Leo März / April 2020

blumediengruppe

Leo – queeres Stadtmagazin für München

MÜNCHEN

MÄRZ / APRIL 2020 | AUSGABE 166 | WWW.LEO-MAGAZIN.DE

POLITIK

Deine Stimme zählt –

Kommunalwahlen in

München

REISE

Der Kälte

entkommen:

Wir sagen dir,

wo es schön ist!

MUSIK

JUSTIN BIEBER

INTERVIEWS: MIA., ANNA DEPENBUSCH, MARLA GLEN


INTRO 3

Inhalt

epaper.blu.fm

Alle Magazine online!

POLITIK

REISE

REGIONAL

04 Szene

10 Politik

26 Kultur

38 Gastro

40 Party

48 Stadtplan

LEBEN

50 Design

56 Reise

Gesundheit

KULTUR

Musik

Film

Kunst

Buch

Servus!

Jo is denn heid scho wieda Wahl? Jo! Und selbstverständlich

haben wir zur Kommunalwahl alle demokratischen

Parteien angefragt und ein umfassendes Wahlspezial aus

queerer Sicht für euch erstellt. Umfassend ist ein gutes

Stichwort: Diese Leo Ausgabe ist die wohl bisher umfangreichste,

alleine der regionale Teil für München, Augsburg,

Nürnberg und Bayern umfasst 56 Seiten prall gefüllt mit

dem besten aus Kultur-, Szene- und Partygeschehen der

anstehenden ersten zwei Frühlingsmonate. Keine Ausrede

für Couchkartoffeln also!

Noch weniger Ausrede, im Zuhause zu versauern bietet

dir unser Reiseschwerpunkt mit den besten queeren

Destinationen der Saison. Unser Team hat sie alle für

euch getestet, genauso wie wir uns durch die aktuellen

Veröffentlichungen aus Kunst-, Musik- und Filmbetrieb

gezappt haben und dir Interviews und Rezensionen in

rohen Massen liefern.

Vui Gaudi beim Lesn!

Dei LEO Team

P.S.: Ned wähln is koa Alternative!

www.leo-magazin.de,

www.facebook.com/magazin.leo

Kostenlos


4 SZENE

FOTO: ALEXANDER DEEG / IWAN VALENTIN

15 JAHRE MÜNCHNER MAIKÖNIGIN

GOD SAVE THE

(DRAG) QUEEN

Drags stehen derzeit hoch im Kurs

und sind auch auf allen Bildschirmen

... zu Recht!

Kreativ, abwechslungsreich, frech und

manchmal auch ein wenig peinlich – so

soll es sein! Doch lange bevor der aktuelle

Drag-Hype über das Land zog, gab es in

München schon 2006 die erste Wahl zur

„Seligen Münchner Maikönigin“ auf der

Hans-Sachs-Straße. Initiiert vom damaligen

„Selig“-Betreiber Günter Kastner,

der noch heute, zusammen mit „Nil“-Wirt

Sebastian Roos, als Organisator hinter

dem einzigen Straßenfest mit Krönungszeremonie

steht. Dessen Konzept hat

sich seit der Gründung kaum verändert:

Zur Einstimmung gibt’s Freibier am Nachmittag,

am frühen Abend präsentieren

sich die Kandidatinnen, von denen eine

am späten Abend zur Maikönigin gekürt

wird. Was die mit ihrem Titel anstellt,

bleibt ihr überlassen. Doch der Hang zu

Glanz und Glamour-Auftritten während

des ganzen Jahres ist nicht zuletzt durch

das Engagement des Hauptsponsors

KARE ungebrochen. Wer wird am 30. April

die zweifache Titelträgerin Carmen G. Aiss

vom Thron stoßen und zur 15. Maikönigin

werden? Erlebt es selbst! Bewerbungen

können jederzeit eingereicht werden im

Nil oder beim Facebook-Account: Selige

Münchner Maikönigin. *bm

30.4., Hans-Sachs-Straße, 15 – 23 Uhr

Die Szene trauert um Guido Vael

FOTO: BERND MÜLLER

Am 13. Januar verstarb Guido Vael. Die

Münchner Community trauert um einen

rastlosen Kämpfer, einen beispielhaften

Aktivisten und einen guten Freund.

Der gebürtige Belgier kam 1977

nach München und wurde schnell

zu einer der prägenden Gestalten

der Münchner Schwulenbewegung.

Guido war 1984 Mitbegründer und

langjähriger Vorstand der Münchner

Aids-Hilfe sowie einer der Initiatoren

der Wählerinitiative Rosa Liste München.

1995 übernahm er das „Projekt

Prävention“ im Sub-Zentrum und war

dort bis 2012 für zahlreiche Aktionen

und beispielhafte Initiativen rund um

schwule Gesundheit und schwules

Selbstbewusstsein verantwortlich. Für

sein leidenschaftliches Engagement

wurde er 2009 vom damaligen

Oberbürgermeister Christian Ude mit

der Medaille „München leuchtet“ in

Silber ausgezeichnet. Die Trauerfeier

fand am Aschermittwoch unter großer

Anteilnahme auf dem Westfriedhof

statt. Seine Verdienste für die Community

sind von unschätzbarem Wert.

Guido Vael wird der Szene unvergessen

bleiben. *bm


ERSTMALS ZUSCHUSS VOM LAND

Anti-Gewalt-Projekt jetzt bayernweit

SZENE 5

Das Anti-Gewalt-Projekt

im Sub-Zentrum gibt es für

München schon seit über zwanzig

Jahren. Jetzt stellt der Freistaat

Gelder zur Verfügung, um bayernweit

Beratung für queere Männer,

die Opfer von Gewalt wurden, zu

ermöglichen.

Homo- und transfeindliche Gewalt

ist präsenter denn je, das hat auch

München im vergangenen Jahr zu

spüren bekommen. „Dabei spiegeln

die Zahlen die Realität nicht wider“,

so Sub-Zentrumsleiter Michael Plass

(Bild). „Der Sicherheitsbericht der Polizei

meldete 2019 sechs Straftaten, im Sub

sind 56 eingegangen – die Dunkelziffer

ist vermutlich extrem.“ Bisher gab es

vom Freistaat Bayern keine Gelder für

LGBTIQ*-Projekte. Im Ländervergleich ist

Bayern trauriges Schlusslicht als einziges

Land ohne breit angelegtes LGBTIQ*-

Förderprogramm. Mit den Mitteln, die

das Bayerische Ministerium für Familie,

Arbeit und Soziales jetzt für die

Anti-Gewalt-Arbeit zur Verfügung

stellt, setzt es ein historisches Zeichen

und hat einen entsprechenden Antrag

des schwulen Zentrums aufgenommen.

Neben der Ausweitung dieses Projekts

soll es künftig auch zwei in Augsburg

und Nürnberg geben sowie weitere auf

Männer spezialisierte Hilfsangebote,

die auch häusliche Gewalt umfassen.

Die Vollzeitstelle im Sub wird ab

sofort zunächst für ein Jahr finanziert,

um Beratung vor Ort, per Mail, via Hotline

und Live-Chat zu ermöglichen. „Es ist ein

Anfang“, freut sich Michael Plass. „Doch

schon jetzt können wir sagen, dass wir

künftig mehr Personal brauchen, denn

die Stelle ist allein mit der Beratung

ausgelastet.“ *bm

Betroffene und Interessierte können

sich beim Anti-Gewalt-Projekt informieren:

agp.subonline.org oder unter der

Hotline 089 8563464-27.

FOTO: SUB E. V.

Dietmar Holzapfel

und Josef Sattler,

gut vernetzt

Wir vernetzen München seit 157 Jahren.

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6 SZENE

MLC

STARKBIER-FEST

2020

FOTOS: IWAN VALENTIN

FRÜHLING, FETISCH, FUN!

Dem Fasching folgt bekanntlich die

Fastenzeit. Doch keine Sorge, allzu

asketisch dürften diese vierzig Tage nicht

werden, schließlich haben findige bayerische

Mönche das Starkbier zur Kräftigung

in dieser genussarmen Phase des Jahres

entwickelt.

Da lässt sich das Volk nicht lange bitten

und stößt traditionell mit Doppelbock

& Co. auf volksfestähnlichen Events an.

In der Community ist der kräftige Trank

ebenfalls beliebt, und so ist es nicht verwunderlich,

dass es dem Münchner Löwen

Club (MLC) mit seinem „Starkbier-Fest“

gelungen ist, ein weit über die Grenzen der

Stadt hinaus bekanntes Szenespektakel zu

etablieren. Seit 2001 findet der Event statt

und zieht Leder- und Fetischmänner aus

Deutschland und immer mehr auch aus

den europäischen Nachbarländern an. In

diesem Jahr findet er vom 11. bis 15. März

statt und beginnt mit dem „Meet & Greet“

im Sub (11.3., 19:30 Uhr), bei dem sich

Einheimische und Gäste beschnuppern

und die Kandidaten zur Wahl des Bavarian

Mr. Leather vorgestellt werden. Wer

der Nachfolger des noch amtierenden

Titelträgers Stefan Modschiedler wird,

ermitteln tags darauf die Gäste des

Gala-Abends im Oberangertheater bei

Dinner und Show (12.3., 19 Uhr). Die erste

Party steigt am Freitag unter dem selbst

erklärenden Motto „Piss, Fist & Fuck“ in

der Klub-Location UnderGround (13.3.,

20 Uhr). Der Samstag startet mit dem

Fetisch-Flohmarkt bei Kaffee und Kuchen

(14.3., 15 – 18 Uhr, UnderGround) und wird

dort ab 20 Uhr bei der „Löwennacht“, dem

großen Fetischabend mit allen Dresscodes,

fortgesetzt. Höhepunkt des fünftägigen

Treffens zur fünften Jahreszeit ist der Gay-

Sunday im Augustinerkeller (15.3., ab 10

Uhr). Im Saal und im Kellergewölbe spielen

zwei Livebands, dazu feiern Hunderte von

schwulen Jungs bei ebenso vielen Litern

Bier bis in den späten Abend hinein. *bm

11. – 15.3., Tickets für die UnderGround-

Partys bei Spexter (Müllerstr. 54), Karten

für die Wahl und den GaySunday sowie

alle weiteren Infos gibt’s online:

www.mlc-munich.de


LGBTIQ*-GRUPPE GEGRÜNDET

Queer im Jobcenter

Für Beschäftigte des Jobcenters

und der Agentur für

Arbeit in München gibt

es seit Kurzem ein

LGBTIQ*-Netzwerk.

Gegründet wurde es

von Boris Maschke

(Bild), der es

zusammen mit seiner

Kollegin Beatriz Gastaldini

leitet. „Das Netzwerk

soll den Austausch mit allen

Kolleg*innen fördern sowie

die Sichtbarkeit und Akzeptanz von

LGBTIQ*-Beschäftigten in den Dienststellen erhöhen“,

so Maschke. Auf den Personalversammlungen beider

Behörden wurde es bereits vor knapp 1.000 Menschen

vorgestellt. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat an

wechselnden Orten innerhalb der Community. Alle queren

Kollegen und Kolleginnen der Agentur für Arbeit und

des Jobcenters sind in diesem Netzwerk herzlich willkommen.

Kontakt: boris.maschke@posteo.de. *bm

FOTO: BORIS MASCHKE

FOTO: D´SCHUHPLATTLER

Für ein

weltoffenes München

Listenplatz 10

Maximilian Gawlik

SZENE 7

zukunft-fuer-muenchen.de

Listenplatz 1 & OB-Kandidat

Prof. Dr. Jörg Hoffmann

Listenplatz 11

Dr. Michael Mattar

„d’Schwuhplattler“

erhalten Salvator-Preis

gratuliert

Seit drei Jahren vergibt die Paulaner-Brauerei den

„Salvator-Preis“, mit dem jeweils drei soziale Projekte der

Landeshauptstadt ausgezeichnet werden.

Insgesamt 70.000 Euro und eine große Gala lässt

sich die Brauerei das kosten. Am Abend des 22.

Januar ging der dritte Preis in Höhe von 15.000 Euro

an den wohl ersten schwulen Plattlerverein der Welt,

„d´Schwuhplattler“ aus München. Sie wollen mit dem

Geld ein integratives Tanzprojekt verwirklichen, das

Menschen aus allen Kulturkreisen im Tanz vereinen soll.

Den ersten Preis in Höhe von 30.000 Euro erhielt die

Gastro-Akademie des Flüchtlingshilfeprojekts „Über

den Tellerrand“, über den zweiten Preis (25.000 Euro)

freut sich die Bewohnerinitiative „Rehab Republic“ aus

dem Olympiadorf, die dort ökologische und nachhaltige

Projekte initiiert. Wir gratulieren allen Preisträgern

herzlich! *bm

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8 SZENE

ALLES WALZER!

Seit 1989 existiert organisiertes

lesbisch-schwules Tanzen

in München, seit 1994 gibt es eine

eigene und vom offiziellen Verband

anerkannte Turnierserie für Männerund

Frauenpaare.

Das, was neudeutsch „Equality

Dancing“ heißt, ist am 21. März in

München zu Gast, wenn der Tanzclub

Savoy und die Tanzsparte des queeren

Sportvereins Team München zu ihrem

dritten Tanzturnier einladen. Die Veranstalter

erwarten Sportlerinnen und

Sportler aus ganz Europa, die einen

spannenden Tanztag mit Turnieren in

den Standard- und lateinamerikanischen

Tänzen versprechen. Und wer

selbst den Drang aufs Parkett verspürt,

kann beim Discofox-Fun-Contest, der

für Gäste und Hobbypaare zwischen

den Turnieren angeboten wird,

mitmachen. Eine Voranmeldung dazu

ist nicht nötig. Abgerundet wird der

Turniertag durch eine Tanzparty für

jedermann ab 19 Uhr, wo man selbst

nach Herzenslust bei Walzer, Tango

oder Discofox schwofen kann. Gäste,

Fans und Neugierige sind herzlich

willkommen, das Tagesticket kostet

10 Euro. *bm

21.3., Turniere ab 11 Uhr, Discofox-

Fun-Contest 14:30 Uhr, Tanzparty

ab 19 Uhr, TSC Savoy,

Neumarkter Str. 72,

www.savoy-muenchen.de,

www.teammuenchen.de/

tanzen

EQUALITY-

TANZTURNIER

FOTO: ALEXANDER DEEG

KOSTENLOSES KURSANGEBOT

Social media für lesbische Seniorinnen

Die Beratungsstelle rosa Alter bietet

im März einen dreitägigen Kurs „Social

media für lesbische Seniorinnen“.

Fachfrau Anna Geiger stellt verschiedene

Plattformen vor, bei denen sich

die Teilnehmerinnen auch auf den

Seiten registrieren und erste Schritte

wagen können. Eigene Laptops sind

gern gesehen, zwei Geräte sind vor

Ort vorhanden. Ein niederschwelliges

Angebot für lesbische Seniorinnen,

die zwar gerne mal etwas gemeinsam

entdecken möchten, aber kein Interesse

an Kaffeekränzchen haben! Der

Workshop ist kostenlos, Anmeldungen

bei: anna.geiger@rosa-alter.de *bm

09., 16. und 23. März, Tagungszentrum

der Münchner Aids-Hilfe,

Lindwurmstr. 71, 17 bis 20 Uhr,

www.rosa-alter.de

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QUEER BREAKFAST

Bunter Brunch

Am 22. März findet zum dritten Mal der glamouröseste Brunch der Münchner

Szene statt: An diesem Sonntag laden die „Drag Mimosas“ zum Queer

Breakfast ins Café Regenbogen. Hinter den wohl schillerndsten „Mimosen“

der heimischen Flora stecken mit Pasta Parisa, Janisha Jones und Dean

Deville drei der abgefahrensten Drags Bayerns. Neben einer fulminanten

Show erwartet euch ein All-you-can-eat-Frühstücksbuffet, dazu gibt’s

einen Welcome-Prosecco aufs Haus. Die Einnahmen des Events gehen an

die Münchner Aids-Hilfe. Wir wünschen guten Appetit und nicht minder

gute Unterhaltung! *bm

22.3., Café Regenbogen, Lindwurmstr. 71, 10 – 13 Uhr, 29 Euro,

Anmeldung via E-Mail: adam.tolnay-knefely@muenchner-aidshilfe.de

GRAFIK: FRANK ZUBER

GESCHLECHTERGERECHTE SPRACHE

Die Koordinierungsstelle geht voran

Die städtische „Koordinierungsstelle

für gleichgeschlechtliche

Lebensweisen“ (KGL) hat einen neuen

Namen. Der ist leider nicht viel unkomplizierter,

aber gendergerecht: Seit dem

1. Januar heißt sie „Koordinierungsstelle

zur Gleichstellung von LGBTI*“.

Hintergrund ist der Beschluss des

Bundesverfassungsgerichts, nach dem

Diskriminierungsfreiheit auch in der

Sprachregelung öffentlicher Stellen zu

gewährleisten ist. „Unsere ursprüngliche

Bezeichnung stammte noch aus dem

Gründungsjahr 2002 und einer

Zeit, in der bei uns Schwule und

Lesben im Fokus standen“, so

ihr Leiter Andreas Unterforsthuber

(Bild). „Mittlerweile

sind mit trans*, inter* und

bisexuellen Menschen neue

Zielgruppen dazugekommen,

die wir selbstverständlich

integrieren möchten.“

Zusammen mit der Gleichstellungsstelle

hat die Koordinierungsstelle für die

gesamte städtische Verwaltung eine

geschlechtergerechte Sprachregelung

entworfen, die nun Stück für Stück,

zum Beispiel in städtischen Formularen,

Eingang findet. „Das wird nicht von

heute auf morgen gehen“, so Unterforsthuber,

„aber wir sind sicher, dass wir

damit Diversität fördern und Ausschluss

vermeiden.“ *bm

FOTO: BERND MÜLLER

Checkpoint München

Lindwurmstr. 71 | 1. Stock

Mo, Mi und Do 17 bis 20 Uhr

checkpoint@muenchner-aidshilfe.de


10 POLITIK

FOTO: WIKIMEDIA COMMONS / STEFFEN FLOR

Der queerste Stadtrat

der Geschichte

Am 15. März wird auch in München

gewählt – und es ist eine Wahl der

Superlative: In der Landeshauptstadt treten

14 Oberbürgermeister-KandidatInnen

an, 17 Listen und Parteien bewerben sich

um die Sitze im Stadtrat und den Bezirksausschüssen

– der Wahlzettel dürfte die

Größe eines Tischtuchs haben. Aber auch

für die queere Community könnte diese

Wahl Rekorde brechen. Noch nie strebten

so viele LGBTIQ* BewerberInnen einen

Sitz im Stadtparlament an – es könnte

der queerste Stadtrat in der Geschichte

Münchens werden.

LGBTIQ* THEMEN SIND IN MÜNCHEN

ANGEKOMMEN – ZUMEIST

Von den drei Big Playern sind die Grünen

mit rund einem Dutzend queerer KandidatInnen

besonders gut aufgestellt. Dank

des „grünen Hochs“, das auch München

sicherlich erreichen wird, dürfen sich nicht

nur Dominik Krause (Platz 4) und Florian

Schönemann (12) berechtigte Hoffnungen

auf einen Sitz im Stadtrat machen. Die

SPD hat trotz Schwächelns bei den letzten

Bayernwahlen gute Chancen, ihre beiden

LGBTI* Expertinnen Christian Vorländer (4)

und Micky Wenngatz (10) durchzubringen.

Bei der CSU geht es immerhin ein ganz

klein wenig voran: LGBTI* haben es

zwar nicht ins Parteiprogramm, aber

immerhin in dessen Präambel geschafft,

wo sie als „fester Bestandteil unserer

Stadtgesellschaft“ willkommen geheißen

werden. Auch wenn die Christsozialen

queere Politik schon lange nicht mehr torpedieren,

aktive Politik für diese Zielgruppe

beschränkt sich nach wie vor auf das

Durchwinken der Initiativen anderer.

AUSZÄHLVERFAHREN MACHT KLEINE

LISTEN GROSS

Da das bayerische Kommunalwahlgesetz

keine 5%-Klausel vorsieht und das neue

Auszählungsverfahren nach Sainte-Laguë/

Schepers kleine Parteien eher begünstigt

(rund 0,8% der Stimmen können für

einen Stadtratssitz reichen), machen sich

entsprechen viele kleine Gruppierungen

Hoffnungen, auch auf die Stimmen der

Community: Die Linke hat mit Thomas

Lechner (2) und Rita Braaz (5) zwei szenebekannte

(übrigens parteilose) Mitstreiter

gewinnen können. Für die FDP muss

der ehemalige Spitzenkandidat Michael

Mattar (11) ordentlich nach vorn gehäufelt

werden, um noch einmal im Stadtrat die

Regenbogenfahne schwingen zu können.

Natürlich ist auch die europaweit immer

noch einzigartige WählerInnen-Initiative

Rosa Liste um den Langzeit-Stadtrat Thomas

Niederbühl wieder dabei, präsentiert

die queerste aller Listen und hofft, mit

Andreas Klose diesmal einen zweiten Sitz

ergattern zu können. Unter den anderen

Mikroparteien sticht aus queerpolitischer

Sicht die Partei mut der ehemaligen

Landtags-Grünen Claudia Stamm heraus,

die dank ihres langjährigen Engagements

viele Sympathien in der queeren Wählerschaft

genießt und die mit der diversity-

Vorsitzenden Eva Apfl zudem eine frische,

junge Kraft ins Boot geholt hat. Nicht

zuletzt hat auch die Europapartei VOLT

als Simme der urbanen Jugendlichkeit

zwar im Detail nicht viel zu bieten, aber

im Grundsatz reichlich LGBTIQ* Rechte in

ihr Programm geschrieben – und diesen

Anspruch durch queere KandidatInnen

untermauert.

„Wer die Wahl hat, hat die Qual“, so ein

altes Sprichwort. In der Tat macht es

einem die (grundsätzlich begrüßenswerte)

Fülle an queeren BewerberInnen nicht

leicht, eine Entscheidung zu treffen. Unser

Tipp: Wer den Regenbogen im Stadtrat

leuchten sehen will, kann seine/ihre 80

Stimmen den KandidatInnen que(e)r

durch die Parteien geben. Das nennt man

Panaschieren und Kumulieren. Wie es

geht, sagen wir euch auf Seite 19. Doch

das Wichtigste bleibt: Wer etwas ändern,

verbessern oder verhindern will, muss

wählen gehen! Dazu möchten wir euch,

egal für wen euer politisches Herz schlägt,

gern auffordern. *bm


Unser Herz schlägt

für den Regenbogen.

Bei jedem Wetter!

#spdqueer

Stadtrat

CHRISTIAN

VORLÄNDER

Liste 5 Platz 5

Stadtratskandidatin

MICKY

WENNGATZ

Liste 5 Platz 10

Wir bitten Euch am 15. März 2020 bzw. per Briefwahl um

Eure Stimme für die SPD und für Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Und bitte unterstützt uns mit jeweils drei Stimmen

auf den Plätzen 5 und 10!

Danke!

AM 15.03.2020

SPD WÄHLEN: LISTE 5

#münchenliebe

V.i.S.d.P.: Christian Vorländer | c/o SPD München | Oberanger 38/IV | 80331 München


12 POLITIK

Thomas Niederbühl (58),

Rosa Liste, Platz 1

FOTO: TIBOR BOZI

Das gilt besonders für die queere

Community. Der soziale Frieden in der

Stadt liegt uns so am Herzen, weil LGBTI*

diejenigen sind, die von rechter Gewalt und

Hetze besonders stark getroffen werden.

Dass wir außerdem viel tun, um urbane

Lebensqualität auch in vielen anderen

Hinsichten zu sichern, beweisen wir seit

24 Jahren in der Fraktionsgemeinschaft

mit den Grünen.

Inzwischen finden sich queere

Themen und ihre VertreterInnen in

vielen Parteien – was hat Rosa zu

bieten, das andere nicht vorweisen

können?

Die KollegInnen anderer Parteien sind viel

stärker in anderen Themen und Funktionen

eingebunden. Rosa Liste hat ein klares,

queeres Profil und ist eng mit der aktiven

Community verzahnt. Wir sind am Puls der

Szene und wollen ihr Anwalt sein – künftig

übrigens gern mit zwei Vertretern im

Stadtrat.

„Unsere Bilanz kann

sich sehen lassen“

Thomas Niederbühl (58) ist

Geschäftsführer der Münchner

Aids-Hilfe e.V. und seit 1996 Stadtrat für

die Rosa Liste. Auch am 15. März tritt er

wieder als ihr Spitzenkandidat an.

In den ersten Jahren war Rosa Liste

das Zünglein an der Waage der

Regierungsmehrheit und konnte so

viele Forderungen durchsetzen. In

den letzten war sie in der Opposition

– ist dennoch in Sachen LGBTI*

etwas voran gegangen?

Wir sind zwar Opposition, aber konnten

die meisten unserer Forderungen durchsetzen.

Von der Beflaggung des Rathauses

zum CSD bis hin zu den Räumen für das

Lesbenzentrum, für das ich drei Jahre

geworben habe und das wir durch einen

interfraktionellen Antrag durchsetzen

konnten. Unsere Bilanz kann sich sehen

lassen.

Auf den vorderen Listenplätzen sind

keine Frauen zu finden. Warum hat

es Ihre Partei nicht geschafft, diese

Liste gemäß der jahrelang geforderten

„lesbischen Sichtbarkeit“

paritätisch zu besetzen?

Das ist ärgerlich, zugegeben. Aber wir

haben keine lesbische Frau gefunden, die

Lust hatte, den Posten einer Spitzenkandidatin

zu besetzen. Darauf haben wir

die ersten vier Plätze an die Männer, die

in den letzten Jahren die Arbeit gemacht

haben, vergeben. Ihnen folgen übrigens

vier Frauen. Insgesamt haben wir mit 40

Männern und 40 Frauen Parität erreicht.

Rosa Liste wirbt „für ein rosa-buntes

München“. Welche Vision steckt

dahinter?

Wir sehen uns zunehmend mit rechter

Hetze und Gewalt konfrontiert. Dagegen

steht Rosa Liste für ein buntes München.

Welche Themen hat Rosa Liste für

die nächsten sechs Jahre auf der

Agenda?

Zunächst gilt es Räume zu schaffen für

unterschiedliche Gruppen: Nach dem

Umzug des Sub, der Eröffnung des

Lesbenzentrums und des diversity Cafés

ist jetzt das Trans*Zentrum an der Reihe.

Wir möchten eine Stabsstelle bei der Stadt

einrichten, die sich um queere Themen

in Bildungseinrichtungen kümmert. Im

Stadtmuseum sollen LGBTI* Lebenswelten

ihren Platz haben. Wir möchten aber auch

das Forum Homosexualität unterstützen

und bis 2026 ein queeres Museum einrichten.

Wohnformen für LGBTI* SeniorInnen

müssen ebenso gefunden werden wie

Wohngemeinschaften für LGBTI* Jugendliche.

Großereignisse wie EuroPride oder

GayGames sollen für mehr queere Sichtbarkeit

in der Stadt sorgen. Und natürlich

fordern auch wir geschützte Unterkünfte

für LGBTI* Geflüchtete. Nicht zuletzt geht

es uns um ein gutes Miteinander in der

eigenen Community, in der sich nicht alles

um den weißen schwulen Mann drehen

darf, sondern in der alle Lebensformen

Berücksichtigung finden.

Sie sind seit 24 Jahren im Stadtrat,

30 sollen es werden. Schleicht sich

da Amtsmüdigkeit ein?

Nein. Ich empfinde unwahrscheinlich viel

Stolz, was wir zusammen mit der Community

und den politischen PartnerInnen

erreicht haben – das kann keine andere

deutsche Großstadt von sich behaupten.

Das soll weitergehen und dafür habe ich

noch immer jede Menge Energie, einen

langen Atem und viel Erfahrung.

*Interview: Bernd Müller


POLITIK 13

Claudia Stamm (49),

mut, Platz 2

FOTO: HAJÜ STAUDT

„WIR SIND EINE ECHTE ALTERNATIVE“

Claudia Stamm hat sich in der Münchner

Community in den letzten Jahren einen

Namen gemacht: Von 2009 bis 2017 war

sie queer- und gleichstellungspolitische

Sprecherin der Grünen im Landtag und

hat dort mit zahlreichen Anträgen und

Initiativen gegen bayerische Windmühlen

gekämpft. Im Frühjahr 2017 gründete sie

die Partei mut, mit der sie jetzt erstmals

zu den Münchner Kommunalwahlen

antritt. Zwar hatte sich Stamm nach dem

Tod ihres Lebensgefährten und Vaters

ihrer beiden Töchter zunächst aus der

Politik zurückgezogen, doch jetzt will sie

wieder mitmischen – und weiß dabei viele

queere Menschen an ihrer Seite. Für die

Community soll schon in der Vorschule

Antidiskriminierungsarbeit geleistet und

das Personal besser geschult werden.

Queere Geflüchtete müssten mehr

Unterstützung erfahren, außerdem sollen

Wohneinrichtungen für jugendlichen

Erwachsene und eine bessere Infrastruktur

für queere Initiativen und Vereine geschaffen

werden. „Ich finde unsere Liste genial“,

so die Journalistin, „denn sie ist so divers

und vielfältig wie unsere Gesellschaft“. *bm

QUEERE POLITIK BRAUCHT SZENEMENSCHEN

Nach dem Tod von Alexander Miklosy hatte Andreas Klose den Vorsitz im Bezirksausschuss

2 übernommen, wo er zuvor Beauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen

war. Dass die AfD in seinem Bezirk nicht antritt, sieht er als Erfolg auch seiner Arbeit

gegen rechts. Jetzt will der Kreditanalyst den Stadtrat erobern, denn hier fallen „die wirklichen

Entscheidungen“. Kloses Schwerpunkte liegen auf der Nutzung des öffentlichen

Raums, Mobilitätskonzepten und queerer Politik. Mit einem zweiten Sitz für die Rosa

Liste soll im Stadtrat eine breitere Basis für die LGBTIQ*-Arbeit in München geschaffen

werden, um beispielsweise queere Geflüchtete besser zu unterstützen. Außerdem

steht nach dem Lesbenzentrum auch ein Münchner Trans*Zentrum auf seiner Agenda.

Als ehemaliger Vorstand des Sub-Zentrums und CSD-Mitorganisator hat er reichlich

Erfahrung in der Community-Arbeit und weiß, dass hier oftmals dicke Bretter gebohrt

werden müssen. Um seine Ziele erfolgreich umzusetzen, ist er überzeugt: „Nur wer in der

Szene verwurzelt ist, kann diese Politik glaubhaft nach außen tragen.“ *bm

Andreas Klose (53),

Rosa Liste, Platz 2

FOTO: TIBOR BOZI

AM 15. MÄRZ GRÜN WÄHLEN.

FÜR BUNT & QUEER

STATT MIA SAN MIA

| 21

MARION

LÜTTIG

| 04

DOMINIK

KRAUSE

| 12

| 26

ARNE

BRACH

FLORIAN

SCHÖNEMANN

| 22

BEPPO

BREM

| 38

MARCEL

ROHRLACK

| 28

PASCAL

DINTNER

| 56

LUDWIG

SPORRER

| 58

BENOÎT

BLASER


14 POLITIK

Dominik Krause (29) ,

Bündnis 90/Die Grünen, Platz 4

„Wir stehen für

die Themen, die

immer akuter

werden“

FOTO: ANDREAS GREGOR

Dominik Krause (29) ist Vorsitzender

von Bündnis 90/Die Grünen in

München. Der Physiker ist noch immer

der jüngste Stadtrat und kandidiert auf

Listenplatz 4. Seine Schwerpunkte sind

Menschen- und Bürger/-innenrechte,

Antifaschismus sowie Energie- und

Umweltpolitik.

Herr Krause, „München duftet nach

Veränderung“ titelte kürzlich ein

Münchner Online-Magazin. Stimmen

Sie dem zu?

Ja, denn München hat viele Herausforderungen

zu meistern, und dafür müssen

Veränderungen her. Die müssen zumeist

mit Augenmaß durchgeführt werden,

doch bei manchen Themen, vor allem dem

Klimaschutz, muss sich auch schnell was

tun.

Um im Bild zu bleiben: Ist es der

Duft von Sonnenblumen, den die

Münchner/-innen wahrnehmen?

Das hoffen wir! Die Große Koalition hat

München nicht gutgetan, CSU und SPD

haben vieles vor sich hergeschoben.

Gerade Klimaziele wurden zwar propagiert,

aber nicht von den notwendigen

Maßnahmen begleitet – das war jahrelang

Schaufensterpolitik. Jetzt erleben wir

gerade von Dieter Reiter eine Art Torschlusspanik,

bei der das, was nach der

Landtagswahl noch als „grüne Fantasien“

bespöttelt wurde, nun doch auf den Weg

gebracht wird.

Mit welchen Themen wollen die

Grünen am 15. März punkten?

Unsere wichtigsten Politikfelder sind in aller

Kürze: Verkehr (Fußgänger und Radverkehr

sowie den ÖPNV stärken), Wohnen (mehr

bezahlbarer Wohnraum, gern nach Wiener

Vorbild), Klimaschutz (München muss bis

2035 klimaneutral werden) und der Kampf

gegen rechts (für eine starke Stadtgesellschaft

mit klarer politischer Kante gegen

AfD & Co.).

2020 wollen die Grünen stärkste

Kraft im Rathaus werden. Woher

nimmt die Partei diesen Optimismus?

Bei den letzten Wahlen zum Landtag und

zum EU-Parlament waren wir in München

stärkste Kraft. Das bedeutet für mich, dass

die Themen, für die wir stehen, immer

akuter werden. Wir haben zudem die klarste

Haltung gegen den Rechtsruck. Daher sind

wir für immer mehr Menschen vertrauenswürdig,

und das macht mich auch für die

Kommunalwahl optimistisch.

Sechs Jahre war Ihre Partei in der

Opposition: Was ist in dieser Zeit für

LGBTIQ* vorangegangen?

Eine Menge – nicht zuletzt aufgrund

unseres Inputs. Zum Beispiel wurde das

diversity Café ermöglicht. Außerdem

wurden das Lesbenzentrum und die

Fachstelle Regenbogenfamilien sowie die

Trans*Inter*Beratungsstelle eingerichtet.

Aber: Es ging alles nicht so schnell, wie es

möglich gewesen wäre. Gerade mit der

SPD war manchmal nur die kleine Lösung

möglich.

Womit wollen Sie die queere Wählerschaft

am 15. März begeistern?

Es sind vor allem vier Themenfelder, die

im Vordergrund stehen. Erstens: Nach der

Schulklimabefragung müssen wir Bildungsarbeit

und entsprechende Projekte stärken.

