Cruiser Sommer 2012 - 25 Jahre Jubiläum

cruisermagazin

CRUISER Edition Sommer 2012

Dieses Magazin ist 25

Photographer Stefan Büchi

Alicia Parel, neue Geschäftsführerin Pink Cross – Madonna vs. Lady Gaga

Beschneidung, The Parade, Traumreisen, EuroGames Budapest, Marilyn Monroe,

Elvira & Cran Canaria


CRUISER Edition Sommer 2012

Inhalt

Editorial Titel

25 Jahre Cruiser. Wir freuen uns und sind stolz darauf, wie sich der Cruiser über die Jahre entwickelt

hat. Unser Jubiläum nimmt in dieser Ausgabe einen wichtigen Platz ein. Wir danken allen, die

uns in den 25 Jahren begleitet und unterstützt haben. Ausserdem lassen wir Pink-Cross zu Worte

kommen. Mit der Filmbesprechung «Parada» halten wir den Finger auf die homophoben Länder

im Balkan. Wir berichten über die Eurogames in Budapest und geben aussergewöhnliche Tipps für

Reisen, Musik und Kultur und ganz spezielle Sommerlektüre. Lola Sara Korf schreibt schliesslich

über das Thema Beschneidung. Wir wünschen einen schönen Sommer!

Martin Ender, Verleger

6

25 Jahre Cruiser

Der Bericht zum Jubiläum

16

Dossier

Religionskrieg um die Vorhaut-Beschneidung

20

The Pink Elefant

Wechsel in der «Pink Cross»-Führung

24

The Parade

Der Überraschungshit auf dem Balkan.

28

Photographer

Stefan Büchi

34

Auf und davon!

Sommerzeit - Ferienzeit!

News 4 • Prominent 12 • news Schweiz 15 • Szene 18 • Intoleranz der blöden Schwuchteln 23

Branko trifft.… 26 • Eurogames 36 • Kultur 38 • Buch 41 • Lifestyle 42 • Hot4You 45

Paragonya 47 • Pia 48 • Dr. Gay 49 • Agenda 50

3


News CRUISER Edition Sommer 2012

Internationale

News

4

Havana

CSD mit Präsidententochter

Mit Präsidententochter Mariela Castro an der

Spitze beteiligten sich in der kubanischen

Hauptstadt Havanna 400 Menschen an einer

Demonstration gegen Homophobie und Diskriminierung

von Schwulen und Lesben. Der CSD

war vom staatlichen Zentrum für Sexualaufklärung

organisiert worden, das Mariela Castro

leitet. Die Tochter von Präsident Raul Castro und

Nichte von Ex-Präsident Fidel Castro ist seit vielen

Jahren eine mutige Streiterin für die Rechte

der kubanischen Schwulen und Lesben. Die

49-Jährige hat sich dabei nicht gescheut, sich

gegen ihre mächtige Verwandtschaft zu stellen.

Onkel Fidel liess Homosexuelle nach der Revolution

in Internierungslager stecken. Homosexualität

wurde erst 1979 legalisiert.

Neu Delhi

Homosexuellenordination

spaltet Presbyterianer

Die Kirche der Presbyterianer im indischen Bundesstaat

Mizoram hat wegen unterschiedlicher

Auffassungen über Homosexualität ihre Bindung

an die Presbyterianer in den USA gekappt.

Grund für die Trennung war der Beschluss der

amerikanischen Presbyterianer, die Ordination

von Homosexuellen zu Priestern zuzulassen.

«Wir...können die Ordination von homosexuellen

Menschen zu Pastoren nicht akzeptieren

und sehen Homosexualität als Widerspruch

zu den Lehren der Bibel und der Christenheit»,

hiess es in dem Beschluss der Presbyterianer in

Mizoram. Im mehrheitlich christlichen Mizoram

sind die Presbyterianer die grösste Einzelkonfession.

Washington

Mehr Afroamerikaner für

Homo-Ehe

Die Befürchtungen unter Anhängern und Beratern

Barack Obamas, dass Bekenntnis des Präsidenten

zur Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche

Paare könnte die wichtige Wählergruppe

der Afroamerikaner vergrätzen, scheint sich

nicht zu bewahrheiten. Jüngsten Umfragen zufolge

ist seitdem in einer Reihe von Bundesstaaten

– darunter im für die Präsidentschaftswahl

im November wichtigen Florida, die Zustimmung

zur Homo-Ehe unter den Afroamerikanern

um rasante 20 Prozent und mehr nach

oben gegangen. Bisher lehnten 70 Prozent der

Afroamerikaner die Gleichstellung von Schwulen

und Lesben im Eherecht ab. Die Afroamerikaner

gelten mehrheitlich als tiefgläubige

Christen, welche die Bibel wörtlich nehmen.

Dallas

ExxonMobil bleibt schwulenfeindlich

Die Anteilseigner des Mineralölkonzerns ExxonMobil

haben auf der Aktionärsversammlung

mit grosser Mehrheit einen Diskriminierungsschutz

für schwule und lesbische

Mitarbeiter abgelehnt. 78 Prozent der Aktionäre

stimmten gegen die Aufnahme der Kriterien

«sexuelle Orientierung» und «Geschlechtsidentität»

in die Antidiskriminierungsrichtlinien

der Firma. Der Mutterkonzern der «Esso»-Tankstellen

geniesst seit über zehn Jahren den Ruf,

schwulenfeindlich zu sein. Die Firma Mobil Oil

hat bereits in den 1990er-Jahren Antidiskriminierungsrichtlinien

für homosexuelle Mitarbeiter

eingeführt. Nach der Fusion mit Exxon

wurden diese 1999 jedoch wieder abgeschafft.

Suva – Fiji

Polizei verbietet Oceania-Pride

Die Oceania Pride in Fidschis Hauptstadt Suva

wurde in letzter Minute von der Polizei verboten.

Dabei hatte die Polizei schon einen Monat

zuvor die erste schwul-lesbische Demonstration

in Fidschi zum Internationalen Tag gegen Homophobie

genehmigt. Die Rücknahme der Demo-Erlaubnis

habe die Polizei mit einem Irrtum

bei der Zusage begründet, sagte ein Sprecher der

Veranstalter gegenüber internationalen Medien.

Die Polizei habe erklärt, nicht gewusst zu

haben, was Homophobie bedeute. Eine Gay Pride

sei aber nicht genehmigungsfähig. Homosexualität

wurde in Fidschi 2010 entkriminalisiert.

Die mehrheitlich christlichen Kirchen angehörenden

Fidschis sind jedoch sehr konservativ.

Seoul

Kirchen für Diskriminierung

«Alle haben das Recht, nicht wegen ihrer sexuellen

Orientierung diskriminiert zu werden.»

Dieser schöne Satz prangte im Mai auf Bussen

und grossen Werbetafeln in Seoul. Die Kampag-


CRUISER Edition Sommer 2012

News

ne des Schwulenaktivisten Lee Gye-duck genoss

gar die Unterstützung von Bürgermeister Park

Won-soon. Die Religionen Südkoreas sind gegen

diese Kampagne Sturm gelaufen. Organisationen

wie das Christian Council of Korea (CCK)

oder die Protestant Korean Association veröffentlichten

scharfe Stellungnahmen, in denen

sie ein Verbot der Kampagne forderten und sich

zu der Behauptung verstiegen, Südkorea sei zu

einem Land der Homosexuellen verkommen.

Den Haag

Homo-Heilung keine Kassenleistung

«Heilung von Homosexualität» gehört künftig

nicht mehr zum Standardleistungspaket der

niederländischen Krankenversicherungen. Gesundheitsministerin

Edith Schippers von der

rechtsliberalen Regierungspartei VVD hatte

gegenüber dem Parlament in Den Haag erklärt,

Homosexualität sei keine Krankheit, die psychiatrisch

behandelt werden müsste. Wenn Menschen

aus religiösen Gründen Schwierigkeiten

mit ihrer sexuellen Orientierung hätten, sollten

sie sich an ihre Kirche und nicht an ihre

Krankenkasse wenden. Wer sich in Zukunft

von Organisationen wie «Different» mit «christlicher

Hilfe» von seinem «sündigen Verlangen»

kurieren lassen will, muss die Rechnung aus

eigener Tasche begleichen.

Lilongwe

Malawi will nett zu Homos

werden

Die neue Präsidentin von Malawi hat das Ende

der Verfolgung von Homosexuellen angekündigt.

In einer Rede vor dem Parlament in der

Hauptstadt Lilongwe erklärte Joyce Banda, mehrere

restriktive Gesetze müssten abgeschafft

werden. Dazu gehöre das Gesetz über «unanständige

und unnatürliche Taten», das Homosexuelle

mit Haftstrafen von bis zu 14 Jahren

bedroht. Auch die Einschränkung der Pressefreiheit

solle aufgehoben werden, sagte Banda,

die im April nach dem überraschenden Tod ihres

Vorgängers Bingu wa Mutharika Präsidentin

geworden war. Banda begründete ihre liberale

Politik mit der Ankündigung westlicher Staaten,

dem bitterarmen Malawi bei anhaltender

Missachtung der Menschenrechte die Entwicklungshilfe

zu entziehen.

Moskau

CSD für 100 Jahre verboten

Ein Moskauer Bezirksgericht hat für die nächsten

100 Jahre CSD-Veranstaltungen in der russischen

Hauptstadt verboten. Der Versuch der CSD-Organisatoren,

eine Gesetzeslücke zu nutzen, hat sich

als Bumerang erwiesen. Nach geltendem Recht

können Veranstaltungen für Jahre im Voraus beantragt

werden. So hatten die CSD-Organisatoren

102 CSD-Anträge eingereicht, die erwartungsgemäss

abgelehnt wurden. Das Gericht bestätigte

die Ablehnungen der Moskauer Stadtverwaltung.

Die Veranstalter wollen Berufung einlegen und

notfalls vor den Europäischen Gerichtshof für

Menschenrechte in Strassburg ziehen. In einigen

russischen Städten und Provinzen, darunter St.

Petersburg, ist es neuerdings untersagt, öffentlich

über Homosexualität zu sprechen.

Harare

88 Jahre und kein bisschen

weise

Für Robert Mugabe ist kein Argument zu abstrus,

um seinen extremen Hass gegen Homosexuelle

zu rechtfertigen. Jüngstes Beispiel: Bei

einer Aidskonferenz in Harare erklärte der Präsident

Simbabwes, die Homo-Ehe sei ein Affront

gegen die Frauenrechte und die Legalisierung

der Homosexualität führe geradewegs zum Aussterben

der Menschheit. Zuvor hatte zum Ärger

des 88-jährigen Despoten UN-Menschenrechtskommissarin

Navi Pillay die Kriminalisierung

von Homosexualität in Simbabwe kritisiert und

zudem betont, die Verfolgung Homosexueller

verhindere eine wirksame HIV-Prävention. Aids-

Experten schätzen, dass ein Sechstel der Bevölkerung

von Simbabwe HIV-positiv ist. Auf Homosexualität

stehen mehrjährige Haftstrafen.

Vatikan

Inquisition verdammt Sexbuch

von Nonne

Die vatikanische Glaubenskongregation, früher

als Inquisition bekannt, hat das Sexbuch der

amerikanischen Ordensschwester Margaret A.

Farley scharf kritisiert. Das Buch der Nonne vom

Orden der Barmherzigen Schwestern enthalte

«viele Irrtümer», so die päpstliche Zensurbehörde.

In ihrem Buch «Just Love. A Framework for

Christian Sexual Ethics» hatte die Theologin dafür

plädiert, dass «gleichgeschlechtliche Beziehungen

und Handlungen aufgrund derselben

Sexualethik wie heterosexuelle Beziehungen

und Handlungen gerechtfertigt sein können».

Selbstbefriedigung sei nicht unmoralisch und

Ehen müssten halt geschieden werden, wenn sie

nicht funktionieren, befand die Nonne.

Punjab

Hatz gegen Lesben

Ein Dorf im indischen Punjab hat sich zu einer

Volksfront gegen ein lesbisches Paar zusammengetan.

Der Gemeinderat von Balahar Vinju

hatte Swaran Kaur und Harsharan Kaur den

Zugang zu dem Dorf verweigert und sie enteignet.

Das Paar habe die Dorfgemeinschaft «entehrt»,

befanden Dorfbürgermeister Gurmeet

Singh als auch die Familien der beiden Frauen

gegenüber der Times of India. «Meine Tochter ist

ausser Kontrolle. Wir wollen nichts mehr mit

ihr zu tun haben und haben beschlossen, sie zu

enterben», sagte Jagpal Dass, Vater von Swaran.

Das Paar hat Zuflucht in der Polizeistation des

Nachbardorfes gefunden, wo sie auf Anordnung

des High Courts des Punjab unter dem Schutz

der Polizei stehen.

Berlin

Horrorfrühjahr für Wowi

Berlins offen schwuler Bürgermeister Klaus Wowereit

hat ein schreckliches Frühjahr hinter

sich. Erst musste er als Aufsichtsratsvorsitzender

der Flughafengesellschaft wegen Baupannen

in letzter Minute die für Anfang Juni geplante

Eröffnung des neuen Berliner Flughafens

absagen. Dann geriet die Matratze seines Betts

in seiner Wohnung in Brand und sein Lebensgefährte

Jörn Kubicki musste mit leichten Brandverletzungen

ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Bei der Kampfabstimmung um den Vorsitz

der Hauptstadt-SPD setzte sich zu allem Überdruss

der Parteilinke Jan Stöss gegen den von

Wowereit favorisierten Amtsinhaber Michael

Müller durch. Stöss und Wowereit mögen zwar

nicht den gleichen Parteiflügeln angehören,

aber sie eint wenigstens ihre sexuelle Orientierung:

Auch Stöss ist schwul.

London / Zürich

Die Creative Directors Fernando

& Eric wissen, was schwule

Augen sind.

In der Online-Ausgabe des Tagesanzeigers wurden

Londoner Experten über Olympia-Maskottchen

befragt und tobten sich so richtig aus. Der

Titel dazu: «Unheimlich, pervers, asexuell», so

das Urteil der sogenannten «Style-Police». Unter

den Experten auch Fernando & Eric, Creative Directors.

Bei «Wemlock & Mandeville», den zwei

Maskottchen der kommenden Olympia vermutet

das Paar eine gewisse Homosexualität: «Liegt

es an mir oder sehen die beiden aus wie zwei

schwule Augen?

5


Jubiläum CRUISER Edition Sommer 2012

25 extraordinary

moments

Zum 25-Jahre-Jubiläum

verkroch sich die CR-

Redaktion in den Tiefen

des Archivs und fand so

manche Ausgabe, deren

Titel und Inhalt die Gay-

Community prägten – oder

zumindest zum Nachdenken

und Lachen anregten.

5

6

Frauen an der «Gay»-Wahl

Im Oktober 2004 die Sensation schlechthin: Vier

Frauen wollten «Miss Gay» werden, Schlussendlich

gewann Karin Eschmann. Danach hatte das zarte

Geschlecht aber die Nase voll von dieser Ehre.

Kunst auf der Titelseite

Entgegen dem ungeschriebenen Gesetz eines jeden

Gay-Magazins auf dem Cover sexy Männer abzubilden,

wurde in der Februar-Ausgabe 2012 eine Zeichnung

von Künstler Marc Bauer auf dem Titel publiziert.

Cool!

1

Der erste Cruiser

Die erste Ausgabe des Cruiser erschien im Frühjahr

1987. Mit dem Layout war kein Blumentopf zu gewinnen,

dafür mit dem Inhalt wie «Das Wort zur

(Gay-)Sauna» oder der «Züri-Guide». Nicht zu vergessen,

die redaktionelle Arbeit von Roger Staub

höchstpersönlich.

2 «gruuser»

Die Ausgabe 1/1989 widmete sich der Fasnachtszeit.

Die damalige Redaktion fand es demnach total

«luschtig», den Namen «Cruiser» für eine Ausgabe

in «gruuser» umzubenennen...

7

Ursli Pfister

Ende der 1990er war es unmöglich, am nackten Ursli

Pfister vorbeizukommen. Nebst der Aktaufnahme

in der Schweizer Illustrierten(!) spielte der schwule

Entertainer auch ein Nacktmodel im TV. Das Szenebild

schaffte es auf den Titel der Ausgabe März 1998.

8 T&M

Der älteste Schwulen-Club der Schweiz und das älteste

Schwulen-Magazin der Schweiz gehen Hand in

Hand durch die Szene(rie). Die Nr. 11/1997 feierte das

zehnjährige Jubiläum des «Tülls».

9

Die Dossiers von

Lola Sara Arnold-Korf

Ihr ist nichts heilig – und das ist gut so.

3 HIV-Prävention

4

6

Seit der ersten Ausgabe schreibt das CR-Magazin

regelmässig über HIV und Aids. Mehr als 30 Titelstories

machten Safer Sex zum Thema. Stets in

Zusammenarbeit mit den Aids-Hilfen. Zur «Mission:

Possible» 2008 finanzierte der CR sogar ein

Fotoshooting für ein passendes Titelbild zur Kampagne.

Die Kolumnen von Michi Rüegg

Saufrech und genial – auch als Taschenbuch erhältlich.

10

11

So eine Schweinerei!

Auf dem Titel der Ausgabe April 1991 ein Skandal:

Das Kriminalkommissariat III observierte u.a. die

Homosexuellen Arbeitsgruppen der Schweiz. Zum

Wohle des Staates. So eine Schweinerei!

Winter-Edition 2010

Eine Sternstunde in der Geschichte des Zeitungsdesigns.

Grafiker Deny Fousek entwarf für die Winter-Edition

2010 ein neues Gewand. Die CR-Redaktion

wurde süchtig danach, ungeachtet der Kosten.


CRUISER Edition Sommer 2012

Jubiläum

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Die Musikkritiken von René ber

Ger-

Fern vom Mainstream schreibt René Gerber wie

kein anderer über aktuelle Musik alben. Empfehlungen

der Redaktion, auch über Kylie & Co. zu richten, haben keine Chance. Gut

beso!

CRUISER Edition Winter 09/10

Dieses Magazin ist Schwul

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Das Mass aller Dinge

Kein Gay-Magazin ohne mindestens eine Titelstory

zum männlichen Geschlechtsteil. So auch der Cruiser

im Februar 1996. Der Wunsch nach mehr Zentimetern

brachte eine seltsame Penis-Verlängerung

auf den Titel.

Branko B. Gabriel

Er trifft sie alle, Stars und Sternchen. Und manchmal

auch einen Callboy. Rein beruflich natürlich.

Daneben bereist er die Gay-Metropolen der Welt,

auch rein beruflich, sagt er.

Sieg! 118:50!

Ruth Metzler und Christoph Blocher auf dem Cover

des Covers. Der (Alb-)Traum jedes Bundesrats. Story:

Blocher und Co. wollten die gleichgeschlechtliche

Partnerschaft verhindern. Der Nationalrat vernichtete

dieses Vorhaben mit 118 zu 50 Stimmen.

Wer wird der neue Mr. Gay

Das Titelbild der September-Ausgabe 2008 war eine

liebvolle Hommage an des Schweizers liebste Illustrierte.

Mr. Gay wurde übrigens Ricco Müller.

Photographer Patrick Mettraux, Mark Frederick Chapman, Jack Prints,

André Odermatt, PinkMap, Kurt Aeschbacher, Goldschmied Sahak Demirci,

El Lugar Sin Limites, Martin Bacher, Zürich Pride Festival, Phuket,

Patrick Rohr, Gay Games, Susan Boyle, Online-Portal Gay-Box

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20

21

Jesus als Ledertucke

Die März-Ausgabe 2000 schockierte mit dem Heiland

in fragwürdigem Outfit. Die CR-Redaktion

wäscht ihre Hände jedoch in Unschuld. Eine provokative

Fotoausstellung in der Stauffacher-Kirche

war «schuld»!

Gegen das Partnerschaftsgesetz

Ein Horrorkabinet schlechthin: CR-Ausgabe September

2004 widmete ihren Titel dem Referendum

gegen die Homo-Ehe. Wir zeigten alle gegnerischen

Nationalräte mit Bild.

Cover Ausgabe Juni 2011

Ganz einfach der hübscheste Junge, der je auf einem

CR-Cover zu sehen war. Fotografin Diana

Scheunemann gelang ein Geniestreich: die Assoziation

zu NS-Spielen war unbeabsichtigt.

Haikal Noyes

Die letzte Winter-Edition wartete mit dem Künstler

Haikal Noyes auf. Dieser setzt sich gerne selbst

in Szene, meist auch splitterfasernackt. Das Ergebnis

ist einfach nur sexy.

Shawne Fielding

Die einstige Miss Texas wurde zum Aushängeschild

der Aids-Hilfe Schweiz und dinierte mit der

CR-Redaktion. Ein wunderbar sympathisches Interview

im CR 10/10 war die Folge.

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Ernst und Röbi

Das Zürcher Vorzeige-Paar Ernst Ostertag und

Röbi Rapp schaffte es im Juli 2003 auf das Cover.

Sie sind das erste offiziell registrierte gleichgeschlechtliche

Paar in der Deutschschweiz. Goldig!

23 Hildegard

Sie reinigte Gay-Saunen und brachte dabei gleichzeitig

ihr fundiertes Wissen über Gesundheit und

Prävention an den schwulen Mann. Die CR-Redaktion

verneigt sich ehrfürchtig und gönnt ihr den

Ruhestand.

24

25

20 Jahre Cruiser

Die Jubiläumsausgabe 2007 hatte «nur» die Zahl

«20» auf dem Cover. Dafür gab es eine riesige Sause

in der Labor-Bar!

Das Geschäft mit Aids

Das CR-Magazin interpretierte im April 2012 die

Jahresberichte der Aids-Hilfe Schweiz gewagt und

ehrlich. Die Geschäftsleitung war «not amused»

und wandte sich an den Presserat. Das Verfahren

läuft. Die CR-Redaktion wurde weiter aus der

Pressemitteilungs-Mailing-Liste gestrichen. Ungeachtet

der Cruiser Momente Nr. 3/21/23. CR bleibt

dran!

