Der Ehrenfelder Nr. 93 – September 2017

3satzbochum

Monatszeitung für das Ehrenfeld Nr. 93 September 2017

Ab in die Schule!

Ehrenfelder Grundschulen

begrüßen die i-Dötzchen.

Seite 15

Pilger-Reise nach Jerusalem

Dieter Sprenger will neun Monate unterwegs sein. Seiten 4-5

Bundestagswahl 2017

Drei Fragen an die Direktkandidaten. Seite 12-13


FREIZEIT UND KULTUR

Kleinkunst-Cocktail und Humor

Sparkassenfestival OpenFlair

Mit ihrem Festival OpenFlair

bereichert die Sparkasse

den Bochumer Herbst mit

einem kostenlosen kulturellen

Open Air-Vergnügen:

Freitag und Samstag (15.

und 16. September) verwandeln

internationale Artisten

und Akteure die Bochumer

City wieder in eine große

Open-Air-Kleinkunstbühne.

Jongleure, Akrobaten, Gaukler

und Musikanten sind die

Stars beim 19. Sparkassenfestival

OpenFlair rund um die

Sparkasse Bochum. Am Freitag

um 15 Uhr geht es los: Bis

21 Uhr mixen die internationalen

Kleinkünstler Straßentheater,

Jonglage, Akrobatik und

Musik zu einem spritzigen

Kleinkunst-Cocktail mit einem

satten Schuss Humor. Am

Samstag werden die Künstler

von 11 bis 18 Uhr an den Aktionspunkten

auf

dem Dr.-Ruer-

Platz und in der

Schützenbahn

für beste Unterhaltung

sorgen.

Auch Tatort

Jazz, RatzFatz

und Urbanatix

allesamt Partner

der Sparkasse

Bochum

bereichern

das Festival.

Die Besucher können an beiden

OpenFlair-Tagen ihrem

Favoriten eine Stimme für den

Bochumer Publikumspreis

geben. Die Bochumer Kleinkunstpreise

in den Kategorien

Profis und Nachwuchs werden

traditionell zum Abschluss des

Festivals am Samstagabend

(16. September) ab 20 Uhr in

der Sparkasse Bochum verliehen.

Dort treten Profis und

Nachwuchskünstler vor einer

Jury in getrennten Kategorien

gegeneinander an.


Sparkassenfestival Open-

Flair: Freitag, 15. September,

15 bis 21 Uhr, Best of Show

ab 20 Uhr (in der Sparkasse);-

Samstag, 16. September, 11

Uhr bis 18 Uhr

Infos: www.openflair.de und

www.sparkasse-bochum.de

Jongleure, Akrobaten, Gaukler und Musikanten

sind die Stars beim 19. OpenFlair rund um die

Sparkasse.

Foto: Sparkasse

OLLYS EINWURF

Hängt sie höher ...

… rufe ich den Plakatmontierern

zu. Alle Wählerinnen

und Wähler sollen, nein

müssen diese tiefschürfenden,

lyrisch-philosophischen

Sprachentgleisungen lesen

können. Was da jetzt vor der

Wahl an Laternen, Verkehrsschilder

und Bäume gekabelbindert

wurde, ist ohne

bewusstseinserweiternde

Substanzen weder zu verstehen,

geschweige zu ertragen.

Beim politischen Niveau-Limbo

wurde die Stange

erneut erfolgreich tiefer gelegt.

Kostprobe? Gern: Zukunft

kann man wollen oder

machen | Lust auf die Linke |

Protest wählen, keine Nazis |

Digital first, Bedenken second

| Wir, mit Schulz | Familien

sollen es kinderleichter haben

| Renten mit Niveau | Neue

Deutsche? Machen wir selber

| Zukunft ist alternativlos | Islam?

Passt nicht zu unserer

Küche.

Natürlich ist wählen gehen

wichtig. Aber bei der Auswahl

fragt man sich was und

erst recht wen? Wie einfach

war es 1972: „Willy wählen!“,

„Freiheit statt Sozialismus“,

fertig. Heutige Parteiprogramme

nach echten Aussagen

zu durchforsten ist ebenfalls

sinnfrei. Aus Mangel an Rückgraten,

Eiern und Ärschen in

Hosen unterscheiden sich die

Plattitüdenansammlungen

nur marginal und ohne Deckblatt

wüsste niemand, welche

Partei da schwadroniert.

Außer der rechte Rand, da

riecht‘s bereits beim Blättern

modrig und ewig gestrig. Klar,

dass in Parteiprogrammen

eine Menge drinsteht. Politiker

machen absichtlich viele

Worte, um nach der Wahl

entscheiden zu können, zu

welchen sie stehen wollen.

Ich stehe zu Loriot: Der beste

Platz für einen Politiker ist das

Wahlplakat. Dort ist er tragbar,

geräuschlos und leicht

zu entfernen. Hoffentlich wird

Letzteres nach der Wahl beherzigt.

2 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


„Parkplatzumnutzung“ im Ehrenfeld

Internationaler Park(ing) Day am 15. September

gARTEnhaus öffnet die Türen

Zum 6. und letzten Mal in diesem Jahr öffnet das Atelier gAR-

TEnhaus an der Wiemelhauser Straße 370 am 23. September

in der Zeit von 15 bis 19 Uhr und am 24. September in der Zeit

von 11 bis 15 Uhr seine Türen. Gezeigt werden neue Arbeiten

der Eifeler Textilkünstlerin Martina Unterharnscheidt sowie Arbeiten

des Gastgebers Michael Weber.

So wie auf diesem Foto sollen am 15. September Parkstreifen auf

der Hattinger Straße „umgenutzt“ werden.

Foto: privat

AUS DEM EHRENFELD

Weltweit findet am Freitag,

15. September, der internationale

Park(ing) Day statt.

In Bochum sollen in diesem

Jahr Parkstreifen an der

Hattinger Straße im Ehrenfeld

von 16 bis 19 Uhr kreativ

„umgenutzt“ werden.

„Egal ob Anwohner, Einzelperson

oder eine Initiative

alle sind eingeladen,

sich für ein paar Stunden

ein Stück Straße zurückzuerobern“,

heißt es von den

Organisatoren.

Der Park(ing) Day ist eine jährliche,

nichtkommerzielle Veranstaltung,

zu der alle Bürgerinnen

und Bürger eingeladen

werden, Autostellflächen in

kleine Parks, in Begegnungsoder

Spielflächen zu verwandeln.

Im Jahr 2005 in San

Francisco entstanden, werden

mittlerweile in hunderten

Städten weltweit Parkplätze

in Parks verwandelt. Der Tag

soll auf den riesigen Flächenverbrauch

und die negativen

Folgen des übermäßigen Autoverkehrs

hinweisen und exemplarisch

für ein paar Stunden

zeigen, wie dieser Platz

anders genutzt werden kann.

Außerdem möchte er dazu anregen,

die eigene Stadt bzw.

den eigenen Stadtteil bewusster

wahrzunehmen und das soziale

Miteinander zu beleben.

Für alle Interessierten gibt

es noch ein vorbereitendes

Treffen: am Dienstag, 12.

September, ab 19 Uhr in der

Goldkante, Alte Hattinger

Straße 22. Wer daran nicht

teilnehmen kann, wird gebeten,

seinen Platzbedarf

und die ungefähre Art seiner

„Parkplatzumnutzung“ per

Mail an kontakt@urbanradeling.de

anzumelden, damit die

benötigte Fläche freigehalten

werden kann. Weitere Hintergründe

und Informationen

zu der Aktion sind auf www.

urbanradeling.de unter dem

Menüpunkt „Park(ing) Day“

zu finden. Unterstützt wird

der Park(ing) Day auch vom

ADFC Bochum.

EDITORIAL

Liebe

Ehrenfelder!

Dass es zum

Thema „Wege im

Rechener Park“

eine Fortsetzung

in der Berichterstattung

geben

würde, habe ich in unserer

Juni-Ausgabe an dieser Stelle

bereits vermutet. Drei Monate

später lässt sich nun berichten,

dass Bürger-Interesse

und Bürger-Engagement,

wenn es in einem vernünftigen

Dialog vorgetragen und

diskutiert wird, auch zum

gewünschten Erfolg führen

kann. Das Umwelt- und Grünflächenamt

der Stadt hat sich

jedenfalls mit der von Dr. Helmut

Darmstadt öffentlich gemachten

Kritik am schlechten

Zustand der Wege in unserer

grünen Ehrenfelder Oase

auseinandergesetzt und erste

Lösungen angeboten. Die

sollen nun zeitnah in die Tat

umgesetzt werden. Und wir

werden zwischendurch mal

nachschauen, was sich dann

für die vielen Parknutzer verbessert

hat.

Herzlichst, Michael Zeh

September 2017Der Ehrenfelder

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AUS DEM EHRENFELD

Die Pilger-Reise nach Jerusalem

65-jähriger Ehrenfelder Dieter Sprenger will neun Monate unterwegs sein

Wie viele Unwägbarkeiten

bei dieser Reise auf ihn warten,

kann sich Dieter Sprenger

nicht einmal ansatzweise

vorstellen. Und wie viele Kilometer

der 65-Jährige in den

nächsten Monaten mit dem

Rad zurücklegen wird, lässt

sich auch nur grob skizzieren:

geschätzt dürften es mehr

als 10.000 Kilometer werden.

Unumstößlich fest steht bei

seiner Pilgerreise aber dies:

„Heilig Abend möchte ich mit

einer Kerze in der Hand in der

Geburtskirche in Bethlehem

stehen.“ Bis dahin braucht

der unternehmungslustige

Rentner aus der Gilsingstraße

nicht nur ein stabiles Durchhaltevermögen

und eine gute

Ausrüstung, sondern auch ein

gesundes Maß an Gottvertrauen.

Am 4. September hat der

ehemalige Hausmeister aus

der Melanchthon-Gemeinde

So sieht es aus, wenn der Ehrenfelder mit seinem Rad auf große Fahrt

geht. Zwei Pilger-Radtouren hat er schon absolviert. Foto: privat

seine Reise nach Jerusalem

begonnen. Es ist bereits seine

dritte Pilgerreise. Die erste

dauerte 24 Tage und führte

Sprenger in die französische

Metropole Paris. Die zweite

Auflage dauerte fünf Wochen

und führte unter anderem zu

einer Papst-Audienz nach

Rom. Nun aber sind die Dimensionen

gewaltig. Neun

Monate hat der ehemalige

Industriemeister eingeplant,

die Zahl seiner Etappen lässt

sich noch nicht präzise prognostizieren.

Und wenn er das

Ziel Jerusalem erreicht hat, ist

seine Reise noch lange nicht

beendet. Denn während viele

Pilger in der heiligen Stadt

vom Rad steigen und ihre

Rückreise bequem mit dem

Flieger antreten, macht sich

Sprenger mit dem Rad auch

wieder auf den Rückweg.

