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E_1933_Zeitung_Nr.046

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Die Toten von Peronne.

Die Toten von Peronne. Das kleine Rundstreckenrennen um den Grand Prix der Picardie bei Peronne vom vorletzten Sonntag hat, wie schon in «A.-R.» Nr. 44 erwähnt wurde, gleich zwei Todesopfer gefordert: Trintignant verunglückte beim Training tödlich und Bouriat stürzte wählend des Rennens. Der französische Fahrer Louis Trintignant war noch sehr jung. Er war einer der wenigen Autosportleute, die aus purer Passion an diesem schnellen Sport fast ständig auf den Rennbahnen zu sehen sind. In Chäteauneufdu-Pape besass Trintignant grosse, berühmte Rebgebiete, die einen bekannten Wein Hefern. In Frankreich galt er als «Coming man »; er zeichnete sich durch Ruhe. Sicherheit und guten Charakter aus und bewies mehrmals schon grosse Fähigkeiten. Wenn er auch zumeist noch in seinem Heimatlande startete, so wagte er sich dennoch auch einige Male schon ins Ausland. So besuchte er beispielsweise das letzte Klausenrennen, wo er — wie schon erwähnt — Klassensieger wurde. An mehreren Bergrennen Frankreichs stellte Trintignant neue Bestzeiten auf. / Der zweite Tote dieses tragischen Rennens, Guy Bouriat, war international bekannt und geschätzt. Wie wir schon in der letzten Nummer ausführten, sliess er in der sechzehnten Runde beim Versuch, den Alfa Romeo Viflars in einer Kurve zu überholen, an den Wagen des Schweizers. Der Bugatti geriet von der Bahn und zerschellte an einem Baum.. Bouriat wurde aus der Maschine geschleudert und blieb tot liegen. Auch Bouriat war noch sehr jung, trotzdem zeichnete er sich durch hervorragendes Können als Fahrer aus. Er begann seinerzeit zusammen mit Philipp Von Rothschild zu fahren und klassierte sich mehrmals an internationalen Rennen an Ehrenplätzen. Bouriat wurde dann offizielles Mitglied der Bugatti-Equipe. der er bekanntlich lange angehörte. Sehr oft war er auf den Rennbahnen anzutreffen. In Paris leitete er die Vertretung der Molsheimer Firma. Durch seine Teilnahme am Klausenrennen und der St. Moritzer Automobtlwoche im Jahre 1930 wurde er auch in der Schweiz bekannt. In Frankreich wie auch bei uns schätzte man den jungen Fahrer wegen seines ruhigen, offenen Wesens, das ihm überall Freunde verschaffte; seine Equipegenos- rühmten ihm seine erosse Dienstfertigkeit und Uneigennützigkeit nach. Erst vor 14 Tagen noch war Bouriat bei einem französischen Bergrennen absoluter Sieger geworden. Erst nachträglich wird noch bekannt, dass beim Rennen von Peronne auch noch Brunet stürzte und ernste Verletzungen erlitt. Damit erhöht sich die Zahl der Unfälle bei diesem Unglücksrennen auf drei. Der Automobil-Club von Frankreich beschloss im übrigen, an der Rundstrecke einen Gedenkstein zur Erinnerung an Trintignant und Bouriat zu errichten. Auch der Automobil-Club der Schweiz hat der Familie Bouriat, wie auch der Familie Merz in Deutschland sein herzliches Beileid ausgesprochen. So hat ein tragisches Schicksal wenige Tage nach dem Tode von Merz auch die beiden französischen Fahrer Trintignant und Bouräat hinweggenommen. Der Autosport ist dreimal nacheinander in Trauer gekommen — möchte es nun für lange, lange Zeit genug sein! mb. Schweizerbeteiligung am Grand Prix von