7


Jubiläum CRUISER Edition Sommer 2012

25 Jahre Cruiser

Vom Zürcher Szene-Blättli zum Schweizer CR-Magazin

Von Martin Ender

8


CRUISER Edition Sommer 2012

Jubiläum

1987 wollten die Cruiser-

Gründer eine Gay-Zeitung

als Alternative zum damaligen

«Kontakt» auf den

Markt bringen. Mit dabei

war Roger Staub, heute Leiter

der Sektion Prävention

und Promotion beim BAG.

Sein damaliger Wunsch,

dass der Cruiser auch eine

fernere Zukunft erlebe, hat

sich erfüllt. Er hat in diesem

Jahr ein Vierteljahrhundert

Bestand.

Ein Brief aus dem Jahre 1987 – auf Schreibmaschine getippt – belegt den

Start des Cruiser: «Am 11. Januar 1987 haben wir – das sind Markus Christen,

Thomy Schallenberger, Tony Vogt und Roger Staub – den Verein Cruiser

gegründet. Wir wollen mit dem Cruiser eine regelmässige Publikation

für Zürich und Umgebung schaffen.»

Zuvor, im Dezember 1986 wurde der Markt mit einer so genannten Nullnummer

getestet.

Im Frühjahr kam dann die Ausgabe 1/87 heraus. Roger Staub gab im Editorial

bekannt: «Die Nullnummer des Cruiser, erschienen im Dezember 86,

war ein Erfolg – im Handumdrehen hat Mann sich ein Exemplar gegriffen.

Daraus schliessen wir, dass wir eine ‚Marktlücke’ gefunden haben,

mit einem Szene-Blatt aus Informationen, ein wenig Klatsch und Inseraten,

die weiterhelfen, wohin und oder wozu auch immer. Wir machen also

weiter. Und weil wir meinen, es müsste den Cruiser auch in einer etwas

ferneren Zukunft noch geben, haben wir einen Verein gegründet. Die

Aktivmitglieder machen das Heft, und die Gönnermitglieder helfen. So

soll dem Cruiser ein besseres Dasein ermöglicht werden. – Eintagsfliegen

hat’s ja schon genug gegeben.»

Keine Eintagsfliege

Der Cruiser war keine Eintagsfliege. Heute gibt es ihn seit 25 Jahren. Die

Formate und die Schriftzüge wechselten – wie man auf der Titelseite

sehen kann – und auch die Personen, die daran gearbeitet haben. So ist

dem Protokoll der ersten Generalversammlung des Vereins Cruiser zu

entnehmen, dass Tony Vogt bereits nach einem Jahr seinen Austritt gab.

Der Cruiser wurde über Jahre unter dem Dach eines nicht Gewinn orientierten

Vereins geführt – was für den Kassier nicht immer einfach war.

So findet sich denn im Mahnwesen auch eine Formulierung wie: «Da wir

am Cruiser nichts verdienen wollen, haben wir auch kein Geldpolster.

Wir sind auf die speditive Zahlung unserer Inserenten angewiesen. Darf

ich Sie bitten, Ihre Zahlung baldmöglichst zu begleichen.» Die Vereinsform

verlangte natürlich von allen aktiv Mitarbeitenden viel Einsatz und

Freiwilligen-Arbeit. Nach Jahren erst wurde der Verein aufgelöst und der

Cruiser stufenweise in andere Geschäftsformen und Besitzverhältnisse

überführt.

Der Cruiser erfuhr vor allem in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre Bergund

Talfahrten. Wechsel an der Redaktionsspitze und in der Administration

brachten eine gewisse Unruhe mit sich. Seit der Jahrtausendwende

ist in dieser Hinsicht wieder jene Konstanz eingekehrt, die notwendig

ist, ein solches Medium am Leben zu erhalten und zum Erfolg zu führen.

Startauflage: 2000 Exemplare

Gestartet wurde der Cruiser mit einer Auflage von 2000 Exemplaren im

kleinen A5-Format. Der Druck war auf den Innenseiten schwarz-weiss

gehalten und das Heft hatte einen einfarbigen Umschlag. Diese Bescheidenheit

erlaubte auch moderate Anzeigenpreise, wie eine Rechnung

vom Februar 1987 belegt: «Sehr geehrte Frau Zimmermann, bereits sind

schon fast alle 2000 Cruiser-Exemplare mit einem Inserat vom Barfüsser

verteilt. Bis jetzt ist das Echo sehr gut. Darf ich Sie bitten, mir die Inseratkosten

mit beiliegendem Einzahlungsschein zu überweisen. Inserat 1/4

Seite Fr. 90.–.»

Der Cruiser war von Anfang an eine Gratis-Publikation für die Leser und

musste somit einzig über Inserat-Einnahmen finanziert werden. Auf der

Inserenten-Liste von damals stehen Namen, die man heute noch kennt,

aber auch Betriebe, die verschwunden sind. Es waren vorwiegend Bars,

Clubs und Shops aus Zürich: Restaurant Barfüsser, Babalu, Bagpiper,

Grotto-Bar, Trübli, Club Hey, Les mains bleues, Macho men’s shop, Relaxclub

Moustache, Pussy cat, Predigerhof, Tip Top, Sauna Alexander, Spot25,

T&M, Wy Not.

Angriffig und unerschrocken

Der Cruiser machte immer wieder von sich reden. So brachte er einst

all jene Nationalräte auf die Titelseite, die damals gegen das Partnerschaftsgesetz

kämpften. Als Szeneblatt schützte er aber auch die eigene

Szene nicht vorbehaltlos. So prangerte er Partyveranstalter an, die Bareback-Parties

durchführen wollten. HIV und Aids waren immer wieder

Thema, auch wenn diese Berichterstattung nicht gerade auflagesteigernd

wirkte. In diesem Jahr hat der CR als erste Zeitung die Honorarforderung

von Doris Fiala als Präsidentin der Aids-Hilfe Schweiz angeprangert und

damit eine mediale Lawine ausgelöst.

Der Cruiser bleibt weiterhin kritisch und unerschrocken. Dass er damit

auf dem richtigen Weg ist, zeigen Leser-Reaktionen und die Statements

verschiedener Prominenter zum 25-Jahre-Jubiläum.

Bild: Artwork Daniel Diriwächter

Was Prominente über das

CR-Magazin sagen:

Stephan Bitterlin, MrGay Switzerland

«Der Cruiser ist kaum noch aus der Schweizer LGBTI-Community wegzudenken.

Ein monatliches Muss mit aktuellen Info’s, breitgefächerten

Themen und abwechslungsreichen Geschichten.»

Uwe Splittdorf, Geschäftsleiter Pink Cross

«Lieber Cruiser, heuer wirst du 25 Jahre alt. Damit hast du für ein Magazin

ein respektables Alter erreicht. Mit 25 sieht so mancher Mann

vielleicht zum ersten Mal im Spiegel ein graues Haar, oder täuscht der

Eindruck, dass die Haarpracht auf dem Kopf lichter wird? Und auch die

langen Party-Nächte hinterlassen erste Spuren.Aber wenn ich dich anschaue,

so habe ich den Eindruck, du bist jünger, geworden, frischer,

frecher. Man gäbe dir deine 25 Jahre nicht, echt. Darum mach weiter

9


Jubiläum CRUISER Edition Sommer 2012

so. Wenn Schwule heute im Alltag besser akzeptiert sind, heisst das

noch lange nicht, dass sie voll dazu gehören. Erst wenn schwul sein so

selbstverständlich ist wie hetero sein, dann musst du, lieber Cruiser,

dir ein neues Betätigungsfeld suchen. Bis es so weit ist braucht es aber

deine Aufmüpfigkeit.»

Gloria Viagra, Drag Queen

«Auch schon 25? Wir sind wohl ein Jahrgang? ;-) Was haben wir in dieser

Zeit schon viel gekämpft, getanzt, demonstriert und geliebt! Wünsche

euch alles erdenklich Gute und denkt daran: Nur Revolution macht

schön! Dicken Knutscha aus Berlin, eure Gloria Viagra»

Martin Näf, Nationalrat

«Ich kenne kein schwules Zürich ohne den Cruiser – und will es mir auch

nicht vorstellen. Besonders schätze ich am Cruiser, dass er als Zeitung daher

kommt und immer auch einen politischen Anspruch hatte und hat.

Und dass er Platz und Raum auch für gesellschaftliche Themen bietet,

die es in der Medienwelt sonst schwer haben. Und natürlich liebe ich die

Kolumnen von Michi!»

Luca Stefano Papini jr, Moderator und Allrounder

«Gratuliere Cruiser zum 25! Und bitte weiter so! Ihr habt mich und die Zürcher

Gay-Community begleitet von Anfang an, ward auch immer nahe an

den dringenden und heissen Themen. Dass wir uns heute freier bewegen

können, ist auch euch zu verdanken. Die Geschichte zeigt, dass Stillstand

tödlich sein kann… ich bitte euch, stellt die Druckmaschinen nie ab und

kämpft weiterhin für unsere Rechte. Gepaart mit Klatsch und Tratsch, wie

auch mit Lifestyle und Party… denn schlussendlich gehört alles zusammen!

Euch noch mindestens 4 Mal weitere 25 Jahre! Herzlichst, euer Luca XXX»

Roger Staub, BAG

«Ich finde den Cruiser immer noch so wichtig wie vor 25 Jahren als ich

bei den Initianten mit dabei war. Information aus und über die Szene und

schwules Leben – und nicht nur Lifestyle-Propaganda – braucht es um

gesund zu bleiben. Ich wünsche dem Cruiser für die nächsten 25 Jahre

weiterhin Mut für unbequeme Geschichten.»

Michael von der Heide, Chansonnier

«Ich verbrachte mit dem Cruiser schon viele schöne Stunden und wünsche

ihm für die nächsten 25 Jahre weiterhin schöne Artikel und viele Leser!»

Clifford Lilley, Image & Style Consultant

«There are gay magazines and then there are GAY magazines! Cruiser

takes the cake and deserves the silver! Congratulations and good luck for

the next 25! Lol»

Mary alias Georg Preusse, Travestie Künstler

«Herzlichen Glückwunsch für 25 Jahre informative und seriöse Berichterstattung!

Danke für 25 Jahre Wegbegleitung zur emanzipierter Homosexualität!»

Wir danken speziell:

www.profil1.ch

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CRUISER Edition Sommer 2012

Jubiläum

Grünbaum Koblasa Livingmedia AG

Agentur für Marketing, Promotion, Events

www.livingmedia.ch

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Prominent CRUISER Edition Sommer 2012

Mario Gomez

Shia LaBeouf

Der Stürmer Mario Gomez wird Deutschland

ins Finale schiessen. Dies prophezeit jedenfalls

die CR-Redaktion heute, ein Tag vor Redaktionsschluss.

Das EURO 2012 Finale liegt zu diesem

Zeitpunkt noch fern. Vielleicht wird diese Spalte

nach dem 1. Juli belächelt. Und möglicherweise

wird uns zur Last gelegt, dass wir bedingungslose

Deutschland-Fans sind (nein). Aber

Mark Medlock

Der schwule Sänger, der 2007 DSDS gewann,

lebt nun auf Sylt. Eigentlich die teuerste Insel

Deutschlands, für Mark Medlock aber eine

Art «Exil». Mark Medlock war bisher der erfolgreichste

Sieger, der je aus der RTL-Show hervorgegangen

ist. Oder kann und will sich jemand

an Pietro Lombardi (2011 mit dem schlimmsten

Englisch aller Zeiten) oder Elli Erl (2004,

die einzige weibliche Siegerin, dafür lesbisch)

erinnern? Unter den Fittichen von Dieter Bohlen

gelangen Mark Medlock einige Hits, welche

aber seine Homosexualität verleugneten (Maria

Maria). Dann folgten Negativ-Schlagzeilen:

Drogen, Schlägereien, Wohnung in Flammen...

Mark Medlock erlebte jüngst keine schöne Zeit.

In einem Interview gab der Sänger mit der samtenen

Stimme zu, dass das Leben als Superstar

nicht leicht für ihn war, im Gegenteil. Er habe

sich verloren und auch Mentor Dieter Bohlen

Normalerweise kämpft Shia LaBeouf gegen als

Autos verkleidete Roboter (oder so), etwa in der

«Transformer»-Trilogie. Zu seinem Leidwesen.

Immer öfter erklärt der 26-jährige Schauspieler,

dass ihm diese Popcorn-Nummern heftig

auf die Nerven gehen. Er sei deswegen auf der

Suche nach «neuen und aufregenden» Projekten.

Da solche Unterfangen in Hollywood eher

Mangelware sind, konzentriert sich Shia LaBeouf

eben auf Island. Und siehe da, er wurde fündig.

Der Schauspieler zeigt sich nun, wie Gott

ihn schuf. Grund dafür ist aber kein «privates»

Schmuddelfilmchen, sondern das neue Musikvideo

von Sigur Ros, einer Band aus Reykjavik.

Die Jungs sind bekannt für ihre melancholische,

fast sphärische Musik, welche aber als

etwas sperrig gilt. Fernab vom Mainstream entwerfen

Sigur Ros beachtliche kleine Filme zu

ihren Songs. Das neue Album «Valtari» ist nun

auf dem Markt und hier kommt Shia LaBeouf

ins Spiel. Zusammen mit Schauspielkollegin

Denna Thompson tanzt sich der Hollywoodstar

durch den sieben Minuten langen Clip zu «Fjögur

píanó». Eine erotische, sowie intime Traumwelt,

in welcher sich das scheinbar verliebte

Paar seiner Kleider entledigt – vollständig. Auf

YouTube ist der Video-Clip leider nur für registrierte

Mitglieder sichtbar. Der neue und aufregende

Shia LaBeouf ist dafür auf der Webseite

von Sigur Ros zu bewundern. (dd)

12

es ist unmöglich, kein Fan von Mario Gomez zu

sein! Der FC-Bayern-Star verwandelte die EURO

2012 bislang zum Heimspiel. Schon längst ein

Star auf dem Rasen, liegen ihm jetzt noch mehr

Fans zu Füssen. Sein Talent soll unbestreitbar

sein (sagt man). Mario Gomez schiesst jedenfalls

ein Tor nach dem anderen. Und während

etwa italienische Fussballer wie Antonio Cassano

durch homophobe Sprüche Aufsehen erregen,

gibt sich Mario Gomez durchaus schwulenfreundlich.

Bereits vor zwei Jahren in einem

Interview mit der Zeitschrift «Bunte» hat Mario

Gomez schwule Fussballer dazu aufgemuntert,

zu ihrer Sexualität zu stehen: «Wir haben einen

schwulen Vizekanzler, der Berliner Bürgermeister

ist schwul. Also sollten sich auch Fussballprofis

zu ihrer Neigung bekennen», so der hübsche

Stürmer. Vielleicht ein bisschen naiv, aber

mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, sagte

Gomez weiter, dass sich Profis keine Sorge über

eventuelle Anfeindungen im Stadion machen

sollten: «Sie würden dann wie befreit aufspielen.

Schwulsein ist doch längst kein Tabuthema

mehr», so Mario Gomez. (dd)

habe sich von ihm abgewandt. Das letzte Album

«My World» (2011), ohne Bohlens Hilfe, war

nur mässig erfolgreich. Statt die Karriereleiter

hinauf, ging’s steil bergab. Doch nun hat

sich Mark Medlock wieder gefunden. Mit der

Sylter-Geschäftsfrau Cornelia Reckert hat er

eine neue Managerin an seiner Seite und wohnt

praktischerweise gleich bei ihr. Sie sei seine

neue «Mutter»» und Mark Medlock sei der Sohn,

den Cornelia Reckert nie hatte. Sylt wurde zu

seinem Exil. Ein «Superstar» will er nie mehr

sein, sondern einfach ein Sänger. (dd)


CRUISER Edition Sommer 2012

Prominent

Zickenkrieg

In der Antike dienten Gladiatoren dem Amusement

der Masse, in glücklicherweise bereits vergangener

Neuzeit Stierkämpfer. Heute werden

in der virtuellen Medienarena Zickenkriege

ausgetragen. Heidi Klum und ihre ehemalige

Lieblings-Model-Kandidatin Rebecca Mir, soeben

von FHM-Lesern zur «Sexiest Woman in the

World» gewählt, streiten sich angeblich um einen

Mann, «Mad Men»-Busenwunder Christina

Hendricks zofft mit Kollegin January Jones wegen

einer Haarfarbe, die Desperate Housewives-

Darstellerinnen liegen sich ebenfalls in den

Haaren, während sich Oberdiva Lopez und Meisterzicke

Diaz bei den Dreharbeiten zu «What to

expect when you’re expecting» Saures gegeben

Kylie Minogue

Can’t get you out of my Head, seit 1987. 25 Jahre

Sexiness und Glamour, ein Vierteljahrhundert

Erfolgsgeschichte. Geboren in der Seifenoper,

aufgewachsen an der Grenze zwischen Mainstream

und Subkultur, ganz gross geworden

in Schwulenclubs. Jung geblieben, besser denn

je. Der Cruiser und die Minogue, sie könnten

Zwillinge sein. 2 Hearts, die zusammen den

Beat angeben. 1987 startete die Locomotion,

Slow. I should be so lucky, jubelte die Szene, die

bis heute Confide in me summt. Die Love at first

Sight hat gehalten. Ein paar Tears on my Pillow,

ja, aber immer auch Celebration und Wow,

Spinning around bis heute und noch viel weiter.

Come into my World! Als Zwischenstation gibt’s

ein Best of, eine CR-Jubiläumsnummer und eine

von Fans ausgewählte Song-Sammlung mit 21

Videoclips, von denen 18 die Top 5 der britischen

Charts erreichten. «Timebomb», die aktuelle

Single, explodiert im Hier und Jetzt. Die Hotpants

werden auch in weiteren 25 Jahren noch

sitzen. Your Disco needs you. Und damit ist natürlich

fast nur Kylie gemeint. (rg)

Lindsay Lohan

Superhelden

haben sollen. Das alles im Vorprogramm zu

Madonna vs. Gaga. Queen Ciccone will in ihrem

aktuellen Tourprogramm (am 18. August in Zürich!)

beweisen, dass Thronfolgerin Germanotta

abgekupfert hat, mixt das Original «Express

Yourself» mit der Kopie «Born this Way», um

dann, Wink mit dem Zaunpfahl, zur nächsten

Nummer überzuleiten: «She’s not me». Gaga gackert

beim nächsten Konzert zurück: «Ich will

keine Queen sein, sondern eine Freundin.» Die

Ladies kämpfen mit ihren Waffen, Madonna

zeigt Nippel, Gaga Grösse, am Ende gewinnen

beide, was sie wollen: Aufmerksamkeit. Etwas

weniger davon hätte sich wohl die neue Première

Dame Valérie Trierweiler gewünscht, deren

Twitter-Nachricht gegen Ségolène Royale,

ihre Vorgängerin an der Seite von François Hollande,

sogleich zum Zickenkrieg hochstilisiert

oder vielmehr runtergebrochen wurde. Und die

Jungs? Hahnenkampf! Chris Brown und Drake

prügelten sich in einer blutigen Bar-Schlägerei

um die gemeinsame Ex, Rihanna. Dabei gab

es nur Verlierer. Wie sich die Schlägertypen

rechtfertigten? Ein Zickenkrieg zwischen Flaschen

werfenden Frauen soll den Fight angezettelt

haben. Willkommen in der emanzipierten

Arena! (rg)

Es waren einmal, im fernen New York, eine Managerin

und ein Börsenmakler. Sie hatten eine

zauberhafte Tochter namens Lindsay, die schon

mit drei Jahren für Werbespots vor der Kamera

stand. Pizza Hut, Vanity Fair, schliesslich grosse

Disney-Streifen. Und dann sang sie auch noch.

Doch bald machten sich Schatten breit: Alkohol,

Kokain, Kerker. Die «Wonderland»-Entzugsklink

vermochte nichts zu richten, die 23 Tage Haftstrafe

verkamen zum Boulevard-Spektakel. Alles

Schnee von gestern für das moderne Schneewittchen.

Neulich wurde sie ohnmächtig in

ihrer Hotelsuite vorgefunden, doch sie hatte

nicht in einen vergifteten Apfel gebissen, war

lediglich erschöpft von den Dreharbeiten zu

ihrem neuen Film, in dem sie Liz Taylor verkörpert.

«Hauptsache, die Notärzte sind süss», beruhigte

sie ihre Fangemeinde per Twitter. An der

Art Basel war Lohan in einem Kunst-Kurzfilm

zu bewundern, bald soll sie an der Seite des

Porno-Darstellers James Deen für Bret Easton

Ellis (American Psycho) vor der Kamera stehen.

Und wenn sie nicht vorher stirbt, werden wir

hoffentlich noch viel Märchenhaftes von ihr zu

sehen bekommen. (rg)

Totgesagte leben länger, Superhelden sind unsterblich.

Von der Spinne gebissen oder von der

Fledermaus inspiriert: Spiderman und Batman

retten derzeit nicht nur die Welt, sondern auch

den Kinosommer. Männlich und mutig thronen

sie auf den Wolkenkratzern, jagen durch

Strassen schluchten, werden von sexy Frauen

angehimmelt, von teuflischen Widersachern

verfolgt. Erst die persönlichen Abgründe machen

sie zu dem, was sie sind. Die schwierige

Kindheit als Waisenjunge, die Teenagerzeit als

Aussenseiter. Superhelden funktionieren, wenn

sie zutiefst verletzlich und höchst romantisch

sind. Abseits der grossen Leinwand macht derzeit

Alan Scott aus der «Green Lantern»-Saga

(2011 verfilmt mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle)

sein Coming-out durch. Eine Nebenfigur

zwar, aber immerhin ein Charakter aus dem renommierten

«DC Comics»-Verlag. Für die christlich-konservative

Müttervereinigung «One Million

Mums» Grund genug, Sturm zu laufen und

auf Facebook Proteste anzukündigen (was bei

Fans auf wenig fruchtbaren Boden fiel). Woraufhin

die besorgten US-Mamis gleich ihren

gesamten Facebook-Auftritt löschten. Begründung:

Zu beschäftigt mit Bibelseminaren. Für

die US-Comicindustrie nur ein weiterer Schritt

einer langen Gratwanderung. Die erfolgreichen

«Archie»-Comics führten bereits 2010 die Figur

des schwulen Soldaten Kevin Keller ein,

Marvel zog jüngst nach mit der Ankündigung

einer Gay-Ehe in der X-Men-Serie. Prominente

Comic-Helden wachsen an Fans und an Widerstand.