Im Schulreferat soll zudem eine Stelle

geschaffen werden, um queere Themen

einzubringen und auch in den Kitas muss

man sich rechtzeitig kümmern. Zweitens:

LGBTIQ*-feindliche Übergriffe nehmen

zu, aber es gibt keine ausreichende Dokumentation

– wir fordern eine polizeiliche

Statistik und in jeder Polizeiinspektion eine

entsprechende Kontaktstelle. Zum Dritten

muss Sichtbarkeit für alle Lebensformen

unter dem Regenbogen erreicht werden –

vor allem für trans* Menschen, die von dieser

Gewalt am meisten betroffen sind. Und

nicht zuletzt muss die Situation LGBTIQ-

Geflüchteter rasch verbessert werden

– solange Bayern zögert, muss München

reagieren und die Anzahl der geschützten

Wohnplätze den Bedarfen anpassen.

Wie sehen Sie die Zukunft für

LGBTIQ* in München?

Noch besser, als es schon ist. Die queerpolitische

Leuchtturmfunktion, die München

in vielerlei Hinsicht bundesweit erarbeitet

hat, wollen wir erhalten und ausbauen.

*Interview: Bernd Müller


Micky Wenngatz (59),

SPD, Platz 10

GEGEN UNGERECH-

TIGKEIT KÄMPFEN

Als Schülerin outete

sie sich als lesbisch

und flog darauf vom

Mädcheninternat.

Eine Erfahrung, die

sie prägte: „Wenn mir

eines zutiefst gegen

den Strich geht, ist

das Ungerechtigkeit“,

so Micky Wenngatz,

die Stellvertretende Vorsitzende der SPD München,

Vorsitzende des Vereins München ist bunt! e.V. sowie der

SPD-Frauen in München und Bayern ist. Neuen Schwung

erhielt ihr Kampfgeist durch das Wiedererstarken der

Rechten, „denn das geht immer einher mit Antifeminismus

und Homophobie.“ In der Münchner Szene und der

Politik fehlt ihr Sensibilität für die Bedarfe lesbischer

Frauen. Außerdem sollen queere Refugees unterstützt

sowie Schulen und Kindergärten für die Welt jenseits der

Heteronormativität sensibilisiert werden. Da die Angestellte

im öffentlichen Dienst neun Jahre als persönliche

Referentin für Bürgermeisterin Christine Strobl arbeitete,

kennt sie sich im Rathaus bestens aus. Eine Erfahrung, mit

der sie kommunalpolitisch punkten und ihre Interessen

durchsetzen will: „Ich bin mit dem Spiel zwischen Politik

und Verwaltung gut vertraut!“ *bm

FOTO: SUSIE KNOLL

Rita Braaz (57),

Die Linke, Platz 5

FOTO: DOMINIK PARZINGER

„ICH BIN ALS

FEMINISTIN ZUR WELT

GEKOMMEN“

In der Community ist

Rita Braaz eine bekannte

Größe: Die ehemalige

CSD-Pressesprecherin

war 15 Jahre Fachfrau für

Öffentlichkeitsarbeit bei

LeTra und nicht zuletzt

zwei Mal Frontfrau bei

den Kommunalwahlen

für die Rosa Liste. Am 15. März tritt sie jedoch als parteilose

Kandidatin für Die Linke an, denn hier sieht sie die logische

Fortführung ihrer politischen Interessen und den besseren

Ort, um ihre „Herzensthemen gut politisch umzusetzen“.

Diese sind breit gefächert: Neben dem Kampf gegen den

Rechtsruck geht es der Selbstverteidigungstrainerin um

bezahlbares Wohnen, gute Pflege, soziale Gerechtigkeit

sowie um Gleichstellung für Frauen und alle Minderheiten.

Die Infrastruktur für LGBTIQ* soll ausgebaut werden, das

Trans*Zentrum kommen, das diversity Jugendzentrum

bestärkt sowie Migranten, Migrantinnen und Geflüchtete

besser versorgt werden. Vor allem an Schulen soll eine

Kultur der Gewalt- und Diskriminierungsfreiheit Einzug

halten. All diese Maßnahmen möchte sie mit ihrem

lesbisch-feministischen Herzen verbinden: „Ich bin nun

mal als Feministin zur Welt gekommen!“ *bm


16 POLITIK

Christian Vorländer (46),

SPD, Platz 5

FOTO: SUSIE KNOLL

„Unsere queere

Freiheit ist in

Gefahr“

Christian Vorländer (46) ist

Rechtsanwalt/Strafverteidiger,

stellvertretender Fraktionsvorsitzender der

Münchner SPD, Fachsprecher für Lesben

und Schwule (LGBTI*) sowie Fachsprecher

gegen Rechtsextremismus.

Herr Vorländer, die SPD hat bei den

Landtagswahlen 2018 deutlich

Stimmen eingebüßt, auch in

München sieht die Prognose für Ihre

Partei eher düster aus. Wie sehr zittern

die Genossinnen und Genossen

vor dem 15. März?

Wir zittern nicht, wir sind kämpferisch

und zuversichtlich, weil wir München seit

Jahrzehnten erfolgreich regieren und alles

tun, damit unsere Stadt sozial, bunt und

vielfältig bleibt. Ich lese aus den jüngsten

Umfragen heraus, dass wir alle Chancen

haben, die stärkste und bestimmende

Kraft in München zu bleiben.

Rot/Grün/Rosa verlor 2014 nach vielen

Jahren die Mehrheit. Wie haben

sich die letzten Jahre in der Koalition

mit der CSU angefühlt?

Es war ja nie eine echte Koalition, sondern

eher eine Kooperation. Was den Bereich

der LGBTI*-Politik anbelangt, habe ich von

Anfang an sehr eng mit Grünen und Rosa

Liste zusammengearbeitet, um mit zahlreichen,

gemeinsamen Anträgen unsere

Angebote für die Community erfolgreich

weiterzuentwickeln.

Was war innerhalb des schwarzroten

Regierungsbündnisses für die

LGBTIQ*-Szene rauszuholen?

Sehr viel. Ich nenne nur beispielhaft die

Realisierung des von Dieter Reiter versprochenen

Lesbenzentrums. Außerdem

haben wir neue Räume für das diversity

Jugendzentrum gefunden, die Betreuung

für LGBTI*-Geflüchtete auf- und

ausgebaut. Es gibt eine Beratungsstelle

für Regenbogenfamilien sowie die

Trans*Inter*Beratungsstelle. Die SPD-

Fraktion hatte zudem zum 50. Jahrestag

der Stonewall-Unruhen durchgesetzt,

alle Trams und Busse zur Pride-Week

mit Regenbogenfahnen zu schmücken.

Genauso freue ich mich über die von meinem

Kolleg_innen initiierten und von uns

selbstverständlich gern mitbeschlossenen

Ampelpärchen, die inzwischen dauerhaft

installiert sind.

Es gibt viel queere Konkurrenz in

vielen Parteien – womit können die

SPD-Kandidaten und -Kandidatinnen

überzeugen?

Mit Micky Wenngatz und mir befinden

sich auf den vorderen Plätzen unserer

Liste zwei sehr profilierte Personen, die

dafür bekannt sind, sich seit vielen Jahren

nachhaltig und glaubwürdig für die Belange

der LGBTI*-Community und übrigens auch

gegen Rechtsextremismus und jede Form

von Menschenfeindlichkeit zu engagieren.

An allen erzielten Fortschritten für die

Community habe ich gemeinsam mit

anderen entscheidend mitgewirkt. Um es

„blumig“ zu sagen: Unser Herz schlägt für

den Regenbogen – bei jedem Wetter!

Wo sieht die SPD Handlungsbedarf

beim Blick auf die LGBTIQ*-Szene?

Eine konkrete Herausforderung ist für

mich die verstärkte Aufklärung sowie ein

Ausbau der Hilfs- und Beratungsangebote

im Bildungsbereich – die letzte Schulklimabefragung

hat bekanntlich erschreckende

Erkenntnisse zutage gefördert. Außerdem

setze ich mich für die Anerkennung der

LGBTI*-Geflüchteten als vulnerable

Gruppe ein – das ist Verpflichtung für

unsere Stadt, die sich auch auf unsere

Initiative hin dem Bündnis der Kommunen

„Sicherer Hafen“ angeschlossen hat. Auch

ganz grundsätzlich bleibt viel zu tun:

Rechtsextremes, menschenfeindliches

und homophobes Gedankengut ist wieder

bis in die Mitte der Gesellschaft hinein

salonfähig geworden. Vorurteile, Hass

und Gewalt gegenüber Schwulen, Lesben

und Trans* sind auch in unserer Stadt

zunehmend traurige Realität. Unsere

queere Freiheit ist in Gefahr und es zeigt

sich, dass unsere Errungenschaften auf

dünnem Eis stehen. Deshalb darf der

Kampf für Gleichstellung und Akzeptanz

niemals aufhören.

*Interview: Bernd Müller


DIE COMMUNITY LEBENDIG HALTEN

Michael Mattar war insgesamt 12 Jahre

Vorsitzender der FDP-Stadtratsfraktion

im Münchner Rathaus. Bei dieser Wahl

lässt er jedoch zehn jüngeren KandidatInnen

den Vortritt. „Wenn ich aber

nach vorn gehäufelt werde, nehme ich

das Ergebnis gerne an“, so der Unternehmensberater.

In seiner Polit-Karriere

hat er sich für Stadtentwicklung,

Wohnen, Wirtschaft und Finanzen und

als offen schwuler Stadtrat natürlich

auch für LGBTIQ* stark gemacht. In den

interfraktionellen Anträgen zu queeren

Themen stimmte er mit der FDP dafür,

dass in der Community zahlreiche

Projekte erfolgreich umgesetzt werden

konnten. „Als 2017 die „Ehe für Alle“

eingeführt wurde, habe ich außerdem

durchgesetzt, dass es keine zusätzliche

Gebühren bei der Umschreibung gab.“

Für die Zukunft steht bei ihm die

Hilfe für queere Geflüchtete und eine

Verbesserung der Situation von trans*

Menschen ganz oben auf der Agenda.

Nicht zuletzt will er ein Auge auch auf

die kommerzielle Szene haben, denn:

„Für den Tourismusstandort München

ist eine lebendige Community ein

wichtiger Faktor.“ *bm

Michael Mattar (66),

FDP, Platz 11

POLITIK 17

**Korrektur**

In der letzten LEO-Ausgabe hatten wir behauptet, Thomas Lechner (Die Linke) sei

2020 der erste offen schwule Oberbürgermeister-Kandidat in München. Das ist

nicht richtig. Michael Mattar war bereits 2008 und 2014 für die FDP für dieses Amt

angetreten. Wir bitten das Versehen zu entschuldigen.

FOTO: RAINER KURZEDER

Arne Brach (42),

Bündnis 90/Die Grünen, Platz 26

FOTO: ELIAS KEILHAUER

REGENBOGENFLAGGEN NICHT

NUR ZUM CSD HISSEN

Als ehemaliger Barbesitzer und

aktiver Partyveranstalter („Jenny

tanzt“) ist Arne Brach der Szene

wohlbekannt. Seit 2014 engagiert

er sich im Bezirksausschuss

2 und ist mittlerweile Referent

in der Fraktion der Grünen des

Bayerischen Landtags. Am 15.

März kandidiert er abermals

für den Bezirksausschuss und

erstmals für den Stadtrat. Seine

Schwerpunktthemen sind

Queerpolitik, Tierschutz und

Ernährung. Für die Community

steht bei ihm das Thema Bildung

und die Stärkung entsprechender

(Jugend-)Initiativen an

oberster Stelle. Der zunehmenden

Gewalt gegen LGBTI* soll

die Stadt unter anderem mit

einer Schnittstelle zwischen

dem Anti-Gewalt-Projekt und

der Münchner Polizei entgegenwirken.

Queeren Geflüchteten

muss auf städtischer Ebene

schnell und effektiv geholfen

werden. Arne Brach ist überzeugt,

dass München für LGBTI*

ein gutes Pflaster bleibt, nicht

zuletzt, „weil das der queerste

Stadtrat wird, den München je

gesehen hat“. Auch das soll für

mehr LGBTI*-Sichtbarkeit sorgen,

denn: „Regenbogenflaggen

muss man nicht nur zum CSD

hissen!“ *bm

Eure queerpolitischen Stimmen in den Stadtrat.

In unserer Vision ist

München eine soziale

und solidarische

Regenbogenstadt, in

der wir uns gemeinsam

für das gute Leben für

alle engagieren.

Rita Braaz

Platz 5

auf der Liste

DIE LINKE

Thomas Lechner

OB-Kandidat & Platz 4

Deshalb bitten wir

Euch, gebt uns jeweils

3 Stimmen und macht

Euer Kreuz auf der Liste

DIE LINKE, damit wir ab

2020 gemeinsam mit Euch

Bewegung und starke

queerpolitische Stimmen

in den Münchner Stadtrat

bringen.


18 POLITIK

Marion Lüttig (47),

Bündnis 90/Die Grünen, Platz 21

FOTO: IRMGARD SINNESBICHLER

„FEMINISMUS MUSS SEIN“

Marion Lüttig arbeitet bei der Münchner Fach- und Beratungsstelle

Regenbogenfamilien. Die gelernte Waldorfpädagogin und

Soziologin ist seit den 1990er-Jahren politisch aktiv – zunächst

im Gewerkschaftsbereich, dann bei den Grünen, wo sie sich

bis heute in der LAG Frauen- und Gleichstellungspolitik Bayern

engagiert. Schon immer stand für sie die Frauenpolitik im

Mittelpunkt. „Gleichstellungs- und LGBTIQ*-Politik ist ohne

Feminismus nicht denkbar“, so die lesbische Mutter zweier

Kinder. „Das Patriarchat ist auch in unserer Community überall

spürbar und hindert uns in allen Emanzipationsbestrebungen.“

Als weiße Cis-Lesbe sei sie immer noch privilegiert gegenüber

anderen Gruppen, woraus die Verpflichtung entstünde, eine Teilhabe

für alle zu ermöglichen. Neben ihrem queer-feministischen

Engagement ist Antidiskriminierungsarbeit im Bildungsbereich

sowie die geschützte Unterbringung von LGBTIQ*-Geflüchteten

ihr wichtigstes Anliegen. Außerdem Solidarität: „Wir brauchen

keine gespaltene, sondern eine in ihrer Verschiedenheit einige

Community.“ *bm

„WIR SIND NICHT DER ANHANG

VON LGBT*“

Patricia Schüttler ist Trans*Frau

und verheiratet mit ihrer Gattin

Sandra, die sie 2003 noch als

Patrick geheiratet hatte. Sie ist

stellvertretende Vorsitzende des

Vereins Trans-Ident, engagiert sich

im Aufklärungsprojekt München

und assistiert bei geschlechtsangleichenden

Operationen von

trans* Menschen. Hinter ihrem

queerpolitischen Engagement

steckt eigene Erfahrung: „Ich

möchte, dass es die kommende

Generation leichter hat und ihr

qualifizierte Informationen zum

Thema trans* zur Verfügung

stehen.“ Dafür schult die gelernte

Zahnärztin unter anderem

Krankenschwestern oder Medizinstudenten

und -studentinnen.

Auf ihrer politischen Agenda

stehen das Trans* Zentrum, Anti-

Gewalt-Arbeit sowie verbindliche

Fortbildungen und Schulungen

zu diesem Thema. Auch die

Sichtbarkeit von trans* Personen

soll verbessert werden: „Wir sind

kein Anhang von LGBT*!“, so

Patricia Schüttler. Von München

aus würde sie ihren Einfluss

geltend machen auf Bayern, denn:

„Es ist an der Zeit, überall mit dem

trans* Thema reinzugehen – jetzt

sind wir dran!“ *bm

Patricia Schüttler (47),

Rosa Liste, Platz 12

FOTO: PATRICIA SCHÜTTLER

Beppo Brem (58),

Bündnis 90/Die Grünen, Platz 22

FOTO: NIELS BAUER

MITEINANDER ALS ZUKUNFTS-

KONZEPT FÜR DIE COMMUNITY

Als ehemaliger Vorsitzender der

Münchner Grünen hätte sich

Beppo Brem sicher einen besseren

Listenplatz als den 22. gewünscht.

Aber er nimmt es sportlich. Kein

Wunder, denn als Vorsitzender des

Bayerischen Landes-Sportverbands

(BLSV), Mitinitiator der EuroGames

2004 und langjähriger Vorstand des

queeren Multisportvereins Team

München ist er ein ausgewiesener

Sportexperte, dessen weitere

Schwerpunkte in den Bereichen

Arbeit und Wirtschaft sowie Digitalisierung

liegen. Eine andere Qualität

für den sportlichen Erfolg sieht

Beppo Brem auch für die Zukunft der

Community: Er wünscht sich mehr

Miteinander. „Mittlerweile gibt es für

jedes Interesse eine Organisation.

Das ist toll, es besteht aber auch die

Gefahr, dass die Menschen nur um

ihren eigenen Buchstaben kreisen.“

Außerdem möchte der Nachhaltigkeitsmanager

alles dafür tun, dass

sich mehr queere Personen beruflich

outen und in Unternehmen, Vereinen

und Institutionen als gutes Beispiel

vorangehen. „Die neue Generation

Queers soll Lust haben, sich für ihre

Rechte zu engagieren – dafür mache

ich mich gerne stark.“ *bm

AUF EINEN PROSECCO MIT BEPPO

Stadtratskandidat Beppo Brem lädt am Freitag, 13. März

um 18 Uhr zum Meet & Greet mit Prosecco und Bio-

Waldmeister-Eis in Münchens erstes klimaneutrales Eiscafé.

Wähler*in trifft Politiker*in. Wir reden über Stadtpolitik, übers

Leben, über Gegenwart und Zukunft, über das Gute und das

Verbesserungswürdige in unserer Stadt. Einfach vorbeikommen.

Eiscafé Eismeer, Pestalozzistr. 21, Glockenbachviertel.


WÄHLEN, UND ZWAR RICHTIG!

!

POLITIK 19

Das Verfahren zur Kommunalwahl ist sehr demokratisch, aber auch sehr kompliziert.

Schnell werden ganze Stimmzettel ungültig, weil einfache Fehler passieren.

Wir erklären euch, worauf ihr beim Wählen achten solltet.

Bei der Stadtratswahl in München hat jeder/r 80 Stimmen – soviel Sitze, wie es im

Rathaus zu besetzen gilt.

ACHTUNG

Beim Panaschieren und Kumulieren der

kann man sich leicht verzählen. Werden

mehr als 80 Stimmen vergeben, ist der

gesamte Wahlzettel ungültig!

LISTENWAHL

Die einfachste Version: Du kreuzt das

Kästchen bei einer Partei an, so bekommt

eine Liste alle 80 Stimmen, die auf die

KandidatInnen verteilt werden.

PANASCHIEREN

Du kannst gezielt einzelne KandidatInnen

quer durch alle Listen ankreuzen. Wenn

du nicht alle 80 Stimmen auf diese Weise

verteilen magst, gib einer Partei ein Listenkreuz,

dann werden deine nicht vergebenen

Reststimmen ihr zugesprochen.

KUMULIEREN

Du kannst einem/einer einzelnen Kandidat/in

bis zu drei Stimmen geben. Schreibe dazu die

betreffende Zahl in das Kästchen neben dem

Namen.

3

2

Bei der Oberbürgermeisterwahl hast

du einen eigenen Stimmzettel und

nur eine Stimme. Gewählt ist, wer die

absolute Mehrheit erhält. Ist das im

ersten Wahlgang nicht der Fall, erfolgt

14 Tage später eine Stichwahl zwischen

den beiden Kandidaten, die die

meisten Stimmen auf sich vereinigen

konnten.

TIPP

Die Fachstelle für Demokratie hat ein

Infoangebot zusammengestellt, das

auf lockere Art über die Aufgaben der

Stadtverwaltung, des Oberbürgermeisters

und auch über den Ablauf

der Wahlen aufklärt. Klickt euch rein:

muenchenwaehlt.de *bm

Foto: Hajü Staudt

QUEER

MUT

C. Stamm mit Regenbogen-Vater

Thorsten Geerken (Liste 14 | Platz 37)

Eva Apfl und Claudia Stamm

Foto: Frank Zuber

mut-Kandidierende

für queere Themen u.a.

STEPHANIE

DILBA

Platz 1

CLAUDIA

STAMM

Platz 2

EVA

APFL

Platz 5

Für echte

VIELFALT im

Münchner

Stadtrat

am 15. März

mut Liste 14 wählen!


20 POLITIK

FOTO: CC0 / PXHERE.COM

KOLUMMNE VON

FELIX MÜLLER

QUEERER

WAHLKAMPF

AZ-Lokalchef Felix Müller

schreibt in seiner kommunalpolitischen

Kolumne in dieser

Ausgabe über den Dreikampf zur

Kommunalwahl, den queeren Wahlkampf

– und einen selbstsicheren

Oberbürgermeister.

Der queere Wahlkampf ist in der Stadt

in diesen Wochen sichtbar wie lange

nicht. Rosa Liste plakatiert weit über das

Glockenbachviertel hinaus. Für Toleranz, für

die Community, gegen rechte Hetze – und

das aus Tradition, so die Botschaft. Der

langjährige Stadtrat Thomas Niederbühl

ist sogar mit persönlichen Plakaten

präsent – wie bei den anderen Parteien nur

die OB-Kandidaten. Das ehrgeizige Ziel:

Dieses Mal soll es für – mindestens – zwei

Stadtratssitze reichen. Das letzte Mal war

man daran knapp gescheitert. Besonders

bitter: Mit wenigen Stimmen mehr wären

nicht nur zwei Rosa-Liste-Sitze im Rathaus

sicher gewesen, man hätte auch Neonazi-

Stadtrat Karl Richter verhindert.

Auch andere Parteien werben bewusst

in der Community – wenn auch weniger

sichtbar im Straßenraum. OB-Kandidat

Thomas Lechner von der Linkspartei etwa

(der mit Ex-Rosa-Liste-Frau Rita Braatz

auch noch eine prominente Lesbe aussichtsreich

auf der Stadtratsliste hat). Die

SPD mit Christian Vorländer. Oder die Grünen

mit München-Chef Dominik Krause.

Zwölf queere Kandidaten habe man auf der

Liste, sagt der stolz. Die Grünen werben

mit Flyern für „bunt und queer statt mia

san mia“. Und haben diverse Forderungen

wie die, Aufklärungsprojekte an Schulen

auszubauen, Konzepte zu entwickeln für

Kinder, die sich in Kitas nicht in klassischen

Geschlechterrollen wohlfühlen. Oder die

Polizei endlich dazu zu bringen,

eine eigene Kontaktstelle

zu schaffen, an die sich

Opfer von homophoben

Attacken

wenden können in

der Gewissheit, nicht

erneut Diskriminierung

zu erfahren.

Im großen, sichtbaren

Wahlkampf spielen

all diese Themen hingegen

kaum eine Rolle.

Da geht es heuer vor allem

um das Megathema Verkehr, auch und

gerade im Glockenbachviertel mit der

umstrittenen Fraunhoferstraße. Seit dort

keine Autos mehr parken dürfen, wird die

Rhetorik zwischen Radl-Verfechtern und

Autofreunden immer schärfer. Vorläufiger

Höhepunkt: CSU-München-Chef Ludwig

Spaenle bezeichnete die Straße kürzlich

als „nordkoreanische Schneise“.

Dass es auch ein paar Stufen niedriger

geht, beweist in diesen Wochen Oberbürgermeister

Dieter Reiter, der in Seelenruhe

Richtung zweite Amtszeit zu segeln

scheint. Den Mann bringt offenbar wenig

in Wallung. Von neuen Ideen ist kaum

etwas zu hören, seinen Konkurrentinnen

gelingt es aber auch nicht, ihn unter Druck

zu setzen. Reiter weiß um seine hohen

Beliebtheitswerte.

Sorgen machen muss er sich trotzdem,

und zwar um seine Stadtratsmehrheit.

Alles scheint in diesen Wochen

möglich. Nach einer repräsentativen

Umfrage der AZ

liegen SPD, Grüne und CSU

mit jeweils knapp unter

25 Prozent etwa gleich

auf (mit leichten Vorteilen

für die CSU). Eine Renaissance

von Rot-Grün – bei

den Mitgliedern beider

Parteien heiß erwünscht

– scheint denkbar. Doch es

könnte auch ganz anders kommen

und die Große Koalition in eine zweite

Runde gehen. Selbst ein schwarz-grünes

Bündnis wäre denkbar, was es einem

Oberbürgermeister Reiter extrem schwer

machen würde. Die Direktwahl des OB

hat eben nicht nur Vorteile. Man wird zwar

direkt gewählt, hat aber noch lange keine

brauchbare Mehrheit zusammen, wenn die

eigene Partei dermaßen tief in der Krise

steckt wie die SPD in diesen Zeiten.

FOTO: PRIVAT


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22

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11:30 Deutsche Eiche,

Starkbierzeit, Ganz

im harmonischen

Einklang mit dem

Fastengrundsatz

„Flüssiges bricht das

Fasten nicht“., Reichenbachstr.

13

15:00 MLC Under-

Ground, Naked on

Sunday, Einlass bis

17 Uhr, Machtlfinger

Str. 29

MO 2.3.

11:30 Deutsche Eiche,

Starkbierzeit, Ganz

im harmonischen

Einklang mit dem

Fastengrundsatz

„Flüssiges bricht das

Fasten nicht“., Reichenbachstr.

13

17:00 Cafe Regenbogen,

Schnitzelabend, Lindwurmstraße

71

19:00 Bar Rendezvous,

YoungDay, Gäste unter

27 erhalten Drinks zu

Sonderpreisen, Müllerstr.

54

20:00 Camp | Gay and

Cruising Bar, Underwear

& Naked Party,

Reisingerstr. 15

20:00 Ochsengarten,

Gelber Abend, Ab

00:30 Uhr ist wieder

normal geöffnet., Müllerstr.

47

DI 3.3.

11:30 Deutsche Eiche,

Starkbierzeit, Ganz

im harmonischen

Einklang mit dem

Fastengrundsatz

„Flüssiges bricht das

Fasten nicht“., Reichenbachstr.

13

15:00 Fliederlich e.V. -

schwuLesbisches

Zentrum Nürnberg,,

60plus-Treff, Kaffeeklatsch

für Lesben und

Schwule ab ungefähr

60 Jahren, Sandstr. 1,

Nürnberg

18:00 DAV Kletter- und

Boulderzentrum

München-Süd, GOC

Klettertreff, nur für

Erfahrene, mit Anmeldung,

Thalkirchner

Strasse 207

18:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Regenbogenväter,

rund um’s schwule

Elternsein, Müllerstr.

14

18:00 Fliederlich e.V. -

schwuLesbisches

Zentrum Nürnberg,,

Elternstammtisch,

offene Gruppe, Sandstr.

1, Nürnberg

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Selbsthilfegruppe

Krebs (-erfahrung),

Die Gruppe ist offen

für alle verschiedenen

Krebserkrankungen,

Müllerstr. 14

MI 4.3.

11:30 Deutsche Eiche,

Starkbierzeit, Ganz

im harmonischen

Einklang mit dem

Fastengrundsatz

„Flüssiges bricht das

Fasten nicht“., Reichenbachstr.

13

19:00 KraftWerk, Euronight,

Die Szeneparty

am Mittwoch mit

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Fassbier. Bis 21 Uhr.,

Thalkirchner Str. 4

19:00 LeTra-Zentrum,

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Offenes Treffen der

Gruppe für lesbische

Frauen / Paare mit

Kindern aus heterosexuellen

Beziehungen.,

Angertorstr. 3

19:00 Fliederlich e.V. -

schwuLesbisches

Zentrum Nürnberg,,

Rosa Hilfe, Beratung

von Schwulen für

Schwule, persönlich,

telefonisch

091119446, per Mail:

rosa.hilfe@fliederlich.

de, Sandstr. 1, Nürnberg

DO 5.3.

17:00 LeTra-Zentrum,

International Lesbian

Café, Welcome are all

lesbian, bisexual and

trans* women., Angertorstr.

3

19:00 Edelheiss, Bart-

Abend, [bis 22:00],

für alle Bartträger das

2. Bier gratis, Pestalozzistr.

6

20:00 Jägerstüberl, GAY

Club-Abend, Nikolaistr.

13, Rosenheim

FR 6.3.

Mannheim

11:30 Deutsche Eiche,

Starkbierzeit, Ganz

im harmonischen

Einklang mit dem

Fastengrundsatz

„Flüssiges bricht das

Fasten nicht“., Reichenbachstr.

13

14:00 Alibi Sauna,

Unisex-Tag (Bi-Open),

Nürnberger Str. 88,

Würzburg

18:00 Neues Münchner

Rathaus | Großer

Sitzungssaal, Letzte

Dinge richtig regeln,

Themenabend ums

Erben und Vererben

für LGBTI mit

Rechtsanwältin Irene

Schmitt., Marienplatz

8

19:00 Bar Rendezvous,

PartyBar, mit Jörg Olsson,

Müllerstr. 54

19:00 Baum 20 | Stadtteilladen

Berg am

Laim, Schwul leben in

Berg am Laim, Baumkirchner

Str. 20

19:00 LeTra-Zentrum,

LeTsBar mit Team

München Tischtennis,

Barabend mit Bibliotheksbereich

und

Infodienst bis 21 Uhr,

Angertorstr. 3

21:00 MLC Under-

Ground, Bears, Otters

& Friends, Einlass bis

23 Uhr, Machtlfinger

Str. 29

22:00 Prosecco, Fasching,

Theklastr. 1

SA 7.3.

14:00 Forum Queeres

Archiv München

e.V., Führung, durch

die Archivbestände

zum „Tag der Archive“.,

Bayerstraße 77a

20:00 Cafe Regenbogen,

CR 71 - BARABEND,

Lindwurmstraße 71

20:00 Nürnberger

Lederclub NLC,

Kellerparty, mit

Dresscode, Christoph-

Weiß-Str. 14, Nürnberg

21:00 MLC Under-

Ground, Sneaker &

Sports, Einlass bis 23

Uhr – mit Dresscode-

Kontrolle., Machtlfinger

Str. 29

SO 8.3.

07:00 Deutsche Eiche,

Frühstücksbrunch, bis

11 Uhr, Reichenbachstr.

13

11:30 Deutsche Eiche,

Starkbierzeit, Ganz

im harmonischen

Einklang mit dem

Fastengrundsatz

„Flüssiges bricht das

Fasten nicht“., Reichenbachstr.

13

15:00 WuF e.V. Schwulesbisches

Zentrum

Würzburg, Kaffeeklatsch,

Nigglweg 2,

Würzburg

15:00 MLC Under-

Ground, S-O-S

Fetisch Sex Party,

Einlass bis 17 Uhr.,

Machtlfinger Str. 29

17:00 Muffatwerk |

Ampere, #sieinspiriertmich,

Ein Abend

mit Impulsen aus der

feministischen Community

München – mit

der Frauen*BigBand

Groove Sistaz., Zellstr.

4

18:45 St. Paul Kirche,

Queergottesdienst,

Gottesdienst für

Lesben, Schwule und

ihre Freundinnen und

Freunde, St.-Pauls-

Platz 10

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

08/15-Abend, feuchtfröhlich,

immer etwas

los, Müllerstr. 14

MO 9.3.

20:00 Ochsengarten,

Naked & Underwear

Abend, Ab 00:30 ist

wieder normal geöffnet,

Müllerstr. 47

20:00 Camp | Gay and

Cruising Bar, Underwear

& Naked Party,

Reisingerstr. 15

DI 10.3.

19:00 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Schafkopfen im Sub,

Spielerunde, Müllerstr.

14

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Männerakademie,

Vortrag von Dr. Sebastian

Noe zum Thema

Diabetes, Müllerstr. 14

MI 11.3.

19:00 KraftWerk, Euronight,

Die Szeneparty

am Mittwoch mit

extrem günstigem

Fassbier. Bis 21 Uhr.,

Thalkirchner Str. 4

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Meet & Greet des

MLC, Auftakt für das

MLC Starkbier-Fest

2020., Müllerstr. 14

DO 12.3.

18:30 Oberangertheater,

Wahl des BMrL 2020,

Der MLC lädt zum

gemeinsames Abendessen

mit Wahl zum

Bavarian Mr. Leather.,

Oberanger 38

19:00 Edelheiss, Bart-

Abend, [bis 22:00],

für alle Bartträger das

2. Bier gratis, Pestalozzistr.

6

20:00 Jägerstüberl, GAY

Club-Abend, Nikolaistr.

13, Rosenheim

20:00 Musikkneipe

„Neue Welt“,

Schwuler Stammtisch

Ingolstadt, Infos unter:

www.romeo-julius.

de, Griesbadgasse 7,

Ingolstadt

FR 13.3.

11:30 Deutsche Eiche,

Starkbierzeit, Ganz

im harmonischen

Einklang mit dem

Fastengrundsatz

„Flüssiges bricht das

Fasten nicht“., Reichenbachstr.

13

19:45 Musikinstitut

Wangler, ffortissimo,

Schwuler

Klassik-Klub, www.

ffortissimo-online.

de, Sendlinger Str. 14,

Eingang Hackenstr.,

4. Stock

19:00 Bar Rendezvous,

PartyBar, mit Jörg Olsson,

Müllerstr. 54

22:00 Prosecco, Schlagerparty,

Theklastr. 1

SA 14.3.

15:00 MLC Under-

Ground, Fetish

Flohmarkt, mit Kaffee

& Kuchen – bis 18 Uhr.,

Machtlfinger Str. 29

20:00 MLC Under-

Ground, Löwennacht,

fast schon legendär:

Hunderte Fetischfreunde

treffen sich

zum Trinken, Ratschen,

Cruisen und

Feiern, Machtlfinger

Str. 29

20:00 Cafe Regenbogen,

CR 71 - BARABEND,

Lindwurmstraße 71

SO 15.3.

8:00 Kommunalwahl

München

10:00 Augustiner Keller,

MLC GaySunday, Der

GaySunday im Augustinerkeller

ist für viele

einer der schönsten

Nachmittage des

Jahres. Tickets nur im

VVK!, Arnulfstrassse

52

15:00 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Café im Sub, Kaffee

und Kuchen -

08/15-Angebot ab 19

Uhr, Müllerstr. 14

MO 16.3.

20:00 Camp | Gay and

Cruising Bar, Underwear

& Naked Party,

Reisingerstr. 15

20:00 Ochsengarten,

Gelber Abend, Ab

00:30 Uhr ist wieder

normal geöffnet., Müllerstr.

47

DI 17.3.

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Sub+, Angebot für

positive Männer nach

Voranmeldung unter

subplusgruppe@

subonline.org, Müllerstr.

14

MI 18.3.