Wenn er irgendwann im Mai

2018 wieder ins Ehrenfeld

zurückkehrt, hat er eine Streckenlänge

zurückgelegt, die

dreimal für die Tour de France

reichen dürfte.

Mit seinem robusten Tourenrad

zieht Dieter Sprenger

einen kleinen Anhänger,

auf dem Zelt, Schlafsack,

Klappstuhl und -tisch, Kochgeschirr,

Bunsenbrenner und

ein Kaffeekocher verstaut

sind. Mit rund 600 Euro im

Monat will der Rentner auf

seiner Reise auskommen.

Das ist knapp kalkuliert, auf

Komfort wird der 65-Jährige

in den nächsten Monaten

verzichten müssen. „Wenn

es geht, möchte ich das eine

oder andere Mal bei Pastoren

übernachten, ansonsten werde

ich auf Campingplätzen

schlafen. Allein schon aus Sicherheitsgründen“,

schildert

Sprenger. Apropos Sicherheit:

Die Familie zeigt zwar Verständnis

für seinen Pilgertraum,

schaut aber auch mit

Sorge auf das ambitionierte

Projekt. Letztendlich bleibt ihr

aber nichts anderes übrig, als

über das Handy Kontakt zu

halten und zu Hause ab und

zu nach der Wohnung zu sehen

und die Post zu sortieren.

Ursprünglich wollte sich Dieter

Sprenger zusammen mit

einem ehemaligen Kollegen

auf den Weg machen. Doch

nach reiflicher Überlegung

machte dieser einen Rückzieher.

Dieter Sprenger hat sich fest

vorgenommen, auf der Reise

ein Tagebuch zu führen. Außerdem

möchte er Filmaufnahmen

machen und möglichst

zeitnah noch während

der Reise ins Netz stellen. Auf

Facebook und bei You Tube

sollen Interessierte an seinen

Erlebnissen teilhaben können.

„Vielleicht entsteht später daraus

auch ein Buch“, überlegt

Sprenger, „aber mir fehlt noch

der Ansatz. Vielleicht wird es

ein Reiseführer, vielleicht aber

auch eine unterhaltsame oder

eine spirituelle Geschichte.“

In den nächsten Monaten

dürfte der Ehrenfelder Zeit

genug finden, um sich darüber

Gedanken zu machen.

Dokumentieren wird Sprenger

seine Reise auch in einem offiziellen

Pilgerpass, der das

wichtigste Dokument bei einer

Wallfahrt ist. Der Pass, der an

den Etappenorten gestempelt

wird, dient dem Nachweis

4 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


17

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19 Etwa neun Monate, so

die Planung, wird Dieter

1

Sprenger mit dem Rad

unterwegs sein. Es geht

2

nach Jerusalem und

wieder zurück.

4

Foto: 3satz/Bussler

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3

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der ordnungsgemäßen Pilgerschaft.

Die erste Etappe

sozusagen zum Einfahren

führte von Bochum nach

Essen-Werden. Köln, Mainz

und Worms geben anschließend

die Richtung vor. Trainiert

für die Tour hat Dieter

Sprenger nicht. „Das Training

erfolgt während der Reise“,

sagt der Rad-Pilger und geht

davon aus, dass die Waage

angesichts der physischen

Belastung mindestens 15 Kilogramm

weniger anzeigen

wird, wenn er seine Reise

nach Jerusalem beendet hat.

Uli Kienel

DIE REISE NACH JERUSALEM IN DER ÜBERSICHT:

(1) Deutschland - Bochum, Essen, Köln, Mainz,

Worms, Karlsruhe, Konstanz, Oberstdorf, (2) Österreich

- Innsbruck, (3) Italien - Bozen, Trient, Verona, Padua,

Venedig, Triest, (4) Slovenien - Koper, Portoroz, (5)

Kroatien - Porec, Rovinji, Pula, Rijeka, Split, (6) Bosnien-Herzegovina

- Neum, (7) Griechenland - Vola,

Athen, Atalandi, Almiris, Thessaloniki, Alexandroupoli, (8)

Türkei - Kocacesme, Sarköy, Istanbul, Darica, Izmir, Antalya,

Schiffspassage nach Zypern, (9) Zypern - Nikosia,

Limassol, Schiffspassage nach Ashdod, (10) Israel - Jerusalem

und die christlichen Pilgerstätten, Haifa, anschließend

mit den Fähren nach (11) Malta, (12) Sizilien,

(13) Sardinien und (14) Korsika. Von Korsika nach

(15) Barcelona und (16) Gibraltar. Weiterreise über

den portugiesischen Jakobsweg nach (17) Santiago

de Compostela; anschließend über die Pyrenäen in

Richtung (18) Lourdes; danach Frankreich mit Toulouse,

Orleans, Paris und über die Ardennen nach (19) Belgien

mit Charleroi, Namur und Lüttich. Die letzten Etappen führen

in (1) Deutschland von Aachen über Düren, Köln,

Düsseldorf und Essen wieder nach Bochum.

September 2017Der Ehrenfelder

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AUS DEM SCHAUSPIELHAUS

Pro Tag 50.000 Euro Bauleistung

Umfassende Sanierungsarbeiten an Schauspielhaus und Kammerspielen

„Das Theater“, hat Woody

Allen einmal gesagt, „ist

das schönste und älteste

Lügengewerbe der Welt.“

Es sei „ein wunderbarer

Zauberkasten“, der das

Bühnengeschehen glaubhaft

als Realität verkaufe,

Unwirkliches wirklich mache,

dabei sei es doch so:

„Hamlet stirbt und geht

anschließend Spaghetti essen.“

Also alles nur Täuschung. Alles

nur Fassade. Wunderbare,

magische, verführerische

Fassade. Einen ungewohnt

unverstellten, klaren Blick

auf diese Fassade, mit der

das Theater sich Abend für

Abend kostümiert und verkleidet,

kann man derzeit in

den Kammerspielen des Bochumer

Schauspielhauses

werfen: „Sehen Sie, da oben

unter der Decke?“ Andreas

Grosse-Holz, Bereichsleiter

beim technischen Gebäudedienst

der Stadt, zeigt auf ein

Dutzend handtellergroßer,

weißverputzter Löcher in der

schwarzen Decke oberhalb

Andreas Grosse-Holz, Bereichsleiter beim technischen Gebäudedienst der

Stadt, und seine Kollegen haben mit der Schauspielhaus-Sanierung begonnen.

Fotos: Stadt Bochum

der Kammerspiel-Bühne: „

Hier hat jeder Regisseur in

den letzten 20 Jahren sein

eigenes Loch gebohrt, um

Scheinwerfer oder andere

Technik aufzuhängen, was

halt so gebraucht wurde.“

Grosse-Holz grinst. „Tja, die

spachteln wir jetzt mal wieder

zu, haben wir uns gedacht.“

Mit ein bisschen Spachtelmasse

allein ist es in diesem

Sommer aber nicht getan.

Für insgesamt 4,5 Millionen

Euro werden Schauspielhaus

und Kammerspiele in

diesem und im kommenden

Jahr saniert. Und das, obwohl

die Stadt ohnehin jedes Jahr

rund 600.000 Euro in den

Erhalt der Bühne investiert.

2017 werden nun 1,5 Millionen

Euro eingesetzt: Damit

werden der Zuschauerraum

der Kammerspiele saniert, ein

Rohrsystem für Lautsprecher

und Beleuchtungssysteme

neben der Bühne angebracht,

der eiserne Brandschutzvorhang

zwischen Bühne

und Zuschauerraum neu beschichtet,

die Holzvertäfelung

poliert, das Parkett überarbeitet

und-und-und. Stolz ist

Grosse-Holz besonders auf

ein Projekt zur Barrierefreiheit

in den Kammerspielen: In den

Sitzreihen werden Induktionsschleifen

verlegt,

die das akustische

Geschehen auf der

Bühne über einen

eigenen Kanal direkt

an die Hörgeräte

oder Implantate

hörgeschädigter

Besucherinnen

und Besucher senden.

Die unsichtbare

Hilfe ist beinahe

symptomatisch für

die Arbeiten am

Theater: „Sie werden

weniger Technik

sehen, aber

mehr spüren“, verspricht

Grosse-Holz.

Im Keller unter dem Bühnenraum

arbeiten Elektriker an

Kabelbäumen in großen Verteilerschränken.

„Die Elektrik

war teilweise noch aus

6 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


FREIZEIT UND KULTUR

Grill- und Cocktailabend

Gemeindefest St. Meinolphus

Vor und hinter den Kulissen des Schauspielhauses gibt es viel zu

tun. Innerhalb von zwei Jahren werden rund 4,5 Millionen Euro

investiert.

Foto: Stadt Bochum

den Fünfzigern“, so Andreas

Grosse-Holz. Ebenso wie der

alte Lastenaufzug ein neuer,

tragfähigerer wird zu Beginn

der neuen Spielzeit die sieben

Etagen des Ziegelsteinbaus

an der Königsallee bedienen.

Passend dazu ist der Boden

der Hinterbühne komplett

neu gelegt worden, mit einem

Spezial-Estrich, auf dem nun

auch sehr schwere Lasten bewegt

werden können.

Eine weitere Aufgabe: ein

neues Fluchtwege- und

Brandschutzsystem, quasi

im Auftrag des neuen Intendanten

Johan Simons. Der

Star-Regisseur hat angekündigt,

mehr Zuschauer direkt

auf die Bühne holen zu

wollen. Also muss sich das

Gebäudemanagement Gedanken

darüber machen, wie

diese vielen Menschen im

Zweifelsfall schnell wieder da

runterkommen.

Und schnelle Routen durchs

Schauspielhaus das ist eine

Sache für sich. Die Wege zu

den einzelnen Baustellen

führen über steile Metall-Leitern,

durch enge Gänge und

dunkle Treppenhäuser, das

Bochumer Theater, von außen

von klarer Kontur und Linienführung,

erweist sich von

innen als Labyrinth aus den

griechischen Sagen. „Verwobene

Raumstruktur“, nennt

Grosse-Holz das, „das ist

schon was anderes als andere

kommunale Gebäude.“ Er

und seine Kollegen sind sichtlich

stolz darauf, diese unübersichtliche

Großbaustelle

mit ihren zahllosen Gewerken

zu managen. Beim Bau des

Musikforums, erinnert sich

Grosse-Holz, habe man pro

Tag Bauleistungen im Wert

von 40.000 Euro umgesetzt,

hier seien es 50.000 Euro.

