Berliner Zeitung 13.07.2019

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Ein vertriebener Schriftsteller zurück in Berlin – Feuilleton Seite 25

Heute mit

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Wetter Seite 2

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Sonnabend/Sonntag,13./14. Juli 2019

Nr.160 HA -75. Jahrgang

Auswärts/D*: 2.00 €

Berlin/Brandenburg: 1.80 €

Zusammenhalten

Wiefunktioniert Dorfgemeinschaft? Eine Sommerreise nach Eisdorf in

Sachsen gibt Einblicke und überraschende Antworten. Report Seiten 2und 3

BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER: GALLERIE NAZIONALI DI ARTE ANTICA,ROM/FOTOLAN

Im Magazin:

Spatz auf dem Dach

Tierische Wohnraumprobleme in der Stadt

Seite 4

Wasist schon normal?

Sabine Kroh über Wahnsinn im Kreißsaal

Seite 5

Mann mit Ambitionen

Maxim Leo und die Wanderhosen-Frage

Seite 8

Anzeige

www.atala.de

Gewaltige Schau

in Potsdam

Feuilleton Seiten 26 und 27

Taschengeld für

Ecstasy

Berlin Seite 14

Meilenstein, Quantensprung,

Schlussstein –

der Griff in die Kiste

rhetorischer Superlative

scheint zur feierlichen Eröffnung

der James-Simon-Galerie auf

der Berliner Museumsinsel nicht limitiertgewesen

zu sein. Undfür Begeisterungsäußerungen

muss sich

tatsächlich niemand schämen, denn

das von dem britischen Architekten

David Chipperfield und seinem

Team erschaffene Gebäude, das ab

sofort als großzügiges Eingangsportal

zu den Kunstschätzen der Museumsinsel

dienen soll, überzeugt

durch formale Schlichtheit ebenso

wie durch luftige Eleganz.

In der Mitte Berlins ist auf zuletzt

eher unauffällige Weise ein aus der

Berliner Kulturlandschaft herausragendes

Gebäude entstanden, das

das Raumgefühl der Stadt in den

kommenden Jahrzehnten prägen

wird. Gutmöglich, dass darüber hinaus

ein attraktiver Treffpunkt der

Berliner Stadtgesellschaft entsteht.

Die Kritik der vergangenen Jahre ist

angesichts der leuchtend weißen

Pfeiler seltsam verstummt. DerBlick

von der Terrasse überwältigt vom

ersten Moment an und steigert die

Aussicht von Repräsentanten wie

Passanten, gesehen zu werden.

David Chipperfield ist zudem das

Kunststück gelungen, dem historisch

so bedeutsamen Bauensemble

der Museumsinsel ein neues Gebäude

hinzuzufügen, das sich bei aller

selbstbewussten Auffälligkeit

durchaus bescheiden zurückzunehmen

weiß. Weil er die Erfahrung gemacht

habe, soChipperfield bei der

Vorstellung seines Hauses,dass man

die Sammlungen großer Museen

allzu selbstverständlich hinnehme,

den eigentlichen Kontakt zu ihnen

aber schnell verliere, habe er zwischen

der Stadt und den Museen

eine Brücke errichten wollen, die die

Aufbewahrungsorte der Kunstschätze

präsent halte. Das ist ihm in

vielfältiger Hinsicht gelungen. Sobald

man sich in der James-Simon-

Galerie befindet, versteht sie es einerseits,

sich glorios zu inszenieren

und verweist andererseits auf beinahe

jedem Quadratmeter auf ihre

dienenden Funktionen.

In der Sprache der Museumsmacher

heißt das: Die James-Simon-

Galerie ist das zentrale Empfangsgebäude

der Museumsinsel, es geht

hier um Ticketverkauf und Personenführung

in einem in vielfältiger

Hinsicht beeindruckenden Museumskomplex.

Zum modernen

Raumkonzept gehören ein weitläufiger

Museumsshop,eine auch außerhalb

der Öffnungszeiten zugängliche

Gastronomie sowie ein stattliches

Auditorium für Vorträge und Publikumsveranstaltungen.

Dieinder ursprünglichen Anordnung

sich eher voneinander abwendenden

Häuser werden durch die

James-Simon-Galerie räumlich, aber

auch konzeptuell miteinander verbunden.

Der Architekt hat gewissermaßen

bloß eine moderierende Auf-

Die

Brücke

Die James-Simon-Galerie ist eröffnet.

Sie schafft Verbindungen weit über die

Museumsinsel hinaus

VonHarry Nutt

Kanzlerin Angela Merkelmit Hermann Parzinger,

Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

DPA

gabe übernommen. Damit aber hat

er sich tief eingeschrieben in die Architektursprache

der Mitte Berlins,

denn schon jetzt kann man die vom

Boulevard Unter den Linden her

leicht zu erkennende James-Simon-

Galerie als kleine, elegante Schwester

des eher tapsig wirkenden

Schlossbunkers betrachten, der

demnächst als Humboldt-Forum

eine wichtige kulturelle Inspirationsquelle

der Nation sein soll.

Die Errichtung kultureller Prachtbauten,

wie reflexiv sie auch immer

daherkommen mögen, bedeutet in

Berlin und für Berlin immer auch die

Bearbeitung einer historischen

Wunde. Indiesem Fall verweist der

Name James-Simon-Galerie eben

nicht nur auf einen lange vernachlässigten

Mäzen und sozialpolitischen

Reformer Berlins, sondern auch auf

die Vertreibung und Auslöschung des

jüdischen Bürgertums während der

Zeit des Nationalsozialismus und die

gesellschaftliche Verdrängung danach.

Dasehrliche Bemühen der Stiftung

Preußischer Kulturbesitz, ihrem

frühen Gönner gerecht zu werden,

hatdaher alle Anerkennung verdient.

JamesSimon hat mit seinen großzügigen

Schenkungen maßgeblich

zum Umfang und zur Bedeutung des

preußischen Kulturbesitzes beigetragen,

der der Stiftung als einziges

Überbleibsel des einstigen preußischen

Staates ihren Namen gegeben

hat. Dass der Umgang mit dem kulturellen

Erbe keineswegs eine bloß

kulturpflegerische Angelegenheit ist,

zeigt die aktuelle Diskussion um die

Sammlungen der Stiftung Preußischer

Kulturbesitz, denn nichts ist

zuletzt stärker infrage gestellt worden

als die Idee des repräsentativen

Kulturbesitzes überhaupt, der ja immer

auch ein Schaufenster in die Geschichte

eines Landes ist.

Stiftungspräsident Hermann Parzinger

hat in einem Beitrag für die

Berliner Zeitung (Mittwochausgabe)

auch auf die intellektuellen Herausforderungen

verwiesen, für die die

James-Simon-Galerie sinnbildlich

steht. Vonzentraler Bedeutung wird

dabei sein, angemessen und achtsam

mit den Ansprüchen der Herkunftsländer

und -gesellschaften

umzugehen, deren Kunstwerke in

vielen Sammlungen gezeigt werden.

DasZugeständnis,mit viel zu großer

Verspätung auf die Leistungen James

Simons reagiert zuhaben, wird sich

auch auf die Präsentation von Kulturgütern

aus kolonialen Kontexten

erstrecken müssen.

Dieformale Offenheit des Gebäudes,

das David Chipperfield entworfen

hat, signalisiert auch die Verpflichtung

auf ein allmählich erst

entstehendes Kulturverständnis,das

mehr in Kategorien des Austausches

denn eines Herzeigens historischer

Trophäen besteht. Die Berliner dürfen

sich freuen über das,was im Herzen

ihrer Stadt immer deutlichere

Formen annimmt, aber nicht zuletzt

auch eine kulturpolitische Verantwortung

artikuliert.

Berlin Seiten 10 und 11

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Bewerbungsschluss: 31.07.2019 · Näheres im Internet: www.berlin.de/inklusionspreis

Für den Inhalt verantwortlich: Nelli Stanko –IICÖA

V.i.S.d.P.: Silvia Kostner –ZPress


2* Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2 019

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Report

Immer eine Tür im Zaun

Auf der Suche nach dem Sommer –wir starten in Berlin und reisen in den

nahen Osten. Das vierte Ziel unserer Serie: Eisdorf in Sachsen.

Ein Name, der nach Schokoeis klingt, ein kleiner Ort in der Nähe von Leipzig.

Wieviel Abgeschiedenheit tut gut? Ab wann fühlt man sich abgehängt?

Wiewichtig ist der Zusammenhalt im Dorf? Und wie lebt es sich ohne Netflix?

Text: Jens Blankennagel, Fotos: Markus Wächter

Welche Gedanken aufsteigen, wenn der

Name Eisdorf fällt, hängt ganz entscheidend

davon ab, wie das Wetter gerade

draußen vor der Tür ist. Bei düsterem

Himmel und drei Grad Außentemperatur denkt das Gehirn

beim Ortsnamen Eisdorf –wenn es gut läuft –an

Weihnachten. Wenn es nicht ganz so gut läuft, dann

sind die Gedanken ganz schnell bei klirrenden Februarstürmen,

die nicht enden wollen. Und wenn es

draußen angenehm warm ist, dann klingt dieser Ortsname

nach Schokoladeneis, nach Sommer auf dem

Lande und nach Badesee.

Am Tagder Abreise nach Eisdorf zeigt das Thermometer

bereits um 9Uhr morgens beachtliche 31 Grad –

und das, obwohl noch gar nicht richtig Hochsommer

ist. Das Wetter ist also fast zu schön –und die kleine

Reise nach Sachsen hat damit vor allem ein Ziel: herauszufinden,

ob es in dem 136-Seelen-Dorf südwestlich

vonLeipzig ein Schokoeis zu kaufen gibt.

Ganz nebenbei soll ein wenig erkundet werden, wie

es sich so lebt in einem Dörfchen auf dem Lande.Denn

das Dorf ansich ist eine Art Urgemeinschaft. Gleich

nach der Familie ist das Dorf die kleinste Überlebenseinheit

der Menschen –mit ganz viel Nähe, auch mal

mit Feindschaft und mit viel sozialer Kontrolle.

Für den vierten Teil unserer Reise zu sommerlich

klingenden Orten im Osten Deutschlands stellt sich die

Frage: Wie lebt es sich in einem Dorf, das Großstädter

gern als Kuhkaff abtun? Vorallem in der heutigen Zeit,

in der ständig digitale Revolutionen verkündet werden

und in der für viele das Dorf nur noch ein Ort der Vergangenheit

ist, weil es die Bevölkerung weltweit in die

Städte drängt.

I. REISE IN DIE VERGANGENHEIT

Grundsätzlich scheint Eisdorf ein Glücksgriff zu sein,

denn die Gegend ist ganz wunderbar zu erreichen.Vom

Berliner Hauptbahnhof fährtder ICE innerhalb voneiner

Stunde und 14 Minuten nach Leipzig, dann folgen

zwölf Minuten Aufenthalt auf dem vielleicht schönsten

Bahnhof Deutschlands,und schon fährtein Überlandzug

nach Pegau, der Kleinstadt bei Eisdorf.

Vondortwirdessicher einen Busgeben. Gibt es aber

nicht. Bis Eisdorf sind es nur elf Kilometer –ein Klacks

mit dem Leihrad. Also ein Anruf bei Fahrrad-Frenzel.

Dort heißt es: „Wir verleihen keine Räder.“ Damit ist

klar:Die ganzeReise wirdein echter Trip in die Vergangenheit

–ohne all die Segnungen der modernen Großstadt,

ohne ein halbwegs funktionierendes Nahverkehrssystem,

ohne all die Leihräder, die zwar höllisch

nerven, zur Notaber an jeder Ecke bereitstehen.

Nächster Versuch beim zweiten Fahrradhändler der

Stadt mit dem schönen Namen Auto-Mängel. Auch

dortdieselbe Antwort. Aber ist in der freundlich-distanzierten

Stimme von FrauWeber nicht so ein spezieller

Unterton? Also lieber nicht großstädtisch hektisch sein,

sondern der sächsischen Gemütlichkeit eine Chance

geben und ein wenig schwatzen. Und siehe da, schon

sagt Frau Weber:„Rufen SieinzweiTagen noch mal an,

ich frage den Chef, ob wir dieses alte 28er-Damen-Rad

nicht doch …“ Zwei Tage später erkennt Frau Weber die

Stimme des Anrufers aus Berlin natürlich sofort und

sagt verschmitzt: „Alles keen Problem. Wirpacken das.“

II. JENSEITS DES SPECKGÜRTELS

Die Reise in die Vergangenheit beginnt mit einer Blamage

für die Moderne.AmMorgen der Abreise verkündet

die Deutsche Bahn im Internet: DerICE wirdpünktlich

starten. 20 Minuten später am Bahnhof wirdangezeigt,

dass der Zug hier gar nicht fährt, denn er startet

nicht am Hauptbahnhof, sondern amSüdkreuz. Wie

die Passagiere dort hinkommen, bleibt ihnen überlassen.

Alle rennen los, suchen einen Zug, um den ICE

noch zu schaffen. Am Südkreuz wirdklar,dass alle sich

ganz viel Zeit hätten lassen können, denn der ICE fährt

erst mit 30 Minuten Verspätung los.Vielen Dank.

Damit fällt die Ankunft in Pegau in die Mittagspause

von FrauWeber, aber natürlich hat Frau Weber

wieder eine Lösung. EinNachbar wirddas Radherausgeben.

Pegau ist eine dieser Kleinstädte,die mal wichtig waren,

deren Bahnhof heute aber als traurige Ruine dasteht.

Nun gibt es eine Betonplattform mit zwei Blechdächern,

die vor nichts richtig schützen, nicht vor Regen,

nicht vorSonne.Eine Stadt, in der nicht mal mehr

ein einziges Taxi auf Gäste wartet, wenn zweimal pro

Stunde der Zug hält. Eine Stadt, in der alle zehn Geschäfte

zwischen dem Bahnhof und der Hauptstraße

inzwischen leer stehen. Eine Stadt der Ruhe.

Die Sonne drückt. 33 Grad. Nun ist es so heiß, dass

der Unterschied zwischen Sonne und Schatten kaum

auffällt. Mit dem Rad geht es vorbei an einem ausrangierten

Russen-Hubschrauber, den sich ein Geschäftsmann

als Werbeträger in den Garten gestellt hat, vorbei

an alten zerfallenen Ställen der Genossenschaft und an

hübsch sanierten Grundstücken. Daseinzige Plakat auf

elf Kilometernist eine Wahlwerbung der AfD.

Am Telefon haben die Eisdorfer gefragt: „Was wollen

Sie denn bei uns? Bei uns ist doch nichts los.“ Eine

Runde durch das Dörfchen macht schnell klar: InEisdorf

gibt es kein Schokoladeneis zu kaufen und auch

sonst nichts.„Hier ist wirklich nichts.Wir sind am Arsch

der Welt“, sagt Sybilla Schumann im allerschönsten

Sächsisch, das allen Worten die Schärfe nimmt. Dann

erzählt sie, dass Eisdorf das letzte sächsische Dorf ist;

800 Meter weiter ist die Landesgrenze zuSachsen-Anhalt

–„Huckel“ genannt. Dortist tatsächlich eine kleine

Trennlinie in der Straße,auf sächsischer Seite ist der Asphalt

rötlicher und feiner, inAnhalt ist er gröber und

mit mehr weißen Steinchen. Für Fremde sind solche

Grenzen ein Witz, für Einheimische nicht. Es ist wie bei

Franken und Bayern.Eisdorfbefindet sich also irgendwie

im Niemandsland; es ist zwar nicht einmal zehn Kilometer

von der Leipziger Stadtgrenze entfernt, gehört

aber nicht zum Speckgürtel dieser boomenden Stadt.

III. DIE FRAUEN HALTEN DEN LADEN ZUSAMMEN

Es gibt den alten Spruch, dass ein Dorfohne Kneipe tot

ist und ein Dorfohne Feuerwehr mausetot. Eisdorfhat

keine Feuerwehr, und auch die Kneipe ist längst dicht.

Es gab auch mal einen Laden. Lange her. Aber es gibt

immerhin noch drei Bauern. Und alle Leute hier sind

bis ins hohe Alter äußerst mobil und ständig mit dem

Auto unterwegs: zur Arbeit nach Leipzig, zum Arzt nach

Pegau oder irgendwo zum Einkaufen.

„Wir sind ein sehr lebendiges Dorf“, sagt Sybilla

Schumann. Sie muss es wissen, die 56-Jährige gehört

hier zu den Macherinnen. Es sind vorallem die Frauen,

die den Laden –also das Leben –zusammenhalten. Sie

organisieren zum Beispiel jedes Jahr ein Dorffest.

Daserste Fest gab es,als die Straße erneuertwurde.

Die Arbeiter waren damals, kurz nach dem Ende der

DDR, so freundlich und asphaltierten jedem an der

Hauptstraße eine schöne Einfahrt. „Da sagte mein Vater:So,

jetzt gibt jeder 50 Mark her,und wir machen für

die Arbeiter ein Sauf- und Fressfest“, erzählt Sybilla

Schumann. „Das Dorffest war geboren.“ Noch heute

gibt jede Familie einmal im Jahr zehn Euro dazu oder

hundert, und dann wird auf dem Dorfplatz neben der

Kirche gefeiert.

Das, was in anderen Dörferndie Feuerwehr ist, ist in

Eisdorfdie Kirche.Hier –mitten im atheistischen Osten

–hat die evangelische Kirche 55 zahlende Mitglieder.

Bei 136 Einwohnern. Sybilla Schumann, eine robuste

Frau mit trockenem Humor,ist die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates.Aber

nicht nur das.Sie ist im Karnevalsverein

des Nachbarortes aktiv,eine Weile war sie

dort die Präsidentin, nun ist sie Zeremonienmeisterin.

Siestieg um, als sie ihren schwer kranken Vater pflegen

musste,der früher ebenfalls Zeremonienmeister gewesen

ist.

Die Kaninchen-Spezialisten:

Walter Eichner und sein Enkel Jonathan

mit weißem Zwergwidder.

Außerdem bringt sie jeden Monat eine Dorfzeitung

heraus: kein Amtsblatt, sondern ein 16-seitiges Hochglanzheft

mit Geschichten aus den Orten ringsum, Rezepten

und ihren Lieblingssprüchen wie: „Besuch, den

man nicht in Jogginghosen empfangen kann, ist kein

Besuch, sondern ein Termin.“ Ursprünglich war es ein

Amtsblatt, das Sybilla Schumann immer in der Druckereiabholte

und dann überall verteilte.Nach der Eingemeindung

der Dörfer sollte das Blatt eingestellt werden.

„Dasagte der Drucker:Wir können weitermachen.

Wirbesorgen die Anzeigen, aber Siemüssen für den Inhalt

sorgen.“ Das macht sie, verdient keinen Cent

daran, freut sich aber über die Auflage von2000 Stück.

So läuft es auf dem Dorf. Es geht um Traditionen, um

Geduld, um Beharrlichkeit. Sybilla Schumann lebt

schon immer hier, hat vor 15Jahren nur die Straßenseite

gewechselt vom elterlichen Bauernhof ins selbst

gebaute Haus. Sie arbeitet seit 32 Jahren für die Stadt

Pegau im Einwohnermeldeamt, ist seit 43 Jahren im

Karnevalsverein, macht seit sieben Jahren die Dorfzeitung,

seit sechs Jahren ist sie Chefin des Gemeinderats.

„Andere würden es Langeweile nennen, ich nenne es

ein zufriedenes Leben. Denn hier ist Zusammenhalt.“

Dann steht sie auf und holt den Schlüssel für die Kirche.Die

Hitzesteht wie eine große Glocke über Eisdorf.

Das eben noch eiskalte Mineralwasser ist auf der Terrasse

lauwarm geworden. Warum also nicht mal den

kühlsten Ort von Eisdorf besuchen? Die Kirche ist der

Stolz des Ortes,dessen Namen nicht vomEis abgeleitet

ist. Zuerst gab es eine slawische Siedlung namens Malacin,

dann kamen um 950 fränkische Siedler unter Führung

eines Mannes namens Egi und gründeten Egisvilla.

Daraus wurde Egistorp und später Eisdorf.

In der Kirche gibt es eine schöne kleine Orgel und

wunderbare Deckenmalereien zu bestaunen, und es


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 3 *

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Report

IM OSTEN GEHT DER

SOMMER AUF

Die Sommerserie der Berliner Zeitung,Teil 4

DER KLEINE REISEFÜHRER – EISDORF

Entfernung von Berlin-Alexanderplatz: 205 Kilometer

Dauer der Anreise mit Bahn und Rad: 4Stunden

Zahl der Fremdenzimmer: 6

Einwohnerzahl: 136

Partei mit dem stärksten Wahlergebnis: Bei der Bundestagswahl

2017 bekam die CDU 30,1 Prozent, die AfD 26,9 Prozent.

Jahreshöhepunkte im Ort: das Dorffest im August, der Karneval

Wichtigste Sehenswürdigkeit: romanische Kirche, schön saniert

Kulinarische Spezialitäten: wie überall rund um Leipzig: Eierschecke–ein

Blechkuchen mit Quark und Pudding

Nächste Bademöglichkeit: 15 Kilometer entfernt am Kap Zwenkau

im Strandbad am Zwenkauer See

gilt, 56 immer enger werdende Stufen zu erklimmen.

SybillaSchumann klopft mit dem Fingerknöchel gegen

eine der drei Glocken, undein feiner Tonerklingt, dann

öffnet sie die Fenster. Sie kann zu jedem Haus die Namen

der Bewohner sagte, aber sie kennt auch fast alle

6000 Einwohner von Pegau. „Ich arbeite im Einwohnermeldeamt“,

sagt sie fast entschuldigend.

IV.WIR SIND HEIMSCHEISSER

Nur mit Nähe, Geborgenheit und Vertrauen wächst

eine Gemeinschaft. Das ist es, was Sybilla Schumann

bei den Leipzigern vermisst, die raus aufs Dorf ziehen.

„Das sind schon andereMenschen, die ticken anders“,

sagt sie und lästert ein wenig auf über die Leute vom

„Roten Land“, eine neue Siedlung mit 80 Einfamilienhäusernimnächst

größeren Ort.„Das Erste, was dieauf

ihrem Grundstück errichten, ist eine Hecke oder eine

Mauer“, erzählt sie.„Wirmachen eine Tür in den Zaun,

damit der Weg zum Nachbarn kürzer ist.“ Die Leute

vom„Roten Land“ feiernlieber untereinander ein Sommerwendfest,

gehen aber nicht zum örtlichen Karneval

oder zur Rentnerweihnacht. Und dann wundern sie

sich, dass sie sich fremd fühlen.

Sieerzählt voneiner Ex-Kollegin, die aus Leipzig herzog,

die mit langem Kleid und Stöckelschuhen Knöllchen

an Falschparker verteilte und sich wunderte,dass

sich die Leute hier über ihren Aufzug wunderten. „Sie

hat gesagt: Hier bleib ich nicht lange.Hier sagte ja ständig

jeder zu jedem auf der Straße Guten Tag.“ Sybilla

Schumann schüttelt den Kopf.„Aber dieLeipziger kennen

es nicht anders. Inder Stadt geht man in seine

Wohnung und macht die Tür hinter sich zu.“

Sybilla Schumann erzählt, dass die Mehrheit der

LeuteinEisdorf bleibt,ihreTochter zum Beispiel sucht

ein Grundstück zum Bauen. Sie ist erschrocken, wenn

Naschhausen

Rom

Herzsprung

Eisdorf

BLZ/GALANTY

Nächste

Woche:

Wüstenhain

siehört, dass Kinder einfach wegziehen und Elternoder

Großeltern zurücklassen. „Das gibt es bei uns kaum.

Eine Freundin sagt immer:Wir sind Heimscheißer.“

Es gibt hier einen Willen zur Gemeinschaft, was vielleicht

auch daran liegt, dass viele Leute hier –sowie

Schumanns Eltern –Kohle-Vertriebene sind: Ihre Dörfermussten

verschwinden, als sich die Bagger der Tagebaue

immer weiter durchs Land fraßen.

So ist es auch Walter Eichner ergangen. Der 65-Jährige

wohnte auf einem Vierseithof. Sein Vater musste

einst wegen des einen Tagebaus weichen, die Familie

seiner Mutter wegen eines anderen. Hier in Eisdorfhaben

sie eine neue Heimat gefunden. Und das soll so

bleiben.

IhrHaus wirkt zur Straße unscheinbar,dochder Hof

ist groß, mittendrin steht ein selbst gebauter Backofen.

Gerade lässtdie Familie das Dach derScheune neu decken.

„Das hält jetzt wieder hundert Jahre“, sagt Eichnerund

strahlt.

Sein Schwiegersohn André steht neben ihm und

sagt: „Wir sind hier drei Generationen unter einem

Dach.“ Er und seine Frau, die Tochter des Hauses, haben

drei Jungs. Vorein paar Jahren sind sie hergezogen.

Dasist nichtalltäglich in Zeiten der großen Landflucht.

Denn André stammt nicht aus der Gegend, sondernaus

dem Raum Münster, und er fährt noch immer zur Arbeit

nach Stuttgart. „Aber mir gefällt es hier nun mal

richtiggut“, sagt er.Auchfür seine Söhne ist das Leben

hier toll, der große alte Hof, derSpielplatz vordem Haus

aufdem Dorfanger,den seine Frau mit viel Engagement

beim Bürgermeister durchgeboxt hat.

Walter Eichner, braungebrannt und erst einmal abwartend

wortkarg, ist so etwas wie der bekannteste Eisdorfer

oder besser gesagt: der mit den meisten Auszeichnungen.

Mit seiner Kaninchenzucht gewinnt er

Sybilla Schumann ist im Karnevalsverein

und im Gemeinderat

und macht die Dorfzeitung.

im Schnitt jedes Jahr zwei oder drei Pokale. Erwill gar

nicht so gerndarüber reden, aber dann holt er doch eines

seiner Kaninchen aus der Box imurigen Stall. Es

sind Großchinchillas, graue Tiere mit wunderbar weichem

Fell. Er streicht demKaninchen über denRücken

und pustet lange und gleichmäßig ins Fell. Soentsteht

eine kleines Mulde, und es ist zusehen, dass das Fell

vier unterschiedliche Färbungen übereinander hat.

Eine echte Besonderheit. Sein Enkel züchtet kleine

weiße Zwergwidder,sehr niedliche Tieremit Hängeohren.

Zusammen habensie etwa 60 Kaninchen.

Natürlich haben die keine Namen. Denn auf dem

Dorf ist es nun mal so: Wer einem Tier einen Namen

gibt, schlachtet es nicht mehr. „So was können die

Leute in der Stadt machen, die nur zwei Tiere haben“,

sagt Walter Eichner und erzählt, dass er selbst schon als

Zehnjähriger mit den Tieren undder Zucht anfing, dass

so etwas auf dem Dorfeinfach dazugehört.

In der DDR hat er sich als Kind damit auch ein wenig

Geld dazuverdient. „Heute geht es mir um die Schönheit

der Tiere, aber klar,auch ums Essen“, sagt Eichner.

„Und es geht darum, dass mein Enkelmitmacht. Er soll

mal sagen: Mein Opahat mirdas beigebracht. So etwas

ist wichtig: Sein Wissen muss man weitergeben.“

V. DIE PROBLEME DER ANDEREN

Bei soviel Hang zur Tradition stellt sich die Frage, wie

die Region wählt. Wer 2019 im Osten unterwegs ist,

weiß, dass ein politisch heißer Herbst bevorsteht: In

Sachsen, Brandenburg und Thüringen werden neue

Landtage gewählt –und die AfD könnte überall zweitstärkste

oder sogar stärkste Kraftwerden.

Auch beim Wahlverhalten gibt es klare Stadt-Land-

Unterschiede. ImMai wählte Leipzig ein neues Stadtparlament.

Es siegten Linke undGrüne,die zusammen

auf 42 Prozent kamen. Den Rest teilen sich CDU, AfD

und sechs andere Parteien. Auf dem Land ist es umgekehrt.

Im Raum Pegau erzielten CDU und AfD bei der

Bundestagswahl zusammen 57 Prozent. Aber die Leute

unterscheiden offenbar klar,wie sie ihreStimme einsetzen.

Im Bund wählen die Pegauer mehrheitlich konservativ

und rechts, aber bei der eigenen Kommunalwahl

bekam die AfD nur acht Prozent. Es siegte eine lokale

Wählervereinigung, was Sybilla Schumann freut.

Werimmer mal wieder in der ostdeutschen Provinz

unterwegs ist und den Leuten zuhört, erkennt eine Art

Erklärungsmuster, warum Parteien wie die AfD auch

von Leuten gewählt werden, die keine Rechtsnationalen

sind. In jedem Ort gibt es irgendein Problem, das

wirklich alle nervt: dass kein Bus fährt, dass die Straße

nicht saniertwird, dass es zu vieleWindräder gibt. Doch

nichts ändert sich, egal, wie sehr sich die Leute aufregen

oder was sie unternehmen oder wen sie wählen.

Manche haben das Gefühl, dass niemand ihre Sorgen

hört, dass ihreDörfer dem Sterben überlassen werden.

In der großen Politik, in den Städten und in den Medien

geht es vor allem um die Probleme der anderen:

mal um Flüchtlinge, mal um den nächsten veganen

Trend. Und wenn über die Dörfer geredet wird, dann

wird den Leuten dort vorgeworfen, dass sie zu viel

Auto fahren und so das Klima kaputtmachen oder

dass die Bauern die Bienen töten. Und dann wählen

einige eben Parteien, über die sich die anderen am

meisten ärgern.

Auch in Eisdorf gibt es ein solches Dauerproblem,

über das alle meckern: Es ist ein wenig wie zu DDR-Zeiten,

als die Leute in einem recht grauen Land lebten

und die tolle bunte Welt nur aus dem West-Fernsehen

kannten. Nunsehen die Eisdorfer jeden Taginder Werbung,

dass es dieses superschnelle Internet gibt und

selbst die Kollegen aus dem Nachbardorferzählen von

der neuesten Netflix-Serie.Aber in Eisdorfwirdeinfach

kein schnelles Internet verlegt, und niemand weiß,

warum die Kabel in den Nachbarorten längst im Boden

sind, warum aber die Eisdorfer weiterhin von der modernen

Internetwelt abgeschnitten sein werden.

VI. LUXUSVILLEN UND JACHTHAFEN

„Das mit dem Internet ist wirklich nicht normal“, sagt

Barbara Schmidt. Sie ist 65Jahre alt und hat in Leipzig

noch immer ihrePhysiotherapie-Praxis. 2011 hat sie in

Eisdorf ein altes Lehrlingswohnheim der LPG gekauft.

„Es hat reingeregnet. DasEinzige,was funktionierthat,

war die Kegelbahn.“ Nun hat sie sechs Gästewohnungen

in ihrem Landhotel, das sie Stückfür Stückumbaut.

BarbaraSchmidt ist sich sicher,dass Eisdorfnicht mehr

allzu lange im Niemandsland liegen wird.

Ganz in der Nähe ist der Zwenkauer See, ein gefluteter

Tagebau, eine Perle des Leipziger Neuseenlandes.

Dort, wo einst Kohleaus dem Boden geholt wurde,gibt

es jetzt ein Erholungsgebiet mit Jachthafen,mit Luxusvillen

und mit x-fach höheren Baulandpreisen. „Irgendwann

gehören wir zum Speckgürtel“, sagt sie und

freut sich, dass sie dann ein hoffentlich gut laufendes

kleines Hotel hat. Ihrgefällt es hier.„Keinerlei Kriminalität

und freundliche Nachbarn. Diewollenhier einfach

nicht weg. Die sind so bodenständig. Und feiern können

die.“

Barbara Schmidt, die Leipzigerin, ist angekommen

im Dorf. „Ich habe mich mental längst von der Großstadt

verabschiedet.“

36 Grad, die Hitze steht still, das Leben auch. Kein

Mensch ist auf der Straße,kein Kind auf dem Spielplatz.

Die letzte Radtour geht zu einem Teich, der auf der

Landkarte wie ein Badeseeaussieht. Es ist ein wunderbar

wilder Tümpel, aber baden gehen hier nur Hunde.

Ein Frosch mit tiefer Stimme beginnt ein Wettquaken

mit einigen Artgenossen, die fast wie Enten schnattern.

Zurück im Dorf. Selbst den Hunden ist es zu heiß,

um zu bellen. Die Schwalben aber fliegen im Sonnenuntergangswind

wild und hoch und zwitschern unablässig.

Dann ist es plötzlich ganz still. So still wie es in

einer Großstadt nie ist. Kein Tonist gerade zu hören.

Nur die Gedanken im Kopf rauschen noch. Dörfer

stehen vielleicht für die Vergangenheit, aber sie bleiben

nach der Familie die kleinste Überlebensgemeinschaft

der Menschen.

Undindiesem unscheinbaren Örtchen namens Eisdorf

scheint die Vergangenheit eine Zukunft zu haben.

Weil es Leute gibt, die dieses enge Leben so gewohnt

sind, dass sie es aus tiefem Herzen lieben. Leute, die

auch ohne Netflix glücklich sein können und die nicht

auf die Stechuhr schauen, wenn sie auf den Felderndie

Lebensmittel für die Großstädter anbauen oder Gästezimmer

für sie bereiten.

Jens Blankennagel

hat nach der Rückkehr das Dunkle-Schokoladen-Sorbet-Eis

bei sich um die Eckesehr genossen.


4* Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2 019

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Politik

NACHRICHTEN

Wirtschaftsweise: CO 2

-Preis

ist zentral für Klimaschutz

In ihrem Sondergutachten zur Klimapolitik

haben sich dieWirtschaftsweisen

für eine umfassende Neuausrichtung

der Klimapolitik ausgesprochen.

Kernelement solle die Entscheidung

für einen CO 2 -Preis„als zentrales klimapolitisches

Instrument sein“, erklärte

derVorsitzende des Sachverständigenrates,Christoph

Schmidt,

am Freitag anlässlich der Übergabe

des Gutachtens an Kanzlerin Angela

Merkel. Konkret sprechen sich die

Wirtschaftsweisen für einen sektorübergreifend

einheitlichen Preis für

Treibhausgasemissionen aus. (AFP)

CO2-Emissionen

in Deutschland

Energie Roh-,Hilfs-, und Betriebsstoffe

58%

17%

nach

Produktionsbereichen

2015

Landwirtschaft

2%

Investitionsgüter

2%

Konsumgüter

2%

Dienstleistungen

(Verkehr)

10%

Dienstleistungen

(ohne Verkehr)

8%

Bauwirtschaft

2%

BLZ/GALANTY; QUELLE: AFP

US-Arbeitsminister tritt

wegen Epstein-Affäre zurück

Nach schweren Missbrauchsvorwürfen

gegen den Unternehmer Jeffrey

Epstein tritt US-Arbeitsminister Alexander

Acosta zurück. Dasgab US-

Präsident Donald Trump am Freitag

bekannt. Hintergrund ist ein Deal vor

mehr als zehn Jahren, der dem Unternehmer

Jeffrey Epstein einVerfahren

voreinem Bundesgericht ersparte –

und dem Acosta als damaliger Staatsanwalt

in Florida zustimmte.Die New

Yorker Staatsanwaltschaft hatte am

Montag neueVorwürfe gegen Epstein

erhoben. Siebeschuldigt ihn, Dutzende

minderjährige Mädchen missbraucht

zu haben. (dpa)

Paris zeichnet Kapitäninnen

Rackete und Klemp aus

Pariswill den deutschen Kapitäninnen

Carola Rackete und Pia Klemp

die höchsteVerdienstmedaille der

Stadt verleihen. Damit sollten die Solidarität

und das Engagement für die

Achtung der Menschenrechte gewürdigt

werden, teilte das Pariser Rathaus

am Freitag mit. DerStadtrat habe zudem

zugestimmt, der französischen

Seenotrettungsorganisation SOS

Méditerranée 100 000 Euro Soforthilfe

für eine neue Rettungsmission

zukommen zu lassen. (dpa)

Mindestens 19 Tote bei

Anschlägen in Afghanistan

Beieinem Anschlag auf eine Hochzeit

in Ostafghanistan sind mindestens

sechs Menschen getötet worden. Außerdem

habe es mindestens 15Verletzte

gegeben, sagte der Sprecher der

Provinzregierung, Attaullah Chogiani,

am Freitag. Zudem seien in der

nördlichen Provinz Fariab bei einem

Überfall der Taliban in der Nacht zu

Freitag mindestens 13 Soldaten getötet

und weitereelf verwundet worden,

sagten Provinzräte. (dpa)

Orban geht gegen

EU-Förderungen für NGOs vor

Ungarns MinisterpräsidentViktor Orban

will, dassdie EU ihreFördermittel

für Nicht-Regierungsorganisationen

(NGOs) streicht. „Die auf undurchsichtige

Weise finanzierten

und organisierten zivilen oder

scheinzivilen Organisationen sind

die Hauptstützejener Politiker,die

für die Migration sind“, sagte der

rechts-konservativeRegierungschef

am Freitag. Ungarnist selbst Netto-

Empfänger vongroßzügigen EU-Hilfen.

(dpa)

Der Bündnisplan

AußenministerMaaswill unter den EU-Staaten eine Allianz zur Aufnahme Geretteter –mit deutscher Garantie

VonMarina Kormbaki

Nach demWillen vonBundesaußenminister

Heiko

Maas sollen tagelange

Irrfahrten privater Seenotretter

auf der Suche nach sicheren

Häfen der Vergangenheit angehören.

Der SPD-Politiker hat eine

Vorreiter-InitiativeDeutschlands bei

der Verteilung von aus dem Mittelmeer

geretteten Migranten angekündigt.

„Wir müssen jetzt mit den

Mitgliedstaaten vorangehen, die bereit

sind, Geflüchtete aufzunehmen

–alle anderen bleiben eingeladen,

sich zu beteiligen“, sagte Maas der

Berliner Zeitung (Redaktionsnetzwerk

Deutschland).

Maas zufolge soll Deutschland mit

gutem Beispiel vorangehen –umandere

EU-Partner zum Mitmachen zu

bewegen. „Wir brauchen ein Bündnis

der Hilfsbereiten für einen verbindlichen

Verteilmechanismus“, betonte

er und stellte eine verlässliche Beteiligung

Deutschlands in Aussicht: „Unser

Angebot steht: Deutschland ist

bereit, einen substanziellen Beitrag

zu leisten und zu garantieren, immer

ein festes Kontingent an Geretteten

zu übernehmen.“

Treffen in Helsinki

Zuletzt hatten die deutschen Seenotretter

der „Sea Watch 3“ und der

„Alan Kurdi“ für Aufsehen gesorgt.

„Sea Watch 3“-Kapitänin Carola Rackete

war nach fast zwei Wochen mit

42 Geretteten an Bord in den Hafen

vonLampedusa eingefahren –gegen

den Willen der italienischen Regierung.

Malta hatte wiederum der

„Alan Kurdi“ tagelang die Einfahrt

verweigert. Erst als einige EU-Staaten,

darunter Deutschland, die Aufnahme

der 65 Migranten an Bord zugesichert

hatten, ließen die maltesischen

Behörden das Schiff der Organisation

Sea-Eye einlaufen.

Maas zufolge ist dieses Vorgehen

inakzeptabel.„Bei jedem Boot wieder

ein unwürdiges Geschachere um

Menschenleben zu beginnen, kann

nicht die Lösung sein“, sagte er.„Eine

Einigung zur Seenotrettung im Mittelmeer

darf nicht länger am Streit

um die Verteilung der Geretteten

scheitern. Mit dieser Blockade muss

Liebe Yael,

am Dienstag habe ich mich vonHilla,

meiner Hebräisch-Lehrerin verabschiedet,

am Mittwoch von Tal, dem

Tennistrainer, amDonnerstag haben

wir Freunde getroffen, am Freitag

Kollegen, am Sonnabend, werden

wir, höchstwahrscheinlich, unsere

Nachbarnsehen. DieVerabredung ist

vage, der Plan ändert sich stündlich.

Baden am Strand, Wein am Abend,

oder vielleicht doch nur schnell ein

Kaffee am Sonntagmorgen.

Wochenlang haben wir die Verabredungen

vor uns hergeschoben, es

war nicht so wichtig, wir waren ja da.

Jetzt aber, kurz vor der Abreise, müssen

wir schaffen, was wir nicht erledigt

haben. Als würden wir uns nie

mehr wiedersehen. Als sei die Abreise

in den Urlaub ein Abschied für immer.

Ich weiß nicht, wie es dir geht,

Yael, aber seit ich im Ausland lebe,hat

sich meine Vorstellung von Urlaub

geändert. Statt wie früher in den Sommerferien

für zweiWochen in die Bretagne

zu fahren, in den Herbstferien

für zehn Tage nach Sizilien und im

Winter für eine Woche in die Alpen,

steige ich Mitte Juli in TelAviv in eine

Easyjet-Maschine nach Berlin und

fliege Mitte August die gleiche Strecke

zurück. Statt wie sonst Monate im

Voraus Landhäuser oder Ferienklubs

zu buchen, frage ich meine Freundin,

ob ihreWohnung im Prenzlauer Berg

frei ist und informiere meine Mutter,

die sich um unseren Bungalow in

Brandenburg kümmert, über unserenAnkunftstermin.

Natürlich könnte ich auch vonTel

Aviv aus nach Frankreich oder Italien

fliegen. Das Problem ist: Mich reizt

Im Sommer wagen viele Menschen aus Afrika die gefährliche Flucht über das Meer. IMAGO

Entschuldigung,

ich mache Urlaub

es nicht. Reisen istmir zu viel. Ichbin

doch schon verreist. TelAviv ist immer

noch ein bisschen wie Urlaub

für mich. UndBerlinmein Zuhause.

Vorein paar Tagenist Alex für ein

paar Tage nach Helsinki und St. Petersburg

gefahren, er hat mich gefragt,

ob ich mitkomme. Nein,

danke, habe ichgesagt. UnsereTochter

wollte uns überreden, im September

mit ihr nach NewYorkzufliegen.

September ist schlecht, sagte

ich, da sind Neuwahlen in Israel,

froh, eine Ausrede zu haben. Es ist

nicht so, dass ich keine Sehnsucht

habe. Ich würde liebend gerne mal

TelAviv –Berlin

Anja Reich

wieder nach New York fliegen, um

alte Bekannte zu treffen. Aber ich

schaffeesjakaum, meine Bekannten

hier in TelAviv zusehen, von denen

in Berlin ganz zu schweigen.

Es ist gar nicht so leicht, zwei Leben

auf verschiedenen Kontinenten

zusammenzuhalten. Heimaturlaub

ist die Lösung. Wenn man Ferien zu

Hause macht, muss man keine Urlaubsbekanntschaften

schließen,

sich nicht an Frühstücksbuffets anstellen

oder über durchgelegene Bettenärgern.

Mankannins Freiluftkino

gehen, im Garten mit Freunden

Tischtennis spielen und in Branden-

endlich Schluss sein.“ Er erwarte,

dass die EU-Partner im Umgang mit

aus Seenot Geretteten in der kommenden

Woche Fortschritte machen,

sagte der Minister. Am Donnerstag

beraten die zuständigen Justiz- und

Innenminister der EU über das

Thema bei einem TreffeninHelsinki.

Derweil erneuerten die Vereinten

Nationen ihren Appell an die europäischen

Regierungen, Verantwortung

zu zeigen. Statt über die Verteilung

vonGeretteten zu streiten, sollten

sie staatliche Rettungseinsätze

organisieren, wie es sie mit der Operation

„Sophia“ bereits gab. Das forderten

der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks,

Filippo Grandi, und der

Chef der Organisation für Migration,

Antonio Vitorino, am Donnerstagabend

in einer ErklärunginGenf.

Italien in der Kritik

Private Helfer dürften nicht für die

Rettungvon Menschen bestraft, Handelsschiffe

nicht angewiesen werden,

dieMenschen nach Libyenzurückzubringen.

Dort tobt ein Bürgerkrieg.

Flüchtlinge geraten zwischen die

Fronten: Sie werden zwangsrekrutiert,

missbraucht und ausgebeutet.

Vergangene Woche kamen bei einem

Raketeneinschlag in ein Internierungslager

östlich der Hauptstadt Tripolis

mehr als 50 Menschen ums Leben.

Das dürfe sich nicht wiederholen,

mahnten die UN-Chefs.

Ihr Appell ist eine kaum verhohlene

Kritik an der Politik der EU und

besonders Italiens. Rom kündigte

kürzlich an, die von der EU unterstützte

Zusammenarbeit mit der libyschen

Küstenwache ausbauen zu

wollen. Mehr Ausbildung undbessere

Ausrüstung sollen dieLibyerdazu befähigen,

Bootsflüchtlinge zurück

nach Libyen bringenzukönnen oder

gleich an der Überfahrtzuhindern.

Seit Jahresbeginn sind nach UN-

Angaben 682 Migranten im Mittelmeer

ums Leben gekommen, die

meisten auf dem Wegnach Europa

von Libyen aus. Erst am Donnerstag

meldete Tunesien nach dem Untergang

eines Flüchtlingsbootes den Tod

von 58Menschen. Auch in der vergangenen

Wochewar ein Boot mit86

Migranten an Bord vor Tunesien gesunken.

Drei Menschen überlebten.

burger Seen baden. Wenn man Zeit

hat. Mein letzter Sommerurlaub bestand

zu weiten Teilen darin, in Brandenburg

Familie und Freunde zu bewirten

und in Berlin Termine abzuarbeiten:

Zahnarzt, Friseur, Kosmetik,

Steuererklärung, Sommerschlussverkauf.

Ständigbin ich hin- und hergependelt.

Am Ende war ich froh, wieder

in TelAvivzusein, und nahm mir

vor, nächstes Jahr alles anders zu machen,

so zu tun als sei ich gar nicht da.

Das ist leichter gesagt als getan.

Was soll man Freunden sagen, die

man lange nicht gesehen hat? Entschuldigung,

ist gerade schlecht, ich

mache Urlaub? Auch der Friseurtermin

ist wichtig und der Arztbesuch.

Ich war noch nicht ein einziges Mal

in Israel beim Arzt.Das Klima ist gut

für die Gesundheit, und Vorsorgeuntersuchungen

lasse ich lieber in Berlin

machen. Schon vorWochen habe

ich Termine ausgemacht, sicherheitshalber.Geradehabe

ich die Unterlagen

für die Steuererklärung zusammengesucht.

Mein Urlaubskalender

wirdimmer voller.Die Kinder

halten sich gleich den ersten Abend

frei, amzweiten bin ich zum Tennis

verabredet, am Wochenende besucht

uns meine Mutter im Garten,

und auch meine Schwiegermutter

und meine Tochter werden, inalter

Tradition, dort mit uns ihren Geburtstag

feiern. Alle freuen sich darauf.

Undauch ich freue mich, natürlich.

Brandenburg ist nicht die Bretagne

und Berlin nicht New York,

aber es ist mein Zuhause. Erholen

kann ich mich ja dann in TelAviv.

Biszum August, liebe Yael!

Deine Anja

Wohnrecht für

Schloss

Cecilienhof

Hohenzollern-Prinz stellt

Ansprüche an Bund

VonHarry Nutt

Die Dynastie der Hohenzollern

erhebt Ansprüche auf national

bedeutsame Kunstwerke aus öffentlichen

Museen in Berlin und Brandenburg.

Dasgehe aus Papieren hervor,

aus denen der Tagesspiegel am

Freitag in seiner Online-Ausgabe zitiert.

Demnach haben die Hohenzollern

jüngst noch weitere Forderungen

erhoben, die für die öffentliche

Hand unannehmbar seien, etwa

nach Teilen des früheren Hausarchivs,

derBibliothek der Preußenkönige,

und sogar nach einem dauerhaften

unentgeltlichen Wohnrecht

im Potsdamer Schloss Cecilienhof

oder zwei anderen Schlossvillen.

Die abgestimmte Ablehnung sei

in einem Schreiben an das familiäre

Oberhaupt der Hohenzollern, Georg

Friedrich Prinz von Preußen, unlängst

übermittelt worden. Absender

des Briefes vom13. Juni 2019 sei das

Bundeskanzleramt, genauer der

Stab vonKulturstaatsministerin Monika

Grütters (CDU).

DerSprecher vonKulturstaatsministerin

Grütters, Hagen Philipp

Wolf, bestritt im Gespräch mit der

Berliner Zeitung, dass Geheimgespräche

mit dem Hause Hohenzollern

geführt worden seien. Er bestätigte

jedoch, „dass die Verhandlungen

von Bund, Berlin und Brandenburg

mit dem Hause Hohenzollern

mit dem Ziel geführt werden, eine

dauerhafte Gesamtlösung für verschiedene

Kunst- und Sammlungsgegenstände

herbeizuführen, deren

Eigentumsverhältnisse von beiden

Verhandlungspartnern unterschiedlich

bewertet werden.“

Hintergrund ist das Gesetz vom

29. Oktober 1926 über die Vermögensauseinandersetzung

zwischen

dem Staat Preußen und dem Haus

Georg Friedrich Prinz von Preußen, das

Oberhaupt der Hohenzollern

DPA

Hohenzollern. In den Verhandlungen

geht es um rechtliche Unklarheiten

im damaligen Vertrag, aber auch

um Rechtspositionen, die sich durch

die nachfolgenden historischen

Ereignisse, insbesondere durch

Maßnahmen der sowjetischen Besatzungsmacht

und der Regierung

der DDR veränderthaben.

Bislang war lediglich bekannt,

dass das Haus Hohenzollern um

Rückgabe früherer Immobilien streitet

oder um eine Entschädigung in

Millionenhöhe für frühere Preußenschlösser,deren

Rückgabe eindeutig

ausgeschlossen ist. Zuletzt hatte das

Landgericht Koblenz eine Klage von

Georg Friedrich Prinz von Preußen

auf Rückgabe des Schlosses Rheinfels

gegen das Land Rheinland-Pfalz

abgewiesen.

Gegenstand sind lautWolf Sammlungsobjekte,

die sich heute vor allem

bei der Stiftung Preußische

Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg,

der Stiftung Preußischer

Kulturbesitz und beim Deutschen

Historischen Museum befinden. Bei

den Objekten handelt es sich zum

Beispiel um Memorabilia, Möbel,

Textilien und Gemälde, die im

Schloss Monbijou ausgestellt waren,

das während des 2.Weltkriegs zerstörtwurde.

Die Gespräche laufen bereits seit

mehreren Jahren, bislang, so Hagen

Philipp Wolf, liegen die Verhandlungspositionen

immer noch sehr

weit auseinander.


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 5 *

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Politik

Kein Pakt, aber

zum Dialog mit

Höcke bereit

AfD-Fraktionschefin Weidel

widerspricht Bericht

Die AfD-Fraktionschefin Alice

Weidel soll öffentliche Kritik am

rechtsnationalen „Flügel“ ihrer Partei

in jüngster Zeit vermieden haben,

weil sie mit dessen Kopf BjörnHöcke

einen gegenseitigen Nichtangriffs-

Pakt geschlossen habe.Das behauptet

ein Bericht des Spiegels. Weidel

selbst weist das zurück: „Es gibt kein

Bündnis. Das ist völliger Unsinn“,

sagte sie der Berliner Zeitung (Redaktionsnetzwerk

Deutschland).

„Als Fraktionsvorsitzende muss ich

immer zu Gesprächen bereit sein.“

EinSprecherWeidels hatte gegenüber

dem Spiegel bestätigt, dass es

Treffen zwischen ihr und Höcke gegeben

habe. Allerdings schränkte er

ein: „Da ist kein Pakt geschlossen

worden.“ Die beiden hätten einander

lediglich ihre jeweiligen Sichtweisen

und Standpunkte dargelegt.

Vermittelt habe die Zusammenkünfte

der rechte Verleger Götz Kubitschek.

Er ist kein AfD-Mitglied,

gilt aber als eine Art Vordenker des

„Flügels“ und als Vertrauter von Höcke.Kubitschek

ist Mitbegründer des

neurechten Instituts für Staatspolitik

(IfS).

Noch im Februar 2017 hatte Weidel

ein Parteiausschlussverfahren des

damaligen Bundesvorstandes gegen

Höcke unterstützt. Das Thüringer

Landesschiedsgericht der AfD lehnte

den Ausschlussantrag des Parteivorstandes

2018 jedoch ab. (BLZ)

Umweltpolitikerin Nina Scheer ... DPA ... und Gesundheitsexperte KarlLauterbach wollen die SPD linker machen. DPA

VonMarkus Decker

Das nächste Duo

Nina Scheer und Karl Lauterbach wollen für den SPD-Vorsitz kandidieren

Der stellvertretende SPD-

Fraktionsvorsitzende

Karl Lauterbach und die

Umweltpolitikerin Nina

Scheer wollen als Team für den Parteivorsitz

kandidieren. Ihre Bewerbung

kündigten sie am Freitag per

Mail an. Darinheißt es: „Die SPD ist

nicht nur die mitgliederstärkste Partei

Deutschlands, sondern auch die

diskussionsfreudigste. Das lieben

wir so sehr an ihr!“

Lauterbach und Scheer sind das

zweite Bewerber-Duo.Zuvor hatten

bereits Europa-Staatsminister Michael

Roth und die ehemalige nordrhein-westfälische

Familienministerin

Christina Kampmann ihre

Kandidatur angekündigt.

Kandidaten für die Nachfolge von

Andrea Nahles haben bis zum 1. September

Zeit, ihren Hutinden Ring zu

werfen. DieParteispitzesoll nach einer

Mitgliederbefragung auf einem

Parteitag im Dezember besetzt werden.

„Wir wollen eine Neuausrichtung

der SPD in der Sozialpolitik und in der

Umweltpolitik“, sagte Lauterbach der

Berliner Zeitung (Redaktionsnetzwerk

Deutschland). „Wir wollen eine

linkere Sozialpolitik und eine progressivere,

aber realistische Umweltpolitik.

Wirsind in diesen beiden Bereichen

zu starkverwässertund nicht

ausreichend aufgestellt.“

Die Aussichten, das Kandidatenrennen

zu gewinnen, seien gut. „Die

Basis entscheidet das. Und das Rennen

ist ergebnisoffen. Ichdenke,dass

diese Kandidatur an der Basis auf jeden

Fall Chancen hat.“ DasVerfahren

sei eine Bereicherung, und er freue

sich auf einen fröhlichen Wettbewerb,

betonte der SPD-Politiker.„Ich

glaube,dass uns eine gute Bewerberauswahl

und echte Unterschiede bei

den Kandidaten helfen werden.“

Klingbeil überlegt noch

Der 56-jährige Lauterbach kommt

aus Nordrhein-Westfalen und ist Gesundheitsexperte.