19:00 KraftWerk, Euronight,

Die Szeneparty

am Mittwoch mit

extrem günstigem

Fassbier. Bis 21 Uhr.,

Thalkirchner Str. 4

DO 19.3.

19:00 Edelheiss, Bart-

Abend, [bis 22:00],

für alle Bartträger das

2. Bier gratis, Pestalozzistr.

6

FR 20.3.

19:00 LeTra-Zentrum,

LeTsBar mit LETRAK-

TIV, Barabend mit

Bibliotheksbereich

und Infodienst 18 bis

21 Uhr, Angertorstr. 3

20:00 Nürnberger

Lederclub NLC,

Kellerparty, für

U33 and Friends,

Christoph-Weiß-Str.

14, Nürnberg

21:00 MLC Under-

Ground, Leder &

Tracht, Einlass bis 23

Uhr – mit Dresscode-

Kontrolle., Machtlfinger

Str. 29

22:00 E-Werk Erlangen,

Rosa Freitag, Party,

Charts & Black –

Sweets for free!,

Fuchsenwiese 1,

Erlangen

SA 21.3.

15:00 MLC Under-

Ground, Naked on

Sunday, Einlass bis

17 Uhr., Machtlfinger

Str. 29

21:00 MLC Under-

Ground, Fetish Party,

Einlass bis 23 Uhr,

Machtlfinger Str. 29

MO 23.3.

20:00 Ochsengarten,

Naked & Underwear

Abend, Ab 00:30 ist

wieder normal geöffnet,

Müllerstr. 47

20:00 Camp | Gay and

Cruising Bar, Underwear

& Naked Party,

Reisingerstr. 15

MI 25.3.

17:00 Münchner Aids-

Hilfe, Checkpoint,

HIV Test & Beratung

bis 20 Uhr., Lindwurmstr.

71

19:00 KraftWerk, Euronight,

Die Szeneparty

am Mittwoch mit

extrem günstigem

Fassbier. Bis 21 Uhr.,

Thalkirchner Str. 4

FR 27.3.

19:00 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Brühwarm, Das Radiomagazin

zu Gast

wie immer mit neuen

Bands, Sängern und

Songwritern, Müllerstr.

14

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Münchner Positive,

Netzwerk für

HIV-Positive und

Freund*innen, Selbsthilfegruppe,

Beratung.,

Müllerstr. 14

SA 28.3.

21:00 MLC Under-

Ground, XXL Yellow,

Einlass bis 23 Uhr.

Eintrittspreis inklusive

Freibier (auch alkoholfrei)

und Wasser.,

Machtlfinger Str. 29

NOCH MEHR

TERMINE?

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auf deinem Homescreen

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Ein Klick, alle Termine.

www.männer.media/termine


MÜNCHEN

24

SZENE

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SO 29.3.

15:00 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Café im Sub, Kaffee

und Kuchen -

08/15-Angebot ab 19

Uhr, Müllerstr. 14

15:00 MLC Under-

Ground, Naked on

Sunday, Einlass bis

17 Uhr, Machtlfinger

Str. 29

DO 2.4.

14:15 Alten- und

Service-Zentrum

Isarvorstadt, Fitness

für ältere Schwule,

Hans-Sachs-Str. 14

20:00 Neue Fasanerie,

Stammtisch, der

Motorboys, www.

motorboys.org, Hartmannshofer

Str. 20

FR 3.4.

14:00 Alibi Sauna,

Unisex-Tag (Bi-Open),

Nürnberger Str. 88,

Würzburg

19:00 LeTra-Zentrum,

LeTsBar mit dem

Aufklärungsprojekt

München, Barabend

mit Bibliotheksbereich

und Infodienst 18 bis

21 Uhr, Angertorstr. 3

MO 6.4.

19:00 Bar Rendezvous,

YoungDay, Gäste unter

27 erhalten Drinks zu

Sonderpreisen, Müllerstr.

54

20:00 Camp | Gay and

Cruising Bar, Underwear

& Naked Party,

Reisingerstr. 15

20:00 Ochsengarten,

Gelber Abend, Ab

00:30 Uhr ist wieder

normal geöffnet., Müllerstr.

47

MI 8.4.

17:00 Münchner Aids-

Hilfe, Checkpoint,

HIV Test & Beratung

bis 20 Uhr., Lindwurmstr.

71

DO 9.4.

14:15 Alten- und

Service-Zentrum

Isarvorstadt, Fitness

für ältere Schwule,

Hans-Sachs-Str. 14

19:00 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

PrEP-Beratung, persönliche

Aufklärung

über Vor- und Nachteile,

Müllerstr. 14

20:00 Jägerstüberl, GAY

Club-Abend, Nikolaistr.

13, Rosenheim

FR 10.4.

19:30 Gasthof zur Post

Eberfing, Gay-

Stammtisch-WM in

derEberfinger Post,

Escherstr. 1, Eberfing

22:00 Prosecco, Schlagerparty,

Theklastr. 1

SA 11.4.

Mannheim

07:00 Deutsche Eiche,

Frühstücksbrunch, bis

11 Uhr, Reichenbachstr.

13

SO 12.4.

18:45 St. Paul Kirche,

Queergottesdienst,

Gottesdienst für

Lesben, Schwule und

ihre Freundinnen und

Freunde, St.-Pauls-

Platz 10

MO 13.4.

11:30 Deutsche Eiche,

Osterfest, Nach der

Eiersuche werden

feinste Gerichte

serviert., Reichenbachstr.

13

20:00 Ochsengarten,

Naked & Underwear

Abend, Ab 00:30 ist

wieder normal geöffnet,

Müllerstr. 47

20:00 Camp | Gay and

Cruising Bar, Underwear

& Naked Party,

Reisingerstr. 15

DI 14.4.

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

International Gay

Stammtisch, For gay

men from all over the

world, Müllerstr. 14

MI 15.4.

17:00 Münchner Aids-

Hilfe, Checkpoint,

HIV Test & Beratung

bis 20 Uhr., Lindwurmstr.

71

19:00 KraftWerk, Euronight,

Die Szeneparty

am Mittwoch mit

extrem günstigem

Fassbier. Bis 21 Uhr.,

Thalkirchner Str. 4

19:00 LeTra-Zentrum,

l’OUT!er Mütter,

Offenes Treffen der

Gruppe für lesbische

Frauen / Paare mit

Kindern aus heterosexuellen

Beziehungen.,

Angertorstr. 3

DO 16.4.

19:00 Edelheiss, Bart-

Abend, [bis 22:00],

für alle Bartträger das

2. Bier gratis, Pestalozzistr.

6

21:00 Radio Lora, Radio

Uferlos, [Bis 22:00] auf

LORA 92,4 MHz & per

Kabel auf 96,75, www.

uferlos-magazin.de

FR 17.4.

19:00 Bar Rendezvous,

PartyBar, mit Jörg Olsson,

Müllerstr. 54

19:00 LeTra-Zentrum,

LeTsBar mit Lesben-

Salon, Angertorstr. 3

22:00 Prosecco, Schlagerparty,

Theklastr. 1

SA 18.4.

22:00 Prosecco, Schlagerparty,

Theklastr. 1

SO 19.4.

13:00 Fliederlich e.V. -

schwuLesbisches

Zentrum Nürnberg,,

T*Time, für junge

trans*Leute von 14-27

Jahren, Sandstr. 1,

Nürnberg

MO 20.4.

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Start Deutsch-

Konversationskurs,

2x wöchentlich bis

20.7. – Infos per Mail

an andreas.langhammer@subonline.de,

Müllerstr. 14

20:00 Camp | Gay and

Cruising Bar, Underwear

& Naked Party,

Reisingerstr. 15

20:00 Ochsengarten,

Gelber Abend, Ab

00:30 Uhr ist wieder

normal geöffnet., Müllerstr.

47

DI 21.4.

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Sub+, Angebot für

positive Männer nach

Voranmeldung unter

subplusgruppe@

subonline.org, Müllerstr.

14

20:00 Nürnberger

Lederclub NLC,

Kellerparty, für U33

mit Dresscode und

Altersbeschränkung,

Christoph-Weiß-Str.

14, Nürnberg

MI 22.4.

19:00 LeTra-Zentrum,

l’OUT!er Mütter,

Offenes Treffen der

Gruppe für lesbische

Frauen / Paare mit

Kindern aus heterosexuellen

Beziehungen.,

Angertorstr. 3

DO 23.4.

19:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Selbsthilfegruppe

Depression, Müllerstr.

14

20:00 Jägerstüberl, GAY

Club-Abend, Nikolaistr.

13, Rosenheim

FR 24.4.

16:30 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Testabend im Sub,

Kostenloser Test auf

HIV und andere STI,

Müllerstr. 14

19:45 Musikinstitut

Wangler, ffortissimo,

Schwuler

Klassik-Klub, www.

ffortissimo-online.

de, Sendlinger Str. 14,

Eingang Hackenstr.,

4. Stock

19:00 Bar Rendezvous,

PartyBar, mit Jörg Olsson,

Müllerstr. 54

19:30 Gasthof zur Post

Eberfing, Gay-

Stammtisch-WM in

derEberfinger Post,

Escherstr. 1, Eberfing

SA 25.4.

05:00 Bar zur Feuerwache,

Weißwurst-Frühstück,

Blumenstr. 21a

MO 27.4.

17:00 Münchner Aids-

Hilfe, Checkpoint,

HIV Test & Beratung

bis 20 Uhr., Lindwurmstr.

71

20:00 Ochsengarten,

Naked & Underwear

Abend, Ab 00:30 ist

wieder normal geöffnet,

Müllerstr. 47

20:00 Camp | Gay and

Cruising Bar, Underwear

& Naked Party,

Reisingerstr. 15

DI 28.4.

18:00 DAV Kletter- und

Boulderzentrum

München-Nord,

GOC Klettertreff, nur

für Erfahrene, mit

Anmeldung, Werner-

Heisenberg-Allee 5

19:00 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Schafkopfen im Sub,

Spielerunde, Müllerstr.

14

20:00 SUB | Schwules

Kulturzentrum,

Schachgruppe, Müllerstr.

14

MI 29.4.

17:00 Münchner Aids-

Hilfe, Checkpoint,

HIV Test & Beratung

bis 20 Uhr., Lindwurmstr.

71

19:00 KraftWerk, Euronight,

Die Szeneparty

am Mittwoch mit

extrem günstigem

Fassbier. Bis 21 Uhr.,

Thalkirchner Str. 4

DO 30.4.

17:00 Münchner Aids-

Hilfe, Checkpoint,

HIV Test & Beratung

bis 20 Uhr., Lindwurmstr.

71

18:00 Café Glück,

Stammtisch der

Puppys München, im

Rahmen des Puppy-

Weekends 2020.,

Palmstr. 4

19:00 Edelheiss, Bart-

Abend, [bis 22:00],

für alle Bartträger das

2. Bier gratis, Pestalozzistr.

6

NOCH MEHR

TERMINE?

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www.männer.media/termine

MÄRZ / APRIL 2020 | AUSGABE 166

MÄRZ / APRIL 2020 | AUSGABE 166 | WWW.LEO-MAGAZIN.DE

POLITIK

Jede Stimme zählt -

Kommunalwahlen in

München

REISE

Dem Winterblues

entkommen.

Wir sagen dir,

wo es schön ist!

Nächster

Anzeigenschluss

ist der 9.4.2020

Buchen Sie Ihre

Anzeigen unter:

anzeigen@leo-magazin.de

MUSIK

JUSTIN BIEBER

INTERVIEWS: MIA., ANNA DEPENBUSCH, MARLA GLEN

Terminschluss

ist der 1.4.2020

Melden Sie Ihre Termine unter:

termine@leo-magazin.de


25

Wir machen uns stark!

Für Lesben, Schwule, Bi, Trans * und Inter *

Als Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche

Lebensweisen ist es unser Ziel, die LGBTI * -Community in

München zu stärken und Benachteiligungen abzubauen.

Wir machen uns stark. Für Lesben, Schwule, Bi, Trans *

und Inter * . LGBTI: Lesbian, Gay, Bisexual, Trans * , Inter*

BERATUNG AUS

LEIDENSCHAFT

HIV BERATUNG FITNESS

DARMKREBS ERNÄHRUNG

RÜCKENSCHMERZEN

SCHLAFSTÖRUNGEN

AKNE HÄMORRHOIDEN

Mehr Informationen unter:

muenchen.de/koordinierungsstelle

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bei uns erhältlich

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einfach und schnell für zu Hause!

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Beratung und Test bei uns!

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SCHLAFSTÖRUNGEN

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Sonnenstr. 33 • 80331 München

Tel. 089 593659 • Fax 089 5501717

info@hieristsgesund.de

Ist die Welle noch so steil,

a bisserl was geht allerweil.

www.az-muenchen.de/abo

ÖFFNUNGSZEITEN

Mo - Fr 8.30 - 19.00 Uhr

Sa 9.00 -14.00 Uhr

www.hieristsgesund.de


26 KULTUR

FEINE TÖNE

GEGEN AIDS

FOTO: FLORIAN GANSLMEIER

Werke von Mozart, Ligeti,

Wagner, Piazolla stehen unter

anderen auf dem Programm des

14. Münchener Aids-Konzerts

im Prinzregententheater. Neben

dem Bariton Michael Volle, der

Sopranistin Gabriela Scherer

und der Violinistin Arabella

Steinbacher ist auch Englands

wohl bekanntestes Vokalensemble

The King’s Singers zu

Gast bei dem vom Münchener

Kammerorchester initiierten

Benefizkonzert am 7. Mai. Im

Anschluss an das Konzert , das

unter der unter der Schirmherrschaft

des Oberbürgermeisters

Dieter Reiter steht, findet ein

Fest mit den beteiligten Künstlern

im Gartensaal statt, zu dem

alle Konzertbesucher herzlich

eingeladen sind. Zudem wird das

Konzert live im Programm BR-

Klassik übertragen. *fis

14. Münchener Aids-Konzert,

7.5., 20 Uhr, Prinzregententheater,

www.m-k-o.eu

FOTO: THOMAS DASHUBER

Musik aus der besten aller Welten

„Candide“ war schon immer mehr, als es auf den ersten Blick schien, denn in seiner

bestechenden Mischung aus Operette, Musical und Revue ist das Werk – wie

sein Schöpfer Leonard Bernstein es selbst einmal so schön ausdrückte – nicht

weniger als eine „Liebeserklärung an die europäische Musik“. Ab dem 6. Mai zeigt

das Staatstheater am Gärtnerplatz die faszinierend schöne Umsetzung des

philosophisch-satirischen Romans „Candide oder der Optimismus“ von Voltaire,

die sowohl europäische Tanzformen wie Gavotte, Mazurka oder Polka wie auch

Traditionen der italienischen Belcanto-Oper zitiert. Die Einstellung Candides, der

sich nie in seinem Glauben, in der besten aller Welten zu leben, erschüttern ließ, wird

durch diese Musik bestätigt – wie sonst sollte etwas so Schönes entstanden sein? *fis

An verschiedenen Tagen ab dem 6.5., Candide, Gärtnerplatztheater,

Gärtnerpl. 3, München, www.gaertnerplatztheater.de

AUSSTELLUNG

Kollektive mit

Sendungsbewusstsein

Die Ausstellung „Radio-Aktivität“ beschäftigt sich bis zum 23. August

mit dem Thema „Aufstand der Hörer“, einem Gedankenprozess, den

Bertolt Brecht angestoßen hatte, enttäuscht von dem durch Propaganda

und Werbung vereinnahmten Medium.

„Es ist eine sehr schlechte Sache“, so urteilte Brecht über das Radio 1932.

„Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte,

wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen.“ Wer hat die Deutungshoheit

über die Medien? Wer spricht und zu wem wird gesprochen? Es geht

um Utopien schrankenloser und herrschaftsfreier Kommunikation. In den

beiden Jahrzehnten gründeten sich vermehrt Kollektive, die Bedingungen

neu dachten und Formen antinationaler und internationaler Kommunikation

schaffen wollten. Die ganze Geschichte gibt es im Lenbachhaus in

München. *fis

www.lenbachhaus.de

Max Radler „Der Radiohörer“, 1930, Städtische Galerie im Lenbachhaus

und Kunstbau München, Foto: Lenbachhaus


Ein blutiger Spaß

Spätestens seitdem Johnny

Depp mit seinem Barbiermesser

Kehlen durchschnitt und Helena

Bonham Carter die Opfer zu

Fleischküchlein verarbeitete,

kennt auch ein Musical-Ignorant

das morbide Meisterwerk

„Sweeney Todd“ von Stephen

Sondheim. Das Deutsche

Theater München bringt nun

(in Zusammenarbeit mit dem renommierten English Theatre

Frankfurt) „Sweeney Todd – The Demon Barber of Fleet

Street“ in einer englischsprachigen Neuinszenierung vom

4. bis 15. März zurück auf die Bühne. Die Geschichte von

Rache und Kannibalismus kann man dabei hautnah erleben:

Je 24 Gäste dürfen sich mit Programmheft, einem Glas Sekt

und einem Plastikponcho ganz vorne in die „Bloody Seats“

setzen – mit Blutspritzern ist zu rechnen! Nie war schlechter

Geschmack verlockender. *fis

FOTO: PAMELA RAITH FOTO: DEUTSCHES THEATER MÜNCHEN

Staying Alive!

Es ist wieder Zeit für Schlaghosen,

perfekte Frisuren und

Glamour, denn vom 1. bis zum

19. April wird es im Deutschen

Theater München nur eine

Musik geben: den ganz großen

Discosound. In der elektrisierenden

Adaption des John-Travolta-

Kultfilms „Saturday Night Fever“

wird das Feeling der 70er in die

Gegenwart geholt – vor allem dank der großartigen Liveband,

die alle Bee-Gees-Klassiker von „Night Fever“ bis „How

Deep Is Your Love“ originalgetreu wiedergeben wird. Dazu

begeistern die exzessiven Choreografien und authentischen

Outfits. Unter dem Zeichen der Discokugel darf man so noch

einmal die Geschichte von Tony Manero miterleben – seinen

Weg vom Angestellten zum König der Nacht. *fis

Du hast die Haare schön

Nach einem umjubelten

Gastspiel in Köln kommt im

Rahmen der Tournee zu seinem

50. Jubiläum „Hair – The Musical“

wieder zurück nach München.

Vom 7. bis zum 12. Juli kann man

diesen Meilenstein der Popkultur

im Deutschen Theater wiederentdecken

und dem Sommer der

Liebe nachspüren: Wir schreiben

das Jahr 1967 und die Hippie-Jugend im East Village von New

York feiert das Leben und die Liebe und kämpft gleichzeitig mit

Flower-Power und Songs wie „Aquarius“ und „Let the Sunshine

In“ gegen das Establishment und Krieg. Eine Zeitenwende, die

nirgends besser eingefangen wurde als in dieser aufregenden

und erfolgreichen Produktion in englischer Sprache. Wild, bunt

und frei hat das legendäre Musical nichts von seiner Energie

und Bedeutung verloren. *fis

FOTO: JOHAN PERSSON

Deutsches Theater München, Schwanthalerstr. 13,

www.deutsches-theater.de

3. WINTERPROGRAMM

Ausgezeichnet als

einziger Circus in

Deutschland!

Krone

München

01.03.2020 -

05.04.2020

KRONE BAU MÜNCHEN

WWW.MUENCHENTICKET.DE

TICKET HOTLINE: 089 545 8000

WWW.CIRCUS-KRONE.DE

Circus Krone GmbH & Co. Betriebs-KG

Marsstraße 43 | Zirkus-Krone-Straße | 80335 München


28 KULTUR

FOTOS: CIRUS KRONE

Russische Comedy im Circus Krone

Frei nach dem Motto „Was von

Herzen kommt, geht auch zu Herzen“

startet der Circus Krone in das dritte

und letzte Programm der Winterspielzeit

2019/2020. Danach geht die Compagnie

auf eine große Deutschlandtournee, wobei

ein besonderer Fokus auf Bayern liegt.

Rasant wird es, wenn die Sprungakrobaten

von Flying Jumpers die Manege betreten,

während der Jongleur Claudius Specht

seine einzigartige Fingerfertigkeit unter

Beweis stellt. Neben Jongleuren, dem

doppelten Zopfhang und Akrobatik in der

Glaskugel gibt es eine spezielle Comedy-

Sensation aus Russland zu sehen:

Yefrem Bitkine und Evgenij Daschkovskij

performen mit kindlicher Freude im Takt

der Musik. An eigenwilliger Akrobatik fehlt

es dabei nicht. Das Duo gewann für seine

Show bereits renommierte internationale

Preise wie die Bronzemedaille des Pariser

Festival Mondial du Cirque de Demain und

den Sonderpreis des International Circus

Festival in Monte Carlo. Zu den Programmhighlights

in der letzten Winterspielzeit

des Jahres gehören natürlich auch die

beliebten Vierbeiner des Hauses wie

Löwen, Elefanten, Pferde und Hunde. *jm

1.3 – 5.4, Circus Krone, Zirkus-Krone-

Str./Marsstr. 43, circus-krone.com

Fetischmaske

im Bayerischen Nationalmuseum

Eine Fetischmaske für das Dogplay wird derzeit im Bayerischen

Nationalmuseum in München ausgestellt. Die edle

Ausführung aus Rindsleder ist eine Leihgabe des Münchner

Erotik- und Fetischladens Spexter.

Die Ausstellung unter dem Titel „Treue Freunde“ thematisiert das

jahrtausendealte Zusammenleben von Hunden und Menschen. Sie

läuft noch bis zum 19. April. Besagte Maske wird in der Abteilung

„Hundeliebe. Fantasie und Erotik“ gezeigt, wo der zärtliche Umgang

mit Schoßhunden ebenso zur Geltung kommt wie Hunde als

eifersüchtige Beobachter menschlichen Liebesspiels. Natürlich geht

es auch um die Vierbeiner als Helfer und als Partner in allen Lebenslagen,

böse Hunde, Modehunde oder Prominente mit ihren Hunden.

Aufseiten des Nationalmuseums ist man davon überzeugt, dass sich

alle Besucherinnen und Besucher in ihrem persönlichen Verhältnis

zum Hund in einem der über 200 Gemälde, Skulpturen, Drucke und

Werken der Alltagskultur wiederfinden können. *jm

Bis zum 19.4., Bayerisches Nationalmuseum, Prinzregentenstr. 3,

bayerisches-nationalmuseum.de


SCHÖNE

MÜLLERIN

GESUCHT

Uraufführung

SCHUBERTS REISE

NACH ATZENBRUGG

Oper von Johanna Doderer und Peter Turrini

We show you!

TICKETS: 089 – 55 234 444

www.deutsches-theater.de

AB 23.4.2020

Tickets I Tel +49 (0)89 2185 1960

www.gaertnerplatztheater.de


30 KULTUR

Ellen von Unwerth (*1954), Eva Herzigová hinter den

Kulissen der Thierry Mugler Fashion Show, Paris, 1992,

Silbergelatineabzug, Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Les

Cow-boys, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1992,

Foto: © Ellen von Unwerth

Er drehte das einzigartige Video

zu George Michaels „Too Funky“, er

entwarf die extravagantesten Kostüme

für Stars wie Diana Ross und Liza Minnelli

ebenso wie für David Bowie oder Lady

Gaga und ist mittlerweile nichts weniger

als eine lebende Legende: Thierry Mugler.

Die Kunsthalle München präsentiert vom

3. April bis zum 30. August nun erstmals in

Deutschland die spektakuläre Ausstellung

über den verehrten französischen

Alan Strutt, Yasmin Le Bon, Palladium, London, 1997,

Evening Standard Magazine, Oktober 1997,

Outfit: Thierry Mugler, Kollektion La Chimère, Robe »La

Chimère«, Haute Couture Herbst/Winter 1997–1998,

Foto: © Alan Strutt

THIERRY MUGLER

in der Kunsthalle

Modeschöpfer. Sie versammelt dabei

mehr als 150 Haute-Couture- und Prêtà-porter-Outfits

zwischen Hoch- und

Populärkultur, es gibt Bühnenkostüme

und Accessoires, zahlreiche Videos und

Entwurfszeichnungen sowie Archivmaterial

des Visionärs zu entdecken. Noch dazu

werden zahlreiche Bilder von Helmut

Newton und David LaChapelle gezeigt, die

diese Schöpfungen in ihren Bildern höchstpersönlich

verewigt haben. „Mein einziges

Maß ist die Maßlosigkeit“, sagte Mugler

David LaChapelle, Danie Alexander, London Sunday Times,

Mai 1998, Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Jeu de Paume,

Haute Couture Frühjahr/Sommer 1998,

Foto: © David LaChapelle

einmal, und wer die raffinierte Mischung

aus seinem meisterlichen Gespür für den

Laufsteg und seiner Liebe zu den Extremen

des Dragshow-Dramas schon kennt, kann

ihm nur zustimmen: Nicht aufzufallen

war für den als klassischen Balletttänzer

ausgebildeten Mugler nie eine Option! In

ganzen acht Akten führt die Ausstellung

durch das Leben und Werk des Meisters,

und wer nicht genug bekommen kann, hat

vor Ort die Gelegenheit, den 400 Seiten

starken Luxus-Begleitband zur Ausstellung

zu erwerben. Eine einmalige Gelegenheit,

Fashion ganz nah zu erleben. *fis

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung,

Theatinerstr. 8, www.kunsthalle-muc.de

FOTOS: MARIE LAURE BRIANE

Du entscheidest:

Ballett interaktiv

Aufgepasst! Das Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz

lädt zu einer Reihe ganz besonderer Abende ein,

denn „Salome Tanz“ wird keine normale Tanz-Aufführung.

Ausnahmsweise haben nämlich die Zuschauer bereits vorab

und auch während der Vorstellung die einzigartige Möglichkeit,

interaktiv auf den Verlauf der Handlung einzuwirken!

Das Ballett von Eyal Dadon, basierend auf Oscar Wildes

Drama „Salome“, wird am 28. Februar seine Uraufführung

erleben, weitere Termine folgen im März und April. Durch die

Abstimmungen im Verlauf jeder Vorstellung wird das Publikum

letztlich selbst zum Co-Regisseur. Die faszinierende

Erfahrung, eine zeitgenössische Tanzaufführung mit zu

kreieren, ist damit jedes Mal garantiert. *fis

An verschiedenen Tagen ab dem 28.2., Salome Tanz,

Gärtnerplatztheater, Gärtnerpl. 3, München,

www.gaertnerplatztheater.de


LANGE NACHT DER MUSIK

Eine Stadt – Eine Nacht – 400 Konzerte

KULTUR

31

Für alle, die sich nicht von Algorithmen

vorschreiben lassen, welcher

neuer Künstler oder welches Genre ihnen

vielleicht gefallen könnte, sondern die

lieber live spüren wollen, wie sich echte

Musik anfühlt, für genau diese Menschen

gibt es am 25. April wieder die „Lange

Nacht der Musik“: Von acht Uhr abends

bis drei Uhr nachts werden in München

ganze 400 Konzerte in 100 Locations

stattfinden.

An Orten wie der Bayerischen Staatsoper

oder dem Gasteig, in Kirchen und

Hotellobbys und in den vielen Kneipen

und Clubs darf man sich von der Szene

der Stadt überraschen lassen. Und es

werden in dieser Nacht garantiert alle

Geschmäcker bedient: ob Klassik oder

Rock, ob Pop oder Jazz, Salsa oder

Flamenco, ob Schlager oder Volksmusik

– wirklich jeder wird eine Bühne für

sich finden. Entdecken kann man diese

ganz stressfrei, da die Spielorte bequem

mit Shuttlebussen zu erreichen sind,

die im komfortablen 10-Minuten-Takt

fahren werden. Das „Lange Nacht-Ticket“

kostet 18 Euro und gilt dabei nicht nur

als Eintrittskarte für alle beteiligten

Institutionen, sondern auch als Fahrkarte

für die Shuttlebusse. Das ganze Angebot

mit allen auftretenden Künstlern und

weiteren Informationen gibt es ab März

auf www.muenchner.de/musiknacht. Egal,

ob man nun wild tanzen oder andächtig

lauschen will, ob man laut mitsingt oder

still ergriffen sein wird: Du machst dir dein

Programm! *fis

www.muenchner.de/musiknacht

Über www.männer.media/gewinne

verlosen wir 3-mal 2 Karten

FOTO: STEPHAN RUMPF

Enjoy! English Originals

04. — 15.03. 01. — 19.04. 07. — 12.07.

We show you!

TICKETS: 089 – 55 234 444

www.deutsches-theater.de


32 KULTUR

ZEITGENÖSSISCHER

TANZ

FOTOS: KAI HEIMBERG

#snow white

Wer am Stockholmer Flughafen

Arlanda ankommt,

begegnet Fredrik „Benke“ Rydman

schon dort. Zumindest auf einem

Foto. Er hat es in die Bildergalerie

der berühmtesten Schweden

geschafft. Wie? Mit Tanzinszenierungen,

die deutlich aus dem

Mainstream herausstechen.

So kreierte er mit der 1997 gegründeten

Bounce Streetdance Company die Show

„Insane in the Brain“ – eine tänzerische

Adaption von „Einer flog übers Kuckucksnest“.

2009 inszenierte die Gruppe einen

Michael-Jackson-Tribute-Flashmob,

nachdem der King of Pop gestorben war.

Heute wirkt der 45-Jährige eher hinter

den Kulissen. Sein Steckenpferd ist

es, Klassiker neu zu choreografieren.

Mit einem sozialkritischen Ansatz.

Tschaikowskys „Schwanensee“ holte er

2011 mit seinem „Swan Lake Reloaded“

in die Moderne. Seine Schwäne waren

drogensüchtige Prostituierte, sie

verschrieben sich mehr dem Streetdance

als dem klassischen Ballett. Auch „The

Nutcracker Reloaded“ griff 2016 den

Zeitgeist auf. Rydman sezierte in seinem

„Nussknacker“-Remake den Zustand

unserer Gesellschaft: Seine Aufführung

beschäftigte sich mit obdachlosen

Jugendlichen und Organhandel.

„Ich finde es wirklich spannend, in

meinen Produktionen aktuelle Probleme

aufzugreifen“, sagte Rydman einen Tag

nach seiner „Snow White“-Premiere im

Stockholmer Dansens Hus. In dieser

Inszenierung blickt er (selbst-)ironisch

auf die Generation Instagram. Er hält all

denen den Spiegel vor, die sich nur noch

über Social Media definieren: „Likes haben

für viele Menschen einen regelrechten

Suchtfaktor. Das geht teilweise so weit,

dass sie überhaupt nichts anderes mehr

interessiert.“

Ein Paradebeispiel für seine These ist

Schneewittchens Stiefmutter, die im

Zeichen des Genderfluid nicht etwa von

einer Frau dargestellt wird, sondern von

dem Tänzer Daniel Koivunen. Der verwandelt

sich in eine Egomanin, die nur ein

Ziel hat: als Influencerin immer populärer

zu werden. Ihre Tochter, verkörpert von

Ellen Lindblad, ist ihr dabei bloß im Weg,

immer wieder stößt sie sie weg von sich.

„Schneewittchen“, resümiert Rydman,

„vereinsamt zusehends. Ihr fehlt die Mutterliebe.“

Also sucht sie nach einem Ersatz

und findet ihn in Rydmans Aufführung

schließlich auch. Sie vergiftet sich nicht

etwa mit einem Apfel, ein Smartphone

reißt sie ins Verderben. Fortan holt sich

Schneewittchen ihre Bestätigung bei

ihren Followern – mit mehr Erfolg als ihre

Stiefmutter: „Die Ältere wird sich plötzlich

ihrer Sterblichkeit bewusst. Mit Entsetzen

registriert sie, dass eine Jüngere ihren

Platz einnimmt.“

Diese Erkenntnis, das weiß Rydman

aus persönlicher Erfahrung, ist hart.

Dementsprechend beschließt die

Stiefmutter, schleunigst zu handeln. Sie

schiebt Schneewittchen in die Psychiatrie

ab, wo sie auf sechs Zwerge trifft, allesamt

mental labile Influencer, die von ihrer

Internetsucht kuriert werden sollen. Wo

ist der siebte Zwerg geblieben? Rydman

lacht: „Diese Frage wird mir am häufigsten

gestellt.“ Eine Antwort hat er sich längst

zurechtgelegt: „Jeder Zwerg steht für eine

psychische Erkrankung – sei es ADHS oder

Depression. Auch die bipolare Störung ist

vertreten. Sie vereinigt meiner Ansicht

nach gleich zwei Zwerge in sich: Happy und

Sleepy. Somit kommt man schlussendlich

doch wieder auf die Zahl sieben.“ Wie

viele Zwerge nun auf der Bühne agieren,

findet Rydman allerdings nicht so wichtig.

Wesentlich mehr beschäftigen ihn ihre

Krankheitsbilder: „Ich denke, die sozialen

Medien treiben nicht wenige Leute in die

Isolation. Das löst mentale Probleme aus.“

*Dagmar Leischow

23.4. – 2.5., Snow White,

Deutsches Theater München, Schwanthalerstr.

13, www.deutsches-theater.de/

snow-white-2020


KULTUR 33

Sieben Tode für die Kunst

Ein neues Projekt von Marina Abramović ist immer ein

außergewöhnliches und transformierendes Ereignis. Mit

„7 Deaths Of Maria Callas“ im Nationaltheater lebt die

legendäre Performance-Künstlerin nun ihre lebenslange

Faszination für die vielleicht größte Opernsängerin auf spektakuläre

Art aus.

In sieben Filmen wird

Abramović zusammen mit

dem Schauspieler Willem

Dafoe sieben Mal sterben

und so exemplarisch sieben

Bühnentode aus Opern – und

ganz speziell sieben Arien, die

für Maria Callas von großer

Bedeutung waren – nachempfinden.

Es wird sich dabei

um Szenen aus den Werken

von Georges Bizet, Gaetano

Donizetti, Giacomo Puccini

und Giuseppe Verdi handeln.

Am Ende des Abends – wenn

es um den realen Tod von

Maria Callas 1977 in Paris

geht – wird Abramović selbst

als Performerin auf der

Bühne zu erleben sein und

die großen Fiktionen und

Callas’ wahres Leben zusammenfügen,

in dem selbst

nie eine Trennung zwischen

Bühnenerscheinung und

Privatperson existierte – sie

lebte und starb für die Kunst.

Die Premiere von „7 Deaths

Of Maria Callas“ wird am 11.

April stattfinden, weitere Termine

folgen am 23. und 24.

April. Für alle, denen es nicht

gelingen sollte, für diesen

einzigartigen Event Karten zu

ergattern, bietet staatsoper.tv

die Möglichkeit, die Premiere

als Livestream im Internet

mitzuerleben. *fis

FOTO: MARCO ANELLI

DENIZ

YUCEL

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AGENTTERRORIST.