„Das technisch und logistisch

zu koordinieren“, ruft Grosse-Holz

durch den Lärm einer

Stichsäge, „ist schon eine Herausforderung.“

Am 23. September fängt der

Spielbetrieb in den Kammerspielen

wieder an. Schiller,

Maria Stuart, viele werden auf

der Bühne sterben und anschließend

Spaghetti essen

gehen. Und der Applaus für

diese Leistung wird auch ein

wenig Andreas Grosse-Holz

und seinem Team gehören.

Im Verlauf ihres Gemeindefestes

lädt die Gemeinde St.

Meinolphus-Mauritius am

Samstag, 23. September, im

Ehrenfeld zu einem Grill- und

Cocktailabend ein. Beginn ist

um 17.45 Uhr, Ende offen. Am

Sonntag, 24. September, geht

es ab 11.30 Uhr weiter mit

Mittagessen vom Grill oder

aus der Salatbar, mit Kaffeestube

und Kost-Bar, mit Bücherflohmarkt

und Musik. Der

Gemeinderat stellt an diesem

Wochenende auch die Kandidaten

vor, die sich im November

für die neue Amtszeit zur

Wahl stellen. Für die Kleinen

beginnt das Kinderfest um

12.30 Uhr mit Spielen zum

Motto „Die Welt ist so bunt wie

ein Regenbogen.“ Außerdem

wartet eine Hüpfburg und

ein großer Topf voll Teig zum

Stockbrotbacken. Um 15.30

Uhr präsentiert die gemeindeeigene

Theatergruppe ihre

neueste Inszenierung, gegen

16.30 Uhr soll das Fest langsam

ausklingen.

120 mal „Literatur im Pfarrsaal“

Zur 120. Ausgabe von „Literatur im Pfarrsaal“ lädt die Bücherei

St. Meinolphus-Mauritius am Dienstag, 12. September, ein.

Mit Christopher Wulff als Reiseführer begeben sich die Zuhörer

nicht nur zum zweiten Mal in die Londoner Unterwelt „London

under London“, sondern auch ins 14. Jahr des Bestehens der

Leseabende. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

September 2017Der Ehrenfelder

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AUS DEM EHRENFELD

Stadt bietet Lösungen für Rechener Park an

Auch Umweltamt sieht Handlungsbedarf Kurzfristige Maßnahme kostet 65.0000 E

Um seinem und dem

Wunsch vieler anderer

Parknutzer nach einer sicheren

Wegeführung im Rechener

Park Nachdruck zu

verleihen (der Ehrenfelder

berichtete in der Juni-Ausgabe),

hat sich Dr. Helmut

Darmstadt in einem Brief

an Stadtbaurat Dr. Markus

Bradtke gewandt.

In dem Brief, der unserer Redaktion

in Kopie vorliegt, verweist

Darmstadt noch einmal

auf „zahlreiche und erheblich

verkehrsgefährdende Mängel

von Treppen und Wegen“.

Und er regt an, „zur Mitfinanzierung

der dort dringend notwendigen

Maßnahmen Spenden

aus der Bürgerschaft

Das Umwelt- und Grünfächenamt der Stadt hat angekündigt, kurzfristig

Sanierungsmaßnahmen im Rechener Park durchzuführen.

Fotos: 3satz/Bussler

einzuwerben.“ Voraussetzung

sei jedoch, so der Jurist in

seinem Schreiben, „dass die

Stadt alsbald ein realistisches,

verbindliches Konzept mit Angabe

der zeitnah durchzuführenden

Arbeiten vorlegt.“

Eine Reaktion der Stadt ließ

nicht lange auf sich warten

und kam vom Umwelt- und

Grünflächenamt. Dem Amt

liege der Rechener Park

ebenfalls am Herzen, schrieb

Frauke Ölsner aus dem Technischen

Rathaus. Besonders

deshalb, „da die Anlage

anders als der planvoll

angelegte und mittlerweile

denkmalgeschützte Stadtpark

verschiedene Formen einer

Anlage des öffentlichen Grüns

durchlaufen hat und auch

parkplanerisch eine Besonderheit

in Bochum darstellt.“

Die Nutzer des Rechener

Parks, der auch als „grüne

Oase“ des Ehrenfelds be-

Charlotte, Cherie und karamelliger Gudbrandsdalen

Erste Herbst-Vorboten auf dem Wochenmarkt am Hans-Ehrenberg-Platz

Die ersten Herbst-Vorboten

finden sich auch in den Auslagen

der Markthändler wieder,

die sich auf dem Hans-Ehrenberg-Platz

ein Stelldichein

geben. Jeweils donnerstags

findet von 8 bis 14 Uhr der beliebte

Ehrenfelder Markt statt,

der stets regen Zuspruch findet.

Im September gibt es im Angebot

von Obst- und Gemüsebauer

Wilhelm Weitz beispielsweise

neue Elstar- und

Boskop-Äpfel (2,50 Euro/1

kg). Aus dem eigenen Anbau

kommt auch der Endiviensalat

(Kopf 2 Euro). Auswählen

darf der Kunde auch aus Petersilienwurzeln,

Pastinaken,

Spitzpaprika sowie verschiedenen

Sorten Tomaten und

Fleischtomaten.

Mit Beginn der Herbstzeit erweitert

Fischhändlerin Petra

Grabe wieder ihr Angebot.

Dazu gehört unter anderem

der selbstgemachte Matjessalat

(100 gr./1,50 Euro), der

selbstgemachte Thunfischsalat

(100 gr./2,80 Euro) sowie

die süß-sauer gewürzten

Fischbällchen

(Stück 60 Cent, 5 Stück

2,50 Euro). Fruchtig und

mit leichter Schärfe ist

der Seealgensalat (100

gr./1,80 Euro) zubereitet.

Im September beginnt

auch wieder die

Muschelzeit. Auf Bestellung

kann Petra Grabe

die ersten Nordseemuscheln

anbieten.

Spezialitäten aus den

Bergen und aus Skandinavien

bietet Feinkost-

und Käsespezialitätenhändler

Volker Skrotzki

auf dem Ehrenfelder Markt

an. Aus Tirol kommt der sechs

Monate gereifte „Edelstein

der Alpen“. So lange der Vorrat

reicht, gibt es diese Rarität

mit feiner Kristallbildung. Ein

Petra Grabe kündigt den Beginn der Muschelzeit

an.

Foto: 3satz

besonderes Geschmackserlebnis

verspricht der aus dem

Allgäu kommende Orangenpfefferkäse.

In ihm werden

die Süße der Orange und

die Schärfe des Pfeffers geschmeidig

kombiniert. Skandinavien-Fans

wird der Gudbrandsdalen

aus Norwegen

ein Begriff sein. Der Käse, der

aus Molke hergestellt wird, ist

süß, salzig und karamellig im

Geschmack.

Rotschalige Drillinge (2,20

Euro/1 kg), die auf die Namen

Charlotte und Cherie hören

und aus französischem Anbaugebiet

stammen, kann

Kartoffelhändler Jürgen Sieg

empfehlen. Ideal zum Pellen

sind außerdem die Pfälzer

La Ratte Kartoffeln

(2,40 Euro/1 kg). Die

Roscoff-Zwiebel ist wegen

ihres leckeren Geschmacks,

des Vitamin

C-Gehalts, ihrer Milde,

der rosa Farbe und der

Haltbarkeit sehr beliebt.

Die Edelzwiebel aus der

Betragne (4,95 Euro/1

kg) kann als Gemüse

oder zum Würzen verwendet

werden.

Das Iberico-Kotelett

vom mit schwarzen Eicheln

gefütterten spanischen

Schwein (29,80

Euro/1 kg) hält die Fleischerei

Dasenbrock für ihre Kunden

bereit. Färsenfleisch gibt es in

der Oberschale (18,90 Euro/1

kg) oder als Rumpsteak bzw.

Entrecote (jeweils 29,80

Euro/1 kg). Auch Deftiges bietet

Dasenbrock zur Auswahl:

Rinderzwiebelmettwurst (150

gr./2,50 Euro) und luftgetrocknete

Salami als Bauernsalami,

Sommersalami oder

Westfälische Salami (jeweils

100 gr./2,08 Euro).

8 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


AUS DEM EHRENFELD

uro

zeichnet wird, dürfen demnach

davon ausgehen, dass

ihr Anliegen Gehör gefunden

hat. Vom Umwelt- und Grünflächenamt

wurde bereits ein

Maßnahmenplan erarbeitet,

nach dem die Umsetzung der

Wegebaumaßnahmen abhängig

von verfügbaren Mitteln

erfolgen soll. „Bislang konnten

kleinere Wageabschnitte

überarbeitet sowie in Teilen

Querungen zur Ableitung

des Oberflächenwassers erarbeitet

und instand gesetzt

werden“, so Ölsner im städtischen

Antwortschreiben.

Darin steht auch, dass aus

Sicht des Umwelt- und Grünflächenamtes

noch weiterer

Handlungsbedarf besteht,

weshalb die Instandsetzung

von Wegen im Park weiter

im Blick behalten werden

soll. „Insbesondere die

Hauptachse und ein stark in

Mitleidenschaft gezogener

Weg parallel zur Farnstraße

Dr. Helmut Darmstadt zeigt Stellen im Rechener Park, die dringend

einer Sanierung bedürfen.

sollen zeitnah instand gesetzt

werden“, kündigt das Amt an.

Die Vergabe und Umsetzung

der Maßnahme soll nach Bereitstellung

entsprechender

Mittel kurzfristig erfolgen.

Die vorläufige Kalkulation für

die Instandsetzung dieser

genannten Wageabschnitte

sowie der dazugehörigen

Einfassungen, Rinnen und

Entwässerungseinrichtungen

liegt bei rund 65.000 Euro.

Die von Dr. Helmut Darmstadt

in diesem Zusammenhang

ins Spiel gebrachte Kostenbeteiligung

über Spenden will

die Stadt bei der Umsetzung

dieser und weiterer Maßnahmen

in ihre Überlegungen

einbeziehen und womöglich

zu einem späteren Zeitpunkt

darauf zurückkommen.

In seinem Schreiben an die

Stadt hatte der Ehrenfelder

Bürger auch noch darauf hingewiesen,

dass viele Hundebesitzer

bei ihren Spaziergängen

im Park nicht auf die

vorgeschriebene Anleinpflicht

für ihre Tiere achten. Helfen

könnten womöglich, so Dr.

Darmstadt, entsprechende

Hinweisschilder an allen Zugängen

zum Park. Auch dafür

zeichnet sich nach Auskunft

aus dem Umwelt- und Grünflächenamt

eine Lösung ab.

