Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1930_Zeitung_Nr.067

E_1930_Zeitung_Nr.067

sfähtekeit eines

sfähtekeit eines Pferdefuhrwerks (z. B. ai der Landstrasse) zu hoch ein. DemPferdefuhrwertklenker ergeht es wieder umgekehrt. Er hört das Hupen, er sieht das Motorfahrzeug schon lange bevor es bei ibm ist, er wird aber doch immer erst im letzten Augenblick die Strasse freigeben, weil er in s4f*fn Gedanken auf Grund seines eigenen Bew>gungstempos die Geschwindigkeit des Motorfahrzeuges reduziert. ..rei Zeitepochen mit ihren eigenen Geschwindigkeitssätzen befinden sich auf dei Strasse und es ist nicht sehT schwer einzusehen, dass sie sich gegenseitig stören müssen. Keiner versteht den anderen, keiner Kann den anderen verstehen. Wo nur Automobile sind, wo nur Fussgänger und wo nur Pferdefuhrwerke sind, da ist (logischer- •die Gefahr von Kollisionen nicht so Den ersten sportlichen Gross-Katnpitag ' erlebte man am 21. August mit dem Kilometer-Lanc6 auf der Shellstrasse SamadeniPuntMuraigl. Zwei Worte über die Piste: Idurch die grosszügige Zuwendung eines Gönners von St. Moritz war es möglich geworen, die höchstgelegene Kilometer-Renntrecke Europas mit einem Kostenaufwand n über 200,000 Franken auszubauen und sie 1 Anforderungen einer solchen Konkurrenz eupassen. Und sie zeigte sich ihrer Bemmung durchaus gewachsen, gab sie doch ischwindigkeiten von annähernd 200 km in *r Stunde her; ein Resultat, das auch ausgekochte Optimisten verblüffte. Internationale iflisse griff mit in den Kampf ein, waren doch Grossen wie Chiron, der Klausensieger Stuck, der in den letzten Rennen von Triumph zu T riumph eilt, der verwegene Draufgänger ösenberger, dann 'Caracciola, der Sieger der igüschen Tourist Trophy, die bekannten alener De Sterlich und Clerici mit von der Kanie, denen sich die schweizerische Elite gross, weil da immer gleichgeartete Kräfte wirken. Das sind! einige Grundgedanken, die man nicht ausser acht lassen soll. Sie sind am Ende massgebend für viele Verkehrsunfälle. Da man aber für die verschiedenen Verkehrsgruppen nicht Sonderstrassen bauen kann, werden Verkehrsunfälle trotz allei Sorgfalt immer wieder eintreten. Man 'könnte sie reduzieren. Es wäre möglich, wenn jedem einzelnen Menschen Gelegenheit gegeben würde, anhand eigener Praxis sich in sämtlichen Bewegungstempi des Verkehrs einzugewöhnen, also das Schätzungsvermögen zu entwickeln. Dazu ist weiter nichts nötig, als dass jeder — sagen wir — ein Automobil lenken kann. Wer das einmal getan hat, der wird elastischet und berechnender sein. Vielleicht gelangen wir noch einmal dahin. -f- Internationale St. Moritzer Automobilwoche. Ein Rückblick auf 1929 (siehe No. 66) Freuler, Escher, Scheibler usw. entgegenstellte. Dass Bugatti und Mercedes die Sache unter sich ausmachen würden, stand zum vornherein fest. Aber dass Rosenberger mit seinem bereits etwas ältlichen Mercedes- Benz, Jahrgang 1914 ('.!), obenausschwingen würde, darauf hatten nur wenige getippt. In den zwei Fahrten holte er aus seinem Wagen einen Durchschnitt von 193,548 km heraus, erledigte den Parcours in einer Richtung sogar mit 197,8 km. Mit 176,471 km Durchschnitt war Caracciola (Mercedes-Benz) der zweitschnellste Mann des Tages, doch folgt ihm Chiron (Bugatti) mit 173,077 ziemlich dicht auf den Fersen. Die Kategorie der Sportwagen fuhr Momberger (Mercedes- Benz) mit 163,636 km nach Hause, dieweil der Sternfahrtsieger Zettritz bei den Tourenwagen in Front lag. Er erreichte auf seinem Mercedes Benz 143,426 ku. Nach wesentlich anderen Gesichtspunkten wurde das Können der Fahrer bei der Geschicklichkeitsprüfung auf Probe gestellt. Sechs mit List und Tücke AUTOMOBIL-REVUt 1930 - N° 67 ausgeklügelte Hindernisse waren dabe.i zu bewältigen; Hindernisse, die in Sachen Fahrkunst und Beherrschung des Wagens allerhand verlangten. 