel,<br />

Ambassador of the Islamic Republic of Afghanistan,<br />

and spoke with her about her previous career and the<br />

situation of women in Afghanistan.<br />

Gerti Tauchhammer<br />

meeting with H.E.<br />

Khojesta Fana<br />

Ebrahimkhel at Villa Flora<br />

Before you came to Vienna,<br />

you served as Counsellor<br />

at the Afghan Embassy in<br />

Washington, D.C., where<br />

you also acted as Chargé<br />

d’Affaires a.i., as well as<br />

Director-General of the Office of Human<br />

Rights and Women’s International<br />

Affairs. Did you get experiences in this<br />

time, which influence your current diplomatic<br />

activity?<br />

I have always sought to emphasize the<br />

primacy of human rights and I can say<br />

that my family and my social relationships<br />

are based on the conviction that<br />

we all are one interconnected humanity,<br />

manifested also in the beautiful diversity<br />

we witness across our societies. When I<br />

was away from Afghanistan, I have progressed<br />

personally and gained valuable<br />

knowledge on the advancement of societies.<br />

I am familiar with the administrative<br />

culture of striving and working and I<br />

am prepared to tackle my tasks each and<br />

every day with determination and hope. I<br />

seek to disregard narrow-mindedness and<br />

silo-thinking, but to learn from the big<br />

thinkers and the bridge builders between<br />

the different thoughts and desires as well<br />

as the rights of Afghans and the ideas of<br />

international communities. I have always<br />

wanted to be part of the proud body of Afghans<br />

who walk forward without fear to<br />

advance Afghan society and human society<br />

at large. I served with pride and sincerity<br />

for more than thirteen years as Deputy<br />

Fotos: Society/pobaschnig<br />

60 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW AFGHANISTAN<br />

Chief of Staff, Chief of staff, Counsellor, Chargé<br />

d’Affaires of the Afghan Embassy in Washington<br />

D.C., and then as Director General of the Human<br />

Rights and Women’s International Affairs Department<br />

at the Ministry of Foreign Affairs of Afghanistan.<br />

I am grateful to have four great children and<br />

a supportive husband.<br />

I believe that when we take our jobs seriously<br />

and invest all we got then we are able to shape the<br />

position to the same extent as vice versa the post<br />

influences our conduct and thinking. The more<br />

recent positions I held over the past years had a<br />

major impact on my life as I have been given the<br />

opportunity to contribute to the improvement of<br />

the situation of my fellow Afghan citizens. When<br />

provided with such a unique opportunity, what<br />

you have to do is to pay it forward.<br />

This is your first post as an Ambassador –<br />

what are your plans for your time in Austria and<br />

what are your priorities?<br />

It is an incredible honor for me to serve as<br />

the first female Afghan Ambassador to Austria,<br />

which is one of the most important diplomatic<br />

representations of Afghanistan – given our excellent<br />

bilateral relations with Austria and the fact<br />

that Vienna hosts one of the three regional UN<br />

headquarters and the OSCE Secretariat. I am determined<br />

to act as a bridge builder between our<br />

two nations and I believe that there are great opportunities<br />

to further strengthen our bilateral<br />

relationships. Our mutual cooperation is deeply<br />

rooted and guided by the same ideals and shared<br />

goals of democracy, pluralism, human rights and<br />

the rule of law. Thematic priorities shall include<br />

the provision of vocational training; scholarships<br />

and fellowships; technical assistance and capacity<br />

building programmes and projects for Afghan<br />

stakeholders in addressing crime and terrorism,<br />

democratization, economic development, women<br />

empowerment and gender equality; and to actively<br />

advocate for trade facilitation and foreign<br />

investments in Afghanistan.<br />

You are the founder of the Afghan Women<br />

Diplomats’ Association – what can you tell us<br />

about this foundation? What is the percentage<br />

of female Ambassadors in the Ministry of Foreign<br />

Affairs in Afghanistan?<br />

The foundation was established to create a network<br />

for female diplomats and a platform where<br />

we can exchange our experience, our concerns<br />

and our ideas for strengthening the role of women<br />

in Afghanistan. Out of currently 42 Afghan Ambassadors,<br />

we have four female Ambassadors: aside<br />

from Vienna also in Geneva, Jakarta and Oslo, as<br />

well as a female Consul-General in Toronto. Article<br />

22 of the Afghan Constitution stipulates that<br />

“Any kind of discrimination and distinction between<br />

citizens of Afghanistan shall be forbidden.<br />

The citizens of Afghanistan have equal rights and<br />

duties before the law”. It is our goal to contribute<br />

to the implementation of this and other articles<br />

»As long as I<br />

am president,<br />

women’s rights<br />

will be<br />

protected.<br />

«<br />

President<br />

Ashraf<br />

Ghani<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Ambassador Khojesta<br />

Fana Ebrahimkhel is married<br />

and has four children.<br />

She started her diplomatic<br />

career in the Ministry of<br />

Foreign Affairs in 2006,<br />

first as Deputy Chief of<br />

Staff, then as Chief of Staff<br />

and Advisor to the Minister.<br />

She later served as<br />

Counsellor at the Afghan<br />

Embassy in Washington,<br />

D.C., where she also acted<br />

as Chargé d’Affaires a.i., as<br />

well as Director-General of<br />

the Office of Human Rights<br />

and Women’s International<br />

Affairs. She also founded<br />

the Afghan Women Diplomats’<br />

Association. Prior<br />

to her diplomatic career,<br />

Ambassador Ebrahimkhel<br />

worked as an attorney in<br />

the office of the Attorney-<br />

General in Kabul, as a<br />

crime investigator in the<br />

Ministry of Foreign Affairs<br />

in Kabul, and – later, in<br />

Germany – campaigned as<br />

a social activist for Afghan<br />

refugees and for women’s<br />

rights, actively participated<br />

in the German-Afghan<br />

Association, the German<br />

Lawyers’ Association, and<br />

Germany’s International<br />

Women’s Club, while acting<br />

as a lecturer and panelist,<br />

and published articles<br />

on women’s rights.<br />

of the Constitution. Since the end of 2001, Afghan<br />

women have made great strides in retaking their<br />

active roles across all spheres of our society. Many<br />

Afghan women already took leading parts in our<br />

society and we intend to inspire others to follow.<br />

What can you tell us about the situation of<br />

women in Afghanistan? Are there any projects<br />

from the government regarding the self-empowerment<br />

of women?<br />

Afghanistan has made great progress since<br />

2001. Today we are a democracy and our people<br />

are eager to live in a modern, prosperous and<br />

peaceful country. In September 2014, our country<br />

completed the first successful democratic transition<br />

in its history. The progress in all areas, especially<br />

in the area of women’s rights, show that<br />

we have planted the seeds of hope for the future.<br />

Women empowerment is a priority for the Government<br />

of Afghanistan and we stand committed<br />

to promoting and protecting human rights and<br />

especially women’s rights. I would like to encourage<br />

everyone to regard Afghan women as inspiring<br />

survivors and agents of peace and change,<br />

and not as hopeless victims. The Government of<br />

Afghanistan recognizes sustainable peace and<br />

security as the key priorities and we realize that<br />

they can only be achieved through a participatory<br />

process where both men and women take active<br />

roles. In order to realize and implement these<br />

priorities, Afghanistan has developed its first National<br />

Action Plan on Women, Peace and Security,<br />

in June 2015. As the National Focal Point, I<br />

was leading this initiative, which is now guided<br />

by the Director General of the Human Rights Department<br />

of the Ministry of Foreign Affairs. We<br />

are one of a few countries in our region with a<br />

National Action Plan to implement the UNSCR<br />

1325. Participation of women in decision making<br />

processes related to peace and security and<br />

the protection and prevention of Afghan women<br />

from violence and conflict as well as their selfempowerment<br />

are essential in building a peaceful<br />

and developed Afghanistan. My country has<br />

also developed other legislation for women’s economic<br />

empowerment, coordinated by the Ministry<br />

of Women’s Affairs of Afghanistan, including<br />

the National Action Plan for Women’s Economic<br />

Empowerment. Furthermore, our honorable First<br />

Lady plays an excellent and active role in advancing<br />

women’s economic empowerment and health<br />

care rights. As I have mentioned earlier: Afghan<br />

women have made incredible achievements over<br />

the past 16 years. Women now hold 28 percent of<br />

the seats in the parliament, we have several female<br />

Ministers and the Afghan Independent Human<br />

Rights Commission is led by a woman. Yet,<br />

so much more has to be done to improve the lives<br />

of all Afghan women and to empower them, in all<br />

areas of the country. The National Unity Government<br />

has made women’s rights a priority. President<br />

Ghani declared: “As long as I am president,<br />

women’s rights will be protected”. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 61


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW DOMINIKANISCHE REPUBLIK<br />

„Frauen müssen vieles<br />

miteinander kombinieren“<br />

<strong>SOCIETY</strong> sprach mit I.E. Lourdes Victoria-Kruse, Botschafterin<br />

der Dominikanischen Republik, über die Vereinbarkeit von Familie<br />

und Beruf und das Engagement für Sportvereine.<br />

Fotos: Society/pobaschnig, Botschaft der dom.rep.<br />

62 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW DOMINIKANISCHE REPUBLIK<br />

Seit wann sind Sie in Wien? Was haben<br />

Sie sich für Ihren Dienst hier in Wien<br />

vorgenommen?<br />

Ich bin seit sechs Jahren in Österreich.<br />

Davor war ich in Deutschland und<br />

in Indien. Zuerst war ich als Gesandte-<br />

Botschaftsrätin in Wien tätig. Am 4. Juli diesen Jahres<br />

wurde ich zur Botschafterin in Österreich und<br />

zur Ständigen Vertreterin der Dominikanischen<br />

Republik bei den Internationalen Organisationen<br />

in Wien akkreditiert. Ich habe natürlich viele Pläne<br />

und möchte die Zeit hier effektiv nutzen. Wichtig<br />

ist mir, die diplomatischen Beziehungen und den<br />

Austausch mit Österreich weiter zu vertiefen. Einen<br />

Schwerpunkt möchte ich auf den Bereich Bildung<br />

legen. Dieses Thema ist auch unserem Präsidenten<br />

S.E. Danilo Medina Sánchez ein großes Anliegen.<br />

Es ist für uns von großer Bedeutung, die Beziehungen<br />

zwischen Universitäten der Dominikanischen<br />

Republik und Österreich zu festigen, um Chancen<br />

einer breiteren Sicht auf die Welt und die Möglichkeit,<br />

neue Freundschaften zwischen Studierenden<br />

beider Länder zu schließen, zu bieten.<br />

Des Weiteren hat der Bereich Wirtschaft große<br />

Bedeutung. Ich möchte mich besonders um potentielle<br />

Investitionen in der Dominikanischen<br />

Republik kümmern. Die Dominikanische Republik<br />

ist ein wichtiger Partner von Österreich in der<br />

Karibik und es existieren viele Möglichkeiten für<br />

die Erweiterung des wirtschaftlichen Austauschs<br />

zwischen beiden Ländern. Die Themen des Technologietransfers<br />

in Bereichen wie erneuerbare<br />

Energie oder Abfall- und Abwasserverwertung<br />

sind dank der Förderungen, welche die Dominikanische<br />

Republik für diese Investitionen anbietet,<br />

von besonderem Interesse.<br />

Ich möchte unterstreichen, dass der Tourismus<br />

ebenfalls ein wichtiges Thema für uns ist. Es liegt<br />

in unserem Interesse zu zeigen, dass die Dominikanische<br />

Republik weit mehr zu bieten hat als<br />

„nur“ Strände. In der Dominikanischen Republik<br />

befinden sich die sogenannten „Alpen der Karibik“.<br />

Santo Domingo ist die erste Hauptstadt der<br />

Neuen Welt und beherbergt somit die ersten Monumente,<br />

die ersten Behörden, die erste Universität<br />

und die erste Kathedrale Lateinamerikas. Der<br />

Anteil an österreichischen Touristen ist übrigens<br />

sehr hoch, auch zeichnet es uns aus, dass die Österreicher<br />

wiederholend zu uns auf Urlaub fahren.<br />

Wenn man Berlin und Wien miteinander<br />

vergleicht – gibt es Dinge, die Sie an Wien mehr<br />

schätzen?<br />

Die Zeit als Diplomatin, die ich in Berlin und<br />

bislang in Wien verbracht habe, war für mich<br />

hervorragend. Einer Lateinamerikanerin kann es<br />

zu Beginn so vorkommen, als gäbe es zwischen<br />

Berlin und Wien keine großen Unterschiede,<br />

aber jede Stadt hat ihren eigenen Charme. Wien<br />

ist aufgrund seiner Nähe zu anderen Städten aus<br />

Zentral- und Osteuropa sowie seines internationalen<br />

Charakters eine besondere Stadt. Wien, bekannt<br />

als die Hauptstadt der Musik, ist außerdem<br />

»Die Dominikanische<br />

Republik<br />

ist ein<br />

wichtiger Partner<br />

von Österreich<br />

in der<br />

Karibik.<br />

«<br />

Lourdes Gisela<br />

Antonia<br />

Victoria- Kruse<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Lourdes Gisela Antonia<br />

Victoria-Kruse wurde<br />

1955 in Santo Domingo,<br />

Dominikanische Republik,<br />

geboren. Von 2004 bis<br />

2010 war sie als Gesandte-<br />

Botschaftsrätin in der<br />

Botschaft der Dominikanischen<br />

Republik in<br />

Deutschland tätig. Von<br />

2010 bis 2011 hatte sie die<br />

Position der Gesandten-<br />

Botschaftsrätin in der<br />

Botschaft der Dominikanischen<br />

Republik in Indien<br />

inne. Seit 2011 war sie als<br />

Gesandte-Botschaftsrätin<br />

in der Botschaft der<br />

Dominikanischen Republik<br />

in Österreich, seit Juli<br />

<strong>2017</strong> hat sie das Amt der<br />

Botschafterin in Österreich<br />

inne und wurde zur<br />

Ständigen Vertreterin der<br />

Dominikanischen Republik<br />

zu den Internationalen<br />

Organisationen in Wien<br />

ernannt.<br />

der Hauptsitz vieler wichtiger multilateraler Organisationen<br />

innerhalb des Systems der Vereinten<br />

Nationen. All dies macht Wien zu einem sehr<br />

interessanten Sitz für die diplomatische Tätigkeit,<br />

wo wir uns mit diversen aktuellen Themen<br />

auseinandersetzen können. Der multilaterale Bereich<br />

ist für mich eine neue Erfahrung..<br />

Sind Sie verheiratet und haben Sie Kinder?<br />

Glauben Sie, dass es für eine weibliche Botschafterin<br />

schwieriger ist, Beruf und Familie miteinander<br />

zu verbinden als für einen Mann?<br />

Ja, ich bin verheiratet und habe drei Kinder<br />

und drei Enkelkinder. Mein jüngster Sohn ist 24<br />

Jahre alt und ja, sicher: Wir Frauen müssen unser<br />

ganzes Leben lang vieles miteinander kombinieren.<br />

Da mein Mann und meine Kinder in Berlin<br />

und Frankfurt leben, ist das „Pendeln“ ein wichtiger<br />

Teil unseres Familienlebens, aber dank dem<br />

Verständnis und der Unterstützung meiner Familie<br />

kann ich mich voll und ganz der Rolle der<br />

Botschafterin widmen.<br />

Wie sehen Sie die Situation von Frauen in der<br />

Dominikanischen Republik?<br />

Ich denke, dass sich für Frauen in den letzten<br />

Jahren viel zum Positiven hin verändert hat. In<br />

puncto Gleichberechtigung, steht unser Land recht<br />

gut da – ich sehe die Situation von Frauen also nicht<br />

so kritisch, wie es vielleicht in anderen Ländern der<br />

Fall ist, aber natürlich muss man weiterhin am Ball<br />

bleiben, was die Rechte von Frauen betrifft.<br />

Was können Sie uns über die dominikanische<br />

Community hier in Wien erzählen?<br />

Wir sind um die 4.000 Dominikaner und haben<br />

somit nach Brasilien die größte lateinamerikanische<br />

Community in Österreich. Die Dominikaner<br />

leben hauptsächlich in Wien, Tirol,<br />

Vorarlberg, Graz und in Linz. Viele haben sich in<br />

Vereinen zusammengetan. Man muss hervorheben,<br />

dass sich die Dominikaner oft in Sportvereinen<br />

– besonders in den Bereichen Basketball<br />

und Baseball – zusammentun, aber keine Sportstätten<br />

haben, wo sie trainieren können. Baseball<br />

und Basketball sind unsere Nationalsportarten,<br />

die wir so fördern möchten.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 63


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW CANADA<br />

„At the end of the day,<br />

you are still a mum“<br />

<strong>SOCIETY</strong> spoke with H.E. Heidi Hulan about the role<br />

of female ambassadors and the gender parity in the<br />

Canadian government.<br />

You are the permanent<br />

representative of Canada<br />

to Austria, Slovakia and<br />

the International Organizations<br />

in Vienna and are<br />

the mother of a four year<br />

old daughter. How do you combine these<br />

very different roles?<br />

As you can imagine I have been thinking<br />

a great deal lately about these different<br />

roles of being a mother as well as<br />

Ambassador. The reality is that being a<br />

working parent – whatever your profession<br />

– is challenging, period. This is true<br />

for both men and women: nowadays,<br />

my male colleagues increasingly have as<br />

many home duties as my female ones.<br />

Happily, in policy terms national governments<br />

including Canada’s are starting to<br />

catch up to this reality. In my country,<br />

we benefit both from generous maternity<br />

leave and six months paternity leave for<br />

the fathers. The latter is critical for women,<br />

because it has begun to normalize pa-<br />

Fotos: Society/pobaschnig<br />

64 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW CANADA<br />

rental leave for professional men, which in turn<br />

reduces the pressure on women to bear the full<br />

responsibility for the pre-school years.<br />

Of course it is no secret that diplomatic families<br />

face very particular challenges. You travel a<br />

lot, and your children have to accustom themselves<br />

to new environments at regular intervals.<br />

In that context, it is important to find a way to<br />

center your family. For me this means always<br />

trying my best to be home in time to bathe my<br />

daughter and put her to bed. Like many women in<br />

the workforce, I go to some lengths to make that<br />

happen. For example, I often get up at 5:30 to get<br />

an hour of work done before my daughter wakes.<br />

I minimize the number of working lunches I accept<br />

in favour of a quick sandwich at my desk.<br />

And I am usually the first to leave evening receptions.<br />

By organizing my day in that way I find I<br />

can do the work and still be present in my family’s<br />

life. And that is a priority, because although it<br />

is an immense privilege working as Ambassador,<br />

at the end of the day, you are still a mum, and you<br />

cannot let the swirl of diplomatic life cause you to<br />

lose sight of that.<br />

In 2015 Canada had, for the first time in the<br />

country‘s history, a cabinet with an equal number<br />

of women and men. Do you see Canada as a<br />

role model for gender equality?<br />

Let me start by saying that for me it has always<br />

been a great personal honor to represent<br />

Canada. But that moment two years ago when<br />

Canada’s current cabinet was sworn in was one<br />

of the proudest moments in my career and as a<br />

Canadian. Canada is a diverse country and it is<br />

»The reality is that being a<br />

working parent –whatever<br />

your profession– is<br />

challenging, period.<br />

«<br />

H.E. Heidi<br />

Hulan speaking<br />

with Tanja<br />

Tauchhammer<br />

»Canada is a<br />

diverse country<br />

and it is fitting<br />

that their<br />

government<br />

reflects that<br />

diversity.<br />

«<br />

Heidi<br />

Hulan<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Heidi Alberta Hulan BA<br />

Joint Hons [Philosophy &<br />

Political Science] McGill<br />

University) joined the<br />

Department of Foreign<br />

Affairs and International<br />

Trade in 1996. At Headquarters,<br />

she has worked<br />

in a variety of assignments<br />

including Policy Advisor<br />

to the Foreign Minister,<br />

Deputy Director of the<br />

International Commission<br />

on Intervention and State<br />

Sovereignty, Director of<br />

the Peacebuilding and<br />

Human Security Division,<br />

Director Non-Proliferation<br />

and Disarmament Division,<br />

Director General Non-<br />

Proliferation and Security<br />

Threat Reduction, and<br />

most recently as Director<br />

General, International<br />

Security Policy. Overseas,<br />

she has served as Minister<br />

Counsellor and Head of<br />

Political Section at Canada’s<br />

Permanent Mission to<br />

the UN in New York and<br />

was Deputy Permanent<br />

Representative of Canada<br />

to NATO from 2010-2013.<br />

She is a past recipient of<br />

both the Minister’s Citation<br />

for Foreign Policy Excellence<br />

and the Deputy Minister’s<br />

Award of Excellence.<br />

Ms. Hulan is married to<br />

David Slinn, and they have<br />

one child, Sophie.<br />

fitting that their government reflects that diversity.<br />

I’m pleased to say we are also increasingly at<br />

parity between women and men in our Ambassadorial<br />

assignments. We don‘t think about it in<br />

the terms of quota. I would rather say that the<br />

caliber of women in the Canadian work force is<br />

extremely high and we want to make sure that<br />

this is reflected in who we send abroad.<br />

It is of course for others to say whether Canada<br />

is a role model. What I would say is this: in<br />

Canada we are very conscious that the message<br />

you send abroad is not just defined by what you<br />

say, but also by who you are. And what we are,<br />

increasingly, is a government that is diverse and<br />

has an equal number of men and women at the<br />

highest levels. That is a powerful message. But it<br />

is not just about values. We live in a highly competitive<br />

knowledge-based economy and in knowledge<br />

based economies, you simply cannot afford<br />

to leave fifty percent of the ingenuity and energy<br />

of your population on the sidelines. In this sense<br />

gender equality is also a driver of prosperity.<br />

At the moment, there are 31 female ambassadors<br />

in Austria. What do you think are the<br />

advantages of appointing a woman as head of<br />

mission? Or do you think there is no difference<br />

at all?<br />

I don‘t think there is a particular style for<br />

women and men. Obviously being very visibly<br />

competent in your job is the best thing that women<br />

can do for the general perception of women in<br />

the workforce.<br />

The other thing that is important is for women<br />

to continue making inroads into fields traditionally<br />

dominated by men. I am the Canadian representative<br />

on the Board of Governors at the IAEA,<br />

a field in which women are generally underrepresented.<br />

When I started working in the security<br />

sector 20 years ago, I was often one of the few<br />

women around a table. And there is little doubt<br />

that in the eyes of some, you suffer an immediate<br />

credibility gap as a woman in that environment.<br />

But what I have always noticed is, that what you<br />

might lose in credibility you almost always make<br />

up for in visibility. And since so much of a diplomat’s<br />

early task is to be recognized and stand<br />

out from the crowd, being a woman can be a big<br />

advantage.<br />

In the meantime, there is very happily a paradigm<br />

shift underway: nowadays you see a lot of<br />

women in their mid-forties as Ambassadors nowadays.<br />

That barrier has been well and truly broken.<br />

For my part, I plan to be a gender champion by<br />

being visible, by mastering my brief, by shaking<br />

perceptions of what women can and cannot do. But<br />

I also plan to be a gender champion by modelling<br />

good behaviour within my Embassy: by promoting<br />

work life balance, and not just for the women. Because<br />

at the end of the day, if women are to succeed<br />

professionally it is because both mothers and<br />

fathers are given the scope to be both professionals<br />

and parents at the same time.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 65


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW KROATIEN<br />

„Ich kann mir mein<br />

Leben ohne Kultur nicht<br />

vorstellen“<br />

<strong>SOCIETY</strong> sprach mit I.E. Vesna Cvjetkovic, Botschafterin von<br />

Kroatien, über das „Kulturjahr Österreich-Kroatien <strong>2017</strong>“ und<br />

die engen Beziehungen zwischen diesen beiden Ländern.<br />

<strong>2017</strong> ist das „Kulturjahr Österreich-Kroatien“<br />

und unter<br />

dem Motto „Gemeinsam Kultur<br />

erleben“ standen über<br />

100 hochklassige Veranstaltungen<br />

auf dem Programm<br />

— was können Sie uns darüber erzählen?<br />

Gleich am Anfang möchte ich hervorheben,<br />

dass das vom Bundesministerium<br />

für Europa, Integration und Äußeres initiierte<br />

Projekt der kulturellen Zusammenarbeit<br />

„Kulturjahr Österreich-Kroatien<br />

<strong>2017</strong>“ sowohl in Österreich als auch in<br />

Kroatien stattfindet. Bis jetzt haben wir<br />

allein in Österreich rund 60 Veranstaltungen<br />

gehabt. Die kroatische Botschaft war<br />

an all diesen Veranstaltungen entweder<br />

als Hauptveranstalter, Co-Veranstalter<br />

oder Unterstützer beteiligt, so dass ich<br />

mich bemüht habe, auch persönlich immer<br />

mit dabei zu sein. Die Räumlichkeiten<br />

der kroatischen Botschaft waren außerdem<br />

der Ort vieler Veranstaltungen<br />

im Rahmen des Kulturjahrs. Wir haben in<br />

unseren Räumlichkeiten Vorträge, Lesungen,<br />

Konzerte, kleinere Theatervorstellungen<br />

bis hin zu Symposien und Frauennetz-<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig, Bubu Dujmic/look<br />

66 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW KROATIEN<br />

werktreffen organisiert. Die Idee dahinter war, die<br />

schönen Räume der kroatischen Botschaft auch<br />

auf diese Art und Weise dem kultur- und kunstinteressierten<br />

Publikum zu öffnen. Das Haus,<br />

das von Otto Wagner erbaut wurde und in dem<br />

er gelebt und gearbeitet hat, ist ein wichtiger Teil<br />

der österreichischen Kunstgeschichte. Und da finden<br />

wir wieder Verbindungen zu Kroatien, auch<br />

wenn nur indirekt. Otto Wagner hatte nämlich<br />

einen wesentlichen Einfluss auf einige bedeutende<br />

kroatische bildende Künstler und Architekten,<br />

von denen manche auch seine Schüler waren. Wir<br />

schätzen uns glücklich, in so einem geschichtsträchtigen<br />

Gebäude untergebracht werden zu<br />

können. Die Botschaft wird dadurch zu einem<br />

wichtigen Treffpunkt für Kultur, Öffentlichkeit<br />

und Diplomatie, was mich besonders freut, weil<br />

ich fest überzeugt bin, dass sich die guten und<br />

kreativen Schwingungen der kulturellen Zusammenarbeit<br />

auf alle Gebiete der Kooperation übertragen.<br />

Vor Ihrem Eintritt in die Diplomatie, hatten<br />

Sie den Lehrstuhl für Literaturtheorie und klassische<br />

Philologie der Philosophischen Fakultät<br />

Zagreb inne. Außerdem waren Sie Leiterin des<br />

Archivs und Museums des Kroatischen Nationaltheaters<br />

Zagreb – Sie haben, biografisch gesehen,<br />

einen Interessensschwerpunkt im kulturellen<br />

Bereich – ist Kultur nach wie vor ein<br />

wichtiger Teil in Ihrem Leben?<br />

Ich kann mir mein Leben ohne Kultur nicht<br />

vorstellen, ebenso ist meine diplomatische Tätigkeit<br />

ohne meinen Einsatz für Kultur und kulturelle<br />

Zusammenarbeit mit dem Empfängerland<br />

nur schwer möglich. Ich bin fest überzeugt, dass<br />

Kultur in der Diplomatie eine immer wichtigere<br />

Rolle spielen wird. Vor allem in der heutigen turbulenten<br />

Welt, wo die Politik keine Antworten<br />

finden kann, kann Kultur helfen, Verständnis<br />

und Akzeptanz zu schaffen. Dass Kultur verbindet<br />

und Brücken bauen kann, ist keineswegs nur<br />

eine Floskel. Jeder kulturelle Austausch bringt,<br />

außer geistiger Bereicherung, auch viele Freundschaften,<br />

viele positive Erinnerungen und weitere<br />

Vernetzungen, die dann unsere Wahrnehmung<br />

und unser Gesamtbild eines Landes, eines<br />

Volkes und einer Kultur beeinflussen.<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