„Das Umwelt- und Grünflächenamt

hat sich dazu entschieden,

Schilder mit Ge-

und Verboten für Park- und

Grünanlagen in Bochum zu

fertigen. Auf diesen Schildern

werden die Ge- und Verbote

mittels Symbolen dargestellt,

so dass diese für nahezu alle

Besucher verständlich sein

sollten. Auch der Rechener

Park wird mit solchen Schildern

ausgestattet“, heißt es

aus dem Technischen Rathaus.

Uli Kienel

10 Gefahren beim Privatverkauf

In Zeiten großer Nachfrage verkaufen sich Immobilien fast von

selbst. Doch hier ist Vorsicht geboten: Unwissenheit oder fehlende

Unterlagen können großen Ärger und hohe Schadensersatzforderungen

nach sich ziehen. Der Sparkassen ImmobilienDienst

informiert am Donnerstag, 21. September, ab 19 Uhr

im excenterhaus businessclub, Universitätsstraße 60, über die

„10 Gefahren beim Privatverkauf einer Immobilie“. Dabei geht

es unter anderem um Vollständigkeit der Baugenehmigungen,

Abrechnung von Erschließungskosten, mögliche Baulasten,

Wegerechte und Bergschadenverzicht. Einlass ist nur nach

vorheriger Anmeldung möglich bis zum 15. September unter

Tel. 0234 611-4810. www.sparkasse-bochum.de/immobilien

September 2017Der Ehrenfelder

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VERANSTALTUNGSHINWEIS

Oktoberfest an der Henrichshütte

Volksbank-Hüttenkracher im LWL-Industriemuseum

Am Freitag, 29. September,

startet zum dritten Mal

die „Volksbank-Hüttenkracher“-Party

auf der Henrichshütte

Hattingen. Diesmal

dominieren deutlich die

Farben Blau und Weiß, denn

das Thema lautet „Oktoberfest“.

Der Landschaftsverband

Westfalen-Lippe

(LWL), die Volksbank Sprockhövel

und der TUS Blankenstein

laden ab 19 Uhr in

die Gebläsehalle des Industriemuseums

ein.

Neben Bier und Bratwurst bieten

die „Hüttenkracher“ diesmal

die bajuwarische Kapelle

„LOS SPEKTAKOLOSS“. Mit

Teufelsgeige, Waschbrett,

Tuba, Pauke und Akkordeon

schaltet die ganze Gebläsehalle

in den Schunkel-Modus.

Tanzbare Wies’n-Hits präsentiert

die Band „Partyinferno“.

Freuen sich auf den „Hüttenkracher“ (v.l.): Robert Laube (Museumsleiter

LWL Industriemuseum), Jens Liebetanz (1. Vorsitzender TuS

Blankenstein), Slavica Mohr (TuS Blankenstein) und Thomas Alexander

(Marketingleiter Volksbank Hattingen/ Sprockhövel). Foto: privat

Zwischendurch wartet Moderator

Carsten Zierdt auf Mutige,

die bei der „Bayern-Olympiade“

antreten. Wer die

Disziplinen Hämmern, Sägen,

Jodeln, Maßkrugstemmen

und Nadel-im-Heuhaufen-Suchen

glücklich absolviert, dem

winkt als erster Preis eine

Brauerei-Besichtigung in Warstein

samt Speis und Trank

für 20 Personen.

„Unsere Veranstaltungen begleiteten

die Menschen durch

das Jahr, ob Silvester-Party,

Karneval oder Martini-Markt.

Und wir bieten eine breite Palette

von Comedy über Klassik

und jetzt auch Oktoberfest“, erläutert

Museumsleiter Robert

Laube. „Diese Vielfalt ist nur

durch Engagement von Partnern

in Bürgerschaft und Wirtschaft

möglich.“ Das gilt auch

für die „Volksbank-Hüttenkracher“.

Thomas Alexander,

Marketingleiter der Volksbank

Sprockhövel, begründet sein

Engagement: „Beim Volksbank-Hüttenkracher

bringen

sich viele Bürger ganz persönlich

ein mit dem Ziel, für Hattingen

einen schönen Abend

zu organisieren. Das passt zu

uns.“ So erklärt sich auch das

Engagement der Gartenstadt

Hüttenau, von Kerkemeier,

AVU und Stadtwerken. Jens

Liebetanz, Vorsitzender des

Mitveranstalters TUS Blankenstein,

freut sich auf einen stimmungsvollen

Abend, denn:

„Sollten ein paar Euro übrig

bleiben, fließt das Geld in die

Finanzierung der Sportanlage

an der Marxstraße.“ So dienen

Bier und Bratwurst nicht

nur dem Wohlgefühl, sondern

auch einem guten Zweck.

Tickets für den „Volksbank-Hüttenkracher“

gibt es

bei den Filialen der Volksbank

in Hattingen und im LWL-Industriemuseum

Henrichshütte

Hattingen zum Preis von

10 Euro im Vorverkauf, an der

Abendkasse für 12 Euro.

STELLENANGEBOT

Don-Bosco-Schule sucht

eine Küchenkraft

Die Don-Bosco-Schule in der Friederikastraße 21 sucht dringend

für ihre OGS-Küche eine Küchenkraft. Der Stundenumfang

beträgt 15 bis 20 Stunden in der Woche, gearbeitet wird an

drei bis vier Tagen in der Woche in der Zeit von 10 bis 15 Uhr.

Zum Aufgabenbereich gehört: Vorbereitung und Zubereitung

des Mittagessens für 75 Kinder; Organisation des Küchenbereichs

(Instandhaltung, Säuberung und Desinfizieren des Küchenbereichs

zur hygienischen Verarbeitung der Lebensmittel);

Erstellung der Essenspläne und Bestellung der Lebensmittel;

Kooperation mit der OGS-Leitung und den Mitarbeiter/innen.

Erfahrungen mit Arbeitsprozessen im Küchenbereich, ein

freundlicher Umgang mit Kindern sowie Gewissenhaftigkeit im

Umgang mit Lebensmitteln und ihrer hygienischen Verarbeitung

sind erwünscht. Wer Interesse hat, nimmt mit der Schule

Kontakt auf unter: don.bosco.schule@web.de

10 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


AUS DEM EHRENFELD

Fünf-Millionen-Projekt veredelt das Ehrenfeld

Markus-Bau feiert Richtfest am Waldring Weitere Pläne werden umgesetzt

Es ist knapp 18 Monate

her, da hat Oberbürgermeister

Thomas Eiskirch

bei einem von ihm angeregten

Investoren-Treffen

die ambitionierte Idee vorgetragen,

in Bochum jedes

Jahr 800 Wohneinheiten an

den Markt bringen zu wollen.

Ein fleißiger Partner

bei der Umsetzung dieses

Vorhabens ist das in der

Stadt ansässige Bauträgerunternehmen

Markus-Bau.

Davon durften sich jetzt

Kunden, Geschäfts- und

Bankpartner, Vertreter der

Kommune, Nachbarn und

rund 80 Gäste beim Richtfest

für das Neubauprojekt

„Waldring 32“ überzeugen.

„Wir sehen die Stadt als

eine lebhafte und pulsierende

Metropole, für die es eine

entsprechend große Nachfrage

nach Wohnraum in allen

Preissegmenten gibt“,

erklärt Karsten Koch. Der

Markus-Bau-Geschäftsführer

wehrt sich mit seinen Projekten

auch gegen die seiner

Meinung nach immer noch

existierenden Image-Vorurteile

gegenüber dem Revier.

„Das Ruhrgebiet wird ganz

sicher nicht abgewickelt. Hier

passieren spannende Dinge

und wir werden uns an der

Umsetzung beteiligen.“ Oder

wie es OB Eiskirch in seinem

Redebeitrag formulierte:

„Markus-Bau gibt richtig Gas

in Bochum.“

Stellvertretend für die zahlreichen

Bochumer Projekte

des Unternehmens, die sich

Beatrix Knipping, neben Karsten Koch Geschäftsführerin von

Markus-Bau, schlägt beim Richtfest symbolisch den Nagel ein.

Links assistiert Zimmermann Guido Bonrath, der in seinem Richtspruch

den Bauherrn dankte und Glück und Segen für das neue

Haus wünschte.

Foto: 3satz/Sure

in diesem Jahr im Bau oder

in der Planung befinden, fand

nun das Richtfest im Ehrenfeld

statt. Dort wurde ein rund

1.700 Quadratmeter großes

Grundstück, auf dem sich ein

nicht mehr sanierungsfähiges

Einfamilienhaus befand, mit

einem Mehrfamilienhaus mit

zehn Eigentumswohnungen

im oberen Preissegment bebaut.

Vor dem Bau mussten

auf dem Grundstück größere

Bergschäden saniert werden.

80 Prozent der nun neu gebauten

Wohnungen sind bereits

notariell veräußert. Das

Investitionsvolumen am Waldring

beträgt rund fünf Millionen

Euro. Geplant wurde das

Projekt vom Architektenbüro

Bleckmann und Krys aus

Münster.

14 Projekte plant, baut oder

vertreibt Markus-Bau aktuell

in Bochum. Das Unternehmen,

das vor über 30 Jahren

gegründet wurde und seinen

Firmensitz seit zehn Jahren

in Bochum hat, ist dabei in

nahezu allen Bereichen der

Stadt und in allen Preissegmenten

tätig. Insgesamt handelt

es sich dabei um rund

275 Wohneinheiten mit einem

Gesamtinvestitionsvolumen in

Höhe von über 80 Millionen

Euro. In Planung sind beispielsweise

Eigentums- und

Penthouse-Wohnungen an der

Gräfin-Imma-Straße in Stiepel,

an der Kassenberger Straße in

Dahlhausen oder an der Wiemelhauser

Straße in Wiemelhausen.

Vertriebspartner ist

bei allen Bochumer Projekten

die S-Immobilien GmbH der

Sparkasse Bochum.

Sein derzeit größtes Projekt

in der Stadt plant Markus-Bau

an der Brantropstraße

in Weitmar. Dort sollen

75 Eigentums- und öffentlich

geförderte Mietwohnungen

sowie elf Einfamilienhäuser

entstehen. Den Zuschlag für

dieses Grundstück erhielt

Markus-Bau im Rahmen eines

städtischen Bestgebotsverfahrens.

Uli Kienel

So sieht das Waldring-Projekt aus, wenn es fertiggestellt ist. Zehn

Eigentumswohnungen werden gebaut. Animation: Markus-Bau

September 2017Der Ehrenfelder⎮ 11


BUNDESTAGSWAHL 2017 DREI FRAGEN AN ...

Am 24. September wird der Bundestag neu gewählt. Wofür stehen die Kandidaten und die

ihre Parteien. Der Ehrenfelder hat sechs Kandidaten des Wahlkreises 140/Bochum I befragt.

Sie gehören den Parteien an, die aktuell im Bundestag vertreten sind beziehungsweise

voraussichtlich in der nächsten Legislaturperiode vertreten sein werden.

