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E_1948_Zeitung_Nr.009

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BRIEFE DER LESER AN DIE

BRIEFE DER LESER AN DIE A-R. Briefe über allgemein interessierende Fragen werden gerne zur Veröffentlichung entgegengenommen. Sie sind möglichst kurz zu fassen und an die Redaktion der t Automobil - Revue », Breitenrainstr. 97, Bern, zu senden. Die Verwendung eines Pseudonyms ist gestattet, wenn der Redaktion Name und Adresse des Absenders bekanntgegeben werden. Art. 25 MFG und die Polizei Von einem Polizeimann wird uns geschrieben: In der « A.-R. » vom 18. Februar 1948 setzt sich «Civis 6pectans > mit der Frage der Höchstgeschwindigkeit, d. h. der Wiedereinführunig von zahlenmässigen Geschwindigkeitsgrenzen für die Kategorie der leichten Motorwagen auseinander. Für sie wie für die Motorräder gilt, im Gegensatz zu den Geschwindigkeitsbeschränkungen für schwere Motorwagen, Anhängerzüge usw., ausschliesslich Art. 25 MFG (* Der Führer muss sein Fahrzeug Etändig beherrschen und die Geschwindigkeit den gegebenen Strassen- und Verkehrsverhältnissen anpassen »). Wenn der Verfasser den erwähnten Artikel mit dem Satz beginnt: < Ein Polizist, mit dem ich kürzlich am Schauplatz eines schweren Unfalles ins Gespräch kam, erklärte mir sehr bestimmt..., es müssen unbedingt Vorschriften über die Höchstgeschwindigkeiten erlassen werden! », dann möchte ich mich als Vertreter der Hennandad aus der Praxis zu dieser Frage aussein. Darüber, dass zu schnell gefahren wird, braucht man wohl nicht weiter zu diskutieren. Es stellt sich nur die Frage, wo die Grenze des Zulässigen liegt. Die Versuchung, dabei zum Mittel einer zahlenmässigen Limitierung der Geschwindigkeit zu greifen, ist verständlich. Deshalb wird auch bei oberflächlicher Betrachtung und als Universalmittel die Festsetzung von Höchstgeschwindigkeiten als der nächstliegende und zur Unfallverhütung geeignetste Weg empfohlen. Nur übersieht diese Betrachtungsweise vollständig, dass es sich dabei um eine Schablone handeln würde, die in den wenigsten Fällen den tatsächlichen Verhältnissen Rücksicht tragen könnte. Wer aber fühlt sich befugt, jene Grenze der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für die leichten Motorwagen und Motorräder festzusetzen, die entsprechend der heutigen Konstruktion der Fahrzeuge und ihrer Leistung, unter Berücksichtigung der Verkehrsintensität, der Strassenbeschaffenheit and aller weiteren dabei mitspielenden Faktoren nur annähernd jenes Mass trifft, das nicht als Schikane empfunden und doch der heutigen Entwicklung im Motorwagenbau gerecht wird? Bei aller Objektivität könnte ich eine solche Frage nicht im Sinne einer kilometermässig begrenzten Höchstgeschwindigkeit beantworten. Dass die Frage so formuliert wenden muss, steht aber bei unvoreingenommener Einstellung ausser Zweifel. Wie es bei den Automobilisten selbst Befürworter der Höchstgeschwindigkeiten gibt, so trifft man sie auch in Kreisen der Polizei. Ich glaube jedoch behaupten zu dürfen, dass bei jenen ihrer Angehörigen, die sich wirklich mit den Problemen des Strassenverkehrs befassen, eine andere Meinung herrscht, die sich grundsätzlich mit jener von « Civis speetans » deckt. Die Aufgabe der Polizei bestand und besteht noch heute in der Sorge für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit. Sie wacht darüber, dass die Gesetze beobachtet