DDr. Vesna Cvjetkovic<br />

wurde 1954 in Dubrovnik,<br />

Kroatien geboren. Sie ist<br />

verheiratet und hat einen<br />

Sohn. Von 2012 bis 2015<br />

war sie Generalsekretärin<br />

des Ministeriums für auswärtige<br />

und europäische<br />

Angelegenheiten. 2008 bis<br />

2012 war sie Botschafterin<br />

der Republik Kroatien in<br />

der Hellenischen Republik<br />

Griechenland, Botschafterin<br />

der Republik Kroatien in<br />

Georgien mit dem Sitz in<br />

Athen und Botschafterin<br />

der Republik Kroatien in<br />

Armenien mit dem Sitz<br />

in Athen. In den Jahren<br />

2003 bis 2008 war sie<br />

Botschafterin der Republik<br />

Kroatien in der Bundesrepublik<br />

Deutschland.<br />

Von 2000 bis 2003 hatte sie<br />

die Funktion der Stellvertretenden<br />

Außenministerin<br />

inne. Als Assistentin, wissenschaftliche<br />

Assistentin,<br />

Universitätsdozentin der<br />

Philosophischen Fakultät<br />

der Universität Zagreb arbeitete<br />

sie von 1985 bis 2000.<br />

Davor war sie drei Jahre<br />

lang Höhere Lehrende am<br />

Lehrstuhl für Literaturtheorie<br />

an der Philosophischen<br />

Fakultät der Universität Zagreb.<br />

Von 1980 bis 1985 war<br />

sie Leiterin des Archivs und<br />

Museums des Kroatischen<br />

Nationaltheaters Zagreb.<br />

»Ich bin fest<br />

überzeugt, dass<br />

Kultur in der<br />

Diplomatie eine<br />

immer wichtigere<br />

Rolle<br />

spielen wird.<br />

Dass Kultur<br />

verbindet und<br />

Brücken bauen<br />

kann, ist keineswegs<br />

nur<br />

eine Floskel.«<br />

Frauen-Netzwerktreffen im<br />

Oktober <strong>2017</strong> in der Botschaft<br />

der Republik Kroatien<br />

Was können Sie generell zu den künstlerischen<br />

und kulturellen Beziehungen zwischen<br />

Österreich und Kroatien sagen?<br />

Das Belvedere zeigt deutlich, wie stark die<br />

kulturellen Verflechtungen und gemeinsamen<br />

Einflüsse sind. Das ist auch nicht verwunderlich,<br />

wenn man bedenkt, dass viele Künstler in Wien<br />

ausgebildet wurden, oder auch hier tätig waren,<br />

bevor sie nach Kroatien zurückkehrten. Es gibt<br />

also eine Kontinuität der kulturellen Beziehungen,<br />

auf denen wir heute gut aufbauen können.<br />

Das Kulturjahr hat in diesem Sinne eine neue<br />

Dynamik gebracht. Kroatische Kunst wurde noch<br />

sichtbarer und präsenter in ganz Österreich. Beispielsweise<br />

waren viele von der Kunst der bereits<br />

verstorbenen Nasta Rojc begeistert. Ebenso war<br />

die kroatische Komponistin Dora Pejačević mehrfach<br />

im Rahmen des Musikprogramms vertreten.<br />

Die literarischen Salons in der kroatischen<br />

Botschaft waren vorwiegend den kroatischen<br />

Schriftstellerinnen und Dichterinnen gewidmet.<br />

Menschen mit kroatischem Hintergrund bilden<br />

die fünftgrößte Gruppe an ausländischen<br />

Staatsbürgern in Österreich. Ist die kroatische<br />

Community in Österreich gut miteinander vernetzt?<br />

Es gibt mehr als 62.000 Menschen mit kroatischem<br />

Hintergrund in Österreich, die in über<br />

50 Vereinen und katholischen Missionen organisiert<br />

sind. Die Kroaten in Österreich sind in der<br />

Regel gut integriert. Sie versammeln sich aber<br />

gern in unterschiedlichen Vereinen. So haben<br />

wir nicht nur Kultur- und Sportvereine, sondern<br />

auch Unternehmervereine, Vereine von Rechtsanwälten<br />

etc. Durch die gute Integration und<br />

Vernetzung tragen diese Vereine wesentlich zur<br />

Stärkung der österreichisch-kroatischen Beziehungen<br />

bei, in dem sie sehr gut mit österreichischen<br />

Institutionen und anderen Organisationen<br />

zusammenarbeiten. In diesem Jahr wurde so die<br />

Österreichisch-Kroatische Gesellschaft von der<br />

Dachorganisation sämtlicher österreichisch-ausländischer<br />

Freundschaftsgesellschaften mit dem<br />

PAN-Preis ausgezeichnet.<br />

Sie sind verheiratet und haben einen Sohn –<br />

glauben Sie, dass es für eine weibliche Botschafterin<br />

schwieriger ist, Karriere und Familie miteinander<br />

zu verbinden, als für Ihre männlichen<br />

Kollegen?<br />

Trotz mancher Schwierigkeiten, habe ich irgendwie<br />

immer gewusst, wie ich Karriere und<br />

Familie miteinander verbinden kann. Dabei<br />

habe ich das große Glück, dass mich mein Mann<br />

hinsichtlich meiner beruflichen Tätigkeit sehr<br />

unterstützt. Er ist ein ehemaliger slowenischer<br />

Diplomat, der für meine beruflichen Verpflichtungen<br />

immer Verständnis gehabt hat. Das heißt<br />

aber nicht, dass ich ohne Gewissensbisse war und<br />

es ist manchmal ein Teufelskreis: Wenn man in<br />

der Arbeit ist, hat man Gewissensbisse, weil man<br />

nicht bei der Familie ist und umgekehrt. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 67


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW NEW ZEALAND<br />

Austria and New Zealand –<br />

Sisters in Spirit<br />

<strong>SOCIETY</strong> met with H.E. Nicole Roberton, Ambassador of New<br />

Zealand and interviewed her about the striking similarities<br />

between Austria and her home country.<br />

You are married and have<br />

two children – do you<br />

think that it is harder for<br />

female ambassadors to<br />

combine their professional<br />

careers and family life<br />

than for male ambassadors? Does your<br />

family live here in Vienna?<br />

I don’t think it is harder if you have<br />

good support mechanisms around you. I<br />

think it is a challenge for anybody who<br />

has commitments, whether that be children,<br />

partners or parents that they have<br />

to look after. Historically, the “caring”<br />

burden falls harder on women across all<br />

walks of life and all kinds of communities.<br />

For this reason I think it is very important<br />

that our employers, governments<br />

and institutions empower women by putting<br />

the structures in place – including<br />

childcare support – so that women can<br />

manage the different demands that lie on<br />

them. In my case it’s not difficult because<br />

I do have the right structures in place – I<br />

have help at home which makes a real difference.<br />

I have two children aged 11 and<br />

nine, who attend Vienna international<br />

School, and my husband has just arrived<br />

from finishing his job as the Ambassador<br />

in Egypt. He is now working long distance<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

68 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW NEW ZEALAND<br />

»For us it’s about making<br />

sure that the pipeline of<br />

women is strong, so that<br />

there are women available<br />

to take up these roles.<br />

«<br />

Gerti Tauchhammer<br />

speaking with H.E.<br />

Nicole Joyce Roberton<br />

so we both need help managing careers, home<br />

and the children.<br />

Your predecessor was also a woman – was it an<br />

intended step of the Ministry of Foreign Affairs<br />

to send female ambassadors to Austria? What<br />

is the percentage of female ambassadors in the<br />

Ministry of Foreign Affairs in New Zealand?<br />

We don’t take gender into account when we<br />

send ambassadors overseas. The New Zealand<br />

Foreign Ministry has a very robust system where<br />

people apply for the job and the person who gets<br />

the job is the best qualified. I think the reason<br />

that we have had a lot of female ambassadors<br />

here in Vienna is because we have a lot of capable<br />

women working in our Foreign Ministry and we<br />

have an increasingly proactive gender policy in<br />

the Foreign Ministry. A key part of this is making<br />

sure that the pipeline of women is strong, so that<br />

there are women available to take up these roles.<br />

So, how many female ambassadors do you<br />

generally have in the Ministry?<br />

I would guess around one third, roughly. There<br />

is still a big challenge in making sure that all the<br />

structural barriers that women face in coming to<br />

senior roles – not just in the Foreign Ministry but<br />

across all sectors of society – are being removed.<br />

For example our Foreign Ministry has been looking<br />

at the costs of childcare, it is ensuring that<br />

interview and promotion processes are gender<br />

blind and that the gender pay gap is closed and<br />

it is ensuring that women are not penalized in<br />

career progression for time they take on parental<br />

leave. Interestingly in our recruitment, we often<br />

have more women than men. I think it’s a career<br />

women are attracted to because women are natural<br />

diplomats and relationship builders, especially<br />

multilateralists.<br />

In the year 2015 you have been New Zealand’s<br />

Special Representative to the African Union in<br />

Ethiopia. Do you think that this time shaped<br />

your professional career?<br />

Absolutely. I have done a lot of jobs, but that<br />

was one of the most interesting ones, because of<br />

the complexity of the crises I was dealing with.<br />

New Zealand served on the UN Security Council<br />

in 2015 and 2016 when we saw a significant deterioration<br />

in South Sudan, the resurgence of Al<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Nicole Jocelyn Roberton<br />

was born 1971 in Auckland,<br />

New Zealand. She<br />

is married and has one<br />

son and one daughter. In<br />

2016 she was accredited<br />

as the Ambassador to<br />

Austria, Hungary, Slovakia<br />

and Slovenia and as the<br />

Permanent Representative<br />

to the International<br />

Organizations. In 2015 she<br />

became New Zealand Special<br />

Representative for the<br />

United Nations Security<br />

Council Issues (Africa) at<br />

the New Zealand Embassy<br />

in Addis Ababa, Ethiopia.<br />

From 2012 to 2014 she has<br />

been International Foreign<br />

Policy Consultant. From<br />

2002 to 2007 she was<br />

Head of Political Section at<br />

the New Zealand Permanent<br />

Mission to the UN in<br />

New York and from 1999<br />

to 2002 she was Second<br />

Secretary for Trade and<br />

Economic issues at the<br />

New Zealand Embassy in<br />

Moscow.<br />

»Austria and<br />

New Zealand<br />

have a very<br />

similar voting<br />

record in the<br />

United Nations<br />

– closer than<br />

any other two<br />

countries.<br />

Shabaab in Somalia, the very destabilizing effects<br />

of the conflict in Libya on the wider region and so<br />

on. All of these conflicts drove home for me how<br />

interconnected the issues of poverty, security,<br />

global power games and institutional weakness<br />

are and how complex problems need long term<br />

and complex solutions – particularly solutions<br />

driven from within. Also Addis Abbeba is Africa’s<br />

diplomatic capital, like Bruxelles or New York.<br />

All the world’s embassies are there: from the European<br />

ones to the American and African. It’s a<br />

great place to learn the vast spectrum of views on<br />

global issues, which was a fantastic opportunity.<br />

I found it was very influential, challenging some<br />

of my assumptions and teaching me to see many<br />

things differently. I bring all of that with me into<br />

this position.<br />

This is your first post as an ambassador – what<br />

are your plans for your time in Austria and what<br />

are your priorities?<br />

The relationship between Austria and New Zealand<br />

is very warm, perhaps because our two countries<br />

are very alike. Our population size is similar<br />

and we are people who love being outdoors. We focus<br />

on our environment and very importantly: the<br />

Austrian national ski team trains in New Zealand.<br />

Interestingly, Austria and New Zealand have a very<br />

similar voting record in the United Nations – closer<br />

than any other two countries – I guess because we<br />

see the world so similarly. On human rights, on the<br />

environment, on food quality, on security – no matter<br />

what the issue is, we seem to see the world in the<br />

same way, particularly on core issues like disarmament<br />

and nuclear non-proliferation, which are of<br />

course big issues here in Vienna. One of my major<br />

goals, apart from joining us together in this multilateral<br />

field, is looking at the economic relationship<br />

between New Zealand and Austria and more<br />

broadly between New Zealand and the European<br />

Union. There is lots of scope here in both directions.<br />

At the moment there is a lot of trade coming from<br />

Austria to New Zealand focusing in manufacturing<br />

and high-tech and I’d like to see this develop into<br />

some deeper partnerships. We are very much hoping<br />

that the European Union and New Zealand can<br />

conclude a Free Trade Agreement which will also<br />

open many new opportunities, including joint ventures<br />

or working together in third markets. It’s very<br />

exciting and it keeps me busy!<br />

« •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 69


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW NIGERIA<br />

What a man can do, a<br />

woman can do better”<br />

<strong>SOCIETY</strong> met with H.E. Vivian Nwunaku Rose Okeke, Ambassador<br />

of Nigeria and spoke with her about the situation of<br />

women in Nigeria and her priorities regarding her profession as<br />

an ambassador in Austria.<br />

What is the percentage<br />

of female<br />

ambassadors<br />

in the<br />

Ministry of<br />

Foreign Affairs<br />

in Nigeria?<br />

At the present time, under president<br />

Muhammadu Buhari, there is a significant<br />

number of female ambassadors. Our constitution<br />

says that 30 percent in every appointment<br />

have to be given to women, our<br />

president even went beyond that quota.<br />

You are married and have four children<br />

– do you think that it is harder for<br />

female ambassadors to combine their<br />

professional career and family life than<br />

it is for male ambassadors?<br />

Well, it is very challenging, but having<br />

the support of your spouse and family<br />

makes it easier. In the diplomatic service,<br />

everybody is considered an officer, there<br />

is no gender. It is a matter of multi-tasking<br />

– being in the office and looking after<br />

the demands of the children. In the early<br />

years of my career my mother came with<br />

me to my diplomatic posting and when –<br />

like most times – I had to work very late,<br />

she was looking after the children. Now,<br />

I´m in the position to advise young officers<br />

– and I tell them: if you are advanced<br />

in your years and you have the possibility<br />

of getting married and having children,<br />

do it. Because the more advanced your<br />

career, the more demanding the job is. I<br />

won’t say, that it is harder for women to<br />

combine family life and career, because<br />

in my country, we say: What a man can<br />

do, a woman can do better.<br />

Does Nigeria have a Diplomatic Academy<br />

of its own?<br />

Yes, since 1979 we have a Diplomatic<br />

Academy for professional training for<br />

70 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


WOMEN AMBASSADORS<br />

INTERVIEW NIGERIA<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/pobaschnig<br />

diplomats. Once, I have also been part of the directing<br />

staff of this Diplomatic Academy – being<br />

there for one year, I have been responsible for the<br />

smooth running of the academy. It is still based<br />

in Lagos, which was the former capital of Nigeria,<br />

with the prospect of moving to the new capital<br />

Abuja. We have a big campus in Lagos – it´s a<br />

residential program: all the student officers are<br />

living there and also retired ambassadors, who<br />

share their valuable experiences. We also have<br />

a collaboration program with other countries,<br />

whereby the most outstanding students are able<br />

to go to a Diplomatic Academy, like in the the UK<br />

or other countries.<br />

Do you think, that there is a special solidarity<br />

between female ambassadors?<br />

Yes, we try to create that solidarity. Especially,<br />

when you are a woman from a developing country<br />

the challenge to get into a higher position is difficult.<br />

You have to break through those barriers together,<br />

to give each other support. So we have a social<br />

network – a female ambassadors group, where<br />

we meet, we share experiences and give advice.<br />

How is the situation of women in Nigeria?<br />

Does the government provide any projects regarding<br />

self-empowerment of women in Nigeria?<br />

Because of the cultural factor, women face a<br />

difficult situation in Nigeria. They are often married<br />

off, before they can get their formal education.<br />

And like in every developing country, the<br />

chance for educating the boy first is very high.<br />

President Muhammadu Buhari has daughters of<br />

his own and wants to empower women in general.<br />

He is pushing for more education and there is a<br />

consciousness to empower and encourage women<br />

to stay in school and to get a profession. The wife<br />

of our president has founded a NGO empowering<br />

young girls, running a vocational school, giving<br />

them professional training in sewing, baking and<br />

hair dressing – just to have a skill that can give<br />

them an income. There are a lot of programs to<br />

encourage women and the advice from the governors<br />

for girls is to stay at school. With that political<br />

support, women are moving ahead.<br />

May I ask you about the current problematic<br />

issue of human trafficking in women?<br />

We have a national agency working against<br />

trafficking in women. This agency, called NAPTIP<br />

(National Agency for the Prohibition of Trafficking<br />

in Persons) was founded 2003. Actually we<br />

have also an advocacy campaign running – because<br />

what happens is, that many of these young<br />

girls in the rural areas are deceived. They are told<br />

to get a good job or to go to school in Italy, but<br />

finally they find themselves in the hands of human<br />

traffickers. But there is a grassroots-empowerment<br />

now in Nigeria, clearing up those lies.<br />

What are your plans for your time in Austria<br />

and what are your priorities?<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

VIVIAN NWUNAKU ROSE<br />

OKEKE, Ms. Okeke is married<br />

and has four children.<br />

Since <strong>2017</strong> she is the<br />

Permanent Representative<br />

of Nigeria to the United<br />

Nations in Vienna, Ambassador<br />

Extraordinary and<br />

Plenipotentiary. During<br />

her career Ms. Okeke has<br />

served in various capacities,<br />

among them: Director of<br />

the America and Caribbean<br />

Affairs Division, Ministry<br />

of Foreign Affairs, Nigeria<br />

(since 2015); Director of the<br />

Joint Commission, Trade<br />

and Investment Division,<br />

Ministry of Foreign Affairs,<br />

Nigeria (2014-2015); Minister<br />

(Economic) at the Nigerian<br />

Embassy in Washington<br />

D.C., United States (2010-<br />

2014); Deputy Director of<br />

the First United Nations<br />

Division, in charge of the<br />

First Committee (2008-<br />

2010); Special Assistant<br />

to the Minister of Foreign<br />

Affairs, Joy Ogwu (2006-<br />

2008); Head of Chancery,<br />

Consulate-General of<br />

Nigeria in New York, United<br />

States (2002-2006); Special<br />

Assistant to the Minister<br />

of State of Foreign Affairs,<br />

Dubem Onyia (1998-2001);<br />

First Secretary, Embassy of<br />

Nigeria in Brussels, Belgium<br />

(1993-1998).<br />

»In the diplomatic<br />

service,<br />

everybody is<br />

considered an<br />

officer, there is<br />

no gender.<br />

«<br />

Karoline Hausmann<br />

(<strong>SOCIETY</strong>) speaking<br />

with H.E. Okeke<br />

My priority is to strengthen the economic relationship<br />

between Austria and Nigeria. We have<br />

a relationship that goes back to the times before<br />

our independence. One of the first things I did<br />

was – go to Vorarlberg and see the factory which<br />

produces many materials we use for our cultural<br />

outfits. What we can gain from the relationship<br />

with Austria? In this process I met with the president<br />

of the Chamber of Commerce, Christoph<br />

Leitl – we have proposed to have an investment<br />

forum: business men and women from Nigeria<br />

are meeting with business men and women from<br />

Austria. Besides fighting insecurity and fighting<br />

corruption, it is also a key issue on the agenda of<br />

president Muhammadu Buhari to diversify the<br />

economy. As my position here is also multilateral,<br />

my priority in that field lies on the peaceful uses<br />

of the nuclear technology – you can use it to grow<br />

the agricultural economy, you can use it in the<br />

health sector, for example for cancer therapy – we<br />

collaborate with the IAEA where the peaceful use<br />

of nuclear technology in Nigeria is concerned.<br />

This October Russia and Nigeria signed agreements<br />

regarding the construction and operation<br />

of a Nuclear Power Plant and a Research Center<br />

housing a multi-purpose nuclear research reactor<br />

on the territory of the Federal Republic of<br />

Nigeria. The parties also signed up to a roadmap<br />

for cooperation in the field of peaceful usage<br />

of nuclear technologies – what can you tell us<br />

about these projects?<br />

Yes, we just came back from Abu Dhabi. Professor<br />

Mallam Simon Pesko, Chairman, Nigeria Atomic<br />

Energy Commission signed an agreement towards<br />

the establishment of a nuclear power plant<br />

in Nigeria. In 2014, the preliminary agreement<br />

was signed, now we are moving forward regarding<br />

the realization of this project. We have now more<br />

meetings to develop a roadmap, one of the next<br />

steps will be the constructing of the infrastructure.<br />

There is high demand for energy supply in<br />

Nigeria. The energy demand will be covered partly<br />

by nuclear power plants, partly by renewable energy<br />

like solar energy and partly by hydro power.<br />

We have a hydropower station in Mambillar and a<br />

lot of solar panels in the north of the country, we<br />

are addressing the whole energy sector. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 71


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

HIGHLIGHTS DER VERANSTALTUNGEN DES DACHVERBANDES ALLER ÖSTERREICHISCH-<br />

AUSLÄNDISCHEN GESELLSCHAFTEN PaN – PARTNER ALLER NATIONEN<br />

PaN Awards <strong>2017</strong><br />

PaN-Highlight im Wappensaal des Wiener Rathauses war auch heuer die Auszeichnung<br />

von drei PaN-Gesellschaften für ihre hervorragende Projektarbeiten und die<br />

Übergabe der PaN-Awards <strong>2017</strong> an die Österreichisch-Chinesische Gesellschaft und an<br />

den Protokollchef der burgenländischen Landesregierung, Hofrat Johannes Pinczolits,<br />

für die außerordentliche Unterstützung der Zielsetzungen des Dachverbandes<br />

Die ausgezeichneten PaN-PreisträgerInnen<br />

mit den Veranstaltern an ihrer<br />

Spitze Magistratsdirektor Dr. Erich<br />

Hechtner und der PaN-Vorstand sowie<br />

der Chef des Landstreitkräftekommandos<br />

Generalmajor Franz Reissner<br />

Verleihung des<br />

BMEIA-PaN-Preises<br />

Anlässlich des Kulturjahres Österreich<br />

und Kroatien <strong>2017</strong> verlieh<br />

das BMEIA den PaN-Preis in einem feierlichen<br />

Akt im Alois-Mock Saal in Anwesenheit<br />

hoher Repräsentanten aus<br />

Politik, Wirtschaft und Kultur an die Österreichisch-Kroatische<br />

Freundschaftsgesellschaft.<br />

Der ÜA-Vorstand freute<br />

sich gemeinsam mit der kroatischen<br />

Botschafterin I.E. Vesna Cvjetkovic, Ex-<br />

Vizekanzler Erhard Busek und Botschafterin<br />

Teresa Indjen über diesen Preis.<br />

Der PaN-Vorstand gemeinsam mit den<br />

Preisträgern und I.E. Vesna Cvjetkovic,<br />

Erhard Busek und Teresa Indjen<br />

72 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Kulturevent im<br />

Sigmund Freud Park<br />

Bereits zum 10. Mal fand anlässlich des<br />

UNESCO Welttages „Dialog der Kulturen“<br />

das Fest „Kulturen bitten zu Tisch“ im<br />

Sigmund Freud Park, unmittelbar vor der<br />

Votivkirche statt. Am PaN-Tisch begrüßte<br />

Präsident Dr. Walter Schwimmer – stehend<br />

– die diplomatischen Vertreter der rund<br />

30 teilnehmenden Länder sowie der Vertreter<br />

des Dachverbandes PaN-Präsident<br />

Hermann Mückler und Generalsekretär<br />

Walter J. Gerbautz.<br />

Die teilnehmenden diplomatischen<br />

Vertreter beim PaN-Tisch<br />

Erneuerung der<br />

Partnerschaftsbegründung<br />

Die Erneuerung der Partnerschaftsbegründung von<br />

PaN mit dem Kommando der Landstreitkräfte wurde<br />

dieses Jahr bei einem Festakt im Wiener Rathaus<br />

durch PaN-Präsident Univ.Professor Hermann Mückler<br />

und Generalleutnant Franz Reissner unter der Assistenz<br />

von PaN-Generalsekretär Walter J. Gerbautz und Major<br />

Nikolaus Barthl durchgeführt.<br />

PaN-Vorstandsmitglied Walter Gerbautz, Univ.<br />

Prof. Hermann Mückler, Generalleutnant Franz<br />

Reissner und Major Nikolaus Barthl<br />

Fotos: BMEIA, BMLVS, Harald Klemm<br />

Burgenlandbesuch<br />

von S.E.<br />

Hamad Alkaabi<br />

VAE-Botschafter S.E. Hamad<br />

Alkaabi kam auf Einladung<br />

von Landeshauptmann<br />

Hans Niessl anfang Juli <strong>2017</strong> zu<br />

einem bilateralen Besuch ins<br />

Hotel Burgenland nach Eisenstadt<br />

Bei einem intensiven Erfahrungsaustausch<br />

wurde auch<br />

die Verstärkung der bilateralen<br />

Beziehungen vereinbart. An<br />

den Gesprächen nahmen auch<br />

Vertreter der Österreichisch<br />

Vereinigten Arabischen Freundschaftsgesellschaft<br />

teil.<br />

LH Hans Niessl und<br />

Botschafter Alkaabi,<br />

rechts Landesamtsdirektor<br />

Ronald Reiter,<br />

und die OEVAEG-<br />

Vorstände GS Walter<br />

J. Gerbautz und Omar<br />

Al Rawi sowie Emese<br />

Kovacs von der VAE-<br />

Botschaft<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 73


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

119 bilateral<br />

Ambassadors<br />

are representing their<br />

countries in Austria.<br />

<strong>SOCIETY</strong> presents<br />

them with their<br />

name, picture and day<br />

of accreditation in<br />

alphabetical order<br />

of the countries.<br />

Ambassadors'<br />

Caleidoscope<br />

Ambassadors resident in Vienna<br />

Last update: December <strong>2017</strong><br />

ARGENTINA<br />

H.E. Rafael Mariano<br />

Grossi<br />

since 17.09.2013<br />

Goldschmiedgasse 2/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 84 63<br />

embargviena@embargviena.at<br />

BELGIUM<br />

H.E. Willem Van de<br />

Voorde since 02.10.2014<br />

Prinz-Eugen-Straße 8-10<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 502 07 0<br />

vienna@diplobel.fed.be<br />

www.diplomatie.be/vienna<br />

AFGHANISTAN<br />

H.E. Khojesta Fana<br />

Ebrahimkhel,<br />

since 5.12.<strong>2017</strong><br />

Mahlerstraße 14/1, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 402 10 06<br />

embassy@afghanistan-vienna.org<br />

www.afghanistan-vienna.org<br />

ARMENIA<br />

H.E. Arman<br />

Kirakossian<br />

since 09.11.2011<br />

Hadikgasse 28<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 522 74 79<br />

armenia@armembassy.at<br />

BOLIVIA<br />

H.E. Victor Alfredo<br />

Veltze Michel<br />

since 04.07.<strong>2017</strong><br />

Waaggasse 10/8, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 587 46 75<br />

embolaustria@of-viena.at<br />

ALBANIA<br />

H.E. Roland Bimo<br />

since 14.03.2014<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 328 86 56<br />

embassy.vienna@mfa.gov.al<br />

AUSTRALIA<br />

H.E. Brendon Charles<br />

Hammer<br />

31.01.<strong>2017</strong><br />

Mattiellistraße 2, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 506 74 0<br />

austemb@aon.at<br />

www.austria.embassy.gov.au<br />

BOSNIA AND HERZEGOVINA<br />

H.E. Tomislav Leko<br />

since 14.09.2015<br />

Tivoligasse 54, 1120 Vienna<br />

Tel. +43 1 811 85 55<br />

bhbotschaft@bhbotschaft.at<br />

www.bhbotschaft.at<br />

ALGERIA<br />

H.E. Faouzia Mebarki<br />

since 24.05.2016<br />

Rudolfinergasse 18, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 369 88 53<br />

office@algerische-botschaft.at<br />

www.algerische-botschaft.at<br />

AZERBAIJAN<br />

H.E. Galib Israfilov<br />

since 28.09.2011<br />

Hügelgasse 2<br />

1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 13 22<br />

vienna@mission.mfa.gov.az<br />

www.azembassy.at<br />

BRAZIL<br />

H.E. Ricardo Neiva<br />

Tavares<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Pestalozzigasse 4/2<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 06 31<br />

brasemb.viena@itamaraty.gov.br<br />

ANDORRA<br />

Chargé d'Affaires<br />

Marta Salvat Batista<br />

since 11.01.2008<br />

Kärntner Ring 2A/13<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 961 09 09<br />

office@ambaixada-andorra.at<br />

BANGLADESH<br />

H.E. Mohammed Abu<br />

Zafar<br />

since 10.12.2014<br />

Hofzeile 4<br />

1190 Vienna<br />

mission.vienna@mofa.gov.bd<br />

BULGARIA<br />

H.E. Ivan Sirakov<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Schwindgasse 8<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 31 13<br />

amboffice@embassybulgaria.at<br />

ANGOLA<br />

H.E. Maria De Jesus<br />

Dos Reis Ferreira<br />

since 09.11.2011<br />

Seilerstätte 15/10, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 718 74 88<br />

