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E_1934_Zeitung_Nr.054

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KE AUTOMOBIL-REVUE

KE AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N» 54 87. Rappers-vril - Pfäffikon (Schwyz) - Biberbrücke - j Einsiedeln. 88. Ziegelbrücke - Weesen. 89. Näfels - Mühlehorn. 90. Neuhausen. - Neunkirch - Trasadingen - Landesgrenze. 91. Neuhausen - Schieitheim - Landesgrenz«. 92. Schaffhausen - Bargen - Landesgrenze. 93 Schaffhausen- Thayngen - Landesgrenze - (Gottmadingen) 94. Thayngen - Höfen - Landesgrenze. 95. Schaffhausen - Burg - Kreuzungen - Station Altnau - Romanshorn - Rorschach. 96. Stein am Rhein - Station Ramsen - Landes, grenze - (Singen). 97. Station Schlatt- Neunforn - Frauenfeld. 98. Schaffhausen - Andelfingen - Winterthur. 99. Andelfingen - Unter-Stammheim - Stein am Rh. 100. Winterthur - Turbenthal. 101. Winterthur - Frauenfeld - Weinfelden - Amris- •wil - Romanshorn. 102. Amriswil - Arbon. 103. Frauenfeld - Pfyn - Tägerwilen - Landesgrenze- (Konstanz). 104. Pfyn - Steckborn. 105. Winterthur - Aadorf - Wange - Wil - Oberbüren - Gossau (St. Gallen) - St. Gallen. 106. Frauenfeld - Wängi. 107. Wil - Affeltrangen - Märstetten - Wäldi. 108. Wil - Oberuzwil - Gossau (St. Gallen). 109. Wil - Lichtensteig - Wattwil . Nesslau - Garns - Buchs - Landesgrenze - (Feldkirch). 110. Gams - Haag. 111. Landesgrenze - Kreuzungen - Sulgen . Bischofszell - Gossau (St. G.) - Herisau. 112. Kronbühl — Amriswil - KesswiL 113. St. Gallen - Roggwil . Arbon. 114. St. Gallen - Rorschach - St. Margrethen - Altstätten - Haag - Buchs - Sargans - Ragaz - Landquart - Chur. 115. Sarganz - Wallenstadt. 116. St. Margrethen - Rheinstrasse - Landesgrenze - (Bregenz). 117. Heerbrugg - Diepoldsan. - Landesgrenze - (Hohenems). 118. St. Gallen - Eggereriet - Heiden - Berneck - Au. 119. St. Gallen - Trogen. 120. St. Gallen - Teufen - Gais. 121. Winkeln - Herisau - Waldstatt - Schönengrund - Lichtensteig. 122. Waldstatt - Hundwil - Teufen - Trogen - Heiden - Rheineck. 123. Waldstatt - Urnäsch - Appenzell - Gais - Altstätten. 124. Hundwil - Appenzell. 125. Wattwil - Ricken - Esehenbach - Rapperswil. 126. Ricken - Go'mmiswald - Kaltbrunn, 127. Gommiswald - Uznach. 128. Ragaz - Maienfeld - Landijuart. 128. Chiasso - Lugano - Mte Ceneri - Bellinzona - Biasca - Gotthard (Hoepiz). 130. Biasca - Olivone. 131. Lugano - Sorengo - Ponte Tresa. 132. Bellinzona - Locarno - Brissago - Landesjrrenze 133. Ostarietta - Agno. 134. Gadenazzo - Magadino. Der Merseytunnel zu Liverpool. Eine 3% km lange Automobilstrasse unter dem Merseyfluss. Ein monumentales Werk auf dem Gebiete der Fahrbahntechnik ist der Autotunnel unter dem Merseyfluss, der die beiden Städte Liverpool und Birkenhead und darüber hinaus Lancashire und Cheshire, Wales und Mittelengland miteinander verbindet. Schon seit einem dreiviertel Jahrhundert hatte sich die TIeberwindung des Merseyflusses in unmittelbarer Nähe der Welthafenstadt Liverpool zu einem immer dringlicher werdenden Problem angewachsen. Während dieser Zeit waren verschiedene Brücken- und Tunnelprojekte erwogen und wieder verworfen worden. Der Bau begann im Dezember 1923. Von dem Ausmass der nun folgenden Bauperiode an dem 3H km und einschliesslich aller unterirdischen Zufahrtswege sogar beinahe 4!4 km langen Tunnel geben folgende Zahlen einen Begriff: Die Menge des ausgeschachteten Felsenmaterials beträgt 1 200 000 Tonnen, während 270 000 Tonnen Beton und 82 000 Tonnen