Wirtschaft aktiv - Mai 2014

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Wirtschaft

Als Unternehmer mit

einem Fuß im Kriminal

„Wie sind Strafen von 2.500,-- gerechtfertigt,

wenn Familienmitglieder

kurzfristig aushelfen? Die Politik,

die Gesetzesgeber, die Verwaltung

haben von Gasthäusern anscheinend

keine Ahnung!”

“Es wird verfahren, als hätte man es

grundsätzlich mit Kriminellen zu

tun. Geschulte Finanzbeamte stehen

‚Laien‘ gegenüber und nützen diese

Machtposition aus. Es werden z.B.

unerlaubte Fotos gemacht, Betriebsräumlichkeiten

betreten ohne zu fragen,

Bereiche betreten, die (lebensmittel)technisch

Unbefugten nicht

zugänglich sind, Einsichten genommen,

ohne den Steuerpflichtigen

entsprechend aufzuklären oder ihm

die Gelegenheit zu geben, seinen

Steuerberater zu informieren und

den Ablauf der Kontrolle in einen

sinnvollen Rahmen zu lenken. Das

Wort ‚Razzia‘ beschreibt die Situation

am besten.“

Übertriebene Strafen

Obige Aussagen sind kein Einzelfall,

wenn es um die Tätigkeit der Finanzpolizei

geht. 70 % der Einsätze

der „Finanz-Sheriffs“ werden als

eher nicht akzeptabel bzw. sogar als

rechtstaatlich bedenklich bezeichnet

(Umfrage unter Mitgliedern der

Kammer der Wirtschaftstreuhänder

2013).

Tatsächlich werden Unternehmer

zunehmend kriminalisiert. Kleinste

Vergehen, wie etwa 1 Stunde verspätete

Anmeldung bei der Gebietskrankenkasse,

werden rigoros bestraft.

Die Kammer OÖ berichtet, daß ein

Innviertler Unternehmer 2.600,--

Haben Sie schon Erfahrungen mit

unnötigen oder schikanösen Vorschriften

gemacht?

Schreiben Sie uns in ein paar Zeilen, was sich ändern müßte!

E-Mail an: hausverstand@rfwooe.at

Post an: RfW Oberösterreich, Pochestr. 3, 4020 Linz

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