embangola-viena@embangola.at<br />

www.embangola.at<br />

BELARUS<br />

H.E. Alena Kupchyna<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Hüttelbergstraße 6, 1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 419 96 30<br />

austria@mfa.gov.by<br />

www.austria.belembassy.org<br />

BURKINA FASO<br />

H.E. Dieudonné Kere<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Strohgasse 14c/5, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 82 64<br />

s.r@abfvienne.at<br />

www.abfvienne.at<br />

Fotos: © YuI - Fotolia.com, HBF<br />

74 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

CANADA<br />

H.E. Heidi Hulan<br />

since 09.10.<strong>2017</strong><br />

Laurenzerberg 2/III<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 531 38 30<br />

vienn@international.gc.ca<br />

www.kanada.at<br />

CUBA<br />

H.E. Juan Antonio<br />

Fernandez Palacios<br />

since 13.11.2015<br />

Kaiserstraße 84, 1070 Vienna<br />

Tel. +43 1 877 81 98<br />

secembajador@ecuaustria.at<br />

www.cubadiplomatica.cu/austria<br />

ESTONIA<br />

H.E. Rein Oidekivi<br />

since 07.10.2015<br />

Wohllebengasse 9/12<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 77 61 11<br />

embassy@estwien.at<br />

www.estemb.at<br />

CHILE<br />

H.E. Armin Andereya<br />

Latorre<br />

since 13.11.2015<br />

Lugeck 1/III/10<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 92 08<br />

echile.austria@minrel.gov.cl<br />

CYPRUS<br />

H.E. Marios<br />

Ieronymides<br />

since 13.05.2014<br />

Neulinggasse 37/4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 513 06 30<br />

office@cyprusembassy.at<br />

FINLAND<br />

H.E. Hannu Veikko<br />

Kyröläinen<br />

since 05.10.2016<br />

Gonzagagasse 16, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 03 65<br />

sanomat.wie@formin.fi<br />

www.finnland.at<br />

CHINA<br />

H.E. Li Xiaosi<br />

since 05.10.2016<br />

Metternichgasse 4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 714 31 49<br />

chinaemb_at@mfa.gov.cn<br />

www.chinaembassy.at<br />

CZECH REPUBLIC<br />

Chargé d'Affaires Jakub Novak<br />

Penzinger Straße 11-13<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 899 580 111<br />

vienna@embassy.mzv.cz<br />

www.mzv.cz/vienna<br />

FRANCE<br />

H.E. François<br />

Saint-Paul<br />

since 04.07.<strong>2017</strong><br />

Technikerstraße 2, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 502 75 0<br />

secretariat.vienne-amba@diplomatie.gouv.fr,<br />

www.ambafrance-at.org<br />

COLOMBIA<br />

H.E. Jaime Alberto<br />

Cabal Sanclemente<br />

since 13.05.2014<br />

Stadiongasse 6-8/15<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 42 49<br />

eaustria@cancilleria.gov.co<br />

DENMARK<br />

H.E. Liselotte K.<br />

Plesner<br />

since 17.09.2013<br />

Führichgasse 6, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 79 04<br />

vieamb@um.dk<br />

www.oestrig.um.dk<br />

GEORGIA<br />

H.E. Konstantine<br />

Zaldastanishvili<br />

since 18.06.2013<br />

Doblhoffgasse 5/5<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 98 48<br />

vienna.emb@mfa.gov.ge<br />

COSTA RICA<br />

H.E. Pilar Saborió de<br />

Rocafort<br />

since 17.03.2015<br />

Floßgasse 7/1/3-4 1020 Vienna<br />

Tel. +43 1 263 38 24<br />

embajadaaustria_costa.rica@chello.at<br />

DOMINICAN REPUBLIC<br />

H.E. Lourdes Gisela Antonia<br />

Victoria-Kruse<br />

since 04.07.<strong>2017</strong><br />

Prinz-Eugen-Straße 18, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 85 55<br />

embajada@embrepdom.at<br />

GERMANY<br />

H.E. Johannes Haindl<br />

since 14.09.2014<br />

Gauermanngasse 2-4<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 711 54 0<br />

info@wien.diplo.de<br />

www.wien.diplo.de<br />

CÔTE D’IVOIRE<br />

Chargé d'Affaires<br />

Aya Georgette M'Brah<br />

since 30.03.2015<br />

Neulinggasse 29/6/20<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 581 00 76<br />

office@ambaciaut.org<br />

EGYPT<br />

Omar Amer<br />

Youssef<br />

since 05.10.2016<br />

Hohe Warte 50-54<br />

1190 Vienna, Tel. +43 1 370 81 04<br />

egyptembassyvienna@<br />

egyptembassyvienna.at | www.egyptembassyvienna.at<br />

GREECE<br />

H.E. Chryssoula Aliferi<br />

since 13.05.2014<br />

Argentinierstraße 14, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 506 15<br />

gremb@griechischebotschaft.at<br />

www.mfa.gr/missionsabroad/austria<br />

CROATIA<br />

H.E. Vesna Cvjetkovic<br />

since 07.10.2015<br />

Rennweg 3<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 485 95 24<br />

croemb.bec@mvep.hr<br />

http://at.mfa.hr<br />

EL SALVADOR<br />

H.E. Lucía Badía de<br />

Funes<br />

since 05.10.2016<br />

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 38 74<br />

elsalvador@embasal.at<br />

www.rree.gob.sv<br />

GUATEMALA<br />

H.E. Antonio Roberto<br />

Castellanos Lopez<br />

since 12.09.2012<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/Top7<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 714 35 70<br />

embajada@embaguate.co.at<br />

www.embaguate.co.at<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 75


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

HOLY SEE<br />

H.E. Archbishop Dr.<br />

Peter Stephan<br />

Zurbriggen<br />

since 17.04.2009<br />

Theresianumgasse 31, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 13 27<br />

nuntius@nuntiatur.at | www.nuntiatur.at<br />

IRELAND<br />

H.E. Thomas Hanney<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Rotenturmstraße 16-18<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 715 42 46<br />

vienna@dfa.ie<br />

www.dfa.ie<br />

*)<br />

KOSOVO<br />

H.E. Mag. Sami Ukelli<br />

since 17.03.2015<br />

Goldeggasse 2/15<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 11 77<br />

embassy.austria@rks-gov.net<br />

www.ambasada-ks.net/at/<br />

HUNGARY<br />

H.E. Dr. Janos Perenyi<br />

since 10.12.2014<br />

Bankgasse 4-6<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 537 80 300<br />

mission.vie@mfa.gov.hu<br />

ISRAEL<br />

H.E. Talya Lador-<br />

Fresher<br />

since 13.11.2015<br />

Anton-Frank-Gasse 20, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 476 46 0<br />

ambassador-assist@vienna.gov.il<br />

www.vienna.mfa.gov.il<br />

KUWAIT<br />

H.E. Sadiq Marafi<br />

since 17.10.2013<br />

Strassergasse 32<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 56 46<br />

kuwait.embassy.vienna@speed.at<br />

ICELAND<br />

Chargé d'Affaires<br />

Thordur Gudmundsson<br />

since 01.08.2014<br />

Naglergasse 2/8, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 27 71<br />

www.iceland.is/at<br />

ITALY<br />

H.E. Sergio Barbanti<br />

since 5.12.<strong>2017</strong><br />

Rennweg 27<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 51 21<br />

ambasciata.vienna@esteri.it<br />

www.ambvienna.esteri.it<br />

KYRGYZSTAN<br />

H.E. Bakyt Dzhusupov<br />

since 17.03.<strong>2017</strong><br />

Invalidenstraße 3/8<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 03 79<br />

kyremb@inode.at<br />

www.kyremb.at<br />

INDIA<br />

H.E. Renu Pall<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Kärntner Ring 2<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 86 66<br />

indemb@eoivien.vienna.at<br />

www.indianembassy.at<br />

JAPAN<br />

H.E. Kiyoshi Koinuma<br />

since 05.10.2016<br />

Heßgasse 6<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 531 92 0<br />

info@wi.mofa.go.jp<br />

www.at.emb-japan.go.jp<br />

LAOS<br />

H.E. Phoukhao<br />

Phommavongsa<br />

since 16.09.2014<br />

Sommerhaidenweg 43<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 890 2319 11<br />

laoembassyvienna@hotmail.com<br />

INDONESIA<br />

H.E.<br />

Darmansjah Djumala<br />

since 04.07.<strong>2017</strong><br />

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7<br />

1180 Vienna, Tel. +43 1 476 23 0<br />

unitkom@kbriwina.at<br />

www.kbriwina.at<br />

JORDAN<br />

H.E. Hussam<br />

Al Husseini<br />

since 22.10.2013<br />

Rennweg 17/4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 10 25/26<br />

info@jordanembassy.at<br />

www.jordanembassy.at<br />

LATVIA<br />

H.E. Veronika Erte<br />

since 09.10.<strong>2017</strong><br />

Stefan-Esders-Platz 4<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 31 12<br />

embassy.austria@mfa.gov.lv<br />

www.mk.gov.lv/en<br />

IRAN<br />

IRAQ<br />

H.E. Ebadollah Molaei<br />

since 07.10.2015<br />

Jauresgasse 9<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 26 50<br />

public@iranembassy-wien.at<br />

www.vienna.mfa.ir<br />

H.E. Dr. Auday M. A.<br />

Al-Khairalla<br />

since 11.01.2016<br />

Johannesgasse 26<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 81 95<br />

office@iraqembassy.at<br />

KAZAKHSTAN<br />

H.E. Kairat Sarybay<br />

since 14.03.2014<br />

Prinz Eugenstr. 32<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 890 800 810<br />

embassy@kazakhstan.at<br />

www.kazakhstan.at<br />

KENYA<br />

H.E. Michael Adipo<br />

Okoth Oyugi<br />

since 05.04.2013<br />

Andromeda Tower, Donau-City-Straße 6<br />

1220 Vienna, Tel. +43 1 712 39 19<br />

office@kenyaembassyvienna.at<br />

www.kenyaembassyvienna.at/de/<br />

LEBANON<br />

LIBYA<br />

H.E.<br />

Ibrahim Assaf<br />

since 5.12.<strong>2017</strong><br />

Oppolzergasse 6/3<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 88 21/22<br />

embassy.lebanon@inode.at<br />

H.E. Dr. Ibrahim Ali<br />

Albesbas<br />

since 11.11.2013<br />

Blaasstraße 33<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 367 76 39 ambassadorsoffice@libyanembassyvienna.at<br />

Fotos: HBF<br />

76 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

LIECHTENSTEIN<br />

H.H. Maria-Pia<br />

Kothbauer Prinzessin<br />

v.u.z. Liechtenstein,<br />

since 11.12.1997<br />

Löwelstraße 8/7, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 92 11<br />

info@vie.llv.li, www.wien.liechtenstein.li<br />

MEXICO<br />

H.E. Alicia<br />

Buenrostro Massieu<br />

since 24.05.2016<br />

Renngasse 5, 1. OG, Tür 5 + 6<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 73 83<br />

www.embamex.sre.gob.mx/austria/<br />

NEW ZEALAND<br />

H.E. Nicole Jocelyn<br />

Roberton<br />

since 20.02.<strong>2017</strong><br />

Mattiellistraße 2-4/3, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 3021<br />

nzemb@aon.at<br />

www.nzembassy.com/austria<br />

LITHUANIA<br />

H.E. Loreta<br />

Zakareviciene<br />

since 16.09.2014<br />

Löwengasse 47/4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 718 54 67<br />

amb.at@urm.lt<br />

www.urm.lt/at<br />

MOLDOVA<br />

H.E. Victor Osipov<br />

since 04.07.<strong>2017</strong><br />

Löwengasse 47/10, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 961 10 30<br />

vienna@moldmission.at<br />

www.austria.mfa.md<br />

NICARAGUA<br />

H.E. Alvaro José<br />

Robelo Gonzáles<br />

since 11.01.2013<br />

Ebendorferstraße 10/3/12<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 18 38<br />

embanicviena@chello.at<br />

LUXEMBOURG<br />

H.E. Marc Albert<br />

Ungeheuer<br />

since 09.10.<strong>2017</strong><br />

Sternwartestraße 81, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 21 42<br />

vienne.amb@mae.etat.lu<br />

www.vienne.mae.lu/ge<br />

MONGOLIA<br />

H.E. Battungalag<br />

Gankhuurai<br />

since 13.03.<strong>2017</strong><br />

Fasangartengasse 45, 1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 28 07/12<br />

vienna@mfa.gov.mn<br />

www.embassymon.at<br />

NIGERIA<br />

H.E. Vivian Nwunaku<br />

Rose Okeke<br />

since 09.10.<strong>2017</strong><br />

Senior Counsel and Acting Head of Mission<br />

(29.02.2016), Rennweg 25, 1030<br />

Vienna, Tel. +43 1 712 66 86<br />

info@nigeriaembassyvienna.com, www.nigeriaembassyvienna.com<br />

MACEDONIA<br />

H.E. Vasilka Poposka-<br />

Trenevska<br />

since 03.12.2014<br />

Kinderspitalgasse 5/2<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 524 87 56<br />

botschaft@makedonien.co.at<br />

MONTENEGRO<br />

H.E. Ivan Milic<br />

since 15.06.2015<br />

Mahlerstrasse 12/5<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 08 99<br />

austria@mfa.gov.me<br />

www.gov.me/naslovna<br />

NORTH KOREA<br />

H.E. Kwang Sop Kim<br />

since 18.03.1993<br />

Beckmanngasse 10-12<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 894 23 13<br />

d.v.r.korea.botschaft@chello.at<br />

MALAYSIA<br />

H.E. Adnan Bin<br />

Othman<br />

since 15.06.2015<br />

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,<br />

Florido Tower, 1210 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 10 42<br />

embassy@embassymalaysia.at<br />

MYANMAR<br />

H.E. San Lwin<br />

since 14.09.2015<br />

Donau-City-Straße 6, Andromeda Tower<br />

Top 9.OG/1<br />

1220 Vienna<br />

Tel. +43 1 26 69 105<br />

myanmarembassy.vienna@gmail.com<br />

NORWAY<br />

H.E. Bente Angell-<br />

Hansen<br />

since 03.12.2014<br />

Reisnerstraße 55-57, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 71 660<br />

emb.vienna@mfa.no<br />

www.norwegen.or.at<br />

MALTA<br />

H.E. Keith Azzopardi<br />

since 17.10.2013<br />

Opernring 5/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 50 10<br />

maltaembassy.vienna@gov.mt<br />

NAMIBIA<br />

H.E. Simon Madjuma<br />

Maruta<br />

since 11.11.2013<br />

Zuckerkandlgasse 2, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 402 93 71<br />

nam.emb.vienna@speed.at<br />

www.embnamibia.at<br />

OMAN<br />

H.E. Badr Mohamed Zaher Al Hina<br />

since 11.12.2007<br />

Währinger Straße 2/24-25<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 86 43<br />

vienna@omanembassy.at<br />

MOROCCO<br />

H.E. Lofti Bouchaara<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Hasenauerstraße 57<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 66 51<br />

emb-pmissionvienna@morocco.at<br />

NETHERLANDS<br />

H.E. Marco Hennis<br />

since 07.10.2015<br />

Opernring 5, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 589 39<br />

wen@minbuza.nl<br />

www.nederlandwereldwijd.nl/landen/oostenrijk<br />

ORDER OF MALTA<br />

H.E. Christof Maria<br />

Fritzen<br />

since 11.01.2013<br />

Streichergasse 8/4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 35 35<br />

austriaembassy@orderofmalta.int<br />

www.orderofmalta.int<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 77


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

PAKISTAN<br />

H.E. Ayesha Riyaz<br />

since 16.12.2013<br />

Hofzeile 13<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 73 81<br />

parepvienna@mofa.gov.pk<br />

www.mofa.gov.pk/austria<br />

PORTUGAL<br />

H.E. Antonio Almeida<br />

Ribeiro<br />

since 5.12.<strong>2017</strong><br />

Opernring 3, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 75 36<br />

viena@mne.pt<br />

SLOVAKIA<br />

H.E. Peter Misik<br />

since 09.10.<strong>2017</strong><br />

Armbrustergasse 24<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 318 90 55/200<br />

emb.vieden@mzv.sk<br />

www.mzv.sk/web/vieden<br />

PALESTINIAN TERRITORIES<br />

H.E. Salahaldin<br />

Abdalshafi<br />

since 22.10.2013<br />

Josefsgasse 5<br />

1080 Vienna<br />

Tel. +43 1 408 82 02<br />

office@palestinemission.at<br />

QATAR<br />

H.E. Sheik Ali Jassim<br />

T.J. Al-Thani<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Schottenring 10<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 49 50<br />

katar.botschaft@mofa.gov.qa<br />

SLOVENIA<br />

H.E. Ksenija Skrilec<br />

since 15.09.<strong>2017</strong><br />

Kolingasse 12<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 319 11 60<br />

vdu@gov.si<br />

sloembassy.vienna@gov.si<br />

PANAMA<br />

H.E. Paulina<br />

Franceschi Navarro<br />

since 13.11.2015<br />

Goldschmiedgasse 10/403<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 587 23 47<br />

mail@empanvienna.co.at<br />

ROMANIA<br />

H.E. Bogdan Mazuru<br />

since 14.09.2015<br />

Prinz-Eugen-Straße 60<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 32 27<br />

viena@mae.ro<br />

www.viena.mae.ro<br />

SOUTH AFRICA<br />

H.E. Tebogo Joseph<br />

Seokolo<br />

since 16.01.2014<br />

Sandgasse 33, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 320 64 93<br />

vienna.bilateral@dirco.gov.za<br />

http://www.suedafrika-botschaft.at<br />

PARAGUAY<br />

H.E. Dr. Horacio<br />

Nogues Zubizarreta<br />

since 15.02.2008<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 46 74<br />

embaparviena@chello.at<br />

RUSSIAN FEDERATION<br />

H.E. Dmitrij Ljubinskij<br />

since 07.10.2015<br />

Reisnerstraße 45-47<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 12 29<br />

info@rusemb.at<br />

www.rusemb.at<br />

SOUTH KOREA<br />

H.E. Shin Dong-ik<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Gregor-Mendel-Straße 25<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 19 91<br />

austria@mofa.go.kr<br />

http://aut.mofat.go.kr<br />

PERU<br />

H.E. Juan Fernando<br />

Rojas Samanez<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Mahlerstraße 7/22<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 43 77<br />

embajada@embaperu.at<br />

SAN MARINO<br />

H.E. Elena<br />

Molaroni Berguido<br />

since 17.09.2008<br />

Prinz Eugen Strasse 16/2/31,<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 941 59 69<br />

rsmvienna@gmail.com<br />

SPAIN<br />

H.E. Juan Bautista<br />

Sunye Mendía<br />

since 09.10.<strong>2017</strong><br />

Argentinierstraße 34<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 57 88<br />

emb.viena@maec.es<br />

PHILIPPINES<br />

H.E. Maria Zeneida<br />

Angara Collinson<br />

since 15.06.2015<br />

: Donau-City-Straße 11, , 1220<br />

1010 Vienna, Tel. +43 1 533 24 01<br />

office@philippine-embassy.at<br />

www.philippine-embassy.at<br />

POLAND<br />

H.E. Jolanta Roza<br />

Kozlowska<br />

since 5.12.<strong>2017</strong><br />

Hietzinger Hauptstraße 42c<br />

1130 Vienna, Tel. +43 1 870 15 100<br />

wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl<br />

www.wieden.msz.gov.pl<br />

SAUDI ARABIA<br />

H.E. Dr. Khalid Ibrahim<br />

Mohammed<br />

Jindan<br />

since 09.10.<strong>2017</strong><br />

Formanekgasse 38, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 367 25 31<br />

saudiembassy@saudiembassy.at<br />

SERBIA<br />

H.E. Pero Jankovic<br />

since 22.10.2013<br />

Ölzeltgasse 3/7<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 25 95<br />

embassy.vienna@mfa.rs<br />

www.vienna.mfa.rs<br />

SRI LANKA<br />

SUDAN<br />

H.E. Priyanee<br />

Wijesekera<br />

since 11.01.2016<br />

Weyringergasse 33-35<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 79 88<br />

embassy@srilankaembassy.at<br />

www.srilankaembassy.at<br />

H.E. Mohamed Hussein<br />

Zaroug<br />

since 02.10.2014<br />

Reisnerstraße 29/5, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 710 23 43<br />

sudanivienna@prioritytelecom.biz<br />

www.sudanivienna.at<br />

Fotos: HBF, polnische botschaft wien<br />

78 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

SWEDEN<br />

H.E. Helen Eduards<br />

since 07.10.2015<br />

Liechtensteinstraße 51<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 217 53 0<br />

ambassaden.wien@gov.se<br />

www.swedenabroad.com/wien<br />

TURKMENISTAN<br />

H.E. Silapberdi<br />

Nurberdiev<br />

since 28.09.2011<br />

Argentinierstraße 22/II/EG<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 64 70/72<br />

info@botschaft-turkmenistan.at<br />

www.botschaft-turkmenistan.at<br />

VENEZUELA<br />

H.E. Jesse Alonso<br />

Chacón Escamillo<br />

since 23.02.2016<br />

Prinz-Eugen-Straße 72/1/1<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 712 26 38<br />

embajada@austria.gob.ve<br />

www.austria.gob.ve<br />

SWITZERLAND<br />

H.E. Walter Haffner<br />

since 5.12.<strong>2017</strong><br />

Prinz Eugen-Strasse 9a, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 795 05 0<br />

vie.vertretung@eda.admin.ch<br />

www.schweizerbotschaft.at<br />

UKRAINE<br />

H.E. Olexander<br />

Scherba<br />

since 10.12.2014<br />

Naaffgasse 23, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 479 71 72 11<br />

emb_at@mfa.gov.ua<br />

www.ukremb.at<br />

VIETNAM<br />

H.E. Viet Anh Vu<br />

since 03.12.2014<br />

Felix-Mottl-Straße 20<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 07 55<br />

mission@vietnamembassy.at<br />

www.vietnamembassy-austria.org/vi<br />

SYRIA<br />

H.E. Bassam Sabbagh<br />

since 29.04.2010<br />

Daffingerstraße 4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 46 33<br />

syrianembassyvienna@utanet.at<br />

UNITED ARAB EMIRATES<br />

H.E. Hamad Ali Subaih<br />

Al Kaabi<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Chimanistraße 36<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 14 55<br />

ViennaEMB@mofaic.gov.ae<br />

YEMEN<br />

H.E. Haytham<br />

Abdulmomen Hassan<br />

Shoja'aadin<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Reisnerstraße 18-20/3-4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 29 30<br />

embassy@yemenembassy.at<br />

TAJIKISTAN<br />

H.E. Idibek Kalandar<br />

since 5.12.<strong>2017</strong><br />

Hutweidengasse 47, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 409 82 66<br />

info@tajikembassy.at<br />

www.tajikembassy.at<br />

UNITED KINGDOM<br />

H.E. Leigh Turner<br />

since 05.10.2016<br />

Jauresgasse 12, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 716 13 0<br />

press@britishembassy.at<br />

www.ukinaustria.fco.gov.uk<br />

THAILAND<br />

H.E. Songsak Saicheua<br />

since 10.5.<strong>2017</strong><br />

Cottagegasse 48, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 33 35<br />

embassy@thaivienna.at<br />

www.thaiembassy.at<br />

UNITED STATES<br />

Chargé d'Affaires<br />

Eugene Stewart Young<br />

since 11.03.2015<br />

Boltzmanngasse 16, 1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 313 39<br />

ViennaUSEmbassy@state.gov<br />

https://at.usembassy.gov/de/<br />

TUNISIA<br />

Chargé d'Affaires Khalil Tazarki<br />

since 01.08.2014<br />

Sieveringerstraße 187<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 44 02 144/148<br />

at.vienne@aon.at<br />

www.atunisie-at.org<br />

URUGUAY<br />

H.E. Bruno Javier<br />

Faraone Machado<br />

since 13.05.2014<br />

Mahlerstrasse 11/2/2<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 66 36<br />

uruaustria@mrree.gub.uy<br />

TURKEY<br />

H.E. Mehmet Ferden<br />

Carikci<br />

since 04.07.<strong>2017</strong><br />

Prinz-Eugen-Straße 40<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 73 38/0<br />

botschaft.wien@mfa.gov.tr<br />

www.vienna.emb.mfa.gov.tr<br />

UZBEKISTAN<br />

Chargé d’Affaires a.i.<br />

Sherzod Asadov<br />

Pötzleinsdorferstraße 49<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 315 39 94<br />

embassy@usbekistan.at<br />

www.usbekistan.at<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 79


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

Diplomatenkarussell | Mai bis Dezember <strong>2017</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter in Österreich.<br />

AFGHANISTAN<br />

BOLIVIA<br />

CANADA<br />

H.E.<br />

Khojesta Fana<br />

Ebrahimkhel<br />

H.E. Víctor<br />

Veltzé Michél<br />

H.E. Heidi<br />

Alberta Hulan<br />

Married, four children<br />

Born in Cochabamba<br />

on January 14, 1939,<br />

Married, three children<br />

Born in Ottawa<br />

Canada, in 1973,<br />

Married, one child<br />

EDUCATION<br />

• She holds a bachelor degree in<br />

Political Science, with specialization<br />

in Law and Diplomacy, from Kabul<br />

University, Afghanistan and studied<br />

German, Mathematics, Chemistry<br />

and Physics at Karlsruhe University,<br />

Germany, from where she also<br />

obtained a Certificate in Social<br />

Sciences. Further training includes<br />

diplomacy courses and management<br />

seminars in Malaysia and the<br />

United States.<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• She started as a Crime Investigator<br />

in the Office of the Attorney-General<br />

at the Ministry of Foreign Affairs<br />

in Kabul<br />

• 2006: Deputy Chief of Staff at the<br />

Ministry of Foreign Affairs in Kabul<br />

and Chief of Staff and Advisor to<br />

the Minister and later Counsellor,<br />

Chargé d’Affaires and at the Afghan<br />

Embassy in Washington, D.C., as<br />

well as Director-General of the Office<br />

of Human Rights.<br />

• <strong>2017</strong>: Ambassador to the Republic<br />

of Austria, Bosnia and Herzegovina,<br />

Croatia, Hungary, Liechtenstein, and<br />

Slovenia. She promotes the multilateral<br />

agenda with the Vienna-based<br />

organizations including CTBTO,<br />

IACA, IAEA, ICMPD, INCB, OSCE,<br />

UNIDO, UNOV/UNODC.<br />

EDUCATION<br />

• 1951-1956: Institute Americano,<br />

Cochabamba<br />

• 1957 -1969: Technical University of<br />

Vienna: Masters in Mechanical Engineering<br />

and Industrial Engineering<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• Moreover: Promoter of regional<br />

projects (CAF, the Andean Group,<br />

ECLAC, CARICOM GEPLACEA, etc.<br />

and interregional projects in Latin<br />

America / India, China, Netherlands.<br />

• 1996-1999: Adviser to the Permanent<br />

Mission of Bolivia and UNIDO Representative<br />

to Aleterno<br />

• 1969 – 1996: Executive in the<br />

United Nations Industrial Development<br />

Organization (UNIDO / UNIDO)<br />

in different positions such as Head<br />

of Cooperation for Latin America<br />

and the Caribbean, Coordinator Representcaciones<br />

UNIDO in developing<br />

countries and Inter Coordinator<br />

- Agencial United Nations system in<br />

Vienna, Head of Investment Promotion<br />

Program for Latin America,<br />

Personal Advisor 3 Directors General<br />

Dr. Abdelrahman, Dr. Abdel Rahamn<br />

Khane and Domingo Siazon, on<br />

various topics and visits to member<br />

countries.<br />

• 1965 – 1969: Permanent Representative<br />

of Bolivia to the IAEA Vienna,<br />

Austria<br />

EDUCATION<br />

• Bachelor of Arts in Philosophy &<br />

Political Science, McGill University<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1996: Political Advisor at tDepartment<br />

of Foreign Affairs and<br />

International Trade At Headquarters,<br />

she has worked in a variety<br />

of assignments including Policy<br />

Advisor to the Foreign Minister,<br />

Deputy Director of the International<br />

Commission on Intervention and<br />

State Sovereignty, Director of the<br />

Peacebuilding and Human Security<br />

Division, Director Non-Proliferation<br />

and Disarmament Division, Director<br />

General Non-Proliferation and<br />

Security Threat Reduction, and most<br />

recently as Director General, International<br />

Security Policy.<br />

• 2010-2013: Overseas, she has served<br />

as Minister Counsellor and Head<br />

of Political Section at Canada’s<br />

Permanent Mission to the UN in<br />

New York and was Deputy Permanent<br />

Representative of Canada to<br />

NATO. She is a past recipient of both<br />

the Minister’s Citation for Foreign<br />

Policy Excellence and the Deputy<br />

Minister’s Award of Excellence.<br />

FOTOS: CARINA KARLOVITS, GUNTER PUSCH,DANIEL TRIPPOLT/HBF<br />

80 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

DOMINICAN<br />

REPUBLIC<br />

H.E. Lourdes<br />

Victoria-Kruse<br />

Born on the 13 th of February<br />

1955 in Santo<br />

Domingo, married, 2<br />

sons, 1 daughter<br />

FRANCE<br />

H.E. François<br />

Saint-Paul<br />

Born on the 3rd of<br />

March 1958<br />

INDONESIA<br />

H.E. Dr<br />

Darmansjah<br />

Djumala,MA<br />

Born in Palembang, 29<br />

November 1958<br />

EDUCATION<br />

• 1971 – 1978: Chemical Engineering,<br />

Universidad Autónoma de Santo<br />

Domingo<br />

• 1981: Postgraduate: Field of study of<br />

Cement Manufacturing and Quality<br />

Control, Carl Duisberg Gesellschaft,<br />

Germany<br />

• 1989: Studies for Official Tourist<br />

Guide, Universidad Católica Madre y<br />

Maestra<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2004-2010: Minister Counsellor, Responsible<br />

for Visas and Legalizations,<br />

Embassy of the Dominican Republic<br />

in Germany<br />

• 2004: Ministry of Foreign Affairs<br />

• Santo Domingo, Dominican Republic<br />

• 2011–<strong>2017</strong>: Embassy and Permanent<br />

Mission of the Dominican Republic<br />

in Austria Minister Counsellor<br />

• 2014: CEI-RD Second online training<br />

on „Attracting Foreign Investment<br />

for the Dominican Diplomatic and<br />

Consular Corps”<br />

• 2016: Vienna Adult Education Centre<br />

Vienna, Austria Rhetoric: Voice<br />

and Language<br />

• <strong>2017</strong>: Ambassador of the Dominican<br />

Republic to Austria, Permanent<br />

Representative to the International<br />

Organizations in Vienna<br />

EDUCATION<br />

• Bachelor degree in Law<br />

• Master degree from the Institut<br />

d’études politiques<br />

• Master degree at École Nationale<br />

d’Administration (Jahrgang „Solidarité“,<br />

1983) Ministre plénipotentiaire<br />

de 1ère classe<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1990-1993: Zweiter Botschaftsrat bei<br />

der Ständigen Vertretung Frankreichs<br />

bei der Europäischen Gemeinschaft<br />

in Brüssel<br />

• 1998-2002: Erster Botschaftsrat bei<br />

der Ständigen Vertretung Frankreichs<br />

bei der UNO in Genf<br />

• 2002-2004: Kabinettsdirektor der<br />

beigeordneten Ministerin zuständig<br />

für EU-Angelegenheiten<br />

• 2004: Sonderbeauftragter beim<br />

Centre d’analyse et de prévision<br />

(ähnlich der Stabstelle „Strategie<br />

und Planung“ des BMeiA)<br />

• 2004-2009: Außerordentlicher und<br />

bevollmächtigter Botschafter in<br />

Kroatien<br />

• 2009-2014: Zentralverwaltung des<br />

Außenministeriums: Direktor zuständig<br />

für Auslandsfranzosen und<br />

Konsularangelegenheiten<br />

• 2014-<strong>2017</strong>: Außerordentlicher und<br />

bevollmächtigter Botschafter in<br />

Rumänien<br />

EDUCATION<br />

• 1982: Bachelor Degree, Majoring<br />

in Economics and Development<br />

Studies, Sriwijaya University, Palembang,<br />

South Sumatra<br />

• 1997: Master of Arts in International<br />

Relations, cum laude, Webster University,<br />

Geneva, Switzerland<br />

• 2011: Ph.D. in Politics and Government,<br />

Padjadjaran University,<br />

Bandung<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1996-1998: Head/Consul of Economic<br />