36 Teilnehmer erschienen am Start zu diesem Wettkampf, dem es auch an vergnüglichen Momenten nicht gebrach. Stuck mit seinem Austro-Daimler schoss dabei den Vogel ab. Mit unfehlbarer Präzision und Sicherheit meisterte er die Klippen, dabei in einem Tempo, dass Kies und Funken stoben — ein Meisterstück der Virtuosität am Lenkrad. Bei den Sportwagen heimste Burggaller (Bugatti) die Siegerlorbeeren ein und Bernet (Wanderer) schnitt in der Kategorie Tourenwagen am besten ab. Dass die Schönheitskonkurrenz durch und durch mondänes Gepräge trug, dass dieser Parade der Schönheit ein elegantes Tribünenpublikum eine wirkungsvolle Folie verlieh — wie anders hätte es gerade in St. Moritz sein sollen? Ein rollender Salon de 1'Automobile, zog diese Schau höchster Kultur in Automobilistischen Dingen vorüber. Die Jury stand vor einer ebenso schwierigen wie delikaten Aufgabe, denn «schön» in irgendeinem Belang war jeder der 91 Wagen. Alles in allem genommen wurden 74 Wagen mit Preisen bedacht, und zwar fünf mit der goldenen Plakette mit Auszeichnung, 14 mit der goldenen Plakette, 28 mit der silbernen Plakette und 27 mit der bronzenen Plakette. Ihren Abschluss und sportlichen Kulminationspunkt zugleich fand die Automobilwoche im Bernina-Bergrennen auf der Strecke Poschiavo-Berninapass, die bei 16,530 km Länge eine Höhendifferenz von 1216 m überwindet und eine Durchschnittssteigung' von 7,4 % aufweist. Von Poschiavo, der Puschlaver Kapitale, folgt die Strasse über San Carlo der rechten Talseite, immer gleichmässig ansteigend. Bei der Einmündung des Val Campo biegt sie links ab und windet sich in zahlreichen Kehren durch lichten Bergwald und Wiesen auf die Höhe La Rosa empor. Stellt schon dieser Abschnitt mit seinen wechselnden Steigungen, seinen zum Teil sehr engen und kniffligen Kurven, an Mann und Maschine keine geringen Anforderungen, so wird die Sache von La Rosa — ungefähr der Mitte der Rennstrecke ab — erst recht interessant. Da entwickelt die Piste hemmungslos ihren «ränkevoüen» Charakter. In einer unaufhörlichen Folge von Kehren und Schlingen klettert sie die jähen Hänge zur Passhöhe hinan, bald links, bald rechts ausholend, schmiegt sich in die Falten des Geländes, turnt auf Gräte hinaus, schlängelt sich um Felsklippen herum und verkriecht sich kurz hinter dem Ziel in eine Lawinengalerie. Sind auch die Kurven teilweise erweitert, der Strassenkörper in rennfähigen Zustand versetzt, es bleiben der Schwierigkeiten noch immer genug. Darin waren sich denn auch alle Fahrer einig, dass die Bernina zwar einen idealen banc d'essai für Mann und Maschine, aber auch eine der schwersten Bergstrecken Europas darstelle. Gewaltige Spannung fieberte diesem ersten Rennen im Reiche der Bernina entgegen, das mit einer glänzenden Besetzung aufwartete. Namen wie Chiron, Stuck, Rosenberger, de Sterlich, Clerici, Stuber, Escher und Momberger Hessen ein gigantisches Ringen erwarten. Und es ging hart auf hart. Dass sich das Hauptinteresse den Rennwagen zuwandte, versteht sich von selbst. Leider warf eine Kollision mit einer Mauer den Favoriten Chiron kurz nach dem Start aus dem Rennen. Damit spitzte sich die Entscheidung auf ein Duell Stuck—Stuber zu, aus welchem Stuck, der auf Biegen und Brechen fuhr, als Sieger hervorging, womit er Inhaber des ersten Bernina-Rekordes wurde. Sein Resultat von 14 Min. 58,4 Sek. (66,4 Std./km) zu unterbieten, wird so leicht nicht gelingen. Der schweizerische Meister Stuber (Bugatti) buchte mit 15 Min. 28,8 Sek. die zweitbeste Tageszeit auf sein Konto. In der Klasse der Sportwagen fertigte Momberger auf Mercedes-Benz seine Gegner sicher ab; seinem Resultat von 16 Min. 5 Sek. kommt Escher auf Bugatti mit 16 Min. 15,6 Sek. am nächsten. Bei den Tourenwagen landete der Italiener Strazza (Lancia) einen überzeugenden Sieg; als einziger dieser Kategorie registrierte er mit 17 Min. 47,8 Sek. eine Fahrzeit unter 18 Minuten. Die 11. Internationale St. Morirzer Automobilwoche, die auf die Zeit vom 18.—24. August 6 Zylinder Standard Limousine Fr. 8300.