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E_1948_Zeitung_Nr.028

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Uli .Mi i iwuui, ^3.

Uli .Mi i iwuui, ^3. JL.M ms - Nr. _ Vier Gänge automatisch Der DE SOJO-Fahrer sitzt in den Wagen, gibt Gas, und weg fährt er! Erfüllt von Bewunderung, denkt er an die Zeiten zurück, wo er noch unzählige Male pro Tag kuppeln, hinauf- und hinunterschalten musste. Dies alles ist vorbei, heute fährt man ohne zu kuppeln, ohne zu schalten, man-fährt Kleinerer Wendekreis Bessere Rundsicht Chrysler-Produkt neae/v Alle Modelle sind ausgestellt und teilweise sofort lieferbar TITAN Badenerstrasse 527 Zürich Generalvertreter für die Schweiz: Fratelli Ambrosoli, St.-Pefer-Strasse 11, Zürich, Tel. [051) 23 96 33 Regionol-Vertreter: Aorou Zeughaus-Garage AG., Rohrerstrasse 29 Ascona Garage Koenig Basel Keller AG., Autofransport und Garage, Margarethenstrasse 79 Bern Spiegl & Waber, G.m.b.H., Breitenrainstrasse 87 Flums (St. G.) Humbert Joly, Automobile Freiburg Piller & Fils, avenue de Perolles 15 Genf Fratelli Ambrosoli & Co., automobiles, pl. Metropole 2 Davos-Plalz Gebr. Grüger, Central-Garage Langenthat BE Max Moser, Automobile Lausanne Garage Maiestic S. A., avenue de Morges HS Lo Chaux-de-Fonds Paul Ruckstuhl, r. teop.-Robert 21, loearno S. A. Fratelli Ambrosoli Lugano Descagni-Ferrdri, via Cantonqle luzern Ernst Epper; Garage, Horwerstrasse&l St-Blaise Virchaux & Choux, automobiles St. Gallen Widler & Hörsch, Stahlstrasse 2 Sron Couturier S. A., garage - o Solothurn Ernest Schnetz, Poststrasse 18 ; > Winterlhur Henri Roos & Co., Paulstrasse l£' Wohlen (Aarg.) Jakob Henggi, Centraf-Gardge -> Zürich ,. Garage Riesbqch AG., Ditfoutslr.-lSJ?,, Aar^urg: Carosseriewerke Aarburg AG. Amriswil: Carl Diethelm, Platz-Garage Baden: Ed. Beyer, Dynamostrasse 17 Basel: K. Scheidegger, Touring-Garage Bern: Lorraine-Garage, Dammweg Berneck: Hch. Eggenberger, Garage Grenchen: O. Fischer, Garage Langenthai!•- Gottfr. Butler, Mittelstrasse Luzern: J. Ottiger, Päläce-Gärage Lyss: Fischer & Willimann, Garage Sarmenstorf: Max Siegrist, Garage Schuls: O. Denoth, Central-Garage Schwyz: P. Durrer, Garage Sursee,: A. Burkhardf, Münsterstrasse . VERTRETER: Thun: Hch. Hediger, Auto-Garage La Chaux-de-Fonds: Chätelain & Co. Fribourg: V.Nussbaumer, Garage du Bourg Geneve: Garage Cornavin S.A. Lausanne: Cottier & Südheimer, Garage St-Paul Moutier: Jos. Varrin, Garage Porrentruy: J. Montavon, Garage de la Gare Yverdon: C. Wyssenbach, Garage Loearno: L. Biffoni, Garage Lugano: A. Varisco & Co., Garage Paradiso Cine qute Jdfod Aequmt mit .Champion, Kleber- Colombes Ratschläge für den fortschrittlichen Automobilisten! « Machen Sie sich unsere Erfahrungen zunutze! > Der CHAMPION-Helfer erzählt: Tip-Nr. 1 Es ist eine Tatsache, dass durch die richtige Wah! der Zündkerze die Leistung Ihres Fahrzeuges erhöht wird «Sicheres Fahren» « CHAMPION fragen » Verlangen Sie CHAMPION-Zündkerzen bei Ihrem Garagisten Alleinvertretung der GENF, Societe des Pneumatiques et caoutchouc manufacture KLEBER-COLOMBES B.F. Goodrich Co. 11, rue General Dufour Tel. 4 22 30 34-36 Neumühlequai Tel. 28 37 37 A^ (USA) ZÜRICH

