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E_1929_Zeitung_Nr.071

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1929 - N°71 seiner Bewunderer erhofften doch insgeheim eine solche Ueberraschung. Er hat eich schon während der Trarining6tage äusserst anerkennend und begeistert über die Fahrtechnik eines Chiron oder Stuck geäussert und in ihnen eigentliche Meister des Volants und fast unbezwingliche Gegner erkannt. Seine Fahrt in den ersten Kilometern Hess aber an Verwegenheit nichts zu wünschen übrig, und die Zuschauer in der unteren Streckenhälfte verloren ihn mit der festen Ueberzeugung , aus den Augen,, dass er nicht weitab vom Bestresultat des Tages abschliessen werde. Die Ventilation arbeitete aber nicht einwandfrei und bald lief der Motor viel ,zu heiss. Unmittelbar unter der Zielgeraden stieg aus seinem Wagen plötzlich eine mächtige Rauchsäule, so dass alles eine Explosion oder einen Brand befürchtete. Seine Maschine wurde genau am nämlichen Ort vom Schicksal erreicht, wie vor zwei Jahren der Mercedes-Benz von Rosenberger an seiner denkwürdigen, aber vorzeitig wegen Feuer abgebrochenen Fahrt im internationalen Rennen. Stuber stoppte seinen Wagen, fuhr, nachdem sich die Rauchschwade verzogen hatte, eine beträchtliche Strecke zurück, um wieder anfahren zu können" Das Manöver des Rückwärtsfahrens, um den Motor •wieder in Gang zu bringen, musste aber mehrere Male wiederholt werden, bis es gelang, den Wagen wieder in seine Gewalt zu bringen. Bei diesem aufregenden Zwischenfall gingen natürlich kostbare Minuten verloren, während welchen sich das Sirenengeheul des von Chiron gemeisterten Rennungetüms immer beängstigender näherte. Stuber mag in der Hitze des Gefechtes mit seiner unerfreulichen Situation und der Maschine so beschäftigt gewesen sein, dass er sein ganzes Denken nur noch auf sich selbst konzentrierte, ohne sich Rechenschaft über den nachfolgenden Fahrer zu geben. So wenigstens muss sein Vorgehen erklärt werden, als Stuber in der Verbissenheit seines Eifers sich einfach nicht zur Aufgabe entschliessen konnte und in bedenklich schwachem Tempo gegen das Ziel hinaufkroch, währenddem sich Chiron in blitzartiger Fahrt schon in beängstigende Nähe hinaufgearbeitet hatte. Zuguterletzt lenkte Stuber doch noch ganz in das Strassenbord hinein, um so wenigstens dem Franzosen einen freien, wenn auch nicht ganz ungefährlichen Durchpass zu ermöglichen, um nach dessen Triumphzug unter einem weniger begeisterten Empfang doch noch nach einer Fahrt von 23.12,6 übers Zielband zu gelangen. Das Publikum, das mit wachsender Nervosität den verschiedenen Startversuchen Stubers gefolgt war, machte seinem Missbehagen, dacs in der Sorge um das Wohl des nachfolgenden Chirons begründet war, nicht zu mißsverstehenden Ausdruck. Gemessen an dem durch die unglücklichen Manöver erlittenen Zeitverlust, ist Stubers Resultat immer noch bemerkenswert, und man kann sich vorstellen, welches unheimliche Tempo er in der unteren Hälfte der Fassstrasse vorgelegt haften musste. Chiron! Chiron wurde mit einem Jubel und einer einhelligen Begeisterung empfangen, wie man sie einer schweizerischen Sportgemeinde gar nicht zugetraut hätte. Als erst noch die genaue, Zeit bekanntgegeben wurde, da kannte der Enthusiasmus kaum mehr Grenzen, und während