Eisen von den Wänden des in seinem Hauptteile einen Durchmesser von zirka 13K m und in seinen Anschlüssen einen 'solchen von 8 m besitzenden Tunnels verschlungen wurden. Die Anlage des Tunnels ist dergestalt, dass sich sowohl an der Liverpooler wie auch an der Birkenheader Seite je zwei Zugangstunnels befinden, deren einer den Verkehr aus der Stadt, der andere den vom Hafen abnimmt Diese beiden Tunnels vereinigen sich dann im Haupttunnel. Das Gefälle im Tunnel einschliesslich der Zufahrtstunnel übersteigt niemals 3^%. Die Pflasterbreite des Haupttunnels einschliesslich der in der Stadt mündenden Zufahrtstunnels beträgt 12 m, eine Breite, die vier Fahrzeugreihen nebeneinander Platz bietet. Die Hafenzufahrtsüinnels haben eine für zwei Fahrzeugreihen ausreichend« Breite. Als Baumaterial wurden gusseiserne Ringe verwendet, die durch Querstützen miteinander verschraubt sind. Eine Mischung von Beton und Sand wurde in flüssigem Zustand von innen zur Füllung der Lücke zwischen der Felshöhlung und der Eisenkonstruktion unter Druck herausgepumpt, so dass sehliesslich nach mehrfacher Wiederholung dieser Prozedur ein wasserdichter Betonmantel um den Tunnel herum entstand. Im Innern ist unter den Fahrbahnen ein Kanalsystem vorgesehen, worin elektrische Leituneen u. dgl. untergebracht sind. Von innen ist der Tunnel nochmals in seiner Höhlung wasserdicht ausrementiert. Die Seitenwände sind mit schwarzen Glasplatten, zusammengehalten durch Stahlrippen, dekoriert. Die Fahrbahn selbst besteht aus armiertem Beton. Die Markierungslinien zur Trennung der Fahrbahnen sind in bernsteingelbem Gummi eingelassen. Da es sich um einen ausschliesslich dem Autoverkehr gewidmeten Tunnel handelt, ist die Ventilation von eminenter Wichtigkeit. Die Lüftungsanlage ist daher in sechs Stationen ausserhalb des Tunnels auf die beiden Ufer verteilt worden. Die Leistung der auf diese beiden Stationen verteilten 30 Saugzug- und Druck-Ventilatoren beziffert sich auf 2% Millionen Kubikmeter Frischluft pro Minute unter gleichzeitiger Beseitigung der gleichen Menge verunreinigter Luft. Gefahrencruellen sind durch doppeltes Vorhandensein jedes einzelnen Ventilators, einschliesslich Antrieb ausgeschlossen. .,,,. Um Feuersgefahr vorzubeugen, beherbergt der Tunnel in Abständen von zirka 50 m Feuermeldestellen, ausgerüstet mit Hydranten, Telephon sowie verschiedenen Rettungsmaterialien. Obgleich aus Sicherheitsgründen auf eine vollautomatische Betätigung aller mit dem Betrieb des Tunnels zusammenhängenden Apparaturen verzichtet wurde, so ist doch die Lüftungsanlage völlig automatisch und braucht nur einen einzigen Mann zur Bedienung. Dieser ist von Beobachtungsinstrumenten jeder Art umgeben, die es ihm nicht nur ermöglichen, den Kohlenoxydgehalt der Luft, sondern diese selbst auf Sichtigkeit zu untersuchen. Ein weiterer Kontrollraum zur Ueberwachung der gesamten elektrischen Apparate, der Beleuchtung, der Pumpanlagen und der Feuermelder kann als das Gehirn der Anlage bezeichnet werden. Von dort aus ist es möglich, vermittels Fernmeldeanlagen die Vorgänge an jeder einzelnen Stelle des Tunnels zu erfassen. Weitere Sicherheitsvorkeh-rungen sind automatische Zeichen, welche die Kraftfahrzeugführer verständigen sollen, ihre Maschinen auszuschalten, wenn Gefahr im Verzug ist, damit in solchen Momenten keine schädlichen Auspuffgase die Luft des Tunnels verunreinigen. Die Bauperiode des gewaltigen Werkes -wird am 18. Juli 1934 abgeschlossen sein, an welchem Datum es