91. Spengler Cup Davos - Jahrbuch 2017 (30-er Jahre)

spenglercupdavos

Das 2. Jahrbuch zeigt den Aufschwung des Turniers in den 1930er-Jahren. Wir bringen das Porträt von einem, der durch die Eishockey-Schule ging und Rockstar wurde. Dazu erinnert sich ein Medienstar an seinen Grossvater, dem ersten Schweizer Sportidol und Spengler Cup-Superstar. Exklusiv präsentieren wir das Gipfeltreffen zweier Präsidenten und der etwas andere Einblick in die diesjährigen Spengler Cup Teams.

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KISUAHELI DONK WOBU GOFELLA

3

: Inhaltsverzeichnis

OK-Präsident Marc Gianola

Glanz und Gloria

Nationalratspräsident

Jürg Stahl

Weltverbandspräsident

René Fasel

1930 – 1939:

Das Turnier im Aufschwung

Erinnerungen an

Sieger von damals

Das Goldene Buch

Gipfeltreffen

2017: Das sind die Teams

Impressum

Herausgeber des Jahrbuchs 2017

Hockey Club Davos AG

Spengler Cup Davos

Herbert Batliner Haus / Eisbahnstrasse 2

7270 Davos Platz, Schweiz

Redaktion

Lüchinger Est., Kommunikation mit Stil

www.luechinger.li

Grafik und Gestaltung

Leone Ming Est., Intensive Brand

www.leoneming.com

Druck

Buchdruckerei Davos AG

www.budag.ch

Bilder

Keystone Schweiz

Foto Furter Davos Platz ( S. 10, 11, 21 )

Dokumentationsbibliothek Davos DBD ( S. 16, 20 oben )

Bibliothèque nationale de France-Gallica (S. 19 unten)

Fédération Française de Hockey sur Glace FFHG ( S. 23 )

Veli-Matti A. Pitkänen (S. 29, 30)

Jürgen Frank ( S. 45 )

André Häfliger, Schweizer Illustrierte ( S. 49 )

Lüchinger Est. ( S. 52, 53 )

Nik Hunger ( S. 60 )

CTK Photobanka ( S. 65, 66 )

Martin Merk, IHHF ( S. 72, 74 )

Privatarchive

Inserate

Hockey Club Davos AG

Spengler Cup Davos

www.spenglercup.ch

Auflage

8000 Exemplare

© Spengler Cup Jahrbuch 2017

Hockey Club Davos AG

Spengler Cup Davos

Herbert Batliner Haus / Eisbahnstrasse 2

7270 Davos Platz, Schweiz

Die in diesem Buch veröffentlichten Beiträge,

Daten, Bilder, Grafiken und Layout

sind urheberrechtlich geschützt.

Die Vervielfältigung bedarf der ausdrücklichen

Genehmigung der Redaktion und

des Verlags.


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19/07/17 9:03 PM


: Marc Gianola

OK-Präsident Spengler Cup Davos

« Im Vorfeld von Olympia in Pyeongchang ( Südkorea ) stehen

wir vor einem sportlich hochstehenden Turnier.

Ich bin stolz, mit Dinamo Riga, dem HPK Hämeenlinna, dem

Mountfield HK, dem Team Canada, der Schweizer Nationalmannschaft

und dem Hockey Club Davos sechs attraktive

Teams präsentieren zu können. Die frenetischen

Eishockeyfans und die unvergleichliche Ambiance in der

und um die Vaillant Arena werden den 91. Spengler

Cup zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.»


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7

: Jürg Stahl

Nationalratspräsident 2016 / 17 und

Präsident Swiss Olympic

« Höre ich ‹Spengler Cup›, werde ich nostalgisch. In

meinen Jugendjahren holte mich das Turnier noch

vor Betriebsschluss der Skilifte von der Piste. Kurzum:

Der Cup schaffte, was sonst schlicht unmöglich

gewesen wäre. Aber auch Jahrzehnte später ist die

Faszination für mich ungebrochen.»


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: René Fasel

Präsident der Internationalen

Eishockey-Föderation ( IIHF )

« Den Spengler Cup muss man nicht gewinnen,

aber es ist schön, wenn man ihn gewinnen

kann. Es geht nicht um Meisterschafts- oder

Olympiamedaillen. Das spürt man als Spieler

und Zuschauer. Schön, ja gar einzigartig

auf diesem Niveau, ist die Begeisterung

der Fans.»


Spengler Cup Davos 2017

: Das Turnier im Aufschwung


Verantwortungsvoll geniessen.

Stolzer Goldpartner

des Spengler Cup 2017


1930 – 1939: DAS TURNIER IM AUFSCHWUNG

13

: Zwei Sieger zum

zehnjährigen Jubiläum

Der 91. Spengler Cup wird 2017 erneut für Eishockey der Extraklasse sorgen.

Nachdem das letztjährige Jahrbuch den Jahren 1923 bis 1929 gewidmet war, stehen

die Jahre 1930 bis 1939 im Mittelpunkt des Jahrbuchs 2017Jahre, in denen das

Erklingen der Kuhschellen das Ende der Spiele bedeutete.

LTC Prag ( 1930, 1932 und 1937 ), Oxford

University ( 1931 und 1932 ), HC Davos

( 1933, 1936 und 1938 ) sowie Diavoli

Rossoneri Mailand ( 1934 und 1935 )

hiessen die Spengler Cup-Sieger der

1930er-Jahre. 1939 wurde aufgrund

der Mobilmachung die Coupe de Davos

und damit kein internationales Turnier

ausgetragen. Die Faszination am Traditionsturnier

war ungebrochen. So

wälzte sich auch 1930 allmorgendlich

die Menschenschlange zum Eisstadion

hinunter. Jeden Mittag liessen die Sieger

und Besiegten das obligatorische

Hurra erdröhnen, während Kuhschellen

am Tisch der Offiziellen das Spiel als

offiziell beendet erklärten. Dann leerten

sich die Ränge um das Eis, um sich

von Neuem zu füllen, wenn am Nachmittag

wieder die « Ritter vom Schlittschuh

und Puck » zum Turnier antraten, wie in

den einheimischen Medien nachzulesen

ist. Instinktiv sammelten sich jeweils

die Anhänger der Kämpfer zu Gruppen

auf der Tribüne und unten auf den Eisestraden,

um mit erwärmendem Gebrüll

ihre Lieblinge anzufeuern. Die Prager

erledigten die Zürcher Studenten wie

die Oxforder, die Davoser fügten ihrerseits

mit gutem Nachwuchs den Eishockeyanern

aus Cambridge und Bayern

ihre Schlappe zu.

Lunch anstelle von Mittagessen

Nie zuvor gab es so viele Anfragen für

die Turnierteilnahme wie 1931. Nicht

aber, weil die Parsennbahn ihre Transporte

aufnahm oder mit Weltrekordinhaberin

Zofia Nehringowa aus Warschau

erstmals eine Eisschnellläuferin

in Davos trainierte, sondern weil die

Chance immens war, dass der Pokal endgültig

in den Besitz des Berliner Schlittschuh-Club

oder des LTC Prag überging.

Der Berliner Schlittschuh-Club gewann

den Pokal 1924, 1926 und 1928 – der

LTC Prag 1929 und 1930. Sollte Berlin

zum vierten Mal siegen, wäre das Team

Besitzer des Pokals; würde Prag den

Hattrick schaffen, ginge der Pokal in

die Tschechoslowakei. Das Turnier hiess

neu « Spengler und Hanseaten Cup », da

« Mit Hockey wacht man

auf, mit Hockey geht man

wieder schlafen, und das

Lustige dabei ist, dass

jeder es besser weiss, wie

die Sache ausgehen wird.

Die Hälfte behält immer

Recht.»

: Davoser Blätter, 1. Januar 1932

eine Vereinigung Hamburger Sportärzte

für den Zweitplatzierten den Hanseaten

Cup spendierte. Es wurde entschieden,

das Turnier in drei Gruppen

auszutragen. Die neun Teams, Oxford

University und Cambridge University

( GB ), Akademischer Eishockey-Club Zürich,

Grasshopper Club Zürich, Hockey

Club Davos ( CH ), Berliner Schlittschuh-Club

und SC Riessersee ( D ) sowie

Racing Club de France ( F ) und LTC

Prag ( CS ), trugen täglich drei Spiele

aus. Bei prächtigen Sonnentagen war

das Zuschauerinteresse immens. Die

meisten Zuschauer verzichteten sogar

auf das Essen in den Hotels und nahmen

einen Lunch mit zum Spiel. Das Finalspiel

hiess Berliner Schlittschuh-Club gegen

Oxford University. Oxford gewann mit

4 : 1. Damit hatte auch Oxford den Pokal

dreimal gewonnen. Die Berliner gewannen

erstmals den Hanseaten Cup des

Zweitplatzierten.

1932 mit zwei Siegern

1932 feierte der Spengler Cup bereits

sein zehnjähriges Jubiläum. Hektisch

waren die Anfangstage respektive die

Verwirrungen um einen Spieler. Der

Kanadier McAlpin war für St. Moritz

spielberechtigt und nicht für die Akademiker

aus Zürich. Somit wurden die

Zürcher am zweiten Tag vom Turnier

ausgeschlossen, später wurde jedoch

nur das Spiel für ungültig erklärt, da

der Zentralpräsident den Zürchern für

den entsprechenden Spieler die Spielerlaubnis

erteilte – dies war gegen das

Regelbuch. Mit Spannung wurde der

Ausgang der Finalspiele erwartet. Die

beiden Finalisten Prag und Oxford lieferten

sich einen harten Schlusskampf.

Keine Mannschaft liess sich auch nur

den kleinsten Fehler zu Schulden kommen,

der dem Gegner eine Chance zum

siegbringenden Treffer hätte bieten

können. Obwohl eigentlich in allen Phasen

des Spielverlaufs die Defensive

vorherrschte, bot das Spiel spannende

Momente. So verliessen nach drei

Verlängerungen beide Mannschaften

ungeschlagen das Spielfeld. Da leider

nicht die Möglichkeit bestand, das Spiel

zu wiederholen, weil die Oxforder, die

überanstrengt waren, sich nicht bereit

erklärten, am Neujahrstag noch einmal

anzutreten, wurden beide Mannschaften

zum Sieger erklärt. Damit gewann

Oxford den Pokal zum vierten Mal. Da

es aber nicht alleiniger Sieger war, verzichtete

das Team darauf, den Pokal zu

behalten. Die Grasshoppers belegten

Rang drei, Davos wurde Vierter.


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1930 – 1939: DAS TURNIER IM AUFSCHWUNG

15

: Der Hockey Club Davos – Sieger des Spengler Cup 1933, 1936 und 1938.

: Davos stärkstes Team Europas

Der Gastgeber Hockey Club Davos war mit den Siegen 1933, 1936 und 1938

das erfolgreichste Team der 1930er-Jahre beim Spengler Cup. Ein knapper

1 : 0-Sieg gegen Rapid de Paris, ein Sieg in der Verlängerung gegen LTC Prag

sowie der Erfolg nach abgebrochenem Finalspiel und Wiederholung im

Februar führten zu diesem einmaligen Erfolg.

1933 war eines der erfolgreichsten

Jahre überhaupt in der Geschichte des

Hockey Club Davos. Er wurde zum siebten

Mal in der Geschichte Schweizer

Meister, gewann den Aspang Cup, den

erstmals zur Austragung gelangenden

Birmingham Cup und den Gold Cup von

Arosa. Deshalb ist es nicht weiter verwunderlich,

dass in diesem Jahr auch

der Spengler Cup-Sieger Hockey Club

Davos hiess. Dies zum zweiten Mal nach

der Premiere im Jahre 1927. Bereits

am 3. Spieltag kam es zum Duell mit

Oxford University, das im Vorjahr das

Turnier gemeinsam mit dem LTC Prag

gewann. Die Mannschaft mit der besseren

Verteidigung gewann, diejenige

mit dem besseren Sturm verlor. Der

« ni »-Sturm zeigte während des ganzen

Spiels unermüdlich ausgezeichnete und

äusserst rasch geführte Angriffe. Die

Oxforder Angriffe waren weniger häufig

gefährlich, aber deshalb effektvoller,

weil Davos in der Verteidigung nicht

sein Bestes hervorbrachte. Dennoch

schaffte es Davos ins Endspiel. « Wenn

Davos wirklich in guter Form ist und vor

allem auch mit dem Kopf spielt, kann

es siegen », hiess es vor dem Finalspiel.

Denn an Tempo könne der « ni »-Sturm

dem Gegner die Stange mit Leichtigkeit

halten, an gutem Zusammenspiel ihn

sicher übertreffen. Wichtig seien aber

ein intelligentes Spiel in der Verteidigung

und Ruhe beim zweiten Sturm, der

seinerseits so gut imstande sein sollte,

gegenüber den Parisern das Resultat

bei unentwegter Zerstörungsarbeit zu

halten, wie dies den immerhin schwächeren

Grasshoppers gegenüber Davos

und Oxford möglich war.

Indianergeheul beim Siegestor

Am Silvestermorgen trug es sich dann

so zu: Davos spielte gegen Rapid Paris

das von allen Seiten gepredigte reine

Verstandsspiel und gewann. Der wendige

Bibi Torriani war der einzige Torschütze.

In wenigen Sekunden war er

vor dem Tor, täuschte Morisson, und

der einzige Treffer des Tages, der zugleich

den Siegestreffer des Turniers

bedeutete, war gelungen. Das Davoser

Team bestand neben Torriani aus Emil


Spengler Cup Davos 2017

Eberli ( Tor ), Toni Buchli, Franz Geromini,

Pic Cattini, Albert « Tiger » Geromini,

Hans Cattini, Christian Badrutt und

Hans Trauffer.

Zuschauer gab es an diesem Tag wie

noch selten zuvor. Die Tribüne war bis zur

letzten Treppenstufe besetzt, Sitzplatzbänke

mussten noch herbeigeschafft

werden, und die Stehplatzrampen

waren schwarz von Menschen.

Tausende begrüssten das Siegestor

mit Indianergeheul, da dieses Mal die

Sympathien naturgemäss zwar nicht

gegen Rapid, aber doch sehr für die Einheimischen

waren. Die Preisverteilung

fand in den übervollen Sälen des Palace

Hotels statt und wurde vom Vizepräsidenten

Dr. Alexander Carl Spengler,

genannt « Tuggi », in Abwesenheit des erkrankten

Präsidenten Dr. Fritz Kraatz

geleitet.

Cup 1936 mit Topbesetzung

Trotz des « ni »-Sturmes, der jetzt regelrecht

am Aufblühen war, vergingen

drei Jahre, bis Davos erneut jubeln konnte.

14 Jahre wurde in der Zwischenzeit

um denselben Wanderpokal gespielt und

wiederum wurde zu Beginn des Turniers

die Frage aufgeworfen, ob dieser erstmals

in den Besitz einer Mannschaft

überginge.

Das Eishockey habe sich im letzten Jahrzehnt

stark entwickelt, hiess es im einheimischen

Blatt. Wohl hatte man damals

bereits mehrere Jahre mit dem Eisho-

ckey-Stock auf dem Eis herumgetrudelt,

und die Zeit, wo ein einziger guter

Spieler innerhalb einer Anfängermannschaft

eine andere Anfängermannschaft

mit 24 : 0 abfertigen konnte, wie

dies in den ersten Nachkriegsmatchs

der St. Moritzer Unger tat, war vorbei.

Davos war von den rein europäischen

Amateurmannschaften unbestritten

die stärkste Mannschaft Europas

geworden. Zu den Favoriten auf

den Spengler Cup-Sieg gehörte aber

auch der LTC Prag mit seinen Überseespielern

Mike Matthew Buckna und

Stephan Beda und den ausgezeichneten

tschechoslowakischen Spielern wie

Josef Maleček. Die Mannschaft reiste

bereits am 24. Dezember an und das

tschechoslowakische Radio übertrug

alle Spiele seines Teams. Ohne spezielles

Höhentraining reiste Berlin am 27. Dezember

an, da es am 26. noch ein Spiel in

der Heimat austragen musste. Am Morgen

des 28. Dezember trat es dann ins

Turniergeschehen ein. In der Davoser

Zeitung wurde von der besten Spengler

Cup-Besetzung aller Zeiten gesprochen.

Bei der Captain-Sitzung wurde

bestimmt, dass nur zwei Ausländer pro

Team eingesetzt werden dürfen. Damit

wurde sich gegen die « Ausländerspielerei,

wie sie ja auch von Davos seit Jahren

bekämpft wird, ausgesprochen ».

2000 Zuschauer beim Finalspiel

Drei Rundfunkreporter, ein « halbes

Hundert » Zeitungsvertreter und Fotografen

sowie 2000 Zuschauer sahen

am 1. Januar 1937 Davos in der Verlängerung

siegen. In einem ausgeglichenen

Spiel gewann das Team, welches

das erste Tor erzielte. Davos konnte in

diesem Turnier seine Taktik des ständigen

Angreifens nicht durchführen.