Ertrat 2001 in die

SPD ein und ist seit 2005 Mitglied des

Bundestages für Leverkusen und

Köln. Nina Scheer ist 47 Jahre alt,

wurde in Berlin geboren, lebt aber in

Geesthacht (Schleswig-Holstein) und

gehört dem Bundestag seit 2013 an,

wo sie denWahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn-Süd

vertritt.

Scheer ist Umwelt- und Energiepolitikerin

und Tochter des lange Jahre

profiliertesten Umweltpolitikers der

SPD,Hermann Scheer,der 2010 starb.

Unterdessen schloss SPD-Generalsekretär

Lars Klingbeil eine eigene

Kandidatur für den Parteivorsitz

nicht aus.„Natürlich mache auch ich

mir Gedanken. Aber alles zu seiner

Zeit“, sagte er Zeit online.„Für mich

gilt erst mal: Ichwill dasVerfahren auf

den Wegbringen.“ Der SPD-Vorsitz

sei„ein großartiger Job“, so Klingbeil.

Russen liefern

Raketenabwehr

für Türkei

USA drohen Nato-Partner

Konsequenzen an

Die Türkei hat gegen den Widerstand

der USA die ersten Lieferungen

des umstrittenen russischen

Raketenabwehrsystems S-400 angenommen.

Verteidigungsministerium

und Präsidialpalast bestätigten

am Freitagvormittag, das ein erstes

Flugzeug auf einer Luftwaffenbasis

in Ankara gelandet sei. Kurz darauf

kamen TV-Berichten zufolge zwei

weitereFrachtmaschinen an.

Die Nato-Partner der Türkei lehnen

die Lieferung der russischen

Waffen ab, und Washington hat Ankara

wiederholt mit Konsequenzen

gedroht. Der Kauf des russischen

Luftabwehrsystems durch die Türkei

sorgt seit Monaten für Streit mit den

USA. Washington fürchtet, dass

durch die Installation des russischen

Systems beim Nato-Partner Türkei

die Sicherheit der eigenen Flugzeuge

gefährdet werden könnte.

DieUSA drohen daher,der Türkei

keine F-35-Kampfflugzeuge zu liefern.

DieTürkei ist an der Produktion

des neuen Kampfjets beteiligt und

hat 116 Stück bestellt. In der Türkei

besteht die Sorge, dass eine Verhängung

von US-Sanktionen die ohnehin

angeschlagene türkische Wirtschaft

harttreffen würde.

In den USA und Europa wird der

Kauf der russischen Raketen als weiterer

Schritt hin zur Abwendung der

Türkei von ihren westlichen Partnerngesehen.

(AFP,dpa)

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s) 15.05. -22.05.20

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Amsterdam

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Reise 2: 13-tägige Kreuzfahrt

Le Havre, Vigo, Valencia, Lissabon &mehr

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01. Anreise mit ZWÜ/F von verschied. Abfahrtsorten

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03. Marseille/Frankreich 09.00 18.00

04. Valencia/Spanien 13.00 20.00

05. Erholung auf See - -

06. Lissabon/Portugal 10.00 17.00

07. Vigo/Spanien 09.00 17.00

08. Erholung auf See - -

09. Le Havre/Paris/Frankreich 08.00 19.00

10. Harwich/London/GB 08.00 19.00

11. Ijmuiden/Amsterdam/NL 08.00 18.00

12. Erholung auf See - -

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•Zuschlag Saison c) Innen + € 79,- p.P. Außen + € 99,- p.P. Balkon + € 259,- p.P.

•Zuschlag Saison d) Innen + € 149,- p.P. Außen + € 229,- p.P. Balkon + € 399,- p.P.

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6 Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

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Wirtschaft

MÄRKTE

NACHRICHTEN

DAX-30 in Punkten

▼ 12323,32 (–0,07 %)

15.4.19

12.7.19

Rohöl je Barrel Brent in US-Dollar

▼ 66,75 (–0,09 %)

15.4.19

12.7.19

Euro in US-Dollar

▼ 1,1253 (–0,28 %)

Daimler senkt

erneut die Prognose

DerAutobauer Daimler hat im zweiten

Quartal dieses Jahres einen Verlust

in Höhe von1,6 Milliarden Euro

im operativen Geschäft verbucht

und schraubt seine Prognose für

2019 nochmals deutlich zurück. Als

Gründe nannte der Konzernam

Freitag unter anderem höhereRückstellungen

für die Dieselaffäreund

den erweiterten Rückruf vonTakata-

Airbags.Daimler hatte erst vordrei

Wochen bekannt gegeben, dass das

operativeErgebnis 2019 nicht wie

ursprünglich geplant über dem von

2018, sondernauf dem gleichen

Niveau liegen soll. Nunwerde es

„deutlich unter dem Vorjahreswert“

liegen. (dpa)

15.4.19

Stand der Daten:12.07.2019 (21:50 Uhr)

Alle Angaben ohne Gewähr

Quelle

12.7.19

USA bremsen

Chinas Außenhandel

Gewinner

aus DAX und MDAX vom 12.07. zum Vortag

Covestro 41,26 +2,56 WWWWWWW

Deutsche Bank NA 6,76 +2,50 WWWWWWW

Continental 117,80 +2,24 WWWWWW

Lanxess 54,28 +2,18 WWWWWW

Kion Group 51,62 +1,85 WWWWWW

Fuchs Petrolub Vz. 35,20 +1,62 WWWWW

Verlierer

aus DAXund MDAX vom12.07.zum Vortag

Fielmann 63,00 WWWWWWWWWWW –4,11

Fresenius 46,48 WWWWWWW –2,29

1&1 Drillisch 30,66 WWWWWW –2,23

Telefonica Deutschl. 2,27 WWWWW –1,78

CarlZeissMeditec 84,95 WWWW –1,39

Healthineers 35,42 WWWW –1,35

Leitbörsen imÜberblick

52-Wochen Hoch/Tief 12.07. ±% z. 11.07.

Euro Stoxx 50 (EU) +0,03

3549/2909 3497,63

CAC 40 (FR) + 0,38

5630/4556 5572,86

S&P UK (UK) – 0,03

1569/1323 1517,73

RTS (RU) – 0,79

1414/1033 1387,87

IBEX (ES) +0,14

9924/8286 9293,20

Dow Jones (US) +0,80

27318/21713 27304,87

Bovespa (BR) –0,51

106650/74275104609,60

Nikkei (JP) +0,20

24448/18949 21685,90

Hang Seng (HK) +0,16

30280/24541 28471,72

Stx Singap. 20 (SG) +0,01

1643/1350 1631,75

Baudarlehen Kaufpreis 250.000 Euro

Darlehen 175.000 Euro (70 %Finanz./Tilgung 2%)

Effektivzinsen in %für

Kundenkontakt 5Jahre 10 Jahre 15 Jahre

PlanetHome

089/76774188 0,51 0,71 0,97

Interhyp

0800/200151515 0,51 0,71 0,97

DTW-Immobilienfinanzierung

0800/1155600 0,51 0,71 0,97

Dr.Klein

0800/8833880 0,51 0,71 0,97

MKIB Online

030/6408810 0,80 0,86 1,09

BBBank

0721/1410 0,68 0,79 1,16

Commerzbank

069/98660966 1,17 0,86 1,21

Deutsche Bank

069/91010000 0,86 0,89 1,37

ING

069/50500109 0,80 0,99 1,35

Postbank

0228/55002010 1,32 1,06 1,40

Mittelbrandenburgische Sparkasse

0331/898989 0,78 0,89 1,36

Berliner Sparkasse

030/86986969 1,03 1,08 1,44

Berliner Volksbank

030/30363300 1,09 1,04 1,40

PSD Berlin-Brandenburg

psd-bb.de 0,96 1,06 1,46

Sparda-Bank Berlin

030/42080420 0,83 1,10 1,69

Mittelwert von 95 Banken 0,76 0,91 1,25

Der Effektivzins beinhaltet Kosten der Grundschuldeintragung;

unveränderter Zinssatz nach Zinsbindung.

ERLÄUTERUNGEN Wechselnde Darstellung: Tagesgeld (Dienstag), Ratenkredit

(Mittwoch), Sparbriefe (Donnerstag), Festgeld (Freitag), Baudarlehen

(Samstag).

Quelle: FMH-Finanzberatung

„Es bestehtauf jedenFall Handlungsbedarf“:Blick in ein Amazon-Vertriebszentrum.

Zentralrat der Juden kritisiert Amazon

„Unerträglicher Zustand“: Onlinehändlervertreibt Nazi-Mode und antisemitische Bücher

Von Imre Grimm

Auf dem Blechschild steht:

„Es kann nur einer siegen,

und das sind wir.“ Der

Preis: 12,90 Euro.Darüber:

das Eiserne Kreuz nebst goldenem

Eichenlaub. Amazon hat das Schild

in die Kategorie „Küche, Haushalt &

Wohnen“ einsortiert. Daneben steht

der Hinweis: „Eine ideale Geschenkidee

zu Weihnachten, zum Geburtstag,

Namenstag, Valentinstag, Muttertag.“

Ein harmloser Wandschmuck?

DerSatzstammt vonAdolf

Hitler. Es ist ein Zitat aus einer Rede,

die er 1939 im Münchner Bürgerbräukeller

hielt.

Ein Hitler-Zitat als nostalgischer

Wandschmuck bei Amazon. Und es

ist kein Einzelfall. Das Angebot des

weltgrößten Onlinehändlers ist vollgepackt

mit Nazi-Fanartikeln, Germanenprosa,

NS-Symbolik und

Reichsbürgerpropaganda. Auf verfassungswidrige

Symbole wird geschicktverzichtet.DiemeistenNachdrucke

tragen den beschönigenden

Zusatz „Wissenschaftlicher Quellentext“.

Formsprache, Inhalt und Typografie

aber sind eindeutig: Amazon

ist der perfekte Ausrüster für Neonazis,

Hitler-Verehrer, Wehrmachtsnostalgiker

– und Antisemiten. So

findet sich auch ein Nachdruck der

Broschüre „Judas: Der Weltfeind“

(10 Euro) im Amazon-Angebot,

außerdem die Wehrmachtsschrift

„Der Jude als Weltparasit“ (20 Euro).

Von Stefan Winter

Keine Pflicht: Tatsächlich ist

Amazon ebenso wie Ebay

nicht verpflichtet, das Angebot

auf Gesetzesverstöße zu

überprüfen. Erst bei entsprechenden

Hinweisen müssen

die Konzerne aktiv werden.

„Wer solche Waren verbreitet,

darf sich nicht darauf zurückziehen

können, dass er

lediglich ,Anbieter‘ ist“, fordertZentralratspräsident

Josef

Schuster.

ANDERE ONLINEHÄNDLER SCHREITEN EIN

Josef Schuster ist erschüttert. Der

Präsident des Zentralrats der Juden

in Deutschland nennt es einen „unerträglichen

und schon viel zu lange

anhaltenden Zustand“, dass Amazon

auf seiner Plattformauch antisemitische

Bücher anbietet. „Wir erwarten

von einem Unternehmen wie Amazon

sowie den zuständigen Behörden,

dass sie solche Schriften eigenständig

oder zumindest auf Hinweis

auf ihreRechtswidrigkeit prüfen,gegebenenfalls

unverzüglich aus dem

Verkehr ziehen und gegen die Urheber

konsequent Strafanzeige stellen“,

sagte Schuster dem Redaktions-

Netzwerk Deutschland (RND). Gleiches

gelte für die „völlig inakzeptable

„Renaissance in Europa“

Volkswagenund Ford einigensich auf Kooperation bei E-Autos undRoboterfahrzeugen

DiebeidenKonzernehattenzuvor

bereits die gemeinsame Entwicklung

und Produktion leichter Nutzfahrzeuge

vereinbart, nun kommen zwei

große Kooperation hinzu.

Zumeinen wird sich VW mit mehr

als zwei Milliarden Euro an der Ford-

Tochter Argo AI beteiligen, einem

Spezialisten für autonomes Fahren.

Zum anderen kauft Ford künftig

die technische Basis für Elektroautos

bei den Wolfsburgern ein. Die sogenannte

MEB-Plattform wurde von

VW mit Milliardenaufwand entwickelt

undsoll Ende des Jahres im neuen

VW ID.3 präsentiertwerden. Ford

werde ein eigenes Modell ab 2023 in

Europa bauen, kündigte Hackett an.

Er bezeichnete die Entscheidung als

wichtigen Schritt und sprach von

„unserer Renaissance in Europa“.

Es geht auch anders: Kunden

fielen 2017 zahlreiche

Wehrmachtsartikel im Real-

Onlineshop auf, darunter ein

Tropenhelm des Afrikakorps

und ein Aufnäher mit Totenkopf

und Stahlhelm. In der

Produktbeschreibung hieß

es: „Mit diesem Aufnäher

können Sie zeigen, dass Ihnen

einigeIdeen des Dritten

Reichs auch heute noch gefallen.“

Prompte Reaktion: Real

griff hartdurch, als die Artikelbekannt

wurden. Im Onlineshop

wurden die Produkte

entfernt und die entsprechenden

Drittanbieter gesperrt.Der

Real-Geschäftsführer

entschuldigtesich via

Twitter:„Sorry, keine böse

Absicht. Shit happens.“ Von

Amazon-Chef Jeff Bezos dagegenwar

bisher noch

nichts zu hören.

Situation, dass über Amazon T-Shirts

undAufklebervertriebenwerden, die

NS-Größen oder rechtes Gedankengut

verherrlichen oder den Hass auf

Minderheiten schüren“.

Amazon tritt dabei nicht als direkter

Verkäufer auf. Die fragwürdigen

ArtikelsindbeiDrittanbieternaufder

konzerneigenen Verkaufsplattform

Amazon Marketplace erhältlich –

freilich über dieselbe Website. Und

der Konzern kassiert mit. Zu den

Händlern gehören polizeibekannte

Größen der rechten Szene. Sovertreibt

ein früherer „Blood & Honour“-Aktivist

über Amazon Aufkleber,

Sweatshirts und Kaffeetassen

mit Aufdrucken wie „Fuck youGreta“

Ford hat hier massive Probleme

und braucht zudem dringend Elektroautos,

um künftige AbgasvorschriftenderEUzuerfüllen.DerKonkurrent

General Motors hat sich bereits

vom Kontinent zurückgezogen,

und in den Ford-Werken Köln und

Saarlouis hatte man Ähnliches befürchtet.

Nunkönnen die Ford-Leute

in Europa hoffen, bald HunderttausendeElektroautoszubauen.VWwill

mit den eigenen Konzernmarken innerhalb

der nächsten zehn Jahre

weltweit insgesamt 15 Millionen E-

Autos auf die Straßen bringen.

VW hatte früh angekündigt, dass

die MEB-Technik auch anderen Herstellern

zur Verfügung gestellt werden

soll. Diess strebt eine ArtIndustriestandard

an, wie man ihn von

Smartphones kennt: Geräte unter-

FOTO: PATRICK SEMANSKY/AP

oder „Ich bin einer von denen, die

schon länger hier leben“. Auf seiner

eigenen Homepage ist die Sprache

noch drastischer.

Auch ein NPD-Gemeinderat aus

Sachsen ist bei Amazon Marketplace

aktiv, verkauft Weltkriegssouvenirs

wie das Emailleblechschild „Regimentsgefechtsstand“

(21,90 Euro)

oder Erwin-Rommel-Sweatshirts

(33,90 Euro). Erst im März hatte die

Polizei den Versandhandel des Mannes

durchsucht. Die Staatsanwaltschaft

Dresden ermittelt wegen des

Verdachts des Verwendens von

Kennzeichen verfassungswidriger

Organisationen.

Warum bietet Amazon rechtsextremen

Händlern und völkischen

Propagandisten eine Verkaufsplattform?

Das Unternehmen wollte

trotz mehrfacher Anfrage nicht zu

den Vorwürfen Stellung nehmen.

„Wir kommentieren das nicht“, sagte

Unternehmenssprecher Tobias

Goerke. Dabei verstößt die Firma

gegen ihreeigenen Richtlinien.

Darin heißt es ausdrücklich:

„Verboten ist das Anbieten vonArtikeln,

die den Nationalsozialismus

oder verfassungswidrige Organisationen

verherrlichen, unterstützen,

gutheißen oder verharmlosen.“ Verboten

sind auch „Objekte,die geeignet

sind, den öffentlichen Frieden

zu stören, und zum Hass gegen Teile

der Bevölkerung aufstacheln“. Für

Zentralratspräsident Schuster besteht

„auf jeden Fall Handlungsbedarf“.

Gemeinsam wollen VW und Ford

Maßstäbe für das Auto der Zukunft

setzen. Die Konzernchefs HerbertDiess

undJim Hackett haben am

Freitag in New York eine umfangreiche

Allianz präsentiert, die ihnen vor

allem Vorsprung beim Elektroantrieb

und dem autonomen Fahren sichernsoll.

Aufdem Marktblieben die

Autohersteller aber Konkurrenten,

sagte Hackett. Eine Fusion oder

gegenseitige Beteiligungen der

Unternehmen werdeesnicht geben.

Die „führende Plattform für die

Zukunft“ solle im Automarkt entstehen,

sagte Hackett. Diess verwies auf

niedrigere Kosten und kürzere Entwicklungszeiten

durch die Zusammenarbeit.

schiedlicher Hersteller laufen mit

selbstentwickelten Anwendungen

aufwenigenverschiedenenBetriebssystemen.

Eine ähnliche Rolle könnte

in Diess’ Vorstellung VWs E-Plattformspielen.

Gleichzeitig holt VW seinen Rückstand

beim autonomen Fahren auf,

denn hier ist Ford mit Argo AI schon

weiter. Die Argo-Technik soll vollautomatisiertes

Fahren ermöglichen.

Beide Konzerne werden in dem

Unternehmen gleichrangig sein und

wollen eine Plattform für selbstfahrende

Autos in Europa und den USA

aufbauen. Erste Anwendungen

könnten Robotaxis und Lieferdienste

in der Innenstadt sein. Damit soll es

offenbar nicht getan sein. „Wir prüfen

weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit“,

sagte Diess.

Im Schatten desHandelskriegs mit

den USA ist der chinesische Außenhandel

im Juni um 4Prozent gefallen.

Chinas Exporte in die USA gingen

in Dollar berechnet deutlich um

7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat

zurück, teilte der chinesische

Zoll mit. DieImporte aus

den USA mussten sogar ein kräftiges

Minus von31,4 Prozent hinnehmen.

DerJuni war der erste Monat, in dem

sich die volle Last der gegenseitig

verhängten Sonderzölle auswirkte.

Chinas Außenhandel insgesamt entwickelte

sich ebenfalls schlecht. Die

Exporte sanken um 1,3 Prozent, die

Importe um 7,3 Prozent. (dpa)

Brauer verkaufen

weniger Bier

Es wird weniger ausgeschenkt.

DaswechselhafteWetter der vergangenen

Monate setzt der deutschen

Bierbranche zu. Im erstenHalbjahr

habe der Bierabsatz in Deutschland

um rund 3Prozent unter dem von

einem warmen Sommer und der

Fußballweltmeisterschaft geprägten

Vorjahresniveau gelegen, sagte der

Veltins-Manager Volker Kuhl. Insgesamt

seien in Deutschland zwischen

Januar und Juni nach Schätzungen

vonVeltins wohl rund 14,5 Millionen

Bierkästen weniger verkauft worden

als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

DerBiermarkt in Deutschland

sei im ersten Halbjahr so starkgeschrumpft,

„wie seit Jahren nicht

mehr“, sagte Kuhl. Vorallem die Monate

Maiund Juni machten den

Brauereien zu schaffen. (dpa)

Heckler &Koch

peilt Gewinn an

FOTO: DPA

Derwirtschaftlich angeschlagene

Waffenhersteller Heckler &Koch

sieht sich wieder auf Kurs.Man habe

im ersten Halbjahr 2019 einen Gewinn

erzielt und sei auch für das Gesamtjahr

„verhalten optimistisch“,

sagte Firmenchef Jens Bodo Koch

auf der Hauptversammlung von

H&K in Rottweil. Eine Zahl für das

Nachsteuerergebnis nannte er nicht.

Im Gesamtjahr 2017 hatte der Verlust

bei 13 Millionen Euro und2018

bei 8Millionen Euro gelegen.Der

Umsatz sei im ersten Halbjahr im

Vergleich zum Vorjahreszeitraum

um gut 15 Prozent auf rund 127 Millionen

Euro geklettert, sagte der Firmenchef.

(dpa)


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 7 *

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Wirtschaft

Holsboer

verliert

ihren Job

Finanzchefin der

Arbeitsagentur muss gehen

Von Klaus Tscharnke

Die bisher einzige Frau im Vorstand

der Bundesagentur für

Arbeit muss vorzeitig ihren Posten

räumen. Eine Mehrheit des Verwaltungsrats

der Bundesagentur beschloss

am Freitag die Abberufung

der Finanz- und Personalchefin Valerie

Holsboer (42) nach nur zwei JahrenimAmt.

Viele Beschäftigte hatten

mit der Managerin große Hoffnungen

auf einen Kulturwandel bei der

Mammutbehörde verbunden. Doch

die Seite der Arbeitgeber im Verwaltungsrat

war unzufrieden mit der

Arbeit der Vorstandsfrau. Der Fünf-

Jahres-Vertrag vonHolsboer wäreregulär

erst im Jahre2022 ausgelaufen.

Nach Berichten aus Teilnehmerkreisen

stimmten die jeweils sieben

Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter

geschlossen für Holsboers vorzeitige

Abberufung. Dem Votum

mussallerdingsformalnochdieBundesregierung

zustimmen.

Valerie Holsboers vorzeitige Abberufung

war nach Informationen

aus dem Umfeld des Verwaltungsrats

der Bundesagentur vorallem vonder

Arbeitgeberseite betrieben worden.

Insbesondere der stellvertretende

Vorsitzende des Gremiums, Peter

Clever, ist dem Vernehmen nach

schon länger mit Holsboers Arbeit

unzufrieden. (dpa)

Die Ärmsten zahlen am meisten

Differenz zwischen Strom in der Grundversorgung und anderen Tarifen wird immer größer

Von Frank Wenzel

Die Grundversorgung mitStromgiltals „lukrativeEinnahmequelle“.

FOTO: IMAGO IMAGES

Bei den Strompreisen geht

die Schere immer weiter

auseinander. Die Differenz

zwischen den Tarifen in der

Grundversorgung und den sogenannten

Sonderverträgen hat seit

2008 zugenommen. Das geht aus

einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums

auf eine Anfrage

der Grünen-Bundestagsfraktion

und aus einer Berechnung des Verbraucherportals

Verivox hervor, die

dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

(RND) vorliegen.

Laut Wirtschaftsministerium

musste ein Musterhaushalt im April

2008 einen Grundversorgungstarif

von 21,6 Cent pro Kilowattstunde

zahlen. Beieinem Vertragmit einem

Billiganbieter waren es 20,86 Cent.

Das macht einen Unterschied von

0,74 Cent. Nach Verivox-Berechnungen

lag im April 2019 der durchschnittliche

Wert für einen Tarif des

örtlichen Versorgers in der Grundversorgung

bei 32,06 Cent. Das von

dem Verbraucherportal empfohlene

preiswerteste Angebot der Billiganbieter

lag bei 27,29 Cent.

DerDurchschnitt der 50 günstigsten

Tarife außerhalb der Grundversorgung

lag bei 27,47 Cent. Dasergibt

eine Differenz vonmehr als 4,5 Cent

pro Kilowattstunde zum Grundversorger.

Dies kann bei einem Verbrauch

von 3500 Kilowattstunden

proHaushalt zusätzliche Kosten von

über 150 Euro im Jahr ausmachen.

Grundversorger sind die Energieunternehmen

in einem lokalen Netzgebiet

mit den meisten Haushaltskunden.

Oft sind es die örtlichen

Stadtwerke.Esist gesetzlich geregelt,

dass die Grundversorger die Pflicht

haben, allen Haushalten elektrische

Energie zu liefern. Dies gilt als Teil der

Daseinsvorsorge und soll verhindern,

dass Verbraucher ohne Strom

dastehen.

Seit der Liberalisierung der EnergiemärktegibteskonkurrierendeAnbieter

in großer Zahl. Die Kunden

können auf Vergleichsportalen im

Internet aus mehreren Hundert Offerten

für die sogenannten Sonderverträge

auswählen. Der überwiegende

Teil der Angebote ist günstiger

als der Grundversorgungstarif. Das

hat verschiedene Gründe. Vor allem

unterliegen Alternativanbieter nicht

der Lieferpflicht. Siekönnen sich also

ihr Klientel aussuchen und zum Beispiel

Vertragsabschlüsse mit Verbrauchern,

die über eine schwache

Bonität verfügen, ablehnen.

Grundversorger führen immer

wieder an, dass problematische Kunden,

die ihre Rechnung nicht regelmäßig

begleichen, hohe Kosten verursachen,

die dann auf den Grundversorgungstarif

aufgeschlagen werden

müssen. So macht der Verband

kommunaler Unternehmen (VKU)

auf gesteigerten „Betreuungsbedarf“

aufmerksam –„etwa wegen der Inanspruchnahme

des Kundencenters

und des Mahnwesens“. Diehöheren

Preise werden häufig auch von älteren

Menschen gezahlt, die Strompreisvergleiche

mangels Internetanschluss

gar nicht machen können

oder mit einem Anbieterwechsel

überfordertsind.

Für Oliver Krischer, Fraktionsvize

der Grünen im Bundestag, zeigen die

Zahlen: „Mit der Grundversorgung

haben sich die Stadtwerke eine lukrative

Einnahmequelle erschlossen.“

DieÄrmsten in der Gesellschaft zahlten

aktuell die höchsten Strompreise.

„Die Lücke zwischen den unterschiedlichen

Vertragsarten gilt es

deutlich zu verkleinern“, sagte Krischer

dem RND.Ein Unterschied von

einem Cent sei eine realistische Größenordnung.

„Wenn der Stromversorger

mehr will“, so der Grünen-

Politiker, „muss er entsprechende

Kosten nachweisen.“

Der VKU, in dem sich die Stadtwerke

organisiert haben, räumt indes

Preisdifferenzen ein. Ein Sprecher

macht aber auch darauf aufmerksam,

dass die Grundversorgung

das höchste Risiko und die höchsten

Kosten für den Energieversorger

birgt. Durch die kurze Kündigungsfrist

vonzweiWochen könne der Verbraucher

jederzeit wechseln, was

eine andere Strategie bei der Beschaffung

der elektrischen Energie

verlange als bei Sonderverträgen, die

in der Regel für ein oder zwei Jahre

abgeschlossen werden.

Weniger

Kontrollen auf

Schlachthöfen

Linksparteifordert

mehr Personal

Von Marina Kormbaki

Die Kontrollen vonArbeitsbedingungen

in Schlachthöfen gehen

stark zurück. Das geht aus der Antwort

der Bundesregierung auf eine

Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor,

die dem RedaktionsNetzwerk

Deutschland (RND) vorliegt.

Demnach hat sich die Anzahl der

Kontrollen durch die Finanzkontrolle

Schwarzarbeit (FKS) von 2009 bis

2018 mehr als halbiert. Wurden 2009

bundesweit noch 826 Kontrollen

durchgeführt, waren es im vergangenen

Jahr nur 332. Dabei legen die

Daten aus dem Bundesarbeitsministerium

nahe, dass mehr Kontrollen

nötig wären statt weniger. Soist die

Anzahl der eingeleiteten Ordnungswidrigkeitsverfahren

in der Fleischindustrie

wegen Verstößen gegen das

Arbeitnehmerentsendegesetz von

2014 bis 2017 von9auf 20 Prozent angestiegen.

Überdies geht aus der Antwortdes

Bundesarbeitsministeriums hervor,

dass dem Robert-Koch-Institut (RKI)

einzelne Fälle vonanTuberkulose erkrankten

Beschäftigten bekannt

sind. Hier laufe etwas gehörig falsch,

sagte die Linken-Politikerin Jutta

Krellmann. „Wir brauchen dringend

mehr Kontrollpersonal bei Zoll, Gewerbeaufsicht

und Gesundheitsämtern.“

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¹Lidlhat nach Ansichtder vonYouGovbefragten Verbraucherdas bestePreis-Leistungs-Verhältnis in der Kategorie Lebensmitteleinzelhandel.MehrInformationen unter: https://yougov.de/news/2019/02/14/lidl-dm-und-deichmann-erneut-die-preis-leistungs-s/ ²Online-Verbraucherbefragung in Deutschland im Zeitraum 15.05.–03.09.2018,durchgeführt vonQ&A

Insights BV. Insgesamt 229.855Bewertungen in 36 Kategorien. Mehr Informationen unter www.haendlerdesjahres.de ³Im Auftrag vonn-tvhat DISQ vom23.01.-25.03.19 insgesamt 808Verbraucher,die in den letztensechs Monatenbei einem Lebensmittel-Discountereingekaufthatten, befragt. Im Mittelpunktder Panel-Befragung standendie Meinungender Verbraucher

zu denAspektenPreise, Produktsortiment,Qualitätder Lebensmittel, Serviceund Filialgestaltung. Darüberhinaus flossen dieWeiterempfehlungsbereitschaftund Kundenärgernisseindie Gesamtwertung ein. Mehr Informationen unterhttps://disq.de/2019/20190509-Lebensmittel-Discounter.html.


8* Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2 019

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Meinung

Berliner Wirtschaft

AUSLESE

Freiheit ist eine

Geldfrage

Keine Paarung

ohne den Mond

Jochen Knoblach

schreibt: Investoren bevorzugen in

in Berlin eine kleine Start-up-Elite.

Über zwei Milliarden Euro – so viel

Geld haben Berliner Start-ups in diesem

Jahr bereits bei Investoren eingesammelt.

Das ist nicht nur in etwa so viel, wie

dem Bundesumweltministerium in diesem

Jahr zur Verfügung steht, das ist mehr

als dreimal so viel, wie die Start-ups in allen

anderen Bundesländern zusammen kassierten.

2,1 Milliarden gegen 666 Millionen

für den Rest der Republik. Beeindruckend,

klar. Und es verwundert auch kaum, dass

dieWirtschaftssenatorin Berlins diese Zahlen

nutzt, um den Standortzupreisen. Berlin

sei und bleibe die Start-up-Metropole

im Land, ließ sie verbreiten, als die Zahlen

noch gar nicht richtig veröffentlicht waren.

In Berlin, dem einzigartigen Start-up-Ökosystem,

fänden Start-ups, was sie brauchen:

Freiheit,Vielfalt und Talente.

Tatsächlich geht es aber nur um einen

sehr kleinen Teil dieses sogenannten Ökosystems.

Denn es waren gerade 131 von

rund 3000 Berliner Start-ups,die die zwei

Milliarden Euro kassiert haben. Geld, das

zunehmend von ausländischen Investoren

kommt, die sich auf ausgereifte Geschäftsmodelle

konzentrieren und bereit

und in der Lage sind, hohe Summen zu investieren.Werdas

Kapital bekommt, kann

sich immer teurere Büros in schicken

City-Lofts leisten und sich so Vorteile im

Wettbewerb um die größten Talente verschaffen.

Insofern sind die Milliarden-Investitionen

zwar Beleg für die Attraktivität des

Standorts, aber kein Beweis für Freiheit

und Vielfalt. Denn der allergrößte Teil der

Jungunternehmen hat in dieser einst billigen

Stadt mit immer höheren Lebenshaltungskosten

und unkontrolliertwuchernden

Büro- und Gewerberaummieten zu

kämpfen. Tatsächlich haben es Neugründer

immer schwerer in dieser Stadt.

Klimaschutz

Wasdie Energie

kosten darf

Marina Kormbaki

schreibt: Bei einer CO 2 -Steuer muss

man sozialeAspekte bedenken.

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass

ein neues Konzept für eine CO 2 -Steuer

die Runde macht. Erst stellten die Grünen

ihrePläne vor. Dann präsentierte Bundesumweltministerin

Schulzegleich drei Gutachten.

Und nun geben die Wirtschaftsweisen

der Bundesregierung Tipps. Ein

Preisaufschlag auf denVerbrauch vonSprit

und Heizöl ist der Trend des Klimasommers.KeinWunder:Die

Prognosen der Klimaforscher

fallen immer finsterer aus, die

verbindlichen Klimaziele Deutschlands

rücken in immer weitere Ferne. Hohe

Strafzahlungen werden wahrscheinlicher.

Klimaschutz ja oder nein? Diese Frage

stellt sich nicht mehr.Die Frage ist:Wie?

Eine rasche Abkehr von fossilen

Brennstoffen ist ohne Preisaufschlag unwahrscheinlich,

das haben die Wirtschaftsweisen

klargemacht. Ein Aufpreis

auf Kohle, Gas und Öl würde die Suche

nach alternativen Kraftstoffen beschleunigen.

Wo dieser Preis ansetzt –obbei nationalen

Energiesteuernoder bei der Ausweitung

des EU-weiten Handels mit Verschmutzungsrechten

– ist zweitrangig.

Diese Instrumente schließen einander

nicht aus,sie ergänzen sich.

Die Kosten einer CO 2 -Bepreisung werden

Autofahrer und Mieter spüren. Daher

sind entlastende Maßnahmen wie Umstiegsprämien

in eine ausgebaute E-Mobilität

oder Zuschüsse für energetische Sanierungen

unverzichtbar. Umdie Zustimmung

zum Klimaschutz nicht zu gefährden,

müssen Haushalte mit kleinen und

mittleren Einkommen geschont werden.

Siesind heute über die Umlagen nach dem

Erneuerbare-Energien-Gesetz überproportional

belastet. Einneue klimafreundliche

Energiebepreisung böte die Chance,

die soziale Unwucht zu beseitigen.

Melancholisches zum Sommerurlaub

Es ist noch nicht so lange her, da

reiste Herbert Diess erst nach

Rücksprache mit seinen Anwälten

in die USA –womöglich hätten Diesel-Ermittler

ihn festgesetzt. Am Freitag saß

der VW-Chef entspannt in einem NewYorker

Hotel auf der Bühne und dachte vielleicht

kurz daran, dass er diese Sorge nie wieder

haben muss: Als wichtigster Partner des

zweitgrößten US-Autobauers sollte VW willkommen

sein. Neben seinem Ford-Kollegen

Jim Hackett zelebrierte Diess ein selten gewordenes

Beispiel deutsch-amerikanischer

Freundschaft.

Beiden ist die politische Dimension ihrer

Konzernallianz sehr bewusst. Hackett

braucht ein Rezept für die europäische Klimapolitik

und ihre CO 2 -Grenzwerte, die mit

US-Modellen nicht zu schaffen sind. Diess

braucht ein starkes Standbein in den USA,

bevor man in Wolfsburgvöllig vonChina abhängig

ist. Und bevor der US-Präsident beschließt,

europäische Autobauer auszusperren.

So haben sich diese Partner gefunden.

Gesucht haben sie sich aus anderen Gründen.

Zwei der weltweit größten Autobauer

tun sich in zentralen Bereichen zusammen,

weil sie sonst in zehn Jahren wohl nicht mehr

groß wären –vielleicht gar nicht mehr wären.

Es geht um Kosten, um weltweite Präsenz

und mehr denn je um Technologie.

Dieist nicht nur teuer,sonderningewisser

Weise auch knapp: Weder bei Batteriespeichern

noch bei Software oder Vernetzung

kennen sich die traditionellen Autohersteller

besonders gut aus. Nicht einmal die größten

haben die Mittel, um auf allen Felderngleichzeitig

voranzukommen –und daneben die

Modelle mit Verbrennungsmotor auf der

Höhe zu halten. Vor allem aber haben sie

nicht die Zeit, denn vom Silicon Valley bis

Ich bin in der DDR aufgewachsen, war aber

anders als die meisten Kinder nicht in der

Krippe oder im Kindergarten. Als ich in die

Schule kam, war das ein Schock. Dieanderen

Kinder kannten sich längst, ich war die

Fremde. Ich hatte mein bisheriges Kinderleben

nur mit Erwachsenen verbracht, vor allem

mit meinen Großeltern. Ich hatte keine

Ahnung, wie man mit Kindern redet, wie

man Freundschaften aufbaut, wie man sich

wehrt. In den ersten Monaten habe ich mich

in jeder Pause auf derToilette eingeschlossen

und geweint. Irgendwann wurde es besser,

aber ich nahm mir vor:Wenn ich einmal Kinder

haben sollte,würde ich ihnen das ersparen.

Siesollten in die Kita gehen.

Es gibt auch heute Mütter,die den Besuch

von Kitas ablehnen, weil sie Angst haben,

dass dann aus den Kindern depressive Erwachsene

werden. Beieiner Recherche über

die Bewegung „Kitafrei“ traf ich einmal eine

junge Frau, die ihre Kinder zu Hause betreute.

Soganz allein hielt sie es auch zu

Hause nicht aus. Mit einer Bekannten mietete

sie einen Raum für einen Kindertreff.

Nach dem Besuch eines pädagogischen

Zwei-Wochen-Kurses fing sie an, andere Eltern

zuberaten und die Betreuung anderer

Kinder zu übernehmen.

Eine Erzieher-Ausbildung dauert drei

Jahre, wenn man die Ausbildung nicht berufsbegleitend

absolviert, gibt es keineVergütung.

Manche Ausbildungsstätten verlangen sogar

Schulgeld. Man muss also drei Jahre lang sehen,

wie man über die Runden kommt. Viel-

Autobranche

Kraft der

Plattform

Stefan Winter

erklärt, warum VW und Ford glauben, dass sie zusammen

besser in die Zukunft kommen.

KOLUMNE

Ein ganzes Dorf

für unsere

Kinder

Sabine Rennefanz

leicht gibt es Ersparnisse,vielleicht Eltern, die

einem helfen. Man muss motiviert sein, um

so eine Ausbildung auszuwählen und durchzuhalten.Wiekann

man sich für kompetenter

als eine Erzieherin halten, nachdem man einen

Zwei-Wochen-Kurs absolvierthat?

Eine Berliner Mutter, die auf Instagram

mehr als 45 000 Fans hat, diskutierte neulich

darüber, ob und wann man ein Kind in

Fremdbetreuung gibt, wie sie es nannte.

BERLINER ZEITUNG/HEIKO SAKURAI

Shenzhen sind neue Konkurrenten unterwegs,die

sich die Tradition sparen und gleich

in der Zukunft anfangen.

Also kombinieren Ford und VW ihreStärken.

Die Amerikaner bringen Know-how im

autonomen Fahren ein, die Deutschen ihre

Plattformfür Elektroautos.Von gegenseitiger

Beteiligung oder gar Fusion wollen sie nichts

wissen, denn dann würde man sich auch an

den Lasten des Partners aus der alten Autowelt

beteiligen. Motorfabriken aus den Fünfzigern,

Pensionsfonds für Hunderttausende

Mitarbeiter –niemand will in die Probleme

des anderen investieren.

Die Allianz kann –wenn das vertraglich

äußerst komplizierte Gebilde funktioniert –

VW und Ford helfen, den Sprung in die Zukunft

zu schaffen. Erfolg entscheidet sich

dort nicht mehr an den klassischen Kriterien.

Bisher ging es um bessere Fahreigenschaften

und günstigeren Preis – je nach

Kundensegment. Doch Elektroautos werden

technisch austauschbarer sein als Verbrenner,

und über die Kosten wird maßgeblich

der Batteriehersteller entscheiden.

Wofür also werden Menschen in Zukunft

so viel Geld ausgeben, dass davon weiter die

Löhne von Hunderttausenden Mitarbeitern

bezahlt werden können? Es wird immer

noch große und kleine Autos geben, teure

und billige, schöne und langweilige. Vor allem

aber wird es vernetzte Autos geben.

Fahrzeuge als Teil von Plattformen, die den

Passagieren Dienstleistungen anbieten: Reiseplanung

und Onlinehandel während der

Fahrt zum Beispiel, Kollisionswarnungen

zwischen Fahrzeugen, Download von mehr

Leistung oder Lichteffekten am Fahrzeug –

vonerwünscht bis albernist alles denkbar.

Mit der Vernetzung der Fahrzeuge ist die

Autoindustrie in der Plattformökonomie angekommen,

die niemand besser beherrscht

als ihre Erfinder: Google und Amazon zum

Beispiel. Und sie wollen ihren Vorsprung

nutzen. Die Google-Firma Waymo ist führend

beim autonomen Fahren, Amazons

Alexa hält bereits Einzug in die Autos. Das

sind die Angstgegner der Industrie, weil sie

den Kunden und ihrem Geld näherkommen

könnten als ein Autohersteller. Jegrößer ein

Netzwerk ist, desto attraktiver ist es, desto

mehr neue Teilnehmer zieht es an

Wenn sich zwei Konzerne mit insgesamt

fast einer Million Mitarbeitern und jährlich

17 Millionen Kunden zusammentun müssen,

um nicht unter die Räder zu kommen,

sagt das einiges darüber, wie das Plattformprinzip

die Welt verändert.

Fremdbetreuung –dieses Wort erinnert an

das Frankreich des 17. Jahrhunderts,als wohlhabende

Familien ihreKinder direkt nach der

Geburt anAmmen abgaben, sie kaum besuchten

und erst Jahre später wieder abholten.

Falls sie dann noch am Leben waren. Eine

Mutter meinte: „Meine Söhne können jeden

Morgen selbst entscheiden, ob sie in die Kita

wollten, sie werden nicht abgeschoben.“ Was

für eine Arbeit hatte diese Frau?Und stand da

wirklich „abgeschoben“? Als wären deutsche

Kindergärten so etwas wie die Lager in den

USA, in denen Präsident Trump Migrantenkinder

einsperren lässt.

Unsere Erzieher sind keine Fremden, sie

heißen Christian, Anja, Angela. Siehaben sich

Zeit genommen, unseren Sohn und unsere

Tochter kennenzulernen, bevor wir die Kinder

zum ersten Mal allein in der Kita ließen.

Siekönnen sietrösten und mit ihnen lachen.

Porträts über Erzieher in Zeitungen beginnen

oft damit, wie viele Windeln sie gewechselt

haben. Aber die Arbeit umfasst so viel mehr.

In derKitaschließen die Kinder erste Freundschaften,

sie lernen, Konflikte auszuhandeln,

kleine Projekte zu planen. Wenn ich mich von

denKindernverabschiede,gehe ich mit dem

Gefühl, dass sie in guten Händen sind, während

ich arbeite. Dass sie mehr erfahren, als

ich ihnen je zu Hausebieten könnte.

Es heißt, man brauche ein ganzes Dorf,

um ein Kind großzuziehen. Ein Dorf haben

wir nicht, auch keine Nanny oder Großeltern,

die regelmäßig einspringen. Unser

Dorfist unsereKita.

Inein paar Tagen ist es fünfzig Jahre her,

dass das erste Mal Menschen auf dem

Mond standen. Kein Wunder,dass alle Zeitungen

jetzt voll damit sind. Mankann jeden

verstehen, der nicht noch mehr darüber

lesen möchte –esgibt halt Diätiker.

Andere dagegen können den Hals nicht

voll kriegen. Beidenen kommtder Appetit

beim Essen. Mir geht esso. Ben Moores

„Mond –Eine Biographie“ entfaltet Suchtpotenzial.

Man erfährt

immer so viel, dass einem

nach mehr verlangt.

Ben Moore weckt

dieNeugierde.

Newton hat die Gravitationsgesetze

nicht

beim Fall eines Apfels

entdeckt. Er hat den

Mond dazu gebraucht.

Moore schildert das auf

drei Seiten. Newton

zeigte auch, dass der

Mond für die Gezeiten

„verantwortlich“ ist.

Ben Moore:

Mond –Eine

Biographie

Kein &Aber,

320 Seiten,

24 Euro

Die ersten Darstellungen des Mondzyklus

finden sich auf 30 000 Jahre alten

Knochen. Jahrtausende lang gingen Menschen

davon aus, dass dort oben Menschen

lebten wie wir. Andere hielten die

Gestirne für Götter oder besiedelten sie

mit Monstern ähnlichen Wesen. Auf dem

Mond zum Beispiel soll es auch Gesellschaften

gegeben haben, die nur aus

Männernbestanden.

Aber bei diesen alten Texten ist nicht

auszumachen, wo der vorgebliche Bericht

endet und wo die Satire beginnt. Die

Reise zum Mond war so unwahrscheinlich,

dass sie fast ausschließlich als Metapher

diente. Bis dann im 19. Jahrhundert

die Mondfahrt immer mehr eine Frage

derTechnologie wird.

Heute liest man, der Mond bleibe der

Menschheit nur als letzter Ausweg. Bei

Ben Moore lerne ich, dass der britische

Astronom Sir Patrick Moore schon 1953

schrieb: „Unsere Erde ist geplündert. Der

moderneMensch seufzt nach neuen Welten,

die er erobernkann.“

Er weiß natürlich auch, dass er noch

nie ohne seinen Trabantenauskam. Aber

es gibt sogar jede Menge Erdbewohner,

die den Mond nicht nur poetisch, sondern

auch physiologisch zur Paarung

brauchen: „Frösche und Kröten orientieren

sich amMondzyklus und am Vollmond,

um ihre Zusammenkünfte zu koordinieren.“

Arno Widmann

PFLICHTBLATTDER BÖRSE BERLIN

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Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 – S eite 9 *

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Berlin

VonWuchtbrummen

und Brummbären:

Harmsens Berlin

Seite 10

Heiß wie in Australien: Klimastudie zieht interessanten Vergleich Seite 12

Kalt wie ein Gefängnis: Brandenburg eröffnet Abschiebe-Sammelstelle Seite 16

Als Krenz zum ersten Auslandsbesuch als Partei- und Staatschef am 1. 11. 1989 bei Gorbatschow war, warnte der noch vor den Bonner „Nationalisten“. AP/DPA/PICTURE ALLIANCE/SZ, BERLINER ZEITUNG/GERD ENGELSMANN

Volle Dröhnung Egon

Egon Krenz fließt über, will

Botschaften übermitteln,

mahnen, Lügen korrigieren

–erklären, wie es wirklich

war.Der Mann ist 82. Jetzt geht es um

sein Vermächtnis. In 30 Jahren als

FDJ- und Parteifunktionär hat er viel

erlebt, und es gibt viele Menschen,

die hören und lesen wollen, was er

mitzuteilen hat.

Etwa 500 Leute füllten am Donnerstagabend

den großen Saal im

Russischen Haus an der Friedrichstraße,

woKrenz das jüngste seiner

acht Nachwendebücher vorstellte.

Das Thema „Wir und die Russen“ –

für Deutschland eine seit Jahrhunderten

schicksalbestimmende Frage

– hochaktuell und hochemotional,

zumal im Osten Deutschlands.

„Nie, nie gegen Russland“

In den vorderen zwanzig Parkettreihen

saßen auf reservierten Plätzen

Weggefährten und -gefährtinnen,

darunter der Vize-Verteidigungsminister

der DDR, Fritz Streletz, der Ex-

SED-Funktionär Siegfried Lorenz

und der letzte Vorsitzende der Gesellschaft

für Deutsch-Sowjetische

Freundschaft, Bruno Mahlow. Die

Haarfarbe Grau dominierte, doch

wenn die Genossen einander auf die

Schulter klopften, klang das kräftig.

Eigentlich sollte eine Buchvorstellung

stattfinden, eine Lesung. Doch

Krenz kennt diese Tonlage nicht, jeder

Satz klingt nach Kundgebung:

laut und dröhnend. Er will, dass man

das Buch als authentischen Bericht

versteht: „Was ich schreibe, habe ich

nicht von anderen gehört oder mir

von irgendwem angelesen“, sagt er.

Alles selbst erlebt oder aus originalen

Unterlagen erarbeitet, „keine Vermutungen,

alles Fakten“. DasWerktrage

autobiografische Züge und sei „keine

Abrechnung“.

Die Ära Krenz als Staats- und Parteichef währte fünf Wochen und ging in die

Auflösung der DDR über.Der Mann hatviel zu sagen, vor allem über Gorbatschow

Krenz beginnt mit einer klarsichtigen

Feststellung vom 11. November

1948, die auf Rudolf Herrnstadt,

Chefredakteur des Neuen Deutschland,

zurückgeht: „Ohne ein aufrichtiges

Verhältnis der Deutschen zu

den Russen gibt es keine gesicherte

Zukunft des deutschen Volkes.“ Das

wurde DDR-Staatsdoktrin. Krenz ist

erschüttert, „wie heutige Politiker

das gute Verhältnis verspielen“. Der

Kanzlerin legt er die auf dem Sterbebett

gesprochenen Worte des Eisernen

Kanzlers Otto von Bismarck

nahe: „Nie,nie gegen Russland.“

Heute stünden Nato-Truppen

wieder nahe der russischen Grenze–

wie am 22. Juni 1941, als Nazideutschland

die Sowjetunion überfiel.

Wasaus deren Sicht nie wieder

geschehen sollte, sei auch mit Zustimmung

Angela Merkels geschehen,

und Krenz fragt: „Wie kann eine

kluge Frau, die die DDR-Schule besucht

und auch in der DDR studiert

hat, zu einer so falschen Einschätzung

kommen?“ Applaus brandet

auf, als er ausruft: „Deutsche Panzer

an der russischen Grenze sind eine

Schande!“ Das sehen die anwesenden

Vertreter der russischen Botschaft

ganz genauso.

Dass die Sowjetunion an der

Wiege der DDR stand und an ihrem

Totenbett – das bezweifelt keiner.

Spannender ist die Frage, wie Egon

Krenz Michail Gorbatschow sieht,

mit dem er häufig, auch vertraulich,

gesprochen hat. Die einstige DDR-

Wirtschaftselite nennt den Führer

VonMaritta Tkalec

„Die Mauer aus Beton in Berlin ist –

glücklicherweise –weg, doch sie ist

nach Osten verlagert und steht nun

zwischen Nato und Russland.“

Egon Krenz bei der Vorstellung seines Buches „Wir und die Russen.

Beziehungen zwischen Berlin und Moskau im Herbst 1989“ (edition ost)

der UdSSR umstandslos „Totengräber

der DDR“. So direkt wird Krenz

nicht, seine Berichte aus den Kulissen

der Macht, dieDetails undStimmungswechsel,

Gorbatschows Widerstand

gegen Honeckers Annäherung

an die BRD, sind äußerst aufschlussreich.

Das Resümee

allerdings fällt deutlich aus: „Als die

Sowjetunion im Sterben lag, hatte

die DDR keine Chance mehr.“

Jahre später besuchte Krenz den

einstigen sowjetischen Außenminister

und Gorbatschow-Mitstreiter

Eduard Schewardnadse, inzwischen

Präsident Georgiens, und ließ sich

von dessen Klarheit noch schockieren:

„Wir mussten die Sowjetunion

erhalten und mussten den Ballast

DDR abwerfen.“ Krenz sagt: „Dawar

ich am Boden zerstört. Ballast! Wir

waren die treuesten Verbündeten

der Sowjetunion!“

Da spricht der leutselige Egon.

Der andere, der Machtmensch, findet,

Gorbatschow oder Jelzin hätten

eine Alternative gehabt: „Sie hätten

den Wegder chinesischen Kommunisten

wählen können!“ Das ruft die

einzige Publikumsreaktion des ganzen

Abends hervor: „Welchen Weg

bitte?“, fragt ein Mann. Krenz: „Die

haben Hunderte Millionen Menschen

aus der Armut geholt!“

Als Krenz zum Thema Wende und

Gewalt gegen Demonstranten

kommt, dröhnt es noch leidenschaftlicher

aus dem massigen Körper.Jetzt

geht es um seine Ehre, seinVermächtnis.Dass

die Revolution friedlich verlief,

schreibt Krenz sich auch selber zu

– und dem verantwortungsvollen

Handeln der Sicherheitskräfte wie der

Bürgerbewegung. Tatsächlich kann

Krenz zum Beweis ein starkes Dokument

vorlegen: den Befehl Nr. 11/89,

unterzeichnet am 3. November 1989

vom Vorsitzenden des Nationalen

Verteidigungsrates, Egon Krenz.

Darinfolgender Absatz: „Die Anwendung

der Schusswaffe in Zusammenhang

mit möglichen Demonstrationen

ist grundsätzlich verboten.“ So

war man –bei aller Polizei- und Stasigewalt

–auch in den Wochen zuvor

verfahren. Und: Die sowjetischen

Streitkräfte blieben in den Kasernen.

Mit hochrotem Kopf weist Krenz

die zahlreichen, von westdeutschen

Politikern indie Welt gesetzten, von

Medien und weiteren Politikern immer

wieder multiplizierten Fake

News zurück. Bundespräsident

Horst Köhler habe in einer Rede 2009

zum Mauerfall das Märchen erzählt,

am Tagder Montagsdemonstration

vom 9.Oktober 1989 hätten Panzer

vor Leipzig gestanden, man habe

Leichensäcke und Blutplasma bereitgehalten

für mögliche Opfer von

Polizeischüssen. Lüge! Da hat der

Egon recht, wie auch in seinen zornigen

Erinnerungen an die millionenfache

Herabwürdigung von DDR-

Biografien. Aber, das muss dann

doch sein: „Keine Demütigung kann

eine Wahl der AfD rechtfertigen“,

ruft Krenz ins Ost-Publikum.

Nichtauf der Höhe der Zeit

Krenz selber war nach der Wende die

Figur, ander man sich gut abarbeiten

konnte –der Depp,der Dogmatiker,

keiner nahm ihm die Reformerrolle

ab. Heute räumt er Fehler ein,

verpasste Chancen, doch seinen

Überzeugungen ist er treu geblieben.

Die einen nennen das unbelehrbar,

die anderen bewundern es.

VonseinerUnfähigkeit, auf der Höhe

der Zeit zu handeln, kündet der 9.

November 1989 und die folgende

Nacht. Dass Günther Schabowski

zur Überraschung aller Welt die

Grenzöffnung mit sofortiger Wirkung

verkündete, erklärt Krenz

heute mit „unkonzentrierter Vorbereitung

der neuen Grenzregelung“.

Dass vom ersten Mann der DDR

über den Abend, als die Menschen

durch die geöffneten Grenzübergänge

strömten, nichts zu sehen und

zu hören war,erklärterso: „Ich habe

in meinem Büro gearbeitet. Es war

viel zu koordinieren. Es gab viele Anrufer.