8 APRIL · 20 UHR

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MÜNCHENTICKET 089.54 81 81 81

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ECHTZEIT TOUR 2020

12.03.20 FULDA

13.03.20 RAVENSBURG

14.03.20 KARLSRUHE

20.03.20 HALLE

21.03.20 MÜNCHEN

22.03.20 FREIBURG

24.03.20 LUDWIGSBURG

25.03.20 ESSEN

26.03.20 OLDENBURG

27.03.20 OLDENBURG

28.03.20 WOLFSBURG

02.04.20 HANNOVER

03.04.20 BERLIN

04.04.20 JENA

05.04.20 AUGSBURG

06.04.20 REUTLINGEN

07.04.20 DARMSTADT

24.04.20 HAMBURG

25.04.20 LÜBECK

ZUSATZSHOW

AUSVERKAUFT

DAS NEUE ALBUM

„ECHTZEIT“

6. MÄRZ 2020

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34

KULTUR

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SO 1.3.

10:00 Lenbachhaus

| Kunstbau,

Radio-Aktivität, Die

Ausstellung widmet

sich ausgehend von

Brechts Radiotheorie

politischer und künstlerischer

Kollektive

der 1920er30er und

1960er-70er Jahre.,

U-Bahnhof Königsplatz

15:00 Theater Evangelische

Studentengemeinde

ESG, (St)

Erben will gelernt

sein – Fröhliche Familienbande,

Stück der

Queer Company – eine

Stunde vor Beginn

gibt´s einen Sektempfang

und Kaffe

& Kuchen., Friedrich-

Ebert Ring 27 b,

Würzburg

17:00 Show Theresienwiese,

Cirque du

Soleil – Totem, Zirkusmagie

von der Urzeit

bis zur Gegenwart,

Theresienwiese

18:00 Ballett Staatstheater

am Gärtnerplatz,

Salome Tanz,

Choreographie: Elan

Dayol, musikalische

Leitung: Michael

Brandstätter, Gärtnerplatz

3

19:00 Ballett Nationaltheater

München,

Die Kameliendame,

von John Neumeier,

Musik: Frédéric

Chopin., Max-Joseph-

Platz 2

DI 3.3.

19:30 Ballett Nationaltheater

München,

Die Kameliendame,

von John Neumeier,

Musik: Frédéric

Chopin., Max-Joseph-

Platz 2

19:30 Theater Residenz |

Cuvilliéstheater, Der

Riss durch die Welt,

170 Fragmente einer

gescheiterten Unterhaltung

von Roland

Schimmelpfennig;

Regie: Tilmann Köhler.,

Residenzstrasse 1

MI 4.3.

19:30 Musical Deutsches

Theater,

Sweeney Todd,

Musical-Thriller von

Stephen Sondheim in

englischer Sprache –

Preview., Schwanthalerstr.

13

19:30 Oper Staatstheater

am Gärtnerplatz,

Rigoletto,

von Verdi; Regie:

Herbert Föttinger,

musikalische Leitung:

Anthony Bramall/

Andreas Kowalewitz.,

Gärtnerplatz 3

20:00 Kabarett Wirtshaus

im Schlachthof,

Jonas Greiner, „In

voller Länge“, Zenettistrasse

9

20:00 Ballett Münchner

Kammerspiele,

Reflection, von Isabelle

Schad, Maximilianstrasse

26-28

DO 5.3.

20:00 Konzert Kleines

THEATER HAAR,

Alpin Drums, „Der

Berg groovt“, Casinostraße

75, Haar

FR 6.3.

19:30 Konzert Münchner

Künstlerhaus |

Festsaal, Roman Patkoló

und Oleksandra

Fedosova, Konzert

für Kontrabass und

Klavier mit Werken

von Piazzolla, Albinoni,

Dvorak, Morricone u.a.,

Lenbachplatz 8

20:00 Show Deutsches

Theater, The Filly Follies´

Varieté Burlesque,

mit Aphrodite DeVine,

ChiChi Bouvet, Diva

Desaster & Special

Guests., Schwanthalerstr.

13

20:00 Show Olympiapark

München |

Olympiahalle, Lord

of the Dance, „Dangerous

Games“, Spiridon-Louis-Ring

21

SA 7.3.

19:00 Konzert Schloss

Nymphenburg |

Hubertussaal, Nymphenburger

Schlosskonzerte,

Vivaldi: Die

vier Zahreszeiten,

Schloss Nymphenburg

E19

19:00 Konzert Kleines

THEATER HAAR,

Michael von Zalejski,

„Merci UDO“, Casinostraße

75, Haar

Offizielle

Händlerausschreibung

20:00 Show Deutsches

Theater, The Filly Follies´

Varieté Burlesque,

mit Aphrodite DeVine,

ChiChi Bouvet, Diva

Desaster & Special

Guests., Schwanthalerstr.

13

20:00 Theater Residenz

| Cuvilliéstheater,

Lulu, von Frank

Wedekind in einer

Bearbeitung von

Bastian Kraft., Residenzstrasse

1

20:00 Kabarett Burgtheater,

Manfred

Maurenbrecher, „Das

Recht auf Vergessenwerden“,

Füll 13,

Nürnberg

SO 8.3.

18:00 Oper Staatstheater

am Gärtnerplatz,

Rigoletto,

von Verdi; Regie:

Herbert Föttinger,

musikalische Leitung:

Anthony Bramall/

Andreas Kowalewitz.,

Gärtnerplatz 3

18:00 Oper Bayerische

Staatsoper, I masnadieri,

von Verdi;

Regie: Johannes Erath;

musikalische Leitung:

Michele Mariotti – Premiere.,

Max-Joseph-

Platz 2

19:00 Theater Münchner

Kammerspiele,

Im Dickicht der

Städte, nach Bertolt

Brecht; Inszenierung:

Christopher Rüping.,

Maximilianstrasse

26-28

20:00 Konzert Philharmonie

im Gasteig,

A Tribute to Sinatra &

Friends, mit Stephen

Triffitt, Mark Adams

und George Daniel

Long, Rosenheimer

Str 5

MO 9.3.

20:00 Konzert Philharmonie

im Gasteig,

Wiener Symphoniker:

Beethoven-Zyklus I,

Musikalische Leitung:

Andris Nelsons.,

Rosenheimer Str 5

Für den Weihnachtsmarkt Pink Christmas 2020 auf dem

Münchner Stephansplatz nehmen wir Bewerbungen entgegen.

Der Markt findet Montag bis Freitag von 16 – 22 Uhr,

Samstag/Sonntag von 12 – 22 Uhr statt.

Anmeldung bei:

Agentur Grenzgänger, Pestalozzistr. 21, 80469 München

info@agentur-grenzgaenger.de

DI 10.3.

19:30 Theater Münchner

Kammerspiele,

König Lear, von

William Shakespeare,

übersetzt und bearbeitet

von Thomas

Melle; Inszenierung:

Stefan Pucher., Maximilianstrasse

26-28

19:00 Lenbachhaus |

Kunstbau, Gespräch,

„Bilder der tönenden

Welle – zur Ikonografie

des Radios ...“ – mit

Andreas Zeising.,

U-Bahnhof Königsplatz

MI 11.3.

19:00 Oper Bayerische

Staatsoper, I masnadieri,

von Verdi;

Regie: Johannes Erath;

musikalische Leitung:

Michele Mariotti.,

Max-Joseph-Platz 2

19:00 Münchner Künstlerhaus

| Innenhof,

Christian Peschke

– Skulptur und

Malerei, Vernissage;

die Ausstellung ist

vom 12.3. bis 24.4. zu

sehen – Eintritt frei.,

Lenbachplatz 8

20:00 Konzert Feierwerk

| Hansa 39,

Sounds of Nashville,

mit Noah Schnacky,

Abby Andersson und

Tenille Townes., Hansastrasse

39

20:00 Kabarett Burgtheater,

Nessi Tausendschön,

„30 Jahre

Zenit – Operation

Goldene Nase“, Füll 13,

Nürnberg

DO 12.3.

19:00 Kabarett Kleines

THEATER HAAR,

Robert Griess, „Hauptsache

es knallt“, Casinostraße

75, Haar

20:00 Show GOP Variete

Theater München,

La Strada, Die Kunst

der Straße; Regie:

Knut Gminder., Maximilianstr.

47

FR 13.3.

19:30 Ballett Nationaltheater

München,

Portrait Wayne

McGregor, „Kairos“,

Sunyata“, „Borderlands“

– Musik von Joel

Cadbury, Max Richter,

Kaija Saariaho und

Paul Stoney., Max-

Joseph-Platz 2

SA 14.3.

10:00 Lenbachhaus

| Kunstbau,

Radio-Aktivität, Die

Ausstellung widmet

sich ausgehend von

Brechts Radiotheorie

politischer und künstlerischer

Kollektive

der 1920er30er und

1960er-70er Jahre.,

U-Bahnhof Königsplatz

19:00 Schloss Nymphenburg

|

Hubertussaal,

Nymphenburger

Schlosskonzerte, Beethoven:

Symphinie Nr.

9, Schloss Nymphenburg

E19

19:00 Konzert Residenz

| Max-Joseph-Saal,

ThaeGe in der Residenz:

Klassik – Jazz

– Weltmusik, David

Orlowsky (Klarinette)

und David Bergmüller

(Laute) tragen Werke

von Purcll und Eigenkompositionen

vor.,

Residenzstraße 1

SO 15.3.

8:00 Kommunalwahl

München

12:00 Theater Münchner

Kammerspiele, Dionysos

Stadt, Dramen-

Trilogie; Inszenierung:

Christopher Rüping.,

Maximilianstrasse

26-28

15:00 WuF e.V. Schwulesbisches

Zentrum

Würzburg, Lieblingsbuch

reloaded, Ausstellung

und Lesung

zum Thema Gerda

Wegener., Nigglweg 2,

Würzburg

16:00 Konzert Staatstheater

am Gärtnerplatz,

Herzensbrecher,

Die 5 Tenöre

vom Gärtnerplatz,

Gärtnerplatz 3

MO 16.3.

19:30 Musical Gasteig |

Carl-Orff-Saal, Chaplin

– Das Musical, von

Christopher Curtis; in

deutscher Sprache.,

Rosenheimer Str. 5

20:00 Konzert Bayerische

Staatsoper,

5. Akademiekonzert

2019/20, Werke von

Schubert, Liszt und

Mahler; Leitung:

Joana Mallwitz., Max-

Joseph-Platz 2

DI 17.3.

19:30 Musical Deutsches

Theater, Flashdance

– Das Musical,

Preview, Schwanthalerstr.

13

20:00 Konzert Bayerische

Staatsoper,

5. Akademiekonzert

2019/20, 5. Akademiekonzert

2019/20,

Max-Joseph-Platz 2

MI 18.3.

18:00 Musical Staatstheater

am Gärtnerplatz,

Tschitty

Tschitty Bäng Bäng,

von Richard M. und

Robert B. Sherman;

Regie: Josef E.

Köpplinger; musikalische

Leitung:

Andreas Kowalewitz.,

Gärtnerplatz 3

19:30 Musical Deutsches

Theater, Flashdance

– Das Musical,

Premiere, Schwanthalerstr.

13

20:00 Theater Münchner

Kammerspiele,

#Genesis, von Yael

Ronen und dem

Ensemble, Maximilianstrasse

26-28

DO 19.3.

19:30 Münchner Künstlerhaus

| Millerzimmer,

Fimmusik

– Geschichte und

Wirkung, Ein praxisnaher

Vortrag mit

dem Filmkomponisten

Marius Ruhland., Lenbachplatz

8

20:00 Theater Marstall,

Der Drang, Volksstück

von Franz Xaver

Kroetz, Regie: Lydia

Steier., Marstallplatz 5

20:00 Oper Münchner

Kammerspiele, The

Fall of the House of

Usher, von Philip Glass

nach Edgar Allen Poe;

Inszenierung: Manuel

Schmitt; musikalische

Leitung des Jewish

Chamber Orchestra

Munich: Daniel

Grossmann., Maximilianstrasse

26-28

FR 20.3.

20:00 Musical Deutsches

Theater,

Palast des Lächelns,

Produktion des

Master-Studiengangs

der Theaterakademie

August Everding.,

Schwanthalerstr. 13

SA 21.3.

19:30 Theater Residenztheater,

Drei

Schwestern, von

Simon Stone nach

Tschechow, Max-

Joseph-Platz 1

20:00 Konzert Philharmonie

im Gasteig,

Kodo: Legacy, One

Earth Tour 2020,

Rosenheimer Str 5

SO 22.3.

14:00 NS-Dokumentationszentrum,

Verfolgungsgeschichte

von

Lesben und Schwulen,

Anmeldung erforderlich

bis 15.3., Brienner

Str. 34

18:00 Oper Bayerische

Staatsoper, I masnadieri,

von Verdi;

Regie: Johannes Erath;

musikalische Leitung:

Michele Mariotti.,

Max-Joseph-Platz 2

19:00 Konzert Schloss

Nymphenburg |

Hubertussaal, Festliches

Neujahrskonzert,

Fabelhafte Welt

der Filmmusik, Schloss

Nymphenburg E19

MO 23.3.

20:00 Theater Münchner

Kammerspiele

| Kammer 3, Rein

Gold. Ein Bühnenessay,

von Elfriede

Jelinek; Inszenierung:

Christiane Pohle., Hildegardstraße

1

DI 24.3.

20:00 Muffatwerk |

Ampere, Isar Slam,

Wortakrobatik vom

Allerfeinsten mit

Pierre Jarawan und Ko

Bylanzky., Zellstr. 4

NOCH MEHR

TERMINE?

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auf deinem Homescreen

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Ein Klick, alle Termine.

www.männer.media/termine


OPER, BALLETT,

KONZERT, LIED

OPER FÜR ALLE

FESTSPIEL-

WERKSTATT

22.6.-28.7.2020

Zeit genössisches

Musiktheater

Verfügbare Karten:

Béla Bartók

JUDITH

Konzert für Orchester /

Herzog Blaubarts Burg

27.06.20

29.06.20

Joseph Haydn

ORLANDO PALADINO

22.07.20

24.07.20

26.07.20

LIEDERABENDE

Pavol Breslik &

Amir Katz

29.06.20

Gerald Finley &

Julius Drake

21.07.20

Tickets / Infos

staatsoper.de/festspiele

T +49.(0)89.21 85 19 20

Der Direktverkauf online,

telefonisch und am Schalter

startet am 28.3.2020

Partner der Opernfestspiele


MÜNCHEN

36

KULTUR

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

20:00 Konzert Alte

Kongresshalle, Max

Herre, Athen Tour

2020, Theresienhöhe

15

MI 25.3.

20:00 Milla, Jazz Jam,

Monatlichen Jam-

Session des Jazz-

Instituts der Hochschule

für Musik und

Theater München und

deren Gästen unter

der Leitung von Prof.

Claus Reichstaller.,

Holzstrasse 28

DO 26.3.

20:00 Kabarett Wirtshaus

im Schlachthof,

Chris Boettcher,

„Immer dieser Druck“

– München Premiere,

Zenettistrasse 9

FR 27.3.

19:30 Theater Residenztheater,

Premiere:

Engel in Amerika, von

Tony Kushner, Max-

Joseph-Platz 1

19:30 Konzert Staatstheater

am Gärtnerplatz,

Herzensbrecher,

Die 5 Tenöre

vom Gärtnerplatz,

Gärtnerplatz 3

19:00 Kabarett Kleines

THEATER HAAR,

Florian Wagner, „Mein

erstes Mal“, Casinostraße

75, Haar

20:00 Kabarett Burgtheater,

Michael

Feindler, „Ihr Standort

wird berechnet“, Füll

13, Nürnberg

20:00 Konzert Muffatwerk

| Muffathalle,

2raumwohnung, 20

Jahre Jubiläumstour,

Zellstr. 4

SA 28.3.

19:30 Konzert Philharmonie

im Gasteig,

Zum 250. Geburtstag

von Ludwig van Beethoven,

Münchner

Symphoniker; Klavier:

Mona Asuka., Rosenheimer

Str 5

MÄRZ / APRIL 2020 | AUSGABE 166

MÄRZ / APRIL 2020 | AUSGABE 166 | WWW.LEO-MAGAZIN.DE

POLITIK

Jede Stimme zählt -

Kommunalwahlen in

München

REISE

Dem Winterblues

entkommen.

Wir sagen dir,

wo es schön ist!

MUSIK

JUSTIN BIEBER

INTERVIEWS: MIA., ANNA DEPENBUSCH, MARLA GLEN

SO 29.3.

16:00 Musical Staatstheater

am Gärtnerplatz,

Tschitty

Tschitty Bäng Bäng,

von Richard M. und

Robert B. Sherman;

Regie: Josef E.

Köpplinger; musikalische

Leitung:

Andreas Kowalewitz.,

Gärtnerplatz 3

18:00 Oper Bayerische

Staatsoper, I masnadieri,

von Verdi;

Regie: Johannes Erath;

musikalische Leitung:

Michele Mariotti.,

Max-Joseph-Platz 2

DI 31.3.

18:00 Lenbachhaus |

Kunstbau, Öffentliche

Führung, durch

die Ausstellung

„Radio-Aktivität.

Kollektive mit Sendungsbewusstsein“.,

U-Bahnhof Königsplatz

MI 1.4.

19:30 Musical Deutsches

Theater,

Saturday Night Fever,

Schwanthalerstr. 13

19:00 Oper Residenz |

Cuvilliéstheater,

Mignon, von Amroise

Thomas; Regie: Pierre

Dumoussaud; musikalische

Leitung: Christiane

Lutz – Premiere.,

Residenzstrasse 1

DO 2.4.

10:00 Lenbachhaus

| Kunstbau,

Radio-Aktivität, Die

Ausstellung widmet

sich ausgehend von

Brechts Radiotheorie

politischer und künstlerischer

Kollektive

der 1920er30er und

1960er-70er Jahre.,

U-Bahnhof Königsplatz

19:30 Oper Staatstheater

am Gärtnerplatz,

La sonnambula,

von Bellini; Regie:

Michael Sturminger,

musikalische Leitung:

Howard Arman., Gärtnerplatz

3

FR 3.4.

17:30 Show GOP Variete

Theater München,

La Strada, Die Kunst

der Straße; Regie:

Knut Gminder., Maximilianstr.

47

19:30 Ballett Staatstheater

am Gärtnerplatz,

Salome Tanz,

Choreographie: Elan

Dayol, musikalische

Leitung: Michael

Brandstätter, Gärtnerplatz

3

20:00 Kabarett

Wirtshaus im

Schlachthof, Christine

Eixenberger,

„Fingerspitzenlösung“,

Zenettistrasse 9

SA 4.4.

18:00 Konzert Olympiapark

München |

Olympiahalle, Die

Schlagernacht des

Jahres 2020, mit Eloy

de Jong, Kerstin Ott,

Matthias Reim, Mickie

Krause, Oli P., Vincent

Gross u.a., Spiridon-

Louis-Ring 21

SO 5.4.

19:00 Konzert Schloss

Nymphenburg |

Hubertussaal, Nymphenburger

Schlosskonzerte,

Vivaldi: Die

vier Jahreszeiten,

Schloss Nymphenburg

E19

DI 7.4.

20:00 Show GOP Variete

Theater München,

La Strada, Die Kunst

der Straße; Regie:

Knut Gminder., Maximilianstr.

47

MI 8.4.

10:00 Lenbachhaus

| Kunstbau,

Radio-Aktivität, Die

Ausstellung widmet

sich ausgehend von

Brechts Radiotheorie

politischer und künstlerischer

Kollektive

der 1920er30er und

1960er-70er Jahre.,

U-Bahnhof Königsplatz

19:30 Ballett Nationaltheater

München,

Coppélia, Musik: Léo

Delibes; Choreographie:

Roland Petit.,

Max-Joseph-Platz 2

Nächster

Anzeigenschluss

ist der 9.4.2020

Buchen Sie Ihre

Anzeigen unter:

anzeigen@leo-magazin.de

Terminschluss

ist der 1.4.2020

Melden Sie Ihre Termine unter:

termine@leo-magazin.de

DO 9.4.

20:30 Konzert Muffatwerk

| Ampere,

Munich Rocks! Fun

for Free, Mit SweetLemon,

Victoryaz,

Floating Nutshells –

Eintritt frei., Zellstr. 4

SA 11.4.

19:30 Musical Deutsches

Theater,

Saturday Night Fever,

Schwanthalerstr. 13

19:00 Oper Bayerische

Staatsoper, 7 Deaths

of Maria Callas,

Opernprojekt von

Marina Abramovi ;

musikalische Leitung:

Yoel Gamzou – Uraufführung,

Max-Joseph-

Platz 2

SO 12.4.

19:30 Konzert Philharmonie

im Gasteig,

Star Wars in Concert,

„Die Rückkehr der

Jedi-Ritter“ mit Live-

Orchester., Rosenheimer

Str 5

MO 13.4.

19:00 Oper Bayerische

Staatsoper, 7 Deaths

of Maria Callas,

Opernprojekt von

Marina Abramovi ;

musikalische Leitung:

Yoel Gamzou., Max-

Joseph-Platz 2

DI 14.4.

19:00 Oper Bayerische

Staatsoper, 7 Deaths

of Maria Callas,

Opernprojekt von

Marina Abramovi ;

musikalische Leitung:

Yoel Gamzou., Max-

Joseph-Platz 2

DO 16.4.

19:30 Oper Staatstheater

am Gärtnerplatz,

La bohème, von

Puccini; Regie: Bernd

Mottl, musikalische

Leitung: Howard

Arman., Gärtnerplatz

3

FR 17.4.

19:00 Ballett Nationaltheater

München,

Coppélia, Musik: Léo

Delibes; Choreographie:

Roland Petit.,

Max-Joseph-Platz 2

20:00 Kabarett Burgtheater,

Philipp

Weber, „KI: Künstliche

Idioten“, Füll 13,

Nürnberg

SA 18.4.

19:30 Konzert Philharmonie

im Gasteig,

Carmina Burana,

mit dem Münchner

Symphonikern, dem

Münchner Bach-Chor

und dem Münchner

Knabenchor., Rosenheimer

Str 5

20:00 Show Circus

Krone, Falco, Das

Musical, Marsstr. 43

20:00 Kabarett Burgtheater,

Philipp

Weber, „KI: Künstliche

Idioten“, Füll 13,

Nürnberg

20:00 Konzert Wirtshaus

im Schlachthof,

Ass-Dur,

Quint-Essenz, Zenettistrasse

9

SO 19.4.

15:00 Lenbachhaus |

Kunstbau, Öffentliche

Führung, durch

die Ausstellung

„Radio-Aktivität.

Kollektive mit Sendungsbewusstsein“.,

U-Bahnhof Königsplatz

20:00 Show Circus

Krone, Falco, Das

Musical, Marsstr. 43

MO 20.4.

20:00 Konzert Deutsches

Theater, Die

größten Musical-Hits

aller Zeiten, u.a. mit

Jan Amman, Mark

Seibert und Roberta

Valentini., Schwanthalerstr.

13

20:00 Kabarett

Wirtshaus im

Schlachthof, Dr.

Pop, „Hitverdächtig“

– Die Musik-Comedy-

Stand-Up-Show.,

Zenettistrasse 9

DI 21.4.

20:00 Konzert Deutsches

Theater, Die

größten Musical-Hits

aller Zeiten, u.a. mit

Jan Amman, Mark

Seibert und Roberta

Valentini., Schwanthalerstr.

13

MI 22.4.

20:00 Milla, Jazz Jam,

Monatlichen Jam-

Session des Jazz-

Instituts der Hochschule

für Musik und

Theater München und

deren Gästen unter

der Leitung von Prof.

Claus Reichstaller.,

Holzstrasse 28

DO 23.4.

19:30 Ballett Deutsches

Theater, Snow White

– An urban Dance

Fairytale, Choreographie:

Fredrik Rydman

– Dialoge in englischer

Sprache; Preview.,

Schwanthalerstr. 13

19:30 Oper Staatstheater

am

Gärtnerplatz,

Schuberts Reise nach

Atzenbrugg, Uraufführung

– von Johanna

Doderer; Regie:

Josef. E. Köpplinger;

musikalische Leitung:

Michael Brandstätter.,

Gärtnerplatz 3

FR 24.4.

20:00 Theater Marstall,

Der Preis des Menschen,

von Thiemo

Strutzenberger; Regie:

Milo Loli – Uraufführung.,

Marstallplatz 5

20:00 Ballett Münchner

Kammerspiele, Mal

– Embriaguez Divina,

Choreographie und

Inszenierung: Marlene

Monteiro Freitas –

Uraufführung., Maximilianstrasse

26-28

SA 25.4.

17:30 Show GOP Variete

Theater München,

La Strada, Die Kunst

der Straße; Regie:

Knut Gminder., Maximilianstr.

47

19:30 Ballett Nationaltheater

München,

Jewels, Emeralds/

Rubies/Diamons; Choreographie:

George

Balanchine., Max-

Joseph-Platz 2

SO 26.4.

16:00 Musical Gasteig |

Carl-Orff-Saal, My

Fair Lady, von Frederick

Loewe – Produktion

des Freien Landestheaters

Bayern.,

Rosenheimer Str. 5

18:00 Oper Staatstheater

am Gärtnerplatz,

La sonnambula,

von Bellini; Regie:

Michael Sturminger,

musikalische Leitung:

Howard Arman., Gärtnerplatz

3

18:00 Ballett Nationaltheater

München,

Jewels, Emeralds/

Rubies/Diamons; Choreographie:

George

Balanchine., Max-

Joseph-Platz 2

MO 27.4.

20:00 Theater Münchner

Kammerspiele

| Kammer 2, Oracle,

von Susanne Kennedy

und Markus

Selg – Uraufführung.,

Falckenbergstr. 1

DI 28.4.

19:30 Konzert Philharmonie

im Gasteig,

Carmina Burana,

mit dem Münchner

Symphonikern, dem

Münchner Bach-Chor

und dem Münchner

Knabenchor., Rosenheimer

Str 5

DO 30.4.

10:00 Lenbachhaus

| Kunstbau,

Radio-Aktivität, Die

Ausstellung widmet

sich ausgehend von

Brechts Radiotheorie

politischer und künstlerischer

Kollektive

der 1920er30er und

1960er-70er Jahre.,

U-Bahnhof Königsplatz

19:30 Ballett Deutsches

Theater, Snow White

– An urban Dance

Fairytale, Choreographie:

Fredrik Rydman

– Dialoge in englischer

Sprache., Schwanthalerstr.

13

NOCH MEHR

TERMINE?

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PORTRAIT WAYNE MCGREGOR Choreographie Wayne McGregor 21.2. / 10.3. / 13.3.20

SCHWANENSEE Choreographie Ray Barra , Marius Petipa, Lew Iwanow 21.3. – 29.5.20

Infos / Tickets T +49.(0)89.21 85 19 20 www.staatsballett.de

Scanne das Bild mit der Artivive App.


38 GASTRO

Grün & gesund

in den Frühling

Egal, wie mild der Winter ausfällt: Vor einer

gewissen winterlichen Behäbigkeit ist fast niemand

gefeit. Zeit also, mit gesunder Küche dagegen

anzukämpfen und sich wieder auf Trab zu bringen. *jb

ARABISCH IM CAFÉ ÜBER DEN TELLERRAND

Hinter dem malerischen Namen steckt ein gemeinnütziger Verein,

der mit Engagements wie dem Café über den Tellerrand Geflüchteten

eine Wirkungsstätte bietet. Dementsprechend zeigt sich

ein feiner, arabischer Einfluss auf der Speisekarte, z. B. im leckeren

Fattoush-Salat mit Granatapfelkernen, Minze und frittiertem

Fladenbrot.

Café über den Tellerrand, Einsteinstr. 28, München,

Mo – Sa 8:30 – 22 Uhr, www.ueberdentellerrand.cafe

KLOTZEN, NICHT KLECKERN IN DER COOPERATIVA

Gehörig Hunger sollte man auf jeden Fall im Gepäck haben, wenn

man sich in der Cooperativa zum Essen verabredet, denn die

Portionen haben es in sich. Doch auch die Kombi aus italienischbayerischer

Küche und unkompliziertem Nachbarschaftsflair gefällt.

Frei nach dem Prinzip des „Zamrutschens“ setzt man sich an den

langen Tafeln dazu, wo noch Platz ist.

Cooperativa, Jahnstr. 35, München, tgl. 17 – 1 Uhr,

www.cooperativa.de

FOTOS: COUCOU FOOD MARKET

KREATIV IM ATTENTAT GRIECHISCHER SALAT

Allein die Speisekarte in dem Giesinger Lokal ist schon ein Erlebnis.

Was dort zusammen alles auf dem Teller landet, findet man sonst in

keinem Restaurant. Weil das Attentat, wie es die Münchner liebevoll

nennen, irgendwie auch Bar ist, herrscht dort in den Abendstunden

immer gute Stimmung.

Attentat Griechischer Salat, Zugspitzstr. 10,

München, Mo – Sa 17:30 – 1 Uhr, So 17:30 – 0 Uhr,

www.attentatgriechischersalat.com

SALATBARFLAIR IM COUCOU FOOD MARKET

Manche machen es sich lieber selbst. Der hippe

Coucou Food Market lässt euch euren Salat individuell

zusammenstellen, inklusive einer großen Auswahl

an Toppings. Wem ein Salat alleine nicht reicht, der

bestellt sich leckere Pinsa dazu, Pizzagebäck mit

hochwertigem Teig, und schaut entspannt dem Treiben

auf der Theresienstraße zu.

Coucou Food Market, Theresienstr. 128,

München, Mo – Fr 7 – 19 Uhr, Sa 9 – 16 Uhr,

www.coucou-food.de

GROSSE AUSWAHL IM NAGE & SAUGE

Manchmal muss es eben mehr sein als Caesar Salad,

Ziegenkäse- oder Sportsalat. In dem Fall ist das Nage

& Sauge im Lehel genau das Richtige für euch. Tolle

Gerichte wie das Poulet auf Sommerreise (Salat mit

fruchtigem Huhn) oder Beluga Bill (Austernpilze,

Beluga-Linsen und Rinderstreifen) lassen verschmerzen,

dass man hier nicht reservieren kann.

Nage & Sauge, Mariannenstr. 2, München,

Mo – Sa 17:15 – 1 Uhr, So 17:15 – 0 Uhr,

www.nageundsauge.de

FOTOS: ATTENTAT GRIECHISCHER SALAT


40 PARTY

FOTOS: INGO HINRICHS

AUGSBURG

FESTZELTZEIT

Bis zum Oktoberfest ist es noch

eine Weile, auf queere, bierselige

Partystimmung im großen Festzelt

muss aber deswegen nicht bis dahin

verzichtet werden. Zumindest nicht in

Augsburg.

Vom 12. bis zum 26. April startet dort

der Frühlingsplärrer – immerhin das

größte und seit über tausend Jahren

stattfindende Volksfest Bayerisch-

Schwabens – mit einigen neuen

Fahrgeschäften, aber eben auch mit

den lieb gewordenen Traditionen wie

dem Rosamontag im Schallerzelt.

Die perfekte Mischung aus queerer

Community, bunten Vögeln, „Otto

Normalverbrauchern“, tanzbarem

Partysound von der Band „THE

MERCURIES“ und leckerem Essen

macht diese Veranstaltung seit Jahren

so beliebt.

Wer mit der Bahn aus München

anreisen will, kann das mit Gleichgesinnten

tun: Alle Rosamontag-

Münchner treffen sich um 17:15 Uhr

am Info-Point im Hauptbahnhof.

Benehmt euch – auch wenn der

Plärrer wegen exakt dem lauten

Geplärre seiner Gäste so heißt, wie er

heißt. *ck

20.4., Rosamontag, Schallerzelt auf

dem Frühlingsplärrer, Augsburg,

18:30 – 23 Uhr, Tischreservierung auf

www.schallerzelt.de/reservierung

IMPRESSUM

Herausgeber:

Christian Fischer (cf) &

Michael Rädel (rä)

Chefredakteur:

Michael Rädel (rä) (V.i.S.d.P.)

Stellv. Chefredakteur:

Christian Knuth (ck)

Content Management München:

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Berlin: Sophienstr. 8, 10178 Berlin,

T: 030 4431980, F: 030 44319877,

redaktion.berlin@blu.fm

Hamburg: T: 040 280081-76 /-77,

F: 040 28008178, redaktion@hinnerk.de

Frankfurt: T: 069 83044510 F: 069 83040990,

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Köln: T: 0221 29497538,

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c.lohrum@rik-magazin.de

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MITARBEITER:

Chefredaktion München:

Bernd Müller (bm), T: 0173 744 58 38,

bernd.mueller@leo-magazin.de

Mitarbeiter:

Jonas Bock (jb), Jonas Mayer (jm), Felix Just (fj),

Felix Müller (fm), Christian KL Fischer (fis),

Dagmar Leischow, Johnatan Fink, Steffen Rüth

Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke, www.sprachdesign.de

Art-Direktion: Janis Cimbulis

Grafik: Susan Kühner

Cover: Justin Bieber, Foto: Joe Termini

ANZEIGEN:

Berlin: Christian Fischer (cf):

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Nur für ganze Männer: Der Event des Jahres im NY.Club

PARTY

41

Joa, isses denn die Möglichkeit?! „DARK //// MEN

ONLY“ ist endlich wieder da, und eines gleich mal

vorneweg: Damit ihr Lieben euch auch richtig locker

machen könnt, gibt es bei dieser Veranstaltung

keinen Dresscode – aber wer ausgerechnet in dieser

Nacht sein Dirndl anbehalten muss, ist eh selber

schuld! Denn am 14.3. heißt es wieder „Freimachen

bitte!“, wenn im legendären NY.Club ab 23 Uhr hemmungslos

gefeiert wird. Damit die ganzen Herrschaften

auch in die richtige Stimmung kommen, wird

extra Star-DJ Moussa aus Barcelona eingeflogen,

um mit seiner Mischung aus Uplifting Progressive,

Tribal und Vocal House für den passenden und

ekstatischen Rhythmus zu sorgen. Umrahmt wird

der Meister außerdem von DJ HPM, der das Opening

und das Late Hour Set übernehmen wird. Die

maskulinste Party des Jahres versteht sich dabei

natürlich ohne jeden VIP-Schnickschnack und

selbstverständlich ohne Fotografieren und

ohne Filmerei, dafür aber mit einer einladenden,

ausgedehnten Play-Area für alle,

die mehr als nur die geile Musik genießen

wollen. Und falls es jemandem dann bei all

dem Testosteron und Schweiß ein kleines

bisschen zu heiß werden sollte: Man kühlt

euch auch sehr gerne mit CO2-Jets ab.