Es stellte hingegen seine Taktik von

Anfang an auf Prag ein und übernahm

im günstigsten Moment selbst dessen

vorsichtige Spielweise mit rasanten

Angriffen. Prag hatte Mühe, die Nerven

zu behalten. Davos war moralisch gut

beieinander und verdiente nicht zuletzt

deshalb den Sieg, weil die Spieler trotz

der ungeheuren nervlichen Anspannung

bis zum Schluss restlos ruhiges Blut

behalten konnten. Chancen für Treffer

gab es genug. Neben den Feldspielern,

die beidseitig mindestens so viel verteidigten

und den Backs stören halfen,

wie sie angriffen, hielten die beiden Goalkeeper

mit fantastischer Sicherheit

und viel Glück alles, was theoretisch eigentlich

nicht zu halten gewesen wäre.

Aufgeregtes Publikum

Das Publikum schliesslich, das wahrscheinlich

aufgeregter war als die Spieler,

benahm sich laut Medienberichten

mustergültig: « Es gab einen berechtigten

gewaltigen Applaus, und der Heisern

mag es noch heute in Davos viele

geben.» Was aber nie ausartete, seien

die Missfallensäusserungen gewesen.

Viel war in der Zeitung nicht zu lesen. So

stand in der Davoser Zeitung: « Nachdem

halb Davos am Match teilnahm und

wahrscheinlich nicht nur Davos, sondern

Der Pokal-Bildhauer

Johann Jakob Wilhelm Schwerzmann

schafft Siegespokal und Skistürzebrunnen

Der zweite Pokal des Spengler Cup, der erstmals 1938 zum Einsatz kam, entstand

nach einem Entwurf von Johann Jakob Wilhelm Schwerzmann ( *1877, † 1966 ). Der

bekannte Bildhauer, Plastiker und Gestalter von Marionetten schuf im Weiteren

vor allem Kunst im öffentlichen Raum. Sein bekanntestes Werk ist der Skistürzebrunnen,

der noch heute gegenüber dem Hotel Seehof zu sehen und eigentlicher

Glücksbringer der Skifahrer ist. Im Weiteren sind auch der Brunnen mit Wolf, Steinbock

und Bär im Kurpark sowie zahlreiche Grabsteine und Reliefs bei der Ruhestätte

der Einsamen auf dem Waldfriedhof von seiner Hand. Der Spengler Cup-Pokal,

gestiftet von der Landschaft Davos, war recht massiv und zeigte einen Eishockey-

Goalie zuoberst auf dem Kübel.


1930 – 1939: DAS TURNIER IM AUFSCHWUNG

17

auch die Umgebung, verzichten wir hier

auf einen langen Bericht über den Spielverlauf.

Die nicht dabei waren, mögen

es entschuldigen. Wären sie gekommen,

hätten sie es ja selbst erleben dürfen.»

Davos gewann 1 : 0 gegen den LTC Prag

in der Verlängerung, was die Krönung

eines in jeder Hinsicht erfolgreichen

Turniers darstellte.

Kein deutsches Team 1938

Der dritte Sieg des Hockey Club Davos

in den 1930er-Jahren wurde erst

im Februar 1939 eingefahren, nachdem

das Finalspiel abgebrochen werden

musste. Erstmals wurde dabei um

den neuen Spengler Cup, gestiftet von

der Landschaft Davos, gespielt. Dieser

war kurz vor Weihnachten in Davos eingetroffen

und wurde im Schaufenster

des Verkehrsvereins ausgestellt. Bereits

damals war es schwierig, Teams

zu verpflichten. So hiess es: « Nachdem

zuerst der Berliner SC abgesagt hat,

weil er die Spieler nicht freibekam und

mit Urlaubsschwierigkeiten und Verletzungen

zu tun hatte, kann nun auch

der Wiener Eislauf-Verein wegen der

Verpflichtung, Meisterschaftsspiele bis

zum 31. Dezember zu beenden, nicht

nach Davos reisen.» Am 21. Dezember

war damit noch nicht klar, ob eine

deutsche Mannschaft dabei sein würde.

Schliesslich konnte keine mehr verpflichtet

werden.

Schlägerei führte zu Abbruch

Als Besonderheit war dafür mit Göta

Stockholm ein schwedisches Team in

Davos. Nach spannenden Partien – das

Turnier wurde nach dem Prinzip « jeder

gegen jeden » ausgetragen – standen

sich ein weiteres Mal der LTC Prag und

der Hockey Club Davos im Finalspiel gegenüber.

Dieses musste allerdings abgebrochen

werden. Dem Abbruch des

Finalspiels ging eine Schlägerei voraus:

Pic Cattini traf im Sturz nach einem

Foul von Josef Maleček denselben

Spieler mit dem Stock am Kopf, worauf

sich Maleček auf Cattini stürzte und

sich eine allgemeine Schlägerei entwickelte,

in die auch das Publikum eingriff.

Der Davoser Schiedsrichter versuchte,

Mike Buckna von hinten zu fassen, um

ihn davon abzuhalten, an der Schlägerei

teilzunehmen. Dieser wertete dies aber

: Ein Helfer wischt bei einem Spiel mit starkem Schneefall einem Spieler der schwedischen

Mannschaft IK Göta mit einem Besen den Schnee weg.

als Angriff und begann, auf Schiedsrichter

Fasel loszudreschen. Glücklicherweise

gelang es der Polizei und

den Offiziellen rasch, der Prügelei ein

Ende zu setzen. Die Tschechoslowaken

jedoch verliessen das Spielfeld und kamen

nicht mehr zurück. Zusammen mit

der Leitung der tschechoslowakischen

Mannschaft wurde mit dem tschechoslowakischen

Verbandspräsidenten in

Prag Kontakt aufgenommen. Dieser

entschied, dass die tschechoslowakische

Mannschaft wieder anzutreten

hätte. Diese hatte sich aber bereits

umgekleidet und die Garderoben verlassen.

In der Davoser Zeitung wurde Folgendes

geschrieben: « Es ist selbstverständlich,

dass solche Zwischenfälle

ausserordentlich bedauerlich sind, sie

beweisen aber nur, wie angespannt die

Nerven der Spieler bei solchen Endspielen

sind, sodass eine Kleinigkeit genügt,

dass sie ihre Beherrschung verlieren.»

Bemerkenswerter Sieg

Das Finale wurde am 15. Februar 1939

wiederholt. Die Prager konnten ihre Nationalspieler

sowie den Kanadier Mike

Buckna einsetzen. Davos hingegen

musste auf den verletzten Hans Cattini

verzichten. Deshalb war der Sieg

der Davoser umso bemerkenswerter.

Dieses Mal überzeugten beide Teams

vor einer grossen Zuschauerkulisse

durch grosse Fairness. In guter Form

präsentierten sich die beiden Torhüter,

die einige Chancen zunichtemachten.

Das Siegestor der Davoser fiel bereits

nach neun Minuten des ersten Drittels.

Es war ein Vorstoss Franz Gerominis,

der dicht gefolgt von Pic Cattini alles

durchbrach und ohne abzugeben einen

unhaltbaren Treffer erzielen konnte.

Dieses Mal hatten die Schiedsrichter

sehr wenig Arbeit, da sie während

der ganzen 45 Minuten keinen einzigen

Spieler vom Platz stellen mussten. So

kam es nach Überlieferungen zu einem

schönen und äusserst fairen Spiel. Auf

beiden Seiten waren die Torhüter die

Ruhe selbst und machten die Chancen

der Stürmer zunichte.

Davos spielte mit Buzz Cronk im Tor,

Albert und Franz Geromini und Hans

Trauffer als Backs, Bibi Torriani, Beat

Rüedi und Pic Cattini als ersten Sturm

sowie Adank, Hans Dürst und Romagnoli

von der zweiten Mannschaft.


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1930 – 1939: DAS TURNIER IM AUFSCHWUNG

19

: 1934 und 1935 –

die Hochzeit der Italiener

Diavoli Rossoneri Mailand gewann 1934 und 1935 und

feierte damit zwei von bisher fünf italienischen Siegen

beim Spengler Cup.

Der Münchener Eislauf-Verein und Diavoli

Rossoneri Mailand feierten im Jahr

1934 Spengler Cup-Premiere. Die Italiener

kamen, spielten und siegten. Die

Engländer von Oxford leisteten aber unerwartet

harten Widerstand. Die entscheidenden

zwei Treffer für Diavolo Rossoneri,

das im gleichen Jahr auch italienischer

Meister wurde, fielen im mittleren

Drittel. Grand und Mario Maiocchi

hiessen die Torschützen. Die Grasshoppers

gewannen das Spiel um Rang drei

gegen Davos mit 3 : 1.

Die Spiele waren geprägt durch die Tücken

des Wetters. Dem Kurverein sei es

aber dennoch gelungen, über viele Spiele

eine « angenehme Piste » bereitzuhalten.

Eines Morgens dann die Ernüchterung:

Die Eisfläche war eine Wasserlache.

Schon wurde über die Absage diskutiert.

Wenig später dann Entwarnung:

Schneefall setzte ein, die Temperaturen

sanken und das Eis konnte damit bespielbar

gemacht werden. Dennoch waren es

weniger die sportlichen Leistungen, die

Anlass zu reden gaben. Ein Foxterrier,

der beim Spiel zwischen Davos und Klagenfurt

unbedingt mittun wollte, brachte

Abwechslung in das Turnier.

Davos kam nicht zur Verlängerung

Im Finale stand der Vorjahressieger

Diavoli Rossoneri dem Hockey Club

Davos gegenüber. Das Spiel war hart.

Zudem sorgte beim Stand von 2 : 1 für

den Hockey Club Davos ein diskutabler

Schiedsrichterentscheid für Aufregung:

Ein Mailänder bugsierte Torhüter

Hugo Müller mit der Scheibe in der Hand

ins Tor – es wurde für gültig erklärt.

Anschliessend gab es Ausschreitungen

durch Zuschauerrowdys mit Boxkämpfen.

Davos trat nicht zur Verlängerung

an. Das Spiel wurde mit 5 : 0 Toren für

Diavoli Rossoneri gewertet. Im Spiel um

Rang drei gewann der Zürcher Schlittschuhclub

gegen Oxford 3 : 0.

Eisbahn- und Radiopremiere

Ein Jahr später trat Diavoli Rossoneri

Mailand zur Titelverteidigung an. Mit

dem Klagenfurter Athletiksport Club

( Österreich ) und dem Hockey Club Davos

( Schweiz ) liefen zwei weitere nationale

Meister auf. Das Turnier wurde in zwölf

Vorrunden- und zwei Finalspielen ausgetragen.

Mit Rücksicht auf das Olympiatraining

wurden dabei 3 × 20 Minuten

gespielt. Erstmals wurden die Spiele auf

der neuen Kunsteisbahn ausgetragen,

die damals zehnte in der Schweiz.

: Fünfmal gewann eine italienische Mannschaft den Spengler Cup und prägte viele weitere Austragungen.

Das Bild zeigt die italienische Nationalmannschaft bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1935 in Davos.

Cecilia Colledge

Die jüngste Olympia-Teilnehmerin

aller Zeiten begeistert

Beliebt waren die Schaulaufen verschiedener Eiskunstläuferinnen. Einen ganz gewaltigen

Erfolg hatte 1937 und 1938 das Schaulaufen von Cecilia Colledge. Dieses

übertraf in puncto Besucherzahl sogar das Finale. Die sympathische Engländerin

( Weltmeisterin 1937, Europameisterin 1937, 1938 und 1939 ) trug auch für ihre

technische und rhythmische Vollkommenheit einen Riesenapplaus davon. Besonders

wirkungsvoll waren die verschiedenen Pirouetten, Pirouettenvariationen

und sämtliche möglichen Sprünge. Alles zeigte sie in absoluter Sicherheit. Bereits

1932, im Alter von elf Jahren und elf Wochen, ging Colledge bei den Olympischen

Winterspielen 1932 in Lake Placid, USA, an den Start und wurde somit eine der

jüngsten Sportlerinnen, die jemals an Olympischen Spielen teilnahm. Sie belegte

den achten Platz, 1936 holte sie Olympia-Silber.


Spengler Cup Davos 2017

: Der erste Spengler Cup-Pokal

geht nach Prag

Der LTC Prag stand 1932 und danach von 1936 bis 1938 dreimal in Serie im Finale.

Nach dem Sieg im Jahr 1932 musste er sich 1936 und 1938 dem Hockey Club

Davos geschlagen geben. Nachdem Prag den Sieg im Jahr 1932 noch teilen musste,

gingen die Tschechoslowaken 1937 als alleiniger Sieger hervor.

Kalt war es an Weihnachten 1937 und

deshalb machte neben dem oft spröden

Eis und dem Sport vor allem auch

die « berühmte » Turmuhr von sich reden:

Wegen der Kälte sei nämlich ausgerechnet

vor dem Spengler Cup die

Feder gesprungen und da das Uhrwerk

durch zweijährigen Gebrauch ziemlich

verschmutzt war, musste die ganze Uhr

zur Revision gesandt werden. Speziell

war die Teilnahme von Cercle des Sports

d’Hiver de Bruxelles, das 1934 gegründet

wurde und im Jahr der Spengler

Cup-Teilnahme seinen ersten von zwei

belgischen Meistertiteln feierte.

Im Finalspiel besiegten die Prager den

Titelverteidiger Hockey Club Davos nach

Verlängerung mit 2 : 1. Das Siegestor

erzielte Mike Matthew Buckna im dritten

Nachschuss.

Siebenfacher Sieger

Insgesamt gewann der LTC Prag siebenmal

den Spengler Cup – und auch

der zweite Pokal ging schliesslich in

die Tschechoslowakei. Nach 1948 fiel

: Nach dem Sieg 1937 konnte der LTC Prag den ersten Spengler Cup-Pokal in die Tschechoslowakei mitnehmen.

der Club aber in Ungnade, viele Spieler

mussten die Republik verlassen oder

wurden in kommunistischen Lagern inhaftiert.

Danach spielte der LTC Prag,

1951 fusioniert mit Tatra Smíchov, nur

noch eine untergeordnete Rolle. 1957

musste er den Gang in die 2. Liga antreten.

1964 ging LTC in Slavia Prag auf,

dem Club, aus dem er ursprünglich entstanden

war.

Absage wegen Mobilmachung

Kein Spengler Cup in den

Jahren 1939 und 1940

Im Jahr 1939 sei es mit Müh und Not gerade noch möglich gewesen, das traditionelle

Turnier trotz der Mobilmachung in beschränktem Rahmen zu retten. Es wurde

von fünf auf drei Tage verkürzt. Da der Zweck des Turniers und damit das Völkerübergreifende

mit den Teams Basel, ZSC Zürich, Arosa / Bern ( kombiniert ) und Hockey

Club Davos nicht gewährleistet war, wurde um den Coupe de Davos gespielt.

Auch 1940 wurde der Spengler Cup durch den Coupe de Davos ersetzt, da noch

nicht an die Wiederaufnahme des internationalen Sports gedacht werden konnte.

Basel, ZSC Zürich, Davos I und Davos II spielten, Davos I gewann.


: Die Schaulaufen in den Pausen

begeisterten die Massen.


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« Der Spengler Cup ist mit seiner Tradition ein fixer

Bestandteil unseres Sports. Die Ambiance ist faszinierend,

jedes Jahr aufs Neue wieder. Mit Rapid Paris

stand 1933 erstmals ein französisches Team in einem

Spengler Cup-Finale, 1959 bis 1961 gewann ACBB

Paris gleich dreimal in Serie. Es wäre schön, wenn wieder

einmal ein französisches Team am Spengler Cup

auftrumpfen würde.»


: Das sind die Teams


2017: DAS SIND DIE TEAMS

25

: Bei der Spengler Cup-Premiere im Jahr 2011 drang Dinamo Riga bis ins Finale vor.

: Beim Eishockeysport kennt

Lettland keine Grenzen

Als Spengler Cup-Finalist von 2011 kehrt Dinamo Riga nach sechs Jahren

zurück nach Davos. Das Aushängeschild Lettlands repräsentiert die von Russland

initiierte und international ausgetragene Kontinental Hockey League ( KHL ) bei

der 91. Turnierauflage des Spengler Cup. Bekannt ist die Hockeynation Lettland

europaweit vor allem für ihre reisefreudigen Fans.

Ein Menschenmeer in Bordeauxrot

ist nicht unüblich,

wenn in- und ausserhalb Lettlands

Eishockey gespielt wird.

Der 25-jährige Andris Viksna erklärt die

Hockeybegeisterung seiner Nation so:

« Sport – und bei uns in Lettland Eishockey

als Nationalsport – bringt in der

ganzen Welt die Menschen zusammen

und ist eine schöne Abwechslung vom

Alltag. »

Für das Eishockey den Koffer packen

Für den Kufensport werden im Baltikum

auch gerne die Koffer gepackt. « Für ein

Eishockeyspiel kennen wir keine Grenzen

», erzählt Viksna, selbst einer der

reisefreudigen Fans.