Um 0.30 Uhr bin ich nach

Hause gefahren und habe geduscht.“

Heute langweilt es, Egon Krenz

routiniert als Witzfigur abzutun. Es

bringt sicherlich mehr, ihn kühl als

den zu sehen, der er unbestreitbar ist:

ein Zeitzeuge, der zwar nicht die historische

Wahrheit verkündet, aber

bedenkenswerte Teile davon.

Maritta Tkalec

fand im Publikum nicht nur

Fans vonEgonKrenz.


10 Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

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Berlin

Harmsens Berlin

Berlin

brummt

Torsten Harmsen

macht sich Gedanken über

seltsame Töne in der Stadt.

Eine Kollegin schrieb in dieser Woche

über einen eigenartigen

Pfeifton in Prenzlauer Berg, der sie

unablässig quäle. Unter Tinnitus

leide sie nicht, schrieb sie. Der Ton

sei wirklich da, stamme wahrscheinlich

von einem defekten Heizkessel

in einem Keller, aber andere hörten

ihn nicht. Am Ende ignorierte sie

ihn, um nicht verrückt zu werden.

Dastrifft sich gut. Denn eine gute

Bekannte hat mir neulich ebenfalls

erzählt, einen Ton zu hören. Und

zwar in Friedrichshain. „Ich bin

nachts mal wach geworden“, sagte

sie, „und hörte draußen einen

Brummton, der wie ein Nebelhorn

oder ein Schiffssignal klang, aber in

echt penetranter Lage. Ich dachte

noch: Äh, was für ein fieser Ton. Geh

mal schnell wieder weg!“

Doch der Tonverschwand nicht.

Er war immer wieder da, mal dominant,

dann wieder leise. Die Bekannte

hatte erst einen Nachbarnim

Verdacht, der viel mit Technik herumprobierte.

Aber aus dem Haus

kam der Tonnicht. Sie ging also auf

den Balkon und lauschte. Ihr Ergebnis:

„Der Tonkommt aus südlicher

Richtung, ist weit über Berlin zu hören

und damit mysteriös. Die Russen,

die Amis oder eine übergroße

Muschelskulptur auf dem RAW-Gelände,

durch die der Wind pfeift?“

Die Bekannte hat eine ähnlich blühende

Fantasie wie ich. Wir sind

nicht ohne Grund befreundet.

Ichhabe mir aber angewöhnt, alles

Tuten, Quietschen, Rattern, Pfeifen,

Klingeln, Grölen, Trommeln und

Knallen in dieser Stadt zu ignorieren,

so gut es geht. Denn wenn man erst

einmal auf die Suche geht, wirdman

blöde. Auslöser gibt es immer: Verkehr,Bauarbeiten,

Partys…

Übrigens, was den erwähnten

Brummton betrifft: Berlin muss ja

brummen! Es hat schließlich den Bär

im Wappen. Undals Berliner ist man

auch gernmal ein brummiger Brummel.

Man kriegt schon als Kind so

manches aufgebrummt, wird später

vielleicht Brummi-Fahrer oder eine

echte Wuchtbrumme. Mancher wiederum,

der Böses tut, muss ein paar

Jahrehinter Gitternbrummen.

Ist nicht Berlin selbst ein einziger

großer Brummkreisel? Viele kennen

dieses Spielzeug. Oben macht man

ordentlich Druck, indem man

pumpt und pumpt – und unten

dreht sich alles immer schneller,mit

viel Gebrumm. Das Ding eiert irgendwo

hin, gerät ins Trudeln und

kommt scheppernd zum Erliegen.

Das könnte ein Gleichnis sein für

vieles,was in Berlin abläuft.

Aber woher kommt nun der konkrete

Brummton, den meine Bekannte

hört? Voneiner Maschine,einer

Anlage? Sicher könnte man es irgendwie

herausfinden. Aber mir gefallen

andere Erklärungen besser.

Vielleicht kommt der Tonjawirklich

von janz weit draußen, aus Schönefeld.

Vor der leeren Flughafenhalle

des BER stößt jemand traurig ins

Horn. Der einsame Wächterchor

singt sarkastisch: „Brumm, brumm,

brumm, Bärchen flieg herum!“ Doch

kein Bärchen ist da. Nichts fliegt.

Vielleicht kommt der Tonjaauch

vomWasser,von der Spree, als unterschwelliger

Warnton für die

150 Dampfer, die da jeden Tagherumkurven,

dazu plumpe Flöße,aufgemotzte

Blechkähne, Jachten und

schnittige Edelschiffchen. Auf dem

Brummenadendeck sitzen lauter

Brumminente und saufen, bis sie

zwei Brummille intus haben.

Ja,ich weiß, dass diese Gedanken

meiner Bekannten nicht viel helfen

werden. Aber sie erleichtern zumindest

den Umgang mit solchenTönen.

ZumWeiterlesen:Torsten Harmsen: Neulich in

Berlin –Kurioses aus dem Hauptstadt-Kaff, be.bra

verlag,Berlin 2018, 14 Euro, 224 Seiten.

Klassisch und modern: Die breite Treppe der James-Simon-Galerie wirkt wie der Aufgang zu einem Tempel.

Der „Liegende Löwe“, 1903 von August Gaul geschaffen, bewachte einst die Sammlungen des VerlegersRudolf Mosse.

Der Architekt David Chipperfield

war sichtlich gerührtamDienstag,

als die

letzte Pressekonferenz

vor der Eröffnung seines wohl

schwierigsten und vergleichsweise sicher

auch teuersten Projekts stattfand.

„Eine lange berufliche Beziehung

zur Museumsinsel geht nun zu

Ende“, sagte er. Mehr als ein Vierteljahrhundert

ist vergangen, seitdem

Chipperfield 1993 im Wettbewerb für

den Wiederaufbau und die Erweiterung

des Neuen Museums mit einem

sensationellen Entwurf den zweiten

Preis errang. Es war der erste Schritt

auf dem langen Weg zur James-Simon-Galerie,

die am Freitag von Angela

Merkel mit großem Staatsakt eingeweiht

worden ist.

Schon im ersten Wettbewerb

sollte die Museumsinsel zu einem

Zentrum des Massentourismus gemacht

werden, nach dem Vorbild

des Pariser Grand Louvre. Für nötig

hielt man dafür auch einen zentralen

Besucher-Eingang. Gerechnet

wurde mit sechs Millionen Besuchen

im Jahr und mit einer durchschnittlichen

Zeit von 45Minuten für den

Rundgang durchs Pergamonmuseum

und vorbei an Nofretete.Allerdings

sollte das Neue Museum dieser

Zentraleingang werden. Als einer der

wenigen Teilnehmer schlug Chipperfield

1993 vor, alles, was an modernen

Services benötigt wird–etwa

Kassen, Shop und Café –, nicht im

kostbaren Altbau, sondern ineinem

Erweiterungsflügel am Kupfergraben

unterzubringen.

Eine Berliner Skandalgeschichte

Er entwarfdafür eine leichte,überaus

elegante Verteiler- und Ausstellungshalle,den

„Schneewittchensarg“. Der

Bau wäre eine Sensation geworden:

hochmodern, sogar ökologisch in der

Bautechnik, innen praktisch völlig offen

für jede Nutzung, zart durchschimmernd

mit Glas- und Alabasterwänden.

Eine der großen verpassten

Gelegenheiten der Berliner Baugeschichte.

Gewonnen hatte den

Wettbewerb nämlich der Italiener Giorgio

Grassi mit einer kargen Ziegelsteinarchitektur.Ihn

bevorzugten die

konservativen Berliner Stadtplaner

um Senatsbaudirektor Hans Stimmann

und die Denkmalpfleger. Für

die Staatlichen Museen stellte allerdings

der damalige Generaldirektor

Wolf-Dieter Dube sofort klar, dass

Grassis Projekt nicht passe. Die Museen

bevorzugten nämlich den poppigen

Entwurf des Kanadiers Frank

Ein Bau für

Generationen

Mit einem Festakt ist am Freitag die James-Simon-Galerie

auf der Museumsinsel eröffnet worden

Sonderprogramm. Zur Eröffnung der James-

Simon-Galerie an diesem Sonnabend haben

die Staatlichen Museum einen Aktionstag

(von 10 bis 21 Uhr) organisiert. Die Teilnahme

an den verschiedenen Angeboten ist kostenfrei,

das Neue Museum und das Pergamonmuseum

können zum Sonderpreis von10Euro

(ermäßigt fünf Euro) besucht werden.

Architekturführung. Bei dem stündlichen

Rundgang steht der vonDavid Chipperfield

entworfene Neubau im Mittelpunkt. Startist

jeweils zur vollen Stunde (von 10 bis 20 Uhr)

an der Gruppenkasse im oberen Foyer.

Gehry –der jedoch die breitere Öffentlichkeit

entsetzte.

Es war ein Riesenskandal. Es dauerte

Jahre, bis die Museen akzeptierten,

dass sie Gehrynicht durchsetzen

würden, bis Grassi aus seinemVertrag

entlassen werden konnte. Der letztliche

Sieger war nach einem zweiten,

nunmehr internen Wettbewerbsverfahren

1999 derjenige, der eigentlich

schon 1993 hätte Sieger sein müssen:

DavidChipperfield mit seinem Büro.

In geradezu psychotherapeutischer

Feinarbeit gelang es ihm, die verhärteten

Fronten in den Museen aufzubrechen.

International gefeiertwurde

dabei vorallem seine Methodefür die

sorgfältige Restaurierung der Ruine

des Neuen Museums –obwohl auch

BERLINER ZEITUNG/PAULUS PONIZAK

VonNikolaus Bernau

IMAGO IMAGES

AKTIONSTAG FÜR JUNG UND ALT

Ausstellungsgespräche. „Halten Sie Ausschau!“,

sind die Ausstellungsgesprächeüberschrieben,

dieins Neue Museum und ins Pergamonmuseum

führen. Startist von10bis 20 Uhr

stündlich an der KasseimunterenFoyer.

Führung der Kuratoren. Um 11 Uhr präsentiertStefan

Weber seine Sicht auf das Museum

für Islamische Kunst, um 14 Uhr und

um 16 Uhr führtOlivia Zorndurch das Ägyptische

Museum und die Papyrussammlung,um

17 Uhr zeigt Nadja Cholidis das Vorderasiatische

Museum. Treffpunkt ist jeweils an der

Kasse im unteren Foyer.

gefordert wurde, den Bau nach dem

Vorbild der Dresdner Semperoper

blitzeblank in alten Formen neu zu

schaffen. Aber es gibt keinen auch

nur halbwegs relevanten Architekturpreis,

den dieses Projekt nach seiner

Übergabe 2009 nicht errang.

Chipperfields zweiter Entwurf für

den Eingangsbau dagegen wurde

nach 1999 kaum debattiert. Erst als

2006 der Bundestag auch dafür die

Gelder frei gab, kam es zum neuen

Skandal: Die von Chipperfields Büro

vorgeschlagenen matt schimmernden,

gestaffelten Glaskuben am Kupfergraben

erschienen den Berliner

Traditionalisten als Anschlag auf die

Würde der Museumsinsel. Dass der

Architekt etwa gleichzeitig und mit

Hell, hoch und heiter:das Café im Besucherzentrum.

James-Simon-Film. Die TV-Dokumentation

vonCarola Wedel über den „Mann, der die

Nofretete verschenkte“ wird um 13 Uhr,15

Uhr,17Uhr und19Uhr im Auditorium gezeigt.

Workshops für Kinder. „Ein Fenster zum Hof“

nennt sich ein Workshop für Kinder und Familien.

Der andere heißt „Zusammen gebaut“.

Beide finden von11bis 17 Uhr im Neuen Hof

statt, der Einstieg ist jederzeit möglich.

Kinder-Spiel. Im Neuen Hof wird es von11bis

17 Uhrein Bingo-Spiel mit Motiven aus den

Sammlungen geben.

ähnlicher Ästhetik das Folkwang-Museum

in Essen oder das Museum für

Inuit-Kunst in Anchorage entwarf,

dass sein Projekt für die Museumsinsel

international gefeiert wurde –die

spanische Zeitschrift El Croquis

brachte es als Titelblatt –blieb in Berlin

unbemerkt. Dass Chipperfield

keine Innenansichten veröffentlichte,

stärkte seine Position nicht.

DieStiftung Preußischer Kulturbesitz,

ermattet vom Dauerkampf um das

Neue Museum, ließ ihn regelrecht im

Stich, verlangte ultimativ einen

neuen Entwurf. In nur wenigen Wochen

entstand er: Das Büro ist auch

deswegen berühmt, weil es auf ästhetisch

höchstem Niveau immer neue

Wege suchen kann.

Der neue, nun realisierte dritte

Hauptentwurf wurde wesentlich von

Chipperfields Büroleiter Alexander

Schwarzgeprägt,der auch schon am

Literaturmuseum der Moderne in

Marbach tätig war. Der Eingangsbau

zur Museumsinsel steht –wie der in

Marbach –auf einem hohen Sockel,

der den des Pergamonmuseums weiterführt,

ist geprägt vonPfeilerreihen

und der breiten Zugangstreppe. Der

neue Entwurf begeisterte weithin in

Berlin, erschien so klassisch und

doch modern. Kaum jemand sah sich

noch die komplizierten Grundrisse

an, und dass der Baugrund hoch problematisch

ist, wurde gleich ganz

ignoriert.

TeureFundamente

IMAGO IMAGES

Aber nun begann das eigentliche

Drama. Biszu60Meter tief reicht am

Kupfergraben ein bodenlos-matschiger

sogenannter Kolk, was seit

dem Bau des Neuen Museums in

den 1840er-Jahren bekannt ist. Genau

deswegen hatte Chipperfield

seinen ersten Entwurf 1993 maximal

leicht gestaltet. Doch der neue Entwurf

brauchte tiefreichende Fundamente.

Genau wie um 1910 beim

Pergamonmuseum verschlang nun

allein der Bau des Unterbaus die für

das gesamte Haus gedachten Millionen.

Schon die ursprüngliche Kalkulation

von74Millionen Euro für dasnur

10 000 Quadratmeter große Haus war

großzügig angelegt; in Essen oder

Mannheim wurden in dieser Zeit für

etwas über 50 Millionen Euro ganze

Museen errichtet. In Berlin aber gingen

mehrere nur nach Preis ausgewählte

Baufirmen bankrott, mussten

halbfertige Fundamente wieder abgebrochen

werden. Gegen einen

Stopp des Projekts aber stand die

Angst aller großenVerwaltungen, neu

zu planen. Zuletzt stiegen die Baukosten

auf 134 Millionen Euro, zu

zahlen vomBund.

Andererseits muss konstatiert

werden: Einsolcher Bauhält über Generationen.

Auch wenn das Konzept

des auf Massentourismus angelegten

Museumsinzwischen an seine Grenzengestoßen

ist, bleibt doch der Charakter

der Simon-Galerie als Kunstwerk.Und

wersich die Baugeschichte

der heutigen Staatlichen Museen im

größeren Überblick ansieht, muss

auch erstaunt erkennen: Fast immer

dauerte es zwischen Erstplanung und

Eröffnung etwa eine Generation. Museen

brauchen in Berlin offenbar ihre

Zeit, um zu werden.


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 11

· ·

·······················································································································································································································································································

Berlin

Bode-Museum

Am Kupfergraben

Bahntrasse

Spree

Burgstr.

Pergamonmuseum

Alte

Nationalgalerie

Pergamonmuseum

EINGANGSGEBÄUDE

Foyer

Terrasse

Café Cafe

Neues Museum

Eingang West

neues

Eingangsgebäude

Bodestr.

Spree

Neues Museum

Lustgarten

Berliner

Dom

Am Am Lustgarten Lustgarten

Schlossplatz

Altes

Museum

MUSEUMSINSEL

Karl-

Liebknecht-Str.

Im Zwischengeschoss (Mezzanin)

liegt der Museumsshop. IMAGO IMAGES (3)

Fensteröffnungen zu

den Sockelgeschossen

Spree

Aufzug

Treppenhaus

Auditorium unter

der Treppe (1. UG)

Neuer Pfeilergang

Ebene 2

Hauptgeschoss mit Foyer,Terrasse, Café,

Kasse und Zugang zum Pergamonmuseum

Mezzanin

Foyer,Auditorium, Museumsshop,

Garderobe und Schließfächer

Ebene 1

Foyer,Auditorium, Nebenräume, Anlieferung,Lager

Stadtschloss

Schlossplatz

Im Auditorium sollen Filme gezeigt

und Vorträge gehalten werden.

BERLINER ZEITUNG/ISABELLA GALANTY

Ebene 0

Übergang zur Archäologischen Promenade, Wechselausstellung,

Information, Ausstellungsvorbereitung,Lager,Mitarbeiterbereich

Untergeschoss

Technik- und Depoträume

BLZ/BÖTTCHER, GALANTY

Die Ticketverkäufer warten auf den

Ansturmder Besucher.

Eine Inschrift

mit Lücken

Der Mäzen James Simon war mehr als ein Kunstfreund

VonNikolaus Bernau

Am neuen Eingangsgebäude der

Museumsinsel erinnert eine Inschrift

an den Kaufmann und Stifter

James Simon, nach dem der Bau benannt

wurde. Die Zeilen müssen

dringend korrigiertwerden.

Zweifellos ist Simon der bedeutendste

Privatmäzen der heutigen

Staatlichen Museen. Mehr als 10 000

Einzelobjekte gab der 1851 in Berlin

Geborene zwischen etwa 1885 und

seinem Tod1932 an die Museen –von

deutscher Volkskunde über Kunstwerke

des Mittelalters und der Renaissance

bis hin zu solchen aus Babylon

und Alt-Ägypten.

Ohne Simon

wäre die Büste der

Königin Nofretete

nicht ausgegraben

worden, hätte nie

nach Berlin gelangen

können. Wie sehr Simons

Kunstpolitik

auch Teil der euro-

James Simon (um 1895) förderte

Sozialprojekte und die Kunst.

päischen Kolonialpolitik

war –eng waren

seine Beziehungen

zu Kaiser Wilhelm

II. – wäre

übrigens eine eigene

Untersuchung wert.

Sicher aber wäre

all dies nicht möglich gewesen ohne

seine Frau Agnes. Ihr Name fehlt in

der Inschrift. Männerzentrierte Geschichtsschreibung

nennt sich so etwas.

Der 28-jährige Textilkaufmann

James hatte die aus der gleichen

Branche stammende Agnes Reichenheim

1879 geheiratet. Das gewaltige

Einkommen der Familie floss unter

anderem in den Bau des Stadtbads

Mitte, inKinderreisen an die Ostsee,

Krankenhäuser, Waisenheime und

die Hilfe für aus Russland geflohene

Juden. Beiweitem übertraf die soziale

Fürsorge die Kunststiftungen. Oft

lehnten die Simons neue Kunstankäufe

für die Museen ab. Soziale

Wohltätigkeit war ihnen die Rechtfertigung

des eigenenWohlstands.

Damit knüpften die Simons an traditionelle

Modelle des Judentums an,

versuchten aber auch eine persönliche

Tragödie zu verarbeiten: Die

jüngste Tochter Marie-Luise starb im

Alter von nur 14 Jahren wohl an den

Folgen ihrer Behinderung. Der Sohn

Heinrich dagegen ging nach England,

überstand dort die Nazizeit. Die älteste

Tochter Helene blieb in Berlin

und überlebte denTerror nur dank ihrer

Ehe mit dem Juristen Ernst Westphal.

Es gibt grausame Briefe der Museumsgeneraldirektion,

die Helene

dringlich um Hilfe für sich und Agnes

gebeten hatte. Auch das Eingeständnis

des Versagens der Museen in der

Nazizeit fehlt in der Inschrift.

Immerhin: James Simon wurde

nie wirklich vergessen. Da stimmen

die aktuellen Selbst-

BPK/RUDOLF DÜHRKOOP

anklagen schlichtweg

nicht. Schon

1963 erschien im

Jahrbuch der Preußen-Stiftung

ein Lebensbericht,

seit den

1950er-Jahren war

seine Büste immer zu

sehen, wurden Gedenktafeln

montiert.

Nach der Wiedervereinigung

der Sammlungen

wurde schon

1993 gefordert, das

Simon-Kabinett im

Bode-Museum wieder

einzurichten, so

wie es jetzt endlich geschah. Dass die

Staatlichen Museen die Verträge mit

Simon ignorieren können, die eigene

Räume für seine Stiftungen verlangen,

zeigt dagegen vor allem die immense

Großzügigkeit auch der Erben

vonJames und Agnes Simon.

2012 wurde das Stadtbad Mitte

nach ihm benannt, ein kleiner Platz

führtden Namen Simons.Die James-

Simon-Gesellschaft vergibt den nach

ihm benannten Preisfür soziales und

kulturelles Engagement.Trotzdem: In

die Inschrift gehören auch die Namen

von Agnes und den Kindern und die

Bitte um Entschuldigung der Museen.

Eigentlich sollte der Bau überhaupt

nur Simon-Galerie heißen.

Schon das wäre für den einst öffentlich

zurückhaltenden Kaufmann und

seine Frau wohl zu viel des Personenkults

gewesen.

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Bekanntmachungen

Öffentliche Bekanntmachung

gemäß §44Energiewirtschaftsgesetz über Vorarbeiten

zum Vorhaben „Neubau Gasanbindungsleitung Marzahn“

ONTRAS Gastransport GmbH (ONTRAS) und die Vattenfall Wärme Berlin AG (Vattenfall) planen die Verlegung

einer neuen Gasanbindungsleitung. Sie wirdvon dem ONTRAS-Ferngasleitungsnetz zum Heizkraftwerkstandort

Marzahn der Vattenfall verlaufen. Dort entsteht aktuell eine hocheffiziente Gas- und Dampfturbinen-Anlage.

Gegenstand

Die neue Gasleitung ist mit einer Nennweite von DN 400 und einem maximalen Betriebsdruck von 55 bar

geplant. Durch das Vorhaben kann die Ausnutzung des im Ferngasleitungsnetz bestehenden Gasvordrucks

unmittelbar für die Versorgung des Heizkraftwerks Marzahn genutzt werden. Auf diesem Wege werden weitere

Effizienzsteigerungen erzielt und damit ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele geleistet.

Der geplante Anschluss ist damit auch eine Maßnahme im Sinne der Umsetzung der Machbarkeitsstudie

„Klimaneutrales Berlin 2050“.

Es sind zwei alternative Trassenführungen mit jeweils zwei Untervarianten mit unterschiedlichen Ausspeisepunkten

aus der Ferngasleitung 211 bzw. der Ferngasleitung 221 möglich. Je nach Trassenführung wird die

Gesamtlänge der Trasse zwischen 9und 12 Kilometern liegen. Von der Planung unmittelbar betroffen sind die

Berliner Bezirke Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf sowie die Gemeinden Ahrensfelde, Altlandsberg, Hoppegarten

und Neuenhagen bei Berlin.

12 * Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

··········································································································································· Berlin

Beratung für einen Mann im Rollstuhl. Ein neues Landesgesetz verhilft Menschen mit Handicap zu mehr Rechten.

IZUSEK

Mitsprechen und mitmachen

Berliner Teilhabegesetz soll Menschen mit Behinderung individuell helfen

Vorgehen

Das Vorhaben durchläuft momentan das Raumordnungsverfahren und steht unter dem Vorbehalt einer Genehmigung

im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, das vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe,

Cottbus eröffnet wird.

Derzeit beginnen dazu die Vorarbeiten im Rahmen des §44Energiewirtschaftsgesetz, die die ONTRAS und

Vattenfall aktuell durchführen werden. Dazu gehören die Vermessungen der Topographie sowie die Boden- und

Grundwasseruntersuchungen. Die Arbeiten werden durch Unternehmen vorgenommen, die hierfür beauftragt

sind. Sie sind angewiesen, das Recht zum Betreten von Grundstücken äußerst schonend auszuüben. Sollten

durch diese Vorarbeiten unmittelbar Vermögensnachteile (z. B. Flurschäden) entstehen, werden diese entschädigt.

Die beauftragten Unternehmen werden dann entsprechend Kontakt zu Ihnen aufnehmen.

Die genannten Vorarbeiten stellen keinerlei Vorentscheidung für das geplante Vorhaben dar. Sie dienen lediglich

der fachgerechten Erstellung der Antragsunterlagen.

Umweltschutz

Es ist Anliegen von ONTRAS und Vattenfall, einen sicheren Betrieb der Gasinfrastruktur sowie die Versorgungssicherheit

im Netzgebiet zu gewährleisten. Bei allen Arbeiten an der Trasse werden höchste Standards für den

Schutz von Mensch und Umwelt angelegt. Die Belange von Umwelt, Natur und Landschaft nehmen ONTRAS

und Vattenfall sehr ernst und halten sich streng an die gesetzlichen Vorgaben.

Auflistung der Gemarkungen, in denen die Arbeiten durchgeführt werden

Gemäß §44Energiewirtschaftsgesetz werden ONTRAS und Vattenfall die notwendigen Vorarbeiten für das

Projekt „Neubau Gasanbindungsleitung Marzahn“ ab ca. Mitte Juni 2019 ausführen lassen.

Im Verwaltungsgebiet der Stadt Berlin finden die Arbeiten in den Bezirken Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf

statt:

Gemeinde /Stadt Gemarkung Flur

Berlin Falkenberg Gemeinde 1, 2

Berlin Falkenberg Gut 2

Berlin Hellersdorf 3

Berlin Hohenschönhausen 32, 33, 34, 4

Berlin Marzahn 199, 208, 209, 218, 219, 227, 228, 229, 235, 236,

237, 238, 244, 245, 247, 249, 257, 259, 266, 267,

276, 277, 287, 3

Berlin Wartenberg Gemeinde 2

Ausführende Unternehmen

Der Beginn und der Ablauf der Baugrunduntersuchungen wirddem Nutzungsberechtigten vom Baugrundinstitut

Stralsund Ingenieurgesellschaft mbH aus Stralsund, welches die Baugrunduntersuchungen durchführen wird,

angezeigt. Für die Durchführung der Vermessungsleistungen ist das Vermessungsbüro C&E Vermessungstechnik

GmbH &Co. KG aus Ronneburg beauftragt worden.

Das Ingenieur- und Planungsbüro Lange GbR, Carl-Peschken-Straße 12, 47441 wurde von ONTRAS und

Vattenfall beauftragt, die durchzuführenden Arbeiten zu koordinieren.

Ansprechpartner

Guido Wisniewski, Ingenieur- und Planungsbüro Lange GbR

Telefon: 02841 /7905-56

E-Mail: guido.wisniewski@langegbr.de

Der DRK-Kreisverband Berlin-

Nordost e.V. lädt ein zur Kreisversammlung

am 24.08.2019 um

10 Uhr in den Räumen des

Kreisverbandes Warnitzer Str.

14, 13057 Berlin. Tagesordnung:

1. Begrüßung/Feststellen der

Beschlussfähigkeit, 2. Gedenken

Peter Burzlaff, 3.Ehrungen,

4. Bericht des Präsidiums für

das Geschäftsjahr 2018, 5. Entlastung

des Präsidiums für das

Geschäftsjahr 2018, 6. Bestellung

des Wirtschaftsprüfers für

das Geschäftsjahr 2019, 7.

Nachwahl des Vertreters des

Jugendrotkreuzes im Präsidium,

8. Satzungsänderung, 9.

Verschiedenes Christian

Weitzberg, Präsident

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124

VonMelanie Reinsch

Mit dem Bundesteilhabegesetz

von 2017 hat

sich die Bundesregierung

ein ambitioniertes,aber

wichtiges Ziel gesetzt: Menschen

mit Behinderung mehr Teilhabe

zu ermöglichen. In Berlin sollen

nun Eingliederungshilfen, zu

denen zum Beispiel die persönliche

Assistenz zählt, sowie existenzsichernde

Leistungen reformiert und

damit besser an den individuellen

Bedarfangepasst werden. Zuständig

sind die Sozialämter,sodass alle Hilfen

künftig aus einer Hand kommen

und jeder Betroffene einen Ansprechpartner

im Bezirk hat. Das

sagte die für Integration zuständige

Senatorin Elke Breitenbach (Linke)

am Freitag.

Grundlage für das Gesetz ist die

UN-Behindertenkonvention von

2009, die Inklusion als Menschenrecht

definiert, damit alle Menschen

gleichberechtigt am Leben teilnehmen

können. Dabei geht es um das

Recht auf Bildung oder Arbeit. Jedes

Bundesland ist aufgefordert, dieses

Gesetz in die Praxis umzusetzen.

Gerade hat der Senat dazu das

Berliner Teilhabegesetz beschlossen,

das die Voraussetzung für das neue

Hilfesystem für Menschen mit Behinderung

schaffen soll. Einentsprechender

Entwurfmuss nun im Parlament

beschlossen werden. Ziel ist,

dass es gemeinsam im Dezember

mit dem Haushaltsgesetz 2020/21

beraten und beschlossen wird, damit

entsprechende Leistungen

„Das ist ein

wichtiger Schritt

für mehr Inklusion

in der Stadt.“

Elke Breitenbach (Linke), Senatorin

für Integration, Arbeit und Soziales

schon im Januar 2020 gewährt werden

und die Mittel dazu auch eingeplant

werden.

Mit dem Entwurf gehe Berlin einen

weiteren wichtigen Schritt zur

Umsetzung des Gesetzes, sagte Elke

Breitenbach (Linke), Senatorin für

Integration, Arbeit und Soziales.„Es

ist eine Neuerung und ein großer

Fortschritt zugleich, dass die Betroffenen

mehr Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte

haben“, so die Senatorin.

Das sei ein „echter Paradigmenwechsel“,

weil das Gesetz passgenaue

Hilfen anböte, die sich nach

dem Willen der Betroffenen richteten.

Man wolle alles dafür tun, dass

das Gesetz den Menschen mit Behinderung

schnell zu Gute kommt.

„Dafür müssen wir aber auch die

notwendigen Ressourcen breitstellen“,

so Breitenbach. Der Entwurf

sieht vor, dass die Eingliederungshilfen

künftig von spezialisierten Teilhabefachdiensten

in den Sozial- und

Jugendämternbearbeitet werden.

So heiß wie in Canberra

Der Bedarf soll über einen Fragebogen

ermittelt werden, das sogenannte

Teilhabeinstrument. Der

Fragebogen wird entweder vom Betroffenen

selbst oder von einem Betreuer

ausgefüllt. Damit soll sich bestimmen

lassen, welche Unterstützung

ein Mensch benötigt, um stärker

am gesellschaftlichen Leben

teilhaben zu können. In einigen Fragen

geht es zum Beispiel darum, was

jemanden daran hindert, so zu leben,

wie er oder sie gernmöchte.

Da die Umsetzung des Teilhabegesetzes

hohe rechtliche Ansprüche,

neue Rollen und neue Aufgaben

schafft, sollen 104 Stellen in der Verwaltung

geschaffen werden, kündigte

Breitenbach an. Das neue Personal

soll bezirksübergreifend gesucht

und ausgebildet werden.

„Das Gesetz ist auch ein wichtiger

Schritt für die Pflege und das Gesundheitswesen

– zur Vernetzung

der Leistungen und Kooperation der

Kostenträger mit denen der Eingliederungshilfe“,

sagte Gesundheitsstaatssekretär

Martin Matz (SPD).

Sigrid Klebba, Staatssekretärin für

Jugend und Familie,erklärte,dass es

bei Kindern und Jugendlichen

darum gehen müsse, Familien als

Ganzes zu sehen. „Körperliche,geistige

und seelische Behinderungen

stellen regelmäßig besondereAnforderungen

an Elternund Erziehungsberechtigte“,

so die SPD-Politikerin.

2018 waren in Berlin rund 30 100

Kinder, Jugendliche und Erwachsene

auf Eingliederungshilfen angewiesen.

882 Millionen Euro wurden

dafür insgesamt aufgewendet.

Eine neue Studie zeigt, worauf sich Städte wie Berlin im Klimawandel einstellen müssen

VonStefanie Hildebrandt

Was in der australischen Hauptstadt

Canberra der Molonglo

River ist, stellt in Berlin die Spreedar.

Sonst könnten beide Städte nicht

unterschiedlicher sein, denkt man.

Doch in 30 Jahren dürfte sich der

Berliner Alltag, zumindest was die

Temperaturen angeht, ähnlich anfühlen

wie der in Down Under.

Forscher um Jean-François Bastin

von der Eidgenössischen Technischen

Hochschule (ETH) in Zürich

haben in einer Studie, die im Fachmagazin

Plos One veröffentlicht

wurde, klimatisch äquivalente Partnerstädte

identifiziert. Dazu haben

sie ausgewertet, wie sich bis zum Jahr

2050 das Klima in mehr als 520 großen

Städten entwickeln wird, und es

mit wärmeren Orten verglichen.

Für Berlin haben die Forscher das

australische Canberra, Rostow am

Don und San Marino als vergleichbar

benannt. Für alle Städte in gemäßigten

und kälteren Zonen gilt: Es

wird heißer. Das ist nicht neu. Doch

die Zukunftsszenarien bei einem

weltweiten Temperaturanstieg von

anderthalb bis zwei Grad sind mit

der anschaulichen Städtepartnerschaft

besser verständlich, begründen

die Forscher ihre Analyse.

77 Prozent der 520 größten Städte

weltweit werden der Studie zufolge

ein Klima haben, das so ähnlich

heute bereits in einer anderen großen

Stadt herrscht. Abgucken und

voneinander lernen ist erwünscht.

Biszusechs Grad wärmer

Für Berlin erwarten die Forscher einen

Anstieg der durchschnittlichen

Temperatur im wärmsten Monat um

sechs Grad. Damit werden Sommertage

mit Werten um die 40 Grad

wahrscheinlicher. Heiße Sommer,

heftige Niederschläge –die Verwaltungen

haben die Aussichten nicht

erst seit Freitag im Hinterkopf.

2016 hat das Potsdam-Institut für

Klimafolgenforschung eine durch

die damalige Senatsverwaltung für

Stadtentwicklung und Umwelt in

Auftrag gegebene Konzeptstudie mit

dem Titel „Anpassung an die Folgen

des Klimawandels in Berlin“ vorgelegt,

die verschiedene Wege aufzeigt.

Die Erkenntnisse der Studie wurden

in das 2018 vom Abgeordnetenhaus

beschlossene Berliner Energie- und

Klimaschutzprogramm integriert.

„Die Anpassungsstrategie Berlins

setzt im Wesentlichen auf die Entwicklung

einer wassersensiblen und

hitzeresistenten Stadt“, heißt es aus

der Umweltverwaltung. Ziel sei es,

die Stadt wie ein Schwamm funktionieren

zu lassen.

DieErrichtung vonweiteren hundertTrinkbrunnen

bis Ende des Jahres,

das Programm „1000 Grüne Dächer“

und die Gründung einer Regenwasseragentur

sind nur einige

Beispiele, wie sich Berlin für die

heiße Zukunft fit machen will. Klimaverträglichkeit

spielt auch bei

Bauen und Verkehr eine Rolle. „Das

Thema ist allen Bereichen unserer

Arbeit immanent“, so die Umweltverwaltung.

Es gehe um die Entsiegelung

von Flächen, Kaltluftschneisen,

mehr Grün, Bauen in die Höhe

und die Verwendung neuer Baumaterialien.

DasTempelhofer Feld, eine

wichtige Kaltluftschneise, werde

ökologisch optimiert. An der Oderstraße

werden hundert Bäume gepflanzt.

Und der Senat habe einen

Holzbaupreis ausgeschrieben, um

Bauen mit dem verträglichen Material

zu fördern.


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14 * Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

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Berlin

Milliarden

für Berliner

Start-ups

Drei Viertel des Risikokapitals

fließt in die Hauptstadt

Berliner Start-ups stehen bei Investoren

nach wie vor hoch im

Kurs. Denn von der Rekordsumme

von2,8 Milliarden Euro,die deutsche

Start-ups im ersten Halbjahr vonInvestoren

bekamen, flossen 2,1 Milliarden

Euro nach Berlin. Das sind

rund 500 Millionen Euro mehr als in

der ersten Hälfte des Vorjahres. Zu

diesem Ergebnis kommt eine Analyse

der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft

Ernst &Young.

Für das sogenannte Start-up-Barometer

wurden Unternehmen berücksichtigt,

deren Gründung

höchstens zehn Jahrezurückliegt. In

Berlin sorgten abermals einige sehr

große Deals für den Investitionsrekord.

Das mit Abstand größte Geschäft

war eine 428-Millionen-Euro-

Investition für das Reise-Start-up

Getyourguide aus Prenzlauer Berg.

Aufden Plätzen zwei und drei folgen

die Smartphone-Bank N26, die

266 Millionen Euro einsammelte,

und das Start-up Adjust, das 201 Millionen

Euro bekam. Von den zehn

größten Investitionsrunden gingen

in diesem Jahr bislang neun an Unternehmen

mit Sitz in Berlin. (BLZ)

Ecstasy für ein Taschengeld

In Marzahn werden die Pillen zum Problem. Keine Berliner Schule ist drogenfrei, sagt eine Expertin

VonKatrin Bischoff

Drogenkonsum an Berliner

Schulen –für Kerstin

Jüngling ist das nichts

Ungewöhnliches. „Ich

glaube, dass es in Berlin keine drogenfreie

Schule gibt“, sagte die Leiterin

der Fachstelle für Suchtprävention

am Freitag der Berliner Zeitung.

Ihre Referenten treten in allen Bezirken

an Schulen auf, um aufzuklären

und Kindern sowie deren Eltern zu

helfen. „Der Konsum vonDrogen bei

Kindern und Jugendlichen macht in

einer globalisiertenWelt an keiner Bezirksgrenzehalt“,

stellte Jüngling fest.

Die Leiterin der Fachstelle reagierte

damit auf Berichte des Marzahn-Hellersdorfer

Jugendstadtrates

Gordon Lemm und der Berliner Drogenbeauftragten

Christine Köhler-

Azara. DerSPD-Politiker Lemm hatte

in dieser Woche öffentlich gemacht,

dass es in seinem Bezirkein Problem

mit Ecstasy bei Schülerngebe.

Vor knapp drei Wochen hätten

Vertreter der Drogen- und Suchtberatung

von„alarmierenden Vorkommnissen“

berichtet, so Lemm am Freitag.

Zehn bis 15 Kinder und Jugendliche

hätten in jüngster Vergangenheit

Hilfe bei der Suchtberatung gesucht.

„Weniger die Anzahl der Vorfälle, als

vielmehr das Alter“ der Betroffenen

Gefährliche Verlockung: BesondersMädchen sind für Ecstasy empfänglich.

hätten nicht nur ihn schockiert, sagte

der Jugendstadtrat. In zwei Fällen

seien elfjährige Mädchen betroffen

gewesen. Zudem habe es die bunten

Pillen offenbar schon für 1,50 Euro

gegeben – sie waren also mit Taschengeld

finanzierbar.

Lemm sagte, amletzten Schultag

sei das Thema mit Vertreternvon Polizei,

Jugendamt, Gesundheitsamt,

Drogenberatung sowie Streetworkernberaten

worden. Vonden Schulen

sei ihm bestätigt worden, dass

ISTOCKPHOTO

seit ein paar Monaten Kinder und Jugendliche

ein Ecstasy-Problem hätten.

„Wir scheinen der einzige Bezirk

zu sein, bei dem dieses Problem aufgefallen

ist“, so Lemm.

„Die Situation, wie sie sich in

Marzahn-Hellersdorfdarstellt, ist für

Berlin ungewöhnlich. Aus anderen

Bezirken kennen wir das Problem so

nicht“, sagte Christine Köhler-Azara.

Berlins Drogenbeauftragte. Es sei

ungewöhnlich, dass Kinder im Alter

vonzwölf und 13 Jahren Ecstasy konsumieren.

Marzahn-Hellersdorf sei

mit dem Problem vorbildlich und offen

umgegangen, lobte Köhler-

Azara. Die Verantwortlichen hätten

alle Beteiligten umgehend an einen

Tisch geholt.

Noch vor ein paar Tagen war in

verschiedenen Medien berichtet

worden, dass auch Neukölln ein Ecstasy-Probleme

bei Kindernhabe.Allerdings

konnte der dortige Jugendstadtrat

Falko Liecke (CDU) diese

Meldung nach Rücksprache mit dem

Jugendamt, Suchthilfeträgern und

Sozialarbeitern nicht bestätigen. In

der Vergangenheit habe es Vorfälle

an Schulen gegeben, räumte er ein,

zum Beispiel an der Kepler-Oberschule.

Dort hätten Drogenhändler

Marihuana verkauft. „Mithilfe der

Polizei und der Schulleitung konnten

die Dealer aber vertrieben werden“,

sagte Liecke.

Kerstin Jüngling rät Eltern, bei einem

Drogenverdacht mit ihren Kindernzureden.„Suchtprävention

geht

nicht mit Kontrolle“, sagte sie. In

mehr als tausend Beratungsgesprächen

hätten ihr Eltern erzählt, dass

sie Drogen im Rucksack oder Zimmer

ihres Kindes gefunden hätten. „Aber

sie haben mit ihren Kindern nicht

einmal darüber gesprochen.“ Drogenprävention

funktioniere aber nur

mitVertrauen in der Familie.

Nach Schuss

unter

Polizeischutz

Kurde wurde in seinem

Spätkauf niedergestreckt

Ein 35-jähriger Kurde, der in der

Nacht zu Mittwoch in seinem

Spätkauf in der Goethestraße in

Charlottenburg niedergeschossen

wurde, steht offenbar unter Polizeischutz.

Freunde des Mannes sagten

der Berliner Zeitung, man habe sie

am Krankenhaus „aus Sicherheitsgründen“

nicht zu ihm vorgelassen.

Der aus Syrien stammende und seit

etwa zehn Jahren in Berlin lebende

Mann wurde mit zwei Schüssen niedergestreckt,

während er liveineiner

Video-Konferenz chattete.

Der 35-Jährige ist politisch äußerst

aktiv und setzt sich vor allem

mit dem Kurdenkonflikt in Syrien,

dem Irak und der Türkei auseinander.

Nach Angaben von Bekannten

soll er früher zudem für die militärische

Ausbildung junger kurdischer

Kämpfer in Syrien verantwortlich gewesen

sein.

Offiziell hieß es vonder Staatsanwaltschaft

am Freitag, die Ermittlungen

würden „in allen Richtungen geführt“.

Auf Nachfrage wurde jedoch

bestätigt, dass auch der Polizeiliche

Staatsschutz in die Untersuchungen

eingebunden wurde. (eri., pde.)

Traueranzeigen

Wir sind tief erschüttert und unendlich traurig, dass unser geliebter

Vater, Großvater, Ur-Großvater, Bruder, Verwandter und Freund

HANS WALL

*17. März 1942 †1.Juli 2019

plötzlich und unerwartet von uns gegangen ist.

Wir danken Dir für die wunderschöne gemeinsame Zeit und all

die unvergesslichen Erlebnisse, die uns mit Dir verbinden.

Dein Optimismus, Deine Begeisterungsfähigkeit, Deine Energie,

Deine Großzügigkeit und Deine Liebe werden für uns Vorbild bleiben.

Du wirst uns immer nah sein. Wir werden Dich nie vergessen.

Deine Familie, imNamen aller Angehörigen

Die Zeit vergeht, zurück bleiben Dankbarkeit und Erinnerung

und das Gefühl, dass jemand fehlt.

In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von

Dr. Gerhard Henkel

*11.01.1939 †14.06.2019

In tiefer Trauer

Renate Huth

Marianne Nettke

Karin Preuß

im Namen der Familien

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am

Dienstag, den 30.07.2019 um 11.00 Uhr auf dem St.-Laurentius-

Kirchhof, Rudower Str. 23, 12557 Berlin-Köpenick statt.

„Wenn Ihr an mich denkt, seid nicht traurig.

Erzählt lieber von mir und traut Euch zulachen.

Lasst mir einen Platz in Eurer Mitte, sowie ich ihn

im Leben hatte.“

Lieselotte Feldtmann

geb. 14.06.1928 verst. 03.07.2019

Gunter Feldtmann

im Namen der Familie

Die Trauerfeier findet am 26.07.2019 um 12 Uhr auf

dem Friedhof Adlershof, Friedlander Straße statt.

Mein lieber Mann hat mich verlassen.

Prof. Dr. habil. Klaus Drebes

*29. Oktober 1933 †6.Juli 2019

In Liebe und Dankbarkeit

Siegrid Drebes

sowie alle Angehörigen

Die Trauerfeier findet am 6. August 2019 um 12 Uhr in der

Friedhofskapelle Pankow III, Am Bürgerpark 24, 13156 Berlin statt.

TOTER SUCHT

ANGEHÖRIGEN

www.graebersuche-online.de

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Alles hat seine Zeit, es gibt eine Zeit

der Freude, eine Zeit der Stille,

eine Zeit des Schmerzes, eine Zeit

der Trauer und eine Zeit der

dankbaren Erinnerung.

Steffen

Börner

*16.12.1960

†01.07.2019

In Liebe

Ines, Toni mit Dani und Friedrich,

Paul mit Anne

Ach, ihreWege...

Wir verabschieden uns von

Rudolf „Rudi“

Friedel

*09.06.1939 †24.06.2019

Die Trauerfeier findet am

09.08.2019 um 11 Uhr

auf dem Georgen-Parochial-

Friedhof II statt.

Wir nehmen Abschied

von unserer lieben

Friedel Höbel

geb. Holländer

*07.03.1932

†05.07.2019

In Liebe und Dankbarkeit

Deine Familie

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Bestattungen seit 1879

Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 27.Juli 2019, um11.00 Uhr

in der Parochialkirche, Klosterstraße 67, 10179 Berlin, statt.

Da die Beisetzung zu einem späteren Zeitpunkt imengen Familienkreis erfolgt, wären wir

anstelle von Blumen und Kränzen für eine Spende an den Verein „Denkmal an Berlin e.V.“dankbar.

Deutsche Kreditbank AG, IBAN: DE85 1203 0000 0010 4347 36‚ Betreff „Trauerfeier Hans Wall“

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Wir beraten Sie gern.

Anzeigenannahme:

(030) 2327-50


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 15

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Wegen der großen Zahl der Zuschriften

ist es uns leider nicht möglich, alle Briefe zu

beantworten oder abzudrucken.

Die Redaktion behält sich das Recht

sinnwahrender Kürzungen vor.

DPA/JENS BÜTTNER

Für Katastrophen

gerüstet

Politik, Seite 1, „Länder sollen gemeinsam

löschen“ von Annika Leister (9. Juli 2019)

Wiebeim jetzigen Brand in Meck-Pom oder in

Brandenburg sind die Bundesländer bei der

Bekämpfung vonKatastrophen allein überfordert.

Die Bundeswehr muss helfen. Da unser

Land im Rahmen der Nato sich verpflichtet

hat, zwei Prozent des Bruttosozialproduktes

für die Bundeswehr aufzubringen, ergibt sich

hier die Möglichkeit einer Ausgabensteigerung,

die Sinn macht und nicht Rüstungsfirmen

mästet. Die zusätzlichen Mittel werden

verwendet, um die Bundeswehr im Katastrophenfall

noch leistungsfähiger zu gestalten.

Thomas Scholz, Berlin

Totales Chaos

auf der Frankfurter Allee

Berlin, Seite 15, „Für Autos wird es

eng“ von Peter Neumann (10. Juli)

DerArtikel beschreibt wieder einmal

die Blindheit unserer Politiker! Als

Kurierfahrer für ein Dentallabor und

auch privat befahre ich häufig die

angeführte Frankfurter Allee. Dort

erlebe ich täglich die Situation auf

den rechten Fahrspuren. Derschleppende

Verkehr durch die durch beund

entladende Lkw ständig belegte

rechte Spur ist jetzt schon ein großes

Ärgernis. Wenn unsere Politiker im

Senat wirklich durchsetzen sollten,

dass die rechte Fahrspur für Radfahrer

grün lackiert wird, dann haben

wir das totale Chaos, weil dann auf

der zweiten Spur be- und entladen

wird und gar nichts mehr geht.

Schickt doch bitte mal die Schreibtischpolitiker

in die Realität und lasst

sie Praxis kennenlernen!

Wolfgang Raßmußen, Ahrensfelde

Berlin ist eine richtig

dreckige Stadt

Politik, Seite 1, „Sauber machen“ von

Melanie Reinsch (10. Juli 2019)

Dass Berlin sein Müllproblem nicht

in den Griff kriegt, wundert mich

nicht. Als nach Berlin verzogener

Kölner vermisse ich in Berlin die kostenlose

Sperrmüllabfuhr, das kostenlose

Abholen von Großgeräten

wie Kühlschränke,Waschmaschinen

usw.All das ist in Köln eine Selbstverständlichkeit

–ebenso wie die kostenlose

wöchentliche Abfuhr von

Grünabfällen, Papier und Plastik.

Mit„kostenlos“ meine ich „ohne zusätzliche

Kosten“. In Köln gibt es

demzufolge keine wilden Müllkippen

und kaum verdreckte Straßen,

wie überall in Berlin. Unddie städtischen

Gebühren, die all die Leistungen

beinhalten, sind wesentlich geringer

als in Berlin. Also BSR: An die

eigene Nase fassen!

Ich empfinde Berlin als richtig

dreckige Stadt. Das müsste nicht

sein, wenn sich die Verantwortlichen

einmal ein Beispiel an anderen

Großstädten nehmen würden.

Wolfgang Strücker,Berlin

Diese Mentalität

macht mir Angst

Ichstimme der Autorin zu: Berlin hat

ein Müllproblem. Und dieses Problem

bezieht sich nicht nur auf bewusst

abgestellten Müll, sondern

auch auf nebenbei in dieWelt geworfenes:

Zigarettenkippen, Kronkorken,

Bonbonpapier etc. Hier kommt

eine Mentalität zum Ausdruck, die

mir Angst macht. Es ist die Mentalität:

„Is’ mir egal, geht mich nix an.“

Sabine Wolf, Marzahn

Müllproblem lösbar durch

rigoroses Durchgreifen

Berlin hat vordergründig zwar ein

Müllproblem. Dieses Problem lässt

sich jedoch durch ein rigoroses

Durchgreifen mit entsprechenden

Strafverfolgungsmaßnahmen

durchaus lösen. In London gibt es

auch nicht gerade viele Mülleimer –

die Straßen sind ungewöhnlich sauber.

In Luxemburg stehen riesige

Tonnen in den als Grill- und Liegeplätzen

genutzten Parkanlagen.

Warumgeht das in Berlin nicht?

Matthias Dressel, Berlin

Ein Satz für

mehr Sauberkeit

Seit elf Jahren bemühe ich mich mit

meiner Initiative–Aktion Clean Berlin

–umeine saubere Stadt, indem

wir Vorschläge machen wie Berlin

wieder sauberer werden könnte. Ja,

es ist der Bürger, der unser so schönes

Berlin so verschmutzt, deshalb

schlagen wir eine groß angelegte

Motivationskampagne vor. ZumBeispiel

könnten Bahn und BVG ihren

Laufschriften auf ihren Anzeigetafeln

dem Rauchverbot einen Satz für

mehr Sauberkeit hinzufügen.

Manfred Gresens, Berlin


16 Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

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Berlin/Brandenburg

POLIZEIREPORT

NACHRICHTEN

Bei Brand in Fahrstuhl gefangen.

DieFeuerwehr hat in der Nacht zu

Freitag in Mitte zwei Frauen gerettet,

die wegen eines Feuers in einem Aufzug

feststeckten. „Die beiden wären

jämmerlich zugrunde gegangen,

wenn wir sie nicht mit Sauerstoff versorgt

hätten“, sagte ein Feuerwehrsprecher.Seinen

Angaben zufolge

waren in dem Hochhaus in der Karl-

Liebknecht-Straße in einem der Aufzüge

Gegenstände in Brand geraten,

die Rauchgase zogen zu den beiden

Frauen im benachbarten Fahrstuhl.

Sieblieben zwischen zwei Stockwerken

stecken. Nach Angaben des Feuerwehrsprechers

war es „sehr heikel,

den Aufzug zu öffnen“. Rund 40 Einsatzkräfte

löschten das Feuer und

befreiten die Frauen. Siekamen mit

Verdacht auf Rauchvergiftungen in

ein Krankenhaus.Die Polizei ermittelt

wegen Brandstiftung. (dpa)

Verletzter nach Messerattacke.

Passanten haben in der Nacht zu

Freitag in der Skalitzer Straße in

Kreuzbergeinen verletzter Mann an

einer Hauswand sitzend entdeckt

und den Notruf gewählt. DerMann

blutete am Oberkörper und gab an,

dass er in der Adalbertstraße voneinem

Mann geschlagen und dann mit

dem Messer angegriffen worden sei.

DiePolizei ging zunächst voneinem

Beziehungsstreit aus,später hieß es

jedoch, die Hintergründe seien unklar.Der

junge Mann kam ins Krankenhaus,das

er am Morgen aber

wieder verlassen konnte.Die Polizei

ermittelt nun wegen gefährlicher

Körperverletzung. (dpa)

Geldfälscher verhaftet.

Weil er sich per Post 100 gefälschte

20-Euro-Scheine besorgt haben soll,

ist ein Mann in Moabit verhaftet

worden. Dasteilte die Generalstaatsanwaltschaft

am Freitag mit. DieErmittler

bekamen durch einen Hinweis

aus Italien Wind vonder Sache:

Sieschnappten den Empfänger,

nachdem dieser die Sendung abgeholt

und geöffnet hatte.Behördensprecher

Martin Steltner sagte,der

Haftbefehl sei bereits am Mittwoch

ergangen. Dem50-Jährigen werde

Beteiligung an Geldfälschung vorgeworfen.

(dpa)

Mit Schussverletzung in Klinik.

Nachdem auf ihn geschossen wurde,

hat sich ein 34-Jähriger noch selbst

in eine Klinik begeben. DerMann

gab laut Polizei an, ein unbekannter

Täter habe auf der Sonnenallee in

Neukölln auf ihn geschossen. Eine

Mordkommission ermittelt. (dpa)

Fahndung nach Kunstwerken.

DieKriminalpolizei sucht nach dem

Diebstahl mehrerer Kunstwerke

nach Menschen, denen die Bilder

und Grafiken angeboten wurden.