Nfmes. Der am Pfingstsonntag den 4. Juni zum zweitenmal« zur Durchführung gelangende Orosse Preis von Nimes wird bekanntlich ähnlich wie das Monte-Carlo- Rennen mitten in der Stadt ausgetragen. Die Rennwagen sind in die drei Klassen 1100, 1500 und über 1500 com eingeteilt. In allen Klassen finden sich bekannte Fahrer; besonders erfreulich ist, dass auch die Schweiz am Qrossen Preis von Nimes vertreten sein wird. In der Klasse 1100 ocm wird der ausgezeichnete Amilcarfahrer Hans Kessler aus Zürich an den Start gehen; neben ihm konkurrieren Chambost auf einem Salmson- Monoplace, Leurquin auf Amilear, Reveillef auf Amilcar usw. In der mittleren Klasse fahren u. a„ Mme Itier (Bugatti), Marret (Miller), Boucly (Miller), und in der grossen Klasse kämpfen der Schweizer BraiHard auf Bugatti, ferner Nuvolari auf Alfa Romeo, Sommer auf Alfa Romeo, Lehoux auf Bugatti, Gaupillat auf Bugatti, Benoit Falchetto auf Bugatti, Moll auf Bugatti, Wimille (Alfa Romeo), Etancelin (Alfa Romeo) usw. Beim Bergrennen Parma-Poggio in Italien vom vorletzten Sonntag siegte das Mitglied •der Scuderia Ferrari Brivio auf Alfa Romeo mit 4er neuen Rekordzeit von 31 Min. 37 S. 3/5 (Stundenmittel 96,6 km/St.). Zweiter wurde Qampari auf Maserati in 31 Min. 39 Sek., Dritter Pietro Qhersi auf Alfa Romeo.. AUTOMOBIL-REVUE 1983 - N» 4« Neue Rekorde in Montlhery. Der Wagen « Rosalie V » (Klasse 3000 ccm) der Firma Yaoco stellte folgende neue internationale und zum Teil Weltrekorde auf: 4000 km: 30 St. 58 Min. 29 Sek. 56/100 (Stundenmittul 129 km/St.). 3000 Meilen: 37 St. 28 Min. 11 Sek. 56/100 (•Stundenmittel 128,8 km/St.). 5000 km: 38 St. 47 Min. 6 Sek. 70/100 (Stundenmittel 128,9 km/St.). 48 Stunden: 6206 km 547 (Stundenmittel 129,3 km/St.) 4000 Meilen: 49 St. 53 Min. 35 Sek. 49/100 (Stundenmittel 129 km/3t.). 10.000 km: 77 St. 13 Min. 3 Sek. 48/100 (Stundenmittel 129,6 km/St.). 15.000 km: 115 St. 52 Min. 51 Sek. 44/100 (Stundenmittel 129,4 km/Std.). 5 Tage: 15.543 km 456 (Stundenmittel 129,5 fan/St.). 10.000 Meilen: 124 St. 13 Min. 33 Sek. 43/100 (Stundenmittel 129,5 km/3td.). 6 Tage: 18.660 km 128 (Stundenmittel 129,5 km/St.). 20.000 km: 157 St. 44 Min. 48 Sek. 93/100 (Stundenmittel 126,7 km/St.). 7 Tage: 21.244 km 387 (Stundenmittel 126,3 km/St.). 5000 Meilen: 191 St. 57 Min. 47 Sek. 25/100 (Stundenmittel 125.7 km/St.). 8 Tage: 24,145 km 138 (Stundenmittel 125,7 km/St.). 25.000 km: 198 St. 33 Min. 6 Sek. 14/100 (Stundenmittel 125,9 km/St.). 9 tage: 27,281 km 359 (Stundenmättel 126,3 km/St.). 30.000 km: 239 St. 22 Min. 5 Sek. 60/100 (Stundenmittel 125,3 km/St.). 10 Tage: 30.081 km 900 (Stundenmittel 125,3 km/St.). 20.000 Meilen: 257 St. 9 Min. 88 Sek. 87/100 (Stundenmiltel 125,1 km/St.). 11 Tage: 33.070 km. 755 (Stundenmittel 125,2 km/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. 35.000 km: 280 Std. 55 Min. 6 Sek. 50/100 (Stundenmittel 12-4,6 km/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. 12 Tage: 35.920 km 973 (Stundenmittel 124,7 km/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. 13 Tage: 38.966 km 546 (Stundenmittel 124,9 km/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. 40.000 km: 320 St. 4 Min. 45 Sek. 15/100 (Stundenmittel 124,9 km/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. .r.... 25.000 Meilen: 321 St. 54 Min. 18 Sek. 31/100 (Stundenmittel 124,9 km/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. 