der sympathische Franzose am Auslauf einen Augenblick dem Kreuzfeuer der Photographen standhält, um dann nachher mit der grössten Ruhe und Selbstverständlichkeit über seine Fahrt in verblüffender Einfachheit zu berichten, wogt die überschäumende Welle der Begeisterung immer noch durch die Massen. Wie sehr jedermann am Ausgang des Rennens interessiert war und am Glanzresultat teilnahm, bewies schon der Umstand, dass es sich Herr Decrauzat, der Präs. der N.S.K., angelegen sein Hess, die überraschende Mitteilung den Pressevertretern selbst mitzuteilen, um sie nicht erst auf das Bulletin warten zu lassen (da in diesem Augenblick der Spannung selbst die vorzügliche Bedienung der Presse durch den Rennsekretär, Herrn Dr. 1 Schmidlin, nicht schnell genug häte arbeiten können) und die Notizblätter füllten sich einmal so schnell, als seine Information: « Messieurs ! le record est battu 1 » lautete. Auf 16.42,4 steht Chirons Zeit, also um rund 35 Sekunden besser als die vorletztjährige Glanzleistung Rosenbergers und um 53 Sekunden schneller als seine eigene Siegesfahrt anno 1927! Er hatte sich aber auch gut vorbereitet! Chiron, der eigentlich wenig Bergrennen absolvierte, wusste nur zu genau, dass Fahrer wie Stuck, der dank seiner brillanten Technik und Erfahrung mit Recht als ungekrönter König der Bergrennen gilt, oder Rosenberger, der ja am letzten Klausen am Tage der nationalen Rennen eine bessere Zeit erzielt hatte, ebenso aussichtsreiche Anwärter auf den Bergpreis oder einen neuen Rekord waren wie er selbst. Seine Zeit während des Trainings hat er sorgfältig ausgenützt. Zusammen mit seinem Mechaniker wurde Kurve um Kurve auf das genaueste analysiert, ihre Länge, Krümmung, Ein- und Auslauf genau unter die Lupe, genommen. Ja, vor verschiedenen Kurven weisen Meilensteine farbige Kennzeichen auf, die dem Verlauten nach von Chirons Leuten nach seinen Anweisungen aufgemalt wurden und ihm den kritischen Punkt des Strassenbogens auf gute Distanz anzeigten. Bei der Wagenabnahme bemerkten wir unter den Zuschauern Das einen mit grösstem und diskretem Schick gekleideten Herrn, der. von einem Rassehund begleitet, seinen Morgenspaziergang machte und gerade im Vorbeiweg auch der Wagenabnahme einen Augenblick zuschaute. Wohl irgendein glücklicher Kurgast, mögen Aussenstehende gedacht haben 1 Es war aber Chiron, der unbekümmert um die Aufregung und den Eifer eines Teiles der sich eingefundenen Fahrer seelenruhig und inkognito in der Morgensonne sich erging, gerade als ob er nichts vorhätte. Wir mussten unwillkürlich an diese an und für sich unbedeutende Begegnung denken, als er in so souveräner Weise den Klausen bezwang und von begeisterten Freunden beim Ziel auf die Schulter gehoben und im Triumph herumgetragen wurde: In dem harmlosen Bummler von gestern hätten wohl nur wenige den ausgerechneten Fahrer, den brillanten Rennsportler, den zweifachen Sieger des Grossen Bergpreises von heute erkannt! Stuck! Das Resultat war noch in aller Munde, als auch schon Stuck wie eine Kugel aus dem Rohr die Strasse hinaufschoss, der nämliche Stuck, der erst beim Freiburger Bergrekord dem Tod in die Augen gesehen hatte. Trotzdem seine Gesundheit sicher noch nicht die beste ist, hat er dem klassischsten aller europäischen Bergrennen nicht fernbleiben wollen und