Sie stehen über allem und müssen doch

ganz normal sein. Was heisst: Manchmal auch

schwul. Und wenn die Nebenfiguren so viel fortschrittliche

Projektionsfläche offen aufspannen,

lässt man doch Batman und Robin gern

mit einigen dunklen erotischen Geheimnissen

weiterleben. (rg)

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Das komödienwunder und

der Publikumsliebling der Berlinale 2012

PanoramaPublikumsPreis 2012

«…«THE PARADE» ist in Bosnien der erfolgreichste serbische Film seit dem Bosnienkrieg

und er schlug «Avatar» an den Kinokassen...»

SDA

«urkomisch, brillant gespielt und – gegen den Schluss – tief ergreifend»

The Hollywood Reporter

«Ob man will oder nicht: Am Schluss hat man sie alle ins Herz geschlossen und verdrückt

ein Tränchen des Filmes: „Wir sind alle gleich und okay.»

ZÜRITIPP

AB 9. AUGUST 2012 IM KINO

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CRUISER Edition Sommer 2012

News Schweiz

14. Badminton-Turnier

Mister Gay, Stephan Bitterlin, organisiert auch

dieses Jahr das schwullesbische internationale

Badminton-Turnier.

Ausserhalb der offenen Sprechstunde vermittelt die Fachstelle Beratungsgespräche

von Transmenschen für Transmenschen. Auch wer beruflich

mit dem Thema Transsexualität zu tun hat, kann sich mit Fragen an die

Fachstelle wenden. Transmenschen haben darüberhinaus die Möglichkeit,

das medizinische Angebot, hausärztliche Leistungen sowie die sonstigen

Angebote des Checkpoint Zürich zu nutzen.

www.checkpoint-zh.ch

Pro Juventute für Homo-

Adoption

Die Organisation setzt sich für das Recht auf

Adoption für gleichgeschlechtliche Paare ein.

Pro Juventute forderte den Nationalrat auf, die beiden Motionen betreffend

dem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare anzunehmen.

Alle Familienformen sind gleich zu behandeln und das Kindeswohl gehört

ins Zentrum. So setzt sich Pro Juventute mit dem kürzlich lancierten

«Eltern Club Schweiz» ausdrücklich dafür ein, alle Familienmodelle

zu stärken.

Für die Organisation ist es eine Selbstverständlichkeit, dass alle Familienformen

ihre Berechtigung haben. Politik und Gesellschaft sind ihrer Meinung

nach gefordert, adäquate Instrumente zur Definition, Interpretation

und Durchsetzung von Kindeswohl und Kinderrechten zu entwickeln.

www.projuventute.ch

Stephan Bitterlin setzt sich weiterhin unermüdlich für seine Botschaften

ein, darunter auch für den Sport: «Mir ist wichtig, den Gaysport zu

unterstützen, denn Bewegung ist meine Leidenschaft und trägt zur Gesundheit

bei», so der amtierende Mr. Gay Switzerland. Denn Homosexuelle

sind nicht nur an Parties anzutreffen, und haben mehr im Sinn als

etwa Drogen und Sex. Sie möchten auch «normalen Tätigkeit nachgehen

und zum Beispiel bei einer Sportveranstaltung mitmachen», meint Stephan

Bitterlin. Zusammen mit Gaysport Zürich veranstaltet er nun das

Badminton-Turnier, welches bereits in die 14. Runde startet. Der Event

findet vom 13. – 15. Juli in Adliswil statt.

www.gaysport.ch

Fachstelle für

Transmenschen

Checkpoint Zürich eröffnete eine professionelle

Anlaufstelle für Transsexuelle.

Transmenschen, ihren Angehörigen und anderen Interessierten steht

ab Mitte Juni, jeweils am zweiten Donnerstag des Monats, eine persönliche

Anlaufstelle offen. Das Angebot wurde vom Checkpoint Zürich

in Zusammenarbeit mit dem Verein Transgender Network Switzerland

(TGNS) geschaffen.

Leiter der Fachstelle ist Diplom-Psychologe Hannes Rudolph. Der 34-Jährige

ist selbst Transmann und bringt langjährige Erfahrung in der ehrenamtlichen

Unterstützung und Begleitung von Transmenschen mit.

Zeitschrift für die

falschsexuelle Jugend

Die junge Gay-Community in der Schweiz

verfügt nun über ihre eigene Zeitschrift – das

Milchbüechli.

Das Magazin mit dem Titel

«Milchbüechli» bietet verschiedene

Themen über Gesellschaft,

Politik, Kultur, Veranstaltungen,

Personen und Schicksale, die

nicht der Heteronorm entsprechen.

Dazu gehören auch unterhaltsame

Tipps für den Alltag

und ernsthafte Beratung und Informationen

bei Problemen und

aktuelle Adressen jugendlicher

Gruppierungen. Im Veranstaltungskalender

findet der Leser

gemütliche Treffs und laute Parties,

aber auch kulturelle und

politische Veranstaltungen für

falschsexuelle Jugendliche.

«Milchbüechli» wird komplett

von jungen Menschen produziert

und vertrieben. Dahinter steht

der «Verein zur Förderung einer queeren Jugendplattform», welcher

für die Finanzierung und den Vertrieb zuständig ist. Die erste Ausgabe

erschien im Juni, die zweite folgt im November. Ab 2013 erscheint das

«Milchbüechli» dreimal jährlich.

www.mibuli.ch

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Dossier CRUISER Edition Sommer 2012

Religionskrieg um die

Vorhaut-Beschneidung

des Mannes

Das sommerliche Schniedelrüsselchen-Dossier

von Lola Sara Arnold-Korf

© by Stefan Büchi

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CRUISER Edition Sommer 2012

Dossier

Edel-Pelle oder nackte Eichel?

90 Zentimeter Adergeflecht

und 100 Schweissdrüsen

– in der Vorhaut des

Mannes steckt wahrlich viel

Potenzial. Spielverderber

bevorzugen jedoch bis heute

die Zirkumzision – die Beschneidung

eben dieser.

Die Rüssel-Frage mutiert derweil zum wahren Glaubenskrieg. Dabei ist

es ganz einfach: Mit etwas Spucke, Skalpell, Rasierklinge oder einem stabilen

Küchenmesser lässt sie sich im Handumdrehen eliminieren. Und:

Der Freund vom Doktor tut es, der Edelnudist aus Luzern tut es, der geliebte

Rotzlöffel tut es.

Bin ich damit automatisch moderner oder gar gesundheitsbewusster als

alle anderen Elefanten mit Pelle? Fakt ist: Mit fast religiösem Eifer findet

seit Jahren nicht nur unter Schwulen in Amerika und Europa ein Glaubenskrieg

um Sinn, Nutzen und Zweck der Vorhaut statt. Befürworter

und Gegner der Beschneidung (Zirkumzision) beharken sich derzeit vor

allem in Amerika, dem bisherigen Vorreiter an der blutigen Skalpell-

Front. Während in den Staaten statt ehemals 80 Prozent der Babyes «nur»

noch 50 Prozent routinemässig beschnitten werden, geht der Trend in

Westeuropa ganz klar in die andere Richtung. Europäische Verfechter der

Beschneidung propagieren und philosophieren seit einigen Jahren erfolgreich:

Vaselingesalbte, nackte Eicheln sind ästhetischer, schön geruchslos

und praktischer, wenn es um die Potenz geht. Vor allem bei schwulen

Rammlern fruchtet dies offensichtlich. Denn: Die zarte Vorhaut ist den

ausdauernden Strapazen beim Analverkehr nicht immer gewachsen.

Oft – zu oft, wie Schweizer Spitäler zu berichten wissen – fordert ungehemmter

Sex in endloser Güte und wachsender Stabilität seinen Tribut.

Sex-Unfälle mit stark blutendem Präputium finden sich dann auf der

Urologie und zwingend auf dem Operationstisch.

Generalsanierung als Ausweg?

Spätestens wenn es einen richtig erwischt hat, schreckt man vor der Generalsanierung

mit weniger blutender Schnittführung des Skalpells nicht

zurück. Hier, und spätestens hier, scheint die Amputation der schrumpeligen

Vorhautpelle angebracht. Beschneidung ist aber auch ein Lifestyle-

Thema – vor allem unter schwulen Pornostarlets, die lebenslang – auch im

höchsten Alter – aufopferungsvoll um die optimale Genitaloptik kämpfen.

Denn sie wissen aus Erfahrung zu berichten: Nur Stossgebete allein

helfen nicht weiter!

Phimose oder spanischer Kragen?

Unabhängig von Zeitgeist, Staatsreligion oder Mode gibt es aber auch

nennenswerte, rein medizinische Gründe, den Urologen schleunigst

aufzusuchen. Vor allem dann, wenn es des öfteren am Gliede zwickt.

Stichworte:«Phimose» oder der «spanische Kragen». Denn: Nicht jeder

Mann kann mit den angeblich «durchschnittlichen» 75 cm 2 Vorhaut eines

ausgewachsenen Elefanten-Penis prahlen. Wem dieses genetische Privileg

nicht vergönnt ist, kann schnell zum Opfer einer schmerzhaften Vorhautverengung,

einer Phimose, werden. Man unterscheidet zwei Arten: Wenn’s

die Vorhaut in lustvoller Erektion nicht über die Eichel schafft, spricht

man von vollständiger Phimose. Bei der relativen Phimose schafft es die

Vorhaut unter Mühen und Gerüchen gerade so über die Eichel – und das

nur, um sie anschliessend de facto zu strangulieren. Im schlimmsten Falle

droht durch mangelnde Blutversorgung ein Absterben (Nekrose) der Eichel.

Im Falle einer Phimose wird vorzugsweise der sogenannte «High Cut»

präferiert. Dabei wird die Vorhaut bis zum Eichelkranz entfernt. Novizinnen

der Beschneidung finden aber auch den «Low Cut» sehr schick und

formidabel. Hier wird nur das obere Drittel wegzirkuliert und ein Hauch

Rest umschmeichelt fortan die weiche, pastellfarbene Eichel, schützt vor

Verhornung, sondert lebenswichtige Schleimsegmente ab, sichert viele

Meter Nerven und Nervenenden für uneingeschränkten, jahrzehntelangen

Genuss und lässt sich bei ästhetischem Bedarf zwanglos und komfortabel

– mit Stehergarantie – über das Eichel-Prachtwerk zurückrollen. Für

den operativen «Low Cut» eignen sich seit gut zwanzig Jahren – je nach

individuellem Geschmack der Klinikumleitung – Pressklemme oder

Plastikring. Die muss man mindestens zwei Wochen tragen bis das nutzlos

gewordene Drittel Vorhautgewebe nekrotisiert, also abgestorben ist.

Re-Installation nach Wunsch?

Doch zurück zum zeitgeistigen Schöngeist: Wem nach Jahren der Modetrend

nicht mehr passt, oder wem die Amputation seiner «Menschenrechte»

aus politischen oder anderen Gründen in Kindertagen zuwider ist,

der muss heutzutage nicht mehr traurig sein. Das Schniedelrüsselchen

lässt sich zwar in der Ursprungsform nicht mehr reinstallieren… Aber:

Mit etwas Spucke und Klebeband kann Mann den Rest an Vorhaut mit inquisitorischer

Dehntechnik so verlängern, dass wenigstens ein Teil der

schmucken Eichel bedeckt ist. Mit sogenannten «Tuggers», unterschiedlich

schweren Zylindern aus Edelstahl, lässt sich überdies die Epidermis

um zwei bis drei Zentimeter verlängern. Im Gegensatz dazu lehnen vor allem

in Amerika selbsternannte Vorhaut-Menschenrechtler, Verstümmelungsopfer

und hautlos-schmucklose Freiheitsverfechter den durchaus

gangbaren Weg der Hautlappen-Transplantation grundsätzlich ab. Was

die Armseligen einst unter traumatischen Leiden verloren haben, wollen

sie nur unter spürbaren Schmerzen wiedergewinnen.

Westeuropa schneidet nach?

Was bei schwulen Einreitern längst zum guten Ton gehört, ist auch in der

heutigen Schweizer Gesellschaft, egal, ob schwul oder hetero, ein grosses

Thema. Denn: Auch in der pittoresken Schweiz sinkt die Zahl der Käse- und

Urinsteinliebhaber dramatisch. Laut einer Studentenbefragung an der Uni

Zürich und der ETH Zürich gaben über die Hälfte der repräsentativ befragten

1250 Männer an, dass ihre Eichel vorzugsweise entkleidet, also denudiert,

daherkommt. Gut zurückgerollt scheint halb gewonnen! Auf die Frage

warum? Entweder sind sie bereits beschnitten oder tragen ihre Vorhaut aus

Überzeugung hinter der männlichen Pflaume. In selbiger Befragung gaben,

neben den 27 Prozent bereits Beschnittenen, unglaubliche 31 Prozent an,

keine Verkürzung des Vorhautbändchens (Frenulum) mehr ihr eigen zu

nennen. Opfer ungestümen, trockenen Treibens ohne Gleitgel? Diese Frage

wurde leider nicht gestellt. Derweil haben sich 42 Prozent der unbeschnittenen

Studenten bereits mit der Vorhautbeschneidung befasst, von denen

jeder Dritte sich in den nächsten Jahren von der Pelle befreien will. Nicht

Religion, Tradition oder medizinische Ursachen sind für die künftige männliche

Schweizer Hautevolee entscheidend, sondern ästhetische Gründe.

Weiterhin ein Tabu-Thema

Um eines klar zu stellen: Beschneidung ist keine sexuelle Modedroge,

sondern hat eine lange und vornehme Tradition. Schon vor 5000 Jahren

gingen ägyptische Beschneider mit Steinmessern ran ans Werk. Juden

verlieren seit Abrahams Zeiten auf Geheiss des Herrn ihr Schniedelrüsselchen.

Denn: Abraham liess sich angeblich noch mit jungfräulichen

99 Jahren beschneiden. Heute wird bei Juden am achten Tag nach der

Geburt beschnitten. Beim Muezzin wird das intime Gewebe zwischen

dem 12. und 14. Lebensjahr entfernt. Und die Christenheit? Die Vorhaut

Jesu wurde seit dem 12. Jahrhundert gleich an sechs Wallfahrtsorten

der Öffentlichkeit präsentiert und eifrig Taler flossen in die Kassen des

Kirchen imperiums. Jedes Jahr, am 1. Januar, feiert die katholische Kirche

die Zirkumzision des jüdischen Schreinersohns, acht Tage nach der

Geburt Christi. «Fest der Beschneidung des Herrn» hiess es früher – bis

der Vatikan 1960 den Gedenktag verschleiert in «Oktav der Geburt des

Herrn» umbenannte. Auch die katholische Kirche kann nicht gegen ihre

Geschichte ankämpfen. Schliesslich waren gleich zwölf Apostel beschnitten.

Heutzutage heisst es: Alles kann, nichts muss! Entscheidend ist allein

der Fetisch. Und: Was mir schmeckt, muss noch lange nicht allen schmecken!

Wohl bekomms und guten Appetit im Sommer 2012!

17


Szene CRUISER Edition Sommer 2012

Parties und

Events

Folies au Lac

Die jährliche Angels-fete

am See

Die Sonne strahlt, die Drinks fliessen und die

Musik verzaubert. Die stadtbekannte Strandsause

verspricht einen Mitsommernachtstraum

mit heissen Rhythmen und entrückten Tänzern

unter gleissender Sonne. Folies au lac heisst

zehn Stunden Musik und unzählige Begegnungen!

In der zweiten Nachthälfte gibt dann DJ

Juiceppe ein ganz fettes Boyahkasha-Comeback.

Er ist einer der DJs der ersten Stunde.

In den Anfängen von Boyahkasha hat er die

Party mit seinen Gigs massgebend geprägt.

Sieben Jahre später wird er nun wieder an den

Turntables stehen und dem Tanzvolk gründlich

einheizen.

Der für Gäste sonst unzugängliche Backstage-

Bereich der Härterei wird speziell an diesem

Abend zu einem Dancefloor umfunktioniert.

Die von der Heldenbar bekannte DJane Heldin

im Chaos wir dort ihren coolsten Sound zum

Besten geben. Im kleinen intimen Rahmen bietet

sie mit der ganzen Bandbreite des Electro-

Genres ein ansprechendes Kontrastprogramm

z u m M a i n fl o o r.

Boyahkasha – Après Folies

2 floors, Grosse Terrasse

Dienstag, 31. Juli 2012, ab 23.00 Uhr

18

Um den besten Sommertag im Juli für das

Strandfest zu erhaschen, haben die Angels

dieses Jahr zwei Samstage für die Folies au

Lac reserviert: den 14. und den 21. Juli. Der

Entscheid über die Durchführung fällt

am Donnerstag vor der Party und ist auf

www.angels.ch abrufbar.

Folies au Lac

14. oder 21. Juli 2012, (je nach Wetter)

14.00 Uhr bis Mitternacht

Badi Tiefenbrunnen, 8008 Zürich

Boyahkasha –

Après Folies

In der Härterei Zürich

Auch diesen Sommer organisiert die Boyahkasha-

Crew wieder die beliebte Après Folies-Party. Eigens

dafür wurde ein Club mit einer grossen

Terrasse gesucht und gefunden. In der Nacht auf

den 1. August wird nun die Härterei im urbanen

Zürcher Kreis 5 für eine wilde Fete zum Mekka

der Partyhungrigen.

Der DJ und Produzent Berry.E wird direkt aus

Hamburg eingeflogen und er bringt den heissesten

Sommersound mit nach Zürich. Die Sahneschnitte

gibt zurzeit ordentlich Gas. Mit Gigs

für Lady Gaga, Madonna oder Olivia Jones macht

Berry sich gerade einen grossen Namen.

An seiner Seite steht die Kölner Drag-DJane Miss

Delicious, die allen noch von der fulminanten

Party vom Ostersonntag im Plaza bekannt sein

dürfte. Sie sorgt dafür, dass der unverwechselbare

Boyahsound auch zum Zuge kommt.

Härterei Club, Maag Areal, Hardstrasse 219

8005 Zürich

www.boyahkasha.ch

Gaywest

open Air Party auf dem

Bundesplatz in Bern

Am 4. August findet auf dem Berner Bundesplatz

zwischen 17.00 und 22.00 Uhr zum ersten

Mal das Gaywest-Festival statt, welches lesbischen,

schwulen, bisexuellen, trans- und intersexuellen

(LGBTI) Menschen eine Stimme

geben will, um für die soziale Akzeptanz einzustehen!

Gegründet wurde der Verein Gaywest von Amal

Chaoui und Sue Schmid und konnte dank des

Hauptsponsors, Homosexuelle Arbeitsgruppen

Bern (HAB), erste Formen annehmen.


CRUISER Edition Sommer 2012

Szene

Die beiden Hosts auf der Bühne, Amal Chaoui

vom GayRadio Bern und Christoph Matti,

Schauspieler und Inhaber des Labels Theater

Nuri (www.theaternuri.ch) in Zürich, begleiten

das Bühnenprogramm mit vielen Live Acts

durch den warmen Abend.

Neben Ansprachen verschiedener LGBTI-Verbände,

Auftritten von national und international

bekannten Künstlerinnen und Künstlern

– darunter Gallavin, Third Dance, Franca Morgano

und Freda Goodlett – bietet das Festival

einige Informations-, Verkaufs- und Verpflegungsstände.

Im Anschluss finden ab 22.00

Uhr After Parties für Lesben, Schwule sowie

Heteros statt.

Gaywest

Samstag, 4. August 2012

17.00 Uhr bis 22.00 Uhr

Bundesplatz Bern

www.gaywest.ch

Sky Beach Club

9. Deck an der förrlibuckstrasse

Immer wieder sonntags lädt das Team von

5Avenue zum Sky Beach Club auf das 9. Deck

in der Förrlibuckstrasse 151 in Zürich ein.

Über den Dächern von Zürich ist man bei Pool,

Strand, Whirlpool, Food, Bars und kühlen Getränken,

den Wolken etwas näher.

5Avenue ist ein junges Team von Experten,

welche mit viel Leidenschaft Events organisieren.

Unter anderen sind sie die Macher der

«Aviator» und «No Regrets». Im Juni schlossen

sie sich mit der Designerin Jesca Li zusammen.

Sie präsentierte mit ihren Models die

neue ausgefallene Ländershirt- und Sommerkleid-

Kollektion «Juicy- Li» im Sky Beach Club

vor zahlreichen BesucherInnen unter blauem

Himmel.

Mit der Ländershirt- Kolletion wollte Jesca Li

etwas Neues kreieren: eine Verbindung von gutem

Aussehen und der Möglichkeit, sein Land

würdevoll zu vertreten. Diese Fan-Shirts-Kollektion

vereint beide Aspekte. Die Shirts wurden

in Handarbeit in Barcelona und der Schweiz

produziert und sind in sehr limitierter Auflage

erhältlich (max. 4 Stück/Modell). Die Flaggenelemente

wurden auf echten Flaggenstoff

gedruckt und entweder eingenäht oder darauf

appliziert. Unterstützt wird Jesca Li nicht nur

von MrGay Switzerland, Stephan Bitterlin, sondern

auch von Moderator Stefan Caamano und

der Fotografin Fillipa Peixeiro.

www.jesca.li, www.5avenue.ch

Sky Beach Club

Immer sonntags, 6. Mai - 2. September 2012

15.00 Uhr bis 24.00 Uhr

Bei schlechtem Wetter:

Queens Club 2.00 Uhr bis 2.00 Uhr

Förrlibuckstrasse 151, Zürich

Lollipop

Schlagerparty auf vier

verschiedenen Floors

Lollipop Party ist eine der ältesten und meistbesuchtesten

Partiess der Schweiz. Getanzt und

lautstark gesungen wird auf vier verschiedenen

Floors. Hauptbestandteil des Programms und

typisch für Lollipop ist ein Mix aus kitschigem

Schlager, schnulzigen Chansons und Canzoni,

CH-Pop und dem Besten was die Partymusik

von der Balearen-Insel Mallorca zu bieten hat.