14 Tage: 41.991 km 043 (Stundenmittel 124,9 km/St), gleichzeitig neuer Weltrekord. 15 Tage: 44.938 km 563 (Stundenmittel 124,9 km/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. 16 Tage: 47.977 km 915 (Stundenmittel 124,9 km/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. 18 Tage: 53.279 km 330 (Stundenmittel 123,3 km/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. » 19 Tage: 5Ö.9OT km 299, (Stundeinmittel, , 122,8 jkm/St.), gleichzeitig neuer Weltrekord. Ein Autodrom in Savoyen. In Savoyen soll ein grosszäigiges Autodrom gebaut werden, das vor allem auch den Automobilkonstrukteuren Gelegenheit zu Versuchen bieten soll. Mit den Arbeiten der in der Nähe vonChambery projektierten Bahn dürfte im September begonnen werden. Grosser Preis der Marne. Der Grosse Preis der Marne, der vom A.C. de Champagne organisiert wird, findet am 2. Juli auf der Rennstrecke von Reims statt. Die für Rennwagen 'offene Veranstaltung führt über 51 Runden, total über 400 km. Das Rennen ist mit 120,000 frz. Fr. an Preisen dotiert. Der Sieger erhält 50,000 frz. Fr. Internationaler Sportkalender 1933. Mai. 30. Grosser Preis von Indianapolis Juni. 4. Grosser Grenzpreis von Belgien 5. Rennen in Brooklands 10.—11. 1000-Meilen-Rennen In der Tschechoslowakei 11. Grosser Preis von Frankreich 11. Grosser Preis von Lpmbera (Polen) 11.—17. Infernalionale Sternfahrt nach Wien 17.—18. 24-Stundenrennen von Le Mans 18. Kesselbergrennen 18. Bergrennen Ponledecfmo-Giovi (Italien) Juli. 1. Rennen um die Trophäe des britischen Kaiserreichs 2. Grosser 24-Stunden-Preis von Belgien 2. Gaisbergrennen 2. Grosser Marnepreis 2. Bergrennen Susa-Moncenlslo (Italien) 9. Grosser Preis von Belgien 13.—14. Rennen auf der Insel Man (England) 16. Rundstreckenrennen von Dleppe 16. Freiburger Bergrekord 30. Rundstreckenrennen von Lothringen 30. Rundstreckenrennen von Montenero (Italien) August. 1.—6. V. Internationale Alpenfahrt 4.—5. Grosser Preis von Irland 6. Rundstreckenrennen von Nizza 7. Rennen in Brooklands 12.—13. Grosser Preis de la Baule 15. Coppa Acerbo 19. Rennen in England 20. Grosser Preis von Comminges 27. Internationale Sternfahrt nach dem Elsats 27. Stilfserjochrennen Schweiz. Sportkalender 1933. 11. Juni: Bergrennen Montreux-Caux.*) 25. Juni: Bergprüfungsfahrt Rheineck-Walzenhausen.*) 17. September: Bergrennen am Monte Cenerl und Kilometerrennen Giubiasco-Cadenazzo.*) *) = nationale Rennen. Für den Schweizer, der einen neuen Wagen kauft, ist eine der wichtigsten Fragen, wie sich derselbe wohl im Gebirge bewähren mag, ob er genug Zugkraft besitzt, ob er genügend kühlt, ob er wendig ist und ob er nicht zu viel Benzin verbraucht. Die Riley-Wagen haben schon mannigfaltige Prüfungen abgelegt; noch anlässlich der letzten internationalen Alpenfahrt trug das Riley-Team den Alpenpokal davon; von 7 gestarteten Wagen sind alle 7 angekommen. Ähnlich vorteilhaft waren die Resultate an der Monte- Carlo-Sternfahrr 1932, wo von 9 gestarteten Wagen alle neun das Ziel erreichten und zwei im dritten und vierten Rang klassiert wurden. Der Schweizer Automobilist darf sich deshalb auf die Qualitäten der Riley 4- und 6-Zylinder verlassen. In seinem eigenen Lande und auf seinen eigenen Strossen haben sie sich hervorragend bewährt. Generalfür die Schweiz: Vertretung J. & E. 