Es ist also für alles gesorgt: deftig, zünftig,

nackig – so wird in München gefeiert! *fis

NY.CLUB, Elisenstr. 3, www.nyclub.de

DJ Moussa

AUGSBURG

Lovepop und PinKKlub

DJane Nicination

FOTO: MICHAEL RÄDEL

DJNK

Das queere Partyvergnügen

Lovepop wird im März zum

ersten Mal von DJNK aus Berlin

aus Chantals legendärem House

of Shame und dem Schwuz

beschallt. „Ich spiele am liebsten

Pop, R ’n’ B und Dance in einem

Mix, der die Leute auf die

Tanzfläche zieht, und der in der

Vielseitigkeit der Musik verbindet

– glücklich sollen sie sein“, verrät

der Wahlberliner, der seit 2017

als DJ die Tanzflächen mit seiner

Musikauswahl füllt. Unterstützung

kommt von Resident DJ

NT. Für die Bootylicious geht DJ

NiciNation an den Start, bekannt

von der Pink Inc. Hamburg.

Nach längerer Pause geht es

zwei Wochen später endlich wieder

in Augsburgs wohl nobelsten

Klub zurück. Der KKlub wird pink

und auf zwei Tanzflächen sorgen

DJane Käry (Pink Lake, L-Beach)

mit aktuellen Songs aus den

Charts und den queeren Hits

der letzten Jahre sowie DJ Mario

mit 1980er-Oldschoool-Pop,

Rock und anderen tanzbaren

Klangtonerzeugnissen für

Stimmung. *ck

7.3., Lovepop vs. Bootylicious,

Neue Kantine, Augsburg,

Halderstr. 1, 23 Uhr

21.3., PinKKlub, KKlub,

Augsburg, Gögginger Str. 10,

23 Uhr


42 PARTY

2 1

3

BORIS DERRICK CARTER SETH TROXLER ROI PEREZ

DIE PLAYGROUND

FEIERT GEBURTSTAG

Angefangen hat die Erfolgsgeschichte der Playground-Partyreihe vor drei

Jahren in der Halle des Mixed Munich Arts. Die ersten Partys kamen bereits

sehr gut an. Die offene und ausgelassene Atmosphäre, gepaart mit hochkarätigen

Techno-Bookings, ließen die Raverherzen höher schlagen.

So ist es kein Wunder, dass die

Playground schnell vom Geheimtipp

zu einer der beliebtesten monatlich

stattfindenden Gay-Partys der Stadt

avancierte. Mittlerweile hat man im

renommierten Blitz Club ein festes

Zuhause gefunden, wo man sich ab

und an mit den Kollegen der Cruise

Party zusammentut. Szenegrößen

wie Anetha, Barker, Prosumer,

Blawan, DVS1, Marcel Dettmann

oder Norman Nodge gehören inzwischen

zum Standardprogramm der

Playground. Im Vorzeigeklub auf der

Museumsinsel findet man sich am

7. März zu einem besonderen Anlass

ein, denn die Playground wird drei

Jahre alt und feiert ein rauschendes

Geburtstagsfest mit internationalen

Stars der Techno- und Houseszene.

Auf dem Blitz Floor werden sich

die Berghain-Residents Roi Perez

und Boris um die Musik kümmern,

während der Überflieger Seth Troxler

und die Chicago-House-Legende

Derrick Carter den Plus Floor

bespielen. *jm

7.3. Blitz Club, Museumsinsel 1,

www.blitz.club


KLOSTERKLUB

Hip, schrill, bunt

Mal unter uns Gebetsschwestern: Der März und April werden im

Klosterklub ein Träumchen, denn mit ihm ist Münchens legendäre

Gayparty zurück!

PARTY 43

Auch deshalb trifft man in den

einzigartigen Gewölben des Klubs

Jungs aus ganz Deutschland,

Österreich und der Schweiz an,

die jeden Weg auf sich nehmen,

um mit dabei zu sein und in

der VIP-Lounge und auf den

zwei Floors zum elektronischen

House- und Pop-Sound zu feiern:

Diese Nächte sind hip, schrill und

bunt – und doch so schön anders!

Die Highlights der kommenden

beiden Monate sind dabei der

14. März mit Host-Drag Janisha

Jones, die Popparty am 28. März

mit Matthias Magiapane (VOX),

Host-Drag Patty Mc Villain und DJ

Steve K., in deren Rahmen man

das neue Kultgetränk „Russisch

Koks“ kennenlernen kann, das

einem die Sinne auf natürlichem

und wunderbarem Wege vernebeln

wird. Am Ostersamstag (11. April)

wird dann mit Lars Tönsfeuerborn

(RTL, VOX), Princess und Host-

Drag Janisha Jones (Pro7 „Queen of

Drags“) und den „Terrorschwestern

aus Frankfurt“ exzessiv gefeiert. An

diesem Abend wird außerdem die

neu gestaltete VIP-Lounge

von KARE eingeweiht!

Abgerundet wird alles

am 25. April mit

der Popparty mit

Host-Drag Patty

McVillain und DJ

Steve K. Wichtig: Für

die Klosterklubnächte

Matthias Magiapane

muss man sich auf

und Hubert Fella

www.klosterklub.com

registrieren, für die Popparty

sollte man sich über FB-Zusage

anmelden. Und bitte daran denken:

Es empfiehlt sich, früh zu kommen,

sodass man auch eine Chance hat,

reingelassen zu werden! *fis

www.klosterklub.com

Lars Toensfeuerborn

DER GAY & LESBIAN PARTYABEND IM SCHALLERZELT AUF DEM AUGSBURGER PLÄRRER

Komm mit der Bahn:

Treffpunkt Info-Point

München Hbf 17.15 Uhr

20.4.

Eintritt

frei

/schallerzelt

reservierung@schallerzelt.de


44 PARTY

FOTO: HOLZIJUE / PIXABAY /CC0

FOTO: BERNY MEYER

NÜRNBERG

Wir festen das Volk!

Im letzten Jahr besuchten rund 2,3 Millionen

Menschen das 100jährige Jubiläum

des Nürnberger Frühlingsfestes.

Also ist der Name durchaus

Programm: Verschiedenste

Attraktionen von Fahrgeschäften

über Thementage

bis zu Führungen und Talks im

Bierzelt und sogar Opernaufführungen

schaffen eine für

Volksfeste einmalige Vielfalt an

Angeboten. Da ist für jeden Besucher das

passende Schmankerl dabei. Hinter dem

zweitgrößten Volksfest nach dem

Münchener Oktoberfest steht der

Süddeutsche Verband Reisender

Schausteller und Handelsleute e.V.,

ein Verband dessen Vorläufer

schon im ausgehenden 19.

Jahrhundert aktiv waren und

der sich um die Belange von

fahrenden Schaustellern und in

der Gastronomie engagiert. Und

eben Feste wie jenes in Nürnberg veranstaltet,

das vom 11. bis 26. April seine

Tore für Besucher öffnet. Die Leo Tipps:

Familientage mit 50 Prozent Rabatt für

alle, die mit dem Nachwuchs unterwegs

sind, die Volksfestführungen mit Blick

hinter die Kulissen und natürlich der Rosa

Montag mit reichlich queerem Volk, in

diesem Jahr am 20. April. Alle Infos und

Daten auf der Internetseite! *ck

www.volksfest-nuernberg.de

FOTO: BERNY MEYER

GAY LIFESTYLE STORE

Berlin • Köln • Hamburg • München

Foto by JOR

brunos.de /brunos.de @brunos_de


Steve K

Wie bist du zur Musik gekommen?

Das fing vor fünf Jahren an, als ich einmal im Monat

in einer Bar auflegte. Dann wurde ich gefragt,

ob ich nicht Lust auf eine eigene Partyreihe

hätte. Diese läuft bis heute sehr erfolgreich.

Danach folgten weitere Aufträge – erst

innerhalb Deutschlands und dann international.

Mittlerweile lege ich nicht nur in

vielen Ländern Europas, sondern sogar

in Brasilien und Kolumbien auf – und da

bin ich verdammt stolz drauf.

Was ist so aufregend daran,

der Resident auf der PopParty

München zu sein?

Auch das wird wieder ein neues

Kapitel für mich. Resident zu sein, ist

natürlich immer eine coole Sache, und

dann auch noch in einer Großstadt,

dafür bin ich schon sehr dankbar.

Da ich bisher noch nie in München

aufgelegt habe, bin ich schon sehr

gespannt, wie die Leute dort drauf sind.

Ich freue mich auf jeden Fall, euch die

geilsten und angesagtesten Beats zu

geben. Lets do it, I am ready. (grinst)

DJ IM FOKUS

PARTY 45

Was sind deine Top 5 gerade in den Charts?

TYGA – Macarena

J BALVIN – RITMO

DUA LIPA – Don’t Start now

TONES AND I – Dance Monkey

LOREDANA – Kein Wort

Wo können wir dich in Zukunft hören

und kann man dir auf Instagram

folgen?

Generell immer hören kann man mich

auf SoundCloud, da gibt es alle DJ-Sets

von mir. Wer mich live erleben möchte,

hat aber auch viele Möglichkeiten:

Im März bin ich in Brüssel, im April in

Rostock auf der 4 Jahre PINK PARTY,

im Frühsommer in Bogotá (Kolumbien)

und ab März regelmäßig auf der

PopParty. Ich bin bereits für sechs

CSDs gebucht, und zum Jahreswechsel

werde ich zusammen mit DJ Karl Kay

in Zürich auflegen. Und ja klar, ich freue

mich über jeden Follower auf Instagram!

*Interview: cf

www.soundcloud.com/steve_kaul

www.instagram.com/dj.stevek

www.popparty.eu


MÜNCHEN

46

PARTY

ALLE TERMINE UND ÜBER 20.000

WEITERE LOCATIONS WELTWEIT.

KOSTENLOS IN DER SPARTACUS APP!

SO 1.3.

17:00 Salt Restaurant

& Bar, Queer as Salt,

ab 19 Uhr startet das

DJ-Programm. Eintritt

frei, Rundfunkplatz 4

21:00 Senatore Bar,

Hoch-House-Sunday-

Party, Die legendäre

Party aus dem „Café

am Hochhaus“, Sendlinger-Tor-Platz

5

MI 4.3.

20:00 Ksar Barclub, Pink

Paradise on Tour,

Musik - DJ James

Munich, Müllerstr. 31

FR 6.3.

21:00 Spectrum,

Rockhouse, mit DJ

Thorsten; Der offizielle

Rocktag im Großraum

Augsburg, Bayerstr. 14,

Augsburg

23:00 BLITZ Club, World

League, DJ Koze, René

Vaitl and more, Museumsinsel

1

23:00 NY.Club, Luxuspop,

Pop, Charts, Disco –

feat. Chris Rodrigues,

Elisenstr. 3

SA 7.3.

23:00 Theater Chambinzky,

Popular, Gay-

Disco ets. 1991: Dance

CharStyle:Termine_

StadtplanSternchen>•

Charts

CharStyle:Termine_

StadtplanSternchen>•

House, Valentin-

Becker-Str 2, Würzburg

23:00 Haus 33, Pinkmonkeys.Club,

DJs:

Superstrobe, Rakäthe,

Supamario, Chris

Rodrigues, Jotimo und

Hannes Mühlenbruch.,

Engelhardsgasse 33,

Nürnberg

23:00 BLITZ Club,

Playground, Boris, Roi

Perez, Zenker Brothers,

Derrick Carter

and more, Museumsinsel

1

SO 8.3.

17:00 Salt Restaurant

& Bar, Queer as Salt,

ab 19 Uhr startet das

DJ-Programm. Eintritt

frei, Rundfunkplatz 4

MI 11.3.

20:00 Ksar Barclub, Pink

Paradise on Tour,

Musik - DJ James

Munich, Müllerstr. 31

MÄRZ / APRIL 2020 | AUSGABE 166

MÄRZ / APRIL 2020 | AUSGABE 166 | WWW.LEO-MAGAZIN.DE

POLITIK

Jede Stimme zählt -

Kommunalwahlen in

München

REISE

Dem Winterblues

entkommen.

Wir sagen dir,

wo es schön ist!

MUSIK

JUSTIN BIEBER

INTERVIEWS: MIA., ANNA DEPENBUSCH, MARLA GLEN

FR 13.3.

20:00 Spectrum, Rockhouse,

mit DJ Jürgen;

Der offizielle Rocktag

im Großraum Augsburg,

Bayerstr. 14,

Augsburg

23:00 BLITZ Club, Blitz,

Museumsinsel 1

23:00 NY.Club, Luxuspop,

Pop, Charts, Disco

– feat. DjCK, Elisenstr. 3

SA 14.3.

21:00 Spectrum, Club 80s,

Zeitreise mit DJ Franky,

Bayerstr. 14, Augsburg

23:00 BLITZ Club, Blitz,

Slam an more, Museumsinsel

1

23:00 Klosterklub, Discosoul,

Lindwurmstr.

122D

23:00 NY.Club, Dark, Men

only – feat. DJ JMoussa,

Elisenstr. 3

SO 15.3.

17:00 Salt Restaurant &

Bar, Queer as Salt, ab

19 Uhr startet das DJ-

Programm. Eintritt frei,

Rundfunkplatz 4

MI 18.3.

20:00 Ksar Barclub, Pink

Paradise on Tour, Musik

- DJ James Munich,

Müllerstr. 31

FR 20.3.

20:00 Spectrum, Rockhouse,

mit DJ Mike; Der

offizielle Rocktag im

Großraum Augsburg,

Bayerstr. 14, Augsburg

23:00 BLITZ Club, Blitz,

Identified Patient and

more, Museumsinsel 1

23:00 NY.Club, Luxuspop,

Pop, Charts, Disco

– feat. DJ Marquez,

Elisenstr. 3

SA 21.3.

16:00 LUX Kirche, Techno

Church Nürnberg, präsentiert

von Haus 33 &

Pinkmonkeys.Club; DJs:

Ben Dust, Dominique

Lamee, Supamario,

Schwester Stefanie,

Elternhouse u.a. – bis

23 Uhr., Leipziger Str.

25, Nürnberg

23:00 KKlub, Lovepop,

Queer Gold Clubbing

for open-minded

People – mit DJane

Käry und DJ Mario,

Gögginger Strasse 10,

Augsburg

23:00 NY.Club, Raw Riot,

Uplifting Progressive,

Tribal & Vocal House,

Elisenstr. 3

23:00 BLITZ Club,

CRUISE, Stenny, nd_

baumecker an more,

Museumsinsel 1

SO 22.3.

17:00 Salt Restaurant

& Bar, Queer as Salt,

ab 19 Uhr startet das

DJ-Programm. Eintritt

frei, Rundfunkplatz 4

MI 25.3.

20:00 Ksar Barclub, Pink

Paradise on Tour,

Musik - DJ James

Munich, Müllerstr. 31

FR 27.3.

23:00 BLITZ Club, Blitz,

Ben UFO, Bruce,

Candy Pollard and

more, Museumsinsel 1

23:00 NY.Club, Luxuspop,

Pop, Charts, Disco –

feat. DJ Pop´O´Lectric,

Elisenstr. 3

SA 28.3.

20:00 Spectrum, Die

legendäre NDW- und

Deutsche Schlagernacht,

Die Kultparty

geht weiter!, Bayerstr.

14, Augsburg

23:00 Klosterklub, Pop

Party, Lindwurmstr.

122D

Nächster

Anzeigenschluss

ist der 9.4.2020

Buchen Sie Ihre

Anzeigen unter:

anzeigen@leo-magazin.de

Terminschluss

ist der 1.4.2020

Melden Sie Ihre Termine unter:

termine@leo-magazin.de

23:00 BLITZ Club, Blitz,

Freddy K, Mor Elian &

Rødhåd, Museumsinsel

1

23:00 NY.Club, Raw Riot,

Uplifting Progressive,

Tribal & Vocal House,

Elisenstr. 3

23:00 NY.Club, Forever

Young, Ken´s B-Day-

Bash – feat. DJ Sharon

O Love, Elisenstr. 3

SO 29.3.

17:00 Salt Restaurant

& Bar, Queer as Salt,

ab 19 Uhr startet das

DJ-Programm. Eintritt

frei, Rundfunkplatz 4

MI 1.4.

20:00 Ksar Barclub, Pink

Paradise on Tour,

Musik - DJ James

Munich, Müllerstr. 31

FR 3.4.

23:00 BLITZ Club, Blitz,

Museumsinsel 1

23:00 NY.Club, Luxuspop,

Pop, Charts, Disco,

Elisenstr. 3

SA 4.4.

23:00 NY.Club, Raw Riot,

Uplifting Progressive,

Tribal & Vocal House,

Elisenstr. 3

23:00 BLITZ Club, Blitz,

Museumsinsel 1

23:00 Pi Club, Pop Up!,

Queer Pop & Dance

Night, Ludwigstr. 1,

Augsburg

SO 5.4.

17:00 Salt Restaurant

& Bar, Queer as Salt,

ab 19 Uhr startet das

DJ-Programm. Eintritt

frei, Rundfunkplatz 4

21:00 Senatore Bar,

Hoch-House-Sunday-

Party, Die legendäre

Party aus dem „Café

am Hochhaus“, Sendlinger-Tor-Platz

5

MI 8.4.

20:00 Ksar Barclub, Pink

Paradise on Tour,

Musik - DJ James

Munich, Müllerstr. 31

FR 10.4.

23:00 BLITZ Club, Blitz,

Museumsinsel 1

SA 11.4.

21:00 Spectrum, Club

80s, Zeitreise mit DJ

Heiner, Bayerstr. 14,

Augsburg

23:00 BLITZ Club, Blitz,

Aurora Halal and more,

Museumsinsel 1

23:00 Klosterklub, Easter

Edition, Lindwurmstr.

122D

SO 12.4.

17:00 Salt Restaurant

& Bar, Queer as Salt,

ab 19 Uhr startet das

DJ-Programm. Eintritt

frei, Rundfunkplatz 4

23:00 Golden Nugget,

Pink Nugget am

Ostersonntag, Party

auf 2 Floors mit

Getränke-Specials,

Klingenhofstr. 50c,

Nürnberg

23:00 BLITZ Club, IPSO,

Kölsch & Sascha Sibler,

Museumsinsel 1

MI 15.4.

20:00 Ksar Barclub, Pink

Paradise on Tour,

Musik - DJ James

Munich, Müllerstr. 31

FR 17.4.

20:00 Spectrum,

Rockhouse, mit DJ

Thorsten; Der offizielle

Rocktag im Großraum

Augsburg, Bayerstr. 14,

Augsburg

23:00 BLITZ Club, We

still believe, Call

Super, Sedef Adasi &

The Black Madonna,

Museumsinsel 1

SA 18.4.

23:00 BLITZ Club,

CRUISE & L.I.E.S.,

Antenes, Ron Morelli,

Silent Servant, Zenker

Brothers and more,

Museumsinsel 1

SA 20.4.

13:00 Nürnberger Volksfest,

Rosa Montag,

Festplatz am Dutzenteich,

Nürnberg

18:30 Schallerzelt, Rosamontag

, Schallerzelt

auf dem Frühlingsplärrer,

Augsburg

SO 19.4.

17:00 Salt Restaurant

& Bar, Queer as Salt,

ab 19 Uhr startet das

DJ-Programm. Eintritt

frei, Rundfunkplatz 4

MI 22.4.

20:00 Ksar Barclub, Pink

Paradise on Tour,

Musik - DJ James

Munich, Müllerstr. 31

FR 24.4.

20:00 Spectrum, Die

legendäre NDW- und

Deutsche Schlagernacht,

Die Kultparty

geht weiter!, Bayerstr.

14, Augsburg

20:00 Spectrum,

Rockhouse, mit DJ

Thorsten; Der offizielle

Rocktag im Großraum

Augsburg, Bayerstr. 14,

Augsburg

23:00 BLITZ Club, Inside

Universe, David Hornung,

Francesco Del

Garda, Julietta, Maurice

Paloni and more,

Museumsinsel 1

SA 25.4.

23:00 Hirsch, Rosa

Hirsch, Hip House &

Electro, Party & Pop,

Vogelweiherstraße 66,

Nürnberg

23:00 BLITZ Club, Blitz,

DVS1, Newa & Stenny,

Museumsinsel 1

23:00 Klosterklub, Pop

Party, Lindwurmstr.

122D

SO 26.4.

17:00 Salt Restaurant

& Bar, Queer as Salt,

ab 19 Uhr startet das

DJ-Programm. Eintritt

frei, Rundfunkplatz 4

MI 29.4.

20:00 Ksar Barclub, Pink

Paradise on Tour,

Musik - DJ James

Munich, Müllerstr. 31

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TERMINE?

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47


Goethestr.

ODEONSPLATZ

U

48 STADTPLAN

CityGuide

10

Elisenstr.

Ottostr.

Maximilianspl.

35

APOTHEKEN

1. Isartor Apotheke,

Isartorplatz 6, (089) 2199290,

www.isartor-apotheke.de

2. Regenbogen Apotheke,

Sonnenstr. 33, (089) 593659,

www.hieristsgesund.de

3. Wittelsbacher Apotheke,

Lindwurmstr. 97, (089) 537844,

www.wittelsbacher-apotheke.de

ÄRZTE

4. Gemeinschaftspraxis am Isartor

(Allgemein-, Männer- und

Innere Medizin, Infektiologie),

Dr. Werner Becker, Dr. Ramona

Pauli, Dr. Marcel Lee,

Isartorplatz 6, (089) 229216,

www.isarpraxis.de

5. Dr. Timo Bachmann (Zahnarzt)

Schweigerstr. 4, (089) 663242,

www.timobachmann.de

• Dr. Ulrich Kastenbauer (Allgemeinmedizin,

Infektiologie),

Ainmillerstr. 26, (089) 333863,

www.infektiologie-schwabing.de

• Wolf Schuck (Facharzt für

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde),

Nymphenburger

Str. 154, (089) 595131,

www.hno-wolf-schuck.de

PARTY

8. Garry Klein,

Sonnenstr. 8

• Klosterklub,

Lindwurmstr. 122

9. Ksar Barclub,

Müllerstr. 31

10. NY.C,

Elisenstr. 3

SHOPPING

11. Bruno´s, GayLifeStyle,

Thalkirchner Str. 4

• Beschattungen München,

Waldeckstr. 24

12. Optik Vogel e.K., Optik,

Sonnenstr. 32

13. Reithofer Fachmarkt,

Elektrofachmarkt,

Reichenbachstr. 31

Mo.-Fr. 9-18 Uhr,

Sa. 10-14 Uhr

www.reithofer.de

14. Rosa-Reisen,

Hans-Sachs-Str. 22

15. Team7,

Herzogspitalstr. 3

BEAUTY

16. Massage Munich

Steffen Robak,

Studio Tal 30, 0175 6175255,

www.massage-munich.com

MÜNCHEN HBF S

3

Häberlstr.

Bayerstr.

Schwanthalerstr.

44

23

Schillerstr.

U GOETHEPLATZ

SZENE

17. Buddy, Corneliusstr. 32

18. CAMP, Bar, Reisingerstr.15

19. Deutsche Eiche, GaySauna,

Reichenbachstr. 13

• Duplexx, Theresienstr. 130

20. Diburnium,

Thalkirchner Str. 5

• Erotixx, Poccistr. 2 und

Rosenheimer Str. 81

Landwehrstr.

Pettenkofferstr.

Nußbaumstr.

Waltherstr.

Lindwurmst.

21. Ochsengarten, Müllerstr. 47

34

• Schwabinger Mensauna,

GaySauna, Düsseldorfer Str. 7

33

8

Resingerstr.

Karlspl.

U S KARLSPLATZ (STACHUS)

18

Sonnenstr.

12

Thalkirchner Str.

Herzog-Wilhelm-Str.

22. Spexter Erotic-Store,

Müllerstr. 54

• UnderGround des MLC,

Machtlfingerstr. 28

UNTERKUNFT

19. Deutsche Eiche, Hotel,

Reichenbachstr. 13

23. Hotel Brunnenhof,

Schillerstr. 36,

www.brunnenhof.de

ESSEN & TRINKEN

24. Café im Sub,

Müllerstr. 14

19. Deutsche Eiche,

Reichenbachstr. 13

25. Edelheiss Bar,

Pestalozzistr. 6

Pestalozzistr.

26. Eiscafé Eismeer,

Pestalozzistr. 21

• Gay Café Heimatliebe,

Wirtstr. 15

(Eingang Reintaler Str.)

27. Jenny was a friend of mine,

Holzstr. 14

28. Kiosk an der Reichenbachbrücke,

Fraunhoferstr. 4

29. Kraftwerk,

Thalkirchnerstr. 4

30. Moro Restaurant,

Müllerstr. 30

31. NiL, Hans-Sachs-Str. 2

KULTUR

32. Bayerische Staatsoper,

Max-Joseph-Platz 2,

www.bayerische-staatsoper.de

33. City Filmtheater, Kino,

Sonnenstr. 12,

www.city-kinos.de

2

Neuhauser Str.

Damenstiftstr.

U SENDLINGER TOR

11 29 22

25

20

89

26

27

15

46

Blumenstr.

Müllerstr.

Maxburgstr.

14

Hans-Sachs-Str.

Oberanger

Unter Anger

42

30

41 45

9

31

38

Färbergraben

Blumenstr.

MARIENPLATZ U S

Rindermarkt

39

24

40

47

Müllerstr.

Fraunhoferstr.

Corneliusstr.

Klenzestr.

FRAUENHOFERST. U

34. Deutsches Theater,

Schwanthalerstr. 13,

www.deutsches-theater.de

Erhardtstr.

• Gasteig (Philharmonie),

Rosenheimer Str. 5,

www.gasteig.de

• GOP Varieté-Theater,

Maximilianstr. 47,

www.variete.de

• Kultur im Schlachthof,

Zenettistr. 9,

www.im-schlachthof.de

35. Kunsthalle München,

heatinerstr. 8

• Lenbachhaus -

Städtische Galerie,

Luisenstr. 33,

www.lenbachhaus.de

• Museum Brandhorst,

Theresienstr. 35a

36. Münchner Kammerspiele,

Maximilianstr. 26-28,

www.muenchnerkammerspiele.de

• Münchner

Philharmoniker,

Rosenheimer Str. 5

• Münchner Volkstheater,

Brienner Str. 50,

www.muenchnervolkstheater.de

37. Staatstheater am

Gärtnerplatz,

Gärtnerplatz 3, (089) 202411,

www.staatstheater-amgaertnerplatz.de

• Tierpark Hellabrun,

Tierparkstr. 20

Gärtnerplatz

37

13

Reichenbachstr. Reichenbachstr.

28

RAT & TAT

38. Caritas Ambulanter Hospiz

ienst, Queer-Sprechstunde,

jeden 1. Montag im Monat,

ASZ Isarvorstadt,

Hans-Sachs-Str. 14,

caritas-hospizdienst@

barmherzige-muenchen.de

39. Diversity Jugendzentrum,

Blumenstr. 11,

www.diversity-muenchen.de

19

Frauenstr.

Rumfordstr.

Buttermelcherstr.

17

Baaderstr.

Reichenbachbrücke

ISAR

32

Maximilianstr.

16

Tal

Steindorfstr.

Corneliusbrücke

5

40. Gay Outdoor Club

München e.V.,

Sportverein,

Müllerstr. 14,

www.gocmuenchen.de

• Isarhechte e.V.,

Sportverein, Meindlstr. 11a,

www.isarhechte.de

41. Koordinierungsstelle zur

Gleichstellung von LGBTI*,

Angertorstr. 7

(Eingang Müllerstraße)

42. LeTRa,

Blumenstr. 29,

www.letra.de

43. Marikas Beratungsstelle für

anschaffende junge Männer,

Dreimühlenstr. 1,

www.marikas.de

44. Münchner Aids-Hilfe,

Lindwurmstr. 71,

www.aidshilfe-muenchen.de

45. Münchner Regenbogen-

Stiftung, Angertorstr. 7

(Eingang Müllerstr.)

46. Rechtsanwälte Schuster

& Riedl, Eisenmannstr. 4

(Fußgängerzone),

(089) 23888930,

www.ra-srk.de

• Regenbogenfamilien,

Fach- und Beratungsstelle,

Saarstr. 5/II, (089) 46224606

www.regenbogenfamilienmuenchen.de

47. Sub e.V.,

Müllerstr. 14,

info@subonline.org

48. Team München, Sportverein,

Rumfordstr. 39

www.teammuenchen.de

• TransMann e.V.,

Parzivalstr. 41,

www.transmann.de

36

Isartorpl.

ISARTOR S

48

1

4


49

Wolf Schuck

Facharzt für

Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Nymphenburger Str. 154

80634 München

Tel: 089 - 595131

www.hno-wolf-schuck.de

AZ_UK_Leo_83x62_0819.indd 1 22.08.19 14:49

DEIN ZAHNARZT

Zahnarztpraxis

Dr. Timo Bachmann

Schweigerstr. 4

81541 München

Tel. +49 89 663242

praxis@timobachmann.de

www.timobachmann.de

Wir helfen und

informieren gerne.

OFFEN - FREUNDLICH - SYMPATHISCH

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag - Freitag: 08:00 - 18:30

Samstag: 9:00 - 13:00

Isartorplatz 6 | 80331 München

Telefon: (089) 21 99 29 - 0

Telefax: (089) 21 99 29 - 19

E-mail: isator.apo@t-online.de

www.isartor-apotheke.de


50 DESIGN

Wohnlicher Zeitgeist im Salone del

Mobile.Milano

2020

FOTOS: SALONE DEL MOBILE.MILANO / ALESSANDRO RUSSOTTI

Nach dem drögen Winter sind

die Sinne gierig nach neuen

Impulsen und Ideen. Deswegen

ist der Frühling die beste

Zeit, um auch die Wohnsituation neu

zu gestalten, denn der Ausbruch aus

dem spätwinterlichen Trott beginnt vor

allem an der Basis, in den eigenen vier

Wänden.

Um in Sachen Einrichtung und Möbel

auf der Höhe der Zeit zu sein, reicht

dem Münchner schon ein Kurztrip nach

Mailand. Dort findet vom 21. bis 26. April

die berühmteste Möbelmesse der Welt

statt. Doch der Salone del Mobile ist nicht

einfach nur eine Möbelschau, sondern

gelebte Wohnkultur.

So präsentieren sich neben den internationalen

Marken und Möbelherstellern

spannende Ausstellungen zu den Brennpunkten

des räumlichen Gestaltens. Die

Workplace3.0 befasst sich beispielsweise

auf hochanspruchsvoller Ebene mit dem

Thema Workplace im 21. Jahrhundert,

SaloneSatellite stellt junge, innovative

Designer in den Mittelpunkt, und die

International Bathroom Exhibition liefert

auf 20.000 Quadratmetern die aktuellsten

Neuerungen in der Bäderästhetik.

Während die ersten Tage allein den

Fachbesuchern gehören, stehen die

Messeräume am 25. und 26. April Privatbesuchern

offen. *jb

Salone del Mobile.Milano 2020,

21. – 26.4., Foro Buonaparte 65,

www.salonemilano.it


Entdecken Sie

den sol Solitär!

qr.team7.at/

sol-solitaer-video

sol

Solitär

girado

Stuhl

AN DIESEM ARBEITSPLATZ FÜHLT

SICH SELBST DIE STEUERERKLÄRUNG

AN WIE EINE DESIGNSKIZZE.

it´s a tree story.

TEAM 7 Hamburg City, www.team7-hamburg.de

TEAM 7 Hamburg, www.team7-hamburg.de

TEAM 7 Berlin, www.team7-berlin.de

TEAM 7 Düsseldorf, www.team7-duesseldorf.de

TEAM 7 Münster, www.team7-muenster.com

TEAM 7 Stuttgart, www.team7-stuttgart.de

TEAM 7 München, www.team7-muenchen.de


52 DESIGN

Glassware

Zugegeben, der Glasstuhl „Ombré“

von Germans Ermics ist mit Sicherheit

nicht so gemütlich wie der Rest der

auf dieser Doppelseite vorgestellten

Sessel und Stühle, aber dafür umso

hübscher anzuschauen.

www.germansermics.com

A Variety Of

STEEL

Für die Stockholm Furniture Fair haben

die Studenten der Aalto-Universität in

Helsinki im letzten Jahr zwölf außergewöhnliche

Stuhldesigns entworfen.

Einzige Vorgabe: Die Stühle mussten

aus Stahl oder Aluminium bestehen.

Herausgekommen ist eine farbenfrohe

und einzigartige Kollektion.

Traditional

&tradition ist ein kleines

dänisches Label, das sich darauf

spezialisiert hat, ikonische Möbel

vergangener Dekaden wieder

aufleben zu lassen und diese mit

den Kreationen zeitgenössischer

Designer zu kombinieren. Das

Originaldesign von

„Little Petra“ stammt

beispielsweise aus

den 1930er-Jahren und gewann

damals zahlreiche Preise. Der

kleine Lounge-Sessel von Viggo

Boesen kommt in verschieden

kuscheligen Bezügen und auf vier

starken Holzbeinen daher.

www.andtradition.com


Banana!

Seit seiner Gründung

1964 steht Seletti für

außergewöhnliche Wohnobjekte

und Designs, die

sich selbst nicht so ernst

nehmen. Ein Klassiker aus

dem Seletti-Sortiment: die

Banana Lamp, die es als

Wandleuchte und auch als

Tischlampe gibt.

www.seletti.it

KARE

DESIGN 53

Der deutsche Möbelhersteller Kare hat von

lackierten Flamingos über güldenen Schildkröten

bis hin zu grünen Schafen so manchen

Vierbeiner in seinem Accessoire-Sortiment.

Ein echter Hingucker aber ist Toto, der mit

einer Höhe von 1,80 Meter sicherlich größer

ist als einige seiner potenziellen Besitzer.

Preis für den Riesen-Wauwau: 2.399 Euro.

www.kare.de


54 DESIGN

Buddy

Seit 1963 produziert Pedrali sowohl Möbel für den Heimgebrauch

als auch solche für öffentliche Einrichtungen und Büros.

Besonders wichtig ist dem Unternehmen dabei, seinen Designanspruch

trotz Serienproduktion nicht zu verlieren. Alle Möbel

werden außerdem unter Nachhaltigkeitsaspekten hergestellt.