stellte sich rechtzeitig zum Training ein. Freilich mit den Probefahrten war's nicht von grosser Tragweite. Sein Rennwagen traf nämlich erst in letzter Minute vom Auslande her ein, und so begnügte sich der Meister der Bergfahrt mit einigen Läufen auf einem Tourenwagen, wohl mehr um sich in Form zu halten als um einem ganz bestimmten und systematischen Training obzuliegen. Ihm war zwar die Strecke vom letzten Klausen her noch nicht bekannt, startet er doch das erste Mal zu unserem schweizerischen «Grand Prix», aber seine reiche Erfahrung und grossartige Sicherheit Organisationskomitee: Von links nach rechts: Bretscher, Jenny-Luohsinger, Süssmann, Tön- 1 dury, Schmidlin, Decrauzat, Ruoff. im Fahren ersetzt ihm mangelnde Ortskenntnis-« Mit seiner kompressorlosen Austro-Daimler legte et nach den Fachausdrücken der Galerie ein «meineidiges Tempo » vor, so dass die für so sicher ge-» haltenen Siegeschancen Chirons wieder in Frage gestellt schienen. Tatsächlich schlug Stuck nicht nur den Rekord in Grund und Boden hinein, sondern näherte sich mit seiner Zeit bis auf 3,2 Se-< künden dem Resultate des Franzosen. Bei der noch! empfindlichen Gesundheit, dem knappen Trainine und einem kompressorlosen Wagen wahrlich eint Leistung, die ihresgleichen suchen wird I Rosenberger! Nun heulte endlich auch noch die von vieletf gefürchtete «Grossmutter» über die Strecke und wand sich unter der eisernen und sicheren Führung Rosenbergers mit Höllentempo in die Kurvenj Bekanntlich traf Rosenberger, deT Rekordmann von*: 1927, mit jenem Mercedes-Wagen ein, der seinerzeit für den Grand Prix de France im Jahre 191^ erstellt worden ist und zufolge seines für einen Rennwagen sicherlich ehrwürdigen Alters unter den! internationalen Sportleuten als die • Grossmutter * bekannt geworden ist. Die Fahrt in den ersten dreS Kilometern Hess erkennen, dass Rosenberger seina vorletztjährige Bestzeit sicher zu egalisieren, wenn nicht zu verbessern gedachte. Allein die schon ordentlich ausgefahrene Strasse mit ihrem zum Teil blossgelegten Erd- und Steinbett wurde ihm bereits zunt Verhängnis, indem bei einer blitzschnellen Schleuderwirkung der Vorderwagen an einem Kilometer-i stein anschlug und dem Fahrer fast das Steuer aus der Hand zu reissen drohte. Die Lenkung er- Mtt eine wuchtige Erschütterung, die sich einerseits am Wagen selbst auswirkte und Rosenbergeü in der Ausnützung des Tempos ganz gewaltig hinderte, die aber auch ihn selbst mitgenommen hatte« indem ein langdauernde Schmerz in Achsel und Arm die Folge war. Dass auf diese Weise den Resultaten der beiden Vorgänger nicht mehr beizukommen war, stand fest, und das Gros der deutschen Besucher, die so siegesbewusst an den Klausen gefahren kamen, mussten sich damit abfinden, dass neben dem besten Wagen und dem wägsten Fahrer eben doch noch viele Zufälligkeiten den Ausschlag geben können. Rosenbergers Zeit bleibt dennoch unter den oB* waltenden Umständen eine Glanzleistung und darf sich als drittbeste Zeit des diesjährigen Klausenrennens der Automobile wohl sehen lassen. Aber man wird eben von den Meistern des Volants selbst verwöhnt und erwartet von ihnen immer wieder neue Spitzenleistungen. Rosenberger wird es daran auch nicht fehlen lassen, wenn seine Zeit wiedex gekommen ist. Das Zeug dazu hat er I Die Rekorde