Axel Schäfer, SPD

1. Welches ist Ihr Bochumer Thema, das Sie in den Bundestag tragen möchten?

Von zentraler Bedeutung bleibt der Strukturwandel im Ruhrgebiet, auch durch finanzielle Mittel. Das

heißt: Industrie, Dienstleistungen und Bildung. Wir müssen den begonnenen Weg engagiert fortsetzen..

2. Warum sollen die Bürger mit der Erststimme Sie bzw. mit der Zweitstimme Ihre Partei wählen?

Seit 15 Jahren setze ich mich erfolgreich für Bochum in Berlin ein. Bundesweit hat die SPD in dieser Legislaturperiode

viel bewegt: vom Mindestlohn bis zur Ehe für alle trotz vieler Blockaden von CDU/CSU.

3. Welche Koalition würde Deutschland in eine gute Zukunft führen und warum?

Wir streben eine Regierung der SPD mit den Grünen an. Soziale Gerechtigkeit und Zukunftschancen gibt es vor allem

mit uns.

Frithjof Schmidt, Bündnis 90/Die Grünen

1. Welches ist Ihr Bochumer Thema, das Sie in den Bundestag tragen möchten?

Bochum hat große Probleme. Ich kämpfe dafür, bei den Sozialleistungen (insbesondere den Kosten

der Unterkunft) die Kommunen stark zu entlasten, das würde finanziell sehr helfen.

2. Warum sollen die Bürger mit der Erststimme Sie bzw. mit der Zweitstimme Ihre Partei wählen?

Der Klimawandel erfordert Antworten: Wir müssen es schaffen klimagerecht zu wirtschaften und zu leben.

Wir brauchen die ökologische Wende in der Energie- und Agrarpolitik und mehr soziale Gerechtigkeit.

Dafür steht grün.

3. Welche Koalition würde Deutschland in eine gute Zukunft führen und warum?

Eine Koalition, in der Grüne die Agenda maßgeblich prägen und die ökologische Wende ein Leitmotiv ist.

Sevim Dagdelen, Die Linke

1. Welches ist Ihr Bochumer Thema, das Sie in den Bundestag tragen möchten?

Das Thema hier und im Ruhrgebiet ist soziale Gerechtigkeit. Der armutspolitische Erdrutsch muss

gestoppt werden. Wir brauchen mehr Geld für soziale Infrastruktur, Bildung und Integration. Das geht

aber nur, wenn wir auch Millionäre wirksam besteuern.

2. Warum sollen die Bürger mit der Erststimme Sie bzw. mit der Zweitstimme Ihre Partei wählen?

Weil wir uns als einzige für die Wiederherstellung des Sozialstaats und für den Stopp der Rüstungsexporte

und der Kriegseinsätze der Bundeswehr einsetzen.

3. Welche Koalition würde Deutschland in eine gute Zukunft führen und warum?

Wir wollen eine gute Zukunft für die Mehrheit und nicht nur die oberen Zehntausend. Deshalb kämpfen wir für einen

Politikwechsel statt bloßem Parteienwechsel im Kanzleramt.

12 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


DREI FRAGEN AN ... BUNDESTAGSWAHL 2017

Christian Haardt, CDU

1. Welches ist Ihr Bochumer Thema, das Sie in den Bundestag tragen möchten?

Bessere Bedingungen bei Forschung und Lehre, das ist für Bochum mit insgesamt neun Hochschulen

besonders wichtig. Sie sind der Grundstock für die Arbeitsplätze der Zukunft.

2. Warum sollen die Bürger mit der Erststimme Sie bzw. mit der Zweitstimme Ihre Partei wählen?

Hier geboren, mache ich seit vielen Jahren Kommunalpolitik und kandidiere jetzt als Nachfolger von Prof.

Dr. Norbert Lammert für den Bundestag. Dort braucht Bochum weiterhin eine starke und engagierte Stimme.

3. Welche Koalition würde Deutschland in eine gute Zukunft führen und warum?

Jede Koalition, die von der CDU als stärkster Partei geführt wird, denn wir haben die richtigen Lösungen für die Zukunft.

Jedenfalls eine mit einer starken CDU/CSU.

Olaf in der Beek, FDP

1. Welches ist Ihr Bochumer Thema, das Sie in den Bundestag tragen möchten?

Eine neue überregionale Verwaltungsstruktur, 500.000 Euro Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer.

Bochum braucht keine Malocherromantik, sondern eine weniger bürokratische Mittelstandsförderung.

2. Warum sollen die Bürger mit der Erststimme Sie bzw. mit der Zweitstimme Ihre Partei wählen?

Nur die FDP begreift die Gestaltung unseres Landes als Handeln freier Bürger statt hoheitlicher Vorgaben.

Nicht Schutz einer Leitkultur ist das Ziel, sondern Bewahrung der Vielfalt und ihre Verteidigung gegen alle Versuche, sie

zu demontieren.

3. Welche Koalition würde Deutschland in eine gute Zukunft führen und warum?

Eine Koalition, die über eine stabile Mehrheit verfügt und Probleme anpackt.

Wolf-Dieter Liese, AFD

1. Welches ist Ihr Bochumer Thema, das Sie in den Bundestag tragen möchten?

Die Aufgaben und Lasten, die Bund und Land den Kommunen in den letzten Jahren zusätzlich auferlegt

haben, müssen auch entsprechend vergütet werden.

2. Warum sollen die Bürger mit der Erststimme Sie bzw. mit der Zweitstimme Ihre Partei wählen?

Ich möchte, dass islamistischer Terror nicht als allgemeines Lebensrisiko hingenommen wird, dass unsere

Polizei jederzeit unseren Rechtsstaat wirksam schützen kann. Jeder, der unsere Gastfreundschaft missbraucht, sollte

unser Land verlassen. Ich bin für eine ideologiefreie Energiepolitik und gegen eine Maut oder Fahrverbote für Pkws.

3. Welche Koalition würde Deutschland in eine gute Zukunft führen und warum?

Im Moment sehe ich keine Möglichkeit einer Koalition mit anderen Parteien.

Fotorechte: Axel Schäfer, Frithjof Schmidt, Sevim Dagdelen, Christian Haardt, Olaf in der Beek, Wolf-Dieter Liese

Hintergrundgrafik: Deutscher Bundestag / Thomas Trutschel/photothek.net

September 2017Der Ehrenfelder⎮ 13


SCHÜLERREPORTER LUKA

Baustellenviertel Ehrenfeld

Laut, staubig und störend

Grafik: Fotolia

Es ist

Ende August

und

das Ehrenfeld

ist übersät

mit

Baustellen.

Schon seit Wochen wird an der

Alten Hattinger Straße gearbeitet.

Dort werden Stromleitungen erneuert.

Für Optikermeisterin Elena

Feller ist die Situation schwer

zu ertragen. Sie hat die Baustelle

direkt vor ihrem Ladenlokal: „Es

ist laut und staubig“, so die Ehrenfelder

Unternehmerin, „immer

wieder müssen wir die Tür schließen

und die empfindlichen Brillengestelle

putzen.“

Wirkt sich das auf ihre Kunden

Luka ist Schülerreporter in der Redaktion des Ehrenfelders.

Jeden Monat schreibt er einen Artikel für das Stadtteilmagazin.

Das Thema für diese Ausgabe lag bei der ungewöhnlichen

Anzahl der Baustellen nahe. Foto: 3satz

aus? Ja, denn es gibt weniger

Parkplätze.

Es gibt aber auch Leute, die es

nicht stört, zum Beispiel Christian

Müller von den Kochmomenten.

Ihn stört die Baustelle nicht, er sagt:

„Es wird schnell gearbeitet. An der

Königsallee wird auch gearbeitet,

dort wird die Fahrbahndecke erneuert.

Dort verläuft die Baustelle

von Höhe Wilhelm-Stumpf-Straße

bis Ecke Waldring. An der Kulmer

Straße wird auch gearbeitet, dort

wird ein Kanal gebaut. Eine große

Baustelle befindet sich auch vor

der Bäckerei Schmidtmeier. Dort

wird eine Gasleitung erneuert.

Barbara Ronde von Schmidtmeier

sagt: „Es ist sehr laut und es stört

sehr. Auf die Kunden wirkt es sich

aber nicht aus.“

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14 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


Die Ehrenfelder i-Dötzchen

Grundschulen begrüßen ihre Erstklässler

TITELGESCHICHTE

Don-Bosco-Schule

Eisbär- & Affen-

Klasse

Drusenbergschule

Maus- & Elefanten-

Klasse

Friederika-Schule

Zebra- & Robben-

Klasse

Brüder-Grimm-Schule

Raupen- & Igel-

Klasse

Fotos: 3satz

Grafiken: 3satz. WDR, Fotolia, Pixabay

September 2017Der Ehrenfelder⎮ 15


AUS DEM EHRENFELD

„Papen“ Barabaß, ein treuer Ehrenfelder „Schlips“

Fußball-Legende feierte 90. Geburtstag Sportliche Heimat im Ehrenfeld

Der gerade 90 Jahre alt gewordene

Karl-Heinz „Papen“

Barabaß meistert auch

in diesem stolzen Alter

noch die Dinge des täglichen

Lebens so gut es geht.

Der Witwer wohnt seit zwei

Jahren im Martha-Haus der

Diakonie Ruhr, nahe des

Bochumer Stadtparks.

Zu Fuß kann er über die Küppersstraße

das Stadion des

VfL Bochum

in kurzer Zeit

erreichen.

„Hier hat

mein Schwager

Heiner

Bunzendahl

viele Jahre

in der Oberliga gespielt“, erinnert

sich Barabaß und ist

gleich ganz bei der Sache,

wenn es um den Fußball geht.

Der Lange ist damals zum

VfL gewechselt. Vorher hatten

wir in der Drei-Schwäger-

Elf mit Heiner Bunzendahl,

Heinz Hölnyk und mit mir eine

erfolgreiche Zeit beim SV Ehrenfeld.

Die Mannschaft war

schon komplett eine Klasse

für sich“, sagt der einstige

Spielführer der Ehrenfelder,

Impressum

Herausgeber

3satz Verlag und

Medienservice GmbH

Alte Hattinger Straße 29

44789 Bochum

Tel.: 0234 / 544 96 96 6

Fax: 0234 / 544 96 96 7

stiepelerbote@3satz-bochum.de

www.3satz-bochum.de

Redaktion und Satz

Michael Zeh (verantwortlich),

Vicki Marschall, Uli Kienel,

Torsten Picken

Titelfoto: Vicki Marschall

Anzeigen

Sven Both

Tel. 0234/544 77 129

sven.both@3satz-bochum.de

Nicole Knippert

nicole.knippert@3satz-bochum.de

Anke Weigang

anke.weigang@3satz-bochum.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste

vom 1. Januar 2017.

den sie nur „Papen“

riefen. Und

schmunzelnd fügt

er hinzu: „Heiner

und ich sorgten

in der Abwehr für

die nötige Ruhe

und Ordnung. Im

vorderen Bereich

waren Hölnyk-Tore

keine Seltenheit.“

Deshalb blieben

die Ehrenfelder,

die zu den Punktspielen

immer

mit Schlips und

Kragen anreisten

und deswegen

auch „Schlipse“

genannt wurden,

viele Jahre erfolgreich.