durch den König von England dem Verkehr übergeben werden soll. Der Kostenaufwand wird bis zu diesem Tage, soweit heute geschätzt werden kann, 7 077 800 Pf. St. betragen. Hiervon werden 2,5 Millionen Pf. St. durch die Regierung, der Rest durch Anleihen aufgebracht. Letztere sollen aus Benutzungsgebühren im Laufe der Jahre amortisiert werden. Die Einfahrt in den Tunnel befindet sich in der Stadt Liverpool selbst auf dem alten Heumarkt. Er wird hier mit einer Steigung von 1 • 30 ziemlich rasch in die Erde geführt. Ein zweiter Einfahrtsweg jst an der Hafen seite der Stadt Liverpool. Auf diese Art ist es möglich, sowohl von der verkehrsbelebten Hafenvorstadt Liverpools wie auch von der eigentlichen Geschäftsmitte, der City, in wenigen Minuten vor der unterirdischen Hauptmündung des Tunnels zu stehen. Die geologische Formation des Bautraktes unter dem Merseyflusse war technisch nicht zu schwierig. Es handelte sich um Keuper und Buntsandstein mit daraufliegenden Schichten, welche in einer Menge von 1,2 Millionen Tonnen abgetragen wurden und günstige Strebenstützungen ohne weiteres zuliessen. Eine harte Muschelkalkbank an der Hafenseite der Stadt Liverpool musste gesprengt werden und verursachte durch sackende Lagerschichten und eindringendes Wasser, welches im zweiten Baujahre einen Stollen zum Ersaufen brachte, einen nicht unerheblichen Zeitverlust. — Die Einfahrt auf dem alten Heumarkt zu Liverpool besitzt die Grundlinienform eines gleichschenkligen Dreiecks. Zwei Trottoirs führen bis an die Mündung des Haupttunnels heran. Sie sind beiderseitig durch Sperrhäuser flankiert. Ein Lichtturm vor der Mündung sendet sein Scheinwerferlicht bis tief in die Mündung der Rampe hinein. Zu jedem der beiden Einfahrtsgeleise führen drei Zufahrtewege, welche durch Schalterhäuschen flankiert werden, an welchen die Tunnelbenützungsgebühren erhoben werden sollen. Nach der Einfahrt in den Vortunnel führt eine verkehrstechnisch leichte Kurve in die entgegengesetzte Richtung zurück, in der dann nach einer Fahrt durch den bogenförmigen Zufahrtstunnel zusammen mit dem Zufahrtstunnel der Hafenseite die Auffahrt zum Haupttunnel liegt Ueberholen ist nur ganz beschränkt gestattet, das Ausweichen kommt nicht in Betracht, da es eich in» Tunnel durchweg um Einbahnstrassen handelt Die Erleuchtung des Tunnels erfolgt durch prismatische Wandkandelaber, die jeweilig sechs Glühbirnen unter Glas tragen. Ausserdem ist die Tunnelwölbung mit geschliffenen Platten belegt, welche das Licht ganz besonders gut reflektieren. Automatisch bediente Verkehrsschilder, Warntafeln, Richtungsanzeiger, Geschwindigkeitsregler und so weiter hängen an Verstrebungen jeweilig an den Kreuzungen oder in Augenhöhe über der Fahrbahn. Die Hauptventilationsstation an der Hafenseite der Stadt Liverpool erhebt sich direkt über dem Haupttunnel und ist baulich als domartiger Aufbau gehalten. Auf einem nahezu kubischen Grundbau ruht ein massiger Turm, der sich in einen aufgesetzten Würfel verjüngt. In diesem Turm verlaufen die von den Ventilatoren ausgenutzten Ventilationsschächte in senkrechter Lage. Zur Rechten und zur Linken des Grundbaues sind seitenflügelartige Vorbauten errichtet, in denen Auskunfts- Verwaltungsund Kassenräume der neu zu gründenden Tunnelgesellschaft untergebracht werden sollen. Dr. W. K. Erlass, Ermässigung und Rückvergütung von Automobilsteuern und -gebühren im Kanton Solothurn. Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat auf Antrag des Polizeidepartementes ein «Regulativ über Erlass, Ermässigung und Rückvergütung von Automobilsteuern und -gebühren» erlassen, um eine allgemein gültige Grundlage für die Erledigung der Gesuche zu besitzen, die um derartige Erleichterungen und Vergünstigungen gegenüber der allgemeinen Steuerpflicht im Motorfahrzeugverkehr an ihn gerichtet werden. Darnach kann das Polizeidepartement: 1. Vollständigen Steuererlass gewähren: Gemeinden für Motorfahrzeuge, die ausschliesslich dem Transport von Kranken, dem Feuerwehrdienst oder der Strassenreinigung und dem Strassenunterhalt dienen; ferner Angehörigen des kant. Polizeikorps für Motorfahrzeuge, die für den Dienstbetrieb als notwendig oder als erwünscht zu betrachten sind; sodann Gemeindepolizeiorganen für Motorfahrzeuge, die überwiegend für den Polizeidienstbetrieb verwendet werden; konzessionierten Automobil-Postunternehmungen für Motorwagen, die zu fahrplanmässigen Fahrten auf zum voraus bestimmten Strecken verwendet werden, sofern das Gesellschaftskapital nicht mehr als 4% Rendite abwirft; gemeinnützigen Institutionen oder Privaten für Motorwagen, die ausschliesslich. zum Transport von Kranken verwendet werden, sofern für die Transporte nur ein Entgelt gefordert wird, das die Selbstkosten deckt; Vereinigungen von Arbeitern für Motorwagen, die ohne Erwerbszweck zu Arbeitertransporten vom Wohnort zur Arbeitsstelle und zurück verwendet werden; endlich invaliden Personen für Motorfahrzeuge, auf die sie aus Erwerbsgründen angewiesen sind. 2. Teilweiser Erlass wird gewährt in folgendem Höchstmass. 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N° 54 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE 23 Kreisen, sofern sich ihre Tätigkeit ansserhalb ihjres Kreises nur auf Notfälle beschränkt, bis zu 60%; an konzessionierte Privat-Postautohalter für Motorwagen, welche zu fahrplanmäßigem Fahren auf Strecken verwendet werden, die zum voraus bestimmt sind, bis zu 50%; an Arbeitgeber oder Private für Motorwagen, die ausschliesslich zu Arbeitertransporten vom Wohnort zur Arbeitsstätte und zurück oder zu andern damit in unmittelbarem Zusammenhang stehenden Zwecken verwendet werden, soweit damit eine Erwerbsabsicht nur nebensächlich verbunden ist, bis zu 50%; endlich an Private für Motorwagen, bei denen eine Löscheinrichtung eingebaut ist, sofern dieselben bei Feuer- oder Wassernot den Behörden jederzeit xur Verfügung gestellt werden. " 3. Eine Rückvergütung Ton Steuern tritt ein, wenn während des Steuerjahres die Voraussetzungen zu einem Steuererlasse sich erfüllen, und zwar werden im oben erwähnten Masse ganze Monatsbetreffnisse berücksichtigt. Soweit die Bestimmungen des Regulativs. Man wird sich der Zweckmässigkeit einer gesetzlichen Regelung der Angelegenheit nicht entziehen können, aber gleichwohl nicht übersehen dürfen, dass im einzelnen, so beispielsweise gegenüber Polizisten und gegenüber den Arbeitgebern und Privaten, die Grenze nicht leicht zu ziehen sein wird, wo die Verwendung der Motorfahrzeuge für den Staat bzw. für die Arbeiterschaft beginnt, und wo die persönliche Verwendung beginnt, bzw die Erwerbsabsichten nicht « nebensächlich » sind. Die Begründung des Steuererlasses für Motorfahrzeuge von Arbeitervereinigungen könnte schliesslich auch von anderen Motorfahrzeuginhabern anjerufen werden, welche mit ihren Wagen der Arbeit nachgehen müssen. In einigen Kantonen geniessen deshalb auch die Aerzte, in andern die Geistlichen gewisse Vergünstigungen. Wenn der