LÜBECKER WEG 213

luebeckerweg

Nachrichtenblatt des Deutschen Alpenvereins Sektion Lübeck e.V.

Heute hat der Himmel beschlossen, gar

nicht erst die Vorhänge aufzuziehen. Der

Sprühdauerregen veranlasst meine Gefährtinnen

zum Besuch der Tropfsteinhöhlen,

ich wandere natürlich weiter. Es

soll ja auch ein Materialtest für die Almärchenhafter

Steinmännchenwald

bestem Wanderwetter. Ich lausche dem

Vogelgezwitscher, spüre den weichen

Waldboden und die Frühsommersonne,

freue mich über einen Bach, der meinen

Weg kreuzt. Den Trudenstein klettere ich

natürlich hinauf. Im Hohnehof, der direkt

am Weg liegt, kehre ich ein und sehe

bekannte Gesichter. Diesen Wandersleuten

bin ich auf dem Brocken schon begegnet.

Zwar brechen wir nicht gemeinsam

auf, doch treffen wir kurze Zeit später

am Bahnhof Drei Annen Hohne wieder

aufeinander. Mit zwei Wandermädels

und einem Wandersmann setze ich meinen

Weg fort. Martina und Birgit haben

dasselbe Etappenziel wie ich, Manfred

nimmt die Südroute und biegt ab Richtung

Elend. Am Rastplatz des Königshütter

Wasserfalls machen wir Pause und

wandern an der Überleitungssperre entlang.

Auf der Tragfurther Brücke knipsen

wir ein Erinnerungsfoto. Zwischenzeitlich

machen sich doch bei uns allen die

Beine bemerkbar. Nicht mehr ganz so

leichtfüßig und deshalb froh über die

Gemeinschaft erreichen wir unsere Unterkunft

in Rübeland. Wir verabreden uns

zum Abendessen. Doch nach einer heißen

Dusche möchte ich nur noch eins: ins

Bett fallen.

Donnerstag, 16.05.

4. Etappe Rübeland – Thale

Mittwoch, 15.05.

3. Etappe Schierke – Rübeland

Über den Pfarrstieg, den gerade die Brockenbahn

quert, gelange ich zurück auf

den Hexenstieg. Es ist der dritte Tag mit

14 LÜBECKER WEG - Ausgabe 213 - September 2019

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