- HtdühSUS Vertreter Seit mehr als 20 Jahren vertreten wir die OPEL-Werke in der Schweiz. Wir können Sie versichern, dass die Modelle 1930 in bezug auf Preis, Ausstattung und Qualität das Vollkommenste darstellen, was OPEL bis anhin auf den Markt gebracht hat. Wollen Sie daher nicht OPEL fahren? Ausstellungs - Räume, Ersatzteil - Lager und Service-Station im TITAN A.-O., Stauffacherstraue 45 ZÜRICH Telephon 58.613 FIAT 519 6-7-Plätzer Umlaufet de ville Modell 1927 In wie neuem Zustand, 6fach bereift, Gepäckträger, mit aU en erdenkllchenSchlkanen ausgerüstet, wird umstandehalber zum Spottpreis von Fr. 4800.- abreMben. 46091 .H.KESSLER, Zürich 8 Faldaggttrass« 88 Tel. Hott. 81.22 ausser Geschäftszeit • Hott. 64.92 • A vendre une VOITURE ANSALDO conduite interieure, 6 pl., toit decouvrable, 11 HP, sortant de rövision, a bas prix. — S*adresser sous chiffre 46192-ä la Revue Automobile, Berne. Remorque a 4 roues, chambre a air et pneu neuf, extra legere, force 5 ä 600 kg, conviendrait ä maraicher, primeur, etc. Prix fr. 480.-. S'adress.: H. Strouhharüt, Aitfe (Vaud). 4R244 Die kürzere Route zum Klausen Batterien für alle Zwaok» und Wagentypen. Original Service Station fuhrt über die Autofähre Beckenried- Gersau F.&H.PeUr ZQr iah S Cementgasso 27 gewinnen Reparaturen — Revisionen Laib-Batterien von Luzern aus 9 km mit täglich 8 Verbindungen in jeder Richtung l Sterns .. 28 Abfahrten von Beckenried: Fahrpreise (einschl. mitfahrende Personen): Zu verkaufen "*C krankheitshalber p. sofort 700 000 1100 1055 93 3 AOO K3O 700 Personenautos bis 6 Sitze: Einfach Fr. 5.— ein 5-Plätzer- Hin und zurück ,, 8.— Abfahrten von Gersau: Cars alpin: Einfache Fahrt bis 12 Personen Fr. 10.— Auto JEWETT ßoo JQOO i2°° 1 45 3 15 4 50 6 10 7 45 13—18 „ „ 15.— 6 Zyl., Mod. 1926, in Ia. 19-30 „ „ 25.- gepflegtem Zustand, revidiert, fahrbereit, offen, , Wkhrend dam Ktaueenrennen bei Badart Fährbetrieb ununterbrochen. 31-40 „ „ 30.- mit schönen Seitenteilen, rassiger Bergsteiger, bei baldiger Wegn. Fr. 3500. Näh. Auskunft u. Besicht, bei Karl Wolf, Baugeschäft, Zimmerweg, Schaffhausen. 45954 Benützen Sie die „kürzere Route"

N° 67 — 1930 AUTOMOBIL-REVUE 1930 anberaumt ist, präsentiert sich mit einem Programm analog demjenigen des Vorjahres, nur dass die organisatorische Grundlage weiter gefasst worden ist, indem jetzt auch Pontresina im Organisationskomitee seine Vertretung besitzt. 'Es mag nicht unangebracht erscheinen, in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass zu Beginn dieses Jahres ein Verein «Pro Autowoche» gegründet worden ist, dem Interessenten des gesamten Oberengadins angehören und der seine Hauptaufgabe darin erblickt, die Grundlage zu schaffen, die eine alljährliche Durchführung der Automobilwoche gewährleistet. lr. (SchJuss folgt.) Dritte Luzerner Schönheitskonkurrenz Preisträger Oberes Bild: Der von dem bekannten Rennfahrer Laraeeiola geführte Merredes-Benz. welcher die höchsten Auszeichnungen auf sich vereinigte und als bestbeurteilter Wagen sämtlicher Grunpen qualifiziert wurde. Unteres Bild: E. Berli, Basel, erzielte mit einem chicen 4plätzigen Martini-Cabriolet den Spezialpreis für den best beurteilten Wagen mit schweizerischer Karosserie (Karosserie Reinbold & Christs, Basel) und brachte damit der einheimischen Arbeit doppelte Anerkennung. Oberstes Bild: Zu den prämiierten Waeen zählte auch ein von Graber, Wichtrach. glänzend karossiertes Delage-Cabriolet. Mittleres Bild: Unter den bestkarossierten und mit einem Preis bedachten Cabriolets fand besonders auch der von der Firma Ruckstuhl, Luzern, karossierte Alfa Romeo grossen Beifall. Unterstes Bild: Mit einem geschlossenen serienmässig karossierten Packard, sicherte sich Koch, Luzern. einen vielapplaudierten ersten Preis. Weitere Autnahmen aus der prächtigen Kollektion der in Luzern gezeigten Wagin, folgt In dtr anlässlich der St Moritzer Automobilwoche herausgegebenen Offsetnummer 1 DI« Rtd. Der Schweizer-Pneu PALLAS-CORD 4 ist heute den besten Importmarken ebenbürtig und audi im Preise konkurrenzfähig. verlangen Sie Beweise dafür durch die Fabrikanten: Aktiengesellschaft ß. & E. Huber Schweizerische Gummiwerke / Pfaffikon-Zürich