gebrochen. — Regen und Verkehr. So haben also ihrer zwei den Rekord gebrochen« einen Rekord, der mit Recht vor zwei Jahren als eine Prachtsleistung gefeiert wurde. Wir haben schon eingangs erwähnt, wie sehr sich die Diskus-* sion in weiten Kreisen um die Frage drehte, ob die-» ees Jachr eine neue Bestzeit aufgestellt werde. Selbst optimistische Sportkreise sprachen sich diesbezüg-> sehr zurückhaltend aus, und man dachte im günstigsten Fall aaa eine Unterbietung von höchstens einigen Sekunden. Nun ist aber ganz gründlich, mit ihm aufgeräumt worden: Chiron verbessert ihn' um 35 Sekunden, Stuck um 32 Sekunden. Es ent-< lüiemailonales Kiansenrennen 1929 NATIONALES RENNEN QUALITÄT U. fia AUF MARTINI INTERNATIONALES RENNEN LASTWAGEN OMNIBUSSE CARSALPINS CHIRONAUFBUGATTI (Beste Tageszeit, neuer Rekord) STUCK-v.VILLIEZ auf AUSTRO-DAIMLER Alle mit INTILLA -MAGNETOS unübertroffen Aktiengesellschaft Adolph Saurer, Arbon Reparaturwerkstätteni ARBON, BASEL, MORGES, ZÜRICH

N"71:.— 1929 spricht dies bei Chirön einer mittleren Stundengeechwindigkeit von 77,2 km und bei Stuck von 77,05 km. Wer die Klatusenstraese mit ihrem halben Hundert Kurven und den verschiedenen Steigungen bis zu 8,5 Prozent, welches in 21,5 km Länge 1273 m Höhendifferenz überwinden, kennt, der ermi&st die sportliche Grosstat dieser beiden Klausenkoryphäen; Kaum war der letzte Wagen übers Zielband, fing es leicht zu regnen an, doch öffnete der Himmel mählich alle seine Schleusen, so dass die Abwanderung der in der Morgenfrühe in sommerlich leichter Kleidung herauf gepilgerten Fussgänger vielfach zu einer eigentlichen Flucht ausartete. Bei der Abfahrt, die sich gen Altdorf hin vollzog, wurde jedem Beschauer die erdrückende Wucht des diesjährigen Besuches nochmals vor Augen geführt: Eine unendliche Kolonne, die während Stunden fast lückenlos zu Tal fuhr und ununterbrochene Talwanderung Tausender von Fussgängern, die auf der Hauptstrasse in unübersehbaren Zweierkolonnen heimwärts strebten. Die Polizei von Zürich, welche die Verkehrsregelung an den schwierigsten Punkten übernommen hatte, leistete fast übermenschliche Arbeit. — langsam, erst stockend und dann gleichmässig abfliessend, kam die ganze Lawine der Klausenbesucher ins Rollen, sicher dirigiert von den Beamten. Mit ihrem Verkehrsdienst an der Klausenstrase selbst oder in Glarus und Linthal sicherten sie nicht nur einen tadellosen Ordnungsdienst, sondern sie boten den Einheimischen gleichzeitig auch ein Schauspiel, so _ quasi einen Ausschult aus dem Grossstadtleben. Die Anwohner sammelten sich jeweilen in grossen Gruppen in respektvoller Distanz von der Verkehrspo- . lizei, um mit unverhaltener Bewunderung ihren Dienst zu verfolgen. Auch der Strassenhilfsdienst, deT von vier sauberen Chrysler-Wagen besorgt wurde, leistete manchenorts wertvolle Hilfe und vermittelte einen Begriff von der Wohltat eines ausgebauten Strassenhüfsdienstes, wie ihn ausländische Automobilverbände seit Jahren kennen. Begrüssungsbankett im Hotel Glarnerhof. Am Samstag, abends um 8V2 Uhr, versammelte sich eine stattliche Schar geladener Gäste aus dem In- und Auslande im «Glarnerhof», wo ihrer eine festlich ge- 1 schmückte Tafel wartete. Herr Kantonsrat Gassmann, Zürich, begrüsste die Anwesenden im Namen des Empfangskomitees des 7. Internationalen