Affairs, Consulate General of the<br />

Republic of Indonesia in New York,<br />

US<br />

• 2001-2003: Head, Division of Economic<br />

I, Permanent Representative of<br />

the Republic of Indonesia in New<br />

York, US<br />

• 2003-2005: Deputy Ambassador/<br />

Deputy Chief of Mission, Permanent<br />

Representative of the Republic of<br />

Indonesia in Brussels, Belgium<br />

• 2006-2010: Director for Diplomatic<br />

Training and Education Center,<br />

Ministry of Foreign Affairs2010-2014:<br />

Ambassador of Indonesia to Poland<br />

• 2014-2015: Director General/Head,<br />

Policy Analysis and Development<br />

Agency, Ministry of Foreign Affairs<br />

• 2015-<strong>2017</strong>: Chief of President’s<br />

Office/Secretary to the President,<br />

2015-<strong>2017</strong><br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 81


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

Diplomatenkarussell | Mai bis Dezember <strong>2017</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter in Österreich.<br />

ITALY<br />

LATVIA<br />

LUXEMBURG<br />

H.E. Sergio<br />

Barbanti<br />

H.E. Veronika<br />

Erte<br />

H.E. Marc<br />

Ungeheuer<br />

designierter<br />

Botschafter<br />

(08.11.<strong>2017</strong>) geboren<br />

1957 in Mailand<br />

Born on 19th of June<br />

1957, Republic of<br />

Latvia<br />

Geboren am 19. Mai<br />

1961 in Differdange/<br />

Luxembourg, verheiratet,<br />

drei Kinder<br />

AUSBILDUNG<br />

• Promotion zum Dr. jur an der Universität<br />

Rom<br />

AUSBILDUNG<br />

• 1987 italienisches Außenministerium<br />

in der Generaldirektion für<br />

wirtschaftliche Angelegenheiten<br />

• 1990 stellvertretender Missionschef<br />

in Simbabwe entsandt<br />

• 1994 nach Washington für Presse<br />

und Politische Beziehungen zu<br />

Lateinamerika<br />

• Rückkehr nach Rom in die Generaldirektion<br />

für politische Angelegenheiten<br />

des italienischen<br />

Außenministeriums die Stelle des<br />

stellvertretenden Verantwortlichen<br />

für NATO-Angelegenheiten<br />

• 2002 Diplomatischen Berater des<br />

Ministers für öffentlichen Dienst<br />

• 2004 Generalkonsul in Madrid<br />

• 2009 Botschafter in Montenegro<br />

• 2013 Generalinspektion Rom<br />

• 2016 stellvertretenden Generalinspektor<br />

des Ministeriums und<br />

der Vertretungen im Ausland<br />

• Ab 11. Juli <strong>2017</strong> italienischer<br />

Botschafter in Österreich<br />

EDUCATION<br />

• 1975-1980: Studies at the State University<br />

of Latvia, Faculty of Foreign<br />

Languages<br />

• 1980: Graduation from the State<br />

University of Latvia with distinction<br />

• 1996: Magister phil. At the University<br />

of Latvia, Riga<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1995: Entry into the Ministry of Foreign<br />

Affairs of the Republic of Latvia<br />

• 2002-2005: First Secretary and Debuty<br />

Head of Mission at the Latvian<br />

Embassy in Vienna<br />

• 2006-2008: Ministry of Foreign<br />

Affairs, Director of the European<br />

Union Department<br />

• 2008-2012: Ambassador of the<br />

Republic of Latvia to the Republic of<br />

Hungary<br />

• 2008-2013: Nonresident Ambassador<br />

to the Republic of Montenegro<br />

• 2012-2013: Ministry of Foreign<br />

Affairs , Director for the European<br />

Department<br />

• 2013: Ministry of Foreign Affairs,<br />

Ambassador Acting Head of State<br />

Protocol<br />

• Since 2015: Nonresident Ambassador<br />

of the Republic of Latvia to the<br />

Holy See<br />

• Since 2013: Nonresident Ambassador<br />

of the Republic of Latvia to the<br />

Sovereign Military Order of Malta<br />

AUSBILDUNG<br />

• 1985: Magister in Betriebsrecht (Université<br />

de Paris, Sorbonne)<br />

• 1986: Magister in Europarecht (Université<br />

de Paris, Sorbonne)<br />

• 1988: Diplom in Internationalen<br />

Beziehungen (IEP, Institut d’Etudes<br />

Politiques, Paris)<br />

KARRIERE<br />

• 1998: Stellvertretender Ständiger<br />

Vertreter von Luxemburg bei der<br />

Europäischen Union in Brüssel<br />

• 2002: Botschafter des Großherzogtums<br />

Luxemburg in der Volksrepublik<br />

China, nicht-residierender<br />

Botschafter in Vietnam, Mongolei,<br />

Singapur (2003) und Laos (2005)<br />

• 2007: Botschafter des Großherzogtums<br />

Luxemburg im Königreich<br />

Thailand,<br />

• 2010: nicht-residierender<br />

Botschafter in Vietnam, Singapur,<br />

Laos, Malaysia, ASEAN (2008) und<br />

Indonesien (2009)<br />

• 2011-2013: Leiter der Delegation der<br />

Europäischen Union in Singapur<br />

• 2013: Botschafter des Großherzogtums<br />

Luxemburg in Japan<br />

• 2014: Generalsekretär im Ministerium<br />

für auswärtige und europäische<br />

Angelegenheiten des Großherzogtums<br />

Luxemburg<br />

FOTOS: CARINA KARLOVITS, GUNTER PUSCH,DANIEL TRIPPOLT/HBF, ARKADIUSZ ZBIŻEK<br />

82 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

MOLDOVA<br />

NIGERIA<br />

PORTUGAL<br />

H.E. Victor<br />

Osipov<br />

Born on October 8,<br />

1971, Popeasca village,<br />

Republic of Moldova,<br />

married, three children<br />

H.E. Vivian<br />

Nwunaku Rose<br />

Okeke<br />

Married, four children<br />

H.E. António de<br />

Almeida Ribeiro<br />

born on the 22 nd of<br />

August 1955 in Lisbon<br />

EDUCATION<br />

• 1988 – 1993: State University of<br />

Moldova, Faculty of Journalism and<br />

Communication Sciences<br />

• 2008: European Institute of Political<br />

Science of the Republic of Moldova<br />

within the Council of Europe<br />

• 2015: Special Training in Security<br />

Analyses and Strategies for high<br />

level officials of the Moldavan Government,<br />

George C. Marshall European<br />

Center for Security Studies in<br />

Garmisch-Partenkirchen, Germany<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2009 –2011: Deputy Prime Minister<br />

(for Country Reintegration), Government<br />

of the Republic of Moldova<br />

• 2011 – 2014: Independent Expert in<br />

politics, electoral and public administration<br />

areas<br />

• 2013 – 2014: CMI Political Expert<br />

(Crises Management Initiative<br />

founded by Martti Ahtisaari)<br />

Program for Transnistrian Conflict<br />

Management<br />

• 2015 – 2016: Deputy Prime Minister<br />

(for Country Reintegration) in two<br />

consecutive cabinets of the Government<br />

of the Republic of Moldova<br />

(PM Chiril Gaburici / PM Valeriu<br />

Strelet)<br />

• 2016-<strong>2017</strong>: Independent Expert in<br />

politics, electoral and public administration<br />

areas<br />

EDUCATION<br />

• B.Sc. in International studies from<br />

Ahmadu Bello University, Zaria,<br />

Nigeria<br />

• M.Sc. in Political Science from the<br />

University of Lagos, Nigeria<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1993-1998: First Secretary, Embassy<br />

of Nigeria in Brussels, Belgium<br />

• 1998-2001: Special Assistant to the<br />

Minister of Foreign Affairs, Dubem<br />

Onyia<br />

• 2002-2006: Head of Chancery,<br />

Consulate-General of Nigeria in New<br />

York, United States<br />

• 2006-2008: Special Assistant to the<br />

Minister of Foreign Affairs, Joy<br />

Ogwu<br />

• 2008-2010: Deputy Director of the<br />

First United Nations Division, in<br />

charge of the First Committee<br />

• 2010-2014: Minister (Economic) at<br />

the Nigerian Embassy in Washington<br />

D.C., United States<br />

• 2014-2015: Director of the Joint<br />

Commission, Trade and Investment<br />

Division, Ministry of Foreign Affairs,<br />

Nigeria<br />

• since 2015: Director of the America<br />

and Caribbean Affairs Division,<br />

Ministry of Foreign Affairs, Nigeria<br />

• Since <strong>2017</strong>: Permanent Representative<br />

of Nigeria to the United Nations<br />

(Vienna), Ambassador<br />

EDUCATION<br />

• 1976: Graduation from the Faculty<br />

of Law (Legal and Political Sciences),<br />

University of Coimbra.<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1979: Attaché of Embassy, MFA<br />

• 1981: Adviser for International Relations<br />

at the Office of the President<br />

of the Republic<br />

• 1994: Consul-General in London<br />

• 1998: Deputy DG for Bilateral Relations<br />

at the MFA<br />

• 2002: Ambassador in Argentina; non<br />

resident Ambassador to Bolivia and<br />

Paraguay<br />

• 2007: Ambassador to Egypt; non<br />

resident Ambassador to Jordan and<br />

the Sudan<br />

• 2009: Ambassador to the EU Political<br />

and Security Committee (PSC)<br />

and Permanent Representative to<br />

the WEU.<br />

• 2011: Secretary-General of the Ministry<br />

of Foreign Affairs<br />

• 2013: Ambassador to the Holy See<br />

• 2013: Ambassador to the Sovereign<br />

Order of Malta<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 83


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

Diplomatenkarussell | Mai bis Dezember <strong>2017</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter in Österreich.<br />

SAUDI ARABIA<br />

SLOVAKIA<br />

SLOVENIA<br />

H.E. Khalid Ibrahim<br />

M. Al-Jindan<br />

He was born in 1950,<br />

Al-Ahsaa, Saudi<br />

Arabia, Married, 6<br />

Children<br />

H.E. Peter Mišík<br />

Born on April 22, 1965<br />

in Bratislava, Slovak<br />

Republic, Married, 2<br />

children<br />

H.E. Ksenija<br />

Škrilec<br />

Geboren am<br />

26.08.1966 in Murska<br />

Sobota, Slowenien. 2<br />

Kinder<br />

EDUCATION<br />

• Degree - BA in Political Science –<br />

The American University of Beirut<br />

• 1971 MA in International Relations<br />

– The American University of Beirut<br />

• 1973 PHD in Political Philosophy<br />

– Georgetown University – Washington,<br />

D.C., United States of America<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1980-1982: Joined The Ministry of<br />

Foreign Affairs and worked at the<br />

Arab Countries Department and the<br />

Western Countries Department.<br />

• 1982-1985: Assigned at the Office of<br />

HRH Minister of Foreign Affairs.<br />

• 1985-1995: Supervised the establishment<br />

of the Political Analysis<br />

Department, later, head of the<br />

Department.<br />

• 1995-2008: Head of the General<br />

Department of Western Countries<br />

Affairs.<br />

• 2008-2016: Deputy-minister of Foreign<br />

Affairs for Bilateral Relations.<br />

• 2016: Member of the Shura (Consultative)<br />

Council by Royal Decree.<br />

• <strong>2017</strong>: Appointed Ambassador of the<br />

Kingdom of Saudi Arabia to Austria.<br />

EDUCATION<br />

• 1983-1987: Academy of Performing<br />

arts, Bratislava, Theatre Faculty<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1987-1992: Theatre in Nitra, Actor<br />

• 1993: Ministry of Foreign Affairs of<br />

the Slovak Republic<br />

• 1999: Embassy in Berlin, Germany<br />

• 1999-2002: Director of NATO and<br />

WEU Department, Ministry of Foreign<br />

Affairs<br />

• 2002: Embassy in Berlin, Germany,<br />

Deputy Ambassador<br />

• 2003-2007: Consulate General Munich,<br />

Consul General<br />

• 2007-2010: Director of the CFSP<br />

Department, Ministry of Foreign<br />

Affairs of the Slovak<br />

• 2010-2014: Permanent Mission of the<br />

Slovak Republic to the EU, Ambassador<br />

to the Political<br />

• 2014-2015: Director of the Foreign<br />

Relations Department, Office of<br />

President of the Slovak Republic<br />

• 2015: Political Director, Ministry of<br />

Foreign and European Affairs of the<br />

Slovak Republic and Security Committee<br />

of the EU Republic Slovak<br />

Republic<br />

AUSBILDUNG<br />

• Internationale Beziehungen, Magisterium<br />

an der Universität Corvinus<br />

Budapest.<br />

• Professorin der Ungarischen<br />

Sprache und Literatur und der<br />

Deutschen Sprache und Literatur,<br />

• Philosophische Fakultät der Universität<br />

Eötvös Loránd Budapest.<br />

BERUFLICHE TÄTIGKEITEN<br />

• Seit September <strong>2017</strong>: Botschafterin<br />

der Republik Slowenien in der Republik<br />

Österreich.<br />

• 2013–<strong>2017</strong>: Außerordentliche und<br />

bevollmächtigte Botschafterin der<br />

Republik Slowenien in Ungarn.<br />

• 2014–<strong>2017</strong>: Außerordentliche und<br />

bevollmächtigte Botschafterin der<br />

Republik Slowenien in Bulgarien<br />

mit Sitz in Budapest.<br />

• 2011–2013: Ministerium für auswärtige<br />

Angelegenheiten der Republik<br />

Slowenien, Bevollmächtigte Ministerin,<br />

Leiterin der Abteilung für<br />

Globale Herausforderungen.<br />

• 2010–2011: Ministerium für<br />

auswärtige Angelegenheiten der<br />

Republik Slowenien, Abteilung für<br />

Wirtschaftsdiplomatie, Projektleiterin<br />

der Wirtschaftsdelegationen.<br />

• 2004–2010: Botschaft der Republik<br />

Slowenien in Budapest, zuständig<br />

auch für Bulgarien, anfänglich Moldau,<br />

Botschaftsrätin (Wirtschaft)<br />

FOTOS: HBF, IDIBEK KALANDAR<br />

84 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

SPAIN<br />

TAJIKISTAN<br />

TURKEY<br />

H.E. Juan Sunyé<br />

Mendía<br />

H.E. Idibek<br />

Kalandar<br />

H.E. Mehmet<br />

Ferden Çarikci<br />

Born in Madrid on June<br />

23, 1956, married, three<br />

children<br />

Born on 2 of January<br />

1968, married, 3<br />

children<br />

Geboren am<br />

28.09.1968 in Istanbul,<br />

verheiratet, ein Kind<br />

EDUCATION<br />

• Degree in Law.<br />

• Postgraduate Studies of European<br />

Law at the Collège d’Europe in Bruges<br />

(Belgium).<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 1988: Head of Area in Protocol Services,<br />

Chancellery and Orders<br />

• 1990: Secretary at the Spanish Embassy<br />

in Bonn<br />

• 1991: Second Introducer of Ambassadors<br />

of the Protocol Service,<br />

Chancellery and Orders<br />

• 1996: Consul of Spain in New York<br />

• 2000: Advisor to the Cabinet of the<br />

General Secretariat of the Presidency<br />

of the Government since<br />

• 2001: Head of the Protocol and<br />

Ceremonial Unit of the State Department<br />

of Protocol, Ministry of the<br />

Presidency with organic level of<br />

Assistant Director General<br />

• 2005: Deputy Head of Mission at the<br />

Spanish Embassy in Copenhagen<br />

• 2011: Adviser at the Technical Secretariat<br />

of the Secretary General<br />

• 2012: Second Chief Protocol, Deputy<br />

Director General of Official Journeys,<br />

Ceremonial and Decorations<br />

• 2014: Chief Protocol (Introductor de<br />

Embajadores)<br />

EDUCATION<br />

• Foreign Languages Department,<br />

Dushanbe Pedagogical University<br />

(1992);<br />

• Studies, MA, Tsukuba University,<br />

Japan (2004).<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2004-2005, First Secretary, Head of<br />

Section, International Organizations<br />

Department, Ministry of Foreign<br />

Affairs;<br />

• 2005-2008, Second Secretary, First<br />

Secretary, Embassy of Tajikistan to<br />

Austria;<br />

• 2008-2009, First Secretary, Advisor,<br />

Europe and Americas Department,<br />

Ministry of Foreign Affairs;<br />

• 2009-2011, Head of Section, International<br />

Organizations Department,<br />

Ministry of Foreign Affairs;<br />

• 2011-2014, First Secretary, Permanent<br />

Mission of Tajikistan to the<br />

United Nations;<br />

• 2014-<strong>2017</strong>, Head of the Department<br />

for International Organization, MFA<br />

Tajikistan;<br />

• September <strong>2017</strong>, Ambassador<br />

Extraordinary and Plenipotentiary<br />

of Tajikistan to Austria/Permanent<br />

Representative to the OSCE, United<br />

Nations and other International<br />

Organizations in Vienna.<br />

AUSBILDUNG<br />

• 1991: Abschluss B.A. (Bachelor of<br />

Arts in International Relations) an<br />

der Middle East Technical University,<br />

Ankara<br />

• 1993: Magisterabschluss (Master of<br />

Arts in Strategic Studies & International<br />

Economics)<br />

KARRIERE<br />

• 1999: Dritter Sekretär in der Ständigen<br />

Vertretung der Republik Türkei<br />

bei den Vereinten Nationen in New<br />

York<br />

• 2001: Außenministerium der Republik<br />

Türkei, Persönlicher Referent<br />

und Stellvertretender Büroleiter des<br />

Ministers<br />

• 2002 Beförderung zum Ersten<br />

Sekretär<br />

• 2003: Botschaft der Republik Türkei<br />

in Berlin, Erster Botschaftssekretär<br />

• 2006: Botschaft der Republik Türkei<br />

in Berlin, Botschaftsrat<br />

• 2007: Außenpolitischer Berater des<br />

Präsidenten der Republik Türkei<br />

• 2010: Botschafter, Außenpolitischer<br />

Chefberater des Präsidenten der<br />

Republik Türkei<br />

• 2013: Botschafter, Ständiger<br />

Vertreter der Republik Türkei bei<br />

den Vereinten Nationen sowie bei<br />

der Abrüstungskonferenz und den<br />

anderen Internationalen Organisationen<br />

in Genf<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 85


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

Bundesminister Sebastian Kurz<br />

gemeinsam mit Lamberto Zannier,<br />

Generalsekretär der OSZE, bei einem<br />

Treffen in der Wiener Hofburg.<br />

Order of precedence<br />

of the Chiefs<br />

of the diplomatic<br />

missions resident<br />

in Vienna<br />

n Apostolic Nuncio – Holy See<br />

Dr. Peter Stephan ZURBRIGGEN<br />

n Korea – Democratic Peoples’ Republic<br />

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)<br />

n Liechtenstein<br />

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER, (Prinzessin<br />

v.u.z.Liechtenstein) (11.12.1997)<br />

n Oman<br />

H.E. Mr. Dr. Badr Mohamed Zaher AL HINAI, (11.12.2007)<br />

n Paraguay<br />

H.E. Mr. Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA, (15.02.2008)<br />

n San Marino<br />

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO, (17.09.2008)<br />

n Syria<br />

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)<br />

n Turkmenistan<br />

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)<br />

n Azerbaijan<br />

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)<br />

n Angola<br />

H.E. Ms. Maria De Jesus Dos Reis FERREIRA,<br />

(09.11.2011)<br />

n Armenia<br />

H.E. Mr. Arman KIRAKOSSIAN, (09.11.2011)<br />

n Guatemala<br />

H.E. Mr. Antonio Roberto CASTELLANOS LOPEZ, (12.09.2012)<br />

n Nicaragua<br />

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES, (11.01.2013)<br />

n Order of Malta<br />

H.E. Mr. Christof Maria FRITZEN, (11.01.2013)<br />

n Kenya<br />

H.E. Mr. Michael Adipo Okoth OYUGI, (05.04.2013)<br />

n Georgia<br />

H.E. Mr. Konstantine ZALDASTANISHVILI, (18.06.2013)<br />

n Argentina<br />

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)<br />

n Denmark<br />

H.E. Ms. Liselotte K. PLESNER, (17.09.2013)<br />

n Malta<br />

H.E. Mr. Keith AZZOPARDI, (17.10.2013)<br />

n Kuwait<br />

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)<br />

n Jordan<br />

H.E. Mr. Hussam Abdullah AL HUSSEINI, (22.10.2013)<br />

n Serbia<br />

H.E. Mr. Pero JANKOVIC, (22.10.2013)<br />

n Libya<br />

H.E. Mr. Ibrahim ALBESBAS, (11.11.2013)<br />

n Namibia<br />

H.E. Mr. Simon Madjumo MARUTA, (11.11.2013)<br />

n Pakistan<br />

H.E. Ms. Ayesha RIYAZ, (16.12.2013)<br />

n South Africa<br />

H.E. Mr. Tebogo Joseph SEOKOLO, (16.01.2014)<br />

n Albania<br />

H.E. Mr. Roland BIMO, (14.03.2014)<br />

n Kazakhstan<br />

H.E. Mr. Kairat SARYBAY, (14.03.2014)<br />

n Colombia<br />

H.E. Mr. Jaime Alberto CABAL SANCLEMENTE, (13.05.2014)<br />

n Greece<br />

H.E. Ms. Chryssoula ALIFERI, (13.05.2014)<br />

n Cyprus<br />

H.E. Mr. Marios IERONYMIDES, (13.05.2014)<br />

n Uruguay<br />

H.E. Mr. Bruno Javier FARAONE MACHADO, (13.05.2014)<br />

n Laos<br />

H.E. Mr. Phoukhao PHOMMAVONGSA, (16.09.2014)<br />

n Lithuania<br />

H.E. Ms. Loreta ZAKAREVICIENE, (16.09.2014)<br />

n Sudan<br />

H.E. Mr. Mohamed Hussein ZAROUG, (02.10.2014)<br />

n Belgium<br />

H.E. Mr. Baron Willem VAN DE VOORDE, (02.10.2014)<br />

n Norway<br />

H.E. Ms. Bente ANGELL-HANSEN, (03.12.2014)<br />

n Macedonia<br />

H.E. Ms. Vasilka POPOSKA TRENEVSKA, (03.12.2014)<br />

n Vietnam<br />

H.E. Mr. Viet Anh VU, (03.12.2014)<br />

n Hungary<br />

H.E. Mr. Dr. Janos PERENYI, (10.12.2014)<br />

n Bangladesh<br />

H.E. Mr. Md Abu ZAFAR, (10.12.2014)<br />

n Ukraine<br />

H.E. Mr. Olexander SCHERBA, (10.12.2014)<br />

n Costa Rica<br />

H.E. Ms. Pilar SABORIO DE ROCAFORT, (17.03.2015)<br />

n Kosovo<br />

H.E. Mr. Mag. Sami UKELLI, (17.03.2015)<br />

n Malaysia<br />

H.E. Mr. Adnan BIN OTHMAN, (15.06.2015)<br />

n Philippines<br />

H.E. Ms. Maria Zeneida ANGARA COLLINSON, (15.06.2015)<br />

n Montenegro<br />

H.E. Mr. Ivan MILIC, (15.06.2015)<br />

FOTOS: INSPIRE PHOTOGRAPHY, WELLINGTON NEW ZEALAND, MFA OF THAILAND, DRAGAN TATIC<br />

86 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

n Bosnia and Herzegovina<br />

H.E. Mr. Tomislav LEKO, (14.09.2015)<br />

n Germany<br />

H.E. Mr. Johannes Konrad HAINDL, (14.09.2015)<br />

n Myanmar<br />

H.E. Mr. San LWIN, (14.09.2015)<br />

n Romania<br />

H.E. Mr. Bogdan MAZURU, (14.09.2015)<br />

n Netherlands<br />

H.E. Mr. Marco HENNIS, (07.10.2015)<br />

n Croatia<br />

H.E. Ms. Vesna CVJETKOVIC, (07.10.2015)<br />

n Sweden<br />

H.E. Ms. Helen EDUARDS, (07.10.2015)<br />

n Russian Federation<br />

H.E. Mr. Dmitry LYUBINSKIY, (07.10.2015)<br />

n Estonia<br />

H.E. Mr. Rein OIDEKIVI, (07.10.2015)<br />

n Iran<br />

H.E. Mr. Ebadollah MOLAEI, (07.10.2015)<br />

n Panama<br />

H.E. Ms. Paulina FRANCESCHI, (13.11.2015)<br />

n Israel<br />

H.E. Ms. Talya LADOR-FRESHER, (13.11.2015)<br />

n Cuba<br />

H.E. Mr. Juan Antonio FERNANDEZ PALACIOS, (13.11.2015)<br />

n Chile<br />

H.E. Mr. Armin ANDEREYA LATORRE, (13.11.2015)<br />

n Sri Lanka<br />

H.E. Ms. Priyanee WIJSEKERA (11.01.2016)<br />

n Irak<br />

H.E. Mr. Auday M.A. AL-KHAIRALLA (11.01.2016)<br />

n Venezuela<br />

H.E. Ms. Jesse Alonso CHACÓN ESCAMILLO (23.02.2016)<br />

n Algeria<br />

H.E. Ms Faouzia BOUMAIZA MEBARKI, (24.05.2016)<br />

n Mexico<br />

H.E. Ms. Alicia BUENROSTRO MASSIEU, (24.05.2016)<br />

n Iceland<br />

H.E. Ms. Greta GUNNARSDOTTIR, (05.10.2016)<br />

n Egypt<br />

H.E. Mr. Omar Amer YOUSSEF, (05.10.2016)<br />

n United Kingdom<br />

H.E. Mr. Robert Leigh TURNER, (05.10.2016)<br />

n Finland<br />

H.E. Mr. Hannu Veikko KYRÖLÄINEN, (05.10.2016)<br />

n El Salvador<br />

H.E. Ms. Lucia Rosella M. BADIA DE FUNES, (05.10.2016)<br />

n China<br />

H.E. Mr. Xiaosi LI, (05.10.2016)<br />

n Japan<br />

H.E. Mr. Kiyoshi KOINUMA, (05.10.2016)<br />

n United Arab Emirates<br />

H.E. Mr. Hamad Ali Ali Subaih ALKAABI (03.10.2016)<br />

n Australia<br />

H.E. Mr. Brendon Charles HAMMER, (13.10.2016)<br />

n Peru<br />

H.E. Mr.Juan Fernando ROJAS SAMANEZ (20.10.2016)<br />

n Morocco<br />

H.E. Mr. Lofti BOUCHAARA, (04.11.2016)<br />

n Brazil<br />

H.E. Mr. Ricardo NEIVA TAVARES (31.01.<strong>2017</strong>)<br />

n Burkina Faso<br />

H.E. Mr. Dieudonné KERE, (31.01.<strong>2017</strong>)<br />

n Yemen<br />

H.E. Mr. Haytham Abdulmomen Hassan SHOJA‘AADIN<br />

(31.01.<strong>2017</strong>)<br />

n Bulgaria<br />

H.E. Mr. Ivan Stoyanov SIRAKOV (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Belarus<br />