Aber auch ein separater 80s/90s Floor, die Après

Ski Tanzpiste oder die Karaoke Lounge haben

längst einen festen Platz im reichhaltigen

Angebot der Sause für jederman ab 20 Jahren

eingenommen.

Lollipop Party, Freitag, 13. und

Freitag, 27 Juli 2012, Ab 22.00 Uhr

X-Tra, Limmatplatz, 8004 Zürich

Angels Neon

Party 2012

Jüngste Kreation der Angels

Am Wochenende der legendären Street Parade

feiert die neue Partyreihe im legendären Volkshaus

ihr grosses Debut. Die Neon Party bietet

das ganze Spektrum aus Licht- und Spezialeffekten

für eine sensationelle Partynacht.

Nach seiner phänomenalen Premiere in Zürich

kehrt Micky Friedmann zurück an die Plattenteller

der Angels und garantiert auch dieses

Mal das volle Programm: den satten Sound,

die super Stimmung und oben drauf noch den

heissen Look! Mit Gigs von Toronto über Berlin

bis nach Barcelona fehlt er an keinem der

grössten Festivals weltweit und reiht sich ganz

vorne unter die besten DJs der Szene ein. Für

ein erweitertes Spannungsfeld sind im Team

aus Down Under DJ Mike Kelly zusammen mit

dem Resident DJ ajaxx dabei. Das Resultat dieser

geballten Ladung garantiert ein absolutes

Highlight am legendären Street Parade Weekend.

Der 11. August sollte deshalb bereits markiert

sein im Kalender, Neon natürlich!

Angels Neon

11. August 2012, ab 22.00 Uhr

Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich

Cream in Basel

The Queer White Party

QueerPlanet und Rainbow veranstalten zusammen

als TWILO The Queer White Party im Union

Basel. Der internationale DJ und Producer

Steven Redant, bekannt von La Démence in

Brüssel und der Pride in Barcelona und Madrid

sowie vom Space in Ibiza, wird die Cream – The

Queer White Party in Basel beehren. Zudem

werden Taylor Cruz, bekannt von queerPlanet,

und DJ Mary von Rainbow aufspielen und einen

Mix aus House, Electro und sexy Tribal Beats

präsentieren. Vor Ort sind auch die Gorgeous

Dancers.

Der grosse Saal des UNION liegt mitten in der

Stadt. Dresscode: White

Cream – The Queer White Party

Samstag, 21. Juli 2012, ab 22.00 Uhr

Union Basel, Klybeckerstrasse 95, Basel

Zürcher Oktoberfest

Voranzeige

Gays geben sich auf den Bänken des Zürcher

Oktoberfestes schunkelnd und tanzend unter

ihresgleichen dem bierseligen Frohsinn hin.

Wie jedes Jahr beginnt nach dem Streetparade-

Weekend der Vorverkauf für «Pink-Monday-Oktoberfest

im Bauschänzli». In diesem Jahr sogar

mit einem neuen Orchester.

Karten für Pink Monday gibt es nur im

Vorverkauf!!!

Vorverkaufsstellen sind:

Cranberry Bar, Männerzone, Moustache Sauna,

Rage, PlazHirsch Bar, Pigalle Bar, Paragonya

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Seit 1918…

… gibt es den Zürcher Theaterverein!

zurcher

theaterverein

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Pass» für vergünstigte Eintritte in die Theater Zürichs und dem Opernhaus, den

10x jährlich erscheinenden NEWS, wo Sie auf einen Blick wissen, was, wann, wo aufgeführt

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bestellen Sie unsere Informationsbroschüre bei unserem Sekretariat.

Zürcher Theaterverein | Sekretariat | Postfach 72 | 8034 Zürich | 044 383 41 96 | sekretariat@theatervereinzh.ch | www.theatervereinzh.ch 19


Community CRUISER Edition Sommer 2012

The Pink Elefant

Das herzhafte Sommer-Interview

von Lola Sara Arnold Korf

20

Uwe Splittdorf, Alicia Parel, Pierre André Rosselet – © by Stefan Büchi


CRUISER Edition Sommer 2012

Community

«Pink Cross» hat sich vor

allem auch in den letzten

Jahren zum modisch daherkommenden

Dachverband

der Schweizer Homos

gewandelt. Ein gewisser

Exhibitionismus des scheidenden

Geschäftsführers

Uwe Splittdorf verhalf zum

Erfolg, aber auch die Arbeit

eines sachkundigen

Vorstands unter der Präsidentschaft

von Pierre André

Rosselet. Mit der neuen

arbeitswütigen Geschäftsführerin

Alicia Parel, einer

Transfrau mit Herz und Verstand,

zeigte «Pink Cross»

modernen Mut. Im Sommer-Interview

spricht Lola

Sara Arnold-Korf für den

CR mit den Akteuren.

CR: Mutig und für den einen oder anderen Mitbewerber äussert überraschend

hat sich die 2200 Mitglieder zählende Dachorganisation

Schweizer Schwuler «Pink Cross» für die 41-jährige smarte Transfrau

Alicia Parel entschieden. Chapeau! In meinen finsteren, grauenvollen

Tagen in Berlin sagte mir einst ein Psychologe und strammer Hetero-

Hase: «Statistisch bringen sich 80 Prozent der Transsexuellen um, bevor

sie 24 Jahre alt werden.» Und jetzt?

Alicia ParEL: Ich bin nicht einverstanden mit der Aussage dieses Psychologen,

denn die Hälfte der Tansgender-Menschen fängt erst mit 40 Jahren

an so zu leben, wie sie es zu Recht nach ihrer Façon will. Sozialdruck,

Sexismus und eine falsche Wahrnehmung über das, was eigentlich Geschlecht

ist, bringt uns in diesem Land nicht weiter. Dank meiner Lebenserfahrung

habe ich gelernt, dass es innerhalb eines Menschen drei Aspekte

gibt: Mann, Frau und anders/undefiniert. In der heutigen Gesellschaft

sehe ich neue Aussichten, ohne Tabus oder Vorurteile. Und da meiner

Meinung nach schwule Männer seit jeher Vorreiter einer solchen Gesellschaft

waren und sind, klammere ich mich als neue Geschäftsführerin

von «Pink Cross» wohl nicht ohne Grund an die Vorstellung, an der Seite

der Schweizer Schwulen noch mehr zu erreichen, als wir bisher schon

erreicht haben.

PIErre André RoSSELET: Es war nie eine Frage, ob Alicia in die Ehe des offenen

Hauses «Pink Cross» passt. Aber der eigentliche Grund, warum wir uns

gegen die anderen Bewerber und für Alicia entschieden haben, war ihre

Überzeugungskraft und Leidenschaft, mit der sie selbst die politischen

Granden im Berner Bundeshaus zu beflügeln und bearbeiten versteht.

Denn wir brauchen uns nichts vorzumachen: Der Erfolg von «Pink Cross»

lebt von einer aktiven Lobbyarbeit. Ganz so wie es Alicias Vorgänger Uwe

in den letzten drei Jahren äusserst erfolgreich gemacht hat. Es wird sicher

kein leichtes Erbe.

UWE SPLITTDorf: Ohne dies selbst beurteilen zu wollen, will ich nur noch

hinzufügen, dass ich sehr stolz darauf bin, in Alicia eine taffe und arbeitswütige

Nachfolgerin gefunden zu haben. Und ich bin fest davon

überzeugt, dass sie die Interessen unseres schwulen Dachverbandes würdig

vertreten wird.

CR: An dieser Stelle wäre es sicher politisch korrekt die CR-Leser mit

euren Meinungen zu den Long-Time-Themen wie «Adoptionsrecht»

oder «Aids» zu konfrontieren. Heben wir uns dies für später auf und

hinterfragen eure Standpunkte zu einem anderen, bisher eher hinter

vorgehaltener Hand diskutierten Thema: Der schwule Big Daddy –

reicher Schwuler trifft junges Gemüse. Entgegen aller schwuler Moralapelle:

Ist die Schweizer Schwulenszene der heutigen Zeit nicht

seelisch, moralisch verkommen? Reichen plakative Kampagnen nach

aussen aus, um über die internen Zustände innerhalb der Gay Community

hinwegzutäuschen? Was ist mit dem schwulen Raubtier-Kapitalismus?

PIErre André RoSSELET: Sicher ist dies auch schwule gesellschaftliche Realität.

In erster Linie sehe ich aber viel Mut darin, wenn jemand neben seinem

Schwulsein auch zu seiner Leidenschaft steht. Ich persönlich habe mich

jahrelang als Politaktivist, Rechtsanwalt und Hedonist öffentlich geoutet

und bin permanent dazu gestanden. Vielleicht bin ich da die Ausnahme

von der Regel. Ich glaube jedoch, was uns schwule «Erfolgsmenschen»,

auch mit jüngeren Partnern verbindet, ist die Tatsache und das tiefe Bedürfnis,

mehr als nur die Arbeit, nämlich auch das Vergnügen zu wollen.

Das mag egoistisch klingen. Letztlich würde ich mich aber freuen, wenn

viel mehr Schwule zu ihrem Vergnügen – in aller Offenheit – stehen würden.

Und ich glaube, dass dies eine Aufgabe für die Zukunft sein wird.

CR: Lieber Pierre, 1996 schrieb die Handelszeitung einen Artikel über

dich unter der Überschrift: «Schwul aber tüchtig!». Schaulaufen oder

pure Realität?

PIErre André RoSSELET: Dieser Artikel hatte mir 1996 gezeigt, dass die Schwulen

damals besser sein mussten als ihre Heterokollegen. Leider scheint

es für viele Schwule noch immer so zu sein. Liebe Lola, du sprichst wirklich

ein Tabuthema an. Aber vielleicht kann auch mein geschätzter Uwe

etwas dazu sagen.

UWE SPLITTDorf: Auch ich bin ganz klar der Meinung, liebe Lola, dass du hier

ein Tabuthema ansprichst. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es als

21


Community CRUISER Edition Sommer 2012

schwuler Mann immer wichtiger ist, besser zu sein als die anderen. In

meinem persönlichen Bekanntenkreis gibt es sehr viele Schwule, aufgrund

deren Biografien sich dies belegen lässt. Ich wäre froh, wenn dieses

Thema durch die neue Geschäftsführerin neutralisiert werden könnte.

Alicia ParEL: Wenn ich darüber nachdenke, sehe ich eine ganze Reihe von

Gründen, warum diese schlechten Verhältnisse Realität sind. Andererseits

betrifft das «Big-Daddy-Thema» die gesamte Gesellschaft. Was aber

gerade für unsere schwule Community keine Ausrede sein darf. Und dennoch:

Es geht doch nicht um die Schwulen allein! Letztlich ist es doch nur

eine Kopie der Gesellschaft. Oder reden wir jetzt über Hausfrauen? Ich

habe die Frage nicht ganz verstanden!

CR: Einige Menschen behaupten von ihren Eltern: Sie hätten Cobras

grossziehen sollen und keine Kinder. Werden Homos mit dem Adoptionsrecht

bei der Schweizer Gesellschaft nun endgültig ankommen?

PIErre André RoSSELET: Ich sehe den Kampf um das Adoptionsrecht in grösseren

Zusammenhängen. Dieser Kampf hängt ganz wesentlich mit der

gesamten Diskriminierung und den Gesetzen zusammen. Wenn das Adoptionsrecht

kommt, stehen auch andere Türen offen. Stichwort: UNO-

Empfehlungen für unsere Menschenrechte.

CR: Führt «Pink Cross» also in gewisser Weise einen Stellvertreterkrieg?

PIErre André RoSSELET: Das stört mich nicht. Denn, wie du weißt, Lola, wollen

wir unsere Ziele auf allen gangbaren Wegen erreichen.

ALICIA Parel: Die Diskussion um das Adoptionsrecht hat auch eine andere,

ganz wesentliche Komponente. Heute entscheiden Menschen, die in

einer anderen Generation aufgewachsen sind. Statt auf die Fakten und

gesellschaftlichen Realitäten zu schauen, wird hier ein Glaubenskrieg

zu Lasten der Betroffenen geführt. Dies ist in meinen Augen auch ganz

wesentlich eine klare Erziehungsfrage. Wir als «Pink Cross» werden uns

notwenigerweise dieser Aufklärung in der neuen, jungen Generation

stellen. Toleranzbildung erfolgt vor allem im Elternhaus. Aber auch die

Schulen können und müssen verstärkt ihren Beitrag leisten.

CR: Alicia, Pierre André Rosselet sagt von dir, dass du kein Blatt vor

den Mund nimmst, ist das so?

Alicia ParEL: Leute, die mich bereits kennen, wissen, dass ich sehr direkt

bin. Die schwule «Revolution» die bei «Pink Cross» vor Jahren begonnen

hat, wird fortgesetzt und erweitert. Ich persönlich komme aus einem Bereich

in dem Aktivismus überlebenswichtg ist.

CR: Was sagt uns das für die Zukunft von «Pink Cross»?

Alicia ParEL: Erstens: Homosexualität ist das Leben! Zweitens: Menschenrechte

sind unteilbar! Drittens: Schwule leben nach wie vor nicht im Land

wo Milch und Honig fliessen!

CR: Herzlichen Dank für das herzhafte Interview, und der CR wünscht

auch weiterhin Viel Erfolg!

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CRUISER Edition Sommer 2012

Kolumne

Die Intoleranz

der blöden

Schwuchteln

Von Michi Rüegg

Der schwule Onkel wars, der auf dem Turbinenplatz

über Transmenschen geschimpft hat.

So geschehen an der Pride, wiedergegeben von

meinem Ostschweizer Busenfreund. Ja, sein Onkel

– die besten Jahre hat er hinter sich – kann

sich nicht anfreunden mit diesen Männern, die

meinen, sie seien Frauen. Oder umgekehrt. Und

Lesben, findet er, sollten sich endlich mal etwas

pflegen, damit sie nicht alle so scheisse aussehen

würden.

Ich kenne den Onkel nicht, aber ich kenne den

Typus. Zu einem gewissen Grad bin ich er. Als

ich neulich einen Literaturabend moderierte,

war unter meinen Gästen ein Mann, der als Frau

geboren wurde, auf Männer stand und dann zu

einem schwulen Mann wurde, einen schwulen

Partner hat und ihm ein Kind gebar – wodurch

sich zum Schluss die Verwandlung ins Paradoxe

stürzte und er im urbiologischen Sinne wiederum

eine Sie war. So verwirrend das auf Anhieb

klingt, so irritiert war ich selber.

Was der Bauer nicht kennt – so ist das eben.

Neues ist ungewohnt. Und weil ich keine Transmenschen

in meinem näheren Umfeld habe,

bin ich auch nicht sonderlich über ihre Ängste

und Sorgen im Bilde. Dass sie wütend werden,

wenn eine Bundesrätin an einer Pride nur von

Schwulen und Lesben spricht, die Transmenschen

jedoch mit keinem Wort erwähnt – das

kann ich gut nachvollziehen. Mir ging es genauso

im Sexualkundeunterricht damals an der

Kantonsschule, als Sex auf den Akt zwischen

Männlein und Weiblein reduziert wurde. Nur

dass da keine Bundesrätin vorne stand sondern,

ein verklemmter Herr Heller («Das ist ein Penis.

Was ist daran lustig?»).

Aber zurück zum Onkel, so leicht kommt der

mir nämlich nicht davon. Er, der es früher weiss

Gott nicht einfach hatte in der Familie, im Beruf,

auf der Strasse. Er, der Pöbeleien gegen

Schwule wohl auch am eigenen Leib erfahren

hat. Er, der miterleben durfte, wie der Wind

in der Gesellschaft gedreht hat und unsereins

heute gut akzeptiert ist – gerade er sollte wissen,

dass der Regenbogen mehr als nur die Farbe

Pink aufweist.

Geht ihm eine tolerante Haltung ab? Das mag

man so sehen. Ich persönlich stelle Toleranz

in den Giftschrank. Toleranz ist im besten Fall

eine Fassade für Gleichgültigkeit. Tolerieren

kann man nur, was man im Grunde ablehnt.

Wer alles toleriert, toleriert nämlich auch die

Unterdrückung. Toleranz ist nicht einfach der

positive Gegenpol von Intoleranz, das musste

hier wieder einmal gesagt werden.

Vielleicht kann man die Intoleranz innerhalb

der Szene physikalisch begründen. Stellen wir

uns zum Beispiel Quecksilber vor, das flüssige

Zeug im Fiebermesser, den man in glückliche

Kinderärsche steckt. Eingeengt in ein Gefäss

und unter leichtem Druck von aussen bildet das

Quecksilber einen kompakten flüssigen Körper.

Sobald man es jedoch ausleert, perlt es tropfenweise

auseinander und verliert den Charakter

einer Einheit. Es rollt ins Nirvana.

Vielleicht hat die Unterdrückung früher vermieden,

dass wir uns allzu sehr gegen unseresgleichen

gestellt haben. Heute, wo jeder kann,

was jeder will, kann jeder auch Intoleranz.

Doch damit, liebe Mitschwestern, meine ich keinesfalls,

dass nicht mehr gelästert werden soll.

Sonst würde ich ja arbeitslos werden.

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23


Kino CRUISER Edition Sommer 2012

The Parade

Dieser Film war 2011 der

Überraschungshit auf dem

Balkan.

Von Martin Ender

In Serbien ist es nicht weit her

mit der Toleranz gegenüber

Homosexuellen. Die Mehrheit

verhält sich homophob, nur

eine Minderheit liberal. «The

Parade» strickt aus diesem

Gegensatz eine Komödie der

Grenzüberwindung, die an

den Kinokassen mächtig einschlug.

Jetzt kommt der Film

in die Schweizer Kinos.

Dass der Film im Balkan gut 600 000 Besucher

in die Kinos lockte, erstaunt vor allem

angesichts der Handlung: «The Parade» handelt

von einem schwulen Paar, das in Belgrad

trotz massiver Widerstände durch rechte

Schläger, aber auch von staatlicher Seite,

eine Gay Pride Parade abzuhalten versucht.

Auf der Berlinale stellte Regisseur Dragojevic

seinen Film dem Weltpublikum vor. Da hat er

zusätzlich zum Teddy auch den Panorama-Publikumspreis

gewonnen. Ab 9. August läuft er

in der Schweiz.

Die Handlung

Basierend auf einer wahren Begebenheit erzählt

der Film die Geschichte des 30-jährigen

Mirko und seines Lebensgefährten Radmilo.

Schauplatz ist Belgrad, Hauptstadt des sich

vom Krieg erholenden Serbien. Mirko ist ein

Klischee-Schwuler mit tuntiger Attitüde. Der

wenig erfolgreiche Theater-Regisseur hält sich

als Hochzeitsplaner über Wasser und engagiert

Legende: Szenebild aus «The Parade» von Srdjan Dragojevic, 2011

sich für die Rechte von Schwulen und Lesben.

Er versucht, im homophoben Belgrad – in einem

der schwulenfeindlichsten Länder Europas

– eine Schwulenparade zu organisieren.

Mirkos fester Freund Radmilo, ein Tierarzt,

ist politisch nicht aktiv und will einfach nur

in Ruhe gelassen werden. Obwohl beide sehr

diskret sind, müssen sie im alltäglichen Leben

immer wieder Anfeindungen und Übergriffe

über sich ergehen lassen.

24


CRUISER Edition Sommer 2012

Kino

Leider stellt sich die Organisation der Parade

als fast unmöglich heraus. Rechte Radikale

bedrohen die Gruppe und die Polizei weigert

sich, ihnen Schutz zu bieten. «Wenn man so anfangen

würde, müsste man sich ja auch um Zigeuner

kümmern...», so die Ausrede der Polizei.

Da kommt Limun ins Spiel: Er hat im Jugoslawienkrieg

gedient, hat den einen oder anderen

Dreck am Stecken und betreibt heute eine kleine

Security firma. Seine temperamentvolle und offene

Verlobte Pearl möchte sich ihre bevorstehende

Hochzeit von einem Hochzeitsplaner arangieren

lassen. Sie lernt Mirko kennen und erfährt von

seinen Problemen. Mit viel Geschick, Diplomatie

und Rumgezicke schafft sie es, ihren Zukünftigen

Limun zu überreden, die Parade zu beschützen.

Doch dessen Angestellte wollen nicht mitmachen

und auf keinen Fall einen Haufen «Pederi»

(Schwuchteln) beschützen. So beginnt ein Roadtrip

durch Ex-Jugoslawien. Limun macht sich mit

Mirkos Freund Radmilo in dessen pinkem Auto

auf die Reise. Der Plan ist, von Limuns Kriegskumpanen

einige Gefallen einzufordern, um eine

Securitytruppe für Mirkos Umzug zu rekrutieren.

Vorher muss er Radmilo noch die Grundregeln

des Männlichkeitscodes beibringen, damit

er weniger auffällt. Denn nichts würde Limuns

Ex-Kombattanten mehr abschrecken, als ein

Mann, der mit abgespreiztem Finger trinkt.

Die Geschichte gipfelt in der Durchführung der

Parade in Belgrad, an der die Handvoll Schwulen

und Lesben zusammen mit Limun und seinen

Schlägertypen gegen einen Haufen Neonazis

ankämpft.

Klischees rund um Schwule, Lesben,

Machos und Tussis

Regisseur Dragojevic spielt mit Vorurteilen,

übersteigert und bricht sie. Er zeigt ganz normale

Menschen, wie sie zueinander finden und

die Vorurteile, welche sie gegenseitig haben,

langsam gemeinsam abbauen. Er bietet einen

Zugang zur Problematik der Region, ohne zu

langweilen oder zu schockieren, sondern mit

einer wunderschönen, amüsanten und ebenso

tragischen Komödie.