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4« - 1933 AUTOMOBIL-REVUE Eisenbahn und Automobil Uebereinkunft zwischen den Eisenbahnverwaltungen und den Automobilinteressenten für die Verkehrstellung und Zusammenarbeit von Elsenbahn und Motorfahrzeug. Von der Erwägung ausgehend, dass eine zweckmässige, organische Eingliederung des Motorlastwagens in das Transporteystem unseres Landes im Sinne der Verkehrsteilung und Zusammenarbeit von Eisenbahn und Motorfahrzeug einem volkswirtschaftlichen Bedürfnis entspricht, wird zwischen der Generaldirektion der schweizerischen Bundesbahnen, dem Verband schweizerischer Transportanstalten und deT Rhätischen Bahn (im folgenden mit E bezeichnet), einerseits, und der Zentralstelle für die Verteidigung der Automobilinteressen, im Auftrag der ihr angeschlossenen Verbände, die ihrerseits durch den Verband schweizerischer Motorlastwagenbesitzer und die Ghambre Syndicale Suisse de l'Industrie de l'Automobile vertreten sind (im folgenden mit A bezeichnet), anderseits, folgende TJebereinkunft abgeschlossen. l. Grundlagen der Verkehrsteilunjr und Zusammenarbeit in Verfassung und Gesetz. Art. 1. — Verfassunflsrechtllche Grundlagen. — Die E und A verpflichten sich, die Bestrebungen zu unterstützen, die den Zweck haben, das gemeinsam entworfene Bundesgesetz für die Regelung des Verhältnisses von Eisenbahn und Motorfahrzeug womöglich ohne Ergänzung der Bundesverfassung einzuführen. Als verfassungsrechtliche Grundlagen kommen die Art. 36, 26, 34ter und 37bis in Betracht Art 2. — Sollten die zuständigen Behörden wider Erwarten zur Auffassung gelangen, dass das angestrebte Bundesgesetz einer neuen verfassungsrechtlichen Grundlage bedürfe, so werden die E und A versuchen, eine gemeinsame Fassung für den neuen Verfassungsartikel in Vorschlag zu bringen. Art. 3. — Gesetzliche Grundlage. — Die E und A werden den Behörden 'den Erlass eines Bundeseesetzes gemäss dem gemeinsam erstellten Vorentwurf vom 27. Mai 1933 beantragen, der, von beiden Parteien unterzeichnet, einen integrierenden Bestandteil dieser Uebereinkunft bildet. Art. 4. — Werkverkehr. — Die E verzichten auf die Forderung der Unterstellung des Werkverkehrs unter Konzessionspflicht, in der Erwartung, dass nach der allgemeinen Einrichtung der durchgehenden Beförderung von Haus zu Haus der Werkverkehr erheblich abnehmen werde. Die E und A sind der Auffassung, dass der reine WeTkverkehT auf Grund der Art. 36, 34ter und 37bis der Bundesverfassung gesetzlich nicht eingeschränkt werden könnte. Art. 5. — Rücktritt von der Uebereinkunft. — Werden vom Bundesrat oder von den eidgenössischen Räten am gemeinsamen VorentwuTf der E und A für das Bundesgesetz wichtige Aenderungen vorgenommen, durch die dessen Zweck und Tragweite für die beteiligten Kreise wesentlich beeinflusst würden, so steht es beiden Parteien frei, durch schriftliche Mitteilung an den Vertrasskontratienten von dieser Uebereinkunft zurückzutreten. Sie erhalten damit ihre voll Handlungsfreiheit zurück. II. Verkehrstellung zwischen Elsenbahn und Motorfahrzeug. Art. 6. — Für die Verkehrstellung und Zusammenarbeit gelten grundsätzlich die auch in Art. 16 des Vorentwur&s zum Gesetz niedergelegten Richtlinien: a) Durch die Erteilung TOB Konzessionen für den Straßenverkehr soll di« Haus-Haus-Bedienuhg gefördert werden. zession A ausführen, der Genossenschaft anmsch Hessen. III. Organisation für die Zusammenarbeit. Art. 10. — Genossenschaft. — Die E sind damit einverstanden, dass nach Erlass des im vorstehenden Abschnitte erwähnten Gesetzes die Sesa, Schweizerische Express A.