H.E. Ms. AlenaAlena KUPCHYNA (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Korea - Republic<br />

H.E. Mr. Dong-Ik SHIN (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Qatar<br />

H.E. Mr. Ali Jassim T. J., Sheikh AL-THANI Sheikh (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Ireland<br />

H.E. Mr. Thomas HANNEY, (202.03.<strong>2017</strong>)<br />

n India<br />

H.E. Mrs. Renu PALL (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Mongolia<br />

H.E. Mrs.. Battungalag GANKHUURAI (13.03.<strong>2017</strong>)<br />

n New Zealand<br />

H.E. Ms. Nicole Jocelyn ROBERTON (20.02.<strong>2017</strong>)<br />

n Kyrgisztan<br />

H.E. Mr. Bakyt DZHUSUPOV (10.05.<strong>2017</strong>)<br />

n Thailand<br />

H.E. Mr. Songsak SAICHEUA (07.04.2016)<br />

n Bolivia<br />

H.E. Mr. Victor VELTZE MICHEL (04.07.<strong>2017</strong>)<br />

n Indonesia<br />

H.E. Mr. Darmansjah DJUMALA (04.07.<strong>2017</strong>)<br />

n Moldova<br />

H.E. Mr. Victor OSIPOV, (04.07.<strong>2017</strong>)<br />

n Turkey<br />

H.E. Mr. Mehmet Ferden CARIKCI, (04.07.<strong>2017</strong>)<br />

n France<br />

H.E. Mr. François SAINT-PAUL, (04.07.<strong>2017</strong>)<br />

n Dominican Republic<br />

H.E. Ms. Lourdes VICTORIA-KRUSE, (04.07.<strong>2017</strong>)<br />

n Nigeria<br />

H.E. Ms. Vivian Nwunaku OKEKE, (10.09.<strong>2017</strong>)<br />

n Saudi Arabia<br />

H.E. Mr. Khalid JINDAN, (10.09.<strong>2017</strong>)<br />

n Luxembourg<br />

H.E. Mr. Marc Albert Philippe UNGEHEUER, (09.10.<strong>2017</strong>)<br />

n Spain<br />

H.E. Mr. Juan SUNYE MENDÍA, (09.10.<strong>2017</strong>)<br />

n Slovakia<br />

H.E. Mr. Peter MISIK, 09.10.<strong>2017</strong>)<br />

n Canada<br />

H.E. Ms. Heidi HULAN, 09.10.<strong>2017</strong>)<br />

n Latvia<br />

H.E. Ms. Veronka ERTE, (09.10.<strong>2017</strong>)<br />

n Poland<br />

H.E. MS. Jolanta KOZLOWSKA, (02.04.<strong>2017</strong>)<br />

n Portugal<br />

H.E. Mr. Antonio ALMEIDA RIBEIRO, (12.09.<strong>2017</strong>)<br />

n Slovenia<br />

H.E. Ms. Ksenija SKRILEC, (15.09.<strong>2017</strong>)<br />

n Afghanistan<br />

H.E.. Khojesta Fana EBRAHIMKHEL (18.09.<strong>2017</strong>)<br />

n Tajikistan<br />

H.E. Mr. Idibek KALANDAR, (25.09.<strong>2017</strong>)<br />

n Switzerland<br />

H.E. Mr. Walter HAFFNER, (03.10.<strong>2017</strong>)<br />

n Italy<br />

H.E. Mr. Sergio BARBANTI, (08.11.<strong>2017</strong>)<br />

n Lebanon<br />

H.E. Mr. Ibrahim ASSAF, (10.11.<strong>2017</strong>)<br />

n Andorra<br />

Ms. Marta SALVAT BATISTA, (11.01.2008) Attaché and Chargé<br />

d‘Affaires a.i.<br />

n Tunisia<br />

H.E. Mr. Khalil TARZAKI (01.08.2014), Chargé d‘Affaires a.i.<br />

n United States<br />

Mr. Eugene Stewart YOUNG (11.03.2015), Chargé d‘Affaires<br />

a.i.<br />

n Cote d‘Ivoire<br />

Ms. Aya Georgette M‘BRAH, Chargé d´Affaires a.i.,<br />

(30.03.2015)<br />

n Uzbekistan<br />

Mr. Sherzod ASADOV, (07.10.<strong>2017</strong>), Chargé d‘Affaires a.i.<br />

n Czech Republic<br />

Mr. Jakub NOVAK, Chargé d‘Affaires<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 87


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

Embassies not<br />

resident in Austria<br />

in alphabetical<br />

order<br />

n Antigua and Barbuda<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Bahamas<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Bahrain<br />

H.E. Mr. Yusuf Abdulkarim BUCHEERI, (17.03.2015), (Geneva)<br />

n Barbados<br />

Ms. Yvette GODDARD, Counsellor, (17.07.2002), Chargé<br />

d’Affaires (Brussels)<br />

n Belize<br />

not occupied since 18.02.<strong>2017</strong><br />

n Benin<br />

Mr. Eloi LAOUROU, (22.11.2004), Chargé d‘Affaires<br />

(Geneva)<br />

n Bhutan<br />

H.E. Mr. Kinga SINGHYE, (24.05.2016)<br />

(Geneva)<br />

n Botswana<br />

Mr. Rhee O. HETANANG,(19.09.2006), Chargé d‘Affaires<br />

(Geneva)<br />

n Brunei Darussalam<br />

H.E. Ms. Rakiah Hj ABD LAMIT, (23.02.2016),<br />

(Berlin)<br />

n Burundi<br />

Mr. Barhélemy MFAYOKURERA, (16.01.2014), Minister<br />

Counsellor (Berlin)<br />

n Cambodia<br />

H.E. Mr. CHEA Thireak, (13.11.2015)<br />

(Brussels)<br />

n Cameroon<br />

H.E. Mr. Jean-Marc MPAY<br />

(Berlin)<br />

n Cape Verde<br />

H.E. José Luis Barbosa LEAO MONTEIRO (15.06.2015)<br />

(Geneva)<br />

n Central African Republic<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Chad<br />

H.E. Abdoulaye Senoussi MAHAMAT (11.01.2016)<br />

(Berlin)<br />

n Comoros<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Congo (Republic)<br />

H.E. Mr. Jacques Yvon NDOLOU, (16.09.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Congo (Democratic Republic)<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Dominica<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Djibouti<br />

H.E. Mohamed Dileita ADEN, (15.06.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Ecuador<br />

H.E. Maria Del Carmen GONZÁLEZ CABAL, (23.02.2016),<br />

(Budapest)<br />

n Equatorial Guinea<br />

N.N. (Berlin)<br />

n Eritrea<br />

Mr. Osman SALEH, (18.04.2007), Chargé d‘Affaires<br />

(Berlin)<br />

n Ethiopia<br />

H.E. Mr. Negash Kebret BOTORA, (14.09.2015)<br />

(Geneva)<br />

n Fiji<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Gabun<br />

Ms. Nanice TSIGUI, (07.04.2015), Chargé d‘Affaires<br />

(Berlin)<br />

n Gambia<br />

Mr. Alieu NJIE, Chargé d‘Affaires<br />

(London)<br />

n Ghana<br />

Mr. Humphrey Chatio AJONGBAH, Chargé d´Affaires a.i.<br />

(14.02.<strong>2017</strong>) (Bern, CH)<br />

n Grenada<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Guinea<br />

H.E. Ms. Fatoumata BALDE, (24.05.2016)<br />

(Berlin)<br />

n Guinea-Bissau<br />

N.N.<br />

(Berlin)<br />

n Guyana<br />

Ms. Bevon Rodin MC DONALD, First Secretary, (27.06.2006),<br />

Chargé d‘Affaires , (Brussels)<br />

n Haiti<br />

N.N.<br />

(Geneva)<br />

n Honduras<br />

H.E. Mr. Ramon CUSTODIO ESPINOZA, (18.06.2013)<br />

(Berlin)<br />

n Jamaica<br />

N.N.<br />

(Geneva)<br />

n Kiribati<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Lesotho<br />

Ms. Matseliso Patricia MOTSAMAI , Chargé d‘Affaires<br />

(21.04.2016), (Berlin)<br />

n Liberia<br />

H.E. Ms. Ethel DAVIS, (19.04.2012)<br />

(Berlin)<br />

n Madagascar<br />

N.N. (Falkensee, DE)<br />

n Malawi<br />

H.E. Mr. Michael Barth KAMPHABE NKOHMA (24.05.2016)<br />

(Berlin)<br />

n Maldives<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Mali<br />

H.E. Mr. Toumani Djime DIALLO, (23.02.2016)<br />

(Berlin)<br />

n Marshall Islands<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Mauretania<br />

H.E. Mr. Mohamed Mahmoud OULD BRAHIM KHLIL,<br />

(17.03.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Mauritius<br />

H.E. Dr. Kheswar JANKEE, (10.05.<strong>2017</strong>)<br />

(Berlin)<br />

n Micronesia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Monaco<br />

H.E. Ms. Isabelle BERRO AMADEI, (13.11.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Mozambique<br />

H.E. Mr. Amadeu Paulo Samuel DA CONCEICAO,<br />

(02.07.2012)<br />

(Berlin)<br />

n Nauru<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Nepal<br />

H.E. Mr. Prakash Kumar SUVEDI<br />

(Berlin)<br />

n Niger<br />

Mr. Issoufou GARBA, (08.11.2013), Chargé d‘Affaires<br />

(Geneva)<br />

n Palau<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Papua New Guinea<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Ruanda<br />

H.E. Mr. Francois-Xavier NGARAMBE, (10.05.<strong>2017</strong>)<br />

(Berlin)<br />

n Samoa<br />

N.N. (Brussels)<br />

n São Tomé and Príncipe<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Senegal<br />

H.E. Mr. Momar GUEYE<br />

(Berlin)<br />

n Seychelles<br />

H.E. Mr. Bernard Francis SHAMLAYE, (16.12.2013)<br />

(Paris)<br />

n Sierra Leone<br />

Mr. David Madar GBENJEN, Chargé d‘Affaires, (01.06.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Singapore<br />

N.N.<br />

(Singapore)<br />

n Solomon Islands<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Somalia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n St. Kitts and Nevis<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n St. Lucia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n St. Vincent and the Grenadines<br />

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS, (27.12.2005)<br />

(London)<br />

n South Sudan<br />

Mr. John Opiti APIET, (01.09.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Suriname<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Swaziland<br />

Counsellor Chargé d‘Affaires Mr. Almon Mahlaba MAMBA<br />

(Geneva)<br />

n Tanzania<br />

Ms. Maria Napendaeli KEJO , Counsellor, (02.03.2012)<br />

(Berlin)<br />

n Timor-Leste<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Togo<br />

Mr. Tchaa Batchassi GNAMA, First Secretary, (11.11.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Tonga<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Trinidad and Tobago<br />

Ms. Anesa ALI-RODRIGUEZ, Minister Counsellor<br />

(Geneva)<br />

n Tuvalu<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Uganda<br />

H.E. Mr. Marcel Robert TIBALEKA, (17.03.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Vanuatu<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Zambia<br />

H.E. Mr. Bwalya Stanley Kasonde CHITI, (16.01.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Zimbabwe<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

88 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


Nationalfeiertage | Von Jänner bis Juni 2018<br />

der Botschaften mit Amtssitz in Wien<br />

Jänner<br />

1. Kuba Jahrestag der Revolution<br />

(1959)<br />

1. Sudan Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung<br />

(1956)<br />

4. Myanmar Unabhängigkeitstag<br />

(1948)<br />

26. Australien Australia Day<br />

Februar<br />

4. Angola Tag des bewaffneten<br />

Kampfes<br />

6. Neuseeland Nationalfeiertag<br />

11. Iran Tag des Sieges der Islamischen<br />

Revolution<br />

15. Serbien Nationalfeiertag (Inkrafttreten<br />

der ersten Verfassung<br />

1835)<br />

16. Litauen Jahrestag der Staatsgründung<br />

(1918)<br />

17. Kosovo Unabhängigkeitstag<br />

(2008)<br />

24. Estland Jahrestag der Staatsgründung<br />

(1918)<br />

25. Kuwait Befreiung von der irakischen<br />

Besetzung (1991)<br />

27. Dominikanische Republik Unabhängigkeitstag<br />

(1844 Trennung<br />

von Haiti)<br />

März<br />

1. Bosnien & Herzegowina Unabhängigkeitstag<br />

(29. Februar<br />

1992)<br />

3. Bulgarien Friede von San Stefano<br />

(1878)<br />

13. Vatikan Wahl von Papst Franziskus<br />

17. Irland St. Patrick’s Day<br />

20. Tunesien Unabhängigkeitstag<br />

(1956)<br />

21. Namibia Unabhängigkeitstag<br />

(1990)<br />

23. Pakistan Nationalfeiertag (Verkündigung<br />

der Verfassung 1956)<br />

25. Griechenland Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung<br />

(1821)<br />

26. Bangladesch Unabhängigkeitstag<br />

(1971)<br />

April<br />

4. Senegal Tag der Unabhängigkeit<br />

(1960)<br />

17. Syrien Ausrufung der Republik<br />

im Jahr 1946<br />

27. Südafrika Tag der Freiheit:<br />

Jahrestag der ersten demokratischen<br />

Wahlen 1994 nach dem<br />

Ende der Apartheid<br />

27. Niederlande Geburtstag des<br />

Königs Willem-Alexander<br />

28. Japan Ende der Besatzungszeit<br />

und volle Souveränität (1952)<br />

Mai<br />

1. Israel Unabhängigkeitstag<br />

3. Polen Tag der Verfassung vom 3.<br />

Mai 1791<br />

15. Paraguay Unabhängigkeit von<br />

Spanien im Jahr 1811<br />

17. Norwegen Jahrestag der Verfassung<br />

(1814)<br />

22. Jemen Jahrestag der Wiedervereinigung<br />

von Nord- und Südjemen<br />

im Jahr 1990<br />

25. Argentinien Erklärung der Unabhängigkeit<br />

von Spanien<br />

25. Jordanien Unabhängigkeit von<br />

Großbritannien im Jahr 1946<br />

26. Georgien Tag der Unabhängigkeitserklärung<br />

vom russischen<br />

Zarenreich im Jahr 1918<br />

28. Aserbaidschan Gründung der<br />

Demokratischen Republik Aserbaidschan<br />

im Jahr 1918<br />

Juni<br />

2. Italien Fest der Republik (1946)<br />

5. Dänemark Tag der Verfassung<br />

(1849)<br />

6. Schweden Tag der schwedischen<br />

Fahne<br />

10. Portugal Todestag des portugiesischen<br />

Nationaldichters Luís Vaz<br />

de Camões (gest. 1580)<br />

12. Philippinen Unabhängigkeit von<br />

Spanien im Jahr 1898<br />

12. Russische Föderation Tag der<br />

Annahme der Erklärung über die<br />

staatliche Souveränität der Russischen<br />

Föderation (1990)<br />

17. Island Jahrestag der Ausrufung<br />

der Republik (1944)<br />

18. Ägypten Nationalfeiertag, das<br />

Königreich wurde beendet und<br />

die Republik Ägypten proklamiert<br />

(1953)<br />

18. Vereinigtes Königreich Offizielle<br />

Feier d. Geburtstages I.M. Königin<br />

Elisabeth II<br />

23. Luxemburg Offizielle Feier des<br />

Geburtstages des Großherzogs<br />

Henri<br />

24. Malteser Ritterorden Festtag des<br />

Hl. Johannes des Täufers, Patron<br />

des Ordens<br />

25. Kroatien Erklärung der Unabhängigkeit<br />

von Jugoslawien (1991)<br />

25. Slowenien Tag der Unabhängigkeit<br />

von Jugoslawien (1991)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 89


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

Rot-Weiß-Rot in aller Welt<br />

Österreichische bilaterale diplomatische Vertretungen im Ausland<br />

Österreich pflegt diplomatische Beziehungen mit 194 Staaten<br />

und hat Botschaften, Generalkonsulate und Kulturforen in<br />

80 Ländern der Welt. <strong>SOCIETY</strong> präsentiert exklusiv alle<br />

Leiterinnen und Leiter der im Ausland befindlichen bilateralen<br />

österreichischen Vertretungen.<br />

Redaktion: <strong>SOCIETY</strong><br />

ÄGYPTEN • BOTSCHAFT<br />

Georg Stillfried<br />

Ägypten, Sudan, Eritrea<br />

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef<br />

Street, 5th Floor, Riyadth-Tower, Giza,<br />

11111 Kairo<br />

Tel. (+20/2) 3570 29 75<br />

kairo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kairo<br />

ÄGYPTEN • KULTURFORUM<br />

Ulrike Nguyen<br />

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef<br />

Street, 5th Floor, Riyadth-Tower, Giza,<br />

11111 Kairo<br />

Tel. (+20/2) 3570 29 75<br />

kairo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.acfc.cc<br />

ALBANIEN • BOTSCHAFT<br />

Johann Sattler<br />

Albanien<br />

Rruga Xibrakeve 4, Tirana, Albanien<br />

Tel. (+355/4) 22 74 855<br />

tirana-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tirana<br />

ALGERIEN • BOTSCHAFT<br />

Franziska Honsowitz-Friessnigg<br />

Algerien, Niger<br />

17, Chemin Abdel kader Gadouche, 16035<br />

Hydra<br />

(+213 / 23) 47 28 15<br />

algier-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/algier<br />

ARGENTINIEN • BOTSCHAFT<br />

Christoph Meran<br />

Argentinien, Paraguay, Uruguay<br />

Calle French 3671, 1425 Buenos Aires<br />

Tel. (+54/11) 4809 5800<br />

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/buenosaires<br />

ARMENIEN • BMEIA<br />

Alois Kraut<br />

Armenien (mit Sitz in Wien)<br />

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien<br />

Tel. (+43/5) 01150-3263<br />

suedkaukasien@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/armenien<br />

ASERBAIDSCHAN • BOTSCHAFT<br />

Axel Wech<br />

Aserbaidschan, Georgien<br />

Landmark III, 7. Stock, Nizami Str. 90A,<br />

AZ-1010 Baku<br />

Tel. (+994) 12 465 99 33<br />

baku-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/baku<br />

ÄTHIOPIEN • BOTSCHAFT<br />

Andreas Melan<br />

Äthiopien, Dschibuti, Kongo, Uganda,<br />

Südsudan<br />

N. Silk Lafto Kifle Ketema Kebele 04<br />

H.No. 535, Addis Abeba<br />

Tel. (+251/11) 371 25 80<br />

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/addisabeba<br />

AUSTRALIEN • BOTSCHAFT<br />

Bernhard Zimburg<br />

Australien, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln,<br />

Mikronesien - Föderierte Staaten<br />

von, Nauru, Neuseeland, Papua-Neuguinea,<br />

Salomonen, Samoa, Tuvalu, Tonga,<br />

Vanuatu<br />

12 Talbot Street, Forrest, ACT 2603<br />

Tel. (+61/2) 6295 1533<br />

canberra-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/canberra<br />

BELARUS • BOTSCHAFT<br />

Bernd Alexander Bayerl<br />

Belarus<br />

Delegation of the European Union to<br />

Belarus 34A Engelsa Str., 7 th Floor, Minsk<br />

220030, Belarus<br />

Tel. (+375 / 17) 289 94 24<br />

minsk-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oeb-minsk<br />

BELGIEN • BOTSCHAFT<br />

Nikolaus Marschik<br />

Belgien<br />

Place du Champ de Mars 5, bte 5,<br />

B-1050 Brüssel<br />

Tel. (+32/2) 2890-700<br />

bruessel-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bruessel<br />

BELGIEN • KULTURFORUM<br />

Marina Chrystoph<br />

Place du Champ de Mars 5, bte 5, B-1050<br />

Brüssel<br />

Tel. (+32/2) 2890-700<br />

bruessel-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austrocult.be<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, 1040 Wien, Bmeia/mahmoud,<br />

Bmeia/mahmoud<br />

90 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

BOSNIEN UND HERZEGOWINA •<br />

BOTSCHAFT<br />

Martin <strong>SOCIETY</strong> Pammer 2_2015 | 91<br />

Bosnien und Herzegowina<br />

CHINA • GENERALKONSULAT<br />

Brigitte Robinson-Seyrlehner<br />

(GK)<br />

(designiert)<br />

ESTLAND • BOTSCHAFT<br />

Doris Danler<br />

Estland<br />

Dzidzikovac 7, BiH-71000 Sarajewo<br />

Tel. (+387/33) 279 400<br />

sarajewo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/sarajewo<br />

Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A, 1375<br />

Huai Hai Road, Shanghai 200031<br />

Tel. (+86/21) 647 40 268<br />

shanghai-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/shanghaigk<br />

Vambola 6, 5. Stock, EE-10114 Tallinn<br />

Tel. (+<strong>372</strong>) 627 87 40<br />

tallinn-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tallinn<br />

BRASILIEN • BOTSCHAFT<br />

Irene Giner-Reichl<br />

Brasilien<br />

brasilia-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/brasilia<br />

BULGARIEN • BOTSCHAFT<br />

SES (Setor de Embaixadas Sul), Av. das<br />

Nacoes, Quadra 811 - Lote 40, 70426-<br />

900 Brasilia DF<br />

Tel. (+55/61) 3443 3421<br />

Roland Hauser<br />

Bulgarien<br />

CHINA • GENERALKONSULAT<br />

Fabian Gems (GK)<br />

QUnit 1202, Teem Tower, Teemall, 208<br />

Tianhe Road, Guangzhou, 510620<br />

Guangdong<br />

Tel. (+86 / 20) 8516 0047<br />

guangzhou@wko.at<br />

wko.at/awo/cn<br />

DÄNEMARK • BOTSCHAFT<br />

Posten derzeit vakant, Botschafter Dr. Ernst-Peter Brezovszky<br />

hat Dänemark am 24.08.<strong>2017</strong> verlassen.<br />

FINNLAND • BOTSCHAFT<br />

Elisabeth Kehrer<br />

Finnland<br />

(designiert)<br />

Unioninkatu 22, 00130 Helsinki<br />

Tel. (+358/9) 68 18 60-0<br />

helsinki-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/helsinki<br />

FRANKREICH • BOTSCHAFT<br />

Walter Grahammer<br />

Frankreich, Monaco<br />

Boulevard Zar Oswoboditel 13/Ulica<br />

Schipka 4, BG-1000 Sofia<br />

Tel. (+359/2) 932 90 32<br />

sofia-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/sofia<br />

CHILE • BOTSCHAFT<br />

Joachim Öppinger<br />

Chile<br />

Sölundsvej 1, DK-2100 Kopenhagen<br />

Tel. (+45) 39 29 41 41<br />

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kopenhagen<br />

DEUTSCHLAND • BOTSCHAFT<br />

Gesandter Andreas Somogyi<br />

(Botschaftsleitung)<br />

Deutschland<br />

6, Rue Fabert, F-75007 Paris<br />

Tel. (+33/1) 40 63 30-63<br />

paris-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/paris<br />

FRANKREICH •<br />

GENERALKONSULAT<br />

Erika Bernhard<br />

Barros Errazuriz 1968, 3 piso, Santiago<br />

de Chile<br />

Tel. (+56/2) 2223 47 74<br />

santiago-de-chile-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/santiagodechile<br />

CHINA • BOTSCHAFT<br />

Friedrich Stift<br />

China, Mongolei<br />

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin<br />

Tel. (+49/30) 202 87-0<br />

berlin-ob@bmeia.gv.at<br />

www.oesterreichische-botschaft.de<br />

DEUTSCHLAND •<br />

GENERALKONSULAT<br />

Helmut Koller<br />

29, Avenue de la Paix, F-67000<br />

Strassburg<br />

Tel. (+33) 388 35 13 94<br />

strassburg-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/strassburggk<br />

FRANKREICH • KULTURFORUM<br />

Mario Vielgrader<br />

Jian Guo Men Wai, Xiu Shui Nan Jie 5,<br />

100600 Peking<br />

Tel. (+86/10) 653 29 869<br />

peking-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/peking<br />

CHINA • GENERALKONSULAT<br />

Monika Müller-Fembeck<br />

(designiert)<br />

Ismaninger Straße 136, D-81675 München<br />

Tel. (+49/89) 99 815-0<br />

muenchen-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/muenchen<br />

DEUTSCHLAND • KULTURFORUM<br />

Viktoria Wagner<br />

17, avenue de Villars, F-75007 Paris<br />

Tel. (+33/1) 47 05 27 10<br />

paris-kf@bmeia.gv.at<br />

www.fca-fr.com<br />

GEORGIEN • BOTSCHAFT<br />

Arad Benkö<br />

Georgien<br />

2201 Chinachem Tower, 34-37 Connaught<br />

Road, Central Hongkong<br />

Tel. (+852) 2522 80 86<br />

hongkong-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/hongkong<br />

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin<br />

Tel. (+49/30) 202 87-0<br />

berlin-kf@bmeia.gv.at<br />

www.kulturforumberlin.at<br />

Griboedov Str. 31 / Rustaveli Ave. 42, 5.<br />

Stock, 0108 Tiflis<br />

Tel.(+995 / 32) 243 44 02<br />

tiflis-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oeb-tiflis<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 91


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

GRIECHENLAND • BOTSCHAFT<br />

Andrea Ikic-Böhm<br />

Griechenland<br />

IRLAND • BOTSCHAFT<br />

Helmut Freudenschuss<br />

Irland<br />

ITALIEN • KULTURFORUM<br />

Herbert Jäger<br />

4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen<br />

Tel. (+30/210) 725 72-70<br />

athen-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/athen<br />

15, Ailesbury Court Apartments, 93,<br />

Ailesbury Road, Dublin 4<br />

Tel. (+353/1) 269 45 77<br />

dublin-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/dublin<br />

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand<br />

Tel.(+39) 02 77 80 78 03<br />

mailand-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austriacult.milano.it<br />

HEILIGER STUHL • BOTSCHAFT<br />

Alfons Kloss<br />

Heiliger Stuhl, Malteser Ritterorden,<br />

San Marino<br />

Via Reno 9, I-00198 Rom<br />

Tel. (+39) 06 853 725<br />

heiliger-stuhl-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/heiligerstuhl<br />

