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E_1931_Zeitung_Nr.050

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20 ÄUTOMOBIL-REVUE

20 ÄUTOMOBIL-REVUE 1931 — 50 /TRANDBULDER- ÄUTLER WILLKOM Hotel-Pension Rheinhof AM BODENSEE bei Rorschach. Grösstes und schönstes Natur-Strandbad BESITZER: FAMILIE WÜRTH. Weder Ostsee noch Nordsee das erwärmte STRANDBAD INZUOZ müend ihr gsee! ZUOZ, Engadin 1800 m. HOTEL CASTELL (GRAUBUNDEN) Die Perle der alpinen SEE-U.STRANDBÄDER Mittlere Temperatur Juni-September 19,2 0 0. 15 Hotels für alle Ansprüche. Auskunft und Prospekte durch das Verkehrsbureau. ADELB Der ideale hochalpme Kurort und Sportplatz Ruhe — Erholung — Zahlreiche Spazierwege Autostrasse — Genügende Parkmöglichkeit — Garagen Prospekte und Hotelliste durch alle Verkehrsbüros 1356 M. ü. M. Neues Schwimm- und Sonnenbad Kurhaus Scliloss Brestenberg am Hallwilersee Idealer Ferien« und Kurort, die Perle am Hallwilersee. Behaglich famllilres Haus mit modernen hydro- und elektrotherapeutischen Einrichtungen, die angenehme und erfolgreiche Kur sichern. Physikalisch •diätetische Heilmethode. Rudersport. Fischerei. Tennis. — See- und Sonnenbäder. Neues, elegantes Strandbad Pensionspreis von Fr. 11.— an. — Gefl. Prospekt verlangen. bei INTERLAKEN am THUNERSEE. Strandbad - Hpiei- Pension Schürz Eigenes, ideal schönes, natürliches Strandbad, mit grossen Parkanlagen, Wasserspiele. — Motorboot. — Auto-Park. — Lebende Forellen. Massige Preise. Geschw. Schärz. Für verwohnteste Ansprüche. Spiel- und Sportwiese mit Turngeräten aller Art. Grosser schattiger Autopark. (Winkel) Hotel Sternen an der Brünig-Route — Grosses JDILLISCHES STRANDBAD Schattige Garten-Terrasse, Auto- Garage. Telephon 30.99. STRANDBAD KÜSSNACHT am Rigi Minuten von der Landstrasse Küssnacht- Greppon iWeggis). In seur schöner, ruhisrer Lage. Feinsandiger Grund. Für Nichtschwimmer sehr geeignet Strandbadschiffe, Kleider- und Liegestünle zur Verfügung. Kestauration. Au* ozufahrt. Telephon Nr. 77 ENGELBERT FLOELER. Wirt zur Seeburg 5 AUTOniN UTEN VON INTERLAKEN Hotels mit Restaurationsgärten - Garagen - Direkt am See Prospekte durch VERKEHRSVEREIN BöIIIGEN

N° 50 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Romantisches Weekend Tagebuchblätter. « Hoi, haltet fest — zieht an, aber grau ! » Der wankende First unseres Zeltes wird immer straffer, sicherer und schon sieht man einen grauen Tuchgiebel aus dem Grün hervorgucken. Fest und doch schlank steht es dann da, unser Zelt, mitten in den frisch grünenden Buchen und Birken. Laut warnt die Amsel all die grossen und kleinen Waldbewohner ob der wilden Horde junger Menschen aus der Stadt. Hoch oben über dem Lager kreist ein Sperberpaar und beäugt Zelte, Rauch und die vielen Krabbelwesen, die da wild durch Busch und Schilf eilen. Tschsch... so ins Wasser zu platschen, dass es nach allen Seiten aufspritzt! Mit langen Armen den See zu teilen und hinter sich ein schmales, silbern glänzendes Band «Kielwasser» zu ziehen! — Wenn die Muskeln erschlaffen und die Lungen fast nicht mehr Luft genug aufnehmen können, so reicht es noch gerade, sich am rettenden Bootrande hinaufzuziehen. Die im Schiff stemmen sich gegen die Ruderbänke, ziehen und rückein: «Hooo — hop!» Mit kritisch spähendem Blick sucht der Knirps von Steuermann die Landungsbrücke im Schilfmeer. Am Land dann, am Trockenen : Komm', Sonne, bräune, glänze unsere müden Glieder ! Vier alte, ehrwürdige Tannen schliessen den Platz des Nachtfeuers ein. Schon tanzen die Funken zu den dumpf rauschenden Gipfeln empor. Wir sitzen im Kreis um das Feuer und lassen unsren Gesang in den Wald hinaus schallen. Wir erzählen uns... Alle sind ruhig, sind froh und zufrieden. Einer spricht. Der See liegt ruhig. Ganz leise bewegen sich zwei schwerbeladene Kähne im stillen Wasser und rollen einander kleine Wellen entgegen. Weithin flackert das rote Licht ihrer Fackeln. — Drüben, am andern Ufer, blitzen und blinken die vielen Lichter der Stadt; eine grosse Helle schwebt über ihr am Nachthimmel. Da und dort hat sich ein Stern aus