-G. in Zürich, in eine Genossenschaft (neue Sesa) umgewandelt wird, in der neben den E auch die Automobilinteressenten und die Verfrachter vertreten sind. Dieser Genossenschaft übertragen die E die Einrichtung der in Art. 6 der Uebereinkunft vorgesehenen Bahnefsatz- Zubringer- und Verteilerdienste. Art 11. — Bei der Gründung der in Art 10 erwähnten Genossenschaft (neue Sesa) sind insbe- folgende Richtlinien zu beachten: b) Nahverkehr mit dem Auto oder mit dersondere Bahn. — Soweit die Verfrachter nicht ausdrücklich die Beförderung mit der Eisenbahn verlangen, Stimmrecht und die Abgabe der Genossenschafts- 1. Die Mitgliedschaft im Verwaltungsrate, das Wind in der Regel die Beförderung von Gütern anteile sind in den Statuten so zu ordnen, dass die und Tieren im Nahverkehr, d. h. von Gütern und Schweizerischen Bundesbahnen und die Privatbahnen zusammen (Gruppe E) über die Hälfte, die Tieren, die insgesamt nicht weiter als 30 km zu befördern sind, den Konzessionären A überlassen. Konzessionäre A und die übrigen Automobilinteressenten (Gruppe A) einerseits und die Verfrachter Durch die Worte «in der Regel> soll zum Ausdruck gebracht werden, diass Ausnahmen von dieser Bestimmung zulässig sind: nossenschaftlichen Rechte verfügen. (Gruppe V) anderseits über je einen Viertel der ge- 1. Gemäss Art. 5, Ziffer *, des Vorentwurfes zum 2. Der Anteilschein wird auf Fr. 200.— festgesetzt. Gesetze. 2. Gemäss Art. 16, lit. b, des Vorentwurfes zum 3. Für den jeweiligen Umfang des Genossen- Gesetze, wenn die Kommisson wegen lebenswichtigen Interessen der Nebenbahnen die Nahverkehrszone für den Bereich dieser Nebenbahnen auf eine geringere Entfernung als 30 Kilometer einschränkt. 3. Gemäss Art. 16, lit. b, .des Vorentwurfes zum Gesetze, wenn die Kommission bei privaten Hauptbahnen di« Ueberlassung der Güter- und Tierbeförderung an das Motorfahrzeug ie nach den besonderen regionalen Verhältnissen in Abweichung von dieser Richtlinie regelt. 4. Wenn in gerwiesen Verkehrszeiten die verfügbaren Motorfahrzeuge für den Transport ailler Güter in der Nahverkehrszone nicht ausreichen (Art. 6, Ziffer s , der Uebereinkunft). 5. Gemäss Art. 6, Ziffer ', der Unbereinkunft. 6. Im Verkehr der S. B. B. nach und von Privatbahnen sowie im Verkehr S. B. B.-Privatbahnen- S. B. B., sofern die Voraussetzungen für die besondere Behandjung der Nebenbahnen und der privaten Hauptbahnen nach vorstehenden Ziffern 1, 2 und 3 erfüllt sind. In diesem Falle kann der Eisenbahntransport in der Nahzone sowohl auf der Bahnstrecke als auf der Nebenbahn oder privaten Haupthahn erfolgen. c) Kombinierter Fernverkehr (teilweise mit der Bahn und teilweise mit dem Auto). — Soweit Güter, deren gesamte Transportlänge mehr als 30 km beträgt, im Zubringer- oder Verteilerdienste oder im Bahnersatzdienste teilweise auf der Strasse zu befördern sind, wird ihre Beförderung auf den Strassenstrecken mit der in