Wenn in der 11 000 Zuschauer fassenden

Heimarena von Dinamo Riga, dem

einzigen lettischen KHL-Teilnehmer, der

Puck eingeworfen wird, tobt der Hexenkessel.

Schon beim Erklingen der

Nationalhymnen herrscht Gänsehautstimmung.

Mehrfach diente der Club

bereits als Vorlage für andere europäische

Spitzenvereine, was die Unterhaltung

im Stadion anbelangt. « Eishockey

ist Spektakel », wird der Anspruch von

den eigenen Fans definiert. Als Garanten

für ein Spektakel gelten motivierte

Spieler, lautstarke Fans und ein passendes

Umfeld. Zutaten, die auch beim

Spengler Cup in Davos, dem ältesten

Clubeishockeyturnier der Welt, freilich

nicht fehlen.

Zehnte KHL-Saison

Sportlich kam der Dynamo nach fünf

Play-off-Teilnahmen in den ersten sechs

Spielzeiten etwas ins Stocken. Dreimal

in Folge verpassten die Letten zuletzt

die Play-offs. Seine bislang erfolgreichste

Saison erlebte der in der aktuellen

Form zeitgleich mit der KHL gegründete

Club just im Jahr der ersten

Spengler Cup-Teilnahme. In der Saison

2010 / 2011 stiessen die Letten nach

dem siebten Platz in der West-Konferenz

bis in das Viertelfinale vor. « Von

Beginn an besuchte ich die Heimspiele

in unserer Stadt », erklärt Viksna, der

zur Zeit der Gründung noch die Pflichtschule

besuchte.


Spengler Cup Davos 2017

In der lettischen Nationalmannschaft

stellt Dinamo Riga rund die Hälfte aller

Akteure. Zuletzt überraschte das Team

an der Weltmeisterschaft mit drei Siegen

zum Auftakt und hielt auch gegen

den amtierenden Weltmeister Schweden

( 0 : 2 ) über weite Strecken stark mit.

Jetzt wollen die Letten die Fahnen ihrer

Nation auch beim Spengler Cup hochhalten.

« In jedem Spiel zählt nur der Sieg »,

weiss Viksna, wobei ihm ebenso klar ist,

dass dieses Vorhaben nicht immer gelingen

kann. « Wir Fans sind gegenüber der

Mannschaft sehr loyal und unsere volle

Unterstützung ist auch garantiert,

wenn es einmal nicht so gut läuft. »

Ein von Wayne Gretzky

signierter Puck

Beim Spengler Cup des Jahres 2011

entdeckte Viksna seine grosse Leidenschaft.

« Ein Bekannter aus der Schweiz

schickte mir damals per Post einen Puck »,

erinnert sich der heute ambitionierte

Sammler von Hartgummischeiben. Seit

sechs Jahren kommen immer wieder

neue Pucks und Autogramme der Cracks

von Dinamo Riga hinzu. Die wertvollste

Rarität im Regal hat jedoch nichts mit

dem lettischen Eishockey zu tun: « Besonders

stolz bin ich auf einen von Wayne

Gretzky signierten Puck », blickt der

Eishockeyfan über den Tellerrand.

Für dieses Jahr hat der Wirtschaftsstudent

die Reise nach Davos geplant

und genau wie für die Mannschaft gilt

für die Fans: Die Koffer für die Rückreise

sollen erst am letzten Tag des Jahres

gepackt werden.

: Das Team von Dinamo Riga begeistert mit seinem Einsatz die Fans.

: Gänsehautstimmung herrscht bei den Heimspielen von Dinamo Riga in der KHL.

Eishockeyland Lettland

5000 registrierte Eishockeyspieler

Eishockey gilt in Lettland als die beliebteste Sportart und gibt den Balten die

Möglichkeit, ihren Emotionen freien Lauf zu lassen. Die Fans sind in ganz Europa

bekannt und gelten als verrückt – im positiven Sinne. Knapp 5000 aktive Eishockeyspieler

sind in dem Land an der Ostsee registriert.

Mit der Öffnung der russischen Superliga durch die Gründung der KHL wurde in

Riga im April 2008 ein neues Eishockeyteam gegründet, das an die erfolgreichsten

Zeiten des lettischen Eishockeys erinnern soll. Der Club gibt dem eigenen Nachwuchs

seither eine international ausgerichtete Perspektive.


2017: DAS SIND DIE TEAMS

27

: Die Aufeinandertreffen von Hockey Club Davos und Team Canada sind ein alljährliches Spengler Cup-Highlight.

: Gastgeber Davos in Bedrängnis

Seit dem Jahr 2011 harrt der Hockey Club Davos eines weiteren Spengler

Cup-Siegs. Als Hausherr und Gastgeber freuen sich die Bündner auf

hochkarätige Gastmannschaften, hoffen aber, am Silvestertag selbst den

Titel feiern zu dürfen. Viermal in Folge endete das Jahr für die Davoser

Eishockeycracks zuletzt einen Tag zu früh.

Der Ligaalltag macht in der

Altjahrwoche Platz für das

spezielle Spengler Cup-Flair.

Das weiss auch der seit Jahren

mit dem HC-Davos-Fanvirus infizierte

Remo Pinchera: « Jahr für Jahr

versammelt sich in Davos die ganze Eishockeyschweiz

und feiert gemeinsam

mit den Fans der ausländischen Teams

ein grosses Fest. » Den im Ligabetrieb

für das Team unverzichtbaren Anhängern

gewährt der Fandelegierte beim

Spengler Cup eine von ihm so genannte

Fanpause. Beim Traditionsturnier soll es

darum gehen, Eishockey in vollen Zügen

zelebrieren und geniessen zu können.

Druck schreibt er seinem Hockey Club

Davos für die 91. Turnierauflage nicht

zu: « Selbstverständlich will die Mannschaft

immer gut abschneiden – vor

allem, weil der Spengler Cup ein internationales

Turnier ist. Am Ende ist es

jedoch die grosse Freude, an diesem

Turnier spielen zu dürfen, was zählt. »

Die Spengler Cup-Geschichte spricht

da aber eine andere Sprache. Nach einer

Durststrecke von einer halben Dekade

wäre der 16. Titel für den Rekordsieger

von immenser Wichtigkeit. Das

zuletzt zweimal in Folge erfolgreiche

Team Canada würde bei einem weiteren

Turniersieg mit den Bündnern gleichziehen

und ihnen die Rolle als Rekordsieger

streitig machen.

Den Pokal stemmen

In der Schweiz zählt der Hockey Club

Davos als Rekordmeister mit 31 Titeln

zu den erfolgreichsten Equipen. Zum

bislang letzten Mal konnten die Schützlinge

von Arno Del Curto – der Kulttrainer

steht seit 1996 an der Bande – den

Pokal vor drei Jahren in die Lüfte stemmen.

Ein Meistertitel ist auch für die

Fans immer sehr emotional. Pinchera

erinnert sich an unvergessliche Momente:

« 2015 gegen die ZSC Lions mit

Reto von Arx als Helden, 2005 ebenfalls

gegen die ZSC Lions mit dem Verlängerungstor

von Josef Marha und 2007 im

siebten Spiel gegen den SC Bern mit einem

1 : 0-Sieg in Davos. »


Spengler Cup Davos 2017

: In der Davoser Kabine ist alles für den Spengler Cup bereit.

Pincheras Leidenschaft für den Hockey

Club Davos wurde bereits im Kindesalter

geweckt. Mit den Jahren wurde

sein Fanherz grösser, die Fansammlung

zu Hause jedoch bewusst kleiner.

« Als Kind und Teenie sammelte ich jeden

Zeitungsbericht und klebte Poster an

die Wände », so der heute 33-Jährige.

« Diese Zeit ist aber längst vorbei und

jetzt hängen zu Hause noch zwei spezielle

Bilder und ein spezielles Trikot an

der Wand », erklärt der in Berneck im St.

Galler Rheintal lebende Sachbearbeiter.

Geblieben ist der Nervenkitzel und so

spüren es seine Mitarbeiter in der Firma

auch immer, wenn der Hockey Club

Davos aufläuft. « Bei wichtigen Spielen

kann ich schon noch sehr nervös sein »,

verrät Pinchera.

Nervosität hin oder her, bei der 91. Auflage

des Spengler Cup verfolgen die

Cracks von Arno Del Curto die Mission,

am 31. Dezember Eishockey zu spielen.

Das verwehrten den Bündnern in den

jüngsten Turnierauflagen der HC Lugano

( 2016 ), das Team Canada ( 2015 ), der

HC Salavat Yulaev Ufa ( 2014 ) und ZSKA

Moskau ( 2013 ). An den vorerst letzten

Finalauftritt im Jahr 2012 erinnern sich

die Fans trotz der bitteren 2 : 7-Niederlage

gerne. Das NHL-Lock-out brachte

eine Schar an Ausnahmespielern nach

Davos. « Mein Highlight am Spengler Cup

war sicherlich, als Patrick Kane, Martin

St. Louis und Co. spielten », so Pinchera.

: Hockey Club Davos-Fan Remo Pinchera.

Eishockeyland Schweiz

Eishockey im Schmuckkästchen

Eishockey geniesst bei der Schweizer Bevölkerung einen hohen Stellenwert, und in

den Medien wird der Sportart ähnlich viel Platz wie dem Fussball eingeräumt. Die

Nationalmannschaft der Männer steht im IIHF-Ranking auf dem siebten Platz.

An der höchsten Spielklasse, der National League, nehmen zwölf Mannschaften

teil. Die Liga um den amtierenden Meister und Publikumskrösus SC Bern knackte

erstmals die Marke von durchschnittlich 7000 Zuschauern pro Spiel. Die Heimstätte

des Hockey Clubs Davos gilt mit ihrer Holzkonstruktion als Schmuckkästchen

der Schweiz.


2017: DAS SIND DIE TEAMS

29

: Die Eisritter des HPK wollen in Davos für ein weiteres Highlight in der Clubgeschichte sorgen. 2006 wurde das Team als bisher grösster Erfolg finnischer Meister.

: HPK ist eine Lebensweise

Das finnische Team Hämeenlinnan Pallokerho HPK wird in der Altjahrwoche seine

Premiere beim Spengler Cup in Davos feiern. Die unter dem Motto « Hockey Playing

Knights » angreifenden Eisritter werden die höchste Liga Finnlands nach zwölf

Jahren Abstinenz wieder beim Traditionsturnier in der Schweiz repräsentieren.

Die finnischen Fahnen hochgehalten

haben in jüngerer

Vergangenheit die Cracks

vom KHL-Club Jokerit Helsinki

bei ihren Spengler Cup-Teilnahmen

2014 und 2015. Mit Hämeenlinnan Pallokerho

HPK kehrt jetzt die finnische

« Liiga » zurück nach Davos. Und wie für

den 28-jährigen Tero Kivistö bestimmt

der als HPK verankerte Club für viele

Finnen den ganzen Lifestyle. « Im September

1997 hat mich meine Mutter

mit zu einem Spiel genommen », erinnert

sich Tero Kivistö, der seither nicht

mehr vom Club loslässt, an seinen ersten

Matchbesuch. Zu seinem persönlichen

20-Jahres-Jubiläum begleitet der

Fan seine Mannschaft zum Spengler

Cup nach Davos. « Ich freue mich riesig

auf die Zeit im wunderschönen Davos »,

gerät Tero Kivistö bereits lange vor der

Anreise ins Schwärmen.

Sportlich war die letzte Meisterschaftssaison

für HPK nach einer über sieben

Spiele andauernden Viertelfinalserie vorzeitig

zu Ende. Gerne hätten die Anhänger

in der rund 45 000 Einwohner grossen

Stadt einen ähnlichen Erfolg wie

zehn Jahre davor gesehen. Im April 2006

wurde die Mannschaft finnischer Eishockeymeister

– ein Highlight, das auch

für Tero Kivistö unvergesslich bleiben

wird. « Das war mit Abstand der grösste

Moment in meiner Zeit als Fan », erzählt

der begeisterte Anhänger.

Das Zuhause des 28-Jährigen in einem

Vorort der Stadt Hämeenlinna erinnert

auch stark an den finnischen Club.

« Ich sammle seit zwanzig Jahren Game-Worn-Jerseys

», gibt Tero Kivistö


Spengler Cup Davos 2017

: Der HPK-Goalie will das Tor am Spengler Cup sauber halten. : HPK will als erstes finnisches Team den Spengler

Cup gewinnen.

seine Leidenschaft preis. Mit dem ersten

Auftritt beim ältesten Clubturnier

der Welt kann seine Sammlung in diesem

Jahr vielleicht um eine zusätzliche Rarität

erweitert werden.

Digitale Einstimmung

Mit der Zeit hat sich auch das Verhalten

der Fans geändert. An Spieltagen

zückt Tero Kivistö beispielsweise öfter

als sonst sein Smartphone. « Wir verhandeln

das Spiel den ganzen Tag lang

auf Social Media », erklärt er seinen Tagesablauf,

wann immer die HPK-Cracks

ihr Schuhwerk schnüren. Bei Heimspielen

sowie beim 91. Spengler Cup in Davos

wird die Mannschaft jedoch vom ersten

Bully an lautstark im Stadion angefeuert.

HPK ist für seine Fans mehr als

eine Eishockeymannschaft. Mit Tero

Kivistös Worten: « HPK ist eine Lebensweise.»

Sollten die HPK-Cracks den Spengler

Cup im Sturm erobern, würden sie bei

ihrer Feuertaufe gleichzeitig Geschichte

schreiben. Noch nie hat eine finnische

Mannschaft den Spengler Cup in

seiner 90-jährigen Geschichte gewinnen

können. Und wer das finnische Eishockey

kennt, weiss, dass der zweifache

Weltmeister ( 1995 und 2011 ) voller

Potenzial steckt. Eine saubere Nachwuchsarbeit

gilt als Grundlage für den

Erfolg der Berufseishockeyspieler. Das

Turnier in Davos werden einige junge

Cracks auch dazu nutzen, sich selbst im

internationalen Rampenlicht zur Schau

zu stellen.

Und auch die Fans freuen sich über

die Spengler Cup-Teilnahme, die in der

Vergangenheit meist aus Termingründen

– in der finnischen « Liiga » herrscht

zwischen Weihnachten und Neujahr

Hochbetrieb – nicht zustande kam. « Die

Spengler Cup-Teilnahme ist auch für

uns Fans etwas Besonderes. Begleiten

wir doch die Mannschaft gerne ausserhalb

der Landesgrenzen », freut sich

Tero Kivistö auf die Reise in die Schweiz.

Eishockeyland Finnland

Kanadische Schüssel für den Meister

Finnlands Erfolgskonzept basiert auf einem breit aufgestellten Nachwuchs. Die

Quote der eishockeyspielenden Gesamtbevölkerung als Basis reiht sich hinter Kanada

gleich auf dem zweiten Platz weltweit ein. In der höchsten Spielklasse sind

neben dem amtierenden Meister Tappara 14 Mannschaften vertreten. Mit zehn

Meistertiteln ist der derzeitige Champion zugleich die erfolgreichste Mannschaft.

Die finnische Siegertrophäe trägt den Namen « Kanada-malja » und stammt aus

dem Jahr 1951, als sie von nach Kanada ausgewanderten Finnen gestiftet wurde.


: Beat Feuz

Ski alpin, Abfahrtsweltmeister 2017

«Eishockey fasziniert mich seit

jeher und ich pflege eine tolle

Freundschaft mit einigen Schweizer

Topspielern. Der Spengler

Cup bietet den Fans mit internationalen

Topteams und vollem

Stadion eine exzellente Plattform.

Falls nicht gerade Rennen anstehen,

schaue ich mir die Spiele

regelmässig an. Nicht zu unterschätzen

sind die tollen Partys

zwischen den Nachmittagsund

Abendspielen.»


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2017: DAS SIND DIE TEAMS

33

: Der Mountfield HK will sich bei der zweiten Spengler Cup-Teilnahme in Folge resultatmässig steigern.

: Grosser Profit durch den Spengler Cup

Zum zweiten Mal in Folge repräsentiert der Mountfield HK das tschechische

Eishockey beim Spengler Cup in Davos. Attraktives Eishockey und beste Stimmung

sind garantiert, wenn die Cracks aus Königgrätz ihr Schuhwerk schnüren. Die

Erfolgsquote von einem Sieg im Vorjahr gilt es seitens der Tschechen auszubauen.