solothurnische Regierungsrat mit Bezug auf die Gewährung derartiger Erleichterungen zurückhaltend war, so mag neben der Wahrung der fiskalischen Interessen auch der Umstand mitbestimmend fewesen sein, dass es schwer ist, die Grenze der Berechtigung zu Steuererlassen oder -reduktionen zu ziehen. Leider konnte, wie mitgeteilt wird, bei dieser Gelegenheit auch das alte Postulat der Automobilisten nicht berücksichtigt werden, es sei von «wei Wagen eines und desselben Besitzers, von denen stets nur einer verkehrt, nur derjenige mit der höheren Steuer zu besteuern. Diese Aenderung der kantonalen Automobilverordnung vom 19. Juni 1933 drängt sich ihrer inneren Berechtigung wegen so sehr auf, dass ihre Zulassung nur eine Frage der Zeit sein kann. Korr. A- C. S. SEKTION LUZERN. «Fahrt ins Grüne». Eine pikante Sache setzte uns dieses Mal Sportpräsident Bartholomäi vor : « Eine Fahrt ins Grüne », verbunden mit einer Fuchsjagd. Eine endlose Reihe Autos stellte sich Sonntag, den 24. Juni a. c. vor dem Kunsthaus ein und mit Abständen von je einer Minute wurden über 30 Konkurrenten auf die Ungewisse Fahrt geschickt. An den 3 Hauptausfängen unserer Stadt sind Kontrollposten aufgestellt worden, wovon einer nach freier Wahl passiert werden musste. Hier wurde dem Konkurrenten ein Kirvert in die Hand gedrückt, in welchem die nächste Kontrolle angegeben war. Es war nun T. C. S. Sache der Konkurrenten, an Hand der Skizze die betreffende Stelle auf der Landkarte zu suchen und hiernach auf dem kürzesten Wege dorthin zu gelangen. Dort angekommen, hatte er eine Aufgabe Neue Bureaux und Sitzungszimmer. Bekanntlich Autosektion Waldstätte zu lösen, für welche bei nicht richtiger Lösung hat die Sektion unlängst eine Dislokation ihrer Lokalitäten vorgenommen und diese ins Genfer-Haus Strafpunkte erteilt wurden. So waren insgesamt verlegt. fünf Posten aufgestellt, Geschwindigkeiten waren keine vorgeschrieben, immerhin musste die im günstigsten Falle auf ca. 110 km bemessene Strecke innert 3 Stunden bewältigt werden. Die herrlich oberhalb des Klöntalersees gelegene Alp war Ziel und Picknick-Platz und hätte wohl schwerlich ein schönerer Punkt gefunden werden können. — Unter Leitung des altbewährten Vergnügungspräsidenten Inspektor Bucher, wurde sodann mit dem vorgesehenen Sportprogramm begonnen, wo alt und jung voll auf ihre Rechnung kamen. Sogar ein Fussballmatch wurde improvisiert. Daran anschliessend wurden durch Trompetenstösse die ca. 140 Teilnehmenden zu einer Automobilisten-Landsgemeinde zusammengerufen. Mit markanten Worten begrüsste unser Präsident, Herr Dr. Oskar Hübscher die anwesenden Automobilisten und insbesondere die Vertreter der Sektion Glarus des S.A.G. Er dankte dem Forstverwalter Oppliger, Glarus, für das entgegenkommende Zurverfügungstellen der Alpweide als Picknickplatz, dem Sekretär Staub der Sektion Glarus für seine grosse Arbeit, die er bei der Organisation des Anlasses geleistet hatte, sowie der Direktion der Elmer-Citrowerk. Sportpräsident Bartholomäi übernahm hierauf das Wort, um die Preisverteilung vorzunehmen. In seiner bekannt geläufigen Art spendete er vorgängig allen Konkurrenten uneingeschränktes Lob für ihr sportliches und automobilißtisches Können, wies gleichzeitig jedoch auf die grossen Versager hin, die die gestellten Fragen gebracht haben. Ein reicher Gabentisch sorgte dafür, dass die vollbrachten Leistungen gebührend bewertet wurden und beinahe der letzte Konkurrent konnte noch mit einem Preis bedacht