DieBehörde veröffentlichte am Freitag

vier Fotos der Werke, darunter

ein Aquarell des russischen Malers

Leonid Pasternak. DieKunstwerke

wurden am 17. Maiaus einer Tasche

gestohlen, die der Eigentümer beim

Einkaufen im Supermarkt kurzabgestellt

hatte. (dpa)

Lichtkunst im Kraftwerk

Unzählige Lichtstrahlen durchziehen den dunklen Raum: Im alten Industriebau

Kraftwerk Berlin in der Köpenicker Straße ist seit Freitag

und noch bis zum 23. August die bewegliche Lichtinstallation „Deep

Web“ zu sehen. DieAusstellung besteht aus 175 motorisierten Kugeln,

Effektiver abschieben

Landesregierung eröffnet am Flughafen Schönefeld eine Einrichtung für ausreisepflichtige Asylbewerber

Sechs Schlafräume, Zimmer

für Andacht, Beratung und

gemeinsamen Aufenthalt:

Am Flughafen Schönefeld

hat das Brandenburger Innenministerium

am Freitag eine Sammelstelle

für abgelehnte Asylbewerber eröffnet.

In den Räumlichkeiten mit bis

zu 20 Plätzen sollen Betroffene maximal

zwei Tage vorihrer Abschiebung

untergebracht werden. „Sie wird

Rückführungen, die erforderlich

sind, unter deutlich besseren Umständen

als bislang oft üblich ermöglichen“,

sagte Innenstaatssekretärin

Katrin Lange (SPD) über die Einrichtung

in Schönefeld.

Abgelehnte Asylbewerber müssen

Flugzeuge in der Regel bis 8Uhr

erreichen, da die Zielländer meist

auf eine Ankunft bis zum Nachmittag

bestehen, wie das Ministerium

mitteilte. Häufig werden die Betroffenen

daher bereits nachts aus ihren

Unterkünften geholt. Das soll die

neue Sammelstelle verhindern.

Auch soll sie unfreiwillige Abschiebungen

effektiver machen und ein

Untertauchen verhindern.

Für die Unterbringung sei ein gerichtlicher

Gewahrsamsbeschluss

erforderlich. Es handelt sich nach

Ministeriumsangaben jedoch nicht

um eine Abschiebehaft. Die Bungalows

sind voneinem etwa drei Meter

hohen Zaun umgeben. Direkt neben

Ein drei Meter hoher Zaun umgibt die Häuser,indie die Menschen maximal zwei Tage

vor ihrer Abschiebung gebracht werden sollen.

DPA/JÖRG CARSTENSEN

der Sammelstelle befinden sich die

Räume für das Flughafenasylverfahren

– die Transitzone, die ankommende

Asylbewerber bis zum Bescheid

über ihren Antrag nicht verlassen

dürfen. Begegnen würden

sich Aus- und Einreisende aber

nicht, hieß es.

Protest sorgt für Unterbrechung

Neben der Eröffnung der neuen Einrichtung

unterzeichnete Innenstaatssekretärin

Lange und der

Staatssekretär im Bundesinnenministerium,

Helmut Teichmann, am

Freitag außerdem eine Erklärung zur

Einrichtung eines Landeskompetenzzentrums

für Asyl. Ziel sei eine

engere Zusammenarbeit zwischen

der Zentralen Ausländerbehörde

und dem Bundesamt für Migration

und Flüchtlinge, um Asylverfahren

zügiger bearbeiten zu können.

In der gemeinsamen Erklärung

verpflichtet sich der Bund unter anderem

dazu, für alle in der Aufnahmeeinrichtung

Untergebrachten

eine Asylverfahrensberatung anzubieten,

teilte das Ministerium mit.

Außerdem sollen Erstorientierungskurse

konzipiert und finanziert werden.

„Wir unterstützen Brandenburg

beim Betrieb der Einrichtung“, so

Teichmann. Man entlaste das Land

DPA/CHRISTOPH SOEDER

die voneinem Lasersystem beleuchtet werden. Synchron zu elektronischer

Musik bewegen sie sich an Seilwinden in mehreren MeternHöhe.

Das Werk ist eine Koproduktion des Lichtkünstlers Christoph Bauer

und des Komponisten RobertHenke.

bei der Beschaffung der Passersatzpapiere,

bei Dublin-Verfahren und

Rückführungen. In Brandenburg

wurden nach Ministeriumsangaben

bis Mai 119 Abschiebungen durchgeführt.

Im vergangenen Jahr waren

es insgesamt 273.

Zu der neuen Sammelstelle sagte

Grünen-Fraktionschefin Ursula

Nonnemacher: „Minister Schröter

nutzt die Wochen vor der Wahl, um

Fakten zu schaffen –und eine neue

Hafteinrichtung. Es ,verträglicher’zu

nennen, Menschen vor ihrer Abschiebung

einige Tage festzusetzen,

kann ich nur zynisch nennen.“ Auch

das neue Landeskompetenzzentrum

kritisierte Nonnemacher. Asylverfahrensberatung

durch nichtstaatliche

Organisationen müsse es

weiterhin geben. DiepolitischeLinie

derRegierungsparteien werdeoffenbar

weniger vonhumanitären Erwägungen

als von der Angst vor AfD-

Wahlerfolgen im Herbst bestimmt.

Die Eröffnung in Schönefeld

wurde kurzzeitig unterbrochen:

Zwei Aktivistinnen von der „Aktion

Abschiebehaft abschaffen Berlin-

Brandenburg“ stellten sich vor das

Rednerpult und hielten ein Transparent

hoch. „Abschiebehaft abschaffen“,

stand darauf in roten und

schwarzenBuchstaben geschrieben.

Nach einer Aufforderung verließen

die Frauen den Platz. (dpa)

LKA: 160 Brandenburger

stehen auf Nordkreuz-Liste

Aufeiner Liste mit rund 25 000 Namen,

die bei einer Anti-Terror-Razzia

vorzweiJahren bei der Gruppe

Nordkreuz entdeckt wurde,stehen

laut Landeskriminalamt (LKA) auch

160 Brandenburger.„Nach Informationen

des LKA Brandenburgwurden

die Betroffenen bereits durch

den Internethändler über den Hackerangriff

und das Abgreifen der

Daten informiert“, teilte ein Sprecher

desBrandenburger Polizeipräsidiums

am Freitag in Potsdam auf

Anfrage mit. Nach Einschätzung des

Bundeskriminalamts gebe es keine

konkreten Gefährdungshinweise für

irgendeinen der Brandenburger auf

der Liste.Deshalb habe die Polizei

Brandenburgbisher niemanden von

der Liste konkret angesprochen, erklärte

das Präsidium. Miteiner Personhabe

diePolizei allerdings vor

kurzemein Gespräch zur Sensibilisierung

geführt, mit einer anderen

stehe es noch an. (dpa)

Sarrazin will neue

SPD-Spitze mitwählen

Sein möglicher Rauswurfaus der

SPD hält Thilo Sarrazin nicht davon

ab,sich an der geplanten Mitgliederbefragung

zur neuen Parteispitzezu

beteiligen. „Ja, natürlich werdeich

mitwählen. Ichwerde mir vorher die

Kandidaten sehr genau anschauen“,

sagte der 74-Jährige der Bild-Zeitung.

(dpa)

Blutige Familien-Fehde

endet mit Haftstrafen

Nach einem blutigen Streit zwischen

zwei Familien im Oktober in Gesundbrunnen,

bei dem einer der Angreifer

versehentlich seine Schwester

erschossen hat, sind sechs Angeklagte

verurteilt worden. EinVater,

drei seiner Söhne und ein Schwiegersohn

erhielten am Freitag Strafen

vonbis zu drei Jahren und zehn Monaten

Haft. Eine 16-Jährige soll für

ein Jahr einem Betreuungshelfer unterstellt

werden und 30 Stunden

Freizeitarbeit leisten. (dpa)

Bäderbetriebe: Ermäßigung

gilt zu jeder Zeit

DieBerliner Bäderbetriebe (BBB) haben

der Behauptung desVerbands

der Berliner Bäderbesucher widersprochen,

wonach es mit dem Berlinpass

nur zu bestimmten Zeiten Ermäßigungen

gibt. So hatte sich dieVerbandsvorsitzende

Bianca Tchinda in

einem Interview mit der Berliner Zeitung

geäußert. Dagegen sagte BBB-

Sprecher Matthias Oloew:„Ermäßigungen

gelten zu jeder Tageszeit.“

Gemeint war wohl der mit zwei Euro

billigste aller Schwimmbadtarife.

DieseTicket-Ermäßigung gibt es nur

in der Hauptzeit –10bis 15 Uhr–bestimmter

Schwimmhallen. (BLZ)

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER

Heute steigen die Temperaturen auf Werte von 22bis 27 Grad. Dazu ist

es vielerorts bewölkt. Hin und wieder entladen sich Schauer oder Gewitter.

Der Wind weht nur schwach aus nordöstlichen Richtungen. In der

Nacht gibt es vielfach einen klaren Sternenhimmel, aber auch einige Wolken,

und es ist mit Temperaturen von 14bis 12 Grad zurechnen.

Biowetter: Das Konzentrationsvermögen

profitiert von der besseren

Sauerstoffversorgung des Körpers.

Allerdings müssen Rheumatiker mit

Wittenberge

Einschränkungen ihres Wohlbefindens

14°/27°

rechnen.

Pollenflug: Der Flug von Brennnessel-

und Spitzwegerichpollen ist

mäßig. Des Weiteren sind örtlich

Linden-, Sauerampfer-, Gänsefußund

Gräserpollen in der Luft.

Gefühlte Temperatur: maximal 26Grad.

Wind: leichter Wind aus Nordost.

Min./Max.

des 24h-Tages

Brandenburg BERLIN

14°/25° 14°/26°

Luckenwalde

13°/25°

Cottbus

14°/22°

Sonntag

Montag

Dienstag

heiter stark bewölkt wolkig

15°/22° 15°/21° 13°/25°

Prenzlau

12°/26°

Frankfurt

(Oder)

13°/25°

Zwischen einem ausgedehnten Hoch bei Irland und tiefem Luftdruck über Nordosteuropa

und dem Osten des Kontinents bestimmt bei uns schwülwarme Luft

die Temperaturen. Inhöheren Luftschichten ist die Luft jedoch vergleichsweise

kühl. Dadurch werden von Südskandinavien bis zum nördlichen Balkan Schauer

und Gewitter ausgelöst.

Sylt

14°/20°

Hannover

13°/22°

Köln

13°/24°

Saarbrücken

11°/23°

Konstanz

15°/25°

Hamburg

13°/23°

Erfurt

13°/21°

Frankfurt/Main

14°/25°

Stuttgart

15°/23°

Rügen

15°/23°

Rostock

12°/23°

Magdeburg

14°/24°

Nürnberg

13°/21°

München

13°/21°

Dresden

15°/22°

Deutschland: Heute gehen bei wechselnder

Bewölkung vereinzelt Regenschauer

nieder. Dabei werden

während des Tages 20 bis 27Grad

erreicht, nachts kühlt es dann auf

15 bis 9Grad ab. Der Wind weht

schwach bis mäßig aus Nordost.

Morgen laden viele Wolken selten

auch Regenschauer ab. Die Temperaturen

betragen maximal 15 bis

25 Grad, und der Wind weht nur

schwach aus Nord.

Meerestemperaturen:

Ostsee: 17°-18°

Nordsee: 17°-18°

Mittelmeer: 23°-32°

Ost-Atlantik: 17°-22°

Mondphasen: 16.07. 25.07. 01.08. 07.08.

Sonnenaufgang: 04:58 Uhr Sonnenuntergang: 21:25 Uhr Mondaufgang: 18:23 Uhr Monduntergang: 02:20 Uhr

Lissabon

27°

Las Palmas

28°

Madrid

35°

Reykjavik

16°

Dublin

19°

London

25°

Paris

26°

Bordeaux

30°

Palma

33°

Algier

37°

Nizza

28°

Trondheim

15°

Oslo

26°

Stockholm

23°

Kopenhagen

23°

Berlin

26°

Mailand

32°

Tunis

36°

Rom

28°

Warschau

22°

Wien

21° Budapest

23°

Palermo

33°

Kiruna

18°

Oulu

16°

Dubrovnik

26°

Athen

30°

St. Petersburg

16°

Wilna

22°

Kiew

23°

Odessa

26°

Varna

26°

Istanbul

28°

Iraklio

28°

Archangelsk

12°

Moskau

20°

Ankara

24°

Antalya

32°

Acapulco 35° wolkig

Bali 31° sonnig

Bangkok 33° wolkig

Barbados 29° Gewitter

Buenos Aires 15° sonnig

Casablanca 25° sonnig

Chicago 30° Gewitter

Dakar 28° wolkig

Dubai 40° sonnig

Hongkong 34° wolkig

Jerusalem 31° heiter

Johannesburg 20° sonnig

Kairo 37° sonnig

Kapstadt 18° sonnig

Los Angeles 26° sonnig

Manila 33° wolkig

Miami 34° wolkig

Nairobi 26° bewölkt

Neu Delhi 40° heiter

New York 33° sonnig

Peking 37° heiter

Perth 19° wolkig

Phuket 34° heiter

Rio de Janeiro 28° sonnig

San Francisco 25° heiter

Santo Domingo 32° heiter

Seychellen 27° Gewitter

Singapur 34° Gewitter

Sydney 14° sonnig

Tokio 30° bewölkt

Toronto 29° Schauer


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 – S eite 17

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Berlin

AM WOCHENENDE

Loslassen:

Ein Spaziergang im Eiskeller

Schönes Wochenende Seiten 18 und 19

Angreifen:

Polo auf Fahrrädern

Berlin bewegt sich Seite 20

Josephs

Seele

BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER

Seit ein paar Wochen hat Berlin

wieder ein Hotel und damit

auch ein Restaurant

mehr.Beides geht ja heutzutage

unbedingt zusammen. Wo einst

die King Size Bar, der Oscar Wilde

Pubund das Tacheles das Lebensgefühl

auf der Friedrichstraße prägten,

kann man nun im Amo nächtigen,

dem siebten Hotel der Amano

Group. Das Restaurant, das hier beherbergt

wird, heißt Joseph und serviert,

wie schon das Mani derselben

Gruppe, israelische Küche – wohl

auch, weil zu den Gründern das

deutsch-jüdische Ehepaar Miritund

Ariel Schiff gehört.

Ariel Schiff wurde

dieses Jahr als „Hotelier

des Jahres“

ausgezeichnet. Er ist

auch das Gesicht der

Gruppe, die um die

300 Mitarbeiter in

Berlin beschäftigt.

Undweil Authentizität

die Währung unserer

Zeit ist und

heute sorgfältig geplant

wird, fütterteinen

– noch bevor

man im Joseph isst –

eine sehr nette PR-Agentur mit allerlei

Geschichten.

Da ist zum Beispiel die Schwarz-

Weiß-Fotocollage an der Wand, die

sich vondem sonst in erdigem Leder

und Holz gehaltenen Restaurant abhebt.

Zu sehen sind Schiff und

Freunde in TelAviv, amLala Beach

und auf Märkten, „wo das Gefühl für

das Joseph herkommt“, wie mir erklärt

wird. Auch der Name hat eine

Geschichte: Joseph hieß der Vater

vonAriel Schiff. Gleichzeitig, erfahre

ich, ist es auch der Geburtsname von

Yossi Elad, dem Koch oder besser gesagt:

dem „kulinarischen Berater“.

Den Gastronomen, der unbeirrbar

der eigenen Leidenschaft folgt,

einen Laden findet, ihn in Eigenarbeit

und mit vollem Risiko renoviert,

hat es womöglich nie gegeben, das

war vielleicht immer nur eine romantische

Idee. Sicher ist, heute

läuft es anders: Fürs Joseph wurden

neben der PR-Agentur noch ein Designbüro

engagiert sowie die Frankfurter

James und David Ardinast, die

die kulinarische DNA entwickelten

und Yossi Elad mitbrachten, der in

Israel und Europa sieben Restaurants

führt.

Elad, um die 70 und Kosmopolit,

hat Speisen der „New Israeli Cuisine“

auf die Karte gesetzt, die den Bogen

vomMittleren bis zum Fernen Osten

spannt und sich von der jiddischen

Küche aus den verschiedensten Ländern

inspirieren lässt. Vieles kennt

man in Berlin nur zu gut. Seit einigen

Jahren gibt es einen Hype um diese

Küche,die sich so schön in der Runde

teilen lässt. Daher wird sich das Joseph

auch an Läden wie Neni, Layla

oder Djimalaya messen müssen.

Das Carpaccio aus enthäuteter,

leicht rauchiger Aubergine mit etwas

Öl, Zitrone und Tahini könnte meiner

Meinung nach cremiger oder zumindest

öliger sein. Gut passen die

Granatapfelkerne, und das im Tandoor

selbst gebackene Laffabrot ist

herrlich knusprig. Leider bleibt der

gegrillte Blumenkohl –ein weiteres

in Berlin zurzeit sehr beliebtes Gericht

–ebenfalls etwas trocken, die

Soße aus verflüssigtem Hummus ist

zu leicht, nur die Tomaten mit Sumach

sorgen für Momente,

an die man

sich erinnernwird.

Überzeugend ist

die Küche erst bei

den Fleisch- und

Fischgerichten, was

auch daran liegt,

dass das meiste hier

auf einem japanischen

Robata-Grill

über der offenen

AUFGETISCHT

Tina Hüttl

warimJoseph.

Flamme zubereitet

wird. Das ergibt

schöne Röstaromen.

Empfehlenswert ist etwa das

Hühnchen Musakhan, ein palästinensisches

Gericht, bei dem gegrilltes

Huhn mit Zwiebeln und Sumach

im Brot serviert wird. Die Zwiebeln

kommen in Form einer Marmelade,

die zusammen mit Labane, einem

Joghurt, das saftige Huhn begleiten.

Auch die Dorade auf grünem Hummus

ist ihren fair berechneten Preis

wert.

Das Joseph ist nicht seelenlos,

dazu haben es die Macher viel zu gut

geplant. Dennoch wirdmir gerade in

dieser Nachbarschaft bewusst, wie

sehr ich manchmal das alte Berlin-

Gefühl vermisse, auch wenn man

hier früher wesentlich schlechter gegessen

und getrunken hat.

Joseph im Hotel Amo,Friedrichstraße 113, Mitte.

Mo–Fr 12–14.30 Uhr(Lunch) und Mo–Sa ab 18

Uhr(Dinner), Tel.: 31 49 50 700

Gerichte von der Mittagskarte kosten

7,50–13,50und vonder Abendkarte 7,50–23

Euro,Kleinigkeiten 2–8 Euro,Desserts 6Euro

Hannoversche Str.

50 m

Oranienburger

Tor

BLZ/TIEDGE

Friedrichstr.

Torstr.

Joseph

Linienstr.

Oranienburger Str.

Johannisstr.

MITTE

Ein neues Restaurant kommt heute nicht

ohne ein durchdesigntes Gastrokonzept

aus –wie das Joseph, das seit Juni in Mitte

„New Israeli Cuisine“ serviert

Familienausflug

Dreckliche

Schiebe!

VonBarbaraWeitzel

Kommissar Gordon ist ein guter

Polizist. Immer brennt Licht in

seinem Wald-Revier. Doch Kommissar

Gordon ist auch alt und müde.Einen

Fall wie diesen kann er unmöglich

alleine lösen: Ein groß angelegter

Nuss-Raub, ein völlig aufgelöstes

Eichhörnchen – „Schreckliche

Diebe! Dreckliche Schiebe!“ – und

das alles auch noch im Winter. Als

Gordon seinen ersten Verdächtigen

zu sehen meint, ist er schon festgefroren

beim Wachehalten am Nuss-

Das Ermittler-Team: Buffy ist eine Maus, Gordon ist Maulwurf und Polizist.

KINDERFILMBLOG

Lager. Zuseinem großen Glück entpuppt

sich der vermeintliche Großverbrecher

nur als mausekleiner Gelegenheitsdieb

und weil man sich so

gut versteht beim Tee, hat Gordon

endlich eine Assistentin: Buffy.

Gemeinsam mit dem alten Maulwurflöst

sie den kniffligen Fall, lernt

–und wir mit ihr –vieles über Ermittlungsarbeit

und den beherzten Umgang

mit Rückschlägen. Der Film

„Kommissar Gordon &Buffy“ basiert

auf dem ersten Band von Ulf Nilssons

Buchreihe (aus dem Schwedischen

vonOle Könnecke), die feinen

Illustrationen von Gitte Spee sind

auch als bewegte Bilder wunderschön.

Zu sehen ist das Winterabenteuer

am Weißen See, der gerade den

Lindenpollensommerschnee hinter

sich hat. Trotzdem der perfekte Ort

für einen so leisen, liebevollen Film.

Kommissar Gordon &Buffy Freilichtbühne am

Weißen See,Große Seestr.8,Pankow. So 16 Uhr,

Eintritt 4, Kinder 3Euro. FSK 0.


18 Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

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Schönes Wochenende

WEINKUNDE

FUNDSTÜCKE

VonOlgaBobileva

Haben Sie auchetwas Neues in derStadtentdeckt?

Bitte schreiben Sie uns an: berlin.fundstuecke@dumont.de

VonRomana Echensperger

FEUERWERKERSINFONIE POTSDAM/CHRISTEL KÖSTER

IMAGO IMAGES/ZUMA PRESS

Für den Gaumen,

nicht für die Nase

Jeder Wein hat sein Terroir.„Im Jura ist der Savagnin zu

Hause,imBurgund der Pinot Noir und am Zinnkoepflé der

Gewürztraminer“, erklärtMatthieu Boesch vomWeingut Leon

Boesch im elsässischen Westhalten. In der Tatscheint dieser

Hügel im Regenschatten der Vogesen das ideale Terroir für Gewürztraminer

zu sein. Über 60 Prozent dieser Grand-Cru-Lage

sind damit bestockt. „Riesling und Grauburgunder gibt es hier

auch“, sagt Boesch, „aber die Qualität schwankt stark, während

der Gewürztraminer Jahr für Jahr besonders gut ist.“

Gewürztraminer liebt die gute Wasserversorgung der Muschelkalkböden,

die es hier gibt. Außerdem ist seine Spitzenlage

nach Südwesten ausgerichtet, sodass sie der Kaltluftstrom

vomPetit Ballon erreicht, der zweithöchsten Erhebung derVogesen.

Dassorgt für den idealen Wechsel zwischen heißen Tagen

und kühlen Nächten. Boeschs Großvater hat die Reben gepflanzt.

Dashohe Alter der Rebstöcke und die biologische Bewirtschaftung

machen die Weine besonders.

Hinzu kommt eine eigene Philosophie im Keller.Gewürztraminer

gilt als extrovertiert, es ist nicht leicht, gute Weine

daraus zu gewinnen; oft schmecken sie plump parfümiert, zu

süß oder zu ölig. „Inden Weinbauschulen wirdempfohlen,

ganz viel Aromen zu extrahieren“, sagt Boesch. „Dabei sollte

man besser auf Frische und Eleganz achten.“ Deshalb erntet er

die Trauben nicht zu spät, presst diese langsam und unter Sauerstoffeinfluss

ab und vergärtden Most bei höheren Temperaturen,

mit natürlichen Hefen.

Über ein Jahr liegen die Weine dann kaum geschwefelt in

großen, alten Holzfässernauf der Hefe.Soverlieren sie ihren

Überschuss an Aromen und gewinnen an Textur.„Für mich

gibt es zwei Typen vonWeinen: die für die Nase unddie für den

Gaumen“, sagt Matthieu. Er mache Wein für den Gaumen.

Besonders eindrucksvoll ist der trockene Zinnkoepflé, der

neben seinen typischen Gewürztraminer-Aromen auch eine

erstaunliche Mentholnote entwickelt. „Das ist eben

Zinnkoepflé und nicht Gewürztraminer“, sagt Boesch und

taucht die Nase noch einmal tief ins Glas.

Wernicht gleich das Geld für einen Grand Cruausgeben

will, kann beim nicht weniger guten „Les Fous“einsteigen. Im

Glas zeigen sich feine und tiefgründige Aromen vonOrangenblüten,

Rosen, Lilien, Aprikosen, Melone,Koriander,Minze,

Nelke,Pfeffer und Kreuzkümmel. Am Gaumen wirkt der Wein

angenehm frisch und zartcremig und entwickelt im Rachen

eine zart-süße,orientalische Würze.Ein echtes Gewürztraminer-Erlebnis

das klassisch Munster-Käse begleitet, aber auch

zu asiatischen Gerichtenwunderbar passt.

2017Gewürztraminer trocken„Les Fous“,Weingut Leon Boesch, Elsass,15,90

Euro.Zubestellen unterweinhalle.de

Am Himmel

Feuerwerk

bringt Glück

Andiesem Wochenende findet die 18. Feuerwerkersinfonie

im Volkspark Potsdam statt. Schon am Freitag präsentierten

zwei Feuerwerk-Teams in einer beeindruckenden Komposition

aus Feuerwerk,Kunst und Musik ihr Können und ließen

den Himmel über dem Volkspark in wunderbaren Farben

leuchten. Am Sonnabend treten zwei weitere Teams an. Die

bunten Choreografien dürften nicht nur bei Kindernfür glänzende

Augen sorgen. Allerdings ist nicht zu vergessen, dass die

Pyro-Künstler zugleich einen Wettkampf austragen. Eine Jury

und die Zuschauer küren schließlich ihren Favoriten. Zusätzlich

zum prächtigen Feuerwerk-Spektakel sorgen zahlreiche

Künstler aus der Sparte Comedy,Tanz und Musik für abwechslungsreiche

Unterhaltung. Und ganz wichtig: Denken Sie

daran, sich bei einem der Feuerwerkeetwas Schönes zu wünschen.

18.Potsdamer Feuerwerkersinfonie VolksparkPotsdam, Georg-Hermann-Allee

101, Potsdam. Sa, Einlassab18Uhr,Infos unter feuerwerkersinfonie.de

Markt

Bunte Nacht in der

Zitadelle

Als Berliner hat sicher jeder schon mal die Zitadelle Spandau

besucht –während eines Schulausflugs vielleicht oder

mit den Liebsten. Immer wieder finden dort Mittelalterfeste

oder Nachtmärkte statt. Einen solchen nächtlichen Markt

kann man am Sonnabend im Rahmen des „Citadel Music Festivals“

besuchen. Über eine Brücke gelangt man in die Festung,

die von einem Wassergraben umgeben ist. Getaucht in

buntes Licht, hat sie in den Abendstunden eine mystische

Aura.Esmacht Spaß, in dieser Atmosphäreüber den Marktzu

schlendern. An den Ständen kann man unterschiedlichste Erzeugnisse

aus Handwerk und Kunst bestaunen. Zusätzlich

bieten Food-Stände Köstlichkeiten. Anschließend kann man

vor historischer Kulisse tolle Livemusik und ein Unterhaltungsprogramm

genießen.

Nachtmarkt in derZitadelle Spandau Am Juliusturm64, Spandau.Sa18–24Uhr,

Eintritt 2,50Euro, Kinderbis zehn Jahren frei,Infos untercitadel-music-festival.de

NACHTMARKT BERLIN/CITADEL MUSIC FESTIVAL

Restaurant

Mama und die

Kochkunst Osteuropas

Als gebürtige Odessitin habe ich großes Glück. Ich darf die

wunderbaren Kochkünste meine Mutter genießen. Für

mich ist sie die beste Köchin der Welt: Borschtsch, Schuba, Salat

Olivier, Pelmeni, Blintschiki, Kartoffelniki, Sirniki, Napoleontorte

–Mamas köstliches Repertoireist grenzenlos.Danicht

jeder so großes kulinarisches Glück genießen darf, empfehle

ich Liebhabern osteuropäischer Küche das Restaurant Samowar.

Im gediegenen Charlottengrad, seitlich vom Schloss

Charlottenburggelegen, kann man sich seit 1979 an Köstlichkeiten

der russischen, ukrainischen und georgischen Küche

erfreuen und es sich in behaglichem Interieur gemütlich machen.

Umgeben von Kunstwerken, Matrjoschkas und 80 Samowaren

lässt es sich wunderbar in großer und kleiner Runde

speisen und Feste feiern. Sonntags gibt es ein Buffet mit großer

Auswahl.

Samowar Luisenplatz 3, Charlottenburg.Mo–Sa 11 Uhr bis openend,So9Uhr bis

open end, Infos unter restaurant-samowar.de

Schmuckmanufaktur

Ein Paradies

voller Perlen und Strass

Für diejenigen, die ihren Schmuck gerne selbst entwerfen

und fertigen, ist „bonitaperla“ ein Paradies: Perlen, Strassund

Glassteine,Verschlüsse und noch vieles mehr gibt es hier

zu kaufen. Diese kann man kombinieren und so besondere

und einzigartige Schmuckstücke kreieren. Ob bunt, unifarben,

auffällig oder dezent –für jeden Geschmack sind die passenden

Materialien dabei. In Workshops können Grundlagen des

Schmuckfertigens erlernt werden. Ungeduldigen und Grobmotorikern,

denen das Aufziehen vonPerlen und der Umgang

mit filigranen Materialien ein Graus ist, sei an dieser Stelle verraten,

dass in der liebevoll eingerichteten Schmuckmanufaktur

auch fertige Armbänder oder Ohrringe verkauft werden –

zum Selbertragen oder als Geschenk für jemanden, den man

besonders gerne mag.

bonitaperla –Schmuckmanufaktur Leonhardtstraße 4, Charlottenburg.Mo–Fr

11–18.30 Uhr, Do 11–20 Uhr,Sa10.30–16 Uhr. Infos unterbonitaperla.com

BONITAPERLA

WOHIN AM WOCHENENDE?

Abtauchen

im

Eiskeller

Ein Ausflug in den

Nordwesten Berlins, wo

Wald und Wiesen warten

und wo es schön still ist

VonBettina Cosack

In den Eiskeller müsste man mal

wieder reisen, dachte ich, als es

neulich so heiß war in der großen

Stadt Berlin, rausfahren in Richtung

Spandauer Forst und noch ein Stück

weiter, dahin, wo der Himmel hoch

ist. Gedacht, beschlossen.

Eiskeller –allein dieses Wort! So

schön frisch. Bekannt ist der Eiskeller,

diese besondere Trockenrasenlandschaft,

dem wetteraffinen Städter

als kältester Punkt Berlins, im

Winter kann es bis zehn Grad kälter

sein als im Zentrum. Weil Wiesen

sehr schnell auskühlen und weil das

rund 51 Hektar große Landschaftsschutzgebiet

fernab von größerer

Bebauung, die nachts Wärme abstrahlen

könnte, liegt. Einst lagerte

man hier das Eis, das –für Krankenhäuser

etwa oder Brauereien –aus

dem Falkenhagener See geschlagen

worden war. Allerdings: Im Sommer

können die Bodentemperaturen hier

durchaus 50 Grad Celsius erreichen.

Eiskeller-Kind: Britische Soldaten begleiten Erwin im August 1961 zur Schule.

ULLSTEIN

Der Eiskeller liegt am nordwestlichsten

Ende vonBerlin, mit den Öffentlichen

oder mit dem Auto reist

man über Spandau an. Und steigt

zum Beispiel genau an der Stadtgrenzeaus,dort,

wo Berlin endet und

Schönwalde beginnt – an der unscheinbaren

Steinernen Brücke, die

zu Mauerzeiten gesperrtwar und seit

1994 wieder überquertwerdenkann.

Geparkt, den Dackel angeleint,

ich will dem Wegfolgen, der auf berlin.de

unter dem schönen Obertitel

„Auf Försters Wegen“ beschrieben

ist. Ein Fehler, ich kann nur warnen.

Ich gehe die Schönwalder Allee ein

kurzes Stück entlang, biege nordwärts

ab auf den Berliner Mauerweg.

Um den Laßzinssee geht es, einen

Baggersee, ordentlich zugewachsen

im Moment. Gemütliche Pferde auf

Weiden, seltene Hirschkäfer am Wegesrand,

Radler rollen vorbei, wo früher

Grenze war, ist Frieden. Und

Stille.Ein lohnender Schlenker.

Jetzt aber zum Eiskeller! Ichüberquere

wieder die Schönwalder Allee

und werdeauf „Försters Weg“ voneiner

försterlichen Warnung gebremst:

Wald betreten verboten! Astbruchgefahr!

Na gut, man will ja nicht erschlagen

werden. Zurück zur Steinernen

Brücke, ander auch der Eiskellerweg

losgeht und etwa 1,9 Kilometer Richtung

–nun –inRichtung Eiskeller

führt. Wilde Wolken am Himmel,

weiteWiesen zur Linken.

In einer Kurve unter Bäumen Tafeln

zur Geschichte des Areals, die

eine deutsch-deutsche ist. Eiskeller

war zu Mauerzeiten eine Exklave

West-Berlins in der DDR, wurde zugleich

von West-Berliner Polizisten,

DDR-Grenzern und britischen Soldaten

bewacht. Damals lebten dort

nur ein paar Familien, die Verbindung

nach Spandau war ein Korridor,

vier Meter breit und 800 Meter

lang. Auf einer Tafel lese ich die Geschichte

des zwölfjährigen Erwin,


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 19

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Schönes Wochenende

STADT, LAND, MENSCH

Für die

Liebe, gegen

den Hass

KOCHSTUNDE

Rezept der Woche

Hurtiges Ribiseleis

Seit 15 Jahren gehört

das Musical „Cabaret“

zur Bar jeder Vernunft und

zum Tipi am Kanzleramt.

Das Stück sei aktueller

denn je, sagt der Tipi-Chef

Holger Klotzbach

VonFlorian Thalmann

Wenn Fräulein Schneider und HerrSchultz singen, kommen Holger Klotzbach die Tränen.

Esgibt kaum ein Musical, das

mehr für Berlin steht als dieses:

„Cabaret“ aus der Feder

von John Kander und Fred

Ebberlebte 1966 seine Uraufführung,

war seither auf der ganzen Welt zu sehen,

auch in Berlin. Eine lange Zeit –

dennoch ist das Musical aktueller

denn je.„Seit wir dieses Stück aufführen,

ist die Lage in unserer Gesellschaft

nicht besser geworden“, sagt

Holger Klotzbach.„Es fühlt sich so an,

als würde die politische Situation immer

bedrohlicher werden. Und als

könnten wir das, was im Musical geschildertwird,

bald wieder erleben.“

Klotzbach ist 73 Jahre alt und der

Chef von Tipi am Kanzleramt und

Barjeder Vernunft. Er hat die beiden

Häuser gegründet, die Bar 1992, das

Tipi 2002 –und gehörtdamit zur Berliner

Theaterszene, obwohl sein

Weg ananderer Stelle begann. Er

studierte Theologie in Tübingen

und Bethel, konnte wegen politischer

Aktivitäten nicht als Lehrer

arbeiten. Stattdessen ging er als

Hilfsarbeiter zum Circus Busch-

Roland, das war der Einstieg ins

Showbusiness: Klotzbach lernte

den Kulturmanager André Heller

kennen, war an der Gründung des

Circus Roncalli beteiligt und wirkte

am Aufbau des Berliner Tempodroms

mit. Auch die Geburtsstunde

der Bar jeder Vernunft ist

mit dem Zirkus verwoben: Als

Klotzbach für den französischen

„Cirque O“ arbeitete,kaufte er einem

Produzenten ein altes Spiegelzelt ab

und baute es auf dem Parkdeck der

Freien Volksbühne auf.

Klotzbach hat die Berliner Theaterszene

geprägt –auch mit einerVersion

von„Cabaret“, die so gut funktioniert,

dass sie nun ihr 15-Jahre-Jubiläum

feiert.„Wir hatten in all den Jahren

hervorragende Neubesetzungen,

die Melodien haben ihren Reiz nicht

verloren“, sagt er.Und: „,Cabaret‘ unterhält,

macht aber trotzdem nachdenklich,

ohne mit dem erhobenen

Zeigefinger zu winken“, sagt er. Oft

seien Schülergruppen zu Gast.„Wenn

sie den Saal verlassen und ins Gespräch

kommen, merken wir,dass es

wirkt. Ichfinde, dass jeder Schüler in

der neunten oder zehnten Klasse ,Cabaret‘

gesehen haben müsste.“

Das Stück erzählt, wie der aufkommende

Nationalsozialismus in

den 30er-Jahren die Gesellschaft vergiftet.

Schriftsteller Clifford Bradshaw

reist aus den Staaten nach Berlin,

verliebt sich in Sängerin Sally

Bowles. Doch ihre Liebe ist zum

Scheitern verurteilt, genau wie jene

zwischen der Pensionswirtin Fräulein

Schneider und Herrn Schultz,

weil er,ein Obsthändler,Jude ist. Die

Nazis kommen an die Macht, die

Welt schlittertineine ungewisse Zukunft,

doch in den Clubs tanzt und

feiert man gegen den sorgenvollen

Alltag an.

Szene aus „Cabaret“: Die Nazis kommen, doch in den Clubs wird gefeiert.

BARBARA BRAUN

SABINE GUDATH

DieInszenierung im Tipi ist weniger

drastisch als in anderen Häusern.

RegisseurVincent Paterson entschied

sich für eine schlichte Variante, Hakenkreuz-Flaggen

werden nicht geschwenkt.

Wichtiger sei die Darstellung

der Beziehung von Fräulein

Schneider und Herrn Schultz, sagt

der Tipi-Chef. „Sie müssen sich fragen:

Wie geht es weiter, was machen

wir nun?“ Diese Liebe ist es,die Klotzbach

zu Tränen rührt. „Ich habe das

Stück mehr als 40-mal gesehen, aber

wenn ich die beiden gemeinsam singen

höre, bekomme ich Gänsehaut.“

Mit dem Stück wolle man auch

gegen den Hass anspielen. Noch

könne man in einer liberalen Gesellschaft

leben, doch die Gefahr, dass

diese ausgehöhlt werde, sei groß.

„Nur wenn die Gesellschaft klare

Kante zeigt und die Politik sich nicht

hinter vagen Lippenbekenntnissen

verschanzt, kann man die Entwicklungen

aufhalten. Undesist absolut

nötig, dass man auch Theater gegen

rechts macht“, sagt Klotzbach.

Cabaret im Tipi am Kanzleramt biszum

15.September.Sa20Uhr,So19Uhr.

Infos und Ticketsunter tipi-am-kanzleramt.de

Hier in der Kochbuch-Redaktion sind wir ja große Fans von

Büchernund Rezepten, für die man wenig Gerätschaften

braucht. Deshalb finden Sieandieser Stelle auch eher keine

Gerichte,die man mit dem Thermomix zubereiten muss,die

mit dem Bunsenbrenner flambiertoder tagelang im Smoker

geräuchertwerden müssen. Streng genommen fällt das Buch

der beiden Österreicherinnen Simone Jauk und Stefanie TheresZimmermann

also ein bisschen aus der Reihe:„Mein erster

Naschgarten –Aus der Erde auf den Teller“ (Pichler,22Euro)

heißt es,und, der Titel verrät es schon, es ist ein Gartenkochbuch.

Wirfinden aber:Esmacht gar nichts,wenn Sienicht zu

den glücklichen Großstadtmenschen gehören, die es geschafft

haben, in oder um Berlin herum einen Garten zu ergattern.

Gemüse und Obst –wie die Ribiseln (österreichisch für Johannisbeeren),

die sie für dieses wunderbar simple Eisbrauchen –

gibt es auch im Supermarkt. Undwas die beiden Autorinnen

rund um die Rezepte so übers Gärtnernschreiben, liest sich

auch für alle die kurzweilig, die höchstens den Basilikumstrauch

auf der Fensterbank wässern. (alm.)

Zutaten

500 Gramm gefrorene rote Ribisel

ca. 2ELZucker nach Geschmack

evtl. 1Schuss Vollmilch

(auch Reis-, Kokos-, Mandelmilch)

Stanitzel oder Waffeln

Zubereitung

Einen Mixer mit den gefrorenen Ribiseln und dem

Zucker füllen. So lange mixen, bis eine homogene Masse

entsteht. Ist diese zu fest, 1Schuss Milch hinzufügen. Das

cremige, saure und vor allem natürliche Eis ineinem Stanitzel

oder mit knusprigen Waffeln in einer Schüssel frisch

servieren.

XPICHLER VERLAG

der 1961 behauptet hatte, ersei auf

dem Schulweg von Volkspolizisten

TIPPS

vom Rad geholt und für Stunden

festgehalten worden. Die Eiskeller-

Kinder wurden dann von britischen

Panzerspähwagen zur Schule begleitet.

33 Jahrespäter gestand Erwin: Alles

erfunden. Er habe vom Schuleschwänzen

ablenken wollen.

Vorbei nun an kleinen Häusern

und kleinen Stichstraßen, in eine

biege ich ab.Lüdkes Garten, bekannt

Das Ziel: Eiskeller ist ein 51,6 Hektar großes

Areal im Nordwesten vonSpandau,

das aus Wiesen und Äckernbesteht.

Einst hieß es Teufelsbruch. Das Gelände

wurde 1830 unter 18 Staakenernund

Spandauernaufgeteilt. Mit dem Mauerbau

wurde Eiskeller zur Exklave.

unter Stauden-Freunden, liegt hinter

Zaun und Hecke, ein 3800 Quadratmeter

großes Pflanzenparadies, Herr

und Frau Lüdke sind seit 1981 hier,ab

und an zeigen sie ihreSchätze, am 13.

und 14. Juli ist geöffnet. Ich wandere

Für Wanderer: Eiskeller-Tourenvorschlägefinden

sich im Internet. Untauglich

ist der unter berlin.de zu findende.

Eine 14,7-Kilometer-Tour ab Falkensee

findet sich unter outdooractive.com.

weiter, auf dem Grundstück mit der

Nummer 130 gibt es Bier und Eis, rustikal

ist das Ambiente, ein paar Herren

ruhen und trinken. Drumherum

Natur. Man könnte nun weitergehen

Der Garten: Der Staudengarten der Lüdkesist

an diesem Wochenende geöffnet.

Sa und So 10–18 Uhr,Eintritt 3Euro.

Infos unter luedkesgarten.de

bis nach Falkensee, ich kehre um.

Heim geht’s,ist ja noch ein Stück. Es wollte nicht aufschauen, das Pferd auf der Wiese am Laßzinssee. BLZ/BETTINA COSACK (2) Weite Wiesen, ab und an ein Radler –Berliner Idylle


20 Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

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Berlin bewegt sich

Solo bis

zur Bande

Das Polospielen

auf Fahrrädern haben

angeblich die Iren erfunden.

In Berlin gibt es eine kleine,

coole Szene

VonTobias Miller

Tempo, Eleganz und eine gehörige Portion Artistik machen BikePolo aus –und jede Menge Spaß. Beim Zusehen wie beim Mitmachen. BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER (5)

Bis zu diesem Nachmittag

habe ich gedacht, ich

könnte einigermaßen Rad

fahren. Täglich zur Arbeit

in die Stadt, hin und zurück, 20 Kilometer.

AmWochenende auch mal

ins Gelände.Doch an diesem sonnigen

Tagauf dem Rollhockey-Platz im

Stadion Friedrichsfelde spiele ich

zum ersten Mal Bike Polo und stelle

fest, ich habe Defizite.

Eine erste Ahnung bekomme ich,

als ich mit Nicolas, 19, eine kleine

Übungseinheit fahre. Die anderen

haben schon zwei Spiele hingelegt,

machen Pause. Ernimmt sich meiner

an. Einen Trainer gibt es am

Sonnabend nicht. Da wird nur gespielt.

Flache Hierarchien, Vornamen

reichen. Man hat schnell das

Gefühl, Teil der Gruppe zu sein.

„Das Gute am Polo ist die Community,

die Leute“, sagt Nicolas. Er

ist seit sechs Jahren dabei. Davor

spielte er Eishockey,hörte auf, nachdem

er mal übel gefoult worden war.

Er spielte dann für sich auf dem Rollhockey-Platz

in Weißensee, woauch

früher die Bike-Polo-Spieler trainierten.

So kam er dazu. 2014 wurde er

bei der Europameisterschaft zum

besten Nachwuchsspieler gekürt.

Nicolas erklärt mir, wie ich den

Schläger halten soll (immer vorne,

Ball auf Höhe des Vorderrads), dass

ich mit der Bremse aufpassen muss

(die packt ganz schön giftig zu), dass

man nur den ballführenden Spieler

blockieren darf, dass einTornur zählt,

wenn der Ball mit der kurzenSeite des

Schlägers ins Torgeschossen wurde

(der Schlägerkopf sieht aus wie eine

aufgespießte Coladose), dass man

mit dem Fußnicht den Boden berühren

darf (dann muss man zur Bande

an der Mittellinie fahren und mit dem

Schläger dagegentippen, erst dann

darfman wieder mitspielen). Ichversuche,mir

alles zu merken.

Erste Versuche gingen auch mit

einem normalen Fahrrad, aber die

anderen leihen mir Rad und Schläger.

Ich fahre langsam über den

Platz, führeden Ball neben mir,fahre

eine große Kurve und schaffe es sogar,

den Ball mitzunehmen. Geht

doch, denke ich. Derweil haben die

anderen ihre Schläger wie Fehdehandschuhe

in den Mittelkreis geworfen.

Das ist das Zeichen: Ich will

im nächsten Spiel mitmachen. Einer

nimmt die Schläger auf und verteilt

sie links und rechts, ohne hinzuschauen.

Drei gegen drei. Jedes Mal

setzen sich die Mannschaften neu

zusammen, die Besitzer von den

Schlägern, die übrig bleiben, müssen

eine Runde warten.

Unter Freunden

Die Bike-Polo-Szene ist nicht sehr

groß. Es ist ein Freundestreffen.

„Wenn du ein paar Jahre dabei bist,

kennst du die meisten Spieler“, sagt

Adrian. Undzwar in ganz Europa. Jeder

ist willkommen –man muss nur

die Begeisterung fürs Fahrradfahren

teilen. Der entspannte Tonfällt auf.

Brüllereien, wie man sie vonanderen

Sportplätzen kennt („Mann, warum

schießt du denn nicht!“ „Ich. Stand.

FREI!“), gibt es hier nicht.

Das Spiel wurde angeblich in Irland

Ende des 19. Jahrhunderts von

Platz: Die Bike-Polo-Spieler

sind alsAbteilungimRV1888

organisiert;trainiertwird auf

dem Rollhockeyplatz im Stadion

Friedrichsfelde in Lichtenberg.Anfänger

bekommen

vonden Sportlern Schläger

und Rad ausgeliehen.

einem ehemaligen Radsportler erfunden.

Laut Wikipedia wurde es

lange Zeit nur von Frauen in Sporthallen

gespielt, 1908 gab es ein Demospiel

bei den Olympischen Spielen.

Über Weltkriege und Autoboom

geriet es ein wenig in Vergessenheit.

DREI, ZWEI, EINS – POLO

Training: Im Moment gibt es

drei feste Trainingszeiten.

Dienstags wird erst geübt

und danach gespielt. Mittwochabend

dürfen alle kommen

–nur keine Männer.

Sonnabendnachmittag wird

gespielt, bis es dunkel wird.

Ball immer auf Höhe des Vorderrads –der Autor im Selbstversuch

Kontakt: Wersich für Bike

Polo interessiertund es mal

ausprobieren will, nimmt am

besten über die Facebook-

Gruppe Kontakt auf:

facebook.com/groups/berlinbikepolo/

Fahrradkuriere inSeattle, sodie Legende,

sollen es wiederentdeckt haben,

als Zeitvertreib in den Einsatzpausen.

Fahrradkurieresind an dem Nachmittag

nicht dabei. Studenten, Fahrradmechaniker,

Tischler, angehende

Kfz-Mechatroniker, Mediendesignerinnen

sitzen auf den Rädern. Schon

das Zusehen macht Spaß. Max lässt

einen Pass,der vonlinks kommt, unter

dem Rad durch, indem er im

Sprint einfach das Vorderrad anhebt

und den Ball mit dem Schläger aufnimmt.

Alles eine einzige Bewegung.

Oder Nicolas,der mit Hochgeschwindigkeit

in die Ecke rast, bremst, den

Schläger auf den Boden stützt und

das Radzueiner 180-Grad-Kehreherumreist.

Schwerelos. Oder Sebastian,

der mit der offenen Seite des

Schlägerkopfs den Ball auf dem Boden

fixiertund drumherum eine enge

Kehrefährt. Oder Frieda, die mit einer

kleinen eleganten Bewegung den Ball

unter sich durch zwischen den Rädernzuihrem

Mitspieler passt. Mein

Radkann das alles nicht.

Dann bin ich dran

Max aus Australien rät mir noch,

beim Bremsen den Schwerpunkt

eher nach hinten zu verlagern –„auf

keinen Fall nach vorne“ –, da ertönt

schon das Signal „Drei, zwei, eins –

Polo“. Zum Auftakt liegt der Ball auf

dem Mittelpunkt, beide Mannschaften

stehen an der Grundlinie. Jeweils

ein Fahrer rast zur Mittellinie und versucht,

den Ball zu erobern. Dieersten

Sekunden überstehe ich, ohne einen

anderen umzufahren. Plötzlich rolle

ich relativ frei auf der Außenbahn

Richtung gegnerisches Tor. Max

schießt mir den Ball zu, ich jage hinterher,

konzentriere mich auf den

Schläger, den Ball fest im Blick, fast

habe ich ihn erreicht, ich bin allein,

freie Fahrt, ich will den Ball elegant

vorsTorpassen. Doch plötzlich ist das

Spielfeld zu Ende.Ich habe vergessen

zu bremsen. Es scheppert gewaltig.

Ichmuss das erste Malzur Mittellinie

und mich freitippen. In dem Spiel bin

ich der beste Tipper.

Ich versuche, mich in das Spiel

einzubringen, fahre auch mal als

letzter Mann vors Tor. Feste Funktionen

gibt es beim Bike Polo nicht. Alle

spielen alles. Beim nächsten Angriff

kommt mir zwar nicht die Bande in

die Quere, ich rempele aber einen

Gegner vomRad. Ichhatte nur nach

unten auf den Ball geschaut. Tschuldigung.

Und dann vergesse ich den

Rat von Max und hebe beim Bremsen

leicht den Hintern. Beiden wendigen

Fahrrädern ist das für Anfänger

die Garantie zum Sturz. Vonallen

Seiten die sorgenvolle Frage: „Ist dir

was passiert?“ Ein bisschen brennt

das Knie. „Nein, alles gut.“ Das Rad

hat mir Thomas geliehen. Ichschiele

zur Bande.Ersagt kein Wort.

Beim zweiten Trainingstermin

geht es schon besser. Lisa leiht mir

ihr Rad, stellt sogar den Sattel für

mich ein. Adrian hat gesagt, die

Lernkurve am Anfang sei steil.

Stimmt. Diesmal rassele ich nicht gegen

die Bande und fahre auch niemanden

über den Haufen. Meine

Mitspieler Mehdi und Leon sind rührend

bemüht, mich vor dem Torin

Position zu bringen. Und die anderen

halten sich freundlichst zurück.

Es reicht für einen Pfostenschuss.

Am Ende fragt Adrian, ob ich

denn nun öfter komme. Das freut

mich. Vielleicht kann ich ja doch ein

bisschen Fahrrad fahren.

Das Rad

Man kann Bike Polo mit normalen

Rädernspielen.Weresaber

ernst meint, sollte sich ein Bike-

Polo-Rad zulegen.

Der Radstand eines Polo-Rads ist

deutlich kürzer, denn der erlaubt

schnellereund vorallem engereKurven.

Es gibt nur eine Handbremse

am Vorderrad –der Bremshebel ist

auf der gegenüberliegenden Seite

der Schlägerhand montiert. Für die

Verzögerung sorgt eine Scheibenbremse,die

schnell und kräftig zupacken

muss. Die Bremsscheibe sollte

ein Schutz verhüllen. Der verhindert,

dass es bei Zusammenstößen

üble Verletzungen gibt.

Polo-Räder haben nur einen

Gang mit Freilauf, die Übersetzung

ist fast 1:1. Die erlaubt schnelle

Sprints. Größere Übersetzungen erfordern

mehr Kraft, dafür erreicht

man höhereGeschwindigkeiten. Der

Neupreis für ein Rad liegt bei etwa

1000 Euro.

Die Ausrüstung

Die Grundausstattung sind

Schläger, Helm – vorgeschrieben

bei Turnieren –und in der Regel

Handschuhe.

Handschuhe sind keine Pflicht,

aber empfehlenswert. Es gibt keine

speziellen Bike-Polo-Handschuhe,

daher greifen die Sportler auf Eishockey-,

Lacrosse- oder MTB-Handschuhe

zurück.

Ob man Helm mit oder ohne Visier

wählt, bleibt jedem Sportler

überlassen.

Der Schläger besteht aus einem

Schaft und dem austauschbaren

Schlägerkopf. Aufeiner Seite ist er offen.

DerBall ist ein Hartgummi-Ball,

der so groß ist, wie der Ball vomRollhockey,

aber deutlich leichter. Die

Grundausstattung kostet zwischen

100 und 200 Euro. Da Bike Polo

durchaus ein Kontaktsportist, gibt es

Spieler, die neben Knie- und Ellenbogenschutz

an den Beinen lange

Schoner tragen.

Das Spiel

Gespielt wird meist in dreier, selten

auch in zweier Teams. Entweder

wird vorher eine Zeit ausgemacht

(in der Regel 10 bis 15 Minuten)

oder es wirdvereinbart, bei welchem

Torstand der Sieger feststeht.

BeiTurnieren wirdmeist in festen

Teams gespielt. Es gibt aber auch

Wettkämpfe,bei denen jeder einzeln

antritt, die Teams jedes mal neu ausgelost

werden.

WerBike Polo liveerleben will, hat

am ersten Augustwochenende dazu

Gelegenheit. Vom2.bis zum 4. August

wird auf dem Tempelhofer Feld

das Turnier Berlin Mixed ausgetragen.

Besonderheit des Turniers: In

jeder Mannschaft muss mindestens

eine Frau mitspielen. Auf drei mobilen

Bike-Polo-Plätzen werden die

Spiele ausgetragen. Insgesamt treten

48 Teams gegeneinander an. Eine

schöne Einstimmung auf das Spektakel

ist auf YouTube das Video zum

Berlin Mixed 2018.