Seit der Geburtsstunde

der Extraliga in der Saison

1993 / 94, die nach dem Zerfall

der Tschechoslowakei ins

Leben gerufen wurde, verfolgt auch

Petr Král alias « Birkow » die Spiele des

Mountfield HK. Mehr als durchwachsene

Jahre erlebte der Fan-Frontmann,

ehe die vergangene Saison für den

38-jährigen Tschechen zum doppelten

Highlight wurde. « Zum ersten Mal in der

Geschichte konnten wir in den Halbfinal

vordringen », freut sich Birkow. Dass

seine Mannschaft die Serie um den Finaleinzug

am Ende gegen den späteren

Extraliga-Meister HC Kometa Brno mit

2 : 4 verlor, schmälert den Cluberfolg keineswegs.

Immer wenn der Mountfield HK in der

7700 Zuschauer fassenden Heimarena

in Hradec Králové spielt, ist Birkow bereits

lange vor dem ersten Bully im Stadion.

« Die Choreographien werden von

uns meist bereits am Vormittag vorbereitet

», erklärt der « Edelfan ». Bevor

das Spiel dann losgehen kann, werden

30 Minuten vor dem Anpfiff die Batterien

im Megafon noch ein letztes Mal

zur Sicherheit neu bestückt. Akribische

Vorbereitungen für das, was die tschechischen

Fans auszeichnen soll. « Wir

sind unabhängig vom Resultat das ganze

Spiel lang laut. Siege der Mannschaft

machen uns stolz, bei Niederlagen bleiben

wir treu », lebt und leidet Birkow mit

dem Eishockey in seiner Stadt.

Internationale Premiere

Bei der Spengler Cup-Premiere vor einem

Jahr konnte Birkow seine Mannschaft

zum ersten Mal ausserhalb der

Landesgrenzen anfeuern. « Beim Spengler

Cup dabei sein zu können ist etwas

ganz Besonderes. Das Turnier ist bestens

organisiert und die Kulisse in den

wunderschönen Davoser Bergen ist einzigartig

», gerät der Tscheche ins Schwärmen.

Von der Schweiz selbst kennt der

38-Jährige vor allem die Klischees:

« Spontan fallen mir Begriffe wie Käse

und Schokolade oder die Präzision der

Schweizer Uhren ein.»

Für den Club zahlte sich die Teilnahme

am Traditionsturnier auf jeden Fall

aus. In Davos holten sich die Cracks den


2017: DAS SIND DIE TEAMS

35

letzten Schwung für die entscheidende

Saisonphase. Und als Lohn für den dritten

Schlussrang in der heimischen Liga

kommt der Mountfield HK in der aktuellen

Saison nicht nur in den Genuss der

Teilnahme an der nationalen Extraliga

und einer erneuten Spengler Cup-Einladung,

sondern erhielt auch einen Startplatz

in der Champions Hockey League.

Im Teilnehmerfeld des 91. Spengler Cup

zählt neben dem Mountfield HK nur

Gastgeber Hockey Club Davos zu den

CHL-Startern.

In der Altjahrwoche will der Mountfield

HK beim Spengler Cup die Eishockeynation

Tschechien bestmöglich vertreten.

Von den Fans kommt im Vorfeld Lob für

das Schweizer Eishockey. « Die Schweizer

Nationalmannschaft hat in den

letzten Jahren grosse Fortschritte

gemacht », so Birkow. Für den Mountfield-HK-Anhänger

ein weiterer Anreiz,

den 91. Spengler Cup in Davos, bei dem

auch die Nationalmannschaft teilnehmen

wird, genau zu verfolgen.

In Erinnerung ist den Mountfield-HK-

Fans auf jeden Fall der gewaltige Auftakt

des Vorjahres geblieben – die

Tschechen überraschten KHL-Vertreter

Avtomobilist Jekaterinburg mit einem

4 : 3-Sieg. Und vielleicht ist beim

91. Spengler Cup auch die Zeit reif für ein

weiteres tschechisches Erfolgskapitel.

Der letzte Turniersieger aus Tschechien

war der als Armeesportclub gegründete

ASD Dukla Jihlava, und zwar im

Jahr 1982. Insgesamt stand 25 Mal eine

tschechische Mannschaft im Finale.

: Die Tschechen wollen auch am Spengler Cup 2017 jubeln.

Eishockeyland Tschechien

Die Seele des Landes ist Eishockey

Eishockey darf zu Recht als Seele des Landes bezeichnet werden, denn beinahe

jeder Landsmann hat zumindest als Kind einmal den Puck mit dem Schläger in die

Maschen gesetzt. Tradition und eine gute Nachwuchsarbeit halten Tschechien in

der Weltrangliste unmittelbar vor der Schweiz auf dem sechsten Rang.

An der höchsten Spielklasse, der Extraliga, nehmen 14 Mannschaften teil, darunter

auch der Mountfield HK. In der Saison 2016 / 17 setzte sich der HC Kometa Brno im

Finale gegen Bílí Tygři Liberec durch. Im Schnitt besuchen 5178 Besucher ein Spiel

in der Extraliga.


Spengler Cup Davos 2017

: Der ganze Stolz der Schweiz

Mit der Teilnahme der Schweizer Nationalmannschaft ist der Spengler Cup in seiner

91. Auflage ein weiteres Stück gewachsen. Der Stolz der Eidgenossen wird in der Altjahrwoche

im Bündnerland zu Hause sein und soll das ganze Land emotional verbinden.

Sportlich gilt der Fokus des Teams den Olympischen Spielen.

Bevor am 10. Februar im südkoreanischen

Pyeongchang

das olympische Eishockeyturnier

mit Schweizer Beteiligung

beginnt, nutzt die eidgenössische

Auswahl den Spengler Cup in Davos als

Prüfstein für den grossen Auftritt. Und

immer wenn die Schweizer Eishockeymänner

als Nation im Einsatz sind, blickt

ihnen auch Hansruedi Bächinger auf die

Kufen. « Ich bin ein stolzer Schweizer »,

erklärt der 54-jährige Poststellenleiter

aus Arosa.

Seine Passion ist das Reisen. Sein Bekenntnis

zur Schweizer Eishockeyequipe

führt Bächinger stets an die Austragungsorte

der Weltmeisterschaften.

Egal ob im Stadion, auf der Fanmeile oder

in der Fernsehübertragung – « Bächi »

sticht mit seiner orangefarbenen Perücke

sofort ins Auge.

Eishockey verbindet

Eines haben der Spengler Cup in Davos

und die Eishockey-WM gemeinsam.

« Der Zusammenhalt unter den Fans ist

einfach genial », spricht Bächinger von

grosser Freundlichkeit unter den Eishockeyanhängern

der verschiedenen

Teilnehmer. Früher wurden zahlreiche

: Hansruedi Bächinger: Dank der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft spazierte er gar in Moskau.

Unterschriften der Nationalspieler auf

einer grossen Schweizer Fahne gesammelt,

heute zählt neben der ständig

wachsenden Sammlung von Programmheften

pro Jahr ein Fotobuch zu seinen

Reliquien.

« Mein ganzer Stolz ist der Retrodress

mit der Nummer 23 von Thierry Paterlini,

mit dem die Schweizer bei der WM

in Québec gespielt haben. Dieser Dress

kommt mit zu jeder WM », erinnert sich

Bächinger an seinen Besuch in Kanada –

dem Mutterland des Eishockeys. Neben

der Schweiz ist mit dem Team Canada

auch eine Auswahl von kanadischen

Spielern beim diesjährigen Spengler

Cup vertreten.

Nationalmannschaft macht Spass

Das Schweizer Eishockey hat sich in

jüngster Vergangenheit stark verbessert,

und von der höchsten Niederlage

in der Geschichte – am 30. Januar 1924

Nico Hischier rockt NHL-Draft

Ein Schweizer als Nummer eins

Das hat die Welt noch nie gesehen – Runde eins, Pick eins geht an einen Schweizer.

Der junge Walliser Nico Hischier wird das Schweizer Eishockey nachhaltig erfreulich

verändern. Beim NHL-Draft 2017 sicherten sich die New Jersey Devils den

18-jährigen Stürmer.

Zum ersten Mal wurde ein Schweizer als « First Pick » gewählt und übertrumpfte

mit diesem historischen Erfolg auch Landsmann Nino Niederreiter, der im Jahr

2010 von den New York Islanders an fünfter Stelle des Drafts gezogen wurde.


2017: DAS SIND DIE TEAMS

37

verlor die Schweiz gegen Kanada mit

0 : 33 – will freilich niemand mehr etwas

wissen. Bei der letzten WM konnten die

Kanadier von den Eidgenossen in die Knie

gezwungen werden: In der Verlängerung

sicherte Fabrice Herzog ( 22-jähriger

Stürmer des ZSC Lions ) den « Eisgenossen

» den 3 : 2-Erfolg. Jetzt zählt Olympia!

Und wie lange die Träume von der

ersten olympischen Medaille der Eishockeymänner

seit 1948 ( damals in St. Moritz

) geträumt werden dürfen, könnte

sich bereits beim Spengler Cup in Davos

ein wenig abzeichnen. Auf jeden Fall ist

es dem Nationalmannschafts-Coach

Patrick Fischer gelungen, den Appetit

einer ganzen Nation zu wecken.

Abgesehen davon, dass die Nationalmannschaft

Bächinger eine gute Portion

Spass vermittelt, ist der Familienvater

auch im täglichen Leben tief mit

dem Eishockeysport verbunden. Seine

drei Söhne spielen im Nachwuchs und

der Vater fungiert bei den Heimspielen

des EHC Arosa als Speaker. « Der

eine Club ist etwas erfolgreicher, dafür

ist der andere Ort noch eine Spur

schöner », kommentiert Bächinger den

« Clinch » zwischen den zwei Bündner Feriendestinationen

Davos und Arosa.

Zwar ist die Einladung der Schweizer

Nationalmannschaft für den Spengler

Cup nichts Neues – zuletzt trat die

nationale Auswahl im Jahr 1979 an –,

garantiert dem Traditionsturnier in

seiner 91. Auflage jedoch auf jeden Fall

zusätzliche Brisanz.

: Patrick Fischer ( rechts ), von 1999 bis 2003 Spieler des Hockey Club Davos, kehrt als Schweizer Nationaltrainer

zum Spengler Cup zurück, zusammen mit seinem Assistenzcoach Christian Wohlwend.

: Die Schweizer Nationalmannschaft will in Davos als Einheit auftreten und damit die Schweizer Fans zum Jubeln bringen.


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2017: DAS SIND DIE TEAMS

39

: Gewann die letzten beiden Austragungen des Spengler Cup: das Team von Kanada.

: Das Maple Leaf formt die Einheit

Das Team Canada steht beim Spengler Cup seit 1984 für Tempo, Härte und Spektakel.

Nach Siegen 2015 und 2016 fehlt den Kanadiern nur noch ein Erfolg, um

den von Gastgeber Davos aufgestellten Rekord von 15 Turniersiegen zu egalisieren.

Unabhängig vom Kader ist die Auswahl jedes Jahr ein heisser Titelanwärter.

Das als Übermacht bekannte

Kanada musste sich vom

Rest der Eishockeywelt einholen

lassen. Bei der Weltmeisterschaft

wurde der Titelverteidiger

im Endspiel von Schweden vom

Thron gestossen und auch gegen die

Schweiz mussten die Kanadier während

des Turniers Federn lassen. Nichtsdestotrotz

ist die kanadische Auswahl

nach zwei Siegen en suite beim diesjährigen

Spengler Cup die grosse Gejagte.

Vom Maple Leaf, dem kanadischen Ahornblatt,

infiziert ist auch der Schweizer

Hanspeter Wüthrich, der seit den 80er-

Jahren den Spengler Cup verfolgt. « In

der Altjahrwoche gehört der Spengler

Cup irgendwie einfach zum Programm.

Ich erinnere mich noch an Harry Pflügl

und seine Schlägerei, den jungen Dominik

Hašek vor seiner NHL-Zeit, Färjestad

mit seinen Seriensiegen und das Team

USA Selects », schwelgt der 43-Jährige

in Erinnerungen. Die Daumen drückt er

seit Jahren dem Team Canada.

Doch warum stehen die Kanadier bei

den Fans so hoch im Kurs? Die Antwort

ist schnell gefunden. « Für die Boys ist

es etwas sehr Spezielles, das Maple

Leaf zu tragen. Da geht es um Ehre und

Stolz. Beim Zusehen spürt man die Entschlossenheit,

den Willen, die Leidenschaft

und die Energie », spricht Wüthrich

vielen Fans aus der Seele. « Auch

wenn das Team Canada manchmal spielerisch

nicht überlegen ist, werden mit

dem Ahornblatt auf der Brust Spiele,

Turniere und die Herzen der Fans gewonnen

», so Wüthrich weiter.

Unvergessliche Momente

Beim Spengler Cup erlebte der Sigrist

aus Kerzers im westschweizerischen

Kanton Freiburg unzählige unvergessliche

Momente. Vom Matchbesuch inmitten

der grossen kanadischen Familie

bis zum Treffen von zahlreichen in der

IIHF Hall of Fame vertretenen Persönlichkeiten

war alles dabei. « Dave King

am Spengler Cup zu treffen, war eine

tolle Sache », erinnert sich Wüthrich an

das Turnier vor einem Jahr. Als Krönung


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2017: DAS SIND DIE TEAMS

41

durfte am Silvestermittag nach dem

5 : 2-Sieg gegen den HC Lugano die Siegertrophäe

gefeiert werden.

Die im Februar anstehenden Olympischen

Winterspiele 2018 in Südkorea

erhöhen für die Spengler Cup-Teilnehmer

Team Canada und Schweizer Nationalmannschaft

die Wichtigkeit des

Turniers. Während die Schweiz auf Clubebene

weiterhin deutlich den nordamerikanischen

Teams hinterherhinkt,

ist der Abstand auf nationaler Ebene

klein geworden. « Die Schweiz ist ziemlich

nahe dran und kann auch Spiele

gegen Kanada gewinnen. Da wurden in

den letzten Jahren grosse Fortschritte

gemacht. Was uns noch fehlt, ist der

unbedingte Wille und die Konstanz », analysiert

der Schweizer.

Wüthrichs Leidenschaft für Eishockey

zeigt sich auch bei ihm zu Hause. « In den

letzten Jahren ist eine grosse Sammlung

mit ca. 600 Trikots, 300 Stöcken und

zigtausend Autogrammen entstanden »,

so der Anhänger, der mit verschiedenen

Spielern das ganze Jahr über im Austausch

steht. « Viele Kontakte sind über

die Jahre entstanden. Die Hockeywelt

ist sehr klein und es ist wie in einer Familie:

Man kennt und schätzt sich.»

Zur Familienangelegenheit wird der

Spengler Cup jedes Jahr auch für das

Team Canada. Gemeinsam mit ihren Familien

verbringen die Eishockeycracks

abseits der Spiele märchenhafte Weihnachten

in der beeindruckenden Davoser

Winterlandschaft.

: Hanspeter Wüthrich ( rechts ) mit Dave King, dem Co-Trainer vom Team Canada,

der als Trainerlegende 2001 in die IIHF Hall of Fame aufgenommen wurde.

: Die Begeisterung bei den Anhängern des Team Canada ist unübertrefflich.

Eishockeyland Kanada

Hockey is Canada’s Game

Kanada ist auch im Jahr 2017 – wenn auch nicht mehr unangefochten – die Hockeynation

des Planeten. Und das wird sich in Zukunft wohl auch nicht ändern. In der

NHL, die sich zu grosser Mehrheit aus US-amerikanischen Teams zusammensetzt,

sind gut 50 Prozent aller Spieler Kanadier.

Eishockey ist in Kanada Sport und Unterhaltung zugleich. Seit 2002 verfolgen die

Kanadier neben den nordamerikanischen Ligen und der U20-Weltmeisterschaft

zur Weihnachtszeit auch den Spengler Cup im Live-TV.


: Get-together in der Vaillant Arena


GLANZ UND GLORIA

43

: Ein Aushängeschild

mit grosser Wertschöpfung

Der Spengler Cup ist eine der Sportveranstaltungen von SwissTopSport. Die

Organisation vereinigt die 21 grössten Sportveranstaltungen, die jährlich in der

Schweiz stattfinden und in ihren Sportarten zu den besten der Welt gehören.

Die Vereinigung lebt in erster Linie vom

gegenseitigen Know-how-Transfer und

vom Austausch von Informationen nach

dem Motto « gemeinsam sind wir stärker

». Als Präsident steht ihr Ruedi Kunz

vor, Turnierdirektor von Swatch Beach

Volleyball Gstaad Major.

Eckpfeiler im Eishockeykalender

Persönlich lässt er es sich nicht nehmen,

jährlich zwei bis drei Tage beim Spengler

Cup vor Ort zu sein: « Der Spengler

Cup ist ein Eckpfeiler im internationalen

Eishockeykalender und ein Aushängeschild

für die Schweiz.» Gerade

wiederkehrende Events sind das Schaufenster

des Schweizer Sports. Mit ihrer

Vorbildfunktion für die Jugend generieren

sie zudem Nachhaltigkeit und

sind ein jährlich wiederkehrender Marketing-Motor

für die Schweiz und den

Sport. « Der Spengler Cup generiert als

mehrtägiger Event eine grosse Wertschöpfung.

