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Herbst/Winter Edition III/2019/2020

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art&cultur Herbst-Winter-Edition III/2019/2020 ÄLTESTER TABAKLADEN DER WELT - „DIE ZWIWWEL“ IN BLIESKASTEL Fotos: © Margaret Ruthmann Die Zwiwwel Andreas Burger „Nee, das glaub ich nicht. So was soll es in Blieskastel geben? Aus dem 18. Jahrhundert ist doch nur die Orangerie des Schlosses von der Gräfin von der Leyen erhalten geblieben.“ Alte Registrierkasse Denn die Grafen wurden von den französischen Revolutionstruppen Ende des 18. Jahrhunderts aus ihrer Residenz vertrieben und Soldaten haben dann das Schloss zerstört. Die Bewohner von Blieskastel bedanken sich für diesen Raubbau später mit dem Bau des Schlangenbrunnens zu Ehren von Napoléon Bonaparte. Denn die Menschen an der Blies befürworteten die Ideale der französischen Revolution „Liberté, Egalité, Fraternité“, also „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ „Und was soll es noch geben in dieser Barockstadt? Die Zwiwwel?„ Sie hat ein lange Geschichte, die in bis in die Zeit der Grafen von der Leyen zurück geht, als Blieskastel eine kleine, hochherrschaftliche Residenz im Bliesgau war. Wann genau der Kolonialwaren in der Kardinal Wendel Straße gegründet wurde, lässt sich nicht mehr genau sagen. Aber einen Beleg gibt es: die Registrierkasse in dem Tabakladen. Die Kasse stammt aus dem Jahr 1873 und steht immer noch in dem kleinen Geschäft. Sie wurde in Leipzig gebaut, also zur damaligen Zeit in Preußen und kam dann ins bayrische Saar-Pfalz Gebiet. Das ist der Beweis über die Existenz dieses Ladens. Der damalige Besitzer war Alois Winkler. Von ihm gibt es auch noch eine Entlassungsurkunde von 1873 aus dem Königlich Bayrischen Prinzregenten Regiment. Mit diesem Nachweis darf sich „die Zwiwwel“ als ältesten Tabakladen Deutschlands, Europas, ja seit nicht allzu langer Zeit auch der Welt bezeichnen. Ja, das gibt es in Blieskastel. Den ältesten Kolonialwarenladen des Saarlandes, den ältesten Tabakladen weltweit. Aber wie kommt die Zwiwwel zu diesem komischen Namen, der mit Tabak so gar nichts zu tun hat. Der Gründer des Geschäfts – Alois Winkler – hatte eine Vorliebe: Vor der Tür seines Laden zu sitzen und eine Zwiebel verspeisen, wie andere in einen Apfel beißen. Deshalb nannten die Blieskasteler ihren Lebensmittelladen spöttisch „Die Zwiwwel“. Als der heutige Besitzer Andreas Burger 2010 das Spezialgeschäft für Tabakwaren übernahm, nannte er das Geschäft dann „Die Zwiwwel“. Sehr stolz ist er darauf den ältesten Tabakladen zu besitzen mit einer kleinen Sammlung kostbarer Pfeifen. Die berühmteste ist 50 | SaarLorLux ...c›est savoir vivre PR-Anzeigen

PR-Anzeigen art&cultur wohl die typische Sherlock Holmes Pfeife, ohne die der Detektiv kaum einer seiner kniffeligen Fälle gelöst hätte. Es lohnt sich also nicht nur das schmucke Städtchen Blieskastel mit Sherlock Holmes Pfeife seinen verwinkelten Gassen, herrschaftlichen Barockbauten, den alten, leider oft verlassenen und baufälligen Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, den kleinen Läden, Cafés und Gaststätten zu besuchen. Nicht versäumt werden sollte aber auch ein Blick in „die Zwiwwel“, so wurde Zwiebel vor langer Zeit geschrieben. Margaret Ruthmann Über „Die Zwiwwel“ berichtet die Fernsehjournalistin und Autorin von Burgenwanderbüchern, Margaret Ruthmann auch in ihrem neuesten Buch „Burgenwandern Saarland und Südwestpfalz – Untertitel: 24 Rundwege zu historischen Sehenswürdigkeiten.“ L'originale pantoufle de Sarre… La manufacture de chaussures Herges, crée en 1935, est une entreprise familiale, passée en avril 2019 à la 3ème génération. Actuellement, la manufacture a un effectif de 16 personnes, tous experts en fabrication de chaussures spéciales voire individuelles. Schlangenbrunnen Au début, Herges ne fabriquait que des chaussures orthopédiques. L'élargissement de sa clientèle a incité à produire des chaussures exclusives sur mesure, chic, mais confortables et financièrement accessibles,- et, très important, "made in Saarland". Maintenant, une "vedette" s'est ajoutée à la collection: la pantoufle de Sarre - elle doit symboliser plus de régionalité mais aussi exprimer le style de vie typique des sarrois, leur réconfort, leur sentiment de bien-être chez soi avec un petit soupçon d’intimité. En somme, faire encore mieux connaître la créativité sarroise … UND SIE DACHTEN WIR SIND NUR EINE DRUCKEREI www.od-online.de

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