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 21 *

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Sport

ZAHLEN

Radsport

Tour de France

7. Etappe Belfort/Frankreich -Chalon-sur-

Saône/Frankreich (230,00 km): 1. Dylan

Groenewegen(Niederlande) -Team Jumbo

6:02:44 Std.; 2. Caleb Ewan (Australien) -Lotto-

Soudal +0Sek.; 3. Peter Sagan (Slowakei) -Borahansgrohe;

4. SonnyColbrelli (Italien) -Bahrain-

Merida; 5. Jasper Philipsen (Belgien) -UAE Team

Emirates; 6. Elia Viviani (Italien) -Deceuninck-

Quick-Step; 7. Giacomo Nizzolo (Italien) -Team Dimension

Data; 8. Jasper Stuyven (Belgien) -Trek -

Segafredo; 9. Michael Matthews (Australien) -

Team Sunweb; 10. Alexander Kristoff (Norwegen) -

UAETeam Emirates;

Gesamtwertung: 1. Giulio Ciccone (Italien) -Trek

-Segafredo 29:17:39 Std.; 2. Julian Alaphilippe

(Frankreich) -Deceuninck-Quick-Step +6Sek.; 3.

Dylan Teuns (Belgien) -Bahrain-Merida +32; 4.

GeorgeBennett (Neuseeland) -Team Jumbo +47;

5. Geraint Thomas (Großbritannien) -Team Ineos +

49; 6. Egan ArleyBernal Gomez (Kolumbien) -

Team Ineos +53; 7. Thibaut Pinot (Frankreich) -

Groupama-FDJ +58; 8. StevenKruijswijk (Niederlande)

-Team Jumbo +1:04 Min.; 9. Michael

Woods (Kanada) -EFEducation First +1:13; 10.

Rigoberto Urán (Kolumbien) -EFEducation First +

1:15;... 12. Emanuel Buchmann (Ravensburg) -

Bora-hansgrohe +1:22; 46. Nils Politt (Hürth) -

Katusha Alpecin +16:40; 47. Maximilian Schachmann

(Berlin) -Bora-hansgrohe +16:53; 71. Simon

Geschke(Freiburg im Breisgau) -CCC Team +

24:37; 82. Lennard Kämna (Fischerhude) -Team

Sunweb +31:07; 94. Nikias Arndt (Köln) -Team

Sunweb +37:55; 130. Marcus Burghardt (Samerberg)

-Bora-hansgrohe +50:49; 133. Rick Zabel

(Köln) -Katusha Alpecin +51:43; 145. André

Greipel (Hürth) -Team Arkea-Samsic +54:44;

149. Roger Kluge(Berlin) -Lotto-Soudal +55:27;

171. Tony Martin (Kreuzlingen/Schweiz) -Team

Jumbo +1:01:51 Std.

Bergwertung: 1. TimWellens (Belgien) -Lotto-

Soudal 43 Pkt.; 2. Giulio Ciccone (Italien) -Trek -

Segafredo 30; 3. Xandro Meurisse (Belgien) -

Wanty-Gobert27;

Sprintwertung: 1. Peter Sagan (Slowakei) -Borahansgrohe

177 Pkt.; 2. SonnyColbrelli (Italien) -

Bahrain-Merida 121; 3. Elia Viviani (Italien) -Deceuninck-Quick-Step

117;

Teamwertung: 1. Trek -Segafredo (USA)

88:27:39 Std.; 2. Movistar Team (Spanien) +1:39

Min.; 3. Groupama-FDJ (Frankreich) +2:04; 4. EF

Education First (USA) +4:26; 5. Team Jumbo (Niederlande)

+8:31;

Tennis

Grand-Slam-Turnier in Wimbledon

Halbfinale, Männer: NovakDjokovic (Serbien/Nr.1)-Roberto

Bautista Agut (Spanien/Nr.

23) 6:2, 4:6, 6:3, 6:2; Roger Federer (Schweiz/Nr.

2) -Rafael Nadal (Spanien/Nr.3)7:6 (7:3), 1:6,

6:3, 6:4

Altmeister greifen nach den Sternen

Roger Federer und Serena Williams stehen in den Finals von Wimbledon und verzücken die Tennis-Welt

VonDoris Henkel

Die Revanche auf dem heiligen

Rasen ist geglückt,

die Rückkehr auf den

Wimbledon-Thron nur

noch einen Schritt entfernt: Roger

Federer hat das Duell der Tennis-Giganten

gegen Rafael Nadal gewonnen

und steht beim Grand-Slam-

Klassiker vonLondon im Finale.Der

Schweizer siegte in einem packenden

dreistündigen Schlagabtausch

mit seinem spanischen Dauerrivalen

7:6 (7:3), 1:6, 6:3, 6:4. Am Sonntag

greift er nun nach seinem neunten

Titel im Rasen-Mekka. Sein Gegner

ist Titelverteidiger Novak Djokovic,

der unmittelbar zuvor den Spanier

Roberto Bautista Agut 6:2, 4:6, 6:3,

6:2 bezwungen hatte.

Die ewige Schlacht

„Die Schlachten mit Rafa sind immer

etwas ganz Besonderes“, sagte Federeranschließend:

„Es war eine große

Freude, das Publikum, die ganze Atmosphäreeinfach

großartig.“

Mitseinem 16. Sieg im 40. Aufeinandertreffen

mit Nadal revanchierte

sich Federer dabei nicht nur für die

Halbfinal-Pleite bei den French

Open Anfang Juni, sondernvor allem

für das verlorene Wimbledon-Finale

2008. Federer spielt nun nach einem

Jahr Abwesenheit sein zwölftes Finale

bei seinem Lieblings-Major.

Schon beim Einmarsch auf den mit

15 000 Zuschauern selbstverständlich

vollbesetzten Centre Court war

die Spannung quasi greifbar.Inelektrisierter

Vorfreude erhob sich das

Publikum von den Sitzen, begrüßte

Federer und Nadal wie Gladiatoren

in der Manege.Inihrem ersten Duell

auf Rasen nach der epischen Final-

Schlacht vor elf Jahren wurde von

den Kontrahenten offenkundig ein

neuerliches Spektakel erwartet -und

niemand wurde enttäuscht.

Dabei war es vor allem diese Erwartungshaltung,

aus welcher der

Die Energie ist wieder da: Serena Williams

erste Satz seine Faszination gewann.

Denn im Grunde blieb das Match zunächst

zwar ausgeglichen, aber auch

eher unspektakulär. Zu souverän

agierten beide bei eigenem Aufschlag.

Einen einzigen Breakball bot

der erste Durchgang.

Der Tiebreak war die logische

Konsequenz, und spätestens hier

nahm die Partie nun Fahrt auf. Im

zweiten Satz war Nadal plötzlich am

Drücker. Der Spanier schaffte beim

Stand von2:1 das erste Break des Tages,

Federer dagegen war plötzlich

AP/CURTIS

völlig von der Rolle und gewann im

gesamten Durchgang nur noch drei

Punkte.

Als hätte es den Durchhänger nie

gegeben, zogder„Maestro“ in einem

hochklassigen Match an. Und obwohl

sich Nadal in einem grandiosen

Finale noch einmal vehement gegen

die Niederlage stemmte, durfte Federer

nach mitreißenden 3:02 Stunden

jubeln.

Auch bei den Frauen greift eine

Legende nach den Sternen. Die erfolgreichste

und schillerndste Tennisspielerin

der Geschichte spielt

heute im Finale gegen Simona Halep

(15 Uhr, MEZ).

Als das Turnier begann, hatte Williams

nicht mehr als ein Dutzend

Spiele aus diesem Jahr in den Beinen;

einmal hatte sie aufgeben müssen,

zweimal hatte sie mit Schmerzen

imKnie nicht zur nächsten Partie

antreten können. Vor ein paar

Wochen, nach ihrer Niederlage in

der dritten Runde der French Open,

hatte Williams gesagt, sie hoffe, dass

die Zeit bis Wimbledon reiche,umfit

zu werden. Undnun steht sie einmal

mehr im Endspiel.

Williams kann 24. Titel holen

Es ist das dritte Spiel um einen großen

Titel seit der Geburt ihrer Tochter

Olympia im September 2018. An

das Finale vor einem Jahr gegen Angelique

Kerber hat sie offenbar keine

allzu konkreten Erinnerungen mehr.

„Ich weiß nur, dass ich müde war

und dass Angie unglaublich gespielt

hat. Ich war zwar traurig, aber auch

stolz auf mich, weil ich alles getan

hab,was ich tun konnte.“

Im berüchtigten Finale ein paar

Wochen später bei den US Open gegen

Naomi Osaka schien sie mental

überfordertzusein.

Vor17Jahren gewann Serena Williams

ihren ersten Titel in Wimbledon

gegen die Titelverteidigerin aus

der Familie, ihre Schwester Venus,

im Laufe der Jahrekamen sechs weitere

dazu, zuletzt 2016 im ersten der

beiden Endspiele gegen Kerber. Nur

drei von neun Endspielen verlor sie.

Damals wie diesmal geht es auch um

den ominösen 24. Titel bei einem

Grand-Slam-Turnier,mit dem sie die

alte Bestmarke der Australierin Margaret

Courterreichen würde.

Ob man ihr wirklich glauben soll,

wenn sie behauptet, um diese 24

gehe es wirklich nicht, sondern nur

darum, in jedem Moment alles zu

geben? Schwer zu sagen. Manmag es

irgendwie kaum glauben. (sid)

NACHRICHTEN

Hausding nach Krimi im

Ein-Meter-Finale

WASSERSPRINGEN. Patrick Hausding

hat bei der Schwimm-WM nach

einem nervenaufreibenden Vorkampf

das Finale vomEin-Meter-

Brett erreicht. DerRekordeuropameister

qualifizierte sich am Freitag

in Gwangju im nicht-olympischen

Wettbewerb als Neunter mit 357,20

Punkten für die Entscheidung der

besten zwölf Kunstspringer am

Sonntag.

Algeriens Sieg sorgt für

Krawalle in Frankreich

FUSSBALL. Eine Tote,mehrereVerletzte

und über 70 Festnahmen: Eskalierte

FeiernTausender algerischstämmiger

Fans nach dem Halbfinal-

Einzug ihrer Fußball-Nationalmannschaft

beim Afrika-Cup in

Ägypten haben in mehreren französischen

Städten zu einer Bilanz des

Schreckens geführt. In Montpellier

wurde eine Frau in einer Menschenmasse

durch ein zu schnell fahrendes

Auto eines Algeriers getötet,

während ihr einjähriges Baby bei

dem Unfall schwer und ihre17Jahre

alte Tochter leicht verletzt wurden.

Neben dem mutmaßlichen Todesfahrer

vonMontpellier nahm die Polizei

in der Nacht zum Freitag landesweit

insgesamt 72 Randalierer in Gewahrsam.

Westbrook wechselt zu den

Houston Rockets

BASKETBALL. Superstar Russell

Westbrook verlässt sein bisheriges

Team Oklahoma City Thunder und

wechselt innerhalb der nordamerikanischen

Profiliga NBA zu den

Houston Rockets.ImGegenzug für

ihren Schlüsselspieler lassen die Texaner

Chris Paul nach Oklahoma

zum Team des deutschen Nationalspielers

Dennis Schröder ziehen.

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Café-Besuche wieder Spaß machen.

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Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 23 *

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Sport

Drei sind

einer zu

viel

Die Füchse schüren die

Konkurrenz im Tor

VonCarolin Paul

Im grasgrünen Trikot läuft Paul

Drux mit der altbekannten Nummer

95 auf der Brust in die Halle ein.

Ihm folgt Fabian Wiede im neuen

rot-grün-karierten Auswärtsdress.

Und dann erscheint ein neues Gesicht:

Dasgrellorange Torwart-Outfit

dieser Saison wird imaktuellen Video

der Füchse von Dejan Milosavljev

präsentiert und nicht –wie man

es sich vielleicht hätte vorstellen

können –von Nationalspieler Silvio

Heinevetter.

Die Saison hat mit dem ersten

Training gerade erst begonnen und

man kann sich nicht verwehren, den

ersten Seitenhieb im Fuchsbau zu

bemerken. Dass in diesem Jahr

durchaus Konfliktpotenzial besteht,

hatten der Wechsel vonSilvio Heinevetter

nach Melsungen und die

darum entstandenen Streitigkeiten

mit Geschäftsführer Bob Hanning

im Apriljeschon angedeutet.

Sieg in der Königsklasse

Die Füchse reagierten auf den Abgang

und kauften nach Martin Ziemer,

den man sich zuvor schon als

Ersatz für Malte Semisch aus Hannover

geholt hatte, Dejan Milosavljev

ein. Der 23-Jährige Serbe gilt als eines

der aufstrebenden Talente im Tor

weltweit. Nicht überraschend war

daher seine Nominierung in das All-

Star-Team der Champions League,

dessen Trophäe er schließlich mit

seinem damaligen Verein RK Vardar

Skopje überraschend einsammeln

konnte.Wer im Januar die Spieler der

serbischen Nationalmannschaft in

der Arena am Ostbahnhof verfolgt

hat, konnte sich schon mal einen

Eindruck vom neuen Schlussmann

machen.

Damit verfügen die Füchse in dieser

Saison über drei Torhüter mit

überdurchschnittlichen Fähigkeiten,

denn trotz aller Mutmaßungen

fand der Wechsel Heinevetters zur

MT nicht vorzeitig statt. Mehr Konkurrenz,

mehr Leistung war die Erklärung

der Füchse von offizieller

Seite. Denn wie Hanning schon im

Juni bestätigt hatte,„wirdein Torhüter

im Torstehen, einer auf der Bank

sitzen und einer auf der Tribüne“.

Mitdem Trainingsstartam10. Juli

wurde somit nicht nur die Saison,

sondern auch der Kampf um die

Startplätzezwischen den Pfosten eröffnet.

Und wenige Tage später

scheint da schon einer die Nase vorn

zu haben –zumindest von der Vereinsseite

aus. Der 34 Jahre alte Heinevetter

ist somit längst nicht abgeschrieben,

doch der Dreikampf im

Torwirdgewiss einiges an Spannung

mit sich bringen.

Gestern Abend bestritten die

Füchse schon ihr erstes Testspiel.

Die Hauptstädter setzten sich beim

Landesligisten TV Borken souverän

mit 47:16 (26:6) durch. Am Sonnabend

geht es dann gegen die Handballabteilung

des FC Schalke 04. Frederik

Simak und Fabian Wiede müssen

noch Verletzungen auskurieren.

Wie Tim Matthes, der bei der U21-

WM spielt, sind sie bei diesen Spielen

noch nicht mit vonder Partie.

Dejan Milosavljevkommt als Gewinner

der Champions League. IMAGO IMAGES/METLAS

Daran kann man sich wohl gewöhnen: Max Verstappen lässt sich feiern. Die Frage lautet nur:Wie lange fährternoch im Red Bull?

Der Wildwechsel hat begonnen

Vordem WM-Lauf der Formel 1inSilverstone wird über die zukünftigen Besetzungen der Teams diskutiert

VonElmar Brümmer,Silverstone

Es ist, nicht nur aus patriotischer

Sicht das schlimmstmögliche

Szenario: Kein

Formel-1-Rennen im kommenden

Jahr in Hockenheim. Nico

Hülkenberg raus als Werksfahrer bei

Renault. Sebastian Vettel nicht mehr

dabei, zumindest nicht im Ferrari.

Mick Schumacher noch nicht bereit

für die Königsklasse. Endzeitstimmung

in der Autobahnnation, links

und rechts überholt. Das ist zugespitzt,

und der Zeitraum kann sich

bis Ende 2020 ausdehnen. Aber: Die

Formel 1ist schwer im Umbruch, die

Zeit der Wildwechsel hat begonnen.

Vordem Großen Preis von Großbritannien

konzentrieren sich die Strategiespiele

vor allem auf Lewis Hamilton

und MaxVerstappen.

Seit bekannt ist, dass das niederländische

Jahrtausendtalent eine

Klausel im bislang als bis Ende

2020 kugelsicher geltenden Vertrag

mit seinem Ausbildungsbetrieb

Red Bull hat, ist die Jagd auf

den 21-Jährigen eröffnet .Verstappens

Ausstiegsmöglichkeit ist an

einen bestimmten Platz gekoppelt,

den er bis zur Sommerpause

erreicht haben muss,man geht davon

aus, dass es sich um WM-Gesamtrang

drei handelt. Den hat er

sich durch seinen dramatischen

Sieg in Österreich gesichert.

Sein Teamchef Christian Horner,

einer der gewieftesten Verhandler

der Branche, ist gewarnt.

Das zeigt sich durch die vermeintliche

Lässigkeit, die er an den Tag

zu legen versucht. DieZukunft seines

Schützlings hänge doch nicht

von Statistiken ab, sondern von

der Perspektive. Die kann man allerdings

unterschiedlich einschätzen:

Horner setzt auf weitere Entwicklungsschübe

von Honda und

schwört auf die aerodynamischen

Tricks von Konstrukteursguru Adrian

Newey. Neutrale Beobachter

sehen darin allerdings ein Risiko:

Die Japaner könnten länger brauchen,

um an die Spitze zu kommen,

die Geduld von Red-Bull-

Gründer Dietrich Mateschitz bald

erschöpft sein. Verstappen wäre

dann außen vor. Weshalb er einen

Wechsel zu Mercedes in Betracht

ziehen könnte, auch perspektivisch

zunächst als Rivale dann als

Nachfolger von Abonnement-

Weltmeister Lewis Hamilton.

Vettels Tristesse

Mercedes-Meistermacher Toto

Wolff glaubt, dass Hamilton bei

gleichleibendem Level noch vier

bis fünf Jahre weiterfahren kann.

DieVeranstalter in Silverstone, die

gerade für fünf Jahre verlängert

haben, würden sich freuen. Hamilton

gibt sich skeptischer:

„2024? Lieber Gott, das hört sich

noch nach einem langen Weg an.

Wer weiß, wo ich bis dahin bin.“

Gegenspieler Horner weiß, wie

er Politik machen kann. Gerade

hat er behauptet, dass „Max Verstappen

der beste Fahrer der Formel

1ist, weil er nicht im besten

Auto sitzt“. Ein klarer Affront gegenüber

dem über jeden Zweifel

erhabenen Hamilton. Horner

spricht von einem Wechsel, der

gut tun würde:„Es ist doch nur natürlich,

dass die nächste Generation

drängt. Lewis hat die Erfahrung,

das beste Auto, Mercedes ist

eine gut geölte Maschinerie. Aber

Max ist stark im Kommen, ein

Kopf-an-Kopf-Rennen der beide

wäre toll. Im gleichen Auto wäre

Max besser. “Der 34Jahre alte Titelverteidiger

lässt sich nicht pro-

„2024? Lieber Gott, das hört sich noch

nach einem langen Wegan. Werweiß,

wo ich bis dahin bin.“

Lewis Hamilton über seine Zukunft als Rennfahrer in der Formel 1

Der Lernfähige

IMAGO IMAGES/BASILE

vozieren: „Ich vergleiche mich mit

niemandem, das brauche ich

nicht. Deshalb reagiere ich auch

nicht auf so etwas.“ Bei Mercedes

läuft zum Jahresende der Vertrag

von Valtteri Bottas aus. Hamiltons

Kontrakt läuft bis 2021.

Eine Alternative wäre für Verstappen

auch Ferrari, wo Sebastian

Vettel bei seinem fünften zähen

Anlauf auf den ersten Titel in

Rot bereits vor dem zehnten WM-

Lauf müde ist, die immergleichen

Fragen nach der Verbesserung des

Rennwagens mit dem immergleichen

Argument zu beantworten

versucht, dass es noch Zeit brauche.

Wie lange sich der 32 Jahre

alte Heppenheimer bei der Scuderia,

hängt stark vom Reglement für

2021 ab. Er fordert „aufregende

Autos, aufregende Rennen“. Akute

Rücktrittsgedanken hat er trotz

des an seiner Seite am Nummer-

Eins-Status rüttelnden Charles

Leclerc, 21, zuletzt offiziell immer

wieder zurückgewiesen. Trotzig

sagt er, dass der Glaube an den Titelgewinn

noch da sei in der

Mannschaft. Aber auch der Glaube

des Teams an ihn? Die Situation

erinnert fatal an sein letztes Red-

Bull-Jahr 2014, als der vierfache

Weltmeister das Team verlassen

hatte,weil es nicht mehr richtig lief.

Dasist das Stichwortauch für den

zweiten Deutschen im Feld, Nico

Hülkenberg. Der 31-Jährige müht

sich im dritten Jahr im Renault-

Werksstall. DerRennfahrer vomNiederrhein

ist ein ordentlicher Entwicklungshelfer,

aber mehr auch

nicht –erkam weder zum ersten Mal

aufs Podium noch gibt es eine signifikante

Leistungssteigerung seiner

Equipe. Hülkenberg schielt auf einen

Posten als zweiter Mann bei Red

Bull, wo man unzufrieden mit dem

französischen Nachwuchsfahrer

PierreGasly ist.

DiePersonalabteilung der Formel

1 funktioniert wie ein Optionsscheinhandel.

Der sich langsam aus

seiner Bewusstseinskrise befreiende

Dinosaurier McLaren hat mit Lando

Norris, 19, einen als kommenden

Hamilton geltenden Briten längerfristig

an sich gebunden, ebenso wie

dessen spanischen Nebensitzer Carlos

Sainz junior, 24. Dafür gab Mc-

Laren-Chef ZakBrown sogar seinem

Freund Fernando Alonso, 37, einen

Korb, der nach seinen Abenteuern

außerhalb der Königsklasse einen

Rückweg sucht. Es ist eben eng auf

dem Fahrermarkt.

Nach seinem Achtungserfolg in den Vogesen will Emanuel Buchmann seine Qualitäten als Rundfahrer unterstreichen

VonStephan Klemm, Chalons-sur-Saône

Laute Rockmusik erschallt aus einer

großen Box, die ein Helfer vor

einem schwarzenReisebus mitten in

der ostfranzösischen Stadt Belfort

aufgebaut hat. Nirvana ist bei diesem

Open-Air-Konzert zu hören,

später auch AC/DC und auf dem

Fahrzeug klebt der Slogan der

Gruppe: „Band of brothers“. Doch

auch wenn die meisten Anzeichen

dafür sprechen, hat das alles eher

nichts mit einer Rockgruppe auf

Tour zu tun. Der Sound und die

Markegehören zum deutschen Radteam

Bora-hansgrohe, das sich mit

dieser akustischen Unterstützung

stets auf die täglich anfallenden

Etappen der Tour de France vorbereitet.

„Band of brothers“ bedeutet

hier: Gemeinschaft der Brüder, so

betrachten sich die Fahrer.

Und dann verlässt Emanuel

Buchmann, 26, den Bus. Der

schmächtige Mann, 1,81 Meter groß,

60 Kilo leicht, wirkt ein bisschen verloren

angesichts des Höllenlärms.

Und dann erzählt er vom Donnerstag

in den Vogesen, wo ihm nach

Rang acht auf der ersten Bergetappe

und dem Sprung auf Platz zwölf der

Gesamtwertung der Durchbruch auf

der Tour-Bühne gelungen ist. Das

sieht er auch so, auch wenn er bei

seinem Tour-Debüt 2015 einmal

Dritter eines Pyrenäen-Abschnitts

wurde und 2017 Rang 15 im Endklassement

belegte – doch da war er

nicht Kapitän, sondernHelfer.

Am Donnerstag konnte Buchmann

mit den Allerbesten mithal-

ten, dazu ein paar Stars wie MitfavoritEgan

Bernal aus Kolumbien sogar

abhängen –eslief bestens für den

Deutschen:„Ich habe mich super gefühlt

und gezeigt, dass meine Form

stimmt.“

Am unteren Limit

Buchmann hat sich in den vergangenen

vier Jahren kontinuierlich zu einem

Rundfahrer der Weltklasse entwickelt.

Zuletzt hat er bei der

Dauphiné-Rundfahrt, einem Tour-

Vorbereitungs-Rennen, auch im

Zeitfahren überzeugt, seiner Schwäche:

Platz fünf, Gesamtrang drei am

Ende. Und nun glänzte er auch auf

der Planche des Belles Filles,dem finalen

Anstieg am Donnerstag. Den

Sieg am Freitag bei der siebten

Etappe vonBelfortnach Chalon-sur-

Saone,der mit 230 Kilometernlängsten,

gewann übrigens Dylan Groenewegen

vonTeam Jumbo-Visma.

2018 durfte Buchmann bei der

Spanien-Rundfahrt Erfahrungen als

Kapitän bei einer dreiwöchigen Veranstaltung

sammeln. Doch ein „Ernährungsfehler“

–zuwenig Kohlenhydratzufuhr

–hat ihn in der dritten

Woche aus den Top Ten gespült,

Zwölfter wurde er am Ende: „Daraus

habe ich gelernt.“ Zumal seine Lebensgefährtin

Claudia Eder Ernährungsberaterin

ist.

Buchmann bewegt sich mit seinen

60 Kilo am unteren Gewichtslimit.

„Das ist eben ein Teil meines

Jobs“, sagt er. Leichte Profis fahren

natürlich schneller die Berge hoch –

und Buchmann reizt diese Gleichung

gekonnt aus.

Vollzug

des

Wahnsinns

Antoine Griezmann

wechselt zum FC Barcelona

Nach monatelangem Geschacher

ist der Wahnsinnstransfer von

Frankreichs Weltmeister Antoine

Griezmann perfekt. Für 120 Millionen

Euro Ablöse und mit einem

Fünfjahresvertrag bis 2024 ausgestattet,

der eine Ausstiegsklausel von

800 Millionen Euro enthält, wechselt

der Stürmer von Atlético Madrid zu

seinem Wunschverein FC Barcelona.

„Antoine Griezmann ist einer der

besten Spieler der Welt“, schrieb der

Verein auf seiner Homepage. Auf

Twitter verbreitete der Klub Bilder

mit Griezmann im Barca-Trikot und

mit dem Zusatz: „C'est magnifique!“

(„Das ist wundervoll!“).

„Damit geht eine lange Seifenoper

zu Ende“, schrieb die Zeitung

Marca. Nach quälenden Wochen

ging am Freitag ganz schnell. Zur

Mittagszeit legte ein Anwalt des

Franzosen der spanischen La Liga

die nötigen Transfer-Unterlagen vor,

am Nachmittag war alles geregelt.

Griezmann selbst stand bereits in

den Startlöchern, um den nächsten

Flieger nach Barcelona zu besteigen.

Alte Sehnsucht

„Eine alte Sehnsucht der Azulgrana

wird endlich Wirklichkeit“, kommentierte

die Marca. Denn Griezmann

hatte schon im Vorjahr wechseln

wollen, entschied sich in letzter

Minute anders. Vor acht Wochen

kündigte er an, Atlético nach fünf

Jahren trotz des laufenden Vertrags

bis 2023 zu verlassen. Der Transferstreit

eskalierte, Madrid verweigerte

die vonBarça angestrebte Ratenzahlung.

Daraufhin hieß es sogar,Griezmann

wolle die 120 Millionen Euro

selbst zahlen. Am Sonntag erschien

er nicht zum Training und reiste

nicht mit ins USA-Trainingslager.

Nun kam es doch zur Lösung.

Atlético spült der Mega-Deal dringend

benötigtes Kapital in die Kassen.

Die Transfereinnahmen steigen

auf rund 310 Millionen Euro, allerdings

hat der Klub schon für 196 Millionen

Euro eingekauft. Zuletzt

wurde für 56 Millionen der erst nur

ausgeliehene Spanier Alvaro Morata

als potenzieller Griezmann-Nachfolger

vomFCChelsea verpflichtet.

DemDurchbruch könnte die von

Karl-Heinz Rummenigge angekündigte

Transferoffensive folgen. „Alles

wartet auf diesen einen Dominostein

und dann wird noch viel passieren“,

hatte der Vorstandschef des

FC Bayer gesagt. Als Barcelona-Abgänge

gehandelt werden Ousmane

Dembélé und Philippe Coutinho.

Der Klub benötigt Geld, vor allem,

wenn Neymar kommen sollte. Für

den Brasilianer zahlte Paris Saint-

Germain 2017 den Rekordpreis von

222 Millionen Euro an Barça.

Neymar will zurück und soll laut

El Pais 150 Millionen Euro plus einen

Spieler obendrauf kosten. Der

könnte Dembélé heißen, denn der

Ex-Dortmunder hätte gegen Griezmann

und vielleicht auch noch Neymar

einen schweren Stand. Zudem

sei er der Wunschspieler des früheren

BVB- und aktuellen PSG-Coach

Thomas Tuchel. Der brasilianische

PSG-Sportdirektor Leonardo will

laut Le Parisien aber lieber seinen

Landsmann Coutinho holen. (dpa)

Antoine Griezmann ist am Ziel, er darf für

den FC Barcelona spielen. IMAGO IMAGES


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 – S eite 24 *

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Sport

Bewährtes Duo

Der 1. FC Union hat zwölf neue Spieler für die

Bundesligapremiere verpflichtet. Auf der

Position des linken Verteidigers setzt man

hingegen auf die altbewährten Kräfte Ken

Reichel und Christopher Lenz

VonMathias Bunkus, Windischgarsten

KenReichel stellt sich schon mal darauf ein, in der kommenden Saison viel Einsatzzeit zu bekommen.

CITY-PRESSX

Alle Positionen sind doppelt

besetzt, manche sogar

drei- bis vierfach, der

Traum eines jeden Fußballlehrers.

Doch es gibt eine Ausnahme

und die betrifft die Außenverteidiger,

wo die Eisernen −

scherzhaft dieser Tage auch bekannt

unter dem Namen 1. Verpflichtungsclub

Union − trotz ihres Kaufrausches

keinen einzigen Spieler unter

Vertrag nahm. Gar nicht so einfach

bei 14 Zugängen, wenn man die Eigengewächse

Maurice Arcones und

Laurenz Dehl mitrechnet.

Spötter behaupten ja bereits,dass

Oliver Ruhnert die Puste ausgegangen

ist. Seit einer Woche wurde kein

Neuer mehr verkündet. „Mit Messi

sind wir noch nicht ganz durch“,

scherzte Unions Manager, der er in

den kommenden Wochen vornehmlich

damit zu tun haben wird, den

Kader zu verschlanken. Aufvielleicht

28 Mann, so das Ziel. Aber dass

Union niemanden mehr holen

werde, schließt er damit nicht aus.

„Die Transferperiode geht ja noch

bis zum 2. September.“ Echten Gelegenheiten

werden sich die Köpenicker

nicht verschließen, wenngleich

sie die Suche derzeit nicht forcieren.

Festzuhalten aber bleibt: Hinten

auf den Außenbahnen bleibt es

übersichtlich. Was Ken Reichel zu

der Vermutung veranlasste, „da

werde ich wohl durchspielen müssen“.

Gemeint war nicht die Saison,

obwohl er da auch jede Minute haben

will, die Trainer UrsFischer ihm

gibt. Allein schon um seinen bislang

27 Erstligaspielen mit Braunschweig

noch ein paar mehr hinzuzufügen.

Ihm ging es um die Doppelkicks an

diesem Wochenende im Rahmen

des Trainingslagers.

Mitdieser Einschätzung sollte der

32-Jährige Recht behalten. Denn Fischer

teilte seine Truppe für die beiden

ersten Test in Österreich in zwei

Abteilungen auf. Da Reichel aber mit

Christoph Lenz nur einen direkten

Konkurrenten hat, kam der ehemalige

Braunschweiger gegen Ried zum

Zuge, während Lenz sich heute gegen

Linz versuchen darf.

Große Unterschiede zu seinem

ersten Anlauf im Fußballoberhaus

ERFOLGREICHES TESTSPIEL

Der 1. FC Union überzeugte in seinem ersten Test während des Trainingslagers in Oberösterreich.

Auftiefem Boden kamen die Eisernen unter den Augenvon Boss Dirk Zingler und Union-

Vize Dirk Thieme zu einem 3:0 (3:0) über Zweitligist SV Ried. Marvin Friedrich (9.) und Grischa

Prömel (29./31.) trafen. Julian Ryerson musste mit einer Fußverletzung raus (20.). Nach der

Pause verschoss Rieds Canillas einen vonFelix Kroos verursachten Handelfmeter (76.).

So spielte der FCU: Gikiewicz -Ryerson (20. Lenz/60. Dehl), Friedrich (46. Schlotterbeck),

Dietz, Reichel -Prömel, Kroos -Gogia, Becker (46. Mees) -Ingvartsen (46. Arcones) -Andersson

(46. Ujah)

mit den Niedersachsen sieht er

nicht. Zumindest nicht, was die Vorbereitung

auf die Saison angeht.„Wir

haben uns damals auch punktuell

verstärkt. Braunschweig war auch

Underdog. MitUnion wirddas nicht

anders sein“, sagt er vorausschauend.

Für Union sei das alles eine Riesenherausforderung,

auf die man

sich nur freuen könne.Als gebürtiger

Berliner zeigt er sich recht gut informiert,

welcher Klub aus der Hauptstadt

schon mal Bundesligist war.

„Blau-Weiß 90, Hertha −und Tasmania.

Da habe ich ja schon mal gespielt.

Ichkenne die Geschichte und

möchte nicht dran anknüpfen“,

meinte der zweifache Familienvater.

Einzig bei TeBe brauchte er fast ein

bisschen Hilfe. Die Veilchen bestritten

ja mit der alten Dame das letzte

Hauptstadtderby in der deutschen

Eliteliga. Was mittlerweile auch

schon 42 Jahre zurückliegt und damit

knapp 10 Jahre vor Reichels Geburtstattfand.

Wichtig ist, so glaubt Reichel, dass

Union die Tugenden des Vorjahres

wieder offenbart. „Wir müssen als

Mannschaft zusammen auf dem

Platz funktionieren und möglichst

viele Punkte holen, dass es auch für

ein zweites Jahr in der Bundesliga

reicht.“ Ingolstadt und Darmstadt

hätten das ja als krasse Außenseiter

vorgemacht. Ein zweites Jahr Erstklassigkeit

hieße ja auch BW 90, Tasmania

und TeBe in der ewigen Tabelle

der Bundesliga zu überholen.

Schon ein Ziel. Den Mainzer Wegzu

gehen oder gar den eines SC Freiburg,

der aus Versehen mal alle fünf

bis sechs Jahre absteigt, nur um sofort

wieder nach oben zu kommen,

sei zwar wünschenswert, aber sicherlich

noch ein langer Weg.

„Wir müssen möglichst viel von

der Euphorie,die in der Aufstiegssaison

geherrscht hat, mit rübernehmen“,

sagt Reichel. Da empfindet er

es als positiv, dass Union mit einem

Heimspiel startet. Vorausgesetzt,

man stolpert nicht in der ersten

Runde des DFB-Pokals. Halberstadt

ist ein Regionalligist, Union also der

Favorit. „Aus der Erfahrung heraus

sind das immer die unangenehmsten

Spiele.Wir müssen in der ersten

Runde weiterkomme ohne Probleme

zu haben, dann darfman sich

auf den ersten Spieltag freuen“, weiß

der Abwehrspieler, der sich die freie

Zeit im Trainingslager vor allem mit

Netflix und einigen Serien versüßt.

Stranger Things hatte es ihm zuletzt

angetan. Und er nutzt die freien

Stunden im Sommercamp, umdie

Serie durchzugucken. Etwas, was

ihm zu Hausemit seinen beiden Kinderneherweniger

gelingt. Wobei der

Titel der Serie ein bisschen symbolisch

auch für Union steht. DieEisernen

betreten mit der Bundesliga ein

unbekanntes Land. Da können seltsame

Sachen aufeinen zukommen.

Mathias Bunkus

ist gespannt, ob Union noch

einen Neuen holt.

Teure Sause

Der 1. FC Union bekommt für die Aufstiegsparty im Stadion An der Alten Försterei eine Rekordstrafe vom DFB aufgebrummt. Die Anhängerschaft ist darüber erzürnt

VonMathias Bunkus

Die am Donnerstag vomDFB verhängte

Rekordstrafe über

56 800 Euro vom Relegations-Rückspiel

gegen den VfB Stuttgartbewegt

natürlich die Gemüter bei den Eisernen.

Nicht alle Anhänger waren mit

der saloppen Vorgehensweise des

Klubs einverstanden. Auf Facebook

hatte der Bundesligaaufsteiger den

Vorgang frech-frivol so kommentiert:

„So ein Aufstieg kostet also

nicht nur Kraft. Aber der Klassenwechsel

in die Bundesliga ist es doch

wert, oder?“ Das Ganze gefolgt von

einem Zwinker-Smiley. Auch bei

Twitter schienen sich die Köpenicker

mit der Bemerkung „Für den Aufstieg

muss man eben einiges investieren“

eher lustig zu machen über

das deutsche Fußball-Regelwerk.

Insgesamt 125 000 Euro mussten

die Eisernen in der vergangene

Spielzeit berappen. Bis zu 19000

Euro der nun ausgesprochenen Rekordstrafe

kann derVerein für sicherheitstechnische,

infrastrukturelle

und gewaltpräventive Maßnahmen

verwenden, was dem DFB bis zum

31. Dezember diesen Jahres nachzuweisen

ist.

Nach dem Aufstieg wurde der Rasen zur Partyzone umfunktioniert.

MATTHIAS KOCH

Während man die Strafen für das

Abfackeln von Pyrotechnik noch

zähneknirschend hingenommen

hätte, war beim rot-weißen Anhang

verständlicherweise überhaupt kein

Verständnis dafür, dass die strengen

Regelhüter aus Frankfurt amMain

auch den Platzsturm nach dem Abpfiff

des Relegationsrückspieles gegen

die Schwaben, womit Unions

Aufstieg gewiss war, sanktioniert

hatten. Warum wird unbändige

Freudebestraft? Zumal alles friedlich

über die Bühne ging. Neue Freunde

hat der DFB in Köpenick mit Sicherheit

nicht gewonnen.

Keine zwei Meinungen gab es

aber über die verirrten Fans, die

beim Platzsturm den VfB-Block mit

Pyrotechnik beschossen oder beworfen

hatten. Das waren zwar nur

Einzelfälle, aber das geht nicht. Hier

sollte der Klub hartdurchgreifen.

Allerdings sollte es wirklich niemanden

groß verwundern, wenn

beim ersten Heimspiel der ersten

Bundesliga-Saison gegen RB Leipzig

ein groß angelegte Becherspendenaktion

über die Bühne gehen sollte,

mit der die Fans dem Klub helfen

wollen die finanzielle Strafe abzumildern.


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 – S eite 25

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Feuilleton

Wole Soyinka

wird 85 und

Arno Widmann

gratuliert

Seite 26

„Dramatik geht einher mit Sinnlichkeit.“

Ingeborg Ruthe über die Ausstellung zum italienischen Barock im Potsdamer Museum Barberini Seite 26

Späte Heimkehr

Der Schriftsteller Ulrich Alexander Boschwitz, von den Nazis vertrieben, hat wieder eine Adresse in Berlin

VonCornelia Geißler

Berlin in den Dreißigerjahren. Boschwitz schreibt: „Um die Mittagszeit fuhren alle Direktoren und Direktörchen zum Essen. Sie hatten es eilig und zeigten es auch. Sie hupten und tuteten wild durcheinander und fraßen die Nerven der Leute, die zu Fuß gingen.“ AKG IMAGES

Eine Zeitblase, vielleicht ist

dies das richtige Wort, um

alles zu fassen. Die Geschichte,

die hier zu erzählen

ist, hat einige lose Enden und einen

deprimierenden Kern. Heute

aber gibt es Gründe genug, froh zu

berichten. Reuella Shachaf verwendet

das Wort, als wir in einem Hotel

in der Nähe des Alexanderplatzes sitzen.

Sie habe sich wie in einer „time

bubble“ gefühlt, einer Zeitblase also,

als sie zu Hause in Ra‘anana, in der

Nähe von Tel Aviv, ein Interview in

der Zeitung Haaretz las,das ihr guter

Bekannter Avner Shapira mit dem

Verleger Peter Graf geführthatte.Das

Interview drehte sich um ein Buch,

das Graf herausgegeben hatte, Ernst

Haffners „Blutsbrüder“, einen Berlin-Roman

aus dem Jahr 1932. Dieses

Buch war wie ein Flämmchen,

das ein Feuerwerk entfacht.

Avner Shapira und Peter Graf sitzenjetzt

mit uns auf den überdicken

Sesseln des Leonardo.Grafund Reuella

Shachaf haben schon viele Mails

und Päckchen hin- und hergeschickt,

aber sie sehen sich heute

zum ersten Mal. Am Sonnabendmorgen

wird erdabei sein, wenn in

Charlottenburg-Wilmersdorf drei

Stolpersteine verlegt werden. Am

Abend werden sie gemeinsam im Literaturhaus

Berlin vordas Publikum

treten. Diekleinen Gedenkplättchen

vor dem Haus Hohenzollerndamm

81 erinnern anden Schriftsteller Ulrich

Alexander Boschwitz, seine

Mutter Martha und seine Schwester

Clarissa. Sie war Reuella Shachafs

Mutter. Hier hatte sie gelebt, bevor

sie 1933 nach Palästina emigrierte.

„Sie war Sozialarbeiterin“, erzählt

Reuella Shachaf. „Meine Mutter

kannte das Straßenleben in Berlin

damals so gut und sie erzählte uns

viel davon. Dass auf einmal Avner

und Peter Graf in der Haaretz über

diese Zeit sprachen, erschien mir wie

ein Wunder.“

An Wunder hatte sie zuletzt in ihrerKindheit

geglaubt. Damals,als sie

vom Schicksal ihres Onkels erfuhr

und hoffte, ihn eines Tages auf einer

einsamen Insel zu entdecken. Er war

der heimliche Held ihrer Kindheit,

als sie oft kränkelnd allein zu Hause

saß und auf ein Bild an der Wand

blickte, das ihren Onkel als jungen

Mann zeigte. Gesprochen wurde

nicht viel über ihn. Sie hat ihn und

die Großmutter,die noch bis 1935 in

Deutschland blieben, nie kennengelernt.

Bis zur Veröffentlichung der

Nürnberger Gesetze hatten sie

christlich gelebt, doch die Rechtsprechung

der Nationalsozialisten

machte sie zu Juden.

Der Name Ulrich Alexander

Boschwitz ist heute ein Begriff. Noch

nicht lange,aber unter Bücherlesern

machte er schnell die Runde, als im

Frühjahr des vergangenen Jahres

sein Roman „Der Reisende“ erschien.

Er erzählt von der plötzlichen

Heimatlosigkeit eines bis eben

noch erfolgreichen Geschäftsmannes,der

als Jude durch die Reichspogromnacht

am 9. November 1938 alles

verliert. Einzig unterwegs, als

„Der Reisende“ in Zügen kreuz und

quer, kann er noch überleben. Das

Land zu verlassen gelingt ihm nicht

mehr –anzukommen aber würde für

ihn sein Ende im Konzentrationslager

bedeuten.

Als er den Roman schrieb, war

Boschwitz nach Stationen in Schweden

und Norwegen bereits in Frankreich

gelandet. Er konnte sich ein Studium

an der Sorbonne leisten, nachdem

sein erster Roman „Menschen

neben dem Leben“ 1937 mit großem

„Sein Werk kann nach

langer Odyssee

endlich dort gelesen

werden, wo mein Onkel

jung war und das Leben

beobachtete.“

Reuella Shachaf

Nichte von Ulrich Alexander Boschwitz

Erfolg auf Schwedisch erschienen

war. Sein zweiter Roman „Der Reisende“

kam im Frühjahr 1939 zuerst

auf Englisch heraus, als „The man

who took trains“.Wenig später gingen

Mutter und Sohn Boschwitz selbst

nach Großbritannien.

Und doch war Ulrich Alexander

Boschwitz nicht gerettet. Bei Kriegsausbruch

wurde er gemeinsam mit

anderen deutschen Exilanten als

„feindlicher Ausländer“ interniert

und eine Zeit lang nach Australien

geschickt. Bei der Rückkehr nach

Großbritannien wurde ihr Schiff, die

„Abosso“, am 29. Oktober 1942 von

einem U-Boot der deutschen Marine

torpediert. Boschwitz starb im Atlantik.

Er wurde nur 27 Jahrealt.

Reuella Shachaf kam einen Monat

später zur Welt. Für ihre Mutter

„Ulrich Alexander

Boschwitz fügt der

Literatur seiner Zeit eine

berührende, sehr

eigenständig erzählte

Geschichte hinzu.“

Peter Graf

Herausgeber der Romane

war die Trauer um den Bruder immer

mit der Geburt der Tochter verknüpft.

Eine Reise nach Berlin bedeutet

Reuella Shachaf aus verschiedenen

Gründen sehr viel. Im Winter

1989, kurznach dem Fall der Mauer,

lud die Stadt Berlin ehemalige jüdische

Bewohner ein. Und als sie im

Hotel Kempinski saßen – „meine

Mutter schwärmte noch vom alten

Glanz des Hotels“, erzählt sie nebenbei

–, trafen sie dort einen älteren

Herrn, einen Maler aus einem Kibbuz,

der stutzte, als sie sich vorstellten.

Boschwitz? Einen Ulrich Boschwitz

habe er einst gekannt, im Lager

in Australien.

Vordreißig Jahren in Berlin also

habe sie erfahren, wie es ihrem Onkel

damals erging. Ulrich Alexander

Boschwitz habe nur für sein

nächstes Buch gelebt. Erhabe sein

Manuskript sogar direkt am Körper

getragen, als er aufs Schiff ging,

hatte sich damit einwickeln lassen

– Reuella Shachaf beschreibt das

mit Gesten –, weil ihm ein anderes

im Juli 1940 bereits entwendet worden

war, auf der Überfahrt von

England nach Australien.

Nach dieser Begegnung startete

sie eine neuerliche Reihe vonVersuchen,

die beiden Bücher ihres Onkels,

von denen sie wusste, zuveröffentlichen.

Sie war so erfolglos wie zuvor

ihre Mutter. Damals hatte nicht einmal

die Fürsprache vonHeinrich Böll

etwas ausrichten können. Es war

nicht die Zeit, da man sich für Autoren

interessierte, die von den Nationalsozialisten

ums Leben gebracht

wurden. Undauch nicht für den Alltag

in Berlin zwischen den Kriegen.

Im neuen Jahrtausend änderte

sich einiges.Die Verlage,nicht nur in

Deutschland, entdeckten in Vergessenheit

geratene Bücher von Hans

Fallada oder auch Irmgard Keun.

Und Peter Graf hatte in seinem Verlag

Metrolit mit Haffners „Blutsbrüdern“

endlich einmal nicht nur Erfolg

bei den Kritikern, sondern auch

bei den Lesern. DieLizenzen wurden

ins Ausland verkauft, auch nach Israel

–und so landeten Avner Shapira,

Peter Graf und Reuella Shachaf in einer

Zeitblase.

Reuella Shachaf bat ihren alten

FreundAvner umVermittlung, sie erzählte

dann Peter Graf von Boschwitz,

dessen Bücher nie auf Deutsch

erschienen sind, und davon, dass es

aber vom „Reisenden“ ein Originaltyposkript

im Deutschen Exilarchiv

in Frankfurt amMain gebe. Metrolit

unter dem Dach des Aufbau-Verlags

stellte damals gerade die Produktion

ein, Peter Graf jedoch hatte längst in

der Branche einen Namen als Entdecker.Ersagt,

dass ihm gleich klar war,

dass dieses Buch viel Aufmerksamkeit

bekommen könnte. „Dieses

Buch brauchte einen großen Verlag

mit guten Möglichkeiten für Pressearbeit,

Werbung und Vertrieb.“ Und

es hat geklappt, die Veröffentlichung

bei Klett-Cotta erhielt viel Beachtung.

Detailliert kann man die Vorgänge

im Nachwort zu „Der Reisende“

nachlesen. Undbald auch im

Nachwort des Erstlings von Ulrich

Alexander Boschwitz: „Menschen

neben dem Leben“. Im September

erscheint auch dieses Buch beiKlett-

Cotta. Eine erste Lesung gibt es am

Sonnabend um 18 Uhr imLiteraturhaus

in der Fasanenstraße.

DasBerlin-Bild, wie es sich in diesem

Roman präsentiert, hat nichts

vomGlanz der Goldenen Zwanziger.

Es ist der Schmutz der Straße, der

hier aufgewirbelt wird, weil der Autor

sich den Menschen zuwendet, die

im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung

übriggeblieben sind. In 39

Kapiteln folgt er ihnen bei denVersuchen,

Nahrung, Schnaps und einen

Schlafplatz zu bekommen. Der Ton

istrau,dochzuweilen auch verspielt,

denn Ulrich Alexander Boschwitz

hat ein feines Ohrfür dieBerlinermit

ihrem mal schnippischen, mal großspurigen

Auftreten. Der Roman ist

ganz anders als „Der Reisende“ mit

seinem kultivierten Helden, der sich

von seiner Existenz verabschiedet.

„Menschen neben dem Leben“ öffnet

dem Leser noch einmal einen besonderen

Blick in die Zeit.

Cornelia Geißler

ist dankbar,Boschwitz’

Romane lesen zu können.


26 *** Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

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Feuilleton

Weise und

auch sehr

zornig

Zum 85. Geburtstag des

Schriftstellers Wole Soyinka

VonArnoWidmann

Vor 85 Jahren wurde der nigerianische

Literaturnobelpreisträger

(1986) Wole Soyinka in eine christliche

Yoruba-Familie geboren. Er saß

1967 im Gefängnis, weil er während

des Bürgerkrieges für einen Friedensschluss

der verfeindeten Parteien

eintrat. VonAnfang an war ihm

die Hautfarbe des Diktators gleichgültig.

Niemals wurde er müde zu

betonen, dass das vonden Kolonialherren

befreite Afrika kein freies

Afrika war.

Nach einem Exil in den USA

kehrte er 1998 zurück nach Nigeria.

Er hält aber weiter Vorlesungen an

den unterschiedlichsten Universitäten

der USA. Zurzeit ist er Inhaber

der Elias-Ghanem-Professur für

Kreatives Schreiben an der englischen

Abteilung der University of

Nevada in Las Vegas.

Wole Soyinka schrieb mehr als 30

Theaterstücke, gründete verschiedene

Theatergruppen, die zum Teil

von Dorf zu Dorf zogen, acht Gedichtbände

sind von ihm erschienen,

zwei Romane, fünf autobiografische

Aufzeichnungen, dreizehn

Essaysammlungen und drei Filme.

Wole Soyinka war der erste Afrikaner,

der den Literaturnobelpreis erhielt.

Der Literaturkritiker Marcel

Reich-Ranicki hielt das damals für

eine Fehlentscheidung. Es sei nicht

der Sinn des Nobelpreises, das war

eines seiner Argumente,völlig unbekannte

Autoren damit zu dekorieren.

Es ist schwierig, den eigenen Horizont

nicht mit dem der bekannten

Welt zu verwechseln.

Wole Soyinka hatte dazu kaum

eine Chance. Die Yoruba sind ein altes

Kulturvolk. Denenglischen Kolonialherren

gelang deren endgültige

Vernichtung nicht. Allerdings zwangen

sie den Unterworfenen ihreKultur

auf. So war Wole Soyinka vonAnfang

an mitten hineingeworfen worden

in zwei weit von einander entfernte

Welten. Er hat diesen Konflikt

immer wieder beschrieben. Vor allem

aber: Er hat ihn genutzt. Für

sich, für sein weit ausschweifendes,

so vieles verschlingendes dichterisches

Werk.Aber damit auch für uns,

seine Leser.

Aber auch von seinem Realismus

können wir profitieren. Er schlug

einmal vor, die afrikanischen Staaten

könnten sich bereit erklären, auf Reparationsforderungen

angesichts

der mehr als 20 Millionen im transatlantischen

Sklavenhandel zugrunde

Der nigerianische Schriftsteller

Wole Soyinka

EPA/GEORGIOS KEFALAS

gegangenen Menschen zu verzichten,

wenn es im Gegenzug zu einem

generellen Schuldenerlass käme.

Aber er fügte hinzu, dass damit die

afrikanischen Schuldenmacher bevorzugt

und die wirtschaftlich Klugen

benachteiligt würden.

BeiallerWeisheit und Güte gehört

Wole Soyinka zu den zornigen alten

Männern. Vor der Wahl Donald

Trumps hatte er erklärt, er werdebei

einem Wahlsieg Trumps seine

Greencardzerstören. Dastat er dann

auch. Inzwischen unterrichtet er an

der University of Johannesburg.

Seine Einführungsvorlesung vom

September 2017 zeigt ihn klug, witzig

und bei bester Gesundheit. So wünschen

wir ihn uns noch viele Jahre.

Rom hatte um 1630 eine begnadete Malerin: Artemisia Gentileschi. „Lukretia und Sixtus Tarquinius“

kaufte Friedrich der Große für seine Residenz.

STIFTUNG PREUßISCHE SCHLÖSSER UND GÄRTEN

Aus heutiger Sicht fast fotorealistisch: Matthias Stoms „Samson und

Delila“ um 1620.

GAL.NAZIONALI DI ARTE ANTICA FONTOLAN

Der Alte Fritz hatte einen

Traum.Wieinsoetlichen

Preußenkönigen steckte

auch in ihm eine tiefe

Italiensehnsucht. Er kaufte um 1768

aus Rom zwei barocke Gemälde von

Artemisia Gentileschi, darunter eine

allegorische „Bathseba im Bade“-

Szene und die „Vergewaltigung der

Lukretia durch Sextus Tarquinius“

von 1630. Die über ein Jahrhundert

älteren Bilder suchte Friedrich Rex

für seine „Galerie der Unvernunft“

aus, die unheilvolle Folgen männlicher

Begierde im mythologischen

Kontext verhandelt hat.

Er wusste allerdings nicht, dass

diese durchkomponierten Szenen

voneiner Künstlerin gemalt wurden,

die das eigene Gewalterlebnis einbrachte,

aber dem Objekt der Begierde

auf ihrem Bild –ganz unfeministisch

–etwas Verführerisches gab.

Der Preußenkönig träumte von

einer Potsdamer Piazza, benannte

sein 1771/72 am Alten Markt erbautes

Palais Barberini nach dem auf einem

Kupferstich von Piranesi gesehenen

Palast der römischen Familie

Barberini. Ihr entstammte der 1623

zum Papst gewählte Urban VIII., ein

rigoroser Vertreter der Gegenreformation,

ein inquisitorischer Pontifex,

der seinen einstigen Freund Galileo

Galilei brutal zum Widerruf von

dessen Lehreüber die Erdbewegung

um die Sonne zwang.

Zugleich war dieser Papst aus

dem Hause Barberini ein großer

Mäzen der Künstler, Architekten,

Dichter und Musiker, sozusagen

der fast allmächtige Ermöglicher

des Barock römischer Prägung.