Das sportliche Highlight

zieht noch mehr Gäste über die Festtage

nach Davos als ohnehin schon », ist

Kunz überzeugt.

Gemeinsam stärker werden

Nachdem die Anfangsjahre eher schwierig

waren, blühte SwissTopSport ( STS )

in den 1990er-Jahren auf. Dabei konnten

laut Kunz die Ziele mehr als erreicht

werden. Der Zusammenschluss habe

schliesslich zu einem Vertrag mit den

Lotteriegesellschaften Swisslos und

Loterie Romande geführt, von dem nicht

nur die grossen STS-Mitglieder profitieren:

« Vor rund zwei Jahren haben wir

zudem von Swiss Olympic die Plattform

Swiss Volunteers übernommen und erfolgreich

ausgebaut. Damit können wir

Mitgliedern und Nichtmitgliedern ein

grosses Potenzial an freiwilligen Helfern

und deren Einsatzverwaltung zur

: Ruedi Kunz: « Der Spengler Cup ist ein Eckpfeiler im internationalen Eishockeykalender

und ein Aushängeschild für die Schweiz.»

Verfügung stellen und somit Sportevents

unterstützen.» Ein Beispiel: Beim

Spengler Cup sind jährlich rund 430 Volunteers

im Einsatz. Die Organisation will

zunehmend voneinander profitieren und

gemeinsam noch stärker werden, um alle

Events der Mitglieder auch in der Zukunft

durchführen zu können.


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Captain des HC Davos

Der Proteinkick für Zwischendurch

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sind wichtig für unsere Gesundheit.

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: Anatole Taubman

Schauspieler

« In der Ära von Ron und Randy Wilson und Lance

Nethery ging ich in Davos als Jugendlicher persönlich

auf Autogrammjagd. Diese Eindrücke sind für immer

in meinem Herzen gespeichert. Fast 30 Jahre danach

hat der Spengler Cup nichts von seinem Glanz verloren.

Im Gegenteil, er ist ein Festival für all meine Sinne,

ein Spektakel. Ein wahres People’s Tournament –

einmalig, bereichernd, inspirierend und unvergesslich.»


Spengler Cup Davos 2017

: Guy Parmelin auf Tuchfühlung

mit dem Spengler Cup

Das Foto mit Martina Hingis und Spengler Cup-Maskottchen Hitsch, der Besuch

der Snowfarm und viele persönliche Kontakte gehörten zu den Highlights von

Bundesrat Guy Parmelin bei seinem Besuch des Spengler Cup.

Besucht ein Bundesrat den Spengler

Cup, ist das immer etwas Spezielles,

nicht nur für das Organisationskomitee,

sondern auch für den Bundesrat selbst.

An welchen Sportevents der Sportminister

persönlich anwesend sein kann,

entscheidet seine Agenda. « Einen Tag

des Wochenendes verbringe ich immer

damit, Dossiers zu studieren. Da bleibt

dann nicht mehr viel Spielraum für Besuche

von Sportanlässen.» Bei der Wahl

seiner Besuche versucht er, möglichst

verschiedene Sportarten zu berücksichtigen.

Curling, Turnen, Behindertensport,

aber auch Volleyball, Basketball

oder Handball. Für ihn sei die Schweizer

Meisterschaft im Seilziehen im Appenzellerland

ebenso wichtig wie die

Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz.

Schon lange hoffte er, dem Spengler

Cup einen Besuch abstatten zu können.

Als Kind habe er das Traditionsturnier

zusammen mit seinem Bruder gerne im

Fernsehen verfolgt. « Damit uns dies

unsere Eltern bewilligten, haben wir jeweils

am Morgen im elterlichen Betrieb

besonders fleissig mit angepackt », erzählt

er lachend. Doch nicht nur Eishockey,

sondern auch das Anpacken machte

ihm Freude, führte er doch bis zu

seiner Wahl in den Bundesrat im Dezember

2015 zusammen mit seinem Bruder

den väterlichen Hof in seinem im Kanton

Waadt liegenden Wohnort Bursins.

Entspannen beim Wandern

Selbst spielte Guy Parmelin nie Eishockey.

Doch er erinnert sich an die Erzählungen

seiner Eltern, die das legendäre

Länderspiel der Tschechoslowakei

gegen die UdSSR Ende der 1960er-Jahre

hautnah verfolgten. Sein Bruder

zählt den Genève-Servette HC zu seinen

Lieblingsmannschaften. « Da bin ich

natürlich immer für Lausanne », erzählt

Parmelin mit einem Augenzwinkern.

Sein Herz galt als Junge dem Fussball,

dem er dann auch als Schiedsrichter

treu blieb: « Ich leitete als Schiedsrichter

Spiele in der Drittliga.» Heute geht

er gerne wandern – alleine oder mit

seiner Ehefrau Caroline. Auch in Davos

nutzte er die raren freien Momente, um

sich bei kleinen Wanderungen mit ihr

zusammen zu entspannen.

: Guy Parmelin: « Wir schätzen das Engagement des Hockey Club Davos bei der Organisation

des Spengler Cup sehr. Solche Topanlässe sind gut für das Image der Schweiz.»

Unterstützung für den Sport

Für ihn als Sportminister seien sowohl

der Breiten- wie auch der Spitzensport

in der Schweiz sehr wichtig. « Der

Bund unterstützt im Sinne der Volksgesundheit

Jugend + Sport für Kinder

und Jugendliche », so Parmelin. In die

Spitzensportzentren in Magglingen und

Tenero werde zudem regelmässig investiert.

Auch bei Grossanlässen wie

der Ski-Weltmeisterschaft 2017 oder

den Olympischen Jugendspielen 2020

in Lausanne und der Winteruniversiade

2021 in Luzern-Zentralschweiz unterstützt

der Bund die Organisatoren

finanziell. Die beiden zukünftigen Weltsportanlässe

zum Beispiel mit insgesamt

25 Millionen Schweizer Franken, die Eis-


: Guy Parmelin schätzt den Kontakt mit Spitzensportlern.

So auch mit Mark Streit, der dem Sportminister die Stanley-Cup-

Trophäe zeigt, die er 2017 mit den Pittsburgh Penguins gewann.


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GLANZ UND GLORIA

49

hockey-WM 2020 in Zürich und Lausanne

mit einer halben Million Schweizer

Franken.

Wieso kein chinesisches Team?

Er sei begeistert vom Eishockey, der

schönen Eishalle und der freundlichen

Stimmung im Publikum. Er verfolge die

Teams und deren Herkunft. « Wieso

nicht eine chinesische Mannschaft einladen?»,

antwortet der Sportminister

auf die Frage, welches Team ihn persönlich

besonders interessieren würde.

Es gelte, Prioritäten zu setzen. « Wir

schätzen das Engagement des Hockey

Club Davos bei der Organisation des

Spengler Cup sehr. Solche Topanlässe

sind gut für das Image der Schweiz », so

Parmelin.

Gespräche und ein Glas Wein

Seinen Besuch in Davos nutzte Guy

Parmelin auch für einen Abstecher zur

Snowfarm. In dieser wird seit bald zehn

Jahren jeweils im Frühling ein Schneehaufen

mit Sägespänen bedeckt. Dieser

Schnee wird im Herbst für die Präparierung

einer rund vier Kilometer langen

Loipe genutzt, bevor neuer Schnee

produziert werden kann. « Das finde ich

sehr interessant », so Parmelin. Im Weiteren

traf er Politiker wie die Bündner

Regierungsräte Jon Domenic Parolini

und Christian Rathgeb oder den Davoser

Landammann Tarzisius Caviezel.

Natürlich durfte auch ein längeres

Gespräch mit dem Eishockey-Weltverbandspräsidenten

René Fasel nicht

fehlen. « Wir führten interessante und

tiefgründige Gespräche über den Beruf

des Spitzensportlers. Natürlich bei einem

feinen Glas Rotwein », antwortete

der gelernte Winzer mit einem Augenzwinkern.

Zwischen Sport und Politik

Auch mit Sportlerinnen und Sportlern

unterhält sich der Schweizer Sportminister

immer gerne. Bei den Olympischen

Spielen in Rio war er begeistert

vom Treffen mit den Olympia-Gold-Ruderern

Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon

Schürch und Lucas Tramèr sowie

Radrennfahrer und Olympia-Sieger Fabian

Cancellara: « Cancellara hat mich

sehr beeindruckt. Ich habe gespürt,

dass er nicht nur als Sportler denkt,

sondern auch als Unternehmer.» Am

Spengler Cup durfte er nun Tennisspielerin

Martina Hingis sowie Ruderer

Lucas Tramèr wiedersehen und freute

sich über die spontanen Treffen: « Solche

Sportler sind extrem wichtig für

unsere Jugend.» Er liess es sich nicht

nehmen, ein Erinnerungsfoto mit der

Tennis-Queen und Spengler Cup-Maskottchen

Hitsch zu machen: « Dieses

wird mich noch lange an diese schönen

Spengler Cup-Tage in Davos erinnern.»

Der Sportminister sieht viele Parallelen

zwischen einem Sportler und einem

Politiker: « Wir alle suchen den Erfolg.

Sei es beim Spengler Cup, alle vier Jahre

bei Olympia oder in Bundesbern mit

dem Willen, für eine weitere Amtsdauer

gewählt zu werden. Sowohl Sportler als

auch wir Politiker benötigen einen enormen

Durchhaltewillen mit Spirit.»

: Ein Erinnerungsfoto, das Bundesrat Guy Parmelin mit Stolz erfüllt: Tennis-Queen Martina Hingis, Spengler Cup-Maskottchen Hitsch,

Guy und Caroline Parmelin ( von links ).


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: Sarah Meier

Europameisterin 2011 und

ehemalige Schauläuferin Art on Ice

« Ich bin nicht nur mit Eiskunstlaufen, sondern dank meines

Vaters, meines Onkels und meines Cousins auch

als begeisterte Eishockey-Zuschauerin aufgewachsen.

Die Kombination aus Schnelligkeit, technischen Fähigkeiten,

Teamwork und grossen Emotionen gefällt mir.

Darum bin ich auch immer gerne beim Spengler Cup.

Er bietet all diese Komponenten – und darüber hinaus

ein attraktives Rahmenprogramm.»


Spengler Cup Davos 2017

: Einziger Fixpunkt im Leben

Er ging durch die Eishockey-Schule und wurde Rockstar. Bastian Baker

führt ein Leben auf der Überholspur. Nur einmal im Jahr steht er auf Bremsklötzen:

für den Spengler Cup.

Er ist mal in Amsterdam, dann wieder

in Madrid und seit 2017 auch sehr oft

in Amerika. Nur in einer Woche im Jahr

weiss er ganz genau, was er macht: Zwischen

Weihnachten und Neujahr frönt

der Schweizer Musiker Bastian Baker

dem Spengler Cup.

Frühmorgens Eishockey

Wacht Bastian Baker morgens auf,

checkt er als Erstes die Eishockey-Resultate.

13 Jahre lang stand er selbst

auf dem Eis. Lausanne wollte ihn 2010

als Profi verpflichten. Gleichzeitig hatte

Baker seine erste Single veröffentlicht.

Er entschied sich gegen das harte

Sportlerleben und widmete sich fortan

der Musik. Doch er spürte schnell:

Eishockey war seine Lebensschule und

Teil seines heutigen Erfolges. Baker ist

froh, dass er sich Pünktlichkeit und das

« hart an sich arbeiten » im Sport angeeignet

hatte: « Von der Teamarbeit im

Sport bin ich noch heute fasziniert. Den

Spirit und die Leidenschaft eines gut

funktionierenden Teams lebe ich auch

in meiner Band. Jedes einzelne Mitglied

ist Teil von etwas Grossem.» Im Gegensatz

zur Musik wurde Bastian Baker der

Sport quasi in die Wiege gelegt. Sein

Vater Bruno Kaltenbacher war zwölf

Jahre lang Eishockey-Profi, spielte in

der Nationalliga A bei Ambrì-Piotta, Biel

und Fribourg-Gottéron. Seine Mutter

Magali war Lehrerin und spielte Volleyball.

Die Musik spielte in der Familie –

Baker wuchs mit seinen Geschwistern

Margaux und Marine auf – eine Nebenrolle.

Nur zur Unterhaltung der Kollegen

spielte sein Vater ab und an Gitarre.

Seine Mutter nahm zwar Gitarrenunterricht,

war aber zu schüchtern, um

zu spielen. Mit 13 sagte Baker zu seiner

Mutter: « Ich werde Rockstar.» Dafür

hielt sie ihn für zu wenig verrückt.

Die Stimmung auskosten

Bastian Baker verbringt viel Zeit mit

seiner Band, lebt monatelang in Hotelzimmern.

Seit sechs Jahren ist er nun

so unterwegs und begeistert seither

in Dubai ebenso wie in Davos. Bei der

Arbeit bricht seine Sportlermentalität

durch. Er gibt sich nie zufrieden, will

100 Prozent und mehr. Dabei erkennt

er durchwegs Parallelen zwischen Sport

und Showbusiness. Sowohl in der Musik

als auch im Eishockey wird monatelang

an einem Ziel gearbeitet, sei es der

neue Song oder der Meistertitel. « Zudem

versuche ich, wie die Eishockeyaner,

Menschen in eine gute Stimmung zu

versetzen. Dass mir dies so gut gelingt,

erachte ich als grosses Geschenk.»

Bastian Baker kostet seine Konzerte

aus. Dennoch fehlen ihm manchmal die

Emotionen des Eishockeys: « Diese sind

noch stärker als in der Musik.»

Spektakel, Tore und Schlägereien

Bastian Baker mag am Eishockey Spektakel,

Tore und Schlägereien. Am Spengler

Cup begeistern ihn schnell geführte

Partien mit klugen Spielzügen, die Fans

und die « supercoole » Stimmung. Die

Fernsehübertragungen waren seit jeher

Pflicht. Bis er dann 2013 zusammen

mit drei Kollegen entschied, den Spengler

Cup live zu erleben. Seither wird die

Gruppe Baker in Davos immer grösser:

« Jedes Mal, wenn ich von diesem Spektakel

erzähle, schliessen sich weitere

Kollegen an.» Die Emotionen des Eishockeys

mit Niederlagen und Siegen

waren für Baker prägend: « Ich erinnere

mich noch gut daran, als wir nach

sechsstündiger Anreise mit Lausannes

Elite-Junioren in Davos gewannen: Wir

fühlten uns wie Weltmeister.» Baker ist

ein Winner-Typ: « Ich will überall siegen,

auch wenn ich Pingpong spiele.»

: Bastian Baker: « Wenn ich morgens aufwache, checke ich als Erstes die Eishockey-Resultate.

Mit der Mütze ins Partyleben

Spengler Cup bedeutet für den Romand

wie für viele andere Fans nicht

ausschliesslich Sport, sondern auch

Partyleben. Dafür zieht der Musiker

seine Mütze tief ins Gesicht. Erkannt

wird er kaum. Auch wenn er in Zukunft

noch mehr Zeit in gute Musik investieren

möchte, ist für ihn klar: « Ich komme

wieder zum Spengler Cup zurück.»


: Bastian Baker freut sich, den Spengler Cup

in den Händen halten zu dürfen.


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DAS ERSTE JAHRZEHNT SPENGLER CUP

: Matthias Glarner

Schwingerkönig 2016

« Als grosser Eishockey-Fan bedeutet der Spengler Cup

für mich Eishockey der Spitzenklasse und ist gleichzeitig

der sportliche Abschluss ‹meines Sportjahres›.

Mich beeindrucken vor allem die Leidenschaft der

Sportler und das sportlich hohe Niveau der Spiele sowie

die einzigartige Stimmung.»


MIT SRF AM PUCK BLEIBEN

PACKENDE ANALYSEN, ZUSAMMENFASSUNGEN UND HINTER-

GRUNDBERICHTE. IM FREE-TV, IM RADIO ODER ONLINE.

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57

Eishockey total: Wir zeigen Emotionen!

Der Spengler Cup verspricht Spannung und Spektakel: Mit SRF wird das Traditionsturnier

nicht nur im Stadion, sondern auch zu Hause und unterwegs zu einem

ganz besonderen Erlebnis. Die Direktübertragungen im Fernsehen, im Radio und

online sind jeweils Schlusspunkte eines vielfältigen und umfangreichen Sportjahrs.

Bei der Sportberichterstattung mischt

die SRG SSR mit ihren sprachregionalen

Sendern, den Radioprogrammen und

den Online-Plattformen ganz vorne mit.

Bei so viel Sport kommt

man ins Schwitzen

SRF, RTS, RSI und RTR zeigten im vergangenen

Jahr über 12 000 Stunden

Sport, davon knapp 5000 Stunden live.