Art. 5, Ziffer 3 , des Vorentwurfes zum Gesetze erwähnten Einschränkung ebenfalls den Konzessionären A überlassen. d) Fernverkehr mit der Bahn oder mit dem Auto. — Der Güterfernverkehr (in der Regel über 30 km gesamte Transportlänge des Gutes) soll unter den in Art. 2 genannten Einschränkungen und unter Vorbehalt der Konzessionen B den Eisenbahnen überlassen werden und für Konzessionen A nur auf Verkehrsstrecken in Betracht fallen, für die eine Abtretung an das Motorfahrzeug aus betriebswirtschaftlichen Gründen der Eisenbahn als angezeigt erscheint, ferner auf Verkehrsstrekken, für die keine Eisenbahnverbindung besteht. Einschränkung der Beförderungspflicht. — 'Die E und A verpflichten sich, bei der Konzessionsbehörde dafür einzutreten, dass die Beförderungspflicht deT Konzessionäre A gemäss Art. 12, Ziffer *. des Gesetzesentwurfes auf die verfücbaren Transportmittel beschränkt wird. Reichen bei starkem Stossverkehr die Transportmittel nicht aus, so sollen insbesondere in Gegenden mit Eisenbahnverbindungen die Konzessionäre A nicht verpflichtet werden können, den Transport zu übernehmen. Transporte auf Anschlussgeleisen. — 3 Die A erheben keine Einwendungen dagegen, dass die E mit Verfrachtern und Empfängern, die über Ansohlusgeleise verfügen, vertragliche Vereinbarungen treffen, wonach deren Transporte den Konzessionären A nur mit Zustimmung der betreffenden Eisenbahnverwaltung übertragen werden dürfen. Art. 7. — Umfang der Automobilleistungen in der Nahzone. — * Auf Grund der bisherigen Erfahrungen und Berechnungen werden bei einem Verkehr, wie er im Jahre 1932 vorhanden war, für die von den Konzessionären A zu besorgenden Automobilleistungen ungefähr 500 Motorfahrzeuge und jährlich etwa 12,000,000 Wagenkilometer notwendig sein. * Die Einführung der Bahnersatz-, Zubringerund Verteilerdienste soll von der E so gefördert werden, dass sie spätestens 3 Jahre nach dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes die vorgesehene Ausdehnung erhalten. Art. 8. — Uebergangsztit — Für die Uebergangszeit. wird nach folgenden Richtlinien vorgegangen: a) Die E setzen erstmals 6 Monate vor Inkrafttreten des Gesetzes und dann jeweilen 6 Monate vor dem Fahrplanwechsel die Eisenhahnlinien fest, längs denen mit dem kommenden Fahrplanwechsel (in der Regel Mitte Mai oder anfangs Oktober) die im Abschnitt V vorgesehene Verkehrsteilung und Zusammenarbeit zur Durchführung gelangen soM und geben von ihren Entsohliessungen dem eidgenössischen Post- und Eiseabahnidepartement und der im Abschnitt VI des Gesetzes vorgesehenen Kommission Kenntnis. b) Die Kommission erstattet hierauf dem Eidgenössischen Post- und Eisenbahndepartement spätestens 4 Monate vor dem Fahrplanwechsel ein Gutachten über die auf Grund von Art. 23 des Gesetzes zu bewilligenden Ausnahmen, sowie über die Landesteile und die Lastwagenbesitzer, für welche diese Ausnahmen gelten sollen. c) Die E und A werden den Bundesrat ersuchen, über die zu bewilligenden Ausnahmen erstmals vor Inkrafttreten des Gesetzes und nachher jeweilen vor Beginn einer Fahrplanperiode Beschluss zu fassen. Art. 9. — Betriebsführung. — *) Die E verpflichten sich, für die Strassentransporte die an Stelle von Eisenbahnen oder in Verbindung mit ihnen durchgeführt werden, keine eigenen Motorfahrzeuge und kein eigenes Personal zu verwenden, sondern die Fahrleistuhgen an die Konzessionäre A zu vergeben. 