Oft kamen

bis zu 6000 Zuschauer

zur heimischen

Landwehr. So erinnert

sich Karl-Heinz Barabaß, der

schon mit 16 Jahren sein Debüt

in der ersten Mannschaft

des SV Ehrenfeld gab, an

die Begegnung mit der SG

Wattenscheid 09 im Jahr

1947. „Wir gewannen mit 2:1

und wurden Zweiter in der

Bezirksklasse, scheiterten

Der nächste

erscheint am 6. Oktober.

Anzeigen- und Redaktionsschluss: 26. Sept.

Druck

Druckerei Uwe Nolte, Iserlohn,

www.druckerei-nolte.de

Verteilung: 3satz Verlag &

Medienservice GmbH

Kostenlose Verteilung an Privathaushalte

und Gewerbetreibende.

Zustellung im Ehrenfeld. Für unaufgefordert

eingesandte Anzeigen,

Texte und Fotos keine Gewähr!

Redaktionelle Beiträge, Grafiken

und Konzeption sind Eigentum der

3satz Verlag und Medienservice

GmbH. Abdruck, Vervielfältigung

und Weiterverwendung, auch

auszugsweise, bedürfen der schriftlichen

Zustimmung der 3satz Verlag

& Medienservice GmbH

Karlheinz „Papen“ Barabaß spielte für die legendären

Ehrenfelder „Schlipse“.

Fotos: privat

aber in der Aufstiegsrunde zur

Landesliga am BV Brambauer

und dem Hörder SC.“ Erst

im Jahr 1954 gelang dem SV

Ehrenfeld die Meisterschaft

in der Bezirksklasse und damit

der direkte Aufstieg in die

Landesliiga. Der flinke und

einsatzfreudige Außenläufer

Barabaß wurde mit der

Bochumer Stadtmannschaft

zweimal Stadtmeister und

kann auf zahlreiche Berufungen

in die Westfalenauswahl

zurückblicken.

Dabei gab es auch schon

die ersten Abwerbungsversuche.

Gerd Harpers, der

mit „Papen“ in der Westfalenauswahl

kickte, versuchte

ihn nach Gerthe und später

zum SV Sodingen zu holen.

Auch Angebote vom BVB und

Schalke flatterten ins Haus.

Selbst der VfL klopfte noch

mal an. Doch Barabaß blieb

seinen Ehrenfeldern treu, zumal

er über den damaligen

Vorsitzendern Odendahl Arbeit

bekam. „Odendahl war

Direktor bei Balke, die überall

in Europa Kühltürme bauten.

Hier hatte ich einen festen

Job“, so Barabaß. Die Treue

zum SV Ehrenfeld hat sich

am Ende für „Papen“ Barabaß

gelohnt. „Wir waren an der

Landwehr eine verschworene

Gemeinschaft, die auch außerhalb

des Sportplatzes Bestand

hatte“, sagt Karl-Heinz

Barabaß als ehemaliger Kapitän

einer großen Mannschaft,

die weit über die Grenzen Bochums

bekannt war.

Noch heute hält er Kontakt

mit seinem ehemaligen

Mannschaftskollegen und

Weggefährten Heiner Strunk.

„Wir treffen uns mit einigen

Grummer Freunden im Haus

Decker an der Castroper Straße

und reden über die längst

vergangenen Zeiten. Natürlich

ist auch der heutige Fußball

ein Thema. Da werden

viel zu hohe Gehälter und Ablösesummen

gezahlt“, sieht

Barabaß die Entwicklung sehr

kritisch.

Auch Erwin Döhring, einst

beim SV Ehrenfeld in der

Jugend groß geworden, erteilt

dem heute 90-Jährigen

ein dickes Lob: „Als ich mit

18 Jahren den Sprung in die

erste Mannschaft schaffte, hat

uns Papen Barabaß immer

unterstützt und gefördert. Er

auf dem Platz als Kapitän und

auch außerhalb des Spielfeldes

in jeder Hinsicht ein Vorbild.“

Übrigens kam Barabaß

doch noch zum VfL Bochum.

Mit 36 Jahren kickte er zusammen

mit Horst Chritopheit,

Gerd Wiesemes, Erich

Schiller und Franz Versen bei

den Alten Herren.

Wäre noch die Sache mit

dem Spitznamen zu klären:

Da gab es wohl einen verwandtschaftlichen

Grad über

die Urgroßmutter, die mit dem

ehemaligen Reichskanzler

Franz von Papen verwandt

war. „Genau dies habe ich

dann als kleiner Junge voller

Stolz in der Schule erzählt.

Und fortan wurde ich nur noch

‚Papen‘ gerufen“, lacht Karl-

Heinz Barabaß. „Itze“ Backs

16 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


Fanfiction die Liebe zum Buchhelden

Buchtipp: Zwei Jugendromane von Rainbow Rowell

BUCHTIPP

Ein Büchertipp der besonderen

Art aus der Jugendliteratur:

Die amerikanische

Autorin Rainbow Rowell hat

einen Roman zu ihrem Roman

geschrieben. In „Fangirl“

ist Cath großer Fan

des auch real erschienenen

Fantasy-Jugendbuchs „Aufstieg

und Fall des außerordentlichen

Simon Snow“.

Als die Zwillinge Cath und Wren

aufs College gehen, muss Cath

plötzlich ohne ihre Schwester

klarkommen. Die studiert andere

Fächer, interessiert sich

nur noch für Parties und Jungs,

zieht in ein anderes Studentenwohnheim.

Cath zieht sich

komplett zurück in die Welt,

in der sie sich seit Jahren am

wohlsten fühlt: in die des Simon

Snow, einem fiktiven Charakter

eines Fantasy-Jugendbuches.

Früher waren beide Zwillingsschwestern

Fan des Buches

und schrieben gemeinsam

Fanfiction, also dachten sich

selbst Handlungsstränge für

ihren Helden aus.

Im echten Leben findet Cath

keinen Anschluss an ihre Kommilitonen.

Ihre Mitbewohnerin

Reagan scheint sie zu hassen

und deren Freund Levi hängt

für Caths Geschmack viel zu

viel in ihrem Zimmer ab. Ihr

alleinstehender Vater kommt

nicht klar, ihre Schwester

spricht dem Nachtleben und

Drogen zu. Dann meldet sich

auch noch ihre Mutter, die die

Familie verlassen hat, als die

Zwillinge noch klein waren.

Doch langsam ändern sich die

Dinge. Es beginnt mit Levi, der

sich als geduldiger und interessierter

Zuhörer ihrer Fanfiktion

herausstellt.

„Fangirl“ ist ein toller Jugendroman

mit einer sympathischen

Protagonistin. Ihr Weg in ein

Eine Autorin, zwei Romane: Carola

Mirhoff empfiehlt „Fangirl“

und „Aufstieg und Fall des außerordentlichen

Simon Snow“

von Rainbow Rowell. Foto: 3satz

selbstständigeres Leben in der

realen Welt, die erste Liebe in

der Fantasie und im wirklichen

Leben all die Dinge, die ein

junger Mensch „durchlebt“, ist

mitreißend und nachvollziehbar

von Rainbow Rowell erzählt.

Ein Gimmick der Autorin: Sie

hat tatsächlich den Roman

„Aufstieg und Fall des außerordentlichen

Simon Snow“

geschrieben. Er ist zeitgleich

mit „Fangirl“ im Deutschen Taschenbuchverlag

(19,95 Euro)

erschienen. Jedes Kapitel von

„Fangirl“ endet mit einem Zitat

aus der· Simon Snow-Fantasy.

Die Probleme der beiden

Jugendlichen sind sich nicht

unähnlich: Vertrauen, Familie,

die erste Liebe. Carola Mirhoff


Rainbow Rowell, Fangirl, Hanser,

18 Euro & Aufstieg und

Fall des außerordentlichen

Simon Snow, dtv, 19,95 Euro

September 2017Der Ehrenfelder⎮ 17


AUS DEM SPORTVEREINEN

Spielerischer Einblick in den Trendsport Triathlon

34 Kinder und Jugendliche beim Ferien-Camp des SV Blau-Weiß

Das Interesse der Kinder und Jugendlichen am Triathlon war groß.

Fest steht: auch 2018 wird es das Ferien-Camp geben. Foto: BWB

Das zweite Triathlon-Camp

für Kinder beim SV Blau-

Weiß Bochum war erneut

ein voller Erfolg. Kinder und

Jugendliche bekamen fünf

Tage lang einen spielerischen

Einblick in die Trendsportart

Triathlon.

34 Kinder und Jugendliche

im Alter von 7 bis 13 Jahren

nahmen in der letzten Ferienwoche

am Kinder-Triathlon-Camp

des SV Blau-Weiß

Bochum teil. Die Kids lernten

spielerisch die drei Hauptdisziplinen

des Triathlonsports:

Schwimmen, Radfahren, Laufen

und sammelten sogar erste

Erfahrungen in der vierten

Disziplin der Trendsportart:

Wechseln!

Während der fünf Tage des

Feriencamps stand jeden Tag

etwas anderes auf dem Programm:

Laufen, Spielen, Radfahren,

Athletik, Schwimmen,

Koordination.

Das Triathlon-Camp bot den

Kids Abwechslung und Einblicke

in die Vielseitigkeit des

Triathlonsports. Das Sportprogramm

lief jeden Tag von

10 bis 15 Uhr und die Triathlon-Abteilung

des SV Blau-

Weiß organisierte während

der Mittagszeit immer eine

Übungsleiterin gesucht

warme Mahlzeit für alle Teilnehmer.

Zum Abschluss absolvierten

alle Kinder einen

kleinen Triathlon.

Nach der erfolgreichen Woche

steht für alle Beteiligten

fest: 2018 wird es erneut ein

Triathlon-Feriencamp geben.

Interessierte Kinder und Jugendliche

können nach dem

Camp ins wöchentliche Kinder-

und Jugendtraining der

Triathlon-Abteilung einsteigen.

Jeden Dienstag trainiert

die Gruppe Radfahren und

Laufen am Vereinsgelände im

Wiesental. Weitere Informationen

können Interessierte

und Eltern unter bwb-triathlon@web.de

erfragen.