werden. — Nach Landsgemeindeart wurde darüber abgestimmt, welcher Rückweg eingeschlagen werden sollte und mit Mehrheit gab das Volk dem Klausenpass den Vorzug. In Brunnen fand dieser genussreiche Tag bei einer gemütlichen Zusammenkunft seinen Abschluss. C.B. SEKTION ZÜRICH. Der Vorstand hat allen Mitgliedern des Kantonsrates die bereits an dieser Stelle besprochene vorzügliche Broschüre des italienischen Fremdenverkehrsamtes Enit « Auf italienischen 'Strassen > zukommen lassen und sie gleichzeitig mit einem Zirkular auf das grosse Werk des Ausbaues des italienischen Strassennetzes aufmerksam gemacht. Es dürfte durch diese Aktion das Interesse der Volksvertreter erneut auf das Strassenwesen hingewiesen worden sein, was im Hinblick auf die Beratung des neuen kantonalen Verkehrsgesetzes von besonderer Bedeutung ist. Als nächster Anläse findet am 15. event. am 22. Juli ein Picknick-und Strandbadfest statt, für welches verschiedene Attraktionen vorgesehen sind. — Die Damenmitglieder finden sich am 5. Juli zu einem Rendez-vous mit den Clubkolleginnen der Sektionen Aargau und Luzern in Brestenberg. Ab 14 Uhr ist Treffpunkt im dortigen Strandbad. — Für den 5. August ist der Besuch des Klausenrennens vorgesehen. s. Sie befinden sich nun in einem Verkehrsmittelpunkt Luzerns, und zwar an der internationalen Durchgangsstrasse Nord-Süd, Richtung Gotthard. Von den Bureaux aus geniesst der Besucher einen Rundblick auf Stadt, Pilatus und den See. Leider ist jedoch ein Auffinden des neuen Sitzes nicht so leicht, wie man annehmen dürfte, macht doch nur eine kleine, bescheidene Aufschrift an der Haustüre auf diese Lokale aufmerksam. Die Sektion würde nicht schlecht beraten sein, wenn sie für ihr Office und Sekretariat einen grösseren Firmenschild mit Leuchtschrift anbrächte. Alle Automobilfahrer, die Luzern traversieren, würden dadurch auf den T. C.S.-Sitz aufmerksam gemacht, was zugleich eine gute Reklame wäre. J^us de« Verbänden CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Protokoll der Juniversanwnlung. Der Präsident eröffnete die letzte Versammlung um 8.20 Uhr. Das Protokoll wurde verlesen und einstimmig genehmigt. Unter Mutationen war ein Austritt (Jos. Bucher, Gysatstr. 8) zu genehmigen. Als neues Aktivmitglied konnte Hans Schwendimann von Kriens aufgenommen werden. Für die Vereinsferien wurden von der Versammlung die Monate Juli und August bestimmt. Wir ersuchen jedoch die in Luzern anwesenden Mitglieder, sich jeden Samstagabend am Stammtisch im Rest. «Weieses Schloss» einzufinden. W. H. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Protokoll-Auszug der Monatsversammlung vom 6. Juni 1934. Nach einer kurzen Begrüssung eröffnete der Vizepräsident an Stelle des verhinderten Präsidenten um 21 Uhr die Versammlung. Mutationen waren keine zu behandeln. Wie den Mitgliedern bekannt sein sollte, war auf den 8. Juli a. c. eine Familien-Ausfahrt vorgesehen, die jedoch wegen den beiden kurz darauffolgenden Exkursionen von der Versammlung einstimmig verworfen und 6omit vom Programm gestrichen wurde. Auch wurde der Besuch des Klausen-Rennens, den geringen Anmeldungen wegen, als nichtoffizielle Vereinsfahrt erklärt; diejenigen wenigen Mitglieder, die trotzdem das Rennen besuchen wollen, möchten dies rechtzeitig bekanntgeben, so daea ein Privatwagen seitens eines unserer Mitglieder zur gleichen Fährtaxe, wie bereits festgesetzt, besorgt werden kann. Im Hinblick auf den bevorstehenden Kassa- Halbjahresabschluss werden die