Die „Buddy“-Serie besteht aus verschiedenen Sitzgelegenheiten

und Beistelltischen und verfügt über einen hohen „Da möchte

man sich gleich drauffläzen“-Faktor!

www.pedrali.it

Yin & Yang

Coffee Table

Dieser ovale Couchtisch besteht aus einer

Reihe von strahlenförmig zusammengestellten

Massivholzstücken, die eine

Klarglasplatte stützen. Er ist Teil der

„Yin & Yang“-Kollektion von Steve Leung

aus Hongkong für das italienische Möbelhaus

RIVA 1920. Diese Kollektion setzt sich

zum Ziel, die westliche und die orientalische

Welt zu vereinen.

www.riva1920.it

Changing

Dieses farbenfrohe Duo, bestehend aus einem Sideboard und einem

Wandschrank, stammt aus der Feder des Designbüros orijeen mit Sitz in

Südkorea. Je nach Position des Betrachters wechseln die Farben von Lila

zu Pink und von Dunkelblau zu Grasgrün.

www.orijeen.com


Bugatti

Für Luxusautohersteller wie BMW oder Mercedes-Benz gehört es

mittlerweile zum guten Ton, für Fans und Liebhaber neben den

eigentlichen Automodellen auch

Accessoires und Lifestyle-Produkte

zu produzieren. Zumeist handelt es

sich dabei um Sonnenbrillen, Handschuhe

oder Schlüsselanhänger.

Bugatti geht noch einen Schritt

weiter und bietet seinen Kunden

eine ganze Home Collection

bestehend aus Tischen, Sofas,

Sesseln und unter anderem

diesen superkerligen Vasen.

www.bugatti.com

Mother

Angefangen hat alles vor rund vierzig Jahren mit einem

einzigen Bettenmodell, das weich gepolstert und mit

abnehmbaren, waschbaren und bunten Stoffen bezogen war.

Damals eine absolute Neuheit. Modell „Nathalie“ wurde quasi

zur Mutter moderner Textilbetten. Heute vertreibt Flou über

vierzig verschiedene Bettendesigns, Schränke, Matratzen und

diverse Bettbezüge.

www.flou.it

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56 ADVERTORIAL

TIPPS FÜR DEN BESUCH DER

MAINMETROPOLE

FRANKFURT

NEU

ENTDECKEN!

FOTO: DAVID VASICEK

GAYS ON TOUR

Frankfurt ist ein Verkehrsknotenpunkt und einfach zu erreichen. Die Anreise

mit Auto oder Bahn dauert von München drei bis vier Stunden und von

Nürnberg sogar nur zwei bis drei Stunden. Der Weg lohnt sich und die Stadt

ist das perfekte Ziel für eine Kurzreise übers Wochenende.

www.frankfurt-tourismus.de/pauschalen

NEUES, ALTES, INNOVATIVES

Schon von weitem erkennt man die Hochhäuser, die die Skyline von Frankfurt

so einzigartig machen. Von der Besucherplattform des MAIN TOWER

kann man in 200 Metern Höhe die Mainmetropole und die umliegende

Region aus der Vogelperspektive bestaunen. In der neuen Frankfurter

Altstadt herrscht täglich buntes Treiben in den Gässchen des wiedergewonnenen

Stadtteils. Das lebhafte Viertel im Herzen der Stadt lockt mit

Cafés, Restaurants, ausgewählten Geschäften, dem Struwwelpeter- und

Stoltze Museum.

KULTUR PUR!

2020 ist das Jahr für die Frankfurter Kulturlandschaft. Die SCHIRN

KUNSTHALLE präsentiert noch bis zum 24. Mai „Fantastische Frauen.

Surreale Welten von Meret Oppenheim bis Frida Kahlo“, ab dem 19. Mai lädt

das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum zu „The Sound of Walt Disney“

ein. Unser Tipp: Die monatliche Queerfilmnacht im Mal Seh’n Kino zeigt

ausgewählte Filme aus aller Welt.

FOTO: #VISITFRANKFURT, HOLGER ULLMANN

FOTO: #VISITFRANKFURT, PHILIP KANCHANA

ENTSPANNTES CITY- UND

PARTYFEELING

Zu den hippen Locations in Frankfurt zählt neben

dem Mainufer auch das Bahnhofsviertel. Inmitten

internationaler Restaurants und trendiger Bars findet

sich hier Deutschlands beste Bar (gewählt 2019), die

The Kinly Bar. Die Community trifft sich vornehmlich

im „Bermudadreick“, nördlich der Einkaufsmeile Zeil.

Egal ob Switchboard, Schwejk, Lucky’s oder eine der

andren Bars – hier findet jeder sein Plätzchen! Alle

Events und Party-Tipps fürs Wochenende finden sich

im GAB Magazin, dem queeren Stadtmagazin.

Im Sommer zieht es Leute nicht nur ans grüne Mainufer

sondern auch auf die Dächer der Stadt: Die Long

Island Summer Lounge und der CityBeach sind dann

die It-Locations. Fans elektronischer Musik haben sich

schon den 5. bis 7. Juni vorgemerkt: Der World Club

Dome, der „größten Club der Welt“, feiert dann auf

dem Gelände rund um die Commerzbank-Arena!

RAINBOW AMBIENTE IN FRANKFURT –

CELEBRATING YOU FOR YOU

Frankfurt zelebriert die Community nicht nur am

Christopher Street Day (17.07. – 19.07.2020), sondern

auch auf den traditionellen Volksfesten der Stadt:

Auf dem Museumsuferfest (28.08. – 30.08.2020)

mit der Regenbogen-Area, der Regenbogenarea beim

Wäldchestag (30.05. – 02.06.2020) oder der „Rosa

Weihnacht“ auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt

(23.11. – 22.12.2020).

www.frankfurt-tourismus.de/veranstaltungen


ZERMATT

UNPLUGGED 2020

Die guten Nachrichten haben sich ja überall rumgesprochen:

Bei einem ihrer wunderbaren Volksentscheide

haben sich satte sechzig Prozent der Schweizer klar dafür

ausgesprochen, dass die Anti-Rassismus-Strafnorm

ausgeweitet wird und nun auch Menschen strafrechtlich

verfolgt werden können, die Homosexuelle nicht nur individuell

beleidigen, sondern auch uns als Gruppe öffentlich

herabsetzen. Wer Lust hat, kann diese Entwicklung jetzt

gleich vor Ort feiern, wenn im April in Zermatt wieder

eines der außergewöhnlichsten Festivals an spektakulären

Locations zelebriert wird.

REISE 57

Das „Zermatt Unplugged“ findet vom 14. bis zum 18. April

bereits zum 13. Mal statt. Und auch 2020 verwandelt sich

der weltbekannte Wintersportort wieder in ein wuselndes

und unvergleichliches Gelände mit Bühnen in purer

Natur, mit unvergesslichen Ausblicken und vor allem mit

herausragenden Künstlern: Dieses Jahr werden unter

anderem Dido, Rea Garvey, die Kaiser Chiefs, Morcheeba,

Rainhard Fendrich, der Schauspieler und Chansonnier

Gérard Depardieu bis hin zu den Berliner Klub-Göttern

Âme zu erleben sein.

Der legendäre Urlaubsort liegt auf 1.600 Meter Höhe

direkt am Fuß des Matterhorns und bietet schon außerhalb

dieses Events mehr als genug Aufregung und Grund

zum Besuch: Eine erkleckliche Zahl von Viertausendern

lädt bei meist garantierter Sonne nicht nur zum grenzenlosen

Skifahren ein, auch Wandern in einmaliger Kulisse

ist jederzeit möglich, und die großartigen Hotels bieten

den besten Ausgangspunkt, um die vielen kulinarischen

Highlights an jeder Ecke zu entdecken. Doch wenn sich

jetzt noch internationale Stars und vielversprechende

Nachwuchskünstler auf großen und kleinen Bühnen, dem

„Taste Village“ und weiteren Begegnungsplattformen

von der Hotelterrasse über die Berghütte bis zur kleinen

Kapelle treffen, dann verwandeln sie den Ort mit dem

Schweizer Chalet-Charme in ein großes, ganzheitliches

Unplugged-Klangerlebnis.

Zermatt Unplugged, 14. – 18.4.

Infos und Tickets: www.zermatt-unplugged.ch

Veranstalter: MSC Cruises S.A., Avenue Eugène-Pittard, 40

1206 Genf (Schweiz)

Bayerisch-schwule Kreuzfahrt

Komm mit Gleichgesinnten nach der Wiesn auf

Mittelmeer-Kreuzfahrt. Brauchst Du Erholung oder

willst Du weiter feiern? Egal…

MSC SEAVIEW – 8 Tage, 05.10.2020 – 12.10.2020

Tag Hafen an ab

05.10. Genua/Italien 18.00

06.10. La Spezia/Italien 07.00 19.00

07.10. Civitavecchia/Rom/Italien 07.00 18.00

08.10. Cannes/Frankreich 08.30 17.30

09.10. Palma de Mallorca/Spanien 12.30 22.30

10.10. Barcelona/Spanien 07.00 18.00

11.10. Ajaccio/Korsika/Frankreich 12.00 19.00

12.10. Genua/Italien 07.00

Unvergessliche

Momente!

Preis inkl. PREMIUM

All-Inclusive

Getränkepaket p.P.

2-Bett Innen

€ 849

2-Bett Außen

€ 1.049

2-Bett Balkon

€ 1.199

Busanreise ab/bis

München € 220 p.P.

Weitere Informationen und Buchung bei:

ATLANTIK Seereisen GmbH, Hofmarkstr. 23, 81737 München

Tel. 089-622 33 79 0, www.atlantik-seereisen.de

reservierung@atlantik-seereisen.de


58 REISE

BREGENZER

WALD

BÜHNE FREI FÜR DAS NEUE

GAMS ZU ZWEIT

Das GAMS zu zweit läutet eine neue Ära ein. Nach

der ersten Etappe des Relaunch hat das Hotel im

idyllischen Bezau im Bregenzer Wald seit Oktober

2019 wieder seine Türen geöffnet.

Über www.männer.media/gewinne verlosen wir

einen Gutschein für 1001 Nacht für zwei Personen

in einer Kuschelsuite im Wert von ca. 500 Euro.

Mit viel Liebe zum Detail wurde ein noch exklusiverer Rückzugsort

für Paare mit reichlich Platz für Romantik geschaffen. Gäste, die

ohne Kinder oder Alltagsstress eine Auszeit nehmen möchten,

um ihre Zweisamkeit zu genießen, gut zu essen und im Spa zu

relaxen, finden hier ihren perfekten Ort. Alle 58 Suiten haben ein

Facelifting erhalten und sind mit eigener Whirlpoolwanne, offenem

Kamin und Himmelbetten ausgestattet. Das Restaurant mit

feinster, regionaler Kulinarik und Küche im früheren Ballsaal, die

Bar und die Lounge mit Rezeption sowie die Spa-Lobby erstrahlen

ebenfalls in frischem Look. Ein besonderer Ruhe- und Relaxbereich

mit Skypool schwebt nun über dem Gebäudeensemble und

verspricht entspannende Momente. Damit vergrößerte sich der

Wellnessbereich auf insgesamt 3.000 Quadratmeter und bietet

Dampfbäder, einen Hamam, Saunen, einen Whirlpool, Cool-Pool

sowie einen ganzjährig beheizten Pool im Freien, Kneippbecken

und vielfältige Ruhezonen.

GAMS zu zweit, Platz 44, 6870 Bezau, www.hotel-gams.at

BARCELONA

Spanien

Frankreich

CANNES

(Côte d’Azur)

GENUA

LA SPEZIA

(Cinque Terre)

AJACCIO

(Korsika)

Italien

CIVITAVECCHIA

(Rom)

PALMA DE

MALLORCA

(Balearen)

Mittelmeer

KREUZFAHRT

VON DER WIESN AUFS SCHIFF

Eine bayerisch-schwule Kreuzfahrt verspricht Atlantik Seereisen vom 5. bis 12. Oktober. Ob schwule Lederhosenträger oder

Prosecco-Trinker – jeder ist auf dieser Reise durchs Mittelmeer willkommen.

Auf der MSC Seaview mit ihren

zahlreichen Restaurants, großem Vergnügungsbereich

mit 5D-Kino, Seilrutsche

und Aquapark sowie einem Panoramapool

ist ein Kontingent für schwule Urlauber

reserviert. Zu den Highlights zählen Stopps

in Genua, Marseille und Barcelona. Hier

bleibt genügend Zeit für Ausflüge und

um den mediterranen Sonnenschein bei

gutem Essen und einem Glas Wein zu

genießen. Der Termin am Montag nach

dem Oktoberfest wurde so gewählt,

dass man in München nichts versäumt

und sich auf dem Schiff erholen – oder

weiterfeiern – kann. Mit einem Allinclusive-Getränkepaket

startet der Preis

für diese 8-tägige Reise ab 849 Euro pro

Person in der Doppelkabine.

www.atlantik-seereisen.de


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Zu wissen was alles in deiner HIV-Therapie

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5


REISE

FOTO: SPARTACUS

SCHWUL IN JAPAN

Mit seiner jahrtausendealten Kultur, die sich zum Teil bis heute modernen Einflüssen

widersetzt, gilt Japan als eines der faszinierendsten Reiseländer Asiens.

GRUPPENREISEN NACH

THAILAND &

ISRAEL

Der deutsche LGBTIQ*-Reisespezialist

Pinktours hat für 2020 zwei Gruppenreisen

im Programm.

Bereits im April startet eine „Men only“-Reise

zum thailändischen Neujahrsfest „Songkran“

nach Bangkok und Koh Samet. Auf dem

Programm der zwölftägigen Reise stehen

unter anderem Aktivitäten in Bangkok, ein

Besuch der alten Hauptstadt Ayutthaya

sowie die Teilnahme an der zu Songkran

üblichen Wasserschlacht. Im Anschluss

geht es zum Baden auf die Insel Koh Samet.

Anfang Juni findet zudem eine Gruppenreise

zum Pride nach Tel Aviv statt. Neben

der Teilnahme am Pride stehen Ausflüge

nach Jerusalem, Masada und ans Tote

Meer auf dem Programm der neuntägigen

Reise. Beide Touren finden mit Airlines der

Lufthansa-Group statt und beinhalten vor

Ort eine deutschsprachige Reiseleitung. *dax

Wer vor Ort einen Ausflug in die vielfältige LGBTIQ*-Szene unternehmen

will, tut sich jedoch oft schwer. Helfen soll dabei die neue Website Rainbow-

NightOut – ein von der Japan Tourism Agency und regionalen Regierungen

unterstütztes Projekt, das Besuchern die Orientierung in der Szene

erleichtern soll. Die Website gibt einen Überblick über Bars, Klubs, Restaurants

sowie anstehende Termine. Aktuell gibt es dort Informationen über die

Präfektur Okinawa sowie die Millionenmetropole Osaka. Während die Inselwelt

von Okinawa als tropisches Paradies mit einigen der schönsten Strände des

Landes gilt und man in der Hauptstadt Naha an die vierzig Szenebars findet,

blickt Osaka auf eine lange Tradition hinsichtlich Japans LGBTIQ*-Geschichte

zurück. 1950 eröffnete hier Japans erster schwuler Cruisingspot, und auch die

erste Dragqueen-Party des Landes, „Diamonds Are Forever“, debütierte hier

im Jahr 1989. Heute ist Osaka mit über einhundert Szenebars nach Tokio die

Stadt mit der zweitgrößten LGBTIQ*-Community Japans. *dax

www.rainbownightout.jp

FOTO: OUTASIATRAVEL.COM

www.pinktours.de

FOTO: GOTHAIBEFREE.COM

NEUE LGBTIQ*-BROSCHÜRE

Mit einer neuen Broschüre für LGBTIQ*-Touristen informiert die Tourism Authority

of Thailand (TAT) über die Vielfalt unterschiedlicher Regionen und zu verschiedenen

Themenbereichen.

THAILAND

Neben „Strand & Wellness“ mit Tipps für Inseln wie Koh Samui, Phuket oder Koh

Phayam, finden sich unter dem Bereich „Natur & Abenteuer“ Hinweise auf Nationalparks

wie den Doi Ithanon bei Chiang Mai oder die Inselwelt von Ang Thong. Weitere

Themenbereiche sind „Kunst & Kultur“, „Kulinarik“ sowie „Lifestyle & Shopping“.

Natürlich kommen auch Tipps für Thailands abwechslungsreiche LGBTIQ*-Szene

nicht zu kurz – etwa der auf Phuket, in Chiang Mai oder Pattaya. Der Hauptstadt

Bangkok wird ein eigenes Kapitel gewidmet, inklusive Tipps für Bars und Partys für

Schwule, Lesben und Queers. Die Broschüre „Open to the New Shades“ gibt es über

das Thailändische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt, am Thailand-Stand während

der Internationalen Tourismusmesse ITB (4. bis 8. März) sowie als Download unter

www.männer.media/gothaibefree. *dax

www.gothaibefree.com


„ WIR

SETZEN

AUF

DIALOG“

FOTO: ITB

Rika Jean-François, Commissioner Corporate Social

Responsibility bei der Internationalen Tourismusbörse ITB in

Berlin, über das Verhältnis der weltgrößten Reisemesse zu

Homophobie.

Im letzten Jahr sorgte das ITB-Partnerland Malaysia

in Zusammenhang mit dessen LGBTIQ*-feindlicher

Gesetzgebung für einige Negativschlagzeilen, nicht zuletzt,

weil der bei der Eröffnungspressekonferenz anwesende

Tourismusminister die Existenz von Schwulen, Lesben

und Queers in seinem Land schlicht leugnete. Welche

Konsequenzen hat die ITB aus diesem Vorfall gezogen?

Wir haben dies nicht unkommentiert gelassen und haben

ja bereits während der ITB im letzten Jahr das Thema aktiv

angepackt. So haben wir z. B. in Zusammenarbeit mit dem

LSVD einen asylsuchenden malaysischen Transmann mit

seiner Partnerin eingeladen, der auf zwei ITB-Veranstaltungen

aus erster Hand von der Situation in Malaysia berichten

konnte. Die ganze Debatte führte darüber hinaus aber auch

zu der Konsequenz, dass wir inzwischen im Bewerbungsverfahren

für zukünftige Gastländer Kriterien mit aufgenommen

haben, die ein Commitment zu Menschenrechten, Nachhaltigkeit

und der Entwicklung einer entsprechenden touristischen

Strategie einfordern. Diese Compliance-Vereinbarung

drückt unsere klare Erwartungshaltung an zukünftige

Partnerländer aus, sich mit dem Aspekt Menschenrechte aktiv

auseinanderzusetzen.

Auch im diesjährigen Partnerland Oman steht Homosexualität

– zumindest offiziell – noch unter Strafe.

Wie geht die ITB diesmal mit dem Thema um?

Der Oman wurde bereits vor unserem Beschluss, eine

Compliance-Vereinbarung mit in unsere Bewerbungsunterlagen

aufzunehmen, Partnerland der ITB Berlin 2020. Wir haben

aber mit den omanischen ITB-Vertretern und dem Ministerium

mehrmals und sehr offen darüber gesprochen. Wir setzen auf

Dialog. Es gibt zahlreiche Berichte von gleichgeschlechtlichen

Paaren, die regelmäßig und sehr gerne in den Oman reisen und

das Land und die Menschen als sehr offen erlebt haben. Die

Gesetzgebung hinkt da der Realität offenbar hinterher. Das

bedeutet natürlich nicht, dass das Thema deshalb nicht mehr

angesprochen werden müsste. Wir glauben durchaus, dass

der Gastland-Status indirekt zu einer Verbesserung der Menschenrechtslage

in dem jeweiligen Land führen kann, wofür es

ja bereits Beispiele gibt. Jeder Dialog, der dazu beiträgt, ist ein

wichtiger Baustein hin zu weniger Diskriminierung.

*Interview: dax


REISE

SPANIENS

SCHWULER SÜDEN

COSTA DEL

SOL

Mit 300 Sonnentagen im Jahr und einer Küste, die sich in der Provinz Málaga über 161 Kilometer entlang

des Mittelmeers erstreckt, zählt die Costa del Sol zu den touristischsten Gegenden Spaniens. Neben Gran

Canaria und Sitges findet sich dort mit dem kleinen Ort Torremolinos die dritte Hochburg des LGBTIQ*-

Tourismus in Spanien – mit einer bewegten Geschichte.

FOTO: VISITCOSTADELSOL.COM

In Andalusien, im Süden Spaniens, ist

die Welt trotz Wirtschaftskrise und

hoher Arbeitslosigkeit im Rest des

Landes irgendwie noch in Ordnung. An

der Costa del Sol scheint die Sonne so

konstant und schön wie kaum andernorts

in Europa. Málaga ist zwar keineswegs

gefeit vor den ökonomischen

Problemen, die das Land umtreiben,

doch lassen sich die Andalusier die

Laune nicht verderben. Mit einer über

dreitausendjährigen Geschichte ist

Málaga voll von Kultur. Phönizier, Araber

und Römer haben hier ihre Spuren

hinterlassen, und in der Geburtsstadt

von Pablo Picasso kann man hier im

2003 eröffneten Picasso-Museum

über 200 Werke des Maler-Genies

bewundern. Durch die weltoffene Art

der Einwohner sowie die ideale Lage am

Meer hat sich eine recht große Szene in

Málaga etabliert. Im Stadtzentrum findet

man rund um die Plaza de la Merced

einige Bars, von denen El Carmen sicher

die lohnendste ist.

STONEWALL SPANIENS

Wem die Szene in Málaga nicht reicht,

der setzt sich einfach ins Taxi und ist

in einer knappen halben Stunde in Torremolinos,

dem wohl schwulsten Ort

Andalusiens. In Spaniens Geschichte

der LGBTIQ*-Bewegung nimmt die

kleine Gasse Pasaje Begoña einen ganz

besonderen Platz ein – ähnlich wie

der Stonewall-Aufstand in den USA.

Torremolinos’ Aufstieg zum Hotspot

der LGBTIQ*-Szene begann in den

1960er-Jahren, als man während der

Franco-Diktatur versuchte, mehr

Offenheit zu zeigen. In dem neben

Málaga gelegenen Fischerdorf eröffnete


FOTOS: DELICEDREAMS.COM

in der Pasaje Begoña mit Toni’s Bar die erste

Schwulenbar Spaniens, es folgten Lokale wie das

Blue Note oder La Sirena. 2019 wurde die Gasse

vom andalusischen Parlament zum historischen

Gedenkort und zur Wiege der Freiheit und

Rechte der LGBTIQ*-Community erklärt. Nicht

nur Schwule, Lesben oder Transsexuelle konnten

sich hier einigermaßen frei fühlen. Künstler, Politiker

und Intellektuelle aus aller Welt, darunter

John Lennon, Brigitte Bardot, Frank Sinatra und

Amanda Lear kamen nach Torremolinos, um hier

ihren Urlaub zu verbringen.

Doch die Freiheit währte nur ein knappes

Jahrzehnt. Am 24. Juni 1971 erlebte die

Pasaje Begoña eine Razzia durch die Polizei

des Franco-Regimes, bei der über hundert

Menschen verhaftet wurden. Die meisten Bars

wurden geschlossen und das Franco-Regime

versuchte mit allen Mitteln, unter anderem mit

der Umbenennung der Gasse in Gil Vicente,

jede Erinnerung an dieses Kapitel spanischer

LGBTIQ*-Geschichte zu tilgen. Was nicht gelang.

Heute ist Torremolinos so vital und bunt, dass

viele Männer aus aller Herren Länder die Stadt zu

ihrer Heimat gemacht haben. Das internationale

Publikum aus Touristen und Zugezogenen

mischt sich des Nachts mit Einheimischen und

Klubbern aus dem Umland – inzwischen im Viertel

La Nogalera. Hier, wo ein Klub an den anderen

anschließt und man im besten Falle von einer Bar

in die nächste fällt, ist eigentlich immer etwas

los. Tagsüber zieht es die Urlauber an die Strände

wie El Banjondillo mit den beliebten schwulen

Abschnitten El Gato und Eden Beach oder an

den mit vielen Hetero-Beachklubs bestückten

Strand Los Alamos. Wer auch bei der Wahl seiner

Unterkunft gerne unter Schwulen bleibt, ist im

Hotel Ritual sicher gut aufgehoben. Das Haus

mit knapp 200 Zimmern ist eines der größten

spanischen Gay-Hotels und perfekt für einen

Urlaub in Spaniens schwulem Süden. *fj/dax

www.uniquespain.travel


REISE

FOTOS: W HOTELS, DAX

MEXIKO: WALHEIMAT

Noch ist sie der Geheimtipp für Urlauber aus Europa: An Mexikos Riviera

Nayarit finden sich trendige Luxusresorts, hippe Surfer-Spots und jede

Menge Natur.

Feinster Sandstrand, bunte

Cocktails und ein Design, das sich

an traditioneller Kunst der in der

Region lebenden Huichol-Indianer

orientiert: Im W Resort Punta de

Mita findet sich alles, was die nur

wenige Autominuten von Mexikos

schwulem Urlaubszentrum Puerto

Vallarta entfernt liegende Riviera

Nayarit ausmacht. Wer nicht

in dem trendigen Luxusresort

wohnt, sollte unbedingt im Beach-

Restaurant Chevycheria zum

Mittagessen vorbeischauen

und sich im Anschluss ein paar

Stunden an einem der schönsten

Strände der Gegend gönnen.

Bisher war die an der Westküste

Mexikos gelegene Riviera Nayarit

vor allem ein Geheimtipp unter

Surfern und Rucksacktouristen.

Das kleine Örtchen Sayulita ist mit

seinen malerisch bunten Häusern

sowie zahlreichen Boutiquen,

Galerien und Lokalen das Zentrum

der hippen Surfer-Szene, die sich

in den Wellen des Pazifiks austobt.

In den Wintermonaten teilen sich

die Wassersportler das Meer mit

hunderten von Buckelwalen, die in

der Banderas-Bucht ihren Nachwuchs

aufziehen und die man

regelmäßig vom Strand aus mit

bloßem Auge beobachten kann.

Ganz nah kommt man den grauen

Riesen, wenn man mit einem Boot

zu den Marietas-Inseln fährt, auf

denen sich auch die bekannteste

Attraktion der Region befindet:

Der „Hidden Beach“ liegt in

einer ehemaligen Höhle, deren

Dach eingestürzt ist und die nur

schwimmend über einen schmalen

Zugang erreicht werden kann. Ein

Aufwand, der sich auf alle Fälle

lohnt. *dax

www.rivieranayarit.com

BRÜSSEL: INSIDER

Belgiens Hauptstadt ist bekannt für Fritten, Schokolade und die Partyreihe

La Demence. Unser Insider Philippe verrät, an welchen Orten er sich in Brüssel

besonders wohlfühlt.

Beim Gedanken an Brüssel fällt

vielen zuerst die Europäische Union

und deren Bürokratie ein, was nicht

gerade sexy ist …

Das stimmt. Aber neben der EU gibt

es jede Menge anderer Organisationen

und Firmen, die hier ihren Hauptsitz

haben. Brüssel ist nach Dubai die

kosmopolitischste Stadt der Erde. Und das

spürt man, wenn man durch die Straßen

läuft, mit der U-Bahn fährt oder abends

ausgeht. Du hörst so viele Sprachen. Die

Leute, die in Brüssel leben, kommen aus

der ganzen Welt und genau das ist es, was

ich an der Stadt so liebe. Jeder ist willkommen

und es ist leicht, sich zu integrieren.

Brüssel ist bekannt für Schokolade,

Pommes und Waffeln. Wo gibt es

deiner Meinung nach die besten?

Ich bin süchtig nach Schokolade und

daher ist es für mich echt schrecklich, in

Brüssel zu wohnen. Schokolade ist

einfach überall! Daher empfehle ich

gleich drei Geschäfte: Laurent Gerbaud

für pure Schokolade, Neuhaus

für klassische Pralinen und Marcolini

für den mehr experimentierfreudigen

Geschmack. Eine der besten Pommesbuden

ist Maison Antoine im Europaviertel.

Hier aß schon Angela Merkel. Oh, und in

Brüssel sollte man seine Pommes immer

mit Mayo essen. Ob du es glaubst oder

nicht: Ich lebe seit 15 Jahren hier und habe

erst zweimal eine Waffel gegessen. Ein

wunderbarer Ort mit leckeren Waffeln ist

das Mokafé in den Galeries Royales Saint-

Hubert. Aber bitte mit Sahne!

Wo gehst Du am liebsten aus?

Meine schwule Lieblingsbar ist Le Belgica.

Wie viele unserer Bars ist sie sehr klein,

aber die Musik ist einfach klasse. Die

Disco-Abende sind ziemlich verrückt und

FOTO: JEAN-POL LEJEUNE

es legen dann großartige DJs feinste Elektromusik

auf. Und wenn es ums Thema

Clubbing geht – natürlich La Démence im

Fuse Club. Die Party ist einfach irre und

unglaublich intensiv. Es gibt insgesamt drei

Tanzflächen mit unterschiedlicher Musik.

Mich findet man im ersten Stock, wo ich

wie verrückt zu Deep House tanze.

*Interview: dax

Mehr Infos zu Brüssel unter

www.visit.brussels/gay


COME AS YOU ARE

REISE

Dein Liegeplatz in Hamburg! Hafen und Meer. Industrie und

Romantik. Kojen und Logbücher. Der Hamburger

Hafen mit den Überseecontainern und der mächtigen Elbe

bildet nicht nur die Kulisse für das 25hours Hotel Hamburg

HafenCity, alles ist ein Teil davon.

HAMBURG

„Am Anfang stand der fiktive Seemann Kuttel Daddeldu aus den

Erzählungen von Joachim Ringelnatz“, erzählt 25hours CEO Christoph

Hoffmann, „tief verbunden mit der Seefahrt, eine gute Seele,

aber auch raubeinig und ein bisschen schlüpfrig. Genau so sollte

auch das 25hours Hotel HafenCity werden.“ Zentral in der Hafen-

City erleben die Gäste Heim- und Fernweh in ihren Gästezimmern.

Seemannsgarn und Hafengeschichten inklusive. Je nach Tageszeit

lockere Lounge oder pulsierende Bar, hat das Erdgeschoss des

25hours Hotel HafenCity den Anspruch das Wohnzimmer des

Quartiers zu sein. Auf den Tisch des Restaurants Heimat kommt

das Beste, was die Küche Deutschlands, Österreichs und der

Schweiz hervorbringt - von der Nordsee bis zu den Alpen.

FOTOS: 25HOURS-HOTELS.COM

Wir verlosen ein Wochenende im 25hours Hotel Hamburg

HafenCity. 2 Nächte im Doppelzimmer mit Frühstück.

Dazu ein Abendessen für zwei im Restaurant HEIMAT.

Lust auf Hamburg? Einfach eine E-Mail mit dem Betreff

25hours HAMBURG und deinen Kontaktdaten an

contact@25hours-hotels.com schicken! Der Gewinner wird

persönlich per E-Mail benachrichtigt.


REISE

ARGENTI-

NIEN

WEIN

OHNE

WEIB

FOTO: DAX

Grandiose Natur, exzellente Weine und eine LGBTIQ*-Szene, die jedes Jahr ihre eigenen Weinkönige und

-königinnen krönt. Ein Trip in die Provinz Mendoza sollte auf keiner Argentinienreise fehlen.

Es ist ein Ereignis, das in der Welt wohl

seinesgleichen sucht. Wenn im argentinischen

Herbst Ende Februar, Anfang März

die Weinlese beendet ist, feiert Mendozas

LGBTIQ*-Community eine rauschende Party.

Die Vendimia para todxs ist das Gegenstück

zum großen nationalen Weinlesefest Vendimia,

das zu den wichtigsten Großveranstaltungen

des Landes zählt und Tausende von

Besuchern in die Stadt lockt. Höhepunkt der

Fiesta Nacional de la Vendimia ist eine Show

im Amphitheater Frank Romero Day mit

einer imposanten Licht- und Musikinszenierung

und über 1.000 Darstellern und Tänzern.

Auch die ehemals Vendimia Gay genannte

Veranstaltung geizt nicht mit optischen

Reizen. Neben spektakulären Bühnenshows

ist die Wahl von Weinkönig und -königin der

Höhepunkt des Abends. Aus dem ganzen

Land kommen Schwule, Lesben, Transgender

und Queers für den einzigartigen Event

nach Mendoza-Stadt, die nach Buenos

Aires die wohl lebendigste LGBTIQ*-Szene

des Landes hat. Kaum jemand anderes

repräsentiert die queere Szene Mendozas

FOTO: VENDIMIA PARA TODXS

so sehr wie Ana Laura Nicoletti, die weithin unter dem Namen „La Turca“ (die Türkin) bekannt

ist. Das in ganz Argentinien bekannte Role Model für die Transgender-Community ist zugleich

Besitzerin des größten Szeneklubs der Stadt. In der Queen Disco wird jedes Wochenende bis

in die frühen Morgenstunden gefeiert, was das Zeug hält.

TRADITION & MODERNE

Wer gerne feiert, ist in Mendoza am Wochenende also gut aufgehoben, doch der eigentliche

Grund für einen Besuch der knapp zwei Flugstunden von Buenos Aires entfernten Provinz liegt

außerhalb der Stadt. Die Region am Fuße der Anden ist bekannt für ihre exzellenten Weine, vor

allem die Rebsorte Malbec. Als größtes und wichtigstes Weinanbaugebiet Argentiniens mit etwa

900 Weingütern ist Mendoza ein Paradies für Genießer. Viele der Weingüter beherbergen hervorragende

Restaurants oder bieten Zimmer und Villen an inmitten der Landschaft. Die Bandbreite

reicht dabei von traditionsreichen Familienbetrieben wie etwa dem südlich von Mendoza

gelegenen Clos de Chacras bis zu wahren Schwergewichten der argentinischen Weinproduktion

wie den Mitte der 1990er-Jahre von einem Niederländer im Uco-Tal gegründeten Bodegas

Salentein. Vor allem der moderne Bau des Weinkellers, der bis zu 5.000 große Eichenfässer fasst

und eher an eine Kathedrale erinnert, beeindruckt die Besucher. Schon 2003 wurde Salentein

als „Argentinisches Weingut des Jahres“ ausgezeichnet und hatte die Ehre, zur Hochzeit des

niederländischen Königspaares Willem-Alexander und Maxima den Wein zu liefern. Ebenfalls

zum Weingut gehört das architektonisch klug in die Landschaft gefügte Kulturzentrum Killka, in

dem zeitgenössische Kunst aus Argentinien und den Niederlanden zu sehen ist.

IM PARADIES

Ebenfalls im Uco-Tal liegt das Designhotel und Boutique-Weingut Casa de Uco. Vor der

spektakulären Kulisse der sich hinter den Weinfeldern erhebenden, schneebedeckten

Anden kann man hier die Natur während eines Ausritts auf dem Pferd oder einfach vom

Pool aus genießen. Mendozas wohl spannendstes Weingut befindet sich in der Region

von Maipú. In der Bodega Casa Vigil verschmelzen Kunst und Kulinarik zu einem einmaligen

Erlebnis. Argentiniens derzeit wohl bester Winzer Alejandro Vigil nimmt den Besucher

mit auf eine Reise durch Dantes Göttliche Komödie – vom Inferno des Weinkellers bis

zum Paradies mit Gerichten, die man mit der passenden Weinbegleitung im dortigen

Restaurant serviert. Ein wahrhaft himmlischer Genuss. *dax

www.argentina.travel, www.mendoza.tur.ar


In Thailand glauben wir daran,

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REISE

AUF INS ABENTEUER!