Die Turngemeinde Bochum 1884 sucht ab sofort eine Übungsleiterin

oder einen Übungsleiter für das Kleinkindturnen (Kinder

im Alter von 4 bis 6 Jahren). Die Kinder lernen spielerisch

abwechslungsreiche Bewegungseinheiten in den Bereichen

Laufen, Werfen, Springen und Klettern. Geturnt wird immer

dienstags von 16:30 bis 17:30 in der Dreifachturnhalle der Matthias-Claudius-Schule,

Weitmarer Str. 115a. Interessierte melden

sich bei Claudia Neff-Stobbe telefonisch (0174 / 4647777)

oder per Email: neffstobbe1@aol.com. Weitere Infos zum Verein

unter www.turngemeinde-bochum.de

DJK Ehrenfeld hat freie Plätze

DJK Teutonia Ehrenfeld kann nach den Sommerferien bei

zwei Sportangeboten noch freie Plätze zur Verfügung stellen.

1. Yoga: Termin freitags um 18 Uhr im großen Saal der Meinolphus-Gemeinde,

Meinolphusstr. 7. Geleitet wird der Kursus

vom ausgebildeten Hatha-Yoga-Lehrer Philipp Niemann. Weitere

Informationen unter Tel.: 0176/23313398 oder philipp.niemann@ruhr-uni-bochum.de

2. Tai Bo: Termin montags 20 bis 21.30 Uhr in der Halle der Drusenbergschule.

Tai Bo ist ein Ganzkörper-Ausdauertraining,

das die Körperkraft steigert und überflüssiges Fett reduziert.

Geleitet werden die Übungseinheiten von Nina Nübel. Informationen

unter Tel.: 0173/3777297 oder info@ninanuebel.de.

Weitere Infos und Aufnahmemodalitäten über den Verein unter

www.djk-ehrenfeld.de

18 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


AUS DEN SPORTVEREINEN

WM-Medaillen für Houben und Keusch-Renner

Mastersschwimmer ermittelten in Budapest ihre Weltmeister

Mit Medaillen kehrten die

Masters-Schwimmerinnen

des SV Blau-Weiß Bochum

von der Weltmeisterschaft

aus Budapest zurück.

Der erste Wettkampf bei der

17. Auflage der Masters-WM

erfüllte noch nicht die Erwartungen

der Europameisterin

aus dem

vergangenen Jahr.

Über 200 Meter Rücken

belegte Heli

Houben (AK 65) unter

27 Teilnehmerinnen

„lediglich“ den

fünften Platz. Über

200 Meter Lagen

fand sie dann aber

zu ihrer alten Stärke

zurück und sicherte

sich unter 18 Teilnehmerinnen

die Silbermedaille.

Ingrid Keusch-Renner

(AK 80) traf in ihrer

Altersklasse auf zwölf Mitstreiterinnen,

belegte hinter

ihren Konkurrentinnen aus

Tschechien und Kanada

über 200 Meter Rücken den

dritten Platz und brachte damit

die Bronzemedaille nach

Heli Houben und Ingrid Keusch-Renner kehrten mit

Medaillen von der Schwimm-WM der Masters aus

Budapest zurück. Foto: privat

Bochum. Über 100 Meter

Rücken wurde Keusch-Renner

Fünfte und landete über

100 Meter Brust auf dem

zehnten Platz. Durchschnittlich

20 Konkurrentinnen gab

es in der Altersklasse von

Waltraud Monstadt (AK 70).

Sie schwamm 50 Meter,

100 Meter und 200

Meter Rücken sowie

über 50 m Freistil und

belegte jeweils Plätze

im Mittelfeld.

„The best FINA World

Masters Championships

ever“ wurden

die Meisterschaften

in Ungarn bei der Abschlussfeier

genannt.

Eine Würdigung, die

vor allem der guten

Organisation galt.

Die Wettkämpfe fanden

zeitgleich in

vier Schwimmbecken statt

und konnten über große Video-Leinwände

verfolgt werden.

Nach frühzeitigem Abschluss

des Tagesprogramms

blieb den Teilnehmerinnen

noch genügend Zeit, um die

Sehenswürdigkeiten von Budapest

zu genießen.

September 2017Der Ehrenfelder⎮ 19


TERMINE IM EHRENFELD

Kleinkunst:

Festival OpenFlair

Mit ihrem Festival OpenFlair

bereichert die Sparkasse den

Bochumer Herbst mit einem

kostenlosen kulturellen Open

Air-Vergnügen: Internationale

Artisten und Akteure verwandeln

die Bochumer City wieder

in eine große Kleinkunstbühne.

Am Freitag um 15 Uhr geht

es los: Bis 21 Uhr mixen die

internationalen Kleinkünstler

Straßentheater, Jonglage, Akrobatik

und Musik zu einem

spritzigen Kleinkunst-Cocktail

mit einem satten Schuss Humor.

Am Samstag werden die

Künstler von 11 bis 18 Uhr

an den Aktionspunkten auf

dem Dr.-Ruer-Platz und in der

Schützenbahn für beste Unterhaltung

sorgen. Auch, Tatort

Jazz, RatzFatz und Urbanatix

bereichern das Festival.

Die Besucher können an beiden

Tagen ihrem Favoriten

eine Stimme für den Bochumer

Publikumspreis geben.

Die Bochumer Kleinkunstpreise

in den Kategorien Profis

und Nachwuchs werden traditionell

zum Abschluss des

Festivals am Samstagabend

ab 20 Uhr verliehen.


Freitag, 15.9. von 15 Uhr bis

21 Uhr, Best of Show ab 20

Uhr (in der Sparkasse)

Samstag, 16.9. von 11 Uhr bis

18 Uhr.

Infos: www.openflair.de und

www.sparkasse-bochum.de

Sa, 9. September

Die Marionettenbühne Hurleburlebutz

spielt das Grimmsche

Märchen „Schneeweißchen

und Rosenrot“

Johanneskirche, Glockengarten

70, 14.00 und 15.30 Uhr

So, 10. September

Tag des offenen Denkmals

Am 10. September öffnen

in ganz Deutschland rund

7.500 historische Baudenkmale,

Parks oder archäologische

Stätten ihre Türen.

Das aktuelle Programm ist ab

sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de

zu finden.

Dort kann man sich alle teilnehmenden

Denkmale einer

Region anzeigen lassen, nach

Kategorien suchen und über

einen Merkzettel persönliche

Denkmaltouren zusammenstellen.

In der Umgebung sind

die Heimkehrer-Dankes-Kirche

und die Henrichshütte in

Hattingen mit dabei.

Ich bin nur ein Kind präsentiert

von Thealozzis Kinder.

Kulturhaus Thealozzi, Pestalozzistraße

21, 16 Uhr.

Fr, 15. September

Ein Abend im Brechts Der

große Bertolt-Brecht-Abend

im Kulturhaus Thealozzi,

Pestalozzistraße 21, 20 Uhr.

So, 17. September

Ich bin nur ein Kind präsentatiert

von Thealozzis Kinder.

Kulturhaus Thealozzi,

Pestalozzistraße 21, 16 Uhr.

Mi, 20. September

tango e vino Tango, Wein

und der Schritt des Monats.

Eintritt frei. Kulturhaus Thealozzi,

Pestalozzistraße 21, 19

Uhr.

Do, 21. September

Endstation.goldkante: Victoria

Die neue Reihe endstation.goldkante

beschäftigt

sich in diesem Herbst mit dem

Thema Großstadt. Los geht es

mit Berlin und Victoria.

Formal und ästhetisch ist Victoria

der gewagteste deutsche

Wettbewerbsbeitragsbeitrag

seit langem. In einer Einstellung

gedreht, folgt der Kameramann

vier Berlinern und einer

jungen spanischen Kellnerin

über weit mehr als zwei

Stunden auf einem abenteuerlichen

Trip durch eine Berliner

Nacht. Im Anschluss an den

Film lässt Blint an den Plattentellern

uns an seinem Sound

of Berlin teilhaben! Goldkante,

Alte Hattinger Str. 22, 20 Uhr.

Schauspielhaus: Volksverräter!!

(Henrik Ibsen) 19.30 Uhr.

Fr, 22. September

„Pars pro toto, oder: Was

zeugt von wem?“ Sachsen

und Franken in der Ruhrregion

bis in die Zeit Karls des Großen.

Referat und Koreferat Dr. Henriette

Brink-Kloke und Dr. Stefan

Pätzold. Stadtarchiv - Bochumer

Zentrum für Stadtgeschichte,

Wittener Straße 47, 17 Uhr.

Theater unten: Wir müssen

Reden Eine Stückentwicklung.

19.30 Uhr.

Sa, 23. September

European Day of Sustainable

Communities Stadtführung

per Fahrrad. Treffpunkt 12 Uhr

am Kurt-Schumacher-Platz an

der metropolradruhr Station.

Dauer ca. 120 Minuten. Anmeldung

unter bowusst@biomail.

de. Bitte eigene Fahrräder mitbringen

oder vorab an der metropolradruhr

Station ein Fahrrad

ausleihen!

Das Fest das Schauspielhaus

Bochum feiert den

Start in die Theatersaison

2017/2018. Auf dem Theatervorplatz

von 10 -19 Uhr.

Mit dem Frühstück geht es los.

Nach einer Begrüßung durch

den Intendanten Olaf Kröck

startet das Programm. Neben

verschiedenen Bands, DJs

und Workshops, bei denen alle

Altersstufen kreativ werden

können, gibt es unter anderem

„Rudelsingen“. Beim festlichen

Pasta-Essen gegen kleines

Geld klingt der Tag aus.

Schauspielhaus: Maria Stuart

(Friedrich Schiller) 19.30 Uhr.

So, 24. September

Schauspielhaus: Volksverräter!!

(Henrik Ibsen) 19.30 Uhr.

Theater unten: Fred und Anabel

Eine Liebesgeschichte

für Kinder ab 3 Jahren nach

dem Bilderbuch von Lena

Hesse. 16 Uhr.

Di, 26. September

Kammerspiele: Moondog Performatives

Konzert. 19.30 Uhr.

Theater unten: Wir müssen

Reden Eine Stückentwicklung.

19 Uhr.

Mi, 27. September

Schauspielhaus: Maria Stuart

(Friedrich Schiller) 19.30 Uhr.

Fr, 29. September

Schauspielhaus: Drei Männer

im Schnee (Erich Kästner)

19.30 Uhr.

Sa, 30. September

Schauspielhaus: Volksverräter!!

(Henrik Ibsen) 19.30 Uhr.

Theater unten: Wir müssen

Reden Eine Stückentwicklung.