den Wolken gewagt, von Zeit zu Zeit schlüpft der Mond aus den Wolken und wirft auf uns in den Booten sein fahles Licht. «Ha, der Mond!» rufen einige, und mit einer alten, schauerlichen Melodie singen wir Ihm ein Lied. Dann kam die erste Nacht auf "dem Stroh. Bald raschelte hier einer, bald erhielt dort ein anderer einen leichten Schlag von einem ungeduldigen Ellenbogen. Ich schlafe noch lange nicht, sagte ich mir und, den Atem anhaltend, lauschte ich auf das leiseste Geräusch im Wald, um das Zelt. Hie und da ein Laut beim Feuer drüben. Sonst regte sich nichts. Der ganze, weite Wald lag still. Ich dachte noch an den See, der von Zeit zu Zeit eine kleine Welle Sand brachte und holte; dachte an den Sternenhimmel mit seiner unendlichen Weite... und müde fiel auch ich dem Schlaf in die Arme. S. Nasse Gedanken Von J. R. H. «Wie freue ich mich auf das ungezwungene Leben am Badestrand! Man braucht sich um keine Mode zu kümmern, man ist so ganz Mensch, man ist der Natur so nahe!» sagt die reizende kleine Frau und kauft sich schnell drei ganz moderne, entzückende, teure Badekostüme. §3 Der Badestrand ist ein heisser Boden; mancher hat sich dort schon Haut und Herz verbrannt. * Im Sommer tritt die Wohnungsnot zurück; denn im Familienbad hat man alles, was man braucht. Es sind dort: das Vorzimmer des Standesamtes, das Speisezimmer der Lichthungrigen, die Studierstube des Schönheitsfreundes, der Salon der Bekanntschaften, das Ordinationszimmer der Liebeskranken, die Rumpelkammer der Eitelkeiten, die Vorratskammer des überflüssigen Fettes, die Sporthalle der Annäherungen, der Korridor der Vermittlung, das Rauchzimmer der Dampfplauderer, das Weekendzimmerchen der Zufriedenheit und — das Letzte ist nicht das Schlechteste — der Balkon der Aussichten. Aus Badebekanntschaften werden oft Ehen, die nicht halten. Man hat eben seine Burg auf Sand gebaut... Von Iosef Robert Harrer. Mitten aus dem sonnengoldenen, himmel- Jetzt ist man ein anderer Mensch, ein blauen Sommer schreibe ich diesen Brief und Mensch ohne Namen, ohne Rang, ein Kind ich schreibe ihn in Absätzen, in Pausen, in der Natur, der Sonne, des Sandes und des denen ich den Brief fast vergesse... Wassers. Idyll im Strandbad Ja, Freundinnen, Freunde, die Worte kommen nur langsam, als wäre es ein Verbrechen, an diesen heissen Tagen etwas anderes zu tun als am Strande zu liegen, in den Himmel und ins Wasser zu schauen und zu sein wie der Südländer, der Apostel des dolce far niente. Jetzt ist das breite, grosse Strandbad zaubervoll und es lockt die Städter und zieht sie an sich und erfrischt sie, belebt sie, raubt ihnen viele Stunden des Tages und beinahe, der Nacht. Während um dich das lauteste Leben der Grossstadt tollt und rast, liegst du im grossstädtischen Strandbad in der Sonne und träumst und springst ins Wasser und bist am Meer oder in einem asiatischen Strom; und du brauchst gar nicht sehr viel Phantasie, um in dem Haifisch aus Gummi, den ein reizendes Mädchen eben aufgeblasen hat, ein fürchterliches Meerestier zu sehen. Das Badeleben im Sommer und die süssen kleinen Wassernixen ! Sie sind die Seele des Ganzen und sie wissen es und werden braun und sehnig; und bleiben dabei schlank und immer jung... Denn das Wasser hat es ganz besonders auf die Mädchen abgesehen. An einem heissen Sommertage hat das Auge genug der Schönheit zu sehen. Also rasch los mit dem Wagen, wenige Minuten aus der Stadt an den See, an den behäbig sich das Strandbad dehnt. Karawanen von Badelustigen wandern dahin, bei den Kassen ein Drängen, Lachen, Witz und Scherz. Endlich hat man die Kleider vom Leib genommen, schnell ins Radetrikot und — ff Fröhlicher Strandbadbrief Man könnte ein Buch über die Badekostüme schreiben, über die kleinen Fragmente einer schwindenden Frauenkleidung. Da, ein schlankes, sehr junges Mädchen; kleines blaues Höschen, eine rote, ärmellose Badebluse, ein reizender weisser Gürtel, Bubikopf, negerbraune Schenkel, rote Lippen, die ausnahmsweise nicht geschminkt sind. Und auch das frohe Lachen ist echt und der Glanz der jungen Augen. 