SÜDAFRIKA

Das auf dem afrikanischen Kontinent mit Abstand LGBTIQ*-freundlichste Reiseland fasziniert mit wilder

Natur, weißen Sandstränden und kosmopolitischen Metropolen wie Johannesburg und Kapstadt.

Wer sich in Johannesburg auf den Weg zum

Constitution Hill macht, erlebt so etwas

wie einen Crash-Kurs in südafrikanischer

Geschichte. Zu Zeiten der Apartheid,

während der eine strikte Rassentrennung

zwischen Schwarzen, Weißen und sogenannten

Mischlingen galt, befand sich auf

dem inmitten der Stadt gelegenen Hügel ein

Gefängnis für politische Gefangene. Südafrikas

erster schwarzer Präsident Nelson

Mandela saß hier ebenso ein wie der indische

Unabhängigkeits-Aktivist Mahatma Gandhi,

der einige Jahre in Südafrika lebte und sich

schon dort gegen Rassendiskriminierung

engagierte. Auf dem Gelände befand sich

bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts ein

Fort mit Gefängnis, das zur Verteidigung

der Südafrikanischen Republik gegen die

britische Invasion errichtet wurde. Wer

heute auf den mächtigen Festungsmauern

herumspaziert, erlebt von dort einen guten

Rundblick über die heutige Millionenmetropole.

Hier, auf dem Constitution Hill, treffen

Südafrikas dunkle Kapitel seiner Geschichte

auf Zeichen von Hoffnung, Gleichheit

und Freiheit, die das neue Fundament der

1994 als „Regenbogennation“ mit neuer

Verfassung ausgestatteten Republik bilden.

Seit 2004 befindet sich an der Stelle eines

der Gefängnistrakte das südafrikanische

Verfassungsgericht, ein zu jeder Zeit

öffentlich zugängliches, modern designtes

Gebäude, das zum Teil aus Backsteinen

des vormaligen Gefängnisses besteht. Für

die LGBTIQ*-Community des Landes spielt

das lichtdurchflutete Gericht eine ganz

besondere Rolle: Am 30. November 2006

fiel hier das Urteil zur Einführung der Ehe

für alle – als fünftes Land weltweit und als

erstes Land Afrikas überhaupt.

JOHANNESBURG:

HIP & SCHWUL

Mit über vier Millionen Einwohnern ist Johannesburg

die größte Metropolregion und das

bedeutendste Wirtschaftszentrum im südlichen

Afrika. Aus dem Schmelztiegel afrikanischer,

asiatischer und europäischer Kulturen

entwickelt sich hier ein ganz besonderer Mix,

was Kunst, Musik und Kulinarik betrifft. Rund

um das Museum Africa, vor dem sich eine

breite, in Regenbogenfarben bemalte Treppe

befindet, stößt man auf jede Menge Street-

Art. Im trendigen Neighbourgoods Market,

der auf den Decks einer alten Parkgarage

stattfindet, gibt es jeweils am Samstag

Streetfood aus aller Welt und dazu Livemusik

und DJs. Wer auch am Abend Lust

hat auszugehen, schaut in den Szeneklubs

Liquid Blue oder Babylon vorbei. Während


REISE

man in Ersterem vor allem auf ein schwarzes Publikum

und eine eher familiäre Atmosphäre trifft, findet man

im Babylon vorwiegend einen Mix aus lokalen und

internationalen Gästen, die sich vor den Tresen

und halb nackten Barmännern drängeln.

FOTOS: DAX

AFRIKAS NATURWUNDER

FOTO: MICHAELANDMATT.COM

Eine Reise nach Südafrika wäre nicht komplett,

ohne auf Safari gewesen zu sein. Vor

allem in und um den berühmten Kruger-

Nationalpark hat man gute Chancen,

allen „Big 5“ – also Elefant, Löwe, Nashorn,

Leopard und Büffel – innerhalb von ein oder

zwei Tagen zu begegnen. Besonders berühmt

für seine Leopardenpopulation ist das an den

Kruger-Nationalpark angrenzende Sabi-Sabi-

Wildreservat mit seinen luxuriösen Lodges wie dem

Selati Camp oder der modernen Earth Lodge. Zum

All-inclusive-Angebot gehören neben Vollpension und

Getränken zwei tägliche Pirschfahrten im offenen Jeep mit

geschulten Rangern und Fährtenlesern sowie geführte Safaris

zu Fuß. Nicht weit vom Kruger-Park entfernt liegt der nach dem

Grand Canyon (USA) und Fish River Canyon (Namibia) drittgrößte

Canyon der Erde. Mit 26 Kilometer Länge und bis zu 800 Meter

Tiefe ist der Blyde River Canyon ein echtes Naturwunder. Vor

allem die mit üppig grünem Wald bewachsenen, rot leuchtenden

Sandsteinhänge unterscheiden die Schlucht von ihren in trockenen

Wüstengebieten liegenden Schwestern. Wasserfälle wie

die Berlin Falls laden dazu ein, entdeckt zu werden, und etliche

Wanderwege führen durch und entlang des Canyons.

KAPSTADT: BOOMTOWN AM MEER

Johannesburg

Wer nach seinem Outdoor-Abenteuer im afrikanischen Busch

etwas Erholung sucht, wird in Kapstadt nicht enttäuscht. Südafrikas

kosmopolitische Metropole gilt seit Jahrzehnten als beliebter

Urlaubsort der internationalen LGBTIQ*-Community. Neben den

schwulen Stränden Clifton 3 und dem etwas außerhalb gelegenen

FKK-Strand Sandy Bay gibt es in und um Kapstadt etliche weitere

Strände – etwa im trendigen Camps Bay oder in dem für seine

bunten viktorianischen Strandhäuser bekannten Muizenberg. Aber

auch in Kapstadt kommt die Natur niemals zu kurz. Keinesfalls

verpassen sollte man einen Besuch des legendären Tafelbergs, von

dem sich bei gutem Wetter ein grandioses Panorama auf Stadt,

Atlantik und die Kap-Halbinsel eröffnet. Ebenfalls lohnenswert ist

ein Besuch der Pinguinkolonie am etwa 45 Minuten entfernten

Boulders Beach. Und auch Nachtschwärmer kommen in Kapstadt

auf ihre Kosten, sei es in der bekannten und bei Touristen beliebten

Crew Bar oder dem Klub Pink Panther 2. Einen Kontrast dazu

liefert ein Besuch von Südafrikas größtem Township Khayelitsha.

Mit gut 400.000 überwiegend schwarzen Einwohnern kann man

hier Projekte wie Sikis’s Kofee Kafe oder das 4Roomed eKasi

Culture besuchen, das im Herbst 2019 von den Magazinen Food &

Wine und Travel & Leisure unter die besten dreißig Restaurants der

Welt gewählt wurde. *dax

Blyde River Canyon

www.dein-suedafrika.de

Verschiedene Reiseprogramme ins südliche Afrika gibt es u. a.

beim LGBTIQ*-Reisespezialisten Ntsako Travel Africa.

www.ntsakotravelafrica.com

Muizenberg Beach


REISE

KLEINSTADT-IDYLL

FOTO: ENJOYILLINOIS.COM

ILLINOIS

Starbucks und McDonald’s sucht man hier vergeblich: In der Hauptstraße des zwei Autostunden westlich von Chicago gelegenen

Städtchens Galena regiert die Individualität. Kein Wunder, dass sich hier auch die LGBTIQ*-Community sichtlich wohlfühlt.

Sie sind die perfekten Gastgeber: Wer in Galenas historischem Aldrich

Guest House eine Übernachtung bucht, kann sicher sein, dass

es ihm an nichts fehlen wird. Dafür Sorge tragen Robert und Douglas

Mahan, die sich mit der Übernahme einen persönlichen Traum erfüllt

haben. Wo einst die US-Präsidenten Abraham Lincoln und Ulysses

S. Grant zu Besuch waren, empfängt das schwule Ehepaar heute

Gäste aus aller Welt. Mit viel Liebe zum Detail haben die beiden

das Haus aus dem Jahr 1845 restauriert und in ein modernes Bed

& Breakfast verwandelt, das die Bezeichnung

„Boutique“ wirklich verdient. Nach elf

Gastgeber

Robert und Douglas

FOTO: ALDRICHGUESTHOUSE.COM

Jahren in Chicago sehnten sich Robert

und Douglas nach etwas Ruhe

und fanden in Galena nicht nur

das perfekte Idyll, sondern

zugleich das passende

Objekt für ihr gemeinsames

Projekt. Inzwischen gehört

das Aldrich Guest

House zu den 15 besten

Bed & Breakfasts der

USA, das täglich frisch

zubereitete Frühstück

schaffte es sogar auf

Platz zwei eines nationalen

Frühstückwettbewerbs.

„GAYLINA“

Mit seinen gut 3.500 Einwohnern hat sich

Galena innerhalb der LGBTIQ*-Community einen

Namen als liberaler Urlaubsort („Gaylina“) gemacht. „Unser Schwulsein

ist hier überhaupt kein Thema“, so Robert und Douglas, die 2014 hierherzogen.

„Seit Jahrzehnten herrscht hier eine Kultur der Akzeptanz

und Gleichheit.“ Bereits in den 1940er-Jahren, als sich Galena zu einer

Art Künstlerkolonie entwickelte, herrschte hier ein freier und offener

Geist, unter dem sich auch Schwule und Lesben besonders wohlfühlten.

Dabei gibt es in Galena keine eigene Szenebar, was Robert und

Douglas sogar als Vorteil empfinden. „Wir brauchen keine separaten

Locations, denn jeder ist hier überall willkommen. Unser Szeneviertel

ist die gesamte Stadt!“ Viele Unterkünfte, Restaurants und Geschäfte

werden von Mitgliedern der LGBTIQ*-Community geführt, und bei

einem Bummel entlang der Main Street kann man einige entdecken.

POPCORN & ABSINTH

An der etwa eine halbe Meile (0,8 Kilometer) langen Hauptstraße

finden sich keine der bekannten Marken wie Starbucks oder

McDonald’s – stattdessen gibt es Läden, an denen die Jahrzehnte

offenbar spurlos vorbeigegangen sind, etwa 130 insgesamt. Die

Great American Popcorn Company produziert in ihren Räumen über

fünfzig verschiedene Geschmackssorten – darunter auch Exotisches

wie Bacon & Cheddar oder Cherry Cheesecake. Andere Shops

haben sich auf Mode, Postkarten oder Kunsthandwerk spezialisiert.

Ebenfalls an der Main Street befindet sich der Showroom der Blaum

Bros. Distilling Company, die vor den Toren der Stadt hippe Gins,

Wodkas, Whiskeys sowie grünen Absinth brennt. Und auch das

Weingut Galena Cellars ist mit einem Laden, in dem man lokalen

Wein probieren kann, auf der Main Street vertreten.

KANU ODER SKI?

Außerhalb der Stadt kommen Naturfans auf ihre Kosten. Neben

Spaziergängen durch den Ort empfehlen Douglas und Robert

beispielsweise Kanufahrten auf dem Galena River oder einen Ausflug

auf den etwa 45 Minuten entfernten Chestnut Mountain. „Im Winter

kann man dort sogar Ski fahren, und rund um Weihnachten ist die

Hauptstraße mit ihrer Weihnachtsdekoration besonders stimmungsvoll“,

so Robert. *dax

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tun

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erfolgreichen Behandlung kannst du

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GESUNDHEIT

FOTO: RAWPIXEL.COM / FREEPIK

#SCHLAUZUHIV

Wie sorglos darf PrEP

machen, Herr Dr. Spinner?

FOTO: SYLVIA WILLAX, MÜNCHEN

Die Pille gegen HIV taugt zu

euphorischen Utopien von

einer neuen sexuellen Revolution

ohne Gewissensbisse nach dem

Gangbang im Berghain oder dem

spontanen Treff mit dem ROMEO-

Chat. Der Realitätscheck mit Dr.

Spinner vom „Klinikum rechts der

Isar der TU“ in München.

72 Prozent Rückgang der HIV-Diagnosen

bei MSM in Großbritannien.

Ist PrEP das Ende von HIV?

Ganz so einfach ist das nicht. Die Zahlen

aus London fokussieren im Wesentlichen

auf homo- und bisexuelle Männer. Ganz

grundsätzlich ist die PrEP aber, kombiniert

mit Schutz durch Therapie und vermehrte

Testen, ein wirksames Mittel vor allem

innerhalb der Hochrisikogruppen. Früher

wurde durchschnittlich etwa alle zwei Jahre

auf HIV getestet, heute sind es mit PrEP

alle drei Monate. Außerhalb der mehrheitlich

gut aufgeklärten Hochrisikogruppen –

insbesondere bei Männern, die sich nicht

als homo- oder bisexuell identifizieren, aber

dennoch Verkehr mit Männern haben, ist

die PrEP noch keine wirksame Lösung. Das

haben auch Studien gezeigt.

Welche Probleme können Sie im

Praxisalltag beobachten?

Zwei Dinge sind gefährlich: Einzelne

Nutzer verwenden die PrEP nach ganz

eigenem Schema, weder kontinuierlich

noch korrekt anlassbezogen, wie in den

Leitlinien empfohlen. Gelegentliche Nutzer

setzen sich einem großen Risiko aus, wenn

die Anwendung außerhalb der klinisch

geprüften Einnahmeschemata erfolgt:

Schließlich hängt die Schutzwirkung direkt

von der Richtigkeit der Einnahme ab. Die

meisten HIV-Neuinfektionen werden um

den Wiederbeginn oder das Absetzen der

PrEP gesehen. Es ist daher unveränderlich

wichtig, dass Nutzer regelmäßig zu einer

fachlich guten Beratung gehen. Das andere

große Problem schlägt auch in die Kerbe der

Information. Die Community hat in Foren

und Blogs im Internet zwar wichtige Aufklärungsarbeit

geleistet, aber es gibt auch

sehr viel unausgegorene und halbwahre

Informationen im Netz. Da kann unsere

Rolle als Behandler und Schwerpunktmediziner

nur sein, dass wir möglichst offen über

die korrekte Verwendung der PrEP aufklären.

Wichtig ist, dass jeder Nutzer eigenverantwortlich

mit der PrEP umzugehen lernt.

Verhindern können wir die beabsichtigte

oder unbeabsichtigte fehlerhafte Selbstmedikation

wohl leider nicht.

Was muss Ihrer Meinung nach getan

werden, um die Risiken anderer STI

zu minimieren?

Das ist schwer zu beantworten. Es gibt

mittlerweile die ersten Studien, die

ganz klar zeigen, dass nach Beginn der

PrEP die STI-Diagnosen (STI = Sexuell

übertagbare Krankheiten) im ersten Jahr

erheblich ansteigen. Man muss aber im

Hinterkopf behalten, dass das ja auch

einen Grund hat: Die Menschen sind auch

vor PrEP HIV-negativ geblieben, sie haben

ihr Risikoverhalten kompensiert: Zum

Beispiel durch Schutz durch Therapie des

Partners oder Kondome. Die Freiheit der

Sexualität durch PrEP hat zugenommen:

Es ist also unweigerlich, dass mit mehr

kondomloser Sexualität eine Erhöhung

der STI-Rate einhergehen kann. Noch

nicht ausreichend untersucht ist aber,

was in den folgenden Jahren passieren

wird. Bleibt es dabei? Bei unseren

Gebrauchern erleben wir tatsächlich

fast so etwas wie einen Rückgang der

STI-Inzidenz oder zumindest eine

Stabilisierung. Sie sehen ja auch die

Syphilis-Meldedaten für Deutschland: Im

ganzen Land steigt die Rate – für Berlin

und München sind die Daten erstmals

rückläufig. Der Zusammenhang zur PrEP

ist absolut spekulativ, aber selbst das

Robert Koch-Institut stellt ihn her.

*Interview: Christian Knuth

Das vollständige Interview findest du auf

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MUSIK

INTERVIEW

MIA.:

„Das Stück muss matchen!“

Fünf Jahre sind seit dem

letzten Album „Biste Mode“

schon wieder vergangen, in denen

sie nicht nur ihr 20-Jähriges gefeiert

haben, sondern auch wie wild

auf Tour waren. Kein Wunder, dass

MiA. nichts an Energie, Wildheit

und Spaß eingebüßt haben. Und

mit „Limbo“ zeigen sich die Berliner

musikalisch deshalb auch wieder

bereit, alles abzureißen, während

sie sich inhaltlich noch tiefer und

ganz neu mit sich und der Welt

beschäftigen – ohne das Konfetti

zu vergessen. Doch wenn sich eines

über all die Jahre nicht verändert

hat, dann die Bedeutung, die Mode

und Klamotten für Mieze und die

Songs der Band haben. Darüber

mussten wir uns mit ihr und Gunnar

auch mal in aller Ruhe unterhalten.

Im neuen Video „Limbo“ trägst du,

Mieze, wieder ein beeindruckendes

Stück Kleid, das dich, wie dann

klar wird, als Gitarre darstellt. Das

Visuelle bei dir flasht wieder

enorm …

Mieze: Bei mir ist es nach wie vor

so: Die Klamotte ist der verlängerte

visuelle Ausdruck vom Inhalt. Das

liebe ich! Wenn die Setlist steht,

komme ich mit einem Sack voll Klamotten

in den Proberaum und überlege: Zu dem

Lied muss die Glitzerjacke … zu dem die

Uniform. Da will ich es gerade – und da

super schräg. Bei dem muss es weiß sein,

aber hier völlig schwarz …

Als ob du eine Aufführung planen

würdest …

Mieze: Ja, das ist so!

Gunnar: Die Klamotte kommt unter

Umständen vielleicht sogar zuerst, weil sie

schon da ist. Da ist schon ein unerschöpfliches

Arsenal aus Möglichkeiten. Und wenn

dann ein Regisseur wie Arrigo Reuss auf

eine Idee kommt und fragt: „Könnte Mieze

auch aussehen wie eine Gitarre?“, ist das

überhaupt kein Problem, da schreibst du

Mieze genau so eine SMS und dann ist

das erledigt. Das ist halt geil. Das hat ein

Eigenleben. Ich finde es auch toll, dass das

Umziehen mittlerweile teilweise auf der

Bühne passiert, das hat so etwas extrem

Selbstbewusstes und Offenes. Obwohl du

dabei beobachtet wirst, aber sie macht

das einfach so, das gehört zu ihr und es

ist okay, dass man das sehen kann. Ganz

selbstverständlich.

Mieze: Ich habe auch schon über Stunden

an Sachen genäht, sie verändert und

gedacht: Das ist es, das passt – und dann

im Probenraum gemerkt, nein doch nicht,

das passt nicht. Es ist schräg, ich kann es

auch nicht genau erklären, aber die Sachen

sprechen zu mir und ihre Sprache ist sehr

eindeutig: was geht, was nicht und warum.

Es geht immer um Ausstrahlung und Haltung,

und das ist eine wahnsinnig wichtige

Ebene, finde ich.

Wo findest du all diese Teile? Ist in

Berlin wahrscheinlich kein Problem


Mieze: Wirklich überall. Auch wenn wir

auf Tour sind. Meine große Mission ist es

immer, vor dem Soundcheck in die Stadt

zu kommen – und dort passiert es einfach.

Und ob es nun jemand wie Anne Schmuhl

ist, die uns schon lange beim Merch

begleitet hat und die eine tolle Designerin

ist, oder Ricardo Steffen … Und es gibt in

Berlin einen Laden namens Star Styling,

da gehe ich auch gerne hin. Secondhand

ist ebenfalls immer eine Quelle, weil alles

so unique ist. Einer unserer Freunde hat so

einen Laden. Und ich mag es eben auch,

die Sachen noch zu verändern.

Gunnar: Ich glaube, wenn man in Miezes

Kopf reingucken könnte, würde man wohl

eine lange Kleiderstange sehen, und an

jedem einzelnen Stück sind Schilder dran

mit dazugehörigen Songs. Aber dann gibt

es noch welche, denen fehlt noch ein Lied.

Mieze: (lacht) Wirklich wahr ...

Gunnar: Und dieses Stück muss

dann auch noch matchen. Das

ist die Mission. (lacht)

*Interview: Christian

K. L. Fischer


MUSIK

FOTO: JOE TERMINI

POP

JUSTIN BIEBER:

neues Werk!

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Der Grammy-Award-Gewinner versüßt der Popwelt mit

seinem neuen Album „Changes“ den Frühling.

Seine erste Single erschien 2009: „One Time“. Kurz darauf

folgte mit „Baby“ der weltweite Durchbruch, inzwischen

hat der Sänger aus Kanada über 76 Millionen Follower auf

Facebook und viele, viele Hits gelandet. Der am 1. März

1994 geborene Pop- und R ’n’ B-Sänger ist längst mehr als

„nur“ ein Teenager-Idol, seine inzwischen reife und coole

Musik erfreut auch die queere Szene.

Und seine Optik mit all den Tätowierungen und (neuerdings)

Bärtchen auch! Gerade erschien sein aktuelles

Album „Changes“, das einen fetten Track an den anderen

reiht. Unsere Anspieltipps sind „Come Around Me“,

„Yummy“, „Intentions (feat. Quavo)“ sowie „Second Emotion

(feat. Travis Scott)“ und „Forever (feat. Post Malone &

Clever)“. Insgesamt ist „Changes“ ein grooviges, erwachsenes

und vor allem poppiges Album, das Justin Biebers

künstlerische Weiterentwicklung gut dokumentiert. Sehr

gut gemacht, Herr Bieber! *rä

Fun Fact: Im Jahr 2017 brach Biebers Welthit „Despacito

Remix“ sämtliche Streaming-Rekorde und wurde zum

meistgesehenen Video aller Zeiten. Ja, der Justin ging

mit „Despacito“ in die Chart-Geschichte ein. Hui!

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MUSIK

NACHGEFRAGT

ANNA

DEPENBUSCH

„Nur starke Gefühle“

Alles hätte schiefgehen

können! Einfach nur, weil eines

ihrer zauberhaften neuen Lieder das

Publikum fast zum Lachen brachte.

Gott sei Dank konnten sich alle noch

zusammenreißen – denn auch nur

ein Laut hätte die Aufnahme ruiniert.

Doch genau dieses Risiko wollte

Anna Depenbusch mit ihrem neuen

Album „Echtzeit“ eingehen: Sie wollte

jeweils eine Seite einer Schallplatte,

alle Lieder in einem Rutsch und ohne

Pause aufnehmen – in Echtzeit eben.

Jeweils zwei Mal spielte sie die A- und

B-Seiten ein, und am nächsten Tag

ist Anna glücklich über das Ergebnis,

aber noch immer ganz durch den

Wind von der Erfahrung.

Es sich so schwer zu machen, das

war also wirklich deine Idee?

(lacht) Ja, ich wollte das so. Ich habe schon

ein paar Alben gemacht und ich merke

immer, dass sich die Lieder live für mich

besser anfühlen. Aber ich wollte keinen

Konzertmitschnitt machen – ich wollte

eine Studioaufnahme, die trotzdem dieses

Adrenalin hat.

Es ging also darum, dass du so viele

Lieder mit so unterschiedlichen

Emotionen am Stück

aufnimmst? Du hättest

ja trotzdem jeden Song als einzelnes

Take machen können …

Ich fand diese Lebendigkeit so spannend.

Aber natürlich ist es anders als ein Konzert,

wo du den Moment des Applauses hast, in

dem der Druck abfallen kann. Das fehlte

wirklich, und das war auch für mich neu.

Warum hast du dich nur für ein

Klavier entschieden und keine

weitere Begleitung?

Weil ich dann so unglaublich frei bin. Was

mir Spaß macht! Dass ich allein so ganz in

die Emotion hineinschwelgen kann.

Die Aufnahmen an sich waren ja

schon ein spannendes Unterfangen.

Doch warum hast du dir noch ein kleines

Publikum ins Studio eingeladen,

das ja ein weiteres Risiko darstellt?

Die Leute hätten eine Erkältung

haben können – oder sie hätten eben

vielleicht wirklich losgelacht …

Ich wollte doch jemanden da haben, für

den ich das mache! Einer der Gäste ist

sogar nicht gekommen, weil er wirklich

sehr erkältet war, der hat sich nicht

getraut. (lacht) Und ich fand es schön,

dass ihr als Publikum dabei wart und

auch erleben konntet, wie sich so eine

Aufnahme wirklich anfühlt.

Normalerweise dauert die Arbeit

im Studio ja sehr lange. Ich nehme

an, so schnell hast du noch nie ein

Album eingespielt. Willst du das

jetzt immer so machen?

(lacht) Ich weiß nicht. Es macht total Spaß,

das so durchzuziehen, aber man kann es

gar nicht mit einer normalen Aufnahme

vergleichen. In einer normalen Produktion

bist du wie ein Maler, man kreiert, ergänzt,

Spur um Spur wird wie Schicht um Schicht

aufgetragen. Beides hat seine eigene Ästhetik.

Ich finde einen kleinen Minimalismus

jedoch gerade ganz zeitgemäß – ohne dass

das Prächtige fehlt: Gefühle sind das Prächtigste,

was wir haben, deswegen braucht

man gar nicht so viel. Nur starke Gefühle.

Dazu passt dann auch das Risiko der

möglichen Fehler – sonst hättest du ja

gleich wie immer aufnehmen können.

Total! Das soll die Stärke dieser Aufnahme

sein. Ich habe manchmal das Gefühl, dass

die Leute nicht mehr unterscheiden können,

was Wirklichkeit ist und was nicht, ob bei

Fake News oder der Frage, ob ein Foto

bearbeitet wurde. Realitäten verschwimmen.

Es gibt ja sogar einen Trend bei Künstlern, die

sagen, da müssen Fehler rein. Und ich glaube,

dass uns das guttut – wieder mehr Kanten

zu sehen. Ich würde es dann auch gar nicht

mehr Fehler nennen, das ist Lebendigkeit,

das sind einfach Augenblicke. Es werden so

viele Dinge für die Ewigkeit und das Archiv

gemacht, für eine perfekte Biografie. Aber

das Leben ist wirklich anders …

Und in deinen Liedern geht es ja um

das Unperfekte im Leben.

Auf jeden Fall. Und das ist absolut

erzählenswert!

*Interview: Christian K. L. Fischer


TIPP

EDEN mischt Dance,

Folk und Elektro

Schlagartig bekannt wurde der Ire EDEN, der bürgerlich

übrigens Jonathon Ng heißt, mit der 2016 veröffentlichten

EP „I Think You Think Too Much of Me“, auf der er seinen

mit Gitarren- und Indie-Elementen durchzogenen Electro-

Sound präsentierte. 2020 meldet er sich nach erfolgreichen

Veröffentlichungen wie „Vertigo“ musikalisch zurück. Der

1995 Geborene bekam schon als Siebenjähriger Geigenunterricht

in seiner Heimatstadt Dublin und brachte sich wenig

später auch Klavier und Gitarre

selbst bei. „Entweder Astronaut

oder Musiker“ – so lauteten seine

Berufswünsche, „nur war das mit

der Musik dann doch irgendwie

realistischer“. In der Tat: Nach

ersten Bandexperimenten als

Teenager, landete er bei elektronischen

Tools und versuchte sich

als Bedroom-Producer, zunächst

noch unter dem Namen The

Eden Project. Jetzt erscheint

sein neues Album „No Future“,

unser Anspieltipp ist darauf „Love,

Death, Distraction“.

MUSIK

FOTO: D. ESCRIVA

SOUL

Martha Wash: „Love & Conflict“

Eines der originalen Weather Girls veröffentlichte

ein neues Album.

Es ist erst ihr drittes Album! Denn: Seit

den 1970ern arbeitete Martha vor allem als

Sängerin in Bands oder für Dance-Projekte

wie Black Box (für die Italiener sang sie

unter anderem die Top-10-Hits „Strike It

Up“ und „Everybody Everybody“) und C +

C Music Factory („Gonna Make You Sweat

(Everybody Dance Now)“ ist einer DER Hits

der 1990er, Martha war im Video aber nicht

zu sehen (auch nicht bei Black Box)). Mit

„Love & Conflict“ erschien nun ein Album,

das durch und durch Martha Wash ist. Die

Soul-House-Diva bietet hierauf Pop, Blues

und auch Jazz, alles perfekt produziert und

vor allem mit viel Herz und Wucht eingesungen.

Unser Anspieltipp ist der US-Hit

„Never Enough Money“. Fun Fact: Martha war

einst Backgroundsängerin bei Disco-Stern

Sylvester. *rä

DAS DEBÜTALBUM

AB 6. MÄRZ

Tourdaten:

26/10 Oberhausen - König Pilsener Arena

28/10 München - Zenith

29/10 Stuttgart - Porsche Arena

31/10 Hannover - Swiss Life

02/11 Frankfurt - Jahrhunderthalle

Inkl. Features mit Troye Sivan, Anne-Marie, BTS, LANY & Alessia Cara


MUSIK

COMEBACK

MARLA

GLEN

„Ich kann das jetzt

wieder genießen“

FOTO: ROMAN BARGEZI

Jemand wie Marla Glen

entschuldigt sich nicht für

sich selbst, auch wenn so manchen

Spießer diese unbändige Energie

und übergroße Persönlichkeit einschüchtern.

„Ich kam genau so aus

der Vagina meiner Mutter – inklusive

Nadelstreifenanzug“, lacht Marla

laut und macht die Hebamme nach:

„,Oh, Moment, da kommt ja noch der

Hut!‘“ Ihr neues Album „Unexpected“

zeugt von dieser Wahnsinnspower:

Hier verbindet sich R ’n’ B mit Soul

und Funk, es gibt Reggae mit Ska,

Bluegrass und geradlinigen Rock,

alles mit voller Kraft und mit großer

Band rausgehauen – Entschleunigung

oder gar Balladen sind was für junge

Leute. Alles andere wäre auch eine

Verschwendung dieser einmaligen

Reibeisenstimme gewesen.

Das neue Album kommt dabei wirklich

„unerwartet“, nach all den Jahren ohne

Veröffentlichung. Diese Musik hat viel

mit einer endlich gewonnenen Freiheit zu

tun, denn die letzten beiden Jahrzehnte

waren vor allem dem Kampf gegen das

Musikbusiness gewidmet. Diese Schlachten

hatten ganz profunde Auswirkungen. „Ich

bin viel umgezogen wegen all der Probleme

mit den gierigen Menschen. Ich war immer

wieder in Situationen, in denen ich aus

meinen Wohnungen gekickt wurde. Ich war

nur am Überleben letztlich und wusste oft

nicht mal, wie ich meine Miete bezahlen

sollte oder wo meine Briefe ankommen

würden“, erklärt Marla ganz offen. „Doch ich

wollte wissen, wo mein Geld ist!“ Trotz ihrer

großen Erfolge in den 90ern kam aufgrund

bestimmter Verträge nichts von den

Einnahmen bei Marla an. Aber trotzdem:

„Ich habe immer geschrieben, immer gearbeitet.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich

einfach weitergegangen bin. Nichts kann

mich stoppen, zumindest keine gierigen

Menschen!“

Trotz dieser Tiefen kam und kommt das

Schreiben ganz selbstverständlich, seit

Jahren liegen viele fertige Lieder auf

dem Regal und warten nur darauf,

umgesetzt zu werden.

„Unexpected“ soll da nur

der Anfang sein. „Ich habe

mehr Alben in mir, die

herauskommen werden.

Ich kann das jetzt wieder

genießen.“ Die Inspiration

kommt nämlich in jeder

Lebenssituation. „Stell dir

vor, du und ich sitzen an der

Bar und trinken Bier. Plötzlich

sehe ich etwas – und

dann mache ich schon mein

große Klappe auf!“, lacht

Marla und macht klar, wie

sehr die Storys der Lieder

aus dem Leben gegriffen

sind.

Und was für ein Leben das

ist! Im Alter von fünf Jahren

bekam Marla auf einer Geburtstagsparty

eine Spielzeugmundharmonika geschenkt

– von Muddy Waters persönlich, denn

Marlas Mutter war mit der Frau von Muddy

befreundet. Aber auch B.B. King und Quincy

Jones lebten in dieser Nachbarschaft, so

als wollte das Leben damals schon sagen,

dass es gar keinen anderen Weg als den in

die Musik gibt. Später lernte Marla dann

auch Nina Simone kennen und arbeitete

als Assistenz für die Legende, doch damals

hatte die eigene Karriere von Marla bereits

begonnen. Über viele Reisen und Bühnen

führte der Weg dann nach Frankreich, wo

man Marla endlicah entdeckte. Bald danach

gab es den großen Plattenvertrag mit

einem Major-Label, der sich erst

als Segen und später als ein Fluch

herausstellen sollte. Dass die Alben

Platin und Gold erhielten, nutzt

Marla heute wenig, dafür aber

umso mehr die Lieder, die auf

„This Is Marla Glen“ (1993)

oder „Love And Respect“

(1995) erschienen, vor allem

der Song, der Marla berühmt

gemacht hat: „Believer“.

Denn seinetwegen

kamen die treuen

Fans, die in all den

Jahren der Krise die

Konzerte füllten –

und die auch auf der

neuen Tour wieder

da sein werden.

Und das kommt

ausnahmsweise

ganz und gar nicht

unerwartet. *fis

FOTO: JAN KOHLRUSCH


TOUR

HANS

ZIMMER

LIVE

Der Oscar-Prämierte schuf einige der

bekanntesten und einflussreichsten

Filmmusiken unserer Zeit („Wonder

Woman“, „Gladiator“ ...). Jetzt kommt er

auf Tour. Anstelle von auf Leinwand projizierten

Filmszenen steht Zimmer als

Musiker und Gastgeber neben Orchester,

Chor und Band im Mittelpunkt und

ermöglicht den Zuhörern, voll und ganz

in seine bekanntesten Filmsoundtracks

einzutauchen.

www.semmel.de

FOTO: DITA-VOLLMOND

MUSIK

POP

ILIRA „Royalty“

Die Sängerin, die unter anderem als

Stimme von Alle Farben zu Hitehren

kam, präsentierte unlängst ihre

Single „Royalty“. Die Künstlerin ist

der beste Beweis, dass Diven nicht

alt und anstrengend sein müssen.