IL Blatt BERN, 23. Juni 1948 AUTOMOBIL-REVUE II. Blatt BERN, 23. Juni 1948 Leistung und Wirkungsgrad von Explosionsmotoren , Arbeit, Leistung und Drehmoment Die physikalischen und mechanischen Grundbegriffe zur Berechnung von Leistung, Drehmoment etc. eines Verbrennungsmotors sind eigentlich ein Gebiet der Lehrbücher und werden dort ausführlich behandelt. Da aber die Versorgung mit Fachliteratur in deutscher Sprache heute noch immer nicht spielt und wohl aus diesem Grund die Fragen nach jenen Begriffen dauernd wieder gestellt werden, sei in der nachstehenden Arbeit eine UebSrsicht über diese Zusammenhänge gegeben, die für den Ingenieur und Techniker längst Bekanntes wiederholt, dem Studenten und dem sich Weiterbildenden Mechaniker und Laien aber nützlich sein können. Die Art der Abhandlung'bietet nur demjenigen etwas, der die technischen Elementarbegriffe beherrscht; eine allgemeinverständliche Darstellung sei einer anderen Gelegenheit vorbehalten. Im technischen Maß6y6tem sind die Einheiten für die Kraft P 1 kg, den Weg s 1 m, die Zeit t 1 Sekunde. Die aus diesen Grundgrössen abgeleiteten Begriffe werden diesen Einheiten entsprechend gemessen. So ist die mechanische Arbeit — Kraft mal Weg (in der Kraftrichtung wirkend), und die Einheit der Arbeit ist ein mkg. Die Geschwindigkeit, der Weg in der Zeiteinheit, wird in m/sec gemessen. Ist sie in km/h angegeben, 60 erfolglt die Umrechnung durch v(km/h) v (m/sek) = ———- Die Arbeitsgeschwindigkeit, bei der 1 mkg in einer Sekunde geleistet wird, heisst Leistung. Die Leistungseinheit ist 1 mkg/sec, und man erhält die Leistung dadurch, dass man die Gleichung für die Arbeit A = P.s kgm beiderseits durch die Zeit t dividiert. Dann ist die Leistung Eine grössere Leistungseinheit ist 1 Pferdestärke (1 PS) = 75 mkg/sec = 3600.75 = 270 000 mkg/h. Die Leistung, ausgedrückt in PS, ist daher P • v (2) Zur Illustration dieser Begriffe seien zwei Beispiele angeführt: a) Zieht ein Pferd mit einer Zugkraft P = 40 kg an den Strängen und ist seine Geschwindigkeit v = 6 km/h, so ist seine Arbeitsleistung L = P . v mkg/sec, wobei v in m/sec einzusetzen ist. Seine Leistung in PS beträgt also 40-6 240 8 N = 75 . 3,6 = 270 = - 9 tv 1 PS Bei einer Arbeitszeit von 8 Stunden = 28 800 sec würde das Pferd eine Arbeit von 75.28 800 = 2160 000 mkg leisten. b) Im Gebirge kann ein Mann etwa 300 m in der Stunde steigen. Beträgt sein Gewicht 80 kg, so leistet er dabei SO • 300 20 N — •—;— —' = ~— tv> */in PS Bei einer achtstündigen Tour würde der Mann eine Arbeit von 75.28 800 = 216000 mkg leisten. Wirkt eine Kraft P am Umfang eines Kreises vom Radius r Meter, so beträgt ihre Leistung ebenfalls L = P v mkg/sec. Ist die Drehzahl der Wellen n Umdrehungen/Minute, so ist die Geschwinund damit die Leistung 2 • r • n • n T, _ P .— _ L = P • — = P • v mkg/sek (1) digkeit am Radumfang v = — m/sek 60 60 V 30 / Der eiste Klammerausdruck stellt das Drehmoment M, der zweite die Winkelgeschwindigkeit ft) dar, womit sich die Beziehung zwischen Leistung und Drehmoment ergibt. I 71 • n \ (P • r) • —— mkg/sek N = ^ P S (3) Anwendung aui den Explosionsmotor. Wie Abb. 1 zeigt, kann die Explosion6kraft P in zwei Komponenten, den Normaldruck N und die Stangenkraft S zerlegt werden. Die letztere wird durch die Pleuelstange auf den Kurbelwellenzapfen Abb.! Zerlegung der Kolbenitraft in ihre radiale und tangentiale Komponenten. k übertragen, wo sie ebenfalls in zwei Komponenten, den Radialdruck R und die Tangentialkraft T zerlegt werden kann Während R vom Kurbelwellenlager aufgenommen wird und nur den Lagerdruck beeinflusst, kommt für die Leistungsübertragung nur die Tangentialkraft T in Betracht. Sie wirkt an einem Hebelarm r von der Grosse des halben Hubes und erzeugt daher ein Drehmoment der Grosse M = T. r kgm. Die Grosse des TanT gentialdrucks hängt von der Höhe des Drucks auf den Kolben und der Stangenstellung, also den Winkeln a und ß ab, wie aus der Geichung P hervorgeht. Aus dem Tangentialdruckdiagramm Abb. 2 ist ersichtlich, dass die Grosse des Tangentialdrucks und damit die des Drehmoments am Kurbelwellenzapfen k und der Drehgeschwindigkeit der