Dass ausgerechnet ein brutaler Kriegsveteran zum

Garanten der Sicherheit der Gay-Parade wird, gehört

zu den vielen absurd-komischen Wendungen

des Films. Grenzüberschreitungen werden

in «The Parade» zum komödiantischen Prinzip.

Das wilde Spiel mit Klischees und Stereotypen

machen den Film zum überraschenden Publikumserfolg.

Hier verbinden lebensrettende Massnahmen

an einem Gangster-Pitbull zwei Welten,

hier trifft Old-School-Machismo auf schwulen Einrichtungswahn,

Homophobie auf exaltierte Geschlechterinszenierungen,

hier bilden die alten

Feinde – Serben, bosnische Muslime, Kosovo-Albaner

und kroatische Kriegsveteranen – zusammen

mit Schwulen-Aktivisten eine utopische Truppe.

Der Film ist schlicht und ergreifend herzzerreissend,

tragisch und schauerlich zugleich.

«Spiegel onlie» stellte dem Regisseur die Frage,

ob er glaube mit «The Parade» die Einstellung

der Menschen verändert zu haben. Seine

Antwort: «Ja, mit dem Film habe ich tatsächlich

fast alle Ziele, die ich mir gesteckt hatte,

erreicht. Ich wollte möglichst vielen Leuten

zeigen, wie die Mehrheitsgesellschaft Minderheiten

behandelt, und das ist mir gelungen.

Allein in Serbien haben rund 330 000 Menschen

den Film gesehen. Davon ist die Mehrheit

meiner Meinung nach schwulenfeindlich.

Dennoch waren die Reaktionen fast durchweg

positiv. Ein Freund hat mir erzählt, dass sein

Teenager-Sohn schlecht gelaunt nach Hause

kam, nachdem er «The Parade» gesehen hatte.

Er hätte den Film scheisse gefunden, erzählte

der Junge – weil er Schwule jetzt nicht mehr

hassen könne. Für diese Leute habe ich den

Film gemacht.»

Ein Interview mit Regiseur Srdjan

Dragojevic ist auf Seite 26 zu lesen.

The Parade

In den Kinos am 9. August 2012

Vorpremieren

Zürich: Riffraff, Mittwoch, 25.7., Apéro um

20h, Filmstart: 20.45h, Party in der Heldenbar

(Provitreff), Sihlquai 240, 8005 Zürich

Vorverkauf und Infos unter:

www.riffraff.ch, www.profitreff.ch

Basel: kult.kino atelier 1, Donnerstag, 26.7.,

Apéro um 20h, Filmstart um 21h, Party in der

Kuppel nach dem Film (ca. 400m vom Kino entfernt

an der Binningerstrasse 14).

Vorverkauf und Infos unter:

www.kultkino.ch, www.kuppel.ch

Bern: Quinnie-Kino Movie 2, Freitag, 27.7.,

Filmstart um 18.30h, Apéro nach dem Film.

Vorverkauf und Infos unter:

www.quinnie.ch

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(Zürich, Basel oder Bern)

25


Nachgefragt CRUISER Edition Sommer 2012

Branko B. Gabriel

trifft...

...den serbischen Filmemacher

Srdjan Dragojevic

Branko ist nicht der typische

Kinogänger, sei es, weil es

keine guten Filme gibt oder,

weil er einfach keine Zeit findet.

Trotzdem fand er mit «The

Parade» eine wahre Filmperle,

die Ende August Pflichtprogramm

ist.

«The Parade» des serbischen Filmemachers Srdjan

Dragojevic ist ein beeindruckender Film, der

diesen Sommer in den Kinos läuft. Gerade weil

er aus dem Balkan kommt (so wie ich) und weil er

sich einem Thema annimmt, das wir in Westeuropa

in dieser Form nicht mehr kennen: Schwule

«Jugos» treffen auf ausgediente Kriegsveteranen.

«The Parade» überzeugt in seiner komisch-brutalen

und doch sehr liebenswürdigen Art. Ein starker

Film, der nicht zuletzt durch die grossartigen

Darsteller berührt und zum Nachdenken anregt.

Logisch, dass ich dem Regisseur Srdjan Dragojevic

dazu einige Fragen stellen musste.

BRANKO: Lieber Srdjan, wie kommt man auf

eine so durchgeknallte Idee, einen schwulen

Film zu drehen, wenn man selber nicht

schwul ist, gerade im schwulen-feindlichen

Balkan?

SRDJAN: Stimmt, ich bin nicht schwul. Das bedeutet

aber nicht, dass ich nicht in der Lage

wäre, einen Film über diese Thematik zu drehen.

Privat habe ich viele schwule Freunde,

und es macht mich wütend, wie diese ihr Leben

ohne die üblichen Rechte leben müssen. Mit

«The Parade» ist es mir zudem gelungen, einen

ehrlichen Film über den jugoslawischen Krieg

zu drehen. Ich teile Filme nicht in Kategorien

ein, wie etwa den «Frauen-Film» oder «Schwulen-Film».

Es gibt nur eine glaubwürdige Bezeichnung

– den menschlichen Film.

BRANKO: Neben der Regie hast du auch das

Drehbuch geschrieben. Weshalb all diese

Arbeit?

SRDJAN: In meiner Karriere habe ich erst einmal

einen Film ohne ein eigenes Drehbuch gemacht.

Mit dem Ergebnis war ich unzufrieden.

Für mich gehören Schreiben und Drehen seither

zusammen. Schliesslich startete ich als Journalist

und habe bereits drei Gedichtbände veröffentlicht.

Ich bin ein Schriftsteller, der durch

Zufall in der Filmbranche gelandet ist.

BRANKO: Haben die Hauptdarsteller Nikola

Kojo und die wunderbare Hristina Popovi

sofort zugesagt?

SRDJAN: Ja, Nikola Kojo ist ein Freund aus der Schulzeit

und spielte bereits in fünf meiner Filme mit.

Für Hristina Popovi ist es die erste Hauptrolle.

BRANKO: Die saufenden Kumpels von Limun

dürfen sich küssen, dem schwulen Paar

bleibt dies verwehrt. Wieso zeigst du nicht

mehr Zärtlichkeit zwischen den schwulen

Männern?

SRDJAN: Deine Wahrnehmung kann ich nicht

teilen. Ich zeige das schwule Paar Mirko und

Radmilo auch im Bett. Deren Intimität ist spürbar.

Die beiden offensichtlich beim Sex zu zeigen,

war für mich nicht notwendig. Aus meiner

Sicht wirken die meisten Sexszenen in Filmen

zu künstlich. Aber vielleicht bin ich auch einfach

zu scheu?

BRANKO: In «The Parade» gibt es eine heftige

Szene zwischen Neonazis, die auf die Gay-

Community treffen. Waren das Schauspieler?

Die kamen sehr real und brutal rüber!

SRDJAN: Einige der Darsteller sind in der Tat Neonazis

und Hooligans. Aber sie wussten sich beim

Dreh zu benehmen. Probleme gab es nicht. Natürlich

war es riskant, mit ihnen zu drehen,

doch mir war wichtig, dass gerade diese Szenen

real rüberkommen. Als einer der Produzenten

des Films durfte ich dieses Risiko eingehen.

BRANKO: Konntet ihr überall drehen oder gab

es Auflagen oder gar Einschränkungen?

SRDJAN: Wir mussten uns in der Tat bedeckt halten.

Das bedeutete keine öffentliche Ankündigung

oder Presseinformation. Zudem war es klug in

unauffälliger Kleidung zu drehen. Wir wollten

keine Besuche von Neonazis oder Hooligans!

BRANKO: Ein schwuler Freund von mir aus Serbien

meint, dass alles halb so wild sei. Hat

sich die Situation in den letzten Jahren tatsächlich

verbessert?

SRDJAN: Schwer zu sagen. Während der Dreharbeiten

wurde ein Mädchen in Belgrad niedergestochen,

nur, weil es ein T-Shirt mit der

Regenbogenflagge trug. Und noch immer warten

Hooligans in Belgrad vor Gay-Clubs, um die

Gäste zu verprügeln...

BRANKO: Dein Film war an der diesjährigen

Berlinale der Publikumshit (Panorama-Publikumspreis).

Was hat der Film im Balkan

ausgelöst? Wurde öffentlich darüber debattiert?

SRDJAN: Unser Film hat sicherlich eine Diskussion

über die LGBTI-Rechte ausgelöst. Dies in

einer sehr homophoben Region! Ich war sehr

geehrt, dass der kroatische Minister aufgrund

meines Films Kriegsveteranen darum bat, an

der kroatischen PRIDE teilzunehmen. Das Leben

imitierte den Film! «The Parade» avancierte

zu einem anregenden Film, welcher mit seiner

Botschaft auch unangenehm sein kann. Auch

für die Gay-Szene. Aber «The Parade» tut dies mit

Humor, Solidarität, Liebe und Toleranz.

BRANKO: Lieber Srdjan, vielen Dank für das Gespräch!

Infobox:

Srdjan Dragojevic wurde 1963 in Belgrad geboren.

Nach seiner Zeit als Mitglied einer bekannten

New Wave Band in den 1980ern und der

Ausbildung als Psychotherapeut, absolvierte er

1987 das Studium der Film- und Fernsehregie

an der mazedonischen Universität der Künste.

1992 machte er mit seinem Debütfilm «Mi

Nismo Adeli» im serbischen Kino auf sich aufmerksam.

Es folgten diverse Auszeichnungen

auf internationalen Filmfestivals. Nach einem

kurzen Abstecher nach Los Angeles 1999 (Entertainment

Riese Miramax wollte ihn unter Vertag

nehmen), kehrte er mit seiner Familie 2001

nach Serbien zurück. Mit seinem neusten Film

«The Parade» feierte er riesige Erfolge im gesamten

Balkanraum und schlug sogar «Avatar» an

den Kinokassen.

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Wo liest man(n)

das CR-Magazin?

Fotograf:

Stefan Büchi

Idee & Konzept:

Daniel Diriwächter

Die Zeiten, als der CRUISER nur in schummrigen

Kneipen zu lesen war, sind passé. Mit

25 Jahren ist die Zeitschrift erwachsen,

heisst CR-Magazin und traut sich was. Die

Fotostrecke erbringt den Beweis...

Fotograf Stefan Büchi

Stefan Büchi ist freischaffender Fotograf aus

Zürich. Er fotografiert gerne Menschen für

Portraits oder in Form von Reportagen in

Ausübung von Beruf und Hobby oder an

Veranstaltungen, speziell auch dort, wo der

Einsatz körperlicher Leistung erforderlich

ist. «Ich finde es extrem bereichernd, wie

ich dank der Fotografie Begegnungen habe

zu Menschen, die ich sonst nicht antreffen

würde und so auch Einblick in mir fremde

Welten erhalte.» – so Stefan auf die Frage,

was ihn ausser dem Fotografieren selbst an

der Tätigkeit besonders gefällt. Neben den

Aufträgen für Geschäfts- und Privatkunden

übt Stefan Büchi seine Leidenschaft auch für

eigene Langzeit-Projekte aus.

www.stefanbuechi.ch

Dank an: Bar und Hotel Platzhirsch, Zürich,

www.meinplatzhirsch.ch


Reisen CRUISER Edition Sommer 2012

Auf und davon!

Sommerzeit - Ferienzeit! Das

CR-Magazin präsentiert

zusammen mit Pink Cloud

verlockende Reise-Tipps.

von Daniel Diriwächter

Ferien haben einen hohen

Stellenwert in der Gay-Community.

Manch einer quält

sich über das Jahr im Fitness-

Center, um später an der Gay-

Beach zu glänzen. Doch es

müssen nicht immer Mykonos,

Gran Canaria oder Sitges

sein. Das Reisbüro Pink Cloud

kennt hinreissende Orte auf

dieser Welt, die es zu entdecken

gilt. Nicht nur im Sommer!

Für Freunde des Kurzstrecken-Urlaubs, welche

nicht allzu lange im Flieger sitzen möchten,

aber doch ein neues, aufregendes Ambiente

schätzen, empfehlen sich folgende Destination:

Bodrum, Türkei

Überaus faszinierend an Bodrum ist die leidenschaftliche

und harmonische Verschmelzung

3000 Jahre alter Geschichte mit der Gegenwart.

In der antiken Welt war Halikarnassos als eines

der sieben Weltwunder, das Grabmal des Königs

Mausolos, bekannt. Heute überzeugt die Stadt

durch einen wunderschönen Hafen, unzählige

Einkaufsmöglichkeiten und ein aussergewöhnliches

Nachtleben. Kein Wunder, wird Bodrum-

Stadt auch liebevoll das «St. Tropez des östlichen

Mittelmeers» genannt. Vornehme Nachtlokale,

Restaurants, Lounges und Beach-Clubs bieten

alles für gediegene Ferien in luxuriöser Atmosphäre.

Dubrovnik mit Insel Hvar, Kroatien

Die «Perle Kroatiens» und gleichzeitig das pulsierende

Zentrum von Süddalmatien ist unbestritten

Dubrovnik. Die einmalige Lage, auf

einer Halbinsel zu Füssen einer Kalksteinbergkette,

umgeben von subtropischer Vegetation,

machen zusammen mit den kunsthistorischen

Schätzen einen Aufenthalt zu einem unvergesslichen

Erlebnis. Die grosse Vergangenheit ist an

allen Ecken der berühmten, zum UNESCO-Welt-

34


CRUISER Edition Sommer 2012

Reisen

kulturerbe zählenden Altstadt zu spüren und

zu sehen. Mit der Fähre lassen sich Dubrovnik

und die Insel Hvar ideal kombinieren und geben

einen nachhaltigen Einblick in die vielen Facetten,

welche dieses wunderschöne Land prägen.

Lappland, Finnland

Gut, wir haben Sommer, doch auch ein Urlaub

im Winter will rechtzeitig geplant sein. Und

dann leuchtet der Norden. Nicht alle Destinationen

sind so einzigartig und natürlich wie

Lappland. Dank einem direkten Flug geht’s in

nur drei Stunden in den nordischen Winter. Nur

eine Stunde vom Flugplatz Kittilä entfernt, liegt

das beliebte finnische Dorf Äkäslompolo inmitten

schöner, bewaldeter Hügel und gefrorener

Seen. Hier warten ein Blockhaus, Huskies und

Rentiere bereits auf die Reisenden.

Weit weg vom Alltag und doch nahe genug an

der Zivilisation sind auch romantische Blockhäuser,

Studios und die Villa Armas in Äkäslompolo

zu finden. Dieser kleine Ort ist mit seinen

knapp 400 Einwohnern keine Metropole – für

lappländische Verhältnisse jedoch ein Zentrum

der Begegnung.

Doch manchmal muss man auch einmal so

richtig weit weg, den Kontinent wechseln, seinen

Alltag vergessen. Folgende Langstrecken-

Destinationen sind eine Reise wert:

Kuba

Kuba steht nicht nur für karibische Traumstrände

und Zigarren, sondern auch für Lebensfreude

pur. An der drei Kilometer langen Hafenpromenade

pulsiert Havannas Herz: Hier wird

diskutiert, musiziert und getanzt. Die kubanische

Musik mit ihrem Urklang und Rhythmus

ist ansteckend und zieht dich in Bann.

Als Geheimtipps erweisen sich private Gästehäuser

wie etwa das Casa Particular. Bei Ferien

unter Einheimischen lässt sich der Alltagsstress

leicht vergessen. Zumal sich ein solches Gästehaus

ideal für einen Sprachaufenthalt anbietet.

Argentinien

Argentinien – ein Koloss, sowohl in seiner geografischen

Ausdehnung wie auch in seiner kulturellen

Vielfalt. Von den tropischen Regenwäldern

im Norden zu den trockenen Steppen

des südlichen Patagoniens, von den schneebedeckten

Anden im Westen zur oft stürmischen

Atlantikküste im Osten, Argentinien vereint

nahezu jedes Klima. Dies spiegelt sich auch im

Alltag des Landes wider: heisse Nächte im kosmopolitischen

Buenos Aires, wortkarge Gauchos

in der endlosen Pampa, pralle Weintrauben

im sonnenverwöhnten Mendoza.

Seit Sommer 2010 können übrigens gleichgeschlechtliche

Paare in Argentinien ihre Partnerschaft

offiziell eintragen lassen. Deshalb

wundert es niemanden, dass speziell in der Landeshauptstadt

das schwul-lesbische Leben offen

gelebt wird.

Malediven – Mit Honeymoon-Rabatt!

Wer das sprichwörtliche Paradies auf Erden sucht,

kommt an den Malediven nicht vorbei. Hier ist

die Welt über und unter Wasser von betörender

Schönheit. Die Strände wie gemalt, die fantastischen

Resorts mit ihrem erstklassigen Service

und dem ausgezeichneten Essen lassen keine

Wünsche offen. Und die Unterwasserwelt ist bestimmt

die schillerndste im Indischen Ozean.

Bei Wellness entspannen, die exotische Küche

geniessen, schwimmen, tauchen und schlafen

– auf den Malediven lässt sich der klassische

Traum von Inselferien wie kaum sonst irgendwo

in vollendeter Form verwirklichen. Schwule

und Lesben profitieren ausserdem von attraktiven

Honeymoon-Rabatten, welche Pink Cloud

ausgehandelt hat.

Wurde die Reiselust geweckt? Das Reisebüro

Pink Cloud offeriert all diese Destinationen und

weiss aus erster Hand, wo die Gay-Community

willkommen ist. Alle Informationen sind auf

der Webseite des Unternehmens zu finden. Das

Pink Cloud Team freut sich auch über einen

Besuch in der Lokalität an der Hardstrasse 235

in Zürich.

www.pinkcloud.ch

Traumstrand, malerischer Hafen oder eleganter Stil: Pink Cloud weiss wo.

35


Ausland CRUISER Edition Sommer 2012

Eurogames

Budapest will eine gute

Figur machen.

von Osteuropa-Korrespondent

Silviu Mihai

Zwischen dem 27. Juni und

dem 1. Juli fahren queere

Sportliebhaber aus ganz

Europa nach Ungarn. Am 7.

Juli wird der 16. Budapester

CSD stattfinden. Die Demonstrationsroute

führt dem zentralen

Prachtboulevard Andrássy

út entlang.

In der ungarischen Hauptstadt Budapest laufen

die Vorbereitungen für die Eurogames auf Hochtouren.

Denn zwischen dem 27. Juni und dem

1. Juli fahren queere Sportliebhaber aus ganz

Europa nach Ungarn.

Mit 18 Sportarten und über 1000 Teilnehmern

aus den meisten Ländern Europas bieten die

diesjährigen Spiele einen exzellenten Grund zumindest

für einen Wochenendausflug. Interessante

Konferenzen und Workshops, touristische

Highlights, spannende Kulturveranstaltungen

und glanzvolle Parties jeden Abend ergänzen

das Angebot. Gerade angesichts der aktuellen

politischen Situation im Land halten es die Organisatoren

für sehr wichtig, dass viele Freunde

aus dem Ausland anreisen. «Kommt zahlreich

nach Budapest», ruft Gábor László, einer der

Veranstalter der Eurogames, auf. «Wir wollen

zeigen, dass Ungarn definitiv europäisch, offen

und pink bleibt!»

Von Fussball und Kampfsport über Tennis bis

hin zu Synchronschwimmen und zum großen

Tanzwettbewerb: Jeder Sportliebhaber hat gute

Chancen, das für sich Passende zu finden, egal,

ob er selber teilnehmen oder nur zuschauen

möchte. Das Abendprogramm sieht auch vielversprechend

aus: Neben den großen Eröffnungs-

und Abschlussparties wird eine exquisite

Fete in einem der berühmten Thermalbäder

der Stadt organisiert.

Pridewoche

Für diejenigen, die Lust auf einen längeren Urlaub

haben, bieten die Eurogames und die anschliessende

Pride-Woche (2. – 8. Juli) die ideale

Gelegenheit, zehn Tage lang ihre Vielfalt zu

feiern und gleichzeitig Budapests interessanteste

Ecken zu entdecken. Am 7. Juli wird der

16. Budapester CSD stattfinden. Die Demonstrationsroute

– dem zentralen Prachtboulevard

Andrássy út entlang, vom Heldenplatz bis zum

Parlamentsgebäude – ist nicht nur politisch

sehr geschickt gewählt, sondern führt an vielen

der wichtigsten Kultur- und Architekturmonumente

vorbei.

Budapest bietet den ausländischen Besuchern

und Besucherinnen bekanntermassen nicht

wenig an Attraktionen. Jenseits der klassischen

Sehenswürdigkeiten wie der Burg, der Kirchen

oder der Donaubrücken ist ein Spaziergang

durch das jüdische Viertel mehr als empfehlenswert.

In den Hinterhöfen der Jugendstilgebäude

lassen sich Biergärten mit Livemusik,

Weinläden, Cafés und vor allem Konditoreien

entdecken. Und die kleinen Designerläden bieten

eine Alternative zu den eher nichtssagenden

Einkaufszentren, die sich genauso gut in jeder

anderen mitteleuropäischen Stadt befinden

könnten. Die alten Märkte mit ihrer besonderen

Architektur gehören zu den wenigen guten

Adressen für vegetarische Kost. Für überzeugte

FleischesserInnen lohnt sich ein Besuch ohnehin

, denn dem Angebot an Salamispezialitäten

ist schwer zu widerstehen.

«Wir unterstützen diese Veranstaltung nicht»

Die diesjährigen Eurogames sind vor allem

politisch von besonderer Bedeutung. Denn für

Budapests rechtskonservative Stadtverwaltung

unter Oberbürgermeister István Tarlós

sind die Spiele eine Zumutung, die auf eine

Entscheidung dessen liberalen Vorgängers

Gábor Demszky zurückzuführen ist. «Wir unterstützen

diese Veranstaltung nicht», hiess

es lakonisch in einem Antwortschreiben von

Tarlós an den Regierenden Bürgermeister von

Berlin, Klaus Wowereit. Parallel präsentierte

neulich die rechtsextreme und homophobe

Partei Jobbik ein neues Gesetzesprojekt,

das, ähnlich wie in Russland oder in Litauen,

die «schwule Propaganda» zukünftig verbieten

soll. Jobbik gewann bei den letzten Parlamentswahlen

2010 fast 17 Prozent der Sitze

in der Nationalversammlung und fiel vor

allem durch antisemitische und Anti-Roma-

Hassreden auf.