ISRAEL • BOTSCHAFT<br />

Martin Weiss<br />

Israel<br />

Sason Hogi Tower, Abba Hillel Silver<br />

Street 12, 4. Stock, Ramat Gan 5250606<br />

Tel. (+972) 3 612 0924<br />

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/telaviv<br />

JAPAN • BOTSCHAFT<br />

Hubert Heiss<br />

Japan<br />

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, Tokyo<br />

106-0046<br />

Tel. (+81/3) 34 51 82 81<br />

tokio-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tokio<br />

INDIEN • KULTURFORUM<br />

Brigitte Öppinger-Walchshofer<br />

ISRAEL • KULTURFORUM<br />

Johannes Strasser<br />

JORDANIEN • BOTSCHAFT<br />

Michael Desser<br />

Jordanien, Irak<br />

Ep-13, Chandragupta Marg, Chanakyapuri,<br />

New Delhi 110 021<br />

Tel. (+91/11) 24 19 27-00<br />

new-delhi-kf@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/newdelhi<br />

Sason Hogi Tower, Abba Hillel Silver<br />

Street 12, 4. Stock, Ramat Gan 5250606<br />

Tel. (+972/3) 612 0924<br />

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/telavivkf<br />

Mithqal Al-Fayez Street 36, Jabal Amman<br />

Tel. (+962/6) 460 11 01<br />

amman-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/amman<br />

INDONESIEN • BOTSCHAFT<br />

Helene Steinhäusl<br />

Indonesien, Timor-Leste<br />

ITALIEN • BOTSCHAFT<br />

René Pollitzer<br />

Italien<br />

KANADA • BOTSCHAFT<br />

Stefan Pehringer<br />

Kanada, Jamaika<br />

Jalan Diponegoro 44, Menteng<br />

Tel. (+62/21) 23 55 40 05<br />

jakarta-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/jakarta<br />

IRAN • BOTSCHAFT<br />

Stefan Scholz<br />

Iran<br />

Bahonarstr., Moghaddasi Str., Zamani<br />

Str., Mirvali, Nr. 6 und 8, Teheran,<br />

Niavaran, 19796-33755<br />

Tel. (+98/21) 22 75 00 40<br />

teheran-ob@bmeia.gv.at<br />

www.bmeia.gv.at/teheran<br />

IRAN • KULTURFORUM<br />

Alexander Rieger<br />

Afghanistan, Iran - Islamische Republik<br />

Khorramshahr Ave., Arabali Street, 6th<br />

Alley, Nr. 1, 15548-17413 Teheran<br />

Tel. (+98/21) 88 76 48 23<br />

teheran-kf@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/teherankf<br />

Via Pergolesi 3, I-00198 Rom<br />

Tel. (+39) 06 844 014-1<br />

rom-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/rom<br />

ITALIEN • KULTURFORUM<br />

Elke Atzler<br />

Viale Bruno Buozzi 113, I-00197 Rom<br />

Tel. (+39) 06 360837-1<br />

rom-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austriacult.roma.it<br />

ITALIEN • GENERALKONSULAT<br />

Dr. Wolfgang Spadinger<br />

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand<br />

Tel. (+39) 02 78 37 43<br />

mailand-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/mailandgk<br />

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario<br />

K1N 6M7<br />

Tel. (+1/613) 789 14 44<br />

ottawa-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/ottawa<br />

KANADA • KULTURFORUM<br />

Bernhard Faustenhammer<br />

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario<br />

K1N 6M7<br />

Tel. (+1/613) 789 14 44<br />

ottawa-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austro.org<br />

KASACHSTAN • BOTSCHAFT<br />

Gerhard Sailler<br />

Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan,<br />

Turkmenistan<br />

Kosmonavtov Strasse 62, 9. Stock, Mikrodistrikt<br />

Chubary, 010000 Astana<br />

Tel. (+7/7172) 97 78 69<br />

astana-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/astana<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Dolomiten (Italien Mailand), Katsuhiro Ichikawa (Japan), Bmeia/mahmoudI,<br />

92 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

KATAR • BOTSCHAFT<br />

KUBA • BOTSCHAFT<br />

LUXEMBURG • BOTSCHAFT<br />

Willy Kempel<br />

Katar<br />

Gerlinde Paschinger<br />

Kuba, Dominikanische Republik, Haiti<br />

Gregor Schusterschitz<br />

Luxemburg<br />

Palm Tower B, level 33, West Bay, Doha<br />

Tel. (+974) 403 373/00/01/02<br />

doha-ob@bmeia.gv.at<br />

Avenida 5ta A No. 6617, esq. a calle 70,<br />

Miramar, Havanna<br />

Tel. (+53/7) 204 28 25<br />

havanna-ob@bmeia.gv.at<br />

3, rue des bains, 1212 Luxemburg<br />

Tel. (+352) 47 11 88<br />

luxemburg-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/luxemburg<br />

KENIA • BOTSCHAFT<br />

KUWAIT • BOTSCHAFT<br />

MALAYSIA • BOTSCHAFT<br />

Harald Günther<br />

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo -<br />

Demokratische Republik, Ruanda, Seychellen,<br />

Tansania - Vereinigte Republik,<br />

Somalia, Sambia, Malawi<br />

Limuru Road 536, Muthaiga (gegenüber<br />

Muthaiga Mini Market), Nairobi<br />

Tel. (+254/20) 406 00 22<br />

nairobi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/nairobi<br />

Sigurd Pacher<br />

Kuwait, Bahrain<br />

Daiyah, Area Ahmed Shawki Street,<br />

house Nr. 10, Kuwait<br />

Tel. (+965) 225 52 532<br />

kuwait-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kuwait<br />

Michael Postl<br />

Malaysia, Brunei Darussalam<br />

Suite 10.1-2, Level 10, Wisma Goldhill, 67,<br />

Jalan Raja Chulan, 50200 Kuala Lumpur<br />

Tel. (+60/3) 205 700 20<br />

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kualalumpur<br />

KOLUMBIEN • BOTSCHAFT<br />

LETTLAND • BOTSCHAFT<br />

MALTA • BOTSCHAFT<br />

Fotos: Privat, BMEIA, robbie mc kane, mahmoud ashraf, weinwurm, picturepeople, hopi-media, ingrid sontacchi, bmeia/mahmoud,<br />

Marianne Feldmann<br />

Kolumbien, Angtigua und Barbuda,<br />

Dominica, Ecuador, Grendada, Guayana,<br />

Panama, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St<br />

.Vincent und die Grenadinen, Trinidad<br />

und Tobago<br />

Cra. 9 No. 73-44, Of. 402, Bogotá D.C.<br />

CO-110221<br />

Tel.(+57 / 1) 7452086<br />

bogota-ob@bmeia.gv.at<br />

KOREA - REPUBLIK • BOTSCHAFT<br />

Michael Schwarzinger<br />

Korea - Republik, Korea - Demokratische<br />

Volksrepublik<br />

Kyobo Bldg., 21 Floor, Sejongdearo 166<br />

Jongno-gu, Seoul 110-714 Republic of<br />

Korea<br />

Tel. (+82/2) 73 29 071<br />

seoul-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/seoul<br />

KOSOVO • BOTSCHAFT<br />

Gernot Pfandler<br />

Kosovo<br />

Ahmet Krasniqi 22, Arberia (Dragodan)<br />

I, 10000 Pristina<br />

Tel. (+381/38) 24 92 84<br />

pristina-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pristina<br />

KROATIEN • BOTSCHAFT<br />

Andreas Wiedenhoff<br />

Kroatien<br />

Radnicka cesta 80, 9. Stock, (Zagreb-<br />

Tower), HR-10000 Zagreb<br />

Tel. (+385/1) 488 10 50<br />

agram-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/agram<br />

N.N.<br />

Alberta iela 13, 7th floor, LV-1010 Riga<br />

Tel. (+37/1) 672 161 25<br />

riga@advantageaustria.org<br />

www.aussenministerium.at/riga<br />

LIBANON • BOTSCHAFT<br />

Marian Wrba<br />

Libanon<br />

Tabaris 812 Bldg., 8 th floor, Avenue<br />

Charles Malek, Tabaris - Achrafieh, Beirut<br />

2071-1606<br />

Tel. (+961/1) 213017<br />

beirut-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/beirut<br />

LIBYEN • BOTSCHAFT<br />

Ronald Sturm<br />

Libyen<br />

Shara Khalid Ben Walid/Shara Arismondi,<br />

Dahra Area, Garden City, Tripolis<br />

Tel. (+218/21) 44 43 379<br />

tripolis-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tripolis<br />

LIECHTENSTEIN • BMEIA<br />

Maria Rotheiser-Scotti<br />

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010<br />

Wien<br />

Tel.: (+430) 501150-0<br />

vaduz-ob(at)bmeia.gv.at<br />

N.N.<br />

c/o BMEIA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien<br />

Tel. (+430) 501150-0<br />

valletta-ob@bmeia.gv.at<br />

www.bmeia.gv.at/oeb-malta<br />

MAROKKO • BOTSCHAFT<br />

Anton Kozusnik<br />

Marokko, Mauretanien<br />

2 rue Tiddas, BP 135, MA-10010 Rabat<br />

Tel. (+212/537) 76 40 03<br />

rabat-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/rabat<br />

MAZEDONIEN • BOTSCHAFT<br />

Renate Kobler<br />

Mazedonien<br />

Mile Popjordanov 8, MK-1000 Skopje<br />

Tel. (+389/2) 3083 400<br />

skopje-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/skopje<br />

MEXIKO • BOTSCHAFT<br />

Franz Josef Kuglitsch<br />

Mexiko, Belize, Costa Rica, El Salvador,<br />

Guatemala, Honduras, Nicaragua,<br />

Panama<br />

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas<br />

de Chapultepec, 11000 Mexico, D.F.<br />

Tel. (+52/55) 52 51 08 06<br />

mexiko-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/mexiko<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 93


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

MEXIKO • KULTURFORUM<br />

PAKISTAN • BOTSCHAFT<br />

RUMÄNIEN • BOTSCHAFT<br />

Illona Hoyos<br />

Mexiko, Belize, Costa Rica, El Salvador,<br />

Guatemala, Honduras, Nicaragua<br />

Brigitta Blaha<br />

Pakistan, Afghanistan<br />

IGerhard Reiweger<br />

Rumänien, Moldau<br />

(designiert)<br />

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas<br />

de Chapultepec, 11000 Mexico D.F.<br />

Tel. (+52/55) 52 51 08 06<br />

mexiko-kf@bmeia.gv.at<br />

www.foroculturaldeaustria.com.mx<br />

Haus 7A, Straße 21, F 8/2 Islamabad<br />

Tel. (+92/51) 2818 421<br />

islamabad-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/islamabad<br />

Dumbrava Rosie 7, RO-020461 Bukarest<br />

Tel. (+40/21) 201 56 12<br />

bukarest-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bukarest<br />

MOLDAVIEN • BOTSCHAFT<br />

Christine Freilinger<br />

Moldau - Republik<br />

PERU • BOTSCHAFT<br />

Andreas Rendl<br />

Peru, Bolivien<br />

RUSSISCHE FÖDERATION •<br />

BOTSCHAFT<br />

N.N.<br />

Mateevici 23A, 2009 Chisinau<br />

Tel. (+373 / 22) 79 69 33<br />

chisinau-ob@bmeia.gv.at<br />

Edificio "De las Naciones", Avenida Republica<br />

de Colombia/ex Avenida Central<br />

643, piso 5, San Isidro, Lima 27<br />

Tel. (+51/1) 442 05 03<br />

lima-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/lima<br />

Starokonjuschennyi Per 1, 115127 Moskau<br />

Tel. (+7/495) 780 60 66<br />

moskau-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/moskau<br />

MONTENEGRO • BOTSCHAFT<br />

Anna Jankovic<br />

Montenegro<br />

PHILIPPINEN • BOTSCHAFT<br />

Bita Rasoulian<br />

Philippinen, Palau<br />

RUSSISCHE FÖDERATION •<br />

KULTURFORUM<br />

Simon Mraz<br />

Ulica Svetlane Kane Radevic br 3, MNE-<br />

81000 Podgorica<br />

Tel. (+382/20) 201135<br />

podgorica-ob@bmeia.gv.at<br />

8th floor, One Orion building, 11th Avenue corner 38th Street,<br />

Bonifacio Global City, Taguig<br />

Tel. (+63/2) 817 91 91<br />

manila-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/manila<br />

Starokonjuschennyi Per 1, 115127 Moskau<br />

Tel. (+7/495) 780 60 66<br />

moskau-kf@bmeia.gv.at<br />

www.akfmo.org<br />

NIEDERLANDE • BOTSCHAFT<br />

POLEN • BOTSCHAFT<br />

SAUDI ARABIEN • BOTSCHAFT<br />

Heidemaria Gürer<br />

Niederlande<br />

van Alkemadelaan 342, 2597 AS Den<br />

Haag<br />

Tel. (+31/70) 324 54 70<br />

den-haag-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/denhaag<br />

NIGERIA • BOTSCHAFT<br />

Werner Senfter<br />

Nigeria, Äquatorialguinea, Kamerun,<br />

Gabun, Tschad, Zentralafrikanische<br />

Republik, São Tomé und Príncipe, Benin,<br />

Togo, Ghana<br />

Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja<br />

Tel: (+234) 929 15 465<br />

abuja-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/abuja<br />

NORWEGEN • BOTSCHAFT<br />

Wilhelm Donko<br />

Norwegen<br />

Thomas Heftyes Gate 19 - 21, N-0244<br />

Oslo<br />

Tel. (+47) 22 54 02-00<br />

oslo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oslo<br />

Werner Almhofer<br />

Polen<br />

ul Gagarina 34, 00-748 Warschau<br />

Tel. (+48/22) 841 00 81<br />

warschau-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/warschau<br />

POLEN • KULTURFORUM<br />

Rupert Weinmann<br />

Polen<br />

Ul. Prozna 7-9, 00-107 Warschau<br />

Tel. (+48/22) 526 88-00<br />

warschau-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austria.org.pl<br />

PORTUGAL • BOTSCHAFT<br />

Thomas Stelzer<br />

Portugal, Kap Verde<br />

(designiert)<br />

Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.Stock,<br />

1399-046 Lissabon<br />

Tel. (+351/21) 394 39-00<br />

lissabon-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/lissabon<br />

Gregor Kössler<br />

Saudi Arabien, Oman, Jemen<br />

Diplomatic Quarter Riyadh<br />

Tel. (+966/1 1 ) 480 12 17<br />

riyadh-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/riyadh<br />

SCHWEDEN • BOTSCHAFT<br />

Arthur Winkler-Hermaden<br />

Schweden<br />

(designiert)<br />

Kommendörsgatan 35/V, S-114 58<br />

Stockholm<br />

Tel. (+46/8) 665 17 70<br />

stockholm-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/stockholm<br />

SCHWEIZ • BOTSCHAFT<br />

Ursula Plassnik<br />

Schweiz<br />

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern<br />

Tel. (+41/31) 3565-252<br />

bern-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bern<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Daniel Bachler und Teresa Marenzi (KF Moskau), Hopi-Media, Dragan Tatic, Hopi-Media,<br />

94 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

SCHWEIZ • KULTURFORUM<br />

SLOWAKEI • KULTURFORUM<br />

THAILAND • BOTSCHAFT<br />

Martina Hermann<br />

Wilhelm Pfeistlinger<br />

Eva Hager<br />

Thailand, Kambodscha, Laos, Myanmar<br />

(designiert)<br />

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern<br />

Tel. (+41/31) 3565-252<br />

bern-ob@bmeia.gv.at<br />

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava<br />

Tel. (+421/2) 59 30 15-00<br />

pressburg-kf@bmeia.gv.at<br />

www.rakuskekulturneforum.sk<br />

14, Soi Nantha-Mozart, Soi 1, Sathorn<br />

Tai Road, Thungmahamek, Sathorn,<br />

Bangkok 10120<br />

Tel. (+66/2) 105 67 00<br />

bangkok-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bangkok<br />

SENEGAL • BOTSCHAFT<br />

Caroline Gudenus<br />

Senegal, Gambia, Guinea, Guinea-<br />

Bissau, Mali, Burkina Faso, Côte d'Ivoire,<br />

Liberia, Sierra Leone<br />

SLOWENIEN • BOTSCHAFT<br />

Sigrid Berka<br />

Slowenien<br />

TSCHECHISCHE REPUBLIK •<br />

BOTSCHAFT<br />

Alexander Grubmayr<br />

Tschechische Republik<br />

18, rue Emile Zola, Dakar<br />

Tel. (+221) 33 849 40 00<br />

dakar-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/dakar<br />

Presernova cesta 23, SI-1000 Ljubljana<br />

Tel. (+386/1) 479 07 00<br />

laibach-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/laibach<br />

Viktora Huga 10, CZ-15115 Prag 5<br />

Tel. (+420) 257 09 05-11<br />

prag-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/prag<br />

SERBIEN • BOTSCHAFT<br />

Johannes Eigner<br />

Serbien<br />

(designiert)<br />

SPANIEN • BOTSCHAFT<br />

Peter Huber<br />

Andorra, Spanien<br />

(designiert)<br />

TSCHECHISCHE REPUBLIK •<br />

KULTURFORUM<br />

Andreas Schmidinger<br />

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000 Belgrad<br />

Tel. (+381/11) 333 65-00<br />

belgrad-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/belgrad<br />

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid<br />

Tel. (+34) 91 55 65 315<br />

madrid-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/madrid<br />

Viktora Huga 10, CZ-15115 Prag 5<br />

Tel. (+420) 257 090 589<br />

prag-kf@bmeia.gv.at<br />

www.rkfpraha.cz<br />

SERBIEN • KULTURFORUM<br />

SPANIEN • KULTURFORUM<br />

TUNESIEN • BOTSCHAFT<br />

Johannes Irschik<br />

Karin Kosina<br />

Herbert Krauss<br />

Tunesien<br />

belgrad-kf@bmeia.gv.at<br />

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000<br />

Belgrad<br />

Tel. (+381/11) 333 65-00<br />

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid<br />

Tel. (+34) 91 55 65 315<br />

madrid-kf@bmeia.gv.at<br />

www.foroculturaldeaustria.org<br />

16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah I, 1004<br />

Tunis<br />

Tel. (+216/71) 23 90 38<br />

tunis-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tunis<br />

SINGAPUR • BOTSCHAFT<br />

SÜDAFRIKA • BOTSCHAFT<br />

TÜRKEI • BOTSCHAFT<br />

Karin Fichtinger-Grohe<br />

Singapur<br />

N.N.<br />

Posten des Botschafters ist derzeit vakant<br />

Ulrike Tilly<br />

Türkei<br />

600 North Bridge Road, #24-04/05<br />

Parkview Square, Singapore 188788<br />

Tel. (+65) 63 96 63 50 (Amt)<br />

singapur-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oeb-singapur<br />

454A Fehrsen Street, Brooklyn,<br />

Pretoria 0181<br />

Tel. (+27/12) 45 29 155<br />

pretoria-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pretoria<br />

Atatürk Bulvari 189, 06680 Ankara<br />

Tel. (+90/312) 405 51 90<br />

ankara-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/ankara<br />

Fotos: Privat, BMEIA<br />

SLOWAKEI • BOTSCHAFT<br />

Helfried Carl<br />

Slowakei<br />

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava<br />

Tel. (+421/2) 59 30 15-00<br />

pressburg-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pressburg<br />

SYRIEN • BOTSCHAFT<br />

Isabel Rauscher<br />

Syrien<br />

(designiert)<br />

Farabi Street 1, Bld. Mohamed Naim Al-<br />

Deker, Mezzeh, East Villas, Damascus<br />

Tel. (+961/1) 213 011, (+961/1) 213 058<br />

damaskus-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/damaskus<br />

TÜRKEI •<br />

GENERALKONSULAT<br />

Gerhard Lutz<br />

(designiert)<br />

Köybasi cad. No. 46, 34464 Yeniköy,<br />

Istanbul<br />

Tel. (+90/212) 363 84 10<br />

istanbul-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/istanbulgk<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 95


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

TÜRKEI • KULTURFORUM<br />

Romana Königsbrun<br />

VENEZUELA • BOTSCHAFT<br />

N.N.<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • GENERALKONSULAT<br />

Andreas Launer<br />

Köybasi cad. No. 44, 34464 Yeniköy,<br />

Istanbul<br />

Tel. (+90/212) 363 84 15<br />

istanbul-kf@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/istanbulkf<br />

UKRAINE • BOTSCHAFT<br />

Hermine Poppeller<br />

Ukraine<br />

Avenida Orinoco (entre Mucuchíes y Perijá), Las Mercedes,<br />

Torre D & D - Piso PT - Oficina PT-N, 1060 Caracas<br />

Tel. (+58/212) 999 12 11<br />

caracas-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/caracas<br />

VEREINIGTE ARABISCHE<br />

EMIRATE • BOTSCHAFT<br />

Andreas Liebmann-Holzmann<br />

Vereinigte Arabische Emirate<br />

11859 Wilshire Boulevard, Suite 501, Los<br />

Angeles, California 90025<br />

Tel. (+1/310) 44 49 310<br />

los-angeles-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/losangeles<br />

VEREINIGTES KÖNIGREICH •<br />

BOTSCHAFT<br />

Martin Eichtinger<br />

Vereinigtes Königreich<br />

Ivana Franka 33, 01030 Kiew<br />

Tel. (+380/44) 277 27 90<br />

kiew-ob@bmeia.gv.at<br />

www.bmeia.gv.at/kiew<br />

UKRAINE • KULTURFORUM<br />

N.N.<br />

Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr. 504, Reem<br />

Island, Abu Dhabi<br />

Tel. (+971/2) 69 44 999<br />

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/abudhabi<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • BOTSCHAFT<br />

Wolfgang Waldner<br />

Vereinigte Staaten, Bahamas<br />

18, Belgrave Mews West, London SW1X<br />

8HU<br />

Tel. (+44/20) 7344 3250<br />

london-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/london<br />

VEREINIGTES KÖNIGREICH •<br />

KULTURFORUM<br />

Katalin Tünde Huber<br />

Ivana Franka 33, 01030 Kiew<br />

Tel. (+380/44) 277 27 90<br />

kiew-ob@bmeia.gv.at<br />

UNGARN • BOTSCHAFT<br />

Elisabeth Ellison Kramer<br />

Ungarn<br />

3524 International Court N.W., Washington<br />

D.C. 20008<br />

Tel. (+1/202) 895 67 00<br />

washington-ob@bmeia.gv.at<br />

www.austria.org<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • KULTURFORUM<br />

Eva Schöfer<br />

28, Rutland Gate, London SW7 1PQ<br />

Tel. (+44/20) 7225 73-00<br />

london-kf@bmeia.gv.at<br />

www.acflondon.org<br />

VIETNAM • BOTSCHAFT<br />

Thomas Schuller-Götzburg<br />

Vietnam<br />

(designiert)<br />

Benczúr utca 16, 1068 Budapest<br />

Tel. (+36/1) 479 70-10<br />

budapest-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/budapest<br />

UNGARN • KULTURFORUM<br />

Regina Rusz<br />

3524 International Court N.W., Washington<br />

D.C. 20008<br />

Tel. (+1/202) 895 67 00<br />

washington-kf@bmeia.gv.at<br />

www.acfdc.org<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • GENERALKONSULAT<br />

Helmut Böck<br />

c/o "Prime Center", 53, Quang Trung, 8.<br />

Stock, Hai Ba Trung District, Hanoi, VN<br />

Tel. (+84 / 24) 3943 3050-3<br />

hanoi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/hanoi<br />

ZYPERN • BOTSCHAFT<br />

Eva Maria Ziegler<br />

Zypern<br />

Benczúr utca 16, 1068 Budapest<br />

Tel. (+36/1) 413 35-90<br />

budapest-kf@bmeia.gv.at<br />

www.okfbudapest.hu<br />

USBEKISTAN • BMEIA<br />

Alois Kraut<br />

Usbekistan<br />

31 East 69th Street, New York, N.Y. 10021<br />

Tel. (+1/212) 737 6400<br />

new-york-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/newyorkgk<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • KULTURFORUM<br />

Christine Moser<br />

34, Dimosthenous Severi Avenue, 1st<br />

Floor, Office 101, 1687 Nikosia<br />

Tel. (+357) 22 41 01 51<br />

nicosia-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/nikosia<br />

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien<br />

Tel. (+43/0)501150-3263<br />

zentralasien-suedkaukasien@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/usbekistan<br />

11 East 52nd Street, New York, N.Y. 10022<br />

Tel. (+1/212) 319 5300<br />

new-york-kf@bmeia.gv.at<br />

www.acfny.org<br />

Fotos: Privat, BMEIA<br />

96 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


Außenpolitische<br />

Einsichten<br />

Im Rahmen des „Internationalen Clubs“ der ÖGAVN<br />

gaben Experten wertvolle Einsichten in diverse<br />

außenpolitische Themen und Problematiken.<br />

DIPLOMATIE<br />

ÖGAVN<br />

Fotos: ögavn<br />

•<br />

Arabische Welt“<br />

Die Probleme der arabischen Welt werden auch<br />

in Europa vermehrt wahrgenommen. So sprach<br />

ORF-Auslandskorrespondent Karim El-Gawhary anlässlich<br />

seines Vortrags für die ÖGAVN im Oktober<br />

<strong>2017</strong> von der „Schicksalsgemeinschaft arabische<br />

Welt“. Denn Europa ist eng mit den Problemen<br />

dieser Länder verbunden. Zum einen wollen viele<br />

Kräfte in der EU die Türen für Flüchtlinge schließen<br />

und Aufnahmezentren im Ausland bauen,<br />

zum anderen aber werden von EU-Ländern Waffen<br />

in diese Regionen exportiert – die bestehende<br />

Gewalt und die Kriege führen unweigerlich wieder<br />

zur Flucht der Menschen vor Ort. In Ägypten<br />

herrscht im Moment ein starker innenpolitischer<br />

Machtkampf zwischen alten und neuen Kräften.<br />

Zwar ist Mubarak gestürzt worden, doch die alte<br />

politische Situation lebt wieder auf und ein starker<br />

Konflikt zwischen Staat und Kirche prägt die<br />

aktuelle Situation. Andere Hotspots sind natürlich<br />

die Länder am Golf. Dort findet im Moment ein Generationenwechsel<br />

statt. Ein Hauptproblem ist der<br />

„IS“, der militärisch immer weiter zurückgedrängt<br />

wird und Territorien verliert. Ein militärischer Sieg<br />

reicht jedoch nicht aus, um die generelle Problematik<br />

zu lösen – wichtig ist, die Ursache zu bekämpfen.<br />

Außerdem besteht die Gefahr, dass es zu<br />

einer Ethnisierung des Problems kommt.<br />

Karim El-Gawhary<br />

„live“ in der Stallburg<br />

•<br />

Vereinte Nationen<br />

Der politische Direktor des BMEIA, Botschafter<br />

Dr. Alexander Marschik, sprach zum Thema „UN<br />

High Level Week <strong>2017</strong>: ‚Every State First‘ – Ende des<br />

Multilateralismus?“ über die UN-Generalversammlung<br />

in New York und die Zukunft Österreichs in<br />

einer Welt, in der jeder Staat immer mehr auf sich<br />

selbst und auf seine eigenen Bedürfnisse achtet.<br />

Der Beginn der UN-Generalversammlung stand im<br />

Zeichen der Krise zwischen Nordkorea und dem<br />

Westen sowie dem UN-Debüt des neuen US-Präsidenten<br />

Donald J. Trump, der sich für die Wiederbelebung<br />

der staatlichen Souveränität aussprach<br />

und sein Motto „Unpredictability is our strategy“<br />

verkündete. Neben diesem Kernthema, ging es bei<br />

der UN-Generalversammlung um aktuelle Themen<br />

wie die Ukrainekrise, die kritische Situation<br />

der muslimischen Rohingya-Minderheit in Myanmar,<br />

die Probleme in Venezuela und um den anhaltenden<br />

Bürgerkrieg im Nahen Osten. Darüber<br />

hinaus, sieht sich die UNO Problemen wie dem<br />

Klimawandel, der Massenmigration in westliche<br />

Länder und dem Terrorismus gegenübergestellt.<br />

•<br />

Update zu Polen<br />

Anlässlich seiner zu Ende gegangenen Amtszeit<br />

als Österreichischer Botschafter in Polen, gab Dr.<br />

Thomas Buchsbaum einen Überblick zur aktuellen<br />

politischen Lage sowie zur Machtübernahme durch<br />

die Partei PiS bei der letzten Wahl im Oktober 2015.<br />

Diesen Umschwung erklärte er sich durch den einerseits<br />

großen Anteil an konservativ und traditionell<br />

denkenden Katholiken, als auch durch die sozial<br />

schwache Position vieler Polen. Die nationalkonservative<br />

Regierung erhielt mit dem Wahlslogan „Polen<br />

in Ruinen“ das Vertrauen der Mehrheit. Die positive<br />

Stimmung am Arbeitsmarkt und „ein polnisches<br />

Wirtschaftswunder“, das den Lebensstandard allgemein<br />

steigen lässt, sieht er als die wichtigsten erfreulichen<br />

Entwicklungen der letzten Zeit.<br />

Botschafter Alexander<br />

Marschik mit<br />

ÖGAVN-Präsident<br />

Wolfgang Schüssel<br />

Botschafter Thomas Buchsbaum<br />

mit ÖGAVN-Vorstandsmitglied<br />

Alexander Christiani<br />

INFO<br />

Fast jeden Mittwoch<br />

gibt die Österreichische<br />

Gesellschaft für Außenpolitik<br />

und die Vereinten<br />

Nationen (ÖGAVN) – als<br />

Schnittstelle zwischen UNund<br />

EU-Institutionen, dem<br />

Österreichischen Außenministerium<br />

und der Zivilgesellschaft<br />

– Expertinnen<br />

und Experten das Wort. Die<br />

ÖGAVN eröffnet im Rahmen<br />

des „Internationalen<br />

Clubs“ in der Stallburg der<br />

Wiener Hofburg durch ihre<br />

Vortragsveranstaltungen<br />

wertvolle Einsichten, die<br />

in dieser kompakten Form<br />

sonst nicht so ohne weiteres<br />

verfügbar sind.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 97


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

EVENT-HIGHLIGHTS DER DIPLOMATIE<br />

Emil Brix bei der<br />

Ansprache<br />

Armenische Gäste<br />

Armenien: Unabhängigkeitstag<br />

Der armenische Botschafter S.E. Arman Kirakossian, die ständige<br />

Vertreterin der Republik Armenien, Susanna Nazaryan und<br />

Karen Muradyan, Ministerrat für Verteidigung der ständigen<br />

Vertretung der Republik Armenien im OSCE luden zu einem<br />

festlichen Empfang anlässlich des Tages der armenischen Unabhängigkeit,<br />

des 25. Jubiläums der armenischen Streitkräfte<br />

und diplomatischen Beziehungen zwischen der Armenien und<br />

Österreich.<br />

S.E. Arman Kirakossian mit<br />

Gattin in der Receiving Line<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Schiffl, <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig, <strong>SOCIETY</strong>/Auer,<br />