In diesem Zeitalter der Glaubenskriege

war der Schmelztiegel

Rom von Pilgern und Soldaten

durchzogen. Maler aus Flandern

kamen, um die Renaissance-Bildwerke

von Michelangelo und Raffael

in der Sixtinischen Kapelle zu

studieren. Caravaggio hatte diesen

späteren Papst Maffeo Barberini

schon als jungen Geistlichen porträtiert.

Der geniale Bernini tat selbiges

um 1633. Da trug der Spross

der mächtigen Adelsfamilie längst

Purpur.Das Konterfei hängt jetzt in

einem Kabinett des Potsdamer Museums

Barberini; der Maler gab

dem kunstliebenden Despoten ein

recht vergeistigtes Aussehen.

Der römische Palazzo Barberini

steht in der Ewigen Stadt. Alt, erhaben,

schön. Der Potsdamer Palast

Barberini hingegen war zu Kriegsende

1945 ein Trümmerhaufen. An

gleicher Stelle ließ die Hasso-Plattner-Stiftung

das Ensemble bis 2016

als Museumsbau wiedererstehen,

ein klein wenig nüchterner als das

römische Vorbild. Und nun, im Jahr

2019, mitten in den Sommerferien,

Dramatik pur in Jusepe de Riberas Allegorie „Venus und der sterbende

Adonis“, 1637

GALLERIE NAZIONALI DI ARTE ANTICA ROM

Gewalt, Macht,

Schönheit

Die Wege des Barock begannen um 1600 in Rom und

führten von dort weit über die Alpen. Nun gastieren die

Nationalgalerien Barberini Corsini mit epochalen

Bildwerken im Potsdamer Museum Barberini

VonIngeborg Ruthe

geht erneut ein italiensehnsüchtiger

Wunsch in Erfüllung: Das römische

Palais Barberini ist, zusammen mit

der Galleria der Sammlerfamilie Corsini,

heute Nationalgalerie, zuGast

mit Altmeister-Werken des italienischen

Barock. Ausdem Italienischen

übersetzt, bedeutet „barocco“ ursprünglich

„schief, regelwidrig“,

aber auch „überreich“.

Die Stilperiode des Barock umfasst

ein Weltreich der Kunst, die die

WEGE DES BAROCK

Die Ausstellung: „Wegedes Barock“ mit

56 Meisterwerkender Weltkunst, Museum

Barberini, Potsdam, Alter Markt, Humboldtstr.5–6.

Bis 6. Oktober,Kuratoren:

Michele Di Monte,Inés Richter-Musso,

Maurizia Ciccon und die Potsdamer Barberini-DirektorinOrtrudWestheider.

Die Öffnungszeiten: Mi–Mo 10–19 Uhr,

jeden ersten Do bis 21 Uhr.

Begleitprogramm und Online-Tickets:

museum-barberini.com

Die App: Die Barberini-App, besprochen

vonGünther Jauch, führtzu30Potsdamer

Bau- und Kunstwerken nach italienischen

Vorbildern.

der Renaissance übertreffen wollte:

Papst Urban VIII. förderte sakrale

und inspirierte profane Prachtbauten.

Er wurde zum Mäzen dramatischer

Hell-Dunkel-Malereien und

opulenter bis körperlich drastischer

Bildszenen mit mythologischem bis

zügellosem Personal.

Auch die Plastik nahm theatralische

Posen und Gebärden an. Und

die Freskomalerei gewann eine seitdem

nie mehr erreichte Bedeutung.

Decken, Kuppeln und Wände

wurden mit heilsgeschichtlichen,

allegorischen Inhalten überzogen.

Für die Kirchenbemalung arbeiteten

Geistliche ganze Programme

aus. Allen voran Urban VIII.

höchstselbst.

Die Potsdamer Schau beginnt

mit einer gewaltigen Illusion: Im

ersten Saal imaginiert eine technisch

raffinierte Projektion das Deckenfresko

aus dem Grand Salon

des Palastes der Barberini zu Rom.

Das Barock-Konzept Urban VIII.

wird deutlich, zeigt des Malers Pietro

daCortonas meisterlich inszenierte

Größe, den Machtanspruch

der Barberini. Allegorien der Tugenden

flankieren die der göttlichen

Vorsehung, Papst-Tiara und

der Schlüssel Petrisind präsentiert.

Und immer wieder, inallen Bildvarianten,

das Trio der drei großen

Bienen, die Wappentiere der Barberini-Familie.

Die starken Lichteffekte und die

kräftigen Farben wirken magisch,

illusionierend die dynamische Bewegung

der realistischen, üppigen

Leiber. Der Übergang vom gebauten

zum gemalten Raum und jedes

Detail fügen sich zum überbordenden

Fest für die Augen. Es ist eine

pathetische Prachtentfaltung, die

sich zu „theatrum sacrum“ steigert.

Damals war die katholische Kirche


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 27 *

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Feuilleton

NACHRICHTEN

Preisträger der Akademie

für Sprache und Dichtung

Nach der Bekanntgabe des Georg-

Büchner-Preisträgers hat die Deutsche

Akademie für Sprache und

Dichtung zwei weitereAuszeichnungen

bekannt gegeben. DieLiteraturwissenschaftlerin

Daniela Strigl erhält

den Johann-Heinrich-Merck-

Preis für literarische Kritik, der Sigmund-Freud-Preis

für

wissenschaftliche Prosa geht an den

Philosophen Thomas Macho. (dpa)

Akademie der Künste beruft

neue Mitglieder

Savator Rosa malte um 1640 diese hinreißende Allegorie der

Dichtkunst.

GALLERIE.NAZIONALI DI ARTE ANTICA/E. FONTOLAN

DieAkademie der Künste hat 17

neue Mitglieder,davon zehn Frauen,

in ihreKünstlersozietät gewählt, darunter

die Künstlerinnen Candice

Breitz, Katharina Fritsch, Nanne

Meyerund Adrian Piper.Die Sektion

Musik hat Annette Schmucki und

Jennifer Walshe aufgenommen. Ulrike

Draesner,Thomas Hettche,RobertMenasse,Lothar

Trolle und

Cécile Wajsbrot sind neue Mitglieder

der Sektion Literatur.HerbertFritsch

und Thomas Ostermeier sind in der

Sektion Darstellende Kunst vertreten.

DieFilm- und Medienkunst hat

Claudia vonAlemann, Sławomir Idziak,

Paul Plamper und Gundula

SchulzeEldowy berufen. (BLZ)

TOP 10

Donnerstag,11. Juli

Sein Mythos der verhängnisvollen Selbstverliebtheit prägte die Malerei wie die Literatur von Ovid bis Lacan, Freud und Hermann Hesse: „Caravaggios

„Narziss“ in magischem Hell-Dunkel, gemalt 1597–1599.

GALLERIE NAZIONALI DI ARTE ANTICA ROM/M. COEN

Bernini malte 1633 „Papst Urban VIII.“ (vorm. Maffeo Barberini),

den Kunstmäzen.

GAL. NAZIONALI DI ARTE ANTICA, ROM/ FONTOLAN

1 Barcelona-Krimi ARD 4,39 15 %

2 Tagesschau ARD 4,29 16 %

3 heute-journal ZDF 3,81 14 %

4 heute ZDF 3,48 16 %

5 Der Bergdoktor ZDF 3,44 12 %

6 SOKOStuttgart ZDF 3,26 19 %

7 The Masked Singer PRO7 3,03 12 %

8 NotrufHafenkante ZDF 2,92 12 %

9 Leute heute ZDF 2,79 19 %

10 Seen-Sucht.... ZDF 2,79 13 %

ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %

Hauptauftraggeber, aber auch reiche

Patrizier bestellten bei den

schon namhaften wie aufstrebenden

Malern und Bildhauern Kunstwerke.

Da alle Künste mit einbezogen

wurden, entstand in der Epoche

des Barock eine eindrucksvolle

Einheit von Architektur, Plastik,

Malerei, Musik, Tanz, Mobiliar,

Schmuck und bacchantischem Lebensstil.

Rasch machte dies weit

über Italiens Grenzen hinaus

Schule, fruchtete in Spanien, Portugal

und Frankreich, in den heutigen

Niederlanden, Österreich,

Süddeutschland ebenso – insbesondere

amDresdner Hofe August

des Starken. Undauch –instrengererForm–imfrugalen

Preußen.

Ausdem Projektionssaal zieht es

einen zum nächsten Glanzlicht der

Potsdamer Schau, zu Caravaggios

„Narziss“ von 1597/99. Eigentlich

reicht das Datum der Entstehung

noch in den Manierismus zurück.

Und doch gilt dieses Gemälde als

Ausgangspunkt des frühen italienischen

Barock. Narziss beugt sich

selbstverliebt über sein Spiegelbild

– bekanntlich wird ihm seine Eigenliebe

als Strafe der Götter zum

Verhängnis. Was für ein Drama.

Aber die faszinierenden Hell-Dunkel-Effekte,

die schlaglichthafte

Szenerie, die Nahsicht und das packend

Reale des jungen Körpers

überwältigen den Augensinn.

Dramatik geht einher mit Sinnlichkeit

auch in den Gemälden des

aus Spanien stammenden, seinerzeit

in Neapel lebenden Jusepe de Ribera.

Inspiriert von Caravaggios Stil

wählte Ribera für „Venus und der

sterbende Adonis“ (1637) jenen Moment,

in dem Göttin Aphrodite ihren

mit dem Tod ringenden Geliebten

erblickt. Alles wie auf einer Bühne,

theatralisch und tragisch-schön.

Urban VIII., seine Familie Barberini

und andere Vertreter der hohen

Gesellschaft bestellten bei den

Künstlern mit Vorliebe Motive aus

der biblischen, altgriechischen und

altrömischen Geschichte. Giovanni

Lanfranco etwa malte um 1634 für

die Barberini die Allegorie der Musik:

„Venus spielt Harfe“. Sinnliches Vergnügen

und Harmonie werden hier

bildhaft, und in Simon Vouets „Büßende

Maria Magdalena“ von 1627

macht der Flame die Sünderin zu einer

schmachtenden Büßerin.

Weit weniger gefühlig fiel Il Guercinos

„Heiliger Lukas“ um 1623 aus.

Streng blick der Evangelist im roten

Mantel, Arzt aus Syrien und Schutzheiliger

der Maler, den Betrachter

an. Dargestellt in Nahsicht, wirkt die

detallierte Pinselführung beinahe

fotografisch, dazu gibt es mythologische

Verweise: Der heilige Mann ist

mit seinem Symboltier, dem Stier,

dargestellt.

Auf anderen Bildern wimmelt es

nur so von Schutzengeln, betenden

Hirten und den Heiligen Drei Königen.

Da sind brutale Kreuzigungen

wie sinnliche Liebeskämpfe mit üppigen

Körper(ver)drehungen dargestellt.

Fast glaubt man, das inbrünstige

Gebet des Heiligen Franziskus in

einer düsteren Kapelle von Assisi zu

vernehmen. Ein Fischverkäufer zerlegt

mit bloßen Händen den Fang.

Wir sehen „Bacchus und einen Zecher“beim

Saufgelage zu, wie Bartolomeo

Manfredi die Weinseligkeit

um 1610 derb-drollig auf die Leinwand

setzte.Barock –das ist auch gewaltige

Lebenslust.

Ingeborg Ruthe erlebte

Pathos, Prunk –und

frappierende Alltagsnähe.

Telefonische anzeigenannahme: 030 2327-50

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nur bei BoConcept Berlin bis zum 27.07.2019

BOCONCEPT BERLIN

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28 Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

·························································································································································································································································································

Tagestipp

Rundgang

Irgendwas mit Kunst

Aus der Perspektivedes Kulturressorts ist es durchaus tröstlich, dass nicht

alle Schulabgänger Betriebswirtschaftler,Psychologen oder Finanzkaufleute

werden wollen. Wenn man sich also dazu entschlossen hat, irgendwas

mit Kunst oder Medien zu machen, bleibt noch die Frage,was genau das sein

könnte. Umdies zu ergründen, bietet die Universität der Künste in jedem

Jahr ein bisschen Hilfestellung. DerRundgang der UdKBerlin ist längst eine

feste Größe im Berliner Kultursommer:Traditionell öffnet die größte künstlerische

Hochschule Deutschlands zum Abschluss des akademischen Jahres

für drei Tage die Werkstätten, Ateliers, Studios und Probenräume ihrer vier

Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst sowie

des Berlin Career College und bietet die Möglichkeit, die jungen Künstlerinnen

und Künstler der Hochschule und ihreArbeiten kennenzulernen. Es gibt

auch einen Masterstudiengang Kulturjournalismus! Frank Junghänel

Tagder offenen Tür Sa, 11 bis 22 Uhr;So, 11 bis 20 Uhr,UdK,Hardenbergstraße 33

BÜHNE

Dock 11 (& 448 12 22)

19.00: Legítimo /Rezo (Jone San Martin)

ETI (& 278 53 01)

20.00: B3

GarnTheater (& 78 95 13 46)

20.30: DieSanfte

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

15.00, 20.00: Star Dust –From Bach to Bowie (Complexions

ContemporaryDance Theatre)

Puppentheater Firlefanz (& 283 35 60)

19.00: Mozartamseidenen Faden

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

18.00: Spatz undEngel –Die Geschichte derFreundschaft

zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich

Shakespeare CompanyBerlin (& 21 75 30 35)

19.00: Macbeth!

Tanzfabrik Wedding in den Uferstudios

(& 20 05 92 70) 20.30 Sudio 14: Open Spaces /

Sommertanz: Esprit (Suddenly)

Theater an der Museumsinsel (& 47 01 89 49)

18.00: Faust –Schönheit, Liebe, Arbeit

20.00: Die Vögel

Theaterforum Kreuzberg (& 70 07 17 10)

20.00: Lichtung (SR &Company)

Theater im Delphi (& 70 12 80 20)

13.00, 18.30: International FestivalofYoung Opera

Singers: Le Nozze di Figaro (Ensemble und Orchester

der Berlin Opera Academy)

Vaganten Bühne (& 313 12 07)

20.00: Shakespeares sämtliche Werke(in 90

Minuten!)

Zilles Stubentheater (& 66 30 93 18)

19.00: Ich wollt ich wäre einHuhn (Michael Schirmer

und Joyce Henderson)

KABARETT/VARIETÉ

Admiralspalast (& 22 50 70 00)

14.30, 19.30: Chicago–The Musical

Berliner Schnauze –MundArt&Comedy Theater

(& 017 95 34 66 96) 20.00: Früher war mehr –Anja

Sonntag und Stefan Gocht (Anja Sonntag)

BKA (& 2022007)

20.00: Fly, Edith, Fly –Vom Ballermann zum BER

(Ades Zabel &Company)

23.59: Geisterstunde (Der Tod)

BühnenRausch (& 44 67 32 64)

20.00: Familienbande (Die Verstörten Wunschkinder)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00, 21.30: Memories of Fools (Cirk La Putyka)

Distel (& 204 47 04)

20.00: Wohin mit Mutti?

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

20.30: Simply The Best –Das Tina Turner Musical

(Dorothea „Coco“ Fletcher)

Galli Theater Berlin (& 27 59 69 71)

20.00 Heckmannhöfe: Die 7Typen Show

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Drachenherz

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

20.00: Sexy Circus–Extasya2019

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

20.00: Die LiveShow(Benni Stark, Salim Samatou,

Aladdin, Achim Knorr, Mod.: SebastianSchnoy)

Scheinbar Varieté (& 784 55 39)

20.00: Open StageVarieté (Adam Weiss (Mod.)

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

15.00, 20.00: West Side Story(Gastspiel)

StageBluemax Theater (& 018 05 44 44)

17.00, 20.30: Blue Man Group –The Show

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

15.00, 19.30: The Band –Das Musical

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

20.00: Cabaret –Das Berlin-Musical

ufaFabrik (& 75 50 30)

19.00 Überdachte Freilichtbühne: 40 Jahre ufaFabrik

–Festwochen: Phare Ponleu Selpak&MsWanu Gogo

Vibes

Villa Kuriosum (Scheffelstr. 21)

19.00: Salon Desaster (La Tanik)

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

20.00: Alte Mädchen

KLASSIK

Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (& 218 50 23)

18.00: Wolfgang Seifen, Orgelvesper,Improvisationen

20.00: The Berlin Orchestra, Semion Gurevitch

(Violine), Sara Gouzy (Sopran), Giorgos Fragos (Orgel),

Classic Spectacular,Vivaldi: Die Vier Jahreszeiten –

Frühling &Sommer;Mozart: Requiem, Lacrimosa,

Divertimento; Bach: Toccata &Fugeind-Moll, Air On

The G-String;Schubert: AveMaria; Händel: Largo

aus „Xerxes“; Beethoven: Symphonie Nr.5–Allegro

con brio

Kirche am Stölpchensee (Wilhelmpl.)

17.00: Duo Rosario: Sophie Tangermann (Violine),

PawelPoplawski (Cembalo), Sommermusiken, Werke

vonA.Corelli undG.Tartini

St. Joseph Kirche Wedding (Müllerstr.161)

12.00: Joachim Smolka, Orgelmatinee, Werkevon

Johann Sebastian Bach u. a.

St. Marien-Kirche Mitte (& 242 44 67)

16.30: Daniel Clark, Orgel am Alex

SONNABEND

KINDER

Archenhold-Sternwarte (& 536 06 37 19)

14.00: Besuch im SternenhausFEZ Berlin (& 530

71 -0)

12.00: Zirkus am Meer –Sommerferienspaß für die

ganze Familie (ab6bis 14 J.)

Figurentheater Grashüpfer (& 536 95 15 0/ 52)

17.00: Der Fischer und seine Frau, Andersens Koffertheater,Puppenspiel

(ab 3J.)

Galli Theater Berlin (& 27 59 69 71)

17.00 Heckmannhöfe: Die kleine Seejungfrau, (ab 4J.)

Planetarium am Insulaner (& 790 09 30)

16.00: Lars –der kleineEisbär

Puppentheater Felicio (& 44 67 35 30)

11.00: Kasper undRotkäppchen

Theater an der Museumsinsel (& 47 01 89 49)

16.00, 17.00: Puppenspiel des Dr.Faustus, Ein Faust

für Kinder

ufaFabrik (& 75 50 30)

15.00 überdachte Freilichtbühne: 40 Jahre ufaFabrik

–Festwochen: Samaki, Phare Ponleu Selpak(Kambodscha),

Circus –Familienprogramm

LITERATUR/VORTRAG

Z-Bar (& 28 38 91 21)

20.30: Am schwarzen Loch, Chrizzi Heinen, Romanpremiere,

Moderation: Volker Surmann

KONZERT

b-flat (& 283 31 23)

21.30: Blue Babas Swing Jazz

Badehaus (& 95 59 27 76)

20.00: Wrabel

Cortina Bob (Wiener Str.34)

20.30: The MulletMonster Mafia+The Degenerated

+Pornscars

Freilichtbühne an der Zitadelle (& 333 40 22)

20.00: IDolci Signori, Die große Nacht der italienischen

Welthits!

Gretchen (& 25 92 27 02)

20.00: SupportYour Local Heroes

Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn

(& 546 98 -0) 19.00 Arena: Rock Tribute: Bon –A

Tribute to Bon Scott &AC/DC, Get Stoned –Rolling

Stones Tribute, Queen II –Magic Tribute

Huxleys Neue Welt (& 301 06 80 88)

20.00: Los 4–Directamente desde Cuba

Junction Bar (& 694 66 02)

22.00: Louisa vonSpies

Krankenhauskirche im Wuhlgarten

(Brebacher Weg15) 16.00: Ensemble Kaulsdorf Brass

Mercedes-Benz Arena (& 20 60 70 88 99)

20.00: Monsta X

Orania.Berlin (& 69 53 96 80)

21.30: Orania.Jazz: Mathias Ruppnig Standards Trio

Parkbühne Biesdorf (& 998 74 81)

15.00: Rock im Grünen: Feeling LikeaMillion, Suck

My Chainsaw, Bubba Ho-Tep, Alphaomega, Finding

Kelly Fornia, Bonesetter,Arsen

PrivatClub (& 61 67 59 62)

20.00: Triptides

Radialsystem (& 288 78 85 88)

18.00: Heroines of Sound –Tag 2: lsa M’bala,QEEI

akaTatiana Heuman, Zavoloka und Ronda de Mujeres

Rickenbacker’s (& 81 89 82 90)

21.00: CC Adams Band

Schlot (& 448 21 60)

21.00: Agita Rando Trio

Schokoladen Mitte (& 282 65 27)

19.00: TeBe Fanturnier Afterparty &Konzert

Wild At Heart (& 611 70 10)

22.00: Reno Divorce +Street Fighter

Zimmer 16 (& 48 09 68 00)

21.00: Tzigan

CLUB

AstraKulturhaus (& 69 56 68 40)

23.00: Star FM Club –Maximum Rock Party&Silent

Disco Open Air,Mig (MaximumRock Hits), Rob Monstar

(From Hell-Floor), Silent Disco: Indie Jones vs. Hey

My Commander

Badehaus (& 95 59 27 76)

23.00: Shut Up and let me Dance

Cassiopeia (& 47 38 59 49)

23.00: Geil Wars Party, Dj Twerkhan

Clärchens Ballhaus (& 282 92 95)

21.00: Schwoof, Clärchen &Freunde

Kulturbrauerei/Alte Kantine (& 44 31 50)

23.00: Megapearls

Kulturbrauerei/Frannz (& 726 27 93 33)

22.00: Tannz im Frannz, Mig,RadioRadau

Lido (& 69 56 68 40)

23.00: Balkan BeatsParty,RobertSoko

Monarch (Skalitzer Str.134)

22.00: Sua Onda, Marian Tone &Rena Volvo

SO36 (& 61 40 13 06)

22.30: Old but Gold, Raz Q, DJ Danetic

Soulcat Musik-Bar (Pannierstr.53)

19.00: Vinylsounds

BALLROOM

Tanzpavillon im Monbijoupark (Monbijoustr.3)

16.00: Argentinischer Tango, Ilana

20.00: Schwoof, Antoine

CHARLOTTENBURG

Astor Film Lounge (✆ 8838551) Yesterday14.45, 17.30,

20.15

Cinema Paris (✆ 881 31 19) Ein Becken voller Männer

15.15, 20.30; Der Klavierspieler vom Gare du Nord 18.00;

Matinee: Exhibition on Screen: Van Gogh und Japan So

11.00; Der Klavierspieler vom Gare du Nord –Aubout des

doigts (OmU) So 13.00

Delphi Filmpalast (✆ 312 10 26) Yesterday15.00, 17.45,

20.30; Unsere große kleine Farm So 12.45

Delphi LUX (✆ 322 93 10 40) Unsere große kleine Farm

15.30, 17.45, 20.00; RBG –Ein Leben für die Gerechtigkeit

(OmU) So 11.15; Yoga: Die Kraft des Lebens So 13.30; Tel

Aviv On Fire 13.20, 15.40, 18.00, 20.20; VanGogh: An der

Schwelle zur Ewigkeit So 11.00; Kursk (OmU) 14.10, 18.00;

Rocketman (OmU) 15.20, 20.40; Stan &Ollie (OmU) So

11.00; Mid90s (OmU) So 13.10; Der Klavierspieler vom

Gare du Nord 14.00; Geheimnis eines Lebens –Red Joan

(OmU) 16.15, 18.40; The Dead Don‘t Die (OmU) 21.00;

Das Ende der Wahrheit So 11.30; Zwischen den Zeilen Sa

15.00, So 12.00; All My Loving 17.20; Burning 20.00, So a.

14.15; Yesterday (OF) 15.30, 18.15, 21.00, So a. 13.00;

Ramen Shop –Ramen Teh(OmU) So 11.00; TheyShall Not

Grow Old (OmU) 16.45, 19.00; Tel Aviv On Fire (OmU)

21.15; Sunset So 11.15

Filmkunst 66 (✆ 882 17 53) Unsere große kleine Farm

(OmU) 16.00, 18.15; Kursk 20.15; The Dead Don‘t Die

(OmU) Sa 22.30; Mister Link 15.00; Eine moralische Entscheidung

18.00; Traumfabrik 20.00; The Texas Chainsaw

Massacre: Blutgericht in Texas Sa 22.15

Kant Kino (✆ 319 98 66) Pets II 14.00, 16.00, 18.00,

21.00; Geheimnis eines Lebens 15.30, 18.00, 20.30; Kleiner

Aladin 13.50, 15.40; Rebellinnen: Leg‘ dich nicht mit

ihnen an! 14.30, 17.30, 19.30, Sa a. 21.30; Der Flohmarkt

vonMadame Claire 14.00; Kroos 16.00, 18.30; Rocketman

16.30, 21.00; Nur eine Frau 19.00; TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 13.30; Jussi Adler-Olsen 20.00

Zoo Palast (✆ 018 05/22 29 66) 3D: Spider-Man II 11.15,

14.00, 20.00, 23.00, Sa a. 17.00; Apollo 11(OmU) So

17.30; Pets II11.00, 13.00, 15.00; Rocketman 17.15,

20.10; 3D: Spider-Man II (OF) 23.00; Aladdin 12.30; Spider-Man

II 15.20; 3D: Pets II 18.15; Annabelle III 20.30,

23.10; Kroos 12.00, 17.30; Traumfabrik 14.40, 20.20; John

Wick III 23.10; Apollo 11 (OmU) Sa 12.15; 3D: Pets II

14.30; 3D: Aladdin 19.45, 22.40, Sa a. 16.45; TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang So 12.15; 3D: Spider-Man II So

16.45; Ein Becken voller Männer 12.00, 15.00; Annabelle

III 17.50; Pets II 20.20; The Dead Don‘t Die 22.30; Drei

Schritte zu Dir12.00; Britt-Marie war hier 14.30; Traumfabrik

16.50; Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich

19.45; Rocketman (OF) 22.40

FRIEDRICHSHAIN

b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) Kleiner Aladin 11.00,

16.00; Royal Corgi: Der Liebling der Queen Sa 12.30; Drachenzähmen

leicht gemacht 3: Die geheime Welt Sa 14.00;

Yoga: Die Kraft des Lebens –Debout (OmU) Sa 17.30; Free

Solo (OmU) 19.00; The Dead Don‘t Die (OmU) 20.45; Der

Goldene Handschuh Sa 22.30; Willkommen im Wunder Park

So 12.30; 3D: Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime

Welt So 14.00; Berlin Bouncer (OmenglU) So 17.30;

Border –Gräns (OmU) So 22.30; Mister Link 11.00; Die

Wiese –Ein Paradies nebenan Sa 12.45; Blown Away–Music,

Miles and Magic (OmU) Sa 14.15; Edie –Für Träume ist

es nie zu spät Sa 16.15; Eine moralische Entscheidung –

Bedoone tarikh, bedoone emza (OmU) 18.00; Unsere große

kleine Farm –The BiggestLittle Farm (OmU) 19.45; Rocketman

(OmU) 21.15; Electric GirlSa23.15; Nur eine Frau So

12.45; Tolkien So 14.15; Edie –Für Träume ist es nie zu spät

(OmU) So 16.15; Beach Bum (OF) So 23.15; Macht das

alles einen Sinn? –Und wenn ja –warum dauertessolange?

Sa11.00; Nur eine Frau Sa 12.45; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 14.15; 3D: Spider-Man II 16.00; Tolkien

(OmU) Sa 18.15; Spider-Man II (OF) 20.15; Burning –Beoning

(OmU) Sa 22.30; Der Goldene Handschuh So 11.00;

Electric Girl So12.45; VanGogh: An der Schwelle zur Ewigkeit

–AtEternity‘s Gate (OmU) So 18.15; Burning –Beoning

(OmenglU) So 22.30

Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 81 29) Die Wiese –Ein Paradies

nebenan 12.00; Maquia: Eine unsterbliche Liebesgeschichte

–Sayonara no asa ni yakusoku no hana okazaro

(OmU) Sa13.45; Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft

16.00; Zwischen den Zeilen –Doubles vies (OmU) 18.00;

Rocketman (OmU) 20.00; Burning –Beoning (OmU) 22.15;

Maquia: Eine unsterbliche Liebesgeschichte So 13.45; Der

Funktionär 12.30; Familie Brasch 14.00; Push –Für das

Grundrecht aufWohnen (OmU) 16.00; Campus Galli –Das

Mittelalter-Experiment 17.45; Erde (OmU) 19.30; The Artist

&The Pervert(OmU) Sa 21.45; Free Solo (OmU) So 21.45

UCI Luxe Kino Mercedes-Platz Spider-Man II 11.00,

13.45, 16.45, 19.20, 22.30; Rocketman 11.00, 13.45,

17.10; Men in Black: International 11.00, 14.20; Yesterday

11.15, 14.00, 16.45, Sa a. 19.30, 22.00, Soa.19.50,

22.40; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 11.15; 3D:

Spider-Man II 11.20, So a. 16.50; Drei Schritte zu Dir 11.20,

14.10, 17.30, Sa a. 20.15; Aladdin 11.20, 14.20, 16.15,

19.30, 22.30; Kleiner Aladin 11.45, 14.00; RoyalCorgi: Der

Liebling der Queen 11.50; Pets II –The Secret Life of Pets 2

(OF) 11.50, 14.10; 3D: Pets II 12.00, 14.30, 22.15, Sa a.

16.50, 19.30, So a. 16.15; Dancing Queens 12.10; Pets II

12.30, 14.45, 17.00, So a. 20.15;Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 13.45; IMAX 3D: Spider-Man II 14.00, 20.00,

23.00, Sa a. 17.00; Traumfabrik 14.10, 19.40, 22.30; Godzilla

2–King of the Monsters 14.30; Avengers: Endgame Sa

16.20; Unsere große kleine Farm 16.30; Kroos 16.40,

22.40; Annabelle III 17.00, 20.00, 22.40; Geheimnis eines

Lebens 17.10; X-Men: Dark Phoenix 17.30; 3D: Spider-Man

II (OF) 18.50; John Wick III 19.15, 22.15; Ein Becken voller

Männer 19.40; 3D: Men in Black: International 20.00,

22.45; Kursk Sa 20.10, 23.00, So 19.00, 22.00; Long Shot

–Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich 20.15; 3D: X-

Men: Dark Phoenix 22.00; Jussi Adler-Olsen 23.00; Annabelle

III (OF) 23.15; Apollo 11 (OmU) So 17.00; 3D: They

Shall Not GrowOld (OmU) So 19.45

Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) Berlin Bouncer (OmU)

16.00; #Female Pleasure (OmU) 18.00; OBeautiful Night

20.00; The Dead Don‘t Die (OmU) 21.45; OBeautiful Night

(OmenglU; Black Neon Edition) Sa 23.45; Lord of the Toys

16.00; Kaviar 18.00; Liebesfilm 20.00; Dasmelancholische

Mädchen 21.45; Berlin Bouncer (OmU) Sa 23.30

HELLERSDORF

CineStar (✆ 04 51/703 0200) Spider-Man II11.00,

13.45; Avengers: Endgame 11.00; TKKG –Jede Legende hat

ihren Anfang 11.15; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

11.20, 14.10; Kleiner Aladin 11.20, 14.50;Willkommen im

Wunder Park 11.30; Pets II 11.45, 14.20, 16.50, 20.00;

Glam Girls: Hinreißend verdorben 13.45; 3D: Pets II 14.00,

17.20; Aladdin 14.00, 17.15, 19.50; 3D: Spider-Man II

16.45, 19.30, Sa a. 22.45; Drei Schritte zu Dir 16.45,

19.40; 3D: Men in Black: International 17.00, Sa a. 22.50;

Annabelle III 17.15, 20.15, Sa a. 23.00; Traumfabrik 20.00;

John Wick III 20.00, Sa a. 22.30; Godzilla 2–King of the

Monsters Sa 22.40; X-Men: Dark Phoenix Sa 23.00; Brightburn:

Son of Darkness Sa 23.00

Kino Kiste (✆ 998 74 81) Mister Link Sa 12.30, So 12.50;

Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich Sa

14.05, So20.10; Aladdin Sa16.20, So16.15; Yuli Sa

18.30, So 14.25; Kaviar Sa 20.20, So 18.30

HOHENSCHÖNHAUSEN

CineMotion (✆ 038 71/211 41 09) Alfons Zitterbacke –

Das Chaos ist zurück 11.50; Aladdin 11.50, 14.20, 17.00,

20.00; 3D: Pets II 12.00, 14.10, 17.10; TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 12.10; Royal Corgi: Der Liebling der

Queen 12.15; Kleiner Aladin 12.20, 14.00; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 12.30, 14.50; Willkommen im Wunder

Park 12.40; Pets II 12.40, 15.00, 16.00, 18.10, 19.40; 3D:

Spider-Man II 14.15, 17.20, 20.10, Sa a. 22.15; Dancing

Queens 14.30; Bailey: Ein Hund kehrt zurück 14.40; 3D:

Aladdin 14.45; Spider-Man II 16.40, 19.50; Godzilla 2–

King of the Monsters 16.50; Traumfabrik 17.10, 20.00; Annabelle

III 17.15, 20.20, Sa a. 22.50; Drei Schritte zu Dir

17.30, 20.15; Avengers: Endgame 19.30; John Wick III

19.45, Sa a. 22.40; Rocketman Sa 22.45; Men in Black:

International Sa 22.45; X-Men: Dark Phoenix Sa 22.50; Ma

–Sie sieht alles Sa 23.00; Brightburn: Son of Darkness Sa

23.00

KREUZBERG

Babylon (✆ 61 60 96 93) A Yesterday (OmU) 17.10, 19.50,

22.30; B TheDead Don‘t Die(OmU) 17.00, 19.20, 21.40

fsk am Oranienplatz (✆ 614 24 64) Eine moralische Entscheidung

–Bedoone tarikh, bedoone emza (OmU) 13.45;

Nuestro tiempo –Our Time (OmU) 14.30, 20.30; Das melancholische

Mädchen 16.00, 20.15, 22.00;Burning –Beoning

(OmU) 17.45; Erde (OmU) 18.00

Moviemento (✆ 692 47 85) Unsere große kleine Farm –

The Biggest Little Farm (OmU) Sa10.00, 12.15, 14.30,

16.45, So 10.30, 12.45,15.00, 17.15, 19.30, 21.45; Die

Winzlinge: Abenteuer in der Karibik 11.00; Alfons Zitterbacke

–Das Chaos ist zurück 13.15; TKKG –Jede Legende hat ihren

Anfang 15.30; TelAviv On Fire (OmU) 17.45, 20.00,

22.15; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang Sa 10.45;

Eine moralische Entscheidung –Bedoone tarikh, bedoone

emza (OmU) Sa 13.00; Checker Tobi und das Geheimnis

unseres Planeten Sa 15.15, So 16.00; Ramen Shop –Ramen

Teh(OmU) Sa 17.15; Unsere große kleine Farm –The

Biggest Little Farm (OmU) Sa 19.15, 21.30; Sunset –Napszallta

(OmU) So 10.45; Roads (OmenglU) So 13.45;Border

–Gräns (OmU) So 18.00; High Life (OmU) So 20.30

Regenbogen Kino (✆ 69 57 95 17) Gegen den Strom –

Kona fer istrio (OmU) Sa 20.30; Der Sommer mit Mama –

Que horas ela volta (OmU) So 20.30

Sputnik (✆ 694 11 47) Mister Link 15.00; My Days of Mercy

(OmU) Sa 16.45; Wo ist Kyra? 18.30; Burning –Beoning

(OmU) Sa 20.15; B-Movie: Lust &Sound in West-Berlin

(OmenglU) Sa 23.00; Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft

So 16.45; Kaviar (OmU) So 20.15; O Beautiful Night

(OmenglU) So 22.00; Burning –Beoning (DF) Sa 15.00;

Kaviar (OmU) Sa 17.30; Roads (OmU) Sa 19.15; Rocketman

(OmU) Sa 21.15; Mamacita (OmU) So 15.00; Kim hat

einen Penis (OmenglU) So 16.30; Rocketman (DF) So

18.00; My Days of Mercy (OmU) So 20.15; Burning –Beoning

(OmU) So 22.00; Kinobar im Sputnik Electric Girl Sa

21.15; The Artist &The Pervert(OmU) So 21.30

KINO

Andere Blicke

Claus Löser über vergessene Filme von Frauen,

die in der Nachkriegszeit das westliche

Genrekino umkrempelten

Polizei- und Gangsterfilme stellen einsame

Männer ins Zentrum, die viel trinken, wenig

reden und im Zweifelsfall zur Waffe

greifen. Dass es auch anders geht, bewiesen

in der Nachkriegszeit einige Regisseurinnen.

Sie nutzten zwar die sattsam bekannten Muster,

unterliefen diese aber und lieferten dem Publikum

ganz andereBlicke auf Macht- und damit auch Geschlechterverhältnisse.

Vor allem in den USA, in

England und Skandinavien gab es damals plötzlich

eine Handvoll vonüberaus erfolgreichen Filmemacherinnen,

die aus dem Nichts zu kommen schienen

–und auch bald wieder

darin verschwanden.

„Pionierinnen des Film

Noir“ heißt eine Retrospektive,

die nun erstmals in

Berlin eine konzentrierte

Bestandsaufnahme dieses

Phänomens vornimmt. Gezeigt

werden 13 Spielfilme

und mehrere kurze Arbeiten

von fünf Frauen aus

Großbritannien, Skandinavien

und den USA. Dabei

wirdder Zeitraum von1942

bis 1959 umrissen. Nicht

alle Filme gehören streng

genommen zu den Spielarten

der „Schwarzen Serie“;

es gibt auch Komödien und

Sozialdramen darunter.

Der1944 vonBodil Ipsen

im besetzten Kopenhagen

entstandene „Mordets Melodi“

(Mörder-Melodie)

stellt in mehrfacher Hinsicht

einen Sonderfall dar.

Der imTingeltangel-Milieu

DAS FLIEGENDE AUGE

„Subway in the Sky“ von 1959 mit Hildegard Knef

in der Hauptrolle

FILMKOLLEKTIV FRANKFURT

Yorck (✆ 78 91 32 40) Kleiner Aladin 13.15, 15.00; Yesterday

16.50, 20.30; New Unsere große kleine Farm 13.50,

18.15; TelAviv On Fire 16.00, 19.30, 21.45

KÖPENICK

Kino Spreehöfe (✆ 538 9590) Pets II 14.00, 16.00,

19.45, So a. 10.00, 12.00; Spider-Man II 14.15; Yesterday

14.45, 17.30, 20.00;Pokemon Meisterdetektiv Pikachu Sa

14.45, So 10.15; Kleiner Aladin 15.00, So a. 10.00, 12.15;

3D: Spider-Man II 17.00, 20.00; Kroos 17.00; Ein Becken

voller Männer Sa17.15; 3D: Pets II 18.00; Traumfabrik

20.15; Aladdin 20.15; Rocca verändert die Welt So 10.15,

12.30; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang So 10.30,

12.30; Alfons Zitterbacke–Das Chaos ist zurück So 12.45;

Drei Schritte zu Dir So 14.45; Rocketman So 17.15

Union Filmtheater (✆ 65 01 31 41) Drei Schritte zu Dir

13.00, Sa a. 20.15, So a. 20.00; Der Junge muss an die

frische Luft Sa 13.00; Pets II Sa 13.30, 15.30, So 15.00;

3D: Aladdin Sa 15.30; Britt-Marie war hier Sa 15.45, So

20.15; Unsere große kleine Farm Sa 17.45, 22.15, So

13.00; Geheimnis eines Lebens Sa 18.00, So 15.45; 3D:

Pets II Sa 18.15, 20.20, So 17.45, 20.00; Nonna Mia! Sa

20.00; Kaviar Sa 22.15, So 18.00; Aladdin So 13.00; Apollo

11 So 15.30; Eine italienische Nacht –Jonas Kaufmann

aus der Waldbühne Berlin So 17.15

MARZAHN

UCI Kinowelt am Eastgate (✆ 93 03 02 60) Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 11.30; Glam Girls: Hinreißend verdorben

11.30; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 11.45;

Royal Corgi: Der Liebling der Queen 11.45; Pets II 12.00,

14.15, 16.45; Kleiner Aladin 12.00, 14.30; Aladdin 12.00,

13.50, 17.00, Sa a. 19.45;3D: Pets II 12.30, 15.00,17.30,

20.15, Sa a. 22.30; Spider-Man II 14.00; Men in Black:

International 14.00; Drei Schritte zu Dir 14.00, 17.00;

spielende Krimi gehört zuden einflussreichsten

Werken des dänischen Kinos.Basierend auf einem

Hörspiel vonTavs Neiiendam, gelang es Regie und

Kamera, den potenziell wortlastigen Plot in eigenständige

visuelle Lösungen zu übersetzen. Angesichts

der deutschen Okkupation fällt das Ergebnis

verblüffend aus.Zum einen, weil der Film seine innovativeKraft

vorallem aus dem klassischen deutschen

Kino speist. Die eindrückliche Licht- und

Schattenmalereien sind eine Hommage an die Goldene

Ärades Expressionismus.Auchinhaltlich fallen

die Verweise auf Robert Wienes „Dr. Caligari“

oder Fritz Langs „M“ überdeutlich aus. Die Suche

nach einem mysteriösen Serienmörder, der seine

Taten stets mit einem Chanson begleitet, wandelt

sich konsequent in eine Parabel um psychologische

Manipulation. Durch diesen subversiven

Kunstgriff wirdeine Brücke zur politischen Gegenwart

der Entstehungszeit geschlagen. Die schwüle

Atmosphäreinden Bars und Varietés steht als Entsprechung

für den drückenden Alb unter deutscher

Besatzung –ohnedass auch nur eine einzige

Wehrmachtsuniformins Bild kommen müsste.

Am chronologisch anderen Ende der Reihe

steht der 1959 in Breitwand gedrehte „Subway in

the Sky“ der britischen Autorin und Regisseurin

Muriel Box. Auch hier spielen viele Szenen in Unterhaltungslokals;

diesmal geht es jedoch ausdrücklich

um Verstrickungen, die sich aus der Besatzung

einer Stadt durch fremde Militäreinheiten

ergeben. Ort der Handlung ist West-Berlin. Chansonnette

Lilli Hoffman führt ein Doppelleben:

Nachts steht sie auf den Bühnen der Frontstadt,

tagsüber kümmert sie sich um einen des Drogenhandels

bezichtigten, desertierten US-amerikanischen

Major, andessen Unschuld sie fest glaubt.

Zwar singt Hildegard Knef in der weiblichen

Hauptrolle das Chanson „Love isn’t Love“ –aber

natürlich siegen zuletzt die Liebe und dieWahrheit.

Der Major bekommt nicht nur seine Uniform zurück,

er kriegt außerdem die Frau und einen nagelneuen

weißen Benz.

Als künstlerisch wohl

schwächste Arbeit der

Retro verweist „Subway in

the Sky“ auch auf die Krise

und den Niedergang der

Frauen-Genrefilme. Muriel

Box selbst war einst viel radikaler

gewesen. Nur sechs

Jahre vorher hatte sie in

„Street Corner“ ein kraftvolles

Gruppenporträt von

Londoner Polizistinnen

vorgelegt, das mit Rollenklischees

aufräumte und unerschrocken

die Verletzbarkeit

ihrer toughen Heldinnen

darstellte.1950 machte

in den USA gar Ida Lupino

in „Outrage“ (Empörung)

die traumatischen Folgen

einer Vergewaltigung zum

Thema eines Spielfilms.

Auch in Skandinavien

gab es mehrere Filme, die

konsequent auf Stigmatisierungen

und Ausgrenzungen

fokussierten. DenschmalenGratzwischen

latenter Einengung und kurzem Freiheitsgefühl

machte etwa die Norwegerin Edith Carlmar 1959 in

„Ung Flukt“ (Junge Flucht) zum Thema. Als jugendliche

Ausreißerin zeigte hier die erst 21-jährige

Liv Ullmann eindrücklich, wie eng die Grenzen

im nordischen Wohlfahrtsstaat gezogen waren.

MitderWerkschau wirdauf einwichtiges Missing

Link der Filmgeschichte verwiesen. Sie macht unmittelbar

nachvollziehbar,auf welche Weise sich infolge

des Weltkrieges fundamentale soziale Zuweisungen

verschoben oder auflösten. Frauen drangen

in scheinbar eherne Männerdomänen ein, und damit

auch in die Filmstudios. Der erkämpfte Freiraum

wurde jedoch bald vonden Männerklubs zurückerobert.

Nuretwa eine Dekade währte die kurze

Blüte dieses „protofeministischen Kinos“. Dann

kehrte in den westlichen Filmproduktionen wieder

die maskulin dominierte Tagesordnung ein.

Pionierinnendes Film Noir Filmreihe, Arsenal, bis zum 8. August,

„Mordets Melodi“ läuft am 15.7.und am 8.8. jeweils 20 Uhr,

„Subwayinthe Sky“ am 19.7., 20 Uhrund am 27.7., 19 Uhr.

Claus Löser

ist Filmhistoriker,Kritiker und Kinoliebhaber.Er

kuratiertdas Filmprogramm in der Brotfabrik.

Avengers: Endgame 15.15; 3D: Spider-Man II 16.30, 19.45,

Sa a. 22.45; Traumfabrik 16.45, 19.50; Annabelle III 17.05,

20.15, Sa a. 23.00; X-Men: Dark Phoenix 19.30; 3D: Men

in Black: International 19.50, Sa a. 22.45; John Wick III

19.50; Brightburn: Son of Darkness Sa 22.45; 3D: X-Men:

Dark Phoenix Sa 23.00; Long Shot –Unwahrscheinlich, aber

nicht unmöglich Sa 23.00; Godzilla 2–King of the Monsters

Sa 23.00; Annabelle III (OF) So 20.00

MITTE

Acud (✆ 44 35 94 98)Der kleine Drache Kokosnuss –Auf

in den Dschungel! 15.00; Die Wiese –Ein Paradies nebenan

Sa 16.45; Liebesfilm (OmenglU) Sa 18.45, So 20.45; Electric

Girl Sa20.45; Nonna Mia! So 16.45; All My Loving So

18.30; Alfons Zitterbacke–Das Chaos ist zurück Sa 16.00;

Nonna Mia! Sa 17.45; Kaviar Sa 19.45, So 21.45; Kleine

Germanen (OmenglU) Sa 21.30; Urfin: Der Zauberer vonOz

So 16.00; Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft So 17.45;

Macht das alles einen Sinn? –Und wenn ja –warum dauert

es so lange? (OmenglU) So 19.45

Babylon (✆ 242 59 69) IndoGerman Filmweek: Kabir Singh

(OmenglU) Sa 13.45; IndoGerman Filmweek: Chuskit

(OmenglU) Sa 13.45; IndoGerman Filmweek: O.P.160/18

Kakshi: Amminippilla (OmenglU) Sa 15.00; IndoGerman

Filmweek: Bunkar –The Last of the Varanasi Weavers

(OmenglU) Sa 15.30; IndoGerman Filmweek: Halkaa

(OmenglU) Sa 17.00; IndoGerman Filmweek: Super 30

(OmenglU) Sa 17.00, So 12.00; Berlin Short Film Festival

(Block VII) Sa 18.00; IndoGerman Filmweek: Dombivli Fast

(OmenglU; m. Gast u.Gespräch) Sa19.15; IndoGerman

Filmweek: Buried Seeds (EnglF; m. Gast u. Gespräch) Sa

20.00, So 14.30; Berlin Short Film Festival (Block VIII) Sa

20.00; IndoGerman Filmweek: Bhor –Dawn (OmenglU) Sa

21.30, So 21.00; IndoGerman Filmweek: Dombivli Return

(OmenglU; m. Gast u. Gespräch) Sa 21.30;


Berlin Short Film Festival (Block IX) Sa 22.00; IndoGerman

Filmweek: Baaram (OmenglU) Sa 23.15; Stummfilm um

Mitternacht: Geheimnisse einer Seele (m. Live-Musikbegleitung)

Sa 23.59; IndoGerman Filmweek: Kurzfilmprogramm

(Food) So 14.00; IndoGerman Filmweek: Kurzfilmprogramm

(Relationship)So16.00; CinemAperitivo: Normal So 16.00;

IndoGerman Filmweek: The Last Color (OmenglU; m. Gästen,

Gespräch u.Live-Kochshow) So 16.30; Berlin Short Film

Festival (Block X) So 18.00; IndoGerman Filmweek: Amar

(OmenglU) So 18.30; Berlin ShortFilm Festival(Block XI) So

20.00; Berlin ShortFilm Festival(Block XII) So 22.00

Central Hackescher Markt (✆ 28 59 99 73) Yesterday

(OmU) 10.45, 13.00, 15.15, 17.30, 20.00, 22.30; Greta

(OmU) Sa 10.30; Rocketman (OmU) 12.30, 19.30, 22.15;

Alfons Zitterbacke–DasChaos ist zurück 15.00; Der Klavierspieler

vom Gare du Nord –Aubout des doigts (OmU)

17.00; Border –Gräns (OmU) So 10.15

CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 02 00) TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 11.00; Glam Girls: Hinreißend verdorben

11.10; Bailey: Ein Hund kehrt zurück 11.15; Spider-

Man II 11.20, 14.20; 3D: Pets II 11.30, 14.40, 17.00;

Yesterday 11.40, 14.30, 17.15, 20.10, 23.00; Rocketman

11.45, Sa a. 20.20; Kleiner Aladin 11.50, 14.10; Pets II

12.30, 15.20, 17.30, 19.30, 22.15; Royal Corgi: Der Liebling

der Queen 13.15; Avengers: Endgame 13.30; Aladdin

13.45, 16.45; X-Men: Dark Phoenix Sa 13.50; Kroos Sa

14.50, So17.30; Traumfabrik 19.15, Sa a. 16.20, So a.

14.50; 3D: Spider-Man II 16.40, 19.40, 22.45; Drei Schritte

zu Dir 17.20, 19.45; Men inBlack: International Sa

17.30, So 13.50; Annabelle III 17.50, 20.30, 23.15; John

Wick III 19.50, 23.00; 3D: Aladdin 20.00; 3D: Avengers:

Endgame 22.00; Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht

unmöglich 22.30; 3D: Men in Black: International 23.10, So

a. 20.20; 3D: X-Men: Dark Phoenix 23.15; Apollo 11 (OmU)

So 17.00

Hackesche Höfe (✆ 283 46 03) Inna de Yard –The Soul of

Jamaica (OmU) 14.30, So a. 10.15; Nonna Mia! –Metti la

nonna in freezer (OmU) 16.45, 19.00, So a. 12.15; Der

Junge muss an die frische Luft (OmenglU) Sa 21.15; Astrid

So 21.15; Berlin Babylon (Omdt+englU) 14.30, So a.

10.00; Ein Becken voller Männer –Legrand bain (OmU)

16.30, 19.00, So a. 12.00; Nuestro tiempo – Our Time

(OmU) 21.30; Sunset –Napszallta (OmU) 14.45; Unsere

große kleine Farm –The Biggest Little Farm (OmU) 17.45, So

a. 10.15; The Dead Don‘t Die (OmU) 19.45, So a. 12.15; O

Beautiful Night (OmenglU) 22.00; Tel Aviv On Fire (OmU)

14.45, 19.00,Soa.10.30; Das melancholische Mädchen

(OmenglU) 17.00, 21.15, Sa a. 23.15, So a. 12.45; Burning

(OmU) 14.00, 21.00, So a. 11.00; Rebellinnen: Leg‘ dich

nicht mit ihnenan! –Rebelles (OmU) 17.00, 19.00

International (✆ 24 75 60 11) International Unsere große

kleine Farm 14.00; Yesterday(OmU) 16.20, 19.00, 21.40

Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Der Herrauf Bestellung Sa

20.00; Die oder keine So 20.00

NEUKÖLLN

Cineplex Neukölln Arcaden (✆ 01 80/505 06 44) Willkommen

im Wunder Park 12.00; Spider-Man II 12.00,

14.10, 17.10, 19.30; Royal Corgi: Der Liebling der Queen

12.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 12.00, 14.45;

Pets II 12.00, 14.30, 17.00, Sa a. 23.00; Mister Link 12.00;

Kleiner Aladin 12.00, 14.15; Aladdin 12.00, 14.15, 17.10,

19.30, Sa a. 22.30; 3D: Pets II 12.30, 15.00, 17.30, 20.00;

Traumfabrik 14.00, 19.30, Sa a. 17.10, So a. 16.30; Drei

Schritte zu Dir 14.00, 16.45; TKKG – Jede Legende hat ihren

Anfang 14.45; Men in Black: International 20.10, Saa.

16.30; Spider-Man II (OF) 17.00, 20.15; Annabelle III

17.10, 20.10, Sa a. 22.50; Hollywoodtürke 19.50; 3D:

Spider-Man II 20.00, Sa a. 22.30; John Wick III Sa 22.00;

X-Men: Dark Phoenix (OF) Sa 22.30; Long Shot –Unwahrscheinlich,

aber nicht unmöglich (OF) Sa 22.30; Annabelle

III (OF) Sa 22.55; Brightburn: Son of Darkness Sa 23.15;

Kleiner Dodo So 10.30; Apollo 11 (OmU) So 17.30

IL KINO (✆ 91 70 29 19) Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft

Sa 14.00, So 12.00; Aladdin (OmU) Sa 16.00, So

14.00; Apollo 11 (OmU) Sa 18.30, So 16.20, 22.00; Tel

Aviv On Fire (OmU) Sa 20.10, So 18.00; Kursk (OmU) Sa

22.00, So 19.50

Neues Off (✆ 62 70 95 50) Yesterday (OF) 16.50, 19.30,

22.10

Passage (✆ 68 23 70 18) Yesterday(OmU) 15.20, 18.00,

20.40; The Dead Don‘t Die (OmU) 18.15, 20.45; Nur eine

Frau 16.00, 19.00; Rocketman –Rocketman (OmU) 16.30,

21.15

Rollberg (✆ 62 70 46 45) Spider-Man II (OF) 14.50,

17.40, 20.30, 22.20; Roads (OmU) 14.40; Geheimnis eines

Lebens –Red Joan (OmU) 16.40; The Dead Don‘t Die

(OF) 20.00, So a. 22.30; Tolkien (OmU) 14.45; TelAviv On

Fire (OmU) 17.15, 19.30, 21.40; They Shall Not Grow Old

(OmU) 14.30, 19.00; Burning –Beoning (OmU) 17.00;

Burning –Beoning (OmenglU) 21.15; Kursk (OmU) 14.40,

17.20, 20.00; CreepyCrypt: Child‘s Play(OF) Sa 22.30

UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34) Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 11.40; RoyalCorgi: Der Liebling der

Queen 11.50; Pets II 12.00, 14.15, 17.10, 20.15, Sa a.