Kurbelwelle stark veränderlich ist. Diese Schwankungen werden durch das Schwungrad ausgeglichen. Bei mehreren Zylindern bessern sich die Verhältnisse, und bei einem Sechszylinder treten nur mehr geringe Schwankungen auf. WO 360 SUO 720 Abb.2 ... Das Tangentialdruckdiagramm. Die Motorleistung, Es gibt zwei Möglichkeiten, die von einem Motor erzeugte Leistung zu messen: Es kann entweder die nutzbar abgegebene, effektive Leistung Ne direkt oder die dem Arbeitswert des Kraftstoffs entsprechende Leistung, die sogenannte indizierte Leistung Ni gemessen und aus dieser aui Ne geschlossen werden. a) Die effektive oder Brerasleistung Ne. Darunter wird die tatsächlich vom Motor erzeugte und am Schwungrad feststellbare (abgebremste) Motorleistung verstanden. Sie wird dadurch bestimmt, dase das erzeugte Drehmoment M Abb.3 Der Pronysche Zaum, das bekannteste Gerät zum Messen des Drehmomentes vnd der Leistung. gemessen und mittels Gleichung (3) auf die effektive Leistung Ne umgerechnet wird. Dieses «Abbremsen > des Motors kann am einfachsten mit dem Prony-Zaum (Abb.3) erfolgen. Das Drehmoment am Schwungradumfang ist M = R.r und ist gleich dem Brem6moment Q. 1. Nach Gleichung (3) ist M • a> M«3r-n M '• n • (Q Ne PS 75 75-30 716 716 Abb. 4 Hydraulische Leistungsbremse. Die viertürige Limousine mit vier Fenstern. Auffallende Unterschiede gegenüber den bisherigen Ford-Typen sind die seitlich ausgebaute Karosserie, die geringe Gesamthöhe sowie die Stufe der Silhouette mit separatem Kofferraum. Weitere Karosserien sind eine zweitürige Coach, ein zweitüriges, vierfenstriges Coupe sowie ein zweitüriges Cabriolet. Wird der Hebelarm 1 = 0,716 m gewählt, 6O ergibt sich die einfache Beziehung Ne 1000 PS Demselben Zweck dient die hydraulische (Froude-) Bremse (Abb. 4), bei der die Achse des zu bremsenden Rades mit einer Kreiselpumpe verbunden ist. Je mehr Leistung auf die Pumpe übertragen wird, um so stärker wird das drehbar gelagerte Pumpengestell mitgenommen. Bei der elektrischen Bremsung verdreht die vom Motor angetriebene Dynamomaschine ihr drehbar gelagertes Gehäuse, wobei auf einer Waage die Belastung Q abgelesen wird, aus der sich die Leistung wie oben ergibt. Bei den Windflügelbremsen wird dagegen der Luftwiderstand gemessen, dem eine rotierende Platte von bekanntem Flächeninhalt F ausgesetzt ist. Beträgt dieser Widerstand W kg, so ist die W • v effektive Motorleistung N e = • „, PS Bei der direkten elektrischen Messung ist eine Dynamomaschine direkt mit der Motorwelle gekuppelt und erzeugt elektrischen Strom. Wird dabei z. B. eine Spannung von 220 Volt bei einer Stromstärke von 15 Ampere festgestellt, so ist die elektrische Leistung 220.15 = 3300 Watt. Da 1 PS = 736 Watt ist, so entspricht die elektrische Leistung 3300 Ne,= — = 4,5 PS woraus 6ich die Motorleistung — bei bekanntem elektrischem Wirkungsgrad — mit 2 • S-n und, da- mittlere Kolbengeschwindigkeit 60 Cm m/sec, so ergibt sich für die Leistung in PS ergibt Ne = «.. ~n an Wel 0,90 b) Die indizierte Motorleistung Ni. Sie stellt die dem Wärme- (Arbeits)wert des Brennstoffs entsprechende Leistung abzüglich der unvermeidlichen thermischen Verluste innerhalb der Maschine dar und wird deshalb als indizierte Leistung bezeichnet, weil sie aus dem Indikatordiagramm (siehe weiter unten) bestimmt werden kann. Im folgenden bedeuten: D Zylinderbohrung in cm; S Kolbenhub in m; p Druck auf den Kolben in kg/cm J ; c m mittlere Kolbengeschwindigkeit in m/sec (ca. 2 bis 15 m/sec}; F Kolbenfläche in cm 2 ; v c Volumen de6 Kompressionsraumes in cm 3 ; vh Hubvolumen eines Zylinders in cm"; Vh = i. vh =? Gesamthubvolumen in allen i Zylindern in cm 3 . v c + Vn e = Der neue Ford (Von unseren amerikanischen Mitarbeitern) = 6 PS Seit letzten Freitag rollen von den Fliessbändern in Dearborn die ereten Exemplare des neuen Ford, der soeben herausgekommen ist. Das Modell 1949, das man echon vor einiger Zeit erwartet hatte, bedeutet für Ford insofern eine Umwälzung, als damit eine vollständige Anpassung an die heutige technische Linie der amerikanischen Industrie vollzogen wurde. Ford gibt damit einige konstruktive Ideen, die seit der «Tin Lizzie» bei allen Ford-Produkten angewendet worden waren, auf. In seiner Formgestaltung hat der neue Ford ausserordentlich gewonnen. Er ist niedrig (158 cm beladen), langgestreckt, aber nicht übermässig lang (5 m) und in seiner Breite verhältnismässig bescheiden (182 cm). Der Motor ist nach vorn geschoben und die Sitze liegen noch besser als bisher innerhalb des Radstandes. Die Linienführung ist bemerkenswert elegant, ohne allzu wuchtig zu wirken. Innen haben die Karosserien alle an Breite gewonnen, obwohl im Interesse der Wendigkeit die äussere Breite und auch die Spurweite hinten etwas reduziert wurden. Wie bisher wird der. Ford mit einem V-&V oder einem Sechszylindermotor, beide mit annähernd 4 Liter Hubraum, geliefert. Die Bremsleistungen betragen 100 PS für den Achtzylinder (wie bisher), 95 PS (ako 15 PS mehr) beim Sechszylinder. An den Motoren wurden Detailverbesserungen in der Ansaugleitung 'und der Kühlung eingeführt; der Treibstoffverbrauch wurde etwas reduziert. AWWeiferutfgen^sei einmal die Einführung eines gegen; Aufpreis erhältlichen Schnellgangs erwähnt. Ferner wurde das Fahrgestell vollkommen neu gestaltet und besitzt, wie heute alle Personenwagen der Ford-Geselkchaft, vorne Einzelradaufhängung mit Dreieck-Querlenkern und Schraubenfedern, hinten dagegen eine Starrachse mit Halbelliptikfedern. In Amerika wird der neue Ford bereits geliefert und kostet etwa 8 % mehr als seine Vorgänger, was in Anbetracht der gestiegenen Kosten als bescheiden angesehen wird. Es ist damit zu rechnen, dass er erst im Herbst in den ausländischen Montagewerken gebaut wird (was sich auch auf schweizerische Lieferungen bezieht. Red.). Henri Ford II (rechts) und sein Bruder Benson vor dem neuen Erzeugnis ihres Werkes. Das Gesicht des Ford 1949 erhält durch das kreisrunde Motiv in der Mitte seine eigene Prägung; die Front ist nicht überladen. Wegen des während des Arbeitstaktes stafk schwankenden Drucks erweist es sich als vorteilhaft, mit einem mittleren indizierten Druck pi m zu rechnen, dessen Grosse im Durchschnitt 6 bis 9 kg/ cm- beträgt. (Ueber die Bestimmung von phn 6lehe weiter unten.) Damit ist die bei einem Hube geleistete Arbeit Ai = T>3 Bei n Umdrehungen der Kurbelwelle in der nute macht der Kolben 2. n Takte/Minute, 2 • S • n Mialso Takte in der Sekunde. Da jeder 4. Takt ein 60 %• n Arbeitstakt ist, so ergeben sich da'bei Arbeits- 4-60 takte/Sekunde. Demnach ist die vom Kolben sekundlich geleistete Arbeit Abb. 5a Indikatordiagramm eines Viertaktmotors. F • Cm • im 300 J? • S • Phn mkg Mit F m 3 - 100.F dm= und Sm = »/«.S dm wird Ni = 900 900 Die indizierte Leistung ist also vom Gesamthubvolumen (Literinhalt),, der Drehzahl und dem mittleren indizierten Druck abhängig. Der letztere hängt von der Konstruktion der Maschine und in erster Linie vom Verdichtungsverhältnis e ab. Ein hohes VerdichtungsverlT' - ; s hat einen gro6sen mittleren indizierten Druck und damit eine Leistungssteigerung zur Folge. Der Höhe von e sind aber mit Rücksicht ?uf die Eigenschaften des Brennstoffs (Selb' dlichkeit und Klopfneigung) Grenzen gi Jer Wert von e liegt im allgemeinen zwischen 6 und 8. (Fortsetzung Seite 13) PS 4