Bürokratische Schikanen

Trotz dieser Spannungen gehen die Veranstalter

davon aus, dass sowohl die Eurogames, als

auch die Pride Parade weitgehend ungestört

stattfinden werden. «Zwar hat die Stadtverwaltung

versucht, uns durch kleine bürokratische

Schikanen das Leben schwer zu machen. Letztlich

wissen sie aber auch, dass sie uns nicht aufhalten

können. Es geht ihnen vielmehr darum,

gegenüber ihren eigenen Wählern den konservativen

Schein zu wahren», kommentiert Dorottya

Karsay von der Regenbogen-Mission-Stiftung,

jenem Schirmbündnis, das jedes Jahr die

Budapester Pride-Woche organisiert. Auch der

Gesetzesvorschlag von Jobbik hat Karsays Meinung

nach wenig Chancen: «Höchstens könnte

manch ein rechtskonservativer Abgeordneter

der Regierungspartei Fidesz auf die Idee kommen,

eine angeblich moderatere Form des Projektes

aufzugreifen. Doch selbst dann würde

eine solche Initiative früher oder später an der

EU scheitern.»

Neue, moderne schwullesbische Szene

Und die ungarischen Queers haben in der Tat

genug Gründe, ungestört zu feiern: «Trotz der

problematischen politischen Situation floriert

in Budapest eine neue, moderne und stärker

ausdifferenzierte schwullesbische Szene», sagt

Tamás Dombos von Háttér, dem wichtigsten

LGBT-Verein im Land. «In den letzten Jahren ist

unsere Community sichtbarer und gleichzeitig

reifer geworden.»

36


ZURICH PLACES // gaycity.ch

15

11

4

13

PLATZSPITZ

SEEBAHNSTRASSE

STAUFFACHERSTRASSE

KALKBREITENSTRASSE

12

BÄCKERANLAGE

ENGELSTRASSE

13

BADENERSTRASSE

HOHLSTRASSE

LANGSTRASSE

BIRMENSDORFERSTRASSE

14

LANGSTRASSE

HELVETIAPLATZ

STAUFFACHERSTRASSE

MILITÄRSTRASSE

KASERNENAREAL

Rudolf-Brun-

Brücke

Stauffacherbrücke

LAGERSTRASSE

KASERNENSTR.

Sihlbrücke

Sihl

GESSNERALLEE

MUSEUMSSTRASSE

15

9 14

2 3

8

9 14

2 3

8

9 14

STAUFFACHER

2 3 9 14

8

8

3 14 3 14

2 9

HAUPTBAHNHOF

13

BAHNHOFSTRASSE

PARADEPLATZ

2 9 6 7

8 13 11

3 14

13

LINDENHOF

Walche-Brücke

4

13

Bahnhofbrücke

Rathausbrücke

1

Münsterbrücke

4

15

LIMMATQUAI

4

15

2

10

4

15

CENTRAL

4 3 5 6

15 7 10

NIEDERDORFSTRASSE

9

5 7

6

8

SEILERGRABEN

4 3

BAHNHOFSTRASSE

Limmat

8 13

BELLEVUE

4 15 5

2 9 8 11

A1

2 9 8

Quaibrücke

12 Moustache

DIE SAUnA FÜR MÄnnER

Engelstrasse 4

www.moustache.ch

1 Rathaus caFÉ

BAR – CAFé

Limmatquai 61

www.rathauscafe.ch

7 the dynasty club

3 BARS – 1 EnTRAnCE

Zähringerstrasse 11

www.dynastyclub.ch

13 huusMaa

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR

Badenerstrasse 138

www.huusmaa.ch

APP

RUNTERLADEN

2 cRanbeRRy

BAR

Metzgergasse 3

www.cranberry.ch

8 Macho

CITY SHoP

Häringstrasse 16

www.macho.ch

14 Renos Relax

CLUB SAUnA

Kernstrasse 57

www.renosrelax.ch

3 tIPtoP baR

SCHLAGER – DRInK – TREFF

Seilergraben13

www.tiptopbar.ch

9 johannIteR

RAUCHER LoUnGE

Zähringerstrasse 33

www.johanniter.com

15 Route 39

B&B AnD APARTMEnTS

Winzerstrasse 39

www.route39.ch

4 baRFüsseR

CAFé – BAR – SUSHI

Spitalgasse 14

www.barfuesser.ch

10 leonhaRdsaPotheke

Stampfenbachstr. 7

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Kultur CRUISER Edition Sommer 2012

Filmpodium:

Marilyn Monroe

Am 5. August jährt sich der

Todestag von Marilyn Monroe

zum fünfzigsten Mal. Das

Filmpodium ehrt die Schauspielerin

mit einer Filmreihe.

Auch fünfzig Jahre nach ihrem Tod ist Marilyn

Monroe lebendiger denn je. Tragischer Mythos,

geniale Komödiantin, dummes Blondchen,

Holly wood-Ikone und weltliche Heilige

– kein Etikett mag ihr widersprüchliches Wesen

wirklich zu fassen. Bleibt also nur, ihre Filme

nochmals anzusehen und sich ein neues Bild

zu machen.

Das Zürcher Filmpodium ehrt im Juli und August

die blonde Göttin mit Highlights aus ihrer

Filmografie wie «Niagara», «Gentlemen Prefer

Femme Schmidt

Hat Annette Louisan Englisch

gelernt? Kommt Marlene

zurück? Nein, aber Madame

Schmidt ist gelandet.

Plötzlich gehen die Scheinwerfer an, irgendwo

in einer schwarzweissen Kulisse, beim Hinterausgang

einer Bar. 1920 oder 2020? Die Band

swingt, das Saxofon singt, aus dem Schatten

tritt Madame Schmidt, gibt «Shadowman» zum

Besten. Hat Annett Louisan Englisch gelernt?

Kommt Marlene zurück? Schmidt ist gelandet.

Zwischen Cabaretkeller und überirdischen Ikonen

hat die 22-jährige Koblenzerin noch kaum

Boden unter den Füssen und hinterlässt mit ihrem

vielseitigen Debüt doch bereits einen Meilenstein.

Ein Erfolg, der natürlich nicht ganz

ohne prominente Unterstützung möglich war.

Vergangenen November sorgte die «Berliner

Sängerin (21)» für Schlagzeilen, als sie in London

angeblich mit Hugh Grant im Taxi knutschte.

Nicht er war es aber letztlich, der ihr zum verdienten

Ruhm verhalf, sondern Guy Chambers,

Montreux Jazz

Festival

Auch in diesem Jahr geben

sich die grossen und kleinen

Musikkünstler am Genfersee

die Klinke in die Hand. Mit

dabei: Rufus Wainwright.

Seit der Gründung 1967 durch Claude Nobs wurde

das Montreux Jazz Festival im Laufe der Jahre

zu einem festen Treffpunkt für Musikliebhaber

innerhalb und ausserhalb der Schweiz. Auf

den verschiedenen Bühnen des Festivals gaben

sich bereits Musikgrössen wie Miles Davis, Ray

Charles, David Bowie oder Prince die Ehre. Zur

Ursprungsquelle des Festivals, dem Jazz, kamen

in kürzester Zeit andere Stilrichtungen hinzu,

die sich durch gegenseitiges Interesse und Enthusiasmus

für einander auszeichnen. Das Montreux

Jazz Festival bietet den Musikern während

zweier Wochen eine ideale Plattform in einem

intimen Rahmen.

© pd

Blondes» oder «Some Like It Hot». Doch auch Raritäten

wie «Don’t Bother to Knock» oder «Bus

Stop» werden gezeigt. Zum Auftakt der Reihe

geht zudem der Vortrag «Leibhaftig auf der Leinwand»

mit zahlreichen Filmausschnitten dem

Mythos der Monroe nach.

Als Marilyn Monroe am 5. August 1962 tot aufgefunden

wurde, gerade mal 36 Jahre alt, ahnte

die Welt, dass mit ihr eine ganze Kultur gestorben

war. Sie aber lebt als mehrdeutiger Mythos

weiter, eingebrannt in Film- und Fotomaterial

und eingebrannt auch auf der Netzhaut all jener,

die sie einmal gesehen haben.

Filmpodium Zürich, ab 5. Juli

www.filmpodium.ch

38

© pd

Songwriter-Genie, Hitschreiber für Robbie Williams,

Katie Melua, James Blunt und und und.

Er entdeckte Elisa Schmidt und produzierte ihr

erstes Album.

Mit unverkennbaren Chambers-Pianoakkorden

startet dann auch die Ballade «Stockings

& Belt», um sich dramatisch zum potenziellen

Radiohit zu steigern. Doch Schmidt lässt sich

nicht zu weit auf Kompromisse ein. Der «Pop

Noir», wie sie ihren Stil selbst nennt, verwässert

nie. Jazz, Swing, Cabaret und Chanson bleiben

als eigenständige Biotope bestehen. «Sin City»

schmettert mit grellen Trompeten einen alternativen

Sommerhit, «Under my Heart» schielt

erfrischend kitschfrei in Richtung Superballade,

«Boom Boom» flirtet mit Vintage und Dancefloor.

«Do the Dada» zwinkert den Spice Girls

zu, «Defenceless» drückt im Stil grosser Rockschmonzetten

auf die Tränendrüse. Nach 13

betörenden Augenblicken und Ohrenschmeichlern

steht fest: Hier steht jemand auf Augenhöhe

mit vielen und spielt doch in einer ganz eigenen

Liga. Eine gewisse Madame Schmidt, die irgendwo

aus dem Schatten tritt und noch so manchem

Scheinwerfer begegnen wird.

Warner Music, im Handel

www.femmeschmidt.comv

© pd

In diesem Jahr geben sich die grossen und kleinen

Musikkünstler die Klinke in die Hand. Sei

es im Auditorium Stravinski oder in der Miles

Davis Hall. Eröffnet wird das Festival auf beiden

Bühnen von waschechten Schweizern: Philipp

Fankhauser und Bastian Baker werden den 29.

Juni rocken. Weitere grosse Namen beehren

Montreux: Amy McDonald (29.6.), Alanis Morissette

(2.7.), Lana Del Rey (4.7.) oder Rufus Wainwright

(5.7.), um nur einige zu nennen.

Montreux, 29. Juni – 14. Juli

www.montreuxjazzfestival.com


CRUISER Edition Sommer 2012

Kultur

Lange Nacht der

Museen

Das Motto der Langen Nacht

vom 1. September heisst

«Trouvaillen» und die Vielfalt

der rund 40 teilnehmenden

Museen lässt dann auch Entdeckungen

unterschiedlichster

Art zu.

So kann sich das Publikum in den Kunstmuseen

von jungen und alten Meistern inspirieren

lassen oder die neuen Räume im Löwenbräu-

Kunstareal erkunden. Von der Urania-Sternwarte

ist ein Blick ins Universum möglich, oder

man lässt sich im Botanischen Garten von einer

Licht-Installation in den Glaskuppeln verzaubern.

Wer abtauchen will, der steigt in den Bunker

des Zivilschutzmuseums oder reist im Landesmuseum

in die Zeit der 70er- und 80er-Jahre.

Das Angebot ist gleichermassen anspruchsvoll

wie unterhaltsam und wartet auch mit kulinarischen

Trouvaillen auf. Sei es das Wiener

Kaffeehaus-Angebot im Museum Strauhof, indisches

Curry im Museum Rietberg oder die

Drinks des Showmixers im Museum Haus Konstruktiv;

auch für den Gaumen wird es eine

lange Nacht.

Wuthering

Heights

Eigenwillige sowie poetische

Verfilmung des Romans von

Emily Brontë. Die britische Regisseurin

Andrea Arnold begeistert

Kritik und Publikum.

LA-LA-Land

Romantischer und ungeschminkter

schwuler Blick ins

Sündenbabylon Hollywoods

von Caspar Andreas.

Mit der Ankunft in der Stadt der Engel beginnt

für den bildhübschen Ex-New-Yorker Adam ein

beispielloser Ritt durch das Mekka des Showbiz

mit all seinen schillernden und verdorbenen

Seiten. Um in «LA-LA Land» bestehen zu können,

braucht der naive Herzensbrecher mit den funkelnden

blauen Augen und dem ansteckenden

Lachen nicht nur Ausdauer, Talent und Ellenbogen,

er muss sich ferner entscheiden: Liebe

und Freundschaft oder Ruhm und Reichtum...

Caspar Andreas («Violet») gelingt ein fesselnder,

zuweilen äusserst romantischer und ungeschminkt

schwuler Blick ins Sündenbabylon

Hollywoods. Angelehnt an den gleichnamigen,

halbbiografischen Roman von Andy Zeffer («The

«Titania erwacht», Füssli, Kunstmuseum Zürich

Kombitickets für CHF 25.– (Eintritt in alle

Museen plus freie Fahrt mit der VBZ) gibt es

ab August in den Museen, bei der VBZ oder

über www.ticketino.ch.

Zürich, 1. September, 19h-02h

www.langenacht.ch

© Frenetic Films

Der sechsjährige Strassenjunge Heathcliff

(James Howson) wird vom alten Gutsherrn

Earnshaw, der sein Herz entdeckt, aufgenommen.

Er wächst gemeinsam mit den Kindern

auf dem Gutshof auf. Nach dem Tode des alten

Earnshaw wird Heathcliff von seinem Stiefbruder

Hindley schikaniert und sozial herabgestuft:

Er muss als ungebildeter Landarbeiter auf

dem Hof arbeiten. Trotzdem verliebt sich Heathcliff

in seine Stiefschwester Cathy (Kaya Scodelario),

dann werden sie über Jahre getrennt.

Andrea Arnold – hierzulande besonders durch

«Red Road» und «Fish Tank» aufgefallen – verfilmt

den literarischen Stoff eigenwillig-poetisch

und voller Leidenschaft. Eindrücklich

zeigt die Regisseurin, wie sich aus anfänglich

zarten Liebesbanden eine obsessive und destruktive

Amour Fou entwickelt.

Im Kino ab 19. Juli

www.frenetic.ch

Fluffer») wird die mehrfach ausgezeichnete

Verfilmung abgerundet durch einen starken

Cast, witzige Cameos und die Traumbesetzung

des – ausgesprochen sexy – All-American Boy

Matthew Ludwinski.

Ab sofort auf DVD

© pd

39


Hosted by

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APRÈS FOLIES

31

JULI

23Uhr

MAAG AREAL – HARDSTRASSE 219 – 8005 ZÜRICH

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CRUISER Edition Sommer 2012

Buch

Sommerseiten

Lektüretipps für die Ferienzeit

Von René Gerber

Ich packe meinen Koffer

und nehme mit… Ein Buch!

Ganz egal, ob die Reise an

den Strand führt oder auf

den Balkon, die vergnüglichsten

und spannendsten

Routen liegen oft zwischen

Buchdeckeln. Gay-Beach in

Gran Canaria, Familiendrama

in der Türkei oder Anekdoten

aus aller Welt: Die

Buchhandlung ist das beste

Reisebüro.

Gutes Buch über schlechte Manieren

Am Mietwagenschalter in Houston, auf Interkontinentalflügen,

im Stau am Gotthard: Sie

begleiten einen immer, die schlechten Manieren

der Mitreisenden. Als selbsternannte «Carrie

Bradshaw auf Stereoiden» schreibt Tingler

humorvoll an gegen den Sittenzerfall im Tourismus,

karikiert den Trolley-Zieher als beuteschleppenden

Neandertaler, sinniert darüber,

was ein gutes Beifahrer-Gespräch ausmacht.

Dresscode im Flugzeug, angemessene Unterhaltung

im ICE-Abteil,

die Wahl des stilsicheren

Reisegepäcks: Auf

alle brennenden Fragen

der modernen

mobilen Gesellschaft

hält sein augenzwinkernder

Knigge eine

Antwort bereit. Leichter

wird das Reisen damit

nicht, unterhaltsamer

aber unbedingt.

Philipp Tingler:

Leichter Reisen – Benimmhandbuch und

Ratgeber für unterwegs

Kein & Aber

Gran Canaria für Anfänger

Es ist schon eine Weile her, seit Fag-Hag Elvira ihren

Reiseratgeber für die Kanaren-Insel verfasste,

doch das Kultbuch hat nichts an Aktualität verloren.

Man soll nicht auf

die Braungebrannten

reinfallen, denn diese

werden sowieso bald

abreisen, rät sie etwa.

Mit spitzer Feder, Spott

und Ironie beobachtet

sie das schwule Treiben

zwischen Düne

und Strandbar. Kein

Klischee lässt sie aus,

wenn die Marotten der

Gay-Touris an der Playa

del Ingles aufs Korn genommen

werden. Ein Buch, das einen glatt die

Reise in den Süden erspart und das mit «Unter

Männern» eine würdige Fortsetzung gefunden hat.

Elvira Klöppelschuh: Elvira auf Gran Canaria

Sebastian Castro: Unter Männern

Männerschwarm

Hochzeit wider Willen

Dass ein Flug in die Türkei mehr sein kann als

nur eine Urlaubsreise, beschreibt Yusuf Yesilöz,

der 1987 als Flüchtling in die Schweiz kam, eindrücklich

in seinem Roman. Als seine Hauptfigur

Beyto das Flugzeug besteigt, freut er sich

darauf, den Freunden aus seiner Kindheit wieder

zu begegnen, obwohl es ihm schwer fällt, sich

von seinem Liebhaber

Manuel zu trennen.

Die arrangierte Hochzeit

mit seiner Cousine

Sahar stürzt ihn in einen

Strudel der Gefühle.

Mit Humor und Einfühlungsvermögen

nimmt Yesilöz seine

Leser mit auf eine Reise

in eine fremde Kultur,

in eine Welt voller

Widersprüche und packender

Geschichten.

Yusuf Yesilöz: Hochzeitsflug

Limmat Verlag

(Un)nützes Wissen

Zehn Prozent der Meerschweinchen und dreissig

Prozent der Seepferdchen sind schwul, Madonna

trat zu Beginn ihrer Karriere im Vorprogramm der

Village People auf. Die Kapelle zu Wixhausen bei

Darmstadt steht unter dem Patronat von St. Blasius

und der längste wissenschaftlich dokumentierte

Penis misst genau 34,3 Zentimeter. Ian McKellen

wurde als erster offener Schwuler von Queen

Elizabeth zum Ritter geschlagen, Homosexualität

wurde von der WHO bis 1993 als Krankheit eingestuft.

Diese und rund 300 weitere Fakten und Anekdoten

präsentiert der Journalist Axel Schock in

seiner Sammlung, die

kaum mehr kostet als

ein Drink und dafür

Gesprächsstoff für so

manchen Flirt an der

Bar oder im Flugzeug

liefert. Erstaunliches,

Wissenswertes und

Skurriles, das man

nicht wissen muss und

trotzdem nie wieder

vergessen wird.

Axel Schock: Schwules Wissen

– 333 Antworten auf ungestellte Fragen

Gmünder

41


Lifestyle CRUISER Edition Sommer 2012

Summer

Time

Vogue for Men

Brite Jude Law ist

very Vogue – er

Prost Hugo

Der neue In Drink

Hugo erobert

auch die Schweiz!

Man nehme den

erfrischenden

Schaumwein von

White Secco, dann ein paar Spritzer

Holunderblütenlikör, Pfefferminze

und Limetten rein und schon hat

man den perfekten Sommerdrink.

Prost! Erhältlich in diversen Bars.

En Vogue sind nicht nur

die Brillen der neuen Vogue

Männer-Kollektion,

auch der

ist schliesslich das Gesicht der neuen

Kampagne Vogue for Men und lässt so

den Sommer cool aussehen! Ab sofort im

Fachhandel, Preis auf Anfrage.

Ferrari

Duft Red

Power

Sommerfeeling

pur bietet

der neue

von Ferrari! Der sportliche

und moderne Duft

ist frisch und doch sehr

maskulin, passend für eine

coole Spritztour oder gediegen mit deiner

Flamme bei einem romantischen Date. Neben

dem Eau de Toilette beinhaltet die neue Linie

ausserdem ein Aftershave, Deostick

und ein prickelndes Showergel.

Im Fachhandel ab CHF 19.–.

Menssecret

Noch keine passende

Badehose gefunden?

Kein Problem,

unter www.

menssecret.ch findest

du eine grosse

Auswahl an sexy Swimwear von bekannten

Gay-Labels wie Andrew Christian, ES oder Rufskin

(Bild). Das Modell Palermo black / orange

sitzt perfekt, dank Stretch-Supermesh und kostet

CHF 49.-. Menssecret offeriert bis Ende Juli

beim Kauf einer ES Badehose eine ES Undie in

gleicher Grösse gratis dazu!

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42


CRUISER Edition Sommer 2012

Lifestyle

Evo ll

Der futuristische Multi-Terrin-Lauf-

und Strassenschuh

Evo ll von Vivobarefoot ist

100% vegan und stärkt dank

seiner dünnen Sohle den

ganzen Muskelapparat. So

fühlt sich der urbane Cityboy auch im Grossstadt-Dschungel

wohl! Erhältlich in Gelb und

Schwarz, ab CHF 159.-.

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Pointer Schuhe

Die neuen Schuh Modelle von

Pointer überzeugen in den aktuellen

Sommer-Trendfarben und

bieten einen angenehmen Tragekomfort.

Die rassigen Treter

passen auf jeden Dancefloor und

geben auch in der freien Natur eine

gute Figur ab. Das abgebildete Modell

ist aus Wildleder und kostet

CHF 229.-.

www.pointerfootwear.com

Ideal für einen kurzen Citytrip

oder ein Openair ist

der neue Weekender

von Poin-

Pointer Bag

ter! Die geräumige

Tasche im

Vintage Look ist ab CHF 280.–

u.a. bei Sports Lab, Street-Files,

Jamarico und in Bern sogar bei

Olmo erhältlich.