'Eine andere trägt ein Trikot von blassvioletter Farbe, jene dort ein giftgrünes, mit grossen gestickten Blumen. Wieder eine junge Frau mit einem gelben Kostümchen, eine andere sehwarzweiss... Und so sieht man in grosser Abwechslung Farben, Muster, Schnitte. An allen aber die Freude, die Lust und den Uebermut. Da wird gespielt, gesprungen... Ein Mädchen erregt plötzlich die Aufmerksamkeit; mit ihrem schlanken Körper macht sie reizende Uebungen. Man rät hin und her... Eine Tänzerin, eine Artistin ?... Ach, nein, es stellt sich heraus, dass sie nichts von dem ist. Sie turnt nur zum Vergnügen und kann mehr als eine Künstlerin. Das ist moderne Jugend, gesunde freie Jugend... Und alles geht nebeneinander her. Mann, Frau, Mädchen, Knabe; und Wasser und Sonne verscheuchen die Gedanken oder lassen sie überhaupt nicht aufkommen, jene Gedanken, die von den Dunkelmännern in ungesunder Schnüfflerphantasie ersonnen werden... Alle sollten das Glück kennen, die Freude... und du schwimmst langsam dahin und bist aller Sorgen ledig. Weit siehst du das "Wasser, die kleinen Wellen. Doch — wie traurig alles ist, wenn ein Regentag kommt. ...In den Pausen denke ich mir diesen Brief zusammen. Ich möchte auch von diesen Pausen schreiben, von einem jähen Blick in den Himmel, von einem Mädchen, das vorüberhuschte, von dem Lächeln eines wildfremden Menschen, von dem Rauch der Zigarette, der blau bis zur Sonne stieg, von den Bäumen am Ufer, vom Erlebnis einer grellen Farbe, die plötzlich aus dem Wasser auftauchte... Ich schreibe es nicht. Denn ihr könnt alle diese Pausen im Alltag erleben... Versucht es... Legt euch an den Strand, horcht, was die Erde erzählt und was das Wasser plaudert. Bleibt nahe der Natur; denn es ist Sommer... Denkt an euren Körper und ihr werdet eure Seele finden ! 500 Jahre Spaghetti. Makkaroni, Spaghetti und die andern italienischen Teigwaren bilden nach wie vor den Stolz der italienischen Küche. In diesem Monat soll sich, wie - kenntnisreiche Chronisten ausgerechnet haben, zum 500. Male der Tag jähren, an dem in Bologna die «tagliatelli» das Licht der Küche erblickten. Es lässt sich denken, dass ein solches Ereignis gebührend gefeiert wird Es war im Juni des Jahres 1431, als zu Bologna die Hochzeit der Lucrezia d'Este mit dem Grafen Annibale Bentivoglio mit grossem Pomp begangen wurde. Aus diesem Anlass schrieb der Dichter Michele Salimbeni ein zierliches Gedicht, in dem er in begeisterten Versen die «tagliatini di pasta» verherrlichte, die er, als ein neues, von dem Meister der Küche, Zafiran, erfundenes Gericht beschreibt. Der Dichter zweifelt keinen Augenblick daran, dass der Name Zafiran und Seine Erfindung einen ehrenvollen Platz in der Geschichte einnehmen würden. Diese gepriesenen «tagliatelli» wurden beim Hochzeitsmahl auf silbernen Schüsseln serviert und von allen Gästen als köstlicher Lekkerbissen gelobt. Aus den «tagliatelli» entwickelten sich später die «capellini», eine Art kulinarisches Mädchenhaar, das als das Haar der Göttin Venus bezeichnet wurde. Noch andere Formen sind im Laufe der Zeit entstanden, bis schliesslich die ganze Welt von den «italienischen Pasten» sprach, einem Sammelbegriff, in dem Spaghetti, Makkaroni und all die andern Sorten von Faden- und Röhrennudeln zusammengefasst waren. Feriensendungen Reformhaus ZÜRICH Münsterhof Telephon 52.626 Proviant Ausflügler u. Badende, versäumt nicht das komfortabel eingerichtete alkoholfreie Rest. „LIDO" zu besuchen! Geöffnet von 6 bis24 Uhr. Schöner Garten und aussichtsreiche Terrasse. Mittag- und Abendessen ä Fr. 2.—. Prima Küche, Eigene Bäckerei und Patisserie. Div. Vollkornbrote u. Kraft-Zwieback. Glaces 80 Cts. Es empfiehlt sich bestens: Othmar Ronc-Ad!er, früh.,,Krone" Urnäsch. Roll« Schränkli •• KB Beste Qualität zu konkurrenzlosen Preisen Enorme Auswahl Grössf es Läger am Platze Flacöpult Elche, hell oderdunkel Blattgr6sse135/70 145/ verschluss Blattgrösse 133/80 Eiche mit 9 engl. Zügen 90.- Diplomat Eiche für Privat Blattgrösse 120/65145." 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