Mitglieder dringend gebeten, ihre rückständigen Beiträge wie auch Sterbebeiträge zu begleichen. Obiges betrifft besonders die Sterbegelder, da der Verein diesen Monat lei- der wieder einen harten Schicksalschlag erlitten hat, indem unser langjähriges und treues Mitglied Rob. Bischoff in Schaffhausen nach langer Krankheit gestorben ist. Nach rascher Erledigung der Traktanden konnte die Versammlung unter bester Verdankung an die Anwesenden um 22 Uhr geschlossen werden. H. G. Veranstaltungen. Grosser Preis der Schweiz für Motorräder. Eine Rekordzahl weisen die Anmeldungen auf, welche von in- und ausländischen Fahrern zum Grosesen Preis der Schweiz für Motorräder 1934 abgegeben wurden. Diese Veranstaltung, die am 7. und 8. Juli in Bern durchgeführt wird, verzeichnet nicht weniger als 115 Nennungen in den verschiedenen Klassen. Um einige bekanntere Namen herauszugreifen, erwähnen wir, dass sich unter den Konkurrenten in der 250-ccm-Klasse der Irländer Stanlev Woods auf Guzzi, die Engländer Mellors auf Excelsior und Tyrell Smith auf Rudge mit dem Franzosen Boetsch auf Terrot, den Deutschen Kohfink auf Imperia, Voigt auf Guzzi und Kahrmann auf D.K.W, im Wettbewerbe gegenüberstehen werden. Bei den 29 Konkurrenten der Kategorie 350 cem wird man Hänni auf Motosacoche im Kampfe mit den Italienern Sandri auf Aciuila und Panella auf Jonghi bewundern können. Als weitere ernste Gegner dieser Klasse nennen wir noch die Nortonfahrer Simpson, Rusk, Vidal und Klein, dann Ernie Nott auf Husqvarna. Im Rennen der Seitenwagen mit 600 und 1000 cem Zylinderinhalt sind unter den 28 Konkurrenten zahlreiche bekannte Namen zu finden, so die beiden Stärkle, die Deutschen Dürr und Moritz. Die 500-ccm-Kanonen rücken in der Zahl von 42 Konkurrenten auf. Hier wird uns Stanley Woods erstmals seine neue Husqvarna vorführen, von welcher Marke mehrere Exemplare im Rennen liegen werden, die von den Schwedon Kaien und Sunqvist gelenkt werden. Aber auch die Norton-Werke sind gut vertreten, so durch Simpson und Rusk, Gordey und Runtsch. A. Bizzozero und Ernst Hänni verteidigen unsere Landesfarben. Diese kleine Auslese aus der Startliste dürfte dartun, dass am Grossen Preis der Schweiz für Motorräder 1934 den Besuchern in einem Rennen ein rassiger Sport geboten werden wird. (Mitset.) jeden Personelles: J. Bianchi, Garage. Chene Bourg. Inhaber der Firma ist Josef L. Bianchi, in Genf. Betrieb einer Garage und Reparaturwerkstätte. Domizil: Rue Jean Pelletier. Verlängerung der Nachlaßstundung. Walter Lienhard, Automobile, Kriens. Verlängerung der Stundung bis und mit 17 Juli. Einstellung des Konkursverfahrens. Garage de la Rosiere, S. A. en liq., Neuchätel. Ueber diese Aktiengesellschaft ist durch Verfügung vom 28. April der Konkurs eröffnet, das Verfahren aber mit Verfügung vom 18. Juni mangels Aktiven wieder eingestellt worden. A utomobiiistes! Evitez vous des pannes et des ennuis de toutes sortes en exigeant de votre garagiste ou electricien ta bStterie SIHSS6 AutomoMtisten! Vermeiden Sie Pannen, Aerger u. Verdmss, indem Sie bei Ihrem Garagisten oder Ihrer Elektro-Werkstätte die Schweizer Batterie un produit qui vous assure un maximum de garantie. Fabrique ä l'Orient (Val de Joux) RepMsentants: Vertreter! Auto-Parts, Zürich MM. Grossenbacher & Co., Berne MM. Weckerle & Co., Bäle MM. Winterhalter, St-Gall ARSA S. A., Geneve et Lausanne verlangen, ein Produkt, welches Ihnen das Maximum an Qualität bietet. 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