werden. Durch ihre Tätigkeit soll sie strafbare Handlungen verhindern, Gefahren für Leben, Gesundheit und Eigentum beseitigen, den Hilfs- und Schutzbedürftigen beistehen und bei Unglücksfällen aller Art Hilfe leisten. Zieht man nun in Betracht, dass die Polizei heute noch die genau gleichen Aufgaben zu erledigen hat wie in den Zeiten, da das Automobil noch in den Kinderschuhen steckte, und berücksichtigt man weiter, dass die Bestandeserhöhung bei der Polizei sich in 6ehr bescheidenen Grenzen bewegt und vor allem in keiner Weise mit der Entwicklung des Strassenverkehns Schritt halten kann, dann zeigt sich hier eine sehr fühlbare Lücke. Von Gesetzes wegen ist die Polizei zur Ueberwachung des Strassenverkehrs verpflichtet; tatsächlich begegnet sie aber bei der Erfüllung dieser Pflicht grossen Schwierigkeiten, In den meisten Fällen scheitern die Bestandesvermehrungen am Widerstand der steuerzahlenden Bürger. Zur Ehre der Autofahrer musa hier jedoch gesagt werden, dass ihre Einstellung zur Polizei in den letzten Jahren eine gewaltige Wandlung im positiven Sinn durchgemacht hat. Ob nicht eine Intervention der Automobilverbände in der Frage der Bestandeserhöhung der Verkehrspolizei mehr erreichen könnte als sämtliche Begehren aus Kreisen der Polizei selbst zusammen? Die Ueberwachung des Strassenverkehrs bedeutet für die Polizei, sofern sie es damit ernst nimmt, ein 6ehr umfangreiches, vor allem aber ein sehr vielseitiges und grosse Spezialkenntnisse erforderndes Sondergebiet. Die Unfallverhütung durch alle möglichen Vorkehrungen, wie wichtige Strassenund Gefahrensignalisierung, Verkehrsunterricht in den Schulen, Verkehrserziehung der Strassenbenützer selbst bildet einen Teil dieses Pensums; hinzu kommt aber noch die eigentliche Verkehrskontrolle ond schliesslich die Tätigkeit der Unfallgruppe zur Aufnahme des Tatbestandes und nachheriger Auswertung. Uns interessiert hier TOT «Hem die eigentliche Verkehrskontroüe. Ganz allgemein herrscht die Ansicht vor, dass nur eine bedeutende Intensivierung der polizeilichen Ueberwachung zu einer « Normalisierung » im Strassenverkehr wirksam beitragen könne. Civis speetans geht (und mit Recht) sogar so weit, zu behaupten, dass Vorschriften zu erlassen nur dann einen Sinn habe, wenn die Möglichkeit bestehe, deren Durchführung zeitlich und örtlich 6ehr häufig zu kontrollieren. An vielen Orten ist man heute so weit — vor allem in den grösseren Städten —, dass dieser Spezialgruppe in beztig aof die Ausbildung die nötige Aufmerksamkeit geschenkt und auch der hiemit verbundene finanzielle Aufwand in Kauf genommen wird. Nur der Poltzeimann, der dieses weitschichtige Gebiet theoretisch und praktisch beherrscht, ist imstande, 6einen Dienst mit der nötigen Durchschlagskraft und dem erforderlichen Verständnis auszuführen. Dass der Führerausweis der mit der Verkehrskontrolle betrauten Funktionäre auf alle jene Fahrzeugkategorien läuten sollte, die sie auf der Strasse kontrollieren müssen (mit Ausnahme der Gesellschaftswagen), ist eine noch nicht überall richtig erfasste Voraussetzung. Darüber hinaus muss diesen Leuten auch die nötige Uebungsgelegenheit zur Führung der verschiedenen Fahrzeugtypen verschafft werden, müssen sie die technischen Neuerungen selbst erproben können. Wenn im Sinne solcher Weiterbildung — die sich auch auf die Kenntnis der vielgestaltigen gesetzlichen Bestimmungen erstrecken soll — bei allen Polizeikorps