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E_1928_Zeitung_Nr.070

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1928 -

1928 - N°70 AUTOMOBIL-REVUE - REVUE AUTOMOBILE 70 1028 Internationale Alpenfahrt 1928 I Coupe des Alpes internationale 1928 il) Der Martini-Wagen des schweizerischen Sportkommissärs nach der Ankunft in Lugano. 1) La voiture Martini des commissaires suisses, apres son arrivee ä Lugano. 2) Das Minerva-Team in Mailand vor dem Start. 2) L'equipe Minerva avant le depart de Milan. 3) Ein Brennabor-Wagen beim Erklettern des St. Gotthard. 3) Une voiture Brennabor durant la montee du Gothard. (Photos « Automobil-Revue >.) 6) 7) 7) 8) 8) Vue du Grimsel sur la route de Gotthard-Hospiz. L'Hospice du Gothard. Ausblick von der Oberalpstras Vue de la route de l'Oberalp la Furka et le glacier du Rhone. se nach Andermatt-Hospenthal, sur Hospenthal et Andermatt. (Photos W. Risch, Zürich.) 4; Adler-Team-Wagen auf der Gotthard-Passhöhe. 4) Le team Adler au col du Gothard. 5) Furkapasshöhe mit Blick gegen Furkahorn und Galenstock 5) Le col de la Furka, et vue sur le pic de la Furka et le Galenstock 6) Blick von der Grimsel auf Furka-Strasse und Rhone-Gletscher (Photos W. Risch, Zürich.) illlll illll Ihr Wagen freut und befriedigt Sie erst dann, wenn nebst einer rassigen und zuverlässigen Maschine auch die CARROSSERIE Ihr Empfinden für Schönheit und Behaglichkeit vollständig erfüllt! Die klassische Linie unserer Carrosserien, die gediegene Ausstattung und die Solidität unserer Arbeit sind das Merkmal unserer Erzeugnisse Kostenvoranschläge und Referenzen bereitwilligst zu Diensten! Carrosserie-Werke A. Ruckstuhl Baselstrasse 54/56 Luzern NEUE AUTOMOBIL-AKTIENGESELLSCHAFT MARTINI ST. BLAISE (Schweiz) Uli IHM 1 mil 1 ilinl Hill imi 1