22.30; Kleiner Aladin 12.00, 14.30; TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 12.05; 3D: Pets II 12.30, 15.00; Aladdin

13.50, 16.45, 19.45; Yesterday14.10, 17.10, 20.00, Sa a.

23.00; Spider-Man II 14.30; 3D: Spider-Man II 16.30,

19.30, Sa a. 23.00; Traumfabrik 16.45; Annabelle III 17.40,

20.15, Sa a. 23.00; 3D: Men in Black: International 20.00;

Brightburn: Son of Darkness Sa 22.45; John Wick III Sa

23.00

Wolf (✆ 921 03 93 33) OBeautiful Night (OmenglU) 12.00,

Sa a. 23.10; Das melancholische Mädchen (OmenglU)

12.10, Sa a. 21.10, So a. 19.00; High Life (OmU) 13.50, Sa

a. 21.00; Roads (OmU) 14.00, Sa a. 23.10; Mo &Friese

unterwegs 16.00; Nuestro tiempo –Our Time (OmU) 16.00;

Pippi Langstrumpf Sa 16.50; Uchronia (OmenglU; m. Gespräch)

Sa 19.00; Unsere große kleine Farm (OmenglU)

19.10; Mirai: Das Mädchen aus der Zukunft So 16.50; Burning

–Beoning (OmU) So 20.50; Erde (OmU) So 21.00

PANKOW

Blauer Stern Pankow (✆ 47 61 18 98) Pets II 14.00,

16.00, 18.00, 20.50; Yesterday 18.00, 20.40; Kleiner Aladin

14.30; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 16.20;

Geheimnis eines Lebens 18.30

PRENZLAUER BERG

FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88) Yesterday 15.20,

18.00, 20.40;TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 14.00;

Tel Aviv On Fire 16.10, 18.20, 20.30; Pets II 14.00, 16.00,

18.00, 20.00; Geheimnis eines Lebens 16.15, 18.40; Burning

20.00; Der Klavierspieler vomGare du Nord So 12.45;

Rocketman (OmU) 13.45, 21.00; Kleiner Aladin 14.50, So

a. 13.30; Unsere große kleine Farm 16.40, 18.50; The Dead

Don‘t Die (OmU) 21.00

Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 02 00) Dumbo

11.30; Checker Tobi und das Geheimnis unseres Planeten

Sa 11.30; Royal Corgi: Der Liebling der Queen Sa 11.40;

Mister Link Sa 11.45; Kleiner Aladin Sa 11.50, 14.00, So

12.30, 14.45; 3D: Pets II 14.00, Sa a. 12.15, So a. 11.30,

16.45; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang Sa 12.20,

14.50, So 11.30; Pets II 19.30, Sa a. 12.30, 14.50, 17.10,

So a. 11.50, 14.10, 17.30; Spider-Man II 20.00, 22.30, Sa

a. 14.00, 17.00, So a. 14.15, 16.30; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu Sa 14.00, So 14.15; Kaviar 23.00, Sa a.

14.15; Yesterday 16.40, 19.30, Sa a. 14.30, So a. 13.45;

Tolkien Sa 16.15; Traumfabrik Sa 16.20, So 19.10; Der Klavierspieler

vom Gare du Nord Sa 16.30; Rebellinnen: Leg‘

dich nicht mit ihnen an! 17.15, 21.20;Kursk 17.15, 20.00;

Unsere große kleine Farm –The Biggest Little Farm (OmU)

19.00; Geheimnis eines Lebens Sa 19.00, So 19.30; Ein

Becken voller Männer Sa 19.15, So 16.20; Aladdin (OmU)

19.30; Avengers: Endgame (OmU) Sa 21.30, So 21.45; The

Dead Don‘t Die (OmU) Sa 21.45, So 22.00; Burning –Beoning

(OmU) 22.00; Rocketman (OmU) 22.20; Yesterday

(OmU) 22.45; Kuddelmuddel bei Pettersson und Findus So

12.20; Apollo 11 (OmU) So 17.00

Krokodil (✆ 44 04 92 98) Adam und Evelyn Sa 17.30; Der

letzte Jude vonDrohobytsch (OmU) Sa 19.15; Kaviar (OmU)

21.00; Sunset –Napszallta (OmU) So 16.45; Kino Wien

Film (teilw.OmU) So 19.15

Lichtblick-Kino (✆ 44 05 81 79) Rote Räte- Die bayrische

Revolution aus der Sicht von Augenzeugen So 15.15; Herr

Zwilling und Frau Zuckermann So 16.15; C‘est la vie, Rose

So 18.30; Rohstoff –Der Schriftsteller Jörg Fauser So 20.00;

Der Himmel über Berlin (OmenglU) So 22.00

UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang 12.00; Pets II 12.00, 14.30, So a.

17.00; Der kleine Drache Kokosnuss –Auf in den Dschungel!

12.10; 3D: Pets II 12.15, 20.00, Sa a. 17.00; Kleiner

Aladin 12.15, 14.30; Traumfabrik 14.10, 19.50; Spider-

Man II14.10, So a. 19.45; Aladdin 14.10, 17.05, Sa a.

19.50; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 14.15; Godzilla 2

–King of the Monsters 14.15; Drei Schritte zu Dir 14.15,

17.00; Ein Becken voller Männer 14.20, 17.10; Yesterday

14.30, 17.15, 20.00, 22.30; 3D: Spider-Man II16.45,

20.00, 22.45; Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht

unmöglich 16.45; Jussi Adler-Olsen Sa 17.15; Annabelle III

17.15, 20.15, 22.45; Unsere große kleine Farm 17.30; 3D:

X-Men: Dark Phoenix 19.45; 3D: Men in Black: International

19.45; Rocketman 20.00; Kursk Sa 20.00, So 22.45; The

Dead Don‘t Die 22.30; Rebellinnen: Leg‘ dich nicht mit ihnen

an! Sa 22.45, So 20.00; Kaviar 22.45; John Wick III

22.45; Brightburn: Son of Darkness 22.45; Apollo 11

(OmU) So 17.15

Zeiss-Großplanetarium (✆ 42 18 45 12) Wächter der Wüste

Sa 16.30; Searching for Sugar Man (OmU) Sa 19.00;

Buena Vista Social Club (OmU) Sa 21.00; Edie –Für Träume

ist es nie zu spät So 13.30; Alfons Zitterbacke–Das Chaos

ist zurück So 16.00; Im Schatten des Mondes –InThe ShadowOfThe

Moon (OmU) So 18.00

REINICKENDORF

CineStar Tegel (✆ 04 51/703 02 00) TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang 11.00; Aladdin 11.00, 14.00, 17.10; Bailey:

Ein Hund kehrt zurück 11.10; Royal Corgi: Der Liebling

der Queen 11.15; Spider-Man II 11.30, 13.30; 3D: Pets II

11.50, 14.10, 17.00, Sa a. 23.00; Kleiner Aladin 12.00,

14.20; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 12.10; Pets II

19.40, Sa a. 12.20, 14.50, 17.20, So a. 12.00, 14.30,

16.30; Yesterday 13.30, 16.30, 19.45, Sa a. 22.45; Drei

Schritte zu Dir 13.50, 20.10, Sa a. 16.50; Men in Black:

International 14.30; Dancing Queens 14.45; Rocketman Sa

16.30, So 16.45; Traumfabrik 16.40, 19.45; 3D: Spider-

Man II 16.45, 20.00, Sa a. 23.10; Annabelle III 17.30,

20.20, Sa a. 23.15; 3D: Avengers: Endgame 19.20; John

Wick III 19.30; 3D: Aladdin 19.50; 3D: Godzilla 2–King of

the Monsters Sa 22.10; 3D: X-Men: Dark Phoenix Sa 22.50;

Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich Sa

22.50; 3D:Men in Black: International Sa 23.00; Ma –Sie

sieht alles Sa 23.15; Apollo 11 (OmU) So 17.00

SCHÖNEBERG

Cinema am Walther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04) Mister

Link 12.30; Ein Becken voller Männer 14.45; Rocketman

17.40, Sa a. 20.30; Green Book –Eine besondere

Freundschaft So 20.30

Cosima (✆ 85 07 58 02) Stan &Ollie 18.00; Rocketman

20.15, So a. 15.30

Odeon (✆ 78 70 40 19) Yesterday (OmU) 15.00, 17.45,

20.30

Xenon (✆ 78 00 15 30) My Days of Mercy (OmU) Sa 18.00,

So 20.30; Ein Becken voller Männer –Legrandbain (OmU)

Sa 20.15, So 18.00

SPANDAU

Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 0211) TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang 12.10, Sa a. 10.00; Spider-Man

II 10.00, Sa a. 14.10, 17.10, So a. 14.20, 17.20; Pets II

10.00, Sa a. 12.15, 14.30, 16.50, 23.15, So a. 12.45,

15.10, 17.30; 3D: Pets II 12.40, 14.20, 17.20, 20.10, Sa

a. 10.00; Kleiner Aladin 10.00, 12.10; PokemonMeisterdetektiv

Pikachu 14.40, Sa a. 11.55, So a. 12.15; Drei Schritte

zu Dir 14.20, 16.40, 19.30; Traumfabrik 17.10, 19.40;

Annabelle III Sa 19.30, 22.20, So 19.55; 3D: Spider-Man II

Sa 20.15, 22.30, So 20.20; John Wick III Sa 22.15; Long

Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich Sa 22.35;

Kleiner Dodo So 10.30

Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 60 81) Rocketman

Sa 16.00, 20.15, So 15.45, 18.00; Edie –Für Träumeist es

nie zu spät Sa 18.15, So 13.45; VanGogh: An der Schwelle

zur Ewigkeit So 20.15

STEGLITZ

Adria (✆ 01 80/505 07 11)Yoga –Die Kunst des Lebens

Sa 12.15; Yesterday 14.30, 17.15, 20.00, Sa a. 22.40;

Green Book –Eine besondere Freundschaft So 12.00

Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 05 20) TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang 12.45, Sa a. 10.00; Spider-Man

II 10.00, 12.20, 15.05, 16.50;Pets II 10.00, 12.15, 14.30,

16.30, 17.00, 20.15; 3D: Pets II 10.00, 12.20, 14.40,

18.05; Kleiner Aladin 10.00, 12.10; Bailey: Ein Hund kehrt

zurück 10.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 11.30,

14.55; Aladdin 12.15, 14.50, 17.20, 19.30; Drei Schritte

zu Dir 13.45; Men in Black: International 14.10, 19.30,

23.00; Traumfabrik 20.00, Sa a. 17.00; Annabelle III 17.40,

20.25, 23.00; 3D: Spider-Man II 19.55, 23.00; Long Shot

–Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich 20.10, 22.20;

John Wick III 22.30; Brightburn: Son of Darkness 22.40;

Spider-Man II (OF) 23.00;Kleiner Dodo So 10.30; Apollo 11

(OmU) So 17.30

Thalia Movie Magic (✆ 774 34 40) TKKG Sa 13.00, So

11.00; Kleiner Aladin 13.15; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

13.30, So a. 11.15; Pets II 13.45, 15.45, 20.30, So

a. 11.15; Drei Schritte zu Dir 15.15, 20.30; Yesterday15.30,

18.00, 20.30; Spider-Man II 15.45; Traumfabrik 17.45; 3D:

Spider-Man II 17.45, 20.30; 3D: Pets II 18.30, So a. 13.15;

Das fliegende Klassenzimmer So 11.15

TIERGARTEN

Arsenal (✆ 26 95 51 00) Laflor (OmenglU) (Akt I) Sa

17.00; La flor (OmenglU) (Akt II) Sa 19.00; La flor (OmenglU)

(Akt III) Sa 21.00; La flor (OmenglU) (Akt I) So 17.00;

La flor (OmenglU) (Akt II) So 19.00; La flor (OmenglU) (Akt

III) So 21.00; Magical HistoryTour: Lola Sa 20.00; Magical

History Tour: Pierrot le fou –Elf Uhr nachts (OmenglU) So

20.00

CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 80 69 69) TKKG

12.30, 15.10;Pets II 12.30, 14.20, 16.30;3D: Spider-Man

II 15.30, 17.00, 20.30, Sa a. 12.45, 23.00, So a. 12.40,

23.10; Spider-Man II 13.00, 19.00, 22.30, Sa a. 14.00,

16.15, So a. 13.30, 16.10; Nur eine Frau Sa 13.10; Bailey

Sa 13.10; Monsieur Claude II Sa 13.15, So 13.40; Der Klavierspieler

vom Gare du Nord 13.20; Aladdin 22.45, Sa a.

13.20, 20.40, So a. 13.40, 16.30; Royal Corgi 13.30; Pokemon

Meisterdetektiv Pikachu 13.30; Drei Schritte zu Dir

16.20, 23.00, Sa a. 13.30, 19.45, So a. 13.10, 20.10; After

Passion Sa 13.50; Yesterday 14.00, 19.40, 22.50, Sa a.

17.15, Soa.17.20; Der Junge muss an die frische Luft

14.00; Kleiner Aladin Sa 14.30, So 14.00; 3D: Pets II

14.40, 17.30, 20.00, 23.10; Avengers: Endgame 16.00,

20.30; X-Men 16.10, 19.15; Ein Becken voller Männer Sa

16.15, 19.20, So 16.20, 19.30; Traumfabrik Sa16.20,

19.30, So 16.00, 19.15; Godzilla 2Sa16.20, 19.40, So

16.30, 19.30; Geheimnis eines Lebens Sa 16.40, 20.00,

So 13.40; 3D: Aladdin Sa 16.40, So 20.40; Kroos 16.50,

19.30; Annabelle III 20.10, Saa.16.50, 22.50, So a.

16.40, 23.10; Glam Girls Sa 17.10, So 13.10; 3D: PokemonMeisterdetektiv

Pikachu Sa 17.20; Tolkien 17.50; Rokketman

19.40; Kursk 19.40, 22.50; Der Fall Collini 19.50;

John Wick III 22.20, Sa a. 20.15, So a. 20.40; Men in Black:

International 21.00; Hollywoodtürke Sa22.30, So 22.40;

3D: X-Men Sa 22.40, So 22.30; Long Shot 22.50; Brightburn:

Son of Darkness 22.50; Ma 23.00, So a. 20.00; Apollo

11 (OmU) So 17.00; Bollywood (OmU) So 17.30

CineStar im SonyCenter (✆ 04 51/703 02 00) Avengers:

Endgame (OF) 13.30; Yesterday (OF) 13.45, 17.10, 20.10,

23.10; Pets II (OF) 13.45, 17.30,19.30; Geheimnis eines

Lebens (OF) Sa 13.50; Spider-Man II (OF) 14.00; Aladdin

(OF) 14.10, 17.15; Men in Black (OF) 14.15; 3D: Pets II

(OF) 14.20, 16.40; 3D: Spider-Man II (OF) 16.15, 19.40,

22.50; Annabelle III (OF) 20.30, 23.15, Sa a. 16.45, So a.

17.20; 3D: X-Men (OF) 16.50; Brightburn (OF) Sa 17.30;

3D: Men inBlack (OF) 19.30; John Wick III (OF) 19.45,

23.00; Rocketman (OF) Sa20.00, So 20.10; 3D: Aladdin

(OF) 20.10, Sa a. 23.00, So a. 23.10; 3D: Godzilla 2(OF)

22.00; X-Men (OF) 22.30; The Dead Don‘t Die (OF) 23.15;

PokemonMeisterdetektiv Pikachu (OF) So 13.50; Apollo 11

(OF) So 17.00

CineStar IMAX (✆ 04 51/703 02 00) Apollo 11 (OF) Sa

11.30; 3D: ABeautiful Planet Sa 14.15; 3D: Spider-Man II

(OF) 16.00, 19.15, Sa a. 22.30, So a. 12.45; 3D: Galapagos:

Rätsel der verlorenen Welt So 11.30; 3D: Spider-Man II

So 22.30

Filmrauschpalast (✆ 394 43 44) Diamantino (OmU) Sa

15.00; Don‘t GiveaFox (OmU) Sa 18.00, So 15.00; Spider-

Man II (OF) Sa 20.00; Jackie Brown

(OF) So 18.30; Inglourious Basterds (OF) So 21.15

TREPTOW

Astra (✆ 636 16 50) TKKG 10.00, 12.00; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 10.00, 14.30; Pets II 10.00, 12.00,

14.00, 16.00, 18.00; Mister Link 10.00; Kleiner Aladin

10.00, 12.00,14.00, 16.00; Spider-Man II 12.00, 14.00,

17.00; 3D: Pets II 12.15, 15.00, 17.00, 20.00, 22.30;

Traumfabrik 17.00, 19.00, 22.00; Annabelle III 18.00,

20.00, 22.30; 3D: Spider-Man II 20.00, 22.00; Drei Schritte

zu Dir 20.00; John Wick III 22.00

Casablanca (✆ 677 57 52) TKKG 14.00; Edie Sa 16.00;

Zwischen den Zeilen Sa 18.15; Britt-Marie war hier Sa

20.30, So 16.00; Rocketman So 18.00; OBeautiful Night

So 20.30

CineStar –Treptower Park (✆ 04 51/703 02 00) Spider-

Man II 11.30, 14.00; Pets II 11.30, 14.00, 16.30; Drachenzähmen

leicht gemacht 311.30; Alfons Zitterbacke 11.35;

Ostwind 411.45; Kleiner Aladin 11.55, 14.30; Mister Link

12.00; Aladdin 12.00, 14.20; 3D: Pets II 12.10, 14.40,

17.10, 19.20, Sa a. 22.15; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

14.15; TKKG 14.30; Bailey 14.45; Avengers: Endgame

15.00; X-Men: Dark Phoenix 16.45; 3D: Men in Black:

International 16.55; Traumfabrik 19.30, Sa a. 17.00; 3D:

Spider-Man II 17.05, 20.10, Sa a. 22.45; Annabelle III

17.15, 20.10, Sa a. 23.00; Glam Girls 17.30; 3D: X-Men

19.25; 3D: Aladdin 19.30; 3D: Godzilla 219.40, Sa a.

22.45; Drei Schritte zu Dir 19.55; John Wick III 20.00, Sa a.

22.50; 3D: Avengers: Endgame Sa22.00; Ma Sa 22.30;

Long Shot Sa 22.55; Brightburn: Son of Darkness Sa 23.15;

Apollo 11 (OmU) So 17.00

WEDDING

Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang 12.00; Spider-Man II 12.00,

14.00, 17.00, 19.30; Royal Corgi: Der Liebling der Queen

Sa 12.00, So 12.15; Kleiner Aladin 12.00, 14.45; Bailey:

Ein Hund kehrt zurück 12.00; Pets II 12.15, 14.35, 17.00,

20.00, Sa a. 23.00; 3D: Pets II 12.30, 15.00, 17.30; PokemonMeisterdetektiv

Pikachu 14.10; Aladdin 14.10, 17.00,

19.30; Drei Schritte zu Dir 14.20, 19.50, Sa a. 17.00; Annabelle

III 16.45, 20.10, Sa a. 22.50; Traumfabrik 16.50,

19.50; Spider-Man II (OF) 20.00; Brightburn: Son of Darkness

Sa 22.30; Annabelle III (OF) Sa 22.30; John Wick III

Sa 22.35; 3D: Spider-Man II Sa 22.40; Men in Black: International

Sa 22.50; Kleiner Dodo So 10.30; Apollo 11

(OmU) So 17.30

WEISSENSEE

BrotfabrikKino (✆ 471 4001) Erde (OmU) 19.00; AMan

of Integrity: Ein integerer Mann –Lerd (OmU) 21.15

Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) Yesterday 10.15, 12.45,

15.15, 17.45, 20.15; Pets II 10.30, 12.30, 14.30, 16.30,

18.30, 20.30

WILMERSDORF

Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85) Van Gogh: An der

Schwelle zur Ewigkeit Sa 15.30; Der Klavierspieler vomGare

du Nord 18.00; Kursk 20.30; Wenn Fliegen träumen So

11.00; Das fliegende Klassenzimmer So 13.30; Roads So

15.30

Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Yoga: Die Kraft des Lebens

–Debout (OmU) Sa 11.00; TKKG –Jede Legende hat

ihren Anfang 13.00; Geheimnis eines Lebens 20.30, Sa a.

15.30; Ein Becken voller Männer 17.45; Erde So 11.00;

Dancing Queens So 15.45

ZEHLENDORF

Bali (✆ 811 46 78)Die Ferien des Herrn Hulot 16.00; Der

Flohmarkt vonMadame Claire 18.00; Vorhang auf für Cyrano

20.30

Capitol (✆ 831 6417) Geheimnis eines Lebens 15.45,

20.30; Unsere große kleine Farm 18.15, So a. 11.15; Der

Klavierspieler vomGare du Nord So 13.30

FREILUFTKINOS

B-ware! Open Air Prinzessinnengärten (✆ 63 41 31 15)

Border –Gräns (OmU) Sa 22.00

Freilichtbühne Weißensee (✆ 24 72 78 01) Kommissar

Gordon &Buffy Sa 16.00; Mid90s (OmU) Sa 21.45

Freiluftkino Friedrichshagen (✆ 65 01 31 41) Rocketman

Sa 21.15; Vice –Der zweite Mann So 21.15

Freiluftkino Hasenheide (✆ 283 46 03) Der Junge muss

an die frische Luft (OmenglU) Sa 21.30; Astrid –UngaAstrid

(OmU) So 21.30

Freiluftkino Insel im Cassiopeia (✆ 35 12 24 49) Bohemian

Rhapsody(OmU) So 21.45

Freiluftkino Kreuzberg The Dead Don‘t Die (OmU) Sa

21.30; Ballon (OmenglU) So 21.30

Freiluftkino Rehberge AStar Is BornSa21.30; Bohemian

RhapsodySo21.30

Open Air Kino Mitte (✆ 28 59 99 73) Call Me By Your

Name (OmU) So 21.30

Open-Air-Kino Schlosspark Biesdorf (✆ 998 74 81)

Long Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich So

21.30

Openair Kino Spandau (✆ 333 60 81) Monsieur Claude II

Sa 21.30

Pompeji –FLK am Ostkreuz (✆ 01 76/56 70 92 98)

25 km/h Sa 21.45; Der Fall Collini So 21.45

Radio EINS-Freiluftkino Friedrichshain Der Fall Collini Sa

21.45; Shoplifters: Familienbande So 21.45

Sommerkino Kulturforum am Potsdamer Platz (✆

89 37 14 31) Gundermann Sa21.30; Captain Marvel

(OmU) So 21.30

POTSDAM

Filmmuseum Potsdam (✆ 03 31/271 81 12) Die Abenteuer

des Huck Finn 15.00; Elisabeth und der Narr Sa

17.00; Metropolis (1925/26) Sa 19.00; Das Leben ist ein

Fest So17.00; Vom Lokführer, der die Liebe suchte So

19.00

Thalia Potsdam (✆ 03 31/743 70 20) Pets II14.00,

16.15, 18.30, 21.00; Die unglaublichen Abenteuer vonBella

Sa 14.00, So 14.30; Kleiner Aladin 14.15; Ein Becken

voller Männer Sa 16.00, So 12.00, 20.45;Geheimniseines

Lebens 16.30, 18.45; Unsere große kleine Farm 16.45, So

a. 18.45; Traumfabrik Sa 18.30, 20.45, So 12.15, 16.30,

20.30; Electric GirlSa18.45; The Cure –Anniversary1978-

2018 LiveinHyde Park London Sa 21.00, So 11.15; Rebellinnen:

Leg‘ dich nicht mit ihnen an! 21.00; Der Klavierspieler

vom Gare du Nord So 12.00; Preview: Ausgeflogen So

19.00

UCI Luxe Potsdam Center (✆ 03 31/233 72 33) Yesterday

11.00, 14.00, 16.50, 19.45, Saa.23.00; Pokemon Meisterdetektiv

Pikachu 11.00, 14.15; Pets II 11.00, 14.00,

17.15;Bailey: EinHund kehrtzurück 11.00; Aladdin 11.00,

14.00, 17.00; TKKG –Jede Legende hat ihren Anfang 11.15;

Royal Corgi: Der Liebling der Queen 11.15; Kleiner Aladin

11.15, 14.15; Traumfabrik 13.40, 19.55; Spider-Man II

13.40; 3D: Pets II 14.30, 20.15, Sa a. 23.00; 3D: Spider-

Man II 16.30, 19.45, Sa a. 23.00; Men in Black: International

16.30; Annabelle III 16.45, 20.10, Sa a. 23.00; Rocketman

Sa 16.55; Drei Schritte zu Dir 17.00; John Wick III Sa

19.35, 23.00; 3D: Aladdin 20.00; X-Men: Dark Phoenix Sa

23.00; The Dead Don‘t Die Sa 23.00; 3D: Men in Black:

International Sa 23.00; Apollo 11 (OmU) So 17.00; Long

Shot –Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich So 20.00;

Annabelle III (OF) So 20.00

UMLAND

ALA Falkensee (✆ 033 22/279 88 77) Pets II 12.45,

15.00, 17.15; 3D: Pets II 19.30; Kleiner Dodo So 10.30

Capitol Königs Wusterhausen (✆ 033 75/46 97 77)

Willkommen im Wunder Park 15.00; Anker der Liebe Sa

17.15, So 20.00; Tolkien Sa 20.00, So 17.15

CineStar Wildau (✆ 04 51/703 02 00) Spider-Man II

11.45, 14.30; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu 11.45,

14.20; Aladdin 11.45, 14.40; Drachenzähmen leicht gemacht

3: Die geheime Welt 11.50; TKKG –Jede Legende hat

ihrenAnfang 12.00; 3D: Pets II 12.00,14.30, 17.00, 19.30;

Bailey: Ein Hund kehrt zurück 12.00; Pets II 12.30, 15.00,

17.30, 20.30, Sa a. 23.15; Kleiner Aladin 12.30, 14.40;

Dancing Queens 12.30; Men in Black: International 14.20;

Glam Girls: Hinreißend verdorben 14.30; Traumfabrik 14.35,

17.25, 20.15; Yesterday14.45, 17.30, 20.00, Sa a. 22.50;

Rocketman Sa 16.45; 3D: Aladdin 16.45, 19.40; Drei

Schritte zu Dir 16.50, 20.15; 3D: Spider-Man II 17.00,

20.00, Saa.23.05; Annabelle III 17.30, 20.20, Sa a.

23.00; 3D: Men in Black: International 17.35; 3D: Avengers:

Endgame 19.30; John Wick III 19.50, Sa a. 22.50; Avengers:

Endgame Sa 22.00; 3D: Godzilla 2–King of the Monsters

Sa 22.45; 3D: X-Men: Dark Phoenix Sa 23.05; Long Shot

–Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich Sa 23.15; Brightburn:Son

of Darkness Sa 23.30; Apollo 11 (OmU) So 17.00

Filmpalast Bernau (✆ 033 38/70 54 54) TKKG –Jede

Legende hat ihren Anfang 13.15; Pets II13.45, 16.00;

Spider-Man II 14.30; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu

15.30; 3D: Spider-Man II 17.30, 20.30; Aladdin 17.45; 3D:

Pets II 18.15, 20.30; Drei Schritte zu Dir 20.30

Filmpalast Oranienburg (✆ 033 01/70 48 28) RoyalCorgi:

Der Liebling der Queen Sa 12.00; TKKG –Jede Legende

hat ihren Anfang Sa 12.05; Aladdin 12.05, 14.15; Pets II

13.00, 15.00, 17.00, 19.45; 3D: Pets II 14.00, 16.00;

Spider-Man II 14.45, Sa a. 22.45; Traumfabrik 17.05; 3D:

Spider-Man II 17.30, 20.00; Annabelle III 18.00, 20.15, Sa

a. 22.40; Drei Schritte zu Dir 20.10; John Wick III Sa 22.00;

Men in Black: International Sa 22.45; Willkommen im Wunder

Park So 12.00; Pokemon Meisterdetektiv Pikachu So

12.00

Linden-Kino Wusterhausen (✆ 03 39 79/145 93) Pets II

Sa 15.15, So 16.00; Spider-Man II Sa 17.00; 3D: Pets II Sa

19.15, So 17.45; 3D: Spider-Man II Sa 21.00, So 19.30

Movieland Erkner (✆ 033 62/36 68) Pets II 15.00, 20.30,

Sa a. 17.30, So a. 11.00, 13.00; Willkommen im Wunder

Park 16.00, So a. 14.00; JussiAdler-Olsen Sa 18.00; Drei

Schritte zu Dir 20.00, So a. 11.30; 3D: Pets II So 17.30;

Rocketman So 18.00

KINO

SONNTAG

Aus der Mitte der Namenlosen

S chon mal von Shownu, Wonho, Minhyuk, Kihyun, Hyungwon, Joohoney

oder I.M. gehört? Siesind die Protagonisten der Band Monsta X, und zusammen

verweisen sie einmal mehr auf das bislang allenfalls schwach verstandene

Kreisch-Phänomen des sogenannten K-Pop aus Südkorea. Monsta

Xgibt es erst seit 2014, damals gingen die sieben Bandmitglieder aus der Castingshow„No

Mercy“ hervor. DerTitel der Sendung signalisiert bereits, dass

dem glorreichen Triumph ein harter Ausscheidungskampf vorausging. Das

ist zweifellos auch ein Teil des Geheimnisses des K-Pop-Zaubers. Die von

Runde zu Runde unter Beweis gestellte individuelle Durchsetzungsfähigkeit

mündet schließlich in einem glamourösen Kollektiv der Einzelnen. Der

Bandname Monsta X ist mehrdeutig. Die Assoziation Monster schwingt

ebenso mit wie das Französische „Mon Star“, unddas Xverweist auf das Auswahlverfahren

–der Star ausder Mitteder Namenlosen. HarryNutt

Monsta X Sonnabend, 20 Uhr,Mercedes-Benz-Arena

K-Pop

Es kann so schön sein: Molly Chester mit ihrem Nachwuchs

STUDIOCANAL

Unsere große kleine Farm

In Amerika ist alles ein bisschen größer, soauch der Traum vom

Leben auf dem Land. Alles fing an mit ihrem geliebten Hund

Todd, der viel zu viel bellte, was dazu führte, dass seine Besitzer

Molly und John Chester ihr Apartment verloren. Genervt verlässt

dasPaar die Großstad, um vonnun an ihreeigene Farm zu betreiben.

In den kalifornischen Hügeln bewirtschaften die Chesters 80

Hektar Land mit 10 000 Obstbäumen und allerlei Haustieren. In

den acht Jahren, die sie der Film begleitet, wirdihr Idealismus auf

eine harte Probe gestellt. Tolle Bilder für alle Naturfreunde! (BLZ)

Tagestipp

Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 29 · ·

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BÜHNE

Dock 11 (& 448 12 22)

19.00: Legítimo /Rezo (Jone San Martin)

Galli Theater Berlin (& 27 59 69 71)

20.00 Heckmannhöfe: Männerschlussverkauf

GarnTheater (& 78 95 13 46)

20.30: DieSanfte

GlobeBerlin Prolog-Bühne (Open Air)

(& 54 90 51 92) 18.00: Romeo &Julia (Globe

Ensemble Berlin)

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

14.00: Star Dust –From Bach to Bowie (Complexions

ContemporaryDance Theatre)

Naturpark Schöneberger Südgelände

(& 70 09 06 70) 14.00Brückenmeisterei: Fräulein

Brehms Tierleben: Felis silvestris –Die Wildkatze

16.00 Brückenmeisterei: Fräulein Brehms Tierleben:

Lumbricus terrestris –Der Regenwurm

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

18.00: Spatz undEngel –Die Geschichte derFreundschaft

zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich

Schloss Britz (& 609 79 23 -0)

18.00 Freilichtbühne: Wasihr wollt! (Shakespeare

CompanyBerlin)

Tanzfabrik Wedding in den Uferstudios

(& 20 05 92 70) 20.30 Sudio 14: Open Spaces /

Sommertanz: Esprit (Suddenly)

Theater an der Museumsinsel (& 47 01 89 49)

18.00: Die Vögel

Theaterforum Kreuzberg (& 70 07 17 10)

20.00: Lichtung (SR &Company)

KABARETT/VARIETÉ

BühnenRausch (& 44 67 32 64)

19.00: Musical ... improvisiert(Raketos)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00: Memories of Fools (Cirk La Putyka)

Estrel Festival Center (& 68 31 68 31)

17.00: Simply The Best –Das Tina Turner Musical

(Dorothea „Coco“ Fletcher)

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Drachenherz

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

20.00: Sexy Circus–Extasya2019

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

15.00, 20.00: West Side Story(Gastspiel)

StageBluemax Theater (& 018 05 44 44)

18.00: Blue Man Group –The Show

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

14.30: The Band –Das Musical

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

19.00: Cabaret –Das Berlin-Musical

Villa Kuriosum (Scheffelstr. 21)

15.00: Annas Welt –Hulla Punk (La Tanik)

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

20.00: Alte Mädchen

KLASSIK

Krankenhauskirche im Wuhlgarten

(Brebacher Weg15) 16.00: Marzahner Kammerchor

Nathanaelkirche Schöneberg (& 855 50 51)

17.00: Pyunghwa Kang und Christine Reso,Orgel für

2Nasen, vier Hände, zwanzig Finger und Zehen

Piano Salon Christophori (Uferstr.8)

20.00: Christoph Croisé (Cello), Alexander Panfilov

(Klavier), Poulenc: Cellosonate; Fauré: Cellosonate

Nr.2;Nadia Boulanger:Trois Pièces; Jerome Ducros:

Encore

Radialsystem (& 288 78 85 88)

18.00: Heroines of Sound –Tag 3: AntyeGreie/AGF,

Charo Calvo, Sukitoa oNaumau, Andrea Szigetvári,

The Lappetites, Kompositionen, Performances, visuellszenische

Konzepte, Klangkunst, Uraufführung

Schloss Glienicke (& 80 58 67 50)

16.00: Helena Madoka Berg,Masumi Arai, Sonaten

vonW.A. Mozart, Ludwig vanBeethoven, Maurice Ravel

sowie ein Sonatine vonFranz Schubertund Stücke

vonFritz Kreisler

St. Lukas-Kirche Kreuzberg (& 017 09 35 79 75)

20.00: Deniz Demirci (Querflöte), Gerd Rosinsky (Flügel,

Orgel), 24. MultikulturelleSommerkonzerte ‚19:

Sommernacht derZauberflöte, Werkevon J.S. Bach,

W.A. Mozart, Cécile Chaminade u. a.

KINDER

Computerspielemuseum (& 60 98 85 77)

10.00: Aufschlag Games. Wiedigitale Spiele in unser

Leben traten, Videogames

Deutsches Technikmuseum (& 90 25 40)

11.00, 14.00: Sommerferienprogramm: Museumstour

für Familien, Treff: Eingangshalle (ab 5J.)

FEZ Berlin (& 530 71 -0)

12.00: Zirkus am Meer –Sommerferienspaß für die

ganze Familie (ab 6bis 14 J.)

Figurentheater Grashüpfer (& 536 95 15 0/ 52)

16.00: Der Fischer und seine Frau, Andersens Koffertheater,Puppenspiel

(ab 3J.)

Freilichtbühne am Weißen See (& 24 72 78 01)

16.00: Wusel und seine Freunde, Puppentheater

Katinchen (ab 3J.)

Freilichtbühne an der Zitadelle (& 333 40 22)

16.00: 15. Sommer-Familientheater-Reihe: Pippi

Langstrumpf –wie alles begann ..., Berliner KinderTheater

(ab4bis 9J.)

Galli Theater Berlin (& 27 59 69 71)

17.00 Heckmannhöfe: Die kleine Seejungfrau, (ab

4J.)

Jaro Theater (& 341 04 42)

16.00: Der Seehund, der die Nixe austrickste, Puppen-

und Schauspiel (ab 3bis 8J.)

me Collectors Room Berlin (Auguststr.68)

12.00: Art&Kids, Offenes Kinderprogramm

Märkisches Museum (& 308 66 -0)

10.00: Vielfalt-Forscher des Labyrinth Kindermuseums

Berlin, Wasist Vielfalt? Wo ist Vielfalt?

Pergamonmuseum. Das Panorama

(Am Kupfergraben 2) 15.00: Familienführung: Zeitreise

nach Pergamon, Treff: Infostand (ab6bis 12 J.)

Planetarium am Insulaner (& 790 09 30)

14.00: Raumschiff Erde

Puppentheater Felicio (& 44 67 35 30)

11.00: Kasper und Rumpelstilzchen

Theater an der Museumsinsel (& 47 01 89 49)

16.00, 17.00: Puppenspieldes Dr.Faustus, Ein Faust

für Kinder

LITERATUR/VORTRAG

Baiz (Schönhauser Allee 26a)

20.00: Reformbühne Heim &Welt, Ahne, FalkoHennig,Roman

Israel, Udo Tiffert, Musik: DocSchoko

Jesus-Christus-Kirche Dahlem (& 841 70 50)

11.00: Bibel &Bach, Wolfgang Huber,Lesungen;

Anna-Victoria Baltrusch, Orgel, Lesung und Musik

Märkisches Museum (& 308 66 -0)

17.00: Sommer im Hof. Zwischen den Zeilen: „Marzahn,

Mon Amour“ und „berliner bürger*stuben“, Katja

Oskamp, AnnettGröschner,Lesung und Gespräch

ufaFabrik (& 75 50 30)

19.00 ÜberdachteFreilichtbühne: 40 JahreufaFabrik

–Festwochen: Der Hexer,Mit Oliver Rohrbeck und der

Lauscherlounge, Live-Hörspiel

Zimmer 16 (& 48 09 68 00)

20.00: Dichter Dran Literatur live

KONZERT

b-flat (& 283 31 23)

21.00: Monte Orchestra

Badehaus (& 95 59 27 76)

20.00: Max

Blackmore’sMusic Lounge (& 89 73 48 65)

19.00: Berlin Oriental Quartett

Britzer Garten (& 700 90 60)

13.00 Festbühne am See: Buckow Syncopators,

Harald John v. Abstein undPeter Bayerer,Harald

Hertel’sJass Tigers, Dr.Boogie, Dixie Brothers,11.

Hot-Jazz-FestivalBerlin 2019

Columbia Theater (Columbiadamm 9-11)

20.00: Apecrime

Dorfkirche Alt-Tegel (& 433 60 14)

17.00: Agita-Rando-Trio, vivo-Jazz: Reflections

Freilichtbühne an der Zitadelle (& 333 40 22)

11.00: Dixie Brothers, Umsonst &Draußen

Haus der Kulturen der Welt (& 39 78 71 75)

19.00 Dachterrasse, bei Regen im Foyer: Wassermusik

–Black Atlantic Revisited: GilbertoGil, Miroca Paris

Olympiastadion (& 30 68 86 18)

19.00: Pink

Rickenbacker’s (& 81 89 82 90)

20.00: Richard Arame Group

TeehausimEnglischen Garten (& /39 48 04 00)

16.00: Café Du Soul,Konzertsommer.berlin 2019

19.00: SamedayRecords, Konzertsommer.berlin

2019

Zilles Stubentheater (& 66 30 93 18)

11.00: Mein kleiner grüner Kaktus: Michael Schirmer,

Joyce Henderson

CLUB

Ava (Warschauer Pl. 18)

23.00: Sonntagsklub,TBA

Cassiopeia (& 47 38 59 49)

23.30: SundaySelection, Mystic Roots

Crack Bellmer Bar (Revaler Str.99)

22.00: Libertine Industries, Niff, Luc, Special Guests

House of Weekend (Alexanderstr.7)

14.00: Icecream Rooftop Sunday

Maze (& 55 51 84 54)

6.00: Amazething –Afterhour,Nico Pods, Mr Mikosu,

Derjohn

Mokum (Danziger Str.56)

19.00: Chillie Sunday!

Monster Ronson’sIchiban Karaoke

(& 89 75 13 27) 21.00: Liquid Brunch with JohnnyB

Suicide Circus (Revaler Str.99)

23.59: Rituals xFemale:Pressure, Nina Pixel (live),

Kloves, Ina Kacz, Akkamiau

BALLROOM

Clärchens Ballhaus (& 282 92 95)

15.00: Tanztee, Evan, Josefina, Ingmar,Sascha

Crack Bellmer Bar (Revaler Str.99)

17.00: Bellmer Balboa, Monsieur Hibou

Kulturbrauerei/Soda (& 44 31 51 55)

19.00: Soda Social Club,ElPuma DJ,DJAndo, DJ MV,

DJ Wilber,DJPanterra

Tanzpavillon im Monbijoupark (Monbijoustr.3)

16.00: Argentinischer Tango, Gaia, Leandro und

Freund*innen


30 Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019

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TV-Programm am Sonnabend

Tagesschau 24

12.15 Potsdam undEuropa –Eine Entdeckungstour

13.00 Tagesschau-Nachrichten 13.15 Operation

Mondlandung 14.00 Tagesschau-Nachrichten 14.15

Wohnungslos–Wenn Familien kein Zuhausehaben

15.00 Tagesschau-Nachrichten 15.30 Plusminus

16.00 Tagesschau-Nachrichten 16.30 Reportage im

Ersten 17.00 Tagesschau-Nachrichten 17.30 Panorama

18.00 Tagesschau-Nachrichten 18.30 Hessen-

Reporter 19.00 Tagesschau-Nachrichten 19.30 Vergessene

Wracks –Schwarze Tränen der Meere

20.00 Tagesschau 20.15 OffizieregegenHitler

22.30 Potsdam undEuropa –Eine Entdeckungstour

23.45 MDR Kultur 0.00 Tagesthemen 0.20 45 Min

1.05 Extra 1.15 Offiziere gegen Hitler

ONE

12.00 Radsport: Tour de France. 8. Etappe: Mâcon

–Saint-Étienne (199 km) 14.45 Hollywood's

Best Film Directors 15.10 Lindenstraße 15.40

Lindenstraße 16.10 Lindenstraße 16.40 Lindenstraße

17.10 Lindenstraße 17.40 Derganzgroße

Traum. Drama,D2011 19.20 25 Jahre Brisant–

Die Geburtstagsshow 20.15 Der Barcelona-Krimi.

Über Wasser halten. TV-Kriminalfilm, D2017

21.40 Sommerhäuser. Drama,D2017 23.10

Lux –Krieger desLichts. Drama, D2018 0.50

Agatha Christies Poirot. Wiedersehen mit Mrs.

Oliver. TV-Kriminalfilm,GB2013 2.20 Doctor Who

3.05 DoctorWho 3.50 Torchwood 4.50 kinokino

shortcuts 4.55 Startrampe

ZDF NEO

5.45 TerraXpress 6.15 TerraX7.00 TerraX7.40

TerraX8.25 TerraX9.10 TerraX9.55 TerraX

10.40 TerraX11.20 TerraX12.05 TerraX12.50

TerraX13.35 TerraX14.20 TerraX15.05 TerraX

15.50 TerraX16.30 Die glorreichen1017.15 Die

glorreichen1018.00 Sketch History 18.25 Topfgeldjäger

19.20 Topfgeldjäger 20.15 Alex &Eve.

Romantikkomödie, AUS 2015 21.40 Bisdassder

Todsie scheidet. Thriller,USA 2015 23.05 Mörderische

Ferien. Mysterythriller, USA/F/ARG 2010

0.30 24 Hours–Two Sides of Crime 1.15 24

Hours–Two Sides of Crime 2.00 24 Hours–Two

Sides of Crime 2.45 24 Hours–Two Sides of

Crime 3.35 24 Hours –Two Sides of Crime

ZDF INFO

6.15 Migration –Die Welt aufWanderschaft 7.00

Operation souveräne Grenzen –Australiens harte

Migrationspolitik 7.30 Menschenschmuggler 8.15

SicherheitsrisikoPassfälschung 9.00 (für HG)

Deutschland und dieFlüchtlinge 9.45 Kinder in

Käfigen–TrumpsFlüchtlingspolitik 10.30 Mythen-

Jäger 11.15 Mythen-Jäger 12.45 Mythen-Jäger

14.15 Mythen-Jäger 15.45 Mythen-Jäger 16.30

Mythen-Jäger 17.15 Mythen-Jäger 18.00 Mythen-

Jäger 18.45 Mythen-Jäger 19.30 Mythos Dschingis

Khan 20.15 Die Jagdnachden goldenenArmreifen

21.00 Mythen-Jäger 21.45 Mythen-Jäger 22.30

Mythen-Jäger 23.15 Mythen-Jäger 0.00 Mythen-

Jäger 0.45 Mythen-Jäger 1.30 Mythen-Jäger

Radio

KLASSIK

10.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Klassik –Pop –etcetera Mit Miki Kekenj

(Geiger und Komponist), ca. 55 Minuten

18.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kammermusik Die Bläsersonaten von Francis

Poulenc. Von der winzigen Sonate für zwei Klarinetten

bis zur herben Oboensonate hat sich

Francis Poulenc vomAnfang bis zum Ende seines

produktiven Lebens mit Bläser-Kammermusik

beschäftigt., ca. 56 Minuten

19.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Franz von Suppé: „Der Teufel auf Erden”

Fantastisch-burleske Operette auf ein Libretto

von Karl Juin und Julius Hopp., ca. 175 Min.

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Konzert amSamstagabend Mit Werken von

Joh. Strauß-Sohn: Janácek, R. Strauss, Zemlinsky,Berlioz,

ca. 176 Minuten

22.00 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Die besondere Aufnahme Mit Werken von

Lutosławski, ca. 60 Minuten

HÖRSPIEL

5.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Aus den Archiven Der schwere Weg der Weimarer

Republik. Hauptsätze! Hauptsätze! KurtTucholkskys

kritischer Journalismus., ca. 55 Min.

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

„Der Toddes Iwan Iljitsch –Sterben in

Bern” Hörspiel nach der gleichnamigen Novelle

von Leo Tolstoi., ca. 115 Minuten

MAGAZIN

9.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Feature Ein Geschenk des Himmels. Thea und

Thao –die Geschichte einer deutsch-vietnamesischen

Freundschaft., ca. 31 Minuten

11.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Gesichter Europas Nicht nur Hinterland –Slawonien

in Kroatien., ca. 55 Minuten

18.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Feature Disruptor Amazon. Wie Zerstörung unser

Leben schöner machen soll., ca. 55 Min.

23.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Lange Nacht „Wir sind in unserer Haut gefangen”.

Eine Lange Nacht über die Familie Wittgenstein.

Von Barbara Giese,

ca. 175 Minuten

JAZZ /BLUES

22.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Atelier neuer Musik „Ich mische mich ein!”

Helmut Oehrings Komponieren für und mit Medien.

Mit Stefan Amzoll, ca. 45 Minuten

23.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Late Night Jazz Jazz aus Berlin: Hubert Nuss

Trio. Mit Ulf Drechsel, ca. 56 Minuten

ARD

8.50 (für HG) Die Pfefferkörner 9.20 (für HG)

Die Pfefferkörner 9.50 (für HG) Tagesschau

9.55 (für HG) Giraffe,Erdmännchen &Co.

10.45 (für HG) Hallo Schatz –Vom Plunder

zum Prachtstück 11.30 (für HG) Quarks im

Ersten 12.00 (für HG) Tagesschau 12.05 (für

HG) In aller Freundschaft –Die jungen Ärzte

12.55 (für HG) Tagesschau 13.00 (für HG) Die

Farben der Liebe. TV-Komödie, D2004 14.30

(für HG)Tagesschau 14.35 (für HG) Radsport:

Tour de France. 8. Etappe 17.40 (für HG) Tagesschau

17.45 (für HG) Aufstehen im Sitzen

18.30 (für HG) Sportschau 19.05 (für HG)

Das große Tabu 19.50 (für HG) Wetter vor acht

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Allmen und das Geheimnis

der Dahlien TV-Kriminalfilm, D2019

Mit Heino Ferch, Samuel Finzi, Andrea

Osvárt u.a. Regie: Thomas Berger

21.45 (für HG) Mord auf Shetland

Bedrohung.TV-Kriminalfilm, GB 2016

23.35 (für HG) Tagesthemen

0.00 (für HG) Inas Nacht

Gäste:Wolfgang Kubicki, Wladimir

Kaminer,Flo Mega,Michelle David &

The Gospel Sessions

1.00 (für HG) Allmen und das Geheimnis

der Dahlien TV-Kriminalfilm, D2019

RTL

7.05 Verdachtsfälle. Doku-Soap 8.00 Familien

im Brennpunkt. Doku-Soap 9.05 Familien im

Brennpunkt. Doku-Soap 10.05 Der Blaulicht-

Report 11.05 Der Blaulicht-Report 12.05 Der

Blaulicht-Report 13.00 Der Blaulicht-Report

14.00 Formel 1: Großer Preis von Großbritannien

14.45 Formel 1: Großer Preis von Großbritannien.

Qualifying.Aus Silverstone 16.15

Die Superhändler –4Räume, 1Deal. Alabaster-Figur

Madame Henry. Moderation: Sükrü

Pehlivan 16.45 Die Superhändler –4Räume,

1Deal.Moderation: Sükrü Pehlivan 17.45

Best of ...! Moderation: Angela Finger-Erben

18.45 aktuell 19.05 Life –Menschen, Momente,

Geschichten. Moderation: Annika Begiebing

20.15 Team Ninja Warrior Germany

Moderation: Laura Wontorra, Frank

„Buschi” Buschmann, Jan Köppen

In der letztenVorrunde wollen die Vorjahres-Sieger

„Magic Monkeys“ den

Titel verteidigen.

22.15 Showdown –Die Wüsten-Challenge

23.15 Showdown –Die Wüsten-Challenge

0.10 Team Ninja Warrior Germany

1.45 Hotel Verschmitzt –Auf die Ohren,

fertig,los!

2.40 Der Blaulicht-Report

4.20 Der Blaulicht-Report

TV-Tipps

ZDF

Sat.1

Anzeige

MDR WDR Arte

VOX, 20.15 UHR

prisma

TV-Magazin

15.55 Karel Gott –Ein Leben fürdie Musik 16.25

(für HG) Aktuell 16.30 (für HG) DasGeheimnis

des zweiköpfigen Drachen. Märchenfilm, CZ/SK

2018 18.00 (für HG) In besten Händen 18.15

(für HG) Unterwegs in Sachsen 18.45 (für HG)

Glaubwürdig 18.54 (für HG) Sandmann 19.00

(für HG) MDR Regional 19.30 (für HG) Aktuell

19.50 (für HG) Ein Sommer auf Hiddensee 20.15

(für HG)Schlager am Meer –Die Klubbb3 Strandparty

22.45 (für HG) Aktuell 22.50 Olafs Klub

23.35 Stars im Konzert 0.55 (für HG) Da wo die

Herzen schlagen. TV-Heimatfilm,A/D 2004

Bayern

16.00 (für HG) Rundschau 16.15 (für HG) Die

klugen Schwarzen 17.00 (für HG) Anna und

die Haustiere 17.15 Blickpunkt Sport 17.45

(für HG) Zwischen Spessart und Karwendel

18.30 (für HG) Rundschau 19.00 (für HG) Gut

zu wissen 19.30 (für HG) Kunst &Krempel

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 BR-Klassik.

Live 22.30 (für HG) Donna Leon. Venezianisches

Finale. TV-Kriminalfilm, D2003 23.55

(für HG) Der Teufelsgeiger. Biografie, D/I 2013

1.50 (für HG) Das schönste Geschenk meines

Lebens. TV-Romanze, D2003

Vox

12.50 Shopping Queen 13.50 Shopping Queen

14.50 Shopping Queen 15.50 Shopping Queen

16.55 Der Hundeprofi 18.00 hundkatzemaus

19.10 Tierbabys –süß und wild! 20.15 Mich

gibt's fünfmal! –Leben als Mehrling. Mich gibt's

fünfmal! –Leben als Mehrling 0.20 (für HG)

Medical Detectives –Geheimnisse der Gerichtsmedizin.

Pfad der Wahrheit 1.15 (für HG) Medical

Detectives –Geheimnisse der Gerichtsmedizin.

Schwarze Witwen 2.00 (für HG) Medical

Detectives –Geheimnisse der Gerichtsmedizin.

Zeugen der Anklage

Super RTL

15.25 Die Tomund Jerry Show 15.45 Die Tom

und Jerry Show 16.00 Die Tomund Jerry Show

16.40 Die Tomund Jerry Show 16.50 Die Tom

und Jerry Show 17.15 What's New Scooby-

Doo? 17.40 Inspector Gadget 18.10 AL-

VINNN!!! und die Chipmunks 18.40 Woozle

Goozle und die Weltentdecker 19.10 Bugs

Bunny &LooneyTunes 19.40 Angelo! 20.15

(für HG) Alvin und die Chipmunks –Der Kinofilm.

Familienfilm, USA 2007 22.00 Zufällig

verheiratet. Komödie, USA/USA 2008 23.40

Böse Mädchen 0.10 Infomercials

Sport1

9.30 Normal. Magazin der Arbeitsgemeinschaft

Behinderung und Medien 10.00 Teleshopping

12.00 Sport-Quiz 14.30 Find It,Fix It, Flog

It –Schätze aus der Scheune 15.30 Find It,Fix

It, Flog It –Schätze aus der Scheune 16.30

Find It, Fix It, Flog It –Schätze aus der Scheune

17.30 Find It, Fix It, Flog It –Schätze aus

der Scheune 18.30 Find It,Fix It, Flog It –

Schätze aus der Scheune 19.30 Motorsport:

Porsche Carrera Cup 20.00 Sport-Quiz 23.00

Caught –Ertappt. TV-Erotikfilm,USA 2014

DAS ERSTE, 20.15 UHR TV-KRIMINALFILM

Allmen und das Geheimnis der Dahlien

Ein neuer Fall für den Kunstdetektiv Johann Friedrich vonAllmen (Heino

Ferch): Auseiner Suiteindem Zürcher Nobelhotel, in dem der Lebemann abgestiegen

ist, istein wertvolles Dahlien-Gemälde gestohlen worden. Die exzentrische

BesitzerinDahlia Gutbauer wendet sichan„Allmen International Inquiries”

und scheut bei der Anwerbung nichtvor Erpressung zurück: Siedroht, Allmens

guatemaltekischen Butler Carlos bei der Ausländerbehörde anzuschwärzen. Das

freilich behält Allmen schönfür sich, als er Carlosden neuen Auftrag präsentiert.