das Verständnis und der gute Wille einkehrt und die da und dort vielleicht noch vorhandenen Vorurteile gegenüber dem Automobilisten verdrängt, dann ist damit ein wichtiger Schritt 'getan. Meiner Auffassung nach kommt bei der Erörterung der Frage der Höchstgeschwindigkeiten für die leichten Motorwagen diesem Moment der Einsetzung zweckmässig ausgebildeter Verkehrspatrotiillen eine ganz erhebliche Bedeutung zu. Nur der Selbstfahrer kann sich ein Urteil darüber bilden, ob eine Geschwindigkeit den Strassen- und Verkehrsverhältnissen angepasst war oder nicht. Das hekst also, dass die Polizei im Strassenverkehr mitzirkulieren muss, wobei 6ich die Ueberwachung nicht auf zu kurze Distanzen beschränken darf. Leider kennen wir heute noch Polizeikorps, die Geschwindigkeitskontrollen mit der Stoppuhr auf 200—300 m langen Strecken zulassen ... Wenn es gelingt, auf dem ganzen Strassennetz Deutschland Vorläufig noch kein« Volkswagen für die Zivilbevölkerung Wie man aus Behördekreisen hört, wird sich der Beginn der Lieferung von Volkswagen für die deutsche Zivilbevölkerung voraussichtlich bis Mitte dieses Jahres hinauszögern, weil von 1947 her noch ein Lieferungsrückstand an die Besetzungsmacht auszugleichen ist. Sämtliche ADAC-Sektionen werden zusammengefasst wie Dr. Sporer, der Präsident des «Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs > anlässlich der Gründungsversammlung der neuen Sektion Baden in Karlsruhe mitteilte, werden alle in der britischen und US-Zone bestehenden ADAC-Sektionen auf bizonaler Grundlage zusammengeschlossen. BMW darf produzieren Die mit einem Kapital von 100 Mill. RM. ausgerüsteten Bayerisches Motoren-Werke sind ermächtigt worden, die Friedensproduktion aufzunehmen. Die BMW besitzen zwei Fabriken in Allach und Milbertshofen. Allach wird demontiert, während Milbertshofen, wo sich die Hauptverwaltung befindet, nur einen Teil der Maschinen abzugeben hat, wobei jene, die für Generalüberholungen an den Typen 321, 326, 327 und 328 notwendig sind, erhalten bleiben. Es besteht die Absicht, einen neuen Typ 326 herauszubringen mit einem 2-Liter-50-PS-Motor. Beim Karosseriewerk Authenriet in Darmstadt sind bereits vier-Probekarosserien bestellt worden. Die 'BMW-Werke Eisenach sind» sowjetische AG. geworden und tragen die Bezeichnung < Avtovelo ». Sie produzieren fast ausschliesslich für die Rote Armee und nur ausnahmsweise fÜT zivilen Bedarf. Fabriziert wird der Typ 321/45 PS. England Farbige Morris In nächster Zukunft wird Morris, seine bisherige einheitliche Farbe durch perlmuttergraue und grüne Wagen erweitern. Im Interesse einer Typenkonzentrahon wird der viertürige «8» dach nicht mehr gebaut werden. Frankreich mit Schiebeapd Neues vom Gregoire Die Lizenz für den Bau des französischen Gregoire-Kleinwagens, eines Zweizylinders (seinerzeit AUTOMOBIL.REVUE MITTWOCH, J. MÄRZ 194» - Nr. 9 der Schweiz derart gründlich ausgebildete und auch mit den entsprechenden Fahrzeugen versehene Polizeipatrouillen einzusetzen, dann sollte doch die Möglichkeit der Geschwindigkeitsüberwachung weitgehend gegeben sein. Damit würde 6ich aber auch eine weitere Diskussion über die Notwendigkeit von Maximaljjeschwindigkeiten für diese Kategorie erübrigen, die binnen kurzem doch wieder revidiert werden müsste. Sorgen wir dafür, dass durch Zusammenarbeit zwischen Automobilverbänden und Polizei die praktische Durchführung des «Geschwindigkeitsartikels » im MFG gewährleistet wird. Jeder Automobifist nehme et «rast damit. Jeder PoHzerbeurfe wäge vor einer Strafanzeige gründlich ab, ob er in der gleichen Situation tind unter den gleichen Umständen auch von einer nicht den Verhältnissen angepassten Geschwindigkeit reden würde. Ob die «fliegenden Verkehrckontrollen» ihre Tätigkeit mehr nach dem Prinzip der Verwarnung oder auf jenem der Strafanzeigen orientieren sollen, darüber lassen eich keine Regeln aufstellen. Klar »ein muss man sich darüber, dass dann, wenn sich die Einleitung eines Strafverfahrens nicht umgehen lässt, das normalerweise auch eine Busse nach sich zieht, nicht von einem Opfer dem Fiskus gegenüber gesprochen werden darf. Als letztes Mittel, und vor allem vom sozialen Standpunkt aus als das gerechteste, wirkt sich der FühTeraueweisentzug für, einen, jeden, den er trifft, gleich aus. Umgekehrt verdient eine Bussenpraxis das Attribut verwerflich, wenn 6ie lediglich um des Geldes willen zur Ausfällung von Bussen schreitet. Nie darf sie Selbstzweck werden, sondern sie muss immer und in jedem einzelnen Fall den Zweck einer Strafe verfolgen. Ho. Auch eine Nervenprobe bei Nachtfahrten Zu Ihrer Rundfrage über die Blendung durch die verschiedenen Arten von Scheinwerfern möchte ich eine Bemerkung anbringen: Für meinen Geschmack gibt es auf der nächtlichen Landstrasse etwas noch viel nervenzermürbenderes und dabei nicht weniger gefährliches als blendende Autoscheinwerfer: Ich meine die vielen, allzuvielen Velos, die entweder ganz ohne Katzenauge oder dann mit einem Konglomerat von x-mal gesprungenem Glas und Dreck herumfahren, mit einer Einrichtung also, die nichts weniger verdient als die Bezeichnung « Katzenauge ». Jeder Automobilist, der schon einmal den Schock erlebt hat, plötzlich einen dunklen Schatten vor sich auf der Strasse auftauchen zu sehen und der im letzten Moment das Steuer noch herumreissen konnte, weiss, was ich sagen will. Ich könnte von Fahrten erzählen, bei denen ich so viele «unsichtbare» Velofahrer antraf, dass ich über lange Strecken überhaupt nie aus der Angst herauskam — aus der Angst, nach der nächsten Kurve vielleicht wieder einen unerkennbaren Velofahrer nur noch knapp «vermeiden » zu können. Eine Fahrt unter solchen Umständen wird,zur qualvollen Nervenprobe. Meines Erachtens wäre es an der Zeit, dass die kompetenten Stellen die Velofahrer wieder einmal mehr auf die ungeheure Gefahr aufmerksam machen, die im Fahren ohne gut sichtbares Katzenauge liegt. Auch mit ausgezeichneten Scheinwerfern ist es ja unmöglich, solche Velos rechtzeitig und unfehlbar zu erkennen. Nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen stellen die ländlichen Gegenden die grösste Zahl dieser Verkehrssünder; in den Städten dürften die jährlichen Kontrollen der Fahrräder wohl doch noch eher durchgeführt werden als auf dem Land, wo es mejir c-der;weniger aussthliesslich auf die Einsicht des Einzelnen an-' kommt. hjb. Kurzmeldungen aus aller Welt in der « A.