Die Sportberichterstattung ist dabei

auf Schweizer Sportlerinnen und

Sportler, nationale Topveranstaltungen

wie den Spengler Cup sowie internationale

Grossanlässe wie die Olympischen

Spiele oder die Eishockey-Weltmeisterschaft

ausgerichtet. Darüber hinaus

berichten die Sender der SRG auch über

Sportarten, die weniger im medialen

Fokus stehen. Dazu zählen beispielsweise

Kunstturnen, Leichtathletik, Reiten,

Rudern und Unihockey. In den letzten

Jahren berichteten die Sender der SRG

über rund 100 Sportarten. Ein vielfältiges

Sportangebot, das im europäischen

Free-TV einzigartig ist.

Die SRG als langjährige Partnerin

Mit ihrem umfassenden Programmangebot

und den hochstehenden Fernsehproduktionen

wie am Spengler Cup

leistet die SRG mit ihren Sendern das

ganze Jahr über einen wichtigen Beitrag

zur Förderung und breiten Wahrnehmung

des Schweizer Sports. Sei

dies für Schweizer Sportverbände oder

Schweizer Sportveranstalter. In Davos

produziert die SRG mit 13 Kameras das

weltweite Fernsehsignal des Spengler

Cup. Die Bilder werden nicht nur in der

Schweiz ausgestrahlt, sondern erreichen

Eishockeyfans auf der ganzen Welt.

Das über Jahre erarbeitete Know-how

ermöglicht es, am Spengler Cup immer

wieder technische Innovationen wie die

Helmkamera oder einen Kameramann

auf Schlittschuhen einzusetzen und so


Die Bilder des Spengler Cup werden dank der SRG

SSR nicht nur in der Schweiz ausgestrahlt, sondern

erreichen Eishockeyfans auf der ganzen Welt.

besonders spektakuläre Bilder für die

Zuschauerinnen und Zuschauer einzufangen.

SRF, RTS, RSI und RTR produzieren

zudem ein massgeschneidertes

Sportprogramm für alle Landesteile und

in allen Landessprachen.

Mit der neuen

Sendung «eishockey

aktuell» noch näher

am Geschehen

Sportübertragungen lassen sich nicht

alleine durch Werbeeinnahmen refinanzieren.

Das gilt auch für populäre und

publikumswirksame Sportarten wie

Eishockey und Sportveranstaltungen

wie den Spengler Cup. Nur dank den Gebühren

ist es möglich, das umfassende

Live miterleben

Der Spengler Cup live auf

SRF zwei, Radio SRF 3 und srf.ch

und attraktive Eishockeypaket ohne

Zusatzkosten im Free-TV zu sehen. In

der Deutschschweiz zeigt SRF Highlight-Zusammenfassungen

der National

League ( alle Spiele, alle Tore ), Direktübertragungen

des Topspiels der jeweiligen

Play-off-Runde, alle Partien der

Schweizer Nationalmannschaft, Spiele

der Champions Hockey League, des

Schweizer Cups und der Eishockey-Weltmeisterschaft.

Durch die neue Sendung

«eishockey aktuell» erhalten die Zuschauer

an Wochentagen mit mindestens

vier Partien der National League

einen besonders genauen Blick auf das

Spielfeld. Experten ordnen entscheidende

Szenen und Mannschaftstaktiken

professionell ein. Moderiert von

Daniela Milanese, Jann Billeter oder Lukas

Studer, lässt das neue TV-Magazin

das Publikum noch näher am sportlichen

Geschehen auf dem Eis teilhaben.

Mit SRF sitzen Sie also auch beim Eishockey

immer in der ersten Reihe.

Ihre Sportbegeisterung ist für uns

gleichermassen Ansporn und Verpflichtung,

dass Sie auch in Zukunft in den

Genuss eines der sportlichsten Free-

TV-Programme Europas kommen. SRF

bedankt sich herzlich für Ihre Treue und

Ihr Interesse am vielfältigen Programmangebot.

Als Radio und TV-Partner berichtet SRF umfassend über den Spengler Cup und

zeigt alle Spiele live. Die Direktübertragungen auf SRF zwei kommentieren Stefan

Bürer und Claude Jaggi. Die Moderatoren führen durch die Livesendungen und

begrüssen jeden Tag interessante Gäste zum Gespräch. Auch Radio SRF 3 berichtet

täglich mit Live-Einschaltungen aus Davos. Alle Spiele können zudem online live

mitverfolgt werden (srf.ch/sport).


Spengler Cup Davos 2017

Bewegte Geschichte der UBS

in den Dreissigerjahren

In der Geschichte werden die Dreissigerjahre gemeinhin mit höchst negativen

Entwicklungen und Ereignissen verbunden – Stichworte sind die Weltwirtschaftskrise

und das nationalsozialistische Regime in Deutschland.

Für die Schweiz lässt

sich die Abwärtsspirale,

in der sich die Weltwirtschaft seit

Ende der Zwanzigerjahre befand, am

besten durch die katastrophale Lage

der weltweit bekannten Uhrenindustrie

verdeutlichen. In den Dreissigerjahren

brach das Exportvolumen dieser

Industrie um zwei Drittel ein, und etwa

die Hälfte der 60 000 Arbeitsplätze dieses

Sektors ging verloren. Auch bei den

Vorgängerbanken von UBS, der Schweizerischen

Bankgesellschaft ( SBG ) und

dem Schweizerischen Bankverein ( SBV ),

kam das Beschäftigungswachstum zum

Stillstand, ja kehrte sich um, so dass

zum Beispiel der Personalbestand der

SBG zwischen 1931 und 1936 um ein

Viertel abgebaut wurde. Diese Entwicklung

war bezeichnend für die Turbulenzen,

in die das Finanzzentrum der

Schweiz durch die politischen und wirtschaftlichen

Umbrüche der Dreissigerjahre

hineingeraten war.

Schweizer Regierung rettet Banken

Bereits 1933 war die Schweiz gezwungen,

eine ihrer damals acht Grossbanken,

die Schweizerische Volksbank, zu

retten und sich mit 100 Millionen Franken

am Genossenschaftskapital der

Bank zu beteiligen. Dieser Betrag entsprach

knapp einem Viertel der gesamten

Ausgaben der Schweizer Regierung

in diesem Jahr. Andere Banken hatten

hingegen weniger Glück: So wurden im

Zeitraum von 1930 bis 1939 etwa 60

Banken übernommen oder geschlossen.

Die Bank für Graubünden schliesst

Auch Graubünden blieb von dieser Entwicklung

nicht verschont. Von besonderer

Bedeutung für die Geschichte

von UBS ist dabei die 1862 – im gleichen

Jahr wie die Bank in Winterthur,

Die Bündner Privatbank, Nachfolgebank der «Bank für Graubünden».

die erste Vorgängerbank von UBS –

gegründete Bank für Graubünden. In

ihren ersten Jahrzehnten hatte die

Bank einen stetigen Aufschwung erlebt,

dies besonders bedingt durch den

Ausbau des Eisenbahnnetzes und des

Aufschwungs des Tourismus im Kanton.

Am letzteren war die Bank besonders

durch die Finanzierung des Baus neuer

Hotels beteiligt. Bereits 1863 wurde

eine Agentur in Davos gegründet, und

auch nach St. Moritz dehnte die Bank

sich aus. Doch der Tourismus kam im

Ersten Weltkrieg nahezu zum Erliegen,

und die Bank zunehmend in finanzielle

Bedrängnis. Mit der Weltwirtschaftskrise

endete dann auch eine kurzfristige

Belebung der Geschäfte in der zweiten

Hälfte der Zwanzigerjahre – und am

25. August 1934 musste die Bank für

Graubünden schliesslich ihre Schalter

schliessen.

Frankenabwertung für die

Geschichtsbücher

Mit der Bündner Privatbank wurde jedoch

bereits 1935 eine Nachfolgebank

gegründet; diese wiederum wurde 1962

von der SBG übernommen.

Ein Jahr nach der Gründung der Bündner

Privatbank sah die Schweiz sich zum

ersten und bisher einzigen Mal gezwungen,

den Schweizer Franken ( um 30 Prozent

) abzuwerten. Auch die SBG und

der SBV waren, wie bereits anhand der

Verringerung der Beschäftigungszahlen

angedeutet, gegen diese Schwierigkeiten

nicht gefeit. Die gesamte Bilanzsumme

der Bankgesellschaft fiel von

knapp 1 Milliarde Franken im Jahr 1930

bis auf 441 Millionen Franken im Jahr

1935 ( und stieg danach nur allmählich

wieder an ). Auch die Bilanzsumme des

SBV schrumpfte von ihrem 1930 registrierten

Höchststand von 1,6 Milliarden


PRESENTING PARTNER UBS

59

1934 wurde eine Hauszeitschrift für das Personal der Schweizerischen Bankgesellschaft eingeführt.

Olivetti Schreibmaschine M40, ab Mitte

der Dreissigerjahre hergestellt.

Franken bis auf ein Rekordtief von zirka

1 Milliarde Franken im Jahr 1935. Im

Zeitraum von 1930 bis 1939 mussten

32,5 Millionen Franken abgeschrieben

werden.

Die drei Schlüssel der UBS

Zur gleichen Zeit nutzten beide Banken

die Krise auch als Chance zur Stärkung

anderer Geschäftsfelder. Der SBV

beispielsweise legte den Schwerpunkt

verstärkt auf den Ausbau des Privatkundengeschäfts.

Im Oktober 1936 beschloss

die Bank ein neues Logo – oder

« Hausabzeichen », wie es damals genannt

wurde – entwerfen zu lassen.

Nach Einholen verschiedener Offerten

entschied man sich für den Entwurf der

jungen Zürcher Grafikerin Warja Lavater,

eine stilisierte Darstellung dreier

Schlüssel, und setzte diesen dann 1938

Die drei Schlüssel – seit 1938 das Logo des

Schweizerischen Bankvereins.

um. Bekanntermassen sind die drei

Schlüssel noch heute deutlich sichtbarer

Bestandteil des UBS-Logos.

Einführung des Bankgeheimnisses

Mitte der Dreissigerjahre wurde ein

Gesetz in Kraft gesetzt, das für die

gesamte Finanzindustrie der Schweiz

von besonderer Bedeutung ist. Ins Bundesgesetz

über die Banken und Sparkassen,

dem ersten nationalen Gesetz

über das Bankwesen, fand auch ein Artikel

Eingang, der später ausgiebigen

Stoff für viele Diskussionen bot und

in zahllosen Büchern und Filmen thematisiert

wurde. Artikel 47 des neuen

Gesetzes bezog sich offiziell auf das

Bankgeheimnis, eine Besonderheit des

Schweizer Bankwesens, die de facto

bereits seit langer Zeit in den Beziehungen

zwischen Banken und ihren Kunden

bestanden hatte. In den internen

Richtlinien der SBG wird beispielsweise

bereits 1915 ein « Gebot der Verschwiegenheit

» für Bankangestellte erwähnt.

Ende der Dreissigerjahre befand sich

die Schweizer Wirtschaft auf dem Weg

der Besserung, auch bedingt durch eine

Verbesserung der weltwirtschaftlichen

Lage. Gleichzeitig verschlechterte sich

das internationale politische Umfeld

durch das Verhalten diktatorischer

Mächte wie Deutschland, Italien und der

Sowjetunion zusehends. Deutschlands

Angriff auf Polen führte im September

1939 schliesslich zum Ausbruch des zweiten

weltweiten Konflikts innerhalb einer

Generation. Wie im Ersten Weltkrieg erklärte

sich die Schweiz für neutral.

Elektromechanischer Rechenautomat MADAS,

hergestellt ab Mitte der Zwanzigerjahre von

H. W. Egli AG ( Zürich ).

Rechenwalze Loga-Calculator,

ca. 1925, eingesetzt vor allem in Devisenabteilungen.

Rechenmaschine Brunsviga Nova 13, hergestellt

zwischen 1928 und 1940 von Brunsviga Maschinenwerke,

Grimme, Natalis & Co. AG, Braunschweig.


: Bibi Torriani, Mike Matthew Buckna,

Josef Maleček


SIEGER VON DAMALS

61

: Mit Bibi Torriani in Annapolis

Mario Torriani blickt auf den Siegelring mit den Initialen RT am Ringfinger

seiner rechten Hand. Einer seiner vielen Erinnerungen an seinen Grossvater

Richard « Bibi » Torriani – dem ersten Sportidol der Schweiz.

Mario Torriani ging noch mit seinem

Grossvater Bibi aufs Eis. Spasseshalber.

Er spielte nie in einem Club und war

somit der Erste der Familie, der die Eishockey-Tradition

nicht fortführte. « Das

Eishockey-Spielen hat sich für mich im

Berner Seeland, wo ich aufwuchs, irgendwie

nie ergeben. Aber wenn der Hockey

Club Davos in Biel gespielt hat, war

ich als Jugendlicher meist im Stadion dabei.

Mit Hockey Club Davos-Mütze und

-Schal inmitten der Biel-Fans – das war

nicht immer einfach », so der Enkel des

Eishockey-Stürmers. Doch auch Mario

Torriani ist sportbegeistert und ein

leidenschaftlicher Jogger sowie gelegentlicher

Schwimmer. Er denke gerne

an seinen Grossvater und bewundere

ihn für seine sportlichen Leistungen,

aber vor allem als Mensch.

Ein Sturm wie die Schweizer Uhren

1933 jubelte Bibi Torriani nach dem

1 : 0-Treffer im Finalspiel gegen Rapid

Paris. Dieser bedeutete den Gewinn

des Spengler Cup-Pokals und damit den

zweiten Spengler Cup-Sieg des Hockey

Club Davos in der elften Austragung. Es

war gleichzeitig die Geburtsstunde des

« ni »-Sturmes, dem neben Torriani die

Brüder Hans und Ferdinand « Pic » Cattini

angehörten.

Der Begriff « ni »-Sturm rührte von

der gemeinsamen Endsilbe « ni » der

Familiennamen der drei Spieler her.

Der « ni »-Sturm galt etwa anderthalb

Jahrzehnte lang als die Paradelinie des

Hockey Club Davos und der Schweizer

Nationalmannschaft. Als Spieler der

Davoser errang Bibi Torriani zwischen

1930 und 1950 18 Schweizer-Meister-Titel.

Als seine grossen Lehrmeister

bezeichnete der erfolgreichste

europäische Stürmer der 1930er- und

40er-Jahre die Kanadier, die jedes Jahr

gegen den Hockey Club Davos antraten.

Dank dieses Anschauungsunterrichts

: Bibi Torriani besuchte auch nach seiner Karriere gerne die Eishockey-Spiele des Hockey Club Davos.

Hier 1973 mit Hund Lexi auf der Aussentribüne des Eisstadions Davos.

fand er zum ausgeklügelten Spiel des

« ni »-Sturmes. Von den ausländischen

Mannschaften wurde dieser gerne mit

der Präzision der Schweizer Uhren verglichen.

Ein Turnier mit Weltruf

Bibi Torriani war immer ein sehr ruhiger,

geerdeter Typ. Doch auf dem Eis konnte

er explodieren. Zum Beispiel beim

Spengler Cup, den er so sehr mochte.

Auch sein Enkel lässt sich gerne vom

Traditionsturnier begeistern. Er verfolgt

es immer, sei es über die Beiträge

im Radio oder Fernsehen oder auch vor

Ort, was in letzter Zeit leider zu selten

der Fall war: « Dabei habe ich noch keine

Minute bereut, die ich für das Turnier

aufgewendet habe. Der Spengler

Cup ist ein toller Event, dessen Weltruf

nicht von ungefähr kommt.»

In 111 Länderspielen erzielte Bibi Torriani

105 Tore. Der Beginn und zugleich

ein Highlight in seiner Nationalmannschaftskarriere

waren die Olympischen

Winterspiele 1928 in St. Moritz, als er als

17-Jähriger alle Tore der Schweizer Nationalmannschaft

erzielte und damit entscheidend

zum Gewinn der Bronzemedaille

beitrug. Bei der Eröffnung der Olympischen

Winterspiele 1948 in St. Moritz

sprach Torriani den olympischen Eid.

Masseur und Trainer

Nach Abschluss seiner Eishockey-Karriere

war er Trainer beim Hockey Club

Davos und EHC Visp, mit dem er 1962

den Schweizer-Meister-Titel gewann,

sowie Nationaltrainer der Schweiz und

Italiens. In den Sommermonaten arbeitete

er wie bereits während seiner Eishockey-Karriere

im « Quellenhof » in Bad


: Richard « Bibi » Torriani prägte den Hockey Club Davos

und damit auch den Spengler Cup zwischen 1929 und 1950.


SIEGER VON DAMALS

63

Ragaz als Masseur. Deshalb hat der Ort

für die ganze Familie eine spezielle Bedeutung.

So wurde zum Beispiel 2016

der 70. Geburtstag von Romano Torriani,

Sohn von Bibi und Vater von Mario, im

« Quellenhof » an der Tafel von Spitzenkoch

Andreas Caminada gefeiert.