N*70 N°70 IV. Blatt BERN, 21. August 1Q28 IV. Blatt BERN, 21. August 1928 Die Muskelkraft eines Mannes ist geradezu lächerlich klein im Vergleich zu den raschen und robusten Kräften mechanischer und elektrischer Herkunft, die von einem Motor geleistet werden können. Die Verwendung menschlicher Muskelkraft zur Bedienung des Automobils (anlassen, bremsen, starten usw.) soll tunlichst ausgeschaltet werden, lautet ein Ziel moderner Technik. Der Automobilist soll nur Kräfte auslösen» niemals aber Kräfte betätigen. Diese Entwicklung entspricht auch den Wünschen der Frau am Lenkrad in hohem Masse. Wir stehen heute mitten in einer Bedeutenden Umwandlung. Die Automobiltechnik räumte in den letzten Jahren mit den Vorrichtungen, deren Betätigung erhebliche menschliche Kräfte erforderte, energisch auf. Der Bau von grossen Autobussen und schweren Lastwagen von zehn bis fünfzehn Tonnen Schcinatische Darstellung der Wirkungsweise der ersten mechanischen Servobremse von Lemoine. verlangte gebieterisch die Anwendung mechanischer und elektrischer Hilfskräfte. Die Ohnmacht eines Wagenführers, einen solch enormen Wagentyp anzulassen oder ihn innerhalb nützlicher Frist abzubremsen, liegt hier ganz klar zutage. Friktionsbremsen, mit schwerfälligem Hebelwerk auf Getriebe oder Rundschau der Technik. Neuere Bremssysteme für Motorwagen Räder wirkend, spotten der Kraft der Arme oder der Füsse des Führers, wenn sie nicht mit motorischen Zusatzkräften betätigt werden. Der Ausbau der Friktionsbremsen mit Hebelwerk ist beschränkt, da die Eigenschaften der Bremsbelagstoffe und die Trom- A 1 o 7 -rl Perrot-Innenbackenhremse mit zwei Bremsbacken, A, B Bremsbacken, N Bremsnocken. meldurchmesser nicht beliebig gesteigert werden können. Die neuesten Bremskonstruktionen ermöglichen bei minimalem Kraftaufwand des Fahrers das Auslösen bedeutender zusätzlicher Hilfskräfte in der Bremse oder im Motor selbst, mit denen das Fahrzeug auf dem kürzesten Bremsweg zum Stillstand gebracht werden kann. Bei der Servobremse — wir unterscheiden mechanische, hydraulische und pneumatische — kann eine bedeutende Bremswirkung durch einen einfachen Druck auf das Fusspedal oder einen leichten Zug am Handhebel ausgelöst werden. Die Perrot-Servobremse besteht aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Backen, die durch eine Klaue gegen die Trommelwand gepresst werden. Der eine der Backen, durch die Reibung mitgenommen, drückt den andern umso kräftiger gegen die Trommel und steigert derart die Bremswirkung. Die Perrot-Bendix-Servobremse ermöglicht im Gegensatz zur Perrot-Bremse ein gutes Bremsen in beiden Fahrrichtungen. Sie wirkt Perrotbremse mit drei Bremsbacken A, B, Q und Bremsnocken N. bei der Vorwärtsfahrt genau wie die Perrotbremse, aber in ausgesprochenem Masse, da sie drei gelenkige Bremsbacken aufweist. Bei der Rückwärtsfahrt gelangt nur die eine von den drei Bremsbacken zur Bremswirkung, die aber dafür völlig genügt. Bei diesen beiden Servobremsen sitzt der eigentliche Bremsmechanismus in den Rädern. Eine weitere Art mechanischer Servobremsen besitzt ein besonderes Getriebe, das beim Avsn .Martha t IA2.278I Marcfte arriär* Wirkungsweise der mechanischen Rolls-Royce- Servobremse. Links die Anordnung für die Vorwärtsgänge und rechts für die Rückwärtsgänge. fahrenden Wagen von der Drehzahl der Hinterräder abhängig- ist. Eine angetriebene Trommel versucht ein gegen sie gedrücktes Backenpaar oder eine Kupplungsscheibe mitzureissen und setzt damit ein Gestänge, das zu den Bremsen führt, in Bewegung. Diese Bremsen lösen sich bei Stillstand der Räder Disque Msns feä /ww arriere I Avant rtdate Versles Die mechanische Rolls-Royce-Servobremse. Disquö condueteur = führende Scheibe, Disque oonduit =1 geführte Scheibe. Die erstere steht mit den Hinter-4 rädern in Verbindung, die letztere mit dem Brems-i pedal. Zwischen A und B ist eine Art Kupplung, dia proportional zum Pedaldruck stärker oder schwäche« eingreift. Die beiden Scheiben werden durch Pedal-« druck in Berührung gebracht. Die führende Scheibe, die von den Rädern mitgenommen wird, übt dannl auf die geführte Scheibe und somit auch auf das Bremsgestänge eine Bremswirkung aus, die deni Fussdruck um ein bedeutendes Mass zu verstärken Vermag. unverzüglich, gelangen aber erst einen Mo-« ment nach dem Ansetzen des Pedaldruckes in Funktion. Ganz bedeutende Wagenmarken, wie z. B. Rolls-Royce, Sunbeam, Delage, nault, sind mit dieser Bremsart versehen, Einblick in eine Perrot-Bendix-Servobremsö. Rechts oben das Gestänge, das zum Nocken führt. Wir unterscheiden bei dert hydraulische« Bremsen zwei verschiedene Systeme. Beim ersten bewirkt der Druck auf das Fusspedal Der kleine Aristokrat der Motorweif.... Dietrich, der Entwerfer des kleinen Aristokraten, gab ihm schöne, rassige Linie, Komfort und Luxus, welche selbst beim Verwöhntesten Anklang finden. Studebaker gab dem Erskine Six höchste Leistungsfähigkeit, wie sonst nur grössere und teurere Wagen zu leisten imstande sind. 100 km per Stunde; 10 Liter per 100 km„ Beschleunigung von 8 auf 40 km in 8V2 Sek* 11% Steigung in der Direkten. Kleinste Kurven. übeTden Kohlenteufel! Dte etark© Shell-Mannschaft besiegt diejenige des Kohlentenfels. Sie wird in Grund and Boden getreten, gerade» co eliminiert, kampfunfähig gemacht [He Kohlenteufel haben nicht mehr mitzusprechen. In Ihrem Motor wird