Nein, ILIRA ist optisch und von der

gewählten Inszenierung ihrer Kunst

eine waschechte Diva – aber ohne

nervige Allüren. Das Voguing-Video

unterstreicht den Text des neuen

Lieds: „Es ist ein Aufruf an alle (...),

sich Respekt zu verschaffen, sich

nicht unter Wert zu verkaufen

und sich das zu nehmen, was wir

verdienen: das Beste!“ *rä

FOTO: EVA ZOCHER

ROCK

Neu arrangiert

und live

WIRTZ präsentieren mit „UNPLUGGED II“

den Nachfolger des überaus erfolgreichen

Stromlosalbums von 2014. „Wir hatten alle

das Gefühl, dass wir unbedingt noch ein

Unplugged machen müssen“, hieß es aus

dem WIRTZ-Lager 2019. War es bei der

Erstauflage noch ein Wagnis, ein gemeinsames

Ausprobieren, ob das Werk des erfolgreichen

Rockers auch fragil mit Streicherquartett und

Pianobegleitung funktioniert, wird es diesmal

eine Fahrt in bekanntes Terrain. Aktuelle Tourdaten

für u. a. Köln, Hamburg und Hannover

hier: www.eventim.de.

FOTO: M. RÄDEL

DAS NEUE ALBUM AB 27.03.20!

Limbo Tour 2020

FRÜHJAHR

30.04.20 - NEURUPPIN - KULTURKIRCHE

01.05.20 - BREMEN - TIVOLI

02.05.20 - DÜSSELDORF - ZAKK

08.05.20 - ZWICKAU - ALTER GASOMETER

09.05.20 - ROSTOCK - M.A.U. CLUB

10.05.20 - MANNHEIM - ALTE FEUERWACHE

14.05.20 - KOBLENZ - KUPPELSAAL / FESTUNG EHRENBREITSTEIN

15.05.20 - MAINZ - KUZ

16.05.20 - FRIEDRICHSHAFEN - CASERNE

21.05.20 - NÜRNBERG - HIRSCH

22.05.20 - ERFURT - HSD

23.05.20 - POTSDAM - LINDENPARK

HERBST

12.11.20 - FRANKFURT - BATSCHKAPP

13.11.20 - HAMBURG - MARKTHALLE

14.11.20 - LEIPZIG - TÄUBCHENTHAL

19.11.20 - INGOLSTADT - EVENTHALLE WESTPARK

20.11.20 - BASEL - PARTERRE

21.11.20 - ZÜRICH - MOODS

27.11.20 - KÖLN - CARLSWERK

28.11.20 - HANNOVER - MUSIKZENTRUM

29.11.20 - OBERHAUSEN - TURBINENHALLE

03.12.20 - WIEN - WUK

04.12.20 - MÜNCHEN - BACKSTAGE

05.12.20 - KAISERSLAUTERN - KAMMGARN

10.12.20 - STUTTGART - IM WIZEMANN

11.12.20 - MAGDEBURG - FACTORY

12.12.20 - BERLIN - HUXLEYS NEUE WELT

TICKETS.MIAROCKT.DE UND AN ALLEN BEKANNTEN VVK-STELLEN


MUSIK

NACHGEFRAGT

LAUV:

„Meine Karriere hätte mich

fast aufgefressen“

„~how i'm feeling~“ heißt Lauvs

neues Album. Darauf gibt der

kalifornische Pop-Prinz ausführlich und

facettenreich Auskunft über seine emotionale

Befindlichkeit.

Als Lauv, eigentlich heißt er Ari Leff, mit

dem Songschreiben für sein erstes eigenes

Album begann (das 2018 erschienene „I

Met You When I Was 18“ mit dem Megahit

„I Like Me Better“ drauf gilt nach seiner

eigenen Definition als „Playlist“), war er

am Tiefpunkt seines bisherigen Lebens

angekommen. Die Kurzzeitfreundin,

Pop-Singer-Songwriterin Julia Michaels,

nach wenigen Monaten schon wieder

weg, hockte Lauv allein und antriebslos

in seinem Haus in Los Angeles und litt.

„Ich lebte praktisch nur noch online“, sagt

der 25-jährige Sohn einer in der HIV-

Forschung tätigen Medizinerin, der in San

Francisco zur Welt kam, später in Atlanta

lebte und in New York Musiktechnologie

studierte, bevor er nach LA zog. „Ich war

einsam und fing ein bisschen an, den

Bezug zur wirklichen Welt sowie den

Kontakt zu meinen Freunden zu verlieren.

Stattdessen war ich schrecklich besessen

davon, was andere Leute über mich im

Internet schrieben. Meine Karriere, die

mich so schnell nach

vorne katapultiert

hatte, stresste mich

und hätte mich fast

aufgefressen.“ Lauv

machte zweierlei: Er

schrieb mit dem sehr

offenherzigen „Drugs &

The Internet“ (das nun

auch „~how i'm feeling~“

eröffnet) das

erste neue Lied nach

Monaten. Und er ging

endlich zum Arzt. „Als

ich die Diagnose bekam, an Depressionen

und einer Angststörung zu leiden, war

das weniger ein Schock als vielmehr

eine Befreiung. Ich bekam Medikamente

verschrieben, gegen die ich mich erst

sträubte, doch bald spürte ich, wie sehr die

Tabletten meinen Zustand verbesserten.“

Lauv konnte sich nun wieder auf das

konzentrieren, was er eigentlich am

meisten liebte: seine Musik. Ursprünglich

FOTO: CHRIS NOLTEHUHLMANN

hatte er geplant, eine Komponistenkarriere

im Hintergrund zu starten – er schrieb beispielsweise

einen Song für Charli XCX und

auch einen für Céline Dion –, doch dann

veröffentlichte er während des Studiums

ein Stück im Netz und dann noch eins und

dann noch eins … „Plötzlich erkannte ich,

was da möglich ist. Es war der Wahnsinn.“

Auf dem Rücken von „I Like Me Better“

tourte er um die Welt, und Ed Sheeran

lud ihn sogar ein, seine Stadionkonzerte

zu eröffnen. „Die Tour mit Ed war nicht

so beängstigend, wie ich es befürchtet

hatte, sie war sogar richtig toll, und Ed ist

sowieso der süßeste und liebste Kerl, den

es gibt. Wir haben ein bisschen zusammen

geschrieben, und ich habe von ihm lernen

können, was es heißt, schnell und effizient

zu arbeiten.“

Und so versammelt Lauv nun neben „Drugs

& The Internet“ noch zwanzig weitere Lieder

auf „~how i'm feeling~“. Sie lassen sich

kaum über einen Kamm scheren. Stilistisch

dominiert melancholischer Synthiepop,

doch es gibt immer wieder Ausreißer.

„Dieses Album beinhaltet wirklich alles“,

so Lauv. „Darunter einen Song über meine

Lieblingsbar, einen über meine Mutter und

einen über meinen Hund.“ Der heißt Billy

und kam zu Lauv, als sein Zustand sich zu

bessern begann. „Ich wollte schon lange

einen Gefährten, hatte aber auch Angst vor

der Verantwortung. Billy ist ein Zwergspitz,

der denkt, er sei ein großer Hund. Er ist für

mich eine sehr wichtige emotionale Unterstützung.“

Zu den Höhepunkten auf der

Platte zählen natürlich auch Lauvs diverse

Duette, darunter das mit Kumpel Troye

Sivan („I’m So Tired“), „Fuck I’m Lonely“ mit

Anne-Marie und „Who“, eine Zusammenarbeit

mit BTS. Dass es im südkoreanischen

K-Pop, deren erfolgreichste Vertreter die

Boys von BTS sind, zuletzt eine Reihe von

Suiziden gab, bringt uns

schließlich noch mal

auf das Anfangsthema

zurück. „Ich finde es

extrem wichtig und

potenziell lebensrettend,

dass Musiker seit

einiger Zeit viel offener

über Depressionen und

psychische Krankheiten

sprechen. So viele

Leute kämpfen mit

Ängsten oder Depressionen,

oft auf noch

weit schlimmere Weise als ich, und je mehr

Menschen in der Öffentlichkeit darüber

reden, desto mehr hilft das den anderen

Betroffenen.“ Lauvs Regel Nummer eins:

genug Schlaf. „Ich bin oft überdreht und

komme oft schlecht zur Ruhe. Aber alle

paar Nächte verabrede ich mich zu einem

richtigen Date mit meinem Bett.“

*Interview: Steffen Rüth


MUSIK

TIPP

Dardust

„S.A.D. Storm and Drugs“

„Ich übte unfassbar viel am Piano, hauptsächlich

klassische Stücke, danach viel von David Bowie,

und überlegte, wie ich all die Sounds in meinem Kopf

miteinander in Verbindung bringen soll.“

„S.A.D. Storm and Drugs“ – so der Titel des

neuen Albums des italienischen Multitalents.

Mit einem klassisch anmutenden

Pianopart beginnt hier Dardust. Dies

als eine Referenz auf den Beginn

seiner Karriere zu sehen, liegt nahe.

Studiert hat er klassisches Klavier, und

schon damals vermittelte ihm seine

Lehrerin, nur nicht in Genregrenzen

zu denken. Der Opener „Sublime“

eröffnet viele Facetten, zumal er

Widersprüche widerspruchslos

zusammenbringt. Und das zeigt

eine von Dardusts Besonderheiten:

Die Songs sind nicht

allein ein Beweis für seine

Fähigkeiten als Produzent,

sie sind Belege seines

Arrangement vermögens.

„Die Chance viele Orte in

Europa zu besuchen, hatte

zur Folge, dass ich meine

Musik mit der Atmosphäre

der Städte verbinden

wollte. Ich wollte Musik

erschaffen, die man nicht

nur hören, sondern vor

allem auch vor seinem

inneren Auge sehen konnte.“

FOTO: EMILIO TINI

FOTO: ROGER RICH

SOLO

HAUSER

„Classic“

Mit 2Cellos wurde er zum

Stern, jetzt legt er solo los.

„‚Classic‘ besticht durch

größtmögliche Schlichtheit“,

betont HAUSER. „Das Album

präsentiert eine Auswahl

der schönsten und romantischsten

Klassikmelodien,

geschrieben von den größten

Komponisten, auf dem Cello

gespielt, einem der schönsten

und romantischsten

Instrumente.“ Begleitet wird

HAUSER vom renommierten

London Symphony Orchestra.

Die Arrangements stammen

von Robin Smith, der bereits

mit Cher, Andrea Bocelli und

Lionel Richie gearbeitet hat.

Produziert wurde „Classic“

von Nick Patrick, zu dessen

umfangreichem Schaffen

Aufnahmen mit Superstars

wie Jonas Kaufmann, Hans

Zimmer oder Katherine

Jenkins gehören. Jedes

einzelne Stück auf seinem

Solo-Debüt liegt dem 33-Jährigen

schon seit langer Zeit am

Herzen – auch die Musik von

Wolfgang Amadeus Mozart.

ROCK

TwoPlusFour „Con Calma“

Musiker mit klassischen

Instrumenten, die ihre eigene

Rockband gegründet haben, um das

Cross-over-Genre aufzumischen.

Mit Violine, Bratsche, zwei Celli,

Piano und Drums verpasst die

Band um Cellist Gereon Theis und

Bratschist Coen Strouken jedem

Song ihre eigene Prägung und rockt

mit 1990er-Klassikern wie „You Get

What You Give“ oder „Right Here

Right Now“ genauso wie mit aktuellen

Songs von Billie Eilish („Lovely“),

Sia („Chandelier“) oder Maroon 5

(„Moves Like Jagger“). Der völlig

neue Sound der Band kombiniert

sphärische Streicherflächen mit

Drum-Beats und virtuosen Solo-

Linien. Bombastisch oder verträumt,

teuflisch schnell oder emotional

andächtig – scheinbar mühelos geht

es für die Jungs mit ansteckender

Spielfreude und virtuoser Leichtigkeit

durch noch so schwierige

und kontrastreiche musikalische

Passagen. Handgemachtes Entertainment

der höchsten Spielklasse

mit Humor und Anspruch. Mit

ihrer Debütsingle nimmt die Band

die „Con Calma“-Challenge von

Daddy Yankee und Snow an und

überträgt den Sommerhit auf ihr

Instrumentarium in einem Video mit

einem Breakdancer der „Battle of

the Year“-Gewinner Saxonz.


FILM

INTERVIEW

KELVIN HARRISON JR.

„Diese Arroganz und das Gefühl, einfach alles sagen zu

können, was du willst“

Dass Kelvin Harrison Jr.

derzeit einer der absoluten

Shootingstars der Film- und

Fernsehbranche ist, hat man

hierzulande noch nicht wirklich

mitbekommen. Viele Filme, in denen

er zuletzt zu sehen war (darunter

„Luce“ mit Octavia Spencer

und Naomi Watts, „JT LeRoy“ mit

Laura Dern und Kristen Stewart

oder „The Wolf Hour“), kamen nie

in die deutschen Kinos, und seine

Serie „Godfather of Harlem“ mit

Forest Whitaker läuft versteckt

auf MagentaTV. Doch das ändert

sich nun endlich. In dem beeindruckenden

Drama „Waves“

(Kinostart: 19.3.) ist der 25-Jährige

endlich mal auf deutschen

Leinwänden zu sehen. Und im Juni

folgt mit „The Photograph“ schon

der nächste Film.

Kelvin, „Waves“ erzählt die dramatische

Geschichte eines jungen

Mannes und seiner Familie. Stimmt

es, dass Ihr Regisseur und guter

Freund Trey Edward Shults auch

Elemente Ihres Lebens ins Drehbuch

eingebaut hat?

Ja, wobei er das sehr behutsam getan hat.

Zu keinem Zeitpunkt habe ich den Film

gesehen und gedacht, dass es da um mich

geht. Dass er ein paar Aspekte beinhaltete,

die ich in meinem eigenen Leben durchgemacht

habe, hat mich nicht verunsichert

oder so. Eine echte Herausforderung für

mich war es eher, dass ich so offenherzig

und verletzlich wie nie zuvor vor der

Kamera sein musste. Diese emotionale

Achterbahnfahrt zu verkörpern, war echt

krass.

Der von Ihnen gespielte Tyler ist

ein Star in der Ringermannschaft

seiner Highschool. Haben Sie die

Sportlichkeit mit ihm gemein?

Kein bisschen. So wenig sogar, dass Trey

anfangs nicht sicher war, ob die Rolle überhaupt

etwas für mich ist. Wahrscheinlich

erinnerte er sich noch zu gut an unseren

ersten gemeinsamen Film, bei dem ich

selbst beim Holzhacken versagte. (lacht)

Nicht einmal rennen kann ich besonders

gut. Aber gerade auf diese körperliche

Herausforderung hatte ich Bock. Ich

fand es richtig spannend, so intensiv zu

trainieren, dass sich mein Körper so sehr

veränderte, dass ich mich im Spiegel kaum

wiedererkannte. Ich wog fast 25 Kilo mehr

und bewegte mich ganz anders! Und

psychologisch habe ich dadurch auch ganz

neue Erkenntnisse gewonnen.

Nämlich welche?

Einerseits konnte ich plötzlich dieses

Selbstbewusstsein nachvollziehen, das

Typen wie Tyler ausstrahlen. Diese Arroganz

und das Gefühl, einfach alles sagen

zu können, was du willst. Und andererseits

merkte ich gleichzeitig, dass die Kraft

und Körperlichkeit natürlich nur etwas

Äußerliches sind. Eine Hülle, in der es dir

trotzdem schlecht gehen kann. Außerdem

waren die drei Monate Training eine

heftige Erfahrung. Der Trainer motivierte

mich beim Ringen mit Sprüchen wie „Sei

fies!“ oder „Tu ihm weh!“. Diese toxische

Mentalität hat mich erschreckt, weil sie

mit meiner eigenen Persönlichkeit so gar

nichts zu tun hat. Beigebracht zu bekommen,

dass man egoistisch sein muss und

an sein Gegenüber keinen Gedanken

zu verschwenden hat, empfinde ich als

unglaublich gefährlich.


FILM

Manche Schauspieler, die sich für

eine Rolle Muskeln antrainieren,

finden dann Gefallen daran und

bleiben dabei ...

Ich sicherlich nicht. Es kam gar nicht

infrage, denn direkt im Anschluss an die

Dreharbeiten musste ich mich auf meine

nächste Rolle vorbereiten, in der Fernsehserie

„Godfather of Harlem“. Da musste

ich wieder schlaksiger aussehen, und

fürs Training wäre eh kaum Zeit gewesen.

Aber ich hätte es auch nicht gewollt. Ich

mochte meinen Körper gar nicht mehr

sehen, weil er mich so sehr an Tyler und

seine Qualen erinnerte. Ein Jahr lang fing

ich manchmal aus heiterem Himmel an zu

weinen, weil mich wieder die Erfahrungen

meiner Figur überkamen. Mir war noch nie

etwas so nahegegangen … was für mich

dann tatsächlich der Anlass war, mir einen

Therapeuten zu suchen.

Lassen Sie uns ein bisschen über das

schwierige Vater-Sohn-Verhältnis im

Film sprechen. Haben Sie sich darin

wiedererkannt?

Zumindest hat mein Vater immer

versucht, mich zu Höchstleistungen

anzutreiben. Da fielen gerne mal Sätze

wie: „Willst du dich von den anderen

Kindern etwa bloßstellen lassen?“ So

etwas prägt einen als Kind natürlich,

denn wer will das schon? Und gerade

als Afroamerikaner sind wir es gewohnt,

gesagt zu bekommen, dass wir die Besten

sein müssen, um überhaupt zum Zuge zu

kommen. Aber heute habe ich für mich

erkannt, dass diese Konkurrenzmentalität

nichts für mich ist. Zu gewinnen bedeutet

mir nichts.

Und wie ist das Verhältnis zu Ihrem

Vater?

Er ist ein wunderbarer Mensch. Und meine

beiden jüngeren Schwestern haben ihn

verändert. Auch dank ihnen habe ich heute

ein besseres Verhältnis zu ihm als früher,

weil er emotional viel offener ist. Heute

weiß ich, wie viel ich ihm bedeute. Als er

„Waves“ gesehen hat, sagte er über den

Vater im Film sofort: „Das bin nicht ich.“

Womit er sicherlich meinte: „Mit mir heute

hat dieser Mann nichts gemein.“ Und das

würde ich auf jeden Fall unterschreiben.

Inwieweit hat die Erziehung Ihres

Vaters heute noch Einfluss auf Sie?

Ich habe von ihm gelernt, Sachen

durchzuziehen, mich bei Schwierigkeiten

durchzubeißen. Das hat mir sicherlich

geholfen und mich stärker gemacht. Aber

ich würde trotzdem nicht denken, dass die

Schmerzen, die damit einhergingen, nötig

gewesen wären. Der wichtigste

Moment in meinem Leben

war sicherlich der,

an dem ich aktiv

beschlossen habe,

dass ich nicht

der Vorstellung

entsprechen

muss, die meine

Eltern von mir

haben. Einfach

nur ich selbst

zu sein, das steht

seither für mich an

oberster Stelle.

Sie haben auch beruflich Ihr eigenes

Ding gemacht und sind nicht in die

Fußstapfen Ihrer Eltern getreten, die

beide Musiker sind ...

Ich bin natürlich mit Musik aufgewachsen,

spiele Klavier, Trompete und singe.

Aber gerade weil die Musik als Beruf

so omnipräsent bei uns war, ging mir

irgendwann die echte Leidenschaft dafür

verloren. Das wurde eher eine technische

als eine Herzensangelegenheit. Und wenn

ich Trompete spielte, wusste ich nicht

mehr, ob die Musik eigentlich wirklich aus

meinem Herzen kommt oder ich doch nur

meinen Vater kopiere.

Stieß es auf Begeisterung, als Sie

sich dann für die Schauspielerei

entschieden haben?

Anfangs nicht. Sie verstanden nicht, dass

ich mich für etwas entschied, wozu sie keinen

Bezug hatten und wo sie mir nicht helfen

konnten. Was ich verstanden habe, mich

aber natürlich nicht umstimmen konnte.

Als ich dann tatsächlich bezahlte Jobs

bekam, stimmte sie das langsam um. Vor

allem, als ich mit Menschen vor der Kamera

stand, die in ihren Augen Berühmtheiten

waren. Natürlich hätte ich mich gefreut, sie

hätten mich von Anfang an bedingungslos

unterstützt, aber ich habe auch verstanden,

dass sie sich Sorgen machten. Inzwischen

vertrauen sie mir immerhin und wissen, dass

ich meiner Berufung folge. Das ist das

Entscheidende.

Zu Ihren ersten wichtigen

Jobs gehörten

diverse Nebenrollen in

Historiendramen wie

„12 Years a Slave“,

„Birth of a Nation“

oder „Mudbound“.

Haben Sie sich diese

gewichtigen Stoffe

bewusst ausgesucht?

Das war eher Zufall und hatte

natürlich auch damit zu tun, was

überhaupt gedreht wurde. Ein paar Jahre

lang gab es einfach wieder viele Filme

über die US-amerikanische Geschichte.

Aber ich selbst habe schon manchmal

gescherzt, dass ich wohl versucht habe, ins

Guinness-Buch der Rekorde zu kommen,

für die meisten Sklavenrollen. Im Rückblick

macht das allerdings durchaus auch Sinn.

Vielleicht bildeten die Filme rund ums

Thema Sklaverei quasi das Fundament für

die Rollen, die ich zuletzt in „Luce“ oder

eben „Waves“ gespielt habe – und die vom

Schwarzsein im heutigen Amerika erzählen.

*Interview: Jonathan Fink


FILM

VERLOSUNG

„NUREJEW –

THE WHITE CROW“

Der Film beeindruckte

2019 weltweit. Wir

verlosen einige DVDs über

die Geschichte der sowjetischen

Ballettlegende.

Rudolf Nurejew (17. März

1938 – 6. Januar 1993),

der während des Kalten

Kriegs in Frankreich Asyl

beantragte, ist eine der

ganz großen Legenden

der Tanz- und Ballettwelt.

International gerühmt für seine Kunst

und seine Disziplin, begehrt von Mann

und Frau, immer beobachtet vom

Geheimdienst der Sowjetunion. Für

nicht wenige einer der ersten erkennbaren

Queers des 20. Jahrhunderts.

Der Film von Regisseur Ralph Fiennes

besticht durch seine kunstvolle und

spannende Umsetzung dieser wahren

und aufregenden Geschichte. Rudolf

Nurejew wird vom Ukrainer Oleg

Ivenko gespielt, selbst ein Weltklasse-

Balletttänzer. *rä

www.männer.media/gewinne

FOTO: ALAMODE FILM

VERLOSUNG

Die erste Liebe, der erste Kummer

Nicht jeder hat das Glück, in einer

aufgeklärten und toleranten Stadt

aufzuwachsen. Wer sein Comingout

auf dem Land hatte, der weiß,

was es heißt, der erste Queer zu

sein, den die Dörfler außerhalb des

Fernsehens sehen.

Der Erste, von dem sie es wissen,

denn sein Coming-out hat nicht

jeder dort, wo er lebt. Manch einer

fährt extra in die Metropolen, um

dort zu leben, zu Hause ist er fast

asexuell. Und zumindest für die

Nachbarn: heterosexuell. Das Chaos

des (queeren) Erwachsenwerdens

bringt auch Leid mit sich. Davon

erzählt auch „GIANT LITTLE ONES“

des kanadischen Regisseurs Keith

Behrman.

Zur Geschichte: Franky (Josh

Wiggins) und Ballas (Darren

Mann), Stars des Highschool-

Schwimmteams, Freunde seit

der Kindheit, jetzt als Teenager

auch an Sex interessiert. Doch

nach dieser einen angetrunkenen

Nacht, in der sich Franky seinem

Schwarm nährt, will dieser nach

der Zweisamkeit keinen Kontakt

mehr. Es folgen Demütigungen und

Gewalt seitens der Umwelt, die

einzige Stütze in Frankys Leben ist

zu dieser schweren Zeit sein schwul

lebender Vater – gespielt von Kyle

MacLachlan („Twin Peaks“). Nach

und nach wächst Franky an seinen

Erfahrungen und erkennt, was wirklich

zählt im Leben. Der anrührende

und packende Film erscheint auf

DVD und Blu-Ray. *rä

www.männer.media/gewinne

FOTOS: EUROVIDEO MEDIEN

KINO

ALS WIR TANZTEN

FOTOS: SALZGEBER

Das in Georgien spielende

Drama von Levan Akin

erzählt die Liebesgeschichte von

zwei angehenden – schwulen –

Tänzern in der maskulinen Welt

des georgischen Staatsballetts.

In Tiflis kam es bei der Premiere

2019 trotz Polizeischutz zu

Ausschreitungen und

gewalttätigen Gegenprotesten:

Hunderte von Gegendemonstranten,

die schwule

Filmpremiere zu verhindern.

Berichten georgischer Medien

zufolge skandierten die

homophoben Demonstranten

vor den Kinos „Schande“ und

versuchten, das Kino zu

stürmen. Auch Feuerwerkskörper

sollen eingesetzt worden sein.

Das Innenministerium teilte

dazu mit, dass 27 Menschen

festgenommen und zwei

Polizisten verletzt worden seien.

Seine Weltpremiere feierte der

sensibel inszenierte Film 2019 im

Rahmen der Directors‘ Fortnight,

einer unabhängigen Sektion,

die jedes Jahr parallel zu den

Filmfestspielen von Cannes

stattfindet. Im April startet der

Film in deutschen Kinos, schon

im März in der Queerfilmnacht.

*S. Hannakampf

www.queerfilmnacht.de


DATING

Prince Charming:

nominiert und

fortgesetzt

FILM

Die erste Staffel war nicht nur

erfolgreich, nein, sie wurde auch

für den renommierten Grimme-Preis,

benannt nach dem ersten Generaldirektor

des Nordwestdeutschen Rundfunks,

nominiert.

Das Format überzeugte, weil es hierbei

nicht darum geht, möglichst lustige

und „schrille“ Menschen vorzuführen,

es geht tatsächlich um die Liebe, ums

Thema Dating. Und das authentisch und

selbstbewusst schwul. Show-Formate

wie „Prince Charming“ helfen letztendlich

allen: den Kandidaten bei der Suche nach

der Liebe, der gesamten Szene, da hier

ein vorurteilsabbauendes und wahres Bild

eines großen Teils der Community in die

Haushalte gebracht wird, und uns, den

queeren Zuschauern, weil wir mal nicht

vorgeführt werden, sondern gleichberechtigt

miteingebunden sind im Programm –

und ja, lästern und schmunzeln ist erlaubt.

Auch dieses Jahr werden wieder Kandidaten

um das Herz von Prince Charming

werben. Nicht mit Minnegesang, aber mit

vollem Einsatz.

Zu sehen ist das Ganze voraussichtlich ab

Juli 2020.

FOTOS: TVNOW

Wer nicht nur zusehen, sondern die

Chance auf die große Liebe bekommen

möchte, der kann sich für die zweite

Staffel von „Prince Charming“ bewerben!

Wenn du 2020 dabei sein willst, dann

melde dich hier: princecharming.tv *rä


KUNST

AUSSTELLUNG

#POPART:

Sonderausstellung des

Kupferstichkabinetts

Andy Warhol „Marilyn“, 1967, Farbsiebdruck aus dem 10-teiligen Portfolio, © 2019

The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS),

New York, Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders

Roy Lichtenstein „Brushstroke“, 1965, Farbsiebdruck, © Sammlung Hans + Uschi Welle / VG

Bild- Kunst, Bonn 2019 / Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz

Die Kunst Andy Warhols und Roy Lichtensteins, der

Mitbegründer der Pop-Art-Bewegung, ist Teil der Ausstellung

im Berliner Kupferstichkabinett.

Kaum eine Kunstrichtung hat so massiv unser aller Leben

verändert wie Pop-Art. Knallbunte Porträts, Kinderspielzeug-

Skulpturen, Neon-Zebras an der Wand, scheinbar zu stark

vergrößerte Comics samt Sprechblasen in edlen Rahmen an

der Wand, Videoinstallationen oder auch Street-Art-Bananen

und Metallobjekte, die aussehen wie Luftballons, gehören zur

weltweiten Design-, Wohn- und Lebenswirklichkeit.

Die massenhafte Vervielfältigung scheinbar trivialer

Produkte half, Marken groß zu machen (etwa die Cola-Dose),

unterstrich die Wichtigkeit (und baute sie medial aus!)

von Politikern, Despoten und auch Künstlern wie Michael

Jackson, Diana Ross, Madonna oder Prince. Kunst wurde

Massenware. Und das war gewollt.

Kitsch und Kunst, Provokation und Triviales wurden zur

Kunst jenseits des elitären Kunstmarkts. Für jeden zu haben.

Populär. Pop-Art. Von April bis Ende Juli zeigt die Ausstellung

„Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein“ in Berlin-Mitte

die Kunst wichtiger Vertreter wie Andy Warhol, Allen Jones,

Sigmar Polke, Roy Lichtenstein sowie Elaine Sturtevant und

Claes Oldenburg. *rä

3.4. – 26.7., Pop on Paper. Von Warhol bis Lichtenstein,

Kulturforum, Berliner Kupferstichkabinett, Matthäikirchplatz,

Berlin, Di + Mi + Fr 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr,

Sa + So 11 – 18 Uhr


KUNST

AUSSTELLUNG

Kunst zum Thema

GENDER

Und vor allem zur Debatte darüber!

In der Biologie spricht man meist

von zwei Geschlechtern**, das eine

kann Nachwuchs austragen, das

andere nicht. Eine von vielen Wahrheiten.

Unlängst nahm sich sogar das Nachrichtenmagazin

FOCUS des Themas an, wies

darauf hin, dass diese Debatte – also, wer

darf was wie sagen und fordern und sich

wie bezeichnen – vor allem in den USA und

in Deutschland geführt werde. Sinngemäß

war dort zu lesen, dass die Vertreter der

Gendertheorien es ähnlich anstellen wie die

der Homöopathie: Einige Netzwerke würden

dieselben Thesen immer wieder wiederholen

und damit zur Wahrheit machen.

Das Thema erhitzt die Gemüter.

Es gibt Positionen, die besagen, dass jeder

sein Geschlecht frei wählen können sollte,

dass es durchaus geschlechtsspezifische

Merkmale gibt, dass es mehr Geschlechter

gibt als Mann und Frau, dass man sein

Geschlecht angleichen lassen kann, dass dies

nicht geht, dass Medikamente bei Frauen

anders wirken als bei Männern, dass es ohnehin

keine Geschlechter gibt, daher sollten

Trans* sich auch nicht dem Zwang unterwerfen,

sich mithilfe medizinischer Eingriffe

operieren zu lassen und sich zu kleiden, wie

es die Gesellschaft erwarten würde, dass das

eine oder das andere Geschlecht aussieht.

Und, und, und ... Manch einer hat Angst, mit

seinen Fragen Mitmenschen zu verletzen,

in die rechte Ecke gedrängt zu werden, als

„links-grün-versifft“ zu gelten oder sich

schlichtweg als Hinterwäldler zu blamieren.

Im Museum im Lagerhaus in St. Gallen in der

Schweiz nahm sich vor Kurzem eine Doppelausstellung

dieses wichtigen Themas an.

„Crazy, Queer and Lovable – Ovartaci“ und „ICH

DU ER SIE XIER: Transidentität“. Zu sehen war

Kunst von Louis Marcussen, genannt Ovartaci

(1894 – 1985). Der künstlerische Output,

welcher sich heute im Museum Ovartaci

im dänischen Århus befindet, thematisiert

Gendergedanken und Transidentität. Schon in

den 1930er-Jahren wählte Louis Marcussen

den Künstlernamen Ovartaci (jütländisch für

Ober-Patient) und vollzog später durch Selbstkastration

seinen Wunsch auf Anpassung vom

Mann zur Frau. 1957 wurde die Dänin dann

einer endgültigen Geschlechtsumwandlungsoperation

unterzogen. *rä

www.museumimlagerhaus.ch

**Wenn man es an der Fortpflanzung festmacht.


BUCH

FOTOGRAFIE

“new queer photography”

Queere Kunst unterscheidet sich

durch den Blickwinkel von dem,

was man sonst in der Kunstwelt präsentiert

bekommt.

Und ist diese Welt der Kunst auch

ohnehin ein Reigen der Mutigen und

Avantgardistischen, so muss sich auch

hier Queeres beständig gegen Verflachung

und Missbrauch für Pinkwashing

wehren. Daher ist es gut und richtig, wenn

bekannte und weniger bekannte Künstler

zu einem queeren Ganzen vereint werden.

Hier kann die Fülle und Kreativität für

jeden gebündelt präsentiert werden – und

so auch abseits der Metropolen Lust aufs

schwule, lesbische, trans* und bisexuelle,

kurz: aufs queere Leben machen. „new

queer photography“ ist so ein Buch.

„Dem Bedürfnis nach Selbstdarstellung,

-vergewisserung und -spiegelung folgend,

zeigen viele Fotografen vor allem das

Schwulsein als private Idylle. Gleichzeitig

wird der eigene und gesellschaftliche

Umgang mit Transsexualität und

Geschlechterrollen kritisch hinterfragt

oder das Pornografische in seiner zersetzenden

oder auch affirmativen Kraft

gezeigt“, verrät Herausgeber Benjamin

Wolbergs über das Projekt. Ja, „new queer

photography“ hat durchaus auch eine

gesellschaftskritische Komponente und

beflügelt den aufgeschlossenen Geist auf

gleich mehreren Ebenen. Der Bildband

erscheint im April 2020, kann aber schon

jetzt vorbestellt werden. *rä

www.verlag-kettler.de

ROMAN

Florian Kirner: „Leichter als Luft“

Ein über 300 Seiten dickes Werk, das gelesen werden will. Richtig gelesen,

nicht überflogen, denn sonst verliert man den Überblick im Tanz der Worte

und Gedanken- und Handlungsstränge.

Und all diese Bilder, die fast jeder Satz im Kopf erzeugt! Ein Roman, auf

den man sich einlassen sollte, man wird belohnt. „Die Nutten hatten schon

Feierabend, die Cracksüchtigen Schichtwechsel, die Bullen keinen Bock

mehr – ein trügerischer Frieden lag über dem heimatlichen Rotlichtviertel.“

So beginnt kein normales Buch, das mein Herz erfreut. Florian Kirners Roman

„Leichter als Luft“ ist alles andere als leichte Kost. Der 1975 in München

geborene Wahl-Thüringer(!) lebt auf einem Schloss und schreibt ebenso

feudal, wie man sich das vorstellt. Erzählt wird von Drogentrips, der Absurdität

der Gesellschaft und der Berliner Elektroszene. Fulminant! *rä

www.westendverlag.de


DIE LANGE NACHT

DER MUSIK

Sa 25. April 20 20-3 Uhr

Eine Stadt - Eine Nacht - 400 Konzerte

Münchner Veranstaltungsorte laden ein zu: Rock · Pop · Klassik

Latin · Funk · Soul · Jazz · Schlager · Tanz · Blues · Swing · Indie

18 E inkl. MVG-Shuttlebusse bei den Spielstätten · VVK auch bei München Ticket

www.muenchner.de

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