Doch auch in Davos, wo Grossvater Torriani

bis zu seinem Tod im Jahre 1988 im

Winter wohnte, sind die Torrianis gerne.

« Unlängst war ich mit meiner Tochter

Emilia auf der Schatzalp Skifahren. Da

kamen Erinnerungen hoch an unvergessliche

Stunden an diesem wunderschönen

Ort mit Bibi und seiner Frau

May, also meiner Grossmutter. Das war

schön und irgendwie schloss sich damit

der Kreis », erzählt Mario Torriani.

Wegzug aus den Bergen

May zog zusammen mit Richard « Bibi »

Torriani drei Kinder auf – zwei Söhne

und eine Tochter. Marco und Romano

strebten auf dem Eis ihrem Vater nach.

Marco war selbst vierfacher Spengler

Cup-Teilnehmer, schlug dann aber

die berufliche Karriere als Hotelier ein.

Mit dem Eishockey blieb er immer verbunden,

war 1997 Mitorganisator der

Junioren-Weltmeisterschaft und präsidierte

später den Genève-Servette

HC. Romano Torriani begeisterte als

Eishockeyaner durch seine Schnelligkeit.

Er spielte unter anderem bei Basel

in der Nationalliga B, bevor er sich auf

seine Arbeit als Kinderarzt und Psychiater

konzentrierte. « Alle Torrianis

verschwanden schnell aus den Bergen »,

lacht Mario Torriani heute.

Geprägt durch Fairness

Durch seine Arbeit als Arzt lebte Bibis

Sohn Romano mit Familie einige Zeit in

Baltimore, USA. Damals besuchte Bibi

Torriani die Familie für längere Zeit.

« Ich kann mich noch sehr gut daran

erinnern, wie wir gemeinsam nach New

York und Annapolis ( Maryland ) reisten

», so Mario Torriani. « Das Leben von

Bibi Torriani war geprägt durch Fairness

und Ehrlichkeit. Man wurde nie

schlecht behandelt und wusste immer,

woran man war », erzählt sein Enkel.

Diese Grundsätze des Sports seien für

ihn eine Lebenshaltung gewesen. « Das

schätzte ich sehr an meinem Grossvater,

der ein Fels in der Brandung war, ein

sehr positiver, besonnener Mensch, den

ich nie jammern hörte », so Mario Torriani.

Gemeinsam hätten sie viel Zeit miteinander

verbracht. Dabei gab ihm Bibi

Torriani einen Leitsatz mit auf seinen

Lebensweg: « Mach im Leben das, was

du gerne machst.»

Grosse Ehre nach dem Tod

Auch heute noch wird Mario Torriani ab

und an auf seinen Grossvater angesprochen

sowie auf seinen noch berühmteren

Grosscousin Vico. Der Schlagersänger,

Schauspieler und Showmaster

hatte sich neben der Schweiz auch in

Deutschland einen grossen Namen gemacht.

Meist sind das ältere Menschen,

die mit Bibi und Vico aufgewachsen sind,

oder junge Sportbegeisterte, die den

Namen vordergründig als Gruppennamen

des Spengler Cup kennen.

Bibi Torriani wurde im Gründungsjahr

1997 in die IIHF Hall of Fame in Toronto,

Kanada, aufgenommen. Er gehörte zu

den 30 ersten Mitgliedern und war der

erste Schweizer im Kreis der weltbesten

Eishockeyaner. Mario Torriani: « Der

Besuch der Hall of Fame steht noch auf

der To-do-Liste von mir, meiner Ehefrau

Anna und den beiden Kindern Emilia

und Giacomo. Denn, dass mein Grossvater

dort aufgenommen wurde, finde ich

eine grossartige Sache.»

: Bibi Torriani mit seinen Grosskindern Mario, Martina und Riccarda ( von links ) 1981 in Annapolis, USA.


SIEGER VON DAMALS

65

: Der Vater des

tschechischen Eishockeys

Mike Matthew Buckna – ein Leben zwischen Kanada und der damaligen

Tschechoslowakei. Der gebürtige Kanadier gilt als Vater des tschechischen

Eishockeys und entführte 1937 zusammen mit dem LTC Prag den ersten

Spengler Cup-Pokal in die Tschechoslowakei.

Mike Matthew Buckna etablierte das

Eishockey in der Tschechoslowakei von

der Graswurzel bis zur internationalen

Spitze. Er coachte das tschechoslowakische

Team bei Europa- und Weltmeisterschaften

und gewann bei den

Olympischen Spielen 1948 in St. Moritz

( Schweiz ) die Silbermedaille. Gold verpasste

er mit seinem Team nur wegen

der schlechteren Tordifferenz zugunsten

von Kanada, das zum ersten Mal

nach dem Krieg wieder an einem internationalen

Turnier teilnahm und die

vierte olympische Goldmedaille feierte.

Die Tschechoslowakei, das technisch

beste Team des Turniers, wurde Zweite

und damit Europameister. Die Schweiz

war das drittbeste Team – wenngleich

die Niederlage gegen die Tschechoslowakei

mit 1 : 7 empfindlich hoch ausfiel.

Erfolg an Erfolg in der

Heimat der Eltern

Buckna begann seine Eishockey-Karriere

1932 bei den Trail Smoke Eaters

in British Columbia ( Kanada ). Ein ehemaliger

Weggefährte – Reto Zanier

fasste dessen Fähigkeiten prägnant

zusammen: « Er war im wahrsten Sinne

des Wortes von einer anderen Welt.

Mit grösster Wahrscheinlichkeit führte

Mike Buckna die Scheibe aus der Ecke,

wenn er sich dort aufhielt.» Dazu gab

es noch eine kleine Anekdote: « Mike

fiel durch seine Hosen auf. Diese waren

von seiner Mutter genäht worden und

unterschieden sich von den der anderen

Teammitglieder.» Während seines

Rookie-Jahres verhalf Mike Matthew

Buckna dem Team zum Gewinn des Allan

Cups, der wichtigsten Trophäe im kanadischen

Amateur-Eishockey. Zwei Jahre

später wechselte er zum LTC Prag und

damit ins Heimatland seiner Eltern, die

nach Kanada ausgewandert waren. Bei

LTC Prag hatte er die Doppelrolle als

Spieler und Coach inne. In dieser Zeit

( 1936 bis 1938 ) stand er auch dreimal in

Serie im Finale des Spengler Cup. 1937

siegten die Prager und konnten somit

die Trophäe nach den Siegen 1930 und

1932 definitiv ihr Eigen nennen.

: Mike Matthew Buckna ( links ), Vilibald Stovik, Karel Stibor, Vladimir Zabrodsky und

Augustin Bubnik während eines Trainings in St. Moritz.

WM-Gold und Olympia-Silber

Während des Zweiten Weltkrieges zog

Mike Matthew Buckna zurück nach Kanada.

In der Tschechoslowakei führte er

später das « Minor Hockey System » ein,

organisierte Eishockey-Akademien und

trainierte Junioren- und Aktivmannschaften.

Das Nationalteam führte er

1947 zum ersten Weltmeister-Titel

überhaupt – dies in Prag und somit im

eigenen Land. Dieser Erfolg bedeutete

gleichzeitig den siebten Europameister-Titel

für die Tschechoslowaken und

den dritten mit Buckna nach den Erfolgen

in den Jahren 1938 und 1939. Ein

Jahr später, bei den Olympischen Spielen

in St. Moritz, wurde das Team nur

von Kanada geschlagen und gewann Silber.

1956 erhielt Buckna das Angebot,

das kanadische Nationalteam zu trainieren.

Doch er lehnte ab und coachte

stattdessen die Rossland Warriors

und die Junior Trail Smoke Eaters. Mike

Buckna starb 1996 und wurde 2004 in

die IIHF Hall of Fame aufgenommen.


Spengler Cup Davos 2017

: Spengler Cup-Sieger mit Prag,

Schweizer Meister mit Davos

Was für die Schweizer Bibi Torriani in den 1930er- und 40er-Jahren war,

war Josef Maleček für die Tschechoslowakei. Er galt als bester europäischer

Stürmer der Zwischenkriegszeit.

Dreimal ( 1929, 1930 und 1937 ) gewann

Josef Maleček den Spengler Cup und

war 1938 in die legendäre « Final-Schlägerei

» verwickelt, die zum Spielabbruch

führte. 1948 spielte der Tschechoslowake

beim Hockey Club Davos und gewann

den Schweizer Meistertitel – unter

anderem mit Bibi Torriani.

Europameister mit 19 Jahren

Bereits ein Vierteljahrhundert früher

hatte er 1921 und damit als 18-Jähriger

in der ersten Mannschaft des HC

Sparta Prag debütiert. Ein Jahr später

spielte er erstmals bei Europameisterschaften

und feierte gleich seinen

ersten Titel – dies nach Siegen über

die Schweiz ( 8 : 1 ) und Schweden ( 3 : 2 ).

Im Verlaufe seiner Karriere kamen drei

weitere Goldmedaillen bei Europameisterschaften

dazu: 1925, 1929 und 1933.

1926, 1938 und 1939 gewann er Silber

und 1931, 1934 und 1935 Bronze.

Bei insgesamt 107 Länderspielen für

die Tschechoslowakei erzielte Maleček

114 Tore. Allein 62 waren es bei seinen

elf Weltmeisterschaftsteilnahmen.

Zweimal gewann er dabei Bronze –

1933 und 1938. Zudem nahm er mit der

tschechoslowakischen Auswahl an den

Olympischen Winterspielen 1924 in

Chamonix, 1928 in St. Moritz und 1936

in Garmisch-Partenkirchen teil.

Mit Prag beim Spengler Cup

Ab 1927 spielte Josef Maleček beim damaligen

Spitzenclub LTC Prag. Mit diesem

gewann er den Spengler Cup – und

achtmal in Folge den tschechoslowakischen

Meistertitel. 1930 und 1931 holte

er mit seiner Mannschaft zudem den

Tatra Pokal, der im Gebiet der Hohen

Tatra ausgetragen wird und das zweitälteste

internationale Vereinsturnier

neben dem Spengler Cup ist.

: Das tschechoslowakische Eishockeyteam mit Tuzicka, Kucera, Hromadka, Pusbauer, Malecek,

Peka, Reporter Josef Laufer, Cetkovsky, Michalek, Pergut, Cisar, B. Jirotka, Z. Jirotka ( von links )

anlässlich der Weltmeisterschaft 1935 in Davos.

Mehrfacher Torschützenkönig

Maleček galt als bester europäischer

Stürmer der Zwischenkriegszeit. Er war

ein technisch versierter Schlittschuhläufer

mit einem äusserst platzierten

Schuss. Dies brachte ihm Anfang der

1930er-Jahre auch ein Angebot der

New York Rangers aus der NHL ein. Er

lehnte jedoch ab. Dafür wurde er in

der Tschechoslowakei mehrmals Torschützenkönig

und gewann 1940, 1942,

1943 und 1944 mit seiner Mannschaft

die Meisterschaft des Protektorats

Böhmen und Mähren. Nach Kriegsende

wechselte er zum HC Slovan Bratislava,

für den er drei Jahre spielte.

Einsatz auch im Davis Cup

Maleček war nicht nur einer der besten

Eishockey-Spieler seiner Zeit. Talent

bewies er auch in anderen Sportarten.

So vertrat er sein Land mehrfach bei

Feldhockey-Länderspielen. Als Tennisspieler

gewann er zwei tschechoslowakische

Meistertitel und nahm 1929 am

Davis Cup teil. Aus dieser Zeit kannte

er Vojtěch Vodička und Ladislav Hecht.

Mit ihnen führte er im Prag der Zwischenkriegszeit

eines der beliebtesten

Sportgeschäfte, das als erstes Eishockey-Ausrüstung

der Marke CCM aus

Kanada importierte.

Von der Schweiz nach Amerika

1948, nachdem die Kommunisten im Februarumsturz

die Macht in seiner Heimat

übernommen hatten, ging Maleček

in die Schweiz. Er spielte eine Saison

lang beim Hockey Club Davos. 1954, nach

Abstechern zum HC Crans-Montana,

Krefelder EV und HC Zürich Jaguars zog

er Mitte der 1950er-Jahre weiter in die

Vereinigten Staaten. Dort arbeitete er

als Kommentator für das tschechischsprachige

Programm von Radio Free

Europe. Zudem war er Ehrenvorsitzender

der Vereinigung tschechoslowakischer

Sportler im Ausland. Josef Maleček

starb 1982 in Bayport, New York.

2003 wurde er in die IIHF Hall of Fame

aufgenommen und gehörte 2008 zu den

ersten Mitgliedern der Tschechischen

Eishockey-Ruhmeshalle.


: Kariem Hussein

Leichtathletik ( Europameister 2014

über 400-m-Hürdenlauf )

« Die Dynamik des Spengler Cup hat mich gepackt. Nebst dem Sport

verkörpert er ein grosses Volksfest – einmal dabei gewesen,

immer wieder! Ich erinnere mich gerne an die spannenden Spiele,

interessanten Gespräche und einfach an ein Wohlfühl-Event

purer Leidenschaft und Magie.»


: Das Goldene Buch 29 Sieger in 90 Jahren

Nach Oxford University ( 1923 ) reihten sich 28 verschiedene Teams in die Siegerliste

ein. Der Hockey Club Davos ist mit 15 Turniersiegen der Rekordsieger vor

Team Canada mit 14 Erfolgen.

Jahr

Sieger

Jahr

Sieger

2016 Team Canada ( CAN )

2015 Team Canada ( CAN )

2014 Genève-Servette HC ( SUI )

2013 Genève-Servette HC ( SUI )

2012 Team Canada ( CAN )

2011 HC Davos ( SUI )

2010 SKA Sankt Petersburg ( RUS )

2009 HK Dinamo Minsk ( BLR )

2008 HK Dynamo Moskau ( RUS )

2007 Team Canada ( CAN )

2006 HC Davos ( SUI )

2005 Metallurg Magnitogorsk ( RUS )

2004 HC Davos ( SUI )

2003 Team Canada ( CAN )

2002 Team Canada ( CAN )

2001 HC Davos ( SUI )

2000 HC Davos ( SUI )

1999 Kölner Haie ( GER )

1998 Team Canada ( CAN )

1997 Team Canada ( CAN )

1996 Team Canada ( CAN )

1995 Team Canada ( CAN )

1994 Färjestads BK ( SWE )

1993 Färjestads BK ( SWE )

1992 Team Canada ( CAN )

1991 HK ZSKA Moskau ( RUS )

1990 HK Spartak Moskau ( RUS )

1989 HK Spartak Moskau ( RUS )

1988 USA Selects ( USA )

1987 Team Canada ( CAN )

1986 Team Canada ( CAN )

1985 HK Spartak Moskau ( RUS )

1984 Team Canada ( CAN )

1983 HK Dynamo Moskau ( RUS )

1982 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1981 HK Spartak Moskau ( RUS )

1980 HK Spartak Moskau ( RUS )

1979 Krylja Sowetow Moskau ( RUS )

1978 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1977 SKA Leningrad ( RUS )

1976 Sowjetunion B-Nationalteam UdSSR

1975 Olympiateam Tschechoslowakei

1974 Slovan ChZJD Bratislava ( CZE )

1973 Slovan ChZJD Bratislava ( CZE )

1972 Slovan ChZJD Bratislava ( CZE )

1971 SKA Leningrad ( RUS )

1970 SKA Leningrad ( RUS )

1969 HK Lokomotive Moskau ( RUS )

1968 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1967 HK Lokomotive Moskau ( RUS )

1966 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1965 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1964 EV Füssen ( GER )

1963 TJ Sparta CKD Prag ( CZE )

1962 TJ Sparta CKD Prag ( CZE )

1961 ACBB Paris ( FRA )

1960 ACBB Paris ( FRA )

1959 ACBB Paris ( FRA )

1958 HC Davos ( SUI )

1957 HC Davos ( SUI )

1956 nicht ausgetragen

1955 Rudá hvezda Brno ( CZE )

1954 HC Milano Inter ( ITA )

1953 HC Milano Inter ( ITA )

1952 EV Füssen ( GER )

1951 HC Davos ( SUI )

1950 Diavoli Rossoneri Mailand ( ITA )

1949 nicht ausgetragen

1948 LTC Prag ( CZE )

1947 LTC Prag ( CZE )

1946 LTC Prag ( CZE )

1945 ZSC ( SUI )

1944 ZSC ( SUI )

1943 HC Davos ( SUI )

1942 HC Davos ( SUI )

1941 HC Davos ( SUI )

1940 nicht ausgetragen

1939 nicht ausgetragen

1938 HC Davos ( SUI )

1937 LTC Prag ( CZE )

1936 HC Davos ( SUI )

1935 Diavoli Rossoneri Mailand ( ITA )

1934 Diavoli Rossoneri Mailand ( ITA )

1933 HC Davos ( SUI )

1932 Oxford University ( GBR ) und LTC Prag ( CZE )

Gemeinsame Sieger nach 0 : 0 nach Verlängerung

1931 Oxford University ( GBR )

1930 LTC Prag ( CZE )

1929 LTC Prag ( CZE )

1928 Berliner SC ( GER )

1927 HC Davos ( SUI )

1926 Berliner SC ( GER )

1925 Oxford University ( GBR )

1924 Berliner SC ( GER )

1923 Oxford University ( GBR )


HAUTNAH DABEI

69

: Spielplan / TV-Programm

Datum Partien Spielbeginn

Dienstag Spiel 1: Team Suisse – Dinamo Riga 15.10 Uhr 14.55 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

26.12.2017 Spiel 2: Mountfield HK – Team Canada 20.15 Uhr 20.00 Uhr 20.10 Uhr 20.10 Uhr

Mittwoch Spiel 3: HPK – Verlierer Spiel 1 15.10 Uhr 14.55 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

27.12.2017 Spiel 4: HC Davos – Verlierer Spiel 2 20.15 Uhr 20.00 Uhr 20.10 Uhr 20.10 Uhr

Donnerstag Spiel 5: Sieger Spiel 1 – HPK 15.10 Uhr 14.55 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

28.12.2017 Spiel 6: Sieger Spiel 2 – HC Davos 20.15 Uhr 20.00 Uhr 20.10 Uhr 20.10 Uhr

Freitag Spiel 7: 2. Gruppe Torriani – 3. Gruppe Cattini 15.10 Uhr 14.55 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

29.12.2017 Spiel 8: 2. Gruppe Cattini – 3. Gruppe Torriani 20.15 Uhr 20.00 Uhr 20.10 Uhr 20.10 Uhr

Samstag Spiel 9: 1. Gruppe Cattini – Sieger Spiel 7 15.10 Uhr 14.55 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

30.12.2017 Spiel 10: 1. Gruppe Torriani – Sieger Spiel 8 20.15 Uhr 20.00 Uhr 20.10 Uhr 20.10 Uhr

Sonntag Spiel 11: Finalspiel um den 91. Spengler Cup Davos 12.10 Uhr 12.00 Uhr 12.05 Uhr 12.05 Uhr

31.12.2017 anschliessend Siegerehrung

Bei den erwähnten Zeiten handelt es sich um den

Beginn der TV-Übertragung. Sämtliche Spiele werden

auf SRF zwei, RTS Deux, RSI LA 2 live übertragen.