Undder hatdurchauseigeneSorgen: Seine Lebensgefährtin MariaMoreno (Isabella

Parkinson) wurde kurz nach demRaubZeugin eines Mordes und muss deshalb

untertauchen. Zumdritten Malübernimmt HauptdarstellerHeino Ferchdie

Rolle des Rentiers und Kunstliebhabers Johann Friedrich von Allmen, den sein

ausschweifender Lebensstil zwingt,einem mehr oder weniger seriösen Gewerbe

nachzugehen. In weiteren Rollen amüsieren Samuel Finzi, KatharinaSchüttler,

Isabella Parkinson, UdoSamel und Erni Mangold.

(Dtl./2019)

RTL 2, 20.15 UHR HORRORTHRILLER

Die Frau in Schwarz 2: Engel des Todes

Während des zweiten Weltkriegs wird

eine Gruppevon Londoner Schulkindern

vorden deutschen Bomben aufdem

Land in Sicherheit gebracht. In Begleitung

ihrer Direktorin Jean Hogg und der jungen

Lehrerin EveParkins (PhoebeFox)ziehen

sie in dasverlassene „Eel March House“ im

Dorf Crythin Gifford. Schon bald wird deutlich,dassesindem

alten Gemäuer spukt:

Eine geheimnisvolle „Frau in Schwarz“ versucht,

die Kinder in ihrenBann zu ziehen.

Regisseur TomHarper inszenierte diese

Fortsetzungdes Überraschungserfolges„Die

Frau in Schwarz“,die diesem aber trotzguter

Besetzungweder filmisch noch kommerziell

das Wasser reichen kann.

(Gbr./USA/Kan./2014)

Foto: DasErste

Dienstag

neu!

Foto: RTL2

VOX, 20.15 UHR REPORTAGE

Mich gibt'sfünfmal! –Leben als Mehrling

Am21. Januar 1999 brachte Ursula BeutelspacherFünflinge zur Welt:Esther,

Silvana, Daniel, Christian und Johannes sind heute 19 Jahrealt.Von Geburt

an wurde ihr Lebenvon Kameras begleitet.Die Dokumentation lässt ihre Kindheit

und Schulzeit Revue passieren und gewährtdarüber hinauseinen Blickin

weitereLebenswelten vonKindern, die mit drei, vier oder sogarfünf gleichaltrigenGeschwistern

aufwachsen.Die Wahrscheinlichkeit,Vierlinge zu bekommen,

liegt bei1:640.000. Doch bei Lorena Ackerwurde 2018 ein noch seltenerer Fall

diagnostiziert: SieerwarteteeineiigeZwillinge im Doppelpack: zwei identische

Jungen und zwei identische Mädchen. Experten schätzen die Wahrscheinlichkeit

dafür bei 1:70 Millionen ein. Doch wassich nach einem Glücksfall anhörtist eine

großeHerausforderungfür die Familie,wie das Beispiel der Bürokauffrau Sabrina

Wiltingzeigt,der die Ärztewährend der Schwangerschaftzur „Reduktion“ rieten,

zurselektiven Abtreibung, um die Überlebenschancender anderen Babyszu

erhöhen. Sieentschiedsich dagegen,ebensowie RoksanaTemiz, deren Sechslingeheutezehn

Jahrealt sind. .

(Dtl./2018)

8.45 heute Xpress 8.50 (für HG) Bibi Blocksberg

9.15 (für HG) Bibi und Tina 9.40 (für HG)

Bibi und Tina 10.05 (für HG) Lassie 10.25

heute Xpress 10.30 (für HG) Notruf Hafenkante

11.15 (für HG) SOKO Stuttgart 12.00 heute

Xpress 12.05 (für HG) Menschen –das Magazin

12.15 (für HG) Bettys Diagnose 13.00 (für

HG) Kreuzfahrt ins Glück 14.25 (für HG) heute

Xpress 14.30 (für HG) Mit 80Jahren um die

Welt 15.15 (für HG) Mit 80Jahren um die Welt

16.00 (für HG) Bares für Rares 17.00 (für HG)

heute Xpress 17.05 (für HG) Länderspiegel

17.35 (für HG) plan b 18.05 (für HG) SOKO

Kitzbühel 19.00 (für HG) heute 19.25 (für HG)

Da kommst du nie drauf!

20.15 (für HG) Willkommen bei Carmen

Nebel Stars, Musikund Überraschungen

Mit IreenSheer,Ehrlich Brothers,

Michael Holm,Markus Wolfahrt,Lou

Bega,David Hasselhoff,Loona undMickie

Krause, Paul Potts, Ricchi ePoveri

22.45 (für HG) heute-journal

23.00 (für HG) Hitlerjunge Salomon

Drama, D/PL/F 1990

Mit Marco Hofschneider,Julie Delpy,

Hanns Zischler u.a.

0.50 (für HG) Jesse Stone: Totgeschwiegen

TV-Kriminalfilm, USA 2006

5.45 Die dreisten drei –Die Comedy-WG 6.05

Weibsbilder 6.35 Weibsbilder 7.05 Praxis Dr.

Dreesen –Ein Hof für Tiere 8.05 Der Welpentrainer

–Auf die Pfoten, fertig,los! 9.05 Haustier

sucht Herz 10.05 Das große Backen 12.20

Navy CIS. Ein offenes Buch. Krimiserie 13.15

Navy CIS. Der Hafenmörder.Krimiserie 14.10

Navy CIS. Spiel der Masken. Krimiserie 15.05

Navy CIS. Besser spät als nie.Krimiserie

16.05 Navy CIS. Schwanengesang.Krimiserie

17.00 Auf Streife –Die Spezialisten. Reportagereihe

18.00 Auf Streife –Die Spezialisten.

Reportagereihe 19.00 Grenzenlos –Die Welt

entdecken. Madeira –Insel des ewigen Frühlings

19.55 Nachrichten

20.15 Der König der Löwen

Zeichentrickfilm, USA 1994

Regie: Roger Allers, Rob Minkoff

Synchronsprecher: Frank-Lorenz Engel,

Julius Jellinek, Alexandra Wilcke,

Magdalena Turba, Wolfgang Kühne

22.00 Rush Hour

Actionfilm, USA 1998

Mit Jackie Chan, ChrisTucker,Ken

Leung u.a.Regie: Brett Ratner

0.05 Set Up Actionfilm, USA 2011

1.35 Time Bomb

TV-Thriller, CDN/USA 2006

11.30 (für HG) Die Sendung mit der Maus

12.00 (für HG) Markt 12.45 (für HG) Der beste

Deal 13.30 Das Beste im Westen 14.00 (für

HG) 2für 300 14.30 (für HG) Music Of the

Heart. Drama, USA 1999 16.30 (für HG) Wer

weiß denn sowas? 17.15 (für HG) Meisterküche

17.45 (für HG) Kochen mit Martina und

Moritz 18.15 (für HG) DerVorkoster 18.45 (für

HG) Aktuelle Stunde 19.30 (für HG) Lokalzeit

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für HG)

Kölner Lichter 2019. Live 0.05 Best of Kölner

Lichter –die schönsten Feuerwerke

NDR

14.25 (für HG) DieTricks der Getränkeindustrie

15.10 (für HG) Eine Reise durchs Memelland

15.55 (für HG) DieAnwälte. Selbstjustiz 16.40

(für HG) WaPo Bodensee. Die letzte Fahrt

17.30 (für HG) Tim Mälzer kocht! 18.00 (für

HG) Nordtour 18.45 (für HG) DAS! 19.30 Ländermagazine

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Tatort. Vergessene Erinnerung.

TV-Kriminalfilm,D2009 21.45 (für HG) NDR

Klassik Open Air: Cavalleria Rusticana –Der

Bajazzo. Oper 0.25 (für HG) Ein Leben für die

Traumfabrik 1.55 Artur Brauner

Kabel eins

15.30 Blue Bloods –Crime Scene New York

16.25 News 16.35 Blue Bloods –Crime Scene

NewYork 17.30 Blue Bloods –Crime Scene

NewYork 18.25 Blue Bloods –Crime Scene

NewYork 19.15 Blue Bloods –Crime Scene

NewYork 20.15 Hawaii Five-0. Der Parkplatzwächter

21.15 Hawaii Five-0. Eine haarigeAngelegenheit

22.20 Scorpion. Genies und Idioten

23.15 Criminal Minds: Beyond Borders. La Santa

Muerte 0.05 Hawaii Five-0. Der Parkplatzwächter

0.55 Hawaii Five-0. Eine haarigeAngelegenheit

1.45 Scorpion. Genies und Idioten

RTL 2

13.20 Die Schnäppchenhäuser –Jeder Cent

zählt 14.15 Der Trödeltrupp –Das Geld liegtim

Keller 15.15 Der Trödeltrupp –Das Geld liegtim

Keller 16.15 Zuhause im Glück–Unser Einzug in

ein neuesLeben 18.15 Zuhause im Glück–Unser

Einzug in ein neues Leben 20.15 Die Frau in

Schwarz 2: Engel des Todes. Horrorthriller,GB/

USA/CDN 2014 22.05 Game of Thrones–Das

Lied vonEis und Feuer 23.15 Game of Thrones –

Das Lied vonEis und Feuer 0.20 Chucky 2–Die

Mörderpuppe ist wieder da. Horrorfilm, USA

1990 1.50 Chucky 3. Horrorfilm, USA 1991

Eurosport 1

12.00 Radsport: Tour de France. 8. Etappe: Mâcon

–Saint-Étienne 17.30 Radsport: Tour de

Franceextra 17.40 Formel E: FIA-Meisterschaft.

Qualifikation 19.00 Universiade. Leichtathletik: 6.

Tag 20.30 EurosportNews 20.35 Radsport: Tour

de France Today 21.35 WATTS. Die Juli-Ausgabe

der Eurosport-Clipshow 21.45 Formel E: FIA-Meisterschaft

21.55 Formel E: FIA-Meisterschaft 22.55

Superbike: Weltmeisterschaft. 1. Rennen 0.00 EurosportNews

0.10 Radsport: Tour de France Today

1.05 Formel E: FIA-Meisterschaft

RBB

5.10 Berlin erwacht –Sommer 5.20 Panda,

Gorilla &Co. 6.10 Schloss Einstein 6.35

Schloss Einstein 7.00 Heimatjournal 7.25

Landschleicher 7.30 (für HG) Sehen statt Hören

8.00 Brandenburg aktuell /Abendschau 8.30

Brandenburg aktuell /Abendschau 9.00 Eine

Liebe in Afrika (1/2). TV-Melodram, D2003

10.30 Eine Liebe in Afrika (2/2). TV-Melodram,

D2003 12.05 Verrückt nach Meer 12.50 Verrückt

nach Meer 13.40 Wuhladko 14.10 Rund

um ... 17.25 Proschim –das letzte Dorf 17.55

Sandmann 18.00 rbb UM6 –Das Ländermagazin

18.30 rbb Kultur –Das Magazin 19.00 Heimatjournal

19.30 Brandenburg aktuell /Abendschau

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 Wilde Ostsee

Von Dänemark bis Lettland

Dokumentation

21.00 Wilde Ostsee

Von Estland bis Finnland

21.45 rbb24

22.00 Nord bei Nordwest Der Transport

TV-Kriminalfilm, D2017

Mit Hinnerk Schönemann, Henny

Reents, Marleen Lohse u.a.

23.30 Mädchen im Schaufenster

Drama, I/F 1961

0.55 Die Zeit dazwischen Drama, D2011

ProSieben

9.30 Last Man Standing 10.25 Baby Daddy

11.20 Superior Donuts. Zulassungsfehler.Comedyserie

11.45 Die Simpsons. Das große

Geldabzocken/Jack und der Rückgratzylinder/

Rektor Skinners Gespür für Schnee/Hallo, Du

kleiner Hypnose-Mörder/Die schlechteste Episode

überhaupt/Tennis mit Venus. Zeichentrickserie

14.35 Twoand aHalf Men. Mütter

an der Kletterwand/Sei stark, Wonder Woman!/Die

Männergruppe. Comedyserie 16.00

Style your Star –It'sAbout You 17.00 taff

weekend 18.00 Newstime 18.10 Die Simpsons.

Der Weingeist der Weihnacht/Der Mann,

der als Dinner kam. Zeichentrickserie 19.05

Galileo. Moderation: Funda Vanroy

20.15 Need for Speed

Actionfilm, USA/IND/GB/F/PHI 2014

Mit Aaron Paul, Dominic Cooper,

Imogen Poots, Ramon Rodriguez,

Michael Keaton, Scott Mescudi u.a.

Regie: ScottWaugh

22.45 Darts: World Series of Darts

German Masters

Aus der Lanxess Arena in Köln

1.05 Meine Frau, die Spartaner und ich

Komödie, USA 2008

2.30 Runner Runner

Thriller,USA 2013

10.45 (für HG) Die Wüstenschule 11.30 (für

HG) Naturparadiese mit Zukunft 14.25 Tierisch

urban 16.45 Könige des Himmels –Seeadler

17.30 Arte Reportage 18.25 (für HG) 360° –

Geo Reportage 19.10 Arte Journal 19.30 Fahrt

ins Risiko 20.15 Wenn die Vulkane erwachen.

Dokumentarfilm,F2012 21.40 Im Schatten

des Supervulkans –Droht ein neues Pompeji?

22.35 RisikoVulkan –Der Feuerberg von Java

23.30 (für HG) Naturparadiese mit Zukunft

0.15 KurzSchluss 1.10 Die künstlichen Stimmungen.

Drama, P2017 1.35 Arte Journal

3Sat

8.05 Die Tragödie von Romeo und Julia 11.00

Schwanensee 13.15 Simon Rattle dirigiert die

Berliner Philharmoniker in Luzern 2017 15.00

Galakonzert der Wiener Philharmoniker 16.30

Tosca 18.30 Il Trovatore 21.05 Klassik am

Odeonsplatz 2019. Peter Iljitsch Tschaikowsky:

„Eugen Onegin“,op. 24. 1. Akt /Richard Rogers:

„You’ll never walk alone“ /Peter Iljitsch

Tschaikowsky: Sinfonie Nr.5e-Moll, op. 64

22.55 Carl Orff: Carmina Burana 0.05 Das

English National Ballet tanzt Giselle 1.40 Il Trovatore

4.15 Carl Orff: Carmina Burana

Phoenix

10.00 China –Von besonderen Begegnungen

10.45 (für HG)Wildes Indochina 11.30 Boomtown

Belfast 12.15 Angriff auf die Demokratie –

Wurde der Brexit gekauft? 13.00 phoenix plus

14.15 Zu Gast in ... 15.45 Zu Gast in Frankreich

16.30 Zu Gast in ... 17.15 (für HG) Kinabatangan,

der Amazonas des Ostens 19.30 Die

Hüter vom Krüger-Nationalpark 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 Claude Dornier –Pionier der

Luftfahrt. Dokumentarfilm, D2018 21.45 Von

der Elbe andie Adria 23.15 ZDF-History 0.00

(für HG) Geheimbünde 2.15 ZDF-History

Kika

11.45 (für HG) Schmatzo –Kochen mit WOW

12.00 Die unglaublichen Abenteuer von Blinky

Bill 12.45 Marcus Level 13.35 (für HG) Familienchaos

–All Inclusive. Familienfilm, S2012

15.00 (für HG) Geronimo Stilton 15.45 Sherlock

Yack –Der Zoodetektiv 16.35 Tierdetektive

17.00 (für HG) Timster 17.15 The Garfield

Show 18.05 Bobby &Bill 18.20 Sam 18.40

Jim Hensons: Doozers 18.50 Sandmann

19.00 Das Dschungelbuch 19.25 (für HG)

Checker Tobi 19.50 (für HG) logo! 20.00 (für

HG) KiKA Live 20.10 Checkpoint

Dmax

14.15 Slobby's World –Verrückte Retro-Welt

14.45 VintageTech Hunters –Technik mit Kultfaktor!

15.15 Repair Shop –Kaputt gibt's nicht

16.15 Männer(t)räume 17.15 Die Raritäten-

Jäger 18.15 Die Beckenbauer –Pools der Superlative

19.15 Die Thekenbauer 20.15 Die

Modellbauer 21.15 Die Modellbauer 22.15

Sinking Cities –Wettlauf gegen die Flut 23.15

Strange Evidence –Unglaubliche Aufnahmen

0.15 UFOs –Zwischen Wahrheit und Verschwörung

1.10 Die geheimen Akten der NASA


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 31

· ·

·······················································································································································································································································································

TV-Programm am Sonntag

ARD

9.00 (für HG) Tiere bis unters Dach 9.30 (für

HG) Die Sendung mit der Maus 10.03 (für HG)

Immer wieder sonntags 12.03 (für HG) Presseclub

12.45 (für HG) Europamagazin 13.15 (für

HG) Tagesschau 13.30 (für HG) Glück auf vier

Rädern. TV-Komödie, D2006 15.00 (für HG)

Radsport:Tour de France. 9. Etappe: Saint-

Étienne –Brioude (170 km) 17.30 (für HG)

Damit Du weißt, wer ich war 18.00 (für HG)

Sportschau. Stephanie Müller-Spirra 18.30

(für HG) Bericht aus Berlin 18.50 (für HG)

Weltspiegel-Reportage. Australien –Dingos

oder Schafe?: Überleben am längsten Zaun

der Welt 19.20 (für HG) Weltspiegel 20.00 (für

HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Tatort Familien

TV-Kriminalfilm, D2018

Mit Klaus J.Behrendt,Dietmar Bär,

Christoph Bertram u.a.

21.45 (für HG) Mord auf Shetland

Erlösung.TV-Kriminalfilm, GB 2016

23.40 (für HG) Tagesthemen

0.00 (für HG) ttt –titel, thesen,

temperamente

0.30 (für HG) Paradies: Glaube

Drama, A/D/F 2012

2.20 (für HG) Mord auf Shetland

Erlösung.TV-Kriminalfilm, GB 2016

RTL

6.05 Familien im Brennpunkt. Doku-Soap

7.05 Die Superhändler –4Räume, 1Deal.

Moderation: Sükrü Pehlivan 8.05 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal. Moderation: Sükrü

Pehlivan 9.05 Undercover Boss. MeinFernbus

FlixBus 10.05 Undercover Boss. Dormero Hotels

11.05 Schlager sucht Liebe 12.05 Die

25... 14.00 Formel 1: Großer Preis von Großbritannien.

Countdown inkl. Formel-2-Highlights

15.00 Formel 1: Großer Preis von Großbritannien.

Das Rennen. Aus Silverstone 16.45

Formel 1: Großer Preis von Großbritannien.

Siegerehrung und Highlights 17.15 Explosiv –

Weekend 17.45 Exclusiv –Weekend 18.45

aktuell 19.05 Comeback oder weg?

20.15 (für HG) Ant-Man

Sci-Fi-Film, USA/GB 2015

Mit Paul Rudd, Michael Douglas,

Evangeline Lilly,Corey Stoll, Bobby

Cannavale, Michael Peña u.a.

Regie: Peyton Reed

22.30 (für HG) James Bond 007 –Lizenz

zum Töten

Agentenfilm, GB/USA 1989

Mit Timothy Dalton,Carey Lowell u.a.

0.55 (für HG) Ant-Man

Sci-Fi-Film, USA/GB 2015

Mit Paul Rudd, Michael Douglas u.a.

ZDF

Sat.1

TV-Tipps RBB

Tagesschau 24

MDR WDR Arte

16.20 (für HG) Aktuell 16.25 (für HG) Adelsgärten

und Parks von oben 17.10 (für HG) In

aller Freundschaft –Die jungenÄrzte 18.00

(für HG) Aktuell 18.05 (für HG) In aller Freundschaft

18.52 (für HG) Sandmann 19.00 (für

HG) MDR Regional 19.30 (für HG) Aktuell

19.50 (für HG) Kripo live 20.15 (für HG) Legenden

21.45 (für HG) Aktuell 22.00 (für HG)

MDR Zeitreise 22.30 Deutschland, deine

Schlager 23.15 Der rote Elvis. Dokumentarfilm,

D2007 0.45 (für HG) Kripo live 1.10 (für

HG) Die Stars der Goldenen Henne 2019

Bayern

16.15 (für HG) Unser Land 16.45 (für HG)

Euroblick 17.15 (für HG) Schuhbecks 17.45

Regional 18.30 (für HG) Rundschau 18.45

(für HG) Bergauf, bergab 19.15 (für HG) Unter

unserem Himmel 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) ChiemgauerVolkstheater

21.45 (für HG) Rundschau Sonntags-Magazin

22.00 Bayerischer Sportpreis 2019 23.30 (für

HG) Auf bairisch g'lacht! 0.15 (für HG) Tigermännchen

sucht Tigerweibchen. Komödie, D

2003 1.40 (für HG) Schuhbecks 2.10 (für HG)

Unter unserem Himmel

Vox

10.05 Criminal Intent –Verbrechen im Visier

10.55 Mich gibt's fünfmal! –Leben als Mehrling

15.10 (für HG)After Earth. Actionfilm, USA

2013 17.00 auto mobil 18.10 Biete Rostlaube,

suche Traumauto 19.10 Hot oder Schrott –Die

Allestester 20.15 Promi ShoppingQueen. Motto:

Shine on –Kreiere einen Look mit fließenden

Stoffen wieSatin oder Seide! 23.20 Prominent!

0.05 (für HG) Medical Detectives –Geheimnisse

der Gerichtsmedizin. Im Netz der Verführung

1.05 (für HG)MedicalDetectives –Geheimnisse

der Gerichtsmedizin. Ohne Geständnis

Super RTL

16.00 Zig &Sharko –Meerjungfrauen frisst

man nicht! 16.25 Zig &Sharko –Meerjungfrauen

frisst man nicht! 16.50 Zig &Sharko –

Meerjungfrauen frisst man nicht! 17.15 What's

New Scooby-Doo? 17.40 Inspector Gadget

18.10 ALVINNN!!! und die Chipmunks 18.40

Woozle Goozle 19.10 Bugs Bunny und Looney

Tunes 19.40 Angelo! 20.15 Von Frau zu Frau.

Komödie, USA 2007 22.10 Murder She Solved

–Frauen auf Täterjagd 23.05 Murder She

Solved –Frauen auf Täterjagd 0.05 Infomercials

Sport1

13.00 Die PS-Profis –Mehr Poweraus demPott.

Ein Luxus-SUV für 20 Mille 15.00 Hamburger

Autoperlen. Ein Spezialauftrag für Kasi 16.00

Hamburger Autoperlen 16.45 Fußball: Testspiel

19.00 E-Sports: EA Sports FIFA Global Series.

FIFAPlaystation Play-offs: 3. Tag 20.00 Baseball:

MLB. Regular Season: Philadelphia Phillies –Washington

Nationals 22.15 Die PS-Profis–Mehr

Poweraus demPott. Barbara will einen Franzosen

23.00 Motorsport –Porsche GT Magazin

23.30 Die PS-Profis Schule 0.00 Sport-Clips

9.30 (für HG) Katholischer Gottesdienst 10.15

(für HG) Bares für Rares –Lieblingsstücke

11.45 heute Xpress 11.50 (für HG) ZDF-Fernsehgarten

14.00 Duell der Gartenprofis 14.45

(für HG) heute Xpress 14.50 (für HG) Zugelassen

–Gib der Liebe eine Chance. Liebeskomödie,

USA 2013 16.30 (für HG) planet e. Abgassünder

Diesel –Freie Fahrt inden Export

17.00 (für HG) heute 17.10 (für HG) Sportreportage

18.00 (für HG) ZDF.reportage. Wolf im

Fadenkreuz –Zwischen Wut und Gelassenheit

18.30 (für HG) Terra Xpress 19.00 (für HG)

heute 19.10 (für HG) Berlin direkt –Sommerinterview.

Gast: Markus Söder (CSU-Vorsitzender)

19.30 (für HG) Planet der Vulkane

20.15 (für HG) Ein Sommer im Allgäu

TV-Melodram, D2017

Mit Jennifer Ulrich,Philipp Hochmair,

Michaela May u.a.

Regie: Jeanette Wagner

21.45 (für HG) heute-journal

22.15 Anna Netrebko inder Arena di

Verona: „IlTrovatore”

Oper,I2019

23.55 ZDF-History

London in Flammen –Das große Feuer

von 1666. Dokumentationsreihe

0.40 heute Xpress

5.35 Watch Me –das Kinomagazin 5.50 Navy

CIS. Ein offenes Buch. Krimiserie 6.35 Navy

CIS. Der Hafenmörder.Krimiserie 7.30 Navy

CIS. Spiel der Masken. Krimiserie 8.25 Navy

CIS. Besser spät als nie.Krimiserie 9.20 Navy

CIS. Schwanengesang.Krimiserie 10.15 Die

Unglaublichsten ... 12.35 Knallerfrauen 13.05

Was für ein Jahr! 14.25 Rush Hour. Actionfilm,

USA 1998. Mit Jackie Chan,Chris Tucker,Ken

Leung 16.10 Der König der Löwen. Zeichentrickfilm,

USA 1994. Regie: Roger Allers, Rob

Minkoff 17.55 Julia Leischik sucht: Bitte melde

Dich. Moderation: Julia Leischik 18.55 Julia

Leischik sucht: Bitte melde Dich. Moderation:

Julia Leischik 19.55 Nachrichten

20.15 Allied –Vertraute Fremde

Agentenfilm, GB/USA 2016

Mit Brad Pitt, Marion Cotillard, Jared

Harris, Simon McBurney, Lizzy Caplan,

Matthew Goode, August Diehl u.a.

Regie: Robert Zemeckis

22.45 Gangster Squad

Actionthriller,USA 2013

Mit Sean Penn, Ryan Gosling,Josh

Brolin, Emma Stone u.a.

0.55 Allied –Vertraute Fremde

Agentenfilm, GB/USA 2016

Mit Brad Pitt, Marion Cotillard u.a.

14.45 (für HG) Pferdesport: CHIO Aachen. Voltigieren,

Nationenpreis. Aus der Aachener Soers

16.30 Erlebnisreisen 16.45 (für HG) Rentnercops

17.30 (für HG) Rentnercops 18.15

(für HG) Tiere suchen ein Zuhause 19.10 (für

HG) Aktuelle Stunde 19.30 (für HG) Lokalzeit-

Geschichten 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15

(für HG) Wunderschön! 21.45 (für HG) Lichters

Schnitzeljagd 22.30 (für HG) Ohne Schnitzel

geht es nicht 23.15 Dittsche –Das wirklich

wahre Leben. Live 23.45 (für HG) So lacht

NRW 1.15 Rockpalast

NDR

14.45 (für HG) Mein Traum vom Hof 15.30 (für

HG) Klosterküche –Kochen mit Leib und Seele

16.00 Lieb und teuer 16.30 Sass: So isst der

Norden 17.00 Bingo! 18.00 (für HG) Rund um

den Michel 18.45 (für HG) DAS! 19.30 Ländermagazine

20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Auf dem Wasser durch den

Norden 21.45 (für HG) Kaum zu glauben!

22.45 Gute Frage 23.20 (für HG) Pflaume feiert

Dieter Hallervorden 0.05 Dittsche –Das

wirklich wahre Leben 0.35 Die Erbschaft 1.30

(für HG) Rund um den Michel

Kabel eins

8.15 Blue Bloods –Crime Scene NewYork

9.10 Mein Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt

12.00 Mein Lokal,Dein Lokal –Der Profi

kommt 14.00 Abenteuer Leben Spezial 16.00

News 16.10 Rosins Restaurants –Ein Sternekoch

räumt auf! 18.15 Die Sommertrends

2019 20.15 Abenteuer Leben Spezial. Weltreise

zu unseren Lieblingsgerichten 22.20 Abenteuer

Leben am Sonntag. Das große Foodtruck-Duell

0.15 Mein Revier. Ordnungshüter

räumen auf 2.15 Achtung Kontrolle! Wir kümmern

uns drum. Renitenter Schwarzfahrer

RTL 2

11.15 Die Schnäppchenhäuser –Der Traum vom

Eigenheim 12.15 Die Schnäppchenhäuser –Der

Traum vomEigenheim 13.15 Die Schnäppchenhäuser

–Jeder Cent zählt 14.15 Zuhause im

Glück –UnserEinzug in ein neues Leben 16.15

Der Trödeltrupp –Das Geldliegt im Keller 17.15

Mein neuer Alter 18.15 GRIP –Das Motormagazin

20.15 Verliebt in die Braut. Liebeskomödie,

USA/GB 2008 22.20 All Inclusive. Komödie,

USA 2009 0.35 The Hills Have Eyes –Hügel der

blutigen Augen. Horrorthriller,USA/F2006 2.25

13 Sins. Horrorthriller,USA 2014

Eurosport 1

12.55 Radsport: Tour de France. 9. Etappe:

Saint-Étienne –Brioude 17.30 Radsport: Tour de

France extra 18.00 Formel E: FIA-Meisterschaft

18.40 Motorsport: Porsche Supercup 19.00

Leichtathletik: Diamond League 19.55 Eurosport

News 20.05 Radsport:Tour de FranceToday

21.00 Formel E: FIA-Meisterschaft 21.55 Formel

E: FIA-Meisterschaft. Letztes Saisonrennen

22.55 Superbike: Weltmeisterschaft. 2. Rennen

0.05 EurosportNews 0.10 Radsport: Tour de

France Today 1.00 Formel E: FIA-Meisterschaft

SAT.1, 20.15 UHR AGENTENFILM

Allied –Vertraute Fremde

ImJahr 1942 lernen sich während eines EinsatzesinCasablanca der kanadische

Geheimdienstoffizier Max(Brad Pitt) und die französische Résistance-Kämpferin

Marianne (Marion Cotillard) kennen. Zwei Jahrespäter kommteszueinem

Wiedersehen in London, und die beiden heiraten. Ihr TochterAnnakommtwährend

eines deutschen Bombenangriffszur Welt.DochGlück istder kleinen Familie

nicht beschieden: Die SpionageabwehrinformiertMax,dassMarianne im

Verdacht steht, für die Deutschen zu arbeiten. Nach dem ersten Schock istMax

entschlossen, die Wahrheit ans Lichtzubringen, schonweil vonihm erwartet

wird,Marianne selbstzuexekutieren, wenn sichder Verdacht bestätigen sollte.

Eine wahrhaft stürmische Romanze, inszeniertvon Robert Zemeckis („Zurückin

die Zukunft“), der hier zur Abwechslungauf digitalen Filmzauber verzichtete.

(Gbr./USA/2016)

Foto: Sat.1

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Probieren Sie Ihr Glück

am 10.August 2019

Anmeldung unter:

www.berliner-zeitung.de/lesertag

MDR, 23.15 UHR

SUDOKU

NORMALVARIANTE –MITTEL mittel

9 2 6

3

4 1 9 5

7 3

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5 8 4

7

3 6 1 8

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MitDIAGONALEN MIT –SCHWER -schwer

7 9

5 6

4

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7

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1

8 5 6

AUFLÖSUNG Auflösung

vom VOM 12.7.2019 XX. 2019

MITTEL mittel

6 2 4 1 5 3 9 7 8

1 9 8 7 6 2 5 4 3

7 3 5 4 9 8 2 1 6

5 8 3 2 7 9 1 6 4

4 7 6 5 3 1 8 2 9

2 1 9 6 8 4 3 5 7

9 5 2 3 4 6 7 8 1

8 4 7 9 1 5 6 3 2

3 6 1 8 2 7 4 9 5

AUFLÖSUNG

Auflösung

vom

VOM

12.7.2019

XX. 7. 2019

SCHWER schwer

2 7 4 1 9 5 3 8 6

5 8 1 2 3 6 9 7 4

6 9 3 8 4 7 2 1 5

8 5 7 6 2 1 4 3 9

4 3 2 9 5 8 1 6 7

1 6 9 3 7 4 5 2 8

3 1 8 4 6 9 7 5 2

7 4 6 5 1 2 8 9 3

9 2 5 7 8 3 6 4 1

5.50 SOS –Petterohne Netz. Familienfilm, N

2005 7.15 tierisch gut! 8.00 Brandenburg aktuell

/Abendschau 8.30 Brandenburg aktuell /

Abendschau 9.00 (für HG) Der braveSoldat

Schwejk. Komödie, D1960 10.35 (für HG) Italienreise

–Liebe inbegriffen. Liebeskomödie, D

1958 12.10 Alles Klara 12.55 Rentnercops

13.45 Spree-Spaziergänge 14.00 Tierarztgeschichten

14.45 Zwei am großen See –Die Eröffnung.

TV-Komödie, D2005 16.15 In aller

Freundschaft–Die jungenÄrzte 17.05 In aller

Freundschaft 17.50 Sandmann 18.00 rbb

UM6 –Das Ländermagazin 18.30 Gartenzeit

19.00 Die Spur der Täter 19.30 Brandenburg

aktuell /Abendschau 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 Wer weiß denn sowas?

Kandidaten: Mike Krüger, Torsten Sträter

Moderation: Kai Pflaume

21.00 Wer weiß denn sowas?

Kandidaten: Jürgen Tarrach, Oliver Korittke

21.45 rbb24

22.00 Ein Sommer an der Spree

Von Köpenick bis Spandau

22.45 Das „Bel Ami” –Eine Ehe im Rotlicht

Dokumentarfilm, D2014

0.00 Proschim –das letzte Dorf

0.30 Weltspiegel

Tunesien: Die Touristen kehren zurück

ProSieben

5.40 Mom. Wenn zwei sich streiten, sträubt

sich die Dritte 5.55 Twoand aHalf Men. Mütter

an der Kletterwand/Sei stark, Wonder Woman!/Die

Männergruppe. Comedyserie 7.10

Fresh off the Boat. Der goldene Suppentopf/

Läuse für alle. Comedyserie 8.00 Eine schrecklich

nette Familie. Marcys Schuss in den Ofen/

Der Mann im Dunkel. Comedyserie 8.55 Galileo

11.50 Arthur. Komödie, USA 2011 13.55

Runner Runner. Thriller,USA 2013 15.35

Need for Speed. Actionfilm, USA/IND/GB/F/

PHI 2014. Mit Aaron Paul, Dominic Cooper,

Imogen Poots 17.55 Newstime 18.05 Galileo

360°. Ranking: Verrückte Geschäftsideen

19.05 Galileo. Moderation: Stefan Gödde

20.15 Deepwater Horizon

Katastrophenfilm, HK/USA 2016

Mit Mark Wahlberg,Kurt Russell, John

Malkovich, Gina Rodriguez, Dylan

O’Brien, Kate Hudson u.a.

Regie: Peter Berg

22.25 Prometheus –Dunkle Zeichen

Sci-Fi-Film, USA/GB 2012

Mit Noomi Rapace, Michael Fassbender,

Charlize Theron, Idris Elba u.a.

Regie: Ridley Scott

0.45 Deepwater Horizon

Katastrophenfilm, HK/USA 2016

12.25 Das Wesen der Wale 13.10 (für HG)

Ozeanriesen 14.00 (für HG) Ozeanriesen

14.55 (für HG) John und Yoko. Dokumentarfilm,

GB 2018 16.25 Zoom auf Mexiko 17.25

Déjà-vu 17.55 Montero spielt Montero 18.40

(für HG) Zu Tisch ... 19.10 Arte Journal 19.30

Geo Tour Schwerpunkt: Summer of Freedom

20.15 (für HG) Der Club der toten Dichter.

Drama, USA 1989 22.20 (für HG) Birdy. Drama,

USA 1984 0.15 Monsieur Butterfly –Barrie

Kosky,Opernmagier 1.10 Jubiläumskonzert

Verbier Festival 1.55 Arte Journal

3Sat

12.30 Heidi. Heimatfilm,CH1952 14.05 (für

HG) Krambambuli. TV-Literaturverfilmung,A/D

1998 15.40 (für HG) Die Schwarzen Brüder.

Historienfilm, D/CH 2013 17.15 (für HG) Das

fliegende Klassenzimmer. Jugendfilm, D1973

18.45 Der Hauptmannvon Köpenick. Tragikomödie,

D1956 20.15 Homo Faber. Drama, D/

GR/F/GBA/GB 1991 22.05 (für HG) Schweigeminute.

TV-Drama, D/DK 2016 23.30 (für HG)

Die Blechtrommel (Director's Cut). Literaturverfilmung,D/F/PL/JUG

1979/2010 2.10 (für

HG) Schweigeminute. TV-Drama, D/DK 2016

Phoenix

13.00 die diskussion 14.00 (für HG) Geheimbünde

16.15 ZDF-History 17.00 Claude Dornier

–Pionier der Luftfahrt. Dokumentarfilm, D

2018 18.30 Vonder Elbe an die Adria 20.00

(für HG) Tagesschau 20.15 Frankreichs schönste

Küsten. Dokumentarfilm, F2012 21.00 Dokumentation

21.45 Die Provence –Frankreichs

leuchtender Süden 22.30 Büffeln im Busch –

Ein Internat für Simbabwes Zukunft? 23.15 Dokumentation

0.00 die diskussion 1.00 HARZlich

willkommen 1.15 Frankreichs schönste

Küsten. Dokumentarfilm, F2012

Kika

11.30 (für HG) Die Maus 12.00 (für HG) Die

drei Federn. TV-Märchenfilm, D2014 13.00

(für HG) Hanni &Nanni. Familienfilm, D2010

14.20 Nils Holgersson 15.10 (für HG) Yakari

15.45 SimsalaGrimm 16.35 (für HG) Anna

und die wilden Tiere 17.00 (für HG) 1, 2oder

3 17.30 The Garfield Show 18.05 Bobby &

Bill 18.20 Sam 18.40 Jim Hensons: Doozers

18.50 Sandmann 19.00 Das Dschungelbuch

19.25 (für HG) pur+ 19.50 (für HG) logo!

20.00 (für HG) Erde an Zukunft 20.15 Stark!

20.30 (für HG) Schau in meine Welt!

Dmax

10.15 Outback Truckers 14.15 Die Schatzsucher

–Goldrausch in Alaska 16.15 Die Schatzsucher

–Goldrausch in Alaska 17.15 Der Geiger

–Boss of Big Blocks 18.15 Steel Buddies

–Stahlharte Geschäfte 20.15 Alaskan

Bush People 21.15 Australian Gold –Schatzsuche

Down Under 22.15 Outback Opal Hunters

–Edelsteinjagd in Australien 23.15 Die

Blockhaus-Profis 0.15 Die Schatzsucher –

Goldrausch in Alaska 1.10 Australian Gold –

Schatzsuche Down Under

12.00 Tagesschau-Nachrichten 12.15 Mex –Das

Marktmagazin 13.00 Tagesschau-Nachrichten

13.15 Die Story 14.00 Tagesschau-Nachrichten

14.15 Presseclub 15.00 Tagesschau-Nachrichten

15.30 Europamagazin 16.00 Tagesschau-Nachrich

ten 16.30 Wie geht das? 17.00 Tagesschau-Nach

richten 17.30 Re: 18.00 Tagesschau-Nachrichten

18.30 extra 3Spezial 19.00 Tagesschau-Nachrich

ten 19.30 Typisch! 20.00 Tagesschau 20.15 Die

Kanzlerin –Angela Merkel 21.02 AngelaMerkel:

DieUnerwartete. Dokumentarfilm, D2015 22.32

Berichtaus Berlin 22.50 Echtes Leben 23.20 We

spiegel 0.00 Tagesthemen 0.20 Presseclub 1.02

Extra 1.15 DieKanzlerin–Angela Merkel

ONE

12.10 Quarks 12.55 Radsport: Tour de France. 9

Etappe:Saint-Étienne –Brioude(170km) 15.05

Bauchtanz 15.20 Bauerfeind –Die Show zurFrau

16.05 kinokino shortcuts 16.10 Die Kanzlei

17.00 Die Kanzlei 17.45 Die Kanzlei 18.35 Die

Kanzlei 19.25 Die Kanzlei 20.15 DerHodscha un

diePiepenkötter. TV-Komödie, D2016.Mit Hilmi

Sözer,Anna Stieblich, Damian Hardung 21.45 Tatort.

Familien. TV-Kriminalfilm, D2018 23.15 Hust

le –Unehrlich währtamlängsten 0.05 Tatort. Familien.TV-Kriminalfilm,

D2018 1.35 Sommerhäuser.

Drama, D2017 3.05 Comedy Cuisine 3.50

Bauerfeind –Die Show zurFrau 4.35 Carolin Kebe

kus: PussyTerror TV

ZDF NEO

12.10 TerraX12.55 TerraX13.40 TerraX14.20

TerraX15.05 Die glorreichen1015.50 An Tagen

wie diesen 16.35 SketchHistory 17.00 Death in

Paradise 18.45 (für HG)Lewis. Heimliche Spiele.

TV-Kriminalfilm, GB 2012 20.15 Marie Brand und

der schöne Schein. TV-Kriminalfilm, D2015. Mit

MarieleMillowitsch,HinnerkSchönemann, Thoma

Heinze 21.45 EinTaunuskrimi. TV-Kriminalfilm, D

2014 23.15 (für HG)Ein starkesTeam. Blutige

Ernte. TV-Kriminalfilm, D2007 0.45 Marie Brand

undder schöne Schein. TV-Kriminalfilm, D2015

2.10 (für HG) Lewis. Heimliche Spiele. TV-Krimina

film, GB 2012 3.40 (für HG)Inspector Barnaby.

Die tote Königin. TV-Kriminalfilm, GB 2006

ZDF INFO

6.15 Firmen am Abgrund 7.00 ZDF-History 7.45

Game of Drones 8.30 WasspieltDeutschland?

9.15 Die Nintendo-Story 9.45 (für HG)Früherwar

alles besser! Oder?–Vonden 50ernbis zu den

80ern 10.30 Das wardannmal weg 12.45 ZDF-

History 13.30 The True StoryofMadonna 14.15

ZDF-History 15.45 (für HG)Früher waralles besser!

Oder? –Von den 50ernbis zu den80ern

16.30 Das wardannmal weg 18.00 Die 80er –

Das explosiveJahrzehnt 20.15 Die 90er –Jahrzehnt

der Chancen 22.30 Das wardann mal weg

0.45 Die 80er –Das explosive Jahrzehnt 3.00 Da

wardann mal weg 4.15 Die 90er–Jahrzehnt der

Chancen

Radio

KLASSIK

9.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Bachkantate „Ein ungefärbt Gemüte”, Kantat

zum 4. Sonntag nach Trinitatis BWV 24,

ca. 30 Minuten

11.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Sonntagskonzert Mit Werken von Brahms, Re

ger, W.A. Mozart, Bizet, Weber,Dvorák,

ca. 176 Minuten

15.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Die Berliner Philharmoniker Zeitgeist: Karajan,

der Schallplatten-Ingenieur.Von Kai Luehrs-Kaiser,ca.

116 Minuten

15.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Interpretationen Wo Geiger von der Bratsche

träumen.William Waltons Konzert für Viola un

Orchester.ca. 115 Minuten

20.03 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Brandenburgische Sommerkonzerte Mit Werken

von Rosenmüller,Piccinini, J.Ph. Krieger,

Scheidt, Bernhard, Corradini, Frescobaldi,

Monteverdi, ca. 117 Minuten

20.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Berliner Philharmoniker Mit Werken von Men

delssohn,Szymanowski, Berio, Bruckner,

ca. 176 Minuten

21.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Acappella –Festival Leipzig 2019 Polyphones

Kaleidoskop., ca. 115 Minuten

HÖRSPIEL

8.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

„Der kleine dicke Ritter”,ca. 55 Minuten

MAGAZIN

9.30 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Essay und Diskurs Neuer Antisemitismus –

Befund, Analyse, Verstehen (5/6). Rap –ein

Zerrbild der Gesellschaft?, ca. 30 Minuten

13.30 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Zwischentöne Musik und Fragen zur Person.

Mit Reinhard Löwenstein (Winzer), ca. 90 Min

14.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Feature Draußen. Vom Leben wohnungsloser

Familien in Berlin., ca. 56 Minuten

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Freistil Kosmos Bürgersteig. Spaziergänge um

den Block oder VomAufgehen der Augen. Von

Egon Koch, ca. 55 Minuten

JAZZ /BLUES

15.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Rock et cetera Auf den Schwingen bunter

Gedanken. Die Pop-Poesie der Band Albert

Luxus. Von Fabian Elsäßer,ca. 55 Minuten

23.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Late Night Jazz Jazz-Diskothek –News from

Jazz &Blues. Mit Ulf Drechsel, ca. 56 Minuten


Berliner Zeitung · N ummer 160 · 1 3./14. Juli 2019 – S eite 32 *

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Panorama

LEUTE

NACHRICHTEN

Oliver Pocher,inden 2000er-Jahren

Sidekick vonHarald Schmidt und

zuletzt Siebter bei der B-Promi-

Tanzshow„Let’s Dance“, hat es wieder

in die Schlagzeilen geschafft.

Steigbügelhalter erneut: BorisBecker.Seit

Jahren wärmt der Comedian

immer wieder einen alten Streit

mit der Tennis-Legende auf. AufInstagram

teilte er nun mit, dass er sich

bei der Zwangsversteigerung vonBeckers

Habseligkeiten zwei Pokale für

insgesamt 25 000 Euro gesichert

habe,für den „guten Zweck“, wie er

süffisant schrieb.Ein mittelmäßiges

Immitations-Video,das Pocher gesternnachlieferte,lässt

vermuten,

dass der Komiker gerne weiter auf

der Becker-Welle surfen würde.

Michael Wendler,der in den 2000er-

Jahren Erfolg als Schlagersänger

hatte und 2016 bei „Let’s Dance“

Neunter wurde,surft schon eine

Weile auf der „Neue junge Freundin“-Welle.Zudiesem

Zweck zogder

47-Jährige auch mit seiner Laura(18)

ins „Sommerhaus der Stars“ vonRTL

–eine ArtDschungelcamp in der C-

Promis zwar keine Maden essen, dafür

aber ihrePartner mitbringen

müssen. Als der Sender die Teilnehmer

vorAusstrahlungsstartam23.

Juli zum Thema Nacktheit im TV befragte,zeigte

„der Wendler“ seine

Grenzen auf. Daswerde es bei ihm

nicht geben –und schob nach: auch

bei seiner Lauranicht. Darauf werde

er achten. Merkwürdig väterlich.

MileyCyrus beweist den beiden Herrenoben

hingegen, dass Erfolg in den

2000ernkein Grund ist,

heute kein A-Promi zu sein.

Ihre EP„She is coming“ bekam

gute Kritiken und

auch intellektuell hat die

26-Jährige offenbar einiges

beizutragen: Seit

Jahren setzt sich die

Sängerin für Frauenrechte

und gegen den

Klimawandel ein. Nun

verkündete sie,keine

Kinder in dieWelt setzenzuwollen,

so lange

der Planet derart„runtergerockt“

ist –bedrückend

konsequent. (dma.)

Bei Mileyist nur die Hose abgerockt,

nicht die Karriere. AFP

TIERE

Der Bär schaut interessiertüber

das Geländer der Veranda. DPA

Er wollte nur gucken. EinSchwarzbär

wurde Ende Juni dabei erwischt, wie

er nach einem frühmorgendlichen

Einbruch in ein Hotel im US-Staat

NewHampshireauf derVeranda

stand, sich auf das Geländer lehnte

und den Sonnenaufgang beobachtete.Nachdem

der Fotograf die Entdeckung

festgehalten hatte,verscheuchte

er das Tier.Das Zusammentreffen

zwischen Menschen und

Schwarzbären läuft oft harmlos ab.

Diebis zu 100 Kilo schweren Tiere

sind selten aggressiv und tolerieren

menschlichesVerhalten. DerMensch

hingegen hat es auf Schwarzbären

abgesehen. Jedes Jahr erlegen Jäger

Tausende Tiere. Ausdem Fell werden

unter anderem die Mützen der Leibgarde

der Queen hergestellt. (dma.)

Einmal

um die

ganze Welt

Zum 80. Geburtstag des

Sängers Karel Gott

VonHarry Nutt

Stets gut gekleidet: Der tschechische Schlagersänger Karel Gott.

Als Dieter Thomas Heck

1969 das erste Mal seine

Ansagekunst in der „ZDF-

Hitparade“ zur Darbietung

brachte, schickte er Karel Gott, „unseren

sympathischen Freund aus der

Tschechoslowakei“, mit der Startnummer

6inden bald danach zum

Kultprodukt aufsteigenden Sängerwettbewerb.

Manmerkte dem Schnellsprecher

Heck an, dass er mit dem

Mann aus dem sozialistischen

Nachbarland ein wenig fremdelte.

Obwohl die „Fiesta Mexicana“

inbrünstig vom Deutschen

Rex Gildo besungen

wurde,war die Fernsehsendung

doch sehr vomStarpersonal aus

südlichen Ländern geprägt.

Manhörte den Leuten gernzu

und bereiste die Länder, aus

denen sie kamen, zu Urlaubszwecken.

Die Tschechoslowakei

gehörte eher nicht dazu, obwohl

sie doch gerade ein Jahr zuvor

dadurch auf sich aufmerksam

gemacht hatte,dass sie sich gegen

die sowjetische Fremdbestimmung

gewehrt und im Eishockey

immerhin einen historischen

Sieg davongetragen hatte. Inkultureller

Hinsicht aber schien der aus

Tschechien und der Slowakei zusammengesetzte

Staat weiter entfernt

als das Israel der ebenfalls in

der „ZDF-Hitparade“ auftretenden

Schauspielerin und Sängerin Daliah

Lavi. Wie Dieter Thomas Heck Karel

Gott ansagte,klang das nach der programmatischen

Umsetzung des

Prinzips der friedlichen Koexistenz,

und „die goldene Stimme aus Prag“,

wie man KarelGott bald nannte,zog

es vor, sich jeglicher politischer Vereinnahmung

zu entziehen, so gut es

eben ging.

„Weißt Du wohin?“

So richtig hat das aber nicht geklappt.

1977 unterschrieb Karel Gott

die sogenannte Anticharta, die die

Kommunistische Partei als Antwort

auf die „Charta 77“, jenes berühmte

Dokument der Bürgerrechtsbewegung

um JanPatocka und Václav Havel,

formuliert hatte. Inseiner Heimat

hat man KarelGott dieses politische

Bekenntnis noch eine ganze

Weile übelgenommen.

Und doch sagen die Lieder oft

mehr aus,als ihr Sänger beabsichtigt

haben mag. „Weißt Du wohin?“ war

der Titel, den Karel Gott bei seinem

ersten „Hitparaden“-Einsatz sang,

eine Coverversion der „Schiwago“-

Melodie des französischen Komponisten

Maurice Jarre. Ausdem Mund

vonKarel Gott aber klang es wie eine

hymnische Paraphrase zu dem zeitpolitischen

Bedürfnis, Mauern und

Grenzen zu überwinden. Nicht minder

emphatisch nahm sich Karel

Gott des Themas in dem Lied „Einmal

um die ganze Welt“ an, in dem

die Reiselust fast schon hippiesk verklärt

daherkommt: „Einmal um die

ganze Welt/und die Taschen voller

Jedes Kind kennt Karel Gotts Lied von der Biene Maja.

Geboren wurde KarelGott

am 14. Juli 1939 in Pilsen.

Mitsechs Jahren zog er mit

seinen Eltern nachPrag.Eigentlich

wollte er Maler werden,

dieAufnahmeprüfung an

der Kunstakademie schien

ihm aber zu schwierig.

Geld/ Viele fremde Länder seh’n/auf

dem Mond spazieren geh’n/davon

hab’ ich schon als kleiner Bub geträumt.“

Woodstock und die Mondlandung

kamen hier gewissermaßen

in einer großen Sehnsuchtserzählung

zusammen.

Reisefreiheit stellte für Karel Gott

ohnehin kein schwerwiegendes

Problem dar.Erwar der Exportschlager

seines Landes und sang in der

„ZDF-Hitparade“ ebenso wie im Palast

der Republik in Berlin, Hauptstadt

der DDR. Der„Sinatra des Ostens“

war in mancherlei Hinsicht einer

der wenigen gesamtdeutschen

Schlagerstars,und bald trat er in der

ganzen Welt auftrat und verkaufte

ZUR PERSON

Gesungen hatte der gelernte

Elektriker zunächst in

Prager Tanzcafés und bei einem

Nachwuchswettbewerb.

Das brachte ihn letztendlich

ans Prager Konservatorium,

wo er drei Jahre Gesang studierte.

mehr als 30 Millionen Tonträger.

Aber das alles garantierte noch keine

Weltläufigkeit. Im Westen blieb Karel

Gott lange einer aus dem Osten, und

im Gegensatz zu der Schlagerfröhlichkeit,

die die „Hitparade“ anzubieten

hatte, waren seine Lieder immer

ein wenig ernst und elegisch.

DerjungeTscheche mit der ausgebildeten

Gesangstimme schien jede

Silbe pathetisch auszusingen, und

IMAGO/UNITED ARCHIVES

Geehrt wurde der Sänger

während seiner gesamten

Karriere neben mehr als 50

Schallplatten in Diamant,

Platin, Gold und Silber auch

mit der Goldenen Henne, die

er 2017 für sein Lebenswerk

verliehen bekam.

MURAT ASLAN

während der kürzlich gestorbene

Grieche Costa Cordalis oder auch

der Italiener Ricky Shane ihre Hemden

bis zum Bauchnabel geöffnet

trugen, war Karel Gott seriös zugeknöpft

und reüssierte in der Schlagerwelt

schon deshalb als ein stilistischer

Gegenentwurf.

Er war dies aber vorallem auch in

musikalischer Hinsicht, und das war

neben der glasklaren Tenorstimme

KarelGotts im Wesentlichen das Verdienst

des Komponisten Karel Svoboda,

der die meisten der 900 Lieder

komponierte, die Karel Gott auf

Schallplatten herausbrachte. Das

Berühmteste ist das Lied von der

„Biene Maja“ zur gleichnamigen japanischen

Zeichentrickserie,die ihn

endgültig zu einem Star machte, der

mehrere Generationen prägte. Die

Biene Maja ist heute noch immer die

naheliegende Assoziation der meisten

Menschen zu Karel Gott, der in

wechselnden Konjunkturen über

Jahrzehnte zuverlässig die populäre

Musik belieferte.

Gewiss hätte auch der zunächst

in der DDR und später im Westen erfolgreiche

Märchenfilm „Drei Haselnüsse

für Aschenbrödel“ von 1973

einen ähnlichen Effekt haben können,

zu dem Svoboda die Musik

komponiert und Karel Gott einige

Lieder beigesteuert hatte. Die aber

blieben allein der tschechischen Originalversion

des Films von Václav

Vorlícek vorbehalten und fanden

nicht in die deutsche Fassung, die

starkvon Svobodas leicht ins Jazzige