Großbritannien:<br />

Prince George Birthday<br />

Die Österreich-Britische Gesellschaft lud anlässlich<br />

des 4. Geburtstages von Prince<br />

George zu einer Fête Blanche über den<br />

Dächern Wiens.<br />

Gäste ganz in weiß<br />

Kurt Tiroch,<br />

Präsident der<br />

Österreichisch-<br />

Britischen<br />

Gesellschaft<br />

S.E. Juan Sunyé Mendía mit Gattin und<br />

Kollegen aus der Botschaft<br />

Spanien: Nationalfeiertag<br />

Anlässlich des Nationalfeiertags von Spanien luden der Botschafter<br />

des Königreiches Spanien Juan Sunyé Mendía sowie<br />

die ständige Vertreterin Spaniens bei der OSCE, Botschafterin<br />

María Victoria González Román und der ständige Vertreter<br />

Spaniens bei den internationalen Organisationen mit Sitz in<br />

Wien, Botschafter Gonzalo de Salazar Serantes zu einem Empfang<br />

in die spanische Botschaft in Wien ein.<br />

98 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong><br />

Klapa „ADRIATICUM


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

USA: 241 Jahre Unabhängigkeit<br />

Ihren 241. Independence Day feierte die US-Botschaft Wien mit<br />

einer Garden Party im Garten der Residenz, zu der hochkarätige<br />

Gäste wie der österreichische Justizminister Wolfgang Brandstetter<br />

und Vertreter der internationalen Diplomatie erschienen<br />

waren. Nach der Präsentation der Flaggen durch US-Marines<br />

wurden die österreichische und die US-amerikanische Nationalhymne<br />

gesungen. Danach hielten Kate Byrnes, Chargé d’Affaires<br />

der US-Mission bei der OSZE, Andrew Schofer, Chargé d’Affaires<br />

bei der UNO sowie Head of Mission Eugene Young ihre Ansprachen.<br />

Für die musikalische Unterhaltung der Gäste spielte eine<br />

Marine-Band aus Tennessee. Kulinarisch wurden Hamburger,<br />

Hot Dogs und Caesar Salad gereicht.<br />

Kate Byrnes, Chargé d‘Affaires bei der Ansprache<br />

Estland: Konzert Empfang<br />

I.E. Eve-Külli Kala, Botschafterin der Republik Estland, lud aus<br />

Anlass der Beendigung ihrer Mission als bilaterale Botschafterin<br />

zu einem Empfang im Ferdinandihof in Wien-Margareten.<br />

Der stimmungsvolle Innenhof bescherte den Gästen eine willkommene<br />

Abkühlung von den mehr als hochsommerlichen<br />

Temperaturen in Wien.<br />

I.E. Eve Külli Kalla bei der Verabschiedungsfeier<br />

Vizepremierminister und Außenminister Didier Reynders eröffnet die Botschaft<br />

Belgien:<br />

Eröffnung der Botschaft<br />

Anlässlich der offiziellen Eröffnung der Botschaft von Belgien<br />

in Wien und in Anwesenheit von Herrn Didier Reynders, Vizepremierminister<br />

und Minister für auswärtige und europäische<br />

Angelegenheiten, luden S.E. Herr Willem Van de Voorde, der<br />

Botschafter und Ständige Vertreter des Königreichs Belgien bei<br />

den Internationalen Organisationen in Wien, und Baronin Willem<br />

Van de Voorde zu einem Empfang in die Räumlichkeiten<br />

der Botschaft.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 99


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Marokko: „Flamenco-Chekara“<br />

Konzert<br />

Der Botschafter und ständige<br />

Vertreter des Königreichs Marokko<br />

und Frau Lotfi Bouchaara<br />

luden zu einem Konzert des<br />

marokkanischen „FLAMENCO-<br />

CHEKARA“ Orchesters in das<br />

Theater Akzent.<br />

Flamencotänzerin bei der Aufführung<br />

S.E. Lofti<br />

Bouchaara,<br />

S.E. Salahain<br />

Abdalshafi und<br />

Minister Wolfgang<br />

Brandstetter<br />

S.E. Dong-ik Shin mit Gattin<br />

und internationalen Gästen<br />

Korea: 125 Jahre diplomatische<br />

Beziehungen<br />

Aus Anlass des Nationalfeiertages der Republik Korea und des<br />

125-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen<br />

der Republik Korea und Österreich luden Botschafter<br />

S.E. Dong-ik Shin und Gattin Jung-wha Kim zu einem festlichen<br />

Empfang. Botschafter Shin sowie Mag. Gabriele Méon-Tschürtz,<br />

Gesandte und Leiterin der Abteilung II.10, Asien, Australien,<br />

Ozeanien und Werner Amon, MBA; Nationalratsabgeordneter<br />

und Obmann der Parlamentarischen Freundschaftsgruppe<br />

Österreich-Republik Korea und Präsident der Österreichisch-<br />

Koreanischen Gesellschaft in Wien hielten die Festreden. Für<br />

die musikalische Unterhaltung des Abends sorgte der Auftritt<br />

des Koreanischen Jugendchor in Wien.<br />

I.E. Vivian Nwunaku<br />

Rose Okeke mit<br />

Gatten Simon N.<br />

Okeke und Gast<br />

Gäste bei der Feier<br />

Nigeria: Unabhängigkeitstag<br />

Anlässlich des Nationalfeiertages<br />

von Nigeria sowie der Akkreditierung<br />

beim Bundespräsidenten<br />

luden Botschafterin<br />

I.E. Vivian Nwunaku Rose Okeke<br />

und Gatte Simon N. Okeke zu<br />

einem Empfang in die Residenz<br />

von Nigeria in Wien.<br />

Minister a.D. Michael<br />

Spindelegger mit I.E. Faouzia<br />

Boumaiza Mebarki und Gast<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig, <strong>SOCIETY</strong>/Schiffl<br />

100 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Michael Haneke bei<br />

der Präsentation<br />

seines neuen Films<br />

„Happy End“<br />

Frankreich: Empfang in der<br />

Botschaft<br />

Malerischer Innenhof<br />

der tschechischen<br />

Botschaft in Wien<br />

Michael Hanekes neues, oscarnominiertes Werk „Happy End“<br />

feierte im Gartenbaukino seine Premiere. Zum anschließenden<br />

Empfang lud der französische Botschafter S.E. François Saint-<br />

Paul in die prunkvollen Räumlichkeiten der Botschaft. Als besonderer<br />

Ehrengast war Michael Haneke präsent, genauso wie<br />

die österreichischen Filmgrößen Nina Proll, Doris Schretzmayer<br />

und Andreas Vitásek.<br />

Alexander<br />

Wrabetz, Helga<br />

Rabl-Stadler,<br />

S.E. Francois<br />

Marcel Michel<br />

Saint Paul<br />

Saudi Arabien: Nationalfeiertag<br />

Anlässlich des 87. Nationalfeiertages des Königreichs Saudi Arabien<br />

luden der Saudische Botschafter und der ständige Vertreter<br />

für internationale Organisationen in Wien, S.E. Dr. Khalid Al<br />

Jindan, zu einem Empfang.<br />

S.E. Jan Sechter mit<br />

Gastgeschenk bei seiner<br />

Verabschiedung<br />

Tschechien: Abschied des<br />

Botschafters<br />

Nach vier Jahren als Botschafter der Tschechischen Republik<br />

verließ S.E. Jan Sechter Österreich. Anlässlich seiner Verabschiedung<br />

lud er zu einem feierlichen Empfang in die Räumlichkeiten<br />

der tschechischen Botschaft, zu der zahlreiche Gäste aus<br />

der internationalen Diplomatie erschienen waren.<br />

S.E. Khalid Al Jindan<br />

mit Gattin und S.E.<br />

Hamad Al Kaabi<br />

(VAE)<br />

Die hochdekorierten<br />

Gäste bei der<br />

Ansprache<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 101


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Brasilien: Unabhängigkeitstag<br />

Der Botschafter und ständige Vertreter Brasiliens für Internationale<br />

Organisationen in Wien, sowie Frau Ricardo Neiva Tavares,<br />

der ständige Vertreter Brasiliens bei der IAEA und CTBTO und<br />

Marcel Fortuna Biato luden zu einem Empfang im Rahmen des<br />

195. Unabhängigkeitstages von Brasilien.<br />

Botschafter Marcel Fortuna Biato, S.E. Ricardo<br />

Neiva Tavares mit Yukiya Amano (IAEA)<br />

S.E. Ricardo Neiva Tavares<br />

bei der Begrüssung der Gäste<br />

Gäste der Veranstaltung<br />

Moldau: 25. Jubiläum diplomatischer<br />

Beziehungen<br />

Annlässlich des 25. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen<br />

zwischen der Republik Moldau und Österreichs lud S.E. Victor<br />

Osipov, Botschafter und ständige Vertretung beim OSZE und den<br />

internationalen Organisationen in Wien zu einem feierlichen<br />

Empfang.<br />

S.E. Victor Osipov mit Gattin<br />

I.E. Paulina<br />

Franceschi Navarro<br />

in Nationaltracht<br />

mit Gästen<br />

Panama: Nationalfeiertag<br />

Am Nationalfeiertag der Republik<br />

Panama lud I.E. Botschafterin<br />

Paulina Franceschi<br />

Navarro aus gegebenen Anlass<br />

zu einem eindrucksvollen<br />

Konzert der beiden aus Panama<br />

stammenden Stars Susan<br />

Samudio und Juan Pomares.<br />

Susan Samundio bei<br />

der Aufführung<br />

102 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Chinesische Musikerinnen<br />

bei der<br />

Buchpräsentation<br />

China: Empfang in der<br />

Botschaft anlässlich einer<br />

Buchpräsentation<br />

Zu Ehren der Überreichung des chinesischen Special Book<br />

Awards <strong>2017</strong> an Prof. Dr. Gerd Kaminski und der Präsentation seines<br />

neuen Werkes „Von roten Schleiern und bunten Eiern“ lud<br />

der chinesische Botschafter S.E. Li Xiaosi zu einem Empfang in die<br />

Botschaft. Als Rahmenunterhaltung las Lotte Ledl aus Kaminskis<br />

neuem Buch, für musikalische Unterhaltung und das leibliche<br />

Wohl der Gäste wurde ebenfalls gesorgt.<br />

S.E. Li Xiaosi, Gerd Kaminski<br />

mit weiteren Ehrengästen<br />

S.E.Johannes<br />

Haindl, Eberhard<br />

Pohl (OSZE) und<br />

Botschafter Friedrich<br />

Däuble (UNO)<br />

Deutschland: Empfang am Tag<br />

der deutschen Einheit<br />

Aus Anlass des Tages der Deutschen<br />

Einheit luden Herr Eberhard<br />

Pohl, Ständiger Vertreter bei der<br />

Organisation für Sicherheit und<br />

Zusammenarbeit in Europa, Herr<br />

Johannes Haindl, Botschafter der<br />

Bundesrepublik Deutschland und<br />

Herr Friedrich Däuble, Ständiger<br />

Vertreter bei den Internationalen<br />

Organisationen zu einem Empfang<br />

in das Gartenpalais Liechtenstein.<br />

Minister Sigmar<br />

Gabriel<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig, <strong>SOCIETY</strong>/Schiffl<br />

Ehrengäste


DIPLOMATIE<br />

WELCOME TO AUSTRIA<br />

20 Years of Welcome<br />

to Austria<br />

Welcome to Austria, the dynamic association for spouses<br />

of diplomats and their families, and international<br />

civil servants accredited to Austria, is celebrating its<br />

20 th Anniversary.<br />

WELCOME<br />

TO AUSTRIA<br />

THE BOARD OF<br />

“WELCOME TO AUSTRIA”<br />

• Dr. Benita Ferrero-Waldner<br />

– Founding President<br />

• Foreign Minister<br />

Sebastian Kurz – President,<br />

Austrian Federal<br />

Minister for European and<br />

International Affairs<br />

• Gabrielle Schallenberg –<br />

Honorary President<br />

• Ambassador (ret.)<br />

Dr. Angelika Saupe-Berchtold<br />

– 1 st Vice President<br />

• Aglaë Hagg-Thun – 2 nd Vice<br />

President<br />

• Robert Thum – Treasurer,<br />

“Kassier”<br />

• Mag. Gertrud<br />

Tauchhammer – Public<br />

Affairs, “Schriftführerin”<br />

• Dr. Elisabeth Wolff – Music<br />

• Mag. Adelaida Calligaris -<br />

Liaison Offier<br />

• Anne Thun-Hohenstein -<br />

History & Art<br />

• Stefanie Winkelbauer -<br />

Applied Arts<br />

• Martha Hanreich -<br />

Exhibitions<br />

• Veronique Dorda - Cuisine<br />

• Clarissa Mayer-Heinisch -<br />

Associated<br />

•<br />

The then-Secretary of State Dr. Benita<br />

Ferrero-Waldner of the Ministry of<br />

Foreign Affairs teamed up with Gabrielle<br />

Schallenberg (herself a cosmopolitan<br />

spouse of an Austrian diplomat).<br />

They established Welcome to<br />

Austria to offer a broad panorama of activities and<br />

programmes aimed to further cement the understanding<br />

of Austrian culture, history and customs<br />

past and present. (pictures 1 & 2) Lectures and<br />

guided visits in and outside of Vienna (picture 3)<br />

aim to include less-well known aspects, such as collections<br />

both public and private, touring areas of<br />

churches, museums, gardens, many of which are<br />

usually not open to the public.<br />

•<br />

Activities have included German conversation<br />

classes, bridge, Viennese waltz-courses, gymnastics,<br />

walking tours in various parts of the city, floral and<br />

culinary arts. Music has always played an important<br />

role in the calendar of events, which is issued quarterly,<br />

including visits to rehearsals of the Vienna<br />

Philharmonic Orchestra, the opera or international<br />

music competitions. Presentations on a variety of<br />

topics from art, literature, history and politics provide<br />

a venue for an animated exchange of ideas,<br />

as do the coffee invitations extended by Austrian<br />

members (picture 4). Indeed, food is an integral<br />

part of many programmes, giving members opportunities<br />

to get together; there are also monthly<br />

lunch meetings at Café Landtmann which enable<br />

professionally active members to meet informally.<br />

•<br />

Welcome to Austria is eager to include families<br />

in its events, and features a number of weekend activities<br />

for all ages. (picture 5).<br />

•<br />

A strong core of volunteer local members is on<br />

hand to assist foreign members with learning the<br />

ropes if they need practical information and advice.<br />

All the programmes are held in English (pictures<br />

6 & 7).<br />

•<br />

The President has always been the current Minister<br />

of Foreign Affairs; at present this office is held<br />

by Sebastian Kurz (8, 9, 10 & 11).<br />

OFFICE HOURS<br />

Mon - Wed.: 2 - 5 p.m.<br />

Thu - Fri.: 9 - 12 a.m.<br />

Elisabeth Dóczy:<br />

office@welcome-to-austria.org<br />

Hofburg, Stallburg,<br />

Reitschulgasse 2,<br />

1010 Vienna<br />

Phone: +43-(0)1-535 88 36<br />

Fax: +43-(0)1-535 88 37<br />

www.welcome-to-austria.org<br />

1) Farewell lunch in the French<br />

Ambassy, in honor of the board of<br />

Welcome to Austria, given by the<br />

wife of the former French Ambassador,<br />

Mrs Teixeira da Silva<br />

104 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

WELCOME TO AUSTRIA<br />

2) Gabrielle<br />

Schallenberg,<br />

Elisabeth Wolff and<br />

diplomatic spouses<br />

8) President of WA Benita<br />

Ferrero-Waldner<br />

3) Excursion to Altenhof,<br />

Count and Countess Norbert<br />

Salburg’s family castle<br />

9) President of WA<br />

Ursula Plassnik<br />

5) Guided tour in the<br />

Alois Mock/Marmorsaal<br />

with Kupelwieser frescoes<br />

10) President of WA<br />

Michael Spindelegger<br />

4) “Vienna at<br />

Home”, guests at the<br />

home of WA-member<br />

Renate Christiani<br />

6) Former Foreign<br />

Minister Ursula<br />

Plassnik with Gabrielle<br />

Schallenberg and<br />

Aglaja Kyrle<br />

11) President of WA<br />

Sebastian Kurz<br />

Fotos: WA<br />

7) Present Board of<br />

Welcome to Austria<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 105


DIPLOMATIE<br />

OSCE<br />

Alessandro Azzoni in his office<br />

Dialogue and Inclusion<br />

In 2018, Italy will take over the Chairmanship of the OSCE<br />

from Austria. <strong>SOCIETY</strong> spoke with Ambassador Alessandro<br />

Azzoni about Italy‘s priorities for the following year.<br />

The priorities during Austria‘s<br />

Chairmanship had<br />

been: easing international<br />

conflicts, fighting radicalism<br />

and building trust.<br />

Which priorities is Italy<br />

going to set for the coming term?<br />

I would like to emphasize two central<br />

points among the Italian priorities.<br />

The first is the search for a solution to<br />

the Ukrainian crisis and the protracted<br />

conflicts in the OSCE area. We will do<br />

this in continuity with the efforts of the<br />

Chairmanships that have preceded us.<br />

The second is the OSCE’s increased focus<br />

on the challenges emanating from the<br />

Mediterranean, bearing in mind that the<br />

Mediterranean dimension of security is<br />

complementary - and not alternative - to<br />

the OSCE’s Euro-Asian dimension. The<br />

Italian Chairmanship will focus on how<br />

to better address the security challenges<br />

posed by migratory flows coming from<br />

the Mediterranean and beyond, but also<br />

transnational threats, such as combating<br />

illicit trafficking. In tackling these<br />

issues, we will support the link between<br />

the protection of fundamental rights and<br />

the pursuit of security and prosperity.<br />

The distinctive feature of our Chairmanship<br />

will be dialogue and inclusion.<br />

Some agendas have not been fulfilled<br />

during Austria‘s term as head of the<br />

OSCE, what are the most important issues<br />

you are going to tackle?<br />

We are honored to build upon the excellent<br />

work conducted by the Austrian,<br />

as well as other previous OSCE Chairmanships,<br />

and I am confident that we will spare<br />

no effort and work every day to revive the<br />

most authentic “spirit of Helsinki“.<br />

Austria enforced the involvement of<br />

the OSCE in the Ukraine-Russia conflict,<br />

what are the most important issues on<br />

that subject in the future?<br />

We believe that the unfolding of the<br />

Ukrainian crisis has demonstrated to what<br />

extent the world needs the OSCE. In that<br />

sense, Italy will continue to support the<br />

Special Monitoring Mission to Ukraine, a<br />

unique example of the collective multilateral<br />

effort for the peaceful resolution of the<br />

Fotos: OSCE/Micky Kroel, OSCE/Jonathan Perfect, osce/lucia carmona<br />

106 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

OSCE<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

ALESSANDRO AZZONI<br />

was born in Parma, Italy, on<br />

28 March 1965. He earned a<br />

degree in political science<br />

from the Faculty “Cesare<br />

Alfieri”, University of Florence.<br />

He entered the diplomatic<br />

service in March 1991.<br />

He became Chief of Staff of<br />

the Directorate General for<br />

Multilateral Political Affairs,<br />

Italian MFA, in 2001 and was<br />

Counsellor at the Permanent<br />

Mission of Italy to the International<br />

Organizations in<br />

Vienna in 2004. In 2008, he<br />

was Deputy Head of Mission<br />

in Ankara, Turkey and was<br />

promoted to Minister Plenipotentiary<br />

in 2012. He was<br />

Head of European Foreign<br />

and Security Policy Division,<br />

Directorate General for<br />

Political Affairs and Security,<br />

Italian MFA, in 2012. Since<br />

2016, he is Ambassador and<br />

Permanent Representative<br />

to the OSCE in Vienna.<br />

»The Italian Chairmanship will<br />

focus on how to better address<br />

the security challenges posed<br />

by migratory flows coming<br />

from the Mediterranean (...)<br />

«<br />

Alessandro Azzoni<br />

picture above: September 25, <strong>2017</strong>, during the OSCE<br />

Mediterranean Contact Group meeting at the Hofburg.<br />

picture below: Alessandro Azzoni; February 20, <strong>2017</strong><br />

Permanent Council meeting on September 20, <strong>2017</strong><br />

conflict. Italy will continue to support and defend<br />

this Mission so that it can carry out its mandate in<br />

full and in safety. At the same time, it will be crucial<br />

for us to support the endeavours of the Normandy<br />

format and the Trilateral Contact Group to<br />

achieve a peaceful solution to the crisis. We call for<br />

the implementation of the Minsk agreements, with<br />

full respect for the sovereignty, territorial integrity,<br />

unity and independence of Ukraine.<br />

»We believe that<br />

the unfolding of<br />

the Ukrainian<br />

crisis has demonstrated<br />

to<br />

what extent the<br />

world needs the<br />

OSCE.<br />

«<br />

Alessandro<br />

Azzoni<br />

Concerning the frozen conflicts in the post<br />

Soviet republics, what is the main goal of the<br />

Italian Chairmanship?<br />

Italy recognises that protracted conflicts deserve<br />

constant attention and to this end we will<br />

commit ourselves to strengthening the OSCE activities<br />

within the existing formats, such as the<br />

Geneva International Discussions on the Georgian<br />

conflict, the “5+2” negotiation format for<br />

a resolution of the Transdniestran conflict and<br />

the Minsk Group for the conflict over Nagorno-<br />

Karabakh. While being fully aware of the sensitive<br />

cruxes that underlie frozen conflicts we will<br />

undertake all the required efforts to ensure their<br />

peaceful resolution as well as the safety of the<br />

people affected by the conflicts.<br />

There were a lot of personnel changes during<br />

Austria‘s chairmanship (new general secretary,<br />

ODIHR-leader). Does Italy agree with these changes?<br />

Italy has already expressed its approval when,<br />

thanks to the Austrian Chairmanship and the<br />

commitment of all the OSCE participating States,<br />

consensus on the nominations was achieved in<br />

a very constructive manner. We are looking forward<br />

to work very closely with all of them. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 107


XXXX<br />

XXXX<br />

Am Bau werden<br />

virtuelle Welten real<br />

Quartier Belvedere Central<br />

<strong>SOCIETY</strong> traf Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR AG und<br />

sprach mit ihm über die Wichtigkeit gut ausgebildeter<br />

MitarbeiterInnen und die Zeiten der Digitalisierung.<br />

Die PORR AG ist ein international<br />

agierender<br />

Baukonzern. In welchen<br />

Ländern ist die PORR<br />

gegenwärtig besonders<br />

umfangreich tätig?<br />

Auf der einen Seite haben wir fünf<br />

Heimmärkte – in diesen Ländern gehören<br />

wir zu den führenden Bauunternehmen<br />

und bieten alle Leistungen an, die<br />

eine Baufirma anbieten kann. Dazu gehört<br />

natürlich Österreich, wo wir auch<br />

Marktführer sind. Deutschland ist unser<br />

zweitwichtigster Markt – da gehören<br />

wir auch schon zu den Top 5. Des Weiteren<br />

gibt es noch die Schweiz, Polen und<br />

Tschechien. Darüber hinaus haben wir<br />

sogenannte Projektmärkte, wo wir „nur“<br />

spezielle Themen der Infrastruktur, des<br />

Tunnel- und Bahnbaus anbieten, kaum<br />

Hoch-, sondern eher Tiefbau. Da gehört<br />

Katar dazu, die Slowakei, Norwegen, England<br />

und Rumänien. Wenn es in einem<br />

Land interessante Projekte gibt, schauen<br />

wir natürlich sehr genau, ob das wirtschaftliche<br />

und rechtliche Umfeld passt,<br />

bevor wir das jeweilige Projekt unser eigen<br />

machen.<br />

Nehmen wir einen Heim- und einen<br />

Projektmarkt als Beispiel: was können<br />

Sie uns über den Markt in Katar und den<br />

Markt in Polen erzählen?<br />

Wir haben uns bereits Ende 2010<br />

dazu entschlossen nach Katar zu gehen<br />

– Katar war und ist für uns ein erfolgreicher<br />

Markt mit starken lokalen Partnern.<br />

Angefangen von U-Bahnlinien, die<br />

dann auch mit unserem System fester<br />

Fahrbahn ausgestattet werden, bis hin<br />

zu Kreuzungspunkten, diverse Unterwasserprojekte<br />

und natürlich ein Fußballstadion.<br />

Man darf hier aber nicht vergessen,<br />

dass Katar abseits der Fußball-WM über<br />

100 Milliarden Dollar in die Infrastruktur<br />

investiert. Ungefähr acht Milliarden<br />

Dollar werden für den Ausbau der Stadien<br />

kalkuliert. In Polen sind wir ja sowohl<br />

im Hoch- als auch im Tiefbau tätig. Wir<br />

bauen dort Pipelines, Straßen und weitere<br />

Projekte im Bereich Infrastruktur,<br />

sehr stark sind wir dort auch im Bahnbau<br />

tätig.<br />

Welche aktuellen Großprojekte hat<br />

die PORR AG?<br />

In Österreich möchte ich als Beispiel<br />

den Bau beim QBC oder ICON anführen.<br />

Große Wohnprojekte haben wir in Wien<br />

in der Triesterstraße und am Rosenhügel.<br />

Fotos: Foto©Arnim Kilgus, Foto©VIW, arry Schiffer Photodesign, PORR_Rita_Newman<br />

108 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


Bahnprojekt Stuttgart-Ulm<br />

WIRTSCHAFT<br />

INTERVIEW<br />

Wir haben aktuell auch viele Tunnelprojekte wie<br />

beispielsweise in Obervermunth, Stuttgart 21<br />

und den Emscherkanal in Deutschland. Auch das<br />

Al Wakrah Stadium in Doha zählt dazu. Wir bauen<br />

derzeit eine Kläranlage in Oslo und sind mit<br />

mehreren Tunnelbauprojekten in Norwegen vertreten.<br />

In der Schweiz bauen wir den Albulatunnel<br />

und haben Aufträge für Bauten der Schweizer<br />

Bundesbahnen. Am Züricher Bahnhof realisieren<br />

wir an der Europaallee Projekte um 300 Millionen<br />

rund um den Bahnhof – eine Riesenverantwortung,<br />

aber tolle motivierte Leute. Auch in<br />

Deutschland werden für Infineon und Osram<br />

Reinräume und Fabriken gebaut. In Grafschaft<br />

bei Bonn haben wir gerade eine Produktionsanlage<br />

für Haribo fertiggestellt.<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Geboren wurde Karl-Heinz<br />