Startanning

Keine Sonne und nur Party im

Kopf. Kein Problem, einfach

kurz in die vollautomatische

Tanningmaschine von Startanning

hocken und schon in wenigen

Sekunden hat man einen

herrlichen braunen Teint, wie frisch aus der

Karibik! Juli Aktion: Nur CHF 89.- statt CHF

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43


THE ULTRA HOT GAY FOAM PARTY

DIENSTAG 31. JULI ab 22:00

(Vorabend des Nationalfeiertags)

MAD>LAUSANNE

© photo: Aaron Cobbett

ANTOINE909 > London

(Jungle, Circuit Festival)

EDU DE LA TORRE > Berlin

(Salvation, Connection)

STEVEN REDANT > Barcelona

(BimBamBum, La Démence)

NICODISCO > Geneva

(360°, La Parfumerie)

LUKJLITE > Basel

(Poppin, Baselworld)

MENTAL X > Zurich

(Labyrinth, DRS Virus)

AJAXX > Zurich

(Flexx, Angels)

* Hot & sexy shower-lifeguards

* Refreshing showers and splash system

* For those who want to stay dry, the upper floors will be opened all night long

* Old shoes, sexy shorts, swimming suits and bath towels highly recommended

MAD club

Rue de Genève 23

LAUSANNE

Tel. 021-340.69.69

www.gay-party.net


CRUISER Edition Sommer 2012

Lifestyle

HOT 4 YOU!

1Aron – neues Café im Chreis Cheib

Seit kurzem hat Zürich endlich wieder ein schönes und gemütliches Café für Gays, Lesbians and Friends – das Aron, an der Rolandstrasse,

nähe Langstrasse. Die Macher dahinter sind

die Kerle von der Männerzone. Von Dienstag

bis Sonntag kann Mann und Freunde hier entspannt

Kaffee und Kuchen geniessen. Wer es

ruhig mag, kann es sich im Garten bequem

machen, wer eher Lust auf das bunte Treiben

des Quartieres hat, setzt sich an die Tische auf

dem Boulevard. Die Einrichtung der Café-Lounge

ist angenehm und freundlich gestaltet – man wollte den 1970er-Jahre-Touch beibehalten, ohne grossen Schnickschnack, eben wie ein echtes

Kaffeehaus. Neben den feinen Torten, der Glacebar gibt es auch eine kleine Karte für den Hunger zwischendurch. Die Bedienung ist äusserst

zuvorkommend und sehr sympathisch! Der Name Aron wurde im Übrigen abgeleitet von der Pflanze Aronstab, wenn das nicht perfekt passt!

Aron, Lounge-Café, Rolandstrasse 9, 8004 Zürich, www.aroncafe.ch

2Besser pflegen

Aesop – das australische Kult-Beauty-Label hat seit kurzem in Zürich seinen

zweiten Store eröffnet. Der neue Shop befindet sich an der Bärengasse,

nicht weit von der legendären Bahnhofstrasse entfernt. Hinter

dem spannenden und funktionalen Interieur stehen – wie schon

beim ersten Geschäft an der Oberdorfstrasse – die Designer Rodney

Eggleston von March Studio in Melbourne, wie Nicolas Vedolin von Moser Wegenstein

in Zürich. In den neuen Räumen an der Bärengasse wurde viel mit

Kork gearbeitet, das ist reich texturiert und äusserst langlebig. Dem Label Aesop

ist es wichtig, Nachhaltigkeit

zu liefern, sei es mit

den Design Stores oder natürlich

mit den tollen Beauty

Produkten. Aktuell und

passend zum Sommer gibt

es die neue Haarpflegelinie.

Seit über 25 Jahren steht Aeosp

für Beauty-Pflege auf

höchstem Niveau mit biologischem

Hintergedanken.

www.aesop.com

3Schiffbruch Ahoi!

Bärengasse 4, 8001 Zürich,

Neuerdings gibt es ein wunderbares neues Möbel-Label namens Schiffbruch. Die Möbel

sind zu 100% aus wiederverwertetem Tropenholz und garantieren eine hohe Qualität.

Die bunten Möbel kommen gezapft und geleimt, geschliffen und gewachst daher und

erinnern an die gute alte Zeit, als das Holz noch gehauen und nicht maschinell gesägt

wurde. Seeleute und Piraten entdeckten schon früh, dass man Holzoberflächen mit der

Haut von Haien schleifen konnte. Die meisten Möbel waren früher Boote und hatten bestimmt

den einen oder anderen

Kontakt zu famosen Meeresbewohnern.

Schiffbruch

garantiert, dass heute kein einziger

Baum mehr für die Vintage-Möbel-Kollektion

gefällt

wird. Schiffbruch zaubert in

jedes Wohnzimmer ein abenteuerliches

und doch romantisches

Flair. Unser Favorit!

Ab August an der Marthastrasse

109, 8004 Zürich.

www.schiffbruch.ch

4Bunte Mode

Switzerland

Das Schweizer Mode-

Label Edo Popken of

steht

für hochwertige Qualität

in Material

und Verarbeitung.

Das einzigartige

Design, sowie die

Liebe zum Detail

machen den Unterschied.

Die Mode

schafft den Spagat

zwischen modern

und klassisch. Jedes

Hemd existiert

bei Edo Popken im

Übrigen nur 111 Mal

und ist tatsächlich

einzeln nummeriert.

Neu sind die coolen

After Work Parties mit

der DJ Legende Mr. Mike.

Die nächste Party findet

am 12. Juli statt und steht

ganz im Zeichen bunter

Sommermode und heisser

Housebeats. Aktuelle

Infos zu Events auf der Facebookseite.

Edo Popken of Switzerland, Bärengasse

10, 8001 Zürich,

www.edopopken.com

45


CRUISER Edition Sommer 2012

Publireportage

Paragonya wird

volljährig

Eine Sauna als multikultureller

und internationaler Gay-

Treffpunkt

Diesen Sommer feiert der Wellness

Club im Niederdorf seinen

18. Geburtstag. Zu diesem

Jubiläum gibt es nicht nur

eine neue Website, sondern

auch Veränderungen im Club

selber.

Simon Stöckli, der seit vielen Jahren im Paragonya

als Geschäftsführer tätig ist, hat einiges an

Überraschungen zu bieten.

Zum Geburtstag macht sich der Sauna-Club

gleich selber ein Geschenk: eine zeitgemässe

Website. «Als wir die alte Website vor über zehn

Jahren aufgeschaltet haben, galt sie mit ihren

Animationen und dem interaktiven Rundgang

durch den Club als Non-Plus-Ultra. Heute, im

Zeitalter der mobilen Nutzung, haben wir uns

für eine einfache und schlichte Seite entschieden,

die auch auf dem Mobilephone schnell und

einfach die wichtigsten Infos zeigt», so Simon

Stöckli.

Aber auch die Gäste werden natürlich beschenkt.

So findet sich auf dem Inserat in dieser

CR-Ausgabe ein QR Code. Wer diesen mit seinem

Phone einscannt, erhält bei seinem nächsten

Besuch ein Getränk gratis.

Weiter findet am 11. August erstmals seit langem

wieder eine Nachsauna im Paragonya

statt. An diesem Wochenende ist der Club

von Samstag morgens 11.00 Uhr durchgehend

offen bis Sonntagabend um 23.00 Uhr.

Ideal also für alle, die nach der Street Parade

etwas Entspannung oder Abwechslung

suchen.

Wie bereits in der Vergangenheit plant das Paragonya

auch in Zukunft laufend in die Infrastruktur

zu investieren, um auch weiterhin

die grösste und modernste Gay-Sauna in der

Innenstadt zu sein. Und noch etwas ist geplant:

in Bälde sollen nicht nur an ausgesuchten Daten

Nachtsaunen stattfinden, sondern auch Events

wie das Feieren des 18-jährigen Bestehens oder

«meet the Stars» ein Event, an dem bekannte

Gay-Stars im Paragonya zu Gast sind.

Das Paragonya ist dank seiner idealen Lage

im Kreis 1, mitten im Niederdorf, bei Einheimischen

ebenso beliebt und bekannt wie bei

Touristen und Besuchern aus der ganzen Welt:

ein multikultureller und internationaler Gay-

Treffpunkt im Herzen der Zürcher Altstadt. Mit

Whirlpool, Biosauna, Dampfbad, grossen Ruhekabinen,

Solarium und vielem mehr gehört das

Paragonya auch technisch zu den fortschrittlichsten

Gay-Wellnessoasen in Zürich. Dazu gehören

auch gratis WLan und iPads, die den Gästen

zur Verfügung gestellt werden.

Paragonya Wellness Club, Mühlegasse 11,

8001 Zürich, www.paragonya.ch

Täglich geöffnet von 11.30 Uhr bis 23 Uhr

Nachtsauna @ Paragonya

11. August 2012 (Street Parade)

Durchgehend geöffnet von Samstag 11.30

Uhr bis Sonntag 23 Uhr

47


Gesundheit CRUISER Edition Sommer 2012

Pia

«Kontrolle» ist ein

fragiles Pflänzchen

Anzeige

Wer schon mal mit dem Auto zu schnell in die

Kurve gelegen ist, der weiss, dass die «Kontrolle»

ein fragiles Pflänzchen ist. Wer jemals verliebt

war, hat schon herausgefunden, dass «Selbstbestimmung»

zuweilen schneller abhanden

kommt als das Velo in Zürich. Ganz allgemein

wird der Verlust von Beherrschung eher im unfreudigen

Gefühlsbereich angesiedelt. Als besonders

freudlos gilt der Kontrollverlust beim

Konsum von Genussmitteln – zu denen wir in

diesem Fall nicht nur den bösen Alkohol und die

nervige Zigarette zählen, sondern auch noch

die glatten Drogen. Und dabei fängt es immer

zuerst lustig an, wird dann zunehmend anstrengend

und mündet schliesslich in bodenlosem

Ärger. (Also eigentlich genau wie das Zusammenbauen

eines Ikea-Schrankes – aber das

Fass machen wir ein ander Mal aus.)

Das Groteske dabei ist, dass man sowohl Alkohol,

als auch Drogen konsumiert, um einen

gewissen Verlust der Kontrolle herbeizuführen.

Einen kontrollierten Kontrollverlust, gern,

wenn‘s geht. Dabei ist ein kontrollierter Kontrollverlust

wie kalten Cervelat essen. Irgendwie

extrem halbe Hose, oder?

Vielleicht bin ich natürlich auch ganz die falsche

Person, um solches zu beurteilen, denn,

wie ihr wisst, schlug in meiner Hergiswiler

Brust zumindest früher das Herz von Janis Joplin.

Kontrollierter Konsum gehörte nicht zu

ihren Kernkompetenzen. Zu meinen auch nicht.

Selbstverständlich ist das zwei Millionen Jahre

her! Ach ja, die schlimmen Rauchwaren der

Grinsekatze. Seis drum.

Keiner wird sich empören über einen gepflegten

Mischkonsum am Wochenende. Mühsam

wird’s aber zweifellos, wenn das Wochenende

irgendwann schon am Donnerstag anfängt und

bis Montagabend dauert – Tendenz absehbar.

Das ist ja dann auch der Moment, der gesellschaftlich

eher nicht mehr so akzeptiert ist,

vom Arbeitgeber ganz zu schweigen. Selber

weiss man da natürlich schon längst, dass man

grausam in der Kurve liegt, und der Genussfaktor

der biologisch abbaubaren Sternstunden

hat sich auch irgendwo auf der Strecke verabschiedet.

Leider hat Allen Carr dazu niemals ein Buch

geschrieben. «Endlich Nichtdrogenbenutzer»

hätte es heissen müssen. Wäre sicher ein Renner

geworden. Denn wie immer bei so unpopulären

Verhaltensmustern, sind viel mehr Leute

betroffen, als man befürchten will. Wer jetzt

also denkt, er sei eventuell der Einzige, dem

wohl die Kontrolle über den Konsum von Sofortglück

etwas entglitten ist, der hat ab Herbst

eine grandiose Möglichkeit, sich vom Gegenteil

zu überzeugen: KISS!

Steht nicht für das Zeug mit den Lippen, sondern

für «Kompetenz im selbstbestimmten Substanzkonsum»:

Nur wer diese Worte vor dem

Frühstück fehlerfrei und ohne Stocken aussprechen

kann, darf sich ab sofort für einen

Kurs anmelden. Start im Herbst. KISS ist ein

neu entwickeltes, verhaltenstherapeutisches

Selbstmanagementprogramm, welches die Reduktion

des Konsums legaler und illegaler Drogen

zum Ziel hat. Es besteht aus 12 Sitzungen,

in denen das Führen eines Konsumtagebuches,

Festlegen von wöchentlichen Konsumzielen,

Erkennen und Bewältigen von Risikosituationen

sowie der Umgang mit «Ausrutschern» etc.

vermittelt werden.

Man könnte vermuten, das sei jetzt der kalte

Cervelat in zwölf Rädli, aber dem ist natürlich

nicht so. Vielmehr ist es eine patente Gelegenheit,

aus dem grossen Kater wieder eine Grinsekatze

werden zu lassen. Wer würde das nicht

wollen? Anmelden könnt ihr euch ab sofort über

www.checkpoint.ch unter queer-talk!

Einen heissen Sommer wünscht euch

eure Pia

LIVE RUND UM DIE UHR:

Aufregende Flirts

Junge Gays Live

Scharfe Boys online

CHF 2.-/Min.

aus dem Festnetz

Oder per SMS/20 Rp.: Spitz an 609

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48


CRUISER Edition Sommer 2012

Kapitel Titel

Sperma im Tiefkühler

Hallo Dr. Gay

Ich liebe Sperma im Mund und weiss, dass das nicht safe ist. Darum suche

ich nach Möglichkeiten, wie ich die Krankheitserreger austricksen

könnte. Würden HIV oder andere Krankheitserreger absterben, wenn das

Sperma im Tiefkühler gefroren würde? Und wäre demnach der Genuss

von gefrorenem Sperma unbedenklich?

Vielen Dank für die Antwort!

Christian, 39

Hallo Christian

HIV verliert an der Luft relativ rasch seine Wirkung. Wenn du also das

Sperma einfrierst, ist es bereits eine gewisse Zeit an der Luft und die HI-

Viren sind abgestorben. Andere Erreger wie zum Beispiel Hepatitis-Viren

können sich allerdings länger halten. Grundsätzlich lässt sich über das

Einfrieren von Sperma nicht viel sagen, denn es gibt keine Studien, die

Genaueres belegen. Auf jeden Fall werden Viren beim Einfrieren konserviert

(also nicht vernichtet), Bakterien sind teilweise empfindlicher. Die

sicherste Variante für dich wäre, das eigene Sperma einzufrieren.

Alles Gute, Dr. Gay

Verliebt in einen Bisexuellen

Hallo Dr. Gay

Ich hab seit ein paar Wochen einen neuen Freund. Ich bin 19 und er ist 36.

Wir verstehen uns super und sind total verliebt. ich schlafe mindestens

jedes Wochenende bei ihm. Was mich aber stört ist seine Bisexualität. Er

sagt zwar, er habe nichts mit Frauen, aber ich habe Angst, dass ich ihm

nicht geben kann, was er braucht. Er bläst mir von sich aus auch nie einen,

ich muss immer erst danach fragen. Er ist zudem nur auf meinen Arsch

fixiert. Wenn wir schlafen legt er seinen Arm nicht um mich, sondern an

meinen Arsch. Ich habe ihm das auch schon gesagt, aber nach wenigen

Malen ist es wieder gleich wie vorher. Was soll ich tun?

René, 19

Hallo René

Das Zauberwort heisst Kommunikation. Rede, wenn nötig, mehrmals mit

ihm über deine Vorstellungen und Wünsche. Eigentlich ist es ja schmeichelhaft

und spricht für deinen Arsch, wenn er die Finger nicht davon

lassen kann. Doch es liegt an dir, ihm zu sagen oder zu zeigen, was du

gerne hast und was nicht. Sei geduldig und nicht zu fordernd, denn eine

Beziehung und auch der Sex bestehen immer aus einem Geben und Nehmen.

Seine Bisexualität wirst du akzeptieren und ihm vertrauen müssen.

Denn nur mit Vertrauen kann eure Beziehung wachsen. Versuche auf

keinen Fall, ihn unter Druck zu setzen oder Verbote aufzustellen. So was

funktioniert nie. Teile ihm deine Befürchtungen mit, dass du ihm nicht

das geben kannst, was er braucht. Kennst du, abgesehen von deinem Arsch,

seine anderen Vorlieben? Wenn nicht, wird es Zeit, dass ihr darüber redet

und euch eure Bedürfnisse ehrlich mitteilt. Das kann für euch beide eigentlich

nur von Vorteil sein.

Alles Gute, Dr. Gay

(Dr. Gay ist ein Beratungsdienst der Aids-Hilfe Schweiz)

49


Agenda CRUISER Edition Sommer 2012

FR 29. Juni

Delémont

21.30 Pride Jura 2012: Austauschen und

Verändern – Der Film «Milk» wird gezeigt

im Schlosshof. Bei schlechtem Wetter in

der Schlosshalle. Detaillierte Infos und

Programm www.pridejura.ch

Winterthur

18.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und

Schwule ist am Albanifest in Winterthur.

Festwirtschaft und Barbetrieb, Kuchenbuffet

und marokkanisches Menu. Im und vor

dem Lokal Badgasse 8

Zürich

19.30 G a yM ig s: schwule Migranten Treff im

HAZ-Centro, Sihlquai 67

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Uncut Friday.

DJ Gaetano mit Vocal-, 90ies und Deep House

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren XXL Naked

Party Supersize! Fr. 39.– alles inklusive

Garderobe und Getränke (excl. Spirituosen).

Einlass nur nackt

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Pop on Top. DJ Marc S

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode XXL Naked Party Supersize!

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle (beim

Letzipark). Stairs Tek. DJs Dachshund,

Helder, Miss Loira Louca & Klangmaler.

Bis 02h Gratiseintritt

SA 30. Juni

Delémont

12.00 Pride Jura 2012: Austauschen und

Verändern Ab 12h Empfang am Bahnhof

durch die Theatergruppe Cours de Miracles.

Village in der Altstadt und im Schlosshof.

13.45h Urban Poetry vor Rathaus. Ab 14h

Ansprachen vor dem Rathaus von Elisabeth

Baume-Schneider, Damien Chappuis,

Barbara Lanthemann, Niels Rebetez, Chatty

Ecoffey & Maëlle, ab 15h Umzug mit Wagen,

Musik etc. ab Rathaus über Bahnhofquartier

zurück zum Rathaus. Diverse Konzerte

mit The Brats, Catherine d Oex, Schwubs,

Gallavin, Ismael Schneider etc. Konzert von

Charlotte Parfois in der Schlosshalle um

21h, ab 23.15 Disco Fr. 25.– für Konzert und

Disco, nur Disco Fr. 15.–. Afterparty 03h -

06h im Ozzed Club, Rue Saint-Maurice 3.

Fr. 10.–. Detaillierte Infos und Programm

www.pridejura.ch

Winterthur

16.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und

Schwule ist am Albanifest in Winterthur.

Festwirtschaft und Barbetrieb, Kuchenbuffet

und marokkanisches Menu. Im und vor

dem Lokal Badgasse 8

Zürich

20.00 Platzhirsch: Spitalgasse 3. Nachthirsch.

All around the World-House

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.

DJ Groovemaster

22.00 Women only!: Diverse DJs & Special Live

Act. Alte Kaserne, Zeughaus 5,

Kanonengasse 16. www.colors-night.ch &

www.swisslesbians.ch

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Men only night.

DJs Garçon Sauvage & Gil Everest

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Open Sector. Kein Dresscode

23.00 Stairs Club: Hohlstr./Shell Tankstelle

(beim Letzipark). Party inklusive Afterhour,

welche zu unterschiedlichen Zeiten

beginnt und endet. UpStairs. DJs Lucca

Bacchetti, Phil Lebel, Giacomo Lombardo,

Lime, Audiomat & Pure Tech. Bis 14h. Bis

01h Gratiseintritt.

Juli 2012

SO 01. Juli

Delémont

09.00 Pride: Jura 2012 – Austauschen und Verändern

Brunch mit regionalen Produkten

im Schlossgarten (Schlosshalle bei Regen)

Fr. 22.–. Zudem geführte Wanderung und

Altstadtbesichtigung. Detaillierte Infos und

Programm www.pridejura.ch

Winterthur

10.30 WILSCH: Winterthurer Lesben und

Schwule ist am Albanifest in Winterthur.

Festwirtschaft und Barbetrieb, Kuchenbuffet

und marokkanisches Menu. Im und vor

dem Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 Tanzleila@Exil: Party von Frauen für

Frauen. Ab 19h Standardtanz. Ab 21h Grosse

Jukebox-Party. Die Musik bestimmst du!

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Vollmond-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 02. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y

DJ Groovemaster

DI 03. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna

MI 04. Juli

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Apéro-Bar, ab 19.30h

Abendessen. Schwubliothek & Lesbenstammtisch

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff:

Sihlquai 240 DJ Garçon Sauvage

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Bartmänner-

Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt

DJ Upspace

DO 05. Juli

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Nacktparty

(freiwillig)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

FR 06. Juli

Zürich

19.00 Gay Bikers Zürich: Höck im Raum Nordwestschweiz.

Infos www.gaybikers.ch

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren bad boyz

friday

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Blackout.

DJ Nick Harvey

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13.

Strikter Dresscode sportsLAB

SA 07. Juli

Basel

22.00 Isola Club@Club en Vogue: Clarastr. 45.

Summer Special. DJs Mary, D.K. Brown &

Dirk. Gratis 1 Glas Procecco für alle die mit

der Sonnenbrille kommen. Letzte Party vor

Sommerpause

Thurgau

19.30 HOT: Spezialanlass im HOT, Wilerstrasse 5,

9545 Wängi Worker Party mit Sunntigs-

Brunch. Ab 19.30h Pary mit DJ und feinen

Snacks. Umkleidemöglichkeit. Übernachtung

im Clublokal möglich (Schlafsack mitnehmen).