Programmänderung vorbehalten

Gruppe Torriani

Gruppe Cattini

: SRF wird auch in diesem Jahr für spannende Live-Übertragungen mit packenden Szenen garantieren.


Spengler Cup Davos 2017

PRESENTING PARTNER

GOLD PARTNER

SILVER PARTNER

OFFICAL BROADCASTER

OFFICAL MEDIA PARTNER

OFFICIAL SUPPLIER

OFFICIAL CATERER

Personal AG


HAUTNAH DABEI

71

: Weltklasse Eishockey

und Hospitality

Lassen Sie sich den 91. Spengler Cup

nicht entgehen. Seien Sie vor Ort, wenn

Tradition und Innovation aufeinandertreffen.

Geniessen Sie das einmalige

Eishockeyfest internationaler Spitzenteams

zusammen mit Partnern, Freunden

und Familien. Packender Sport, eine

mitreissende Stimmung und eine einzigartige

Atmosphäre in und um die

Vaillant Arena werden Sie begeistern.

Der EISDome, mitten im Davoser Kurgarten,

ist DER Treffpunkt beim Spengler

Cup für Sponsoren, Partner und geladene

Gäste. Die innovative und grosszügige

Infrastruktur bietet den idealen

Rahmen – feines Catering vervollständigt

Hospitality auf höchstem Niveau.

Sichern Sie sich Ihr exklusives VIP-Package

für das weltbeste Clubturnier noch

heute: Geniessen Sie den Jahresausklang

bei uns in Davos.

Weitere Informationen

Alle unsere Hospitality-Angebote finden

Sie im Überblick auf unserer Webseite:

www.spenglercup.ch / de / tickets /

hospitality

Kontakt

Gerne erteilt Ihnen Achim Dähler

Auskunft über die Verfügbarkeiten.

Tel.: +41 ( 0 ) 79 440 88 88,

a.daehler@hcd.ch

VIP-PACKAGES AM SPENGLER CUP 2017

EISDome Tournament

: Zugang zum EISDome vor den Spielen

: Apéro-Möglichkeit an der Bar

im Erdgeschoss

: 8-er Tisch im Hospitality-Bereich

für das gesamte Turnier

: Stilvolles und hochwertiges Catering

( exkl. Getränke )

: Verschiedene Getränkepauschalen

zur Auswahl

: 8 Sitzplatz-Tickets pro Spiel

für alle 11 Spiele

: Zugang zum EISDome nach

den Spielen

: VIP-Shuttle-Nutzung vor und

nach den Spielen im Raum Davos

EISDome Game

: Zugang zum EISDome vor den Spielen

: Apéro-Möglichkeit an der Bar

im Erdgeschoss

: 8-er Tisch im Hospitality-Bereich

für ein Spiel nach Wahl

: Stilvolles und hochwertiges Catering

( exkl. Getränke )

: Verschiedene Getränkepauschalen

zur Auswahl

: 8 Sitzplatz-Tickets

: Zugang zum EISDome nach

den Spielen

: VIP-Shuttle-Nutzung vor und

nach den Spielen im Raum Davos

EISDome Day Pass

: Zugang zum EISDome während des

ganzen Tages

: Apéro-Möglichkeit an der Bar

im Erdgeschoss

: Lunch & Dinner für ein Spiel nach

Wahl oder Brunch am Finaltag

im Hospitality-Bereich

: Stilvolles und hochwertiges Catering

( inkl. Getränke )

: 1 Sitzplatz-Ticket pro Spiel

: VIP-Shuttle-Nutzung vor und

nach den Spielen im Raum Davos


: René Fasel und Gaudenz

F. Domenig im Gespräch


DAS GIPFELTREFFEN

73

: Das Eishockeyfest –

ein Stück Kultur in den Bergen

Der Spengler Cup: ein Spektakel für die ganze Welt, ein Traditionsturnier mit

grosser Berechtigung – heute wie auch in Zukunft. René Fasel, Präsident

der Internationalen Eishockey-Föderation ( IIHF ) und Mitglied des Internationalen

Olympischen Komitees ( IOC ), und Gaudenz F. Domenig, Präsident Hockey Club

Davos, im Gespräch über den Spengler Cup im Allgemeinen sowie seine Bedeutung

im Welteishockey und in der Zukunft.

: René Fasel, Sie sagen, dass Sie einst

über den Spengler Cup zum Eishockey

gefunden haben. Welches

sind Ihre ersten Erinnerungen

an dieses Traditionsturnier?

Fasel: Es war Anfang der 60er-Jahre.

Wir machten vor dem Haus Natureis

und spielten Eishockey. Vom Spiel weg

zogen wir dann weiter ins Quartiercafé

und schauten im Fernsehen die Übertragungen

des Spengler Cup.

: Bedeutet dies, dass Sie ohne den

Spengler Cup nie Präsident des Welt-

Eishockey-Verbands geworden wären?

Fasel: Ja … und wichtig war dabei natürlich

der HC Fribourg-Gottéron ( damals

HC Gottéron ), der schon Ende der

50er-Jahre ein Begriff war. Zusammen

mit meinem Vater ging ich zu seinen Eishockeyspielen.

Die Freiburger spielten

in der NLB. Ich trat dem Club als Zehnjähriger

bei, spielte zwölf Jahre in den

Juniorenabteilungen und wurde danach

Schiedsrichter. Heute bin ich Ehrenmitglied

des Clubs. Der Spengler Cup war

der erste Kontakt zum internationalen

Eishockey.

: Gaudenz Domenig, Sie tanzten einst

als jugendlicher Balletttänzer auf

anderen Brettern. Wann wurde Ihre

Liebe zum Spengler Cup entfacht?

Domenig: Als Jugendlicher verfolgte ich

mit Interesse die Spiele des Schlittschuhclubs

Küsnacht. Den Spengler Cup

verfolgte ich immer aus der Ferne. Ab

dem Jahr 2000 hatte ich als Verwaltungsrat

der Burkhalter Group – der

führenden Schweizer Gesamtanbieterin

von Elektrotechnikleistungen am Bauwerk

– Zugang zum Spengler Cup, da das

Unternehmen in jener Zeit Hauptsponsor

des Hockey Club Davos wurde und über

einen VIP-Tisch verfügte. Damit lernte

ich das Turnier hautnah kennen. Es hat

mich sofort in seinen Bann gezogen.

: Was fasziniert Sie heute noch am

Spengler Cup?

Fasel: Dass die Mannschaften ohne

Druck aufspielen. An den Spengler Cup

kommen die Teams nicht zum Arbeiten,

sondern zum Spielen. Sie freuen sich, in

Davos zu sein. Dies drückt sich auch in

der Spielart aus. Sonst, wenn die Freude

durch Arbeit ersetzt wird, vergisst

man oft, dass Eishockey ein Spiel ist.

Domenig: Ja, das macht es aus. Es ist

ein Eishockeyfest in den Bergen, ein

Treffen verschiedener Menschen, kombiniert

mit Mannschaften, die frei und

schnell aufspielen, weil sie nicht ganz so

unter Druck stehen wie während einer

Meisterschaft. Es gibt die Möglichkeit,

Teams zu sehen, die sonst nicht in der

Schweiz spielen, wie die KHL-Teams und

das Team Canada.

: Weshalb ist der Spengler Cup gerade

auch für die Eishockeyjugend so

wichtig?

Fasel: So, wie es mir ergangen ist, ergeht

es auch heute noch vielen Jugendlichen.

Auch wenn der kleine Schwarz-Weiss-

Bildschirm den Grossbildschirmen gewichen

ist. Was das Schweizer Fernsehen

bei der Eishockeyberichterstattung am

Spengler Cup leistet, ist sensationell,

eine unwahrscheinliche Werbung für das

Eishockey in der Schweiz.

Domenig: Es gibt nach wie vor viele Menschen,

die am Spengler Cup das erste

Mal live Eishockey sehen. Den Spengler

Cup besucht nicht das typische Eishockeypublikum,

das Woche für Woche

seine Mannschaft unterstützt. Der Klassiker

ist mein Sohn Flurin. Er sah am

Spengler Cup erstmals live Eishockey,

war begeistert und begann, selbst Eishockey

zu spielen – 15 Jahre lang bis hin

zu den Elitejunioren des Hockey Club

Davos.

: René Fasel, wie hoch ist aus Ihrer

Sicht das Ansehen des Spengler Cup

im Welteishockey?

Fasel: Es sind die Geschichte, die Tradition

und die Idee von Dr. Carl Spengler,

die mit ihrem völkerverbindenden Denken

faszinieren. Ich werde oft auf den

Spengler Cup angesprochen – von Kanadiern,

Russen, Tschechen, Finnen, Franzosen

und Engländern. In Asien ist das

Turnier noch weniger bekannt. Dass man

aber immer wieder auf Leute trifft, die

über den Spengler Cup sprechen, ist

sehr erfreulich.

: Inwiefern kann das Welteishockey

von einem solchen Anlass profitieren?

Fasel: Es ist unser Auftrag, das Eishockey

zu fördern. Da trägt der Spengler

Cup natürlich einen Teil dazu bei.

: Gaudenz Domenig, wie wichtig

ist der Spengler Cup für den

Hockey Club Davos?

Domenig: Der Spengler Cup ist die entscheidende

Säule für die Finanzierung

des Clubs. Ohne den Spengler Cup gäbe

es keine Spitzenmannschaft in Davos.


Spengler Cup Davos 2017

Wir würden zwar versuchen, in der Nationalliga

A zu überleben, könnten aber

nicht gegen die Spitzenteams um die

Entscheidung mitspielen. Wir haben

treue Fans, doch unser Einzugsgebiet

ist limitiert. Zudem hat die Region auch

keine wirtschaftliche Potenz, die einen

Nationalliga-A-Club finanzieren könnte.

Der Spengler Cup bringt die Differenz.

Dank dieses Turniers bringen wir Firmen

und Eishockeyfreunde aus dem ganzen

Land nach Davos. Diese helfen uns, diesen

Verein in den Bergen zu finanzieren.

: Weshalb hat ein Turnier wie der

Spengler Cup eine Berechtigung auf

der Bühne des Welteishockeys?

Fasel: Die Geschichte gibt den Platz

vor – so wie Wimbledon oder Roland

Garros im Tennis. Jede Sportart hat

wohl so einen geschichtsträchtigen Ort.

: Inwiefern wird sich der Spengler

Cup in diesem Jahr durch die Teilnahme

der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft

verändern?

Fasel: Obwohl es nicht das erste Mal

in der Geschichte des Spengler Cup

ist, dass die Schweizer Nationalmannschaft

teilnimmt, wird es bestimmt ein

interessantes Turnier. Für die Nationalmannschaft

ist es eine gute Möglichkeit,

rund sechs Wochen vor Olympia

in Pyeongchang die Spielmechanismen

im Team und den Mannschaftsgeist zu

stärken. Die Teilnahme am Spengler Cup

wird für das Schweizer Nationalteam

bestimmt ein Plus darstellen.

Domenig: Die Teilnahme der Nationalmannschaft

ist ein Experiment. Dadurch

wird das Turnier in der Schweiz

wohl eine noch höhere Aufmerksamkeit

erhalten als bisher durch zwei Schweizer

Clubmannschaften. Der Spengler Cup

wird noch mal ein anderes Publikum anziehen.

Wie sich dies auf den Spengler

Cup auswirken wird, werden wir nach

dem Turnier analysieren.

« Der Spengler Cup ist

nicht zum Arbeiten,

sondern zum Spielen.»

: Team Canada und das Schweizer

Nationalteam gegen vier Clubmannschaften.

Sind da die Teilnehmer

des Finalspiels bereits gegeben?

Fasel: Das kann man nie sagen. Wir werden

bestimmt nicht Kanadas Olympiateam,

aber ein sehr starkes Team Canada

sehen. Sicher werden Kanada und

die Schweiz etwas mehr unter Druck

sein als die anderen Teams. Es wird spezielle

Momente und womöglich auch erstaunliche

Resultate geben.

Domenig: Das sehe ich auch so. Allerdings

hoffe ich, dass Kanada mehr oder

weniger mit dem Olympiateam antreten

wird. Der Hockey Club Davos wird alles

daransetzen, die Schweizer Nationalmannschaft

zu bezwingen, falls es zu

dieser Begegnung kommen sollte.

: Wie sieht Ihr Spengler Cup

der Zukunft aus?

Fasel: Den Spengler Cup gibt es bestimmt

noch mal 100 Jahre! Er ist ein

Traditionsturnier und ein Teil der Davoser

Kultur. Den Gedanken des Gründers

Dr. Spengler wird immer jemand weiterführen.

Der Spengler Cup ist in Davos

genetisch codiert.

Domenig: Die Formel des Spengler Cup

stimmt. Das Traditionsturnier ist bereits

heute auf einem sehr hohen Niveau.

Ich denke, dass das Datum sowie

die Zahl von sechs Teams bestehen

bleiben werden. Auch das Stadion wird

so renoviert, dass mit sechs Teams

geplant und gearbeitet werden kann.

Natürlich wird man versuchen, den

VIP-Bereich noch spannender und komfortabler

zu gestalten.

: Hat der Spengler Cup im immer

dichteren Eishockey-Terminkalender

in Zukunft überhaupt noch Platz?

Fasel: Da wir das Datum nicht direkt

schützen, ist es abhängig von den Clubmannschaften.

Das Spengler Cup-Organisationskomitee

leistet sehr gute

Arbeit. Welche Teams es schliesslich

verpflichten kann, liegt in seinen Händen.

Gute Mannschaften sind das A und

O des Spengler Cup.

Domenig: In diesem Bereich wird es in

der Tat nicht einfacher. Bisher konnten

wir in der Schweiz das Datum schützen,

wenn auch mit enormen finanziellen

Mitteln. Andere Ligen nehmen keine

Rücksicht. Dennoch ist es uns bisher

gelungen, namhafte Teams zu verpflichten.

Aber das ist ohne Frage immer eine

riesengrosse Herausforderung.

: Mit der Hand am Stock respektive am Puck: Gaudenz F. Domenig (links) und René Fasel.

: Gibt es Anregungen oder Wünsche

des IIHF an den Spengler Cup?

Fasel: Weiter so – lang lebe der Spengler

Cup!


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FIS Langlauf Weltcup Davos Nordic

FIS Ski World Cup Adelboden

FIS Skisprung Weltcup Engelberg

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Int. Lauberhornrennen Wengen

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Spengler Cup Davos

Swatch Beach Volleyball Gstaad Major

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