-R. » .ausführlich-beschrieben. Red.) mit Frontantrieb, ist von der Sterling Engineering Co. in Dagenham erworben worden. Es sollen bereits Bestellungen au6'USA für 5000 Fahrzeuge vorliegen, apd Oesterreich Wiener Autosalon begegnet grossem Interesse Der für die Zeit vom 5. bis 17. Mai angesetzte erste Wiener Autosalon findet allseits starkes Interesse, so dass die grosse Südhalle auf dem Wiener Messegelände Rotunde bereits seit vielen Tagen vollständig belegt ist und eine zweite Halle bereits nahezu ausverkauft erscheint. Alle massgebenden Stellen bemühen sich um den rechtzeitigen Antransport der Ausstellungsobjekte ausländischer Teilnehmer, und schon jetzt ist mit einer namhaften Beteiligung, insbesondere englischer, italienischer, französischer und tschechoslowakischer Marken zu rechnen. Bezugscheine für Wagen seltener als Produktion Zum erstenmal in der AeTa der Bezugscheine für Motorfahrzeuge ereignet sich seit der Währungsreform und der damit Hand in Hand gehenden Geldknappheit in Oesterreich der Fall, dass viele Kunden zwar ihre Bezugsscheine beantragt und auch erhalten haben, schliesslich aber nicht mehr das Geld besitzen, um das Fahrzeug zu kaufen. Stauen sich dadurch bei den Produzenten die Fahrzeuge, so halten anderseits die Behörden mit der Ausstellung von weiteren Bezugscheinen zurück. Dies gilt ebenso für Lastwagen, die derzeit bereits ohne Lieferfristen zu haben 6ind, wie insbesondere anch für die Motorräder (Puch 125 ccm). Ja, es mutet geradezu unglaublich an, wenn die Zeitungen zur Einreichung von Bezugscheinanträgen auffordern. Südafrika Amerikanische Wagen mit Rechtssteuerung für Südafrika Zur Unschädlichmachung des kürzlich von der Südafrikanischen Union erlassenen Verbots der Einfuhr von Wagen mit Linkssteuerung, das die amerikanische Automobilindustrie 6tark betrifft, haben die Kaiser-Frazer-Werke die Herstellung von Modellen mit Rechtssteuerung aufgenommen. Mehrere Hundert Wagen dieses Typs sind bereits, nach Südafrika unterwegs. Bisher hat noch keine andere amerikanische Autofabrik den Versuch gemacht, dem südafrikanischen Einfuhrverbot auf diese Weise Rechnung zu tragen. E. B. U.S.A. Die Automobiiarbefter verlangen wieder Lohnerhöhungen Ein Sprecher der der CIO aogeacbloasenes United Auto Worker« (UAW) erklärt, dia Gewerkschaft werde in den im April beginnenden Lohnverhandlungen «ls. dritte Lohnerhöhung fast 30 Cents pro Stunde verlangen. Der Beschluss dieser Gewerkschaft ist von entscheidender Bedeutung, da andere Gewerkschaften der Vereinigten Staaten die Löhne der UAW zum Vorbild nehmen. Die UAW erzielte 1946 eine Lohnerhöhung von 18^ Cents und 1947 eine solche von 15 Cents. Englische Wagen in den USA. In den letzten Wochen haben fünf englische Autowerke die Einfuhr ihrer Erzeugnisse nach den USA ernstlich in Angriff genommen. Rolls-Royce, Austin, Standard, die Nuffield-Organisätion und die Rootes-Gruppe. Nach in New York erhältlichen Informationen 'beabsichtigen Standard, Nuffield und Rootes nicht, auf die Dauer mit amerikanischen Wagen zu konkurrieren, sondern sie beschränken sich darauf, von dem durch die amerikanische Industrie einstweilen nicht zu deckenden Nachholbedarf zu profitieren. Dagegen haben Rolls-Royce und Austin eigene Verkaufsorganisationen geschaffen, die ihre Wagen in Amerika auf die Dauer heimisch machen sollen. Rolls-Royce leitete noch im vorigen Jahre seinen Propagandafeldzug durch eine Transkontinentalfahrt von Rolls-Royce- und Bentley-Wagen ein; die Verkaufspreise liegen zwischen $ 12 972 für den kleinsten Bentley bis zu ? 19 000 für den Rolls-Royce Silver Wraitb, Austin spezialisiert sich auf seine neuen zweitürigen Dorsets und die viertürigen Devons, die mit $ 1395, bzw. ? 