Klausenrennens* Ein «Herzlich Willkommen» richtete er ganz besonders an die zahlreichen Ehrengäste, die aus allen Teilen unseres Landes, von Deutschland, Frankreich, Italien, Oesterreich, Ungarn herbeigeeilt sind, um -dem «Grossen Bergpreis» der Schweiz beizuwohnen. Es sind dies die Herren: Regierungsrat Hefti, Glarus, Regierungsrat Pfister, Zürich, Stadtrat Kruck, Zürich, Stadtrat Ribi, Zürich, Ständerat Mercier, Glarus, Gemeinderat Streift, Glarus, Dr. Wiesendanger, Polizeiinspektor der Stadt Zürich, Kantonsingenieur Blumer, Glarus, Blurner-^Koch, Verkehrsverenx. Glarus, 3nnod, Direktor der Schweiz. Verkehrszentrale Zürich, Wild, Betriebschef des Kreises 3 der S. B. B., Zürich, Thiesing, Chef des Publizitätsdienstes der S. B. B., Bern, Major im Generalstab Ackermann, Dübendorf, J. Decrausat, Präsident der N. S. K., Genf, Chappot, Vizepräsident der Sportkommission U. M. S., Genf, Primault, Generalsekretär des A. C. S., Genf, Jakober, Präsident der Autosektion Glarus des T. G. S., Niederurnen, Major Gzermak, Vizepräsident des A. V. D. und Präsident des Bayerischen A. G., München, Mr. Pereire, Delegierter des Automobile-Club de France, Delmar, Delegierter des Ungarischen Automobil-Club, Budapest, Byle, Delegierter des Oesterreicher A. C, Wien, Kroth, Sportspräsident des A. D. A. C, München, K61- lensperger, Präsident des Automobil-Club vom Tirol, Innsbruck, Frau Brinholz, Präsidentin des Damen-Automobil-Club, Berlin, Engel, Delegierter des Wiesbadener Automobil-Club, Wiesbaden, D. Guhl, Präsident des Badischen Automobil-Club, Karlsruhe, Grandi, Präsident des A. C. di Varese, Varese, Hauser, Präsident des Freiburger A. C, Freiburg i. Br., Dr. Creutz, Schöpfer des Nürburgrings, Adenau, Buckmüller, Delegierter des Oesterreicher Motorradfahrer-Verbandes, Wien, sowie die anwesenden Präsidenten der A. C. S.-Sektionen, von welchen wir die Herren Chantre, Genf, und Dr. Rietmann, Fräuenfeld, bemerkten. Auch den vielen Rennfahrern wurde ein berechtigtes Wort der Anerkennung zuteil. Einen speziellen Dank widmete der Sprechende den Regierungen von Glarus und Uri, ist doch ein Teil vom Gelingen des Rennens ihrer Sympathie zu verdanken. Mit einem Prosit auf das gute Gelingen des «VII. Internationalen Klausenrennens> beendigte der Präsident des Empfangskomitees seine mit grossem Beifall aufgenommene Rede. Alsdann richtete Herr Dr. Rietmann als Mitglied des Zentralvorstandes treffliche Worte an. die Anwesenden. Herr Major Gzermak, Präsident des Bayr. A. C, ergreift das Wort, wobei er ganz besonders auf die freundschaftlichen Beziehungen hinweist, die zwischen den beiden nationalen Verbändet bestehen. Die jüngst zu Ende geführte Alpenfahrt hatte ja zudem weitern Anlass zur Förderung des gegenseitigen guten Einvernehmens gegeben. Im Namen der Behörden wendet sich Herr Regierungsrat Hefti von Glarus an die Festgemeinde. Er skizziert in interessanten Darlegungen den Aufschwung des Automobilwesens und seine Bedeutung für den Kanton Glarus. Bei anschliessender musikalischer Untere haltung nahm der Abend einen für allöljfer teiligten angenehmen Verlauf. ' \ Preisverteilung in Altdorf, r Endlos waren die Kolonnen von Wagen; und Motorrädern, die nach Schluss des Rennen*- vom Urnerboden über die Passhöhe gegen Altdorf;'rollten. Ein Regenschauer nach