Am 8.8. ab 10h Sonntagsbrunch,

Fr. 25.– für Mitglieder Fr. 20.–

Zürich

08.00 HAZ Outdoor: Bergtouren-Wochenende

Fellihorn / Fellilücke. Genaue Infos und

Anmeldung www.haz.ch/outdooraktuell

16.00 No Regrets: We are all sinners. Sommerparty

im PurPur, Seefeldstr. 9. Ab 16h

DJ Luc Le Grand. Ab 20h DJane Nana & MC

Deshayla. Ab 24h DJ Juiceppe

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.

DJ Loyce

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren cruising

unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Embassy of House.

DJ José Parra

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Ultraleather

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

SO 08. Juli

Ganze Schweiz

10.28 Les lacets roses: Bergtour Ifigenalp,

Alp Ritz, Oberlaubhorn, Simmenfälle.

Treffpunkt Lenk Bahnhof. Bus Richtung

Ifigenalp. Infos Kurt 079 756 60 59, lacetsroses.schweiz@yahoo.de.

Tour nur bei guter

Witterung

Thurgau

10.00 HOT: Sunntigs-Brunch im HOT-Lokal, Wilerstr.

5, Wängi. Fr. 25.–, für HOT-Mitglieder

Fr. 20.–

11.00 G O !: GayOstschweiz! Sonntags-Brunch im

Zelt vor dem GO! Lokal, Frauenfelderstr.

100, Matzingen. Reichhaltiges Buffet inkl.

frischer Rösti. Fr. 31.– für Mitglieder

Fr. 26.–. Anmeldung bis 7.7. unter

www.gayostschweiz.ch oder 052 366 00 17

Zürich

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 70er & 80er Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end

DJ Marc S

50


CRUISER Edition Sommer 2012

MO 09. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y

DJ Groovemaster

DI 10. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Duplexx DJ Upspace

MI 11. Juli

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur . Apéro, ab 19.30h

Abendessen. Schwubliothek & Trans*-

Stammtisch

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

DJs siehe www.heldenbar.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Nacktparty

(nur Schuhe)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Treffpunkt Garçon Sauvage

DO 12. Juli

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Männerbar (ausser 28.6.)

Zürich

19.30 Queer-Waves: für Lesben, Schwule,

Bisexuelle, Tansgender und Intersexuelle.

Tanze deinen Tanz! 5-Rhythemtanz für

Queres. Eine Wohltat für Körper, Geist

und Seele. Keine Vorkenntnisse nötig.

Mitbringen: bequeme Kleidung und etwas

zu trinken. Getanzt wird barfuss oder in

leichten Tanzschuhen. Gemeindezentrum

Hottingen, Gemeindestr. 54. Fr. 25.–.

Info www.ibp-institut.ch,

052 319 40 44, fischer.b1@bluewin.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Techno-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

FR 13. Juli

Zürich

19.30 H A Z - C ent ro: Sihlquai 67. Freitags-Centro

mit speziellem kulinarischem Angebot

präsentiert von Dänu, Zäsi & Marco

20.00 ga y: my way: Schwule Männer im

Coming-out Treff im HAZ-Centro, Sihlquai

67. Coming-out Gespräche in Kleingruppen

20.00 LMZ: der Schwule Schweizer Motorradclub

Stamm im Restaurant Moléson, Grüngasse 7,

8004 Zürich

21.30 T&M: Disco Marktgasse 14. Chartstation.

DJ Marc S

22.00 Lollipop Party: mit 3 Tanzpisten! Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

Agenda

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Mens cruising

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Progressive Locals.

DJ Angy Dee

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Sportswear &

Sneakers

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Underwear, Jocks, Naked

SA 14. Juli

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Una Notte Italiana. Anmeldung

unter www.badgasse8.ch

Zürich

11.00 Queertango: Workshop mit Mariano

Garcés für alle Stufen. Samstag «Tango

Lab», Fr. 120.–, Sonntag Vals und Milonga,

Fr. 120.–. Cafétin de Bueonos Aires, Alfred-

Escher-Strasse 23. Anmeldung bis 3.7. an

info@queertango.ch.

Infos www.queertango.ch

14.00 folies au Lac präsentiert von Angels:

in der Badi Tiefenbrunnen. Musik, Drinks,

Fun. Ausweichdatum falls schlechtes Wetter

21.7.

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Zurich meets

Sydney! DJ Alan T aus Sydney mit Clubhits

& DancePop

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Erection.

Erotic cruise party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Relab. DJs Garçon

Sauvage & Thomi B

Anzeige

C

M

Y

CM

MY

CY

CMY

K

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Agenda CRUISER Edition Sommer 2012

23.00 Queer Beats Ibiza: Schaumparty for Gays,

Lesbians & Friends. DJs Juiceppe, Pink

Lay Dee Jay, Soulchild & Ambient P. Alte

Kaserne, Kanonengasse 16. Vorverkauf über

www.starticket.ch

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Erection. Full fetish

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Discoparty

SO 15. Juli

Zürich

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 16. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

MondAAAH!y DJ Groovemaster

DI 17. Juli

Aarau

20.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Treff Baden und

Bräteln am Hallwilersee. Treffpunkt 19h

Parkplatz beim Brestenberg, Seengen

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Duplexx DJ Garçon Sauvage

MI 18. Juli

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Apéro, Abendessen ab

19.30h, Schwubliothek und Jassabend

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

22.00 Magnusbar:

Magnusstr. 29 Neumond-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14.

Treffpunkt DJ La Luna

DO 19. Juli

Zürich

19.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.

Cruise+explore ESM-Weekend Anpfiff

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear &

oben ohne

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

FR 20. Juli

Basel

22.00 Escargot: Genius of Time Old School meets

New School House mit Live Show. DJs

Mickey Morris, Genius of Time, Suddenly

Neighbours. Kuppel, Binningerstr. 14.

Fr. 12.–

Luzern

22.00 frigay night: happy sound for happy

people@The Loft Haldenstr. 21 DJ C-Side

Zürich

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Qbass

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren

ESM-Sneakerboys 1

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. DJ José Parra

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode ESM-Sneakerboys 1. Sports Gear,

Sneaks, Sox only

SA 21. Juli

Basel

22.00 Cream - The queer White Party:

DJs Steven Redant, Taylor Cruz & Mary.

Georgeous dancers. Dresscode: Weiss! Union

Basel, Klybeckstr. 95. Vorverkauf Fr. 26.–,

Abendkasse Fr. 29.–. Infos www.twilo.ch

Winterthur

21.00 WILSCH-tanze: Ü18 Party für LesBiGay &

Friends. DJs SBajra & Surprise DJ. Lightfire,

Harzachstr. 2, 8404 Winterthur (Fussweg

vom Bahnhof Seen, Gratisparkplätze)

Zürich

08.00 Gay Bikers Zürich: Italien Tour, Comersee

& Bergamasker Alpen bis 22.7.

Infos www.gaybikers.ch

09.00 12. Seeüberquerung: Gay Sport Zürich

Von Badi Tiefenbrunnen bis Badi Wollishofen.

Startgeld Fr. 50.– inkl. Eintritte,

Warm-up, Kleidertransport, Zeitmessung,

Begleitung durch Rettungsboot und

Brunch. Anmeldung und

Infos www.gaysport.ch

21.30 Sommer Klubnacht Main floor: Charlet

Crackhouse (GMF Berlin) & Zör Gollin (Boyahkasha!).

Upper Floor: DJs Gaetano & Nick

Harvey. Party auf 2 Floors, freier Eintritt bis

22.30h. Infos: www.g-colors.ch. G-Colors

(T&M & AAAH!), Marktgasse 14, 8001 Zürich

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren

ESM-Sneakerboys 2

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass ESM-Sneakerboys 2. Seakerboyz &

Sportswear only

Anzeige

ICH

FÜHLE MICH

NACKT

OHNE MEINE

BRILLE!

Brille:

52


CRUISER Edition Sommer 2012

Agenda

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 70er/80er Party

SO 22. Juli

Zürich

17.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.

i-cruise@sunday. Fr. 8.– & Mindestkonsumation

Fr. 5.– ESM-Weekend Schlusspfiff

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Windel-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 23. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y

DJ Groovemaster

DI 24. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna

MI 25. Juli

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Apéro-Bar, ab 19.30h

Pasta-Abend, Schwubliothek

Zürich

20.00 Schwule Väter: Väterstamm im Café

Rathaus, Limmatquai

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Nacktparty

(nur Schuhe)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt

DJ Garçon Sauvage

DO 26. Juli

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Sommer-Znacht auf der Werdinsel. Grill

ist vorhanden. Grillgut und Getränke bitte

mitnehmen. Bei schlechtem Wetter Alternativprogramm

(ev. HAZ-Centro)

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

FR 27. Juli

Zürich

19.30 G a yM ig s: schwule Migranten Treff im

HAZ-Centro, Sihlquai 67

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Uncut Friday.

DJ Gaetano

22.00 Lollipop Party mit 3 Tanzpisten!: Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cum, cruise &

enjoy

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Pop on Top.

DJ Groovemaster

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Techno-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Friday naked

SA 28. Juli

Thurgau

12.30 GO! GayOstschweiz!: 3. GO!-Wochenende.

Treffpunkt um 12.30h Restaurant Kranz,

Merishausen. Wanderung auf den Hagen

zur Pfadfinderhütte. Grillwurst und Getränk

wird abgegeben, Andere Esswaren selber

mitbringen. Unterkunft in Massenlager.

Am Sonntag Frühstücksbuffet. Schlafsack,

ID etc. mitnehmen. Fr. 50.–, Gäste Fr. 55.–.

Anmeldung bis 26.7. info@go-club.ch. Infos

www.gayostschweiz.ch oder 052 366 00 17

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.

DJ Groovemaster

22.00 Women only!: Diverse DJs & Special Live

Act. Alte Kaserne, Zeughaus 5, Kanonengasse

16. www.colors-night.ch &

www.swisslesbians.ch

22.00 Rage:

Wagistrasse 13, Schlieren Workers in Gear

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Balearic Gay Vibe.

DJs Charles Meyer & José Parra

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Workers in Gear. Worker, Bauern,

Army only (Yellow). Bierpass 3 für 2

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

SO 29. Juli

Zürich

08.00 HAZ Outdoor: Kanutour im Rhein.

Neuhausen - Eglisau. Genaue Infos und

Anmeldung www.haz.ch/outdooraktuell

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 70er/80er Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 30. Juli

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y

DJ Groovemaster

DI 31. Juli

Lausanne

22.00 Jungle: Mousse, the ultra hot gay Foam

Party DJs Edu de la Torre, Steven Redant,

Antoine909 u.a. Schaumparty auf Mainfloor.

Ersatzkleidung mitnehmen. MAD, rue

de Genève 23. Infos www.gay-party.com

Zürich

21.30 Swiss Chalet: Das T&M Marktgasse 14 wird

zum Chalet. DJ Marc S mit Popmusik. Das

Pigalle wird zum Stübli. Petra wird für

Überraschungen sorgen. Musik ab Jukebox

22.00 Queer Beats: I Love Swiss passend zum

1. August. Diverse DJs, Dance Animation etc.

Alte Kaserne, Kanonengasse 16

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. National Day

Special. Ab 23h auch Sector c, Open Sector.

No dresscode

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29. Spezialnacht

zum 1. August

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna

23.00 Boyahkasha!: Après Folies Mainfloor:

DJs Berry.E aus Hamburg, Drag DJane Miss

Delicious aus Köln & DJ Juiceppe. 2nd Floor:

Heldin im Chaos & Zör Gollin. Host: Afrodita

Ismajli. Grosse Terrasse. Im Härterei Club,

Maag Areal, Hardstr. 219.

Infos www.boyahkasha.ch

August 2012

MI 01. August

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Vollmond-

Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt

DJ Garçon Sauvage

DO 02. August

Winterthur

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff im

Lokal Badgasse 8

Zürich

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle

Männer und Frauen 19h Treff im Café Rathaus,

Limmatquai 61 zum Apéro, dann ab

20.15h im HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität

und Polyamory

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,

Schlieren. Mega Nackt-Party

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Nacktparty

(freiwillig)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

FR 03. August

Basel

22.00 Supergay Party: mit DJ Dead Poets.

Garage, Binningerstrasse 14. Fr. 12.–

Zürich

19.00 Gay Bikers Zürich: Höck am Rheinfall.

Infos www.gaybikers.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation.

DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Bad Boyz

Friday

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Black Out.

DJ Nick Harvey

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode sportsLAB. Sportswear only

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

SA 04. August

Bern

17.00 G a y we st: LesBiSchwulInterTrans*-Festival

Openair Party auf dem Bundesplatz. Bars,

Essen etc. Kultur mit Third Dance, MC Reez,

Martina Schibler & DJ PCB, Drag Queen

Frau Weber, Gallavin, Franca Morgano,

Maria-Antoinetta Mollica, Pink Mama, Anarcocks

& Freda Goodlett. Reden von HAZ,

Pink Cross, LOS, Transgender Network

Switzerland. Moderation Amal Chaoui &

Christoph Matti. Afterpartys. Infos www.

gaywest.ch

22.00 Gaywest-Afterparty: Tolerdance im ISC,

Neubrückstr. 10. DJ Ludwig & Guest. Infos

www.gaywest.ch

22.00 Gaywest-Afterparty für Frauen: 5ème

étage, Mühlenplatz 11. Infos www.gaywest.ch

Thurgau

19.30 HOT Spezialanlass: im HOT, Wilerstrasse

5, 9545 Wängi Ab 21.30h Summer Night Beach

Party - Brazilian Night. Organisiert von

HOT, WILSCH & Queerdom. Coole Drinks,

2 DJs, grosse und kleine Snacks. Diverse

Spiele mit Preisen. Komm in Badehose,

Strandbekleidung. Umziehmöglichkeit

vorhanden

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.

DJ Loyce

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Shirt-Off-

Party

53


Agenda CRUISER Edition Sommer 2012

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Embassy of House.

DJ Gaetano

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Shirt off! Full Fetish

SO 05. August

Zürich

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 06. August

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y DJ

Groovemaster

DI 07. August

Thurgau

19.30 HoT: Treff mit Nachtessen im HOT, Wilerstrasse

5, 9545 Wängi TG (hinter Bahnhof).

Anmeldung für Nachtessen & Infos bei

anmeldung@hot-tg.ch, Tel. 077 401 31 76

(Roger) Zudem anonymes gratis Testangebot

für Syphilis und HIV der Aidsfachstelle

Frauenfeld von 19.30h bis 22.30h

Zürich

22.30 AAAH!:

Marktgasse 14. Duplexx DJ Upspace

MI 08. August

Winterthur

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ

siehe www.heldenbar.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Nacktparty

(nur Schuhe)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ La

Luna

DO 09. August

Zürich

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Techno-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser. DJ

Mad House

FR 10. August

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation. DJ

Marc S

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cum, cruise &

enjoy

22.00 Lollipop Party mit 3 Tanzpisten!: Lollipop

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, Limmatstr.

118. Infos www.lollipopparty.ch

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Progressive Locals.

DJ Angy Dee

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Underwear, Jocks, Naked

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Sportswear &

Sneakers

SA 11. August

Winterthur

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und Schwule

We are family! Essen, Geniesserabend

für die LesBiSchwule Community im Lokal

Badgasse 8 Anmeldung unter

www.badgasse8.ch

Zürich

08.00 L M Z: der Schwule Schweizer Motorradclub

Zweitägige Tour ins Bernbiet. Infos www.

lmz.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Parade.

DJs Miss Delicious & Qbass

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Planet

Sports Gear

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Relabarade. DJs José

Parra & Thomi B

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Schlagerparty

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Planet Full Fetish

SO 12. August

Zürich

08.00 HAZ outdoor: Bergwanderung Rawilpass.

Genaue Infos und Anmeldung www.haz.

ch/outdooraktuell

08.00 Gay Bikers Zürich: Österreich Tour. Infos

www.gaybikers.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 A AAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 13. August

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y

DJ Groovemaster

DI 14. August

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna

MI 15. August

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Apéro-Bar, Abendessen

ab 19.30h, Schwubliothek und Jassabend

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Leder, Gummi,

Uniform

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ Qbass

DO 16. August

Zürich

20.00 61 Jahre France Delon: die schillerndste

Oma der Welt Die Grande Dame der Travestiekunst

wird euch mit Witz und Livegesang

unterhalten und wie so oft begeistern.

Im T&M, Marktgasse 14. Nach der Show

wird DJ Marc S Charts & RnB auflegen

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Neumond-

Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

FR 17. August

Ganze Schweiz

19.00 Les lacets roses: Wanderwochenende in

Davos. Treffpunkt Hotel Bünda, Museumstr.

4, Davos-Dorf. Ab ca. 19h Nachtessen. 18.8.

Wanderung Flüela Schwarzhorn. 19.8. Jakobshorn,

Jatzhorn, Rossboden nach Sertig Dörfli.

Anmeldung bis 17.7. für die Übernachtung

direkt beim Hotel. Für die Teilnahme bei

b_kipfer@gmx.ch. Infos www.lacetsroses.ch

Zürich

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. Chartstation. DJ

Marc S

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in Zürich

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8049 Zürich

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ch-8004 Zürich

tel. 043 243 30 43

www.MaennerZone.coM

54


CRUISER Edition Sommer 2012

Agenda

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising

unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. DJ José Parra

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Motorbiker, Leather & Rubber

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

SA 18. August

Winterthur

21.00 WILSCH-tanze: Ü18 Party für LesBiGay &

Friends. DJs SBajra & Surprise DJ. Lightfire,

Harzachstr. 2, 8404 Winterthur (Fussweg

vom Bahnhof Seen, Gratisparkplätze)

Zürich

20.00 Homo Sapiens: am Fluss Barbecue, Kultur

und Party. Die Band The Sinful Saints und

Slam-Poet Renato Keiser treten auf. DJs

Anouk Amok & ScottVega. Host Jazzmin

Dian Moore. Charity-Event zugunsten

Transgender Network Switzerland & ABQ

Schulprojekt. Provitreff, Sihlquai 240. Infos

http://weare.homo-sapiens.ch

21.30 Madonna: Klubnacht Main Floor: Gloria

Viagra (GMF Berlin) & Zör Gollin (Boyahkasha!).

Upper Floor: DJs Nick Harvey & Gil

Everest. Party auf 2 Floors. Infos: www.g-colors.ch.

G-Colors (T&M & AAAH!), Marktgasse

14, 8001 Zürich

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Freistoss!

Sportswear & Sneakers

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 70er/80er Party

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Freistoss! Sportswear & Sneakers

only

23.00 Offstream: The alternative Gay Party

Indierock, Electro, Dancepop etc. mit dem

Offstream DJ Kollektiv. Im Abart, Manessestrasse

170. Fr. 10.–. Bus 33, Tram 13 bis

Sihlcity Nord. Nachtbus & Zug.

Infos www.offstream.ch

SO 19. August

Zürich

22.00 Magnusbar Magnusstr. 29 Windel-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 20. August

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y DJ

Groovemaster

DI 21. August

Aarau

20.00 Aa rglo s: Lesbengruppe Treff Summertime.

Details folgen nach Anmeldung bis 14.8. bei

schlifer@hotmail.com

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ La Luna

MI 22. August

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Apéro-Bar, Pasta-

Abend ab 19.30h, Schwubliothek

Zürich

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Nacktparty

(nur Schuhe)

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ

Garçon Sauvage

DO 23. August

Zürich

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear &

oben ohne

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

FR 24. August

Zürich

21.30 T&M Disco:

Marktgasse 14. Chartstation. DJ Marc S

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising

unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Progressive Locals.

DJs La Luna

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter

Dresscode Friday naked

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Techno-Party

SA 25. August

Zürich

08.00 Gay Bikers Zürich: GLME-Sommercamp

bis 1.9. Alpes de Haute Provence (F). Infos

www.gaybikers.ch

21.30 T&M Disco: Marktgasse 14. G-Dance.

DJ Groovemaster

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising

unlimited

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Balearic Gay Vibe.

DJs José Parra & Charles Meyer

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-

Anlass Schweinebucht. Full fetish (yellow).

Bierpass 3 für 2

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party

SO 26. August

Zürich

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Bartmänner-

Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Week2end DJ Marc S

MO 27. August

Zürich

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. MondAAAH!y

DJ Groovemaster

DI 28. August

Zürich

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon: Trinken,

essen, kennenlernen. Im Huusmaa, Badenerstr.

138

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Duplexx DJ Garçon

Sauvage

MI 29. August

Bern

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse

11. Essen und Kultur. Apéro-Bar, Abendessen

ab 19.30h

Zürich

20.00 Schwule Väter: Väterstamm im Café

Rathaus, Limmatquai

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Treffpunkt DJ

Upspace

DO 30. August

Zürich

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:

Sommer-Znacht auf der Werdinsel. Grill

ist vorhanden. Grillgut und Getränke bitte

mitnehmen. Bei schlechtem Wetter Alternativprogramm

(ev. HAZ-Centro)

19.30 Queer-Waves: für Lesben, Schwule,

Bisexuelle, Tansgender und Intersexuelle.

Tanze deinen Tanz! 5-Rhythemtanz für

Queres. Eine Wohltat für Körper, Geist

und Seele. Keine Vorkenntnisse nötig.

Mitbringen: bequeme Kleidung und etwas

zu trinken. Getanzt wird barfuss oder in

leichten Tanzschuhen. Gemeindezentrum

Hottingen, Gemeindestr. 54. Fr. 25.–.

Info www.ibp-institut.ch, 052 319 40 44,

fischer.b1@bluewin.ch

22.00 Magnusbar: Magnusstr.

29 Vollmond-Party

22.30 AAAH!: Marktgasse 14. Prêt à danser.

DJ Mad House

Impressum

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch | Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch

Redaktionelle Mitarbeit: Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi, Andreas Candinas, Daniel Diriwächter, Martin Ender, Branko B. Gabriel,

René Gerber, Oliver Hölcke, Mark-Philip Ingenhoff, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf, Stefan Schüpbach

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch

Fachberater: Pierre André Rosselet, Rechtsanwalt

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Cruiser Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich

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