1495 den Verkaufepreisen von Ford, Plymouth und Chevrolet recht nahe kommen. Verkaufsfilialen sind in nicht weniger als 100 amerikanischen Städten eingerichtet worden. Das Publikum nimmt die Austins bereitwillig auf, obwohl die Frage der Beschaffung von Ersatzteilen gewisse Bedenken auslöst; anderseits betragen die Lieferfristen für die Wagen nur vier Wochen, anstatt mehr als ein Jahr, und die Betriebskosten sind bis um die Hälfte niedriger. Hinzu kommt, dass die kleinen englischen Wagen bei den ständig, wachsenden Parkierungsschwierigkeiten in den amerikanischen Großstädten gewisse Vorteile bieten. E. B. Die amerikanischen Fabrikverkäufe im Jahre 1947 Zusammen mit den Dezember-Fabrikverkäufen, die ein Total von 468 704 Motorfahrzeugen erreichten und damit alle übrigen Monatsergebnisse de« verflossenen Jahres überflügelten, veTÜessen 1947 insgesamt ;4 796399 Personenwagen, Nutzfahrzeuge und Autobusse die amerikanischen Automobilfabriken. Eine Gegenüberstellung der Produk'tionsund Exportziffern pro 1947 nach Fahrzeugkategorien ergibt folgendes Bild: Produktion Produktion für den für Uebersea Inlandbedarf bestimmt Getomtproduktioa Personenwagen 3 297 247 260 871 3 558118 Nutzfahrzeuge 970 416 249 030 1219446 Autobusse 16 383 2452 18 835 Total 4 284 046 512353 4 796399 Nur zweimal in der Geschichte der USA-Antomobilindustrie ist dieses Resultat übertroffen worden, und zwar im Jahre 1929 mit 5 358 420 Einheiten und 1937 mit 4 808 974 Fahrzeugen, Gesamthaft gesehen ging im vergangenen Jahr etwas mehr als ein Zehntel der Produktion ausser Landes. Während jedoch der Anteil des Exportes an der Personenwagenproduktion nur rund 73 % betrug, waren bei den Nutzfahrzeugen etwas mehr als ein Fünftel für Ueberse« bestimmt Schärferer Konkurrenzkampf denn je ? Wohlinformierten Detroiter Kreisen zufolge dürften die 1949er Ford- und Mercury-Modelle aller Voraussicht nach den Konkurrenzkampf in der Automobilindustrie neuerdings in aller Schärfe ausbrechen lassen, und zwar nicht nur zwischen Ford und Chevrolet, sondern zwischen allen jenen Unternehmen, die Wagen der untern und mittleren Preislagen herstellen. Wie man hört, wird der Hauptakzent' bei den neuen Modellen, die gegenüber ihren Vorgängerinnen eher eine Idee niederer und breiter sein werden, auf eine möglichst fliessende Linienführung gelegt. Die Kühlerfront dagegen dürfte eher etwas schwerer wirken. Der neue Lincoln ist auf Mitte April und der Mercury auf Anfang Mai zu erwarten, während mit dem Erscheinen des neuen Ford auf ca. Anfang Juni gerechnet wird. LETZTE MELDUNGEN Konferenz der internationalen Strassentransportverbände in Paris Am 10. März werden sich die Vertreter sämtlicher Vereinigungen und Verbände für den Strassenverkehr in Paris zusammenfinden, um unter dem Patronat der Internationalen Handelskammer eine engere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ländern auf dem Gebiete des internationalen Strassenverkehrs anzustreben. Die Tagung steht unter der Leitung des ehemaligen belgischen Premierministers Georges Theunis, der auch als Präsident der Weltwirtschaftskonferenz von 1927 amtierte und die Materie genau beherrscht. Die Verhandlungen werden zwar nur einen Tag dauern, aber man hofft, selbst in dieser kurzen Zeit zu der Schaffung einer gemeinsamen Grundlage für eine künftige zwischenstaatliche Regelung des Stra6senverkehre zu gelangen. Die Schweiz wird bei der Tagung voraussichtlich durch die Herren Dir. Britschgi und Dr. Späth vertreten sein.

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