dem andern begoss die Heimkehrenden. Auch, die, Preisverteilung, er* hielt einen, Regenguss,' was ihr aber weiter keinen Eintrag tat. Während der Talfahrt. hatten wir Müsse, die beiden Ford (Startnummern 36 und 37). zu betrachten, welche die Alpenfajjrt, erfolgreich bestanden haben. Regierungsrat Gehrig vom, Kanton Uri begrüsste die Organisatoren, die Konkurrenten und die Presse, gedachte in kurzen Worten der schönen und' ber geisternden Leistungen und würdigte das glänzende Gelingen der Veranstaltung, das vor allem der Sektion Zürich des A. G. S., dann aber-; auch den Sektionen Glarus und Uri zu danken ist, die ebenfalle in unermüdlicher, monatelanger Arbeit das ihrige zum Erfolg beigesteuert haben. Namens der Gemeinde Altdorf ehrt er noch in geziemender Weise Herrn Frey, den Rennleiter, der unermüdlich seines verantwortungsvollen Amtes gewaltet hat (trotzdem sein Unfall noch nicht ausgeheilt ist). Durch Altdorferinnen in Tracht wurden ihm Blumen überreicht. — --— " In messendem ISipose feierte' Herr Zenträlpr^sident Dufour des A. C. S. die technischen Erfolge des Rennens und des rasch fortschreitenden Auto mobilismus im allgemeinen. Was an den beiden Tagen von den Konkurrenten an der Klausenstrasse gezeigt worden ist, reiht sich in jeder Beziehung an 'die Erfolge früherer Jahre gleichwertig an. Besonders darf diesmal von einem gnädigen Wetterglück gesprochen werden, dann aber bot auch die Art der Rennorganisation die nötigen Garantien für das Gelingen. Die Erfahrungen früherer Jahre waren nach Möglichkeit verwertet. Auch Herr Dufour sprach dem Rennleiter, Herrn Frey, und dem Organisationsausschuss den Dank der Zentralbehörde des A. G. S. aus und würdigte in bündigen Worten die Arbeit der vielen Komitees. Einen auserlesenen Gruss widmete er den in- und ausländischen Journalisten und ein herzliches Wort dem RennsekretäT, Herrn Dr. Schmidlin, der im Mittelpunkt der Vorarbeiten stand und seine volle Arbeitskraft in der grossen Organisation auswirkte. 9./10. August 1930: Der nächste Klausen. Es galt in Altdorf als Selbstverständlichkeit, dass man einen derartigen Erfolg auswertet, indem man das Rennen, wie in früheren Jahren, im jährlichen Turnus wiederholt. So lud denn Herr Zentralpräsident Dufour die Konkurrenten ein, sich am 9./10. August 1930 wieder am Starte einzufinden und an den rassigen Kämpfen teilzunehmen. Mit einem Hoch auf den «Grossen Bergpreis der Schweiz» schloss er seine stark applaudierte Rede. >••«»«•< ***** >»••••»•«•••< ****************** ÄÖTÖMbBiL'-REVUE Une reference de valeur indiseutable CHM1PI0N Ho 3 X pour la noupelle Ford. Quand on sait apec ouels soins Ia Ford Motor Co. choisit les accessoires destines ä ses poitures et a Quelles epreupes eile les soumet on comprend la paleur du passage du Manuel Ford concemant la bougie CHAMPION. „II ny a rlen ä gagner en eisayanl dlff £rentes marqnes de bong les. La bougie qnl se f rouve sur les madilnes Ford lor s de la Iivralson par laf abrlqne esf celle qnl s'adapte le mleux aux exlgences du motear." a ete employee sans Interruption comme eauipement Standard par la Ford Motor Co. Vendeurs et proprietaires de poitures la considere comme la plus efficace pour les poitures et camlons Pord et tracteurs Fordson. 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