2 ) Diese Bestimmung gilt nicht für Privatbahnen, die bereits solche Automobilbetriebe eingerichtet haben oder in Erfüllung der Bestimmung in Art. 5, Ziffer s , des Vorentwurfes zum Gesetze spätestens inner drei Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes einrichten werden. Diese Privatbahnen haben sich jedoch, sofern sie Transporte nach Kon- schaftskapitals ist die Zahl der auf den Namen läutenden Anteilscheine der Konzessionäre A und der übrigen Automobilinteressenten massgebend. Von den Konzessionären A erhält jeder mindestens einen Anteilschein. Die übrigen Automobilinteressenten, die nicht Konzessionäre A sind, erhalten zusammen höchstens so viele Anteilscheine wie die Konzessionäre A. Die Zahl der von den andern Interessengruppen zu übernehmenden namentlichen Anteilscheine richtet sich nach der Zahl der Anteilscheine der Gruppe A. Jeder Anteilschein gibt Anrecht auf eine Stimme. 4. Die Anteilscheine sind jährlich mit 4 Prozent zu verzinsen. 5. Die Priyatbahnen, die eine Konzession A erworben haben, werden in den vorstehenden Ziffern 1 und 3 nicht zu den Konzessionären A gerechnet. 6. Der Verwaltungsrat wählt einen neutralen Präsidenten. IV. Abgrenzung des Tätigkeitsgebietes der Genossenschaft (neue Sesa) gegenüber den Eisenbahnen und den Konzessionären A. Art 12. — Hauptaufgaben der Genossenschaft. — Das Tätigkeitsgebiet der Genossenschaft umfasst im besondern: 1. Die Aufstellung der Vorschläge für die Abgrenzung des Tätigkeitsgebietes, das für Bewerber von Konzessionen A in Frage kommt; 2. die Organisation der auf Grund von Konzessionen A durchzuführenden Transporte, und zwar im Einverständnis mit den E, soweit Verkehrseebiete mit Eisenbahnverbindungen durch die Strassentransporte berührt werden; 3. den Abschluss der Verträge über Verkehrsteilung und Zusammenarbeit mit den E; 4. den Abschluss der Transportverträge mit den Inhabern von Konzessionen A. Art. 13. Transportvertrag. — Im Transportvertrag mit der Genossenschaft haben sich die Konzessionäre A zu verpflichten, die Fahrzeuge, Wagenführer und Garagen zu stellen und alle Betriebskosten, inbegriffen die Steuern, die Versicherungsgebühren und die Ausgaben für die Personalfürsorge zu tragen. Art- 14. — Vergütungen an Konzessionäre. — 1 Den Konzessionären A sind für ihre Betriebsleistungen von der Genossenschaft Vergütungen auszurichten, die in der Regel auf Grund der Wagen- 4 Zyl., 11 PS, Motor mit neuen Kolben, neu gespritzt, neue Pneus. Der Wagen ist in flottem Zustande, Torpedo. Preis Fr. 2800.—. 59004 Seeland-Garage, Biet. Telephon 35.35. Geneve - Berne - Zürich - Colmar (France) rmnerva ventilios 25 PS. - 8 ZYLINDER (20 Steuer-PS.) Einer der schnellsten Wagen der Gegenwart, mit welchem Sie sehr hohe Durchschnitts-Geschwindigkeiten erreichen werden, und zwar mit dem grössten Komfort und mit der höchsten Fahrsicherheit, dank seinem leistungsfähigen Motor (über 100Brems-PS),seiner leichten und präzisen Steuerung, seiner besonders bei hohen Geschwindigkeiten ausgezeichneten Federung, seiner tadellosen Strassenhaltung und hauptsächlich seinen fabelhaften Bremsen. - Eine Probefahrt wird Sie überzeugen. 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