19.30 Uhr.

20 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


TERMINE IM EHRENFELD

Bücher, die die Welt verändern

Eine Lesereihe. Es

gibt sie, die Bücher, die Teil

der eigenen Biografie geworden

sind, die einen entscheidenden

Impuls gaben, die die

eigene und die Welt anderer

verändert haben. Verteilt über

die Spielzeit, werden prominente

Leserinnen und Leser,

die dem Schauspielhaus Bochum

nahe stehen, gemeinsam

mit Ensemblemitgliedern

in den Kammerspielen

pro Abend einen dieser großen

Texte vorstellen. Diesmal

lesen Bettina Engelhardt und

Dietmar Bär. 20 Uhr.

So, 1. Oktober

Theater unten: Der Kontrabass

(Patrick Süskind) 19 Uhr.

Di, 3. Oktober

Schauspielhaus: Gefährliche

Liebschaften (Christopher

Hampton, nach dem Roman

von Choderlos de Laclos)

19 Uhr.

Kammerspiele: Gift. eine Ehegeschichte

(Lot Vekemans)

19 Uhr.

Theater unten: Fred und Anabel

Eine Liebesgeschichte

für Kinder ab 3 Jahren nach

dem Bilderbuch von Lena

Hesse. 16 Uhr.

Schauspielhaus: Drei Männer

im Schnee (Erich Kästner)

19.30 Uhr.

So, 8. Oktober

Schauspielhaus: Gefährliche

Liebschaften (Christopher

Hampton, nach dem Roman

von Choderlos de Laclos)

19 Uhr.

Kammerspiele: Hagar Eine

Globe Opera Performance von

kainkollektiv

Regelmäßige Termine

montags

Kartenspielen der Alten- und

Rentnergemeinschaft, St. Meinolphus-Mauritius,

14 Uhr

dienstags

Ehrenfelder Miteinander e.V.:

Spielenachmittag Jeden 3.

Dienstag, Laden, Danziger

Str. 1, 16 - 17.30 Uhr.

Al-Anon Familiengruppe.

Selbsthilfegruppe für Angehörige

und Freunde von Alkoholikern.

Gemeindehaus Melanchthonkirche,

Königsallee 40, im

Souterrain, 20 Uhr.

mittwochs

Gottesdienste

Freie ev. Gemeinde

Sonntags, 10 Uhr: Gottesdienst

und Kindergottesdienst

Sonntags, 11:45 Uhr: Gottesdienst

(mit Übersetzung sim.

in Farsi)

St. Meinolphus-Mauritius

sonntags:

10.30 Uhr hl. Messe

montags 8 Uhr: hl. Messe

mittwochs

18 Uhr: hl Messe in St. Meinolphus-Mauritius

freitags

8 Uhr: hl. Messe

samstags

15.45 Uhr: Wortgottesfeier im

St. Mauritius-Stift an jedem

Sa vor dem ersten Sonntag im

Monat als hl. Messe

17.00 Uhr: Vorabendmesse

in der St. Meinolphus-Kirche

Melanchthonkirche

sonntags

10 Uhr: Gemeindegottesdienst

11.30 Uhr: Wuselgottesdienst

(vierter oder letzter Sonntag im

Monat)

15 Uhr: Gottesdienst in koreanischer

Sprache

19 Uhr: Taizé-Gebet (14-tägig)

Der nächste Ehrenfelder

erscheint am

Freitag, 6. Oktober

Sie möchten Ihre Termine

hier veröffentlichen?

Dann senden Sie uns bis

Dienstag, 26. September,

eine E-Mail:

termine@3satz-bochum.de

Mi, 4. Oktober

Bochumer Allerlei Kleinkunst

im Biercafe, Hubertusstr.

4, 20 Uhr.

Fr, 6. Oktober

Bücherei im Pfarrheim St.

Meinolphus, 16 - 18 Uhr

Ehrenfelder Spaziergänge

mit anschließendem gemeinsamen

Kaffeetrinken. Treffpunkt:

Hans-Ehrenberg-Platz,11 Uhr,

#placetobetween Wiedereröffnung

der Eve Bar.

Die Eve Bar ist zurück: Unter

den Bühnenbrettern des

Schauspielhauses entsteht

für ein Jahr ein Ort, an dem

sich Gegensätze aufheben

und Grenzen fließend werden.

Mit einem Programm aus

Klub, Konzerten, Late-Night-

Talks und Stegreif-Performances

gibt die Eve Bar sich dem

hin, was jenseits von starren

Kategorien und hartgezogenen

Linien liegt. In der ersten

Klubnacht werden unter anderem

Sarah Farinas genre-verwerfender

Rainbowbass und

333Boyz’s kaleidoskopische

Reise von R&B bis Nu Metal

die Ohren in Verwirrung und

die Füße in Verlegenheit bringen,

sich zu bewegen.

Schauspielhaus: Maria Stuart

(Friedrich Schiller) 19.30 Uhr.

Sa, 7. Oktober

Chorproben des Kinderchor

St. Meinolphus-Mauritius im

Pfarrheim von 18.45 - 19.45 Uhr

Treffen der Nachbarschaftsinitiative

Ehrenfelder Miteinander“

jeden 3. Mi im Monat im

Kulturhaus Oskar, Oskar-Hoffmann-Straße

25, 19 Uhr.

donnerstags

Wochenmarkt auf dem

Hans-Ehrenberg-Platz, 7 bis

14 Uhr

Sprechstunde der Elisabeth-Vincenz-Konferenz

am

letzten Donnerstag im Monat 17

- 18 Uhr im Pfarrheim St. Meinolphus-Mauritius.

sonntags

Bücherei im Pfarrheim St.

Meinolphus, 10 - 12 Uhr

September 2017Der Ehrenfelder⎮ 21


100% VFL BOCHUM

Sidney Sam und Tesche erhöhen die Qualität

Im DFB-Pokal darf der VfL Bochum weiter auf das große Geld hoffen

Es ist viel passiert kurz vor

und nach dem Auftakt in der

2. Fußball-Bundesliga. Der

VfL Bochum macht da keine

Ausnahme und hat das

Transferkarussell noch einmal

ordentlich rotieren lassen.

Sportvorstand Christian

Hochstätter hat Offensivspieler

Sidney Sam (Schalke 04)

und Robert Tesche vom englischen

Zweitligisten Birmingham

City für den VfL gewinnen

können. Womit sich die

Qualität im Kader von Cheftrainer

Ismail Atalan noch

einmal deutlich erhöht. Auch

der Australier Robbie Kruse

belebt als Neuzugang den

Konkurrenzkampf in der Offensivabteilung.

Außerdem

präsentierten die Bochumer

mit der globalen Hotelsuchplattform

trivago einen neuen

und attraktiven Trikotsponsor.

Verabschieden mussten sich

die VfL-Fans unterdessen von

Marco Stiepermann, der für

1,2 Millionen Euro zum englischen

Zweitligisten Norwich

City wechselte, und von Peniel

Mlapa, der für geschätzte

600.000 Euro zum Ligakonkurrenten

Dynamo Dresden

transferiert wurde. Auch Russell

Canouse, der jetzt bei

D.C. United in der us-amerikanischen

MLS spielt, sowie

von Tom Weilandt, der an den

Liga-Konkurrenten Holstein

Kiel ausgeliehen wurde, verließen

den VfL.

Insgesamt deuteten die Entwicklungen

an der Castroper

Straße auf einen verheißungsvollen

Start in die Spielzeit

2017/18 hin. Doch die Heimniederlage

gegen St. Pauli zur

Saisoneröffnung, das enttäuschende

Unentschieden beim

Aufsteiger MSV Duisburg und

eine weitere Niederlage im

Westfalenderby bei Arminia

Bielefeld waren für das euphorische

Umfeld herbe Stimmungskiller.

Umso größer war

die Erleichterung, als den Bochumern

am vierten Spieltag

Offensivspieler Sidney Sam, zuletzt in Schalke unter Vertrag, einigte

sich mit VfL-Manager Christian Hochstätter auf eine zweijährige

Zusammenarbeit. Foto: VfL Bochum 1848

beim hart erkämpften 3:2 über

Dynamo Dresden der erste

Saisonsieg gelang.

Der holprige Start stellt die

ambitionierten Saisonvorgaben

der Verein sieht sich im

Kreis der Aufstiegskandidaten

zu diesem Zeitpunkt nicht

in Frage. Er erhöht allerdings

den Druck auf Trainer Ismail

Atalan und seine Mannschaft.

Die müssen nun möglichst

schnell Lösungsansätze anbieten

und in ihrem Auftreten

noch deutlich konstanter werden.

Das gilt auch für die Offensivabteilung,

die lange auf

ihr erstes Tor warten musste:

Bis Lukas Hinterseer im Spiel

gegen Dresden der Siegtreffer

gelang.

Erwartungsgemäß lief es dagegen

im DFB-Pokal, wo sich

die Bochumer beim FC Nöttingen

mit 5:2 durchsetzten

und Hinterseer mit drei Toren

großen Anteil am Erfolg hatte.

Nach den rund 160.000 Euro,

die der VfL Bochum in der ersten

Pokal-Runde verdiente,

können die Bochumer nach

ihrem Sieg beim württembergischen

Oberligisten weitere

320.000 Euro für die Teilnahme

an Runde zwei in den Etat

einplanen. Comedian und

Schauspielerin Carolin Kebekus

loste dem VfL für Runde

zwei ein Auswärtsspiel beim

Drittligisten SC Paderborn zu.

Ein Gegner, der es durchaus

erlaubt, auch schon mal einen

Blick auf das Achtelfinale

zu riskieren, in dem weitere

640.000 Euro als Startgeld

für die Qualifizierten bereit

liegen.

Während die Mannschaft aktuell

an ihrer Performance und

der Verbesserung der Tabellensituation

arbeitet, hat das

Orga-Team bereits das Wintertrainingslager

geplant. Der

VfL Bochum wird sein Trainingslager

in der Winterpause

auf den Balearen verbringen.

Die Mannschaft von Cheftrainer

Ismail Atalan reist vom 9.

bis zum 14. Januar 2018 nach

Mallorca. Dort wohnt sie im

„Hilton Sa Torre Mallorca“ in

Llucmajor, rund 25 Kilometer

von der Inselhauptstadt

Palma de Mallorca entfernt.

Während des Trainingslager-Aufenthalts

werden Testspiele

stattfinden. Gegen wen

und wo steht zum jetzigen

Zeitpunkt noch nicht fest. Der

VfL wird diesbezüglich über

die vereinseigenen Medien

informieren. Für seine Partner

und Sponsoren wird der Verein

eine Reise nach Mallorca

anbieten, die vom 11. bis zum

14. Januar geplant ist.

22 ⎮Der EhrenfelderSeptember 2017


September 2017Der Ehrenfelder⎮ 23

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