Taxi Times Berlin - Januar / Februar 2019

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MELDUNGEN

NEWSTICKER

UBER-EXIT

Mietwagenfahrer, deren Arbeitgeber mit

Uber zusammenarbeiten und die Fahrer

permanent zur Missachtung der Rückkehrpflicht

veranlassen, können jetzt mit Hilfe

bestimmter Taxischulen kostenlos den

Taxischein machen, um auf die „seriöse

Seite“ zu wechseln, wo sie mit fairer Bezahlung

und ordentlicher Sozialversicherung

rechnen können. Eine Taxischule, die das

anbietet, ist das IC-Bildungswerk in der

Pfuelstraße nahe dem Schlesischen Tor.

Nun gilt es als offenes Geheimnis, dass

einige größere Firmen, die sowohl Taxen

als auch Mietwagen betreiben, selbst mit

Uber kooperieren. Man sollte als Fahrer

deshalb genau hinsehen, bei welchem Taxibetrieb

man arbeiten möchte. Auch Firmen,

die in der Schulung illegal kopiertes Lehrmaterial

einsetzen oder Taxifahrern über

45 Prozent vom Umsatz bezahlen, können

nicht seriös sein.

ar

Anzahl Taxikonzessionen: 8.247

Anzahl Taxiunternehmen: 3.222

davon Einwagenbetriebe: 2.536

Stand: 2.1.2019

MEHR KONZESSIONEN IN BERLIN

Die Zahl der Konzessionen im Berliner

Taxigewerbe steigt weiter. Anfang Januar

waren es 8.247, davon 2.536 in Ein-Wagen-Betrieben

(unverändert ein knappes

Drittel). Der größte Betrieb hat noch

immer 101 Taxen. Auf den Plätzen 2 bis

11 liegen Betriebe mit je 40 bis 60 Wagen.

Es gilt allerdings als offenes Geheimnis,

dass einige Besitzer großer Flotten diese

auf mehrere GmbHs aufgeteilt haben.

Die durchschnittliche Anzahl der Taxen

in den nur noch 3.222 Betrieben liegt bei

2,56 (leichter Anstieg). Betrachtet man nur

die Mehrwagenbetriebe, so sind es durchschnittlich

8,33 Fahrzeuge.

ar

Die Zahl der Taxi-Einbrüche steigt.

NICHTS IM AUTO LASSEN!

Die Polizei meldet, dass in letzter Zeit vermehrt in Taxen

eingebrochen wurde, und rät daher, Wertgegenstände

nicht im Taxi liegen zu lassen – auch nicht für kurze Zeit.

2017 gab es laut PKS (Polizeiliche Kriminalstatistik für Berlin)

32.740 gemeldete Fälle von Diebstahl an und aus Fahrzeugen.

Viele Kolleginnen und Kollegen bewahren ständig wichtige

Unterlagen wie Führer-, Fahrzeug- oder P-Schein im Taxi auf

– ein großer Fehler, dan man bereut, wenn man nichts ahnend

zum Taxi geht und eine eingeschlagene Scheibe und überall Glassplitter

vorfindet: teure Verluste, Verdienstausfall und Ärger,

ganz zu schweigen von der zeitraubenden Odyssee, dem ganzen

hinterherzurennen.

Lose Gegenstände wie Nachrüst-Navis oder PDA-Geräte, die aus

dem Auto entwendet wurden, sind nicht über die Kfz-Versicherung

abgedeckt. Von den verbauten Geräten sollte man wenn möglich

alle Seriennummern notieren, so können sie genau identifiziert

werden. Außerden wird der Schaden nicht von der Teilkasko-Versicherung

reguliert, wenn Smarphone, Portemonnaie oder andere

Gegenstände zum Zeitpunkt des Diebstahls gut sichtbar im Auto

lagen. Was den Verlust von EC- oder Kreditkarten betrifft: In den

AGB der Banken steht, dass der Betroffene für Schäden haftet.

Was ist zu tun, wenn das Taxi aufgebrochen wurde? Karten

sofort unter Tel. 01805 021 021 sperren lassen. Die Polizei anrufen

oder Anzeige bei einer Dienststelle erstatten. Als Beweismaterial

können der Polizei Fotos vom Tatort nützlich sein. Bei der Kfz-Versicherung

Aktenzeichen der Anzeige angeben, eine möglichst

genaue Auflistung aller gestohlenen Gegenstände einreichen und

klären, in welcher Werkstatt das Auto repariert werden soll. Eine

eventuell abgeschlossene Hausratversicherung könnte für gestohlene

lose Gegenstände, die nicht fest verbaut sind, einspringen.

Fazit: Beim Verlassen des Fahrzeugs sollten alle Fenster und

der Kofferraum verschlossen sein. Achten Sie auch auf den Tankdeckel!

Anderenfalls erleichtern Sie nicht nur den Langfingern

einen Diebstahl, sondern riskieren den Versicherungsschutz

gegen Diebstahl Ihrer Kaskoversicherung wegen grober Fahrlässigkeit.


hs

FOTOS: stock.adobe.com / Animaflora PicsStock; Taxi Times

4 JANUAR/FEBRUAR 2019 TAXI

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