Strauss im Jahr 1960, er<br />

ist verheiratet, hat eine<br />

Tochter und einen Sohn.<br />

Nach Abschluss der HTL<br />

für Tiefbau studiert er an<br />

der Harvard University<br />

sowie an der Management<br />

Business School in St.<br />

Gallen und absolviert ein<br />

MBA-Programm an der IM-<br />

ADEC University in Wien.<br />

Bis zum Jahr 2000 ist er in<br />

verschiedenen Funktionen<br />

bei der Raiffeisen Zentralbank<br />

tätig – unter anderem<br />

in den Bereichen Bau<br />

und Immobilien. Danach<br />

gründet er die Strauss &<br />

Partner Immobilien GmbH,<br />

zu deren bekanntesten<br />

Projekten das EURO<br />

PLAZA am Wienerberg<br />

zählt. Im September 2010<br />

übernimmt er die Funktion<br />

des CEOs der PORR AG.<br />

Pumpspeicherkraftwerk<br />

Obervermunt II<br />

»Das Fundament<br />

der Baufirma<br />

sind leistungsbereite,<br />

gut ausgebildete<br />

MitarbeiterInnen.<br />

«<br />

Karl-Heinz<br />

Strauss<br />

Gibt es Projekte, die Sie als besonders innovativ<br />

sehen würden?<br />

Innovativ ist in erster Linie unsere Herangehensweise.<br />

Wir planen sehr viel im digitalen<br />

Standard. Die Kommunikation der PORR mit den<br />

Baumaschinen ist M2M. Das hat die PORR derzeit<br />

als einzige Firma. Der Mensch soll weiter im Mittelpunkt<br />

stehen, aber wir schauen, dass wir mit<br />

der Digitalisierung die Prozesse möglichst einfach<br />

gestalten.<br />

Das erste Halbjahr <strong>2017</strong> war kein leichtes<br />

für die PORR AG – die Medien berichteten, dass<br />

Sie den Konzern trotzdem auf Kurs sehen. Wie<br />

kommt es zu dieser positiven Haltung?<br />

Wir sind sehr stark gewachsen, im ersten<br />

Halbjahr <strong>2017</strong> um 20 Prozent. Wenn das Wetter<br />

bis Weihnachten mitspielt, werden wir auch im<br />

zweiten Halbjahr in einem ähnlichen Ausmaß<br />

wachsen – einerseits organisch, andererseits<br />

durch Zukäufe. Wir haben einen sehr hohen Auftragsbestand<br />

und der muss jetzt gewinnbringend<br />

abgearbeitet werden. Deswegen sind wir grundsätzlich<br />

sehr positiv. Durch Integrationskosten<br />

vor allem in Deutschland und durch geänderte<br />

politische Rahmenbedingungen, wie in Katar,<br />

kommt es zu Bereinigungen in Deutschland und<br />

wir werden den Gewinn vom letzten Jahr nicht<br />

toppen, aber nahe ran kommen.<br />

Wie viele Mitarbeiter hat die PORR AG?<br />

Wir haben derzeit über 18.000 MitarbeiterInnen.<br />

Allein <strong>2017</strong> sind 2.000 MitarbeiterInnen hinzugekommen.<br />

Jetzt müssen die Leute integriert<br />

werden. Was tut ein PORRianer und wie tut er<br />

das? Unser Spirit: Handschlags-Qualität, offen,<br />

transparent, wertschätzend usw. Das gilt es unseren<br />

neuen KollegInnen nahezubringen. Bei uns<br />

arbeiten MitarbeiterInnen aus 60 Nationen. Wir<br />

arbeiten in einer virtuellen Welt, aber am Ende<br />

des Tages gibt es Tunnel und Brücken im realen<br />

Leben. Ich glaube auch, dass die Bauindustrie jungen<br />

Menschen eine interessante Zukunft bieten<br />

wird, weil der digitale Raum und das reale Leben<br />

in diesem Bereich sehr gut miteinander verbunden<br />

sind. Und es wird weiterhin der Mensch wichtig<br />

sein, nicht der Roboter. Weil das Fundament<br />

der Baufirma natürlich die leistungsbereiten, gut<br />

ausgebildeten MitarbeiterInnen sind.<br />

In welchen Bereichen sehen Sie die größten<br />

Herausforderungen für Bauunternehmer?<br />

Einerseits, dass wir alle unsere Prozesse digitalisieren<br />

müssen. Noch wichtiger ist es aber, gut<br />

ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen zu<br />

bekommen, um die Herausforderungen der Zukunft<br />

erfolgreich zu meistern. Das wird immer<br />

schwieriger – der „War for Talents“ ist voll im<br />

Gange. An Märkten wie Österreich und Deutschland,<br />

die derzeit sehr stark boomen, sieht man,<br />

dass das Wachstum automatisch begrenzt ist,<br />

mangels geeigneter, gut ausgebildeter und motivierter<br />

MitarbeiterInnen. PORR ist nun 148 Jahre<br />

alt – in dieser Zeit ist viel passiert. Deswegen ist es<br />

auch so wichtig nach vorne zu schauen und den<br />

Weg auf der PORR-Straße weiterzugehen. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 109


WIRTSCHAFT<br />

RECHT<br />

KONTAKT<br />

Lansky, Ganzger + partner<br />

Rechtsanwälte GmbH<br />

Biberstraße 5<br />

1010 Wien<br />

Tel.: +43-(0)1-533 3330<br />

E-mail: office@lansky.at<br />

www.lansky.at<br />

INFO<br />

LANSKY,<br />

GANZGER +<br />

PARTNER<br />

Mit 140 Rechtsanwälten und<br />

Mitarbeitern aus mehr als<br />

zwanzig Ländern hat sich<br />

die in Wien ansässige Kanzlei<br />

Lansky, Ganzger + partner<br />

als eine der führenden<br />

Anwaltsfirmen in Österreich<br />

und der Slowakei etabliert.<br />

Die Firma mit Büros in Wien<br />

(Österreich), Bratislava<br />

(Slowakei), Baku (Aserbaidschan)<br />

und Astana (Kasachstan)<br />

hat eine langjährige<br />

und profunde Erfahrung<br />

und bietet ein allumfassendes,<br />

fachübergreifendes<br />

und überregionales Service<br />

auf höchstem Niveau.<br />

Sanktionen als Serie?<br />

Jahrzehntelang war der internationale Handel um Globalisierung<br />

bemüht. Aber in letzter Zeit konzentrieren<br />

einige Länder ihre Bemühungen wieder auf regionale<br />

und bilaterale Handelsbeziehungen. Dabei spielen führende<br />

Globalplayer wie die USA, China und die EU eine<br />

wichtige Rolle.<br />

Besonders in so sensiblen Bereichen wie<br />

Handel und Finanzen wirken Sanktionen<br />

als einschränkende Strafmaßnahmen,<br />

die von einigen Staaten aus<br />

verschiedenen Gründen über einzelne<br />

Länder verhängt werden. Juristisch gesehen, kann<br />

man derzeit beinahe schon von einer Evolution<br />

dieser Sanktionen sprechen. So billigte im Sommer<br />

<strong>2017</strong> der US-Senat mit überwiegender Mehrheit einen<br />

von Präsident Donald Trump unterzeichneten<br />

Gesetzesentwurf über die Verhängung eines neuen<br />

Paketes von Beschränkungsmaßnahmen gegen den<br />

Iran, die Russische Föderation und Nordkorea. Als<br />

Grund für die neuen Sanktionen gegen Russland<br />

wurden die Situation in der Ukraine sowie die<br />

Einmischung Russlands in die US-Präsidialwahlen<br />

2016 genannt, die dem Land von den amerikanischen<br />

Nachrichtendiensten angelastet wird. Dieses<br />

Gesetz soll am 28. November 2019 in Kraft treten.<br />

•<br />

Neue Form<br />

Die Natur und die Form der Sanktionen haben<br />

sich geändert: Wurden diese früher durch Vollzugsverordnungen<br />

des Präsidenten eingeführt,<br />

erhielten diese nun eine Gesetzesform. Der Gesetzesentwurf<br />

wurde durch die beiden Parlamentshäuser<br />

gebilligt und danach vom US-Präsidenten<br />

Fotos: lansky, ganzger +partner, R_by_mimi/pixelio<br />

110 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


WIRTSCHAFT<br />

RECHT<br />

unterzeichnet. Gleichzeitig wurden mithilfe dieses<br />

Dokumentes auch frühere Sanktionen gegen<br />

Russland zum Gesetz erhoben. Das bedeutet, dass<br />

ab jetzt die Sanktionen gegen Russland nicht mehr<br />

vom Präsidenten aufgehoben werden können und<br />

ein Aufhebungsakt die Mehrheit der Stimmen in<br />

beiden Parlamentshäusern benötigt. Ausnahmen<br />

bilden lediglich Sanktionen gegen bestimmte Personen:<br />

Diese darf der Präsident aufheben, indem<br />

er den Kongress darüber in Kenntnis setzt, dass<br />

diese Person keiner „sanktionierbaren“ Tätigkeit<br />

mehr nachgeht, diese eingestellt hat oder eine solche<br />

Tätigkeit in Zukunft unterlassen wird. Ebenso<br />

können Sanktionen betreffend der Cyber-Sicherheit<br />

und der Situation in der Ukraine vom Präsidenten<br />

aufgehoben werden: Zum Beispiel, wenn<br />

dies im Interesse der amerikanischen Nationalsicherheit<br />

liegt, die russische Regierung ihrerseits<br />

spürbare Bemühungen zur Einschränkung von<br />

Cyber-Attacken unternimmt oder bezüglich der<br />

Ukraine Schritte zur Erfüllung der Minsker Vereinbarungen<br />

macht. Sanktionen in Gesetzesform<br />

lassen jedenfalls vermuten, dass sie für eine lange<br />

Zeitdauer angedacht sind. So befürchtet auch<br />

der ehemalige Finanzminister Russlands, Alexei<br />

Kudrin, dass jahrzehntelange Strafmaßnahmen<br />

Russlands Wirtschaft und Reputation gefährden<br />

könnten, da diese das Land in dieselbe Reihe wie<br />

Iran und Nordkorea stellen.<br />

•<br />

Neuer Inhalt<br />

Die neuen gesetzlich genormten Sanktionen<br />

machen nun eine „Universalanwendung“ möglich.<br />

So enthält das Dokument keine Listen mit<br />

konkreten Personen, sondern schreibt lediglich<br />

Kriterien fest, wonach gegen einzelne Personen<br />

Sanktionen fällig werden können. Zum Beispiel,<br />

wenn Personen an einer „Unterminierung der<br />

Cyber-Sicherheit“ der Gesellschaft, der Regierungen<br />

oder demokratischen Institutionen seitens<br />

Russland beteiligt sind oder Verletzungen der<br />

Menschenrechte auf durch Russland kontrollierten<br />

Territorien begehen. Im Gegenzug soll dann<br />

ihr Eigentum beschlagnahmt, ihre Visa aufgehoben<br />

und ihre Einreise in die USA verweigert<br />

werden. Zudem beschränkt dieses Gesetz auch<br />

die Finanzierungsdauer von russischen Banken<br />

auf maximal 14 Tage bzw. von Gesellschaften des<br />

Energieversorgungssektors auf maximal 60 Tage.<br />

Ebenso sind ab jetzt US-Behörden legitimiert, Untersuchungen<br />

gegen hohe politische Funktionäre<br />

im Ausland, Organisationen mit Kontakten zu<br />

russischen Militär- und Aufklärungsstrukturen<br />

sowie gegen russische Oligarchen einzuleiten.<br />

Analysiert werden dabei etwa Geldflüsse, eventuelle<br />

korrupte Verbindungen oder Geschäftsbeziehungen<br />

zu Präsident Putin.<br />

Dipl. iur. ELIZAVETA DUB-<br />

ROVSKAYA, LL.M. ist Senior<br />

Legal Counsel und Co-Lead<br />

des Russian & CIS Desk bei<br />

LGP. Die russische Juristin<br />

spezialisiert sich auf komplexe<br />

grenzüberschreitende<br />

Projekte (insbesondere mit<br />

Russland und dem GUS-<br />

Raum) in den Bereichen<br />

Unternehmensrecht,<br />

Immobilienrecht, Investitionsrecht,<br />

Energierecht, EU-<br />

Recht und internationales<br />

Handelsrecht.<br />

•<br />

Exterritorialität als Premiere<br />

Besonders interessant ist der Abschnitt des Gesetzesentwurfes,<br />

in dem es um Sanktionen im Rahmen<br />

der Entwicklung von Rohrleitungen geht. Der<br />

US-Präsident wird das Recht haben, all jene Investoren<br />

zu sanktionieren, die Russlands Möglichkeiten<br />

beim Bau von Rohrleitungen zum Energieträgerexport<br />

fördern. Außerdem können Sanktionen auch<br />

über jene Personen verhängt werden, die an Russland<br />

Waren, Dienstleistungen, Technologien oder<br />

Informationen verkaufen oder Unterstützung (im<br />

Marktwert von über 1 Million US-Dollar oder über<br />

5 Millionen US-Dollar binnen 12 Monaten) zum<br />

Bau solcher Rohrleitungen leisten. Und obwohl die<br />

Verhängung von Sanktionen in diesem Fall keine<br />

Pflicht, sondern ein Recht des Präsidenten ist und<br />

in „Kooperation mit den US-Verbündeten“ erfolgen<br />

muss, löste diese Neueinführung in Europa eine<br />

Kritikwelle aus. Denn – theoretisch gesehen – fällt<br />

unter diese Regelung auch die „Nord-Stream-2-Pipeline“,<br />

an dem Unternehmen wie Gazprom, Engie,<br />

OMV, RoyalDutchSchell, Uniper und Wintershall<br />

beteiligt sind. Auch OMV Generaldirektor Rainer<br />

Seele erklärte dazu, dass die neuen Sanktionen die<br />

Finanzierung dieser wichtigen Rohrleitung de facto<br />

unmöglich machen und die Projektrealisierung<br />

letztlich von einer Eigenmittelfinanzierung der<br />

einzelnen Partner abhängig sein wird.<br />

•<br />

Ein Blick in die Zukunft<br />

Wie sich die neuen US-Sanktionen in Zukunft<br />

konkret auswirken werden, erfahren wir am 28.<br />

November <strong>2017</strong>. Berlin und Brüssel haben jedenfalls<br />

Gegenmaßnahmen angedroht, sollte Washington<br />

europäische Gesellschaften mit Strafen<br />

belegen wollen. Der deutsche Außenminister<br />

Sigmar Gabriel und der österreichische Bundeskanzler<br />

Christian Kern warnten einhellig davor,<br />

dass dieses neue Sanktionspaket die Beziehungen<br />

zwischen den USA und Europa negativ beeinträchtigen<br />

würde und betonten dabei gleichzeitig, dass<br />

der Bau von Rohrleitungen eine Sache Europas<br />

und nicht der USA“ wäre. Viele Experten glauben<br />

jedoch, dass Europa die neuen amerikanischen<br />

Sanktionen trotz allem unterstützen wird. Sollten<br />

also die EU-Politiker die Interessen ihrer Gesellschaften<br />

und Unternehmen nicht in Schutz<br />

nehmen, so bleibt letzteren nur mehr ein einziges<br />

juridisches Mittel übrig: nämlich die Streitigkeiten<br />

im WTO-Rahmen beizulegen, was in der Regel<br />

mehrere Jahre dauern kann. Bislang wurde bei<br />

der WTO jedoch nicht eine einzige Klage betreffend<br />

der Sanktionen gegen Russland eingereicht.<br />

Der Russian & CIS-Desk bei LGP verfügt über<br />

langjährige praktische Erfahrungen und betreut<br />

Kunden beim Geschäftsaufbau mit Russland. Unsere<br />

Experten beraten Sie gerne bei sämtlichen<br />

juristischen und wirtschaftlichen Fragen – nicht<br />

nur im Zusammenhang mit den US-Sanktionen,<br />

sondern auch mit Gesellschaftsstrukturen, Investitionsstrategien<br />

und sonstigen Aspekten einer erfolgreichen<br />

Internationalisierung. •<br />

TEXT: Dipl. iur. Elizaveta Dubrovskaya, LL.M.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 111


WIRTSCHAFT<br />

RECHT<br />

Die Eurasische<br />

Wirtschaftsunion<br />

„One Belt“ mit China – der Keil zwischen den<br />

Partnern? Es ist bekannt, dass die Eurasische<br />

Wirtschaftsunion (EAWU) für regionale wirtschaftliche<br />

Integration steht. Die EAWU wurde mit dem<br />

Vertrag vom 29. Mai 2014 ins Leben gerufen.<br />

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LANSKY,<br />

GANZGER +<br />

PARTNER<br />

Mit 140 Rechtsanwälten und<br />

Mitarbeitern aus mehr als<br />

zwanzig Ländern hat sich<br />

die in Wien ansässige Kanzlei<br />

Lansky, Ganzger + partner<br />

als eine der führenden<br />

Anwaltsfirmen in Österreich<br />

und der Slowakei etabliert.<br />

Die Firma mit Büros in Wien<br />

(Österreich), Bratislava<br />

(Slowakei), Baku (Aserbaidschan)<br />

und Astana (Kasachstan)<br />

hat eine langjährige<br />

und profunde Erfahrung<br />

und bietet ein allumfassendes,<br />

fachübergreifendes<br />

und überregionales Service<br />

auf höchstem Niveau.<br />

Dieser Vertrag trat für die ersten Mitgliedstaaten,<br />

nämlich die Russische<br />

Föderation, die Republik Kasachstan<br />

und die Republik Belarus am 1. Januar<br />

2015 in Kraft. Der Hauptzweck der<br />

Union ist der freie Waren- und Dienstleistungsverkehr,<br />

der freie Kapital- und Personenverkehr, die<br />

Verfolgung eines abgestimmten und einheitlichen<br />

politischen Kurses in den vom Vertrag vorgesehenen<br />

Wirtschaftssektoren.<br />

Offensichtlich verfolgt die Union ferner auch<br />

den Zweck, den gemeinsamen Binnenmarkt<br />

rechtlich und angemessen zu schützen sowie<br />

wettbewerbsfähige Warenhersteller zu fördern<br />

und die Wirtschaft anzukurbeln. Es wird erwartet,<br />

dass dadurch die Voraussetzungen für eine<br />

nachhaltige Entwicklung und Verbesserung der<br />

Lebensstandards in den einzelnen Mitgliedstaaten<br />

erreicht werden soll. So soll durch die Reduktion<br />

der Transportkosten beim Warenverkehr innerhalb<br />

der Wirtschaftsunion sowie der Ausfuhrkosten<br />

den Warenendpreis planmäßig verringern.<br />

Die Kostenreduktion soll wiederum die arbeitskraftbezogene<br />

Leistungsfähigkeit steigern und als<br />

Folge die Wettbewerbsfähigkeit der Waren und<br />

die Käufernachfrage am Binnenmarkt in den Mitgliedstaaten<br />

dank Gehaltserhöhung stärken, was<br />

Fotos: manfred schütze/pixelio, lansky. ganzger+partner<br />

112 | <strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong>


WIRTSCHAFT<br />

RECHT<br />

die Produktionskapazitäten konsequent steigern<br />

soll. Dies führt zum Multiplikatoreffekt bei der<br />

umfangreichen und einheitlichen Wirtschaftsentwicklung<br />

sowie bei der allgemeinen Zusammenarbeit<br />

mit externen Partnern. Soweit so gut.<br />

Aber funktioniert das in der Praxis?<br />

Ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung der<br />

EAWU ist die Kopplung der Wirtschaftsunion an<br />

die chinesische „One Belt One Road“ Initiative,<br />

welche ihrerseits darauf abzielt, China mit der<br />

EU zu verbinden; ebenso wichtig ist auch - wie in<br />

der Vertragspräambel festgelegt - die Berücksichtigung<br />

von Rechtsvorschriften und Grundprinzipien<br />

der WTO.<br />

Wie der einheitliche Zollraum funktionieren<br />

soll, stellt eine der wichtigsten Fragen dar. Anfang<br />

2010 nahm die Zollunion im Rahmen der EAWU<br />

ihre Arbeit auf. Diese Union sollte die Handelsintegration<br />

verstärken und zollfreie Handelszonen<br />

schaffen, wo der Warenaustausch ohne jegliche<br />

wirtschaftliche Einschränkungen erfolgen könnte.<br />

Der Zollunion sind sämtliche Mitgliedstaaten<br />

der Eurasischen Wirtschaftsunion beigetreten,<br />

später im selben Jahr 2015 auch Armenien und<br />

Kirgisistan.<br />

Wie jeder andere Entstehungsprozess und jede<br />

Eingliederung in eine Staatenvereinigung ist auch<br />

eine so bedeutsame Vereinigung auf dem postsowjetischen<br />

Raum wie die EAWU mit Reibungen verbunden.<br />

So führen die einzelnen Mitgliedsstaaten<br />

trotz der Aufhebung der Zollkontrolle über ihre<br />

Grenze Einschränkungen hinsichtlich des freien<br />

Warenverkehrs. Laut Angaben der zuständigen Behörden<br />

seien solche Einschränkungen gemäß den<br />

Vorschriften zur Gesundheitskontrolle und zur<br />

epidemiologischen Kontrolle erforderlich. Oft gelten<br />

solche Einschränkungen kurzfristig und richten<br />

sich nach subjektiven Prioritäten des jeweiligen<br />

Landes betreffend der Gesundheitsvorsorge<br />

für die eigene Bevölkerung, etc. Jedoch stehen<br />

solche Maßnahmen, insbesondere im Falle einer<br />

langfristigen bzw. systematischen Anwendung in<br />

einem gewissen Widerspruch zu den langfristen<br />

von der EAWU verfolgten Zielen.<br />

Eine Auseinandersetzung findet gerade zwischen<br />

Kasachstan und Kirgisien statt. Kasachstan<br />

ist der Meinung, dass die Festlegung des Anteils<br />

Kirgisiens im konsolidierten Haushalt der EAWU<br />

in Höhe von 1,9 Prozent dem Land erlaubte, dessen<br />

Einkünfte aus Zollabgaben im Vergleich zu denen<br />

vor dem Beitritt zur Wirtschaftsunion zu verdreifachen.<br />

Aufgrund der vorzeitigen Anwendung des<br />

einheitlichen Einsenbahnhaushalts durch Kirgisien<br />

seien Kasachstan USD 49 Mio. abgegangen, so<br />

die kasachische Regierungsspitze. Weiters werden<br />

in Kasachstan die Stimmen laut, dass aufgrund einer<br />

starken Wiederausfuhr von chinesischen Handelswaren<br />

außerhalb Kasachstans nach Russland<br />

und auch nach Kasachstan eine Verletzung der<br />

DIE AUTORIN<br />

Dipl. iur. ANNA ZEITLIN-<br />

GER, leitet seit Mitte der<br />

2000er Jahre den Russian<br />

& CIS Desk bei LGP und hat<br />

sich auf Gesellschaftsrecht,<br />

M&A, Restrukturierungen,<br />

das Recht der Russischen<br />

Föderation und der GUS<br />

sowie auf Litigation und<br />

Arbitration im internationalen<br />

Kontext spezialisiert.<br />

Zu ihren Mandanten<br />

zählen neben Holdings<br />

und Investorengruppen<br />

auch Privatpersonen aus<br />

den GUS-Ländern. Anna<br />

Zeitlinger zählt zur Gruppe<br />

der Vertrauensberater der<br />

Russischen Föderation in<br />

Österreich, sie ist Präsidiumsmitglied<br />

der Österreich-Russischen<br />

Freundschaftsgesellschaft<br />

(ORFG)<br />

mit Sitz in Wien, Mitglied<br />

der Schiedsrechtsvereinigung<br />

„Young Arbitration<br />

Practitioners“, sowie der<br />

„International Chamber of<br />

Commerce“ (ICC).<br />

»Offensichtlich verfolgt die<br />

Union ferner auch den Zweck,<br />

den gemeinsamen Binnenmarkt<br />

rechtlich und angemessen<br />

zu schützen (...)<br />

«<br />

EAWU-Regeln vorliegt. Die Einfuhrzölle in Kirgisien<br />

auf die chinesischen Waren seien nämlich unvergleichbar<br />

niedriger. Die „Umetikettierung“ von<br />

chinesischen Waren und deren Einschleusung<br />

auf das Territorium des EAWU kosten dem kasachischen<br />

Staat enorme Einbußen bei den Zolleinnahmen,<br />

verzerren die Handelsbilanz und stehen<br />

dern einheimischen Warenherstellern im Wege.<br />

Die Vertreter aus Kirgisien hielten nicht Wort<br />

und behaupten der Beitritt Kasachstans zur WTO<br />

zu den eigenen, einzeln verhandelten Bedingungen<br />

hätte die Interessen aller anderen Unionsmitgliedstaaten<br />

schwer getroffen, weil der gemeinsame<br />

Markt ohne gleiche Regeln keinen Sinn<br />

ergeben würde; so entstünden Parallelstrukturen<br />

für den Import und zugleich die Notwendigkeit,<br />

jene Warenflüsse zu kontrollieren, bei denen Waren<br />

zu reduzierten Tarifen für den angeblichen<br />

inländischen Verbrauch eingeführt werden.<br />

Wie wir sehen, sind solche Probleme möglicherweise<br />

auf Widersprüche zurückzuführen, die<br />

einerseits zwischen der impliziten Gleichberechtigung<br />

der Seiten im Rahmen der EAWU-Ziele und<br />

dem Verhältnis zwischen der Größe der Volkswirtschaft<br />

und den in der EAWU festgelegten Rechten<br />

jedes einzelnen Landes liegen. Anderseits ist eine<br />

Balance zwischen der Vertragsverpflichtung zur<br />

Berücksichtigung der WTO-Vorschriften und der<br />

Gültigkeit der EAWU-Regeln gegenüber allen Unionsmitgliedstaaten<br />

zu finden.<br />

Aus unserer Sicht stellen die oben erwähnten<br />

Aspekte zurzeit taktische Hindernisse dar, welche<br />

unweigerlich eintreten müssten, und überdies,<br />

wenn richtig behandelt, zur Weiterentwicklung<br />

der EAWU beitragen werden. Angesichts regionaler<br />

Besonderheiten und historischem Erbe der EAWU-<br />

Mitgliedstaaten ist eine gewisse Wiederherstellung<br />

und Modernisierung der zuvor existenten Wirtschaftsbeziehungen<br />

in einem neuen offenen und<br />

für andere Teilnehmer der außenwirtschaftlichen<br />

Tätigkeit nachvollziehbaren Format aus unserer<br />

Sicht grundsätzlich unvermeidlich. Aus der Sicht<br />

der europäischen und sonstigen Außenwirtschaftspartner<br />

ist diese Anpassung jedoch positiv, denn<br />

langfristig führt sie zur Kostenreduktion derjenigen,<br />

die im Rahmen der EAWU operieren. •<br />

TEXT: Dipl. iur. Anna Zeitlinger<br />

<strong>SOCIETY</strong> 2_<strong>2017</strong> | 113


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WIRTSCHAFT<br />

EVENTS<br />

EVENT-HIGHLIGHTS DER WIRTSCHAFT<br />

ProgrammatiCon<br />

Die Programmatic Marketing<br />

Konferenz lockte internationale<br />

Marketing Newcomer aus aller<br />

Welt nach Schönbrunn. Von Google,<br />

über Microsoft bis hin zu Kurier<br />

Online waren Speaker aus allen<br />

Branchen vertreten und sprachen<br />

über die optimale Anwendung von<br />

programmatic advertising – die Zukunft<br />

der Werbebranche.<br />

Veranstalter Siegfried Stepke (CEO<br />

e-dialog) und Keynote Speakerin<br />

Barbara Agus (Director Digital<br />

International Time Inc)<br />

Harald Mahrer, Brigitte Glanz-Kremsner,<br />

Helmut Brandstätter<br />

HERMES.Wirtschafts.Preis<br />

Bei einem feierlichen Empfang in der Wiener Hofburg verlieh<br />

die Jury der Organisation Leitbetriebe Austria neun heimischen<br />

Unternehmen den HERMES.Wirtschafts.Preis. Neben den<br />

Kategorien Dienstleistungen, Handel, Industrie und International,<br />

gewann unter anderem<br />

Casinos Austria in der<br />

Rubrik Tourismus. Dieser<br />